Archiv der Kategorie: YouTube "Klassische Musik" im Forum hinterlegt

Offizielle Präsentation vom Label – Soli Deo Gloria – auf YouTube – sdgrecordings


Hallo,

nun will ich nach meinem Kommentar doch einen offiziellen Beitrag ins Forum stellen. Unter dem Kürzel „sdgrecordings“ hat das Label: Soli Deo Gloria eine eigene Präsentationsseite  seit dem 23. September 2009 bei You Tube eingerichtet. Dort wird als erster Video-Beitrag das Brandenburgische Konzert, aufgenommen während des Bachfestes 2008 in Köthen, dem Besucher angeboten.

VIDEO: Brandenburg Concertos / Gardiner project – Part 1

VIDEO:  Brandenburg Concertos / Gardiner project Part 2

VIDEO:  Brandenburg Concertos / Gardiner project Part 3

Das ist eine schöne Möglichkeit für die Zukunft, von Soli Deo Gloria Videos bei YouTube präsentiert zu bekommen.

Grüße

Volker

Fotos und Musik vom Philharmonischen Spektakel im Bürgerpark Bielefeld 27.6.2009


Hallo,

die Veranstaltung ist mittlerweile schon vor acht Tagen gewesen aber ich möchte es nicht vorsäumen, allen Besuchern des Forums das OPEN AIR – Konzert des „Philharmonischen Orchesters“ der Stadt Bielefeld als ein großartiges Spektakel mit Feuerwerk – veranstaltet im Bürgerpark Bielefeld am 27.6.2009 – in Bildern – Worten und Musik zur Verfügung zu stellen.

Das Bielefelder Philharmonische Orchester in Höchstform, die Akustik als OPEN-AIR vorzüglich, allen Beteiligten gebührt ein Sonderlob an Einsatz und Organisation. Wann erlebt man so eine Harmonie an „Klassischer Musik und Feuer“ – es war überwältigend schön und die Besucherzahl (ca. 6.000) war sehr erfreulich. Wäre schön, wenn an dieser herrlichen Bürgerpark-Stätte wieder im nächsten Jahr ein „Klassik-Event“ in diesem Rahmen stattfinden würde.

OPEN AIR-Konzert mit Feuerwerk im Bürgerpark Bielefeld

OPEN AIR-Konzert mit Feuerwerk im Bürgerpark Bielefeld (Fotorechte: V. Hege)

OPEN AIR-Konzert mit Feuerwerk im Bürgerpark

OPEN AIR-Konzert mit Feuerwerk im Bürgerpark (Fotorechte: V. Hege)

Prächtiges Feuerwerk zu Händels's Feuerwerksmusik

Prächtiges Feuerwerk zu Händels's Feuerwerksmusik

Aus Anlass des G.F. Händel und Felix Mendelssoh-Bartholdy Jahres 2009 fand im Bürgerpark ein Konzert vom – Bielefelder Philharmonischen Orchesters – mit einem Feuerwerk statt.

Zum Abschluss der Veranstaltung erklang gegen 23:30 Uhr von G.F. Händel die Feuerwerksmusik, HWV 351 und wurde umrahmt mit einem großartigen Feuerwerk als ein krönender Abschluss.

Aus guten Grund wurde jetzt am Wochenende von der (NW) Neuen Westfälischen Zeitung in Bielefeld:

Peter Kuhn,

Generalmusikdirektor Peter Kuhn (Foto: NW)

Generalmusikdirektor Peter Kuhn (Foto: NW)

Generalmusikdirektor der Bielefelder Philharmoniker für das „Mitternachtstraum“-Open-Air-Konzert mit dem

„Stern der Woche“ ausgezeichnet.

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Ein Tipp von mir an die Leser von diesem Bericht:

startet  das nachstehende Video „Feuerwerksmusik von G.F. Händel HWV 351 Ouvertüre“

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Eine Rezension dazu als PDF von der NW vom 29.6.2009

NW Rezension Bürgerpark Bielefeld

Ich wünsche viel Spaß mit dem YuoTube-Video….!!

