Archiv des Autors: barbara57

I Fagiolini in Hannover


Hallo zusammen,

Hannover hat nicht nur die Festwochen Herrenhausen zu bieten. Ein großer Renner ist hier auch immer die Internationale A-Capella-Woche. In diesem Jahr gibt es einen besonderen Leckerbissen: Die englische Gruppe I Fagiolini tritt am 1. Mai 2009 in der Marktkirche auf. Interessant deshalb, weil Stammmitglieder der Gruppe Claire Wilkinson und Nicholas Mulroy sind.

http://www.ifagiolini.com/

Marktkirche Hannover

Aufführungsstätte: "Marktkirche Hannover"

Über das Programm ist noch nichts bekannt, auch das gedruckte Programmheft gibt noch nicht viel her. Aber es wird bestimmt spannend.

http://www.cesa-events.de/AC00/AC09/index.html

Diese Seite wird sicher bald aktualisiert. Der Kartenvorverkauf hat aber schon begonnen. Plätze im Mittelschiff (unnummeriert) kosten 25€, Seitenschiff 21€ und sind über ticket-online erhältlich.

http://www.ticketonline.com/de/de/production/171547-I+Fagiolini+%28Gro%C3%9Fbritannien%29/

Robert Hollingworth, Leiter der Gruppe, hält zusätzlich einen Meisterkurs in der Hochschule für Musik und Theater ab, in dem er mit ausgewählten Ensembles aus dem klassischen Musikbereich arbeitet.
2.5.2009 von 10 – 17 Uhr
3.5.2009 von 10 – 13 Uhr
jeweils im Kammermusiksaal
Eintritt für Zuhörer 5€ pro Tag zzgl VVk
3. Mai 15 Uhr, Kreuzkirche
Abschlusskonzert
Eintritt 8 € zzgl VVk

Einen schönen Abend
Barbara

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Radiotipps KW 9


Hallo zusammen,

ich glaube, ich habe Euch für die nächste Woche ein Highlight versprochen. Für alle die, die sich kein Konzert der Tournee des LSo unter John Eliot Gardiner besuchen konnten, wollten oder noch einmal Erinnerungen aufleben lassen möchten, übertragt France musique die Aufzeichnung eines Konzertes aus Paris:

24.2.2009
Francemusique

14:30 – 16:00 Uhr
Konzert vom 10. Februar 2009, Salle Pleyel, Paris

Ludwig van Beethoven
Ouverture Namesfeier
Symphonie n°4 en si bémol Majeur op.60
Symphonie n°7 en la Majeur op.92
London Symphony Orchestra

John Eliot Gardiner
http://www.radiofrance.fr/francemusique/prog/ant/index.php?time=1235430000

Webradio:
http://www.radiofrance.fr/services/aide/difflive.php#mp3

unter Haut débit mit Übertragungsqualität 128k

Hier gibt eis noch einige Insidererlebnisse des Solo-Flötisten des LSO. Er hat einiges über die Beethoventournee geschrieben. Runterscrollen, es sind einige Beiträge.

http://lsoontour.wordpress.com/2009/02/16/there-snow-business/

Wer die Kombination Gardiner und Händel mag, für den gibt es auf SWR2 auch etwas:

So, 22.2.2009
SWR2
20.03 Uhr
SWR2 Oper
Georg Friedrich Händel:
„Solomon“, Oratorium in 3 Akten HWV 67
Solomon: Carolyn Watkinson
Königin: Nancy Argenta
Königin von Saba: Barbara Hendricks
1. Weib: Joan Rodgers
2. Weib: Della Jones
Zadok: Anthony Rolfe Johnson
Levit: Stephen Varcoe
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

Zum Thema Händel und NDR hatte Volker an anderer Stelle schon etwas geschrieben. Das wollte ich eigentlich noch mit weiteren Angaben, die am selben Tag bei uns in der Zeitung waren, ergänzen. Irgendwie finde ich aber den Beitrag nicht mehr. Ich werde diese Infos dann wochenweise bei meinen Radiotipps mit an Euch „verfüttern“. Das heißt, um Ostern herum gibt es viel zu schreiben, zu lesen, zu sehen und zu hören.

