Archiv der Kategorie: Biographien von Dirigenten – Instrumentalisten – Gesangs-Solisten – Organisten.

Biografie Stephan Loges – Bass-Bariton


Stephan Loges, © Ana Alvarez Prada
© Ana Alvarez Prada

Stephan Loges wurde in Dresden geboren und bekam dort seine erste musikalische Ausbildung als Mitglied des Dresdener Kreuzchores. Er studierte an der Hochschule der Künste Berlin sowie der Guildhall School of Music and Drama in London und gewann 1999 die Wigmore Hall Song Competition in London.Er gibt regelmäßig und weltweit Liederabende, u. a. an der Wigmore Hall in London, der Carnegie Hall in New York, dem Concertgebouw in Amsterdam, beim Klavierfestival Ruhr, am La Monnaie in Brüssel, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Kuhmo Festival in Santiago de Compostela und im Rahmen der Vocal Arts Series in Washington mit Pianisten wie Roger Vignoles, Simon Lepper, Alexander Schmalcz und Eugene Asti.

In Konzerten war Stephan Loges unter anderem in Benjamin Brittens »War Requiem« mit dem Melbourne Symphony Orchestra und dem Royal Philharmonic Orchestra, in Haydns »Die Schöpfung« mit dem Iceland Symphony Orchestra unter Paul McCreesh und mit dem Mozarteumorchester in Salzburg zu hören; darüber hinaus in Haydns »Die Jahreszeiten« an der Semperoper Dresden unter Peter Schreier, Edward Elgars »The Dream of Gerontius« in Stuttgart und Darmstadt, in Mendelssohns »Elias« unter Paul McCreesh, in »Messiah« mit dem National Symphony Orchestra in Washington und den Sinfonieorchestern aus San Francisco und Detroit. Zudem in Kaija Saariahos »The Tempest Songbook« mit dem Scharoun Ensemble in der Kölner Philharmonie und in regelmäßigen Auftritten mit dem Scottish Chamber Orchestra, unter anderem in Brahms’ »Vier ernste Gesänge« und Arrangements von Schubert-Liedern unter dem Dirigat von Olari Elts.

Stephan Loges hat in Aufführungen der Kantaten unter Sir John Eliot Gardiner bei der Bach Cantata Pilgrimage 2000 (Aufnahmen bei SDG) und der Passionen Johann Sebastians Bachs mit dem Gabrieli Consort unter Paul McCreesh gesungen (Aufnahme bei Deutsche Grammophon). Bei den BBC Proms gab er 2002 sein Debüt in Bachs »Matthäus-Passion« unter Trevor Pinnock und ist seitdem mit vielen Ensembles der historischen und der modernen Aufführungspraxis aufgetreten, so mit dem Münchner Bach-Chor und -Orchester, dem Schwedischen Rundfunksinfonieorchester unter Daniel Harding und dem Melbourne Symphony Orchestra. Ebenso singt er regelmäßig in Bachs »Weihnachtsoratorium«, zuletzt mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Paul McCreesh und mit dem Russian National Orchestra unter Vladimir Jurowski.

Sein Operndebüt gab Stephan Loges am La Monnaie in Brüssel in einer Uraufführung des Komponisten Luca Francesconi und kehrte später als Wolfram in Richard Wagners »Tannhäuser« und zuletzt als Papageno in Mozarts »Die Zauberflöte« an das Haus zurück. Weitere Opernauftritte umfassten die Londoner Produktion von James Macmillans »Parthanogenesis«, als Graf in Mozarts »Le nozze di Figaro«, Schaunard in »La Bohème«, Mercutio in Charles Gounods »Roméo et Juliette« und Demitrius in Brittens »A Midsummer Night’s Dream« an der Opera North in Leeds; Moritz in Benoit Merniers »Frühlings Erwachen« an der Opéra national du Rhin und als Graf in Richard Strauss’ »Capriccio« und Bill in Kurt Weills »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« beim Edinburgh Festival.

http://www.maxinerobertson.com/index.php?load=artists&artist=sl&section=home

http://www.staatsoper-berlin.de/person_detail.php?personId=57139&language=de_DE&TB_iframe=true&height=500&width=650

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Loges-Stephan.htm

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Biografie Kati Debretzeni – Violine


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Kati Debretzeni, © Joe Plommer
© Joe Plommer

Kati Debretzeni wurde in Transsilvanien geboren und emigrierte am Alter von 15 Jahren nach Israel. Sie studierte Violine an der Musikakademie von Tel Aviv bei Ora Shiran. Aufgrund ihres Interesse an historischer Aufführungspraxis setzte sie ihre Studien im Fach Barockvioline bei Catherine Mackintosh und Walter Reiter in London fort. Im Jahr 2000 nahm sie an der Bach Cantata Pilgrimage John Eliot Gardiners als Konzertmeisterin teil. Sie kann auf vielen der kürzlich veröffentlichten Liveaufnahmen des Labels SDG gehört werden. Seither wurde sie von verschiedenen Orchestern wie Orchestra of the Age of Enlightenment, King’s Consort, English Concert, Sevilla Baroque Orchestra und Balthasar Neumann Ensemble eingeladen. Sie ist nach wie vor eine der KonzertmeisterInnen der English Baroque Soloists und führte gemeinsam mit dem Pianisten Robert Levin ein rekonstruiertes Doppelkonzert von Mozart bei den Salzburger Festspielen 2006 auf. Sie spielte Vivaldis Vier Jahreszeiten in Island und Polen. Ein weiteres Projekt war eine Tournee und CD-Einspielung der Brandenburgischen Konzerte von Bach gemeinsam mit Trevor Pinnock und seinen European Brandenburg Ensemble. Als aktive Kammermusikerin war sie von 2000 bis 2006 Mitglied von Florilegium, mit denen sie im Wiener Konzerthaus, der Wigmore Hall, dem Concertgebouw Amsterdam u.a. Konzerte gab.

Einspielungen des Amsterdam Baroque Orchestra für Channel Classics, bei denen sie als Gast-Konzertmeisterin mitwirkte, wurden mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Die Aufnahme der Pariser Quartette von Telemann mit Florilegium wurde für den Gramophone Award nominiert. Ihre Forschungen zu Werken von Heinrich Biber sind auf einer CD mit dem von ihr mitgegründeten Ensemble Ricardo (LINN) dokumentiert, die als Kammermusik-CD des Monats im Fachmagazin „The Strad“ ausgewählt wurde. Dieses Ensemble ist spezialisiert auf den „Stylus Phantasticus“ des 17. Jahrhunderts.

Kati Debretzeni gab Kurse und Workshops in Europa und Israel. Sie unterrichtet im Fachbereich Alte Musik am königlichen Konservatorium in Den Haag.

Ein Interview auf Englisch:
http://oaeblog.wordpress.com/2010/10/12/speed-interview-kati-debretzeni/

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Biografie Jean-Claude Zehnder – Organist


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Jean-Claude Zehnder wurde 1941 in Winterthur / Schweiz geboren. Er studierte in Winterthur am dortigen Konservatorium und an der Universität Zürich, später an der Musik-Akademie in Wien bei Anton Heiller und bei Gustav Leonhardt in Amsterdam. 1966 wurde er Organist und Chorleiter der Evangelischen Stadtkirche Frauenfeld, danach war er Orgel- und Cembalolehrer am Konservatorium in Winterthur. Seit 1972 war er in Basel tätig.

Der Künstler und Wissenschaftler unterrichtete von 1972 bis 2006 die Orgelklasse der Schola Cantorum Basiliensis. Als Organist am Dom zu Arlesheim bei Basel spielt er die Johann-Andreas-Silbermann-Orgel von 1761 regelmäßig in den Gottesdiensten und Domkonzerten.

Jean Claude Zehnder ist international angesehen als Interpret alter Orgel- und Cembalomusik. Zugleich ist er in der Bach-Forschung tätig, speziell auf dem Gebiet der Stilentwicklung im Frühwerk und der Interpretationsforschung. Sein Buch über die frühen Werke Johann Sebastian Bachs erschien 2009 im Schwabe-Verlag, Basel. Es etabliert erstmals eine chronologische Ordnung von etwa 120 Stücken, die im Zeitraum von 1695 bis 1708 entstanden sind. Die Erfassung von stilistischen Parametern dient darüber hinaus der Darstellung von Bachs Werdegang, seiner jugendlichen Experimente und der allmählichen Herausbildung einer „Tonsprache”, die unser abendländisches Musikverständnis stark geprägt hat. Er ist Dozent bei der Sommerakademie für Alte Musik in Innsbruck und Mitinitiator der Orgelwochen in Muri und Arlesheim.

Wegen seiner künstlerisch-wissenschaftlichen Doppelbegabung wurde Jean Claude Zehnder im Januar 2002 die Ehrendoktorwürde der Universität Dortmund verliehen.

