Archiv der Kategorie: Dirigenten-Orchester-Künstler und Co.

Dirigent Karl Richter sein 83. Geburstag Videos bei YouTube


Hallo,

für alle unvergessen der Orgelvirtuose und Dirigent Karl Richter würde heute seinen 83. Geburtstag feiern. In den 60-er und 70-er Jahren waren seine Einspielungen von J.S. Bach das Highlight und werden heute aus Nostalgie immer wieder gerne angesehen bzw. angehört.

Dirigent und Organist Karl Richter

Dirigent und Organist Karl Richter

Aus diesem Anlass wurde einige Videos zusätzlich auf  YouTube von Karl Richter veröffentlicht.

Wer gezielt weitere Informationen über Karl Richter in Erfahrung bringen möchte, dem empfehle ich folgende Blog-Seite.

Link: http://karlrichtermunich.blogspot.com/

Video über Karl Richter – eine  Trilogie – Zeitzeugen berichten…!!

—————————————-

Weitere Videos von Karl Richter bei  YouTube:

http://www.youtube.com/watch?v=fugN11srdG0

http://www.youtube.com/watch?v=pqdauo-kqJI

http://www.youtube.com/watch?v=2GaS1rwSQ-c

http://www.youtube.com/watch?v=Lggf6nRcM3U

————————————-

Grüße

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Radiotipps KW42 in 2009


Hallo zusammen,

für die nächste Woche habe ich wieder 2 Tipps für Euch:

12.10.2009
NDR
13-14 Uhr
In der Sendung „Klassik à la carte“ spricht Friederike Westerhaus mit Ton Koopman über Alte und Neue Musik, über Bach und Buxtehude sowie über die Schönheit von Orgel und Cembalo.
Ab 13 Uhr auf NDR Kultur.

13.10.2009
SWR2
13-14:30 Uhr
SWR2 Mittagskonzert
Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd
Gillian Keith (Sopran)
London Baroque
Werke von Arcangelo Corelli, G.F. Händel, J.S. Bach und Marin Marais
(Konzert vom 30. Juli in der Augustinuskirche)

Schönes Wochenende
Barbara

Offizielle Präsentation vom Label – Soli Deo Gloria – auf YouTube – sdgrecordings


Hallo,

nun will ich nach meinem Kommentar doch einen offiziellen Beitrag ins Forum stellen. Unter dem Kürzel „sdgrecordings“ hat das Label: Soli Deo Gloria eine eigene Präsentationsseite  seit dem 23. September 2009 bei You Tube eingerichtet. Dort wird als erster Video-Beitrag das Brandenburgische Konzert, aufgenommen während des Bachfestes 2008 in Köthen, dem Besucher angeboten.

VIDEO: Brandenburg Concertos / Gardiner project – Part 1

VIDEO:  Brandenburg Concertos / Gardiner project Part 2

VIDEO:  Brandenburg Concertos / Gardiner project Part 3

Das ist eine schöne Möglichkeit für die Zukunft, von Soli Deo Gloria Videos bei YouTube präsentiert zu bekommen.

Grüße

Volker

Nachbetrachtungen und kritische Anmerkungen zum 84. Bachfest der – Neuen Bachgesellschaft – in Mühlhausen-Thüringen


Hallo,

schon im Vorfeld waren wir ganz neugierig, was unterscheidet ein Leipziger Bachfest mit einem von der „Neuen Bachgesellschaft“ veranstaltetes Bachfest, das jedes Jahr in einer anderen Stadt ausgerichtet wird. Es war die erste von uns besuchte Veranstaltung dieser Art und hinterliess zwiespältige Eindrücke – aber dazu später etwas mehr.

Flyer_84._Bachfest_M_hlhausen

Flyer vom 84. Bachfest der „Neuen Bachgesellschaft“ in Mühlhausen-Thüringen

Nach einer sommerlichen und schönen Anfahrt aus OWL  empfing uns eine sehr schön erhaltene – gepflegte und freundlich wirkende mittelalterliche Stadt in Thüringen umgeben mit Mauern, Türmen und Stadttoren. Das Banner-Logo prangte an allen Kirchen der Stadt und der optische Hinweis auf das 84. Bachfest war überall unübersehbar zu bemerken. Nach der Wende wurde sehr viel an den Kirchen, Häusern, Straßen und Plätzen renoviert und alles erstrahlte in neuem Glanz und war für den Bachfestbesucher sehr anheimelnd. Die architektonische Vielfalt, ja die gesamte Stadtanlage mit der erhaltenen und begehbaren Stadtmauer zeugen von der wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung der einstigen Freien Reichs- und Hansestadt. Die Freundlichkeit und die Auskunftbereitschaft der Mühlhausener und ihre begeisternde Anteilnahme am Bachfest muss an dieser Stelle einmal lobend erwähnt werden.

Blick auf Mühlhausen-Thüringen mit Stadtmauer und seinen Türmen

Blick auf Mühlhausen-Thüringen mit Stadtmauer und seinen Türmen

Der Anlass, dieses 84. Bachfest vom 7.8.2009 bis 16.8.2009 – ausgerichtet von der „Neuen Bachgesellschaft“ in Mühlhausen-Thüringen zu begehen – ist das 300-jährige Bestehen und das 50-jährige Jubiläum der Bach-Wender-Schuke-Orgel in der Divi Blasii Kirche nach ihrer Renovierung, welche nach den Vorgaben von Albert Schweitzer und in der Disposition von J.S. Bach als eine Bach-Orgel durch die Orgelbaufirma Schuke aus Potsdam in 1959 restauriert wurde. J.S. Bach war als Organist in der Divi Blasii Kirche im Jahr 1707 bis 1708 tätig und weihte persönlich im Jahr 1709 – aus Weimar kommend – die neuerbaute Wender-Orgel in Divi Blasii ein.

Bach-Wender-Schuke-Orgel in der Divi Blasii Kirche

Bach-Wender-Schuke-Orgel in der Divi Blasii Kirche, Mühlhausen-Thüringen

Bachst_tte_Divi_Blasii_Kirche_M_hlhausen_Th_ringen.JPG

Die Bachstätte: Divi Blasii Kirche in Mühlhausen-Thüringen

Unser Besuch am ersten Tag des Bachfestes, 7.8.2009, galt dem Eröffnungskonzert in der Bachkirche Divi Blasii am Abend. Hier wurden Vokal-Werke aus der Schaffensperiode von J.S. Bach während seiner Tätigkeit in Mühlhausen (1708-1709) zur Aufführung gebracht.

Programm

Mühlhauser Kantate: BWV 131 „Aus der Tiefe, rufe ich, Herr, zu dir“

Kantate; BWV 106 „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“

Ratswechselkantate: BWV 71 „Gott ist mein König“

Ausführende:

Mühlhausener Bachchor, Dirigent: Oliver Stechbart, Gesangs-Solisten:

Barbara Christina Steude; Sopran, Susanne Krumbiegel; Alt,

Matthias Schubotz; Tenor, Stephan Heinemann; Bass,

Mitglieder des Händel-Festspielorchesters Halle

———————————————-

Als ein organisatorischer Mangel entpuppte sich beim Aufsuchen unserer Plätze in Divi Blasii der Kategorie „A“ entsprechende Hinweise zu finden, kein Platzanweiser in der näheren Umgebung. Nachdem wir unsere Kategorie gefunden hatten, waren sämtliche Reihen von anderen Besuchern belegt, die viel weniger Eintrittsgeld bezahlt hatten. Es war uns nur möglich, uns zu trennen und mit einem  sehr schlechteren Einzelplatz uns zu begnügen. Hier sollte in Zukunft in der Organisation Hand angelegt werden, hätten wir das gewusst, dass alles durcheinader sitzt, hätten wir viel Eintrittsgeld einsparen können…!!

In der übervollen Divi Blasii Kirche erklang zur Überraschung aller zum Anfang das Orgelwerk BWV 582 „Passacaglia c-Moll“ – welches nicht im Programm vorgesehen war. Es war die große Überraschung vom Kreiskantor Oliver Stechbart, das er sich als ein Highlight für den Eröffnungsabend ausgedacht hatte. Dieses Orgelstück ist ein Wunderwerk an 20 Variationen und wurde entsprechend gekonnt und bis zur grandiosen Fünfstimmigkeit der Abschlussfuge eindrucksvoll wiedergegeben. Für die Orgelliebhaber ein Überraschungsstart des Konzertabends nach Maß, ein erhebender Moment diese großartige Bach-Wender-Schuke-Orgel zu hören, Orgel und Raumklang ein Traumerlebnis. Franz List bemerkte zu diesem Orgelwerk von J.S. Bach: dass eine Kreuzsymbolik erkennbar sei…!!

Die anschließenden Kantatenwerke von J.S. Bach aus seiner Mühlhausener Zeit sind allen hinreichlich bekannt und möchte nicht noch einmal speziell darauf eingehen. Der Mühlhausener Bachchor besteht aus ca. 60 bis 70 Sängerinnen und ist überdurchschnittlich überaltert, junge Sänger/innen konnte ich kaum ausmachen und so entsprach dann auch der Chor den gesanglichen Gegebenheiten und Qualitätsansprüchen. Aufgrund der Chorstärke verhallte vieles im Niemansland, die Akustik in Divi Blasii benötigt keinen Mammut-Chor und sollte künftig in einer kleineren Besetzung auftreten. Wie wohltuhend war hier das Gesangsquartett in den Rezitativen und Arien zu hören, das war ein Gesang- und Hörgenuss. Aber die Hingabe und die Freude am Singen war dem Mühlhausener Bachchor anzumerken und wurde wohlwollend registriert.

Das vorzügliche Solistenquartett: Barbara Christina Steude, Sopran, Susanne Krumbiegel, Alt, Matthias Schubotz, Tenor, und Stephan Heinemann, Bass,

Das vorzügliche Solistenquartett: Barbara Christina Steude, Sopran, Susanne Krumbiegel, Alt, Matthias Schubotz, Tenor, und Stephan Heinemann, Bass, rechts im Bild rechts sitzend: der Vorsitzende der "Neuen Bachgesellschaft" --------------------> Martin Petzoldt, Leipzig.

Das Barockorchester, bestehend aus Mitgliedern der Händelfestspiele Halle überzeugten in gewohnter Manier und gaben dem Ganzen den gewissen Pep und waren das Sahnehäubchen in der Kantatenwiedergabe. Berührend in den Kantaten waren die Flötisten und Gambe und Bc zu benennen, ihr Spiel ging einem unter die Haut, das war gekonnt und vorzüglich vorgetragen. Als ein junger aber überzeugender Leiter und Dirigent entpuppte sich der Kreiskantor Oliver Stechbart als ein Nachfolger von J.S. Bach in Divi Blasii angestellt.

Ein rühriger Leiter: Kreiskantor Oliver Stechbart, der Bachchor Mühlhausen und Mitglieder des Orchesters der Händelfestspiele Halle

Ein rühriger Leiter: Kreiskantor Oliver Stechbart, der Bachchor Mühlhausen und Mitglieder des Orchesters der Händelfestspiele Halle

Weitere Fotoimpressionen des Eröffnungsabends:

Bachchor Mühlhausen und Orchestermitglieder der Händel-Festspiele Halle

Bachchor Mühlhausen und Orchestermitglieder der Händel-Festspiele Halle

Junge französische Barockdamen, verkleidet als Französinnen begleiteten uns durch den Eröffnungsabend, die Eingangsbegrüßung der Besucher erfolgte auf französich...

