Helmuth Rilling feiert am 29.5.2008 seinen 75. Geburtstag !


Hallo,

falls es noch nicht bekannt sein sollte, so möchte ich für die Rilling-Fans diesen Hinweis ins Forum stellen.

Am 29. Mai 2008 wird der Dirigent, Pädagoge und Botschafter der Musik Johann Sebastian Bachs, Hellmuth Rilling sein 75. Geburtstag feiern.


Foto: Helmuth Rilling, Dirigent und Bach-Interpret (Foto Michael Latz, (c) Internationale Bachakademie Stuttgart)

Laudatio:

»Musik darf nie bequem sein, nicht museal, nicht beschwichtigend. Sie muss aufrütteln, die Menschen persönlich erreichen, sie zum Nachdenken bringen.« Dies ist das persönliche Leitbild von Helmuth Rilling. 1954 gründete er die Gächinger Kantorei, 1965 kam das Bach-Collegium Stuttgart als instrumentaler Partner dazu. Seit dieser Zeit datiert die intensive Beschäftigung Helmuth Rillings mit dem Werk Johann Sebastian Bachs, mit dem sein Name heute eng verbunden ist.

Er hat außerdem entscheidend zur Wiederentdeckung der romantischen Chormusik beigetragen und fördert durch regelmäßige Kompositionsaufträge die zeitgenössische Musik. Mit seinen Ensembles gibt Helmuth Rilling weltweit Konzerte und ist gefragter Gastdirigent bei führenden Orchestern in Europa, den USA und Kanada. Eine besondere Freundschaft bindet ihn seit über 25 Jahren an das Israel Philharmonic Orchestra. Seit 1970 ist er künstlerischer Leiter des von ihm mitbegründeten Oregon Bach Festivals, eines der profiliertesten Musikfestivals in den USA.

1981 gründete Rilling die Internationale Bachakademie Stuttgart, die sich Person und Werk Johann Sebastian Bachs und seinen Auswirkungen auf die Musik seit 1750 bis in unsere Zeit in allen Facetten widmet: Sie veranstaltet Konzerte, Meisterkurse für Sänger und Dirigenten, Symposien, das Europäische Musikfest Stuttgart, die Bachwoche Stuttgart und die Akademiekonzerte, eine Konzertreihe mit oratorischen Werken vom 17. bis 21. Jahrhundert.

Aktuelle Projekte und Engagement
Im Jahr 2008 wird Helmuth Rilling mit dem Preis der Europäischen Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd sowie dem Georg-Friedrich-Händel-Ring des Verbands Deutscher Konzertchöre ausgezeichnet. Auf CD sind zuletzt Werke von Haydn, Händel und Gubaidulina erschienen; in Vorbereitung ist die Aufnahme des War Requiems von Benjamin Britten. 2009 ist ein Mitschnitt des Verdi-Requiems mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR geplant.

Gastdirigate führen Helmuth Rilling 2009 u. a. nach New York (»Messias« mit dem New York Philharmonic Orchestra und der Gächinger Kantorei), Washington, Valencia und Madrid.

Gemeinsam mit der Gächinger Kantorei und dem Bach-Collegium Stuttgart wird der Dirigent im November 2008 „Bachs h-Moll Messe“ im Petersdom aufführen und 2009 auf Israel-Tournee gehen.

Bereits zum dritten Mal folgt Helmuth Rilling einer Einladung der New Yorker Carnegie Hall und gibt einen Workshop für den Festivalchor der berühmten Konzerthalle.

(Auszüge und Textquelle: Internationale Bachakademie Stuttgart)

Grüsse
Volker


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Magdeburg: Die Orgel der Superlative


Hallo,

Mit einer Festwoche vom 17. bis 25. Mai 2008 wird die Weihe der neuen Schuke-Orgel im Dom zu Magdeburg gefeiert. Die „Königin der Instrumente“, die in einem Festgottesdienst am 18. Mai 2008 geweiht wird, ist eine Orgel der Superlative.

Die neue Schuke-Orgel im Dom zu Mageburg, Weihe am 18.5.2008
Mit 93 Registern ist das Instrument im Moment eine der größten Orgelneubauten in Deutschland.
(Fotorechte: Aktion Neue Domorgeln Magdeburg e.V.)
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Wenn im Gottesdienst am 18. Mai 2008 die neue Hauptorgel im Magdeburger Dom geweiht wird, schließt sich eine Wunde, die der Krieg vor über 60 Jahren in das Gotteshaus gerissen hat. Am 16. Januar 1945 hatte eine Bombe den Dom getroffen. Dabei wurde die Westfassade beschädigt und die Orgel zerstört. Nun hat der Magdeburger Dom wieder eine Orgel. Ein Gottesdienst mit Orgelweihe ist der Höhepunkt in einer der Orgel gewidmeten Festwoche, die vom 17. bis 25. Mai begangen wird. Organisten aus den USA, aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland werden zu Gast sein.

Bürgerliches Engagement, Stiftungen und Spenden von 1.500 Privatpersonen, Firmen und Institutionen sowie Förderungen aus öffentlichen Mitteln ließen diesen Traum Realität werden. Nach zwölf Jahren Arbeit hat die „Aktion Neue Domorgeln“ ihr Ziel erreicht. Barry Jordan, seit 1994 Organist im Magdeburger Dom, kann zur Weihe erstmals alle Register der neuen Hauptorgel in der Westempore des Domes ziehen. Offiziell ist der Orgelbau seit dem 30. April abgeschlossen, danach wurde das Instrument mit seinen 93 Registern bis ins Detail gestimmt. Ein Team mit Experten aus ganz Deutschland nahm das Instrument anschließend einen ganzen Tag lang unter die Lupe.

Die Orgel ist der größte Orgelneubau in Mitteldeutschland seit 1990 und nicht nur die größte Orgel in Sachsen-Anhalt, sondern in der gesamten mitteldeutschen Region. Sie gilt als technisches Meisterwerk. Gefertigt wurde sie in der Werkstatt der Schuke Potsdam Orgelbau GmbH aus rund 350.000 Einzelteilen. Die „Königin der Instrumente“ ist 15 Meter hoch, elf Meter breit, neun Meter tief und 37 Tonnen schwer. In einem Gehäuse aus Eichenholz sind 6.139 Pfeifen aus oder Zinn mit einem beeindruckenden Spektrum installiert: Die kleinste Orgelpfeife misst mit Fuß 168 Millimeter, die größte 10,37 Meter.

