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Biografie Katharine Fuge – Sopran


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Katharine Fuge, Sopran - © Marco Borggreve

© Marco Borggreve

Katharine Fuge wuchs auf der Kanalinsel Jersey auf und studierte in London Musik. Die angesehene und vielseitige Künstlerin tritt regelmäßig in bedeutenden Konzerthallen und Kathedralen sowie auf Festivals in ganz Europa sowie weltweit auf. Sie ist als Sängerin bekannt für ihre Werktreue und Empfindsamkeit mit einem besonderen Gefühl für Text und Sprache sowohl im Konzert als auch in Liederabenden.

Sie legt ihren Schwerpunkt auf die Aufführung der Musik von Johann Sebastian Bach. So trat sie in der h-moll-Messe mit den English Baroque Soloists bei den BBC Proms, in Kantaten mit dem Ricarar Consort und dem Amsterdam Baroque Orchestra sowie bei der vielbeachteten Bach Cantata Pilgrimage im Jahre 2000 unter John Eliot Gardiner, der Johannes-Passion mit Gabrieli Consort & Players ebenso wie mit Le Concert Lorrain, der Matthäus-Passion mit der Netherlands Bach Society, dem Weihnachtsoratorium mit dem Århus Symphony Orchestra sowie Jauchzet Gott in allen Landen mit der Akademie für Alte Musik Berlin auf.

Weitere Höhepunkte waren Ein Deutsches Requiem von Brahms mit dem Orchestre des Champs Elysées sowie mit dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique unter der Leitung von John Eliot Gardiner, Grieg’s Peer Gynt mit dem Kammerorchester Basel, Händel’s Athalia bei den Göttinger Händel-Festspielen, L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato mit dem Freiburger Barock Orchester und Belshazzar mit der Akademie für Alte Musik, Haydn’s Die Schöpfung bei den Tagen Alter Musik in Regensburg, die Monteverdi Vesper von 1610 mit dem Collegium Vocale Gent, Mozart’s Messe in c-moll mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, Orff ’s Carmina Burana mit dem Bach Choir, Poulenc’s Gloria mit dem Liverpool Philharmonic Orchestra und Belinda in Dido and Aeneas von Purcell in Asien.

Sie arbeitete mit Dirigenten wie Frieder Bernius, Harry Christophers, Marcus Creed, John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, David Hill, Ton Koopman, Paul McCreesh, Erik van Nevel, Roger Norrington, Philippe Pierlot, Hans-Christoph Rademann, Daniel Reuss and David Stern zusammen.

Kürzlich feierte Katharine Fuge ihr vielbeachtetes Debut bei dem Edinburgh International Festival in Haydn’s Schöpfung mit dem Scottish Chamber Orchestra unter Roger Norrington. Außerdem trat sie mit Mendelssohn’s Elias bei den Tagen Alter Musik in Regensburg mit der Akademie für Alte Musik Berlin auf. Sie wirkte bei der Welturaufführung des Requiems von Carl Rütti des Bach Choir mit.

Unter ihren CD-Veröffentlichungen befinden sich Kantatenaufnahmen von John Eliot Gardiner’s Bach Cantata Pilgrimage bei DG Archiv und SDG, ebenfalls Bach Kantaten mit Philippe Pierlot und dem Ricercar Consort für Mirare (GRAMOPHONE Editor’s Choice im September 2007), Händel’s Dixit Dominus und Vivaldi’s Gloria für Philips Classics sowie Händels Messiah mit Musica Florea Prague für Feldgen.

http://www.katharinefuge.com/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Fuge-Katharine.htm

http://www.jamesblackmanagement.com/artists/category/sopranos/katharine-fuge/biography

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Biografie Orchestre Révolutionnaire et Romantique


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Das Orchestre Révolutionnaire et Romantique wurde 1989 von Sir John Eliot Gardiner gegründet. Zu den großen Erfolgen des Orchesters zählen u. a. seine gefeierten Berlioz-Interpretationen. 1993 wirkte das Orchestre Révolutionnaire et Romantique an den ersten modernen Aufführungen von Berlioz’ wiederentdeckter Messe Solennelle mit. In jüngerer Zeit machte das Orchester mit L’enfance du Christ bei den Londoner Proms sowie den ersten französischen Gesamtaufführungen von Les Troyens am Théâtre du Châtelet auf sich aufmerksam. Große Resonanz erhielt auch der Zyklus mit sämtlichen Beethoven-Sinfonien, der auf CD erschien und zu den bedeutendsten Einspielungen dieser Sinfonien gerechnet wird.

Orchestre Revolutionaire et Romantique in der Laeiszhalle Hamburg, Dezember 2009

Ähnlich positiv aufgenommen wurden auch die Aufnahmen der Sinfonien Robert Schumanns sowie von Werken Giuseppe Verdis, Carl Maria von Webers und Mendelssohn Bartholdys. 2005 führte das Orchestre Révolutionnaire et Romantique Felix Mendelssohn Bartholdys Ein Sommernachtstraum in den Niederlanden und in Spanien auf. Zusammen mit der Violinistin Viktoria Mullova ging das Orchester auf eine Europatournee, auf dem Programm standen Johannes Brahms’ Sinfonien Nr. 1 und 2 sowie das Violinkonzert. Dies war der Beginn eines Projektes, an dessen Ende die Aufführung und Einspielung aller Sinfonien von Brahms im Kontext seiner eigenen Chorwerke und der Chormusik von ihm besonders geschätzten Komponisten wie Schütz und Bach standen. Diese Aufnahmen wurden bei dem von John Eliot Gardiner gegründeten Label „Soli Deo Gloria“ veröffentlicht.

Im Rahmen einer mehrjährigen Zusammenarbeit des Orchestre Révolutionnaire et Romantique zusammen mit dem Monteverdi Choir unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner und der Pariser Opéra Comique wurden u.a. Emmanuel Chabriers Oper L’Étoile, George Bizets Carmen sowie zuletzt Carl Maria von Webers Freischütz in der französischen Version von Hector Berlioz aufgeführt.

http://www.monteverdi.co.uk/about_us/orr.cfm

Biografie Gerhard Weinberger – Organist und Dirigent


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Dirigent und Organist: Prof. Gerhard Weinberger

Gerhard Weinberger, geb. 1948 in Pfaffenhofen / Ilm, Bayern, studierte von 1967 – 1972 an der Hochschule für Musik München in den Fächern Orgel (bei Franz Lehrndorfer), Kirchen- und Schulmusik. 1971 war er 2. Preisträger im Fach Orgel im internationalen Musikwettbewerb der deutschen Rundfunkanstalten (ARD). Nach einer dreijährigen Tätigkeit als Chordirektor an der Basilika St. Lorenz in Kempten wurde er 1974 als Dozent für Orgel- und Kirchenmusik an die Hochschule für Musik München berufen, wo er mit 29 Jahren ab 1977 auf einer Professur für Orgel bis 1983 unterrichtete. Von 1983 bis zu seiner Emeritierung im Sommer 2011 wirkte er als ordentlicher Professor für Orgel und Leiter des Studienganges Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Detmold / Ostwestfalen. Von 1984 bis 2003 nahm er zusätzlich einen Lehrauftrag für Orgel an der Hochschule für Musik in Würzburg wahr.
In Anerkennung seiner künstlerischen und pädagogischen Verdienste wurde er als ordentliches Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und des Direktoriums der Neuen Bachgesellschaft Leipzig berufen.

Zahlreiche Konzerte als Organist führten ihn in fast alle Länder Europas, nach Südamerika, Israel und Korea. Sowohl als Organist als auch als Dirigent standen für ihn die Werke Bachs im Mittelpunkt der künstlerischen Tätigkeit. Mit seinem 1986 gegründeten Profi-Vokalensemble “Die Deutschen Bach-Vocalisten”, das er bis 2000 leitete, konnte er bei Fachpresse und Publikum große Erfolge feiern.