Grüße
Volker

Webnews

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You Tube – Gardiner bei BBC-PROMS – Johannes Passion BWV 245


Hallo,

hier die  vorliegenden Veröffentlichungen von You Tube – Anlistung von „J.E. Gardiner“mit der Johannes  PassionBWV 245 – von J.S. Bach.

Link: http://www.youtube.com/playlist?list=PL0CD5B68AD0C466B9

Stand: April 2012.

Grüße

Volker

 

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Label – Soli Deo Gloria – veröffentlicht 2. CD vom Brahms-Zyklus, Symphonie Nr.2


Hallo,

wie heute bekannt gegeben wurde, ist die 2. Brahms-CD – SDG 703 – im Rahmen des Brahms-Zyklus (Symphonie Nr. 2) vom Label: Soli Deo Gloria – Monteverdi.co.uk – veröffentlicht worden. In der Aufnahme gibt es drei Stücke von Schubert für Männerchor: „Der Gesang der Geister über den Wassern“, eine dunkles und atmosphärisches Stück, in dem der Chor begleitet wird von Bratschen, Celli und Kontrabässe, und zusätzlich zwei Lieder orchestriert von Brahms, aus dem Tartarus „und“ Am Schwager Kronos, die ganz im typischen Stil Schubert’s erklingt.

Soli Deo Gloria - 2. CD vom Brahms-Zyklus - SDG 703 - 2. Symphonie

CD Label: Soli Deo Gloria - 2. CD vom Brahms-Zyklus - SDG 703 - 2. Symphonie

Die CD mit Hörprobe kann beim Label: Soli Deo Gloria – Monteverdi.co.uk eingesehen werden.

CD-Bestellung-Link:

http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B001O8C5FU

http://astore.amazon.co.uk/volsklajsbac-21/detail/B001O8C5FU

Link: Zu den Hörproben der CD: http://www.solideogloria.co.uk/shop/listenbrahms2.asp

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Seh- und Hörporbe bei You Tube Brahms 1 Gardiner

Hier die Originalfassung der englischen Web-Seite:

NEW RELEASE NOW AVAILABLE

SDG 703 – BRAHMS SYMPHONY 2

Following on from the phenomenal worldwide success of the first release in the Brahms series, (recently nominated in the orchestral category of the 2009 BBC Music Awards), SDG continues the series with Brahms’ Symphony 2 which sees John Eliot Gardiner and his Orchestre Révolutionnaire et Romantique explore the music of Johannes Brahms.

Importantly, Gardiner has set Brahms‘ symphonies in the context of his own superb and often neglected choral music, and that of the old masters he particularly cherished (Schütz and Bach especially) and of recent heroes of his (Mendelssohn, Schubert and Schumann).

The recordings from this series are drawn from Gardiner’s two-year Brahms and his Antecedents project which not only celebrated Brahms the composer, but traced the roots from which Brahms drew his creative inspiration. No other composer of the 19th century had such a close and informed relationship to music of the past and for this reason, great choral works by composers as varied as Bach, Schütz and Mendelssohn are performed alongside Brahms’ compositions.

Brahms’ dark, deeply personal and moving Alto Rhapsody for alto solo, male chorus and orchestra is included here alongside three choral works by Franz Schubert. In Schubert’s Gesang der Geister über den Wassern D714 (1821) comparisons between the two composers could not be more clear. Brahms draws on the effective example of his beloved Schubert firstly by composing the rhapsody for male chorus and secondly, basing the work upon a poem by Goethe.

The lyrical beauty of Brahms’s Second symphony makes it perhaps the most popular of the four works he composed in this form. The contrast between this symphony and the heroic First is complete, and it is strikingly analogous to the differences between Beethoven’s Fifth and Sixth symphonies.

Inside the same elegant packaging used for the Bach Cantatas CDs, the booklet notes feature an in-depth conversation between John Eliot Gardiner and composer Hugh Wood.

