Archiv des Autors: barbara57

Radiotipps für den 1.10.2012 – Philippe Herreweghe mit Bach in Köthen


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1.10.

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SR 2
20.04 – 22.00
Konzert aus Köthen

Dorothee Mields, Sopran
Damien Guillon, Alt
Thomas Hobbs, Tenor
Peter Kooij, Bass
Collegium Vocale Gent
Leitung: Philippe Herreweghe

Dietrich Buxtehude
Mit Fried‘ und Freud‘ ich fahr dahin

Johann Sebastian Bach
– Mit Fried‘ und Freud‘ ich fahr dahin, BWV 125
– Schauet doch und sehet, BWV 46
– Messe, BWV 236

Aufnahme vom 5. September 2012 aus der Jakobskirche in Köthen

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Radiotipps für den 18.9.2012-23.9.2012- Köthener Bachfesttage und Musikfest Bremen mit Bach und mehr


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18.9.

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Deutschlandradio Kultur
20.03 – 22.00
Köthener Bachfesttage
St. Agnuskirche
Aufzeichnung vom 8.9.12

Johann Sebastian Bach:
„Steigt freudig in die Luft“, Kantate BWV 36a
Konzert für zwei Cembali, Streicher und Basso continuo c-Moll BWV 1060

ca. 21.05 Konzertpause mit Nachrichten

Johann Sebastian Bach
„Der Himmel dacht auf Anhalts Ruhm und Glück“, Kantate BWV 66a
Sidonie Otto, Sopran
Wiebke Lehmkuhl, Alt
Hans Jörg Mammel, Tenor
Carsten Krüger, Bass
Alexander F. Grychtolik, Cembalo
Mitteldeutsche Hofmusik
Leitung: Alexander F. Grychtolik

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DKultur
22.00-22.30
Soli Deo Gloria – Die Leipziger Thomasschule (4/4)
Johann Adam Hillers wahres musikalisches Conservatorium
Von Michael Maul

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20.9.

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SWR2
20.03-21.00
Thomaskantoren vor Bach
Von Doris Blaich
Der Leipziger Thomanerchor feiert dieses Jahr 800-jähriges Jubiläum. Seine künstlerische Arbeit ist entscheidend geprägt von der Musik Johann Sebastian Bachs, der seit 1723 mehr als ein Vierteljahrhundert lang Kantor der Thomaskirche war. Die Thomaskantoren vor Bachs Zeit sind heute weniger berühmt, zu ihrer Zeit aber gehörten sie zu den prominentesten Musikern Deutschlands – Johann Hermann Schein etwa oder Sebastian Knüpfer, Johann Schelle und Georg Rhau. In Leipzig legte man nämlich größten Wert darauf, dass der musikalische Ruf des berühmten Chors weit über die Grenzen der Stadt glänzte.

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23.9.

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NDR kultur
11.03-13.00
Musikfest Bremen 2012
Rund um Bach

Johann Kuhnau: Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, O heilige Zeit, Kantaten
Johann Bach: Unser Leben ist ein Schatten, Motette
Johann Christoph Bach: Der Gerechte, ob er gleich zu zeitlich stirbt, Motette
Johann Michael Bach: Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ, Kantate
Johann Pachelbel: Was Gott tut, das ist wohlgetan, Choralkantate
Christ lag in Todesbanden, Kantate
Bach Collegium Japan
Orgel und Ltg.: Maasaki Suzuki
Aufzeichnung vom 5. September in der Ludgerikirche, Norden

Das Wichtigste an dem von ihm geleiteten Musikfest Bremen sei es, Neugier zu wecken, sagt der Festivalgründer und Intendant Thomas Albert. Er selbst ist Barockgeiger und Hochschulprofessor an diversen Musikhochschulen und ist auch im 23. Jahr seines vielbeachteten Musikfestivals noch immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und dem Besonderen. Mit Elan hat er in Bremen und seinem Umland vieles für die Wiederbelebung historischer Orgelinstrumente des legendären, aus der Wesermarsch stammenden Orgelbauers Arp Schnitger getan und sogar ein „Arp-Schnitger-Festival“ als Festival im Festival beim Musikfest Bremen gegründet.
Zum dritten Mal stellen im Rahmen dieses
„Arp-Schnitger-Festivals“ auch 2012 wieder Konzerte an Wirkungsstätten Schnitgers die große Vielfalt barocker Orgelbaukunst im Nordwesten Deutschlands und Groningens dar. Unter der Leitung des japanischen Organisten und Spiritus rectors des „Arp-Schnitger-Festivals“ Masaaki Suzuki kam es am 5. September 2012 zu einem Konzert unter dem Motto „Raritäten rund um Bach“ in der Ludgerikirche Norden. Masaaki Suzuki leitete das Bach Collegium Japan bei barocken Werken Johann Kuhnaus, Johann Christian und Johann Michael Bachs und Johann Pachelbels. An der Schnitger-Orgel der Ludgerikirche spielte Masaaki Suzukis Sohn Masato, der heute zu den führenden Organisten Japans zählt.
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Radiotipps für den 24.7.2012-28.7.2012 – Gardiner in Spitalsfield und Bach live aus Leipzig


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24.7.

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Ö1
19.30-21.00
Alte Musik – neu interpretiert
präsentiert von Bernhard Trebuch.
Monteverdi Choir,
Leitung: Sir John Eliot Gardiner.
„A Cappella Pilgrame“.
Musik von Thomas Tallis, Robert White, William Byrd und Thomas Tomkins
(aufgenommen am 18. Juni in der Christ Church Spitalfields im Rahmen des „Spitalfields Festivals 2012“)

Programm:
https://meinhardo.wordpress.com/2012/06/18/radiotipps-fur-18-6-12-und-19-6-12-gardiner-und-renaissance-polyphonie-bach-und-leipzig/

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DKultur
22.00-22.30
Alte Musik
„Erbärmlich-schön“
Barthold Heinrich Brockes, Dichter des ‚Passionsoratoriums‘
Von Georg Beck

Zu Lebzeiten mit Lob überhäuft, nach seinem Tod scharf kritisiert – erst neuerdings gewinnt Barthold Hinrich Brockes (1680-1747) wieder an Aufmerksamkeit. Mit den Komponisten seiner Zeit – mit Keiser, Händel, Telemann, Mattheson – steht der Sohn eines wohlhabenden Hamburger Kaufmanns auf vertrautem Fuß.
Sie alle reißen sich um die Vertonung seiner schwärmerisch-freibiblischen, abgedrehten Dichtungen. Selbst Bach baut Teile der Brockes-Passion in seine Passionsmusiken ein. Überschwänglich die Reaktion im Publikum: „Erbärmlich-schön!“

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28.7.

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MDR Figaro
20.05-24.00
MDR Musiksommer:
Konzert zum 262. Todestag von Johann Sebastian Bach
Werke von Johann Sebastian Bach, Johann Michael Bach, Heinrich Schütz, Johann Pachelbel, Felix Mendelssohn Bartholdy, Max Reger u.a.

Ullrich Böhme, Orgel
Windsbacher Knabenchor, Leitung: Martin Lehmann
(Live-Übertragung aus der Thomaskirche Leipzig)

Anschließend:
Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen BWV 988
(Bearbeitung für Orchester von Jochen Neurath)
Gewandhausorchester Leipzig, Leitung: Stefan Asbury
Aufnahme vom 15.6.2012, Gewandhaus Leipzig
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Radiotipps für den 15.7.2012- Gardiner bei den PROMS


Wie jedes Jahr ist auch wieder Sir John Eliot Gardiner mit seinen Ensembles bei den PROMS in London zu Gast. Da die Aufführung zeitgleich außerdem in Polen und in den Niederlanden übertragen wird, vermute ich, dass irgendwann später im Jahr das Konzert auch von deutschen Sendern übertragen wird und ich es Euch noch öfter ankündigen kann. Von den 3 Sendern ist übrigens der Niederländische der mit der besten Übertragungsqualität im Internet.

 

15.7.

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BBC
NL Radio4
Polskie RadioDwoika (2)

20.00 – 23.00  Debussy: Pelléas et Mélisande – Acts 1-3
21.40 – 22.00 Pause
22.00 – 23.15  Debussy: Pelléas et Mélisande – Acts 4-5
(MESZ)

 

Philip Addis (Pelléas)
Karen Vourc’h (Mélisande)
Laurent Naouri (Golaud)
John Tomlinson (Arkel) Elodie Méchain (Geneviève)
Dima Bawab (Yniold)
Nahuel di Pierro (Doctor/Shepherd)
Monteverdi Choir
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
John Eliot Gardiner (conductor).

 

Live from the Royal Albert Hall, London

Presented by Suzy Klein

For the 150th anniversary of Debussy’s birth, John Eliot Gardiner conducts the operatic masterpiece, Pelléas et Mélisande. Debussy’s score is full of atmospheric suggestion and insinuating eroticism, and it follows the story of the mysterious Mélisande, rescued from the forest by Golaud, who marries her then discovers his half-brother Pelléas has also fallen in love with her.

This doomed love is the central focus of the opera, but there is much that is opaque, obtuse, elusive. John Eliot Gardiner says that „to conduct Pelléas et Mélisande is to enter another world.“ He has recently performed this landmark piece in Paris at the Opera Comique with his period instrument ensemble, and this is the first time it will be heard at the Proms on the instruments of Debussy’s time.

http://www.bbc.co.uk/programmes/b01kt810

 

Radiotipps für 28.6.12 bis 1.7.12 – Gardiner und Berlioz sowie Bachfest Leipzig


28.6.

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france Musique
20.00-22.30
Le concert du soir
Hector Berlioz
Requiem (op. 5, Grande Messe des Morts)
Michael Spyres, ténor
The Monteverdi Choir
Choeur de Radio France
Matthias Brauer, chef de choeur
Orchestre National de France
Sir John Eliot Gardiner, Direction
EN DIRECT de la Basilique Cathédrale à Saint-Denis
Dans le cadre du « Festival de Saint-Denis »

(Konzertbeginn 20.30 Uhr)

Das Ganze gibt es auch live zu sehen:
http://liveweb.arte.tv/de/video/Sir_Eliot_Gardiner_dirigiert_das_Requiem_von_Berlioz_in_St__Denis/
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30.6.

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MDR Figaro
22.00-23.00

Bachgeflüster
Martin Hoffmeister im Gespräch mit dem Dirigenten, Cembalisten und Organisten Masaaki Suzuki, Träger der Bach-Medaille der Stadt Leipzig 2012
(Aufzeichnung vom 09.06.2012, Thomascafé im Thomashaus Leipzig)
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1.7.

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Dkultur
20.03-22.00

Bachfest Leipzig
Ton Koopman dirigiert in der Nikolaikirche
Bachfest Leipzig
Nikolaikirche
Aufzeichnung vom 09.06.2012

Johann Sebastian Bach
Ouvertüre C-Dur BWV 1066 für 2 Oboen, Fagott, Streicher und Basso continuo
„Mein Herze schwimmt im Blut“, Kantate zum 11. Sonntag nach Trinitatis BWV 199 für Sopran, Oboe, Streicher und Basso continuo

ca. 20:50 Uhr Konzertpause mit Nachrichten
Ton Koopman im Porträt
Von Gerald Felber

„Weichet nur, betrübte Schatten“; Hochzeitskantate BWV 202 für Sopran, Oboe, Streicher und Basso continuo

Dorothee Mields, Sopran
Amsterdam Baroque Orchestra
Leitung: Ton Koopman

Dieser Abend spiegelt das Programm einer Tournee wieder, die die Künstler gerade absolvieren. Auf Bachs Pfaden wandelnd, legt man den Akzent auf seine Solokantaten, wodurch die tourende Reisegesellschaft nicht noch um einen ansonsten üblichen Chor vergrößert wird.
Die C-Dur-Overtürensuite wie auch die Kantate „Mein Herze schwimmt im Blut“ verweisen auf Bachs Köthener Schaffenszeit. Der Gedanke, dass seine Frau Anna Magdalena Wilcke eventuell sogar die Sopranpartie jener Kantate gestaltet haben könnte, ist dabei durchaus reizvoll und versagt sich auch nicht einer gewissen pragmatischen Begründung.

