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J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “14. Sonntag nach Trinitatis”


Die neue Elbphilharmonie in Hamburg. (Photorechte Maxim Schulz.)

                           Die neue Elbphilharmonie in Hamburg. (Photorechte Maxim Schulz.)

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder SehprobeRadio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 28.08.2016 begehen wir den 14. Sonntag nach „Trinitatis

Der 14. Sonntag nach Trinitatis redet von der heilenden Kraft Gottes. Das Thema dieses Sonntags ist diesmal von der Epistel her abgeleitet. Die anderen Texte haben wenig mit dem Thema zu tun. Es wird schwierig sein, die Thematik durchzuziehen, man sollte es aber versuchen. Von daher ist eine Vertiefung in die Epistel bei der Studie des aktuellen Predigttextes ratsam.

Wir hören am 14. Sonntag nach Trinitatis die Erzählung von der Heilung der zehn Aussätzigen. Wir erfahren die Kraft Gottes, durch die Menschen, die Außenseiter waren, wieder zu Gliedern der Gemeinde werden. Die lebendige Kraft des Geistes Gottes hat auch uns zur Gemeinde hinzugetan; in ihr bringen wir unseren Dank gegen Gott zum Ausdruck dafür, dass wir seine Kinder sein dürfen, indem wir einander achten und lieben.

Wochenspruch:  

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat. (Ps 103, 2)

Wochenlied:

„Von Gott will ich nicht lassen“ (EG 365)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den “ 14. Sonntag nach Trinitatis 

BWV  17 – „Wer Dank opfert, der preiset mich
BWV  25 – „Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe
BWV  78 – „Jesu, der du meine Seele

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag:  07:05 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach 

BWV 17 “Wer Dank opfert, der preiset mich,

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Gerlinde Sämann, Sopran; Petra Noskaiová, Alt;

Jan Kobow, Tenor;  Dominik Wörner, Bass;

La Petite Bande

Leitung: Sigiswald Kuijken

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Johann Sebastian Bach

BWV 25 “Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe

Kantate für den 14. Sonntag nach Trinitatis

Hana Blazíková, Sopran / Thomas Hobbs, Tenor

Peter Kooy, Bass

Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Sendung: Sonntag 06:05 – 07:30 Uhr

Kantate: ca. ab  07:15 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 25 “Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe

Kantate für den 14. Sonntag nach Trinitatis

Hana Blazíková, Sopran / Thomas Hobbs, Tenor

Peter Kooy, Bass

Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 25 “Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe

Kantate für den 14. Sonntag nach Trinitatis

Lisa Larsson, Sopran / Gerd Türk, Tenor

Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir & Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Christoph Graupner (1683-1760)

Kantate „erbarme dich“

Pulchra musicaEnsemble Paulinum

Leitung: Christian Bonath

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Georg Philipp Telemann (1681-1767)

Kantate: „Schau nach Sodom nicht zurücke“

Gotthold Schwarz (Bass)

Christoph Hammer (Cembalo)

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RBB Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele

Kantate am 14. Sonntag nach Trinitatis

Ingrid Schmithüsen, Sopran; Charles Brett, Countertenor;

Howard Crook, Tenor;  Peter Kooij, Bass

Chor und Orchester der Chapelle Royale

Leitung:  Philippe Herreweghe

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-figaro–100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

Johann Friedrich Fasch (1688-1758)

Kantate: „Lobe den Herrn, meine Seele“

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Sandra Schilling (Mezzosopran)  Andreas Post (Tenor)

Olaf Plassa (Baß)

Kammerchor Michaelstein 

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Internet herunterladen kann – zu benutzen!)

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag  um  08:05 Uhr bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 17 “Wer Dank opfert, der preiset mich

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis,

Gerlinde Sämann, Sopran;  Melinda Paulsen, Alt;

Sebastian Hübner, Tenor;  Thomas Gropper, Bass;

Heinrich Schütz Ensemble München; Monteverdi Orchester München:

Leitung: Wolfgang Kelber

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Programm:

http://www.deutschlandfunk.de/programmvorschau.281.de.html?cal:month=5&drbm:date=06.07.2016

PODCAST:
http://www.deutschlandradio.de/podcasts.226.de.html

Live-Stream:  

http://www.deutschlandfunk.de/unsere-live-streams.2396.de.html

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Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Julia Neumann, Sopran / Margot Oitzinger, Alt

Bernhard Berchtold, Tenor / Markus Volpert, Bass

Chor und Orchester der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen /

Leitung: Rolf Lutz

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Edward Elgar (1857-1934)

„The Dream of Gerontius“

Eine Reise durch das Jenseits

Es ist ein berühmter Text des seligen John Henry Newman: „The Dream of Gerontius“. Der englische Komponist Edward Elgar hat die Worte vertont.

Im Text geht um die Seele eines Sterbenden, der dann nach seinem Tod begleitet von einem Engel mehrere Etappen im Jenseits zurücklegen muss, ehe er schließlich Gott gegenübertritt und in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen wird.

Das berühmteste Oratorium des englischen Komponisten Edward Elgar trägt den Namen „The Dream of Gerontius“. „Der Traum des Gerontius“ geht auf einen Text des inzwischen seliggesprochenen Kardinals John Henry Newman zurück. Im Text wird die Geschichte von Gerontius erzählt, der Name ist das Synonym für Jedermann, für einen alten Mann, was auch der Name Gerontius nahelegt. Der Hörer erfährt in mehreren Episoden den Weg einer Seele vom Sterbebett durch die verschiedenen Regionen des Jenseits, durch das Fegefeuer, geleitet von einem Schutzengel bis zum Gericht Gottes, ehe sie schließlich ganz in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen wird – ein zutiefst frommer Inhalt. Zur Uraufführung gelangte das Auftragswerk auf dem renommierten Birmingham Festival, eine eigentlich protestantische Veranstaltung, was durchaus heikel war. Elgar, selbst katholisch, schätze aber die Texte von Newman sehr und komponierte dieses Oratorium……..

weiter zum Text von Domradio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

 http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate

Kantate BWV  25 „Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“  

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Aufnahme der Bach-Rilling-Edition. Interpreten sind die Gächinger Kantorei und das Bach-Collegium Stuttgart sowie als Solisten Adalbert Kraus, Philippe Huttenlocher und Arleen Auger.

Im Anschluss daran erklingt Orgelmusik von Johann Ludwig Krebs: eine Fantasia über „Freu dich sehr, o meine Seele“ und Variationen über das Wochenlied „Von Gott will ich nicht lassen.“

Der Ausklang ist von G. F. Händel das „Concerto grosso op. 6 Nr. 11 in A-Dur“ gespielt von der Academy of St. Martin in the fields.

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Videos: 

mit Bach-Kantaten für den 14. Sonntag nach Trinitatis

BWV  17 – „Wer Dank opfert, der preiset mich
BWV  25 – „Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe
BWV  78 – „Jesu, der du meine Seele

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/ YouTube: BW 17 –  Wer Dank opfert, der preiset mich“ (Interpret: Koopman )

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/YouTube: BWV 25 –  Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe   –  (Interpret:  S D G  )

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/YouTube: BWV 78  –  Jesu, der du meine Seele    (Interpret:  Herreweghe ) 

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Kuhnau (6 April 1660 — 5 Juni 1722)

Johann Kuhnau (* 6. April 1660 in Geising; † 5. Juni 1722 in Leipzig) war ein deutscher Komponist und Schriftsteller des Barock.

Der Sohn eines Tischlers besuchte als Stipendiat die berühmte Kreuzschule in Dresden und studierte anschließend Philosophie und Rechtswissenschaft in Leipzig, bevor er eine Stelle als Kantor in Zittau antrat. Damit entsprach er dem seit der Reformationszeit üblichen Typus des akademisch gebildeten Kantors. Nach einem zeitgenössischen Urteil galt er als Universalgelehrter unter den Musikern. Von Johann Christoph Adelung heißt es über Kuhnau: „Ich weiss nicht, ob er dem Orden der Tonkünstler oder den anderen Gelehrten mehr Ehre gebracht. Er war gelehrt in der Gottesgelahrtheit, in den Rechten, Beredsamkeit, Dichtkunst, Mathematik, fremden Sprachen und Musik.“

1682 kehrte er wieder nach Leipzig zurück und wurde zwei Jahre darauf Organist an der Thomaskirche. Ab 1701 bis zu seinem Tode war er Thomaskantor als Nachfolger von Johann Schelle und unmittelbarer Vorgänger von Johann Sebastian Bach. Außerdem bekleidete er ab 1701 auch das Amt des Universitätsmusikdirektors.

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Johann Kuhnau – Magnificat in C-majo

Soprano: Miah Persson
Alto: Akira Tachikawa
Tenor: Gerd Türk
Bass: Chiyuki Urano

Chorus & Orchestra: Bach Collegium Japan

Conductor; Masaaki Suzuki

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibungen

Kantaten für den 14. Sonntag nach Trinitatis 

Abbaye d’Ambronay am 24. September 2000

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Kantaten für den 14. Sonntag nach Trinitatis 

Kantaten-Beschreibung: BWV 78  “Jesu, der du meine Seele
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Der Star unter den Kantaten für diesen Sonntag ist zweifellos die Choralkantate BWV 78 “Jesu, der du meine Seele” in der alle Sätze hindurch ein ungewöhnliches Niveau an Inspiration beibehalten wird. Sie ist eine der wenigen Kantaten, von der ich noch weiß, dass ich sie als Kind kennenlernte und sogar als Sopran den wunderbaren zweiten Satz sang, das Duett ‚Wir eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten’. BWV 78 beginnt mit einer gewaltigen Klage des Chors in g- moll, einem musikalischen Fries, der den Präludien zu den beiden erhaltenen Passionen hinsichtlich Umfang, Intensität und Ausdruckskraft durchaus ebenbürtig ist. Er ist als Passacaglia über ein chromatisch absteigendes Ostinato gesetzt. Wie typisch ist es für Bach, eine Tanzform wie die Passacaglia zu verwenden – die in der Musik heroische und tragische Konnotationen hat, wie wir es wissen, er aber vermutlich nicht wusste, zum Beispiel in der Musik von Purcell (Dido’s Lament) und Rameau, um nur einige große Exponenten zu nennen – und für theologische/rhetorische Zwecke zu nutzen. Wir sind ihr bereits zweimal in diesem Jahr begegnet, in der frühen Osterkantate Christ lag in Todesbanden BWV 4 und zwei Sonntage später in Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen BWV 12. Hier ist die Beharrlichkeit der chromatischen Grundierung noch weit ausgeprägter, die Bässe singen sie, sobald der Chor auftaucht.

Eines der unzähligen, doch unaufdringlichen Kennzeichen ist das Gegengewicht, dass der Grundbass zum Cantus firmus bildet, der sich traditionell an den Choral von Johann Rist aus dem Jahre 1641 knüpft. Er webt alle möglichen kontrapunktischen Linien um ihn herum und in ihn hinein und verleiht der Zeile, in der geschildert wird, wie Jesus die Seele des Christien ‚aus des Teufels finstern Höhle / und der schweren Seelennot / kräftiglich herausgerissen’ hat, kräftigen Nachdruck. Dort, wo man erwarten könnte, dass die drei tieferen Stimmen den Cantus firmus respektvoll begleiten, lässt sie Bach auf ungewöhnliche Weise in den Vordergrund treten: Er vermittelt zwischen Passacaglia und Choral, bereitet auf den Choraltext vor und interpretiert ihn so, wie es der Pfarrer in der Predigt tun würde. In der Tat ist die Exegese hier so gewaltig, dass man sich fragt, ob Bach nicht wieder einmal (unabsichtlich?) durch die Brillanz seiner musikalischen Rhetorik dem Prediger die Schau gestohlen hat. Auf jeden Fall ist das einer jener Eröffnungssätze einer Kantate, in denen man sich in einem konzentrierten, fast verzweifelten Versuch, aus den sich entfaltenden Noten das allerletzte Häppchen ihres musikalischen Wertes ans Tageslicht zu fördern, an jede Zählzeit jedes einzelnen Taktes klammert.

In seinen kühnsten Träumen könnte man sich einen schrofferen Gegensatz wie diesen zwischen dem erhabenen Anfangschor und dem sich anschließenden köstlichen, fast pietätlos frivolen Duett von Sopran und Alt nicht vorstellen. Das Perpetuum mobile des obligaten Cellos erinnert an Purcell (‚Hark the echoing air’) und verweist bereits auf Rossini. Bachs Zauberkunst nötigt uns, die Bitte ‚Es sei uns dein gnädiges Antlitz erfreulich!’ mit einem zustimmenden Kopfnicken oder Aufstampfen des Fußes zu kommentieren. Er hat nie Musik geschrieben, die mehr zum Lächeln reizt!