Neben seiner Tätigkeit als Juror in internationalen und nationalen Wettbewerben ist Prof. Weinberger auch Herausgeber von Orgel- und geistlicher Chormusik des 18. Jahrhunderts, u.a. der ersten wissenschaftlichen Gesamtausgabe der Orgelwerke des bedeutenden Bachschülers J.L. Krebs und der Orgelwerke von Robert Schumann. Neben zahlreichen Fachartikeln schrieb er (zusammen mit E. Kooiman und H.J. Busch) das Buch “Zur Interpretation der Orgelmusik J.S. Bachs” – eine umfassende Darstellung der in den letzten Jahrzehnten gewonnen Erkenntnisse über eine den Quellen des 18. Jahrhunderts entsprechende Aufführungspraxis der Orgelwerke J.S. Bachs.

Gerhard Weinberger hat das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach auf historischen Instrumenten der Bachzeit für das Label CPO u. a. auf folgenden Orgeln eingespielt:

Waltershausen (Trost 1724)
Grauhof (Treutmann 1737)
Altenburg (Trost 1735 – 39)
Groningen / Martinikerk (u. a. F. C. Schnitger 1728 – 30)
Großengottern (Trost 1712 – 16)
Zella – Mehlis (Rommel 1778 – 79)
Trondheim (Wagner 1739 – 41)
Tröchtelborn (Volckland 1757 – 67)
Angermünde (Wagner 1742 – 44)
Bettenhausen (Döring 1747)
Freiberg / Dom (Silbermann 1711 -14)
Haina (Seeber 1718 – 20)
Freiberg / St. Petri (Silbermann 1734 – 35)
Gräfenhain (Thielemann 1728 – 31)
Ponitz (Silbermann 1737).

Diese Aufnahmen sind bei jpc erhältlich.

http://www.hfm-detmold.de/portrait/personen/lehrende/8860/gerhard-weinberger

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Weinberger-Gerhard.htm

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Biografie Peter Harvey – Bariton


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Peter Harvey, Bariton

Peter Harvey, Bariton

Peter Harvey begann sein Studium am Magdalen College in Oxford mit den Fächern Französisch und Deutsch. Auch nach dem Wechsel zum Musikstudium blieb seine Liebe zur Sprache immer fester Bestandteil seiner Arbeit als Sänger. Er setzte sein Studium an der Guildhall School of Music and Drama in London fort. In dieser Zeit gewann er einige internationale Gesangswettbewerbe, u.a. die Walther Gruner Lieder Competition, den English Song Award und den Peter Pears Award. Seine über 100 CD-Einspielungen umfassen eine Zeitspanne von acht Jahrhunderten mit einem Schwerpunkt der Musik aus der Zeit des Spätbarocks.

Zusammen mit den English Baroque Soloists und dem Monteverdi Choir unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner war Peter Harvey einer der herausragenden Teilnehmer der „Bach Cantata Pilgrimage“, deren Konzerte auch auf CD erschienen sind. Hier sang er u.a. die berühmte Solokantate Ich hab genug. Ebenfalls von Bach sang er kürzlich Kantaten in Paris und Leipzig sowie den Christus in der Johannes-Passion bei den BBC Proms. Er ist ein langjähriger Solist des von Paul McCreesh geleiteten Gabrieli Consorts, mit denen er im Théâtre du Châtelet (Paris), Lincoln Center (New York) und dem Barbican (London) auftrat. In deren kürzlich erschienen und mit dem Grammy Award ausgezeichneten CD-Aufnahme von Haydn’s Schöpfung sang er den Adam. Außerdem erschienen gemeinsame Aufnahmen der Matthäus-Passion (Bach), Solomon (Händel) und der Marienvesper von Monteverdi (alle bei Deutsche Grammophon). Er nahm mehrere Werke des frühen Bachs mit dem Purcell-Quartett und Emma Kirkby für Chandos auf. Kürzlich erschienen bei BIS Rameaus Weltliche Kantaten. Er trat mit The Sixteen (BBC Proms, Spanien, Brasilien) auf und arbeitet regelmäßig mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter Ivan Fischer und Gustav Leonhardt, mit denen er kürzlich die Johannes-Passion in London, Seoul und Tokio aufführte. Peter Harvey singt häufig mit dem BBC National Orchestra of Wales in der St. David’s Hall, Cardiff (Haydn Schöpfung, Bach Weihnachtsoratorium). Mit dem BBC Symphony Orchestra unter Colin Davies sang er Schuberts Messe in Es-Dur.

Da er fließend Französisch spricht, arbeitet Peter Harvey regelmäßig mit vielen verschiedenen Gruppen in Europa, im Besonderen mit La Chapelle Royale und Collegium Vocale Ghent (Philippe Herreweghe) zusammen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit entstanden viele Aufnahmen einschließlich CPE Bach’s Auferstehung und Himmelfahrt Jesu. Er sang mit Christoph Rousset und Les Talens Lyriques in der Oper von Versailles. Mit dem Concert Spirituel unter der Leitung von Hervé Niquet machte er zahlreiche Aufnahmen des geistlichen Repertoires aus der Zeit des französischen Barocks, Purcells Dido und Aeneas und King Arthur (Concertgebouw Amsterdam und Opéra Comique Paris) sowie La Cambiale der Matrimonio (Rolle des Slook) von Rossini. Aufnahmen mit Il Seminario Musicale und dem französischen Countertenor Gérad Lesne enthalten Raritäten wie Scarlattis Oratorium Sedecia und Galuppis zupackendes Confitebor tibi Domine. Er trat des Öfteren mit Jean-Claude Malgoire auf. Seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Schweizer Dirigenten Michel Corboz führte ihn nach Frankreich, die Schweiz und nach Japan (Mendelssohns Elijah, Bachs Passionen) und brachte verschiedene Aufnahmen hervor, darunter zwei Versionen von Faurés Requiem. Die zweite Einspielung gewann den „Choc de l’Anée“ der französischen Fachzeitschrift „Le Monde de la Musique“.

Die Netherlands Bach Society nahm gemeinsam mit Peter Harveys Mozarts Requiem, Bachs Weihnachtsoratorium und h-moll-Messe (kürzlich beim Tanglewood Festival in den USA) auf. In einem vom Fernsehen übertragenen Konzert zu Ostern vorigen Jahres führten sie die wenig bekannte Johannes-Passion von Georg Gebel auf. Mit Ton Koopman gastierte er im Musikverein Wien (Bach), im Théâtre des Champs Elysée in Paris, in Verona und Rom. In Deutschland sang er mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, mit La Stagione in Frankfurt und beim den HÄNDEL-Festspielen in Halle (Athalia von Händel)sowie mit dem Stuttgarter Kammerchor und Frieder Bernius, mit dem er vor kurzem Händels Messiah aufgeführt und eingespielt hat.

Peter Harvey wendet sich zunehmend dem Liedrepertoire zu. Schuberts Winterreise führte er mit Roger Vignoles auf Festivals in Cambridge und Lugo in Spanien auf. Gemeinsam mit dem auf historische Hammerflügel spezialisiertem Pianisten Gary Cooper nahm er dieses Werk für LINN Records – Label of the Year bei den Grammophone Awards 2010 – auf. Er gab Liederabende auf Festivals in Großbritannien, Kanada und Frankreich und nahm die Schottischen Lieder von Beethoven mit Jérôme Hantaïs Klaviertrio auf (Naïve). Auf anderen Liederabenden führte er frühe Lieder mit Laurence Cummings, Mozart in Barcelona sowie in Londons Purcell Room Lautenlieder und Lieder mit Matthew Wadsworth (Laute und Gitarre aus dem 19. Jahrhundert) und Gary Cooper auf.

