Bach-Fest Leipzig 2010 Eröffnungskonzert im MDR-Figaro am 11.6.2010

Bachfest Leipzig 11.6. bis 20.06.2010

Thomaskirche Leipzig Eröffnungskozert Bachfest 2010

Die Zeichen für das Bachfest Leipzig 2010 sind gesetzt, am 11. Juni 2010 überträgt MDR-Figaro um 20:05 Uhr, zeitversetzt, das Eröffnungskonzert aus der Thomaskirche in Leipzig.

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Ein weiterer Termin vom Eröffnungskonzert aus der Thomaskirche Leipzig:
30.7.2010
ARD Radiofestival
20-22:30 Uhr
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Das Programm:

Johann Sebastian Bach:
Präludium und Fuge a-Moll BWV 543

Johann Sebastian Bach

Johannes Brahms:
Fest- und Gedenksprüche op. 109

Robert Schumann:
Messe c-Moll op. 147

Johann Sebastian Bach:
Magnificat D-Dur, BWV 243

Die neue Woehl-Bach-Orgel in der Thomaskirche Leipzig

Mitwirkende:
Ullrich Böhme, Orgel
Sibylla Rubens, Sopran Elisabeth von Magnus, Alt
Martin Petzold, Tenor
Hanno Müller-Brachmann, Bass
Daniel Beilschmidt, Continuo-Orgel

Thomaner Chor Leipzig

Thomanerchor Leipzig  Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

MDR-Figaro ist im Internet unter folgendem Link zu empfangen:


Link: http://www.mdr.de/mediathek/radio-live/524774.html

Verleihung der Bach-Medaille an Philippe Herreweghe :

Zum Bachfest wird auch wieder die aus Meißner Porzellan gefertigte Bach-Medaille verliehen. Sie geht diesmal an den Leiter des „Collegium Vocale Gent“ und weltweit gefeierten Bach-Interpreten Philippe Herreweghe.

Künstler und Ensembles beim Bachfest 2010: Thomanerchor Leipzig, Georg Christoph Biller, Gewandhausorchester, Riccardo Chailly, András Schiff,Collegium Vocale Gent, Philippe Herreweghe, Harrison Birtwistle, RIAS Kammerchor, Thomas Zehetmair, Hille Perl, Combattimento Consort Amsterdam, Jan Willem de Vriend, Robert Hill und Sir John Eliot Gardiner

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Ein kleiner Film-Beitrag des MDR-Aktuell vom Eröffnungs-Tag: 11.06.2010 aus Leipzig – nachstehend:

Link:  http://www.mdr.de/mdr-aktuell/7407570.html

Viel Spass und Grüsse

Volker

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11 Gedanken zu „Bach-Fest Leipzig 2010 Eröffnungskonzert im MDR-Figaro am 11.6.2010

  1. muriel

    Am 18. Juni um 20.00 überträgt ebenfalls „Figaro“ das Kantatenkonzert mit dem wohl zurzeit besten Bachensemble: Vocale Genf, Herrenweghe.
    Ich finde es blamabel, dass kein Fernsehsender von so einem Ereignis berichtet und Konzerte überträgt. Seht euch mal das Programm des MDR, der ja zuständig wäre, an, das ist doch nur zum K… Fragt man beim Sender an, ob er seiner Pflicht, Menschen zu bilden und Kulturgüter zu wahren nicht nachkommen möchte, hört man die Antwort: Zu teuer. Was bilden sich diese Kulturbanausen eigentlich ein? Arte hat seiner Zeit einen ganzen Tag Barockmusik gesendet. 3Sat hat die unvergleichliche Matthäuspassion unter Herrenweghe am Karfreitag dieses Jahres gesendet und der MDR? Wiederholt DDR-Polizeirufe, sendet dröge Talkshows, wiederholt überhaupt das ganze DDR-Zeug und das Bachfest wird an den Hörfunk delegiert. Das ist eine Schweinerei. Wenn gespart werden muss in „diesem unserm Lande“, dann sollte man solche Zonennostalgiesender wie den MDR und RBB ersatzlos streichen.

    muriel

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    1. Verena

      Liebe Muriel, leider sind es oft die Interpreten selbst, die den chronisch kurzgehaltenen Sendeanstalten durch horrende Honorarforderungen Mitschnitte und Übertragungen vereiteln.