Die Atempause ist nur vorübergehend. Mit dem Rezitativ des Tenors, das ungewohnterweise zu Beginn die Vortragsanweisung piano trägt, kehren wir zu der metaphorischen Beziehung zwischen Aussatz und Sünde zurück. Die Gesangslinie ist kantig, der Ausdruck gequält und die Vertonung des Textes meisterhaft: fast eine Erweiterung der Gewissensbisse des Apostels Petrus in der Johannespassion, die Bach seinem Publikum sechs Monate zuvor vorgestellt hatte. Erlösung wird durch das Blut bewirkt, das Christus vergossen hat, und in der Arie mit obligater Flöte (Nr. 4) erklärt der Tenor voller Zuversicht: ‚Ruft mich der Höllen Heer zum Streite, / so stehet Jesus mir zur Seite, / dass ich beherzt und sieghaft sei’. Wir erwarten vielleicht eine Trompete oder zumindest eine vollbesetzte Streichergruppe, die diesen Kampf mit der Hölle anklingen lässt, aber Bach schlägt hier zartere Töne an. Was ihn mehr interessiert, ist die Fähigkeit der Flöte, mit graziösen Figurationen die Schuld des Menschen ‚durchzustreichen’ und mit einer eingängigen tanzartigen Melodie aufzuzeigen, wie der Glaube die Seele reinigen und ‚das Herze wieder leicht’ zu machen vermag.

Die letzten beiden Sätze, vor dem Choralfinale, sind für Bass bestimmt. Sie beginnen mit einem Accompagnato, das über die Qualen Christi am Kreuz und, während allmählich das Tempo wechselt, über die Unterwerfung unter den Willen Christi meditiert, die sich als Konsequenz aus seinem erlösenden Opfer ergibt. Im Vivace-Teil (‚Wenn ein erschreckliches Gericht / den Fluch vor die Verdammten spricht’) erhält der Bass die Anweisung, con ardore – mit Passion – zu singen. (Denn es ist Passionsmusik im doppelten Sinne, in Technik, Stimmung und Ausdruckskraft der Johannespassion und jener anderen unnachahmlichen Vertonung der Worte ‚Es ist vollbracht’ aus der Kantate 159 auffallend ähnlich). Passion in einer Bach-Aufführung ist ein seltenes Gut in unserem heutigen Klima respektvoller, von der Musikwissenschaft geforderter Texttreue und Reinheit, doch wenn sie fehlt, ergibt sich eine Dissonanz zu dem Wunder, wie Bach seine ganze technische Meisterschaft, seine Beherrschung von Struktur, Harmonie und Kontrapunkt, einsetzt und ihr eine solche Vehemenz, Bedeutung und – genau das – Passion gibt.

Die abschließende Arie in c-moll wirkt wie ein Satz aus einem Oboenkonzert, doch ihr gelingt es, Stimme und Oboe hervorragend zu integrieren, um das Wort Christi zu feiern, das dem unsteten Gewissen Hoffnung schenkt. Es ist faszinierend, wie Bachs Wechsel von Tutti und Solo und ein wiederkehrendes Muster aus unregelmäßigen Taktformen – 1–21/2–1–21/2–1 – immer noch die vorgeschriebenen acht ergeben! Die schlichte Harmonisierung von Rists Choral als Abschluss der Kantate macht uns auf doppelte Weise die einzigartige Kombination aus handwerklichem Können, Phantasie und intellektueller Einfühlung bewusst, mit der er ihn im Anfangssatz behandelt hat. 

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen von„Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir GardinersKantaten-Beschreibungenzum 14. Sonntag nach Trinitatis

                   Gardiner  Reisetagebuch SDG 124  zum Download als PDF

  Künstler-Beitrag: James Gilchrist, Tenor – zum Download  als PDF 

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.CDs – Bach-Kantaten: für den 11. Sonntag nach Trinitatis

veröffentlicht von der DGG (Deutsche Grammophon Gesellschaft)

Cover: DGG Kantaten - BWV 113 BWV 179 und BWV 199

Link: Inhalt eine CD

BWV 113  – “Herr Jesu Christ, du höchstes Gut”

BWV 179 –  ”Sieh zu, dass deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei”

BWV 199 – “Mein Herze schwimmt in Blut”

Link zur CD-Bestellung der DGG

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CD’s vom Label SDG  

für den  14. Sonntag nach Trinitatis und das Michaelisfest 

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Cover:  SDG 124 –  Vol. 7

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CD-Bestellung    

Link:   CD  Bach-Kantaten – 

SDG 124 – Vol. 7

Aufführungsorte:Kantaten für den

14. Sonntag nach Trinitatis und Michaelisfest” 

CD 1 – Abbaye d’ Ambronay, am 24. September 2000

CD 2 – Unser Lieben Frauen, Bremen am 29. September 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte:Kantaten für den “14. Sonntag nach Trinitatis

 
BWV 25  “Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“ 
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Gardiner Pilgrimage CD – SDG 124 – Vol.  7 – CD  1

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 124 – Vol.  7 – CD  1

BWV 17 Wer Dank opfert, der preiset mich

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 124–  Vol. 7 – CD 1
 

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CD –  z w e i  – Inhalte: Kantaten für das “Michaelisfest” 

BWV  50 – “Nun ist das Heil und die Kraft”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7  – CD 2

BWV 130 – “Herr Gott, dich loben alle wir”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7 – CD 2

BWV 19 – “Es erhub sich ein Streit”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7 – CD 2

BWV 149 – “Man singet mit Freuden vom Sieg”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7 – CD 2

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

 Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt 14. Oktober 2016.

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PDF Programm Bachfest Leipzig 2017

Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

Telefonische Kartenbestellung:
Mo–Fr: 8–21 Uhr, Sa: 8–20 Uhr, So: 10–20 Uhr
Aus Deutschland: 0 18 06-56 20 30
(0,20 € pro Anruf aus den dt. Festnetzen, max. 0,60 € pro Anruf aus den dt. Mobilfunknetzen)
Aus dem Ausland: +49 -3871-2 11 41 91
(lokale Tarife) – See more at:

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Video vom Bach-Archin

Johann Ludwig Krebs — Sinfonien & Sonaten

Aufgenommen am 13. Oktober 2013 im Sommersaal des Bach-Museums Leipzig

Programm:

Sinfonie c-Moll für 2 Violinen, Viola und Basso continuo

Sonate A-Dur für Violine und Hammerflügel

Sonate a-Moll für 2 Violinen und Basso continuo

Sonate (Suite) D-Dur für Traversflöte, Violine und Basso continuo

Sinfonia Es-Dur für 2 Violinen, Viola und Basso continuo

Leipziger Concert

Dóra Ombodi (Traversflöte) • Daniel Deuter (Violine) • Anne Kaun (Violine) • Christine Trinks (Viola) • Siegfried Pank (Violoncello) • Eckhart Kuper (Hammerflügel)

– Das im Dezember 2003 für MDR Figaro produzierte Programm erschien als
CD beim Label Querstand unter der Nr. 0519 –

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J. S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen)

J.S. Bach Cantata – BWV 78 „Jesu, der du meine Seele“

Kantate BWV 78 zum 14. Sonntag nach Trinitatis für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Flauto Traverso, Oboe I+II, Corno, Fagott, Streicher und Continuo

Musikalischer Leiter:  Rudolf Lutz

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/shop/jesu-der-du-meine-seele-bwv-78-dvd.html

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YouTube – Video 

BWV 78 – J. S. Bach Cantata  –  „Jesu, der du meine Seele

Chor: BWV 78 

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Jede Kantatenaufführung der J. S. Bach-Stiftung wird mit einer dreiviertelstündigen Werkeinführung („Workshop“) eingeleitet. Der musikalische Leiter der J. S. Bach-Stiftung gestaltet die Einführung zusammen mit dem Theologen Karl Graf.

Dieses Video zeigt die Einführung zur Kantate BWV 180 „Schmücke dich, o liebe Seele“

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Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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Link:  mp3 – Download 

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

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Link zur Bachstiftung St. Gallen

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s  der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

 Bezugsquelle 

Link:   bei   j p c

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

all-of-bach-hinweise-news

Niederlanden Bachgesellschaft, Leitung:  Jos van Veldhofen

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Neu  J. S. Bach – BWV 847  Wohltemperierte Klavier  „Präludium und Fuge in C-Dur“

 vom 26.08.2016

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Video: – BWV 847  Wohltemperierte Klavier  „Präludium und Fuge in C-Dur“

ALL OF BACH BWV 847

Zum Anhören in das Foto oder den Text anklicken

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Info:  J. S. Bach – Kantate BWV 100 „Was Gott tut, das ist wohlgetan“

Was Gott tut, das ist wohlgetan, BWV 100, ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig zwischen 1732 und 1735. Die Choralkantate auf dem Lied von Samuel Rodigast (1674) basiert.

Diese Arbeit ist eine späte Choralkantate für eine nicht spezifizierte Gelegenheit. Bach führte sie erstmals in Leipzig zwischen 1732 und 1735.

Die Kantate  basiert „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ (1675) von Samuel Rodigast. Dieser Choral wurde traditionell in Leipzig als Lied für Hochzeiten genutzt. Anders als die meisten von Bachs früher Choralkantaten, benutzte er den Text unverändert.
Bach führte die Kantate wieder im Jahr 1737 und 1742 auf.

Das Werk ist für vier Vokalsolisten (Sopran, Alt, Tenor und Bass) ein vierstimmigen Chor, zwei Hörner, Pauken, Traversflöte, Oboe d’amore, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.
Die Kantate besitzt sechs Sätzen, jeder Vers beginnend mit „Was Gott tut, das ist wohlgetan“.

1  Chorale: Es bleibt gerecht sein Wille
2. Duetto (Alt, Tenor): Er Wird mich nicht betrügen
3. Arie (Sopran): Er Wird mich wohl bedenken
4. Arie (Bass): Er ist mein Licht, mein Leben
5. Arie (Alt): Muss ich den Kelch gleich schmecken
6. Choral: Darbei will ich verbleiben

Der erste Satz stützt sich auf BWV 99 mit Zusatz von Horn und Pauken. Die Veränderung der Instrumentierung macht die Stimmung „feierlich und fröhlich“, im Gegensatz zu der intimen Atmosphäre des Originals.  Die Bewegung beginnt mit einer Präsentation von zwei Instrumental Themen, die wiederholen, wenn die Sopranistin mit der Choralmelodie eintritt. Die instrumentalen Linien sind komplex im Vergleich zu der Singstimme.

Das Alt- und Tenor Duett nach Ludwig Finscher, spiegelt die „Italienische Kammerduett (Steffani, Händel) wegen der Motette- Stil Anordnung des Textes und der inneren Verwebung der Stimmteile“.  Die Melodie geht in nachahmenden Schichten auf der Basis des ansteigenden vierten Intervall. Die Continuvolinie ist ein Vier-Bar meist Skalar Motiv, das in mehreren verwandten Tasten wiederholt.

Die Sopranarie wird begleitet von dem, was John Eliot Gardiner als Begriff „, die technisch anspruchsvollsten aller Bachs Flöten ob liegt mit ihren vierundzwanzig aufeinanderfolgenden Zweiunddreißigstel“.

Die Bass-Arie wird von „beschwingten“ synkopierten Streichern begleitet.  Die Melodie für seine abschließende absteigend Motiv bemerkenswert ist. Wie im galanten Stil spielen die begleitenden Violinen parallelen Terzen und Sexten  Die formale Struktur der Bewegung ungewöhnlich ist. Statt der herkömmlichen abschließenden Reprise des A-Abschnitt in da capo Form erwartet wird der B-Abschnitt unmittelbar gefolgt von die Schließung als Ritornell.

Die Alt-Arie ist in 12/8 Zeit und Moll und wird von Oboe d’amore und Continuo begleitet. Es konzentriert sich auf Bilder von Bitterkeit. Die Arie ist durch eine fließende Oboe d’amore solo Melodie eingeführt.

Der letzte Satz ist ganz ähnlich wie die Version des Chorals, die in BWV erschien 75, fügt aber hinzu, Hörner und Pauken. Strukturell beginnt es mit nachahmenden Instrumental Einträge und verlängert mehrere Abschnitte im Vergleich zur bisherigen Arbeit.

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Video:  J. S. Bach BWV 100 „Was Gott tut, das ist wohlgetan“

ALL OF BACH BWV 100

Zum Anhören in das Foto oder den Text anklicken

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J.S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach: vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html


Info:  J.S. Bach, Kantate BWV 98 „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ 

Was Gott tut, das ist wohlgetan (BWV 98) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1726 in Leipzig für den 21. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 10. November 1726 erstmals auf.

Bach komponierte die Kantate 1726 in seinem vierten Amtsjahr in Leipzig für den 21. Sonntag nach Trinitatis. Sie wird seinem 3. Kantatenzyklus zugerechnet. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren Eph 6,10–17 LUT, „Ergreift den Harnisch Gottes“, und Joh 4,46–54 LUT, die Heilung des Sohnes eines Königlichen.

Die Kantate beginnt mit der ersten Strophe von Samuel Rodigasts Choral Was Gott tut, das ist wohlgetan (1674), doch ist sie keine Choralkantate, anders als zwei weitere Kantaten Bachs, die auf dem vollständigen Choral beruhen, Was Gott tut, das ist wohlgetan, BWV 99 (1723) und Was Gott tut, das ist wohlgetan, BWV 100 (1732). Der Text des Chorals konzentriert sich auf Gottvertrauen, während die beiden Kantaten, die Bach zuvor aus diesem Anlass geschrieben hatte, Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben! und Aus tiefer Not schrei ich zu dir, BWV 38, beide von Zweifel und Not ausgingen.

Der Textdichter Christoph Birkmann (1703–1771) bezieht sich in allgemeiner Weise auf das Evangelium. Er betont, dass ein Gebet um Rettung erhört wird, so in Satz 4 in Anlehnung an Mt 7,7 LUT, „klopfet an, so wird euch aufgetan“, fortgeführt im abschließenden Satz 5 als Umdichtung von Gen 32,26 LUT, „ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“. Dieser Satz ist kein Choral, doch er beginnt genau wie Christian Keymanns Meinen Jesum laß ich nicht (1658).

