TV-Tipps mit Passionen 2011


18.4.

RBB
0:15 – 2:15
Bachs Johannespassion
Hugo Niebeling hat die Johannespassion von Bach dramatisiert: Musik, Schauspiel, Sprache, Gesang, Tanz und Architektur vereinen sich zu einem Gesamtkunstwerk nach dem Vorbild der griechischen Tragödie.
Die Darsteller sind Schauspieler, sie gestalten die Charaktere, sie sprechen ihre Texte, sie flüstern und schreien, treiben die Handlung auch optisch voran. Die Musik von Bach bleibt unangetastet, überlagert die Szenen wie auf einer zweiten mystischen Ebene. Ort des Geschehens ist der Dom zu Speyer mit seiner tausendjährigen Krypta: Hier hat Niebeling die Bachsche Passion in Szene gesetzt und in den Mittelpunkt die Konfrontation zwischen Jesus und Pilatus gestellt.

Regie: Hugo Niebeling

22.4. – Karfreitag

WDR
7:15-10:00
Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion
Aufzeichnung aus der Philharmonie Köln vom 28.03.2010

Die Matthäus-Passion für Soli, zwei Chöre und Orchester ist neben der h-Moll-Messe das bedeutendste Werk Johann Sebastian Bachs und eines der größten Werke der barocken Musikgeschichte. Sie schildert die Leidensgeschichte Jesu auf der Grundlage von Worten aus dem 26. und 27. Kapitel des Matthäus-Evangeliums.
Der Dirigent Philippe Herreweghe, für seine Aufnahmen der Werke Bachs mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, interpretiert das monumentale Werk in einem Konzert in der Kölner Philharmonie. Unter seiner Leitung musizieren das Collegium Vocale Gent und das Collegium Vocale Orchestra, die Solisten sind Christoph Prégardien (Evangelist), Simon Kirkbride (Christusworte), Dorothée Mields und Hana Blažíková (Sopran), Damien Guillon und Robin Blaze (Altus), Colin Balzer und Hans Jörg Mammel (Tenor) sowie Matthew Brook und Stephan MacLeod (Bass).

23.4.

MDR
0:02 – 2:55
Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244
Aufzeichnung aus der Thomaskirche zu Leipzig
Die „Matthäus-Passion“ von Johann Sebastian Bach gehört zum wertvollsten Besitz des Weltkulturerbes. Als das Werk am 11. April 1727 in der Leipziger Thomaskirche zur Uraufführung kam, war es für Bach zwar ein Höhepunkt, für die Gotteshausbesucher aber nur eine jener Musiken, die der Thomaskantor zu jedem kirchlichen Feiertag neu zu komponieren hatte. Deswegen waren Wiederholungen nur zufälliger Art. Für die wenigen späteren Aufführungen zu Lebzeiten des Komponisten nahm er vereinzelt Änderungen vor. So entstand die überlieferte autographe Partitur 1736. In dieser Fassung ist das Werk heute bekannt und erklingt auch so am Ort seiner Uraufführung. Nach dem Tode Bachs 1750 geriet auch seine Musik in Vergessenheit, nur zu Studienzwecken erinnerte man sich ihrer.
Mit der Wiederaufführung der „Matthäus-Passion“ am 11. März 1829 durch Felix Mendelssohn Bartholdy rückte nicht nur die Musik Bachs wieder in den Mittelpunkt, sondern die Musik einer ganzen Epoche. Die Interpreten der Aufzeichnung aus der Thomaskirche zu Leipzig sind fast ausnahmslos mit dem Werk des Komponisten eng verbunden. So war Martin Petzold (Tenor) Mitglied des Thomanerchores, ebenso Thomaskantor Georg Christoph Biller. Er ist der 16. Amtsnachfolger Bachs. Die Altistin Bogna Bartosz errang 1992 den ersten Preis im Fach Gesang beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig. Das Solistenensemble vervollständigen Olaf Bär (Bass), der Mitglied des Dresdner Kreuzchores war, sowie Monika Frimmer (Sopran) und Andreas Schmidt (Bass). Ebenso sind Thomanerchor und Gewandhausorchester Garanten einer authentischen Bachinterpretation.

Thomanerchor
Gewandhaus Kinder- und Jugendchor
Gewandhausorchester
Dirigent: Thomaskantor Georg Christoph Biller

Monika Frimmer, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
Martin Petzold, Tenor
Andreas Schmidt, Bass
Olaf Bär, Bass

Radiotipps mit Passionen 2011


Auch dieses Jahr gibt es eine überreiche Auswahl an Sendungen mit Passionsmusik. Viele davon habe ich aus den Programmen der Rundfunk- und TV-Sender herausgesucht. Die TV-Übertragungen bekommen einen eigenen Beitrag, es wird sonst einfach zu lang. Neben den Passionen von Bach in verschiedenen Aufführungen gibt auch andere Vertonungen aus der Barockzeit, darunter ein erst kürzlich wiederentdecktes Oratorium von Reinhard Keiser. Aber auch zeitgenössische Komponisten haben ihre Deutungen zu Papier gebracht und so können wir mit Werken von Frank Martin, Krzysztof Penderecki und Sofia Gubaidulina der Passionsgeschichte von anderer Seite nähern und dann vielleicht auch die Passionen Bachs wieder ganz neu entdecken.

Noch ist diese Liste nicht vollständig, einige Sender aktualisieren leider ihre Programmvorschauen sehr, sehr kurzfristig. So auch Radio 4/Netherlands. Aber ich bin sicher, dass die Johannes-Passion am Palmsonntag live übertragen wird. Die Sendequalität ist deutlich höher als bei BBC. Dafür können 7 Tage lang bei BBC eventuelle Aufnahmepannen ausgebügelt werden. Ich werde diese Liste zu gegebener Zeit aktualisieren.

Es lohnt sich auch, einmal die Programme der regelmäßigen Sendungen der Radiosender mit geistlicher Musik zu beachten. Hier gibt es viel Schönes zum Thema Passion. Es würde jedoch den Rahmen sprengen, alles hier aufzuführen. Ich füge noch einmal den Link der Seite an, auf der ich eine Zusammenstellung der Sendungen in diesem Blog veröffentlicht habe:
https://meinhardo.wordpress.com/?s=regelmäßige+Sendungen+mit+Bachkantaten+und+geistlicher+Musik

Die Seite mit den Links zu den Webseiten und Livestreams der Radiosender ist nicht mehr ganz aktuell. Ich werde sie in nächster Zeit aktualisieren. Aber auf dieser Seite ist eigentlich jeder Sender mit klassischer Musik in Europa zu finden:
http://www.listenlive.eu/

Radiosendungen

6.4.

SWR2
19-20
Geistliche Musik
Christoph Graupner: Passions-Kantaten
Ensemble Concerto grosso
Violine und Leitung: Swantje Hoffmann
Anton-Webern-Chor
Leitung: Hans Michael Beuerle
(Konzert vom 13. März in der Martinskirche Freiburg

17.4.

HR2
6-7
Geistliche Musik
Glocken der evang. Stadtkirche Haiger, Lahn-Dill-Kreis
…
Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze
Inga Nielsen, Sopran / Gabriele Schreckenbach, Alt / Martyn Hill, Tenor / Matthias Hölle, Baß / Kammerchor Stuttgart / Württenbergisches Kammerorchester Heilbronn / Frieder Bernius)

BBC
radio 4 – Niederlande (noch nicht online angekündigt, wird aber wohl übertragen)
1.15pm – 16pm (14:15 – 17 MESZ)
Bach: St John Passion, BWV 245
James Gilchrist, tenor, Evangelist
Thomas Bauer, bass, Christ
Henriette Bonde-Hansen, soprano
Bernarda Fink, mezzo-soprano
Werner Güra, tenor
Florian Boesch, bass
Netherlands Radio Choir
Royal Concertgebouw Orchestra
Jan Willem de Vriend, conductor.
Live from the Concertgebouw in, Amsterdam; The Dutch contribution to the Day is a long-standing event in the Concertgebouw’s calendar.
http://www.bbc.co.uk/programmes/b0106z8t

BBC
6pm – 8pm (19-21 MESZ)
Carl Heinrich Graun: Der Tod Jesu
Dorothee Mields, soprano
Joanne Lunn, soprano
Thomas Hobbs, tenor
tba, baritone
Collegium Vocale, Ghent
Akademie für Alte Musik, Berlin
Daniel Reuss, conductor
A concert from De Bijloke, Ghent featuring Collegium Vocale Ghent.
http://www.bbc.co.uk/programmes/b0106z8t

rbb kulturradio
20-23
Frank Martin: „Golgotha“
Oratorium für Sopran-, Alt-, Tenor-, Bariton- und Bass-Solo, gemischten Chor, Orchester und Orgel
Lena Lootens, Sopran
Mechthild Georg, Alt
Alexander Stevenson, Tenor
Michel Brodard, Bariton
Hans Peter Scheidegger, Bass
Martin Steinert, Orgel
Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin
Alois Koch dirigiert die Berliner Symphoniker
Aufnahme vom 22.3.1993 in der Berliner Philharmonie
Anschließend Musik von Haydn

MDR Figaro
22-24
Georg Philipp Telemann: Matthäuspassion (1730), TWV 5:15
Natalie Buck, Sopran;
Ulrike Mayer, Mezzosopran;
Michael Zabanoff, Tenor;
Florian Götz, Bariton;
Matthias Vieweg, Bass
Biederitzer Kantorei, Cammermusik Potsdam, Leitung: Michael Scholl
(Aufzeichnung vom 18.03.2011, Konzerthalle „Georg Philipp Telemann“, Magdeburg)
Konzert aus Magdeburg – zum Auftakt der Karwoche für die Europäische Rundfunkunion (EBU)

18.4.

Deutschlandradio Kultur
20-21:30
Krzysztof Penderecki: Lukas-Passion (Passio et mors Domini Nostri Jesu Christi
Secundum Lucam)
Sandra Trattnigg, Sopran
Artur Rucinski, Bariton
Tomasz Konieczny, Bassbariton
Ahmad Mesgarha, Sprecher
MDR Rundfunkchor Leipzig
Philharmonischer Kinderchor Dresden
Dresdner Philharmonie
Leitung: Krzysztof Penderecki
Konzert aus dem Kulturpalast Dresden
Aufzeichnung vom 26.3.11

DRS II
20-22
Diskothek im Zweiten
Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion, BWV 244
Sie gilt heute als die Passionsmusik schlechthin: Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion. Lange Zeit vernachlässigt und zu Bachs Zeiten oft verpönt und als zu opernhaft gescholten, hat Felix Mendelssohn mit seiner legendären Aufführung von 1829 das Werk aus der Vergessenheit gerissen. Die monumentale Passion, die fast drei Stunden dauert, ist ein Höhepunkt in Bachs Schaffen. Entsprechend zahlreich sind denn auch die Aufnahmen, die es auf dem Markt gibt. Wie unterschiedlich, gerade auch was die Besetzung des Chors anbelangt, die Matthäuspassion aufgeführt werden kann, wird in der Diskothek im Zwei anhand 5 verschiedener Interpretationen deutlich.
Gäste von Eva Oertle sind der Cembalist Jörg-Andreas Bötticher und der Tonmeister Andreas Werner.
(Wiederholung: Samstag, 23.4., 14-16 Uhr)
 

19.4.