Auch die Kantate „Weichet nur, betrübte Schatten“ könnte spekulativ auf seine Köthener Jahre zurückgehen, jedoch sind weder Aufführungsmaterialien noch die Herkunft des Textes bislang überliefert. Einzig der weltliche Habitus dieser Hochzeitskantate könnte als Indiz für seine Jahre als Köthener Hofkapellmeister dienen.
http://www.bach-leipzig.de

Radiotipps für 18.6.12 und 19.6.12 – Gardiner und Renaissance-Polyphonie, Bach und Leipzig


18.6.

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BR-klassik
19:05-21:00

Salzburger Pfingstfestspiele 2012

Vesselina Kasarova, Mezzosopran
Piotr Beczala, Tenor

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks,
Dirigent: Sir John Eliot Gardiner;

Robert Schumann: Ouvertüre zu “Julius Cäsar” f-Moll, op. 128
Hector Berlioz: La mort de Cléopâtre, Lyrische Szene für Sopran und Orchester, H 36
Johannes Brahms: “Rinaldo”, Kantate für Tenor, Männerchor und Orchester, op. 50
(Aufnahme vom 28.5.2012 aus der Felsenreitschule in Salzburg)

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BBC
(auch rtbf – musique3)
(ebenso polskiradio Dwoika (radio2))
19:30-22:00 (20:30-23:00 für unsere Uhren)

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Performance
Monteverdi Choir – Renaissance Polyphony

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Tallis: Te lucis ante terminum
Tallis: O nata lux
Tallis: Suscipe quaeso Domine
White: Lamentations of Jeremiah
Byrd: Laudibus in sanctis

Byrd: Ad Dominum cum tribablarer
Byrd: Turn our captivity, O Lord
Byrd: Vide, Domine, quoniam tribulor
Byrd: Vigilate
Byrd: Ave verum corpus
Byrd: Infelix ego
Tomkins: Almighty God, the fountain of all wisdom
Byrd: Non nobis Domine

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Monteverdi Choir
John Eliot Gardiner (conductor)

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Duration: 2 hours, 30 minutes
Live from Christ Church, Spitalfields as part of the 2012 Spitalfields Festival

The Monteverdi Choir and Sir John Eliot Gardiner perform music by some of the great
masters of English Renaissance polyphony – Tallis, White, Byrd and Tomkins – presenting
an overview of the development of sacred music in England during the course of the sixteenth century.

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http://www.bbc.co.uk/programmes/b01jxsb4

http://www.rtbf.be/musiq3/emissions_title?emissionId=3103&date=2012-06-18

http://www.polskieradio.pl/Portal/Schedule/Schedule.aspx    (Dwoika)
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19.6.

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Dkultur
22:00-22:30

Soli Deo Gloria -Die Leipziger Thomasschule (3/4)
Bach und die “wunderliche, der Music wenig ergebene Obrigkeit”
Von Michael Maul

Im Oktober 1730 wäre alles möglich gewesen: Aufgerieben von Grabenkämpfen mit  seinen Vorgesetzten war der Thomaskantor Johann Sebastian Bach fest entschlossen,  Leipzig zu verlassen. Wäre dies tatsächlich geschehen, gäbe es wohl weder das Weihnachtsoratorium noch die h-Moll-Messe. Aber wie kam es, dass die Leipziger Ratsherren, die ein paar Jahrzehnte zuvor noch als ganz besondere Beschützer der Musik galten, ausgerechnet zu Zeiten ihres berühmtesten Musensohnes das zuvor so erfolgreiche Experiment Thomanerchor einstellen wollten und dem Kantor reihenweise unmusikalische Knaben in die Schule  setzten? Im dritten Teil der Sendung kommt ein zorniger und desillusionierter Bach zu Wort und werden die in seinen Augen wunderlichen Ratsherren bei ihren Diskussionen um die Zukunft der Thomasschule belauscht.

Radiotipps für 9.6.12 bis 15.6.12 – Gardiner und Verdi, Bachfest Leipzig und mehr


Ein wenig spät, aber das folgende Konzert ist noch bis zum 16.6. bei BBC Radio3 zu hören.

9.6.

und die folgenden 7 Tage

BBC
18:00-20:40 (19:00-21:40) ! aber : Dauer 4 Stunden

Verdi’s Rigoletto
Duration: 4 hours
Verdi’s Rigoletto
Presented by Louise Fryer

Duke Of Mantua…..Vittorio Grigolo (Tenor)
Rigoletto…..Dimitri Platanias (Baritone)
Gilda…..Ekaterina Siurina (Soprano)
Maddalena…..Christine Rice (Mezzo-Soprano)
Sparafucile…..Matthew Rose (Bass)
Giovanna…..Elizabeth Sikora (Mezzo-Soprano)
Monterone…..Gianfranco Montresor (Baritone)
Marullo…..Zheng Zhou (Baritone)
Borsa…..Pablo Bemsch (Tenor)
Count Ceprano…..Jihoon Kim (Bass Baritone)
Countess Ceprano…..Susana Gaspar (Soprano)
Usher…..Nigel Cliffe (Tenor)
Page…..Andrea Hazell (Mezzo-Soprano)
Orchestra and Chorus of the Royal Opera
Conductor…..John Eliot Gardiner

Verdi’s tragic and provocative tale of the cynical court jester who,  against his better nature, wreaks havoc with  the lives of  thers. But then the tables are turned and he’s doomed  to bring about the death of the one person he holds most dear – his daughter Gilda.  In this revival of David McVicar’s production for the Royal Opera House, Covent Garden,  conducted by Sir John Eliot Gardiner, Dimitri Platanias is the hunchback jester,  Ekaterina Siurina his daughter Gilda, and Vittorio Grigolo the handsome, amoral Duke  who poses as a penniless student to gain Gilda’s love.

http://www.bbc.co.uk/programmes/b01jqj1g

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14.6.

MDR Figaro
20:05-22:00

Figaro im Konzert – live
Bachfest Leipzig
Uraufführungen der Auftragswerke des Thomanerchores anlässlich des Jubiläums „800 Jahre THOMANA“

Georg Christoph Biller: St.-Thomas-Ostermusik
Johann Sebastian Bach: „Lobet Gott in seinen Reichen“, Kantate BWV 11
Hans Werner Henze: „An den Wind“, Chorstück zu Pfingsten für gemischten Chor und Instrumente
Solisten des Thomanerchores (Sopran, Alt), Martin Lattke, Tenor; Frank Ozimek, Bariton

Ensemble amarcord, Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig,
Leitung: Georg Christoph Biller
LIVE-Übertragung aus der Thomaskirche Leipzig

Beinahe jede Woche eine Uraufführung: Mit diesem Anspruch trat Johann Sebastian Bach 1723 sein neues  Amt als Leipziger Thomaskantor an und komponierte in den ersten drei Jahren seines Dienstes für fast  jeden Sonn- und Feiertag (außerhalb der Advents- und Fastenzeit) eine neue Kantate. Auch andere  Thomaskantoren vor und nach Bach sowie weitere Komponisten der jeweiligen Epochen schufen Werke  für den berühmten Knabenchor, der damit immer wieder Uraufführungen realisierte. An diese Tradition  wird im Jubiläumsjahr 2012 angeknüpft, indem fünf herausragende Komponisten unserer Zeit mit Festmusiken für den Thomanerchor beauftragt wurden. Die Werke sind an fünf Festen des Kirchenjahres (Epiphanias, Ostern, Pfingsten, Reformationsfest, Weihnachten) in der Thomaskirche zu hören – und zwei davon exklusiv in einem Konzert vereint im Rahmen des Bachfestes.

15.6.

MDR Figaro
20:05-22:00

Figaro im Konzert – live
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Stefan Asbury

Johann Sebastian Bach:
Goldberg-Variationen BWV 988 (Bearbeitung für Orchester von Jochen Neurath)
(Live-Übertragung aus dem Gewandhaus Leipzig – Ausstrahlung in Stereo und Surround)

Dkultur
20:03-22:00

Musikfestspiele Potsdam Sanssouci 2012
Live aus der Friedenskirche Potsdam

Johann Christian Bach:
Symphonie g-Moll op. 6/VI
Sextett C-Dur op. 3
Carl Friedrich Abel: Frena le belle lagrime‹, Arie aus dem Pasticcio ›Sifari‹
ca. 20.50 Konzertpause mit Nachrichten
Joseph Haydn: Sinfonia concertante B-Dur Hob. I:105
Thomas Augustine Arne: ›A soldier tired‹, Arie aus der Oper ›Artaxerxes‹
Georg Friedrich Händel:Concerto grosso G-Dur op. 6/I

Katharine Fuge, Sopran
Orchestra of the Age of Enlightenment
Leitung: Kati Debretzeni

Radiotipps für Pfingstmontag 2012: Sir John Eliot Gardiner live aus Salzburg


28.5.

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Ö1 – 320
11:03-12:56

Salzburger Pfingstfestspiele 2012 – Matinee live

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks,
Dirigent: Sir John Eliot Gardiner;
Vesselina Kasarova, Mezzosopran.
Piotr Beczala, Tenor.

Robert Schumann: Ouvertüre zu „Julius Cäsar“ f-Moll, op. 128
Hector Berlioz: La mort de Cléopâtre, Lyrische Szene für Sopran und Orchester, H 36

ca. 20 Minuten Pause

Johannes Brahms: „Rinaldo“, Kantate für Tenor, Männerchor und Orchester, op. 50

(Übertragung aus der Felsenreitschule in Salzburg in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)

http://oe1.orf.at/programm/tag/20120528

Radiotipps 14.5. – 17.5.2012




14.5.

NDR kultur
20:05 Uhr – 22:00 Uhr

NDR Sinfonieorchester
Oratorien

Solisten:
Barbara Bonney und Dorothea Röschmann, Sopran
Eirian James, Mezzosopran / Petra Lang, Alt
Christoph Prégardien und Michael Schade, Tenor
Olaf Bär, Bariton / Cornelius Hauptmann, Bass
Wolfgang Knauer, Erzähler
NDR Chor
Dirigent: John Eliot Gardiner

Robert Schumann: Das Paradies und die Peri, weltliches Oratorium für Soli, Chor und Orchester op. 50
Aufzeichnung vom 26.2.1993 in der Laeiszhalle Hamburg

Was Robert Schumann an Thomas Moores Dichtung „Das Paradies und die Peri“ fesselte, ist der Reichtum an Stimmungen und an Gefühlsüberschwang, der die Handlung um die sündige, um Erlösung ringende Peri einhüllt. Sündig geworden und aus dem Paradies gewiesen, steht Peri vor Edens Tor, voll Sehnsucht um Rückkehr bittend. Liebe, Reue, Erlösung – drei zentrale Themenkreise der Romantik sind hier angesprochen. Dreimal schweift Peri durch die Welt – nach Indien, Ägypten und Syrien, und bietet dar, was sie findet, zweimal vergebens: den letzten Blutstropfen eines sterbenden Freiheitshelden und den letzten Seufzer eines Mädchens, das freiwillig dem von der Pest dahingerafften Geliebten folgt. Erst die Reuetränen eines lasterhaften Menschen, der in einem betenden Knaben sein einstiges Ebenbild entdeckt, verschaffen der Peri erneut Zugang zum Paradies.

Robert Schumann war sich der Originalität und des Wertes seiner an Einfällen schier überquellenden Komposition sicher. Der jahrzehntelang andauernde Erfolg seiner Peri-Vertonung hat ihm recht gegeben.

John Eliot Gardiner hat das weltliche Oratorium im Februar 1993 mit exzellenten Solisten in Hamburgs Laeiszhalle zur Aufführung gebracht.


17.5.