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Fernsehsender „TVO“ ein Interview mit dem musikalischen Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen, Rudolf Lutz


Screenshot: TVO-Fernsehen Sommerinterview Bach-Stiftung St. Gallen - mit Rudolf Lutz und Konrad Hummler

Liebe Bachfreunde/innen!

Am Sonntag, 14.08.2011 strahle das Private Schweizer Fernsehen (TVO) aus St. Gallen ein Interview mit dem Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen – „Rudolf Lutz“ – und dem Förderer der Stiftung: „Konrad Hummler“ – aus.

Die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen wurde im Jahr 1999 gegründete.

Ziel der Stiftung ist, das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bachs (1685–1750) in einer Gesamtaufführung zu bewältigen.

Ziel der Bachstiftung:

Bei einer Aufführung pro Monat dauert das Vorhaben an die 25 Jahre, geht es doch um mehr als 200 Kantaten, sechs Motetten, diverse Messen-Sätze, Oratorien, Passionen und die h-Moll-Messe. Die Stiftung bezweckt gemäss Gründungsurkunde «die Förderung des Kulturlebens in der Region Ostschweiz, indem sie Trägerschaften und Einzelpersonen unterstützt, die sich in edukativer Weise um die öffentliche Aufführung des Gesamtwerkes von Johann Sebastian Bach bemühen, um so insbesondere der Jugend die Bedeutung seines musikalischen Schaffens näherzubringen».

Ein weiteres formuliertes Ziel der Stiftung ist es, in regelmässigen Abständen Konzertmitschnitte des gesamten Vokalwerks von guter Qualität und in genügender Abdeckung zu liefern, da solche bisher fehlten.

Abfolge:

Pro Abend wird nur eine Kantate, diese dafür aber zweimal, aufgeführt. Vor jedem Konzert findet ein Einführungs-Workshop statt, und zwischen den beiden Aufführungen erfolgt eine Reflexion über den Kantatentext.

Gründer:

Gründer der J. S. Bach-Stiftung sind der Musiker Rudolf Lutz (künstlerische Leitung) und der Privatbankier Konrad Hummler. Aus privaten Mitteln wurde der Grundstock gelegt.

Instrumentalensemble:

Schola Seconda Pratica

DVD und Anthologie:

Aus der Sammlung der Reflexionen entsteht mit der Zeit eine «J. S. Bach-Kantatenanthologie des 21. Jahrhunderts» in Buchform. Eine Sammlung von allen DVDs mit Konzertmitschnitten eines Bachjahres erscheint ebenfalls jährlich.

Örtlichkeiten:

Die Kantaten werden in der Grubenmann-Kirche im appenzellischen Trogen aufgeführt.

Weblink:

Webpräsenz der J. S. Bach-Stiftung

(Quelle: Wikipedia)

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YouTube-Video: Auszüge vom Sommerinterview der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

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Über den nachstehende Link kann das gesamte Interview angesehen werden.

Das Schweizerdeutsch im Interview ist ein wenig gewöhnungsbedürftig – da muss genau hingehört werden – dann versteht man schon die getätigten Aussagen. Ich wünsche Allen viel Spaß mit dem Interview von unseren Bach-Freunden St. Gallen in der Schweiz.

Link: http://www.tvo-online.ch/index.php?article_id=100&day=2011-08-14

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Ich verabschiede mich für heute vom Blog……..!!

Herzliche Grüße

Volker

Biografie Daniel Roth – Organist


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Daniel Roth
Daniel Roth

Daniel Roth wurde 1942 im elsässischen Mulhouse geboren. Die erste musikalische Ausbildung bekam er am Konservatorium seiner Heimatstadt Mulhouse-Alsace. Durch seine Bewunderung für Albert Schweitzer gelangte er frühzeitig zur Orgel. Ab 1960 studierte er am Pariser „Conservatoire National Superieur de Musique“. Dieses Studium beendete er mit fünf ersten Preisen in den wichtigsten Fächern: Orgelinterpretation und -improvisation (bei Rolande Falcinelli), Klavierbegleitung (bei Henri Puig-Roget), Kontrapunkt und Fuge (bei Marcel Bitsch) und Harmonielehre (bei Maurice Duruflé). Es folgten intensive Studien in Alter Musik bei Marie-Claire Alain und Vorbereitung auf internationale Wettbewerbe. 1963 startete er seine Laufbahn als Organist an der Cavaillé-Coll-Orgel der Pariser Basilika Sacré-Coeur als Stellvertreter seiner Lehrerin Rolande Falcinelli. In den folgenden Jahren wurde Roth Preisträger der Orgelwettbewerbe in Arnheim, München und Aosta.

1966 gewann er den „Prix de haute exécution et d’ improvisation des Amis de l’Orgue-Paris“ und 1971 den bedeutenden Orgelwettbewerb in Chartres in beiden Disziplinen – Interpretation und Improvisation. Zwei Jahre später wurde Roth Nachfolger von Rolande Falcinelli als Titularorganist an der Basilika Sacré-Coeur in Paris.

Seit diesen Jahren macht Daniel Roth eine internationale Karriere als Konzertorganist und Solist bei berühmten Orchestern. Er hält Meisterkurse, Konferenzen, wirkt als Jurymitglied bei Wettbewerben mit. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen (Filmportrait ZDF, 3 Sat., BBC, Rick Steeve USA, Video-Film Dallas, Texas), Schallplatten- CD Aufnahmen bei Philips, EMI, Erato, Arion, Motette (Düsseldorf), Wergo ,IFO (Schott-Mainz), Priory (London), Aeolus, JAV (USA) zeugen von seiner Vielseitigkeit.

Im Jahr 1973 erfolgte seine Berufung zum Professor am „Conservatoire National de Région“ in Marseille. Im darauf folgenden Jahr wurde er Leiter der Orgelklasse an der Katholischen Universität Washington, wo er als „Artist-in-Residence“ auch die Orgel der National-Shrine-Cathedral spielte.

Von 1979 bis 1988 versah Roth eine Orgelprofessur am „Conservatoire National de Région“ in Strasbourg. In diesen Zeitraum fiel auch eine der ehrenvollsten Berufungen seiner Karriere: 1985 wurde Roth Titularorganist an der berühmten Cavaillé-Coll-Orgel der Pariser Pfarrkirche Saint-Sulpice und somit Nachfolger einiger der bedeutendsten Musiker der französischen Orgelkultur: Clérambault, Séjan, Lefébure-Wély, Widor, Dupré und Grunenwald.

1988 erhielt Roth eine Professur an der Musikhochschule des Saarlandes in Saarbrücken. Seit 1995 unterrichtet er als Nachfolger von Helmut Walcha und Edgar Krapp an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main.

Als Komponist verschiedener Werke für Orgel, für Flöte und Orgel, für Chor und Orgel sowie für Orchester, bei Leduc, Bärenreiter, Schott(Mainz), Novello und Butz veröffentlicht, wurde er mit dem Florent-Schmitt-Preis von der Académie des Beaux-Arts (Institut de France) ausgezeichnet. Einige sind auch auf CD erhältlich.

Er ist Mitglied der französischen staatlichen Kommission für Historische Orgeln, und Mitglied von „Fellow of the Royal College of Organists“ in London.

Am 11 November 2005 weihte Daniel Roth die neue Schuke-Orgel, im Großherzogtum Luxemburg “Salle de Concerts Grande-Duchesse Joséphine-Charlotte.” Erbaut wurde das Werk von der Berliner Orgelbaufirma Schuke, die Disposition stammt vom nDaniel Roth.

Am 29.06.2006 wurde Roth für seine Maßstäbe setzenden Interpretation der europäischen Orgelliteratur und seine Improvisationskunst von der deutschen Stadt Schwäbisch Gmünd der Preis der „Europäischen Kirchenmusik 2006“ verliehen.

Zwei wesentliche Charakteristika französischer Orgelkunst müssen als prägende Einflüsse in Daniel Roths musikalischer Ausbildung genannt werden: in kompositorischer und improvisatorischer Hinsicht die äußerst differenzierte impressionistische Klanglichkeit der Werke Duruflés, in organistischer Hinsicht die technische und gestalterische Souveränität Duprés, die sich – wie jede Meisterschaft – besonderer Disziplin und Hingabe verdankt.

Das geistige und künstlerische Fundament, auf dem diese musikalischen Einflüsse und Eigenständigkeit entwickeln konnten, bilden für Daniel Roth seine Verehrung Albert Schweitzers und Johann Sebastian Bachs sowie in letzter Instanz seine tiefe Verwurzelung im katholischen Glauben, der durch die Vorbilder Schweitzer und Bach immer auch ökumenisch ausgerichtet ist.

http://www.danielrothsaintsulpice.org/deutsch/

 

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Biografie Ewald Kooiman – Organist


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Ewald Kooimann,  © Peter Kooimann
© Peter Kooimann

Ewald Kooiman, geboren 1938, studierte Orgel in Amsterdam und in Paris (Prix de Virtuosité an Jean Langlais), an der Schola Cantorum bei Jean Langlais, das er 1963 mit dem Prix de Virtuosité beendete. Er ist außerdem habilitierter Romanist. Als Konzertorganist, Wissenschaftler, Dozent und Juror trat er bei unzähligen internationalen Festivals und Symposien in Erscheinung. Weltweite Bekanntheit erlangte Kooiman durch die intensive Beschäftigung mit der Interpretation der Bachschen Orgelwerke.

