Archiv der Kategorie: CD Musikbeispiele

Auf den Spuren des – Bückeburger Bach – Johann Christoph Friedrich Bach


Hallo,

aus meiner Reihe: „Auf den Spuren von Johann Sebastian Bach“ möchte ich die Sichtweite ergänzen auf seinen zweitjüngsten Sohn „Johann Christoph Friedrich Bach“ ( genannt der „Bückeburger Bach“)geboren am 21. Juni 1732 in Leipzig, gestorben am: 26. Januar 1795 im Fürstentum Schaumburg-Lippe in „Bückeburg“ – Niedersachsen.

 

Johann Christoph Friedrich Bach (Bückeburger Bach) 1732-1795

Johann Christoph Friedrich Bach (Bückeburger Bach) 1732-1795

 

Biographie:  „Johann Christoph Friedrich Bach“ *)

Johann Christoph Friedrich Bach sein Lebenslauf begann wie der seiner Brüder: Er erhielt eine Ausbildung an der Leipziger Thomasschule sowie musikalischen Unterricht durch seinen Vater. Wilhelm Friedemann Bach, der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs, hielt (nach der Aussage von Nikolaus Forkel) den Halbbruder für den „stärksten Spieler“ unter den vier Brüdern, der „seines Vaters Claviercompositionen am fertigsten vorgetragen“ habe. Mit siebzehn Jahren begann Friedrich ein Jurastudium an der Leipziger Universität, brach dieses aber bald darauf, noch vor dem Tod des Vaters, wieder ab und folgte um die Jahreswende 1749/50 als gerade Achtzehnjähriger dem Ruf, als „Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus“ am Hof in Bückeburg in Dienste zu treten. Der aufgrund seines 45-jährigen Wirkens in der Stadt wurde Johann Christoph Friedrich Bach (auch der „Bückeburger Bach“) – genannt.

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Gastliche Einkaufsstrasse in Bückeburg-Niedersachsen (Fotorechte: V.Hege)

Gastliche Einkaufsstrasse in Bückeburg-Niedersachsen (Foto: V.Hege)

 

Der Fürst von Schaumburg-Lippe, hatte sich von der königlichen Hofmusik am Hofe Friedrich „Friedrichs II“. in Potsdam stark beeindruckt gezeigt und feste Pläne gefasst, in seiner Residenz diesem Vorbild nachzueifern.

Am Bückeburger Hof waren derzeit die beiden Italiener Angelo Colonna als Konzertmeister und Giovanni Battista Serini als Kapellmeister und Komponist tätig. Bach lernte hier den Stil der italienischen Oper und Kantate kennen, da in den mindestens zweimal wöchentlich stattfindenden Concerten, die in der Regel spätnachmittags gegeben wurden, vor allem Vokalmusik aufgeführt wurde. Dazu unterhielt die Hofkapelle eine Sängerin, Lucia Elisabeth Münchhausen, Tochter des Hofmusikers Ludolf Andreas Münchhausen, die durch den Unterricht des Konzertmeisters Serini in die italienische Gesangskultur eingeführt wurde. Am 8. Januar 1755 heiratete Bach die Hofsängerin Münchhausen, die bald darauf ihren Unterricht bei Serini einstellte.

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(Unterbrechung der Biographie aufgrund eingefügter Fotos..!!)

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Stadtkirche Bückeburg.Erbaut 1611-1615 im Stil der Weserrenaissance

Stadtkirche Bückeburg. Erbaut 1611-1615 im Stil der Weserrenaissance (Foto: V. Hege)

 

Graf Ernst von Schaumburg beauftragte im Jahr 1608 Giovanni Maria Nosseni mit dem Bau einer Stadtkirche in Bückeburg. Ab 1611 wurde mit dem Bau begonnen, der 1615 abgeschlossen wurde. Dieses Gotteshaus gilt als das erste bedeutende Kirchenbauwerk des frühen Protestantismus in Deutschland. Graf Ernst wollte mit dem Bau ein Exempel bieten, daher ließ er über der Fassade die Inschrift EXEMPLUM RELIGIONIS NON STRUCTURAE“ anbringen, die auch als Akronym seine Inizialen bilden. Der Bau wurde aus Obernkirchner Sandstein erbaut. Einen ursprünglich vorgesehenen Kirchturm ließ die Statik nicht zu. Bekanntester Prediger an der Kirche war Johann Gottfried Herder (1771-1776). Im Advent 1962 wurde der Altar zum größten Teil durch Brandstiftung zerstört. *)

 

Compenius-Orgel in der Stadtkirche Bückeburg aus dem 17. Jahrhundert

Compenius-Orgel in der Stadtkirche Bückeburg aus dem 17. Jahrhundert im Altarraum platziert. (Foto: V. Hege)

 

Die ursprüngliche Orgel stammte von dem Wolfenbütteler Orgelbaumeister Compenius. Auch sie wurde Advent 1962 ein Opfer des Brandes. Der Neubau stammt von dem Orgelbaumeister Janke aus Göttingen (1997). *)

Nachstehend eine Hörprobe von der neuerstellten Janke-Orgel in der  Stadtkirche in Bückeburg: J.S. Bach –  „BWV 553 Präludium in C“

Link für die Hörprobe:

Hörproben https://volkersklassikseitenjsbach.com/wp-content/uploads/2009/09/janke-orgel-stadtkirche-buckeburg-j-s-bach-bwv-553-praludium-und-fuge-in-c.mp3Janke-Orgel Stadtkirche Bückeburg J.S. Bach BWV 553 Präludium und Fuge in C

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Fortsetzung der „Johann Christoph Friedrich Bach“ – Biographie..!!

Bach wurde  1756 mit der Leitung der Hofkapelle betraut und bekam 1759 offiziell die Stelle des Hofkapellmeisters. Der einzige Versuch Johann Christoph Friedrichs, diese Anstellung gegen eine andere einzutauschen, war seine Bewerbung als Musikdirektor in Hamburg (1767). Da die Wahl jedoch auf seinen Bruder Carl Philipp Emanuel fiel, blieb er weiterhin in Bückeburg. Unter seiner Leitung wurde die Bückeburger Hofkapelle zu einer der besten an den fürstlichen Höfen Deutschlands. Er betreute die Kapelle bis zu seinem Tod am 26. Januar 1795. Hinsichtlich seines kompositorischen Schaffens steht Johann Christoph Friedrich Bach bis heute im Schatten seiner Brüder. Während seiner 45-jährigen Beschäftigung am Bückeburger Hof schrieb er jedoch eine beachtliche Anzahl von Oratorien, Kantaten und später etliche Sinfonien und Klavierkonzerte. Viele seiner Werke gelten als verschollen oder man vermutet sie noch als Kriegsbeute in Russland . Seine Werke wurden während des 2. Weltkrieges aus Sicherheitsgründen nach Berlin ausgelagert. *)

 

Herder-Denkmal an der Stadtkirche Bückeburg (Fotorechte: V. Hege)

Herder-Denkmal an der Stadtkirche Bückeburg (Foto: V. Hege)

 

Die Berufung Johann Gottfried Herder (1744-1803) als Hofprediger und Konsistorialrat nach Bückeburg im Jahre 1771 führte zu fruchtbarer Zusammenarbeit und einer Freundschaft zwischen dem Dichter und dem Komponisten Johann Christoph Friedrich Bach.

Aus ihrem gemeinsamen Schaffen-  (Herder) – stammen die Oratorien Die Kindheit Jesu und Die Auferweckung des Lazarus (1773) sowie einige Kantaten und die dramatische Werke Brutus und Philoktetes (beide 1774), wobei der kritische Herder offenbar in der engen Zusammenarbeit mit Bach seine musikästhetischen Ansichten in die Praxis umgesetzt sah. Diese Phase, die für Bach eine geistig anregende Zeit war, endete 1776 mit der Berufung Herders nach Weimar.

Während seiner einzigen größeren Reise im Frühsommer 1778, auf der er gemeinsam mit seinem Sohn – über eine Zwischenstation in Hamburg zu Carl Philipp Emmanuel – zu Johann Christian Bach nach London fuhr, wo der junge Wilhelm seine weitere Ausbildung erhalten sollte. In London lernte Friedrich in den Konzerten seines Bruders u. a. Werke Glucks und Mozarts kennen, die ihn von da an stark interessierten und beeinflussten. Jüngere Forschungen seit Hansdieter Wohlfahrth und Ulrich Leisinger sehen in Friedrich Bach einen Brückenbauer zwischen dem ausklingenden Barock und der sich herausbildenden Klassik.

Am 26. Januar 1795 starb Johann Christoph Friedrich Bach „an einem hefftigen Brust-Fieber“ in Bückeburg, wo er am 31. Januar auf dem Jetenburger Friedhof in Bückeburg begraben wurde. Dort wurde 1803 auch Bachs Witwe beigesetzt.
Sein Sohn Wilhelm Friedrich Ernst Bach führte die Komponistentradition in der Familie fort. *)

– Biographie-Ende –

*) Textauszüge: Wikipedia

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CD-Einspielung von „Johann Christoph Friedrich Bach“

Cover: Johann Christoph Bach -Die Kindheit Jesu- Rheinische Kantorei
Cover: Johann Christoph Bach – Oratorium Die Kindheit Jesu – Rheinische Kantorei

Eine empfehlenswerte Einspielung des Oratoriums von J.Chr.Fr. Bach „Die Kindheit Jesu“von der Rheinischen Kantorei von Herrmann Max – bei amazon – mit Hörprobe –  zu erhalten über meine Partner-Seite:

Link:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/09/johann-christoph-friedrich-bach.html

Ein weiterer Link zu einer CD-Veröffentlichung:

h i e r  klicken!

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Hörproben bei amazon  h i e r  –  klicken..!!

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Meine Spurensuche:

Bei herrlichem Sonnenschein unternahmen wir  die schon lange geplante Anfahrt in das Fürstentum Schaumburg-Lippe nach Bückeburg-Niedersachsen, das fast vor unserer Haustür liegt – (zwischen Bielefeld und Hannover liegender Ort) – Es war eine Reise „auf den Spuren von den Söhnen von J.S. Bach“ und fanden sehr interessante Spuren in der Fürstenstadt Bückeburg – vor. Diese möchte ich mit Bildern und kleinen Textbeiträgen darstellen. Bückeburg ist eine urgemütliche und einheimelige Stadt, der Baustil der „Weserrenaissance“ ist überall sichtbar und wunderbar erhalten geblieben. Dazu das von den Nachfahren bewohnte Fürstliche Schloss mit seinem weitläufigen Park lädt direkt zum Besuch ein.

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Das Eingangstor zum Bückeburger Schloss (Fotorechte: V. Hege)

Das Eingangstor zum Bückeburger Schloss (Foto: V. Hege)

 

 

Johann Christoph Friedrich Bach seine Wirkungsstätte: Fürstliche Schloss von Schaumburg-Lippe in Bückeburg

Johann Christoph Friedrich Bach seine Wirkungsstätte: Fürstliche Schloss von Schaumburg-Lippe in Bückeburg.(Foto: V.Hege)

 

Gegenüber liegend vom Schloss ist die ehemalige Wohnstätte „Renthaus“ – von Johann Christoph Friedrich Bach zu finden. Das Gebäude befindet sich in einem großartigen Zustand, dort ist eine Erinnerungstafel auf Bach’s Wohnsitz angebracht worden.

 

Das "Renthaus", Wohnsitz von Johann Christoph Friedrich Bach (Fotorechte: V. Hege)

Das "Renthaus", Wohnsitz von Johann Christoph Friedrich Bach (Foto: V. Hege)

 

 

Das "Renthaus" Gebäude aus dem 17. Jahrhundert in Bückeburg (Fotorechte: V. Hege)

Das "Renthaus" Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, Wohnsitz von "Johann Christoph Friedrich Bach" in Bückeburg (Foto: V. Hege)

 

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Anschließend begaben wir uns auf eine weitere Spurensuche „auf dem Wege von Johann Christoph Friedrich Bach“ zum Jetenburger Friedhof, seine letzte Ruhestätte.

Google-Maps zum Jetenburger Friedhof:

Link: Größere Kartenansicht

Der Jetenburger Friedhof wird heute nicht mehr genutzt. Die Wegstrecke von der Stadtkirche Bückeburg dorthin kann von der Fußgängerzone zu Fuß in ca. 10-15 Minuten erreicht werden. Der Friedhof  liegt an der Jetenburger Straße – ist gut gepflegt und am Friedhofeingang – an der linken Seite – befindet sich ein Hinweisschild zu der Grabstätte von Bach.

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Sicht auf die Grabstätte von Johann Christoph Friedrich Bach

Sicht auf die Grabstätte mit Hinweisen - von Johann Christoph Friedrich Bach.(Foto: V.Hege)

 

 

Letzte Ruhestätte von "Johann Christoph Friedrich Bach"

Letzte Ruhestätte von "Johann Christoph Friedrich Bach" auf dem Jetenburger Friedhof. (Foto: V.Hege)

 

 

Hinweise mit fam. Daten und sein Wirken in Bückeburg (Fotorechte: V. Hege)

Hinweise mit fam. Daten und sein Wirken in Bückeburg (Foto: V. Hege)

 

 

Die Jetenburger Kirche aus dem 13. Jahrhundert auf dem gleichnamigen Friedhof in Bückeburg

Die Jetenburger Kirche aus dem 16. Jahrhundert auf dem gleichnamigen Friedhof in Bückeburg-Niedersachsen. (Foto: V.Hege)

 

Die Jetenburger Kirche ist eine kleine evangelisch-lutherische Kirche in Bückeburg, Landkreis Schaumburg, Niedersachsen. Diese auf den ersten Blick einfach erscheinende Feldstein-Dorfkirche stammt von 1573, jedoch befand sich hier schon seit dem 12. Jahrhundert eine Kirche. Jetenburg ist der älteste Stadtteil von Bückeburg (entlang der Jetenburger Straße). Früher handelte es sich hierbei um eine eigenständige Orts- und Kirchengemeinde. Bis zur Fertigstellung der Bückeburger Stadtkirche gingen auch die Bückeburger nach Jetenburg in die Kirche. Das Gelände um die Jetenburger Kirche besteht aus einem alten Friedhof, der heute nicht mehr als solcher genutzt wird. *)

Als Schlussfazit möchte ich anmerken, das die hinterlassenen Spuren von „Johann ChristophFriedrich Bach“ in Bückeburg sich in einem fantastischen Zustand befinden. Ein Besuch der historischen Stadt Bückeburg kann ich wärmsten empfehlen, großartige Weserrenaissance-Gebäude – Bückeburger Stadtkirche – Janke-Orgel – Fürstliches Schloss Schaumburg-Lippe – Historisches Rathaus – das Renthaus – der historische Jetenburger Friedhof …. – urige und gemütliche Gastronomie mit Strassenwirtschaft – das Hubschraubermuseum – und und… es gibt so Vielfältiges zu entdecken und die Umgebung und Landschaft von Bückeburg und das Fürstentum Schaumburg-Lippe ist wunderschön und kann den Besuch sehr empfehlen. Zum Abschluss dieser Spurensuche empfehle ich zur Stärkung und Entspannung die Außengastronomie im Schlosspark von Bückeburg, herrlich und ruhig gelegen mit zivilen Preisen – aufzusuchen.

 

Aussengastronomie im Schlosspark Bückeburg

Aussengastronomie im Schlosspark Bückeburg. (Foto: V.Hege)

 

Den vorgenannten Artikel werde ich in Zukunft ergänzen mit einem weiteren Beitrag unter dem Motto. „Auf den Orgelspuren von J.S. Bach und seine Söhne“.

Weitere Informationen zu der Stadt Bückeburg über die nachstehenden Links:

LINK:  http://de.wikipedia.org/wiki/Bückeburg

LINK:  zur Stadtgemeinde Bückeburg

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Grüsse

Volker

Webnews

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Zwei New Releases vom Label – Soli Deo Gloria – erschienen


Hallo,

weitere Veröffentlichungen vom Label – Soli Deo Gloria – sind erhältlich:

Forthcoming Releases

TWO NEW RELEASES DUE LATE SEPTEMBER 2009

Previous releases have received phenomenal press coverage and tremendous reviews for performance, sound quality and packaging.