HR2
20:05 Uhr – 21:30 Uhr

Das Ensemble „Europa Galante“ spielt Bach
Leitung: Fabio Biondi

1. Orchestersuite C-Dur BWV 1066
3. Orchestersuite D-Dur BWV 1068
2. Orchestersuite h-Moll BWV 1067
4. Orchestersuite D-Dur BWV 1069
(Aufnahme vom 4. April 2011 im Palau de la Música Catalana in Barcelona)

Die vier Orchestersuiten von Johann Sebastian Bach sind, anders als die sechs Brandenburgischen Konzerte, kein zusammenhängender Zyklus. Auch über die Entstehungszeit und die Entstehungsbedingungen, die Auftraggeber und die Anlässe für die einzelnen Werke besteht bis heute keine Klarheit. Als musikalisches Vorbild gelten die Ouvertüren Jean-Baptiste Lullys. Der französische Hofkomponist von Ludwig XIV. hatte sie seinen Balletten vorangestellt. So sind es auch Tanzformen wie Courante, Sarabande oder Gigue, auch Bourée, Gavotte und Menuett, aus denen Bachs Orchestersuiten bestehen. Ob er drei von ihnen für den Hof von Weimar oder von Köthen schrieb, wo er von 1708 bis 1717 bzw. 1717 bis 1723 Hofkomponist war, wissen wir nicht. Bekannt hingegen ist, dass er alle vier Suiten gern mit dem Leipziger Collegium Musicum im Zimmermannschen Kaffeehaus aufführte. Auch heute noch gehören die vier Orchestersuiten, auch Ouvertüren genannt, mit ihrer Virtuosität, konzertanten Eleganz und ihrem zum Teil festlichen Glanz zu den beliebtesten weltlichen Orchesterwerken Bachs.

„Europa Galante“, das von Fabio Biondi gegründete und nach wie vor geleitete Ensemble, gilt als eines der führenden italienischen Barockorchester.

hr2-kultur sendet die Aufnahme des Konzerts vom 4. April 2011 im Palau de la Música Catalana in Barcelona.



 

Radiotipps 26.4. – 29.4.2012




26.4.


BBC
19:30-22:00 (20:30-23:00)
Musical Revolutuions – Down of the Cantata
Live from Wigmore Hall, London

Anna Prohaska, soprano
James Gilchrist, tenor
Benjamin Hulett, tenor
Academy of Ancient Music
Jonathan Cohen, director, keyboards.

Falconieri: Ciaccona in G major
Monteverdi: ‚Zefiro Torna‘ from Madrigali e canzonette a due e tre voci
Monteverdi: ‚Se vittore si belle‘ from Madrigali guerrieri et amorosi
Strozzi: ‚Udite, amanti‘
Monteverdi: ‚Ardo e scoprir‘ from Madrigali guerrieri et amorosi
Interval
B Marini: Passacaglia in G minor from Sonate da Chiesa e da Camera
Castello: Sonata No.15 à 4 from Sonate Concertate in Stile Moderno Libro Secondo
Monteverdi: Act 1 Scene 2 of Il ritorno di Ulisse in patria
Zanetti: Saltarello della Battaglia
Monteverdi: Il combattimento di Tancredi e Clorinda
 

The Academy of Ancient Music at the Wigmore Hall in a programme of cantatas  and instrumental music by Monteverdi and his contemporaries.
At the heart of the first Italian cantatas was a new and astonishing  emphasis on the voice. Deeply-felt emotions are laid bare in such works as  Monteverdi’s joyous celebration of spring in ‚Zefiro Torna‘ and Strozzi’s  lovelorn lament ‚Udite, amanti‘
Instrumental music of thrilling inventiveness intersperses the programme,  which culminates in Monteverdi’s Il combattimento di Tancredi e Clorinda. Here,  love and war collide to startling dramatic and musical effect, and an age-old  tale is brought vividly to life through this freshly-minted form.

http://www.aam.co.uk/media/Files/Resources/Programme-notes/Dawn-of-the-cantata.pdf
http://www.bbc.co.uk/programmes/b01ghgm0

 

28.04.

NDR kultur
20:05 – 22:00 – 24:00
Prisma Musik
Thema: Bach in Weimar

Eine Sendung von Peter Wollny


Als Bach 1808 die Anstellung als Organist in Mühlhausen hinter sich ließ, ging  er mit der Aussicht nach Weimar, Musiker in der herzöglichen „Capelle und  Kammermusik“ zu werden, wie es in seinem Mühlhäuser Kündigungsschreiben heißt.  Der musikliebende Herzog muss jedoch schon früher auf das überragende Talent des  jungen Bach aufmerksam geworden sein, dessen Orgelwerke, die in damaligen Ohren  erschreckend ungezügelt geklungen haben müssen, ihr musikalisches Umfeld  haushoch überragten. Es folgte ein ertragreiches musikalisches Jahrzehnt, das  Weimar noch immer zu einer der wichtigsten Wirkungsstätten des späteren  Thomaskantors macht, auch wenn die Weimarer Zeit in einer schrillen Dissonanz  endete, einer Art Beugehaft, mit der man den jungen Musiker zum Bleiben zwingen
wollte, den es nach Köthen zog. Heute ist Weimar nicht nur die Stadt der  klassischen deutschen Literatur, sondern noch immer ein bedeutendes Zentrum der  Bachforschung, haben sich in den 2004 leider durch einen Brand stark dezimierten  Beständen der herzöglichen Bibliothek doch wichtige Handschriften und Quellen  erhalten. So machte zum Beispiel vor wenigen Jahren ein spektakulärer Fund von sich Reden, den Leipziger Bachforscher machten: eine Orgeltabulatur von der Hand  des jungen Johann Sebastian Bach. Zu diesen Forschern gehörte Peter Wollny, der  uns die Bach-Stadt Weimar vorstellt.

22:05 Variationen zum Thema

Johann Ernst von Sachsen Weimar: Sonata D-dur für Trompete, 2 Violinen und Basso
continuo
Virtuosi Saxoniae

Johann Adam Reincken: Choralfantasie „An Wasserflüssen Babylon“
Jean-Claude Zehnder, Orgel

Alessandro Marcello: Concerto d-moll für Oboe, Streichorchester und Basso
continuo
Albrecht Mayer / Cappella Istropolitana

Johann Sebastian Bach: Concerto C-dur nach Johann Ernst von Sachsen-Weimar
BWV 594
Ton Koopman, Orgel

Toccata d-moll BWV 913
Gustav Leonhardt, Cembalo

Concerto in d-moll nach Alessandro Marcello BWV 974
Glenn Gould, Klavier

Ich hatte viel Bekümmernis, Kantate BWV 21
Paul Esswood, Alt / Kurt Equiluz, Tenor
Walker Wyatt, Bass / Wiener Sängerknaben
Chorus Viennensis / Concentus musicus Wien
Ltg.: Nikolaus Harnoncourt

 

29.4.

 

rbb kulturradio
15:04-17:00 


FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY

Eine Sendereihe von Christine Lemke-Matwey
17. Folge

Bach und Händel: Mendelssohn als  Bearbeiter

Heute ein Sakrileg, einst ganz selbstverständlich: Auch Felix Mendelssohn  pflegt einen denkbar freien Umgang mit den von ihm ausgegrabenen und  aufgeführten Partituren aus vergangener Zeit. Als würde er die Werke  schöpferisch weiterdenken, unterwirft er sie einer Revision nach seinen eigenen  ästhetischen Maßstäben.


 

Radiotipps 18.4. – 22.4.2012


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Links zu den Radiosendern sind auf der Seite WebRadios zu finden:

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18.4.

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HR2
20:05-21:30
Kaisers Klänge
Barockmusik frisch angestrichen – Strawinsky, Respighi & Co

Musikalische Entdeckungsreisen mit Niels Kaiser
Mit alter Musik kann man auf zweierlei Weise verfahren: Man kann versuchen, sie originalgetreu aufzuführen – dafür steht die Originalklangbewegung der letzten Jahrzehnte – oder man poliert sie mit neuen klanglichen und kompositorischen Mitteln frisch auf – ein im Neoklassizismus der 1920er Jahre angewendetes Verfahren. Strawinsky hat das in seiner „Pulcinella-Suite“ mit der Musik Pergolesis und anderer Barockmeister so gemacht, Respighi in seinen „Antiken Arien und Tänzen“ mit alter Lautenmusik. Ihre Bearbeitungen sind heutzutage vertrauter als die Originale. Kaum anders ist das mit den Händel-Variationen von Brahms. Was haben die Bearbeiter verändert, was hinzugefügt, was so gelassen, wie es war? Ihre Arbeit kann man am besten beurteilen, wenn man Original und „Fälschung“ direkt miteinander vergleicht.

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22.4.

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BBC Radio3
13-14 Uhr (14-15 Uhr MESZ)
The Early Music Show
JSBach: Who Do You Think You Are?

Lucie Skeaping presents a programme exploring JS Bach’s musical ancestors. Music by some of JS Bach’s sons is often heard these days, but today, Lucie traces the Bach family tree back to his great-great grandfather, Veit Bach, who was a baker in Wechmar and whose son Johann in turn produced 3 musical sons. The programme includes motets and instrumental music by some of the composers in this great musical dynasty.

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Dazu gibt es eine Reihe von Sendungen zu dem 100. Geburtstag von Kathleen Ferrier, von denen ich einige heraus gepickt habe. Bei einigen Aufnahmen mit Arien von Bach mit ihr, bekomme ich Gänsehaut.

16.4.
rbb kulturradio
20:04-21:00
SCHÖNE STIMMEN

Kathleen Ferrier zum 100. Geburtstag

Der Dirigent Bruno Walter schrieb über Kathleen Ferrier (1912 – 1953), mit der ihn eine lange künstlerische und persönliche Freundschaft verband: „Zu den tiefsten und beglückendsten Erlebnissen meiner Musikerexistenz zählte für mich die Begegnung mit Kathleen Ferrier … Es war ein Geheimnis um dieses im Leben anscheinend so heitere, klare einfache Wesen. Dieses Geheimnis tönte aus ihrem Gesang, der alle Gefühlstiefen und musikalischen Reichtümer der Werke erschloss … In ihrer Beziehung zur Kunst hatte sie die Demut und Inspiration einer Eingeweihten – und ihre ureigenste Domäne schien Musik mit spirituellem Gehalt zu sein.“

19.4.
Ö1
19:30-21:00
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel
„… in die Tiefe des Herzens“: Kathleen Ferrier (zur 100. Wiederkehr ihres Geburtstags)

Kathleen Ferriers Mahler-Lied-Aufnahmen gemeinsam mit Bruno Walter stehen auf den Ewig-Bestenlisten der Plattengeschichte; ihr Gluck-Orpheus, ihre Gestaltung der Bach’schen „Matthäuspassion“ berühren wie am ersten Tag.

Wie machte es die vor bald 60 Jahren verstorbene Altistin, mit ihrer Stimme derart „in die Tiefe des Herzens“ zu dringen? „Spätberufen“ als Sängerin, dann frühvollendet, von magischer Ausstrahlungskraft, und auch in ihrer Erscheinung, die Konzentration und Hingabe an die Kunst vermittelte, das Besondere vom Besonderen … Kathleen Ferrier, die am Höhepunkt ihrer kurzen Karriere als die prominenteste Britin neben der jungen Queen Elizabeth galt, war ein Fall von „wen die Götter lieben“: Mit nur 41 wurde sie von einer Krebserkrankung aus dem Leben gerissen.