SDG 703 – Brahms Symphony 2 (1 cd) contains:

Brahms – Alto Rhapsody Op.53

Franz Schubert 1797-1828

Gesang der Geister über den Wassern D714 (1821)
Gruppe aus dem Tartarus D583 (1817, arr. Brahms 1871)
An Schwager Kronos D369 (1816, arr. Brahms 1871)

Brahms – Symphony No.2 in D major Op.73 (1877)

I Allegro non troppo
II Adagio non troppo – L’istesso tempo, ma grazioso
III Allegretto grazioso (quasi andantino) –
Presto ma non assai – Tempo I
IV Allegro con spirito

(Recorded live at the Salle Pleyel, Paris)

The Monteverdi Choir | Orchestre Révolutionnaire et Romantique | John Eliot Gardiner

Click here for a French Translation of the sleeve notes.

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

Click here for the English sleeve notes.

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Gruss

Volker

Webnews

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Organistin Elisabeth Roloff verstarb am 14.12.2008 im 72. Lebensjahr


Te Deum Laudamus

Eine mehr als schmerzliche und traurige Nachricht muss ich im Forum bekannt geben.

Im 72. Lebensjahr verstarb am 14. Dezember 2008 die bekannte und sehr geschätzte Konzert-Organistin und Dozentin

Elisabeth Roloff * 18.02.1937 in Bielefeld + 14.12.2008 in Bielefeld


Konzert-Organistin Elisabeht Roloff an der Kleuker-Orgel in Bielefeld-Ummeln

Am 13. April 2008 gab sie ihr letztes Orgel-Konzert in der Evangelischen Kirche Bielefeld-Ummeln an der dortigen Kleuker-Orgel. Einige Forummitglieder werden sich sicherlich an dieses Konzert-Ereignis noch erinnern können. Trotz schwerer Erkrankung gab sie hier ein Orgel-Konzert auf künstlerisch hohen Niveau und wird als eine liebevolle und fantastische Organistin bei uns in Erinnerung bleiben. Sie verstand es so genial, die Zuhörer in ihren künstlerischen Vortrag mit einzubinden und das war ihre wahrhaftige Größe.

Sie war eine fundierte Bach-Kennerin und Bewunderin was sich auch in ihren Einspielungen:


„Mit Bach durch das Kirchenjahr“

wiederspiegelte.

Elisabeth Roloff studierte an den Hochschulen für Musik in Berlin und Köln. Im Fach Orgel legte sie die Reifeprüfung ab. Von 1974 bis 1982 war sie „Organiste Titulaire“ an der Deutschen Kirche in Paris und studierte französische Orgelmusik bei Marie-Claire Alain.

Seit 1982 ist die Kirchenmusikerin Dozentin an der Rubin Academy of Music in Jerusalem. Außerdem wirkt sie als Organistin an der Erlöserkirche in Jerusalem / Israel. Mit ihren Konzerten in den meisten Ländern Europas, den USA und in Südamerika hat sie internationales Renommee und Anerkennung gewonnen. Neben vielen Rundfunkauftritten und Schallplattenaufnahmen hat die Künstlerin mit der bekannten Firma Dabringhaus und Grimm in Detmold zahlreiche CDs herausgebracht.

Mit traurigen Grüssen

Volker

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Elisabeth Roloff, ein Nachruf in der NW vom 23.12.2008

Zur Vergrößerung in den NW-Artikel klicken..!!

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Evangelisch in Jerusalem, Nachruf der Erlösergemeinde in Jerusalem

Fotorechte: Erlöserkirche Jerusalem

Link: http://www.evangelisch-in-jerusalem.org/gemeinde_1.htm

19. Dezember 2008: Trauerfeier für Elisabeth Roloff in Bielefeld-Ummeln und Gedenkandacht in der Erlöserkirche zu Jerusalem:

Wir haben Abschied genommen von Elisabeth Roloff. Sie wurde beigesetzt auf dem Friedhof zu Bielefeld-Ummeln; gleichzeitig fand in der Erlöserkirche eine Gedenkandacht statt. In beiden Gottesdiensten spielte die Musik, die Elisabeth in ihrem Leben so viel bedeutet hat, eine wichtige Rolle……

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Auf  YouTube eine Bach-Einspielung von Elisabeth Roloff – BWV 654 „Schmücke dich, o liebe Seele“

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Webnews

Vom Label – Soli Deo Gloria – Brahms-Symphonie Nr.1 – CD Neuveröffentlichung


Hallo,

eine erste Neuveröffentlichung für alle Brahms-Freunde gibt es vom Label: „Soli Deo Gloria“ / „monteverdi.uk“ mit Brahms, Symphonie Nr. 1, sie liegt vor als SDG 702 – CD.

