Label Monteverdi startet mit "Monteverdi-TV "


Hallo,

so eben per elektronischer Post erhalten:

The following website might be of interest to you: www.monteverdi.tv. MonteVerdi is a new Internet platform for classical music & opera worldwide.
——————–
Dann wollen wir diese Neuinstallation von Monteverdi-TV unterstützen, einen Link setze ich im Forum rechts
unter Kategorie *) siehe Fußnote !

J.E. Gardiner, Links, Beiträge und das Reisetagebuch + Meinungen zur Bach Cantata Pilgrimage 2000.

Viel Spass wünsche ich allen!

Gruss
Volker

_uacct = „UA-3488307-1“;
urchinTracker();
P.S. Wichtig!

Laut der Internetplattform von Monteverdi-TV gibt es folgenden Hinweis:

MonteVerdi läuft nur auf Apple-Maschinen, die auch mit dem Windows-Betriebssystem ausgestattet sind. Bitte wechseln Sie auf Ihre Windows Applikation vor dem Herunterladen. MonteVerdi läuft nicht auf dem traditionellen Mac-Betriebssystem. Wir arbeiten intensiv an der Weiterentwicklung unserer Software für MonteVerdi-TV.

————————————————————————–
*) P.S. den Link zu MonteVerdi.TV habe ich momentan entfernt !

@Volker /admin 17.3.2008

Archiv NDR-Kultur


Hallo, zusammen,

habe bei NDR-Kultur entdeckt, dass dort seit Kurzem ein Downloadarchiv zur Verfügung steht. Gilt wohl im Moment für „bel canto“ und „Die großen Stars der Musik“.

Find` ich gut, da kann man Monate später noch mal was anhören oder runtersaugen.

Sendungen zum Nachhören

Sie haben Ihren Lieblingsmusiker verpasst, die große Operndiva nicht gehört? Kein Problem, NDR Kultur bietet „Belcanto“ und „Die großen Stars der Musik“ erstmals auch im Internet an.

mehr

"Dom-Radio Köln" jeden Sonntag mit Bach-Kantaten im Internet-Radio


Hallo,

eine weitere Alternative Bach-Kantaten zu hören, jeweils Sonntags, um 06:33 Uhr und als Wiederholung um 22:33 Uhr mit begleitenden Kantaten-Texten verfasst.

von http://www.domradio.com/bachkantate/

Im Internet-Radio unter diesem Link mit Real-Player und Windows-Player zu empfangen:

http://www.domradio.com/default.asp?ID=33091&Mid=74&

Bachkantate am 3. Februar 2008

BWV 23: Du wahrer Gott und Davids Sohn

Ausführende: Tölzer Knabenchor, Leonhardt-Consort, Leitung: Gustav Leonhardt.

Die Entstehung der Kantate für den heutigen Sonntag fällt in Bachs Weimarer Jahre. Vermutlich hat er sie für den Sonntag Sexagesimae des Jahres 1715 komponiert. Überschrift der Kantate: „Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“. Der Text knüpft an das Evangelium des Sonntags an. Nach evangelischer Leseordnung ist in den Gottesdiensten des heutigen Sonntags das Gleichnis vom Sämann zu hören. Ein Teil der Samen fällt auf den Weg und wird zertreten, ein anderer Teil wird von den Vögeln gefressen, ein Teil verdorrt, ein anderer Teil erstickt zwischen den Dornen. Einige Samenkörner aber fallen auch auf fruchtbaren Boden und bringen hundertfache Frucht.

Weitere Texte zur Kantate auf Domradio: http://www.domradio.com/bachkantate/artikel_38060.html

Schönen Sonntag und Grüße

Volker

Bach-Band III (14.3), erscheint in 2009


Hallo,

auf die Anfrage von @Iris reagiere ich und stelle meine Antwort dazu als einen Hauptbeitrag ins Forum.

Bereits erschienen:

Martin Petzoldt: Bach-Kommentar, Band II

Theologisch-musikalische Kommentierung der geistlichen Vokalwerke Johann Sebastian Bachs
Band 2: Die geistlichen Kantaten vom 1. Advent bis zum Trinitatisfest

Zur Bachwoche 2007 erschien endlich Band 2 des »Bach-Kommentars« von Martin Petzoldt. Länger als beabsichtigt ließ dieser zweite Teil von Band 14 der Schriftenreihe auf sich warten. Er behandelt die geistlichen Kantaten vom 1. Advent bis zum Trinitatisfest und folgt damit der Anordnung des Kirchenjahres.

Eingeschlossen sind auch die Oratorien, die in der Funktion von Evangelienmusiken von Bach komponiert und aufgeführt wurden. Insbesondere das Weihnachts-Oratorium BWV 248 wird ausführlich dargestellt und kommentiert, wobei Martin Petzoldt – Professor für Systematische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig – den Versuch unternommen hat, die Textgestalt nach der autographen Partitur Bachs vorzulegen.

Der erste Band des Bach-Kommentars hat inzwischen eine große Zahl von Rezensionen und Äußerungen erbracht. Seine Bedeutung wird auch dadurch unterstrichen, dass selbst für die Beteiligten überraschend bereits eine Neuauflage notwendig wurde.

Fadengeheftete Leinenbroschur, 190 x 270 mm, ca. 1100 Seiten, erschienen im Bärenreiter-Verlag Kassel. ISBN 3-7618-1742-8. Preis: 49 €

In Vorbereitung:

Bach-Kommentar, Band III

Die Passionen, Motetten, Messen und Magnificat, geistliche Kantaten für Kasualien und ohne Bestimmung:

Band III (14.3), erscheint in 2009

Grüße
Volker

Neuer Termin: WDR 3 am Sonntag 3.2.2008 und ARTE


Barbara sagt:

Hallo,

Tipp für den Blog: Auch ARTE bietet Konzerte auf Abruf an:

http://www.arte.tv/de/kunst-musik/1896690.html

Ich bin mal gespannt.

Radiotipps sind keine neuen für die nächste Woche außer vielleicht folgender

Sonntag, 3.2.2008
WDR 9-10 h SDG 118 Vol. 21
Johann Sebastian Bach Sehet, wir gehn hinauf gen Jerusalem, BWV 159, Kantate zum Sonntag Estomihi für Soli, Chor, Oboen, Streicher und Basso continuo; Ruth Holton, Sopran; Claudia Schubert, Alt; James Oxley, Tenor; Peter Harvey, Bass; Monteverdi Choir; Choirs of Clare and Trinity Colleges, Cambridge; English Baroque Soloists, Leitung: John Eliot Gardiner
Diese Kantate ist nur für die interessant, die die CDs nicht haben. Sie ist auf SDG 118 Vol. 21 enthalten.

Bis demnächst
Barbara

Weitere J.S. Bach-Webseiten-Links


Neue Bachgesellschaft eV, Deutschland

Bach-Cantatas by Aryeh Oron „Englische Web-Seite“

Gardiner – CD’s der Bach Cantata Pilgrimage 2000, ansehen, Hörproben, bestellen!

Reisetagebuch von J .E. Gardiner und Meinungen der Künstler-Solisten zur Bach Cantata Pilgrimage 2000, Konzerte im Bachjahr 2000

Bach bei Pianosociety (Web-Seite in Englisch) Klavierstücke (nicht nur von J.S.Bach) im MP3-Format zum herunterladen

Ein idealer Ausgangspunkt für Informationen und Meinungsaustausch zum Thema «Johann Sebastian Bach» ist natürlich die Bach-Community www.jsba.ch.

CONVENTUS MUSICUS UNTERNEHMENSBLOG

Blog KARL RICHTER IN MUENCHEN – ZEITZEUGEN ERINNERN SICH

Klavierauszüge von den Werken von J.S. Bach „Englische Web-_Seite“

Texte der Bach-Werke „Englische-Web-Seite by Walter F. Bischof.“ deutsche Fassung !

Umfangreiche Bach-Diskographie von Jochen Grob

Weitere Bach-Links „by Aryeh Oron“ im Internet

Wikipedia „Johann Sebastian Bach“

Weitere Web-Seiten-Links zu Sir J.E. Gardiner


Blog-Monteverdi

England: Bach-Cantatas com / John Eliot Gardiner

Konzert-Termine in 2008 von J. E. Gardiner und Monteverdi-Chor etc.

Label mit Gardiner-Einspielungen, Englische-Web-Seite

News-Klick.de Braunschweiger Zeitung (Stichwort-Gardiner)

Wikipedia / Deutschland  „John Eloit Gardiner“

Besteht eine deutsche Interpretationstradition in der Bachpflege ?


Hallo zusammen,

nach Tagen des Kopierens vom alten Forum in das neue Diskussionsforum möchte ich den Start mit einer bewegenden Frage beginnen.

„Besteht eine deutsche Interpretationstradition in der Bachpflege?“

Als ein Beispiel dazu zitiere ich aus einem in @Fono Forum gemachte Aussage von Philippe Herreweghe:

Foto: Philippe Herreweghe (Fotorechte: harmonia mundi)
Nach eigenem Bekunden erwähnt er sich der Musik Bachs sogar näher als so mancher Deutscher. Die Deutschen seien durch ihre Geschichte von Bach entfernter als er selbst. Er habe es immer als Vorteil angesehen, dass seine Landsleute nicht das Gedankengut des 19. Jahrhunderts kannten und abseits der Tragödie, die sich in Deutschland zwischen 1933 und 1945 abspielte, standen.
Ohne Zweifel existiert eine dezidiert deutsche Interpretationstradition in der Bachpflege, an der nach Kriegsende in den beiden deutschen Staaten s e l t s a m romantisch weitergesponnen wurde.
Gerüttelt daran haben tatsächlich,- ausgenommen hiervon muss Harnoncourt genannt werden – andere.
Es waren vor allem Engländer, Holländer und Belgier, die nach dem Authentischen in der Alten Musik suchten….. !!
Zitat-Ende!
Meine Frage an das Forum, ist die These von Herreweghe so hinnehmbar, oder gibt es dazu Widersprüche, meine Meinung dazu später.