Junge französische Barockdamen, verkleidet als Französinnen begleiteten uns durch den Eröffnungsabend, die Eingangsbegrüßung der Besucher erfolgte ----------------> in französisch... ein rühriger Gag.

Bekannte Besucher und Mitglieder der NBG aus OWL-Bayern..!!

Ein uns sehr gut bekannter Konzert-Organist und Dozent an der HfM Detmold: Prof. Gerhard Weinberger, Mitglied im Vorstand der "Neuen Bachgesellschaft"

Ein uns sehr gut bekannter Konzert-Organist und Dozent an der HfM Detmold: Prof. Gerhard Weinberger, Mitglied im Vorstand der "Neuen Bachgesellschaft"

Die Ehegattin von Prof.Gerhard Weinberger, Beatice-Maria Weinberger, ebenfalls bekannte Konzert-Organistin

Die Ehegattin von Prof.Gerhard Weinberger, Beatrice-Maria Weinberger, ebenfalls bekannte Konzert-Organistin

Wohlverdienter Applaus begleitete die Aufführenden in eine laue Sommernacht und wir waren gespannt auf den Folgetag mit der Orgelnacht in drei Kirchen. Hier wird als erster Organist in Divi Blasii Prof. Gerhard Weinberger zu hören sein.

———————————————————————

Das Eröffnungskonzert wurde vom MDR-Fernsehen aufgezeichnet, wann es einen Termin der Ausstrahlung gibt, ist mir z.Zt. nicht bekannt.

——————————————————————-

Der Folgetag, Samstag, 8. Augsut 2009, mit dem Besuch der Orgel-Nacht..!!

In einer aufregenden Orgelnacht hatten sich zwei große Orgel-Interpreten zu einem besonderen Event zusammengetan. Professor Gerhard Weinberger begann um 20:00 Uhr sein Nachtkonzert an der Bach-Wender-Schuke-Orgel in  der Divi Blasii Kirche. Anschließend wurde um 21:00 Uhr die Orgel-Nacht mit dem bekannten Konzert-Organisten Professor Daniel Roth, Paris, in der Kirche St. Marien (Historische Sauer-Orgel, erbaut 1891) und von Daniel Roth anschließend um 22:00 Uhr in der Kirche St. Josef – (Horst Jemlich-Orgel, Dresden, erbaut 1981) –  fortgesetzt. Es war ein absolutes Highlight so zu Fuß durch Mühlhausens nächtliche Straßen zu ziehen, um zwei der zurzeit großen Organisten erleben zu können.

Programm in Divi Blasii – Gerhard Weinberger um 20:00 Uhr

3 Werke von Johann Ludwig Krebs (1713-1780) Präludium und Fuge C-Dur

Fantasia sopra „Freu dich sehr, o meine Seele

„Wir glauben all‘ an einen Gott“

J.S. Bach (1685-1750) Concerto d-Moll nach A. Marcello, BWV 974 (Originalfassung Prof.G. Weinberger)

Harald Genzmer (1909-2007) Zweite Sonate

——————————————–

Das Ehepaar Weinberger ist Herausgeber einer vierbändigen Gesamtausgabe der Orgelwerke von Johann Ludwig Krebs. Krebs war einer der fleißigsten Schüler von J.S. Bach und seine Werke werden heute gerne zu Gehör gebracht. So stellt sein Präludium und Fuge C-Dur eine Abwandlung von Motiven dar, die besonders das Präludium zu einem virtuosen Konzertstück machten. Nicht weniger virtuos die „Fantasia sopra“ –  „Freu dich sehr, o meine Seele“. Weinberger nutzt die 42 Register der Schuke-Orgel zu ganz neuen Klangbildern. Der Organist der feinen Töne windet sie wie Perlenschnüre aneinander und entwickelt daraus ein filigranes Klangbild der ruhigen und besonnenen Art. In dieser Formsprache haben wir Krebs noch nie von einem Interpreten an der Orgel gehört und sind begeistert, die Wiedergabe Weinbergers geriet zu einer geistigen Meditation der besonderen Art. Der Hörer schwebte mit seinen Gedanken in unbekannten Sphären und genoss in vollen Zügen die ruhigen Klangbilder von der grandiosen Schuke-Orgel. Ein Dank geht an diesen fantastischen Orgelinterpreten, der das bewirken konnte.

Die Poesie der Orgelminiaturen steckte auch in dem Bachschen „Concerto“, BWV 974, und selbst Harald Genzmers streng geschnittene Sonate vibrierte trotz seiner ernsten Themenvorgabe vital unter den Händen des hervorragenden Interpreten. Schade, die Zeit war zu kurz bemessen denn nach einer 3/4.-stündigen Orgelmusik war der Schlusspunkt gesetzt worden, um den Fußmarsch in Richtung St. Marien zum Konzert von Daniel Roth um 21:00 Uhr –  pünktlich antreten zu können. Das Publikum war begeistert aber der wohlverdiente Applaus geriet aus dem vorgenannten Grund zu kurz. Eine kurzfristige Verbeugung von Weinberger auf der Orgelempore an seine Besucher und er verschwand in der Dunkelheit der Kirche.

Kreiskantor Stechbart dankt Gerhard Weingerger für sein Orgelkonzert

Kreiskantor Stechbart dankt Gerhard Weingerger für sein Orgelkonzert

————————————————————————–

Teil zwei der Orgelnacht in der Hauptkirche von Mühlausen-Thüringen die St. Marienkirche, historische Kirche vom Pfarrer Thomas Müntzer (1525) Anführer des Bauernaufstandes im Eichsfeld, ausgehend von Mühlhausen-Thüringen.

Danach Teil drei der Orgelnacht in der Kath. Pfarrkirche St. Josef in Mühlhausen.

Pilgermarsch zum Orgelnachtkonzert in St. Marien Mühlhausen

Pilgermarsch zum 2. + 3. Orgelnachtkonzert in St. Marien Mühlhausen

Hauptkirche von Mühlhausen, St. Marienkirche

Hauptkirche von Mühlhausen, St. Marienkirche

Schuke-Orgel, erbaut 1891 in der St. Marienkirche Mühlhausen-Thüringen

Romantische Sauer-Orgel, erbaut 1891 in der St. Marienkirche Mühlhausen-Thüringen

Besucheransturm in St.Marien zur Orgelnacht mit Daniel Roth

Besucheransturm in St.Marien zur Orgelnacht mit Daniel Roth im Hintergrund der Marien-Altar

——————————————————

Leichter Regen begleitete uns anschließend zu den letzten Stätten der Orgelnacht. Wir kamen uns vor wie Pilger auf einem unbekannten Pilgerweg, aber das machte die Orgelnacht so spannend. Die anschließenden Orgelwerke in St. Marien und St. Josef waren ausschließlich der französischen Orgelliteratur zugedacht. Aus diesem Grunde wurden die Orgel-Werke in zwei verschiedenen Kirchen veranstaltet, um die entsprechenden Orgeln für diese Werkswiedergaben in Anspruch nehmen zu können. Überrascht wurden wir beim Betreten der St. Marienkirche, dass sie fast schon gefüllt war, wollen die Besucher keine Barock-Orgelwerke mehr hören sondern bevorzugen die Kathedralmusik der Franzosen? Das war für uns ein ungelöstes Rätsel, Divi Blasii mit lichten Reihen und ab St. Marien eine übervolle Kirche, da verstehe einer die Orgelwelt noch…!!

Die Werke von César Francks und Charles Marie Widor erklangen zu den 61 klingenden Registern an der größten historischen Orgel Thüringens (Sauer-Orgel) in der Marienkirche.

Die Orgelwerke von Boélys, Guilmants und Viernes Orgelschöpfungen zum modernen, allen musizierpraktischen Anforderungen gerecht werdenden Instrument – erklangen an der Jemlich-Orgel in St. Josef.

Den ganzen Klangschatz des Symphonieorchesters hat Daniel Roth im von ihm übertragenen Allegretto-Satz aus der d-Moll-Symphonie von Franck aus der Sauer-Orgel „gezogen. Und schließlich Francks letzter Choral Nr. 3, d-Moll: nicht nur doppeldeutig in der Tonart, Daniel Roth spielte auch die historischen Bezüge dieses Werkes aus. Manuell ohne Probleme beherrscht der Pariser Organist auch die Raffinessen eines Widorschen Paradestückes: den dritten Satz seiner 6. Orgelsinfonie. Die in großem Tempo gespielten Staccati gerieten zu einem wahren Ritt der Grazie. Er beherrscht sein Organistenhandwerk bravurös und konnte unmittelbar die großen Franzosen dem Besucher eindrücklich näher bringen.

Riesiger Schlussapplaus für einen genialen Orgelinterpreten der französischen Orgelliteratur brandete auf und wirkte nach lange in uns nach. Was haben wir in dieser Orgelnacht für Gegensätze erlebt, vorab  die feingliedrige  barocke Wiedergabe von Gerhard Weinberger und anschließend fast zwei Stunden erlebt man ein Bombardement mit französischer Kathedralmusik durch den genialen Daniel Roth. Orgelfreund, was willst du mehr – aber,  wir waren danach so aufgewühlt, dass  an einen ruhigen Schlaf nicht zu denken war…!!

Daniel Roth bedankt sich für den Applaus in St. Marien Mühlhausen

Orgel-VituoseDaniel Roth bedankt sich für den Applaus in St. Marien Mühlhausen

——————————————————————

Der dritte Besuchstag galt der großen Entspannung nach der großartigen und stressigen Orgelnacht. Um Mittag wollten wir unbedingt als Zeitzeuge dabei sein, wenn das Bachdenkmal an der Bachkirche Divi Blasii enthüllt wird . Das war trotzt der lang anhaltenden Reden ein bewegender Moment.

Künsler Klaus Friedrich Messerschmidt vor seinem erstellten Bach-Werk

Künsler Klaus Friedrich Messerschmidt vor seinem erstellten Bach-Werk

Anschließend schlenderten wir über den Untermarkt an der Divi Blasii Kirche.

Die Evangelische Kirchengemeinden, Schulen und Kindergärten, die diakonischen Mühlhäuser Werkstätten und kirchliche Initiativen luden von 11.30 bis 17 Uhr zu diesem Markt auf dem Untermarkt ein. Dort wurde Bachliteratur gelesen, klassische Musik präsentiert, es gab einen Kostümstand und für die Kinder verschiedene Stationen zum Thema Bach. Instrumente konnten gebaut und Speisen wie zu Bachs Zeiten probiert werden. In der Kirche Divi Blasii wurden Tanzaufführungen der Evangelischen Grundschule angeboten (14.30, 15.30 und 16.30 Uhr), und die Schüler des Evangelischen Gymnasiums führten ein Bach-Musical auf.  Neuzeitliche Zeichnungen von dem Künstler Eberhard Vater über die Bachorte von J.S. Bach gab es in Divi Blasii zu bewundern. Diese Möglichkeiten haben wir wahrgenommen und es war Entspannung pur…!!

