Archiv der Kategorie: Vorstellung von Klassischer Musik und ihre Meisterwerke

Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712) „Vom Himmel kam der Engel Schar“ – Kantate zum Weihnachtsfest!


Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712) „Vom Himmel kam der Engel Schar“
Kantate zum Weihnachtsfest für Chor, 4 Trompeten, Pauke, Streicher und Basso continuo.

Friedrich Wilhelm Zachow oder Zachau (getauft am 14. November 1663 in Leipzig; † 7. August 1712 in Halle) war ein deutscher Komponist des Barock.

Zu seinen Schülern zählten Georg Friedrich Händel, Gottfried Kirchhoff, Johann Krieger und Johann Gotthilf Ziegler.

Friedrich Wilhelm Zachow war der erste Sohn des Leipziger Geigers Heinrich Zachow, der ursprünglich aus Cölln an der Spree stammte und ab 1676 Stadtpfeifer in Eilenburg war, und dessen zweiter Frau Elisabeth geb. Maune, einer Tochter des Hallenser Stadtpfeifers Gottfried Maune. Er wurde in der Nikolaikirche zu Leipzig getauft.

Nach Johann Gottfried Walther (1684-1748) seinem Musicalischem Lexikon erlernte Zachow „nebst Abwartung der Schule, sowohl die Organisten- als Stadt-Pfeiffer-Kunst ex fundamento“ und besuchte eine der beiden Leipziger Lateinschulen, wahrscheinlich die Thomasschule. Nachdem sein Vater zum Eilenburger Stadtpfeifer ernannt worden war, bekam Zachow Orgelunterricht bei dem Eilenburger Organisten Johann Hildebrandt (1614-1684) und erhielt musikalische Anregungen von den Eilenburger Kantoren Johann Schelle (1648-1701) (ab 1677 Thomaskantor in Leipzig) und Basilius Petritz (von 1694 bis 1713 Kantor der Dresdner Kreuzkirche).

1675 nahm Heinrich Zachow eine Stelle als Stadtpfeifer in Eilenburg an der Mulde an, wo er etliche Lehrlinge, wie damals in der Zunft üblich, fünf Jahre in der Musizierkunst ausbildete. Bei ihm erlernte auch sein Sohn Friedrich Wilhelm verschiedene Stadtpfeiferinstrumente (wie zum Beispiel Trompete, Zincken, Discant, Querpfeife, Dulcian, Quart posaune, Kornett und Fagott).
Friedrich Wilhelm Zachow wurde am 11. August 1684 als Nachfolger des verstorbenen Samuel Ebart zum Organisten der Marienkirche in Halle gewählt. Neben dem Orgeldienst gehörte zu diesem bedeutendsten musikalischen Amt Halles auch die Leitung der Kirchenmusiken mit dem hallischen Stadtchor und den Stadtmusikanten und die Direktion des städtischen Chorus musicus.

Seine Schüler, wie beispielsweise Georg Friedrich Händel, unterwies Zachow sowohl in Komposition als auch auf dem „clavier“ (gemeint sind Tasteninstrumente).

Zachow war seit dem 24. Oktober 1693 mit Maria Dorothea Anschütz, einer Tochter des Eilenburger Stadtrichters und Bürgermeisters Georg Anschütz, verheiratet, mit der er drei Söhne und zwei Töchter hatte.

Die Schreibweise des Namens Zachow ist durch eigenhändige Unterschriften Zachows und auch seines Vaters mehrfach belegt. Dagegen ist in der Musikliteratur, in Archivalien und Kirchenbüchern fast ausschließlich die Schreibweise Zachau zu finden. Damals war die Schreibweise von Namen allerdings nicht so festgelegt wie heute.

Ausführende:

Capella Cantorum Berlin
Mitglieder des Ensembles „La Dolcezza“
Barock-Trompeten-Ensemble Berlin

Leitung: Klaus Eichhorn
—————————
Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712) „Vom Himmel kam der Engel Schar“ („From heaven came the angelic crowd“) Cantata for Christmas for choir, 4 trumpets, timpani, strings and basso continuo.

Friedrich Wilhelm Zachow or Zachau (baptized November 14, 1663 in Leipzig, † August 7, 1712 in Halle) was a German composer of the Baroque.

Among his students were George Frideric Handel, Gottfried Kirchhoff, Johann Krieger and Johann Gotthilf Ziegler.

Friedrich Wilhelm Zachow was the first son of the Leipzig violinist Heinrich Zachow, who originally came from Cölln on the Spree and from 1676 was city piper in Eilenburg, and whose second wife Elisabeth was born. Maune, a daughter of the Halle Stadtpfeifers Gottfried Maune. He was baptized in the Nikolaikirche in Leipzig.

According to Johann Gottfried Walther’s musical lexicon, Zachow learned „in addition to school maintenance, both organist and city Pfeiffer art ex fundamento“ and attended one of the two Latin schools in Leipzig, probably the Thomasschule. After his father was appointed Eilenburger city piper, Zachow got organ lessons with the Eilenburger organist Johann Hildebrandt and received musical inspiration from the Eilenburg cantors Johann Schelle (from 1677 Thomaskantor in Leipzig) and Basilius Petritz (1694-1713 cantor of the Dresden Kreuzkirche).

In 1675 Heinrich Zachow took a job as a city piper in Eilenburg on the Mulde, where he trained a number of apprentices, as was usual in the guild, five years in the art of music. His son Friedrich Wilhelm also learned various city pugilistic instruments from him (such as trumpet, Zincken, Discant, fife, Dulcian, trombone trombone, cornet and bassoon).
Friedrich Wilhelm Zachow was elected as the successor of the deceased Samuel Ebart on 11 August 1684 as organist of the Marienkirche in Halle. In addition to the organ service Halles also included the direction of the church music with the hallischen city choir and the city musicians and the direction of the municipal chorus musicus.

His students, such as George Frideric Handel, instructed Zachow both in composition and on the „clavier“ (meaning keyboard instruments).

Zachow was since October 24, 1693 with Maria Dorothea Anschütz, a daughter of Eilenburger city judge and mayor Georg Anschütz, married, with whom he had three sons and two daughters.

The spelling of the name Zachow is repeatedly documented by handwritten signatures Zachows and his father. On the other hand, almost exclusively the spelling Zachau can be found in music literature, in archives and church books. At that time, however, the spelling of names was not as fixed as it is today.

Performed by:

Capella Cantorum Berlin
Members of the ensemble „La Dolcezza“
Baroque trumpet ensemble Berlin
Conductor: Klaus Eichhorn
—————————————————

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 988 „Die Goldberg-Variationen“


Die Goldberg-Variationen BWV 988 als Übung in Zurückhaltung.

Video:   Zum Start oben in das Foto oder diesen Text anklicken !

Die Legende um diese Variationen ist so schön. Graf Hermann Karl von Keyserlinck hatte Schlafprobleme und bat Bach um eine angenehme Musik, um sich die Zeit zu vertreiben, gespielt von Keyserlincks Cembalo-Wunderkind Johann Gottlieb Goldberg. Bachs Verbindung zum russischen Botschafter Keyserlinck ist plausibel, weil er Bachs Traum, von Leipzig zu den Berliner und Dresdner Höfen zu gelangen, erfüllt.

                                                        Concertgebouw Brugge (Belgien)

Es gibt jedoch viel weniger Gewissheit über die Beteiligung von Goldberg. Wahrscheinlich hat sich Bach statt des dreizehnjährigen Schülers seines Sohnes Wilhelm Friedemann beim Komponieren gedacht, was man wohl als die beste konstruierte, expressivste Variationsserie des Barock bezeichnen kann. Der Name „Goldberg Variations“ stammt also nicht von Bach selbst. Er bezeichnete es praktisch als eine „Arie mit verschiedenen Veränderungen zur Gemüths-Ergetion“, die mit ein wenig poetischer Freiheit als „Variationen für die Seele“ übersetzt werden kann. Das Werk wurde als vierter Teil von Bachs enzyklopädischer Clavier-Übung veröffentlicht.

Struktur:
Bachs Titel ist eher irreführend, da nicht die Arie zum Thema wird – die melancholische Melodie kehrt erst am Ende zurück -, sondern die begleitende Basslinie von zweiunddreißig Noten (das gleiche wie die Gesamtzahl der Abschnitte). Die dreißig Variationen werden zuerst in zwei große Gruppen geteilt, die auf der großen Ouvertüre im französischen Stil der Variation 16 schwenken und dann in zehn Dreiergruppen. Diese Einteilung ist nicht willkürlich, sondern kann als „Gemüt-erregende“ Bezugnahme auf das biblische Gesetz (die Zehn Gebote) und Gottes Natur (die Dreieinigkeit) angesehen werden. Die zehn Cluster folgen alle demselben Muster: Charakterstück, virtuoses Duett und Kanon. Und schließlich haben die Kanonen ihre eigene Struktur. Im ersten geben die zwei folgenden Stimmen die gleiche Note ein (Nr. 3); dann in einem Intervall von einer Sekunde (ein Ton auseinander, Nr. 6); dann auf einem Drittel (zwei Töne, Nr. 9), bis zu einem Neunten in Nr. 27, die acht Töne auseinander ist. Variation 30, die der zehnte Kanon in der Folge hätte sein sollen, erscheint in der überraschenden Form eines Quodlibets, einer Art heiteren Medley, in dem Bachs Zuhörer sicher gleich zwei Volksweisen entdeckt hätten.

                                                                Cembalist Jean Rondeau

Spannungskurve:
Worin liegt also das Genie der Goldberg-Variationen? Was macht eine Aufführung zu einer so emotionalen Erfahrung? Ist die Arbeit trotz oder gerade wegen ihrer faszinierenden Konstruktion, gelehrten Tricks und einer breiten Palette von Stilen so bewegend? Es ist wichtig, dass Bach nicht nur eine zufällige Reihe von Variationstechniken aneinander reiht. Neben einem klaren architektonischen Plan hat der Zyklus eine affektive Kurve, in der die Variationen immer höher und tiefer gehen. Die Spannung steigt bis zur Grenze, weil die Musik allmählich die Extreme auslotet; immer wilder und immer vorsichtiger zugleich. Zum Beispiel, die drei kleinen Variationen, 15, 21 und besonders 25, machen einen erstaunlichen Eindruck zwischen allen temperamentvollen Feuerwerken in Dur. Wenn Sie möchten, können Sie der Basslinie in jeder Variation folgen, obwohl Bach nicht darauf besteht: sein Thema ist buchstäblich ein Unterton, eher als eine überzeugende Melodie. Und während Zeitgenossen es oft nicht erwarten konnten, die Zügel zu lockern, hält Bach sie fast bis zum Schluss fest. Nur die Variationen 28 und 29 sind pure Virtuosität (und praktisch unmöglich zu spielen, sogar auf einem Cembalo mit zwei Handbüchern). Das anschließende Quodlibet scheint eine ironische Pause zu sein, bevor die Arie in ihrer ganzen Einfachheit zurückkehrt. Eine solche Entwicklung stellt hohe Anforderungen an den Darsteller und Hörer. Und in der Performance von Jean Rondeau fühlen sich die „Goldberg-Variationen“ wie eine gefährliche, aber letztlich aufregende Expedition.

Aufnahmeort:
Sie sehen sich die ‚Goldberg Variations‘ im Concertgebouw Brugge an. Die im Jahr 2002 eröffnete Kunstinstitution wurde von der Genter Architekturgesellschaft Robbrecht en Daem entworfen. Neben dem Concertzaal, der 1.289 Sitzplätze bietet, umfasst er den intimeren Kamermuziekzaal, der zum Teil vom London Globe und dem Guggenheim Museum in New York inspiriert ist. Es kann 340 Personen auf der Bühne oder auf einem kleinen Balkon auf der „Spirale“ Platz finden. Die Aufnahme folgte einem Konzert von Jean Rondeau an der jährlichen Bach Academy Brügge.

BWV 988

Titel
Aria mit 30 Änderungen – (Goldberg-Variationen)

Beiname
Goldberg-Variationen

Genre
Tastaturarbeit (Variationen)

Jahr
1741 (Veröffentlichung)

Stadt
Leipzig

Erster Auftritt
1741?

Persönliche Anmerkungen:

Die Arie erscheint bereits im Klavierbüchlein für Anna Magdalena Bach (1725). Die komplette Arie mit Variationen erschien 1741. Bachs eigene Ausgabe enthält viele Korrekturen sowie 14 Kanons mit der Basslinie selbst als Thema. Die Entdeckung dieses „Handexemplars“ sorgte 1974 bei Bachforschern für Aufsehen.

Veröffentlichungsdatum
5. Januar 2018

Aufnahmedatum
6. Juni 2017

Ort
Concertgebouw, Brügge

Cembalist
Jean Rondeau

Cembalo
Jonte Knif und Arno Pelto, 2004


Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 988

Herzliche Grüße

Karin

——————–

Johann Ludwig Bach (1677-1731) Kantate – „Mache dich auf, werde Licht“ – Für das Fest Mariä Reinigung!


Johann Ludwig Bach (1677-1731) Kantate „Mache dich auf, werde Licht“
Für das Fest Mariä Reinigung!

Johann Ludwig Bach (* 4. Februar jul./ 14. Februar 1677 greg. in Thal bei Eisenach; beerdigt 1. Mai 1731 in Meiningen) genannt der „Meininger Bach“, war ein deutscher Komponist aus der Familie Bach.

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Die Kantate: „Mache dich auf, werde licht, denn dein Licht kömmt“ . Sie stammt nicht von Johann Sebastian Bach, sondern von seinem entfernten Vetter Johann Ludwig Bach (1677-1731), der von 1711 an Hofkompositeur in Meiningen war.

Die Kantate „Mache dich auf, werde Licht“ von Johann Ludwig Bach wurde ursprünglich für das nachweihnachtliche Fest Mariä Reinigung am 2. Februar geschrieben. Sie passt aber auch hervorragend in die Adventszeit.

Zur besseren Unterscheidung von seinem berühmten Vetter Johann Sebastian Bach (1685-1750) wird Johann Ludwig Bach häufig auch der „Meininger Bach“ genannt wird, weil er den größten Teil seines Lebens am Meininger Hof verbracht hat. Im Alter von 22 Jahren kam er zunächst als Chorsänger dorthin. Vier Jahre später, 1703 wurde er, der für die Kirchenmusik zuständige, Hofkantor. 1711 erfolgte schließlich die Ernennung zum Hofkapellmeister, der er bis zu seinem Tod zwanzig Jahre später auch blieb.

Von Johann Ludwig Bachs Vokalwerken haben sich nur wenige erhalten, eine Messe und eine Trauermusik, elf Motetten und 22 Kantaten. Die meisten übrigens nur dank Abschriften von Johann Sebastian, der sie gerne in Leipzig aufführte. Dazu zählt auch die Kantate „Mache dich auf, werde Licht“, die eigentlich für das Fest Mariä Reinigung am 2. Februar geschrieben wurde, das heute Darstellung des Herrn heißt.

Sie passt aber auch hervorragend in die Adventszeit. Schon im ersten Satz zitiert Bach den Propheten Jesaja. Der wiederum weist mit seinen Worten nach christlicher Überzeugung auf Jesus als den Messias hin. Die Arie zitiert die ersten beiden Verse des 60. Kapitels aus Jesaja. In der Einheitsübersetzung heißt es: „Auf, werde licht, denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir.“

Damit ist das Thema der Kantate klar, die Verheißung des kommenden Messias. Spannend ist diese Eröffnungsarie aber auch durch eng am Text sich orientierende musikalische Gestaltung. Ganz dem Text entsprechend ist sie dreiteilig angelegt. Zu Beginn und am Ende eher festlich steht in der Mitte ein eher dunkler etwas langsamerer Teil, der die das Erdreich bedeckende Finsternis ausmalt. Nach einem Duett wird der Text und das Thema Licht und Finsternis weiter meditiert und ein Bezug zum individuellen Menschen hergestellt. Zunächst geschieht das in einem Alt-Rezitativ und dann schließlich in einer Sopran-Arie. Beinahe fröhlich auffordernd singt der Sopran: „Weicht, ihr Schatten, weil der Herr mein Licht will sein.“

In einem zweiten Teil steht nun ein neutestamentliches Zitat im Mittelpunkt. Der Lobgesang des Simeon aus dem zweiten Kapitel des Lukas-Evangeliums. Den Text, der auch zum Fest Darstellung des Herrn gehört. „Nun lässt Du Herr deinen Knecht in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen.“ Die Kantate nimmt also die Hoffnung auf die Erlösung vorweg. Sie bringt dem Hörer schon nahe, was geschieht, wenn der Messias geboren ist. Und so gipfelt die Kantate „Mache dich auf, werde Licht“ von Johann Ludwig Bach schließlich auch in einem vom ganzen Orchester begleiteten Schlusschoral. Dort bittet der Chor darum einst zur Himmelstür geführt zu werden. Und zwar durch Christus, der wie es wörtlich heißt „Weg, Licht, Pfort, Wahrheit und Leben“ ist.

Ausführende:

Jugenkantorei Dormagen / Das Kleine Konzert
Barbara Schlick (Sopran),‎ Mary Nichols (Alt), Wilfried Jochens (Tenor), Stephen Varcoe (Bass)
Leitung: Hermann Max

Aufnahme des WDR von 1991
———————————————————

Eine CD-Bestellung und als mp3, bei A m a z o n

——————————————————-

Johann Ludwig Bach (1677-1731) Cantata „Mache dich auf, werde Licht“ („Get up, become light“) – For the Feast of the Purification of the Virgin Mary

The cantata: „Mache dich auf, werde Licht“ („Open yourself, become light,) for your light is coming“. It does not come from Johann Sebastian Bach, but from his distant cousin Johann Ludwig Bach (1677-1731), who was from 1711 court composer in Meiningen.

The cantata „Get Up, Become Light“ by Johann Ludwig Bach was originally written for the post-Christmas feast of the Purification of the Virgin Mary on 2 February. But it also fits perfectly into the Advent season.

To better distinguish him from his famous cousin Johann Sebastian Johann Ludwig Bach is often called the „Meininger Bach“, because he spent most of his life at Meininger farm. At the age of 22, he first came there as a chorister. Four years later, in 1703, he became court cantor in charge of church music. Finally, in 1711, he was appointed Court Kapellmeister, to whom he remained until his death twenty years later.

Only a few have survived Johann Ludwig Bach’s vocal works, a mass and funeral music, eleven motets and twenty-two cantatas. Most of them only thanks to copies of Johann Sebastian, who performed them in Leipzig. This also includes the cantata „Get up, become light“, which was actually written for the Feast of the Purification of the Virgin Mary on 2 February, which today is called Representation of the Lord.

But it also fits perfectly into the Advent season. Already in the first sentence Bach cites the prophet Isaiah. In his turn, according to Christian conviction, he points to Jesus as the Messiah. The aria cites the first two verses of the 60th chapter of Isaiah. The unitary translation states, „Open up, become light, for your light is coming, and the glory of the Lord is shining bright upon you, for behold, the earth and darkness cover the nations, but the Lord above you shines bright, his Glory appears above you. “

Thus, the theme of the cantata is clear, the promise of the coming Messiah. But this opening aria is also exciting because of the musical design, which closely follows the text. In keeping with the text, it is in three parts. At the beginning and at the end rather festive stands in the middle of a rather darker, somewhat slower part, which paints the darkness covering the ground. After a duet, the text and the subject of light and darkness are meditated further and a relationship to the individual man is established. At first this happens in an alto recitative and then finally in a soprano aria. Almost cheerfully, the soprano sings: „Forsake, you shadows, because the Lord wants my light.“

In a second part is now a New Testament quote in the center. The praise of Simeon from the second chapter of the Gospel of Luke. The text that also belongs to the Feast of the Lord. „Now Lord lets you divorce your servant in peace, for my eyes have seen salvation.“ The cantata thus anticipates the hope of salvation. It already teaches the listener what happens when the Messiah is born. And so the cantata „Get Up, Become Light“ by Johann Ludwig Bach culminates in a final chorale accompanied by the whole orchestra. There, the choir asks to be led once to heaven’s door. And through Christ, who literally means „way, light, comfort, truth, and life.“

Performed by:

Jugenkantorei Dormagen / The Little Concert
Barbara Schlick (soprano), Mary Nichols (alto), Wilfried Jochens (tenor), Stephen Varcoe (bass)
Head: Hermann Max

Recording of the WDR from 1991
———————————————————

CD order also as mp3. at Amazon:

———————————————————

Dr. Ulrich Kahmann im Gespräch mit Dr. Ulrich Leisinger von der Stiftung Mozarteum in Salzburg über „J.C.F. Bach im Rundfunksender SWR2“


Liebe Bachfreunde!

Ich möchte heute auf eine Rundfunksendung im

SWR2 – „Sendungsreihe: Zur Person“ hinweisen.

Die Sendung findet am Sonntag, 17. 12.2017, in der Zeit von 15:05 bis 17:00 Uhr statt.

Dr. Ulrich Kahmann im Gespräch mit Dr. Ulrich Leisinger von der Stiftung Mozarteum in Salzburg über dem Bach-Sohn: Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) Bückeburger Bach!

Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795)  „Bückeburger Bach“

Johann Christoph Friedrich Bach zum 285. Geburtstag

Von Ulrich Kahmann

Johann Christoph Friedrich Bach (1732 – 1795) war unter den vier Komponisten-Söhnen des Thomaskantors der Stille im Lande. Während seine Brüder an prominenten Stätten der Musikkultur wirkten, blieb er ein Leben lang in der Hofkapelle des Residenzstädtchens Bückeburg. Dort arbeitete er u. a. mit dem jungen Hofprediger Georg Friedrich Herder zusammen und schuf nach dessen Libretti anrührende Vokalwerke. Die frühen Werke Friedrich Bachs waren eher konventionell. In den letzten Jahren jedoch, da waren seine Brüder schon tot, wurde sein Stil zunehmend kühn. Keiner der Bach-Söhne kam Mozart musikalisch so nahe wie er. Sein einziger Sohn Wilhelm Friedrich Ernst Bach (1759-1845) war der letzte komponierende Bach.

Dr. Ulrich Kahmann porträtiert den „Bückeburger Bach“ im Gespräch mit dem Musikforscher       Dr. Ulrich Leisinger .

Das Programm enthält die folgende Musikliste:

Johann Christoph Friedrich Bach:
Thema, aus Allegretto mit 18 Variationen in G-Dur über „Ah, vous dirai-je, maman“ WF XII.2
Minako Tsuruta (Klavier)

Johann Christoph Friedrich Bach:
Fughette in C-Dur über H.C.F. B-A-C-H WF XII, 14
Michael Rische (Klavier)

Johann Christoph Friedrich Bach:
3. Satz aus der Sinfonia d-Moll WF I/3
Barockorchester L‘ ARCO
Leitung: Heinz Hennig

Johann Christoph Friedrich Bach:
Tempo di minuetto aus der Triosonate in F-Dur
London Baroque:
Irmgard Schaller (Violine)
Richard Gwilt (Viola)
Charles Medlam (Violoncello)
Richard Egarr (Cembalo)

Johann Christoph Friedrich Bach:
Scherzo, aus dem Quartett Nr. 3 für Flöte, Violine, Viola und b. c. in C-Dur HW VI/3
Andreas Staier (Cembalo)
Les Adieux

Johann Christoph Friedrich Bach :
Ausschnitt aus dem Oratorium Die Auferweckung Lazarus‘ WF XIV/3 (Libretto: Johann Gottfried Herder)
Véronique Dietschy (Sopran)
Consuelo Caroli (Mezzosopran)
John Elwis (Tenor)
Philippe Cantor (Bariton)
Ensemble vocale Nicole Blanchi
Ensemble baroque de Nice
Leitung: Gilbert Bezzina

Johann Christoph Friedrich Bach :
„Ehre sei Gott in der Höhe“ aus dem Oratorium „Die Kindheit Jesu“ XIV/2
Rheinische Kantorei
Leitung Hermann Max

Johann Christoph Friedrich Bach:
„Miserere mei“ aus dem Miserere in c-Moll
Mária Zádory (Sopran)
Lena-Susanne Norin (Mezzo-Sopran)
Guy de Mey (Tenor)
Klaus Mertens (Bariton)
Das Kleine Konzert
Hermann Max

Johann Christoph Friedrich Bach:
„Non sempre riderai, scherzosa Dea“, Arie aus der Kantate „Cassandra“ WF XVIII/1 (Text: Antonio Conti)
Lena Susanne Norin (Alt)
Das kleine Konzert
Leitung: Hermann Max

Johann Christoph Friedrich Bach :
„Wenn mich bejahrte Spröden quälen“, Lied aus „Musikalisches Vielerley“ WF XIX/1 (Text: Conrad Felix Weiße)
Christoph Schwarz (Baß)
Sabine Bauer (Hammerklavier)

Johann Christoph Friedrich Bach:
„Der Nachbarin Climene“, Lied aus „Musikalisches Vielerley“ WF XIX/1 (Text: Gotthold Ephraim Lessing)
Christoph Schwarz (Baß)
Sabine Bauer (Hammerklavier)

Johann Sebastian Bach
„Gloria sei dir gesungen“ aus der Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ BWV. 140
Tölzer Knabenchor
Concentus musicus Wien
Leitung: Nikolaus Harnoncourt

Johann Christoph Friedrich Bach
„Gloria sei dir gesungen“ aus der Motette „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ für vierstimmigen Chor und b.c. XV/2
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Leitung: Hermann Max

           Wilhelm Friedrich Ernst Bach (1759-1845)

Wilhelm Friedrich Ernst Bach (1759-1845)

„Tönet sanft ihr Freudenlieder“, Duett aus der Kantate „Westphalens Freude“ (Text: Sophie Friederike Martini)
Ingrid Schmithüsen (Sopran)
Howard Crook (Tenor)
Das Kleine Konzert
Leitung: Hermann Max

Johann Christoph Friedrich Bach:
2. Satz aus dem Concerto grosso in Es-Dur für Hammerflügel, Viola, 2 Hörner, 2 Oboen, Streicher und b.c. BR JCFB C 44
Robert Hill (Hammerklavier)
Reinhard Goebel (Viola)
Musica Antiqua Köln
Leitung: Reinhard Goebel

Johann Christoph Friedrich Bach:
Allegretto mit 18 Variationen in G-Dur über „Ah, vous dirai-je, maman“ WF XII.2
Minako Tsuruta (Klavier)

Johann Christoph Friedrich Bach:
„Warum bin ich so betrübt“,Lied aus der „Sammlung für Geistliche Lieder“ nach Texten von Balthasar Münter
Christoph Schwarz (Baß)
Christoph Krummacher (Orgel)

Johann Christoph Friedrich Bach:
Rondo aus der Sinfonia à 10 in B-Dur WF I/20
Freiburger Barockorchester
Leitung: Gottfried von der Goltz

Johann Christoph Friedrich Bach:
„Hohe, holde Wundernacht“, Choral aus dem Oratorium „Die Kindheit Jesu“. Ein biblisches Gemälde (Text: Johann Gottfried Herder)
Rheinische Kantorei
Das kleine Konzert
Leitung Hermann Max


Es handelt sich übrigens um den abschließenden Beitrag von Ulrich Kahmann in  seiner Portrait-Reihe zu den vier Bach-Söhnen für SWR 2.

Herzliche Grüße

Volker

Dmitri Schostakowitsch – Cellokonzert Nr.1 – Königin-Elisabeth-Wettbewerb 2017


Dmitri Schostakowitsch – Cellokonzert Nr.1 – Königin-Elisabeth-Wettbewerb 2017

Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) – Cellokonzert Nr.1
Aufnahme vom Königin-Elisabeth-Wettbewerb 2017

Das Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107 ist das erste Cellokonzert von Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch aus dem Jahr 1959. Er widmete es dem Cellisten Mstislaw Leopoldowitsch Rostropowitsch, der sein Schüler und ein guter Freund war.

Das Konzert entstand in einer Zeit, in der das Erbe von Josef Stalins Kulturbürokratie während der Tauwetter-Periode langsam überwunden wurde. Unter Stalin hatten bedeutende Teile von Schostakowitschs Kompositionen als „volksfremd und formalistisch“ gegolten. Das Konzert gilt als Teil der musikalischen Abrechnung Schostakowitschs mit Stalin. Am 4. Oktober 1959 wurde das Cellokonzert im Großen Saal der Leningrader Philharmonie durch Mstislaw Rostropowitsch mit den Leningrader Philharmonikern unter der Leitung von Jewgeni Mrawinski uraufgeführt.

Die treibenden Bewegungen und der tänzerische Übermut des ersten und dritten Satzes stehen der Melancholie des zweiten Satzes gegenüber. Er entfaltet zwei kantable Themen, auf die der dritte Satz noch einmal Bezug nimmt. Ein Sarabandenrhythmus und schlichte folkloristische Melodiebildungen mit vereinzelten Leierkastenklängen und flüchtigem Flageolett des Cellos geben diesem Satz jene berührende Eindringlichkeit, wie sie auch für andere Werke Schostakowitschs typisch ist. Ihr Effekt beruht unter anderem darauf, dass das Soloinstrument durch Flageolett die höheren Töne gegenüber den Diskantstreichern spielt. Der dritte Satz ist eine Kadenz oder ein „Monolog“ für das Solocello.

Der atemlose Schlusssatz ist von sprühender Virtuosität geprägt. Er greift auf das Hauptmotiv des ersten Satzes zurück. Zudem zitiert er das Lieblingslied Josef Stalins, „Suliko“.

Ähnlich seinem 1. Klavierkonzert ist der Solostimme ein weiteres Instrument, in diesem Fall ein Horn, mit verschiedenen Solopartien zur Seite gestellt. Eine besondere Stellung im Konzert nimmt zudem die Pauke ein, die als Widerpart der Cellostimme fungiert, immer wieder Brüche im melodischen und rhythmischen Ablauf erzeugt und in Kombination mit der Chromatik im vierten Satz einen bedrohlich Charakter bekommt.

Ausführende:
Victor-Julien Laferriére (Violoncello)
Brussels Philharmonic
Direction: Stéphane Denéve
—————————————–
Dmitri Shostakovich (1906-1975) – Cello Concerto No.1
Recording of the Queen Elisabeth Competition 2017

The Cello Concerto No. 1 in E-flat major op. 107 is the first cello concerto by Dmitry Dmitrievich Shostakovich from 1959. He dedicated it to the cellist Mstislav Leopoldovich Rostropovich, who was his pupil and a good friend.

The concert was written in a time when the legacy of Josef Stalin’s cultural bureaucracy was slowly overcome during the thawing period. Under Stalin, significant parts of Shostakovich’s compositions had been considered „alien and formalistic“. The concert is considered part of the musical settlement of Shostakovich with Stalin. On October 4, 1959, the Cello Concerto in the Great Hall of the Leningrad Philharmonic was premiered by Mstislav Rostropovich with the Leningrad Philharmonic under the direction of Yevgeny Mrawinski.

The driving movements and the dance-like exuberance of the first and third movement are juxtaposed with the melancholy of the second movement. He unfolds two cantabile themes, to which the third movement refers again. A sarabande rhythm and simple folkloristic melodic formations with isolated lyre box sounds and fleeting harmonics of the cello give this movement the touching intensity that is typical of other works by Shostakovich. Their effect is based, among other things, on the fact that the solo instrument plays the higher notes over the treble strings through flageolet. The third movement is a cadence or a „monologue“ for the solo cello.

The breathless final movement is characterized by sparkling virtuosity. He refers back to the main motive of the first movement. He also quotes Josef Stalin’s favorite song, „Suliko“.

Similar to his first piano concerto, the solo part is another instrument, in this case a horn, with different solo parts set aside. A special position in the concert also takes the timpani, which acts as an antagonist of the cello, repeatedly breaks in the melodic and rhythmic process generated and gets in combination with the chromaticism in the fourth movement a threatening character.

Performed by:
Victor-Julien Laferriére (Violoncello)
Brussels Philharmonic
Direction: Stéphane Denéve

—————————————————-

Johann Sebastian Bach – BWV 232 „h-moll Messe“ – Concerto Köln; Leitung: Peter Dijkstra


Johann Sebastian Bach – BWV 232 h-moll Messe – Concerto Köln; Leitung: Peter Dijkstra

Die „h-Moll-Messe“ BWV 232 von Johann Sebastian Bach, ist eine der bedeutendsten geistlichen Kompositionen. Es handelt sich um Bachs letztes großes Vokalwerk und seine einzige Komposition, der das vollständige Ordinarium des lateinischen Messetextes zugrunde liegt. Gelegentlich wird sie infolge einer Zuschreibung der Romantik auch Hohe Messe in h-Moll genannt.

Dem Typus nach handelt es sich um eine Missa solemnis, die aus 18 Chorsätzen und 9 Arien besteht. Bach komponierte 1733 zunächst eine Missa aus Kyrie und Gloria. Gegen Ende seines Lebens stellte er die übrigen Sätze aus Bearbeitungen früher komponierter Sätze, überwiegend aus seinen Kantaten, und neuen Kompositionen zusammen. Das Manuskript von 1748/1749 gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Nach und nach etablierte sich die Messe im Konzertprogramm der großen Oratorienchöre. Bis zum Zweiten Weltkrieg erklang sie zehnmal auf dem deutschen Bach-Fest der Neuen Bachgesellschaft und wurde 47 mal von der Berliner Sing-Akademie aufgeführt.[52] Auf dem ältesten Bachfest in Bethlehem (Pennsylvania) erklingt das Werk seit 1911 in ungebrochener Tradition Jahr für Jahr. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlangte die Messe unter Bachs Großwerken den ersten Platz in der Häufigkeit der Aufführungen, noch weit vor der Matthäus-Passion.

Die h-Moll-Messe erfordert in ihrer letzten Fassung fünf Vokalsolisten (Sopran I/II, Alt, Tenor, Bass), vier-, fünf-, sechs- und achtstimmigen Chor sowie ein reich besetztes Orchester aus Blechbläsern (drei Trompeten, Pauken, ein Corno da caccia), Holzbläsern (zwei Traversflöten, zwei Oboen, zwei Oboi d’amore, zwei Fagotten) und Streichern (Violine I/II, Viola) mit Basso continuo.

Weitere Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/H-Moll-Messe

———————————–

Ausführende:
Chrsitina Landshammer (Sopran)
Anke Vondung (Alt)
Maximilian Schmitt (Tenor)
Andreas Wolf (Bass)
Chor des Bayerischen Rundfunks
Concerto Köln
Leitung: Peter Dijkstra

Aufnahme: aus der St. Lorenzkirche in Nürnberg in 2016 vom BR


 

 

Robert Schumann (1810-1856) – „Konzert für Piano und Orchester in a-Moll op.54“


Robert Schumann (1810-1856) – „Konzert für Piano und Orchester in a-Moll op.54“

                            Robert Schumann Zeichnung von Adolph von Menzel

Ausführende:
Gewandhaus Orchester Leipzig
Piano: Martha Argerich
Leitung: Riccardo Chailly
Aufnahme von 2006 aus dem Gewandhaus in Leipzig

(Masterpieces of Classical Music)

—————————–

Robert Schumann (* 8. Juni 1810 in Zwickau, Königreich Sachsen; † 29. Juli 1856 in Endenich, Rheinprovinz, heute Ortsteil von Bonn) war ein deutscher Komponist, Musikkritiker und Dirigent. Er wird heute zu den bedeutendsten Komponisten der Romantik gezählt. In der ersten Phase seines Schaffens komponierte er vor allem Klaviermusik. 1840, im Jahr seiner Eheschließung mit der Pianistin Clara Wieck, schrieb er knapp 150 Lieder. In den folgenden Jahren entwickelte sich sein Werk zu großer Vielfalt: Er komponierte von da an auch Orchestermusik (darunter vier Sinfonien), konzertante Werke, Kammermusik, Chormusik und eine Oper.

Das Klavierkonzert a-Moll op. 54 ist ein romantisches Solokonzert für Klavier und Orchester von Robert Schumann. Er vollendete das Konzert 1845 und ließ es im Dezember des Jahres erstmals aufführen. Das Konzert, welches während der Hochromantik entstand, trägt viele Eigenschaften der romantischen Epoche. Ebenso wie einige andere Klavierkonzerte des 19. Jahrhunderts hat das a-Moll-Konzert einen sinfonischen Charakter (siehe Verschmelzungsprinzip). Da das Werk zunächst als Fantasie konzipiert war, steht das gesamte Konzert unter romantisch-phantastischen Eindrücken. Schumann benötigte für die verzögerte Fertigstellung über fünf Jahre. Auf dem Titelblatt des Autographs weist Schumann auf die unterschiedlichen Entstehungszeiten der Sätze hin.

Die Uraufführung des Kopfsatzes (Phantasie) erfolgte am 13. August 1841 im Leipziger Gewandhaus mit der Solistin Clara Schumann. Die vollständige 3-sätzige Fassung wurde in Dresden am 4. Dezember 1845 [4] wiederum mit seiner Frau Clara Schumann am Klavier und dem Widmungsträger Ferdinand Hiller als Dirigent uraufgeführt. Das Konzert wurde anders als viele Klavierkonzerte der Romantik mit Begeisterung aufgenommen. Clara Schumann schrieb nach der Uraufführung: „… wie reich an Erfindung, wie interessant vom Anfang bis zum Ende ist es, wie frisch und welch ein schönes zusammenhängendes Ganze!“

Robert Schumann – Concerto for Piano and Orchestra in A minor op.54

Performed by:
Gewandhaus Orchestra Leipzig
Piano: Martha Argerich
Conductor: Riccardo Chailly
Picture taken in 2006 from the Gewandhaus in Leipzig

Robert Schumann (born June 8, 1810 in Zwickau, Kingdom of Saxony, † July 29, 1856 in Endenich, Rhine Province, today part of Bonn) was a German composer, music critic and conductor. He is now considered one of the most important composers of the Romantic era. In the first phase of his work he mainly composed piano music. In 1840, in the year of his marriage to the pianist Clara Wieck, he wrote almost 150 songs. In the years that followed, his work developed into a great variety: from then on he also composed orchestral music (including four symphonies), concertante works, chamber music, choral music and an opera.

The Piano Concerto in A minor op. 54 is a romantic solo concert for piano and orchestra by Robert Schumann. He completed the concert in 1845 and had it performed for the first time in December of the year. The concert, which was created during the High Romantic period, bears many characteristics of the romantic epoch. Like some other 19th century piano concertos, the A minor Concerto has a symphonic character (see Merging Principle). Since the work was initially conceived as a fantasy, the entire concert is under romantic and fantastic impressions. Schumann needed for the delayed completion over five years. On the title page of the autograph, Schumann points to the different dates of origin of the sentences.

The premiere of the first movement (Fantasy) took place on August 13, 1841 in the Leipzig Gewandhaus with the soloist Clara Schumann. The complete 3-movement version was premiered in Dresden on December 4, 1845 [4] again with his wife Clara Schumann on the piano and the dedicatee Ferdinand Hiller as conductor. Unlike many romantic piano concertos, the concert was received with great enthusiasm. Clara Schumann wrote after the premiere: „… how rich in invention, how interesting from beginning to end, how fresh and what a beautiful coherent whole!“