Die Kantate ist besetzt mit vier Vokalsolisten, Sopran, Alt, Tenor und Bass, vierstimmigem Chor, zwei Oboen, Taille (Tenor-Oboe), zweiViolinen, Viola, und Basso continuo.

1. Coro: Was Gott tut, das ist wohlgetan
2. Recitativo (Tenor): Ach Gott! wenn wirst du mich einmal
3. Aria (Sopran): Hört, ihr Augen, auf zu weinen
4. Recitativo (Alto): Gott hat ein Herz, das des Erbarmens Überfluß
5. Aria (Bass): Meinen Jesum laß ich nicht
Die Kantate ist kammermusikalisch besetzt, wie besonders im Vergleich zu den beiden Choralkantaten auf denselben Choral mit der Melodie von Severus Gastorius auffällt. Im Eingangschor steht dem überwiegend homophonen Satz der Gesangsstimmen, die von den Oboen colla parte verstärkt werden, ein Streichersatz gegenüber, der von der ersten Violine als Obligat-Instrument angeführt wird. Die letzte Zeile ist in freier Polyphonie gesetzt, die in die lange Schlussnote der Melodie hinein fortgeführt wird. Alle Stimmen singen ausgedehnte Melismen auf dem Wort „walten“. Streicher und Stimmen wechseln sich ab in den beiden Stollen der Barform, während sie den Abgesang gemeinsam musizieren.

Beide Rezitative sind secco. Die erste Arie wird von einer obligaten Oboe begleitet. Die beiden ersten Takte des Oboen-Themas sind von der Choralmelodie abgeleitet. Das Ritornell wird nach einem ersten vokalen Abschnitt wiederholt, und ein weiteres Mal nach einem andersartigen zweiten vokalen Abschnitt, in dem Gottes Wirken durch eine Folge von Triolen dargestellt wird. Die zweite Arie als ungewöhnlicher Schluss der Kantate ist aufgebaut wie die erste. Hier übernehmen die Violinen unisono die Begleitung. Bach erreicht es, den erwarteten Schlusschoral anzudeuten, indem er zu den Anfangsworten von Keymanns Choral Meinen Jesum laß ich nicht auch die verzierte Melodie dieses Chorals von Andreas Hammerschmidt einsetzt. Diese Anfangsworte erscheinen wiederholt in vier von fünf Einsätzen der Singstimme.


Video: J.S. Bach, Kantate BWV 98 „Was Gott tut, das ist wohlgetan“

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Herzliche Grüße

Volker

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J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für den Sonntag „Reminiszere“


J.S. Bach-Büste im Alumnat Leipzig

                                                              J.S. Bach-Büste im Alumnat Leipzig

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 21.02.2016 begehen wir den Sonntag Reminiszere

Der Name des Sonntags Reminiszere leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Reminiscere miserationum tuarum, Domine, et misericordiarum tuarum quae e saeculo sunt.“ (Ps 25, 6;)

Der Sonntag Reminiszere hat das Gleichnis von den bösen Weingärtnern zum Thema. Es geht dabei um das Verhältnis zwischen Gott und Mensch. Wohl wissend, was sie tun, bringen die Weingärtner den Sohn des Besitzers um, hoffend, dass sie dann den ganzen Besitz für sich einstreichen können. Ganz offensichtlich soll das Gleichnis darauf hindeuten, dass die Menschen, die eine Verantwortung von Gott übertragen bekommen haben (jeder), das ihnen Anvertraute lieber als ihr Eigentum ansehen wollen und dabei die Rechte Gottes zu mißachten (und damit auch seine Macht).

Die Frage dieses Sonntags und dieser Woche ist daher die nach unserem Verhältnis zu Gott. Sie wird allerdings schwierig zu beantworten sein, denn wie mißt man ein solches Verhältnis? Sobald man zu messen beginnt, ist man ja nicht mehr Betroffener, sondern „Richter“, und stellt sich damit jenseits dessen, was einen zutiefst persönlich angeht. Und das kann nicht gut gehen. Soll man andere den Maßstab anlegen lassen? Auch das ist nicht im Sinne des Evangeliums. Bleibt nur das „Innewerden“, das „Auf-Sich-Besinnen“, als Möglichkeit, über das eigene Verhältnis zu Gott nachzudenken und, falls nötig, Konsequenzen zu ziehen.

Wochenspruch: 

Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren(Röm 5, 8)

Wochenlied: 

“Wenn wir in höchsten Nöten sein“ (EG 366)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag „Reminiszere“ –

*) Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit.!!

Kantaten für den Sonntag „Reminiscere

*) BWV  100 – „Was Gott tut, das ist wohlgetan

*)  BWV 120 –  Gott, man lobet dich in der Stille

*) BWV  131 – „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: Achtung ! – Neue Sende-Zeiten –

07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/suche.html?medium=R&sender=3

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Sendung: Achtung ! – Neue Sende-Zeiten –

07:05 bis 08:30 Uhr

Geistliche Musik 

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 97  „In allen meinen Taten“

Kantate für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Katharine Fuge, Sopran; Robin Tyson, Countertenor;

Steve Davislim, Tenor;  Stephan Loges, Bass;

English Baroque Soloists

Leitung:  John Eliot Gardiner

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 131„Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“

Hans-Jörg Mammel, Tenor / Marek Rzepka, Bass

Balthasar-Neumann-ChorBalthasar-Neumann-Ensemble

Leitung: Thomas Hengelbrock

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Etwa ab  07:05 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 5  “Wo soll ich fliehen hin” 

Joann Lunn, Sopran / William Towers, Countertenor /

James Gilchrist, Tenor / Peter Harvey, Bass /

Monteverdi Choir LondonEnglish Baroque Soloists

Leitung:  John Eliot Gardiner

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

Kantate BWV 69 „Lobe den Herrn, meine Seele“

Ruth Ziesak, Sopran / Elisabeth von Magnus, Alt

Paul Agnew, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir & Orchestra 

Leitung: Ton Koopman

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:31 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Christoph Graupner (1683-1760)

„Wir wissen, dass Trübsal Geduld bringt „

Sonja Bühler (Sopran) Michael Feyfar (Tenor)

Markus Flaig (Bass)

Anton Webern Chor FreiburgEnsemble Concerto Grosso

Leitung: Hans Michael Beuerle

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Johann Michael Bach: (1648-1694)

„Liebster Jesu, hör mein Flehen“

Maria Zedelius (Sopran) David Cordier (Altus)

Paul Elliott, Hein Meens (Tenor) Michael Schopper (Bass)

Musica antiqua Köln

Leitung: Reinhard Goebel

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate: BWV 120 „Gott, man lobet dich in der Stille

Kantate zum Ratswechsel zu Leipzig

Hana Blaziková, Sopran, Robin Blaze, Countertenor

Satoshi Mizukoshi, Tenor  Peter Kooij, Bass

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

 

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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06:30 Uhr Kantate

Christoph Graupner (1683 – 1760)

„Wir wissen, dass Trübsal Geduld bringet“ GWV 1121/44

Sonja Bühler, Sopran; Michael Feyfar, Tenor;

Markus Flaig, Bass

Anton-Webern-Chor Freiburg,

Ensemble Concerto Grosso

Leitung: Hans Michael Beuerle

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Player, den man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um  08:05 Uhr bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Kantate: BWV 21 „Ich hatte viel Bekümmernis“

Greta de Reyghere, Sopran; René Jacobs, Alt;

Christoph Prégardien, Tenor; Peter Lika, Bass;

Niederländischer Kammerchor; Le Petite Bande:

Leitung: Sigiswald Kuijken

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Videos mit Bach-Kantaten

*) Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit..!!

Kantaten außerhalb vom Sonntag „Reminiscere“

*) BWV  100 – „Was Gott tut, das ist wohlgetan

*)  BWV 120 –  Gott, man lobet dich in der Stille

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*) BWV  131 – „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir

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/ YouTube: BWV 100 –  

Was Gott tut, das ist wohlgetan“  (Interpret: Ton Koopman )

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/ YouTube: BWV 120 

Gott, man lobet dich in der Stille  (Interpret: Herreweghe )

Kantate zur Ratswahl zu Leipzig

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/ YouTube: BWV 125 –  

Mit Fried und Freud ich fahr dahin (InterpretHerreweghe )

Kantate am Fest Mariae Reinigung !

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/ YouTube: BWV 131  –

 Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir –  (Interpret: Ton Koopman )

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J.S. Bach, Rameau & G.F. Handel | John Eliot Gardiner & Monteverdi Choir

00:03:35 • Bach: Christ lag in Todes Banden, BWV 4
00:31:09 • Rameau: In convertendo dominus
00:59:15 • Handel: Dixit dominus, HWV 232

English Baroque Soloists & Monteverdi Choir
Conducted by John Eliot Gardiner

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/ YouTube –

Zusätzliche Komponisten der Barockzeit:

Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712)

‚Herr, wenn ich nur dich habe‘

Church cantata for soloists (SATB), chorus (SATB)

and orchestra (2 violins, 2 violas, harp and basso continuo)

Text: Anonymous

Verena Gropper, soprano / Franz Vitzthum, countertenor

Immo Schröder, tenor / Markus Flaig, bass

Das Kleine Konzert, / Rheinische Kantorei,

conducted by Hermann Max

Concert: 4 June 2012 in Halle (Marktkirche)

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/ YouTube: 

Johann Michael Bach (1648-1694)

Cantata – Das Volk, so im Finstern wandelt

Chorus: Das Volk, so im Finstern wandelt
Recitative: Ehre sei Gott in der Höhe
Aria: Heil der Armen, Trost der Seelen

Chorus: Rheinische Kantorei

Orchestra: Das Kleine Konzert

Conductor: Hermann Max

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Philipp Krieger  – (1649 bis 1725) 

Johann Philipp Krieger 1649 - 1725

Johann Philipp Krieger 1649 – 1725

Johann Philipp Krieger (* 26. Februar 1649 in Nürnberg; † 6. Februar 1725 in Weißenfels) war ein deutscher Komponist, Organist und Kapellmeister.

Krieger wuchs als Sohn eines Teppichmachers und Garnfärbers auf und erhielt bereits in frühen Jahren eine musikalische Unterrichtung an Tasteninstrumenten. Ab dem achten Lebensjahr erhielt er Unterricht bei dem Nürnberger Musiker und Froberger Schüler Johann Drechsel. Weiteren Unterricht erhielt er auf Blas- und Streichinstrumenten von dem Gambisten Gabriel Schütz (1633-1710). Vorrangig beeinflusst wurde er während seiner Ausbildung jedoch von dem Organisten Paul Hainlein, vor allem hinsichtlich seiner späteren Zuwendung zum Orgelspiel.

Später ging Krieger nach Dänemark, wo er Schüler des Königlich Dänischen Organisten Johannes Schröder in Kopenhagen wurde. Gleichzeitig vertrat er diesen als Organisten an der Peterskirche. Parallel dazu erhielt er bei Kaspar Förster jun., seines Zeichens Königlich Dänischer Kapellmeister, Unterricht im Fach Tonsatz. Kurze Zeit nach Aufnahme seines Studiums wurde Krieger an der Orgel der Hauptkirche in Kopenhagen eingesetzt. Gegen 1667 erhielt er eine Berufung nach Christiania in Norwegen als Organist, die er auf Wunsch seiner Eltern jedoch nicht wahrnahm…

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Johann Philipp Krieger (1649-1725)

Ob Klavier, Orgel oder Blas- und Streichinstrumente – Johann Philipp Krieger war ein vielseitig talentierter Musiker.

Der am 26. Februar 1649 in Nürnberg geborene Johann Philipp Krieger war das Kind recht wohlhabender Eltern. Sein Vater Hans Krieger, ein Teppichmacher und Garnfärber, und seine Mutter Rosina konnten ihren beiden Söhnen bereits in früher Kindheit musikalischen Unterrichten bieten. Der kleine Johann Philipp muss dabei durch besondere Begabung aufgefallen sein, wenn der zeitgenössische Biograph Doppelmayr ausdrücklich berichtet, dass er das Klavier „schon in dem neundten Jahr seines Alters solches zu vieler Anhörenden Bewunderung gar nett spielen, nächst deme gleich alle Melodien, die man ihm vorsunge, nachzuschlagen, auch sonsten wohlgesetzte Arien von seiner Composition darzustellen, im Stand war“.

In Venedig studierte er bei Johann Rosenmüller Komposition und bei Rovettini Klavier. In Rom nahm Krieger Unterricht bei Abbatini und bei dem bekannten Organisten und Komponisten Bernardo Pasquini in Komposition und Klavier. Besonders der letztgenannte hat ihn stark beeinflusst. Daneben wurde er mit zahlreichen anderen Musikern wie Cavalli, Legrenzi, Ziani, Carissimi und Kirchner bekannt.