1 Brahms-CD als SDG 702 veröffentlicht !

Brahms – Begräbnisgesang, Op. 13

Mendelssohn – Mitten wir in Leben sind Op. 23

Brahms – Schicksalslied, Op. 54

Brahms – Symphony no.1 in c minor, Op. 68

(recorded: London & Paris)

The Monteverdi Choir | Orchestre Révolutionnaire et Romantique | John Eliot Gardiner

Weitere Informationen zu der CD :als PDF-Information in „Deutsch“ herunter zu laden !

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

Zur CD-Bestellung den nachstehenden Link anklicken

Link: amazon-Partner-Seite

Hör- und Sehprobe von You Tube nachstehend:

Grüsse

Volker

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Seh-und Hörprobe Gardiner mit dem Deutschen Requiem von Brahms


Hallo zusammen,

ich möchte auf eine Neuerung im Forum hinweisen, mein Dank an @Martin, der mir den Tipp von YouTube mit dem „Deutschen Requiem“ von Brahms, aufgeführt im Concertbuow Amsterdam von J.E. Gardiner gegeben hat.
Rechts am Rand im Blog sehr Ihr den Bildschirm von YouTube, da muss der schwarze Pfeil in der Mitte angeklickt werden, dann läuft die Videowiedergabe von Part 3 automatisch ab. Wer einen grösseren Bildschirm möchte, dem gebe ich den direkten Link nach YouTube an:

In Zukunft werde ich von verschiedenen Interpreten herausragende Videos von YouTube im Forum hinterlegen, auch Angaben aus dem Forum sollten mich diesbezüglich erreichen.

Ich versuche auch auf dieser Seite den VideoPlayer vom Gardiner-Brahms-Konzert zu hinterlegen..!!

Viel Spass beim hören und sehen…!!

Gruss

Volker

Organistin Elisabeth Roloff überzeugte in Bielefeld-Ummeln mit einem ausgewogenen Orgelprogramm


Hallo,

über ein wunderschönes Orgel-Konzert-Programm durch die liebenswürdige und International anerkannte Organistin Elisabeth Roloff, veranstaltet in der Ev. Kirche in Bielefeld-Ummeln, am Sonntag 13.4.2008, möchte ich hier berichten.


Foto: Ev. Kirche Bielefeld-UmmelnProgramm

J.S. Bach (1685-1750) „Dorische“ Toccata und Fuge (BWV 538)

Jaromir Weinberger (1894-1967) Dedications, Five Preludes

J.S. Bach Sonata V in C-Dur (BWV 529)

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Sonata V in D-Dur

Charles Tournemire (1870-1939) Cantilene improvisee, Improvisation sur le „TE DEUM“

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Foto: Kleuker-Orgel, Ev. Kirche Bielefeld-Ummeln


Foto. International anerkannte Konzert-Organistin und Dozentin aus Jerusalem, Elisabeth Roloff an der Kleuker-Orgel. (Fotorechte: V.Hege)

Das Programm begann mit der „Dorische“ Toccata und Fuge (BWV 538) von J.S. Bach.Am 21. September 1732 reiste J.S. Bach mit Anna Magdalena nach Kassel. Nach der Orgelprüfung erfolgte am 28. September 1732 durch J.S. Bach das Einweihungskonzert in der St. Martins-Kirche. Es erklang höchst-wahrscheinlich J.S. Bachs „Dorische Toccata und Fuge in d-moll“, BWV 538, ein ungemein virtuoses Stück aus seiner Weimarer Zeit.

