Kantorei Herrenhausen beeindruckte mit der Brockes Passion von G.F. Händel


Hallo,

ich bin angetan von einer wunderbaren barocken Wiedergabe der „Brockes-Passion“ von Georg Friedrich Händel, die in der schönen Herrenhäuser Kirche – mit einer guten Akustik ausgestattet, von der Herrenhauser Kantorei aufgeführt wurde.

Foto: Herrenhäuser Kirche in Hannover-Herrenhausen
Foto: Herrenhäuser Kirche in Hannover-Herrenhausen (für alle Fotos gilt, Fotorechte: V. Hege)

Vorab ein wenig historisches zum Text der „Brockes Passion“:

Im Jahr 1712 erschien in Hamburg die Passionsdichtung „Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus“ des Juristen und Ratsherrn Barthold Heinrich Brockes (1680-1747), die im selben Jahr von Reinhard Keiser vertont wurde. 1716 komponierte Georg Philipp Telemann den Text.

Anfang des 18. Jahrhunderts galt ein Libretto nach dem Muster der Brockes-Passion als modern und aktuell, ein Textbuch einer Johannes Passion dagegen rückständig. Davon zeugen auch die vielen Vertonungen der Brockes-Passion.

Der Text des Oratoriums erzählt die Geschichte von der Abendmahlseinsetzung bis zum Tod Jesu am Kreuz. Das Stück wird durch Choräle gegliedert. Es beinhaltet außerdem Rezitative, Arie, Arioso für zahlreiche Solisten, eine einleitende Sinfonie und zahlreiche Chorstücke.

Die Reise Georgs I. – (Kurfürst von Hannover und König Georg I von England ab 1714) – nach Hannover im Sommer 1716 machte Händel im großen Gefolge des Königs mit. Im zweiten Halbjahr 1716 schuf Händel eine oratorische Passion nach dem Text des Hamburger Barthold Heinrich Brockes (1680-1747). Sein Oratorium „Der für die Sünden der Welt gemarterte und sterbende Jesus.“ Die Dichtung von Brockes wurde später von vielen damals bedeutenden Komponisten vertont.

Händel schickte die Partitur 1717 seinem Freunde Johann Mattheson, der ebenfalls eine Brockes-Passion geschrieben hat, nach Hamburg. Dort führte Mattheson Händels Werk 1719 als Uraufführung im Hamburger Dom auf.

Georg Friedrich Händel
Brockes Passion

Ausführende:
Uta Kraus, Barbara Rotering, Sopran
Jean-Sébastien Stengel, Altus
Götz Phillip Körner, Steffen Wolf, Tenor
Torsten Gödde, Michael Humann, Bass

Le Concert Lorrain, Metz-Frankreich
auf historischen Instrumenten

Foto: Flyer der Herrenhauser Kantorei "Brockes Passion"
Foto: Flyer der Herrenhauser Kantorei „Brockes Passion“

Eine gut gefüllte Herrenhäuser Kirche erwartete froh gestimmt die ersten Klängen von Händels Oratorium der „Brokes Passion.“ Die einleitende „Sinfonia“ der Brockes Passion erklang in barocker Pracht durch das angereiste Ensemble aus Frankreich – Le Concert Lorrain, hier waren wahre Könner am Musizieren und spielten aus einem Guss eine großartige barocke Musik. In dieser Sinfonia lassen sich schon Vergleiche zwischen Bach und Händel ziehen, ihre Kompositionen liegen in etwas auf der gleichen Linie und entsprechen einem gleichwertigen tonalen barocken Klangempfinden ihrer Zeit.

Foto: Ensemble "Le Concert Lorrain" aus Frankreich auf historischen Instrumenten

Foto: Ensemble "Le Concert Lorrain" aus Frankreich auf historischen Instrumenten

Mit dem Eingangschor „Mich vom Stricke meiner Sünden zu entbinden“ erklang ein gewaltig besetzter Chor. Es mögen zwischen 70 bis 80 Chormitglieder gewesen sein, die eine gut fundierte Chorische Ausbildung besitzen und es entsprechen umzusetzen wussten, trotz der Größe waren die einzelnen Stimmen gut heraushörbar und ergaben in der gesamten Werkswiedergabe eine klangliche Einheit von bewundernswerter Qualität. Hier muss dem Kantor und Leiter der Kantorei Herrenhausen „Martin Ehlbeck“ Bewunderung gezollt werden, wie der diesem Mammutchor eine gepflegte Klangqualität und Gesangs-Kultur zu bilden im Stande ist, das ist schon eine außergewöhnliche Leistung, zumal es sich um einen ausgesprochen Laienchor handelt.

Foto: Kantor und Leiter der Herrenhauser Kontorei: Martin Ehlbeck"

Foto: Kantor und Leiter der Herrenhauser Kontorei: Martin Ehlbeck"

Foto: Chormitglieder der Kantorei Herrenhausen

Foto: Chormitglieder der Kantorei Herrenhausen

Die eingesetzten Gesangs-Solisten konnten allesamt in ihrem Part überzeugen – hervorheben möchte ich aus dieser Riege die Sopranistin „Uta Kraus“, (Gläubige Seelen); was für ein Stimmvolumen, oder ein in sich gekehrtes Singen sie beim Vortrag: „Die Rosen krönen sonst der rauhen Dornen Spitzen“, offenbarte, war mehr als berührend gesungen, diese Wiedergabe auf gleich hohem Niveau konnte sie auch im: „Die zarten Schläfen sind bis ans Gehirne durchlöchert und durchbohrt“, umsetzen. Ein filigranes Singen auf hohem Niveau, einfach grandios, eine Top-Gesangs-Solistin.

Foto: Von rechts: Uta Kraus; (Magd - Gläubige Seelen) Sopran, Barbara Rotering; (Tochter Zion) Sopran, Mitte, Jean-Sébastien Stengel (Judas) Altus.

Foto: Von rechts: Uta Kraus; (Magd - Gläubige Seelen) Sopran, Barbara Rotering; (Tochter Zion) Sopran, Mitte, Jean-Sébastien Stengel (Judas) Altus

Foto: Gesangs-Solisten von links: Steffen Wolf; (Evangelist) Tenor, Götz Phillip Körner; (Petrus) Tenor,  Jean-Sébastien Stengel; (Judas) Altus,  Michael Humann; (Kaiphas) Bass.Foto: Gesangs-Solisten von links: Steffen Wolf; (Evangelist) Tenor, Götz Phillip Körner; (Petrus) Tenor, Jean-Sébastien Stengel; (Judas) Altus, Michael Humann; (Kaiphas) Bass.

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Die gesamte Brockes Passion wurde gekürzt wiedergegeben, von verschiedenen Arien und Chorsätzen wurde nur ein Anfangsteil zu Gehör gebracht um die Aufführungsdauer nicht ins Uferlose ausarten zu lassen. Probleme hatte ich mit einem teilweise hanebüchenen Text, hier hilft mir die grandiose Musik von Händel das ertragen zu können. Mein persönliches Fazit zu der Brockes Passion fällt zwiespältig aus, – ( ich habe sie das erste Mal gehört..!!) – wie tiefgründiger und gehaltvoller im Text gestalten sich die Passions-Oratorien von J.S. Bach, stark vermisst habe ich die herrlichen Luther-Choräle (z.B. „O Haupt voll Blut und Wunden..“, etc.) und feinsinnigen Rezitative und Arien. Tue ich dem Komponisten Händel hier Unrecht? – denn alle Komponisten stürzten sich zu seiner Zeit auf diesen irrelevanten Text – es war eben eine Modeerscheinung der Zeit, sich von den biblischen Evangelistenworten loszusagen, was mehr als bedauerlich erscheint, hier scheint J.S. Bach als ein Bewahrer des wahren biblischen Wortes zu sein und zu bleiben mit seiner dazugehörenden überirdischen barocken Passions-Musik.

Trotz der erwähnten textlichen Mängel erklang ein bewundernswertes Passions-Oratorium von Händel, alle Aufführenden waren mit Begeisterung bei der Sache und dieser Funke zündete auch bei dem Besucher, der die Protagonisten am Ende frenetisch feierte. Es war wieder so ein Abend, der Begeisterung hervorrief aber mich doch zum Nachdenken veranlasste, was wäre gewesen, wenn der textliche Inhalt zu der grandiosen Musik ebenfalls stimmig dazu passen würde…??

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Als Ergänzung ( ab 2.4.2009) – stelle ich dem Forum Textauszüge der Brockes-Passion mit einer kurzen historischen Sichtweise – zur Verfügung:

pdf Link: brockes-passion-auszuge-der-textfassung

Beim Download des PDF ein wenig Geduld, die Speicherung erfolgt auf dem persönlichen Rechner…!!!

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Auf dem Markt gibt es nicht gerade viele Einspielungen von der Brockes-Passion von G.F. Händel, eine bemerkenswerte CD stelle ich nachstehend vor, sie ist über amazon zu erhalten.

Cover: G.G. Händel "Brockes Passion"

Cover: G.F. Händel "Brockes Passion"

Link zu amazon: http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B00008US1E

Am 2, April 2009 wurde ich bei amazon mit einer weiteren Einspielung der Brockes-Passion von Händel fündig:

Cover: Brockes Passion Händel, Wenzinger, Regensburger Domsp. von 2002

Cover: Brockes Passion Händel, Wenzinger, Regensburger Domsp. von 2002

Dirigent: August Wenzinger, Regensburger Domsp. von 2002, diese Aufnahmen sind auch im mp3-Format bei amazon preisgünstiger als die CDs – erwerbbar.

Link: http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B00005MJ10

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31.3.2009 P.S.

Wie soeben gemeldet wird, hat „Harmonia mundi“ eine Neuveröffentlichung der Brockes-Passion von Telemann seit Mitte März 2009 veröffentlicht. Die Ausführenden sind:

Cover: Brockes Passion von Telemann

Cover: Brockes Passion von Telemann

TELEMANN. Brockes-Passion
Künstler:

Birgitte Christensen, sop.
Lydia Teuscher, sop.
Marie-Claude Chappuis, mez.sop.
Donát Havár, ten.
Daniel Behle, ten.
Johannes Weisser, bar.
RIAS Kammerchor
Akademie für Alte Musik Berlin
René Jacobs, dir.