Nach kurzen Aufenthalten in Frankfurt und Kassel kam er im November 1677 als Kammermusiker und Kammerorganist an den Hof Herzog Augusts von Sachsen-Weißenfels nach Halle. Da der Herzog Krieger unbedingt an seinem Hof halten wollte, beförderte er ihn bereits nach einem halben Jahr zum Vizekapellmeister. Der Tod des Herzogs veränderte die Anstellung Kriegers erneut. Herzog Johann Adolph I., seit 1680 Nachfolger seines Vaters August, verlegte den Hof nach Weißenfels und ernannte Krieger zum Kapellmeister. In dieser Anstellung konnte er endlich seine künstlerischen Fähigkeiten voll entfalten.

Kurz vor seinem 76. Geburtstag starb Johann Philipp Krieger am 6. Februar 1725 in Weißenfels. Obwohl er als einer der wenigen vor Bach in unermüdlicher Arbeit zur deutschen Musik zurückfand, sie prägte und der Bachschen Kantate unmittelbar den Boden bereitete, ist er heute fast vergessen.

Video auf YouTube:

Johann Philipp Krieger –

Geistliches Werk: „Ich will in Friede fahren“

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CD Seelenfrieden CD-Vorstellung: 

Johann Philipp Krieger (1649-1725)

Auch wenn seine Musik heutzutage eher Spezialisten ein Begriff sein dürfte, war Johann Philipp Krieger (1649- 1725) doch einer der führenden Komponisten Deutschlands unmittelbar vor Bach. Sein Verdienst liegt besonders in der Einführung italienischer und französischer Form- und Satztechniken. Die insgesamt zwanzig Geistlichen Konzerte aus der Sammlung ‚Musicalischer Seelen-Frieden‘, dem einzigen Druck geistlicher Musik Kriegers, sind in den Jahren 1690 bis 1696 entstanden. Neben ungefähr 2500 Kantaten gehört auch seine Instrumentalmusik zu den bedeutendsten Gattungsbeiträgen vor Bach. Um auf die bislang wenig beachteten Qualitäten Kriegers als Vokal- und Instrumentalkomponist aufmerksam zu machen, kann man sich wohl keine besseren Interpreten vorstellen als Dorothee Mields sowie die Hamburger Ratsmusik unter Simone Eckert.

Psalm 134: Ecce nunc benedicite Domino (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.) – Sonata Quinta G-Dur Op.II (für Violine, Viola da gamba und B.c.) – Psalm 68: Es stehe Gott auf (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.) – Sonata Sesta à doi a-Moll Op.II (für Violine, Viola da gamba und B.c.) – Psalm 65: Gott, man lobet dich in der Stille (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.) – Sonata Quarta à doi F-Dur Op.II (für Violine, Viola da gamba und B.c.) – Psalm 31: Herr, auf dich trau ich (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.)

CD-Bestellung: >>  h i e r  <<

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Ein weiteres Video von  

Johann Philipp Krieger (1649-1725)

„Wo willst Du hin, weil’s Abend ist“,

Fritz Wunderlich, tenor (1930-1966)

Bernhard Michaelis, tenor
Hermann Klaiss, violocello
Hermann Werdermann, cembalo
16.03.1956

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

Aufführungsort: Grote Kerk, Narden am 20.02.2000

BWV 92 – „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“

Kantaten für den Sonntag Septuagesimae

Die dritte der von Bach für diesen Sonntag erhaltenen Kantaten ist

BWV 92 „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“ von 1725,

eine neunsätzige Choralkantate, die auf ein Lied von Paul Gerhardt zurückgeht. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängerwerken bezieht sich der aus dem Jahr 1647 stammende Text nicht ausdrücklich auf eine der festgesetzten Bibellesungen, sondern ermahnt die Gemeinde, sich Gott mit Herz und Sinn zu ergeben und ihm im Guten und im Bösen zu vertrauen. Das mag die Erklärung sein, warum das einleitende Oboenthemas in Melodieführung und Stimmung der zärtlichen Sopranarie ‚Komm in mein Herzenshaus’ aus BWV 80 ähnlich ist. Die einleitende Choralfantasie ist sorgfältig ausgearbeitet und weist in den drei einander imitierenden tiefen Stimmen heftige Spannungen auf. Spuren der Choralmelodie sucht man in ihr vergeblich, bis man gewahr wird, dass ihr Material aus den Instrumentalritornellen gewonnen ist, die zwischen die Zeilen des Chorals eingefügt sind.

Der zweite Satz ist ein kühnes Experiment, mit dem Bach den Bass seinen eigenen gemessenen Gesang der zweiten Choralstrophe nicht weniger als neunmal durch seine eigenen Anmerkungen in freier rezitativischer Form unterbrechen lässt, während der Continuo den Sinn der Worte tonmalerisch ausdeutet. Das alles hört sich ein bisschen an wie eine Lehrstunde zur Auslegung der Heiligen Schrift: Der Lehrer der Sonntagsschule erklärt geduldig, dass Gott ‚mich nur üben’ will, wenn das Leben mühselig wird, daher auch die beiläufigen Anspielungen auf Jonas und den Walfisch, den uns das unterirdische Grummeln im Continuo identifizieren hilft, und auf Petrus, der ‚stark im Glauben’ ist, was durch das kantige, mit Hilfe von Steigeisen bewerkstelligte Klettern hinauf zum Gipfel (hohes E) zum Ausdruck kommt. Unterdessen teilt Bach seinen Hörern mit, dass die Hauptstrophe des Chorals gleich wieder einsetzen wird, indem er sie jedes Mal kurz vor ihrem Erscheinen in diminuierter Form im Continuo ankündigt (oder gleichzeitig präsentiert). Es besteht die Gefahr, dass der Hörer durch das Übermaß an Informationen erdrückt wird, so wie angesichts jener verwirrenden Verkehrsschilder an Straßenkreuzungen, die Autofahrer blitzschnell entschlüsseln sollen, und die ganze Fülle lässt sich schwer bewältigen.

Dergleichen Probleme sind in der sich anschließenden Tenor-Arie ‚Seht! wie reißt, wie bricht, wie fällt’ nicht vorhanden. Sie findet Bach in apokalyptischer Stimmung vor. Hier verlagert sich die Tonmalerei auf eine sehr viel größere Leinwand: Die in Rubensmanier kühn dahinfegenden Pinselstriche, die Tiraden in den ersten Violinen (mit weiten Sprüngen und schroffen Rhythmen) im Wechsel mit viernotigen Motiven der beiden mittleren Stimmen und das sich in Gegenrichtung bewegende Continuo setzen eine riesige Energie frei. All das trägt dazu bei, einen Eindruck davon zu vermitteln, ‚wie reißt, wie bricht, wie fällt, was Gottes starker Arm nicht hält’. Das Stück verlangt vom Sänger eine äußerst virtuose Leistung; es ist eindrucksvoll, aber absichtlich unerquicklich.

Die Choralmelodie kehrt, spärlich verziert, im vierten Satz wieder, der Gottes ‚Weisheit und Verstand’ als obersten Hüter der Zeit rühmt (‚Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt, zu tun und auch zu lassen’). Sie wird hier sachlicher vorgetragen als in ähnlichen Modellen, und das legte mir nahe, die hinter dem Instrumentalensemble postierten Altstimmen unisono statt solistisch zu führen. Folglich wird nun der Hintergrund – zwei Oboen d’amore, die in fugiertem Austausch miteinander verkettet sind (ohne dass in fünfundfünfzig Takten eine Stelle vorgesehen wäre, wo sie Atem schöpfen könnten) und zusammen mit dem Continuo eine Art dreistimmige Invention schaffen –zum Vordergrund.

‚Das Brausen von den rauen Winden’ kehrt im sechsten Satz wieder, heraufbeschworen durch den lebhaften Austausch zwischen Cello und Bassist. Bach verwertet hier einen Gedanken aus seiner allerersten Kantate (BWV 150, Nr. 5), in der das gleiche Motiv dazu verwendet wurde, Zedern zu beschreiben, die ‚von den Winden oft viel Ungemach empfinden’. Hier dient der Vergleich dazu, die Botschaft des B-Teils hervorzuheben – wie ‚des Kreuzes Ungestüm schafft bei den Christen Frucht’. (Die in der Bedeutung des Wortes ‚Ungestüm’angelegte ‚Heftigkeit’ bezieht sich, wie ich meine, auch auf die Brutalität eines Todes durch Kreuzigung.) Für mich ist das Bild ‚brausender rauer Winde’, die ‚volle Ähren’ bringen, irritierend. Wind hat für Bauern gewöhnlich die umgekehrte Wirkung: Eines der Dinge, die wir zur Zeit der Ernte fürchten müssen, ist ein unberechenbarer Sturm, der das Getreide flach legt und den möglichen Ertrag vernichtet.

Ein zweites Mal unterbricht nun Bach die Choralstrophe (Nr. 7) mit Kommentaren in rezitativischer Form, die sich von der tiefsten zur höchsten Stimme bewegen. Genau an der Stelle, wo der Choraltext ausgesprochen persönlich wird (‚Ei nun, mein Gott, so fall ich dir getrost in deine Hände‘) und den Hörer eigentlich einen solistischen Vortrag erwarten ließe (wie in Nr. 2), vertont ihn Bach als vierstimmigen Choral über einer teilweise unabhängigen Continuolinie. Linde Düfte bringt die von Oboe und Streicherpizzicati begleitete pastorale Sopranarie ‚Meinem Hirten bleib ich treu’ (Nr. 8). Wunderbar ist die Doppeldeutigkeit des rhythmischen Akzents: Bach lässt den Hörer eine Folge zweitaktiger Einheiten erwarten, um dann plötzlich vier Takte zu verklammern. Bei ihrem bezaubernden Schluss – ‚Amen: Vater, nimm mich an!’ – sind Unschuld, Vertrauen und Fragilität zur Einheit verschmolzen.

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Sonntag Septuagesimae

               Link:    h i e r  zum Download  als PDF   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen:  Wilke te Brummelstroete, Alt

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CDs vom Label SDG  
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SDG 153 Vol. 20 Cover:  CD – SDG 153 – Vol. 20

CD 1 zum Sonntag Septuagesimae

Link: 

CD – Bestellung 

CD  – Inhalt:

BWV 84 – „Ich bin vergnügt mit meinem Glücke“
BWV 92 – „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“
BWV 144 – „Nimm, was dein ist, und gehe hin“

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2016 – vom 10.06. bis 19.06.2016

»Geheimnisse der Harmonie«

”Das Bachfest 2016 steht unter dem Motto» Geheimnisse der Harmonie «

Freuen Sie sich auf prominente Interpreten:

Thomanerchor, das Gewandhausorchester, dirigiert von Riccardo Chailly,

Monteverdi Choir Leitung­  Sir John Eliot Gardiner – (Matthäuspassion BWV 244

am 16.06.2016 um 20 Uhr Thomaskirche Leipzig)

Les Arts Florissants unter William Christie, den RIAS Kammerchor und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, dirigiert von Roger Norrington, sowie Balthasar-Neumann–Chor und – Ensemble

Christian Tetzlaff, Martin Stadtfeld und das Klenke-Quartett werden das Programm mit außergewöhnlichen Kammermusikbeiträgen bereichern. Unter dem Motto »nichts als Meisterstücke« erklingen,besonders am »Kantatentag«, zahlreiche Kantaten aus Bachs erstem Leipziger Kantatenjahrgang in chronologischer Abfolge.

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2016 beginnt am 15. Oktober 2015.

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Programm Bachfest 2016 Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Ein  Video vom Bach Archiv

Alt-Bachische Archiv,Spiritual music of Bach Family before J.S. Bach

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  Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
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J. S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:
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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J.S. Bach Cantata – BWV  125  „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

Kantate BWV 125 zum Fest Mariae Reinigung für Altus, Tenor und Bass, Vokalensemble, Corno, Flauto traverso, Oboe d’amore, Streicher und Continuo Solisten:

Alex Potter  – Altus

Leitung: Rudolf Lutz

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/shop/mit-fried-und-freud-ich-fahr-dahin-bwv-125-dvd.html

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mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei – 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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Video –  BWV 125 –  „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“

Zweiter Satz (aria alto) aus der Kantate BWV 125 „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“,

aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen.

Solist: Alex Potter (Altus).

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

Neu: ALL OF BACH vom 19.02.2016

J.S. Bach BWV 651 Orgelchoral: „Komm, Heiliger Geist, Herre Gott“ 

Info: BWV 651

Die Achtzehn Choräle von verschiedener Art, auch Leipziger Choräle stellte Johann Sebastian Bach in seinen letzten Lebensjahren zusammen mit der Absicht, sie zu drucken. Diese Sammlung enthält Choralbearbeitungen für Orgel mit zwei Manualen und Pedal.

Bach wählte Sätze aus ganz verschiedenen Lebensperioden aus – die meisten dürften bereits in Weimar entstanden sein. In vielen Fällen gibt es mehrere ältere Lesarten, beispielsweise sind die beiden letzten Sätze auch im Orgelbüchlein enthalten; nicht immer weichen diese Frühformen so weit von der Endfassung ab, dass sie eigene BWV-Nummern erhielten.

Wie immer schrieb Bach nicht nur ab, sondern nutzte die Gelegenheit zu zahllosen Detailverbesserungen. Das Manuskript beginnt in fester, sicherer Schrift, die aber – wohl wegen Bachs Augenleiden – zunehmend unsicher und zittrig wird. Die letzten drei Sätze wurden von Bachs Schwiegersohn Johann Christoph Altnikolgeschrieben; laut der Vorrede der Kunst der Fuge nach Diktat.

