Archiv der Kategorie: Klassik-Nebenthemen

RUHR2010 Teil XI: !Sing 05. Juni 2010 Day of Song


Dass das Singen eine bodenständige Angelegenheit ist, die nicht nur den Künstlern vorbehalten ist, oder sich gar nur in den Top-Konzerthäusern dieser Welt abspielt, hat sich dieser von Steven Sloane ins Leben gerufene Motto-Tag zur Aufgabe gemacht. Es ist eine Urkraft, dessen sich viele Menschen leider nicht mehr bewußt sind. Singen kann jeder, lediglich 5 % der Menschen sind tatsächlich völlig amusisch. Die Chorlandschaft Ruhr Region hat alleine mit seinen 300.000 Laiensängern die Kultur und damit die Folkwang Idee „Kultur für jeden“ nachhaltig geprägt.

Bereits am Freitag 04.06.2010 starten Begegnungskonzerte  der Partnerstädte in 11 Ruhrstädten, die öffentlich sind. Um 18.00 beginnt der Auftakt mit Chören der fünf Ruhrgebietshochschulen, die Wandelkonzerte in Werden zwischen Basilika, Haus Fuhr und der ev. Kirche veranstalten. Mit dem Sonnenaufgang um 5.08 Uhr am 05.06.210 wird das ChorWerk Ruhr mit einem Schiff singend den Nordsternpark in Gelsenkirchen erreichen. Um 10.00 Uhr beginnt dann das öffentliche Singen an besonderen Orten, in Einkaufzentren, Innenstädten, Krankenhäusern oder auch im Knast. Keine Angst, Textzettel werden verteilt…

Um 12.10 Uhr stimmen alle Chöre parallel das Steigerlied und dann die Ruhrhymne von Grönemeyer an. Um 13.00 Uhr das offene Singen in sakralen Räumen. Insgesamt wird es an diesem Tag rund 400 Gelegenheiten im ganzen Ruhrgebiet zum Mitsingen geben. Die Aktion kulminiert mit dem Abschlusskonzert in der Veltins Arena auf Schalke. Steven SloaneDort treten auf dem Spielfeld 230 Chöre mit 8000 Sängern auf, dazu Bobby McFerrin, Vesselina Kasarova, Chöre aus Pecs, Istanbul sowie ein Gebärdenchor mit einer besonderen Choreographie. Durch den Abend führt Steven Sloane mit seinen Bochumer Symphonikern.

Wer das Programm für den 05. Juni 2010 über www.ruhr2010.de googelt, stößt alleine an diesem Tag auf 205 Veranstaltungen, die ab Mai mit Programm versehen sind. Wer sich für diesen Thementag interessiert, sucht sich am besten seine Veranstaltungen selbst heraus. Soviel sei hier gesagt: Für jeden ist etwas dabei. Ob Oper, Kirchenmusik, Operette, Volkslied, Jazz, Gospel…, es lohnt sich bestimmt für einen Besuch in der Ruhrmetropole und seinen Trabanten! 

Highlights / Tipps:

Fr. 04.06.10 / 19.00  Uhr Wandelkonzert: Chormusik im Wandel der Zeit an verschiedenen Orten in 45239 Essen

Sa. 05.06.10 / 0.00 Uhr Spem in Alium / Thomas Tallis:  Mitternachtskonzert im Gasometer Oberhausen unter dem künstlichen Riesenmond (mein Favorit). Die Ausstellung des Sonnensystems kann vorher besichtigt werden, von der Aussichtsplattform des Gasometers hat man dann einen spektakulären Blick auf das nächtliche Ruhrgebiet.

Sa 05.06.10 / 20.30 Veltins Arena Gelsenkirchen: Abschlusskonzert mit Steven Sloane + BoSys, Vesselina Kasarova (Mezzosopran), Wiseguys, Bobby McFerrin u.a. 

 LINK: http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/sing/presse/pressemitteilungen.html

Klassik-Termine in der Kulturhauptstadt Essen2010


Visitatio sepulchri – Das Essener Osterspiel

Samstag 24. April 2010 und Sonntag 25.04.2010 | 20.00 Uhr | Essen | Hoher Dom zu Essen

Hoher Dom zu Essen

  • Musica enchiriadis – Die Entdeckung der Mehrstimmigkeit
  • Ensemble VOX WERDENSIS (Schola der Folkwang Universität)
  • Leitung: KMD Prof. Dr. Stefan Klöckner
  • weiterer Termin: So 25.04.2010
  • Karten & Informationen: TicketCenter Theater und Philharmonie Essen, Fon 0201 8122 200
  • ein Projekt der Essener Domschatzkammer, der Folkwang Universität, der Katholischen Akademie DIE WOLFSBURG, der Philharmonie Essen und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010

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Monteverdis „Marien-Vesper“

23. Mai 2010 | 17.00 Uhr | Essen | Basilika St. Ludgerus

Abtei Basilika St. Ludgerus Essen-Werden

Musica enchiriadis – Die Entdeckung der Mehrstimmigkeit
Schola der Folkwang Universität
Knabenchor Hannover (Leitung: Prof. Jörg Breiding)
Himmlische Cantorey
Concerto Palatino

Karten & Informationen: TicketCenter Theater und Philharmonie Essen,

Fon 0201 8122 200
ein Projekt der Essener Domschatzkammer, der Folkwang Universität, der Katholischen Akademie DIE WOLFSBURG, der Philharmonie Essen und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010

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Grüße

Volker

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„Ein Lieblingsjünger der Musik“ Karl Richter in München


Für uns Ältere war Karl Richter der Bach-Interpret schlechthin.

Dirigent und Bach-Interpret: Karl Richter

Karl Richter kam im Jahr 1951 als Thomas-Organist von der Thomaskirche in Leipzig in das katholische München und eroberte mit seinen spektakulären Bach-Aufführungen nicht nur das Münchener Publikum sondern war in den 60er bis 70er Jahren der ungekrönte Meister-Interpret für die barocke Wiedergabe der alten Meister.

Anerkennung fand er im In- und Ausland für seine Interpretationen und gründete den Münchener Bach-Chor und sein Münchener-Bach-Orchester.

Programm: Thomaskirche in Leipzig - Thomas-Organist Karl Richter in 1950

Als ein begnadeter Orgelspieler und bekennender Bach-Interpret waren seine Aufführungen mehr als spektakulär und beglückten ein dankbares Publikum. Seine Orgelabenden in der Markus-Kirche München waren Kult.

Bach-Interpret an der Orgel: Karl Richter

Seit seinem plötzlichen Tod am 15.2.1981 im Alter von nur 54 Jahren, entstand eine große Lücke in der Bach-Tradition und konnte nur schwer geschlossen werden. Der beginnenden historischen Aufführungs-Praxis fand in ihn keinen Befürworter und pflegte die „Mitteldeutsche Sächsische-Bach-Tradition“ weiterhin.

Ein nennenswerter Artikel über Karl Richter ist in der Zeitschrift „Crescendo“ erschienen und füge den Artikel als PDF bei.

PDF-Artikel: Crescendo-Blog-Karl Richter

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Wer gezielt weitere Informationen über Karl Richter in Erfahrung bringen möchte, dem empfehle ich folgende Blog-Seite.

Link: http://karlrichtermunich.blogspot.com/

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Videos über Karl Richter – eine  Trilogie – Zeitzeugen berichten…!!

Videos von Karl Richter auf  YouTube:

http://www.youtube.com/watch?v=fugN11srdG0

http://www.youtube.com/watch?v=pqdauo-kqJI

http://www.youtube.com/watch?v=2GaS1rwSQ-c

http://www.youtube.com/watch?v=Lggf6nRcM3U

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Nostalgischen Passions-Einspielungen ( 10 CDs für 20,99 € ) als Cassette bei Amazon können über meine Partnerseite bestellt werden. Hervorragende Gesangs-Solisten während der Richter-Ära sind zu genießen und sind für Nostalgie-Kenner ein Genuss der Einmaligkeit und das zu einem Spitzenpreis..!!

Link:  – h i e r  – klicken..!!

Grüsse

Volker

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TV-Tipp: am 18.4.2010 Das Bayerische Fernsehen kommt mit einem neuen Klassik-Magazin


Bayerisches Fernsehen neues Klassik-Magazin, ab Sonntag, 18.4.2010 um 12:00 Uhr:

BR KlaSSIK-MAGAZIN

am Sonntag gibt es im Bayerischen Fernsehen jeweils zur besten Sendezeit um 12 Uhr mittags das Magazin KlickKlack, das sich alle zwei Wochen jeweils eine halbe Stunde lang der bunten Welt niveauvoller Musik widmet.

So wird es viel zu entdecken geben, jeden zweiten Sonntag von 12 Uhr an (nur bei der ersten Ausgabe am 18. April ausnahmsweise von 12:15 Uhr an). Beim Start der Reihe ist übrigens ein cleverer Grenzgänger der Musikwelt mit von der Partie. Denn ein Beitrag widmet sich dem Vokalvirtuosen Bobby McFerrin. Außerdem stehen der Geiger Daniel Hope, der Bass-Bariton Bryn Terfel, der Bach-Spezialist Murray Perahia und die Jazz-Pianistin Hiromi Uehara auf der Gästeliste.

Weitere Inforomationen dazu  auf der Website vom BR.

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P.S. Radio BR-Klassik Aktualisierung für den 19.4.2010 um 13:05 Uhr

19.04.2010
13:05 Uhr: BR-Klassik

Musik im Originalklang
English Baroque Soloists: John Eliot Gardiner
François Couperin: „Le Parnasse“; Georg Friedrich Händel: „Solomon“, Einzug der Königin von Saba und Chor aus dem 3. Akt; „Israel in Egypt“, Introitus und Chor aus dem 2. Teil, HWV 54 (Monteverdi Choir); „Alcina“, Eröffnungsmusik; Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-dur

Wiederholung der Sendung auf BR-Klassik am 21.4.2010 um 12 Uhr
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Schönes Wochenende und Grüsse

Volker

News vom Label: Soli Deo Gloria


News

SDG’s latest release enters specialist classical chart (6 Mar 2010)

SDG’s latest release – Bach Cantatas Volume 2 (SDG 165) – enters the specialist classical chart at number two!

News vom Label SDG vom 9.3.2010

To see the full classical chart, please click here:

Link: http://www.gramophone.co.uk/chart

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Gruß

Volker

RUHR2010 Teil X: Musiktempel der Extraklasse


Aalto Theater

Das Aalto Theater ist das architektonische Werk des finnischen Architekten Alvar Aalto. Bereits 1959 wurde sein Entwurf einstimmig angenommen, doch erst 1983, also sieben Jahre nach seinem Tod wurde mit dem Bau begonnen. Am 25.09.1988 wurde es mit Richard Wagners „Die Meistersänger von Nürnberg“ feierlich eröffnet.

Die Asymmetrie des etwa 1.120 Personen fassenden, in tiefem Indigoblau gehaltenen Zuschauerraums sollte nach Aaltos Vorstellungen auch bei spärlichem Besuch des Theaters jeden störenden Eindruck vermeiden. Intendant und Generalmusikdirektor ist seit der Spielzeit 1997/98 Stefan Soltesz,  dessen Strauss-Zyklus in Essen große Beachtung fand.