Eine Bestellung mit Hörprobe über dem Label j p c

Hörproben bei j p c : 2 CDs

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Grüße
Volker

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Das „Calmus Ensemble“ aus Leipzig gastierte in Bad Oeynhausen / OWL


Hallo,

ich war am Samstag, 21.3.2009 in Bad Oeynhausen in der „Heilig-Geist-Kirche“ und habe dort das „Calmus Ensemble“ aus Leipzig kennengelernt. Vier ehemalige Thomaner (!) und eine Sopranistin. Von Reger über J. H. Schein, F. M. Bartholdy, J. S. Bach und W. Weismann (1900 – 1980) erklangen traumhaft schöne Gesänge.

Foto: Das Calmus Ensemble in Bad Oeynhausen (Fotorechte:NW)

Foto: Das Calmus Ensemble in Bad Oeynhausen (Fotorechte:NW)

Foto: Heilig Geist Kirche in Bad Oeynhausen

Foto: Heilig Geist Kirche in Bad Oeynhausen

Diese 5 Stimmen waren eine solche Einheit, hatten einen gemeinsamen Atem, einen gemeinsamen Pulsschlag, vom leisesten Pianissiomo bis zum stärksten Fortissiomo waren sie eine Einheit. Jede Stimme für sich war einmalig, die Sopranistin Anja Lipfert; der Countertenor Sebastian Krause (einsame Spitze); der Tenor Tobias Pöche; Ludwig Böhme – (Sohn vom Organisten der Thomaskirche) und Joe Roesler als Bass waren für uns so ergreifend, haben uns so begeistert, dass ich sofort den 25. 10. 09 im Gewandhaus in Leipzig gebucht habe – da feiert diese kl. Truppe ihr 10-jähriges und wir wollen dabei sein.

Internet: http://www.calmus.de

Weitere Inhalts-Angaben zum „Calmus-Ensemble“ Leipzig, mit Kozertangaben in 2009.

Zur Vergrößerung in das jeweilige B i l d k l i c k e n !!

Foto: Informationen zum Calmus-Ensemble, Leipzig

Foto: Informationen zum Calmus-Ensemble, Leipzig

Foto: Calmus-Ensemble, Leipzig - Konzerttermine 2009

Foto: Calmus-Ensemble, Leipzig - Konzerttermine 2009

Herzl. Gruss
Iris

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Anliegend der Artikel zu dem Konzert von der NW vom 23.3.2009.

Zur größeren Ansicht in das Foto unten k l i c k e n !!

Foto: Rezension der NW über das "Calmus Ensemble" in Bad Oeynhausen

Foto: Rezension der NW über das "Calmus Ensemble" in Bad Oeynhausen

Radiotipps mit klassischer Musik für die KW 13


Hallo,

hier meine Radio-Tipps für die 13. Kalenderwoche 2009.

Ab 16.3.2009
Mo-Fr
NDRkultur
9:30 Uhr ca. 10 min
20-teilige Serie über Händel

Georg Friedrich Händel, Komponist

Georg Friedrich Händel, Komponist

7 Tage lang abrufbar

Unter dem Titel „Georg Friedrich Händel – Musik für die Ewigkeit“ erzählt der Journalist Rolf Seelmann-Eggebert auf NDR Kultur in einer 20-teiligen Reihe die Lebensgeschichte des Komponisten. Die Serie wird vom 16. März bis zum 10. April jeweils um 9.30 Uhr im Programm von NDR Kultur zu hören

Weitere Informationen:

http://www.ndrkultur.de/programm/pressemeldungndr3478.html

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Sonntag, 21.3.2009

NDR Kultur – Prisma Musik 20:00 Uhr,

Brahms und die Geschichte,

Von Wolfgang Sandberger

Auszüge des NDR:

Brahms besaß ein für seine Zeit ungewöhnlich intensives Interesse an der Musik alter Meister. Das galt nicht nur für die Werke Johann Sebastian Bachs. Man kann Brahms ohne Übertreibung als bibliophilen Sammler bezeichnen; schon als junger Mann graste er die Antiquariate systematisch nach alten Noten und Büchern ab. Später kam er sogar in den Besitz wertvoller Autografe. So hütete er beispielsweise die „Sonnenquartette“ von Joseph Haydn oder die handschriftliche Partitur der großen g-Moll-Sinfonie von Mozart als kostbaren Besitz.

Daneben gab er zum Beispiel Klavierwerke von Domenico Scarlatti neu heraus. Brahms verfügte testamentarisch, dass seine Scarlatti-Sammlung nach seinem Tod zusammen mit anderen Schätzen an die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien gehen sollte. Den ständigen Dialog mit der Geschichte spiegelt auch seine Tätigkeit als Lehrer, Dirigent und Briefpartner. Wolfgang Sandberger, der Leiter des Lübecker Brahms-Instituts, zeichnet das Porträt einer historisch vielseitig interessierten Künstlerpersönlichkeit.

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Montag, 22.3.2009
NL4 (Holland)

7:00 – 9:00 Uhr


1. Telemann. Sinfonia melodica voor twee hobo’s, strijkers en basso continuo. Berliner Barock Solisten o.l.v. Rainer Kussmaul. Albrecht Mayer en Viola Orlovsky, hobo.

2. C.J. van Helmont. Magnificat. Collegium Instrumentale Brugense o.l.v. Patrick Peire. Greta de Reyghere, sopraan. Luc de Meulenaere, alt. Guy de Mey, tenor.

3. Purcell. A Ground in d. Pedro Memelsdorff, blokfluit. Andreas Staier, klavecimbel.

4. Zelenka. Deel 1, 2 en 3 uit Litaniae Lauretanae. Tafelmusik o.l.v. Frieder Bernius. Nancy Argenta, sopraan. Michael Chance, alt. Christoph Prégardien, tenor.

5. Bach. Preludium en Fuga in bes BWV 867 uit Wohltemperierte Klavier Boek 1. Richard Egarr, klavecimbel.

6. A. Corelli. Concerto grosso in D opus 6 nr. 7. The English Concert o.l.v. Trevor Pinnock.

7. G. Böhm. Vater unser im Himmelreich. Bram Beekman, orgel.

8. J.S. Bach. Cantate 117 Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut. The Amsterdam Baroque Orchestra and Choir o.l.v. Ton Koopman. Bogna Bartosz, alt. James Gilchrist, tenor. Klaus Mertens, bas.

9. Haydn. Deel 2 uit Strijkkwartet in D opus 76 nr. 5. Kodaly Kwartet.

10. A. Lotti. Credo. Balthasar Neumann Koor/Balthasar Neumann Ensemble o.l.v. Thomas Hengelbrock.

11. J.S. Bach. Symphonie Concertante in E. The Hanover Band o.l.v. Anthony Halstead.

12. F. Carulli. Duet in D. Eleonore Pameijer, fluit. Dario Macaluso, gitaar.

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SWR2
22.03.2009 um 8.03 Uhr

SWR2 Kantate
„Die Klagelieder des Jeremias“ (4)
Jan Dismas Zelenka:
Lamentationen zum Karfreitag

John Mark Ainsley (Tenor)
Michael George (Bass)
Chandos Baroque Players

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NDR-Kultur

Die großen Stars der Musik, 22.03.2009 18:00 Uhr, Von Elisabeth Richter

und am 29. März 2009, 18.00 bis 19.00 Uhr

Engl. Dirigent Sir Roger Norrington

Engl. Dirigent Sir Roger Norrington

Sir Roger Norrington zum 75. Geburtag,

Auszüge des NDR

„The Stuttgart Sound“

Norrington kann – wie andere Dirigenten auch, die von der historischen Aufführungspraxis kommen, etwa Harnoncourt oder Gardiner – seine Vorstellungen von „historisch informiertem Spiel“ mit modernen Orchestern verwirklichen, Originalinstrumente sind nicht zwingend erforderlich. Allerdings ist Norrington einer der wenigen Dirigenten, die den modernen Orchestern konsequent ein Spiel ohne Vibrato verordnen, es nur an ausgewählten, sinnvollen Stellen zulassen. Noch immer wird nicht jeder glücklich mit Norringtons Sicht auf die Musik von Beethoven, Bruckner oder Mahler. Die Geschmäcker sind eben verschieden. Die Fans sprechen jedoch von „The Stuttgart Sound“, finden Norringtons Interpretationen „aufregend“, man sieht „einen guten Weg zwischen historischer Aufführungspraxis und den Möglichkeiten eines modernen Orchesters“.

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MDR
19:30 – 21:30 Uhr

19.30 Konzert
Die Stimme – ein hochsensibles Instrument
Ehemalige Knabenchorsänger und ihre stimmliche Entwicklung

Mit Christoph und Stephan Genz (ehemalige Mitglieder des Thomanerchores Leipzig, heute Konzert- und Opernsänger), Sebastian Henning (ehemaliges Mitglied des Knabenchores Hannover, heute Mitglied der Hannover Harmonists)
Moderation: Grit Schulze

(Aufzeichnung einer Gesprächsrunde vom 7. Leipziger Symposium zur Kinder- und Jugendstimme vom 21. Februar 2009, Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ Leipzig)

Robert Schumann: Lieder und Duette u.a. aus „Romanzen und Balladen“ op. 49, „Liederkreis“ op. 25 und „Spanische Liebeslieder“ op. 138
Christoph Genz, Tenor; Stephan Genz, Bariton; Christian Chamorelm, Klavier

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25.3.2009
HR2
20:05 – 21:30 Uhr

20.05 Notenschlüssel

Auszüge des HR2

Georg Friedrich Händel: „Julius Caesar und Kleopatra“
Aufgeschlüsselt von Paul Bartholomäi
Ägypten hat er erobert, seinen Widersacher Pompejus besiegt – eigentlich könnte Julius Cäsar sich siegesbewusst feiern lassen. Aber ein solcher Held kommt nicht zur Ruhe, er ist immer in Gefahr, ob vonseiten Ptolemäus‘, des ägyptischen Königs, oder dessen reizender Schwester Kleopatra. Der Stoff eignet sich als spannende Intrigengeschichte mit exotischem Flair, verwirrenden Verwechslungsspielen und leidenschaftlichen Liebesszenen bestens für eine Oper. Und was Georg Friedrich Händel am 20. Februar 1723 im Londoner „King‘s Theatre“ am Haymarket unter dem italienischen Titel „Giulio Cesare in Egitto“ auf die Bühne brachte, wurde seine erste wirklich erfolgreiche Oper. Mit teils atemberaubenden, teils höchst anrührenden Arien gelang es ihm, das Staraufgebot von Sängern bestens in Szene setzen. „Giulio Cesare in Egitto“ begründete Händels Ruhm in der britischen Hauptstadt. Mehrere Spielzeiten hintereinander verlangten die Londoner Bürger das Werk auf dem Spielplan des Haymarket-Theaters, und auch auf dem Kontinent wurde Händels Geniestreich begeistert aufgenommen, etwa in Hamburg, wo man ihn ab 1725 immer wieder auf die Bühne brachte. Mehr von Händels Opernerfolg erzählt Paul Bartholomäi in seinem „Notenschlüssel“.