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  2. Barbara

    Ich glaube, da schießt Du doch gewaltig übers Ziel hinaus, Muriel. Das Konzert wird doch im Hörfunk übertragen, was willst Du denn noch? Muss doch nun wirklich nicht im TV sein. Und wenn der MDR und der RBB abgeschafft werden sollen, was ist dann mit den vielen tollen Konzerten, die diese Rundfunksender übertragen? Und dem MDR-Musiksommer mit seinen herausragenden Konzerten? Wenn Dir das TV-Programm der Sender nicht gefällt, brauchst Du ja nicht anzuschalten. Und verbal so ausfallend zu werden, ist ja nun wirklich überflüssig. Das geht doch sicher mit etwas mehr Toleranz.
    Barbara

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  3. muriel

    Nein, es geht grundsätzlich darum, dass solche für alle wichtigen Dinge, mehr und mehr in der Versenkung verschwinden. Mach Dir doch nichts vor, wir werden immer mehr zur Sekte mit Bach und all dem, was uns wichtig ist,und dieses geschieht durch gezielte Programme. Und es protestiertz keiner sondern alle sagen: Na, wenn ich doch mein Programmchen bekomme,soll doch die Welt in Stücke gehen. Du verstehst noch nicht einmal das Anliegen.

    muriel

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  4. Martin

    Muriel, selbst wenn Du in der Sache recht hast, trifft Deine Wortwahl sicher nicht die Wortwahl, die hier im Forum seit Anfang an vorherrscht und vorherrschen sollte, denn dies ist ein Forum von Musikbegeisterten für Musikbegeisterte. Das heisst nicht, dass man nichts Kritisches äussern soll oder darf, jedoch sollte man eine Wortwahl verwenden, die dem Forum angemessen ist. „Schweinerei“ und der direkte Vorwurf an Barbara „Du verstehst noch nicht einmal das Anliegen“ legen nahe, dass Du Dich im Forum vertan hast.

    Grüsse
    Martin

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  5. Martin

    Hallo zusammen,

    es hat mich sehr gefreut, einige „Schreiberlinge“ heute mal persönlich kennen zu lernen. Ich bin sicher, dass das Forum in den nächsten Tagen überquillen wird. Der Tag bot ja genug Anlass..

    Für alle, die nicht dabei sein konnten, sei gesagt, dass die heutige Aufführung der H-Moll-Messe grandios war und mit nicht enden wollenden Standing Ovations des Publikums in der Leipziger Thomaskirche quittiert wurde. Vorher ging die von Alexander organisierte Probenteilnahme (für uns leider für alle anderen zum Glück nur passiv;-)), die ich sicher nicht sehr schnell vergessen werde. Lieber Alexander, an dieser Stelle auch ganz herzlichen Dank dafür!

    Allen eine gute Heimreise und bis bald!

    Martin

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  6. Volker

    Ihr Lieben,

    gerade nach einer sonnigen Rückfahrt aus Leipzig in OWL mit einem überglücklichem Seelenzustand wieder in heimatlichen Gefilden. Es waren sehr ereignisreiche Tage und Stunden unter Gleichgesinnten, die sich ganz J.S. Bach verbunden fühlen. Dir @Martin erst einmal ganz herzlichen Dank für deine umgehend reingestellten Kommentare zum Bachfest, habe mich riesig gefreut, dass Du den weiten Anmarschweg aus der Schweiz nach Leipzig gefunden und angetreten hast, toll, hoffentlich war deine Rückreise problemlos über die Runden gegangen.