Der zwölfjährige Erbprinz Friedrich von Hessen-Cassel schenkte Bach aus Begeisterung einen edelsteingeschmückten Ring, da er die Kunst der Füße Bachs bewunderte, die so beflügelt über die Pedale eilten, dass die wuchtigsten Klänge wie Blitz und Donner in den Ohren der Hörer widerhallten.

So, wie in diesem zitierten Textteil erklang die „Dorische“ nicht in der Ev. Kirche von Ummeln, da hier eine trockene Akustik das leider unterband. Lobend ist das virtuose Spiel und geschickte Registrieren der erfahrenen Organistin anzumerken, sie verstand es großartig, die feinen Nuancen in diesem großartigen Bach-Werk dem Hörer näher zu bringen und das nach ihrer schweren Erkrankung in einer Art und Weise, die mehr als Bewundernswert erscheint.

Im Anschluss daran erfolgte das Orgelwerk: DEDICATIONS; Five Preludes von Jaromir Weinberger.
Der in Prag geborene Komponist erhielt ab 1915 in Leipzig Orgelunterricht von Reger und emigrierte 1939 in die USA und komponierte dort fünf Orgelwerke.
Weinberger bezeichnet seine kurze Zeit bei Reger als einen entscheidenden Einfluß in seinem Leben.

Die fünf Präludien der Dedications ist für jedes Stück einer biblischen Frauengestalt gewidmet, womit I Miriam (2. Mose, 4. Mose), II Rachel (1. Mose), III Ruth (Buch Ruth), IV Deborah (Buch der Richter 4, 5) und V Esther (Buch Esther) ihre jeweilige Rolle, deren Charakter und Atmosphäre zugewiesen bekommen; als Lieder ohne Worte erfahren sie eine Sonderbehandlung.
Diese moderne Tonsprache wurde spektakulär und gekonnt von der Organistin entsprechend umgesetzt.

Mit der späten Barockzeit erklang von J.S. Bach aus den Trio-Sonaten die Sonata V in C-Dur (BWV 529).
Diese Trio-Sonaten wurden höchstwahrscheinlich zu Beginn der Leipziger Zeit für die musikalische und technische Ausbildung des Sohnes Wilhelm Friedemann und anderer Schüler komponiert. Man kann von dieser Schönheit der Trio-Sonaten nicht genug bekommen.
Dem entsprechend war dieses Orgelwerk für mich ein besonderes Herzstück an diesem Orgelnachmittag.
Welche Fallstricke beinhalten diese Orgel-Sonaten, innig berührend und überzeugend verstand es die Organistin, diese wunderbare Orgelliteratur künstlerisch auszugestalten und wiederzugeben, das war purer Orgelhörgenuss vom Feinsten, der vortrefflicher nicht umgesetzt werden kann.

Die
Sonata V in D-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy ist ein Herzstück der Romantik. Es ist kein Geheimnis, dass die Sonaten von Mendelssohn zur erfolgreichsten Gattung in der Orgelmusik des späten 19. Jahrhunderts wurden. Eine üppige Klangvielfalt mit romantischen Elementen bespickt erklang dieses wunderschöne Orgelwerk. Die Möglichkeit der Kleuker-Orgel, das entsprechend umzusetzen, wurde bravurös und excellent von einer Kennerin dieser Materie wiedergegeben, genial gelungen.

Zum Abschluss erklang französische Kathedralmusik von Charles-Arnaud Tournemire mit dem Cantilene improvisee und Improvisation sur le „TE DEUM.“

Erstaunt vernimmt der Hörer, dass an der Kleuker-Orgel so großartige Kathedralmusik möglich erscheint. Bewundernswert, wie die Originalsprache der französischen Orgelliteratur von einer Kennerin umgesetzt wurde. – Die Organistin verbrachte einen langjährigen Aufenthalt in Paris und studierte bei M.C. Alain und
von 1974 bis 1982 war sie „Organiste Titulaire“ an der Deutschen Kirche in Paris. –

Dieses Wissen und Können vermittelte Elisabeth Roloff dem Hörer unmittelbar und gekonnt, das war großartig gelungen und mehr als bewundernswert, was diese Organistin mit 71 Jahren an der Orgel zelebriert und zu leisten im Stande ist, Bravo, ein Wiedersehen und Hören wäre mehr als wünschenswert.
Für ihre anschließende Orgeltournee durch Deutschland und Europa wünsche ich ihr viel Kraft, Stehvermögen und vor allen Dingen Gesundheit.

Eine sehr gut gefüllte Kirche überbrachte dieser großartigen Künstlerin den wohlverdienten Applaus mit Standig Ovatione und erlebten eine Sternstunde mit Orgelmusik.

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Auf  YouTube gibt es ein Video mit Elisabeth Roloff BWV 654 „Schmücke dich, o liebe Seele“

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Rezension der NW vom 16.04.2008

Gruss
Volker

Evgl. Kirche in Bielefeld-Ummeln, Orgelkonzert mit Elisabeth Roloff, 06.08.2006


Evgl. Kirche in Bielefeld-Ummeln, Orgelkonzert mit Elisabeth Roloff, 06.08.2006


Foto: Ev. Kirche Bielefeld-Ummeln


Elisabeth Roloff
gehört zu den bekanntesten und gefragten Konzertorganistinnen der Welt,geboren am 18.02.1937 in Bielefeld_ Ostwestfalen. Elisabeth Roloff studierte an den Hochschulen für Musik in Berlin und Köln. Im Fach Orgel legte sie die Reifeprüfung ab. Von 1974 bis 1982 war sie „Organiste Titulaire“ an der Deutschen Kirche in Paris und studierte französische Orgelmusik mit Marie-Claire Alain.


Organistin Elisabeth Roloff an der Kleucker-Orgel der Evgl. Kirche Bielefeld-Ummeln (Copyright: V.Hege)

Seit 1982 ist die Kirchenmusikerin Dozentin an der Rubin Academy of Music in Jerusalem. Außerdem wirkt sie als Organistin an der Erlöserkirche in Jerusalem / Israel. Mit ihren Konzerten in den meisten Ländern Europas, den USA und in Südamerika hat sie internationales Renommee und Anerkennung gewonnen. Neben vielen Rundfunkauftritten und Schallplattenaufnahmen hat die Künstlerin mit der bekannten Firma Dabringhaus und Grimm in Detmold zahlreiche CDs herausgebracht.

Link: Für eine CD-Bestellung bei jpc:

Starker Besucherstrom vor der Kirchentür lässt das Konzert verspätet beginnen, das Interesse an diesem Orgelkonzert ob dieser großartigen Künstlerin ist riesengroß. Ein sehr ausgewogenes Konzertprogramm beginnt mit Präludium und Fuge d-Moll (BWV 539) von J.S. Bach das Werk erklingt in schönen Klangfarben auf der schmucken Kleuker-Orgel


Die Kleuker-Orgel in der Evang. Kirche Bielefeld-Ummeln (Foto: Copyright. V.Hege)

Herleitend aus der 1. Violinsonate g-moll, 2. Satz (BWV 1001) aus der Köthener Zeit, (1720) komponiert Bach es als eine Geigenfuge mit reich figurierten, spielerischen Elementen zwischen den drei einzelnen themengebundenen Teilen. Einfühlsam registrierend und als eine profunde Bachinterpretin erweist sich hier die Organistin.

Zum Mozartjahr erklingt die kleine Fantasie f-Moll, KV 594; W .A. Mozart benennt es „Ein Stück für ein Orgelwerk in einer Uhr“. Zur Ehre von Feldmarschall v. Laudon, Sieger von Belgrad in den Türkenkriegen, dürfte dieses Werk als Trauermusik für das Mausoleum in Wien entstanden sein. Das Adagio leitet das Werk ein, im Mittelteil in F-Dur erklingt eine kleine Sonatensatzform. Die beiden Themen werden sehr prägnant durchgeführt sodass ein klangliches Kabinettstück entsteht. Das Anfangs-Adagio beschließt das Werk. Hier erweist sich die Orgel und Organistin geradezu prädestiniert, dieses schöne Orgelwerk zu Gehör zu bringen.

Die Orgelsonate c-Moll, op. 65 Nr .2; von Felix Mendelssohn Bartholdy, wurden in der orgelfeindlichen Zeit zwar geduldet aber als belächeltes Relikt angesehen. Seine Orgel-Werke werden erst seit neuerer Zeit anerkannt und richtungsweisend zwischen Barock und Romantik als großartige Kompositionswerke angesehen. In diesem Werk werden vom Künstler hohe Ansprüche in der Spieltechnik eingefordert. Hier konnte die Organistin virtuos und überzeugend in der Registrierung und Klangfarbe dem Werk mehr als gerecht werden.

Als ein Ohrwurm in mozartischen Charme und Klangfarben wurde die Trio-Sonate Nr. 1, Es-Dur (BWV 525) von J.S. Bach zu Gehör gebracht. Bach komponierte die 6 Triosonaten als musikalische und technische Übungsstücke zu Beginn der Leipziger Zeit für seinen Sohn Wilhelm Friedemann und seinen Schülern. In der Anlage völlig gleich, umschließen zwei schnelle Sätze einen langsamen Mittel-Satz. Man kann von dieser Schönheit an Kompositionsform und Klangfarben nur immer wieder ins Schwärmen kommen. Genial in der klanglichen und technischen Ausführung und Wiedergabe in den einzelnen Satzteilen war hier wirklich eine großartige Organistin als Bachinterpretin zu bewundern.

Anschließend erklang das Adagio und Rondo, c-Moll, C-Dur, KV 617 von W. A. Mozart.

Dies Werk hatte Mozart im Mai 1791 für die damals 21-jährige, seit ihrer Jugend erblindete Glasharmonika-Virtuosin Marianne Kirchgäßner geschrieben. Aufgrund des Glasharmonika- Klanges lassen sich die verschiedenen Farb- und Klangflächen auf einer mehrmanualigen Orgel sehr reizvoll wiedergeben. Was ist uns da leider für ein Orgel-Genie verloren gegangen, wenn er weitere Kompositionen für die Orgel geschrieben hätte, gehörte Mozart mit zu den Größten in der Orgelgeschichte und wäre ein geeigneter und profunder Nachfolger von Bach gewesen. So muss sich die Nachwelt leider fast nur mit Transkriptionen zufrieden geben.

Aber auch in diesem Werk bestach die Organistin durch ihre Interpretation als eine wahrhaft großartige Künstlerin, die in der Registrierung und den Klangnuancen vollends zu überzeugen wusste.

Zum Abschluss erklang die Sonate I, f-Moll, op. 65 I, von Felix Mendelssohn Bartholdy . Im 1. Satz sind Überlagerungen von lauten und leisen Klängen vornehmlich anzutreffen und üben einen gewissen Reiz an diesem großartigen Werk aus. Vielstimmiger Konzertsatz mit akkordischen Einleitungstakten. Erst im Mittelteil ist der Choral „Was mein Gott will“ als Umrahmung zu erkennen. Der 2. Satz “Adagio“ ist ein liedhafter Satz mit Echowirkungen. Im 3. Satz „Andante Recitativo“ ist ein klanglicher Wechsel von einstimmigen zu polyphonen Takten erkennbar. Der 4. Satz „Allegro assai vivace“ ist mit virtuosen Läufen und gebrochenen Akkorden versehen, der diesem Schlussatz ein grandioses Finale beschert. Auch hier überzeugte in der Darbietungsform und Interpretation die Organistin vollendends.

Die riesige Zuhörerschaft in der Kirche bewunderte einen Orgelnachmittag von einer außergewöhnlichen Qualität und dankte mit einem lang anhaltenden Applaus einer Künstlerin, die Orgelmusik auf höchstem Niveau zelebrierte.

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Auf YouTube ist ein Video von Elisabeth Roloff mit dem BWV 654 „Schmücke dich, o liebe Seele“ anzusehen.

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Link: CD-Bestellung bei jpc