SDG 707 (2 cds) contains:

SDG707Bach Brandenburg Concertos

Brandenburg Concerto No. 1 in F major, BWV 1046
Brandenburg Concerto No. 2 in F major, BWV 1047
Brandenburg Concerto No. 3 in G major, BWV 1048
Brandenburg Concerto No. 4 in G major, BWV 1049
Brandenburg Concerto No. 5 in D major, BWV 1050
Brandenburg Concerto No. 6 in B flat major, BWV 1051

Kati Debretzeni | The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

“You can hand the palm to Vivaldi for the mysterious pathos of [Bach’s] slow movements and the surface brilliance of his foot-tapping rhythms, but when it comes to hitting a propulsive rhythmic groove, no-one is a match for JS Bach.“ – John Eliot Gardiner (excerpt from John Eliot Gardiner’s notes)

John Eliot Gardiner and his superb period-instrument chamber orchestra, English Baroque Soloists, record their unique interpretation of Bach’s Brandenburg Concertos for the very first time.

Gardiner only conducts two of the six concertos. The responsibility of performing the remaining four is left to the hand-picked musicians of the English Baroque Soloists led by the brilliant, Kati Debretzeni, a true Konzertmeisterin and the inspirational presiding virtuoso of this project.

This recording follows a phenomenal 11-concert residency at the Spitalfieds Music Winter Festival in December 2008 and January 2009. John Eliot Gardiner led the English Baroque Soloists and the Monteverdi Choir in performances of JS Bach’s Christmas Oratorio, Brandenburg Concertos and Motets. Every concert was well received by public and press alike, with standing ovations from the sell-out audiences and high critical acclaim:

“Gardiner encouraged rampaging exuberance from his excellent horns, subtle dynamic variations from oboes and strings, and some unusually complex phrasing…delivered with such conviction.” – The Times

The six “Brandenburg” Concertos, described by Bach as ‘Concertos for several instruments’, are widely regarded as among the finest musical compositions of the Baroque. Now considered a benchmark of Baroque music, the concertos still have the power to move people almost three centuries later.

The booklet includes a long note by John Eliot Gardiner entitled ‘A conductor-less slant on the Brandenburg Concertos’ and entries by each member of the English Baroque Soloists where they discuss their personal experience of recording the Brandenburg Concertos.

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Eine Bestellung der CD’s ist über den nachstehenden Link möglich:

Link:

http://astore.amazon.co.uk/volsklajsbac-21/detail/B002NCUEZY

oder über meine Partnerseite:

Link:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

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music_display_on_website-icon._V46684973_ Hörproben CD-SDG 707 „Brandenburgische Konzerte“ nachstehend:

SDG 707 disc 1 – Bach Brandenburg Concertos

1.  Concerto No. 1 in F major, BWV 1046
– no. 1 [Allegro]

Stream Audio
13.  Concerto No. 2 in F major, BWV 1047
– no. 3 Allegro assai

Stream Audio
14.  Concerto No. 3 in G major, BWV 1048
– no. 1 [Allegro]

Stream Audio
SDG 707 disc 2 – Bach Brandenburg Concertos

2.  Concerto No. 4 in G major, BWV 1049
– no. 2 Andante

Stream Audio
6.  Concerto No. 5 in D major, BWV 1050
– no. 3 Allegro

Stream Audio
9.  Concerto No. 6 in B flat major, BWV 1051
– no. 3 Allegro

Stream Audio

Play the bit stream tracks with your media player (Real Player). To get a media player click on the icon below.

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SDG 177 – Eternal Fire (1 cd) contains:

SDG177
Bach Choruses

BWV 34 – O ewiges Feuer
BWV 103 – Ihr werdet Weinen
BWV 80 – Ein feste Burg
BWV 178 – Wo Gott der Herr nicht bei uns haelt
BWV 101 – Nimm von uns, Herr
BWV 39 – Brich den hungrigen dein Brot
BWV 12 – Weinen Klagen Sorgen Zagen
BWV 176 – Es ist ein trotzig
BWV 19 – Es erhub sich ein Streit
BWV 27 – Wer weisst wir nah emir mein Ende
BWV 20 – O Ewigwkeit du Donnerwort
BWV 186 – Aergre dich, o Seele, nich
BWV 95 – Christus der ist mein Leben
BWV 8 – Liebster Gott

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

SDG is proud to present its first compilation, featuring a superb collection of the greatest choruses from the award-winning Bach Cantatas series, hand picked by world renowned conductor John Eliot Gardiner.

On Christmas Day 1999 a unique celebration of the new millennium began in the Herderkirche in Weimar, Germany: the Monteverdi Choir and English Baroque Soloists under the direction of Sir John Eliot Gardiner set out to perform all Johann Sebastian Bach’s surviving church cantatas in the course of the year 2000, the 250th anniversary of Bach’s death.

The fourteen choruses heard here were recorded during the course of the Pilgrimage and each exhibit clearly Bach’s depth, originality and incomparable genius.

Jonathan Freeman-Attwood in the booklet note describes each chorus as a masterpiece in its own right and that each displays “an almost unfathomable emotional range wedded to intellectual depth and layered with tireless invention, meaning and beauty.”

‘Eternal fire’ is the perfect introduction to the glory and grandeur of Bach’s wonderful choral universe. An essential purchase for lovers of Bach and classical music.

To sign up for all future releases, click here to visit our online shop.

To join our mailing list and receive advance notice of new releases and special offers,
click here.

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music_display_on_website-icon._V46684973_Hörproben von der SDG-CD 177 nachstehend:

SDG 177 – Eternal Fire – Bach Choruses

1.  O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe I BWV 34
– (1746/7) no. 1 Coro
Stream Audio
2.  Ihr werdet weinen und heulen BWV 103
– (1725) no. 1 Coro

Stream Audio
7.  Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen BWV 12
– (1714/24) no. 2 Coro

Stream Audio
9.  Es erhub sich ein Streit BWV 19
– (1726) no. 1 Coro

Stream Audio
10.  Wer weiß, wie nahe mir mein Ende? BWV 27
– (1726) no. 1 Coro

Stream Audio
11.  O Ewigkeit du Donnerwort I BWV 20
– (1724) no. 1 Coro

Stream Audio

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Ein wichtiger Hinweis:

Mitglieder der Monteverdi-Verschickungsliste erhalten einen Rabatt-Code per E-Mail zugesandt und ist bei der Bestellung im Shop anzugeben…!!

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Grüße

Volker


Vorstellung CD SDG 104 Vol. 8 vom Label – Soli Deo Gloria


Hallo,

eine Vorstellung dieser bereits veröffentlichten CD SDG 104 – Vol. 8 fehlt im Forum und hole es schleunigst nach.

Ein Meisterstück in Sachen Bachkantaten hat Gardiner mit dieser Einspielung erzielt…!!

Jede Kantate dieser Doppel-CD ist ein Volltreffer!


Cover: CD-SDG 104 – Vol. 8

Link:

CD über meine Partnerseite im amazon aStore: Volume 8: Bremen & Santiago

  • Kantaten für den 15. und 16. Sonntag nach Trinitatis:
  • ———————————————————

CD eins: Aufführungsort:

Bremen, Kirche „Unser Lieben Frauen am 28.9.2000

Warum betrübst Du dich mein Herz BWV 138
Was Gott tut, das ist wohlgetan BWV 99 + 100
Jauchzet Gott in allen Landen BWV 51

Soloists: Malin Hartelius; Sopran, William Towers; Alto,

James Gilchrist; Tenor, Peter Harvey; Bass

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CD zwei: Aufführungsort:

Santo Domingo de Bonaval in Santiago de Compostela, Spanien

am 7.10.2000

Komm, Du süße Todesstunde BWV 161
Wer weiß, wie nahe mir mein Ende? BWV 27
Liebster Gott, wenn werd ich sterben? BWV 8
Christus, der ist mein Leben BWV 95

Soloists: Katharine Fuge; Sopran, Robin Tyson; Alto,
Mark Padmore; Tenor, Thomas Guthrie; Bass.
The Monteverdi Choir;
The English Baroque Soloists; John Eliot Gardiner

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Gruß

Volker

Webnews

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Rezension-Besprechung: CD’s von SDG 153 – Vol. 20 veröffentlicht vom Label Soli Deo Gloria im März 2009


Hallo,

nach langer Zeit nun meine Rezension von SDG 153, Vol. 20 / Aufführungsort: Grote Kerk, Naarden-Holland am 20.02.2000 und Southwell Minster, Nottinghamshire – England, am 27.2.2000.

Cover: SDG 153 Vol. 20

Cover: SDG 153 Vol. 20

C D – eins –

Cantatas for Septuagesimae (4. Sonntag nach Epiphanias)

BWV 144 – Nimm, was dein ist, und gehe hin
BWV 84 – Ich bin vergnügt mit meinem Glücke
BWV 92 – Ich hab in Gottes Herz und Sinn

(Aufführung: am 20.02. 2000 in Grote Kerk, Naarden-Holland)

Soloists: Miah Persson, Sopran | Wilke te Brummelstroete, Alt
James Oxley, Tenor | Jonathan Brown, Bass

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Grote Kerk Naarden-Holland

Foto: Grote Kerk, Naarden-Holland

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  • CD-Bestellung über amazon.uk
  • CD-Bestellung über amazon.de über meine Partnerseite:

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Rezension CD – e i n s :

Kantate: BWV 144 – Nimm, was dein ist, und gehe hin

(Kantate 4. Sonntag nach Epiphanias – Septuagesimae)

Die Kantate entstammt dem ersten Leipziger Amtsjahr Bach’s und erlebte am 6. Februar 1724 ihre erste Aufführung. Ihre Echtheit ist zuweilen angezweifelt worden, – jedoch zu Unrecht; denn das originale Quellenmaterial erweist Bach’s Autorenschaft eindeutig. Bach seine Komposition verzichtet weitgehend auf das konzertante Element. Der Eingangssatz ist eine Motettenfuge mit colla parte geführten Instrumenten – 2 Oboen und Streicher – und teilweise selbständigem Continuo.*)

Wie aus dem Nichts – ohne das geringste instrumentale Vorspiel – schleudern die Tenorstimmen das Motto: „Nimm was dein ist, und gehe hin“ – hervor bevor der Beginn einer fugierten Motette, in der zwei Oboen und Streicher über einen teilweisen unabhängigen Basso continuo die Gesangslinien verdoppeln. Dann, eine traurige und eine zarte Alt-Arie von Wilke te Brummelstroete. Hervorragend interpretiert sie diesen immer wieder in der Kantate zu hören Text: „Nimm, was dein ist….“

Miah Persson (Sopran) interpretiert die Gefühle sehr schön. Sie  nutzt geschickt die Nuancen aus – die betörend klingende Oboe im Dialog mit der Stimme verleiht der Arie einen zurückhaltenden und doch elegischen Glanz. Ebenfalls Glanzlichter setzt der Chor in Satz 3 und sechs und verleiht dieser Kantateneinspielung das Prädikat: wunderbar….!!


Kantate: BWV 84 – Ich bin vergnügt mit meinem Glücke

Bach hat den Text höchstwahrscheinlich zum 9. Februar 1727 komponiert. Die Bestimmung der Bach’schen Komposition für eine einzige Solostimme, zu der nur im Schlusschoral der Chor hinzutritt, hat ihr die bei Bach sonst seltene Bezeichnung „Cantata“ eingebracht. Man hat aus dieser Solobesetzung sowie aus der bereits erwähnten Umdichtung darauf schließen wollen, dass es sich bei diesem Werk nur um eine geistliche Hausmusik Bach’s, etwa für Anna Magdalena Bach, handele – gewiss zu Unrecht, wie schon die Bestimmung für den Sonntag Septuagesimae erkennen lässt.

Der aktuell zu vertonende Text, der auf Bachs Schreibtisch lag, basiert ebenfalls auf dem Gleichnis vom Weinberg, auch wenn diesmal nicht von den missgestimmten Arbeitern die Rede ist, sondern von „Meinem Glücke, das mir der liebe Gott beschert“. Bei der Vertonung hat Bach die geringen aufgewendeten Mittel – zum Solosopran treten als Instrumente eine Oboe, Streicher und Continuo – mit viel Sinn für die sich bietenden Abwechslungsmöglichkeiten eingesetzt. Die Eingangsarie verlangt das volle Instrumentarium. *)

Das BWV 84 beginnt in einer anderen Stimmung, auch wenn im dramatischen Kontex sich eine gleiche Richtung abzeichnet wie in der vorhergehende Kantate. Der Dialog zwischen dem Sopran und Oboe, mit beseelt aufspielenden Streichern begleitet, nimmt hier einen anderen und weniger unterwürfigen Ton an. Das ist ein Werk für Solo-Sopran, und Miah Persson gelingt es, eine große emotionale Bandbreite zu nutzen, das Highlight ist die Arie „Ich esse mit Freuden mein weniges Brot“. Dann, nach diesen Wirren – bietet der letzte A-cappella-Choral, diesbezüglich zur Linderung einen sehr geglückten Moment der Ruhe, atemberaubend, wie der Chor das gesanglich meistert.

Kantate: BWV 92 – Ich hab in Gottes Herz und Sinn

Diese neunsätzige Choralkantate, die Bach zum 28. Januar 1725 komponiert hat, liegt Paul Gerhards 12-strophiges Lied (1647) zugrunde. Die ausgedehnte Dichtung mag die Ursache gewesen sein, dass auch die Kantate ungewöhnlich lang geworden ist. Zu Beginn des großangelegten Eingangssatzes konzertieren zwei Oboi d’amore und Streicher im Wechsel. Ihre Thematik ist unabhängig von der Choralweise, die nach Beendigung des Einleitungsritonells vom Sopran zeilenweise in langen Notenwerten vorgetragen wird (Melodie: „Was mein Gott will, das gscheh allzeit). Die übrigen Singstimmen haben keinen Anteil an der Choralthematik, sondern verbinden sich mit den Streichern zu einem thematisch einheitlichen Imitationsgefüge. *)

Die einleitende Choralfantasie ist sorgfältig ausgearbeitet und weist in den drei einander imitierenden tiefen Stimmen heftige Spannungen auf. Instrumental und stimmlich wird dieser Satz in diesem Sinne zu einem wahren Kleinod vorgetragen, genial, wie Gardiner diese Spannungen erzeugt und sie umsetzen lässt und artet in eine perfekte Bach-Interpretation der Einmaligkeit aus.

Der Bass Jonathan Brown überzeugt in der musikalischen Gestalt an Festigkeit und Standhaftigkeit in seinem Rezitativ: „Es kann mir fehlen nimmermehr“. Besonders wirksam sind die Momente, wenn eine körperliche und geistige Auseinandersetzung  beschrieben wird, wie wenn die Linien „Mich die Wellen schon ergreifen / und ihre Wut mit mir zum Abgrund eilt “ Diese Verse sind eine Anspielung auf die biblische Geschichte von Jona und dem Wal, dessen Echos sind auch als ein Grollen im Continuo dargestellt“. Auch wenn Brown’s Stimme in den tiefen Lagen für diesen Abschnitt die Subtanz fehlt, sind seine Linien klar und durch intensive Vitalität motiviert gezogen.

Die Tenor-Arie, die durch einen feurigen James Oxley interpretiert wird, ist eine meisterhafte Tirade für die ersten Geigen. Die Atmosphäre, die durch den Text und den instrumentalen Linie erstellt wird, ist eine überzeugende Darstellung  – wie die Kraft des starken Armes Gottes seine Einzigartigkeit offenbart und sich als ein unbesiegbares Hindernis gegen den Satan darstellt.

Die Sopran-Arie (Miah Persson) – mit dem „Meinem Hirten bleib ich treu“ ist ein Glanzpunkt an Sangeskunst und in der Instrumentierung. Sie singt so anschaulich und überzeugend von der Treue und wird durch das bejahende Spiel der Oboe und Bc entsprechend beseelend unterstützt. Das berührt und trifft den Hörer im tiefsten seines Inneren und mag ihn vollends überzeugen: „Meinem Hirten bleib ich treu“.

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Hörprobe: BWV 92 Sopran-Arie Meinem Hirten bleib ich treu

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C D – zwei –

Cantatas for Sexagesimae

BWV 18 – Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
BWV 181 – Leichtgesinnte Flattergeister
BWV 126 – Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

(Aufführung: am 27.02.2000 in Southwell Minster, UK)

Soloists: Gillian Keith, Sopran | Angharad Gruffydd Jones, Sopran
Robin Tyson, Alt | James Gilchrist, Tenor | Stephan Loges, Bass

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

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Southwell_Minster_NottinghamshireFoto: Southwell Minster, Nottinghamshire – England

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Rezension CD – z w e i :

Gardiner sagt in seinem Reisetagebuch folgendes zu den 3 Kantaten:

Im Brennpunkt aller drei Kantaten steht die überwältigende Macht des Wortes, das (als geistliches Manna vom Himmel) zum Glauben führt, das Thema des Tagesevangeliums (Lukas 8, 4–15), das in den ersten beiden Werken am Beispiel des Gleichnisses vom Sämann behandelt wird. Selbst an seinen eigenen Maßstäben gemessen widmet sich Bach dieser Herausforderung mit ungewöhnlicher Intensität und Findigkeit. Jede dieser Kantaten zeichnet sich aus durch eine lebendige Bildersprache, fesselnde Dramatik und eine Musik von einer Frische und Kraft, die im Gedächtnis haften bleibt.

