Archiv der Kategorie: Klassik-Nebenthemen

Dirigent Kurt Masur entsetzt und boykottiert die Essener Philharmonie


@Iris sagt:

Hallo,

lese gerade folgendes:

eine Meldung von der Homepage des WDR3:

Kurt Masur boykottiert Philharmonie Essen…!

Nach der Entlassung des Essener Philharmonie-Intendanten Michael Kaufmann will der Dirigent Kurt Masur in dem Haus nicht mehr spielen. Er sei entsetzt über dessen plötzliche Entlassung, teilte Masur in einer schriftlichen Erklärung mit. „Michael Kaufmann ist der fähigste und wertvollste Intendant, den es in Deutschland gibt. Ich werde die Essener Philharmonie nicht mehr betreten, bis der Fall zugunsten von Michael Kaufmann entschieden ist“, heißt es in der Erklärung weiter. Auch der Komponist Wolfgang Rihm solidarisierte sich mit Kaufmann. Dieser habe „in Essen ‚kulturhauptstädtische’ Programme geboten, die Berlin, München und Hamburg zur Ehre gereicht hätten“, sagte Rihm gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Rihm ist in dieser Saison „Composer in Residence“ der Philharmonie Essen.

Meine Meinung dazu:

Ich persönlich finde die Einstellung von Masur Klasse und vermute, dass noch andere Dirigenten nachziehen werden. Ich bin gespannt, wie Gardiner sich verhält.

Grüsse Iris


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Dirigent Kurt Masur entsetzt und boykottiert die Essener Philharmonie


@Iris sagt:

Hallo,

lese gerade folgendes:

eine Meldung von der Homepage des WDR3:

Kurt Masur boykottiert Philharmonie Essen…!

Nach der Entlassung des Essener Philharmonie-Intendanten Michael Kaufmann will der Dirigent Kurt Masur in dem Haus nicht mehr spielen. Er sei entsetzt über dessen plötzliche Entlassung, teilte Masur in einer schriftlichen Erklärung mit. „Michael Kaufmann ist der fähigste und wertvollste Intendant, den es in Deutschland gibt. Ich werde die Essener Philharmonie nicht mehr betreten, bis der Fall zugunsten von Michael Kaufmann entschieden ist“, heißt es in der Erklärung weiter. Auch der Komponist Wolfgang Rihm solidarisierte sich mit Kaufmann. Dieser habe „in Essen ‚kulturhauptstädtische’ Programme geboten, die Berlin, München und Hamburg zur Ehre gereicht hätten“, sagte Rihm gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Rihm ist in dieser Saison „Composer in Residence“ der Philharmonie Essen.

Meine Meinung dazu:

Ich persönlich finde die Einstellung von Masur Klasse und vermute, dass noch andere Dirigenten nachziehen werden. Ich bin gespannt, wie Gardiner sich verhält.

Grüsse Iris


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Pianistin Annika Treutler geb. in Bielefeld Gewinnerin der diesjährigen Förderpreise Musik (GWK)


Hallo,

ein erfreuliche News-Nachricht aus OWL !

nmz-red/leipzig

Die 18-jährige Pianistin Annika Treutler aus Detmold und der peruanische Gitarrist Juan Carlos Arancibia sind die Gewinner der diesjährigen Förderpreise Musik der Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit (GWK).

Foto: 1. Preisträgerin Annika Treutler (Fotorechte: GWK)

Gewinner: Pianistin Annika Treutler,rechts im Bild, Gitarrist Juan Carlos Arancibia.

Beim öffentlichen Vorspiel in der Musikhochschule Münster setzten sie sich im Wettbewerb über zwei Runden gegen
die Konkurrenz von 25 jungen Musikstudenten aus ganz Deutschland durch, wie die GWK am Montag in Münster mitteilte.

AnnikaTreutler, 1990 in Bielefeld geboren und in Detmold aufgewachsen, überzeugte Publikum und Jury durch ihren Vortrag von Werken Prokofieffs, Schuberts, Schumanns und Lachenmanns. Die Jury lobte die beeindruckende Technik und das stets natürliche, ungekünstelte Spiel der Pianistin.
Der 1983 in Lima geborene Gitarrist Arancibia, der seit 2006 an der Hochschule für Musik in Detmold lernt, verbindet nach Ansicht der Jury atemberaubende Virtuosität mit tief verwurzelter Musikalität. Er sei ein gereifter Künstler, der die ganze Bandbreite der Gitarrenliteratur – von Villa-Lobos und Albéniz bis zu Roland Dyens – vorgeführt habe, hieß es.
Die zwei GWK-Förderpreise Musik sind in diesem Jahr erstmalig mit jeweils 4000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 12. Oktober im Museum Bochum statt. Die Preisträger werden im kommenden Jahr unter anderem in der Konzertreihe «Junge Meister Konzerte» im Erbdrostenhof Münster sowie bei Konzerten in ganz NRW zu hören sein.
Grüsse
Volker

Schutzdauer von Tonaufnahmen soll bis 95 Jahre angehoben werden


Hallo,

eine interessante Neuigkeit:

Am Mittwoch (16.7.08) verabschiedete die EU-Kommission einen Richtlinienvorschlag, der die Verlängerung der Schutzdauer von Tonaufnahmen und Tonträgern von 50 auf 95 Jahre vorsieht. Künstler und Industrie würden gleichermaßen von der längeren Schutzfrist profitieren, hieß es in einer Aussendung der EU-Kommission.

Eine 95-jährige Schutzdauer würde verhindern, dass ausübende Künstler, die im Alter von 20 Jahren Platten aufgenommen haben, bei Erreichen ihres 70. Lebensjahres einem plötzlichen Einkommensausfall gegenüberstehen, so die EU-Kommission.

Die zusätzlichen Einnahmen aus der erweiterten Schutzdauer sollen auch der Tonträgerindustrie helfen, sich an das Internet-Zeitalter anzupassen und ihre Investitionen in neue Talente aufrechtzuerhalten, begründete die EU-Kommission ihren Vorschlag.

„Ich werde alles daransetzen, um sicherzustellen, dass ausübende Künstler über ein angemessenes Einkommen verfügen und es auch künftig eine europäische Musikindustrie geben wird“, sagte EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy, der die Verlängerung der Schutzfristen vorgeschlagen hatte.

(Veröffentlicht von: nmz-red/leipzig)

Grüsse

Volker

Wird der Dirigent J.E. Gardiner immer mit zu schnellen Tempi assoziiert ?



