Archiv der Kategorie: Biographien von Dirigenten – Instrumentalisten – Gesangs-Solisten – Organisten.

LSO und Sir Gardiner entfachten ein symphonisches Feuerwerk mit dem Beethoven-Programm im Kuppelsaal Hannover am 19.12.2011


Kuppelsaal Hannover, diese Aufnahme entstand von mir im Juni 2011..!!

Kuppelsaal Hannover, 19.12.2011

Vorankündigung für J.E. Gardiner & LSO in der Buchhandlung Schmorl...!!

Beethoven 1. und 9. Sinfonie

Ausführende

Rebeccda Evans, Sopran

Wilke te Brummelstroete, Mezzosopran

Michael Spyres, Tenor

Vuyani Mlinde, Bassbariton

Monteverdi Choir

London Symphony Orchestra

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

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Ein Konzert der Superlative..!!

Nach mühevoller Kleinarbeit konnten wir nach einem langen Hin- und Her endlich unsere Plätze in dem riesigen Rundbau der Kuppelhalle in Hannover einnehmen.

Wir fragten uns, ist Gardiner ein Selbstläufer denn die Plätze waren zu über 90 Prozent belegt und nach Insiderwissen soll die Halle ca 2000 Besucher aufnehmen können. In der gesamten Stadt Hannover konnten wir kein Plakat über Gardiner und das Orchester LSO entdecken umso schöner, dass der Besucherzuspruch so riesig ausgefallen ist. Wo habe ich die obige Ankündigung entdecken können, beim Kauf einer Klassik-CD hing das nennenswerte Kleinod in der Buchhandlung Schmorl am Bahnhof in der Klassikebene und habe sofort meinen Fotoapparat gegriffen und für uns die Aufnahme erstellt, also war die Suche nicht ganz vergeblich..!!

Riesiger Schlussapplaus für die 9. Sinfonie - LSO. Gardiner und Monteverdi Choir

Da es bereits eine ausgiebige Rezension von dem Beethoven-Programm vom Beethovenfest in Bonn gibt, erstellt von Iris, spare ich mir großartige Ausführungen und verweise auf die genannte Rezension im Blog unter folgenden Link:

https://meinhardo.wordpress.com/2011/09/18/lso-und-sir-gardiner-begeisterten-beim-beethovenfest-in-bonn-am-15-9-2011/

Auszug aus der Rezension von @Iris:

Entstanden ist die 1. Sinfonie 1799/1800, uraufgeführt am 02.04.1800 Wien.
„Schon der Beginn, das harmonische Spiel weist Beethoven als einen Neuerer aus. Der Autor der Berlinischen Musikalischen Zeitung nannte diese Einleitung noch sechs Jahre später einen ´unbestimmte(n), wenn gleich genialische(n) Anfang`. Das Besondere an diesem Beginn: Beethoven wagt hier nicht nur harmonisch viel, sondern er bezieht alle Komponenten der orchestralen Satzgestaltung mit ein. Die Orchestergruppen werden gleichsam gegeneinander gesetzt – die langen Bläsermelodien, die kurzen pizzicato-Antworten der Streicher und eine differenzierte Dynamik spitzt den gesamten Spannungsverlauf expressiv zu.“ (Programmheft)

Die 9. war pompös, grandios, bombastisch; zumindest im 4. Satz. Eine Steigerung war da nicht mehr möglich. Die ersten drei Sätze führten „langsam“ auf das Thema hin und als der Chor im 4. Satz einsetzte, war das wie ein erlösender Durchbruch. Die Jungs und Mädels vom Orchester und vom Chor waren fantastisch; sie haben uns förmlich mitgerissen. Als der Sir alle auf Touren gebracht hatte, lief`s von allein…………

Diese zuletzt genannte Aussagen von @Iris kann ich nur vollauf bestätigen, es war ein grandioses Erlebnis und schwingt in uns immer noch nach. Ein Ehepaar neben uns erlebten Sir Gardiner erstmals live und waren ganz aus dem Häuschen. Vor Beginn des Konzertes sagten sie uns, dass sie Gardiner nur vom Radio her kennen und riesige Fans von ihm sind und endlich dazu gekommen sind, ein Live-Erlebnis mit ihm zu haben. Das bemerkte ich während des Konzertes sehr deutlich, sie rutschten nach vorn nach hinten zur Seite und saugten die Musik in sich förmlich auf das war für mich gleich nebenan sitzend ein wenig störend, aber ich hatte volles Verständnis für diese Gardiner-Enthusiasten und ihrer ungebrochenen Begeisterung und freute mich mit ihnen, dass sie vollends aus dem Häuschen waren.

LSO nach der 1. Sinfonie

Uns erging es eben so, wann hört man Beethoven in so einer dynamischen und grandiosen Wiedergabe, wie es uns nur Sir Gardiner zelebrieren kann. Wie ich wohl schon einmal erwähnt hatte, mag ich Beethovens Klavierwerke sehr, seine Sinfonien nur bedingt – aber, an diesem Abend wurde ich eines Besseren belehrt, wie die Sinfonien erklingen und begeistern können. Dieses Prädikat muss ich Gardiner ausstellen, was er in diesen über zwei Stunden in seinem Dirigat an Schwung und Drive dem LSO vermittelte und sie ihm fantastisch in der Wiedergabe folgten war schon grandios, sicherlich hat sein angesetzter Bauch darunter gelitten, diese Gymnastik habe ich noch nicht einmal in meiner Jugend zustande gebracht und er in seinem gesetzten Alter schüttelt das alles ab, als ober er gerade einen Spaziergang durch den anliegenden Botanischen Garten unternommen hätte..!! Er ist einfach ein Phänomen, sobald er die Bühne betritt, ist man schon von der Erscheinung und seinem Habitus fasziniert und vollends eingenommen was nur sehr wenige Künstler einem vermitteln können.

Wieder einmal eine Sternstunde, den 36 -köpfigen Monteverdi Choir in der 9. Sinfonie zu hören. Diese Stimmgewalt gegen das LSO gesungen und in einer Wortverständlichkeit, das ist schon eine Gesangskultur, die den Hörer immer wieder verblüfft, welches Chor-Ensemble kann damit aufwarten, mir fällt keines ein und unterstreicht einmal wieder ihre Ausnahmestellung, das war absolut ergreifend und  berührend gesungen und ergab damit ein grandioses Finale. und wurde wiederum zu einer Sternstunde in unserer Gardiner-Ära..!!

Solche Sternstunden sind freilich nur möglich, wenn ein paar Voraussetzungen erfüllt sind. Die wichtigste: Dirigent das Orchester , Gesangs-Solisten und Monteverdi Choir bilden eine feste Einheit. Tatsächlich liefern sich der Chor, die Musiker des London Symphony Orchestra (LSO) Gardiner bedingungslos aus und ergab, dass wir die Götterfunken in uns spürend aufgesaugt haben und vollends von ihnen eingenommen und befallen wurden…..!!

Schon im Eingang konnten wir vor Beginn des Konzertes überraschend @Barbara mit ihrem Anhang freudig begrüßen und verabredeten uns per Handy nach Konzert-Ende. In einer gemütlichen und fruchtbaren Runde konnten wir uns danach in einer nahe gelegenen Hotelbar über das Erlebte eine Stunde lang austauschen und rundete diesen Abend so genial ab. Danach traten wir ganz erfüllt unsere Heimreise per PKW an und wurden durch trockenen Straßen und ohne Schnee oder Glatteis mehr als entschädigt, die Götterfunken waren bei uns geblieben und hatten für diese Verhältnisse gesorgt……,

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Rezension zum Artikel

„Hannoversche Allgemeine“ vom 21.12.2011

Link:  http://www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Uebersicht/In-alter-Frische

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Grüße

Volker

Biografie Neil Brough – Barocktrompete


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Neil Brough, © V. Hege
Neil Brough

Neil Brough, geb. am 20.5.1975, spielt sowohl moderne als auch Barocktrompete. Er ist Solotrompeter in den von Sir John Eliot Gardiner gegründeten und geleiteten Orchestern English Baroque Soloists und Orchestre Révolutionnaire et Romantique, Er konzertierte als Solotrompeter weltweit mit ihnen ebenso wie mit weiteren führenden Orchestern wie English Chamber Orchestra, Philharmonia Orchestra, Kings’s Consort, The English Concert unter Trevor Pinnock, Orchestra of the Age of Enlightenment sowie als Spezialist für historische Instrumente im Royal Opera House Covent Garden in London in Opern von Haydn, Mozart und Händel unter Christopher Hogwood und Sir Charles Mackerras. Dabei entstanden zahlreiche CD-Aufnahmen und Radio- und Fernsehübertragungen. Ebenso ist er in zahlreichen Soundtracks herausragender Film- und Fernsehproduktionen zu hören.

Zusammen mit Nathalie Dessay nahm er die Bach Kantate BWV 51 Jauchzet Gott in allen Landen für Virgin Classics auf. Als Solist ist er auf CD-Einspielungen mit bekannten Sängern wie Emma Kirkby, James Bowman oder John Tomlinson zu hören.

Seine exzellente Intonation der hohen Töne in Bachs zweitem Brandenburgischem Konzert wurde in der Presse als unumschränkt bewundernswert und beeindruckend gewürdigt. Die CD-Einspielung dieses Stückes mit den English Baroque Soloists und Sir John Eliot Gardiner erhielt große Anerkennung. Ihr gemeinsames Konzert bei den Proms 2010 wurde live im Radio und im Fernsehen übertragen.

Neil Brough ist Professor für Naturtrompete am Royal College of Music in London.

http://www.londontrumpetchoir.com/Members/brough/index.html 

http://www.maslink.co.uk/cvs/trumpets/brough(neil).htm

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News von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen am 18.12.2011 um 10:30 Uhr in SF1-Schweizer-Fernsehen


Ein Fernseh-Tipp für Sonntag, 18. Dezember 2011

Sendung auf  SF 1  – Schweizer-Fernsehen ab 10:30 Uhr bis 11:00 Uhr

Laufzeit: 30′ · VPS: 10:30

„Sternstunde Religion“

„Mit Bach von Leipzig bis Trogen – Unterwegs mit Rudolf Lutz“

Rudolf Lutz (Copyright SRF:Bachstiftung St. Gallen)

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Die Sendung steht zur Ansicht ab sofort nachträglich auf SF1 zur Verfügung und kann heruntergeladen werden..!!

