Archiv der Kategorie: J.S. Bach Kantaten

Radiotipps mit klassischer Musik für die KW 13


Hallo,

hier meine Radio-Tipps für die 13. Kalenderwoche 2009.

Ab 16.3.2009
Mo-Fr
NDRkultur
9:30 Uhr ca. 10 min
20-teilige Serie über Händel

Georg Friedrich Händel, Komponist

Georg Friedrich Händel, Komponist

7 Tage lang abrufbar

Unter dem Titel „Georg Friedrich Händel – Musik für die Ewigkeit“ erzählt der Journalist Rolf Seelmann-Eggebert auf NDR Kultur in einer 20-teiligen Reihe die Lebensgeschichte des Komponisten. Die Serie wird vom 16. März bis zum 10. April jeweils um 9.30 Uhr im Programm von NDR Kultur zu hören

Weitere Informationen:

http://www.ndrkultur.de/programm/pressemeldungndr3478.html

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Sonntag, 21.3.2009

NDR Kultur – Prisma Musik 20:00 Uhr,

Brahms und die Geschichte,

Von Wolfgang Sandberger

Auszüge des NDR:

Brahms besaß ein für seine Zeit ungewöhnlich intensives Interesse an der Musik alter Meister. Das galt nicht nur für die Werke Johann Sebastian Bachs. Man kann Brahms ohne Übertreibung als bibliophilen Sammler bezeichnen; schon als junger Mann graste er die Antiquariate systematisch nach alten Noten und Büchern ab. Später kam er sogar in den Besitz wertvoller Autografe. So hütete er beispielsweise die „Sonnenquartette“ von Joseph Haydn oder die handschriftliche Partitur der großen g-Moll-Sinfonie von Mozart als kostbaren Besitz.

Daneben gab er zum Beispiel Klavierwerke von Domenico Scarlatti neu heraus. Brahms verfügte testamentarisch, dass seine Scarlatti-Sammlung nach seinem Tod zusammen mit anderen Schätzen an die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien gehen sollte. Den ständigen Dialog mit der Geschichte spiegelt auch seine Tätigkeit als Lehrer, Dirigent und Briefpartner. Wolfgang Sandberger, der Leiter des Lübecker Brahms-Instituts, zeichnet das Porträt einer historisch vielseitig interessierten Künstlerpersönlichkeit.

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Montag, 22.3.2009
NL4 (Holland)

7:00 – 9:00 Uhr


1. Telemann. Sinfonia melodica voor twee hobo’s, strijkers en basso continuo. Berliner Barock Solisten o.l.v. Rainer Kussmaul. Albrecht Mayer en Viola Orlovsky, hobo.

2. C.J. van Helmont. Magnificat. Collegium Instrumentale Brugense o.l.v. Patrick Peire. Greta de Reyghere, sopraan. Luc de Meulenaere, alt. Guy de Mey, tenor.

3. Purcell. A Ground in d. Pedro Memelsdorff, blokfluit. Andreas Staier, klavecimbel.

4. Zelenka. Deel 1, 2 en 3 uit Litaniae Lauretanae. Tafelmusik o.l.v. Frieder Bernius. Nancy Argenta, sopraan. Michael Chance, alt. Christoph Prégardien, tenor.

5. Bach. Preludium en Fuga in bes BWV 867 uit Wohltemperierte Klavier Boek 1. Richard Egarr, klavecimbel.

6. A. Corelli. Concerto grosso in D opus 6 nr. 7. The English Concert o.l.v. Trevor Pinnock.

7. G. Böhm. Vater unser im Himmelreich. Bram Beekman, orgel.

8. J.S. Bach. Cantate 117 Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut. The Amsterdam Baroque Orchestra and Choir o.l.v. Ton Koopman. Bogna Bartosz, alt. James Gilchrist, tenor. Klaus Mertens, bas.

9. Haydn. Deel 2 uit Strijkkwartet in D opus 76 nr. 5. Kodaly Kwartet.

10. A. Lotti. Credo. Balthasar Neumann Koor/Balthasar Neumann Ensemble o.l.v. Thomas Hengelbrock.

11. J.S. Bach. Symphonie Concertante in E. The Hanover Band o.l.v. Anthony Halstead.

12. F. Carulli. Duet in D. Eleonore Pameijer, fluit. Dario Macaluso, gitaar.

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SWR2
22.03.2009 um 8.03 Uhr

SWR2 Kantate
„Die Klagelieder des Jeremias“ (4)
Jan Dismas Zelenka:
Lamentationen zum Karfreitag

John Mark Ainsley (Tenor)
Michael George (Bass)
Chandos Baroque Players

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NDR-Kultur

Die großen Stars der Musik, 22.03.2009 18:00 Uhr, Von Elisabeth Richter

und am 29. März 2009, 18.00 bis 19.00 Uhr

Engl. Dirigent Sir Roger Norrington

Engl. Dirigent Sir Roger Norrington

Sir Roger Norrington zum 75. Geburtag,

Auszüge des NDR

„The Stuttgart Sound“

Norrington kann – wie andere Dirigenten auch, die von der historischen Aufführungspraxis kommen, etwa Harnoncourt oder Gardiner – seine Vorstellungen von „historisch informiertem Spiel“ mit modernen Orchestern verwirklichen, Originalinstrumente sind nicht zwingend erforderlich. Allerdings ist Norrington einer der wenigen Dirigenten, die den modernen Orchestern konsequent ein Spiel ohne Vibrato verordnen, es nur an ausgewählten, sinnvollen Stellen zulassen. Noch immer wird nicht jeder glücklich mit Norringtons Sicht auf die Musik von Beethoven, Bruckner oder Mahler. Die Geschmäcker sind eben verschieden. Die Fans sprechen jedoch von „The Stuttgart Sound“, finden Norringtons Interpretationen „aufregend“, man sieht „einen guten Weg zwischen historischer Aufführungspraxis und den Möglichkeiten eines modernen Orchesters“.

