Archiv des Autors: barbara57

Biografie Andreas Scholl – Altus


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Andreas Scholl, © James McMillan/Decca
© James McMillan/Decca

Andreas Scholl wurde am 10. November 1967 im hessischen Städtchen Eltviller geboren und sammelte als Sopran bei den “Kiedricher Chorbuben” erste Erfahrungen mit dem klassischen Repertoire.

Andreas Scholl gelang es, seine Kopfstimme über den Stimmbruch hinaus zu erhalten. Seine außergewöhnliche Begabung wurde entdeckt und er entschloss sich, eine musikalische Ausbildung an der Schola Cantorum Basiliensis aufzunehmen. Zwischen 1987 und 1993 studierte Scholl bei Richard Levitt und René Jacobs in Basel. Mittlerweile ist er selbst als Dozent an der Schola Cantorum Basiliensis tätig.

Mit klarem Timbre, brillanter Artikulation und der Neugier für noch ungehörtes Repertoire machte er sich daraufhin einen Namen als Motor der Szene, indem er zum Beispiel seltene Kantaten und Motetten von John Dowland bis Antonio Vivaldi wieder vorstellte.

Die regelmäßige Arbeit mit angesehenen Ensembles wie dem Freiburger Barockorchester und der Akademie für Alte Musik Berlin, aber auch mit dem Australian Brandenburg Orchestra ließen ein breites Spektrum an Repertoire entstehen, dass von Duetten mit Laute (u.a. mit Andreas Martin, Laute, Werke von J.S. Bach) über Besetzungen mit Gambe und Cembalo bis hin zu großen Ensembleeinspielungen reicht.

Die Liste seiner Mitstreiter ist lang und umfasst unter anderem Philippe Herreweghe, René Jacobs, William Christie, John Eliot Gardiner, Paul McCreesh und Ensembles wie den Netherlands Bach Choir, Cantus Cölln, das Orchestra of the Age of Enlightenment, die Musica Antiqua Köln, der Akademie für Alte Musik und oder auch die Accademia Bizantina.

So ließen auch Auszeichnungen nicht auf sich warten. Bereits 1996 gewann Andreas Scholl den Baroque Vocal Prize bei den Gramophone Awards für seine Aufnahme von Vivaldis “Stabat Mater” mit dem Ensemble 415. Seither hat er viele weitere Ehrungen erhalten, so u.a. den Prix de l’Union de la Presse Musicale Belge oder den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 1/2004. Im Mai 2006 erhielt Andreas Scholl für seine Einspielung „Arias for Senesino“ mit der Accademia Bizantina den Classical Brit Award als Sänger des Jahres.

Als Opernsänger wirkte Andreas Scholl bisher in verschiedenen Opern Händel’s mit. Sein Operndebüt erfolgte 1998 in Rodelinda als Bertarido unter der Leitung von William Christie. Den Julius Caesar spielte er in der gleichnamigen Oper u.a. in Kopenhagen.

Im Bereich der Popmusik verfolgt Andreas Scholl diverse Projekte, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Band „Orlando und die Unerlösten“.

 

http://www.andreasscholl.ch/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Scholl-Andreas.htm

 

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Biografie Christoph Prégarien- Tenor


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Christoph Prégardien, Photo Marco Borggreve
© Marco Borggreve

Geboren 1956 in Limburg begann Christoph Prégardien seine musikalische Laufbahn als Domsingknabe. Später studierte er Gesang bei Martin Gründler und Karlheinz Jarius in Frankfurt, Carla Castellani in Milano und Alois Treml in Stuttgart, sowie Liedgesang bei Hartmut Höll an der Frankfurter Musikhochschule.

Als einer der herausragenden lyrischen Tenöre unserer Zeit arbeitet Christoph Prégardien u. a. mit den Dirigenten Barenboim, Chailly, Gardiner, Harnoncourt, Herreweghe, Luisi, Metzmacher, Nagano, Sawallisch, Thielemann u.a. zusammen. Zu seinem Repertoire gehören die großen Oratorien und Passionen aus Barock, Klassik und Romantik, aber auch Werke des 17. (Monteverdi, Purcell, Schütz) und des 20. Jahrhunderts (Britte, Killmayer, Rihm, Strawinsky).

Ganz besonders geschätzt ist Christoph Prégardien als Liedsänger. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit seinen bevorzugten Klavierpartnern Michael Gees und Andreas Staier. Regelmäßig wird er zu Liederabenden nach Paris, London, Brüssel, Berlin, Köln, Amsterdam, Salzburg, Zürich, Wien, Barcelona und Genf und zu Konzertreisen durch Italien, Japan und Nordamerika eingeladen.

Oft wird Christoph Prégardien als Gastsolist von bedeutenden Orchestern verpflichtet. So trat er mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, The English Baroque Soloists, dem Concertgebouworkest Amsterdam, der Dresdener Staatskapelle, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Philharmonia Orchestra London, der Philharmonie de Radio France, dem Boston und dem St. Louis Symphony Orchestra auf.

Einen wichtigen Teil seines Repertoires hat der Sänger auf inzwischen über 130 Tonträgern bei den Labels BMG, EMI, DG, Philips, Sony, Erato und Teldec dokumentiert. Seine zahlreichen Aufnahmen des deutschen romantischen Liedes – von Publikum und Fachpresse umjubelt – wurden mit Preisen wie dem Orphée d’Or der Académie du Disque Lyrique – Prix Georg Solti, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik, dem Edison Award, dem Cannes Classical Award und dem Diapason d’Or ausgezeichnet.

Eine neue langfristige Zusammenarbeit verbindet Christoph Prégardien mit dem niederländischen Label Challenge Classics: als erste Produktion erschien 2008 Schuberts „Die schöne Müllerin“ mit Michael Gees, der im gleichen Jahr eine Aufnahme von Schuberts „Schwanengesang“ mit Andreas Staier folgte. „Die schöne Müllerin“ wurde während der MIDEM, der größten Musikmesse der Welt, mit dem MIDEM ,Record of the Year’ Award 2009 ausgezeichnet, zusätzlich erhielt das Duo Christoph Prégardien/Michael Gees den MIDEM ,Vocal Recitals’ Award 2009. Bereits im letzten Jahr wurde die Aufnahme mit hervorragenden nationalen und internationalen Rezensionen überhäuft (u.a. Grammophone, Editor‘s Choice & „Best of 2008“). Im Januar 2009 erschien ein Live-Mitschnitt als DVD beim Label EuroArts. Seit kurzem ist bei Challenge seine neue CD ”Between Life and Death” mit Michael Gees (Lieder von Schubert, Mahler, Wolf, Loewe u.a.) erhältlich und im September 2010 wurde seine Aufnahme des ”Italienische Liederbuchs” von Hugo Wolf mit Julia Kleiter und Hilko Dumno veröffentlicht. Im September 2011 wird das neue Programm Wanderer auf CD veröffentlicht, das – in Kammerensemblearrangements für das ensembleKONTRASTE – einen thematischen Bogen zwischen Liedzyklen von Schumann und Liedern von Killmayer und Mahler spannt.

Auf dem Gebiet der Oper hat Christoph Prégardien Fachrollen wie Tamino (Die Zauberflöte), Almaviva (Der Barbier von Sevilla), Fenton (Falstaff), Don Ottavio (Don Giovanni) und Monteverdis Ulisse an großen europäischen Häusern gesungen. Im Mai/Juni 2005 sang er die Titelrolle in „La Clemenza di Tito“ von W.A. Mozart an der Opéra National de Paris unter der Leitung von Sylvain Cambreling. Die Wiederaufnahme dieser Produktion erfolgt im September 2006. Sie erschien als DVD bei Opus Arte.

Ein wichtiger Aspekt im musikalischen Leben Christoph Prégardiens ist die intensive und vielfältige pädagogische Arbeit. Von 2000 bis 2005 leitete er eine Klasse an der Hochschule für Musik und Theater Zürich. Seit 2004 ist er Professor an der Musikhochschule Köln. In einer neuartigen Kombination aus DVD und Buch in der Reihe „Schott Master Class“ stellt er erstmals Fragen der Gesangstechnik und Interpretation in Wort, Bild und Ton vor. Filmbeispiele begleiten ihn in seinem Unterricht mit Meisterschülern.

Zusätzlich zu seinem Wirken als Sänger und Lehrer wird Christoph Pregarien im Frühjahr 2012 erstmals als Dirigent auftreten. Er wird J.S. Bachs Johannespassion dirigieren und mit dem Ensemble Le Concert Lorrain, dem Nederlands Kamerkoor und namhaften Solisten auf europaweite Tournee gehen.

http://www.pregardien.com/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Pregardien-Christoph.htm

 

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Radiotipps 29.8. – 3.9.2011


29.8.

