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Biografie Jochen Kowalski – Altus


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© André Kowalski
© André Kowalski

Jochen Kowalski wurde am 30. Januar 1954 in Nauen/Brandenburg geboren und wuchs Wachow / Brandenburg auf. Nach dem Abitur begann er seine Karriere im Requisitenkeller der Deutschen Staatsoper Unter den Linden. Als Requisiteur lernte er hier von der Pike an, was Oper bedeutet.

1977 bis 1983 besuchte er die Musikhochschule Hanns Eisler Berlin, Fach Tenor. Noch als Student wirkte er 1981 in der damaligen ersten Inszenierung des neuen Chefregisseurs Harry Kupfer an der Komischen Oper, Berlin, – Die Meistersinger von Nürnberg – mit. Seit dieser Zeit arbeitet er mit der Gesangslehrerin Marianne Fischer-Kupfer, die die Begabung für das männliche Altusfach entdeckte und förderte.

“Entdeckt” wurde er während des Gesangstudiums (als Tenor) an der Ostberliner Musikhochschule, als er für eine Kommilitonin beim Vortrag der für eine Alt-Stimme geschriebene Orpheus-Arie “Ach, ich habe sie verloren” von Christoph Willibald Gluck einsprang. Nach der Ausbildung gelang ihm an der Komischen Oper Berlin der Durchbruch mit der Titelrolle in Georg Friedrich Händels “Giustino”.

Nach seinem Wiener Debüt in der Rolle des Prinzen Orlowsky in Johann Strauß’ Operette “Die Fledermaus” äußerte Brigitte Faßbaender als vielleicht bedeutendste Darstellerin dieser Hosenrolle: “Jetzt möchte ich den Orlowsky nie wieder singen.”

1994 wurde Jochen Kowalski zum Berliner Kammersänger ernannt. Gastspiele führen ihn durch ganz Europa und in den fernen Osten nach Taiwan und vor allem Japan. Kowalski ist sehr populär in Japan und hat dort inzwischen wohl seine größte und treueste Fangemeinde.

Sein Mitwirken in Oberon; Brittens “A Midsummer Nights Dream” in der Saison 1996/97 an der Met New York war ein weiterer Meilenstein in Kowalskis Karriere

Kowalski ist Mitglied der Komischen Oper Berlin. Von Händel über Schubert bis zu Filmschlagern der 30er Jahre ist Kowalskis Wandlungsfähigkeit zu bewundern.

Im April 2007 trat er mit Partie des Evangelisten in der “Lukas Passion” von C. Ph. E. Bach in der Philharmonie Berlin auf.

Auf vielen Schallplatten-, CD- und DVD-Aufnahmen ist das künstlerisches Schaffen von Jochen Kowalski in seinen unterschiedlichen Facetten dokumentiert, die Inszenierungen von Orpheus und Eurydike, Giustino, Belsazar und die Covent Garden Produktionen von Fledermaus mit Sutherland; Horne und Pavarotti und Mitridate, Re die Ponto wurden im Fernsehen ausgestrahlt.

Für sein künstlerisches Schaffen wurde er mit dem Kulturpreis 1992,1994 mit dem Titel Berliner Kammersänger und 2004 mit dem Verdienstorden des Landes Berlin geehrt.

Seine Aufnahmen mit Arien von Händel und Mozart sowie die Gesamtaufnahme von Glucks Orfeo ed Euridice erhielten 1988 und 1989 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Die Inszenierung von Orpheus und Eurydike der Komischen Oper wurde in London mit dem Laurence Olivier Award ausgezeichnet.

www.jochen-kowalski.de
umfangreiche Website mit Pressestimmen und Diskographie

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Kowalski-Jochen.htm

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Biografie Trevor Pinnock – Cembalist und Dirigent


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Trevor Pinnock, © Peer Lindgreen
© Peer Lindgreen

Trevor Pinnock ist Cembalist, Kammermusiker und Dirigent aus England. Ausgebildet an der Canterbury Cathedral und am London Royal College of Music war er einer der ersten, die für Aufführungen von barocker und klassischer Musik alte Instrumente benützten, weil er sie für am besten geeignet hielt, dieser Musik gerecht zu werden. Dies führte 1972 zur Gründung des English Concert, dessen künstlerischer Leiter er war, bis er 2003 diese Rolle an Andrew Manze weitergab. Heute teilt er seine Zeit auf zwischen Dirigaten, Rezitals, Kammermusik und Unterricht.

Als Gastdirigent leitet Trevor Pinnock Kammer- und Symphonieorchester in aller Welt. Aber auch mit historischen Instrumenten beschäftigt Pinnock sich weiterhin: Bei den Händel Festspielen Halle leitete er im Sommer 2006 die Aufführung von Purcells Dido and Aeneas. 2006 feierte Trevor Pinnock seinen 60. Geburtstag mit Tourneen bis weit ins Jahr 2007 hinein und der Einspielung der Bachschen Brandenburgischen Konzerte. Für dieses Projekt hat er mit Musikern aus England, Italien und Deutschland eigens das European Brandenburg Orchestra gegründet. Ihre CD-Einspielung der Brandenburgischen Konzerte wurde im Jahre 2008 mit einem Gramophone Award ausgezeichnet.

Trevor Pinnock ist Präsident des Faversham Music Club in Kent, welcher jedes Jahr eine Reihe von Konzerten und sozialen Veranstaltungen durchführt.

1992 wurde Trevor Pinnock mit dem Orden CBE ausgezeichnet und 1998 zum Offizier des französischen „Ordre des Arts et des Lettres“ ernannt. “The Times” schreibt, er sei “the complete musician”.

http://www.trevorpinnock.com/sitemap

http://www.faversham.org/pages/directory_item.aspx?i_PageID=11196

http://www.konzertagentur.de/kuenstler-karte/trevor-pinnock-cembalo-dirigent

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Pinnock-Trevor.htm

 

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Biografie Hanno Müller-Brachmann- Bassbariton


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© Monika Rittershaus
© Monika Rittershaus

Der Baßbariton Hanno Müller-Brachmann arbeitet sowohl auf dem Konzertpodium als auch auf der Opernbühne mit vielen der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit zusammen. Darunter Daniel Barenboim, Nikolaus Harnoncourt, Claudio Abbado, Sir Simon Rattle, Michael Gielen, Kurt Masur, Herbert Blomstedt, Pierre Boulez, Riccardo Chailly, Sir Charles Mackerras, Christoph v. Dohnányi, Sir John Eliot Gardiner, Sir Neville Marriner, Peter Eötvös, Marek Janowski, Donald Runnicles, Bertram de Billy, René Jacobs, Philippe Herreweghe oder Christoph Eschenbach.

Seine Engagements führen ihn zu Orchestern wie den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Chicago- und dem Boston Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem Philharmonia Orchestra London, der Academy of St.Martin in the Field, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre National de France, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Concertgebouw Orkest Amsterdam, dem Concentus musicus Wien, dem Freiburger Barockorchester, den English Baroque Soloists, vielen Rundfunksinfonieorchestern oder der Staatskapelle Berlin.

In Südbaden aufgewachsen, begann er seine musikalische Ausbildung bei der Knabenkantorei Basel. Er studierte in Freiburg bei Prof. Ingeborg Most, besuchte die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin und absolvierte sein Konzertexamen bei Prof. Rudolf Piernay in Mannheim als „Elias“ in Mendelssohns Oratorium mit dem Philh. Orchester Heidelberg.

Erste Preise beim Bundeswettbewerb Gesang 1992 und1994, beim Nürnberger Meistersingerwettbewerb 1995 sowie seine Erfolge bei den internationalen Wettbewerben „Neue Stimmen“ oder „ARD“ 1996 markieren den Beginn seiner beruflichen Laufbahn.

Heute reicht sein Konzertrepertoire von Heinrich Schütz bis Heinz Holliger, unter dessen Leitung er bei der Salzburger Mozartwoche Bachs „Kreuzstabkantate“ sang. Mit Mahlers „Liedern aus des Knaben Wunderhorn“ hörte man ihn mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter Myung-Whun Chung im Pariser Théatre des Champs Elysées, unter Vladimir Jurowski mit dem London Philharmonic Orchestra in der Royal Festival Hall

London, oder auf Europa-Tournee mit dem SWR-Sinfonieorchester unter Michael Gielen. Sein Debut in der New Yorker Carnegie Hall gab er im Jahr 2000 mit der amerikanischen Erstaufführung von Elliott Carters Oper „What next“ mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Daniel Barenboim.

Hanno Müller-Brachmann konzertierte in nahezu allen bedeutenden Konzertsälen Europas und bei Festspielen wie Salzburg, Luzern, Aldeburgh, Dresden, Flandern, Tanglewood, Granada und den BBC Proms.

1992 gab er sein Bühnendebut am Theater Freiburg unter Donald C. Runnicles, 1996 debütierte er an der Staatsoper Berlin unter Rene Jacobs, deren Ensemble er 1998-2011 angehörte. Hier entwickelte er die großen Mozartpartien zu seinen Paraderollen: Als Guglielmo in „Cosi fan tutte“ debütierte er in der Berliner Neuproduktion von Doris Dörrie 2001 unter Daniel Barenboim, außerdem auch in San Francisco 2004 unter Michael Gielen. Mit dieser Partie stellte er sich auch an der Wiener Staatsoper erstmals vor, sowie an der Bayerischen Staatsoper. Als Don Giovannis Diener Leporello debütierte er am Theater an der Wien in der Neuproduktion von Keith Warner 2006 unter Bertrand de Billy, nachdem er damit an den Staatsoper in Berlin und Wien zu hören gewesen war. Außerdem hatte er damit in Tokio und in der Berliner Neuproduktion von Peter Mussbach 2007 unter Daniel Barenboim großen Erfolg. Die Titelfigur in „Le nozze di Figaro“ sang er an den Staatsopern in Wien, München und Berlin.

Als Vogelfänger Papageno konnte man ihn ebenfalls in der Neueinstudierung der Bayerischen Staatsoper 2004 hören, außerdem an seinem Berliner Stammhaus und in einer Neuproduktion in Modena unter Claudio Abbados Stabführung. Ein Mitschnitt der Deutschen Grammophon wurde mit dem „Gramophone Award“ ausgezeichnet.

An seinem Berliner Stammhaus brachte der vielseitige Künstler Elliott Carters „What next“ und Pascal Dusapins „Faustus – the last night“ zur Uraufführung. Weitere wichtige Premieren in Berlin waren Schrekers „Der Ferne Klang“ (als „Graf“) unter Michael Gielen, „Pique Dame“ (als „Tomski“) und „Parsifal“ (als „Amfortas“) unter Daniel Barenboim. Den „Amfortas“ gab er auch in Sevilla unter Barenboims Stabführung, in Hamburg unter Simone Young oder in Budapest unter Adam Fischer. Außerdem war er in Berlin als „Golaud“ in „Pelleas et Melisande“ sowohl unter Michael Gielen als auch unter Sir Simon Rattle zu hören. Dort debütierte er auch als „Kaspar“ in „Freischütz“, als „Banquo“ in „Macbeth“ und als „Orest“ in „Elektra“, den er auch in Madrid und München verkörperte. Seine jüngste Repertoireerweiterung war im Oktober 2010 Wotan in „Rheingold“ unter der Leitung von Daniel Barenboim. Im Herbst 2012 wird er sein Debut an der New Yorker Metropolitan Opera geben.

Neben dem Konzert- und dem Operngesang gilt seine große Liebe dem Lied. Mit Musikerpersönlichkeiten wie Daniel Barenboim, Graham Johnson, Philippe Jordan, Marcus Creed, Ulrich Eisenlohr, Malcolm Martineau, Hendrik Heilmann, Denés Varjon, Axel Bauni, Guido Heinke, Eric Schneider oder Burkhard Kehring war Hanno Müller-Brachmann in Liederabenden zu erleben.

Bei seinem Debut in der Londoner Wigmore Hall war András Schiff sein Partner. Das Amsterdamer Concertgebouw, die Hamburger Musikhalle, die Berliner Philharmonie, das Pariser Théâtre du Châtelet, die Berliner Staatsoper, das Baseler Stadtcasino, die Philharmonien in Köln und Essen,Tokio und Festivals wie Edinburgh, Schwarzenberg, Saintes, Ittingen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder das Bonner Beethovenfest sind weitere Liedpodien des Künstlers. Von der internationalen Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein wurde er 1995 mit dem „Brahms-Preis“ ausgezeichnet.

Rundfunk-, Fernseh- und DVD-Produktionen dokumentieren seine Arbeit.

Z.T. preisgekrönte CD-Einspielungen liegen u.a. bei EMI, Decca, DGG, harmonia mundi france, Hyperion, Teldec, Sony und Naxos vor. Besonders am Herzen liegen Hanno Müller-Brachmann seine Dokumentationen von Bachs Solokantaten unter Müller-Brühl, Bachs „Matthäus-Passion“ unter Chailly, die „Johannes-Passion“ unter Gardiner und Mahlers „Wunderhornlieder“ unter Gielen. Große Aufmerksamkeit erhielt die Einspielung einer Lied-CD mit Werken von Gielen, Schönberg und Busoni.

Selbst gefördert durch Stipendien der Walter Kaminsky-Stiftung, der Studienstiftung des deutschen Volkes und des damaligen Bundespräsidenten Dr. Richard v. Weizsäcker hat Hanno Müller-Brachmann große Freude daran, seine Erfahrungen an die nächste Sängergeneration weiterzugeben und tut dies in Meisterkursen, als Mentor des Deutschen Musikrates und der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung oder durch sein Engagement beim „Bundeswettbewerb Gesang Berlin“. Er ist Juror verschiedener Wettbewerbe. Nach Lehraufträgen an beiden Berliner Hochschulen folgt der ausgebildete Gesangspädagoge ab dem WS 2011 dem Ruf der Hochschule für Musik Karlsruhe auf eine Professur für Gesang.

Als wichtigstes Engagement begreift der dreifache Familienvater die Suche nach Balance zwischen Beruf und Privatleben.

Quelle:
http://www.mueller-brachmann.com/   umfangreiche, sehr informative Website

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Muller-Brachmann-Hanno.htm

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Biografie Nico van der Meel – Tenor


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© Nico van der Meel, 2007
© Nico van der Meel, 2007

Nach einem Mathematikstudium an der Universität Leiden beschloß Nico van der Meel Berufsmusiker zu werden. Zunächst studierte er Chorleitung am Konservatorium in Rotterdam bei Prof. Barend Schuurman. Sein in 1982 begonnenes Gesangsstudium bei Prof. Margreet Honig schloß er in 1987 „cum laude“ ab. Er nahm an Meisterkursen bei Evelyn Lear, Ruud van der Meer, Robert Holl, Elly Ameling, Elisabeth Schwarzkopf u.a. teil. In den letzten Jahren hat er als Dozent mitarbeitet an verschiedenen Sommerkurse, wie z.B. den „La Caixa“ Curso Internacional de Música.

Nico van der Meel gab sein Debut mit dem Concertgebouw Orchester in der Saison 1987/88 und sang im selben Jahr die Tenorarien in einer Einspielung der Johannespassion von J.S. Bach unter der Leitung von Sigiswald Kuijken. In den Jahren von 1989 bis 1996 nahm er an Konzertreisen und Einspielungen des Orchesters des 18. Jahrhunderts unter der Leitung von Frans Brüggen teil mit der h-moll Messe und den beiden Passionen von J.S. Bach. Wenngleich er mit seinen Interpretationen des Evangelisten international bekannt wurde, verfügt er über ein breitgefächertes Konzertrepertoire, welches Musik der 16. bis zum 20. Jahrhundert umfaßt. Er konzertierte mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, John Eliot Gardiner, Gustav Leonhardt, Peter Schreier, Jan Willem de Vriend, Jos van Veldhoven, Helmuth Rilling, Michel Corboz and Sir Colin Davis.

Nico van der Meel gab Liederabende in allen wichtigen Kammermusiksälen der Niederlande, wie auch in Frankreich, Spanien und Deutschland. Bei seinen Liederabenden arbeitet er eng mit den Pianisten Dido Keuning und Leo van Doeselaar zusammen. Einen wesentlichen Teil seines Programms stellt das Liedschaffen Hugo Wolfs dar. Seine Liedeinspielungen beeinhalten frühe Lieder von Hugo Wolf und Musik der niederländischen Komponisten Johannes Verhulst, Leander Schlegel und Constantijn Huygens.

In der Oper war Nico van der Meel zu hören und zu sehen als Alfred in der Fledermaus von Johann Strauss, Sellem in Stravinskys The Rake’s Progress, Pedrillo in Mozarts Entführung aus dem Serail unter der Leitung von Christopher Hogwood, Don Ottavio in Mozarts Don Giovanni dirigiert von Arnold Östman (aufgenommen für Decca L’Oiseau Lyre) en Camacho in Mendelssohns Die Hochzeit des Camacho mit Anima Eterna unter der Leitung von Jos van Immerseel (aufgenommen für Channel Classics).

Nico van der Meel ist Mitglied des Ensembles Camerata Trajectina, das sich auf holländische Musik des Mittelalters bis zum 17. Jahrhunderts spezialisiert hat. Themen aus der Niederländischen Literatur-, Religions- und Kulturgeschichte sind Ausgangspunkt für die Konzertprogramme dieses Ensembles. Darüberhinaus ist Nico van der Meel seit 1981 Dirigent des Chores William Byrd Vocaal Ensemble, der sich hauptsächlich mit a capella Musik vom 16. bis zum 20. Jahrhundert beschäftigt.

http://www.nicovandermeel.nl/display.php?l=de&i=Willkommen

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Meel-Nico-van-der.htm

 

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Biografie Niklas Eklund – Barocktrompete


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© Niklas Eklund

© Niklas Eklund

Der schwedische Trompeter Niklas Eklund, geboren 1969 in Göteborg (Gothenburg), studierte an der Universität Göteburg Musik .

Weitere Studien fanden bei Edward H. Tarr beim Schola Cantorum Basiliensis statt. Nach fünf Jahren als Solo-Trompeter mit dem Basel Radiosymphonie-Orchester verließ Niklas Eklund das Orchester im Herbst 1996, um seine Karriere als Solotrompeter fortzusetzten. Er ist mit einigen führenden Ensembles und Dirigenten wie John Eliot Gardiner, Heinz Holliger, Andras Schiff, Eric Ericson, Reinhard Goebel, Gustav Leonhardt, dem London Baroque Orchestra, dem Bach Ensemble (New York), De Nederlandse Bachvereniging, dem Drottningholm Baroque Ensemble und den English Baroque Soloists aufgetreten. 1996 war Eklund der erste Preisträger in dem Internationalen Wettbewerb für Barocktrompete in Altenburg / (Deutschland). Eklund war an vielen Konzerten bei Sir John Eliot Gardiners Bach Pilgrimage 2000 und den Aufnahmen (Archiv CD und SDG) in Jahr 2000 beteiligt. Außerdem gab er Konzerte in Schweden und in Europa. Er ist als Lehrkraft für Trompete in den USA, in Australien, in der Ukraine, in Rußland und in Neuseeland tätig.

Für Naxos hat Niklas Eklund auf 5 CDs (Naxos) einen ausgezeichneten Überblick über Musik für die barocke Trompete mit Werken von Komponisten wie Handel, Torelli, Sweelinck, Vivaldi, Haydn und Molter herausgegeben. Werke von Haydn und Hummel auf moderner Trompete sind im Sommer 2003 veröffentlicht worden. Diese wurden mit weltweit mit positiven Kritiken beachtet (The Times, The Telegraph, Gramophone, Amazon und Klassik-Heute). Ebenso spielte Eklund das Brandenburger Konzert Nr. 2 bei Naxos ein, welches 2008 für die Grammy Awards nominiert wurde.