    @Leen, Dir möchte ich für deine kurze Begrüßung am Bachdenkmal ganz herzlich danken, wir haben uns alle sehr gefreut, dass Du für einen kurzen Moment unter uns sein konntest und hoffe, dass Du das Konzert an heiliger Bach-Stätte (Thomaskirche) in voller Erinnerung behalten wirst.

    Mein lieber @Alex, Du hast alles sehr toll organisiert und es hat alles großartig geklappt, dafür meinen besonderer Dank an dich, es war eine sehr eindrückliche Orchester- und Chorprobe, die wir mit Gardiner, EBS und dem Monteverdi Choir so hautnah erleben durften, dass werde ich nie vergessen, es war für mich eine Sternstunde, dem Meister einmal über die Schulter zu schauen, wie er es so fantastisch versteht, seine Musik-Zöglinge so wunderbar auf das Bach-Werk einzustimmen. Dir wünsche ich bis zum nächsten Wiedersehen alles Gute ebenso im beruflichen und privaten Leben mach es gut, wir werden in unserer Mitte immer wieder daran denken müssen, was Du für uns getan hast, grandios und noch einmal ein großes und herzliches Dankeschön dafür.

    Den anderen Teilnehmern, @Claudia mit ihrem großartigen Anhang und @Iris und Karl-Heinz wünsche ich, dass sie Leipzig/Bachfest 2010-Gardiner in ewiger Erinnerung behalten mögen und wieder gut Zuhause angekommen sind.

    Ich werde mit dem Orgelkonzert aus dem Gewandhaus starten und @Claudia wird uns mit der h-moll Messe in den nächsten Tagen beglücken.

    Liebe Grüsse an alle
    Volker

    P.S. Filme, Fotos vom Treffen, Chor- und Orchesterprobe und das Original-Konzert erhält jeder auf dem bekannten Platz und werde es entsprechend dann ankündigen, wenn ich es alles aufbereitet ins Internet gestellt habe…!!

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  7. Martin

    Hallo zusammen,

    hier mal eine andere, recht amüsante Sicht der Dinge:

    20. Mai – Ersatzmusiker

    Bei einer Aufführung der H-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach mit barocken Instrumenten erscheinen zuerst Chor und Orchestermusiker und dann kommen noch drei Männer mit Trompeten, die entfernt einer Vuvuzela ähneln, sowie eine Dame mit einem Hornblasinstrument von fast brezelhafter Gestalt und nehmen ganz am Rand der Bühne Platz. Die Brezelbläserin sitzt sogar noch drei Meter von den Trompetern entfernt. Dann betritt John Eliot Gardiner die Bühne und es geht los. Alle Musiker wirken beschäftigt, nur die vier am Rand sind zur Untätigkeit verurteilt. Sind das Auswechselspieler? Ich bin kein regelmäßiger Konzertbesucher und die H-Moll-Messe habe ich noch nie vorher gehört, deshalb mögen meine Überlegungen etwas ignorant klingen. Aber die Messe wird ohne Pause gespielt und da könnte es doch sein, dass Gardiner irgendwann, wenn die ersten Bläser schlappmachen, frische Kräfte bringen will. Das ist seine Ersatzbank. Und mit der Brezelbläserin will er wahrscheinlich beim Gegner Verwirrung stiften. Aber wer ist in einem Konzert eigentlich der Gegner? Der Komponist? Oder der Veranstalter? Nach einer halben Stunde werden die Trompeter auf ein geheimes Zeichen von Gardiner eingewechselt. Sie treten drei Schritte nach vorne und lassen ihre Instrumente jubilieren. Dann müssen sie sich wieder setzen, es war wohl doch nicht so gut. Die Brezelbläserin wird von Gardiner nach einer Stunde Spielzeit gebracht. Sie darf nach ganz vorne kommen und entlockt ihrem Instrument sehr unbrezelhafte Töne. Gardiner lässt sie fast drei Minuten gewähren, dann muss auch sie sich wieder setzen*. Die Trompeter bekommen später noch eine Chance, aber die Messe bringt er dann doch lieber mit der Anfangsformation zu Ende. Vielleicht lässt er beim nächsten Mal die Geiger auf der Bank sitzen.