Das neue Instrument im Magdeburger Dom ist die Konzeption einer klassischen sinfonischen Orgel mit musikalischer Ausrichtung auf deutsche und französische Orgelmusik. Sie wird ein aus der mitteldeutschen Tradition heraus geprägtes warmes und prächtiges Plenum enthalten, das in eine gewachsene sinfonische Breite und Fülle übergeht und in allen Werken durch französische Klangfarben bereichert wird.“
Text“>Matthias Schuke, Orgelbaumeister

Zum Artikel von mdr-figaro hier k l i c k e n !!

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Die Disposition der Schuke-Orgel im Dom St. Mauritius und St. Katharina, Magdeburg kann über den nachstehende Link aufgerufen werden

h i e r – k l i c k e n !! –

Gruss
Volker


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Frohes Pfingstfest !


Hallo,

da sich hier im Forum alle wohl dem schönen Wetter hingeben und seit acht Tagen nicht mehr posten möchten, will ich es nicht versäumen allen

„Ein schönes und sonniges Pfingstfest zu wünschen“

Grüsse an alle

Volker

King’s Singers eines der besten Gesangsensembles weltweit feiert sein 40-jähriges Bestehen


Hallo,

Dieses Jahr feiert mit den King’s Singers eines der besten Gesangs-Ensembles weltweit sein 40-jähriges Bestehen.

Foto: KING’S SINGERS: David Hurley, Kontratenor; Robin Tyson, Kontratenor;
Paul Phoenix, Tenor; Christopher Gabbitas, Bariton;
Philip Lawson, Bariton; Stephen Connolly, Baß (Fotorechte Klassik.com)


Eine Kurz-Biograhie „THE KING’S SINGERS“

Die King’s Singers wurden 1968 am King’s College in Cambridge, England, von den Choristen Al Hume, Simon Carrington and Brian Kay gegründet. Als eines der weltbesten Ensembles seiner Art besteht die Arbeit nicht nur aus Konzerten (die Hälfte des Jahres ist man auf Tournee) und Probenarbeit, sondern längst ist man auch als Dozenten für Chor- und Vokalensembles auf der ganzen Welt gefragt. Das Repertoire der King’s Singers umfasst dabei nahezu alles, was mit sechs Männerstimmen ausgeführt werden kann: von der Renaissance bis zur Moderne, vom Madrigal über Volkslieder bis hin zum Pop Song, und das auch noch in den unterschiedlichsten Sprachen.

Wenn man heute von einer ganz lebendigen und bunten A-cappella-Szene in Deutschland sprechen kann, so muss man sagen, dass diese im wesentlichen den sechs Engländern zu verdanken ist, die vor mehr als dreißig Jahren kamen, sangen und auf der ganzen Linie und allen Einwänden und Unkenrufen zum Trotz siegten.

Der Kritiker der Dallas Morning News bemerkte zur künstlerischen Leistung der King’s Singers: „If the King’s Singers can’t put a smile on your face, you’re a pretty hopeless grump.“ Im Laufe der 40 Jahre ihres Bestehens gab es selbstverständlich einige Umbesetzungen, doch blieb das hohe Niveau und der besondere Ensembleklang dabei stets erhalten, und sind seit langer Zeit ein weiterer musikalischer Exportschlager Englands.

Ausführlichere Informationen sind – h i e r – erhältlich !

Hörproben sind – h i e r – zu bekommen !

KS http://www.kingssing.de/ (deutschsprachige Seite)

Weiterer Link zu „King’s Singers“ Angebote und Angaben !

Es hiesse Eule nach Athen zu tragen, die King’s Singers sind weltbekannt und geniessen einen hohen Stellenwert, in der künstlerischen Ausgestaltung und des A-capella-Gesanges ein nicht zu toppendes Ensemble der Großartigkeit.

Grüsse
Volker

(Textquelle: Klassik.com, Note – 1)

J.S. Bach Weihnachtoratorium 1.-3. Teil am 14.Dezember 2008 in der Abteikirche Schloss Corvey


Hallo,

wie bereits bekannt gegeben wurde, ist der Termin „Festkonzert zur Corveyer Weihnacht“ auf den
14. Dezember 2008 um 17:00 Uhr in der Abteikirche, Schloss Corvey, Höxter, festgelegt worden.


Foto: Abteikirche Schloss Corvey, Höxter-Ostwestfalen Fotorechte: © V.Hege

Zur Aufführung gelangt von J.S. Bach das Weihnachtsoratorium, BWV 248, 1. bis 3. Teil.
Ausführende: Barockakademie der Hochschule für Musik Detmold, Leitung: Gerhard Weinberger.

Informationen & Kartenverkauf:
Kulturkreis Höxter-Corvey gGmbH
Museum Höxter-Corvey · Corveyer Musikwochen · Schloss Corvey · 37671 Höxter
Fon +49 (0) 52 71 / 69 40 10 · Fax +49 (0) 52 71 / 69 44 00

E-Mail: empfang@schloss-corvey.de

Meine Anmerkungen zur Bach-Literatur: Buch von R. Schneider, "Die Offenbarung"


@muriel sagt:

Hallo,

im Themenkatalog suchte ich vergeblich den Beitrag zur Bachliteratur. Es ging damals um das Buch des Österreichers Robert Schneider, „Die Offenbarung.“

Gerade lese ich das Buch von R. Schneider, Die Offenbarung, zu dem schon einiges in unserem Forum angemerkt wurde. Ihr entsinnt euch! Das Buch ist von dem glänzenden Einfall getragen, dass ein Laien-Organist in der Wenzelskirche in Naumburg in der Hildebrandorgel das Manuskript eines unbekannten Werks J.S.Bachs findet. Darin ist vertextet und vertont die Offenbarung nach Johannis.

Hier ein Auszug:

„Ich habe die vergangene Nacht etwas Unglaubliches erlebt.“ Es geht um die Mappe, die ich dir gezeigt habe (Das Manuskript des Oratoriums). Das ist gar keine Musik, wie ich sie bisher verstanden habe.
Klang, Rhythmus. Freilich, das alles ist sie auch, oberflächlich betrachtet. Aber in diesen Noten liegt noch etwas Tieferes. Etwas, das ich nicht erklären kann. Ich glaube, dass Bach in diesem Werk eine Grenze
überschritten hat, die in einen unbekannten Raum führt, wo Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dasselbe sind. Ich weiß nicht, wie ihm das gelungen ist, aber plötzlich konnte ich einige Momente lang in die Zukunft sehen. Es klingt verrückt, aber die Partitur kann weissagen.

Das Musikalische ist nur die Oberfläche. Darunter liegt eine Botschaft verborgen…“ (S.181)
Die Lesende liest in dem Buch die Beschreibung dieser unerhörten Musik – etwas kann sie an „Dr.Faustus“ erinnern. Aber eigentlich spielt alles in einem viel graueren Alltag als die Geschichte von T.Mann. Nach-
wendezeit, das Städtchen Naumburg, erstaunlich, wie der Österreicher darauf gestoßen ist.