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Allen wünsche ich viel Spaß bei der Auswahl von interessanten Musikhinweisen.

Grüße und ein schönes Wochenende

Barbara

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G.F. Händel – CD Israel in Egypt – Neuerscheinung


Hallo,

rechtzeitig zum beginnenden Händel-Jahr ist seit Anfang Januar 2009 eine CD-Neuerscheinung mit

„Israel in Egypt“ von Georg Friedrich Händel – auf dem Markt.

Link: CD zu beziehen bei j p c für 24,99 €

Eine Hörprobe zu „Israel in Egypt“ kann bei j p c genommen werden.

Ausführende:
  • Georg Friedrich Händel Komponist

  • Antonia Bourvé Sopran
  • Markus Flaig Bass
  • Michael Hofmeister Alt
  • Jan Kobow Tenor
  • Les Favorites Sonstiges Ensemble
  • Terry Wey Alt
  • Cornelia Winter Sopran
  • Konstantin Wolff Bass
  • Vocalensemble Rastatt Vokalensemble, Leitung: Holger Speck
2 Super Audio CDs

Dazu Ausführungen von j p c :

Durchbruch des Oratoriums

Nur vier Tage nach der Fertigstellung des Saul begann Händel am 1. Oktober 1738 die Arbeit an Israel in Egypt und schloss diese bereits nach vier Wochen ab. Anders als im kurz zuvor entstandenen Saul steht hier allerdings das Volk der Israeliten im Mittelpunkt, und in der Tat wird kein anderes Oratorium von Händel so sehr vom Chor dominiert. In der Darstellung der sieben Plagen und im abschließenden Moses-Song erweitert Händel den Chor zum Doppelchor und erzielt beeindruckende Klangwirkungen.

Die vorliegende Einspielung mit dem Rastatter Vokalensemble unter Holger Speck greift auf die dreiteilige Erstfassung von Israel in Egypt zurück, die neben den beiden aus Bibelzitaten zusammengestellten Teilen zwei und drei auch den von Händel aus dem Funeral Anthem für Königin Caroline (1737) adaptierten ersten Teil enthält, der erst im 19. Jahrhundert häufig gestrichen wurde.

Grüsse
Volker

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Gardiner-Videos Brandenburgische-Konzerte vom Bachfest Köthen 2008


Hallo,

hier stelle ich die drei Videos von Gardiner und The English Baroque Solists zur Verfügung. Die Konzertausschnitte wurden während der Köthener Bachwoche im September 2008 aufgenommen.

1. Video: 1. Brandenburgisches Konzert, BWV 1046 aus dem Bachsaal in Köthen 2008.

2. Video: 6. Brandenburgische Konzert, BWV 1051 aus dem Spiegelsaal in Köthen 2008.

3. Video: 3. Brandenburgisches Konzert, BWV 1048 aus dem Spiegelsaal in Köthen 2008.


© Videorechte: Label: http://www.monteverdi.co.uk/

Carl Heinrich Graun – Passionsoratorium „Der Tod Jesu““ – Nikolaikirche Leipzig 4.4.2009


Hallo,

ein Tipp für Leipzig und Umgebung:

Carl Heinrich Graun zum 250. Todestag in der Nikolaikirche Leipzig,

am Samstag, 4.4.2009 um 17.00 Uhr Oratorium „Der Tod Jesu“
Carl Heinrich Graun: Der Tod Jesu
Carl Heinrich Grauns Passionsoratorium „Der Tod Jesu““ wurde 1755 uraufgeführt.
Die Komposition gehörte bis zur Wiederentdeckung der Passionswerke J.S.Bachs, bis ins 19.Jahrhundert hinein, zu den bekanntesten und regelmässig aufgeführten Passionswerken.

Fotorechte: Bachchor Leipzig

Fotorechte: Bachchor Leipzig

Graun komponierte im sog. „empfindsamen Stil“ . Die Arien sind zum Teil dramatisch und sehr virtuos, erinnern an Pergolesi und an die italienische Oper. In den Chören steht barocker Fugenstil neben grossem Opernchor. Die Textvorlage beschreibt frei das Passionsgeschehen und enthält Elemente aus allen vier Evangelien.

Nach historischer Praxis werden die Choräle zu dieser Aufführung vom Publikum mitgesungen werden!

Carl Heinrich Graun war Kruzianer und später an verschiedenen Höfen als Tenor, Vizekapellmeister und Komponist angestellt. Gemeinsam mit seinem Bruder Johann Gottlieb wurde er 1735 in die Dienste der Kapelle des preußischen Kronprinzen Friedrich berufen. Gleich nach der Thronbesteigung 1740 machte König Friedrich der Grosse seinen Vizekapellmeister Graun zum Hofkapellmeister und entsandte ihn nach Italien, um für die in Berlin geplante italienische Oper, die Staatsoper unter den Linden, Sänger zu gewinnen. Die Staatsoper wurde im Dezember 1742 mit einer Komposition Grauns eingeweiht und bis zu seinem Tod 1759 blieb Graun ein vom Berliner Publikum und Friedrich dem Grossen hochgeschätzter Komponist, v.a. Opernkomponist, und Hofkapellmeister.

Karten zu 15 Euro (ermässigt 10 Euro) am Büchertisch der Nikolaikirche, bei der Musikalienhandlung Oelsner, Leipzig Information, an der Abendkasse und unter www.bachchor-leipzig.de

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Eine interessante CD-Einspielung mit Hörproben zu der Passion“Der Tod Jesu“ von Carl Heinrich Graun ist bei jpc erschienen:

Cover: Carl Heinrich Graun: Passion "Der Tod Jesu" Sigiswald Kuiken

Cover: Carl Heinrich Graun: Passion "Der Tod Jesu" Sigiswald Kuiken

 

CD bei  j p c  zu beziehen:

Linkhttp://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Carl-Heinrich-Graun-Der-Tod-Jesu/hnum/5344370/iampartner/K84

zwei CDs 19,99 €

Künstler: Schwabe, Kerkhove, Christoph & Stephan Genz, Ex Tempore, Le Petite Bande, Kuijken

Produktinfo www. klassik-heute. com

Seit seiner Uraufführung 1755 war Der Tod Jesu des königlich-preußischen Hofkapellmeisters Carl Heinrich Graun (1704-1759) für mehr als hundert Jahre das erfolgreichste deutsche Passionsoratorium. Im 19. Jahrhundert wurde es alljährlich für den königlichen Hof in Berlin aufgeführt, bis man 1858 zu Bachs Matthäuspassion wechselte. Ab 1866 stand auf Wunsch von König Wilhelm I. Der Tod Jesu wieder auf dem Programm; bis 1884 hielt das Werk am Berliner Hof seine Favoritenstellung inne. 

Im Gegensatz zur oratorischen Passion, die das Geschehen um den Kreuzestod Jesu jeweils auf der Grundlage eines der vier Evangelientexte dramatisch gestaltet, stellt Grauns Der Tod Jesu ein meditatives Passionsoratorium dar, in dem die menschliche Nachempfindung der Leidensgeschichte das Übergewicht gegenüber der theatralischen Nacherzählung des Opfertodes des Erlösers Jesu Christi als heilsgeschichtliches Zentralgeschehen erhält. Die Betrachtung der Passion durch die gläubige Seele, in den Bachschen Passionen durch die Arien vertreten, wird in Grauns Passionsoratorium das zentrale Element.

Wenn uns auch heute Bachs Passionen allein durch den Umstand näher stehen, daß sie sich seit Generationen einen festen Platz im alljährlichen Programm der Kirchenmusik der Passionszeit erobert haben, zeigt der Ansatz von Grauns Librettisten Wilhelm Ramler (1725-1798) einen geistesgeschichtlichen Ansatz, der deutlich in die Zukunft weist: Religiosität wird im Laufe des 18. Jahrhunderts von einer heilsgeschichtlichen Realität zu einer Angelegenheit des persönlichen religiösen Gefühls. Privatsache ist die Religion auch bis heute geblieben, und die Rezeption der Passionen Johann Sebastian Bachs beweist, daß der Thomaskantor offensichtlich mit seiner Musik ein Wunder bewirkt hat, das über die Zeiten hinweg auf die Menschen eine bleibende Wirkung ausübt – hierfür sind allein die vielen aufführungspraktischen Ansätze von Aufführungen mit großem Chor, Solisten und Sinfonieorchester bis hin zu rein solistischer Besetzung mit historischen Instrumenten ein Beweis.

(Text: Detmar Huchting (12.07.2004)

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Weitere CDs zur Passionszeit von C.H. Graun sind auf der Partner-Seite einsehbar.

Link: 

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/04/carl-heinrich-graun-cds-zur.html#links

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Grüsse
Volker

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Gedenkveranstaltung – Winnenden – im Südwestfernsehen


Hallo,

Sir Roger Norrington und das Radio Symphonieorchester  des SWF geben am 13. März 2009 um 20:15 Uhr ein Gedenkkonzert für die Opfer des Amoklaufs von Winnenden und Wendlingen.

Sir Roger Norrinton: „Auch wenn alle Fakten über das Ereignis bekannt sind, bleiben doch bei uns allen noch viele Fragen offen.“ Die Musik gibt uns die Chance, uns zu sammeln und unseren Gedanken nachzugehen. Ich lade alle Besucherinnen und Besucher der Konzerte und die Fernsehzuschauer ein, mit uns diese Chance zu nutzen, unser Mitgefühl und unsere Mitmenschlichkeit zu zeigen.“

Auf dem Programm stehen unter anderem Heinrich Schütz’ geistliches Konzert „Eile mich, Gott, zu erretten“ für Sopran und Basso continuo (SWV 282) sowie Edward Elgars „Enigma-Variationen“ für großes Orchester (op. 36).