21.04.
BR klassik
19:05-20:00
Zum 100. Geburtstag der Altistin Kathleen Ferrier (I)

„Eine herrliche Stimme, reich an Farben“
Porträt von Susanne Schmerda
Teil II: Sonntag, 22. April 2012, 10.05 Uhr

„Hier ist eine herrliche Stimme, reich an Farben und mit einem bezaubernd warmen, samtenen Klang“, schwärmte ein Preisrichter 1938, dem die junge Kathleen Ferrier vorgesungen hatte. Bis zu ihrem Durchbruch als professionelle Sängerin mit fast dreißig Jahren indes hatte die am 22. April 1912 im englischen Lancashire geborene Altistin viele Jahre als Telefonistin gearbeitet, dann aber entwickelte sich ihre Gesangskarriere sehr schnell. In Glyndebourne glänzte sie in Brittens „Rape of Lucretia“ und erschütterte in der Titelrolle von Glucks „Orpheus“, jener Partie, mit der sie sich im Februar 1953, schon von ihrer Krebserkrankung gezeichnet, von ihrem Publikum verabschiedete.
Legendär sind ihre suggestiven Interpretationen in englischen Oratorien und Werken von Bach, Gustav Mahler und Brahms, bewegend ihre intensive Deutung der „Kindertotenlieder“ mit Bruno Walter und der „Alt-Rhapsodie“ mit Clemens Krauss (beide Werke erklingen am Sonntag in der „Symphonischen Matinée“ um 10.05 Uhr).
22.4.
BR klassik
10:05-11:55
Symphonische MatinéeZum 100. Geburtstag der Altistin Kathleen Ferrier (II)

Johannes Brahms: „Alt-Rhapsodie“, op. 53 (Männer des London Philharmonic Chorus; London Philharmonic Orchestra: Clemens Krauss); Richard Strauss: „Metamorphosen“ (Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie: Clemens Krauss); Gustav Mahler: „Kindertotenlieder“ (Wiener Philharmoniker: Bruno Walter); Johannes Brahms: Symphonie Nr. 3 F-Dur (New York Philharmonic Orchestra: Bruno Walter)
Aufnahmen von 1947 – 1953
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Dkultur
15:05-17:00
Interpretationen

Fülle des Wohllauts
Die Jahrhundertsängerin Kathleen Ferrier
Gast: Jens Malte Fischer
Moderation: Olaf Wilhelmer

Radiotipps zur Karwoche 2012 mit Bachs Matthäus-Passion und Johannes-Passion und anderer Passionsmusik


Links zu den Radiosendern sind auf der Seite WebRadios zu finden.

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2.4.

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SR 2
20:04-22:30
Reinhard Keiser
Die Brockes-Passion
Zsuzsi Tóth, Sopran (Tochter Zion – Magd 1 – Gläubige Seele 1);
Jan Van Elsacker, Tenor (Evangelist);
Peter Kooij, Bass (Jesus);
Vox Luminis
Les Muffatini
Dirigent: Peter van Heyghen
Konzert vom 1. April 2012 aus dem AMUZ, Antwerpen

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3.4.

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Deutschlandradio
22:00-22:30
Alte Musik
Nicht des Predigers wegen …“
Leipziger Passionsaufführungen im 18. Jahrhundert
Von Andreas Glöckner

„Des Predigers wegen wären die Leute gewißlich nicht so zeitig und mit so grossem Gedräng in die Kirche gekommen, sondern – wie vermutlich – der Music wegen“, bemerkte ein Leipziger Theologiestudent über eine Passionsaufführung im Jahre 1721. Schon zu jener Zeit galt die alljährliche Passionsdarbietung als das zentrale Musikereignis im Kirchenjahr – nicht nur in der städtischen Musikpflege, sondern auch an den mitteldeutschen Höfen.
Johann Sebastian Bach hat mit seinen Passionsmusiken alles bisher Dagewesene weit in den Schatten gestellt. Leider sind von den fünf Werken, die er nach Aussage eines Ende 1750 verfassten Nachrufes komponiert haben soll, nur zwei vollständig überliefert. Sei über 100 Jahren versucht die Bach-Forschung, das Rätsel der verschollenen Passionen aufzuklären und ist dabei nur teilweise erfolgreich gewesen. Bachs Nachfolger im Thomaskantorat haben die Tradition der Passionsaufführung fortgeführt, jedoch hatte diese in späteren Jahren (seit 1766) nicht mehr denselben Stellenwert wie in seiner Amtszeit.

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5.4. – Gründonnerstag

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DRS II
15:30 – 17:00
Fiori Musicali
Stabat Mater
Vertonungen von Domenico Scarlatti, Antonio Vivaldi, Emanuele Astorga.

Klara (Belgien)
19:00-22:00
J.S.Bach: Johannespassion
Ruth Ziesak, Sopran
Andreas Scholl, Altus .
James Gilchrist, Tenor Evangelist,
Erik Stoklossa, Tenor Arien
Dietrich Henschel Bass Arien
York-Felix Speer, Bass Christus
Nederlands Kamerkoor
Le Concert Lorrain
Christoph Prégardien, Dirigent
VRT-opname – [1:50:00]

http://radio.klara.be/radio/10_programmas.php?datum=120405&xml_program=KL14120405OLOG.xml
oder
http://www.worldconcerthall.com/en/schedule/bachs_st_john_passion_from_antwerp/2938/

Download des Programmheftes als PDF (in Niederländisch)

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6.4. – Karfreitag

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Nordwestradio
13:05-15:00
u.a.:
Gottfried Heinrich Stölzel
Teil I und II aus Brockes Passion „Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus“
Constanze Backes und Dorothee Mields, Sopran
Henning Voss, Altus
Knut Schoch und Andreas Post, Tenor
Florian Mehltretter und Klaus Mertens, Bass
Kammerchor Michaelstein
Telemann-Kammerorchester Michaelstein
Leitung: Ludger Rémy

MDR figaro
13:05-15:45
Georg Philipp Telemann: „Der Tod Jesu“, Passionsoratorium TWV 5:6
Caroline Weynants, Sopran
Ria Struyven, Sopran
Clint Van der Linde, Alt
Marion Kreike, Alt
Gerd Türk, Tenor
Roel Willems, Tenor
Hugo Oliveira, Bass
Jan Matthé, Bass
Il Fondamento
Leitung: Paul Dombrecht
(Aufnahme vom 10. März 2012 aus der Konzerthalle „Georg Philipp Telemann“)

HR 2
15:05-17:00
Carl Heinrich Grauns Oratorium
„Der Tod Jesu“
Dorothe Mields und Joanne Lunn, Sopran / Thomas Hobbs, Tenor / Sebastian Noack, Bariton
Collegium Vocale Gent
Akademie für Alte Musik Berlin
Leitung: Daniel Reuss

(Aufnahme vom 8. April 2011 im „De Bijloke“, Ghent)
Seit seiner Uraufführung im Jahre 1755 war „Der Tod Jesu“ des königlich-preußischen Hofkapellmeisters Carl Heinrich Graun (1704-1759) für mehr als hundert Jahre das erfolgreichste deutsche Passionsoratorium. So wurde es im 19. Jahrhundert alljährlich für den königlichen Hof in Berlin aufgeführt, bis man 1858 zu Bachs Matthäus-Passion wechselte. Der Musikjournalist Detmar Huchting schreibt über Grauns Oratorium: „Im Gegensatz zur oratorischen Passion, die das Geschehen um den Kreuzestod Jesu jeweils auf der Grundlage eines der vier Evangelientexte dramatisch gestaltet, stellt Grauns ’Der Tod Jesu‘ ein meditatives Passionsoratorium dar, in dem die menschliche Nachempfindung der Leidensgeschichte das Übergewicht gegenüber der theatralischen Nacherzählung des Opfertodes des Erlösers Jesu Christi als heilsgeschichtliches Zentralgeschehen erhält.“ hr2-kultur sendet heute die Aufnahme von Grauns Oratorium „Der Tod Jesu“ aus dem Konzertsaal De Bijloke in Gent unter der musikalischen Leitung von Daniel Reuss.

SWR 2
17:05-21:00
Musik zum Karfreitag – LIVE
J
ohann Sebastian Bach:
Matthäuspassion

Mark Padmore (Evangelist)
Michael Nagy (Christus)
Julia Doyle, Grace Davidson (Sopran)
Damien Guillon, Robin Blaze (Altus)
Thomas Hobbs, Hans Jörg Mammel (Tenor)
Peter Kooij, Stephan MacLeod (Bass)
Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent
Leitung: Philippe Herreweghe
(Direktübertragung aus dem Festspielhaus in Baden-Baden)

„Andere verteidigen ihre interpretatorische Freiheit, aber das ist nur falsche Routine. Ich verteidige die Partitur.“ Wie hier in einem „Zeit“-Interview scheut der belgische Dirigent Philippe Herreweghe auch sonst klare Worte nicht. Er ist einer der wenigen echten Stars der Alte-Musik-Szene – mit einem für diese Szene typischen verwinkelten Lebensweg. Herreweghe begann als Psychiater. Er weiß, wovon er redet, wenn er Komponisten auf die Couch legt: „Bachs Konzeptionen sind unglaublich gesund und tief, er hat überhaupt nichts Autistisches. Er ist eine Quelle reinen Wassers.“

NDR, Nordwestradio,kulturradio rbb, MDR figaro, HR 2, SR 2, BR klassik
19:00 – 22:30(23:00)
Johann Sebastian Bach
Matthäus-Passion BWV 244
Christina Landshamer, Sopran
Matthias Rexroth, Altus
Wolfram Lattke, Tenor
Klaus Mertens und Gotthold Schwarz, Bass
Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Georg Christoph Biller
Live-Übertragung aus der Thomas-Kirche in Leipzig

Ö1
19:30-22:15
Johann Sebastian Bach: „Matthäus-Passion“, BWV 244
Maximilian Schmitt (Evangelist);
Tobias Berndt (Christus),
Christina Landshamer,
Franziska Gottwald,
Lothar Odinius,
Markus Eiche
RIAS Kammerchor;
Concerto Köln,
Dirigent: Hans-Christoph Rademann;
(aufgenommen am 22. April 2011 in der Berliner Philharmonie).
Präsentation: Bernhard Trebuch

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7.4. – Karsamstag

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nordwestradio
17:05-19:00
Wolfgang Amadeus Mozart
Passionskantate „Grabmusik“ KV 42
Ann Murray, Sopran
Stephen Varcoe, Bass
Südfunk-Chor
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart
Leitung: Neville Marriner
Tomaso Giovanni Albinoni
Adagio
Il Giardino Armonico
Johann Kuhnau
Passionsmotette „Tristis est anima mea
Wilhelmshavener Vokalensemble
Leitung: Ralf Popken
Gottfried Heinrich Stölzel
Teil III und IV aus Brockes Passion „Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus“
Constanze Backes und Dorothee Mields, Sopran
Henning Voss, Altus
Knut Schoch und Andreas Post, Tenor
Florian Mehltretter und Klaus Mertens, Bass
Kammerchor Michaelstein
Telemann-Kammerorchester Michaelstein
Leitung: Ludger Rémy
Am Mikrofon: Wolfgang Stapelfeldt

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8.4. – Ostersonntag

NDR
22:05 – 24:00
Musikfest Bremen

Buxtehude, Bach
Bach Collegium Japan
Arp-Schnitger-Festival II

Dietrich Buxtehude:
Präludium in g
Vater unser im Himmelreich, Choralbearbeitung
Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, Choralfantasie

Johann Sebastian Bach:
Gott, man lobet dich in der Stille, Kantate BWV 120
Dietrich Buxtehude:
Te Deum laudamus, Choralfantasie
Johann Sebastian Bach:
Der Friede sei mit dir, Kantate BWV 158
Wir danken dir, Gott, wir danken dir, Kantate BWV 29
Bach Collegium Japan:
Rachel Nicholls, Sopran
Robin Blaze, Countertenor   
Gerd Türk, Tenor    . 
Peter Kooy, Bass
Masato Suzuki, Orgel
Ltg.: Masaaki Suzuki
Aufzeichnung vom 30. August in der St. Cyprian- und Corneliuskirche, Ganderkesee

Der japanische Dirigent, Organist und Cembalist Masaaki Suzuki hat 2011 den Musikfest-Preis Bremen erhalten. Mit dieser Auszeichnung werden seit 1998 Solisten, Dirigenten und Ensembles geehrt, die in der internationalen Musikwelt Akzente setzen und das Musikfest Bremen maßgeblich bereichern. Bereichert hat der Spezialist für Alte Musik Suzuki das Musikfest Bremen in jüngster Zeit auch durch seine künstlerische Leitung des Arp-Schnitger-Festivals, einer Konzertreihe innerhalb des Festivalprogramms, die in ausgewählten Kirchen der Region mit originalen Instrumenten des berühmten Orgelbauers veranstaltet wird.