Hallo zusammen,

ein sehr heikles Thema, wie schon die Überschrift es eindeutig aussagt. Wird neuerdings von den Interpreten (z.B. Gardiner, Harnoncourt, Digo Fasolis), in den Kantaten, Oratorien oder sonstigen klassischen Werken durch die Werke gerast ? Dazu müsste eine Stellungnahme des einzelnen Interpreten herangezogen werden, um eindeutig dazu Stellung beziehen zu können. Jeder Musikfreund hat dazu seine eigene Meinung, der eine liebt die zügigen Tempi, der andere bevorzugt die ruhigere Vorgehensweise. Was ist nun richtig und was ist als eine falsche Interpretation anzusehen !

Selbst hier streiten die Musikwissenschaftler und Kritiker untereinander über eine werkgetreue Interpretation, aufgrund dessen muss doch der Musik-Laie kapitulieren und kann nur sein persönliches Empfinden wiedergeben.

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Aus einem von mir mitbenutzten Vorgänger-Forum zitiere ich einmal Interpretations-Aussagen zu dem

BWV140: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“

Oft werden Bachkantaten in einem, so finde ich, geradezu rasenden Tempo gespielt. Viel zu schnell. „Bachs Musik braucht vor allem Ruhe, Geduld, langsame Tempi“ versichert Maarten t’Hart („Bach und ich“), und da folge ich ihm gern. Bei Karl Richter allerdings habe ich den Eindruck, er quält diese Kantate 34 Minuten lang zu Tode…..

Mauersberger
„Schlafmützig“ sei der Leipziger Thomanerchor in dieser Aufnahme, die Thomaskantor Erhard Mauersberger 1966 mit dem Gewandhausorchester einspielte, hieß es vor einigen Jahren in einer Internet-Diskussion. Nun, sagen wir einmal: der Chor wirkt verhalten, manchmal gar unsicher. Es klingt keine Begeisterung heraus, kein jubelndes „Halleluja“. Auch das Orchester spielt im 1. Satz merkwürdig matt, der Satz schleppt sich dahin, wirkt länger, als er tatsächlich (7.30 Minuten) ist.

Rilling
In 24.12 Minuten rast Helmuth Rilling mit seinen Gächingern durch das Werk. Die fünf Minuten, die Karl Richter zu langsam ist, ist er zu schnell. Aber ich kann jeden verstehen, der diese Aufnahme hoch schätzt. Rilling macht Vieles richtig. Er betont den tänzerischen Charakter des Werkes…..

Harnoncourt
Musiker, Chor und Solisten – so jedenfalls mein Eindruck – finden in dieser Aufnahme nie wirklich zueinander. Der Tölzer Knabenchor erscheint mir nervös, unausgewogen, in den tieferen Lagen überfordert……

Gardiner
Immer wieder bewundernswert ist gerade bei John Eliot Gardiner eine perfekte Balance zwischen Stimmen und Instrumenten – wenn sie dann einmal wie hier nicht immer optimal ist, etwa gegen Ende des 4. Satzes, wo selbst alle vier Tenöre des Chores nicht gegen die Instrumente ankommen, dann sollte das kein Grund sein, sich zu beschweren. Und außerdem: es ist wie stets bei Gardiner eine Live-Aufnahme.

Ärgerlich ist mir auch in dieser Einspielung nur die entsetzliche Hast. Eine Bachkantate ist doch kein Minutenwalzer! Die Sätze rauschen bei ihm nur so vorbei…

Dies von der Gesamtsumme abgezogen bleibt nur Lob übrig. Lob und Bewunderung. Gardiner bietet eine durchdachte und kristallklare Aufnahme, mit einem Weltklasse-Chor, großartigen Musikern. „Hosianna“ heißt in dieser Einspielung das Schlüsselwort. Die Kantate kommt schwungvoll daher, tänzerisch, mitreißend, beim Hören fühle ich mich in einen Strudel hochzeitlicher Freude hineingezogen….

Leusink
Vernichtende Kritiken habe ich schon über diese Einspielung von Pieter Jan Leusink gehört. Sie sei „die Karikatur einer der größten Kantaten Bachs“, die 1. Oboe erinnere „an die schlimmsten Stellen der Harnoncourt-Aufnahmen“, einige Chor-Soprane seien „schwach bis nicht vorhanden“. Und so munter weiter.

Nun, ganz so schlimm ist es nicht. Aber so richtig gut ist es leider auch nicht. Zu viele der an dieser Aufnahme Beteiligten wirken schlichtweg indisponiert…..

– Ende der Zitate ! –

———————————————————————————

Für mich haben die Bach-Werke durch die neuen Interpreten – u.a. Gardiner, Fasolis, u.a. – an Schwung gewonnen, sie haben sie entstaubt, und führen uns in eine ganz neue Interpretationsvielfalt, die den Musikfreund nur erfreuen kann. Welche Epochen haben die Bachwerke in der jeweiligen Interpretationsform überstehen müssen, unter Straube die romantisierenden Werkswiedergaben, die traditionelle sächsische Aufführungsform der 60-er Jahre unter Karl Richter, opernhafter Chor, Massen-Orchester mit modernen Instrumenten, alles Geschichte.

Wie ich in meinem Kommentar zum WO schon anmerkte, kann jeder Einzelne nur seine subjektive Meinung dazu wiedergeben ich erwähnte dort:

„An welcher Stelle er diese Fixpunkte (Gardiner) setzt, lässt sich vortrefflich streiten, aber dass er sie setzt, finde ich fantastisch und finde deshalb seine Interpretationen immer so spannend!“

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Ich habe mir einmal die Mühe gemacht und mich im Internet umgesehen nach eindeutigen Kritiken in dieser Richtung, ich zitiere:

1.) Gardiner nimmt schnelle Tempi- gewiß. Aber seine Missa ist nicht nur schnell, sie wird äußerst differenziert musiziert, der Chor bewältigt den schwierigen …

2.) .. so geht Gardiner an das Weihnachtsoratorium heran. Er hat den Vorteil, auf einen relativ kleinen Chor (26 Köpfe) und ein Orchester zurückgreifen zu können , die seinen Tempovorstellungen auch folgen können. Wenn man solches mit großen Chören (z. B. die alte Richter-Aufnahme mit dem Münchner Bach-Chor) versuchen wollte, würde es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein heilloses Durcheinander geben….