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NDR
13-14
Klassik à la Carte

Sein Weg hieß Bach
Friederike Westerhaus im Gespräch mit Masaaki Suzuki

Seit 1995 spielt der Japaner Masaaki Suzuki gemeinsam mit seinem Ensemble, dem Bach Collegium Japan, die kompletten Bach-Kantaten ein. Zahlreiche CDs sind bisher erschienen und weitere werden folgen. Im Rahmen des diesjährigen Musikfestes Bremen wird unter seiner Leitung am 29. August um 20.00 Uhr in der St. Wilhadikirche in Stade die Matthäus-Passion zu hören sein.

„Sei eigenwillig!“

Masaaki Suzuki begann im Alter von 12 Jahren beim sonntäglichen Gottesdienst Orgel zu spielen. Nach seinem Studium an der Tokyo National University of Fine Arts and Music in den Fächern Komposition und Orgel setzte er seine Studien am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam bei Ton Koopman und Piet Kee fort. Seit 1990 ist er künstlerischer Leiter des Bach Collegium Japan, das sich vor allem durch seine Aufnahmen der Kantaten einen Namen gemacht hat. Suzuki lehrt als Professor für Orgel und Cembalo in Tokio und ist seit 2009 Professor für Chorleitung an der Yale University (USA). Noch heute prägt und begleitet ihn der Lehrsatz Ton Koopmans: „Mach es nicht so, wie ich es mache. Sei eigenwillig!“

Über die Eigenwilligkeit seiner Musik und seiner Aufführungspraxis spricht Masaaki Suzuki in Klassik à la carte. 

BR-klassik
20:03-22:00
Festspielzeit: Bachwoche Ansbach
Ensemble Baroque de Limoges
Viola da gamba und Leitung: Christophe Coin
Solist: Jan Willem Jansen, Cembalo
Johann Sebastian Bach: Französische Ouvertüre d-moll, BWV 831; Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-dur, BWV 1050;
Jean-Philippe Rameau: „Les fêtes d’Hébé“, Suite de danses;
Jean-Joseph Cassenéa de Mondonville: Sonate Nr. 4
Aufnahme vom 29. Juli 2011

3.9.

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BBC
Summer CD-Review
Darin:
ca. 11:45 – 12:00 (12:45 – 13:00)
Es werden Ausschnitter der neuen CD mit Arien und Motetten von Johann Christoph Bach „Welt, gute Nacht“ mit The English Baroque Soloists und Sir John Eliot Gardiner gesendet.
http://www.bbc.co.uk/programmes/b0145yyh

BR-Klassik
20:05-22:00

Festspielzeit: Bachwoche Ansbach
Ensemble Resonanz
Solisten: Hanna Elisabeth Müller, Sopran; Jan Kobow, Tenor; Michael Nagy, Bass
Johann Sebastian Bach: „Schweigt stille, plaudert nicht“, BWV 211; „Mer hahn en neue Oberkeet“, BWV 212; Benjamin Britten: „Simple Symphony“, op. 40; Bernd Alois Zimmermann: Konzert
Aufnahme vom 5. August 2011

Biografie Julia Fischer – Violine


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Julia Fischer, © Decca, Uwe Arens
© Decca, Uwe Arens

1983 in München als Tochter deutsch-slowakischer Eltern geboren, gehört Julia Fischer zu den führenden Geigensolisten, die Zuhörer rund um die Welt mit ihrer Musik begeistern. Sie begann ihren musikalischen Lebensweg im Alter von knapp vier Jahren und wurde bereits im Alter von neun Jahren als Jungstudentin von der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco unterrichtet.

Ein entscheidender Meilenstein ihrer rasanten Karriere war der Gewinn des internationalen Yehudi-Menuhin-Wettbewerbs 1995 unter der Leitung des großen Geigers. Im Jahr darauf gewann sie den 8. Eurovisionswettbewerb für Junge Instrumentalisten. Seither musiziert Julia Fischer mit namhaften Dirigenten und führenden Orchestern der Welt. Viele ihrer Konzerte wurden vom Fernsehen und Rundfunk live übertragen oder aufgezeichnet. 2006 wurde Julia Fischer in die Jahrhundert-Geiger-CD-Edition der Süddeutschen Zeitung aufgenommen. 2007 erhielt sie den international hoch angesehenen Gramophone Award als Artist of the Year und 2009 erhielt sie den gleichen Titel bei der MIDEM Klassik in Cannes. Im Mai 2011 verlieh ihr die Stiftung Kulturförderung den Deutschen Kulturpreis.

Die Saison 2010/2011 begann Julia Fischer mit einem Auftritt bei den BBC Proms mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski. Ein Höhepunkt ihrer Laufbahn war ihr „vorzügliches Philharmoniker-Debüt“ (Salzburger Nachrichten) bei den Salzburger Osterfestspielen 2011 mit den Berliner Philharmonikern, wo sie das Violinkonzert von Glazunow spielte. 2010/2011 ist Julia Fischer Artist in Residence beim Orchestre Philharmonique de Monte Carlo und in Baden-Baden.

Eine Rezitaltournee mit Martin Helmchen, mit dem sie in der vergangenen Saison eine viel gepriesene Einspielung der Schubert-Sonaten herausgebracht hat (Pentatone), führte Julia Fischer Ende 2010 durch Deutschland, nach Spanien und London. Eine enge Zusammenarbeit verbindet Julia Fischer mit der Academy of St. Martin in the Fields, die sie regelmäßig leitet, so in dieser Saison bei einer Schweiz-Tournee.

Im Mai 2011 war Julia Fischer beim Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst zu Gast. Sie gastiert regelmäßig in den USA: beim Chicago Symphony Orchestra, Cincinnati Symphony Orchestra, San Francisco Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra, Los Angeles Philharmonic, Boston Symphony Orchestra oder beim New York Philharmonic Orchestra.

Julia Fischer ist eine leidenschaftliche Kammermusikerin. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen u. a. Jean-Yves Thibaudet und Daniel Müller-Schott.

Sie ist zu Gast bei den großen Festivals weltweit, so u. a. bei London’s Mostly Mozart Festival, dem Aspen Music Festival, dem Ravinia Festival, dem Festival Lucerne, dem Prager Frühling, dem St. Petersburg Winter Festival, beim Schleswig-Holstein Musik Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Ihr eigenes Festival Julia Fischer und Freunde findet dank der Kreissparkasse München-Starnberg alle zwei Jahre in ihrer Heimat statt, so wieder im Sommer 2012.

In der Saison 2007/2008 gab Julia Fischer, die nie das Klavierspielen aufgegeben hat, in der Alten Oper Frankfurt ihr Debüt als Pianistin mit Griegs Klavierkonzert und spielte im selben Konzert auch noch ein Violinkonzert von Saint-Saëns. Dieses viel gelobte Konzert wurde von der Unitel mitgeschnitten und im August 2010 als DVD bei Julia Fischers Exklusiv-Label Decca veröffentlicht.

Mit den Bach-Konzerten brachte Julia Fischer 2009 ihr Debüt-Album bei der Decca heraus (Academy of St. Martin in the Fields), 2010 folgten die Caprices von Paganini. Im April 2011 erschien ihre aktuelle CD Poème mit Werken von Chausson, Respighi, Suk und Vaughan Williams. Ihre Einspielungen stoßen auf höchstes Lob bei den international wegweisenden Medien.

Ihre ersten CDs veröffentlichte Julia Fischer bei dem Label PentaTone: darunter die Russischen Violinkonzerte (2004) und Tschaikowskys Violinkonzert (2006) – jeweils mit dem Russischen Nationalorchester unter Yakov Kreizberg -, die beide mit dem Echo Klassik ausgezeichnet wurden. Für Bachs Sonaten und Partiten erhielt sie den BBC Music Magazine Award 2006 Best Newcomer, den französischen Choc der Monde de la Musique und den Diapason d’Or de l’Année. Im Rahmen einer großen Tournee spielte sie die Sonaten und Partiten Anfang 2010 in den renommiertesten Sälen Europas.

Julia Fischer beschäftigt sich auch mit zeitgenössischer Musik: Gemeinsam mit Jean-Yves Thibaudet und Daniel Müller-Schott brachte sie ein Klaviertrio von Matthias Pintscher zur Uraufführung. In der Saison 2006/2007 spielte sie gemeinsam mit dem Netherlands Philharmonic Orchestra Lorin Maazels Violinkonzert, außerdem das Violinkonzert von Nicholas Maw beim Aspen Music Festival. Im September 2012 wird sie das ihr gewidmete 2. Violinkonzert von Matthias Pintscher uraufführen.