Das SWR Fernsehen zeigt die Aufzeichnung am Freitag, 13. März um 20.15 Uhr.

Grüsse

Volker

CD-Bestellung SDG 153 Vol. 20, in England bereits möglich


Hallo,

in England wird die neuste SDG-CD 153: Vol. 20 – bereits zum Verkauf öffentlich angeboten. Siehe unten stehende Angaben:

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Bach: Cantatas Vol.20

Bach: Cantatas SDG 153; Vol.20
Bach, Jones, Keith, Persson, Tyson, Oxley

List Price:

£11,98


Bach: Cantatas Vol.20
~ Bach (Artist), Jones (Artist), Keith (Artist), Persson (Artist), Tyson (Artist), et al.
Audio CD (2 Mar 2009)
CD-Bestellung bei amazon.co.uk nachstehenden Link anklicken
Link: http://astore.amazon.co.uk/volsklajsbac-21/detail/B001R77GHU
CD-Bestellung bei
amazon-Deutschland Erscheinungstermin: 17.4.2009, 2 CD’s – 29,99 EURO
Link: http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B001R77GHU

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j p c
L i n k : – j p c – Deutschlanf
zu beziehen ab 17.4.2009.
Der Preis beträgt dort 29,99 EURO, Hörproben aller Kantaten vorhanden.
  • Erscheinungstermin: 17.4.2009
  • Verfügbarkeit: Artikel noch nicht erschienen, voraussichtlicher Liefertermin ist der 17.04.2009.
    Sie können den Titel schon jetzt bestellen. Versand an Sie erfolgt gleich nach Verfügbarkeit. i
Detailinformationen
Kantaten für Septuagesima BWV 84 „Ich bin vergnügt mit
meinem Glücke“; BWV 92 „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“;
BWV 144 „Nimm, was dein ist, und gehe hin“
+Kantaten für Sexagesima BWV 18 „Gleichwie der Regen und
Schnee vom Himmel fällt“; BWV 126 „Erhalt uns, Herr, bei
deinem Wort“; BWV 181 „Leichtgesinnte Flattergeister“
  • Künstler: Miah Persson, Wilke te Brummelstroete, James Oxley, Jonathan Brown, Gillian Keith, Angharad Gruffydd Jones, Robin Tyson, James Gilchrist, Stephan Loges, Monteverdi Choir, English Baroque Soloists, John Eliot Gardiner

Gruß

Volker

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Rezension-Besprechung: CD’s von SDG 147 – Vol.5 – CD zwei – veröffentlicht vom Label: SDG – Monteverdi im Oktober 2008


Hallo,

meine Rezension von SDG 147, Vol. 5 / CD z w e i ; Aufführungsort: Dom „St. Blasii“ in Braunschweig


Cover: SDG 147, Vol. 5 / zwei CD’s Kantaten für den zehnten Sonntag nach Trinitatis

BWV 46 – Schauet doch und sehet, ob irgendein Schmerz sei
BWV 101 – Nimm von uns Herr, du treuer Gott
BWV 102 – Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben!

(Aufführungsort: 27 / 08 / 2000 Braunschweig Dom)

Soloists: Joanne Lunn; Sopran | Daniel Taylor; Altus
Christoph Genz; Tenor | Gotthold Schwarz; Bass

Aufführungsort: Braunschweiger Dom St. Blasii

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Click hereGardiners-Reisetagebuchfor a German Translation of the sleeve notes.
von Jane Rogers, Bratsche
zur SDG 147 Vol. 5




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Rezension CD z w e i – SDG 147, Vol. 5 –

Kantate: BWV 46 „Schauet doch und sehet, ob irgendein Schmerz sei“

(Kantate für den 10. Sonntag nach Trinitatis)

1) Bach hat diese Kantate in seinem ersten Leipziger Amtsjahr komponiert und am 1. August 1725 zum ersten Mal aufgeführt. Der Eingangschor ist ein gross angelegtes Klagelied, formal eine Kombination von motettischen und konzertanten Elementen. Motettisch ist daran die enge Beziehung zum gesungenen Text. Dem Satzbau des Bibelwortes entsprechend ist der gesamte Eingangschor in zwei grosse Teile gegliedert, einen freipolyphonen Satz und eine Fuge. Auch die Themenbildung ist in auffallender Weise textbezogen mit ihrer Anhebung betonter Wörter („Schauet“, „sehet“) und ihren dissonanten Halbtonschritten auf „Schmerz“ und „Jammers“. Motettisch ist auch das Prinzip der Chorfuge (zweiter Teil des Satzes), wobei die Instrumente meist mit den Singstimmen zusammengehen, während die Blockflöten als deren gleichberechtigte Partner selbst eine Fugenstimme übernehmen.

Eine einleitende, entzückende Sinfonia im 1. Satz wird durch einen anschließenden ausdrucksstarken Chor des „Jammers“ eindrucksvoll interpretiert.

Beeindruckend ist der 3. Satz: „Dein Wetter zog sich auf“. 1) Dieser Satz ist in ihrer barocken Bildlichkeit der dramatische Höhepunkt der Kantate. Zum Streichorchester tritt die Trompete als Sinnbild göttlicher Hoheit; punktierte Rhythmen markieren das Drohende des aufziehenden Wetters, abwärtsgleitende Skalenfiguren das Einbrechen des Rachstrahls. Der Bassist: Gotthold Schwarz punktet in einer fantastischen Art, dies entsprechend gesanglich umzusetzten.

Im 5. Satz: „Doch Jesus will auch bei der Strafe“ – glänzt der Altus Daniel Taylor. In diesem Satz dominieren die Flöten als Bassstimme, die das Bild eines Rache kündigen Propheten heraufbeschwören.

Satz 6; Schlusschoral: „O großer Gott“ ist nicht wie üblich in schlicht-vierstimmigem Satz gehalten, sondern mit Zeilenzwischenspielen der doppelt besetzten Blockflöten ausgestattet. Ausdrucksstark präsentiert sich hier der Monteverdi Chor mit seiner bewundernswerten Artikulation.

Kantate BWV 101 „Nimm von uns Herr, du treuer Gott“

(Kantate für den 10. Sonntag nach Trinitatis)

1) Das Werk ist eine Choralkantate und wurde am 13. August 1724 erstmals aufgeführt. In seiner Form unterscheidet sich der Eingangschor wenig vom Normaltyp der Choralkantaten. Die Singstimmen werden durch einen Posaunenchor verstärkt, dessen Oberstimme wie üblich vom Zink (Cornetto) gebildet wird; außerdem wird der Cantus firmus durch eine den Sopran oktavierende Querflöte mitgespielt. Der ganze Satz ist im Grunde eine großangelegte Cantus-firmus-Motette, deren Besonderheit im Mitwirken eines eigenthematischen Instrumentalparts besteht.

In dem Eingangssatz agiert der Monteverdi Choir in seiner bekannt gekonnten Art ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass der Tenor und Bass zeitweise zu dominant Auftritt und die Flöten erscheinen etwas unrein und piepsig zu klingen.

Satz 2 ursprünglich mit obligater Flöte geplant, dann aber mit Solovioline besetzt, verhilft nun dem konzertanten Element in dieser Arie zu seinem Recht und wird von Christoph Genz (Tenor) in seiner bekannten Art vorgetragen.

Der Satz 4 ist von ungewöhnlicher Art, die ihre Ursache in Bachs Bestreben hat, eine leidenschaftlich- dramatische, konzertante Arie zu präsentieren. Hier ist Gotthold Schwarz (Bass) diesem Part großartig gewachsen.

Als musikalischer Höhepunkt der Kantate ist wohl in Satz 6 das Duett für Sopran (Joanne Lunn) und Altus (Daniel Taylor) – mit obligater Flöte und Oboe da caccia anzusehen. Traumhaft passen die zwei Gesangs-Solisten zusammnen und lassen ein herrliches Duett erklingen

.Englische Sopranistin Joanne Lunn

Englische Sopranistin Joanne Lunn
Englischer Altus: Daniel Taylor

Englischer Altus: Daniel Taylor

In Satz 7 endet die Kantate mit einer schlichten vierstmimigen Schluss-Strophe des Liedes mit: „Leit uns mit deiner rechten Hand.“ Getragen, ruhig aussingend erklingt fein nuanciert der Monteverdi Choir.

Kantate BWV 102Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben!

(Kantate für den 10. Sonntag nach Trinitatis)

1) Die Kantate, von Bach zum 25. August 1726 komponiert, gehört zu jenen, die demselben Textjahrgang entnommen sind wie die von Bach aufgeführten Kantaten des Johann Ludwig Bach. Auffällig ist dabei, dass Bach diesmal den II. Teil der Kantate mit Satz 5 beginnen lässt. Der Eingangschor gehört zu den grossen Leistungen des reifen Bach und zeigt in seiner formalen Vielgliedrigkeit steten Wechsel zwischen Dominanz des Orchestersatztes bei häufigem Choreinbau und des Chorsatzes mit eigenständiger überaus sprachgerechter, textgezeugter Thematik. Eingeleitet wird der Satz durch eine Instrumentalsinfonie von 2 Oboen, Streichern und Continuo.

Was hier abgeht ist atemberaubend grossartig, die Sopranistin „Joanne Lunn“ brilliert, der Monteverdi Choir in Glanzform – da kann nur angemerkt werden – „Weltklasse“, einmalig, so etwas bekommt man nicht alle Tage geboten, was muss Gardiner da wieder gefeilt haben, das Orchester stimmig, Gesangssolisten ebenbürtig und ein Chor, der wieder einmal brilliert, das ist wieder eine Kantatenstelle, die bei mir auf „da Capo“ gestellt ist und die berühmte Gänsehaut erzeugt….

Dieses Klangerlebnis möchte ich den Besuchern des Forums nicht vorenthalten und stelle den Eingangs-Satz der Kantate – BWV 102 – als Hörprobe zur Verfügung.

Hörprobe: „BWV 102 Satz 1“, den L i n k – nachstehend kräftig anklicken:

2-14-bwv-102-herr-deine-augen-sehen-nach-dem-glauben-part-i-coro1

1) Der Satz 3 ist ein schlichtes Alt-Seccorezetativ – (Daniel Taylor, Altus), deren Gestik an eindringlicher Wirkung wohl nicht zu überbieten ist. Mit einem langanhaltenden, dissonanten „des“ einsetzend, scheint die obligaten Oboe ein „Weh!“ über die unbußfertige Seele auszurufen, und die gesamte Melodik des Satzes mit ihren Querständen und ungewöhnlichen Intervallschritten ist ein einziges, höchst anschauliches Abbild der Seele. Hier ist der Altus Daniel Taylor ein vortrefflicher Gesangs-Solist der dieses Abbild der zerrissenen Seele berührend zu interpretieren weiss.