3.).. (Beethovens Sinfonien) Natürlich konnte sich Gardiner auf den neuesten Stand der Quellen-Forschung stützen, und ebenso hielt er sich an die rasend schnellen Tempi der nachträglich von Beethoven vorgenommenen Metronomisierungen, was selbst die ausgefuchsten Originalklang-Cracks seines Orchesters mehr als einmal an ihre spieltechnischen Grenzen trieb. Es ist primär der hervorragend trainierte und hochgebildete musikalische „Instinkt“ des Dirigenten Gardiner für den ursprünglichen Gestus dieser Musik, den er auf dem spieltechnischen Niveau und mit dem Präzisions-Anspruch des ausgehenden 20. Jahrhunderts realisiert,

4.) “ … Neuhoffs nüchternes Dirigat setzte nicht auf Weihrauch, sondern auf präzise Rhetorik und Affekte. Anders als etwa bei Gardiner kamen die schnellen Tempi gelöst und virtuos, aber nie unangenehm sportiv.“ (Kölner Stadtanzeiger 2006 zu Bachs „h-Moll-Messe“)

5.) (Requiem von Mozart) … das Orchester wirkte unter Gardiners Leitung mächtig und zugleich transparent, fand ein getragen moderates Tempo, das dem Duktus der Totenmesse folgte, ohne die Mozartsche (Süßmayersche) Dramatik außer Acht zu lassen. So gelang dem Ensemble mit „eindrucksvoller Kraft“ (Gramophone) eine Interpretation aus der Tiefe der Musik heraus, die sich in die Reihe großer Referenz-Einspielungen von Herbert von Karajan bis Nicolaus Harnoncourt einfügt.

– Zitat-Ende –

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Wie aus den o.a. Aussagen entnommen werden kann, gibt es Zuspruch aber auch Ablehnung, hier ist der Musikfreund gefordert, sich ein eigenständiges Urteil zu bilden.

Ich persönlich finde es subjektiv vollkommen in Ordnung, wenn jeder Interpret seine eigenständige Stilrichtung vorgibt, auch wenn sie gravierende Schwächen besitzt, hier denke ich besonders an die örtlichen Kantoreien und Laienmusiker, mit welchen Enthusiasmus sie die Werke zu bewältigen versuchen, mit Kritik ist man allzu schnell dabei und sollte sie doch verhaltener und ausgewogener von sich geben.
Der Gewinner ist und bleibt immer der Musikliebhaber, er kann sich über die Vielfalt der Interpretationen nur freuen.

Anmerkung zu dem Thema,
die bereits abgegebenen 9 Kommentare verschiebe ich nach hier..!!

Grüsse
Volker

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Deutscher Evangelischer Posaunentag in Leipzig, 30.5. bis 1.6.2008


Ein Hallo an alle Posaunen-Enthusiasten !

Aktualisiert am 6.6.2008 News vom DEPT

Link: http://www.ohrenblickmal.de/start.htm

4. Juni 2008

Die DVD vom DEPT kann bestellt werden !
Die Fragen nach der DVD häufen sich. In den »FAQ wurde bereits kurz darauf verwiesen: Es wird eine tolle DVD geben, in der der gesamte Posaunentag vorgestellt wird. Diese wird zur Zeit geschnitten und produziert, kann aber ab sofort für 19,90 Euro bestellt werden. Einerseits gab es in Leipzig Bestellkarten dafür, diese werden nun auch über die Werke und Chöre verteilt. Einfacher ist es aber, die DVD gleich hier im WebShop zu bestellen. »HIER klicken. Dort gibt es übrigens auch für 6 Euro die schöne Audio-CD der JukeBox (siehe weiter unten). Bitte beachten: Entweder nur die Antwortkarte nutzen ODER hier im Shop bestellen, sonst kommt die DVD zweimal 😉

Unabhängig davon gibt es die Möglichkeit, beim MDR einen Sendemitschnitt des Abschlussgottesdienstes (da ist dann vom Posaunentag nichts weiter dabei) zu bestellen.
Dazu
»HIER klicken.

YouTuba – das Posaunentags-Video-Portal 😉

YouTube sei Dank, gibt es bereits jetzt – noch vor der DVD – die Möglichkeit, unzählige Video-Schnipselchen des Posaunentags filmisch durchzuforsten. »HIER klicken.

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Impressionen aus dem Zentralstadion von der Schlussveranstaltung am 1. Juni 2008

als Video



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Spät, aber nicht zu spät möchte ich auf ein zentrales Ereignis in Leipzig hinweisen:

OHRENBLICK MAL!
Deutscher Evangelischer Posaunentag Leipzig vom 30.05 bis 01.06.2008

Vom 30. Mai bis 1. Juni 2008 sind alle Posaunenwerke und -verbände in Deutschland zu einem großartigen christlichen Bläserfest nach Leipzig eingeladen. Unter dem Motto OHRENBLICK MAL! treffen sich mehr als 15.000 Bläser und versetzen eine ganze Stadt in Schwingung.

So werden viele Bläsergruppen an unzähligen Stellen in der Stadt auftreten, auf Straßen und Plätzen, in Kirchen, im Rathaus. Höhepunkt wird der große Abschluss-Gottesdienst im Zentralstadion am 01.06.2008 sein, wo sich zigtausende Bläser zu einem großen Gotteslob vereinen. Schirmherr des Deutschen Evangelischen Posaunentages ist Bundespräsident Horst Köhler.

Die evangelische Kirche organisiert erstmals einen bundesweiten Posaunentag. Deutschlandweit sind in den Posaunenchören der Gemeinden rund 120 000 Bläser aktiv.

Höhepunkt des Festes unter dem Motto «OhrenBlick mal» ist der Abschlussgottesdienst am Sonntag, 01.06.2008 im Zentralstadion, bei dem alle 16 000 Musiker gemeinsam musizieren werden. Das gigantische Konzert soll auch ins Guinnessbuch der Rekorde eingetragen werden.

Organisationsbüro bezogen:

Seit gestern laufen alle Fäden im Leipziger Org-Büro zusammen, die Büros in Radebeul und Bielefeld sind verwaist 😉 Hier die Daten: Brühl 76, 04109 Leipzig, Tel./Fax 0341 9270162, E-Mail:info@ohrenblickmal.de, Öffnungszeiten: 26.-29. Mai 10 bis 17 Uhr; 30./31. Mai 8 bis 24 Uhr, 1. Juni 8 bis 16 Uhr, 2.-4. Juni 10 bis 16 Uhr

DEPT-Beitrag auf ERF
In loser Folge sei hier auf Medienbeiträge zum DEPT hingewiesen. Ein schöner Beitrag des ERF (Evangeliums-Rundfunk Deutschland) gibt es auch als PodCast und kann »HIER als MP3 geladen werden.

Gottesdienst ausgebucht

Schade, aber nicht mehr zu ändern: Für den Gottesdienst im Zentralstadion gibt es keine Karten (und damit freie Plätze) mehr. Alle Interessenten müssen wir nun auf die Live-Übertragung im MDR verweisen und die anderen Veranstaltungen zum DEPT wie das Sa-Nachtkonzert ans Herz legen.


Der DEPT im Fernsehen

Klar, das Highlight ist die Live-Übertragung des Gottesdienstes. Aber auch andere Sendungen befassen sich mit dem Posaunentag. Empfohlen sei hier MDR „Hier ab Vier“ am 30. Mai und ZDF „Blickpunkt“ am 1. Juni 13 Uhr. Der Gottesdienst wird übrigens an weitere Dritte übertragen und kann live gesehen werden Sonntag, 1. Juni 12 Uhr im MDR, BR, HR und SWR.