Julia Fischer wird zum 1. Oktober 2011 auf eine Professur an die Hochschule für Musik und Theater München berufen. Sie kehrt damit als Dozentin an die Hochschule zurück, an der sie von Ana Chumachenco ausgebildet wurde. Da sie weiterhin weltweit konzertiert, unterrichtet sie an der Hochschule im Umfang einer halben Stelle. Im Alter von gerade mal 23 Jahren hatte Julia Fischer 2006 bereits in Frankfurt eine Professur übernommen.

Julia Fischer spielt auf einer Geige von Giovanni Battista Guadagnini aus dem Jahre 1742.

http://www.juliafischer.com:8080/index.jsp?lang=de

http://www.ks-gasteig.de/kuenstleragentur/kuenstler/violine/julia-fischer/index.html

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Biografie Gerd Türk – Tenor


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Gerd Türk
Gerd Türk

Gerd Türk erhielt seine erste stimmliche und musikalische Ausbildung als Singknabe an der Kathedrale zu Limburg. Nach dem Studium von Musikerziehung, Kirchenmusik und Chorleitung in Frankfurt/Main setzte er seine gesangliche Ausbildung an der «Schola Cantorum Basiliensis» bei Richard Levitt und René Jacobs und in Meisterkursen bei Ernst Haefliger, Hanno Blaschke und Norman Shetler fort.

Als Konzertsänger arbeitete er mit führenden Ensembleleitern der Alten Musik zusammen, wie Ton Koopman, René Jacobs, Philippe Herreweghe, Jordi Savall, Frans Brüggen u.a. Konzertreisen führten ihn in nahezu alle europäischen Länder, nach Australien, Nord-/Südamerika, Südostasien und Japan. Mittlerweile gilt er als einer der führenden Bach-Tenöre in Deutschland und wird für seine farbige Gestaltung der Evangelisten-Partien gerühmt. So war er an der szenischen Aufführung der Matthäus-Passion beim Perth International Art Festival (2005) beteiligt. 2008 sang er erstmals für die J.S.Bach-Stiftung in St. Gallen.

Gerd Türk war mehr als 10 Jahre Mitglied des Ensembles «Cantus Cölln» unter Konrad Junghänel und arbeitet seit langem mit dem Ensemble «Gilles Binchois» (Ltg. Dorninique Vellard) zusammen, das sich auf die Wiedergabe mittelalterlicher Musik spezialisiert hat.

Opernproduktionen führten ihn an die Bühnen in Montpellier, Innsbruck, Antwerpen und Madrid. Zuletzt nahm er an einer Produktion der «Nederlandse Reisopera» mit MonteverdiMadrigalen und in Monteverdi‘s «Orfeo» am «Teatro del Liceu» in Barcelona teil.

Seine Diskographie umfasst rund 100 CD-Produktionen, von denen zahlreiche mit internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet wurden. Er ist regelmäßig beteiligt an der Gesamtaufnahme des Vokalwerks von J.S. Bach mit dem «Bach Collegium Japan» (unter Masaaki Suzuki), die von der internationalen Presse mit viel Anerkennung aufgenommen wurde.

Gerd Türk ist seit dem Jahr 2000 Lehrer für Barockgesang und Ensemble an der «Schola Cantorum Basiliensis» und gibt Meisterkurse in Spanien und an der „University of Fine Arts“ in Tokyo

http://www.scb-basel.ch/index/112691

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Turk-Gerd.htm

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J.S.Bach-Stiftung St. Gallen – eigene wöchentliche TV-Sendung mit Bach-Aufführungen auf Schweizer Sender TVO


Die Schweizer J.S.Bach-Stiftung aus St. Gallen bekommt ihre eigene TV-Sendung! Ab sofort werden ihreBach-Aufführungen jeden Sonntag ab 11 Uhr auf TVO ausgestrahlt. Die 90-minütigen Sendungen umfassen Werkeinführung, Kantate und Reflexion.
Weitere Infos unter www.bachstiftung.ch

Die erste Sendung „Bach er lebt“ vom 21.8.2011 auf TVO kann jetzt im Archiv nachgeschaut werden: Einführungsworkshop, Kantate BWV 156 „Ich steh mit einem Fuss im Grabe“ sowie Reflexion von Gottfried Schatz. Alles in voller Länge. Viel Vergnügen!

Hier der Link zu dieser Sendung:
http://www.tvo-online.ch/index.php?article_id=1594

Das Abendprogramm ist als PDF verfügbar:
http://www.bachstiftung.ch/media/filer_public/2011/01/13/2010_abendprogramm_bwv_156.pdf

Biografie Gotthold Schwarz – Bass


 

Gotthold Schwarz wurde im sächsischen Zwickau geboren und hatte schon frühzeitig intensiven Kontakt zur Musik durch seinen Vater, der Kantor an der dortigen Pauluskirche war. 1964 wurde er Mitglied des Leipziger Thomanerchores, dem er seitdem auf das engste verbunden ist: zunächst als Stimmbildner des Chores, berufen 1979 vom damaligen Thomaskantor Hans-Joachim Rotzsch; später dann als ständiger Solist bei den Kantaten- und Oratorienaufführungen des Chores; und schließlich 1992 und 1999 sowie abermals 2002/2003 als interimistischer Thomaskantor bzw. dessen Stellvertreter, als er sämtliche gottesdienstlichen und konzertanten Aufführungen des Chores übernahm und die Thomaner ebenso auf ihren Konzertreisen leitete wie auch bei den Konzerten im Gewandhaus, in der Thomaskirche oder bei den Leipziger Bachfesten.

Nach Abschluss seines kirchenmusikalischen Studiums in Dresden, studierte Gotthold Schwarz Kirchenmusik und Gesang an der Leipziger Hochschule für Musik. Dabei zählten zu seinen wichtigsten Lehrern Hans-Joachim Rotzsch, Max Pommer, Gerda Schriever und Hermann-Christian Polster. Daneben konnte er seine Studien bei Peter Schreier, Helmuth Rilling und Phillippe Huttenlocher weiter vervollständigen. Zu jener Zeit schon begann er mit seiner regen Konzerttätigkeit als Solist, die ihn zu einem der am meisten gefragten Oratoriensänger machte. Dabei ist er mit den namhaftesten Ensembles und Dirigenten aufgetreten, so dem Monteverdi Choir, den English Baroque Soloists und John Eliot Gardiner, dem Collegium Vocale Gent und Phillippe Herreweghe, mit Il Giardino Armonico und Gustav Leonhard, dem Kammerchor Stuttgart und Frieder Bernius, dem Kölner Kammerchor und Peter Neumann, der Rheinischen Kantorei und Hermann Max, dem RIAS Kammerchor und Marcus Creed, dem Nederlands Kammerkoor oder der Nederlands Bachverniging, dem Leipziger Gewandhausorchester sowie der Dresdner Staatskapelle.

Als Oratoriensänger hat sich Gotthold Schwarz jedoch stets verpflichtet gefühlt, sich mit dem jeweiligen Werk nicht allein unter sängerischen, sondern auch unter dirigentischen und chorleiterischen Aspekten auseinanderzusetzen. Diese Einstellung hat ihn ebenso zu einem überaus geschätzten Sängerkollegen gemacht, wie sie von Bedeutung wurde für seine zahlreichen eigenen Dirigierverpflichtungen – ob bei den Thomanern, oder den eigenen Ensembles. Gotthold Schwarz, der aus dieser Einstellung heraus schon zu Beginn der 80er Jahre das Concerto Vokale und 1989 dann das Sächsische Barockorchester gegründet hatte, vereinigt auf diese Weise in einer für die Chormusik geradezu idealen Weise den Sänger und den Dirigenten in einer Person. Dabei gilt sein besonderes Interesse den Vokalwerken der Bach-Familie sowie insgesamt der Musik des deutschen Barock. Zahlreiche CDs und Rundfunkproduktionen belegen seine umfassende künstlerische Tätigkeit.

Neben Konzert und Oper widmet sich Gotthold Schwarz in den letzten Jahren verstärkt dem Liedgesang, wobei ihn ein weit reichendes Repertoire vom Barock bis zur Moderne auszeichnet. Mit den aktuellen Programmen “Bach und Norddeutschland“ und Schuberts “Winterreise“ sowie als Solist bei verschiedenen Oratorienaufführungen wird er in dieser Saison bundesweit sowie u. a. in der Schweiz, Russland und Argentinien zu hören sein. Am 10. Juni 2016 wurde Gotthold Schwarz vom Stadtrat Leipzig zum offiziellen 17. Thomaskantor gewählt. Am 4. Oktober 2017 zeichnete der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue den Leipziger Sänger, Chorleiter und Dirigenten Gotthold Schwarz mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland aus. Der Leiter des Thomanerchores und Kantor der Thomaskirche habe sich um die Förderung Alter Musik verdient gemacht. Außerdem habe er in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich dazu beigetragen, dass der Thomanerchor ein kulturelle Aushängeschild der Bundesrepublik sei.

http://www.barocktrio-gotthold-schwarz.de/index.php

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Schwarz-Gotthold.htm

 

Radiotipp 24.8.2011


24.8.