Bildrechte: Künstler Eberhard Vater - Stammsitz der Bache - Wechmar

Bildrechte: Künstler Eberhard Vater/Stammsitz der Bache-Wechmar

Das Evg. Gymnasium mit dem Bach-Musical in der Divi Blasii Kirche am 9.8.2009

Das Evg. Gymnasium mit dem Bach-Musical in Divi Blasii

—————————————————

Unser Fazit zu den 84. Bachtagen in Mühlhausen-Thüringen:

Unsere Bewunderung gilt dem uneingeschränkten Zuspruch einer ganzen Stadt, was hier von den Kirchengemeinden, Schulen, Kindergärte, Chören, Orchestern, Musikschulen, etc. und der Stadt auf die Beine gestellt wurde, war sehr beeindruckend. Man fühlte sich richtig in die Atmosphäre der Bachzeit zurückversetzt, alles war dementsprechend darauf ausgerichtet und am Untermarkt an der Divi Blasii Kirche war das Treiben richtig nachvollziehbar. Herrlich gelungen.

Zur Qualität der Werkswiedergaben wurde bereits etwas darüber ausgesagt, zu großer Chor…!! und die leidige Organisiation mit dem Auffinden der Besucherplätze in den Kirchen – ein Manko – aber die Hingabe und Freude war überall unübersehbar, die Qualität der Organisten Weltklasse, sehr schöne restaurierte Orgeln, die Bachwerke uneingeschränkt in einer grandiosen Art wiedergeben können, gute Orchester und Gesangs-Solisten…!!

Wo ergibt sich nun ein gravierenden Unterschied zu den Bachtagen in Leipzig und den 84. Bachtagen – von der NBG ausgerichtet – in Mühlhausen-Thüringen:

In Mühlausen waren alle Örtlichkeiten mit eingebunden worden Jung bis Alt und waren mit ihren Beitragen dabei, da fühlte sich der Besucher sofort mit eingebunden. In Leipzig klappt die Organisation entschieden vorzüglicher und Weltklasse Orchester und Chöre sind zu hören, aber man fühlt sich dort ein wenig Isoliert und die Begeisterung zum Bachfest ist nur in den Veranstaltungsorten spürbar, dagegen in Mühlhausen, alle Kirchen- Vereine – Schulen- Kindergärten- Musikschulen- war auf den Beinen und wollte zu den Bach-Tagen etwas beisteuern und das war das Großartige, was Leipzig einmal überdenken sollte..!!

——————————————————————

Weitere Planung für Bachfeste der NBG (Neuen Bachgesellschaft)

2010 Leipzig (11.06.-20.06)
2011 Bamberg, 2012 Wetzlar, 2013 Detmold, 2014 Weimar, 2015 Leipzig.

—————————————————————–

Schönen Sonntag und Grüße

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Der Dirigent Frieder Bernius erhält die Bach-Medaille 2009


Hallo,

wie vom Bach-Archiv Leipzig mitgeteilt wird, erhält der Stuttgarter Dirigent Frieder Bernius die diesjährige Bach-Medaille. Die Auszeichnung wird während des Bachfests am 19. Juni 2009 bei einem Festakt verliehen.

Dirigent Frieder Bernius

Dirigent Frieder Bernius

Am Vorabend, dem 18. Juni 2009, musiziert Frieder Bernius  in der Nikolaikirche mit den von ihm gegründeten Ensembles Kammerchor und Barockorchester Stuttgart geistliche Vokalwerke von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy. Dabei erklingt zum ersten Mal in Leipzig das erst nach Mendelssohns Tod veröffentlichte “Tu es Petrus“ für Chor und Orchester (op. 111) aus dem Jahre 1827.

Die Stadt Leipzig verleiht die aus Meißner Porzellan gefertigte Auszeichnung mit dem Bach-Porträt seit 2003 jährlich an international herausragende Interpreten für deren besondere Verdienste um die Aufführung und Pflege der Musik Johann Sebastian Bachs. In den vergangenen Jahren erhielten die Bach-Medaille bereits Hermann Max (2008), Nikolaus Harnoncourt (2007), Ton Koopman (2006), Sir John Eliot Gardiner (2005), Helmut Rilling (2004) und Gustav Leonhardt (2003).

Das Bachfest Leipzig findet vom 11. bis 21. Juni 2009 unter dem Motto “Bach, Mendelssohn und Reger“ statt.

Das breit gefächerte Programm bietet Sinfonie-, Orgel- und Kammerkonzerte, Familienveranstaltungen, Konzertfahrten und musikalische Gottesdienste in unterschiedlichen Programmreihen. Zu hören sind neben großen geistlichen und weltlichen Werken auch Interpretationen in jazzigem oder alternativem Gewand. Eine Besonderheit des Bachfests sind die selten zu hörenden Werke, Wieder- und Uraufführungen.

Herausragende Ensembles und Künstler wie der Ernst Senff Chor, das Jerusalem Symphony Orchestra geleitet von Leon Botstein, The English Concert, Gerhard Oppitz, Concerto Köln, Lauma und Baiba Skride, das Chamber Orchestra of Europe mit seinem Leiter Douglas Boyd, Kammerchor und Barockorchester Stuttgart unter Leitung von Frieder Bernius sowie The Nigel Kennedy Quintet und das Quintessence Saxophone Quintet machen Leipzig ihre Aufwartung. Mit dabei wie immer der Thomanerchor Leipzig und das Gewandhausorchester, in diesem Jahr dirigiert von Herbert Blomstedt.

Das vollständige Programm und Konzertkarten zu finden

unter: www.bachfestleipzig.de

und www.bach-leipzig.de

Grüße

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

 


Bluecounter Website Statistics

Das Fragment: J.S. Bach „Markuspassion“


Versuche einer Rekonstruktion der Markus Passion von J.S. Bach_Alle, denen ich in meinem ungerechten Zorn zu nahe trat, bitte ich um Vergebung. Es ist doch schwer, sich von einer Seite zu trennen, die zu den wenigen interessanten im Internet zählt.

Zur Sache. Ich bekam heute zwei DVD. Koopmann Markuspassion und dito Matthäuspassion. Die Markuspassion hörte ich bereits und finde sie sehr gelungen. Pregardien – vorzüglich. Deborah York ausgezeichnet. Mertens wie immer, einfach gut. Natürlich kenne ich alle Stücke aus den Kantaten, aber interessant ist für mich das, was der Hexhenmeister aus Zwolle dazu komponierte. Ich finde das, besonders verglichen mit anderen Versuchen gut. Die Frage ist natürlich, ob auch andere diese Fassung aufführen. Noch eine Bemerkung zu Pregardien. Habt ihr auch den Eindruck, dass er unglaublich durch Fischer-Dieskau geprägt ist?

Liebe Grüße
muriel

———————-

Eine Anlistung von Fragmenten zur Markuspassion von J.S. Bach
füge ich als Link hinzu:

    versuche-einer-rekonstruktion-der-markus-passion-von-j-s-bach

.

aktualisiertt von Volker / admin am 06.03.2012 19:20 h

__________________________________________________________________

Hier stelle ich den ersten Hauptbeitrag mit rein „Archivbeitrag vom 1. Juli 2007“

Donnerstag, 7. Februar 2008

Archiv-Beitrag: DVD / J.S. Bach “Markus-Passion nach BWV 247″ Rekonstruktion von Ton Koopmann

DVD Markus-Passion Ton Koopman
—————————————————————————————————————-

1.4.2007 von Volker /admin.

Hallo zusammen,

wer kennt die Rekonstruktion der Markus-Passion von Ton Koopman oder eine CD von ihm, würde mich über eine Rückmeldung freuen.

DVD “Markus-Passion nach BWV 247″
(Rekonstruktion von Ton Koopman)

Pregardien, Kooy, York, Landauer, Agnew, Mertens,
Amsterdam Baroque Choir & Orchestra, Koopman (125 Min.)
Sound:DSS 5.1;Bild:WS;Sub:D, E,F, NL

Sonderpreis gültig bis 30.4.2007 “EUR 14,99″
danach EUR 22,99

Bestellung: bei j p c

Grüße
Volker<

Blogger Volker hat gesagt…
5 Antworten auf “DVD / J.S. Bach “Markus-Passion nach BWV 247″ Rekonstruktion von Ton Koopman !”1. muriel sagt:
1.4.2007 bei 14:00Habe sie mir gerade erworben.Grüße
muriel
2. Volker /admin sagt:
1.4.2007 bei 19:00Hallo muriel,Du hast sie gerade erworben, das gleiche habe ich vor einer
halben Stunde bei jpc getan.
Danach können wir uns einmal darüber austauschen, wie das Frakment sich anhört, die Solisten sind ja wohl top.

Schönen Sontagabend

Gruß

Volker
3. Alexander Behrens sagt:
2.4.2007 bei 14:00

Da würde mich mal eine kleine Hörprobe interessieren …
4. Volker /admin sagt:
2.4.2007 bei 20:00

Hallo Alexander,

sobald ich sie im Besitz habe muss ich den “neuen WEG” der Wiedergabe wohl in Angriff nehmen, aber das ist ein Grund,
es zu wagen.

Gruß
Volker
5. Volker /admin sagt:
7.4.2007 bei 13:00

Hallo muriel,

hast Du mittlerweile die DVD erhalten? wenn ja, wie ist dein Kommentar zu dieser Einspielung.

Gruß

Volker

7. Februar 2008 20:21

Löschen

Anonym Anonym hat gesagt…
Endlich kurz zur Markuspassion. Mich begeistert diese Version. Die vorzüglichen Solistinnen und Solisten, das vorzüglich kommunizierende Orchester. Der Chor, den man mit dem Monteverdichor nicht vergleichen sollte, beide eine Superwelt und auch der Hexenmeister aus Zwolle. Ich meine, Koopmann und der Sir sind Musikschöpfer reinsten Wassers. Noch zu den Reztativen. Sie sind stark, unglaublich stark, gerade weil Bach nicht imitiert wird, gelangt der Hexenmeister mit seinem Versuch ganz in Bachs Nähe. Ein Ereignis – oder?Liebe Grüße
muriel

4. Mai 2008 12:27

Löschen

Blogger Volker hat gesagt…

Hallo muriel,jetzt haben wir zwei Themen über die „Markus-Passion“ und versuche, die zwei Hauptbeiträgen zu einem Beitrag zusammen zu legen, der Übersicht wegen….!!.——————————–Ja, teilweise sind sehr gelungene Rezitative von Koopman dazu komponiert worden, er kann aber den Übervater JSB nicht ersetzten, mir fehlen die Orchestralen Höhepunkte als Begleitung, alles hört sich ein wenig einfältig an. Koopman sagt ja auch selber aus: „Beim Komponieren der vielen Rezitative habe ich mich darum bemührt, so gut wie möglich im Stil des achtzehnten Jahrhunderts und im Idiom Bach zu schreiben!“Aber immer mit dem Wissen, dass Bach es viel besser hätte machen können.
(Dieser Aussage schliesse ich mich vorbehaltlos an.Aus der Sammlung von Chorälen von C.P.E. Bach hat Koopman vorzügliches geleistet, indem er dort sehr passende Choräle in das Frakment mit eingebunden hat, das muss einmal anerkennend ausgesagt werden.

Die Gesang-Solisten sind überragend, da hat er immer ein gutes Händchen in der Auswahl, ebenso das „Amsterdamer Baroque Orchestra“ kann nur lobend erwähnt werden, ein vorzüglicher Klangapparat.

Den Chor lasse ich unerwähnt, was Du @muriel auch schon erwähnt hast, nur soviel dazu, er lässt sich ebenfalls gut anhören.