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Kantate: BWV 18 – Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt

Die Entstehung dieser Kantate fällt in Bach’s Weimarer Jahre und ist spätestens zum 24. Februar 1715 anzusetzen, – mit größter Wahrscheinlichkeit aber schon ein oder zwei Jahre vorher. Das Bach zwei Fassungen von dieser Komposition überliefert hat liegt in der unterschiedlichen Musizierpraxis in Weimar und Leipzig. Die Weimarer Fassung verlangt an Instrumenten zum Continuo lediglich 4 Violen, Aufführungstonart war g-Moll, jedoch in der gegenüber dem Kammerton um 1 bis 1 1/2 Ton höheren Chortonstimmung. Wenn Bach das Werk daher in Leipzig in a-Moll aufführte, so entsprach das annähernd der Weimarer Tonhöhe. Neu hinzugefügt wurden in der Leipziger Fassung2 Blockflöten. Dies ist die Fassung, in der sich das Werk in der heutigen Musizierpraxis eingebürgert hat. *)

Dazu Gardiner in seinem Tagebuch zu seiner Aufführungsform von BWV 18:

Als Bach die Kantate 1724 in Leipzig wiederaufführen wollte, ergänzte er dieses Streicherensemble

um zwei Blockflöten, zur Verdopplung der beiden hohen Bratschenstimmen, dem sie einen Nimbus geben, der in gewisser Weise dem 4’-Register einer Pfeifenorgel entspricht. Das war die Version, die wir übernommen und vom Weimarer Chorton in g-moll nach a-moll transponiert haben (die Bratschen sind auf A=465 Hz gestimmt, spielen jedoch nach den ursprünglichen, in g-moll notierten Parts).


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Die Kantate beginnt mit einer betörenden einleitenden Instrumental-Sinfonia. The English Baroque Soloists machen aus dieser Einleitung eine nuancierte und leidenschaftliche thematische Einführung in das Kantaten-Werk. Der Satz drei als Rezitativ und Litanei für Tenor, Bass und Chor ist das Herzstück in diesem Werk. James Gilchrist, (Tenor); Stephan Loges, (Bass); der Monteverdi Choir  und das Barockorchester gelingt eine eindrückliche dramatische Litanei -Wiedergabe. Fantastisch, wie hier Gardiner Hand anlegt und seine Protagonisten in der Dramatik und Nuancierung fordert, das ist in sich ein spektakuläre Aufführung geworden die den Hörer begeistert.

Die Sopran-Arie: „Mein Seelenschatz ist Gottes Wort “ erklingt durch Gillian Keith’s mal fröhlich dann zart und als feuriges Bild entsprechend als ein Dankgesang an Gott. Beseelend dazu agiert das stimmlich vorzügliche Orchester.

Kantate: BWV 181 – Leichtgesinnte Flattergeister

Ihre erste Aufführung erlebte die Kantate am 13. Februar 1724. Jedoch scheinen damals noch keine Holzbläser mitgewirkt zu haben; denn die heute vorliegenden Stimmen für je eine Querflöte und Oboe stammen erst von einer wesentlich späteren, nicht sicher datierbaren Wiederaufführung. *)

Mit den „leichtgesinnten Flattergeistern“ sind jene oberflächlichen, wankelmütigen Menschen gemeint. Mann kann nur staunen, wie anschaulich Bach die einzelnen Details des Gleichnisses ausmalt eine zerklüftete Melodieline, von Trillern durchsetzt, eine locker geführte Staccato-Artikulation im tempo vivace und eine Instrumentierung in den oberen Stimmen mit Flöte, Oboe und Violine besetzt.

Gardiner gelingt im Kontrapunkt ein perfektes Spannungsfeld aufzubauen. Der erste beginnt mit einer eindrucksvollen Bass-Arie: Stephan Loges – meisterhaft nutzt er die Triller und Verzierungen, mit denen Bach porträtiert – die  „Leichtgesinnten Flattergeister“. Angharad Gruffydd Jones, Sopran; ist im Rezitativ ein zögerliches Singen spürbar: ihr weiches Timbre macht ihre Interpretation nicht ganz überzeugend. Der abschließende Choral ist ein wahrer Festschmaus, mit den triumphierenden Trompeten erzielt das gesamte Ensemble ein erhebendes Finale.

Kantate: BWV 126 – Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

Diese Choralkantate hat J.S. Bach zum 4. Februar 1725 komponiert. Bach hat dem herkömmlichen Instrumentarium von 2 Oboen, Streichern und Continuo im Eingangschor noch eine D-Trompete hinzugefügt , der die nicht ganz leichte Aufgabe zufiel, mit ihrem durch die natürliche Obertonreihe beschränkten Tonumfang in einem a-Moll-Satz eine führenden Rolle zu spielen. Offenbar stand Bach hierfür ein hervorragender Trompeter zur Verfügung. *)

In seiner Form  ist der Eingangssatz ein Triumph für die  Trompete – überragend spielt Gabriele Cassone der schon in den Neujahrskantaten von 2000 in der Gethsemanekirche, Berlin so überzeugend aufgetreten ist.

Gabriele Cassone-Trompete, Italien

Gabriele Cassone-Trompete, Italien

Hier bewundere ich die Auswahl von Gardiner – nur exzellente  Spitzen-Trompeter zu verpflichten, bisher haben sie mich in den SDG-Einspielungen immer überzeugen können und so ist es im BWV 126 wiederum gelungen, dass der Hörer mit einem großartigen Trompeter konfrontiert wird, dazu der klasse auftrumpfende Monteverdi Choir ergibt das berühmte Gänsehauterlebnis.

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Hörprobe:   BWV 126 (Eingangs-Choral) Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

Diese Kantate berauscht mich mit einem Lieblings-Tenor: (James Gilchrist) in Satz 2, 3 und fünf. Das ist Überzeugungsgesang in Wort und Stimme das er so überzeugend darbietet und in einer vollendeten Kunstform so einprägsam dem Hörer vermitteln imstande ist. Leider ist die Oboen-Begleitung etwas Piepsig zu hören aber schmälert nicht den hervorragenden Gesamteindruck.

James Gilchrist, (Tenor);  und Robert Tyson, (Alto); interpretieren virtuos das Rezitativ in Satz 3; „Der Menschen Gunst und Macht wird wenig nützen“. Ein Perlengesang vollster Reinheit und Klasse…. ein Traumduo!

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Hörprobe:  BWV 126 Recitativ für Alt, Tenor Der Menschen Gunst und Macht wird wenig nützen

In Satz vier, Bass-Arie: „Stürze zu Boden, schwülstige Stolze“ ist Stephan Loges ein prächtiger Part gelungen, stimmlich Ausdrucksstark interpretiert er virtuos das „schwülstige Stolze“.

Der Monteverdi Chor ist im Stande, den Schlusschoral mit einer Wärme und Stille – inhaltlich seiner Bedeutung: auf Hoffnung und  Frieden in einer wunderbaren Schönkeit und Gerechtigkeit – gesanglich einzuhüllen –  das ist es, was ein Weltklasse-Chor so auszeichnet – sie sind immer wieder in der Lage, das wörtliche Geschehen auch stimmlich zu artikulieren und umzusetzen, so dass es ein perfekter Kunstgenuss wird.

Aus Gardiner-Reisetagebuch seine Schlussanmerkung zum BWV 126:

Nichts ist oberflächlich an Bachs Vertonung, an der eindringlichen Bitte um ‚Fried und gut Regiment’ und der zarten Hoffnung auf ‚ein geruh’g und stilles Leben’. Und die denkwürdigste Phrase wird für das drei Takte umfassende ‚Amen’ aufgespart, eine wunderbare Verschmelzung polyphonen Tudorstils mit Bach’schem Kontrapunkt, die unter dem hölzernen Tonnengewölbe des Southwell Minster überirdische Schönheit erlangte.

Mein Schluss-Fazit zu diesen Einspielungen:

Es sind wieder herrliche Kantaten-Einspielungen geworden, die den Vergleich mit den bereits veröffentlichten SDG-CD’s nicht scheuen brauchen. Zu bewundern ist immer wieder die Handschrift von Sir Gardiner, seine Interpretationen der Bachwerke gelingen ihm durchwegs auf allerhöchstem Niveau und dazu sein Weltklasse-Chor und das fantastische Barockorchester ergeben immer wieder ein Spitzenergebnis der Sonderklasse.

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*) Textauszüge: Alfred Dürr, J.S. Bach “Die Kantaten”

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Gruß
Voker

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Ein erhebendes Konzert erklang vom Magdalena Consort in der Bachkirche Arnstadt am 23.7.2009


Hallo zusammen,

nach dem Besuch des großartigen Elbipolis-Konzert in Ohrdruf am Vortag, stand am Folgetag, 23. Juli 2009, ein weiterer Konzertbesuch an unter dem MDR-Konzept: „Bach und seine Städte“ in der Bachkirche von Arnstadt mit dem „Magdalena Consort“ aus England.

Magdalena Consort in Arnstadt

Magdalena Consort in Arnstadt

Nordportal der Bachkirche Arnstadt

Nordportal der Bachkirche Arnstadt

Am Anfang möchte ich das Ensemble „Magdalena Consort“ aus England einmal kurz vorstellen.

Gründer vom Magdalena Consort in 2008 ist der englische Bass-Bariton „Peter Harvey“ – der bekannt geworden ist durch seine Teilnahme an der Bach Cantata Pilgrimage 2000 Tour unter dem englischen Dirigenten: Sir John Eliot Gardiner und seinem Monteverdi Choir und English Baroque Soloists. Peter Harveys Geheimrezept für eine lebendige Interpretation der Bach’schen Musik und eine große Klangreinheit ist die feste Solistenbesetzung des Ensembles mit den erfahrensten Sängern der Alten Musik. Das Barock-Orchester und die Gesangs-Solisten rekrutieren sich überwiegend aus dem Umfeld von J.E. Gardiner.

Gründer Magdalena Consort in 2008 - Peter Harvey; zweiter von links

Gründer vom Magdalena Consort - Peter Harvey; Bildmitte

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Programm:

J.S. Bach (1685-1750)

Kantate zum Johannisfest: BWV 7; „Christ unser Herr zum Jordan kam“

Kantate zum Fest Christ Himmelfahrt: BWV 37 „Wer da glaubet und getauft wird“

Lutherische Messe G-Dur BWV 236

Ausführende:

Matthew Truscott; Violine (Konzertmeister), – Jean Peterson; Violine, –  Roy Mowatt; Violine, – Rebecca Miles; Violine, – Dorothea Vogel; Violine, – Sarah McMahon; Violoncello, – Judith Evans; Kontrabass, – Silas Standage; Orgelpositiv, – James Eastaway; Oboe, – Abigail Graham; Oboe.

Gesangs-Solisten: Gilian Keith; Sopran – Robin Blaze; Altus – James Gilchrist; Tenor, – Peter Harvey; Bass.

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Barockorchester Magdalena Consort

Barockorchester Magdalena Consort

Erwartungsvoll gestimmt erreichten wir am zweiten Tag die Bachkirche in Arnstadt und trafen uns mit weiteren Forummitgliedern vor der Kirche. Ein herzliches Wiedersehen steigerte noch einmal die Erwartungshaltung auf das gemeinsam zu besuchende Bachkonzert.

In der Vorankündigung wurde bereits auf die solistische Besetzung mit Sopran – Alt – Tenor und Bass hingewiesen. Das schien mir sehr ungewöhnlich zu sein, zumal seit dem 19. Jahrhundert die Vokalwerke von J.S. Bach mit einem Chor zur Aufführung gelangen. Es wird vermutet, dass J.S. Bach teilweise Solo-Gesangssolisten einsetzte und auf einen Chor verzichtete, da ihm nicht adäquate Sänger zur Verfügung standen. Hier setzt Peter Harvey als Leiter und Gründer vom Magdalena Consorts an und möchte mit herausragenden Solo-Sängern die Vokalwerke zu Gehör bringen. Diese Aufführungsform ist nicht neu, sein Vorgänger war Joshua Rifkin und Sigiswald Kuijken lässt neuerdings ebenfalls jede Stimme solistisch besetzen, während Cantus Cölln – Konrad Junghänel – mit acht Solo-Sängern die  Lutherischen Messen eingespielt hat. Nun war ich riesig darauf gespannt, wie ich mit dieser Aufführungsform zurecht komme.

Der Konzertabend begann mit der Kantate:

BWV 7 „Christ unser Herr zum Jordan kam“

Diese Kantate wurde von Bach für den 24. Juni 1724 zum Fest Johannes des Täufers – nach Martin Luthers Tauflied von 1541 – komponiert. Der bedeutsamste Satz der Werkes ist der Eingangschor. Die Eingangssinfonia wird teilweise vom Orchester in einer liedunabhängigen Thematik vorgetragen. Auffallend schön gelang dem klein besetzten Barockorchester diese zu Herzen gehenden Stellen. In diesem Satz fällt der Cantus firmus dem Tenor zu, besetzt mit James Gilchrist.

Was für ein strahlender Tenor, mit seinem Stimmvolumen füllt er die ehrwürdige Bachkirche und setzt sein Können dementsprechend ebenfalls in dem Rezitativ, Satz 3 – „Dies hat Gott klar Mit Worten und Bildern“ und in der Arie Satz 4 –  „Des Vaters Stimme ließ sich hören“– gekonnt ein, es ist ein Genuss sein inbrünstiges und wortgläubiges Singen mitzuverfolgen, er packt den Zuhörer und bindet ihn in das Geschehen mit ein, das ist das Grossartige, was diesen Tenor so auszeichnet.

Hörprobe BWV 7 – „Christ unser Herr zum Jordan kam“ – Satz eins Chor (großer Chor nicht solistisch)

Hörproben Link: Bach_ BWV 7, _Christ, Unser Herr, Zum Jordan Kam_ 1.Satz Chor

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Im Anschluss erklang die Kantate:

BWV 37 „Wer da gläubet und getauft wird“

zum Fest Christi Himmelfahrt. Komponiert wurde sie von Bach für den 18. Mai 1724 in Leipzig. Trotz schmaler Besetzung des Orchesters gelingt es Bach eine Vielzahl reizvoller Klangwirkungen zu erzeugen. Diese Kantate hat aufgrund ihrer Schönheit im vorigen Jahrhundert große Verbreitung und Beliebtheit erlangt. Reizvoll an diesem Werk sind die Rezitative und Arien für Sopran – Tenor und Bass – ummantelt von einer wunderbaren Begleitung von der Solo-Violine oder dem Bc. Entzückt lauscht der Hörer in der Arie für Tenor der wunderbaren Textaussage in Satz 2: „Der Glaube ist das Pfand der Liebe“ mit dem Violin-Solo. Das sind wieder diese Gänsehauststellen, die sich in Satz 3 ebenso einstellen. Hier war ein Traumduo in der Bachkirche zu hören, die großartige und stimmgewaltige Sopranistin Gilian Keith und der sehr überzeugende Altus Robin Blaze harmonierten vorzüglich miteinander. Meine gelegentliche Abneigung gegenüber einem Altus wurde hier abadsurdum geführt so überzeugend stimmlich dem Sopran angepasst, harmonierten sie fantastisch zusammen – ein filigranes Singen der Extra-Klasse – es war ein weiterer Höhepunkt in dieser Kantate.

Die Choräle in Satz eins und sechs habe ich durch die vier Solo-Sänger (Gilian Keith; Sopran – Robin Blaze; Altus – James Gilchrist; Tenor und Peter Harvey; Bass-Bariton) so noch nie gehört, diese Durchsichtigkeit im Gesangsvortrag, filigran stimmlich auf einander abgestimmt, sich gegenseitig anfeuernd – man spürte förmlich ihre Begeisterung des gemeinschaftlichen Singens – bedeutete für mich Neuland zu betreten und war restlos begeistert. Das war absolute Weltklasse von diesen vier Protagonisten und überzeugten mich vollends – ab sofort benötige ich keinen Massenchor für die Bach-Choräle mehr – mein Dank gilt diesen vier Solo-Sängern vom Magdalena Consort, die mich eines Besseren belehren konnten.