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BR-klassik
13:05-14:00

Musik im Originalklang

Viktoria Mullova, Violine
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
John Eliot Gardiner

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-dur;
Felix Mendelssohn Bartholdy: Violinkonzert e-moll, op. 64

(Deutsche Grammophone / Philips)

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Biografie Stephan Loges – Bass-Bariton


Stephan Loges, © Ana Alvarez Prada
© Ana Alvarez Prada

Stephan Loges wurde in Dresden geboren und bekam dort seine erste musikalische Ausbildung als Mitglied des Dresdener Kreuzchores. Er studierte an der Hochschule der Künste Berlin sowie der Guildhall School of Music and Drama in London und gewann 1999 die Wigmore Hall Song Competition in London.Er gibt regelmäßig und weltweit Liederabende, u. a. an der Wigmore Hall in London, der Carnegie Hall in New York, dem Concertgebouw in Amsterdam, beim Klavierfestival Ruhr, am La Monnaie in Brüssel, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Kuhmo Festival in Santiago de Compostela und im Rahmen der Vocal Arts Series in Washington mit Pianisten wie Roger Vignoles, Simon Lepper, Alexander Schmalcz und Eugene Asti.

In Konzerten war Stephan Loges unter anderem in Benjamin Brittens »War Requiem« mit dem Melbourne Symphony Orchestra und dem Royal Philharmonic Orchestra, in Haydns »Die Schöpfung« mit dem Iceland Symphony Orchestra unter Paul McCreesh und mit dem Mozarteumorchester in Salzburg zu hören; darüber hinaus in Haydns »Die Jahreszeiten« an der Semperoper Dresden unter Peter Schreier, Edward Elgars »The Dream of Gerontius« in Stuttgart und Darmstadt, in Mendelssohns »Elias« unter Paul McCreesh, in »Messiah« mit dem National Symphony Orchestra in Washington und den Sinfonieorchestern aus San Francisco und Detroit. Zudem in Kaija Saariahos »The Tempest Songbook« mit dem Scharoun Ensemble in der Kölner Philharmonie und in regelmäßigen Auftritten mit dem Scottish Chamber Orchestra, unter anderem in Brahms’ »Vier ernste Gesänge« und Arrangements von Schubert-Liedern unter dem Dirigat von Olari Elts.

Stephan Loges hat in Aufführungen der Kantaten unter Sir John Eliot Gardiner bei der Bach Cantata Pilgrimage 2000 (Aufnahmen bei SDG) und der Passionen Johann Sebastians Bachs mit dem Gabrieli Consort unter Paul McCreesh gesungen (Aufnahme bei Deutsche Grammophon). Bei den BBC Proms gab er 2002 sein Debüt in Bachs »Matthäus-Passion« unter Trevor Pinnock und ist seitdem mit vielen Ensembles der historischen und der modernen Aufführungspraxis aufgetreten, so mit dem Münchner Bach-Chor und -Orchester, dem Schwedischen Rundfunksinfonieorchester unter Daniel Harding und dem Melbourne Symphony Orchestra. Ebenso singt er regelmäßig in Bachs »Weihnachtsoratorium«, zuletzt mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Paul McCreesh und mit dem Russian National Orchestra unter Vladimir Jurowski.

Sein Operndebüt gab Stephan Loges am La Monnaie in Brüssel in einer Uraufführung des Komponisten Luca Francesconi und kehrte später als Wolfram in Richard Wagners »Tannhäuser« und zuletzt als Papageno in Mozarts »Die Zauberflöte« an das Haus zurück. Weitere Opernauftritte umfassten die Londoner Produktion von James Macmillans »Parthanogenesis«, als Graf in Mozarts »Le nozze di Figaro«, Schaunard in »La Bohème«, Mercutio in Charles Gounods »Roméo et Juliette« und Demitrius in Brittens »A Midsummer Night’s Dream« an der Opera North in Leeds; Moritz in Benoit Merniers »Frühlings Erwachen« an der Opéra national du Rhin und als Graf in Richard Strauss’ »Capriccio« und Bill in Kurt Weills »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« beim Edinburgh Festival.

http://www.maxinerobertson.com/index.php?load=artists&artist=sl&section=home

http://www.staatsoper-berlin.de/person_detail.php?personId=57139&language=de_DE&TB_iframe=true&height=500&width=650

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Loges-Stephan.htm

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Biografie Kati Debretzeni – Violine


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Kati Debretzeni, © Joe Plommer
© Joe Plommer

Kati Debretzeni wurde in Transsilvanien geboren und emigrierte am Alter von 15 Jahren nach Israel. Sie studierte Violine an der Musikakademie von Tel Aviv bei Ora Shiran. Aufgrund ihres Interesse an historischer Aufführungspraxis setzte sie ihre Studien im Fach Barockvioline bei Catherine Mackintosh und Walter Reiter in London fort. Im Jahr 2000 nahm sie an der Bach Cantata Pilgrimage John Eliot Gardiners als Konzertmeisterin teil. Sie kann auf vielen der kürzlich veröffentlichten Liveaufnahmen des Labels SDG gehört werden. Seither wurde sie von verschiedenen Orchestern wie Orchestra of the Age of Enlightenment, King’s Consort, English Concert, Sevilla Baroque Orchestra und Balthasar Neumann Ensemble eingeladen. Sie ist nach wie vor eine der KonzertmeisterInnen der English Baroque Soloists und führte gemeinsam mit dem Pianisten Robert Levin ein rekonstruiertes Doppelkonzert von Mozart bei den Salzburger Festspielen 2006 auf. Sie spielte Vivaldis Vier Jahreszeiten in Island und Polen. Ein weiteres Projekt war eine Tournee und CD-Einspielung der Brandenburgischen Konzerte von Bach gemeinsam mit Trevor Pinnock und seinen European Brandenburg Ensemble. Als aktive Kammermusikerin war sie von 2000 bis 2006 Mitglied von Florilegium, mit denen sie im Wiener Konzerthaus, der Wigmore Hall, dem Concertgebouw Amsterdam u.a. Konzerte gab.

Einspielungen des Amsterdam Baroque Orchestra für Channel Classics, bei denen sie als Gast-Konzertmeisterin mitwirkte, wurden mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Die Aufnahme der Pariser Quartette von Telemann mit Florilegium wurde für den Gramophone Award nominiert. Ihre Forschungen zu Werken von Heinrich Biber sind auf einer CD mit dem von ihr mitgegründeten Ensemble Ricardo (LINN) dokumentiert, die als Kammermusik-CD des Monats im Fachmagazin „The Strad“ ausgewählt wurde. Dieses Ensemble ist spezialisiert auf den „Stylus Phantasticus“ des 17. Jahrhunderts.

Kati Debretzeni gab Kurse und Workshops in Europa und Israel. Sie unterrichtet im Fachbereich Alte Musik am königlichen Konservatorium in Den Haag.

Ein Interview auf Englisch:
http://oaeblog.wordpress.com/2010/10/12/speed-interview-kati-debretzeni/

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Biografie Jean-Claude Zehnder – Organist


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Jean-Claude Zehnder wurde 1941 in Winterthur / Schweiz geboren. Er studierte in Winterthur am dortigen Konservatorium und an der Universität Zürich, später an der Musik-Akademie in Wien bei Anton Heiller und bei Gustav Leonhardt in Amsterdam. 1966 wurde er Organist und Chorleiter der Evangelischen Stadtkirche Frauenfeld, danach war er Orgel- und Cembalolehrer am Konservatorium in Winterthur. Seit 1972 war er in Basel tätig.

Der Künstler und Wissenschaftler unterrichtete von 1972 bis 2006 die Orgelklasse der Schola Cantorum Basiliensis. Als Organist am Dom zu Arlesheim bei Basel spielt er die Johann-Andreas-Silbermann-Orgel von 1761 regelmäßig in den Gottesdiensten und Domkonzerten.