Er ist der Herausgeber der beiden Publikationsreihen “Incognita Organo” und “Repro Organo”, die etwa 50 Bände mit Orgelmusik des 17. bis 19. Jahrhunderts umfassen. Über 70 Tonträger mit Kooimanschen Interpretationen sind erhältlich, darunter zwei Aufnahmen des gesamten Orgelwerks von Johann Sebastian Bach, gespielt auf historischen Instrumenten in den Niederlanden, in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Er erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Ewald Kooiman war Professor für Orgelkunst an der Freien Universität Amsterdam und Professor für Orgelspiel am Sweelinck Konzervatorium in Amsterdam; an der Internationalen Sommerakademie in Haarlem unterrichtet er die Interpretation der Orgelwerke Bachs. Er war Gastprofessor an Universitäten und Hochschulen in mehreren Ländern Europas, in Süd-Afrika, in Korea und in den USA. Der Königliche Niederländische Organisten Verein ernannte Ewald Kooiman zum Ehrenmitglied. Im Jahre 2003 wurde Ewald Kooiman von niederländischen Königin zum Ritter in den “Orde van de Nederlandse Leeuw” ernannt. 2005 hat die Stadt Haarlem ihn mit ihrer Ehrenmünze für seine Verdienste als Konzertorganist und als langjährigen Vorsitzenden des berühmten Internationalen Orgelfestivals Haarlem geehrt.

Ewald Kooiman starb plötzlich und unerwartet während eines Urlaubs im Januar 2009.

http://www.ewaldkooiman.com/de/home.html

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Kooiman-Ewald.htm

 

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Biografie Peter Kooij – Bass


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Peter Kooij, Bass
Peter Kooij, Bass

Peter Kooij sang bereits im Alter von sechs Jahren im Chor seines Vaters im Domchor von Utrecht und machte als Knabensopran viele Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen.

Nach einem Violinstudium am Utrechter Konservatorium studierte er Gesang bei Max van Egmond am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam, wo er sein Solistendiplom mit Auszeichnung erwarb.

Peter Kooijs Konzerttätigkeit führte ihn an die wichtigsten Musikzentren der ganzen Welt, wie z. B. Concertgebouw Amsterdam, Musikverein Wien, Carnegie Hall New York, Royal Albert Hall London, Teatro Colon Buenos Aires, Berliner und Kölner Philharmonie, Palais Garnier Paris, Suntory Hall und Casals Hall Tokio, wo er unter der Leitung von u. a. Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Frans Brüggen, Gustav Leonhardt, René Jacobs, Sigiswald Kuijken, Roger Norrington und Iwan Fisher sang.

Neben allen vokalen Werken Bachs umfasst sein umfangreiches Repertoire Werke von H. Schütz bis A. Webern und wird durch mehr als 130 CD-Produktionen dokumentiert (Philips, Harmonia Mundi, Sony und Virgin Classics, Erato, EMI und BIS). Von BIS wurde er für die Gesamtaufnahme der Bach-Kantaten mit dem Bach Collegium Japan unter der Leitung von Masaaki Suzuki eingeladen.

1999 gründete er gemeinsam mit einigen anderen Musikern das Ensemble De Profundis. Im Jahr 2001 rief er das aus jungen Nachwuchssängern zusammengesetzte Vokalensemble “Sette Voci” ins Leben und übernahm dessen künstlerische Leitung. Seit 2002 ist er Mitglied des Solistenquartetts „Tanto Canto”, in dem er zusammen mit Monika Frimmer, Christa Bonhoff und Dantes Diwiak schwerpunktmäßig die Literatur des Barock und der Romantik gestaltet.

Von 1991 bis 2000 hatte Peter Kooij eine Professur für Gesang am Sweelinck-Conservatorium in Amsterdam inne, von 1995 bis 1998 einen Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hannover.

Seit 2000 lehrt er als Gastdozent an der Tokyo University of fine Arts and Music und 2005 wurde er außerdem auf eine Professur für Gesang am Koninklijk Conservatorium in Den Haag berufen, eine der in den letzten Jahren bedeutendsten Ausbildungsstätten im Bereich der Alten Musik.

Daneben wird er immer wieder für Meisterkurse nach Deutschland, Frankreich, Portugal, Spanien, Belgien, Finnland und Japan eingeladen.

www.peterkooij.de

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Kooy-Peter.htm

 

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Biografie Franz Welser-Möst – Dirigent


zurück zur Biografien-Übersicht.Franz Welser-Möst, © Don Snyder

Danach war Welser-Möst in Winterthur und Lausanne in der Schweiz und in Norrköping in Schweden engagiert. Eine enge Beziehung verbindet ihn mit dem Brucknerfest in Linz, wo er regelmäßig dirigiert. International machte er 1986 auf sich aufmerksam bei einem Konzert mit dem London Philharmonic Orchestra. In der Folge wurde er von 1990 bis 1996 Musikdirektor dieses Orchesters. Er arbeitet weiterhin mit führenden Orchestern und Opernhäusern in Europa zusammen, u. a. in Berlin und Wien.

Von September 1995 bis 2002 war er Musikdirektor an der Oper Zürich. Anschließend übernahm er dort den Posten des Chefdirigenten bis 2005 sowie von 2005 -2008 den des Generalmusikdirektors. In dieser Zeit hat er in Zürich mehr als 40 verschiedene Opern dirigiert, von denen eine Vielzahl auch auf DVD veröffentlicht wurde. Mit dem Orchester des Opernhauses Zürich tritt Franz Welser-Möst in namhaften Konzertsälen und Opernhäusern in London, Paris, Tokio und weiteren Metropolen auf. Mit dem Orchester und Chor der Oper Zürich nahm Franz Welser-Möst im Mai 2006 an einem Pontifikalamt von Papst Benedikt XVI im Vatikan zur Feier des 500. Geburtstages der Schweizer Garde teil.

Seit 2002 ist er musikalischer Leiter des weltberühmten Cleveland Orchestra/USA, 2008 wurde sein Vertrag bis 2018 zur Jahrhundertfeier des Orchesters verlängert Das Orchester pflegt eine enge Zusammenarbeit mit der Carnegie Hall New York, dem Wiener Musikverein und dem Lucerne Festival in Form von regelmäßigen Residenzen. In 2008 hatten sie eine Residenz bei den Salzburger Festspielen inne, bei denen sie fünf ausverkaufte Aufführungen von Rusalka sowie drei Konzerte spielten. Das Jahr 2007 markierte den Beginn einer 10-Jahres Residenz in Miami. Die Saison 2010/11 beinhaltete Konzerte von Franz Welser-Möst und dem Cleveland Orchester in der Carnegie Hall und der Suntory Hall in Japan, und in 2011 beginnt eine zweijährige Residenz im New Yorker Lincoln Center Festival. Mit dem Cleveland Orchester hat er elf Uraufführungen und 14 amerikanische Erstaufführungen dirigiert. 2009 leitete er eine Produktion von Le nozze di Figaro, welche die Operntraditionen des Cleveland Orchester erneuerte. Die Serie der Mozart/ Da Ponte Opern wurde in 2009/10 mit Cosi fan tutte fortgesetzt und schloss in 2010/11 mit Don Giovanni ab.

Am 1. September 2010 trat Franz Welser-Möst, der bereits 2007 für diese Position designiert worden war, sein Amt als Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper an. Seine lange Partnerschaft mit dem Haus beinhaltet gefeierte Aufführungen von Wagners Tristan und Isolde; während der Spielzeit 2007/8 und 2008/9 erarbeitet er eine Neuproduktion von Wagner’s Ring des Nibelungen mit dem Regisseur Sven-Eric Bechtholf. Seine erste Spielzeit als Generalmusikdirektor begann mit einer von Kritikern hochgelobten neuen Produktion von Hindemiths Cardillac – ebenfalls unter der Regie von Bechtholf – und setzt, neben anderen Aufführungen, mit einer neuen Produktion von Janaceks Katja Kabanowa fort.

In den letzten Jahren hat Franz Welser-Möst eine zunehmend enge Partnerschaft mit den Wiener Philharmonikern entwickelt. 2011 dirigierte er das gefeierte Neujahrskonzert des Orchesters, in 2010 leitete er das jährliche Sommernachtkonzert im Schloss Schönbrunn und dirigierte das Orchester in der Suntory Hall in Tokyo. In 2009 trat er mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen, dem Luzern Festival, bei den BBC Proms in London und bei einem Festkonzert im Wiener Musikvereinssaal zum 150. Jubiläums des Wiener Singvereins auf.