Im September 2008 wurde das Aalto-Theater in der Fachzeitschrift Opernwelt nach einer Umfrage unter 50 unabhängigen Kritikern aus verschiedenen Ländern als bestes Opernhaus im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet und trägt nun den Titel Opernhaus des Jahres 2008. In der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift theater pur konnte das Aalto-Theater seinen ersten Preis 2009 behaupten und hat somit den langjährigen Spitzenreiter, die Schwabenmetropole Stuttgart, abgelöst. Das absolute Highlight dieses Jahres ist für mich der „Ring des Nibelungen“-Zyklus, vor der Sommerpause gelangen „Das Rheingold“, „Die Walküre“ und der „Siegfried“ zur Aufführung, im Herbst erfolgt dann die Premiere der „Götterdämmerung“. Dieses momumentale Werk vom Zyklus des Werdens und Vergehens soziokultureller Ordnungen ist stets für jede Generation aktuell. Hierzu ein interessantes Zitat des Wagner Enkels Franz Wilhelm Beidler passend zur diesjährigen Ruhr2010 oder allgemein zur Wirtschafts- und Bankenkrise:

„Die komplizierten Schachtanlagen und Hüttenwerke des Ruhrgebietes etwa vereinfachen sich zu den Werkstätten Nibelheims, die Anonymität des Kapitals, die Unsicherheit des Aktionärs enthüllt sich im verschleierten Tarnhelm. Die dämonische Kraft des Ringes, d. h. des kapitalistischen Macht- und Profitstrebens, durchdringt alle Beziehungen, löst alle Bindungen, Rechte und Sitten auf. Die von altersher herrschenden Gewalten – hier heißen sie Götter – verstricken sich im kapitalistischen Gestrüpp, und die Welt wartet auf den Menschen. Auf den Menschen, der durch Verzicht auf Besitz und Gewinn die Kraft zur befreienden Tat findet und Götter und Zwerge ablöst.“

Richard Wagner- verstrahltes Genie mit sozialistischen Visionen, heute eher linksradikal

Überflüssig zu erwähnen, dass alles zu humanen Preisen erlebt werden kann und man hierfür nicht die langen Wartezeiten und aristokratischen Preise von Bayreuth in Kauf nehmen muss. Ursprünglich wollte Richard Wagner ja seine Festspiele ganz umsonst bieten. Das kann auch Essen nicht realisieren. Aber es gibt für Sparfüchse und Kulturjunkies die THEATERCARD, die jährlich 60,-Euro kostet, man kann dann ab 10 Tage vor der Vorstellung die Karte zu 50% Ermäßigung erwerben. Dies gilt für das Aalto Theater, das Grillo und die Philharmonie Essen. Und überhaupt, im Aalto sitzt man eh bequemer als im Festspielhaus auf der „Holzklasse“.

Das Aalto-Musiktheater beherbergt das Opernhaus, das Theater und auch das Aalto Ballett Theater. Der aktuelle Spielplan für alle 4 Kultursparten kann untenstehend eingesehen werden.

LINK:   http://www.theater-essen.de

Philharmonie Essen

Philharmonie Essen vom Haupteingang

Im Juni 2004 wurde die neue Philharmonie Essen mit einem großen Festkonzert eingeweiht. In den ersten beiden Monaten wohnten über 50.000 Zuschauer dem „Eröffnungszauber“ bei, während dem sich die internationale Konzertszene die Klinke in die Hand drückte. Von den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle, Frank Peter Zimmermann oder dem Alban Berg Quartett hin zu Jazz-Größen wie Herbie Hancock oder Wayne Shorter, Größen des internationalen Konzertbetriebs die man in Essen bisher nicht zu Gesicht bekam.

Die eigentliche Geschichte der Philharmonie beginnt 100 Jahre früher, 1904 mit der Eröffnung des Saalbaus. Richard Strauss dirigierte zur Premiere und Gustav Mahler leitete wenig später die Uraufführung seiner 6. Sinfonie. Bis in die 1990er Jahre war der Saalbau die Heimstadt der Essener Philharmoniker, wurde aber auch als Mehrzweckhalle von Bällen bis hin zum Flohmarkt genutzt.

Philharmonie Interieur vom 1. Rang

Mit knapp 2000 Plätzen ist die Philharmonie die größte (und wie ich finde, die Schönste) des Ruhrgebiets. Nach anfänglichen Kritiken, da Dortmund ungefährt zeitgleich mit dem Bau des Konzerthauses begann, hat sie ihren Platz unter den besten Musiktempeln der Republik behauptet. Stets sind hochkarätige Künstler zu Gast, die ein internationales Niveau garantieren. Für kleinere Veranstaltungen steht neben dem großzügigen Alfried-Krupp-Saal (Die Alfried Krupp-von Bohlen und Halbach-Stifung war auch sehr generös…) der RWE Pavillion zur Verfügung.

Link: www.philharmonie-essen.de

Im Übrigen werden sowohl für das Aalto, als auch für die Philharmonie Architekturführungen angeboten. Alles ist vom HBF zu Fuß oder per U-Bahn schnell zu erreichen. Das Musik-Ensemble ist von einem kleinen Park umgeben, der -wie die Musik selbst- den Alltag kurz ausschaltet.

Allerseits einen schönen Mittwoch, Claudia

Humoristisches zu Bielefeld „Die Verschwörung“


Hallo,

einmal weitab von der Musik und nach den österlichen Musik-Highlights fand ich heute etwas zum Schmunzeln: Ein Artikel über die Verschwörungs-Theorie: „Bielefeld gibt es nicht..!!“

Die Verschwörung: "Bielefeld gibt es nicht"

Aufgewachsen in OWL-Ostwestfalen-Lippe muss ich es genau wissen, dass Bielefeld real besteht und seit dem 12. Jahrhundert urkundliche Erwähnung fand. Aus Hamburg kommen ganz andere Stimmen und stellen die Grossstadt mit ca. 320.000 Einwohnern in Frage und sind der Meinung: Bielefeld existiert nicht..!!

Die Progressiven unter uns wissen es schon lange: Die Stadt in Ostwestfalen ist ein Fake. Endlich sagt das mal jemand laut und öffentlich – auf einer Bühne in Hamburg. Gibt es sie? Oder gibt es sie nicht? Was ist dran an dem Gerücht, dass die Stadt Bielefeld gar nicht existiert? Seit Jahren kursiert es im Internet und auf Studentenpartys – und wird zusehends beliebter. Im Sommer soll gar ein Film darüber ins Kino kommen. Und in Hamburg ist der Saal rappelvoll, wenn darüber gesprochen wird. Ortstermin in der Speicherstadt. Ein paar Grüppchen haben sich vor einer alten Kaffeerösterei versammelt. Hastig werden die letzten Kippen geraucht. Die Nacht wirkt still. Doch das täuscht. Im Inneren des Speichers ist kaum noch Platz. Bestimmt 100 Leute sind gekommen. Ein bunt gemixter Haufen und ein großer, wenn man bedenkt, dass die Leute wegen etwas gekommen sind, das es gar nicht gibt…….

YouTube-Videos:

Der ganze Artikel kann über den nachstehenden Link nachgelesen werden:

Link: –  h i e r  –  k l i c k e n ..!!

Wie schafft man es, die Stadt auf der Landkarte zu verstecken? Und was für Menschen leben dort? Der Artikel ist köstlich verfasst und musste über die Aussagen immer wieder schmunzeln..!!

Literatur: Rätselhaftes Bielefeld, Die Verschwörung

Eine Buch darüber ist veröffentlicht worden.

Lange haben wir geschwiegen und unsere Rolle in dem großen Spiel mitgespielt, aber wir können nicht mehr schweigen. Wir haben eine Verpflichtung gegenüber unseren Lesern und allen Risiken zum Trotz enthüllen wir nun die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit!

Mit Beiträgen u.a. von Dietmar Bittrich, Wiglaf Droste, Erwin Grosche, Udo Lindenberg, Franz Mon, Sandra Niermeyer, Renate Niemann, Reneé Pleyter, Reitemeier/ Tewes, Dietmar Wischmeyer, Hans Zippert und einem Cartoon von Ralph Ruthe.

Anthologie
Originalausgabe
288 Seiten, Pb, Euro 10,95
ISBN 978-3-86532-188-6
• LIEFERBAR

Link: http://www.pendragon.de/

Viel Spass mit dem Beitrag.

Grüsse aus dem nicht existierenden Bielefeld…

Volker

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RUHR2010 Teil IX: Kunst auf Halde


Auch wenn jetzt alle mit der Abarbeitung der gigantischen Ostermusik-Highlights beschäftigt sind, störe ich Euch einmal aktuell mit der RUHR2010.

Auf der Drachenbrücke

Trotz der mäßigen Wetteransage fahren wir heute mit unserem Hamburger Freund zu einer „Landmarke“. Landmarken sind im Ruhrgebiet frühere „Bergehalden“, also das taube Gestein, was von der Kohle getrennt wurde. Viele sind begrünt und auf ihrem Gipfel findet sich eine weithin sichtbare Skulptur. Die Bekannteste ist vielleicht der Tetraeder in Bottrop oder die Himmelstreppe in GE-Uecker. Bei der letzten Führung Dienstag auf Zollverein hat der Führer auf der Aussichtsplattform unser Interesse für das neue Horizont-Observatorium „Hoheward“ in Herten geweckt. Wir betreten die Halde über die neue „Drachenbrücke“.

Der Drache der Drachenbrücke

Wir lassen die „Baumgrenze“ hinter uns. Als erstes begegnen wir der Horizontal-Sonnenuhr mit dem neun Meter hohem Obelisken als Zeiger und Schattenwerfer. Das Panorama entlockt uns Frank Goosens Zitate: „Nee, schön iss das nich“ oder „Weisse, woanders ist auch Scheisse“. Im Hintergrund qualmen die Schlote eines großen Kraftwerkes in GE. Wir sind umzingelt von Fabriken, die Schalke Arena sieht wie ein weisser Riesenpilz aus. Das spektakuläre „Horizont-Observatorium“ ist das neue Highlight des Landschaftsparks. Für weitere Informationen und mehr zur prähistorischen Sternenkunde (toller 360° Umblick):

LINK: http://de.wikipedia.org/wiki/Halde_Hoheward

Das moderne Stonehenge

Hier oben ist es wirklich ziemlich windig, schade, dass jetzt gerade so ein Mist-Wetter ist.

Der westliche Teil der Halde ist noch nicht begrünt. Rund um die ehemalige Zeche Ewald ist dort ein neues Gewerbegebiet entstanden. Im Gegensatz zu Zollverein, die ja wirklich top restauriert ist, hat diese Zeche morbiden Charme. Mittlerweile ist wieder strahlender Sonnenschein. Geheimtipp für Café und Kuchen: Das Café auf Ewald, mit moderaten Preisen und XXL-Obstkuchen.

Zeche Ewald

In Herten gibt es auch ein Renaissance-Wasserschloß, das wollen wir auf jeden Fall mitnehmen, es bildet ausserdem einen schönen Kontrast zu dem bisherigen Programm.

Inmitten eines alten englischen Landschaftsparks, direkt am Rande der Hertener Innenstadt, liegt das 1376 erstmals urkundlich erwähnte Wasserschloss Herten. Das Schloss Herten zu den schönsten Baudenkmälern in Nordrhein-Westfalen.

Schloss und Schlosspark dienen seither als Kulisse für verschiedene bedeutende Kulturveranstaltungen der Region, so für das Kulturfestival Ruhr, die Hertener Schlosskonzerte und den Pfingst-Kunstmarkt. Die Hauptburg des Wasserschlosses ist ein rundum von einer Gräfte umgebener Ziegelbau. Sie verrät heute noch ihre Bedeutung als Beispielarchitektur aus der Zeit der Spätgotik.
Noch immer zeugen Relikte eines massiven Bergfrieds im östlichen Teil des Nordflügels in Form einer Säule mit gotischem Kreuzgewölbe von dem Wehrcharakter der ehemals kleinen Burganlage. 1529 kam die Burg durch Heirat in den Besitz des Bertram von Nesselrode, Erbkämmerer des Herzogtums Berg.