Mein Fazit zu dieser DVD:

als Einspielung begeistert sie mich, viele Veröffentlichungen scheitern an den fragwürdigen Fragmenten, da hebt sich diese Einspielung wohltuhend von ab.

Grüsse
Volker

5. Mai 2008 18:25

——————————————————————-


showme=’y‘; st=’im


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Das „Calmus Ensemble“ aus Leipzig gastierte in Bad Oeynhausen / OWL


Hallo,

ich war am Samstag, 21.3.2009 in Bad Oeynhausen in der „Heilig-Geist-Kirche“ und habe dort das „Calmus Ensemble“ aus Leipzig kennengelernt. Vier ehemalige Thomaner (!) und eine Sopranistin. Von Reger über J. H. Schein, F. M. Bartholdy, J. S. Bach und W. Weismann (1900 – 1980) erklangen traumhaft schöne Gesänge.

Foto: Das Calmus Ensemble in Bad Oeynhausen (Fotorechte:NW)

Foto: Das Calmus Ensemble in Bad Oeynhausen (Fotorechte:NW)

Foto: Heilig Geist Kirche in Bad Oeynhausen

Foto: Heilig Geist Kirche in Bad Oeynhausen

Diese 5 Stimmen waren eine solche Einheit, hatten einen gemeinsamen Atem, einen gemeinsamen Pulsschlag, vom leisesten Pianissiomo bis zum stärksten Fortissiomo waren sie eine Einheit. Jede Stimme für sich war einmalig, die Sopranistin Anja Lipfert; der Countertenor Sebastian Krause (einsame Spitze); der Tenor Tobias Pöche; Ludwig Böhme – (Sohn vom Organisten der Thomaskirche) und Joe Roesler als Bass waren für uns so ergreifend, haben uns so begeistert, dass ich sofort den 25. 10. 09 im Gewandhaus in Leipzig gebucht habe – da feiert diese kl. Truppe ihr 10-jähriges und wir wollen dabei sein.

Internet: http://www.calmus.de

Weitere Inhalts-Angaben zum „Calmus-Ensemble“ Leipzig, mit Kozertangaben in 2009.

Zur Vergrößerung in das jeweilige B i l d k l i c k e n !!

Foto: Informationen zum Calmus-Ensemble, Leipzig

Foto: Informationen zum Calmus-Ensemble, Leipzig

Foto: Calmus-Ensemble, Leipzig - Konzerttermine 2009

Foto: Calmus-Ensemble, Leipzig - Konzerttermine 2009

Herzl. Gruss
Iris

——————————————————————————————————-

Anliegend der Artikel zu dem Konzert von der NW vom 23.3.2009.

Zur größeren Ansicht in das Foto unten k l i c k e n !!

Foto: Rezension der NW über das "Calmus Ensemble" in Bad Oeynhausen

Foto: Rezension der NW über das "Calmus Ensemble" in Bad Oeynhausen

Rezension: Gardiner mit einem Beethovenkonzert in der Essener Philharmonie


Liebe Musikfans,

allen voran der Sir natürlich, war das London Symphony Orchestra mit den drei Beethovenwerken einsame Spitze.

Blumen für J.E. Gardiner in der Philharmonie Essen

Foto: Blumen für J.E. Gardiner in der Philharmonie Essen

Das LSO ist rund um den Globus erlebbar. LSO Live soll denn auch das erfolgreichste orchestereigene Label der Welt sein, das am meisten auftritt und bei den Klassik-Downloadcharts regelmäßig Platz 1 erreicht.

Auf dem Programm stand Beethoven:

Ouvertüre zur Namensfeier
4. Symphonie in B-Dur
5. Symphonie c-moll

Die „Ouvertüre zur Namensfeier“ ist ein heiteres Stück. Hier brauchte Gardiner nicht zu kleckern, er konnte richtig klotzen. „Beethoven hatte diese Ouvertüre zum Namenstag unseres Kaisers geschrieben“. Fast ausgelassen und fröhlich kommt sie daher. Es war eine Freude, zuzuhören wie die Stimmen sich auf einander zu bewegten und dann mal wieder auseinanderliefen.

Für mich war die 4. Symphonie der eigentliche Höhepunkt. Sie kommt zwischen der 3. und 5. immer ein bißchen zu kurz. Das Adagio war für mich schon überirdisch schön, es war einfach perfekt und die Art und Weise, wie der Sir uns diesen Beethoven rüberbrachte, einfach genial.

Aber die 5. hat uns auch Gänsehaut über den Rücken gejagt. Meisterhaft gespielt, konnten wir kaum noch ruhig auf unseren Plätzen sitzen. So ergreifend habe ich sie noch nie gehört.
Zwei Sachen möchte ich Euch nicht vorenthalten. Ihr dürft ruhig lachen: In den ersten 10 Minuten des Konzerts hab` ich gedacht: irgendwas ist anderes! Was wohl?

Ich musste mich ziemlich mühsam von dem Gedanken lösen, dass Gardiner nicht nur Bach dirigiert.


2. Eine kleine Passage aus dem Textheft von gestern Abend zur Uraufführung der 5. Synphonie. „Bei Eiseskälte und überdimensioniertem Programm – vier Stunden soll es gedauert haben – (wir haben 4 Stunden Fahrt gebraucht) wurde die 5. Symphonie im Theater an der Wien am 22. Dezember 1808 uraufgeführt. Wie überwältigend der Eindruck der Symphonie war, zeigt sich u.a. darin, dass sie trotz der katastrophalen Umstände und der ´in jedem Betracht mangelhaften Exekutierung`, wie es die Allgemeine Musikalische Zeitung berichtete, ihren schnellen Siegeszug durch ganz Europa antreten konnte.

Bis zum nächsten Lebenszeichen alles Liebe und Gute!

Gruss
Iris

———————————————————————————–

Es existiert ein Blog vom LSO mit einem Artikel über die Beethoven-Tour mit interessanten und köstlichen Anmerkungen, den ich nachstehend einfüge:

Original-Link vom LSO: http://lsoontour.wordpress.com/2009/02/16/there-snow-business

LSO - Blog

LSO - Blog

Its snowing once again. The roads are gritted and clear and life continues as normal in Munich. The pavements have so much salt on them I can feel my blood pressure rising just by walking on them. To be honest there is so much grit that despite the fact that I am walking on snow, it looks like ice cream full of chocolate chunks and has a unnerving grippy surface. Walking back from the restaurant, Chi, Tom and I try to skid along the main platz but are unsuccessful. These clever Germans have managed to take all the fun out of the snow. I think they may have used all of our grit supplies as well. In the main Rathausplatz, there is more of the stuff in a small area than Boris managed to find for the whole of Greater London. Where I live, on a hill in Surrey, the council never salted our roads, so to get to work we had to borrow some Maldon from the neighbours darling.

Anyway, it does look very pretty here; the beautiful buildings in the centre of town look like the icing sugar dusted cakes in the bakery and the warm and inviting cellars with their vaulted ceilings, roaring fires and local food and beer look especially tempting today. However, on this whistlestop tour of Germany, there isn’t enough time today-maybe after the concert…

The hall in Munich is interesting. Although it is quite reverberant, it isn’t always easy to hear what everyone else is doing on the stage-a bit of a problem. They have these plastic discs hanging above our heads which I think can change the acoustic a bit, although to be honest, I can’t hear any difference. JEG really uses these seating calls to try out different seating arrangements. Quite often, he will move the trombones from one side of the hall to the other because it sounds better. Last night he moved the horns closer to my section, and in Beethoven 4, Dave Pyatt was sat right next to me! I enjoy this aspect of working with JEG. He’ll often start the rehearsal with the overture and then jump down off the stage to walk around the hall to listen. Then he’ll jump back up and ask Andrew Haveron to jump down and have a listen. He hasn’t asked me to jump down yet though. When he is happy with the arrangement, we will often just play through a few bits that didn’t go as well as we would have liked and then we go off to get changed.

On this occasion I trot off down the road to the nearest Irish pub with Alan, our Irish stage manager to watch Wales (hopefully) beat the English. Being half Welsh and half English, I can’t really lose, but in all honesty, my shirt is always red. Its incredible how many rugby matches we end up watching abroad, I remember a very memorable match we watched at 2am in Beijing a few years ago. Alan and I have already planned to watch the final match of the 6 nations at midnight in a bar in Chicago-but today we are both singing from the same hymn sheet. Frustratingly, I have to leave 10 minutes into the second half when the outcome is far from decided, but I do really need to be on stage for the overture. I am promised the final score by text message as soon as it happens.

The hall is full, and I spot Anne Sophie Mutter in the audience and also Madge from neighbours, although it could just be her doppelganger. But its definitely Anne Sophie-better play well. After a quick chat with JEG about appogiaturas and stuff we take to the stage and launch into the overture and then No.4. This is one of my favourites although it has a terrifying opening where the woodwind and horns have to hold a unison B flat very quietly for what seems like hours. All goes very well and the audience really enjoy the energy produced in the performance. I really enjoy the text message that confirms the Welsh victory. JEG remarks that I now have a smile on my face and he now doesn’t! I guess the other half of his family doesn’t come from Wales then.

The second half of the show is our last performance of No.5 and the orchestra really goes for it. Next stop Leipzig.

Leipzig, when we arrive on the train still shows a lot of its East German past. The hotel looks like its in the middle of a building site, but the welcome is very warm. Just as well as its snowing again. The Gewandhaus is a modern concert hall with a long tradition and I really like the sound we can make. The concert is sold out and when i walk onto the stage it seems that everyone is wearing a grey suit. It is quite an intimidating hall as the audience is seated all around the orchestra. There are about 10 rows of seats to the side and behind, I feel a little like we are about to be fed to the lions. There is a little light relief however when Alan and Dan have a little trouble with the conductors rostrum. There followed a brief Laural and Hardy homage as they both struggled to get the safety bar from JEG’s box-he’s such a risk taker- and eventually they give up and Alan slams it back down onto the stage. The audience laugh and applaud them both and the tension is broken. There is a slightly tense atmosphere before we start the piano concerto as earlier in th rehearsal we discovered that it had been tuned to 444 which is much higher in pitch than we play. So much hand wringing and handbag bashing ensues and finally the tuner is made to bring it down to pitch! Its not until the end of the long first tutti when she comes in that we discover if he has done it or not. I feel like Han solo waiting to see if Obi Wan has managed to disable the tractor beam in Star Wars.

He did.

Anyway, for us the tour is over. We are now sitting in a very snowy Berlin airport for our plane which is already 2 hours delayed. I don’t know what time I’ll get home and tomorrow I have to be at the US embassy at 8am for my visa appointment and then the concert at the barbican. Maybe I’ll see you there, I hope you enjoy the Beethoven as much as I have.

Ende des Blog-Artikels vom LSO

Ende des Blog-Artikels vom LSO

—————————————————————————————————–

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Radiotipps KW8


Hallo zusammen,

ich habe wieder ein paar Tipps für Euch:

MO, 16.2.2009

NDRkultur

20-22 Uhr

Felix Mendelssoh Bartholdy
Die Hybriden, Ouverture op. 26

Sinfonie Nr. 5 D-Dur op 107 – Reformations-Sinfonie
Die erste Walpurgisnacht, Ballade für Soli, Chor und Orchester op. 60

Christiane Iven, Mezzosopran

Hans Peter Blochwitz, Tenor

Rodney Gilfry, Bariton

Peter Lika, Bass

NDR Chor / RIAS-Kammerchor

Ltg. John Eliot Gardiner

Aufzeichnung vom 30.8.1992 in der Laeiszhalle Hamburg

Das Highlight für mich in dieser Woche:


20.2.2009

NDR

20-22 Uhr

NDR Das Alte Werk präsentiert das Oratorium „Saul“ zum Auftakt des Händel-Jahres

Vor 250 Jahren, genauer: am 14. April 1759, starb Georg Friedrich Händel in London. Am Beginn eines ereignisreichen Gedenkjahres dirigiert Philipp Ahmann mit dem NDR Chor ein spektakuläres Festkonzert mit der Aufführung des dreiaktigen Oratoriums „Saul“. Ebenso prominente wie profilierte Sänger werden am Mittwoch, 21. Januar, ab 19.00 Uhr in der Hamburger Laeiszhalle die höchst anspruchsvollen Solopartien gestalten: Lisa Milne und Malin Christensson (Sopran), Daniel Taylor (Countertenor), James Gilchrist (Tenor) und Andrew Foster-Williams (Bass). Für instrumentalen Furor und unerhörte Finessen sorgt das wunderbar unkonventionelle Elbipolis Barockorchester, das keine Herausforderung scheut.

Das Konzert wird gnadenlos gekürzt sein, ich hab 2 3/4 Stunden Musik in Erinnerung. Einen Bericht über das Konzert hattet Ihr schon von mir bekommen. Was die Mikros aufgefangen bzw. nicht aufgefangen haben – darauf bin ich sehr gespannt. Ich habe mit einem grandiosen Jephta letztes Jahr schlechte Erfahrungen gemacht. Das Konzert war bis auf wenige Ausnahmen große Klasse, aber was ich dann im Radio davon hörte, ließ mich zweifeln, in diesem Konzert gewesen zu sein. Nun, wir werden sehen.

Auch das Fernsehen hat etwas zu bieten:


ARTE

Montag, 16. Februar 2009 um 23.10 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Oper entdecken – „L’Étoile“ (Der Stern, 1877) von Emmanuel Chabrier (1841-1894).

(Frankreich, 2008, 52mn)
ARTE F
Regie:
Francois Roussillon
Inszenierung: Jerome Deschamps, Macha Makeieff

Vier Folgen von „Oper entdecken“ zeigt ARTE im Februar, jeweils montags ab 22.20 Uhr, darunter drei Folgen in Erstausstrahlung. In Ergänzung zu den Liveübertragungen und Aufzeichnungen von Opern, die ARTE ausstrahlt, behandelt die Sendereihe auf eingängige Weise jeweils eine Oper, liefert Ausschnitte aus einer renommierten Produktion und Hintergrundinformationen zu Werk und Inszenierung. Oper entdecken“ stellt heute die fast völlig unbekannte französische Operette in der Inszenierung von Macha Makeïeff und Jérôme Deschamps an der Pariser „Opéra Comique“ vor: „L’Étoile“ (Der Stern, 1877) von Emmanuel Chabrier (1841-1894).

Im Dezember 2007 wurde die Pariser Opéra Comique unter neuer Leitung wiedereröffnet. Neuer Intendant ist Jérôme Deschamps, bekanntgeworden in den 80er Jahren mit seiner Partnerin Macha Makeïeff durch das Komikerduo „Deschamps“. Auf dem Spielplan stand ein Meisterwerk der komischen Oper „L’Étoile“ (Der Stern, 1877) des französischen Komponisten Emmanuel Chabrier (1841-1894).
Deschamps inszenierte die Neuproduktion zusammen mit Macha Makeïeff, die auch für Dekor und Kostüme verantwortlich zeichnete. Die musikalische Leitung hatte der Engländer Sir John Eliot Gardiner, ein engagierter Verfechter der französischen Musik. Er dirigierte das „Orchestre Romantique et Révolutionnaire“ und den „Monteverdi Choir“.
Das am 28. November 1877 uraufgeführte Werk, eine „Perle der französischen Operette“ , bringt eine fröhliche, fantasievoll ausgeschmückte Welt auf die Bühne: Im Lande des Königs Ouf wird herumspioniert, geschmeichelt, betrogen, gezecht und geliebt. Ganze Musikergenerationen von Duparc bis Strawinsky haben die zarte Melancholie und Virtuosität dieser großartigen Opera buffa bewundert.
Neben Gardiner stellen Jérôme Deschamps, Macha Makeïeff und die Musikhistorikerin Béatrice Collet das Werk in seinen geschichtlichen Zusammenhang, informieren über Chabrier samt seinem Librettisten und umreißen die Opernhandlung. Umfangreiche Auszüge aus der Inszenierung mit den wichtigsten Arien runden das Bild ab.

Bis zur nächsten Woche – da habe ich schon wieder etwas liegen für Euch.

Eine schöne Woche mit viel guter Musik

Barbara

 

Heute ist im MDR-Fernsehen ein Mendelssohn-Tag der richtige Online-Recorder zum Aufzeichnen


Hallo,

heute ist der Mendelssohn-Tag im MDR-Fernsehen ab 22:00 Uhr. Für so manchen Teilnehmer stellt sich die Frage: „schade bin nicht zu Hause“ – „mein Partner möchte etwas anderes sich ansehen“, hierfür gibt es elegante Lösungen.

31wqh6s6ssl_sl500_aa240_

Im Internet existieren Online-Unternehmen, die für einen diese Arbeit abnehmen mit zur Verfügung gestellter Software: (teilweise kostenlos) – „Internet-Viedeo-Recorder“ – eine kleine Link-Sammlung stelle ich nachstehend den Interessenten zur Verfügung.

Link: http://www.onlinetvrecorder.com/ (ein kostenloses Tool, Fernsehsendungen über Internet zu programmieren), nach der Aufzeichnung wird der Teilnehmer per E-Mail benachrichtigt, dass die Sendung zum Download auf den eigenen Rechner bereit steht. Ein Download-Manger wird zur Verfügung gestellt und muss auf den eigenen Rechner installiert werden.

Link: http://www.save.tv/ (teilweise kostenlos, je nach Datenmenge), hier erfolgt der Download über das Internet-Portal des Anbieters direkt nach der Aufzeichnung. Ein Download-Manager, – verkürzt die Ladezeit erheblich – ist z.Zt. nur für den Internetexplorer erhältlich.

Gute Erfahrungen habe ich mit beiden Online-Anbietern gemacht, die spektakulären Sendungen auf ARTE letzten Sonntag, – mit dem 11-stündigen Barock-Tag aus Nantes: „Schütz-Bach“ – erfolgten ohne Probleme.

Wünsche allen einen schönen Sonntag mit Online-Aufzeichnungen.

Grüsse

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Felix Mendelssohn-Bartholdy – Spezial im MDR Fernsehen am 8.2.2009


Hallo,

ein weiteres Spezial steht an:

Das neue Mendelssohn-Denkmal am Mendelssohn-Portal in Leipzig

Das neue Mendelssohn-Denkmal am Mendelssohn-Portal in Leipzig

Nach dem spektakulären Barock-Spezial aus Nantes auf ARTE am vergangenen Sonntag, ist im MDR-Fernsehen am Sonntag, 8. Februar 2009 ab 22:00 Uhr ein Mendelssohn-Spezial an der Reihe, das ich wärmstens empfehlen möchte.

Angaben des MDR:

Einen ganzen Abend widmet MDR FERNSEHEN am 08.02.2009 Felix Mendelssohn Bartholdy. Vom sensationellen Aufstieg des jungen Talents über das Vergessen des Musikers nach seinem Tod bis hin zur Wiederentdeckung. Dokumentation, Reportage und Konzert zeichnen das Leben und das (Nach-)Wirken des ehemaligen Leipziger Gewandhauskapellmeisters nach.

Link: Hier die Programmhinweise vom MDR

22:00 Uhr Eine Musik-Legende wird 200

Ein Komponistenleben zwischen Tragik und Triumph

22:45 Uhr Eine Musik-Legende wird 200

Welthits eines Unbekannten – Felix Mendelssohn Bartholdy

Ein Film von Henrike Sandner und Andreas F. Rook

23:15 Uhr Eine Musik-Legende wird 200

Leipzig feiert Mendelssohn

Gala zum 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy

—————————————————————

Aus dem Umfeld der Thomaskirche Leipzig wurde so eben folgendes veröffentlicht:

Den 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy und die Aufstellung des von den Nazis 1936 zerstörten und nun rekonstruierten Mendelssohn-Denkmals auf dem Promenadenring vor der Thomaskirche hat der Kirchenvorstand zum Anlass genommen, die neue Namensgebung für das Westportal zu beschließen: Mendelssohn-Portal. Der Beschluss folgt einer Anregung von Roland Weise, pädagogischer Leiter des Alumnates des Thomanerchores.

16.00 Uhr wurde heute in einem kleinen Festakt ein Schild am Mendelssohn-Portal enthüllt. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Thomanerchor.

—————————————————————-

Das Jahr 2009 bringt wirklich ein Übermaß an spektakulären Veranstaltung, es ist nicht nur Händel, Haydn, Mendelssohn die gefeiert werden, sondern auch die Komponisten:

Johann Albrechtsberger 1736–1809 200. Todestag
Carl Heinrich Graun 1703–1759 250. Todestag
Henry Purcell 1659–1695 350. GebTg
Franz Xaver Richter 1709–1789 300. GebTg
Louis Spohr 1784–1859 150. Todestag
werden mit Festveranstaltungen geehrt.
Gruss
Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Vorstellung eines kleinen Klassik-Labels: aeolus-music.com – Spezialist für Alte Musik


Hallo,

wenn es sich um kleine, aber bedeutende Label handelt, würdige ich sie gerne in einem eigenständigen Beitrag. Aufmerksam wurde ich auf – AEOLUS – Spezialist für „Alte Musik“ – durch den Tod von Ewald Kooiman, sie hatten das Projekt mit den Gesamt-Einspielungen der Orgelwerke von Johann Sebastian Bach im April 2008 im Elsass an den Silbermann-Orgeln mit Ewald Kooiman begonnen. Die Bestürzung im Hause „AEOLUS“ ist durch den plötzlichen Tod von Kooiman riesengroß, zwei-drittel der Gesamt-Einspielungen von J.S. Bach war vollendet und nun das abruppte Ende.

Organist Peter Van de Velde an der Pierre Schyven Orgel der Kathedrale von Antwerpen

Organist Peter Van de Velde an der Pierre Schyven Orgel der Kathedrale von Antwerpen

Hier brauche ich nicht noch einmal den großen Organisten und Bach-Kenner Ewald Kooiman vorstellen, darüber ist mittlerweise genug geschrieben worden. Mir geht es um AEOLUS, wie sagt man so schön im Volksmund: „Klein aber Fein.“ Genau so stellen sie sich vor, was gibt es da für Köstlichkeiten, fasziniert bin ich von den Orgeleinspielungen, noch jetzt läuft mir ein Schauer über den Rücken, wenn ich an die Orgel-Einspielung als Video-Clip von Peter Van de Velde – denke, er spielt „Mattheus-Final“,

J.S. Bach, BWV 244 „Matthäus-Passion“

Schlusschoral: „Wir setzten uns mit Tränen nieder.“

Titel: Letzter Satz aus „Bach’s Memento“, komponiert für Orgel von Charles-Marie Widor (1844-1937) – an der „Pierre Schyven Orgel“ der Kathedrale von Antwerpen.