In den Vereinigten Staaten hat er das New York Philharmonic, das Boston und das Chicago Symphony, das Philadelphia und das Cleveland Orchestra und das Los Angeles Philharmonic dirigiert. In Europa ist er mit dem Bayerischen Rundfunk, den Wiener Philharmonikern, dem Orchestra Filarmonica della Scala und dem Concertgebouw Amsterdam dem Gustav Mahler-Jugendorchester aufgetreten. Sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern gab er im Januar 2002. Bei den Proms 2000 dirigierte er eine Aufführung von Schmidt “Das Buch mit sieben Siegeln.”

Franz Welser-Möst hat mit EMI Classics einen Exklusivvertrag. Seine Aufnahmen, sowohl für CD als auch DVD, wurden mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter sind der Gramophone Award, der Diapason d’Or, der Japanese Record Academy Award und zwei Grammy Nominierungen. Die jüngste DVD Erscheinung ist Bruckners Symphonie Nr. 8 mit dem Cleveland Orchester, mit dem er schon Bruckners Symphonie Nr 5,7 und 9 aufgenommen hat. Weitere DVDs sind Der Rosenkavalier, La Bohème, Fierrabras, Don Giovanni und Peter Grimes vom Opernhaus Zürich. Jüngste CD Veröffentlichungen beinhalten eine Live Aufnahme von Beethovens Sinfonie Nr. 9 mit dem Cleveland Orchester und ein Wagneralbum mit Measha Brueggergosman.

Franz Welser-Möst ist ein Ehrenmitglied des Wiener Singvereins. Er wurde von der Zeitschrift Musical America im Jahre 2003 zum Dirigent des Jahres gewählt, und er ist der Co-Autor von Kadenzen: Notizen und Gespräche, erschienen 2007.

http://www.imgartists.com/?page=artist&id=221

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Biografie Andreas Martin – Laute & Gitarre


Andreas Martin, © Santiago Torralba

Der gebürtige Frankfurter Andreas Martin, aufgewachsen in einer Familie von Musikern und Malern, begann seinen musikalischen Werdegang mit der Laute & Gitarre bei Prof. Dr. Mario Sicca an der Musikhochschule Stuttgart und bei Ruggero Chiesa am Konservatorium „Giuseppe Verdi“ in Mailand.

Ergänzend widmete er sich dem Studium der Anglistik, Romanistik und Philosophie an der Universität Heidelberg. Sein starkes Interesse an Renaissance- und Barockmusik führten ihn schließlich an eines der renommiertesten Institute für Alte Musik – die Schola Cantorum Basiliensis, wo er bei Eugen Dombois, Hopkinson Smith und Peter Croton das Studium der Laute aufnahm. Dort besucht er auch Meisterkurse bei Interpreten wie Emma Kirkby, Anthony Rooley und Nigel North.

Heute wird Andreas Martin von der Fachpresse zu den renommiertesten Lautenisten gezählt. Seine Konzerttätigkeit führt ihn in viele Länder.

Neben Auftritten in der Londoner Wigmore Hall, beim Festival du Musique Baroque in Beaune oder im Théatre Chatelet Paris sind seine Solokonzerte beim Festival für Alte Musik in Barcelona, beim Europabachfestival der Neuen Bachgesellschaft Leipzig in Paris und bei BBC in Wales in der Reihe „A Bach Christmas“ hervorzuheben. Weitere Engagements führten ihn nach Kanada zu Solo – Rezitalen beim Bach – Festival Montréal unter der künstlerischen Leitung von Kent Nagano.

Ergänzende Projekte beinhalteten einen Konzertmitschnitt des Bayerischen Rundfunks anlässlich eines Rezitals der Reihe „Musica Antiqua“ im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und eine Tournée durch das Baltikum.

Aktuell sind Auftritte bei der Semana de Música Religiosa in Cuenca (Spanien), dem Musikfest Stuttgart und dem Festival des Musiques Sacrées de Québec (Kanada) hervorzuheben.

Martin ist regelmäßig Gast bei Fernseh- und Radiosendern wie SWR, HR, Bayern Klassik 4, BBC und ARTE.

Nach Jahren der intensiven künstlerischen Zusammenarbeit mit dem Countertenor Andreas Scholl, den Martin bei zahlreichen Rezitalen begleitete und mit dem er eine viel beachtete Aufnahme mit englischen Lautenliedern realisierte („English Folksongs and Lutesongs“, harmonia mundi france), widmet sich Martin nun seit einigen Jahren verstärkt dem Solo – Repertoire für die Laute.

Seine aktuelle CD, die den Werken Johann Sebastian Bachs gewidmet ist („J.S.Bach – Werke für Laute“, harmonia mundi france), wird von der internationalen Kritik als neue Referenzaufnahme der Bach – Lautensuiten gerühmt und wurde neben anderen Auszeichnungen mit der höchsten Bewertung der Zeitschrift „Goldberg“ prämiert.

Andreas Martins künstlerisches Anliegen ist es, im Rahmen von kommentierten Konzerten die klassische Barriere zwischen Künstler und Publikum abzubauen und die verschiedenen Rollen von Conférencier und Interpret in einer Person zu vereinen.

Link:    http://andreasmartinlaute.wordpress.com

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Biografie Jochen Kowalski – Altus


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© André Kowalski
© André Kowalski

Jochen Kowalski wurde am 30. Januar 1954 in Nauen/Brandenburg geboren und wuchs Wachow / Brandenburg auf. Nach dem Abitur begann er seine Karriere im Requisitenkeller der Deutschen Staatsoper Unter den Linden. Als Requisiteur lernte er hier von der Pike an, was Oper bedeutet.

1977 bis 1983 besuchte er die Musikhochschule Hanns Eisler Berlin, Fach Tenor. Noch als Student wirkte er 1981 in der damaligen ersten Inszenierung des neuen Chefregisseurs Harry Kupfer an der Komischen Oper, Berlin, – Die Meistersinger von Nürnberg – mit. Seit dieser Zeit arbeitet er mit der Gesangslehrerin Marianne Fischer-Kupfer, die die Begabung für das männliche Altusfach entdeckte und förderte.

“Entdeckt” wurde er während des Gesangstudiums (als Tenor) an der Ostberliner Musikhochschule, als er für eine Kommilitonin beim Vortrag der für eine Alt-Stimme geschriebene Orpheus-Arie “Ach, ich habe sie verloren” von Christoph Willibald Gluck einsprang. Nach der Ausbildung gelang ihm an der Komischen Oper Berlin der Durchbruch mit der Titelrolle in Georg Friedrich Händels “Giustino”.

Nach seinem Wiener Debüt in der Rolle des Prinzen Orlowsky in Johann Strauß’ Operette “Die Fledermaus” äußerte Brigitte Faßbaender als vielleicht bedeutendste Darstellerin dieser Hosenrolle: “Jetzt möchte ich den Orlowsky nie wieder singen.”

1994 wurde Jochen Kowalski zum Berliner Kammersänger ernannt. Gastspiele führen ihn durch ganz Europa und in den fernen Osten nach Taiwan und vor allem Japan. Kowalski ist sehr populär in Japan und hat dort inzwischen wohl seine größte und treueste Fangemeinde.

Sein Mitwirken in Oberon; Brittens “A Midsummer Nights Dream” in der Saison 1996/97 an der Met New York war ein weiterer Meilenstein in Kowalskis Karriere

Kowalski ist Mitglied der Komischen Oper Berlin. Von Händel über Schubert bis zu Filmschlagern der 30er Jahre ist Kowalskis Wandlungsfähigkeit zu bewundern.

Im April 2007 trat er mit Partie des Evangelisten in der “Lukas Passion” von C. Ph. E. Bach in der Philharmonie Berlin auf.

Auf vielen Schallplatten-, CD- und DVD-Aufnahmen ist das künstlerisches Schaffen von Jochen Kowalski in seinen unterschiedlichen Facetten dokumentiert, die Inszenierungen von Orpheus und Eurydike, Giustino, Belsazar und die Covent Garden Produktionen von Fledermaus mit Sutherland; Horne und Pavarotti und Mitridate, Re die Ponto wurden im Fernsehen ausgestrahlt.

Für sein künstlerisches Schaffen wurde er mit dem Kulturpreis 1992,1994 mit dem Titel Berliner Kammersänger und 2004 mit dem Verdienstorden des Landes Berlin geehrt.