Link:

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=cc98ea9e-c2eb-4fba-a2c6-dc1b75349b03

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Wenn Rudolf Lutz Bach spielt, Bach dirigiert oder Bach erklärt, ist er in seinem Element. Der Schweizer Organist, Cembalist, Dirigent und Komponist ist der künstlerische Leiter der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen und damit die Schlüsselfigur eines gigantischen Musikprojekts. Im appenzellischen Trogen bringt er seit fünf Jahren jeden Monat mit hochkarätigen jungen Musikern eine Bachkantate zur Aufführung. Seine Workshops dazu sind legendär. Keyboard spielend, singend und erzählend führt er jeweils in die Kantaten ein und steckt das Publikum mit seiner Leidenschaft für Bach an. Die geplante Gesamtaufführung des Vokalwerks von Johann Sebastian Bach – Kern seiner religiösen Musik – wird noch weitere 20 Jahre in Anspruch nehmen.

Was macht für Rudolf Lutz die Faszination von Bachs Musik aus? Wie vermittelt er sie? Und was verbindet ihn mit Bach als Person?

Eine Aktualisierung von der Bach-Stiftung vom 14.12.2011 auf Facebook:

Eine Reportage von Judith Hardegger und Christian Walther

Filmpremiere: Das Schweizer Fernsehen strahlt diesen Sonntag um 10.30 Uhr eine Reportage über unseren musikalischen Leiter Rudolf Lutz aus – „Mit Bach von Leipzig bis Trogen – Unterwegs mit Rudolf Lutz“. Nicht verpassen!

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Technisches zum Internet-Empfang von Fernsehsender Deutschland und Europa:

Wer jetzt wissen möchte, was man technisch verändern muss um seinen gewünschten Sender zu sehen, braucht eigentlich nur seinen Windows- oder Real Media oder Quick Time aufzurufen. Jetzt ist es möglich live TV on Internet (Online-Stream-Format) seinen gewünschten Sender zu öffnen. Mit dem RealPlayer oder einem anderen Player wird das Programm gezeigt. Es sind auch schon Sendungen, die nicht über Antenne, Kabel und Schüssel übertragen werden, sondern nur über das Internet laufen zu empfangen. Programmhinweise findet man im Internet.

Zum Beispiel läuft in der Schweiz eine Beta-Phase von TV-Dienst Zattoo (50 TV-Sender). Hier sind einige deutsche Sender, in deutscher Sprache über das Internet zu empfangen. Ohne jegliche Antenne und das auch noch kostenlos.

Grüße

Volker

Mein Top-Dreigestirn von Barock-Trompetern vom Label SDG (Gardiner)


Die drei SDG-Trumpets-SpezTrompeten-Spezialisten von J.E. Gardiner - Robert Vanryne; Michal Harrison; Neil Brough

Liebe Barock-Bach-Freunde(innen)

Sie haben es redlich verdient, einmal im Blog vorgestellt zu werden. Die Sprache ist von den für mich überragenden Barock-Spezialisten mit der Trompete: Robert Vanryne, Michael Harrison und *) Neil Brough vom Label: SDG Monteverdi. Ich bin immer noch berauscht von dem 2. Brandenburgischen Konzert, dass anlässlich des Bachfestes in Köthen im Bachsaal im Kalenderjahr 2008 stattgefunden hatte, was „Neil Bruogh“ dort vorgetragen hatte als Solo-Trompeter im 2. Brandenburgischen Konzert war eine allerhöchste Spitzen-Leistung und schwärme heute noch davon.

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Alle drei Trompeter waren in der h-Moll Messe im Juni 2010 beim Abschlusskonzert des Bachfestes 2010 in der Thomaskirche Leipzig zu bewundern. Eindrücklich konnten wir dort die Probenarbeit von Gardiner mit EBS und dem Monteverdie Chor bewundern.

Anschließend ging unsere Reise zum Bachfest 2010 nach Köthen wo diese drei großartigen Trompeter in St. Jakob  in den Bach Suiten-Ouvertüren BWV 1068 + 1069 brillierten.

St. Jakob Bachfest Köthen 2010 Trompeten:
Neil Brough; Robert Vanryne; Michael Harrison; mit den Suiten-Ouvertüren BWV1068 + 1069

Trompete:

„Neil Brough“ BWV 70

Philharmonie Berlin im        Dezember 2010

Das Kalenderjahr 2010 fand seinen krönenden Abschluss im Dezember 2010 beim Weihnachtskonzert in der Philharmonie Berlin, wo als Trompeter „Neil  Brough“ nochmals einen glänzenden Auftritt in dem BWV 70 Wachet! betet! betet! Wachet! – hatte. Ich zitiere aus meiner Rezension aus der Philharmonie:

Auf diese herrliche Kantate hatten wir uns so sehr gefreut, da ein Trompetenpart einfach das Salz in der Suppe ist. Der fantastisch blasende „Neil Brough“ erwies sich wieder einmal als ein einsamer Könner in der Trompeten-Gilde, sein zurückhaltendes und dann wieder donnerndes Blasen war ein exzellenter Höhepunkt. In Satz zwei mit dem Bass-Rezitativ: „Erschrecket, ihr versotcketen Sünder“ wurde sein Trompeten-Part mit dem wunderbaren Gesang von Jonathan Sells zu einem weiteren glanzvollen Höhepunkt ……

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Video von Gardiner  – BWV 70 Wachet! betet! betet! Wachet!

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Zur Zeit waren die drei Spitzen-Trompeter mit J.E. Gardiner und dem „Orchestre Révolutionnaire et Romantique“  auf einer USA-Tournee mit einem Beethoven-Programm. Ein täglicher Blog über die Veranstaltungen und persönlichen Eindrücken kann über den nachstehenden Blog-Link (Monteverdi) – nachverfolgt werden…!!

Link zum Monteverdi-Blog:

http://jovian.lunariffic.com/~monte34/blog/beethoven-symphonies-uk-usa-tour/

Beethoven Symphonies:
UK & USA Tour

Nearly 20 years after the recordings of the Symphonies cycle that made them famous, the Orchestre Révolutionnaire et Romantique returns to this repertoire for the first time. Playing on period instruments, the orchestra gives Beethoven’s masterpieces unique colours through its intense capacity of expression and unmatched stylistic accuracy.

Grüße

Volker

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*) Anmerkung:

für den Trompeter Neil Brough liegt z.Zt. noch keine Biographie im Blog vor.

Ein überwältigende Kantaten-Einspielung von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen gibt es auf dem Fernsehsender – tvo – Ostschweiz zu bewundern


Flyer J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Liebe Bachfreunde(innen)

Der Sonntagabend ist von mir seit geraumer Zeit reserviert für die Kantaten-Einspielungen der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen (Schweiz) zu sehen auf dem

privaten Fernsehsender der Ostsschweiz

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Auf eine fantastische Kantaten-Einspielung möchte ich von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen hinweisen und zum Ansehen und Anhören sehr empfehlen, es ist das

BWV 42 «Am Abend aber desselbigen Sabbats»

von Johann Sebastian Bach.

Vollends hingerissen bin ich von der einleitenden Sinfonia und Satz 6 – Arie für Bass – (Markus Volpert): „Jesus ist ein Schild der Seinen“

Da geht mir vollends das Herz auf und ich verspüre Gardiners Atem so berauschend setzt das Orchester: „Schola Seconda Pratica“ und der Bassist: Markus Volpert das so umwerfend um..!!

Die vollständige Kantate BWV 42 ist auf dem Fernsehsender der Ostschweiz – tvo – bis einschließlich Samstag, 26.11.2011 aufrufbar..!! Ein Workshop und Reflexion ist ebenfalls vorhanden..!!

Link: http://www.tvo-online.ch/index.php?article_id=1631&day=2011-11-20

Die Bach-Stiftung besitzt einen YouTube-Kanal dort ist in Auszügen vom BWV 42 dritter Satz (aria alto) aus der Kantate BWV 42 („Am Abend aber des selbigen Sabbats“), aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen. Solistin: Irène Friedli. Musikalischer Leiter: Rudolf Lutz.

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Weitere Informationen zur Bachstiftung unter http://www.bachstiftung.ch. Die DVD mit der gesamten Kantate und Einführungsworkshop sowie Reflexion ist hier erhältlich:

http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate..

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Herzliche Bach-Grüsse

Volker

Biografie Robert Vanryne – Barocktrompete


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Robert Vanrye beim Bachfest in Köthen 2010_Bildrechte: V. Hege

Bachfest in Köthen 2010_Bildrechte: V. Hege

Geboren in Buckinghamshire, war Robert Vanryne mit 16 Jahren Finalist beim Wettbewerb „BBC Young Musician of the Year“ und zählt zu den bedeutendsten Trompetern seiner Generation im internationalen Maßstab. Er studierte Trompete bei Michael Laird und Musikwissenschaft am Royal Holloway College.

Heute gastiert er regelmäßig bei den bedeutenden europäischen Barockorchestern wie dem Gabrieli Consort, den English Baroque Soloists, der Academie of Ancident Music u.a. Zu seinen wichtigsten CD-Einspieleungen gehören Aufnahmen der Sonaten von Biber mit Musica Antiqua Köln und der Werke für Trompete von Johann Ludwig Krebs mit dem Altenburger Organisten Prof. Felix Friedrich.

Außerdem ist Robert Vanryne Instrumentenbauer. Auf seinen Kopien barocker Trompeten spielen führende Interpreten ihres Fachs. Robert Vanryne lebt freischaffend in Dresden.

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Biografie William Towers – Countertenor


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William Towers
William Towers

William Towers studierte zuerst Englisch in Cambridge und setzte dann sein Studium an der Royal Academy of Music fort. Hier gewann er verschiedene Preise im Bereich Gesang und Schauspiel. In dem Jahr nach seinem Abschluss trat er in vielen Konzerten der Bach Cantata Pilgrimage John Eliot Gardiners, die durch ganz Europa und nach New York führte, als Solist auf. Die Liveaufnahmen dieser Konzerte sind mittlerweile vollständig beim Label SDG auf CD erschienen.

Auf der Opernbühne war er am Royal Opera House Covent Garden in London, im Teatro La Fenice in Venedig, beim Glyndebourne Festival, an der Oper in Frankfurt, bei den Internationalen Händel-Frestspielen in Göttingen, an der Oper in Gothenburg, im Linbury Theatre, im La Monnaie in Brüssel, beim Aldeburgh Festival, mit der Canadian Opera Company, im National Theatre in Prag, bei den Bregenzer Festspielenl, bei der Opera Theatre Company in Irland, dem London Handel Festival und bei der Grange Park Opera in Hampshire zu sehen. An der Frankfurter Oper sang er zuletzt im Frühjahr 2010 in Vivaldis Orlando Furioso.

Im Konzertbereich trat William Towers in vielen bekannten Konzerthallen und Festivals in England einschließlich der BBC Proms sowie weltweit auf. Er sang unter so bedeutenden Dirigenten wie Sir Roger Norrington, Sir John Eliot Gardiner, Paul McCreesh, Richard Hickox, Laurence Cummings Emmanuelle Haïm, Barry Wordsworth, Stephen Layton und Jeffrey Skidmore. Er arbeitete mit Orchestern wie dem City of Birmingham Symphony Orchestra, BBC National Orchestra of Wales, Bournemouth Symphony, Scottish Chamber Orchestra, City of London Sinfonia, Gabrieli Consort and Players, Monteverdi Choir und English Baroque Soloists, The Sixteen, Le Concert d’Astrée und der Netherlands Bach Society. In den USA sang er u.a. Orlando und Belshazzar mit Nicholas McGegan und Philharmonia Baroque.

Neben den Aufnahmen der Bach Cantata Pilgrimage ist er in Einspielungen von Händels Messias, Purcells Fairy Queen, Bachs Markus-Passion auf CD zu hören. Für BBC Television nahm er Orffs Carmina Burana auf.

Derzeitige Planungen beinhalten Mago Cristiano in Rinaldo in Glyndebourne and Ottone in L’incoronazione di Poppea am Teatro Real Madrid sowie Konzerte mit dem Bournemouth Symphony Orchestra.

http://www.rayfieldallied.com/artists/william-towers/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Towers-William.htm

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Biografie Hille Perl – Viola da Gamba


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Hille Perl, © Uwe_Arens

Hille Perl, © Uwe_Arens

Hille Perl fing im Alter von fünf Jahren an, Viola da Gamba zu spielen. Seitdem ist sie dem Instrument, wie sie sagt, verfallen wie in einer Liebesbeziehung. Sie schwärmt vom erdigen und doch durchsichtigen Klang, der ebenso zart wie voll sein kann, vom eigenen und so ganz unterschiedlichen Charakter jedes ihrer oft prächtig verzierten Instrumente. Musik ist für sie das wichtigste Kommunikationsmittel zwischen Menschen, eindeutiger und präziser als Sprache und von größerer emotionaler Bedeutung als irgendeine andere Erfahrung, außer der Liebe.Sie reist den größten Teil des Jahres durch die Welt, spielt Konzerte und macht CD-Aufnahmen, sowohl als Solistin als auch mit verschiedenen Ensembles,insbesondere ihrem Trio LOS OTROS aber auch The Age of Passions, dem Freiburger Barockorchester Consort und als Duopartnerin des Komponisten und Lautenisten Lee Santana. Sie bewegt sich meistens im akustischen Gebiet des 17. und 18. Jahrhunderts, manchmal entführt sie die Musik aber an Orte, von denen sie sich nie hätte träumen lassen.
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Lee Santana
Lee Santana

Hille Perl und Lee Santana arbeiten seit 1984 als Duo zusammen. Die gebürtige Bremerin und der Amerikaner aus Florida trafen sich auf dem Bremer Hauptbahnhof und unternahmen von dort ungezählte Konzertreisen in die ganze Welt, u.a. in die USA, nach Japan und Mittelamerika, Australien, Ägypten und Israel. Ihre Mitgliedschaft in namhaften Ensembles ist durch zahlreiche CD-Aufnahmen dokumentiert, u.a. mit dem Harp Consort, dem Freiburger Barockorchester, Musica Fiata und Les Nations.

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Los Otros
Los Otros

Los Otros ist ein Lebensprojekt, welches von Lee Santana, Steve Player und Hille Perl gleichermaßen dominiert und geleitet wird. Los Otros – DIE ANDEREN, weil das jahrelang ihre Funktion war, wenn sie mit berühmteren Kollegen unterwegs waren und die Bühnen der Welt bespielten. Auf den Plakaten stand BERÜHMTER NAME, BERÜHMTER NAME u.a. : und u.a., das waren dann die drei Musiker von LOS Otros. Los Otros will die Verbindung von Musik und Tanz auf die Bühne bringen wollen, im Bereich Spanischer und Italienischer Musik die Improvisationsgrenzen austesten und überschreiten wollen, auf wissenschaftliche und lustorientierte Weise. Sie versuchen hier Rhythmus und Tanz (Steve), Musicalische Gelahrtheit und Technik (Lee) und satte Bogenklänge (Hille) zusammenzubringen.

Seit 2003 versammeln sich unter dem Namen Sirius Viols hauptsächlich Gambisten, je nach Projekt und Repertoire aber auch andere Instrumentalisten oder Sänger, um unter der Nicht-Leitung von Hille Perl verschiedene musikalische Ideen oder Ansätze auszuprobieren. Die Beteiligten sind sowohl gegenwärtige oder ehemalige Studierende von Hille Perl, sowie jeweils ihre am meisten bewunderten und geliebten Kollegen aus benachbarten Disziplinen. Das Repertoire des Ensembles beschränkt sich auf Literatur die für Gamben und deren spezifisches Flair, die unter Umständen auch in Kombination mit anderen Instrumenten oder Sängern geeignet erscheint, also quasi den Großteil der Weltliteratur.

Besonderen Erfolg hatten in den Jahren 2005 und 2006 die größer besetzten Trauermusiken, die Hille Perl zusammen mit der Geigerin Petra Müllejans und dem Sänger Harry van der Kamp unter dem Namen „Gottes Zorn und musikalischer Seelentrost“ in mehreren Festivals zum Klingen brachte. Aber auch ihr Versuch, sich in unterschiedlicher Weise immer wieder Bachs Kunst der Fuge und seinen Choralvorspielen zu nähern, stieß auf reges Publikumsinteresse. Mehrere CD-Produktionen (Dowland und Schütz) werden in diesem und Anfang des nächsten Jahres realisiert werden.

2011 wurde die CD-Einspielung „Loves Alchymie“ mit Songs der post-elisabethanischen Zeit von Hille Perl, Dorothee Mields und Lee Santana mit dem ECHO-Klassik als Kammermusikeinspielung des Jahres (17./18. Jh.) ausgezeichnet.

Wenn sie nicht auf Reisen ist, dann lebt Hille Perl in einem norddeutschen Bauernhaus mit ihrer Familie und einigen Pferden, Hühnern, Katzen und Kaninchen.

Sie ist leidenschaftliche Professorin einer Gambenklasse an der Hochschule für Künste in Bremen. Dort lehrt sie ihre Studierenden alles, was sie über Musik, das Gambenspiel und die Kunst weiß. Dazu gehört auch, nicht eifersüchtig zu sein, wenn jemand besser spielt als man selbst.

http://www.hillenet.net/hilleperl/

http://www.leesantana.net/

http://www.without-a-net.net/   Website Los Otros

Ausführliches Interview auf klassik.com:
http://portraits.klassik.com/people/interview.cfm?KID=3413

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Bach-Motetten zelebrierte Sir Gardiner im Nikolaisaal Potsdam am 30.9.2011


Aussenansicht Nikolaisaal in Potsdam

Liebe Bach-FreundINNEN!

‚Na-, warum lässt der Sir Gardiner denn gerade die Motette ‚Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf'“ –  aus? Kann man denn wirklich eine von den sechsen klassischen Vokalwerken Bach’scher Kunst so zurückstellen?‘ Das raunten einige der zahlreich erschienenen Potsdamer Bach-Freunde in der Reihe hinter mir. Und ich machte mir natürlich auch Gedanken, was uns Gardiner mit dieser wohl bewussten Auslassung sagen wollte. Am Schluß des Konzerts war mir klar: Da als Zugabe von Gardiner die Bach unsicher zugeschriebene Motette ‚Ich lasse Dich nicht, Du segnest mich denn‘ gegeben wurde, waren dann im Ganzen vordergründig alle 6 doch wieder vorhanden. Aber Spaß beiseite.

Ein inhaltlicher Grund drängte sich mir auf. Da in der  glänzend dargebotenen Motette ‚Jesu meine Freude‘ sehr viel und pointiert vom ‚Geist‘ die Rede ist, konnte man auf eine neuerliche Wiederholung des ‚Geistes‘ verzichten. Denn das was diese Motette ‚Jesu meine Freude‘ uns vom Geist sagt, ist wirklich ganz wichtig. Die wohl längste Bach-Motette hat vielfältige Sätze. Choral – Terzett – Frauenchor – Männerchor – chorisches Tenorsolo – Fuge – Ekstase (Weg, weg mit allen Schätzen) – mystische Zusagen.

Als Mittelpunkt empfand ist aber die Zusage:

‚Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich‘.

Für den Konserven verwöhnten Musikhörer bedeutet das m.Mg.: Lasst Euch auf die Länge und den Argumentationsverlauf des Musikstücks ein. Seid nicht zufrieden mit einem Highlight z.B. dem Eingangschor, sondern bei Bach setzt der Schlusschoral den Punkt.  Geistlich hören, heißt,  Raum lassen den innermusikalischen Entwicklungen von Chor – Rezitativ – Arie – Schlusschoral.  Da findet ein Gespräch zwischen den Sätzen statt, manchmal sogar ein Drama. Und die bei Bach so gerühmte Kraft der ‚Beruhigung und Heilung‘  des ‚aufgeregten‘ Menschen kann sich nur entfalten, wenn auch vorher die ‚Aufgeregtheit der Welt‘ in Turbae und Virtuosität dargestellt und durchlitten wurde.

Natürlich, bei so eng gestrickten Bach-Werken wie den Motetten leuchtet das leicht jedem ein, aber das gilt erst recht auch für die Kantaten, die Messe und die Passionen. Geistlich aufführen und hören braucht daher keine ‚Höhepunkte‘ Bach’scher Musik. Innermusikalisch gibt es für eine solche Ansicht auch gute  Argumente. Nämlich-,  die Abfolge von  Tonarten, die bei Bach ja bei jedem Satz  bewusst eingesetzt werden, wird zerstört und so sorgsam abgestufte  verbundene Glieder zerrissen.