Wer von den Besuchern im Forum diese Kantateneinspielung von Gardiner besitzt, sollte sie sich noch einmal anhören, es ist ein Juwel..!! Erschienen bei der Deutschen Grammophon in 2000.

Cover DGG Gardiner u.a. BWV 37

Cover DGG Gardiner u.a. BWV 37

Erhältlich bei Amazon: Link: http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B00004T767

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Hörprobe BWV 37 – Satz 2 für Tenor: „Der Glaube ist das Pfand der Liebe“ (Der Vortragende ist nicht James Gilchrist)

Hörproben Link: Bach_ BWV 37, _Wer da Gläubet und getauft wird_ – 2. Satz Tenor Der Glaube Ist das Pfand der Liebe

Hörprobe BWV 37 – Satz 3 – Choral für   Sopran und Alt: „Herr Gott Vater mein starker Held“ (großer Chor nicht solistisch)

Hörproben Link: 19 Bach_BWV 37, _Wer Da Gläubet Und Getauft Wird_ – 3.Satz Sopran und Alt Herr Gott Vater, Mein starker Held

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Der Schlusspunkt wurde vom Magdalena Consort gesetzt mit der Lutherischen Messe

BWV 236 „Missa G-Dur.

Die um 1738 / 39 entstandene Missa gehört zu Bachs lateinischer Kirchenmusik, die an seinem Schaffen einen geringen Anteil hat. In diesem Missa hat Bach aus seinen Kirchenkantaten Sätze übernommen. Das Kyrie entlehnte er dem Eingangschor aus dem BWV 179. Das Gloria aus dem 1. Teil der Kantate BWV 79 – Der Herr ist Sonne und Schild.

Mit dieser Messe gelang dem Magdalena Consort nach der Pause noch einmal ein Volltreffer. Das feine Barockorchester überzeugte mit einem großartigen Können, ausgewogen musizierend war es eine famose barocke Klang-Pracht, die es zu bewundern gab.

Die vier Solo-Sänger vom Magdalena Consort

Die vier Solo-Sänger vom Magdalena Consort

Foto: von links – 1. Violine Matthew Truscott, Gilian Keith, Robin Blaze, Peter Harvey, James Gilchrist.

Wiederum berauscht wurde der Hörer an diesem Abend von dem Gesangs-Vortrag der vier Solo Gesangs-Spezialisten. Das war eine helle Freude ihnen zuzuhören, so eine klangliche Einheit erlebt man selten und man kann sich glücklich schätzen, so etwas erleben zu dürfen. Ich habe es in vollen Zügen genossen und bin ein Fan für diese Aufführungspraxis geworden. Man hätte sich gewünscht, der Abend würde so schnell nicht an einem vorüberziehen, und woran lag das, an den englischen Spitzenkönnern die imstande sind, die Bach’sche Traummusik der allerfeinsten Art zu zelebrieren. Staunend, hingerissen und in einer wunderbaren Art des Mitnehmens ist es ihnen gelungen, den Hörer fassungslos in den Sommerabend zu entlassen. Ein riesiger Dank gebührt diesem Ensemble, das grenzte an überirdischer Musik was am Schluss durch den riesigen Beifallssturm auch zum Ausdruck gebracht wurde.

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Das Konzert wird als Mittschnitt vom MDR-Figaro am 28. September 2009 um 20:00 Uhr gesendet…!!

Link zum MDR-Figaro im Internet-Radio nachstehend:

MDR FIGARO hören im RealPlayer (128 kbit/s)

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Hörproben vom BWV 236 -Missa G-Dur – nachstehend:

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Hörprobe mit 8 Solosängern besetzt das BWV 236 –  Satz 2 Gloria

Hörproben Link: Bach Missa G-Dur BWV 236 Satz 2 Gloria mit 8 Solosängern

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nachstehend vom „Magdalena Consort“ mit 4 Solosängern besetzt:

BWV 236 Missa G-Dur Sätze 2 + 3 + 6

die Hörproben von der Webseite: Magdalena Consort wurde in Spanien mit 2 Mikrophone aufgenommen und sind als Vergleich nur bedingt aussagefähig..!

The music is from the recent concert in Santiago. This was a live
recording using a simple two-microphone setup, but it gives a flavour
of the event. The soloists are Gillian Keith, Daniel Taylor, James
Gilchrist and Peter Harvey, and the orchestra is led by Matthew Truscott

Hörproben Link: http://www.magdalenaconsort.com/xspf/trax/bwv236-2.mp3 (Satz 2 / mit 4 Solosängern)

Hörproben Link: http://www.magdalenaconsort.com/xspf/trax/bwv236-3.mp3

Hörproben Link: http://www.magdalenaconsort.com/xspf/trax/bwv236-6.mp3


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Grüße

Volker

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CD-Veröffentlichung von einer der ältesten Orgeln der Welt aus Ostönnen


Hallo,

nach der Vorstellung der CD von der „Hinrich Klausing-Orgel” aus der Pfarrkirche in Rumbeck wieder eine filigrane und spektakuläre Orgel-CD-Veröffentlichung – als Weltersteinspielung – möchte ich hier eine CD-Aufnahme von der ältesten bespielbaren Orgel der Welt – aus Ostönnen-Soest – eingespielt in der St. Andreaskirche – vorstellen.

St. Andreaskirche in Ostönnen-Soest

St. Andreaskirche in Ostönnen-Soest

Foto: älteste bespielbare Gotische-Orgel der Welt - Andreaskirche Ostönnen

Foto: älteste bespielbare Gotische-Orgel der Welt – Andreaskirche Ostönnen

Nach jüngsten Untersuchungen wurde das Instrument in seinen ältesten Teilen wahrscheinlich zwischen 1425 und 1431 von einem unbekannten Orgelbauer erbaut. Es stand ursprünglich in Alt St.Thomae in Soest. Teile des Gehäuses, die Windlade und mehr als 50% der Pfeifen stammen aus dieser Zeit. 1586 baute ein Meister Bartholdus u.a. zwei neue Register ein: Gedackt und Trompete.

1722 wurde es durch Johann Patroclus Möller (Lippstadt) nach Ostönnen umgesetzt. Möller baute einige neue  Pfeifen- oder Pfeifenteile ein, z.B. bei der Trompete. Im weiteren 18.Jahrhundert verschiedene Reparaturen. Im 19.Jahrhundert Pflege durch Dreymann (Beckum), Pohlmann (Warendorf) und Tennstädt (Paderborn). In 2003 wurde die Orgel von der Orgelbauwerkstatt Winfried Kirchberg aus Altenahr – umfassend restauriert.

Erläuterungen: Die gotische Orgel (um 1430) der Ev. St.-Andreaskirche Ostönnen

Soest, Westfalen von Prof. Dr. Helmut Fleinghaus nachstehend anklicken:

https://www.kirche-ostoennen.de/kirchenorgel/fuer-experten-restaurierungsbericht/

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Ev. St.-Andreaskirche Ostönnen – Link: https://www.kirche-ostoennen.de

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CD-Vorstellung:

Orgel und Zink – Einspielung auf der ältesten spielbaren Orgel der Welt

Hörprobe Hörproben: finden Sie nachstehend von der CD:

Anonymus – My Lady Careys Dompe

Link:  18 Tantum Ergo

Link: 23 Saltarello Detto Il Vecchi

 

Cover: CD aus der Andreaskirche Ostönnen Orgel und Zink

Cover: CD aus der Andreaskirche Ostönnen Orgel und Zink

 

Cover-Rückseite mit den Einspielungen:

Cover 1 Einspielungen Orgel + Zink

Cover 1 Einspielungen Orgel + Zink

Cover 2 Einspielungen Orgel + Zink

Cover 2 Einspielungen Orgel + Zink


CD vom Label:  Motette (MOT 20321 mit 60-seitiges Booklet) 16,70 €

Link: http://www.motette-verlag.de/onlineshop/index.html?vorgelportraets.htm

„Musik für Orgel und Zink auf der ältesten spielbaren Orgel der Welt“
in der evangelischen St. Andreaskirche Ostönnen
Brett Leighton (Orgel) und Doron D. Sherwin (Zink) spielen Werke des
späten Mittelalters und der Renaissance auf der Ostönner Orgel.

CD: EUR 16,— per Stück

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat während der Restaurierung der
Gotischen Orgel einen Film gedreht. In diesem Film werden einzelne Schritte
der Restaurationsarbeit dokumentiert und gezeigt.
Der Film ist als Video oder DVD erhältlich.

Video: EUR 10,– per Stück
DVD: EUR 15,– per Stück

Je Versand eines Exemplars wird eine Versandpauschale von EUR 3,00 erhoben.

Die Bestellungen richten Sie bitte an die Adresse:  teiner74@aol.com

Inhaltsangaben zur CD:

Erst 2003 wurde nach umfangreichen Test und Gutachten klar, daß in Ostönnen bei Soest die wahrscheinlich älteste spielbare Orgel der Welt steht. Um einen umfassenden Klangeindruck zu geben, wurden auf dieser Aufnahme ausschließlich Werke aus der Enstehungszeit des Instruments (ca. Anfang des 15. Jahrhunderts) mit der sehr seltenen Klangkombination Orgel und Zink*) eingespielt. Doron D. Sherwin, einer der weltbesten Zinkenisten und Brett Leighton, Spezialist für frühe Orgelmusik, bieten einen faszinierenden Blick zurück.

*) Erläuterungen von Wikipedia zum Zink:

Zink - Cornetts

Zink – Cornetts (Wikipedia)

 

Zinken sind schon im Spätmittelalter bezeugt. Eingesetzt wurde das Instrument seit der Renaissance zunächst von Stadtpfeifern als Oberstimme zum Posaunen-Ensemble (Trompeten waren dem Adel vorbehalten und auf die Naturtonreihe beschränkt), bevor es, von Italien ausgehend, im späten 16. Jahrhundert zu einem virtuosen Soloinstrument wurde. Zu den berühmtesten Solisten gehörte Giovanni Bassano. Heinrich Schütz komponierte in seiner früheren Zeit häufig für den Zinken.

Der Zink wird im Prinzip wie eine Trompete geblasen, das heißt der Ton wird in einem Kesselmundstück – in der Regel aus Holz, Horn oder Elfenbein – mit den Lippen erzeugt. Daher wird der Zink trotz seines Materials zu den Blechblasinstrumenten gezählt. Die Spieler setzen das Mundstück seitlich auf den Lippen an.

Mit dem Aufkommen der Violine im 17. Jahrhundert verlor der Zink allmählich seine Bedeutung als Soloinstrument. Am längsten hielt er sich in Nordeuropa, wo die letzten Originalkompositionen für das Instrument aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts datieren.

Seit den späten 1970-er Jahren erfährt der Zink eine intensive Wiederbelebung im Zuge der Neuentdeckung der Alten Musik (vgl. Historische Aufführungspraxis). Heute gibt es wieder Zinkenisten und Instrumentenbauer, die denen aus der Blütezeit des Zinken ebenbürtig sind. Für Anfänger werden heute auch Zinken aus Kunststoffen hergestellt.

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Mich begeistert diese CD-Einspielung mit Orgelwerken und Zink aus dem Mittelalter und der Renaissance-Zeit, die Ostönner-Orgel und  Zink lassen den Hörer die Epoche wieder lebendig werden dank dieser prächtigen Einspielung, ein Juwel….. und wärmstens zu empfehlen.

Gruß Iris

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Rezension-Besprechung: CD’s von SDG 150 – Vol.17 veröffentlicht vom Label: SDG – Monteverdi im Dezember 2008


Hallo,

meine Rezension von SDG 150, Vol. 17 / Aufführungsort: Gethsemanekirche in Berlin am 1. + 2. Januar 2000.

Cover: SDG 150 Vol. 17

Kantaten für Neujahr

BWV 143 – Lobe den Herrn, meine Seele II
BWV 41 – Jesu, nun sei gepreiset
BWV 16 – Herr Gott, dich loben wir
BWV 171 – Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm

(recorded: 1. Januar 2000Gethsemanekirche, Berlin)

Soloists: Ruth Holton; Sopran | Lucy Ballard; Alto
Charles Humphries; Alto | James Gilchrist; Tenor | Peter Harvey; Bass

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Cantatas for the Sunday after New Year

BWV 153 – Schau, lieber Gott, wie meine Feind
BWV 58 – Ach Gott, wie manches Herzeleid II

(recorded: 2. Januar 2000 Gethsemanekirche, Berlin)

Soloists: Ruth Holton; Sopran, Sally Bruce Payne; Alt,
James Gilchrist ; Tenor,  Peter Harvey; Bass

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

Aufführungsstätte: Evang. Gethsemanekirche in Berlin

Aufführungsstätte: Evang. Gethsemanekirche in Berlin

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  • Click here Gardiners-Reisetagebuch for a German Translation of the sleeve notes

  • Hier klicken zur „Meinungsäußerung“von Gabriele Cassone Horn, Trompete

  • music_display_on_website-icon._V46684973_ SDG 150 Vol. 17 Hörproben beim Label: Soli Deo Gloria

  • CD-Bestellung bei amazon” SDG 150, Vol. 17, 2 CD’s

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    Rezension CD – e i n s :

    Kantate: BWV 143 – Lobe den Herrn, meine Seele II

    (Kantate für Neujahr)

    Die mangelhafte Überlieferung dieser Kantate – nur in einer Abschrift der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts und deren Abkömmlingen – gibt uns mancherlei Rätsel auf; auch sind schon Zweifel an ihrer Echtheit geäußert worden.

    Gardiner schreibt dazu in seinem Reisetagebuch:

    Lobe den Herrn, meine Seele II – ist uns nur in einer handschriftlichen Kopie aus dem Jahre 1762 erhalten. Sehr viele Zweifel bestehen über die Authentizität dieser kleinen Kantate, und einige Merkmale werfen weitere Fragen auf. Da ist zunächst die Besetzung, die unübliche Kombination dreier Corni da caccia mit Pauken, Fagott und Streichern; dann die Tonart B-dur (ist das der Kammerton oder der Chorton?), der einfache (fast naive) Grundplan und Satz, die Vermischung von Bibelworten mit Choralfragmenten und freier Dichtung, die dieses Werk in die Nähe der frühesten Kantaten Bachs rückt, jene, die er während seines einjährigen Aufenthaltes in Mühlhausen komponierte (BWV 106, 4, 71 und 131), allerdings handwerklich und schöpferisch auf einem sehr viel bescheideneren Niveau.

    Zum Beispiel werden die Arabesken der Solovioline durch das Staccato eines ‚Totengeläuts’ in den tiefen Streichern (Nr. 4) betont, und diese korrigieren zuweilen die recht konventionell angelegten melodischen und rhythmischen Muster, die für das restliche musikalische Material typisch sind.

    Mein Fazit zu dieser Kantaten-Einspielung ist mehr als wohlwollend, ein prächtig agierender Tenor in Satz vier und sechs schält die Höhepunkt eindrücklich hervor und der Schlusschoral mit dem „Halleluja“ gelingt so beieindruckend schön, so dass  das Gänsehauterlebnis sich automatisch einstellt.