Seine Aufnahmen mit Arien von Händel und Mozart sowie die Gesamtaufnahme von Glucks Orfeo ed Euridice erhielten 1988 und 1989 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Die Inszenierung von Orpheus und Eurydike der Komischen Oper wurde in London mit dem Laurence Olivier Award ausgezeichnet.

www.jochen-kowalski.de
umfangreiche Website mit Pressestimmen und Diskographie

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Kowalski-Jochen.htm

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Biografie Trevor Pinnock – Cembalist und Dirigent


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Trevor Pinnock, © Peer Lindgreen
© Peer Lindgreen

Trevor Pinnock ist Cembalist, Kammermusiker und Dirigent aus England. Ausgebildet an der Canterbury Cathedral und am London Royal College of Music war er einer der ersten, die für Aufführungen von barocker und klassischer Musik alte Instrumente benützten, weil er sie für am besten geeignet hielt, dieser Musik gerecht zu werden. Dies führte 1972 zur Gründung des English Concert, dessen künstlerischer Leiter er war, bis er 2003 diese Rolle an Andrew Manze weitergab. Heute teilt er seine Zeit auf zwischen Dirigaten, Rezitals, Kammermusik und Unterricht.

Als Gastdirigent leitet Trevor Pinnock Kammer- und Symphonieorchester in aller Welt. Aber auch mit historischen Instrumenten beschäftigt Pinnock sich weiterhin: Bei den Händel Festspielen Halle leitete er im Sommer 2006 die Aufführung von Purcells Dido and Aeneas. 2006 feierte Trevor Pinnock seinen 60. Geburtstag mit Tourneen bis weit ins Jahr 2007 hinein und der Einspielung der Bachschen Brandenburgischen Konzerte. Für dieses Projekt hat er mit Musikern aus England, Italien und Deutschland eigens das European Brandenburg Orchestra gegründet. Ihre CD-Einspielung der Brandenburgischen Konzerte wurde im Jahre 2008 mit einem Gramophone Award ausgezeichnet.

Trevor Pinnock ist Präsident des Faversham Music Club in Kent, welcher jedes Jahr eine Reihe von Konzerten und sozialen Veranstaltungen durchführt.

1992 wurde Trevor Pinnock mit dem Orden CBE ausgezeichnet und 1998 zum Offizier des französischen „Ordre des Arts et des Lettres“ ernannt. “The Times” schreibt, er sei “the complete musician”.

http://www.trevorpinnock.com/sitemap

http://www.faversham.org/pages/directory_item.aspx?i_PageID=11196

http://www.konzertagentur.de/kuenstler-karte/trevor-pinnock-cembalo-dirigent

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Pinnock-Trevor.htm

 

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Biografie Hanno Müller-Brachmann- Bassbariton


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© Monika Rittershaus
© Monika Rittershaus

Der Baßbariton Hanno Müller-Brachmann arbeitet sowohl auf dem Konzertpodium als auch auf der Opernbühne mit vielen der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit zusammen. Darunter Daniel Barenboim, Nikolaus Harnoncourt, Claudio Abbado, Sir Simon Rattle, Michael Gielen, Kurt Masur, Herbert Blomstedt, Pierre Boulez, Riccardo Chailly, Sir Charles Mackerras, Christoph v. Dohnányi, Sir John Eliot Gardiner, Sir Neville Marriner, Peter Eötvös, Marek Janowski, Donald Runnicles, Bertram de Billy, René Jacobs, Philippe Herreweghe oder Christoph Eschenbach.

Seine Engagements führen ihn zu Orchestern wie den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Chicago- und dem Boston Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem Philharmonia Orchestra London, der Academy of St.Martin in the Field, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre National de France, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Concertgebouw Orkest Amsterdam, dem Concentus musicus Wien, dem Freiburger Barockorchester, den English Baroque Soloists, vielen Rundfunksinfonieorchestern oder der Staatskapelle Berlin.

In Südbaden aufgewachsen, begann er seine musikalische Ausbildung bei der Knabenkantorei Basel. Er studierte in Freiburg bei Prof. Ingeborg Most, besuchte die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin und absolvierte sein Konzertexamen bei Prof. Rudolf Piernay in Mannheim als „Elias“ in Mendelssohns Oratorium mit dem Philh. Orchester Heidelberg.

Erste Preise beim Bundeswettbewerb Gesang 1992 und1994, beim Nürnberger Meistersingerwettbewerb 1995 sowie seine Erfolge bei den internationalen Wettbewerben „Neue Stimmen“ oder „ARD“ 1996 markieren den Beginn seiner beruflichen Laufbahn.

Heute reicht sein Konzertrepertoire von Heinrich Schütz bis Heinz Holliger, unter dessen Leitung er bei der Salzburger Mozartwoche Bachs „Kreuzstabkantate“ sang. Mit Mahlers „Liedern aus des Knaben Wunderhorn“ hörte man ihn mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter Myung-Whun Chung im Pariser Théatre des Champs Elysées, unter Vladimir Jurowski mit dem London Philharmonic Orchestra in der Royal Festival Hall

London, oder auf Europa-Tournee mit dem SWR-Sinfonieorchester unter Michael Gielen. Sein Debut in der New Yorker Carnegie Hall gab er im Jahr 2000 mit der amerikanischen Erstaufführung von Elliott Carters Oper „What next“ mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Daniel Barenboim.

Hanno Müller-Brachmann konzertierte in nahezu allen bedeutenden Konzertsälen Europas und bei Festspielen wie Salzburg, Luzern, Aldeburgh, Dresden, Flandern, Tanglewood, Granada und den BBC Proms.

1992 gab er sein Bühnendebut am Theater Freiburg unter Donald C. Runnicles, 1996 debütierte er an der Staatsoper Berlin unter Rene Jacobs, deren Ensemble er 1998-2011 angehörte. Hier entwickelte er die großen Mozartpartien zu seinen Paraderollen: Als Guglielmo in „Cosi fan tutte“ debütierte er in der Berliner Neuproduktion von Doris Dörrie 2001 unter Daniel Barenboim, außerdem auch in San Francisco 2004 unter Michael Gielen. Mit dieser Partie stellte er sich auch an der Wiener Staatsoper erstmals vor, sowie an der Bayerischen Staatsoper. Als Don Giovannis Diener Leporello debütierte er am Theater an der Wien in der Neuproduktion von Keith Warner 2006 unter Bertrand de Billy, nachdem er damit an den Staatsoper in Berlin und Wien zu hören gewesen war. Außerdem hatte er damit in Tokio und in der Berliner Neuproduktion von Peter Mussbach 2007 unter Daniel Barenboim großen Erfolg. Die Titelfigur in „Le nozze di Figaro“ sang er an den Staatsopern in Wien, München und Berlin.

Als Vogelfänger Papageno konnte man ihn ebenfalls in der Neueinstudierung der Bayerischen Staatsoper 2004 hören, außerdem an seinem Berliner Stammhaus und in einer Neuproduktion in Modena unter Claudio Abbados Stabführung. Ein Mitschnitt der Deutschen Grammophon wurde mit dem „Gramophone Award“ ausgezeichnet.

An seinem Berliner Stammhaus brachte der vielseitige Künstler Elliott Carters „What next“ und Pascal Dusapins „Faustus – the last night“ zur Uraufführung. Weitere wichtige Premieren in Berlin waren Schrekers „Der Ferne Klang“ (als „Graf“) unter Michael Gielen, „Pique Dame“ (als „Tomski“) und „Parsifal“ (als „Amfortas“) unter Daniel Barenboim. Den „Amfortas“ gab er auch in Sevilla unter Barenboims Stabführung, in Hamburg unter Simone Young oder in Budapest unter Adam Fischer. Außerdem war er in Berlin als „Golaud“ in „Pelleas et Melisande“ sowohl unter Michael Gielen als auch unter Sir Simon Rattle zu hören. Dort debütierte er auch als „Kaspar“ in „Freischütz“, als „Banquo“ in „Macbeth“ und als „Orest“ in „Elektra“, den er auch in Madrid und München verkörperte. Seine jüngste Repertoireerweiterung war im Oktober 2010 Wotan in „Rheingold“ unter der Leitung von Daniel Barenboim. Im Herbst 2012 wird er sein Debut an der New Yorker Metropolitan Opera geben.

Neben dem Konzert- und dem Operngesang gilt seine große Liebe dem Lied. Mit Musikerpersönlichkeiten wie Daniel Barenboim, Graham Johnson, Philippe Jordan, Marcus Creed, Ulrich Eisenlohr, Malcolm Martineau, Hendrik Heilmann, Denés Varjon, Axel Bauni, Guido Heinke, Eric Schneider oder Burkhard Kehring war Hanno Müller-Brachmann in Liederabenden zu erleben.

Bei seinem Debut in der Londoner Wigmore Hall war András Schiff sein Partner. Das Amsterdamer Concertgebouw, die Hamburger Musikhalle, die Berliner Philharmonie, das Pariser Théâtre du Châtelet, die Berliner Staatsoper, das Baseler Stadtcasino, die Philharmonien in Köln und Essen,Tokio und Festivals wie Edinburgh, Schwarzenberg, Saintes, Ittingen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder das Bonner Beethovenfest sind weitere Liedpodien des Künstlers. Von der internationalen Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein wurde er 1995 mit dem „Brahms-Preis“ ausgezeichnet.

