Gardiner mit der Johannes Passion am 6.9.2008 im SWR2


Hallo zusammen,

nach sehr schönen Urlaubstagen in der Schweiz melde ich mich mit dieser Neuigkeit von @Barbara, zurück und stelle es in einem Hauptbeitrag allen zur Verfügung:

@Barbara sagt:

Liebe Iris,
danke schön, dass Du das in die Hand genommen hast. Hier kommt der 2. Teil des Textes, den ich an Volker geschickt habe:

Vor dem Konzert gab es eine 45-minütige Einführungsveranstaltung mit John Eliot Gardiner und Mark Padmore. Diese ist auch abrufbar, leider aber nur für in UK Lebende. Falls jemand Beziehungen dorthin hat und diese zum Aufnehmen aktivieren könnte, wäre ich für eine Kopie sehr dankbar.

Hier der Link:
http://www.bbc.co.uk/proms/2008/whatson/plus.shtml#20080824b

SWR2 sendet auch eine Aufzeichnung dieses Konzertes, und zwar am Samstag, dem 6.9.2008:
19.05 Uhr bis 22:00 Uhr von BBC Proms

Link zum SWR2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html

oben rechts am Rand der Webseite – Webradio hören – anklicken..!!

Bach-Tag
Orgelwerke
Simon Preston (Orgel)

Johannespassion BWV 245
Mark Padmore – Evangelist (Tenor)
Peter Harvey – Cristus (Bass)
Katherine Fuge (Sopran)
Robin Blaze (Countertenor)
Nicolas Mulroy, Jeremy Budd (Tenor)
Matthew Brook (Bass)
Monteverdi Chor
Englische Barocksolisten
Leitung: John Eliot Gardiner
(Konzerte vom 24. August)

SWR2 hat nur den Nachteil, dass der Livestream in Mono und in einer sehr geringen Qualität gesendet wird.

Und live ist das Ganze, dann mit anderem Evangelisten, ja am 3.9. in Köthen zu hören…

Auf dass ich jetzt Eure Rechner kräftig beschäftigt habe.
Viele Grüße und fröhliches Aufnehmen
Barbara

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P.S. Ebenfalls von mir herzliche Grüße an alle

Volker

Orgel-Konzert und Arien von Bach, Händel, Mozart in der Ev. Petri-Kirche, Herford


Hallo,

ich möchte es nicht versäumen, das gestern gehörte Orgelkonzert mit zusätzlichen Arien von J.S. Bach, G.F. Händel und W.A. Mozart, dem Forum vorzutragen.

Sonntag, 17. August 2008, 18.00 Uhr Ev. reform. Petri-Kirche, Herford, KONZERT für SOPRAN und ORGEL Brigitte und Burkhard Ascherl / Bad Kissingen
im Rahmen des Herforder-Orgelsommers 2008

Foto: Ev. reform. Petri-Kirche, Herford. (Fotorechte: V.Hege)

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Programm:

J. S. Bach BWV 593, 1. Satz aus dem Concerto a-Moll von A. Vivaldi

Sopran-Aria „Gottes Engel weichen nie“
aus der Kantate „Man singet mit Freuden vom Sieg“ BWV 149

G. F. Händel Orgelkonzert F-Dur op. 4, Nr. 4 (Bearbeitung: B. Ascherl)
Allegro – Andante – Adagio – Allegro

Sopran-Aria „O hätt’ ich Jubals Harf’“
aus „Josua“
Sopran-Aria „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“
aus „Messias“

W. A. Mozart Fantasie f-Moll für eine Flötenuhr KV 594
(Adagio – Allegro – Adagio)

Sopran-Arien „Dulcissimum convivium“ und „Agnus Dei“
aus „Litaniae de venerabili altaris sacramento” KV 243

J. S. Bach, BWV 29 / Orgel, Sinfonia aus Satz eins, aus der Ratswahlkantate:
„Wir danken dir, Gott“

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Foto: Steinmeier-Orgel von 1960 in der Ev.ref. Petri-Kirche Herford. (Fotorechte: V.Hege)

Der Besucherzuspruch für dieses ausgewogenen Konzert-Programm war übermächtig, nicht alle Anwesenden konnten einen Sitzplatz einnehmen und mussten mit einem Stehplatz vorlieb nehmen. Bach, Händel, Mozart, ziehen einfach die Besucher in ihren Bann. Die sehr moderne Orgel-Literatur dagegen hat hier Probleme, die Kirchen füllen zu können.

Aus dem vergangenen Orgelsommer-Programm in 2007 ist der Organist: Ewald Kooiman, Amsterdam, noch in sehr guter Erinnerung haften geblieben, mit seinem umfangreichen Bach-Programm, in der St. Marien-Kirche, Stift Berg, die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, konnte er die Besucher mehr als zufrieden stellen, es war eine überragende Veranstaltung.

Link zur Rezension aus 2007 bitte klicken..!!

Hier sollten sich die Veranstalter einmal Gedanken darüber machen, solche Programminhalte für den Orgelsommer 2009 mit zu berücksichtigen, denn nicht jeder Orgel-Freund mag die sehr moderne Orgel-Literatur….!!

Die Kirche wurde im vergangenen Jahr umgebaut und modernisiert, die ehemalige Orgelempore wurde zu einem Veranstaltungsraum umgebaut und zum Kirchenraum verglast. Ihren neuen Standort erhielt die Orgel im ehemaligen Altarraum. Ob diese Lösung als vortrefflich anzusehen ist, darüber kann gezweifelt werden.

Als guter Standort dazu erwies sich der Platz für die gegebenen Sopran-Arien von Brigitte Ascherl, aufgrund ihrer guten und vernehmbaren Akustik.

Einleitend begann das Konzert mit dem Orgelprogramm von J.S. Bach, mit dem BWV 593, 1. Satz aus dem Concerto a-Moll von A. Vivaldi. Sicher, gefühlvoll registrierend, empfahl sich der Organist: Burkhard Ascherl, als ein Könner in dieser Orgel-Literatur an der kleinen Steinmeier-Orgel.

Die darauf folgende Sopran-Arie aus dem BWV 149 – (aus der Kantate: „Man singet mit Freuden vom Sieg) – mit dem 4. Satz: „Gottes Engel weichen nie“ wurde von der Orgel unterstützend, klar und deutlich vernehmbar von der Sopranistin vorgetragen. Leichte Unsicherheiten in den hohen Stimmlagen und gepresste Töne, vermochten dieser schönen Arie nicht den entsprechenden Glanz verleihen. Diese gleichen Schwierigkeiten besass sie in den Arien aus dem Messias von G.F. Händel. Als Nachteil ist die Dominanz der Orgel zu erwähnen, als vortrefflicher würde sich ein Cembalo in der Continuo-Begleitung anhören.


Foto: (Sopran) Brigitte Ascherl und Burkhard Ascherl (Orgel) aus Bad Kissingen. (Fotorechte: V.Hege)

mp3-Hörprobe: BWV 149, Sopran-Arie, 4. Satz: „Gottes Engel weichen nie…!!


Vortrefflich erklangen die Arien von W.A. Mozart, aus dem KV 243, „Dulcissimum convivium“ und dem „Agnus- Dei“ aus Litaniae de venerabili altaris sacramento. Hier erwies sich die Sopranistin „Brigitte Ascherl“ als eine vortreffliche Gesangs-Solistin, die voll zu überzeugen wusste und stimmlich ihren Glanzpart hatte.

Ein absoluter Höhepunkt wurde zum Schluss zu Gehör gebracht. Aus dem BWV 29, „Wir danken dir, Gott“, erklang die Sinfonia aus der Ratswahl-Kantate als Orgel-Solo. Hier kam die ganze Erfahrung des Organisten zur Geltung, fantastisch registriert und in herrlichen Klangfarben, verstand er es virtuos, aus dieser kleinen Orgel ein Klang-Spektrum hervor zu zaubern, dass beispiellos erscheint. Das war Orgelmusik aus anderen Sphären und beglückte die Zuhörer.

Link YouTube: zum Orgel-Solo aus dem BWV 29, bitte klicken !

Lang anhaltender Applaus dankte den Vortragenden für ein ausgewogenes und vielseitiges Konzert-Programm.

Grüsse
Volker

Bach Digital, wer weiss Quellen dazu


@Iris sagt:

Hallo zusammen,

es gibt ja inzwischen „Bach digital“ mit Autographen, die von den Unis Leipzig, Dresden, Berlin, öffentlich zugänglich gemacht worden sind. Ich würde mir diese Autographen von Bach so gern anschauen, aber ich komm nicht dran. Ich war jetzt schon auf soviel verschiedenen Seiten und finde nichts. Wer kann weiterhelfen…!!

Grüsse
Iris

P.S. Ich bemerke gerade, dass die Links im Kommentar nicht aufrufbar sind. Ich füge die Web-Seiten hier noch einmal dazu.

Staatsbibliothek in Berlin, Bach-Digital

Web-Seite von www.Bach-Digital

Sächsische Landesbibliothek

Grüsse
Volker

Besprechung: CD’s von SDG 144 Vol.25 veröffentlicht vom Label: "Monteverdi" im Mai 2008


Hallo,

meine Rezension von SDG 144, Vol. 25 / – zwei CD’s –

SDG 144, Vol. 25 / zwei CD’s

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Kantaten für den fünften Sonntag nach Ostern (Rogate)

BWV 86 – Wahrlich, wahrlich, ich sage euch
BWV 87 – Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen
BWV 97 – In allen meinen Taten

(Aufführungsstätte: Annenkirche Dresden am 27. und 28. Mai 2000)

Soloists: Katharine Fuge | Robin Tyson | Steve Davislim | Stephen Loges


Foto: Aufführungsort Annenkirche, Dresden

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Kantaten für den Sonntag nach Himmelfahrt (Exaudi)

BWV 44 – Sie werden euch in den Bann tun I
BWV 150 – Nach dir, Herr, verlanget mich
BWV 183 – Sie werden euch in den Bann tun
Fürchte dich nicht – Johann Christoph Bach

(Aufführungsstätte: Sherborne Abbey, Sherborne am 4. Juni 2000)

Soloists: Joanne Lunn | Daniel Taylor | Paul Agnew | Panajotis Iconomou
The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

Foto: Aufführungsort Sherborne Abbey, England (Fotorechte: http://www.dorsets.co.uk)


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Click here „Gardiners-Reisetagebuch“ for a German
Translation of the sleeve notes.

Hier klicken zur „Meinungsäußerung“ von David ‚Watkin; Violoncello,
zur SDG 144 Vol. 25

Hörproben und Bestellung der CD’s über j p c – „

oder bei
amazon“

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Rezension CD 1

Kantate: BWV 86 – Wahrlich, wahrlich, ich sage euch (für den Sonntag Rogate)

Bach hat diese Kantate in seinem ersten Leipziger Amtsjahr zum 14. Mai 1724 komponiert.
Im Eingangssatz sind alle Stimmen, nicht nur der Bass, sondern auch der Streichersatz, vokal konzipiert.

Gardiner in seinem Reisetagebuch erwähnt dazu:

Bach betont den Optimismus, der im Text der Kantate angelegt ist, indem er eine abwärts gerichteten
modulatorischen Bogen beschreibt, der in E-dur beginnt und endet, einer Tonart, die an der obersten Grenze seines tonalen Spektrums angesiedelt ist und daher positive Assoziationen und Empfindungen
aufblitzen lässt. Die auf der obligaten Violine virtuos vorgetragenen gebrochenen Akkorde in der Alt-Arie (Nr. 2) symbolisieren natürlich die Rosenzweige, die gebrochen werden sollen. Die Arie schildert das
gewagte Unterfangen, die Dornen zu überwinden, um zur Blüte vorzudringen (eine Metapher für spirituelle Freude und Schönheit). Das Brechen der Rose ist hier nicht einfach nur ein Schnitt mit der Gartenschere, sondern eine sich drehende, zerrende Figur bei dem Wort ‚brechen’, und die Dissonanz kennzeichnet die ‚stechenden’
Dornen.

Im 5. Satz ist eine rührige Tenor-Arie ( Steve Davislim ) mit dem „Gott hilft gewiss…“ zu hören, eine wertvolle „da-capo-Stelle.“ Dieser Text und das herrliche Bc gibt einem Trost und Zuversicht für den grauen Alltag, der Tenor:
– Steve Davislim – weiss diesen Text gesanglich vortrefflich vorzutragen. Es scheint, der gesamte Text wird dem Hörer vielfältig zugerufen…!!

Der Schluss-Choral: „Die Hoffnung wart‘ der rechte Zeit“ wird vom Monteverdi Choir in seiner unnachahmlichen Art entsprechend vorgetragen.

Kantate: BWV 87 – Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen (für den Sonntag Rogate)

Diese Kantate ist zum 6. Mai 1725 komponiert worden. Der zweite Satz scheint von Bach als Text persönlich hinzugefügt worden zu sein, um den Übergang zum folgenden Trostwort Jesu weniger schroff zu gestalten, wahrscheinlich auch, um die Folge ähnlicher Sätze; Arie – Arioso – Arie – , aufzulockern.

Im 5. Satz überzeugt mich der Tenor ( Steve Davislim ), mit der vortrefflichen Bass-Arie: „In der Welt habt ihr Angst“ entsprechend der Text-Aussage kommt die „Angst“ gesanglich in einer quantiativen Qualität zur Geltung.

Gardiner äußert sich zum 6. Satz: „Ich will leiden, ich will schweigen“

Erst im sechsten Satz, einem ausgedehnten Siciliano in B-dur von unbeschreiblicher Schönheit für Tenor, Streicher und Continuo, wird Bachs Gesamtkonzept deutlich: Er will Sorge und Freude, Moll und Dur so gewichten, dass die Verheißung, der gequälten Seele werde Trost zuteil, nur um den Preis der Passion und Kreuzigung Christi erfüllt werden kann. Die sanfte, lyrische, fast pastorale Stimmung, in der Reue und Akzeptanz geäußert werden, ist daher mit Dornen gespickt, gewürzt mit vereinzelten Dissonanzen bei den Wörtern ‚leiden’, ‚Schmerz’ und ‚verzagen’.

Eine Stelle, die beeindruckend mehrmals gehört werden kann, die Streicher und ein überragender Tenor vermögen dieser Arie den Stellenwert klanglich und interpretatorisch perfekt und berührend zu Gehör zu bringen.

Ein schöner Abschluss der Kantate erklingt mit dem Choral: „Muss ich sein betrübet.“

Kantate: BWV 97 – In allen meinen Taten (Kirchenkantate für verschiedene Bestimmungen)

Über das Entstehungsjahr dieser Kantate, 1734, wird durch Bachs autographe Datumseintragung gesichert.

Gardiner beschreibt in seinem Reisetagebuch dazu:

Sie greift in den Ecksätzen auf die herzrührende Melodie des Liedes ‚Innsbruck, ich muss dich lassen’ von Heinrich Isaac zurück. Einer Theorie zufolge soll sie ebenso wie die drei übrigen späten Choralkantaten (BWV 100, 117 und 192) ursprünglich als Hochzeitskantate komponiert worden sein. Aus der Rückschau betrachtet hätten wir diese wunderbare Kantate eigentlich an den Anfang unserer Pilgerreise stellen sollen, denn Paul Fleming schrieb seinen Text offensichtlich vor Antritt einer langen und gefahrvollen Reise, die er 1633 nach Moskau unternahm.

Bach vertont alle neun Strophen unverändert, vier als Arien, eine als Duett und zwei als Rezitative, und sorgt in der Instrumentierung (anders als sonst verzichtet er auf die Orgel im dritten, vierten und siebten Satz) und in der Stimmung für eine solche Abwechslung, dass die Aufmerksamkeit der ausführenden Musiker wie der Hörer ständig gefordert ist.

Diese Kantate ist mit innigen Köstlichkeiten nur so gespickt, schon der Eingangssatz versprüht ein musikalisches Feuerwerk der Genialität. Die Baroque Soloists spielen die Einleitung in straffen, punktierten Rhythmen in einer beeindruckenden feierlichen Form. Rhythmisch bewegt sich dazu in seiner gesanglichen unübertroffenen Art der Monteverdi Choir mit dem: „In allen meinen Taten.“ Das Orchester und der Chor beeindrucken mit einer fantastischen Ensemble-Leistung von absoluter Grösse, Perfektion und einer homogenen Einheit, die den Hörer mehr als beeindruckt.

Hervorheben möchte ich aus dieser wunderbaren Kantate den 4. Satz mit der Tenor-Arie: „Ich traue seinen Gnaden.“
Ein virtuoser Violonsolo-Part erklingt in inniger und berührender Einmaligkeit und bildet mit dem qualitativ vortrefflichen Tenor eine grandiose Einheit. Eine da-capo Stelle, die zum verinnerlichen dieser herausragenden Komposition einlädt.

Katharine Fuge (Sopran), überzeugt im 8. Satz mit einer schönen Sopran-Arie: „Ihm hab ich mich ergeben.“

Ein schlichter siebenstimmiger Choralsatz: „So sei nun, Seele, deine“ beschliesst ein Kantatenwerk von erhebender Schönheit. Dieses zu unterstreichen vermag der Monteverdi Choir in allen Belangen vortrefflich umzusetzen, eine Freude, diesem vorzüglichen Gesangs-Ensemble zuzuhören, ein Genuss….

Meine Anmerkung zur Rezension von CD 1

Sir J.E. Gadiner findet immer die richtige Nuancierung, Rhythmik und Tempo für jeden einzelnen Satz. Nichts wirkt hektisch, gekünzelt, übereilt, eben ein Interpret und penibler Arbeiter in den Proben, der nichts dem Zufall überlässt und somit ein Gesamt-Kunstwerk mit Bach’scher Musik schafft, dass im Ergebnis vortrefflich ausfällt.

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Rezension CD 2


Kantate: BWV 44 – Sie werden euch in den Bann tun (für Sonntag Exaudi)

Die Kantaten 44 und 183 werden desselben Anfangs wegen oft als 1. Komposition bezeichnet, doch haben beide außer dem Sonntag ihrer Bestimmung nur den Text des einleitenden Bibelworts gemein, weitere textliche oder gar musikalische Beziehungen bestehen nicht.
Das BWV 44 ist in Bachs erstem Leipziger Amtsjahr zum 21. Mai 1724 entstanden.

Dürr sagt zu dieser Kantate folgendes:

Für die Vertonung des einleitenden Bibelworts wählt Bach eine Form, die in seinen Kantaten selten, bei Telemann um so häufiger zu finden ist und einen der zahlreichen Versuche darstellt, die traditionelle Reihungsform der Motette wegen ihrer vorzüglichen Eignung zu musikalischer Ausdeutung mehrgliedriger Prosatexte nicht aufzugeben, sondern mit den konzertanten Formen des Spätbarock zu vereinigen: Der Text wird so aufgeteilt, dass der Beginn von zwei „Concertisten“ gesungen wird, (Satz eins), die Fortsetzung dagegen dem Chor zufällt.

Der konzertierender Eingangssatz ist von besonderer Schönheit, ein ausdrucksvoller Klagegesang. Vortrefflich abgestimmt, eine Offenbarung in der intensiven Musikalität und ein harmonisches Miteinander zeichneten in diesem Arien-Duett für Tenor ( Paul Agnew ) und Bass ( Panajotis Iconomou ) „Sie werden euch in den Bann tun“, als ein ideales Gesangs-Duo aus.

Im zweiten Satz erklingt der Choralsatz: „Es kommt aber die Zeit.“ Was für ein rhythmischer und überirdischer Chorgesang wird hier wieder geboten, das ist Perfektion pur….

Dies setzt sich im Schlusschoral: „So sei nun, Seele deine“ in der gleichen Qualität fort, getragen, sinnlich und von erhabener Schönheit ist dieser Chorgesang, da läuft einem ein Schauer über den Rücken und ist beglückt über eine Sanges-Kunst der Vollkommenheit.


Kantate: BWV 150 – Nach dir, Herr, verlanget mich (Kirchenkantate für verschiedene Bestimmungen)

Nach Dürr wirkt die Kantate in vielen Teilen unreif und verhält sich zu den frühen Weimarer Kantaten Bachs wie eine Skizze zur Ausführung. Dennoch ist nicht zu verkennen, dass sie die charakteristischen Züge der Bach’schen Satztechnik aufweist, insbesondere Stimmtausch sowohl inakkordliche Blöcken als auch in imitatorischen Abschnitten.
Die Chaconne kehrt als Chorsatz im Jahre 1714 in der Kantate 12 wieder, aber in wesentlich vollendeter Form.
Sollte die Kantate 150 unecht sein, so wäre zu vermuten, dass das Werk von einem früheren Bach-Schülers entstanden sein könnte unter tätiger Mithilfe des Lehrers..!! Diese Kantate hat sich viel Kritik und Echtheitszweifel gefallen lassen müssen. Um 1708 / 1709 könnte sie entstanden sein.

Hierzu kann ich nur folgendes feststellen, auch sie besitzt ihre nuancierten Feinheiten. Bedingt durch ein hervorragend klanglich aufspielendes Orchester und dem bezaubernden Gesang des Monteverdi Chores. Hier erweist sich wieder einmal die vortrefflich Grösse des Interpreten J.E. Gardiner was er aus dieser Kantate heraus kitzelt imstande ist. Piano-Gesang in Perfektion, rhythmische Verflechtungen an richtigen Stellen gesetzt, erweist sich als genial und geben dieser Kantate die entsprechende Würze.

Kantate: BWV 183 – Sie werden euch in den Bann tun (für den Sonntag: Exaudi)

Die Kantate wurde von Bach zum 13. Mai 1725 komponiert.

Dürr sagt dazu: Bachs Komposition fällt durch ihre ungewöhnliche Instrumentenbesetzung auf: Außer Streichern und Continuo werden nicht weniger als 4 Oboen, 2 Oboi d’amore und 2 Oboi da caccia, verlant, ferner in Satz 2 ein Violoncello picollo.

Das Violoncello piccolo wurde erstmals in das Instrumentarium der Kantaten aufgenommen und wurde in dem BWV 180 erstmals verwendet. Es ist ein von J.S. Bach erfundenes Instrument, das einer überdimensionierten Bratsche gleicht, auf dem Arm gehalten wurde und sonderlich zur Darstellung bewegter Partien in Baß- und Tenorlagen zu dienen hatte.


Foto: Violoncello piccolo (Fotorechte: http://www.warrenellison.com)


Diese Kantate hat mich sehr betroffen gemacht, so großartig gelingt hier Bach eine Kantaten-Komposition der Einmaligkeit und in ihrer Aussage in Wort und Musik von unsterblicher Schönheit.

Gardiner in seinem Reisetagebuch sagt zu Satz 1 folgendes:
Der einleitende Spruch, ein fünf Takte umfassendes Accompagnato, wird von vier Oboen (zwei d’amore und zwei da caccia) vorgetragen, was in Bachs Schaffen außerhalb seines Weihnachtsoratoriums einmalig ist. Und als Symbol für den Weg aus der Verzweiflung lässt er die erste Oboe hier sogar in die Höhe klimmen. Diese Passage ist der prägnanteste und dramatischste Auftakt zu einer Kantate, den Bach jemals geschrieben hat,

Im 2. Satz, Tenor-Arie und „Violoncello picollo, solo“: „Ich fürchte nicht des Todes Schrecken“ bleibt einem das Herz stocken, das Cello-Solo berührt mich ungemein und lässt mich tief durchatmen, so schön und himmlisch kann eine Arie sein, ich halte mit meiner Rezension inne und lausche gebannt dem Violoncello-Spiel und dem vortrefflichen Tenor-Gesang von Paul Agnew.

Tröstende und voller Zuversicht beinhaltende Worte und zu Herzen gehende Violoncello-Musik, geben einem die Gewissheit, es wird ein gutes Ende geben können, so man es will.
Hier möchte ich Gardiners Worte zu Satz 1 verwenden und ausrufen: „
Diese Passage ist die prägnanteste und ausdruckvollste Musik zu einer Kantate, die Bach jemals geschrieben hat.“

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David Watkin, Violoncello, sagt dazu in seiner Meinungen zur Cantata Pilgrame Tour: (SDG 144):

Was als Erinnerung an dieses besondere Jahr jedoch vor allem blieb, war trotz dieser drei ereignisreichen Tage (Eisenach) und anderer Konzerte, wo eine Cellosuite auf dem Programm stand (so auch in diesem Konzert in Sherborne), die immer wieder demütig stimmende Aufgabe des Continuo-Instrumentalisten, die Musik am Schweben und Klingen zu halten, Raum für das harmonische Gewebe zu schaffen und eine Antwort zu finden auf die harmonische Verflechtung von Tanz, Text und Melodie, ohne dabei gewollt oder schulmeisterlich zu wirken.

Wirklich gekannt hatte ich bis dahin nur die Standardwerke Bachs, und so glich das Jahr einer Sprache, die mit wachsender Vertrautheit immer mehr Facetten offenbarte. Ein wenig Abwechslung brachten die sieben über das Jahr verteilten Obligati für Violoncello piccolo. Es gelang mir, ein fünfsaitiges Leihinstrument nach einer Amati-Arbeit aus dem Jahr 1600 aufzutreiben. Das Instrument wurde 1995 von Clive Morris gebaut, der auch mein eigenes, in der Pilgrimage verwendetes viersaitiges Barockcello fertigte.

Ursprünglich wollte ich sämtliche Obligati für Violoncello piccolo auf diesem edlen Piccolo spielen, doch bald stellte sich heraus, dass viele der Obligati ohne die C-Saite auskommen und somit nur ein viersaitiges, eine Oktave tiefer als die Violine gestimmtes Violoncello erfordern, was der gängigen Stimmung kleinerer Instrumente vor dem Aufkommen der Saitenumspinnung um 1670 entsprach. Charles Beare lieh mir freundlicherweise ein altes italienisches kleinformatiges Cello, das ich mit seinem höchstwahrscheinlich originalen Bezug versah. Klanglich unterschied sich das so gestimmte viersaitige Instrument tatsächlich von einem fünfsaitigen mit nicht verwendeter C-Saite.

Jene Augenblicke aber, wo ich aus der Continuo-Gruppe heraustrat und in den Violinschlüssel wechselte, erinnerten mich daran, wie untrennbar harmonische Kette und melodischer Schuss im Gewebe Bach’scher Musik sind.

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Bach, selbst Cellospieler, liebte dieses Instrument und schuf mit dieser Arie eine weiteren Meilenstein in seinen Kompositionen für Violoncello.

mp3 Hörprobe: BWV 183, Tenor-Arie: „Ich fürchte nicht des Todes Schrecken“

Der Satz vier als Arie für Sopran, (Joanne Lunn), bezaubert durch ihre musikalische Orchestrierung, Rhythmik und Phrasierung sie ist umwerfend schön, dazu der bezaubernde Sopran ergeben eine Kantaten-Einspielung von allerhöchstem Niveau.

Ein vierstimmiger Schlusschoral: „Du bist ein Geist, der lehret“ wird ruhig, getragen und ohne Hetze, vom Monteverdi Choir in seiner bekannten Schönheit gesungen.

Mit dieser Kantaten-Einspielung vom BWV 183 gelang Gardiner wieder einmal „Grossartiges“, das Gespür dafür, die
entsprechenden Phrasierungen zu setzen, ein umwerfendes Klangbild des Orchesters zu entwickeln und den Chor und die Gesangs-Solisten in das Gesamtbild zu integrieren, gelingt ihm vorbildlich.

Motette: Fürchte dich nicht – Johann Christoph Bach (1642-1703)

Aus Gardiners Reisetagebuch:

Um das Programm abzurunden und als Gegengewicht zu der Kantate BWV 150, die am Anfang stand, habe ich ein Werk von Johann Christoph Bach (1642-1703) ausgewählt. Seine fünfstimmige Motette: „Fürchte dich nicht“ hätte sich von der späteren achtstimmigen Vertonung (BWV 228) seines jüngeren Vetters kaum deutlicher unterscheiden können: vollerWortmuster, die an Schütz erinnern, und fein ausgesponnener polyphoner Linien. In der Tat könnte sich erweisen, dass Johann Christoph das fehlende Bindeglied zwischen Schütz und J.S. Bach ist, das deutsche Musikwissenschaftler suchen, denn er hat bei Fletin studiert, der ein Schüler von Heinrich Schütz war.

Die Frage, ob alle Stücke, die ihm zugeschrieben werden, tatsächlich von ihm stammen und nicht von einem der anderen Bachs gleichen Namens (darunter auch J.S. Bachs ältester Bruder), konnte von der Musikwissenschaft bisher noch nicht geklärt werden. Diese Motette stammt‚ direkt oder letzten Endes aus thüringischen Quellen, deren Kontext [diesenbestimmten] Johann Christoph als Komponisten nahelegt, aber keine Garantie dafür gibt’, meint Daniel Melamed. Die Kenntnis anderer Werke, von denen bekannt ist, dass der Eisenacher Johann Christoph Bach sie komponiert hat, und die direkte Erfahrung mit ihnen beim Dirigieren haben mich überzeugt, dass dieses eindrucksvolle und ergreifende Stück tatsächlich von ihm stammt.

Das Werk kombiniert einen sehr bekannten Text, ‚Fürchte dich nicht, denn ich hab dich erlöst, ich hab dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein’, mit einem Vers aus dem Lukas-Evangelium (23, 43), ‚Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein’. Nach den ersten achtunddreißig Takten, die in zärtlichen Wiederholungen der Worte ‚Du bist mein!’ gipfeln, gesellen sich zu den vier tiefen Stimmen die Soprane mit den Worten ‚O Jesu, du mein Hilf und Ruh’, der sechsten Strophe aus Johann Rists Kirchenlied ‚O Traurigkeit’. Die Wirkung ist überwältigend, und der Wechsel der Perspektive durch die Verwendung des Pronomens ‚du’, erst in Bezug auf den Gläubigen (die vier tieferen Stimmen als kollektive Vox Domini’), dann auf Jesus (durch den Sopran als Gläubigen) ist raffiniert und eindrucksvoll. Das ist Musik, die sich über ihren Text zu erheben scheint und noch lange nachklingt.

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Als ein runder Abschluss zu dieser CD 2 ist eine Perle der Motetten von Gardiner hinzugefügt worden.

Eine Gesangskunst des Monteverdi Chores wird hier auf höchster Qualitätsstufe geboten – allein die Klarheit, feinsinnige Dynamik und der Zusammenklang des Ensembles ist ein Genuss. Ein „Chor a cappella“, der zu begeistern und zu überzeugen weiss. Das ist absolute Weltklasse, wann hört man so ein Spitzen-Ensemble, dass ist einfach grossartig und überzeugend gelungen und sollte Gardiner dazu anspornen, weitere Motetten-Einspielungen vorzunehmen, dazu hat er die Spitzen-Sänger zur Verfügung und würde die Motetten-Freunde damit beglücken.

mp3-Hörprobe: Johann Christoph Bach, Motette: „Fürchte dich nicht“



Mein Gesamt-Fazit zu CD 2 kann nur lauten: Kaufen, anhören, geniessen und entspannt einer grandiosen Ensembleschar zuhören, die Glücksmomente stellen sich dann wie von selbst ein…..!!

Grüsse

Volker


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Pianistin Annika Treutler geb. in Bielefeld Gewinnerin der diesjährigen Förderpreise Musik (GWK)


Hallo,

ein erfreuliche News-Nachricht aus OWL !

nmz-red/leipzig

Die 18-jährige Pianistin Annika Treutler aus Detmold und der peruanische Gitarrist Juan Carlos Arancibia sind die Gewinner der diesjährigen Förderpreise Musik der Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit (GWK).

Foto: 1. Preisträgerin Annika Treutler (Fotorechte: GWK)

Gewinner: Pianistin Annika Treutler,rechts im Bild, Gitarrist Juan Carlos Arancibia.

Beim öffentlichen Vorspiel in der Musikhochschule Münster setzten sie sich im Wettbewerb über zwei Runden gegen
die Konkurrenz von 25 jungen Musikstudenten aus ganz Deutschland durch, wie die GWK am Montag in Münster mitteilte.

AnnikaTreutler, 1990 in Bielefeld geboren und in Detmold aufgewachsen, überzeugte Publikum und Jury durch ihren Vortrag von Werken Prokofieffs, Schuberts, Schumanns und Lachenmanns. Die Jury lobte die beeindruckende Technik und das stets natürliche, ungekünstelte Spiel der Pianistin.
Der 1983 in Lima geborene Gitarrist Arancibia, der seit 2006 an der Hochschule für Musik in Detmold lernt, verbindet nach Ansicht der Jury atemberaubende Virtuosität mit tief verwurzelter Musikalität. Er sei ein gereifter Künstler, der die ganze Bandbreite der Gitarrenliteratur – von Villa-Lobos und Albéniz bis zu Roland Dyens – vorgeführt habe, hieß es.
Die zwei GWK-Förderpreise Musik sind in diesem Jahr erstmalig mit jeweils 4000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 12. Oktober im Museum Bochum statt. Die Preisträger werden im kommenden Jahr unter anderem in der Konzertreihe «Junge Meister Konzerte» im Erbdrostenhof Münster sowie bei Konzerten in ganz NRW zu hören sein.
Grüsse
Volker

Besprechung: CD’s von SDG 138 Vol.27 veröffentlicht vom Label: "Monteverdi" im Februar 2008


Hallo,

meine Rezension von SDG 138, Vol. 27 / – zwei CD’s –


SDG 138, Vol. 27 / zwei CD’s

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CD 1 / BWV 1048 – Brandenburg Concerto No.3

Cantatas für den 2. – 3. Pfingsttag

BWV 184 – Erwünschtes Freudenlicht
BWV 175 – Er rufet seinen Schafen mit Namen

(Aufführungsort: Holy Trinity, Blythburgh / England am 13. Juni 2000)

Soloists: Lisa Larsson | Nathalie Stutzmann
Christoph Genz | Stephen Loges


Foto: Aufführungsort „Holy Trinity, Blythburgh (England)

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CD 2 / Cantatas für den Sonntag „Trinitats“

BWV 194 – Höchsterwünschtes Freudenfest

 BWV 176 – Es ist ein trotzig und verzagt Ding
BWV 165 – O heil’ges Geist- und Wasserbad
BWV 129 – Gelobet sei der Herr, mein Gott

(Aufführungsort: St Magnus Cathedral, Kirkwall, am 18. Juni 2000)


Soloists: Ruth Holton | Daniel Taylor
Paul Agnew | Peter Harvey

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

Foto: Aufführungsort St. Magnus Cathedral, Kirkwall (England)

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SDG 138 Volume 27
(2 CD’s) Kantaten für Pfingsten und Trinitatis

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Hier klicken zur „Meinungsäußerung“ von Paul Agnew; Tenor zur SDG 138 Vol. 27

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Rezension CD 1

Brandenburgische Konzert G-Dur; Nr. 3; BWV 1048

Da für Pfingstdienstag nur zwei Kantaten erhalten sind, entschloss sich Gardiner zu der Aufführung des Brandenburgischen Konzertes Nr. 3, G-Dur, BWV 1048.

Die Titel „Sechs Brandenburgische Konzerte“ bezieht sich auf eine Widmung Bachs – datiert vom 24.März 1721 – an den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg und entstanden während seiner Zeit in Köthen. (1717-1722).

Im 3. Brandenburgischen Konzert verzichtet Bach hier ganz auf eine Tutti-Solo-Gliederung, neun gleichberechtigte und in drei paritätische Streichergruppen zusammengefaßte Linien werden von je drei Violinen, Bratschen und Violoncelli ausgeführt, gestützt vom Generalbaß mit Kontrabaß und Cembalo.

Den 1. Satz dieses Konzertes formte Bach 1729 zur Sinfonia seiner Kantate „Ich liebe den Höchsten; BWV 174 um, wobei er die reine Streicherbesetzung um je 2 Hörner und Oboen, Oboe da caccia und Fagott erweiterte.

In seiner bekannt forschen Art als Wiedergabe erklingt das Brandenburgische Konzert in prächtigen Klangfarben mit dem großartig inspizierten English Baroque Soloist, diese Interpretation ist mehr als bewundernswert und lässt auf dem Bachfest 2008 in Köthen ein Kunstgenuss der Extraklasse erwarten.

Kantate: BWV 184 – Erwünschtes Freudenlicht (für den 3. Pfingsttag)

Diese Kantate ist offenbar ein Schwesterwerk der Kantate 173 „Erhöhtes Fleisch und Blut.“
Wie diese geht sie auf ein weltliches Werk der Köthener Zeit zurück, wie (vermutlich) diese wurde sie im ersten Leipziger Amtsjahr Bachs zur Pfingstkantate umgearbeitet, und wie diese wurde sie Pfingsten 1731 wiederaufgeführt.
Von Kantate 184 sind nur die Stimmen von 1724 erhalten, es existiert keine originale Partitur.

Hervorheben möchte ich in dieser Kantate den 2. Satz: „Arie für Alt (Nathalie Stutzmann) und Sopran (Lisa Larsson) mit dem „Gesegnete Christen“ erwähnen. Wunderbar instrumentiert und ein herrliches Gesangs-Duett von hervorragender Güte ist zu hören..!!


Zu erwähnen die innige Tenor-Arie (Christph Genz), mit dem:
„Glück und Segen Sind Bereit“ in Satz 4.
mp3 Hörprobe; Satz 4 Tenor-Arie „Glück und Segen sind bereit“



Ein herrlicher Schlusschor mit dem „Guter Hirte, Trost der Deinen“ beschliesst tröstend und beschwingt dieses Kantatenwerk.

Kantate: BWV 175 – Er rufet seinen Schafen mit Namen (für den 3. Pfingsttag)

Bach hat diese Kantate zum 22. Mai 1725 auf einen Text der Christiane Mariane von Ziegler komponiert. Der Gedankengang der Kantate schließt sich inhaltlich eng an die Evangelienlesung an, die vom guten Hirten und seinen Schafen erzählt. Bach Vertonung erhält ihr eigentümliches Kolorit durch die gewählte Instrumentation mit 3 Blockflöten, die in den Sätzen 1 und 2 als das Attribut der guten Hirten erklingen.

Der siebenstimmige Schlußchoral auf die Melodie „Komm, Heiliger Geist, Herre Gott“ entstammt einer früheren Pfingstkantate (BWV 59), wobei die Streicher des Vorbildes gegen Blockflöten ausgetauscht wurden und in einer prachtvollen Vollstimmigkeit ausklingen.

Erwähnenswert ist der 4. Satz mit der herrlichen Tenor-Arie (Christoph Genz), mit dem „Es dünket mich, ich seh dich kommen“ mit dem Basso continuo, wunderbar anzuhören.

Eine weitere Perle ist der 6. Satz mit der Bass-Arie (Stephen Loges) in Verbindung mit den Trompeten, „Öffnet euch, ihr beiden Ohren.“

In prachtvoller Vollstimmigkeit ist der siebenstimmige Schlusschoral „Nun werter Geist, ich folge dir“ ein Highlight dieser Kantate, berauschend schön singt der Monteverdi Choir diesen ergreifenden Choral.

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Rezension CD 2


Kantate: BWV 194 – Höchsterwünschtes Freudenfest (für den Sonntag Trinitatis)

In dieser Form, in der das Werk uns überliefert ist, diente es zunächst nach Erbauung und Prüfung der Orgel in Störmthal bei Leipzig als Orgelweih-Kantate im Rahmen eines öffentlichen Gottesdienstes am 2. November 1723.

Der allgemein gehaltene Inhalt des Textes ermöglichte jedoch die spätere Wiederaufführung des Werkes im Rahmen des Kirchenjahres als Trinitatis-Kantate, erstmals zum 4. Juni 1724.
Bachs Komposition ist ungewöhnlich, weil sie innerhalb seines Schaffens den konsequentesten Versuch darstellt, die Form der Orchestersuite auf die Kantate zu übertragen. Gardiner verwendet in seiner Einspielung die Kantatenfassung (sechs Sätze), aus der letzten Aufführung vom 20. Mai 1731, wo von dieser Aufführung ein Textdruck erhalten geblieben ist.
Hervorheben möchte ich aus den sechs Sätzen bestehenden Kantate den Satz Nr. 3, Arie für Bass (Peter Harvey); mit dem „Was des Höchsten Glanz erfüllet.“
Nach einer wunderbare Einleitung durch die Streicher folgt der Bassist mit einer ausdrucksstarken Arien-Wiedergabe, die im sprichwörtlichen Sinne mit Glanz erfüllt ist.
Ebenso faszinierend gelingt in Satz fünf die Sopran-Arie (Ruth Holton), mit dem „Hilf, Gott, dass es uns gelingt“ eine ausdrucksstarke und herrliche Gesangs-Wiedergabe. Die begleitenden Streicher und das BC swingt in fröhlichen Klangfarben, einfach perfekt gelungen. Dieser Satz steht bei mir auf da capo aufgrund seiner beglückenden
und erfüllenden Musik.
mp3 Hörbeispiel Sopran-Arie, Satz 5 „Hilf Gott, dass es uns gelingt“:
Ein herrlich gesungener vierstimmiger Choral des Monteverdi Chores in Satz sechs: „Heil’ger Geist ins Himmels Throne“ beschliesst ein fantastisches Kantatenwerk.
Kantate: BWV 176 – Es ist ein trotzig und verzagt Ding (für den Sonntag Trinitatis)
Diese Kantate wurde von J.S. Bach am 27. Mai 1725 vertont. 
Der Eingangschor:  „Es ist ein trotzig und verzagt Ding“, ist von knapper Prägnanz. Eine einzige große Chorfuge mit selbständig geführten Streichern – die Oboen gehen mit den Singstimmen – füllt den Satz aus, instrumentale Vor- und Nachspiele fehlen völlig.
Hier kann der Monteverdi Chor wieder großartig punkten, unnachahmlich gelingt ihnen gesanglich die auf und absinkende Chromatik des Trotz dem Hörer bewusst werden zu lassen.

Bemerkenswert in Satz drei wieder die Sopran-Arie: „Dein sonst hell beliebter Schein“, Ruth Holton gelingt diese Arie gesanglich wiederum auf bewundernswerter Weise.
Mit dem schlicht-vierstimmigen Schlusschoral in Satz sechs: „Auf dass wir also allzugleich“ beschliesst dieser Chorsatz eine bemerkenswerte Kantate, hier wieder zu bewundern die gesangliche Fiktion und Perfektion eines großartigen Monteverdi Chores.

Kantate: BWV 165 – O heil’ges Geist- und Wasserbad (für den Sonntag Trinitatis)

Die unsichere Quellenüberlieferung dieser Kantate lässt eine Deutung ihrer Entstehungsgeschichte nur mit Vorbehalt zu; es darf mit einiger Sicherheit angenommen werden, dass die Kantate zum 16. Juni 1715 in Weimar komponiert und im ersten Leipziger Amtsjahr Bachs – zu Trinitatis 1724 – mit geringfügigen Änderungen wiederaufgeführt worden ist.
Die Eingangs-Arie „O heil’ges Geist“ in Satz eins für Sopran ist ausgesprochen polyphon angelegt. Die betonte Verwendung von Symmetrie- und Umkehrungsformen ist höchstwahrscheinlich nicht ohne Absicht geschehen; sie dienen als Symbol für die innere Umkehr des Menschen, seine Wiedergeburt in der Taufe.
Dieses gelingt allen Beteiligten, ob Barockorchester oder von der Sopranistin: Ruth Holton, in einer bewundernswerten Form.
Die Tenor-Arie (Paul Agnew), in Satz fünf  „Jesu, meines Todes Tod“, gelingt vortrefflich und berührend.
Eins kurzer und schlichter Choralsatz beendet die Kantate: mit dem „Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl.“
Kantate: BWV 129 – Gelobet sei der Herr, mein Gott (für den Sonntag Trinitatis) !!

Dieses Werk gehört zu denjenigen Choralkantaten, die Bach nachträglich zum Jahrgang 1724 / 1725 hinzu komponiert hat. 
Die Entstehungszeit der Kantate lässt sich nur annäherungsweise ermitteln; wahrscheinlich schuf Bach sie zu Trinitatis, 16. Juni 1726; doch auch die Möglichkeit einer ursprünglichen Entstehung zu einer anderen Gelegenheit um 1726 lässt sich nicht völlig ausschliessen. Die Kantate eignet sich für das Trinitatisfest wegen seines Inhalts, der ein Lob der göttlichen Dreieinigkeit darstellt: Strophe 1 gilt dem Schöpfer Gott, Strophe 2 dem Sohn, Strophe 3 dem Heiligen Geist, und die Strophen 4 und 5 sind eine inhaltlich zusammenhängende Lobpreisung der Trinität.
Mit einem Orchester von 3 Trompeten, Pauken, Flöte, 2 Oboen, Streichern und Continuo ist die Kantate ausgesprochen festlich ausgestattet.

Was hier im 1. Satz zu hören ist, lässt den Hörer erschauern, genial wie es Sir J.E. Gardiner wiederum versteht, die entsprechende Jubelmusik erklingen zu lassen, ob durch das großartige Barockorchester, den tönenden  überirdisch schönen Trompeten und dem Weltklasse-Chor „Monteverdi“, das ist überirdische Musik.

Meiner Meinung nach ist Gardiner hier eine Kantaten-Wiedergabe der „Einmaligkeit“ gelungen, die seinesgleichen sucht. Er versteht es einfach großartig, dieses „Jubeln“ entsprechend musikalisch und interpretatorisch umzusetzen. Genial, dafür Danke an diesen großartigen Interpreten. Was die Engländer an Klasse-Trompeter (Mark Bennett, Mike Harrison, Paul Sharp), aufzuweisen haben ist einfach mehr als bewundernswert.

mp3 Hörprobe 1. Satz: „Gelobet sei der Herr“

Gardiner beschreibt in seinem Reisetagbuch eine folgende Anmerkung zu Satz 4 
mit der Alt-Arie (Daniel Taylor), „Gelobet sei der Herr“

Zitat:
…………das Beste von allem, ein pastoraler Tanz für Alt und Oboe
d’amore, in seiner Bildersprache vielleicht inspiriert von dem, den alles
lobet, was in allen Lüften schwebet’. Kein Komponist hat je mehr aus
einer Melodie gemacht, sie ist die wunderbarste überhaupt, die Bach
geschrieben hat – und sie hat mich ein Leben lang begleitet, seit ich sie
zum ersten Mal als Kind von meiner Mutter singen hörte.


mp3 Hörprobe BWV 129, Satz 4 Alt-Arie „Gelobet sei der Herr“

Diese Kantaten-Wiedergabe ist eine Perle aus dem Hause „Monteverdi“, wann hört man eine solch geniale Einspielung die mit optimalen Gesangs-Solisten besetzt worden ist. Der Altus (Daniel Taylor), überrascht in der Arie Satz 4 mit dem: „Gelobet sei der Herr“ in einer wunderbaren Gesangs-Kultur und ist ein Volltreffer, ebenso die Sopranistin Rut Holton, eine geniale Besetzung, in gleicher Großartigkeit ist der Bass mit Peter Harvey besetzt worden, hinzu kommt  The English Baroque Soloists mit einer überschäumenden Spielfreude und der Welt-Klasse-Chor: „The Monteverdi Choir.“

Hier gebührt allen Beteiligten ein Sonderlob, als Vater dieser großartigen Umsetzung –  genial in der kleinsten Ausarbeitung und entsprechende Fixpunkte zu setzen – ist Sir J. E. Gardiner zu benennen, ihm gelang musikalisch eine Sternstunde der Unsterblichkeit….!!

Grüsse an alle

Volker

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Neuveröffentlichung einer CD über Louis Vierne Orgelmusik aus der Frauenkirche


Hallo,

ich möchte auf eine Neuerscheinung aus dem Carus-Verlag hinweisen mit einer ausserordentlichen Klangqualität besitzenden CD-Einspielung von Louis Vierne-Werken. Hörproben können angeklickt werden.

Musik aus der Frauenkirche Dresden
Louis Vierne
Symphonies No. 3 and 5

(Samuel Kummer, Orgel)

Louis Vierne gilt als einer der größten spätromantischen Orgelkomponisten. Seine Werke bilden einen wesentlichen Beitrag zum Genre der französischen Orgelsymphonien. Carus eröffnet die Gesamteinspielung der Orgelwerke von Vierne an der neuen Orgel der Frauenkirche Dresden mit den Symphonien Nr. 3 und 5. Diese beiden großartigen Werke sind für jeden Organisten eine Herausforderung.

Samuel Kummer nutzt als Organist der Frauenkirche die Möglichkeiten der neuen französischen Kern-Orgel hervorragend aus, so dass sich die Klangpracht der Musik in der herrlichen Akustik der Frauenkirche überwältigend entfaltet. Nicht nur für Orgelmusik-Liebhaber bietet diese SACD uneingeschränkten Hörgenuss!

Zum Carus-Verlag mit Hörproben hier klicken !

CD-Carus 83.405 (SAC)

Grüsse

Volker

Vorschau auf das Bachfest Leipzig in 2009 mit Programmübersicht


Hallo,

gerade erst Vergangenheit und jetzt den Ausblick auf das neue Bachfest Leipzig in 2009.

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Bachfest Leipzig 2009

11. – 21. Juni 2009

»Bach Mendelssohn Reger«

Felix Mendelssohn Bartholdy und Max Reger markieren Anfang und Ende einer Musikepoche, in der Johann Sebastian Bachs Werke zunehmend in das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit gelangten und an deren Verbreitung gerade jene Musiker maßgeblichen Anteil hatten. Mendelssohn, dessen Geburtstag sich im Jahre 2009 zum 200. Male jährt, war bereits im Kindesalter mit Kompositionen Bachs vertraut; namentlich seine Jugendwerke sind davon spürbar beeinflusst.

Zusammen mit anderen Persönlichkeiten gehörte er zu den Initiatoren und Wegbereitern der ersten Bach-Gesamtausgabe. Rund ein halbes Jahrhundert später hat sich Reger (wie kaum ein anderer Musiker seiner Generation) mit dem Schaffen des Leipziger Thomaskantors auseinandergesetzt − nicht allein als Tonsetzer, sondern auch als Bearbeiter und Herausgeber. Reger war seit 1907 Musikdirektor an der Leipziger Alma mater. Deren 2009 begangene 600-Jahrfeier nehmen wir zum Anlass, den Blick nicht allein auf die Universitätsmusiken der Bach-Zeit zu richten, sondern auch das Werk jenes Spätromantikers zu würdigen, für den der Thomaskantor „Anfang und Ende aller Musik“ bedeutete.

Das Programm für das Bachfest 2009 kann auf der nachstehenden Web-Seite als PDF heruntergeladen werden.

http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=601

Künstlerisches Direktorium:
Georg Christoph Biller, Thomaskantor
Elmar Weingarten, Intendant Tonhalle Zürich
Christoph Wolff, Harvard University und Bach-Archiv Leipzig

Nächste Bachfeste:
Bachfest Leipzig 2010
11. bis 20. Juni 2010

Bachfest Leipzig 2011
10. bis 19. Juni 2011

Flayer-Rechte und alle Angaben von:
www.bach-leipzig.de

Grüsse
Volker

Gesamtausgabe 10 CD’s von Arcangelo Corelli als Spottpreis


muriel sagt:
Lieber Volker, liebe Barockfans,

nein, keine Werbung für Koopmann, er spricht wie der Sir für sich. (Ich habe übrigens noch
Karten für die h-moll-messe in Darmstadt bekommen). 

Ich möchte die Armen unter uns – und wer ist das nicht? – auf eine kleine Sensation hinweisen.

Brillant, wer sonst, hat die Werke
Arcangelo Corellis heraus gegeben. 10 CD für knapp 20€. Ausführende „Musica Amphion“ unter
Pieter-Jan Belder. Aus der illustren Solistenschar möchte ich nur Mike Fentross (Theoreb und
Baroqe Guitar) hinweisen. Einfach mal reinhören bei JPC.

Liebe Grüße
muriel

28. Juli 2008 zum 258. Todestag von J.S. Bach Konzert live aus der Thomaskirche


Hallo,

auf einen Termin möchte ich das Forum Aufmerksam machen, Live aus der Thomaskirche in Leipzig ist das Abschluss-Konzert aus der Reihe: „Johann Sebastian Bach und seine Städte“ auf folgenden Sendern live zu hören:

Foto: Grabstelle J.S. Bach in der Thomaskirche (© Copyright V.Hege)  

SR2 KulturRadio, MDR FIGARO, NDR Kultur, kulturradio vom RBB und WDR 3, wird das Konzert live am Montag, 28. Juli 2008, um 20:00 Uhr aus der Thomaskirche übertragen.

Traditionell wird am Todestag  (258.) des genialen Musikers (1685-1750) in der Thomaskirche Leipzig konzertiert. Hier, an Bachs Grabstätte, ist am Montag, 28. Juli, 20 Uhr, das Barockensemble „Concerto Köln“ unter Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller mit der „Köthener Trauermusik“ BWV 244a zu erleben.

Auftreten werden außerdem renommierte Solisten wie die Sopranistinnen Gesine Adler und Christine-Maria Rembeck, die Mezzosopranistin Susanne Langer, die Altistin Susanne Krumbiegel, die Tenöre Tobias Hunger und Michael Schaffrath, der Bariton Tobias Berndt, der Bassbariton Markus Flaig und Ute Loeck, Rezitation. Es erklingt die von Hans Grüß im Jahre 2000 rekonstruierte und 2002 wieder aufgeführte Fassung.

Die „Köthener Trauermusik“ war erstmals 1729 anlässlich einer Gedächtnispredigt für Fürst Leopold von Anhalt-Köthen zu hören. Johann Sebastian Bach hatte hierfür große Teile seiner berühmten Matthäus-Passion, die in der Thomaskirche uraufgeführt worden war, mit neuem Text versehen.

Bereits kurz nach seiner Gründung im Jahr 1985 erspielte sich „Concerto Köln“ einen festen Platz in der ersten Reihe der Ensembles für historische Aufführungspraxis. Von Anfang an waren Publikum und Kritik gleichermaßen vom lebendigen Musizierstil und der musikwissenschaftlich fundierten Interpretation mit neuem Schwung begeistert. Das Ensemble kann eine Diskographie von mittlerweile ca. 50 CDs vorweisen. Ein Großteil dieser Aufnahmen wurde mit bedeutenden Musikpreisen wie dem „Echo“, dem „Grammy“ oder dem „Choc du Monde de la Musique“ ausgezeichnet.

Grüsse
Volker

(Textquelle: http://www.mdr.de)

Seh-und Hörprobe Gardiner mit dem Deutschen Requiem von Brahms


Hallo zusammen,

ich möchte auf eine Neuerung im Forum hinweisen, mein Dank an @Martin, der mir den Tipp von YouTube mit dem „Deutschen Requiem“ von Brahms, aufgeführt im Concertbuow Amsterdam von J.E. Gardiner gegeben hat.
Rechts am Rand im Blog sehr Ihr den Bildschirm von YouTube, da muss der schwarze Pfeil in der Mitte angeklickt werden, dann läuft die Videowiedergabe von Part 3 automatisch ab. Wer einen grösseren Bildschirm möchte, dem gebe ich den direkten Link nach YouTube an:

In Zukunft werde ich von verschiedenen Interpreten herausragende Videos von YouTube im Forum hinterlegen, auch Angaben aus dem Forum sollten mich diesbezüglich erreichen.

Ich versuche auch auf dieser Seite den VideoPlayer vom Gardiner-Brahms-Konzert zu hinterlegen..!!

Viel Spass beim hören und sehen…!!

Gruss

Volker

Interview: The Observer mit J. E. Gardiner


Hallo,

nun meine versprochene „Deutsch-Übersetzung“ des Interview vom „The Observer“, von @Alex, dafür herzlichen Dank.
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John Eliot Gardiner, Dirigent

Dirigent und Gründer des Monteverdi Choir. Hat mehr als 250 Alben eingespielt.

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Interview von Ally Carnwath
The Observer,
Sonntag, 29. Juni 2008
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Der fünfundsechzigste Geburtstag hat mich in keiner Weise aus dem Lot gebracht. Ich bin heute zufriedener und in besserer Verfassung als vor zwanzig Jahren. Fünfundsechzig ist für einen Dirigenten noch kein Alter. Es gibt keinen Grund oder Motiv aufzuhören, vorausgesetzt man ist noch im Vollbesitz seiner Kräfte – Sehen, Hören, Denken – und das bin ich hoffentlich. Schließlich ist jetzt die Erfahrung da, die man braucht, um wirklich loszulegen und Geleistetes noch zu übertreffen. Mag sein, dass man zwischen den Projekten etwas längere Verschnaufpausen braucht, meine Frau rät mir dringend zu einer solchen. Auch kann ich nun nicht mehr mit dem Chor und dem Orchester ganze Nächte durchmachen, wie ich es in meinen Zwanzigern getan hatte. Fünf Konzerte in sieben Tagen, das war bei uns normal, und bei den ganzen Feiern zwischendurch kam der Schlaf schon mal zu kurz.

Aber der Hunger nach Musik und das Arbeiten mit verschiedenen Orchestern, das sind Dinge, die nicht einfach nachlassen. Sollte dies dennoch eines Tages passieren, ich wüsste, der Moment fürs Aufhören wäre gekommen.

Manche Dinge fallen mir heute sogar wesentlich leichter. Im Alter gehen die Leute mit einem etwas anders um. Als aufstrebender Dirigent macht man erst einmal die Hölle durch, Orchestermusiker sind – völlig zu Recht – eine sehr kritische Spezies, und diese Skepsis kann auch auf den Dirigenten selbst abfärben. Bei meinem Landgut denke ich an Neubepflanzungen, die sich vielleicht in 50, 60 oder 80 auszahlen werden. Der Himmel weiß, wer dann der Landeigentümer sein wird und davon profitieren wird, aber mein Vater und mein Onkel, die haben unglaublich viel für die Rekultivierung dieser Gegend getan, und mein Herz schlägt jedes Mal höher, wenn ich raus in den Forst trete, es ist so beglückend, die Früchte ihrer harten Arbeit wachsen zu sehen.

Solange die Leute deine Konzerte besuchen und deine Aufnahmen kaufen und von dir lernen wollen, ist die Welt rund, du bist noch nicht marginalisiert. Klar, sollte ich auch nur andeutungsweise dieses Gefühl bekommen, da kann ich Sie beruhigen – ich werde mich auf der Stelle vom Acker machen.

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Interview übersetzt aus dem Englischen
Die Urheber-Rechte bei „Guardian“:
Diese Seite wurde von ©Alexander Behrens für ©“Diskussionsforum J.S. Bach und die Cantata Pilgrimage 2000 und sonstige Klassik-Themen“, übersetzt.
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Grüsse an alle
Volker

Im Radio, Kantaten von J.S. Bach am 20 und 27. Juli 2007


@Barbara sagt:

Lieber Volker,

ich hoffe, ich bin nicht zu spät. 

Aber ich habe für Sonntag noch einen Radiotipp. Diese Kantate, die auf der DG-CD vom Meraner Konzert 2000 enthalten ist, hatte ich schon letzte Woche angekündigt:

Sonntag, 20.7.2008 swr2

8.03 Uhr  SWR2 Kantate
Link: http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html

Johann Sebastian Bach:
”Was frag ich nach der Welt” BWV 94


Katharine Fuge (Sopran)
Daniel Taylor (Altus / Countertenor)
James Gilchrist (Tenor)
Peter Harvey (Bass)
Monteverdi Chor
Englische Barocksolisten
Leitung: John Eliot Gardiner
DG-Aufnahme

Von derselben CD gibt es am selben Morgen noch eine Kantate – gleich 2 mal:

Sonntag, 20. Juli 2008
BR (Bayern4 Klassik)
08:05 Uhr

Die Bach-Kantate
„Herr, gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht“
Kantate zum 9. Sonntag nach Trinitatis, BWV 105
Katharine Fuge, Sopran;
Daniel Taylor, Countertenor;
James Gilchrist, Tenor;
Peter Harvey, Bass;
Monteverdi Choir;
English Baroque Soloists:
John Eliot Gardiner)

WDR 3
09:00 Uhr


Johann Sebastian Bach
Herr, gehe nicht ins Gericht, BWV 105,
Kantate am 9. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;
Katharine Fuge, Sopran;
Daniel Taylor, Countertenor;
James Gilchrist, Tenor;
Peter Harvey, Bass; Monteverdi Choir;
English Baroque Soloists,
Leitung: John Eliot Gardiner

Ihr habt die Auswahl.

Für den nächsten Sonntag bietet NDRkultur einen Leckerbissen: Eine Bachkantate, die noch nicht bei SDG erschienen ist:

Link: http://www.ndrkultur.de/service/livestream20.html

Sonntag, 27.7.2008 NDR Kultur
08:00 Kantate

Johann Sebastian Bach: Nimm von uns, Herr,
du treuer Gott, Kantate BWV 101

Joanne Lunn, Sopran / Daniel Taylor, Countertenor
Christoph Genz, Tenor / Gotthold Schwarz, Bass
Monteverdi Choir London / English Baroque
Soloists / Ltg.: John Eliot Gardiner

Ich genieße noch ein paar Tage das norddeutsche Schmuddelwetter, dann geht es für eine Woche in die Sonne – natürlich mit ganz viel Musik im Gepäck.

Fröhliches Aufnehmen – Hören – Genießen
Barbara

Schutzdauer von Tonaufnahmen soll bis 95 Jahre angehoben werden


Hallo,

eine interessante Neuigkeit:

Am Mittwoch (16.7.08) verabschiedete die EU-Kommission einen Richtlinienvorschlag, der die Verlängerung der Schutzdauer von Tonaufnahmen und Tonträgern von 50 auf 95 Jahre vorsieht. Künstler und Industrie würden gleichermaßen von der längeren Schutzfrist profitieren, hieß es in einer Aussendung der EU-Kommission.

Eine 95-jährige Schutzdauer würde verhindern, dass ausübende Künstler, die im Alter von 20 Jahren Platten aufgenommen haben, bei Erreichen ihres 70. Lebensjahres einem plötzlichen Einkommensausfall gegenüberstehen, so die EU-Kommission.

Die zusätzlichen Einnahmen aus der erweiterten Schutzdauer sollen auch der Tonträgerindustrie helfen, sich an das Internet-Zeitalter anzupassen und ihre Investitionen in neue Talente aufrechtzuerhalten, begründete die EU-Kommission ihren Vorschlag.

„Ich werde alles daransetzen, um sicherzustellen, dass ausübende Künstler über ein angemessenes Einkommen verfügen und es auch künftig eine europäische Musikindustrie geben wird“, sagte EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy, der die Verlängerung der Schutzfristen vorgeschlagen hatte.

(Veröffentlicht von: nmz-red/leipzig)

Grüsse

Volker

Gardiner im Rundfunk von BBC und weitere Termine


@Barbara sagt:

Lieber Volker,

uff, geschafft, ich habe meine Kommentare abgesetzt. Jetzt darf ich auch einen schönen neuen Tipp loslassen. Im Augenblick ist es wirklich heftig bei mir, aber die Beiträge im Blog sind doch immer wieder eine kleine feine Freude.

In dieser Woche ist der „Composer of the Week“ bei BBC Johann Sebastian Bach. Sämtliche Vokalaufnahmen sind mit Gardiner. Die meisten kennen wir von den SDG-CDs, aber das hier ist der Hit:

‚Wo Gott der Herr nicht bei uns halt‘, BWV 178 [1724]
1. (Choral): „Wo Gott der Herr nicht bei uns halt?“
2. (Choral und) Recitativo (A): „Was Menschenkraft und Witz anfaht“
3. Aria (B): „Gleichwie die wilden Meereswellen“
4. Choral (T): „Sie stellen uns wie Ketzern nach“
5. Choral et recitativo a tempo giusto: „Auf speren sie den Rachen weit“
6. Aria (T): „Schweig, schweig, schweig nur, schweig“
7. Choral: „Die Feind sind all in deiner Hand“
Robin Tyson (alto), Christoph Genz (tenor), Bridley Sherrat (bass)/ The Monteverdi Choir / The English
Baroque Soloists / John Eliot Gardiner (cond)
SDG, pre-release – due for release in Oct 2008

Hier der Link dazu:

http://www.bbc.co.uk/radio3/cotw/pip/69bn0/

Verpasste Folgen können eine Woche lang abgerufen werden. Leider ist die Qualität bei BBC immer noch grottenschlecht, zum Konservieren reicht es einfach nicht, aber einen Eindruck bekommt man schon.

Für die, die sich wie ich auf die Übertragung des Prom-Konzertes der Johannes-Passion freuen, gibt es eine gute Nachricht, SWR2 übernimmt dieses Programm am 6. September 2008. Und die Qualität des SWR2 im Internet ist hervorragend.

Das wars für heute
viele Grüße
Barbara

2. Internationaler Orgelwettbewerb an der „Collon Orgel“ St. Marien in Herford


Hallo,

wieder ein Orgel-Highlight in Ostwestfalen: „Internationaler Orgelwettbewerb in St. Marien – Stift Berg – in Herford.

Trägerin des internationalen Orgelwettbewerbs in der Kirche St. Marien zu Herford ist die Dieter Ernstmeier Stiftung, Herford.

Foto: St. Marien Stift Berg in Herford (© Copyright V.Hege)

2. Internationaler Orgelwettbewerb
um den Preis der Dieter Ernstmeier Stiftung
Collon-Orgel – Herford vom 3. bis 9. November 2008

(Qualifikationsrunde 19. bis 23. August 2008)

Die Collon-Orgel wurde 2004 erbaut gemäß dem hohen Stand des europäischen Orgelbaus um 1700. Die stilistische Ausrichtung des Instrumentes ermöglicht eine adäquate Interpretation der Orgelmusik Italiens, Spaniens, Frankreichs, Flanderns, Süddeutschlands sowie der mitteldeutschen Schule, ausgehend von J. S. Bach.

Foto: In 2004 erbaute Collon-Orgel in der Kirche St. Marien, Herford. (© Copyright V.Hege)

Der Wettbewerb möchte das Bestreben junger Organistinnen und Organisten nach einer stilistisch orientierten Interpretation der benannten Musik fördern.

Der Wettbewerb findet in den Sparten Literaturspiel und Improvisation statt.

Die Jury

  • Prof. Michael Radulescu / Vorsitzender (Österreich)
  • Martin Böcker (Deutschland)
  • Prof. Hans-Ola Ericsson (Schweden)
  • Prof. Dr. Helmut Fleinghaus (Deutschland)
  • KMD Jörg-Neithardt Keller (Deutschland)
  • Prof. Bernhard Klapprott (Deutschland)
  • Prof. Jacques van Oortmerssen (Niederlande)

Programm und zeitlicher Ablauf

  1. QUALIFIKATIONSRUNDE (25 min) – 19./20 August 2008 (Einspielzeiten ab 17 08.) und 22./23. August 2008 (Einspielzeiten ab 20.08.)
  2. ZWEITE RUNDE (30 min) – Montag, 3. November 2008 (Einspielzeiten ab 30.10.)
  3. DRITTE RUNDE (45 min) – Sonnabend, 8. November 2008
  • IMPROVISATIONSWETTBEWERB (45 min) – Donnerstag, 6. November 2008 (Die Aufgaben werden am 05.11.2008 gestellt. Einspielzeiten ab 05.11.)
  • PREISTRÄGERKONZERT: Sonntag, 9. November 2008

  • ORGELKONZERTE DER JUROREN finden am 4. und 7. November 2008 jeweils um 20 Uhr statt
  • VORTRÄGE DER JUROREN zu Fragen der Interpretation Alter Musik finden in der Hochschule für Kir-chenmusik Herford am 5. November (10.00 / 14.00 / 16.30 Uhr) und am 8. November (9.00 / 11.15 Uhr) statt.

Alle Angaben von dem nachstehenden Link:

http://www.hochschule-herford.de/html/orgelwettbewerb.html


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Da müssen alle OWL-Orgel-Interessenten wie elektrisiert sein, ein Besuch, zumindest für die Schlussveranstaltung am Sonntag, 9. November 2008, müsste eine Verpflichtung sein, freue mich auf

ein Wiedersehen meiner OWL-Orgelfreunde.

Grüsse

Volker

Konzert-Termine von Ton Koopmann in 2008 / 2009


Hallo,

weitere Konzert-Termine für den „Barock-Spezialisten für Alte Musik“ Ton Koopman mit seinem Amsterdam Baroque Choir & Orchestra, stelle ich hier der Öffentlichkeit zur Verfügung.


Foto: Amsterdam Baroque Choir & Orchestra

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Freitag, 10. Oktober 2008
19.30 Uhr
Stadtkirche Darmstadt

Amsterdam Baroque Choir & Orchestra

Philharmonie Merck

J.S. Bach
Messe h-Moll

Leitung:
Ton Koopman

Obige Angaben und Link: http://www.philharmonie-merck.de/programm/mh08/startmh08.htm

Aufführungsstätte: Stadtkirche Darmstadt

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Fotorechte: V.Hege

Frauenkirche Dresden

Samstag, 11. Oktober 2008 / 20:00 Uhr

Amsterdam Baroque Orchestra & Choir
Leitung: Ton Koopman
Johann Sebastian Bach: Hohe Messe in h-Moll





Link: http://www.dresdenerleben.de/frauenkirche-specials.htm


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Köln, Philharmonie am 12.10.2008 Sonntag 20:00 Uhr

Foto: Philharmonie in Köln

12.10.2008 Sonntag 20:00 Uhr
Kölner Philharmonie

Baroque … Classique 1

Lydia Teuscher Sopran
Marie-Claude Chappuis Alt
Jörg Dürmüller Tenor
Klaus Mertens Bass

Amsterdam Baroque Choir

Amsterdam Baroque Orchestra
Ton Koopman Dirigent

Johann Sebastian Bach
Hohe Messe in h-Moll BWV 232
für Soli, Chor und Orchester

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Düsseldorf – Tonhalle

Foto: Tonhalle in Düsseldorf


Montag, 13.10.2008, 20:00 Uhr

Tonhalle Düsseldorf, € 80,00 70,00 60,00 50,00 38,00

1. Meisterkonzert I
Klassik

AMSTERDAM BAROQUE ORCHESTRA & CHOIR
Ton Koopman

BACH: H-MOLL MESSE

Sopran N.N.- Marie-Claude Chappuis,Alt
Jörg Dürmüller, Tenor – Klaus Mertens, Bass

Link zur Kartenbestellung per E-Mail: abo@heinersdorff-konzerte.de

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Wien, Samstag, 18. Oktober 2008, 19.30 Uhr
Theater an der Wien, Linke Wienzeile 6, 1060 Wien

Lydia Teuscher Sopran

Marie-Claude Chappuis Alt

Jörg Dürmüler Tenor

Klaus Mertens Bass

Programm

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Messe h-Moll BWV 232 (1724-25)



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Berlin – Philharmonie

27. MÄRZ 2009 20 UHR

PHILHARMONIE BERLIN, PHILH. GROSSER SAAL

Ton Koopman

Händel, Haydn

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Zürich, Tonhalle

Mitwirkung am Konzert des Tonhalle-Orchesters mit Ton Koopman

am 18. und 19. März 2009

J.S. Bach: Matthäus-Passion

Ton Koopman, Leitung

Sandrine Piau, Sopran
Iestyn Davies, Altus
Jörg Dürmüller, Tenor
James Gilchrist, Tenor
Stephan Genz, Bariton
Klaus Mertens, Bass
Schweizer Kammerchor
Fritz Näf, Einstudierung
Zürcher Sängerknaben

Link:

https://www.tonhalle-orchester.ch/index.php?id=36&L=0&year=2009&month=3&language=de&L=0

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16. und 17. Mai 2009, je 19:OO Uhr Stuttgart – Liederhalle, Beethovensaal

Foto: Neue Liederhalle Stuttgart

„Vier Jahreszeiten“ von Joseph Haydn
KLARA EK Sopran
JÖRG DÜRMÜLLER Tenor
KLAUS MERTENS Bass

GÄCHINGER KANTOREI &
BACH-COLLEGIUM STUTTGART

TON KOOPMAN Leitung



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Die Link-Angaben von mir beinhalten eine Programmübersicht mit der Möglichkeit einer Kartenbestellung.

Grüsse

Volker

Hörprobe BWV 1128 – Wo Gott der Herr nicht bei uns hält


Hallo,

ich möchte noch einmal auf eine Orgel-Hörprobe vom BWV 1128 „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“ hinweisen.

Bei dem Werk, von dem bislang nur die ersten fünf Takte bekannt waren, handelt es sich um eine Fantasie über den Choral „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“.

“ H ö r p r o b e “ vom BWV 1128

Link:

zur Hörprobe des BWV 1128 „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“. mp3

Link: für “ c p o „

Eine empfehlenswerte CD-Einspielung von Prof. Weinberger ist bei cpo erschienen !

0761203740321

Grüsse
Volker

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Meine Radiotipps für die 28. und 29. KW mit Klassischer Musik


@Barbara sagt:

Hallo,

ich habe wieder etwas in den Radioprogrammen gefunden:
Für die, die Gardiner + Modernes Schätzen:

Sonntag, 13.7.2009
Wdr 3
09:05 Uhr
…..
Igor Strawinsky
Psalmen-Sinfonie für Chor und Orchester;
Monteverdi Choir;
London Symphony Orchestra,
Leitung: John Eliot Gardiner

Am nächsten Sonntag können die sich freuen, die NIcht die DG-Aufnahme des Konzert von 2000 in Meran im Schrank stehen haben:

Sonntag, 20.7.2009

swr2

8.03 Uhr SWR2 Kantate

Johann Sebastian Bach:
”Was frag ich nach der Welt” BWV 94
Katharine Fuge (Sopran)
Daniel Taylor (Altus / Countertenor)
James Gilchrist (Tenor)
Peter Harvey (Bass)
Monteverdi Chor
Englische Barocksolisten
Leitung: John Eliot Gardiner
DG-Aufnahme

Vor einiger Zeit bin ich über einen Artikel im Guardian gestolpert:

http://www.guardian.co.uk/society/2008/jun/29/7

Das lässt doch für die Zukunft hoffen – oder?

Mal schauen, vielleicht reicht es am Wochenende nicht nur für die wichtigsten Dinge, sodass ich auch mal nur Wichtiges machen kann. Dann lasse ich auch mal wieder ein paar Kommentärchen im Blog ab.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende
liebe Grüße
Barbara

Star-Dirigent Sir John Eliot Gardiner am 12.2.2009 in der Philharmonie Essen


Hallo,

ein weiteres Highlight-Beethoven-Konzert mit Gardiner und dem London Symphonie Orchestra ist in der Vorankündigung.

Am 12. Februar 2009 um 20:00 Uhr in der Philharmonie Essen.


(Fotorechte: Stadt Essen) Die Philharmonie; Foto rechts


(Fotorechte: pro-arte-konzerte) Innenansicht der neuen Philharmonie Essen

BEETHOVEN-FESTKONZERT: LONDON SYMPHONY ORCHESTRA / JOHN ELIOT GARDINER (Dirigent)


(Fotorechte V.Hege) Gardiner, Dirigent


Donnerstag – 12. Februar 2009 – 20.00 – Philharmonie Essen – Zyklus A


BEETHOVEN Ouvertüre C-Dur op. 115 BEETHOVEN Sinfonie Nr. 4 B-Dur BEETHOVEN Sinfonie Nr. 5 c-moll

Dieses Konzert ist einer der spektakulären Glanzpunkte der neuen PRO ARTE Saison. Denn Sir John Eliot Gardiner hat mit seinen dramatischen, vor Spannung berstenden Interpretationen eine richtige Beethoven-Revolution ausgelöst. Rasanter, aufregender und mitreißender kann man Beethoven nicht erleben als in den Interpretationen des britischen Stardirigenten! So sind denn auch die wenigen Beethoven-Abende, die Gardiner mit dem weltberühmten London Symphony Orchestra in Deutschland gibt, unter Veranstaltern heiß begehrt. Wir freuen uns sehr, den Besuchern der PRO ARTE Konzerte dieses unvergessliche Konzerterlebnis präsentieren zu können. (Textquelle: pro-arte-konzerte)

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Kartenbestellungen sind Online wie folgt möglich:

Link: http://www.pro-arte-konzerte.de/essen/shope.htm

Es ist ein Tipp von mir, als Geschenkgutschein wäre es etwas für Weihnachten 2008.

Dieses Konzert steht bei mir für 2009 ganz vorn an erster Stelle, ein Beethoven-Interpret der Extra-Klasse stellt sich vor und das fast vor der Haustür.

Grüsse

Volker