    Kantate: BWV 41 – Jesu, nun sei gepreiset

    Das Werk ist eine reife Choral-Kantate von höchster Qualität aus dem zweiten Leipziger Jahrgang – der das dreistrophige Neujahrslied Johannes Hermanns (1593) zugrunde liegt. Die erste und letzte Strophe sind im Wortlaut beibehalten; die Mittelstrophe hat einer freien Nachdichtung in den Kantatensätzen 2 bis 5 als Vorlage gedient. *)
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    Mein Fazit: Die Prachtentfaltung des Eingangssatzes nimmt einem den Atem, die Trompeten, das Orchester und der Chor zelebrieren hier wieder einmal überirdische Musik – hier wird der Hörer mitgenommen in eine andere Welt, das ist wiederum von Bach eine Komposition der Unsterblichkeit. Alle Protagonisten erfüllen hier vollends den gesetzten Ansprüchen, um uns in diesen Bach-Trance Zustand versetzen zu können. Bravo…!!
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    Hörprobe vom Eingangssatz: „Jesu, nun sei gepreiset“


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    Das Kleinod in dieser Kantate ist jedoch der Satz 4 – die Tenor-Arie „Woferne du den edlen Frieden“. Sie gehört zu den wenigen neun Kantatensätzen, in denen Bach den betörenden, ein breites Spektrum umfassenden Klang des Violoncello piccolo einsetzt – eines Instrumentes, das bei ihm mit der Person Jesus oder seiner Präsenz verknüpft ist, vor allem in seiner Beschützerrolle als „guter Hirte“. Hier ist das fünfsaitige Modell vorgesehen, für einen Klangraum, der sich von der tiefsten Saite, C, im Violinschlüssel über drei Oktaven hinauf bis zum H mit aufgelöstem Vorzeichen erstreckt, so als sollte dieser weite Raum die Dualität von Himmel und Erde, Körper und Seele in sich schließen und verdeutlichen, dass Gott die Belange der Menschen, auf körperlicher wie auf geistlicher Ebene, unter seiner Obhut hat. *)

    Der Schlusschoral (Satz 6) – greift deutlich wieder auf den Eingangssatz zurück und als Zwischenspiel erklingt mehrmals das Trompetenmotiv aus dem 1. Satz. Ich bewundere hier die großartigen Trompeten, es sind Spitzenkönner und geben dieser Kantate die so festliche Würze – besetzt mit Gabriele Cassone; Luca Marzana und Mauro Bernasconi. Der überragende Monteverdi Choir und die English Barocke Solists berühren mit einer grandiosen Neujahrsmusik – mit Pauken und Trompeten endet eine Pracht-Kantate und beflügelt den Hörer, mit großer Zuversicht in das neue Jahr zu gehen.

    Kantate: BWV 16 – Herr Gott, dich loben wir

    Bach hat die Kantate in Leipzig für den Neujahrsgottesdienst  1726 komponiert. Den Beginn bildet ein knapper Cantus-firmus-Satz über die liturgische Melodie des „Tedeum“ die von Sopran und Horn vorgetragen wird, wärend die drei Unterstimmen – Alt, Tenor und Bass mit geführten Instrumenten – dazu bewegte Kontrapunkte bilden. *)

    Ein Höhepunkt in dieser Kantate befindet sich in Satz 5 in der wunderbaren Arie für Tenor: „Geliebter Jesu, du allein“. Wie innig und berührend wird hier der Text von James Gilchrist – anschaulich und verinnerlicht vorgetragen, das geht unter die Haut – dazu  das Bc und Oboe da caccia kommen in dieser Besetzung dem innigen, intimen Charakter dieser Arie sehr entgegen, eine Traumarie.

    Ein schlicht- vierstimmiger Choralsatz in Satz 6 mit dem „All solch ein Güt wir preisen“ beschließt die Kantate. Hier wiederum zu bewundern, wie der Monteverdi Choir ohne Hetze, sehr getragen und homogen mit ihrer Sangeskunst den Hörer zu überzeugen weiss.

    Kantate: BWV 171 – Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm

    Es wird vermutet, dass Bach diese Kantate zum 1. Januar 1729 komponiert haben könnte. Bach hat in seiner Vertonung die einleitenden Psalmworte einer großangelegten Chorfuge anvertraut. Durch die Unterstützung der Streicher und Oben wird mit den Singstimmen ein Motettencharakter erzielt. Die Trompeten dagegen sind selbständig geführt, die 1. Trompete sogar thematisch, wodurch der Satz seinen feierlichen Glanz erhält. *)

    Ebenso wie der Eingangs-Satz ist berührend komponiert der Satz 2 – die Tenor-Arie: „Herr, soweit die Wolken gehen“ – was für ein Schwung und Drive wird hier ans Tageslicht gezaubert, ein großartiges Violin- und Bc-Spiel unterstützt feurig den wiederum großartig interpretierend singenden Tenor: „James Gilchrist“. Die Arie gelingt zu einem weiteren Glanzpunkt in dieser Kantateneinspielung, Gardiner führt seine Protagonisten – wie bereits im Eingangs-Satz mit den Trompeten – zu einer wiederum beeindruckenden Wiedergabe die tief berührt. Das ist es, was er so fantastisch umsetzten kann und alle zu einer außergewöhnliche Wiedergabe mitreisst.

    Hörprobe von Satz 2 Arie für Tenor: „Herr, soweit die Wolken gehen“

    Die Sopran-Arie (Ruth Holton) in Satz 4 – „Jesus soll mein erstes Wort In dem neuen Jahr heißen“ – klingt stimmlich etwas dünn währen das Violin- und Bc-Spiel wie im 2. Satz wiederum wunderbar gelingt.

    Großartig agiert der Tenor (Peter Harvey) in dem Rezitativ in Satz 5 – „Und da du, Herr, gesagt“ – mit einem wunderbaren Timbre versehen, die Wortverständlichkeit ist überragend.

    Der Schluss-Choral: „Laß uns das Jahr vollbringen“ in Satz 6 ist wunderschön gelungen, ein mitreissend zu Herzen gehend singender Monteverdi Choir toppt nochmals die Kantate zu einem krönenden Abschluss. Das Orchester und die mitreissenden Trompeten verleihen die rechte Würze und gereichen zu einem großartigen Finale. Dem Sir sei gedankt für eine großartige Interpretation, die nicht genialer umgesetzt werden kann, hier erklingt die Musik wie von einem anderen Stern und entlässt den Hörer beglückt in das „Neue Jahr“ und das im wahrsten Sinne von J.S. Bach – so hat er es gewünscht und gewollt…!!

    Treffend dazu zitiere ich aus Gardiners Reisetagebuch:

    Ich fand diese Musik nicht nur mitreißend, sondern in ihrem Bestreben auch passend zu unserem Projekt: ‚Lass uns das Jahr vollbringen zu Lob dem Namen dein’.

    ——————————————-

    Hörprobe vom Schluss-Choral Satz 6l: „Laß uns das Jahr vollbringen“

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    Rezension CD – z w e i :

    Kantate: 153 – Schau, lieber Gott, wie meine Feind
    (für den Sonntag nach Neujahr)
    ———————–
    Der unbekannte Dichter, dessen Text Bach zum 2. Januar 1724 in Leipzig vertont hat, nimmt die Lesung von der Flucht nach Ägypten und dem Kindermord des Herodes zum Anlaß. Bachs Komposition beginnt ungewöhnlicherweise nicht mit einem Chorsatz, sondern mit einem schlichten, vierstimmigen Choral.
    Da der Sonntag nach Neujahr 1724 bereits auf den 2. Januar fiel, hatte Bach nach den bereits für Weihnachten und Neujahr aufzuführende Werke aus Zeitmangel und zur Schonung der Thomaner eine Kurzkomposition ins Auge gefasst. So fallen dem Chor in dieser Kantate nur schlichte Choral-Sätze zu, und die restliche Besetzung wird auf drei Solisten und Streichorchester eingeschränkt. *)

    Meine Bemerkung zu dieser Kantate:
    Sie lebt von den ausdrucksstarken Solisten des Alt, Tenor und Bass in den Arien und Rezitativen. Den Satz 3 mit dem Arioso für Bass (Peter Harvey) – mit dem „Fürchte dich nicht ich bin mit dir“ und desgleichen in Satz 6 – möchte ich einmal lobend herausheben, Ausdrucksstark überzeugt mich hier der Bass mit einem überzeugenden Part. Der kurze Eingangschor ist überwältigend rhythmisch schön vorgetragen.

    Kantate: BWV 58 – Ach Gott, wie manches Herzeleid II

    Bachs Komposition ist vermutlich zum 5. Januar 1727 entstanden. Erhalten ist sie nur in einer Umarbeitung aus dem Jahre 1733 oder 1734, deren wichtigste Kennzeichen die Hinzufügung von 3 Oboen – in den Sätzen 1 und 5 sowie die Neukomposition des Satzes 3 sind -vom ursprünglichen Satz ist nur eine Continuostimme erhalten. Wie bei der drei Jahre früher entstandenen Kantate BWV 153 scheint es bei der Erstfassung Bachs Absicht gewesen zu sein, die durch festliche Inanspruchnehme erschöpfen Musiker zu entlasten, – daher der Verzicht auf jegliche Bläser, Chor sowie Alt- und Tenorsolisten. *)

    Eine filigrane Stelle möchte ich aus dieser Kantate hervorheben es ist der Satz 3 – Arie für Sopran (Ruth Holton) mit dem „Ich bin vergnügt in meinem Leiden.“ In Verbindung mit der Solo-Violine und Bc bekommt der Hörer wieder diese unnachahmliche einfühlsame Musik zu hören, die Bach so wunderbar zu komponieren versteht…
    Mit dem Schluss-Satz (5) (Choral und Aria für Sopran und Bass) wird nochmals ein bemerkenswerter Höhepunkt interpretiert. Rhythmisch swingend spielt ein vortrefflich anzuhörendes Barock-Orchester auf. Hier hat wieder Gardiner sein feines Gespür offenbart, wie er so vortrefflich Musik kredenzen kann, das ist einmalig und superb gekonnt interpretiert und führt seine Aufführung nochmals zu einem bemerkenswerten Schluss-Höhepunkt.
    —————————————
    *) Textauszüge: Alfred Dürr, J.S. Bach „Die Kantaten“
    ————————————–
    Mein Schluss-Fazit zu dieser Einspielung:

    CD eins mit den Neujahrskantaten hat es in sich, es sind Pracht-Kantaten der allerfeinsten Art, perfekt in der Einspielung, rundum  gelungene Kantaten-Interpretationen, die  ich wärmstens dem Bach-Freund empfehlen möchte.

    Auf CD zwei sind zwei wunderbare filigrane Kantaten zu hören, die von den ausgezeichneten Gesangs-Solisten und dem umwerfenden Barockorchester in kleiner Besetzung so kunstvoll interpretiert worden sind. Schon aus den vorgenannten Gründen ist diese Veröffentlichung – zum Beginn der Bach Cantata Pilgrimage 2000 – in der Gethsemane Kirche  an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in Ost-Berlin aufgenommen – ein weiterer kunstvoller Meilenstein in den SDG-Veröffentlichungen.

    Grüße
    Volker

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    NEW RELEASE – SDG 156 vom Label Soli Deo Gloria


    Hallo an alle Gardiner-Fans,

    die nächste Veröffentlichung von SDG 156, Vol. 4 –  steht ab 6. Juli 2009 an.

    Cover: Neuveröffentlichung von SDG 156 ab 6. Juli 2009 vom Label SDG

    Cover: Neuveröffentlichung von SDG 156 ab 6. Juli 2009 vom Label SDG

    Inhaltsangaben:

    SDG 156 Volume 4 (2 cds) contains:

    Cantatas for the Sixth Sunday after Trinity

    BWV 9 – Es ist das Heil uns kommen her

    BWV 170 – Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust

    Motette: Der Gerechte kommt um *)

    (recorded: St Gumbertus, Ansbach)

    Soloists: Joanne Lunn | Michael Chance

    James Gilchrist | Stephen Varcoe

    Cantatas for the Seventh Sunday after Trinity

    BWV 186 – Ärgre dich, o Seele, nicht

    BWV 107 – Was willst du dich betrüben

    BWV 187 – Es wartet alles auf dich

    (recorded: St Mary’s, Haddington)

    Soloists: Katharine Fuge | Richard Wyn Roberts

    Kobie van Rensburg | Stephan Loges

    The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

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    music_display_on_website-icon._V46684973_

    Hörproben von SDG 156 Vo. 4


    SDG 156 disc 1 –

    1.  Es ist das Heil uns kommen her BWV 9
    – no. 1 Coro (Choral)

    Stream Audio

    13.  Motet: Der Gerechte kommt um

    Stream Audio
    SDG 156 disc 2 –
    1.  Ärgre dich, o Seele, nicht BWV 186
    – no. 1 Coro

    Stream Audio

    10.  Laß, Seele, kein Leiden BWV 186
    – no. 10 Aria (duetto): Soprano, Alto
    soloists: Katharine Fuge, Richard Wyn Roberts

    Stream Audio


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    CD-Bestellung über amazon Deutschland

    Link: http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B002AHJTIA

    ——————————–

    • CD-Bestellung über amazon.co.uk (Partner-Seite) nachstehend:

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    Link: CDs der SDG-Reihe sind zu beziehen – h i e r – klicken !

    _______________________________________________________

    Anmerkung zu: (*Motette: „Der Gerechte kommt um“

    Bearbeitung der Johann Kuhnau zugeschriebenen Motette „Tristis est anima mea“ Die Motette „Der Gerechte kommt um“ ist innerhalb der Passionskantate „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ von Carl Heinrich Graun überliefert, in die später auch Sätze verschiedener anderer Komponisten, darunter Bachs und Telemanns, interpoliert wurden. Nach den Untersuchungen von Diethard Hellmann, dem Herausgeber der vorliegenden Ausgabe, handelt es sich bei der Motette ursprünglich um eine A-cappella-Komposition Johann Kuhnaus auf den Text „Tristis est anima mea“, die dann – höchstwahrscheinlich von Bach – durch Neutextierung und Hinzufügung eines Instrumentalsatzes umgearbeitet wurde.

    —————————————————-

    Freuen wir uns auf diese Neuveröffentlichung – von  Aufnahmen, die u.a. während der Ansbacher Bachwoche in 2000 aufgenommen wurden.

    Schönes Wochenende und Grüße

    Volker

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    G.F. Händel – CD Israel in Egypt – Neuerscheinung


    Hallo,

    rechtzeitig zum beginnenden Händel-Jahr ist seit Anfang Januar 2009 eine CD-Neuerscheinung mit

    „Israel in Egypt“ von Georg Friedrich Händel – auf dem Markt.

    Link: CD zu beziehen bei j p c für 24,99 €

    Eine Hörprobe zu „Israel in Egypt“ kann bei j p c genommen werden.

    Ausführende:
    • Georg Friedrich Händel Komponist

    • Antonia Bourvé Sopran
    • Markus Flaig Bass
    • Michael Hofmeister Alt
    • Jan Kobow Tenor
    • Les Favorites Sonstiges Ensemble
    • Terry Wey Alt
    • Cornelia Winter Sopran
    • Konstantin Wolff Bass
    • Vocalensemble Rastatt Vokalensemble, Leitung: Holger Speck
    2 Super Audio CDs

    Dazu Ausführungen von j p c :

    Durchbruch des Oratoriums

    Nur vier Tage nach der Fertigstellung des Saul begann Händel am 1. Oktober 1738 die Arbeit an Israel in Egypt und schloss diese bereits nach vier Wochen ab. Anders als im kurz zuvor entstandenen Saul steht hier allerdings das Volk der Israeliten im Mittelpunkt, und in der Tat wird kein anderes Oratorium von Händel so sehr vom Chor dominiert. In der Darstellung der sieben Plagen und im abschließenden Moses-Song erweitert Händel den Chor zum Doppelchor und erzielt beeindruckende Klangwirkungen.

    Die vorliegende Einspielung mit dem Rastatter Vokalensemble unter Holger Speck greift auf die dreiteilige Erstfassung von Israel in Egypt zurück, die neben den beiden aus Bibelzitaten zusammengestellten Teilen zwei und drei auch den von Händel aus dem Funeral Anthem für Königin Caroline (1737) adaptierten ersten Teil enthält, der erst im 19. Jahrhundert häufig gestrichen wurde.

    Grüsse
    Volker

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    CD – Die Orgel der Pfarrkirche St. Nikolaus in Arnsberg-Rumbeck


    Hallo,

    heute möchte ich eine bemerkenswerte Orgel-CD vorstellen, die in der „Pfarrkirche St. Nikolaus Rumbeck“ an der dortigen historischen „Hinrich Klausing-Orgel“ eingespielt wurde.

     

    Foto: Pfarrkirche St. Nikolaus Rumbeck (Fotorechte: Pastoralverbund Oeventrop / Rumbeck)    

     

    Foto: Historische Hinrich Klausing-Orgel (Fotorechte: Pastoralverbund Oeventrop / Rumbeck)


    Angaben zur Hinrich Klausing-Orgel:


    Die Orgel der Pfarrkirche St. Nikolaus wurde m Zuge der Barockisierung der Klosterkirche im Jahre 1700 vollendet. 

     

     

     

    Hinrich Klausing aus Herford verwendete für seinen Neubau jedoch Teile einer älteren Orgel, sodass das Instrument heute Pfeifen enthält, die bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts zurückreichen. Das ursprünglich einmanualige Instrument wurde 1830 durch Engelbert Ahmer um ein zweites Manualwerk und ein kleines selbstständiges Pedalwerk erweitert.    