Man lernt die Chefs der Bachgesellschaft aus der Sicht des Laienmusikers kennen, alles zutiefst unsympathische Gesellen, nur der Japaner (!) ist zuerst ein Sympathieträger. Natürlich ist auch der unendliche Ossi – Wessistreit allgegenwärtig und der Vater des Helden ist ein Neonazi. Der Hauptakteur ist im Grunde eine „arme Sau“, fast Alkoholiker, zutiefst verunsichert – der ewige Looser.

Aber Bach ist sein Lebenszentrum. Bach lässt ihn atmen und zu sich kommen. O.k. der Leser soll die Storry selber zu Ende lesen.

Von Bach und Musik hat der Verfasser eine Menge Ahnung. Ihr wisst ja alle, dass in Naumburg Bachs Schwiegersohn Altnikol wirkte und die Hildebrandorgel ist wirklich damals restauriert worden und ein Staatsstück. Wer von Schneider andere Bücher las, weiß, seine Bekanntheit begann mit einem Musikroman „Schlafesbruder“, der auch verfilmt worden ist. Und in „Kristus“, einem Schinken über die Wiedertäufer in Münster, spielt die Musik auch eine Rolle. Vielleicht ist der Roman „Offenbarung“ nicht ganz geglückt, aber spannend ist er allemal und der Wunsch(traum), dass eines Tages so ein Manuskript auftaucht, ist bei uns allen wohl präsent.

Über weite Strecken hatte ich den Eindruck, der Held sei mit seinem Bach und allen seinen furchtbaren Gefühlen sehr einsam.

Noch als Nachtrag, im gefundenen Notenkonvolut befindet sich auch Bachs Perücke und die Theorie des Protagonisten über die H-Moll-Messe ist diese: Bach habe die Messe aus vielen Stücken zusammenge-
stellt, weil er so beschäftig mit seinem Hauptwerk war, eben dem beschriebenen Oratorium.

Lesen sollte man das, einfach zu Entspannung. Ich fragte mich bei den Musikerzählungen, ob das wirklich Bach und nicht eine Autorenvorstellung von Bachscher Musik ist.

Liebe Grüße
muriel

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Anmerkung:

Link zum alten Beitrag der Buchveröffentlichung !!
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@volker /admin

J.S. Bach Matthäuspassion, an welcher Stelle lässt sich im Notenbild ein Kreuz erkennen ?


@Iris sagt:

Hallo,

ich hab eine Frage an den Blog:

Seitdem ich die Einführung zur Matthäus-Passion (J.S. Bach) von W. Schmidt auf Bayern 4 gehört habe, beschäftigt mich immer wieder der Satz von ihm (der übrigens auch bei A. Dürr vorkommt):

Aus dem Notenbild bestimmter Passagen aus der Matthäus-Passion läßt
sich das Kreuz erkennen.

Dürr gibt auf S. 322 (BWV 6) und Seite 339 (BWV 44) „Johann Sebastian Bach – Die Kantaten“ – bei zwei kleinen Notenbeispielen auch den Kommentar, dass es sich im Notenbild um Kreuz Jesu handelt.

Ich kann aus dem reinen Notenbild kein Kreuz erkennen. Ich erkenne zwar, dass aus

f, ein fis wird und aus c wird cis (also eine Erhöhung) – aber aus dem Notenbild ersehe ich kein
Kreuz. Könnt Ihr mir auf die Sprünge helfen?

Grüsse
Iris

Das aktuelle Reisetagebuch von Sir J.E. Gardiner SDG 144


Hallo,

alle die noch nicht im Besitz der CD von SDG 144 sind, können hier bereits das Reisetagebuch einsehen.

Click here for a German Translation of the sleeve notes.


Gruss

Volker

Sir J.E. Gardiner feierte am 20. April 2008 seinen 65. Geburtstag !


Hallo,

aus Anlass seines 65-jährigen Geburtstag von Sir J.E. Gardiner am 20. April 2008 gibt es folgendes Programm auf Premiere:

24.04.08 Premiere Classica

23:40 Uhr: Gluck, Orphée et Eurydice: Zum 65. Geburtstag von John Eliot Gardiner – Aus dem Theâtre du Châtelet, Paris.

Fotorechte: © V.Hege

Wer Premiere besitzt, kann sich glücklich schätzen, ich hab es nicht, dafür lege ich eine CD auf zum 65. Geburtstag.

Grüsse
Volker

CD vom Label Monteverdi "SDG 144"


Hallo allerseits,

liegt es an meinem Stress, oder kam der neue SDG-Band diesmal so ganz sang- und klanglos daher?

Alex

Bachfest Weimar vom 11.07 bis 13.07.2008 mit Harnoncourt


Hallo,

Musikfest „300 Jahre Bach in Weimar“

Bach Biennale Weimar» ist das Musikfest vom 11. bis 13. Juli 2008 überschrieben, für das der österreichische Dirigent Nikolaus Harnoncourt die Schirmherrschaft übernommen hat. Im Zentrum der Vorträge, der Ausstellung und den Konzerten mit renommierten Künstlern stehe das Frühwerk, teilte der Verein Bach in Weimar als Veranstalter am Montag mit. Die Gruppe «Cantus Thuringia & Capella» eröffnet das Fest mit Bachs «Kantaten für die Weimarer Schlosskapelle» in der Herderkirche.

(Fotorechte: V.Hege)

Die Klassikerstadt Weimar will damit an den Barockmusiker erinnern, der im Schatten der Dichterklassiker Goethe und Schiller steht. Der 23 Jahre alte Bach war am 14. Juli 1708 aus Mühlhausen gekommen und hatte am Weimarer Markt neben dem heutigen Hotel «Elephant» bis 1717 gelebt. In dieser Zeit hat er einen Großteil seines Orgelwerkes, mehr als 30 Kantaten und zahlreiche Cembalowerke komponiert. Viele seiner Kinder wurden in Weimar geboren, darunter Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emmanuel.

Das Festival will aber auch an die vierwöchige Kerkerhaft Bachs in Weimar erinnern. Bach hatte 1717 den Weimarer Herzog Wilhelm Ernst um seine Entlassung gebeten, weil er zuvor mit dem Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen einen Vertrag über 400 Taler jährlich abgeschlossen hatte. Sein Weimarer Dienstherr wollte ihn jedoch nicht ziehen lassen und sperrte ihn in den Kerker. Im Dezember 1717 wurde er auf Drängen Leopolds freigelassen. Bach zog nach Köthen. Zum Abschluss des Festivals wollen die Nachfahren der damaligen Regenten, Prinz Michael von Sachsen-Weimar-Eisenach und Prinz Eduard von Anhalt, Bach rehabilitieren.