Hier ein Video-Clip vom Label AEOLUS mit dem Schluss-Satz aus dem BWV 244: Matthäus-Passion von J.S. Bach, umgearbeitet für Orgel von Charles-Marie Widor (1844-1937).

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Ich gebe hier einmal den Seiten-Link für Videoclips und Podcasts bekannt:

http://www.aeolus-music.com/ae_de/more/video_clips_and_podcasts

dabei bitte beachten:

„Die hier gezeigten Video-Clips sind im „wmv“-Format. Das Herunterladen kann aufgrund der Dateigrößen etwas dauern.“

Ebenso grossartig ist die Seite für Alte Musik, was für interessante Einspielungen dort vorhanden sind, lässt einem das Wasser im Munde zusammen laufen..!!

Link: http://www.aeolus-music.com/ae_de/baroque_music

Ein Besuch dieser Seiten ist empfehlenswert und wünsche viel Spass beim Stöbern.

Grüsse

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Bach-Wissenschaftler und Konzert-Organist Ewald Kooiman verstorben


Hallo,

wieder eine traurige Mitteilung aus der Riege der hervorragenden Bach-Orgel-Interpreten wurde heute bekannt gegeben.

Berühmter Bach-Interpret und Konzert-Organist Ewald Kooiman

Berühmter Bach-Interpret und Konzert-Organist Ewald Kooiman

(Fotorechte: Homepage Ewald Kooiman)

Ewald Kooiman starb am 25. Januar 2009 auf einer Reise in Ägypten an einem Herzstillstand im Alter von 70 Jahren.

Weitergehende Informationen über den nachstehenden Link.

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/

Konzert-Organist Ewald Kooiman Aufnahme während der Einspielung Gesamt-Orgelwerke J.S. Bach im Elsass (Fotorechte Label aeolus.music.com)

Konzert-Organist Ewald Kooiman Aufnahme während der Einspielung Gesamt-Orgelwerke J.S. Bach im Elsass in 2008 (Fotorechte Label aeolus.music.com)


——————————————————————————————-

Eine Hörprobe, eingespielt von Ewald Kooiman . an der Silbermann-Orgel in St. Petri in Freiberg, füge ich bei, es erklingt der Choral von J.S. Bach – BWV 709 „Herr Jesu Christ dich zu uns wend.“

Ewald Kooimann Silbermann-Orgel St. Petri Freiberg Choral-_Herr-Jesu-Christ-dich-zu-uns-wend_J.S.-Bach-BWV-709

——————————————————————————————

Ein Video von You Tube: Ewald Kooiman spielt J.S. Bach im Elsass..!!

Grüsse

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen



Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Biographie Sir John Eliot Gardiner


Biographie des Englischen Dirgenten “Sir John Eliot Gardiner”

Foto: Sir John Eliot Gardiner, Engl. Dirigent (Fotorechte: V. Hege)

Der Meisterdirigent, Sir John Elot Gardiner, Chor- und Orchestergründer mit dem Hang zur Barockmusik wurde am 20. April 1943 in Fontmell Magna in der englischen Grafschaft Dorset geboren. Schon zu Studentenzeiten an der Universität von Cambridge nahm er den Taktstock in die Hand und dirigierte die Chöre der Universitäten Cambridge und Oxford, unter anderem auf einer Tournee durch den Nahen Osten im Alter von 15 Jahren, als Nichtgraduierter. Zunächst ging er an das King’s College in Cambridge und schloss sein Studium mit Diplomen in Geschichte und Arabistik ab. Ein Stipendium ermöglichte ihm zwei Jahre intensiven Unterricht bei der großen Nadia Boulanger in Paris, weiterhin studierte Gardiner bei Pfeil Thurston, in London, einem der einflußreichsten Fürsprecher für eine historische Aufführungspraxis der frühen Musik.

Nicht jeder wächst unter den kritischen Augen von Johann Sebastian Bach auf. Sir John Eliot Gardiner schon. Im Haus seiner Eltern hing während der Kriegsjahre das berühmte Bach-Porträt von Haußmann zur sicheren Aufbewahrung – und der kleine John fand, wie er erzählt, Meister Bach “ziemlich gespenstisch. Aber wenn man den Blick von der Nase beginnend nach unten wandern lässt, sieht man einen sehr verständnisvollen, einfühlsamen Mann; ganz anders als Augen, Nase und Perücke des seriösen Thomaskantors vermuten lassen.” In Bachs Musik sieht Gardiner einen ganz ähnlichen Gegensatz: “Zwei unterschiedliche Ebenen durchdringen sich: Eine horizontale aus Melodie und Kontrapunkt und auf der vertikalen Ebene der tanzende Rhythmus von unglaublicher Bewegtheit und Schwung. “Für mich liegt Bachs Seele in den Kantaten, die er jede Woche im Dienst der Kirche schrieb.”

Im Jahr 1964 gründete er mit gleich gesinnten Musikwissenschaftlern und Instrumentalisten den Monteverdi Choir als Interpretationswerkzeug vor allem Alter Musik bis hin zu Bach und Händel, mit dem er zwei Jahre später in der Londoner Wigmore Hall erstmals öffentlich auftrat.

Mit der Aufführung von Mozarts “Die Zauberflöte” gab er 1969 an der English National Opera in London sein Debut als Operndirigent und führte 1973 im Londoner Covent Garden erstmals Christoph Willibald Glucks “Iphigenie auf Tauris” auf.

Vier Jahre darauf spielten Mitglieder des Monteverdi Orchestras in der Formation der English Baroque Soloists erstmals Georg Friedrich Händels “Acis und Galatea” auf Instrumenten der Barockzeit.

Sir John Eliot Gardiner ist einer der vielseitigsten Dirigenten unserer Zeit. Er ist eine der Schlüsselfiguren in der Wiederbelebung der Alten Musik und der Gründer und Künstlerische Leiter des Monteverdi Choir, der English Baroque Soloists und des Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Neben Auftritten als Leiter seiner bles tritt er regelmäßig als Gastdirigent der bedeutendsten europäischen Symphonieorchester auf, darunter die Wiener und Berliner Philharmoniker sowie das London Symphony Orchestra.

1968 gründete John Eliot Gardiner das Monteverdi Orchestra und trat mit dem neuen Ensemble im gleichen Jahr bei den Henry Wood Promenade Concerts in London auf. Knapp zehn Jahre darauf formierten sich aus Mitgliedern des Monteverdi Orchestra die English Baroque Soloists – heute eines der herausragenden Orchester mit historischen Instrumenten -, die 1977 beim Festspiel Alter Musik (Innsbruck) mit Händels Acis und Galatea debütierten. Die Einspielung dieses Werkes wurde 1978 von der englischen Musikzeitschrift Gramophone als “Beste Aufnahme Alter Musik” ausgezeichnet. 1990 gründete John Eliot Gardiner ein neues, auf Originalinstrumenten musizierendes Orchester: das Orchestre Révolutionnaire et Romantique.

J.E. Gardiner und The English Baroque Soloists und Monteverdi Choir

J.E. Gardiner und The English Baroque Soloists und Monteverdi Choir

Als Verfechter der historischen Aufführungspraxis setzte sich Gardiner in der Folgezeit intensiv mit historischer Aufführungspraxis auseinander. Sein Hauptaugenmerk galt schon damals Bach, Händel und Mozarts Opern. Sein Ziel – die Musik dieser Komponisten so wiederzugeben, wie sie in ihrer Entstehungszeit geklungen haben muss. Das Monteverdi Orchestra baute Gardiner in den 1970er Jahren aus. Das Orchester musizierte nun ausschließlich auf historischen Instrumenten und wurde in English Baroque Soloists umbenannt. In den 80ern und 90ern Jahren gelangen Gardiner und seinen Klangkörpern herausragende Aufnahmen. Hervorzuheben sind vor allem die Einspielungen von Bachs großer Vokalwerke wie Matthäuspassion, Johannespassion, Messe h-moll und Weihnachtsoratorium. Viele von ihnen wurden mit Preisen ausgezeichnet.

Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre wandte sich Gardiner mehr und mehr dem klassischen und romantischen Repertoire zu. Um auch diese Werke authentisch wiedergeben zu können, gründete der Dirigent 1990 das Orchestre Révolutionnaire et Romantique, das ebenfalls auf historischen Instrumenten spielt. Neben den zahlreichen Auftritten mit seinen eigenen Ensembles ist John Eliot Gardiner ein gern gesehener Gastdirigent bei vielen bedeutenden Orchestern.

Die Gründung des Monteverdi Choir erfolgte 1964 in Cambridge anlässlich einer Aufführung der »Marienvesper« von Claudio Monteverdi. Ziel war es damals, sich ausgehend von der Musik des Barock ein breit gefächertes Repertoire zu erarbeiten. Das Ensemble wurde bald bekannt für sein leidenschaftliches Musikantentum, gepaart mit rhythmischer Vitalität und der Fähigkeit, Werke ganz unterschiedlicher Komponisten in verschiedenen Sprachen und Ausdrucksformen stilistisch überzeugend zu präsentieren.

Im Jahr des 400. Geburtstages von Claudio Monteverdi gelang John Eliot Gardiner der internationale Durchbruch. Zusammen mit dem von ihm gegründeten Monteverdi Choir führte er 1967 in der “Kathedrale Ely” Monteverdis “Versperae Mariae Virginis” in einer von ihm selbst revidierten Fassung auf und wurde durch den großen Erfolg der Veranstaltung ermutigt, die Arbeit in dieser Richtung fortzusetzen und zu erweitern.

Seit seiner Gründung hat der Monteverdi Choir besonders jungen Nachwuchs-Solisten die Möglichkeit geboten, hochwertige musikalische Erfahrungen zu sammeln sowie Auftrittspraxis zu erwerben, die am Beginn einer Laufbahn besonders wertvoll ist.

Tourneen des Monteverdi Choir:


Foto: The Monteverdi Choir und The Baroque Soloists im Konzert

Der Chor unternahm zahlreiche vielbeachtete Tourneen, unter denen die »Bach-Kantaten-Pilgerfahrt« im Jahr 2000 eine absolute Sonderstellung einnimmt: Anlässlich des 250. Todestages von J. S. Bach führte der Chor gemeinsam mit den English Baroque Soloists 186 geistliche Kantaten in 63 Kirchen in Europa und den USA auf.

Im Sommer 2004 führte der Chor eine weitere »Pilgerfahrt« mit vierzehn Konzerten in Kirchen entlang des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela/ Spanien durch. Die Pilgerfahrt und die Konzerte wurden von der spanischen Zeitung El Pais zu den »Besten Konzerten des Jahres 2004« gewählt.

Eine höchst erfolgreiche Partnerschaft verbindet den Chor mit dem Théâtre du Châtelet in Paris, an dem er in Produktionen von Verdis Falstaff (2001) sowie Webers Oberon (2002) auftrat. 2003 wirkte er an der ersten kompletten Aufführung in Frankreich von Berlioz’ Oper Les Troyens mit, die den Grand Prix des Französischen Journalistenverbandes gewann. Im November und Dezember 2005 unternahm der Chor mit Stücken von Purcell eine höchst erfolgreiche Tournee in Europa und Asien.