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MDR
19:30 – 21:30 Uhr

19.30 Konzert
Die Stimme – ein hochsensibles Instrument
Ehemalige Knabenchorsänger und ihre stimmliche Entwicklung

Mit Christoph und Stephan Genz (ehemalige Mitglieder des Thomanerchores Leipzig, heute Konzert- und Opernsänger), Sebastian Henning (ehemaliges Mitglied des Knabenchores Hannover, heute Mitglied der Hannover Harmonists)
Moderation: Grit Schulze

(Aufzeichnung einer Gesprächsrunde vom 7. Leipziger Symposium zur Kinder- und Jugendstimme vom 21. Februar 2009, Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ Leipzig)

Robert Schumann: Lieder und Duette u.a. aus „Romanzen und Balladen“ op. 49, „Liederkreis“ op. 25 und „Spanische Liebeslieder“ op. 138
Christoph Genz, Tenor; Stephan Genz, Bariton; Christian Chamorelm, Klavier

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25.3.2009
HR2
20:05 – 21:30 Uhr

20.05 Notenschlüssel

Auszüge des HR2

Georg Friedrich Händel: „Julius Caesar und Kleopatra“
Aufgeschlüsselt von Paul Bartholomäi
Ägypten hat er erobert, seinen Widersacher Pompejus besiegt – eigentlich könnte Julius Cäsar sich siegesbewusst feiern lassen. Aber ein solcher Held kommt nicht zur Ruhe, er ist immer in Gefahr, ob vonseiten Ptolemäus‘, des ägyptischen Königs, oder dessen reizender Schwester Kleopatra. Der Stoff eignet sich als spannende Intrigengeschichte mit exotischem Flair, verwirrenden Verwechslungsspielen und leidenschaftlichen Liebesszenen bestens für eine Oper. Und was Georg Friedrich Händel am 20. Februar 1723 im Londoner „King‘s Theatre“ am Haymarket unter dem italienischen Titel „Giulio Cesare in Egitto“ auf die Bühne brachte, wurde seine erste wirklich erfolgreiche Oper. Mit teils atemberaubenden, teils höchst anrührenden Arien gelang es ihm, das Staraufgebot von Sängern bestens in Szene setzen. „Giulio Cesare in Egitto“ begründete Händels Ruhm in der britischen Hauptstadt. Mehrere Spielzeiten hintereinander verlangten die Londoner Bürger das Werk auf dem Spielplan des Haymarket-Theaters, und auch auf dem Kontinent wurde Händels Geniestreich begeistert aufgenommen, etwa in Hamburg, wo man ihn ab 1725 immer wieder auf die Bühne brachte. Mehr von Händels Opernerfolg erzählt Paul Bartholomäi in seinem „Notenschlüssel“.

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Allen wünsche ich viel Spaß bei der Auswahl von interessanten Musikhinweisen.

Grüße und ein schönes Wochenende

Barbara

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Bach Cantata Pilgrimage 2000 Gardiner-Konzert in Velbert-Neviges am 30.09.2000


Ein Konzertbesuch von Martin in Velbert-Neviges im Mariendom am 30.9.2000 während der Bach Cantata Pilgrimage 2000.

Autor: Martin

Erstmal vielen Dank und herzlichen Glückwunsch an Volker für die Idee und Mühe!

Ich bin leider erst im Jahr 2000 wirklich auf Gardiner und sein Projekt aufmerksam geworden und habe das Konzert in Velbert-Neviges am 30.09.00 mit den Kantaten zum Michaelistag besucht. Außerdem wurde das Violinen-Doppelkonzert BWV 1048 (?) gespielt.



Foto: Mariendom Velbert-Neviges

Es war eine unglaublich gespannte und euphorische Stimmung von Anfang an. Man hatte das Gefühl, dass der komplett aus Beton gebaute Mariendom in Neviges aus allen Nähten platzte. Jedoch ist der Dom sehr hoch erbaut und bietet eine fantastische Akustik mit ordentlich Hall, von der Gardiner nach dem Konzert richtig schwärmte.

Im Gegensatz zur veröffentlichten CD (Vol 7) kam BWV 50 als “Fetzer” zum Schluss und es schien, als hätten Chor und Orchester noch extra große Energiereserven für diese Prachtkantate übrig behalten. Während des Applauses für “Man singet mit Freuden zum Sieg” teilte sich der Chor auf der Bühne und die Oboen und (wenn ich mich richtig erinnere) die Trompeten standen dazwischen. Der erste Chor, der ja auch zuerst einsetzt, beinhaltete auch alle vorherigen Solisten (Hatelius, Wyn Roberts, Gilchrist, Harvey).
Es wurden gute drei Minuten hellstes Bach-Feuerwerk!