Quelle: www.bachbiennaleweimar.de

Gruss

Volker

Historische Aufführungspraxis "J.S. Bach Matthäuspassion"


Hallo zusammen,

heute erschien ein Artikel zur Matthäus Passion von J.S. Bach in der Zeitung DIE ZEIT.

Der Artikel ist so interessant, dass ich ihn hier veröffentlichen möchte.
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Nachstehend geht es zum Artikel „DIE ZEIT“

Hier klicken „DIE ZEIT“

Ein Horn dank Harnoncourt

Harnoncourt Klassik Platte meines Lebens Musik

Als unser Autor Anfang der Siebziger Bachs „Matthäus-Passion“ auf historischen Instrumenten hörte, haute es ihn vom Hocker.

Das sagen wir so schnell: dass einen irgendeine Begegnung einfach umhaut. Aber als ich Anfang der siebziger Jahre in die ersten Takte von Nikolaus Harnoncourts erster Einspielung der Bachschen Matthäus-Passion hineinhörte, legte ich mich wirklich platt auf den Boden und stand erst wieder auf, als die letzten Takte verklungen waren.

Dabei hatte ich die Platte gar nicht einmal gezielt erworben. Sie lag im Feuilleton der Zeitung, bei der ich damals arbeitete, auf einem Stapel herum, achtlos beiseite geschoben von hochmögenden Kritikern, die für die »historisch authentische Wiedergabe« nur verständnislose Verachtung übrig hatten: hormonarmes Gefiepse aus dem Staub-Archiv. Kann sich mitnehmen, wer will…

Es dauerte dann noch einmal vierzehn Jahre, bevor ich in jenem Blatt einen ersten gründlichen Artikel über das Musizieren auf historischen Instrumenten schreiben durfte. Allerdings nicht im Feuilleton, sondern in der Wochenendbeilage.

Aber jener Spätnachmittag! Wer bis dahin nur die schleppenden zerdehnten Tempi und die alle Klangfäden erdrückenden Chormassen im Ohr hatte, sei es die heute eher berüchtigte Einspielung unter Mengelberg oder seien es, schon um einiges lebhafter, die pathetischen Predigten von Karl Richter – der wusste nach den ersten Zeilen »Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen…«: Von hier und heute geht eine neue Epoche der Musikgeschichte aus, und du kannst sagen, du seiest dabei gewesen; wenn auch nur am Lautsprecher.

Die Doppelchöre liefen aufgewühlt im Zwölfachteltakt zusammen und durcheinander. Und erst der Choral Oh, Lamm Gottes unschuldig … War man gewohnt, dass über den beiden viel zu großen Chören, die sich viel zu träge dahinwälzten, irgendwann ein tatsächlich fiepsender Knabenchor so völlig sediert seine Töne von sich gab, dass man eine natürlich fließende Choralmelodie gar nicht mehr erkennen konnte, so war nun schlagartig zu hören: Donnerwetter, das ist ja im Großen nichts anderes als eine Choralbearbeitung, wie wir Organisten sie mit Pedal, zwei Manualen und eben dem zentralen Cantus firmus auszuführen pflegen. Leidenschaftlich motorische Musik!

ZUM THEMA

Die Platte meines Lebens: In dieser wöchentlichen ZEIT-Serie berichten unsere Autoren über die Platte, die ihr Leben veränderte »

Heute würden man Eulen nach Athen tragen, wollte man das Recht dieser Musizierpraxis auf historischen Instrumenten noch ausführlich begründen. Ihre Spielformen haben sich ungemein weit ausdifferenziert und sind inzwischen bis in die Spätromantik vorgedrungen.

Aber damals hat diese Platte mein Leben verändert, nicht nur wegen der überaus konkreten Revolution meines Hörens und Verstehens, sondern auch ganz praktisch – und das bis heute. Seinerzeit habe ich ein eben erworbenes zirpend-modern klimperndes Cembalo sofort wieder abgestoßen, glücklicherweise zum Einkaufspreis, und mir eine Kopie nach Ruckers bauen lassen.

Und seitdem ich nun schon eine kleine Weile Waldhorn lerne, übe ich natürlich nicht nur auf dem modernen Ventilhorn, sondern auch auf einem Inventionshorn der Mozart-Zeit; seit voriger Woche ist außerdem endlich ein Barockhorn dazugekommen. Alles, weil damals in der Redaktion niemand sonst etwas mit Harnoncourt anfangen wollte. Eigentlich höchste Zeit, sich endlich seine zweite Einspielung der Matthäus-Passion zu besorgen.

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@ Meine Anmerkung:

Genau so geschah es mit mir in den achtziger Jahren mit der Einspielung des Weihnachts Oratoriums von Gardiner. Das waren unerhörte neue bewegende Klangtöne, denen ich erst sehr reserviert gegenüber stand, ich mochte sie nicht, Karl Richter war mein Leib und Seelen-Interpret.

Erst ausgehend der 90er Jahre fand ich Gefallen an dieser revolutionierenden Interpretationsform. Nun bin ich vollständig infiziert und möchte kaum noch andere Praktiken hören.

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Wie ergeht es Euch mit dieser Interpretationsform, haben die Alten Aufnahmen noch Bestand? (Karl Richter und Co.)

Grüsse
Volker

Sensationsfund von J.S. Bach durch die Uni Halle


Hallo,

Musikwissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben eine Orgelkomposition von Johann Sebastian Bach entdeckt. Bei dem Werk, von dem bislang nur die ersten fünf Takte bekannt waren, handelt es sich um eine Fantasie über den Choral „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“.



Obiges Foto: Auszug aus Wilhelm Rusts Abschrift der Orgelkomposition Johann Sebastian Bachs, Beginn der Fantasie. (
Foto: ULB Halle )

Die Komposition liegt in Form einer Abschrift des ehemaligen Leipziger Thomaskantors Wilhelm Rust in der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) in Halle vor. Die ULB ersteigerte vor wenigen Wochen einen Teilnachlass von Rust.

Entdeckt haben die Komposition nun Dr. Michael Pacholke und Stephan Blaut, die an der Hallischen Händelausgabe arbeiten. Diese kritische Gesamtausgabe ist als Drittmittelprojekt in das Institut für Musik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) integriert. Pacholke und Blaut hatten zusammen mit Dr. Kathrin Eberl-Ruf von der MLU den Erwerb des Nachlasses von Willhelm Rust angeregt. Ein Leipziger Auktionshaus hatte ihn zur Versteigerung angeboten. „Bei der Durchsicht bin ich dann auf ein Stück von Bach gestoßen, das ich nicht kannte. Damit begann die Recherche“, berichtet der Musikwissenschaftler Stephan Blaut.