Deutschlandfunk
21-22:50
Musikforum Grundton D 2010 – Konzert und Denkmalschutz für die östlichen Bundesländer (9)
Reinhard Keiser/Menantes: Oratorium Passionale ›Der blutige und sterbende Jesus‹ (1729)
Cantus & Capella Thuringia
Leitung: Bernhard Klapprott
Aufnahme vom 2.10.10 aus St. Petri-Kirche, Wandersleben/ Thüringen

Christian Friedrich Hunold (1680 – 1721), bekannt unter dem Pseudonym Menantes, war der berühmteste unter den deutschsprachigen ›galanten‹ Autoren des frühen 18. Jahrhunderts. So waren u.a. seine Kantaten- und Oratorienlibretti Grundlage für Vertonungen von so bedeutenden Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann. Anlässlich seines 330. Geburtstages wurde im vergangenen Jahr in Wandersleben in Thüringen, dem Geburtsort von Menantes, ein musikwissenschaftlicher Sensationsfund vorgestellt und von dem Ensemble Cantus & Capella Thuringia unter Leitung von Bernhard Klapprott neu zum Klingen gebracht: das Passionsoratorium ›Der blutige und sterbende Jesus‹ von Reinhard Keiser, dem berühmten Hamburger Opernkomponisten, mit dem Text von Menantes. Nach der Uraufführung im Jahre 1705 galt das Werk als verschollen, bis die Leipziger Musikwissenschaftlerin Christine Blanken vor vier Jahren in der Berliner Staatsbiliothek das Partitur-Autograf einer Spätfassung wiederentdeckte.
Im Rahmen eines ›Grundton D‹- Konzertes am 2. Oktober 2010 in der Wanderslebener St. Petri-Kirche wurde nun diese musikalische Kostbarkeit einer breiten Öffentlichkeit nach mehr als 270 Jahren erstmals wieder zugänglich gemacht.

22.4. – Karfreitag

SWR 2
8:00-8:30
Arvo Pärt: „Stabat mater“
Lynne Dawson (Sopran)
David James (Kontratenor)
Rogers Covey-Crump (Tenor)
Gidon Kremer (Violine)
Vladimir Mendelssohn (Viola)
Thomas Demenga (Violoncello)
Hilliard Ensemble

rbb Kulturradio
15-19
JOHANN SEBASTIAN BACH: MATTHÄUS-PASSION BWV 244
Camilla Tilling, Sopran
Magdalena Kozená, Mezzosopran
Topi Lehtipuu, Tenor (Arien)
Mark Padmore, Tenor (Evangelist)
Thomas Quasthoff, Bariton (Arien)
Christian Gerhaher, Bariton (Christus)
Rundfunkchor Berlin
Einstudierung: Simon Halsey
Knaben des Staats- und Domchors Berlin
Einstudierung: Kai-Uwe Jirka, Peter Sellars
Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker

Aufnahme vom 9. April 2010 in der Berliner Philharmonie
anschließend:
Johann Sebastian Bach
Musikalisches Opfer BWV 1079,
Regis Iussu Cantio Et Reliqua Canonica Arte Resoluta
Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel

WDR3
15-18:30
Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244 für Soli, Chor und Orchester
Yeree Suh, Sopran; Terry Wey, Altus;
Andreas Weller und Jörg Dürmüller, Tenor;
Christian Immler, Bariton; Konstantin Wolff, Bass;
Knabenchor Gütersloh, Einstudierung: Sigmund Bothmann;
WDR Rundfunkchor Köln, Einstudierung: David Marlow;
WDR Sinfonieorchester Köln,
Leitung: Simon Halsey
Aufnahme einer Aufführung aus der Kölner Philharmonie, bei der ein Teil des Publikums die Choräle mitsingen konnte.
Parallele Ausstrahlung in Dolby Digital 5.1 Surround-Sound

DRS II
16-18
Jan Disms Zelenka: Gesu al Calvario
Passions-Oratorium
Rheinische Kantorei

Das Kleine Konzert
Leitung: Herrmann Max

Nordwestradio
17-19
Carl Philipp Emanuel Bach: Matthäus-Passion
Deborah York, Sopran
Franziska Gottwald, Mezzosopran
Jörg Dürmüller, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Choir
Amsterdam Baroque Orchestra
Leitung: Ton Koopman
Mitschnitt des DLR vom 1. September 2002 aus der St. Wilhadi Kirche in Stade, Musikfest Bremen
Am Mikrofon: Wolfgang Stapelfeldt

BR klassik
17:05-22
Johann Sebastian Bach: „Matthäus-Passion“
Barbara Bonney, Gill Ross, Ruth Holton, Ann Monoyios, Sopran;
Anne Sofie von Otter, Mezzosopran; Michael Chance, Countertenor;
Anthony Rolfe Johnson, Howard Crook, Tenor;
Andreas Schmidt, Olaf Bär, Bariton; Cornelius Hauptmann, Bass;
Monteverdi Choir London;
English Baroque Soloists:
John Eliot Gardiner

SWR2
18-21
Johann Sebastian Bach: Johannespassion
Evangelist: Thomas Walker
Christus: Gianluca Buratto
María Espada (Sopran)
Maria Riccarda Wessling (Alt)
Thomas Michael Allen (Tenor)
Andrew Foster Williams (Bass)
Chor und Orchester Al Ayre Espanol
Leitung: Eduardo López Banzo
(Direktübertragung aus dem Festspielhaus in Baden-Baden)
Am Karfreitag, dem 7. April 1724, erklang in der Leipziger Nikolaikirche erstmals Johann Sebastian Bachs Johannespassion. Das zweistündige, häufig aufgeführte Werk zählt zu den eindrucksvollsten Vertonungen der Leidensgeschichte Jesu. Auf dem Fundament spätbarocker und zugleich höchst expressiver Klangwelten vereinen sich Wort und Ton zu einer bis heute faszinierenden Bibelauslegung. Deshalb messen sich an ihm Ensembles aus Deutschland, genauso wie aus Japan und Spanien. Ein jeder fügt dem Stück eigenes hinzu, einem Stück, das ewig vollkommen ist wie ewig unvollendet. Erst im Klang kommt das Werk zu sich. Bei uns sorgt für diese Klangwerdung ein spanisches Ensemble, das Preise für seine Aufnahmen iberischer Musik sammelt. Von diesen Quellen her erobert es sich Bach, der über allen Nationen schwebend allen Nationen gleich zugänglich und fremd ist. Ein Buch mit sieben Siegeln, das zu jedem Menschen in seiner ihm vertrauten Muttersprache spricht.

NDR
19-22
Matthäuspassion BWV 244 von Johann Sebastian Bach
Ute Selbig, Sopran / Britta Schwarz, Alt
Martin Petzold, Tenor / Matthias Weichert und Thomas Laske, Bass / Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester / Ltg.: Georg Christoph Biller

Ö1
19:30-22
Johann Sebastian Bach: „Johannespassion“, BWV 245
La Chapelle Rhénane, Leitung: Benoit Haller;
Julian Prégardien, Tenor (Evangelist);
Benoit Arnould, Bariton (Jesus);
Dominik Wörner, Bariton (Petrus und Pilatus);
Salomé Haller und Tanya Aspelmeier, Sopran;
Julien Freymuth und Pascal Bertin, Countertenor; Michael Freyfar und Philippe Froeliger, Tenor; u. a. (aufgenommen am 11. September 2008 in der Kirche des Dominikanerklosters Guebwiller im Departement Haut-Rhin, Frankreich).
Präsentation: Bernhard Trebuch

MDR Figaro
HR2
SR2
Deutschlandradio Kultur
francemusique

20-23
Johann Sebastian Bach: Matthäuspassion BWV 244
Maximilian Schmitt, Tenor (Evangelist); York Felix Speer, Bass (Jesus);
Christina Landshamer, Sopran; Franziska Gottwald, Alt;
Lothar Odinius,Tenor; Markus Eiche, Bass
RIAS Kammerchor, Concerto Köln,
Leitung: Hans-Christoph Rademann
(Live aus der Berliner Philharmonie)

BR-Klassik
21:42-23:00
Calliope Tsoupaki: „Lukas-Passion“
Marcel Beekman, Tenor; Raneen Hanna, Ioannis Arvanitis, Gesang; Neva Özgen, Kemance; Harris Labrakis, Ney; Bassem Alkhouri, Qanun; Mitglieder des Egidius Kwartet und des Ioannis Arvanitis Byzantinischen Chors; Nieuw Ensemble: Ed Spanjaard

Nordwestradio
22-24
Sofia Gubaidulina: Johannes-Passion
Natalja Korniewa, Sopran
Wiktor Luziuk, Tenor
Fedor Mozhaev, Bariton
Gennadij Bessubenkow, Bass
Kammerchor St. Petersburg
Chor und Orchester des Mariinski-Kirow-Theaters St. Petersburg
Leitung: Walerij Gergejew
Am Mikrofon: Marita Emigholz

23.4.

Nordwestradio
17-19
Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion BWV 245
Mieke van der Sluis, Sopran
Graham Pushee, Altus
Harry Geraerts, Tenor
Gustav Hehring und Phillip Langshaw, Bass
Bremer Domchor
Steintor Barock Bremen
Leitung: Wolfgang Helbig
Am Mikrofon: Wolfgang Stapelfeldt

NRK
14-17
Johann Sebastian Bach: Matthäuspasjonen (arr. Mengelberg)
Karl Erb, tenor
Wilhelm Ravelli, bass
Jo Vincent, sopran
Ilona Durigo, alt
Louis van Tulder, tenor
Herman Schey, bass
Amsterdam Toonkunst kor
„Zangslust“ guttekor
Concertgebouw-orkesteret
Dirigent: Willem Mengelberg

WDR3
16-17:45
Die Markus-Passion von Johann Sebastian Bach
WDR 3 Variationen
Mit Klaus Leymann
Ein paar Indizien sprechen dafür, dass Bach auch eine (eher klein dimensionierte) Markus-Passion geschrieben hat. Die Musik ist verschollen; aber seit dem 19. Jahrhundert behauptet die Forschung, Bach habe in seiner Markus-Passion in großem Stil auf eine Kantate, die sogenannte „Trauerode“, zurückgegriffen. Dieser Stand der Forschung wurde zu einer unentwegten Versuchung, das Werk für eine Aufführung zu ergänzen, mit gesprochenem Text, Rezitativen und Chören von Bachs Zeitgenossen oder von mutigen Neutönern. Das Ergebnis ist unbefriedigend. So beschloss vor ein paar Jahren der Cembalist, Organist und Dirigent Ton Koopman, alle Forschung zu ignorieren. Aus allerfeinsten Bach-Stücken stellte er in völliger Freiheit selbst eine Markus-Passion zusammen. Sie ist ganz und gar nicht authentisch, aber durchaus faszinierend.