Wie Gardiner selbst in seinem Tagebuch schreibt, war der Applaus mit dem eines Rockkonzerts vergleichbar. So war es wirklich. Es standen alle 2000 Leute und etliche (wir auch) drängelten sich in den Zwischengängen nach vorn. Und das zahlte sich aus, als BWV 50 nochmal wiederholt wurde und wir quasi neben dem Orchester standen. Danach folgte nochmal ein nicht endender tosender Beifall.

Beim Verlassen der Bühne nahmen sich alle Solisten und Gardiner ausgiebig Zeit, zahlreiche Autogrammwünsche zu erfüllen. Das hatte wieder was von einem Rockkonzert (nur, dass sie wahrscheinlich weder Hotelzimmer zertrümmert haben, noch bis in die Puppen gesoffen haben..:-)). Das hätte man dem alten Bach gewünscht!

Hat noch jemand Konzerte der BCP besucht?

Grüße,
Martin

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Hier ein Ergänzungs-Beitrag mit Fotos Gardiner-Konzert im Mariendom Neviges

Bach Cantata Pilgrimage 2000 Konzert in Velbert-Neviges am 30.09.2000

23.1.2007 von Martin.

Hallo,

Habe noch ein paar Innenfotos vom Mariendom. Wie kann ich die hier einfügen? Am besten, ich schicke sie Dir, oder?

Auf Wunsch von Martin stelle ich drei weitere Bilder vom Mariendom Innenansicht in Neviges hier vor!! Die Bilder musste ich erst auf meiner Homepage hochladen um eine Internetverbindung für die Bilder zu schaffen. (Ziemlich umständlich im Blog).

Habe eine neue Möglichkeit im Internet gefunden, größere Fotos zu publizieren!

Foto: Neviges Mariendom Blick nach hinten


Foto: Neviges Mariendom Blick nach vorn


Foto: Neviges Mariendom Stuhlreihen

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Dazu gegebene Kommentare:

1. Volker /admin sagt:
23.1.2007 bei 01:00

Hallo Martin,

Herzlich willkommen im Gardiner-Blog.
Mit einem großartigen Konzerteindruck von Velbert-Neviges am 30.09.2000 während der Pilgerreise von 2000 hast Du dich zu Wort gemeldet und uns Deine Eindrücke geschildert.

Ich bin heute einmal auf die dortige Internetseite gegangen und bin von dem Kirchen-Neubau von 1966 schwer beeindruckt. Ich werde das Foto der Wallfahrtskirche in Deinem Beitrag linken, damit alle Besucher einen Eindruck von diesen großartigen Räumlichkeiten bekommen können.

Für mich war es Neuland und habe den Internetauftritt von Neviges mit Interesse verfolgt.

Mich freut es für Gardiner, dass er dort nach Deinen Schilderungen ein euphorisches Publikum angetroffen hat.

Wer ebenfalls Eindrücke von diesem großartigen Wallfahrtsort beisteuern möchte soll es tun.

Grüße
Volker

Verfasst am Jan 17, 11:59 PM |
2. Alexmusician sagt:
2.2.2007 bei 13:00

Hallo Martin,

ja, ich war bei einigen Konzerten der BCP. So auch in dem in Neviges. Etwas Vergleichbares habe ich weder davor noch danach erlebt. Es war schier unglaublich, was an diesem Abend für eine Stimmung durch die riesige Kirche ging. Ein schönes Erlebnis für mich war folgendes: ich hatte einen Sitzplatz ziemlich weit an der Seite und bin zwischenzeitlich mal aufgestanden um mehr sehen zu können. Zu diesem Zeitpunkt spielten die EBS gerade das Violinkonzert d-moll. Gardiner stand an der anderen Seite und wir schauten uns an und mußten beide grinsen, weil wir beide im selben Rhythmus “mitswingten”´. Es war einfach nur genial.
Beim “Nun ist das Heil” stockte mir dann nur der Atem. Die erste Version war ja schon gut, aber die Zugabe war der Hammer. Vor allem die Tatsache, daß es mitten im Schlußapplaus noch einmal von vorne losging, machte eine Wahnsinnsstimmung.
Diese Reise werde ich nie vergessen.
Grüße,
Alex
3. Martin sagt:
2.2.2007 bei 14:00

Hallo Alex!

Stimmt, ich erinnere mich auch gerade, dass wir beim Applaudieren regelrecht unterbrochen wurden. Ich würde einiges dafür geben, das Konzert nochmal erleben zu dürfen oder eine DVD davon.
Wie ich Tage später gehört habe, haben sie BWV 50 auch als Zugabe in Bonn (einen Tag später) gespielt und damit alle von den Sitzen gerissen.

Auf welchen Konzerten warst Du denn noch?

Grüße,
Martin
4. Volker /admin sagt:
2.2.2007 bei 15:00

Hallo Alex,

bin gerade mit der Mail an Dich fertig geworden und sehe schon Deinen Beitrag, toll! Nochmal ein herzliches Willkommen im Forum unter netten Gleichgesinnten.