Rundfunk-, Fernseh- und DVD-Produktionen dokumentieren seine Arbeit.

Z.T. preisgekrönte CD-Einspielungen liegen u.a. bei EMI, Decca, DGG, harmonia mundi france, Hyperion, Teldec, Sony und Naxos vor. Besonders am Herzen liegen Hanno Müller-Brachmann seine Dokumentationen von Bachs Solokantaten unter Müller-Brühl, Bachs „Matthäus-Passion“ unter Chailly, die „Johannes-Passion“ unter Gardiner und Mahlers „Wunderhornlieder“ unter Gielen. Große Aufmerksamkeit erhielt die Einspielung einer Lied-CD mit Werken von Gielen, Schönberg und Busoni.

Selbst gefördert durch Stipendien der Walter Kaminsky-Stiftung, der Studienstiftung des deutschen Volkes und des damaligen Bundespräsidenten Dr. Richard v. Weizsäcker hat Hanno Müller-Brachmann große Freude daran, seine Erfahrungen an die nächste Sängergeneration weiterzugeben und tut dies in Meisterkursen, als Mentor des Deutschen Musikrates und der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung oder durch sein Engagement beim „Bundeswettbewerb Gesang Berlin“. Er ist Juror verschiedener Wettbewerbe. Nach Lehraufträgen an beiden Berliner Hochschulen folgt der ausgebildete Gesangspädagoge ab dem WS 2011 dem Ruf der Hochschule für Musik Karlsruhe auf eine Professur für Gesang.

Als wichtigstes Engagement begreift der dreifache Familienvater die Suche nach Balance zwischen Beruf und Privatleben.

Quelle:
http://www.mueller-brachmann.com/   umfangreiche, sehr informative Website

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Muller-Brachmann-Hanno.htm

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Biografie Nico van der Meel – Tenor


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© Nico van der Meel, 2007
© Nico van der Meel, 2007

Nach einem Mathematikstudium an der Universität Leiden beschloß Nico van der Meel Berufsmusiker zu werden. Zunächst studierte er Chorleitung am Konservatorium in Rotterdam bei Prof. Barend Schuurman. Sein in 1982 begonnenes Gesangsstudium bei Prof. Margreet Honig schloß er in 1987 „cum laude“ ab. Er nahm an Meisterkursen bei Evelyn Lear, Ruud van der Meer, Robert Holl, Elly Ameling, Elisabeth Schwarzkopf u.a. teil. In den letzten Jahren hat er als Dozent mitarbeitet an verschiedenen Sommerkurse, wie z.B. den „La Caixa“ Curso Internacional de Música.

Nico van der Meel gab sein Debut mit dem Concertgebouw Orchester in der Saison 1987/88 und sang im selben Jahr die Tenorarien in einer Einspielung der Johannespassion von J.S. Bach unter der Leitung von Sigiswald Kuijken. In den Jahren von 1989 bis 1996 nahm er an Konzertreisen und Einspielungen des Orchesters des 18. Jahrhunderts unter der Leitung von Frans Brüggen teil mit der h-moll Messe und den beiden Passionen von J.S. Bach. Wenngleich er mit seinen Interpretationen des Evangelisten international bekannt wurde, verfügt er über ein breitgefächertes Konzertrepertoire, welches Musik der 16. bis zum 20. Jahrhundert umfaßt. Er konzertierte mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, John Eliot Gardiner, Gustav Leonhardt, Peter Schreier, Jan Willem de Vriend, Jos van Veldhoven, Helmuth Rilling, Michel Corboz and Sir Colin Davis.

Nico van der Meel gab Liederabende in allen wichtigen Kammermusiksälen der Niederlande, wie auch in Frankreich, Spanien und Deutschland. Bei seinen Liederabenden arbeitet er eng mit den Pianisten Dido Keuning und Leo van Doeselaar zusammen. Einen wesentlichen Teil seines Programms stellt das Liedschaffen Hugo Wolfs dar. Seine Liedeinspielungen beeinhalten frühe Lieder von Hugo Wolf und Musik der niederländischen Komponisten Johannes Verhulst, Leander Schlegel und Constantijn Huygens.

In der Oper war Nico van der Meel zu hören und zu sehen als Alfred in der Fledermaus von Johann Strauss, Sellem in Stravinskys The Rake’s Progress, Pedrillo in Mozarts Entführung aus dem Serail unter der Leitung von Christopher Hogwood, Don Ottavio in Mozarts Don Giovanni dirigiert von Arnold Östman (aufgenommen für Decca L’Oiseau Lyre) en Camacho in Mendelssohns Die Hochzeit des Camacho mit Anima Eterna unter der Leitung von Jos van Immerseel (aufgenommen für Channel Classics).

Nico van der Meel ist Mitglied des Ensembles Camerata Trajectina, das sich auf holländische Musik des Mittelalters bis zum 17. Jahrhunderts spezialisiert hat. Themen aus der Niederländischen Literatur-, Religions- und Kulturgeschichte sind Ausgangspunkt für die Konzertprogramme dieses Ensembles. Darüberhinaus ist Nico van der Meel seit 1981 Dirigent des Chores William Byrd Vocaal Ensemble, der sich hauptsächlich mit a capella Musik vom 16. bis zum 20. Jahrhundert beschäftigt.

http://www.nicovandermeel.nl/display.php?l=de&i=Willkommen

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Meel-Nico-van-der.htm

 

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Biografie Niklas Eklund – Barocktrompete


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© Niklas Eklund

© Niklas Eklund

Der schwedische Trompeter Niklas Eklund, geboren 1969 in Göteborg (Gothenburg), studierte an der Universität Göteburg Musik .

Weitere Studien fanden bei Edward H. Tarr beim Schola Cantorum Basiliensis statt. Nach fünf Jahren als Solo-Trompeter mit dem Basel Radiosymphonie-Orchester verließ Niklas Eklund das Orchester im Herbst 1996, um seine Karriere als Solotrompeter fortzusetzten. Er ist mit einigen führenden Ensembles und Dirigenten wie John Eliot Gardiner, Heinz Holliger, Andras Schiff, Eric Ericson, Reinhard Goebel, Gustav Leonhardt, dem London Baroque Orchestra, dem Bach Ensemble (New York), De Nederlandse Bachvereniging, dem Drottningholm Baroque Ensemble und den English Baroque Soloists aufgetreten. 1996 war Eklund der erste Preisträger in dem Internationalen Wettbewerb für Barocktrompete in Altenburg / (Deutschland). Eklund war an vielen Konzerten bei Sir John Eliot Gardiners Bach Pilgrimage 2000 und den Aufnahmen (Archiv CD und SDG) in Jahr 2000 beteiligt. Außerdem gab er Konzerte in Schweden und in Europa. Er ist als Lehrkraft für Trompete in den USA, in Australien, in der Ukraine, in Rußland und in Neuseeland tätig.

Für Naxos hat Niklas Eklund auf 5 CDs (Naxos) einen ausgezeichneten Überblick über Musik für die barocke Trompete mit Werken von Komponisten wie Handel, Torelli, Sweelinck, Vivaldi, Haydn und Molter herausgegeben. Werke von Haydn und Hummel auf moderner Trompete sind im Sommer 2003 veröffentlicht worden. Diese wurden mit weltweit mit positiven Kritiken beachtet (The Times, The Telegraph, Gramophone, Amazon und Klassik-Heute). Ebenso spielte Eklund das Brandenburger Konzert Nr. 2 bei Naxos ein, welches 2008 für die Grammy Awards nominiert wurde.