Erstdruck der Kunst der Fuge 1751: Anfang des Chorals „Wenn wir in hoechsten Noethen“

Der letzte Choral, Vor deinen Thron tret‘ ich hiermit ist wohl am bekanntesten; er wurde unter dem Namen Wenn wir in höchsten Nöten sein von den Herausgebern in die Kunst der Fuge integriert und wird bis heute manchmal als deren Abschluss gespielt.

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J.S. Bach BWV 651 Orgelchoral: „Komm, Heiliger Geist, Herre Gott“ 

ALL OF BACH BWV 651

Zum Anhören in das Foto klicken 

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J.S. Bach BWV 861 “Präludium und Fuge g-Moll”

Anmerkungen zum BWV 861

Präludium und Fuge g-Moll, BWV 861, bilden ein Werkpaar im 1. Teil des Wohltemperierten Klaviers, einer Sammlung von Präludien und Fugen für Tasteninstrumente von Johann Sebastian Bach.

Das Präludium ist in dreistimmigem Satz geschrieben, wobei man sich den mit einem langen Triller einsetzenden Sopran als Violinstimme vorstellen kann. Eine rhythmische Verdichtung erfolgt dadurch, dass die 32tel-Figuren im zweiten Teil des Stücks ab Takt 12 zunehmen. Ein ähnlicher Effekt findet sich in der zweistimmigen Invention in B-Dur BWV 785. Zwei neapolitanische Akkorde auf c, in Takt 13 und 17, fügen einen reizvollen harmonischen Farbwert hinzu.

Das Thema umfasst zwei Motive, die durch eine Achtelpause getrennt sind. Der originelle Gedanke besteht darin, dass das zweite Motiv genau den Tonraum ausfüllt, den das erste ausspart. Aus der Umkehrung des zweiten Motivs entsteht ab Takt 3 der Kontrapunkt. Durch das ganze Stück hindurch werden entweder Teile des Themas oder des Kontrapunkts beibehalten. Auch wenn ab der zweiten Hälfte von Takt 24 im Sopran und Alt ein neues Thema in durchgehender 16tel-Bewegung eingeführt wird, erklingt dazu im Bass das ursprüngliche zweite Motiv als Begleitung.

Die Fugenmitte in Takt 17 ist durch die erste Engführung gekennzeichnet. In der zweiten Engführung in Takt 28 erklingt der dritte Themeneinsatz unvollständig. In Takt 33 wird mit unterschiedlichen Mitteln eine abschließende Steigerung erreicht: paralleler Abstieg von Sopran und Bass, Erweiterung der ursprünglichen Vierstimmigkeit zur Fünfstimmigkeit zur harmonischen Verdichtung. Zudem ist dies – abgesehen vom Beginn – der einzige Takt ohne 16tel-Noten, was ein Ritardando in diesem vorletzten Takt überflüssig macht.

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J.S. Bach BWV 861 “Präludium und Fuge g-Moll”

ALL OF BACH BWV 861 Wohltemp.Klavier

Zum Anhören in das Foto klicken 

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 Anmerkungen zum BWV 734

Der Auftakt, gedacht zu haben, irgendwann während Bachs Jahren als Hoforganist in Weimar (1708-1717), überlebt in zwei Versionen zusammengesetzt worden ist, manchmal als BWV katalogisiert 734 und BWV 734a. In der einen Version des Stückes, das Original-Lutherischen Choralmelodie (der Cantus firmus, heißt es), auf der Ausarbeitung Bachs basiert ist durch die Hände auf die Manuale gespielt; in der anderen Version ist der Cantus firmus in den Orgelpedalen, mit ein paar kleinen aber, beim Umgang mit einer so wichtigen Teil des Repertoires wie Bach, Vital Änderungen an der Musik von den anderen Stimmen gefunden.

Weder Version überlebt in einer wirklich maßgebliche Quelle, aber mit der Zeit und für eine Vielzahl von Gründen, die Version mit dem Cantus firmus im Pedal hat sich etwas in wissenschaftlichen Ungnade gefallen und mehr als oft nicht markiert worden “unecht”, die Hand nur verlassen Version von “Nun freut euch, lieben Christen gemein” als alleinige Erbin der Überschrift BWV 734.
Die Melodie von “Nun freut euch, lieben Christen gemein” ist eine der ältesten lutherischen Choralmelodien, nachdem durch abgeleitet Martin Luther selbst im Jahre 1524 (die Melodie verbunden sind, von 1682 auf, mit dem Text “Es ist gewisslich an der wurde auch Zeit “und man wird gelegentlich finden BWV 734 unter diesem Titel).

Bach setzt diesen Cantus firmus im Tenor, der durch die inneren Finger der linken Hand gespielt werden, während die Bass entlang bewegt sich stetig Achtelnoten und die rechte Hand ergeht sich in einer blumigen obligaten Sechzehntel deren Töne subtil ahnen, in Umrissen Öffnung die ersten fünf oder sechs Noten des Cantus firmus Melodie des Tenors. Wie in der ursprünglichen Hymne, sind das erste Paar von Phrasen wiederholt; die letzten drei Sätze machen für einen langen Druck auf die letzte G-Dur Kadenz, reich verlängert (in Bachs üblich plagalen / Subdominante Weg) durch die Lauf Bässe und Höhen obligaten unter dem Dach der anhaltenden G Pedal Ton des Tenors.

Beschreibung von Blair Johnston

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J.S. Bach BWV 734 – Orgel-Choralvorspiel: “Nun freut euch, lieben Christen g’mein”

ALL OF BACH BWV 734

Zum Anhören in das Foto klicken 

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J. S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach:vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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J.S. Bach –  Kantate

J.S. Bach, Kantate BWV 30 „Freue dich, erlöste Schar“: Nr. 1 Coro „Freue dich, erlöste Schar“ | Stuttgarter Kantorei | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Christine Busch) | Leitung: Kay Johannsen

Aufführung im Rahmen des Zyklus Bach:vokal, Stiftskirche Stuttgart, 21.6.2013

J.S. Bach, Kantate BWV 30 „Freue dich, erlöste Schar“: Nr. 2 Recitativo „Wir haben Rast“ & Nr. 3 Aria „Gelobet sei Gott“ | Benjamin Appl (Bass) |

J.S. Bach, Kantate BWV 30 „Freue dich, erlöste Schar“: Nr. 4 Recitativo „Der Herold kömmt“ & Nr. 5 Aria „Kommt, ihr angefochtnen Sünder“ | Sophie Harmsen (Alt) | Julie Stewart-Lafin (Flöte)

J.S. Bach, Kantate BWV 30 „Freue dich, erlöste Schar“: Nr. 6 Choral „Eine Stimme lässt sich hören“ | Stuttgarter Kantorei | Stiftsbarock Stuttgart

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“Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag”

Herzliche Grüße

Volker

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J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den “14. Sonntag nach Trinitatis”


Das neue Alumnat der Thomaner in Leipzig

                                              Das neue Alumnat der Thomaner in Leipzig

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder SehprobeRadio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 06.09.2015 begehen wir den 14. Sonntag nach „Trinitatis

Der 14. Sonntag nach Trinitatis redet von der heilenden Kraft Gottes. Das Thema dieses Sonntags ist diesmal von der Epistel her abgeleitet. Die anderen Texte haben wenig mit dem Thema zu tun. Es wird schwierig sein, die Thematik durchzuziehen, man sollte es aber versuchen. Von daher ist eine Vertiefung in die Epistel bei der Studie des aktuellen Predigttextes ratsam.

Wir hören am 14. Sonntag nach Trinitatis die Erzählung von der Heilung der zehn Aussätzigen. Wir erfahren die Kraft Gottes, durch die Menschen, die Außenseiter waren, wieder zu Gliedern der Gemeinde werden. Die lebendige Kraft des Geistes Gottes hat auch uns zur Gemeinde hinzugetan; in ihr bringen wir unseren Dank gegen Gott zum Ausdruck dafür, dass wir seine Kinder sein dürfen, indem wir einander achten und lieben.

Wochenspruch:  

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat. (Ps 103, 2)

Wochenlied:

„Von Gott will ich nicht lassen“ (EG 365)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den “ 14. Sonntag nach Trinitatis 

BWV  17 – „Wer Dank opfert, der preiset mich
BWV  25 – „Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe
BWV  78 – „Jesu, der du meine Seele

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/suche.html?medium=R&sender=3

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele,

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Elin Manahan Thomas, Sopran; Daniel Taylor, Altus;

James Gilchrist, Tenor; Peter Harvey, Bass;

Madgalena Consort,

Leitung: Peter Harvey

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Johann Sebastian Bach

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele

Julia Neumann, Sopran / Margot Oitzinger, Alt

Bernhard Berchtold, Tenor / Markus Volpert, Bass

Chor und Orchester der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen /

Leitung: Rolf Lutz

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele

Julia Neumann, Sopran / Margot Oitzinger, Alt

Bernhard Berchtold, Tenor / Markus Volpert, Bass

Chor und Orchester der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen /

Leitung: Rolf Lutz

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 17 „Wer Dank opfert, der preiset mich“

Edith Mathis (Sopran) Julia Hamari  (Alt)

Peter Schreier, Tenor / Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton

Münchener Bach-Chor & Münchener Bach-Orchester

Leitung: Karl Richter

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 17 “Wer Dank opfert, der preiset mich

Kantate am 14. Sonntag nach Trinitatis

Arleen Augér, Sopran / Gabriele Schreckenbach, Alt

Adalbert Kraus, Tenor / Walter Heldwein, Bass

Gächinger Kantorei; / Bach-Collegium Stuttgart:

Leitung: Helmuth Rilling

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mdr – figaro

Sendung: Sonntag: 06:15 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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mdr – figaro

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:15 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

06:15 Uhr – Einführung zur Kantate

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06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele

Julia Neumann, Sopran / Margot Oitzinger, Alt

Bernhard Berchtold, Tenor / Markus Volpert, Bass

Chor und Orchester der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen /

Leitung: Rolf Lutz

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Player, den man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag  um  08:05 Uhr bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis,

Ingrid Schmithüsen, Sopran; Charles Brett, Countertenor;

Howard Crook, Tenor; Peter Kooy, Bass;

Choeur et Orchestre de la Chapelle Royale:

Leitung: Philippe Herreweghe

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Videos: 

mit Bach-Kantaten für den 14. Sonntag nach Trinitatis

BWV  17 – „Wer Dank opfert, der preiset mich
BWV  25 – „Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe
BWV  78 – „Jesu, der du meine Seele

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/ YouTube: BW 17 –  Wer Dank opfert, der preiset mich“ (Interpret: Koopman )

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/YouTube: BWV 25 –  Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe   –  (Interpret:  S D G  )

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/YouTube: BWV 78  –  Jesu, der du meine Seele    (Interpret:  Herreweghe ) 

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Kuhnau (6 April 1660 — 5 Juni 1722)

Johann Kuhnau (* 6. April 1660 in Geising; † 5. Juni 1722 in Leipzig) war ein deutscher Komponist und Schriftsteller des Barock.

Der Sohn eines Tischlers besuchte als Stipendiat die berühmte Kreuzschule in Dresden und studierte anschließend Philosophie und Rechtswissenschaft in Leipzig, bevor er eine Stelle als Kantor in Zittau antrat. Damit entsprach er dem seit der Reformationszeit üblichen Typus des akademisch gebildeten Kantors. Nach einem zeitgenössischen Urteil galt er als Universalgelehrter unter den Musikern. Von Johann Christoph Adelung heißt es über Kuhnau: „Ich weiss nicht, ob er dem Orden der Tonkünstler oder den anderen Gelehrten mehr Ehre gebracht. Er war gelehrt in der Gottesgelahrtheit, in den Rechten, Beredsamkeit, Dichtkunst, Mathematik, fremden Sprachen und Musik.“

1682 kehrte er wieder nach Leipzig zurück und wurde zwei Jahre darauf Organist an der Thomaskirche. Ab 1701 bis zu seinem Tode war er Thomaskantor als Nachfolger von Johann Schelle und unmittelbarer Vorgänger von Johann Sebastian Bach. Außerdem bekleidete er ab 1701 auch das Amt des Universitätsmusikdirektors.

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Johann Kuhnau – Magnificat in C-majo

Soprano: Miah Persson
Alto: Akira Tachikawa
Tenor: Gerd Türk
Bass: Chiyuki Urano

Chorus & Orchestra: Bach Collegium Japan

Conductor; Masaaki Suzuki

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibungen

Kantaten für den 14. Sonntag nach Trinitatis 

Abbaye d’Ambronay am 24. September 2000

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Kantaten für den 14. Sonntag nach Trinitatis 

Kantaten-Beschreibung: BWV 78  “Jesu, der du meine Seele
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Der Star unter den Kantaten für diesen Sonntag ist zweifellos die Choralkantate BWV 78 “Jesu, der du meine Seele” in der alle Sätze hindurch ein ungewöhnliches Niveau an Inspiration beibehalten wird. Sie ist eine der wenigen Kantaten, von der ich noch weiß, dass ich sie als Kind kennenlernte und sogar als Sopran den wunderbaren zweiten Satz sang, das Duett ‚Wir eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten’. BWV 78 beginnt mit einer gewaltigen Klage des Chors in g- moll, einem musikalischen Fries, der den Präludien zu den beiden erhaltenen Passionen hinsichtlich Umfang, Intensität und Ausdruckskraft durchaus ebenbürtig ist. Er ist als Passacaglia über ein chromatisch absteigendes Ostinato gesetzt. Wie typisch ist es für Bach, eine Tanzform wie die Passacaglia zu verwenden – die in der Musik heroische und tragische Konnotationen hat, wie wir es wissen, er aber vermutlich nicht wusste, zum Beispiel in der Musik von Purcell (Dido’s Lament) und Rameau, um nur einige große Exponenten zu nennen – und für theologische/rhetorische Zwecke zu nutzen. Wir sind ihr bereits zweimal in diesem Jahr begegnet, in der frühen Osterkantate Christ lag in Todesbanden BWV 4 und zwei Sonntage später in Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen BWV 12. Hier ist die Beharrlichkeit der chromatischen Grundierung noch weit ausgeprägter, die Bässe singen sie, sobald der Chor auftaucht.

Eines der unzähligen, doch unaufdringlichen Kennzeichen ist das Gegengewicht, dass der Grundbass zum Cantus firmus bildet, der sich traditionell an den Choral von Johann Rist aus dem Jahre 1641 knüpft. Er webt alle möglichen kontrapunktischen Linien um ihn herum und in ihn hinein und verleiht der Zeile, in der geschildert wird, wie Jesus die Seele des Christien ‚aus des Teufels finstern Höhle / und der schweren Seelennot / kräftiglich herausgerissen’ hat, kräftigen Nachdruck. Dort, wo man erwarten könnte, dass die drei tieferen Stimmen den Cantus firmus respektvoll begleiten, lässt sie Bach auf ungewöhnliche Weise in den Vordergrund treten: Er vermittelt zwischen Passacaglia und Choral, bereitet auf den Choraltext vor und interpretiert ihn so, wie es der Pfarrer in der Predigt tun würde. In der Tat ist die Exegese hier so gewaltig, dass man sich fragt, ob Bach nicht wieder einmal (unabsichtlich?) durch die Brillanz seiner musikalischen Rhetorik dem Prediger die Schau gestohlen hat. Auf jeden Fall ist das einer jener Eröffnungssätze einer Kantate, in denen man sich in einem konzentrierten, fast verzweifelten Versuch, aus den sich entfaltenden Noten das allerletzte Häppchen ihres musikalischen Wertes ans Tageslicht zu fördern, an jede Zählzeit jedes einzelnen Taktes klammert.

In seinen kühnsten Träumen könnte man sich einen schrofferen Gegensatz wie diesen zwischen dem erhabenen Anfangschor und dem sich anschließenden köstlichen, fast pietätlos frivolen Duett von Sopran und Alt nicht vorstellen. Das Perpetuum mobile des obligaten Cellos erinnert an Purcell (‚Hark the echoing air’) und verweist bereits auf Rossini. Bachs Zauberkunst nötigt uns, die Bitte ‚Es sei uns dein gnädiges Antlitz erfreulich!’ mit einem zustimmenden Kopfnicken oder Aufstampfen des Fußes zu kommentieren. Er hat nie Musik geschrieben, die mehr zum Lächeln reizt!

Die Atempause ist nur vorübergehend. Mit dem Rezitativ des Tenors, das ungewohnterweise zu Beginn die Vortragsanweisung piano trägt, kehren wir zu der metaphorischen Beziehung zwischen Aussatz und Sünde zurück. Die Gesangslinie ist kantig, der Ausdruck gequält und die Vertonung des Textes meisterhaft: fast eine Erweiterung der Gewissensbisse des Apostels Petrus in der Johannespassion, die Bach seinem Publikum sechs Monate zuvor vorgestellt hatte. Erlösung wird durch das Blut bewirkt, das Christus vergossen hat, und in der Arie mit obligater Flöte (Nr. 4) erklärt der Tenor voller Zuversicht: ‚Ruft mich der Höllen Heer zum Streite, / so stehet Jesus mir zur Seite, / dass ich beherzt und sieghaft sei’. Wir erwarten vielleicht eine Trompete oder zumindest eine vollbesetzte Streichergruppe, die diesen Kampf mit der Hölle anklingen lässt, aber Bach schlägt hier zartere Töne an. Was ihn mehr interessiert, ist die Fähigkeit der Flöte, mit graziösen Figurationen die Schuld des Menschen ‚durchzustreichen’ und mit einer eingängigen tanzartigen Melodie aufzuzeigen, wie der Glaube die Seele reinigen und ‚das Herze wieder leicht’ zu machen vermag.

Die letzten beiden Sätze, vor dem Choralfinale, sind für Bass bestimmt. Sie beginnen mit einem Accompagnato, das über die Qualen Christi am Kreuz und, während allmählich das Tempo wechselt, über die Unterwerfung unter den Willen Christi meditiert, die sich als Konsequenz aus seinem erlösenden Opfer ergibt. Im Vivace-Teil (‚Wenn ein erschreckliches Gericht / den Fluch vor die Verdammten spricht’) erhält der Bass die Anweisung, con ardore – mit Passion – zu singen. (Denn es ist Passionsmusik im doppelten Sinne, in Technik, Stimmung und Ausdruckskraft der Johannespassion und jener anderen unnachahmlichen Vertonung der Worte ‚Es ist vollbracht’ aus der Kantate 159 auffallend ähnlich). Passion in einer Bach-Aufführung ist ein seltenes Gut in unserem heutigen Klima respektvoller, von der Musikwissenschaft geforderter Texttreue und Reinheit, doch wenn sie fehlt, ergibt sich eine Dissonanz zu dem Wunder, wie Bach seine ganze technische Meisterschaft, seine Beherrschung von Struktur, Harmonie und Kontrapunkt, einsetzt und ihr eine solche Vehemenz, Bedeutung und – genau das – Passion gibt.

Die abschließende Arie in c-moll wirkt wie ein Satz aus einem Oboenkonzert, doch ihr gelingt es, Stimme und Oboe hervorragend zu integrieren, um das Wort Christi zu feiern, das dem unsteten Gewissen Hoffnung schenkt. Es ist faszinierend, wie Bachs Wechsel von Tutti und Solo und ein wiederkehrendes Muster aus unregelmäßigen Taktformen – 1–21/2–1–21/2–1 – immer noch die vorgeschriebenen acht ergeben! Die schlichte Harmonisierung von Rists Choral als Abschluss der Kantate macht uns auf doppelte Weise die einzigartige Kombination aus handwerklichem Können, Phantasie und intellektueller Einfühlung bewusst, mit der er ihn im Anfangssatz behandelt hat. 

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen von„Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

Sir GardinersKantaten-Beschreibungenzum 14. Sonntag nach Trinitatis

                   Gardiner  Reisetagebuch SDG 124  zum Download als PDF

Künstler-Beitrag: James Gilchrist, Tenor – zum Download  als PDF 

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.CDs – Bach-Kantaten: für den 11. Sonntag nach Trinitatis

veröffentlicht von der DGG (Deutsche Grammophon Gesellschaft)

Cover: DGG Kantaten - BWV 113 BWV 179 und BWV 199

Link: Inhalt eine CD

BWV 113  – “Herr Jesu Christ, du höchstes Gut”

BWV 179 –  ”Sieh zu, dass deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei”

BWV 199 – “Mein Herze schwimmt in Blut”

Link zur CD-Bestellung der DGG

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CD’s vom Label SDG  

für den  14. Sonntag nach Trinitatis und das Michaelisfest 

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Cover:  SDG 124 –  Vol. 7

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CD-Bestellung    

Link:   CD  Bach-Kantaten – 

SDG 124 – Vol. 7

Aufführungsorte:Kantaten für den

14. Sonntag nach Trinitatis und Michaelisfest” 

CD 1 – Abbaye d’ Ambronay, am 24. September 2000

CD 2 – Unser Lieben Frauen, Bremen am 29. September 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte:Kantaten für den “14. Sonntag nach Trinitatis

 
BWV 25  “Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“ 
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Gardiner Pilgrimage CD – SDG 124 – Vol.  7 – CD  1

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 124 – Vol.  7 – CD  1

BWV 17 Wer Dank opfert, der preiset mich

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 124–  Vol. 7 – CD 1
 

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CD –  z w e i  – Inhalte: Kantaten für das “Michaelisfest” 

BWV  50 – “Nun ist das Heil und die Kraft”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7  – CD 2

BWV 130 – “Herr Gott, dich loben alle wir”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7 – CD 2

BWV 19 – “Es erhub sich ein Streit”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7 – CD 2

BWV 149 – “Man singet mit Freuden vom Sieg”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7 – CD 2

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bachfest-leipzig-2013 Bachfest Leipzig 2016 – vom 10.06. bis 19.06.2016

»Geheimnisse der Harmonie«

”Das Bachfest 2016 steht unter dem Motto » Geheimnisse der Harmonie «

Freuen Sie sich auf prominente Interpreten wieden Thomanerchor, das Gewandhausorchester,dirigiert von Riccardo Chailly,

Monteverdi Choir unter der Leitung von ­Sir John Eliot Gardiner (Matthäuspassion BWV 244 am 16.06.2016 um 20 Uhr Thomaskirche Leipzig)

Les Arts Florissants unter William Christie, den RIAS Kammerchor und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, dirigiert von Roger Norrington, sowie Balthasar-Neumann–Chor und – Ensemble

Christian Tetzlaff, Martin Stadtfeld und das Klenke-Quartett werden das Programm mit außergewöhnlichen Kammermusikbeiträgen bereichern. Unter dem Motto »nichts als Meisterstücke« erklingen, besonders am »Kantatentag«, zahlreiche Kantaten aus Bachs erstem Leipziger Kantatenjahrgang in chronologischer Abfolge.

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2016 beginnt im 15. Oktober 2015.

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Programm Bachfest 2016  zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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V i d e o – vom Bach-Archiv:

Johann Ludwig Krebs — Sinfonien & Sonaten

Aufgenommen am 13. Oktober 2013 im Sommersaal des Bach-Museums Leipzig

Programm:

Sinfonie c-Moll für 2 Violinen, Viola und Basso continuo

Sonate A-Dur für Violine und Hammerflügel

Sonate a-Moll für 2 Violinen und Basso continuo

Sonate (Suite) D-Dur für Traversflöte, Violine und Basso continuo

Sinfonia Es-Dur für 2 Violinen, Viola und Basso continuo

Leipziger Concert

Dóra Ombodi (Traversflöte) • Daniel Deuter (Violine) • Anne Kaun (Violine) • Christine Trinks (Viola) • Siegfried Pank (Violoncello) • Eckhart Kuper (Hammerflügel)

– Das im Dezember 2003 für MDR Figaro produzierte Programm erschien als
CD beim Label Querstand unter der Nr. 0519 –

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf LutzDirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

J.S. Bach Cantata BWV 78 „Jesu, der du meine Seele“

Kantate BWV 78 zum 14. Sonntag nach Trinitatis für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Flauto Traverso, Oboe I+II, Corno, Fagott, Streicher und Continuo

Musikalischer Leiter: Rudolf Lutz

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

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YouTube – Video 

BWV 78 – J. S. Bach Cantata  –  „Jesu, der du meine Seele

Chor: BWV 78 

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Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link:http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-78/


Icon Abendprogramm BWV 78 (106.8 KB)

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Jede Kantatenaufführung der J. S. Bach-Stiftung wird mit einer dreiviertelstündigen Werkeinführung („Workshop“) eingeleitet. Der musikalische Leiter der J. S. Bach-Stiftung gestaltet die Einführung zusammen mit dem Theologen Karl Graf.

Dieses Video zeigt die Einführung zur Kantate BWV 180 („Schmücke dich, o liebe Seele“)

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

neue Bezugsquelle ab sofort: –

Link:   bei   j p c

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News der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Thomaskirche Leipzig

Im Oktober 2015 ist das Ensemble der J.S. Bach-Stiftung unter der Leitung von Rudolf Lutz wieder in der Bach-Stadt Leipzig par excellence zu hören.

Der erste Auftritt unserer Künstler findet im Rahmen der traditionellen Samstagsmotette der Thomaskirche statt, und zwar in Form eines Kantatenkonzerts in Anlehnung an unsere Trogener Abende — mit Werkeinführung (Karl Graf, Rudolf Lutz), Reflexion und doppelter Aufführung. Das Ensemble der J.S. Bach-Stiftung wird auch am Sonntagsgottesdienst vom 18. Oktober unter der Leitung von Rudolf Lutz mitwirken. Teile des Konzertprogramms vom Samstag werden erneut aufgeführt.

Samstag, 17. Oktober 2015
14:00 Uhr, Gemeindesaal Matthäi-Haus, Dittrichring 12:
Werkeinführung mit Karl Graf und Rudolf Lutz

15:00 Uhr, Thomaskirche. „Motette“:
„Mein Herze schwimmt im Blut“. Kantate BWV 199 von Johann Sebastian Bach
Reflexion n. A.
„Mein Herze schwimmt im Blut“. Kantate GWV 1152/12b von Johann Christoph Graupner

Sonntag, 18. Oktober 2015
9:30 Uhr, Thomaskirche. Gottesdienst:
Musikalische Teile aus dem Samstagsprogramm

Orchester der J.S. Bach-Stiftung
Rudolf Lutz, Leitung
Nuria Rial, Sopran
Plamena Nikitassova, Violine
Lenka Torgersen, Violine

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

Neu: ALL OF BACH vom 04.09.2015 

J. S. Bach – Cantata BWV 99 „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ Er komponierte sie 1724 in Leipzig für den 15. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 17. September 1724 erstmals auf.