Die überschäumende Freude des Konzertes von Neviges scheint in die Gardiner-Analen einzugehen, er berichtet ja auch darüber in seinem Pilgrimage-Reisetagebuch, welches Du aus diesem Blog heraus aufrufen kannst.
Wie Martin es bereits erwähnt hatte, ist das gegebene Konzert in der St. Martinikirche in Bremen nur ein Abklatsch gewesen zu dem, was in Neviges los war. So ein Traumkonzert erlebte ich im März 2005 mit der Matthäus-Passion in Königslutter bei über 1000 Besuchern in dieser schönen alten Kirche.
Viele Besucher, darunter auch ich und meine Frau verließen ganz ergriffen und erfüllt diese Veranstaltung.

Aber auf dieses Konzert werde ich in einem eigenen Beitrag noch ausführlich zurückkommen.

Herzliche Grüsse
Volker
5. meinhardo sagt:
2.2.2007 bei 18:00

Hallo,

da habe ich ja so richtig was verpasst wenn Ihr sagt, es war ein Traumkonzert, möchte so etwas auch mal mitbekommen.
Neidisch bin ich schon……..

Gruss
meinhardo
6. Alexmusician sagt:
2.2.2007 bei 20:00

Hallo,
wie schön, sich hier unter Gleich-Begeisterten austoben zu dürfen:). Ich hatte 2000 das Glück, ab Sommer so ziemlich im 2Wochen Rhythmus die Deutschland Konzerte zu erleben. Angefangen hat es in Mühlhausen im Sommer, danach Rendsburg, Braunschweig, Köthen, Neviges, Leipzig (ich glaub, ich hab noch nie so geheult wie da… obwohl doch: in Wittenberg), Berlin, Potsdam, Wittenberg, Köln und Lüneburg. Ich glaube, das waren sie… Aber dieses halbe Jahr mit dem Meister war so unglaublich, zumal ich da noch zu der großen Ehre gekommen bin, an seinen Proben vor Konzertbeginn teilhaben zu dürfen. Was für eine wunderschöne Zeit. Von mir aus könnte er das jedes Jahr machen.

Wittenberg am Reformationstag war auch so ein Highlight. Zuvor hatte er einen Teil von Wittenberg/Potsdam in Berlin in der Philharmonie gemacht, aber “Gott der Herr ist Sonn und Schild” BWV 79 in der Schloßkirche mit dieser Hörnerfanfare zu Beginn… Mir läuft’s grad schon wieder heiß und kalt den Rücken runter. In der Mitte der Kantate das wunderschöne “Nun danket alle Gott” mit den Hörnern und der Abschluß mit “Erhalt uns in der Wahrheit”. Das ganze mit der überwältigenden Kraft des Monteverdi – Choir. Einfach unglaublich. Was John Eliot für Bach tut, ist einfach nicht zu bezahlen!
Das letzte Highlight, was ich mit ihm hatte, war Ende letzten Jahres das Eröffnungskonzert für Soli Deo Gloria in Braunschweig. Dieses Jahr werden wir ihn ja Gott sei Dank sehr viel erleben. Ich zähle jetzt schon Tage! Wer von euch wird in Leipzig sein?

Grüße,
Alex
7. Volker /admin sagt:
3.2.2007 bei 00:00

Hallo Alex,

Dein Bericht und Besuch über die deutschen Aufführungsstätten während der Pilgertour 2000 ist schon beieindruckend. So viele Orte live mitzuerlebt haben ist ein Traum, was nicht vielen gegönnt war.

Das Trauma in Wittenberg zum Reformationsfest mit der Klangwiedergabe während der Probe zum BWV 80 muss für Gardiner ein Alptraum gewesen sein ich zietiere einmal seine
eigenständige Beschreibung aus dem Reisetagebuch:

“Wir probten zunächst die Kantate BWV 80, der Bach Luthers trutzigen Choral (1528/29) zugrunde gelegt hat. Die von den Streichern verdoppelten Stimmen klangen recht eindrucksvoll, aber es gab ein Problem.

Der mächtige instrumentale Kanon, den Bach als Rahmen für den Kontrapunkt des Chors bestimmt hatte, klang ungleichgewichtig: alle Stimmen oben (drei Oboen unisono) und keine unten (Violone und Orgel). Das ist immerhin die einzige Kantate Bachs, die zwischen Continuostimmen unterscheidet: violoncello cembalo zur Unterstützung der vierstimmigen Choralfantasie, violone et organo als Cantus firmus im Bass.

Auch nachdem wir den Streichbass nach vorn auf die Bühne geholt hatten, blieb das Problem bestehen. Das schöne Jennings-Harmonium, das uns in diesem Jahr überallhin begleitet und uns so gute Dienste geleistet hatte, besitzt keine Pedale und auch nicht das Posaunenregister 16′, das in einer der Quellen genannt wird.