Blick in die Gräfte

Um 1650 wurde das Schloss umgebaut. Während dieser Zeit entstand im Ostflügel der große Saal, dessen Decke perspektivisch ausgemalt wurde. Diese bei den Restaurierungsarbeiten wiederentdeckte Malerei ist in Westfalen ohne Beispiel.

Schloss Herten Perspektive vom Schlosspark

Diese Perspektive war einmal auf dem Programm für das Klavierfestival Ruhr vertreten. Am 03. und 04.06.10 finden im Rahmen des Sing!-Projektes hier 2 Kammerkonzerte statt.

LINK: http://www.herten.de/tourismus/sehenswertes/schloss-herten/index.html

Gesegnete Ostern, Claudia

Das große Jubiläumsjahr 2010 für Wilhelm Friedemann Bach – Robert Schumann – Luigi Cherubini – Frédéric Chopin


Hallo,

das Jahr 2010 enthält wieder große Komponisten-Namen, die in diesem Jubiläumsjahr geehrt werden. Beginnen möchte ich mit „Wilhelm Friedemann Bach“.

Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Wilhelm Friedemann Bach (1710–1784)

300. Geburtstag am 22.November 2010

Wilhelm Friedemann war der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs und wurde am 22.11.1710 in Weimar geboren. Aus seinem Geburtsort Weimar kam er 1717 mit seiner Familie nachKöthen, wo er die Lateinschule besuchte. Ab Juni 1723 besuchte er die Leipziger Thomasschule, nahm 1727 Violin-Unterricht bei Johann Gottlieb Graun, wurde 1729 als Jurastudent an der Universität Leipzig immatrikuliert und studierte außer den Rechten auch Philosophie und Mathematik. 1733 wurde er Organist an der Sophienkirche in Dresden. Im April 1746 wurde er Musikdirektor und Organist an der Marienkirche in Halle (Saale). Daher wird er auch als der Hallesche Bach bezeichnet. Außerdem leitete er den Stadtsingechor zu Halle. 1763 wurde er zum Hessen-Darmstädtischen Kapellmeister ernannt. Die Stelle in Hessen-Darmstadt in der Nachfolge von Christoph Graupner trat er nicht an, den Titel durfte er jedoch führen.

1764 gab er sein Amt in Halle auf. Seither lebte er ohne feste Anstellung und versuchte, durch Konzerte, Unterricht und Kompositionen seinen Lebensunterhalt zu verdienen. 1770 zog er nach Braunschweig, im Frühjahr 1774 nach Berlin. Im Jahrzehnt zwischen 1764 und 1774 unternahm er zahlreiche Reisen, unter anderem nach Göttingen (zu Forkel), die jedoch ebenso wenig eine feste Anstellung nach sich zogen wie seine Bewerbungen als Organist in Braunschweig und Wolfenbüttel. In Berlin gab er mehrere erfolgreiche Orgelkonzerte, die ihm die Unterstützung Prinzessin Anna Amalias, der Schwester Friedrichs II., eintrugen. 1778 oder 1779 entzog sie ihm ihre Gunst, nachdem ihm der (ungeklärte) Vorwurf gemacht wurde, gegen Anna Amalias Kompositionslehrer, den preußischen Kapellmeister Johann Philipp Kirnberger, intrigiert zu haben. Wilhelm Friedemann Bach starb am 1.7.1784 in ärmlichen Verhältnissen in Berlin.

Als Organist und Klavierspieler war Bach wegen seiner gerühmten Kunst der Improvisation berühmt. „Unstrittig der größte Organist der Welt! Er ist ein Sohn des weltberühmten Sebastian Bachs, und hat seinen Vater im Orgelspiel erreicht, wo nicht übertroffen“, schwärmte Christian Friedrich Daniel Schubart. Und von seinem Bruder Carl Philipp Emanuel ist durch Johann Nikolaus Forkel der Satz überliefert: „Er konnte unsern Vater eher ersetzen, als wir alle zusammengenommen.“ +)

Wilhelm Friedemann Bach, genoss den Ruf, einer der herausragenden, zugleich aber auch eigenwilligsten Komponisten seines Zeitalters zu sein. Sein Werk stellt den ehrgeizigen Versuch dar, das Erbe des Vaters aufzunehmen und dem Geschmack seiner Generation entsprechend weiterzuentwickeln. Hochgesteckte künstlerische Ambitionen sind in nahezu sämtlichen Werken W. F. Bachs zu erkennen – von den frühen Klavierstücken über die Kantaten der mittleren Schaffenszeit bis hin zu den späten Sonaten und Fantasien. 1)

Anlässlich des Gedenkjahres 2010 plant das Bach-Archiv Leipzig, unterstützt vom Packard Humanities Institute (Los Altos, California, USA), erstmalig das gesamte erhaltene Schaffen des ältesten Bach-Sohns in einer elf Bände umfassenden Ausgabe vorzulegen.

Die Händelstadt Halle erhält 2010 ein weiteres Musikmuseum. Anlässlich des 300. Geburtstages des Komponisten Wilhelm Friedemann Bach, der mehrere Jahre in Halle lebte und als Musikdirektor und Organist an der Marienkirche wirkte, richtet die Stiftung Händel-Haus in seinem einstigen Wohnhaus eine neue Dauerausstellung ein.

Link:

http://www.haendelhaus.de/de/presse/news/artikel/friedemann_bach_haus.html

Cover: Wilhelm Friedemann Bach- Concerti - Freiburger Barock-Orchester

Eine Besonderheit ist die Weltersteinspielung des Flötenkonzerts in D von Wilhelm Friedemann Bach – es wurde erst 1999 von Prof. Christoph Wolff (Harvard University) in dem verschollen geglaubten Notenarchiv der Berliner Singakademie in Kiew entdeckt und wurde vom Label. Carus veröffentlicht.

Link mit Hörproben: h i e r  – klicken..!!

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Robert Schumann (1810 – 1856)

2oo. Geburtstag am 8. Juni 2010

Robert Schumann (1810-1856)

Robert Schumann geboren am  8. Juni 1810 in Zwickau; gestorben am 29. Juli 1856 in Endenich bei Bonn, heute ein Ortsteil des gleichnamigen Stadtbezirks von Bonn – deutscher Komponist und Pianist der Romantik – (der gelegentlich angegebene zweite Vorname Alexander ist nicht belegt). Er war der Ehemann von Clara Schumann, geborene Wieck.

Er erhielt bereits mit sieben Jahren Klavierunterricht, studierte 1828–30 ohne große Neigung Jura in Leipzig und Heidelberg, in Wahrheit aber widmete er sich bereits ganz der Musik und begann auch zu komponieren.

Neben Unterricht in Klavier (bei Friedrich Wieck, dem Vater seiner späteren Frau) und Musiktheorie trieb er eigene Studien anhand von Johann Sebastian Bachs Wohltemperiertem Klavier. Eine Fingerzerrung vereitelte zwar die Virtuosenlaufbahn; es entstanden aber weitere frühe Kompositionen. Auf Jahre hinaus veröffentlichte er nur Werke für Klavier.

1834 gründete Schumann die „Neue Zeitschrift für Musik“, in der die teilweise realen, teilweise erfundenen „Davidsbündler“ (Eusebius, Florestan u.a.) für eine hohe, „poetische“ Musik stritten. In seinem romantisch-idealistischen Künstlertum aufrichtig und entschieden, war Schumann durch sein immer stärker nach innen gewandtes Wesen als Lehrer und Dirigent wenig erfolgreich, als Komponist zunächst kaum bekannt.

1840 heiratete Schumann gegen den Widerstand Friedrich Wiecks dessen Tochter Clara; im selben Jahr komponierte er eine große Anzahl Lieder.

1843 kam er durch Felix Mendelssohn Bartholdy ans Leipziger Konservatorium, 1844 als Chorleiter nach Dresden.

1850 wurde er Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf (hier besuchte ihn 1853 der junge Johannes Brahms), war dort jedoch nach einiger Zeit Demütigungen und Intrigen ausgesetzt.

Eine schon in jungen Jahren gelegentlich sich ankündigende seelische Krise gelangte in seinem späteren Alter zu einem psychischem Verfall, die 1854 nach einem Selbstmordversuch vollends zum Ausbruch gekommen war. Sein letzter Aufenthalt war die Heilanstalt Endenich bei Bonn wo er am 29. Juli 1856 verstarb. +)

In der Konzertpraxis und im Musikleben ist Robert Schumann bis heute vor allem als Klavier- und Liedkomponist bzw. als Symphoniker präsent. Dass er, vor allem in seinen späteren Schaffensjahren, in der Komposition von Chormusik einen wichtigen Schwerpunkt seiner Arbeit sah, ist kaum bekannt, und dies obwohl der Komponist selbst immer wieder betont hat, wie zentral dieser Bereich für ihn war. So schrieb er z.B. in einem Brief an Carl Reinecke im Januar 1846, dass das Komponieren für „selbständigen Chor [d.h. a cappella]“ den „eigenen melodischen Sinn“ schärfe. Über seine zahlreichen im Jahre 1849 entstandenen Chorstücke schrieb Schumann an seinen Verleger Whistling, er habe sie „mit wahrer Passion“ komponiert. 1)

Die Kreisleriana hatte Schumann schon 1838 vollendet. Gedanklich ist das Stück dem Schriftsteller E.T.A. Hoffmann zugeeignet, der seinen Kapellmeister Kreisler nicht nur als Pseudonym für die Leipziger musikalische Zeitung verwendet, sondern ihn auch literarisch zum Charakter erhoben hatte. Als Zeugnis musikalischer Verehrung widmete Schumann das Werk Frédéric Chopin, für den er große Bewunderung hegte.

Die jahrzehntelange Missachtung dieser Kompositionen hängt vermutlich mit der Skepsis zusammen, die lange Zeit dem gesamten Spätwerk des Komponisten entgegengebracht wurde. Verglichen mit den originellen und zugleich genialen Klavierwerken, die in den 1830er Jahren entstanden waren, erschienen Schumanns Zeitgenossen seine späten Kompositionen als konventionell, matt und spröde.

Vieles an dieser Einschätzung hat sich als Klischee und Vorurteil erwiesen, weil man einen Zusammenhang zu Schumanns tragischem und psychischem Verfall in seinen allerletzten Jahren erkennen wollte – andere Unterschiede zwischen Frühwerk und Spätwerk sind dagegen durchaus objektiv zu benennen. Sie dokumentieren aber nicht eine geistige Ermattung des Künstlers, sondern seinen entschieden und bewusst eingeschlagenen Weg zu einer Musik, die Volkstümlichkeit und künstlerischen Anspruch zugleich einzulösen sucht. Auf dem Gebiet der Vokalmusik gibt es nach wie vor einen „neuen“ Schumann zu entdecken. 1)

Veranstaltungen zum Schumann-Jahr in 2010 sind unter den nachstehenden Links zu erfahren:

Im Bachfest-Programm 2010 sind mit Robert Schumann und Johannes Brahms zwei führende Protagonisten der Bach-Rezeption im 19. Jahrhundert vertreten. Schumann, dessen Geburtstag sich zum 200. Male jährt, gehörte zu den Initiatoren der ersten Bach-Gesamtausgabe und hatte sogar selbst eine Bach-Edition konzipiert. Das »Wohltemperierte Klavier«, welches er als »Werk aller Werke« betrachtete, stand bereits in frühen Jahren im Zentrum seiner musikalischen Studien und galt als Leitbild für eigene Kompositionen. Schumann dirigierte 1851 die Düsseldorfer Erstaufführung der Bachschen Johannes-Passion und wurde damit zum Bahnbrecher für das seinerzeit noch selten musizierte Werk.