„Buxtehude & Bach & Schnitger“ war das Konzert des Bach Collegiums Japan unter Masaaki Suzukis Leitung in der St. Cyprian und Cornelius Kirche Ganderkesee betitelt. An der Schnitger-Orgel spielte Masaaki Suzukis 1981 in Den Haag geborener Sohn Masato Suzuki, Gesangssolisten des Abends waren Rachel Nicholls, Sopran, Robin Blaze, Countertenor, Gerd Türk, Tenor und der Bassist Peter Kooy. Jeweils drei Werke von Johann Sebastian Bach und dem von ihm viel bewunderten Dietrich Buxtehude wurden unter Beteiligung der Schnitger-Orgel in Ganderkesee einander gegenübergestellt.

Bachs Matthäus-Passion und Johannes-Passion im Fernsehen – 2012


1.4.2012  RBB   23:45 – 2:30 Uhr
5.4.2012  BR     23:50 – 2:35  Uhr
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Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion
Aufzeichnung aus der Philharmonie Köln vom 28.03.2010

Die Matthäus-Passion für Soli, zwei Chöre und Orchester ist neben der h-Moll-Messe das bedeutendste Werk Johann Sebastian Bachs und eines der größten Werke der barocken Musikgeschichte. Sie schildert die Leidensgeschichte Jesu auf der Grundlage von Worten aus dem 26. und 27. Kapitel des Matthäus-Evangeliums. Der Dirigent Philippe Herreweghe, für seine Aufnahmen der Werke Bachs mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, interpretiert das monumentale Werk in einem Konzert in der Kölner Philharmonie.

Unter seiner Leitung musizieren das Collegium Vocale Gent und das Collegium Vocale Orchestra, die Solisten sind Christoph Prégardien (Evangelist), Simon Kirkbride (Christusworte), Dorothée Mields und Hana Blažíková (Sopran), Damien Guillon und Robin Blaze (Altus), Colin Balzer und Hans Jörg Mammel (Tenor) sowie Matthew Brook und Stephan MacLeod (Bass).

Claudia hat uns an Ihrem persönlichen Konzerterlebnis vor 2 Jahren teilhaben lassen.
Hier ist der Bericht zu finden.

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6.4.2012   BR alpha   20:15 – 22:15 Uhr

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Es waere gut dass ein Mensch wuerde umbracht fuer das Volk
Johannes-Passion – Johann Sebastian Bach

Regie:Hugo Niebeling
Redaktion:Gábor Toldy

Johann Sebastian Bachs JOHANNESPASSION beschreibt den Leidensweg Jesu Christi – formal streng, inhaltlich hochdramatisch. Das Textbuch folgt im wesentlichen den Kapiteln 18 und 19 des Johannes-Evangeliums, in die an zwei Stellen Verse aus dem Matthäus-Evangelium eingeschoben sind, und integriert Kirchenliedstrophen und madrigale Dichtungen, wie z.B. die Texte für die Arien, Ariosi.
Der Regisseur Hugo Niebeling hat seinen Film streng nach Bachs Partitur im romanischen Dom zu Speyer inszeniert. Benutzt hat er dafür die legendäre „Archiv“-Produktion der „Deutschen Grammophon“, die 1964 von dem (inzwischen verstorbenen) Bach-Dirigenten und -Interpreten Karl Richter mit dem Münchener Bach-Chor und -Orchester und Hermann Prey, aufgenommen wurde. Solisten dieser Aufnahme, Ernst Haefliger und Kieth Engen, sind im Film nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen.

http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/programmkalender/sendung259420.html

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7.4.2012   MDR   0:00 – 2:55 Uhr

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Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244
Aufzeichnung aus der Thomaskirche zu Leipzig

Die “Matthäus-Passion” von Johann Sebastian Bach gehört zum wertvollsten Besitz des Weltkulturerbes. Als das Werk am 11. April 1727 in der Leipziger Thomaskirche zur Uraufführung kam, war es für Bach zwar ein Höhepunkt, für die Gotteshausbesucher aber nur eine jener Musiken, die der Thomaskantor zu jedem kirchlichen Feiertag neu zu komponieren hatte. Deswegen waren Wiederholungen nur zufälliger Art. Für die wenigen späteren Aufführungen zu Lebzeiten des Komponisten nahm er vereinzelt Änderungen vor. So entstand die überlieferte autographe Partitur 1736. In dieser Fassung ist das Werk heute bekannt und erklingt auch so am Ort seiner Uraufführung. Nach dem Tode Bachs 1750 geriet auch seine Musik in Vergessenheit, nur zu Studienzwecken erinnerte man sich ihrer. Mit der Wiederaufführung der “Matthäus-Passion” am 11. März 1829 durch Felix Mendelssohn Bartholdy rückte nicht nur die Musik Bachs wieder in den Mittelpunkt, sondern die Musik einer ganzen Epoche. Die Interpreten der Aufzeichnung aus der Thomaskirche zu Leipzig sind fast ausnahmslos mit dem Werk des Komponisten eng verbunden. So war Martin Petzold (Tenor) Mitglied des Thomanerchores, ebenso Thomaskantor Georg Christoph Biller. Er ist der 16. Amtsnachfolger Bachs. Die Altistin Bogna Bartosz errang 1992 den ersten Preis im Fach Gesang beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig. Das Solistenensemble vervollständigen Olaf Bär (Bass), der Mitglied des Dresdner Kreuzchores war, sowie Monika Frimmer (Sopran) und Andreas Schmidt (Bass). Ebenso sind Thomanerchor und Gewandhausorchester Garanten einer authentischen Bachinterpretation.

Thomanerchor
Gewandhaus Kinder- und Jugendchor
Gewandhausorchester Dirigent:
Thomaskantor Georg Christoph Biller

Monika Frimmer, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
Martin Petzold, Tenor
Andreas Schmidt, Bass Olaf Bär, Bass

(In meiner Radiozeitung ist die Sendung unter Karfreitag zu finden!)

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Dazu gibt es eine erfreuliche Nachricht vom Fernsehsender ARTE:

Auf ARTE ist die Sendung von der Matthäus-Passion mit dem Thomanerchor vom 6. März 2012 aus Leipzig

weitere 89 Tage online zu sehen.

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Hier der Web-Link zu ARTE:

http://liveweb.arte.tv/de/video/Matthaeus_Passion_Bach_Thomanerchor_Gewandhausorchester_Leipzig/

Matthäus-Passion“ von J. S. Bach mit dem Thomanerchor und dem Gewandhausorchester Leipzig – ARTE Liliveweb.arte.tv

Die Aufführung der Matthäus Passion aus der Thomaskirche Leipzig ist ein Höhepunkt der Jubiläumssaison „800 Jahre Thomanerchor“. Mit diesem Werk waren Gewandhausorchester und Thomaner in den zurückliegenden Monaten auch in Japan, Korea und England zu Gast. Als Solisten sind Christina Landshamer (…

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Radiotipps 31.3. – 1.4.2012


Links zu den Radiosendern sind auf der Seite WebRadios zu finden:

Die Sendungen zum Thema „800 Jahre Thomanerchor“ gehen weiter.
Jenseits davon gibt es in dieser Woche nicht viel. Das Hörspiel von für alle Großeltern, Eltern, Kinder, Enkelkinder und alle Junggebliebenen einen anderen Einstieg in Bachs Matthäuspassion wird fortgesetzt. Dazu gibt es am 1.4. wieder einen EBU-Radiotag zur Passionswoche, die aber scheinbar leider nur von BBC komplett übertragen wird. Von den deutschen Sendern jedenfalls bringt nur SR2 einen kurzen Ausschnitt.  Aber der niederländische Sender Radio überträgt wieder die Passion zur Mittagszeit, dieses Mal die Matthäuspassion in einer interessanten Besetzung.

31.3.

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NDR
20:05-22:00 – 24:00
Prisma Musik
800 Jahre Thomanerchor

Eine Sendung von Hildburg Heider
Johann Sebastian Bach war zwar mit Abstand der bedeutendste unter den Leipziger Thomaskantoren, aber er war nur einer von vielen und stand selbst schon in einer langen Reihe von Vorgängern, denn den Thomas-Chor und die Thomas-Schule hatte es vor ihm schon mehr als ein halbes Jahrtausend gegeben. 1212 hatte man der Thomaskirche eine Schule angegliedert, die auch Leipziger Bürgerkindern offen stand. Sie gilt damit als eine der ältesten öffentlichen Schulen Deutschlands und ist die älteste Kultureinrichtung der Stadt. Als Gegenleistung für Ausbildung und Unterkunft übernahmen die Thomaner die musikalische Umrahmung der Gottesdienste. Sowohl Rektor als auch Kantor bewohnten gemeinsam mit den Schülern das Thomasschulhaus. Seit der Reformation im Jahre 1543 unterstehen Thomasschule und -chor dem Rat der Stadt, mit dem sich auch Bach auseinanderzusetzen hatte. 1994 wurde Georg Christoph Biller zum 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach berufen.

Anschließend:
Variationen zum Thema
Der Thomanerchor singt Bach
Messe h-Moll BWV 232
Ruth Holton, Sopran / Matthias Rexroth, Altus
Christoph Genz, Tenor / Klaus Mertens, Bass
Gewandhausorchester Leipzig
Ltg.: Georg Christoph Biller

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1.4.

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BR-klassik
17:05-18:00 (anschließend als Podcast downloadbar)

Starke Stücke für Kinder Johann Sebastian Bach – „Matthäuspassion“ Von Sylvia Schreiber Hörspiel in zwei Teilen (II)

Leipzig, ungefähr im Jahr 1727. Heimlich schleicht Carl Philipp Emanuel Bach seinem Vater in die Thomaskirche nach, als dieser für sein neues Stück an der Orgel herumprobiert. Eine Gänsehaut bekommt er in seinem dunklen Versteck, weil die Musik zur „Matthäuspassion“, so soll das neue Stück heißen, so schaurig, so schön und so traurig ist. Aber er darf sich bloß nicht erwischen lassen, sonst gibt es ein Donnerwetter. Vater Johann Sebastian Bach, der Thomaskantor von Leipzig, kann nämlich ganz schön zornig werden – vor allem, wenn er bei der Arbeit an der Matthäuspassion gestört wird, die ihm doch so gar nicht von der Hand gehen will …

Hörspiel mit Stefan Wilkening, Stefan Hunstein, Michael Schwarzmaier, Anna Silvia Lilienfeld u.v.a. Regie: Sylvia Schreiber Redaktion: Leonhard Huber

Koproduktion BR-KLASSIK und IGEL-Records

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1.4.   –   EBU Radiotag – Musik für die heilige Woche

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radio4.nl
12-16:30
J.S. Bach – Matthäus-Passion, BWV 244
Koninklijk Concertgebouworkest
Groot Omroepkoor
Nationaal Jongenskoor
Iván Fischer – dirigent

Mark Padmore – tenor (Evangelist)
Peter Harvey – bas (Christus)
María Espada – sopraan
Renate Arends – sopraan
Ingeborg Danz – mezzosopraan
Barbara Kozelj – mezzosopraan; alt
Peter Gijsbertsen – tenor
Henk Neven – bariton; bas

 

SR2
19:30-23:05
EBU Special Day

‚Holy Week‘
Stephen Farr, Orgel
BBC Singers Leitung: Paul Brough Sir F.A. Gore Ouseley
– A Saviour of the world
– Is it nothing to you
John Goss
O Saviour of the world
Sir John Stainer
The Cruxifixion
Direktübertragung aus der St. Paul’s Kirche in London
Kantorei Saarlouis
Leitung: Joachim Fontaine
José de Nebra
Requiem for Queen Barbara
Zeitversetzte Direktübertragung vom 01. April 2012 aus der Evangelischen Kirche in Saarlouis
Helsinki Chamber Chorus
Einojuhani Rautavaara
All Night Vigli
Aufnahme von August 2011in der Uspenski Orhodox Cathedral in Helsinki

 

Übertragung des vollständigen Programmes: BBC Radio3 http://www.bbc.co.uk/programmes/b01f5hd4

Achtung: Sendungszeiten sind englischen Zeiten!

Radio 3 celebrates Palm Sunday with its annual day of live and specially recorded concerts from around Europe in conjunction with the European Broadcasting Union. The day begins with Bach’s mighty St Matthew Passion live from the Concertgebouw in Amsterdam, with soloists including Maria Espada and Mark Padmore. Following this, a short concert of Psalms by Meyerbeer and Spohr from the BBC Singers. At 3 o’clock there’s a concert form the Prinzregententheater in Munich, where the Bavarian Radio Chorus perform a programme including Arvo Part’s Berlin Mass. Antwerp’s contribution to the day is a little-known setting by Reinhard Keiser of the Brockes Passion, the influential text of which was written by Barthold Heinrich Brockes exactly 200 years ago. The final concert features the BBC Singers, live from St Paul’s Knightsbridge in a programme including Stainer’s Crucifixion.

Presented by Louise Fryer.

11.00am LIVE: From the Concertgebouw, Amsterdam

Bach: St Matthew Passion Maria Espada (soprano) Barbara Kozelj (mezzo-soprano) Renate Arends (mezzo-soprano) Ingeborg Danz (alto) Mark Padmore (tenor) Peter Gijsbertsen (tenor) Henk Neven (bass) Peter Harvey (bass) Netherlands Radio Chorus National Boys‘ Choir Royal Concertgebouw Orchestra Ivan Fischer (conductor)

2.30pm St Paul’s Church, Knightsbridge, London

Giacomo Meyerbeer: Psalm 91 – Qui in manu Dei requiescit Elizabeth Poole (soprano) Rebecca Lodge (mezzo soprano) Christopher Bowen (tenor)
Adrian Peacock (bass) BBC Singers Andrew Carwood (conductor)

Louis Spohr: Psalm 23 – Gott ist mein Hirt op. 85’2 Margaret Feaviour (soprano) Lynette Alcantara (mezzo-soprano) Andrew Murgatroyd (tenor)
Andrew Rupp (baritone) BBC Singers Andrew Carwood (conductor)

Louis Spohr: Psalm 130 – Aus der Tiefen ruf‘ ich op. 85’3 Alison Smart (soprano) Cherith Millburn-Fryer (mezzo-soprano) Edward Goater (tenor)
Edward Price (bass) BBC Singers Andrew Carwood (conductor)

3.00pm From the Prinzregententheater, Munich

Schnittke: Concerto for Chorus a cappella Bavarian Radio Chorus Peter Dijkstra (conductor)

Eriks Esenvalds: O Salutaris hostia Bavarian Radio Chorus Peter Dijkstra (conductor)

Arvo Part: Berlin Mass Bavarian Radio Chorus Munich Radio Orchestra Peter Dijkstra (conductor)

4.30pm From AMUZ, Antwerp, Belgium

Reinhard Keiser: The Brockes-passion Zsuzsi Tóth, soprano, Daughter of Zion / Young Girl 1 / Faithful Soul 1 Jan Van Elsacker, tenor, Evangelist Peter Kooij, bass, Jesus Vox Luminis Les Muffatti Peter Van Heyghen (conductor)

6.30pm Live from St Paul’s Church, Knightsbridge, London

Ouseley: A Saviour of the world BBC Singers Stephen Farr (organ) Paul Brough (director)

Ouseley: Is it nothing to you? BBC Singers Stephen Farr (organ) Paul Brough (director)

John Goss: O Saviour of the world BBC Singers Stephen Farr (organ) Paul Brough (director)

Stainer: The Crucifixion BBC Singers Stephen Farr (organ) Paul Brough (director).

 

Radiotipps 19.3. – 25.3.2012


Links zu den Radiosendern sind auf der Seite WebRadios zu finden:

Ausnahmsweise werden die Radiotipps diesmal nicht nach Datum sortiert. Ich ziehe eine ganzen Block von Sendungen zum Thema „800 Jahre Thomanerchor“ vor.
Jenseits der Thomaner gibt es natürlich auch interessante Sendungen. Zuerst der letzte Teil einer interessanten Serie über die historische Aufführungspraxis, dann eine kurze Sendereihe über das Abenteuer Gambenspiel und zuletzt für alle Großeltern, Eltern, Kinder, Enkelkinder und alle Junggebliebenen einen anderen Einstieg in Bachs Matthäuspassion.

19.3..

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NDR
13-14
Klassik à la Carte
800 Jahre Thomanerchor

Eva Maria Lemke im Gespräch mit Christoph Biller und Tobias Künzel

Georg Christoph Biller ist der 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach.So ein Jubiläum ist selten: Ein Knabenchor wird 800 Jahre alt.

Der Thomanerchor Leipzig steht in Gänze für das große Wort „Tradition“. Über Jahrhunderte hinweg wurde die Trinität von „Singen, Lernen, Glauben“ aufrechterhalten. Auch der heutige Thomaskantor Georg Christoph Biller sieht sich und sein Wirken als Chorleiter in dieser Tradition.

Doch der Chor hat auch ganz ungewöhnliche Laufbahnen, abseits der rein klassischen Wege, hervorgebracht. Die Mitglieder der „Prinzen“ – einer der beliebtesten deutschen Popgruppen – haben sich einst im Thomanerchor kennengelernt. Tobias Künzel sang hier ab 1973.

„Wir sind nichts Besonderes, aber wir tun etwas Bedeutendes“
Auch der Musiker Tobias Künzel, einer der „Prinzen“, war bei den Thomanern.Als der 1964 geborene Tobias Künzel zu den Thomanern kam, war Georg Christoph Biller bereits in der 12. Klasse. Als Neuling von Heimweh geplagt, erinnert sich Tobias Künzel noch gut an das Verständnis und die Fürsorge der älteren Schüler: „Die Älteren habe immer Verantwortung für die Jüngeren übernommen“, sagt Künzel. Die Musik erwies sich wieder einmal als prägend fürs ganze Leben: Tobias Künzel studierte nach seinem Abitur Musik (Schlagzeug und Gesang an der Musikhochschule Leipzig), heute ist er neben seinen musikalischen Aktivitäten noch Gastdozent für Popmusik an mehreren Hochschulen.

Georg Christoph Biller, geboren 1955, ist nunmehr der 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach. Er studierte im Hauptfach Dirigieren an der Leipziger Hochschule für Musik und leitete von 1980 bis 1991 den Chor des Leipziger Gewandhauses.

Über seinen Job als Thomaskontor hat Georg Christoph Biller einmal gesagt: „Wir sind nichts Besonderes, aber wir tun etwas Bedeutendes“. Das Arbeitspensum ist „riesengroß“. Neben den schier endlosen Proben singt der Chor dreimal wöchentlich in blau-weißen „Kieler Blusen“ in der Thomaskirche, macht Fernsehproduktionen und geht auf weltweite Konzerttourneen.

Über ihre Kindheit im Internat, die Identität eines Thomaners und darüber, wie man die Institution „Thomanerchor“ zukunftssicher und modern gestalten kann, spricht Eva-Maria Lemke mit Georg Christoph Biller und Tobias Künzel ausführlich in „Klassik à la carte“.

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20.3.

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mdr figaro
20:05-22:00
800 Jahre THOMANA – glauben, singen, lernen

Im Jahr 2012 werden Thomaskirche, Thomanerchor und Thomasschule auf ihr 800jähriges Bestehen zurückblicken – drei Institutionen Leipzigs, drei Säulen kulturellen Lebens, die sich auch heute ihrem Auftrag stellen: Glauben zu leben, Musik und Kultur zu gestalten, Menschen zu bilden.
In der Sendung blicken wir auf die lange Tradition des Thomanerchores zurück, berichten vom Festakt „800 Jahre THOMANA“ vom Vormittag in der Leipziger Thomaskirche, sind im Gespräch mit jetzigen und ehemaligen Mitgliedern des Thomanerchores und werden die Thomaner auch hören – nicht nur mit Musik des großen Thomaskantors Johann Sebastian Bach.
Moderation: Grit Schulze

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Deutschlandradio Kultur
22:00-22:30

Soli Deo Gloria –
Die Leipziger Thomasschule (1/4)
Frühgeschichte: Von der Klosterschule zum musikalischen Eliteinternat
Von Michael Maul
(Teil 2 am 22.5.12012)

Die Thomaskantoren des 17. und 18. Jahrhunderts gehörten zu den bedeutendsten Komponisten ihrer Zeit. Aber was zog diese herausragenden Künstler – allen voran den Köthener Kapellmeister Johann Sebastian Bach – in eine städtische Knabenschule und spornte sie an, hier auf höchstem Niveau kontinuierlich neue Werke zu schaffen?

Ein Repertoire, das insgesamt für die protestantische Kirchenmusik stehen sollte? Was machte die Strahlkraft der Schule aus, deren berühmter Chor schon 1648 von Heinrich Schütz als einzigartig gerühmt wurde? Und: Wie prägten die Thomaskantoren von Sethus Calvisius bis Johann Adam Hiller Schule und Chor?

In der ersten von insgesamt vier Sendungen ergründet Michael Maul auf Basis umfangreicher Quellenstudien und zahlreicher neuer Dokumentenfunde, wie es zur Etablierung des für lange Zeit einzigartigen musikalischen Profils der Schule kam. Ein Profil, dessen Ursprünge bislang im Dunkeln lagen, an dessen Etablierung aber, wie sich nun herausstellt, die Leipziger Bürgerschaft den entscheidenden Anteil hatte. Sie legte bald nach der Reformation, zu Zeiten von Kantor Calvisius, den Grundstein für die beispiellose Erfolgsgeschichte des Thomanerchors.

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22.3.

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SWR 2

20:03-21:00
Alte Musik
„Aus der Seele muss man spielen, und nicht wie ein abgerichteter Vogel“
Die wichtigsten Quellen der historischen Aufführungspraxis (7/7)
Ursprünge, Wege und Entwicklungen (7/7)
Doris Blaich im Gespräch mit Peter Reidemeister, dem langjährigen Leiter der Schola Cantorum Basiliensis

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19.3. – 22.3.

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Ö1
9:45-10:00
Radiokolleg
Die Gambe im Gepäck

Vier Musikerinnen reisen durch die Zeit . Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek

Detektivarbeit nennt die Gambistin Johanna Valencia ihr Musizieren. Denn die Musik, die sie zum Erklingen bringt, hat in den vergangenen 300 Jahren nur ein kleiner Kreis von Musikliebhabern gehört. Sie erarbeitet eine Sarabande aus Handschriftensammlung Goes, die erst vor wenigen Jahren entdeckt wurde. Jede der 143 Kompositionen will enträtselt werden. Die Notationen sind die Fragmente einer musikalischen Tradition. Sie sind Bruchstücke der Erinnerung, die wieder zum Leben erweckt werden. Doch: Lässt sich die Musik der Renaissance rekonstruieren? Gibt es einen authentischen Klang? Beim Interpretieren alter Musik wird jeder Musiker zum Komponisten.
Die Gambistin Hille Perl erkennt in den Noten und Traktaten ein musikalisches Grundgerüst. Über dieses improvisieren die Musiker.
Die Komponistin Eva Reiter wiederum kombiniert den Klang dieses höfischen Instrumentes mit elektronischen Soundfiles und schlägt damit eine musikalische Brücke zwischen den Zeiten.

25.3.

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BR-klassik
17:05-18:00 (anschließend als Podcast downloadbar)

Starke Stücke für Kinder
Johann Sebastian Bach – „Matthäuspassion“
Von Sylvia Schreiber
Hörspiel in zwei Teilen (I)
Teil II: Sonntag, 1. April 2012

Leipzig, ungefähr im Jahr 1727. Heimlich schleicht Carl Philipp Emanuel Bach seinem Vater in die Thomaskirche nach, als dieser für sein neues Stück an der Orgel herumprobiert. Eine Gänsehaut bekommt er in seinem dunklen Versteck, weil die Musik zur „Matthäuspassion“, so soll das neue Stück heißen, so schaurig, so schön und so traurig ist. Aber er darf sich bloß nicht erwischen lassen, sonst gibt es ein Donnerwetter. Vater Johann Sebastian Bach, der Thomaskantor von Leipzig, kann nämlich ganz schön zornig werden – vor allem, wenn er bei der Arbeit an der Matthäuspassion gestört wird, die ihm doch so gar nicht von der Hand gehen will …

Hörspiel mit Stefan Wilkening, Stefan Hunstein, Michael Schwarzmaier, Anna Silvia Lilienfeld u.v.a.
Regie: Sylvia Schreiber
Redaktion: Leonhard Huber

Koproduktion BR-KLASSIK und IGEL-Records

Radiotipps 8.3. – 11.3.2012


Links zu den Radiosendern sind auf der Seite WebRadios zu finden:

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8.3.