Monteverdi Choir und English Baroque Soloists

Wie fing das Konzert an? Der Gardiner-Chor setzte ein mit einem labial wunderbar gerollten und gerundeten ‚L – obet den Herrn, alle Heiden‘. Auf diesen Einsatz war ich besonders gespannt. Da macht es ein ausländischer Chor uns Deutschen vor, was Sprache beinhaltet: niemals gleichförmig und unbeteiligt, immer betont und Entwicklungen verdeutlichend.

Gerade bei der Motette “Fürchte Dich nicht“ wurde mir die argumentative Gestaltung sehr deutlich. Man hätte ja auch mit der These und Behauptung ‚Fürchte Dich nicht‘ zufrieden sein können. Nein-,  musikalisch und textlich wird das ‚warum‘ bei Gardiner ernst genommen.  ‚Ich stärke Dich – ich halte Dich bei meiner rechten Hand‘. Da wird ausgestaltet, musikalische Linien werden wenn es nötig ist herausgehoben oder abgeschwächt.

Noch ein Licht leuchtete mir als ‚typisch britische Interpretation‘ auf: da gab es eine mysterienartige Interpretation der geheimnisvollen Zusagen wie z.B. ‚weiche nicht‘, ‚ich helfe Dir auch‘, ‚ich halte Dich mit meiner rechten Hand‘-, diese Zusagen kamen eher wispernd und  versteckt auf den Hörer zu. Plötzlich konnte ich mir Elfen und Baumgeister vorstellen – oder war ich abgedriftet und hatte  über die Maßen ‚Elfen-Literatur‘ mit meiner Tochter gelesen? Jedenfalls hatte ich empfunden, das eine solche eher romantische Auffassung sich abhebt von dem typisch deutsch-protestantischen Kantoren-Stil, der immer Klarheit und Eindrücklichkeit von den Sängern will.

So ging es mit Engagement und Einsatz im Motetten-Verlauf weiter. Der Sir gab sich bescheiden, die Sänger des Chores waren  bewegt im Einsatz und ließen auch manche Gesten zu.  Eine Mahnung zum Widerstand wie ‚Trotz dem alten Drachen!!‘ kann man nicht mit verschränkten Armen singen! ‚Tobe Welt und springe‘-, da bogen sich fast die Bretter und Balken des renovierten Nikolai-Saals. Erhellend war es auch, das ich in der Pause mit einem Continuo-Spieler ins Gespräch kam. Das Wichtigste:

Sir J.E. Gardiner

Sir Gardiner hat sein Bach-Buch fertig und einem englischen Verlag zur Veröffentlichung freigegeben. Zur Buch-Messe ist es zwar noch nicht übersetzt, doch wir können uns freuen auf eine Bach-Interpretation, die Staunen lässt.

So hatte ich in Berlin und Potsdam auch einen kulturell bereichernden Herbst-Aufenthalt. An jedem Tag wartete auf mich ein Höhepunkt: Zuerst die viel gerühmte ‚Gesichter der Renaissance-Austellung‘ im Bode-Museum, am nächsten Tag 6 Bach-Motetten interpretiert vom Sir Gardiner, am nächsten Abend, tags darauf im Olympia-Stadion mit meiner Tochter der  3 zu 0 Sieg der Hertha gegen die Kölner.

Immer wieder fragte ich mich: Was ist Kultur? Überall kannst Du hingehen und Dir eine Karte irgendwie besorgen, wenn Du es nur willst. Kultureller und materieller Überfluss strömen auf Dich ein. Bei der Portrait-Ausstellung im Bode-Museum hatten mir Landschaften gefehlt. Im Olympiastadium konnte ich mitfeiern, wie der Hauptstadt-Club kurzen Prozess mit den Rheinländern machte. Im Potsdamer Nikolai-Saal wurde ich ‚geistlich‘ so erfüllt, dass ich zum Verstehen der Musik kein Hochglanz-Programm-Heft und kein abgestandenes, müde sprudelndes Glas Sekt in der Pause brauchte.

Bist DU mit all‘ diesen ‚Fleisch-Brocken‘ glücklich.  Dann war am Sonntag den 2.10. noch Erntedank-Fest. Ich ging zum Gottesdienst in meine Nachbarkirche. Was sagte der Pfarrer:

‚Sammelt Euch Schätze im Leben, die nicht von Motten und Rost gefressen werden!‘

Ja-, das könnte es sein!

Gruß

Wolfgang

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 Rezension aus Potsdam   Singen voller Lebendigkeit und Leidenschaft

Märkische Zeitung:  http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12186808/60709/Publikum-feiert-Monteverdi-Choir-und-The-English-Baroque.html

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Biografie Wolf Matthias Friedrich – Bass


Wolf Matthias Friedrich .- Bass
Wolf Matthias Friedrich .- Bass

Wolf Matthias Friedrich studierte Gesang an der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig bei Prof. Eva Schubert. 1980 war er Preisträger des Internationalen Dvorák-Wettbewerbes in Karlovy Vary. Von 1982 bis 1986 war Wolf Matthias Friedrich Mitglied des Opernstudios der Staatsoper Dresden.

1999 trat er in Opernproduktionen der Schwetzinger Festspiele (Joseph Haydn {1732-1809} Armida) und der Musikfestspiele Potsdam (Georg Friedrich Händel {1685-1759} Aci, Galatea e Polifemo) auf. Im Jahre 2000 sang er den Plutone in der Oper La Divisione del Mondo von Giovanni Legrenzi (1626-1690) unter der musikalischen Leitung von Thomas Hengelbrock und der Regie von Philippe Arlaud bei den Schwetzinger Festspielen und den Festwochen der Alten Musik in Innsbruck.

2002/03 sang er den Licomede in Händels Oper Deidamia bei den Händelfestspielen in Halle unter der Leitung von Alessandro De Marchi und der Regie von Nicholas Broadhurst.

Verpflichtungen unter Dirigenten wie Kurt Masur, Fabio Luisi, Marek Janowski, Rafael Frühbeck de Burgos, Michel Corboz, Roy Goodman, Howard Arman, Jan Willem de Vriend u.v.a. führten ihn in Opern- und Konzerthäuser aller Kontinente und wurden in zahlreichen Rundfunk- und CD/DVD-Produktionen dokumentiert. Er arbeitete mit Norman Shetler in verschiedenen Liedprojekten (Franz Schubert {1797-1828}, Felix Mendelssohn Bartholdy {1809-1847}, Carl Loewe {1796-1869}). 2004 sang Wolf Matthias Friedrich den Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy bei den Folle Journée in Nantes und der Festa da Música in Lissabon unter dem Dirigat von Peter Neumann.

Konzertprojekte unter der Leitung von Paul Dyer führten ihn 2004 nach Sydney (Australian Brandenburg Orchestra) und Kuala Lumpur (Malaysian Philharmonic Orchestra). Im Mai 2005 und 2007 trat er mit erfolgreichen Konzertdebuts mit Werken Richard Wagners (1813-1883) – als Holländer (Der fliegende Holländer) und als Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg) – unter der Leitung von David Timm in Leipzig auf.

In der Saison 2006/07 sang Wolf Matthias Friedrich den Publio in La clemenza di Tito von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) in einer Inszenierung von Ursel und Karl-Ernst Herrmann und unter der musikalischen Leitung von Alessandro De Marchi am Ständetheater Prag, dem Ort der Uraufführung des Werkes.

Wolf Matthias Friedrich wirkte an zahlreichen Ur- und Erstaufführungen von Werken zeitgenössischer Komponisten mit (Udo Zimmermann Weisse Rose, Shih Vatermord, Hans Georg Pflüger, Wilfried Maria Danner u.a.).

2002 zählte er zu den Mitbegründern des Kerll-Rosenmüller-Festes, das von 2002 bis 2006 jährlich zur Förderung des musikalischen Erbes der in seiner vogtländischen Heimat geborenen Komponisten Johann Caspar Kerll (1627-1693), Johann Rosenmüller (1615-1684) und Sebastian Knüpfer (1633-1676) veranstaltet wurde.

Im Mai 2008 sang Wolf Matthias Friedrich den Zoroastro in Georg Friedrich Händels Oper Orlando unter der musikalischen Leitung von Nicholas McGegan und der Regie von Catherine Turocy im Deutschen Theater Göttingen anläßlich der Internationalen Händel-Festspiele. Im August 2009 erlebte die Produktion eine Wiederaufnahme im legendären Drottningholms Slottsteater. Im August 2011 sang er diese Partie unter dem Dirigat von Nicholas McGegan mit dem Philharmonia Baroque Orchestra beim Ravinia Festival, dem MostlyMozart Festival New York und beim Tanglewood Music Festival.

Im Herbst 2008 gab er den Osmin in Wolfgang Amadeus Mozarts Entführung aus dem Serail im Schloßtheater des Neuen Palais in Potsdam Sanssouci unter der musikalischen Leitung von Konrad Junghänel und der Regie von Uwe Eric Laufenberg. Diese Produktion hatte am 26. November 2010 in einer Wiederaufnahme der Oper/ \Köln im Palladium in Köln Mühlheim erneut Premiere und wurde im März 2011 in Sulaimania als erste Opernaufführung im Irak vom kurdischen Publikum gefeiert.

Im Mai/Juni 2009 war der Baß in der Partie des Meraspe in der Oper Admeto von Georg Friedrich Händel am Deutschen Theater in Göttingen unter der musikalischen Leitung von Nicholas McGegan und der Regie von Doris Dörrie im Rahmen der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen zu erleben, die im August 2009 beim Edinburgh International Festival, zu Gast war.

Im Oktober 2009 debütierte er als Taddeo in Gioachino Rossinis (1792-1868) L’italiana in Algeri an der Oper Köln unter der musikalischen Leitung von Will Humburg (Jean-Pierre Ponnelle, Inszenierung, Bühne und Kostüme).

Im Frühjahr 2010 war er erneut der Zoroastro in Georg Friedrich Händels Orlando unter der musikalischen Leitung von Alessandro De Marchi in einer Inszenierung von Alexander Mørk-Eidem an der Komischen Oper Berlin.

Im Juni 2010 sang Wolf Matthias Friedrich den Masetto in Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart an der Oper Köln unter der musikalischen Leitung von Markus Stenz und der Regie von Uwe Eric Laufenberg.

Im Oktober/November 2010 sang er den Seneca in L’incoronazione di Poppea von Claudio Monteverdi (1567-1643) unter der musikalischen Leitung von Konrad Junghänel in einer spektakulären Produktion der Oper Köln, inszeniert von Dietrich Hilsdorf im ehemaligen Gerling-Quartier Köln. Premiere der Wiederaufnahme: 14. April 2012

Quelle: Website des Künstlers
Die Biografie auf dieser Website ist ergänzt durch zahlreiche Fotos und Links, auch zu YouTube. Ebenso gibt es eine umfangreiche Diskografie und Pressestimmen.

http://www.wolfmatthiasfriedrich.de/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Friedrich-Wolf-Matthias.htm

 

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LSO und Sir Gardiner begeisterten beim Beethovenfest in Bonn am 15.9.2011


Blick auf Bonn von der Beethovenhalle

Beethovenfestival Bonn, 15.09.2011; Beethovenhalle Bonn.

Beethovens 1. und 9. Sinfonie

Ausführende

Lucie Crowe für die erkrankte Rebeccda Evans, Sopran

Wilke te Brummelstroete, Mezzosopran

Vuyani Mlinde, Bassbariton

Monteverdi Choir

London Symphony Orchestra

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

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Ein Fest für die Sinne

Wir hatten uns schon wochenlang auf dieses Konzert gefreut. Endlich war es so weit; und wir waren vom ersten bis zum letzten Akkord begeistert.

Der Sir hat einfach fantastisch dirigiert. Von den Fuss- bis zu den Haarspitzen vibrierte alles. Er hat das LSO und später in den 9. den Monteverdi Choir so traumhaft geführt und geleitet, dass Orchester und Chor einfach nicht anders konnten, als zauberisch zu spielen und zu singen.

Die 1. Sinfonie war ein Ohrwurm. Der 2. Satz überirdisch schön, die anderen Sätze standen dem nicht nach; so dass der Sir und LSO viel Pausenzeit abgeben mussten, weil wir nicht aufhörten zu klatschen.

Applaus für LSO und Monteverdi Choir

Entstanden ist die 1. Sinfonie 1799/1800, uraufgeführt am 02.04.1800 Wien.
„Schon der Beginn, das harmonische Spiel weist Beethoven als einen Neuerer aus. Der Autor der Berlinischen Musikalischen Zeitung nannte diese Einleitung noch sechs Jahre später einen ´unbestimmte(n), wenn gleich genialische(n) Anfang`. Das Besondere an diesem Beginn: Beethoven wagt hier nicht nur harmonisch viel, sondern er bezieht alle Komponenten der orchestralen Satzgestaltung mit ein. Die Orchestergruppen werden gleichsam gegeneinander gesetzt – die langen Bläsermelodien, die kurzen pizzicato-Antworten der Streicher und eine differenzierte Dynamik spitzt den gesamten Spannungsverlauf expressiv zu.“ (Programmheft)

Die 9. war pompös, grandios, bombastisch; zumindest im 4. Satz. Eine Steigerung war da nicht mehr möglich. Die ersten drei Sätze führten „langsam“ auf das Thema hin und als der Chor im 4. Satz einsetzte, war das wie ein erlösender Durchbruch. Die Jungs und Mädels vom Orchester und vom Chor waren fantastisch; sie haben uns förmlich mitgerissen. Als der Sir alle auf Touren gebracht hatte, lief`s von allein.

Schlussapplaus für die Aufführenden Bildrechte: Frommann

Noch eine amüsante Anmerkung aus dem Programmheft:

„Monströs, trivial, geschmacklos“ – Louis Spohr redete nicht um den heißen Brei herum. Für ihn war Beethovens 9. ein Unding. Viele seiner Zeitgenossen sahen das ähnlich. Bremsen liess sich ihr Siegeszug dadurch jedoch nicht. Egal, wann und wo: Wenn es etwas zu feiern gibt, gelangt sie, wie von Geisterhand gelenkt, aufs Programm. … Richard Wagner klagte bei seinem Schwiegervater Liszt darüber, dass der 4. Satz eigentlich der schwächste Teil sei; …. und der Dirigent Sergiu Celibidache schimpfte das Finale sogar einen „scheußlichen Salat. Aber all dies half nichts; ohne den Klang gewordenen „Götterfunken“ in eben jenem vierten Satz wäre die Neunte nie das geworden, was sie heute ist: ein Hit. Auch wegen des Textes.

Und wir konnten uns dem Götterfunkenzauber auch nicht entziehen. Es kam, wie es kommen musste: am Ende ohrenbetäubender Beifall und ca. 20. Min. stehende Ovationen.

Und das allerschönste: das nächste Highlight steht bevor. Am 26. 09. gibt es für uns in Groningen (Holland) die Bach-Motetten – und danach setzt die „Fastenzeit“ ein.

Bis dahin einen ganz herzlich Gruss

Iris und Karl-Heinz

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Anlage: Dirigent und Bio-Bauer

Interwiev Sir Gardiner (Alle Rechte vorbehalten von Beethovenfest Bonn)

Rezension zum Artikel General-Anzeiger Bonn

http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10003&detailid=939304

 

TonArt WDR 3 Sendungen am Mittwoch 14. September 2011 – Star-Trompeter: Håkan Hardenberger – Klangforscher – John Eliot Gardiner


Auf eine weitere Sendung möchte ich auf WDR3 hinweisen dieser Tipp kam von @Barbara, dafür herzlichen Dank..!!:

Mittwoch, 14.09.11 um 15:05 Uhr

WDR 3 TonArt

Mit Nicolas Tribes

Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist

Themen unter anderem:

Håkan Hardenberger in Köln

Håkan Hardenberger; Rechte; Marco Borggreve

Foto: Håkan Hardenberger

Solo-Trompeter laufen einem ja nicht gerade an jeder Straßenecke über den Weg und darum ist es auch eine kleine Sensation, dass das WDR Sinfonieorchester sich in der nun beginnenden Saison ausgerechnet einen eben solchen zum „Artist in Residence“ erkoren hat, den Schweden Håkan Hardenberger.
Der Musiker gilt als einer der größten Trompeter unserer Zeit und im Rahmen seiner „Residency“ wird er seine gesamte künstlerische Bandbreite präsentieren können: Von der Klassik bis zur zeitgenössischen Komposition reicht sein Repertoire. Dazu wird er dirigieren, als Solist auftreten und mit dem Ensemble der WDR Brass Band spielen.

Zum „Amtsantritt“ hat WDR 3 TonArt Håkan Hardenberger getroffen.

(Alle Angaben von:  http://www.wdr3.de/tonart/details/artikel/wdr-3-tonart-959082683d.html  )

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Klangforscher – John Eliot Gardiner

Sir John Eliot Gardiner; Rechte: Sheila Rock Decca

Foto: Sir John Eliot Gardiner

Sir John Eliot Gardiner zählt zu den Pionieren der Alte-Musik-Szene. Schon in jungen Jahren gingen ihm etablierte Klangmuster gegen den Strich. Als Jung-Student in Cambridge dirigierte er mit 15 dirigierte seinen ersten Chor. In den 60er Jahren gründete er dann den renommierten Monteverdi Choir und später eigene Orchester.

Mit seinen Ensembles ist Gardiner immer auf der Suche nach einem authentischen Klang. Aber was heißt das schon – „authentisch“? Diese Frage hat WDR 3 TonArt dem Dirigenten gestellt, der in den kommenden Tagen mehrere Auftritte beim Beethovenfest Bonn hat.

Sendung am Mittwoch, 14.09.11 um 15:05 Uhr WDR3 TonArt

Beitrag von Christoph Vratz

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Grüße

Volker

BBC Proms – 2011: Proms Plus – John Eliot Gardiner – Oper „Der Freischütz“ von C.M. von Weber


Hallo Sir Gardiner-Fans !

Die BBC stellt zur Zeit ein Radio-Interwiev  und als Konzert die Romantische Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber zur Verfügung. Ein Interview mit dem Interpreten und Leiter  Sir John Eliot Gardiner ist zu hören,,!! Das eigentliche Konzert beginnt ca. nach 25 Minuten und dauert ca. zwei Stunden.

Information von PROMS PLUS INTRO aus England für Opern-Liebhaber:

Conductor Sir John Eliot Gardiner talks to Tom Service about tonight’s performance of „Der Freischütz“ by Weber in the version reimagined for French audiences by Berlioz. This work is rarely performed and is regarded as the corner-stone of German Romantic opera. Recorded earlier this evening at the Royal College of Music, London.

Der Freischütz ist eine romantische Oper in drei Aufzügen von Carl Maria von Weber, op. 77. Das Libretto stammt von Johann Friedrich Kind.

Wie lange das Radio-Interwiev  und Konzert von der BBC zur Verfügung gestellt wird, ist mir nicht bekannt.

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BBC Proms 2011 Sir Gardiner

Link zum Radio der BBC:

http://www.bbc.co.uk/iplayer/console/b014648q

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Ausführende:

The Monteverdi Choir, Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Leitung: J.E. Gardiner

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Ich wünsche viel Spaß mit der romantischen Oper und dem Interwiev..!!

Grüße

Volker

Festival Alte Musik Knechtsteden


Alte Musik Knechtsteden

16. September – 24. September 2011 

Seit 20 Jahren gibt es in Knechtsteden bei Dormagen ein Festival für Alte Musik. Herrmann Max ist der künstlerische Leiter dieses Festivals, das zu seiner Anfangszeit die damals noch nicht so populäre Historische Aufführungspraxis in die industriegeprägte Stadt zwischen Köln und Duisburg holen wollte.

Die Basilika in Knechtsteden

Die Basilika in Knechtsteden

In diesem Jahr lautet das Motto „Zeitgenossen“. Hermann Max hat ein Programm aus bekannten Werken und Neuentdeckungen zusammengestellt, das von mittelalterlichen Gesängen der Hildegard von Bingen bis zu Klaviermusik von Arnold Schönberg reicht. Er hat dafür namhafte Künstler aus dem In- und Ausland verpflichten können, wie z.B. die katalanische Sopranistin Nuria Rial, den amerikanischen Sarod- und Dhotar-Virtuosen Ken Zuckerman, die Ensembles Musica Alta Ripa und La Dolcezza, die Frauen-Schola Ars Choralis Coeln und den Pianisten Hardy Rittner.

Hermann Max, Bildrechte Martin Roos

Hermann Max, Bildrechte Martin Roos

Das Eröffnungskonzert am Freitag, 16. September 2011 in der romanischen Klosterbasilika Knechtsteden wird Hermann Max mit Johann Sebastian Bachs Messe in h-Moll mit seinen Ensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert gestalten. In dem mit „Leidenschaften“ betitelten Programm am Donnerstagabend, 20 Uhr sind zu hören Henry Purcells wundervolle Kirchenmusik und die Erstaufführung von Alessandro Melanis „Marienvesper“, die Max rekonstruiert hat.

James Gilchrist, © operaomnia.co.uk

James Gilchrist, © operaomnia.co.uk

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Ein Geheimtipp ist das Konzert unter dem Titel „Belcanto“ am Freitag, 23. September, 20 Uhr mit dem englischen Tenor
James Gilchrist. Hermann Max schwärmt: „Er ist ein höchst expressiver Sänger mit toller Gestik.“ Passend zum erregenden, leidenschaftlichen Stoff in Claudio Monteverdis „Tornate“ und „Combattimento di Tancredi e ClorindaFestival“ und Matthew Lockes „Curtain tune“. Begleitet werden die Sänger James Gilchrist, Bethany Seymour und Jan Kobow von einem Ensemble, dessen Leiterin den Konzertbesuchern als „Star“-Geigerin von L’Arpeggiata bekannt ist: Veronika Skuplik, die in diesem Fall als Leiterin des Bremer Ensembles „La Dolcezza“ auftritt.

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Weitere Konzerte sind hier zu entdecken:

http://www.knechtsteden-altemusik.de/festival.htm

Teile dieses Beitrages habe ich aus diesen Artikeln entnommen:

http://www.ngz-online.de/dormagen/nachrichten/geheimtipps-in-knechtsteden-1.1335543

http://portraits.klassik.com/Festival/portrait.cfm?OrganizerID=494&P=Festivals&S=Festival&C=festival

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Der Deutschlandfunk bringt hierzu eine aktuelle Dokumentation:

18.9.
Deutschlandfunk
15:05-16:00
Das Verborgene in der Musik entdecken
Hermann Max und seine vielfältigen Alte-Musik-Projekte
Von Rainer Baumgärtner

Für Hermann Max ist 2011 ein Jahr der Feierlichkeiten. Nicht nur der 1941 in Goslar geborene Kirchen musiker und Dirigent selbst begeht einen runden Geburtstag, sondern auch die drei von ihm ins Leben gerufenen musikalischen Institutionen feiern Jubiläen. Zentrum im Schaffen des ehemaligen Dormagener Kirchenmusikdirektors sind seine beiden Ensembles, die Rheinische Kantorei, ein Chor, der vor gut 25 Jahren aus der Jugendkantorei Dormagen hervorging, sowie das vor 30 Jahren gestartete Orchester Das Neue Konzert. Mit ihnen ging Max sein Ziel an, das Verborgene in der Musik zu entdecken, ein Weg, auf dem es viele Hindernisse zu überwinden galt. Erschüttern und aufrütteln will er mit seinen Interpretationen, wobei ein zweiter Aspekt des Entdeckens oft darin besteht, dass er bislang verborgene Musik des 17. bis 19. Jahrhunderts wieder an die Oberfläche bringt. Als Forscher und Herausgeber hat er eine große Zahl derartiger Stücke ausgegraben, angefangen bei vielen Werken aus der weitverzweigten Familie Bach. Jährliches Aushängeschild seiner Aktivitäten ist das Festival Alte Musik Knechtsteden, das im September zum 20. Male stattfindet. Hier präsentiert Hermann Max stets seine eigenen neuesten Projekte und er bietet Gastensembles ein Forum für interessante Programme. Zusammen haben sie die Veranstaltungsreihe in der romanischen Basilika unweit von Dormagen zu einem der führenden deutschen Alte-Musik-Festivals werden lassen, das der Deutschlandfunk von Anfang an mit Aufnahmen begleitet hat.

Biografie Mark Padmore – Tenor


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© Marco Borggreve
© Marco Borggreve

Mark Padmore wurde in London geboren und wuchs in Canterbury auf. Er begann seine musikalische Laufbahn als Klarinettist, bevor er am King’s College in Cambridge Gesang studierte. Er begann eine blühende Karriere in Bereich Oper, Konzert und Liedgesang und ist heute einer der bedeutendsten Bach-Interpreten, wo er sich insbesondere als Evangelist in den Passionen einen Namen gemacht hat.

In seinen frühen Jahre war er Mitglied so bekannter Ensembles wie The Sixteen, Deller Consort und Hilliard Ensemble. Sehr wichtig für die musikalische Entwicklung Mark Padmores als Sänger und Musiker war die Zusammenarbeit mit William Christie (Les Arts Florissant) und Phillippe Herreweghe (Collegium Vocale Gent). Schwerpunkt in der Arbeit mit William Christie war Musik des französischen Barock wie die Opernproduktion von Charpentier’s Medée an der Opéra Comique, Rameau’s Hippolyte et Aricie im Palais Garnier und Purcell’s King Arthur am Théâtre du Châtelet und am Royal Opera House, Covent Garden. Mit Herreweghe erarbeitete er sich das Werk Johann Sebastian Bachs.

Auf der Opernbühne arbeitete er mit den Regisseuren Peter Brook, Katie Mitchell, Mark Morris und Deborah Werner zusammen. Er sang 2009 die Titelrolle in Harrison Birthwistle The Corridor mit Aufführungen bei den Festivals in Aldeburgh, Bregenz und im Southbank Centre in London. Weiter sang er Tom Rakewell in Stravinsky The Rake’s Progress im La Monnaie in Brüssel, Händels Jephtha und den Evangelisten in der Matthäus-Passion von Bach in einer szenischen Aufführung in Glyndebourne. Ebenso spielte er Peter Quint in einer BBC TV-Produktion von Turn of the Screw und nahm die Titelrolle in La Clemenza di Tito mit René Jacobs für Harmonia Mundi auf.

Er war Gast zahlreicher Festivals: Aix-en-Provence, Edinburgh, BBC Proms, Ludwigsburg, Salzburg, Spoleto. Mark Padmore ist in den renommiertesten Konzertsälen aufgetreten (Wigmore Hall, Queen Elizabeth Hall, Singel Hall in Antwerpen) und hat unter Dirigenten wie William Christie, Roger Norrington, Paul McCreesh, Richard Hickox, Daniel Harding, Sir John Eliot Gardiner, Sir Colin Davis, Sir Simon Rattle und Philippe Herreweghe gesungen. Unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner trat Mark Padmore als Gesangssolist während der Bach Cantata Pilgrimage 2000 in mehreren Veranstaltungen zum 250. Todesjahr von J.S. Bach mit auf. Als Evangelist in der Johannespassion und Gesangssolist in verschiedenen Bachkantaten tritt er in den größeren Zentren von Europa und weltweit auf, so im März 2006 mit Sir Simon Rattle und dem RIAS Kammerchor in Berlin als Evangelist in der Johannespassion.

Mark Padmore hat zahlreiche Liederabende in Amsterdam, Barcelona, Brüssel, Madrid, Mailand, Moskau, New York, Paris und Wien gegeben. Er tritt häufig in der Wigmore Hall in London auf, wo er im Mai 2008 erstmals alle drei Liederzyklen Schuberts sang. Komponisten, die für ihn Werke geschrieben haben, waren Mark-Anthony Turnage, Alec Roth, Sally Beamish, Thomas Larcher und Huw Watkins. Ebenso wie mit seinen regelmäßigen Begleitern Julius Drake, Roger Vignoles, Simon Lepper und Andrew West, arbeitet er mit international bekannten Kammermusikern wie Imogen Cooper und Christian Zacharias zusammen.

Auf CD sind viele Aufnahmen von Mark Padmore zu hören. So nahm er Bachs Passionen mit Herreweghe und McCreesh auf, Bachs Kantaten mit John Eliot Gardiner und Herreweghe, Haydns Messen mit Richard Hickox, Don Giovanni mit Daniel Harding und Opern von Rameau und Charpentier mit William Christie. Die Aufnahme mit Händels Arien As Steals the Morn mit The English Concert und Andrew Manze, erschienen bei Harmonia Mundi, gewann den BBC Music Magazine Vocal Award im April 2008. Andere Veröffentlichungen sind Haydns Schöpfung für Deutsche Grammophon; Messiah mit Colin Davis und dem LSO; Brittens Winter Words mit Roger Vignoles und Schuberts Die Schöne Müllerin und Winterreise mit Paul Lewis. Winterreise gewann den Gramophone Magazine Vocal Solo Award 2010.

http://www.markpadmore.com/

http://www.maxinerobertson.com/index.php?load=artists&artist=mp

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Padmore-Mark.htm

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Biografie Andreas Scholl – Altus


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Andreas Scholl, © James McMillan/Decca
© James McMillan/Decca

Andreas Scholl wurde am 10. November 1967 im hessischen Städtchen Eltviller geboren und sammelte als Sopran bei den “Kiedricher Chorbuben” erste Erfahrungen mit dem klassischen Repertoire.

Andreas Scholl gelang es, seine Kopfstimme über den Stimmbruch hinaus zu erhalten. Seine außergewöhnliche Begabung wurde entdeckt und er entschloss sich, eine musikalische Ausbildung an der Schola Cantorum Basiliensis aufzunehmen. Zwischen 1987 und 1993 studierte Scholl bei Richard Levitt und René Jacobs in Basel. Mittlerweile ist er selbst als Dozent an der Schola Cantorum Basiliensis tätig.

Mit klarem Timbre, brillanter Artikulation und der Neugier für noch ungehörtes Repertoire machte er sich daraufhin einen Namen als Motor der Szene, indem er zum Beispiel seltene Kantaten und Motetten von John Dowland bis Antonio Vivaldi wieder vorstellte.

Die regelmäßige Arbeit mit angesehenen Ensembles wie dem Freiburger Barockorchester und der Akademie für Alte Musik Berlin, aber auch mit dem Australian Brandenburg Orchestra ließen ein breites Spektrum an Repertoire entstehen, dass von Duetten mit Laute (u.a. mit Andreas Martin, Laute, Werke von J.S. Bach) über Besetzungen mit Gambe und Cembalo bis hin zu großen Ensembleeinspielungen reicht.

Die Liste seiner Mitstreiter ist lang und umfasst unter anderem Philippe Herreweghe, René Jacobs, William Christie, John Eliot Gardiner, Paul McCreesh und Ensembles wie den Netherlands Bach Choir, Cantus Cölln, das Orchestra of the Age of Enlightenment, die Musica Antiqua Köln, der Akademie für Alte Musik und oder auch die Accademia Bizantina.

So ließen auch Auszeichnungen nicht auf sich warten. Bereits 1996 gewann Andreas Scholl den Baroque Vocal Prize bei den Gramophone Awards für seine Aufnahme von Vivaldis “Stabat Mater” mit dem Ensemble 415. Seither hat er viele weitere Ehrungen erhalten, so u.a. den Prix de l’Union de la Presse Musicale Belge oder den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 1/2004. Im Mai 2006 erhielt Andreas Scholl für seine Einspielung „Arias for Senesino“ mit der Accademia Bizantina den Classical Brit Award als Sänger des Jahres.

Als Opernsänger wirkte Andreas Scholl bisher in verschiedenen Opern Händel’s mit. Sein Operndebüt erfolgte 1998 in Rodelinda als Bertarido unter der Leitung von William Christie. Den Julius Caesar spielte er in der gleichnamigen Oper u.a. in Kopenhagen.

Im Bereich der Popmusik verfolgt Andreas Scholl diverse Projekte, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Band „Orlando und die Unerlösten“.

 

http://www.andreasscholl.ch/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Scholl-Andreas.htm

 

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Biografie Christoph Prégarien- Tenor


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Christoph Prégardien, Photo Marco Borggreve
© Marco Borggreve

Geboren 1956 in Limburg begann Christoph Prégardien seine musikalische Laufbahn als Domsingknabe. Später studierte er Gesang bei Martin Gründler und Karlheinz Jarius in Frankfurt, Carla Castellani in Milano und Alois Treml in Stuttgart, sowie Liedgesang bei Hartmut Höll an der Frankfurter Musikhochschule.

Als einer der herausragenden lyrischen Tenöre unserer Zeit arbeitet Christoph Prégardien u. a. mit den Dirigenten Barenboim, Chailly, Gardiner, Harnoncourt, Herreweghe, Luisi, Metzmacher, Nagano, Sawallisch, Thielemann u.a. zusammen. Zu seinem Repertoire gehören die großen Oratorien und Passionen aus Barock, Klassik und Romantik, aber auch Werke des 17. (Monteverdi, Purcell, Schütz) und des 20. Jahrhunderts (Britte, Killmayer, Rihm, Strawinsky).

Ganz besonders geschätzt ist Christoph Prégardien als Liedsänger. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit seinen bevorzugten Klavierpartnern Michael Gees und Andreas Staier. Regelmäßig wird er zu Liederabenden nach Paris, London, Brüssel, Berlin, Köln, Amsterdam, Salzburg, Zürich, Wien, Barcelona und Genf und zu Konzertreisen durch Italien, Japan und Nordamerika eingeladen.

Oft wird Christoph Prégardien als Gastsolist von bedeutenden Orchestern verpflichtet. So trat er mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, The English Baroque Soloists, dem Concertgebouworkest Amsterdam, der Dresdener Staatskapelle, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Philharmonia Orchestra London, der Philharmonie de Radio France, dem Boston und dem St. Louis Symphony Orchestra auf.

Einen wichtigen Teil seines Repertoires hat der Sänger auf inzwischen über 130 Tonträgern bei den Labels BMG, EMI, DG, Philips, Sony, Erato und Teldec dokumentiert. Seine zahlreichen Aufnahmen des deutschen romantischen Liedes – von Publikum und Fachpresse umjubelt – wurden mit Preisen wie dem Orphée d’Or der Académie du Disque Lyrique – Prix Georg Solti, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik, dem Edison Award, dem Cannes Classical Award und dem Diapason d’Or ausgezeichnet.

Eine neue langfristige Zusammenarbeit verbindet Christoph Prégardien mit dem niederländischen Label Challenge Classics: als erste Produktion erschien 2008 Schuberts „Die schöne Müllerin“ mit Michael Gees, der im gleichen Jahr eine Aufnahme von Schuberts „Schwanengesang“ mit Andreas Staier folgte. „Die schöne Müllerin“ wurde während der MIDEM, der größten Musikmesse der Welt, mit dem MIDEM ,Record of the Year’ Award 2009 ausgezeichnet, zusätzlich erhielt das Duo Christoph Prégardien/Michael Gees den MIDEM ,Vocal Recitals’ Award 2009. Bereits im letzten Jahr wurde die Aufnahme mit hervorragenden nationalen und internationalen Rezensionen überhäuft (u.a. Grammophone, Editor‘s Choice & „Best of 2008“). Im Januar 2009 erschien ein Live-Mitschnitt als DVD beim Label EuroArts. Seit kurzem ist bei Challenge seine neue CD ”Between Life and Death” mit Michael Gees (Lieder von Schubert, Mahler, Wolf, Loewe u.a.) erhältlich und im September 2010 wurde seine Aufnahme des ”Italienische Liederbuchs” von Hugo Wolf mit Julia Kleiter und Hilko Dumno veröffentlicht. Im September 2011 wird das neue Programm Wanderer auf CD veröffentlicht, das – in Kammerensemblearrangements für das ensembleKONTRASTE – einen thematischen Bogen zwischen Liedzyklen von Schumann und Liedern von Killmayer und Mahler spannt.

Auf dem Gebiet der Oper hat Christoph Prégardien Fachrollen wie Tamino (Die Zauberflöte), Almaviva (Der Barbier von Sevilla), Fenton (Falstaff), Don Ottavio (Don Giovanni) und Monteverdis Ulisse an großen europäischen Häusern gesungen. Im Mai/Juni 2005 sang er die Titelrolle in „La Clemenza di Tito“ von W.A. Mozart an der Opéra National de Paris unter der Leitung von Sylvain Cambreling. Die Wiederaufnahme dieser Produktion erfolgt im September 2006. Sie erschien als DVD bei Opus Arte.

Ein wichtiger Aspekt im musikalischen Leben Christoph Prégardiens ist die intensive und vielfältige pädagogische Arbeit. Von 2000 bis 2005 leitete er eine Klasse an der Hochschule für Musik und Theater Zürich. Seit 2004 ist er Professor an der Musikhochschule Köln. In einer neuartigen Kombination aus DVD und Buch in der Reihe „Schott Master Class“ stellt er erstmals Fragen der Gesangstechnik und Interpretation in Wort, Bild und Ton vor. Filmbeispiele begleiten ihn in seinem Unterricht mit Meisterschülern.

Zusätzlich zu seinem Wirken als Sänger und Lehrer wird Christoph Pregarien im Frühjahr 2012 erstmals als Dirigent auftreten. Er wird J.S. Bachs Johannespassion dirigieren und mit dem Ensemble Le Concert Lorrain, dem Nederlands Kamerkoor und namhaften Solisten auf europaweite Tournee gehen.

http://www.pregardien.com/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Pregardien-Christoph.htm

 

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Biografie Julia Fischer – Violine


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Julia Fischer, © Decca, Uwe Arens
© Decca, Uwe Arens

1983 in München als Tochter deutsch-slowakischer Eltern geboren, gehört Julia Fischer zu den führenden Geigensolisten, die Zuhörer rund um die Welt mit ihrer Musik begeistern. Sie begann ihren musikalischen Lebensweg im Alter von knapp vier Jahren und wurde bereits im Alter von neun Jahren als Jungstudentin von der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco unterrichtet.

Ein entscheidender Meilenstein ihrer rasanten Karriere war der Gewinn des internationalen Yehudi-Menuhin-Wettbewerbs 1995 unter der Leitung des großen Geigers. Im Jahr darauf gewann sie den 8. Eurovisionswettbewerb für Junge Instrumentalisten. Seither musiziert Julia Fischer mit namhaften Dirigenten und führenden Orchestern der Welt. Viele ihrer Konzerte wurden vom Fernsehen und Rundfunk live übertragen oder aufgezeichnet. 2006 wurde Julia Fischer in die Jahrhundert-Geiger-CD-Edition der Süddeutschen Zeitung aufgenommen. 2007 erhielt sie den international hoch angesehenen Gramophone Award als Artist of the Year und 2009 erhielt sie den gleichen Titel bei der MIDEM Klassik in Cannes. Im Mai 2011 verlieh ihr die Stiftung Kulturförderung den Deutschen Kulturpreis.

Die Saison 2010/2011 begann Julia Fischer mit einem Auftritt bei den BBC Proms mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski. Ein Höhepunkt ihrer Laufbahn war ihr „vorzügliches Philharmoniker-Debüt“ (Salzburger Nachrichten) bei den Salzburger Osterfestspielen 2011 mit den Berliner Philharmonikern, wo sie das Violinkonzert von Glazunow spielte. 2010/2011 ist Julia Fischer Artist in Residence beim Orchestre Philharmonique de Monte Carlo und in Baden-Baden.

Eine Rezitaltournee mit Martin Helmchen, mit dem sie in der vergangenen Saison eine viel gepriesene Einspielung der Schubert-Sonaten herausgebracht hat (Pentatone), führte Julia Fischer Ende 2010 durch Deutschland, nach Spanien und London. Eine enge Zusammenarbeit verbindet Julia Fischer mit der Academy of St. Martin in the Fields, die sie regelmäßig leitet, so in dieser Saison bei einer Schweiz-Tournee.

Im Mai 2011 war Julia Fischer beim Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst zu Gast. Sie gastiert regelmäßig in den USA: beim Chicago Symphony Orchestra, Cincinnati Symphony Orchestra, San Francisco Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra, Los Angeles Philharmonic, Boston Symphony Orchestra oder beim New York Philharmonic Orchestra.

Julia Fischer ist eine leidenschaftliche Kammermusikerin. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen u. a. Jean-Yves Thibaudet und Daniel Müller-Schott.