In Satz 4, Rezetativ für Bass (Gotthold Schwarz), präsentiert sich ein ausdrucksstarker Bassist mit dem „Verachtest du den Reichtum seiner Gnaden.“

Deutscher Bassist: Gotthold Schwarz

Deutscher Bassist: Gotthold Schwarz

1) Mit dem Satz 5 beginnt der zweite Teil der Kantate mit der Alt-Arie: „Erschrecke doch, Du allzu sichere Seele!“ Hier wird versucht, den Sünder wachzurütteln. Die musikalischen Mittel sind weiträumige Melodik – zumal in der obligaten Flöte, aber auch in der Singstimme – und lebhaften Bewegung. Hier punktet der Altus Robin Tysson mit seiner klaren und wortverständlichen Aussage des „Erschreckens..!“ Das Flötenspiel ist ebenso im gleichen Atemzug als vorrtrefflich anzumerken.

Ein zweistrophiger schlichter Choralsatz mit dem „Heut lebst du, heut bekehre dich“ mit der Melodie von: „Vater unser im Himmelreich“ – beschliesst dieser Choral eine wunderschöne Kantate. Mich beeindruckt hier der Monteverdi Chor, wie hinreissend und innig dieser wunderbare Choral vorgetragen wird, ruhig, getragen ein in sich gekehrter Gesang – damit ist die Seele gesanglich gerettet und der Hörer wird davon berührt und eingenommen. Das ist Bachgesang pur und wiederum ein Verdienst von Gardiner, der in diesem Kantatenwerk die gewissen Akzente zum richtigen Zeitpunkt zu setzen weiss, Danke, grandios..!!

Die Kantate BWV 102 ist als das Highlight der gesamten SDG 147 – Einspielung anzusehen, diese Werk hat mich ungemein berührt und wie bereits erwähnt, bei mir das entsprechende Gänsehaut-Erlebnis erzeugt und ich wurde bis zum letzten Schlusston ungemein gefesselt. Und das ist es, was wir immer so an Gardiner, seinem Orchester, seinem Monteverdi-Choir so schätzen und bewundern.

Grüße

Volker

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1) Textauszüge: Alfred Dürr, die Kantaten

Georg Friedrich Händel – Brockes Passion – in der Herrenhäuser Kirche, Hannover


Hallo,

auf ein besonderes Ereignis möchte ich im Händeljahr 2009 in Hannover in der Herrenhäuser Kirche hinweisen.

Herrenhäuser Kirche Hannover

Herrenhäuser Kirche Hannover

Samstag, 21. März 19 Uhr

Herrenhäuser Kirche, Hannover-Herrenhausen

Georg Friedrich Händel
Brockes Passion

Uta Kraus, Barbara Rotering,
Jean-Sébastien Stengel,
Robert Franke, Steffen Wolf,
Torsten Gödde, Michael Humann

Le Concert Lorrain
auf historischen Instrumenten

Kantorei Herrenhausen
Leitung: Martin Ehlbeck

Kartenpreise:
Mittelschiff 20€ , nummerierte Plätze, keine Ermäßigung
Seitenschiff 15 €, unnummerierte Platze, 3€ Ermäßigung für Kinder, Schüler, Auszubildende, Behinderte
Empore 12 €, unnummerierte Plätze, 3€ Ermäßigung für Kinder, Schüler, Auszubildende, Behinderte

Karten erhältlich: O n l i n e

Kartenhotline der Herrenhäuser Kirche 0171-1989 829

Laporte-Kartenshop, Karmarschstr. 30/32, 30159 Hannover

Hannover Tourismus-Service, Ernst-August-Patz 2, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 3014-0

„Kirche im Blickpunkt“ Buchhandlung an der Marktkirche, Hanns-Lilje-Platz 4/5, Tel. 0511 – 353 68 36

Gemeindebüro der Herrenhäuser Kirche, Hegebläch 18, 30419 Hannover, Tel. 0511 – 79 32 42

Abendkasse


Zum Auffinden der Herrenhäuser Kirche füge ich Google-Maps bei.


Größere Kartenansicht

Weitere Informationen zur „Brockes-Passion“ sind auf der inhaltsreichen Web-Seite der Herrenhäuser Kirche einsehbar:

Link: http://www.kirchenmusik-in-herrenhausen.de/

Ich hoffe, dass diese rührige Kirchengemeinde einen regen Besucherzuspruch erhält, OWL ist nicht weit von dem Aufführungsort entfernt und sollte mit einem Besuch belohnt werden, zumal, wenn es sich um die „Brockes-Passion“ von G.F. Händel handelt.

Grüsse

Volker

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HERFORDER ORGELSOMMER 2009 – Mendelssohn und die Sehnsucht nach dem Süden


Hallo,

nun ist es wieder soweit, das Programm vom „Herforder Orgelsommer 2009“ ist im Internet veröffentlicht worden und steht unter dem Motto:
„Mendelssohn und die Sehnsucht nach dem Süden“
Aus Anlass des 200. Geburtstages von Felix Mendelssohn-Bartholdy wurde dieses Motto zum Herforder Orgelsommer 2009 gewählt und seine Orgelwerke gelangen zur Aufführung. Eine hochkarätige in- und ausländische Organistenriege stellt sich in Herford vor, voran die italienischen Organisten von Rang und Namen, mit spannenden Aufführungen kann der Orgel-Freund rechnen und aus einem auserlesenen Teilnehmerfeld seine Entscheidung treffen, OWL wird im Sommer zum Mekka eines großartigen Orgel-Spektakels und wir sollten den Organisatoren schon heute dafür dankbar sein.

Foto: Grosse Orgel im Herforder Münster (Fotorechte: V. Hege)
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Der Orgelsommer in Herford findet vom 19. Juli bis zum 13. September 2009 statt.
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Die Schwalbennestorgel (auch Heinrich-Schütz-Orgel oder Zuberbier-Ott-Orgel genannt) an der Nordwand im hohen Chor des Herforder Münsters

Foto: Die Schwalbennestorgel (auch Heinrich-Schütz-Orgel oder Zuberbier-Ott-Orgel genannt) an der Nordwand im hohen Chor des Herforder Münsters von 1756. (Fotorechte: V. Hege)

Nachstehend Auszüge aus dem Programm des Herforder Orgelsommers 2009. Das komplette Programm des Orgelsommers mit

Informationen zu allen Künstlern und Werken wird später eingestellt.

Link: http://www.kirchenmusik-im-herforder-muenster.de/Orgelsommer/orgelsommer.htm


munster

HERFORDER ORGELSOMMER 2009:
19.7.2009 – 13.9.2009

„Mendelssohn und die Sehnsucht nach dem Süden“

herford-mitte

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Sonntag, 19. Juli 2009, 18.00 Uhr
Herforder Münster
ERÖFFNUNGSKONZERT Stefan Kagl,
Orgel
Eintritt frei / Kollekte

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Sonntag, 26. Juli 2009, 18.00 Uhr
Neuapostolische Kirche
ORGELKONZERT für FAMILIEN
Prokofjew: Peter und der Wolf
Heinz-Peter Kortmann / D
, Orgel; Dorothee Niehaus, Sprecher;
Eintritt frei / Kollekte

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Freitag, 31. 7. 2009 bis Montag 3.8. 2009, 10.00 – 17.00 Uhr

Marktkirche Hannover / Herforder Münster

MEISTERKURS mit MASSIMO NOSETTI / Italien
Italienische Orgelmusik mit dem Schwerpunkt
Italienische Orgelsymphonik

Anmeldung bei Stefan Kagl,
Münsterkirchplatz 2, 32052 Herford,
Tel: 05221/27 69 77, Fax: 27 69 78,

e-mail: Muensterkantor.Herf@teleos-web.de

Meisterkurs-Anmeldeformular zum Download (PDF) PDF zum Download

Repertoireliste Download (PDF) PDF zum Download

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Freitag, 31. Juli 2009, 21.00 Uhr
Herforder Münster
NACHTKONZERT I
– „Kinoorgel“
STUMMFILM mit ORGELMUSIK
„Metropolis“
Wilfried Kaets / D
Eintritt frei / Kollekte

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Sonntag, 2. August 2009, 18.00 Uhr
Herforder Münster
ORGELKONZERT Organist: Massimo Nosetti / Italien
Italienische Orgelsymphonik
Eintritt frei / Kollekte

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Dienstag, 4. August 2009, 20.00 Uhr
Herforder Münster
Nachtkonzert II ORGELNACHT
der Teilnehmer des Meisterkurses

Eintritt frei / Kollekte

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Freitag, 14. August 2009, 21.00 Uhr
Herforder Münster
Nachtkonzert III ORGEL & LITERATUR
Mendelssohn: Italienische Sinfonie
Goethe: Italienische Reise, Mendelssohnbriefe
Hans-Dieter Karras
, Orgel
Eintritt frei / Kollekte

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Sonntag, 30. August 2009, 18.00 Uhr
St. Marien Stift Berg
ORGELKONZERT Giulia Biagetti / Italien
Eintritt frei / Kollekte

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Sonntag, 6. September 2009, 18.00 Uhr
Jakobi-Kirche
ORGELKONZERT Organist: Francesco Bongiorno / Italien
Eintritt frei / Kollekte

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Sonntag, 13. September 2009, 18.00 Uhr
Herforder Münster
ABSCHLUSSKONZERT

Westfälische Kantorei, Ltg. Hildebrand Haake
Stefan Kagl, Orgel
Felix Mendelssohn Bartholdy,
Eugene Reuchsel: Spaziergänge in der Provence
Eintritt frei / Kollekte

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Es handelt sich um ein riesiges Programm-Angebot für 2009 und wird den vorangegangenen Orgelsommer 2008 in den Schatten stellen, freuen wir uns auf die italienischen Organisten die in OWL zu Gast sein werden. Ich hoffe doch, dass die Orgelfreunde vom Forum aus OWL diesmal auch die Treue halten werden und wir uns ein Konzert gemeinsam anhören können.