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SWR2
20:03-21:00

Alte Musik
Die wichtigsten Quellen der historischen Aufführungspraxis (5/7)
„Aus der Seele muss man spielen, und nicht wie ein abgerichteter Vogel“

Barocke Gesangstraktate (5/7)
Marcus Stäbler im Gespräch mit dem Dirigenten Hermann Max

Die Singstimme ist idealer Weise „hell, rein, stark, biegsam, fest, leicht, gleich und von beträchtlichem Umfange“. So zumindest fordert es der Kapellmeister Johann Adam Hiller Ende des 18. Jahrhunderts. Aber was heißt das konkret? Wie haben sich die Gesangstechnik und Klangideale im Lauf der Jahrhunderte gewandelt? Und was können wir darüber überhaupt mit einiger Sicherheit sagen, da es ja keine Aufnahmen aus dieser Zeit gibt? Marcus Stäbler spricht über diese Fragen mit dem Dirigenten Hermann Max, der sich intensiv mit der Gesangspraxis vergangener Jahrhunderte auseinandergesetzt hat. Seit vielen Jahren arbeitet er mit Sängern, und für seine Konzerte und Aufnahmen mit der „Rheinischen Kantorei“ hat er höchste Anerkennung und zahlreiche Preise bekommen.
(Teil 6, Donnerstag, 15. März, 20.03 Uhr)

 

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11.3.

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BBC3
13-14 (14-15)

The Early Music Show
After his time working for Prince Leopold of Anhalt in Cöthen, Johann Sebastian Bach took a substantial drop in salary and public standing to work as Cantor in Leipzig. The role primarily involved teaching at St Thomas School, but also meant that Bach was responsible for the music in the German town’s four churches. Lucie Skeaping takes a closer look at Bach’s time in the German town, where Bach remained from 1723 until his death in 1750.

 

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Deutschlandfunk
21:05 – 23:00
Musikfest Bremen
„Verabschiedung eines Fürsten“
Johann Sebastian Bach:
Köthener Trauermusik BWV 244a
Ein geistliches Pasticcio

Sabine Devieilhe, Sopran Carlos Mena, Countertenor
James Gilchrist, Tenor / Benoît Arnould, Bass
Ensemble Pygmalion / Ltg.: Raphaël Pichon
Aufzeichnung vom 13.9.2011 in der Kirche Unser Lieben Frauen, Bremen

Die Alte Musik ist sein Hauptgeschäft. Als der Intendant des Musikfestes Bremen und gebürtige Bremer Thomas Albert im Jahr 1989 Professor für Barockvioline an der dortigen Hochschule der Künste wurde, entschloss er sich kurzerhand zur Gründung eines Festivals, das heute neben dem Schleswig-Holstein Musik Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern zur Trias der großen Musikfestivals in Norddeutschland gehört. Im Spätsommer 2011 konnte das Musikfest Bremen neben vielen hochkarätigen Aufführungen wie einer Zauberflöten-Inszenierung des Starregisseurs Peter Brook auch eine Sensation der Bach-Forschung präsentieren. Die Bach-Kantate „Klagt, Kinder, klagt aus aller Welt“, die im März 1729 zu den Begräbnisfeierlichkeiten des Fürsten und ehemaligen Dienstherren Bachs, Fürst Leopold in Anhalt-Köthen, uraufgeführt wurde, ist in ihrer Urfassung nämlich verschollen. Erst 2010 gelang eine Rekonstruktion der „Köthener Trauermusik“ auf Grund des erhalten gebliebenen Librettos und vieler Parallelen in der Textstruktur zur „Matthäus-Passion“ BWV 244 und zur „Trauerkantate für die Kurfürstin Christiane Eberhardine“ BWV 198.

Das französische Ensemble Pygmalion und sein Leiter Raphaël Pichon stellten die rekonstruierten Arien und Accompagnato-Rezitative in der Kirche „Unser Lieben Frauen“ in Bremen am 13. September vor. Bereits 2010 war das Ensemble Pygmalion mit Werken Jan Dismas Zelenkas und der Bach-Familie beim Musikfest Bremen zu Gast.

Radiotipps 16.2. – 19.2.2012


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Links zu den Radiosendern sind auf der Seite WebRadios zu finden:

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16.2.2012

SWR2
20:03-21:00

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Die wichtigsten Quellen der historischen Aufführungspraxis (2/7)
Johann Joachim Quantz: „Versuch einer Anweisung, die Flöte traversiere zu spielen“
Doris Blaich im Gespräch mit dem Flötisten Michael Schmitt-Casdorff

Der Titel dieses Buches ist ein Understatement: Johann Joachim Quantz, der Flötenlehrer von Friedrich dem Großen, hat hier nämlich nicht nur eine – sehr detaillierte – Flötenschule geschrieben, sondern auch wichtige Hinweise für Instrumentalisten jeglicher Couleur festgehalten: Der Konzertmeister findet Tipps, wie er ein Orchester gut anführen soll, Tutti-Streicher erfahren, worauf es im Orchester ankommt, Cembalisten können ihre „Pflichten“ nachlesen. Außerdem findet man wichtige Anmerkungen zur Musikästhetik des 18. Jahrhunderts. 1752 erschien in Berlin die erste gedruckte Ausgabe von Quantz‘ „Allrounder“. Für jeden, der sich für Barockmusik interessiert, ist dieses Buch eine Fundgrube – überdies ist es gut geschrieben, und der Humor kommt auch nicht zu kurz. Der Flötist Michael Schmidt-Casdorff erzählt im Gespräch mit Doris Blaich, was ihm Quantz‘ „Versuch“ bedeutet – für sein eigenes Musikmachen und für seine Unterrichtstätigkeit. Übrigens hat Schmidt-Casdorff, der ursprünglich von der Querflöte kam, das Spielen auf der historischen Traversflöte autodidaktisch mit diesem Buch gelernt. Heute unterrichtet er Traversflöte und Kammermusik an der Münchner Musikhochschule und spielt in einigen renommierten Alte-Musik-Ensembles. (Teil 3, Donnerstag, 23. Februar, 20.03 Uhr)

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18.02.2012
WDR3
13:04-15:00

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Musikpassagen
Einfach.Kompliziert.
Bach schreibt fünfstimmige Fugen: hätten es nicht auch vier Stimmen getan? Schon früh ist Musik, vor allem wenn sie sich als Kunst versteht, ein Spiel mit Komplexität. Was treibt den englischen Renaissance-Tüftler Thomas Tallis dazu, sein „Spem in alium“ als vierzigstimmige Raummusik zu notieren? Sein Landsmann Brian Ferneyhough schreibt, vierhundert Jahre später, kaum noch entzifferbare Partituren: wer kann noch folgen? Eine Musikpassage über das Hören von vertrackter Musik als Übung in „Komplexitätstoleranz“: Wer zulässt, nicht alles zu „verstehen“, findet neue Schätze, auch bei Beethoven.

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WDR3
19:00-20:00
Vesper

Altbachisches Archiv

Johann Bach
Unser Leben ist ein Schatten; Cantus Cölln, Leitung: Konrad Junghänel

Johann Michael Bach
Auf, lasst uns den Herren loben; Gérard Lesne, Countertenor; Il Seminario Musicale

Johann Christoph Bach
Es erhub sich ein Streit; Maria Zedelius, Sopran; Ulla Groenewold, Alt; Paul Elliott, Tenor; Stephen Varcoe und Michael Schopper, Bass; Rheinische Kantorei; Musica Antiqua Köln, Leitung: Hermann Max

Johann Sebastian Bach
Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn, BWV Anhang 159; Hilliard Ensemble

Johann Sebastian Bach
Capriccio E-dur, BWV 993 „In honorem Johann Christoph Bachii“; Masaaki Suzuki, Cembalo

Anonymus
Weinet nicht um meinen Tod; Cantus Cölln, Leitung: Konrad Junghänel

Adam Dreese
Nun ist alles überwunden; Cantus Cölln, Leitung: Konrad Junghänel

Johann Christoph Bach
Mein Freund ist mein und ich bin sein, aus „Meine Freundin, du bist schön“; Nele Gramß, Sopran; Ensemble Movimento

Johann Michael Bach
Nun hab ich überwunden; Choir of Trinity College, Leitung: Richard Marlow

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19.2.2012

rbb kulturradio
18:04-19:00
Musikland Brandenburg

Alte Musik wird in Brandenburg groß geschrieben. Viele Ensembles, die sich auf Alte Musik und Barockmusik spezialisiert haben, waren in den vergangenen Jahren in den Kirchen und den Konzertsälen der Region zu Gast – vom King’s Consort bis zu den English Baroque Soloists.

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Liebe Grüße

Barbara

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Radiotipps 6.2. – 12.2.2012


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6.2.

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DRS II
15:03-17:00
Parlando
Jörg-Andreas Bötticher, Cembalist der Extraklasse

Als Keyboarder in einer Band hat Jörg-Andreas Bötticher angefangen. Heute unterrichtet er Cembalo und historische Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basiliensis.

Für «Parlando» hat er sich ans Cembalo gesetzt und die Kunst des Improvisierens und Generalbassspielens vorgeführt.

DRS II
20:00-22:00
Diskothek im Zweiten
Carl Philipp Emanuel Bachs Cellokonzerte 

Mit seinen Cellokonzerten beschreitet Carl Philipp Emanuel Bach noch ziemlich unbekannte Wege. Denn bisher diente das Cello fast ausschliesslichals treuer Gefährte in der Tiefe, um das Cembalo beim Begleiten zu verstärken.

Der Bach-Sohn nutzt das solistische Neuland wo er kann: mal lässt er das Soloinstrument von „Wolke fünf“ herunterschweben, mal balgt es sich mit dem Orchester um das Motiv. Der Kampf geht schliesslich so aus, dass jede Partei eine Hälfte kriegt.

Als Gäste diskutieren die Cellistin Maya Amrein und die Geigerin Meret Lüthi.

 

Nordwestradio
20:05-22:00
Der Klang nach der Klage

Johann Sebastian Bach – Ricercare a 6 voci aus dem „Musikalischen Opfer“ BWV 1079
Wolfgang Amadeus Mozart – Adagio und Fuge c-moll KV 546
Johann Sebastian Bach – Kantate „Ich habe genug“ BWV 82
Wolfgang Amadeus Mozart-Sinfonie Nr. 40 g-moll KV 550

Florian Boesch, Bariton
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Leitung: Sir Roger Norrington
Mitschnitt vom 7.Oktober 2011 aus der Glocke, Bremen

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8.2.

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NDR kultur

13:05-14:00
Die heilende Wirkung Bachs
Friederike Westerhaus im Gespräch mit Christine Schornsheim

In Klassik à la carte spricht die Cembalistin Christine Schornsheim über Bach und andere musikalische Einflüsse.Schon zu Lebzeiten Bachs waren die beiden Bände à 24 Präludien und Fugen sehr beliebt. Sie sind eine Fundgrube für die unterschiedlichsten musikalischen Formen und eine Herausforderung für jeden Spieler. Für ihre neue CD spielte die Cembalistin Christine Schornsheim dieses zentrale Werk auf einem kostbaren Johannes Ruckers-Cembalo von 1624 und nutzte die klanglichen Möglichkeiten dieses Instrumentes. Geschulte Ohren schwärmen von der dunklen und noblen Basslinie und dem transparenten Klang dieses Cembalos. Für Schornsheim hat Bachs „Wohltemperiertes Clavier“ zeitlebens eine heilende Wirkung gehabt: Diese Musik spende ihr Ruhe und reinige die Seele.