Jean Claude Zehnder ist international angesehen als Interpret alter Orgel- und Cembalomusik. Zugleich ist er in der Bach-Forschung tätig, speziell auf dem Gebiet der Stilentwicklung im Frühwerk und der Interpretationsforschung. Sein Buch über die frühen Werke Johann Sebastian Bachs erschien 2009 im Schwabe-Verlag, Basel. Es etabliert erstmals eine chronologische Ordnung von etwa 120 Stücken, die im Zeitraum von 1695 bis 1708 entstanden sind. Die Erfassung von stilistischen Parametern dient darüber hinaus der Darstellung von Bachs Werdegang, seiner jugendlichen Experimente und der allmählichen Herausbildung einer „Tonsprache”, die unser abendländisches Musikverständnis stark geprägt hat. Er ist Dozent bei der Sommerakademie für Alte Musik in Innsbruck und Mitinitiator der Orgelwochen in Muri und Arlesheim.

Wegen seiner künstlerisch-wissenschaftlichen Doppelbegabung wurde Jean Claude Zehnder im Januar 2002 die Ehrendoktorwürde der Universität Dortmund verliehen.

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Biografie Daniel Roth – Organist


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Daniel Roth
Daniel Roth

Daniel Roth wurde 1942 im elsässischen Mulhouse geboren. Die erste musikalische Ausbildung bekam er am Konservatorium seiner Heimatstadt Mulhouse-Alsace. Durch seine Bewunderung für Albert Schweitzer gelangte er frühzeitig zur Orgel. Ab 1960 studierte er am Pariser „Conservatoire National Superieur de Musique“. Dieses Studium beendete er mit fünf ersten Preisen in den wichtigsten Fächern: Orgelinterpretation und -improvisation (bei Rolande Falcinelli), Klavierbegleitung (bei Henri Puig-Roget), Kontrapunkt und Fuge (bei Marcel Bitsch) und Harmonielehre (bei Maurice Duruflé). Es folgten intensive Studien in Alter Musik bei Marie-Claire Alain und Vorbereitung auf internationale Wettbewerbe. 1963 startete er seine Laufbahn als Organist an der Cavaillé-Coll-Orgel der Pariser Basilika Sacré-Coeur als Stellvertreter seiner Lehrerin Rolande Falcinelli. In den folgenden Jahren wurde Roth Preisträger der Orgelwettbewerbe in Arnheim, München und Aosta.

1966 gewann er den „Prix de haute exécution et d’ improvisation des Amis de l’Orgue-Paris“ und 1971 den bedeutenden Orgelwettbewerb in Chartres in beiden Disziplinen – Interpretation und Improvisation. Zwei Jahre später wurde Roth Nachfolger von Rolande Falcinelli als Titularorganist an der Basilika Sacré-Coeur in Paris.

Seit diesen Jahren macht Daniel Roth eine internationale Karriere als Konzertorganist und Solist bei berühmten Orchestern. Er hält Meisterkurse, Konferenzen, wirkt als Jurymitglied bei Wettbewerben mit. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen (Filmportrait ZDF, 3 Sat., BBC, Rick Steeve USA, Video-Film Dallas, Texas), Schallplatten- CD Aufnahmen bei Philips, EMI, Erato, Arion, Motette (Düsseldorf), Wergo ,IFO (Schott-Mainz), Priory (London), Aeolus, JAV (USA) zeugen von seiner Vielseitigkeit.

Im Jahr 1973 erfolgte seine Berufung zum Professor am „Conservatoire National de Région“ in Marseille. Im darauf folgenden Jahr wurde er Leiter der Orgelklasse an der Katholischen Universität Washington, wo er als „Artist-in-Residence“ auch die Orgel der National-Shrine-Cathedral spielte.

Von 1979 bis 1988 versah Roth eine Orgelprofessur am „Conservatoire National de Région“ in Strasbourg. In diesen Zeitraum fiel auch eine der ehrenvollsten Berufungen seiner Karriere: 1985 wurde Roth Titularorganist an der berühmten Cavaillé-Coll-Orgel der Pariser Pfarrkirche Saint-Sulpice und somit Nachfolger einiger der bedeutendsten Musiker der französischen Orgelkultur: Clérambault, Séjan, Lefébure-Wély, Widor, Dupré und Grunenwald.

1988 erhielt Roth eine Professur an der Musikhochschule des Saarlandes in Saarbrücken. Seit 1995 unterrichtet er als Nachfolger von Helmut Walcha und Edgar Krapp an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main.

Als Komponist verschiedener Werke für Orgel, für Flöte und Orgel, für Chor und Orgel sowie für Orchester, bei Leduc, Bärenreiter, Schott(Mainz), Novello und Butz veröffentlicht, wurde er mit dem Florent-Schmitt-Preis von der Académie des Beaux-Arts (Institut de France) ausgezeichnet. Einige sind auch auf CD erhältlich.

Er ist Mitglied der französischen staatlichen Kommission für Historische Orgeln, und Mitglied von „Fellow of the Royal College of Organists“ in London.

Am 11 November 2005 weihte Daniel Roth die neue Schuke-Orgel, im Großherzogtum Luxemburg “Salle de Concerts Grande-Duchesse Joséphine-Charlotte.” Erbaut wurde das Werk von der Berliner Orgelbaufirma Schuke, die Disposition stammt vom nDaniel Roth.

Am 29.06.2006 wurde Roth für seine Maßstäbe setzenden Interpretation der europäischen Orgelliteratur und seine Improvisationskunst von der deutschen Stadt Schwäbisch Gmünd der Preis der „Europäischen Kirchenmusik 2006“ verliehen.

Zwei wesentliche Charakteristika französischer Orgelkunst müssen als prägende Einflüsse in Daniel Roths musikalischer Ausbildung genannt werden: in kompositorischer und improvisatorischer Hinsicht die äußerst differenzierte impressionistische Klanglichkeit der Werke Duruflés, in organistischer Hinsicht die technische und gestalterische Souveränität Duprés, die sich – wie jede Meisterschaft – besonderer Disziplin und Hingabe verdankt.

Das geistige und künstlerische Fundament, auf dem diese musikalischen Einflüsse und Eigenständigkeit entwickeln konnten, bilden für Daniel Roth seine Verehrung Albert Schweitzers und Johann Sebastian Bachs sowie in letzter Instanz seine tiefe Verwurzelung im katholischen Glauben, der durch die Vorbilder Schweitzer und Bach immer auch ökumenisch ausgerichtet ist.

http://www.danielrothsaintsulpice.org/deutsch/

 

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Radiotipps 15.8. – 20.8.2011


15.8.

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BR-klassik
20-21:35
Festspielzeit: Altenberger Sommer
Festkonzert mit dem Tölzer Knabenchor
L’arte del mondo
Leitung: Werner Ehrhardt
Solisten: Katja Stuber, Sopran; Ingeborg Danz, Alt; Krystian Adam, Tenor; Raimund Nolte, Bass
Johann Sebastian Bach: „Lobet Gott in seinen Reichen“, BWV 11;
„Erschallet, ihr Lieder“, BWV 172;
Michael Haydn: Requiem c-moll
Aufnahme vom 28. Mai 2011

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17.8.

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ARD Radiofestival
20-22:30
Bachwoche Ansbach
Le Concert des Nations, Viola da gamba und Leitung: Jordi Savall
Johann Sebastian Bach
Ein musikalisches Opfer, BWV 1079
Aufnahme des BR vom 4. August aus St. Johannis

Wie letzte Woche schon angekündigt, wird dieses Konzert jetzt von den anderen ARD-Kultursendern übertragen.
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20.8.

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SWR 2
19-20
Hector Berlioz: Messe solennelle
Donna Brown (Sopran)
Jean-Luc Viala (Tenor)
Gilles Cachemaille (Bassbariton)
Monteverdi Chor
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Leitung: John Eliot Gardiner
(Philips/Universal)

 

 

Biografie Ewald Kooiman – Organist


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Ewald Kooimann,  © Peter Kooimann
© Peter Kooimann

Ewald Kooiman, geboren 1938, studierte Orgel in Amsterdam und in Paris (Prix de Virtuosité an Jean Langlais), an der Schola Cantorum bei Jean Langlais, das er 1963 mit dem Prix de Virtuosité beendete. Er ist außerdem habilitierter Romanist. Als Konzertorganist, Wissenschaftler, Dozent und Juror trat er bei unzähligen internationalen Festivals und Symposien in Erscheinung. Weltweite Bekanntheit erlangte Kooiman durch die intensive Beschäftigung mit der Interpretation der Bachschen Orgelwerke.