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Neu BWV 99 Cantata Was Gott tut, das ist wohlgetan“

ALL OF BACH BWV 99 Was Gott tut das ist wohlgetan

 Zum Anhören in das Foto klicken

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BWV 687 Orgelwerk “Aus tiefer Not schrei ich zu dir”

ALL OF BACH BWV 687 Aus tiefer Not schrei ich zu dir

Zum Anhören in das Foto klicken

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BWV 596 Organ-Work “Konzert in d-Moll

ALL OF BACH Orgelwerk BWV 596

Zum Anhören – in das Foto  – klicken..!!

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J.S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach: vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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J.S. Bach, Messe F-Dur BWV 233: / Nr. 1 Kyrie | solistenensemble stimmkunst | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Christine Busch) | Leitung: Kay Johannsen

J.S. Bach, Messe F-Dur BWV 233: Nr. 2 Gloria | solistenensemble stimmkunst

J.S. Bach, Messe F-Dur BWV 233: Nr. 5 Quoniam | Lidia Vinyes Curtis (Alt), Christine Busch (Violine)

J.S. Bach, Messe F-Dur BWV 233: Nr. 6 Cum sancto spiritu | solistenensemble stimmkunst

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Herzliche Grüße

Volker

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J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für den Sonntag „Reminiszere“


 

Bei einem vom Bachhaus Eisenach neu erworbenen Pastellbild handelt es sich nach Angabe des Museums wahrscheinlich um ein authentisches zeitgenössisches Bach-Porträt. Es tauchte erstmals 1927/28 in der berühmten Sammlung Manfred Gorke auf. 1936 wurde es vom englischen Bachforscher Charles Sanford Terry als das Bach-Pastell identifiziert, das Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel besessen hat. Zu dem gleichen Ergebnis gelangte der Kölner Musikwissenschaftler Georg Kinsky.

Bei einem vom Bachhaus Eisenach neu erworbenen Pastellbild handelt es sich nach Angabe des Museums wahrscheinlich um ein authentisches zeitgenössisches Bach-Porträt. Es tauchte erstmals 1927/28 in der berühmten Sammlung Manfred Gorke auf. 1936 wurde es vom englischen Bachforscher Charles Sanford Terry als das Bach-Pastell identifiziert, das Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel besessen hat. Zu dem gleichen Ergebnis gelangte der Kölner Musikwissenschaftler Georg Kinsky. 

Zum herunterladen PM_Bach_Pastell_DE

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 Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 01.03.2015 begehen wir den Sonntag Reminiszere

Der Name des Sonntags Reminiszere leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Reminiscere miserationum tuarum, Domine, et misericordiarum tuarum quae e saeculo sunt.“ (Ps 25, 6;)

Der Sonntag Reminiszere hat das Gleichnis von den bösen Weingärtnern zum Thema. Es geht dabei um das Verhältnis zwischen Gott und Mensch. Wohl wissend, was sie tun, bringen die Weingärtner den Sohn des Besitzers um, hoffend, dass sie dann den ganzen Besitz für sich einstreichen können. Ganz offensichtlich soll das Gleichnis darauf hindeuten, dass die Menschen, die eine Verantwortung von Gott übertragen bekommen haben (jeder), das ihnen Anvertraute lieber als ihr Eigentum ansehen wollen und dabei die Rechte Gottes zu mißachten (und damit auch seine Macht).

Die Frage dieses Sonntags und dieser Woche ist daher die nach unserem Verhältnis zu Gott. Sie wird allerdings schwierig zu beantworten sein, denn wie mißt man ein solches Verhältnis? Sobald man zu messen beginnt, ist man ja nicht mehr Betroffener, sondern „Richter“, und stellt sich damit jenseits dessen, was einen zutiefst persönlich angeht. Und das kann nicht gut gehen. Soll man andere den Maßstab anlegen lassen? Auch das ist nicht im Sinne des Evangeliums. Bleibt nur das „Innewerden“, das „Auf-Sich-Besinnen“, als Möglichkeit, über das eigene Verhältnis zu Gott nachzudenken und, falls nötig, Konsequenzen zu ziehen.

Wochenspruch: 

Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren(Röm 5, 8)

Wochenlied: 

“Wenn wir in höchsten Nöten sein“ (EG 366)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag „Reminiszere“ –

*) Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit.!!

Kantaten für den Sonntag „Reminiscere

*) BWV  100 – „Was Gott tut, das ist wohlgetan
*) BWV  131 – „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/suche.html?medium=R&sender=3

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 157  „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“

Kantate für Tenor, Bass, Bläser, Streicher und Basso continuo;

James Gilchrist, Tenor; Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra,

Leitung: Ton Koopman

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 131 „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“

Hans-Jörg Mammel, Tenor / Marek Rzepka, Bass

Balthasar-Neumann-ChorBalthasar-Neumann-Ensemble

Leitung: Thomas Hengelbrock

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

Kantate BWV 198 „Lass, Fürstin, lass noch einen Strah“

Nancy Argenta, Sopran / Michael Chance, Countertenor

Anthony Rolfe Johnson, Tenor / Stephen Varcoe, Bass

Monteverdi ChoirEnglish Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:31 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Christoph Graupner (1683-1760)

„Wir wissen, dass Trübsal Geduld bringt „

Sonja Bühler (Sopran) Michael Feyfar (Tenor)

Markus Flaig (Bass)

Anton Webern Chor FreiburgEnsemble Concerto Grosso

Leitung: Hans Michael Beuerle

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate: BWV 125 „Mit Fried und Freud ich fahr dahin

Kantate BWV 125 am Fest Mariae Reinigung

Ingeborg Danz, Alt / Mark Padmore, Tenor

Peter Kooij, Bass

Collegium Vocale

Leitung: Philippe Herreweghe

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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mdr – figaro

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

06:25 Uhr – Einführung zur Kantate

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06:30 Uhr Kantate

Christoph Graupner (1683 – 1760)

„Wir wissen, dass Trübsal Geduld bringet“ GWV 1121/44

Sonja Bühler, Sopran; Michael Feyfar, Tenor;

Markus Flaig, Bass –

Anton-Webern-Chor Freiburg,

Ensemble Concerto Grosso

Leitung: Hans Michael Beuerle

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/br-klassik120.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Player, den man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um  08:05 Uhr bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Kantate: BWV 131  „Aus der Tiefen ruf ich, Herr, zu dir“

Kobie van Rensburg, Tenor; / Peter Harvey, Bass;

Monteverdi ChoirEnglish Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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Videos mit Bach-Kantaten

*) Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit..!!

Kantaten außerhalb vom Sonntag „Reminiscere“

*) BWV  100 – „Was Gott tut, das ist wohlgetan
*) BWV  131 – „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir

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/ YouTube: BWV 100 –  

Was Gott tut, das ist wohlgetan“  (Interpret: Ton Koopman )

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/ YouTube: BWV 125 –  

Mit Fried und Freud ich fahr dahin (InterpretHerreweghe )

Kantate am Fest Mariae Reinigung !

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/ YouTube: BWV 131  –

 Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir –  (Interpret: Ton Koopman )

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/ YouTube –

Zusätzliche Komponisten der Barockzeit:

Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712)

‚Herr, wenn ich nur dich habe‘

Church cantata for soloists (SATB), chorus (SATB)

and orchestra (2 violins, 2 violas, harp and basso continuo)

Text: Anonymous

Verena Gropper, soprano / Franz Vitzthum, countertenor

Immo Schröder, tenor / Markus Flaig, bass

Das Kleine Konzert, / Rheinische Kantorei,

conducted by Hermann Max

Concert: 4 June 2012 in Halle (Marktkirche)

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/ YouTube: 

Johann Michael Bach (1648-1694)

Cantata – Das Volk, so im Finstern wandelt

Chorus: Das Volk, so im Finstern wandelt
Recitative: Ehre sei Gott in der Höhe
Aria: Heil der Armen, Trost der Seelen

Chorus: Rheinische Kantorei

Orchestra: Das Kleine Konzert

Conductor: Hermann Max

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Philipp Krieger  – (1649 bis 1725) 

Johann Philipp Krieger 1649 - 1725

Johann Philipp Krieger 1649 – 1725

Johann Philipp Krieger (* 26. Februar 1649 in Nürnberg; † 6. Februar 1725 in Weißenfels) war ein deutscher Komponist, Organist und Kapellmeister.

Krieger wuchs als Sohn eines Teppichmachers und Garnfärbers auf und erhielt bereits in frühen Jahren eine musikalische Unterrichtung an Tasteninstrumenten. Ab dem achten Lebensjahr erhielt er Unterricht bei dem Nürnberger Musiker und Froberger Schüler Johann Drechsel. Weiteren Unterricht erhielt er auf Blas- und Streichinstrumenten von dem Gambisten Gabriel Schütz (1633-1710). Vorrangig beeinflusst wurde er während seiner Ausbildung jedoch von dem Organisten Paul Hainlein, vor allem hinsichtlich seiner späteren Zuwendung zum Orgelspiel.

Später ging Krieger nach Dänemark, wo er Schüler des Königlich Dänischen Organisten Johannes Schröder in Kopenhagen wurde. Gleichzeitig vertrat er diesen als Organisten an der Peterskirche. Parallel dazu erhielt er bei Kaspar Förster jun., seines Zeichens Königlich Dänischer Kapellmeister, Unterricht im Fach Tonsatz. Kurze Zeit nach Aufnahme seines Studiums wurde Krieger an der Orgel der Hauptkirche in Kopenhagen eingesetzt. Gegen 1667 erhielt er eine Berufung nach Christiania in Norwegen als Organist, die er auf Wunsch seiner Eltern jedoch nicht wahrnahm…

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Johann Philipp Krieger (1649-1725)

Ob Klavier, Orgel oder Blas- und Streichinstrumente – Johann Philipp Krieger war ein vielseitig talentierter Musiker.

Der am 26. Februar 1649 in Nürnberg geborene Johann Philipp Krieger war das Kind recht wohlhabender Eltern. Sein Vater Hans Krieger, ein Teppichmacher und Garnfärber, und seine Mutter Rosina konnten ihren beiden Söhnen bereits in früher Kindheit musikalischen Unterrichten bieten. Der kleine Johann Philipp muss dabei durch besondere Begabung aufgefallen sein, wenn der zeitgenössische Biograph Doppelmayr ausdrücklich berichtet, dass er das Klavier „schon in dem neundten Jahr seines Alters solches zu vieler Anhörenden Bewunderung gar nett spielen, nächst deme gleich alle Melodien, die man ihm vorsunge, nachzuschlagen, auch sonsten wohlgesetzte Arien von seiner Composition darzustellen, im Stand war“.

In Venedig studierte er bei Johann Rosenmüller Komposition und bei Rovettini Klavier. In Rom nahm Krieger Unterricht bei Abbatini und bei dem bekannten Organisten und Komponisten Bernardo Pasquini in Komposition und Klavier. Besonders der letztgenannte hat ihn stark beeinflusst. Daneben wurde er mit zahlreichen anderen Musikern wie Cavalli, Legrenzi, Ziani, Carissimi und Kirchner bekannt.

Nach kurzen Aufenthalten in Frankfurt und Kassel kam er im November 1677 als Kammermusiker und Kammerorganist an den Hof Herzog Augusts von Sachsen-Weißenfels nach Halle. Da der Herzog Krieger unbedingt an seinem Hof halten wollte, beförderte er ihn bereits nach einem halben Jahr zum Vizekapellmeister. Der Tod des Herzogs veränderte die Anstellung Kriegers erneut. Herzog Johann Adolph I., seit 1680 Nachfolger seines Vaters August, verlegte den Hof nach Weißenfels und ernannte Krieger zum Kapellmeister. In dieser Anstellung konnte er endlich seine künstlerischen Fähigkeiten voll entfalten.

Kurz vor seinem 76. Geburtstag starb Johann Philipp Krieger am 6. Februar 1725 in Weißenfels. Obwohl er als einer der wenigen vor Bach in unermüdlicher Arbeit zur deutschen Musik zurückfand, sie prägte und der Bachschen Kantate unmittelbar den Boden bereitete, ist er heute fast vergessen.

Video auf YouTube:

Johann Philipp Krieger –

Geistliches Werk: „Ich will in Friede fahren“

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CD Seelenfrieden CD-Vorstellung: 

Johann Philipp Krieger (1649-1725)

Auch wenn seine Musik heutzutage eher Spezialisten ein Begriff sein dürfte, war Johann Philipp Krieger (1649- 1725) doch einer der führenden Komponisten Deutschlands unmittelbar vor Bach. Sein Verdienst liegt besonders in der Einführung italienischer und französischer Form- und Satztechniken. Die insgesamt zwanzig Geistlichen Konzerte aus der Sammlung ‚Musicalischer Seelen-Frieden‘, dem einzigen Druck geistlicher Musik Kriegers, sind in den Jahren 1690 bis 1696 entstanden. Neben ungefähr 2500 Kantaten gehört auch seine Instrumentalmusik zu den bedeutendsten Gattungsbeiträgen vor Bach. Um auf die bislang wenig beachteten Qualitäten Kriegers als Vokal- und Instrumentalkomponist aufmerksam zu machen, kann man sich wohl keine besseren Interpreten vorstellen als Dorothee Mields sowie die Hamburger Ratsmusik unter Simone Eckert.

Psalm 134: Ecce nunc benedicite Domino (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.) – Sonata Quinta G-Dur Op.II (für Violine, Viola da gamba und B.c.) – Psalm 68: Es stehe Gott auf (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.) – Sonata Sesta à doi a-Moll Op.II (für Violine, Viola da gamba und B.c.) – Psalm 65: Gott, man lobet dich in der Stille (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.) – Sonata Quarta à doi F-Dur Op.II (für Violine, Viola da gamba und B.c.) – Psalm 31: Herr, auf dich trau ich (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.)

CD-Bestellung: >>  h i e r  <<

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Ein weiteres Video von  

Johann Philipp Krieger (1649-1725)

„Wo willst Du hin, weil’s Abend ist“,

Fritz Wunderlich, tenor (1930-1966)

Bernhard Michaelis, tenor
Hermann Klaiss, violocello
Hermann Werdermann, cembalo
16.03.1956

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

Aufführungsort: Grote Kerk, Narden am 20.02.2000

BWV 92 – „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“

Kantaten für den Sonntag Septuagesimae

Die dritte der von Bach für diesen Sonntag erhaltenen Kantaten ist

BWV 92 „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“ von 1725,

eine neunsätzige Choralkantate, die auf ein Lied von Paul Gerhardt zurückgeht. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängerwerken bezieht sich der aus dem Jahr 1647 stammende Text nicht ausdrücklich auf eine der festgesetzten Bibellesungen, sondern ermahnt die Gemeinde, sich Gott mit Herz und Sinn zu ergeben und ihm im Guten und im Bösen zu vertrauen. Das mag die Erklärung sein, warum das einleitende Oboenthemas in Melodieführung und Stimmung der zärtlichen Sopranarie ‚Komm in mein Herzenshaus’ aus BWV 80 ähnlich ist. Die einleitende Choralfantasie ist sorgfältig ausgearbeitet und weist in den drei einander imitierenden tiefen Stimmen heftige Spannungen auf. Spuren der Choralmelodie sucht man in ihr vergeblich, bis man gewahr wird, dass ihr Material aus den Instrumentalritornellen gewonnen ist, die zwischen die Zeilen des Chorals eingefügt sind.

Der zweite Satz ist ein kühnes Experiment, mit dem Bach den Bass seinen eigenen gemessenen Gesang der zweiten Choralstrophe nicht weniger als neunmal durch seine eigenen Anmerkungen in freier rezitativischer Form unterbrechen lässt, während der Continuo den Sinn der Worte tonmalerisch ausdeutet. Das alles hört sich ein bisschen an wie eine Lehrstunde zur Auslegung der Heiligen Schrift: Der Lehrer der Sonntagsschule erklärt geduldig, dass Gott ‚mich nur üben’ will, wenn das Leben mühselig wird, daher auch die beiläufigen Anspielungen auf Jonas und den Walfisch, den uns das unterirdische Grummeln im Continuo identifizieren hilft, und auf Petrus, der ‚stark im Glauben’ ist, was durch das kantige, mit Hilfe von Steigeisen bewerkstelligte Klettern hinauf zum Gipfel (hohes E) zum Ausdruck kommt. Unterdessen teilt Bach seinen Hörern mit, dass die Hauptstrophe des Chorals gleich wieder einsetzen wird, indem er sie jedes Mal kurz vor ihrem Erscheinen in diminuierter Form im Continuo ankündigt (oder gleichzeitig präsentiert). Es besteht die Gefahr, dass der Hörer durch das Übermaß an Informationen erdrückt wird, so wie angesichts jener verwirrenden Verkehrsschilder an Straßenkreuzungen, die Autofahrer blitzschnell entschlüsseln sollen, und die ganze Fülle lässt sich schwer bewältigen.

Dergleichen Probleme sind in der sich anschließenden Tenor-Arie ‚Seht! wie reißt, wie bricht, wie fällt’ nicht vorhanden. Sie findet Bach in apokalyptischer Stimmung vor. Hier verlagert sich die Tonmalerei auf eine sehr viel größere Leinwand: Die in Rubensmanier kühn dahinfegenden Pinselstriche, die Tiraden in den ersten Violinen (mit weiten Sprüngen und schroffen Rhythmen) im Wechsel mit viernotigen Motiven der beiden mittleren Stimmen und das sich in Gegenrichtung bewegende Continuo setzen eine riesige Energie frei. All das trägt dazu bei, einen Eindruck davon zu vermitteln, ‚wie reißt, wie bricht, wie fällt, was Gottes starker Arm nicht hält’. Das Stück verlangt vom Sänger eine äußerst virtuose Leistung; es ist eindrucksvoll, aber absichtlich unerquicklich.

Die Choralmelodie kehrt, spärlich verziert, im vierten Satz wieder, der Gottes ‚Weisheit und Verstand’ als obersten Hüter der Zeit rühmt (‚Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt, zu tun und auch zu lassen’). Sie wird hier sachlicher vorgetragen als in ähnlichen Modellen, und das legte mir nahe, die hinter dem Instrumentalensemble postierten Altstimmen unisono statt solistisch zu führen. Folglich wird nun der Hintergrund – zwei Oboen d’amore, die in fugiertem Austausch miteinander verkettet sind (ohne dass in fünfundfünfzig Takten eine Stelle vorgesehen wäre, wo sie Atem schöpfen könnten) und zusammen mit dem Continuo eine Art dreistimmige Invention schaffen –zum Vordergrund.

‚Das Brausen von den rauen Winden’ kehrt im sechsten Satz wieder, heraufbeschworen durch den lebhaften Austausch zwischen Cello und Bassist. Bach verwertet hier einen Gedanken aus seiner allerersten Kantate (BWV 150, Nr. 5), in der das gleiche Motiv dazu verwendet wurde, Zedern zu beschreiben, die ‚von den Winden oft viel Ungemach empfinden’. Hier dient der Vergleich dazu, die Botschaft des B-Teils hervorzuheben – wie ‚des Kreuzes Ungestüm schafft bei den Christen Frucht’. (Die in der Bedeutung des Wortes ‚Ungestüm’angelegte ‚Heftigkeit’ bezieht sich, wie ich meine, auch auf die Brutalität eines Todes durch Kreuzigung.) Für mich ist das Bild ‚brausender rauer Winde’, die ‚volle Ähren’ bringen, irritierend. Wind hat für Bauern gewöhnlich die umgekehrte Wirkung: Eines der Dinge, die wir zur Zeit der Ernte fürchten müssen, ist ein unberechenbarer Sturm, der das Getreide flach legt und den möglichen Ertrag vernichtet.

Ein zweites Mal unterbricht nun Bach die Choralstrophe (Nr. 7) mit Kommentaren in rezitativischer Form, die sich von der tiefsten zur höchsten Stimme bewegen. Genau an der Stelle, wo der Choraltext ausgesprochen persönlich wird (‚Ei nun, mein Gott, so fall ich dir getrost in deine Hände‘) und den Hörer eigentlich einen solistischen Vortrag erwarten ließe (wie in Nr. 2), vertont ihn Bach als vierstimmigen Choral über einer teilweise unabhängigen Continuolinie. Linde Düfte bringt die von Oboe und Streicherpizzicati begleitete pastorale Sopranarie ‚Meinem Hirten bleib ich treu’ (Nr. 8). Wunderbar ist die Doppeldeutigkeit des rhythmischen Akzents: Bach lässt den Hörer eine Folge zweitaktiger Einheiten erwarten, um dann plötzlich vier Takte zu verklammern. Bei ihrem bezaubernden Schluss – ‚Amen: Vater, nimm mich an!’ – sind Unschuld, Vertrauen und Fragilität zur Einheit verschmolzen.

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Sonntag Septuagesimae

               Link:    h i e r  zum Download  als PDF   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen:  Wilke te Brummelstroete, Alt

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CDs vom Label SDG  
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SDG 153 Vol. 20 Cover:  CD – SDG 153 – Vol. 20

CD 1 zum Sonntag Septuagesimae

Link: 

CD – Bestellung 

CD  – Inhalt:

BWV 84 – „Ich bin vergnügt mit meinem Glücke“
BWV 92 – „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“
BWV 144 – „Nimm, was dein ist, und gehe hin“

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bachfest-leipzig-2013 Bachfest Leipzig vom 12.06. bis 21.06.2015

“So herrlich stehst du, liebe Stadt!”

Das Bachfest 2015 steht unter dem Motto “So herrlich stehst Du, liebe Stadt!”. Zum Jubiläum der Ersterwähnung Leipzigs vor 1.000 Jahren werden musikalische Werke aufgeführt, die in der sächsischen Metropole entstanden oder mit ihrem Musikleben unmittelbar verbunden sind.

Vom 12. bis 21. Juni 2015 sind namhafte Künstler und Ensembles eingeladen, darunter Sir J. E. Gardiner, Philippe Herreweghe und das Collegium Vocale Gent, Masaaki Suzuki und als “Ensemble in residence” das Ensemble 1704 unter Leitung von Vaclav Luks.

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2015 beginnt am 15. Oktober 2014.

 www.bachfestleipzig.de 

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Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts

Thomaskirchhof 16 04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2014

nachstehend:

Programm zum Download als PDF –

Programm_Bachfest_Leipzig_2014

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

 Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig
Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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L.I.S.A. – Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung

J. S. Bach’s Thomaner – Gerda Henkel-Stiftung

EPISODE 8 | Bachs Aufführungen

Die Leipziger Thomaskirche ist voll, wenn der Thomanerchor gemeinsam mit Musikern des Gewandhausorchesters Werke Johann Sebastian Bachs aufführen. Der Klang und die Atmosphäre an historischer Stätte bieten der Phantasie breiten Raum, und viele Zuhörer wähnen sich um gut 300 Jahre zurückversetzt. Aber klang Bach 1730 auch schon so wie heute? Wurde das Konzert auch damals so aufgeführt? Den Fragen geht im Bach-Archiv Dr. Andreas Glöckner, Dramaturg des alljährlichen Bach-Fests, nach. Wie? Mit Klangexperimenten.

Link zum Video oder in das Foto klicken..!!

http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bachs_auffuehrungen?nav_id=5370

J.S. Bach seine Thomaner

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Video von Sir J. E Gardiner im Rahmen der Gerda Henkel-Stiftung

EPISODE 11 | Sir John Eliot Gardiner über Johann Sebastian Bach

Bach schützte seine Privatsphäre und achtete sehr darauf, was an die Öffentlichkeit gelangen durfte. Das macht bis heute eine Rekonstruktion seines Lebens und seiner Persönlichkeit äußerst schwierig. Der Präsident des Bach-Archivs, Sir John Eliot Gardiner, vergleicht die mühsame Forschungsarbeit mit der Rekonstruktion einer Statue aus vielen kleinen Einzelteilen. Ziel ist es, das verzerrte Bild des perfekten Komponisten, das frühere Biographien hervorgerufen haben, zu korrigieren. Denn Bach war alles andere als perfekt.

Zum Video über den nachstehenden Link oder in das Bild klicken..!!

http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/sir_john_eliot_gardiner_ueber_johann_sebastian_bach?nav_id=5373&language=de

Gardiner Henkel-Stiftung

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:
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Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Foto: Rudolf Lutz Dirigent

J.S. Bach Cantata – BWV  125  „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

Kantate BWV 125 zum Fest Mariae Reinigung für Altus, Tenor und Bass, Vokalensemble, Corno, Flauto traverso, Oboe d’amore, Streicher und Continuo Solisten:

Alex Potter  – Altus

Leitung: Rudolf Lutz

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-125/


Icon  Abendprogramm BWV 125 (93.0 KB)

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mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei – 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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Video –  BWV 125 –  „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“

Zweiter Satz (aria alto) aus der Kantate BWV 125 „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“,

aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen.

Solist: Alex Potter (Altus).

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

Die neueste Bach-Kantate wurde am 20.2.2015 im Internet veröffentlicht !

J.S. Bach Kantate BWV 185

Barmherziges Herze der ewigen Liebe”

Link zum Video: 

http://allofbach.com/nl/bwv/bwv-185/detail/

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J.S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach: vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

J.S. Bach –  Kantate

J.S. Bach, Kantate BWV 30 „Freue dich, erlöste Schar“: Nr. 1 Coro „Freue dich, erlöste Schar“ | Stuttgarter Kantorei | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Christine Busch) | Leitung: Kay Johannsen

Aufführung im Rahmen des Zyklus Bach:vokal, Stiftskirche Stuttgart, 21.6.2013

J.S. Bach, Kantate BWV 30 „Freue dich, erlöste Schar“: Nr. 2 Recitativo „Wir haben Rast“ & Nr. 3 Aria „Gelobet sei Gott“ | Benjamin Appl (Bass) |

J.S. Bach, Kantate BWV 30 „Freue dich, erlöste Schar“: Nr. 4 Recitativo „Der Herold kömmt“ & Nr. 5 Aria „Kommt, ihr angefochtnen Sünder“ | Sophie Harmsen (Alt) | Julie Stewart-Lafin (Flöte)

J.S. Bach, Kantate BWV 30 „Freue dich, erlöste Schar“: Nr. 6 Choral „Eine Stimme lässt sich hören“ | Stuttgarter Kantorei | Stiftsbarock Stuttgart

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Herzliche Sonntagsgrüße an alle Besucher !

Volker

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