„Die Entdeckung bereichert unser Wissen um das Frühwerk Johann Sebastian Bachs in beträchtlichem Maße und schenkt der Musikwelt eine großartige Komposition in einer in Bachs Oeuvre seltenen Gattung der Orgelmusik“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Hirschmann vom Institut für Musik der MLU. „Aufgrund seiner Dimensionen und seiner beeindruckenden kompositorischen Gestaltung wird der Fund sicher mit Freude Aufnahme sowohl bei der Fachwelt als auch bei den Liebhabern der Musik Bachs finden“, ergänzt Stephan Blaut.

„Ich kann unsere Musikwissenschaftler zu diesem Fund nur herzlich beglückwünschen“, sagt Prof. Dr. Wulf Diepenbrock, Rektor der Martin-Luther-Universität. „Zusammen mit der Universitäts- und Landesbibliothek haben sie Beachtliches geleistet.“

Zum ganzen Artikel hier klicken !


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Zum Hörbeispiel:

Orgel-Hörbeispiel des BWV 1128 Wo Gott der Herr nicht bei uns hält..!!
Link

https://volkersklassikseitenjsbach.com/wp-content/uploads/2009/04/bwv-1128-fur-orgel_-wo-gott-der-herr-nic.mp3

Grüsse

Volker

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Organistin Elisabeth Roloff überzeugte in Bielefeld-Ummeln mit einem ausgewogenen Orgelprogramm


Hallo,

über ein wunderschönes Orgel-Konzert-Programm durch die liebenswürdige und International anerkannte Organistin Elisabeth Roloff, veranstaltet in der Ev. Kirche in Bielefeld-Ummeln, am Sonntag 13.4.2008, möchte ich hier berichten.


Foto: Ev. Kirche Bielefeld-UmmelnProgramm

J.S. Bach (1685-1750) „Dorische“ Toccata und Fuge (BWV 538)

Jaromir Weinberger (1894-1967) Dedications, Five Preludes

J.S. Bach Sonata V in C-Dur (BWV 529)

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Sonata V in D-Dur

Charles Tournemire (1870-1939) Cantilene improvisee, Improvisation sur le „TE DEUM“

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Foto: Kleuker-Orgel, Ev. Kirche Bielefeld-Ummeln


Foto. International anerkannte Konzert-Organistin und Dozentin aus Jerusalem, Elisabeth Roloff an der Kleuker-Orgel. (Fotorechte: V.Hege)

Das Programm begann mit der „Dorische“ Toccata und Fuge (BWV 538) von J.S. Bach.Am 21. September 1732 reiste J.S. Bach mit Anna Magdalena nach Kassel. Nach der Orgelprüfung erfolgte am 28. September 1732 durch J.S. Bach das Einweihungskonzert in der St. Martins-Kirche. Es erklang höchst-wahrscheinlich J.S. Bachs „Dorische Toccata und Fuge in d-moll“, BWV 538, ein ungemein virtuoses Stück aus seiner Weimarer Zeit.

Der zwölfjährige Erbprinz Friedrich von Hessen-Cassel schenkte Bach aus Begeisterung einen edelsteingeschmückten Ring, da er die Kunst der Füße Bachs bewunderte, die so beflügelt über die Pedale eilten, dass die wuchtigsten Klänge wie Blitz und Donner in den Ohren der Hörer widerhallten.

So, wie in diesem zitierten Textteil erklang die „Dorische“ nicht in der Ev. Kirche von Ummeln, da hier eine trockene Akustik das leider unterband. Lobend ist das virtuose Spiel und geschickte Registrieren der erfahrenen Organistin anzumerken, sie verstand es großartig, die feinen Nuancen in diesem großartigen Bach-Werk dem Hörer näher zu bringen und das nach ihrer schweren Erkrankung in einer Art und Weise, die mehr als Bewundernswert erscheint.

Im Anschluss daran erfolgte das Orgelwerk: DEDICATIONS; Five Preludes von Jaromir Weinberger.
Der in Prag geborene Komponist erhielt ab 1915 in Leipzig Orgelunterricht von Reger und emigrierte 1939 in die USA und komponierte dort fünf Orgelwerke.
Weinberger bezeichnet seine kurze Zeit bei Reger als einen entscheidenden Einfluß in seinem Leben.

Die fünf Präludien der Dedications ist für jedes Stück einer biblischen Frauengestalt gewidmet, womit I Miriam (2. Mose, 4. Mose), II Rachel (1. Mose), III Ruth (Buch Ruth), IV Deborah (Buch der Richter 4, 5) und V Esther (Buch Esther) ihre jeweilige Rolle, deren Charakter und Atmosphäre zugewiesen bekommen; als Lieder ohne Worte erfahren sie eine Sonderbehandlung.
Diese moderne Tonsprache wurde spektakulär und gekonnt von der Organistin entsprechend umgesetzt.

Mit der späten Barockzeit erklang von J.S. Bach aus den Trio-Sonaten die Sonata V in C-Dur (BWV 529).
Diese Trio-Sonaten wurden höchstwahrscheinlich zu Beginn der Leipziger Zeit für die musikalische und technische Ausbildung des Sohnes Wilhelm Friedemann und anderer Schüler komponiert. Man kann von dieser Schönheit der Trio-Sonaten nicht genug bekommen.
Dem entsprechend war dieses Orgelwerk für mich ein besonderes Herzstück an diesem Orgelnachmittag.
Welche Fallstricke beinhalten diese Orgel-Sonaten, innig berührend und überzeugend verstand es die Organistin, diese wunderbare Orgelliteratur künstlerisch auszugestalten und wiederzugeben, das war purer Orgelhörgenuss vom Feinsten, der vortrefflicher nicht umgesetzt werden kann.

Die
Sonata V in D-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy ist ein Herzstück der Romantik. Es ist kein Geheimnis, dass die Sonaten von Mendelssohn zur erfolgreichsten Gattung in der Orgelmusik des späten 19. Jahrhunderts wurden. Eine üppige Klangvielfalt mit romantischen Elementen bespickt erklang dieses wunderschöne Orgelwerk. Die Möglichkeit der Kleuker-Orgel, das entsprechend umzusetzen, wurde bravurös und excellent von einer Kennerin dieser Materie wiedergegeben, genial gelungen.