Er ist der Herausgeber der beiden Publikationsreihen “Incognita Organo” und “Repro Organo”, die etwa 50 Bände mit Orgelmusik des 17. bis 19. Jahrhunderts umfassen. Über 70 Tonträger mit Kooimanschen Interpretationen sind erhältlich, darunter zwei Aufnahmen des gesamten Orgelwerks von Johann Sebastian Bach, gespielt auf historischen Instrumenten in den Niederlanden, in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Er erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Ewald Kooiman war Professor für Orgelkunst an der Freien Universität Amsterdam und Professor für Orgelspiel am Sweelinck Konzervatorium in Amsterdam; an der Internationalen Sommerakademie in Haarlem unterrichtet er die Interpretation der Orgelwerke Bachs. Er war Gastprofessor an Universitäten und Hochschulen in mehreren Ländern Europas, in Süd-Afrika, in Korea und in den USA. Der Königliche Niederländische Organisten Verein ernannte Ewald Kooiman zum Ehrenmitglied. Im Jahre 2003 wurde Ewald Kooiman von niederländischen Königin zum Ritter in den “Orde van de Nederlandse Leeuw” ernannt. 2005 hat die Stadt Haarlem ihn mit ihrer Ehrenmünze für seine Verdienste als Konzertorganist und als langjährigen Vorsitzenden des berühmten Internationalen Orgelfestivals Haarlem geehrt.

Ewald Kooiman starb plötzlich und unerwartet während eines Urlaubs im Januar 2009.

http://www.ewaldkooiman.com/de/home.html

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Kooiman-Ewald.htm

 

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Biografie Peter Kooij – Bass


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Peter Kooij, Bass
Peter Kooij, Bass

Peter Kooij sang bereits im Alter von sechs Jahren im Chor seines Vaters im Domchor von Utrecht und machte als Knabensopran viele Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen.

Nach einem Violinstudium am Utrechter Konservatorium studierte er Gesang bei Max van Egmond am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam, wo er sein Solistendiplom mit Auszeichnung erwarb.

Peter Kooijs Konzerttätigkeit führte ihn an die wichtigsten Musikzentren der ganzen Welt, wie z. B. Concertgebouw Amsterdam, Musikverein Wien, Carnegie Hall New York, Royal Albert Hall London, Teatro Colon Buenos Aires, Berliner und Kölner Philharmonie, Palais Garnier Paris, Suntory Hall und Casals Hall Tokio, wo er unter der Leitung von u. a. Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Frans Brüggen, Gustav Leonhardt, René Jacobs, Sigiswald Kuijken, Roger Norrington und Iwan Fisher sang.

Neben allen vokalen Werken Bachs umfasst sein umfangreiches Repertoire Werke von H. Schütz bis A. Webern und wird durch mehr als 130 CD-Produktionen dokumentiert (Philips, Harmonia Mundi, Sony und Virgin Classics, Erato, EMI und BIS). Von BIS wurde er für die Gesamtaufnahme der Bach-Kantaten mit dem Bach Collegium Japan unter der Leitung von Masaaki Suzuki eingeladen.

1999 gründete er gemeinsam mit einigen anderen Musikern das Ensemble De Profundis. Im Jahr 2001 rief er das aus jungen Nachwuchssängern zusammengesetzte Vokalensemble “Sette Voci” ins Leben und übernahm dessen künstlerische Leitung. Seit 2002 ist er Mitglied des Solistenquartetts „Tanto Canto”, in dem er zusammen mit Monika Frimmer, Christa Bonhoff und Dantes Diwiak schwerpunktmäßig die Literatur des Barock und der Romantik gestaltet.

Von 1991 bis 2000 hatte Peter Kooij eine Professur für Gesang am Sweelinck-Conservatorium in Amsterdam inne, von 1995 bis 1998 einen Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hannover.

Seit 2000 lehrt er als Gastdozent an der Tokyo University of fine Arts and Music und 2005 wurde er außerdem auf eine Professur für Gesang am Koninklijk Conservatorium in Den Haag berufen, eine der in den letzten Jahren bedeutendsten Ausbildungsstätten im Bereich der Alten Musik.

Daneben wird er immer wieder für Meisterkurse nach Deutschland, Frankreich, Portugal, Spanien, Belgien, Finnland und Japan eingeladen.

www.peterkooij.de

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Kooy-Peter.htm

 

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Biografie Franz Welser-Möst – Dirigent


zurück zur Biografien-Übersicht.Franz Welser-Möst, © Don Snyder

Danach war Welser-Möst in Winterthur und Lausanne in der Schweiz und in Norrköping in Schweden engagiert. Eine enge Beziehung verbindet ihn mit dem Brucknerfest in Linz, wo er regelmäßig dirigiert. International machte er 1986 auf sich aufmerksam bei einem Konzert mit dem London Philharmonic Orchestra. In der Folge wurde er von 1990 bis 1996 Musikdirektor dieses Orchesters. Er arbeitet weiterhin mit führenden Orchestern und Opernhäusern in Europa zusammen, u. a. in Berlin und Wien.

Von September 1995 bis 2002 war er Musikdirektor an der Oper Zürich. Anschließend übernahm er dort den Posten des Chefdirigenten bis 2005 sowie von 2005 -2008 den des Generalmusikdirektors. In dieser Zeit hat er in Zürich mehr als 40 verschiedene Opern dirigiert, von denen eine Vielzahl auch auf DVD veröffentlicht wurde. Mit dem Orchester des Opernhauses Zürich tritt Franz Welser-Möst in namhaften Konzertsälen und Opernhäusern in London, Paris, Tokio und weiteren Metropolen auf. Mit dem Orchester und Chor der Oper Zürich nahm Franz Welser-Möst im Mai 2006 an einem Pontifikalamt von Papst Benedikt XVI im Vatikan zur Feier des 500. Geburtstages der Schweizer Garde teil.

Seit 2002 ist er musikalischer Leiter des weltberühmten Cleveland Orchestra/USA, 2008 wurde sein Vertrag bis 2018 zur Jahrhundertfeier des Orchesters verlängert Das Orchester pflegt eine enge Zusammenarbeit mit der Carnegie Hall New York, dem Wiener Musikverein und dem Lucerne Festival in Form von regelmäßigen Residenzen. In 2008 hatten sie eine Residenz bei den Salzburger Festspielen inne, bei denen sie fünf ausverkaufte Aufführungen von Rusalka sowie drei Konzerte spielten. Das Jahr 2007 markierte den Beginn einer 10-Jahres Residenz in Miami. Die Saison 2010/11 beinhaltete Konzerte von Franz Welser-Möst und dem Cleveland Orchester in der Carnegie Hall und der Suntory Hall in Japan, und in 2011 beginnt eine zweijährige Residenz im New Yorker Lincoln Center Festival. Mit dem Cleveland Orchester hat er elf Uraufführungen und 14 amerikanische Erstaufführungen dirigiert. 2009 leitete er eine Produktion von Le nozze di Figaro, welche die Operntraditionen des Cleveland Orchester erneuerte. Die Serie der Mozart/ Da Ponte Opern wurde in 2009/10 mit Cosi fan tutte fortgesetzt und schloss in 2010/11 mit Don Giovanni ab.

Am 1. September 2010 trat Franz Welser-Möst, der bereits 2007 für diese Position designiert worden war, sein Amt als Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper an. Seine lange Partnerschaft mit dem Haus beinhaltet gefeierte Aufführungen von Wagners Tristan und Isolde; während der Spielzeit 2007/8 und 2008/9 erarbeitet er eine Neuproduktion von Wagner’s Ring des Nibelungen mit dem Regisseur Sven-Eric Bechtholf. Seine erste Spielzeit als Generalmusikdirektor begann mit einer von Kritikern hochgelobten neuen Produktion von Hindemiths Cardillac – ebenfalls unter der Regie von Bechtholf – und setzt, neben anderen Aufführungen, mit einer neuen Produktion von Janaceks Katja Kabanowa fort.

In den letzten Jahren hat Franz Welser-Möst eine zunehmend enge Partnerschaft mit den Wiener Philharmonikern entwickelt. 2011 dirigierte er das gefeierte Neujahrskonzert des Orchesters, in 2010 leitete er das jährliche Sommernachtkonzert im Schloss Schönbrunn und dirigierte das Orchester in der Suntory Hall in Tokyo. In 2009 trat er mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen, dem Luzern Festival, bei den BBC Proms in London und bei einem Festkonzert im Wiener Musikvereinssaal zum 150. Jubiläums des Wiener Singvereins auf.

In den Vereinigten Staaten hat er das New York Philharmonic, das Boston und das Chicago Symphony, das Philadelphia und das Cleveland Orchestra und das Los Angeles Philharmonic dirigiert. In Europa ist er mit dem Bayerischen Rundfunk, den Wiener Philharmonikern, dem Orchestra Filarmonica della Scala und dem Concertgebouw Amsterdam dem Gustav Mahler-Jugendorchester aufgetreten. Sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern gab er im Januar 2002. Bei den Proms 2000 dirigierte er eine Aufführung von Schmidt “Das Buch mit sieben Siegeln.”