Grüße
Volker

SWR2 stellt Klassik-Produktionen kostenlos ins Netz


Hallo,

frisch auf dem Bildschirm erhalten, eine feine Sache!

@(ddp)

Impressionen von der Mozart Gala am 15. Oktober 2006 in der Royal Opera London


4.2.2007 von Barbara.

Hallo,

mein Konzerterlebnis in London:

Szenen aus Idomeneo, Entführung aus dem Serail, Zauberflöte, La Clemenza di Tito, osi fan Tutte, Le Nozze di Figaro und Don Giovanni.

Sir John Eliot Gardiner, Conductor

The Monteverdi Choir
The English Baroque Soloists
Alison Bury, Leader
Stephen Medcalf, Director

Anna Chierichetti, soprano
Elin Manahan Thomas, soprano
Camilla Tilling, soprano
Lina Markeby, mezzo-soprano
Anne Mason, mezzo-soprano

Kurt Streit, tenor

Christopher Maltman, baritone
Kyle Ketelsen, bass-baritone
Matthew Brook, bass
Julian Clarkson, bass
Brindley Sherratt, bass

Wie es der Zufall wollte, fand genau zu der Zeit, als wir in den Herbstferien mit unserer Tochter ein paar Tage in London waren, dieses Konzert statt. Bach, Händel oder Haydn wäre mir zwar lieber gewesen, aber wenn es sein muss, tue ich mir auch mal für einen ganzen Abend Mozart an. Ich bekam netterweise frei, dazu das nötige Kleingeld, um mir eine ordentliche Karte zu kaufen und hatte einen wunderschönen Abend.


Foto: Aufführungsstätte: Royal Opera in London (Fotorechte bei: sauter.de)

Schon in das Opernhaus zu kommen, war überwältigend. Leider wurde der Zuschauerraum erst 10 Minuten vor Beginn geöffnet, so konnte ich die plüschige Pracht nur kurz genießen. Dafür erkundete ich das hohe großzügige Foyer, Pausenraum, was auch immer mit seinem Covent Garden entsprechenden Glasdach. Sehr beeindruckend

Wegen der Ankündigung als halbszenisches Konzert erwartete ich ein “Konzert” mit dem Orchester auf der Bühne und im engen Rahmen agierenden Sängern. Nun – dem war nicht so. Das Orchester war, wo es hingehörte – im Orchestergraben und Chor und Solisten agierten aufs munterste auf der spartanischen Bühne. Hier wurde mit minimalem Einsatz von Requisiten eine stimmige Atmosphäre für die einzelnen Opernausschnitte geschaffen, wobei die Übergange fließend waren und es recht hilfreich war, die einzelnen Opern zu kennen. Ganz nett am Rande: jeder Sitz hatte einen kleinen Bildschirm, auf dem die – englische- Übersetzung des Textes mitlief. Meinen habe ich sofort ausgeschaltet, aber die der Reihen vor mir lagen genau in meinem Blickfeld beim Blick auf die Bühne. Und eine Arie aus der Zauberflöte auf Deutsch zu hören und auf Englisch mitzulesen, hat schon seinen besonderen Reiz.

Immer wieder gab es überraschende Moment, sei es im Figaro, als Julian Clarkson in Frack und Gummistiefeln über die Bühne stolperte oder in der Zauberflöte die 3 Knaben (natürlich Mädels) derart flegelhaft um Papageno und Papagena herumwirbelten, dass eigentlich nur noch die Kaugummis gefehlt hatten. Und um mich herum wurden all diese Kleinigkeiten von den Zuschauern lautstark kommentiert. Nichts von englischer Zurückhaltung… Da die Bühne anscheinend nicht groß genug war, wurde auch der Zuschauerraum mit ins Geschehen mit einbezogen. Einiges spielte sich direkt vor meinen Augen ab. Am beeindruckendsten war die Schlussszene des Don Giovanni, gleichzeitig der Schluss des Konzertes. Die Posaunen kamen buchstäblich aus der Tiefe hinter dem Parkett und trieben Don Giovanni vor sich her durch die Zuschauer bis auf die Bühne. Eine Gänsehautszene, die die Spannung bis zum Schluss hielt.

Und musikalisch? Irgendwann zwischendurch hatte ich den Gedanken: So muss das sein, es geht gar nicht anders. Jeder einzelne Ton kam, als wäre er in diesem Augenblick erfunden worden, so spontan und frisch. Deshalb möchte ich auch keinen einzelnen der Sänger besonders herausheben. Es war ein absolut perfekter Abend. So mag ich auch Mozart.

Grüße
Barbara

Bach Cantata Pilgrimage 2000 Gardiner-Konzert in Velbert-Neviges am 30.09.2000


Ein Konzertbesuch von Martin in Velbert-Neviges im Mariendom am 30.9.2000 während der Bach Cantata Pilgrimage 2000.

Autor: Martin

Erstmal vielen Dank und herzlichen Glückwunsch an Volker für die Idee und Mühe!

Ich bin leider erst im Jahr 2000 wirklich auf Gardiner und sein Projekt aufmerksam geworden und habe das Konzert in Velbert-Neviges am 30.09.00 mit den Kantaten zum Michaelistag besucht. Außerdem wurde das Violinen-Doppelkonzert BWV 1048 (?) gespielt.



Foto: Mariendom Velbert-Neviges

Es war eine unglaublich gespannte und euphorische Stimmung von Anfang an. Man hatte das Gefühl, dass der komplett aus Beton gebaute Mariendom in Neviges aus allen Nähten platzte. Jedoch ist der Dom sehr hoch erbaut und bietet eine fantastische Akustik mit ordentlich Hall, von der Gardiner nach dem Konzert richtig schwärmte.

Im Gegensatz zur veröffentlichten CD (Vol 7) kam BWV 50 als “Fetzer” zum Schluss und es schien, als hätten Chor und Orchester noch extra große Energiereserven für diese Prachtkantate übrig behalten. Während des Applauses für “Man singet mit Freuden zum Sieg” teilte sich der Chor auf der Bühne und die Oboen und (wenn ich mich richtig erinnere) die Trompeten standen dazwischen. Der erste Chor, der ja auch zuerst einsetzt, beinhaltete auch alle vorherigen Solisten (Hatelius, Wyn Roberts, Gilchrist, Harvey).
Es wurden gute drei Minuten hellstes Bach-Feuerwerk!

Wie Gardiner selbst in seinem Tagebuch schreibt, war der Applaus mit dem eines Rockkonzerts vergleichbar. So war es wirklich. Es standen alle 2000 Leute und etliche (wir auch) drängelten sich in den Zwischengängen nach vorn. Und das zahlte sich aus, als BWV 50 nochmal wiederholt wurde und wir quasi neben dem Orchester standen. Danach folgte nochmal ein nicht endender tosender Beifall.

Beim Verlassen der Bühne nahmen sich alle Solisten und Gardiner ausgiebig Zeit, zahlreiche Autogrammwünsche zu erfüllen. Das hatte wieder was von einem Rockkonzert (nur, dass sie wahrscheinlich weder Hotelzimmer zertrümmert haben, noch bis in die Puppen gesoffen haben..:-)). Das hätte man dem alten Bach gewünscht!

Hat noch jemand Konzerte der BCP besucht?

Grüße,
Martin

———————————————————————

Hier ein Ergänzungs-Beitrag mit Fotos Gardiner-Konzert im Mariendom Neviges

Bach Cantata Pilgrimage 2000 Konzert in Velbert-Neviges am 30.09.2000

23.1.2007 von Martin.

Hallo,

Habe noch ein paar Innenfotos vom Mariendom. Wie kann ich die hier einfügen? Am besten, ich schicke sie Dir, oder?

Auf Wunsch von Martin stelle ich drei weitere Bilder vom Mariendom Innenansicht in Neviges hier vor!! Die Bilder musste ich erst auf meiner Homepage hochladen um eine Internetverbindung für die Bilder zu schaffen. (Ziemlich umständlich im Blog).

Habe eine neue Möglichkeit im Internet gefunden, größere Fotos zu publizieren!

Foto: Neviges Mariendom Blick nach hinten


Foto: Neviges Mariendom Blick nach vorn


Foto: Neviges Mariendom Stuhlreihen

———————————————————————————————————–

Dazu gegebene Kommentare:

1. Volker /admin sagt:
23.1.2007 bei 01:00

Hallo Martin,

Herzlich willkommen im Gardiner-Blog.
Mit einem großartigen Konzerteindruck von Velbert-Neviges am 30.09.2000 während der Pilgerreise von 2000 hast Du dich zu Wort gemeldet und uns Deine Eindrücke geschildert.

Ich bin heute einmal auf die dortige Internetseite gegangen und bin von dem Kirchen-Neubau von 1966 schwer beeindruckt. Ich werde das Foto der Wallfahrtskirche in Deinem Beitrag linken, damit alle Besucher einen Eindruck von diesen großartigen Räumlichkeiten bekommen können.

Für mich war es Neuland und habe den Internetauftritt von Neviges mit Interesse verfolgt.