Zum Abschluss erklang französische Kathedralmusik von Charles-Arnaud Tournemire mit dem Cantilene improvisee und Improvisation sur le „TE DEUM.“

Erstaunt vernimmt der Hörer, dass an der Kleuker-Orgel so großartige Kathedralmusik möglich erscheint. Bewundernswert, wie die Originalsprache der französischen Orgelliteratur von einer Kennerin umgesetzt wurde. – Die Organistin verbrachte einen langjährigen Aufenthalt in Paris und studierte bei M.C. Alain und
von 1974 bis 1982 war sie „Organiste Titulaire“ an der Deutschen Kirche in Paris. –

Dieses Wissen und Können vermittelte Elisabeth Roloff dem Hörer unmittelbar und gekonnt, das war großartig gelungen und mehr als bewundernswert, was diese Organistin mit 71 Jahren an der Orgel zelebriert und zu leisten im Stande ist, Bravo, ein Wiedersehen und Hören wäre mehr als wünschenswert.
Für ihre anschließende Orgeltournee durch Deutschland und Europa wünsche ich ihr viel Kraft, Stehvermögen und vor allen Dingen Gesundheit.

Eine sehr gut gefüllte Kirche überbrachte dieser großartigen Künstlerin den wohlverdienten Applaus mit Standig Ovatione und erlebten eine Sternstunde mit Orgelmusik.

____________________________

Auf  YouTube gibt es ein Video mit Elisabeth Roloff BWV 654 „Schmücke dich, o liebe Seele“

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Rezension der NW vom 16.04.2008

Gruss
Volker

Amazon setzt auf klassische Musik


Hallo,

Amazon setzt auf klassische Musik

Klassikabteilung macht handverlesene Werke zugänglich

Classical Music Blowout Store eröffnet
Seattle (pte/12.03.2007/17:02) –

Mit der Eröffnung des Classical Music Blowout Stores http://www.amazon.com/classicalblowout bietet Amazon über 2.000 klassische Musiktitel aus Kunstgattungen von Instrumental bis Oper an. Der weltgrößte Online-Händler reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertiger und leistbarer Klassik: „Die Nachfrage unserer Kunden nach klassischer Musik steigt immer weiter und sticht sogar unsere weiteren Musikkategorien aus“,

sagt Thomas May, Senior Music Editor von Amazon.

Trotz steigender Verkaufszahlen wird es immer schwieriger, bestimmte klassische Werke in Geschäften oder im Internet zu finden: Nach dem Verschwinden von prominenten Musikhändlern wie Brick and Mortar Music verlassen sich die Konsumenten immer mehr auf Amazon. Mit der Eröffnung dieses Geschäftszweigs soll es den Liebhabern klassischer Musik wieder leicht gemacht werden, handverlesene Werke zu finden.

(Quelle: dap)

Grüsse
Volker

Organistin Elisabeth Roloff gastiert in Bielefeld am 13.4.2008


Hallo,

ein Orgel-Highlight für OWL

Orgelkonzert am Sonntag, 13. April 2008 in Bielefeld-Ummeln

Organistin Elisabeth Roloff

Elisabeth Roloff gastiert am Sonntag, 13. April , um 17 Uhr wieder in der evangelischen Kirche, in Bielefeld-Ummeln, Queller Straße 187. Dort, wird sie Werke von J.S.Bach, F. Mendelssohn, Ch. Tournemire und J. Weinberger spielen.

Seit 1982 unterrichtet sie als Dozentin an der „Rubin-Academy of Music“ in Jerusalem. Außerdem spielt sie dort als Titularorganistin an der „Erlöserkirche“. Durch langjährige Konzerttätigkeit in Kathedralen, Konzertsälen und Kirchen in Europa, Nord- und Lateinamerika hat sie internationale Anerkennung erhalten.

Diese liebenswürdige und großartige Organistin gab bereits vor zwei Jahren an gleicher Stelle ein wunderbares Orgelkonzert.

Die Rezension kann hier im Forum aufgerufen werden:

Link: Zur Rezension hier klicken !

Wer Zeit hat, sollte sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen.

Angaben zum Auffinden mit Google-Maps:

Größere Kartenansicht

Gruss
Volker

Neue Orgel für die Elbphilharmonie in Hamburg


Orgelbau Klais gewinnt Hamburger Wettbewerb

Konzertsaal-Orgel für die Elbphilharmonie

 

Die Werkstatt Johannes Klais Orgelbau GmbH & Co. KG ist Sieger des Wettbewerbs zum Bau der Orgel im großen Konzertsaal der Elbphilharmonie. Das Unternehmen mit Sitz in Bonn wird in den nächsten zwei Jahren zusammen mit den Architekten der Elbphilharmonie Jacques Herzog und Pierre de Meuron die Orgel planen und bauen. Beteiligt hatten sich an der Ausschreibung sechs Orgelbau-Firmen. Ermöglicht wird der Bau der Orgel durch eine Spende in siebenstelliger Höhe des Unternehmers und ehemaligen Präses der Hamburger Handelskammer, Peter Möhrle.

Die Orgel wird als viermanualiges Instrument mit etwa 65 Registern, einer mechanischen Traktur und einem zweiten, elektrischen, fahrbaren Spieltisch geplant. Ein Fernwerk mit vier weiteren Registern ist in dem Reflektor über dem Orchester geplant. Die Klangcharakteristik soll insbesondere dem Repertoire ab dem 19. Jahrhundert, aber auch den Bedürfnissen zeitgenössischer Musik entsprechen.

Gruss

Volker

Neuausgabe: "Kalendarium zur Lebensgeschichte Johann Sebastian Bach’s"


Hallo,

eine Neuausgabe: „Kalendarium zur Lebensgeschichte Johann Sebastian Bach’s“ ist erschienen.

1970 aus Anlass des 20jährigen Bestehens des Bach-Archivs Leipzig erstmals erschienen und 1979 in einer zweiten revidierten Ausgabe aufgelegt: Nun hat Andreas Glöckner eine aktualisierte und beträchtlich erweiterte Neuausgabe des bewährten und lange vergriffenen Kalendariums zur Lebensgeschichte Johann Sebastian Bachs herausgegeben.

Das Kalendarium bietet einen schnell erfassbaren Überblick über alle gesicherten Daten zu Leben und Schaffen Johann Sebastian Bachs. Die Daten mit direktem Bezug auf Person und Werk des Komponisten werden ergänzt durch regelmäßig wiederkehrende Termine oder Vorgänge in Bachs Berufsleben und durch Ereignisse von unmittelbarer Wirkung auf sein Schaffen. Neu sind auch die zahlreichen Abbildungen repräsentativer Originalquellen, welche ebenso wie die klare Sprache und ansprechende Form zur Veranschaulichung der nüchternen Datensammlung beitragen.