Franz Welser-Möst hat mit EMI Classics einen Exklusivvertrag. Seine Aufnahmen, sowohl für CD als auch DVD, wurden mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter sind der Gramophone Award, der Diapason d’Or, der Japanese Record Academy Award und zwei Grammy Nominierungen. Die jüngste DVD Erscheinung ist Bruckners Symphonie Nr. 8 mit dem Cleveland Orchester, mit dem er schon Bruckners Symphonie Nr 5,7 und 9 aufgenommen hat. Weitere DVDs sind Der Rosenkavalier, La Bohème, Fierrabras, Don Giovanni und Peter Grimes vom Opernhaus Zürich. Jüngste CD Veröffentlichungen beinhalten eine Live Aufnahme von Beethovens Sinfonie Nr. 9 mit dem Cleveland Orchester und ein Wagneralbum mit Measha Brueggergosman.

Franz Welser-Möst ist ein Ehrenmitglied des Wiener Singvereins. Er wurde von der Zeitschrift Musical America im Jahre 2003 zum Dirigent des Jahres gewählt, und er ist der Co-Autor von Kadenzen: Notizen und Gespräche, erschienen 2007.

http://www.imgartists.com/?page=artist&id=221

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Biografie Andreas Martin – Laute & Gitarre


Andreas Martin, © Santiago Torralba

Der gebürtige Frankfurter Andreas Martin, aufgewachsen in einer Familie von Musikern und Malern, begann seinen musikalischen Werdegang mit der Laute & Gitarre bei Prof. Dr. Mario Sicca an der Musikhochschule Stuttgart und bei Ruggero Chiesa am Konservatorium „Giuseppe Verdi“ in Mailand.

Ergänzend widmete er sich dem Studium der Anglistik, Romanistik und Philosophie an der Universität Heidelberg. Sein starkes Interesse an Renaissance- und Barockmusik führten ihn schließlich an eines der renommiertesten Institute für Alte Musik – die Schola Cantorum Basiliensis, wo er bei Eugen Dombois, Hopkinson Smith und Peter Croton das Studium der Laute aufnahm. Dort besucht er auch Meisterkurse bei Interpreten wie Emma Kirkby, Anthony Rooley und Nigel North.

Heute wird Andreas Martin von der Fachpresse zu den renommiertesten Lautenisten gezählt. Seine Konzerttätigkeit führt ihn in viele Länder.

Neben Auftritten in der Londoner Wigmore Hall, beim Festival du Musique Baroque in Beaune oder im Théatre Chatelet Paris sind seine Solokonzerte beim Festival für Alte Musik in Barcelona, beim Europabachfestival der Neuen Bachgesellschaft Leipzig in Paris und bei BBC in Wales in der Reihe „A Bach Christmas“ hervorzuheben. Weitere Engagements führten ihn nach Kanada zu Solo – Rezitalen beim Bach – Festival Montréal unter der künstlerischen Leitung von Kent Nagano.

Ergänzende Projekte beinhalteten einen Konzertmitschnitt des Bayerischen Rundfunks anlässlich eines Rezitals der Reihe „Musica Antiqua“ im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und eine Tournée durch das Baltikum.

Aktuell sind Auftritte bei der Semana de Música Religiosa in Cuenca (Spanien), dem Musikfest Stuttgart und dem Festival des Musiques Sacrées de Québec (Kanada) hervorzuheben.

Martin ist regelmäßig Gast bei Fernseh- und Radiosendern wie SWR, HR, Bayern Klassik 4, BBC und ARTE.

Nach Jahren der intensiven künstlerischen Zusammenarbeit mit dem Countertenor Andreas Scholl, den Martin bei zahlreichen Rezitalen begleitete und mit dem er eine viel beachtete Aufnahme mit englischen Lautenliedern realisierte („English Folksongs and Lutesongs“, harmonia mundi france), widmet sich Martin nun seit einigen Jahren verstärkt dem Solo – Repertoire für die Laute.

Seine aktuelle CD, die den Werken Johann Sebastian Bachs gewidmet ist („J.S.Bach – Werke für Laute“, harmonia mundi france), wird von der internationalen Kritik als neue Referenzaufnahme der Bach – Lautensuiten gerühmt und wurde neben anderen Auszeichnungen mit der höchsten Bewertung der Zeitschrift „Goldberg“ prämiert.

Andreas Martins künstlerisches Anliegen ist es, im Rahmen von kommentierten Konzerten die klassische Barriere zwischen Künstler und Publikum abzubauen und die verschiedenen Rollen von Conférencier und Interpret in einer Person zu vereinen.

Link:    http://andreasmartinlaute.wordpress.com

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Radiotipps 9.8. – 14.8.2011


 9.8.

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Kultursender der ARD bis auf BR-klassik
20-22:30
Bachwoche Ansbach
Johann Sebastian Bach:
„Geist und Seele verwirret“, BWV 35;
„Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“, BWV 170;
Reinhard Keiser:
Concerto D-dur; Jan Dismas Zelenka: „Hipocondrie“
Freiburger Barockorchester
Violine und Leitung: Petra Müllejans
Solisten: Andreas Scholl, Countertenor; Karl Kaiser, Flöte; Wolfgang Zerer, Orgel
Aufnahme vom 2. August 2011

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radio clásica, Spanien
20-22
Semana Bach de Ansbach. Transmisión directa desde la Iglesia de San Juan de Ansbach, Alemania.
BACH: Ofrenda musical, BWV 1079.
J. Savall (vla da gamba), Le Concert des Nations. Dir.: J. Savall.
(auch 11.8. – Radio4 NL)

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11.8.

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radio4-NL
19-23
Le Concert des Nations o.l.v. Jordi Savall, viola da gamba
Bach – Das Musikalische Opfer BWV 1079
opname 4 augustus 2011 (Ansbach Bach Week)
anschließend:
Nicholas Angelich, piano
Liszt – Années de pèlerinage – troisième année: Italie
opname 7 augustus 2011 (La Roque d’Anthéron)

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Deutschlandfunk
21:05-22:00
A-Cappella-Festival 2011
„Gesang aus den Tiefen der Jahrhunderte“
Armenisch-liturgischer Gesang und traditionelle Lieder über das Licht, Liebesleid und dasLand der Steine
Ensemble LUYS
Aufnahme vom 23.6.11 aus der Evangelisch-reformiertenKirche, Leipzig

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12.8.

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france musique
20-23
Mozart’s La Finta Giardiniera
Rosemary Joshua Sandrina
Klara Ek Arminda
Elizabeth Watts Serpetta
Daniela Lehner Ramiro
James Gilchrist Contino Belfiore
Andrew Kennedy Don Anchise
Andrew Foster-Williams Nardo
Richard Egarr director & harpsichord

Konzertaufnahme vom 28.6.2011aus dem Theatre de Champs Elysées, Paris, France

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Deutschland Radio Kultur;
12. August 2011; 20:00 – 22:00 Uhr
Johann Sebastian Bach – wiederaufgefunden, wiederhergestellt
live aus der Oberkirche Arnstadt
Johann Sebastian Bach
Ouverture D-dur BWV 1068a – hypothetische Urfassung der 3. Orchestersuite
Konzert für Oboe d“amore A-dur – rekonstruierte Urfassung des Cembalokonzerts BWV 1055
ca. 21.00 Konzertpause mit Nachrichten
Johann Sebastian Bach
„O! angenehme Melodei“, Kantate BWV 210a – rekonstruierte Huldigungskantate
Gabriele Hierdeis, Sopran
The Bach Ensemble
Leitung: Joshua Rifkin

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 14.8.

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NDR kultur
11-13
Johann Bernhard Bach: Orchestersuite Nr. 4 D-Dur für Streicher und Basso continuo
Johann Joachim Quantz: Flötenkonzert D-Dur
Johann Sebastian Bach:
Violinkonzert E-Dur BWV 1042
Schweigt stille, plaudert nicht, Kantate BWV 211 – Kaffee-Kantate –
Anke Briegel, Sopran / Florian Lohmann, Tenor
Albrecht Pöhl, Bass / Brian Berryman, Traversflöte
Hannoversche Hofkapelle
Konzertmeisterin: Anne Röhrig
Aufzeichnung vom 1. Juli 2011 im Galeriegebäude Herrenhausen
Zum ersten Mal ist die Hannoversche Hofkapelle in diesem Jahr beim Ring Barock des NDR zu Gast.
Anne Röhrig, die langjährige Konzertmeisterin der Hannoverschen Hofkapelle, wird das Konzert vom Konzertmeisterpult leiten und übernimmt den Solopart in Johann Sebastian Bachs Konzert E–Dur für Violine, Streicher und Basso continuo.
Der „Coffee“ ist nichts für kleine Mädchen? Albrecht Pöhl (Bariton), Anke Briegel (Sopran) und Florian Lohmann (Tenor) beweisen in der sogenannten „Kaffee–Kantate“ von Johann Sebastian Bach, dass schon vor 300 Jahren ein gewisser Starrsinn und ein koketter Augenaufschlag der Töchter die Autorität der Väter zum Schmelzen brachte.
Ein Cousin 2. Grades von Johann Sebastian Bach, Johann Bernhard Bach der Ältere, muss sich vor dem Genius seines Anverwandten mit seinen vier Orchestersuiten durchaus nicht verstecken. In diesem Konzert wird die Orchestersuite Nr. 4 in D–Dur zu hören sein.
Als „Hannoversche Erstaufführung“ könnte man das Konzert D-Dur für Flöte, Streicher und Basso continuo von Johann Joachim Quantz bezeichnen. Er schrieb als Hofkomponist und Flötenlehrer Friedrichs des Großen eine große Zahl dieser hochvirtuosen Konzerte: Brian Berryman, Traversflöte, ist der Solist in diesem Feuerwerk der Flötenkunst.

