Schlagwort-Archive: Daniel Taylor

Biografien


 

Hallo zusammen,

ich habe begonnen, die alte Biografie-Seite zu überarbeiten.  Ihr findet die Übersicht jetzt auf der Seite, die sich durch Anklicken des linken oberen Reiters öffnet (Biografien-Übersicht). Jede Biografie bekommt jetzt ihre eigene Seite, sodass alles übersichtlicher wird.  Ich habe sie außerdem sprachlich und zum Teil auch inhaltlich überarbeitet und aktualisiert.

Bis jetzt sind die Biografien von Sir John Eliot Gardiner, Joanne Lunn, Daniel Taylor. folgen werden die anderen, auf der alten Seite enthaltenen Biografien. Danach habe ich vor, die anderen an der Bach Cantata  Pilgrimage beteiligten Solisten sowie Sänger, die seitdem häufiger mit Sir John Eliot Gardiner musiziert haben, in diese Übersicht aufzunehmen. Dann gibt es noch viele andere Sänger, Instrumentalisten, Ensembles, die im Zusammenhang mit Bach’scher Musik im engeren oder weiteren Sinne erwähnenswert sind…

Ihr seht schon, es wird ein längeres Projekt, das hoffentlich nie abgeschlossen sein wird. Sachdienliche Hinweise nehme ich gerne entgegen.
Barbara

Biografie Daniel Taylor – Countertenor


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Daniel Taylor - Countertenor

Daniel Taylor - Countertenor

Daniel Taylor, Exklusivkünstler von Sony Classical/BMG Masterworks ist einer der gefragtesten Countertenöre der Welt. Er ist auf mehr als 80 Aufnahmen zu hören, wie z.B. Bach Cantatas/Monteverdi Choir/Gardiner (Deutsche Grammophone Archiv und SDG); Renaissance duets mit Bowman/Schauspieler Ralph Fiennes (BIS); Händels Rinaldo mit Bartoli /AAM/Hogwood (Decca); Cantatas „Before Bach“ mit Collegium Vocale/Herrewege (Harmonia Mundi); Sakamotos pop-opera „Life“ mit dem Dalai Lama und Salman Rushdie (Sony); Bach Kantaten mit Bach Collegium Japan (BIS); Bach Solo-Aufnahme mit Theatre of Early Music (Sony); Vivaldi Gloria mit dem Bethlehem Bach Choir/Fumfgeld (Analekta); Vivaldis Stabat Mater (BIS); 4 Aufnahmen von Händels Messiah: mit dem Kammerchor Stuttgart/Bernius (Carus), den American Bach Soloists (Koch), gerade erschienen als CD/DVD mit Tafelmusik (Bravo Television) und live mit New York Philharmonic. Außerdem erschien Bachs h-moll Messe auf CD/DVD mit dem Ensemble Orchestral Paris/Nelson (EMI Virgin) sowie mit dem Kammerchor Stuttgart/Bernius (Carus).

Unmittelbar auf sein Operndebut in Händels Rodelinda in einer Produktion von Jonathan Miller (Aufzeichnung durch EMI) folgte sein für Erato eingespieltes gefeiertes Debut in Glyndebourne (Händel Theodora). Sein nordamerikanisches Operndebüt gab er in Händels Giulio Cesare an der Metropolitan Opera New York. Außerdem war er an der Bayerischen Staatsoper (Goffredo in Händels Rinaldo), in Edinburgh (Titelrolle in Glucks Orfeo), an der Welsh National Opera (Hamor in Händels Jephta) und an der Canadian Opera (Tolomeo in Händels Tolomeo) zu erleben.  

Er konzertiert mit dem Academy of Ancient Music, Gabrieli Consort, Internationalen Bachakademie Stuttgart, Les Arts Florissants, Akademie für Alte Musik, Orchestra of the Age of Enlightenment, King’s Consort und mit den Symponieorchestern von Cleveland, St. Louis, Lissabon, Philadelphia, Tonhalle Zürich, München (Rundfunkorchester), San Francisco, Madrid, Toronto, Göteborg, Rotterdam, Montreal, Israel, Philadelphia und Rotterdam.  

Als Liedsänger war er im Konzerthaus Wien, bei der Frick Collection New York, in der Forbidden Concert Hall Beijing, beim Lufthansa Barock Festival und in der Wigmore Hall London zu hören. Er wirkte in Podeswas preisgekröntem Film Five Senses for Fineline mit.

Daniel Taylor ist Professor of Voice am Conservatoire de musique in Montreal, Professor of Voice an der University of Ottawa, Adjunct Professor an der McGill University und Visiting Scholar an der University of Victoria.  

Er ist Artistic Director und Leiter des Choir and Orchestra of the Theatre of Early Music. Das Ensemble gibt mehr als 30 Konzerte pro Jahr in der ganzen Welt.  

http://www.theatreofearlymusic.com/dthome.html

http://www.orfeo-artist-management.de/daniel-taylor-biographie0.html

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Taylor-Daniel.htm

 

Pressestimmen

Auch Daniel Taylor wird den vielgestaltigen Anforderungen deutlich gerecht, zeichnet in den lyrischen Teilen feine Linien, entfaltet in dramatischen Abschnitten auch das nötige Feuer – so vor allem in den Arien ‚But who may abide‘ und ‚He was despised‘.
Klassik.com, März 2010

Sehr expressiv ist die Stimme Daniel Taylors, die in ihrer Weichheit ein fast weibliches Timbre hat. Das Altsolo im ‚Et incarnatus est‘ ist ein Höhepunkt an Ausdrucksintensität in dieser Messe. Zum einen, weil Zelenka hier mit der Tradition des pastoral-versöhnlichen Gestus‘ zur Darstellung der Menschwerdung Christi bricht und in einem düsteren Lamento die unmittelbare Verbindung des Ereignisses zum späteren Kreuztod herstellt, das ‚Crucifixus‘ antizipierend. Zum anderen, weil Taylor das Solo in seinem erschütternden Klageton regelrecht zu leben scheint. Die kurzen Phrasen erfüllt er mit einer bedeutungsvollen Schwere, ohne dabei über die Stränge zu schlagen und den Satz zu einem emotionalen Ausbruch, einem Drama zu verdrehen. Taylors Gesang bettet sich ganz selbstverständlich in den sonoren Klang des Orchesters und formt die Szene zu einer ganz intimen, tief empfundenen Lamento, das einem Schauer über den Rücken jagt.
Klassik.com, Oktober 2010

Durch seine zahlreichen internationalen Engagements hatte der gebürtige Kanadier bisher schon häufig die Möglichkeit mit den besten Barockorchestern zusammenzuarbeiten. Besonders klangschön wird seine Stimme durch die sehr gut überblendeten und daher kaum auffallenden Registerwechsel. Seine warme, in der Höhe wie in der Tiefe äußerst kultiviert geführte und nie zur Schärfe neigende Altstimme ergänzt sich mit Kirkbys Sopran perfekt.
Klassik.com, April,2006

Besondere Erwähnung verdient der schöne Countertenor von Daniel Taylor. Ist es eine Gabe, wenn Countertenöre feminin klingen, dann ist Taylor diese auf betörende Weise eigen. Er besitzt einen geraden Ton, der noch über ausreichend Vibrato verfügt, um nicht stumpf zu klingen, das Timbre leuchtet, nur die Tiefe ist etwas schwach. Hörenswert.
Klassik.com, September 2004

 

Neueinspielung von G.F. Händel – Der Messias


Hallo,

es gibt sie doch, eine Neueinspielung als CD von G.F. Händel – „Der Messias“ veröffentlicht am 14. April 2009 bei  j p c .

# 2 Super Audio CDs  / # Erscheinungstermin: 14.4.2009

Cover: G.F. Händel "Der Messias"

Cover: G.F. Händel "Der Messias"

 

Link: hier geht es zu  j p c !!!

 

Ausführende:

Künstler: Carolyn Sampson, Daniel Taylor, Benjamin Hulett, Peter Harvey,

Kammerchor Stuttgart, Barockorchester Stuttgart, Leitung: Frieder Bernius.

(Textquelle: jpc)

Sternstunde der Menschheit

Für Stefan Zweig zählte die Komposition dieses Werkes nichts weniger als zu den Sternstunden der Menschheit. In jedem Fall dürfte The Messiah nicht nur Händels berühmtestes Werk sein, sondern auch das populärste Chorwerk der Musikgeschichte überhaupt. Für seine lange erwartete Einspielung dieses Werkes hat sich Frieder Bernius selbstbewusst das Händel-Jahr 2009 ausgesucht. Zu Recht, denn Bernius gelingt hier einmal mehr eine Referenzeinspielung – aber was hätte man von ihm auch anderes erwartet?

Diese Aufnahme ist auf meiner Liste vorgemerkt schon allein wegen Daniel Taylor, Altus und Peter Harvey, Bass-Bariton – alle von der SDG-Riege

Grüsse

Volker


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Saul in Hamburg – Eine Sternstunde


Ich habe mein persönliches Händeljahr jetzt in Hamburg in der Laeiszhalle begonnen – mit dem Oratorium Saul.

Laeiszhalle-Konzerthalle, Hamburg

Laeiszhalle-Konzerthalle, Hamburg

Saul ist das erste große Werk, das nach dem gesundheitlichen Zusammenbruch Händels entstanden ist. Der schlichte Bibeltext wird hier hochdramatisch dargestellt, wobei der zentrale Punkt „die psychologische Darstellung der eigenen Selbstdarstellung des israelitischen Königs aufgrund der tiefen seelischen Zerrüttung“ (Laut Programmheft) ist. Hier erst einmal die Mitwirkenden:

Saul – Andrew Foster-Williams
Jonathan – James Gilchrist
David – Daniel Taylor
Michal – Malin Christensson
Merab – Lisa Milne
Hoherpriester, Hexe von Endor
– Daniel Norman (kurzfristig eingesprungen)
sowie die Chorsolisten Frederick Martin und Dantes Diwiak

Elbipolis Barockorchester Hamburg
NDR Chor
Leitung: Philipp Ahmann

Wenn ich jetzt „nur“ die Rollennamen weiterverwende, so hat das einen Grund. Diese Aufführung war so unglaublich intensiv, hatte eine solche Geschlossenheit, wie ich es noch nie erlebt habe. Sie war einfach aus einem Guss. Die Sänger sangen keine Rollen, sie „waren“ Saul, Jonathan usw. Und alles, was dieses Oratorium so überreich an Emotionen zu bieten hat, brachten diese wunderbaren Stimmen zum Ausdruck.

Da war Saul, der zuerst mit sehr viel Wärme David bei sich behält und seiner Tochter zur Frau geben will und dann aufgrund der neuen Kriegserfolge eifersüchtig auf ihn wird und dabei wahnsinnig vor Wut wird.
Jonathan, der Sohn Sauls, der ungeachtet der Standesunterschiede David seine Freundschaft anträgt und dann diesen tiefen Konflikt durchleben muss zwischen dem Gehorsam seinem Vater gegenüber, der von ihm verlangt David zu töten, und der Freundschaft zu David. Welche eine Ehrlichkeit war hier zu hören. Mit wie viel Einsatz kämpft er um das Leben seines Freundes. Welch ein Glück für jeden, der einen solchen Freund zu haben.
David, der einfach lieb und gut war, sodass er nicht von dieser Welt zu sein schien. In seiner Arie „O Herr, des‘ Güte endlos ist“ beschwört er mit so viel Wärme und Süße in der Stimme Gottes Güte, dass für mich die Welt fast stehen blieb. Selbst Herzen aus Stein mussten hier aufweichen. Fragt sich, aus welchem Material Sauls Herz ist, dass er kurz danach seinen Speer auf David schleudert.
Michal, die jüngere Tochter Sauls, die auch unglaublich innig ihre Liebe zu David und ihre Trauer um Jonathan zum Ausdruck bringt.
Merab, die ältere Tochter Sauls, die voller Standesdünkel entsetzt ist darüber, dass ihr Vater sie David zur Frau geben will und sehr gehässig auf diesen Knaben niederer Geburt herabblickt. Doch auch sie findet später, wenn David mit Michal vermählt wird und und weiter sehr aggressiv von Saul bedroht wird, sehr weiche Töne des Mitgefühls, auch in ihrer Trauer um Saul und Jonathan.
Die Hexe von Endor – wie gespenstisch. Ein kalter Schauer lief über den Rücken.
All dies musste man nicht dem Textheft entnehmen, es war hörbar.

Chor und Orchester hatte zwischen Trauer, Schlachtenlärm und Jubel viel zu bewältigen und ließen sich von Philipp Ahmann mitnehmen zu einem unglaublich farbenreichen intensiven Musizieren, wo all die Emotionen, die die Solisten so überzeugend auslebten, ihren Widerhall fanden.

Wer noch ein wenig mehr über das Stück, wie Händel ungewöhnliche Orchesterinstrumente verwendet oder auch nur den Text lesen möchte, kann sich im Programmheft, das der NDR als PDF-Datei veröffentlicht hat, noch ein wenig schlau lesen.

Programmheft Saul NDR

Dieses Konzert wurde von NDR aufgezeichnet und wird am 20.2. gekürzt gesendet. Ich weiß nicht, wo sie kürzen wollen, ich möchte keine einzige Note missen.

Ein überwältigender Abend – ich bin immer noch nicht auf Planet Erde angekommen.

Barbara

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