Ausstellung eröffnet

Heute wurde im Beisein von Kommunalprominenz im Leipziger Rathaus die Wanderausstellung „Bläserklang im Gottes-Dienst“ eröffnet, die die geschichtlichen und musikalischen Wurzeln der Posaunenarbeit über 3000 Jahre bis zur Gegenwart verfolgt. Jeder Leipzig-Besucher kann täglich zw. 9 und 18 Uhr diese Ausstellung in der Wandelhalle des Neuen Rathauses besuchen – lohnt sich!


Weitere Informationen unter: http://www.ohrenblickmal.de

Eine Historie zur Posaunenarbeit
durch den Pfarrer aus OWL
„Johannes Kuhlo“,

Link: http://www.bbkl.de/k/Kuhlo_j.shtml

Grüsse und ein schönes Wochenende wünscht

Volker

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Pressemeldungen nach dem Posaunentag am 1.6.2008 in Leipzig:

Schlussveranstaltung am Sonntag, 1.6.2008 im Zentralstadion, Leipzig (Fotorechte: Unsere Kirche)

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Pressebericht von: http://www.unserekirche.de/

Posaunentag Leipzig

»Ohrenblickmal – hör und sieh!«

Mit einem eindrucksvollen Festgottesdienst und einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde ist der Deutsche Evangelische Posaunentag in Leipzig zuende gegangen. Unter dem Motto »OhrenBlickmal! – Hör und sieh« hatten sich mehr als 16.000 Bläserinnen und Bläser im Leipziger Stadion eingefunden.

Der »DEPT« war am Samstag auf dem Augustusplatz, dem kulturellen Herzen der Stadt zwischen Gewandhaus und Oper, eröffnet worden. Der Platz, auf dem auch die Montagsde­monstrationen ihren Höhepunkt fanden, die 1989 die Wende einleiteten, erwies sich als wunderbare Kulisse für die Eröffnung. [mehr]

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Weitere Linkangaben zu Fotos und Pressestimmen unter Kommentare, den nachstehenden Link anklicken !

Link:

https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1328692870617913148&postID=6752990124856199725


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J.S. Bach Matthäuspassion, an welcher Stelle lässt sich im Notenbild ein Kreuz erkennen ?


@Iris sagt:

Hallo,

ich hab eine Frage an den Blog:

Seitdem ich die Einführung zur Matthäus-Passion (J.S. Bach) von W. Schmidt auf Bayern 4 gehört habe, beschäftigt mich immer wieder der Satz von ihm (der übrigens auch bei A. Dürr vorkommt):

Aus dem Notenbild bestimmter Passagen aus der Matthäus-Passion läßt
sich das Kreuz erkennen.

Dürr gibt auf S. 322 (BWV 6) und Seite 339 (BWV 44) „Johann Sebastian Bach – Die Kantaten“ – bei zwei kleinen Notenbeispielen auch den Kommentar, dass es sich im Notenbild um Kreuz Jesu handelt.

Ich kann aus dem reinen Notenbild kein Kreuz erkennen. Ich erkenne zwar, dass aus

f, ein fis wird und aus c wird cis (also eine Erhöhung) – aber aus dem Notenbild ersehe ich kein
Kreuz. Könnt Ihr mir auf die Sprünge helfen?

Grüsse
Iris

Historische Aufführungspraxis "J.S. Bach Matthäuspassion"


Hallo zusammen,

heute erschien ein Artikel zur Matthäus Passion von J.S. Bach in der Zeitung DIE ZEIT.

Der Artikel ist so interessant, dass ich ihn hier veröffentlichen möchte.
—————–
Nachstehend geht es zum Artikel „DIE ZEIT“

Hier klicken „DIE ZEIT“

Ein Horn dank Harnoncourt

Harnoncourt Klassik Platte meines Lebens Musik

Als unser Autor Anfang der Siebziger Bachs „Matthäus-Passion“ auf historischen Instrumenten hörte, haute es ihn vom Hocker.

Das sagen wir so schnell: dass einen irgendeine Begegnung einfach umhaut. Aber als ich Anfang der siebziger Jahre in die ersten Takte von Nikolaus Harnoncourts erster Einspielung der Bachschen Matthäus-Passion hineinhörte, legte ich mich wirklich platt auf den Boden und stand erst wieder auf, als die letzten Takte verklungen waren.

Dabei hatte ich die Platte gar nicht einmal gezielt erworben. Sie lag im Feuilleton der Zeitung, bei der ich damals arbeitete, auf einem Stapel herum, achtlos beiseite geschoben von hochmögenden Kritikern, die für die »historisch authentische Wiedergabe« nur verständnislose Verachtung übrig hatten: hormonarmes Gefiepse aus dem Staub-Archiv. Kann sich mitnehmen, wer will…

Es dauerte dann noch einmal vierzehn Jahre, bevor ich in jenem Blatt einen ersten gründlichen Artikel über das Musizieren auf historischen Instrumenten schreiben durfte. Allerdings nicht im Feuilleton, sondern in der Wochenendbeilage.

Aber jener Spätnachmittag! Wer bis dahin nur die schleppenden zerdehnten Tempi und die alle Klangfäden erdrückenden Chormassen im Ohr hatte, sei es die heute eher berüchtigte Einspielung unter Mengelberg oder seien es, schon um einiges lebhafter, die pathetischen Predigten von Karl Richter – der wusste nach den ersten Zeilen »Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen…«: Von hier und heute geht eine neue Epoche der Musikgeschichte aus, und du kannst sagen, du seiest dabei gewesen; wenn auch nur am Lautsprecher.

Die Doppelchöre liefen aufgewühlt im Zwölfachteltakt zusammen und durcheinander. Und erst der Choral Oh, Lamm Gottes unschuldig … War man gewohnt, dass über den beiden viel zu großen Chören, die sich viel zu träge dahinwälzten, irgendwann ein tatsächlich fiepsender Knabenchor so völlig sediert seine Töne von sich gab, dass man eine natürlich fließende Choralmelodie gar nicht mehr erkennen konnte, so war nun schlagartig zu hören: Donnerwetter, das ist ja im Großen nichts anderes als eine Choralbearbeitung, wie wir Organisten sie mit Pedal, zwei Manualen und eben dem zentralen Cantus firmus auszuführen pflegen. Leidenschaftlich motorische Musik!

ZUM THEMA

Die Platte meines Lebens: In dieser wöchentlichen ZEIT-Serie berichten unsere Autoren über die Platte, die ihr Leben veränderte »

Heute würden man Eulen nach Athen tragen, wollte man das Recht dieser Musizierpraxis auf historischen Instrumenten noch ausführlich begründen. Ihre Spielformen haben sich ungemein weit ausdifferenziert und sind inzwischen bis in die Spätromantik vorgedrungen.

Aber damals hat diese Platte mein Leben verändert, nicht nur wegen der überaus konkreten Revolution meines Hörens und Verstehens, sondern auch ganz praktisch – und das bis heute. Seinerzeit habe ich ein eben erworbenes zirpend-modern klimperndes Cembalo sofort wieder abgestoßen, glücklicherweise zum Einkaufspreis, und mir eine Kopie nach Ruckers bauen lassen.

Und seitdem ich nun schon eine kleine Weile Waldhorn lerne, übe ich natürlich nicht nur auf dem modernen Ventilhorn, sondern auch auf einem Inventionshorn der Mozart-Zeit; seit voriger Woche ist außerdem endlich ein Barockhorn dazugekommen. Alles, weil damals in der Redaktion niemand sonst etwas mit Harnoncourt anfangen wollte. Eigentlich höchste Zeit, sich endlich seine zweite Einspielung der Matthäus-Passion zu besorgen.

——————————

@ Meine Anmerkung:

Genau so geschah es mit mir in den achtziger Jahren mit der Einspielung des Weihnachts Oratoriums von Gardiner. Das waren unerhörte neue bewegende Klangtöne, denen ich erst sehr reserviert gegenüber stand, ich mochte sie nicht, Karl Richter war mein Leib und Seelen-Interpret.

Erst ausgehend der 90er Jahre fand ich Gefallen an dieser revolutionierenden Interpretationsform. Nun bin ich vollständig infiziert und möchte kaum noch andere Praktiken hören.

——————-

Wie ergeht es Euch mit dieser Interpretationsform, haben die Alten Aufnahmen noch Bestand? (Karl Richter und Co.)

Grüsse
Volker

Amazon setzt auf klassische Musik


Hallo,

Amazon setzt auf klassische Musik

Klassikabteilung macht handverlesene Werke zugänglich

Classical Music Blowout Store eröffnet
Seattle (pte/12.03.2007/17:02) –

Mit der Eröffnung des Classical Music Blowout Stores http://www.amazon.com/classicalblowout bietet Amazon über 2.000 klassische Musiktitel aus Kunstgattungen von Instrumental bis Oper an. Der weltgrößte Online-Händler reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertiger und leistbarer Klassik: „Die Nachfrage unserer Kunden nach klassischer Musik steigt immer weiter und sticht sogar unsere weiteren Musikkategorien aus“,

sagt Thomas May, Senior Music Editor von Amazon.

Trotz steigender Verkaufszahlen wird es immer schwieriger, bestimmte klassische Werke in Geschäften oder im Internet zu finden: Nach dem Verschwinden von prominenten Musikhändlern wie Brick and Mortar Music verlassen sich die Konsumenten immer mehr auf Amazon. Mit der Eröffnung dieses Geschäftszweigs soll es den Liebhabern klassischer Musik wieder leicht gemacht werden, handverlesene Werke zu finden.

(Quelle: dap)

Grüsse
Volker

Ein Großer in der Bach-Publizistik „Alfred Dürr“ wurde am 03.03.2008; 90 Jahre alt.


Hallo,

seinen 90. Geburtstag feierte am 3. März 2008 der Göttinger Musikwissenschaftler Dr. Alfred Dürr. Er gehört weltweit zu den kenntnisreichsten Bach-Forschern, wofür er unter anderem 1995 mit der seltenen Würde eines Dr. mus. h.c. der Universität Oxford ausgezeichnet wurde. 2007 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät an der Humboldt-Universität Berlin.

Foto: Dr. Alfred Dürr (Fotorechte: Goettinger Tageblatt)

Alfred Dürr wurde am 3. März 1918 in Berlin-Charlottenburg geboren und studierte in Göttingen Musikwissenschaft und Klassische Philologie. Schon in seiner 1950 abgeschlossenen Dissertation („Studien über die frühen Kantaten J. S. Bachs“) befasste er sich mit dem Schaffen des Thomaskantors und wurde 1951 erster und zunächst einziger Mitarbeiter des Johann-Sebastian-Bach-Instituts in Göttingen, dessen stellvertretender Direktor er von 1962 bis 1983 war.

(Textauszug aus dem Goettinger Tageblatt )

——————————————————–

Die nachstehende Ausgabe von Alfred Dürr „Johann Sebastian Bach; Die Kantaten“

Nähere Angaben zu der Werkeinführung der Kantaten h i e r !!
29,50 € bei amazon, Ausgabe von 1999.

ist für mich ein Standard-Werk der außergewöhnlichen Qualität um mich mit den Kantaten vertraut zu machen. Die Hintergründe der lithurgische Fassung oder die musikalische Umsetzung von J.S. Bach wird hier erhellend und beispiellos dem Leser angeboten. Alfred Dürr ist für diese Ausgabe zu danken, der Bach-Freund weiss das zu schätzen, sich mit den Kantaten-Werken auseinandersetzten zu können und sein Hintergrundwissen mit dieser Bach-Veröffentlichung bereichern zu können.

Grüsse
Volker


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Warnung an alle User beim Aufruf der Web-Seite www.monteverdi.tv.


Hallo,

ich möchte an dieser Stelle eindringlich vor einen Virus warnen, der die Web-Seite:
betrifft, dort wird  „bei der Installation ein Virus mitgeliefert !!“

Grüsse
Volker


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Archiv-Beitrag: Zweifelhafte Autorenschaft für die Motette: BWV Anhang 159


Hallo zusammen,

@Alex hat eine interessante Anfrage an mich gerichtet, die ich hier wiedergeben möchte, es wird sicherlich auf großes Interesse stoßen, diese Motette von J.S. Bach: BWV Anhang 159; wurde nur teilweise in dem Braunschweiger Konzert vom Monteverdi Chor gesungen.

Die Anfrage lautet:

Hallo Volker,

wer steht denn im Programm als Komponist von Anh. III 159? Schmieder schwankt zwischen Johann Christoph Bach und Johann Christian Bach.
——————

Hierzu möchte ich der Allgemeinheit folgende Hinweise geben:

Im Programheft von Braunschweig sind folgende Angaben:

Johann Sebastian Bach, Motette: BWV Anhang 159

ich habe einmal bei Dürr nachgeschlagen, da ist leider eine Motetten-Angabe nicht aufgeführt, im Blog wird die Kantate BWV 157 “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn” genannt,

was ich für sehr problematisch halte, hier werden wohl Äpfel mit Birnen verglichen, die erste Strophe hat zwar den Text-Inhalt “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn” wie in der 1. Strophe der Motette BWV Anhang 159, aber die Kantate 157 wurde von Bach zu einem ganz anderen Anlass komponiert. Dass Bach auf bestehende Texte zurückgriff und kopierte ist bekannt.

Die Kantate BWV 157 wurde am 6. Februar 1727 in einem feierlichen Gedächtnisgottesdienst in der Pomßener Kirche, aus Anlass des verstorbenen Hof- und Appellationsrat “Johann Christoph von Ponickau”, aufgeführt. Die Texte der Kantate BWV 157 finden sich wieder in Picanders Gedichtsammlung. Ein ausgedehntes Trauergedicht auf (Picanders) eigenen Tod und unmittelbar anschließend den Text der Kantate: “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn…

Im Internet fand ich folgenden Hinweis: Die Apokryphen Motetten BWV Anhang 159-165

hier wird nur die 1. Strophe eingespielt “Ich lass dich nicht….

Die Motette könnte als Autorenschaft: Johann Sebastian Bach oder Johann Christoph Bach: “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn “Motette BWV Anhang 159″ zugeordnet werden können..

Der Autor Klaus Hofmann veröffentlichte in 2003 ein Buch über:

Johann Sebastian Bach. Die Motetten; Kassel , (Bärenreiter-Verlag) 2003

Der Hauptteil des Buches ist der ausführlichen Analyse von acht Motetten Bachs gewidmet. Zu den sechs bekannten zählt der Verfasser noch „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ (BWV Anh. 159) und „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“ (BWV Anh. 160). Diese Einbeziehung begründet er ausführlich und überzeugend.

Das Buch ist bei amazon erhältlich für 17,95 €

Ein PDF-Dokument füge ich zur weiteren Information bei:

Link: Informationen zum_BWV 225_ff

Diese vorgenannten Angaben sind Diskussionswürdig und bitte um Eure Kommentare ….

Grüße

Volker

Archiv-Beitrag: Begriff: Bach’s “Totenglocken-Kantaten” wo auffindbar ?


17.10.2007 von Iris.Budde.

Hallo,

ich beschäftige mich schon sehr lange mit Bachs “Totenglockenkanaten.” Ich weiß nicht, wo ich diesen Ausdruck gelesen haben; könnte bei Rilling gewesen sein. Im Internet (Google und co auch Wikipedia) ist dieser Ausdruck nicht bekannt.

Für mich gehören dazu, jetzt mehr oder weniger nach Gefühl, weil ich`s eben nicht mehr finde, folgende Kantaten: Komm` du süße Todesstunde”, “Wer weiß, wie nahe mir mein Ende (mit der tollen Arie: Willkommen will ich sagen, wenn der Tod ans Bette tritt)”. Und dann noch eine – Namen weiß ich jetzt natürlich wieder nicht “nun schlage doch, schlage doch du letzte Stunde schlage doch”. Dies ist jetzt frei übersetzt. Kann jemand mir weiterhelfen………,

Oder ist der Ausdruck “Totenglockenkantaten” meiner Phanasie entsprungen?

Über helfende Kommentare würde ich mich freuen….

Gruß

Iris

Archiv-Beitrag Frage nach dem BWV 160 “Ich weiß, daß mein Erlöser lebt !”


Hallo,

mir brennt seit gestern folgende Frage unter den Nägeln – ausgelöst durch eine Beerdigung, in Arnsberg. Vor der Traueransprache wurde von einer Sopranistin “Ich weiß, dass mein Erlöser lebt” – eine Händel-Fassung – gesungen, (grauslich, ein metallener Sopran und eine verstimmte Orgel).

Gestern abend hab` ích mir im Internet die verschiedenen Textfassungen von “Ich weiß, dass mein Erlöser lebt” angesehen. Dabei bin ich auf den Hinweis gestoßen: Bach-Kantate BWV 160; “Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.”

In meiner Rilling-Gesamtausgabe ist sie anscheinend nicht vorhanden. Die Zählung bei Rilling geht an der Stelle von BWZ 156-159 und dann ab 161-164 weiter. BWZ 160 fehlt. Gibt es diese Kantate nicht und keine Einspielung davon?

Liebe Grüße

Iris

Archiv-Beitrag: Haben die kleinen Plattengeschäfte noch eine Chance ?


Hallo zusammen,

Wie von @Iris erwähnt, gibt es die guten alten Plattenläden, die natürlich sehr unter der Möglichkeit leiden, zu jeder Tages- und Nachtzeit bequem im Internet bestellen zu können. Dafür verzichtet man auf die Mitarbeiter, die sich oft bestens in der gesamten Branche auskennen und mit viel Einsatz Einspielungen auftreiben können, die eigentlich schon vergriffen sind. Und das haben sie auch schon getan, bevor es das Internet gab. Eigentlich undankbar, sie jetzt zu übergehen… Was denkt Ihr?

Schöne Grüße, Martin

Archiv-Beitrag: Britische Violonistin “Tasmin Little” stellt neues Album gratis ins Netz !


Hallo,

passend als ein Widerspruch zu dem vorgenannten Thema: “Haben die kleinen Plattengeschäfte noch eine Chance” bekomme ich diesen News-Letter bei mir auf den Bildschirm:

Britische Violonistin “Tasmin Little” stellt neues Album gratis ins Netz !

Die britische Musikerin Tasmin Little will die Verbreitung klassischer Musik fördern und bietet Gratis-Downloads an. Das Vorbild für die Aktion ist ganz und gar nicht klassisch.

Reuters Ob es nun eine Marketingstrategie ist oder wahre Liebe zur Musik, Klassik-Liebhaber dürfen sich jedenfalls freuen: Die britische Violinistin Tasmin Little bietet ihr neues Album „Naked Violin” ab Montag zum kostenlosen Download auf ihrer Internetseite an. Damit wolle sie die Verbreitung klassischer Musik fördern, sagte Little der Tageszeitung “The Guardian”.

Sie wolle ihr Werk so einem Publikum zugänglich machen, das diese Musik sonst möglicherweise nicht hören würde. Ziel der Musikerin ist demnach, die klassische Musik von ihrem elitären Image zu befreien.

Soweit der Textinhalt !

(Quellangaben von http://diepresse.com/home/kultur/klassik/354014/index.do?_vl_backlink=/home/kultur/klassik/index.do)

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Hierbei beschleicht mich ein ungutes Gefühl, ist es eine hervorragend gemachte Eigenstrategie, sich im umworbenen Klassik-Geschäft sich zu profilieren und aufzufallen?

Viele Künstler / Orchester gehen in die Schulen oder geben kostenlose Konzerte an die junge Schülerschar, um gezielt diesen jungen Nachwuchs mit Klassischer Musik vertraut zu machen, das ist meiner Meinung nach der richtige Weg.

Bei der britischen Violinistin habe ich den großen Verdacht, dass es sich hier um eine gezielte persönlich inizierte Marketing-Strategie handelt, um sich in der Klassik-Welt einen Namen zu machen. Ihre gemachte Aussage: “die klassische Musik von ihrem elitären Image zu befreien” halte ich für sehr abenteuerlich und mit ihrem Vorhaben nicht vereinbar..!!

Wie seht Ihr das und welche Meinung habt Ihr dazu….!!

Grüße

Volker

Johann Sebastian Bach der Superstar


Hallo,

ein interessanter Artikel über den „Superstar J.S. Bach“ in © DIE ZEIT verfasst, möchte ich dem Forum nicht vorenthalten.

“ Johann Sebastian Superstar „

Bach-Noten aus Deutschland – krisenfest und wertbeständig

Wie muss das geklungen haben! Jetzt entdeckt Japan den Originalklang, junge Ensembles spielen Barockmusik auf Instrumenten des 18. Jahrhunderts. Pioniere, Außenseiter, die noch viel vor sich haben. Der Bus zum Flughafen fährt vor. Koffer werden eingeladen, Pauken, der Kontrabass. Vierzig Musiker, Sänger und Helfer reisen weiter durch Europa, nach Amsterdam, Leipzig, Nürnberg und London, um dort vor ausverkauften Häusern zu spielen. Bach boomt.

Als letztes Großereignis vor der Fußballweltmeisterschaft sorgte das Bachfest Leipzig mit 72 Konzerten und Veranstaltungen für Hochstimmung. Und die 60. Bachwoche Greifswald klingt gerade aus. Im Juli folgt die Bachwoche in Ansbach, dem Bayreuth der Bach-Liebhaber. Als AnsBACH hat es den Komponisten in den eigenen Namen gestochen – ein hochkulturelles Tattoo. Auch Sulzbach, Amorbach und vielleicht sogar Miesbach steht es frei, es zu tragen. Es ist kein deutsches, es ist ein Weltphänomen.

Bach lieben alle. Im vergangenen Jahr erlebte die Ile de France das erste Europa-Bachfestival mit rund zweihundert Veranstaltungen in Paris und Umgebung, angeregt von der Neuen Bachgesellschaft mit Sitz in Leipzig, die seit bald hundert Jahren wandernde Bach-Feste ausrichtet. Dieses Jahr ist mit Aschaffenburg wieder eine deutsche Stadt an der Reihe. In Amerika sind Bach-Festivals längst etabliert, ob in Winter Park in Florida, Carmel-by-the-Sea in Kalifornien oder North Conway, New Hampshire, ob in Oregon, Philadelphia oder im kanadischen Toronto. Aus Korea wird das erste Internationale Bach-Festival gemeldet, und unter bach-concert meldet sich im Internet die Universität von Auckland, Neuseeland.

Bach im Konzertsaal, Bach im Kuhstall, Bach on the beach, Bach on air. WBachradio versorgt die Ostküste der USA mit Klassik auf vier Kanälen. Die BBC bescherte ihren Hörern zur Weihnachtszeit zehn Tage lang Bach rund um die Uhr, das Gesamtwerk aller Kantaten und Motetten, Orgelwerke und Konzerte, Partiten und Passionen ohne Pause, ein Fest. Manchen ging es auch auf den Sender (Sublime Folter, ZEIT Nr. 1/06).

Das Bach-Business als höchste Form deutscher Wertarbeit: weit über tausend Erzeugnisse aus einer Hand, Qualitätsprodukte ohne die geringsten Schwankungen, ein Longseller, krisenfest und wertbeständig – Bach-Noten. Noten sind das Geschäft des Bärenreiter-Verlages. »Unser Auslandsgeschäft beträgt über 50 Prozent. Bei Noten ist es leicht, international zu operieren. Man braucht keinen Übersetzer.« Von ihrem Büro in Kassel-Wilhelmshöhe aus hat Barbara Scheuch-Vötterle, Tochter des Gründers und Geschäftsführerin, die Welt im Blick. »Wir haben Zuwächse in Südostasien, Japan und Korea, Hongkong und Taiwan. In Japan gehört es zum guten Ton, ein Klavier im Haus zu haben. China blüht auf. In Nanjing wird eine Bach-Gesellschaft gegründet. Dort wurde vor anderthalb Jahren zum ersten Mal die Matthäus-Passion aufgeführt. Und jetzt beginnt das Geschäft in der Russischen Föderation. Ein interessanter Zukunftsmarkt.«

Seit 1954 gibt Bärenreiter die Neue Ausgabe sämtlicher Werke heraus. Bisher sind 110 Bände erschienen. Weil die Edition sich möglichst nahe am Urtext orientieren soll, sind das Johann-Sebastian-Bach-Institut in Göttingen und das Bach-Archiv in Leipzig für den Inhalt verantwortlich. Erst wenn die Wissenschaft ihr Einverständnis gegeben hat, werden die Noten zum Stechen gegeben, wie es immer noch heißt. Aber die Wissenschaft nimmt sich Zeit. Bach-Forschung ist ein Geduldsspiel, über vielen Funden liegen Zweifel, weil es keine Autografen sind; in Abschriften können sich Fehler eingeschlichen haben. Die Herkunft vieler Werke ist nicht gesichert. Die berühmte d-Moll-Orgel-Toccata, die jeder im Ohr hat, und sei es als Klingelton im Handy, ist möglicherweise gar nicht von Bach. Andererseits hat Bach vermutlich sehr viel mehr komponiert als die 1127 Werke, die im Bach-Werke-Verzeichnis registriert sind.

Bach ist ein Universum. Und ein Rätsel. Seit 255 Jahren tot, ist er lebendig wie nie. Sein Lebenswerk ist ohne Vergleich. »Er schuf die gelehrteste und zugleich am tiefsten durchseelte Musik«, erkannte Ernst Bloch. Für Pablo Casals war Bach die Quintessenz, für Max Reger Anfang und Ende aller Musik. Dem Dirigenten Wilhelm Furtwängler erschien der Unsterbliche wie der waltende Weltgeist, der Weltenbaumeister selbst. »Er steht für etwas Größeres in uns«, spürte Yehudi Menuhin, und Hermann Hesse schrieb: »Diese Musik ist Tao.«

Sein Werk türmt sich himmelwärts. Kaum fassbar die zeitlose Frische des Weihnachtsoratoriums in der Aufnahme – sagen wir, mit dem Münchner Bach-Chor unter Karl Richter von 1965. Ungezählt die Einspielungen der Goldberg-Variationen. Kein Ensemble der historischen Aufführungspraxis, das Bach nicht in die Mitte der Welt gestellt hätte, allen voran Sir John Eliot Gardiner, der im Bach-Jahr 2000 mit dem Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists eine spektakuläre Pilgerfahrt in 14 Länder unternahm, um das Gesamtwerk der Kantaten jeweils an ihrem Platz im Kirchenkalender aufzuführen.

Bach nährt alle und wird nicht müde dabei, ein ewig sprudelnder Quell der Improvisation. Popgruppen lassen ihn grooven, Jazzer nehmen ihn auseinander und setzen ihn neu zusammen, wie Jacques Loussier (Play Bach) oder George Gruntz (Jazz Goes Baroque). Uri Caine trägt die Goldberg-Variationen nach Dixieland, Bobby McFerrin verwandelt Bach in Lautmalerei, Ornette Coleman lässt ihn im Kosmos des Free Jazz schweben. Und das Seltsame ist, das alles nutzt ihn nicht ab. Es kann ihm nichts anhaben. Er leuchtet für und für.

Der vollständige Artikel kann über diesen Link nachgelesen werden!

Gruß

Volker

(Die Genehmigung zur Veröffentlichung wurde mir von © DIE ZEIT erteilt!)

Besteht eine deutsche Interpretationstradition in der Bachpflege ?


Hallo zusammen,

nach Tagen des Kopierens vom alten Forum in das neue Diskussionsforum möchte ich den Start mit einer bewegenden Frage beginnen.

„Besteht eine deutsche Interpretationstradition in der Bachpflege?“

Als ein Beispiel dazu zitiere ich aus einem in @Fono Forum gemachte Aussage von Philippe Herreweghe:

Foto: Philippe Herreweghe (Fotorechte: harmonia mundi)
Nach eigenem Bekunden erwähnt er sich der Musik Bachs sogar näher als so mancher Deutscher. Die Deutschen seien durch ihre Geschichte von Bach entfernter als er selbst. Er habe es immer als Vorteil angesehen, dass seine Landsleute nicht das Gedankengut des 19. Jahrhunderts kannten und abseits der Tragödie, die sich in Deutschland zwischen 1933 und 1945 abspielte, standen.
Ohne Zweifel existiert eine dezidiert deutsche Interpretationstradition in der Bachpflege, an der nach Kriegsende in den beiden deutschen Staaten s e l t s a m romantisch weitergesponnen wurde.
Gerüttelt daran haben tatsächlich,- ausgenommen hiervon muss Harnoncourt genannt werden – andere.
Es waren vor allem Engländer, Holländer und Belgier, die nach dem Authentischen in der Alten Musik suchten….. !!
Zitat-Ende!
Meine Frage an das Forum, ist die These von Herreweghe so hinnehmbar, oder gibt es dazu Widersprüche, meine Meinung dazu später.

Grüße
Volker

Sinn oder Unsinn der Beifallskundgebung in Kantaten-Konzerten !


Hallo,

mich hat dieses Thema schon immer bewegt, wie verhalte ich mich als Besucher, wenn ich ein Konzert mit Bach-Kantaten von Sir John Eliot Gardiner besuche und meinen Beifall für seine überwältigende Darbietung kundtun möchte. Nach dem ersten aufgeführten Bach-Werk gerate ich in eine Zwickmühle, soll ich spontan Beifall spenden, verharre ich erst einmal, oder unterlasse ich prinzipiell eine Beifallsbekundung nach der ersten Kantatenaufführung.

Foto: Tosender Schlussapplaus nach den Michaelis-Kantaten in der Nikolaikirche, Bachfest Leipzig 2007

In Leipzig war es zu Bachs Zeiten Sitte, zu einer Aufführung mit “Geistlicher Musik” keinen Beifall zu spenden.

@Alex, erwähnte einmal in seinem Beitrag zur Probe der Kantaten im Bachjahr 2000 in der Thomaskirche von Leipzig, dass der örtliche Pfarrer Sir John Eloit Gardiner gebeten hat, auf das Gotteshaus Rücksicht zu nehmen und er auf Beifallsbezeugungen verzichten sollte.

In einem Gespräch meinerseits – in der Pause zu den Triumpf-Kantaten zum Bachfest 2007 in Leipzig, in der Nikolaikirche – kam ein Besucher auf mich zu und fragte mich, ob dieser spontane Applaus nicht unterlassen werden sollte, man sei von der Musik noch so ergriffen und sollte doch erst einmal alles richtig innerlich verarbeiten können. Er habe ein großes Problem damit, durch den spontanen Applaus sei so manches in ihm zerstört worden und eine Verinnerlichung der “Geistlichen Musik” nur noch bedingt möglich.

Was für einen Standpunkt vertreten die Blog-Teilnehmer, das würde mich brennend interessieren, ist die spontane Beifallsbezeugung eine moderne Unsitte geworden und sollte zu den Ursprungs-Zeiten zurückgekehrt werden und durch eine mehrminütige Stille und Sitzenbleiben dem Werk entsprechend gewürdigt werden.

Grüße

Volker

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Bereits abgegebene Kommentare:

Download Shop für klassische Musik startet bei DG – Deutsche Grammophon


Hallo,

Die Deutsche Grammophon (DG) stellt ihr einmaliges Archiv an klassischer Musik ins Netz und bietet dieses zum Download an. Die DG ist damit laut Presse-Mitteilung das erste grosse Klassiklabel, das seinen Kunden einen derartigen Service anbietet.

Link: http://www2.ham.deutschegrammophon.com/home

Mit dieser “Musik-Boutique” erfülle die DG den Wunsch der Konsumenten nach einem Online-Portal mit Full-Service-Angebot. Zur Auswahl stehen “2.400 komplette Alben in maximaler MP3-Qualität. Mit einer Bitrate von 320 Kilobit pro Sekunde (kbps) ist die Audioqualität nicht von der einer CD zu unterscheiden und übertrifft bei weitem den üblichen Download-Standard von 128 – 192 kbps”, rührt die Deutsche Grammophon die Werbetrommel in eigener Sache.

Alle Titel werden ohne Digital Rights Management (DRM) angeboten. Die heruntergeladenen Dateien lassen sich auf allen MP3-Playern abspielen. Das Herunterladen eines Einzeltitels kostet rund 1,29 Euro, ein ganzes Album zwischen 10,99 Euro und 11,99 Euro.

(Quelle: http://www.boerse-express.com)

Ich habe einmal ein Beispiel rausgesucht:

Dialogue Cantatas
Selig ist der Mann, der die Anfechtung
erduldet, BWV 57
Tritt auf die Glaubensbahn, BWV 152
Ich geh und suche mit Verlangen, BWV 49
Thomas Quasthoff
Dorothea Röschmann
Mitglieder des RIAS-Kammerchor
Berlin · Berliner Barock Solisten
Rainer Kussmaul

CD Thomas Quasthoff; “Dialog Bach” bei jpc 17,99 €

Als Download bei der Deutschen Grammophon als Album 11,99 €

Link zum Download:

http://www2.ham.deutschegrammophon.com/cat/result?ART_ID=QUATH

Grüße

Volker

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