Ich habe das Konzert „in natura“ gehört – große Klasse. ich hoffe, das kommt bei der Sendung auch zum Ausdruck.

 

 

Biografie Jochen Kowalski – Altus


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© André Kowalski
© André Kowalski

Jochen Kowalski wurde am 30. Januar 1954 in Nauen/Brandenburg geboren und wuchs Wachow / Brandenburg auf. Nach dem Abitur begann er seine Karriere im Requisitenkeller der Deutschen Staatsoper Unter den Linden. Als Requisiteur lernte er hier von der Pike an, was Oper bedeutet.

1977 bis 1983 besuchte er die Musikhochschule Hanns Eisler Berlin, Fach Tenor. Noch als Student wirkte er 1981 in der damaligen ersten Inszenierung des neuen Chefregisseurs Harry Kupfer an der Komischen Oper, Berlin, – Die Meistersinger von Nürnberg – mit. Seit dieser Zeit arbeitet er mit der Gesangslehrerin Marianne Fischer-Kupfer, die die Begabung für das männliche Altusfach entdeckte und förderte.

“Entdeckt” wurde er während des Gesangstudiums (als Tenor) an der Ostberliner Musikhochschule, als er für eine Kommilitonin beim Vortrag der für eine Alt-Stimme geschriebene Orpheus-Arie “Ach, ich habe sie verloren” von Christoph Willibald Gluck einsprang. Nach der Ausbildung gelang ihm an der Komischen Oper Berlin der Durchbruch mit der Titelrolle in Georg Friedrich Händels “Giustino”.

Nach seinem Wiener Debüt in der Rolle des Prinzen Orlowsky in Johann Strauß’ Operette “Die Fledermaus” äußerte Brigitte Faßbaender als vielleicht bedeutendste Darstellerin dieser Hosenrolle: “Jetzt möchte ich den Orlowsky nie wieder singen.”

1994 wurde Jochen Kowalski zum Berliner Kammersänger ernannt. Gastspiele führen ihn durch ganz Europa und in den fernen Osten nach Taiwan und vor allem Japan. Kowalski ist sehr populär in Japan und hat dort inzwischen wohl seine größte und treueste Fangemeinde.

Sein Mitwirken in Oberon; Brittens “A Midsummer Nights Dream” in der Saison 1996/97 an der Met New York war ein weiterer Meilenstein in Kowalskis Karriere

Kowalski ist Mitglied der Komischen Oper Berlin. Von Händel über Schubert bis zu Filmschlagern der 30er Jahre ist Kowalskis Wandlungsfähigkeit zu bewundern.

Im April 2007 trat er mit Partie des Evangelisten in der “Lukas Passion” von C. Ph. E. Bach in der Philharmonie Berlin auf.

Auf vielen Schallplatten-, CD- und DVD-Aufnahmen ist das künstlerisches Schaffen von Jochen Kowalski in seinen unterschiedlichen Facetten dokumentiert, die Inszenierungen von Orpheus und Eurydike, Giustino, Belsazar und die Covent Garden Produktionen von Fledermaus mit Sutherland; Horne und Pavarotti und Mitridate, Re die Ponto wurden im Fernsehen ausgestrahlt.

Für sein künstlerisches Schaffen wurde er mit dem Kulturpreis 1992,1994 mit dem Titel Berliner Kammersänger und 2004 mit dem Verdienstorden des Landes Berlin geehrt.

Seine Aufnahmen mit Arien von Händel und Mozart sowie die Gesamtaufnahme von Glucks Orfeo ed Euridice erhielten 1988 und 1989 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Die Inszenierung von Orpheus und Eurydike der Komischen Oper wurde in London mit dem Laurence Olivier Award ausgezeichnet.

www.jochen-kowalski.de
umfangreiche Website mit Pressestimmen und Diskographie

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Kowalski-Jochen.htm

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Radiotipps 4.8. – 7.8.2011


4.8.

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BR-klassik
20-22
Bachwoche Ansbach
Freiburger Barockorchester
Violine und Leitung: Petra Müllejans
Solisten: Andreas Scholl, Countertenor; Karl Kaiser, Flöte; Wolfgang Zerer, Orgel
Johann Sebastian Bach:
„Geist und Seele verwirret“, BWV 35;
„Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“, BWV 170;
Reinhard Keiser:
Concerto D-dur; Jan Dismas Zelenka: „Hipocondrie“
Aufnahme vom 2. August 2011
Auch nächste Woche Dienstag im ARD Radiofestival

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6.8.

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WDR3
18-19
Carl Philipp Emanuel Bach)
Von Christoph Prasser

Carl Philipp Emanuel Bach und seine „musikalischen Ungeheuer“

Ausschnitt aus dem Konzert a-moll für Flöte und Orchester; Juliette Hurel; Orchestre d´Auvergne, Leitung: Arie van Beek
Konzert Nr. 4 c-moll für Cembalo und Orchester; Andreas Staier; Freiburger Barockorchester, Leitung: Petra Müllejans
Konzert A-dur für Violoncello und Orchester; Alexander Rudin; Helsinki Baroque Orchestra, Leitung: Aapo Häkkine
Dass Söhne berühmter Komponisten nicht immer im Schatten ihrer Väter stehen müssen beweist Johann Sebastians Bachs zweitältester Sohn Carl Philipp Emanuel, der zu seinen Lebzeiten den Ruhm seines Vaters noch übertreffen sollte. Das lag nicht nur an der umfassenden musikalischen Bildung, die er aus seinem Elternhause mitbekommen hatte, sondern vor allem auch an dem erfolgreichen stilistischen Umbruch, den die Musik ab dem frühen 18. Jahrhundert allgemein vollziehen sollte: Die Komponisten jener Zeit strebten den „barocken Schwulst“ durch leichtere und anmutigere Kompositionen zu ersetzen, die sich heute vielfach einer genauen Stilbezeichnung entziehen. Ob aber nun „Galanter Stil“, „Empfindsamkeit“, „Sturm und Drang“ oder „Vorklassik“ – Carl Philipp Emanuel Bachs Musik hat Maßstäbe gesetzt und wurde zum Vorbild für die nachfolgende Komponistengeneration. „Er ist der Vater, wir die Bubn. Wer von uns was Rechts kann, hats von ihm gelernt“ schrieb daher der begeisterte Mozart über ihn.

Die Vesper zeigt anhand dreier exzellenter Concerti, welche Schlüsselrolle Carl Philipp Emanuel Bach in seiner Zeit zukommen sollte und warum dessen Werke von dem Dichter und Zeitgenossen Gotthold Ephraim Lessing noch als „musikalische Ungeheuer“ bezeichnet wurden.

 

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7.8.

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Nordwestradio
6-8
musicadia 2009
John Dowland und seine Zeitgenossen
Werke von John Dowland, Anthony Holborne, William Byrd u. a.
Dorothee Mields, Sopran
Lee Santana, Laute
Hille Perl & The Sirius Viols
Mitschnitt vom 5. November 2009 aus dem Sendesaal Bremen
Am Mikrofon: Wolfgang Stapelfeldt

Bayern-klassik
18-20:30
Festspielzeit: Bachwoche Ansbach
Johann Sebastian Bach: „Messe h-moll“
Dorothee Mields, Sopran; Wiebke Lehmkuhl, Alt; Daniel Johannsen, Tenor; Jochen Kupfer, Bass
Dresdner Kammerchor
Dresdner Barockorchester
Leitung: Hans-Christoph Rademann

Ca. 18.50 – 19.15 Uhr:
PausenZeichen *
Bachs schillerndster Schüler – der Musiktheoretiker, Philosoph und Arzt Lorenz Christoph Mizler
Von Wolfgang Schicker
* Als Podcast verfügbar