Link zum Bachfest Leipzig 2010  vom  11. Juni – 20. Juni 2010 nachstehend:
»Bach Schumann Brahms«

und:

Link: http://www.schumann-verein.de/Kalender.40.0.html

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Fernsehen:

ZDF Theaterkanal

Samstag, 12.06.2010
09:00 Uhr

Robert Schumann: Frühlingssinfonie
David Zinman, Tonhalle Orchester Zürich

ARTE-Mediathek Schumann, Konzert in der Frauenkirche

Link: http://liveweb.arte.tv/de/video/Hommage_an_Schumann__Konzert_mit_Daniel_Harding/

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Ein Artikel über Robert Schumann in DIE ZEIT

Link: http://www.zeit.de/2010/23/Robert-Schumann

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Luigi Cherubini (1760 – 1842)

250. Geburtstag am: 14. September 2010

Luigi Cherubini 1760-1842

Luigi Cherubini am 14. September 1760 in Florenz geboren war unter seinen Zeitgenossen eine unangefochtene Autorität und gilt heute als der bedeutendste Komponist geistlicher Musik in Frankreich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Geschult in der polyphonen Technik Palestrinas und beeinflusst von Haydn und Mozart erwies er sich als überaus experimentierfreudiger Komponist von Sakralwerken. So entwickelte er einen eigenen symphonischen Kirchenmusikstil mit besonderem Sinn für orchestrale Wirkung, der entscheidende Wege für die Kirchenmusik der Romantik wies. 1)

Sein Vater war Cembalist am Pergola-Theater; ersten Musikunterricht erhielt er daher beim Vater. 1778 schickte der Großherzog der Toskana, der spätere Kaiser Leopold II., den angehenden Komponisten zu Sarti nach Venedig, bei dem er den polyphonen Satz studierte.

Seine erste Messe hatte Cherubini bereits im Alter von 13 Jahren geschrieben; 1780 wurde seine erste Oper, „Quinto Fabio“, aufgeführt, jedoch ohne Erfolg; in den nächsten Jahren folgten jedoch viele weitere Opern.

Von 1784 bis 1786 weilte Cherubini in London, wo er freundlich aufgenommen wurde und ein Jahr lang die Stelle eines Königlichen Hofkomponisten bei König Georg III. bekleidete. Schließlich ließ sich Cherubini 1788 in Paris nieder.

Drei Jahre lang war er Dirigent am Théâtre de la Foire in Saint-Germain, das von Léonard, dem Friseur der Marie Antoinette, geleitet wurde.

Hier verstand er es, in der Auseinandersetzung mit Werken Cimarosas, Paisiellos und anderer, seinen eigenen musikalischen Stil beachtlich fortzuentwickeln. 1797 kam in Paris seine großartige Oper Médée auf die Bühne. In diesem und anderen Werken erwies sich der Meister als bedeutsamer Nachfolger Glucks, 1805 wandte sich Cherubini nach Wien, wo er mit Beethoven zusammentraf, der ihn sehr schätzte und in dessen Vokalmusik der Einfluss Cherubinis deutlich zutage tritt.

Als Opernkomponist war ihm der Erfolg nicht dauerhaft hold, und so wandte sich Cherubini mehr der Kirchenmusik zu (und seiner Lieblingsbeschäftigung, der Botanik).

Luigi Cherubini galt noch 1876 als „der größte Kirchencomponist dieses Jahrhunderts“ . Verwurzelt im Palestrina-Stil, der für Cherubini der Urgrund aller Kirchenmusik ist, angeregt durch die Wiener Klassik, deren Symphonik ihn beim ersten Hören zutiefst erschütterte, und geprägt durch die historische Erfahrung der französischen Revolution, des napoleonischen Kaiserreichs und schließlich der Restauration der Bourbonen hat Cherubini einen symphonischen Kirchenmusikstil geschaffen, der weitestgehend mit barocken Traditionen brach und wegweisend auf die Kirchenmusik der Romantik wirkte.

Von 1821 bis kurz vor seinem Tode (verstarb am: 15.3.1842) war er Direktor des Conservatoire in Paris. 2)

Cover: Luigi Cherubini Requiem in C-Moll

Eine Aufnahme von Luigi Cherubini Requiem in C-Moll mit Hörproben bei Amazon. Bei dieser Einspielung des Cherubini-Requiems handelt es sich um einen Live-Mitschnitt in der Stuttgarter Liederhalle vom Frühjahr 1996 unter der Leitung von Gabriele Ferro und Prof. Ulrich Eistert.

Link nachstehend.

–  h i e r  –  klicken..!!

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Frédéric Chopin (1810 – 1849)

200. Geburtstag am 1. März 2010

Frédéric Chopin (1810-1849)

Fryderyk Franciszek Chopin, geboren am 1. März 1810 in Żelazowa Wola, Herzogtum Warschau, gestorben am: 17. Oktober 1849 in Paris) war ein polnischer Komponist, Pianist und Pädagoge. Er ist einer der einflussreichsten und populärsten Klavierkomponisten des 19. Jahrhunderts und gilt als bedeutendste Persönlichkeit in der Musikgeschichte Polens.

Sein Vater Nicolas Chopin (1771–1844), ein Franzose, dessen Abstammung umstritten ist, hatte auf dem väterlichen Weingut in Lothringen sein Auskommen gehabt, wanderte aber 1788 nach Polen aus, verdingte sich dort als Bürokraft und Hilfsarbeiter, nahm die polnische Staatsbürgerschaft an.

Chopins musikalisches Talent zeigte sich früh, er galt als Wunderkind und komponierte schon im Alter von sieben Jahren. Seine ersten Polonaisen B-Dur und g-Moll sind auf 1817 datiert und ließen eine außergewöhnliche improvisatorische Begabung erkennen. Sein einziger Lehrer war in den Jahren von 1816 bis 1822 der polnische Pianist und Violinist Wojciech Adalbert Żywny.

Chopin absolvierte die Mittelschule (bis 1826) und studierte anschließend am Konservatorium zunächst Kontrapunkt, dann auch Musiktheorie, Generalbass und Komposition bei Józef Elsner. Nebenher besuchte er Vorlesungen an der Universität. Er komponierte eifrig und legte die Ergebnisse seinem Lehrer Elsner vor, der dazu feststellte: „Er meidet die ausgetretenen Pfade und gewöhnlichen Methoden, aber auch sein Talent ist ungewöhnlich.“ Chopins zweites veröffentlichtes Werk, die unter der Opus-Zahl 2 erschienenen Variationen über das Thema Là ci darem la mano aus der Mozart-Oper Don Giovanni, erregte wenige Jahre später Aufsehen in Deutschland. 1831 schrieb der Komponist Robert Schumann als Musikkritiker in der Leipziger Allgemeinen Musikalischen Zeitung unter dem Titel Ein Werk II. mit dem Ausruf „Hut ab, Ihr Herren, ein Genie“ eine huldigende Rezension über dieses Werk Chopins. Als Pole hat Chopin den heimatlichen Tänzen Polonaise und Mazurka ein Denkmal gesetzt. Im Juli 1829 beendete Chopin sein Studium.

Zwischen 1829 und 1831 hielt sich Chopin abwechselnd in Warschau, Wien und in Paris auf. Er gab mehrere Konzerte, denen Publikum wie Fachpresse großes Lob zollte. Die Allgemeine Musikalische Zeitung in Leipzig hob die „ausgezeichnete Zartheit seines Anschlags, eine unbeschreibliche mechanische Fertigkeit, sein vollendetes, der tiefsten Empfindung abgelauschtes Nuancieren“ hervor und bezeichnete ihn als „einen der leuchtendsten Meteoren am musikalischen Horizont“. 1831 siedelte Frédéric Chopin endgültig nach Paris über. Der Abschied von seiner Heimat Polen fiel ihm nicht leicht.

In Paris finanzierte Chopin seinen Lebensunterhalt mit Konzerten. Zunächst deckten die Einnahmen gerade die Kosten, Chopin war einfach noch nicht bekannt genug. Ein einflussreicher Förderer nahm ihn schließlich mit zu einem Empfang bei der Familie Rothschild. Sein Klavierspiel entzückte die Gäste so sehr, dass er im Handumdrehen eine Reihe von Klavierschülern – und vornehmlich Klavierschülerinnen – gewonnen hatte. Dadurch hatte Chopin ab 1833 ein geregeltes Einkommen, das durch Honorare für Konzerte und Kompositionen zusätzlich Aufstockung erfuhr.

Der 1848 ausgebrochenen Revolution entging Chopin durch eine sieben Monate dauernde Reise nach Großbritannien, die Jane Stirling organisiert hatte. Zurück in Paris nahm er seine Unterrichtstätigkeit wieder auf, was ihm wegen seiner nachlassenden Kräfte allerdings nur sehr unregelmäßig gelang.

Chopin starb am 17. Oktober 1849 im Alter von 39 Jahren in seiner Wohnung an der Place Vendôme Nr. 12 im Pariser Zentrum, wahrscheinlich an den Folgen der ihn vermutlich jahrzehntelang quälenden Mukoviszidose. Am darauffolgenden Morgen nahm Jean-Baptiste-Auguste Clésinger Chopin die Totenmaske ab und fertigte einen Abguss von dessen linker Hand an.

Chopin wurde auf dem Friedhof Père Lachaise beerdigt. Sein Herz wurde auf Chopins Wunsch nach Warschau gebracht und dort in der Heiligkreuzkirche beigesetzt. +)

Konzertveranstaltungen in 2010 unter dem nachstehenden Link:

http://www.chopingesellschaft.de/veranstaltungen/konzert_brand.html

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Gruss
Volker

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+) Textauszüge: Wikipedia
1) Textauszüge: CarusVerlag
2) Textauszüge: http://www.dohr.de

News: Klassische Musik ist die Gewinnerin 2009 – J.S. Bach Rekonstruktion BWV 244a Köthener Trauermusik


Hallo,

News aus der Klassikszene:

Bach-CD's

von vielen ist der Tod vorausgesagt worden, aber die „Klassische Musik“ lebt weiter und das mit überragenden Verkaufszahlen in 2009. Sowohl beim Umsatz wie auch beim Absatz konnten Klassik-Produkte zweistellige Zuwachsraten verbuchen.Das gab der Bundesverband Musikindustrie e.V. (BVMI) in Berlin bekannt. In einem insgesamt leicht rückläufigen Musikmarkt stieg der Umsatz mit klassischer Musik um 10 Prozent von 108 auf 119 Millionen Euro.

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J.S. Bach Köthener Trauermusik BWV 244a – Rekonstruktion:

J.S. Bach

Eine eigentlich verlorene, 1729 entstandene Bach’sche Begräbniskantate, komponiert von J.S. Bach aufgrund des Todes vom  Fürsten Leopold  von Anhalt-Köthen im November 1728 – erlebt eine Wiederaufführung als Rekonstruktion. Es entstand die Köthener Trauermusik (BWV 244a), von der heute bis auf das Libretto allein die Begeisterung des ersten Bachbiographen Johann Nikolaus Forkel geblieben ist, dem letzten Besitzer der Partitur. Letztere verschwindet nach Forkels Tod spurlos.

Nun erfährt nach einer Rekonstruktionsgeschichte von einhundertvierzig Jahren eine bewegende Wiederaufführung. Schauplatz: Kammermusiksaal im Deutschlandfunk, Forum Alte Musik.

Das klingende Ergebnis war verblüffend. Nichts erinnerte in dieser inspirierten Aufführung an das grob Technische einer „Rekonstruktion“. Wer befürchtet hatte, im Kammermusiksaal des Deutschlandfunk einem Bach-Gerippe zu begegnen, das wie zur vorgerückten Geisterstunde an Fäden gezogen zum Laufen gebracht werden würde, sah sich angenehm überrascht. Alles, was Wolfgang Katschner seiner Lautten Compagney und der durch vier Solisten von Theatre of Voices verstärkten Capella Angelica entlockte, war aus Fleisch und Blut, hatte Stil und Charakter. +)

Davon gibt es einen Konzertmittschnitt beim Deutschlandfunk am 30.03.2010 um 21:05 Uhr.

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Grüsse

Volker

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+) Textauszüge nmz

RUHR2010 Teil VI: Neues Museum im Ruhrland


Ruhrland Museum auf Zollverein

Heute haben wir mit Freunden das neue Ruhrlandmuseum auf Zollverein besucht. Das Wetter zeigt sich von seiner „musealen Seite“ (es regnet in Strömen), so dass wir draußen auch nichts verpasst haben. Pünktlich um 10.00 Uhr morgens öffnet die große Rolltreppe, die orange beleuchtet ist wie ein Strom Roheisen im Inneren des Hochofens, ihre Tore und läßt uns in den Bauch der ehemaligen Kohlewäsche. Ein riesiger großzügiger Empfang lädt ein. Bereiche der Waschanlagen, die früher mit Führung schon zugänglich waren, wurden in die neue Architektur des Stuttgarter Architekturbüro HG Merz integriert.

Die beeindruckende Lichttreppe

Zuerst betritt man den Gegenwartsbereich, der auf einer Fotoaussstellung und Kuriositätensammlung bestimmte Klischees und Realitäten des Ruhrgebiets beleuchtet, wie z.B. die Schrebergartenmentalität, Feinripp und Würstchengrill, Migrationsghettos, Proletentum mit getunten Mantas usw. Es ist so ein bisschen ein Brainstorming aus gesammelten Werken aus dem Wirtschaftswunder, Geologischen Fünden und einer derben Sprach- und Esskultur, die Puzzleteile zum Mythos Ruhrgebiet liefern sollen. Da stellt einer seine SA Spielfiguren zur Verfügung, Bergmannsuniformen, ein Fuchssschwanz vom Manta, 60-er Jahre Geschirr („der Teller is´ egal, Hauptsache ´nen Kotlett drauff“) es fehlen aber auch nicht „Sargdeckel“ (riesige Gesteinsbrocken, die am Ende eines Flözes oft zu schweren Unfällen geführt haben) oder stumme Migranten, bestimmte Pflanzen, die sich nach der Stilllegung ihr Territorium wieder zurückerobert haben. Es läßt schmunzeln und macht manchmal auch nachdenklich.

Wollhaarnashorn

Im „Gedächtnisbereich“ geht es dann um Fakten, chronologisch wird (in toller Präsentation!!!) die Entstehung der Kohle im Karbon mit ihren archäologischen Funden bis zur Neuzeit dargestellt. Von alt- bis jungsteinzeitlichen Funden gehts weiter über den Einfluss der Römer, das Frankenreich, die Christianisierung, Aufstreben der Städte der Ruhrregion, Bedeutung des Hellwegs und der Hanse, Engelberts Tod und seine Folgen (darüber habe ich bereits berichtet). Es schliesst an eine kleine phantastische geologische Sammlung und ein kleiner ethnologischer Teil mit afrikanischen Masken und Schrumpfköpfen aus Papua Neuguinea (naja). Dieser „Gedächtnis“-Teil hat mir gut gefallen, da vieles knapp und prägnant erklärt wurde und die Chronologie durch die einzelnen Räume vereinfacht wird. Es wird mir hierbei klar, dass das Ruhrgebiet schon vor Krupp bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht hat (Mercator…).

Portal des Gelsenkirchener Renaissanceschlosses Blick vom Renaissancetrakt in den nächsten Raum

Die dritte Ebene beschäftigt sich mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts,  die NS Zeit und die Bedeutung der Stahlindustrie, Bedingungen von Migranten, das normale Leben, Umweltverschmutzung, Renaturierung, Niedergang der Region, der noch nicht abgeschlossene Strukturwandel, sowie die einzelnen Produktionsprozesse über Kohleverarbeitung. Ich werde garantiert dieses Museum noch einmal besuchen und mit Ebene 3 anfangen, da wir nach 2h Informationsinput nicht mehr so richtig aufnahmefähig waren. Mir hat besonders gut die Synthese aus ursprünglich belassener Architektur, die Archaik der industriellen Anlagen und moderner Auffassung von innovativer, attraktiver Architektur gefallen, so dass der Besuch des Ruhrlandmuseums als lohnenswert eingestuft werden kann. Die Informationen waren gut veständlich, interessant präsentiert, so dass auch nichts mehr von dem muffigen Charme früherer naturkundlicher Museen bleibt. Um Zollverein herum macht sich die Gentrifizierung breit, das heisst, die prosperierende Gegend, die vormals von einem eher armseligen Malochertum geprägt war, wird von kapitalkräftigen Neubauten und einer neuen, yuppiehaften Kultur verdrängt, die von dieser Aura des Weltkulturerbes profitiert und den „Lebensraum“ für die angestammten Bewohner verteuert.

Alfred K., das alte Filzauge

Alfred Krupp, das alte Filzauge

Ich verabschiede mich mit dem Standardbild von Zollverein, vielleicht kann man auch erkennen, dass diese Architektur ein wenig einschüchtert…

LINK: www.ruhrmuseum.de

Eintritt: Erwachsene 6,-Euro

Aufwiedersehen! Fortsetzung folgt, Claudia

Aufwiedersehen!

Klassik-News über Händel und Wilhelm Friedemann Bach


Hallo,

einmal wieder etwas Neues aus der Klassik-Welt aus Halle an der Saale:

Georg Friedrich Händel (1685-1759)

Anlässlich des 325. Händel-Geburtstags präsentiert die Stiftung Händel-Haus eine neue Händel-Bibliographie online. Damit macht das internationale Zentrum der Händel-Pflege in Halle einen weiteren Teil seiner umfangreichen Informationssammlung im Internet zugänglich. „Das Werk und die Persönlichkeit Georg Friedrich Händels haben bis heute zu einer unüberschaubaren Menge an Veröffentlichungen aller Art geführt. Allein im Jubiläumsjahr 2009 war die Zahl der Neuerscheinungen doppelt so hoch wie in den Jahren davor.

Stiftung Händel-Haus in Georg Friedrich Händels Geburtsstadt Halle (Saale)

Händel-Haus Halle/Saale (Foto: H.Fechner)

Unter einem Dach vereint die 2008 gegründete Stiftung Händel-Haus verschiedene Aktivitäten, um das musikalische Erbe des Komponisten Georg Friedrich Händel (Halle 1685 – London 1759) zu pflegen und zu erforschen. In der Großen Nikolaistraße im Zentrum von Halle widmen sich Musikwissenschaftler und Händel-Forscher dieser bedeutenden Aufgabe in den Bereichen: Musikmuseum, Händel-Festspiele, Museumspädagogik, Bibliothek / Archiv, Restaurierungsatelier.

Digitale Bibliothek:

Link: http://www.haendelhaus.de/de/bibliothek/digi_bib/

Zur Operndatenbank des Händel-Hauses

———-> LINK
•  Geburtshaus Georg Friedrich Händels • Ausstellungen • Konferenzen • Konzerte •  Museumspädagogik

• Musikbibliothek • Bild- und Tonarchive • Musikinstrumenten-Sammlung •  Restaurierungsatelier
Montags bleibt das Museum geschlossen!
Öffnungszeiten:

15. April bis 31. Oktober
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr

1. November bis 31. März
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr

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Link zu dem Programm Händel-Festspielen 2010

nachstehend:

http://www.haendelfestspiele.halle.de/de/programm/

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Die Händelstadt Halle erhält 2010 ein weiteres Musikmuseum. Anlässlich des 300. Geburtstages des Komponisten Wilhelm Friedemann Bach, der mehrere Jahre in Halle lebte und als Musikdirektor und Organist an der Marienkirche wirkte, richtet die Stiftung Händel-Haus in seinem einstigen Wohnhaus eine neue Dauerausstellung ein.

Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Die Ausstellung wird neben Wilhelm Friedemann Bach die reiche Musikgeschichte der Saalestadt von Samuel Scheidt über Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach bis hin zu Robert Franz thematisieren. Besucher können die neue Ausstellung während der Händel-Festspiele (3. bis 13. Juni 2010) zum ersten Mal besichtigen.

Nach Ende des Festivals wird die Ausstellung für die finalen Baumaßnahmen noch einmal temporär schließen, um im Herbst dauerhaft an zwei Wochentagen (Freitag und  Samstag) zu öffnen. Ein kombiniertes Eintrittsticket ist für den Besuch des Händel-Hauses und des Wilhelm-Friedemann-Bach-Hauses vorgesehen.

Link: http://www.haendelhaus.de/de/presse/news/artikel/friedemann_bach_haus.html

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Grüße

Volker

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RUHR2010 Teil V: Es wird schon Werden…


Essen-Werden, die „Perle an der Ruhr“

Heute möchte ich Euch mitnehmen in den Stadtteil, in dem mein Mann und ich arbeiten. Rechts der Ruhr sieht man schon die große Abteikirche wenn man vom Bredeneyer Berg ins Tal fährt. Häuser drubbeln sich auf nur jedem erdenklichen Fleckchen. Auf der gegenüberliegenden Ruhrseite findet sich der S-Bahn Anschluss und mitten durch Werden führt die unerträgliche Bundesstrasse 224. Na gut, sie ist halt Memoria dafür, dass wir uns in einer Großstadt befinden.

Eng verknüpft mit der Entstehung der Stadt Werden (seit 1929 zu Essen) ist die Gründung des Benediktinerklosters durch den Hl. Liudger Ende des 8. Jahrhunderts. Die Basilika St. Ludgerus trohnt auch heute noch majestätisch über dem Rest des Ortskerns, sie hat bis in die jüngste Zeit das Leben in der Stadt bestimmt. Im Jahr 1317 erhielt Werden das Stadtrecht. Im Jahr 1498 wurde fast die ganze Stadt durch einen großen Brand zerstört.

Stich von Werden 1581

Die Stadtherren waren die Äbte von Werden, von denen die Wichtigsten in der Krypta der Basilika begraben sind. Das Kloster hatte ursprünglich einige Besitztümer im Essener Umland, im Jahre 1803 jedoch war es mit der Herrschaft der Äbte vorbei, die Abtei wurde, wie viele andere Klöster, dazu gehörte auch das Stift Essen, im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses säkularisiert.

Foto: Basilika Sankt Ludgerus

Die heutige Basilika und ehemalige Abteikirche St. Ludgerus wurde um 799 zusammen mit dem Kloster Werden erbaut. Nach einigen größeren Bränden konnte sie schließlich im Jahre 1275 wieder eingeweiht werden. Sie gilt als eine der schönsten Kirchen des Rheinlandes und als Paradebeispiel des rheinischen Übergangsstils. Sie besitzt einen barocken Hochaltar und Gemälde des Werdener Malers Theodor Mintrop.  Am 6. Juli 1993 wurde die Kirche durch Papst Johannes Paul II.  zur Basilica minor erhoben..

