Archiv des Autors: barbara57

Biografie Neil Brough – Barocktrompete


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Neil Brough, © V. Hege
Neil Brough

Neil Brough, geb. am 20.5.1975, spielt sowohl moderne als auch Barocktrompete. Er ist Solotrompeter in den von Sir John Eliot Gardiner gegründeten und geleiteten Orchestern English Baroque Soloists und Orchestre Révolutionnaire et Romantique, Er konzertierte als Solotrompeter weltweit mit ihnen ebenso wie mit weiteren führenden Orchestern wie English Chamber Orchestra, Philharmonia Orchestra, Kings’s Consort, The English Concert unter Trevor Pinnock, Orchestra of the Age of Enlightenment sowie als Spezialist für historische Instrumente im Royal Opera House Covent Garden in London in Opern von Haydn, Mozart und Händel unter Christopher Hogwood und Sir Charles Mackerras. Dabei entstanden zahlreiche CD-Aufnahmen und Radio- und Fernsehübertragungen. Ebenso ist er in zahlreichen Soundtracks herausragender Film- und Fernsehproduktionen zu hören.

Zusammen mit Nathalie Dessay nahm er die Bach Kantate BWV 51 Jauchzet Gott in allen Landen für Virgin Classics auf. Als Solist ist er auf CD-Einspielungen mit bekannten Sängern wie Emma Kirkby, James Bowman oder John Tomlinson zu hören.

Seine exzellente Intonation der hohen Töne in Bachs zweitem Brandenburgischem Konzert wurde in der Presse als unumschränkt bewundernswert und beeindruckend gewürdigt. Die CD-Einspielung dieses Stückes mit den English Baroque Soloists und Sir John Eliot Gardiner erhielt große Anerkennung. Ihr gemeinsames Konzert bei den Proms 2010 wurde live im Radio und im Fernsehen übertragen.

Neil Brough ist Professor für Naturtrompete am Royal College of Music in London.

http://www.londontrumpetchoir.com/Members/brough/index.html 

http://www.maslink.co.uk/cvs/trumpets/brough(neil).htm

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Radiotipps 12.12. – 18.12.11



12.12.


DRS2
20:00-22:00
Diskothek im Zweiten
Hector Berlioz: L’enfance du Christ
«L’enfance du Christ» von Hector Berlioz ist zwar nicht Bachs Weihnachtsoratorium, passt aber dennoch gut in die Vorweihnachtszeit. Das Oratorium erzählt von der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten. Berlioz, seiner Zeit weit voraus und deshalb oft angefeindet, benutzte für diese einfache Geschichte eine schlichtere Klangsprache als sonst und hatte damit auf Anhieb Erfolg. Mit Gastgeberin Lislot Frei diskutieren Verena Naegele und Sigfried Schibli fünf Aufnahmen des Werks, das bis heute vor allem in Frankreich sehr populär geblieben ist.

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14.12.

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SWR2
20:03-22:00
Musik kommentiert
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium 1. Teil
Hans-Peter Jahn im Gespräch mit Helmut Rilling

Johann Sebastian Bach:
Weihnachts-Oratorium für Soli, Chor und Orchester BWV 248
1. Teil: Am Weihnachtsfest
Sibylla Rubens (Sopran)
Ingeborg Danz (Alt)
James Taylor (Tenor – Evangelist)
Hanno Müller-Brachmann (Bass)
Gächinger Kantorei Stuttgart
Bach-Collegium Stuttgart
Leitung: Helmuth Rilling

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16.12.

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MDR Figaro(ebenso SR2)

20:05-22:00
Johann Sebastian Bach: Weihnachts-Oratorium BWV 248 (Kantaten 4-6)
Sibylla Rubens, Sopran
Christa Mayer, Alt
Daniel Behle, Tenor
Florian Boesch, Bariton
Kammerchor der Frauenkirche Dresden, Sächsische Staatskapelle Dresden
Leitung: Christian Thielemann
Live-Übertragung aus der Frauenkirche Dresden

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18.12.

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HR2, SR2, BR klassik, BBC, radio classica – Spanien

European Broadcasting Union – Weihnachtsmusik-Tag

EURORADIO präsentiert:
Alte und neue Weihnachtsmusik – 12 Konzerte der Union Europäischer Rundfunkanstalten
10.05 – 24.00 Uhr
14 Stunden alte und neue Weihnachtsmusik – dazu lädt EURORADIO in jedem Jahr am 4. Advent ein. Von 10 Uhr bis Mitternacht reihen sich wie Perlen in einer Kette zwölf Konzerte der Union europäischer Rundfunkanstalten aneinander. Sie stimmen auf das Fest der Geburt Christi ein und lassen hören, auf welch unterschiedliche Weise das weihnachtliche Geschehen in den verschiedenen Ländern Europas musikalisch gestaltet wird. Von Portugal bis Helsinki, von Kroatien bis Reykjavik macht die musikalische Reise mit weihnachtlicher Musik der unterschiedlichen Länder bekannt. In diesem Jahr kommt der Beitrag aus Deutschland vom Bayerischen Rundfunk. Zwischen 19.05 Uhr und 21.30 Uhr ist der Mitschnitt des Mysterienspiels „Verkündigung“ von Walter Braunfels aus dem Prinzregententheater München in erstklassiger Besetzung unter anderem mit Robert Holl und Juliane Banse zu hören.

10.05 Prag
Barbora Sojkaova, Sopran / Sylva Cmugrova, Alt / Jan Ondrejka, Tenor
Musica Florea
Leitung: Marek Stryncl
Zelenka: Magnificat C-Dur ZWV 107 • Zelenka: Missa Nativitatis Domini ZWV 8
(Kirche St. Simon und Juda)

11.00 Zagreb
Pavao Masic, Orgel
Chor und Orchester des Kroatischen Rundfunks
Leitung: Tonci Bilic
Poulenc: Orgelkonzert g-Moll • Igor Kuljeric: Bearbeitungen von traditionellen kroatischen Weihnachtsliedern
(Basilika des Heiligen Herzens Jesu)

12.00 Valongo / Portugal
John Tavener: Icon of the Nativity
Manuel Cardoso: Missa Puer qui natus est
Guillaume de Machaut: Ballades
Perotinus: Alleluja • Traditionell: Es ist ein Ros‘ entsprungen
Robert Lucas Pearsall: In dulcio jubilo
(Campo-Kirche)

13.00 Kopenhagen
Emil Lykke, Tenor
Vocal-Ensemble des Dänischen Rundfunks
Middle East Peace Orchestra
Leitung: Henrik Goldschmidt
Ein Weihnachtskonzert für den Frieden – Traditionelle europäische Weihnachtslieder, die teilweise in arabischer Sprache gesungen werden, sowie Werke von Georg Friedrich Händel und Felix Mendelssohn Bartholdy
(Christianskirche)

14.05 Helsinki
Maria Cristina Kiehr, Sopran
Barock-Orchester-Helsinki
Leitung: Aapo Häkkinen
„Mare Nostrum – Musica Baltica et Mediterrana“ – Werke aus dem 16. und 17. Jahrhundert
(Kallio-Kirche)

15.00 Enschede
Ensemble „Discantus“
Leitung: Brigitte Lesne
„Ecce mundi gaudium“ – Weihnachtliche Musik aus dem 12. und 13. Jahrhundert
(Große Kirche)

16.00 Riga
Xylern Trio: Rihards Zalupe, Marimba und Schlagzeug / Oskar Petrauskis, Saxofon / Raimonds Petrauskis, Klavier und Synthesizer
„Mixed Christmas“ – Jazzimprovisationen über Weihnachtslieder
(Studio 1 des Lettischen Rundfunks)

17.00 Reykjavik
Karl Nyhlin, Laute
Carmina-Kammerchor
Leitung: Arni Heimir Ingólfsson
Isländische Weihnachtsmusik aus dem 15. bis 17. Jahrhundert
(Christus-Kirche)

18.00 Tallinn
Ensemble für Alte Musik „Rondellus“
Leitung: Robert Staak
„Nova Gaudia“ – Mittelalterliche Weihnachtslieder aus verschiedenen Regionen Europas
(St. Nikolaus-Kirche)

19.00 München
Walter Braunfels: Mysterienspiel „Verkündigung“ op. 50 nach Paul Claudel
Andreas Gradherz … Robert Holl
Die Mutter … Hanna Schwarz
iolaine … Juliane Banse
Mara … Janina Baechle
Peter von Ulm … Matthias Klink
Jakobäus … Adrian Eröd
Engelsstimme … Vanessa Goikoetxea
u.a.
Chor des Bayerischen Rundfunks
Münchner Rundfunkorchester
Leitung: Ulf Schirmer
(Prinzregententheater)

21.30 Freiburg
Collegium Vocale Gent
Freiburger Barockorchester
Leitung: Marcus Creed
Bach: 1. Brandenburgisches Konzert F-Dur BWV 1046
Bach: Kantate „Nun komm der Heiden Heiland“ BWV 61
Zelenka: Missa Dei Filii ZWV 20
(Rolf-Böhme-Saal im Konzerthaus)

23.00 Waterford / Irland
Danù-Ensemble
Traditionelle irische Weihnachtsmusik
(„The Local“, Dungarvan)

Radiotipps 6.12. – 11.12.2011


6.12.

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DRS2
16:03-18:00
Große Interpretationen
Ein Leben für die Musik – Nikolaus Harnoncourt

rbb Kulturradio
20:04-21:00
Klassik-Werkstatt
Ein profunder Komponist“
Motetten von Johann Christoph Bach

Johann Sebastian Bach hielt große Stücke auf seinen Großcousin und sammelte seine Noten, die später im sogenannten Altbachischen Archiv überliefert wurden.

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11.12.

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DRS2
16:03-18:00
Parlando
Die „drey berühmten S“ – Ein Musikfest zu Ehren der Komponisten Schütz, Schein und Scheidt in Mitteldeutschland

Mit Johann Hermann Schein zechte Heinrich Schütz in Weissenfels, mit Samuel Scheidt reiste er zur einer Orgelprobe nach Bayreuth. Die „drey berühmten S, die man zu dieser Zeit für die besten drey Componisten in Teutschland gehalten“, wie es noch 1690 hiess, kannten einander gut. Und registrierten genau Karrierewege und Kompositionen. Johann Samuel Schein (1586-1630), dichtender Komponist, brachte es zum Thomaskantor in Leipzig, Samuel Scheidt (1587-1654) wirkte in seiner Geburtsstadt Halle/Saale einige Zeit als Director musices und prägte mit seinen Publikationen Orgelspiel und Gebrauchsmusik nachhaltig – und eben Heinrich Schütz (1585-1672), weit gereister sächsischer Hofkapellmeister.

Unter dem Motto „Glaubenstrost und Lebenslust“ standen diese drei Herren im Zentrum des diesjährigen Heinrich-Schütz-Musikfestes in Mitteldeutschland. Birgit Kiupel nimmt sie mit nach Halle, Bad Köstritz, Weißenfels und Dresden, in eine Region, aus der bis heute so beliebte und bekannte Komponisten stammen wie Bach & Söhne, Händel und Telemann – aber zuvor eben auch Schütz, der „Vater“ der deutschen Musik, und viele seiner Kollegen

 

 

Liveübertragung Beethoven Symphonien mit dem Orchestre Revolutionaire et Romantique und Sir John Eliot Gardiner aus New York


Heute abend überträgt der amerikanische Sender WQXR live folgendes Konzert:

Beethoven Sinfonien LIVE vom CARNEGIE HALL
8 pm EST ( entspricht 2 Uhr nachts am 17.11.)

Wer nicht nachts aufstehen möchte und den phonostar-Player auf seinem Rechner hat, kann sich glücklich schätzen. Der Sender ist in der Senderliste enthalten und kann somit einprogrammiert werden.

Performers

Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Sir John Eliot Gardiner, Artistic
Director and Conductor

Program

  • BEETHOVEN Egmont Overture
  • BEETHOVEN Symphony No. 7
  • BEETHOVEN Symphony No. 5

http://www.carnegiehall.org/Pages/WQXR-Broadcasts/

Mehr Informationen über dieses Konzert:
http://www.carnegiehall.org/Event.aspx?id=4689

 

Radiotipps 14.11. – 15.11.2011


14. – 17.11.

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Ö1
9:45 – 10:00

Radiokolleg – Das Wohltemperierte Klavier

Ein Experiment als Meisterwerk (1). Gestaltung: Gudrun Braunsperger

Das Werk, das Hans von Bülow als das Alte Testament des Klavierspiels bezeichnet hat, wurde zu einer Zeit komponiert, als der moderne Flügel für den Konzertsaal noch nicht erfunden war. Johann Sebastian Bach schrieb seine Sammlung für Präludien und Fugen (entstanden zwischen 1722 und 1740/1742) „als Lehrwerk und zum Zeitvertreib“ für ein nicht näher bestimmtes Tasteninstrument. Das Werk wurde am Cembalo, auf dem Clavichord, ja sogar auf der Orgel gespielt, und das in einer Zeit, als man noch im klanglichen Kosmos unterschiedlicher musikalischer „Temperaturen“ lebte: als Instrumente noch nicht einheitlich gestimmt waren.

Die „wohltemperierte Stimmung“ machte das revolutionäre Experiment möglich: alle Tonarten des Quintenzirkels zu durchqueren, und das im Abstand von 20 Jahren gleich zweimal. Entlegene Tonarten wie etwa Fis-Dur hatten bis dahin noch keine Aufnahme in das übliche Repertoire eines Komponisten gefunden, man beschränkte sich auf die dem Ohr vertrauten Tonarten, die auch in ihrer emotionalen Aussage bereits symbolisch besetzt waren.

Bach hat mit dem „Wohltemperierten Clavier“ ein musikalisches Meisterwerk geschaffen, dem ein genialer intellektueller Überbau zugrunde liegt und das dessen ungeachtet auch aus der Populärkultur nicht wegzudenken ist. Nicht wenige Menschen haben zu den Klängen von Charles Gounods Verwandlung des C-Dur-Präludiums aus dem ersten Band in ein romantisches Ave Maria den Bund fürs Leben geschlossen.

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15.11.

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DRS II
16:03-17:00

Große Interpretationen
Ein Leben für Bach: Der niederländische Cembalist, Organist und Dirigent Gustav Leonhardt
Playlist wird nach Sendung veröffentlicht:
http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/grosse-interpretationen/2660.sh10198572.html

 

rbb kulturradio
20:05-21:00

Bach hören
Cellosuiten C-Dur und c-Moll auf dem Violoncello da Spalla

Die Suiten waren progressiv aufgebaut, sie erkunden immer neue Facetten und Ausdrucksregionen. Hier werden zwei diametral entgegen gesetzte Welten erkundet.
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Radiotipps 8.11. – 13.11.2011


8.11.

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Dkultur
22:00-22:30

Alte Musik
Bachs h-Moll-Messe: ein „immerwährender Prüfstein“ der Bachforschung
Von Michael Maul

Bachs monumentale h-Moll-Messe beschäftigt die Wissenschaft, seit es die musikwissenschaftliche Bachforschung gibt.
Das Stück bildete 1954 den ersten Band der „Neuen Bach-Ausgabe“ und 2010 in einer Neuausgabe – als Auftakt zur „Revidierten Neuen Bach-Ausgabe“.
Trotz immer ausgefeilterer Methoden sind aber noch immer nicht alle Rätsel rund um den Notentext, die Adressaten und die Entstehungsumstände des Stückes gelöst. Die Sendung gibt einen Einblick in 100 Jahre Forschung zur h-Moll-Messe; sie schildert die Wege und Irrwege der Bachforschung und berichtet von neuesten Forschungsansätzen und Hypothesen, die darauf abzielen, die offenen Geheimnisse von Bachs Opus ultimum doch noch zu ergründen.

davor:
20:03-22:00

Kölner Philharmonie
Aufzeichnung vom 3.11.11

Johann Sebastian Bach
Messe h-Moll BWV 232 für Soli, Chor und Orchester

Sunhae Im, Sopran
Marie-Claude Chappuis, Mezzosopran
Lawrence Zazzo, Countertenor
Magnus Staveland, Tenor
Michael Nagy, Bass
RIAS Kammerchor
Concerto Köln
Leitung: René Jacobs

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10.11.

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Ö1
10:05-11:35

Alte Musik im Konzert.
Chor und Orchester des Bach Collegiums Japan, Leitung und Orgel: Masaaki Suzuki; Hana Blaziková, Sopran;
Robin Blaze, Countertenor;
Gerd Türk, Tenor;
Peter Kooij, Bass.

Dietrich Buxtehude: Präludium G-Dur, BuxWV 149
Johann Gottfried Walther: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr, LV 95
Johann Sebastian Bach: a) Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte, Kantate,
BWV 174; b) Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen, Kantate, BWV 145; c)
Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust, Kantate, BWV 170; d) Man singet mit Freuden
vom Sieg, Kantate, BWV 149
(aufgenommen am 10. Februar im Takemitsu Memorial in Tokio).
Präsentation: Bernhard Trebuch

Deutschlandfunk
21:05-22:50

Festspiel-Panorama
Festival Alte Musik Knechtsteden 2011
Huldigungsmusiken für Queen und Himmelskönigin

Henry Purcell
›Funeral Sentences for Queen Mary‹. Geistliche Gesänge
›Love’s Goddess Sure Was Blind‹.Birthday Ode for Queen Mary
Alessandro Melani
Marienvesper

Veronika Winter, Maria Skiba, Elisa Rabanus, Magdalene Harer, Sopran
Franz Vitzthum, Edzard Burchards, Altus
James Gilchrist, Hans Jörg Mammel, Tenor
Markus Flaig, Matthias Vieweg, Bariton
Das Kleine Konzert
Leitung: Hermann Max

Aufnahme vom 22.9.11 aus der Klosterbasilika Knechtsteden
(22:00 Nachrichten)

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13.11.

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NDR
11:03-13:00

Ring Barock der NDR Radiophilharmonie

Georg Philipp Telemann
Deus judicium tuum regi da, Psalm-Motette für Soli, Chor und Orchester
Der Tag des Gerichts, Singgedicht in vier Betrachtungen von Christian Wilhelm Alers für Soli, Chor und Orchester

Christine Landshamer, Sopran
Wiebke Lehmkuhl, Alt
Markus Brutscher, Tenor
Stephan Genz, Bariton / Bass
NDR Chor / NDR Radiophilharmonie
Ltg.: Reinhard Goebel
Aufzeichnung vom 4.3.2011 in der Orangerie Herrenhausen

Im Ring Barock der NDR Radiophilharmonie war der Dirigent Reinhard Goebel am 4. März 2011 mit zwei geistlichen Werken Telemanns zu Gast. Reinhard Goebel war prominenter Mitinitiator des Ring Barock und gastiert regelmäßig am Pult der NDR Radiophilharmonie in Hannover. Seit einigen Jahren wandelt der international gefragte Experte des Barockklangs und der historischen Aufführungspraxis verstärkt auf den Spuren Georg Philipp Telemanns. Mit Konzerten und CD-Einspielungen setzt er sich für dessen weniger gespielte, aber nicht minder großartige Musik ein. Dafür wurde ihm 2002 der Telemann-Preis der Stadt Magdeburg verliehen.

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CD-Vorstellung: Schubert „Die Winterreise“ mit James Gilchrist und Anna Tilbrook


Aller guten Dinge sind drei: nach Die schöne Müllerin und Schwanengesang ist jetzt mit der Winterreise die Aufnahme des dritten großen Liederzyklus von Franz Schubert mit James Gilchrist und Anna Tilbrook bei ORCHID Classics veröffentlicht worden. Und – um es vorweg zu nehmen – diese Aufnahme bietet noch einmal eine Steigerung, und ich möchte meinen Eindruck ganz profan zusammenfassen: Das Beste kommt zum Schluss!

In Winterreise vertonte Franz Schubert, wiederum wie bei Die schöne Müllerin, Gedichte von Wilhelm Müller. Auch hier gibt es ein den ganzen Zyklus durchziehendes Grundgerüst. Ein junger Mann verlässt seine Freundin/Geliebte und die Stadt, in der sie lebt. Im Laufe der folgenden 23 Lieder durchlebt er alles, was ein an der Liebe verzweifelter Mensch aushalten zu müssen glaubt. Die erste Hälfte des Zyklus ist eher von der Flucht aus der Stadt und von dem Blick auf sein Inneres bestimmt, während sich in der zweiten Hälfte, die Schubert ein halbes Jahr später vertonte, der Blick des jungen Mannes eher nach außen richtet und die Todessehnsucht immer mehr wächst. Zum Schluss hat er als Begleitung nur einen alten Leiermann, der an seiner Leier drehend im Nichts entschwindet. Als Schubert seinen Freunden die erste Hälfte des Zyklus vorführte, waren diese über das düstere Wesen der Lieder bestürzt. Schubert jedoch hielt sie für seine besten Werke. Mittlerweile gehört die Winterreise zu den wichtigsten Werken im Bereich des Kunstliedes.

Cover WinterreiseNach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, mich diesem Werk zu nähern, wartete ich gespannt auf diese CD, nachdem ich durch die beiden zuvor erschienen vom Saulus zum Paulus im Bereich Lied bekehrt wurde. Und James Gilchrist ist gemeinsam mit Anna Tilbrook wieder der Sänger, der sich NICHT auf das Podium stellt und den Zuhörer ob seiner großen Kunst in Ehrfurcht erstarren lässt. Nein, er klettert herunter auf Augenhöhe und ist der Erzähler, der mitleidet, der auf alle Distanz verzichtet, der den Zuhörer an die Hand nimmt und ihm dank seiner Eindringlichkeit keine Chance gibt, sich den geballten Emotionen zu entziehen. Da höre ich, wie getrieben sich der junge Mann fühlt, wie hilflos, wie die Zeit stehen bleibt, er wie gelähmt ist oder wie plötzlich das Grauen und der Schmerz mit großer Kraft hervorbricht. Ich höre große Spannungsbögen, ganz fahle, aber auch sehr innige, zarte Töne, sowie Töne, die einfach verschwinden und andere, die wehtun. Ich höre und fühle die Erschöpfung und die Verzweiflung darüber, die ganze Seelenqual und die Aggressivität, die emotionale Berg- und Talfahrt, die Eiseskälte in der Winterlandschaft und im Herzen und das Fragezeichen ganz am Ende. Gilchrist scheut sich nicht, bis an die Grenzen des Singbaren und auch darüber hinaus zu gehen. Dadurch wird es eine ganz besonders berührende Reise, mit einer Spannung, die sich von Lied zu Lied steigert. Ich brauchte eine lange, sehr lange Zeit der Stille, bis ich wieder bei mir selbst war – in der Gewissheit, dass nach jedem Winter ein Frühling kommt, dass es nach jeder Dunkelheit wieder hell wird. Denn auch dies steckt in der Musik. Nicht im Text, aber in der Musik. So habe ich es jedenfalls bei dieser Aufnahme empfunden. Ich lasse es jetzt bei diesem Gesamteindruck und gehe nicht auf einzelne Lieder ein. Denn als ich den Versuch machte, die Lieder mit Text vor den Augen und Stift in der Hand zu hören, packte mich sehr schnell dieser Sog, den beide Künstler entfachen, nämlich sich einfach der Musik zu überlassen und mit auf die Reise zu gehen.

Hilfreich ist dabei natürlich auch die exzellente Aussprache von James Gilchrist, die in kaum einem Punkt den nicht muttersprachlichen Sänger erkennen lässt. Jedenfalls hat mich nichts aus meiner Versenkung während des Hörens herausgeholt. Ganz im Gegenteil – dieser Sänger weiß ganz genau, was er singt und er bezieht das Element Sprache und den Sprachfluss sehr bewusst in seine Interpretation mit ein. Da gibt es z.B. zart hingetupfte, an anderen Stellen explodierende Konsonanten, wie es in dem jeweiligen Kontext einfach nicht anders sein kann. Das ist selbst bei deutschen Sängern, auch bei durchaus sehr bekannten, nicht selbstverständlich. Ganz besonders fiel mir der natürliche Sprachfluss auf. Vielleicht ist es ja auch für einen ausländischen Sänger von Vorteil, unbelastet mit den Unterrichtseinheiten zu Sturm und Drang während der Schulzeit und der in jedem Wunschkonzert anzutreffenden Silcherschen Männerchorversion von Am Brunnen vor dem Tore dieses Werk zu entdecken und somit vielleicht nicht als „Lyrisches Ich“ Distanz halten zu müssen.

Anna Tilbrook und James Gilchrist
A. Tilbrook + J. Gilchrist, © Patrick Allen, operaomnia.co.uk

Man hört, dass James Gilchrist und Anna Tilbrook dieses Werk schon sehr oft gemeinsam aufgeführt haben, wie James Gilchrist in seinem umfangreichen Beitrag zur Winterreise im Allgemeinen und im Besonderen im Booklet (auch wieder in deutscher Übersetzung) ausführt und dass sie sehr, sehr vertraut damit sind. Meiner Meinung nach ist dies die ausgereifteste und am meisten berührende Interpretation, die ich von beiden zusammen bzw. von James Gilchrist im Bereich Lied gehört habe. Fast bedauere ich es etwas, dass Franz Schubert nicht 4 große Liedzyklen vertont hat und diese kleine Reihe hiermit beendet ist.

Dies sind meine ganz persönlichen Eindrücke, die ganz bestimmt nicht jeder teilen wird. Aber hört selbst und bildet Euch Euer eigenes Urteil.

Diese Aufnahme ist vor der renommierten britischen Musikzeitschrift „BBC Music Magazine“ in seiner Weihnachtsausgabe als „Einspielung des Monats“ ausgezeichnet worden. Unter der Überschrift „Eine abschreckende Winterreise“ zeigt sich Michal Tanner beeindruckt von James Gilchrists „verheerender Winterreise“. Ein paar kurze, übersetzte Auszüge zeigen dies deutlich:
[…]Dies ist eine eindrucksvolle, tief beunruhigende Einspielung dieses bedeutendsten Liederzyklus. […]
[…]Gilchrist ist stetig frisch und erfrischend in seinem Annäherungsversuch, ohne jemals gekünstelt zu wirken. Das Gleiche gilt, eigentlich noch mehr, für seine Pianistin Anna Tilbrook. Sie setzt in nahezu jedem Lied neue Glanzlichter […]
[…]Gilchrist und Tilbrook brechen zu der langen Reise mit viel Hoffnung und Erwartung auf, als ob sie eine Chance spüren, dass die Dinge nicht so schlimm sind wie sie scheinen. Dies verstärkt nur das unerträgliche Leiden, das später kommt, wenn dem Wanderer die Hoffnung verloren geht[…]
[…]Natürlich ist die Winterreise so metaphysisch großartig, dass mehr als eine Einspielung einschließlich der verschiedenen „Wilden“ unbedingt erforderlich ist. Ich werde die CD jedoch als eine der unbedingt erforderlichen Interpretationen ebenso wie eine der am besten ausgewogenen zwischen zwei Partnern schätzen. […]

Derzeit ist die CD in Deutschland bei Amazon und JPC zu erhalten. Wer über ein PayPal-Konto verfügt, kann auch direkt beim Label Orchid Classics bestellen. Dank günstigem Kurs und Verzicht auf Versandkosten auch nach Deutschland ist das eine günstige Alternative.

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Link zu Orchid Classics 

Link zum BBC Music Magzine Podcast  (Beginn des Beitrages zur Winterreise nach ca. 1 1/2 Minuten)

 

Deutschsprachige Rezensionen

Einsatz aus dem Nichts
KulturSPIEGEL 2/2012, Seite 32/33

Differenzierte Winterreise
Klassik.com, 2.2.2012

 

Andere zum Thema passende Blogartikel: 

Biografie James Gilchrist 

Der Textverfasser des Liederzyklus: „Schubert’s Winterreise“ Johann Ludwig Wilhelm Müller, Dessau 

CD-Vorstellung: „Die Schöne Müllerin“ – James Gilchrist 

CD-Vorstellung: Beethoven „An die ferne Geliebte“ und Schubert „Schwanengesang“ – James Gilchrist und Anna Tilbrook

Biografie Robert Vanryne – Barocktrompete


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Robert Vanrye beim Bachfest in Köthen 2010_Bildrechte: V. Hege

Bachfest in Köthen 2010_Bildrechte: V. Hege

Geboren in Buckinghamshire, war Robert Vanryne mit 16 Jahren Finalist beim Wettbewerb „BBC Young Musician of the Year“ und zählt zu den bedeutendsten Trompetern seiner Generation im internationalen Maßstab. Er studierte Trompete bei Michael Laird und Musikwissenschaft am Royal Holloway College.

Heute gastiert er regelmäßig bei den bedeutenden europäischen Barockorchestern wie dem Gabrieli Consort, den English Baroque Soloists, der Academie of Ancident Music u.a. Zu seinen wichtigsten CD-Einspieleungen gehören Aufnahmen der Sonaten von Biber mit Musica Antiqua Köln und der Werke für Trompete von Johann Ludwig Krebs mit dem Altenburger Organisten Prof. Felix Friedrich.

Außerdem ist Robert Vanryne Instrumentenbauer. Auf seinen Kopien barocker Trompeten spielen führende Interpreten ihres Fachs. Robert Vanryne lebt freischaffend in Dresden.

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Radiotipp: Funkkolleg Musik – Sinfonie des Lebens bei HR2


Funkkolleg Musik   –   Sinfonie des Lebens

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HR2 beginnt eine neue Sendereihe mit hochinteressanten Sendungen rund um das Thema Musik. Umfassende Informationen sind auf der Website von HR2 zu finden. Einiges davon habe ich hier zusammengestellt:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=67585

http://www.funkkolleg-musik.de/

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ – was Friedrich Nietzsche aussprach, gilt für die allermeisten Menschen: Musik ist Bestandteil des Lebens von Anfang an. Und fast alle lieben Musik – jeder auf seine Weise.

Das Funkkolleg Musik „Sinfonie des Lebens“ stellt Fragen nach der Wirkung von Musik in unserem Alltag, erkundet den Wert der Musik und zeigt den Mythos von Musik als einer Weltsprache. Der „Gänsehaut“-Effekt kommt dabei genauso zur Sprache, wie die Frage, wo Musik im Menschen entsteht – im Herz oder im Kopf – wie sich der Musikgeschmack bildet und wie wir Musik verstehen können.

Die Themen des Funkkollegs bereiten aktuelle Forschungsergebnisse aus den Musik-Wissenschaften auf und bieten Argumente zum Meinungsaustausch und
Ansätze zum „Musik verstehen“ in drei Kapiteln: „Was ist Musik?“, „Musik erleben“, „Musik und Gesellschaft“.

In 26 Radiosendungen, einem Begleitbuch im Schott-Verlag, ergänzenden Veranstaltungen der Volkshochschulen und einer zertifizierten Fortbildungsmöglichkeit wird das Funkkolleg Musik „Sinfonie des Lebens“ diese Fragen für ein breites Publikum aufarbeiten.

Die offizielle Website zum Funkkolleg Musik ist jetzt freigeschaltet:
http://www.funkkolleg-musik.de/
Hier ist zur Zeit eine Einführungsmatinee zu hören bzw. downloadbar.
Die einzelnen Sendungen werden nach der Ausstrahlung hier auch als Download zur Verfügung stehen. Ebenso werden Zusatzmaterialien zur Verfügung gestellt.

Die 26 Themen im Überblick

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Funkkolleg 2011/2012

Ab dem 29. Oktober 2011

Samstag 11:30 Uhr in hr2-kultur

Sonntag 8:30 Uhr in hr-iNFO (Wdh.)

Anschließend steht die Sendung als Download zur Verfügung:
http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=70372

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I. Was ist Musik?

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29.10.2011
(1) Geräusch, Ton und Klang? – Vom Schall zur Musik
Von Catherina Gilles

05.11.2011
(2) Ist Musik eine Sprache? – Das Vokabular der Töne
Von Michael Rüsenberg

12.11.2011
(3) Wie verarbeitet das Gehirn Musik? – Neurowissenschaftliche Grundlagen
Von Regina Oehler

19.11.2011
(4) Haben nur Menschen Musik? – Musik und Evolution
Von Michael Rüsenberg

26.11.2011
(5) Wie entsteht Musik? | Komponist, Musiker, Hörer – ein Kommunikationsmodell
Von Birgit Kiupel

03.12.2011
(6) Wie bewerten wir Musik? – Zur Qualitätsdebatte
Von Niels Kaiser

10.12.2011
(7) Wann ist Musik aktuell? – Der Kult ums Neue
Von Niels Kaiser

17.12.2011
(8) Kann Musik Grenzen überschreiten? – Musik als Weltsprache
Von Michael Rüsenberg

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II: Musik erleben

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07.01.2012
(09) Wie entsteht Gänsehaut? – Musik und Emotionen
Von Elke Ottenschläger

14.01.2012
(10) Macht Musik schlau? – Musik und Intelligenz
Von Deborah Schamuhn

21.01.2012
(11) Lust oder Leiden? – Wirkungen von Musik
Von Elke Ottenschläger

28.01.2012
(12) Wie beeinflusst Musik den Alltag? – Das funktionale Rauschen
Von Ben Alber

04.02.2012
(13) Wo lebt die Musik? – Konzert versus Konserve
Von Gregor und Claudia Praml

10. bis 13.02.2012: Online Klausur

11.02.2012
(14) Wie kann Musik helfen? – Musik und Therapie
Von Andrea Westhoff

18.02.2012
(15) Wie kommt der Mensch zum Musikgeschmack? – Musik und Sozialisation
Von Annegret Böhme

25.02.2012
(16) Was ist eigentlich Musikalität? – Begabung und Bildung
Von Deborah Schamuhn

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III: Musik und Gesellschaft

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03.03.2012
(17) Ist Musik nur noch Kommerz? – Die ökonomischen Grundlagen der Musikindustrie
Von Mischa Ehrhardt

10.03.2012
(18) Wem gehört Musik? – Zur Urheberrechtsdebatte
Von Martin Schramm

17.03.2012
(19) Heavy Metal oder Dancefloor? – Musik und Lifestyle
Von Peter Kemper

24.03.2012
(20) Mit Musik manipulieren? – Von Sound-Logos und Rückwärtsbotschaften
Von Deborah Schamuhn

31.03.2012
(21) Wie verändert das digitale Zeitalter Musik? – Produktion, Präsentation und Rezeption
Von Martin Schramm

21.04.2012
(22) Ist Musik männlich oder weiblich? – Über Dominanz und Kreativität
Von Ulrike Köppchen

28.04.2012
(23) Musik als gesellschaftliches Modell? – Zusammenspielen und Improvisieren
Von Michael Rüsenberg

05.05.2012
(24) Gibt es heilige Klänge? – Musik und Spiritualität
Von Volker Bernius

12.05.2012
(25) Haben „böse Menschen“ keine Lieder? – Zur politischen Bedeutung von Musik
Von Klaus Walter

19.05.2012
(26) Polka in China? – Verlust und Chance in der globalisierten Welt
Von Claudia und Gregor Praml

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Das Begleitbuch

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Volker Bernius und Michael Rüsenberg (Hrsg.):

„Sinfonie des Lebens.
Begleitband zum Funkkolleg Musik“

256 Seiten
ISBN 9783795707804 / ED 21251
Oktober 2011
Schott Music, Mainz

17,99 Euro

Ein Lese-Buch über Musik. Mit Texten u.a. von Hans Zender, Raoul Schrott, Eduard Hanslick, Christoph Drösser, Lutz Jäncke, Oliver Sacks, Manfred Spitzer, Ulrich Holbein, Peter Sloterdijk.

Viele Zitate über John Cages 4’33 – „Ist das Musik?“ ergänzen die Textsammlung, die auf philosophische, natur- und neurowissenschaftliche, soziologische und psychologische Fragen zur Musik eingeht.
Und „was Musik ist“ beantworten Schriftsteller und Literaten wie: Victor Hugo, Arthur Schopenhauer, Johann Gottfried Herder, Feruccio Busoni, Leo Tolstoi, Heinrich von Kleist, Oscar Wilde, Ludwig Tieck, Jean Paul und Heinrich Heine.

Quelle:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=67585

Radiotipps 25.10. – 29.10.2011


25.10.

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DRS II
13:45-15:00
Concerto
Bach-Konzerte, die es gegeben haben sollte – die Kammerakademie Potsdam

Johann Sebastian Bach: Fagottkonzert C-Dur BWV 1053R
Johann Sebastian Bach: Bratschenkonzert d-Moll BWV 1052R
Carl Philipp Emanuel Bach: Oboenkonzert d-Moll Wq 22

(Sergio Azzolini, Fagott; Nils Mönkemeyer, Bratsche; Ramón Ortega Quero, Oboe; Kammerakademie Potsdam)

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26.10.

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HR2
20:05-21:30

Notenschlüssel
Schubert: Am Brunnen vor dem Tore
Aufgeschlüsselt von Paul Bartholomäi

Romantischer geht‘s kaum: „Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum!“ Ein Volkslied, wie es im Buche steht, eine Melodie, die jeder kennt, und doch ein Lied aus dem tieftraurigen Liederzyklus „Die Winterreise“ von Franz Schubert mit den Versen des melancholischen Griechenforschers Wilhelm Müller. Als „Volkslied“ ist der Lindenbaum, der am Brunnen vor dem Tore steht, allerdings von vielen Verzierungen entblättert worden. Die charakteristischen Klavier-Einschübe zwischen den Strophen sind verschwunden, die Versfolge ist gestrafft. Wie kam es zu dieser Volksausgabe eines raffinierten Kunstliedes? Paul Bartholomäi versucht, dieses Geheimnis in seinem „Notenschlüssel“ zu lösen.

 

29.10.

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BBC
13-14 (14-15) + folgende 7 Tage abrufbar
Early Music

Catherine Bott talks to scholar, musicologist and conductor Andrew Parrott about the complex process of reconstructions, including his most recent project: the reconstruction of JS Bach’s Trauer-Music (Funeral Music). This work was composed in 1728 when Bach’s patron, Prince Leopold of Cöthen, suddenly died at the age of 34, but the score has almost completely disappeared. Andrew talks to Kate about how he reconstructed this work through various clues in other of Bach’s works, and plays music from his new recording with his Taverner Consort and Players.

http://www.bbc.co.uk/programmes/b016kd3d

 

Nordwestradio
17:05-19:00
Pro musica antiqua 1977

Georg Friedrich Händel
Alexanderfest oder „Die Macht der Tonkunst“ HWV 75

Felicity Palmer, Sopran
Anthony Rolfe-Johnson, Tenor
Stephen Roberts, Bass
Bachchor Stockholm
Concentus musicus Wien
Leitung: Nikolaus Harnoncourt

Mitschnitt vom 8. Oktober 1977 aus dem Festsaal der Waldorfschule in Bremen

Georg Friedrich Händels „Alexanderfest“ oder „Die Macht der Tonkunst“, eine Ode zu Ehren der Heiligen Cäcilia nach einer Dichtung von John Dryden, bildete den Auftakt des von Radio Bremen durchgeführten Festivals „Pro musica antiqua“ 1977. Es wurde am 19. Februar 1736 im Covent Garden vor 1300 Zuhörern uraufgeführt und war zu Händels Lebzeiten eines seiner gefeiertsten Werke.

Die Bremer Aufführung am 8. Oktober 1977 unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt stellte das Werk erstmalig wieder in seinem originalen Klangbild, auf Barockinstrumenten und unter Berücksichtigung der „Tonsprache“ seiner Entstehungszeit, vor.

Am Mikrofon: Marita Emigholz

 

 

 

 


Biografie William Towers – Countertenor


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William Towers
William Towers

William Towers studierte zuerst Englisch in Cambridge und setzte dann sein Studium an der Royal Academy of Music fort. Hier gewann er verschiedene Preise im Bereich Gesang und Schauspiel. In dem Jahr nach seinem Abschluss trat er in vielen Konzerten der Bach Cantata Pilgrimage John Eliot Gardiners, die durch ganz Europa und nach New York führte, als Solist auf. Die Liveaufnahmen dieser Konzerte sind mittlerweile vollständig beim Label SDG auf CD erschienen.

Auf der Opernbühne war er am Royal Opera House Covent Garden in London, im Teatro La Fenice in Venedig, beim Glyndebourne Festival, an der Oper in Frankfurt, bei den Internationalen Händel-Frestspielen in Göttingen, an der Oper in Gothenburg, im Linbury Theatre, im La Monnaie in Brüssel, beim Aldeburgh Festival, mit der Canadian Opera Company, im National Theatre in Prag, bei den Bregenzer Festspielenl, bei der Opera Theatre Company in Irland, dem London Handel Festival und bei der Grange Park Opera in Hampshire zu sehen. An der Frankfurter Oper sang er zuletzt im Frühjahr 2010 in Vivaldis Orlando Furioso.

Im Konzertbereich trat William Towers in vielen bekannten Konzerthallen und Festivals in England einschließlich der BBC Proms sowie weltweit auf. Er sang unter so bedeutenden Dirigenten wie Sir Roger Norrington, Sir John Eliot Gardiner, Paul McCreesh, Richard Hickox, Laurence Cummings Emmanuelle Haïm, Barry Wordsworth, Stephen Layton und Jeffrey Skidmore. Er arbeitete mit Orchestern wie dem City of Birmingham Symphony Orchestra, BBC National Orchestra of Wales, Bournemouth Symphony, Scottish Chamber Orchestra, City of London Sinfonia, Gabrieli Consort and Players, Monteverdi Choir und English Baroque Soloists, The Sixteen, Le Concert d’Astrée und der Netherlands Bach Society. In den USA sang er u.a. Orlando und Belshazzar mit Nicholas McGegan und Philharmonia Baroque.

Neben den Aufnahmen der Bach Cantata Pilgrimage ist er in Einspielungen von Händels Messias, Purcells Fairy Queen, Bachs Markus-Passion auf CD zu hören. Für BBC Television nahm er Orffs Carmina Burana auf.

Derzeitige Planungen beinhalten Mago Cristiano in Rinaldo in Glyndebourne and Ottone in L’incoronazione di Poppea am Teatro Real Madrid sowie Konzerte mit dem Bournemouth Symphony Orchestra.

http://www.rayfieldallied.com/artists/william-towers/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Towers-William.htm

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Biografie Hille Perl – Viola da Gamba


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Hille Perl, © Uwe_Arens

Hille Perl, © Uwe_Arens

Hille Perl fing im Alter von fünf Jahren an, Viola da Gamba zu spielen. Seitdem ist sie dem Instrument, wie sie sagt, verfallen wie in einer Liebesbeziehung. Sie schwärmt vom erdigen und doch durchsichtigen Klang, der ebenso zart wie voll sein kann, vom eigenen und so ganz unterschiedlichen Charakter jedes ihrer oft prächtig verzierten Instrumente. Musik ist für sie das wichtigste Kommunikationsmittel zwischen Menschen, eindeutiger und präziser als Sprache und von größerer emotionaler Bedeutung als irgendeine andere Erfahrung, außer der Liebe.Sie reist den größten Teil des Jahres durch die Welt, spielt Konzerte und macht CD-Aufnahmen, sowohl als Solistin als auch mit verschiedenen Ensembles,insbesondere ihrem Trio LOS OTROS aber auch The Age of Passions, dem Freiburger Barockorchester Consort und als Duopartnerin des Komponisten und Lautenisten Lee Santana. Sie bewegt sich meistens im akustischen Gebiet des 17. und 18. Jahrhunderts, manchmal entführt sie die Musik aber an Orte, von denen sie sich nie hätte träumen lassen.
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Lee Santana
Lee Santana

Hille Perl und Lee Santana arbeiten seit 1984 als Duo zusammen. Die gebürtige Bremerin und der Amerikaner aus Florida trafen sich auf dem Bremer Hauptbahnhof und unternahmen von dort ungezählte Konzertreisen in die ganze Welt, u.a. in die USA, nach Japan und Mittelamerika, Australien, Ägypten und Israel. Ihre Mitgliedschaft in namhaften Ensembles ist durch zahlreiche CD-Aufnahmen dokumentiert, u.a. mit dem Harp Consort, dem Freiburger Barockorchester, Musica Fiata und Les Nations.

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Los Otros
Los Otros

Los Otros ist ein Lebensprojekt, welches von Lee Santana, Steve Player und Hille Perl gleichermaßen dominiert und geleitet wird. Los Otros – DIE ANDEREN, weil das jahrelang ihre Funktion war, wenn sie mit berühmteren Kollegen unterwegs waren und die Bühnen der Welt bespielten. Auf den Plakaten stand BERÜHMTER NAME, BERÜHMTER NAME u.a. : und u.a., das waren dann die drei Musiker von LOS Otros. Los Otros will die Verbindung von Musik und Tanz auf die Bühne bringen wollen, im Bereich Spanischer und Italienischer Musik die Improvisationsgrenzen austesten und überschreiten wollen, auf wissenschaftliche und lustorientierte Weise. Sie versuchen hier Rhythmus und Tanz (Steve), Musicalische Gelahrtheit und Technik (Lee) und satte Bogenklänge (Hille) zusammenzubringen.

Seit 2003 versammeln sich unter dem Namen Sirius Viols hauptsächlich Gambisten, je nach Projekt und Repertoire aber auch andere Instrumentalisten oder Sänger, um unter der Nicht-Leitung von Hille Perl verschiedene musikalische Ideen oder Ansätze auszuprobieren. Die Beteiligten sind sowohl gegenwärtige oder ehemalige Studierende von Hille Perl, sowie jeweils ihre am meisten bewunderten und geliebten Kollegen aus benachbarten Disziplinen. Das Repertoire des Ensembles beschränkt sich auf Literatur die für Gamben und deren spezifisches Flair, die unter Umständen auch in Kombination mit anderen Instrumenten oder Sängern geeignet erscheint, also quasi den Großteil der Weltliteratur.

Besonderen Erfolg hatten in den Jahren 2005 und 2006 die größer besetzten Trauermusiken, die Hille Perl zusammen mit der Geigerin Petra Müllejans und dem Sänger Harry van der Kamp unter dem Namen „Gottes Zorn und musikalischer Seelentrost“ in mehreren Festivals zum Klingen brachte. Aber auch ihr Versuch, sich in unterschiedlicher Weise immer wieder Bachs Kunst der Fuge und seinen Choralvorspielen zu nähern, stieß auf reges Publikumsinteresse. Mehrere CD-Produktionen (Dowland und Schütz) werden in diesem und Anfang des nächsten Jahres realisiert werden.

2011 wurde die CD-Einspielung „Loves Alchymie“ mit Songs der post-elisabethanischen Zeit von Hille Perl, Dorothee Mields und Lee Santana mit dem ECHO-Klassik als Kammermusikeinspielung des Jahres (17./18. Jh.) ausgezeichnet.

Wenn sie nicht auf Reisen ist, dann lebt Hille Perl in einem norddeutschen Bauernhaus mit ihrer Familie und einigen Pferden, Hühnern, Katzen und Kaninchen.

Sie ist leidenschaftliche Professorin einer Gambenklasse an der Hochschule für Künste in Bremen. Dort lehrt sie ihre Studierenden alles, was sie über Musik, das Gambenspiel und die Kunst weiß. Dazu gehört auch, nicht eifersüchtig zu sein, wenn jemand besser spielt als man selbst.

http://www.hillenet.net/hilleperl/

http://www.leesantana.net/

http://www.without-a-net.net/   Website Los Otros

Ausführliches Interview auf klassik.com:
http://portraits.klassik.com/people/interview.cfm?KID=3413

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Radiotipps 19.10. – 21.10.2011


19.10.

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Radio Klara
13-17

u.a. in dieser Sendung:

Het Bach Collegium Japan o.l.v. Masaaki Suzuki brengt cantates van Bach.

Johann Sebastian Bach: Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen, BWV 145
door Hana Blazikova, sopraan; Gerd Türk, tenor; Peter Kooij, bas;
Collegium Japan o.l.v. Masaaki Suzuki –
Overname van de Japanse Radio – [0:09:17]

Johann Sebastian Bach: Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust, BWV 170
door Robin Blaze, contratenor;
Collegium Japan o.l.v. Masaaki Suzuki –
Overname van de Japanse Radio – [0:21:27]

Johann Sebastian Bach: Man singet mit Freuden vom Sieg, BWV 149
door Hana Blazikova, sopraan; Robin Blaze, contratenor; Gerd Türk, tenor;
Peter Kooij, bas;
Collegium Japan o.l.v. Masaaki Suzuki –
Overname van de Japanse Radio – [0:18:51]

SWR2
20:03-21:00
Alte Musik
Das Alt-Bachische Archiv
Ein musikalischer Familienschatz, gehoben von Johann Sebastian Bach
Von Doris Blaich

Das Alt-Bachische Archiv ein Familien-Album aus Noten. Es enthält etwa zwanzig geistliche Vokalkompositionen der Bach-Familie, überliefert auf 200 kleinformatigen, brüchigen und vergilbten Notenblättern. Wir verdanken es der Sammelleidenschaft Johann Sebastian Bachs, dass dieser musikalische Familienschatz erhalten ist: Denn die Stücke waren zu Bachs Zeit längst nicht mehr up to date; sie stammen allesamt von Bachs komponierenden Vorfahren aus den Jahren vor 1700. Für Bach waren sie sicher mehr als familiäre Andenken, vielmehr dienten sie ihm zur historischen und künstlerischen Standortbestimmung. Er maß an ihnen sein Können und wollte sein eigenes Schaffen in dieser Reihe eingeordnet wissen.