Mich freut es für Gardiner, dass er dort nach Deinen Schilderungen ein euphorisches Publikum angetroffen hat.

Wer ebenfalls Eindrücke von diesem großartigen Wallfahrtsort beisteuern möchte soll es tun.

Grüße
Volker

Verfasst am Jan 17, 11:59 PM |
2. Alexmusician sagt:
2.2.2007 bei 13:00

Hallo Martin,

ja, ich war bei einigen Konzerten der BCP. So auch in dem in Neviges. Etwas Vergleichbares habe ich weder davor noch danach erlebt. Es war schier unglaublich, was an diesem Abend für eine Stimmung durch die riesige Kirche ging. Ein schönes Erlebnis für mich war folgendes: ich hatte einen Sitzplatz ziemlich weit an der Seite und bin zwischenzeitlich mal aufgestanden um mehr sehen zu können. Zu diesem Zeitpunkt spielten die EBS gerade das Violinkonzert d-moll. Gardiner stand an der anderen Seite und wir schauten uns an und mußten beide grinsen, weil wir beide im selben Rhythmus “mitswingten”´. Es war einfach nur genial.
Beim “Nun ist das Heil” stockte mir dann nur der Atem. Die erste Version war ja schon gut, aber die Zugabe war der Hammer. Vor allem die Tatsache, daß es mitten im Schlußapplaus noch einmal von vorne losging, machte eine Wahnsinnsstimmung.
Diese Reise werde ich nie vergessen.
Grüße,
Alex
3. Martin sagt:
2.2.2007 bei 14:00

Hallo Alex!

Stimmt, ich erinnere mich auch gerade, dass wir beim Applaudieren regelrecht unterbrochen wurden. Ich würde einiges dafür geben, das Konzert nochmal erleben zu dürfen oder eine DVD davon.
Wie ich Tage später gehört habe, haben sie BWV 50 auch als Zugabe in Bonn (einen Tag später) gespielt und damit alle von den Sitzen gerissen.

Auf welchen Konzerten warst Du denn noch?

Grüße,
Martin
4. Volker /admin sagt:
2.2.2007 bei 15:00

Hallo Alex,

bin gerade mit der Mail an Dich fertig geworden und sehe schon Deinen Beitrag, toll! Nochmal ein herzliches Willkommen im Forum unter netten Gleichgesinnten.

Die überschäumende Freude des Konzertes von Neviges scheint in die Gardiner-Analen einzugehen, er berichtet ja auch darüber in seinem Pilgrimage-Reisetagebuch, welches Du aus diesem Blog heraus aufrufen kannst.
Wie Martin es bereits erwähnt hatte, ist das gegebene Konzert in der St. Martinikirche in Bremen nur ein Abklatsch gewesen zu dem, was in Neviges los war. So ein Traumkonzert erlebte ich im März 2005 mit der Matthäus-Passion in Königslutter bei über 1000 Besuchern in dieser schönen alten Kirche.
Viele Besucher, darunter auch ich und meine Frau verließen ganz ergriffen und erfüllt diese Veranstaltung.

Aber auf dieses Konzert werde ich in einem eigenen Beitrag noch ausführlich zurückkommen.

Herzliche Grüsse
Volker
5. meinhardo sagt:
2.2.2007 bei 18:00

Hallo,

da habe ich ja so richtig was verpasst wenn Ihr sagt, es war ein Traumkonzert, möchte so etwas auch mal mitbekommen.
Neidisch bin ich schon……..

Gruss
meinhardo
6. Alexmusician sagt:
2.2.2007 bei 20:00

Hallo,
wie schön, sich hier unter Gleich-Begeisterten austoben zu dürfen:). Ich hatte 2000 das Glück, ab Sommer so ziemlich im 2Wochen Rhythmus die Deutschland Konzerte zu erleben. Angefangen hat es in Mühlhausen im Sommer, danach Rendsburg, Braunschweig, Köthen, Neviges, Leipzig (ich glaub, ich hab noch nie so geheult wie da… obwohl doch: in Wittenberg), Berlin, Potsdam, Wittenberg, Köln und Lüneburg. Ich glaube, das waren sie… Aber dieses halbe Jahr mit dem Meister war so unglaublich, zumal ich da noch zu der großen Ehre gekommen bin, an seinen Proben vor Konzertbeginn teilhaben zu dürfen. Was für eine wunderschöne Zeit. Von mir aus könnte er das jedes Jahr machen.

Wittenberg am Reformationstag war auch so ein Highlight. Zuvor hatte er einen Teil von Wittenberg/Potsdam in Berlin in der Philharmonie gemacht, aber “Gott der Herr ist Sonn und Schild” BWV 79 in der Schloßkirche mit dieser Hörnerfanfare zu Beginn… Mir läuft’s grad schon wieder heiß und kalt den Rücken runter. In der Mitte der Kantate das wunderschöne “Nun danket alle Gott” mit den Hörnern und der Abschluß mit “Erhalt uns in der Wahrheit”. Das ganze mit der überwältigenden Kraft des Monteverdi – Choir. Einfach unglaublich. Was John Eliot für Bach tut, ist einfach nicht zu bezahlen!
Das letzte Highlight, was ich mit ihm hatte, war Ende letzten Jahres das Eröffnungskonzert für Soli Deo Gloria in Braunschweig. Dieses Jahr werden wir ihn ja Gott sei Dank sehr viel erleben. Ich zähle jetzt schon Tage! Wer von euch wird in Leipzig sein?

Grüße,
Alex
7. Volker /admin sagt:
3.2.2007 bei 00:00

Hallo Alex,

Dein Bericht und Besuch über die deutschen Aufführungsstätten während der Pilgertour 2000 ist schon beieindruckend. So viele Orte live mitzuerlebt haben ist ein Traum, was nicht vielen gegönnt war.

Das Trauma in Wittenberg zum Reformationsfest mit der Klangwiedergabe während der Probe zum BWV 80 muss für Gardiner ein Alptraum gewesen sein ich zietiere einmal seine
eigenständige Beschreibung aus dem Reisetagebuch:

“Wir probten zunächst die Kantate BWV 80, der Bach Luthers trutzigen Choral (1528/29) zugrunde gelegt hat. Die von den Streichern verdoppelten Stimmen klangen recht eindrucksvoll, aber es gab ein Problem.

Der mächtige instrumentale Kanon, den Bach als Rahmen für den Kontrapunkt des Chors bestimmt hatte, klang ungleichgewichtig: alle Stimmen oben (drei Oboen unisono) und keine unten (Violone und Orgel). Das ist immerhin die einzige Kantate Bachs, die zwischen Continuostimmen unterscheidet: violoncello cembalo zur Unterstützung der vierstimmigen Choralfantasie, violone et organo als Cantus firmus im Bass.

Auch nachdem wir den Streichbass nach vorn auf die Bühne geholt hatten, blieb das Problem bestehen. Das schöne Jennings-Harmonium, das uns in diesem Jahr überallhin begleitet und uns so gute Dienste geleistet hatte, besitzt keine Pedale und auch nicht das Posaunenregister 16′, das in einer der Quellen genannt wird.

Daher haben wir in der letzten Minute versucht, einen Bassposaunisten aufzutreiben, der imstande wäre, das notwendige Gewicht zu liefern. Dieser Musiker namens Fernando Gunter kam flugs aus Leipzig angereist und brachte die Dinge mit seinen donnernden tiefen Ds, die durch das Kirchengewölbe hallten, wieder in Ordnung

Die optische Wirkung der prächtigen Messingstürze und des voll ausgezogenen Stimmzugs gaben der Musik etwas Prahlerisches und erinnerten an Breughel. Konkurrierende Klänge des Chorals, der in gewisser Weise Kultsymbolcharakter hatte,……..”
– Zitatende. –

Weiterhin warst Du Ende letzten Jahres im SDG-Konzert in Braunschweig, meinst Du den 15.Dezember 2006 in der St.Martinikirche das Konzert? Dann kannst Du als Kommentar in der bestehenden Konzertrezension hier im Blog einmal Deine Eindrücke wiedergeben, wäre schön. Gehe über diesen Link: dann gelangst Du automatisch an die Konzertrezension aus Braunschweig Dezember 2006!

Also ich werde mit meiner Frau alle zwei Tage (14. und 15. Juni)zum Bachfest 2007 in Leipzig sein. (Thomaskirche und Nikolaikirche). Das gleiche hat wohl auch Martin schon gebucht. Nimmst Du auch am Bachfest Leipzig teil, wäre ja wunderbar, da könnten wir uns ja abstimmen zu einem gemütlichen Beisammensein.

Herzliche Grüsse
Volker
8. Alexmusician sagt:
3.2.2007 bei 16:00

Hallo Volker,

ja, ich werde im Juni beim Bachfest sein und freue mich riesig darauf, diese herrliche Musik wieder zu hören. Wir sollten uns da wirklich treffen, ich bin sofort dabei!
Doch, das halbe Jahr ab Sommer 2000 war für mich vom Gefühl, wie ein riesig langer Urlaub. Immer, wenn ich am Sonntag sehr spät am Abend nach Hause fuhr, war ich energie-geladen, wie sonst kaum. Man weiß einfach nicht, wie man diese Zeit in Worte fassen soll. Ehrlich gesagt, zehre ich vielfach heute noch davon, v.a. jetzt, wo die vielen tollen Aufnahmen nach und nach herauskommen.