In der Krypta liegen die Gebeine des Hl. Liudger (auch Gründer des Bistums Münster),  des Begründers des Kloster Werden begraben. In der angeschlossenen Schatzkammer befindet sich mit dem Helmstedter Kreuz ein bedeutendes Kunstwerk des Übergangs von der ottonischen zur romanischen Plastik sowie mit dem Liudgerus-Schrein einer der wenigen barocken Reliquienschreine. Nach umfangreicher Restauration bis 2008, erstrahlt das ehrwürdige Gemäuer wieder in neuem Glanze.

Das Bistum Essen hat an verschiedenen Standorten sogenannte „Spirituelle Kulturtankstellen“ eingerichtet, an denen Informationen über kulturelle Veranstaltungen in Essen eingesehen werden können, wo ich auch auf sehr interessante Events gestoßen bin, wie z.B. Orgelmeditationen mit anschliessenden thematischen Führungen.

Link:

http://www.kirchevorort.de/bet3/einrichtg/hort/index.php?id=2

Die St.-Lucius-Kirche gilt als die älteste Pfarrkirche nördlich der Alpen (Baubeginn ab 995). Nach der Säkularisation 1803 wurde die Kirche 150 Jahre als Stall genutzt, anschließend diente sie als Wohnraum für Flüchtlinge. Im Jahr 1965 wurde sie rekonstruiert und wieder geweiht. Sie gehört heute zum Pfarrverbund St. Ludgerus.

Die Evangelische Kirche Essen-Werden wurde am 24. Juni 1900 geweiht. Sie besitzt wertvolle Jugendstil-Malereien, die vor einiger Zeit wieder freigelegt wurden. Gestiftet wurde sie unter anderem von der Familie Krupp sowie von der in Werden ansässigen Familie Huffmann.

Die Folkwang Hochschule für Musik, Theater und Tanz hat ihren Hauptsitz in den früheren Abteigebäuden Werdens. Studierende und Lehrende aus aller Welt machen die Kunsthochschule zu einem inspirierenden Ort, an dem der Folkwang-Gedanke – die Einheit der Künste – seit 1927 lebendig ist.

Folkwangschule mit Dom:

Foto: Folkwangschule mit Dom

Werden besitzt einen kleinen, aber feinen, historischen Stadtkern, der zum Bummeln einlädt, zahlreiche Cafés und gastronomische Lokalitäten sorgen für´s leibliche Wohl. Probleme gibts in Werden immer wieder mit Parkplätzen, daher ist es ratsam auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Foto: Historische Altstadt Essen-Werden

Musikalische Highlights:

10.07.2010 um 17:00 Uhr – Folkwang Hochschule:

Yaara Tal+Andreas Grothuysen/Pina Bausch Theater – J.S. Bach: Goldbergvariationen (Bearbeitung für 2 Klaviere ) Eintritt frei! Reservierung unter info@klavierfestival.de erbeten, da begrenzte Plätze

23.05.2010 um 17:00 Uhr – Basilika St. Ludgerus :

Marienvesper-Claudio Monteverdi im Rahmen von „Musica Enchiriadis“ mit der Himmlichen Cantorey und dem Knabenchor Hannover, Karten sind über die Philharmonie Essen erhältlich

25.04.2010 um 18:00 Uhr – Ev. Kirche Werden:

Bach Kantate BWV 12 Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen „Momente der Ewigkeit“, Eintritt frei

Liebe Grüße, Claudia

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Eine Dirigentengeneration der 30-Jährigen drängt an die Pulte der besten Orchester


Hallo,

auch das ist ein Thema der Zukunft, junge Dirigenten erobern die Orchester der Welt. Uns in OWL sehr gut bekannt ist der ehemalige Leiter der „Nordwestdeutschen Philharmonie, Herford“ der 31. jährige Lette Andris Nelsons“ der für Furore gesorgt hat. Heute Chefdirigent des City of Birmingham Symphony Orchestra. Eine Generation der gläubigen Individualisten: bodenständig, ehrgeizig, fleißig, neugierig – und demütig.

Der 31-jährige Lette Andris Nelsons ehemals an der NWD Herford angestellt (Foto: DIE ZEIT)

Cornelius Meister aus Hannover ist 29 Jahre alt und wird von September an das Wiener Radio-Symphonieorchester leiten (Foto: DIE ZEIT)

Weitere Namen drängen sich auf und mischen die Dirigentenwelt mit ihrem unbekümmerten Stil auf.

Die Namen:

Großbritanien – Daniel Harding, USA -Alan Gilbert, Kanada – Yannick Nézet-Séguin, Estland – Anu Tali, Finnland – Susanna Mälkki, England – Robin Ticciati, Ossetien – Tugan Sokhiev, Deutschland – Cornelius Meister aus Hannover, Argentinien – Gustavo Dudamel, Lettland – Andris Nelsons.

Dirigentin Susanna Mälkki (40) aus Finnland (Foto: DIE ZEIT)

Schweizer Dirigent Simon Gaudenz

Simon Gaudenz gewann im Februar 2009 mit dem Deutschen Dirigentenpreis die höchstdotierte Auszeichnung für Dirigenten in Europa. Als international gefragter Gastdirigent dirigiert er zahlreiche renommierte Klangkörper, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Orchestre National de France, das Tonhalle-Orchester Zürich, die Russische National-Philharmonie, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Sinfonieorchester Basel, die Philharmonischen Orchester von Monte Carlo, Lyon, Luxembourg und Strasbourg, das Konzerthausorchester Berlin, die Düsseldorfer, Nürnberger, Bremer und Stuttgarter Philharmoniker, das Beethoven Orchester Bonn, das Tiroler Sinfonieorchester und weitere.

Seine Konzerttätigkeit führte ihn nach Herford:

am Sonntag, 7. Februar 2010 in die St. Marienkirche Stift Berg zum Stifterkonzert der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford mit folgendem Programm:

Schubert Symphonie Nr. 5
Mozart Symphonie Nr. 40

Er leitete die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford im Stifter-Konzert in der St. Marienkirche Herford. Hier erlebten wir einen jungen dynamischen und aufgeweckten Jung-Dirigenten, der souverän das Orchester leitete. Gaudenz verfügt über Kompetenz und weiß sie zu vermitteln. Sein Dirigat erinnert mich ein wenig an Barenboim in seinen Bewegungsabläufen. Er hat Charme und seine Ausstrahlung wirkte sich auf das Orchester aus. Er ist ein hoffnungsvolles Talent unter den Jung-Dirigenten und hat das Zeug, ein ganz Großer seiner Gilde zu werden.

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Hier die Rezension der NW vom 9.2.2010

Stifter-Konzert der NWD in der St. Marienkirche Herford

Zur Vergrößerung in den Artikel klicken..!!

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Eine Vorstellung dieser jungen Garde von Dirigenten erfolgte in der Zeitung „DIE ZEIT“ und möchte damit unser allgemeines Wissen zu vertiefen helfen. Klickt den nebenstehenden Artikel in DER ZEIT an und ihr werdet mit dieser Klassik-Neuheit betraut werden.

Link: http://www.zeit.de/kultur/2010-01/junge-dirigenten

Schönen Sonntag und Gruß

Volker


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RUHR2010 Teil II: Mord und Totschlag


Das Ruhrgebiet im Mittelalter

Woher hat das „Bergische Land“ seinen Namen? Wer die Landschaft sieht, könnte glauben, die Antwort ist einfach, es ist nämlich ziemlich bergig. Aber diese Überlegung ist FALSCH. Nein, die Fürsten von Berg, mit Sitz in Burg bei Solingen sind die Namensgeber.

Ein Sproß aus diesem Adelsgeschlecht, Engelbert I. Erzbischof zu Köln, ist Protagonist eines mittelalterlichen Krimis, der sich am 07.11.1225 bei Gevelsberg ereignet hat.

Im Alter von dreizehn Jahren wurde Engelbert mit kirchlichen Pfründen bedacht als Propst des Georgstifts von Köln, ein Jahr später als Dompropst. Er war weniger dem geistlichen Amt zugetan, als der praktischen und handfesten Politik. In Auseinandersetzungen zwischen Philipp von Schwaben und Otto IV. wurde er wegen falscher Parteinahme seines Amtes enthoben und sogar exkommuniziert.

Romantisierendes Gemälde auf Schloss Burg:

Engelbert tat Buße, unterwarf sich dem Papst, beteiligte sich 1212 am Kreuzzug gegen die Albigenser und wurde 1216 Erzbischof von Köln. Seine politischen und verwaltungstechnischen Erfahrungen nutzte er zum Aufbau und zur Reorganistion des Bistums.  Als Reichsverweser für König Friedrich II. übte er die Herrschaft in verschiedenen Gebieten aus,  Streitigkeiten um Machtansprüche rheinischer Grafen und von deren Verwandten standen auf der Tagesordnung. Als er 1225 an einem kalten Novembertag von Soest zurück nach Köln ritt, geriet er bei Gevelsberg in einen Hinterhalt und wurde von seinem entfernten Neffen Friedrich von Isenberg, der Klostervogt in Essen war, und seinen Komplizen, durch ca. 50 Verletzungen ermordet.

Datei:Denkmal Engelbert01.jpg

Denkmal in Gevelsberg für die Ermordung des Erzbischofes Engelbert

Heute vermutet man, dass der Mord nur aus Versehen geschehen ist und der Erzbischof -wie damals üblich- gefangen genommen werden sollte. Friedrich von Isenburg wurde in Köln gerädert und seine Isenburg (auf Essener Stadtgebiet mit traumhaftem Blick ins Ruhrtal nach Hattingen) geschliffen.  Dieser Mord zog verschiedene Burgen und Stadtgründungen nach sich, z.B. entstand die Stadt Hamm/Westf.  als Folge des Mordes.

Die Isenburg bei Hattingen:

Das archäologische Museum Herne widmet dieser Thematik im Kulturhauptstadtjahr 2010 die umfangreiche Sonderausstellung AufRuhr 1225! vom 27.02.-28.11.2010. Auf der Internetseite der Sonderausstellung sind auch interessante Videos über die Vorbereitung der Sonderausstellung.

Link:   http://www.lwl.org/LWL/Kultur/Aufruhr/

Mit eiskalten Grüßen, Claudia

RUHR2010-Watt ihr Volt. Teil I


Liebe Blogger,

nun ist es also soweit: Essen ist Kulturhauptstadt 2010. Doch was verbirgt sich dahinter? Die ehemaligen Kathedralen der Arbeit werden zu Kunsttempeln, Konzertsälen oder einfach nur zu stummen Zeugen einer vergangenen Ära, die das Sinnbild der „Knochenmaloche“ verkörpern.  Damit ihr wisst, auf was ihr euch da einlasst, wenn ihr euch ins Ruhrgebiet begebt, ein kleines Video zum Einstimmen. Frank Goosen ist ein Bochumer Kabarettist und hält in „Mundart“ einige Eigenarten seiner Bewohner fest.

Da Volker mich gebeten hat als „Native Speaker“ und Anrheiner (Langenberg liegt ca. 10 Autominuten zur Stadtgrenze Essen) Licht in das komplexe Veranstaltungsdunkel zu bringen, komme ich seinem Wunsch gerne nach. In regelmäßigen Abständen werde ich über Veranstaltungen berichten, oder einfach nur sehenswerte, einzigartige Schätze dieser Region vorstellen. Heute möchte ich die Keimzelle der Stadt Essen näherbringen, die mit ihrer Sonderausstellung „Musica enchiriadis“ sogar einen musikalischen Bezug hat.  Ich möchte Euch den Essener Dom vorstellen, der echte Kunstschätze von Weltrang beherbergt. Er liegt so ein bisschen eingeklemmt zwischen Hauptbahnhof und Fußgängerzone und bietet ein wenig Stille und Einkehr bevor man sich wieder vom kapitalistischen Sog in die Fußgängerzone treiben läßt. Vorher allerdings noch ein wenig geschichtlicher Hintergrund.