Der Chor hat mittlerweile mehr als 100 Einspielungen aufzuweisen, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden, darunter mehrere Gramophone-Preise.

The English Baroque Soloists:

The English Baroque Soloists wurden 1978 von Sir John Eliot Gardiner gegründet und haben sich seither als eines der bedeutendsten auf historischen Instrumenten musizierenden Kammerorchester etabliert.

Das Ensemble hat in zahlreichen großen Konzertsälen in aller Welt gespielt, darunter das Teatro della Scala in Mailand, das Amphitheater in Pompeji, die Philharmonie in Berlin, das Théâtre du Châtelet in Paris, das Lincoln Center in New York, das Sydney Opera House, das Amsterdamer Concertgebouw, San Marco in Venedig sowie beim Festival in Salzburg. Anlässlich des 200. Todestages von W. A. Mozart 1991 leitete Sir John Eliot Gardiner eine Aufführung des Requiems mit dem Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists im Palau de la Música Catalana, die von der BBC live übertragen wurde.

1990 begann das Ensemble eines seiner bislang größten Vorhaben: die auf sechs Jahre angelegte Aufführung der sieben großen Mozart-Opern. Die Aufnahmen der sieben Opern sind nach ihrem Erscheinen bei der Kritik auf außergewöhnlichen Beifall gestoßen.

John Eliot Gardiner, von Orchestern, Opernhäusern und Festspielen mit wichtigen Positionen betraut, war von 1980 bis 1983 Chefdirigent des Vancouver Orchestra. Während der folgenden fünf Jahre als Musikdirektor der Opéra de Lyon gründete er ein neues Orchester, das heute als eines der besten in Frankreich gilt.

Als künstlerischer Leiter der Göttinger Händel-Festspiele (1981-1990) setzte John Eliot Gardiner mit zahlreichen Aufführungen und Aufnahmen neue Maßstäbe.

1991 wurde er Chefdirigent des NDR-Symphonieorchesters, eine Position, die er bis 1994 innehatte. John Eliot Gardiner hat als Gastdirigent mit großen internationalen Symphonieorchestern, u.a. dem Philharmonia Orchestra, dem Cleveland Orchestra, dem Concertgebouw Orkest und den Wiener Philharmonikern erfolgreich zusammengearbeitet.

An der English National Opera debütierte John Eliot Gardiner 1969 mit der Zauberflöte. 1973 folgte sein Covent Garden-Debüt mit Glucks Iphigénie en Tauride. Mit dem Dallas Symphony Orchestra trat er 1979 erstmals in Amerika auf.

Anläßlich des 25jährigen Bestehens des Monteverdi Choir unternahm er 1989 eine Welttournee mit Aufführungen von Monteverdis Vespro della Beata Vergine, die für Film, Video und Aufnahmen der Archiv Produktion dokumentiert wurden.

Bei den Salzburger Festspielen 1990 debütierte er mit dem Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists innerhalb eines Orfeo-Zyklus (Monteverdi und Gluck) sowie im Rahmen der Serenaden-Konzerte. John Eliot Gardiner hat bereits zahlreiche Tourneen mit dem Monteverdi Choir und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique unternommen. 1995 dirigierte er erstmals die Wiener Philharmoniker bei den Salzburger Festspielen.

1997 fand John Eliot Gardiners Schumann-Festival im Barbican Centre in London und in der Cité de la musique in Paris statt. Nachdem er sich in den letzten Jahren ausführlich mit den Werken Beethovens und der Nach-Beethoven-Ära auseinandergesetzt hat, stehen nun Bachs Kirchenkantaten im Zentrum seiner Arbeit; insbesondere im Jahr 2000 hat er sich ausschließlich mit diesem Thema im Rahmen seiner Bach-Pilgrimage 2000 (anlässlich des 250. Todesjahres von J.S. Bach) befaßt.

Seit seiner ersten Aufnahme mit den English Baroque Soloists für die Archiv Produktion (Acis und Galatea) sind zahlreiche preisgekrönte Einspielungen entstanden: Monteverdis Vespro della Beata Vergine, Orfeo, Buxtehudes Membra Jesu Nostri, Purcells Fairy Queen, Bachs Weihnachtsoratorium, Matthäus-Passion und Haydns Jahreszeiten.

Ein besonderes Projekt war sein Aufnahmezyklus der großen Mozart-Opern: Idomeneo, La clemenza di Tito , Die Entführung aus dem Serail, Così fan tutte, Le nozze di Figaro, Don Giovanni und die Zauberflöte. Für seine vielbeachtete Aufnahmeserie der Mozart-Opern und seine erfolgreichen konzertanten Aufführungen, u.a. beim Holland-Festival, erhielt John Eliot Gardiner den Edison Extraordinaire. Eine weitere Operneinspielung mit den English Baroque Soloists, Monteverdis Poppea, und seine Aufnahme mit Haydns Schöpfung wurden 1996 veröffentlicht.

Orchestre Révolutionnaire et Romantique

Das Orchestre Révolutionnaire et Romantique leitete er in Beethovens Missa solemnis, in einem vollständigen Beethoven-Symphonien-Zyklus, Leonore und einem Beethoven Klavierkonzert-Zyklus mit Robert Levin, den er 1998 mit Veröffentlichung der Aufnahme des Dritten und Vierten Konzertes abschloß, sowie in einem Schumann-Symphonien-Zyklus, der ebenfalls 1998 auf den Markt kam

Neben zahllosen Auszeichnungen für seine Einspielungen wurde John Eliot Gardiner u.a. als “Künstler des Jahres 1994″ (Gramophone Award und Deutsche Schallplattenkritik), “Dirigent des Jahres” (Klassik Echo-Verleihung 1995), “Bester Dirigent” (Cannes Classical Award 1995) und 1995 als erster Dirigent mit dem Dietrich-Buxtehude-Preis geehrt.

John Eliot Gardiner erhielt die Ehrendoktorwürde der Universität in Lyon (1987), die Ernennung zum “Officier dans l?Ordre des Arts et des Lettres” (1988) und zum “Commander of the British Empire” (1990). Seit 1992 ist er Ehrenmitglied des Londoner King?s College und der Royal Academy of Music.

1998 wurde John Eliot Gardiner von Königin Elisabeth II anläßlich der “June Birthday Honours” in den Adelsstand erhoben.


Foto: Preisübergabe: “Robert Schumann-Preis 2001″

Im Jahr 2001 erhielt er von der Stadt Zwickau den Robert-Schumann-Preise 2001 verliehen.

Unter der Schirmherrschaft des Prinzen von Wales verwirklicht Sir John Eliot Gardiner ein Unternehmen von titanischen Ausmaßen. Am Weihnachtsfest, 23. Dezember 1999 in Weimar, begann er mit einer musikalischen Wallfahrt, (Bach-Pilgrimage 2000); in deren Rahmen er überlieferten Bach-Kantaten aufführte. Sie erklangen an den der Liturgie entsprechenden Tagen, für die Bach sie komponierte. Die Konzertreise führt quer durch Europa und in die USA. Zusammen mit The English Baroque Soloists und dem Monteverdi Choir anlässlich des 250. Todestages von J. S. Bach im Jahr 2000, die die Aufführung von 198 geistlichen Bach-Kantaten in über sechzig Kirchen, in 15 Ländern von Europa und Übersee zum Gegenstand hatte.

Im Mai 2005 wurde ihm zum Bachfest in Leipzig die “Bachmedaille” für sein Lebenswerk verliehen!


Foto: Bach-Medaillenübergabe durch den Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee, Leipzig

Am 29.11.2005 wurde Sir John Eliot Gardiner durch den deutschen Botschafter in London, Thomas Matussek , das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse überreicht.


Foto: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse durch den Botschafter in London an Sir John Eliot Gardiner!

Laudatio: (Übersetzung aus dem Englischen)

Eine Konstante in Ihrer Arbeit ist immer die Musik von Bach gewesen. Eines Ihrer Projekte fand ein enthusiastisches Publikum auf der ganzen Erde: Im Jahr 2000 dem Bachjahr, führten Sie jedes einzelne von den Kirchencantatas J.S. Bachs – ca. 200 – mit dem Chor Monteverdi und dem englischen barocken Soloists entsprechend ihren unterschiedlichen Themen und entsprechend dem Kirchekalender durch. Mit dieser “Pilgrimage Bach Cantata”, führten Sie mit Ihren Musikern in über 60 Kirchen und in 14 europäischen Ländern die Kantaten-Werke von Bach auf.

Auf diese Art haben Sie einer weiten Öffentlichkeit die Musik Bachs bekannt gemacht. Sie haben uns eine neue Welt von Musik begründet und eine dauerhafte Tradition gegeben. Einer ausdehnten Nicht-Deutschen Öffentlichkeit haben Sie die großen deutschen barocken Komponisten wie Bach und Händel sowie z.B. den romantischen Komponisten Felix Mendelssohn zugänglich gemacht………

Das Jahr 2004 begann mit einer höchst erfolgreichen Tournee durch die USA mit Werken von Händel, Haydn und Mozart. Am Ende des Jahres stand eine ebenso erfolgreiche Reise nach Asien gemeinsam mit dem Monteverdi Choir und einem Programm mit Werken von Purcell.

Im Jahr 2004 erfolgt die Gründung seines eigenes CD-Labels für seine Veröffentlichungen. Seine Aufnahmen mit dem Monteverdi-Choir, den English Baroque Soloists und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique werden auf seinem neuen Label, Soli Deo Gloria der Monteverdi Productions, erscheinen. Den Anfang machen die Aufnahmen, die im Zusammenhang mit der ausgedehnten Konzert-Tour “Bach Cantata Pilgrimage ” im Bach-Jahr 2000 entstand, als Gardiner an die 198 Bach-Werke an den Orten ihrer Entstehung aufführte und anschließend auf einer Welttournee aufführte. Die ersten Veröffentlichungen auf dem neuen Label sind seit Anfang Januar 2005 erschienen.

In 2005 hat das Ensemble Bachs Matthäus-Passion aufgeführt, und im Januar und Februar 2006 stehen Mozarts Symphonien Nr. 39, 40 und 41 sowie das Requiem und die c-moll Messe auf dem Konzertkalender.

Sir John Eliot Gardiner ist am 21. Oktober 2006 ein “Doktorat Honoris Causa” in Musicology durch die Universität von Cremona / Italien, dem Geburtsort von Claudio Monteverdi – verliehen worden.

In seiner Freizeit kümmert sich Gardiner um die Pflege einer Öko-Farm, die er von seinem Großonkel, dem Komponisten Henry Balfour Gardiner, geerbt hat. Seit 2001 ist er mit der Musikproduzentin Isabella de Sabata verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit der Violinistin Elizabeth Wilcock (1981 bis 1997), hat er drei Töchter.

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

______________________________________________

Organistin Elisabeth Roloff verstarb am 14.12.2008 im 72. Lebensjahr


Te Deum Laudamus

Eine mehr als schmerzliche und traurige Nachricht muss ich im Forum bekannt geben.