Zu Neviges ist mir gestern Abend noch etwas eingefallen. Bei “Es erhub sich ein Streit” BWV 19 kommt die unglaublich bewegende Tenor-Arie “Bleibt, ihr Englel, bleibt bei mir”. Im Vergleich zu den anderen “Krachern” des Konzerts, geriet diese Arie für mich zum emotionalen Höhepunkt des Konzerts. Besonders beim Einsatz der Trompete mit dem Choral “Ach Herr, laß dein lieb Engelein” lief mir ein Schauer nach dem nächsten über den Rücken. Dem Trompeter Niklas Eklund gelang hier eine Glanzleistung, zumal die Trompeten ja das gnaze Konzert über gut beschäftigt waren.

 

Auch bei deiner Vermutung zum Thema Wittenberg liegst du richtig. Die klangliche Unausgewogenheit sorgte in der Probe durchaus für einige Hektik. Aber die Posaune brachte wirklich ein hervorragendes Gleichgewicht.

Viele Grüße,
Alex
9. Martin sagt:
3.2.2007 bei 17:00

Hallo zusammen,

also bei einem Treffen bin ich auf jeden Fall dabei. Wer ist denn wie lange da? Ich komme Donnerstag morgen an und fliege Samstag morgen.

An Alex: Absolut beneidenswert, so viele Konzerte mitgemacht zu haben!! Wie war denn das in Leipzig? Warst Du da auch bei der Probe? Ich habe später gehört, dass wohl nahezu alle Proben zwangsläufig öffentlich waren, weil man die Kirchen nicht einfach für ein paar Stunden absperren konnte. Wenn das in Leipzig genauso war und diesmal so ist, sollten wir uns auch die Proben nicht entgehen lassen…

Grüße,
Martin
10. Volker /admin sagt:
3.2.2007 bei 17:00

Hallo Alex,

die Veröffentlichung der CD “SDG 124″ Vol.7 von Bremen, identisch mit dem gegebenen Konzert anschließend in Velbert-Neviges, habe ich mir jetzt wieder in den Player gelegt und berausche mich an den fantastischen Kantaten.

Schon der Anfang des BWV 50 “Nun ist das Heil und die Kraft” lässt mich erschauern, dann anschließend die Trompeten, die meine heimliche Liebe darstellen, zumal der schwedische Trompeter Niklas Eklund mich als ein ganz Großer in der Trompeter-Gilde immer zu begeistern weiß, – Michael Harrison und Paul Sharp als Partner ergeben ein Trompeten-Ensemble erster Qualität -, einfach herrliche Kantaten die zum St. Michaelis-Tag hier eingespielt wurden.

Trompeter Niklas Eklund Trompeter Paul Sharp

Dieses Konzert wird von Bremen und Neviges als gleiches Programm zum Bachfest 2007 in Leipzig u hören sein, die Vorfeude meinerseits darauf ist riesig, ich stelle das Programm von Leipzig noch einmal hier vor:

Freitag, 15. Juni 2007; 20:00 Uhr Nikolaikirche No 60 »Soli Deo Gloria« 20.00 h | Nikolaikirche

J. S. Bach: Nun ist das Heil und die Kraft (BWV 50), Herr Gott, dich loben wir (BWV 130), Es erhub sich ein Streit (BWV 19), Man singet mit Freuden vom Sieg (BWV 149);

Herzliche Grüsse
Volker
11. Volker /admin sagt:
3.2.2007 bei 18:00

Hallo Martin und Alex,

ich sehe gerade beim Verfassen des obigen Kommentars, dass Martin sich zwischenzeitlich geäußert hat zm Bachfest Leipzig.

Ich habe unsere Ankunft für Donnerstag, 14.6.2007 auf ca. 16 Uhr gelegt. Unsere Abreise ist für Samstag, 16.6.2007 gegen Mittag vorgesehen.

Hier werden wir uns noch genau abstimmen, wo und wann das Beisammensien stattfinden soll, es bietet sich evtl.das Brauhaus gegenüber dem Rathaus an, nähe Thomaskirche, aber das soll nur ein Vorschlag sein, andere Vorschläge sind herzlich willkommen.

Die Konzert-Einführungen eine Stunde vor dem Konzert möchten wir am 14. und 15. wahrnehmen. Es sind hochrangige Referenten vom Bach-Archiv vorgesehen.

Grüsse
Volker.
12. Alexmusician sagt:
3.2.2007 bei 18:00

Hallo Martin, hallo Volker,

das hört sich doch alles schon sehr gut an.
An Volker: An das Brauhaus hatte ich zwecks Treffen auch schon gedacht. Bin aber falls gewünscht auch allen anderen Örtlichkeiten gegenüber offen. Es sollte nur wirklich recht kirchennah sein, die Einführungen versprechen doch einiges!
Bei mir wird es so aussehen, daß ich morgen erst einmal Karten ordern muß. Das ging bisher nicht, weil ich nicht wußte, wie das bei mir klausurtechnisch im Sommer aussieht. Ja ja, das Studentenleben… Dann möchte ich eigentlich Donnerstag gegen Mittag eintrudeln und bis Samstag morgen bleiben. Dann soll es nach Potsdam weitergehen, weil ich die Michaelis – Knaller zweimal haben muß! Kommt da von euch auch jemand hin?

An Martin: Ja, auch Leipzig konnte ich schon in den Proben erleben. Da war ich einen Tag vorher angereist und habe das ganze Wochenende in der Nähe des Meisters und seiner Leute verbringen können und jede Minute förmlich aufgesogen!
Sehr lustig war es insofern, weil er und seine Helfer irgendwann die Idee hatten, als Probenbesucher könnte man auch ein bißchen mit zufassen und so fand ich mich dann an der Seite der Techniker wieder und half dabei, Pulte etc aufzubauen. Der Meister quittierte dies mit seinem typischen “von einem Ohr zum anderen” – Grinsen. Außerhalb der BSP soll es aber sehr schwer sein, in die Proben zu kommen. Er hat sich da wohl etwas…
Ansonsten ist er aber wirklich ein fantastischer Mensch. Wenn man die Gelegenheit hat, sich mit ihm zu unterhalten, sollte man die Ohren gaaaaaanz weit aufmachen. Man lernt wirklich aus jedem Satz etwas!
Noch einaml zu Neviges: Nach dem Konzert dort sagte Gardiner mir, er sei mit derselben Aufführung in Bremen nicht zufrieden gewesen. Es sei alles sehr zerhackt gewesen und die Stimmung paßte überhaupt nicht. Zum Teil kann ich ihm nach der CD durchaus recht geben. Da finde ich, daß “Nun ist das Heil” überhaupt nicht den Drive hat, wie in Neviges.
Nach dem Neviges Konzert war Gardiners abschließender Kommentar: “This is really great music. Your ears are banging and blowing but that’s fantastic”. Sprach’s, grinste breit und endschwand:).
Viele Grüße,
Alex
13. meinhardo sagt:
4.2.2007 bei 12:00

Hallo,

auch ich höre in einer stillen Stunde mir die CD SDG 124 an.
Überragend für mich auch als Frakment das BWV 50, “Nun ist das Heil und die Kraft.”

Das einsätzige Werk ist umstritten ob es überhaupt von Bach ist. Aber wer soll schon sonst solche Genialität besitzen,solche Kompositionstechnik seinerzeits zu besitzen, das kann nur unser “Großer Bach” ihm ordne ich das Frakment umunwunden zu.

Wie seht Ihr das?

Grüße
meinhardo
14. Alexmusician sagt:
4.2.2007 bei 12:00

Hallo Meinhardo,
beszüglich der Echtheit von BWV 50 scheiden sich ja wirklich die Geister. Aber ich stimme dir völlig zu: wer außer dem alten Bach sollte so etwas schreiben können. Ich muß mal sehen, ob ich an einen sehr interessanten Artikel aus dem Bach-Jahrbuch zu dieser Kantate rankomme. Da steht so einiges zur Echtheit drin. Kann den ja ggf. posten.
Grüße,
Alex
15. meinhardo sagt:
4.2.2007 bei 13:00

Hallo Alex,

dir kann ich folgendes veröffentlichtes Buch von “Alfred Dürr”, erschienen im Bärenreiter-Verlag, Kassel, empfehlen. In dieser Lektüre beschreibt er ausführlich die Kantaten von J.S. Bach. Es kostet ca. 27 bis 28 €, ein Tipp von mir, es lohnt sich.

Hier geht er auch sehr ausführlich auf das BWV 50 ein.

Grüße
meinhardo
16. Alexmusician sagt:
4.2.2007 bei 14:00

Hallo Meinhardo,

ja super! Danke dir ganz herzlich für den Tip. Da werde ich wohl morgen gleich mal in den Buchhandel gehen müssen;). Den Dürr habe ich nämlich in Uraltfassung und hatte das gar nicht mitgekriegt, daß es da Eine Neuauflage gibt.

Grüße,
Alex
17. Volker /admin sagt:
7.2.2007 bei 01:00

Hallo Alex,

ich komme noch einmal auf Dein Zitat wegen Leipzig zurück, es lautete:

“Bei mir wird es so aussehen, daß ich morgen erst einmal Karten ordern muß. Das ging bisher nicht, weil ich nicht wußte, wie das bei mir klausurtechnisch im Sommer aussieht.”

Als Erinnerung, hast Du zwischenzeitlich eine Kartenbestellung geordert?

Gruss
Volker
18. Alexmusician sagt:
7.2.2007 bei 08:00

Hallo Volker,

besten Dank für die Erinnerung, hatte Montag und gestern Consort-Proben, heute ist der große Tag der Bestellung:).
Grüße,
Alex

20. Alexmusician sagt:
8.2.2007 bei 14:00

Hallo,
die Neuauflage vom Dürr habe ich seit Montag nun auch in meinem Besitz und bin hingerissen. Ich glaube, den Teil zu Michaelis habe ich schon ein paarmal rauf und runter gelesen:). Man muß ja wissen, was einen erwartet. Nun steht die Kantate 198 an.
Einen schönen Nachmittag,
Alex

.
21. meinhardo sagt:
8.2.2007 bei 15:00

Hallo Alex,

freut mich dass Du die Neuauflage von Dürr erworben hast, diese Lektüre ist für mich unentbehrlich geworden, als Nachschlagewerk unverzichtbar!

Zitat: Nun steht die Kantate 198 an.

Mach ich auch, höre sie einmal gerne!!!

Grüsse
meinhardo

– Ende des Beitrages von Neviges –
————————————————————————————————————————

 

 

Bach Cantata Pilgrimage Konzert in der Schloßkirche Wittenberg, 31.10.2000


4.2.2007 von Alexmusician.

Hallo,

ich habe es ja im Neviges-Beitrag schon anklingen lassen, wie begeistert ich von der Aufführung der Reformationskantaten am 31.10.2000 in Wittenberg war. Daher habe ich mich mal entschlossen, hierzu einen Beitrag zu starten.


Foto: Aufführungsstätte Schlosskirche in Wittenberg

An dem Abend erklangen die Kantaten “Gott der Herr ist Sonn und Schild” BWV 79, “Nun danket alle Gott” BWV 192, die Motette “Singet dem Herrn ein neues Lied” BWV 225 und als Abschluß die Kantate “Ein feste Burg ist unser Gott” BWV 80.

“Gott der Herr ist Sonn und Schild” sowie “Ein feste Burg ist unser Gott” hatte ich ein paar Tage zuvor bereits in der Philharmonie in Berlin erleben dürfen, wo gerade erstere zu einem überwältigenden Highlight geriet und ich davon ausgegangen war, man könne die Qualität der Aufführung kaum noch toppen. Gardiner konnte… Bereits die Probe am Nachmittag versprach viel, doch was am Abend passierte kann man nicht in Worte fassen. Die Schloßkirche Wittenberg schien an diesem Abend aus allen Nähten zu platzen als der Monteverdi Choir und die Englisch Baroque Soloists das Podium betraten. Gardiner erschien und es begann ein Konzert, was man seinen Lebtag nicht vergißt. Verglichen mit der Aufführung von Berlin wurde noch zupackender musiziert, die Hörner schmetterten ihre Fanfaren zu Beginn des Eingangschors regelrecht in die Kirche.

Glücklicherweise saß ich ziemlich weit auf der linken Seite und konnte einen guten Blick auf diese herrlich blinkenden und glitzernden Instrumente werfen. Die Idee, diese Kantate an den Anfang zu setzen war hervorragend. Einen aufrüttelnderen Beginn hätte man sich nicht vorstellen können. Gardiners Dirigat steckte die Musiker/-innen an und eine unglaubliche Freude machte sich bei allen bemerkbar. Es ist ja sowieso unglaublich, zu welch sportlichen Höchstleistungen dieser Mann beim Dirigieren fähig ist. Er befindet sich meist über, als auf dem Boden. Der Choral “Nun danket alle Gott” zum Abschluß des ersten Teils trieb eineigen anwesenden Konzertbesuchern (auch mir) Tränen in die Augen, ich gebe es offen zu.

An diesem historischen Ort diesen Choraltext und die mitreißende Vertonung war doch sehr emotionsgeladen. Im zweiten Teil sangen Joanne Lunn und Peter Harvey schlank und leichtfüßig ihr zauberhaftes Duett und beschlossen wurde die Kantate durch den Choral “Erhalt uns in der Wahrheit”. Nach dem abschließenden “Amen” meine ich auch bei Gardiner ein leises Amen von den Lippen gelesen zu haben.

Auf die recht kurze aber sehr interessante Kantate “Nun danket alle Gott” folgte die Motette “Singet dem Herrn ein neues Lied” in einer Aufführung, die allen den Atem stocken ließ. Man konnte wirklich erleben, was für Spitzenensembles hier am Werke waren. Leichtfüßig und anmutig wurden selbst haarigste Koloraturen bewerkstelligt, als seien sie ein Kinderspiel. Die abschließende Fuge “Alles, was Odem hat” riß die Menschen fast von den Sitzen. Ohne den Hauch eines Ritardandos rauschten die Bässe aus dem “Lobet den Herrn in seinen Taten” in diese Fuge hinein und es entstand ein regelrechter Sog hin zum finalen Halleluja. Es folgte tosender Beifall.

Den Abschluß des Konzerts bildete die Kantate “Ein feste Burg ist unser Gott”. Was für eine Musik… Wie aus dem CD Booklet lesbar wurde am Nachmittag noch ein Baßposaunist herbeigerufen, nachdem es doch zunächst ein paar klangliche Unausgewogenheiten gab. Dieser Posaunist verlieh der Kantate eine Stimmung vom letzten Gericht wenn seine tiefen Töne durch die Kirche donnerten. Nach dem abschließenden Choral “Das Wort sie sollen lassen stahn” folgte ein Applaus, der nicht enden wollte. Der Geist des Ortes hatte alle Leute infiziert und sie entließen die fantastischen Musiker und ihren überragenden Dirigenten erst nach einer Wiederholungen des Eingangschores von “Ein feste Burg ist unser Gott”.

Viele Grüße,

Alex

Bach-Cantata-Pilgrimage Konzert Köthen 10.09.2000


Hallo,

nachdem ich die Woche über etwas schweigsam war, hier nun ein weiterer Bericht zur BCP: zum Konzert in Köthen am 12.Sonntag nach Trinitatis (10.09.2000). Ein schöner Spätsommer-Sonntag begann mit der Reise nach Köthen. Die Tour war inzwischen für mich etwas fortgeschritten und man war soweit, die Strecke nicht mehr in Kilometern, sondern in zu hörenden Bach-Kantaten zu bestimmen:).

Aufführungsstätte: St. Jakobskirche in Köthen

Köthen selbst präsentierte sich in strahlendem Sonnenschein, nach dem zeitigen Mittagessen erschienen die Musiker und Herr Reimann von der Konzertagentur. Er erzählte mir, daß der Meister in geradezu fantastischer Stimmung sei. Dies wurde kurz darauf durch einen breit grinsenden John Eliot Gardiner bestätigt, der sich gut gelaunt in Richtung Probe begab, die schon zu einem wunderbaren Vorgeschmack geriet. Am Abend sollten die Kantaten “Geist und Seele wird verwirret” BWV 35 für Alt-Solo, “Lobe den Herrn, meine Seele” BWV 69 a, die Motette “Komm, Jesu, komm” BWV 229, sowie als Abschluß die Kantate “Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren” BWV 137 erklingen. Die vier Solisten waren Katharine Fuge, Robin Tyson, Christoph Genz und der (wie immer) überragende Peter Harvey.

Die Probe schloß mit dem fantastischen und überaus euphorischen Schlußchoral aus BWV 137 “Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen”. In absoluter Hochstimmung “schwebte” ich über den Kirchenvorplatz in Richtung Kaffee, um mich dort vor dem Konzert noch einmal zu stärken.

Der Abend selbst begann in der vollen Köthener St. Jakobskirche mit der Kantate 35 aus dem Jahr 1726, die durch eine herrliche Orgelsinfonia eröffnet wird. Bei dieser handelt es sich um den ersten Satz des Orgel- /Cembalokonzerts d-moll BWV 1059. Der Organist Ian Watson erwies sich als absoluter Könner und gestaltete diese Eröffnung schwungvoll und mitreißend. Auch die Sinfonia zu Beginn des 2. Teils der Kantate wurde mit überwältigender Leichtigkeit musiziert. Der nun folgende Alt-Solo Part wurde von Robin Tyson gesungen. Zu Beginn doch deutlich etwas quäkig steigerte er sich von Satz zu Satz und der Schluß “Ich wünsche nur bei Gott zu leben” geriet zu einem mitreißenden Tanz, der die ganze Vorfreude auf das himmlische Leben darstellt.

Was nun folgte, war ein rechter Paukenschlag. Die Kantate 69 a, die im Jahre 1723 komponiert wurde, mit ihrem überschwänglichen und überwältigenden Eingangschor. Die drei Trompeten, allen voran Niklas Eklund, sorgten in diesem Satz für etwa 4 Minuten Feuerwerk, man merkte wirklich, wie alle Leute den Atem anhielten. Der Monteverdi Choir zeigte wiederum überragende Leichtigkeit in der Präsentation selbst schwierigster Koloraturen. Als besonders schöne Arie aus dieser Kantate muß ich den Satz Nr. 5 “Mein Erlöser und Erhalter” erwähnen. Peter Harvey zeigte, daß er Bach wirklich verinnerlicht hat. Sein makelloses Deutsch und die überaus innige Interpretation ließen den Satz zu einem Höhepunkt werden. Den Abschluß bildete der Choral “Was Gott tut, das ist wohl getan”

Im Anschluß daran erklang in schönem Kontrast die doppelchörige Motette “Komm, Jesu, komm”, bei der sich die Geister scheiden, wann genau sie geschrieben ist. Man geht allgemein wohl von ca. 1730 aus. Leise, zart und innig geriet sie zu einer choristischen Meisterleistung. Der Mittelteil “Komm, komm, ich will mich dir ergeben” schwebte leicht und luftig durch die Kirche. Im Schlußchoral “Drauf schließ ich mich in deine Hände” zeigte unser Meister wieder, welch ein gutes Händchen er für die Interpretation Bach’scher Choräle hat. Ehrlich gesagt habe ich weder zuvor noch danach je einen Dirigenten erlebt, bei dem die Choräle jedesmal zu Juwelen werden. Von anderer Seite habe ich über John Eliot auch schon gehört, er sei die Wiedergeburt Bach’s. Ich kann diese Ansicht nur unterstützen!

Für die letzte Kantate (BWV 137, komponiert 1725)hatten sich alle ganz offenbar noch extra-Reserven aufgespart. Mit welch einer überschäumenden Freude und Kraft begann dieser Eingangschor “Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren”. Man mochte kaum glauben, daß so etwas in einem solchen Tempo möglich ist. Jedoch schien es niemandem der Musiker ernste Probleme zu bereiten. Donnernd schmetterten die drei Trompeten ihre Fanfaren in die Kirche, als sei dies ein Kinderspiel. Die absolute Krone chorischer Kraft erfolgte jedoch im Schlußchor. Hiernach hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Das Publikum tobte, doch Gardiner hatte noch einen Trumpf in der Tasche. Ähnlich wie in Neviges begann mitten im tosenden Applaus der Eingangschor der Kantate 69a als Zugabe. Einen besseren Adrenalinkick hätte Gardiner uns allen garnicht geben können. Wie befreit nach diesem langen und tollen Konzert zeigten alle Musiker noch einmal, daß sie wirklich die Besten der Welt sind.

Viele Grüße,

Alex

———————————————————————————————

Bereits abgegebene Kommentare:

Neue SDG CD’s 141 + 138 erscheinen in Kürze


14.1.2008 von Martin.

Hallo zusammen,

am 28.01.08 werden (in UK) die nächsten CD’s veröffentlicht:

Cantatas for the Fourth and Fifth Sundays after Trinity

Ein ungefärbt Gemüte BWV 24
Barmherziges Herze der ewigen Liebe BWV 185
Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ BWV 177
Gott ist mein König BWV 71

Soloists: Magdalena Kozená, Nathalie Stutzmann, Paul Agnew, Nicolas Teste,
Joanne Lunn, William Towers, Kobie van Rensburg, Peter Harvey
Recorded: Tewkesbury Abbey (final cantata Blasiuskirche, Mühlhausen)

Cantata for the Fifth Sunday after Trinity

Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir BWV 131
Wer nur den lieben Gott lässt walten BWV 93
Siehe, ich will viel Fischer aussenden BWV 88

Soloists: Joanne Lunn, William Towers, Kobie van Rensburg, Peter Harvey
The Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists / John Eliot Gardiner
Recorded: Blasiuskirche, Mühlhausen

SDG’s release of Bach Cantatas for the Forth and Fifth Sundays after Trinity opens with BWV 24 Ein ungefärbt Gemüte, recorded in Tewkesbury Abbey as part of The Cheltenham Festival. A far earlier piece follows, BWV 185 Barmherziges Herze der ewigen Liebe was composed in Weimar in 1715 to a text by Salomo Franck and revived by Bach in Leipzig in 1723 and again in 1746/7. Strikingly different in mood is BWV 177 Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, composed in 1732, a chorale cantata based on Agricola’s hymn set unaltered and with no recitatives.

The second CD was recorded in Mühlhausen, where a twenty-two year old Bach took up his second professional post. It lasted for just one year, from June 1707 to 1708. This programme includes BWV 71 Gott ist mein König. There is nothing else quite like Gott ist mein König in Bach’s oeuvre. No other work of his is laid out on such a grand scale in terms of its deployment of four separate instrumental ‘choirs’, set against a vocal consort of four singers, an optional Capelle of ripienists and an organ.

“The singing and playing is exceptional.”

(Anna Picard, Independent on Sunday)

“John Eliot Gardiner’s Bach Cantata Pilgrimage series just gets better. These pieces show Bach at his most exuberant, as though he’s laughing with unbridled joy at the secrets of the universe, and Gardiner’s team responds with thrilling playing and singing.”

(Warwick Thompson, Metro)

JOHANN SEBASTIAN BACH 1685-1750)

Cantatas Volume 27

Cantatas for Whit Tuesday

Brandenburg Concerto No. 3 BWV 1048
Erwünschtes Freudenlicht BWV 184
Er rufet seinen Schafen mit Namen BWV 175

Soloists: Lisa Larsson, Nathalie Stutzmann, Christoph Genz, Stephen Loges

Recorded: Holy Trinity, Blythburgh

Cantata for Trinity Sunday

Höchsterwünschtes Freudenfest BWV 194
Es ist ein trotzig und verzagt Ding BWV 176
O heil’ges Geist- und Wasserbad BWV 165
Gelobet sei der Herr, mein Gott BWV 129

Soloists: Ruth Holton, Daniel Taylor, Paul Agnew, Peter Harvey
The Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists / John Eliot Gardiner
Recorded: St Magnus Cathedral, Kirkwall

The first of SDG’s 2008 releases combines cantatas for Whit Tuesday and Trinity Sunday. Brandenburg Concerto No.3 precedes the two surviving Cantatas for Whit Tuesday. Pressed for time at the end of a busy Whit weekend during his first year in Leipzig, Bach based BWV 184 Erwünschtes Freudenlicht (1724) on a hasty revision of a lost Cöthen secular cantata. One might momentarily mistake the second movement of this cantata as the origin of the celebrated duet from Lakmé, before considering the long odds of Delibes ever having clapped eyes on this obscure piece. The pastoral mood continues a year later in BWV 175 Er rufet seinen Schafen mit Namen (1725). This is a more elaborate work, the eighth of the nine consecutive texts Bach set by Christiane Mariane von Ziegler.

Recorded in St Magnus Cathedral, Kirkwall after one of the more dramatic journeys on the Bach Cantata Pilgrimage, the first cantata for Trinity Sunday, BWV 165 O heilges Geist- und Wasserbad, was composed in 1715 in Weimar. It is a true sermon-in-music, based on the Gospel account of Jesus’ night-time conversation with Nicodemus on the subject of ‘new life’. A grand French-style overture heralds the start of BWV 194 Höchsterwünschtes Freudenfest. The cantata seems to have begun life as a secular Cöthen piece some time between 1717 and 1723, and was then adapted for the dedication of the new organ at Störmthal (2 November 1723). The programme ends with the genial and uplifting work, BWV 129 Gelobet sei der Herr, mein Gott.

“These performances do full justice to such genius.”

(George Pratt, BBC Music )

“Gardiner’s Bach is in a class of its own for colour, drama and rhetorical subtlety. His choir and instrumentalists respond with breathtaking virtuosity…”

(Richard Wigmore, The Daily Telegraph)

Monteverdi Productions 2cds SDG138

***********************

Das Konzert aus Mühlhausen hat der MDR mal übertragen und ich kann mich erinnern, dass BWV 71 “Gott ist mein König” ein absoluter “Knaller” war.

Schöne Grüße,

Martin

P.S. Hörproben und Bestellungen h i e r !
————————————————————————————

Bereits abgegebene Kommentare:

DVD über Herbert von Karajan bei jpc erschienen


Hallo,

passend zur Veröffentlich einer Autobiographie von Eliette von Karajan über ihren Ehemann „Herbert von Karajan“ ist eine DVD erschienen:

Künstlerische Streiflichter einer unvergleichlichen Karriere.

Zu hören und zu sehen sind u. a.Ausschnitte aus dem
legendären Neujahrskonzert 1987 mit den Wiener Philharmonikern und aus den Silvesterkonzerten 1983 und 1985 mit den
Berliner Philharmonikern.
Rossini:Wilhelm Tell-Ouvertüre
+Weber:Der Freischütz-Ouvertüre
+Prokofieff:Symphonie Nr. 1
+Tschaikowsky:Klavierkonzert Nr. 1
+Dvorak:Symphonie Nr. 9
+J. Strauss II:An der schönen blauen Donau;Frühlingsstimmen
+Ravel:Bolero
+Josef Strauss:Sphärenklänge
Evgeny Kissin, Kathleen Battle, Berlin PO, Wien PO, Herbert von
Karajan

Grüße
Volker

Radio-Tipps für die 5. KW in 2008


Hallo Volker,

Du bist ja fleißig am wirbeln. Willst Du den Blog komplett umschaufeln auf Google-Blog? Ich habe hier wieder ein paar Radio-Tipps und da ich nicht weiß, wo Du sie gerne haben möchtest, schicke ich sie Dir und Du machst damit, was Dir am besten erscheint.
Hier mein Text:

Hallo zusammen,

ich habe wieder einige Perlen in den Radioprogrammen gefunden:

Als erstes möchte ich Euch ein Programm empfehlen, das weder mit Bach noch mit Gardiner oder einem seiner Mitstreiter zu tun hat. Ich finde es aber ganz interessant und vielleicht mag es ja auch einer von Euch hören

Freitag, 25.1. 20:00 Uhr
NDR Kultur
Konzert: Freitag, 25. Januar, 20.00 Uhr, Hauptkirche St. Michaelis, Hamburg

Live auf NDR Kultur
http://www.ndrkultur.de/programm/ensemblesarband4.html
Das Ensemble Sarband präsentiert gemeinsam mit den King’s Singers und dem NDR Chor “Sacred brigdes” – christliche, jüdische und muslimische Psalmvertonungen aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Der Vollständigkeit halber, obwohl ich es schon letzte Woche geschrieben hatte:

So 27.1. 3:02 am
BBC
http://www.bbc.co.uk/radio3/throughthenight/pip/5q0hi/
Neefe, Christian G. (1748-1798): Keyboard Concerto in G
Christine Schornsheim (fortepiano)
Michael Niesemann (oboe)
Neue Dusseldorfer Hofsmusik

Dann noch 2 Bachkantaten mit Gardiner. Diese Aufnahmen sind schon bei Archiv veröffentlicht und die Besetzungsliste lässt vermuten, dass sie 2000 aufgenommen worden sind.

Sonntag 27.1. 7:05 Uhr
MDR
Bach: “Herr, wie du willst, so schichs mit mir” BWV 73
Lund, Mingardo, Podger, Varcoe, Monteverdi Choir, English Baroque Soloists, Gardiner

Samstg, 2.2. 19:20 Uhr
NDR Kultur
Bach: “Mit Fried und Freud fahr ich dahin” BWV 125
Tyson, Agney, Harvey, Monteverdi Choir, English Baroque Soloists, Gardiner

Viel Spaß Barbara

——————————————————————–

Bereits abgegebene Kommentare:


Bach-Cantata Pilgrimage Konzert Leipzig 22.10.2000


Hallo,

mit dieser Rezension möchte ich mich einem weiteren Höhepunkt der Pilgrimage widmen, dem Konzert in der Leipziger Thomaskirche am 22.10.2000 (18. Sonntag nach Trinitatis). An diesem Abend kamen die Kantaten “Du Friedefürst, Herr Jesu Christ” BWV 116, “Gott soll allein mein Herze haben” BWV 169 für Alt-Solo, “Herr Christ, der ein’ge Gottessohn” BWV 96, die Motette “Der Gerechte kommt um” sowie der Choral “Vor deinen Thron tret ich hiermit” BWV 668a zur Aufführung.



Foto: Thomaskirche in Leipzig

Bei diesem Konzert hatte ich die Möglichkeit, bereits am Samstag anzureisen und das ganze Wochenende in der Nähe des Meisters zu verbringen und Bach’s Musik an “ihrem Ort” zu hören. Schon in den Proben spürte man Bach’s Geist am Ort und die Musiker waren merklich von Beginn an damit erfüllt und infiziert.

Das Konzert selbst geriet zu einer emotionalen Sternstunde. Allerdings machten sich auch Spuren der Leipziger Geistlichkeit bemerkbar, mit denen Bach sicherlich auch zu kämpfen hatte. Zunächst einmal gab es große Auseinandersetzungen und Diskussionen über die Probenzeit, in denen die Kirche geschlossen blieb. Im Konzert erschien dann zu Beginn der örtliche Pfarrer und mahnte, daß man bitteschön nicht klatschen dürfte, es sei schließlich geistliche Musik. Die treuen Gardinerfans, die sich flugs als des deutschen nicht mächtige Engländer ausgaben, ignorierten dies standhaft:). Allerdings gab es auch ein paar Sturköpfe, die sich strikt an den Befehl der angestaubten Geistlichkeit hielten…

Gardiner hatte das Programm so zusammengestellt, daß es schwungvoll begann und andächtig und anrührend enden sollte. Wiederum war die Kirche zum bersten gefüllt, als Chor und Orchester die Bühne betraten. Der Meister trat auf und es begann die hinreißende Orchestereinleitung zur Kantate 116. Wie immer bestach der Chor durch Kraft und unglaubliche Prägnanz in Sprache und Gesangskunst. Die Solisten waren Katherine Fuge, Natalie Stutzman, Christoph Genz und Gotthold Schwarz. Bis auf Nathalie Stutzman ließen auch diese keine Wünsche offen. Nathalie Stutzman jedoch war für meine Ohren zu opernhaft mit großem Vibrato, daß einfach nicht zu Bachs Musik paßt. Die Kantate endete mit dem schlichten Choral “Erleucht auch unser Sinn und Herz”.

Es folgte die Kantate 169 mit einer großangelegten Sinfonia, die eine Umbearbeitung des 1. Satzes vom E-Dur Cembalokonzert BWV 1053 darstellt. Hier gelang Organist Silas Standage eine Meisterleistung. Gekonnt und schwungvoll spielte er den z. T. haarsträubend schweren Orgelpart. Auch in dieser Kantate konnte Nathalie Stutzman nicht überzeugen, sie erwies sich leider auch hier als vibratoreiche Opernsängerin und wußte nicht zu überzeugen. Der Schlußchoral “Du süße Liebe, schenk uns deine Gunst” wurde andächtig un voller Überzeugungskraft vom Monteverdi Choir gesungen.

Die nun folgende Kantate 96 war für mich die schönste des Abends. Der Eingangschor beginnt hier mit einem großangelegten Orchesterpart über dem als Krönung eine Sopranino-Blockflöte in himmlischen Sphären spielt. Außerdem liegt der cantus firmus nicht, wie sonst eher üblich, im Sopran, sondern wird monumental vom Alt vorgetragen. Diese ganze Choralfantasie birgt so eine himmlische Ruhe aber auch einen solch wunderbaren Fluß, wie sie Christus als “Morgenstern” beschreibt. Mir gegenüber saß im ganzen Konzert ein älterer Herr aus England, der sich zuvor als guter Freund von John Eliot vorgestellt hatte und gerade bei dieser Kantate hatte ich den Eindruck er stand einem Zusammenbruch nah. Es war aber auch wirklich hart: Diese fantastische Musik an Bachs Arbeitsstätte… ich glaube, jeder hatte da ein bißchen mit seiner Fassung zu kämpfen. Besonders schlimm wurde dies dann bei den beiden letzten Werken des Konzertes “Der Gerechte kommt um” und Bach’s eigenem Sterbechoral “Vor deinen Thron tret ich hiermit” BWV 668a. “Der Gerechte kommt um” ist eine Bearbeitung der Kuhnau’schen Motette “Tristis est anima mea”. Es scheiden sich hier zwar die Geister, ob die Bearbeitung wirklich von Bach ist, aber die Motette ist auf so zauberhafte Weise instrumentiert, daß dies eigentlich nur aus der Hand Bach’s kommen kann.

Nach dieser Motette trat das Orchester ab und der Chor ging mit Gardiner hinter das Podium und versammelte sich um Bach’s Grab. Bei dem Gedanken daran wird mir jetzt beim Schreiben noch anders. Als Abschluß erklang dann von diesem Ort der Choral “Vor deinen Thron tret ich hiermit”. Es kann sich glaube ich niemand vorstellen, wie unser aller Gefühlswelt in diesem Augenblick aussah. Nach dem Choral stand Gardiner allein minutenlang an Bach’s Grab und betete und auch wir Zuschauer waren zum Großteil völlig fertig. Ich glaube ich habe noch nie so viele heulende Gäste und v.a. auch Musiker gesehen. Es war so unglaublich, was an dem Abend natürlich unter Einfluß der sehr anrührenden Musik passierte. Hinterher spielten sich sehr schöne menschliche Szenen ab, bei denen man Gardiner als “Patriarch” und Vater für seine Musiker erleben konnte.

Wiederum war ein unvergeßlich schönes Konzert zu Ende gegangen.

Viele Grüße,

Alex

———————————————————————————

Bereits abgegebene Kommentare nachstehend:

Grandioso – fantastico, die Bach-Tage 2007 mit Gardiner in Leipzig


Hallo,

in aller Kürze aus Zeitmangel schreibe ich kurz einmal in den Blog die wichtigsten Erlebnisse von den Bachtagen 2007 mit Gardiner in den Blog. Der absolute Höhepunkt waren die “Michaelis-Kantaten” in der Nikolaikirche am Freitag, 15. Juni 2007.

Foto: Nikolai-Kirche in Leipzig

Es war ein Traum, dieses Konzert mit Gardiner erleben zu können, die Besetzung der Gesangs-Solisten und Trompeten-Ensemble war von der Großartigkeit nicht mehr zu toppen, so erfüllt bin ich seit langem nicht mehr aus einem Konzert gekommen, mein Herz schwimmt über in einer Glückseeligkeit, die ich einfach nicht besser beschreiben kann, eben eine Sternstunde mit Bachscher Musik und einem Interpreten mit einer Besetzung, die alles perfekt umsetzte.

Am Vortag in der Thomaskirche die “Trauerkantaten” auch beeindruckend, aber die Jubel-Kantaten sind doch ein Highlight, die alles übertreffen.

Ein ausführlicher Bericht folgt in den den nächsten Tagen mit beeindruckenden Fotos, freut euch darauf.

@ Alexander, du bekommst heute noch eine ausführliche Mail von mir. An dem Freitag war alles wie verhext, es wollte nicht alles so klappen mit dem Treffen, wie wir uns das vorgestellt hatten, das Gewitter tat leider sein Übriges dazu. Dir möchte ich nochmals danken für deine Bemühung der Reservierung auch wenn es nicht geklappt hat mit dem Treffen. Deinen Flayer “Cantatafinder” im Programmheft fand ich sehr gelungen und toll.

@ Martin konnte ich am Donnerstag nach dem Konzert kennenlernen und hatten eine schöne nette Stunde zusammen zum Ausstauschen.

Dies nur als ein kurzer Zwischenbericht an alle.

Grüße und einen schönen Restsonntag wünscht euch

Volker

P.S. Ein Web-Album mit Fotos zum Bachfest Leipzig 2007 h i e r klicken!

——————————————————————————

Bereits abgegebene Kommentare:

Impressionen vom Potsdamer Gardiner-Konzert


21.06.2007 von Barbara

Hallo!

Dies ist keine Rezension, sondern es sind ganz persönliche Eindrücke. Dies vorweg.


Foto: Erlöserkirche in Potsdam

Der erste von vielen Eindrücken des Abends war “Es ist warm!”. Meine Prognose “Zum Glück ist es in alten Kirchen immer schön kühl”, war schlicht und ergreifend falsch. Nicht nur den Musikern lief das Wasser in Strömen, sondern auch dem Publikum.

Aber von Anfang an:

Die Erlöserkirche liegt mitten in einem Wohngebiet mit engen Straßen und wenig Parkplätzen. D.h. auch rund um die Kirche gab es ein Riesengedränge. Zudem wurde die Kirche erst 10 min vor Konzertbeginn geöffnet (=1000 Leute wollen in die Kirche rein, 2 passen gleichzeitig durch die Tür!), sodass wir vor dem Konzert nicht einmal in Ruhe das Programm durchlesen konnten. Das war es dann aber schon mit dem Negativen. Als die ersten Töne (Nun ist das Heil …) mit Macht über uns hereinbrachen, war die Welt wieder in Ordnung. Die Kirche ist nicht so riesig groß, wenig Säulen und so schienen Orchester und Chor fast zu mächtig für den Raum sein.

Auch in den folgenden Kantaten wurden wir von der Kraft der Musik schier erdrückt. Das bekam auch Peter Harvey in der Arie “Der alte Drache brennt vor Neid” – BWV 130 “Herr Gott, dich loben wir” – zu spüren, er hatte schlicht und ergreifend keine Chance, gegen das Orchester und vor allem die Trompeten anzusingen. Da nutzte auch nicht der Platz auf der Kanzel. Welch wundervolle, ausdrucksstarke Stimme er hat, kam aber im Rest des Konzertes zur Geltung. Vielleicht wäre bei dieser Arie Matthew Brook die bessere Wahl gewesen. Zum Glück gab es zwischendurch diese wundervollen, stillen Arien zum Erholen.

Der wundervollste, magischste Moment des Konzertes war für mich die Arie “Bleibt, ihr Engel” aus BWV 19 – Es erhub sich ein Streit -, gesungen von James Gilchrist. Welch ein wundervoller Tenor. Er sang mit einer solchen Intensität, dass die Engel um uns herum bald greifbar wurden. Es war einfach ein magischer Moment, der mich tief berührt hat. Zum Weinen schön!

Auch Clare Wilkinson war sehr überzeugend. Hier ist für mich am stärksten das Duett mit James Gilchrist in BWV 149 “Man singt mit Freuden” in Erinnerung. Diese beiden Stimmen haben wunderbar harmoniert. Lediglich Julia Doyle fiel aus dem Rahmen. Sie wirkte stark überanstrengt, leicht heiser, die Stimme strahlte einfach nicht. Nun gut, wir wissen ja, dass sie singen kann. Chor und Orchester waren einfach überragend, auch wie sie sich ständig umgruppiert haben, und dies mit ganz viel Ruhe, auch wenn es dem Meister schon mal nicht schnell genug ging, trug zu dem positiven Gesamteindruck bei.

Das Orchester hatte aufgrund des Sonnenstandes zu Beginn riesige Probleme. Erst waren es die 1. Violinen, die kaum gucken konnten, dann waren es die Trompeten, die zu kämpfen hatten. In jeder Pause, die sie in ihren Noten hatten, mussten sie sich ein neues Plätzchen suchen, um nicht geblendet zu werden. Was auch beeindruckend war, mit welcher Freude der Chor gesungen hat. Ich bin mir nicht sicher, ob es Professionalität war, die, wenn sie sie von Freude singen, auch die Freude in ihren Gesichtern sehen lässt. Es war einfach zu schwungvoll.

Es war einfach ein unglaubliches Konzert und ich werde alles daransetzten, es mir im Herbst noch einmal in Braunschweig anhören zu können. Es hat mir viel Kraft gegeben. Gestern habe ich es ausprobiert: Nervige Kids, 1000 Aufgaben, aber keine Kraft dafür, ab ins Zimmer, rotes Stop-Schild davor, CD mit Engel-Arie in den CD-Player (auch in der Aufnahme hat James Gilchrist gesungen), auf den Boden legen und 8 Minuten totale Entspannung. Und der Zauber wurde wieder lebendig.

Sogar mein Mann mit seiner “Never Bach”-Einstellung war begeistert. Erst bei der letzten Kantate BWV 149 fiel ihm wieder ein, dass er die Musik von Bach nicht mag, alles andere hat auch ihn mitgerissen. Ein besseres Kompliment für die Mitwirkenden kann es gar nicht geben.

Grüße

Barbara

———————————————————————————————–

Bereits abgegebene Kommentare:

Bachfest Leipzig 2007, Konzert von Sir J.E. Gardiner in der Thomaskirche Leipzig, am 14.6.2007


Hallo,

nachdem einige Tage vergangen sind und keiner einen Beitrag vom Bachfest Leipzig in den Blog gestellt hat, beginne ich mit den Rezensionen der Konzerte von Sir J.E. Gardiner, dem Monteverdi Choir und The English Baroque Soloists während des Bachfestes 2007 in Leipzig, beginnend mit den Trauerkantaten in der Thomaskirche, vom Donnerstag, 14. Juni 2007, 20:00 Uhr.

Thomaskirche Leipzig

Ein absoulutes Highlight ist es jedesmal, ein Konzert mit Sir J.E. Gardiner, den Baroque Soloists, Monteverdi Choir und den ausgezeichneten Solisten, besuchen zu können.

Gardiner hat sich mit den beiden Klangkörpern ein Instrumentarium geschaffen, das in seiner Vollkommenheit, Perfektion und Flexibilität seinesgleichen sucht. Mal besetzt er alle Instrumentenstimmen nur einfach und die Chorstimmen lediglich doppelt (mit ausgewiesenen Solisten), mal nutzt er eine Besetzung, die eine große barocke Wiedergabe ausstrahlen kann.….

Die Aufführung in der Thomaskirche mit frühbarocke Motetten, Kantaten, Arien und Lamenti, wie sie Bachs Verwandte: Johann Christoph Bach, Georg Christoph Bach und Johann Michael Bach in den letzten Jahrzehnten des 17.Jahrhunderts schufen, sind sehr sensible, fast zerbrechliche Werke zwischen poly- und homophoner Musik. Strenge Kompositions-Sätze wechseln mit nuancenreichen Improvisationen, und den Verzicht auf unnötige Verzierungen, sowie extravagante Eskapaden und aufgesetzte Phrasierungen machte das Konzert am Donnerstag zu einem unvergesslichen Erlebnis, diese Werke aus dem „Alt-Bachisches-Archiv“ sollten des Öfteren zu Gehör gebracht werden, zumal sicherlich noch manch unerforschter Schatz dieser Epoche gehoben werden kann.

Als ein wahrer Bach-Interpret, der diesen filigranen Werken mehr als gerecht wird, ist einfach Gardiner zu benennen mit seinem hervorragenden Klangkörper und Sängern. Wie durchdacht und in einem respektvollen Umgang er diese Werke darbot, war ein Erlebnis purer Größe und Einmaligkeit..-.In den Motettenwerken von Johann Christoph Bach, „Der Gerechte, ob er gleich zu zeitlich stirbt”, (5-stimmiger Chor und Basso continuo) und in der Motette: „Fürchte dich nicht“ erklangen ungewöhnlich zarte Werke, gesungen von erhabener Schönheit und entsprechender instrumentaler Bass-Begleitung von vollendeter Musizierpracht.

Herausragend die Sopranistin Julia Doyle und ebenbürtig die unvergleichlich klare Stimme der Altistin Claire Wilkinson, vermochten Glanzpunkte zu setzen. Ebenbürtig und in einem Atemzug sind die stimmlich hervorragenden Bassisten Peter Harvey, Mathew Brook und der Tenor von James Gilchrist zu nennen, die klar und wortverständlich einen ausgezeichneten Gesangspart lieferten.

Foto: Die Lautenisten Jakob Lindberg und Björn Colell

Wann hört man schon einmal so spärlich besetzte Instrumentalisten und Sänger, das Mittelalter des Minnegesangs erblühte zu neuem Glanz in der Thomaskirche, dank einer vorzüglichen Spielweise der beiden Lautenisten Jakob Lindberg und Björn Colell setzten sie Glanzpunkte in diesen filigranen Werken.Die ausgefeilte Spielweise der Geigensolistinnen, voran die Konzertmeisterin Maya Homburger, die Traversflöten (Rachel Beckett) und Oboe (Michael Niesemann), erheben die Darbietung zu einem waren Kunstgenuss.


Foto: Rachel Beckett, Traversflöte, Maja Homburger Violine, Michael Niesemann, Oboe.

Als Abschluss bildete das BWV 198 „Laß, Fürstin, laß noch einen Strahl,” – (Trauer-Ode auf den Tod der Königin Christiane Eberhardine, Gattin August des Starken, die nicht dem Katholizismus beitrat, sondern Protestantin blieb) – einen krönenden Abschluss. Sie steigerten sich in einen wahren Musizier-Rausch, eine beeindruckende Wiedergabe beendete einen Konzertabend, der lange im Gedächtnis haften bleiben wird.

Foto: Tosender Schluss-Applaus nach einem fantastischen Konzert mit Trauerkantaten ! -.-Nach einem faszinierenden Konzertabend können sich Gardiner und seine Aufführenden nach einem tosenden und nicht endend wollenden Schlussapplaus nur durche eine Zugabe in den Abend retten.

Gruß Volker

—————————————————————————–

Bereits abgegebene Kommentare: