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Barbara
Archiv des Autors: barbara57
Biografien
Hallo zusammen,
ich habe begonnen, die alte Biografie-Seite zu überarbeiten. Ihr findet die Übersicht jetzt auf der Seite, die sich durch Anklicken des linken oberen Reiters öffnet (Biografien-Übersicht). Jede Biografie bekommt jetzt ihre eigene Seite, sodass alles übersichtlicher wird. Ich habe sie außerdem sprachlich und zum Teil auch inhaltlich überarbeitet und aktualisiert.
Bis jetzt sind die Biografien von Sir John Eliot Gardiner, Joanne Lunn, Daniel Taylor. folgen werden die anderen, auf der alten Seite enthaltenen Biografien. Danach habe ich vor, die anderen an der Bach Cantata Pilgrimage beteiligten Solisten sowie Sänger, die seitdem häufiger mit Sir John Eliot Gardiner musiziert haben, in diese Übersicht aufzunehmen. Dann gibt es noch viele andere Sänger, Instrumentalisten, Ensembles, die im Zusammenhang mit Bach’scher Musik im engeren oder weiteren Sinne erwähnenswert sind…
Ihr seht schon, es wird ein längeres Projekt, das hoffentlich nie abgeschlossen sein wird. Sachdienliche Hinweise nehme ich gerne entgegen.
Barbara
Biografie Daniel Taylor – Countertenor
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Daniel Taylor - Countertenor
Daniel Taylor, Exklusivkünstler von Sony Classical/BMG Masterworks ist einer der gefragtesten Countertenöre der Welt. Er ist auf mehr als 80 Aufnahmen zu hören, wie z.B. Bach Cantatas/Monteverdi Choir/Gardiner (Deutsche Grammophone Archiv und SDG); Renaissance duets mit Bowman/Schauspieler Ralph Fiennes (BIS); Händels Rinaldo mit Bartoli /AAM/Hogwood (Decca); Cantatas „Before Bach“ mit Collegium Vocale/Herrewege (Harmonia Mundi); Sakamotos pop-opera „Life“ mit dem Dalai Lama und Salman Rushdie (Sony); Bach Kantaten mit Bach Collegium Japan (BIS); Bach Solo-Aufnahme mit Theatre of Early Music (Sony); Vivaldi Gloria mit dem Bethlehem Bach Choir/Fumfgeld (Analekta); Vivaldis Stabat Mater (BIS); 4 Aufnahmen von Händels Messiah: mit dem Kammerchor Stuttgart/Bernius (Carus), den American Bach Soloists (Koch), gerade erschienen als CD/DVD mit Tafelmusik (Bravo Television) und live mit New York Philharmonic. Außerdem erschien Bachs h-moll Messe auf CD/DVD mit dem Ensemble Orchestral Paris/Nelson (EMI Virgin) sowie mit dem Kammerchor Stuttgart/Bernius (Carus).
Unmittelbar auf sein Operndebut in Händels Rodelinda in einer Produktion von Jonathan Miller (Aufzeichnung durch EMI) folgte sein für Erato eingespieltes gefeiertes Debut in Glyndebourne (Händel Theodora). Sein nordamerikanisches Operndebüt gab er in Händels Giulio Cesare an der Metropolitan Opera New York. Außerdem war er an der Bayerischen Staatsoper (Goffredo in Händels Rinaldo), in Edinburgh (Titelrolle in Glucks Orfeo), an der Welsh National Opera (Hamor in Händels Jephta) und an der Canadian Opera (Tolomeo in Händels Tolomeo) zu erleben.
Er konzertiert mit dem Academy of Ancient Music, Gabrieli Consort, Internationalen Bachakademie Stuttgart, Les Arts Florissants, Akademie für Alte Musik, Orchestra of the Age of Enlightenment, King’s Consort und mit den Symponieorchestern von Cleveland, St. Louis, Lissabon, Philadelphia, Tonhalle Zürich, München (Rundfunkorchester), San Francisco, Madrid, Toronto, Göteborg, Rotterdam, Montreal, Israel, Philadelphia und Rotterdam.
Als Liedsänger war er im Konzerthaus Wien, bei der Frick Collection New York, in der Forbidden Concert Hall Beijing, beim Lufthansa Barock Festival und in der Wigmore Hall London zu hören. Er wirkte in Podeswas preisgekröntem Film Five Senses for Fineline mit.
Daniel Taylor ist Professor of Voice am Conservatoire de musique in Montreal, Professor of Voice an der University of Ottawa, Adjunct Professor an der McGill University und Visiting Scholar an der University of Victoria.
Er ist Artistic Director und Leiter des Choir and Orchestra of the Theatre of Early Music. Das Ensemble gibt mehr als 30 Konzerte pro Jahr in der ganzen Welt.
http://www.theatreofearlymusic.com/dthome.html
http://www.orfeo-artist-management.de/daniel-taylor-biographie0.html
http://www.bach-cantatas.com/Bio/Taylor-Daniel.htm
Pressestimmen
Klassik.com, März 2010
Sehr expressiv ist die Stimme Daniel Taylors, die in ihrer Weichheit ein fast weibliches Timbre hat. Das Altsolo im ‚Et incarnatus est‘ ist ein Höhepunkt an Ausdrucksintensität in dieser Messe. Zum einen, weil Zelenka hier mit der Tradition des pastoral-versöhnlichen Gestus‘ zur Darstellung der Menschwerdung Christi bricht und in einem düsteren Lamento die unmittelbare Verbindung des Ereignisses zum späteren Kreuztod herstellt, das ‚Crucifixus‘ antizipierend. Zum anderen, weil Taylor das Solo in seinem erschütternden Klageton regelrecht zu leben scheint. Die kurzen Phrasen erfüllt er mit einer bedeutungsvollen Schwere, ohne dabei über die Stränge zu schlagen und den Satz zu einem emotionalen Ausbruch, einem Drama zu verdrehen. Taylors Gesang bettet sich ganz selbstverständlich in den sonoren Klang des Orchesters und formt die Szene zu einer ganz intimen, tief empfundenen Lamento, das einem Schauer über den Rücken jagt.
Klassik.com, Oktober 2010
Durch seine zahlreichen internationalen Engagements hatte der gebürtige Kanadier bisher schon häufig die Möglichkeit mit den besten Barockorchestern zusammenzuarbeiten. Besonders klangschön wird seine Stimme durch die sehr gut überblendeten und daher kaum auffallenden Registerwechsel. Seine warme, in der Höhe wie in der Tiefe äußerst kultiviert geführte und nie zur Schärfe neigende Altstimme ergänzt sich mit Kirkbys Sopran perfekt.
Klassik.com, April,2006
Besondere Erwähnung verdient der schöne Countertenor von Daniel Taylor. Ist es eine Gabe, wenn Countertenöre feminin klingen, dann ist Taylor diese auf betörende Weise eigen. Er besitzt einen geraden Ton, der noch über ausreichend Vibrato verfügt, um nicht stumpf zu klingen, das Timbre leuchtet, nur die Tiefe ist etwas schwach. Hörenswert.
Klassik.com, September 2004
Biografie Joanne Lunn – Sopran
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Foto: Andrew Redpath
Joanne Lunn (Sopran) studierte am Royal College of Music in London und gewann dort die renommierte Tagore Goldmedaille. Als Solistin konzertiert sie regelmäßig mit Ensembles wie den English Baroque Soloists, der Akademie of Ancient Music, dem Hilliard Ensemble, Philipp Herreweghes Collegium Vocale Gent, dem King’s Consort oder dem Gabrieli Consort. Auch war sie u.a. oft gehörter Gast in der „Bach Cantata Pilgrimage“ von John Eliot Gardiner und dem Monteverdi Choir. Ihr Operndebut gab Joanne Lunn an der English National Opera in Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“ unter Harry Christophers. Sie sang in Venedig die Helena in Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ unter John Eliot Gardiner und wirkte in Paris und Peking in Jonathan Millers Inszenierung von Monteverdis „Orfeo“ unter der Leitung von Philip Pickett mit. Im Rahmen von oratorischen Partien von Bach, Händel und Haydn arbeitet sie mit Dirigenten wie Roger Norrington, Frieder Bernius, Mark Minkowski und Masaaki Suzuki und gastierte z.B. bei den Händelfestspielen in Göttingen und Halle, bei den Proms der BBC in London und den Salzburger Festspielen.
Ihre Discographie umfasst Vivaldi Laudate Pueri mit The King’s Consort (Hyperion), Haydn Messen mit Sir John Eliot Gardiner und dem Monteverdi Choir (Philips), John Rutter Mass of the Children mit der City of London Sinfonia unter der Leitung des Komponisten (Collegium), Sir John Eliot Gardiners Bach-Kantaten-Zyklus, der während der Bach-Cantata Pilgrimage im Jahr 2000 aufgenommen wurde (Deutsche Grammophon / Soli Deo Gloria), Bachs Oster-Oratorium mit Frieder Bernius und dem Kammerchor Stuttgart (Carus), Bach-Motetten mit dem Hilliard Ensemble (ECM) und mit dem Messias RPO mit John Rutter.
http://www.hazardchase.co.uk/artists/joanne_lunn
http://www.bach-cantatas.com/Bio/Lunn-Joanne.htm
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Pressestimmen
[…]Joanne Lunns geschmeidiger Sopran, der besonders in der Höhe glockenrein klingt und mit einer an die Stimme eines Knaben erinnernden, anrührenden Naivität (‚Qui tollis‘) besticht, evoziert geradezu das Bild der betenden Jungfrau. […]
Klassik.com, Oktober 2010
Biografie Monteverdi Choir
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Die Gründung des Monteverdi Choir durch John Eliot Gardiner erfolgte 1964 in Cambridge anlässlich einer Aufführung der »Marienvesper« von Claudio Monteverdi. Ziel war es damals, sich ausgehend von der Musik des Barock ein breit gefächertes Repertoire zu erarbeiten. Das Ensemble wurde bald bekannt für sein leidenschaftliches Musikantentum, gepaart mit rhythmischer Vitalität und der Fähigkeit, Werke ganz unterschiedlicher Komponisten in verschiedenen Sprachen und Ausdrucksformen stilistisch überzeugend zu präsentieren.

Monteverdi Choir
Im Jahr des 400. Geburtstages von Claudio Monteverdi gelang John Eliot Gardiner der internationale Durchbruch. Zusammen mit dem von ihm gegründeten Monteverdi Choir führte er 1967 in der “Kathedrale Ely” Monteverdis “Versperae Mariae Virginis” in einer von ihm selbst revidierten Fassung auf und wurde durch den großen Erfolg der Veranstaltung ermutigt, die Arbeit in dieser Richtung fortzusetzen und zu erweitern.
Seit seiner Gründung hat der Monteverdi Choir besonders jungen Nachwuchs-Solisten die Möglichkeit geboten, hochwertige musikalische Erfahrungen zu sammeln sowie Auftrittspraxis zu erwerben, die am Beginn einer Laufbahn besonders wertvoll ist.
Im Sommer 2004 führte der Chor eine weitere »Pilgerfahrt« mit vierzehn Konzerten in Kirchen entlang des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela/ Spanien durch. Die Pilgerfahrt und die Konzerte wurden von der spanischen Zeitung El Pais zu den »Besten Konzerten des Jahres 2004« gewählt.
Eine höchst erfolgreiche Partnerschaft verbindet den Chor mit dem Théâtre du Châtelet in Paris, an dem er in Produktionen von Verdis Falstaff (2001) sowie Webers Oberon (2002) auftrat. 2003 wirkte er an der ersten kompletten Aufführung in Frankreich von Berlioz’ Oper Les Troyens mit, die den Grand Prix des Französischen Journalistenverbandes gewann. Im November und Dezember 2005 unternahm der Chor mit Stücken von Purcell eine höchst erfolgreiche Tournee in Europa und Asien.
Der Chor hat mittlerweile mehr als 100 Einspielungen aufzuweisen, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden, darunter mehrere Gramophone-Awards.
http://www.monteverdi.co.uk/index.cfm
Biografie Sir John Eliot Gardiner
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Foto: Sir John Eliot Gardiner, Engl. Dirigent (Fotorechte: V. Hege)
Der Meisterdirigent, Sir John Eliot Gardiner, Chor- und Orchestergründer mit dem Hang zur Barockmusik wurde am 20. April 1943 in Fontmell Magna in der englischen Grafschaft Dorset geboren. Schon zu Studentenzeiten an der Universität von Cambridge nahm er den Taktstock in die Hand und dirigierte die Chöre der Universitäten Cambridge und Oxford, unter anderem auf einer Tournee durch den Nahen Osten als Nichtgraduierter im Alter von 15 Jahren. Zunächst ging er an das King’s College in Cambridge und schloss sein Studium mit Diplomen in Geschichte und Arabistik ab. Ein Stipendium ermöglichte ihm zwei Jahre intensiven Unterricht bei der großen Nadia Boulanger in Paris. Weiterhin studierte Gardiner bei Thurston Dart, in London, einem der einflussreichsten Fürsprecher für eine historische Aufführungspraxis der frühen Musik.
Nicht jeder wächst unter den kritischen Augen von Johann Sebastian Bach auf. Sir John Eliot Gardiner schon. Im Haus seiner Eltern hing während der Kriegsjahre das berühmte Bach-Porträt von Haußmann zur sicheren Aufbewahrung – und der kleine John Eliot fand, wie er erzählt, Meister Bach “ziemlich gespenstisch. Aber wenn man den Blick von der Nase beginnend nach unten wandern lässt, sieht man einen sehr verständnisvollen, einfühlsamen Mann; ganz anders als Augen, Nase und Perücke des seriösen Thomaskantors vermuten lassen.” In Bachs Musik sieht Gardiner einen ganz ähnlichen Gegensatz: “Zwei unterschiedliche Ebenen durchdringen sich: eine Horizontale aus Melodie und Kontrapunkt und auf der vertikalen Ebene der tanzende Rhythmus von unglaublicher Bewegtheit und Schwung. Für mich liegt Bachs Seele in den Kantaten, die er jede Woche im Dienst der Kirche schrieb.”
Im Jahr 1964 gründete er mit gleich gesinnten Studenten aus Cambridge den Monteverdi Choir für eine denkwürdige Aufführung der Marienvesper von Claudio Monteverdi am 5. März 1964 in der King’s College Chapel. Bereits 2 Jahre später traten sie in der Wigmore Hall in London auf.
Mit der Aufführung von Mozarts “Die Zauberflöte” gab er 1969 an der English National Opera in London sein Debut als Operndirigent und führte 1973 im Londoner Covent Garden erstmals Christoph Willibald Glucks “Iphigenie auf Tauris” auf.

Sir John Eliot Gardiner
Sir John Eliot Gardiner ist einer der vielseitigsten Dirigenten unserer Zeit. Er ist eine der Schlüsselfiguren in der Wiederbelebung der Alten Musik und der Gründer und Künstlerische Leiter des Monteverdi Choir, der English Baroque Soloists und des Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Neben Auftritten als Leiter seiner Ensembles tritt er regelmäßig als Gastdirigent der bedeutendsten europäischen Symphonieorchester auf, darunter die Wiener und Berliner Philharmoniker sowie das London Symphony Orchestra.
1968 gründete John Eliot Gardiner das Monteverdi Orchestra und trat mit dem neuen Ensemble im gleichen Jahr bei den Henry Wood Promenade Concerts (PROMS) in London auf. Knapp zehn Jahre später wurde das Orchester in „English Baroque Soloists“ umbenannt und musizierte nun ausschließlich auf historischen Instrumenten. Es ist heute eines der herausragenden Orchester mit historischen Instrumenten. Sie debütierten 1977 beim Festspiel Alter Musik (Innsbruck) mit Händels Acis und Galatea. Die Einspielung dieses Werkes wurde 1978 von der englischen Musikzeitschrift Gramophone als “Beste Aufnahme Alter Musik” ausgezeichnet. Als Verfechter der historischen Aufführungspraxis setzte sich Gardiner in der Folgezeit intensiv mit historischer Aufführungspraxis auseinander. Sein Hauptaugenmerk galt schon damals Bach, Händel und Mozarts Opern. Sein Ziel war, die Musik dieser Komponisten so wiederzugeben, wie sie in ihrer Entstehungszeit geklungen haben muss. In den 80ern und 90ern Jahren gelangen Gardiner und seinen Klangkörpern herausragende Aufnahmen. Hervorzuheben sind vor allem die Einspielungen von Bachs großer Vokalwerke wie Matthäuspassion, Johannespassion, h-moll-Messe und Weihnachtsoratorium. Viele von ihnen wurden mit Preisen ausgezeichnet.
Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre wandte sich Gardiner mehr und mehr dem klassischen und romantischen Repertoire zu. Um auch diese Werke authentisch wiedergeben zu können, gründete der Dirigent 1990 das Orchestre Révolutionnaire et Romantique, das ebenfalls auf historischen Instrumenten spielt.
John Eliot Gardiner wurde zunehmend von Orchestern, Opernhäusern und Festspielen mit wichtigen Positionen betraut. Er war von 1980 bis 1983 Chefdirigent des Vancouver Orchestra. Während der folgenden fünf Jahre an der Opéra de Lyon baute er als Musikdirektor das Orchester neu auf. Dieses gilt heute als eines der Besten in Frankreich.
Als künstlerischer Leiter der Göttinger Händel-Festspiele (1981-1990) setzte John Eliot Gardiner mit zahlreichen Aufführungen und Aufnahmen neue Maßstäbe.
1991 wurde er Chefdirigent des NDR-Symphonieorchesters in Hamburg, eine Position, die er bis 1994 innehatte. Mit diesem trat er auch mehrfach in vom Rundfunk und Fernsehen übertragenen Konzerten beim Schleswig-Holstein-Musikfestival auf. John Eliot Gardiner hat als Gastdirigent mit großen internationalen Symphonieorchestern, u.a. dem Philharmonia Orchestra, dem Cleveland Orchestra, dem Concertgebouw Orkest und den Wiener Philharmonikern erfolgreich zusammengearbeitet. Mit dem Dallas Symphony Orchestra trat er 1979 erstmals in Amerika auf.
Anläßlich des 25jährigen Bestehens des Monteverdi Choir unternahm er 1989 eine Welttournee mit Aufführungen von Monteverdis Vespro della Beata Vergine, die für Film, Video und Aufnahmen der Archiv Produktion dokumentiert wurden.
Bei den Salzburger Festspielen 1990 debütierte er mit dem Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists innerhalb eines Orfeo-Zyklus (Monteverdi und Gluck) sowie im Rahmen der Serenaden-Konzerte. John Eliot Gardiner hat bereits zahlreiche Tourneen mit dem Monteverdi Choir und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique unternommen. 1995 dirigierte er erstmals die Wiener Philharmoniker bei den Salzburger Festspielen.
1997 fand John Eliot Gardiners Schumann-Festival im Barbican Centre in London und in der Cité de la musique in Paris statt. Nachdem er sich in den letzten Jahren ausführlich mit den Werken Beethovens und der Nach-Beethoven-Ära auseinandergesetzt hat, standen nun Bachs Kirchenkantaten im Zentrum seiner Arbeit. Insbesondere im Jahr 2000 hat er sich ausschließlich mit diesem Thema im Rahmen seiner Bach-Pilgrimage 2000 (anlässlich des 250. Todesjahres von J.S. Bach) befasst.
Unter der Schirmherrschaft des Prinzen von Wales verwirklichte Sir John Eliot Gardiner ein Unternehmen von titanischen Ausmaßen. Am Weihnachtsfest, 23. Dezember 1999 in Weimar, begann er mit einer musikalischen Wallfahrt, (Bach-Pilgrimage 2000); in deren Rahmen er überlieferten Bach-Kantaten aufführte. Sie erklangen an den der Liturgie entsprechenden Tagen, für die Bach sie komponierte. Die Konzertreise führt quer durch Europa und in die USA. Zusammen mit The English Baroque Soloists und dem Monteverdi Choir anlässlich des 250. Todestages von J. S. Bach im Jahr 2000 fand die Aufführung von 198 geistlichen Bach-Kantaten in über sechzig Kirchen, in 15 Ländern von Europa und Übersee statt.
Das Jahr 2004 begann mit einer höchst erfolgreichen Tournee durch die USA mit Werken von Händel, Haydn und Mozart. Am Ende des Jahres stand eine ebenso erfolgreiche Reise nach Asien gemeinsam mit dem Monteverdi Choir und einem Programm mit Werken von Purcell.
2005 führte das Ensemble Bachs Matthäus-Passion auf. Im Januar und Februar 2006 standen die Symphonien Nr. 39, 40 und 41 sowie das Requiem und die c-moll Messe von Mozart auf dem Konzertkalender.
CD-Einspielungen
Seit seiner ersten Aufnahme mit den English Baroque Soloists für die Archiv Produktion (Acis und Galatea) sind zahlreiche preisgekrönte Einspielungen entstanden: Monteverdis Vespro della Beata Vergine, Orfeo, Buxtehudes Membra Jesu Nostri, Purcells Fairy Queen, Bachs Weihnachtsoratorium, Matthäus-Passion und Haydns Jahreszeiten.
Ein besonderes Projekt war sein Aufnahmezyklus der großen Mozart-Opern: Idomeneo, La clemenza di Tito , Die Entführung aus dem Serail, Così fan tutte, Le nozze di Figaro, Don Giovanni und die Zauberflöte. Für seine vielbeachtete Aufnahmeserie der Mozart-Opern und seine erfolgreichen konzertanten Aufführungen, u.a. beim Holland-Festival, erhielt John Eliot Gardiner den Edison Extraordinaire. Eine weitere Operneinspielung mit den English Baroque Soloists, Monteverdis Poppea, und seine Aufnahme mit Haydns Schöpfung wurden 1996 veröffentlicht.
Zusammen mit dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique spielte er Beethovens Missa solemnis, einen vollständigen Beethoven-Symphonien-Zyklus, Leonore sowie einen Beethoven Klavierkonzert-Zyklus mit Robert Levin ein, den er 1998 mit Veröffentlichung der Aufnahme des Dritten und Vierten Konzertes abschloss, sowie einen Schumann-Symphonien-Zyklus, der ebenfalls 1998 auf den Markt kam.

CD Cover Bach Cantata Pilgrimage
Im Jahr 2004 erfolgte die Gründung seines eigenen CD-Labels „Soli Deo Gloria“ der Monteverdi Productions für seine Veröffentlichungen. Hier erscheinen seine Aufnahmen mit dem Monteverdi-Choir, den English Baroque Soloists und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique . Den Anfang machten die Aufnahmen, die im Zusammenhang mit der ausgedehnten Konzert-Tour “Bach Cantata Pilgrimage ” im Bach-Jahr 2000 entstand, als Gardiner an die 198 Bach-Werke an den Orten ihrer Entstehung und anderen spirituellen Orten in ganz Europa und als Abschluss der Pilgerreise in New York aufführte. Die ersten Veröffentlichungen des neuen Labels sind Anfang Januar 2005 erschienen. Gleich die erste CD des Labels SDG mit Bach-Kantaten wurde mit dem Gramophone 2005 Award „Record of the Year“ ausgezeichnet
Auszeichnungen
Neben zahllosen Auszeichnungen für seine Einspielungen wurde John Eliot Gardiner u.a. als “Künstler des Jahres 1994″ (Gramophone Award und Deutsche Schallplattenkritik), “Dirigent des Jahres” (Klassik Echo-Verleihung 1995), “Bester Dirigent” (Cannes Classical Award 1995) und 1995 als erster Dirigent mit dem Dietrich-Buxtehude-Preis geehrt.
John Eliot Gardiner erhielt die Ehrendoktorwürde der Universität in Lyon (1987), die Ernennung zum “Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres” (1988) und zum “Commander of the British Empire” (1990). Seit 1992 ist er Ehrenmitglied des Londoner King’s College und der Royal Academy of Music.
1998 wurde John Eliot Gardiner von Königin Elisabeth II anlässlich der “June Birthday Honours” in den Adelsstand erhoben.
Foto: Preisübergabe: “Robert Schumann-Preis 2001″
Im Jahr 2001 erhielt er von der Stadt Zwickau den Robert-Schumann-Preis 2001 verliehen sowie im Rahmen der Händelfestspiele den Händelpreis der Stadt Halle.

Foto: Bach-Medaillenübergabe durch den Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee, Leipzig
Im Mai 2005 wurde ihm zum Bachfest in Leipzig die “Bachmedaille” für sein Lebenswerk verliehen!
Foto: Bach-Medaillenübergabe durch den Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee, Leipzig
Am 29.11.2005 wurde Sir John Eliot Gardiner durch den deutschen Botschafter in London, Thomas Matussek , das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse überreicht.
Foto: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse durch den Botschafter in London an Sir John Eliot Gardiner!
Laudatio: (Übersetzung aus dem Englischen)

Foto: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse durch den Botschafter in London an Sir John Eliot Gardiner!
Eine Konstante in Ihrer Arbeit ist immer die Musik von Bach gewesen. Eines Ihrer Projekte fand ein enthusiastisches Publikum auf der ganzen Erde: Im Jahr 2000 dem Bachjahr, führten Sie jedes einzelne von den Kirchencantatas J.S. Bachs – ca. 200 – mit dem Chor Monteverdi und dem englischen barocken Soloists entsprechend ihren unterschiedlichen Themen und entsprechend dem Kirchekalender durch. Mit dieser “Pilgrimage Bach Cantata”, führten Sie mit Ihren Musikern in über 60 Kirchen und in 14 europäischen Ländern die Kantaten-Werke von Bach auf.
Auf diese Art haben Sie einer weiten Öffentlichkeit die Musik Bachs bekannt gemacht. Sie haben uns eine neue Welt von Musik begründet und eine dauerhafte Tradition gegeben. Einer ausdehnten Nicht-Deutschen Öffentlichkeit haben Sie die großen deutschen barocken Komponisten wie Bach und Händel sowie z.B. den romantischen Komponisten Felix Mendelssohn zugänglich gemacht………

Universität Cremona
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Sir John Eliot Gardiner ist am 21. Oktober 2006 die Ehrendoktorwürde in Musicology durch die Universität von Cremona / Italien, dem Geburtsort von Claudio Monteverdi, verliehen worden.
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Am 18.4.2011 ist er in Paris der französischer Verdienstorden „Chevalier de la Légion d’Honneur“ geehrt worden. Diese 1802 gestiftete Ehrung ist die höchste Auszeichnung des französischen Staates.
Am 13. Februar 2014 übernahm Gardiner das Amt des Präsidenten der Stiftung Bach-Archiv Leipzig
Buchveröffentlichung:
Im Oktober 2016 ist von J.E. Gardiner sein Bach-Buch für Deutschland erschienen.
Link zum Buch:
Titel: „Musik für die Himmelsburg“.
Privat
Neben seiner Arbeit als Dirigent bewirtschaftet Gardiner eine Öko-Farm, die er von seinem Großonkel, dem Komponisten Henry Balfour Gardiner, geerbt hat. Seit 2001 ist er mit der Musikproduzentin Isabella de Sabata verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit der Violinistin Elizabeth Wilcock (1981 bis 1997), hat er drei Töchter.
http://www.monteverdi.co.uk/index.cfm
Radiotipps KW 20
17.5.
Deutschlandfunk
21-55:50
Grundton D 2010
Konzert und Denkmalschutz für die östlichen Bundesländer
Vokalmusik aus 6 Jahrhunderten – Kompositionen von William Byrd, Thomas Tallis, Johannes Brahms, FelixMendelssohn Bartholdy und Malcolm Williamson
The King’s Singers
Aufnahme vom 25.7.10 aus der Klosterkirche Doberlug/Brandenburg
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18.5.
France musique
9-11
Salle Pleyel/Beethoven/London Symphony Orchestra,Gardiner
Concert donné le 10 février 2009, Salle Pleyel à Paris
Ludwig van Beethoven
Ouverture Namesfeier
Symphonie n°4 en si bémol Majeur op.60
Symphonie n°7 en la Majeur op.92
London Symphony Orchestra
Direction : Sir John Eliot Gardiner
HR2
Notenschlüssel
Bach: die Kunst der Fuge
Aufgeschlüsselt von Paul Bartholomäi
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22.5.
DRS
16-18
Parlando
Der Balthasar-Neumann-Chor – berührend schön
Wenn der Balthasar-Neumann-Chor singt, gehen die Töne unter die Haut und berühren die Seele. Ein Portrait von Elke Kamprad zum 20. Geburtstag des Weltklasse-Chores aus Freiburg im Breisgau.
Radiotipps KW 19
Diesmal mit richtiger Kalenderwoche – letzte Woche hatte ich wohl die falsche Brille auf.
11.5.
Kulturradio rbb
20-21
Klangwelt der Renaissance (27)
„Vokalpolyphonie – made in Germany“ – Jahrzehnte lang war die geistliche Musik des 15. und 16. Jahrhunderts fest „in den Händen“ der Engländer und Flamen. Jetzt liefern viele deutsche Ensembles ebenso überzeugende Interpretationen.
HR2
20-21:30
Notenschlüssel
Telemann: Donner-Ode
Aufgeschlüsselt von Paul Bartholomäi
Am Morgen des Allerheiligentages 1755 – die Kirchen waren voll – zerstörte ein Erdbeben der Stärke 8,5 bis 9 und die darauffolgende Flutwelle die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Mit fast 100.000 Todesopfern gehörte es zu den verheerendsten Naturkatastrophen in Europa. Diese Katastrophe löste nicht nur eine heftige Glaubensdiskussion aus, sondern wurde auch von vielen zeitgenössischen Künstlern in ihren Werken verarbeitet. So auch von Georg Philipp Telemann. Er komponierte auf Texte, die dem 8. und dem 29. Psalm entnommen waren, ein zweiteiliges Oratorium, das den Namen „Donner-Ode“ erhielt. Uraufgeführt wurde es am 11. März 1756 in der Kirche St. Jakobi in Hamburg. Namensgebend mag das eindrucksvolle Bass-Duett „Er donnert, dass er verherrlichet werde“ sein. Näheres über Telemanns „Donner-Ode“ erzählt Paul Bartholomäi in seinem „Notenschlüssel“.
12.5.
SWR2
20-22:30
Schwetzinger SWR Festspiele 2011 – SWR2 Abendkonzert – LIVE Meilensteine der Sakralmusik
Johann Sebastian Bach:
„Johannes-Passion“ für Soli, Chor und Orchester BWV 245
Gabrieli Consort & Players
Leitung: Paul Mc Creesh
(Direktübertragung aus dem Speyrer Dom)
Es gibt keine anderen Angaben zur Besetzung. Hier diejenige des Soli Gloria DeiFestivals mit einer Aufführung einige Tage eher:
Mhairi Lawson, Sopran
Barbara Kozelj, Alt
Nicholas Mulroy, Tenor
Marcus Farnsworth, Bass
13.5.
kulturradio rbb
18-18:50
Wie be- oder ersetzt man heute die Kastratenpartien des Barock?
Kantaten und Arien für und von Carlo Broschi Farinelli, gesungen von Nella Anfuso, Vivica Genaux, Derek Lee Ragin u. a.
14.5.
BBC
13-14 (14-15 MESZ)
The Early Music Show
Catherine Bott talks to conductor Sir John Eliot Gardiner about his illustrious career in the music industry, and includes recordings by his own Monteverdi Choir, English Baroque Soloists and Orchestra Revolutionnaire et Romantique, as well as performances from the Göttingen Handelfest and Opera de Lyon – both of which he has been an integral part of. Sir John Eliot also reflects on his achievements with the Bach Cantata pilgrimage from the year 2000 and the Monteverdi Choir’s amazing musical journey along the Camino de Santiago de Compostela.
http://www.bbc.co.uk/programmes/b0112crp
Radiotipps KW 18
Radio-Tipps mit Klassischer Musik in der KW 18 in 2011:
3.5.
BR-Klassik
13 – 14
Concertino
Musik im Originalklang
Am Pult: John Eliot Gardiner
Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-dur (English Baroque Soloists);
Ludwig van Beethoven: „Meeresstille und glückliche Fahrt“, op. 112 (Monteverdi Choir); Johannes Brahms: Symphonie Nr. 3 F-dur (Orchestre Révolutionnaire et Romantique)
4.5.
HR2
20-21:30
Notenschlüssel
Schütz: Musikalische Exequien
aufgeschlüsselt von Paul Bartholomäi
SR2
20-22_30
BACHkantaten in Saarbrücken
Himlische Cantorey: Veronika Winter, Sopran Margot Oitzinger, Alt Georg Poplutz, Tenor Ralf Grobe, Bass Musica Alta Ripa
Johann Sebastian Bach
Aus der Tiefen, Herr, rufe ich zu dir‘, Kantate BWV 131
Himmelskönig, sei willkommen‘, Kantate BWV 182
Aufnahme vom 3. April 2011 aus der Stiftskirche St. Arnual
anschließend, gegen 21 Uhr: Orgelkonzert Rolf Müller, Orgel Werke von Josef Gabriel Rheinberger. Johann Sebastian Bach, Sigfrid Karg-Elert, Josef Renner jun. und Felix Alexandre Guilmant sowie eine Improvisation von Rolf Müller Aufnahme vom 3. April 2011 aus der Pfarrkirche St. Katharina in Wallerfangen
Webradios im Internet mit klassischer Musik
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Die Radioliste mit Sendern, die überwiegend klassische Musik senden, habe ich vollständig überarbeitet. Die Sender senden in der Regel mit 128 kbps, so werde ich nur Ausnahmen angeben, soweit mir das bekannt ist. Der Livestream ist über die Hauptseite bzw die Programmseite aufrufbar, ich gebe nur noch Ausnahmen an.
Eine sehr komfortable Übersicht gibt auf dieser Website, wo sich Sender aus ganz Europa mit Livestreams und Websites finden lassen:
http://www.listenlive.eu/
Schattenblick bietet Programmübersichten aller deutschen Öffentlich-rechtlichen Radiosender:
http://www.schattenblick.de/infopool/ip_medien_hoerpro.html
Öffentlich rechtliche Sender aus Deutschland
Ausländische Sender mit klassischer Musik
Privatsender
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Öffentlich rechtliche Sender aus Deutschland
NDRkultur
allgemein http://www.ndrkultur.de/
Programm http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html
Livestream http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html
Archiv zum Nachhören: http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html
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Nordwestradio (Radio Bremen)
Allgemein http://www.radiobremen.de/nordwestradio/
Programm http://www.radiobremen.de/nordwestradio/programm/index.html
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MDR Figaro
allgemein http://www.mdr.de/mdr-figaro
Programm http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/
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RBB Kulturradio
Allgemein http://www.kulturradio.de/
Programm http://www.kulturradio.de/programm/download/index.html
Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html
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WDR3 – 128/256 kbps
Allgemein http://www.wdr.de/radio/wdr3/
Programm http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0
Livestream http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html
(hier auch 256 kbps)
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HR2
Allgemein http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=3752
Programm http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/programm3758.jsp?rubrik=3758
Livestream http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=23746
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SR2 Kulturradio
Allgemein http://www.sr-online.de/sr2/74/
Programm http://www.sr-online.de/sr2/1356/
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SWR2
Allgemein http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Programm http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html#aktuell
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Bayern Klassik
Allgemein http://www.br-online.de/br-klassik/
Programm http://www.br-online.de/br/jsp/global/funktion/programmvorschau/programmfahne.jsp?programm=B4
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Deutschlandradio Kultur
Allgemein http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/konzert/
Programm http://www.dradio.de/dkultur/vorschau/
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.
Ausländische Sender mit klassischer Musik
.
Belgien (französisch)
musiq3
Allgemein http://www.musiq3.be/index.htm
Programm http://www.musiq3.be/programmes/index.htm
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Frankreich
france musique
Allgemein http://sites.radiofrance.fr/francemusique/accueil/
Programm http://sites.radiofrance.fr/francemusique/prog/ant/
——————————————————-
Großbritannien
BBC Radio 3 – vermutlich 48 kbps (in UK HD Qualität)
Allgemein http://www.bbc.co.uk/radio3/
Programm http://www.bbc.co.uk/radio3/schedule/
Proms http://www.bbc.co.uk/proms/
——————————————————-
Niederlande
Radio 4 – 160 kbps
Allgemein http://www.radio4.nl/
Programm http://www.radio4.nl/gids-en-gemist
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Norwegen
NRK klassisk – 384 kbps
Programm http://www.nrk.no/programoversikt/avansert/?p_artikkel_id=&p_forhandsvis_flg=0&p_format=HTML&p_type=prog&p_periode=neste7dager&p_ak=AK&p_knapp=Vis+nedenfor
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Österreich
Ö1 – von 64 kbps (Wortsendungen) bis zu über 300 kbps(Konzerte)
Allgemein http://oe1.orf.at/
Programm http://oe1.orf.at/programm
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Portugal
RTP Antena 2 – 64 kbps
Allgemein http://www.rtp.pt/antena2/index.php
Programm http://www.rtp.pt/antena2/?headline=10&visual=5
——————————————————-
Schweiz
deutsch
DRS II
Allgemein http://www.drs2.ch/www/de/drs2.html
Programm http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen.html
französisch
Espace 2
Allgemein http://www.rsr.ch/#/espace-2/
italienisch
Rete due
Allgemein http://retedue.rsi.ch/home/networks/retedue.html
Programm http://retedue.rsi.ch/home/networks/retedue/palinsesto.html
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Spanien
Radio Clásica
Allgemein http://www.rtve.es/radio/radioclasica/
Programm http://www.rtve.es/rne/rc/programa/index.php
.
Privatsender
.
Klassikradio
Allgemein http://www.klassikradio.de/
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Domradio Köln
Allgemein http://www.domradio.de/
Programm http://www.domradio.de/programm/
Bach-Kantaten zum jeweiligen Sonntag im Kirchenjahr mit Kantaten-Beschreibung;
Sonntags um 06:33 Uhr Wiederholung am Sonntag um 22:33 Uhr
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Radio Stephansdom Wien
Allgemein http://www.radiostephansdom.at/
Programm http://www.radiostephansdom.at/programm/
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Evangeliumsfunk Wetzlar
Allgemein http://www.erf.de/index.php?PHPSESSID=74f65ef852a045f2b632b546a3462c56&node=1962&PHPSESSID=74f65ef852a045f2b632b546a3462c56 Sonntag ab 11.15 Bachkantate mit Einführung
Radiotipps für die KW 17
Ich dachte, nach Ostern beruhigt es sich…
Leider war meine geniale Radiozeitung für die nächste Woche noch nicht im Briefkasten. So habe ich erst einmal bis Dienstag im Internet geschaut und schon wieder ein paar Perlen gefunden, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.
Frohe Ostern
Barbara
25.4.
NDR
11:00 – 13:00
Konzert Ring Barock – Herrenhausen
Carl Philipp Emanuel Bach: Sinfonie Es-Dur Wq 179,
Cembalokonzert E-Dur Wq 14
Johann Christoph Friedrich Bach: Sinfonie d-Moll für Streicher
Wilhelm Friedemann Bach: Cembalokonzert D-Dur
Johann Christian Bach: Sinfonie g-Moll op. 6 Nr. 6
Christine Schornsheim, Cembalo
NDR Radiophilharmonie / Ltg.: Bernard Labadie
Aufzeichnung vom 15.4.2011 im Galeriegebäude Herrenhausen
„Bach – die nächste Generation“ steht als Motto über dem 3.Konzert im Ring Barock der NDR Radiophilharmonie am 15. April. Im Mittelpunkt des Abends im Galeriegebäude der Herrenhäuser Gärten standen die vier komponierenden Söhne des großen Johann Sebastian Bach: der „Hamburger“ Carl Philipp Emanuel, der „Bückeburger“ Johann Christoph Friedrich, der „Berliner“ Wilhelm Friedemann und der „Londoner“ Johann Christian. Ihre Werke stehen am Beginn einer neuen Epoche, alle vier Bach-Söhne prägten mit ihrem Schaffen das musikalische Europa – und läuteten auf ihre je eigene Weise das klassische Zeitalter ein. Wenn sich für dieses Programm dann noch Kanadas „Exportschlager“ in Sachen Alter Musik, der Dirigent Bernard Labadie, mit der Cembalo- und Hammerklavierspezialistin Christine Schornsheim zusammentut, ist ein hochkarätiges Konzert garantiert.
Dkultur
22:00-22:30
Musikfeulleton
Das Herrlichste: eine Kantate von Bach
Johannes Brahms als Bach-kenner und -interpret
Von Andreas Glöckner
Brahms hat sich nicht nur kompositorisch mit dem Schaffen Johann Sebastian Bachs auseinander gesetzt, sondern auch viel zu seiner wissenschaftlichen und aufführungspraktischen Erschließung beigetragen. 1879 wurde ihm vom Leipziger Rat sogar das Amt des Thomaskantors angetragen.
26.4.
france musique
9-11
Concert
William Byrd
The Silken Tent, Pavan & Galliard
Where the blind
Fantasy in 6 parts
Turn our captivity
Orlando Gibbons
Two Fantasies in 6 parts
O Lord, in thy wrath
William Lawes
Six part Consort Sett in C major
Fantazy, Fantazy, Air
William Lawes
Six part Consort Sett in F major
Air, Fantazy, Air, Fantazy, Air
Orlando Gibbons
The Silver Swan
Two Fantasies in 6 parts
Now each flowery bank
What is our life
Henry Purcell
Fantazia in four parts
Music for a while
Fantazia upon one note
O Solitude
In Nomine in 7 parts
Clare Wilkinson, mezzo-soprano
Ensemble Fretwork :
Liam Byrne, Asako Morikawa, Richard Campbell, Reiko Ichise, Richard Tunnicliffe, Richard Boothby, violes
Concert donné le 2 avril 2011, Salle 400 – Le Centquatre à Paris
Deutschlandradio kultur
22:00-22:30
Alte Musik
Johann Adolf Scheibes Bach- Kritik und ihre Folgen
Enigma – „ein geschickter Musicant“ auf Reisen (1/2)
Von Michael Maul
2. Teil: 26.4.
Radiotipps für die KW 16 in 2011
Auch abseits der Passionen gibt es interessante Sendungen in der nächsten Woche. Und dann kommt da ja auch noch Ostern… Eine spannende Aufnahme des Osteroratoriums hat Volker uns ja gerade vorgestellt. Sie wird das Erste sein, was ich Ostern hören werde, wenn die ganzen Passionen weggepackt habe. Aber der Vergleich mit der Aufnahme von Suzuki ist sicher ganz interessant. Hier eine Auswahl interessanter Sendungen:
19.4.
Deutschlandradio kultur
22:00-22:30
Alte Musik
Johann Adolf Scheibes Bach- Kritik und ihre Folgen
Enigma – „ein geschickter Musicant“ auf Reisen (1/2)
Von Michael Maul
1737 veröffentlichte Johann Adolph Scheibe in seiner Zeitschrift „Der critische Musicus“ einen Brief, in dem er zehn zeitgenössische Komponisten, ohne deren Namen zu nennen, teils massiv kritisierte – auch Johann Sebastian Bach, der sich daraufhin auf eine ausufernde Debatte um seinen Kompositionsstil einließ.
Neue Dokumentenfunde erlauben es, alle zehn Adressaten des berühmten Briefes zu entschlüsseln. Und dabei zeigt sich, dass die Debatte auf ganz unterschiedlichen Schauplätzen geführt und Bachs Position in Leipzig sehr viel mehr Schaden zufügte, als bislang angenommen wurde.
2. Teil: 26.4.
20.4.
Ö1
15-16
Abenteuer Interpretationen
Bachs Orchestersuiten:
Das Concerto Köln hat vergangenen Herbst zu seinem 25-jährigen Jubiläum eine Aufnahme dieser Hits der Barockmusik herausgebracht. Abenteuer Interpretation stellt nun – nachdem die Glückwünsche und Feuerwerke verraucht sind – diese Aufnahme anderen gegenüber
Bach tanzt – und, so könnte man hinzufügen, er tanzt französisch in seinen Orchestersuiten (BWV 1066 bis 1069). Dass diese Suiten nach französischem Vorbild (z. B. der großen Suiten Lullys) komponiert sind, verraten nicht nur die französischen Satzbezeichnungen der einzelnen Tänze, sondern auch der französische Stil der majestätischen Ouvertüren zu Beginn jeder Suite. Das Concerto Köln hat vergangenen Herbst zu seinem 25-jährigen Jubiläum eine Aufnahme dieser Hits der Barockmusik herausgebracht. Abenteuer Interpretation stellt nun diese Aufnahme anderen gegenüber.
mit Hans Georg Nicklaus.
BR-klassik
21-22
Feature
Jesu Mutter unterm Kreuz
Das Stabat Mater in der Musik
Von Andreas Pehl
24.4.
DRS II
13:45-15:00
Johann Sebastian Bach: Kommt, eilet und laufet. Kantate zum Osterfest BWV 249, „Osteroratorium“
(Patrick van Goethem, Kontratenor; Jan Kobow, Tenor; Chiyuki Urano, Bass; Yukari Nonoshita, Sopran; Bach Collegium Japan; Ltg: Masaaki Suzuki)
DRS II
16-18
Parlando
Die legendäre Dame mit dem Cembalo
Wanda Landowska hat 1908 die erste Cembalo-Aufnahme überhaupt gemacht, und sie hat mit ihrer Leidenschaft für dieses Instrument der Wiederbelebung der Alten Musik einen ganz entscheidenden Anstoss gegeben. Und das, obwohl ihr Pleyel-Cembalo ziemlich wenig mit einem Originalinstrument zu tun hatte und auch ihr Spiel in der Romantik zu Hause war. Der Instrumentenkundler, Schallplatten-Forscher und Landowska-Spezialist Martin Elste gibt Auskunft über die legendäre Musikerin.
WDR3
18-20
WDR 3 Vesper spezial
Ostern in San Marco
Rekonstruktion einer Ostermesse, wie sie um 1600 im Markusdom in Venedig aufgeführt worden sein könnte
Mit Musik von Orlando di Lasso, Andrea und Giovanni Gabrieli, Claudio Merulo sowie österlichen liturgischen Gesängen
Gabrieli Consort & Players, Leitung: Paul McCreesh
TV-Tipps mit Passionen 2011
18.4.
RBB
0:15 – 2:15
Bachs Johannespassion
Hugo Niebeling hat die Johannespassion von Bach dramatisiert: Musik, Schauspiel, Sprache, Gesang, Tanz und Architektur vereinen sich zu einem Gesamtkunstwerk nach dem Vorbild der griechischen Tragödie.
Die Darsteller sind Schauspieler, sie gestalten die Charaktere, sie sprechen ihre Texte, sie flüstern und schreien, treiben die Handlung auch optisch voran. Die Musik von Bach bleibt unangetastet, überlagert die Szenen wie auf einer zweiten mystischen Ebene. Ort des Geschehens ist der Dom zu Speyer mit seiner tausendjährigen Krypta: Hier hat Niebeling die Bachsche Passion in Szene gesetzt und in den Mittelpunkt die Konfrontation zwischen Jesus und Pilatus gestellt.
Regie: Hugo Niebeling
22.4. – Karfreitag
WDR
7:15-10:00
Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion
Aufzeichnung aus der Philharmonie Köln vom 28.03.2010
Die Matthäus-Passion für Soli, zwei Chöre und Orchester ist neben der h-Moll-Messe das bedeutendste Werk Johann Sebastian Bachs und eines der größten Werke der barocken Musikgeschichte. Sie schildert die Leidensgeschichte Jesu auf der Grundlage von Worten aus dem 26. und 27. Kapitel des Matthäus-Evangeliums.
Der Dirigent Philippe Herreweghe, für seine Aufnahmen der Werke Bachs mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, interpretiert das monumentale Werk in einem Konzert in der Kölner Philharmonie. Unter seiner Leitung musizieren das Collegium Vocale Gent und das Collegium Vocale Orchestra, die Solisten sind Christoph Prégardien (Evangelist), Simon Kirkbride (Christusworte), Dorothée Mields und Hana Blažíková (Sopran), Damien Guillon und Robin Blaze (Altus), Colin Balzer und Hans Jörg Mammel (Tenor) sowie Matthew Brook und Stephan MacLeod (Bass).
23.4.
MDR
0:02 – 2:55
Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244
Aufzeichnung aus der Thomaskirche zu Leipzig
Die „Matthäus-Passion“ von Johann Sebastian Bach gehört zum wertvollsten Besitz des Weltkulturerbes. Als das Werk am 11. April 1727 in der Leipziger Thomaskirche zur Uraufführung kam, war es für Bach zwar ein Höhepunkt, für die Gotteshausbesucher aber nur eine jener Musiken, die der Thomaskantor zu jedem kirchlichen Feiertag neu zu komponieren hatte. Deswegen waren Wiederholungen nur zufälliger Art. Für die wenigen späteren Aufführungen zu Lebzeiten des Komponisten nahm er vereinzelt Änderungen vor. So entstand die überlieferte autographe Partitur 1736. In dieser Fassung ist das Werk heute bekannt und erklingt auch so am Ort seiner Uraufführung. Nach dem Tode Bachs 1750 geriet auch seine Musik in Vergessenheit, nur zu Studienzwecken erinnerte man sich ihrer.
Mit der Wiederaufführung der „Matthäus-Passion“ am 11. März 1829 durch Felix Mendelssohn Bartholdy rückte nicht nur die Musik Bachs wieder in den Mittelpunkt, sondern die Musik einer ganzen Epoche. Die Interpreten der Aufzeichnung aus der Thomaskirche zu Leipzig sind fast ausnahmslos mit dem Werk des Komponisten eng verbunden. So war Martin Petzold (Tenor) Mitglied des Thomanerchores, ebenso Thomaskantor Georg Christoph Biller. Er ist der 16. Amtsnachfolger Bachs. Die Altistin Bogna Bartosz errang 1992 den ersten Preis im Fach Gesang beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig. Das Solistenensemble vervollständigen Olaf Bär (Bass), der Mitglied des Dresdner Kreuzchores war, sowie Monika Frimmer (Sopran) und Andreas Schmidt (Bass). Ebenso sind Thomanerchor und Gewandhausorchester Garanten einer authentischen Bachinterpretation.
Thomanerchor
Gewandhaus Kinder- und Jugendchor
Gewandhausorchester
Dirigent: Thomaskantor Georg Christoph Biller
Monika Frimmer, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
Martin Petzold, Tenor
Andreas Schmidt, Bass
Olaf Bär, Bass
Radiotipps mit Passionen 2011
Auch dieses Jahr gibt es eine überreiche Auswahl an Sendungen mit Passionsmusik. Viele davon habe ich aus den Programmen der Rundfunk- und TV-Sender herausgesucht. Die TV-Übertragungen bekommen einen eigenen Beitrag, es wird sonst einfach zu lang. Neben den Passionen von Bach in verschiedenen Aufführungen gibt auch andere Vertonungen aus der Barockzeit, darunter ein erst kürzlich wiederentdecktes Oratorium von Reinhard Keiser. Aber auch zeitgenössische Komponisten haben ihre Deutungen zu Papier gebracht und so können wir mit Werken von Frank Martin, Krzysztof Penderecki und Sofia Gubaidulina der Passionsgeschichte von anderer Seite nähern und dann vielleicht auch die Passionen Bachs wieder ganz neu entdecken.
Noch ist diese Liste nicht vollständig, einige Sender aktualisieren leider ihre Programmvorschauen sehr, sehr kurzfristig. So auch Radio 4/Netherlands. Aber ich bin sicher, dass die Johannes-Passion am Palmsonntag live übertragen wird. Die Sendequalität ist deutlich höher als bei BBC. Dafür können 7 Tage lang bei BBC eventuelle Aufnahmepannen ausgebügelt werden. Ich werde diese Liste zu gegebener Zeit aktualisieren.
Es lohnt sich auch, einmal die Programme der regelmäßigen Sendungen der Radiosender mit geistlicher Musik zu beachten. Hier gibt es viel Schönes zum Thema Passion. Es würde jedoch den Rahmen sprengen, alles hier aufzuführen. Ich füge noch einmal den Link der Seite an, auf der ich eine Zusammenstellung der Sendungen in diesem Blog veröffentlicht habe:
https://meinhardo.wordpress.com/?s=regelmäßige+Sendungen+mit+Bachkantaten+und+geistlicher+Musik
Die Seite mit den Links zu den Webseiten und Livestreams der Radiosender ist nicht mehr ganz aktuell. Ich werde sie in nächster Zeit aktualisieren. Aber auf dieser Seite ist eigentlich jeder Sender mit klassischer Musik in Europa zu finden:
http://www.listenlive.eu/
Radiosendungen
6.4.
SWR2
19-20
Geistliche Musik
Christoph Graupner: Passions-Kantaten
Ensemble Concerto grosso
Violine und Leitung: Swantje Hoffmann
Anton-Webern-Chor
Leitung: Hans Michael Beuerle
(Konzert vom 13. März in der Martinskirche Freiburg
17.4.
HR2
6-7
Geistliche Musik
Glocken der evang. Stadtkirche Haiger, Lahn-Dill-Kreis
…
Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze
Inga Nielsen, Sopran / Gabriele Schreckenbach, Alt / Martyn Hill, Tenor / Matthias Hölle, Baß / Kammerchor Stuttgart / Württenbergisches Kammerorchester Heilbronn / Frieder Bernius)
BBC
radio 4 – Niederlande (noch nicht online angekündigt, wird aber wohl übertragen)
1.15pm – 16pm (14:15 – 17 MESZ)
Bach: St John Passion, BWV 245
James Gilchrist, tenor, Evangelist
Thomas Bauer, bass, Christ
Henriette Bonde-Hansen, soprano
Bernarda Fink, mezzo-soprano
Werner Güra, tenor
Florian Boesch, bass
Netherlands Radio Choir
Royal Concertgebouw Orchestra
Jan Willem de Vriend, conductor.
Live from the Concertgebouw in, Amsterdam; The Dutch contribution to the Day is a long-standing event in the Concertgebouw’s calendar.
http://www.bbc.co.uk/programmes/b0106z8t
BBC
6pm – 8pm (19-21 MESZ)
Carl Heinrich Graun: Der Tod Jesu
Dorothee Mields, soprano
Joanne Lunn, soprano
Thomas Hobbs, tenor
tba, baritone
Collegium Vocale, Ghent
Akademie für Alte Musik, Berlin
Daniel Reuss, conductor
A concert from De Bijloke, Ghent featuring Collegium Vocale Ghent.
http://www.bbc.co.uk/programmes/b0106z8t
rbb kulturradio
20-23
Frank Martin: „Golgotha“
Oratorium für Sopran-, Alt-, Tenor-, Bariton- und Bass-Solo, gemischten Chor, Orchester und Orgel
Lena Lootens, Sopran
Mechthild Georg, Alt
Alexander Stevenson, Tenor
Michel Brodard, Bariton
Hans Peter Scheidegger, Bass
Martin Steinert, Orgel
Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin
Alois Koch dirigiert die Berliner Symphoniker
Aufnahme vom 22.3.1993 in der Berliner Philharmonie
Anschließend Musik von Haydn
MDR Figaro
22-24
Georg Philipp Telemann: Matthäuspassion (1730), TWV 5:15
Natalie Buck, Sopran;
Ulrike Mayer, Mezzosopran;
Michael Zabanoff, Tenor;
Florian Götz, Bariton;
Matthias Vieweg, Bass
Biederitzer Kantorei, Cammermusik Potsdam, Leitung: Michael Scholl
(Aufzeichnung vom 18.03.2011, Konzerthalle „Georg Philipp Telemann“, Magdeburg)
Konzert aus Magdeburg – zum Auftakt der Karwoche für die Europäische Rundfunkunion (EBU)
18.4.
Deutschlandradio Kultur
20-21:30
Krzysztof Penderecki: Lukas-Passion (Passio et mors Domini Nostri Jesu Christi Secundum Lucam)
Sandra Trattnigg, Sopran
Artur Rucinski, Bariton
Tomasz Konieczny, Bassbariton
Ahmad Mesgarha, Sprecher
MDR Rundfunkchor Leipzig
Philharmonischer Kinderchor Dresden
Dresdner Philharmonie
Leitung: Krzysztof Penderecki
Konzert aus dem Kulturpalast Dresden
Aufzeichnung vom 26.3.11
DRS II
20-22
Diskothek im Zweiten
Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion, BWV 244
Sie gilt heute als die Passionsmusik schlechthin: Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion. Lange Zeit vernachlässigt und zu Bachs Zeiten oft verpönt und als zu opernhaft gescholten, hat Felix Mendelssohn mit seiner legendären Aufführung von 1829 das Werk aus der Vergessenheit gerissen. Die monumentale Passion, die fast drei Stunden dauert, ist ein Höhepunkt in Bachs Schaffen. Entsprechend zahlreich sind denn auch die Aufnahmen, die es auf dem Markt gibt. Wie unterschiedlich, gerade auch was die Besetzung des Chors anbelangt, die Matthäuspassion aufgeführt werden kann, wird in der Diskothek im Zwei anhand 5 verschiedener Interpretationen deutlich.
Gäste von Eva Oertle sind der Cembalist Jörg-Andreas Bötticher und der Tonmeister Andreas Werner.
(Wiederholung: Samstag, 23.4., 14-16 Uhr)
19.4.
Deutschlandfunk
21-22:50
Musikforum Grundton D 2010 – Konzert und Denkmalschutz für die östlichen Bundesländer (9)
Reinhard Keiser/Menantes: Oratorium Passionale ›Der blutige und sterbende Jesus‹ (1729)
Cantus & Capella Thuringia
Leitung: Bernhard Klapprott
Aufnahme vom 2.10.10 aus St. Petri-Kirche, Wandersleben/ Thüringen
Christian Friedrich Hunold (1680 – 1721), bekannt unter dem Pseudonym Menantes, war der berühmteste unter den deutschsprachigen ›galanten‹ Autoren des frühen 18. Jahrhunderts. So waren u.a. seine Kantaten- und Oratorienlibretti Grundlage für Vertonungen von so bedeutenden Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann. Anlässlich seines 330. Geburtstages wurde im vergangenen Jahr in Wandersleben in Thüringen, dem Geburtsort von Menantes, ein musikwissenschaftlicher Sensationsfund vorgestellt und von dem Ensemble Cantus & Capella Thuringia unter Leitung von Bernhard Klapprott neu zum Klingen gebracht: das Passionsoratorium ›Der blutige und sterbende Jesus‹ von Reinhard Keiser, dem berühmten Hamburger Opernkomponisten, mit dem Text von Menantes. Nach der Uraufführung im Jahre 1705 galt das Werk als verschollen, bis die Leipziger Musikwissenschaftlerin Christine Blanken vor vier Jahren in der Berliner Staatsbiliothek das Partitur-Autograf einer Spätfassung wiederentdeckte.
Im Rahmen eines ›Grundton D‹- Konzertes am 2. Oktober 2010 in der Wanderslebener St. Petri-Kirche wurde nun diese musikalische Kostbarkeit einer breiten Öffentlichkeit nach mehr als 270 Jahren erstmals wieder zugänglich gemacht.
22.4. – Karfreitag
SWR 2
8:00-8:30
Arvo Pärt: „Stabat mater“
Lynne Dawson (Sopran)
David James (Kontratenor)
Rogers Covey-Crump (Tenor)
Gidon Kremer (Violine)
Vladimir Mendelssohn (Viola)
Thomas Demenga (Violoncello)
Hilliard Ensemble
rbb Kulturradio
15-19
JOHANN SEBASTIAN BACH: MATTHÄUS-PASSION BWV 244
Camilla Tilling, Sopran
Magdalena Kozená, Mezzosopran
Topi Lehtipuu, Tenor (Arien)
Mark Padmore, Tenor (Evangelist)
Thomas Quasthoff, Bariton (Arien)
Christian Gerhaher, Bariton (Christus)
Rundfunkchor Berlin
Einstudierung: Simon Halsey
Knaben des Staats- und Domchors Berlin
Einstudierung: Kai-Uwe Jirka, Peter Sellars
Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker
Aufnahme vom 9. April 2010 in der Berliner Philharmonie
anschließend:
Johann Sebastian Bach
Musikalisches Opfer BWV 1079,
Regis Iussu Cantio Et Reliqua Canonica Arte Resoluta
Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel
WDR3
15-18:30
Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244 für Soli, Chor und Orchester
Yeree Suh, Sopran; Terry Wey, Altus;
Andreas Weller und Jörg Dürmüller, Tenor;
Christian Immler, Bariton; Konstantin Wolff, Bass;
Knabenchor Gütersloh, Einstudierung: Sigmund Bothmann;
WDR Rundfunkchor Köln, Einstudierung: David Marlow;
WDR Sinfonieorchester Köln,
Leitung: Simon Halsey
Aufnahme einer Aufführung aus der Kölner Philharmonie, bei der ein Teil des Publikums die Choräle mitsingen konnte.
Parallele Ausstrahlung in Dolby Digital 5.1 Surround-Sound
DRS II
16-18
Jan Disms Zelenka: Gesu al Calvario
Passions-Oratorium
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Leitung: Herrmann Max
Nordwestradio
17-19
Carl Philipp Emanuel Bach: Matthäus-Passion
Deborah York, Sopran
Franziska Gottwald, Mezzosopran
Jörg Dürmüller, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Choir
Amsterdam Baroque Orchestra
Leitung: Ton Koopman
Mitschnitt des DLR vom 1. September 2002 aus der St. Wilhadi Kirche in Stade, Musikfest Bremen
Am Mikrofon: Wolfgang Stapelfeldt
BR klassik
17:05-22
Johann Sebastian Bach: „Matthäus-Passion“
Barbara Bonney, Gill Ross, Ruth Holton, Ann Monoyios, Sopran;
Anne Sofie von Otter, Mezzosopran; Michael Chance, Countertenor;
Anthony Rolfe Johnson, Howard Crook, Tenor;
Andreas Schmidt, Olaf Bär, Bariton; Cornelius Hauptmann, Bass;
Monteverdi Choir London;
English Baroque Soloists:
John Eliot Gardiner
SWR2
18-21
Johann Sebastian Bach: Johannespassion
Evangelist: Thomas Walker
Christus: Gianluca Buratto
María Espada (Sopran)
Maria Riccarda Wessling (Alt)
Thomas Michael Allen (Tenor)
Andrew Foster Williams (Bass)
Chor und Orchester Al Ayre Espanol
Leitung: Eduardo López Banzo
(Direktübertragung aus dem Festspielhaus in Baden-Baden)
Am Karfreitag, dem 7. April 1724, erklang in der Leipziger Nikolaikirche erstmals Johann Sebastian Bachs Johannespassion. Das zweistündige, häufig aufgeführte Werk zählt zu den eindrucksvollsten Vertonungen der Leidensgeschichte Jesu. Auf dem Fundament spätbarocker und zugleich höchst expressiver Klangwelten vereinen sich Wort und Ton zu einer bis heute faszinierenden Bibelauslegung. Deshalb messen sich an ihm Ensembles aus Deutschland, genauso wie aus Japan und Spanien. Ein jeder fügt dem Stück eigenes hinzu, einem Stück, das ewig vollkommen ist wie ewig unvollendet. Erst im Klang kommt das Werk zu sich. Bei uns sorgt für diese Klangwerdung ein spanisches Ensemble, das Preise für seine Aufnahmen iberischer Musik sammelt. Von diesen Quellen her erobert es sich Bach, der über allen Nationen schwebend allen Nationen gleich zugänglich und fremd ist. Ein Buch mit sieben Siegeln, das zu jedem Menschen in seiner ihm vertrauten Muttersprache spricht.
NDR
19-22
Matthäuspassion BWV 244 von Johann Sebastian Bach
Ute Selbig, Sopran / Britta Schwarz, Alt
Martin Petzold, Tenor / Matthias Weichert und Thomas Laske, Bass / Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester / Ltg.: Georg Christoph Biller
Ö1
19:30-22
Johann Sebastian Bach: „Johannespassion“, BWV 245
La Chapelle Rhénane, Leitung: Benoit Haller;
Julian Prégardien, Tenor (Evangelist);
Benoit Arnould, Bariton (Jesus);
Dominik Wörner, Bariton (Petrus und Pilatus);
Salomé Haller und Tanya Aspelmeier, Sopran;
Julien Freymuth und Pascal Bertin, Countertenor; Michael Freyfar und Philippe Froeliger, Tenor; u. a. (aufgenommen am 11. September 2008 in der Kirche des Dominikanerklosters Guebwiller im Departement Haut-Rhin, Frankreich).
Präsentation: Bernhard Trebuch
MDR Figaro
HR2
SR2
Deutschlandradio Kultur
francemusique
20-23
Johann Sebastian Bach: Matthäuspassion BWV 244
Maximilian Schmitt, Tenor (Evangelist); York Felix Speer, Bass (Jesus);
Christina Landshamer, Sopran; Franziska Gottwald, Alt;
Lothar Odinius,Tenor; Markus Eiche, Bass
RIAS Kammerchor, Concerto Köln,
Leitung: Hans-Christoph Rademann
(Live aus der Berliner Philharmonie)
BR-Klassik
21:42-23:00
Calliope Tsoupaki: „Lukas-Passion“
Marcel Beekman, Tenor; Raneen Hanna, Ioannis Arvanitis, Gesang; Neva Özgen, Kemance; Harris Labrakis, Ney; Bassem Alkhouri, Qanun; Mitglieder des Egidius Kwartet und des Ioannis Arvanitis Byzantinischen Chors; Nieuw Ensemble: Ed Spanjaard
Nordwestradio
22-24
Sofia Gubaidulina: Johannes-Passion
Natalja Korniewa, Sopran
Wiktor Luziuk, Tenor
Fedor Mozhaev, Bariton
Gennadij Bessubenkow, Bass
Kammerchor St. Petersburg
Chor und Orchester des Mariinski-Kirow-Theaters St. Petersburg
Leitung: Walerij Gergejew
Am Mikrofon: Marita Emigholz
23.4.
Nordwestradio
17-19
Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion BWV 245
Mieke van der Sluis, Sopran
Graham Pushee, Altus
Harry Geraerts, Tenor
Gustav Hehring und Phillip Langshaw, Bass
Bremer Domchor
Steintor Barock Bremen
Leitung: Wolfgang Helbig
Am Mikrofon: Wolfgang Stapelfeldt
NRK
14-17
Johann Sebastian Bach: Matthäuspasjonen (arr. Mengelberg)
Karl Erb, tenor
Wilhelm Ravelli, bass
Jo Vincent, sopran
Ilona Durigo, alt
Louis van Tulder, tenor
Herman Schey, bass
Amsterdam Toonkunst kor
„Zangslust“ guttekor
Concertgebouw-orkesteret
Dirigent: Willem Mengelberg
WDR3
16-17:45
Die Markus-Passion von Johann Sebastian Bach
WDR 3 Variationen
Mit Klaus Leymann
Ein paar Indizien sprechen dafür, dass Bach auch eine (eher klein dimensionierte) Markus-Passion geschrieben hat. Die Musik ist verschollen; aber seit dem 19. Jahrhundert behauptet die Forschung, Bach habe in seiner Markus-Passion in großem Stil auf eine Kantate, die sogenannte „Trauerode“, zurückgegriffen. Dieser Stand der Forschung wurde zu einer unentwegten Versuchung, das Werk für eine Aufführung zu ergänzen, mit gesprochenem Text, Rezitativen und Chören von Bachs Zeitgenossen oder von mutigen Neutönern. Das Ergebnis ist unbefriedigend. So beschloss vor ein paar Jahren der Cembalist, Organist und Dirigent Ton Koopman, alle Forschung zu ignorieren. Aus allerfeinsten Bach-Stücken stellte er in völliger Freiheit selbst eine Markus-Passion zusammen. Sie ist ganz und gar nicht authentisch, aber durchaus faszinierend.
Radiotipps für die KW 15
Ostern naht und die Programme der Rundfunkanstalten werden wieder sehr ergiebig. Besonders deutlich wird dies bei Konzerten mit Passionsvertonungen, die wieder in einen eigenen Beitrag in Kürze hier veröffentlicht werden.
11.4.
rbb kulturradio
18-19
Eine Wanderung durchs Kirchenjahr
Für jeden Sonntag eine Bach-Kantate
Dieses besondere Konzert- und CD-Projekt von Sigiswald Kuijken und La Petite Bande, das 2006 begann und in diesem Jahr abgeschlossen wird, erweist sich als sinnvolle Alternative zu einer Gesamteinspielung der Bach-Kantaten.
13.4.
Ö1
15-16
Abenteuer Interpretationen
Nunc dimittis. Der Lobgesang des Simeon im Interpretationsvergleich
„Nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren“ stammt aus den drei Lobgesängen des Lukasevangeliums. Der Text stammt aus der Erzählung, in der der greise Simeon im Tempel Jesus Christus als den erwarteten Messias erkennt, Gott preist und sich nunmehr zu sterben bereit fühlt. Martin Luther hat daraus den Choral „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“ gemacht, einen Text, dem wir auch bei Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms u. a. begegnen
16.4.
MDR Figaro
9-9:45
Feature
O Haupt voll Blut und Wunden
An den Quellen von Paul Gerhardts Passionslied
Von Ulrich Grober
Regie: Sabine Ranzinger
Wer die Moritzkirche im brandenburgischen Mittenwalde betritt, den zieht unwillkürlich ein kleines Bild am Altar in seinen Bann. Es zeigt das Schweißtuch der Veronika und – darauf abgebildet – das Antlitz des gemarterten Jesus: das Haupt voll Blut und Wunden. Von fast jedem Blickwinkel im Kirchenraum hat der Betrachter den Eindruck, dass Jesu Augen auf ihm ruhen.
An diesem Ort hat Paul Gerhardt von 1651 bis 1657 gepredigt. Vor dem Altar feierte der lutherische Pfarrer und Liederdichter mit seiner Gemeinde das Abendmahl; zu einer Zeit, als das „stedtlein“ noch von den Verheerungen im 30-jährigen „teutschen Krieg“ gezeichnet war. Das Bild hat ihn zu seinem berühmten, überall auf der Welt gesungenen Passionslied inspiriert. Zum ersten Mal im Druck erschien der Text 1656.
Als Vorlage diente ihm ein lateinischer Hymnus, entstanden im hohen Mittelalter im Kloster von Villers in Brabant. Die Melodie wurde einem höchst weltlichen Lied entlehnt: „Mein G’müt ist mir verwirret./ Das macht ein Jungfrau zart …“
Paul Gerhardts Passionslied „O Haupt voll Blut und Wunden“ gehört zum Weltkulturerbe. In rund 40 Sprachen übersetzt, ist es in den Gesangbüchern fast aller christlichen Glaubensgemeinschaften präsent. Johann Sebastian Bach hat es für seine Matthäus-Passion adaptiert. Die Stelle, wo nach dem Bericht vom Tod Jesu der Chor mit der Strophe „Wenn ich einmal soll scheiden …“ einsetzt, gilt als ein Höhepunkt abendländischer Musikgeschichte.
WDR3
13-15
Musikpassagen
Droben an dem Himmelstor wird’s ein wunderbarer Chor“
Komponieren für Chöre
Von Ulrich Mutz
Zu den sensibelsten „Musikinstrumenten“ gehört zweifellos die menschliche Stimme. Richtig kompliziert wird die Angelegenheit, wenn mehrere Singstimmen zusammenkommen – wie bei einem Chor. Wie komponiert man eigentlich chorgerecht? Mit welchen Mitteln bringt man ein Chorwerk so zum Klingen, dass es nicht erst am Himmelstor ein „wunderbarer Chor“ wird? Fragen, die profilierten Komponisten und Dirigenten wie Clytus Gottwald, Frieder Bernius, Rupert Huber, Markus Stenz und vielen anderen gestellt wurden.
Radiotipps KW 13 in 2011
28.3.
Ö1
10-11:35
Tschechische Philharmonie, Dirigent: Sir John Eliot Gardiner.
Antonin Dvorák: Karneval, Konzertouvertüre, op. 92
Friedrich Smetana: Sárka, aus „Mein Vaterland“
Josef Suk: Pohádka (Ein Märchen), Suite für Orchester, op. 16 (aus der Musik zu Julius Zeyers Märchenspiel „Radúz und Mahulena“)
Bohuslav Martinu: Symphonie Nr. 6 (aufgenommen am 8. Oktober 2010 im Rudolfinum in Prag)
29.3.
MDR
20-22
Figaro im Konzert
Die nächste Generation
Preisträgerkonzert vom Telemann-Wettbewerb Magdeburg
Preisträger, Ensemble Musica Alta Ripa
Mechthild Winter (Cembalo)
31.3.
Ö1
10-11:35
Georges Bizet: „Carmen“,
Opéra comique in vier Akten. Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach einer Novelle von Prosper Merimée.
Mit Anna Catarina Antonacci (Carmen) und Nicola Cavallier (Escamillo). Orchestre Révolutionaire et Romantique, Leitung: Sir John Eliot Gardiner; Monteverdi Choir
(aufgenommen im Jahr 2009 in der Opéra comique in Paris).
Präsentation: Bernhard Trebuch
(Übertragung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)
Alle namhaften Dirigenten haben sich die Einspielung von Bizets letzter, damals reserviert aufgenommener, heute einer der beliebtesten Opern überhaupt nicht entgehen lassen, aber erst Sir John Eliot Gardiner griff wieder zum ungekürzten Original des spannungsvollen Eifersuchtsdramas und führte es auf den Instrumenten der Zeit, darunter einem Kornett anstelle der Trompete, an den Ort der Uraufführung – in die Opéra comique in Paris – zurück.
Aufgrund der Länge bzw. Kürze der Sendung kann es sich nicht um die Sendung der vollständigen Oper handeln. Meine Direktaufnahme von 2009 von France musique war 165 Minuten lang.
2.4.
BBC
CD-Review
Building a Library – Johannes-Passion
http://www.bbc.co.uk/programmes/b0100j22
Radio- und TV-Tipps für die KW9 2011
4.3.2011
rbb kulturradio
18:00-18:50
Alte Musik
Dietrich Buxtehude: Motetten und Kammermusik
The Amsterdam Baroque Orchestra & Choir
Vorausschauend auf das Buxtehude-Jahr 2007 – der Komponist starb am 9. Mai 1707 – begann Ton Koopman 2005 das Projekt Dieterich Buxtehude: Opera Omnia, eine Einspielung aller Kompositionen des Lübecker Organisten: Orgelund Cembalowerke, geistliche Kantaten und Kammermusik. Das 13. und wahrscheinlich vorletzte Album der Reihe präsentiert Triosonaten, die lediglich als Manuskript auf uns gekommen sind. Während seine Bach-Einspielungen bisweilen nach Pflichterfüllung klingen, gelingt Koopman als Organist, Cembalist und Dirigent hier der Beweis, dass man Buxtehude nicht zum Bach-Vorläufer degradieren darf.
5.3.2011
Deutschlandfunk
10-11
Klassik, Pop et cetera
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dlf_klassikpop/1371959/
Am Mikrofon: Der Dirigent Sir John Eliot Gardiner
Im Bachjahr 2000 begann der englische Dirigent Sir John Eliot Gardiner seine „Cantata Pilgrimage“, eine Pilgerreise zu sämtlichen geistlichen Kantaten Johann Sebastian Bachs: Er trat mit dem von ihm gegründeten Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists in ganz Europa auf und spielte die Kantaten für sein eigenes Plattenlabel ein. -Barockmusik auf Originalinstrumenten, damit ist der Name Sir John Eliot Gardiner heute vor allem verbunden. Aber seine stilistische Bandbreite reicht viel weiter.
Mit dem ebenfalls von ihm ins Leben gerufenen Orchestre Révolutionnaire et Romantique widmet er sich Werken des 19. Jahrhunderts. Seit seinem Operndebüt mit Mozarts „Zauberflöte“ im Jahr 1969 kehrt er auch immer wieder in den Operngraben zurück.
Gardiner wurde mit Preisen geradezu überhäuft, 1998 schlug die englische Königin ihn sogar zum Ritter. Sir John will nicht nur in der Musik zu den Wurzeln zurück, als Ausgleich zu seiner künstlerischen Tätigkeit besitzt er einen Öko-Bauernhof in der Grafschaft Dorset.
TV
März – ZDF Theaterkanal
Ludwig van Beethoven: Missa Solemnis
John Eliot Gardiner dirigiert das NDR-Sinfonieorchester Schleswig-Holstein
„Von Herzen – möge es wieder zu Herzen gehen“, so überschrieb Beethoven in der Originalpartitur das einleitende Kyrie. Die „Missa solemnis“ wurde zu Beethovens ganz persönlichem Gottesbekenntnis.
Zunächst nur gedacht für den liturgischen Gebrauch bei der Ernennung seines Schülers Erzherzog Rudolf zum Bischof von Olmütz, weitete sich die Dimension des Werkes in den fünf Jahren, die letztlich bis zur Fertigstellung vergingen, immer mehr aus und es entstand das grandiose Opus.
Mitwirkende:
Luba Orgonasova (Sopran)
Catherine Robbin (Mezzosopran)
Anthony Rolfe Johnson (Tenor)
Alastair Miles (Bass)
NDR-Chor
Monteverdi Choir London
NDR-Sinfonieorchester
Musikalische Leitung: John Eliot Gardiner
Sendetermine:
05., 10., 15. und 27.03.2011 jeweils um 09:00 Uhr
01., 13., 18. und 23.03.2011 jeweils um 14:00 Uhr
Radio- Fernseh-Tipp für die 2.KW in 2011
Fernseh- und Radio-Tipp 2. KW:
Dienstag, 11.1.2011
WDR Fernsehen
23:15 – 0:20 Uhr
Heimat BachDienstag, den 11. Januar 2011, 23:15 – 00:19
Essay von Uli Aumüller
65 Minuten lang und unterteilt in 14 Kapiteln unterhalten sich 8 Herren in wechselnden Konstellationen über das Thema HEIMAT BACH: Wie kam´s, dass die Musik und die Person Johann Sebastian Bachs über die Jahrhunderte hinweg einen solchen bedeutenden Einfluss hat auf unseren Musikbegriff? Daran, dass kein Musikunterricht an seinem Schulwerk, kein Chor an seinen Vokalkompositionen vorbei kommt, mag es allein nicht liegen! Der 5te Evangelist ist Bach oft genannt worden, sein Schaffen berührt also andere Bereiche, selbst bei solchen Hörern, die sich durch und durch als Laizisten ausgeben. Mindestens 112 Tage hat der Autor und Regisseur dieses Films Uli Aumüller an dem Drehbuch gearbeitet, mehr als 40 Tage hat der Schnitt gedauert – obwohl der Film genau nur 158 Einstellungen zählt. Bei aller sorgfältigen Komposition (Aumüllers Darsteller mussten ihre Parts auswendig lernen!), langwierigen Recherche und subtilen Gestaltung der Bildhintergründe dieses Films, der in einem bluescreen-Studio gedreht wurde, kommt der Essay daher, als wäre er an einem gut gelaunten Nachmittag entstanden.Mitwirkende:
Raphael Alpermann, Cembalo (Berlin)
Nikolaus Bacht, Hörforscher (Berlin)
Kuno Lorenz, Philosoph (Saarbrücken)
Stephan Mai, Geiger (Berlin)
Martin Schläpfer, Choreograph (Düsseldorf)
Peter Schleuning, Musikwissenschaftler (Oldenburg)
Jürg Stenzl, Musikhistoriker (Salzburg)
Wen-Sinn Yang, Cellist (München)———————————————————————————————————————-
ein Radio-Tipp:
Sonntag, 16.1.2011
BBC
The Choir
The Monteverdi Choir was recently nominated as the world’s finest choral ensemble. Aled Jones is joined by the Monteverdi’s founder, Sir John Eliot Gardiner and three members, Gareth Keene, Julia Doyle and Lawrence Wallington to talk about the choir past and present.http://www.bbc.co.uk/programmes/b00xbhdt
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Barbara
Radiotipps für die letzte Woche des Jahres 2010 und 2.1.2011
Nach der Überfülle an herausragenden Konzerten und Dokumentationen der letzten Tage möchte ich heute nur ein paar wenige Radiosendungen hier vorstellen.
Einen guten Rutsch
Barbara
27.12.2010
rbb kulturradio
18:00 – 19:00 Uhr
Alte Musik
Improvisationen: Wo die Noten enden, beginnt die Musik
30.12.2010
DRS2 (Schweiz)
20:00 – 22:00 Uhr
Im Konzertsaal
Orchestre Révolutionnaire et Romantique mit John Eliot Gardiner
Robert Schumann: Manfred-Ouvertüre op. 115
Johannes Brahms: Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 „Rheinische
Thomas Zehetmair, Violine
Christian Poltéra, Violoncello
Konzert vom 19. Oktober in der Victoria Hall Genf
BBC
19:30 – 21:30 GMT
(Wiederholung)
Link: http://www.bbc.co.uk/programmes/b00wlmyb
From BBC Proms 2010
Presented by John Shea
Another chance to hear the launch of Proms Bach Day at the Cadogan Hall, London, with the complete Brandenburg Concertos in two concerts given by the English Baroque Soloists and conductor John Eliot Gardiner. Written for the small orchestra of fine musicians at the court of Anhalt-Cöthen, where Bach was Kapellmeister for six years from 1717, each concerto uses a different line-up of musicians. „No other set of concertos“ maintains Gardiner, „can compare with Bach’s for diversity of instrument make-up, for the prominence and variety of wind instruments, or for the myriad textural contrasts this allows.“
Bach: Brandenburg Concerto No. 1 in F major, BWV 1046
Bach: Brandenburg Concerto No. 6 in B flat major, BWV 1051
Bach: Brandenburg Concerto No. 4 in G major BWV 1049
Bach: Brandenburg Concerto No. 3 in G major, BWV 1048
Bach: Brandenburg Concerto No. 5 in D major BWV 1050
Bach: Brandenburg Concerto No. 2 in F major, BWV 1047
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner (conductor).
2.1.2011
NDR Kultur
22:00 – 24:00 Uhr
Soirée
Musikfest Bremen
Resonet Organa – Rekonstruktion eines musikalischen Festgottesdienstes in Otterndorf anlässlich der Einweihung der Riege-Orgel am 19. September 1662 durch den Hamburger Organisten
Heinrich Scheidemann
Werke von Johann Schop, Andreas Hammerschmidt und Tobias Zeutschner
Edoardo Bellotti, Orgel
Ensemble Weser – Renaissance Bremen
Ltg.: Manfred Cordes
Aufzeichnung vom 25.8.2010 in der Severi-Kirche Otterndorf Am 25. August war das Musikfest Bremen zu Gast in Otterndorfs St. Severi-Kirche. Anlässlich der Einweihung der dortigen Riege-Orgel im Jahr 1662 durch den Hamburger Organisten Heinrich Scheidemann gab das Ensemble Weser-Renaissance unter der Leitung von Manfred Cordes ein Konzert in Form eines musikalischen Gottesdienstes unter dem Motto „Veni Sancte Spiritus“ – Komm, Heiliger Geist.
Der originale Ablauf eines Festgottesdienstes von 1665 wurde rekonstruiert mit Psalmvertonungen, Orgelstücken, einer „Orgelpredigt“ und liturgischen Gebeten und Handlungen.
Mozart total bei BBC
BBC hat sich für die ersten 12 Tage des neuen Jahres
ein ehrgeiziges Projekt vorgenommen. Jede einzelne Note, die Wolfgang Amadeus Mozart geschrieben hat, soll gespielt werden.
Nähere Informationen sind auf der Website von BBC zu finden:
Link:
http://www.bbc.co.uk/blogs/radio3/2010/12/the-genius-of-mozart—guide-t.shtml