Der Dom in Essen

Ersten Erwähnungen noch Astnide (älteste Form: Astnithi) genannt wurde, änderte der Stadtname sich über Astnidum, Astanidum, Asbidi, Asnid, Assinde, Asnida, Assindia, Essendia, Esnede, Essende, Essend zum heutigen Essen. Vermutungen legen nah, dass der Name ursprünglich eine Eschengegend bezeichnete.

Um 845 gründete eine Adelsfamilie um den späteren Bischof von Hildesheim, Altfrid, das Stift Essen für die Töchter des sächsischen Adels.  Um etwa 852 begann der Bau der Stiftskirche, welche 870 fertiggestellt wurde. Dieses Damenstift war kein Kloster, sondern eine Art Wohn- und Bildungsstätte für unverheiratete Töchter und Witwen des Hochadels; geleitet wurde es von einer Äbtissin, die als einzige zum Ablegen eines Keuschheitsgelübdes verpflichtet war. Die „Herrschaft“ der Frauen währte 1000 Jahre bis im Zuge der Säkularisation 1803 die Gemeinschaft aufgelöst wurde.

Eine der bemerkenswertesten  Dame war die Äbtissin Mathilde. Sie war Enkelin des Kaisers Otto I., und übernahm die Stiftsleitung um 973. Sie lenkte die Geschicke des Stifts, und der zugehörigen Ländereien, fast vierzig Jahre. Mathilde vermehrte den Kirchenschatz um seine wertvollsten Stücke, unter anderem die „Goldene Madonna“, die älteste vollplastische Madonnenfigur der Welt. Nachdem Papst Johannes XXIII. Maria 1959 zur Patronin des Bistums Essen erhoben hatte, wurde die Figur vom damaligen Bischof Franz Hengsbach im Dom öffentlich ausgestellt. Seit dieser Zeit ist sie das Ziel zahlreicher Pilger.

Essen sein Schatz: die goldene Madonna

Die Goldene Madonna. Entstanden um 980-Domschatz in Essen

Die Sammlung von Kunstwerken aus dem 10. und 11. Jahrhundert bildet die weltweit wichtigste Sammlung ottonisch-salischer Goldschmiedekunst.

Domschatz-Essen:NRW

Ebenfalls einzigartig und kostbar ist die Gruppe der rund 30 gotischen Kunstwerke des Schatzes: Reliquiare, Kreuze, Monstranzen, Kelche und Handschriften, dazu die berühmten emaillierten Broschen aus der Zeit um 1400. Diese Werke entstanden in der Zeit vom 13. bis zum 15. Jahrhundert im Anschluss an den gotischen Neubau der Kirche und zeugen von der zweiten, langen Blüte des Damenstiftes im späten Mittelalter.
Am spannendsten ist es, die Ausstellung und den Dom im Rahmen einer Führung zu besuchen, was auch noch kurzfristig zu buchen ist, öffentliche Führung gibt es auch. Bei einer persönlichen Führung müßt ihr müsst dann unbedingt nach Hr. Teuber verlangen, der ist wirklich spitze.

Link: http://www.domschatz-essen.de/index.php?id=10

Die Sonderausstellung „Musica enchiriadis“ ist ab dem 3. Februar 2010 in der Domschatzkammer zu sehen:

Musica enchiriadis. Ältestes Zeugnis der Mehrstimmigkeit im christlichen Abendland

Kopie der mittelalterlichen Handschrift - musica enchiriadis

„Musica enchiriadis“ – dies ist der Name einer frühmittelalterlichen Handschrift, die Musikwissenschaftlern und Musikern vielleicht bekannt, aber für die meisten Laien nur ein unbekannter Zungenbrecher ist. Das wird sich in Essen ab dem 2. Februar vielleicht ändern. Denn mit der Ausstellung „Musica enchiriadis. Ältestes Zeugnis der Mehrstimmigkeit im christlichen Abendland“ eröffnet die Domschatzkammer am Dienstag, dem 2. Februar 2010, eine Sonderausstellung, deren Mittelpunkt genau dieses Musiktraktat sein wird. Zugleich ist sie Auftakt des SING!-Projektes Musica enchiriadis, das eine Konzertreihe zur Entwicklung der geistlichen Musik und begleitende Tagungen umfasst.

Link: www.Bistum-Essen.de/

Fortsetzung folgt.

Grüße, Claudia

Beeindruckend – Stiller Schluss-Applaus nach einem Oratorium-Vokalwerk?


Hallo,

ich komme noch einmal auf das bereits abgehandelte Thema „Sinn oder Unsinn der Beifallskundgebung in Kantaten-Konzerten“ zurück. Ich habe mir das Oratorium von Joseph Haydn „Die Schöpfung“ unter der Leitung von Leonard Bernstein in der Basilika Ottobeuren von 1986 angesehen. Was dort zum Schluss ablief, hat mich sehr nachdenklich gemacht. Nach dem Schluss-Satz des „Amen“ war absolute Stille in der Basilika, der Dirigent und die Besucher verharrten ganz still, kein Applaus, nur die Glocken der Basilika waren zu hören. Danach verließen die Besucher die Kirche und ich war davon tief beeindruckt.

Was mag im Vorfeld abgesprochen sein, dass eine Beifallsbekundung unterblieb? Ich fand diese Art sehr sehr angemessen, es blieb genügend Zeit, alles während der Glockenschläge verinnerlichen zu können, diese Ruhe und Stille war beeindruckend und finde es nachahmenswert…!! Wahrscheinlich stehe ich mit dieser persönlichen Meinung allein auf weitem Feld und Flur…!! Einen Video-Ausschnitt von dem Konzert in der Basilika Ottobeuren von 1986 füge ich bei, hier geht es nur um den angesprochenen Schlussteil des Oratoriums von Joseph Haydn „Die Schöpfung“.

Lasst die Szenen einmal auf euch wirken und sagt mir dann einmal die persönliche Meinung dazu.

Zum Start in den Player klicken

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Als Konteks dazu Sir John Eliot Gardiner aus seinem Reisetagebuch von SDG 156 Vol. 4 – CD eins

von der Pilgrimage 2000 -Tour aus der Kirche St Gumbertus, Ansbach wie folgt:

Foto: Frentischer Schluss-Applaus für den Sir in der Nikolaikirche Leipzig beim Bachfest 2007

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Das letzte Mal waren wir 1981 hier in Ansbach, als man uns eingeladen hatte, fünf verschiedene Programme mit Bachs Musik aufzuführen. Der Chor übertraf sich damals selbst, und dies zu einer Zeit, als wir als English Baroque Soloists immer noch damit beschäftigt waren, unseren Weg als ein Ensemble zu finden, das sich der historischen Aufführungspraxis verschrieben hatte.

Neunzehn Jahrespäter wurde das erste Stück in unserem Programm, die Motette ‚Lobet den Herrn’, die mit einem überwältigenden ‚Hallelujah!’ endet, mit völliger Stille quittiert. Plötzlich fiel mir wieder ein, wie bestürzt ich damals war, als der zaghaft einsetzende Beifall mit lauten Pst!-Rufen erstickt wurde, 1981 und auch am Ende unseres ersten Auftritts 1979 hier.

Irgendwie wirkte es so, als würde der ganzen Sache der Reiz genommen – der Ehre, die man vermeintlich uns, den Ausländern, erwiesen hatte, als man uns auserwählte und einlud, an diesem führenden Bach-Fest teilzunehmen, fast einem Mekka (oder Bayreuth) der Bach-Feiern. Einige von uns hatten Mühe, nicht aufgebracht zu reagieren, nicht was die fehlende hörbare Zustimmung betraf, sondern die Einstellung, die hinter diesem kapriziösen Verzicht auf Applaus lag.

Der Grund dafür war nicht so sehr die (mangelnde) Qualität der Aufführung, jedoch vielmehr der pseudo-religiöse Respekt, den ein Publikum, das sich als wahrer Wächter der heiligen Bach-Flamme verstand, dieser Musik entgegenbrachte. Historisch nicht ganz stimmig an dieser exzessiven Bach-Huldigung ist, dass die Musik als ein statischer Gegenstand oder eine heilige Reliquie gesehen wird, während Bach eindeutig sehr großen Wert darauf legte, dass seine Musik aufgeführt wird, wie es uns im Laufe des Jahres immer wieder bestätigt worden war.

In gewisser Weise wird ihre Komposition erst während der Aufführung ‚vollendet’, und das ist der Grund, warum wir als Musiker so achtsam jeder Spur folgen, die uns in der Notation der Kantaten Hinweise auf Bachs eigene Aufführungspraxis gibt.

Wir sind auch bestrebt, ein produktives und dynamisches Dreiecksverhältnis zu schaffen, zwischen dem Komponisten Bach, der sein Werk selbst aufgeführt hat, uns als Musikern, die es neu erschaffen, und schließlich dem Publikum, das an diesem Prozess teilhat. So war es in allen ostdeutschen Städten gewesen, wo wir in diesem Jahr aufgetreten waren.

Doch wenn die Zuhörer als begeisterte Bach-Anhänger zu dem Schluss gelangt sind, das Gelände verteidigen zu müssen, kann diese lebenswichtige chemische Reaktion zwischen ihnen und uns nicht mehr stattfinden, und damit entfällt auch der ‚Auftrieb’, den ein reaktionswilliges Publikum einem auftretenden Ensemble geben könnte.

Diese Überlegungen traten in ein anderes Licht, als eine ältere Dame nach dem Konzert am Morgen nach vorn kam und mir ein Sträußchen mit Blumen aus ihrem Garten überreichte. Die letzte Spur Groll verschwand, als sie am Abend mit einem noch größeren Strauß wiederkam, diesmal aus wilden Wiesenblumen.

– Zitat – Ende –

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In einem Interview mit der NW vom 20.10.2009 nahm der englische Star-Violonist Daniel Hope zu dem Thema Applaus wie folgt Stellung:

Frage:

Herr Hope, ich habe in einem Benimmbuch aus den 50er Jahren gelesen, dass man den Künstler nach einem Konzert nicht mit allzu langem Beifall bedenken sollte, weil er vom Musizieren müde sei. Sagen Sie mir bitte, dass das nicht wahr ist.

DANIEL HOPE:

(lacht) Ich würde sehr traurig sein, wenn das wahr wäre. Natürlich kann man sehr müde sein nach einem Konzert, aber für mich persönlich ist Applaus das schönste Geräusch nach der Musik. Es ist das Signal des Publikums an den Künstler, dass die Botschaft angekommen ist.

Frage:
Sie sind gerade in Aix-en-Provence gemeinsam mit Anne-Sophie von Otter aufgetreten mit Liedern aus dem KZ Theresienstadt.
Wenn man um den Hintergrund dieser Musik weiß, kann da Applaus nicht auch fehl am Platze wirken?

HOPE:

Ja, das kann es. Wir haben gerade mit diesem Programm unterschiedlichste Reaktionen erlebt. Bei den Kabarettliedern, die im KZ zur Ablenkung geschrieben wurden, hat sich manches Publikum richtig in den Applaus hinein gesteigert, ein anderes Publikum hat eher zurückhaltend reagiert, weil es spürte, zu viel Applaus wäre fehl am Platz. In Frankreich haben die Leute sehr schnell und sehr stark nach allem applaudiert. Das war für uns Musiker nicht ganz einfach, weil das zum Teil sehr traurige Lieder sind und sich eine gewisse Spannung aufgebaut hat. Man will als Musiker manchmal ein paar Sekunden der Stille genießen, und das ist dann nicht möglich.

