Archiv der Kategorie: The English Baroque Soloists

Spektakuläres Händel-Konzert von J.E. Gardiner in der Beethovenhalle Bonn


Hallo,

meine Rezension und Betrachtung zum spektakulären Konzertabend in der Beethovenhalle in Bonn am 13.9.2009 –  von Sir John Eliot Gardiner, seinem Monteverdi Choir und English Baroque Soloists – mit dem Oratorium HWV 54 von G.F. Händel „Israel in Egypt“.

Beethovenhalle in Bonn

Beethovenhalle in Bonn (Fotorechte: V. Hege)

Programm:

Georg Friedrich Händel: »Israel in Egypt« HWV 54 Oratorium für Soli, Chor und Orchester (englische Originalfassung)

Monteverdi Choir – English Baroque Soloists – Sir John Eliot Gardiner, Dirigent

Gesangs-Solisten vom Monteverdi Choir

Solisten des Abends nach der Reihenfolge ihres Auftretens

Solisten des Abends nach der Reihenfolge ihres Auftretens

Sänger-Besetzung:

Besetzung Monteverdi Choir

English Baroque Soloists und Monteverdi Choir in der Beethovenhalle Bonn

English Baroque Soloists und Monteverdi Choir in der Beethovenhalle Bonn, (Fotorechte: V. Hege)

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Vorweg genommen, es war wieder so eines der traumhaften Konzerte, die in einem ewig haften bleiben werden. Was an diesem spektakulären Abend geboten wurde, lässt einem noch im Nachhinein den Atem stocken – es erklang eine überirdische Musik, die als eine Sternstunde der Absolutheit bezeichnet werden kann.

Aber nun der Reihe nach. Das langersehnte Gardiner-Konzert wurde endlich Wirklichkeit. Im Vorfeld der Veranstaltung konnten wir das neue Mitglied vom Forum  @Claudia – kennen und schätzen lernen. Bei dieser ersten Begegnung war es uns so, als ob wir uns schon lange kennen würden –  und so war es dann auch an dem gemeinsam so wunderbar verlaufenen und erlebten Konzertabend. Herz was willst Du mehr, @Claudia, @Iris und wir erhielten am Ende der Veranstaltung unser Autogramm persönlich von Sir Gardiner  nach seinem Ausspruch: „schnell schnell beeilt Euch…“ prompt und Problemlos – und konnten anschließend glücklich über den Besitz dieser Trophäe und nach dem Erleben eines grandiosen Konzertes – die Heimreise antreten.

Original-Autogramm von Sir J.E. Gardiner, Bonn

Die Trophäe: Original-Autogramm von Sir J.E. Gardiner, Bonn (Fotorechte: V. Hege)

Dieses Konzert fand im Rahmen des Bonner Beethovenfestes 2009 statt. Aufgrund des 250. Todesjahres von G.F. Händel in 2009 wurde von Gardiner das Händel-Oratorium „Israel in Egypt“ aufgeführt in der Fassung von 2 Teilen.

Händel’s 1739 uraufgeführtes Oratorium ist ein Werk des triumphalen Dankes, vor allem im zweiten Teil, wo Chor und Solisten sich gar nicht genug darin austoben können, den Sieg über die Feinde zu besingen und die leitende Hand Gottes zu preisen. Daneben erweist sich Händel hier als grandioser Meister der Tonmalerei und Tonsymbolik, wenn er die Plagen, die Gott über die Ägypter verhängt, und den Untergang ihres Heers im Meer mit beispielloser musikalischer Dramatik beschwört.

Des Komponisten wichtigstes Sprachrohr für beide Themenfelder ist der Chor: „Israel in Egypt“  es ist das Chor-Oratorium par excellence –  nur selten unterbrochen von solistischen Einlagen.

Was dann anschließend zu Gehör gebracht wurde, sprengte jeden normalen Rahmen einer Wiedergabe.

Leicht, beseelt und technisch perfekt: Das ist die Handschrift von Sir Eliot Gardiner.  Fotorechte: Barbara Frommann

Leicht, beseelt und technisch perfekt: Das ist die Handschrift von Sir John Eliot Gardiner. Fotorechte: Barbara Frommann

In der vollbesetzten Beethovenhalle präsentierte sich ein Orchester und der doppelchörige Monteverdi Choir in einer so noch nie wahrgenommenen Einheit. Eine Präzision, die atemberaubend den Hörer faszinierte.  Sir  Gardiner ist ein fantastischer Leiter und Kenner der Materie – sein Dirigat wurde ohne Pult und Noten vorgenommen – spulte die Händelmusik wie ein Uhrwerk ab, keine Unsicherheiten bei den Einsätzen und seine fantastische Interpretation des Händel-Oratoriums war eine Offenbarung. Der Monteverdi Choir präsentierte einen doppelchörigen Gesang, der keine Wünsche offen liess. Es war ein bewegendes Musizieren das den Hörer sofort in den Bann zog und ihn vollends beglückte. Die Exaktheit des Orchesters und Chores im Zusammenspiel war genial gelungen, sie bewegten sich auf Weltniveau und gaben eine überzeugende Vorstellung.

Der Chor ist eine Offenbarung. Was da an Gesangskräften fungiert, kann einen neidisch werden lassen sie singen wie von einem anderen Stern. Ihre Unangestrengtheit und beseeltes Singen bei äußerster Zurückhaltung oder dann wieder mit monumentaler Klanggewalt gerät nie außer Kontrolle, es ist technisch alles perfekt und überzeugend vorgetragen. In der gleichen Frische und Form sangen sie nach der Pause den zweiten Teil. Wer schon einmal dieses Oratorium mitgesungen hat, weiss was es bedeutet, dieses Chorwerk, dass nur so gespickt ist mit Schwierigkeitsgraden  – ohne Niveauverlust  im Singen Vorzutragen. Da war die Klasse des Chores wiederum zu bewundern wie leicht, locker und mit einer spektakulären Gesangskunst sie das Monumentalwerk dem Hörer offenbarten.

Unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner  bewältigen sie es mit nie ermüdender Bravour: mit Glanz, kerniger Substanz und Fülle in den wuchtigen homophonen Passagen, mit wacher Beweglichkeit in den fugierten Abschnitten und mit einem breiten Spektrum an malerischen Klangfarben und Ausdrucksnuancen. Es ist immer wieder bewundernswert was Gardiner aus dem Hut zaubert und an erstklassige Gesangs-Solisten-innen im zweiten Teil präsentierte.

Hervorheben möchte ich aus dieser ausgezeichneten Sänger und Sängerinn-Riege die Gesangskunst der Sopranistin: Katy Hill. Ihr Vortag war die Krönung des Abends als Miriam mit dem „Sing ye to the Lord“. Sie besitzt ein Stimmvolumen der Extraklasse und konnte die Halle vollends mit ihrer Stimme eindecken. Ihr Gesang blieb trotz der Lautstärke klar artikuliert und in einer Schönheit vorgetragen, das unter die Haut ging. Sir Gardiner forderte noch einmal seine gesamte Aufführungs-Truppe alles herzugeben und erzielte damit ein grandioses und erhebendes Finale.

Kaum war der Schlussakkord verklungen brach unbändiger Jubel in der Beethovenhalle aus, das Publikum war hingerissen von einer perfekten Darbietung und gaben mit Standing Ovation zum Ausdruck, das kann doch nicht alles gewesen sein. Nach diesem Jubelausbruch, der nicht abebben wollte, sah sich Sir Gardiner genötigt, eine Zugabe als Dankeschön zu kreieren. Mit „Sing ye to the Lord“ verabschiedete er sein fassungsloses und hingerissenes Publikum in die Nacht.

Voller CD-Tisch mit Gardiner-Monteverdi-Prodkukten

Voller CD-Tisch mit Gardiner-Monteverdi-Prodkukten

Ein Schlussfazit zu der Veranstaltungsstätte: Beethovenhalle-Bonn.

Der große Saal besitzt eine hervorragende Akustik, die Bestuhlung ist vom Feinsten und der Zugang zu den Plätzen optimal, große Flure und Pausenräume mit vielen Getränkeständen. Und das soll alles wegen einem Neubau weichen, vorgesehen ist ein Neubau in 2010, das Alte wird dann abgerissen. Wie wird es dann mit der Akustik bestellt sein, alles ist doch in einem tadellosen Zustand und bedarf keinen Neubau die Beethovenhalle besteht erst seit 1958 und ist voll Funktionsfähig…!!

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Ein kleines Bonbon als Zugabe:

music_display_on_website-icon._V46684973_ Hörprobe: Israel in Egypt mit dem Schlusschor „The Lord shall reign“

Link: Israel in Egypt _ Song – Chorus__The Lord shall reign

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Rezension Gardiner-Konzert als PDF vom General-Anzeiger Bonn

Link:  General-Anzeiger Gardiner

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Eine neue CD mit „Israel in Egypt“ wurde im Februar 2009 veröffentlicht:

Neuveröffentlichung: 2 CD's Händel-Gardiner "Israel in Egypt"

Neuveröffentlichung: 2 CD's Händel-Gardiner "Israel in Egypt"

H ie r  zu beziehen über meine Partnerseite:

Link:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/09/gardiner-cd-handel-oratorium-israel-in.html

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Grüsse

Volker

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Rezension-Besprechung: CD’s von SDG 153 – Vol. 20 veröffentlicht vom Label Soli Deo Gloria im März 2009


Hallo,

nach langer Zeit nun meine Rezension von SDG 153, Vol. 20 / Aufführungsort: Grote Kerk, Naarden-Holland am 20.02.2000 und Southwell Minster, Nottinghamshire – England, am 27.2.2000.

Cover: SDG 153 Vol. 20

Cover: SDG 153 Vol. 20

C D – eins –

Cantatas for Septuagesimae (4. Sonntag nach Epiphanias)

BWV 144 – Nimm, was dein ist, und gehe hin
BWV 84 – Ich bin vergnügt mit meinem Glücke
BWV 92 – Ich hab in Gottes Herz und Sinn

(Aufführung: am 20.02. 2000 in Grote Kerk, Naarden-Holland)

Soloists: Miah Persson, Sopran | Wilke te Brummelstroete, Alt
James Oxley, Tenor | Jonathan Brown, Bass

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Grote Kerk Naarden-Holland

Foto: Grote Kerk, Naarden-Holland

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Rezension CD – e i n s :

Kantate: BWV 144 – Nimm, was dein ist, und gehe hin

(Kantate 4. Sonntag nach Epiphanias – Septuagesimae)

Die Kantate entstammt dem ersten Leipziger Amtsjahr Bach’s und erlebte am 6. Februar 1724 ihre erste Aufführung. Ihre Echtheit ist zuweilen angezweifelt worden, – jedoch zu Unrecht; denn das originale Quellenmaterial erweist Bach’s Autorenschaft eindeutig. Bach seine Komposition verzichtet weitgehend auf das konzertante Element. Der Eingangssatz ist eine Motettenfuge mit colla parte geführten Instrumenten – 2 Oboen und Streicher – und teilweise selbständigem Continuo.*)

Wie aus dem Nichts – ohne das geringste instrumentale Vorspiel – schleudern die Tenorstimmen das Motto: „Nimm was dein ist, und gehe hin“ – hervor bevor der Beginn einer fugierten Motette, in der zwei Oboen und Streicher über einen teilweisen unabhängigen Basso continuo die Gesangslinien verdoppeln. Dann, eine traurige und eine zarte Alt-Arie von Wilke te Brummelstroete. Hervorragend interpretiert sie diesen immer wieder in der Kantate zu hören Text: „Nimm, was dein ist….“

Miah Persson (Sopran) interpretiert die Gefühle sehr schön. Sie  nutzt geschickt die Nuancen aus – die betörend klingende Oboe im Dialog mit der Stimme verleiht der Arie einen zurückhaltenden und doch elegischen Glanz. Ebenfalls Glanzlichter setzt der Chor in Satz 3 und sechs und verleiht dieser Kantateneinspielung das Prädikat: wunderbar….!!


Kantate: BWV 84 – Ich bin vergnügt mit meinem Glücke

Bach hat den Text höchstwahrscheinlich zum 9. Februar 1727 komponiert. Die Bestimmung der Bach’schen Komposition für eine einzige Solostimme, zu der nur im Schlusschoral der Chor hinzutritt, hat ihr die bei Bach sonst seltene Bezeichnung „Cantata“ eingebracht. Man hat aus dieser Solobesetzung sowie aus der bereits erwähnten Umdichtung darauf schließen wollen, dass es sich bei diesem Werk nur um eine geistliche Hausmusik Bach’s, etwa für Anna Magdalena Bach, handele – gewiss zu Unrecht, wie schon die Bestimmung für den Sonntag Septuagesimae erkennen lässt.

Der aktuell zu vertonende Text, der auf Bachs Schreibtisch lag, basiert ebenfalls auf dem Gleichnis vom Weinberg, auch wenn diesmal nicht von den missgestimmten Arbeitern die Rede ist, sondern von „Meinem Glücke, das mir der liebe Gott beschert“. Bei der Vertonung hat Bach die geringen aufgewendeten Mittel – zum Solosopran treten als Instrumente eine Oboe, Streicher und Continuo – mit viel Sinn für die sich bietenden Abwechslungsmöglichkeiten eingesetzt. Die Eingangsarie verlangt das volle Instrumentarium. *)

Das BWV 84 beginnt in einer anderen Stimmung, auch wenn im dramatischen Kontex sich eine gleiche Richtung abzeichnet wie in der vorhergehende Kantate. Der Dialog zwischen dem Sopran und Oboe, mit beseelt aufspielenden Streichern begleitet, nimmt hier einen anderen und weniger unterwürfigen Ton an. Das ist ein Werk für Solo-Sopran, und Miah Persson gelingt es, eine große emotionale Bandbreite zu nutzen, das Highlight ist die Arie „Ich esse mit Freuden mein weniges Brot“. Dann, nach diesen Wirren – bietet der letzte A-cappella-Choral, diesbezüglich zur Linderung einen sehr geglückten Moment der Ruhe, atemberaubend, wie der Chor das gesanglich meistert.

Kantate: BWV 92 – Ich hab in Gottes Herz und Sinn

Diese neunsätzige Choralkantate, die Bach zum 28. Januar 1725 komponiert hat, liegt Paul Gerhards 12-strophiges Lied (1647) zugrunde. Die ausgedehnte Dichtung mag die Ursache gewesen sein, dass auch die Kantate ungewöhnlich lang geworden ist. Zu Beginn des großangelegten Eingangssatzes konzertieren zwei Oboi d’amore und Streicher im Wechsel. Ihre Thematik ist unabhängig von der Choralweise, die nach Beendigung des Einleitungsritonells vom Sopran zeilenweise in langen Notenwerten vorgetragen wird (Melodie: „Was mein Gott will, das gscheh allzeit). Die übrigen Singstimmen haben keinen Anteil an der Choralthematik, sondern verbinden sich mit den Streichern zu einem thematisch einheitlichen Imitationsgefüge. *)

Die einleitende Choralfantasie ist sorgfältig ausgearbeitet und weist in den drei einander imitierenden tiefen Stimmen heftige Spannungen auf. Instrumental und stimmlich wird dieser Satz in diesem Sinne zu einem wahren Kleinod vorgetragen, genial, wie Gardiner diese Spannungen erzeugt und sie umsetzen lässt und artet in eine perfekte Bach-Interpretation der Einmaligkeit aus.

Der Bass Jonathan Brown überzeugt in der musikalischen Gestalt an Festigkeit und Standhaftigkeit in seinem Rezitativ: „Es kann mir fehlen nimmermehr“. Besonders wirksam sind die Momente, wenn eine körperliche und geistige Auseinandersetzung  beschrieben wird, wie wenn die Linien „Mich die Wellen schon ergreifen / und ihre Wut mit mir zum Abgrund eilt “ Diese Verse sind eine Anspielung auf die biblische Geschichte von Jona und dem Wal, dessen Echos sind auch als ein Grollen im Continuo dargestellt“. Auch wenn Brown’s Stimme in den tiefen Lagen für diesen Abschnitt die Subtanz fehlt, sind seine Linien klar und durch intensive Vitalität motiviert gezogen.

Die Tenor-Arie, die durch einen feurigen James Oxley interpretiert wird, ist eine meisterhafte Tirade für die ersten Geigen. Die Atmosphäre, die durch den Text und den instrumentalen Linie erstellt wird, ist eine überzeugende Darstellung  – wie die Kraft des starken Armes Gottes seine Einzigartigkeit offenbart und sich als ein unbesiegbares Hindernis gegen den Satan darstellt.

Die Sopran-Arie (Miah Persson) – mit dem „Meinem Hirten bleib ich treu“ ist ein Glanzpunkt an Sangeskunst und in der Instrumentierung. Sie singt so anschaulich und überzeugend von der Treue und wird durch das bejahende Spiel der Oboe und Bc entsprechend beseelend unterstützt. Das berührt und trifft den Hörer im tiefsten seines Inneren und mag ihn vollends überzeugen: „Meinem Hirten bleib ich treu“.

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Hörprobe: BWV 92 Sopran-Arie Meinem Hirten bleib ich treu

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C D – zwei –

Cantatas for Sexagesimae

BWV 18 – Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
BWV 181 – Leichtgesinnte Flattergeister
BWV 126 – Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

(Aufführung: am 27.02.2000 in Southwell Minster, UK)

Soloists: Gillian Keith, Sopran | Angharad Gruffydd Jones, Sopran
Robin Tyson, Alt | James Gilchrist, Tenor | Stephan Loges, Bass

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

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Southwell_Minster_NottinghamshireFoto: Southwell Minster, Nottinghamshire – England

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Rezension CD – z w e i :

Gardiner sagt in seinem Reisetagebuch folgendes zu den 3 Kantaten:

Im Brennpunkt aller drei Kantaten steht die überwältigende Macht des Wortes, das (als geistliches Manna vom Himmel) zum Glauben führt, das Thema des Tagesevangeliums (Lukas 8, 4–15), das in den ersten beiden Werken am Beispiel des Gleichnisses vom Sämann behandelt wird. Selbst an seinen eigenen Maßstäben gemessen widmet sich Bach dieser Herausforderung mit ungewöhnlicher Intensität und Findigkeit. Jede dieser Kantaten zeichnet sich aus durch eine lebendige Bildersprache, fesselnde Dramatik und eine Musik von einer Frische und Kraft, die im Gedächtnis haften bleibt.

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Kantate: BWV 18 – Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt

Die Entstehung dieser Kantate fällt in Bach’s Weimarer Jahre und ist spätestens zum 24. Februar 1715 anzusetzen, – mit größter Wahrscheinlichkeit aber schon ein oder zwei Jahre vorher. Das Bach zwei Fassungen von dieser Komposition überliefert hat liegt in der unterschiedlichen Musizierpraxis in Weimar und Leipzig. Die Weimarer Fassung verlangt an Instrumenten zum Continuo lediglich 4 Violen, Aufführungstonart war g-Moll, jedoch in der gegenüber dem Kammerton um 1 bis 1 1/2 Ton höheren Chortonstimmung. Wenn Bach das Werk daher in Leipzig in a-Moll aufführte, so entsprach das annähernd der Weimarer Tonhöhe. Neu hinzugefügt wurden in der Leipziger Fassung2 Blockflöten. Dies ist die Fassung, in der sich das Werk in der heutigen Musizierpraxis eingebürgert hat. *)

Dazu Gardiner in seinem Tagebuch zu seiner Aufführungsform von BWV 18:

Als Bach die Kantate 1724 in Leipzig wiederaufführen wollte, ergänzte er dieses Streicherensemble

um zwei Blockflöten, zur Verdopplung der beiden hohen Bratschenstimmen, dem sie einen Nimbus geben, der in gewisser Weise dem 4’-Register einer Pfeifenorgel entspricht. Das war die Version, die wir übernommen und vom Weimarer Chorton in g-moll nach a-moll transponiert haben (die Bratschen sind auf A=465 Hz gestimmt, spielen jedoch nach den ursprünglichen, in g-moll notierten Parts).


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Die Kantate beginnt mit einer betörenden einleitenden Instrumental-Sinfonia. The English Baroque Soloists machen aus dieser Einleitung eine nuancierte und leidenschaftliche thematische Einführung in das Kantaten-Werk. Der Satz drei als Rezitativ und Litanei für Tenor, Bass und Chor ist das Herzstück in diesem Werk. James Gilchrist, (Tenor); Stephan Loges, (Bass); der Monteverdi Choir  und das Barockorchester gelingt eine eindrückliche dramatische Litanei -Wiedergabe. Fantastisch, wie hier Gardiner Hand anlegt und seine Protagonisten in der Dramatik und Nuancierung fordert, das ist in sich ein spektakuläre Aufführung geworden die den Hörer begeistert.

Die Sopran-Arie: „Mein Seelenschatz ist Gottes Wort “ erklingt durch Gillian Keith’s mal fröhlich dann zart und als feuriges Bild entsprechend als ein Dankgesang an Gott. Beseelend dazu agiert das stimmlich vorzügliche Orchester.

Kantate: BWV 181 – Leichtgesinnte Flattergeister

Ihre erste Aufführung erlebte die Kantate am 13. Februar 1724. Jedoch scheinen damals noch keine Holzbläser mitgewirkt zu haben; denn die heute vorliegenden Stimmen für je eine Querflöte und Oboe stammen erst von einer wesentlich späteren, nicht sicher datierbaren Wiederaufführung. *)

Mit den „leichtgesinnten Flattergeistern“ sind jene oberflächlichen, wankelmütigen Menschen gemeint. Mann kann nur staunen, wie anschaulich Bach die einzelnen Details des Gleichnisses ausmalt eine zerklüftete Melodieline, von Trillern durchsetzt, eine locker geführte Staccato-Artikulation im tempo vivace und eine Instrumentierung in den oberen Stimmen mit Flöte, Oboe und Violine besetzt.

Gardiner gelingt im Kontrapunkt ein perfektes Spannungsfeld aufzubauen. Der erste beginnt mit einer eindrucksvollen Bass-Arie: Stephan Loges – meisterhaft nutzt er die Triller und Verzierungen, mit denen Bach porträtiert – die  „Leichtgesinnten Flattergeister“. Angharad Gruffydd Jones, Sopran; ist im Rezitativ ein zögerliches Singen spürbar: ihr weiches Timbre macht ihre Interpretation nicht ganz überzeugend. Der abschließende Choral ist ein wahrer Festschmaus, mit den triumphierenden Trompeten erzielt das gesamte Ensemble ein erhebendes Finale.

Kantate: BWV 126 – Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

Diese Choralkantate hat J.S. Bach zum 4. Februar 1725 komponiert. Bach hat dem herkömmlichen Instrumentarium von 2 Oboen, Streichern und Continuo im Eingangschor noch eine D-Trompete hinzugefügt , der die nicht ganz leichte Aufgabe zufiel, mit ihrem durch die natürliche Obertonreihe beschränkten Tonumfang in einem a-Moll-Satz eine führenden Rolle zu spielen. Offenbar stand Bach hierfür ein hervorragender Trompeter zur Verfügung. *)

In seiner Form  ist der Eingangssatz ein Triumph für die  Trompete – überragend spielt Gabriele Cassone der schon in den Neujahrskantaten von 2000 in der Gethsemanekirche, Berlin so überzeugend aufgetreten ist.

Gabriele Cassone-Trompete, Italien

Gabriele Cassone-Trompete, Italien

Hier bewundere ich die Auswahl von Gardiner – nur exzellente  Spitzen-Trompeter zu verpflichten, bisher haben sie mich in den SDG-Einspielungen immer überzeugen können und so ist es im BWV 126 wiederum gelungen, dass der Hörer mit einem großartigen Trompeter konfrontiert wird, dazu der klasse auftrumpfende Monteverdi Choir ergibt das berühmte Gänsehauterlebnis.

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Hörprobe:   BWV 126 (Eingangs-Choral) Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

Diese Kantate berauscht mich mit einem Lieblings-Tenor: (James Gilchrist) in Satz 2, 3 und fünf. Das ist Überzeugungsgesang in Wort und Stimme das er so überzeugend darbietet und in einer vollendeten Kunstform so einprägsam dem Hörer vermitteln imstande ist. Leider ist die Oboen-Begleitung etwas Piepsig zu hören aber schmälert nicht den hervorragenden Gesamteindruck.

James Gilchrist, (Tenor);  und Robert Tyson, (Alto); interpretieren virtuos das Rezitativ in Satz 3; „Der Menschen Gunst und Macht wird wenig nützen“. Ein Perlengesang vollster Reinheit und Klasse…. ein Traumduo!

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Hörprobe:  BWV 126 Recitativ für Alt, Tenor Der Menschen Gunst und Macht wird wenig nützen

In Satz vier, Bass-Arie: „Stürze zu Boden, schwülstige Stolze“ ist Stephan Loges ein prächtiger Part gelungen, stimmlich Ausdrucksstark interpretiert er virtuos das „schwülstige Stolze“.

Der Monteverdi Chor ist im Stande, den Schlusschoral mit einer Wärme und Stille – inhaltlich seiner Bedeutung: auf Hoffnung und  Frieden in einer wunderbaren Schönkeit und Gerechtigkeit – gesanglich einzuhüllen –  das ist es, was ein Weltklasse-Chor so auszeichnet – sie sind immer wieder in der Lage, das wörtliche Geschehen auch stimmlich zu artikulieren und umzusetzen, so dass es ein perfekter Kunstgenuss wird.

Aus Gardiner-Reisetagebuch seine Schlussanmerkung zum BWV 126:

Nichts ist oberflächlich an Bachs Vertonung, an der eindringlichen Bitte um ‚Fried und gut Regiment’ und der zarten Hoffnung auf ‚ein geruh’g und stilles Leben’. Und die denkwürdigste Phrase wird für das drei Takte umfassende ‚Amen’ aufgespart, eine wunderbare Verschmelzung polyphonen Tudorstils mit Bach’schem Kontrapunkt, die unter dem hölzernen Tonnengewölbe des Southwell Minster überirdische Schönheit erlangte.

Mein Schluss-Fazit zu diesen Einspielungen:

Es sind wieder herrliche Kantaten-Einspielungen geworden, die den Vergleich mit den bereits veröffentlichten SDG-CD’s nicht scheuen brauchen. Zu bewundern ist immer wieder die Handschrift von Sir Gardiner, seine Interpretationen der Bachwerke gelingen ihm durchwegs auf allerhöchstem Niveau und dazu sein Weltklasse-Chor und das fantastische Barockorchester ergeben immer wieder ein Spitzenergebnis der Sonderklasse.

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*) Textauszüge: Alfred Dürr, J.S. Bach “Die Kantaten”

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Gruß
Voker

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John Eliot Gardiner – Israel in Egypt live aus Luzern


 

Hallo zusammen,

vorhin habe ich ein Schmankerl für alle die, die nicht nach Bonn fahren (können), entdeckt: Das Luzerner Konzert von Gardiner mit  „Israel in Egypt“ wird live von RSI retedue übertragen.

http://retedue.rsi.ch/home/networks/retedue/palinsesto.2009-08-26.html

Livestream: http://www.listenlive.eu/switzerland.html – RSI Retedue ganz unten bei Svizzera Italiana. 

Mein Recorder wird laufen…

Gruß
Barbara

Nostalgie – Mozart Klavierwerke am Hammerklavier – Gardiner-EBS und Malcolm Bilson


Hallo,

darf ich wieder einmal nostalgisch werden?

Heute hörten wir beim Frühstück Mozart. Eigentlich halte ich ihn – bitte seid nicht böse, äußert eure Empörung – für überschätzt. Dass nach Karl Barth die Engel im Himmel, wenn Gott mal einen Moment nicht zuhört, nicht Bach sondern Mozart spielen, glaube ich nicht.

Aber heute hörten wir zwei Klavierkonzerte von ihm in der Aufnahme mit Malcolm Bilson und dem Sir Gardiner. Die Aufnahmen sind vor etwa 20 Jahren gemacht worden, aber es gibt wohl keine bessere oder auch nur annähernd so gute, wie die eben genannte, ein Traum und das Hammerklavier bringt einen ganz anderen Zug ins die Stücke als der moderne Flügel, den z.B. Andras Schiff in seiner Aufnahme der Konzerte spielt. Das sind Welten, aber wie gesagt, das sind meine Empfindungen.

Englisches Hammerklavier benutzt von Levin unter Sir Gardiner

Englisches Tafel- Hammerklavier benutzt von Robert Levin unter Sir Gardiner in Weimar August 2006 mit Mozartwerken

Mit schlafwandlerischer Sicherheit leitet der Sir Gardiner die hier unvergleichlichen Bachsoloists. Gardiner sagt zwar im Gespräch, die Klavierkonzerte müssten vom Klavier aus geleitet werden, es seien eher Symphonien mit Klavier als Klavierkonzerte, es ist aber ein Glück, dass er hinter seine Erkenntnis zurück geht und die Konzerte dirigiert.

Was hält das Forum von Mozart-Aufnahmen mit dem Hammerklavier vom Sir Gardiner und EBS?

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Symbol für Hörproben

Hörproben:

Link: Hörproben bei Amazon  Mozart Klavierkonzerte Nr 14 + 23 + 24 Gardiner + Malcolm Bilson

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Liebe Grüsse

muriel

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Label – Soli Deo Gloria – NEW RELEASE: SDG 159 Vol. 9 und SDG 704 Brahms Symphonie 3


Hallo,

weitere wunderbare Veröffentlichungen vom Label „Soli Deo Glroia“ stehen in naher Zukunft an:

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Forthcoming Releases

TWO NEW RELEASES DUE EARLY SEPTEMBER 2009

Cover: SDG 159 Volumen 9

Cover: SDG 159 Volumen 9

  • SDG 159 – BACH CANTATAS FOR 17TH & 18TH SUNDAYS AFTER TRINITY
  • Erscheinungsdatum: 7. September 2009

SDG 159 Volume 9 (2 cds) contains:

Cantatas for the for the Seventeenth Sunday after Trinity

BWV 148 – Bringet dem Herrn Ehre seines Namens
BWV 114 – Ach, lieben Christen, seid getrost
BWV 47 – Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden
BWV 226 – Motet: Der Geist hilft unser Schwachheit auf

(recorded: Allhelgonakyrkan, Lund)

Soloists: Katharine Fuge | Frances Bourne
Robin Tyson | Charles Humphries
Mark Padmore | Stephen Loges

Cantatas for the Eighteenth Sunday after Trinity

BWV 96 – Herr Christ, der ein’ge Gottessohn
BWV 169 – Gott soll allein mein Herze haben
BWV 116 – Du Friedefürst, Herr Jesu Christ
BWV 668 – Chorale: Vor deinen Thron tret’ ich hiermit

(recorded: Thomaskirche, Leipzig)

Soloists: Katharine Fuge | Nathalie Stutzmann
Christoph Genz | Gotthold Schwarz

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

Gardiner’s award-winning Bach Cantata series on Soli Deo Gloria continues with volume 9 in the series featuring Cantatas for the seventeenth and eighteenth Sunday after Trinity. Recorded live in October 2000.

We join John Eliot Gardiner, The Monteverdi Choir and The English Baroque Soloists on their Bach Cantata pilgrimage in the spectacular dark brown gothic Allhelgonakyrkan (All Saints Church) in Lund.

The concert explodes into action as the long fanfare-like ritornello for solo trumpet and strings herald the opening of BWV 148 Bringet dem Herrn Ehre seines Namens (Give the Lord the Glory due his Name). This grand opening leads the way for the chorus to enter with a rousing delivery of the psalm verse, ‘Give unto the Lord the glory due unto His name; worship the Lord in the beauty of holiness.’

This is then followed by the chorale cantata BWV 114 Ach, lieben Christen, seid getrost (Ah, dear Christians, be brave), from Bach’s second Leipzig cycle. In typical Lutheran fashion, the text begins in despair and ends with the hope of redemption. The contrast between despondency and consolation is clear in the second movement for tenor, obbligato flute and continuo. Sung by the fantastic Mark Padmore,

“This is one in a series of bleak but hypnotic arias epitomising the beleaguered soul at which Bach excels”, states Gardiner.

We then hear BWV 47 Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden (Whoever himself exalteth shall be abashed) which opens with a mighty opening movement for chorus. Gardiner states in his notes that this was a choral fugue that grew on the choir, and by the encore of the second concert it had registered its considerable power with both the performers and the listeners.

The programme ends with the most instrumentally conceived of Bach’s double-choir motets, BWV 226 Der Geist hilft unser Schwacheit auf (The Spirit Helpeth Our Infirmities). Interestingly, this is the only one for which original doubling parts for winds and strings have survived. It is also the only motet composed by Bach for which a specific purpose is known – the funeral service of JH Ernesti, the rector of the Thomasschule in Leipzig.

We then travel to the Thomaskirche in Leipzig and open the programme with BWV 96Herr Christ, der ein’ge Gottessohn (Lord Christ, the only Son of God). The cantata is closely connected to a 200-year-old hymn by Elisabeth Cruciger, a poet who came from an emigrant aristocratic Polish family.

Next comes BWV 169 Gott soll allein mein Herze haben (God alone shall have my heart), the last and considered by many to be the most consistently beautiful of Bach’s Cantatas for solo alto. This is then followed by the superb choral cantata BWV 116 Du Friedefürst, Herr Jesu Christ, first performed on 26 November 1724.

The choir then retreat to the very crucible where for the last twenty-seven years of his life Bach worked. They form a horseshow around his final resting place and sing a cappellawhat legend has identified as Bach’s very last piece, BWV 668 Vor deinen Thron tret’ ich hiermit, the so-called Deathbed Chorale.

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Anmerkungen + Kritik zu SDG 159 Vol.9

Unter den Solisten, James Gilchrist, Warnung vor dem Abgrund in „Es ist das Heil“ (BWV9), und Kobie van Rensburg, in der Arie aus Argre dich, o Seele, nicht, sind hervorragend. In Vergnügte Ruh (BWV170), Michael Chance singt mit ätherischen Ton, aber undeutlich ausgedrückt. Still, Sammler der Serie werden nicht enttäuscht sein. „

(von der Sunday Times)

„Die letzte Tranche von Gardiner’s die einjährige Bach Wallfahrt Dokumente Vorstellungen von einer Woche in Ansbach, die Einspielungen von einem Bach-Festival seit 1948, und Haddington, in der Nähe von Edinburgh, für die sechsten und siebten Sonntag nach Trinitatis. Da zwei separate Quartett der Solisten, und verschiedene Konfigurationen von Gardiner Elite Chor und Barock-Orchester, die Ergebnisse sind bemerkenswert konsistent, dank der Kraft des Leiters der einzige denkende Persönlichkeit in seiner Vorliebe für J.S. Bach.


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SDG 704 – Brahms Symphony 3 (1 cd) contains:

Erscheinungsdatum: 7. September 2009

Cover: SDG 704 Brahms Symphonie 3

Cover: SDG 704 Brahms Symphonie 3

Johannes Brahms

1833-1897

Ich schwing mein Horn ins Jammertal Op.41/1 (1861)
Es tönt ein voller Harfenklang Op.17/1 (1860)
Nachtwache I Op.104/1 (1888)
Einförmig ist der Liebe Gram Op.113/13 (1891)
Gesang der Parzen Op.89 (1882)

Symphony No.3 in F major Op.90 (1883)

I Allegro con brio
II Andante
III Poco allegretto
IV Allegro

Nänie Op.82 (1881)

(recorded: the Salle Pleyel, Paris and the Royal Festival Hall, London)

The Monteverdi Choir | Orchestre Révolutionnaire et Romantique | John Eliot Gardiner

Soli Deo Gloria is proud to release the third instalment in the successful Brahms Symphony series which sees John Eliot Gardiner and his Orchestre Révolutionnaire et Romantique explore the music of Johannes Brahms.

The recordings from this series are drawn from Gardiner’s two-year Brahms and his Antecedents project which not only celebrated Brahms the composer, but traced the roots from which Brahms drew his creative inspiration. No other composer of the 19th century had such a close and informed relationship to music of the past and for this reason, great choral works by composers as varied as Bach, Schütz and Mendelssohn are performed alongside Brahms’ compositions.

This album features Brahms’ grand, heroic third symphony alongside his setting of Schiller’s dirge Nänie and Goethe’s dramatic ballad Gesang der Parzen. These are preceded by a little group of choir pieces threaded together by an autumnal hunting-horn theme.

The choral pieces on this release demonstrate beautifully the extent to which choral thinking permeates Brahms’ orchestral writing. Gardiner states that

“just as there is choral thinking evident in his symphonies, surely there are also signs of orchestral thinking embedded within his choral writing.”

Both Nänie and Gesang der Parzen show fascinating links with Brahms’ last two symphonies Parzen sharing with the Third not just an adjacent opus number but an immensely powerful orchestral opening, with passing references to ‘early music’ styles next to passages of the most advanced harmony.

Einförmig ist der Liebe Gram, an irresistible little piece written for women’s voices, sees Brahms take the final song from Schubert’s Winterreise and turn it into a haunting six-part canon. Another example of Brahms forging links with a revered predecessor.

Written nearly six years after Brahms completed his Second Symphony, his Third Symphony was described by Hans Richter on its premiere as Brahms’ ‘Erioica’. A friend of Brahms and music critic at the time, Eduard Hanslick, wrote:

“Many music lovers will prefer the titanic force of the First Symphony; others, the untroubled charm of the Second, but the Third strikes me as being artistically the most nearly perfect”

Inside the same elegant packaging used for the Bach Cantatas CDs, the booklet notes feature an in-depth conversation between John Eliot Gardiner and composer Hugh Wood.

—————————————————

Es stehen noch weitere Veröffentlichungen vom Label Soli Deo Gloria in diesem Jahr an, ich werde sie nach meinem Urlaub veröffentlichen.

Grüße

Volker

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Gardiner gastiert am 7. Mai 2010 mit der h-moll Messe im Kaiserdom Königslutter


Hallo Gardiner-Getreue,

der Gardiner-Termin für den Kaiserdom Königslutter in 2010 steht fest:

Kaiserdom in Königslutter

Ort:

Künstler:

Leitung:

Musik:

Kaiserdom Königslutter
7. Mai 2010 – 20:00 Uhr

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists

Sir John Eliot Gardiner

Johann Sebastian Bach:

h-moll Messe


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Kartenbestellung:

über Konzertbüro Reimann – Berlin

Vorbestellungen für die Konzerte 2010 nehmen wir unter Telefon: 0180-5544888 oder unter

EMail: info@cm-reimann.com entgegen.

Schönen Sonntag und Gruß

Volker

Bachfest Leipzig 2010 – Bach – Schumann – Brahms


Flyer: Bachfest Leipzig

Flyer: Bachfest Leipzig

Hallo zusammen,

über das Konzert in Königslutter habe ich bis jetzt noch nichts gefunden, aber schaut mal, was uns das Bachfest Leipzig 2010 nächstes Jahr zu bieten hat:

Sonntag, 20. Juli 2010
18.00 h Thomaskirche

Abschlusskonzert J. S. Bach: Messe in h-Moll, BWV 232
Solisten, The Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists,
Leitung: Sir John Eliot Gardiner
Soli Deo Gloria
Kartenpreise von 20 bis 85 €

Hier das vollständige Programm:

pdf


http://www.bach-leipzig.de/fileadmin/Bachfest/Programm_2010/Bachfestprogramm_2010.pdf

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Eintrittskarten

für das Bachfest 2010 in Leipzig sind ab dem 15. Oktober 2009

deutschlandweit zu beziehen bei:

http://www.bachfestleipzig.de

oder

http://www.ticketonline.de

BITTE BEACHTEN SIE:

Die Veranstaltung kann leider noch nicht gebucht werden.

Der offizielle Vorverkauf beginnt am 15.10.2009 um 09:00 Uhr.

———————————————

oder Telefon für ticketonline.de:

01805-56 20 30 (0,14 € aus dem deutschen Festnetz)

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Ein schönes Wochenende
Barbara

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New Release – SDG 159 Vol. 9 ab 7. September 2009


Hallo,

ab 7. September 2009 stehen die Neuveröffentlichung von

SDG 159, Vol. 9 und SDG 704 Brahms-Symphonie 3

vom Label – Soli Deo Gloria – bereit.

Weitere Informationen dazu nach dem Cover:

Cover: SDG 159 Vol. 9

Cover: SDG 159 Vol. 9

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TWO NEW RELEASES DUE EARLY SEPTEMBER 2009

SDG 159 Volume 9 (2 cds) contains:

Cantatas for the for the Seventeenth Sunday after Trinity

BWV 148 – Bringet dem Herrn Ehre seines Namens
BWV 114 – Ach, lieben Christen, seid getrost
BWV 47 – Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden
BWV 226 – Motet: Der Geist hilft unser Schwachheit auf

(recorded: Allhelgonakyrkan, Lund)

Soloists: Katharine Fuge | Frances Bourne
Robin Tyson | Charles Humphries
Mark Padmore | Stephen Loges

Cantatas for the Eighteenth Sunday after Trinity

BWV 96 – Herr Christ, der ein’ge Gottessohn
BWV 169 – Gott soll allein mein Herze haben
BWV 116 – Du Friedefürst, Herr Jesu Christ
BWV 668 – Chorale: Vor deinen Thron tret’ ich hiermit

(recorded: Thomaskirche, Leipzig)

Soloists: Katharine Fuge | Nathalie Stutzmann
Christoph Genz | Gotthold Schwarz

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

Gardiner’s award-winning Bach Cantata series on Soli Deo Gloria continues with volume 9 in the series featuring Cantatas for the seventeenth and eighteenth Sunday after Trinity. Recorded live in October 2000.

We join John Eliot Gardiner, The Monteverdi Choir and The English Baroque Soloists on their Bach Cantata pilgrimage in the spectacular dark brown gothic Allhelgonakyrkan (All Saints Church) in Lund.

The concert explodes into action as the long fanfare-like ritornello for solo trumpet and strings herald the opening of BWV 148 Bringet dem Herrn Ehre seines Namens (Give the Lord the Glory due his Name). This grand opening leads the way for the chorus to enter with a rousing delivery of the psalm verse, ‘Give unto the Lord the glory due unto His name; worship the Lord in the beauty of holiness.’

This is then followed by the chorale cantata BWV 114 Ach, lieben Christen, seid getrost (Ah, dear Christians, be brave), from Bach’s second Leipzig cycle. In typical Lutheran fashion, the text begins in despair and ends with the hope of redemption. The contrast between despondency and consolation is clear in the second movement for tenor, obbligato flute and continuo. Sung by the fantastic Mark Padmore.

“This is one in a series of bleak but hypnotic arias epitomising the beleaguered soul at which Bach excels”, states Gardiner.

We then hear BWV 47 Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden (Whoever himself exalteth shall be abashed) which opens with a mighty opening movement for chorus. Gardiner states in his notes that this was a choral fugue that grew on the choir, and by the encore of the second concert it had registered its considerable power with both the performers and the listeners.

The programme ends with the most instrumentally conceived of Bach’s double-choir motets, BWV 226 Der Geist hilft unser Schwacheit auf (The Spirit Helpeth Our Infirmities). Interestingly, this is the only one for which original doubling parts for winds and strings have survived. It is also the only motet composed by Bach for which a specific purpose is known – the funeral service of JH Ernesti, the rector of the Thomasschule in Leipzig.

We then travel to the Thomaskirche in Leipzig and open the programme with BWV 96Herr Christ, der ein’ge Gottessohn (Lord Christ, the only Son of God). The cantata is closely connected to a 200-year-old hymn by Elisabeth Cruciger, a poet who came from an emigrant aristocratic Polish family.

Next comes BWV 169 Gott soll allein mein Herze haben (God alone shall have my heart), the last and considered by many to be the most consistently beautiful of Bach’s Cantatas for solo alto. This is then followed by the superb choral cantata BWV 116 Du Friedefürst, Herr Jesu Christ, first performed on 26 November 1724.

The choir then retreat to the very crucible where for the last twenty-seven years of his life Bach worked. They form a horseshow around his final resting place and sing a cappellawhat legend has identified as Bach’s very last piece, BWV 668 Vor deinen Thron tret’ ich hiermit, the so-called Deathbed Chorale.

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SDG 704 – Brahms Symphony 3 (1 cd) contains:

SDG704
Johannes Brahms
1833-1897

Ich schwing mein Horn ins Jammertal Op.41/1 (1861)
Es tönt ein voller Harfenklang Op.17/1 (1860)
Nachtwache I Op.104/1 (1888)
Einförmig ist der Liebe Gram Op.113/13 (1891)
Gesang der Parzen Op.89 (1882)

Symphony No.3 in F major Op.90 (1883)

I Allegro con brio
II Andante
III Poco allegretto
IV Allegro

Nänie Op.82 (1881)

(recorded: the Salle Pleyel, Paris and the Royal Festival Hall, London)

The Monteverdi Choir | Orchestre Révolutionnaire et Romantique | John Eliot Gardiner

Soli Deo Gloria is proud to release the third instalment in the successful Brahms Symphony series which sees John Eliot Gardiner and his Orchestre Révolutionnaire et Romantique explore the music of Johannes Brahms.

The recordings from this series are drawn from Gardiner’s two-year Brahms and his Antecedents project which not only celebrated Brahms the composer, but traced the roots from which Brahms drew his creative inspiration. No other composer of the 19th century had such a close and informed relationship to music of the past and for this reason, great choral works by composers as varied as Bach, Schütz and Mendelssohn are performed alongside Brahms’ compositions.

This album features Brahms’ grand, heroic third symphony alongside his setting of Schiller’s dirge Nänie and Goethe’s dramatic ballad Gesang der Parzen. These are preceded by a little group of choir pieces threaded together by an autumnal hunting-horn theme.

The choral pieces on this release demonstrate beautifully the extent to which choral thinking permeates Brahms’ orchestral writing. Gardiner states that

“just as there is choral thinking evident in his symphonies, surely there are also signs of orchestral thinking embedded within his choral writing.”

Both Nänie and Gesang der Parzen show fascinating links with Brahms’ last two symphonies Parzen sharing with the Third not just an adjacent opus number but an immensely powerful orchestral opening, with passing references to ‘early music’ styles next to passages of the most advanced harmony.

Einförmig ist der Liebe Gram, an irresistible little piece written for women’s voices, sees Brahms take the final song from Schubert’s Winterreise and turn it into a haunting six-part canon. Another example of Brahms forging links with a revered predecessor.

Written nearly six years after Brahms completed his Second Symphony, his Third Symphony was described by Hans Richter on its premiere as Brahms’ ‘Erioica’. A friend of Brahms and music critic at the time, Eduard Hanslick, wrote:

“Many music lovers will prefer the titanic force of the First Symphony; others, the untroubled charm of the Second, but the Third strikes me as being artistically the most nearly perfect”

Inside the same elegant packaging used for the Bach Cantatas CDs, the booklet notes feature an in-depth conversation between John Eliot Gardiner and composer Hugh Wood.

To sign up for all future releases, click here to visit our online shop.

To join our mailing list and receive advance notice of new releases and special offers,
click here.

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Schönes Wochenende und Grüße

Volker


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Bachfest Leipzig 2009 endet mit einem neuen Besucherrekord


Hallo,

das Bachfest Leipzig 2009 hat einen neuen Besucher-Rekord aufgestellt. Nach Angaben des Bach Archivs Leipzig wurde folgendes veröffentlicht:

Foto: Rathaus Leipzig mit Bachfest-Banner  (Fotorechte: V. Hege)

Foto: Rathaus Leipzig mit Bachfest-Banner (Fotorechte: V. Hege)

Das Bachfest Leipzig 2009 endete am Sonntagabend (21.6.2009) mit einer Aufführung der h-Moll-Messe in der restlos ausverkauften Leipziger Thomaskirche. Thomas Hengelbrock, der Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble sowie Solisten des Balthasar-Neumann-Chors beschlossen ein Bachfest Leipzig, das wieder einmal von Anfang an durch Konzerte von allerhöchster Qualität mit bedeutenden Künstlern aus aller Welt überzeugte.

Unter dem Motto „Bach, Mendelssohn und Reger“ lud das Bachfest Leipzig vom 11. bis 21. Juni zu 95 Veranstaltungen in die Musikstadt ein. Zwei Jubiläen – der 200. Geburtstag Felix Mendelssohn Bartholdys und die 600-Jahrfeier der Universität Leipzig, deren Musikdirektor Max Reger ab 1907 war – prägten das Bachfest-Programm in diesem Jahr. „Das Bachfest 2009 war ein großer Erfolg. Das Programm, die geschickte Dramaturgie und erstklassige Künstler haben uns Mendelssohn und Reger aus der Perspektive Bachs gezeigt. Das war mit Überraschungen und Aha-Effekten verbunden, die nur ein Musikfestival wie das Bachfest leisten kann. Das Publikum hat es begeistert aufgenommen“, resümiert Dettloff Schwerdtfeger, Geschäftsführer des Bach-Archivs Leipzig.

Die vorläufige Auswertung der Besucherzahlen ergibt insgesamt deutlich mehr als 60.000 Besucher in den 95 Veranstaltungen des Bachfests. Davon wurden knapp 12.000 Besucher bei den beiden Open-Air-Konzerten auf dem Augustusplatz gezählt, gut 8.000 verfolgten den Auftritt von The Nigel Kennedy Quintet.

Foto: Thomas Hengelbrock, und der Balthasar-Neumann-Chor H-Moll_Messe

Foto: Thomas Hengelbrock, und der Balthasar-Neumann-Chor mit der H-Moll-Messe zum Abschluss des Bachfestes 2009 in der Thomaskirche (Fotorechte: MOTHES)

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Eine Presse-Rezension zum Bachfest 2009 ist als PDF einsehbar, siehe nächste Zeile:

Presse-Rezension Bachfest 2009 Leipzig

Neue Angaben zum Bachfest Leipzig in 2010

Das nächste Bachfest Leipzig findet vom 11. bis 20. Juni 2010 in Verbindung mit dem 85. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft e. V. statt und steht unter dem Motto „Bach, Schumann und Brahms“. Erwartet werden unter anderen Renaud Capuçon, Kammerorchester Basel, Paul McCreesh, The Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists, Sir John Eliot Gardiner, András Schiff, Margarita Höhenrieder, Collegium Vocale Gent, Philippe Herreweghe, Northern Sinfonia, Thomas Zehetmair, Riccardo Chailly.

Weitere Angaben vom BachArchiv:

Link: http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=305&tx_ttnews[tt_news]=238&tx_ttnews[backPid]=23&cHash=688bb4a429

Bilder vom Bachfest 2009; Link: http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=691

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Freuen wir uns auf spannende Aufführungen beim Bachfest 2010 in Leipzig.

Gruß

Volker

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You Tube – Gardiner bei BBC-PROMS – Johannes Passion BWV 245


Hallo,

hier die  vorliegenden Veröffentlichungen von You Tube – Anlistung von „J.E. Gardiner“mit der Johannes  PassionBWV 245 – von J.S. Bach.

Link: http://www.youtube.com/playlist?list=PL0CD5B68AD0C466B9

Stand: April 2012.

Grüße

Volker

 

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Rezension-Besprechung: CD’s von SDG 150 – Vol.17 veröffentlicht vom Label: SDG – Monteverdi im Dezember 2008


Hallo,

meine Rezension von SDG 150, Vol. 17 / Aufführungsort: Gethsemanekirche in Berlin am 1. + 2. Januar 2000.

Cover: SDG 150 Vol. 17

Kantaten für Neujahr

BWV 143 – Lobe den Herrn, meine Seele II
BWV 41 – Jesu, nun sei gepreiset
BWV 16 – Herr Gott, dich loben wir
BWV 171 – Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm

(recorded: 1. Januar 2000Gethsemanekirche, Berlin)

Soloists: Ruth Holton; Sopran | Lucy Ballard; Alto
Charles Humphries; Alto | James Gilchrist; Tenor | Peter Harvey; Bass

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Cantatas for the Sunday after New Year

BWV 153 – Schau, lieber Gott, wie meine Feind
BWV 58 – Ach Gott, wie manches Herzeleid II

(recorded: 2. Januar 2000 Gethsemanekirche, Berlin)

Soloists: Ruth Holton; Sopran, Sally Bruce Payne; Alt,
James Gilchrist ; Tenor,  Peter Harvey; Bass

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

Aufführungsstätte: Evang. Gethsemanekirche in Berlin

Aufführungsstätte: Evang. Gethsemanekirche in Berlin

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  • Click here Gardiners-Reisetagebuch for a German Translation of the sleeve notes

  • Hier klicken zur „Meinungsäußerung“von Gabriele Cassone Horn, Trompete

  • music_display_on_website-icon._V46684973_ SDG 150 Vol. 17 Hörproben beim Label: Soli Deo Gloria

  • CD-Bestellung bei amazon” SDG 150, Vol. 17, 2 CD’s

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    Rezension CD – e i n s :

    Kantate: BWV 143 – Lobe den Herrn, meine Seele II

    (Kantate für Neujahr)

    Die mangelhafte Überlieferung dieser Kantate – nur in einer Abschrift der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts und deren Abkömmlingen – gibt uns mancherlei Rätsel auf; auch sind schon Zweifel an ihrer Echtheit geäußert worden.

    Gardiner schreibt dazu in seinem Reisetagebuch:

    Lobe den Herrn, meine Seele II – ist uns nur in einer handschriftlichen Kopie aus dem Jahre 1762 erhalten. Sehr viele Zweifel bestehen über die Authentizität dieser kleinen Kantate, und einige Merkmale werfen weitere Fragen auf. Da ist zunächst die Besetzung, die unübliche Kombination dreier Corni da caccia mit Pauken, Fagott und Streichern; dann die Tonart B-dur (ist das der Kammerton oder der Chorton?), der einfache (fast naive) Grundplan und Satz, die Vermischung von Bibelworten mit Choralfragmenten und freier Dichtung, die dieses Werk in die Nähe der frühesten Kantaten Bachs rückt, jene, die er während seines einjährigen Aufenthaltes in Mühlhausen komponierte (BWV 106, 4, 71 und 131), allerdings handwerklich und schöpferisch auf einem sehr viel bescheideneren Niveau.

    Zum Beispiel werden die Arabesken der Solovioline durch das Staccato eines ‚Totengeläuts’ in den tiefen Streichern (Nr. 4) betont, und diese korrigieren zuweilen die recht konventionell angelegten melodischen und rhythmischen Muster, die für das restliche musikalische Material typisch sind.

    Mein Fazit zu dieser Kantaten-Einspielung ist mehr als wohlwollend, ein prächtig agierender Tenor in Satz vier und sechs schält die Höhepunkt eindrücklich hervor und der Schlusschoral mit dem „Halleluja“ gelingt so beieindruckend schön, so dass  das Gänsehauterlebnis sich automatisch einstellt.

    Kantate: BWV 41 – Jesu, nun sei gepreiset

    Das Werk ist eine reife Choral-Kantate von höchster Qualität aus dem zweiten Leipziger Jahrgang – der das dreistrophige Neujahrslied Johannes Hermanns (1593) zugrunde liegt. Die erste und letzte Strophe sind im Wortlaut beibehalten; die Mittelstrophe hat einer freien Nachdichtung in den Kantatensätzen 2 bis 5 als Vorlage gedient. *)
    ——————————
    Mein Fazit: Die Prachtentfaltung des Eingangssatzes nimmt einem den Atem, die Trompeten, das Orchester und der Chor zelebrieren hier wieder einmal überirdische Musik – hier wird der Hörer mitgenommen in eine andere Welt, das ist wiederum von Bach eine Komposition der Unsterblichkeit. Alle Protagonisten erfüllen hier vollends den gesetzten Ansprüchen, um uns in diesen Bach-Trance Zustand versetzen zu können. Bravo…!!
    ——————————————————-

    Hörprobe vom Eingangssatz: „Jesu, nun sei gepreiset“


    —————————————————–

    Das Kleinod in dieser Kantate ist jedoch der Satz 4 – die Tenor-Arie „Woferne du den edlen Frieden“. Sie gehört zu den wenigen neun Kantatensätzen, in denen Bach den betörenden, ein breites Spektrum umfassenden Klang des Violoncello piccolo einsetzt – eines Instrumentes, das bei ihm mit der Person Jesus oder seiner Präsenz verknüpft ist, vor allem in seiner Beschützerrolle als „guter Hirte“. Hier ist das fünfsaitige Modell vorgesehen, für einen Klangraum, der sich von der tiefsten Saite, C, im Violinschlüssel über drei Oktaven hinauf bis zum H mit aufgelöstem Vorzeichen erstreckt, so als sollte dieser weite Raum die Dualität von Himmel und Erde, Körper und Seele in sich schließen und verdeutlichen, dass Gott die Belange der Menschen, auf körperlicher wie auf geistlicher Ebene, unter seiner Obhut hat. *)

    Der Schlusschoral (Satz 6) – greift deutlich wieder auf den Eingangssatz zurück und als Zwischenspiel erklingt mehrmals das Trompetenmotiv aus dem 1. Satz. Ich bewundere hier die großartigen Trompeten, es sind Spitzenkönner und geben dieser Kantate die so festliche Würze – besetzt mit Gabriele Cassone; Luca Marzana und Mauro Bernasconi. Der überragende Monteverdi Choir und die English Barocke Solists berühren mit einer grandiosen Neujahrsmusik – mit Pauken und Trompeten endet eine Pracht-Kantate und beflügelt den Hörer, mit großer Zuversicht in das neue Jahr zu gehen.

    Kantate: BWV 16 – Herr Gott, dich loben wir

    Bach hat die Kantate in Leipzig für den Neujahrsgottesdienst  1726 komponiert. Den Beginn bildet ein knapper Cantus-firmus-Satz über die liturgische Melodie des „Tedeum“ die von Sopran und Horn vorgetragen wird, wärend die drei Unterstimmen – Alt, Tenor und Bass mit geführten Instrumenten – dazu bewegte Kontrapunkte bilden. *)

    Ein Höhepunkt in dieser Kantate befindet sich in Satz 5 in der wunderbaren Arie für Tenor: „Geliebter Jesu, du allein“. Wie innig und berührend wird hier der Text von James Gilchrist – anschaulich und verinnerlicht vorgetragen, das geht unter die Haut – dazu  das Bc und Oboe da caccia kommen in dieser Besetzung dem innigen, intimen Charakter dieser Arie sehr entgegen, eine Traumarie.

    Ein schlicht- vierstimmiger Choralsatz in Satz 6 mit dem „All solch ein Güt wir preisen“ beschließt die Kantate. Hier wiederum zu bewundern, wie der Monteverdi Choir ohne Hetze, sehr getragen und homogen mit ihrer Sangeskunst den Hörer zu überzeugen weiss.

    Kantate: BWV 171 – Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm

    Es wird vermutet, dass Bach diese Kantate zum 1. Januar 1729 komponiert haben könnte. Bach hat in seiner Vertonung die einleitenden Psalmworte einer großangelegten Chorfuge anvertraut. Durch die Unterstützung der Streicher und Oben wird mit den Singstimmen ein Motettencharakter erzielt. Die Trompeten dagegen sind selbständig geführt, die 1. Trompete sogar thematisch, wodurch der Satz seinen feierlichen Glanz erhält. *)

    Ebenso wie der Eingangs-Satz ist berührend komponiert der Satz 2 – die Tenor-Arie: „Herr, soweit die Wolken gehen“ – was für ein Schwung und Drive wird hier ans Tageslicht gezaubert, ein großartiges Violin- und Bc-Spiel unterstützt feurig den wiederum großartig interpretierend singenden Tenor: „James Gilchrist“. Die Arie gelingt zu einem weiteren Glanzpunkt in dieser Kantateneinspielung, Gardiner führt seine Protagonisten – wie bereits im Eingangs-Satz mit den Trompeten – zu einer wiederum beeindruckenden Wiedergabe die tief berührt. Das ist es, was er so fantastisch umsetzten kann und alle zu einer außergewöhnliche Wiedergabe mitreisst.

    Hörprobe von Satz 2 Arie für Tenor: „Herr, soweit die Wolken gehen“

    Die Sopran-Arie (Ruth Holton) in Satz 4 – „Jesus soll mein erstes Wort In dem neuen Jahr heißen“ – klingt stimmlich etwas dünn währen das Violin- und Bc-Spiel wie im 2. Satz wiederum wunderbar gelingt.

    Großartig agiert der Tenor (Peter Harvey) in dem Rezitativ in Satz 5 – „Und da du, Herr, gesagt“ – mit einem wunderbaren Timbre versehen, die Wortverständlichkeit ist überragend.

    Der Schluss-Choral: „Laß uns das Jahr vollbringen“ in Satz 6 ist wunderschön gelungen, ein mitreissend zu Herzen gehend singender Monteverdi Choir toppt nochmals die Kantate zu einem krönenden Abschluss. Das Orchester und die mitreissenden Trompeten verleihen die rechte Würze und gereichen zu einem großartigen Finale. Dem Sir sei gedankt für eine großartige Interpretation, die nicht genialer umgesetzt werden kann, hier erklingt die Musik wie von einem anderen Stern und entlässt den Hörer beglückt in das „Neue Jahr“ und das im wahrsten Sinne von J.S. Bach – so hat er es gewünscht und gewollt…!!

    Treffend dazu zitiere ich aus Gardiners Reisetagebuch:

    Ich fand diese Musik nicht nur mitreißend, sondern in ihrem Bestreben auch passend zu unserem Projekt: ‚Lass uns das Jahr vollbringen zu Lob dem Namen dein’.

    ——————————————-

    Hörprobe vom Schluss-Choral Satz 6l: „Laß uns das Jahr vollbringen“

    ———————————-
    —————————————————————
    Rezension CD – z w e i :

    Kantate: 153 – Schau, lieber Gott, wie meine Feind
    (für den Sonntag nach Neujahr)
    ———————–
    Der unbekannte Dichter, dessen Text Bach zum 2. Januar 1724 in Leipzig vertont hat, nimmt die Lesung von der Flucht nach Ägypten und dem Kindermord des Herodes zum Anlaß. Bachs Komposition beginnt ungewöhnlicherweise nicht mit einem Chorsatz, sondern mit einem schlichten, vierstimmigen Choral.
    Da der Sonntag nach Neujahr 1724 bereits auf den 2. Januar fiel, hatte Bach nach den bereits für Weihnachten und Neujahr aufzuführende Werke aus Zeitmangel und zur Schonung der Thomaner eine Kurzkomposition ins Auge gefasst. So fallen dem Chor in dieser Kantate nur schlichte Choral-Sätze zu, und die restliche Besetzung wird auf drei Solisten und Streichorchester eingeschränkt. *)

    Meine Bemerkung zu dieser Kantate:
    Sie lebt von den ausdrucksstarken Solisten des Alt, Tenor und Bass in den Arien und Rezitativen. Den Satz 3 mit dem Arioso für Bass (Peter Harvey) – mit dem „Fürchte dich nicht ich bin mit dir“ und desgleichen in Satz 6 – möchte ich einmal lobend herausheben, Ausdrucksstark überzeugt mich hier der Bass mit einem überzeugenden Part. Der kurze Eingangschor ist überwältigend rhythmisch schön vorgetragen.

    Kantate: BWV 58 – Ach Gott, wie manches Herzeleid II

    Bachs Komposition ist vermutlich zum 5. Januar 1727 entstanden. Erhalten ist sie nur in einer Umarbeitung aus dem Jahre 1733 oder 1734, deren wichtigste Kennzeichen die Hinzufügung von 3 Oboen – in den Sätzen 1 und 5 sowie die Neukomposition des Satzes 3 sind -vom ursprünglichen Satz ist nur eine Continuostimme erhalten. Wie bei der drei Jahre früher entstandenen Kantate BWV 153 scheint es bei der Erstfassung Bachs Absicht gewesen zu sein, die durch festliche Inanspruchnehme erschöpfen Musiker zu entlasten, – daher der Verzicht auf jegliche Bläser, Chor sowie Alt- und Tenorsolisten. *)

    Eine filigrane Stelle möchte ich aus dieser Kantate hervorheben es ist der Satz 3 – Arie für Sopran (Ruth Holton) mit dem „Ich bin vergnügt in meinem Leiden.“ In Verbindung mit der Solo-Violine und Bc bekommt der Hörer wieder diese unnachahmliche einfühlsame Musik zu hören, die Bach so wunderbar zu komponieren versteht…
    Mit dem Schluss-Satz (5) (Choral und Aria für Sopran und Bass) wird nochmals ein bemerkenswerter Höhepunkt interpretiert. Rhythmisch swingend spielt ein vortrefflich anzuhörendes Barock-Orchester auf. Hier hat wieder Gardiner sein feines Gespür offenbart, wie er so vortrefflich Musik kredenzen kann, das ist einmalig und superb gekonnt interpretiert und führt seine Aufführung nochmals zu einem bemerkenswerten Schluss-Höhepunkt.
    —————————————
    *) Textauszüge: Alfred Dürr, J.S. Bach „Die Kantaten“
    ————————————–
    Mein Schluss-Fazit zu dieser Einspielung:

    CD eins mit den Neujahrskantaten hat es in sich, es sind Pracht-Kantaten der allerfeinsten Art, perfekt in der Einspielung, rundum  gelungene Kantaten-Interpretationen, die  ich wärmstens dem Bach-Freund empfehlen möchte.

    Auf CD zwei sind zwei wunderbare filigrane Kantaten zu hören, die von den ausgezeichneten Gesangs-Solisten und dem umwerfenden Barockorchester in kleiner Besetzung so kunstvoll interpretiert worden sind. Schon aus den vorgenannten Gründen ist diese Veröffentlichung – zum Beginn der Bach Cantata Pilgrimage 2000 – in der Gethsemane Kirche  an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in Ost-Berlin aufgenommen – ein weiterer kunstvoller Meilenstein in den SDG-Veröffentlichungen.

    Grüße
    Volker

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    NEW RELEASE – SDG 156 vom Label Soli Deo Gloria


    Hallo an alle Gardiner-Fans,

    die nächste Veröffentlichung von SDG 156, Vol. 4 –  steht ab 6. Juli 2009 an.

    Cover: Neuveröffentlichung von SDG 156 ab 6. Juli 2009 vom Label SDG

    Cover: Neuveröffentlichung von SDG 156 ab 6. Juli 2009 vom Label SDG

    Inhaltsangaben:

    SDG 156 Volume 4 (2 cds) contains:

    Cantatas for the Sixth Sunday after Trinity

    BWV 9 – Es ist das Heil uns kommen her

    BWV 170 – Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust

    Motette: Der Gerechte kommt um *)

    (recorded: St Gumbertus, Ansbach)

    Soloists: Joanne Lunn | Michael Chance

    James Gilchrist | Stephen Varcoe

    Cantatas for the Seventh Sunday after Trinity

    BWV 186 – Ärgre dich, o Seele, nicht

    BWV 107 – Was willst du dich betrüben

    BWV 187 – Es wartet alles auf dich

    (recorded: St Mary’s, Haddington)

    Soloists: Katharine Fuge | Richard Wyn Roberts

    Kobie van Rensburg | Stephan Loges

    The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

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    music_display_on_website-icon._V46684973_

    Hörproben von SDG 156 Vo. 4


    SDG 156 disc 1 –

    1.  Es ist das Heil uns kommen her BWV 9
    – no. 1 Coro (Choral)

    Stream Audio

    13.  Motet: Der Gerechte kommt um

    Stream Audio
    SDG 156 disc 2 –
    1.  Ärgre dich, o Seele, nicht BWV 186
    – no. 1 Coro

    Stream Audio

    10.  Laß, Seele, kein Leiden BWV 186
    – no. 10 Aria (duetto): Soprano, Alto
    soloists: Katharine Fuge, Richard Wyn Roberts

    Stream Audio


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    CD-Bestellung über amazon Deutschland

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    Link: CDs der SDG-Reihe sind zu beziehen – h i e r – klicken !

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    Anmerkung zu: (*Motette: „Der Gerechte kommt um“

    Bearbeitung der Johann Kuhnau zugeschriebenen Motette „Tristis est anima mea“ Die Motette „Der Gerechte kommt um“ ist innerhalb der Passionskantate „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ von Carl Heinrich Graun überliefert, in die später auch Sätze verschiedener anderer Komponisten, darunter Bachs und Telemanns, interpoliert wurden. Nach den Untersuchungen von Diethard Hellmann, dem Herausgeber der vorliegenden Ausgabe, handelt es sich bei der Motette ursprünglich um eine A-cappella-Komposition Johann Kuhnaus auf den Text „Tristis est anima mea“, die dann – höchstwahrscheinlich von Bach – durch Neutextierung und Hinzufügung eines Instrumentalsatzes umgearbeitet wurde.

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    Freuen wir uns auf diese Neuveröffentlichung – von  Aufnahmen, die u.a. während der Ansbacher Bachwoche in 2000 aufgenommen wurden.

    Schönes Wochenende und Grüße

    Volker

    Webnews

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    BBC Music Magazine Awards 2009 – Gardiner – Choral Winner 2009


    Schaut mal hier….

    mit Hörprobe des Sieger-Chorals von BBC 2009; „BWV 129“

    music_display_on_website-icon_v46684973_2 http://www.bbcmusicmagazine.com/awards/default.asp#choral music_concept_in_02combined_spons choral_winner_08

    Cover: Sieger-CD SDG 138; Vol. 27

    Cover: Sieger-CD SDG 138; Vol. 27

    J.S. Bach Cantatas, Vol. 27: BWV 129, 165, 175, 176, 184 & 194; Brandenburg Concerto No. 3 Lisa Larsson, Ruth Holton (soprano), Nathalie Stutzmann (mezzo-soprano), Daniel Taylor (counter-tenor), Christophe Genz, Paul Agnew (tenor), Stephen Loges, Peter Harvey (bass); Monteverdi Choir; English Baroque Soloists/John Eliot Gardiner Soli Deo Gloria SDG 138 (2 discs)

    EXCERPT : ‘Gelobet sei der Herr’ From BWV 129. What our reviewer Nicholas Anderson says: ‘Each volume of Gardiner’s Bach Pilgrimage project is an event, and this volume is particularly strong, with very good singing from all the soloists: Peter Harvey and Paul Agnew are absolutely beautiful in Cantata No. 194, and Ruth Holten the soprano, who is lovely in 129.

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    music_display_on_website-icon_v46684973_1

    Hörprobe SDG 138, Vol. 27

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    Gruß

    Barbara

    P.S. von Volker am 7.4.2009 um 20:50 Uhr

    Aus dieser Veröffentlichung von SDG 138, Vol. 27 hatte ich in meiner Rezension zahlreiche Musik-Hörproben hinterlegt, wer Interesse hat, kann den nachstehenden Link aufrufen um zu den Hörproben zu gelangen:

    http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/search?q=Rezension+SDG+138+Vol.27

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    Radiotipps für die Karwoche 2009


    Hallo zusammen,

    Die Karwoche bietet ein schier unübersehbare Fülle interessanter Radio- und Fernsehsendungen. Die diversen Passionen von Bach habe ich diesmal nicht herausgesucht. Fast jeder Sender bringt in der kommenden Woche eine Matthäus- oder Johannes-Passion. Bis hin zu BBC, die am Karfreitag noch einmal die Gardiner-Bach-Johannes-Passion von den PROMS im letzten Jahr senden. Schaut selbst einmal, oder fragt an, in meiner Zeitung ist alles angkringelt, das Herausschreiben wird mir auf blauen Dunst hin zuviel. Da sich Händels Todestag nähert, gibt es in meinen Tipps – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – sehr viel Händel. Bei mir wird wahrscheinlich ein Rechner zum Aufnehmen in der nächsten Woche nicht ausreichen…

    Viel Freude an der Musik – für die Osterwoche gibt es dann noch mehr.
    Viele Grüße
    Barbara

    Sa 4.4.2009

    NDR
    20-22 Uhr
    Prisma Musik
    Händel, der Europäer (1/3)

    Niemand repräsentiert jene musikalische Epoche, die man etwas ungenau auch das „Barockzeitalter“ nennt, besser als Bach und Händel. Ihre Geburtsdaten liegen nur wenige Wochen, ihre Geburtsorte nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Und doch hätten die beiden Musiker unterschiedlicher kaum sein können, selbst wenn sie in unserer Vorstellung einen durchaus ähnlichen Musikertypus verkörpern. Im Gegensatz zu Bach, der bekanntlich in seiner thüringischen und sächsischen Heimat wirkte, zog es Händel in die Fremde.
    Während aus dem genialen Thomaskantor der Großmeister der protestantischen Kirchenmusik wurde, der ungezählte Kantaten, aber keine einzige Oper schrieb, avancierte Händel in Deutschland, Italien und vor allem England zum bedeutendsten Opernkomponisten seiner Zeit. Die Musikhistoriker Silke Leopold, Matthew Gardner und Peter Wollny zeichnen in drei Folgen der Sendereihe „Prisma Musik“ diese stilistische Entwicklung nach. Im ersten Teil beschäftigt sich Peter Wollny, der Leiter des Leipziger Bacharchivs, mit Händels deutschen Wurzeln.
    22-24 Uhr
    Variationen zum Thema
    Händel in Halle und Hamburg
    Friedrich Wilhelm Zachow:
    Jesu, meine Freude, Choralbearbeitung
    Helmut Gleim, Orgel
    Reinhard Keiser:
    Singspiel „Der geliebte Adonis“ (Ausschnitt)
    Ralf Popken, Altus / Marietta Zumbült, Sopran
    Capella Orlandi Bremen
    Johann Mattheson:
    „Cleopatra“, daraus: „Geh, geh, Verräter, geh!“
    Duett Mandane – Ptolemäus
    Rossana Bertini, Sopran / Jean Nirouet, Countertenor
    Ensemble Baroque de Nice / Ltg.: Gilbert Bezzina
    Georg Friedrich Händel: „Almira, Königin von
    Kastilien“ (Ausschnitt) / Ann Monoyios, Sopran
    Fiori Musicali / Ltg.: Andrew Lawrence-King

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    So., 5.4.2009
    BR4
    19-23 Uhr
    Georg Friedrich Händel: „Agrippina“

    Dramma per musica in drei Akten
    In italienischer Sprache
    Claudio – Alastair Miles
    Agrippina – Della Jones
    Nerone – Derek Lee Ragin
    Poppea – Donna Brown
    Ottone – Michael Chance
    Giunone – Anne Sofie von Otter
    Narciso – Jonathan Peter Kenny
    Lesbo – Julian Clarkson
    Pallante – George Mosley
    English Baroque Soloists
    Leitung: John Eliot Gardiner
    Aufnahme von 1992

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    5.4.2009 DomRadio Köln, 20:00 h bis 22:00 Uhr und ab 22:33 Uhr

    Beethoven „Christus am Ölberge“

    Musik zu Palmsonntag von Ludwig van Beethoven und Dietrich Buxtehude

    Der Palmsonntag gilt als Tor zur Karwoche, zur Heiligen Woche, in der Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi gefeiert wird. Den Namen Palmsonntag hat der Tag von der Palmprozession zum Auftakt des Gottesdienstes, die an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnert. An diesem besonderen Tag gibt es zwei Werke in der Sendung „Musica“. Zunächst von Ludwig van Beethoven „Christus am Ölberge“, das ist ein Oratorium für drei Solostimmen, Chor und Orchester op. 85. Dann erklingt von Dieterich Buxtehude der Kantatenzyklus „Membra Jesu Christi“.

    Dieser Text ist eine mittelalterliche Meditation über die Wundmale Jesu Christi, die er bei seinem Kreuzestod erlitten hat. Aus den Meditationen und einigen Bibelzitaten fügte Buxtehude einen siebenteiligen Kantatenzyklus, wobei jede Kantate ein Körperteil meditiert.

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    J.S. Bach ab 22:33 Uhr Kantate

    BWV 182 – Palmsonntag

    Kantate: BWV 182 „Himmelskönig, sei willkommen“

    Tölzer Knabenchor, Concentus musicus Wien, Leitung: Nikolaus Harnoncourt.

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    Link: http://www.domradio.de/musica/artikel_52009.html

    Di, 7.4.2009
    BR4
    19:05 Uhr
    Georg Friedrich Händel: „Partenope“
    Dramma per musica in drei Akten
    In italienischer Sprache
    Partenope – Christine Schäfer
    Emilio – Kurt Streit
    Arsace – David Daniels
    Rosmira – Patricia Bardon
    Ormonte – Florian Boesch
    Armindo – Matthias Rexroth
    Les Talens Lyriques
    Leitung: Christophe Rousset
    Aufnahme vom 1. März 2009 im Theater an der Wien

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    Mi, 8.4.2009
    NDR
    20-21
    Möglichkeiten einer Sternstunde

    Hörspiel von Paul Barz
    Regie: Heinz-Wilhelm Schwarz
    Mitwirkende: Martin Benrath, Rolf Boysen und Karl Lieffen
    Produktion: WDR | BR 1985, 58 Minuten
    Beide sind im Jahr 1685 geboren, fast am gleichen Tag und Ort. Sie haben gleiche Freunde, der eine bedient sich recht kräftig beim Werk des anderen. Sie enden beide gleich: alt, blind und einsam. Aber sie sind sich nie begegnet: Leipzigs Thomas-Kantor Johann Sebastian Bach und Londons Superstar Georg Friedrich Händel, meist unverstandener Provinzkomponist der eine, Karajan und Bernstein in einer Person der andere.
    Hätten sie sich, wären sie sich begegnet, etwas zu sagen gehabt? Wären sie Freunde oder Feinde gewesen und vielleicht hätte sich auch darauf eine Antwort ergeben: Warum Bach die Begegnung mit dem ungleich berühmteren und erfolgreicheren Händel, der am 14.4.1759 in London starb, stets gesucht, Händel sie stets vermieden hat.
    „Möglichkeiten einer Sternstunde“, die so nie stattfand und vielleicht auch so nicht hätte stattfinden können: ein Spiel mit der Wahrscheinlichkeit, mit Verhaltensmustern, mit einer Utopie.
    Der Autor
    Paul Barz, 1943 geboren, lebt als freier Publizist in Wentorf bei Hamburg. Neben Biografien, Sachbüchern und Theaterstücken schrieb er über 30 Hörspiele, für den NDR zuletzt

    HR2
    20-21:30
    Notenschlüssel

    Georg Friedrich Händel: „Judas Makkabäus“ oder „Wie wird man Nationalheld?“
    Aufgeschlüsselt von Paul Bartholomäi
    Zum Schluss wird es geradezu weihnachtlich. Im dritten Teil von Händels „Judas Makkabäus“ erklingt plötzlich „Tochter Zion“, eines der bekanntesten deutschen Weihnachtslieder, gesungen von Knaben und Mädchen. Im englischen Original heißt das Lied „See, the conquering hero comes“ und begrüßt wird der siegreiche jüdische Freiheitskämpfer Judas Makkabäus, der mit seinem Heer das der seleukidischen Besatzer niedergerungen hat. Das Ganze spielte sich im 2. Jahrhundert vor Christus in Palästina ab, ist aber auf die Situation im England des 18. Jahrhunderts übertragbar. Hier hatte es der schottische Thronprätendent Charles Edward Stuart gewagt, mit seinen Truppen in Schottland und England einzumarschieren, um sich beider Throne anzueignen. Doch bevor er Großbritannien unter seiner Herrschaft einigen konnte, wurde seine Armee im April 1746 durch den Herzog von Cumberland vernichtend geschlagen, dem Sohn König Georgs II. Den Bezug zur Befreiung von der Stuart-Bedrohung verstand jeder im Publikum, und so wurde „Judas Makkabäus“ eines der populärsten Werke Händels in England bis heute. „See, the conquering hero comes“ gehört auf der Insel fest ins Repertoire patriotischer Gesänge und wird regelmäßig – fahnenschwenkend – vom Publikum bei der „Last Night of the Proms“ gesungen.

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    Do. 9.4.2009
    BR4
    18-20:40 Uhr

    Georg Friedrich Händel: „Brockes-Passion“
    Solisten: Mária Zádori, Katalin Farkas, Éva Bártfai-Barta, Sopran; Eva Lax, Alt; Drew Minter, Péter Baján, Tamás Csányi, Countertenor; Martin Klietmann, Guy de Mey, János Bándi, Tenor; István Gáti, Gunther Burzynski, Bariton
    Stadtsingerchor zu Halle
    Capella Savaria
    Leitung: Nicholas McGeagan

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    10.4.2009
    SWR2
    9-10 Uhr
    Musik-Feature
    Bachs Johannespassion
    (1) „Herr, unser Herrscher“ -Die Kunst der musikalischen Textausdeutung im Eingangschor, den Rezitativen und Chorälen
    Von Wieland Schmid
    (Produktion: BR 1995)

    Johann Sebastian Bachs Johannespassion steht im Zentrum dieses Karfreitags: Vor unserer Live-Übertragung der Passion mit dem Windsbacher Knabenchor um 17.00 Uhr beleuchten wir in einem mehrteiligen Musik-Feature die Hintergründe dieses Werkes. Im ersten Teil (ab 9.03 Uhr) geht es um den groß angelegten Eingangschor, um Bachs expressive Rezitative und um seine kunstvolle Textausdeutung in den Chorälen. Teil 2 des Features (ab 16.05 Uhr) untersucht, mit welchen musikalischen Mitteln Bach die Ereignisse der Kreuzigung und der Grablegung Christi darstellt. Neben längeren Passagen aus dem Werk sind immer wieder einzelne Stimmen aus dem Chor- und Orchestersatz zu hören, dazu Ausschnitte aus Passionsoratorien von Bachs Zeitgenossen. Kommentare zu den theologischen und historischen Zusammenhängen ergänzen das Panorama. Im Pausenbeitrag der Live-Übertragung (gegen 17.40 Uhr) geht es dann um die musikalische Gestaltung der Gerichtsszene.

    16-17 Uhr
    Musik-Feature
    Bachs Johannespassion (2)
    „Es ist vollbracht“ Die Kreuzigung und Grablegung Jesu
    Von Wieland Schmid

    17-20 Uhr
    Musik zum Karfreitag – LIVE
    Im Pausenbeitrag der Live-Übertragung (gegen 17.40 Uhr) geht es dann um die musikalische Gestaltung der Gerichtsszene.

    Johann Sebastian Bach:
    Johannespassion BWV 245
    Jutta Böhnert (Sopran)
    Rebecca Martin (Alt)
    Thomas Cooley (Evangelist)
    Thomas Laske (Christus)
    Detlef Roth (Arien)
    Windsbacher Knabenchor
    Münchner Kammerorchester
    Leitung: Karl-Friedrich Beringer
    (Direktübertragung aus dem Festspielhaus in Baden-Baden)

    Das evangelische Pendant zu den Regensburger Domspatzen ist der Windsbacher Knabenchor. Was Qualität und Renommee anbelangt, passt allerdings kein Blatt Papier zwischen die beiden Ensembles. Der Windsbacher Knabenchor wurde 1946 in dem kleinen fränkischen Städtchen Windsbach unweit von Ansbach gegründet und zählt längst zu den weltweit besten Ensembles seiner Art. Die Werke Johann Sebastian Bachs bilden das Fundament seines Repertoires. Im Baden-Badener Festspielhaus singen die Knaben unter Leitung ihres langjährigen Dirigenten Karl-Friedrich Beringer die „Johannespassion“. Sie ist feierlicher, wuchtiger, elementarer als die häufiger gespielte
    „Matthäus-Passion“ und wird eingerahmt von dem gewaltigen Eingangschor mit dreimaliger Anrufung des Herrn und dem nicht minder beeindruckenden Schlusschor – ein anrührender Grabgesang zur Passion des Gottessohnes.

    NDR
    13-14 Uhr
    Händel – Abenteuer eines Titanen
    Teil1: Ein Sachse erobert die Europas Musikwelt
    Die dreiteilige Sendung erzählt Händels Lebensgeschichte anhand der schönsten, amüsantesten und spannendsten Händel-Anekdoten, wie sie in den einschlägigen Biografien und zeitgenössischen Quellen überliefert sind. Musiker und Händel-Kenner wie Alan Curtis, René Jacobs und Simone Young kommen ebenso zu Wort wie die Bestseller-Autorin und Händel-Enthusiastin Donna Leon. Der Autor Ralf Pleger, der auch eine Fernsehdokumentation für die die ARD über Händel erobert hat, widmet sich im ersten Teil der Kindheit und Jugend des Komponistenin Halle sowie seinen Wanderjahren in Norddeutschland und Italien bis zum ersten Karrierehöhepunkt in London 1710.

    HR2
    20-23 Uhr
    Telemann: Brockes-Passion

    „Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesu“

    Dominique Labelle, Geraldine McGreevy, Hilde van Ruymbeke, Marjon Strijk und Dorothea Jakob, Sopran
    Tim Mead, Countertenor
    Jörg Dürmüller und Andrew Tortise, Tenor
    Matthew Brook, Matthew Baker und Donald Bentvelsen, Bass
    Niederländische Bach-Gesellschaft
    Leitung: Jos van Veldhoven
    (Aufnahme vom 25. Oktober 2008 aus dem Concertgebouw in Amsterdam)

    Der zu Lebzeiten berühmte und hochgeschätzte Hamburger Dichter Barthold Hinrich Brockes (1680-1747) ist heute nur noch Spezialisten bekannt. Neben seiner kunstvollen Naturlyrik hat vor allem der eindrucksvolle Oratoriumstext „Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus“ das Interesse auf sich gezogen. Dieser Text ist als Passions-Oratorium unter anderem von Georg Friedrich Händel, Reinhard Keiser und Georg Philipp Telemann vertont worden, und er diente auch Johann Sebastian Bach als Anregung für seine beiden Passionen. Uraufgeführt wurde Telemanns „Brockes-Passion“ am 2. April 1716 in Frankfurt am Main in der Barfüßer-Kirche, der einstigen lutherischen Hauptkirche der Stadt, dem Vorgängerbau der heutigen Paulskirche. Überliefert ist, dass zu dieser Premiere wegen des großen künstlerischen Aufwands vermutlich zum ersten Mal Eintrittsgeld für ein Kirchenkonzert verlangt wurde. Obwohl Telemanns dramatische und musikalisch eindrucksvolle Brockes-Passion vom Publikum mit großem Beifall aufgenommen wurde, verlor sie danach an Bedeutung gegenüber den alles überstrahlenden beiden Bach-Passionen, die fortan das biblische Passionsgeschehen musikalisch prägten. So ist die Aufführung von Telemanns Brockes-Passion regelrecht eine Neuentdeckung. hr2-kultur sendet eine Aufnahme aus dem Concertgebouw in Amsterdam unter der musikalischen Leitung von Jos van Veldhoven

    OE1
    19:30-22:00 Uhr
    Georg Friedrich Händel: „Der für die Sünden der Welt gemarterte und sterbende Jesus“, HWV 48, „Brockes Passion“.
    Akademie für Alte Musik Berlin, Leitung: Marcus Creed;
    Collegium Vocale Gent;
    Hans Jörg Mammel, Sebastian Noack, Svetlana Doneva, Sophie Klussmann, Alexander Schneider und Colin Balzer
    (Übertragung aus der Philharmonie in Warschau).
    Präsentation: Bernhard Trebuch

    TV – ZDF
    12:23 Uhr
    Rolando Villazon – Händel-Arien
    Am 14. April ist es soweit. Dann jährt sich der Todestag von Georg Friedrich Händel zum 250. Mal. Aus diesem Grund, und auch weil er mit viel Stolz eben sein erstes Album „Handel“ mit Aufnahmen des barocken Meisters präsentiert hat, lädt Rolando Villazón am kommenden Karfreitag, 10. April, zu einem großen Konzert zu dessen Ehren. Schauplatz des Ereignisses ist die Londoner St.Pauls Church im Stadtteil Deptford, und das ZDF wird das Konzert von 12:35 Uhr an im Fernsehen übertragen.

    Begleitet wird der mexikanische Startenor von einem herausragenden Barockensemble, das sich bereits um die Klanggestaltung seines Albums verdient gemacht hat. Denn kein Geringerer als der Dirigent und Musikforscher Paul McCreesh steht ihm gemeinsam mit den Gabrieli Players zur Seite, damit das anspruchsvolle Programm die bestmögliche Umsetzung erfährt.

    TV – ZDF
    23:00 – 0:35 Uhr
    „Klang der Stille“
    Das Porträt eines großen Künstlers, platonische Liebesgeschichte und opulentes Historiendrama
    Künstlerporträt und Geschlechterdrama um das angespannte Verhältnis zwischen dem nahezu tauben Komponisten Ludwig van Beethoven und seiner Kopistin Anna Holtz, die dem Genie trotz aller ihr entgegengebrachter Frauenverachtung stets die Treue hält.

    http://spielfilm.zdf.de/ZDFde/inhalt/27/0,1872,1020923_idDispatch:8528990,00.html?dr=1

    Sir John Eliot Gardiner – Konzert-Termine 2009 – in Deutschland


    Ständige Aktualisierung..!!

    Gardiner Konzert-Termine in 2011 in Deutschland:

    „Bitte den unten aufgeführten Link anklicken…!!“

    Link:  https://meinhardo.wordpress.com/2011/01/25/sir-john-eliot-gardiner-konzerte-im-kalenderjahr-2011-in-deutschland/


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    Hallo,

    da im Moment so viele Kommentare zu Gardiner-Konzerte in 2009 / 2010 eingegangen sind, sah ich mich genötigt, einen eigenständigen Thread darüber zu erstellen. Die bisher aufgelaufenen Kommentare unter:

    Link:  Konzert-Termine in OWL – J.S. Bach Weinhachtsoratorium BWV 248 –

    stelle ich hier mit zur Verfügung.

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    Gardiner-Termine 2009 in Deutschland mit London Symphony Orchestra –

    Beethoven-Programm:

    12.02.2009 um 20:00 h in Essen Link: Philharmonie / ehemals Saalbau

    13.02.2009 um 20:00 h in Frankfurt Link: Alte Oper

    14.02.2009 um 20:00 h in München Link: Philharmonie im Gasteig

    15.02.2009 um 20:00 h in Leipzig Link: www.gewandhaus.de

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    Gardiner-Konzerte in Deutschland mit Händels: „Israel in Ägypten“ HWV 54

    Foto: Partitur Händel „Israel in Ägypten“ (Fotorechte: V. Hege)

    Anlass ist Händel’s 250. Todesjahr in 2009, gestorben am 14.04.1759 in London, geboren am 23.02.1685 in Halle / Saale.

    Einen besonderen Höhepunkt erhält das Händel-Festjahr mit dem „Special Day“ anlässlich des 250. Todestages am 19. April 2009. Über 40 Rundfunkanstalten innerhalb der European Broadcasting Union (EBU) senden an diesem Tag Konzerte aus ihren Städten. Halle als Geburtsstadt Georg Friedrich Händels wird mit einem Konzert aus der Marktkirche in Halle-Saale – der Taufkirche Händels – den Special Day eröffnen.

    Eine enge Zusammenarbeit gehen die Händel-Festspiele mit den Rundfunk- und Fernsehanstalten MDR, ZDF / 3sat und Arte ein. Verschiedene Festspielproduktionen werden aufgezeichnet und – zum Teil live – ausgestrahlt. Halle wird damit auch medial zum Händel-Zentrum 2009.

    Weitere Informationen zum Händeljahr 2009 in Halle / Saale:

    http://www.haendelfestspiele.halle.de/de/programm/

    Georg Friedrich Händel (1685-1759)

    Spielplan der Händel-Festspiele 2009

    Druckversion des Programmheftes 2009 

    [1397KB]

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    Eine Einspielung von Sir John Elit Gardiner, The Monteverdi Choir und The English Baroque Soloists – wird am 27. Februar 2009 bei Amazon wiederveröffentlicht.

    Zu erwerben bei Amazon Ende Februar 2009.
    Preis: 13,97 EURO.

    Über meine Partnerseite, Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/09/gardiner-cd-handel-oratorium-israel-in.html

    Diese Veröffentlichung ist eine rechtzeitige Einstimmung auf das Händeljahr 2009 und die Gardiner-Konzerte in 2009 mit diesem Oratorium von G.F. Händel.

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    Konzert-Termine: Gardiner, Oratorium HWV 54 „Israel in Ägypten“

    „Basilika Kloster Eberbach“ (Eltville am Rhein / Rheingau)

    So. 23.08.2009 um 19:00 h

    • Monteverdi Choir
    • English Baroque Soloists
    • Sir John Eliot Gardiner (Dirigent)
    • Georg Friedrich Händel:
    • »Israel in Egypt« HWV 54

    Tickets/Info: 01805 / 743464 oder Tourist-Information und Kulturamt Eltville am Rhein, Rheingauer Str. 28, 65343 Eltville am Rhein, Tel. +49 (0) 61 23 / 90 98-0,

    ——————————————————————–

    24 Aug 2009 – Lübeck, Musik- und Kongresshalle, Lübeck, Schleswig-Holstein-Musik Festival, Germany. Start : 20.00 Uhr

    “ Israel in Ägypten „
    Monteverdi Choir
    English Baroque Soloists
    Sir John Eliot Gardiner Dirigent

    Lübeck - Kongresshalle

    Lübeck - Musik + Kongresshalle

     

     

    Musik- und Kongresshalle
    Willy-Brandt-Allee 10
    23554 Lübeck


    Preise:

    € 84,
    73,
    54,
    39,
    20,

    Tickets und Information: +49 (0) 451 38 95 70

    Link für Eintrittskarten Online:

    http://www.shmf.de:80/inhalt.asp?id=5433&ProgrammID=22316&Zeit=00:05:47&BesucherID=27316845

    Zum Programm des Schleswig-Holstein-Festival nachstehenden Link anklicken:

    Link: http://www.shmf.de:80/inhalt.asp?ID=5234&Zeit=23:56:19&BesucherID=27316845

    ———————————————————————

    Bonn, Beethovenfest 2009, Beethovenhalle

    SO 13.9.2009, 18 Uhr

    Hommage an Händel

    Link: Beethovenhalle

    • Monteverdi Choir
    • English Baroque Soloists
    • Sir John Eliot Gardiner (Dirigent)
    • Georg Friedrich Händel:
    • »Israel in Egypt« HWV 54

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    Aktualisierte Gardiner – Termine am 22.2.2009 von @Martin

    Es gibt einige neue und bestätigte Konzertdaten für den Monteverdi Choir / EBS mit John Eliot Gardiner. Programm ist jeweils “Israel in Egypt” von G.F.Händel.
    Ich ärgere mich schon ein wenig, dass man so stückchenweise von den Terminen erfährt. Hätte ich gewusst, dass das gleiche Programm auch in Lübeck (voraussichtlich Mariendom) und Hamburg (Laeiszhalle – für mich 10min mit der U-Bahn) aufgeführt wird, hätte ich mir sicher keine Tickets für die alte Beethovenhalle in Bonn gekauft. Aber egal, bis jetzt hat sich auch der weiteste Weg gelohnt!

    23. August 2009 / Rheingau Musikfestival „Basilika Kloster Eberbach“
    24. August 2009 / Lübeck
    26. August 2009 / Lucerne-Schweiz
    3. September 2009 / Edinburgh (programme to include JC and JS Bach as well as Handel)
    7. September 2009 / Wroclaw, Poland
    13. September 2009 / Bonn, Beethovenhalle
    15. September 2009 / Pisa – Italien

    ——————————————————————————–

    Neue Information vom 2. September 2009

    21.11.2009 um 19:00 Uhr in Baden – Baden, Festspielhaus

    Festspielhaus Baden-Baden

    Festspielhaus Baden-Baden

    Joseph Haydn: Die Schöpfung / Oratorium für Soli, Chor und Orchester Hob. XXI/2

     

    Sophie Karthäuser: Sopran
    James Gilchrist: Tenor
    Tim Mirfin: Bass 

    Monteverdi Choir
    Orchestre Révolutionnaire et Romantique

     

    Sir John Eliot Gardiner: Dirigent

    am 5. Dezember 2009 / Hamburg, Laeszhalle, Großer Saal

    Orchestre Révolutionnaire et Romantique / Monteverdi Choir
    Sir John Eliot Gardiner dirigiert »Die Schöpfung«

    ——————————————————————————————-

    Sa, 20.00 Uhr / Laeiszhalle / Großer Saal
    Einführung: Sa, 19.15 Uhr / Laeiszhalle / Kleiner Saal
    Veranstalter: Elbphilharmonie Konzerte

    Sophie Karthäuser Sopran;  James Gilchrist Tenor; Tim Mirfin Bass; Orchestre Révolutionnaire et Romantique; Monteverdi Choir; Dirigent Sir John Eliot Gardiner

    Joseph Haydn: Die Schöpfung / Oratorium für Soli, Chor und Orchester Hob. XXI/2

    Ein absoluter Höhepunkt des Haydn-Jahres zum 200. Todestag dieses allerersten Wiener Klassikers: »Die Schöpfung«, neben Händels »Messias« wohl das beliebteste Oratorium des Konzertsaals, ist hier in einer exemplarischen Interpretation zu erleben. Sir John Eliot Gardiner, Großmeister der authentischen Aufführungspraxis, wird mit seinen superben Ensembles wahrhaftig Himmel und Erde in klingende Bewegung setzen, während er von der »Vorstellung des Chaos« zum Jubelgesang im Paradies voranschreitet.

    Karten-Link: http://www.elbphilharmonie.de/events/000000e9:00005a60.de

    —————————————————————————-

    Weitere Gardiner-Termine in 2009:

    7. Dezember 2009 / Copenhagen – Dänemark

    8. Dezember 2009 / Oslo – Norwegen
    9. Dezember 2009 / Göteburg – Schweden
    11. Dezember 2009 / Stockholm – Schweden
    14th December / London
    15th December / UK – venue tbc

    —————————————————————————-

    Voraussichtliche Gardiner-Konzert-Termine in 2010

    Gardiner wird voraussichtlich in 2010 folgende Konzerte in Deutschland mi der H-Moll-Messe; BWV 232 oder 232 i ? geben:

    07. Mai 2010 im Kaiserdom in Königslutter / Niedersachsen

    Kaiser-Dom in Königslutter

    Kaiser-Dom in Königslutter

    14. Mai 2010 in der Alten Oper Frankfurt; in Frankfurt/Main.

    Das nächste Bachfest Leipzig findet vom 11. bis 20. Juni 2010 in Verbindung mit dem 85. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft e. V. statt und steht unter dem Motto „Bach, Schumann und Brahms“.

    Erwartet werden unter anderen The Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists, Sir John Eliot Gardiner.

    —————————————

    Das sind die mir zur Zeit bekannten Gardiner-Konzerte 2009-2010 in Deutschland und wird je nach Kenntnisstand von mir laufend aktualisiert.

    Grüsse

    Volker

    Webnews


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    Gardiner-Videos Brandenburgische-Konzerte vom Bachfest Köthen 2008


    Hallo,

    hier stelle ich die drei Videos von Gardiner und The English Baroque Solists zur Verfügung. Die Konzertausschnitte wurden während der Köthener Bachwoche im September 2008 aufgenommen.

    1. Video: 1. Brandenburgisches Konzert, BWV 1046 aus dem Bachsaal in Köthen 2008.

    2. Video: 6. Brandenburgische Konzert, BWV 1051 aus dem Spiegelsaal in Köthen 2008.

    3. Video: 3. Brandenburgisches Konzert, BWV 1048 aus dem Spiegelsaal in Köthen 2008.


    © Videorechte: Label: http://www.monteverdi.co.uk/

    CD-Bestellung SDG 153 Vol. 20, in England bereits möglich


    Hallo,

    in England wird die neuste SDG-CD 153: Vol. 20 – bereits zum Verkauf öffentlich angeboten. Siehe unten stehende Angaben:

    —————————————————————————————————–


    Bach: Cantatas Vol.20

    Bach: Cantatas SDG 153; Vol.20
    Bach, Jones, Keith, Persson, Tyson, Oxley

    List Price:

    £11,98


    Bach: Cantatas Vol.20
    ~ Bach (Artist), Jones (Artist), Keith (Artist), Persson (Artist), Tyson (Artist), et al.
    Audio CD (2 Mar 2009)
    CD-Bestellung bei amazon.co.uk nachstehenden Link anklicken
    Link: http://astore.amazon.co.uk/volsklajsbac-21/detail/B001R77GHU
    CD-Bestellung bei
    amazon-Deutschland Erscheinungstermin: 17.4.2009, 2 CD’s – 29,99 EURO
    Link: http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B001R77GHU

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    j p c
    L i n k : – j p c – Deutschlanf
    zu beziehen ab 17.4.2009.
    Der Preis beträgt dort 29,99 EURO, Hörproben aller Kantaten vorhanden.
    • Erscheinungstermin: 17.4.2009
    • Verfügbarkeit: Artikel noch nicht erschienen, voraussichtlicher Liefertermin ist der 17.04.2009.
      Sie können den Titel schon jetzt bestellen. Versand an Sie erfolgt gleich nach Verfügbarkeit. i
    Detailinformationen
    Kantaten für Septuagesima BWV 84 „Ich bin vergnügt mit
    meinem Glücke“; BWV 92 „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“;
    BWV 144 „Nimm, was dein ist, und gehe hin“
    +Kantaten für Sexagesima BWV 18 „Gleichwie der Regen und
    Schnee vom Himmel fällt“; BWV 126 „Erhalt uns, Herr, bei
    deinem Wort“; BWV 181 „Leichtgesinnte Flattergeister“
    • Künstler: Miah Persson, Wilke te Brummelstroete, James Oxley, Jonathan Brown, Gillian Keith, Angharad Gruffydd Jones, Robin Tyson, James Gilchrist, Stephan Loges, Monteverdi Choir, English Baroque Soloists, John Eliot Gardiner

    Gruß

    Volker

    Webnews

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    Rezension-Besprechung: CD’s von SDG 147 – Vol.5 – CD zwei – veröffentlicht vom Label: SDG – Monteverdi im Oktober 2008


    Hallo,

    meine Rezension von SDG 147, Vol. 5 / CD z w e i ; Aufführungsort: Dom „St. Blasii“ in Braunschweig


    Cover: SDG 147, Vol. 5 / zwei CD’s Kantaten für den zehnten Sonntag nach Trinitatis

    BWV 46 – Schauet doch und sehet, ob irgendein Schmerz sei
    BWV 101 – Nimm von uns Herr, du treuer Gott
    BWV 102 – Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben!

    (Aufführungsort: 27 / 08 / 2000 Braunschweig Dom)

    Soloists: Joanne Lunn; Sopran | Daniel Taylor; Altus
    Christoph Genz; Tenor | Gotthold Schwarz; Bass

    Aufführungsort: Braunschweiger Dom St. Blasii

    ——————————————————————

    Click hereGardiners-Reisetagebuchfor a German Translation of the sleeve notes.
    von Jane Rogers, Bratsche
    zur SDG 147 Vol. 5




    —————————————————–

    Rezension CD z w e i – SDG 147, Vol. 5 –

    Kantate: BWV 46 „Schauet doch und sehet, ob irgendein Schmerz sei“

    (Kantate für den 10. Sonntag nach Trinitatis)

    1) Bach hat diese Kantate in seinem ersten Leipziger Amtsjahr komponiert und am 1. August 1725 zum ersten Mal aufgeführt. Der Eingangschor ist ein gross angelegtes Klagelied, formal eine Kombination von motettischen und konzertanten Elementen. Motettisch ist daran die enge Beziehung zum gesungenen Text. Dem Satzbau des Bibelwortes entsprechend ist der gesamte Eingangschor in zwei grosse Teile gegliedert, einen freipolyphonen Satz und eine Fuge. Auch die Themenbildung ist in auffallender Weise textbezogen mit ihrer Anhebung betonter Wörter („Schauet“, „sehet“) und ihren dissonanten Halbtonschritten auf „Schmerz“ und „Jammers“. Motettisch ist auch das Prinzip der Chorfuge (zweiter Teil des Satzes), wobei die Instrumente meist mit den Singstimmen zusammengehen, während die Blockflöten als deren gleichberechtigte Partner selbst eine Fugenstimme übernehmen.

    Eine einleitende, entzückende Sinfonia im 1. Satz wird durch einen anschließenden ausdrucksstarken Chor des „Jammers“ eindrucksvoll interpretiert.

    Beeindruckend ist der 3. Satz: „Dein Wetter zog sich auf“. 1) Dieser Satz ist in ihrer barocken Bildlichkeit der dramatische Höhepunkt der Kantate. Zum Streichorchester tritt die Trompete als Sinnbild göttlicher Hoheit; punktierte Rhythmen markieren das Drohende des aufziehenden Wetters, abwärtsgleitende Skalenfiguren das Einbrechen des Rachstrahls. Der Bassist: Gotthold Schwarz punktet in einer fantastischen Art, dies entsprechend gesanglich umzusetzten.

    Im 5. Satz: „Doch Jesus will auch bei der Strafe“ – glänzt der Altus Daniel Taylor. In diesem Satz dominieren die Flöten als Bassstimme, die das Bild eines Rache kündigen Propheten heraufbeschwören.

    Satz 6; Schlusschoral: „O großer Gott“ ist nicht wie üblich in schlicht-vierstimmigem Satz gehalten, sondern mit Zeilenzwischenspielen der doppelt besetzten Blockflöten ausgestattet. Ausdrucksstark präsentiert sich hier der Monteverdi Chor mit seiner bewundernswerten Artikulation.

    Kantate BWV 101 „Nimm von uns Herr, du treuer Gott“

    (Kantate für den 10. Sonntag nach Trinitatis)

    1) Das Werk ist eine Choralkantate und wurde am 13. August 1724 erstmals aufgeführt. In seiner Form unterscheidet sich der Eingangschor wenig vom Normaltyp der Choralkantaten. Die Singstimmen werden durch einen Posaunenchor verstärkt, dessen Oberstimme wie üblich vom Zink (Cornetto) gebildet wird; außerdem wird der Cantus firmus durch eine den Sopran oktavierende Querflöte mitgespielt. Der ganze Satz ist im Grunde eine großangelegte Cantus-firmus-Motette, deren Besonderheit im Mitwirken eines eigenthematischen Instrumentalparts besteht.

    In dem Eingangssatz agiert der Monteverdi Choir in seiner bekannt gekonnten Art ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass der Tenor und Bass zeitweise zu dominant Auftritt und die Flöten erscheinen etwas unrein und piepsig zu klingen.

    Satz 2 ursprünglich mit obligater Flöte geplant, dann aber mit Solovioline besetzt, verhilft nun dem konzertanten Element in dieser Arie zu seinem Recht und wird von Christoph Genz (Tenor) in seiner bekannten Art vorgetragen.

    Der Satz 4 ist von ungewöhnlicher Art, die ihre Ursache in Bachs Bestreben hat, eine leidenschaftlich- dramatische, konzertante Arie zu präsentieren. Hier ist Gotthold Schwarz (Bass) diesem Part großartig gewachsen.

    Als musikalischer Höhepunkt der Kantate ist wohl in Satz 6 das Duett für Sopran (Joanne Lunn) und Altus (Daniel Taylor) – mit obligater Flöte und Oboe da caccia anzusehen. Traumhaft passen die zwei Gesangs-Solisten zusammnen und lassen ein herrliches Duett erklingen

    .Englische Sopranistin Joanne Lunn

    Englische Sopranistin Joanne Lunn
    Englischer Altus: Daniel Taylor

    Englischer Altus: Daniel Taylor

    In Satz 7 endet die Kantate mit einer schlichten vierstmimigen Schluss-Strophe des Liedes mit: „Leit uns mit deiner rechten Hand.“ Getragen, ruhig aussingend erklingt fein nuanciert der Monteverdi Choir.

    Kantate BWV 102Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben!

    (Kantate für den 10. Sonntag nach Trinitatis)

    1) Die Kantate, von Bach zum 25. August 1726 komponiert, gehört zu jenen, die demselben Textjahrgang entnommen sind wie die von Bach aufgeführten Kantaten des Johann Ludwig Bach. Auffällig ist dabei, dass Bach diesmal den II. Teil der Kantate mit Satz 5 beginnen lässt. Der Eingangschor gehört zu den grossen Leistungen des reifen Bach und zeigt in seiner formalen Vielgliedrigkeit steten Wechsel zwischen Dominanz des Orchestersatztes bei häufigem Choreinbau und des Chorsatzes mit eigenständiger überaus sprachgerechter, textgezeugter Thematik. Eingeleitet wird der Satz durch eine Instrumentalsinfonie von 2 Oboen, Streichern und Continuo.

    Was hier abgeht ist atemberaubend grossartig, die Sopranistin „Joanne Lunn“ brilliert, der Monteverdi Choir in Glanzform – da kann nur angemerkt werden – „Weltklasse“, einmalig, so etwas bekommt man nicht alle Tage geboten, was muss Gardiner da wieder gefeilt haben, das Orchester stimmig, Gesangssolisten ebenbürtig und ein Chor, der wieder einmal brilliert, das ist wieder eine Kantatenstelle, die bei mir auf „da Capo“ gestellt ist und die berühmte Gänsehaut erzeugt….

    Dieses Klangerlebnis möchte ich den Besuchern des Forums nicht vorenthalten und stelle den Eingangs-Satz der Kantate – BWV 102 – als Hörprobe zur Verfügung.

    Hörprobe: „BWV 102 Satz 1“, den L i n k – nachstehend kräftig anklicken:

    2-14-bwv-102-herr-deine-augen-sehen-nach-dem-glauben-part-i-coro1

    1) Der Satz 3 ist ein schlichtes Alt-Seccorezetativ – (Daniel Taylor, Altus), deren Gestik an eindringlicher Wirkung wohl nicht zu überbieten ist. Mit einem langanhaltenden, dissonanten „des“ einsetzend, scheint die obligaten Oboe ein „Weh!“ über die unbußfertige Seele auszurufen, und die gesamte Melodik des Satzes mit ihren Querständen und ungewöhnlichen Intervallschritten ist ein einziges, höchst anschauliches Abbild der Seele. Hier ist der Altus Daniel Taylor ein vortrefflicher Gesangs-Solist der dieses Abbild der zerrissenen Seele berührend zu interpretieren weiss.

    In Satz 4, Rezetativ für Bass (Gotthold Schwarz), präsentiert sich ein ausdrucksstarker Bassist mit dem „Verachtest du den Reichtum seiner Gnaden.“

    Deutscher Bassist: Gotthold Schwarz

    Deutscher Bassist: Gotthold Schwarz

    1) Mit dem Satz 5 beginnt der zweite Teil der Kantate mit der Alt-Arie: „Erschrecke doch, Du allzu sichere Seele!“ Hier wird versucht, den Sünder wachzurütteln. Die musikalischen Mittel sind weiträumige Melodik – zumal in der obligaten Flöte, aber auch in der Singstimme – und lebhaften Bewegung. Hier punktet der Altus Robin Tysson mit seiner klaren und wortverständlichen Aussage des „Erschreckens..!“ Das Flötenspiel ist ebenso im gleichen Atemzug als vorrtrefflich anzumerken.

    Ein zweistrophiger schlichter Choralsatz mit dem „Heut lebst du, heut bekehre dich“ mit der Melodie von: „Vater unser im Himmelreich“ – beschliesst dieser Choral eine wunderschöne Kantate. Mich beeindruckt hier der Monteverdi Chor, wie hinreissend und innig dieser wunderbare Choral vorgetragen wird, ruhig, getragen ein in sich gekehrter Gesang – damit ist die Seele gesanglich gerettet und der Hörer wird davon berührt und eingenommen. Das ist Bachgesang pur und wiederum ein Verdienst von Gardiner, der in diesem Kantatenwerk die gewissen Akzente zum richtigen Zeitpunkt zu setzen weiss, Danke, grandios..!!

    Die Kantate BWV 102 ist als das Highlight der gesamten SDG 147 – Einspielung anzusehen, diese Werk hat mich ungemein berührt und wie bereits erwähnt, bei mir das entsprechende Gänsehaut-Erlebnis erzeugt und ich wurde bis zum letzten Schlusston ungemein gefesselt. Und das ist es, was wir immer so an Gardiner, seinem Orchester, seinem Monteverdi-Choir so schätzen und bewundern.

    Grüße

    Volker

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    ___________________________________
    1) Textauszüge: Alfred Dürr, die Kantaten

    Label: Soli Deo Gloria – CD SDG 153 Vol. 20 wird Anfang März 2009 veröffentlicht


    Hallo,

    noch nicht einmal die Rezensionen der bisherigen SDG-CD’s erstellt und schon kündigt das Label solideogloria die CD „SDG 153, Vol. 20“ für den Anfang März 2009 diese Veröffentlichung an.

     

    Cover CD SDG 153 Vol.20 zwei CD's

    Cover: CD SDG 153 Vol.20 zwei CD's

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    CD-Bestellung über amazon.uk als Partner ab 2. März 2009

    Link: http://astore.amazon.co.uk/volsklajsbac-21/detail/B001R77GHU

    ——————————————————————————-

    Hörproben von SDG 153 Vol.20 nachstehend:

    SDG 153 disc 1 –
    1. Nimm, was dein ist, und gehe hin BWV 144
    – no. 1 Coro
    Stream Audio
    14. Seht, seht! wie reißt, wie bricht, wie fällt BWV 92
    – no. 3 Aria: Tenor soloist: James Oxley
    Stream Audio
    SDG 153 disc 2 –
    1. Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
    – BWV 18 no. 1 Sinfonia
    Stream Audio
    6. Leichtgesinnte Flattergeister BWV 181
    – no. 1 Aria: Bass soloist: Stephan Loges
    Stream Audio

    Play the bit stream tracks with your media player (Real Player).

    To get a media player click on the icon below.

    Cantatas for Septuagesima

    BWV 144 – Nimm, was dein ist, und gehe hin
    BWV 84 – Ich bin vergnügt mit meinem Glücke
    BWV 92 – Ich hab in Gottes Herz und Sinn

    (recorded: Grote Kerk, Naarden)

    Soloists: Miah Persson | Wilke te Brummelstroete
    James Oxley | Jonathan Brown

    Cantatas for Sexagesima

    BWV 18 – Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
    BWV 181 – Leichtgesinnte Flattergeister
    BWV 126 – Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

    (recorded: Southwell Minster)

    Soloists: Gillian Keith | Angharad Gruffydd Jones
    Robin Tyson | James Gilchrist | Stephan Loges

    The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists
    John Eliot Gardiner

    Click here for a French Translation of the sleeve notes.

    Click here – Gardiner Reisetagebuch in deutscher Fassung

    Click here for the English sleeve notes.


    © 2009 Soli Deo Gloria, all rights reserved

    ——————————————————————————————-

    Ich freue mich auf diese Neuveröffentlichung – diesmal scheinen ganz neue Gesangs-Solisten in den Kantaten-Werken mitzuwirken und bin ganz gespannt darauf, wie weit es mit ihrer künstlerischen Aussage bestellt ist.

    Gruss
    Volker

    Webnews

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    Label: Soli Deo Gloria – Neuveröffentlichung SDG 153 Vol. 20 für März 2009 angekündigt


    Hallo,

    es wurde bereits in einem Kommentar von @Barbara erwähnt, möchte es aber nicht versäumen, einen eigenständigen Thread über die Veröffentlichung von – SDG 153, Vol. 20 – darüber zu verfassen.

    Cover von SDG 153 Vol. 20

    Cover von SDG 153 Vol. 20

    Link: Auf der Monteverdi-Seite wird folgendes angekündigt:

    NEW RELEASE AVAILABLE MARCH 2009

    The twentieth release from the Bach Cantata Pilgrimage will be here 2nd MARCH 2009- the previous launch issues in the series received phenomenal press coverage and tremendous reviews for performance, sound quality and packaging.

    As the solemn Lenten period prior to Easter approaches, Soli Deo Gloria releases the next instalment in its award-winning Bach Cantata series with a double album featuring cantatas for the second and third Sunday before Lent, recorded live in February 2000.

    With Lent only a few weeks away – a time of fasting, sackcloth and ashes – we join the Monteverdi Choir and The English Baroque Soloists under the direction of John Eliot Gardiner in Naarden, Holland for a performance of Bach’s cantatas for Septuagesima.

    The programme opens with Bach’s first Leipzig cycle, BWV 144 Nimm, was dein ist, und gehe hin – a cantata encapsulated by the moral drawn by Bach’s librettist from the Gospel for the day: accept and be satisfied with your lot, however unfair it may seem at the time. Following the magnificent bold and uncompromising opening, the moral of the cantata is beautifully portrayed in Murre nicht, lieber Christ – an aria set as a minuet for alto over a pulsating string accompaniment to represent the mutterings of dissatisfied Christians.

    In contrast, the engaging five-movement work for solo soprano, oboe and strings, BWV 84 Ich bin vergnügt mit meinem Glücke, has no mention of the disgruntled work-force, but only of being ‘content with my good fortune that dear God bestows on me.’ Gardiner stresses this sentiment by making the choir sing the final chorale Ich leb indes in dir vergnüget (‘I live meanwhile content in thee’) a cappella and quietly. ‘I found it very affecting’, writes Gardiner.

    The programme ends with the third of Bach’s surviving cantatas for this Sunday, BWV 92 Ich hab in Gottes Herz und Sinn. Unlike the previous two cantatas, the text does not relate specifically to either of the appointed Bible readings, but asks the congregation to surrender to God’s heart and mind and to trust in Him through good and ill.

    We then head to Southwell Minster for Bach’s cantatas for Sexagesima, three of his most original and startlingly different pre-Lenten cantatas. Each of these cantatas is characterised by Bach’s vivid pictorial imagination, an arresting sense of drama, and by music of freshness and power that lodges in the memory.

    The first two focus upon the Gospel theme of the day – (the parable of the sower (Luke 8: 4-15) – superbly exemplified in BWV 18 Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt where Bach adds two extra viola parts to the score. The magically dark-hued sonority four violas bring stresses the overwhelming power of the Word and forms ‘an ideal seed-bed in which God’s word may germinate and prosper.’ Equally vivid and brilliant is BWV 181 Leichtgesinnte Flattergeister where, in contrast to BWV 18, Bach focuses upon those superficial, fickle people who devour the seed that ‘fell by the wayside’.

    We end with BWV 126 Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort, a cantata that places emphasis upon the wonder and majesty of God’s Word. ‘Erhalt uns, Herr’ (‘Uphold us, Lord’) exalt the trumpet and voices in the opening chorus, reminding the congregation that ‘God’s throne cannot be budged’.

    Link: Hörprobe SDG 153 Click to play soundbites.

    SDG 153 Volume 20 (2 cds) contains:

    SDG153 Cantatas for Septuagesima

    BWV 144 – Nimm, was dein ist, und gehe hin
    BWV 84 – Ich bin vergnügt mit meinem Glücke
    BWV 92 – Ich hab in Gottes Herz und Sinn

    (recorded: Grote Kerk, Naarden)

    Soloists: Miah Persson | Wilke te Brummelstroete
    James Oxley | Jonathan Brown

    Cantatas for Sexagesima

    BWV 18 – Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
    BWV 181 – Leichtgesinnte Flattergeister
    BWV 126 – Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

    (recorded: Southwell Minster)

    Soloists: Gillian Keith | Anghatad Gruffydd Jones
    Robin Tyson | James Gilchrist | Stephen Loges

    The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

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    ——————————————————

    Schöne Kantatenwerke sind in den 2 CDs enthalten, freuen wir uns auf die neue Veröffentlichung.

    Gruss

    Volker

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