2005 begleitete Niklas Eklund die gefeierte Sängerin Cecila Bartoli auf einer Tournee in die etabliertesten Konzertsääle der Welt wie die Carnegie Hall, Chicago Symphony Hall, Berliner Philhamonie oder Concertgebouw Amsterdam.

http://www.niklaseklund.com/

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Biografie Michael Harrison – Barocktrompete


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Michal Harrison beim Bachfest Köthen 2010 - Bildrechte V. Hege

Michal Harrison beim Bachfest Köthen 2010 - Bildrechte V. Hege

Englischer Barock-Trompeter:
kleine Trompete, Flügelhorn, Kornett, Naturtrompete, Cornet

– spielte die 1. Trompete in Sir John Eliot Gardiners English Baroque Soloists und Orchestre Revolutionaire und Romantique

– Mitglied des English Consort seit 1988

– Regelmäßige Engagements bei der Londoner Philharmonia, Chamber Orchestra of Europe und der Academy of St. Martins in the Fields

– Über 150 Grammophonaufnahmen, einschließlich Vivaldis Konzert für zwei Trompeten gemeinsam mit Mark Bennett für die Deutsche Grammophon Archiv

– Verschiedene Studioarbeiten für zahlreiche Filme, TV- und Radioaufnahmen

– Theaterarbeit mit Royal Shakespeare Company

– Westend Musicals einschließlich Les Miserables, Showboat und Sieben Bräute für sieben Brüder

– Auftritte in der Sydney Oper, Berliner Philharmonie, Wiener Musikverein, Scentary Hall Tokyo, Avery Fischer Hall New York

Unterrichtet als Lehrkraft am Royal College of Music, am Sydney Conservatoire, Universität von Texas und am Royal Nothern College of Music sowie Privatunterricht zur Vorbereitung von Studenten auf die Prüfungen an Music Colleges und Universitäten.

http://www.maslink.co.uk/cvs/trumpets/harrison(michael).html

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Biografie Paul Sharp – Englischer Barocktrompeter


Paul Sharp - Englischer Barock-Trompeter
Paul Sharp – Englischer Barock-Trompeter

Ausbildung:
Royal College of Music von 1995 – 1999

Abschluss:
Bachelor of Music (Hon)

Professoren:
Michael Laird, Malcolm Smith und Mark Bennett;

Meisterklasse:
Håkan Hardenberger, Thomas Rolfs und Philippe Schartz .

Preise:
David Mason-Preis für Trompete; Herbert Samuel Preis für Bläser;
Fanny-Hughes Bläserpreis des Royal College of Music ; Stipendiat des Royal
College of Music.

Besondere Auftritte:
Aufnahmen von  “Let the Bright Seraphim” für die Vorstellung des Rolls Royce Silver Seraph
Für BBC TV: The Genius of Mozart, Eroica, Venice und Beethoven Uncovered
London West End: Cats, Phantom of the Opera
UK Tours: West Side Story, The King and I

Mitwirkung in Orchestern:
Philharmonia Orchestra
London Philharmonic Orchestra
Royal Scottish National Orchestra
BBC National Orchestra of Wales
Royal Ballet Sinfonia
English Chamber Orchestra
Chamber Orchestra of Europe
Mahler Chamber Orchestra
Cappella Andrea Barca, dir. Andras Schiff
Deutsche Kammerphilharmonie, Bremen
Norwegian Chamber Orchestra
Stavanger Symphony Orchestra
London Soloists Chamber Orchestra
National Symphony Orchestra
Guildford Philharmonic Orchestra
Southern Sinfonia
Bavarian Philharmonic Orchestra
New Israeli Opera
Hannover Bach Orchestra

Mitwirkung in Orginalklang-Ensembles:
English Baroque Soloists
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Orchestra of the Age of Enlightenment
The King’s Consort
The Gabrieli Consort & Players
The English Concert
Academy of Ancient Music
New London Consort
Classical Opera Company
The Early Opera Company
Dunedin Consort
Steinitz Bach Players
St James’s Baroque Players
Ex Cathedra Baroque Orchestra
Florilegium
Baroque Brass of London
Musicians of Shakespeare’s Globe
His Majestys Sagbutts and Cornetts

http://www.maslink.co.uk/cvs/trumpets/sharp(paul).htm

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Biografie Dietrich Henschel – Bass-Bariton


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© Clara Pons

© Clara Pons

Dietrich Henschel, Bass-Bariton, wurde 1967 in Berlin geboren. Er besuchte das musische Gymnasium in Nürnberg. Sein Studium erfolgte an dem dortigen Konservatorium und an der Musikhochschule München in den Fächern Klavier, Dirigieren und Gesang. Er wurde außerdem in Berlin u.a. bei Dietrich Fischer-Dieskau ausgebildet und war schon während des Studiums Preisträger mehrerer Wettbewerbe.

Sein erstes Engagement war als lyrischer Bariton am Stadttheater in Kiel. Sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper war 2001 mit der Partie des Dichters Aleel in der konzertanten Aufführung von Werner Egks „Irischer Legende“.

International tritt Dietrich Henschel an dem Opernhaus in Lyon, der Pariser Oper, der Deutschen Oper Berlin, am Opernhaus von Amsterdam, Zürich, Genf und Brüssel ebenso wie bei dem Festival de Aix-en Provence und den Münchener Opernfestspielen auf. Er arbeitet mit so anerkannten Dirigenten wie Renè Jacobs, Nikolaus Harnoncourt, Christoph Eschenbach, Zubin Mehta und Kent Nagano.

Als anerkannter „Bach-Kantaten-Oratorien-Sänger“ gastierte er unter anderem bei Sir John Eliot Gardiner während der Bach Cantata Pilgrimage 2000. Sein erster Auftritt hier war gleich zu Beginn der Pilgerreise am 23.12.1999 als Solist im Weihnachts-Oratorium von J.S. Bach in der Herder-Kirche Weimar.

Im Rahmen seiner internationalen Tätigkeit als Konzert- und Liedsänger hat er regelmäßige Auftritte bei Festspielen wie den Schubertiaden in Wien und Feldkirch, dem Europäischen Musikfest Stuttgart, den Richard-Strauss-Tagen in Garmisch, dem Schleswig-Holstein-Musikfestival und dem Beethovenfest Bonn.

Ausführliche Website mit Diskographie und Pressestimmen:
www.dietrichhenschel.de/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Henschel-Dietrich.htm

Mit dem Großmeister an der Springladen-Orgel „Gerhard Weinberger“ eine erlebnisreiche Sternstunde mit Bach-Werken


An der Springladen-Orgel in Borgentreich - Prof. Gerhard Weinberger

Liebe Bachfreunde,

am Samstag, 9. Juli 2011 spielte Prof. Weinberger an der neurestaurierten Barockorgel in Borgentreich; der größten doppelten Springladenorgel der Welt

  • Toccata und Fuge F-Dur BWV 540
  • Partita „Wenn wir in höchsten Nöten sein“ BWV Anh. 78
  • Aus der „Kunst der Fuge“ BWV 1080
  • Contrapunctus 1
  • Contrapunctus 2
  • Contrapunctus 3
  • Contrapunctus 4
  • Contrapunctus 5
  • Contrapunctus 6 a 4 in Style Francese
  • Concert d-Moll BWV 974

Nach dem Konzert d-Moll für Oboe, Streicher und Basso continuo von „Alessandro Marcello“

  • Choralbearbeitung aus den „Leipziger Chorälen“ BWV 654

          „Schmücke dich, o liebe Seele“ à 2 claviers et pédale

Barocke-Springladen-Orgel in Borgentreich Fotorechte: Joschi von Scherenberg

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So ein swingendes, traumhaftes Orgelkonzert habe ich noch nie erlebt. Schon nach den ersten Takten der F-Dur Toccata konnte ich nicht mehr ruhig auf meiner Kirchenbank sitzen bleiben. Dieses Stück war eine indirekte Aufforderung zum Tanz. Sehr ruhig und ausgeglichen die Partita „Wenn wir in höchsten Nöten sein“. Sehr schön registriert – wir haben es genossen.

„Kunst der Fuge“ Contrapunctus 1-6 wurden sehr unterschiedlich registriert und Prof Weinberger konnte die Vielfalt dieser seltenen Orgel darstellen. Einfach beeindruckend!

Das Concert d-Moll war wieder was für mich. Ich musste mir ein Taschentuch vor den Mund halten. Das Andante e spiccato war hinreißend interpretiert – das Adagio natürlich auch; und beim Presto war’s mit meiner Fassung vorbei. Es war wirklich ein „Presto“ und auf unserer harten Kirchenbank gab’s kein Halten mehr.

„Schmücke dich, o liebe Seele“ war mit dem Tremulanten im Cantus firmus gefährlich-schön registriert. Gefährlich deshalb, weil man jeden Ton ganz genau hört und die kleinste Unregelmäßigkeit genau mitbekommt. Aber unser Großmeister (so war die Plakatankündigung) hat’s mit Bravour gemeistert.

Das Schlussstück war noch mal was zum Schwelgen. Ausgerechnet beim „Gravement“ gings wild über die gesamte Tastatur. Ich habe mich nur gewundert, wie ein Mensch bei dieser Geschwindigkeit so präzise und packend spielen kann.

Ein Schokoladenstückchen gab’s für uns noch am Ausgang. Dort kam uns Prof. Weinberger mit einem riesen Blumenstrauß entgegen und wir konnten einige Sätze mit ihm wechseln. Seine Natürlichkeit und Bescheidenheit haben uns beeindruckt.