Daher haben wir in der letzten Minute versucht, einen Bassposaunisten aufzutreiben, der imstande wäre, das notwendige Gewicht zu liefern. Dieser Musiker namens Fernando Gunter kam flugs aus Leipzig angereist und brachte die Dinge mit seinen donnernden tiefen Ds, die durch das Kirchengewölbe hallten, wieder in Ordnung

Die optische Wirkung der prächtigen Messingstürze und des voll ausgezogenen Stimmzugs gaben der Musik etwas Prahlerisches und erinnerten an Breughel. Konkurrierende Klänge des Chorals, der in gewisser Weise Kultsymbolcharakter hatte,……..”
– Zitatende. –

Weiterhin warst Du Ende letzten Jahres im SDG-Konzert in Braunschweig, meinst Du den 15.Dezember 2006 in der St.Martinikirche das Konzert? Dann kannst Du als Kommentar in der bestehenden Konzertrezension hier im Blog einmal Deine Eindrücke wiedergeben, wäre schön. Gehe über diesen Link: dann gelangst Du automatisch an die Konzertrezension aus Braunschweig Dezember 2006!

Also ich werde mit meiner Frau alle zwei Tage (14. und 15. Juni)zum Bachfest 2007 in Leipzig sein. (Thomaskirche und Nikolaikirche). Das gleiche hat wohl auch Martin schon gebucht. Nimmst Du auch am Bachfest Leipzig teil, wäre ja wunderbar, da könnten wir uns ja abstimmen zu einem gemütlichen Beisammensein.

Herzliche Grüsse
Volker
8. Alexmusician sagt:
3.2.2007 bei 16:00

Hallo Volker,

ja, ich werde im Juni beim Bachfest sein und freue mich riesig darauf, diese herrliche Musik wieder zu hören. Wir sollten uns da wirklich treffen, ich bin sofort dabei!
Doch, das halbe Jahr ab Sommer 2000 war für mich vom Gefühl, wie ein riesig langer Urlaub. Immer, wenn ich am Sonntag sehr spät am Abend nach Hause fuhr, war ich energie-geladen, wie sonst kaum. Man weiß einfach nicht, wie man diese Zeit in Worte fassen soll. Ehrlich gesagt, zehre ich vielfach heute noch davon, v.a. jetzt, wo die vielen tollen Aufnahmen nach und nach herauskommen.

Zu Neviges ist mir gestern Abend noch etwas eingefallen. Bei “Es erhub sich ein Streit” BWV 19 kommt die unglaublich bewegende Tenor-Arie “Bleibt, ihr Englel, bleibt bei mir”. Im Vergleich zu den anderen “Krachern” des Konzerts, geriet diese Arie für mich zum emotionalen Höhepunkt des Konzerts. Besonders beim Einsatz der Trompete mit dem Choral “Ach Herr, laß dein lieb Engelein” lief mir ein Schauer nach dem nächsten über den Rücken. Dem Trompeter Niklas Eklund gelang hier eine Glanzleistung, zumal die Trompeten ja das gnaze Konzert über gut beschäftigt waren.

 

Auch bei deiner Vermutung zum Thema Wittenberg liegst du richtig. Die klangliche Unausgewogenheit sorgte in der Probe durchaus für einige Hektik. Aber die Posaune brachte wirklich ein hervorragendes Gleichgewicht.

Viele Grüße,
Alex
9. Martin sagt:
3.2.2007 bei 17:00

Hallo zusammen,

also bei einem Treffen bin ich auf jeden Fall dabei. Wer ist denn wie lange da? Ich komme Donnerstag morgen an und fliege Samstag morgen.

An Alex: Absolut beneidenswert, so viele Konzerte mitgemacht zu haben!! Wie war denn das in Leipzig? Warst Du da auch bei der Probe? Ich habe später gehört, dass wohl nahezu alle Proben zwangsläufig öffentlich waren, weil man die Kirchen nicht einfach für ein paar Stunden absperren konnte. Wenn das in Leipzig genauso war und diesmal so ist, sollten wir uns auch die Proben nicht entgehen lassen…

Grüße,
Martin
10. Volker /admin sagt:
3.2.2007 bei 17:00

Hallo Alex,

die Veröffentlichung der CD “SDG 124″ Vol.7 von Bremen, identisch mit dem gegebenen Konzert anschließend in Velbert-Neviges, habe ich mir jetzt wieder in den Player gelegt und berausche mich an den fantastischen Kantaten.

Schon der Anfang des BWV 50 “Nun ist das Heil und die Kraft” lässt mich erschauern, dann anschließend die Trompeten, die meine heimliche Liebe darstellen, zumal der schwedische Trompeter Niklas Eklund mich als ein ganz Großer in der Trompeter-Gilde immer zu begeistern weiß, – Michael Harrison und Paul Sharp als Partner ergeben ein Trompeten-Ensemble erster Qualität -, einfach herrliche Kantaten die zum St. Michaelis-Tag hier eingespielt wurden.

Trompeter Niklas Eklund Trompeter Paul Sharp

Dieses Konzert wird von Bremen und Neviges als gleiches Programm zum Bachfest 2007 in Leipzig u hören sein, die Vorfeude meinerseits darauf ist riesig, ich stelle das Programm von Leipzig noch einmal hier vor:

Freitag, 15. Juni 2007; 20:00 Uhr Nikolaikirche No 60 »Soli Deo Gloria« 20.00 h | Nikolaikirche

J. S. Bach: Nun ist das Heil und die Kraft (BWV 50), Herr Gott, dich loben wir (BWV 130), Es erhub sich ein Streit (BWV 19), Man singet mit Freuden vom Sieg (BWV 149);

Herzliche Grüsse
Volker
11. Volker /admin sagt:
3.2.2007 bei 18:00

Hallo Martin und Alex,

ich sehe gerade beim Verfassen des obigen Kommentars, dass Martin sich zwischenzeitlich geäußert hat zm Bachfest Leipzig.