Im 72. Lebensjahr verstarb am 14. Dezember 2008 die bekannte und sehr geschätzte Konzert-Organistin und Dozentin

Elisabeth Roloff * 18.02.1937 in Bielefeld + 14.12.2008 in Bielefeld


Konzert-Organistin Elisabeht Roloff an der Kleuker-Orgel in Bielefeld-Ummeln

Am 13. April 2008 gab sie ihr letztes Orgel-Konzert in der Evangelischen Kirche Bielefeld-Ummeln an der dortigen Kleuker-Orgel. Einige Forummitglieder werden sich sicherlich an dieses Konzert-Ereignis noch erinnern können. Trotz schwerer Erkrankung gab sie hier ein Orgel-Konzert auf künstlerisch hohen Niveau und wird als eine liebevolle und fantastische Organistin bei uns in Erinnerung bleiben. Sie verstand es so genial, die Zuhörer in ihren künstlerischen Vortrag mit einzubinden und das war ihre wahrhaftige Größe.

Sie war eine fundierte Bach-Kennerin und Bewunderin was sich auch in ihren Einspielungen:


„Mit Bach durch das Kirchenjahr“

wiederspiegelte.

Elisabeth Roloff studierte an den Hochschulen für Musik in Berlin und Köln. Im Fach Orgel legte sie die Reifeprüfung ab. Von 1974 bis 1982 war sie „Organiste Titulaire“ an der Deutschen Kirche in Paris und studierte französische Orgelmusik bei Marie-Claire Alain.

Seit 1982 ist die Kirchenmusikerin Dozentin an der Rubin Academy of Music in Jerusalem. Außerdem wirkt sie als Organistin an der Erlöserkirche in Jerusalem / Israel. Mit ihren Konzerten in den meisten Ländern Europas, den USA und in Südamerika hat sie internationales Renommee und Anerkennung gewonnen. Neben vielen Rundfunkauftritten und Schallplattenaufnahmen hat die Künstlerin mit der bekannten Firma Dabringhaus und Grimm in Detmold zahlreiche CDs herausgebracht.

Mit traurigen Grüssen

Volker

———————————————————–

Elisabeth Roloff, ein Nachruf in der NW vom 23.12.2008

Zur Vergrößerung in den NW-Artikel klicken..!!

———————————————————-

Evangelisch in Jerusalem, Nachruf der Erlösergemeinde in Jerusalem

Fotorechte: Erlöserkirche Jerusalem

Link: http://www.evangelisch-in-jerusalem.org/gemeinde_1.htm

19. Dezember 2008: Trauerfeier für Elisabeth Roloff in Bielefeld-Ummeln und Gedenkandacht in der Erlöserkirche zu Jerusalem:

Wir haben Abschied genommen von Elisabeth Roloff. Sie wurde beigesetzt auf dem Friedhof zu Bielefeld-Ummeln; gleichzeitig fand in der Erlöserkirche eine Gedenkandacht statt. In beiden Gottesdiensten spielte die Musik, die Elisabeth in ihrem Leben so viel bedeutet hat, eine wichtige Rolle……

——————————————————————-

Auf  YouTube eine Bach-Einspielung von Elisabeth Roloff – BWV 654 „Schmücke dich, o liebe Seele“

——————————————————————

Webnews

Jungstar-Dirigent Andris Nelsons verlässt die NWD-Philharmonie schon in 2009


Hallo OWL,

wie vor den Kopf geschlagen, las ich heute die Schlagzeile in der NW vom 4.12.2008, dass der Jungstar-Dirigent Andris Nelsons (Lettland), die Nordwestdeutsche Philharmonie in Herford im Sommer 2009 verlassen wird. Diese Vorzeichen kündigten sich schon an durch die vielen internationalen Gastkonzertverpflichtungen, die mit ihm abgeschlossen wurden. Seit 2008 wurde der 30-Jährige als Chefdirigent des „City of Birmingham Symphonie Orchestra“ – (ehemaliger Chefdirigent war dort Sir Simon Rattle) – berufen.

Hier wird es für die NWD-Philharmonie Herford schwer sein, adequaten Ersatz zu finden. OWL verliert eine Lichtgestalt in der Klassikszene und wir werden ihn in Zukunft sehr vermissen.

Seine letzten Konzerte in OWL (Ostwestfalen-Lippe), sind auf der Webseite der NWD-Philharmonie nachzulesen.

Link: http://www.nwd-philharmonie.de/konzerttermine.php?filter=zuk

Unten der Artikel von der NW Herford,

zur Vergrößerung in das Foto klicken..!!

Grüsse
Volker

Wieder eine Auszeichnung für Sir J. E. Gardiner – Bach Prize der Royal Academy of Music – London 2008


Hallo,

wie das Bach Archiv Leipzig meldet, bekam in 2008 Sir John Eliot Gardiner in London wiederum eine Auszeichnung verliehen:


Foto: Sir J. E. Gardiner mit einer Bach-Partitur (Fotorechte: Bach Archiv Leipzig)

Den „Bach Prize“ der Royal Academy ofMusic und der Kohn Foundation erhält in diesem Jahr der Dirigent SIR JOHN ElIOT GARDINER. Mit der 2006 gestifteten Auszeichnung wird besonderes Engagement für die Erforschung und die Interpretation von Johann Sebastian Bachs Werk geehrt. Die bisherigen Preisträger sind der Pianist Andras Schiff (2007) und der Bach-Forscher Christoph Wolff (2006).

Dazu herzlichen Glückwunsch, ein großartiger Dirigent und Bach-Interpret erhält wiederum eine Auszeichnung, die mehr als angemessen ist.

Grüsse
Volker

Im Archiv: DIE ZEIT – Sir J. E. Gardiner


Hallo,

alle die vom Forum gerne in alten Archiv-Beiträgen stöbern möchten, gebe ich hier einen Link zur Zeitung:
DIE ZEIT bekannt, es sind auch heute noch sehr aktuelle Themen, teilweise lässt sich der Werdegang von Sir John Eliot Gardiner so nachverfolgen. Ob es sich um CD-Einspielungen aus der Vergangenheit handelt oder sonstige Themen, hier wird jeder Gardiner Freund fündig, aber….. man braucht sehr viel Zeit dafür, das Angebot ist riesig.

Von Interne Fotos für „Blog Diskussionsforum Bach Cantata Pilgrimage 2000“

Hier geht es zum Link: Zeitung – D I E Z E I T –

Wünsche viel Spaß beim Stöbern und Lesen, teilweise ist die Artikel-Serie nach Jahres-Datum sortiert, aber Vorsicht, man wird auch auf Folgeseiten wieder in die Vergangenheit oder Zukunft verlinkt.

Grüsse
Volker

Webnews

Der Counter-Tenor: Andreas Scholl ein Highlight-Sänger als Bach-Interpret


Hallo zusammen,

das Altus / Counter-Tenor-Thema hatten wir schon ausführlich im Forum behandelt.
Fotorechte: © Andreas Scholl

Counter-Tenor (Altus): Andreas Scholl !
Als erstes möchte ich ihn hier im Forum einmal näher vorstellen und auf ein bemerkenswertes Interview von: Planet-Interview.de, geführt, hinweisen. Sein Lieblingskomponist ist J.S. Bach, bemerkenswerte Aussagen hat er zu Gesangs-Solisten vom Monteverdi Choir geäußert. Aufmerksam wurde ich auf ihn durch eine grossartige CD-Bach-Einspielung, diese CD wird in einem gesonderten Beitrag von mir noch vorgestellt, sowie weitere Einzelheiten zu einem großartigen „Altus“ (Counter-Tenor).


Viel Spass beim Lesen und einen schönen Sonntag
Volker


Webnews


showme=’y‘; st=’img‘


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Lettischer Dirigent Andris Nelsons, ein neuer internationaler Stern


Hallo,

ein neuer internationaler Stern als Jung-Dirigent, er ist Leiter der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford / OWL, und überzeugt durch seine hervorragende Interpretation der klassischen Werke.

Seit Beginn der Spielzeit 2006/2007 ist „Andris Nelsons“ Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford. Der aus Lettland stammende Nelsons wurde bereits im Alter von 23 Jahren zum Chefdirigent der Lettischen Nationaloper ernannt. Die Berufung von Andris Nelsons in diese beiden Positionen führte schnell dazu, dass die internationale Musikwelt auf seinen Namen aufmerksam wurde.

Bis heute hat Andris Nelsons von jedem Orchester, das er dirigiert hat, eine Wiedereinladung erhalten, in der letzten Spielzeit beispielsweise vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Tonhalle-Orchester Zürich, Helsinki Philharmonic, BBC Philharmonic Orchestra, NDR Radiophilharmonie Hannover und vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Wichtige Stationen der folgenden Jahre sind seine Debüts beim Oslo Philharmonic Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Radio-Symphonieorchester Wien, Mozarteum Orchester Salzburg, NDR-Sinfonieorchester Hamburg, Dresdner Philharmonie, Bamberger Symphoniker, City of Birmingham Symphony Orchestra und dem Concertgebouw Orkest. Zudem wird er in der kommenden Spielzeit zweimal in den USA zu hören sein, mit dem Pittsburgh Symphony und dem Los Angeles Philharmonic Orchestra.

Andris Nelsons arbeitet mit Solisten wie Mischa Maisky, Mikhail Pletnev, Gidon Kremer, Håkan Hardenberger, Renaud Capuçon, Olli Mustonen, Sarah Chang, Nikolai Znaider, Alban Gerhardt und Baiba Skride.

Foto: NWD-Philharmonie

Als Operndirigent debütierte Andris Nelsons im Frühjahr 2007 an der Deutschen Oper Berlin mit „La Bohème“, im Juni 2007 kehrte er auf sofortige Wiedereinladung für ein Wagner-Konzert mit Deborah Voigt als Sopranistin zurück. Im Frühjahr 2009 wird er dort „Eugen Onegin“ dirigieren. Weitere Debüts folgen in Hamburg und Wien: An der Hamburgischen Staatsoper übernimmt er im Juni 2008 die musikalische Leitung von „Turandot“, an der Wiener Staatsoper in der Saison 2008/09 „Tosca“ und „Madame Butterfly“. An der lettischen Nationaloper war er zuletzt in den Produktionen „Aida“, „La Boheme, „Madame Butterfly“, „Turandot“, „Pique Dame“ und „Die Walküre“ zu erleben.

Seine erste CD-Einspielung erschien Ende 2006 bei Orfeo mit einer Aufnahme der beiden Violinkonzerte von Schostakowitsch mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und der Geigerin Arabella Steinbacher. Die Aufnahme erhielt im Januar 2007 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.


Andris Nelsons wuchs in Riga in einer Musikerfamilie auf und begann seine Karriere als Trompeter im Orchester der Lettischen Nationaloper, außerdem erhielt er diverse Preise als Sänger. 2001 wurde er mit dem renommierten Großen Lettischen Musikpreis für herausragende Leistungen ausgezeichnet. Im selben Jahr schloss er sein Studium in Riga ab und ging nach St. Petersburg, um dort bei Professor Alexander Titov seine Ausbildung fortzusetzen. Seit 2002 studiert er privat bei Mariss Jansons.

Link: zur Textquelle und Foto der „NWD-Philharmonie, Herford“

—————————————————

Ein weiterer Artikel wurde von ihm am 17.6.2008 in der Zeitung: DIE ZEIT veröffentlicht mit der Überschrift:

„Ein baltischer Hitzkopf“

Hier geht es zum Artikel, bitte klicken..!!


Grüsse

Volker

Webnews

showme=’y‘; st=’img‘


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics