Archiv der Kategorie: Vorstellung und Besprechung von CD’s – DVD’s

Rezension-Besprechung: CD’s von SDG 147 – Vol.5 veröffentlicht vom Label: SDG – Monteverdi im Oktober 2008


Hallo,

meine Rezension von SDG 147, Vol. 5 / CD eins; Aufführungsort: Christkirche in Rendsburg

Cover: SDG 147, Vol. 5 / zwei CD’s

Kantaten für den achten Sonntag nach Trinitatis

BWV 178 – Wo Gott der Herr nicht bei uns hält
BWV 136 – Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz
BWV 45 – Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist

(Aufführungsort: 13/08/2000 Christkirche, Rendsburg)

Soloists: Robin Tyson; Altus
Christoph Genz; Tenor | Brindley Sherratt; Bass


Aufführungsort: Christkirche Rendsburg (Fotorechte: http://www.die-netzwerkstatt.de)

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Hier klicken zur „Meinungsäußerung“ von Jane Rogers, Bratsche
zur SDG 147 Vol. 5


oder bei amazon.de“

und amazon.uk (England)

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Rezension
CD eins SDG 147, Vol. 5

Kantate: BWV 178„Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“ (für den 8. Sonntag nach Trinitatis)

Das Werk ist eine Choral-Kantate und erfuhr am 20. Juli 1724 seine erste Aufführung. Das zugrunde gelegte Kirchenlied ist eine Nachgliederung des 124. Psalms durch Justus Jonas (1524).

Der Eingangschor: „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“ des 1. Satzes verkörpert den von Bach bevorzugten Typus des eröffnenden Choralchorsatzes: In einen thematisch selbständigen Orchestersatz ist der vom Chor vorgetragene Choral zeilenweise eingefügt. Die Liedweise liegt im Sopran verstärkt durch ein Horn.

Ein kontropunktisches Meisterwerk ist der Choral, Satz 2, „Was Menschenkraft und -witz anfäht“, dieses gelingt dem Monteverdi Choir entsprechend umzusetzten.

Der 3. Satz lebt von dem beschwingt herrlich anzuhörenden BC und Violinen – der Bassist Brindley Sherratt glänzt durch ein starkes Stimmvolumen mit der Bass-Arie: „Gleichwie die wilden Meereswellen“ ein vortrefflicher Bass, der die Wellenbewegung gesanglich vortrefflich umzusetzen weiß.


Bass: Brindley Sherratt (Fotorechte Staatsoper Hamburg)

Gut anzuhören ist das Orchester im 6. Satz für Tenor als Arie: „Schweig, schweig nur, taumelnde Vernunft!“ ebenso präsentiert sich der Tenor: Christoph Genz.


Nuanciert gesungen wird der schlichte vierstimmige Schluss-Choral im 7. Satz: „Die Feind sind in all in deiner Hand.“


Kantate:
BWV 136 – „Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz“ (für den 8. Sonntag nach Trinitatis)

In der überlieferten Fassung entstammt dieses Werk dem ersten Leipziger Kantatenjahrgang Bachs und wurde am 18. Juli 1725 erstmals aufgeführt. Verschiedene Anzeichen des Quellenbefundes lassen jedoch vermuten, dass Bach dabei auf früher Komponiertes zurückgegriffen hat.

Der Eingangschor „Erforsche mich Gott“ hat die Form einer weitläufigen Fuge. Zwei gleichthematische Chorfugenkomplexe werden durch Instrumentalpartien umrahmt und voneinander abgegrenzt. Ein Horn präsentiert zu Beginn des Ritornells das Hauptthema und ist auch im weiteren Verlauf des Satzes selbständig geführt. Beschwingt in seiner unnachahmlicher Art singt der Monteverdi Choir den 1. Satz.

Der 3. Satz mit der Alt-Arie „Es kommt ein Tag“, gesungen von Robin Tyson, wird mit obligater Oboe d’amore begleitet, und besitzt eine ausdrucksvolle Figuration, die mich sehr angesprochen hat.

Der 5. Satz „Uns treffen zwar der Sünden Flecken“ mit dem Arien-Duett für Tenor: (Christoph Genz); und Bass: (Brindley Sherratt); überzeugen in dem Duett mit einem harmonischen Gesang und werden durch ein beeindruckendes Violinspiel unterstützt.

Im 6. Satz „Dein Blut der edle Saft“, ein schlichter vierstimmiger Schlußchoral nach der Melodie „Auf meinen lieben Gott“, beschließt dieses Kantatenwerk.

Kantate: BWV 45 – „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist“ (für den 8. Sonntag nach Trinitatis)

Diese Prunk-Kantate wurde für den 11. August 1726 geschrieben und gehört zu jenen Werken, deren Texte demselben Jahrgang entstammen wie die Kantaten des Vetters von J.S. Bach, dem Meininger Kapellmeister „Johann Ludwig Bach.“

Der großartige Eingangs-Choral – „Es ist dir gesagt, Mensch“, ist wieder eines jener Beispiele, wie Bach vielgestaltig und beeindruckend aus einem einzigen Thema ein gewaltiges Klangvolumen entwickeln hat. Es ist für mich das Herzstück dieser Kantate und wird von dem fantastischen Monteverdi Choir entsprechend umgesetzt, die Beschwingtheit und Freude des Musizierens und Singens überträgt sich spontan auf den Zuhörer, das ist reine Bach-Kultur vom Feinsten..!!

Diese überschwengliche Musizierform setzt sich im 3. Satz mit der Arie für Tenor: (Christoph Genz) – „Weiß ich Gottes Rechte“, entsprechend fort. Ein vortreffliches Orchester weiß klanglich zu überzeugen und hat in dem Tenor einen vorzüglichen Vortragenden.

Ein orchestrales Feuerwerk wird am Anfang von Satz 4„Es werden viel zu mir sagen“ – zu Gehör gebracht, spritzig, beschwingt phrasierend, präsentiert sich das Spitzenorchester und finden mit dem Bass-Vortrag – ((Brindley Sherratt); einen genialen Partner.

Es folgt ein inniger 5. Satz – Arie für Alt: (Robin Tyson) „Wer Gott bekennt aus wahrem Herzensgrund“ wird in Begleitung der Flöte und BC zu einem weiteren Prunkstück. Der Altus-Gesang gelingt entsprechend der trostvollen Text-Aussage in bewundernswerter Weise – perfekt.

Der gelöst klingende Schlusschoral im 7. Satz: – „Gib dass ich tu mit Fleiß“ – beendet ein großartig zu bennendes Kantatenwerk. Ruhig und getragen singt der Monteverdi-Choir in bewegender Manier diesen wunderbaren Choral.

Fazit:
Die Kantate BWV 45 ist der Höhepunkt dieser SDG-Veröffentlichung von CD eins. Wieder zu bewundern, wie Gardiner in diesem Bach-Werk die entsprechenden Akzente zu setzen weiß, Orchester, Sänger und Gesangs-Solisten werden von ihm dementsprechend herausgefordert und erzielen so gemeinsam eine vortreffliche Werks-Wiedergabe.

Grüsse
Volker

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Arnsberg, Musik und Wort im Dialog als CD: J. S. Bach Passacaglia für Orgel BWV 582,


Dieser Thread wurde am 28.11.2008 aktualisiert mit weiteren Angaben..!!

Hallo zusammen,

durch @Iris, bin ich auf eine ungewöhnliche CD-Veröffentlichung aufmerksam gemacht worden.

„Johann Sebastian Bachs Passacaglia für Orgel BWV 582, die nicht nur von einem Künstler, sondern gleich von zweien interpretiert wird“. Kirchenmusikdirektor und Kreiskantor Gerd Weimar interpretierte die Passacaglia an der Sauer-Orgel der St.Walburgakirche in Meschede, während am Lesepult Pfarrer i.R. Carl-Ernst Kattwinkel den Part hatte, auf künstlerische Weise das aus Noten und Tönen bei Bach in der Passacaglia zu Vernehmende in einer Meditation zu interpretieren.

Aktualisierung am 28.11.2008
Dazu gibt es ausführliche Informationen von „Ulrich Hirtzbruch“ wie folgt:

Mit der Gründung der Stiftung Kirchenmusik im Sauerland beschreitet der Evangelische Kirchenkreis Arnsberg seit 2006 neue Wege: Nach Einbringung eines Stiftungskapitals in Höhe von 100.000 Euro durch die Synode und einer Gründungsveranstaltung mit Konzert im März 2006 soll durch Werbung von Zustifterinnen und Zustiftern ein Kapitalstock von 1 Million Euro aufgebaut werden. Zweck der Stiftung ist die ideelle und materielle Unterstützung der Kirchenmusik im Kirchenkreis Arnsberg sowie die Wahrnehmung aller damit zusammenhängenden Aufgaben.

Der genannten Aktion gilt auch das jüngste Projekt: Die Herausgabe einer CD. Wieder haben sich die Verantwortlichen etwas besonderes einfallen lassen: Bach’s Passacaglia c-moll wird in Musik und Wort vorgestellt. Dabei sind viele Zugänge vorstellbar: Pfr. i.R. Carl-Ernst Kattwinkel und KMD Gerd Weimar entschieden sich für die Form der Meditation. Wechselweise interpretieren sie, der eine am Lesepult, der andere am Orgel-Spieltisch, Teile der Passacaglia, bevor abschließend die gesamte Komposition einschließlich der Fuge erklingt.

Um es direkt zu sagen: Es macht Freude, Wort und Musik in einer Dialogpredigt besonderer Art zu lauschen: Beide Gestaltungsebenen ergänzen sich aufs Beste. Gerd Weimar stellt die Bachsche Komposition transparent dar und bringt die große Form mit ihren zwanzig Variationen und der abschließenden komplexen Fuge mit musikalischer Stringenz zum Klingen. Die auf der Aufnahme dokumentierte, 1982 durch Siegfried Sauer/Höxter erbaute Orgel der Pfarrkirche St. Walburga zu Meschede erweist sich dabei als adäquates, klangvolles Instrument.

Carl-Ernst Kattwinkel zeigt sich als Kenner Bachscher Musik – und öffnet mit seinen Meditationen individuelle musikalische und theologische Zugänge. Sprachlich – man möchte sagen: wie das Bachsche Passacaglien-Thema – angemessen schreitend, nimmt er Hörende mit auf den Weg, das anspruchsvolle Werk zu durchdringen. Mehr als das: Durch die Gratwanderung einer sehr subjektiven Interpretation stellt er vielfältige Bibel- wie Lebensbezüge her – und läßt zugleich dem Hörenden Raum für eigene Assoziationen.

Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist, so sagte Victor Hugo. Es darf als Glücksfall bezeichnet werden, wenn sich Wort und Musik in dieser Weise ergänzen.

Ulrich Hirtzbruch

Aktualisierung – Ende –

Es besteht ein Link zur Kirchenmusik in Arnsberg, diese Zeile anklicken!


Eine CD-Bestellung per E-Mail bei KMD Gerd Weimar:
E-Mail: info@gerdweimar.de

Mit dem Erwerb der CD, zum Preis von 12 €, unterstützt der Käufer die Kirchenmusik im Kreis Arnsberg.

Die Einspielung lebt von den kraftvollen und meditativen Worte von Pf. i.R. Carl Ernst Kattwinkel, der sich als ein profunder Bach-Kenner outet, als Partner steht ihm KMD Gerd Weimar, Orgel, als genialer Kichenmusiker zur Seite.

Nach der Anhörung der CD war ich so begeistert, dass spontan in mir der Entschluss entstand, diese CD im Forum zu veröffentlichen. Was hier so prägnant dem Hörer auffällt, sind die profunden Worte und die Musik, die zu fesseln vermögen und gleichzeitig beim Erwerb dieser CD die Kirchenmusik im Kreis Arnsberg / Sauerland mit unterstützen hilft.

Unterstützend hierzu kann auch ein Bezug von Wein helfen, den Link unten stehend anklicken…!!

Link: http://www.kirchenkreis-arnsberg.de/kirchenmusik/

Die nächste Veranstaltung
„Stiftung Kirchenmusik im Sauerland“

Herzliche Einladung zum Magnificat, J.S. Bach, WO-1.Kantate, und 5. Brandenburgisches Konzert am 21. 12. 2008, 19:00 Uhr Abtei Königsmünster in Meschede.

Zur Vergrößerung in den Flyer unten klicken…!!


Bild: Das anstehende Konzert-Programm


Eine kleine Kostprobe der CD hinterlege ich nachstehend

Grüsse
Volker

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CD mit Motetten von J.S. Bach, Trinity Baroque, England


Hallo zusammen,
auf eine Motetten CD mit Werken von J.S. Bach bin ich durch @Iris aufmerksam gemacht worden und möchte Sie wärmstens weiter empfehlen.

CD – Bach Motetten; „Trinity Baroque“
Dazu gibt es folgende Rezension:

Julian Podger und seine vorzüglichen Mit-Sänger sind spürbar aufs Tiefste mit den Werken vertraut und musizieren mit fast schon mikroskopischer Genauigkeit. Dabei ist ihre Interpretation aber das Gegenteil von blutleer. Und Podger wählt ganz entspannte Tempi, um seinem Ensemble Raum zum Atmen zu geben. Hier sind die Stücke nicht exakt dargestellt, sondern liebevoll musiziert.

Welche Passage man auch auswählt – überall begeistert Trinity Baroque seine Hörer mit einer ganz selbstverständlichen Phrasierung, einer natürlichen Sprachgestaltung und nicht zuletzt einfach einem wunderbaren Ensembleklang von größter Reinheit und Wärme. Ein filigraner Gesangsgenuss auf allerhöchsten Niveau.


Die CD wurde u.a. mit den Motetten: BWV 225, 226, 227, 228, 229, im Mai 2006 in der St. Wenzel-Kirche in Naumburg eingespielt. In drei Orgelstücken: BWV 622, 601 und 733  ist die wunderbare „Hildebrandt-Orgel“ zu hören.
Grüsse
Volker


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Vom Label – Soli Deo Gloria – Brahms-Symphonie Nr.1 – CD Neuveröffentlichung


Hallo,

eine erste Neuveröffentlichung für alle Brahms-Freunde gibt es vom Label: „Soli Deo Gloria“ / „monteverdi.uk“ mit Brahms, Symphonie Nr. 1, sie liegt vor als SDG 702 – CD.

1 Brahms-CD als SDG 702 veröffentlicht !

Brahms – Begräbnisgesang, Op. 13

Mendelssohn – Mitten wir in Leben sind Op. 23

Brahms – Schicksalslied, Op. 54

Brahms – Symphony no.1 in c minor, Op. 68

(recorded: London & Paris)

The Monteverdi Choir | Orchestre Révolutionnaire et Romantique | John Eliot Gardiner

Weitere Informationen zu der CD :als PDF-Information in „Deutsch“ herunter zu laden !

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

Zur CD-Bestellung den nachstehenden Link anklicken

Link: amazon-Partner-Seite

Hör- und Sehprobe von You Tube nachstehend:

Grüsse

Volker

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Gesamtausgabe 10 CD’s von Arcangelo Corelli als Spottpreis


muriel sagt:
Lieber Volker, liebe Barockfans,

nein, keine Werbung für Koopmann, er spricht wie der Sir für sich. (Ich habe übrigens noch
Karten für die h-moll-messe in Darmstadt bekommen). 

Ich möchte die Armen unter uns – und wer ist das nicht? – auf eine kleine Sensation hinweisen.

Brillant, wer sonst, hat die Werke
Arcangelo Corellis heraus gegeben. 10 CD für knapp 20€. Ausführende „Musica Amphion“ unter
Pieter-Jan Belder. Aus der illustren Solistenschar möchte ich nur Mike Fentross (Theoreb und
Baroqe Guitar) hinweisen. Einfach mal reinhören bei JPC.

Liebe Grüße
muriel

Ton Koopmann DVD J.S. Bach Matthäuspassion


Hallo,

eine neuzeitliche Einspielung der Matthäus Passion von J.S. Bach aus 2006 mit Ton Koopman, Amsterdam Baroque Orchestra & Choir und den Solisten: Jörg Dürmüller, Ekkehard Abele, Cornelia Samuelis, Paul Agnew, Klaus Mertens, Bogna Bartosz, liegt als Live-Mitschnitt aus der St. Joriskerk Amersfoort vor.

Zwei DVD’s bei “ j p c “ für 17,99 € zu beziehen !

Die Einspielung wird überwiegend positiv bewertet und ist mit 2 DVD’s für diesen Preis unschlagbar..!!
Seine Kunstfertigkeit und als bekennender Bach-Interpret bekannt, setzt er mit dieser Einspielung einmal wieder Massstäbe.

Grüsse
Volker

DVD aus der Reihe "Great Composers" – Johann Sebastian Bach erschienen !


Hallo,

ich möchte auf eine DVD aufmerksam machen, die in der Reihe
Great Composers – Johann Sebastian Bach (NTSC)“
erschienen ist.

DVD Johann Sebastian Bach
Produktinformation:

Regisseur(e): James Runcie
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch
Bildseitenformat: 4:3
Anzahl Disks: 1
BBFC: Keine Altersbeschränkung
Studio: WMG Central Europe
DVD-Erscheinungstermin: 29. September 2006
Spieldauer: 59 Minuten
Nähere Einzelheiten zu der DVD können nachstehend eingesehen werden.

Grüsse
Volker


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Eine Wiederveröffentlichung einer legendären Matthäus-Passion mit Fritz Wunderlich


3 CD’s J.S. Bach „Matthäus-Passion, BWV 244“

Peter Pears, Hermann Prey, Elly Ameling, Fritz, Wunderlich,
Marga Höffgen, Tom Krause, Stuttgarter Hymnus-Chorknaben,
Kammerorchester Stuttgart,
Leitung: Karl Münchinger

22,99 € bei jpc

Neuveröffentlichung im Februar 2008 mit

H i e r Hörproben einer genialen Gesangs-Riege“

der Unsterblichkeit.
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Die Matthäus-Passion BWV 244″ wurde mit der Crème der deutschen Sängergilde präsentierte. Die Aufnahme entstand in der Kirche von Schloss Ludwigsburg bei Stuttgart und brachte unter anderem

Fritz Wunderlich (Tenor), Peter Pears (Evangelist), Herrmann Prey (Jesus), Elly Amening (Sopran), Marga Höffgen (Alt), Tom Krause (Bass), Heinz Blankenburg (Petrus) und August Messthaler (Judas) zusammen.

Für den orchestralen Rahmen sorgte das Stuttgarter Kammerorchester unter der Leitung von Karl Münchinger und die Chorpassagen sangen die Stuttgarter Hymnus-Chorknaben. Besondere Sorgfalt wurde auch auf die räumliche Verteilung der Stimmen während der Aufnahme gelegt, so dass ein Meisterwerk der geistlichen Musik unter idealen Bedingungen für die Nachwelt festgehalten werden konnte.

Für den unvergessenen Fritz Wunderlich blieb das Vokal-Werk von Johann Sebastian Bach, dessen numinose Schönheit faszinierende Möglichkeiten der Interpretation bot sein beliebtes Betätigungsfeld, er war ein Bewunderer der Bach’schen Vokalwelt.


Fritz Wunderlich, Tenor

In der vorliegenden Einspielung glänzen überragende und unvergessene Sängerinnen und Sänger der 60-er Jahre, die tiefe Verbundenheit mit der erschütternden Passions-Musik von J.S. Bach ist prägnant und gehört mit in die Archiv-Aufnahmen des Jahrhunderts, die Faszination und packende Wiedergabe ist mehr als berührend, eine Aufnahme, die ich wärmstens empfehlen kann, sie sollte in keinem Archiv fehlen…!!

Grüße
Volker


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Archiv-Beitrag: Brahms Gesänge mit der Gächinger Kantorei


16.4.2007 von Alexander Behrens.

Hallo liebe Blog-Leser,

ich möchte gerne diese Kategorie für eine Nicht-Bach-nicht-Gardiner-CD-Empfehlung nutzen: Brahms-Gesänge mit der Gächinger Kantorei und Helmut Rilling.

Es handelt sich hierbei um eine Wiederauflage einer aus den siebziger Jahren stammenden Einspielung der Liebeslieder-Walzer op. 52, der neuen Liebeslieder-Walzer op. 65, der Sechs Chöre op. 93 und der Fünf Chöre op. 104.

Die Aufnahmen waren mir noch in guter Erinnerung aus der damaligen Zeit. Damals galt die Gächinger Kantorei als einer der weltbesten Chöre, und ich bin erstaunt über die Frische dieser Aufnahme und ihre choristische Qualität – hätte ich doch erwartet, dass nach soviel Verwöhnung durch Gardiner und so vielen Jahren, in denen sich die Chorkultur immens weiter entwickelt hat, manches von damals verstaubt klingt. Aber die Wahrheit ist, dass sich die Aufnahme von 1977 vor der bestehenden Einspielung von John Eliot Gardiner und dem Monteverdi Choir keineswegs zu verstecken braucht.

Herausragend ist die Wortkultur des Gesangs dieser Einspielung. Man spürt die Dieskau-Ära. Was mir aber vor allem an dieser Einspielung auffällt, ist der rhythmisch packende Vortrag Rillings. Während Gardiners Aufnahme eher mit weitem Gewande getanzt scheint (ich bin gerade bei den Walzern) und von großer Grazie und unsagbarem Edelmut, ist jene Rillings vor allem eines: mitreißend, aufrüttelnd.

Chorisch kann die Gächinger Kantorei dem Monteverdi Choir nicht ganz das Wasser reichen (was besagt, dass sie ein ausgezeichneter Chor ist 🙂 und kommt oft etwas unbedarfter rüber, was dem romatischen Pathos aber auf natürliche Weise Nachdruck verleiht. Es steckt gegenüber der Gardiner-Einspielung mehr Naivität, ja vielleicht sogar Glaubwürdigkeit dahinter.

Hier Hörbeispiele der Gächinger-Kantorei und bei amazon zu erwerben:

Überzeugend ist die Gardiner-Aufnahme durch die hohe Chorqualität vor allem der anderen dann, wenn es um Klang geht. Lieder wie Im Herbst (op. 104) leben vom Klingen, und da beweist sich einmal wieder Gardiners choristische Klasse.

Hier Gardiner – Hörbeispiele bei amazon und dort zu erwerben

Insgesamt sei die neu herausgekommene Rilling-Aufnahme allen im Forum wärmstens empfohlen!!

Alexander Behrens

Archiv-Beitrag: Geistliche Chormusik des Dresdner Barock: Jan Dismas Zelenka (1679-1745) “Miserere c-Moll” ZWV 57


18.4.2007 von Volker /admin.

Hallo,

als einen weiteren Beitrag im Blog über “Andere Interpreten im Gegensatz zu J.E. Gardiner” berichte ich über eine CD-Einspielung von “Jan Dismas Zelenka” (böhmisch-österreichischer Komponist). Es sind Aufnahmen: “Geistliche Chormusik des Dresdener Barock” die vom WDR aufgenommen wurden in den Jahren 1983 / 1993 und von Capriccio 1996 veröffentlicht worden ist.

Die CD enthält folgende Einspielungen:

Psalm 50 (Miserere c-moll); Komponist: Jan Dismas Zelenka (1679-1745)

Miserere c-moll; Komponist: Johann Adolf Hasse (1699-1783)

Magnificat A-dur; Komponist: Johann David Heinichen (1683-1729)

Verwundrung, Mitleid, Furcht und Schrecken; Komponist: Gottfried August Homilius (1714-1785)

Aufführende: Rheinische Kantorei; Dormagener Jugendkantorei; Das Kleine Konzert; Sopran: Maria Zadori; Barbara Schlick; Altus: Kai Wessel; Tenor: Wilfried Jochens; Hein Meens; Bass: Stephan Schreckenberger; Stephen Varcoe.

Hier zu den Hörproben bei amazon:

Leitung: Hermann Max

Unter den Kurfürsten Friedrich August I., genannt August der Starke (Regierungszeit 1694-1733), und Friedrich August II. (1733-1763), dem einzigen legitimen Sohn Augusts des Starken, erblühte die Residenzstadt Dresden zu einer der schönsten Städte Europas.

Zwar war Sachsen als das Stammland der Reformation ein durch und durch lutherisches Territorium. Aus machtpolitischen Gründen war jedoch August der Starke im Jahre 1697 zum Katholizismus konvertiert, denn dies war eine Voraussetzung für die Wahl zum König von Polen. Auch Friedrich August II. hat diese Krone erlangt.

Daher kommt es, dass in der kursächsischen Handelsstadt Leipzig der Lutheraner J.S. Bach seine Kirchenkantaten schrieb, während einige Kilometer weiter östlich in der Residenzstadt Dresden Messen, Psalmen, und andere liturgische Werke für den katholischen Gottesdienst entstanden.

Die zweifellos bedeutendsten Dresdener Komponisten dieser Zeit waren der aus Böhmen stammende Jan Dismas Zelenka, der Sachse Johann David Heinichen und der Hamburger (Bergedorf) Johann Adolf Hasse.

Zelenka war vom Hause aus ein Vertreter der älteren böhmisch-österreichischen Tradition; er nahm erst spät die Elemente des neuen Stils der italienischen Oper auf. Jan Dismas Zelenka wurde 1679 in dem böhmischen Dorf Launowitz (heute: Lounovice) geboren. Er besuchte das Jesuitengymnasium in Prag. Um 1710 wurde Zelenka als Kontrabassist an den Dresdener Hof verpflichtet. Als Kirchen-Compositeur starb er 35 Jahre später am 23.12.1745.

Das Miserere in c-Moll (ZWV 57) ist ein Spätwerk des Meisters und ist datiert auf den 11.3.1738. Das Werk beginnt und endet mit einem Satz über den Text “Miserere mei Deus” (”Herr, sei mir gnädig”); dies darf durchaus persönlich verstanden werden. Denn es ist lithurgisch nicht vorgesehen, geht also auf ein bewußtes Arrangement Zelenkas zurück, daß dieser Vers am Schluß des Psalms wiederholt wird.

Im zweiten Satz hat Zelenka ein Werk von Girolamo Frescobaldi (1571-1643), dem berühmtesten italienischen Organisten des 17. Jahrhunderts, mit dem vollständigen Psalmtext versehen. Das Stück stammt aus der “Messa delli Apostoli” (für Orgel), die in Frescobaldis “Fiori Musicali” 1635 gedruckt worden war. Die Zusammenstellung eigener und fremder Kompositionen zu einem persönlichen Gesamtwerk ist für Zelenka durchaus untypisch.

(Textauszüge: CAPRICCIO)

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Meine Bewertung:

Im barocken Klangfarben erklingt das “Adagio” durch das Barockorchester als sinfonische Einleitung des 1. Satzes (Miserere I) mit dem nachfolgenden “Miserere” durch den schlanken Chor. Mir scheint, dass die Tenöre lauter vernehmbar sind, als die die weitere Sängerschar.

Der 2. Satz (Miserere II) erklingt singend verhaltener durch einen gut durchhörbaren Chor.

Im 3. Satz (Gloria Patri I) beginnt wieder mit einer Sinfonia durch das Orchester, etwas schrill im Ton, keine Darmseiten des Orchesters? Die Sopran-Solistin (Maria Zadori) singt sehr verständlich und Aussagekräftig das “Gloria Patri I.”

Der 4. Satz besticht durch einen recht gut besetzten mehrstimmigen Chor in dem “Gloria Patri II” und mit voller Orchesterbegleitung.

Das “Sicut erat” im 5. Satz erklingt in der gleichen Form der Besetzung wie im 4. Satz.

Das “Miserere III” im 6. Satz wird durch eine kleine Orchester-Sinfonia eingeleitet. Ein anschließender kraftvoller Gesang beeendet diese Psalmvertonung.

Als Kritikpunkt zum Orchester ist zu bemerken, dass die barocke Eleganz und Stimmigkeit nicht unbedingt vorhanden ist, wie ganz anders erzeugen Top-Orchester ein Klangvolumen, das den vorgenannten Kriterien überzeugender nachkommen. Die gesangliche Qualität des Chores ist durchaus beachtlich und angemessen.

Zelenkas Psalmvertonung ist in ihrer Gleichförmigkeit und ohne große Spannungsmomente besitzend als ein einfaches Werk anzusehen. Eine gewisse Faszination kann dem Werk nicht abgesprochen werden und wurde durch eine gute Interpretation des Leiters Hermann Max und der Rheinischen Kantorei entsprechend ordentlich umgesetzt.

Die gleiche Werkswiedergabe erfolgt durch J.E. Gardiner am 23.6.2007 in der Frauenkirche in Dresden mit der Sächsischen Staatskapelle und dem Monteverdi Choir. Nach dem Besuch des Konzertes an dortiger Stätte, werde ich einen Vergleich der Interpretation von Hermann Max zu J.E. Gardiner im Blog als Nachtrags-Kommentar abhandeln.

Grüsse

Volker

Archiv-Beitrag: "Lutherische Messen" von J.S. Bach


23.4.2007 von Volker /admin.

Hallo,

wer besitzt diese herrliche Messen von J.S. Bach und kann nähres dazu sagen:

Johann Sebastian Bach:

Missa in g-Moll
“6. Cum Sancto Spiritu BWV 235″ (4:05)
Johann Sebastian Bach: Missa in F-Dur BWV 233
“1. Kyrie” (3:35)
Johann Sebastian Bach: Missa in F-Dur BWV 233
“2. Gloria” (4:57)
Johann Sebastian Bach: Missa in F-Dur BWV 233
“3. Domine Deus” (3:26)
Johann Sebastian Bach: Missa in F-Dur BWV 233
“4. Qui tollis” (4:59)
Johann Sebastian Bach: Missa in F-Dur BWV 233
“5. Quoniam” (3:50)
Johann Sebastian Bach: Missa in F-Dur BWV 233
“6.Cum Sancto Spiritu” (2:30)
———
Johann Sebastian Bach: Missa in A-Dur BWV 234
“1. Kyrie” (3:05)
Johann Sebastian Bach: Missa in A-Dur BWV 234
“Christe eleison” (1:54)
Johann Sebastian Bach: Missa in A-Dur BWV 234
“Kyrie II” (1:34)
Johann Sebastian Bach: Missa in A-Dur BWV 234
“2. Gloria” (5:22)
Johann Sebastian Bach: Missa in A-Dur BWV 234
“3. Domine Deus” (5:57)
Johann Sebastian Bach: Missa in A-Dur BWV 234
“4. Qui tollis peccata mundi” (6:42)
Johann Sebastian Bach: Missa in A-Dur BWV 234
“5. Quoniam tu solus” (3:49)
Johann Sebastian Bach: Missa in A-Dur BWV 234
“6. Cum Sancto Spiritu” (3:18)
———–

Johann Sebastian Bach: Missa in g-Moll BWV 235
“1. Kyrie” (7:29)
Johann Sebastian Bach: Missa in g-Moll BWV 235
“2. Gloria” (2:51)
Johann Sebastian Bach: Missa in g-Moll BWV 235
“3. Gratias” (3:18)
Johann Sebastian Bach: Missa in g-Moll BWV 235
“4. Domine Fili” (5:52)
Johann Sebastian Bach: Missa in g-Moll BWV 235
“5. Qui tollis” (4:13)
Johann Sebastian Bach: Missa in g-Moll
“6. Cum Sancto Spiritu BWV 235″ (4:05)
———-
Johann Sebastian Bach: Missa in G-Dur BWV 236
“1. Kyrie” (3:27)
Johann Sebastian Bach: Missa in G-Dur BWV 236
“2. Gloria” (4:48)
Johann Sebastian Bach: Missa in G-Dur BWV 236
“3. Gratias” (4:40)
Johann Sebastian Bach: Missa in G-Dur BWV 236
“4. Domine Deus” (4:39)
Johann Sebastian Bach: Missa in G-Dur BWV 236
“5. Quoniam ” (5:28)
Johann Sebastian Bach: Missa in G-Dur BWV 236
“6. Cum Sancto Spiritus” (3:50)

———————
Es handelt sich hier um “Lateinische Kurzmessen” von Bach, laut Martin Geck, in seiner Buchausgabe “Bach”, Seite 205, wie folgt:

“Einerseits ist es von Bach wohlüberlegt, daß er dem katholischen Fürsten keine Kantate, sondern eine aus Kyrie und Gloria bestehende Kurzmesse widmet.” (Für den Dresdener Hof, Kompositionen um 1733,1738, 1739).

Es sind fantastische Kurzmessen von Bach, die meiner Meinung nach viel zu wenig gespielt werden !!

Eine Neuausgabe mit 2 CD’s erfolgt von Junghänel im Mai 2007 bei jpc.

Gruß

Volker

Archiv-Beitrag: Cantus Cölln Konrad Junghänel; J.S. Bach; Messen BWV 233-236


Hallo,

zu dem Thema: J.S. Bach, ”Lutherische Messen” passt auch diese Neuveröffentlichung ab 15. Mai 2007, die “ bei jpc “ erworben werden kann.

J.S. Bach: Messen BWV 233-236
Cantus Cölln, Konrad Junghänel
2 CD’s 29,99 Euro bei j p c
————————————
Ein anerkannt homogenes Spitzenensemble für “Alte Musik”, verspricht mit dieser Neuveröffentlichung eine Einspielung, die den hohen selbstgestellten Ansprüchen mehr als gerecht werden wird. Darauf bin ich einmal gespannt und freue mich auf diese Einspielung.
Gruß

Volker

Archiv-Beitrag: DVD; Leitung: Sigiswald Kuijken / C.P.E. Bach: Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu,


Hallo,

eine neue Einspielung auf DVD von C.P.E. Bach (1714-1788) und J.S. Bach (1685-1750)
die Himmelfahrtsoratorien:

C.P.E. Bach: Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu, Wq 240
J.S. Bach: Lobet Gott in seinen Reichen, BWV 11

aufgenommen zum Bachjahr 2004 in der Nicolaikirche in Leipzig.

“Die Vorfeude auf das Bachfest Leipzig 2007 und Gardiner wächst von Tag zu Tag !”

Erwähnenswert die Brüder: bekannt aus der SDG-Reihe: Christoph Genz / Tenor und sein Bruder als Bass-Bariton: Stephan Genz, der einen vorzüglichen Gesangs-Part liefert.

Stephan Genz, Bass-Bariton; Bruder von Christoph Genz

DVD zu beziehen bei j p c 22,99 €

es sind Filmausschnitte/Videotrailer von j p c

einsehbar, die Bildqualität ist im Original top in dieser Version nicht sehr berauschend!

Ausführende:

Sophie Karthäuser, Sopran
Patrizia Hardt, Alt
Christoph Genz, Tenor
Christoph Einhorn, Tenor
Stephan Genz, Bass
Jan van der Crabben, Bass-Bariton
Ex Tempore / La Petite Bande
Leitung: Sigiswald Kuijken

Ein absoluter Hör- und Sehgenuss der Vergleich der Himmelsfahrtsoratorien vom Vater: J.S. Bach und seinem Sohn: Carl Philipp Emanuel Bach.

1735 komponierte J.S. Bach das Himmelfahrtsoratorium das aber wegen der Kürze 1852 in der Gesamtausgabe der Bach-Gesellschaft unter dem Titel “Lobet Gott in seinen Reichen” als Kantate Nr.11 veröffentlicht wurde.
Doch Bach hatte gute Gründe, sein Stück als Oratorium zu bezeichnen, folgt es doch der Tradition des deutschen Oratoriums, wie sie Heinrich Schütz begründet hatte.

Knapp vierzig Jahre liegen zwischen dem Himmelfahrtsoratorium von Vater Bach und der
“Auferstehung und Himmelfahrt Jesu” vom Sohn C.P.E. Bach komponiert und am Ostersamstag 1774 ihre Erstaufführung im Konzertsaal erlebte.
1767 hatte C.P.E. Bach die Nachfolge seines Paten Georg Philipp Telemanns als Musikdirektor in Hamburg angetreten, nachdem er 25 Dienstjahre zuvor als Kammercembalist des preußischen Königs Friedrich II tätig gewesen war.
Im liberaleren Klima Hamburgs konnte er sich freier entwickeln und zu einem der führenden Komponisten in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts werden. Man sprach zu der damaligen Zeit in erster Linie von den “Berliner” bzw. “Hamburger” Bach, der Thomaskantor J.S. Bach war nicht mehr zeitgemäss und geriet zusehends in Vergessenheit.

Von seinem Oratorium “Auferstehung und Himmelfahrt Jesu” hatte Carl Pilipp Emanuel Bach selbst eine hohe Meinung; er rechnete das Werk zu seinen am stärksten gearbeiteten Stücken und war fest davon überzeugt, dass es ihm auch nach seinem Tode noch Ruhm bescheren würde.

Eine Hörprobe C.P.E. Bach aus dem 2. Satz und Anfang des 3. Satzes (3 Min.) mit dem Bass-Bariton “Stephan Genz.”

Ein Vergleich der beiden Oratorien vom Vater und Sohn macht die fundamentalen Veränderungen deutlich, die diese Gattung in den vierzig Jahren zwischen der Entstehung der beiden Werke durchgemacht hatte.
C.P.E. Bach verwendete einen Text von Karl Wilhelm Ramler aus dem Jahre 1760, der damals ein hohes Ansehen genoss und bereits von Telemann und Graun vertont worden war.
Anzeichen der musikalischen Entwicklung in das 19. Jahrhundert sind in diesem Werk von C.P.E. Bach heraushörbar.

Demgegenüber gestellt die barocke Klangpracht und virtousität der Gesangssolisten des Himmelfahrtsoratoriums seines Vaters.
Ein absoluter Genuss, diesen Vergleich einmal in einer Aufführung anstellen zu können, der immens einen begeistern kann, hier die verschiedenartige Kompositionen vergleichen und hören zu können.
Von der Innigkeit und zu Herzen gehenden Musik bin ich immer noch auf der Seite des Vaters……

Diese DVD kann ich nur wärmstens empfehlen bei diesen großartigen Gesangssolisten, dem Chor: Ex Tempore und dem Barockorchester: La Petite Bande, unter dem gekonnten Dirigat und der Interpretation von Sigiswald Kuijken.
Leider etwas schwächelnd in dem Osteroratorium von C.P.E. Bach die barocken Trompeten, wo die saubere Intonation zu kurz kommt, und kleine Unreinheiten im Barockorchester leider heraushörbar.

Hier ist wieder einmal unerreicht zu benennen ein J.E. Gardiner mit seinem – Monteverdi-Choir und seinen The English Baroque Soloists – aus heutiger Sicht anzusehen.

Trotz kleiner Schwächen, wie oben erwähnt, ein absoluter Hör- und Sehgenuss aufgrund der Interpretation und der barocken Klangpracht sowie seiner hervorragenden Wiedergabe, unbedingt als eine Spitzeneinspielung anzusehen.
Wo bleiben die deutschen Interpreten mit ihren Orchestern und Sängern, meiner Ansicht nach nur noch 2. Wahl, das Ausland hat uns leider den Rang abgelaufen……

Grüße

Volker

Archiv-Beitrag: DVD / J.S. Bach “Markus-Passion nach BWV 247″ Rekonstruktion von Ton Koopmann


DVD Markus-Passion Ton Koopman

1.4.2007 von Volker /admin.

Hallo zusammen,

wer kennt die Rekonstruktion der Markus-Passion von Ton Koopman oder eine CD von ihm, würde mich über eine Rückmeldung freuen.

DVD “Markus-Passion nach BWV 247″
(Rekonstruktion von Ton Koopman)

Pregardien, Kooy, York, Landauer, Agnew, Mertens,
Amsterdam Baroque Choir & Orchestra, Koopman (125 Min.)
Sound:DSS 5.1;Bild:WS;Sub:D, E,F, NL

Sonderpreis gültig bis 30.4.2007 “EUR 14,99″
danach EUR 22,99

Bestellung: bei j p c

Grüße
Volker

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Es gibt zur „Markus Passion“ einen weiteren Hauptbeitrag, nachstehenden Link anklicken:

LINK hier klicken

Archiv-Beitrag: Weihnachtsoratorium-Einspielung von Diego Fasolis


Falls jemand sich mal wieder jemand mit einer neue WO-Einspielung verwöhnen möchte – Jene von Diego Fasolis wäre eine echte Wahl mit Lynn Dawson, Bernhard Landauer, Charles Daniels und Klaus Mertens, der von Ton Koopman für diese Aufnahme dankenswerter Weise frei bekommen hat.

Der Coro della Radio Svizerra macht eine ordentliche Figur, wenn er sich auch nicht mit dem Monteverdi Choir messen kann; vom Feinsten sind die I Barocchisti und wirklich frappierend gut die Orchesterarbeit Fasolis, vom Klangbild bis zur Phrasiologie und Artikulation. Erwähnt sei auch die sehr gute Tonqualität dieser Aufnahme (technisch), ein Leckerbissen für Besitzer guter Kopfhörer!!!

Wer ähnliches erleben will, muss schon bei Gardiner in der ersten Reihe sitzen 🙂 So ein sonor-seidiger Klang bei den Streichern und Holzbläsern, keine Spur des manchmal bei Originalinstrumenten durchkommenden Säbelklangs bei den Violinen. Auch gemeinste Trompetenpartien (Herr wenn die stolzen Feinde, Nun seid ihr wohl gerochen) sind derart souverän hingelegt, dass alle Schwierigkeit einem großen Glanz weicht.

Überfordert zu sein scheint die Solistin Lynn Dawson mit der Partie. Die gute Nachricht: sie kommt überall durch; aber mich lässt beim Hören irgendwie die Angst nicht los, sie könnte jeden Moment rauskommen. Ihr Timbre ist ebenfalls nur schwer zu ertragen, der Vortrag wirkt auf mich hasenfüßig und konzeptlos. Auch der Altus hat ein leicht blechernes Timbre, aber im Zusammenspiel mit dem gesamten Klangapparat ergibt er einen wirklich interessantes Bild. Seine Phraseologie ist unspektakulär aber gut vorbereitet und sehr kantabel. Es ist das erste Mal, dass mich die Arie „Schließe mein Herze“ nicht langweilt – so gesanglich und klanglich wirklich partnerschaftlich mit der Solovioline.

Der Tenor Charles Daniels gehört zu den für mich großen Entdeckungen der Aufnahme. Mich wundert, diesen Namen woanders noch nicht gesehen zu haben. Er ist ein begabter Evangelist.

Diego Fasolis hat da wirklich eine gute Aufnahme gemacht, finde ich, in manchen Details vielleicht etwas verwegen bis originalitätssüchtig (Koloratur, Striche, Tempi), aber immer wieder auch überzeugend. Empfohlen!

Alex

Archiv-Beitrag: Fritz Wunderlich & Hermann Prey – “Eine Weihnachtsmusik” Neuauflage für Historiker-Fans


.12.2007 von Volker /admin.

Hallo,

hier stelle ich etwas für Nostalgiger vor, es wurde eine Wiederveröffentlichung der legendären “Weihnachtsmusik” mit den Sängern Fritz Wunderlich und Hermann Prey, vorgenommen.



  • Erscheinungstermin: 30.11.2007

Detailinformationen

Fritz Wunderlich & Hermann Prey singen Weihnachtslieder:

Maria durch den Dornwald ging; Es kommt ein Schiff geladen;

Es ist ein Ros entsprungen; Was soll das bedeuten;

O Freude über Freude; Vom Himmel hoch o Englein kommt;

Ich steh an deiner Krippen hier

+Musik von Albinoni & Telemann

Will Quadflieg liest die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium!

Grüße

Volker

Neue SDG CD’s 141 + 138 erscheinen in Kürze


14.1.2008 von Martin.

Hallo zusammen,

am 28.01.08 werden (in UK) die nächsten CD’s veröffentlicht:

Cantatas for the Fourth and Fifth Sundays after Trinity

Ein ungefärbt Gemüte BWV 24
Barmherziges Herze der ewigen Liebe BWV 185
Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ BWV 177
Gott ist mein König BWV 71

Soloists: Magdalena Kozená, Nathalie Stutzmann, Paul Agnew, Nicolas Teste,
Joanne Lunn, William Towers, Kobie van Rensburg, Peter Harvey
Recorded: Tewkesbury Abbey (final cantata Blasiuskirche, Mühlhausen)

Cantata for the Fifth Sunday after Trinity

Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir BWV 131
Wer nur den lieben Gott lässt walten BWV 93
Siehe, ich will viel Fischer aussenden BWV 88

Soloists: Joanne Lunn, William Towers, Kobie van Rensburg, Peter Harvey
The Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists / John Eliot Gardiner
Recorded: Blasiuskirche, Mühlhausen

SDG’s release of Bach Cantatas for the Forth and Fifth Sundays after Trinity opens with BWV 24 Ein ungefärbt Gemüte, recorded in Tewkesbury Abbey as part of The Cheltenham Festival. A far earlier piece follows, BWV 185 Barmherziges Herze der ewigen Liebe was composed in Weimar in 1715 to a text by Salomo Franck and revived by Bach in Leipzig in 1723 and again in 1746/7. Strikingly different in mood is BWV 177 Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, composed in 1732, a chorale cantata based on Agricola’s hymn set unaltered and with no recitatives.

The second CD was recorded in Mühlhausen, where a twenty-two year old Bach took up his second professional post. It lasted for just one year, from June 1707 to 1708. This programme includes BWV 71 Gott ist mein König. There is nothing else quite like Gott ist mein König in Bach’s oeuvre. No other work of his is laid out on such a grand scale in terms of its deployment of four separate instrumental ‘choirs’, set against a vocal consort of four singers, an optional Capelle of ripienists and an organ.

“The singing and playing is exceptional.”

(Anna Picard, Independent on Sunday)

“John Eliot Gardiner’s Bach Cantata Pilgrimage series just gets better. These pieces show Bach at his most exuberant, as though he’s laughing with unbridled joy at the secrets of the universe, and Gardiner’s team responds with thrilling playing and singing.”

(Warwick Thompson, Metro)

JOHANN SEBASTIAN BACH 1685-1750)

Cantatas Volume 27

Cantatas for Whit Tuesday

Brandenburg Concerto No. 3 BWV 1048
Erwünschtes Freudenlicht BWV 184
Er rufet seinen Schafen mit Namen BWV 175

Soloists: Lisa Larsson, Nathalie Stutzmann, Christoph Genz, Stephen Loges

Recorded: Holy Trinity, Blythburgh

Cantata for Trinity Sunday

Höchsterwünschtes Freudenfest BWV 194
Es ist ein trotzig und verzagt Ding BWV 176
O heil’ges Geist- und Wasserbad BWV 165
Gelobet sei der Herr, mein Gott BWV 129

Soloists: Ruth Holton, Daniel Taylor, Paul Agnew, Peter Harvey
The Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists / John Eliot Gardiner
Recorded: St Magnus Cathedral, Kirkwall

The first of SDG’s 2008 releases combines cantatas for Whit Tuesday and Trinity Sunday. Brandenburg Concerto No.3 precedes the two surviving Cantatas for Whit Tuesday. Pressed for time at the end of a busy Whit weekend during his first year in Leipzig, Bach based BWV 184 Erwünschtes Freudenlicht (1724) on a hasty revision of a lost Cöthen secular cantata. One might momentarily mistake the second movement of this cantata as the origin of the celebrated duet from Lakmé, before considering the long odds of Delibes ever having clapped eyes on this obscure piece. The pastoral mood continues a year later in BWV 175 Er rufet seinen Schafen mit Namen (1725). This is a more elaborate work, the eighth of the nine consecutive texts Bach set by Christiane Mariane von Ziegler.

Recorded in St Magnus Cathedral, Kirkwall after one of the more dramatic journeys on the Bach Cantata Pilgrimage, the first cantata for Trinity Sunday, BWV 165 O heilges Geist- und Wasserbad, was composed in 1715 in Weimar. It is a true sermon-in-music, based on the Gospel account of Jesus’ night-time conversation with Nicodemus on the subject of ‘new life’. A grand French-style overture heralds the start of BWV 194 Höchsterwünschtes Freudenfest. The cantata seems to have begun life as a secular Cöthen piece some time between 1717 and 1723, and was then adapted for the dedication of the new organ at Störmthal (2 November 1723). The programme ends with the genial and uplifting work, BWV 129 Gelobet sei der Herr, mein Gott.

“These performances do full justice to such genius.”

(George Pratt, BBC Music )

“Gardiner’s Bach is in a class of its own for colour, drama and rhetorical subtlety. His choir and instrumentalists respond with breathtaking virtuosity…”

(Richard Wigmore, The Daily Telegraph)

Monteverdi Productions 2cds SDG138

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Das Konzert aus Mühlhausen hat der MDR mal übertragen und ich kann mich erinnern, dass BWV 71 “Gott ist mein König” ein absoluter “Knaller” war.

Schöne Grüße,

Martin

P.S. Hörproben und Bestellungen h i e r !
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Bereits abgegebene Kommentare:

DVD über Herbert von Karajan bei jpc erschienen


Hallo,

passend zur Veröffentlich einer Autobiographie von Eliette von Karajan über ihren Ehemann „Herbert von Karajan“ ist eine DVD erschienen:

Künstlerische Streiflichter einer unvergleichlichen Karriere.

Zu hören und zu sehen sind u. a.Ausschnitte aus dem
legendären Neujahrskonzert 1987 mit den Wiener Philharmonikern und aus den Silvesterkonzerten 1983 und 1985 mit den
Berliner Philharmonikern.
Rossini:Wilhelm Tell-Ouvertüre
+Weber:Der Freischütz-Ouvertüre
+Prokofieff:Symphonie Nr. 1
+Tschaikowsky:Klavierkonzert Nr. 1
+Dvorak:Symphonie Nr. 9
+J. Strauss II:An der schönen blauen Donau;Frühlingsstimmen
+Ravel:Bolero
+Josef Strauss:Sphärenklänge
Evgeny Kissin, Kathleen Battle, Berlin PO, Wien PO, Herbert von
Karajan

Grüße
Volker

Download Shop für klassische Musik startet bei DG – Deutsche Grammophon


Hallo,

Die Deutsche Grammophon (DG) stellt ihr einmaliges Archiv an klassischer Musik ins Netz und bietet dieses zum Download an. Die DG ist damit laut Presse-Mitteilung das erste grosse Klassiklabel, das seinen Kunden einen derartigen Service anbietet.

Link: http://www2.ham.deutschegrammophon.com/home

Mit dieser “Musik-Boutique” erfülle die DG den Wunsch der Konsumenten nach einem Online-Portal mit Full-Service-Angebot. Zur Auswahl stehen “2.400 komplette Alben in maximaler MP3-Qualität. Mit einer Bitrate von 320 Kilobit pro Sekunde (kbps) ist die Audioqualität nicht von der einer CD zu unterscheiden und übertrifft bei weitem den üblichen Download-Standard von 128 – 192 kbps”, rührt die Deutsche Grammophon die Werbetrommel in eigener Sache.

Alle Titel werden ohne Digital Rights Management (DRM) angeboten. Die heruntergeladenen Dateien lassen sich auf allen MP3-Playern abspielen. Das Herunterladen eines Einzeltitels kostet rund 1,29 Euro, ein ganzes Album zwischen 10,99 Euro und 11,99 Euro.

(Quelle: http://www.boerse-express.com)

Ich habe einmal ein Beispiel rausgesucht:

Dialogue Cantatas
Selig ist der Mann, der die Anfechtung
erduldet, BWV 57
Tritt auf die Glaubensbahn, BWV 152
Ich geh und suche mit Verlangen, BWV 49
Thomas Quasthoff
Dorothea Röschmann
Mitglieder des RIAS-Kammerchor
Berlin · Berliner Barock Solisten
Rainer Kussmaul

CD Thomas Quasthoff; “Dialog Bach” bei jpc 17,99 €

Als Download bei der Deutschen Grammophon als Album 11,99 €

Link zum Download:

http://www2.ham.deutschegrammophon.com/cat/result?ART_ID=QUATH

Grüße

Volker

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CD-Einspielungen der Gesamt-Werke von J.S. Bach


Hallo, die Weihnachtszeit steht vor der Tür und möchte mit dem Thema beginnen, was kann auf dem hiesigen CD-Markt von J. S. Bach an Gesamt-Einspielungen als ein Weihnachtsgeschenk erworben werden. Ich stelle mir bekannte Einspielungen einmal zur Diskussion und würde mich über Statements zu den Einspielungen freuen……..

(obige Abbildung: Gesamt-Werke Bach von Pieter Jan Leusink)

amazon: Bestellnummer: 635 599 / 155 CD’s statt 399 Euro für 99 Euro zuzüglich 3,99 Euro Versandkosten, erhältlich bei Amazon ! Die Einspielung sämtlicher Werke von J.S. Bach in einer Edition. Das Mitwirken weltbekannter Künstler wie Emma Kirkby, Michael Chance, Annelies Burmeister, Peter Schreier, Emmy Verhey dem Dresdner Kreuzchor, Amsterdam Bach Soloists, und Dresdner Philharmonie garantieren einmalige Qualität auf höchstem künstlerischen Niveau. Mitwirkende: Emma Kirkby, Michael Chance, Annelies Burmeister, Peter Schreier, Theo Adam, Edith Mathis, Lucia Popp u.a. Mark Lubotsky, Emmy Verhey, Thomas Hengelbrock/Violine, Trevor Pinnock, P.-J. Belder, Bob van Asperen/Cembalo, Marieke Schneemann/Flöte, Hans Fagius/Orgel u.a. Choir Of King’s College Cambridge, Holland Boys Choir, Nordic Chamber Choir, Dresdner Kreuzchor, Amsterdam Bach Soloists, Netherlands Bach Ensemble, Dresdner Philharmonie, Südwestdeutsches Kammerorchester, Kammerorchester Berlin/Stephen Cleobury, Michel Corboz, Harry Christophers, Burkhard Glaetzner u.a. Pressestimme: „Der Preis – dermaßen gering, dass es fast peinlich ist, sich dazu zu äußern – ist kein Gegenstand der Überlegung. Eine einzigartige Edition. Die Instrumentalteile sind wunderschön konzipiert. Der Holland Boys Choir glänzt und funkelt mit einem unwiderstehlichen, mitreißenden, ungekünstelten Bach” (Grammophone).

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Ton Koopman

Es ist eines der ehrgeizigsten Unternehmen der Schallplattengeschichte: Die Einspielung sämtlicher geistlicher und weltlicher Kantaten Johann Sebastian Bachs, die der niederländische Spezialist für alte Musik, Ton Koopman 1994 begann, und die nun abgeschlossen wurde. Gerade eben ist die zwanzigste und letzte Kantaten-Box auf den Markt gekommen……..

Detailinformationen: 67 CDs 699,99 Euro

Kantaten BWV 1-14, 16, 18-30, 30a, 31-69, 69a, 70-89, 89a,

90-120, 120a, 121-134, 134a, 135-140, 143-159, 161-173, 173a,

174-195, 197-206, 207a, 208-215;Kantaten BWV App. 63 & 162;

Quodlibet BWV 524;Sinfonia BWV 1045;Aria BWV 1127 “Alles mit

Gott und nichts ohn ihn”;Messen BWV 233-236

+Bonus: DVD; Matthäus-Passion (Dürmüller, Agnew,

Mertens, Amsterdam Baroque Orchestra & Choir,

Koopman. Sound:stereo / DSS 5.1;Bild:WS (NTSC);Sub:D, E,

F, NL, I,Sp, Jap)

Schlick, Wessel, Mey, Mertens, Pregardien, Scholl,

Magnus, Larsson, Rubens, Ziesak, Agnew, Stam, Chance,

Piau, Stutzman, Türk, Dürmüller,

Amsterdam Baroque Orchestra & Choir, Ton Koopman

Bestellnummer: 8485456 bei jpc

Auf 67 CDs ist das kompromißlose Bach-Projekt Ton Koopmans angewachsen. Ursprünglich startete das Unternehmen 1994 beim Label Erato. Das Label Channel Classics hat das Projekt fortgesetzt und nun auch abgeschlossen: ein diskographisches Jahrhundertunternehmen, das kon-kurrenzlos ist, denn sowohl Gustav Leonhardt und Nikolaus Harnoncourt haben in ihren vorliegenden Einspielungen der Bach-Kantaten den Anspruch auf Vollständigkeit gar nicht erst gestellt.

Und die weltlichen Kantaten ohnehin ausgeklammert. Was die Interpretation angeht, über die man sich natur gemäß streiten kann: Natürlich kann man Bach, wie Harnoncourt, auch etwas opernhafter, sinnlicher, drastischer spielen und singen. Warum nicht? Ton Koopman hat den mittleren Weg gewählt zwischen philologischer Vorsichtigkeit und phantasievollem Leichtsinn.

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Pieter Jan Leusink

Bach-Kantatenwerke von Pieter Jan Leusink veröffentlicht im Oktober 2005 beim Label “Brillant.”

Complete Cantatas (Brilliant Classics)Kantaten BWV 1-10, 12-14, 16-52, 54-117,119-140, 143-159, 161-188, 192, 194-199

Ruth Holton, Nico van der Meel, Knut Schoch,Marjon Strijk, Syste Buwalda, Marcel Beekman,Hollands Boy Choir, Netherlands Bach Collegium, Leitung: Pieter Jan Leusink

Das 208-seitige Booklet enthält sämtlicheKantatentexte (deutsch),sowie kurze Einführungstexte (englisch) bei jpc sind 60 CD’s für 99,99 € erhältlich.

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Helmuth Rilling

Unter dem Logo “extra Klassik” wirbt der Hänssler-Versand zu Weihnachten mit einer Box mit 172 CDs mit dem Gesamt-Werk von J.S. Bach, Einspielung von Prof. Dr. Helmuth Rilling + 12 CDs als Zusatzbonus mit weiteren Einspielungen von Rilling mit anderen Werks-Komponisten zum Preis von 999,00 Euro als einen einmaligen Preis an.

Bestellungen beim Hänssler-Versand unter Telefon: 07031 / 7414-177

oder per EMail: bestellen@haenssler.de

sowie im Internet unter www.haenssler.de

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Über die Preisgestaltung, angefangen von ca. 100 Euro bis zum Superpreis von bis zu 1000,00 Euro kann ich kaum nachvollziehen, das sind in meinen Augen absolute Festtagspreise, die sich der Käufer sehr gut überlegen sollte, solche Summen für eine Gesamt-Box auszugeben……….. !!!

Weitere Gesamt-Einspielungen der Bach-Kantaten wird zur Zeit von dem Japaner Masaaki Suzuki vorgenommen, bedingt ist auch Sir John Eliot Gardiner zu benennen, der durch seine Bach Cantata Pilgrimage 2000 in etwa Bachs Kantatenwerke als eine Gesamt-Einspielung veröffentlichen wird.

Hier hat der Käufer die Qual der Wahl, die Auswahl ist beeindruckend und kann dem Bachfreund nur recht sein, welchen Interpret er nun den Vorzug gewährt, ist eine persönliche Geschmacksfrage, die jeder für sich alleine zu entscheiden hat. Muss es immer eine Gewalt-Box eines Interpreten sein?

Eine Einzel-CD von unterschiedlichen Interpreten könnten manchmal das Salz in der Suppe sein………!!

Grüße

Volker

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