– Zitat – Ende –

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Die gegensächlichen Aussagen von Daniel Hope und J.E. Gardiner zum Thema „Applaus“ können nicht unterschiedlicher ausfallen. Ich kann mich noch sehr gut an die Aufführung von Sir John Eliot Gardiner – mit der Matthäus-Passion am 6. März 2005 – im Kaiserdom von Königslutter erinnern. In diesem Beitrag hatte ich folgende Aussage zum Konzert getätigt:

Besonders beeindruckend, wie innerlich bewegend die gesamten Solisten, ob Chor oder Orchester sowie J.E. Gardiner, bei den Gesangspartien des Evangelisten, die Augen geschlossen und die Hände gefaltet, den Worten und der Musik lauschend zuhörten.
Das Publikum wurde dermaßen von diesen Passagen des Werkes eingenommen, dass selbst das Husten unterblieb. Nach dem Schluss-Ton geriet man in einen Trancezustand, absolute Stille umgab die Aufführungsstätte, Gardiner verharrte in sich gekehrt und entschwand kurze Zeit später von der Bühne um nicht wieder zurückzukehren.

Mein Umkehrschluss zur Aussage von Sir Gardiner aus dem Jahre 2000 zu Ansbach und zur Aufführung in Königslutter. Es lagen mittlerweile 5 Jahre dazwischen, hat Sir Gardiner eine neue Sicht auf diese Thematik bekommen – dass in einem sakralen Raum beim Erklingen einer Passions-Musik auf eine Beifallsbekundung zu verzichten ist, anders kann ich sein Verhalten in Königslutter nicht deuten und bin der Meinung, dass dieses Verhalten sich als richtig erweist.

Sicherlich vertritt subjektiv jeder eine andere Meinung, aber mir hat diese Schluss-Art  von Königslutter und aus der Basilika Ottobeuren – auf Applaus zu verzichten sehr gut gefallen und wünschte, das würde weiterhin Bestand haben…!!

Eine weitere Ergänzung zu dem Thema gab es in der Semperoper Dresden durch den Dirigenten Christian Thielemann am 14.2.2010 in 3Sat mit dem Beethovenkonzert mit der Missa-Solemnis:

“Wenn von einem schönen Brauch Abstand genommen wird, nämlich zu Applaudieren, es gibt keinen Applaus weder für den Auftritt noch nach dem Stück und ich finde sowieso eigentlich bei geistlichen Stücken ist das keine schlechte Idee.”

Dieses Aussage ist hier nachzuhören:

Ich fand das am Ende sehr beeindruckend, als die Besucher und das Orchester sich erhoben und schweigend eine Minute regungslos verharrten und an das Bombendrama auf Dresden durch ihre Haltung entsprechend so zum Ausdruck brachten – ein nachahmenswerter Stil..!!

Ein kleines Konzert-Schnipzel mit dem beeindruckenden Konzert-Ende- nachstehend:

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Link zum alten Beitrag: „Sinn oder Unsinn der Beifallskundgebung in Kantaten-Konzerten“

https://meinhardo.wordpress.com/2008/01/24/sinn-oder-unsinn-der-beifallskundgebung-in-kantaten-konzerten/

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Gruß

Volker

Webnews

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Bach-Digital Online-Datenbank in Leipzig


Hallo,

das Thema „Bach-Digital“ hatten wir schon einmal angerissen und möchte es mit dem heutigen Beitrag einmal vertiefen. Ich empfehle allen, sich einmal die Web-Seite in Leipzig anzusehen, es gibt so viel Neues über Johann Sebastian Bach zu entdecken – es ist eine wahre Fundgrube..!!

Johann Sebastian Bach mit Familie

Johann Sebastian Bach mit Familie

Ich gebe von der Web-Seite „Bach-Digital“ einmal nähere Hinweise zu dem Projekt:

Alle Informationen von: (www.bachdigital.de)

Projektziel

Ziel der verschiedenen Einzelprojekte ist es, Forschern und Musikfreunden auf der ganzen Welt Zugang zu wissenschaftlich fundierten Informationen zu den Werken der Musikerfamilie Bach sowie zur Überlieferung dieses Werkbestandes zu bieten. Wo immer möglich sollen die Informationen dann zusätzlich mit hochauflösenden Scans der beschriebenen Quellen versehen werden.

Den Anfang machen dabei die Autographe und Originalquellen der Werke Johann Sebastian Bachs, denn das Interesse von Musikforschenden und Aufführenden an diesen Handschriften ist ungebrochen. Doch sind die Quellen heute auf der ganzen Welt verstreut – ein Prozess, der direkt nach dem Tode Johann Sebastian Bachs und der Aufteilung seines Erbes unter den Familienangehörigen begann. Das Internet bietet heute die Möglichkeit, die weltweit verstreuten Autographe zumindest virtuell zu einer überall und jederzeit zugänglichen digitalen Bibliothek zusammen zu führen. Die Vorteile einer solchen digitalen Bibliothek liegen auf der Hand: Zusammengehörige, aber heute getrennt aufbewahrte Quellen können „virtuell“ wieder vereint werden. Zugleich werden die besitzenden Bibliotheken entlastet und die Handschrift durch Reduzierung der Nutzung an den Originalen selbst geschont.

Es handelt sich bei den Quellen zudem um einen zentralen Bestand für die musikwissenschaftliche Forschung, an dem seit Generationen musikphilologische Arbeitsweisen entwickelt und erprobt worden sind. Neben den hochauflösenden Scans, die einen intensiven Eindruck des Bachschen Notenbildes vermitteln, ergänzen Metadaten und vielfältige Suchmöglichkeiten das Angebot von Bach Digital.

Aufbauend auf den Göttinger Bach-Quellenkatalog wird Bach Digital die Möglichkeit einer Zusammenschau eröffnen, die die Einordnung vieler durch die Überlieferung versprengter Quellen erlaubt. Es ist zu erwarten, dass davon neue Impulse auf unterschiedliche Bereiche der Bach-Forschung ausgehen werden.

Bis 2011 werden die Autographe und Originalquellen aus den Sammlungen aller am Projekt beteiligten Partner – der Staatsbibliothek zu Berlin, dem Bach-Archiv Leipzig und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden – veröffentlicht und damit immerhin 90 % des weltweit erhaltenen Bestandes erfasst. Die Einbindung der Autographen weiterer Sammlungen soll folgen.

Wenn Sie in der Quellen-Recherchemaske „Bach Digital“ anwählen, erhalten Sie nur Handschriften, zu denen bereits Digitalisate verfügbar sind.

Bach Digital ist ein gemeinsames Projekt der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, des Bach-Archivs Leipzig und des Universitätsrechenzentrums Leipzig.

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Die Allgemeine Startseite für Suchbegriffe wäre folgender Link:

http://vmbach.rz.uni-leipzig.de:8971/content/main/search.xml?XSL.lastPage.SESSION=/content/main/search.xml

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Die Datenbank erlaubt Recherchen zu Werken (nicht mehr nur JSB)
und Quellen. Jedem Werkedatensatz sind links zu den Quellen angehängt;
„(Digitalisat)“ beim Link bedeutet, dass diese Quelle als Bild verfügbar
ist.
In der Quellenmaske können Sie die Suche direkt über die
Projekt-Auswahl (erste Zeile) auf Quellen mit Bildern eingrenzen
(Projekt: „Bach Digital“). Eine Schnellabfrage die über
Werkverzeichnisnummer oder Titel direkt zu digitalisierten Quellen
führt, ist in Vorbereitung.

Zu den Bildern von Partituren gibt eine Bildüberschrift an, welchen
Satz und welche Takte das jeweilige Bild enthält (fehlen teilweise
noch). Dabei werden die mehrsätzigen Werke Satzweise angesteuert (Ausprobieren
und ansehen).

Ich wünsche viel Spaß mit Recherchen über J.S. Bach und der Digitalen-Fundgrube…!!

Grüße

Volker

Webnews

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Die Deutschen sind und bleiben ein Kulturvolk


Hallo,

…. „die Deutschen sind und bleiben ein Kulturvolk und sind sich dessen auch bewusst!“

Diese repräsentative Umfrage erfolgte durch die „Bertelsmann-Stiftung“ in Gütersloh durch das TNS Emnid-Institut in Bielefeld.

Flyer: WELT ONLINE  (Flyerrechte: Welt Online)

Flyer: WELT ONLINE (Flyerrechte: Welt Online)

Dieser Artikel erschien gestern in  „WELT  ONLINE“ und kann unter dem nachstehend Link aufgerufen werden…!!

Link:  http://www.welt.de/die-welt/kultur/article4484918/Die-Deutschen-ein-Kulturvolk.html

Gruß

Volker

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Neues J.S. Bach-Denkmal an der Divi Blasiikirche in Mühlhausen eingeweiht am 9.8.2009


Hallo,

vorab möchte ich die Einweihung des neuen J.S. Bach-Denkmals vor der Divi Blasiikirche in Mühlhausen im Forum vorstellen, Es war ein erhebender Moment, zumal wir dort live vor Ort alles miterleben konnten. Mein Bericht über die zwei Tage vom Bachfest 2009 – durchgeführt von der „Neuen Bachgesellschaft“ –  in Mühlhausen / Thüringen, wird von mir in den nächsten Tagen erstellt.

Divi Blasiikirche in Mühlausen

Divi Blasiikirche in Mühlhausen-Thüringen

Das neue Bachdenkmal vor der Enthüllung

Das neue Bachdenkmal vor der Enthüllung

Einweihung des neuen J.S. Bach Denkmals vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen

Einweihung des neuen J.S. Bach Denkmals vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen

Der Berichterstatter des Forums ist auf dem MDR-Foto oben – rechts am Rand mit Gattin zu erkennen.

J.S. Bach-Denkmal vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen-Thüringen

J.S. Bach-Denkmal vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen-Thüringen

Bach-Denkmal vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen

Bach-Denkmal vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen

Nachstehend ein kurzer Filmbeitrag des MDR-Thüringen von der Enthüllung des Bachdenkmals bis zur Weihe.

Unter großer Anteilnahme – es wurden etwa 400 Gäste geschätzt – wurde gestern Mittag das neue Bachdenkmal in Mühlhausen enthüllt. Die Bronzeplastik des Hallenser Künstlers Klaus Friedrich Messerschmidt zeigt den 22-jährigen Johann Sebastian Bach vor der Nordwestseite der Blasiuskirche, in der er von 1707 bis 1708 als Organist wirkte.

Ein schlanker, junger Bach präsentiert sich, der den Fuß auf die erste Stufe setzt, womit der Beginn seiner Meisterschaft symbolisiert wird. Und das nicht, wie bei Denkmälern sonst üblich, auf, sondern    vor dem Sockel. Damit will Messerschmidt den „Gedanken der Überhöhung einer Person  entgegenwirken“, wie das der Präsident der Bachgesellschaft,  Dr. Martin Petzoldt, würdigt.

(Textauszüge: Thüringer Allgemeine Zeitung)

Hier weitere Ansichten (Fotos) vom neuen Bach-Dankmal Mühlhausen-Thüringen (Germany):

Bach-Dankmal Mühlhausen

Bach-Dankmal Mühlhausen

Bachdenkmal Mühlhausen

Bachdenkmal Mühlhausen

Grüße

Volker

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