Meisterin auf fünf Tasteninstrumenten

Seit ihrem Klavierstudium an der Hochschule für Musik in Berlin ist Schornsheim, Jahrgang 1959, überwiegend als Solistin am Cembalo und am Hammerflügel tätig. Sie trat unter Dirigenten wie Sir Georg Solti, Claudio Abbado oder Peter Schreier auf und ist zu Gast bei wichtigen internationalen Festivals. Im Februar 2005 erschien das von ihr an fünf historischen Tasteninstrumenten gespielte Gesamtwerk Joseph Haydns für Cembalo, Hammerklavier und Orgel. Dafür erhielt sie den „Echo Klassik 2005“ und den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“. Nach einer 14-jährigen Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig erhielt Schornsheim im Oktober 2002 die Professur für historische Tasteninstrumente an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Über ihre Lehrtätigkeit, ihr Ensemble „Münchner Cammer Music“ und ihre musikalischen Einflüsse spricht Schornsheim in Klassik à la carte.

 

9.2.

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SWR 2

20:03-21:00
Alte Musik
„Aus der Seele muss man spielen, und nicht wie ein abgerichteter Vogel“
Die wichtigsten Quellen der historischen Aufführungspraxis (1/7)
Johann Mattheson: „Der Vollkommene Capellmeister“
Dagmar Munck im Gespräch mit Silke Leopold

Der Slogan „Alles was man wissen muss“ ist nicht etwa eine Erfindung unserer postmodernen Informationsgesellschaft. Schon vor über 250 Jahren hat der Komponist und Musikforscher Johann Mattheson damit für sein Handbuch geworben: „Der Vollkommene Capellmeister“ heißt es, und es enthält „alle Sachen, die einer wissen, können, und vollkommen inne haben muss, der einer Capelle mit Ehren und Nutzen vorstehen will“ – so liest man auf der Titelseite. Mattheson hat ein Allround-Buch geschrieben: Es enthält eine Musikgeschichte, eine knapp zusammengefasste Musiktheorie, eine Anleitung, wie man eine Melodie geschmackvoll verziert bis hin zu ganz handfesten praktischen Tipps, etwa wie ein Kapellmeister für Disziplin und Ordnung sorgen kann – alles ist drin in diesem knapp 500 Seiten dicken (und damit eigentlich erstaunlich dünnen) Buch. Dank Matthesons witzig-ironischer Schreibe kann man es auch heute noch mit Vergnügen lesen. (Teil 2, Donnerstag, 16. Februar, 20.03 Uhr)

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12.2.

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SWR2

15:05-17:00
Joshua Rifkin
Dagmar Munck im Gespräch mit dem amerikanischen Dirigenten, Cembalisten, Pianisten und Musikwissenschaftler

Aus New York kommt der Revolutionär der Bach-Interpretation der letzten Jahrzehnte! Mit seinem 1978 gegründeten „The Bach Ensemble“ setzte Joshua Rifkin erstmals seine neuen musikwissenschaftlichen Erkenntnisse in Klang um: Die Chorpartien in Bachs Werken überließ er – wie Quellen es belegen – vier Solisten. Was damals „unerhört“ war, der neue, durchsichtige, lebendige, ganz bewegliche und individuelle Klang des Solistenquartetts, hat in den letzen Jahrzehnten immer mehr prominente Anhänger gefunden. Aber Joshua Rifkin lässt sich weder auf Bach, noch auf Barockmusik reduzieren. In seinen Anfängen besuchte er die Darmstädter Ferienkurse für neue Musik, war Schüler von Stockhausen. In den frühen 70er-Jahren hat er erstmals die Ragtimes von Scott Joplin wieder ausgegraben und aufgenommen und damit den Film „Der Clou“ inspiriert. Rifkin forscht im Bereich der Barock- und Renaissancemusik, die er mit seinem eigenen Ensemble aufführt, dirigiert Werke von Monteverdi bis Strawinsky, von Bach bis Strauss und kann sich kriminalistisch auch in entlegene historische Themen verbeißen, wenn er auf eine spannende Fährte kommt.

 

NDR
22:05 – 24:00
Musikfest Bremen
„Verabschiedung eines Fürsten“
Johann Sebastian Bach:
Köthener Trauermusik BWV 244a
Ein geistliches Pasticcio

Sabine Devieilhe, Sopran Carlos Mena, Countertenor
James Gilchrist, Tenor / Benoît Arnould, Bass
Ensemble Pygmalion / Ltg.: Raphaël Pichon
Aufzeichnung vom 13.9.2011 in der Kirche Unser Lieben Frauen, Bremen

 

Die Alte Musik ist sein Hauptgeschäft. Als der Intendant des Musikfestes Bremen und gebürtige Bremer Thomas Albert im Jahr 1989 Professor für Barockvioline an der dortigen Hochschule der Künste wurde, entschloss er sich kurzerhand zur Gründung eines Festivals, das heute neben dem Schleswig-Holstein Musik Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern zur Trias der großen Musikfestivals in Norddeutschland gehört. Im Spätsommer 2011 konnte das Musikfest Bremen neben vielen hochkarätigen Aufführungen wie einer Zauberflöten-Inszenierung des Starregisseurs Peter Brook auch eine Sensation der Bach-Forschung präsentieren. Die Bach-Kantate „Klagt, Kinder, klagt aus aller Welt“, die im März 1729 zu den Begräbnisfeierlichkeiten des Fürsten und ehemaligen Dienstherren Bachs, Fürst Leopold in Anhalt-Köthen, uraufgeführt wurde, ist in ihrer Urfassung nämlich verschollen. Erst 2010 gelang eine Rekonstruktion der „Köthener Trauermusik“ auf Grund des erhalten gebliebenen Librettos und vieler Parallelen in der Textstruktur zur „Matthäus-Passion“ BWV 244 und zur „Trauerkantate für die Kurfürstin Christiane Eberhardine“ BWV 198.

Das französische Ensemble Pygmalion und sein Leiter Raphaël Pichon stellten die rekonstruierten Arien und Accompagnato-Rezitative in der Kirche „Unser Lieben Frauen“ in Bremen am 13. September vor. Bereits 2010 war das Ensemble Pygmalion mit Werken Jan Dismas Zelenkas und der Bach-Familie beim Musikfest Bremen zu Gast.

 

 

 

Radiotipp für den 5.2.2012 – Ton Koopman


5.2.

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DRS II

16:03 – 18:00
(dazwischen: 17:00 Nachrichten)

Parlando 
Ton Koopman – der fliegende Holländer der alten Musik

Strauss, Mahler und Wagner interessieren ihn nicht, dafür schlägt sein Herz für Buxtehude, Bach und Frescobaldi: Ton Koopman liebt die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Er sammelt alte Stiche, liest alte Bücher, befasst sich mit Traktaten über Aufführungspraxis, und vor allem spielt und dirigiert er die Musik aus dieser Zeit mit grosser Leidenschaft. So hat er sämtliche Kantaten von J.S.Bach auf CD eingespielt und ist dabei, das Gesamtwerk von Buxtehude aufzunehmen zusammen mit seinem Amsterdam Baroque Orchestra. Daneben dirigiert Ton Koopman aber auch moderne Sinfonieorchester und bringt ihnen die barocke Klangsprache näher. Ob am Cembalo, an der Orgel oder als Dirigent, der 67-jährige Holländer sprüht vor Energie und Musizierlust. Eva Oertle hat ihn zum Gespräch getroffen.

Radiotipps 19.12. – 24.12.11


 

19.12.

NDR
20-22
Johann Sebastian Bach: Wachet auf, ruft uns die Stimme, Kantate BWV 140 Gloria in excelsis Deo, Kantate BWV 191
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
NDR Sinfonieorchester Chefdirigent: Thomas Hengelbrock Solisten: Johannette Zomer, Sopran / Maximilian Schmitt, Tenor / Thomas E. Bauer, Bariton NDR Chor
Aufzeichnung vom 13.10.2011 in der Laeiszhalle Hamburg

Mit einem Weckruf und einem Gloria eröffnete Thomas Hengelbrock in seiner ersten Saison als Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters am 13. und 14. Oktober in der Hamburger Laeiszhalle gemeinsam mit dem NDR Chor die Abonnementsreihe.

Johann Sebastian Bachs Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ (BWV 140) feiert die Liebe zwischen Christus und der menschlichen Seele in Worten, die auch dem Hohelied Salomons abgelauscht sind. Sein „Gloria“ (BWV 191) führte Bach an Weihnachten 1745 in Leipzig auf; in einer überarbeiteten Form ist dieses Gloria später in die h-Moll-Messe eingegangen. Solisten des Abends sind die Sopranistin Johannette Zomer, der Tenor Maximilian Schmitt und der Bariton Thomas E. Bauer.

Johannes Brahms und Bach, das war eine alte Liebe. Schon in den späten 1870ger-Jahren hatte Brahms zwei Klavierbearbeitungen von Werken Bachs angefertigt – darunter die berühmte Chaconne d-Moll. Auf der Suche nach einem Ausgangspunkt für seine neue Sinfonie spielte er dem Dirigenten Hans von Bülow 1880 die Chaconne aus Bachs Kantate „Nach dir, Herr verlanget mich“ BWV 150 vor. „Was meinst Du, wenn man über dasselbe Thema einen Sinfoniensatz schriebe“, fragte er den Freund. Bülow war dagegen. Doch Brahms blieb seiner Idee treu. Zu recht: Das Finale seiner 1885 uraufgeführten 4. Sinfonie mit den Variationen über Bachs Thema wurde die Krönung von Brahms‘ sinfonischem Schaffen.

20.12.

rbb kulturradio
20:04-21:00
Klassik-Werkstatt mit Clemens Goldberg
Weihnachten 1726 in Dresden
Die Missa Nativitatis Domini von Jan Dismas Zelenka
Zu den Hochämtern an Weihnachten wurden die führenden Musiker der Dresdner Hofkapelle verpflichtet, die dann auch solistisch in der Messe glänzen konnten.

21.12.

HR2
20:05-21:30
Notenschlüssel
Bach: 5. Brandenburgisches Konzert D-Dur BWV 1050
Aufgeschlüsselt von Paul Bartholomäi
Meist ist es zu leise, das Cembalo im 5. Brandenburgischen Konzert, sowohl im Konzert als auch auf den vielen CD-Einspielungen. Die Soloinstrumente Flöte und Violine hört man gut, aber was der Cembalist hinten im Continuoblock zaubert, ist zumeist nur undeutlich wahrzunehmen. Dabei spielt er gerade das erste Klavierkonzert der Musikgeschichte. Johann Sebastian Bach hat das virtuose Stück geradezu für sich selbst komponiert, denn er saß am neuen Cembalo aus Berlin, als die Konzerte wohl 1721 uraufgeführt wurden. Bach war zu jener Zeit Kappellmeister am Hof des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen, und ihm oblag die Leitung der gesamten Hofmusik. Die sechs Stücke, die heute als „Brandenburgische Konzerte“ zum Bekanntesten des späteren Thomaskantors zählen, waren durchaus nicht als Zyklus konzipiert, es waren Konzerte unterschiedlicher Art, die genau auf das Instrumentarium zugeschnitten waren, das Bach am Hof von Köthen zur Verfügung stand. Die Konzerte wollte Bach dem Markengrafen Christian Ludwig von Brandenburg widmen, wohl mit dem Hintergedanken, bei ihm eine besser bezahlte Anstellung zu finden. Der zeigte sich aber wenig interessiert. So verschwanden die Noten – bis sie 1850 in der Bibliothek des Markgrafen wiederentdeckt wurden. Bachs Brandenburgische Konzerte und speziell sein „Fünftes“ nimmt Paul Bartholomäi im „Notenschlüssel“ unter die Lupe.

24.12.

NRK    –   Norwegen
19-22
Hector Berlioz (1803-1869): L’Enfance du Christ. Jesu
barndom – sakral trilogi fritt etter Bibelen.
Maria: Anna Stephany, mezzosopran.
Fortelleren: Barry Banks, tenor.
Josef: Matthew Brook, baryton.
Herodes: Henry Waddington, bass.
BBC National Chorus of Wales.
RWCMD Chorus (Royal Welsh College of Music and Drama Chorus).
BBC National Orchestra of Wales.
Dirigent: Thierry Fischer.
Fra St. David’s Hall i Cardiff 9. desember.