2005 begleitete Niklas Eklund die gefeierte Sängerin Cecila Bartoli auf einer Tournee in die etabliertesten Konzertsääle der Welt wie die Carnegie Hall, Chicago Symphony Hall, Berliner Philhamonie oder Concertgebouw Amsterdam.

http://www.niklaseklund.com/

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Biografie Michael Harrison – Barocktrompete


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Michal Harrison beim Bachfest Köthen 2010 - Bildrechte V. Hege

Michal Harrison beim Bachfest Köthen 2010 - Bildrechte V. Hege

Englischer Barock-Trompeter:
kleine Trompete, Flügelhorn, Kornett, Naturtrompete, Cornet

– spielte die 1. Trompete in Sir John Eliot Gardiners English Baroque Soloists und Orchestre Revolutionaire und Romantique

– Mitglied des English Consort seit 1988

– Regelmäßige Engagements bei der Londoner Philharmonia, Chamber Orchestra of Europe und der Academy of St. Martins in the Fields

– Über 150 Grammophonaufnahmen, einschließlich Vivaldis Konzert für zwei Trompeten gemeinsam mit Mark Bennett für die Deutsche Grammophon Archiv

– Verschiedene Studioarbeiten für zahlreiche Filme, TV- und Radioaufnahmen

– Theaterarbeit mit Royal Shakespeare Company

– Westend Musicals einschließlich Les Miserables, Showboat und Sieben Bräute für sieben Brüder

– Auftritte in der Sydney Oper, Berliner Philharmonie, Wiener Musikverein, Scentary Hall Tokyo, Avery Fischer Hall New York

Unterrichtet als Lehrkraft am Royal College of Music, am Sydney Conservatoire, Universität von Texas und am Royal Nothern College of Music sowie Privatunterricht zur Vorbereitung von Studenten auf die Prüfungen an Music Colleges und Universitäten.

http://www.maslink.co.uk/cvs/trumpets/harrison(michael).html

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Biografie Paul Sharp – Englischer Barocktrompeter


Paul Sharp - Englischer Barock-Trompeter
Paul Sharp – Englischer Barock-Trompeter

Ausbildung:
Royal College of Music von 1995 – 1999

Abschluss:
Bachelor of Music (Hon)

Professoren:
Michael Laird, Malcolm Smith und Mark Bennett;

Meisterklasse:
Håkan Hardenberger, Thomas Rolfs und Philippe Schartz .

Preise:
David Mason-Preis für Trompete; Herbert Samuel Preis für Bläser;
Fanny-Hughes Bläserpreis des Royal College of Music ; Stipendiat des Royal
College of Music.

Besondere Auftritte:
Aufnahmen von  “Let the Bright Seraphim” für die Vorstellung des Rolls Royce Silver Seraph
Für BBC TV: The Genius of Mozart, Eroica, Venice und Beethoven Uncovered
London West End: Cats, Phantom of the Opera
UK Tours: West Side Story, The King and I

Mitwirkung in Orchestern:
Philharmonia Orchestra
London Philharmonic Orchestra
Royal Scottish National Orchestra
BBC National Orchestra of Wales
Royal Ballet Sinfonia
English Chamber Orchestra
Chamber Orchestra of Europe
Mahler Chamber Orchestra
Cappella Andrea Barca, dir. Andras Schiff
Deutsche Kammerphilharmonie, Bremen
Norwegian Chamber Orchestra
Stavanger Symphony Orchestra
London Soloists Chamber Orchestra
National Symphony Orchestra
Guildford Philharmonic Orchestra
Southern Sinfonia
Bavarian Philharmonic Orchestra
New Israeli Opera
Hannover Bach Orchestra

Mitwirkung in Orginalklang-Ensembles:
English Baroque Soloists
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Orchestra of the Age of Enlightenment
The King’s Consort
The Gabrieli Consort & Players
The English Concert
Academy of Ancient Music
New London Consort
Classical Opera Company
The Early Opera Company
Dunedin Consort
Steinitz Bach Players
St James’s Baroque Players
Ex Cathedra Baroque Orchestra
Florilegium
Baroque Brass of London
Musicians of Shakespeare’s Globe
His Majestys Sagbutts and Cornetts

http://www.maslink.co.uk/cvs/trumpets/sharp(paul).htm

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Biografie Dietrich Henschel – Bass-Bariton


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© Clara Pons

© Clara Pons

Dietrich Henschel, Bass-Bariton, wurde 1967 in Berlin geboren. Er besuchte das musische Gymnasium in Nürnberg. Sein Studium erfolgte an dem dortigen Konservatorium und an der Musikhochschule München in den Fächern Klavier, Dirigieren und Gesang. Er wurde außerdem in Berlin u.a. bei Dietrich Fischer-Dieskau ausgebildet und war schon während des Studiums Preisträger mehrerer Wettbewerbe.

Sein erstes Engagement war als lyrischer Bariton am Stadttheater in Kiel. Sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper war 2001 mit der Partie des Dichters Aleel in der konzertanten Aufführung von Werner Egks „Irischer Legende“.

International tritt Dietrich Henschel an dem Opernhaus in Lyon, der Pariser Oper, der Deutschen Oper Berlin, am Opernhaus von Amsterdam, Zürich, Genf und Brüssel ebenso wie bei dem Festival de Aix-en Provence und den Münchener Opernfestspielen auf. Er arbeitet mit so anerkannten Dirigenten wie Renè Jacobs, Nikolaus Harnoncourt, Christoph Eschenbach, Zubin Mehta und Kent Nagano.

Als anerkannter „Bach-Kantaten-Oratorien-Sänger“ gastierte er unter anderem bei Sir John Eliot Gardiner während der Bach Cantata Pilgrimage 2000. Sein erster Auftritt hier war gleich zu Beginn der Pilgerreise am 23.12.1999 als Solist im Weihnachts-Oratorium von J.S. Bach in der Herder-Kirche Weimar.

Im Rahmen seiner internationalen Tätigkeit als Konzert- und Liedsänger hat er regelmäßige Auftritte bei Festspielen wie den Schubertiaden in Wien und Feldkirch, dem Europäischen Musikfest Stuttgart, den Richard-Strauss-Tagen in Garmisch, dem Schleswig-Holstein-Musikfestival und dem Beethovenfest Bonn.

Ausführliche Website mit Diskographie und Pressestimmen:
www.dietrichhenschel.de/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Henschel-Dietrich.htm

Biografie Robin Tyson – Countertenor


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Robin Tyson

Robin Tyson

Robin Tyson begann seine Laufbahn als Chorsänger in der Kathedrale von Canterbury. 1989 bekam er ein Stipendium für das King’s College in Cambridge. Anschließend besuchte er das Royal College f Music für ein Postgraduiertenstudium.

Als Solist ist er in ganz Europa, den USA und dem Fernen Osten aufgetreten. Er arbeitete mit Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner, Richard Hickox, Paul McCreesh, Rene Jacobs, Emmanuel Haïm, Robert King und Joshua Rifkin zusammen. Er trat im Lincoln Center New York sowie bei Festspielen wie dem Edinburgh International Festival, dem Spitalfields Festival, im Barbican Centre und den BBC Proms als Gesangs-Solist auf.

1998 debütierte er als Liedsänger in London, als er Barock- und klassische Lieder in der Serie „Liederreise“ des St. John’s Smith Square sang. Während seiner Collegezeit sang Robin den Oberon in Brittens „Mittsommernachtstraum“. Während des Londoner Händel-Festivals verkörperte er die Hauptrolle in Händels „Alessandro Severo“. Unter René Jacobs hat er in Cavallis „La Calisto“ in La Monnaie (Brüssel) und am Teatre Nacional de Catalunya (Barcelona) gesungen. Opernpläne beinhalten weitere Aufführungen von „La Calisto“ am Festspielhaus in Salzburg, Lyon, Montpellier und Berlin sowie eine Doppelvorstellung von „Venus und Adonis“ und „Dido und Aeneas“ in Antwerpen und Gent für die Oper Flandern.

Robin Tyson war stark engagiert in Sir John Eliot Gardiner’s Bach Cantata Projekt in 2000. Die Live-Aufnahme eines Konzertes ist bei dem Label Deutsche Grammophon erschienen, andere Aufnahmen von der Bach Cantata Pilgrimage sind beim „Soli Deo Gloria“-Label erhältlich. Ebenso trat er mit dem Ensemble Fretwork auf. Mit dem Viol-Ensemble Concordia nahm er die Musik zu dem Film Elizabeth mit Helen Mirren auf. Im Bereich der zeitgenössischen Musik trat er zweimal bei den BBC PROMs in György Kurtàg’s What is the Word sowie in der Uraufführung von Giles Swayne’s Havoc.

Robin sang auch in vielen führenden Vokalensembles wie The Sixteen, The Gabrieli Consort, Pro Cantione Antiqua, King’s Consort und Hilliard Ensemble. Von 2001 bis 2009 er Mitglied der King’s Singers, dem weltweit begehrtesten A-cappella-Ensemble.

http://www.kingssing.de/ksbio/tyson

http://daviesmusic.com/singer/robin-tyson/

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Biografie Julia Doyle – Sopran


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Julia Doyle

Julia Doyle

Die Sopranistin Julia Doyle, die aus Lancaster stammt, studierte Sozial- und Politikwissenschaften sowie Gesang in Cambridge. Bevor sie sich ganz auf ihre Laufbahn als Sängerin konzentrierte, forschte sie in den USA zur sprachlichen und musikalischen Entwicklung von Kindern und war im Kulturmanagement tätig.

Als international gefragte Barock-Spezialistin musiziert Julia Doyle mit Originalklangensembles wie I Fagiolini oder dem Orchestra of the Age of Enlightenment, aber auch mit dem BBC Philharmonic, der Britten Sinfonia und dem Royal Philharmonic Orchestra. Auftritte mit John Eliot Gardiner und den English Baroque Soloists führten sie ins Amsterdamer Concertgebouw sowie zu den BBC Proms und den Festen Alter Musik im Braunschweiger Land „Soli Deo Gloria„; Roger Norrington lud sie 2006 für Aufführungen von Purcells The Fairy Queen ans Salzburger Mozarteum ein. Mit dem BBC Symphony Orchestra unter David Zinman hat Julia Doyle jüngst Lutosławskis Dwadziesci Koled (Weihnachtslieder) für CD eingespielt.

http://www.juliasoprano.moonfruit.com/#/biography/4522565115

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Doyle-Julia.htm

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Biografie Magdalena Consort


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Das Magdalena Consort vor seinem Debütkonzert in Santiago de Compostela - © www.magdalenaconsort.com

Das Magdalena Consort vor seinem Debütkonzert in Santiago de Compostela - © http://www.magdalenaconsort.com

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Das Magdalena Consort wurde 2008 von Peter Harvey gegründet und verfolgt das künstlerische Ziel, lebendige Aufführungen der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts als Kammermusik auf höchstem Niveau zu realisieren. Die Besetzung des Ensembles entspricht der Anzahl von Sängern und Instrumentalisten, für die die Musik ursprünglich geschrieben wurde. Die Größe des Orchesters variiert zwischen dem Einsatz einzelner Streicher und kleinem Kammerorchester, während die chorischen Sätze von Solisten gesungen werden – „one voice per part“. Die sich daraus ergebene große Klarheit in den musikalischen Linien macht den charakteristischen Klang des Magdalena Consorts aus.Die Instrumentalisten des Magdalena Consorts gehören zu den namhaften europäischen Spezialisten für Alte Musik, die Sänger sind international bekannte Solisten, die ebenso beachtliche Erfahrung im Ensemblegesang haben.

Magdalena Consort in Arnstadt - © V. Hege
Magdalena Consort in Arnstadt – © V. Hege

Beim Festival Santiago de Compostela gab das Ensemble im Juli 2008 sein äußerst erfolgreiches Debütkonzert mit den Solisten Gillian Keith, Daniel Taylor, James Gilchrist und Peter Harvey, der ebenfalls die Leitung inne hatte. Ein Jahr später debütierte das Magdalena Consort in Deutschland. Im Rahmen des MDR-Musiksommers gaben sie in der Arnstädter Bachkirche ein vom Publikum begeistert aufgenommenes Konzert mit Werken von Johann Sebastian Bach. Ein weiterer Höhepunkt war 2010 eine Aufführung von Monteverdis Marienvesper mit 10 Sängern in der Tewkesbury Abbey.

Neben den öffentlichen Konzerten engagiert sich das Magdalena Consort auch im sozialen Bereich und tritt in kleiner Besetzung in ungezwungenener Atmosphäre in Hospizen honorarfrei auf – eine karitative Initiative mit dem Namen „Musikalisches Opfer“.

http://www.magdalenaconsort.com/home.html

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Biografie Malin Hartelius – Sopran


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© Suzanne Schwiertz

© Suzanne Schwiertz

Die aus Växjö stammende Schwedin studierte am Konservatorium für Musik in Wien Stimmbildung bei Margarete Bence. Nach der Mitgliedschaft 1989/90 im Studio der Wiener Staatsoper folgten Engagements an die Wiener Staatsoper, das Theater St. Gallen und an das Züricher Opernhaus, dem sie seit 1991 als festes Ensemblemitglied verbunden ist.Seitdem debütierte sie bei den Ludwigsburger (1990) und den Schwetzinger Festspielen (1991) als Blondchen, gefolgt von den Salzburger Festspielen (1997). Weitere Debüts folgten an der Oper Frankfurt als Adina in Liebestrank (1997) sowie an der Staatsoper Unter den Linden als Sophie im Rosenkavalier (1998)

Einen großen Erfolg errang die Sängerin in der Spielzeit 1999 / 2000 mit ihrer Interpretation der Pamina in der Neuinszenierung der Zauberflöte am Opernhaus Zürich unter der Leitung von Franz Welser-Möst und Jonathan Miller.

Im Herbst 1999 folgte Malin Hartelius der Einladung der Opéra National de Paris für die Hauptpartien in Rameaus Les Indes Galantes unter der Leitung von William Christie und sang in der Saison 2000/2001 am selben Haus die Adele (Fledermaus) unter Armin Jordan.

Zu den künstlerischen Höhepunkten der folgenden Jahre zählten Konzerte unter der Leitung von John E. Gardiner im Rahmen des Bach Jahres sowie bei den Salzburger Festspielen mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Wolfgang Sawallisch und Charles Mackerras. Weiter folgten ihr Debüt als Marzelline (Fidelio) an der Bayrischen Staatsoper München unter der Leitung von Zubin Mehta sowie die weibliche Hauptpartie in Schuberts Alfonso und Estrella am Opernhaus Zürich mit Nikolaus Harnoncourt. Bei den Salzburger Festspielen 2001 war sie als Adele (Fledermaus) zu hören. Im selben Jahr sang sie erstmals die Konstanze (Entführung aus dem Serail) am Zürcher Opernhaus und ist seitdem in dieser Partie auch bei den Festspielen in Aix en Provence 2004, an der Bayerischen Staatsoper München, Hamburgischen Staatsoper und konzertant in Luzern und Amsterdam zu hören gewesen.

In den vergangenen Spielzeiten sang sie Konzerte mit der Accademia Santa Cecilia, dem Philharmonia Orchestra, London Symphony Orchestra, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks, dem Tonhalle Orchester Zürich sowie dem Cleveland Orchestra. Ebenfalls kehrte sie an die Opéra Bastille (Les Indes Galantes) sowie an die Bayerische Staatsoper München als Adele (Fledermaus) und als Konstanze (Entführung aus dem Serail) zurück.

Ihre erfolgreichen Zürcher Debüts als Contessa und Fiordiligi wurden international gewürdigt. Bei den Salzburger Festspielen 2009 sang die Künstlerin das Sopransolo in Mahlers 4. Sinfonie, sowie Fiordiligi unter der Leitung von Adam Fischer. Es folgten ihr Debüt als Tatjana in Eugen Onegin in Zürich sowie Konzerte mit dem Orchestre de la Suisse Romande (Elias) in Genf und Lausanne und mit dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst im Wiener Musikverein (Brahms Requiem).

Höhepunkte des Jahres 2010 beinhalten Vorstellungen von Cosi fan tutte in Cleveland sowie ihr Debüt als Leila in Die Perlenfischer in Zürich. Konzerte mit der 9. Sinfonie von Beethoven, sowie ihre erste Marschallin im Frühjahr 2011 sind deutliche Zeichen für eine Facherweiterung der Sängerin, die in den Folgejahren konsequent durchgeführt wird.

Malin Hartelius wurde im Januar 2010 in Stockholm vom schwedischen König mit dem Orden für Wissenschaft und Kunst „Litteris et Artibus“ ausgezeichnet.

http://www.machreich-artists.com/kuenstlerinnen_biografie.php?id=17

http://www.biamartists.com/main_artists.php?id_artista=12&idioma=GR

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Hartelius-Malin.htm

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Pressestimmen

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[…] Die Malin Hartelius von 2010 klingt allerdings deutlich anders als die von 1997. War ihr Sopran damals ein ganz leichter, spielerischer, ja eine ideale Mozart-Stimme, geht er jetzt in eine gewichtigere Richtung. […] Jede Linie wird bei ihr musikalisch sinnvoll zu Ende geführt, Legatokunst und Phrasenbildung sind meisterhaft. […]
Frankfurter Rundschau, Oktober 2010
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Biografie Elisabeth Roloff – Organistin


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Elisabeth Roloff an der Kleuker-Orgel der Ev. Kirche in Bielefeld-Ummeln, © V. Hege

Elisabeth Roloff an der Kleuker-Orgel der Ev. Kirche in Bielefeld-Ummeln, © V. Hege

Elisabeth Roloff, geboren am 18. Februar 1937 in Bielefeld / Ostwestfalen, verstorben im 72. Lebensjahr am 14. Dezember 2008 in Bielefeld – gehört zu den bekannten und gefragten Konzertorganistinnen der Welt. Ihren ersten Orgelunterricht erhielt sie als Jugendliche an der Evangelischen Lutherkirche in Bielefeld-Sieker.

Elisabeth Roloff studierte an den Hochschulen für Musik in Berlin und Köln. Im Fach Orgel legte sie die Reifeprüfung ab. Von 1974 bis 1982 war sie „Organiste Titulaire“ an der Deutschen Kirche in Paris und studierte französische Orgelmusik bei Marie-Claire Alain. Ab 1982 war die Kirchenmusikerin Titularorganistin der Erlöserkirche in Jerusalem und Leiterin der Orgelabteilung an der Jerusalemer Akademie für Musik und Tanz.

Mit ihren Konzerten in zahlreichen renommierten Kathedralen, Kirchen und Konzerthallen Europas (darunter Notre Dame in Paris, The Royal Festival Hall in London, die Alte Oper in Frankfurt) sowie in den Vereinigten Staaten, Mexiko, Rußland und Südamerika (Buenos Aires, Montevideo, San Paulo) hat sie internationales Renommee und Anerkennung gewonnen. Ihr Repertoire war weit gespannt von Renaissance und Barock über die klassische und romantische Periode bis hin zur Moderne. Ein viel beachtets Konzert gab sie im April 2008 an der Kleuker-Orgel der Ev. Kirche in Bielefeld-Ummeln. Neben vielen Rundfunkauftritten und Schallplattenaufnahmen hat die Künstlerin mit der bekannten Firma Dabringhaus und Grimm in Detmold zahlreiche CDs herausgebracht.Unter anderem hat sie auf der CD „Orgellandschaft Jerusalem“ sie sechs verschiedene Orgeln dokumentiert, an denen sie konzertierte.

http://www.mdg.de/data/artist.php?id=91

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Pressestimmen

Von Jerusalem an den Schwielowsee
Elisabeth Roloff wird morgen in der Stülerkirche Caputh ein Orgelkonzert geben

ElisabethRoloff lebt nun gut 24 Jahre lang in einer der ältesten Städte der Welt, in Jerusalem. Seit 5000 Jahren wohnen in ihr Menschen. Drei Tage bevor die gewaltsame Eskalation zwischen den Hisbollahs und Israel begann, bestiegElisabeth Roloff das Flugzeug in Jerusalem, um nach Deutschland zu fliegen.  […]
Potsdamer Neueste Nachrichten,  22.6.2006
http://www.pnn.de/potsdam-kultur/134762/

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Biografie Nathalie Stutzmann – Alt


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Nathalie Stutzmann, © Simon Fowler

© Simon Fowler

Die Altistin Nathalie Stutzmann wurde 1965 in Suresnes geboren. Ihre erste Gesangsausbildung erhielt sie bei ihrer Mutter, der Sopranistin Christiane Stutzmann. Sie studierte dann an der Konservatorium in Nantes, von 1983 bis 1987 an der École Nationale in Paris bei Michel Sénéchal und Lou Bruder, bevor sie an der Ecole d’Art Lyrique de l’Opéra de Paris ihre Ausbildung mit Liedgesang bei Hans Hotter beendete.

Sie debütierte 1985 im Pariser Salle Pleyel mit Johann Sebastian Bachs Magnificat und trat bald in Paris, München, Berlin, Barcelona, Lissabon, Zürich, Moskau, Brüssel, Amsterdam und anderen Städten auf, wo sie u. a. unter Seiji Ozawa, Manuel Rosenthal, Claudio Scimone, Enoch zu Guttenberg, Mstislav Rostropowitsch, Michel Plasson, Colin Davis und Alain Lombard arbeitete. 1987 gewann sie die erste Auflage des Internationalen Gesangswettbewerbs Neue Stimmen der Bertelsmann Stiftung.

Dank der herausragenden Qualität ihrer Stimme und der umfassenden Ausbildung, während derer sie auch Preise in den Fächern Piano, Fagott und Kammermusik gewann, umfasst ihr breites Repertoire Werke des Barocks, der Klassik. Bekannt ist Nathalie Stutzmann besonders für ihre Interpretationen des Deutschen und Französischen Lieds.

Als Konzertsängerin trat sie u. a. mit dem Concertgebouw Orchester, dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Boston Symphony Orchestra und dem Cleveland Orchestra, der Staatskapelle Dresden und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks auf. Sie sang in Beethovens Missa Solemnis, trat mit Brahms’ Altrhapsodie und als Solistin in Mahlers Sinfonien und dem Lied von der Erde auf.

Auf der Opernbühne sang Stutzmann u. a. die Titelrolle in Händels Giulio Cesare und Radamisto, den Disinganno in Il Trionfo del Tempo und den Amastre in Xerxes desselben Komponisten, den Orfeo in Glucks Orfeo ed Euridice und die Erda in Wagners Rheingold.

Als Liedsängerin arbeitet Stutzmann seit 1994 vorrangig mit der schwedischen Pianistin Inger Södergren. Im Mittelpunkt ihres Repertoires stehen die Lieder französischer und deutscher Komponisten wie Ernest Chausson, Francis Poulenc und Robert Schumann. 2004 erschien eine Aufnahme von Schuberts Winterreise.

Ihre Diskographie umfasst mehr als 60 Titel, darunter Werke von Bach und Händel über Mozart, Schubert, Schumann und Brahms bis hin zu Schostakowitsch, Prokofjew und Honegger. Ihre Aufnahmen erhielten u.a. den Preis der deutschen Schallplattenkritik, den Diapason d’Or, den Japan Record Academy Award und einen Grammy.

2009 gründete Nathalie Stutzmann das Kammerorchester „Orfeo 55“. Mit ihm realisierte sie einen Traum: die CD Prima Donna, ihre erste Aufnahme als Sängerin und Dirigentin.

http://www.nathaliestutzmann.com/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Stutzmann-Nathalie.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Nathalie_Stutzmann

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Biografie James Gilchrist – Tenor


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James Gilchrist, © operaomnia.co.uk
© operaomnia.co.uk

Der Tenor James Gilchrist sammelte seine ersten sängerischen Erfahrungen im Kirchenchor, bevor er als Knabensopran im Chor des New College in Oxford und als Tenor im Chor des King’s College in Cambridge sang. Schon während seines Medizinstudiums trat er mit Ensembles wie den Tallis Scholars oder TheSixteen auf. 1996 entschloss er sich, den Arztberuf aufzugeben und sich ganz der Musik zu widmen. Mittlerweile ist James Gilchrist einer der gefragtesten Tenöre im Bereich der barocken Musik. Sein Repertoire ist jedoch sehr weit gefasst und reicht von Monteverdis Marienvesper über die Liederzyklen Schuberts bis hin zu zeitgenössischer Musik.

International bekannt wurde er durch seine Mitwirkung bei der Bach Cantata Pilgrimage 2000 des Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists unter der Leitung von John Eliot Gardiner.

In Deutschland war James Gilchrist auch nach der Bach Cantata Pilgimage häufiger unter John Eliot Gardiner zu hören. So konnte er in L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato von Händel, der Schöpfung von Haydn und als Evangelist in der Johannespassion sowie mit Kantaten von Johann Sebastian Bach gehört werden. Bach-Kantaten sang er auch in Arnstadt mit dem Magdalena Consort und mit der NDR Radiophilharmonie in Hannover und Hildesheim. In der Laeiszhalle in Hamburg wirkte er in der Rolle des Jonathans in einer vom NDR übertragenen Aufführung von Händels Saul mit. Mehrfach trat er mit dem Bachverein Köln in der Philharmonie auf, zuletzt als Evangelist in der Matthäuspassion von Bach. An gleicher Stelle war er mit Werken von Händel als Mathan in Athalia unter Ivor Bolton und in der Brockes-Passion mit dem Collegium Vocale Gent zu hören. In der Dresdener Frauenkirche war er an der Aufführung von Brittens War Requiem mit der Dresdener Philharmonie beteiligt. In der Alten Oper in Frankfurt sang er unter Daniel Reuss in einer Aufführung aller sechs Kantaten von Bachs Weihnachtsoratorium.

Sein Opernrepertoire umfasst Rollen wie Ferrando in Cosi fan tutte, Gomaz in Zaide oder Il Contino Belfiore in La Finta Giardiniera von Mozart, Quint in The Turn of the Screw oder Hyllus in Händels Hercules, Scaranuccio in Strauss‘ Ariadne auf Naxos, Evandre in Glucks Alceste, Purcells King Arthur und Antonio in Der Sturm von Frank Martin. An der Staatsoper Berlin trat er in Acis & Galatea auf.

Im Konzertbereich arbeitet James Gilchrist regelmäßig mit Dirigenten wie Ton Koopman, Sir John Eliot Gardiner, Philip Herreweghe, Paul McCreesh und Roger Norrington sowie mit Ensembles wie der Academy of Ancient Music, dem BBC National Orchestra of Wales, dem Tonhalle Orchester Zürich und dem Ensemble Pygmalion und seinem Leiter Raphaël Pichon zusammen. Hier führte er Werke wie Brittens Serenade für Tenor, Horn und Orchester, Haydns Oratorien Die Schöpfung und Die Jahreszeiten, die Passionen von J.S. Bach, die großen Oratorien Händels, z.B. Judas Maccabeus, Athalia oder Alexander’s Feast, bis hin zu Oedipus Rex und Pulcinella von Strawinsky auf. Eine umfangreiche Repertoireliste ist in der englischen Biographie unter http://www.hazardchase.co.uk/artists/james_gilchrist
zu finden.

James Gilchrist gilt auch als bedeutender Interpret zeitgenössischer Musik. Werke wie Sir Michael Tippets The Knot Garden und Frank Martin’s Der Sturm gehören hier zu seinem Repertoire. Er wirkte bereits an zahlreichen Uraufführungen mit, darunter Knut Nystedts Apocalypsis Joannis, John Taveners Total Eclipse und Helen Ottawas The Echoing Green, ein Auftragswerk für das Salisbury Festival.

Einen Schwerpunkt in der Tätigkeit des Sängers nimmt der Liedgesang ein. Gemeinsam mit der Pianistin Anna Tilbrook, mit der er regelmäßig zusammenarbeitet, ist er in zahlreichen Konzertsälen Großbritanniens, in New York sowie im Concertgebouw Amsterdam mit den großen deutschen Liedzyklen von Schubert, Schumann und Wolf aufgetreten. Ebenso arbeitet er mit führenden Liedbegleitern wie Julius Drake und Malcolm Martinu sowie mit der Harfenistin Alison Nicholls zusammen. Einen besonderen Stellenwert hat für ihn das englische Liedrepertoire mit Werken von Henry Purcell, Gerard Finzi, Ralph Vaughan Williams, Robin Holloway, Michael Tippett und Benjamin Britten. Auch im Bereich des Liedgesanges führt er regelmäßig neue Werke von Komponisten wie Alec Roth, Howard Skempton oder Huw Watkins auf.

James Gilchrist ist ein häufiger Gast bei den großen Festivals in ganz Europa wie z.B. PROMS in London, Edinburgh Festival, Three Choirs Festival in Worcester, Gloucester und Hereford, den Salzburger Festspielen, Festival de Beaune, Anima Mundi in Pisa sowie Wratisalvia cantans und Misteria Paschalia in Polen. In Deutschland ist er bei Festivals wie MDR Musiksommer, Händelfestpiele in Halle, Bachfest Köthen und Rheinvokal aufgetreten.

James Gilchrist wirkte bei vielen CD-Aufnahmen mit. So sang er unter anderem in Aufnahmen der Opern Albert Herring und Owen Wingrave von Benjamin Britten, den Passionen von Johann Sebastian Bach sowie geistlicher Musik von Johann Kuhnau und Claudio Monteverdi mit dem King’s Consort. Neben den Aufnahmen der Bach Cantata Pilgrimage mit Monteverdi Choir und English Baroque Soloists unter Sir John Eliot Gardiner sind auch Aufnahmen von Bachs Kantaten unter Ton Koopman und Masaaki Suzuki erschienen. Die großen Oratorien Händels wie Messiah, Joshua und Jephta sind ebenso wie zeitgenössische Werke wie The  Cloud of Unknowing von Francis Pott in seiner umfangreichen Diskographie zu  finden. CD-Einspielungen von Liedprogrammen reichen von Elisabethanischen  Lautenliedern When Laura smiles mit Matthew Wadsworth bis zu English Songs Oh Fair to See von Gerald Finzi. Seine Debüt-CD bei dem Label Linn Records On Wenlock Edge mit Werken von Vaughan  Williams, Warlock, Bliss & Gurney zusammen mit der Pianistin Anna Tilbrook und dem Fitzwilliam String Quartet wurde mit einer Nominierung bei den renommierten Classic FM Gramophone Awards ausgezeichnet. Die Liederzyklen Die schöne Müllerin,  Schwanengesang und Die Winterreise von Franz Schubert sind  kürzlich bei dem jungen Label Orchid Classics erschienen. Auf seinen CD’s finden sich auch Ersteinspielungen wie in Romantic Residues mit Werken von Roth, Britten, Skempton u.a. gemeinsam mit der Harfenistin Alison Nicholls oder die dahin weitgehend ungekannten Songs von Muriel Herbert. Als jüngste CD mit einem erstmals eingespielten Werk ist mit Earth, Sweet Earth von Kenneth Leighton zusammen mit Winter Words von Benjamin Britten eine von der Fachpresse hochgelobte Aufnahme erschienen. Darüber hinaus dokumentieren zahlreiche Rundfunkübertragungen seine künstlerische Arbeit.

http://www.jamesgilchrist.co.uk

http://www.hazardchase.co.uk/artists/james_gilchrist

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Gilchrist-James.htm

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Pressestimmen

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[…] er ist zur Zeit unter den  lyrischen Tenören unübertroffen an Anmut und technischer Sicherheit ebenso wie  an musikalischen Intelligenz. […]
The Independent

Franz Schubert – Die Winterreise
[…] Gilchrist bevorzugt erwartungsgemäß die feinen expressiven Differenzen: Zwar kultiviert er mit seiner Klavierpartnerin Tilbrook einen durchaus romantisch umwehten Zugriff, doch lässt er etliche Erfahrungen und Qualitäten aus der Praxis der Alten Musik fruchtbar werden. […] Denn Gilchrist verfügt über eine durchaus interessante Schlagkraft, die er übrigens auch im älteren geistlichen Repertoire stets überzeugend zur Geltung zu bringen wusste, bei Schubert vielleicht noch um einen lyrisch-sehnenden Zug erweitert. Zugleich eröffnet dieses Potenzial Gilchrist die Möglichkeit, auf engem Raum Momente kontrastierender Schärfe und ausdrucksstarke Farbwechsel einzubringen. Das belebt die insgesamt fein gezeichnete Szenerie. […]
Klassik.com, Februar 2012
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Franz Schubert – Die Winterreise
[…] James Gilchrist scheint ganz ohne Deklamationstrickes auszukommen […] Einsätze wie aus dem Nichts, hinreißend zarte Spitzentöne und geradezu erstaunliches Atemvolumen […] Hier ist jemand am Werk, für den Lieder ein Ganzes sind […]
KulturSPIEGEL 2/2012, Seite 32/33
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Frank Martin- Der Sturm
[…] Aus dem übrigen Ensemble ragt James Gilchrist heraus, dessen Tenor als Antonio
mit vorbildlicher Artikulation ebenso lebendig wie exquisit diese Einspielung
bereichert. […]
Klassik.com, Oktober 2011
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Georg Friedrich Händel – Jephta
[…] Leider ist von den Solisten einzig James Gilchrists Interpretation von durchweg hervorragender sängerischer Qualität. Bei ihm befinden sich Textverständlichkeit, Ausdruck, Timbre und Tonsicherheit in perfekter Harmonie. Sein Gesang ist von klanglicher Schönheit und Expressivität. Wenn er an der Reihe ist, muss man sich keine Sorgen um die Musik machen.
Klassik.com, April 2011
Link zum Beitrag

[…] Bei den Solisten war es als einzigem James Gilchrist (Evangelist, Tenor-Arien) vergönnt, auf weiter Skala alle Elemente des Chronisten, Kommentators und Mitleidenden zu gestalten, und er brachte seine gestalterischen Möglichkeiten dann auch zu bewegender Wirkung. […]
Kölner Stadt-Anzeiger, März 2010

[…] Und James Gilchrist ist ein Evangelist, wie man ihn kaum besser wünschen könnte: verlässlich und einfühlsam, ohnmächtig beobachtend und wütend kommentierend. […]
Mitteldeutsche Zeitung, September 2008

[…] Aus deren üppig besetzter Riege ragte womöglich der britische Tenor Games Gilchrist heraus – dank seiner unangestrengten Ausdrucksfülle, Stimmschönheit und allzeit stilgerechten darstellerischen Intensität […]
Kölner Stadt-Anzeiger, Juni 2008

R. Vaughan Williams: On Wenlock Edge
[…] Und dann sind da der Gesang und die Interpretation von James Gilchrist, der die Welten der vier Komponisten und ihrer Dichter mit größtem Engagement, größtmöglicher Inspiration und emotionaler Beteiligung erkundet und uns, wie gesagt, mit seinem Gesang in den Bann der Musik zieht. […]
Doch kommen wir noch einmal auf Gilchrist zu sprechen: Dieser Sänger hat etwas, was vielen anderen fehlt: Er hat einen sicheren Klanginstinkt und er kann seine Stimme extensiv dynamisch variieren. Er ist ein ganz exzellenter Sänger, der seine vielen Ausdrucksmittel, darunter ein sicheres Piano-Singen, eindrucksvoll einsetzt, immer im Dienste der Musik, immer sehr persönlich, immer sehr tiefschürfend
und unmittelbar ansprechend. […]
Pizzicato, November 2007
Link zum Beitrag

[…] Eine exzellente Figur macht James Gilchrist als Evangelist – klar, akzentfrei, hoch emotional und trotzdem kontrolliert. Er vermittelt eine Vorstellung davon, wie man zu Bachs Zeiten Glaubensinhalte spannend und dabei dennoch vollkommen ernsthaft zu vermitteln wusste. […]
Rondo Magazin, Dezember 1999

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Biografie Michael Niesemann – Barockoboe


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Michael Niesmann, Barockoboe - © V. Hege

© V. Hege

Michael Niesemann, geb. am 11.10.1960 in Velbert, ist in einem weitgesteckten Bereich musikalisch tätig – von Barockmusik auf “historischen” Instrumenten (Oboe und Blockflöte) bis hin zu Jazz und Avantgarde auf dem Saxophon und der modernen Oboe. Er studierte von 1979 – 1987 an der Staatlichen Hochschule für Musik, Köln, wo er von 1993-2007 moderne und historische Oboen unterrichtete. Von 2004 – 2007 war er Professor für Barockoboe an der Musikhochschule Würzburg. Im Oktober 2007 wurde er zum Professor für Oboen an der Folkwang Hochschule Essen ernannt.Im Bereich der Kammermusik war er zehn Jahre lang Mitglied von Musica Antiqua Köln unter der Leitung von Reinhard Goebel. Zu den Kammermusikgruppen, mit denen er projektbezogen arbeitet, gehören neben vielen auch Ensembles wie “L’ Archi Budelli” oder “Academy of Ancient Music”, Ensemble Schönbrunn,  Il Concertino Köln und Ensemble Köln für Neue Musik.

Als Orchestermusiker war M. Niesemann unter den Gründungsmitgliedern des Orchesters Concerto Köln, dem er bis 1993 verbunden war. Seit 1994 ist er Solo-Oboist der beiden Orchester Sir J. E. Gardiners: “English Baroque Soloists” und “Orchestre Revolutionnaire et Romantique”.

Er arbeitete mit verschiedenen anderen Dirigenten und Ensembles für Alte Musik zusammen: Musiciens du Louvre, William Christie, Jos van Immerseel, Anima Eterna u.a. Neben seiner Konzerttätigkeit in ganz Europa, Nord- und Südamerika, Kanada, Japan, Korea, Südostasien, Australien, Neuseeland, Indien und Afrika ist auch die sehr umfangreiche Discographie zu erwähnen sowie eine Fülle von Rundfunk- und Fernsehproduktionen auf der ganzen Welt.

Seine Diskographie reicht von Solowerken (einschl. einer herausragend rezensierten Aufnahme des Mozart C-Dur Oboenkonzertes) über Kammermusik mit vielen verschiedenen Ensembles Alter und Neuer Musik bis hin zu Orchesteraufnahmen, auch mit dem Saxophon (NDR-Radiosymphonieorchester), Jazz  (The Athmosphere Orchestra) und Neue Musik.

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Pressestimmen

[…] Michael Niesemann zeigt sich auf seiner einem historischen Instrument nachgebauten Oboe in allen vier Konzerten als meisterhafter Instrumentalist, der auch mutig immer wieder – vor allem in den vermutlich von ihm selbst außerordentlich virtuos gestalteten Kadenzen – seinem spielerischen Temperament so die Zügel schießen läßt, wie er das vor vielen Jahren schon im Mozartkonzert riskierte.[…]
Rohrblatt – Heft 1/2009

[…] Durch die sehr gemäßigt gewählten Tempi führt er mit höfisch bis höflicher Geste, spielt alles deutlich und glasklar aus. Keine Experimente. Seine Phrasengestaltung ist an den sehr gelungenen Stellen wirklich eine Lust zu hören: er versteht sich auf Spannungsbögen und Klangrede
[…]Klassik.com, Juli 2008

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Biografie Cornelius Hauptmann – Bass


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Cornelius Hauptmann, Bass

Cornelius Hauptmann, Bass

Cornelius Hauptmann wurde in Stuttgart geboren und studierte an der Musikhochschule seiner Heimatstadt. Dort legte er 1982 seine Bühnenreifeprüfung ab und erwarb – als Schüler von Prof. Jakob Stämpfli – an der Musikhochschule Bern das Solistendiplom.

Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau, Hans Hotter, Elisabeth Schwarzkopf – die ihn bis zu ihrem Tode 2006 betreute – und Eric Tappy trugen wesentlich zu seiner künstlerischen Entwicklung bei, wovon zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei internationalen Gesangswettbewerben zeugen. Er war auch Stipendiat der Herbert von Karajan – Stiftung.

Cornelius Hauptmann debütierte 1982 am Staatstheater Stuttgart und war bis 1989 Mitglied der Opernhäuser in Heidelberg und Karlsruhe. Als freiberuflicher Konzert- und Opernsänger gastierte er – vornehmlich in Mozartopern – in München, Leipzig, Orléans, Paris (Bastille und Châtelet), Lissabon, Madrid, Lyon, Berlin (Deutsche Oper), Amsterdam, Zürich, Wien (Volksoper) etc. unter Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner, Hollreiser, Mehta, Haenchen, Nagano, Piollet und anderen.

Vorallem im Konzertbereich machte sich Cornelius Hauptmann einen Namen unter Dirigenten wie Bernius, Bernstein, Bertini, Boulez, Corboz, Gardiner, Rilling, Harnoncourt, Hogwood, Masur, V. Neumann, Tilson Thomas, Welser-Möst, Sigiswald Kuijken und anderen.

Zahlreiche CDs dokumentieren seine künstlerische Vielfältigkeit: Passionen von Bach, Messen und Opern von Mozart, Schumanns „ Paradies und Peri “ (Sir John Eliot Gardiner / DG), Monteverdi, Mendelssohn, Schütz, Schubert ( Bernius ); Haydns „ stabat mater“ (Pinnock/DG); „ Oedipe“ von Enescu (Foster/EMI); Mozarts „Zauberflöte“ (Norrington / EMI und Kuijken / Bayer); Beethovens „ missa solemnis“ ( Herreweghe / harmonia mundi ); Mozarts Requiem und c-moll – Messe ( Bernstein / DG ), sowie zahlreiche weitere Einspielungen.

Seine besondere Liebe gilt dem deutschen Lied: Nach Aufnahmen mit Liedern von Loewe, Schubert, Silcher, Mozart und Hoffmeister sind weitere Projekte in Vorbereitung; regelmäßig ergänzen Liederabende im In- und Ausland, sowie das Unterrichten in Meisterkursen und die Betreuung von Privatschülern, den Terminkalender von Cornelius Hauptmann.

Cornelius Hauptmann ist der Initiator und künstlerische Leiter des Wiegenliederprojekts des Carus-Verlages und des SWR. Er ist Mitglied des Vorstandes der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart

Textquelle:
http://www.cornelius-hauptmann.de/
Umfangreiche Seite des Sängers mit Vita, Diskographie, Fotos, Kritiken und Gästebuch.

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Hauptmann-Cornelius.htm

Interview zum Projekt „Wiegenlieder“ von CARUS:
http://portraits.klassik.com/people/interview.cfm?KID=2735

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Biografie Robin Blaze – Countertenor


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Robin Blaze, Countertenor - © Dorothea Heise

© Dorothea Heise

Der Countertenor Robin Blaze gehört heute zu den namhaftesten Vertretern seiner Zunft, die aus dem anscheinend unerschöpflichen Brunnen englischer Vokalsolisten hervorgesprudelt sind.

Er studierte am Magdalen College in Oxford sowie am Royal College of Music in London. Inzwischen gehört er zu den wichtigsten Stützen des gewaltigen Aufnahme-Projekts, bei dem das Bach Collegium Japan unter Masaaki Suzuki für das Label BIS sämtliche Bach-Kantaten einspielt.

Darüber hinaus weist die Liste der Dirigenten, mit denen Robin Blaze zusammenarbeitet, die bedeutendsten Vertreter historischer Aufführungspraxis auf, darunter John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Christopher Hogwood, René Jacobs, Ton Koopman, Gustav Leonhardt, Paul McCreesh und Trevor Pinnock.

Auch auf der Opernbühne ist Robin Blaze ein gern gesehener Gast: So sang er den Athamas in Händels “Semele“ am Royal Opera House Covent Garden, den Arsamenes in „Xerxes“ und den Oberon in Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ bei der English National Opera sowie den Bertarido in Händels „Rodelinda“ bei den Göttinger Händel-Festspielen. Kammermusikabende führten Blaze ins Théâtre Grévin in Paris, in die Londoner Wigmore Hall und zu den Festspielen in Karlsruhe, Innsbruck und Göttingen.

Unter seinen CD-Einspielungen finden sich Lautenlieder mit Elizabeth Kenny und ein Programm mit Italienischen Kantaten mit dem Ensemble „The Parley of Instruments“. Unter seinen übrigen Aufnahmen sind Händels Oper „Theodora” mit dem “Gabrieli Consort” unter Paul McCreesh, Werke von Vivaldi, Kuhnau and Knüpfer mit dem „King’s Consort“, Oden von Henry Purcell mit dem „Collegium Vocale Gent“ unter Philippe Herreweghe und „The Lover in Winter“ des zeitgenössischen Komponisten Thomas Adès.

Im April 2007 unternahm Robin Blaze mit Martin Haselböck, der Wiener Akademie und dem Musica Angelica Baroque Orchestra eine Internationale Konzerttournee mit der Matthäus-Passion von J.S. Bach.

In der Spielzeit 2010/11 ist der Countertenor u.a. in der „h-Moll-Messe“ mit der Nederlandse Bachvereniging zu hören. Weiterhin interpretiert er die Titelrolle in „Ottone“ am Theater an der Wien mit dem King’s Consort und „Saul“ mit dem BBC National Orchestra of Wales.

http://www.rayfieldartists.com/artists/robin-blaze/?robinblaze.html

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Blaze-Robin.htm

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Pressestimmen 

[…]Robin Blaze präsentiert sich mit seinem klangschönen Alt als Meister des Melos’ mit harmonisch verbundenen Lagen. […]
Klassik.com, Juni 2011

 […]Blaze singt die reichen Verziehrungen anmutig und elegant. Sein helles Timbre wirkt dabei überzeugend und authentisch. Er klagt, seufzt, jammert und jubelt mit so viel Herzblut, dass man ihm jede Rolle sofort abnimmt. […]
Klassik.com, Juli 2007 

[…]Robin Blaze hat sich mit seiner Fähigkeit zu lyrisch schmelzendem Wohlklang unter den hervorragenden Altisten der Gegenwart vernehmlich positioniert. […]
Klassik.com, Juli 2010

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Biografie Magdalena Kožená – Mezzosopran


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Magdalena Kožená, Mezzosopran

Magdalena Kožená, Mezzosopran

Die tschechische Mezzosopranistin Magdalena Kožená wurde 1973 in Brno (Brünn) / Tschechoslowakei geboren. Sie studierte von 1987 bis 1991 zunächst am Konservatorium ihrer Heimatstadt bei Neva Megová und Jirí Pesa und setzte ihre Ausbildung daraufhin bis 1995 in Pressburg bei Eva Blahova fort. Sie gewann verschiedene Preise in der Tschechischen Republik und Österreich wie dem 6. Internationaler Mozartwettbewerb in Salzburg 1995. Im selben Jahr wurde sie bereits zu einer ersten Tournee durch Japan und die USA eingeladen. Es folgten Engagements am Brünner Operhaus (Dorabella, “Cosi fan tutte”, Mozart; Isabella, “L’Italiana In Algeri”, Rossini) und beim Festival Prager Frühling. In der Saison 1996/97 gehörte Kožená zum Ensemble der Wiener Volksoper und sang dort unter anderem den Annius (”La Clemenza di Tito”, Mozart).

Ihre CD-Veröffentlichung mit Bach-Arien bekam 1997 den tschechischen Harmonie Award als “CD des Jahres” verliehen.

In 1998 begann sich Koženás internationale Karriere zu entwickeln. Sie sang zunächst die Hermia (”A Midsummer Night’s Dream”, Britten) an der Wiener Volksoper, dann den Paris (”Paride ed Elena”, Gluck) beim Drottningholm Festival und die Idamante (”Idomeneo”, Mozart) an der Flanders Opera unter der Leitung von Marc Minkowski.

Die Saison 1999/2000 war sehr arbeitsintensiv. Zu den herausragenden Produktionen, an denen Kožená teilhatte, zählten beispielsweise Glucks “Orphée et Eurydice”, das am Théâtre du Châtelet in Paris von Robert Wilson inszeniert wurde. Die musikalische Leitung hatte John Eliot Gardiner. Kožená sang hier die Titelrolle des Orphée. Dazu gesellten sich der Nero in “L’incoronazione di Poppea” von Monteverdi, eine Aufführung, die sowohl in Wien als auch in Aix-en-Provence Festivals unter der Leitung von Marc Minkowski zu sehen war. Außerdem war Kožená zunehmend auch im Studio und vor Live-Mikrofonen aktiv.

Beim Edinburgh Festival sang Kožená den Sesto (”La clemenza di Tito”, Mozart), an der Leipziger Oper die Mélisande aus Debussys “Pelléas et Mélisande”, außerdem den Cherubino aus Mozarts “Le nozze di Figaro” Mozart) in Aix-en-Provence und beim Baden-Baden Festivals unter der Leitung von Marc Minkowski. Außerdem wurde ihr ihm Jahr 2000 ein Klassik Echo überreicht als “Best New Artist” auf dem internationalen Konzert- und Opernparkett.

Kožená sang in einer Reihe von Aufführungen von Bach-Kantaten während der Bach Cantata Pilgrimage mit den English Baroque Soloists unter Sir John Eliot Gardiners Leitung und von “Italian Cantatas” von Händel, diesmal wieder im bewährten Team mit Les Musiciens du Louvre und Marc Minkowski. Im Folgejahr war sie mit dem Sesto (”Giulio Cesare”, Händel) an der Netherlands Opera zu Gast, trat als Solistin in Bachs “Matthäuspassion” von Paul McCreesh und den Gabrieli Players in London, Lissabon, München und Aldeburgh in Erscheinung. Das Salzburg Festival erlebte Koženás Debüt als Zerlina (”Don Giovanni”, Mozart), von Nikolaus Harnoncourt dirigiert. Außerdem führte sie eine ausgedehnte Europa-Tournee an der Seite des Pianisten Malcolm Martineau unter anderem nach London, Paris, Antwerpen, Prag, und zur Schubertiade Schwarzenberg.

Kožená war Stargast beim Les Musiciens du Louvre 20th Anniversary Concert in Châtelet in Paris. Sie sang Liederabende mit Malcolm Martineau in der Wigmore Hall und in Japan, trat als Idamante in Peter Sellars’ Produktion des “Idomeneo” in Glyndebourne auf und war außerdem bei vielen Sommerfestivals wie etwa “Mostly Mozart” in London oder auch in Verbier, Utrecht und bei der Schubertiade Schwarzenberg zu erleben.

Von 2003 an gehörte sie außerdem zu den gern gesehenen Gästen an der Met und sang beim Salzburger Osterfestival, in Berlin in der Philharmonie und in der Carnegie Hall. Mit dem Recital-Abum “Songs” (2004) stellte sie gemeinsam mit Malcolm Martineau einen Liederzyklus in fünf Sprachen mit Werken von Britten, Ravel, Respighi, Schulhoff und Shostakovich zusammen, der einmal mehr ihre Vielseitigkeit und stimmlichen Brillanz dokumentierte.

http://www.kozena.cz/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Kozena-Magdalena.htm

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Pressestimmen:

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 […] Magdalena Kozená bringt ihre unerhörte Musikalität auch in diesem Bereich vokalen Musizierens zur Geltung: Sie fokussiert den Klang angemessen, kontrolliert ihre stimmlichen Möglichkeiten dynamisch genau, durchaus mit einigem – mit Blick auf das im Frühbarock Übliche zweifellos allzu ausdauerndem – Vibrato versehen. Vielen Puristen Alter Musik wird die Stimme zu füllig scheinen – in der Tat ist es ja stilistisch und ästhetisch ein weiter Weg von Caccini zu Richard Strauss und zurück. Doch liegt hierin noch gar kein substanzielles Problem: Kozená zeigt sich mit der notwendigen technischen Souveränität ausgestattet, singt erstaunlich beweglich, die vermeintliche Mezzo-Schwere hat nichts Lastendes. […]
Klassik.com, Januar 2011

 […] Die Kozena ist da am überzeugendsten, wo sie schlicht sein darf, wo sie Nuancen ausgestaltet, da wo sie Zeit hat, mit Farbgebung und Phrasierungen gestalten zu können. Dies sind die Momente, wo der Klang ihres Mezzosoprans zu strömen beginnt. […]
Klassik.com, April 2008

 […] Die Kozena findet hier mit ihrem dunkelleuchtenden Mezzosopran zu einer ausdrucksstarken Klangschönheit von großer Ausstrahlung. Und spätestens wenn man sie ‚Le belle immagini’ oder ‚O del mio dolce ardor’ singen hört, muss man sich wundern, warum dieses Werk nicht populärer geblieben ist; das sind meisterliche Arien, die zu den ganz großen der Musikgeschichte zählen. […]
Klassik,com, März 2006

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Biografie Benno Schachtner – Altus


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Benno Schachtner, Fotorechte V. Hege

Benno Schachtner, Fotorechte V. Heg

Benno Schachtner wurde am 1.12.1984 in Illertissen (Bayern) geboren. Als Knabensopran und Solist bei den „Ulmer Spatzen“ unternahm er zahlreiche Reisen ins In- und Ausland (u.a. Luxemburg, Holland, Japan).Er war mehrmaliger Preisträger im Fach Klavier, Duo- und Sologesang bei „Jugend musiziert“ auf Landes- und Bundesebene (Landessieger in Baden-Württemberg). Benno Schachtner erhielt Orgelunterricht bei Chordirektor Christian Weiherer in Memmingen.Nach dem Stimmbruch nahm er Gesangsunterricht bei Hans de Gilde an der Musikschule Ulm. 2004 begann er sein Studium an der HfM Detmold im Studiengang Kirchenmusik in der Orgelklasse von Prof. G. Weinberger, welches er im Februar 2009 mit der Diplomprüfung beendete. 2007 wurde Benno Schachtner Assistent von Prof. Weinberger und ist seitdem als Chormanager für die Barockakademie der Hochschule für Musik in Detmold tätig. Es folgten zahlreiche regionale und überregionale Auftritte u.a. mit der Barockakademie der HfM Detmold unter der Leitung von Prof. Weinberger und mit dem Orchester „l´arte del mondo“ unter der Leitung von Werner Erhardt. So sang er im Mai 2011 in Bachs h-Moll-Messe beim Abschiedskonzert für Prof. Weinberger in Detmold.

Von 2008 bis 2010 studierte Benno Schachtner Gesang in der Klasse von Prof. Heiner Eckels ebenfalls in Detmold, im September 2010 wechselte er an die Schola Cantorum Basiliensis in die Gesangsklasse von Prof. Ulrich Messthaler. Seit Dezember 2008 ist er zudem Mitglied im Stuttgarter Kammerchor unter Frieder Bernius.

Im Oktober 2009 war er in der Titelrolle von Händels Oper Arminio im Detmolder Konzerthaus zu hören. In der Spielzeit 2009/2010 gestaltete Benno Schachtner am Landestheater Detmold die Titelpartie in Händels Orlando. Aufgrund seiner Leistungen wurde er 2010 von Kritikern zum besten Nachwuchssänger in Nordrhein-Westfalen ernannt.

Als „Prinz Medoro“ in der Oper Triumph der Liebe sowie in Henry Purcells King Arthur ist Benno Schachtner in der Saison 2010/11 erstmals zu Gast am Theater Erfurt. Darüber hinaus übernimmt er im Sommer 2011 bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik die Partie des „Endimione“ in Cavallis La Calisto.

2012 ist Benno Schachtner in der Staatsoper im Schillertheater in Berlin mit René Jacobs in Cavalieris „Rappresentatione di Anima, et di Corpo“ aufgetreten.

Benno Schachtner hat sich als Countertenor in der internationalen Musikszene etabliert. Ein Blick in den Terminkaldener des Sängers zeigt, dass er bei Dirigenten, Ensemble und Festivals ein angesehener Sänger ist. Es ist vor allem seine Spontaneität, seine Freude an dem, was im Moment entsteht und nicht planbar ist, womit der Countertenor begeistert. Musikalische Intelligenz, emotionale Tiefe und ein wohlfühlend männliches Timbre zeichnen den Musiker aus.

Dass er eine brillante Technik und ein wertvolles Gespür für interpretatorische Feinheiten besitzt, ist eine Selbstverständlichkeit. Dass er seine Inspiration auf dem Bauernhof findet oder aus dem täglichen Leben schöpft, macht ihn zu einer wohltuenden Ausnahmeerscheinung – mit Natürlichkeit, symphatischer Ausstrahlung und anmutiger Bescheidenheit.

Benno Schachtner ist der erste Countertenor in der Geschichte des Bach-Wettbewerbs in Leipzig, der 2012 zum Bachpreisträger gekürt wird und zusätzlich mit dem Orchesterpreis eine weitere Auszeichnung erhält.

Der Countertenor Benno Schachtner wurde im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2016 in der Sparte „Musik und Tanz“ ausgezeichnet. Die Jury würdigt mit dem Preis die herausragenden Leistungen des Künstlers.

Seit 2016 unterrichtet Benno Schachtner an der staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim das Fach Historische Aufführungspraxis.

Highlights der Saison 2017/18 sind Vorstellungen an der Oper Bonn in der Titelrolle der Oper Akhnaten von Philip Glas, an der Oper Leipzig und mit Purcells King Arthur unter René Jacobs an der Staatsoper Berlin. Auf dem Bach Festival in Montreal ist er mit dem Ensemble 1704 unter der Leitung von Václav Luks in Bachs h-Moll Messe sowie mit Händels Messiah Europaweit zu hören.

Künstlerpersönlichkeiten laden ihn kontinuierlich zu gemeinsamen Konzerten ein –

Hans-Christoph Rademann, René Jacobs, Konrad Junghänel, Paul Agnew, Howard Arman, Václav Luks, Christoph Spering, Andreas Spering.

Orchester schätzen seine Lebendigkeit –

Akademie für Alte Musik Berlin, B´Rock, Freiburger Barockorchester, Tafelmusik Baroque Orchestra, Helsinki Baroque Orchestra, Seattle Symphony Orchestra, Ensemble 1704.

Konzertauftritte führen ihn in die Musikzentren Europas und der USA –
Berliner Philharmonie, Staatsoper Berlin, Kölner Philharmonie, Laeiszhalle Hamburg, Philharmonie de Paris, Seattle Symphony, Palau de la Musica Barcelona, Müpa Budapest, Concertgebouw Amsterdam, Helsinki Musik Center.

Bei den großen Festivals ist er regelmäßig zu Gast –

Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Händelfestspiele Halle, Klarafestival Brüssel, Festival de Beaune, St. Olav Festival Trondheim, Bachfest Seoul, Prager Frühling, Europäische Festwochen.

Sein neuestes Solo-Album Clear or cloudy mit Songs von Dowland, Purcell & Co erscheint im Herbst 2017 auf dem internationalen Markt – eine Aufnahme mit Erlebnis-Charakter. Weitere CD-Produktionen (harmonia mundi france, Sony Classical, Accent) mit René Jacobs, Stefan Temmingh, Christoph Spering oder der Akademie für Alte Musik Berlin, erweitern die künstlerischen Tätigkeiten des Sängers.

https://www.benno-schachtner.com/vita/

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