Die großen Jubiläen des Jahres 2009 führten Peter Harvey an so entfernte Orte wie Calgary, Berlin, Cremona und Moskau, wo er Händels Messiah sang. Bei dem BBC-Promenaden-Konzert des Gabrieli Consorts im Juli des Jahres sang er den Adam in Haydns Schöpfung in einer großbesetzten Aufführung, deren CD-Einspielung 2008 mit dem Gramophone Award ausgezeichnet wurde. Ostern letzten Jahres hatte er die große Ehre, gemeinsam mit dem Boston Symphony Orchestra in der ersten Aufführung der Matthäus-Passion Bachs von Bernard Haitink zu singen. Peter Harvey gründete und leitet das Magdalena Consort, welches sich hauptsächlich auf die Vokalwerke Bachs konzentriert. Sie traten u.a. in Santiago de Compostela in Spanien und in der Bach-Kirche in Arnstadt für den Mitteldeutschen Rundfunk auf.

http://www.peterharvey.com/index.html

http://www.magdalenaconsort.com/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Harvey-Peter.htm

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Pressestimmen

 Einen weiteren interpretatorischen Höhepunkt der Platte bietet Peter Harvey mit seiner famosen Deutung der Jesus-Partie: Harvey kann mit einiger Begründung als der momentan vielleicht prägnanteste Bach-Bassist betrachtet werden. Seine technisch perfekt basierte Stimme ist durch die Lagen sehr ausgeglichen, klanglich nobel, warm und extrem intonationsstark, zudem gebietet Harvey über eine auch idiomatisch perfekte Aussprache des Deutschen. Diese üppigen Qualitäten bringt er in eine eigenständige Deutung der Jesus-Worte ein: Es ist ein im Klang schlanker, hochemotionaler, in etlichen Farben plastisch gestalteter Jesus zu hören. Harvey setzt diese feinsinnige Deutung jenen Interpretationen entgegen, die Jesus nur als stimmlich füllige, in ihrem Ausdruck eher invariante und wenig bewegte Figur von entrückter Würde deuten.
Klassik.com, April 2011

Makellos frei sind Tongebung und Intonation, bruchlos wird die Stimme durch die Register geführt. Besonders auffällig ist die schon erwähnte Deutlichkeit der Aussprache, gepaart mit großer Sensibilität für formale und inhaltliche Aspekte : Bei dieser ‚Winterreise‘ braucht niemand ein Textbuch. In diesem Punkt hat Harvey ganz sicher auch etlichen Sängern deutscher Muttersprache etwas voraus, kein Anflug von Akzent oder Verfärbung beschwert seinen Vortrag.
Klassik.com, Januar 2011

Zunächst fällt die schiere Schönheit dieser Baritonstimme auf. Dann überrascht die nahezu perfekte Diktion: So selbstverständlich und mühelos hörten wir das Deutsche aus dem Mund eines britischen Sängers vielleicht zuletzt von Janet Baker. …
Wer beim Lesen von Peter Harveys eigenem Beihefttext zur Kenntnis nimmt, wie minutiös er sich mit den Textquellen auseinandergesetzt hat, der wundert sich auch nicht mehr, dass es ihm gelungen ist, seinen Akzent mit linguistischer Akribie zu minimieren.
Rondo Magazin, Dezember 2010

Schließlich der einmal mehr überzeugende Peter Harvey: Er bringt genau jene virile Noblesse ein, die ein Bass für Händel-Partien braucht. Einerseits nur leichter Wohlklang oder andererseits eine zu schwere Stimme würden an Händels ästhetischen Vorstellungen scheitern. Harvey verfügt aber über eine soliden Kern, den er geschmeidig-elegant auch durch die technischen Herausforderungen der repräsentativen Arien führt.
Klassik.com, März 2010

Und schließlich ist da noch der Bariton Peter Harvey, der, stimmlich souverän, einen besonders schönen Moment beisteuert.
Hannoversche Allgemeine Zeitung, Februar 2010

Zwar entspricht Peter Harvey nicht der reizvollen Tradition des leicht angerauten, überwältigend stimmgewaltigen Bassisten, bietet aber mit seiner bezaubernd schönen Baritonstimme und seinem stets traumwandlerisch sicheren Zugriff auf die Details des Textes musikalische Rhetorik der feinsten Sorte.
Rondo Magazin, Mai 2009

Peter Harvey, der sich mit seinem edlen, sonoren und berückend wohlklingenden Material mehr und mehr zum Mercedes der „historisierenden“ Baritone entwickelt, steuert ein ebenso profundes wie flexibles Fundament bei.
Rondo Magazin, Juli 2003

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Biografie Christoph Genz – Tenor


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Christoph Genz, Tenor - © Nancy Horowitz
Christoph Genz, © Nancy Horowitz

 Der in Erfurt geborene Tenor Christoph Genz erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Mitglied des Leipziger Thomanerchores. Es folgte ein Studium der Musikwissenschaft am King‘s College, Cambridge. Er war außerdem Mitglied des King‘s College Choir. Seine Gesangsausbildung erhielt er bei Hans-Joachim Beyer an der Hochschule für Musik Leipzig und bei Elisabeth Schwarzkopf. Christoph Genz konnte verschiedene Preise bei internationalen Gesangswettbewerben gewinnen, darunter den 1 .Preis beim Intern. Gesangwettbewerb 1995 in Grimsby (England), sowie den 1. Preis beim intern. Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb 1996 in Leipzig.

Der Tenor erhielt Einladungen für Konzerte, Liederabende und Opernproduktionen in Europa, Asien und den USA unter Dirigenten wie Ton Koopman, Herbert Blomstedt, Ivor Bolton, Frans Bruggen, Marcus Creed, Ludwig Güttler, Nikolaus Harnoncourt, Marek Janowski, Daniel Harding, Sir Simon Rattle, Markus Stenz, Philippe Herreweghe, Sigiswald Kuijken, Kurt Masur, Ingo Metzmacher, Peter Schreier, Helmuth Rilling, Sir John Eliot Gardiner, Thomas Hengelbrock, Marek Janowski, Jesus Lopez-Coboz, Michail Jurowski, Giuseppe Sinopoli.

Es folgten zahlreiche Konzerte und CD-Einspielungen, wie z.B. Kantaten von J.S.Bach mit Musica Antiqua Köln unter Reinhard Goebel, mit English Baroque Soloists unter Sir John Eliot Gardiner, mit La Petite Bande unter Sigiswald Kuijken, mit Bach-Collegium Stuttgart unter Helmuth Rilling, Bach’s Johannes-Passion unter der Leitung von Ludwig Güttler, Mendelssohn‘s Lobgesang Symphonie unter Helmuth Rilling. Zuletzt sind zwei Solo-CDs mit Arien von J.S.Bach und G.F. Händel erschienen.

Der Sänger konzertiert regelmäßig bei renommierten Festspielen, wie Schubertiade Hohenems/Feldkirch, Verbier, Davos, Klangbogen Wien, Maifestspiele Wiesbaden, Luzerner Musikfestwochen, Aix-en-Provence, Schleswig-Holstein-Musikfestival, Svatoslav-Richter-Festival Moskau. Liederabende gab er bei renommierten Veranstaltern (u.a. Alte Oper Frankfurt, Louvre Paris, Concertgebouw Amsterdam, Wigmore Hall London). In der Spielzeit 1997/98 war Christoph Genz Ensemblemitglied des Theaters Basel. Gastverpflichtungen erfolgten u.a. an die Opera de Nancy (Ferrando – Cosi fan tutte), Theatre de Champs-Elysees Paris (Tamino – Die Zauberflöte), Opera de Lausanne, Teatro alla Scala Milano (unter der Leitung von Giuseppe Sinopoli), Semperoper Dresden (Ferrando, Belmonte), Oper Leipzig (Ferrando, Don Ottavio), Wiesbaden (Tamino, Don Ottavio), Festspiele in Aix-en-Provence (Tamino).

In der Spielzeit 2000/01 gab Christoph Genz als ,Ferrando‘ (Cosi fan tutte) sein Debut an der Hamburgischen Staatsoper. Von 2001/02 bis 2004/05 war er Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper, wo er zahlreiche Partien seines Faches gesungen hat. 2006 sang er die Rolle des ‚Christ‘ in einer Produktion von Mozart’s ‚Die Schuldigkeit des ersten Gebotes‘ unter Nikolaus Harnoncourt am Theater an der Wien. 2007 sang er Mendelssohn’s ‚Elias‘ mit dem San Francisco Symphony Orchestra unter Herbert Blomstedt, Bach’s ‚Matthäus Passion‘ mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Riccardo Chailly und Haydn’s ‚Schöpfung‘ unter Sir Roger Norrington in Boston. Ausserdem führte er alle drei Schubertschen Liederzyklen im Gewandhaus zu Leipzig auf. Höhepunkte 2010 waren Haydn’s ‚Schöpfung‘ in Montreal unter Kent Nagano sowie Aufführungen der Matthäus-Passion in Tokio und eine Tournee mit Bach-Kantaten gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester und Collegium Vocale Gent unter Masaaki Suzuki.

Pläne für 2011 beinhalten eine Tournee der Johannes-Passion unter Sigiswald Kuijken, Bach-Kantaten mit dem Bach Collegium Japan unter Masaaki Suzuki, Johannes-Passion in Montreal unter Kent Nagano, Mozarts ‚Zaide‘ in Los Angeles, eine szenische Produktion von Händels ‚Acis and Galatea‘, szenische Aufführungen von Schubert Liedern in Stuttgart, Liederabende in Barcelona und Paris sowie die Rückkehr an die Hamburger Staatsoper mit Bachs Weihnachtsoratorium in einer Ballettproduktion von John Neumeier.

http://www.christophgenz.com/
Umfangreiche deutschsprachige Website des Künstlers mit Terminen, Pressestimmen und Fotos.

Biografie Anne Schumann – Violine


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Anne Schumann, in Dohna bei Dresden geboren, studierte moderne Violine an den Musikhochschulen in Weimar (Peter Krebs) und Dresden (Professor Heinz Rudolf). 1989 wurde sie Mitglied des Gewandhausorchesters Leipzig. Bereits in dieser Zeit beschäftigte sie sich intensiv mit der historischen Spielweise.

Anne Schumann, Violine

Anne Schumann, Violine

Sie besuchte Meisterkurse u. a. bei Monica Huggett und Stanley Ritchie. Seit 1993 ist sie als freischaffende Barockgeigerin tätig und arbeitet in führenden europäischen Barockorchestern, z. B. mit John Eliot Gardiner, Christophe Rousset, Marc Minkowski, Trevor Pinnock.

Mit John Eliot Gardiner und den English Baroque Soloists ging sie im Jahr 2000 auf die Bach Cantata Pilgrimage 2000. Die Livemitschnitte dieser Kantatenkonzerte erscheinen jetzt nach und nach bei dem neuen Label “Soli Deo Gloria”.

Mehrere Jahre war Anne Schumann Konzertmeisterin des Barockorchesters der Europäischen Union (EUBO). In Leipzig gründete sie ihr eigenes Ensemble, die Chursächsische Capelle Leipzig, welches sich besonders der Aufführung vergessener Kammermusikwerke widmet. Dabei spielt neben der Beschäftigung mit historischer Geigenliteratur das Repertoire für Viola und besonders für Viola d’amore eine große Rolle.

Anne Schumann ist in verschiedenen Ensembles als Konzertmeisterin gefragt (z. B. Händelfestspielorchester Halle, Les Amis de Philippe, Telemannisches Collegium Michaelstein).

Seit einiger Zeit unterrichtet sie auch bei Sommerkursen, so z. B. bei der Akademie für Alte Musik in Bruneck, beim Internationalen Sommerkurs im Kloster Michaelstein und bei Musica viva Musikferien in der Toskana.

http://www.anneschumann.info/home.html

Biografie Bernarda Fink – Mezzosopran


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Bernarda Fink, Mezzosopran, Foto © Klemen Breitfuss

Foto © Klemen Breitfuss

Als Kind slowenischer Eltern in Buenos Aires geboren, erhielt Bernarda Fink ihre Gesangs- und Musikausbildung am Instituto Superior de Arte del Teatro Colón, an dem sie auch regelmäßig auftrat.

Bernarda Finks Repertoire reicht vom Barock bis ins 20. Jahrhundert, und sie konzertierte mit so berühmten Orchestern wie dem London Philharmonic, der Tschechischen Philharmonie, den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, der Staatskapelle Dresden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Cleveland Orchestra, dem Philadelphia Orchestra sowie mit führenden Barockorchestern unter so namhaften Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Semyon Bychkov, Sir Colin Davis, Sir John Eliot Gardiner, Valery Gergiev, Nikolaus Harnoncourt, René Jacobs, Mariss Jansons, Riccardo Muti, Sir Roger Norrington, Trevor Pinnock, Sir Simon Rattle, Franz Welser-Möst u.a.

Die Künstlerin feierte seit dem Beginn ihrer Karriere schöne Erfolge in ihrer argentinischen Heimat sowie an wichtigen Opernhäusern Europas, zuletzt als Cecilio/LUCIO SILLA unter Nikolaus Harnoncourt am Theater an der Wien, Idamante/IDOMENEO in einer Produktion von Luc Bondy und Jesus Lopez Cobos im Teatro Real in Madrid und als Irene/THEODORA unter Ivor Bolton bei den Salzburger Festspielen. In konzertanten Aufführungen unter René Jacobs war sie als Sesto/LA CLEMENZA DI TITO und Idamante zu erleben, die daraus entstandenen CD-Aufnahmen wurden vielfach ausgezeichnet.

Als Liedsängerin ist Bernarda Fink wiederholt in den großen Musikzentren Europas wie im Musikverein und Konzerthaus Wien, bei der Schubertiade Schwarzenberg, im Amsterdamer Concertgebouw und der Londoner Wigmore Hall zu Gast. Sie war außerdem im Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, im Théâtre des Champs-Elysées in Paris, in der New Yorker Carnegie Hall und in Buenos Aires zu hören, um nur einige zu nennen. Die Saison 2010/11 führt sie neben ihren „Stammhäusern“ auch nach London, Kempen, Maribor, Imola und Stuttgart. Des Weiteren singt sie Hugo Wolf Lieder mit dem Hugo Wolf Quartett in Bilbao, Nijmegen und Antwerpen. Außerdem sind Quartett-Abende gemeinsam mit Sylvia Schwartz, Michael Schade und Thomas Quasthoff mit Brahms’ LIEBESLIEDERWALZERN auf Tournee in Europa und den USA geplant.

Projekte der Saison 2010/2011 beinhalten des Weiteren Pergolesis STABAT MATER mit den Berliner Barock Solisten in Luzern, Mendelssohns ELIAS unter Daniel Harding in Luzern, Bremen und Stockholm (mit Aufnahme für DG), Mahlers 2. SYMPHONIE mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Bachs H-MOLL MESSE unter Nikolaus Harnoncourt im Wiener Musikverein und in Tokyo, Brahms’ ALTRHAPSODIE mit den Bamberger Symphonikern, Bachs JOHANNESPASSION mit dem Concertgebouw Orchestra sowie ROMEO ET JULIETTE mit dem Boston Symphony Orchestra.

Das umfangreiche Bühnen- und Konzertrepertoire der Künstlerin ist durch eine Diskografie dokumentiert, die schon fast die 50er Marke erreicht und sich von Monteverdi, Händel, Bach über Rameau, Hasse, Haydn bis hin zu Schubert, Rossini, Bruckner und Schumann erstreckt. Viele ihrer Platten wurden mit namhaften Preisen wie dem Diapason d’Or oder einem Grammy ausgezeichnet, darunter befinden sich u.a. Händels GIULIO CESARE, Caldaras MADDALENA AI PIEDI DI CRISTO, Bachs MATTHÄUSPASSION unter Nikolaus Harnoncourt (TELDEC), Glucks ORFEO und Scarlattis GRISELDA mit René Jacobs (HARMONIA MUNDI), Mozarts REQUIEM und Verdis REQUIEM unter der künstlerischen Leitung von Nikolaus Harnoncourt (SONY BMG), Berlioz’ LES NUITS D’ÉTÉ und Ravels SHÉHÉRAZADE sowie eine Reihe an Soloaufnahmen. Bernarda Fink verbindet eine enge Zusammenarbeit mit Harmonia Mundi. Die daraus jüngst hervorgegangenen Aufnahmen beinhalten eine Schubert-Platte mit Gerold Huber am Klavier, Bach-Kantaten mit dem Freiburger Barockorchester sowie ein Solo-Album mit Liedern von Robert Schumann. Für Oktober 2010 ist die Veröffentlichung des Pergolesi STABAT MATER mit der Akademie für Alte Musik Berlin geplant. Das nächste Solo-Album mit Liedern von slowenischen Komponisten erscheint im Frühjahr 2011.

Im Februar 2006 wurde die Künstlerin durch den österreichischen Bundeskanzler mit dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.

http://www.machreich-artists.com/kuenstlerinnen_biografie.php?id=5

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Fink-Bernarda.htm

Pressestimmen

[…] ein Übriges tut die Stimme von Bernarda Fink, die in den höheren Lagen den ihr eigenen Schmelz entfaltet, während sie in der Tiefe trägt und in der häufig geforderten Mittellage durch ihre Schlichtheit entwaffnet. Die Fink trifft einen unprätentiösen Klang, der direkt zu Herzen geht. […]
Klassik.com, Februar, 2009
Link zum Beitrag

Zum Weinen schön
Ein Gespräch mit der Mezzo-Sopranistin Bernarda Fink
http://portraits.klassik.com/people/interview.cfm?KID=3408

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Biografie English Baroque Soloists


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The English Baroque Soloists wurden 1978 von Sir John Eliot Gardiner gegründet und haben sich seither als eines der bedeutendsten auf historischen Instrumenten musizierenden Kammerorchester etabliert.
English Baroque Soloists

English Baroque Soloists

Das Ensemble hat in zahlreichen großen Konzertsälen in aller Welt gespielt, darunter das Teatro della Scala in Mailand, das Amphitheater in Pompeji, die Philharmonie in Berlin, das Théâtre du Châtelet in Paris, das Lincoln Center in New York, das Sydney Opera House, das Amsterdamer Concertgebouw, San Marco in Venedig sowie beim Festival in Salzburg. Anlässlich des 200. Todestages von W. A. Mozart 1991 leitete Sir John Eliot Gardiner eine Aufführung des Requiems mit dem Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists im Palau de la Música Catalana, die von der BBC live übertragen wurde.

1990 begann das Ensemble eines seiner größeren Vorhaben: die auf sechs Jahre angelegte Aufführung der sieben großen Mozart-Opern. Die Aufnahmen der sieben Opern sind nach ihrem Erscheinen bei der Kritik auf außergewöhnlichen Beifall gestoßen.

Das umfangreichste Projekt des Orchesters war die Teilnahme an der Bach Cantata Pilgrimage Sir John Eliot Gardiners im Jahr 2000. Am Weihnachtsfest, 23. Dezember 1999 in Weimar, begann die musikalische Wallfahrt, in deren Rahmen alle überlieferten kirchlichen Kantaten Bachs aufgeführt wurden. Sie erklangen an den der Liturgie entsprechenden Tagen, für die Bach sie komponierte. Die Konzertreise führt quer durch Europa und in die USA. Zusammen mit dem Monteverdi Choir fand die Aufführung der 198 geistlichen Bach-Kantaten in über sechzig Kirchen, in 15 Ländern von Europa und Übersee anlässlich des 250. Todestages von J. S. Bach im Jahr 2000 statt.

http://www.monteverdi.co.uk/index.cfm

http://www.bach-cantatas.com/Bio/English-Baroque-Soloists.htm

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Biografien


 

Hallo zusammen,

ich habe begonnen, die alte Biografie-Seite zu überarbeiten.  Ihr findet die Übersicht jetzt auf der Seite, die sich durch Anklicken des linken oberen Reiters öffnet (Biografien-Übersicht). Jede Biografie bekommt jetzt ihre eigene Seite, sodass alles übersichtlicher wird.  Ich habe sie außerdem sprachlich und zum Teil auch inhaltlich überarbeitet und aktualisiert.

Bis jetzt sind die Biografien von Sir John Eliot Gardiner, Joanne Lunn, Daniel Taylor. folgen werden die anderen, auf der alten Seite enthaltenen Biografien. Danach habe ich vor, die anderen an der Bach Cantata  Pilgrimage beteiligten Solisten sowie Sänger, die seitdem häufiger mit Sir John Eliot Gardiner musiziert haben, in diese Übersicht aufzunehmen. Dann gibt es noch viele andere Sänger, Instrumentalisten, Ensembles, die im Zusammenhang mit Bach’scher Musik im engeren oder weiteren Sinne erwähnenswert sind…

Ihr seht schon, es wird ein längeres Projekt, das hoffentlich nie abgeschlossen sein wird. Sachdienliche Hinweise nehme ich gerne entgegen.
Barbara

Biografie Daniel Taylor – Countertenor


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Daniel Taylor - Countertenor

Daniel Taylor - Countertenor

Daniel Taylor, Exklusivkünstler von Sony Classical/BMG Masterworks ist einer der gefragtesten Countertenöre der Welt. Er ist auf mehr als 80 Aufnahmen zu hören, wie z.B. Bach Cantatas/Monteverdi Choir/Gardiner (Deutsche Grammophone Archiv und SDG); Renaissance duets mit Bowman/Schauspieler Ralph Fiennes (BIS); Händels Rinaldo mit Bartoli /AAM/Hogwood (Decca); Cantatas „Before Bach“ mit Collegium Vocale/Herrewege (Harmonia Mundi); Sakamotos pop-opera „Life“ mit dem Dalai Lama und Salman Rushdie (Sony); Bach Kantaten mit Bach Collegium Japan (BIS); Bach Solo-Aufnahme mit Theatre of Early Music (Sony); Vivaldi Gloria mit dem Bethlehem Bach Choir/Fumfgeld (Analekta); Vivaldis Stabat Mater (BIS); 4 Aufnahmen von Händels Messiah: mit dem Kammerchor Stuttgart/Bernius (Carus), den American Bach Soloists (Koch), gerade erschienen als CD/DVD mit Tafelmusik (Bravo Television) und live mit New York Philharmonic. Außerdem erschien Bachs h-moll Messe auf CD/DVD mit dem Ensemble Orchestral Paris/Nelson (EMI Virgin) sowie mit dem Kammerchor Stuttgart/Bernius (Carus).

Unmittelbar auf sein Operndebut in Händels Rodelinda in einer Produktion von Jonathan Miller (Aufzeichnung durch EMI) folgte sein für Erato eingespieltes gefeiertes Debut in Glyndebourne (Händel Theodora). Sein nordamerikanisches Operndebüt gab er in Händels Giulio Cesare an der Metropolitan Opera New York. Außerdem war er an der Bayerischen Staatsoper (Goffredo in Händels Rinaldo), in Edinburgh (Titelrolle in Glucks Orfeo), an der Welsh National Opera (Hamor in Händels Jephta) und an der Canadian Opera (Tolomeo in Händels Tolomeo) zu erleben.  

Er konzertiert mit dem Academy of Ancient Music, Gabrieli Consort, Internationalen Bachakademie Stuttgart, Les Arts Florissants, Akademie für Alte Musik, Orchestra of the Age of Enlightenment, King’s Consort und mit den Symponieorchestern von Cleveland, St. Louis, Lissabon, Philadelphia, Tonhalle Zürich, München (Rundfunkorchester), San Francisco, Madrid, Toronto, Göteborg, Rotterdam, Montreal, Israel, Philadelphia und Rotterdam.  

Als Liedsänger war er im Konzerthaus Wien, bei der Frick Collection New York, in der Forbidden Concert Hall Beijing, beim Lufthansa Barock Festival und in der Wigmore Hall London zu hören. Er wirkte in Podeswas preisgekröntem Film Five Senses for Fineline mit.

Daniel Taylor ist Professor of Voice am Conservatoire de musique in Montreal, Professor of Voice an der University of Ottawa, Adjunct Professor an der McGill University und Visiting Scholar an der University of Victoria.  

Er ist Artistic Director und Leiter des Choir and Orchestra of the Theatre of Early Music. Das Ensemble gibt mehr als 30 Konzerte pro Jahr in der ganzen Welt.  

http://www.theatreofearlymusic.com/dthome.html

http://www.orfeo-artist-management.de/daniel-taylor-biographie0.html

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Taylor-Daniel.htm

 

Pressestimmen

Auch Daniel Taylor wird den vielgestaltigen Anforderungen deutlich gerecht, zeichnet in den lyrischen Teilen feine Linien, entfaltet in dramatischen Abschnitten auch das nötige Feuer – so vor allem in den Arien ‚But who may abide‘ und ‚He was despised‘.
Klassik.com, März 2010

Sehr expressiv ist die Stimme Daniel Taylors, die in ihrer Weichheit ein fast weibliches Timbre hat. Das Altsolo im ‚Et incarnatus est‘ ist ein Höhepunkt an Ausdrucksintensität in dieser Messe. Zum einen, weil Zelenka hier mit der Tradition des pastoral-versöhnlichen Gestus‘ zur Darstellung der Menschwerdung Christi bricht und in einem düsteren Lamento die unmittelbare Verbindung des Ereignisses zum späteren Kreuztod herstellt, das ‚Crucifixus‘ antizipierend. Zum anderen, weil Taylor das Solo in seinem erschütternden Klageton regelrecht zu leben scheint. Die kurzen Phrasen erfüllt er mit einer bedeutungsvollen Schwere, ohne dabei über die Stränge zu schlagen und den Satz zu einem emotionalen Ausbruch, einem Drama zu verdrehen. Taylors Gesang bettet sich ganz selbstverständlich in den sonoren Klang des Orchesters und formt die Szene zu einer ganz intimen, tief empfundenen Lamento, das einem Schauer über den Rücken jagt.
Klassik.com, Oktober 2010

Durch seine zahlreichen internationalen Engagements hatte der gebürtige Kanadier bisher schon häufig die Möglichkeit mit den besten Barockorchestern zusammenzuarbeiten. Besonders klangschön wird seine Stimme durch die sehr gut überblendeten und daher kaum auffallenden Registerwechsel. Seine warme, in der Höhe wie in der Tiefe äußerst kultiviert geführte und nie zur Schärfe neigende Altstimme ergänzt sich mit Kirkbys Sopran perfekt.
Klassik.com, April,2006

Besondere Erwähnung verdient der schöne Countertenor von Daniel Taylor. Ist es eine Gabe, wenn Countertenöre feminin klingen, dann ist Taylor diese auf betörende Weise eigen. Er besitzt einen geraden Ton, der noch über ausreichend Vibrato verfügt, um nicht stumpf zu klingen, das Timbre leuchtet, nur die Tiefe ist etwas schwach. Hörenswert.
Klassik.com, September 2004

 

Biografie Joanne Lunn – Sopran


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 Joanne Lunne - Foto: Andrew Redpath

Foto: Andrew Redpath

Joanne Lunn (Sopran) studierte am Royal College of Music in London und gewann dort die renommierte Tagore Goldmedaille. Als Solistin konzertiert sie regelmäßig mit Ensembles wie den English Baroque Soloists, der Akademie of Ancient Music, dem Hilliard Ensemble, Philipp Herreweghes Collegium Vocale Gent, dem King’s Consort oder dem Gabrieli Consort. Auch war sie u.a. oft gehörter Gast in der „Bach Cantata Pilgrimage“ von John Eliot Gardiner und dem Monteverdi Choir. Ihr Operndebut gab Joanne Lunn an der English National Opera in Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“ unter Harry Christophers. Sie sang in Venedig die Helena in Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ unter John Eliot Gardiner und wirkte in Paris und Peking in Jonathan Millers Inszenierung von Monteverdis „Orfeo“ unter der Leitung von Philip Pickett mit. Im Rahmen von oratorischen Partien von Bach, Händel und Haydn arbeitet sie mit Dirigenten wie Roger Norrington, Frieder Bernius, Mark Minkowski und Masaaki Suzuki und gastierte z.B. bei den Händelfestspielen in Göttingen und Halle, bei den Proms der BBC in London und den Salzburger Festspielen.

Ihre Discographie umfasst Vivaldi Laudate Pueri mit The King’s Consort (Hyperion), Haydn Messen mit Sir John Eliot Gardiner und dem Monteverdi Choir (Philips), John Rutter Mass of the Children mit der City of London Sinfonia unter der Leitung des Komponisten (Collegium), Sir John Eliot Gardiners Bach-Kantaten-Zyklus, der während der Bach-Cantata Pilgrimage im Jahr 2000 aufgenommen wurde (Deutsche Grammophon / Soli Deo Gloria), Bachs Oster-Oratorium mit Frieder Bernius und dem Kammerchor Stuttgart (Carus), Bach-Motetten mit dem Hilliard Ensemble (ECM) und mit dem Messias RPO mit John Rutter.

http://www.hazardchase.co.uk/artists/joanne_lunn

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Lunn-Joanne.htm

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Pressestimmen

 […]Joanne Lunns geschmeidiger Sopran, der besonders in der Höhe glockenrein klingt und mit einer an die Stimme eines Knaben erinnernden, anrührenden Naivität (‚Qui tollis‘) besticht, evoziert geradezu das Bild der betenden Jungfrau. […]
Klassik.com, Oktober 2010

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Biografie Monteverdi Choir


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Die Gründung des Monteverdi Choir durch John Eliot Gardiner erfolgte 1964 in Cambridge anlässlich einer Aufführung der »Marienvesper« von Claudio Monteverdi. Ziel war es damals, sich ausgehend von der Musik des Barock ein breit gefächertes Repertoire zu erarbeiten. Das Ensemble wurde bald bekannt für sein leidenschaftliches Musikantentum, gepaart mit rhythmischer Vitalität und der Fähigkeit, Werke ganz unterschiedlicher Komponisten in verschiedenen Sprachen und Ausdrucksformen stilistisch überzeugend zu präsentieren.

Monteverdi Choir

Monteverdi Choir

Im Jahr des 400. Geburtstages von Claudio Monteverdi gelang John Eliot Gardiner der internationale Durchbruch. Zusammen mit dem von ihm gegründeten Monteverdi Choir führte er 1967 in der “Kathedrale Ely” Monteverdis “Versperae Mariae Virginis” in einer von ihm selbst revidierten Fassung auf und wurde durch den großen Erfolg der Veranstaltung ermutigt, die Arbeit in dieser Richtung fortzusetzen und zu erweitern.

Seit seiner Gründung hat der Monteverdi Choir besonders jungen Nachwuchs-Solisten die Möglichkeit geboten, hochwertige musikalische Erfahrungen zu sammeln sowie Auftrittspraxis zu erwerben, die am Beginn einer Laufbahn besonders wertvoll ist.

Der Chor unternahm zahlreiche vielbeachtete Tourneen, unter denen die »Bach-Kantaten-Pilgerfahrt« im Jahr 2000 eine absolute Sonderstellung einnimmt: Anlässlich des 250. Todestages von J. S. Bach führte der Chor gemeinsam mit den English Baroque Soloists 186 geistliche Kantaten in 63 Kirchen in Europa und den USA auf.

Im Sommer 2004 führte der Chor eine weitere »Pilgerfahrt« mit vierzehn Konzerten in Kirchen entlang des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela/ Spanien durch. Die Pilgerfahrt und die Konzerte wurden von der spanischen Zeitung El Pais zu den »Besten Konzerten des Jahres 2004« gewählt.

Eine höchst erfolgreiche Partnerschaft verbindet den Chor mit dem Théâtre du Châtelet in Paris, an dem er in Produktionen von Verdis Falstaff (2001) sowie Webers Oberon (2002) auftrat. 2003 wirkte er an der ersten kompletten Aufführung in Frankreich von Berlioz’ Oper Les Troyens mit, die den Grand Prix des Französischen Journalistenverbandes gewann. Im November und Dezember 2005 unternahm der Chor mit Stücken von Purcell eine höchst erfolgreiche Tournee in Europa und Asien.

Der Chor hat mittlerweile mehr als 100 Einspielungen aufzuweisen, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden, darunter mehrere Gramophone-Awards.

http://www.monteverdi.co.uk/index.cfm

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Monteverdi-Choir.htm

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Biografie Sir John Eliot Gardiner


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Sir John Eliot Gardiner

Foto: Sir John Eliot Gardiner, Engl. Dirigent (Fotorechte: V. Hege)

Der Meisterdirigent, Sir John Eliot Gardiner, Chor- und Orchestergründer mit dem Hang zur Barockmusik wurde am 20. April 1943 in Fontmell Magna in der englischen Grafschaft Dorset geboren. Schon zu Studentenzeiten an der Universität von Cambridge nahm er den Taktstock in die Hand und dirigierte die Chöre der Universitäten Cambridge und Oxford, unter anderem auf einer Tournee durch den Nahen Osten als Nichtgraduierter im Alter von 15 Jahren. Zunächst ging er an das King’s College in Cambridge und schloss sein Studium mit Diplomen in Geschichte und Arabistik ab. Ein Stipendium ermöglichte ihm zwei Jahre intensiven Unterricht bei der großen Nadia Boulanger in Paris. Weiterhin studierte Gardiner bei Thurston Dart, in London, einem der einflussreichsten Fürsprecher für eine historische Aufführungspraxis der frühen Musik.

Nicht jeder wächst unter den kritischen Augen von Johann Sebastian Bach auf. Sir John Eliot Gardiner schon. Im Haus seiner Eltern hing während der Kriegsjahre das berühmte Bach-Porträt von Haußmann zur sicheren Aufbewahrung – und der kleine John Eliot fand, wie er erzählt, Meister Bach “ziemlich gespenstisch. Aber wenn man den Blick von der Nase beginnend nach unten wandern lässt, sieht man einen sehr verständnisvollen, einfühlsamen Mann; ganz anders als Augen, Nase und Perücke des seriösen Thomaskantors vermuten lassen.” In Bachs Musik sieht Gardiner einen ganz ähnlichen Gegensatz: “Zwei unterschiedliche Ebenen durchdringen sich: eine Horizontale aus Melodie und Kontrapunkt und auf der vertikalen Ebene der tanzende Rhythmus von unglaublicher Bewegtheit und Schwung. Für mich liegt Bachs Seele in den Kantaten, die er jede Woche im Dienst der Kirche schrieb.”

Im Jahr 1964 gründete er mit gleich gesinnten Studenten aus Cambridge den Monteverdi Choir für eine denkwürdige Aufführung der Marienvesper von Claudio Monteverdi am 5. März 1964 in der King’s College Chapel. Bereits 2 Jahre später traten sie in der Wigmore Hall in London auf.

Mit der Aufführung von Mozarts “Die Zauberflöte” gab er 1969 an der English National Opera in London sein Debut als Operndirigent und führte 1973 im Londoner Covent Garden erstmals Christoph Willibald Glucks “Iphigenie auf Tauris” auf.

Foto: Sir John Eliot Gardiner

Sir John Eliot Gardiner

Sir John Eliot Gardiner ist einer der vielseitigsten Dirigenten unserer Zeit. Er ist eine der Schlüsselfiguren in der Wiederbelebung der Alten Musik und der Gründer und Künstlerische Leiter des Monteverdi Choir, der English Baroque Soloists und des Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Neben Auftritten als Leiter seiner Ensembles tritt er regelmäßig als Gastdirigent der bedeutendsten europäischen Symphonieorchester auf, darunter die Wiener und Berliner Philharmoniker sowie das London Symphony Orchestra.

1968 gründete John Eliot Gardiner das Monteverdi Orchestra und trat mit dem neuen Ensemble im gleichen Jahr bei den Henry Wood Promenade Concerts (PROMS) in London auf. Knapp zehn Jahre später wurde das Orchester in „English Baroque Soloists“ umbenannt und musizierte nun ausschließlich auf historischen Instrumenten. Es ist heute eines der herausragenden Orchester mit historischen Instrumenten. Sie debütierten 1977 beim Festspiel Alter Musik (Innsbruck) mit Händels Acis und Galatea. Die Einspielung dieses Werkes wurde 1978 von der englischen Musikzeitschrift Gramophone als “Beste Aufnahme Alter Musik” ausgezeichnet. Als Verfechter der historischen Aufführungspraxis setzte sich Gardiner in der Folgezeit intensiv mit historischer Aufführungspraxis auseinander. Sein Hauptaugenmerk galt schon damals Bach, Händel und Mozarts Opern. Sein Ziel war, die Musik dieser Komponisten so wiederzugeben, wie sie in ihrer Entstehungszeit geklungen haben muss. In den 80ern und 90ern Jahren gelangen Gardiner und seinen Klangkörpern herausragende Aufnahmen. Hervorzuheben sind vor allem die Einspielungen von Bachs großer Vokalwerke wie Matthäuspassion, Johannespassion, h-moll-Messe und Weihnachtsoratorium. Viele von ihnen wurden mit Preisen ausgezeichnet.

Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre wandte sich Gardiner mehr und mehr dem klassischen und romantischen Repertoire zu. Um auch diese Werke authentisch wiedergeben zu können, gründete der Dirigent 1990 das Orchestre Révolutionnaire et Romantique, das ebenfalls auf historischen Instrumenten spielt.

John Eliot Gardiner wurde zunehmend von Orchestern, Opernhäusern und Festspielen mit wichtigen Positionen betraut. Er war von 1980 bis 1983 Chefdirigent des Vancouver Orchestra. Während der folgenden fünf Jahre an der Opéra de Lyon baute er als Musikdirektor das Orchester neu auf. Dieses gilt heute als eines der Besten in Frankreich.

Als künstlerischer Leiter der Göttinger Händel-Festspiele (1981-1990) setzte John Eliot Gardiner mit zahlreichen Aufführungen und Aufnahmen neue Maßstäbe.

1991 wurde er Chefdirigent des NDR-Symphonieorchesters in Hamburg, eine Position, die er bis 1994 innehatte. Mit diesem trat er auch mehrfach in vom Rundfunk und Fernsehen übertragenen Konzerten beim Schleswig-Holstein-Musikfestival auf. John Eliot Gardiner hat als Gastdirigent mit großen internationalen Symphonieorchestern, u.a. dem Philharmonia Orchestra, dem Cleveland Orchestra, dem Concertgebouw Orkest und den Wiener Philharmonikern erfolgreich zusammengearbeitet. Mit dem Dallas Symphony Orchestra trat er 1979 erstmals in Amerika auf.

Anläßlich des 25jährigen Bestehens des Monteverdi Choir unternahm er 1989 eine Welttournee mit Aufführungen von Monteverdis Vespro della Beata Vergine, die für Film, Video und Aufnahmen der Archiv Produktion dokumentiert wurden.

Bei den Salzburger Festspielen 1990 debütierte er mit dem Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists innerhalb eines Orfeo-Zyklus (Monteverdi und Gluck) sowie im Rahmen der Serenaden-Konzerte. John Eliot Gardiner hat bereits zahlreiche Tourneen mit dem Monteverdi Choir und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique unternommen. 1995 dirigierte er erstmals die Wiener Philharmoniker bei den Salzburger Festspielen.

1997 fand John Eliot Gardiners Schumann-Festival im Barbican Centre in London und in der Cité de la musique in Paris statt. Nachdem er sich in den letzten Jahren ausführlich mit den Werken Beethovens und der Nach-Beethoven-Ära auseinandergesetzt hat, standen nun Bachs Kirchenkantaten im Zentrum seiner Arbeit. Insbesondere im Jahr 2000 hat er sich ausschließlich mit diesem Thema im Rahmen seiner Bach-Pilgrimage 2000 (anlässlich des 250. Todesjahres von J.S. Bach) befasst.

Unter der Schirmherrschaft des Prinzen von Wales verwirklichte Sir John Eliot Gardiner ein Unternehmen von titanischen Ausmaßen. Am Weihnachtsfest, 23. Dezember 1999 in Weimar, begann er mit einer musikalischen Wallfahrt, (Bach-Pilgrimage 2000); in deren Rahmen er überlieferten Bach-Kantaten aufführte. Sie erklangen an den der Liturgie entsprechenden Tagen, für die Bach sie komponierte. Die Konzertreise führt quer durch Europa und in die USA. Zusammen mit The English Baroque Soloists und dem Monteverdi Choir anlässlich des 250. Todestages von J. S. Bach im Jahr 2000 fand die Aufführung von 198 geistlichen Bach-Kantaten in über sechzig Kirchen, in 15 Ländern von Europa und Übersee statt.

Das Jahr 2004 begann mit einer höchst erfolgreichen Tournee durch die USA mit Werken von Händel, Haydn und Mozart. Am Ende des Jahres stand eine ebenso erfolgreiche Reise nach Asien gemeinsam mit dem Monteverdi Choir und einem Programm mit Werken von Purcell.

2005 führte das Ensemble Bachs Matthäus-Passion auf. Im Januar und Februar 2006 standen die Symphonien Nr. 39, 40 und 41 sowie das Requiem und die c-moll Messe von Mozart auf dem Konzertkalender.

CD-Einspielungen

Seit seiner ersten Aufnahme mit den English Baroque Soloists für die Archiv Produktion (Acis und Galatea) sind zahlreiche preisgekrönte Einspielungen entstanden: Monteverdis Vespro della Beata Vergine, Orfeo, Buxtehudes Membra Jesu Nostri, Purcells Fairy Queen, Bachs Weihnachtsoratorium, Matthäus-Passion und Haydns Jahreszeiten.

Ein besonderes Projekt war sein Aufnahmezyklus der großen Mozart-Opern: Idomeneo, La clemenza di Tito , Die Entführung aus dem Serail, Così fan tutte, Le nozze di Figaro, Don Giovanni und die Zauberflöte. Für seine vielbeachtete Aufnahmeserie der Mozart-Opern und seine erfolgreichen konzertanten Aufführungen, u.a. beim Holland-Festival, erhielt John Eliot Gardiner den Edison Extraordinaire. Eine weitere Operneinspielung mit den English Baroque Soloists, Monteverdis Poppea, und seine Aufnahme mit Haydns Schöpfung wurden 1996 veröffentlicht.

Zusammen mit dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique spielte er Beethovens Missa solemnis, einen vollständigen Beethoven-Symphonien-Zyklus, Leonore sowie einen Beethoven Klavierkonzert-Zyklus mit Robert Levin ein, den er 1998 mit Veröffentlichung der Aufnahme des Dritten und Vierten Konzertes abschloss, sowie  einen Schumann-Symphonien-Zyklus, der ebenfalls 1998 auf den Markt kam.

CD Cover Bach Cantata Pilgrimage

CD Cover Bach Cantata Pilgrimage

Im Jahr 2004 erfolgte die Gründung seines eigenen CD-Labels „Soli Deo Gloria“ der Monteverdi Productions für seine Veröffentlichungen. Hier erscheinen seine Aufnahmen mit dem Monteverdi-Choir, den English Baroque Soloists und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique . Den Anfang machten die Aufnahmen, die im Zusammenhang mit der ausgedehnten Konzert-Tour “Bach Cantata Pilgrimage ” im Bach-Jahr 2000 entstand, als Gardiner an die 198 Bach-Werke an den Orten ihrer Entstehung und anderen spirituellen Orten in ganz Europa und als Abschluss der Pilgerreise in New York aufführte. Die ersten Veröffentlichungen des neuen Labels sind Anfang Januar 2005 erschienen. Gleich die erste CD des Labels SDG mit Bach-Kantaten wurde mit dem Gramophone 2005 Award „Record of the Year“ ausgezeichnet

Auszeichnungen

Neben zahllosen Auszeichnungen für seine Einspielungen wurde John Eliot Gardiner u.a. als “Künstler des Jahres 1994″ (Gramophone Award und Deutsche Schallplattenkritik), “Dirigent des Jahres” (Klassik Echo-Verleihung 1995), “Bester Dirigent” (Cannes Classical Award 1995) und 1995 als erster Dirigent mit dem Dietrich-Buxtehude-Preis geehrt.

John Eliot Gardiner erhielt die Ehrendoktorwürde der Universität in Lyon (1987), die Ernennung zum “Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres” (1988) und zum “Commander of the British Empire” (1990). Seit 1992 ist er Ehrenmitglied des Londoner King’s College und der Royal Academy of Music.

1998 wurde John Eliot Gardiner von Königin Elisabeth II anlässlich der “June Birthday Honours” in den Adelsstand erhoben.
Foto: Preisübergabe: “Robert Schumann-Preis 2001″

Im Jahr 2001 erhielt er von der Stadt Zwickau den Robert-Schumann-Preis 2001 verliehen sowie im Rahmen der Händelfestspiele den Händelpreis der Stadt Halle.

Foto: Bach-Medaillenübergabe durch den Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee, Leipzig

Foto: Bach-Medaillenübergabe durch den Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee, Leipzig

Im Mai 2005 wurde ihm zum Bachfest in Leipzig die “Bachmedaille” für sein Lebenswerk verliehen!
Foto: Bach-Medaillenübergabe durch den Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee, Leipzig

Am 29.11.2005 wurde Sir John Eliot Gardiner durch den deutschen Botschafter in London, Thomas Matussek , das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse überreicht.
Foto: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse durch den Botschafter in London an Sir John Eliot Gardiner!

Laudatio: (Übersetzung aus dem Englischen)

Foto: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse durch den Botschafter in London an Sir John Eliot Gardiner!

Foto: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse durch den Botschafter in London an Sir John Eliot Gardiner!

Eine Konstante in Ihrer Arbeit ist immer die Musik von Bach gewesen. Eines Ihrer Projekte fand ein enthusiastisches Publikum auf der ganzen Erde: Im Jahr 2000 dem Bachjahr, führten Sie jedes einzelne von den Kirchencantatas J.S. Bachs – ca. 200 – mit dem Chor Monteverdi und dem englischen barocken Soloists entsprechend ihren unterschiedlichen Themen und entsprechend dem Kirchekalender durch. Mit dieser “Pilgrimage Bach Cantata”, führten Sie mit Ihren Musikern in über 60 Kirchen und in 14 europäischen Ländern die Kantaten-Werke von Bach auf.

Auf diese Art haben Sie einer weiten Öffentlichkeit die Musik Bachs bekannt gemacht. Sie haben uns eine neue Welt von Musik begründet und eine dauerhafte Tradition gegeben. Einer ausdehnten Nicht-Deutschen Öffentlichkeit haben Sie die großen deutschen barocken Komponisten wie Bach und Händel sowie z.B. den romantischen Komponisten Felix Mendelssohn zugänglich gemacht………

Universität Cremona

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Sir John Eliot Gardiner ist am 21. Oktober 2006 die Ehrendoktorwürde in Musicology durch die Universität von Cremona / Italien, dem Geburtsort von Claudio Monteverdi, verliehen worden.

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Am 18.4.2011 ist er in Paris der französischer Verdienstorden „Chevalier de la Légion d’Honneur“ geehrt worden. Diese 1802 gestiftete Ehrung ist die höchste Auszeichnung des französischen Staates.

Am 13. Februar 2014 übernahm Gardiner das Amt des Präsidenten der Stiftung Bach-Archiv Leipzig

Buchveröffentlichung:

Im Oktober 2016 ist von J.E. Gardiner sein Bach-Buch für Deutschland erschienen.

Buch-Cover Bach.jpg

Link zum Buch:

https://meinhardo.wordpress.com/2016/10/18/j-e-gardiner-hat-die-bach-biografie-fuer-deutschland-veroeffentlicht-musik-fuer-die-himmelsburg/

Titel: „Musik für die Himmelsburg“.

Privat

Neben seiner Arbeit als Dirigent bewirtschaftet Gardiner eine Öko-Farm, die er von seinem Großonkel, dem Komponisten Henry Balfour Gardiner, geerbt hat. Seit 2001 ist er mit der Musikproduzentin Isabella de Sabata verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit der Violinistin Elizabeth Wilcock (1981 bis 1997), hat er drei Töchter.

http://www.monteverdi.co.uk/index.cfm

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Gardiner-John-Eliot.htm

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