Archiv der Kategorie: J.S. Bach Kantaten

Termine in 2009 – für OWL – Ostwestfalen-Lippe – J.S. Bach BWV 248 und sonstige Weihnachtsmusik


Hallo OWL,

wie bereits im vergangenen Jahr veröffentliche ich hier eine kleine Auswahl mit Aufführungsterminen  „BWV 248 – Weihnachtsoratorium“ von J.S. Bach und sonstige Weihnachts-Werke anderer Komponisten für November und Dezember 2009 in OWL – Ostwestfalen-Lippe.

Weitere Konzert-Termine findest Du auf der englischen Bach-Webseite:

Link: http://www.bach-cantatas.com/Concerts/Concert-2009-Germany.htm

—————————————————–

Bielefeld:

IMG_3955

Rudolf-Oetker-Halle in Bielefeld (Fotorechte: V. Hege)

Freitag, 18.12.2009 – 20:00 Uhr
Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld

Johann Sebastian Bach
BWV 248 Weihnachtsoratorium Kantaten: I-
VI


Ausführende:
Cornelie Isenbürger, Sopran
Mojca Vedernjak, Alt
Victor Schiering, Tenor ( Evangelist )
Daniel Behle Tenor, ( Arien )
Christfried Biebrach, Bass
Oratorienchor der Stadt Bielefeld
Bielefelder Philharmoniker
Leitung: Hartmut Sturm

Kartenvorverkaufsstellen:

Link für Online-Karten

  • Tourist-Information Bielefeld – im Neuen Rathaus
    Niederwall 23, Telefon (0521) 51 69 99
  • Neue Westfälische
    Niedernstraße 21-27, Telefon (0521) 555 444
  • KONTicket im Jahnplatz-Tunnel
    Jahnplatz 11, Telefon (0521) 6 61 00 od. 6 61 14
  • durch Chormitglieder und an der Abendkasse

———————————————————-

Rezension WO-Oetkerhalle der NW vom 21.12.2009

Oratorienchor in Hochform

Bachs Weihnachtsoratorium in der Oetkerhalle

VON MICHAEL BEUGHOLD

Bielefeld.

Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium gehört unverzichtbar ins adventliche Musikleben wie der Christbaum in die Wohnstube. Eine kirchengemeindliche Aufführung gab es hier und heuer nicht. Dafür lagen beim alljährlichen, diesmal an den Oratorienchor gehenden Jour fixe in der Oetkerhalle seit langem einmal wieder sämtliche sechs Kantaten auf dem konzertanten Gabentisch. Auch die Unbilden des Wintereinbruchs konnten solch geballter Anziehungskraft nichts anhaben.

Dass der lange, mehr als dreistündige Abend nicht lang wurde, lag bei aller von Bachs Musik ausgehenden Faszination auch an der inspirierenden Umsetzung. Hartmut Sturms grundsätzlich romantischer Musiziergeist scheint immer mehr von einer tempobeschwingten, schlanken Ausrichtung geprägt. Beschaulich breite Tempi oder kunstvoll zelebrierte Ritardandi sind nur mehr das romantische Körnchen Salz in seinem höchst flexibel und lebendig ausdifferenzierten Bach-Zugriff.

Drive und vibrierende Klangfülle

Auch die schiere Größe seiner Chorgemeinschaft ist nirgends ein Hemmnis. Im Gegenteil präsentierte sich der Oratorienchor in stimmfrisch-animierter Hochform und nahm die Vorgaben mit größter Präzision, Beweglichkeit und dynamisch-gestischer Nuancierung auf. So wurde der Eingangschor-Hit nicht auf einen simplen Kontrast von Jauchzen und Dienen festgezurrt, in „Fallt mit Danken“ strömende Geschmeidigkeit mit nadelspitzer Artikulation („lo-ben“) gespickt. Und in „Ehre sei dir Gott gesungen“ ging Drive mit vibrierender Klangfülle zusammen. Die polyphone Agilität und Präsenz der Stimmgruppen ließ ebenso lichte Rasanz, „stolz schnaubendes“ Temperament wie komplexe Dichte in der „Ehre“-Motette zu. Ermüdungserscheinungen gab es bis zur heilsgewissen Pracht des Schluss-Chorals keinen Moment. Überhaupt waren die Choräle nach Ausdifferenzierung und Klangrealisierung wieder ein Meisterstück des wissenden Kirchenmusikers Sturm.

Engagierte und klangbewusste Philharmoniker

Die Wahl der Solisten glückte in gleichgestimmter lichter Eleganz, der gelegentlich noch ein Quäntchen klanggestalterischer Vertiefung (das Duett Nr. 29) fehlte. Victor Schierings jugendlich-bewährter Evangelisten-Tenor überzeugte als luzider Verkünder der frohen Botschaft.

Cornelie Isenbürgers fein opernhaft funkelnder Sopran verband exemplarisch Barockstil und Beseelung, derweil ihre frühere Stadttheater-Kollegin Mojca Verdernjak mit Geschmack und Gewinn auch expressiv aufblühende Töne ins Ausdruckswunder der drei Alt-Arien einfließen ließ. Der aufstrebende Tenor Daniel Behle gab eine Visitenkarte als (nicht nur technisch) bewundernswerter Koloratursänger ab. Christfried Biebrach war wieder ein Muster an Bass-Kultur, hätte in seinen Rezitativen aber die Momente der Verheißung arios nachdrücklicher geben dürfen.

All dem arbeitete das Philharmonische Orchester engagiert und klangbewusst zu, wartete mit Continuo-Prägnanz, bekannt guten Holzbläser-Solisten neben ausgezeichneten neuen Geigen-Gesichtern als Arien-Partner und einem brillant aufgelegten Trompeten-Trio auf.

Beim Schlussapplaus mochte manch überstürzter Aufbruch der vorgerückten winterwetterlichen Stunde geschuldet sein. Musikalisch wusste sich das Publikum von dieser Gesamtaufführung reich beschenkt.

———————————————————-

Dornberg-Bielefeld:

Peterskirche in Dornberg-Bielefeld

Ev. Peterskirche in Dornberg-Bielefeld

Ev. Peterskirche in Dornberg-Bielefeld

13.12.2009, 17 Uhr und 20 Uhr: Weihnachtskonzerte

Kantaten zum Weihnachtsfestkreis von Telemann, Freislich und J.S.Bach

Solisten: Mona Spägele (Sopran), Beat Duddeck (Altus), Christian Mücke (Tenor),Friedrich W.Möller (Bass), Barockorchester Monte Spina auf historischen Instrumenten,

Peterskantorei Dornberg, Leitung: Hans-Martin Knappe

Eintritt: 10 € (erm. 8 €) VORVERKAUF ab 23.11.2009

E-Mail: knappe.hans-martin@arcor.de

Tel.: (05 21) 10 02 51 Kirchengemeinde Dornberg
Fax: (05 21) 1 64 29 92
Kirchengemeinde Dornberg

————————————-

PDF  Rezension der NW vom 16.12.2009

——————————————————–

Spenge:

St. Martins-Kirche Spenge

St. Martins-Kirche Spenge

Spenge, St. Martins-Kirche:

Sonntag, 29.11.2009 17:00 Uhr

J.S. Bach Weihnachtsoratorium BWV 248 – Kantaten 1-3

Mitwirkende:

Ensemble „Concert Royal Köln“ auf historischen Instrumenten

Projektchor Spenge – Wallenbrück

Folgende Solisten wirken mit: Sarah Weller (Sopran), Eike Tiedemann (Alt), Bernhard Scheffel (Tenor), Gregor Finke (Bass). Die Leitung hat Anna-Maria Pfotenhauer.

Vorverkauf:

Eintritt: 15 / 12 / 9 Euro

Informationen im Ev. Gemeindebüro: Telefon: 05225 / 859290

Gemeindebüro, Lange Straße 72, 32139 Spenge

Buchhandlung Nottelmann, Spenge, Langestr. 50

Tel. (0 52 25) 85 91 33 / Fax: (0 52 25) 85 91 53

E-Mail: buch(at)nottelmann.com

Link: http://www.nottelmann.com/index.html

Ebenfalls angeboten wird in der Kategorie C eine Familienkarte zu 25 Euro für bis zu zwei Erwachsene und ihre nicht volljährigen Kinder. Restkarten sind an der Tageskasse zu erhalten.

—————————-

Die Rezension des WO in Spenge von der NW vom 1.12.2009.

Zur Vergrößerung in das Bild klicken…!!

Rezension der NW - WO in Spenge vom 1.12.2009

—————————————————

Bünde:

Ort: Paulus-Kirche Bünde

Ev. Pauluskirche-Bünde.JPG

Ev. Pauluskirche-Bünde.

J.S.Bach: Weihnachstoratorium I-IV

Sonntag, 13.12.2009, 16.00 Uhr

Cornelie Isenbürger (Bielefeld), Sopran
Susanne Reinhardt (Bielefeld), Alt
Mark Heines (Dortmund), Tenor
Hinrich Horn (Hannover), Bass
Telemann-Collegium Herford
Bünder Kantorei
Leitung: Hans-Martin Kiefer

Infos: Ev. Kirchengemeinde Bünde

Telefon: 05223 -10069

Eintritt:

Kategorie I: 22,- / erm.: 18,- ,
Kategorie II: 16,- / erm.: 12,-
Kinder und Jugendliche an der Abendkasse frei.

——————————————–

Rezension der NW vom 15.12.2009 WO in Bünde

Rezenion WO Bünde / Zur Vergrößerung ins Bild klicken

——————————————–

Herford:

Samstag, 19. Dezember 2009, 18.00 Uhr
Herforder Münster

Herforder Münster


J.S. BACH: WEIHNACHTSORATORIUM BWV 248
HÄNDEL: WEIHNACHTSTEIL
aus dem„MESSIAS“
Solisten – Herforder Münsterchor
Thüringer Symphoniker Saalfeld-RudolstadtSitzplan des Münsters als PDF
Leitung: Stefan Kagl
Eintritt Kategorie B

Vorverkauf ab 23.11.2009
Sitzplan ——————–>

Informationen:

Ev.-LuthKirchengemeindebüro Herford – Mitte Münsterkirchplatz 5, 32052 Herford

Tel: 05221 / 1 58 19,

Fax: 10 90 31.

——————————————————

Rezension der NW vom 21.12.2009  Herford-Münsterkirche:

Zur Vergrößerung in das Foto klicken…!!

In das Foto klicken-Rezension WO in der Münsterkirche Herford

————————————————–

Herford-Laar

Sonntag, 20.12.2009 18:00 Uhr Auferstehungskirche

Ev. Auferstehungskirche Herford-Laar

Der Chor der Auferstehungskirche Herford Laar führt das Weihnachtsoratorium Johann Sebastian Bachs am Sonntag, 4. Advent, 20. Dezember, ab 18 Uhr mit dem Polifonia Ensemble Bielefeld und den Solisten Lara Venghaus, Sopran, Miriam Ludewig, Alt, Johann Penner, Tenor und Gregor Loebel, Bass, unter der Leitung von Dr. Michael Hoyer auf.

Interessierte Sängerinnen und Sänger, die sich dem Chor für dieses Projekt anschließen möchten, sind eingeladen.

Die nächste Probe beginnt am Dienstag, 1. Dezember, um 20 Uhr im Gemeindehaus Laar. In der gleichen Woche wird am Freitag, 4. Dezember, von 17 bis 22 Uhr geprobt.

Info und Kontakt: Tel. 01 76- 78 33 33 36 (Wilfried Baecker).

Kartenvorbestellungen für die nummerierten Plätze bei Anette Kahl unter Tel. (0 52 21) 3 14 92

oder Fax (0 52 21) 3 38 53.

————————————————

Rezension der NW zum WO in Laar vom 22.12.2009

Rezenion NW vom WO in Herford-Laar

—————————————————–

Lemgo-Lippe:

Sonntag, 20.12.2009 18 Uhr Kirche St. Marien

Marienkirche in Lembo

St. Marienkirche in Lemgo-Lippe

Johann Sebastian Bach „Weihnachtsoratorium“ Kantaten I – III, BWV 248

Das „Weihnachtsoratorium“ wird im Rahmen einer Bachwerkstatt erarbeitet.

Die Pultführer des Orchesters sind Musiker/-innen der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford.

Im Chor stehen Mitglieder der MarienKantorei Lemgo hilfreich zur Seite. Probenbeginn ist am Dienstag, den 17.11.2009 um 19:45 im Gemeindezentrum von St. Marien. Weitere Proben sind am 24.11.09,  01.12.09,  07.12.09 und 15.12.09 Die Hauptprobe findet am Freitag, dem 18.12.2009 und die Generalprobe am Samstag, dem 19.12.2009 statt.  Neue Mitsängerinnen und -sänger sind herzlich willkommen!
Wie bereits im letzten Jahr können die Besucher des Konzertes die Choräle mitzusingen.

Leitung: Rainer Johannes Homburg

Eintritt: 12,50 € erm. 7,50 €

Kartenvorbestellung: direkt

e-mail-Adresse:

Malinowski-christine@teleos-web.de

oder über den Link nachstehend:

http://www.marien-kantorei.de/Kartenbestellungseite/Kartenbestellung.htm

——————————————————–

Detmold:

Martin-Luther-Kirche Detmold

Martin-Luther-Kirche Detmold

Martin-Luther-Kirche in Detmold

Sa, 19. Dezember 2009, 19.30 Uhr:

Johann Sebastian Bach, BWV 248 Weihnachtsoratorium, Kantaten 1-3
Magdalene Harer, Sopran, Ursula Thurmaier, Alt, Thomas Volle, Bass, Gottfried Meyer, Bass,
Orchester opus 7, Martin-Luther-Kantorei und Projektsänger, Christoph Kuppler, Leitung
Eintritt 12/ 8 €

Karteninformationen:

Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Detmold

Schülerstraße 14 32756 Detmold

Tel.: 05231 – 23072
Fax.: 05231 – 22978
email: gemeindeamt@detmold-lutherisch.de

———————————————————–

Detmold und Stiftskirche Corvey in Höxter

12.12.2009, 19:30 UHR – Hochschule für Musik in Detmold

Konzertsaal der HfM in Detmold

Konzertsaal der HfM in Detmold

Weihnachtskonzert mit Werken von Bach und Mozart

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Musica Sacra 2009 findet am Samstag, 12. Dezember 2009, um 19.30 Uhr, im Konzerthaus der Hochschule für Musik Detmold ein großes Weihnachtskonzert statt. Krenare Gashi (Sopran), Barbara Majewska (Mezzosopran
) sowie das Vokal- und Instrumentalsolisten-Ensemble der Barockakademie unter der 
Leitung von Ulrike-Anima Mathé und Gerhard Weinberger gestalten Werke von Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart.

Eine zweite Chance, dieses Konzert zu erleben, haben Musikinteressierte bereits einen Tag später, am Sonntag, 13.12.2009, 17:00 Uhr, in der Stiftskirche Corvey.

Stiftskirche Corvey, Höxter

Das Programm für Detmold + Corvey:

Johann Sebastian Bach: Magnificat BWV 243

Wolfgang Amadeus Mozart: Große Messe c-Moll KV 427

Tickets für Detmold über den Veranstalter HfM:

Hochschule für Musik Detmold, Telefon: 05231-975-5

————————

Für die Stiftskirche Corvey in Höxter:

Kartenbestellungen

Karten: € 28/23/15/10
Ihre Ansprechpartnerin für Informationen
und Kartenbestellungen bei der
Kulturkreis Höxter-Corvey gGmbH:
Jutta Sprenger
Fon +49 (0) 52 71 / 6 81 50 und 69 40 10 · Fax +49 (0) 52 71 / 69 44 00

E-Mail: jsprenger@schloss-corvey.de

Internet: http://www.schloss-corvey.de/cms/51-0-Kartenbestellungen.html

Wie in den vergangenen Jahren bildet das besinnliche Weihnachtskonzert in der Abteikirche den Saisonabschluss in Corvey. Unter der bewährten Leitung von Gerhard Weinberger wird das Vokal- und Instrumentalsolisten-Ensemble der Barockakademie der Hochschule für Musik Detmold wieder ihr Können unter Beweis stellen.

————————————————

Bad Oeynhausen:

Auferstehungskirche am 29.11.2009 um 17.oo Uhr „King’s Singers“

Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen

Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen

Am Nachmittag des ersten Adventssonntags, am 29.11.2009 um 17.oo Uhr, sind zwei aktuelle „Grammy“ – Preisträger in Bad Oeynhausen zu Gast und gestalten in der Auferstehungskirche am Kurpark ein gemeinsames Konzert: unter der Leitung von Bill Dobbins bringen die „King’s Singers“ aus England und die „WDR Big Band Köln“ das bekannte Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in einem neuen musikalischen Gewand zu Gehör.

Die Karten sind ab Montag, dem 2. November in folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich: im Gemeindebüro der Altstadtgemeinde, im Kreiskirchenamt und der „Tourist-Info – Haus des Gastes“ in Bad Oeynhausen sowie im Kulturamt der Stadt Löhne und in der Buchhandlung „Regenwurm“ in Vlotho.

Für Interessierte, die außerhalb des Kirchenkreises Vlotho wohnen, besteht zudem die Möglichkeit des Kartenversandes (Infos dazu unter derTelefonnummer 05731/105301).

————————————————-

Ich wünsche allen Besuchern der Weihnachtskonzerte ein schönes Konzerterlebnis.

Grüsse Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics


Wiederveröffentlichung DVD vier Teile über J.S. Bach von 1985


Hallo Bachfreunde,

lange hat es gedauert diese historischen Filme über das Leben und sein Wirken von J.S. Bach zu erwerben. Es sind hervorragend gemachte Filme von 1985 aus der DDR-Produktion an Originalschauplätzen gedreht. Die Sendungen im DDR-Fernsehen waren ein Renner und können nun digitalisiert als DVD im ARD-Shop erworben werden, darauf habe ich lange gewartet und werde sie mir umgehend besorgen. Die Qualität dieser Filme stellt alles bisher da gewesene in den Schatten und wurden von den Kritikern und Besuchern in höchsten Tönen gelobt…!!

Historische DVD von 1985 DDR J.S. BachDVD von 1985 DDR-Film über J.S. Bach

Erscheinungsdatum: 20.11.2009

DVD GG 25 – Johann Sebastian Bach aus DDR TV-Archiv

EUR 22,95  – für eine Vorab-Bestellung

Laufzeit: ca. 415 Min.

Ausgezeichnet mit dem Kritikerpreis für den besten Fernsehfilm 1985

Das Genie J. S. Bach – ein lebensfroher, sinnenfreudiger und direkter Mann. Bachs Kompositionen sind ein unerschöpflicher Schatz. Seine Überlegenheit und sein freies Spiel riefen bei den Zeitgenossen Begeisterung, aber auch Verwirrung und Neid hervor.

Alle 4 Teile digital restauriert

FSK: ab 6 Jahren
Erschienen bei: ARD ViDEO/SHDM
Produktionsjahr: 1985
Tonformat: Dolby Digital 2.0 Mono
Bildformat: 4:3
Regie: Lothar Bellag
Darsteller: Ferenc Bács, Franziska Troegner, Hans-Jörn Weber, Arno Wyzniewski, Ulrich Thein, Jaroslav Satoransky, Ralf Lehm, Zoltán Gera, Gabor Sárosi, Wolfgang Dehler, Dana Vávrová, Wolfgang Greese, András Kozak, Horst Schulze u.a.
Sprachen: deutsch
Bonusmaterial: Interview mit Darstellerin Franziska Trögner (ca. 10 Min.), Dokumentation über J. S. Bach (ca. 45 Min.), umfangreiches Booklet
Anzahl der Disc: 2

Der Artikel erscheint am 20. November 2009. Es besteht die Möglichkeit der Vorbestellung.

Link zu meiner Partnerseite:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/11/dvd-wiederveroffentlichung-leben-und.html

——————————————————-

Aktualisierung vom 18. November 2009 mit ergänzenden Angaben:

Weiterhin möchte ich auf das „Bach-Magazin“ (BachArchiv-Leipzig) hinweisen.

Link: http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=103

In dem Bach Magazin No: 14 ist ein Artikel über Bachfilme verfasst. Als Pdf sind Auszüge davon hinterlegt:

Textauszüge über Bach-Filme: Bach-Magazin Textauszüge 1

und weiter: Ansicht der Bach-Filme

—————————————————-

 

Grüße
Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Meinungsäußerungen in deutsch – Künstler-Solisten in CD – SDG 159 Katharine Fuge


Hallo,

eine weitere Veröffentlichung der Meinungen zur Bach Cantata Pilgrimage Tour 2000 von der Sopranistin:

Katharine Fuge

veröffentlicht in der CD SDG 159 Vol. 9

Katharine Fuge SopranFoto: Katharine Fuge – Sopran – England

———————————————————

Dieser Künstler-Beitrag wurde von © Alexander Behrens für © “ Volkers Klassikseiten J.S. Bach“ übersetzt. Der Betreiber dieses Blogs Volker Hege erklärt: „Die Genehmigung zur Veröffentlichung des Reisetagebuches wurde durch Sir John Eliot Gardiner am 15.12.2006 in Braunschweig persönlich dem Inhaltverantwortlichen Volker Hege erteilt! (Alle Quellangaben von http://www.monteverdi.co.uk).“ Die Veröffentlichung der Künstlerbeiträge auf dieser Seite erfolgt mit Zustimmung von Monteverdi Productions. In den SDG-Booklets sind diese Beiträge nur englisch abgedruckt.

——————————————————-

Meinungsäußerung zu SDG 159 Vol. 9

Katharine Fuge, Sopran

Als wir Dezember 1999 in Weimar unser Auftaktkonzert zu dieser außergewöhnlichen Reise gaben, wusste ich zugegebenermaßen noch nicht sehr viel von Bach und seiner Musik, und so wirkte sich die Erschließung seines Werks im wöchentlichen Rhythmus unmittelbar auf mein Leben aus. Der kirchliche Dienst war mir (zunächst als Tochter eines Vikars, später als Ehefrau eines Organisten) vertraut; entsprechende Faszination hatte es für mich, dem liturgischen Jahreslauf aus dem Blickwinkel des lutheranischen Kirchenmusikers und Thüringers, der Bach war, zu folgen.

Woche für Woche erhielten wir zusammen mit unseren Stimmen auch die Lesung für den betreffenden Sonntag sowie Informationen über den persönlichen Lebenskontext, in dem die betreffenden Kantaten jeweils entstanden waren. So erfuhren wir etwa, dass sich zu einer Zeit ein besonders versierter Trompeter in der Stadt aufhielt, ein anderes Mal hatte Bach gerade den Tod eines seiner Kinder zu verkraften. Als etwas Besonderes fühlte es sich an, in Gebäuden und Städten Musik zu machen, die Bach schon gesehen hatte, und unvergessen blieb unser erster Leipzig-Aufenthalt im Januar 2000, als wir zwei Kantaten aus dem Weihnachtsoratorium in der Nikolaikirche sangen, genau an jener Stelle, wo Teile hieraus erstmals erklungen waren.

Zum Zeitpunkt unserer Rückkehr nach Leipzig im Oktober hatte die Pilgrimage uns mittlerweile nach Eisenach geführt, wo Bach geboren und getauft wurde, nach Arnstadt, Halle, Mülhausen und schließlich Köthen, wo er als Kapellmeister wirkte. Beim Spazieren durch die Straßen Leipzigs erschien vor meinen Augen das Bild eines tüchtigen Kantors, wie er mit fliegender Robe von Kirche zu Kirche eilt, jemand, der einfach seinen Dienst verrichtet. Besonders ergriffen hat mich der Moment, in dem wir um das Grab des Meister versammelt den Sterbebettchoral sangen. In dem Maße, wie das Jahr voranschritt, wuchs auch unsere Vertrautheit mit der musikalischen Sprache Bachs, mit den Tücken und Freuden, die das Deutsche für uns Sänger bereithielt und mit der tiefen Spiritualität und Menschlichkeit dieses außergewöhnlichen Menschen.

© Übersetzung: Alexander Behrens

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen



Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Meinungsäußerungen in deutsch – Künstler-Solisten in CD – SDG 153 Vol. 20


Hallo,

eine weitere Veröffentlichung der Meinungen zur Bach Cantata Pilgrimage Tour 2000 von der Altistin:

Wilke te Brummelstroete

veröffentlicht in der CD SDG 153 Vol. 20

Wilke te Brummelstroete - Alt, NiederlandeFoto: Wilke te Brummelstroete – Alt, Niederlande

——————————————————–

Dieser Künstler-Beitrag wurde von © Alexander Behrens für © „Volkers Klassikseiten J.S. Bach“ übersetzt. Der Betreiber dieses Blogs Volker Hege erklärt: „Die Genehmigung zur Veröffentlichung des Reisetagebuches wurde durch Sir John Eliot Gardiner am 15.12.2006 in Braunschweig persönlich dem Inhaltverantwortlichen Volker Hege erteilt! (Alle Quellangaben von http://www.monteverdi.co.uk).“ Die Veröffentlichung der Künstlerbeiträge auf dieser Seite erfolgt mit Zustimmung von Monteverdi Productions. In den SDG-Booklets sind diese Beiträge nur englisch abgedruckt.

—————————————————–

Meinungsäußerung zu SDG 153 Vol. 20

Wilke te Brummelstroete, Alt

Meine Gesangskarriere begann im Chor der Niederländischen Bachvereinigung. In der schönen Naarden-Vesting erlebte ich mit ihm meine erste Aufführung der Bach’schen Matthäuspassion als Chor-Alt. Die in der monumentalen Festungsstadt errichtete Grote Kerk mit dem Weihnamen St. Vitus bietet seit 1922 jeden Karfreitag die Kulisse für eine (abgesehen von einer zweistündigen Mittagspause ganztätig zelebrierte) Matthäuspassionsaufführung, zu der traditionell die niederländische Regierung vollzählig anwesend ist.

Die großartige Akustik und die wunderbar heitere Atmosphäre berührten mich tief und weckten in mir den Wunsch, eines Tages hier als Solistin zurückzukehren. Mit der Solokarriere kamen neue Träume; einer von ihnen war, unter John Eliot singen zu können, dessen Arbeit ich so sehr bewunderte. Wie glücklich ich war, als dieser mich zur Bach Cantata Pilgrimage einlud! Plötzlich war es so weit, ich sah mich in Naarden unter seinem inspirierenden Dirigat eine Bachkantate singen. Was für eine Erfahrung!

Die Interpretation von John Eliot fügte sich mit ihrer Tiefe, Intensität, Inspiration und ihrem Traditionsgeist so gut in die Schönheit der Kirche ein. Alles diente dem Text und der Musik. Und als sollte das noch nicht genug sein, erhielten wir für eine weitere Kantatenaufführung im Londoner St. Giles Cripplegate den Gramophone Record of the Year 2005 – für mich wurde ein Traum wahr.

© Übersetzung: Alexander Behrens

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

J.S. Bach Kantaten zum 18. Sonntag nach Trinitatis – Rilling-Aufnahmen


Liebe Kantaten-Freunde!

Ein kleines Bach-Fest findet immer wieder als sonntägliches Kantate-Hören statt. Dieses ZURKENNTNISNEHMEN von Bachs allsonntaglichem Allgemeingut scheint mir hier oft zu kurz zu kommen!

Heute morgen stellen sich-, mit einer überraschenden Perspektive, die beiden Kantaten zum 18.So nach Trinitatis BWV 169 und BWV 96 vor.

Zuerst: Die Macht des Eingangschorals von BWV 96, die bereits ein wenig Christ-Geburts-Atmosphäre anmoduliert. Später-, das individuelle Festlegen meiner Selbstsicherheit auf Gott in der Alt-Solokantate BWV 169

Der Cantus firmus des Eingangschors – in langen Notenwerten vorgetragen – ist wirklich ein in den Alltag tragendes Fundament, das durch ein Horn verstärkt wird.

Hört, hört bereits !!!-, die Figuration des Morgensterns mit seinem glänzenden Flimmern..

Majestätisch und dennoch bescheiden in ihrer Abbildung der vollen, prallen Tonmacht die Rilling-Aufnahme. Leider liegt mir die Gardiner Aufnahme in SDG 9 nicht vor. Hätte beide gerne verglichen!

Ich wünsche Euch allen im Forum, das ihr die Macht des sonntäglichen Kantaten-Hörens vorneanstellt.

Gruß

@Wolfgang

Einen gesegneten 18.So nach Trinitatis

Gruß @Wolfgang

————————————————

Hier Hörproben von SDG

SDG159

SDG159

Nachstehend die Hörporben „Stream Audio“ anklicken

SDG 159 Vol. 9  disc 1 –

1.  Bringet dem Herrn Ehre seines Namens BWV 148
– no. 1 Coro

Stream Audio

14.  Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden
– BWV 47 no. 1 Coro

Stream Audio
SDG 159 disc 2 –

5.  Bald zur Rechten, bald zur Linken BWV 96
– no. 5 Aria: Bass
soloist: Gotthold Schwarz


Stream Audio

11.  Alt Stirb in mir BWV 169
– no. 5 Aria: Alto
soloist: Nathalie Stutzmann

Stream Audio


Play the bit stream tracks with your media player (Real Player). To get a media player click on the icon below.

Cantatas for the for the Seventeenth Sunday after Trinity

BWV 148 – Bringet dem Herrn Ehre seines Namens
BWV 114 – Ach, lieben Christen, seid getrost
BWV 47 – Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden
BWV 226 – Motet: Der Geist hilft unser Schwachheit auf

(recorded: Allhelgonakyrkan, Lund)

Soloists: Katharine Fuge | Frances Bourne
Robin Tyson | Charles Humphries
Mark Padmore | Stephen Loges

Cantatas for the Eighteenth Sunday after Trinity

BWV 96 – Herr Christ, der ein’ge Gottessohn
BWV 169 – Gott soll allein mein Herze haben
BWV 116 – Du Friedefürst, Herr Jesu Christ
BWV 668 – Chorale: Vor deinen Thron tret’ ich hiermit

(recorded: Thomaskirche, Leipzig)

Soloists: Katharine Fuge | Nathalie Stutzmann
Christoph Genz | Gotthold Schwarz

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

Click here for a French Translation of the sleeve notes.

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

Click here for the English sleeve notes.

Close Window

© 2009 Soli Deo Gloria, all rights reserved

Radio-Tipps mit Klassischer Musik für die KW 40 in 2009


Hallo,

die Radio-Tipps mit „Klassischer Musik“ für die 40. KW in 2009. Hervorheben möchte ich die Sendung auf MDR-Figaro am Montag, 28. September 2009 um 20:00 Uhr. Es ist ein Konzert-Mittschnitt vom „Magdalena Consort“ in der Bachkirche in Arnstadt vom 23.7.2009 im Rahmen des MDR-Musiksommers 2009 „Bach und seine Städte“.

———————————————-

Generell noch einmal der Link, wo eigentliche ALLE Radiostationen mit Websites und Direktlinks zu Livestreams zu finden sind:

Link:
http://www.listenlive.eu/

——————————————–

Samstag, 26.9.2009
WDR
19-20 Uhr

Vesper – Erzengel Michael

Hieronymus Praetorius

Dum praeliaretur Michael
Weser-Renaissance Bremen
Leitung: Manfred Cordes

Johann Caspar Ferdinand Fischer
Gloria aus: Missa Sancti Michaelis Archangeli
Veronika Winter und Jenny Haecker, Sopran,
Henning Voss, Altus
Nils Giebelhausen, Tenor
Matthias Gerchen, Bass
Kammerchor der MarienKantorei Lemgo
Handel’s Company
Leitung: Rainer Johannes Homburg

Georg Philipp Telemann
Siehe, es hat überwunden der Löwe
Susanne Gorzny, Sopran
Henning Voß, Altus
Ralph Eschrig, Tenor
Matthias Vieweg, Bass
Weimarer Barockensemble
Leitung: Michael Scholl

Matthias Weckmann
Es erhub sich ein Streit
Greta de Reyghere und Jill Feldman, Sopran
James Bowman, Countertenor
Guy de Mey, Tenor
Max van Egmond, Bass
Johan Huys, Orgel
Capella Sancti Michaelis
Ricercar Consort
Leitung: Erik van Nevel

Johann Adolf Scheibe
Der Engel des Herrn

Kantate zum Michaelisfest
Ann Monoyios, Sopran
David Cordier, Altus
Wilfried Jochens, Tenor
Harry van der Kamp, Bass
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Max, Hermann

Sonntag, 27.9.2009
DKultur

15-17 Uhr
Interpretationen

»Welt und Geist«

Felix Mendelssohn Bartholdys Reformationssinfonie und »Lobgesang«

Moderation: Volker Hagedorn
20-22 Uhr
Musikfest Bremen 2009

Aufzeichnung vom 7.9.09

Felix Mendelssohn Bartholdy

Sinfonie Nr. 3 a-moll op. 56 »Schottische«

ca. 20.45 Konzertpause

Felix Mendelssohn Bartholdy

»Die erste Walpurgisnacht«, Ballade für Soli, Chor und Orchester op. 60

Laia, Cortés, Maximilian, Schmitt, Florian Boesch, Matthew Brook

Collegium Vocale Gent

Coro dell’Accademia Chigiana

Orchestre des Champs-Élyssées

Leitung: Philippe Herreweghe

HR2

20-22 Uhr
Weilburger Schlosskonzerte: Concerti di Flauti
Virtuose barocke Kammerkonzerte für vier Blockflöten und Basso continuo
Werke von Vivaldi, Telemann, Bach, Schickhardt, Loeillet u.a.

(Aufnahme vom 19. Juli 2009 aus der Oberen Orangerie)
Die vier renommierte Blockflötisten der jüngeren Generation Daniel Koschitzki, Dorothee Oberlinger, Andrea Ritter und Maurice Steger hauchen dem selten gehörten barocken Repertoire für vier Blockflöten und Basso continuo ihren ganz persönlichen Atem ein. Glanzvoller Prunk und virtuose Brillanz stehen im Mittelpunkt dieses Programms, in dem die vier Blockflötenvirtuosen die musikalischen Zentren des barocken Europas bereisen. So ergänzen sich die Meisterschaft deutscher Kontrapunktik, französische Süffisanz und italienische Tiraden zu einem prächtigen Klanggemälde. Ist jeder der vier Musiker bereits als Solist ein besonderes Erlebnis, so entfacht sich in den vierstimmigen Barockkonzerten ein Feuerwerk an spritzigen Dialogen, aberwitzigen Kaskaden, wagemutigen Girlanden und spannenden Überraschungsmomenten. Mit dem Cembalisten Alfred Gross und dem Gambisten Michael Spengler stehen ihnen zwei äußerst versierte Barockspezialisten internationalen Renommees zur Seite.

Montag, 28.9.2009

MDR-Figaro
20:00-22:00 Uhr

MDR Musiksommer – Bach und seine Städte
Johann Sebastian Bach:
– „Wer da gläubet und getauft wird“, Kantate BWV 37
– „Christ unser Herr zum Jordan kam“, Kantate BWV 7
– Missa G-Dur BWV 236

Gillian Keith, Sopran
Robin Blaze, Altus
James Gilchrist, Tenor
Peter Harvey, Bass
Magdalena Consort
(Aufzeichnung vom 23.07.2009, Bachkirche Arnstadt)

MDR FIGARO über Internet hören

Das Online-Radio für Ihren Player

Link: Zum Livestream

http://www.mdr.de/mdr-figaro/524774.html

Dienstag, 30.9.2009
BBC
19-21:15 Uhr
Performance
In a concert given at Kings Place in London, Kati Debretzeni directs the Orchestra of the Age of Enlightenment with Lorna Anderson (soprano) and Richard Lester (cello) in Baroque concertos and Vivaldi’s hauntingly beautiful motet Nulla in mundo pax.

Lorna Anderson (soprano)
Richard Lester (cello)
Orchestra of the Age of Enlightenment
Kati Debretzeni (director/violin)

Corelli: Concerto grosso in D, Op 6 No 4
Handel: Arias (Il trionfo del tempo e del disinganno)
Vivaldi: Violin Concerto in D (Il grosso Moghul)
Torelli: Concerto grosso in C minor, Op 6
Vivaldi: Cello Concerto in A minor, RV420
Locatelli: Introduzione teatreale in G, Op 4 No 4
Vivaldi: Nulla in mundo pax, RV630

WDR3

Konzert

Dienstag, 29. September 2009 um 20:05 Uhr

Konzert live vom Beethovenfest Bonn 2009

Pierre-Laurent Aimard

Klavierwerke von Beethoven
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 4 G-dur, op. 58 / Klavierkonzert Nr. 5 Es-dur, op. 73
Chamber Orchestra of Europe, Solist und Leitung:

Übertragung aus der Beethovenhalle

—————————————————-

Nicht vergessen, Montag, 28.9.2009 ab 20:00 Uhr, – das Highlight – MDR-Figaro einschalten mit dem Magdalena Consort…!!

Viel Spass beim Hören.

Grüße

Volker

Label – Soli Deo Gloria – CD SDG 162 Vol. 13 vor der Veröffentlichung


Hallo,

Label – Soli Deo Gloria – veröffentlicht bereits die Advents-Weihnachts-CD SDG 162 Vol. 13 mit Aufnahmen aus der Kirche St. Maria im Kapitol, Köln und der Michaeliskirche in Lüneburg von der Bach Cantata Pilgrimage 2000-Tour. Lieferbar ab Oktober 2009.

Forthcoming Releases

NEW RELEASE DUE LATE OCTOBER 2009

Previous releases in both series have received phenomenal press coverage and tremendous reviews for performance, sound quality and packaging.

SDG 162 Volume 13 (2 cds) contains:

SDG162Cantatas for the for the First Sunday in Advent

BWV 61 – Nun Komm, der Heiden Heiland I BWV 62 – Nun Komm, der Heiden Heiland II BWV 36 – Schwingt freudig euch empor (recorded: St. Maria im Kapitol, Köln) Soloists: Joanne Lunn | William Towers Jan Kabow | Dietrich Henschel Cantatas for the Fourth Sunday in Advent BWV 70 – Wachet! betet! betet! wachet! BWV 132 – Bereitet die Wege, bereitet die Bahn! BWV 147 – Herz und Mund und Tat und Leben (recorded: Michaeliskirche, Lüneburg) Soloists: Brigitte Geller | Michael Chance Jan Kabow | Dietrich Henschel The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

The illustrious, multi-award winning Bach Cantatas series on SDG continues with volume 13 in the series. It features Cantatas for the first and fourth Sunday in Advent and was recorded live in December 2000.

We join John Eliot Gardiner, the Monteverdi Choir and English Baroque Soloists on their Bach Cantata pilgrimage for a concert of Bach’s Advent cantatas, performed in the largest of the Romanesque churches in Cologne, St. Maria im Kapitol (St. Mary in the Capital). Besides the festive allure they have in common, all three of Bach’s surviving cantatas for Advent (BWV 61, 62 and 36) display a sense of excitement at the onset of the Advent season. This is a time of anticipation and waiting, and an opportunity for congregations to turn away from all those self-absorbed feelings of guilt, fear, damnation and hellfire that dominated the final Sunday of the Trinity season.

This sense of having at last turned a corner is summed up in the radiantly benignaccompagnato for soprano and alto ‘Wir ehren diese Herrlickkeit’, the penultimate movement of BWV 62 Nun Komm, der Heiden Heiland II (Come now, Saviour of the Gentiles). The successive stages of Advent and the different perspectives these give on Jesus’ incarnation are perhaps most clearly marked in Bach’s early version of BWV 61Nun komm, der Heiden Heiland I . The programme ends with BWV 36 Schwingt freudig euch empor (Soar joyfully aloft), a large-scale work divided into two parts, the first of which would have been performed before the sermon, the second afterwards. The opening chorus, as befits the season, is joyous, and is described by Gardiner as a spiritual madrigal – “capricious, light-textured and deeply satisfying”.

The final European leg of the year-long pilgrimage takes us to the atmospheric Michaeliskirche in Lüneburg where we join John Eliot and his musical forces in a concert of three of Bach’s most gripping church cantatas. The programme begins with BWV 70 Wachet! betet! betet! wachet! (Watch! pray! pray! watch!) in the musical form in which this cantatas has survived – the expansion that Bach made for performance in Leipzig on 21 November 1723 of the shorter, six-movement Advent piece composed seven years earlier in Weimar (BWV70a), of which only three upper parts survive. We then hear one of Bach’s earliest cantatas, BWV 132 Bereitet die Wege, bereitet die Bahn! (Prepare the way, prepare the path), an intimate work scored for four voices, oboe, bassoon, strings and continuo consisting of two recitatives, three arias and a final chorale. The concert ends with BWV 147 Herz und Mund und Tat und Leben (Heart and Mouth, Deeds and Life), the best known of Bach’s reworkings of an earlier Weimar cantata. The pre-Christmas excitement is captured in the glorious opening chorus by the fanfare-like opening section for orchestra.

HörprobenHörproben SDG 162

DG 162 disc 1 –

1.  Nun komm, der Heiden Heiland BWV 61
– no. 1 Coro (Ouverture)

Stream Audio

19.  Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen BWV 36
– no. 7 (Aria): Soprano
soloist: Joanne Lunn

Stream Audio

SDG 162 disc 2 –

1.  Wachet! betet! betet! wachet! BWV 70
– no. 1 Coro

Stream Audio

12.  Bereitet die Wege, bereitet die Bahn! BWV 132
– no. 1 Aria: Soprano
soloist: Brigitte Geller

Stream Audio

Cantatas for the for the First Sunday in Advent

BWV 61 – Nun Komm, der Heiden Heiland I
BWV 62 – Nun Komm, der Heiden Heiland II
BWV 36 – Schwingt freudig euch empor

(recorded: St. Maria im Kapitol, Köln)

Soloists: Joanne Lunn | William Towers
Jan Kabow | Dietrich Henschel

Cantatas for the Fourth Sunday in Advent

BWV 70 – Wachet! betet! betet! wachet!
BWV 132 – Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!
BWV 147 – Herz und Mund und Tat und Leben

(recorded: Michaeliskirche, Lüneburg)

Soloists: Brigitte Geller | Michael Chance
Jan Kabow | Dietrich Henschel

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

Click here for a French Translation of the sleeve notes.

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

Click here for the English sleeve notes.

Close Window

© 2009 Soli Deo Gloria, all rights reserved


Gruß

Volker

P.S. Aktualisiert am 24.9.2009 um 21:45 h

Es gibt seit dem 23.9.2009  eine offizielle Präsentation vom Label Soli Deo Gloria auf YouTube. (sdgrecordings) Die erste Veröffentlichung ist das Video vom Bachfest 2008 aus Köthen mit dem Brandenburgischen Konzert.

Link: http://www.youtube.com/user/sdgrecordings

oder

http://www.youtube.com/watch?v=FYWB4R25Gs8#mce_temp_url#

Grüße Volker

Zwei New Releases vom Label – Soli Deo Gloria – erschienen


Hallo,

weitere Veröffentlichungen vom Label – Soli Deo Gloria – sind erhältlich:

Forthcoming Releases

TWO NEW RELEASES DUE LATE SEPTEMBER 2009

Previous releases have received phenomenal press coverage and tremendous reviews for performance, sound quality and packaging.

SDG 707 (2 cds) contains:

SDG707Bach Brandenburg Concertos

Brandenburg Concerto No. 1 in F major, BWV 1046
Brandenburg Concerto No. 2 in F major, BWV 1047
Brandenburg Concerto No. 3 in G major, BWV 1048
Brandenburg Concerto No. 4 in G major, BWV 1049
Brandenburg Concerto No. 5 in D major, BWV 1050
Brandenburg Concerto No. 6 in B flat major, BWV 1051

Kati Debretzeni | The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

“You can hand the palm to Vivaldi for the mysterious pathos of [Bach’s] slow movements and the surface brilliance of his foot-tapping rhythms, but when it comes to hitting a propulsive rhythmic groove, no-one is a match for JS Bach.“ – John Eliot Gardiner (excerpt from John Eliot Gardiner’s notes)

John Eliot Gardiner and his superb period-instrument chamber orchestra, English Baroque Soloists, record their unique interpretation of Bach’s Brandenburg Concertos for the very first time.

Gardiner only conducts two of the six concertos. The responsibility of performing the remaining four is left to the hand-picked musicians of the English Baroque Soloists led by the brilliant, Kati Debretzeni, a true Konzertmeisterin and the inspirational presiding virtuoso of this project.

This recording follows a phenomenal 11-concert residency at the Spitalfieds Music Winter Festival in December 2008 and January 2009. John Eliot Gardiner led the English Baroque Soloists and the Monteverdi Choir in performances of JS Bach’s Christmas Oratorio, Brandenburg Concertos and Motets. Every concert was well received by public and press alike, with standing ovations from the sell-out audiences and high critical acclaim:

“Gardiner encouraged rampaging exuberance from his excellent horns, subtle dynamic variations from oboes and strings, and some unusually complex phrasing…delivered with such conviction.” – The Times

The six “Brandenburg” Concertos, described by Bach as ‘Concertos for several instruments’, are widely regarded as among the finest musical compositions of the Baroque. Now considered a benchmark of Baroque music, the concertos still have the power to move people almost three centuries later.

The booklet includes a long note by John Eliot Gardiner entitled ‘A conductor-less slant on the Brandenburg Concertos’ and entries by each member of the English Baroque Soloists where they discuss their personal experience of recording the Brandenburg Concertos.

————————-

Eine Bestellung der CD’s ist über den nachstehenden Link möglich:

Link:

http://astore.amazon.co.uk/volsklajsbac-21/detail/B002NCUEZY

oder über meine Partnerseite:

Link:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

———————-

music_display_on_website-icon._V46684973_ Hörproben CD-SDG 707 „Brandenburgische Konzerte“ nachstehend:

SDG 707 disc 1 – Bach Brandenburg Concertos

1.  Concerto No. 1 in F major, BWV 1046
– no. 1 [Allegro]

Stream Audio
13.  Concerto No. 2 in F major, BWV 1047
– no. 3 Allegro assai

Stream Audio
14.  Concerto No. 3 in G major, BWV 1048
– no. 1 [Allegro]

Stream Audio
SDG 707 disc 2 – Bach Brandenburg Concertos

2.  Concerto No. 4 in G major, BWV 1049
– no. 2 Andante

Stream Audio
6.  Concerto No. 5 in D major, BWV 1050
– no. 3 Allegro

Stream Audio
9.  Concerto No. 6 in B flat major, BWV 1051
– no. 3 Allegro

Stream Audio

Play the bit stream tracks with your media player (Real Player). To get a media player click on the icon below.

———————————————————-

SDG 177 – Eternal Fire (1 cd) contains:

SDG177
Bach Choruses

BWV 34 – O ewiges Feuer
BWV 103 – Ihr werdet Weinen
BWV 80 – Ein feste Burg
BWV 178 – Wo Gott der Herr nicht bei uns haelt
BWV 101 – Nimm von uns, Herr
BWV 39 – Brich den hungrigen dein Brot
BWV 12 – Weinen Klagen Sorgen Zagen
BWV 176 – Es ist ein trotzig
BWV 19 – Es erhub sich ein Streit
BWV 27 – Wer weisst wir nah emir mein Ende
BWV 20 – O Ewigwkeit du Donnerwort
BWV 186 – Aergre dich, o Seele, nich
BWV 95 – Christus der ist mein Leben
BWV 8 – Liebster Gott

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

SDG is proud to present its first compilation, featuring a superb collection of the greatest choruses from the award-winning Bach Cantatas series, hand picked by world renowned conductor John Eliot Gardiner.

On Christmas Day 1999 a unique celebration of the new millennium began in the Herderkirche in Weimar, Germany: the Monteverdi Choir and English Baroque Soloists under the direction of Sir John Eliot Gardiner set out to perform all Johann Sebastian Bach’s surviving church cantatas in the course of the year 2000, the 250th anniversary of Bach’s death.

The fourteen choruses heard here were recorded during the course of the Pilgrimage and each exhibit clearly Bach’s depth, originality and incomparable genius.

Jonathan Freeman-Attwood in the booklet note describes each chorus as a masterpiece in its own right and that each displays “an almost unfathomable emotional range wedded to intellectual depth and layered with tireless invention, meaning and beauty.”

‘Eternal fire’ is the perfect introduction to the glory and grandeur of Bach’s wonderful choral universe. An essential purchase for lovers of Bach and classical music.

To sign up for all future releases, click here to visit our online shop.

To join our mailing list and receive advance notice of new releases and special offers,
click here.

__________________________

music_display_on_website-icon._V46684973_Hörproben von der SDG-CD 177 nachstehend:

SDG 177 – Eternal Fire – Bach Choruses

1.  O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe I BWV 34
– (1746/7) no. 1 Coro
Stream Audio
2.  Ihr werdet weinen und heulen BWV 103
– (1725) no. 1 Coro

Stream Audio
7.  Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen BWV 12
– (1714/24) no. 2 Coro

Stream Audio
9.  Es erhub sich ein Streit BWV 19
– (1726) no. 1 Coro

Stream Audio
10.  Wer weiß, wie nahe mir mein Ende? BWV 27
– (1726) no. 1 Coro

Stream Audio
11.  O Ewigkeit du Donnerwort I BWV 20
– (1724) no. 1 Coro

Stream Audio

Play the bit stream tracks with your media player (Real Player). To get a media player click on the icon below.

___________________________

Ein wichtiger Hinweis:

Mitglieder der Monteverdi-Verschickungsliste erhalten einen Rabatt-Code per E-Mail zugesandt und ist bei der Bestellung im Shop anzugeben…!!

___________________________

Grüße

Volker


Vorstellung CD SDG 104 Vol. 8 vom Label – Soli Deo Gloria


Hallo,

eine Vorstellung dieser bereits veröffentlichten CD SDG 104 – Vol. 8 fehlt im Forum und hole es schleunigst nach.

Ein Meisterstück in Sachen Bachkantaten hat Gardiner mit dieser Einspielung erzielt…!!

Jede Kantate dieser Doppel-CD ist ein Volltreffer!


Cover: CD-SDG 104 – Vol. 8

Link:

CD über meine Partnerseite im amazon aStore: Volume 8: Bremen & Santiago

  • Kantaten für den 15. und 16. Sonntag nach Trinitatis:
  • ———————————————————

CD eins: Aufführungsort:

Bremen, Kirche „Unser Lieben Frauen am 28.9.2000

Warum betrübst Du dich mein Herz BWV 138
Was Gott tut, das ist wohlgetan BWV 99 + 100
Jauchzet Gott in allen Landen BWV 51

Soloists: Malin Hartelius; Sopran, William Towers; Alto,

James Gilchrist; Tenor, Peter Harvey; Bass

———————————————————–

CD zwei: Aufführungsort:

Santo Domingo de Bonaval in Santiago de Compostela, Spanien

am 7.10.2000

Komm, Du süße Todesstunde BWV 161
Wer weiß, wie nahe mir mein Ende? BWV 27
Liebster Gott, wenn werd ich sterben? BWV 8
Christus, der ist mein Leben BWV 95

Soloists: Katharine Fuge; Sopran, Robin Tyson; Alto,
Mark Padmore; Tenor, Thomas Guthrie; Bass.
The Monteverdi Choir;
The English Baroque Soloists; John Eliot Gardiner

——————————————————–

——————————————————

Gruß

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Radiotipps für die KW 38 in 2009


Hallo zusammen,

ich hatte Euch in einem Kommentar ein Highlight für die nächste Woche versprochen. Hier kommen also meine Tipps für die nächste Woche:

Foto-Link zu BBC3 Klassik Gardiner EBS

Foto-Link zu BBC3 Klassik Gardiner EBS

Generell noch einmal der Link, wo eigentliche ALLE Radiostationen mit Websites und Direktlinks zu Livestreams zu finden sind:

Link:
http://www.listenlive.eu/

13.9.2009
drs2 (Schweiz)
9-9:30 h

Johann Sebastian Bach: Es erhub sich ein Streit. Kantate zum Michaelisfest. BWV 19
Die Apokalypse berichtet, wie eine Schar rebellierender Engel sich unter ihrem Anführer Lucifer gegen Gott erhob, vom Erzengel Michael und seinen Herrscharen aber niedergeschlagen wurde. Dieses himmlische Ereignis wurde in Leipzig jeweils am 29. September mit dem «Michaelisfest» gefeiert, zu dem Johann Sebastian Bach insgesamt drei Kantaten schrieb. «Es erhub sich ein Streit» brilliert mit einem kriegerischen Eingangschor.

14.9.2009
MDR
20-22:00 h

Georg Friedrich Händel: Ausschnitte aus den Oratorien „Israel in Egypt“, „Solomon“, „Joshua“ und „Saul“
Felix Mendelssohn Bartholdy:
– Ausschnitte aus „Elias“
– „Kyrie, Gloria und Sanctus“
– „Mache dich auf, werde Licht“ und „Wachet auf! Ruft uns die Stimme“ aus dem Oratorium „Paulus“
– Psalm 114 „Da Israel aus Ägypten zog“
– Hymne „Hear my prayer“
MDR Rundfunkchor, MDR Sinfonieorchester, Leitung: Howard Arman
(Aufzeichnung vom 15.08.2009, Frauenkirche Dresden)

15.9.2009
RBB
20-21:00 h

KLASSIK-WERKSTATT
mit Clemens Goldberg
Bach hören
Klavierpartiten 3-4

17.9.2009   Das absolute Highlight für diese Woche
BBC
19-21:15 h

John Eliot Gardiner has been conducting the vocal works of Bach across the world for many years to great acclaim, and here he brings his choral and orchestral forces to the 2009 Edinburgh Festival.

With the sacred concerto by Johann Christoph Bach, a piece held in regard by his nephew Johann Sebastian, followed by the first Part of Handel’s oratorio Israel in Egypt, which contains some moving choruses and highly descriptive depictions of the Plagues.

Bach’s cantatas are some of his most dramatic sacred works, and the works which follow, composed for the Feast of St Michael and All Angels, are no exception.

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner (conductor)

Johann Christoph Bach: Es erhub sich ein Streit
Handel: Exodus (Israel in Egypt, Part 1)
Bach: Herr Gott, dich loben wir, BWV 130; Es erhub sich ein Streit, BWV 19; Nun ist das Heil und die Kraft, BWV 50

http://www.bbc.co.uk/programmes/b00mm2pl
Hier ist dann auch der LISTEN-Button zu finden.

Ein schönes Wochenende, eine musikreiche Woche
Barbara

Rezension-Besprechung: CD’s von SDG 153 – Vol. 20 veröffentlicht vom Label Soli Deo Gloria im März 2009


Hallo,

nach langer Zeit nun meine Rezension von SDG 153, Vol. 20 / Aufführungsort: Grote Kerk, Naarden-Holland am 20.02.2000 und Southwell Minster, Nottinghamshire – England, am 27.2.2000.

Cover: SDG 153 Vol. 20

Cover: SDG 153 Vol. 20

C D – eins –

Cantatas for Septuagesimae (4. Sonntag nach Epiphanias)

BWV 144 – Nimm, was dein ist, und gehe hin
BWV 84 – Ich bin vergnügt mit meinem Glücke
BWV 92 – Ich hab in Gottes Herz und Sinn

(Aufführung: am 20.02. 2000 in Grote Kerk, Naarden-Holland)

Soloists: Miah Persson, Sopran | Wilke te Brummelstroete, Alt
James Oxley, Tenor | Jonathan Brown, Bass

———————————————————

Grote Kerk Naarden-Holland

Foto: Grote Kerk, Naarden-Holland

—————————————————————————–

  • CD-Bestellung über amazon.uk
  • CD-Bestellung über amazon.de über meine Partnerseite:

——————————————————————————-

Rezension CD – e i n s :

Kantate: BWV 144 – Nimm, was dein ist, und gehe hin

(Kantate 4. Sonntag nach Epiphanias – Septuagesimae)

Die Kantate entstammt dem ersten Leipziger Amtsjahr Bach’s und erlebte am 6. Februar 1724 ihre erste Aufführung. Ihre Echtheit ist zuweilen angezweifelt worden, – jedoch zu Unrecht; denn das originale Quellenmaterial erweist Bach’s Autorenschaft eindeutig. Bach seine Komposition verzichtet weitgehend auf das konzertante Element. Der Eingangssatz ist eine Motettenfuge mit colla parte geführten Instrumenten – 2 Oboen und Streicher – und teilweise selbständigem Continuo.*)

Wie aus dem Nichts – ohne das geringste instrumentale Vorspiel – schleudern die Tenorstimmen das Motto: „Nimm was dein ist, und gehe hin“ – hervor bevor der Beginn einer fugierten Motette, in der zwei Oboen und Streicher über einen teilweisen unabhängigen Basso continuo die Gesangslinien verdoppeln. Dann, eine traurige und eine zarte Alt-Arie von Wilke te Brummelstroete. Hervorragend interpretiert sie diesen immer wieder in der Kantate zu hören Text: „Nimm, was dein ist….“

Miah Persson (Sopran) interpretiert die Gefühle sehr schön. Sie  nutzt geschickt die Nuancen aus – die betörend klingende Oboe im Dialog mit der Stimme verleiht der Arie einen zurückhaltenden und doch elegischen Glanz. Ebenfalls Glanzlichter setzt der Chor in Satz 3 und sechs und verleiht dieser Kantateneinspielung das Prädikat: wunderbar….!!


Kantate: BWV 84 – Ich bin vergnügt mit meinem Glücke

Bach hat den Text höchstwahrscheinlich zum 9. Februar 1727 komponiert. Die Bestimmung der Bach’schen Komposition für eine einzige Solostimme, zu der nur im Schlusschoral der Chor hinzutritt, hat ihr die bei Bach sonst seltene Bezeichnung „Cantata“ eingebracht. Man hat aus dieser Solobesetzung sowie aus der bereits erwähnten Umdichtung darauf schließen wollen, dass es sich bei diesem Werk nur um eine geistliche Hausmusik Bach’s, etwa für Anna Magdalena Bach, handele – gewiss zu Unrecht, wie schon die Bestimmung für den Sonntag Septuagesimae erkennen lässt.

Der aktuell zu vertonende Text, der auf Bachs Schreibtisch lag, basiert ebenfalls auf dem Gleichnis vom Weinberg, auch wenn diesmal nicht von den missgestimmten Arbeitern die Rede ist, sondern von „Meinem Glücke, das mir der liebe Gott beschert“. Bei der Vertonung hat Bach die geringen aufgewendeten Mittel – zum Solosopran treten als Instrumente eine Oboe, Streicher und Continuo – mit viel Sinn für die sich bietenden Abwechslungsmöglichkeiten eingesetzt. Die Eingangsarie verlangt das volle Instrumentarium. *)

Das BWV 84 beginnt in einer anderen Stimmung, auch wenn im dramatischen Kontex sich eine gleiche Richtung abzeichnet wie in der vorhergehende Kantate. Der Dialog zwischen dem Sopran und Oboe, mit beseelt aufspielenden Streichern begleitet, nimmt hier einen anderen und weniger unterwürfigen Ton an. Das ist ein Werk für Solo-Sopran, und Miah Persson gelingt es, eine große emotionale Bandbreite zu nutzen, das Highlight ist die Arie „Ich esse mit Freuden mein weniges Brot“. Dann, nach diesen Wirren – bietet der letzte A-cappella-Choral, diesbezüglich zur Linderung einen sehr geglückten Moment der Ruhe, atemberaubend, wie der Chor das gesanglich meistert.

Kantate: BWV 92 – Ich hab in Gottes Herz und Sinn

Diese neunsätzige Choralkantate, die Bach zum 28. Januar 1725 komponiert hat, liegt Paul Gerhards 12-strophiges Lied (1647) zugrunde. Die ausgedehnte Dichtung mag die Ursache gewesen sein, dass auch die Kantate ungewöhnlich lang geworden ist. Zu Beginn des großangelegten Eingangssatzes konzertieren zwei Oboi d’amore und Streicher im Wechsel. Ihre Thematik ist unabhängig von der Choralweise, die nach Beendigung des Einleitungsritonells vom Sopran zeilenweise in langen Notenwerten vorgetragen wird (Melodie: „Was mein Gott will, das gscheh allzeit). Die übrigen Singstimmen haben keinen Anteil an der Choralthematik, sondern verbinden sich mit den Streichern zu einem thematisch einheitlichen Imitationsgefüge. *)

Die einleitende Choralfantasie ist sorgfältig ausgearbeitet und weist in den drei einander imitierenden tiefen Stimmen heftige Spannungen auf. Instrumental und stimmlich wird dieser Satz in diesem Sinne zu einem wahren Kleinod vorgetragen, genial, wie Gardiner diese Spannungen erzeugt und sie umsetzen lässt und artet in eine perfekte Bach-Interpretation der Einmaligkeit aus.

Der Bass Jonathan Brown überzeugt in der musikalischen Gestalt an Festigkeit und Standhaftigkeit in seinem Rezitativ: „Es kann mir fehlen nimmermehr“. Besonders wirksam sind die Momente, wenn eine körperliche und geistige Auseinandersetzung  beschrieben wird, wie wenn die Linien „Mich die Wellen schon ergreifen / und ihre Wut mit mir zum Abgrund eilt “ Diese Verse sind eine Anspielung auf die biblische Geschichte von Jona und dem Wal, dessen Echos sind auch als ein Grollen im Continuo dargestellt“. Auch wenn Brown’s Stimme in den tiefen Lagen für diesen Abschnitt die Subtanz fehlt, sind seine Linien klar und durch intensive Vitalität motiviert gezogen.

Die Tenor-Arie, die durch einen feurigen James Oxley interpretiert wird, ist eine meisterhafte Tirade für die ersten Geigen. Die Atmosphäre, die durch den Text und den instrumentalen Linie erstellt wird, ist eine überzeugende Darstellung  – wie die Kraft des starken Armes Gottes seine Einzigartigkeit offenbart und sich als ein unbesiegbares Hindernis gegen den Satan darstellt.

Die Sopran-Arie (Miah Persson) – mit dem „Meinem Hirten bleib ich treu“ ist ein Glanzpunkt an Sangeskunst und in der Instrumentierung. Sie singt so anschaulich und überzeugend von der Treue und wird durch das bejahende Spiel der Oboe und Bc entsprechend beseelend unterstützt. Das berührt und trifft den Hörer im tiefsten seines Inneren und mag ihn vollends überzeugen: „Meinem Hirten bleib ich treu“.

music_display_on_website-icon._V46684973_

Hörprobe: BWV 92 Sopran-Arie Meinem Hirten bleib ich treu

———————————————————–

C D – zwei –

Cantatas for Sexagesimae

BWV 18 – Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
BWV 181 – Leichtgesinnte Flattergeister
BWV 126 – Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

(Aufführung: am 27.02.2000 in Southwell Minster, UK)

Soloists: Gillian Keith, Sopran | Angharad Gruffydd Jones, Sopran
Robin Tyson, Alt | James Gilchrist, Tenor | Stephan Loges, Bass

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

———————————————–

Southwell_Minster_NottinghamshireFoto: Southwell Minster, Nottinghamshire – England

—————————————————————

Rezension CD – z w e i :

Gardiner sagt in seinem Reisetagebuch folgendes zu den 3 Kantaten:

Im Brennpunkt aller drei Kantaten steht die überwältigende Macht des Wortes, das (als geistliches Manna vom Himmel) zum Glauben führt, das Thema des Tagesevangeliums (Lukas 8, 4–15), das in den ersten beiden Werken am Beispiel des Gleichnisses vom Sämann behandelt wird. Selbst an seinen eigenen Maßstäben gemessen widmet sich Bach dieser Herausforderung mit ungewöhnlicher Intensität und Findigkeit. Jede dieser Kantaten zeichnet sich aus durch eine lebendige Bildersprache, fesselnde Dramatik und eine Musik von einer Frische und Kraft, die im Gedächtnis haften bleibt.

—————————————————————————–

Kantate: BWV 18 – Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt

Die Entstehung dieser Kantate fällt in Bach’s Weimarer Jahre und ist spätestens zum 24. Februar 1715 anzusetzen, – mit größter Wahrscheinlichkeit aber schon ein oder zwei Jahre vorher. Das Bach zwei Fassungen von dieser Komposition überliefert hat liegt in der unterschiedlichen Musizierpraxis in Weimar und Leipzig. Die Weimarer Fassung verlangt an Instrumenten zum Continuo lediglich 4 Violen, Aufführungstonart war g-Moll, jedoch in der gegenüber dem Kammerton um 1 bis 1 1/2 Ton höheren Chortonstimmung. Wenn Bach das Werk daher in Leipzig in a-Moll aufführte, so entsprach das annähernd der Weimarer Tonhöhe. Neu hinzugefügt wurden in der Leipziger Fassung2 Blockflöten. Dies ist die Fassung, in der sich das Werk in der heutigen Musizierpraxis eingebürgert hat. *)

Dazu Gardiner in seinem Tagebuch zu seiner Aufführungsform von BWV 18:

Als Bach die Kantate 1724 in Leipzig wiederaufführen wollte, ergänzte er dieses Streicherensemble

um zwei Blockflöten, zur Verdopplung der beiden hohen Bratschenstimmen, dem sie einen Nimbus geben, der in gewisser Weise dem 4’-Register einer Pfeifenorgel entspricht. Das war die Version, die wir übernommen und vom Weimarer Chorton in g-moll nach a-moll transponiert haben (die Bratschen sind auf A=465 Hz gestimmt, spielen jedoch nach den ursprünglichen, in g-moll notierten Parts).


—————————————————————


Die Kantate beginnt mit einer betörenden einleitenden Instrumental-Sinfonia. The English Baroque Soloists machen aus dieser Einleitung eine nuancierte und leidenschaftliche thematische Einführung in das Kantaten-Werk. Der Satz drei als Rezitativ und Litanei für Tenor, Bass und Chor ist das Herzstück in diesem Werk. James Gilchrist, (Tenor); Stephan Loges, (Bass); der Monteverdi Choir  und das Barockorchester gelingt eine eindrückliche dramatische Litanei -Wiedergabe. Fantastisch, wie hier Gardiner Hand anlegt und seine Protagonisten in der Dramatik und Nuancierung fordert, das ist in sich ein spektakuläre Aufführung geworden die den Hörer begeistert.

Die Sopran-Arie: „Mein Seelenschatz ist Gottes Wort “ erklingt durch Gillian Keith’s mal fröhlich dann zart und als feuriges Bild entsprechend als ein Dankgesang an Gott. Beseelend dazu agiert das stimmlich vorzügliche Orchester.

Kantate: BWV 181 – Leichtgesinnte Flattergeister

Ihre erste Aufführung erlebte die Kantate am 13. Februar 1724. Jedoch scheinen damals noch keine Holzbläser mitgewirkt zu haben; denn die heute vorliegenden Stimmen für je eine Querflöte und Oboe stammen erst von einer wesentlich späteren, nicht sicher datierbaren Wiederaufführung. *)

Mit den „leichtgesinnten Flattergeistern“ sind jene oberflächlichen, wankelmütigen Menschen gemeint. Mann kann nur staunen, wie anschaulich Bach die einzelnen Details des Gleichnisses ausmalt eine zerklüftete Melodieline, von Trillern durchsetzt, eine locker geführte Staccato-Artikulation im tempo vivace und eine Instrumentierung in den oberen Stimmen mit Flöte, Oboe und Violine besetzt.

Gardiner gelingt im Kontrapunkt ein perfektes Spannungsfeld aufzubauen. Der erste beginnt mit einer eindrucksvollen Bass-Arie: Stephan Loges – meisterhaft nutzt er die Triller und Verzierungen, mit denen Bach porträtiert – die  „Leichtgesinnten Flattergeister“. Angharad Gruffydd Jones, Sopran; ist im Rezitativ ein zögerliches Singen spürbar: ihr weiches Timbre macht ihre Interpretation nicht ganz überzeugend. Der abschließende Choral ist ein wahrer Festschmaus, mit den triumphierenden Trompeten erzielt das gesamte Ensemble ein erhebendes Finale.

Kantate: BWV 126 – Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

Diese Choralkantate hat J.S. Bach zum 4. Februar 1725 komponiert. Bach hat dem herkömmlichen Instrumentarium von 2 Oboen, Streichern und Continuo im Eingangschor noch eine D-Trompete hinzugefügt , der die nicht ganz leichte Aufgabe zufiel, mit ihrem durch die natürliche Obertonreihe beschränkten Tonumfang in einem a-Moll-Satz eine führenden Rolle zu spielen. Offenbar stand Bach hierfür ein hervorragender Trompeter zur Verfügung. *)

In seiner Form  ist der Eingangssatz ein Triumph für die  Trompete – überragend spielt Gabriele Cassone der schon in den Neujahrskantaten von 2000 in der Gethsemanekirche, Berlin so überzeugend aufgetreten ist.

Gabriele Cassone-Trompete, Italien

Gabriele Cassone-Trompete, Italien

Hier bewundere ich die Auswahl von Gardiner – nur exzellente  Spitzen-Trompeter zu verpflichten, bisher haben sie mich in den SDG-Einspielungen immer überzeugen können und so ist es im BWV 126 wiederum gelungen, dass der Hörer mit einem großartigen Trompeter konfrontiert wird, dazu der klasse auftrumpfende Monteverdi Choir ergibt das berühmte Gänsehauterlebnis.

music_display_on_website-icon._V46684973_

Hörprobe:   BWV 126 (Eingangs-Choral) Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

Diese Kantate berauscht mich mit einem Lieblings-Tenor: (James Gilchrist) in Satz 2, 3 und fünf. Das ist Überzeugungsgesang in Wort und Stimme das er so überzeugend darbietet und in einer vollendeten Kunstform so einprägsam dem Hörer vermitteln imstande ist. Leider ist die Oboen-Begleitung etwas Piepsig zu hören aber schmälert nicht den hervorragenden Gesamteindruck.

James Gilchrist, (Tenor);  und Robert Tyson, (Alto); interpretieren virtuos das Rezitativ in Satz 3; „Der Menschen Gunst und Macht wird wenig nützen“. Ein Perlengesang vollster Reinheit und Klasse…. ein Traumduo!

music_display_on_website-icon._V46684973_

Hörprobe:  BWV 126 Recitativ für Alt, Tenor Der Menschen Gunst und Macht wird wenig nützen

In Satz vier, Bass-Arie: „Stürze zu Boden, schwülstige Stolze“ ist Stephan Loges ein prächtiger Part gelungen, stimmlich Ausdrucksstark interpretiert er virtuos das „schwülstige Stolze“.

Der Monteverdi Chor ist im Stande, den Schlusschoral mit einer Wärme und Stille – inhaltlich seiner Bedeutung: auf Hoffnung und  Frieden in einer wunderbaren Schönkeit und Gerechtigkeit – gesanglich einzuhüllen –  das ist es, was ein Weltklasse-Chor so auszeichnet – sie sind immer wieder in der Lage, das wörtliche Geschehen auch stimmlich zu artikulieren und umzusetzen, so dass es ein perfekter Kunstgenuss wird.

Aus Gardiner-Reisetagebuch seine Schlussanmerkung zum BWV 126:

Nichts ist oberflächlich an Bachs Vertonung, an der eindringlichen Bitte um ‚Fried und gut Regiment’ und der zarten Hoffnung auf ‚ein geruh’g und stilles Leben’. Und die denkwürdigste Phrase wird für das drei Takte umfassende ‚Amen’ aufgespart, eine wunderbare Verschmelzung polyphonen Tudorstils mit Bach’schem Kontrapunkt, die unter dem hölzernen Tonnengewölbe des Southwell Minster überirdische Schönheit erlangte.

Mein Schluss-Fazit zu diesen Einspielungen:

Es sind wieder herrliche Kantaten-Einspielungen geworden, die den Vergleich mit den bereits veröffentlichten SDG-CD’s nicht scheuen brauchen. Zu bewundern ist immer wieder die Handschrift von Sir Gardiner, seine Interpretationen der Bachwerke gelingen ihm durchwegs auf allerhöchstem Niveau und dazu sein Weltklasse-Chor und das fantastische Barockorchester ergeben immer wieder ein Spitzenergebnis der Sonderklasse.

—————————-

*) Textauszüge: Alfred Dürr, J.S. Bach “Die Kantaten”

————————–


Gruß
Voker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Ein erhebendes Konzert erklang vom Magdalena Consort in der Bachkirche Arnstadt am 23.7.2009


Hallo zusammen,

nach dem Besuch des großartigen Elbipolis-Konzert in Ohrdruf am Vortag, stand am Folgetag, 23. Juli 2009, ein weiterer Konzertbesuch an unter dem MDR-Konzept: „Bach und seine Städte“ in der Bachkirche von Arnstadt mit dem „Magdalena Consort“ aus England.

Magdalena Consort in Arnstadt

Magdalena Consort in Arnstadt

Nordportal der Bachkirche Arnstadt

Nordportal der Bachkirche Arnstadt

Am Anfang möchte ich das Ensemble „Magdalena Consort“ aus England einmal kurz vorstellen.

Gründer vom Magdalena Consort in 2008 ist der englische Bass-Bariton „Peter Harvey“ – der bekannt geworden ist durch seine Teilnahme an der Bach Cantata Pilgrimage 2000 Tour unter dem englischen Dirigenten: Sir John Eliot Gardiner und seinem Monteverdi Choir und English Baroque Soloists. Peter Harveys Geheimrezept für eine lebendige Interpretation der Bach’schen Musik und eine große Klangreinheit ist die feste Solistenbesetzung des Ensembles mit den erfahrensten Sängern der Alten Musik. Das Barock-Orchester und die Gesangs-Solisten rekrutieren sich überwiegend aus dem Umfeld von J.E. Gardiner.

Gründer Magdalena Consort in 2008 - Peter Harvey; zweiter von links

Gründer vom Magdalena Consort - Peter Harvey; Bildmitte

——————————————————

Programm:

J.S. Bach (1685-1750)

Kantate zum Johannisfest: BWV 7; „Christ unser Herr zum Jordan kam“

Kantate zum Fest Christ Himmelfahrt: BWV 37 „Wer da glaubet und getauft wird“

Lutherische Messe G-Dur BWV 236

Ausführende:

Matthew Truscott; Violine (Konzertmeister), – Jean Peterson; Violine, –  Roy Mowatt; Violine, – Rebecca Miles; Violine, – Dorothea Vogel; Violine, – Sarah McMahon; Violoncello, – Judith Evans; Kontrabass, – Silas Standage; Orgelpositiv, – James Eastaway; Oboe, – Abigail Graham; Oboe.

Gesangs-Solisten: Gilian Keith; Sopran – Robin Blaze; Altus – James Gilchrist; Tenor, – Peter Harvey; Bass.

——————————————

Barockorchester Magdalena Consort

Barockorchester Magdalena Consort

Erwartungsvoll gestimmt erreichten wir am zweiten Tag die Bachkirche in Arnstadt und trafen uns mit weiteren Forummitgliedern vor der Kirche. Ein herzliches Wiedersehen steigerte noch einmal die Erwartungshaltung auf das gemeinsam zu besuchende Bachkonzert.

In der Vorankündigung wurde bereits auf die solistische Besetzung mit Sopran – Alt – Tenor und Bass hingewiesen. Das schien mir sehr ungewöhnlich zu sein, zumal seit dem 19. Jahrhundert die Vokalwerke von J.S. Bach mit einem Chor zur Aufführung gelangen. Es wird vermutet, dass J.S. Bach teilweise Solo-Gesangssolisten einsetzte und auf einen Chor verzichtete, da ihm nicht adäquate Sänger zur Verfügung standen. Hier setzt Peter Harvey als Leiter und Gründer vom Magdalena Consorts an und möchte mit herausragenden Solo-Sängern die Vokalwerke zu Gehör bringen. Diese Aufführungsform ist nicht neu, sein Vorgänger war Joshua Rifkin und Sigiswald Kuijken lässt neuerdings ebenfalls jede Stimme solistisch besetzen, während Cantus Cölln – Konrad Junghänel – mit acht Solo-Sängern die  Lutherischen Messen eingespielt hat. Nun war ich riesig darauf gespannt, wie ich mit dieser Aufführungsform zurecht komme.

Der Konzertabend begann mit der Kantate:

BWV 7 „Christ unser Herr zum Jordan kam“

Diese Kantate wurde von Bach für den 24. Juni 1724 zum Fest Johannes des Täufers – nach Martin Luthers Tauflied von 1541 – komponiert. Der bedeutsamste Satz der Werkes ist der Eingangschor. Die Eingangssinfonia wird teilweise vom Orchester in einer liedunabhängigen Thematik vorgetragen. Auffallend schön gelang dem klein besetzten Barockorchester diese zu Herzen gehenden Stellen. In diesem Satz fällt der Cantus firmus dem Tenor zu, besetzt mit James Gilchrist.

Was für ein strahlender Tenor, mit seinem Stimmvolumen füllt er die ehrwürdige Bachkirche und setzt sein Können dementsprechend ebenfalls in dem Rezitativ, Satz 3 – „Dies hat Gott klar Mit Worten und Bildern“ und in der Arie Satz 4 –  „Des Vaters Stimme ließ sich hören“– gekonnt ein, es ist ein Genuss sein inbrünstiges und wortgläubiges Singen mitzuverfolgen, er packt den Zuhörer und bindet ihn in das Geschehen mit ein, das ist das Grossartige, was diesen Tenor so auszeichnet.

Hörprobe BWV 7 – „Christ unser Herr zum Jordan kam“ – Satz eins Chor (großer Chor nicht solistisch)

Hörproben Link: Bach_ BWV 7, _Christ, Unser Herr, Zum Jordan Kam_ 1.Satz Chor

——————————————————-

Im Anschluss erklang die Kantate:

BWV 37 „Wer da gläubet und getauft wird“

zum Fest Christi Himmelfahrt. Komponiert wurde sie von Bach für den 18. Mai 1724 in Leipzig. Trotz schmaler Besetzung des Orchesters gelingt es Bach eine Vielzahl reizvoller Klangwirkungen zu erzeugen. Diese Kantate hat aufgrund ihrer Schönheit im vorigen Jahrhundert große Verbreitung und Beliebtheit erlangt. Reizvoll an diesem Werk sind die Rezitative und Arien für Sopran – Tenor und Bass – ummantelt von einer wunderbaren Begleitung von der Solo-Violine oder dem Bc. Entzückt lauscht der Hörer in der Arie für Tenor der wunderbaren Textaussage in Satz 2: „Der Glaube ist das Pfand der Liebe“ mit dem Violin-Solo. Das sind wieder diese Gänsehauststellen, die sich in Satz 3 ebenso einstellen. Hier war ein Traumduo in der Bachkirche zu hören, die großartige und stimmgewaltige Sopranistin Gilian Keith und der sehr überzeugende Altus Robin Blaze harmonierten vorzüglich miteinander. Meine gelegentliche Abneigung gegenüber einem Altus wurde hier abadsurdum geführt so überzeugend stimmlich dem Sopran angepasst, harmonierten sie fantastisch zusammen – ein filigranes Singen der Extra-Klasse – es war ein weiterer Höhepunkt in dieser Kantate.

Die Choräle in Satz eins und sechs habe ich durch die vier Solo-Sänger (Gilian Keith; Sopran – Robin Blaze; Altus – James Gilchrist; Tenor und Peter Harvey; Bass-Bariton) so noch nie gehört, diese Durchsichtigkeit im Gesangsvortrag, filigran stimmlich auf einander abgestimmt, sich gegenseitig anfeuernd – man spürte förmlich ihre Begeisterung des gemeinschaftlichen Singens – bedeutete für mich Neuland zu betreten und war restlos begeistert. Das war absolute Weltklasse von diesen vier Protagonisten und überzeugten mich vollends – ab sofort benötige ich keinen Massenchor für die Bach-Choräle mehr – mein Dank gilt diesen vier Solo-Sängern vom Magdalena Consort, die mich eines Besseren belehren konnten.

Wer von den Besuchern im Forum diese Kantateneinspielung von Gardiner besitzt, sollte sie sich noch einmal anhören, es ist ein Juwel..!! Erschienen bei der Deutschen Grammophon in 2000.

Cover DGG Gardiner u.a. BWV 37

Cover DGG Gardiner u.a. BWV 37

Erhältlich bei Amazon: Link: http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B00004T767

————————————————————————-

Hörprobe BWV 37 – Satz 2 für Tenor: „Der Glaube ist das Pfand der Liebe“ (Der Vortragende ist nicht James Gilchrist)

Hörproben Link: Bach_ BWV 37, _Wer da Gläubet und getauft wird_ – 2. Satz Tenor Der Glaube Ist das Pfand der Liebe

Hörprobe BWV 37 – Satz 3 – Choral für   Sopran und Alt: „Herr Gott Vater mein starker Held“ (großer Chor nicht solistisch)

Hörproben Link: 19 Bach_BWV 37, _Wer Da Gläubet Und Getauft Wird_ – 3.Satz Sopran und Alt Herr Gott Vater, Mein starker Held

———————————————————————-

Der Schlusspunkt wurde vom Magdalena Consort gesetzt mit der Lutherischen Messe

BWV 236 „Missa G-Dur.

Die um 1738 / 39 entstandene Missa gehört zu Bachs lateinischer Kirchenmusik, die an seinem Schaffen einen geringen Anteil hat. In diesem Missa hat Bach aus seinen Kirchenkantaten Sätze übernommen. Das Kyrie entlehnte er dem Eingangschor aus dem BWV 179. Das Gloria aus dem 1. Teil der Kantate BWV 79 – Der Herr ist Sonne und Schild.

Mit dieser Messe gelang dem Magdalena Consort nach der Pause noch einmal ein Volltreffer. Das feine Barockorchester überzeugte mit einem großartigen Können, ausgewogen musizierend war es eine famose barocke Klang-Pracht, die es zu bewundern gab.

Die vier Solo-Sänger vom Magdalena Consort

Die vier Solo-Sänger vom Magdalena Consort

Foto: von links – 1. Violine Matthew Truscott, Gilian Keith, Robin Blaze, Peter Harvey, James Gilchrist.

Wiederum berauscht wurde der Hörer an diesem Abend von dem Gesangs-Vortrag der vier Solo Gesangs-Spezialisten. Das war eine helle Freude ihnen zuzuhören, so eine klangliche Einheit erlebt man selten und man kann sich glücklich schätzen, so etwas erleben zu dürfen. Ich habe es in vollen Zügen genossen und bin ein Fan für diese Aufführungspraxis geworden. Man hätte sich gewünscht, der Abend würde so schnell nicht an einem vorüberziehen, und woran lag das, an den englischen Spitzenkönnern die imstande sind, die Bach’sche Traummusik der allerfeinsten Art zu zelebrieren. Staunend, hingerissen und in einer wunderbaren Art des Mitnehmens ist es ihnen gelungen, den Hörer fassungslos in den Sommerabend zu entlassen. Ein riesiger Dank gebührt diesem Ensemble, das grenzte an überirdischer Musik was am Schluss durch den riesigen Beifallssturm auch zum Ausdruck gebracht wurde.

———————————————————————-

Das Konzert wird als Mittschnitt vom MDR-Figaro am 28. September 2009 um 20:00 Uhr gesendet…!!

Link zum MDR-Figaro im Internet-Radio nachstehend:

MDR FIGARO hören im RealPlayer (128 kbit/s)

———————————————————————

Hörproben vom BWV 236 -Missa G-Dur – nachstehend:

———————————————————————

Hörprobe mit 8 Solosängern besetzt das BWV 236 –  Satz 2 Gloria

Hörproben Link: Bach Missa G-Dur BWV 236 Satz 2 Gloria mit 8 Solosängern

——————————————————————-

nachstehend vom „Magdalena Consort“ mit 4 Solosängern besetzt:

BWV 236 Missa G-Dur Sätze 2 + 3 + 6

die Hörproben von der Webseite: Magdalena Consort wurde in Spanien mit 2 Mikrophone aufgenommen und sind als Vergleich nur bedingt aussagefähig..!

The music is from the recent concert in Santiago. This was a live
recording using a simple two-microphone setup, but it gives a flavour
of the event. The soloists are Gillian Keith, Daniel Taylor, James
Gilchrist and Peter Harvey, and the orchestra is led by Matthew Truscott

Hörproben Link: http://www.magdalenaconsort.com/xspf/trax/bwv236-2.mp3 (Satz 2 / mit 4 Solosängern)

Hörproben Link: http://www.magdalenaconsort.com/xspf/trax/bwv236-3.mp3

Hörproben Link: http://www.magdalenaconsort.com/xspf/trax/bwv236-6.mp3


——————————————————————


Grüße

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Ensemble Elbipolis begeistert in Ohrdruf-Thüringen


Hallo,

ich beginne hier mit meinen Rezensionen zu den Veranstaltungen – ausgerichtet vom MDR – unter dem Motto: „Bach und seine Städte.“ – mit dem Konzert von Elbipolis in der Trinitatiskirche in Ohrdruf-Thüringen am 22.7.2009.

Flyer: Elbipolis in Ohrdruf-Thüringen

Flyer: Elbipolis in Ohrdruf-Thüringen

ev-trinitatiskirche-in-ohrdruf-thuringen

Foto Ev Trinitatiskirche in Ohrdruf-Thüringen

Programm:

Johann Friedrich Bach (1676-1749) Ouvertüre für 2 Violinen, Viola e Continuo

Johann Christoph Bach (1642-1703) „Meine Freundin, du bist schön“

Johann Sebastian Bach (1685-1750) Ouvertüre a-Moll BWV 1067a

Johann Sebastian Bach (1685-1750) Trauungs-Kantate BWV 196 „Der Herr denket an uns“

——————————————-

Ein blutjunges Ensemble „Elbipolis“ stellte sich in Ohrdruf vor. Elbipolis, eine fiktive Stadt an der Elbe  – oder wie man von Hamburg sagt: Das Tor zur Welt. Ein Barockorchester am Tor zur Welt. Mit lokalen Wurzeln und Leidenschaft für die eigenen Musikgeschichte. Das junge Ensemble, das sich im Kern aus profilierten Bremer, Hamburger und Berliner Musiker zusammensetzt, hat in kürzester Zeit viel erreicht. Die norddeutschen Musiker machen immer wieder mit einer erfrischenden Mischung aus fundiertem Handwerk und unkonventionellem Auftreten auf sich aufmerksam. Als Leiter von Elbipolis fungiert der junge dynamische schwedische Dirigent: Olof Borman.

Elbipolis: Dirigent Olof Boman, Violoncello: Inka Döring und Susanna Weymar, Kontrabass: Alf Brauer

Foto: Elbipolis: Violoncello: Inka Döring und Susanna Weymar, Kontrabass: Alf Brauer

Johann Friedrich Bach wurde 1676 in Erfurt geboren und war nach seiner musikalischen Ausbildung an der Kaufmannskirche in Erfurt angestellt. Nach einer kurzen Zwischenstation als Organist in Magdeburg (Katharienenkirche) – kehrte er nach Erfurt zurück und übernahm  später als Nachfolger seines verstorbenen Vetters 2. Grades – Johann Christoph Bach ((1642-1703) – in Eisenach die Organistenstellung an der dortigen Georgenkirche bis zu seinem Tode in 1749. Überliefert sind von Johann Bernhard Bach ausschließlich Instrumentalkompositionen. J.S. Bach schätzte diese Werke seines Vetters sehr, die farbigen, abwechslungsreich gestalteten Sätze beeindruckten ihn sehr und liess sie von seinem Leipziger „Collegium musicum“ abschreiben.

Genau in dieser erfrischenden und unkonventionellen Art präsentierten sie zum Anfang die „Ouvertüre für 2 Violinen und Bc D-Dur“ von Johann Friedrich Bach. Heiter, schwungvoll  und voller Poesie beinhaltend – glänzten die jungen Musiker in einer wunderschönen Aufführung, die maßgeschneidert zu dem sommerlichen Abend in einer berauschenden Barockpracht zu Gehör gebracht wurde. Virtuos verstehen sie ihr musikalisches Handwerk und setzten das auch erfolgreich um. Von dieser dynamischen jungen Truppe wird in Zukunft noch Einges zu erwarten sein.

johann-bernhard-bach-ouverture-d-dur2

Cover: Johann Bernhard Bach, Ouvertüre D-Dur -bei jcp zu beziehen

Link: Hörproben bei jpc

Disk 1 von 2 anklicken..!!

danach an 1. Stelle die „Suite (Ouvertüre) für Streicher und Basso continuo D-Dur“ anklicken…!!

————————————————————————

Schauspielerisches Talent entwickelten die Sopranistin „Yeree Suh“ und den glänzend auftrumpfenden Bassist: „Nils Cooper“ in der wiedergegebenen Kantate: „Meine Freundin, du bist schön“ von dem Eisenacher Organisten und Komponisten: Johann Christoph Bach.

Die Kantate: „Meine Freundin, du bist schön“ ist vermutlich anlässlich einer Hochzeit entstanden, wird doch eine Liebesgeschichte aus dem alttestamentlichen Hohelied wiedergegeben.  In ihrer Begleitung der Vokalstimmen sowie in zahlreichen Zwischenspielen kommentieren die Streichinstrumente dabei in überaus  plastischer und ausdrucksstarker Weise den gesungenen Text.

nils-cooper-und-yeree-suhFoto Nils Cooper; Bass und Yeree Suh, Sopran, in Meine Freundin du…

Einen überzeugenden gesanglichen Part gelang der Sopranistin Yere Suh mit einem glänzend aufgelegten Bass: Nils Cooper, er besitzt ein Stimmvolumen der Extraklasse und schauspielerisches Talent. Als Regieassistent war Cooper schon tätig und das war unübersehbar. Dazu das glänzend disponierte Orchester ergab in sich eine  gelungene Wiedergabe.

Nach einer ausgiebigen Pause – wohl wegen den hochsommerlichen Temperaturen – erklangen anschließend zwei Werke von J.S. Bach.

Sommerliche Pause an der Trinitatiskirche

Sommerliche Pause an der Trinitatiskirche

Die Ouvertüre a-Moll BWV 1067 a von J.S. Bach erklang nach einem umfangreichen Stimmen der Instrumente in einer bewundernswerten klanglichen Einheit. Die Instrumentalisten hatten ganze Arbeit geleistet, kein Missklang eines Instrumentes war zu vernehmen, es geht doch, wenn man sich Mühe gibt – hier kann sich so manches namhaftes Barock-Orchester von den „Elbipolis“ Anleihen nehmen, wie alte Instrumente bei sommerlichen Temperaturen zu stimmen sind….!! Frisch, ungekünzelt und in herrlichen barocken Klangfarben erklang diese bewundernswerte Bach-Ouvertüre.

Zum Abschluss erklang von J.S. Bach die Trauungs-Kantate BWV 196 „Der Herr denket an uns“ von 1708. Sie soll bei der Trauung zum 1. Juni 1708 für die Hochzeit des Pfarrers Johann Lorenz Stauber mit Regina Wedemann, einer Tante der ersten Frau – (Maria Barbara Bach) von J.S. Bach – komponiert worden sein. Der selbige Pfarrer, – eine innige Freundschaft bestand mit ihm zu J.S. Bach –  traute am 17.10.1707 J.S. Bach und Maria Barbara Bach in der St. Bartholomäi Kirche in Dornheim.

Desgleichen sollten wir am Folgetag als Besucher der Trauungskirche von „St. Bartholomäi“ in Dornheim von dem Vortragenden auf dieses Ereignis noch einmal hingewiesen werden. Nach seinen Worten war  J.S. Bach bei der Trauung als konzertant Aufführender bei der Trauung des befreundeten Pfarrers:  „Johann Lorenz Stauber“  – in St. Bartholomäi zugegen.

Hinweis auf die Trauung in Dornheim

Hinweis auf die Trauung von J.S. Bach in Dornheim

Trauungskirche von J.S. Bach St. Bartholomäi in Dornheim

Foto: Trauungskirche von J.S. Bach St. Bartholomäi in Dornheim

Bewundernswert ist das stimmige und homogen agierende Gesangsquartett von Sopran-Alt-Tenor und Bass zu benennen ihre musikalische Unterstützung erhielten sie wiederum durch das fantastisch aufspielende Elbipolis-Orchester. Mit dem ausklingenden „Amen“ im Schlusssatz der Trauungs-Kantate ging ein ereignisreicher Konzertabend  viel zu schnell zu Ende. In dem ganzen Konzert agierte ein junger dynamischer Olof Borman als Dirigent, der alle mit seinem Schwung und seiner Begeisterung zu inspirieren wußte. Hier wird  in Zukunft von ihm und seinem Elbipolis-Ensemble noch viel Gutes zu hören sein. Es ist ein sehr entwicklungsfähiges junges und dynamisches Orchester mit einem ebenso ausgeprägten Leiter. Es machte riesigen Spass, ein neues hoffnungsvolles Nachwuchs-Ensemble erlebt haben zu können.

Gesangs-Solisten und Leiter von Elbipolis Olof Boman

Foto:  von links: Yeree Suh; Sopran, Ivonne Fuchs; Alt, Dirigent Olof Boman, Volker Arndt; Tenor

Der frenetische Schlussapplaus belegte das Können dieser Truppe und entließ den Besucher in eine laue Sommernacht. Das war ein gelungener Einstieg vom MDR-Musiksommer 2009 unter dem Motto: „J.S. Bach und seine Städte“ und machte uns neugierig und gespannt auf den kommenden Tag mit dem „Magdalena Consort“ in der Bachkirche von Arnstadt.

——————————————————————————-

Hörproben: vom BWV 196

Cantata, BWV 196, _Der Herr Denket an uns__ I. Sinfonia

Cantata, BWV 196, _Der Herr Denket an uns__ V. Coro _Ihr Seid Die Gesegneten Des Herrn_

—————————————————————————-

Dem Veranstalter: „MDR“ möchte ich an dieser Stelle ein Sonderlob aussprechen für seine ausgezeichnete Organisation, zivile Preise bei Weltklasse-Orchester und Solisten und ein freundliches und zuvorkommendes Personal im Service, dafür ein ganz herzliches Danke…!!

Gruß

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

BR-Fernsehen am 12.7.2009 mit einer Sternstunde über J.S. Bach und sein Wirken


Hallo,

durch Zufall bin ich am Sonntag, 12.7.2009 –  auf diese Sendung im BR-Fernsehen gestoßen mit dem Titel::

„Nicht Bach – Meer sollt er heißen!“

Flyer vom BR-Fernsehen - Dokumentation über J.S. Bach

Flyer vom BR-Fernsehen - Dokumentation über J.S. Bach

Der Titel des Films: „Nicht Bach, Meer sollt er heißen!“ liefert ein Ausspruch eines kompetenten Bewunderers von Bach: Beethoven. 250 Jahre nach Bachs Tod stimmt der Vergleich mit dem Ozean noch immer. Wie die Musikwelt das Bach-Jahr 2000 begeht, davon zeigt der Film stattliche Teile – mit einer Stunde viel reiner Musik vom Allerbesten. Er verschweigt auch nicht, dass über Bachs Leben wenig überliefert ist und dass 100 Kantaten und zwei Passionen verschollen sind. Was macht Bach so einzigartig?

Bachdenkmal in Arnstadt / Thüringen

Bachdenkmal in Arnstadt / Thüringen

Foto: J.S. Bach - Edition

Foto: J.S. Bach - Edition

———————————————————————————————

Mit dieser  Fragestellung: „Was macht Bach so einzigartig?“ wurde der Film mehr als gerecht. Eine inhaltsreiche Dokumentation über das Wirken von J.S. Bach entsprach genau meinen Vorstellungen. Es war eine Lehrstunde und filmische Glanztat – das Leben – seine  wichtigsten Kompositionen – seine wichtigsten Stationen – von J.S.Bach nachzuzeichnen. Die Bild und Tonqualität dieser Sendung ist als fantastisch zu bewerten. Entstanden ist der Film von Friedrich Müller zum Bachjahr 2000 für das Fernsehen.

Seit Jahren habe ich vergeblich im Internet gestöbert, um eine vernünftige Bach-Dokumentation finden zu können. Dieser Wunsch wurde mir am vergangenen Sonntag vom BR-Fernsehen erfüllt. Viele bekannte Orchester und Zeitzeugen der Gegenwart wurden nach Bach befragt und trugen mit ihren großartigen Musikbeiträgen und Wort-Statements dazu bei, dass es eine gelungene Bach-Dokumentation geworden ist. Von allen Befragten in der Dokumentation wurde spontan zum Ausdruck gebracht, dass J.S. Bach aufgrund seiner Kompositionstechnik unsterblich sein wird, seine Werke sind heute noch modern und werden es auch in Zukunft sein…!!

Diese Aussage tätigte ebenfalls Gardiner in einem Interview zum Beginn der Bach Cantata Pilgrimage 2000. –

Hier noch einmal der Link zum Gardiner Interview im Forum:

https://meinhardo.wordpress.com/2009/01/16/special-sir-john-eliot-gardiner-englischer-dirigent/

Wer dieses ausgezeichnete Sendung verpasst hat kann nur darauf hoffen, dass diese Dokumentation noch einmal auf einem ARD-Sender ausgestrahlt wird. (Nachfragen im Internet unter ARD-Digital, evtl. 1-Festival?)

Foto: Weimar um 1708

Foto: Weimar um 1708


—————————————————————————————–

Hörprobe Hörprobe: Orgelwerk aus seiner Weimarer Zeit – J S Bach Präludium G Dur

—————————————————————————————–

Schloss Köthen um 1700

Schloss Köthen um 1700

—————————————————————————————–

Hörprobe Hörprobe: Bach Cello-Suite D-Dur

—————————————————————————————–

Thomaskirche und Thomasschule Leipzig um 1700

Thomaskirche und Thomasschule Leipzig um 1700

Thomaner Chor Leipzig

Thomaner Chor Leipzig

————————————————————————————–

Hörprobe Hörprobe: Eingangs-Satz aus der Matthäus Passion Münchener Bach Chor

————————————————————————————–

Gruß
Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Besuch bei Herrn Bach 11.-14.06.09


Claudia sagt:

Kleines Bachfest-Tagebuch (Leider gibts keine Fotos dazu, weil ich den Apparat vergessen habe)

Die Initialzündung zu diesem Besuch hatte mein Mann gegeben, der sich entschloss mit 3 Klempner-Kumpels an diesem Wochenende zum 24h Rennen nach Le Mans zu fahren. Das Hirn und jegliche Attribute der Zivilisation sollten also zuhause bleiben. Inshallah.

Volker-sei-Dank bin ich beim Surfen auf den Bachfesttermin gestoßen, da dachte ich, das wäre doch zum Zuhause-Rumsitzen eine echte Alternative. Nach dem Studium des Programms habe ich mich dann für 2 Konzerte entschieden, die ich auf jeden Fall im Vorfeld buchen wollte, den Rest würde ich vor Ort entscheiden. Noch schnell eine akzeptable Absteige gebucht (die erlebe ich sowieso nur in geistiger Abwesenheit…) – und vorgefreut!

Der ICE ist pünktlich und bringt mich fix nach L.E.. Im Zug gibt es auf Kanal 1 Haydns Schöpfung und Händels Alcina sowie eine Jazzplatte. Es läuft natürlich die Jazzplatte, ich hätte jetzt doch mehr Lust auf Händel. Ich setze die Kopfhörer wieder ab und schmökere in meinem Leipzig-Führer. Wehmütig denke ich an meine Konzerte in Leipzig und Umgebung mit unserem Vokalensemble in den 90er Jahren zurück. Mein Chorleiter selbst war noch in den letzten Atemzügen der alten DDR während einer Konzertreise  in den Westen geflohen und wir durften dann mit ihm nach der Wende des öfteren Leipzig in musikalischer Angelegenheit besuchen. Damals war es jedoch noch nicht so wirklich schön, das war mir aber auch egal. Ich wollte zumindest Herrn Bach besuchen. So wie jetzt.

Der renovierte Hauptbahnhof empfängt mich mit einem hellen, modernen Flair, wobei es ein bisschen provinzieller zugeht und nicht so hektisch wie in Berlin. Eine grandiose Synthese aus Moderne und Eklektizismus. Das ist schon was anderes als Wuppertal (das ist übrigens der Bahnhof, den ich mit Abstand als den Häßlichsten in ganz Deutschland küre) oder Essen! Das Bachfest ist mit Plakaten auch hier schon allgegenwärtig. Dekadenterweise lasse ich mich mit einem Taxi ins Hotel bringen. Es empfängt mich ein sozialistisches Rudiment mit Segelohren und Ganzkörperbrille. Schnell eingecheckt, die Klamotten abgeladen und ab in die Straßenbahn wieder in die City zurück, schliesslich ist es schon 17.00 Uhr, in einer Stunde beginnt der „Elias“! Als ich an der Haltestelle „Thomaskirche“ aussteige, packt mich schon leichtes Gänsehautfeeling, schliesslich stehe ich auf dem Arbeitsplatz des Meisters! Ich lasse mich auf das Vabanque-Spielchen mit Restkarten für einen Zehner ein und tröste mich damit, an dem Wandelkonzert in diversen Einkaufszentren teilzunehmen,-wenn es nicht klappt. Aber es klappt. Der Platz ist sogar gar nicht so schlecht. Meine Nachbarn haben 57,-Euro gezahlt.

11.06.09 / 18.00 Uhr ELIAS Thomaskirche+Wandelkonzert

Nach ein paar Reden und der Bekanntmachung wieviel Prominenz zugegen ist, gehts dann endlich los. Elias von Hanns Müller-Brachmann gesungen, hat eine kräftige, voluminöse Stimme wie es sich für den Propheten geziemt. Diese merkwürdige Akustik der Thomaskirche ist für jeden Sänger eine absolute Herausforderung. Zwar läßt der Hall bei vollbesetztem Haus nach, dafür ergibt sich ein anderes Problem, es wird total trocken und man muss die Töne in den Raum „hineinspucken“. Einige Tempi sind sehr flott, sind aber im Gesamteindruck durchaus stimmig. Bei Mendelssohn ist halt auch vieles unmissverständlich auskomponiert, so dass grobe Interpretationsabgründe fast ausgeschlossen sind. Die Frauen IngerDam Jenser und Anna Grevelius singen makellos, sind aber nicht so charismatisch, dass sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der TenorJames Taylor ist weltklasse, die widrigen Umstände mit dem schwierigen Raum merkt man ihm nicht an. Immer wieder herrlich ist diese ironische Art von Mendelssohn, wie er sich über die Baal-Propheten lustig macht (hinkt um den Altar, den ihr gemacht), wie man allerdings die Feinde „mit dem Schwert erwürgt“ , hat sich mir noch nicht ganz erschlossen. Ich tauche völlig in die Musik ab und lasse mich mitnehmen, alles scheint vergessen, sogar mein Hintern, der auf diesen folterähnlichen Sitzen eingeschlafen ist. Nach ergiebigem, verdienten Applaus verlasse ich das Heiligtum und schwebe -nun 10cm-vom Boden- desorientiert in die Stadt. Der Strom trägt mich in den letzten Rest des Wandelkonzertes in „Specks Hof“. Leider höre ich nur noch von Händel „Meine Seele hört im Sehen“, gesungen von der zierlichen Christine Mothes mit dem Ensemble Litencia.  Die Stimme ist dicht und warm und man nimmt ihr den pantheistischen Geist dieses Stückes 100% ig ab. Diese Einkaufspassage ist schon ein recht interessanter Ort für eine solche Aufführung, leider sind die anderen Stationen des Wandelkonzertes bereits verwaist, so dass ich mich auf den Weg zu einer gastronomischen Lokalität aufmache. Das hatte ich über die Musik völlig vergessen.

12.06.09 / 9.30 Uhr METTE Ev. reformierte Kirche

Als allererstes leihe ich mir ein Fahrrad am Bahnhof, damit ich noch effizienter alle Konzertstationen abfahren kann und nebenbei vielleicht mir einige perfekt restaurierte Bürgerhäuser ansehen kann. Petrus ist heute eher auf Seite der Natur als auf der, der Bachfestbesucher und es schüttet phasenweise. Vor der Kirche treffe ich ein holländisches Ehepaar, die auch nach Bach-Fans aussehen. Ich quatsche sie spontan an. Die Glücklichen verbringen allerdings das ganze Bachfest in Leipzig.

Zu Gehör kommen geistliche a-cappella-Gesänge von ebenfalls mit Leipzig dicht verbundenen Komponisten, Felix Mendelssohn, Max Reger und H. Schütz. Das Ensemble Vocalphonie besteht aus 6  jungen Leuten, die mit großer Leichtigkeit und ohne viel Pathos die Meilensteine des Chorgesangs interpretieren. Ich nenne hier einfach mal die größten Knaller: Morgensang / Führe mich auf dem Pfad Deiner Gebote / Nachtlied -Reger, Herr, auf Dich traue ich / Die Himmel erzählen die Ehre Gottes – Schütz, Hebe Deine Augen auf -Mendelssohn. Das „Hebe Deine Augen auf“ hat mir noch viel besser gefallen als gestern, wobei der Rahmen hier natürlich auch viel intimer ist mit nur 2 m Abstand zu den Künstlern. Der glockenreine, unaufdringliche Sopran von Franziska Misch schwebt stets engelgleich über dem Klanggepflecht.

Der dicke Leipzigführer, den ich immer in die Seitentasche der Jeansjacke stopfen muss, nervt mich. Ich fahre zum Thomasshop und erstehe eine Umhängetasche mit dem Bach-Aufdruck und noch einen Kugelschreiber. Wenn ich schon etwas kaufen muss, möchte ich schliesslich die richtigen Stellen damit unterstützen. Ausserdem schreibt es sich mit einem Bach-Kuli eindeutig besser.

11.30 Uhr Ausgezeichnet! J.S.Bach-Preisträgerin 2008 Marie Friederike Schöder – Sopran

Das ist für mich ein absoluter Höhepunkt bei diesem Bachfest, schon der Aufführungsort, die alte Handelsbörse, ist ein der Kunst würdiger Ort. Ich pflanze mich in Reihe 3 und sitze neben Ehepaar Hering aus Kassel, mit denen ich ein nettes Gespräch führe. Also Kontaktprobleme hat man hier wirklich nicht.

Als erstes hören wir vom Leipziger Barockorchester ein Telemann Concerto D-Dur, dann kommen aus Händels „9 deutschen Arien“ 4 Stücke (meine Seele hört im Sehen, Die ihr aus dunklen Grüften, Süße Stille-sanfte Quelle, Singe Seele Gott zum Preise), die schon äußerst virtuos und im Ausdruck sehr vielschichtig sind. Der Oberknaller ist allerdings BWV 51 Jauchzet Gott in allen Landen, die von allen Ausführenden gleichermaßen hohe Kunstfertigkeit verlangt. Aber Frau Schöder ist Profi und es klingt einfach nur super, mühelos meistert ihre Stimme die Höhe, und auch im Tempo wirkt sie nie gehetzt oder überfordert. Auch Ute Hartwich als Trompeterin steht ihr in nichts nach und rundet den Gesamteindruck positiv ab.

Es ist 13.00 Uhr und es ist tatsächlich erst mal bis 17.00 Uhr Pause. Ich esse einen schlechten, aber preiswerten Salat bei einer Fastfoodkette und fahre ein wenig durch die Innenstadt. Helmut Kohl mit seinem Zitat, dass im Osten „blühende Landschaften entstehen werden“ kommt mir in den Sinn. Selbst der fiese Unibau der früheren Karl-Marx-Uni weicht einem nagelneuen Gebäude. Der „steile Zahn“ heisst jetzt Cityhochhaus (wie langweilig) und beheimatet den MDR. Es zieht mich allerdings immer wieder in den Thomaskirchhof. Ich fühle mich trotz der -zig Besucher dort wie in einem Refugium über das Bach selbst schützend seine Hände ausbreitet.

17.00 Uhr Thomaskirche Motette-Das Bach Revival von Mendelssohn.

Langsam füllt sich der Vorplatz aber keiner weiss so recht, ob das Konzert jetzt hier draußen startet. Christoph, ein Kantor aus dem Hessischen spricht mich an. Ob ich wisse, ob man hier anstehen müsse. Nee… Offensichtlich werden die Besucher in die Kirche gebeten. Da es unten schon ziemlich voll ist, nehmen wir den Klo-Durchgang durch die Katakomben zur Empore. Das ist mal ein echter Geheimweg. Wir setzen uns direkt vor den Chor auf der gegenüberliegenden Empore.

Man hat das Repertoire dieses Best-Of-Konzertes nach bestem Wissen wieder rekonstruiert, Felix hat ein buntes Pottpourrie aus echten Bach´schen Zutaten gemixt. Nach 2 Chorälen (Ein feste Burg ist unser Gott / Nun lob mein Seel den Herren) singen die Thomaner die Motette „Singet dem Herrn“Ebenso sind „Ich will bei meinem Jesu wachen“ aus der Matthäus Passion und auch das „Sanctus“ aus der H-Moll Messe vertreten. Was mir besonders gut gefällt, ist die Motette „Ich lasse Dich nicht BWV Anh. III 159“ die in ihrer schlichten Anmut von dem Super-Chor von Gotthold Schwarz etwas archaisches hat und mich ein wenig an BWV 4 erinnert. Kannte ich vorher nicht. Ein ungewöhnliches Abenteuer sind auch die Orchesterstücke wo in romantischer Manier ein frisch restaurierter Wieck-Flügel erklingt. Das sieht in einer Kirche auf der Empore etwas gewöhnungsbedürftig aus, aber genau den gleichen Eindruck hat vielleicht Mendelssohns schwärmerische Musikauswahl hinterlassen, die bearbeitet und gekürzt auf ein verständliches und zumutbares Maß von romantischem Barockverständnis einem breiten Publikum zugeführt werden sollte. Um mit den Worten von Georg Christoph Biller zu sprechen, „es ist wichtig, dass auch wir wie Mendelssohn sind, wir müssen für unsere Musik brennen“. Die Rede hat mich sehr bewegt.

20.00 Uhr Nicolaikirche-Kantatenkonzert

Das Konzert beginnt gleich mit einem Hammer, die Kantate „Ich habe genug (oder genung)“. Matthias Görnes voluminöser Bass lässt keine Wünsche offen, auch wenn die Raumakustik hier wieder ihren Tribut fordert. Aber das tut der glanzvollen Aufführung und diesem wunderschönen Stück keinen Abbruch. Er ringt seinem Zwerchfell die Töne mit Hilfe tänzerischer Hilfsbewegungen ab,  die -wie ich finde- Rückschlüsse auf seine sexuelle Gesinnung zulassen, ebenso die Theatralik mit der er sich in den Gesangspausen die Augenbrauen zusammenschiebt („Griff ans Diadem“). Er ist schon von sich sehr überzeugt, Christoph tituliert das hinterher etwas abfällig mit „Lackaffigkeit“. Das ist nicht unzutreffend! Nicht zu vergessen sei an dieser Stelle sei Susanne Wettemanns Oboenspiel, das in ständiger Zwiesprache mit dem Bass steht. Bei der abschliessenden Arie „Ich freue mich auf meinen Tod“ schmelze ich total dahin. So ein geiler Groove und so ein Tempo. Mein Mann und ich sind selbständig und manchmal leide ich unter dem existenziellen Druck, dass ich mir in ganz dunklen Momenten wünsche, dass alles vorbei ist, es ist einfach genug. Und mit der Gewißheit, dass es aber irgendwie weitergeht und man aufgehoben ist, kann man sich auch auf den „Tod“, egal welcher Art, freuen. Die Ouvertüre in H-Moll, die danach kommt, habe ich schon ewig nicht mehr gehört, sie war so etwas wie eine „Einstiegsdroge“, ich bin wieder aufs neue beeindruckt, auch von dem rasanten Tempo Cornelia Grohmanns Flöte. Leider reisst dem Konzertmeister Albrecht Winter dann die E-Seite seiner Geige, aber fast unmerklich tauscht er mit der 2. Geige das Instrument, das nenne ich Profis.

Nach „Der Friede sei mit Euch“ und der „Kreuzstabkantate“ endet das Konzert mit dem düsteren Choral „Komm o Tod, Du Schlafes Bruder“, wobei ich mich frage, was der Interpretationsansatz für diese von Fermaten zuschnittene eher abgehackte Darbietung sein soll? Das ist eines meiner klassischen Gänsehaut-Stücke, ich spüre jedesmal durch die Musik wie die Hand des Todes nach einem zu greifen scheint, schade, dass der Zusammenhang der Worte so jäh auseinander gerissen wurde. Ansonsten war es einfach nur geil und hätte stundenlang so weitergehen können (die nächsten Stunden hätte ich dann aber nur mit einem Sitzkissen überstehen können, liebe Merchandising-Experten, wie wäre es mit einem handlichen Bach-Sitzkissen, das in jeden Stoffbeutel passt?)Langanhaltender Applaus belohnt die Ausführenden. Mein Banknachbar hat eine totale Fahne (Herrscher des Himmels erhöre das Lallen…), wir geben Standing Ovations und er raunt mir etwas von sauberer Intonation ins Ohr. Jawohl, da stimme ich ihm nüchtern zu!
Nachdem ich mit Christoph noch einen Absacker getrunken habe und wir unseren vernachlässigten Magen noch zu später Stunde bedient haben, mache ich mich mit meiner Fietze auf ins Hotel. Ganz schön schattig in Leipzig.
13.06.09 / 9.30 Nicolaikirche Mette
Leider habe ich das Programm irgendwo vergessen, dass ich die Eindrücke irgendwie aus dem Gedächtnis rekonstruiren muss. Die Stücke versetzen mich in die Anfänge meines aktiven Chorgesangs, Mendelssohns geistliche Gesänge für Alt/Sopran + Chor (Herr wir trauen auf Deine Güte, Hör mein Bitten), die ich mir damals schon fast leidgesungen hatte. Bei „Deines Kinds Gebet erhöre“ fängt hinter mir eine Frau hemmungslos zu weinen an. Was sie wohl gerade erlebt hat? Ja, es gibt in dieser manchmal kalten Welt ein Bedürfnis nach tiefer Sinnlichkeit, aber man muss es auch geschehen lassen, dass das Gefühl über einen hereinbricht.
„Singet dem Herrn“, Bachs Motette wird vom Altar vorgetragen, witzig ist, die Reaktionen der Chorsänger nach den Läufen der „Kinder Zion“ oder „Lobet den Herrn“ zu beobachten… Da wird aufgeatmet, die Hände werden ausgeschüttelt, die Augen gerollt. Ja, ja, einfach kann halt jeder!
Bis zur Motette um 3 ist es noch ein bisschen hin, das Wetter ist super, aber zu einem Einkaufsbummel habe ich auch keine Lust, schliesslich muss man dann den ganzen Tag die ollen Taschen mit sich rumschleppen. Nahrungsaufnahme? Unnötig. Also frage ich im Foyer der alten Handelsbörse, ob es noch Karten für den Cello – J.S.Bach Preisträger 2008 gibt. Ich schwatze der Dame eine Rentnerkarte ab, obwohl diese Berechtigung für mich noch in 30 jähriger (oder längerer) Ferne liegt. Wenn ich mich nicht recht täusche sitze ich auf dem selben Platz wie gestern. Von Cello-Musik muss ich ja gestehen, habe ich wirklich keinen Durchblick. Es fällt mir lediglich die Doktorarbeit von unserer Freundin Sabrina ein, die sie über Berufskrankheiten von Musikern geschrieben hat. Die Berufskrankheit der Cellisten sei Impotenz. Ich überlege, dass Bach höchstwarscheinlich nur selten Cello gespielt hat.
Neben mir sitzt Werner aus Münster, ein netter End-Fuffziger, der wie ich in einem guten Chor gesungen hat, da stimmt die Wellenlänge. Da das Konzert beginnt, verabreden wir uns hinterher auf einen Kaffee.
13.06.09 / 11.30 Ausgezeichnet! Philip Higham / Cello
Das erste Stück ist von Bach die G-Moll Sonate, ein Stück in Form des 3-sätzigen ital. Concertos aufgebaut und verlangt vom Solisten schon einiges ab. Verzückt schliesst Higham an besonders genussvollen Stellen die Augen.
Das B. Britten Stück OP72 würde ich jetzt spontan nicht zu meinen Lieblingsstücken küren, zeigt es aber doch in recht virtuoser Weise, was auf dem Cello möglich ist. Es ist aus der Freundschaft Britten mit M. Rostropowitsch hervorgegangen, der hohe Schwierigkeitsgrad dieses Stückes wird gebührend beklatscht.
Weiterhin kommen 2 Mendelssöhne zu Gehör, Variations concertantes D-Dur und Sonate D-Dur, das liegt mir etwas näher. Komponiert in Berlin sowohl für seinen ambitionierten Bruder Paul, als auch für die geistige Elite, die sich im Salon seines Vaters Abrahams zu den sog. Sonntagsmusiken einfanden. Rasant, sanglich, virtuos präsentiert sich diese Musik. Also an die Cellomusik lohnt es sich garantiert heranzutasten.
Ohne die künstlerische Leistung zu schmälern,  lasse ich jetzt die Motette um 15.00 Uhr, das Orgelkonzert im Gewandhaus um 17.00 Uhr und das MDR Konzert 20.00 Uhr mit Liedern von Schumann und Wolf, sowie Haydn Quartetten unrezensiert, obwohl mir letzteres vom Aufführungsort im alten Rathaus, diesem intimen Rahmen, sehr gut gefallen hat. Hinterher habe ich mich mit Werner und seinem Ex-Sänger-Kollegen aus Münster, Roland, ein Wahl-Dresdner, auf dem Augustusplatz zu Nigel Kennedy getroffen. Der Augustusplatz ist brechend voll und ohne Handy hätte ich die beiden nie gefunden. Roland ist eine ziemliche Sahneschnitte, warscheinlich Anfang 40 (ich frage ja nicht nach dem Alter)und es ist ein wirklich netter Abend mit den beiden. Kennedy hat warscheinlich auch schon ein paar bekiffte Jahre hinter sich, die Musik ist aber sehr vielseitig, wobei manchmal das Genre schlecht rauszuhören ist. Manchmal ist es jazzig, dann mal wieder Klassik, oder auch Folk, als ich noch nicht da war, hätte er tatsächlich gesagt, alles wäre original Kennedy, no fucking Bach. Selbst wenn ich dieses Adjektiv unehrenhaft und überflüssig finde, ist es mir egal  für Bach bin ich ja nicht zu Mr. Kennedy gekommen.
Sonntag, 14.06.09 / 09.30 Gottesdienst Thomaskirche
Ich sitze mit Werner wieder auf der Empore, neben mir sitzt leibhaftig Rudi Carrell, erfahrener Bachfestbesucher mit eigenem Sitzkissen! Und auf los gehts los.
Im Zentrum des Gottesdienst zum 1. Sonntag nach Trinitatis (Lukasevangelium von Lazarus)steht Bachs grandiose Kantate „O Ewigkeit, du Donnerwort“ und eine tief berührende Predigt von Pfarrer Chr. Wolff.
Schroff und verwirrend wird von Bach die Ewigkeit, in der der einst Reiche Mann umherzuirren scheint, dargestellt. In diesem Stück gibt es keine Erlösung. Grandios das Leipziger Barockorchester unter Philipp Amelung und Susanne Krumbiegel als wirklich kräftiger und Thomaskirchentauglicher Alt (das ergreifendste Stück ist für mich „O Mensch errette Deine Seele“).
In der Predigt gelingt es Herrn Wolff einen sehr nahen Realitätsbezug zu Lazarus damals und heute herzustellen. Er verknüpft die Geschichte mit der aktuellen Wirtschaftskrise, den Bankenbossen und den Verlierern unserer Gesellschaft. Leider muss ich nach dem 2. Teil der Kantate fluchtartig die Kirche verlassen, da mein Zug warscheinlich nicht auf mich wartet.
Hinter mir liegt ein Wochenende, das mich hat den Alltag völlig vergessen lassen. Obwohl ich noch nie eine derartige Reise alleine angetreten habe, würde ich es immer wieder so machen. Man lernt spontan so viele Leute kennen, die man in anderen Konzerten oder in Leipzig immer wieder trifft. Vielleicht ist der Bericht zu lang geworden. Aber dieser Besuch hat mit seinen Menschen und seinen Erlebnissen eine derartige Dynamik angenommen, dass es sich nicht bloss auf die Musik reduzieren ließ.
Aufwiedersehen Leipzig, Sebastian, bis nächstes Jahr, à Dieu.

—————–
Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Klassik in OWL – Bach-Werke in einem Konzert der Barockakademie Detmold


Hallo,

für OWL wieder ein Klassik-Highlight mit Professor Gerhard Weinberger und seiner Barockakademie Detmold – sie führen am 30. Mai 2009 um 19:30 Uhr – im Konzerthaus der Hochschule für Musik Detmold – Bachwerke auf.

klassik_in_owl

http://www.klassik-in-owl.de

Die Veranstaltung im Rahmen der Klangraum-Festwochen zur Eröffnung des Konzerthauses wird geleitet von Ulrike-Anima Mathé (Leitung des Instrumentalsolisten-Ensembles) – sowie Gerhard Weinberger (Gesamtleitung). 

IMG_3372-1

Foto: Professor Gerhard Weinberger, HfM Detmold

Hier das genaue Programm sowie die Ausführenden auf einen Blick:

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Missa F-Dur BWV 233 – Jessica Jans (Sopran), Benno Schachtner (Altus), Christopher Jung a. G. (Bass)
Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048 ohne Tempoangabe
Johann Sebastian Bach: Kantate BWV 172 „Erschallet ihr Lieder” – Cosima Henseler (Sopran), Anna Bineta Diouf (Alt), Henning Klocke a. G. (Tenor), Christopher Jung (Bass)
Johann Sebastian Bach: Motette „Lobet den Herrn, alle Heiden” BWV 230 für vierstimmigen Chor und Continuo
Johann Sebastian Bach: Konzert E-Dur BWV 1042 für Violine und Orchester – Ulrike-Anima Mathé (Violine)
Johann Sebastian Bach: Kantate BWV 34 „O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe” (am Pfingstfest) – Sophia Bockholdt (Alt), Henning Klocke a. G. (Tenor), Christopher Jung (Bass)

Foto Saniertes Konzerthaus HfM Detmold

Fotorechte: NW- umgebautes Konzerthaus mit Wellenfeldsynthese der HfM Detmold

Buchung

Bitte bestellen Sie Tickets für die Veranstaltung „Bach-Werke in einem Konzert der Barockakademie“ direkt beim Veranstalter.

Veranstalter: Hochschule für Musik Detmold Telefon: 05231-975-5

Karten – Online Bestellung  – h i e r  – 

Nähere Angaben zum sanierten Konzerthaus mit Wellenfeldsynthese der HfM Detmold kann als PDF auf den eigenen Rechner geladen werden.

pdf    Konzerthaus der HfM Detmold.pdf

 

WFS2009-Konferenz in Detmold

Vom 12. bis 14. Juni 2009 findet im neu eröffneten Konzerthaus und dem Erich-Thienhaus-Institut der Hochschule für Musik Detmold (HfM) ein Kongress zu neuen Wiedergabeverfahren für Musik statt. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, die Grundlagen und Besonderheiten räumlicher Wiedergabeverfahren zu erfahren, die Wellenfeldsysteme an der HfM kennen zu lernen, verschiedene Wiedergabeverfahren im direkten Vergleich zu bewerten und selbst in Workshops Klänge zu erzeugen.

In mehreren Konzerten kann der Einsatz der WFS im musikalischen Kontext erlebt werden. 

Bei Interesse an einer Teilnahme schicken Sie bitte eine Email an eti@hfm-detmold.de.

Weitere Informationen über diesen Termin…

Grüße
Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

 


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

NEW RELEASE – SDG 156 vom Label Soli Deo Gloria


Hallo an alle Gardiner-Fans,

die nächste Veröffentlichung von SDG 156, Vol. 4 –  steht ab 6. Juli 2009 an.

Cover: Neuveröffentlichung von SDG 156 ab 6. Juli 2009 vom Label SDG

Cover: Neuveröffentlichung von SDG 156 ab 6. Juli 2009 vom Label SDG

Inhaltsangaben:

SDG 156 Volume 4 (2 cds) contains:

Cantatas for the Sixth Sunday after Trinity

BWV 9 – Es ist das Heil uns kommen her

BWV 170 – Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust

Motette: Der Gerechte kommt um *)

(recorded: St Gumbertus, Ansbach)

Soloists: Joanne Lunn | Michael Chance

James Gilchrist | Stephen Varcoe

Cantatas for the Seventh Sunday after Trinity

BWV 186 – Ärgre dich, o Seele, nicht

BWV 107 – Was willst du dich betrüben

BWV 187 – Es wartet alles auf dich

(recorded: St Mary’s, Haddington)

Soloists: Katharine Fuge | Richard Wyn Roberts

Kobie van Rensburg | Stephan Loges

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

——————————————————————-

music_display_on_website-icon._V46684973_

Hörproben von SDG 156 Vo. 4


SDG 156 disc 1 –

1.  Es ist das Heil uns kommen her BWV 9
– no. 1 Coro (Choral)

Stream Audio

13.  Motet: Der Gerechte kommt um

Stream Audio
SDG 156 disc 2 –
1.  Ärgre dich, o Seele, nicht BWV 186
– no. 1 Coro

Stream Audio

10.  Laß, Seele, kein Leiden BWV 186
– no. 10 Aria (duetto): Soprano, Alto
soloists: Katharine Fuge, Richard Wyn Roberts

Stream Audio


————————————————————-

CD-Bestellung über amazon Deutschland

Link: http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B002AHJTIA

——————————–

  • CD-Bestellung über amazon.co.uk (Partner-Seite) nachstehend:

————————

_________________________________________________________

Link: CDs der SDG-Reihe sind zu beziehen – h i e r – klicken !

_______________________________________________________

Anmerkung zu: (*Motette: „Der Gerechte kommt um“

Bearbeitung der Johann Kuhnau zugeschriebenen Motette „Tristis est anima mea“ Die Motette „Der Gerechte kommt um“ ist innerhalb der Passionskantate „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ von Carl Heinrich Graun überliefert, in die später auch Sätze verschiedener anderer Komponisten, darunter Bachs und Telemanns, interpoliert wurden. Nach den Untersuchungen von Diethard Hellmann, dem Herausgeber der vorliegenden Ausgabe, handelt es sich bei der Motette ursprünglich um eine A-cappella-Komposition Johann Kuhnaus auf den Text „Tristis est anima mea“, die dann – höchstwahrscheinlich von Bach – durch Neutextierung und Hinzufügung eines Instrumentalsatzes umgearbeitet wurde.

—————————————————-

Freuen wir uns auf diese Neuveröffentlichung – von  Aufnahmen, die u.a. während der Ansbacher Bachwoche in 2000 aufgenommen wurden.

Schönes Wochenende und Grüße

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Der Dirigent Frieder Bernius erhält die Bach-Medaille 2009


Hallo,

wie vom Bach-Archiv Leipzig mitgeteilt wird, erhält der Stuttgarter Dirigent Frieder Bernius die diesjährige Bach-Medaille. Die Auszeichnung wird während des Bachfests am 19. Juni 2009 bei einem Festakt verliehen.

Dirigent Frieder Bernius

Dirigent Frieder Bernius

Am Vorabend, dem 18. Juni 2009, musiziert Frieder Bernius  in der Nikolaikirche mit den von ihm gegründeten Ensembles Kammerchor und Barockorchester Stuttgart geistliche Vokalwerke von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy. Dabei erklingt zum ersten Mal in Leipzig das erst nach Mendelssohns Tod veröffentlichte “Tu es Petrus“ für Chor und Orchester (op. 111) aus dem Jahre 1827.

Die Stadt Leipzig verleiht die aus Meißner Porzellan gefertigte Auszeichnung mit dem Bach-Porträt seit 2003 jährlich an international herausragende Interpreten für deren besondere Verdienste um die Aufführung und Pflege der Musik Johann Sebastian Bachs. In den vergangenen Jahren erhielten die Bach-Medaille bereits Hermann Max (2008), Nikolaus Harnoncourt (2007), Ton Koopman (2006), Sir John Eliot Gardiner (2005), Helmut Rilling (2004) und Gustav Leonhardt (2003).

Das Bachfest Leipzig findet vom 11. bis 21. Juni 2009 unter dem Motto “Bach, Mendelssohn und Reger“ statt.

Das breit gefächerte Programm bietet Sinfonie-, Orgel- und Kammerkonzerte, Familienveranstaltungen, Konzertfahrten und musikalische Gottesdienste in unterschiedlichen Programmreihen. Zu hören sind neben großen geistlichen und weltlichen Werken auch Interpretationen in jazzigem oder alternativem Gewand. Eine Besonderheit des Bachfests sind die selten zu hörenden Werke, Wieder- und Uraufführungen.

Herausragende Ensembles und Künstler wie der Ernst Senff Chor, das Jerusalem Symphony Orchestra geleitet von Leon Botstein, The English Concert, Gerhard Oppitz, Concerto Köln, Lauma und Baiba Skride, das Chamber Orchestra of Europe mit seinem Leiter Douglas Boyd, Kammerchor und Barockorchester Stuttgart unter Leitung von Frieder Bernius sowie The Nigel Kennedy Quintet und das Quintessence Saxophone Quintet machen Leipzig ihre Aufwartung. Mit dabei wie immer der Thomanerchor Leipzig und das Gewandhausorchester, in diesem Jahr dirigiert von Herbert Blomstedt.

Das vollständige Programm und Konzertkarten zu finden

unter: www.bachfestleipzig.de

und www.bach-leipzig.de

Grüße

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

 


Bluecounter Website Statistics

BBC Music Magazine Awards 2009 – Gardiner – Choral Winner 2009


Schaut mal hier….

mit Hörprobe des Sieger-Chorals von BBC 2009; „BWV 129“

music_display_on_website-icon_v46684973_2 http://www.bbcmusicmagazine.com/awards/default.asp#choral music_concept_in_02combined_spons choral_winner_08

Cover: Sieger-CD SDG 138; Vol. 27

Cover: Sieger-CD SDG 138; Vol. 27

J.S. Bach Cantatas, Vol. 27: BWV 129, 165, 175, 176, 184 & 194; Brandenburg Concerto No. 3 Lisa Larsson, Ruth Holton (soprano), Nathalie Stutzmann (mezzo-soprano), Daniel Taylor (counter-tenor), Christophe Genz, Paul Agnew (tenor), Stephen Loges, Peter Harvey (bass); Monteverdi Choir; English Baroque Soloists/John Eliot Gardiner Soli Deo Gloria SDG 138 (2 discs)

EXCERPT : ‘Gelobet sei der Herr’ From BWV 129. What our reviewer Nicholas Anderson says: ‘Each volume of Gardiner’s Bach Pilgrimage project is an event, and this volume is particularly strong, with very good singing from all the soloists: Peter Harvey and Paul Agnew are absolutely beautiful in Cantata No. 194, and Ruth Holten the soprano, who is lovely in 129.

————————————————————————————–

CD zu erwerben über Forum-Partner amazon:

Link: http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B0012ELP6

music_display_on_website-icon_v46684973_1

Hörprobe SDG 138, Vol. 27

————————————————————————————————-

Gruß

Barbara

P.S. von Volker am 7.4.2009 um 20:50 Uhr

Aus dieser Veröffentlichung von SDG 138, Vol. 27 hatte ich in meiner Rezension zahlreiche Musik-Hörproben hinterlegt, wer Interesse hat, kann den nachstehenden Link aufrufen um zu den Hörproben zu gelangen:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/search?q=Rezension+SDG+138+Vol.27

Webnews Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Bluecounter Website Statistics Bluecounter Website Statistics


Radiotipps für die Karwoche 2009


Hallo zusammen,

Die Karwoche bietet ein schier unübersehbare Fülle interessanter Radio- und Fernsehsendungen. Die diversen Passionen von Bach habe ich diesmal nicht herausgesucht. Fast jeder Sender bringt in der kommenden Woche eine Matthäus- oder Johannes-Passion. Bis hin zu BBC, die am Karfreitag noch einmal die Gardiner-Bach-Johannes-Passion von den PROMS im letzten Jahr senden. Schaut selbst einmal, oder fragt an, in meiner Zeitung ist alles angkringelt, das Herausschreiben wird mir auf blauen Dunst hin zuviel. Da sich Händels Todestag nähert, gibt es in meinen Tipps – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – sehr viel Händel. Bei mir wird wahrscheinlich ein Rechner zum Aufnehmen in der nächsten Woche nicht ausreichen…

Viel Freude an der Musik – für die Osterwoche gibt es dann noch mehr.
Viele Grüße
Barbara

Sa 4.4.2009

NDR
20-22 Uhr
Prisma Musik
Händel, der Europäer (1/3)

Niemand repräsentiert jene musikalische Epoche, die man etwas ungenau auch das „Barockzeitalter“ nennt, besser als Bach und Händel. Ihre Geburtsdaten liegen nur wenige Wochen, ihre Geburtsorte nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Und doch hätten die beiden Musiker unterschiedlicher kaum sein können, selbst wenn sie in unserer Vorstellung einen durchaus ähnlichen Musikertypus verkörpern. Im Gegensatz zu Bach, der bekanntlich in seiner thüringischen und sächsischen Heimat wirkte, zog es Händel in die Fremde.
Während aus dem genialen Thomaskantor der Großmeister der protestantischen Kirchenmusik wurde, der ungezählte Kantaten, aber keine einzige Oper schrieb, avancierte Händel in Deutschland, Italien und vor allem England zum bedeutendsten Opernkomponisten seiner Zeit. Die Musikhistoriker Silke Leopold, Matthew Gardner und Peter Wollny zeichnen in drei Folgen der Sendereihe „Prisma Musik“ diese stilistische Entwicklung nach. Im ersten Teil beschäftigt sich Peter Wollny, der Leiter des Leipziger Bacharchivs, mit Händels deutschen Wurzeln.
22-24 Uhr
Variationen zum Thema
Händel in Halle und Hamburg
Friedrich Wilhelm Zachow:
Jesu, meine Freude, Choralbearbeitung
Helmut Gleim, Orgel
Reinhard Keiser:
Singspiel „Der geliebte Adonis“ (Ausschnitt)
Ralf Popken, Altus / Marietta Zumbült, Sopran
Capella Orlandi Bremen
Johann Mattheson:
„Cleopatra“, daraus: „Geh, geh, Verräter, geh!“
Duett Mandane – Ptolemäus
Rossana Bertini, Sopran / Jean Nirouet, Countertenor
Ensemble Baroque de Nice / Ltg.: Gilbert Bezzina
Georg Friedrich Händel: „Almira, Königin von
Kastilien“ (Ausschnitt) / Ann Monoyios, Sopran
Fiori Musicali / Ltg.: Andrew Lawrence-King

————————————————————————————————–

So., 5.4.2009
BR4
19-23 Uhr
Georg Friedrich Händel: „Agrippina“

Dramma per musica in drei Akten
In italienischer Sprache
Claudio – Alastair Miles
Agrippina – Della Jones
Nerone – Derek Lee Ragin
Poppea – Donna Brown
Ottone – Michael Chance
Giunone – Anne Sofie von Otter
Narciso – Jonathan Peter Kenny
Lesbo – Julian Clarkson
Pallante – George Mosley
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner
Aufnahme von 1992

————————————————————————————-

5.4.2009 DomRadio Köln, 20:00 h bis 22:00 Uhr und ab 22:33 Uhr

Beethoven „Christus am Ölberge“

Musik zu Palmsonntag von Ludwig van Beethoven und Dietrich Buxtehude

Der Palmsonntag gilt als Tor zur Karwoche, zur Heiligen Woche, in der Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi gefeiert wird. Den Namen Palmsonntag hat der Tag von der Palmprozession zum Auftakt des Gottesdienstes, die an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnert. An diesem besonderen Tag gibt es zwei Werke in der Sendung „Musica“. Zunächst von Ludwig van Beethoven „Christus am Ölberge“, das ist ein Oratorium für drei Solostimmen, Chor und Orchester op. 85. Dann erklingt von Dieterich Buxtehude der Kantatenzyklus „Membra Jesu Christi“.

Dieser Text ist eine mittelalterliche Meditation über die Wundmale Jesu Christi, die er bei seinem Kreuzestod erlitten hat. Aus den Meditationen und einigen Bibelzitaten fügte Buxtehude einen siebenteiligen Kantatenzyklus, wobei jede Kantate ein Körperteil meditiert.

—————————————————————————

J.S. Bach ab 22:33 Uhr Kantate

BWV 182 – Palmsonntag

Kantate: BWV 182 „Himmelskönig, sei willkommen“

Tölzer Knabenchor, Concentus musicus Wien, Leitung: Nikolaus Harnoncourt.

————————————————————————-

Link: http://www.domradio.de/musica/artikel_52009.html

Di, 7.4.2009
BR4
19:05 Uhr
Georg Friedrich Händel: „Partenope“
Dramma per musica in drei Akten
In italienischer Sprache
Partenope – Christine Schäfer
Emilio – Kurt Streit
Arsace – David Daniels
Rosmira – Patricia Bardon
Ormonte – Florian Boesch
Armindo – Matthias Rexroth
Les Talens Lyriques
Leitung: Christophe Rousset
Aufnahme vom 1. März 2009 im Theater an der Wien

————————————————————————————-

Mi, 8.4.2009
NDR
20-21
Möglichkeiten einer Sternstunde

Hörspiel von Paul Barz
Regie: Heinz-Wilhelm Schwarz
Mitwirkende: Martin Benrath, Rolf Boysen und Karl Lieffen
Produktion: WDR | BR 1985, 58 Minuten
Beide sind im Jahr 1685 geboren, fast am gleichen Tag und Ort. Sie haben gleiche Freunde, der eine bedient sich recht kräftig beim Werk des anderen. Sie enden beide gleich: alt, blind und einsam. Aber sie sind sich nie begegnet: Leipzigs Thomas-Kantor Johann Sebastian Bach und Londons Superstar Georg Friedrich Händel, meist unverstandener Provinzkomponist der eine, Karajan und Bernstein in einer Person der andere.
Hätten sie sich, wären sie sich begegnet, etwas zu sagen gehabt? Wären sie Freunde oder Feinde gewesen und vielleicht hätte sich auch darauf eine Antwort ergeben: Warum Bach die Begegnung mit dem ungleich berühmteren und erfolgreicheren Händel, der am 14.4.1759 in London starb, stets gesucht, Händel sie stets vermieden hat.
„Möglichkeiten einer Sternstunde“, die so nie stattfand und vielleicht auch so nicht hätte stattfinden können: ein Spiel mit der Wahrscheinlichkeit, mit Verhaltensmustern, mit einer Utopie.
Der Autor
Paul Barz, 1943 geboren, lebt als freier Publizist in Wentorf bei Hamburg. Neben Biografien, Sachbüchern und Theaterstücken schrieb er über 30 Hörspiele, für den NDR zuletzt

HR2
20-21:30
Notenschlüssel

Georg Friedrich Händel: „Judas Makkabäus“ oder „Wie wird man Nationalheld?“
Aufgeschlüsselt von Paul Bartholomäi
Zum Schluss wird es geradezu weihnachtlich. Im dritten Teil von Händels „Judas Makkabäus“ erklingt plötzlich „Tochter Zion“, eines der bekanntesten deutschen Weihnachtslieder, gesungen von Knaben und Mädchen. Im englischen Original heißt das Lied „See, the conquering hero comes“ und begrüßt wird der siegreiche jüdische Freiheitskämpfer Judas Makkabäus, der mit seinem Heer das der seleukidischen Besatzer niedergerungen hat. Das Ganze spielte sich im 2. Jahrhundert vor Christus in Palästina ab, ist aber auf die Situation im England des 18. Jahrhunderts übertragbar. Hier hatte es der schottische Thronprätendent Charles Edward Stuart gewagt, mit seinen Truppen in Schottland und England einzumarschieren, um sich beider Throne anzueignen. Doch bevor er Großbritannien unter seiner Herrschaft einigen konnte, wurde seine Armee im April 1746 durch den Herzog von Cumberland vernichtend geschlagen, dem Sohn König Georgs II. Den Bezug zur Befreiung von der Stuart-Bedrohung verstand jeder im Publikum, und so wurde „Judas Makkabäus“ eines der populärsten Werke Händels in England bis heute. „See, the conquering hero comes“ gehört auf der Insel fest ins Repertoire patriotischer Gesänge und wird regelmäßig – fahnenschwenkend – vom Publikum bei der „Last Night of the Proms“ gesungen.

————————————————————————————-

Do. 9.4.2009
BR4
18-20:40 Uhr

Georg Friedrich Händel: „Brockes-Passion“
Solisten: Mária Zádori, Katalin Farkas, Éva Bártfai-Barta, Sopran; Eva Lax, Alt; Drew Minter, Péter Baján, Tamás Csányi, Countertenor; Martin Klietmann, Guy de Mey, János Bándi, Tenor; István Gáti, Gunther Burzynski, Bariton
Stadtsingerchor zu Halle
Capella Savaria
Leitung: Nicholas McGeagan

————————————————————————————————–

10.4.2009
SWR2
9-10 Uhr
Musik-Feature
Bachs Johannespassion
(1) „Herr, unser Herrscher“ -Die Kunst der musikalischen Textausdeutung im Eingangschor, den Rezitativen und Chorälen
Von Wieland Schmid
(Produktion: BR 1995)

Johann Sebastian Bachs Johannespassion steht im Zentrum dieses Karfreitags: Vor unserer Live-Übertragung der Passion mit dem Windsbacher Knabenchor um 17.00 Uhr beleuchten wir in einem mehrteiligen Musik-Feature die Hintergründe dieses Werkes. Im ersten Teil (ab 9.03 Uhr) geht es um den groß angelegten Eingangschor, um Bachs expressive Rezitative und um seine kunstvolle Textausdeutung in den Chorälen. Teil 2 des Features (ab 16.05 Uhr) untersucht, mit welchen musikalischen Mitteln Bach die Ereignisse der Kreuzigung und der Grablegung Christi darstellt. Neben längeren Passagen aus dem Werk sind immer wieder einzelne Stimmen aus dem Chor- und Orchestersatz zu hören, dazu Ausschnitte aus Passionsoratorien von Bachs Zeitgenossen. Kommentare zu den theologischen und historischen Zusammenhängen ergänzen das Panorama. Im Pausenbeitrag der Live-Übertragung (gegen 17.40 Uhr) geht es dann um die musikalische Gestaltung der Gerichtsszene.

16-17 Uhr
Musik-Feature
Bachs Johannespassion (2)
„Es ist vollbracht“ Die Kreuzigung und Grablegung Jesu
Von Wieland Schmid

17-20 Uhr
Musik zum Karfreitag – LIVE
Im Pausenbeitrag der Live-Übertragung (gegen 17.40 Uhr) geht es dann um die musikalische Gestaltung der Gerichtsszene.

Johann Sebastian Bach:
Johannespassion BWV 245
Jutta Böhnert (Sopran)
Rebecca Martin (Alt)
Thomas Cooley (Evangelist)
Thomas Laske (Christus)
Detlef Roth (Arien)
Windsbacher Knabenchor
Münchner Kammerorchester
Leitung: Karl-Friedrich Beringer
(Direktübertragung aus dem Festspielhaus in Baden-Baden)

Das evangelische Pendant zu den Regensburger Domspatzen ist der Windsbacher Knabenchor. Was Qualität und Renommee anbelangt, passt allerdings kein Blatt Papier zwischen die beiden Ensembles. Der Windsbacher Knabenchor wurde 1946 in dem kleinen fränkischen Städtchen Windsbach unweit von Ansbach gegründet und zählt längst zu den weltweit besten Ensembles seiner Art. Die Werke Johann Sebastian Bachs bilden das Fundament seines Repertoires. Im Baden-Badener Festspielhaus singen die Knaben unter Leitung ihres langjährigen Dirigenten Karl-Friedrich Beringer die „Johannespassion“. Sie ist feierlicher, wuchtiger, elementarer als die häufiger gespielte
„Matthäus-Passion“ und wird eingerahmt von dem gewaltigen Eingangschor mit dreimaliger Anrufung des Herrn und dem nicht minder beeindruckenden Schlusschor – ein anrührender Grabgesang zur Passion des Gottessohnes.

NDR
13-14 Uhr
Händel – Abenteuer eines Titanen
Teil1: Ein Sachse erobert die Europas Musikwelt
Die dreiteilige Sendung erzählt Händels Lebensgeschichte anhand der schönsten, amüsantesten und spannendsten Händel-Anekdoten, wie sie in den einschlägigen Biografien und zeitgenössischen Quellen überliefert sind. Musiker und Händel-Kenner wie Alan Curtis, René Jacobs und Simone Young kommen ebenso zu Wort wie die Bestseller-Autorin und Händel-Enthusiastin Donna Leon. Der Autor Ralf Pleger, der auch eine Fernsehdokumentation für die die ARD über Händel erobert hat, widmet sich im ersten Teil der Kindheit und Jugend des Komponistenin Halle sowie seinen Wanderjahren in Norddeutschland und Italien bis zum ersten Karrierehöhepunkt in London 1710.

HR2
20-23 Uhr
Telemann: Brockes-Passion

„Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesu“

Dominique Labelle, Geraldine McGreevy, Hilde van Ruymbeke, Marjon Strijk und Dorothea Jakob, Sopran
Tim Mead, Countertenor
Jörg Dürmüller und Andrew Tortise, Tenor
Matthew Brook, Matthew Baker und Donald Bentvelsen, Bass
Niederländische Bach-Gesellschaft
Leitung: Jos van Veldhoven
(Aufnahme vom 25. Oktober 2008 aus dem Concertgebouw in Amsterdam)

Der zu Lebzeiten berühmte und hochgeschätzte Hamburger Dichter Barthold Hinrich Brockes (1680-1747) ist heute nur noch Spezialisten bekannt. Neben seiner kunstvollen Naturlyrik hat vor allem der eindrucksvolle Oratoriumstext „Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus“ das Interesse auf sich gezogen. Dieser Text ist als Passions-Oratorium unter anderem von Georg Friedrich Händel, Reinhard Keiser und Georg Philipp Telemann vertont worden, und er diente auch Johann Sebastian Bach als Anregung für seine beiden Passionen. Uraufgeführt wurde Telemanns „Brockes-Passion“ am 2. April 1716 in Frankfurt am Main in der Barfüßer-Kirche, der einstigen lutherischen Hauptkirche der Stadt, dem Vorgängerbau der heutigen Paulskirche. Überliefert ist, dass zu dieser Premiere wegen des großen künstlerischen Aufwands vermutlich zum ersten Mal Eintrittsgeld für ein Kirchenkonzert verlangt wurde. Obwohl Telemanns dramatische und musikalisch eindrucksvolle Brockes-Passion vom Publikum mit großem Beifall aufgenommen wurde, verlor sie danach an Bedeutung gegenüber den alles überstrahlenden beiden Bach-Passionen, die fortan das biblische Passionsgeschehen musikalisch prägten. So ist die Aufführung von Telemanns Brockes-Passion regelrecht eine Neuentdeckung. hr2-kultur sendet eine Aufnahme aus dem Concertgebouw in Amsterdam unter der musikalischen Leitung von Jos van Veldhoven

OE1
19:30-22:00 Uhr
Georg Friedrich Händel: „Der für die Sünden der Welt gemarterte und sterbende Jesus“, HWV 48, „Brockes Passion“.
Akademie für Alte Musik Berlin, Leitung: Marcus Creed;
Collegium Vocale Gent;
Hans Jörg Mammel, Sebastian Noack, Svetlana Doneva, Sophie Klussmann, Alexander Schneider und Colin Balzer
(Übertragung aus der Philharmonie in Warschau).
Präsentation: Bernhard Trebuch

TV – ZDF
12:23 Uhr
Rolando Villazon – Händel-Arien
Am 14. April ist es soweit. Dann jährt sich der Todestag von Georg Friedrich Händel zum 250. Mal. Aus diesem Grund, und auch weil er mit viel Stolz eben sein erstes Album „Handel“ mit Aufnahmen des barocken Meisters präsentiert hat, lädt Rolando Villazón am kommenden Karfreitag, 10. April, zu einem großen Konzert zu dessen Ehren. Schauplatz des Ereignisses ist die Londoner St.Pauls Church im Stadtteil Deptford, und das ZDF wird das Konzert von 12:35 Uhr an im Fernsehen übertragen.

Begleitet wird der mexikanische Startenor von einem herausragenden Barockensemble, das sich bereits um die Klanggestaltung seines Albums verdient gemacht hat. Denn kein Geringerer als der Dirigent und Musikforscher Paul McCreesh steht ihm gemeinsam mit den Gabrieli Players zur Seite, damit das anspruchsvolle Programm die bestmögliche Umsetzung erfährt.

TV – ZDF
23:00 – 0:35 Uhr
„Klang der Stille“
Das Porträt eines großen Künstlers, platonische Liebesgeschichte und opulentes Historiendrama
Künstlerporträt und Geschlechterdrama um das angespannte Verhältnis zwischen dem nahezu tauben Komponisten Ludwig van Beethoven und seiner Kopistin Anna Holtz, die dem Genie trotz aller ihr entgegengebrachter Frauenverachtung stets die Treue hält.

http://spielfilm.zdf.de/ZDFde/inhalt/27/0,1872,1020923_idDispatch:8528990,00.html?dr=1