Herzl. Gruss

Iris

P.S. Eine weitere Konzert-Rezension gibt es von der „NW aus Warburg“

Unteres Foto anklicken zum Vergrößern oder die Datei aufrufen: 

Link: https://volkersklassikseitenjsbach.com/wp-content/uploads/2011/07/nw-rezension-organist-g-weinberger-borgentreich.png

NW-Rezension: Organist Gerhard Weinberger in Borgentreich

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Zur Biographie von Gerhard Weinberger

Zum Vorbericht: „Größte doppelte Springladen-Orgel der Welt“
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Biografie Robin Tyson – Countertenor


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Robin Tyson

Robin Tyson

Robin Tyson begann seine Laufbahn als Chorsänger in der Kathedrale von Canterbury. 1989 bekam er ein Stipendium für das King’s College in Cambridge. Anschließend besuchte er das Royal College f Music für ein Postgraduiertenstudium.

Als Solist ist er in ganz Europa, den USA und dem Fernen Osten aufgetreten. Er arbeitete mit Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner, Richard Hickox, Paul McCreesh, Rene Jacobs, Emmanuel Haïm, Robert King und Joshua Rifkin zusammen. Er trat im Lincoln Center New York sowie bei Festspielen wie dem Edinburgh International Festival, dem Spitalfields Festival, im Barbican Centre und den BBC Proms als Gesangs-Solist auf.

1998 debütierte er als Liedsänger in London, als er Barock- und klassische Lieder in der Serie „Liederreise“ des St. John’s Smith Square sang. Während seiner Collegezeit sang Robin den Oberon in Brittens „Mittsommernachtstraum“. Während des Londoner Händel-Festivals verkörperte er die Hauptrolle in Händels „Alessandro Severo“. Unter René Jacobs hat er in Cavallis „La Calisto“ in La Monnaie (Brüssel) und am Teatre Nacional de Catalunya (Barcelona) gesungen. Opernpläne beinhalten weitere Aufführungen von „La Calisto“ am Festspielhaus in Salzburg, Lyon, Montpellier und Berlin sowie eine Doppelvorstellung von „Venus und Adonis“ und „Dido und Aeneas“ in Antwerpen und Gent für die Oper Flandern.

Robin Tyson war stark engagiert in Sir John Eliot Gardiner’s Bach Cantata Projekt in 2000. Die Live-Aufnahme eines Konzertes ist bei dem Label Deutsche Grammophon erschienen, andere Aufnahmen von der Bach Cantata Pilgrimage sind beim „Soli Deo Gloria“-Label erhältlich. Ebenso trat er mit dem Ensemble Fretwork auf. Mit dem Viol-Ensemble Concordia nahm er die Musik zu dem Film Elizabeth mit Helen Mirren auf. Im Bereich der zeitgenössischen Musik trat er zweimal bei den BBC PROMs in György Kurtàg’s What is the Word sowie in der Uraufführung von Giles Swayne’s Havoc.

Robin sang auch in vielen führenden Vokalensembles wie The Sixteen, The Gabrieli Consort, Pro Cantione Antiqua, King’s Consort und Hilliard Ensemble. Von 2001 bis 2009 er Mitglied der King’s Singers, dem weltweit begehrtesten A-cappella-Ensemble.

http://www.kingssing.de/ksbio/tyson

http://daviesmusic.com/singer/robin-tyson/

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Barocke Springladenorgel restauriert Konzert eines Großmeisters Gerhard Weinberger am 9.7.2011 in Borgentreich


Liebe Orgel-Freunde!

Borgentreich (OWL-Ostwestfalen-Lippe). Das Mammutwerk ist vollbracht: 15 Jahre lang haben die Borgentreicher für die Königin der Instrumente gekämpft. Für ihre Orgel haben sie gespendet, geworben und sogar Bundestagspräsident Norbert Lammert als Pate für die Restaurierung gewinnen können. Jetzt wurde angestimmt: Am 14. Mai 2011 empfing die Borgentreicher Barockorgel in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist die offizielle Weihe.

Geweiht, die größte barocke Springladenorgel der Welt in der Kirche St. Johannes Baptist, Borgentreich. © 2005 – 2011 Orgelförderverein Borgentreich.

1997 begannen die Planungen zur Restaurierung der größten Barockorgel Westfalens in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Borgentreich, die zugleich auch die wichtigste historische Orgel des Erzbistums Paderborn ist. Im November 2003 wurde die Orgelbaufirma Hermann Eule in Bautzen mit der Wiederherstellung beauftragt – von 2005 bis 2011 liefen die Restaurierungs-Arbeiten. Mit der Orgelweihe am 14./15. Mai 2011 ging die schwierigste, langwierigste und kostspieligste Restaurierung der Erzdiözese Paderborn zu Ende.

Größte barocke Springladenorgel der Welt in Borgentreich © 2005 - 2011 Orgelförderverein Borgentreich.

Die „Königin der Instrumente“ in Borgentreich wird ursprünglich für die Klosterkirche der Augustiner im ostwestfälischen Kloster Dalheim erbaut. Den ältesten Teil bildet das Hauptwerk, das im 17. Jahrhundert von einem Orgelbauer der Familie Bader geschaffen wurde. Nach der Aufhebung des Klosters Dalheim im Jahr 1803 wurde die Orgel für Borgentreich erworben.

Disposition der Springladenorgel in Beverungen Pfarrkirche St. Johannes Baptist.

H i e r  – klicken..!!

Die Orgel lockt ihre Fans aus ganz Europa an. Wer in der Orgel-Szene etwas auf sich hält, muss dieses Instrument mit den 3.019 Pfeifen im mächtigen Leib gesehen haben. Es ist die größte doppelte Springladenorgel der Welt und zugleich auch die größte Barockorgel Westfalens. Sie thront jetzt frisch restauriert wieder hoch droben auf der Empore in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist und verzückt die Blicke mit ihrem riesigen in Weiß und Blattgold gefassten Prospekt.

Springlade…  Die heute aufgrund ihrer aufwändigen Konstruktion nur noch selten anzutreffende Springlade unterscheidet sich von der Schleiflade hinsichtlich ihrer besonderen Registriervorrichtung. Anstelle der Schleife befinden sich in der Windlade unter jeder Pfeifenbohrung kleine Ventile. Diese werden mit einer Feder gehalten. Sie können mittels Stechern (kleine Metallstifte, die oben aus der Windlade herausragen) geöffnet werden. Beim Ziehen eines Registers drückt eine lange Leiste auf sämtliche dem jeweiligen Register zugehörigen Stecher. Dadurch werden alle Ventile des gezogenen Registers geöffnet. Beim Abstoßen springen die Ventile durch ihre Federn wieder zu. Daher der Name Springlade. Der Registerzug muss sowohl in gezogenem wie auch in abgestoßenem Zustand eingehakt werden um die Kraft der Ventilfederchen oder das Gewicht der Registerleiste auszuhalten. Ab 1600 entwickelte sich die Konstruktion der doppelten Springlade.
(Angaben des Orgelmuseums Borgentreich)

Einen ausführlichen Zeitungsbeitrag der NW zur Springladenorgel erhalten Sie  – h i e r -..!!

Besucher von Borgentreich ist das dortige Orgelmuseum sehr zu empfehlen.

Link: Orgel-Museum in Borgentreich: 

Erleben  Sie im ersten Orgelmuseum Deutschlands  faszinierende Einblicke in die Welt der  Königin der Instrumente. Funktionsweise der  Pfeifenorgel, klanglicher Aufbau,  handwerkliche Herstellung und geschichtliche  Entwicklung werden leicht verständlich und  unterhaltsam präsentiert an Pfeifen,  Werkzeugen und Modellen zum Anfassen und    Ausprobieren.

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Dozent-Dirigent und Organist Prof. Gerhard Weinberger

Aus gegebenem Anlass finden nach Weihe der barocken Springladenorgel

Orgel-Konzertwochen in der katholischen

Pfarrkirche  St. Johannes Baptist, Beverungen statt.

Konzertankündigung:

Großmeister der Orgel am

Samstag, 9. Juli 2011 um 17:00 Uhr

Prof. Gerhard Weinberger, Detmold / München mit Werken von Johann Sebastian Bach

Für seine Gesamteinspielung des Bachschen Orgelwerks auf historischen Instrumenten (22 CDs) erhielt Gerhard Weinberger den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2009.

Die Jury schrieb in ihrer Begründung: „Diese Einspielung der Orgelwerke von Johann Sebastian Bach steht in nahezu jeder Hinsicht einzigartig da…. Zum dritten ist es die die stilistische … Souveränität, mit der Gerhard Weinberger … in mehr als 12 Jahren eine Referenz- Einspielung für das 21. Jahrhundert geschaffen hat.“

Zur Biographie von Gerhard Weinberger

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YouTube Gerhard Weinberger spielt Bach

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Dir liebe @Iris, danke für den Konzert-Tipp. Haben wir doch wieder die Gelegenheit, diesen großartigen Orgel-Bach-Interpreten an dieser wunderbaren Springladenorgel aus der Barockzeit erleben zu können ich freue mich mächtig auf dieses Orgel-Konzert am Samstag…!!

Liebe Grüße

Volker