Ich habe unsere Ankunft für Donnerstag, 14.6.2007 auf ca. 16 Uhr gelegt. Unsere Abreise ist für Samstag, 16.6.2007 gegen Mittag vorgesehen.

Hier werden wir uns noch genau abstimmen, wo und wann das Beisammensien stattfinden soll, es bietet sich evtl.das Brauhaus gegenüber dem Rathaus an, nähe Thomaskirche, aber das soll nur ein Vorschlag sein, andere Vorschläge sind herzlich willkommen.

Die Konzert-Einführungen eine Stunde vor dem Konzert möchten wir am 14. und 15. wahrnehmen. Es sind hochrangige Referenten vom Bach-Archiv vorgesehen.

Grüsse
Volker.
12. Alexmusician sagt:
3.2.2007 bei 18:00

Hallo Martin, hallo Volker,

das hört sich doch alles schon sehr gut an.
An Volker: An das Brauhaus hatte ich zwecks Treffen auch schon gedacht. Bin aber falls gewünscht auch allen anderen Örtlichkeiten gegenüber offen. Es sollte nur wirklich recht kirchennah sein, die Einführungen versprechen doch einiges!
Bei mir wird es so aussehen, daß ich morgen erst einmal Karten ordern muß. Das ging bisher nicht, weil ich nicht wußte, wie das bei mir klausurtechnisch im Sommer aussieht. Ja ja, das Studentenleben… Dann möchte ich eigentlich Donnerstag gegen Mittag eintrudeln und bis Samstag morgen bleiben. Dann soll es nach Potsdam weitergehen, weil ich die Michaelis – Knaller zweimal haben muß! Kommt da von euch auch jemand hin?

An Martin: Ja, auch Leipzig konnte ich schon in den Proben erleben. Da war ich einen Tag vorher angereist und habe das ganze Wochenende in der Nähe des Meisters und seiner Leute verbringen können und jede Minute förmlich aufgesogen!
Sehr lustig war es insofern, weil er und seine Helfer irgendwann die Idee hatten, als Probenbesucher könnte man auch ein bißchen mit zufassen und so fand ich mich dann an der Seite der Techniker wieder und half dabei, Pulte etc aufzubauen. Der Meister quittierte dies mit seinem typischen “von einem Ohr zum anderen” – Grinsen. Außerhalb der BSP soll es aber sehr schwer sein, in die Proben zu kommen. Er hat sich da wohl etwas…
Ansonsten ist er aber wirklich ein fantastischer Mensch. Wenn man die Gelegenheit hat, sich mit ihm zu unterhalten, sollte man die Ohren gaaaaaanz weit aufmachen. Man lernt wirklich aus jedem Satz etwas!
Noch einaml zu Neviges: Nach dem Konzert dort sagte Gardiner mir, er sei mit derselben Aufführung in Bremen nicht zufrieden gewesen. Es sei alles sehr zerhackt gewesen und die Stimmung paßte überhaupt nicht. Zum Teil kann ich ihm nach der CD durchaus recht geben. Da finde ich, daß “Nun ist das Heil” überhaupt nicht den Drive hat, wie in Neviges.
Nach dem Neviges Konzert war Gardiners abschließender Kommentar: “This is really great music. Your ears are banging and blowing but that’s fantastic”. Sprach’s, grinste breit und endschwand:).
Viele Grüße,
Alex
13. meinhardo sagt:
4.2.2007 bei 12:00

Hallo,

auch ich höre in einer stillen Stunde mir die CD SDG 124 an.
Überragend für mich auch als Frakment das BWV 50, “Nun ist das Heil und die Kraft.”

Das einsätzige Werk ist umstritten ob es überhaupt von Bach ist. Aber wer soll schon sonst solche Genialität besitzen,solche Kompositionstechnik seinerzeits zu besitzen, das kann nur unser “Großer Bach” ihm ordne ich das Frakment umunwunden zu.

Wie seht Ihr das?

Grüße
meinhardo
14. Alexmusician sagt:
4.2.2007 bei 12:00

Hallo Meinhardo,
beszüglich der Echtheit von BWV 50 scheiden sich ja wirklich die Geister. Aber ich stimme dir völlig zu: wer außer dem alten Bach sollte so etwas schreiben können. Ich muß mal sehen, ob ich an einen sehr interessanten Artikel aus dem Bach-Jahrbuch zu dieser Kantate rankomme. Da steht so einiges zur Echtheit drin. Kann den ja ggf. posten.
Grüße,
Alex
15. meinhardo sagt:
4.2.2007 bei 13:00

Hallo Alex,

dir kann ich folgendes veröffentlichtes Buch von “Alfred Dürr”, erschienen im Bärenreiter-Verlag, Kassel, empfehlen. In dieser Lektüre beschreibt er ausführlich die Kantaten von J.S. Bach. Es kostet ca. 27 bis 28 €, ein Tipp von mir, es lohnt sich.