Ursprünglich in der Bibliothek der Berliner Sing-Akademie aufbewahrt, galten die originalen Noten seit dem Ende des 2. Weltkriegs als verschollen. Erst vor einigen Jahren sind sie im Staatsarchiv der Ukraine in Kiew wieder aufgetaucht. Heute liegt diese wertvolle Sammlung in der Berliner Staatsbibliothek.

21.10.

 

BBC
19-19:45 + 20:05-22:00 (20-23)


Joseph Haydn: Symphony No.6 in D (Le matin)
Luigi Boccherini: Cello Concerto No.7 in G

Pause

Joseph Haydn: Overture,
L’anima del filosofo (Orfeo ed Euridice)
Johann Peter Salomon: Romance in D for violin & string orchestra
Joseph Haydn: Symphony No.93 in D

Orchestra of the Age of Enlightenment
Trevor Pinnock (conductor)
Kati Debretzeni (violin)
Jonathan Manson (cello).

Trevor Pinnock conducts the period instruments of the Orchestra of the
Age of Enlightenment in music by Haydn and his contemporaries including a rare
chance to hear music by Salomon, the man who brought him to London and turned
him into one of the first musical superstars.

Live und über die folgenden 7 Tage abrufbar:

Teil 1: http://www.bbc.co.uk/programmes/b015yrjh

Teil 2: http://www.bbc.co.uk/programmes/b015yrjm


Sir John Eliot Gardiner mit Gramophone Award ausgezeichnet


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Sir John Eliot Gardiner - englischer Dirigent

Heute wurde bekannt gegeben, dass Sir John Eliot Gardiner mit einem Gramophone Award für besondere Leistungen ausgezeichnet wurde. Und zwar für seine Bach Cantata Pilgrimage im Jahr 2000 sowie für die Veröffentlichung der Aufnahmen dieser Konzerte in einer 27 Doppel-CDs umfassenden Reihe. Die Würdigung auf Englisch ist auf der Seite von Gramophone zu finden:

http://www.gramophone.co.uk/awards/2011/special-achievement

Auf die Schnelle bekomme ich es nicht übersetzt und die unsäglichen Google-Übersetzungen möchte ich Euch nicht zumuten.

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Biografie Wolf Matthias Friedrich – Bass


Wolf Matthias Friedrich .- Bass
Wolf Matthias Friedrich .- Bass

Wolf Matthias Friedrich studierte Gesang an der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig bei Prof. Eva Schubert. 1980 war er Preisträger des Internationalen Dvorák-Wettbewerbes in Karlovy Vary. Von 1982 bis 1986 war Wolf Matthias Friedrich Mitglied des Opernstudios der Staatsoper Dresden.

1999 trat er in Opernproduktionen der Schwetzinger Festspiele (Joseph Haydn {1732-1809} Armida) und der Musikfestspiele Potsdam (Georg Friedrich Händel {1685-1759} Aci, Galatea e Polifemo) auf. Im Jahre 2000 sang er den Plutone in der Oper La Divisione del Mondo von Giovanni Legrenzi (1626-1690) unter der musikalischen Leitung von Thomas Hengelbrock und der Regie von Philippe Arlaud bei den Schwetzinger Festspielen und den Festwochen der Alten Musik in Innsbruck.

2002/03 sang er den Licomede in Händels Oper Deidamia bei den Händelfestspielen in Halle unter der Leitung von Alessandro De Marchi und der Regie von Nicholas Broadhurst.

Verpflichtungen unter Dirigenten wie Kurt Masur, Fabio Luisi, Marek Janowski, Rafael Frühbeck de Burgos, Michel Corboz, Roy Goodman, Howard Arman, Jan Willem de Vriend u.v.a. führten ihn in Opern- und Konzerthäuser aller Kontinente und wurden in zahlreichen Rundfunk- und CD/DVD-Produktionen dokumentiert. Er arbeitete mit Norman Shetler in verschiedenen Liedprojekten (Franz Schubert {1797-1828}, Felix Mendelssohn Bartholdy {1809-1847}, Carl Loewe {1796-1869}). 2004 sang Wolf Matthias Friedrich den Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy bei den Folle Journée in Nantes und der Festa da Música in Lissabon unter dem Dirigat von Peter Neumann.

Konzertprojekte unter der Leitung von Paul Dyer führten ihn 2004 nach Sydney (Australian Brandenburg Orchestra) und Kuala Lumpur (Malaysian Philharmonic Orchestra). Im Mai 2005 und 2007 trat er mit erfolgreichen Konzertdebuts mit Werken Richard Wagners (1813-1883) – als Holländer (Der fliegende Holländer) und als Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg) – unter der Leitung von David Timm in Leipzig auf.

In der Saison 2006/07 sang Wolf Matthias Friedrich den Publio in La clemenza di Tito von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) in einer Inszenierung von Ursel und Karl-Ernst Herrmann und unter der musikalischen Leitung von Alessandro De Marchi am Ständetheater Prag, dem Ort der Uraufführung des Werkes.

Wolf Matthias Friedrich wirkte an zahlreichen Ur- und Erstaufführungen von Werken zeitgenössischer Komponisten mit (Udo Zimmermann Weisse Rose, Shih Vatermord, Hans Georg Pflüger, Wilfried Maria Danner u.a.).

2002 zählte er zu den Mitbegründern des Kerll-Rosenmüller-Festes, das von 2002 bis 2006 jährlich zur Förderung des musikalischen Erbes der in seiner vogtländischen Heimat geborenen Komponisten Johann Caspar Kerll (1627-1693), Johann Rosenmüller (1615-1684) und Sebastian Knüpfer (1633-1676) veranstaltet wurde.

Im Mai 2008 sang Wolf Matthias Friedrich den Zoroastro in Georg Friedrich Händels Oper Orlando unter der musikalischen Leitung von Nicholas McGegan und der Regie von Catherine Turocy im Deutschen Theater Göttingen anläßlich der Internationalen Händel-Festspiele. Im August 2009 erlebte die Produktion eine Wiederaufnahme im legendären Drottningholms Slottsteater. Im August 2011 sang er diese Partie unter dem Dirigat von Nicholas McGegan mit dem Philharmonia Baroque Orchestra beim Ravinia Festival, dem MostlyMozart Festival New York und beim Tanglewood Music Festival.

Im Herbst 2008 gab er den Osmin in Wolfgang Amadeus Mozarts Entführung aus dem Serail im Schloßtheater des Neuen Palais in Potsdam Sanssouci unter der musikalischen Leitung von Konrad Junghänel und der Regie von Uwe Eric Laufenberg. Diese Produktion hatte am 26. November 2010 in einer Wiederaufnahme der Oper/ \Köln im Palladium in Köln Mühlheim erneut Premiere und wurde im März 2011 in Sulaimania als erste Opernaufführung im Irak vom kurdischen Publikum gefeiert.

Im Mai/Juni 2009 war der Baß in der Partie des Meraspe in der Oper Admeto von Georg Friedrich Händel am Deutschen Theater in Göttingen unter der musikalischen Leitung von Nicholas McGegan und der Regie von Doris Dörrie im Rahmen der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen zu erleben, die im August 2009 beim Edinburgh International Festival, zu Gast war.

Im Oktober 2009 debütierte er als Taddeo in Gioachino Rossinis (1792-1868) L’italiana in Algeri an der Oper Köln unter der musikalischen Leitung von Will Humburg (Jean-Pierre Ponnelle, Inszenierung, Bühne und Kostüme).

Im Frühjahr 2010 war er erneut der Zoroastro in Georg Friedrich Händels Orlando unter der musikalischen Leitung von Alessandro De Marchi in einer Inszenierung von Alexander Mørk-Eidem an der Komischen Oper Berlin.

Im Juni 2010 sang Wolf Matthias Friedrich den Masetto in Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart an der Oper Köln unter der musikalischen Leitung von Markus Stenz und der Regie von Uwe Eric Laufenberg.

Im Oktober/November 2010 sang er den Seneca in L’incoronazione di Poppea von Claudio Monteverdi (1567-1643) unter der musikalischen Leitung von Konrad Junghänel in einer spektakulären Produktion der Oper Köln, inszeniert von Dietrich Hilsdorf im ehemaligen Gerling-Quartier Köln. Premiere der Wiederaufnahme: 14. April 2012

Quelle: Website des Künstlers
Die Biografie auf dieser Website ist ergänzt durch zahlreiche Fotos und Links, auch zu YouTube. Ebenso gibt es eine umfangreiche Diskografie und Pressestimmen.

http://www.wolfmatthiasfriedrich.de/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Friedrich-Wolf-Matthias.htm

 

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Radiotipps 24.9. – 25.9.2011


 

24.9.

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Noch einmal in besserer Sendequalität:


Oe1

19:30 – 22:00
Carl Maria von Weber: „Der Freischütz“
Bearbeitung von Hector Berlioz in französischer Sprache und mit Rezitativen statt der gesprochenen Dialoge.

Andrew Kennedy (Max),
Sophie Karthauser (Agathe),
Gidon Saks (Kaspar),
Virginie Pochon (Ännchen) u. a.;
Monteverdi Choir;
Orchestre Révolutionnaire et Romantique,
Dirigent: Sir John Eliot Gardiner

aufgenommen am 9. September 2011 in der Royal Albert Hall in London

Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ in einem Mitschnitt einer konzertanten Aufführung aus der Londoner Royal Albert Hall, aufgezeichnet in diesem Monat.

Der allbekannte „Freischütz“ – eine Rarität? In diesem Fall schon, denn Dirigent John Eliot Gardiner hat für seine Interpretation auf die kaum bekannte Bearbeitung der Oper durch Hector Berlioz zurückgegriffen: Der französische Komponist hat Webers Werk um Rezitative (statt der originalen Dialoge) ergänzt und eine Ballettmusik hinzugefügt: „Die Aufforderung zum Tanz“, im Original ein Klavierwerk aus der Feder des deutschen Romantikers, das allerdings in der Orchestrierung durch Berlioz viel bekannter geworden ist.

25.9.

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DKultur

20:03-22:00
Köthener Herbst
Kantatenkonzert mit Kölner Kammerchor
St. Jakobskirche Köthen
Aufzeichnung vom 24.9.11

Johann Sebastian Bach
„Ich hatte viel Bekümmernis“ BWV 21 (Frühfassung)
„Komm, du süße Todesstunde“ BWV 161
ca. 21:00 Uhr Konzertpause mit Nachrichten
„Mein Gott, wie lang, ach lange“ BWV 155
„Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ BWV 12

Hanna Zumsande, Sopran
Elvira Bill, Alt
Manuel König, Tenor
Thilo Dahlmann, Bass
Kölner Kammerchor
Collegium Cartusianum
Leitung: Peter Neumann

Bachs Wechsel vom Weimarer an den Köthener Hof war mit konkreten Veränderungen seiner Aufgaben verbunden. Als bisheriger Organist und Konzertmeister der Herzöge Wilhelm Ernst und Ernst August hatte er vorwiegend Orgelwerke und Kirchenkantaten zu komponieren. In Köthen schuf er hingegen vor allem Ouvertüren, Konzerte, Kammermusikwerke und weltliche Kantaten.

Ende November 1720 reiste Johann Sebastian Bach nach Hamburg, wo er sich um das Organistenamt an der Kirche St. Jacobi bewarb. Dabei kam es auch zu jener denkwürdigen Begegnung mit dem hoch betagten Jan Adam Reincken. Dessen Orgelwerke hatte der junge Bach bereits im Unterricht bei Georg Böhm in Lüneburg kennengelernt und studiert. Böhms Einfluss auf die musische Entwicklung des damals 15-Jährigen war von wegweisender Bedeutung.

Von diesem thematischen Rahmen wird in diesem Jahr das vielfältige musikalische Programm des alle zwei Jahre vom Freundes- und Förderkreis Bach-Gedenkstätte im Schloss Köthen (Anhalt) e. V. organisierten Musikfestes bestimmt.

Radiotipps 13.9. – 18.9.2011


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13.9.

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Kulturradio rbb

20:04-21:00
Klassik-Werkstatt
mit Clemens Goldberg

Bach hören
Suiten für Violoncello solo in der Fassung Violoncello da spalla
In den letzten Jahren gibt es zunehmend Belege dafür, dass die Suiten für eine Art riesige Bratsche, ein Cello auf der Schulter, komponiert wurden.

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17.9.

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NDR kultur

20:05-22
Prisma Musik
Thema: Georg Böhm zum 350. Geburtstag

Eine Sendung von Harald Vogel und Peter Wollny

Vor wenigen Jahren machte ein spektakulärer Fund von sich Reden: Leipziger Bachforscher hatten in der Weimarer Anna Amalia Bibliothek eine Orgeltabulatur von der Hand des jungen Johann Sebastian Bach entdeckt und so vor dem Untergang bewahrt, denn die Bibliothek brannte zu dieser Zeit fast völlig aus. Zu den Forschern gehörte Peter Wollny, der uns mit Blick auf das Böhm-Jubiläum die Bedeutung des Fundes für das moderne Bach-Bild erläutert. Denn in dieser Quelle findet sich der handschriftliche Beweis dafür, dass der junge Bach in seiner Lüneburger Zeit um 1700 bei Georg Böhm in die Lehre ging. Böhm stammte, wie Bach, aus Thüringen und starb 1733 als Organist von St. Johannis in Lüneburg. Kennern und Liebhabern der Orgel war sein Name längst geläufig, allerdings als einer von vielen. Dass wir in ihm nun einen Orgellehrer des bedeutendsten Orgelspielers und – komponisten der Musikgeschichte erkennen, wirft auch ein neues und bezeichnendes Licht auf Georg Böhm. Harald Vogel, der zahlreiche Werke dieses Komponisten auf norddeutschen Orgeln eingespielt hat, porträtiert ihn aus Anlass seines 350. Geburtstags als originellen und vielseitigen Musiker.

NDR kultur
22:05-24

Variationen zum Thema
Harald Vogel spielt Werke von Georg Böhm

Präludium in C / Ach wie nichtig, ach wie flüchtig
Gelobet seist du, Jesu Christ / Capriccio
Präludium in F / Freu dich sehr, o meine Seele
Auf meinen lieben Gott / Präludium in D
Herr Jesu Christ, dich zu uns wend
Christ lag in Todesbanden / Präludium in G
Nun bitten wir den heiligen Geist

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18.9.2011

 

 

18.9.
NDR kultur
8:00-8:40
Johann Sebastian Bach: Allein zu dir, Herr Jesu Christ, Kantate BWV 33
Robin Blaze, Altus / Gerd Türk, Tenor
Peter Kooy, Bass / Bach Collegium Japan
Ltg.: Masaaki Suzuki

 

 

Deutschlandfunk

15:05-16:00

Das Verborgene in der Musik entdecken
Hermann Max und seine vielfältigen Alte-Musik-Projekte
Von Rainer Baumgärtner

Für Hermann Max ist 2011 ein Jahr der Feierlichkeiten. Nicht nur der 1941 in Goslar geborene Kirchen musiker und Dirigent selbst begeht einen runden Geburtstag, sondern auch die drei von ihm ins Leben gerufenen musikalischen Institutionen feiern Jubiläen. Zentrum im Schaffen des ehemaligen Dormagener Kirchenmusikdirektors sind seine beiden Ensembles, die Rheinische Kantorei, ein Chor, der vor gut 25 Jahren aus der Jugendkantorei Dormagen hervorging, sowie das vor 30 Jahren gestartete Orchester Das Neue Konzert. Mit ihnen ging Max sein Ziel an, das Verborgene in der Musik zu entdecken, ein Weg, auf dem es viele Hindernisse zu überwinden galt. Erschüttern und aufrütteln will er mit seinen Interpretationen, wobei ein zweiter Aspekt des Entdeckens oft darin besteht, dass er bislang verborgene Musik des 17. bis 19. Jahrhunderts wieder an die Oberfläche bringt. Als Forscher und Herausgeber hat er eine große Zahl derartiger Stücke ausgegraben, angefangen bei vielen Werken aus der weitverzweigten Familie Bach. Jährliches Aushängeschild seiner Aktivitäten ist das Festival Alte Musik Knechtsteden, das im September zum 20. Male stattfindet. Hier präsentiert Hermann Max stets seine eigenen neuesten Projekte und er bietet Gastensembles ein Forum für interessante Programme. Zusammen haben sie die Veranstaltungsreihe in der romanischen Basilika unweit von Dormagen zu einem der führenden deutschen Alte-Musik-Festivals werden lassen, das der Deutschlandfunk von Anfang an mit Aufnahmen begleitet hat.

Festival Alte Musik Knechtsteden


Alte Musik Knechtsteden

16. September – 24. September 2011 

Seit 20 Jahren gibt es in Knechtsteden bei Dormagen ein Festival für Alte Musik. Herrmann Max ist der künstlerische Leiter dieses Festivals, das zu seiner Anfangszeit die damals noch nicht so populäre Historische Aufführungspraxis in die industriegeprägte Stadt zwischen Köln und Duisburg holen wollte.

Die Basilika in Knechtsteden

Die Basilika in Knechtsteden

In diesem Jahr lautet das Motto „Zeitgenossen“. Hermann Max hat ein Programm aus bekannten Werken und Neuentdeckungen zusammengestellt, das von mittelalterlichen Gesängen der Hildegard von Bingen bis zu Klaviermusik von Arnold Schönberg reicht. Er hat dafür namhafte Künstler aus dem In- und Ausland verpflichten können, wie z.B. die katalanische Sopranistin Nuria Rial, den amerikanischen Sarod- und Dhotar-Virtuosen Ken Zuckerman, die Ensembles Musica Alta Ripa und La Dolcezza, die Frauen-Schola Ars Choralis Coeln und den Pianisten Hardy Rittner.

Hermann Max, Bildrechte Martin Roos

Hermann Max, Bildrechte Martin Roos

Das Eröffnungskonzert am Freitag, 16. September 2011 in der romanischen Klosterbasilika Knechtsteden wird Hermann Max mit Johann Sebastian Bachs Messe in h-Moll mit seinen Ensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert gestalten. In dem mit „Leidenschaften“ betitelten Programm am Donnerstagabend, 20 Uhr sind zu hören Henry Purcells wundervolle Kirchenmusik und die Erstaufführung von Alessandro Melanis „Marienvesper“, die Max rekonstruiert hat.

James Gilchrist, © operaomnia.co.uk

James Gilchrist, © operaomnia.co.uk

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Ein Geheimtipp ist das Konzert unter dem Titel „Belcanto“ am Freitag, 23. September, 20 Uhr mit dem englischen Tenor
James Gilchrist. Hermann Max schwärmt: „Er ist ein höchst expressiver Sänger mit toller Gestik.“ Passend zum erregenden, leidenschaftlichen Stoff in Claudio Monteverdis „Tornate“ und „Combattimento di Tancredi e ClorindaFestival“ und Matthew Lockes „Curtain tune“. Begleitet werden die Sänger James Gilchrist, Bethany Seymour und Jan Kobow von einem Ensemble, dessen Leiterin den Konzertbesuchern als „Star“-Geigerin von L’Arpeggiata bekannt ist: Veronika Skuplik, die in diesem Fall als Leiterin des Bremer Ensembles „La Dolcezza“ auftritt.

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Weitere Konzerte sind hier zu entdecken:

http://www.knechtsteden-altemusik.de/festival.htm

Teile dieses Beitrages habe ich aus diesen Artikeln entnommen:

http://www.ngz-online.de/dormagen/nachrichten/geheimtipps-in-knechtsteden-1.1335543

http://portraits.klassik.com/Festival/portrait.cfm?OrganizerID=494&P=Festivals&S=Festival&C=festival

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Der Deutschlandfunk bringt hierzu eine aktuelle Dokumentation:

18.9.
Deutschlandfunk
15:05-16:00
Das Verborgene in der Musik entdecken
Hermann Max und seine vielfältigen Alte-Musik-Projekte
Von Rainer Baumgärtner

Für Hermann Max ist 2011 ein Jahr der Feierlichkeiten. Nicht nur der 1941 in Goslar geborene Kirchen musiker und Dirigent selbst begeht einen runden Geburtstag, sondern auch die drei von ihm ins Leben gerufenen musikalischen Institutionen feiern Jubiläen. Zentrum im Schaffen des ehemaligen Dormagener Kirchenmusikdirektors sind seine beiden Ensembles, die Rheinische Kantorei, ein Chor, der vor gut 25 Jahren aus der Jugendkantorei Dormagen hervorging, sowie das vor 30 Jahren gestartete Orchester Das Neue Konzert. Mit ihnen ging Max sein Ziel an, das Verborgene in der Musik zu entdecken, ein Weg, auf dem es viele Hindernisse zu überwinden galt. Erschüttern und aufrütteln will er mit seinen Interpretationen, wobei ein zweiter Aspekt des Entdeckens oft darin besteht, dass er bislang verborgene Musik des 17. bis 19. Jahrhunderts wieder an die Oberfläche bringt. Als Forscher und Herausgeber hat er eine große Zahl derartiger Stücke ausgegraben, angefangen bei vielen Werken aus der weitverzweigten Familie Bach. Jährliches Aushängeschild seiner Aktivitäten ist das Festival Alte Musik Knechtsteden, das im September zum 20. Male stattfindet. Hier präsentiert Hermann Max stets seine eigenen neuesten Projekte und er bietet Gastensembles ein Forum für interessante Programme. Zusammen haben sie die Veranstaltungsreihe in der romanischen Basilika unweit von Dormagen zu einem der führenden deutschen Alte-Musik-Festivals werden lassen, das der Deutschlandfunk von Anfang an mit Aufnahmen begleitet hat.

Radiotipps 8.9. – 11.9.2011


8.9.

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Ö1

10:05-11:35
Alte Musik im Konzert.
Chor und Orchester des Bach Collegiums Japan, Leitung und Orgel: Masaaki Suzuki;
Hana Blaziková, Sopran;
Robin Blaze, Countertenor;
Gerd Türk, Tenor;
Peter Kooij, Bass.

Dietrich Buxtehude: Präludium G-Dur, BuxWV 149

Johann Gottfried Walther: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr, LV 95

Johann Sebastian Bach:
a) Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte, Kantate, BWV 174;
b) Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen, Kantate, BWV 145;
c) Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust, Kantate, BWV 170;
d) Man singet mit Freuden vom Sieg, Kantate, BWV 149

(aufgenommen am 10. Februar im Takemitsu Memorial in Tokio). Präsentation: Bernhard Trebuch)

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9.9.

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Dieses Konzert wird auch am 24.9.11 von Ö1 gesendet. Das sollte dann eine deutlich bessere Sendequalität haben als BBC.

BBC-PROMS
7:30pm-9:00 + 9:20-10:45pm (bei uns eine Stunde später)

BBC PROMS 2011
Live from the Royal Albert Hall, London
Presented by Martin Handley

A rare chance to hear Weber’s opera Der Freischutz, one of the cornerstones of German Romantic opera, reimagined by Berlioz for audiences at the Paris Opera. As originally composed, the work has spoken dialogue in German but, for the Paris production of 1841, Berlioz – a huge fan of Weber – replaced the dialogue with recitatives as well as adding the ballet expected by French audiences at the time.

Sir John Eliot Gardiner conducts, and tenor Andrew Kennedy as the forester-hero, Max, and the Belgian soprano Sophie Karthauser as his beloved Agathe lead the international cast in this dramatic tale of romance and magic.

Weber: Der Freischütz (French Version, 1841) (Acts 1 & 2)

Andrew Kennedy (Max)
Sophie Karthäuser (Agathe)
Gidon Saks (Kaspar)
Virginie Pochon (Ännchen)
Matthew Brook (Kuno)
Luc Bertin-Hugault (A Hermit)
Christian Pelissier (Zamiel)
Samuel Evans (Kilian)
Robert Davies (Ottokar)
Monteverdi Choir
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Sir John Eliot Gardiner (conductor).

http://www.bbc.co.uk/proms/whats-on/2011/september-09/84

auch auf Radio2 Polen
20.30 – 23.30 
Letni Festiwal Muzyczny – transmisja z Londynu
Festiwal BBC Proms w londyńskiej Royal Albert Hall (Prom 73)

BBC
21-21:20
PROMS PLUS INTRO

Conductor Sir John Eliot Gardiner talks to Tom Service about tonight’s performance of Der Freischütz by Weber in the version reimagined for French audiences by Berlioz. This work is rarely performed and is regarded as the corner-stone of German Romantic opera. Recorded earlier this evening at the Royal College of Music, London.

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11.9.

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BR-klassik

13:40-14:00
Das Stichwort: „John Eliot Gardiner“ *

Georg Friedrich Händel: „Solomon“, Chor aus dem 2. Akt
Monteverdi Choir;
English Baroque Soloists:
John Eliot Gardiner

* Als Podcast verfügbar

DRS II
13:45-15:00
Concerto

Liebesglück und Liebestod. John Eliot Gardiner dirigert Mahler, Zemlinsky, Dvorak und Brahms

Gustav Mahler: 5 Rückert-Lieder
Antonin Dvorak: Sinfonische Variationen op. 78
Alexander Zemlinsky: 6 Maeterlinck-Lieder op. 13
Johannes Brahms: Aus den Ungarischen Tänzen

Anne Sofie von Otter, Mezzosopran;
NDR-Sinfonieorchester;
Ltg. John Eliot Gardiner

Biografie Mark Padmore – Tenor


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© Marco Borggreve
© Marco Borggreve

Mark Padmore wurde in London geboren und wuchs in Canterbury auf. Er begann seine musikalische Laufbahn als Klarinettist, bevor er am King’s College in Cambridge Gesang studierte. Er begann eine blühende Karriere in Bereich Oper, Konzert und Liedgesang und ist heute einer der bedeutendsten Bach-Interpreten, wo er sich insbesondere als Evangelist in den Passionen einen Namen gemacht hat.

In seinen frühen Jahre war er Mitglied so bekannter Ensembles wie The Sixteen, Deller Consort und Hilliard Ensemble. Sehr wichtig für die musikalische Entwicklung Mark Padmores als Sänger und Musiker war die Zusammenarbeit mit William Christie (Les Arts Florissant) und Phillippe Herreweghe (Collegium Vocale Gent). Schwerpunkt in der Arbeit mit William Christie war Musik des französischen Barock wie die Opernproduktion von Charpentier’s Medée an der Opéra Comique, Rameau’s Hippolyte et Aricie im Palais Garnier und Purcell’s King Arthur am Théâtre du Châtelet und am Royal Opera House, Covent Garden. Mit Herreweghe erarbeitete er sich das Werk Johann Sebastian Bachs.

Auf der Opernbühne arbeitete er mit den Regisseuren Peter Brook, Katie Mitchell, Mark Morris und Deborah Werner zusammen. Er sang 2009 die Titelrolle in Harrison Birthwistle The Corridor mit Aufführungen bei den Festivals in Aldeburgh, Bregenz und im Southbank Centre in London. Weiter sang er Tom Rakewell in Stravinsky The Rake’s Progress im La Monnaie in Brüssel, Händels Jephtha und den Evangelisten in der Matthäus-Passion von Bach in einer szenischen Aufführung in Glyndebourne. Ebenso spielte er Peter Quint in einer BBC TV-Produktion von Turn of the Screw und nahm die Titelrolle in La Clemenza di Tito mit René Jacobs für Harmonia Mundi auf.

Er war Gast zahlreicher Festivals: Aix-en-Provence, Edinburgh, BBC Proms, Ludwigsburg, Salzburg, Spoleto. Mark Padmore ist in den renommiertesten Konzertsälen aufgetreten (Wigmore Hall, Queen Elizabeth Hall, Singel Hall in Antwerpen) und hat unter Dirigenten wie William Christie, Roger Norrington, Paul McCreesh, Richard Hickox, Daniel Harding, Sir John Eliot Gardiner, Sir Colin Davis, Sir Simon Rattle und Philippe Herreweghe gesungen. Unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner trat Mark Padmore als Gesangssolist während der Bach Cantata Pilgrimage 2000 in mehreren Veranstaltungen zum 250. Todesjahr von J.S. Bach mit auf. Als Evangelist in der Johannespassion und Gesangssolist in verschiedenen Bachkantaten tritt er in den größeren Zentren von Europa und weltweit auf, so im März 2006 mit Sir Simon Rattle und dem RIAS Kammerchor in Berlin als Evangelist in der Johannespassion.

Mark Padmore hat zahlreiche Liederabende in Amsterdam, Barcelona, Brüssel, Madrid, Mailand, Moskau, New York, Paris und Wien gegeben. Er tritt häufig in der Wigmore Hall in London auf, wo er im Mai 2008 erstmals alle drei Liederzyklen Schuberts sang. Komponisten, die für ihn Werke geschrieben haben, waren Mark-Anthony Turnage, Alec Roth, Sally Beamish, Thomas Larcher und Huw Watkins. Ebenso wie mit seinen regelmäßigen Begleitern Julius Drake, Roger Vignoles, Simon Lepper und Andrew West, arbeitet er mit international bekannten Kammermusikern wie Imogen Cooper und Christian Zacharias zusammen.

Auf CD sind viele Aufnahmen von Mark Padmore zu hören. So nahm er Bachs Passionen mit Herreweghe und McCreesh auf, Bachs Kantaten mit John Eliot Gardiner und Herreweghe, Haydns Messen mit Richard Hickox, Don Giovanni mit Daniel Harding und Opern von Rameau und Charpentier mit William Christie. Die Aufnahme mit Händels Arien As Steals the Morn mit The English Concert und Andrew Manze, erschienen bei Harmonia Mundi, gewann den BBC Music Magazine Vocal Award im April 2008. Andere Veröffentlichungen sind Haydns Schöpfung für Deutsche Grammophon; Messiah mit Colin Davis und dem LSO; Brittens Winter Words mit Roger Vignoles und Schuberts Die Schöne Müllerin und Winterreise mit Paul Lewis. Winterreise gewann den Gramophone Magazine Vocal Solo Award 2010.

http://www.markpadmore.com/

http://www.maxinerobertson.com/index.php?load=artists&artist=mp

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Padmore-Mark.htm

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