Sie ist zu Gast bei den großen Festivals weltweit, so u. a. bei London’s Mostly Mozart Festival, dem Aspen Music Festival, dem Ravinia Festival, dem Festival Lucerne, dem Prager Frühling, dem St. Petersburg Winter Festival, beim Schleswig-Holstein Musik Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Ihr eigenes Festival Julia Fischer und Freunde findet dank der Kreissparkasse München-Starnberg alle zwei Jahre in ihrer Heimat statt, so wieder im Sommer 2012.

In der Saison 2007/2008 gab Julia Fischer, die nie das Klavierspielen aufgegeben hat, in der Alten Oper Frankfurt ihr Debüt als Pianistin mit Griegs Klavierkonzert und spielte im selben Konzert auch noch ein Violinkonzert von Saint-Saëns. Dieses viel gelobte Konzert wurde von der Unitel mitgeschnitten und im August 2010 als DVD bei Julia Fischers Exklusiv-Label Decca veröffentlicht.

Mit den Bach-Konzerten brachte Julia Fischer 2009 ihr Debüt-Album bei der Decca heraus (Academy of St. Martin in the Fields), 2010 folgten die Caprices von Paganini. Im April 2011 erschien ihre aktuelle CD Poème mit Werken von Chausson, Respighi, Suk und Vaughan Williams. Ihre Einspielungen stoßen auf höchstes Lob bei den international wegweisenden Medien.

Ihre ersten CDs veröffentlichte Julia Fischer bei dem Label PentaTone: darunter die Russischen Violinkonzerte (2004) und Tschaikowskys Violinkonzert (2006) – jeweils mit dem Russischen Nationalorchester unter Yakov Kreizberg -, die beide mit dem Echo Klassik ausgezeichnet wurden. Für Bachs Sonaten und Partiten erhielt sie den BBC Music Magazine Award 2006 Best Newcomer, den französischen Choc der Monde de la Musique und den Diapason d’Or de l’Année. Im Rahmen einer großen Tournee spielte sie die Sonaten und Partiten Anfang 2010 in den renommiertesten Sälen Europas.

Julia Fischer beschäftigt sich auch mit zeitgenössischer Musik: Gemeinsam mit Jean-Yves Thibaudet und Daniel Müller-Schott brachte sie ein Klaviertrio von Matthias Pintscher zur Uraufführung. In der Saison 2006/2007 spielte sie gemeinsam mit dem Netherlands Philharmonic Orchestra Lorin Maazels Violinkonzert, außerdem das Violinkonzert von Nicholas Maw beim Aspen Music Festival. Im September 2012 wird sie das ihr gewidmete 2. Violinkonzert von Matthias Pintscher uraufführen.

Julia Fischer wird zum 1. Oktober 2011 auf eine Professur an die Hochschule für Musik und Theater München berufen. Sie kehrt damit als Dozentin an die Hochschule zurück, an der sie von Ana Chumachenco ausgebildet wurde. Da sie weiterhin weltweit konzertiert, unterrichtet sie an der Hochschule im Umfang einer halben Stelle. Im Alter von gerade mal 23 Jahren hatte Julia Fischer 2006 bereits in Frankfurt eine Professur übernommen.

Julia Fischer spielt auf einer Geige von Giovanni Battista Guadagnini aus dem Jahre 1742.

http://www.juliafischer.com:8080/index.jsp?lang=de

http://www.ks-gasteig.de/kuenstleragentur/kuenstler/violine/julia-fischer/index.html

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Biografie Gerd Türk – Tenor


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Gerd Türk
Gerd Türk

Gerd Türk erhielt seine erste stimmliche und musikalische Ausbildung als Singknabe an der Kathedrale zu Limburg. Nach dem Studium von Musikerziehung, Kirchenmusik und Chorleitung in Frankfurt/Main setzte er seine gesangliche Ausbildung an der «Schola Cantorum Basiliensis» bei Richard Levitt und René Jacobs und in Meisterkursen bei Ernst Haefliger, Hanno Blaschke und Norman Shetler fort.

Als Konzertsänger arbeitete er mit führenden Ensembleleitern der Alten Musik zusammen, wie Ton Koopman, René Jacobs, Philippe Herreweghe, Jordi Savall, Frans Brüggen u.a. Konzertreisen führten ihn in nahezu alle europäischen Länder, nach Australien, Nord-/Südamerika, Südostasien und Japan. Mittlerweile gilt er als einer der führenden Bach-Tenöre in Deutschland und wird für seine farbige Gestaltung der Evangelisten-Partien gerühmt. So war er an der szenischen Aufführung der Matthäus-Passion beim Perth International Art Festival (2005) beteiligt. 2008 sang er erstmals für die J.S.Bach-Stiftung in St. Gallen.

Gerd Türk war mehr als 10 Jahre Mitglied des Ensembles «Cantus Cölln» unter Konrad Junghänel und arbeitet seit langem mit dem Ensemble «Gilles Binchois» (Ltg. Dorninique Vellard) zusammen, das sich auf die Wiedergabe mittelalterlicher Musik spezialisiert hat.

Opernproduktionen führten ihn an die Bühnen in Montpellier, Innsbruck, Antwerpen und Madrid. Zuletzt nahm er an einer Produktion der «Nederlandse Reisopera» mit MonteverdiMadrigalen und in Monteverdi‘s «Orfeo» am «Teatro del Liceu» in Barcelona teil.

Seine Diskographie umfasst rund 100 CD-Produktionen, von denen zahlreiche mit internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet wurden. Er ist regelmäßig beteiligt an der Gesamtaufnahme des Vokalwerks von J.S. Bach mit dem «Bach Collegium Japan» (unter Masaaki Suzuki), die von der internationalen Presse mit viel Anerkennung aufgenommen wurde.

Gerd Türk ist seit dem Jahr 2000 Lehrer für Barockgesang und Ensemble an der «Schola Cantorum Basiliensis» und gibt Meisterkurse in Spanien und an der „University of Fine Arts“ in Tokyo

http://www.scb-basel.ch/index/112691

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Turk-Gerd.htm

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Biografie Gotthold Schwarz – Bass


 

Gotthold Schwarz wurde im sächsischen Zwickau geboren und hatte schon frühzeitig intensiven Kontakt zur Musik durch seinen Vater, der Kantor an der dortigen Pauluskirche war. 1964 wurde er Mitglied des Leipziger Thomanerchores, dem er seitdem auf das engste verbunden ist: zunächst als Stimmbildner des Chores, berufen 1979 vom damaligen Thomaskantor Hans-Joachim Rotzsch; später dann als ständiger Solist bei den Kantaten- und Oratorienaufführungen des Chores; und schließlich 1992 und 1999 sowie abermals 2002/2003 als interimistischer Thomaskantor bzw. dessen Stellvertreter, als er sämtliche gottesdienstlichen und konzertanten Aufführungen des Chores übernahm und die Thomaner ebenso auf ihren Konzertreisen leitete wie auch bei den Konzerten im Gewandhaus, in der Thomaskirche oder bei den Leipziger Bachfesten.

Nach Abschluss seines kirchenmusikalischen Studiums in Dresden, studierte Gotthold Schwarz Kirchenmusik und Gesang an der Leipziger Hochschule für Musik. Dabei zählten zu seinen wichtigsten Lehrern Hans-Joachim Rotzsch, Max Pommer, Gerda Schriever und Hermann-Christian Polster. Daneben konnte er seine Studien bei Peter Schreier, Helmuth Rilling und Phillippe Huttenlocher weiter vervollständigen. Zu jener Zeit schon begann er mit seiner regen Konzerttätigkeit als Solist, die ihn zu einem der am meisten gefragten Oratoriensänger machte. Dabei ist er mit den namhaftesten Ensembles und Dirigenten aufgetreten, so dem Monteverdi Choir, den English Baroque Soloists und John Eliot Gardiner, dem Collegium Vocale Gent und Phillippe Herreweghe, mit Il Giardino Armonico und Gustav Leonhard, dem Kammerchor Stuttgart und Frieder Bernius, dem Kölner Kammerchor und Peter Neumann, der Rheinischen Kantorei und Hermann Max, dem RIAS Kammerchor und Marcus Creed, dem Nederlands Kammerkoor oder der Nederlands Bachverniging, dem Leipziger Gewandhausorchester sowie der Dresdner Staatskapelle.

Als Oratoriensänger hat sich Gotthold Schwarz jedoch stets verpflichtet gefühlt, sich mit dem jeweiligen Werk nicht allein unter sängerischen, sondern auch unter dirigentischen und chorleiterischen Aspekten auseinanderzusetzen. Diese Einstellung hat ihn ebenso zu einem überaus geschätzten Sängerkollegen gemacht, wie sie von Bedeutung wurde für seine zahlreichen eigenen Dirigierverpflichtungen – ob bei den Thomanern, oder den eigenen Ensembles. Gotthold Schwarz, der aus dieser Einstellung heraus schon zu Beginn der 80er Jahre das Concerto Vokale und 1989 dann das Sächsische Barockorchester gegründet hatte, vereinigt auf diese Weise in einer für die Chormusik geradezu idealen Weise den Sänger und den Dirigenten in einer Person. Dabei gilt sein besonderes Interesse den Vokalwerken der Bach-Familie sowie insgesamt der Musik des deutschen Barock. Zahlreiche CDs und Rundfunkproduktionen belegen seine umfassende künstlerische Tätigkeit.

Neben Konzert und Oper widmet sich Gotthold Schwarz in den letzten Jahren verstärkt dem Liedgesang, wobei ihn ein weit reichendes Repertoire vom Barock bis zur Moderne auszeichnet. Mit den aktuellen Programmen “Bach und Norddeutschland“ und Schuberts “Winterreise“ sowie als Solist bei verschiedenen Oratorienaufführungen wird er in dieser Saison bundesweit sowie u. a. in der Schweiz, Russland und Argentinien zu hören sein. Am 10. Juni 2016 wurde Gotthold Schwarz vom Stadtrat Leipzig zum offiziellen 17. Thomaskantor gewählt. Am 4. Oktober 2017 zeichnete der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue den Leipziger Sänger, Chorleiter und Dirigenten Gotthold Schwarz mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland aus. Der Leiter des Thomanerchores und Kantor der Thomaskirche habe sich um die Förderung Alter Musik verdient gemacht. Außerdem habe er in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich dazu beigetragen, dass der Thomanerchor ein kulturelle Aushängeschild der Bundesrepublik sei.

http://www.barocktrio-gotthold-schwarz.de/index.php

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Schwarz-Gotthold.htm