Ich wünsche Euch eine schöne Woche
Barbara

Radiotipps KW8


Hallo zusammen,

ich habe wieder ein paar Tipps für Euch:

MO, 16.2.2009

NDRkultur

20-22 Uhr

Felix Mendelssoh Bartholdy
Die Hybriden, Ouverture op. 26

Sinfonie Nr. 5 D-Dur op 107 – Reformations-Sinfonie
Die erste Walpurgisnacht, Ballade für Soli, Chor und Orchester op. 60

Christiane Iven, Mezzosopran

Hans Peter Blochwitz, Tenor

Rodney Gilfry, Bariton

Peter Lika, Bass

NDR Chor / RIAS-Kammerchor

Ltg. John Eliot Gardiner

Aufzeichnung vom 30.8.1992 in der Laeiszhalle Hamburg

Das Highlight für mich in dieser Woche:


20.2.2009

NDR

20-22 Uhr

NDR Das Alte Werk präsentiert das Oratorium „Saul“ zum Auftakt des Händel-Jahres

Vor 250 Jahren, genauer: am 14. April 1759, starb Georg Friedrich Händel in London. Am Beginn eines ereignisreichen Gedenkjahres dirigiert Philipp Ahmann mit dem NDR Chor ein spektakuläres Festkonzert mit der Aufführung des dreiaktigen Oratoriums „Saul“. Ebenso prominente wie profilierte Sänger werden am Mittwoch, 21. Januar, ab 19.00 Uhr in der Hamburger Laeiszhalle die höchst anspruchsvollen Solopartien gestalten: Lisa Milne und Malin Christensson (Sopran), Daniel Taylor (Countertenor), James Gilchrist (Tenor) und Andrew Foster-Williams (Bass). Für instrumentalen Furor und unerhörte Finessen sorgt das wunderbar unkonventionelle Elbipolis Barockorchester, das keine Herausforderung scheut.

Das Konzert wird gnadenlos gekürzt sein, ich hab 2 3/4 Stunden Musik in Erinnerung. Einen Bericht über das Konzert hattet Ihr schon von mir bekommen. Was die Mikros aufgefangen bzw. nicht aufgefangen haben – darauf bin ich sehr gespannt. Ich habe mit einem grandiosen Jephta letztes Jahr schlechte Erfahrungen gemacht. Das Konzert war bis auf wenige Ausnahmen große Klasse, aber was ich dann im Radio davon hörte, ließ mich zweifeln, in diesem Konzert gewesen zu sein. Nun, wir werden sehen.

Auch das Fernsehen hat etwas zu bieten:


ARTE

Montag, 16. Februar 2009 um 23.10 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Oper entdecken – „L’Étoile“ (Der Stern, 1877) von Emmanuel Chabrier (1841-1894).

(Frankreich, 2008, 52mn)
ARTE F
Regie:
Francois Roussillon
Inszenierung: Jerome Deschamps, Macha Makeieff

Vier Folgen von „Oper entdecken“ zeigt ARTE im Februar, jeweils montags ab 22.20 Uhr, darunter drei Folgen in Erstausstrahlung. In Ergänzung zu den Liveübertragungen und Aufzeichnungen von Opern, die ARTE ausstrahlt, behandelt die Sendereihe auf eingängige Weise jeweils eine Oper, liefert Ausschnitte aus einer renommierten Produktion und Hintergrundinformationen zu Werk und Inszenierung. Oper entdecken“ stellt heute die fast völlig unbekannte französische Operette in der Inszenierung von Macha Makeïeff und Jérôme Deschamps an der Pariser „Opéra Comique“ vor: „L’Étoile“ (Der Stern, 1877) von Emmanuel Chabrier (1841-1894).

Im Dezember 2007 wurde die Pariser Opéra Comique unter neuer Leitung wiedereröffnet. Neuer Intendant ist Jérôme Deschamps, bekanntgeworden in den 80er Jahren mit seiner Partnerin Macha Makeïeff durch das Komikerduo „Deschamps“. Auf dem Spielplan stand ein Meisterwerk der komischen Oper „L’Étoile“ (Der Stern, 1877) des französischen Komponisten Emmanuel Chabrier (1841-1894).
Deschamps inszenierte die Neuproduktion zusammen mit Macha Makeïeff, die auch für Dekor und Kostüme verantwortlich zeichnete. Die musikalische Leitung hatte der Engländer Sir John Eliot Gardiner, ein engagierter Verfechter der französischen Musik. Er dirigierte das „Orchestre Romantique et Révolutionnaire“ und den „Monteverdi Choir“.
Das am 28. November 1877 uraufgeführte Werk, eine „Perle der französischen Operette“ , bringt eine fröhliche, fantasievoll ausgeschmückte Welt auf die Bühne: Im Lande des Königs Ouf wird herumspioniert, geschmeichelt, betrogen, gezecht und geliebt. Ganze Musikergenerationen von Duparc bis Strawinsky haben die zarte Melancholie und Virtuosität dieser großartigen Opera buffa bewundert.
Neben Gardiner stellen Jérôme Deschamps, Macha Makeïeff und die Musikhistorikerin Béatrice Collet das Werk in seinen geschichtlichen Zusammenhang, informieren über Chabrier samt seinem Librettisten und umreißen die Opernhandlung. Umfangreiche Auszüge aus der Inszenierung mit den wichtigsten Arien runden das Bild ab.

Bis zur nächsten Woche – da habe ich schon wieder etwas liegen für Euch.

Eine schöne Woche mit viel guter Musik

Barbara

 

BBC Music Magazine Awards 2009


Hallo zusammen,

am 26. Januar wurden die Anwärter für die BBC Music Magazine Awards 2009 nominiert. 2 Nominierungen sind besonders interessant:

 

SDG702 – Brahms Symphony 1 – ORCHESTRAL
SDG138 – Bach Cantatas Volume 27 – CHORAL

 

Wer seine Stimme abgeben möchte, kann dies hier tun:

http://www.bbcmusicmagazine.com/awards/default.asp

 

 

Schönen Abend

Barbara

 

 

 

Schütz, Buxtehude und Bach in Nantes


Hallo zusammen,

Festival “La Folle Journée” in Nantes-Frankreich

Flyer: Festival “La Folle Journée” in Nantes-Frankreich

morgen gibt es auf ARTE den ganzen Tag über Konzertübertragungen aus Nantes mit Musik von Bach, Schütz und Buxtehude. Es beginnt morgens mit der h-moll-Messe und endet abends mit dem Magnificat. Wenn ich es richtig interpretiere, kann auch im Internet live mitgesehen und gehört werden. Scheinbar sind die Sendungen auch noch eine Woche lang über ARTE+7 abrufbar. Schaut mal ins Programm:

Link: http://www.arte.tv/de/Programm/72,group=258,week=6,year=2009.html#

Viel Spaß damit
Barbara

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Saul in Hamburg – Eine Sternstunde


Ich habe mein persönliches Händeljahr jetzt in Hamburg in der Laeiszhalle begonnen – mit dem Oratorium Saul.

Laeiszhalle-Konzerthalle, Hamburg

Laeiszhalle-Konzerthalle, Hamburg

Saul ist das erste große Werk, das nach dem gesundheitlichen Zusammenbruch Händels entstanden ist. Der schlichte Bibeltext wird hier hochdramatisch dargestellt, wobei der zentrale Punkt „die psychologische Darstellung der eigenen Selbstdarstellung des israelitischen Königs aufgrund der tiefen seelischen Zerrüttung“ (Laut Programmheft) ist. Hier erst einmal die Mitwirkenden:

Saul – Andrew Foster-Williams
Jonathan – James Gilchrist
David – Daniel Taylor
Michal – Malin Christensson
Merab – Lisa Milne
Hoherpriester, Hexe von Endor
– Daniel Norman (kurzfristig eingesprungen)
sowie die Chorsolisten Frederick Martin und Dantes Diwiak

Elbipolis Barockorchester Hamburg
NDR Chor
Leitung: Philipp Ahmann

Wenn ich jetzt „nur“ die Rollennamen weiterverwende, so hat das einen Grund. Diese Aufführung war so unglaublich intensiv, hatte eine solche Geschlossenheit, wie ich es noch nie erlebt habe. Sie war einfach aus einem Guss. Die Sänger sangen keine Rollen, sie „waren“ Saul, Jonathan usw. Und alles, was dieses Oratorium so überreich an Emotionen zu bieten hat, brachten diese wunderbaren Stimmen zum Ausdruck.

Da war Saul, der zuerst mit sehr viel Wärme David bei sich behält und seiner Tochter zur Frau geben will und dann aufgrund der neuen Kriegserfolge eifersüchtig auf ihn wird und dabei wahnsinnig vor Wut wird.
Jonathan, der Sohn Sauls, der ungeachtet der Standesunterschiede David seine Freundschaft anträgt und dann diesen tiefen Konflikt durchleben muss zwischen dem Gehorsam seinem Vater gegenüber, der von ihm verlangt David zu töten, und der Freundschaft zu David. Welche eine Ehrlichkeit war hier zu hören. Mit wie viel Einsatz kämpft er um das Leben seines Freundes. Welch ein Glück für jeden, der einen solchen Freund zu haben.
David, der einfach lieb und gut war, sodass er nicht von dieser Welt zu sein schien. In seiner Arie „O Herr, des‘ Güte endlos ist“ beschwört er mit so viel Wärme und Süße in der Stimme Gottes Güte, dass für mich die Welt fast stehen blieb. Selbst Herzen aus Stein mussten hier aufweichen. Fragt sich, aus welchem Material Sauls Herz ist, dass er kurz danach seinen Speer auf David schleudert.
Michal, die jüngere Tochter Sauls, die auch unglaublich innig ihre Liebe zu David und ihre Trauer um Jonathan zum Ausdruck bringt.
Merab, die ältere Tochter Sauls, die voller Standesdünkel entsetzt ist darüber, dass ihr Vater sie David zur Frau geben will und sehr gehässig auf diesen Knaben niederer Geburt herabblickt. Doch auch sie findet später, wenn David mit Michal vermählt wird und und weiter sehr aggressiv von Saul bedroht wird, sehr weiche Töne des Mitgefühls, auch in ihrer Trauer um Saul und Jonathan.
Die Hexe von Endor – wie gespenstisch. Ein kalter Schauer lief über den Rücken.
All dies musste man nicht dem Textheft entnehmen, es war hörbar.

Chor und Orchester hatte zwischen Trauer, Schlachtenlärm und Jubel viel zu bewältigen und ließen sich von Philipp Ahmann mitnehmen zu einem unglaublich farbenreichen intensiven Musizieren, wo all die Emotionen, die die Solisten so überzeugend auslebten, ihren Widerhall fanden.

Wer noch ein wenig mehr über das Stück, wie Händel ungewöhnliche Orchesterinstrumente verwendet oder auch nur den Text lesen möchte, kann sich im Programmheft, das der NDR als PDF-Datei veröffentlicht hat, noch ein wenig schlau lesen.

Programmheft Saul NDR

Dieses Konzert wurde von NDR aufgezeichnet und wird am 20.2. gekürzt gesendet. Ich weiß nicht, wo sie kürzen wollen, ich möchte keine einzige Note missen.

Ein überwältigender Abend – ich bin immer noch nicht auf Planet Erde angekommen.

Barbara

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