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Sonntag: Judika


Bach-Denkmal in Arnstadt

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen der

BWV als PDF-Download im Blog

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung. Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind sehr ergiebig.

Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibung von „Sir John Eliot Gardiner“ ist in seinem Reisetagebuch als PDF einsehbar und steht als Download zur Verfügung!

– Entfällt für die Fastenzeit ! –

Am 10. April 2011 begehen wir den Sonntag „Judika“

Der Name des Sonntags Judika leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Judica me, Deus, et discerne causam meam de gente non sancta“ (Ps 43, 1; ),
Von diesem Sonntag an bis zum Karsamstag wird auch die Gloria-Patri-Strophe, die üblicherweise an jeden Psalm angefügt wird, nicht mehr gesungen, weil mit diesem Sonntag nach altem Brauch die eigentliche Passionszeit beginnt. Das wird in der neuen Agende (dem EGb) nicht mehr so gesehen. Dort schweigt Gloria Patri erst ab dem Sonntag Palmarum.
Nach dem Sonntag Laetare, an dem die Hingabe Jesu bedacht wurde, betont nun der Sonntag Judika den Gehorsam Christi genauso wie unseren Gehorsam. Es geht also um unsere Antwort auf Gottes Handeln und Gebot, die unaufgebbare Dualistik der Gnade Gottes: wenn sie nicht angenommen wird, kann sie auch nicht wirken. Es ist die Freiheit der Selbstentscheidung, von Gott geschenkt, die uns auch das Verderben bringen kann. Die Texte zeigen uns in teilweise grausamer Härte, wie Gehorsam immer auch zum Segen führt.

Auf dem Weg zum Kreuz erkennen wir den Gehorsam, mit dem Jesus alle Schmach, die ihm zugefügt wurde, geduldig getragen hat. Im Evangelium dieser Woche wird deutlich, dass, wenn wir Anspruch auf einen Platz an Jesu Seite erheben wollen, von uns der gleiche Gehorsam gefordert wird. Aber wir erfahren immer wieder, dass wir zu solchem Gehorsam nicht fähig sind, und sind dankbar, dass Jesus Christus durch seinen Gehorsam unser aller Heil bewirkt hat.

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen. J.S. Bach hatte somit genügend Zeit, sich den äußerst anspruchsvollen Kompositionen seiner Passionsmusiken für den Karfreitag zu widmen – z.B. Matthäus- Johannes Passion.

Zwischen dem heutigen Fastensonntag „Reminiszere“ und dem „Karsamstag“ wurde in den Gottesdiensten in Leipzig keine Musik aufgeführt.

Aus diesem Grund ist von J.S. Bach keine Kantate für diesen Zeitraum speziell komponiert worden.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Für  den Sonntag  “Judika“ sind folgende Bach-Kantaten zum Anhören geeignet:

Dass wir am heutigen Fastensonntag Judika nicht auf eine Kantate verzichten müssen liegt daran, dass Bach zahlreiche Kantaten komponiert hat, ohne ihnen einen bestimmten Sonntag im Kirchenjahr zuzuordnen.

BWV 5 – „Wo soll ich fliehen hin“

Zugrunde liegt dieser Kantate das 11-strophige Lied von Johann Herrmann, der es 1630 komponiert hat. Anfangs- und Endstrophe wurden unverändert beibehalten, die anderen Strophe in recht freier Weise umgedichtet. Das Jesuswort zu dem Gichtbrüchigen „deine Sünden sind dir vergeben“ bildet den Anknüpfungspunkt. Es weckt das eigene Sündenbewusstsein und mündet in der Zuversicht, dass Jesus nicht nur dem Gichtbrüchigen, sondern mit seinem Opfertod allen Menschen die Sünden weggenommen hat. So wenden die ersten drei Sätze allmählich den Blick von der ausweglosen Lage des Sünders auf den Sühnetod Jesu. So heißt es zum Beispiel im dritten Satz, der Arie des Tenor: Ergieße dich reichlich, du göttliche Quelle, ach walle mit blutigen Strömen auf mich!„ Unüberhörbar die Anspielung auf den Kreuzestod. Ein viertöniger, abwärtsgerichteter Tonleiterausschnitt dient zur Charakterisierung dieser reichlich fließenden Quelle.

Gardiner Pilgrimage CD Vol.  10 – CD 1

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/ YouTube: BWV 5 „Wo soll ich fliehen hin“


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im Radio Live: „Bach-Kantate“

WDR3

Sonntag, 10.04.2011 von 09:05  – 10:oo Uhr

Live-Stream: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.asx

oder: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.m3u

Johann Sebastian Bach

Was bist du doch, o Seele, so betrübet, BWV 506, aus dem

„Schemelli-Gesangbuch“; Klaus Mertens, Bariton; Bob van Asperen, Cembalo

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J.S. Bach aus der „Matthäus-Passion“ BWV 244

Choral: „O Mensch, bewein dein Sünde gross“

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/ YouTube: J.S. Bach Matthäus-Passion BWV 244 –

Choral: „O Mensch, bewein dein Sünde gross“

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Wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Grüße

Volker



Radiotipps für die KW 15


Ostern naht und die Programme der Rundfunkanstalten werden wieder sehr ergiebig. Besonders deutlich wird dies bei Konzerten mit Passionsvertonungen, die wieder in einen eigenen Beitrag in Kürze hier veröffentlicht werden.

11.4.
rbb kulturradio
18-19
Eine Wanderung durchs Kirchenjahr
Für jeden Sonntag eine Bach-Kantate
Dieses besondere Konzert- und CD-Projekt von Sigiswald Kuijken und La Petite Bande, das 2006 begann und in diesem Jahr abgeschlossen wird, erweist sich als sinnvolle Alternative zu einer Gesamteinspielung der Bach-Kantaten.

13.4.
Ö1
15-16
Abenteuer Interpretationen
Nunc dimittis. Der Lobgesang des Simeon im Interpretationsvergleich
„Nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren“ stammt aus den drei Lobgesängen des Lukasevangeliums. Der Text stammt aus der Erzählung, in der der greise Simeon im Tempel Jesus Christus als den erwarteten Messias erkennt, Gott preist und sich nunmehr zu sterben bereit fühlt. Martin Luther hat daraus den Choral „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“ gemacht, einen Text, dem wir auch bei Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms u. a. begegnen

16.4.
MDR Figaro
9-9:45
Feature
O Haupt voll Blut und Wunden
An den Quellen von Paul Gerhardts Passionslied
Von Ulrich Grober
Regie: Sabine Ranzinger
Wer die Moritzkirche im brandenburgischen Mittenwalde betritt, den zieht unwillkürlich ein kleines Bild am Altar in seinen Bann. Es zeigt das Schweißtuch der Veronika und – darauf abgebildet – das Antlitz des gemarterten Jesus: das Haupt voll Blut und Wunden. Von fast jedem Blickwinkel im Kirchenraum hat der Betrachter den Eindruck, dass Jesu Augen auf ihm ruhen.
An diesem Ort hat Paul Gerhardt von 1651 bis 1657 gepredigt. Vor dem Altar feierte der lutherische Pfarrer und Liederdichter mit seiner Gemeinde das Abendmahl; zu einer Zeit, als das „stedtlein“ noch von den Verheerungen im 30-jährigen „teutschen Krieg“ gezeichnet war. Das Bild hat ihn zu seinem berühmten, überall auf der Welt gesungenen Passionslied inspiriert. Zum ersten Mal im Druck erschien der Text 1656.
Als Vorlage diente ihm ein lateinischer Hymnus, entstanden im hohen Mittelalter im Kloster von Villers in Brabant. Die Melodie wurde einem höchst weltlichen Lied entlehnt: „Mein G’müt ist mir verwirret./ Das macht ein Jungfrau zart …“
Paul Gerhardts Passionslied „O Haupt voll Blut und Wunden“ gehört zum Weltkulturerbe. In rund 40 Sprachen übersetzt, ist es in den Gesangbüchern fast aller christlichen Glaubensgemeinschaften präsent. Johann Sebastian Bach hat es für seine Matthäus-Passion adaptiert. Die Stelle, wo nach dem Bericht vom Tod Jesu der Chor mit der Strophe „Wenn ich einmal soll scheiden …“ einsetzt, gilt als ein Höhepunkt abendländischer Musikgeschichte.

 WDR3
13-15
Musikpassagen
Droben an dem Himmelstor wird’s ein wunderbarer Chor“
Komponieren für Chöre
Von Ulrich Mutz
Zu den sensibelsten „Musikinstrumenten“ gehört zweifellos die menschliche Stimme. Richtig kompliziert wird die Angelegenheit, wenn mehrere Singstimmen zusammenkommen – wie bei einem Chor. Wie komponiert man eigentlich chorgerecht? Mit welchen Mitteln bringt man ein Chorwerk so zum Klingen, dass es nicht erst am Himmelstor ein „wunderbarer Chor“ wird? Fragen, die profilierten Komponisten und Dirigenten wie Clytus Gottwald, Frieder Bernius, Rupert Huber, Markus Stenz und vielen anderen gestellt wurden.

Konzert für Ostwestfalen, Johannes Passion in der Münsterkirche Herford am 10.4.2011


Münster-Kirche in Herford

Liebe Bach-Freunde in OWL !

Am Sonntag, 10. April 2011  um 18:00 Uhr wird im

Herforder Münster

Johann Sebastian Bach

Johannes Passion – BWV 245

aufgeführt.

Eintrittspreise: Euro 13,– 20,– 25,–

(Ermäßigung für Schüler/Studenten/Schwerbehinderte um 5 €, Rentner um 3 €)  Restkarten an der Abendkasse ab 17:00 Uhr.

Karten-Vorverkauf:

Buchhandlung Erich Otto, Höckerstr. 6,  32052 Herford, Telefon: 05221 / 5 31 79

E-Mail:  mail@buchhandlung-otto.de

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 09°° bis 19°° Uhr –

Samstag von 09°° bis 16°° Uhr

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Johannes Passion im Herforder Münster

Johannes Passion im Herforder Münster am 10.4.2011 um 18 Uhr

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PDF Einführung in das BWV 245 „Johannes Passion!“

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YouTube BWV 245 Johannes Passion von „Masaaki Suzuki“

Link: http://www.youtube.com/view_play_list?p=AB381EF65081455F

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Weitere Konzert-Termine u.a. auch für OWL zur Passionszeit:

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2011/02/18/konzert-termine-passions-musik-oratorien-von-j-s-bach-–-matthaus-u-johannes-passion-im-marz-april-2011/

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Grüße

Volker

Thüringer Bachwochen vom 15.4. bis 08. Mai 2011


Die Thüringer Bachwochen 2011 stehen vor der Tür!

Thüringer Bachwochen 2011

In der Zeit vom 15. April bis zum 08. Mai 2011 finden die diesjährigen Thüringer Bachwochen statt. Hier beteiligt sich natürlich auch das Bachhaus Eisenach mit einer Reihe von Konzerten und einer Buchvorstellung!

20.04.2011, 19.30 Uhr – Konzert „Bach & Buxtehude“
Ensemble Ucca Nova (Katharina Glös-Blockflöte, Rahel Bader-Barockcello, Marianna Henriksson-Cembalo)

28.04.2011, 19.30 Uhr – Konzert §Bach und seine norddeutschen Wegbereiter“
Ensemble Bell`Arte Salzburg (Annegret Siedel-Barockvioline, Margit Schultheiß-Cembalo)

29.04.2011, 19.30 Uhr – Buchvorstellung „Bach hören – eine Anleitung“ von Autor Michael Wersin, St. Gallen

05.05.2011, 19.30 Uhr – Konzert „Bach und der Stylus Phantasticus“
Thomas Fritzsch-Viola da Gamba und Michaela Hasselt-Cembalo, Lautenclavier, Querspinett

Einige wenige Restkarten sind noch erhältlich!
Konzerttickets: 18,00 Euro bzw. ermäßigt 9,00 Euro
Buchvorstellung: 5,00 Euro

PDF-Programm Link: bachwochen_programm_2011

Wir freuen uns auf Sie!
Ihr Bachhaus Eisenach

Bachhaus Eisenach gGmbH, Frauenplan 21, 99817 Eisenach
Telefon 03691-79340, Fax 03691-793424 oder info@bachhaus.de

Weitere Informationen: Link: http://www.thueringer-bachwochen.de/index.php?article_id=4&clang=0

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Sonntag: Laetare


J.S. Bach-Denkmal in Weimar

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen der

„BWV als PDF-Download im Blog„

stelle ich für jedem Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind sehr ergiebig.

Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibung von „Sir John Eliot Gardiner“ ist in seinem Reisetagebuch als PDF einsehbar und steht als Download zur Verfügung! – Entfällt für die Fastenzeit ! –

Am 03. April 2011 begehen wir den Sonntag „Laetare“

Der Name des Sonntags „Laetare“ leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Laetare cum Jerusalem, et exsultate in ea, omnes qui diligitis eam“ (Jes 66, 10;).

Der Sonntag Laetare steht in der Mitte der Fastenzeit und wird deshalb auch „Mittfasten“ genannt. Ein anderer Name für diesen Sonntag aufgrund des Evangeliums von der Brotvermehrung ist „Brotsonntag“. In der römischen Kirche wird der Sonntag auch als „Rosensonntag“ bezeichnet, weil an ihm der Papst eine goldene Rose weihte, die angesehenen Persönlichkeiten oder Instituten, die sich um die römische Kirche verdient gemacht hatten, verliehen wurde. Dieser Brauch wird heute nicht mehr wahrgenommen.
Deswegen ist es auch befremdlich, dass das neue Evangelische Gottesdienstbuch für den Sonntag Laetare die liturgische Farbe „rosa“ vorschlägt, die nur in der römischen Kirche zur Anwendung kam aufgrund dieses Brauches.

Nachdem bisher der Aspekt unserer Schuld gegenüber Gott stärker in den Vordergrund getreten ist, tritt nun am Sonntag Laetare Gottes Handeln an uns in den Vordergrund als Antwort auf unsere Verfehlungen. Dadurch wird der wichtige Aspekt des Evangeliums deutlich, dass wir eben in erster Linie durch Gottes Hilfe frei werden von unseren Verfehlungen, und nicht durch unsere eigenen Werke. Damit gewinnt die Fastenzeit nun einen gewissen fröhlichen Charakter, obgleich wir natürlich weiterhin betrübt sind darüber, dass ein solches Opfer um unseretwillen nötig ist. Dass Gott es aber aus freien Stücken gibt, um uns zu erlösen, ist die große Freude des Evangeliums, das auch in der Fastenzeit uns durchträgt!

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen. J.S. Bach hatte somit genügend Zeit, sich den äußerst anspruchsvollen Kompositionen seiner Passionsmusiken für den Karfreitag zu widmen – z.B. Matthäus- Johannes Passion.

Zwischen dem heutigen Fastensonntag „Reminiszere“ und dem „Karsamstag“ wurde in den Gottesdiensten in Leipzig keine Musik aufgeführt.

Aus diesem Grund ist von J.S. Bach keine Kantate für diesen Zeitraum speziell komponiert worden.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Für  den Sonntag  “Laetare“ sind folgende Bach-Kantaten zum Anhören geeignet:

Dass wir am heutigen Fastensonntag Laetare nicht auf eine Kantate verzichten müssen liegt daran, dass Bach zahlreiche Kantaten komponiert hat, ohne ihnen einen bestimmten Sonntag im Kirchenjahr zuzuordnen.

BWV 97 – „Johann Sebastian Bach

In allen meinen Taten, BWV 97,

Kantate
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo
Katharine Fuge, Sopran
Robin Tyson, Altus
Steve Davislim, Tenor
Stephen Loges, Bass
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner“

Gardiner Pilgrimage CD Vol.  25 – CD 1

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/ YouTube: BWV 97 „In allen meinen Taten“


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im Radio Live: „Bach-Kantate“

WDR3

Sonntag, 03.04.2011 von 09:05  – 10:oo Uhr

Live-Stream: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.asx

oder: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.m3u

Johann Sebastian Bach

In allen meinen Taten, BWV 97, Kantate
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo
Katharine Fuge, Sopran
Robin Tyson, Altus
Steve Davislim, Tenor
Stephen Loges, Bass
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

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BWV 192 „Nun danket alle Gott“

Entstanden ist die Kantate vermutlich im Jahr 1730. Und der Titel verrät es schon: Bei diesem Werk handelt es sich um eine sogenannte Choralkantate, das heißt Bach nimmt einen Choral zur Grundlage seines Werkes. Und zwar den Choral: „Nun danket alle Gott“, der ja noch heute im aktuellen Gesangbuch „Gotteslob“ zu finden ist und nach wie vor zu einem der beliebtesten Kirchenlieder gehört. Bach übernimmt die drei Strophen des Liedes unverändert und ohne jede Ergänzung, was dazu führt, dass diese Kantate zu den kürzesten Kantaten Bachs gehört.

Gardiner Pilgrimage CD Vol.  10 – CD 2

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/ YouTube: BWV 192 „Nun danket alle Gott“


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Wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Grüße

Volker

Die Stadt, die Bach in sich trägt: ANSBACH – Bachwoche in 2011


Liebe Bachfreunde!

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Die Sprache ist vom „Bachfest 2011 in Ansbach!“

Dieses „Bach-Festival“ findet vom 29. Juli bis zum 7. August 2011

in Ansbach / Mittelfranken statt.

Flyer: Bachwoche Ansbach 2011

*) Die Bachwoche Ansbach zählt zu den ältesten und renommiertesten deutschen Musikfestivals. Seit 1947 steht Johann Sebastian Bachs Wirken und Schaffen im Mittelpunkt der sommerlichen Musiktage. Bach-Freunde aus aller Welt zählen seit Jahrzehnten zu den Besuchern, vor allem aus Amerika und Japan reisen regelmäßig „eingefleischte Bachwöchner“ an. Besonders die persönliche Atmosphäre und das malerische Stadtbild der Rokokostadt Ansbach werden dabei gerühmt.

Bach-Aufführungen in der Orangerie in Ansbach

 

Bach-Aufführungen in der St. Gumbertus-Kirche Ansbach

Dirigent Karl Richter

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Vor 60 Jahren begann die Geschichte der Bachwoche in der mittelfränkischen Residenzstadt Ansbach. Den Grundstein für dieses Festival legten 1947 die Grafen von Schönborn, der Cellist Ludwig Hoelscher und Carl Weymar. Im Zweijahresrhythmus treffen sich die Bachfreunde aus dem In- und Ausland, um sich mit den Werken des Genius auseinanderzusetzen. Eigentlich gingen die musikalischen Uhren in Sachen JSB in Ansbach schon immer ein wenig anders, vor allem in den Jahren zwischen 1955 und 1965 als“ Karl Richter“ die musikalischen Geschicke lenkte und alles auf einen romantischen Nenner stimmte. Es hat in der Absicht Richters gelegen, die Bachwoche von Ansbach nach München zu verlegen, was allerdings der Verein der Bachfreunde zu verhindern wusste.

Programmauszüge kurz vorgestellt:

Bewusst ohne Motto konzipiert, finden sich gleichwohl thematische Schwerpunkte wie „Bach und Frankreich“, „Clavier-Übungen“ oder „Bachs Philosoph“. Zu den Konzerten kommen Kinder- und Jugendworkshops, die Premiere eines eigenen Bachwochen-Films und wissenschaftliche Podiumsgespräche.

Zu Beginn der Bachwoche steht diesmal nicht Musik, sondern ein Kinofilm. Der Berliner Opernregisseur und Filmemacher Stefan Zednik zeigt die Geschichte der Bachwoche von den Anfängen 1947 bis heute. In Bildern, Interviews und Musikausschnitten fließen historische und aktuelle Aufnahmen ineinander, für die Zednik auch privates, bisher unveröffentlichtes Material zur Verfügung stand. Das filmische Ergebnis ist ein stark von der Musik getragener poetischer Streifzug durch über 60 Jahre Musik- und Interpretationsgeschichte im Rahmen der Bachwoche Ansbach.

Dirigent: Hans-Christoph Rademann

An musikalischen Höhepunkten wird 2011 nicht gegeizt. Unter anderem gastieren der Countertenor Andreas Scholl mit dem Freiburger Barockorchester, der Pianist Evgeni Koroliov, das Münchner Kammerorchester und das Ensemble Resonanz. Bach-Kantaten und -Motetten bringen der Windsbacher Knabenchor und Cantus Cölln zur Aufführung. Die Uraufführung des „Ansbachischen Konzerts Nr. 2“ des Feuchtwanger Komponisten Joachim F. W. Schneider setzt die Reihe der Auftragswerke der Bachwoche fort. Den gewichtigen Schlusspunkt bildet Bachs h-Moll-Messe mit dem Dresdner Kammerchor und dem Dresdner Barockorchester unter Hans-Christoph Rademann. Und nicht zuletzt lädt eine erstmals eingerichtete Bach-Lounge mit dem Lautenisten Edin Karamzov zu ganz neuen Hörerfahrungen ein.

Leiter der J.S.Bach-Stiftung St. Gallen, Rudolf Lutz

MITTWOCH, 3. AUGUST 2011 um 11.00 UHR

ST. GUMBERTUS-KIRCHE

Der Schweizer Dirigent „Rudolf Lutz“ – (Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen-Schweiz) – ist zum vierten Mal in Folge Gast der Bachwoche. Diesmal wird der Publikumsliebling aus der Schweiz nicht improvisieren, sondern komponieren: Eine Kantate im Stile Bachs und seiner Zeit zum Ansbach-Tag! Das Publikum darf mitsingen und wird so in die Aufführung einbezogen.

Die Noten für interessierte Sängerinnen und Sänger sind spätestens zu Beginn der Bachwoche im Büro am Karlsplatz erhältlich. Bitte beachten Sie auch die Informationen im Internet (www.bachwoche.de).

Die Probe beginnt am Konzerttag, 3.8.2011 um 9.30 Uhr in der Gumbertus-Kirche. Ab 11.00 Uhr wird Rudolf Lutz in einem Gesprächskonzert in das Stück einführen, bevor es in Gänze erklingt.

St. Gumbertus-Kirche Ansbach

SONNTAG, 7. AUGUST, 18.00 UHR

ST. GUMBERTUS-KIRCHE

H-MOLL-MESSE

Johann Sebastian Bach

Messe h-Moll BWV 232

Aufführende: Sopran: Altus: Tenor: Bass:

Dorothee Mields; Damien Guillon; Daniel Johannsen; Jochen Kupfer;

Dresdner Kammerchor Dresdner Barockorchester

Leitung: Hans-Christoph Rademann

Bitte beachten Sie die Anfangszeit 18.00 UHR!

Wiederholung vom 6. August 2011.

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Eine ganz besondere Würdigung ist der Bachwoche der 300. Geburtstag von „Bachs Philosophen“ wert, dem aus Heidenheim am Hahnenkamm stammenden Philosophen, Arzt und Historiographen Lorenz Christoph Mizler (1711-1778).  Nach dem Besuch des Ansbacher Gymnasiums ging Mitzler nach Leipzig und nahm bei Bach Klavier- und Kompositionsunterricht. Beide standen in regem philosophisch-ästhetischen Austausch und manche Forscher meinen, das „Musikalische Opfer“ sowie die „Kunst der Fuge“ seien aufgrund dieser Bekanntschaft entstanden. Neben einem Mitzler-Vortrag wird es eine musikalische Landpartie in seinen Geburtsort geben, wo das renommierte Vokalensemble Singer Pur  im Heidenheimer Münster konzertiert.

Weitere Informationen über den Bach-Schüler (von 1731-1734) „Lorenz Christoph Mizler“ (1711-1778) über den Link: http://www.mizler.de/

Bach-Aufführungsstätte Orangerie Ansbach

In Zusammenarbeit mit dem Theater Ansbach werden zur Bachwoche auch szenische Bühnenproduktionen aufgeführt: „Das Bächlein“, ein Kinderstück über den jungen Johann Sebastian Bach, das bereits bei der Bachwoche 2009 Premiere hatte, und ein „musikalischer Boxkampf“, bei dem der historisch umstrittene Wettstreit zwischen Bach und dem französischen Cembalisten Machaud ausgetragen wird. Im Theater Ansbach findet auch das Jazzkonzert „Bach – ein Weg ins Licht“ mit dem Saxophonisten Mark Wyand und Band statt.

*) Textauszüge von: Bachwoche Ansbach GmbH

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Umfangreiches Informationsmaterial als PDF

nachstehend als Download:

PDF-Download: Bachwoche_Ansbach 2011_Programm

Informationen für Eintrittskarten:

Link: http://www.bachwoche.de

o d e r :

Bachwoche Ansbach GmbH

Brauhausstr. 15
91522 Ansbach

Tel.:  0981 – 15 037

E-Mail:   c.mall@bachwoche.de

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Selbstbildnis Ernst von Bandels aus dem Jahr 1822

Zur Abrundung muss geschichtliches angemerkt werden. Der Erbauer des Hermannsdenkmals in Detmold:

„Ernst von Bandel“ wurde am 17. Mai 1800 im bayerischen Ansbach geboren. Er wohnte in den letzten Jahren der Bauarbeiten ständig in Detmold auf „seinem Berge“, in einem einfachen Blockhaus, der “ Bandelhütte „. Halb erblindet und von rheumatischen Beschwerden gezeichnet, erlebte er am 16. August 1875 die Einweihung. Die Ordensverleihung durch Wilhelm I. war eine späte Würdigung seiner Verdienste. Die nachhaltige Anerkennung seines Lebenswerkes blieb ihm jedoch versagt. Er starb ein Jahr nach der Denkmalenthüllung am 25.09.1876. Eine Gedenktafel als Erbauer vom Hermannsdenkmal weist an seinem Geburtshaus in Ansbach darauf hin.

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Grüße an alle Bachfreunde

Volker

Bericht vom Kantaten-Konzert am Sonntag, 27.03.11 in der Auferstehungskirche Bad Oeynhausen


Kantaten-Konzert in der Auferstehungskirche Bad Oeynhausen

 

Kantaten-Konzert am Sonntag, 27.03.11 in der Auferstehungskirche
Bad Oeynhausen / OWL


Ausführende:

Irmgard Weber, Sopran

Ullrich Schütte, Bass

Thekla von Dombois Oboe

Alexandre Contout u. Nadja Raichle, Violine

David Schütte, Kontrabass

Thomas Dust, Positiv

Harald Sieger, Orgel

 

Programm

Kantate 82 „Ich habe genug“

Choralbearbeitungen aus dem „Orgelbuchlein“

Kantate 199 „Mein Herze schwimmt im Blute“

Prädludium und Fuge f-Moll (BWV 534)

Kantate 57 „Selig ist der Mann“

„Sinfonia für Oboe, Streicher u. Basso continuo“ (BWV 156)

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Mit einer Minimalstbesetzung haben die Musiker/innen der Hochschule f. Musik/Köln in der leider nicht voll besetzten Kirche ein beeindruckendes Konzert dargeboten. In den beiden Solokantaten (BWV 82 u. BWV 199) und auch in der Dialogkantate (BWV 57) faszinierte vor allem die Sopranistin mit ihrer weichen, angenehmen Stimme und einer exzellenten Artikulation. Der Bass hatte sehr großes Volumen und schöne Tiefen, die er auch voll ausgekostet hat. An einigen Stellen hätte ich mir ein bisschen mehr Zurückhaltung gewünscht. Bei der Schlummerarie („Schlummert ein, ihr matten Augen, fallet sanft und selig zu“) kam mir das wie ein Aufruf vor: „Wachet auf, ihr matten Augen! Von „sanft und selig zufallen“ war da nichts zu spüren.

YouTube BWV 82 Satz 3 Arie für Sopran: „Schlummert ein, ihr matten Augen“

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Altarraum Auferstehungskirche Bad Oeynhausen

Die „Höllenhenker-Kantate“ („Mein Herze schwimmt im    Blute“) hat die Sopranistin samt Orchester einzigartig    gemeistert. Mir ist bei dieser Kantate noch mal klar geworden,  mit was für Texten wir uns da rumschlagen müssen und am  Ende steht doch „nur“ herrliche“ Musik, die alles andere  vergessen lässt.

Beeindruckend war auch die letzte Kantate (BWV 57) des Konzerts: „Selig ist der Mann“, in der beide Solisten ihr ganzes Können  zeigten. Nicht vergessen möchte ich das Orchester – die  Damen und Herren waren hervorragend; mich hat am meisten  Thekla von Domois an der Oboe beeindruckt.

Kantor Harald Sieger

Kantor Harald Rieger hat an der Orgel seine Kunst gezeigt; es hat Freude gemacht, ihm zuzuhören.

Was sich die Konzertmacher gedacht haben, als sie vom BWV 156 die „Sinfonia für Oboe, Streicher u.  Basso continuo“ als Abschluss aufs Programm setzten, ist mir nicht ganz klar.

Eine Erklärung hätte ich: nach soviel Todestexten (in allen drei Kantaten) führt diese Sinfonia direkt ins  Paradies. Wir waren also zum Schluss des Konzertes wirklich im Paradies – und da möchte ich auch  wieder hin.

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Die berückend schöne Sinfonia zum Genießen BWV 156  von YouTube:

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Herzl. Gruss Iris

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Sonntag: Oculi


J.S.Bach-Büste im Spiegelsaal Schloss Köthen

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen der

„BWV als PDF-Download im Blog„

stelle ich für jedem Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind schier unerschöpflich.

Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibung von „Sir John Eliot Gardiner“ ist in seinem Reisetagebuch als PDF einsehbar und steht als Download zur Verfügung! –

Gardiner Reisetagebuch u.a. Sonntag Oculi sdg118_ger

Kantaten für Mariä Verkündigung, Palmsonntag und Oculi Walpole St Peter, Norfolk

Auszug aus dem Gardiner-Reisetagebuch zum Sonntag Oculi:

Ein einzelnes Konzert – am dritten Sonntag in der Fastenzeit (am 26. März in diesem Jahr), bei dem wir uns mit einer einzigen Kantate begnügen müssen, Mariä Verkündigung in unmittelbarer Nähe (25. März) und eine abgelegene Kirche in den Marshlands, vielleicht eine der schönsten Kirchen Englands im frühen Perpendikularstil: Bei diesem Konzert gab es immer eine Überraschung, sogar bei der Planung……

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Am 27. März 2011 begehen wir den Sonntag „Oculi“

Der Name des Sonntags Okuli-  (Oculie) – leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Okuli mei semper ad Dominum, quoniam ipse evellet de laqueo pedes meos“ (Ps 25, 15; ).
Der Sonntag Okuli hat das Thema „Konsequente Nachfolge“. In diesem Thema klingt alles mit, was zum Thema Nachfolge von Bedeutung ist. Nicht unbedeutend ist in manchen Perikopen auch die Bereitschaft zum Verzicht auf weltliche Güter.

Der Sonntag Oculi –  (Okuli) – steht im Mittelpunkt der Fastenzeit (die Heilige Woche ist hier ausgenommen), und als solcher sollte er auch begangen werden: es sollte eine Bekräftigung der Entscheidung zur Nachfolge stattfinden, und im Rahmen der Fastenzeit kann man vielleicht auch generell noch einmal auf verschiedene Möglichkeiten des Verzichtes eingehen. Die Stellung des Sonntags als Mittelpunkt der Fastenzeit vor der Heiligen Woche lädt auch dazu ein, das Leiden und Sterben Jesu, wodurch wir gerecht werden, vorweg zu erahnen. Denn dadurch ist ja auch unser Versuch, an diesem Leiden durch Verzicht auf etwas liebgewonnenes teilzuhaben, ohne Verpflichtung möglich. Der von uns geleistete Verzicht erfolgt aus freien Stücken und bringt uns keinen Gewinn bei Gott, aber für uns selbst.

Am Sonntag Okuli hören wir, dass die Nachfolge Jesu auch Verzicht auf die Reichtümer bedeutet, deren Gebrauch uns so sebstverständlich ist. Nachfolge bedeutet auch Einsamkeit, wenn das Wort, das wir befolgen, uns zwingt, gegen den Strom zu schwimmen. Das Blut Jesu Christi aber macht es uns leicht, auch diese Bürden der Nachfolge zu tragen.

In der Fastenzeit gibt es in der Liturgie kein Gloria und kein Halleluja. Oft wird auch nicht mit vollem Geläut zum Gottesdienst gerufen. Die liturgische Farbe ist Violett.

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen. J.S. Bach hatte somit genügend Zeit, sich den äußerst anspruchsvollen Kompositionen seiner Passionsmusiken für den Karfreitag zu widmen – z.B. Matthäus- Johannes Passion.

Zwischen dem heutigen Fastensonntag „Reminiszere“ und dem „Karsamstag“ wurde in den Gottesdiensten in Leipzig keine Musik aufgeführt.

Aus diesem Grund ist von J.S. Bach keine Kantate für diesen Zeitraum speziell komponiert worden.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Für  den Sonntag  “Oculi“- (Okuli) – sind folgende Bach-Kantaten zum Anhören geeignet:

BWV 54 – „Widerstehe doch der Sünde“

Gardiner Pilgrimage Vol.  21 – CD 2

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/ YouTube: BWV 54


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BWV 150 „Nach dir, Herr, verlanget mich“ Satz 6 – „Meine Augen sehen stets zu dem Herrn“

Gardiner Pilgrimage Vol.  23 CD 1 und Vol. 25 – CD 2

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/ YouTube: BWV 150


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BWV 54 – am 27.3.2011

im Radio Live

WDR3

von 09:05  – 10:oo Uhr

Live-Stream: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.asx

oder: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.m3u

Johann Sebastian Bach
Widerstehe doch der Sünde, BWV 54
Kantate zum Sonntag Oculi
für Alt, Streicher und Basso continuo
Yoshikazu Mera, Alt
Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Fasten-Sonntag Oculi!

Volker








Radiotipps KW 13 in 2011


28.3.
Ö1
10-11:35
Tschechische Philharmonie, Dirigent: Sir John Eliot Gardiner.
Antonin Dvorák: Karneval, Konzertouvertüre, op. 92
Friedrich Smetana: Sárka, aus „Mein Vaterland“
Josef Suk: Pohádka (Ein Märchen), Suite für Orchester, op. 16 (aus der Musik zu Julius Zeyers Märchenspiel „Radúz und Mahulena“)
Bohuslav Martinu: Symphonie Nr. 6 (aufgenommen am 8. Oktober 2010 im Rudolfinum in Prag)

29.3.
MDR
20-22
Figaro im Konzert
Die nächste Generation
Preisträgerkonzert vom Telemann-Wettbewerb Magdeburg
Preisträger, Ensemble Musica Alta Ripa
Mechthild Winter (Cembalo)

31.3.
Ö1
10-11:35
Georges Bizet: „Carmen“,
Opéra comique in vier Akten. Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach einer Novelle von Prosper Merimée.
Mit Anna Catarina Antonacci (Carmen) und Nicola Cavallier (Escamillo). Orchestre Révolutionaire et Romantique, Leitung: Sir John Eliot Gardiner; Monteverdi Choir
(aufgenommen im Jahr 2009 in der Opéra comique in Paris).
Präsentation: Bernhard Trebuch
(Übertragung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)

Alle namhaften Dirigenten haben sich die Einspielung von Bizets letzter, damals reserviert aufgenommener, heute einer der beliebtesten Opern überhaupt nicht entgehen lassen, aber erst Sir John Eliot Gardiner griff wieder zum ungekürzten Original des spannungsvollen Eifersuchtsdramas und führte es auf den Instrumenten der Zeit, darunter einem Kornett anstelle der Trompete, an den Ort der Uraufführung – in die Opéra comique in Paris – zurück.

Aufgrund der Länge bzw. Kürze der Sendung kann es sich nicht um die Sendung der vollständigen Oper handeln. Meine Direktaufnahme von 2009 von France musique war 165 Minuten lang.

2.4.
BBC
CD-Review
Building a Library – Johannes-Passion
http://www.bbc.co.uk/programmes/b0100j22

Kunst der Fuge und Johannes Passion von Ton Koopman in Amsterdam Termine April 2011


Jean sagt:
Ich möchte heute über eine Neueinspielung der Kunst der Fuge berichten. Seit gestern bin ich im Besitz der Aufnahme mit der Akademie für alte Musik Berlin. Die Aufnahme wurde schon in verschiedenen Klassikforen der Radiostionen besprochen. Da ich aber beinahe nur nach den Niederländern höre, kannte ich diese nicht. Also wenn man die Fuge kennt vom Cembalo, ist dies eine ganz neue Art um nach der Aufnahme zu hören. Mir hat Sie jedenfalls sehr gut gefallen. Auch die dabei liegende Erklärung. In dem CD-Buch steht sehr viel informatieves. Auch die Aufmachung, Malevich lässt grüssen.
Ich kann die CD nur anraten. (Harmonia Mundi 79488198282)

Ton Koopman

Noch eine kl. Randbemerkung. Sollten liebe Menschen vor haben Ostern in Amsterdam zu verbringen, am 22. u. 23 April 2011 wird Ton Koopman und die Seinen in der Stadsschouburg die Johannes Passion aufführen. Eben zur Webside von Ton, da steht denke ich mir, alles Wissenswertes drin.
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P.S. (Author: Jean, veröffentlicht vom Admin: Volker)

Ein Highlight für OWL – Kantaten-Konzert in der Auferstehungskirche Bad Oeynhausen am 27.3.2011


Liebe OWL-er!

Auferstehungskirche Bad Oeynhausen Kantaten-Konzert 27.3.2011

Am kommenden Sonntag, den 27. März 2011 lädt die Evangelische Kirchengemeinde Bad Oeynhausen-Altstadt um 17.00 Uhr zum Konzert in die Auferstehungskirche am Kurpark ein. Im Zentrum des Konzerts steht die Aufführung von drei Solokantaten (BWV 57, 82, und 199) Johann Sebastian Bachs. Daneben werden die „Sinfonia für Oboe, Streicher u. Basso continuo“ (BWV 156) und Orgelwerke zur Passionszeit aufgeführt.

Auferstehungskirche am Kurpark Bad Oeynhausen

Ausführende sind Studierende der Musikhochschule Köln, sowie Irmgard Weber (Sopran), Ulrich Schütte (Bass) und Harald Sieger (Orgel).

Karten zum Preis von 10,- € / erm. 6,- € sind im Gemeindeamt der Altstadtgemeinde Bad Oeynhausen, im „Haus des Gastes“ und an der Tageskasse erhältlich.

Link: Anfahrt zur Auferstehungskirche Bad Oeynhausen

Gruß

Volker

Thomas Hengelbrock und das Balthasar-Neumann-Ensemble mit 2 Bach-Kantaten in der Philharmonie Essen


20.03.2011

Das Jahr 2010 war anstrengend, kulturell gesehen. Ich glaube, ich habe erst einmal eine kleine Kultur-Zäsur gebraucht. Nächste Woche werden die Uhren umgestellt, heute scheint die Sonne mit wohltuendem Licht und Wärme, morgen ist Frühlingsanfang und – der Geburtstag des großen Meisters.

Also der richtige Tag für ein Konzert mit zwei großartigen Kantaten, die thematisch gar nicht schlecht gewählt sind für einen Frühlingsanfang-Vorabend, BWV 21 „Ich hatte viel Bekümmernis“ läßt wie der überstandene Winter die allegorische Dunkelheit hinter sich und öffnet den Weg für das Licht. Diese Kantate nimmt in Bachs Schaffen eine Sonderstellung ein, der heutigen Fassung, die 1723 in Leipzig aufgeführt wurde, gingen wohl frühere Fassungen voraus, davon eine, die schon 1714 in Weimar zu hören war, ebenso war sie im Gepäck für die Bewerbung in Hamburg, die ja an Bachs fehlendem „Schmiergeld“ für die Stelle gescheitert ist. BWV 19 „Es erhub sich ein Streit“ , der Streit der Erzengel Michael und Luzifer steht heute für mich für die nun allgegenwärtige Macht des Frühlings über den Winter, im Kirchenjahr liturgisch für das Michaelisfest für den 29. September 1726 komponiert.

 
 
 
 
 

Intendant Johannes Bultmann mit Thomas Hengelbrock

 

Programm:

BWV 21: Ich hatte viel Bekümmernis

BWV 230: Lobet den Herrn, alle Heiden

BWV 19: Es erhub sich ein Streit

Ausführende:

Sopran: Gunta Davidcuka, Sidonie Otto, Katja Stuber

Tenor: Virgil Hartinger, Jakob Pilgram

Bass: Stefan Geyer, Raimonds Spogis 

Balthasar-Neumann-Chor und Ensemble

Thomas Hengelbrock, Leitung

Die Aufstellung des Chores ist unkonventionell, alle Stimmen stehen im Halbkreis angeordnet. Der Chor erhält dadurch eine außergewöhnliche Transparenz, jedes Wort ist auch im größten Melismen-Dschungel zu verstehen, ebenso ist auch jede Stimmgruppe für sich mit jedem Ton aus dem Klang zu selektieren. Einige Fortestellen waren dadurch zwar geringfügig weniger wuchtig, d.h. die Töne konnten sich nun nicht so geballt auf das Auditorium übertragen, aber das gehört warscheinlich zu seiner Klangvorstellung dazu.

Blick von der Philharmonie auf das Aalto Theater und den RWE Tower

BWV 21 ist eine besondere Kantate, weil sie Nummern enthält, die von ähnlichem Kaliber sind, wie vergleichsweise  aus der Matthäus-Passion. Auch sie beschäftigt sich mit der geistigen Aufrichtung, wie die Dunkelheit überwunden werden kann. Der erste Teil verweilt auf der „dunklen Seite“, und erfühlt sie in allen Tiefen („Bäche von gesalznen Zähren“) jedoch nie ohne den Zuhörern einen kleinen Hoffnungsschimmer auf Erlösung mitzugeben. Im zweiten Teil begegnen wir einem Dialog zwischen der Seele, die noch nicht erkennen will, dass ihr Heil schon nahe ist. Bemerkenswert, wie Hengelbrock „Sei nun wieder zufrieden“ gestaltet. Die Solisten treten für den bedeutungsschweren Choral von Georg Neumark in den Hintergrund und lassen Raum für die Melodie „Wer nur den lieben Gott läßt walten“ die Bach mit sehr pragmatischen Textzeilen aus diesem Choral belegt („wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit“). Der Tenor Virgil Hartinger, dem in BWV 21 eine der größten Partien zufällt, trägt mir eine Spur zu dick auf, die Stimme ist kräftig, breit, könnte vom Sitz her etwas mehr vorn sein, so geht doch etwas von der für Bach´sche Stücke erforderlichen Beweglichkeit verloren, so dass er sich stellenweise selbst abbremst und dem Tempo hinterher hechtet. 

Der Abschlusschoral, der ja schon in anderen Sphären spielt, ist so packend und ergreifend, dass man sich wünscht, es würde niemals enden. Irgendwie kommt mir die vorletzte Nummer aus dem Brahms-Requiem (Denn wir haben hier keine bleibende Statt) in den Sinn. Von den Klangfiguren her besteht eine gewisse Ähnlichkeit…

Erstaunlich ist, dass Hengelbrock für Überraschungsmomente sorgt, so stellt er dem Zuhörer immer wieder neue, gedankliche Interpretationskonzepte vor, die dann auch im Detail in aller Konsequenz zu Ende gedacht werden. Besonders prägnant ist mir die Arie „Bleibt, ihr Engel, bleibt bei mir“ in Erinnerung, nicht wie in anderen Interpretationen, die das Verweilen mit den sphärischen Wesen in einem schier zeitlosen, schwebenden Zustand besingen, ist diese Szenerie von Ruhe und Unruhe zugleich getragen. Während der Tenor Jakob Pilgram (phantastisch) eher in der Ruheposition verweilt, scheint das Orchester mit angezogenem Tempo die Engel am Aufbruch zu hindern. Ob Thomas Hengelbrock sich das dabei so gedacht hat, weiss ich nicht, ich hab´s zumindest so verstanden.

Das war nun wieder ein Konzert der Extra-Klasse mit herausragenden Solisten, die auch aus dem Chor requiriert wurden (Aufnahmebedingung ist warscheinlich ein ungewöhnlicher Vorname), Hengelbrock reiht sich mit seinem exzellenten Chor mühelos in die hochrangige Garde derer ein, die sich nachhaltig um die Musik dieses Ausnahmekomponisten verdient gemacht haben.

Bei der Einführung hat er gesagt, „ich empfinde es als eines der großartigsten Geschenke, dass ich diese Musik aufführen kann“, als meine Schwiegereltern (die nicht so Bach-verstrahlt sind wie ich) nach der Pause zu mir sagen, sie hätten beim Schluss von BWV21 weinen müssen, finde ich es noch großartiger, dass man dieses Geschenk auch teilen kann. Nach einem grandiosen „Sanctus“ aus der H-Moll-Messe und „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ aus dem Elias läßt er uns nach Hause schweben.

Leipzig feiert J.S. Bach’s Geburtstag


Liebe Bachfreunde!

J.S. Bach 326. Geburtstag (Foto: via Margarita Pollini)

Leipzig feiert Bach’s Geburtstag !

326 Jahre ist es her, dass Johann Sebastian Bach in Eisenach das Licht der Welt erblickte. Auch in Leipzig hat er Spuren hinterlassen – als Kantor und Musikdirektor. Große Spuren, für einen großes Talent – kein Wunder, dass sein Geburtstag auch in diesem Jahr mit vielen Veranstaltungen gefeiert wurde. Leipzig ist immerhin Bach-Stadt.

Eine besondere Überraschung hat sich die J.S. Bach-Stiftung aus St. Gallen einfallen lassen, sie überreichten einen Scheck für das Alumnat der Thomaner, dafür ein Kompliment für diese großartige Geste.

Ein Video zum 326. Geburtstag von J.S. Bach kann im Leipzig-Fernsehen nachverfolgt werden. Ebenso die Scheckübergabe aus der Schweiz.

Link zum Leipzig-Fernsehen nachstehend..!!

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Link: http://www.leipzig-fernsehen.de/default.aspx?ID=5846&showNews=944036&newVideo=0

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Herzliche Bach-Geburtstags-Grüße

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Sonntag: Reminiscere


J.S. Bach-Denkmal in Köthen

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen der

„BWV als PDF-Download im Blog„

stelle ich für jedem Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind schier unerschöpflich.
Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibung von „Sir John Eliot Gardiner“ ist in seinem Reisetagebuch als PDF einsehbar und steht als Download zur Verfügung! –

Entfällt für die Fastenzeit..!! –

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Am 20. März 2011 begehen wir den Sonntag „Reminiscere“

Der Name des Sonntags „Reminiszere“ leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Reminiscere miserationum tuarum, Domine, et misericordiarum tuarum quae e saeculo sunt.“ (Ps 25, 6; deutsch s. unten, wörtliche Übersetzung von „Reminiszere“ hervorgehoben)
Der Sonntag Reminiszere hat das Gleichnis von den bösen Weingärtnern zum Thema. Es geht dabei um das Verhältnis zwischen Gott und Mensch. Wohl wissend, was sie tun, bringen die Weingärtner den Sohn des Besitzers um, hoffend, dass sie dann den ganzen Besitz für sich einstreichen können. Ganz offensichtlich soll das Gleichnis darauf hindeuten, dass die Menschen, die eine Verantwortung von Gott übertragen bekommen haben (jeder), das ihnen Anvertraute lieber als ihr Eigentum ansehen wollen und dabei die Rechte Gottes zu mißachten (und damit auch seine Macht).

Die Frage dieses Sonntags und dieser Woche ist daher die nach unserem Verhältnis zu Gott. Sie wird allerdings schwierig zu beantworten sein, denn wie mißt man ein solches Verhältnis? Sobald man zu messen beginnt, ist man ja nicht mehr Betroffener, sondern „Richter“, und stellt sich damit jenseits dessen, was einen zutiefst persönlich angeht. Und das kann nicht gut gehen. Soll man andere den Maßstab anlegen lassen? Auch das ist nicht im Sinne des Evangeliums. Bleibt nur das „Innewerden“, das „Auf-Sich-Besinnen“, als Möglichkeit, über das eigene Verhältnis zu Gott nachzudenken und, falls nötig, Konsequenzen zu ziehen.

In der Fastenzeit gibt es in der Liturgie kein Gloria und kein Halleluja. Oft wird auch nicht mit vollem Geläut zum Gottesdienst gerufen. Die liturgische Farbe ist Violett.

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen. J.S. Bach hatte somit genügend Zeit, sich den äußerst anspruchsvollen Kompositionen seiner Passionsmusiken für den Karfreitag zu widmen – z.B. Matthäus- Johannes Passion.

Zwischen dem heutigen Fastensonntag „Reminiszere“ und dem „Karsamstag“ wurde in den Gottesdiensten in Leipzig keine Musik aufgeführt. Aus diesem Grund ist von J.S. Bach keine Kantate für diesen Zeitraum speziell komponiert worden.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Für  den Sonntag  “Reminiszere“ sind folgende Bach-Kantaten zum Anhören geeignet:

BWV 5 – „Wo soll ich fliehen hin“

Gardiner Pilgrimage Vol.  10 – CD 1

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/ YouTube: BWV 5

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BWV 100 – „Was Gott tut, das ist wohlgetan“

Gardiner Pilgrimage Vol.  8 – CD 1

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/ YouTube: BWV 100


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BWV 157 –  „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“

Gardiner Pilgrimage Vol. – entfällt –

J.S. Bach komponierte dieses Werk zum bes. Anlass als „Trauerkantate“

Am 31. Oktober 1726 war der Kammerherr Johann Christoph von Ponickau im Alter von 75 Jahren gestorben. Er war eine hochangesehene Persönlichkeit gewesen und hatte sich um Sachsen vielerlei Verdienste erworben. Ob er unmittelbare Beziehungen zu Bach gehabt hat, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall hat der Textdichter Christian Friedrich Henrici, besser bekannt unter dem Pseudonym Picander, ein Trauergedicht auf seinen Tod geschrieben und unmittelbar anschließend den Text der Bachkantate „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.“ Uraufführung war der 6. Februar 1727.

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/ YouTube: BWV 157


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BWV 100 –  im Radio-Live WDR3 am 20.3.2011

09:05 h – 10:oo Uhr

Live-Stream: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.asx

oder: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.m3u

Johann Sebastian Bach
„Was Gott tut, das ist wohlgetan“
BWV 100, Kantate
für Soli, Chor, Bläser, Streicher, Pauken und Basso continuo
Sandrine Piau, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
James Gilchrist, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Choir and Orchestra
Leitung: Ton Koopman

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Reisetagebuch Sir Gardiner – für die Sonntage der Fastenzeit  e n t f ä l l t ! –

Künstler Meinung-Beitrag  – für die Sonntage der Fastenzeit  e n t f ä l l t ! –

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Wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag!

Volker

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen stellt ein neues Video bereit BWV 140


Liebe Bachfreunde,

die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen veröffentlicht auf YouTube ein weiteres Video vom BWV 140 „Wachet auf ruft uns die Stimme.“

Wie immer ein Seh- und Hörgenuss..!!

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Nähere Angaben zur DVD nachstehend:

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-140/

Grüße Volker

Der Textverfasser des Liederzyklus: „Schubert’s Winterreise“ Johann Ludwig Wilhelm Müller, Dessau


Alle Welt spricht von „Franz Schubert’s Winterreise“ doch keiner weiß Näheres zu den Textquellen, die Franz Schubert dazu veranlasste, diese Texte 1823 zu vertonen.

Textdichter: Johann Ludwig Wilhelm Müller

 

Johann Ludwig Wilhelm Müller geboren am 7.10.1794 in Dessau, gestorben 1.10.1827 in Dessau wurde als Dichter von Volksliedern bekannt. Insbesondere „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und das mit der Zeile „Am Brunnen vor dem Tore“ beginnende Lied „Der Lindenbaum“ haben ihn bekannt gemacht.

Müller besuchte zur Vorbereitung auf die Universität die Dessauer Hauptschule, bevor er mit 18 Jahren 1812 nach Berlin ging um dort sein Studium in klassischer Philologie und Germanistik anzutreten. Bereits im Februar unterbrach er jedoch sein Studium und trat als Freiwilliger in das preußische Heer ein und nahm an den Befreiungskämpfen gegen Napoleon teil. Ein Jahr später wurde er zum Leutnant ernannt und führte seinen Militär-Dienst in Brüssel / Belgien weiter.

In dieser seiner Brüsseler Dienstzeit lernte J.L.W. Müller seine große Liebe kennen. Aus dienstrechtlichen Gründen blieb es ihm aber versagt, eine Verbindung mit ihr einzugehen. Es wird vermutet, dass Müller nach seiner Beendigung der Dienstzeit in Brüssel auf der Zugrückreise im Winter nach Berlin die ersten Strophen der Winterreise aus seinen frischen und traumatischen Erlebnissen der unerfüllten „Großen Liebe“, die nicht zustande kommen konnte, niedergeschrieben hat. 1818 erschuf er den Gedichtzyklus „Die schöne Müllerin“, in dem er die unerfüllte Liebe eines Müllerburschen zur Müllerin behandelt.

Ab 1818 besuchte er den literarischen Salon in Berlin, wo er die Bekanntschaft von Gustav Schwab, Achim von Arnim, Clemens Brentano und Ludwig Tieck machte. In dieser Zeit unternahm Müller auch eine Bildungsreise nach Italien. Im April 1819 wurde er Gymnasiallehrer, später auch Herzoglicher Bibliothekar in seiner Heimatstadt Dessau, 1824 erfolgte die Ernennung zum Hofrat. Von einer Erkrankung am Keuchhusten 1826 konnte er sich nicht mehr richtig erholen, er starb im Alter von 33 Jahren am 1. Oktober 1827 an einem Herzschlag in Dessau.

Müller schrieb viele Gedichte, die zu Volksliedern wurden. Er wurde allerdings oft als mittelmäßiger Autor der Romantik abgewertet. Bekannt, und berühmt bis heute, wurde er hauptsächlich durch die Vertonungen seiner Lieder durch Franz Schubert. Der Zyklus ,,Die Winterreise“ ist nur eines von vielen Werken, die in den letzten acht Jahren seines Lebens erschienen.

Die Form des Zyklus ,,Die Winterreise“ umfasst 24 Gedichte mit meist jambischen oder trochäischem Versmass. Es erschien zunächst nicht als Einheit, sondern wurde erst nach und nach zusammengesetzt, wobei sich die Anordnung der Gedichte veränderte. ,,Die Winterreise“ erschien einheitlich erst im Jahr 1824.

Franz Schubert (1797-1828)

Franz Schubert (1797-1828), österreichischer Komponist, vertonte die Gedichte. Schubert lernte Müllers Gedichte zuerst im Almanach Urania Taschenbuch im Jahr 1823 kennen und vertonte so die ersten Gedichte. 1827, im Todesjahr Müllers, las Schubert dann die Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten, die den kompletten Gedichtszyklus Müllers beinhalteten. Nachträglich vertonte er auch die restlichen Gedichte und fasste sie mit den anderen zur heute bekannten ,,Winterreise“ zusammen. Schubert komponierte die Winterreise 1827, ein Jahr vor seinem Tod, wobei er Müllers Gedichtzyklus erst nur zur Hälfte kennenlernte, so komponierte er im Februar 1827 nur 12 Lieder, mit der anderen Hälfte kam er wohl erst im Spätsommer des gleichen Jahres in Berührung.

1828 wurde der Liederzyklus von Schubert vollendet, ein Jahr vor seinem Tod. Neben den bekanntesten Liedern Schuberts gehört die Winterreise, der Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ sowie seine Vertonungen einiger Gedichte Goethes zu seinen bekanntesten Liedervertonungen. Müller als Textgeber und Schubert als Komponist sind sich in ihrem Leben nie begegnet.

Eine konkrete Handlung im dramatischen Sinn besitzt die Winterreise nur in einem sehr geringen Maße; geschildert wird das Schicksal eines Mannes, der aus enttäuschter Liebe zu einer Wanderung in die Winternacht aufbricht (Nr. 1: Gute Nacht). Auf seinem Weg, der im zunehmenden Maße in Einsamkeit und Verzweiflung führt, wird der Wanderer mit verschiedenen Empfindungen konfrontiert, die vom Ausnutzen der Gefühle (Nr. 2: Die Wetterfahne), über wilden Trotz (Nr. 22: Mut) bis hin zu Selbstmordgedanken (Nr. 5. Der Lindenbaum) reichen. Diese 24 Stationen eines Weges ins nicht bilden sozusagen Schlaglichter auf dem Pfad in die innere Emigration. Auf seiner Reise trifft der Wanderer auf keine weiteren Personen, lediglich Hunde und Krähen sind seine Begleiter, erst am Ende trifft er auf einen Gefährten (Nr. 24: Der Leiermann), der, genau wie er, ein Außenseiter ist, der sogar von den Hunden gemieden wird. Darüber hinaus kann die Gestalt des Leiermannes auch als Todessymbol gedeutet werden (der Tod als Spielmann).

Da die Winterreise sowohl aufgrund ihrer technischen Anforderungen als auch durch ihre inhaltliche Tiefe als der wohl wichtigste Beitrag zur Gattung des Kunstliedes gilt, ist es nicht verwunderlich, dass sie für jeden Musiker, der sich mit Kunstliedern beschäftigt, zum Pflichtprogramm gehört. Kein anderer Liederzyklus ist so oft auf Schallplatte eingespielt oder bearbeitet worden. Alleine der Bariton Dietrich Fischer-Dieskau nahm dieses Werk ein Dutzendmal auf, zu den weiteren bedeutenden Interpreten gehören Hans Hotter, Peter Anders, Hermann Prey und Thomas Quasthoff.

Vielfach bildete die Winterreise auch eine Vorlage für diverse Bearbeitungen: 1993 schuf der deutsche Komponist Hans Zender mit Schuberts Winterreise  – eine kompositorische Interpretation eine Version für Tenor und kleines Orchester, bei denen bestimmte Details durch Effekte hervorgehoben, manchmal aber auch umgedeutet werden. Weitere Fassungen entstanden für Singstimme, Sprecher und Gitarre, für Singstimme und Kammerorchester, für Singstimme und Streichquartett sowie für Singstimme und Drehleier.

Eine inhaltsreiche Seite mit Gedanken zu Schuberts-Winterreise nachstehend:

Link: Gedanken zu Schuberts Winterreise von Achim Goeres

(Textauszüge: www.lukas14.de/category/kulturtip

und http://www.theaterspielen.ch/erlebnisse/2007/Seminare_Koeln_dez07.pdf)

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Ein wunderbarer Interpret des Kunstliedes wurde im Blog vorgestellt:
Link: https://meinhardo.wordpress.com/2010/02/01/cd-vorstellung-die-schone-mullerin-–-james-gilchrist/

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Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Sonntag: Invocavit


J.S. Bach Schloss Köthen

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen der

„BWV als PDF-Download im Blog„

stelle ich für jedem Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind schier unerschöpflich.
Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibung von „Sir John Eliot Gardiner“ ist in seinem Reisetagebuch als PDF einsehbar und steht als Download zur Verfügung! – *) Entfällt für die Fastenzeit..!! –

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Am 13. März 2011 begehen wir den Sonntag „Invocavit“

Der Name des Sonntags „Invokavit“ leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: Invocavit me, et ergo exaudiam eum“ (Ps 91, 15;) „Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören“ (Ps 91,15 EU). Am Sonntag Invokavit hören wir die Erzählung von der Versuchung Jesu und danken Gott, dass wir in ihm einen Hohenpriester haben, der – ohne Sünde – durch sein Opfer für uns die Erlösung gewirkt hat. Nur im Blick auf diesen Hohenpriester können wir, die wir immer die Macht der Versuchung erfahren und ihr unterliegen, getrost leben.

Invocavit, Invokavit, der 6. Sonntag vor Ostern; in der katholischen Kirche der 1. Sonntag der Fastenzeit; in den evangelischen Kirchen der 1. Sonntag der Passionszeit.
Der Sonntag Invokavit hat die Geschichte der Versuchung Jesu zum Thema. Versuchung ist inzwischen zu einem altertümlichen Begriff geworden, vor allem deshalb, weil die Frage nach dem Versuchenden immer deutlicher gestellt wurde und wird.

Im ordentlichen Ritus der Liturgie der römisch-katholischen Kirche lautet der Introitus des 2. Fastensonntags jetzt Tibi dixit cor meum, quaesivi vultum tuum, „Mein Herz denkt an dein Wort: Sucht mein Angesicht!“ (Ps 27,8 EU)

In der Fastenzeit gibt es in der Liturgie kein Gloria und kein Halleluja. Oft wird auch nicht mit vollem Geläut zum Gottesdienst gerufen. Die liturgische Farbe ist Violett.

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen. J.S. Bach hatte somit genügend Zeit, sich den äußerst anspruchsvollen Kompositionen seiner Passionsmusiken für den Karfreitag zu widmen – z.B. Matthäus- Johannes Passion.

Mit dem Sonntag Invocavit sind in der evangelischen Theologie untrennbar die Invokavitpredigten Martin Luthers 1522 in Wittenberg verbunden.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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*) Zwischen dem heutigen Fastensonntag „Invocavit“ und dem „Karsamstag“ wurde in den Gottesdiensten in Leipzig keine Musik aufgeführt. Aus diesem Grund ist von J.S. Bach keine Kantate für diesen Zeitraum speziell komponiert worden.

Für  den Sonntag  „Invocavit“ sind folgende Bach-Kantaten zum Anhören geeignet:

BWV 40 Satz 1 – „Dazu ist erschienen der Sohn Gottes“ / Audio: Satz 1

Audio-Link: https://volkersklassikseitenjsbach.com/wp-content/uploads/2011/03/bach-satz-1-kantate-bwv-40_-dazu-ist-erschienen-der-sohn-gottes.m4a

Gardiner Pilgrimage Vol. 14 – CD 1

BWV 57 Satz 1 – „Selig ist der Mann“ / Audio: Satz 1

Gardiner Pilgrimage Vol. 15 – CD 1

BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“ /

Gardiner Pilgrimage V0l. 10 – CD 2

BWV 150 „Nach dir, Herr, verlanget mich“ Audio:   Link: – h i e r – klicken..!!

und auf  YouTube:

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Gardiner Pilgrimage Vol. 23 – CD 1 und Vol. 25 – CD 2

BWV 156 „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“ / Audio: Satz 1

BWV 156 – Audio: Satz 2

Gardiner CD der DGG – Archiv: 463 582-2 (Jahr 2000)

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Reisetagebuch Sir Gardiner – für die Sonntage der Fastenzeit  e n t f ä l l t ! –

Künstler Meinung-Beitrag  – für die Sonntage der Fastenzeit  e n t f ä l l t ! –

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Richard Campbell


Hallo zusammen,

heute schreibe ich aus einem traurigen Anlass.

Richard Campbell ist Anfang der Woche verstorben.

Richard Campbell Photo: © 2009 Chris Dawes

Richard Campbell war Professor für Viola da Gamba an der Royal Academy of Music London.

Neben diesem Engagement war er eines der Gründungsmitglieder des Gambenensembles „Fretwork“ und in den mehr als 30 Jahren seines musikalischen Schaffens war er als Cello- und Gambenspieler in so gut wie allen wichtigen Gruppierungen und Orchestern der Alten Musik Szene aktiv, darunter auch bei den English Baroque Soloists. In der neu erschienen Aufnahme der Bachschen Johannespassion unter John Eliot Gardiner spielt er die Viola da Gamba in „Es ist vollbracht“. Weiterhin arbeitete er auch in modernen Projekten z.B. mit I Fagiolini, sowie er auch für Kate Bush und Robbie Williams spielte.

Ich habe ihn noch vor einigen Wochen in Lancaster während der Probe und dem Konzert mit Fretwork und Clare Wilkinson erlebt und bin von seiner ruhigen, aber absolut fokussierten Art beeindruckt gewesen.

Die Alte Musik – Szene ist um eine bedeutende Persönlichkeit ärmer.

Martin

Der Link zu seiner Biografie auf der Seite von Fretwork: www.fretwork.co.uk/who/biography#page=Richard-Campbell