    Gefunden hab ich es hier:
    http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article7924525/Die-geistige-Achse-Wulff.html

    Schönen Abend,
    Martin

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  8. Volker

    Eine Rezension zum Bachfest 2010 Leipzig von dem Konzert mit Philippe Herreweghe in der Nikolaikirche von
    http://www.kreuzer-leipzig.de/kultur/1326

    Endlich wieder zu Gast war Philippe Herreweghe mit seinem Chor und Orchester »Collegium Vocale Gent«. Der belgische Dirigent ist Preisträger der diesjährigen Bachmedaille der Stadt Leipzig. Bachs Trauungs- und Ratswahlkantaten standen auf dem Programm in der ausverkauften Nikolaikirche und Beifallsstürme brachen bereits los, als Herreweghe das Podium nur betrat. Wenn Herreweghe dirigiert, kommuniziert er mit nur minimalen Gesten. Daraus formt er seinen Bach, der so völlig unspektakulär klingt, so in sich ruhend, so befeit von jeglicher Hektik, jeglichem Wollen.

    Den tosenden Applaus, die Ovationen, die Bravi, die ihm galten und auch nach einer Zugabe nicht enden wollten, nahm er, sichtlich überwältigt, mit einer nur angedeuteten Verbeugung an, um sie gleich weiter zu geben an seine Musiker und Sänger. Es ist so etwas wie Demut in der Haltung Herreweghes, in seiner musikalischen Gelassenheit und Reife. Einer wie er tut dem Bachfest gut. Da kann man sich nur wünschen, dass nicht wieder sieben Jahre vergehen müssen, bis Philippe Herreweghe erneut Gast des Festivals ist.

    Antworten
  9. Volker

    Ein weiterer Termin vom Eröffnungskonzert aus der Thomaskirche Leipzig:

    30.7.2010
    ARD Radiofestival
    20-22:30 Uhr

    Johannes Brahms: Fest- und Gedenksprüche op. 109
    Robert Schumann: Messe c-Moll op. 147
    Johann Sebastian Bach: Magnificat D-Dur BWV 243
    Sibylla Rubens, Sopran; Elisabeth von Magnus, Alt; Martin Petzold,Tenor; Hanno Müller-Brachmann, Bass;
    Thomanerchor Leipzig; Gewandhausorchester Leipzig
    Leitung: Georg Christoph Biller
    (Aufzeichnung vom 11. Juni 2010, Thomaskirche Leipzig, Bachfest Leipzig;
    Ausstrahlung in Dolby Digital 5.1.)

    Mit Robert Schumann und Johannes Brahms prägen in diesem Jahr zwei Protagonisten der Bach-Rezeption des 19. Jahrhunderts das Festival. Schumann, dessen Geburtstag sich 2010 zum 200. Male jährt, gehörte zu den Initiatoren der ersten Bach-Gesamtausgabe und hatte sogar selbst eine Bach-Edition konzipiert. Auch Brahms, früh von Schumann gefördert und später mit dem Bach-Biographen Philipp Spitta eng verbunden, hat sich auf vielfältige Weise mit dem Schaffen des großen Thomaskantors auseinandergesetzt: als Komponist, Pianist und Dirigent. Zu den Höhepunkten der Wiener Bach-Pflege gehörte die Aufführung der Matthäus-Passion am Karfreitag 1875 unter seiner Leitung. 1879 wurde ihm vom Leipziger Rat sogar das Amt des Thomaskantors angetragen.

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