Hier geht er auch sehr ausführlich auf das BWV 50 ein.

Grüße
meinhardo
16. Alexmusician sagt:
4.2.2007 bei 14:00

Hallo Meinhardo,

ja super! Danke dir ganz herzlich für den Tip. Da werde ich wohl morgen gleich mal in den Buchhandel gehen müssen;). Den Dürr habe ich nämlich in Uraltfassung und hatte das gar nicht mitgekriegt, daß es da Eine Neuauflage gibt.

Grüße,
Alex
17. Volker /admin sagt:
7.2.2007 bei 01:00

Hallo Alex,

ich komme noch einmal auf Dein Zitat wegen Leipzig zurück, es lautete:

“Bei mir wird es so aussehen, daß ich morgen erst einmal Karten ordern muß. Das ging bisher nicht, weil ich nicht wußte, wie das bei mir klausurtechnisch im Sommer aussieht.”

Als Erinnerung, hast Du zwischenzeitlich eine Kartenbestellung geordert?

Gruss
Volker
18. Alexmusician sagt:
7.2.2007 bei 08:00

Hallo Volker,

besten Dank für die Erinnerung, hatte Montag und gestern Consort-Proben, heute ist der große Tag der Bestellung:).
Grüße,
Alex

20. Alexmusician sagt:
8.2.2007 bei 14:00

Hallo,
die Neuauflage vom Dürr habe ich seit Montag nun auch in meinem Besitz und bin hingerissen. Ich glaube, den Teil zu Michaelis habe ich schon ein paarmal rauf und runter gelesen:). Man muß ja wissen, was einen erwartet. Nun steht die Kantate 198 an.
Einen schönen Nachmittag,
Alex

.
21. meinhardo sagt:
8.2.2007 bei 15:00

Hallo Alex,

freut mich dass Du die Neuauflage von Dürr erworben hast, diese Lektüre ist für mich unentbehrlich geworden, als Nachschlagewerk unverzichtbar!

Zitat: Nun steht die Kantate 198 an.

Mach ich auch, höre sie einmal gerne!!!

Grüsse
meinhardo

– Ende des Beitrages von Neviges –
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Bach-Cantata Pilgrimage Konzert Leipzig 22.10.2000


Hallo,

mit dieser Rezension möchte ich mich einem weiteren Höhepunkt der Pilgrimage widmen, dem Konzert in der Leipziger Thomaskirche am 22.10.2000 (18. Sonntag nach Trinitatis). An diesem Abend kamen die Kantaten “Du Friedefürst, Herr Jesu Christ” BWV 116, “Gott soll allein mein Herze haben” BWV 169 für Alt-Solo, “Herr Christ, der ein’ge Gottessohn” BWV 96, die Motette “Der Gerechte kommt um” sowie der Choral “Vor deinen Thron tret ich hiermit” BWV 668a zur Aufführung.



Foto: Thomaskirche in Leipzig

Bei diesem Konzert hatte ich die Möglichkeit, bereits am Samstag anzureisen und das ganze Wochenende in der Nähe des Meisters zu verbringen und Bach’s Musik an “ihrem Ort” zu hören. Schon in den Proben spürte man Bach’s Geist am Ort und die Musiker waren merklich von Beginn an damit erfüllt und infiziert.

Das Konzert selbst geriet zu einer emotionalen Sternstunde. Allerdings machten sich auch Spuren der Leipziger Geistlichkeit bemerkbar, mit denen Bach sicherlich auch zu kämpfen hatte. Zunächst einmal gab es große Auseinandersetzungen und Diskussionen über die Probenzeit, in denen die Kirche geschlossen blieb. Im Konzert erschien dann zu Beginn der örtliche Pfarrer und mahnte, daß man bitteschön nicht klatschen dürfte, es sei schließlich geistliche Musik. Die treuen Gardinerfans, die sich flugs als des deutschen nicht mächtige Engländer ausgaben, ignorierten dies standhaft:). Allerdings gab es auch ein paar Sturköpfe, die sich strikt an den Befehl der angestaubten Geistlichkeit hielten…

Gardiner hatte das Programm so zusammengestellt, daß es schwungvoll begann und andächtig und anrührend enden sollte. Wiederum war die Kirche zum bersten gefüllt, als Chor und Orchester die Bühne betraten. Der Meister trat auf und es begann die hinreißende Orchestereinleitung zur Kantate 116. Wie immer bestach der Chor durch Kraft und unglaubliche Prägnanz in Sprache und Gesangskunst. Die Solisten waren Katherine Fuge, Natalie Stutzman, Christoph Genz und Gotthold Schwarz. Bis auf Nathalie Stutzman ließen auch diese keine Wünsche offen. Nathalie Stutzman jedoch war für meine Ohren zu opernhaft mit großem Vibrato, daß einfach nicht zu Bachs Musik paßt. Die Kantate endete mit dem schlichten Choral “Erleucht auch unser Sinn und Herz”.

Es folgte die Kantate 169 mit einer großangelegten Sinfonia, die eine Umbearbeitung des 1. Satzes vom E-Dur Cembalokonzert BWV 1053 darstellt. Hier gelang Organist Silas Standage eine Meisterleistung. Gekonnt und schwungvoll spielte er den z. T. haarsträubend schweren Orgelpart. Auch in dieser Kantate konnte Nathalie Stutzman nicht überzeugen, sie erwies sich leider auch hier als vibratoreiche Opernsängerin und wußte nicht zu überzeugen. Der Schlußchoral “Du süße Liebe, schenk uns deine Gunst” wurde andächtig un voller Überzeugungskraft vom Monteverdi Choir gesungen.

Die nun folgende Kantate 96 war für mich die schönste des Abends. Der Eingangschor beginnt hier mit einem großangelegten Orchesterpart über dem als Krönung eine Sopranino-Blockflöte in himmlischen Sphären spielt. Außerdem liegt der cantus firmus nicht, wie sonst eher üblich, im Sopran, sondern wird monumental vom Alt vorgetragen. Diese ganze Choralfantasie birgt so eine himmlische Ruhe aber auch einen solch wunderbaren Fluß, wie sie Christus als “Morgenstern” beschreibt. Mir gegenüber saß im ganzen Konzert ein älterer Herr aus England, der sich zuvor als guter Freund von John Eliot vorgestellt hatte und gerade bei dieser Kantate hatte ich den Eindruck er stand einem Zusammenbruch nah. Es war aber auch wirklich hart: Diese fantastische Musik an Bachs Arbeitsstätte… ich glaube, jeder hatte da ein bißchen mit seiner Fassung zu kämpfen. Besonders schlimm wurde dies dann bei den beiden letzten Werken des Konzertes “Der Gerechte kommt um” und Bach’s eigenem Sterbechoral “Vor deinen Thron tret ich hiermit” BWV 668a. “Der Gerechte kommt um” ist eine Bearbeitung der Kuhnau’schen Motette “Tristis est anima mea”. Es scheiden sich hier zwar die Geister, ob die Bearbeitung wirklich von Bach ist, aber die Motette ist auf so zauberhafte Weise instrumentiert, daß dies eigentlich nur aus der Hand Bach’s kommen kann.

Nach dieser Motette trat das Orchester ab und der Chor ging mit Gardiner hinter das Podium und versammelte sich um Bach’s Grab. Bei dem Gedanken daran wird mir jetzt beim Schreiben noch anders. Als Abschluß erklang dann von diesem Ort der Choral “Vor deinen Thron tret ich hiermit”. Es kann sich glaube ich niemand vorstellen, wie unser aller Gefühlswelt in diesem Augenblick aussah. Nach dem Choral stand Gardiner allein minutenlang an Bach’s Grab und betete und auch wir Zuschauer waren zum Großteil völlig fertig. Ich glaube ich habe noch nie so viele heulende Gäste und v.a. auch Musiker gesehen. Es war so unglaublich, was an dem Abend natürlich unter Einfluß der sehr anrührenden Musik passierte. Hinterher spielten sich sehr schöne menschliche Szenen ab, bei denen man Gardiner als “Patriarch” und Vater für seine Musiker erleben konnte.

Wiederum war ein unvergeßlich schönes Konzert zu Ende gegangen.

Viele Grüße,

Alex

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Bereits abgegebene Kommentare nachstehend:

Download Shop für klassische Musik startet bei DG – Deutsche Grammophon


Hallo,

Die Deutsche Grammophon (DG) stellt ihr einmaliges Archiv an klassischer Musik ins Netz und bietet dieses zum Download an. Die DG ist damit laut Presse-Mitteilung das erste grosse Klassiklabel, das seinen Kunden einen derartigen Service anbietet.

Link: http://www2.ham.deutschegrammophon.com/home

Mit dieser “Musik-Boutique” erfülle die DG den Wunsch der Konsumenten nach einem Online-Portal mit Full-Service-Angebot. Zur Auswahl stehen “2.400 komplette Alben in maximaler MP3-Qualität. Mit einer Bitrate von 320 Kilobit pro Sekunde (kbps) ist die Audioqualität nicht von der einer CD zu unterscheiden und übertrifft bei weitem den üblichen Download-Standard von 128 – 192 kbps”, rührt die Deutsche Grammophon die Werbetrommel in eigener Sache.

Alle Titel werden ohne Digital Rights Management (DRM) angeboten. Die heruntergeladenen Dateien lassen sich auf allen MP3-Playern abspielen. Das Herunterladen eines Einzeltitels kostet rund 1,29 Euro, ein ganzes Album zwischen 10,99 Euro und 11,99 Euro.

(Quelle: http://www.boerse-express.com)

Ich habe einmal ein Beispiel rausgesucht:

Dialogue Cantatas
Selig ist der Mann, der die Anfechtung
erduldet, BWV 57
Tritt auf die Glaubensbahn, BWV 152
Ich geh und suche mit Verlangen, BWV 49
Thomas Quasthoff
Dorothea Röschmann
Mitglieder des RIAS-Kammerchor
Berlin · Berliner Barock Solisten
Rainer Kussmaul

CD Thomas Quasthoff; “Dialog Bach” bei jpc 17,99 €

Als Download bei der Deutschen Grammophon als Album 11,99 €

Link zum Download:

http://www2.ham.deutschegrammophon.com/cat/result?ART_ID=QUATH

Grüße

Volker

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