Wie sehr sich die Bach- Forschung im Fluss befindet und wie viele Neuerkenntnisse sie gerade in den letzten Jahren hinzugewinnen konnte, zeigt die Tatsache, dass sich das Kalendarium vom schmalen Heft zum respektablen Büchlein entwickeln konnte. Im Vorwort von Christoph Wolff, Direktor des Bach-Archivs, heißt es weiter: „In seiner Zielsetzung und nach Inhalt wie Anlage ist es aufs Engste mit der täglichen Arbeit des Leipziger Forschungsinstituts verknüpft, das sich der Sammlung und Aufarbeitung des dokumentarischen und musikalischen Quellenmaterials zu Bach widmet.“

Das Nachschlagewerk repräsentiert den neuesten Forschungsstand und ist ein bequemer biografischer Wegweiser für alle Bach-Freunde, Musiker und Musikwissenschaftler.

(Angaben von: /www.nmz.de)

Leben und Glauben > J.S. Bach

Andreas Glöckner (Hrsg.)

Kalendarium zur Lebensgeschichte Johann Sebastian Bachs

Edition Bach-Archiv

2008, 120 Seiten, Paperback

Preis: EUR 9.80

ISBN: 978-3-374-02588-6

Zur Bestellung Evangelische Verlagsanstalt Leipzig

Zum Autor:

Andreas Glöckner, Jahrgang 1950, studierte Musikwissenschaften in Leipzig und arbeitet seit 1979 am Bach-Archiv Leipzig. 1988 Promotion. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Rundfunksendungen sowie Dramaturg bei den Leipziger Bachfesten.

Eine erfreuliche Neuerscheinung die jeden Bach-Freund beglücken wird.

Grüsse
Volker

Besprechung: CD’s "Teil zwei" von SDG 141 Vol. 3 veröffentlicht vom Label: "Monteverdi" im Februar 2008


Hallo,

hier ist meine weitere Rezension für die

„zweite CD von SDG 141 Vol. 3“

für den 5. Sonntag nach Trinitatis.

SDG 141 Volume 3 (2. CD) Kantaten für den 5. Sonntag nach Trinitatis


Aufführungsort: am 23. Juli 2000 in Mühlhausen/Thüringen, „Divi Blasii Kirche.“

Click here „Gardiners-Reisetagebuch for a German Translation of the sleeve notes.

Hier klicken zur „Meinungsäußerung“ von Nicolas Robertson zur SDG 141 Vol. 3

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BWV 131 – Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir
BWV 93 – Wer nur den lieben Gott lässt walten
BWV 88 – Siehe, ich will viel Fischer aussenden

(recorded: Blasiuskirche, Mühlhausen)

Soloists: Joanne Lunn | William Towers
Kobie van Rensburg | Peter Harvey

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

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Foto: Aufführungsstätte „Divi Blasii Kirche“ Mühlhausen / Thüringen

Ich zitiere aus Gardiners Reisetagebuch:

Ich wollte neben den beiden Leipziger Kantaten BWV 88 und 93, die für den fünften Sonntag nach Trinitatis erhalten sind, auch zwei der in Mühlhausen entstandenen Stücke in unser Programm nehmen, die wunderbare Kantate BWV 131 „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“ und
BWV 71 „Gott ist mein König.“

Das BWV 131
war vermutlich für einen Gottesdienst nach dem verheerenden Feuer am 30. Mai 1707 bestimmt, das in der Unterstand in der Nähe der Blasiuskirche dreihundertsechzig Häuser zerstört hatte, sowie für die Gedenkfeier im folgenden Jahr. Ob es die Schmerzlichkeit dieses Ereignisses war, die Bach inspirierte, oder Luthers pathetische Übersetzung des De profundis, sein Bestreben, den Text auf eine
möglichst adäquate Weise zu vertonen, brachte eine Musik von mächtiger, wiewohl nicht immer stimmiger Eloquenz hervor.

Die Kantate:
BWV 131 “ Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir „

Diese Komposition fällt in Bachs Mühlhausener Organistenzeit 1707 bis 1708, besteht nicht aus selbständigen, in sich abgeschlossenen Sätzen, sondern aus verschiedenartigen, unmittelbar ineinander übergehenden Abschnitten, zeigt also diejenige Form, die für die Kantaten des 17. Jahrhunderts aus dem Reihenprinzip der Motette heraus entwickelt worden war.

Motette, Geistliches Konzert und Choralbearbeitung sind darum auch die Satztypen, die bei der Komposition Pate gestanden haben.

Der erste Satz: „Aus der Tiefen Rufe ich, Herr,“ beginnt getragen und verhalten durch die klagende Flöte, Violinen und BC. Der einsetzende „A-cappella-Chor“ singt den einleitenden Satz rhythmisch, fast ein wenig swingend. Die Einzelstimmen sind eindrucksvoll heraushörbar.

Der gleichatrige Gesang erfolgt im 2. Satz mit dem Arioso, für Bass-Solo, + Choral, Sopran + Bass „So du willst, Herr, Sünde zurechnen“, wird ebenso beeindruckend zu Gehör gebracht.

Der 3. Satz mit dem: „Ich harre des Herrn“ für Chor, Sopran, Alt, Tenor und Bass, findet hier ein Wechselspiel der einsetzenden Solosänger und des Chores statt, das ausgewogen und berührend vorgetragen wird. Das Potential der Sängerschar ist wiederum hervorragend.

Den 4. Satz mit dem „Ich harre des Herrn“ für Tenor-Solo (Kobie van Rensburg) in Verbindung mit dem BC finde ich großartig gelungen, wie dezent der Chor im Hintergrund agiert ist schon mehr als bewundernswert. Ein wunderschöner Satz in dieser Kantate.

Den Schlusspunkt mit dem „Israel, hoffe auf den Herrn“ wird glänzend vom Chor und den Solostimmen gemeistert.
Die Kantate besitzt alle Vorzüge und Schwächen eines Jugendwerkes von J.S. Bach, die Formsetzung, die er unbekümmert aneinanderreiht werden in seinen späteren Kantaten zur Vollendung reifen.

Die Kantate: BWV 88 „Siehe ich will viel Fischer aussenden“ für den 5. Sonntag nach Trinitatis wurde am 21. Juli 1726 zum ertsten Male aufgeführt.

Der Eingangssatz für Bass-Solo (Peter Harvey), beginnt mit einer ruhigen Sinfonia die dann nach dem ruhigen vorgetragenen Bass-Solo zum Ende an Schwung gewinnt und mit den agierenden Waldhörnern und dem vorzüglichen Orchester ein berauschendes Klangerlebnis zelebriert.

Der zweite Satz mit dem Rezitativ für Tenor: „Wie leicht könnte doch der Höchste“ wird respektabel vorgetragen.

Der 3. Satz mit der Aria für Tenor „Nein, nein! Gott ist allezeit geflissen“ lebt von der Textaussage und wird vom Tenor entsprechend vorgetragen.

Der 4. Satz enthält ein ARIOSO für Tenor und Bass und inspiriert den Hörer hauptsächlich von der eindringlichen Sprachmelodik des Bassisten.

Das Arien-Duett für Sopran und Alt im 5. Satz: „Beruft Gott selbst, so muß der Segen“ beginnt mit einer berührenden Anfangs-Sinfonia. Das anschließend beginnende Duett für Altus (William Towers) und Sopran (Joanne Lunn) ist ausgewogen und überzeugend gesungen worden.

Ein Höhepunkt ist der 6. Satz für Sopran mit dem „Was kann ich denn.“ Hier ist eine wunderbare Sopranistin (Joanne Lunn) mit einer glockenreinen Stimme zu hören.

Den Schlusspunkt bildet der bekannte Choral: „Sing bet und geh auf Gottes Wegen.“ Sinnlich berührend weiss hier der Monteverdi Choir zu glänzen, das ist Choralgesang in Reinkultur, einfach erhebend dieser überzeugenden Sängerschar zuzuhören..!!


Die Kantate: BWV 93 „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ für den 5. Sonntag nach Trinitatis, ist als Choral-Kantate erstmals am 9. Juli 1724 aufgeführt worden und in den Jahren 1732/1733 in der heutigen Aufführungspraxis von Bach umgearbeitet und erweitert worden. Diese Kantate lebt von ihrer schönen Symmetrie und weiss mich immer wieder zu begeistern. Hier bewundere ich Bachs Einfallsreichtum, die diese Kantate zu einem Ohrwurm werden lässt.

Im BWV 21 hat Bach diesen Choral ebenfalls eingesetzt mit zwei Strophen.
Außerdem erklingt dieselbe Choral-Strophe wie in dieser Kantate am Ende der zwei Jahre später für denselben Sonntag in der Kantate, im BWV 88 erneut.
Daraus kann hergeleitet werden, dass Bach diesen Choral zu seinen Favoriten gezählt haben muss.

Der Eingangssatz „Wer nur den lieben Gott läßt walten“ besticht durch das einsetzende Orchester mit seinem unverwechselbaren Klang. Die eingehende Melodie wird durch eine konzertante Gesangspartie entsprechend eingeleitet für Sopran, Alt, Tenor und Bass. Untermauert wird dieser Eingangssatz durch den hinzutretenden Chor und den dominierenden Oboen. Diese Musik kann den Hörer in Verzückung versetzen so schön erklingt dieser fantastische Choral.

Das Rezitativ für Bass (Peter Harvey); mit dem „Was helfen uns die schweren Sorgen“ erklingt in gewohnter Manier überzeugend.

Eine Traumarie in Satz 3 für Tenor: „Man halte nur ein wenig stille“ mit dem entsprechenden Pathos wird diese zu Herzen gehende Arie gesungen, diese Arie steht bei mir auf Da-capo, sie ist berührend und unvergleichlich, wiederum ein Juwel in Bachs Kompositionen.

Das gleiche setzt sich im 4. Satz fort mit dem herrlichen Arien-Duett für Sopran (Joanne Lunn) und Altus (William Towers); „Er kennt die rechten Freudenstunden“ unvergleichlich gut harmonieren diese beiden Stimmen miteinander, der Altus schreckt mich nicht, im Gegenteil, er überzeugt mich mehr als zufriedenstellend. Die Sopranistin ist ein Genuss, ihr unvergleichlicher Gesang gibt die entsprechende Würze und sorgt für einen weiteren Glanzpunkt in dieser Kantate.
Die Streicher spielen die Choral-Melodie, während die beiden Gesangs-Stimmen dazu so etwas wie eine Choral-Fantasie singen: Freies Variieren der Choral-Melodie- sehr kunstvoll, dieses ganze Miteinander!

Berauschend schön gelingt der 6. Satz für Sopran in der Arie: „Ich will auf den Herren schaun“ die tänzelnden Oboen bewirken einen menuettartigen fröhlichen Satz, die das Vertrauen ausdrücken, sehr schön gelungen dazu der Sopran-Gesang.

Ein schlichter vierstimmiger Choralsatz: „Sing, bet und geh auf Gottes Wegen“ beschließt eine Kantate, die zu meinen Favoriten zählt. Unnachahmlich wie Gardiner wieder in diesem schlichten Choral-Satz Nuancen zu setzen vermag, ein Monteverdi Choir weiss das anzunehmen und artikuliert sich entsprechend
in seiner feinen Art, was kaum zu toppen ist.

Grüsse
Volker


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Bluecounter Website Statistics

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Weitere Senderangaben über Internetradios


Hallo,

weitere Sender sind in der Hauptseite von mir am 01. April 2008 aktualisiert worden.
Die Sender mit Link-Angabe nachstehend:

1000 Internetradios, Webseite aus Deutschland

Kostenlos können jetzt über ein Internet-Portal mehr als 1.000 deutsche und internationale Radiosender und Web-Radios empfangen werden. Unter http://www.radio.de kann der Nutzer neben der direkten Senderwahl nach Radiosendern zu speziellen Themen suchen. Auch nach Genres oder Sendeanstalten aus bestimmten Städten und Ländern kann er Ausschau halten. Eine Installation von zusätzlicher Software ist für den Empfang nicht notwendig.

http://www.radio.de/

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Evangeliums-Rundfunk Wetzlar ERF 1, Sonntag ab 11.15 Bachkantate mit Einführung

http://www.erf.de/index.php?PHPSESSID=74f65ef852a045f2b632b546a3462c56&node=1962&PHPSESSID=74f65ef852a045f2b632b546a3462c56

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Schweiz (deutschsprachig)

Deutsche und rätoromanische Schweiz
„DRS 2“,

Sonntag 9.00-9.30, Geistliche Musik (mit Bachkantate)

Haupt-Link: http://www.drs2.ch/www/de/drs2.html

Im Nachhinein kann die Bach-Kantaten-Sendung vom jeweiligen Sonntag auf der Tages-Webseite, siehe nachstehender Link, in einer sehr guten Klangqualität angehört werden. Am 9.3.2008 waren zwei Kantaten von Buxtehude zu hören.

http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/09032008.html

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Grüsse
Volker