    Nach mehreren Umbauten konnte das Instrument in den Jahren 2005/2006 durch die Orgelbauwerkstatt Gebrüder Hillebrand, Altwarmbüchen (Hannover), restauriert werden. Heute klingt die Orgel wieder wie zur Zeit der Erbauung in einer modifiziert mitteltönigen Stimmung und weist eine nach dem Vorbild Klausings rekonstruierte Keilbalganlage zur Windversorgung auf. Sie ist damit prädestiniert für die Aufführung alter Musik.

     

    Disposition der Hinrich Klausing-Orgel:    

    Zur größeren Ansicht in das jeweilige Foto klicken..!!

     

     

     




    (Urheberrechte für Fotos und Textquelle: Pastoralverbund Oeventrop / Rumbeck)


    Ausführliche Informationen zur Historie der Kirche St. Nikolaus und der Hinrich Klausing-Orgel in Arnsberg-Rumbeck sind über den folgenden Link zu erhalten:    

    http://www.oeventrop-katholisch.de/mediapool/4/40165/data/booklet_rumbeck.pdf

    —————————————————–    

     

    Angaben und Hinweise zur Orgel-CD, eingespielt an der Hinrich Klausing-Orgel in Rumbeck in 2008:    

     

    Zur größeren Ansicht in das jeweilige Foto klicken..!!

    Cover der CD-Einspielung

    In der CD enthaltenen Orgelwerke aus der Barockzeit:

    Organist Mark Ehlert (Meschede), Dekanatskirchenmusiker, und der Initiator des Projektes, der Rumbecker Organist Thomas Niemand, stellten in der Pfarrkirche St. Nikolaus ihre neue CD „Rumbecker Abendmusiken“ vor.

    Sie spielten freie und choralgebundene Orgelwerke des Barock. Damit gaben sie den Zuhörern einen Einblick in die Klangmöglichkeiten der Hinrich-Klausing-Orgel.

    Die Hörproben sind 

    unter dem nachstehenden jeweiligen Link erreichbar..!!

    Link: 

    music_display_on_website-icon_v46684973_   1. 04-titel-04-heinrich-scheidemann-um-1596-1663-_praambulum-in-d_-2_40-min

     

     

    music_display_on_website-icon_v46684973_     2. 14-titel-14-js-bach-1685-1750-_wer-nur-den-lieben-gott-lasst-walten_-choral-bwv-642-01_59-min

     

    ———————————————————-

    Die CD ist für 12 €

    zu beziehen beim Organisten Thomas Niemand
    e-mail: faniemand@t-online.de
    oder telefonisch: 02931 / 4361
    oder mit Post an folgende Anschrift:

    Thomas Niemand
    Auf dem Lüsenberg 49
    59821 Arnsberg

    ——————————————————-

    Meine Anmerkung zu der vorgestellten Orgel-CD:

    deutlich heraushörbar sind an dieser klangschönen Barock-Orgel die feinen Nuancen der Orgelwerke aus der Barockzeit zu erkennen und kann sie nur wärmstens empfehlen. Diese CD-Einspielung bietet sich als ein besonderes Weihnachtsgeschenk für Klassikfreunde an, die Orgelmusik aus der Barockzeit in ihrem Besitz nicht missen möchten.

    Mein besonderer Dank gilt dem Organisten Thomas Niemand, der es mir erlaubte, Hörproben dem Forum zur Verfügung zu stellen. Ich wünsche allen viel Spass beim Erwerb der CD und beim Hören der herrlichen Barockmusik.

    Gruss
    Volker

     

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    Rezension-Besprechung: CD’s von SDG 147 – Vol.5 veröffentlicht vom Label: SDG – Monteverdi im Oktober 2008


    Hallo,

    meine Rezension von SDG 147, Vol. 5 / CD eins; Aufführungsort: Christkirche in Rendsburg

    Cover: SDG 147, Vol. 5 / zwei CD’s

    Kantaten für den achten Sonntag nach Trinitatis

    BWV 178 – Wo Gott der Herr nicht bei uns hält
    BWV 136 – Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz
    BWV 45 – Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist

    (Aufführungsort: 13/08/2000 Christkirche, Rendsburg)

    Soloists: Robin Tyson; Altus
    Christoph Genz; Tenor | Brindley Sherratt; Bass


    Aufführungsort: Christkirche Rendsburg (Fotorechte: http://www.die-netzwerkstatt.de)

    ————————————————————————

    Click here Gardiners-Reisetagebuch

    for a German Translation of the sleeve notes.

    Hier klicken zur „Meinungsäußerung“ von Jane Rogers, Bratsche
    zur SDG 147 Vol. 5


    oder bei amazon.de“

    und amazon.uk (England)

    —————————————————–


    Rezension
    CD eins SDG 147, Vol. 5

    Kantate: BWV 178„Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“ (für den 8. Sonntag nach Trinitatis)

    Das Werk ist eine Choral-Kantate und erfuhr am 20. Juli 1724 seine erste Aufführung. Das zugrunde gelegte Kirchenlied ist eine Nachgliederung des 124. Psalms durch Justus Jonas (1524).

    Der Eingangschor: „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“ des 1. Satzes verkörpert den von Bach bevorzugten Typus des eröffnenden Choralchorsatzes: In einen thematisch selbständigen Orchestersatz ist der vom Chor vorgetragene Choral zeilenweise eingefügt. Die Liedweise liegt im Sopran verstärkt durch ein Horn.

    Ein kontropunktisches Meisterwerk ist der Choral, Satz 2, „Was Menschenkraft und -witz anfäht“, dieses gelingt dem Monteverdi Choir entsprechend umzusetzten.

    Der 3. Satz lebt von dem beschwingt herrlich anzuhörenden BC und Violinen – der Bassist Brindley Sherratt glänzt durch ein starkes Stimmvolumen mit der Bass-Arie: „Gleichwie die wilden Meereswellen“ ein vortrefflicher Bass, der die Wellenbewegung gesanglich vortrefflich umzusetzen weiß.


    Bass: Brindley Sherratt (Fotorechte Staatsoper Hamburg)

    Gut anzuhören ist das Orchester im 6. Satz für Tenor als Arie: „Schweig, schweig nur, taumelnde Vernunft!“ ebenso präsentiert sich der Tenor: Christoph Genz.


    Nuanciert gesungen wird der schlichte vierstimmige Schluss-Choral im 7. Satz: „Die Feind sind in all in deiner Hand.“


    Kantate:
    BWV 136 – „Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz“ (für den 8. Sonntag nach Trinitatis)

    In der überlieferten Fassung entstammt dieses Werk dem ersten Leipziger Kantatenjahrgang Bachs und wurde am 18. Juli 1725 erstmals aufgeführt. Verschiedene Anzeichen des Quellenbefundes lassen jedoch vermuten, dass Bach dabei auf früher Komponiertes zurückgegriffen hat.

    Der Eingangschor „Erforsche mich Gott“ hat die Form einer weitläufigen Fuge. Zwei gleichthematische Chorfugenkomplexe werden durch Instrumentalpartien umrahmt und voneinander abgegrenzt. Ein Horn präsentiert zu Beginn des Ritornells das Hauptthema und ist auch im weiteren Verlauf des Satzes selbständig geführt. Beschwingt in seiner unnachahmlicher Art singt der Monteverdi Choir den 1. Satz.

    Der 3. Satz mit der Alt-Arie „Es kommt ein Tag“, gesungen von Robin Tyson, wird mit obligater Oboe d’amore begleitet, und besitzt eine ausdrucksvolle Figuration, die mich sehr angesprochen hat.

    Der 5. Satz „Uns treffen zwar der Sünden Flecken“ mit dem Arien-Duett für Tenor: (Christoph Genz); und Bass: (Brindley Sherratt); überzeugen in dem Duett mit einem harmonischen Gesang und werden durch ein beeindruckendes Violinspiel unterstützt.

    Im 6. Satz „Dein Blut der edle Saft“, ein schlichter vierstimmiger Schlußchoral nach der Melodie „Auf meinen lieben Gott“, beschließt dieses Kantatenwerk.

    Kantate: BWV 45 – „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist“ (für den 8. Sonntag nach Trinitatis)

    Diese Prunk-Kantate wurde für den 11. August 1726 geschrieben und gehört zu jenen Werken, deren Texte demselben Jahrgang entstammen wie die Kantaten des Vetters von J.S. Bach, dem Meininger Kapellmeister „Johann Ludwig Bach.“

    Der großartige Eingangs-Choral – „Es ist dir gesagt, Mensch“, ist wieder eines jener Beispiele, wie Bach vielgestaltig und beeindruckend aus einem einzigen Thema ein gewaltiges Klangvolumen entwickeln hat. Es ist für mich das Herzstück dieser Kantate und wird von dem fantastischen Monteverdi Choir entsprechend umgesetzt, die Beschwingtheit und Freude des Musizierens und Singens überträgt sich spontan auf den Zuhörer, das ist reine Bach-Kultur vom Feinsten..!!

    Diese überschwengliche Musizierform setzt sich im 3. Satz mit der Arie für Tenor: (Christoph Genz) – „Weiß ich Gottes Rechte“, entsprechend fort. Ein vortreffliches Orchester weiß klanglich zu überzeugen und hat in dem Tenor einen vorzüglichen Vortragenden.

    Ein orchestrales Feuerwerk wird am Anfang von Satz 4„Es werden viel zu mir sagen“ – zu Gehör gebracht, spritzig, beschwingt phrasierend, präsentiert sich das Spitzenorchester und finden mit dem Bass-Vortrag – ((Brindley Sherratt); einen genialen Partner.

    Es folgt ein inniger 5. Satz – Arie für Alt: (Robin Tyson) „Wer Gott bekennt aus wahrem Herzensgrund“ wird in Begleitung der Flöte und BC zu einem weiteren Prunkstück. Der Altus-Gesang gelingt entsprechend der trostvollen Text-Aussage in bewundernswerter Weise – perfekt.

    Der gelöst klingende Schlusschoral im 7. Satz: – „Gib dass ich tu mit Fleiß“ – beendet ein großartig zu bennendes Kantatenwerk. Ruhig und getragen singt der Monteverdi-Choir in bewegender Manier diesen wunderbaren Choral.

    Fazit:
    Die Kantate BWV 45 ist der Höhepunkt dieser SDG-Veröffentlichung von CD eins. Wieder zu bewundern, wie Gardiner in diesem Bach-Werk die entsprechenden Akzente zu setzen weiß, Orchester, Sänger und Gesangs-Solisten werden von ihm dementsprechend herausgefordert und erzielen so gemeinsam eine vortreffliche Werks-Wiedergabe.

    Grüsse
    Volker

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    Arnsberg, Musik und Wort im Dialog als CD: J. S. Bach Passacaglia für Orgel BWV 582,


    Dieser Thread wurde am 28.11.2008 aktualisiert mit weiteren Angaben..!!

    Hallo zusammen,

    durch @Iris, bin ich auf eine ungewöhnliche CD-Veröffentlichung aufmerksam gemacht worden.

    „Johann Sebastian Bachs Passacaglia für Orgel BWV 582, die nicht nur von einem Künstler, sondern gleich von zweien interpretiert wird“. Kirchenmusikdirektor und Kreiskantor Gerd Weimar interpretierte die Passacaglia an der Sauer-Orgel der St.Walburgakirche in Meschede, während am Lesepult Pfarrer i.R. Carl-Ernst Kattwinkel den Part hatte, auf künstlerische Weise das aus Noten und Tönen bei Bach in der Passacaglia zu Vernehmende in einer Meditation zu interpretieren.

    Aktualisierung am 28.11.2008
    Dazu gibt es ausführliche Informationen von „Ulrich Hirtzbruch“ wie folgt:

    Mit der Gründung der Stiftung Kirchenmusik im Sauerland beschreitet der Evangelische Kirchenkreis Arnsberg seit 2006 neue Wege: Nach Einbringung eines Stiftungskapitals in Höhe von 100.000 Euro durch die Synode und einer Gründungsveranstaltung mit Konzert im März 2006 soll durch Werbung von Zustifterinnen und Zustiftern ein Kapitalstock von 1 Million Euro aufgebaut werden. Zweck der Stiftung ist die ideelle und materielle Unterstützung der Kirchenmusik im Kirchenkreis Arnsberg sowie die Wahrnehmung aller damit zusammenhängenden Aufgaben.

    Der genannten Aktion gilt auch das jüngste Projekt: Die Herausgabe einer CD. Wieder haben sich die Verantwortlichen etwas besonderes einfallen lassen: Bach’s Passacaglia c-moll wird in Musik und Wort vorgestellt. Dabei sind viele Zugänge vorstellbar: Pfr. i.R. Carl-Ernst Kattwinkel und KMD Gerd Weimar entschieden sich für die Form der Meditation. Wechselweise interpretieren sie, der eine am Lesepult, der andere am Orgel-Spieltisch, Teile der Passacaglia, bevor abschließend die gesamte Komposition einschließlich der Fuge erklingt.

    Um es direkt zu sagen: Es macht Freude, Wort und Musik in einer Dialogpredigt besonderer Art zu lauschen: Beide Gestaltungsebenen ergänzen sich aufs Beste. Gerd Weimar stellt die Bachsche Komposition transparent dar und bringt die große Form mit ihren zwanzig Variationen und der abschließenden komplexen Fuge mit musikalischer Stringenz zum Klingen. Die auf der Aufnahme dokumentierte, 1982 durch Siegfried Sauer/Höxter erbaute Orgel der Pfarrkirche St. Walburga zu Meschede erweist sich dabei als adäquates, klangvolles Instrument.

    Carl-Ernst Kattwinkel zeigt sich als Kenner Bachscher Musik – und öffnet mit seinen Meditationen individuelle musikalische und theologische Zugänge. Sprachlich – man möchte sagen: wie das Bachsche Passacaglien-Thema – angemessen schreitend, nimmt er Hörende mit auf den Weg, das anspruchsvolle Werk zu durchdringen. Mehr als das: Durch die Gratwanderung einer sehr subjektiven Interpretation stellt er vielfältige Bibel- wie Lebensbezüge her – und läßt zugleich dem Hörenden Raum für eigene Assoziationen.

    Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist, so sagte Victor Hugo. Es darf als Glücksfall bezeichnet werden, wenn sich Wort und Musik in dieser Weise ergänzen.

    Ulrich Hirtzbruch

    Aktualisierung – Ende –

    Es besteht ein Link zur Kirchenmusik in Arnsberg, diese Zeile anklicken!


    Eine CD-Bestellung per E-Mail bei KMD Gerd Weimar:
    E-Mail: info@gerdweimar.de

    Mit dem Erwerb der CD, zum Preis von 12 €, unterstützt der Käufer die Kirchenmusik im Kreis Arnsberg.

    Die Einspielung lebt von den kraftvollen und meditativen Worte von Pf. i.R. Carl Ernst Kattwinkel, der sich als ein profunder Bach-Kenner outet, als Partner steht ihm KMD Gerd Weimar, Orgel, als genialer Kichenmusiker zur Seite.

    Nach der Anhörung der CD war ich so begeistert, dass spontan in mir der Entschluss entstand, diese CD im Forum zu veröffentlichen. Was hier so prägnant dem Hörer auffällt, sind die profunden Worte und die Musik, die zu fesseln vermögen und gleichzeitig beim Erwerb dieser CD die Kirchenmusik im Kreis Arnsberg / Sauerland mit unterstützen hilft.

    Unterstützend hierzu kann auch ein Bezug von Wein helfen, den Link unten stehend anklicken…!!

    Link: http://www.kirchenkreis-arnsberg.de/kirchenmusik/

    Die nächste Veranstaltung
    „Stiftung Kirchenmusik im Sauerland“

    Herzliche Einladung zum Magnificat, J.S. Bach, WO-1.Kantate, und 5. Brandenburgisches Konzert am 21. 12. 2008, 19:00 Uhr Abtei Königsmünster in Meschede.

    Zur Vergrößerung in den Flyer unten klicken…!!


    Bild: Das anstehende Konzert-Programm


    Eine kleine Kostprobe der CD hinterlege ich nachstehend

    Grüsse
    Volker

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    Gardiner mit Mozart-Einspielungen


    Hallo zusammen,

    die Frage von @Alex, warum Gardiner noch nicht die Krönungsmesse von W.A. Mozart eingespielt hat, ist für mich der Anlass, in loser Reihenfolge einmal bemerkenswerte Mozart-Einspielungen durch Sir Gardiner im Forum vorzustellen.

    Heute ist es von W.A. Mozart die „Grosse Messe C-Moll, KV 427“ – die in London im Kalenderjahr 1986 von Philips eingespielt wurde.

    Cover: Mozart, Grosse Messe c-moll, KV 427 bei “ amazon ab 9,57 € „

    Diese CD ist atemberaubend gelungen und lebt von überragenden Gesangs-Solisten / innen. An erster Stelle möchte ich den 1. und 2. Sopran mit „Sylvia Mc Nair“ und „Diana Montague“ benennen, das ist Mozart-Gesang per excellence. Wie gehabt, der Monteverdi Choir in einer Glanzvorstellung. Diese CD gehört zu meinen Gardiner-Schätzen und höre sie immer wieder gerne, es ist eine sehr zu empfehlende Einspielung und könnte jeden Gardiner-Freund mehr als erfreuen..!!

    Wer sie noch nicht besitzt, bekommt eine kleine Kostprobe:

    Hörprobe: Mozart, Grosse Messe c-moll, KV 427 Satz 1 „Kyrie“

    Wer besitzt Gardiner-Aufnahmen von Mozart, das würde mich einmal interessieren.

    Grüsse
    Volker

    Webnews

    Gardiner mit Mozart-Einspielungen


    Hallo zusammen,

    die Frage von @Alex, warum Gardiner noch nicht die Krönungsmesse von W.A. Mozart eingespielt hat, ist für mich der Anlass, in loser Reihenfolge einmal bemerkenswerte Mozart-Einspielungen durch Sir Gardiner im Forum vorzustellen.

    Heute ist es von W.A. Mozart die „Grosse Messe C-Moll, KV 427“ – die in London im Kalenderjahr 1986 von Philips eingespielt wurde.

    Cover: Mozart, Grosse Messe c-moll, KV 427 bei “ amazon ab 9,57 € „

    Diese CD ist atemberaubend gelungen und lebt von überragenden Gesangs-Solisten / innen. An erster Stelle möchte ich den 1. und 2. Sopran mit „Sylvia Mc Nair“ und „Diana Montague“ benennen, das ist Mozart-Gesang per excellence. Wie gehabt, der Monteverdi Choir in einer Glanzvorstellung. Diese CD gehört zu meinen Gardiner-Schätzen und höre sie immer wieder gerne, es ist eine sehr zu empfehlende Einspielung und könnte jeden Gardiner-Freund mehr als erfreuen..!!

    Wer sie noch nicht besitzt, bekommt eine kleine Kostprobe:

    Hörprobe: Mozart, Grosse Messe c-moll, KV 427 Satz 1 „Kyrie“

    Wer besitzt Gardiner-Aufnahmen von Mozart, das würde mich einmal interessieren.

    Grüsse
    Volker

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    Teil 2, Besuch der Brandenburgische Konzerte I, III, IV, im Johann-Sebastian-Bach-Saal, Köthen am 5.9.2008


    Hallo zusammen,

    nach dem beeindruckenden Konzert vom Vormittag, das kaum noch zu toppen möglich erscheint, waren wir sehr gespannt, was sich in dem schönen neuen „Johann-Sebastian-Bach-Saal“ am Abend des gleichen Tages ergeben würde.

    Flyer mit Programm im Johann-Sebastian-Bach-Saal am Abend

    Foto: Der neue Johann-Sebastian-Saal in Köthen (© Copyright V.Hege)

    Auch in dieser Veranstaltung wurde wiederum eine Programm-Änderung in der Abfolge vorgenommen. Es erklang zum Anfang das Brandenburgische Konzert Nr. II, F-Dur, BWV 1047. Wie bereits am Vormittag, saß Gardiner am Rand des Podiums und war als Hörer und nicht als Aktiver tätig.

    Foto: Johann-Sebastian-Saal, Köthen, Blick auf das Podium vor Konzertbeginn (© Copyright V.Hege)

    Dieses Werk lebt von der Spannung mit der Besetzung einer Trompete. Der erste Satz ist lebhaft und man hört sofort die Dominanz der Trompete. Der Satz ist nicht umsonst einer der beliebtesten Sätze der Barockmusik. Auf dieses Werk habe ich mich am meisten gefreut und wurde nicht enttäuscht, Im Gegenteil, es wurde eine Wiedergabe auf allerhöchstem Welt-Niveau, den Trompetenpart meisterte ein Juwel unter der Trompetengilde „Neil Brough“ absolut perfekt, was in seinen Lungen steckt, um diesen virtuosen Part vortragen zu können, grenzt fast ans menschenunmögliche, von der Statur her besitzt er alle Bedingungen um das umsetzen zu können und das meistert er mit Bravour; zumal Gardiner ihm hier ein sehr schnelles Tempi vorgegeben hat. Das gleiche Tempo wurde in den folgenden zwei Sätzen beibehalten und wurde zu einem glanzvollen Festtags-Schmaus.

    Orchester und Trompeter bildeten eine perfekt Einheit und haben einen wunderschönen Konzertbeginn hingelegt, der den Besucher auf das Kommende erwartungsfroh einstimmte.
    Nach den drei Sätzen brach tosender Jubel und Applaus aus und ein sichtlich erschöpfter Weltklasse-Trompeter und ein perfekt abgestimmtes und aufspielendes Orchester genossen in vollen Zügen den wohlverdienten Lohn. Der Sir stand enthusiastisch applaudierend am Rand des Podiums und grinste freudig über das ganze Gesicht.

    Das ist Barock- (Bachmusik) vom Feinsten und bedeutete für mich ein vorweggenommener Höhepunkt des Abends. Schade, das hätte ich gerne als Schlusswerk gehört, – denn dazu komme ich noch, – dass Brandenburgische Konzert Nr. I war nicht der Rausschmeisser, wie es eigentlich angedacht gewesen war..!!


    Foto: Frenetischer Jubel nach dem Brandenburgischen Konzert Nr. 2, BWV 1047, mit der überragenden Vorstellung des Trompeten-Virtuosen: „Neil Brough“, im Bild rechts außen. Links daneben Prof. Michael Niesemann, Oboe und Rachel Bekett, Flöte, im Brandenburgischen Konzert Nr. II, BWV 1047 (© Copyright V.Hege)

    ———————————————————

    Das Folge-Werk, Brandenburgische Konzert Nr. IV, G-Dur, BWV 1049 wurde zu einem Glanzpart für die Violonistin „Kati Debretzeni“ hier ist der Violine hochvirtuose Solo-Läufe zugewiesen. Was sie wunderbar technisch auf höchstem Level vortrug, klanglich habe ich etwas an ihrer Geige zu bemängeln, sie hat nicht den warmen barocken Klang, den ich sonst so bei den Baroque Soloists bewundere,

    Foto: Die Streichergruppe, zweite von links: Kati Debretzeni wurde mit ihrem virtuosen Violin-Solo-Part gefeiert.
    (© Copyright V.Hege)

    ——————————————————————-

    Ein weiterer Höhepunkt erfolgte anschließend mit dem „Lamento“ von Johann Chrisoph Bach (1642-1703), „Ach dass ich Wassers gnug hätte“ mit Clare Wilinson, Alt. Hier nahm der Sir wieder seinen Chefposten ein und spornte mit seinem Dirigat alle Beteiligten wieder zu einer Glanzleistung an.

    Johann Christoph Bach, der Eisenacher Organist, Hof-Cembalist und Onkel zweiten Grades von Johann Sebastian, vertont den Propheten Jeremia mit schmerzlich-empfindsamen Lautmalereien. Mit Schlichtheit und mit einer mehr als bewundernswerten Gesangs-Ästhetik, vermag in diesem Lamento Clare Wilkinson restlos zu überzeugen. Das Wühlen von Geige, Bratschen und Continuo in den untersten Registern beim ach so grimmigen Zorn des Herrn – wird überwältigend dargeboten. Leichte Probleme bekommt die Mezzo-Sopranistin in den unteren Lagen, da könnte im Stimmvolumen zugelegt werden, aber die geringe Raumgrösse war hier ihr Vorteil, sie muss in den letzten Reihen mit ihrem Stimmvolumen angekommen sein.
    Freudiger, frenetischer Schluss-Applaus bekundete wiederum, dass der Besucher mit dieser Aufführung mehr als zufrieden war.

    Foto: Wiederum eine vortreffliche Vorstellung im Lamento durch Clare Wilkinson, Alt (© Copyright V.Hege)

    ——————————————————————

    Das von mir mit Spannung erwartete Schlussspektakel mit dem wunderschönen Brandenburgischen Konzert Nr. I, F-Dur, BWV 1046, in der Besetzung mit Hörnern, wurde fast zum Fiasko. Schon nach dem Wiederbetreten des Podiums nach dem zuvor gehörten Lamento, geriet Sir Gardiner heftig ins Straucheln, er muss eine Stufe des Podiums verfehlt haben und konnte sich glücklicherweise am Cembalo schützend abstützen und einen heftigen Sturz vermeiden. Einmalig in seiner Art, überspielte er diese für ihn glücklich verlaufenen Situation, mit einer fast tänzerischen Schau-Sondereinlage und das Publikum dankte es ihm mit einem Sonderapplaus. Rührend konnte ich sehen, wie der Oboist Michael Niesemann sich sofort um den Sir kümmerte und nach seinem Befinden sich erkundigte.

    Das war schon ein heftiger Beginn und setzte sich fort nach dem Einsetzen der ersten Tönen im Brandenburgischen Konzert Nr. I. Ungläubig schüttelte ich den Kopf, die Misstöne der Hörner waren zum Anfang unüberhörbar, was zum Teufel hat den Sir geritten, so eine für mich gesehene wundersame Interpretation der Hörner dem Publikum vorzusetzen? Für mich war die junge Anneke Scott und Gavin Edwards mit dem virtuosen und sensiblen Part für das Horn an diesem Abend überfordert. In dem weiteren Werk wurden sehr laute trompetenhafte Töne – das Orchester wurde schrecklich übertönt -, zum letzten Hallali geblasen, es war fast jazzige Musik. Ich konnte beobachten, dass die Geigerin Kati Debretzeni ob dieses Spektakels ein süss-säuerliches Gesicht bekam und das Publikum vor mir ungläubig darüber den Kopf schüttelten. Das grenzte fast an Jahrmarkts-Töne, leider, gerade dieses Werk bedarf eines sensiblen Spiels des Horns und dann so etwas…!!

    Wenn dieses Konzert am Anfang zur Aufführung gestanden hätte, wäre ich dafür dankbar gewesen, es sollte wohl ein Highlight des Abends werden mit der Jazz-Einlage. So ist der sonst so wunderbare Gesamt-Eindruck des Abends ein wenig geschmälert worden und bekam einen faden Beigeschmack. Hier sehnte ich mich als Rausschmeisser-Musik nach dem Brandenburgischen Konzert Nr. II mit dem Star-Trompeter „Neil Brough“, da hätte die Halle Kopf gestanden, aber so..!!??

    Foto: Gavin Edwards, Horn, links im Bild (© Copyright V.Hege)

    Foto: links im Bild die junge Hornistin: Anneke Scott (© Copyright V.Hege)
    Ich stelle hier allen Lesern einen Vidoe-Link von jpc zur Verfügung mit dem Anfang des Brandenburgischen Konzertes Nr. I, gespielt von dem Freiburger Barockorchster im Spiegelsaal Köthen, da hört sich das Waldhorn gediegener an. Zum Starten des Videos muss das seitenverkehrte Dreieck angeklickt werden, die Ladezeit dauert ein wenig, bitte Geduld !!

    Link: http://www.jpc.de/jpcng/home/detail/-/hnum/6944511/iampartner/seinfo

    Im Anhang füge ich ein Video vom 1. Brandenburgischen Konzert vom Label: solideogloria / monteverdi.co.uk bei, das während des Bachfestes 2008 in Köthen im Bachsaal entstanden ist.

    © Videorechte: Label: http://www.solideogloria.co.uk/

    Video: 1. Brandenburgische Konzert, Gardiner, Bachfest 2008 Köthen, Bachsaal

    Trotz des für mich gesehenen Missgeschick mit dem Werk I, waren es zwei wunderbare Konzerte mit den Baroque Soloists und dem wunderbaren Gesang des Mezzo-Sopran: Clare Wilkinson. Der schönste Rahmen war einfach der Spiegelsaal, die Intimität des Raumes und Nähe zum stehenden Orchester, das umwerfende Zusammenspiel der großartig aufgelegten Instrumentalisten war einmalig und haftet weiterhin, was will man mehr…!!

    Grüsse an alle

    Volker

    P-S. Wenn jeweils in das Foto geklickt wird, erscheint eine gesonderte Vergrößerung des Bildes !!

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    Hörprobe BWV 1128 – Wo Gott der Herr nicht bei uns hält


    Hallo,

    ich möchte noch einmal auf eine Orgel-Hörprobe vom BWV 1128 „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“ hinweisen.

    Bei dem Werk, von dem bislang nur die ersten fünf Takte bekannt waren, handelt es sich um eine Fantasie über den Choral „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“.

    “ H ö r p r o b e “ vom BWV 1128

    Link:

    zur Hörprobe des BWV 1128 „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“. mp3

    Link: für “ c p o „

    Eine empfehlenswerte CD-Einspielung von Prof. Weinberger ist bei cpo erschienen !

    0761203740321

    Grüsse
    Volker

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    Solokantate BWV 82 für Bass und das BWV 82a für Sopran


    Hallo,

    ich greife einmal den Hinweis von @ Iris, auf und möchte auf die von ihr so geliebte Solokantate „Ich habe genug“ von J.S. Bach, hier zur Diskussion stellen. Diese Kantate ist ebenfalls einer meiner Favoriten aufgrund ihrer ergreifenden Schönheit.

    Diese Solo-Kantate: „ich habe genug“ (BWV 82 für Bass und BWV 82a für Sopran), gehört zum Ergreifendsten, was die Musikliteratur hervorgebracht hat. Diese ursprünglich für den Leipziger Sonntagsgottesdienst des 2. Februar 1727 geschriebene Kantate ist ein Mikrokosmos an Betrachtungen über den Tod, mit denen ein heutiger Hörer vielleicht nur schwerlich etwas anzufangen weiss.

    CD von Gardiner, BWV 82, Hörprobe bei amazon mit dem Bassisten Peter Harvey

    CD mit dem Freiburger Barockorchester, BWV 82a beim Label Carus, Hörprobe als Sopran-Solo mit Emma Kirkby

    Die ursprüngliche Fassung der Kantate in c-Moll für Bass-und Oboen-Solo (BWV 82), wurde um 1730 in e-Moll für Sopran-Solo, Traversflöte und Streicher umgearbeitet BWV 82a, ein Beweis für die Wertschätzung dieser Musik durch den Komponisten J.S. Bach.

    —————————————————————-

    Eine weitere Hörprobe von der Solo-Kantate BWV 82a ist bei You Tube mit einer ergreifenden Sopranistin zu hören, ist es Emma Kirkby? mit Ton Koopman?

    E. Kirkby
    gehört heute zu der Gattung der hervorragenden Bach-Sängerinnen für Sopran.

    ——————————————————–

    Als eine von nur insgesamt 12 Solokantaten Bachs enthält sie mit der „Schlummer-Arie “ eines seiner populärsten Stücke überhaupt: Bach selbst übertrug dieses herrliche Stück in das private Notenbüchlein seiner Frau Anna Magdalena.

    Der Text des unbekannten Dichters bezieht sich auf das Lukas-Evangelium von der Darstellung Jesu im Tempel (Lukas 2 / 20 – 32): der greise Simeon spricht, das Jesukind auf den Armen, zu seinem Gott, nun könne er beruhigt sterben, denn „meine Augen haben den Heiland gesehen „. Selten hat Bach das Weltverneinende, die Ablehnung des irdischen Lebens, diese mystische Sehnsucht nach dem Tode und nach himmlischer Seligkeit intensiver, packender, inbrünstiger in Musik umgesetzt. Die zur gleichen Zeit komponierte Matthäus-Passion von Bach, stellt eine Verbindung zur Arie „Erbarme dich, mein Gott „).

    Macht euch ein Bild von dieser wunderschönen und ergreifenden Kantate – aufgrund der angegebenen Hörproben – und nennt mir eure Lieblingseinspielungen, welches BWV ist der Favorit, BWV 82 oder das BWV 82a.

    Grüsse
    Volker


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    Hörprobe BWV 77 Gott ist mein König, Eingangssatz


    Hallo,

    für alle, die noch nicht die neuen CD’s von SDG erhalten haben ist hier ein kleines Schmankerl als Kostprobe von Barbara dankenswerter weise hinterlegt worden der Eingangs-Satz vom BWV 77 „Gott ist mein König“ mit Pauken und Trompeten…!!

    Zur Hörprobe bei jpc den unten angeführten Link anklicken!

    Disk 1 „Track 18“ P l a y anklicken !

    Viel Spass beim Hören.

    Gruss
    Volker

    Download Shop für klassische Musik startet bei DG – Deutsche Grammophon


    Hallo,

    Die Deutsche Grammophon (DG) stellt ihr einmaliges Archiv an klassischer Musik ins Netz und bietet dieses zum Download an. Die DG ist damit laut Presse-Mitteilung das erste grosse Klassiklabel, das seinen Kunden einen derartigen Service anbietet.

    Link: http://www2.ham.deutschegrammophon.com/home

    Mit dieser “Musik-Boutique” erfülle die DG den Wunsch der Konsumenten nach einem Online-Portal mit Full-Service-Angebot. Zur Auswahl stehen “2.400 komplette Alben in maximaler MP3-Qualität. Mit einer Bitrate von 320 Kilobit pro Sekunde (kbps) ist die Audioqualität nicht von der einer CD zu unterscheiden und übertrifft bei weitem den üblichen Download-Standard von 128 – 192 kbps”, rührt die Deutsche Grammophon die Werbetrommel in eigener Sache.

    Alle Titel werden ohne Digital Rights Management (DRM) angeboten. Die heruntergeladenen Dateien lassen sich auf allen MP3-Playern abspielen. Das Herunterladen eines Einzeltitels kostet rund 1,29 Euro, ein ganzes Album zwischen 10,99 Euro und 11,99 Euro.

    (Quelle: http://www.boerse-express.com)

    Ich habe einmal ein Beispiel rausgesucht:

    Dialogue Cantatas
    Selig ist der Mann, der die Anfechtung
    erduldet, BWV 57
    Tritt auf die Glaubensbahn, BWV 152
    Ich geh und suche mit Verlangen, BWV 49
    Thomas Quasthoff
    Dorothea Röschmann
    Mitglieder des RIAS-Kammerchor
    Berlin · Berliner Barock Solisten
    Rainer Kussmaul

    CD Thomas Quasthoff; “Dialog Bach” bei jpc 17,99 €

    Als Download bei der Deutschen Grammophon als Album 11,99 €

    Link zum Download:

    http://www2.ham.deutschegrammophon.com/cat/result?ART_ID=QUATH

    Grüße

    Volker

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    CD’s vom Label „SDG-Monteverdi“


    Ich veröffentliche hier eine Anlistung der SDG-CDs vom “Label Monteverdi.co.uk” nach Datum der Veröffentlichung ! Weitere Link-Angaben zum Reisetagebuch von Sir John Eliot Gardiner und Meinungsäußerungen der Künstler und Solisten, sowie zum “Cantatafinder.” Eine Verlinkung zu den Hörproben ist ebenfalls hinterlegt!

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    CD im amazon aStore: Volume 1: London

      • The Feast of St. John the Baptist
        • BWV 167, “Ihr Menschen, ruhmet Gottes Liebe”
        • BWV 7, “Christ unser Herr zum Jordan kam”
        • BWV 30, “Freue dich, erloste Schar”
      • 1st Sunday after Trinity
        • BWV 75, “Die Elenden sollen essen”
        • BWV 20, “O Ewigkeit, du Donnerwort”
        • BWV 39, “Brich dem Hungrigen dein Brot”
      • Reisetagebuch, Meinungsäußerungen
      • Cantatafinder
      • Hörprobe SDG 101 Vol. 1
      • Click here Reisetagebuch for a German Translation of the sleeve notes of this cd.
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    CD im amazon aStore: Volume 8: Bremen & Santiago

    • 15th Sunday after Trinity
      • BWV 138, “Warum betrubst du dich, mein Herz”
      • BWV 99, “Was Gott tut, das is wohlgetan”
      • BWV 51, “Jauchzet Gott in allen Landen!”
      • BWV 100, “Was Gott tut, das is wohlgetan”
    • Cantatas for the 16th Sunday after Trinity
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    CD im amazon aStore: Volume 24: Altenburg & Warwick

      • 3rd Sunday after Easter
        • BWV 12, “Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen”
        • BWV 103, “Ihr werdet weinen und heulen”
        • BWV 146, “Wir mussen durch viel Trubsal in das Reich Gottes eingehen”
      • 4th Sunday after Easter
        • BWV 166, “Wo gehest du hin?”
        • BWV 108, “Es ist euch gut, dass ich hingehe”
        • BWV 117, “Sei Lob und Ehr dem hochsten Gut”
      • Reisetagebuch, Meinungsäußerungen
      • Cantatafinder
      • Hörprobe SDG 107, Vol. 24
      • Click here Reisetagebuch for a German Translation of the sleeve notes of this cd.
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    1. CD im amazon aStore: Volume 10: Potsdam & Wittenberg
      • 19th Sunday after Trinity
        • BWV 48, “Ich elender Mensch, wer wird mich erlosen”
        • BWV 5, “Wo soll ich fliehen hin”
        • BWV 56, “Ich will den Kreuzstab gerne tragen”
      • 25th Sunday after Trinity
        • BWV 90, “Es reisset euch ein schrecklich Ende”
      • Cantatas for the Feast of the Reformation
        • BWV 79, “Gott der Herr ist Sonn und Schild”
        • BWV 80, “Ein feste Burg ist unser Gott”
      • Occasion Unspecified
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    1. CD im amazon aStore: Volume 14: New York
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    1. CD im amazon aStore: Volume 19: Greenwich & Romsey
      • 2nd Sunday after Epiphany
        • BWV 155, “Mein Gott, wie lang, ach lange?”
        • BWV 3, “Ach Gott, wie manches Herzeleid I”
        • BWV 13, “Meine Seufzer, meine Tranen”
      • 4th Sunday after Epiphany
        • BWV 81, “Jesus schlaft, was soll ich hoffen?”
        • BWV 14, “War Gott nicht mit uns diese Zeit”
      • 24th Sunday after Trinity
        • BWV 26, “Ach wie fluchtig, ach wie nichtig”
      • Motet BWV 227, “Jesu, meine Freude”
      • Reisetagebuch, Meinungsäußerungen
      • Cantatafinder
      • Hörprobe SDG 115, Vol. 19
      • Click here Reisetagebuch for a German Translation of the sleeve notes.
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    1. CD im amazon aStore: Volume 21: Cambridge & Norfolk
      • Quinquagesima
        • BWV 22, “Jesus nahm zu sich die Zwolfe”
        • BWV 23, “Du wahrer Gott und Davids Sohn”
        • BWV 127, “Herr Jesu Christ, wahr’ Mensch und Gott”
        • BWV 159, “Sehet! Wir gehn hinauf gen Jerusalem”
      • Palm Sunday/Annunciation
        • BWV 182, “Himmelskonig, sei willkommen”
      • 3rd Sunday in Lent, “Oculi
        • BWV 54, “Widerstehe doch der Sunde”
      • Feast of the Annunciation
        • BWV 1, “Wie schon leuchtet der Morgenstern”
      • Reisetagebuch, Meinungsäußerungen
      • Cantatafinder
      • Hörprobe SDG 118, Vol. 21
      • Click here Reisetagebuch for a German Translation of the sleeve notes.
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    1. CD im amazon aStore: Volume 26: Long Melford
      • Whit Sunday
        • BWV 34, “O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe”
        • BWV 59, “Wer mich liebet, der wird mein Wort halten I”
        • BWV 68, “Also hat Gott die Welt geliebt”
        • BWV 74, “Wer mich liebet, der wird mein Wort halten II”
        • BWV 172, “Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten!”
        • BWV 173, “Erhohtes Fleisch und Blut”
        • BWV 174, “Ich liebe den Hochsten von ganzem Gemute”
      • Reisetagebuch, Meinungsäußerungen
      • Cantatafinder
      • Hörprobe SDG 121, Vol. 26
      • Click here Reisetagebuch for a German Translation of the sleeve notes.
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    1. CD im amazon aStore: Volume 7: Abbaye d’Ambronay & Bremen
      • 14th Sunday after Trinity
        • BWV 25, “Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe”
        • BWV 78, “Jesu, der du meine Seele”
        • BWV 17, “Wer Dank opfert, der preiset mich”
    2. Feast of St. Michael and All Angels
    ——————————————————————————–

    1. CD im amazon aStore: Volume 15: New York
    ——————————————————————————

    1. CD im amazon aStore: Volume 22: Eisenach
      • Easter Sunday
        • BWV 4, “Christ lag in Todesbanden”
        • BWV 31, “Der Himmel lacht! die Erde jubliliert”
      • Easter Monday
        • BWV 66, “Erfreut euch, ihr Herzen”
        • BWV 6, “Bleib bei uns, denn es will Abend werden”
      • Easter Tuesday
        • BWV 134, “Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiss”
        • BWV 145, “Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergotzen”
      • Reisetagebuch, Meinungsäußerungen
      • Cantatafinder
      • Hörprobe SDG 128, Vol. 22
      • Click here Reisetagebuch for a German Translation of the sleeve notes.
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    • CD im amazon aStore: Volume 6: Köthen & Frankfurt

    • Cantatas for the Twelfth Sunday Trinity
      BWV 69a – Lobe den Herrn, meine Seele
      BWV 137 – Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren
      BWV 35 – Geist und Seele wird verwirret

    • Cantata for the Thirteenth Sunday Trinity

    BWV 77 – Du sollt Gott, deinen Herren, lieben
    BWV 164 – Ihr, die ihr euch von Christo nennet
    BWV 33 – Allein zu dir, Herr Jesu Christ

  • Reisetagebuch, Meinungsäußerungen
    Cantatafinder

    Hörprobe SDG 134,
    Vol. 6
  • Click here Reisetagebuch for a German Translation of the sleeve notes.
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    CD im amazon aStore: Volume 16: New York

    • Motet:

    • BWV 225 – Singet dem Herrn ein neues Lied

    • Cantatas for Sunday after Christmas Day

    BWV 152 – Tritt auf die Glaubensbahn
    BWV 122 – Das neugeborne Kindelein
    BWV 28 – Gottlob! nun geht das Jahr zu Ende

    • Cantata for New Year’s Day

    BWV 190 – Singet dem Herrn ein neues Lied!

    Reisetagebuch, Meinungsäußerungen
    Cantatafinder

    Hörprobe SDG 137,
    Vol. 16

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    Bach Cantatas Vol. 3

    CD im amazon aStore: Bach Cantatas SDG 141 Vol. 3

    SDG 141 Volume 3 (2 cds) contains:

    Cantatas for the Fourth Sunday after Trinity

    BWV 24 – Ein ungefärbt Gemüte
    BWV 185 – Barmherziges Herze der ewigen Liebe
    BWV 177 – Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ

    (recorded: Tewkesbury Abbey)

    Soloists: Magdalena Kozená | Nathalie Stutzmann
    Paul Agnew | Nicolas Teste

    Cantatas for the Fifth Sunday after Trinity

    BWV 71 – Gott ist mein König
    BWV 131 – Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir
    BWV 93 – Wer nur den lieben Gott lässt walten
    BWV 88 – Siehe, ich will viel Fischer aussenden

    (recorded: Blasiuskirche, Mühlhausen)

    Soloists: Joanne Lunn | William Towers
    Kobie van Rensburg | Peter Harvey

    The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

    Click here Reisetagebuch for a German Translation of the sleeve notes.

    Meinungsäußerungen
    Cantatafinder
    Hörprobe SDG 141, Vol. 3

    ————————————————————————–

    Bach Cantatas Vol. 27

    CD im amazon aStore: Bach Cantatas SDG 138 Vol. 27

    SDG 138 Volume 27 (2 cds) contains:

    BWV 1048 – Brandenburg Concerto No.3

    Cantatas for Whit Tuesday

    BWV 184 – Erwünschtes Freudenlicht
    BWV 175 – Er rufet seinen Schafen mit Namen

    (recorded: Holy Trinity, Blythburgh)

    Soloists: Lisa Larsson | Nathalie Stutzmann
    Christoph Genz | Stephen Loges

    Cantatas for Trinity Sunday

    BWV 194 – Höchsterwünschtes Freudenfest
    BWV 176 – Es ist ein trotzig und verzagt Ding
    BWV 165 – O heil’ges Geist- und Wasserbad
    BWV 129 – Gelobet sei der Herr, mein Gott

    (recorded: St Magnus Cathedral, Kirkwall)

    Soloists: Ruth Holton | Daniel Taylor
    Paul Agnew | Peter Harvey

    The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

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    Meinungsäußerungen
    Cantatafinder

    Hörprobe SDG 138, Vol. 27

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    SDG 144 Volume 25 (2 cds) contains:

    SDG144 Cantatas for the Fifth Sunday after Easter

    BWV 86 – Wahrlich, wahrlich, ich sage euch
    BWV 87 – Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen
    BWV 97 – In allen meinen Taten

    (recorded: Dresden)

    Soloists: Katharine Fuge | Robin Tyson
    Steve Davislim | Stephen Loges

    Cantatas for the Sunday after Ascension Day

    BWV 44 – Sie werden euch in den Bann tun I
    BWV 150 – Nach dir, Herr, verlanget mich
    BWV 183 – Sie werden euch in den Bann tun II
    Fürchte dich nicht – Johann Christoph Bach

    (recorded: Sherborne)

    Soloists: Joanne Lunn | Daniel Taylor
    Paul Agnew | Panajotis Iconomou

    The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

    CD im amazon aStore: Bach Cantatas SDG 144 Vol. 25

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    Meinungsäußerungen über den
    Cantatafinder

    Hörprobe SDG 144, Vol. 25

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    SDG 147 / Volume 5 / (2 cds) contains:

    SDG147 Cantatas for the Eighth Sunday after Trinity

    BWV 178 – Wo Gott der Herr nicht bei uns hält
    BWV 136 – Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz
    BWV 45 – Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist

    (recorded: 13/08/2000 Christkirche, Rendsburg)

    Soloists: Robin Tyson
    Christoph Genz | Brindley Sherratt

    Cantatas for the Tenth Sunday after Trinity

    BWV 46 – Schauet doch und sehet, ob irgendein Schmerz sei
    BWV 101 – Nimm von uns Herr, du treuer Gott
    BWV 102 – Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben!

    (recorded: 27/08/2000 Braunschweig Cathedral)

    Soloists: Joanne Lunn | Daniel Taylor
    Christoph Genz | Gotthold Schwarz

    The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner


    CD im amazon aStore:
    Bach Cantatas SDG 147 Vol. 5


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    Meinungsäußerungen über den

    Cantatafinder

    Hörprobe SDG 147, Vol. 5

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    SDG 150 Volume 17 (2 cds) contains:

    SDG150 Cantatas for New Year’s Day

    BWV 143 – Lobe den Herrn, meine Seele II
    BWV 41 – Jesu, nun sei gepreiset
    BWV 16 – Herr Gott, dich loben wir
    BWV 171 – Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm

    (recorded: 1 & 2 January 2000 – Gethsemanekirche, Berlin)

    Soloists: Ruth Holton | Lucy Ballard
    Charles Humphries | James Gilchrist | Peter Harvey

    Cantatas for the Sunday after New Year

    BWV 153 – Schau, lieber Gott, wie meine Feind
    BWV 58 – Ach Gott, wie manches Herzeleid II

    (recorded: 1 & 2 January 2000 Gethsemanekirche, Berlin)

    Soloists: Sally Bruce Payne
    James Gilchrist | Peter Harvey

    The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner


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    Link: Meinungsäußerungen der Künstler über den Cantatafinder


    Hörproben von SDG 150 Vol. 17

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    SDG 153 Volume 20 (2 cds) contains:

    SDG153 Cantatas for Septuagesima

    BWV 144 – Nimm, was dein ist, und gehe hin
    BWV 84 – Ich bin vergnügt mit meinem Glücke
    BWV 92 – Ich hab in Gottes Herz und Sinn

    (recorded: Grote Kerk, Naarden)

    Soloists: Miah Persson | Wilke te Brummelstroete
    James Oxley | Jonathan Brown

    Cantatas for Sexagesima

    BWV 18 – Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
    BWV 181 – Leichtgesinnte Flattergeister
    BWV 126 – Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

    (recorded: Southwell Minster)

    Soloists: Gillian Keith | Angharad Gruffydd Jones
    Robin Tyson | James Gilchrist | Stephan Loges

    The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

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    Link: Meinungsäußerungen der Künstler über den Cantatafinder

    Hörproben von SDG 153 Vol. 20

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