Grüsse an alle Orgelfreunde – einschliesslich Hannover, wo auch ein Programmschwerpunkt enthalten ist. (Meisterkurs in der Marktkirche)

Volker
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Radiotipps für die KW 10


Hallo zusammen,

einen Gardiner-bezogenen Radiotipp habe ich diesmal nicht, aber vielleicht interessieren einige von Euch die folgenden Sendungen:

So, 1.3. ff
SWR2
8-8:30
SWR2 Kantate
„Die Klagelieder des Jeremias“ (1)
Thomas Tallis:
Lamentationes Jeremiae Prophetae
Hilliard Ensemble
Leitung: Paul Hillier
Vorgestellt von Bettina Winkler

Für die Sonntage der Passionszeit sind keine Kantaten geschrieben
worden, da es sich bei diesen Wochen um Buß- und Fastenzeit handelt.
Deshalb sind in der Sendung „Kantate“ heute, an den kommenden sechs
Sonntagen und am Karfreitag verschiedene Vertonungen der „Klagelieder
des Jeremias“ zu hören. Diese Lamentationen sind fester Bestandteil
der „Tenebrae“-Gottesdienste der Karwoche. Sie beziehen sich auf die
Zerstörung Jerusalems, das sinnbildlich mit Christus gleichgesetzt
wird. Diese 7-teilige Reihe mit den „Klageliedern des Jeremias“ wird
von Bettina Winkler präsentiert. Zu hören sind Werke von Thomas
Tallis, Marc-Antoine Charpentier, Tomás Luis de Victoria, Jan Dismas
Zelenka, Robert White, Orlando di Lasso und Giovanni Pierluigi da
Palestrina.

So. 1.3. ff
NDRkultur
18-19 Uhr

In der Reihe „Die großen Stars der Musik“ wird in den Sendungen im März Sir Roger Norrington vorgestellt. Mehr dazu findet Ihr hier:
http://www.ndrkultur.de/programm/sendungen/die_grossen_stars_der_musik/gsmnorrington100.html
Diese Sendungen können jeweils von Montag an für eine Woche in einem Endlos-Stream Hier nachgehört werden:
http://lsd.newmedia.tiscali-business.com/bb/redirect.lsc?content=live&media=mp3&stream=ndr/ndrloop4.mp3
Am Händeltag des NDR am 14.4. wir die Oper „Acis und Galatea“ in einer Bearbeitung von Mendelssohn Bartholdy und in einer Aufzeichnung der Göttinger Festspiele aus dem letzten Jahr im Mittelpunkt stehen. Ein interessanter Vergleich dazu ist die folgende, zu Recht hochgelobte Einspielung des Dunedin Consorts in der Orginal-Fassung von 1718 für 5 Solisten (1 Sopran, 3 Tenöre und ein Bass) mit kleinem Orchester. Sehr hörenswert, vor allem Matthew Brook als Polyphemus.

Do, 5.3.
BBC

14:00 on BBC Radio 3
Handel Operas 2009
Ian Skelly introduces the first English-language work by Handel, and talks to the conductor of this new recording, John Butt. They debate whether it is actually an opera. Part of Radio 3’s complete Handel opera cycle.

Handel: Acis and Galatea
Galatea …… Susan Hamilton (soprano)
Acis …… Nicholas Mulroy (tenor)
Damon …… Thomas Hobbs (tenor)
Coridon …… Nicholas Hurndall Smith (tenor)
Polyphemus …… Matthew Brook (bass)
Dunedin Consort and Players
John Butt (conductor)

Viel Spaß beim Hören
Barbara

Label: Soli Deo Gloria – CD SDG 153 Vol. 20 wird Anfang März 2009 veröffentlicht


Hallo,

noch nicht einmal die Rezensionen der bisherigen SDG-CD’s erstellt und schon kündigt das Label solideogloria die CD „SDG 153, Vol. 20“ für den Anfang März 2009 diese Veröffentlichung an.

 

Cover CD SDG 153 Vol.20 zwei CD's

Cover: CD SDG 153 Vol.20 zwei CD's

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CD-Bestellung über amazon.uk als Partner ab 2. März 2009

Link: http://astore.amazon.co.uk/volsklajsbac-21/detail/B001R77GHU

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Hörproben von SDG 153 Vol.20 nachstehend:

SDG 153 disc 1 –
1. Nimm, was dein ist, und gehe hin BWV 144
– no. 1 Coro
Stream Audio
14. Seht, seht! wie reißt, wie bricht, wie fällt BWV 92
– no. 3 Aria: Tenor soloist: James Oxley
Stream Audio
SDG 153 disc 2 –
1. Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
– BWV 18 no. 1 Sinfonia
Stream Audio
6. Leichtgesinnte Flattergeister BWV 181
– no. 1 Aria: Bass soloist: Stephan Loges
Stream Audio

Play the bit stream tracks with your media player (Real Player).

To get a media player click on the icon below.

Cantatas for Septuagesima

BWV 144 – Nimm, was dein ist, und gehe hin
BWV 84 – Ich bin vergnügt mit meinem Glücke
BWV 92 – Ich hab in Gottes Herz und Sinn

(recorded: Grote Kerk, Naarden)

Soloists: Miah Persson | Wilke te Brummelstroete
James Oxley | Jonathan Brown

Cantatas for Sexagesima

BWV 18 – Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
BWV 181 – Leichtgesinnte Flattergeister
BWV 126 – Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

(recorded: Southwell Minster)

Soloists: Gillian Keith | Angharad Gruffydd Jones
Robin Tyson | James Gilchrist | Stephan Loges

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

Click here for a French Translation of the sleeve notes.

Click here – Gardiner Reisetagebuch in deutscher Fassung

Click here for the English sleeve notes.


© 2009 Soli Deo Gloria, all rights reserved

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Ich freue mich auf diese Neuveröffentlichung – diesmal scheinen ganz neue Gesangs-Solisten in den Kantaten-Werken mitzuwirken und bin ganz gespannt darauf, wie weit es mit ihrer künstlerischen Aussage bestellt ist.

Gruss
Volker

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I Fagiolini in Hannover


Hallo zusammen,

Hannover hat nicht nur die Festwochen Herrenhausen zu bieten. Ein großer Renner ist hier auch immer die Internationale A-Capella-Woche. In diesem Jahr gibt es einen besonderen Leckerbissen: Die englische Gruppe I Fagiolini tritt am 1. Mai 2009 in der Marktkirche auf. Interessant deshalb, weil Stammmitglieder der Gruppe Claire Wilkinson und Nicholas Mulroy sind.

http://www.ifagiolini.com/

Marktkirche Hannover

Aufführungsstätte: "Marktkirche Hannover"

Über das Programm ist noch nichts bekannt, auch das gedruckte Programmheft gibt noch nicht viel her. Aber es wird bestimmt spannend.

http://www.cesa-events.de/AC00/AC09/index.html

Diese Seite wird sicher bald aktualisiert. Der Kartenvorverkauf hat aber schon begonnen. Plätze im Mittelschiff (unnummeriert) kosten 25€, Seitenschiff 21€ und sind über ticket-online erhältlich.

http://www.ticketonline.com/de/de/production/171547-I+Fagiolini+%28Gro%C3%9Fbritannien%29/

Robert Hollingworth, Leiter der Gruppe, hält zusätzlich einen Meisterkurs in der Hochschule für Musik und Theater ab, in dem er mit ausgewählten Ensembles aus dem klassischen Musikbereich arbeitet.
2.5.2009 von 10 – 17 Uhr
3.5.2009 von 10 – 13 Uhr
jeweils im Kammermusiksaal
Eintritt für Zuhörer 5€ pro Tag zzgl VVk
3. Mai 15 Uhr, Kreuzkirche
Abschlusskonzert
Eintritt 8 € zzgl VVk

Einen schönen Abend
Barbara

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Hannover-Herrenhausen: Festspiele 30.5. bis 20.6.2009


Hallo zusammen,

durch Barbaras Kommentar – (Stichwort: Filmarbeiten mit Donna Leon *) in Herrenhausen – mein absoluter Fernsehkrimi-Favorit) – bin ich auf die Festwochen Herrenhausen 2009 aufmerksam gemacht worden. Sie finden teilweise in dem wunderschönen Barockgarten (Berggarten) vom Herrenhauser Schloss in Hannover vom 30.5.2009 bis 20.6.2009 – statt.

Flyer Festwochen Herrenhausen (Hannover)

Flyer Festwochen Herrenhausen 2009 (Hannover)

Barockgarten des Schlosses Herrenhausen (Hannover)

Naturbühne im Barockgarten des Schlosses Herrenhausen (Hannover)

Schloss Herrenhausen Berggarten

Schloss Herrenhausen Berggarten

Herrenhausen Festspielsaal

Herrenhausen Festspielsaal

(Fotorechte: Festwochen Herrenhausen)

Wenn ich mir das Programm der Festspiele Herrenhausen anschaue, läuft einem des Wasser im Munde zusammen. Hier eine kleine Kostprobe der Ensemble Auftritte:

Ensemble-Auftritte – Kurzauswahl:

Ensemble Resonanz

eröffnet mit “ die Hölle aber nicht.“ am 30. Mai 2009 in der Galerie die Festwochen

Akademie Alte Musik Berlin
mit „Alles Haydn“ am 1. Juni 2009, Galerie

Händel & Haydn
mit dem FestspielOrchester Göttingen und dem NDR Chor am 5. Juni 2009, Galerie

13.06. Haydn Trio Eisenstadt
mit „D2H – Dedicated to Haydn“ am 13. Juni 2009, Galerie

*) Am 4. Juni 2009 liest Donna Leon in Hannover auf dem 6. Herrenhausen Barock-Festival in Hannover zu der Musik von Georg Friedrich Händel. Händel ist für Leon der überzeugendste Komponist. „Seine Musik spiegelt auf wundervolle Weise die menschlichen Emotionen wider“, schwärmte die 65-Jährige. In seinen Opern habe jeder Charakter eine richtige Persönlichkeit, und Händels Musik drücke alle Gefühle dieser Personen aus.

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Hier geht es zum Programm-Flyer:

Programmflyer Festwochen Herrenhausen 2009


pdf_icon2

Größe: 999.8 Kb

arrow herunterladen

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Karten ab 16. März 2009
Vorverkaufskasse im Künstlerhaus
Sophienstrasse 2,
30159 Hannover
Tel. 0511 – 168 41222
Vvk-kuenstlerhaus.de und festwochen-herrenhausen.de

Ein weiterer Link mit inhaltsreichen Angaben zu den Festspielen:

h i e r – klicken – !!

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Dieses Festspiel findet vor der Haustür von OWL (Ostwestfalen) statt und sollte durch einen Veranstaltungsbesuch eine Unterstützung erfahren. In einer lauschigen sommerlichen Abend-Atmosphäre mach es riesigen Spass,auf einer Natturbühne das Geschehen verfolgen zu können. Mein letzter Besuch der Festspiele Herrenhausen liegt mittlerweile schon Jahre zurück.

Grüsse

Volker

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Radiotipps KW 9


Hallo zusammen,

ich glaube, ich habe Euch für die nächste Woche ein Highlight versprochen. Für alle die, die sich kein Konzert der Tournee des LSo unter John Eliot Gardiner besuchen konnten, wollten oder noch einmal Erinnerungen aufleben lassen möchten, übertragt France musique die Aufzeichnung eines Konzertes aus Paris:

24.2.2009
Francemusique

14:30 – 16:00 Uhr
Konzert vom 10. Februar 2009, Salle Pleyel, Paris

Ludwig van Beethoven
Ouverture Namesfeier
Symphonie n°4 en si bémol Majeur op.60
Symphonie n°7 en la Majeur op.92
London Symphony Orchestra

John Eliot Gardiner
http://www.radiofrance.fr/francemusique/prog/ant/index.php?time=1235430000

Webradio:
http://www.radiofrance.fr/services/aide/difflive.php#mp3

unter Haut débit mit Übertragungsqualität 128k

Hier gibt eis noch einige Insidererlebnisse des Solo-Flötisten des LSO. Er hat einiges über die Beethoventournee geschrieben. Runterscrollen, es sind einige Beiträge.

http://lsoontour.wordpress.com/2009/02/16/there-snow-business/

Wer die Kombination Gardiner und Händel mag, für den gibt es auf SWR2 auch etwas:

So, 22.2.2009
SWR2
20.03 Uhr
SWR2 Oper
Georg Friedrich Händel:
„Solomon“, Oratorium in 3 Akten HWV 67
Solomon: Carolyn Watkinson
Königin: Nancy Argenta
Königin von Saba: Barbara Hendricks
1. Weib: Joan Rodgers
2. Weib: Della Jones
Zadok: Anthony Rolfe Johnson
Levit: Stephen Varcoe
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

Zum Thema Händel und NDR hatte Volker an anderer Stelle schon etwas geschrieben. Das wollte ich eigentlich noch mit weiteren Angaben, die am selben Tag bei uns in der Zeitung waren, ergänzen. Irgendwie finde ich aber den Beitrag nicht mehr. Ich werde diese Infos dann wochenweise bei meinen Radiotipps mit an Euch „verfüttern“. Das heißt, um Ostern herum gibt es viel zu schreiben, zu lesen, zu sehen und zu hören.

Ich wünsche Euch eine schöne Woche
Barbara

Leipzig kauft Originalhandschriften von J.S. Bach und Mendelssohn


Hallo,

Aktuelles aus Leipzig:

Die Stadt Leipzig hat sich jetzt entschlossen, die Originalhandschriften von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn-Bartholdy aus der Musikbibliothek Peters zu kaufen. Kulturbeigeordneter Georg Girardet sagte, damit solle gesichert werden, dass die Schriften in Leipzig blieben. Ihr Wert werde auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Foto: Originalpartitur von J.S. Bach, Kantate BWV 22 "Jesus nahm zu sich"

Foto: Originalpartitur von J.S. Bach, Kantate BWV 22 "Jesus nahm zu sich" (Fotorechte: V. Hege)

Bei dem Erwerb von wichtigem Kulturgut gebe es die Unterstützung des Bundes, der Kulturstiftung der Länder und des Freistaates Sachsen. Die Stadt müsse ein Viertel des Geldes aufbringen. Das hoffe sie zu schaffen durch Stiftungen und private Unterstützung. Wenn es gelänge, das Geld aufzubringen, hätte die Stadt ein Vorkaufsrecht.

Meine persönliche Anmerkung:

Somit gehören Streitigkeiten über den Besitz der Original-Handschriften der großartigen Komponisten endgültig der Vergangenheit an, der Klassikfreund wird es mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen.

Gruss

Volker

Quelle: (nmz/kiz)

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Bach-Interpret Ewald Kooiman an der Weise-Orgel in Gräfenroda-Thüringen


Hallo an alle Orgelfans,

unvergessen und beliebt bleibt der großartige Bach-Interpret an der Orgel „Ewald Kooiman“ – der leider viel zu früh verstarb, er war gerade dabei, von J.S. Bach die Gesamten Orgelwerke nochmals neu einzuspielen fürs Label “AEOLUS” – zweidrittel der Aufnahmen wurden seit April 2008 an den Silbermann-Orgeln im Elsass aufgenommen, bis der jähe Tod ihn uns aus unserer Mitte riss.

Konzert-Organist Ewald Kooiman Aufnahme während der Einspielung Gesamt-Orgelwerke J.S. Bach im Elsass (Fotorechte Label aeolus.music.com)

Konzert-Organist Ewald Kooiman Aufnahme während der Einspielung Gesamt-Orgelwerke J.S. Bach im Elsass (Fotorechte Label aeolus.music.com)

Beim Stöbern nach weiteren Aufnahmen von Ewald Kooiman wurde ich beim Label querstand (Verlagsgruppe Kamprad) aus Altenburg mit einer bemerkenswerten Aufnahme fündig. Ein Juwel die Weise-Orgel in der St. Laurentiuskirche in Gräfenroda-Thüringen mit all ihren klangtechnischen Möglichkeiten,

CD-Cover: Ewald Kooiman an der Weise-Orgel in Gräfenroda-Thüringen

CD-Cover: Ewald Kooiman an der Weise-Orgel in Gräfenroda-Thüringen

Link zum Label querstand in Altenburg mit umfangreichen Hörproben:

http://www.vkjk.de/shop.html

Ewald Kooimann

Weise-Orgel in Gräfenroda-Thüringen, St. Lautentiuskirche

CD 18,00 €
Bestell-Nr.: VKJK 0517

Die bemerkenswerte CD enthält Orgelwerke von: Johann Peter Kellner, Adrian Junghans und Leonhard Frischmuth. Von den 16 eingespielten Werken handelt es sich dabei gleich bei 11 um Ersteinspielungen. An der dortigen St. Laurentiuskirche amtierte Johann Peter Kellner als Organist, und dieser konnte auf den Orgelneubau durch Weise entscheidenden Einfluss nehmen, so dass mit diesem Instrument eines der seltenen Beispiele vorliegt, daß ein Orgelkomponist sich sein Instrument praktisch massschneidern lassen konnte. Daraus folgt natürlich, dass diese Orgel für die Wiedergabe des Werkes Johann Peter Kellners im speziellen Maße prädestiniert ist. Nach mehreren Umbaumaßnahmen versetzte die erst unlängst abgeschlossene jüngste Restaurierung und Rekonstruktion das Instrument wieder in einen dem Original nahekommenden Zustand.

Wer Interesse an einer schönen Orgeleinspielung von Ewald Kooiman – mit teilweise barocken Orgelwerken – besitzt, wird hier fündig.

Grüsse

Volker

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Rezension: Gardiner mit einem Beethovenkonzert in der Essener Philharmonie


Liebe Musikfans,

allen voran der Sir natürlich, war das London Symphony Orchestra mit den drei Beethovenwerken einsame Spitze.

Blumen für J.E. Gardiner in der Philharmonie Essen

Foto: Blumen für J.E. Gardiner in der Philharmonie Essen

Das LSO ist rund um den Globus erlebbar. LSO Live soll denn auch das erfolgreichste orchestereigene Label der Welt sein, das am meisten auftritt und bei den Klassik-Downloadcharts regelmäßig Platz 1 erreicht.

Auf dem Programm stand Beethoven:

Ouvertüre zur Namensfeier
4. Symphonie in B-Dur
5. Symphonie c-moll

Die „Ouvertüre zur Namensfeier“ ist ein heiteres Stück. Hier brauchte Gardiner nicht zu kleckern, er konnte richtig klotzen. „Beethoven hatte diese Ouvertüre zum Namenstag unseres Kaisers geschrieben“. Fast ausgelassen und fröhlich kommt sie daher. Es war eine Freude, zuzuhören wie die Stimmen sich auf einander zu bewegten und dann mal wieder auseinanderliefen.

Für mich war die 4. Symphonie der eigentliche Höhepunkt. Sie kommt zwischen der 3. und 5. immer ein bißchen zu kurz. Das Adagio war für mich schon überirdisch schön, es war einfach perfekt und die Art und Weise, wie der Sir uns diesen Beethoven rüberbrachte, einfach genial.

Aber die 5. hat uns auch Gänsehaut über den Rücken gejagt. Meisterhaft gespielt, konnten wir kaum noch ruhig auf unseren Plätzen sitzen. So ergreifend habe ich sie noch nie gehört.
Zwei Sachen möchte ich Euch nicht vorenthalten. Ihr dürft ruhig lachen: In den ersten 10 Minuten des Konzerts hab` ich gedacht: irgendwas ist anderes! Was wohl?

Ich musste mich ziemlich mühsam von dem Gedanken lösen, dass Gardiner nicht nur Bach dirigiert.


2. Eine kleine Passage aus dem Textheft von gestern Abend zur Uraufführung der 5. Synphonie. „Bei Eiseskälte und überdimensioniertem Programm – vier Stunden soll es gedauert haben – (wir haben 4 Stunden Fahrt gebraucht) wurde die 5. Symphonie im Theater an der Wien am 22. Dezember 1808 uraufgeführt. Wie überwältigend der Eindruck der Symphonie war, zeigt sich u.a. darin, dass sie trotz der katastrophalen Umstände und der ´in jedem Betracht mangelhaften Exekutierung`, wie es die Allgemeine Musikalische Zeitung berichtete, ihren schnellen Siegeszug durch ganz Europa antreten konnte.

Bis zum nächsten Lebenszeichen alles Liebe und Gute!

Gruss
Iris

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Es existiert ein Blog vom LSO mit einem Artikel über die Beethoven-Tour mit interessanten und köstlichen Anmerkungen, den ich nachstehend einfüge:

Original-Link vom LSO: http://lsoontour.wordpress.com/2009/02/16/there-snow-business

LSO - Blog

LSO - Blog

Its snowing once again. The roads are gritted and clear and life continues as normal in Munich. The pavements have so much salt on them I can feel my blood pressure rising just by walking on them. To be honest there is so much grit that despite the fact that I am walking on snow, it looks like ice cream full of chocolate chunks and has a unnerving grippy surface. Walking back from the restaurant, Chi, Tom and I try to skid along the main platz but are unsuccessful. These clever Germans have managed to take all the fun out of the snow. I think they may have used all of our grit supplies as well. In the main Rathausplatz, there is more of the stuff in a small area than Boris managed to find for the whole of Greater London. Where I live, on a hill in Surrey, the council never salted our roads, so to get to work we had to borrow some Maldon from the neighbours darling.

Anyway, it does look very pretty here; the beautiful buildings in the centre of town look like the icing sugar dusted cakes in the bakery and the warm and inviting cellars with their vaulted ceilings, roaring fires and local food and beer look especially tempting today. However, on this whistlestop tour of Germany, there isn’t enough time today-maybe after the concert…

The hall in Munich is interesting. Although it is quite reverberant, it isn’t always easy to hear what everyone else is doing on the stage-a bit of a problem. They have these plastic discs hanging above our heads which I think can change the acoustic a bit, although to be honest, I can’t hear any difference. JEG really uses these seating calls to try out different seating arrangements. Quite often, he will move the trombones from one side of the hall to the other because it sounds better. Last night he moved the horns closer to my section, and in Beethoven 4, Dave Pyatt was sat right next to me! I enjoy this aspect of working with JEG. He’ll often start the rehearsal with the overture and then jump down off the stage to walk around the hall to listen. Then he’ll jump back up and ask Andrew Haveron to jump down and have a listen. He hasn’t asked me to jump down yet though. When he is happy with the arrangement, we will often just play through a few bits that didn’t go as well as we would have liked and then we go off to get changed.

On this occasion I trot off down the road to the nearest Irish pub with Alan, our Irish stage manager to watch Wales (hopefully) beat the English. Being half Welsh and half English, I can’t really lose, but in all honesty, my shirt is always red. Its incredible how many rugby matches we end up watching abroad, I remember a very memorable match we watched at 2am in Beijing a few years ago. Alan and I have already planned to watch the final match of the 6 nations at midnight in a bar in Chicago-but today we are both singing from the same hymn sheet. Frustratingly, I have to leave 10 minutes into the second half when the outcome is far from decided, but I do really need to be on stage for the overture. I am promised the final score by text message as soon as it happens.

The hall is full, and I spot Anne Sophie Mutter in the audience and also Madge from neighbours, although it could just be her doppelganger. But its definitely Anne Sophie-better play well. After a quick chat with JEG about appogiaturas and stuff we take to the stage and launch into the overture and then No.4. This is one of my favourites although it has a terrifying opening where the woodwind and horns have to hold a unison B flat very quietly for what seems like hours. All goes very well and the audience really enjoy the energy produced in the performance. I really enjoy the text message that confirms the Welsh victory. JEG remarks that I now have a smile on my face and he now doesn’t! I guess the other half of his family doesn’t come from Wales then.

The second half of the show is our last performance of No.5 and the orchestra really goes for it. Next stop Leipzig.

Leipzig, when we arrive on the train still shows a lot of its East German past. The hotel looks like its in the middle of a building site, but the welcome is very warm. Just as well as its snowing again. The Gewandhaus is a modern concert hall with a long tradition and I really like the sound we can make. The concert is sold out and when i walk onto the stage it seems that everyone is wearing a grey suit. It is quite an intimidating hall as the audience is seated all around the orchestra. There are about 10 rows of seats to the side and behind, I feel a little like we are about to be fed to the lions. There is a little light relief however when Alan and Dan have a little trouble with the conductors rostrum. There followed a brief Laural and Hardy homage as they both struggled to get the safety bar from JEG’s box-he’s such a risk taker- and eventually they give up and Alan slams it back down onto the stage. The audience laugh and applaud them both and the tension is broken. There is a slightly tense atmosphere before we start the piano concerto as earlier in th rehearsal we discovered that it had been tuned to 444 which is much higher in pitch than we play. So much hand wringing and handbag bashing ensues and finally the tuner is made to bring it down to pitch! Its not until the end of the long first tutti when she comes in that we discover if he has done it or not. I feel like Han solo waiting to see if Obi Wan has managed to disable the tractor beam in Star Wars.

He did.

Anyway, for us the tour is over. We are now sitting in a very snowy Berlin airport for our plane which is already 2 hours delayed. I don’t know what time I’ll get home and tomorrow I have to be at the US embassy at 8am for my visa appointment and then the concert at the barbican. Maybe I’ll see you there, I hope you enjoy the Beethoven as much as I have.

Ende des Blog-Artikels vom LSO

Ende des Blog-Artikels vom LSO

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Radiotipps KW8


Hallo zusammen,

ich habe wieder ein paar Tipps für Euch:

MO, 16.2.2009

NDRkultur

20-22 Uhr

Felix Mendelssoh Bartholdy
Die Hybriden, Ouverture op. 26

Sinfonie Nr. 5 D-Dur op 107 – Reformations-Sinfonie
Die erste Walpurgisnacht, Ballade für Soli, Chor und Orchester op. 60

Christiane Iven, Mezzosopran

Hans Peter Blochwitz, Tenor

Rodney Gilfry, Bariton

Peter Lika, Bass

NDR Chor / RIAS-Kammerchor

Ltg. John Eliot Gardiner

Aufzeichnung vom 30.8.1992 in der Laeiszhalle Hamburg

Das Highlight für mich in dieser Woche:


20.2.2009

NDR

20-22 Uhr

NDR Das Alte Werk präsentiert das Oratorium „Saul“ zum Auftakt des Händel-Jahres

Vor 250 Jahren, genauer: am 14. April 1759, starb Georg Friedrich Händel in London. Am Beginn eines ereignisreichen Gedenkjahres dirigiert Philipp Ahmann mit dem NDR Chor ein spektakuläres Festkonzert mit der Aufführung des dreiaktigen Oratoriums „Saul“. Ebenso prominente wie profilierte Sänger werden am Mittwoch, 21. Januar, ab 19.00 Uhr in der Hamburger Laeiszhalle die höchst anspruchsvollen Solopartien gestalten: Lisa Milne und Malin Christensson (Sopran), Daniel Taylor (Countertenor), James Gilchrist (Tenor) und Andrew Foster-Williams (Bass). Für instrumentalen Furor und unerhörte Finessen sorgt das wunderbar unkonventionelle Elbipolis Barockorchester, das keine Herausforderung scheut.

Das Konzert wird gnadenlos gekürzt sein, ich hab 2 3/4 Stunden Musik in Erinnerung. Einen Bericht über das Konzert hattet Ihr schon von mir bekommen. Was die Mikros aufgefangen bzw. nicht aufgefangen haben – darauf bin ich sehr gespannt. Ich habe mit einem grandiosen Jephta letztes Jahr schlechte Erfahrungen gemacht. Das Konzert war bis auf wenige Ausnahmen große Klasse, aber was ich dann im Radio davon hörte, ließ mich zweifeln, in diesem Konzert gewesen zu sein. Nun, wir werden sehen.

Auch das Fernsehen hat etwas zu bieten:


ARTE

Montag, 16. Februar 2009 um 23.10 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Oper entdecken – „L’Étoile“ (Der Stern, 1877) von Emmanuel Chabrier (1841-1894).

(Frankreich, 2008, 52mn)
ARTE F
Regie:
Francois Roussillon
Inszenierung: Jerome Deschamps, Macha Makeieff

Vier Folgen von „Oper entdecken“ zeigt ARTE im Februar, jeweils montags ab 22.20 Uhr, darunter drei Folgen in Erstausstrahlung. In Ergänzung zu den Liveübertragungen und Aufzeichnungen von Opern, die ARTE ausstrahlt, behandelt die Sendereihe auf eingängige Weise jeweils eine Oper, liefert Ausschnitte aus einer renommierten Produktion und Hintergrundinformationen zu Werk und Inszenierung. Oper entdecken“ stellt heute die fast völlig unbekannte französische Operette in der Inszenierung von Macha Makeïeff und Jérôme Deschamps an der Pariser „Opéra Comique“ vor: „L’Étoile“ (Der Stern, 1877) von Emmanuel Chabrier (1841-1894).

Im Dezember 2007 wurde die Pariser Opéra Comique unter neuer Leitung wiedereröffnet. Neuer Intendant ist Jérôme Deschamps, bekanntgeworden in den 80er Jahren mit seiner Partnerin Macha Makeïeff durch das Komikerduo „Deschamps“. Auf dem Spielplan stand ein Meisterwerk der komischen Oper „L’Étoile“ (Der Stern, 1877) des französischen Komponisten Emmanuel Chabrier (1841-1894).
Deschamps inszenierte die Neuproduktion zusammen mit Macha Makeïeff, die auch für Dekor und Kostüme verantwortlich zeichnete. Die musikalische Leitung hatte der Engländer Sir John Eliot Gardiner, ein engagierter Verfechter der französischen Musik. Er dirigierte das „Orchestre Romantique et Révolutionnaire“ und den „Monteverdi Choir“.
Das am 28. November 1877 uraufgeführte Werk, eine „Perle der französischen Operette“ , bringt eine fröhliche, fantasievoll ausgeschmückte Welt auf die Bühne: Im Lande des Königs Ouf wird herumspioniert, geschmeichelt, betrogen, gezecht und geliebt. Ganze Musikergenerationen von Duparc bis Strawinsky haben die zarte Melancholie und Virtuosität dieser großartigen Opera buffa bewundert.
Neben Gardiner stellen Jérôme Deschamps, Macha Makeïeff und die Musikhistorikerin Béatrice Collet das Werk in seinen geschichtlichen Zusammenhang, informieren über Chabrier samt seinem Librettisten und umreißen die Opernhandlung. Umfangreiche Auszüge aus der Inszenierung mit den wichtigsten Arien runden das Bild ab.

Bis zur nächsten Woche – da habe ich schon wieder etwas liegen für Euch.

Eine schöne Woche mit viel guter Musik

Barbara