eine eindrückliche BBC-Produktion von 2008 u.a. über Martin Luther und Johann Sebastian Bach wurde im Oktober 2009 nochmals ausgestrahlt. Der englische Autor Simon Russell Beale untersucht die geistliche Musik in der westlichen Welt und stellt fest, dass Martin Luther selbst ein Komponist gewesen ist und eine tiefgreifende Wirkung auf die sakrale Musik ausgeübt hat. Von ihm inspiriert ist J.S. Bach der größte Komponist – der das Luther-Vermächtnis in seiner sakralen Musik umgesetzt hat.
Beeindruckende 6 Videos von der BBC-Sendung – mit fantastischen Bildern – authentischen Bach-Luther-Örtlichkeiten und eindrücklichen Bach-Werken – sind bei YouTube erschienen und stelle sie hier interessierten Besuchern zur Verfügung – ein richtiges Highlight für den heutigen Reformationstag.
für wie lange noch können Orgelklänge ungetrübt nach außen dringen um die Nachbarschaft nicht zu stören. Vor dem Landgericht in Verden an der Aller in Niedersachsen klagt ein Familie gegen die ihrer Meinung nach zu lauten Orgelklänge, die Musik sei destruktiv – penetrant und ziehe einen nach unten. Die Klage richtet sich gegen die Domgemeinde in Verden, seit 4 bis 5 Jahren sei ein ungetrübter Gartenaufenthalt nicht mehr möglich trotz Ohropax in den Ohren..!
Video -Beitrag von Radio Bremen-Klage gegen Domgemeinde Verden/Aller
In das obige Video klicken
zum Beitrag von Radio Bremen zu der anhängenden Klage der Familie gegen zu laute Orgelmusik aus dem Dom in Verden a.d.Aller..
Die Idylle am Dom in Verden/Aller
Stein des Anstoßes: Furtwängler&Hammer-Orgel im Dom Verden an der Aller
Eine gleichlautende Klage ist in Köln anhängig……
In Köln lebt seit 1972 ein Ehepaar auf einem Grundstück neben dem Kölner
Dom. Nun klagen sie auf Unterlassung, weil sie Kirchenorgelklänge oder
Chorgesang, der aus dem Dom dringt, als störend empfinden.
– Zitat-Ende –
Mir kräuseln sich die Haare wenn ich so etwas lese. Der Dom in Verden besteht seit dem 14. Jahrhundert, der Kölner Dom seit dem 13. Jahrhundert und die Wohnhäuser wurden später errichtet. Ziehe ich in die Nähe eines Domes, muss ich mit Orgelklängen vorlieb nehmen ebenso mit der Chormusik. Diese Klagen sind für mich eine Farce, wann wird gegen die Gottesdienste-Messen und Glockenklänge geklagt?
Wer dort nicht wohnen möchte, sollte umziehen und mir die Wohnung oder das Haus zur Verfügung stellen ich würde freudig zugreifen und alle Fenster öffnen, um diese herrlichen Klänge verinnerlichen zu können……!!
für alle Fernsehzuschauer die eine ZDF-Live-Übertragung aus der Semperoper Dresden vom Sonntag 18.10.2009 nicht wahrnehmen konnten besteht die Möglichkeit, bis zum kommenden Sonntag, 25. Oktober 2009, in der ZDF-Mediathek diese Sendung nochmals per Internet aufrufen und ansehen zu können.
ZDF - Echo der Stars - Semperoper Dresden 2009
Blick in die Semperoper Dresden 2009
Ich war und bin immer noch begeistert von diesem Querschnitt aus der Musik-Kultur-Szene. Großartige Ensemble und hochrangige Gesangs- und Instrumental-Solisten prägten diese ZDF-Sendung, hautnah sind die Künstler zu erleben, der Ton ist exzellent und die Bildführung genial gelungen, die eineinhalb Stunden sind ein Erlebnis und vollendeter Kunstgenuss. Möchte es nur wärmstens empfehlen, Internet aufrufen, Link anklicken und sich der Musik hingeben – das ist pure Entspannung…!!
Einige Künstler des Abends:
Wolfgang Bauer-Trompete
Elina Garanca-Mezzosopran
Philippe Jaroussky-Countertenor
Pianist David Fray
Angaben zu der ZDF-Sendung „ECHO Klassik“
Die „Sänger des Jahres“ die lettische Mezzosopranistin Elina Garanca und der deutsche Bariton Christian Gerhaher führen das Feld der Preisträger, die in der Semperoper live aufgetreten sind. Als „Instrumentalisten des Jahres“ wurden ausgezeichnet: der französiche Pianist David Fray, die deutsche Geigerin Anne-Sophie Mutter, der französische Harfenist Xavier de Maistre und der deutsche Trompeter Wolfgang Bauer. Er trat gemeinsam mit dem „Kammermusikensemble des Jahres“ Sax Allemande auf. Das kubanische Quintett in der Besetzung mit der deutschen Flötistin Anette Maiburg, „Classica Cubana„ erhielt einen ECHO in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“, mit dem auch Christina Pluhar und L’Arpeggiata ausgezeichnet wurden.
Der französische Star-Countertenor Philippe Jaroussky begleitet ECHO-Preisträgerin Christina Pluhar.
Die spanische Sopranistin Nuria Rial wurde als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“ geehrt, die argentinische Cellistin Sol Gabetta für die „Konzerteinspielung des Jahres“. Der spanische Startenor Plácido Domingo erhielt einen ECHO Klassik für sein Lebenswerk.
Vokalgruppen galten früher in der Konzertszene als ungewöhnlich, fast exotisch. Dass sich das geändert hat, beweist das Calmus Ensemble Leipzig. Für Ihre Einspielung „Lied: gut! – Die schönsten Volkslieder“ wird das fünfköpfige Ensemble von Anja Lipfert (Sopran), Sebastian Krause (Countertenor), Tobias Pöche (Tenor), Ludwig Böhme (Bariton) und Joe Roesler (Bass) mit einem ECHO belohnt.
Orchester des Jahres
Orchester des Abends ist die „Sächsische Staatskapelle Dresden“ unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Fabio Luisi, die außerdem mit einem ECHO Klassik als „Orchester des Jahres“ ausgezeichnet wurden.
für alle unvergessen der Orgelvirtuose und Dirigent Karl Richter würde heute seinen 83. Geburtstag feiern. In den 60-er und 70-er Jahren waren seine Einspielungen von J.S. Bach das Highlight und werden heute aus Nostalgie immer wieder gerne angesehen bzw. angehört.
Dirigent und Organist Karl Richter
Aus diesem Anlass wurde einige Videos zusätzlich auf YouTube von Karl Richter veröffentlicht.
Wer gezielt weitere Informationen über Karl Richter in Erfahrung bringen möchte, dem empfehle ich folgende Blog-Seite.
eine interessante Literatur-Neuveröffentlichung vom englischen Violonisten Daniel Hope mit dem Titel:
„Wann darf ich klatschen?“
mit drei Interviews am Beitrags-Ende.
Daniel Hope Buch zur Klassik-"Wann darf ich klatschen?"
Über den Autor
Der Geigenvirtuose Daniel Hope wurde 1974 in Durban/Südafrika geboren und ist in London aufgewachsen. Er nahm Unterricht u. a. bei Yehudi Menuhin. Von 2002 bis 2007 war er Mitglied des Beaux Arts Trios. Ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen, zuletzt 2006 mit dem dritten Klassik-Echo in Folge, als Instrumentalist des Jahres.
Kurzbeschreibung
«Da capo! Ein vergnüglicher und lehrreicher Blick hinter die Kulissen des klassischen Konzertbetriebs»Klassische Musik mögen viele. Aber gerade dort, wo man sie in ihrer ganzen Schönheit «live» und authentisch erleben kann, im Konzertsaal, fühlen sich manche fremd und unbehaglich. Das liegt nicht zuletzt an überkommenen Traditionen und Ritualen, die sich dem Laien nur schwer erschließen. Der Geiger Daniel Hope begegnet bei seinen Konzerten immer wieder vielen Fragen: Warum werden die Instrumente nach dem Oboenton gestimmt? Wieso gibt der Dirigent zu Beginn nur dem Konzertmeister die Hand? Weshalb wird mal mit, mal ohne Noten gespielt? Woher kommt der Frack als Dienstkleidung der Orchestermusiker? Was macht der Geiger, wenn ihm eine Saite reißt? Wer hat bestimmt, dass man zwischen den Sätzen einer Sinfonie nicht klatschen darf? Und was wird aus den Blumen, die am Ende überreicht werden……………………
Das Buch ist ab 17,89 € bei Amazon.de erhältlich.
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Link zur Partnerseite Volkers Klassikseiten nachstehend:
vorab möchte ich die Einweihung des neuen J.S. Bach-Denkmals vor der Divi Blasiikirche in Mühlhausen im Forum vorstellen, Es war ein erhebender Moment, zumal wir dort live vor Ort alles miterleben konnten. Mein Bericht über die zwei Tage vom Bachfest 2009 – durchgeführt von der „Neuen Bachgesellschaft“ – in Mühlhausen / Thüringen, wird von mir in den nächsten Tagen erstellt.
Divi Blasiikirche in Mühlhausen-Thüringen
Das neue Bachdenkmal vor der Enthüllung
Einweihung des neuen J.S. Bach Denkmals vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen
Der Berichterstatter des Forums ist auf dem MDR-Foto oben – rechts am Rand mit Gattin zu erkennen.
J.S. Bach-Denkmal vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen-Thüringen
Bach-Denkmal vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen
Nachstehend ein kurzer Filmbeitrag des MDR-Thüringen von der Enthüllung des Bachdenkmals bis zur Weihe.
Unter großer Anteilnahme – es wurden etwa 400 Gäste geschätzt – wurde gestern Mittag das neue Bachdenkmal in Mühlhausen enthüllt. Die Bronzeplastik des Hallenser Künstlers Klaus Friedrich Messerschmidt zeigt den 22-jährigen Johann Sebastian Bach vor der Nordwestseite der Blasiuskirche, in der er von 1707 bis 1708 als Organist wirkte.
Ein schlanker, junger Bach präsentiert sich, der den Fuß auf die erste Stufe setzt, womit der Beginn seiner Meisterschaft symbolisiert wird. Und das nicht, wie bei Denkmälern sonst üblich, auf, sondern vor dem Sockel. Damit will Messerschmidt den „Gedanken der Überhöhung einer Person entgegenwirken“, wie das der Präsident der Bachgesellschaft, Dr. Martin Petzoldt, würdigt.
(Textauszüge: Thüringer Allgemeine Zeitung)
Hier weitere Ansichten (Fotos) vom neuen Bach-Dankmal Mühlhausen-Thüringen (Germany):
durch Zufall bin ich am Sonntag, 12.7.2009 – auf diese Sendung im BR-Fernsehen gestoßen mit dem Titel::
„Nicht Bach – Meer sollt er heißen!“
Flyer vom BR-Fernsehen - Dokumentation über J.S. Bach
Der Titel des Films: „Nicht Bach, Meer sollt er heißen!“ liefert ein Ausspruch eines kompetenten Bewunderers von Bach: Beethoven. 250 Jahre nach Bachs Tod stimmt der Vergleich mit dem Ozean noch immer. Wie die Musikwelt das Bach-Jahr 2000 begeht, davon zeigt der Film stattliche Teile – mit einer Stunde viel reiner Musik vom Allerbesten. Er verschweigt auch nicht, dass über Bachs Leben wenig überliefert ist und dass 100 Kantaten und zwei Passionen verschollen sind. Was macht Bach so einzigartig?
Bachdenkmal in Arnstadt / Thüringen
Foto: J.S. Bach - Edition
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Mit dieser Fragestellung: „Was macht Bach so einzigartig?“ wurde der Film mehr als gerecht. Eine inhaltsreiche Dokumentation über das Wirken von J.S. Bach entsprach genau meinen Vorstellungen. Es war eine Lehrstunde und filmische Glanztat – das Leben – seine wichtigsten Kompositionen – seine wichtigsten Stationen – von J.S.Bach nachzuzeichnen. Die Bild und Tonqualität dieser Sendung ist als fantastisch zu bewerten. Entstanden ist der Film von Friedrich Müller zum Bachjahr 2000 für das Fernsehen.
Seit Jahren habe ich vergeblich im Internet gestöbert, um eine vernünftige Bach-Dokumentation finden zu können. Dieser Wunsch wurde mir am vergangenen Sonntag vom BR-Fernsehen erfüllt. Viele bekannte Orchester und Zeitzeugen der Gegenwart wurden nach Bach befragt und trugen mit ihren großartigen Musikbeiträgen und Wort-Statements dazu bei, dass es eine gelungene Bach-Dokumentation geworden ist. Von allen Befragten in der Dokumentation wurde spontan zum Ausdruck gebracht, dass J.S. Bach aufgrund seiner Kompositionstechnik unsterblich sein wird, seine Werke sind heute noch modern und werden es auch in Zukunft sein…!!
Diese Aussage tätigte ebenfalls Gardiner in einem Interview zum Beginn der Bach Cantata Pilgrimage 2000. –
Hier noch einmal der Link zum Gardiner Interview im Forum:
Wer dieses ausgezeichnete Sendung verpasst hat kann nur darauf hoffen, dass diese Dokumentation noch einmal auf einem ARD-Sender ausgestrahlt wird. (Nachfragen im Internet unter ARD-Digital, evtl. 1-Festival?)
die Veranstaltung ist mittlerweile schon vor acht Tagen gewesen aber ich möchte es nicht vorsäumen, allen Besuchern des Forums das OPEN AIR – Konzert des „Philharmonischen Orchesters“ der Stadt Bielefeld als ein großartiges Spektakel mit Feuerwerk – veranstaltet im Bürgerpark Bielefeld am 27.6.2009 – in Bildern – Worten und Musik zur Verfügung zu stellen.
Das Bielefelder Philharmonische Orchester in Höchstform, die Akustik als OPEN-AIR vorzüglich, allen Beteiligten gebührt ein Sonderlob an Einsatz und Organisation. Wann erlebt man so eine Harmonie an „Klassischer Musik und Feuer“ – es war überwältigend schön und die Besucherzahl (ca. 6.000) war sehr erfreulich. Wäre schön, wenn an dieser herrlichen Bürgerpark-Stätte wieder im nächsten Jahr ein „Klassik-Event“ in diesem Rahmen stattfinden würde.
OPEN AIR-Konzert mit Feuerwerk im Bürgerpark Bielefeld (Fotorechte: V. Hege)
OPEN AIR-Konzert mit Feuerwerk im Bürgerpark (Fotorechte: V. Hege)
Prächtiges Feuerwerk zu Händels's Feuerwerksmusik
Aus Anlass des G.F. Händel und Felix Mendelssoh-Bartholdy Jahres 2009 fand im Bürgerpark ein Konzert vom – Bielefelder Philharmonischen Orchesters – mit einem Feuerwerk statt.
Zum Abschluss der Veranstaltung erklang gegen 23:30 Uhr von G.F. Händel die Feuerwerksmusik, HWV 351 und wurde umrahmt mit einem großartigen Feuerwerk als ein krönender Abschluss.
Aus guten Grund wurde jetzt am Wochenende von der (NW) Neuen Westfälischen Zeitung in Bielefeld:
Peter Kuhn,
Generalmusikdirektor Peter Kuhn (Foto: NW)
Generalmusikdirektor der Bielefelder Philharmoniker für das „Mitternachtstraum“-Open-Air-Konzert mit dem
„Stern der Woche“ ausgezeichnet.
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Ein Tipp von mir an die Leser von diesem Bericht:
startet das nachstehende Video „Feuerwerksmusik von G.F. Händel HWV 351 Ouvertüre“
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Eine Rezension dazu als PDF von der NW vom 29.6.2009
nach meiner Rezension zu der SDG 150 – Veröffentlichung aus der GethsemanekircheBerlin – möchte ich auf eine bemerkenswerte DVD-Neuerscheinung von dem gleichen Veranstaltungsort hinweisen:
Cover: DVD J.S. Bach Motetten Gethsemanekirche Berlin
DVD-Informationen:
Rias Kammerchor; Stephanie Petitlaurent (Sopran); Waltraud Heinrich (Alt); Susanne Langner (Alt); Volker Arndt (Tenor); Christian Mücke (Tenor); Johannes D. Schendel (Bass) Akademie für alte Musik Berlin
Leitung: Hans-Christoph Rademann
Dieses Festkonzert in der Berliner Gethsemanekirche zum Jahrestag der Deutschen Wiedervereinigung markiert gleichzeitig das 60-jährige Bestehen des RIAS Kammerchors. Der 1948 gegründete Chor genießt weltweit den Ruf eines der besten Ensembles seiner Art. Unter der Leitung seines neuen Chefdirigenten Hans-Christoph Rademann und begleitet von der Akademie für Alte Musik Berlin singt der RIAS Kammerchor berühmte Motetten von Johann Sebastian Bach. Aufgelockert wird das Programm mit herrlichen Instrumentalsätzen aus Kantaten des Thomaskantors.
Meiner Ansicht nach legt Rademann in den Motetten ein Gardiner-Spezial-Tempo an und scheint ihm sehr nahe zu kommen. In dem Trailer oben kann man in etwa einen Eindruck seiner Interpretation bekommen.
es ist soweit, soeben ist die Neuveröffentlichung der DVD vom Nobel Preis Konzert 2008 in Stockholm mit Sir J.E. Gardiner, Monteverdi Choir, Eric Ericson Chamber Choir und dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra – bekannt gegeben worden.
DVD Gardiner Nobel Preis Konzert 2008
Monteverdi Choir; Eric Ericson Chamber Choir; Miah Persson (Sopran); Ann Hallenberg (Alt); Helge Rønning (Tenor); Peter Mattei (Bass)
Royal Stockholm Philharmonic Orchestra
Sir John Eliot Gardiner
“Gäbe es einen Nobelpreis für Chöre, dann gebührte er dem Monteverdi Choir.“ Le Monde Das Nobelpreis-Konzert 2008 war ein Weltklasse-Event, der eine ganze Reihe von großartigen Interpreten zusammenführte: Sir John Eliot Gardiner, einer der namhaftesten Dirigenten unserer Tage, sein legendärer Monteverdi Choir sowie der Eric-Ericson-Kammerchor und Schwedens Königliche Philharmoniker, die beide nicht nur in Schwedens Musikleben, sondern auch international eine wichtige Rolle spielen; zu ihnen gesellte sich noch ein glanzvolles Ensemble aus bekannten Solisten. Als Höhepunkt der Nobelpreis-Woche wurde dieses Konzert von Musikliebhabern auf der ganzen Welt sehnlichst erwartet.
Die DVD ist bei j p c ab 18. Mai 2009 für 23,99 € erhältlich:
Detailinformationen zur DVD
(Nobel-Preis-Konzert Dezember 2008).
+Dvorak: Symphonie Nr. 7
+Bonus: Interviews mit den Nobelpreisträgern; Im Gespräch
mit John Eliot Gardiner
für alle Orgelfans habe ich einmal etwas Außergewöhnliches bei YouTube entdeckt. Hier ist eine Orgeltranskription auf das berühmte BWV 565 „Toccata und Fuge in d-moll“ von J.S. Bachals Transkription für Orchester zu hören. Die Transkription ist von Leopold Stokovski vorgenommen worden.
J.S.Bach transcripted by Leopold Stokowski Toccata and Fugue in D minor BWV565. Conducted by Wolfgang Sawallisch(1923-) the Philadelphia Orchestra at the Minato-Mirai Hall, Yokohama, Japan, in May, 1999.
Leopold Stokowski(1882-1977) was conductor of the Philadelphia Orchestra since 1912 to 1940, and this transciption was make in 1920s. Before WW2, its record which is Leopold Stokowski and the Philadelphia Orchestra was big hit record all of the world. In movie „FANTASIA“, Toccata and Fugue is the first music which is played by Leopold Stokowski conducting and the Philadelphia Orchestra in 1940. Stokowski recoded in 1927 and 1934 with the Philadelphia Orchestra for Victor.
This music is arranged by many arrangers. But I think Stokowski’s version is still 1best one.
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Die Original Orgelkomposition von J.S. Bach stelle ich zum Vergleich hier mit ein.
Organist Karl Richter an der Dreifaltigkeits-Orgel in der Basilika Ottobeuren
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Karl Richter spielt von J.S.Bach-Toccata und Fuge d-moll BWV 565
Karl Richter an der Dreifaltigkeits-Orgel in der Basilika Ottobeuren, er war ein großer und virituoser Organist seiner Zeit und war ein absoluter Kenner der Bach-Materie.
Wer nähere Information zu Karl Richter erfahren möchte wird bei dem nachstehenden Link fündig.
Der Regensburger Dom bekommt eine neue hängende Hauptorgel. Das knapp 40 Tonnen schwere Instrument soll an vier Stahlseilen vor der Nordhaus-Querwand aufgehängt werden, wie das Regensburger Domkapitel am Mittwoch mitteilte. Der besondere Einbau wurde gewählt, weil der Freistaat Bayern als Eigentümer des Domes große Änderungen an der Bausubstanz ablehnte.
Über einen «unsichtbaren» Lift soll der Domorganist künftig seinen Arbeitsplatz in 15 Meter Höhe erreichen können.
Aktualisiert am 21.11.2009
Video vom BR aus der Sendung Rundschau vom 20.11.2009
Das Video vom BR
Für die Orgel war eine spezielle Montage erforderlich: Sie hängt in einer Höhe von 15 Metern, an vier je drei Zentimeter dicken Stahlseilen in der Kathedrale. Eine Weltneuheit ist auch der Zugangsweg für den Organisten: Er gelangt nur mit einem frei schwebenden Aufzug an den Spieltisch. Diese Art der Orgel-Montage wurde aus Gründen der Denkmalpflege vorgenommen. Denn dadurch konnte vermieden werden, die historische Bausubstanz der Kirche zu beschädigen.
Superlative in direkter Nachbarschaft
Unweit von Regensburg gibt es bereits eine anderes Kircheninstrument der Superlative. Im Passauer Stephansdom erklingt die größte Domorgel der Welt überhaupt. Sie hat 17.974 Pfeifen und 233 Register.
Arbeiten in luftiger Höhe an der neuen Rieger-Orgel im Dom Regensburg
Beeindruckende Live-Bilder über den nachstehenden Link:
Neue Domorgel im Regensburger Dom St. Peter (Fotorechte: Domkapitel)
Weihe der Orgel am 22. November 2009 – 15.00 Uhr
Pontifikalvesper mit Orgelweihe
Offiziant ist Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller. Es singen die Regensburger Domspatzen unter DKM Prof. Roland Büchner. An der neuen Domorgel spielt Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber
Konzert zur Orgelweihe
22. November 2009 – 18.00 Uhr
Orgelkonzert zur Orgelweihe
Am Spielschrank der Hauptorgel
Olivier Messiaen (1908 – 1992)
Dieu parmi nous (« Gott unter uns »)
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Toccata, Adagio und Fuge C-Dur (BWV 564)
Joseph Renner (1868 – 1934; Renner war Domorganist in Regensburg von 1893 – 1934)
Thema und Variationen (op. 58)
Am Generalspieltisch im Chorraum
„Symphonie francaise“
Charles-Marie Widor (1844 – 1937)
Allegro (aus der 6. Sinfonie, op. 42, 6)
Gabriel Pierné (1863 – 1937)
Cantilène (op. 29,2)
Louis Vierne (1870 – 1937)
Scherzo (aus der 2. Sinfonie, op. 20)
Alexandre Guilmant (1837 – 1911)
Adagio Molto (aus der 3. Sonate, op. 56)
Charles-Marie Widor (1844 – 1937)
Finale (aus der 6. Sinfonie)
Franz Josef Stoiber (* 1959)
Improvisation über „Großer Gott, wir loben dich“
Gemeindegesang (3 Strophen)
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Die neue Orgel ist lt. Domkapitel liturgisch notwendig, weil das Volumen der Chororgel nicht ausreicht, um das Kirchenschiff zu füllen. Die Chororgel wird jedoch an ihrem Platz weiter Verwendung finden und mit der neuen Orgel verbunden sein. Von einem Generalspieltisch im Chorraum aus wird der Organist dann sowohl die Haupt- als auch Chororgel anspielen können.
Gebaut wird die neue Hauptorgel von der Firma Rieger Orgelbau aus Schwarzach, Vorarlberg. Von ihr stammen u. a. die Orgeln im Wiener Musikvereinssaal (1907) und im Salzburger Mozarteum (1914), die Chororgeln im Ulmer (1960) und im Freiburger Münster, außerdem die Chor- und Hauptorgeln in den Domen von Bamberg (1973), Ratzeburg (1977; 1972) und in der Matthiaskirche (1909) in Budapest. Technisch moderne Orgeln baute Rieger unter Anderem in der Basilika Vierzehnheiligen (1999).
Das zirka 1,7 Millionen Euro teure Instrument wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Lt. Domkapitel ist bisher etwa die Hälfte dieser Summe an Spenden eingegangen. Im November 2009 soll die neue Hauptorgel zum ersten Mal erklingen.
Die neue Hauptorgel wird vier Manuale (Hauptwerk, schwellbares Positiv, Schwellwerk und Solowerk) und Pedal mit 80 Registern umfassen – insgesamt 5.871 Pfeifen, von denen die längste über 10 Meter, die kürzeste etwa 8 Millimeter lang sein wird. Alle Werke sind über- bzw. nebeneinander angeordnet: Hauptwerk und Schwellwerk über dem in 15 Meter Höhe zentral positionierten Spieltisch (kurze Trakturwege!), Positiv und Solowerk darunter, das Pedalwerk seitlich.
Johannes Unger wird Organist der Marienkirche in Lübeck
Organist Johannes Unger (Fotorechte: Johannes Unger)
Nach der überraschenden Absage des Dresdner Kreuzkirchen-Organisten Holger Gehring zum neuen Organisten an der Lübecker Marienkirche, ist geklärt. Unter dem Datum vom 4. April 2009 teilte Johannes Unger auf seiner privaten Homepage mit, daß er „im April 2009 aus einer Vielzahl von Bewerbern“ gewählt wurde.
Johannes Unger, geboren 1976 in Schlema, wurde frühzeitig durch sein musikalisches Elternhaus geprägt. Seine musikalische Ausbildung erhielt er am Konservatorium sowie an der Spezialschule für Musik in Halle. Er studierte Klavier, Orgel und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig bei Markus Tomas und Thomasorganist Ullrich Böhme sowie in der Solistenklasse am Königlichen Musikkonservatorium in Kopenhagen bei Hans Fagius. Er besuchte Meisterkurse bei Emanuel Ax, Christian Zacharias, Robert Levin und Ewald Kooimann.
1998 wurde er als jüngster Teilnehmer 1. Preisträger beim renommierten Internationalen Orgelwettbewerb in Odense/Dänemark. Im Bachjahr 2000 gewann er den XII. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig verbunden mit dem Publikumspreis und zahlreichen Sonderpreisen.
Ein Video vom Thomas-Organist Johannes Unger füge ich bei, er spielt „Ein feste Burg ist unser Gott“ von J.S. Bach an der neuen Bach-Orgel in der Thomaskirche Leipzig.
hier stelle ich die drei Videos von Gardiner und The English Baroque Solists zur Verfügung. Die Konzertausschnitte wurden während der Köthener Bachwoche im September 2008 aufgenommen.
1. Video:1. Brandenburgisches Konzert, BWV 1046 aus dem Bachsaal in Köthen 2008.
2. Video:6. Brandenburgische Konzert, BWV 1051 aus dem Spiegelsaal in Köthen 2008.
3. Video:3. Brandenburgisches Konzert, BWV 1048 aus dem Spiegelsaal in Köthen 2008.
wie heute bekannt gegeben wurde, ist die 2. Brahms-CD – SDG 703 – im Rahmen des Brahms-Zyklus (Symphonie Nr. 2) vom Label: Soli Deo Gloria – Monteverdi.co.uk – veröffentlicht worden. In der Aufnahme gibt es drei Stücke von Schubert für Männerchor: „Der Gesang der Geister über den Wassern“, eine dunkles und atmosphärisches Stück, in dem der Chor begleitet wird von Bratschen, Celli und Kontrabässe, und zusätzlich zwei Lieder orchestriert von Brahms, aus dem Tartarus „und“ Am Schwager Kronos, die ganz im typischen Stil Schubert’s erklingt.
CD Label: Soli Deo Gloria - 2. CD vom Brahms-Zyklus - SDG 703 - 2. Symphonie
Die CD mit Hörprobe kann beim Label: Soli Deo Gloria – Monteverdi.co.uk eingesehen werden.
Hier die Originalfassung der englischen Web-Seite:
NEW RELEASE NOW AVAILABLE
SDG 703 – BRAHMS SYMPHONY 2
Following on from the phenomenal worldwide success of the first release in the Brahms series, (recently nominated in the orchestral category of the 2009 BBC Music Awards), SDG continues the series with Brahms’ Symphony 2 which sees John Eliot Gardiner and his Orchestre Révolutionnaire et Romantique explore the music of Johannes Brahms.
Importantly, Gardiner has set Brahms‘ symphonies in the context of his own superb and often neglected choral music, and that of the old masters he particularly cherished (Schütz and Bach especially) and of recent heroes of his (Mendelssohn, Schubert and Schumann).
The recordings from this series are drawn from Gardiner’s two-year Brahms and his Antecedents project which not only celebrated Brahms the composer, but traced the roots from which Brahms drew his creative inspiration. No other composer of the 19th century had such a close and informed relationship to music of the past and for this reason, great choral works by composers as varied as Bach, Schütz and Mendelssohn are performed alongside Brahms’ compositions.
Brahms’ dark, deeply personal and moving Alto Rhapsody for alto solo, male chorus and orchestra is included here alongside three choral works by Franz Schubert. In Schubert’s Gesang der Geister über den Wassern D714 (1821) comparisons between the two composers could not be more clear. Brahms draws on the effective example of his beloved Schubert firstly by composing the rhapsody for male chorus and secondly, basing the work upon a poem by Goethe.
The lyrical beauty of Brahms’s Second symphony makes it perhaps the most popular of the four works he composed in this form. The contrast between this symphony and the heroic First is complete, and it is strikingly analogous to the differences between Beethoven’s Fifth and Sixth symphonies.
Inside the same elegant packaging used for the Bach Cantatas CDs, the booklet notes feature an in-depth conversation between John Eliot Gardiner and composer Hugh Wood.
SDG 703 – Brahms Symphony 2 (1 cd) contains:
Brahms – Alto Rhapsody Op.53
Franz Schubert 1797-1828
Gesang der Geister über den Wassern D714 (1821)
Gruppe aus dem Tartarus D583 (1817, arr. Brahms 1871)
An Schwager Kronos D369 (1816, arr. Brahms 1871)
Brahms – Symphony No.2 in D major Op.73 (1877)
I Allegro non troppo
II Adagio non troppo – L’istesso tempo, ma grazioso
III Allegretto grazioso (quasi andantino) –
Presto ma non assai – Tempo I
IV Allegro con spirito
(Recorded live at the Salle Pleyel, Paris)
The Monteverdi Choir | Orchestre Révolutionnaire et Romantique | John Eliot Gardiner
Click here for a French Translation of the sleeve notes.
Click here for a German Translation of the sleeve notes.
Eine mehr als schmerzliche und traurige Nachricht muss ich im Forum bekannt geben.
Im 72. Lebensjahr verstarb am 14. Dezember 2008 die bekannte und sehr geschätzte Konzert-Organistin und Dozentin
Elisabeth Roloff* 18.02.1937 in Bielefeld + 14.12.2008 in Bielefeld
Konzert-Organistin Elisabeht Roloff an der Kleuker-Orgel in Bielefeld-Ummeln
Am 13. April 2008 gab sie ihr letztes Orgel-Konzert in der Evangelischen Kirche Bielefeld-Ummeln an der dortigen Kleuker-Orgel. Einige Forummitglieder werden sich sicherlich an dieses Konzert-Ereignis noch erinnern können. Trotz schwerer Erkrankung gab sie hier ein Orgel-Konzert auf künstlerisch hohen Niveau und wird als eine liebevolle und fantastische Organistin bei uns in Erinnerung bleiben. Sie verstand es so genial, die Zuhörer in ihren künstlerischen Vortrag mit einzubinden und das war ihre wahrhaftige Größe.
Sie war eine fundierte Bach-Kennerin und Bewunderin was sich auch in ihren Einspielungen:
„Mit Bach durch das Kirchenjahr“
wiederspiegelte.
Elisabeth Roloff studierte an den Hochschulen für Musik in Berlin und Köln. Im Fach Orgel legte sie die Reifeprüfung ab. Von 1974 bis 1982 war sie „Organiste Titulaire“ an der Deutschen Kirche in Paris und studierte französische Orgelmusik bei Marie-Claire Alain.
Seit 1982 ist die Kirchenmusikerin Dozentin an der Rubin Academy of Music in Jerusalem. Außerdem wirkt sie als Organistin an der Erlöserkirche in Jerusalem / Israel. Mit ihren Konzerten in den meisten Ländern Europas, den USA und in Südamerika hat sie internationales Renommee und Anerkennung gewonnen. Neben vielen Rundfunkauftritten und Schallplattenaufnahmen hat die Künstlerin mit der bekannten Firma Dabringhaus und Grimm in Detmold zahlreiche CDs herausgebracht.
Mit traurigen Grüssen
Volker
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Elisabeth Roloff, ein Nachruf in der NW vom 23.12.2008
Zur Vergrößerung in den NW-Artikel klicken..!!
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Evangelisch in Jerusalem, Nachruf der Erlösergemeinde in Jerusalem
19. Dezember 2008: Trauerfeier für Elisabeth Roloff in Bielefeld-Ummeln und Gedenkandacht in der Erlöserkirche zu Jerusalem:
Wir haben Abschied genommen von Elisabeth Roloff. Sie wurde beigesetzt auf dem Friedhof zu Bielefeld-Ummeln; gleichzeitig fand in der Erlöserkirche eine Gedenkandacht statt. In beiden Gottesdiensten spielte die Musik, die Elisabeth in ihrem Leben so viel bedeutet hat, eine wichtige Rolle……
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Auf YouTube eine Bach-Einspielung von Elisabeth Roloff – BWV 654 „Schmücke dich, o liebe Seele“
nach dem beeindruckenden Konzert vom Vormittag, das kaum noch zu toppen möglich erscheint, waren wir sehr gespannt, was sich in dem schönen neuen „Johann-Sebastian-Bach-Saal“ am Abend des gleichen Tages ergeben würde.
Flyer mit Programm im Johann-Sebastian-Bach-Saal am Abend
Auch in dieser Veranstaltung wurde wiederum eine Programm-Änderung in der Abfolge vorgenommen. Es erklang zum Anfang das Brandenburgische Konzert Nr. II, F-Dur, BWV 1047. Wie bereits am Vormittag, saß Gardiner am Rand des Podiums und war als Hörer und nicht als Aktiver tätig.
Dieses Werk lebt von der Spannung mit der Besetzung einer Trompete. Der erste Satz ist lebhaft und man hört sofort die Dominanz der Trompete. Der Satz ist nicht umsonst einer der beliebtesten Sätze der Barockmusik. Auf dieses Werk habe ich mich am meisten gefreut und wurde nicht enttäuscht, Im Gegenteil, es wurde eine Wiedergabe auf allerhöchstem Welt-Niveau, den Trompetenpart meisterte ein Juwel unter der Trompetengilde „Neil Brough“ absolut perfekt, was in seinen Lungen steckt, um diesen virtuosen Part vortragen zu können, grenzt fast ans menschenunmögliche, von der Statur her besitzt er alle Bedingungen um das umsetzen zu können und das meistert er mit Bravour; zumal Gardiner ihm hier ein sehr schnelles Tempi vorgegeben hat. Das gleiche Tempo wurde in den folgenden zwei Sätzen beibehalten und wurde zu einem glanzvollen Festtags-Schmaus.
Orchester und Trompeter bildeten eine perfekt Einheit und haben einen wunderschönen Konzertbeginn hingelegt, der den Besucher auf das Kommende erwartungsfroh einstimmte.
Nach den drei Sätzen brach tosender Jubel und Applaus aus und ein sichtlich erschöpfter Weltklasse-Trompeter und ein perfekt abgestimmtes und aufspielendes Orchester genossen in vollen Zügen den wohlverdienten Lohn. Der Sir stand enthusiastisch applaudierend am Rand des Podiums und grinste freudig über das ganze Gesicht.
Das ist Barock- (Bachmusik) vom Feinsten und bedeutete für mich ein vorweggenommener Höhepunkt des Abends. Schade, das hätte ich gerne als Schlusswerk gehört, – denn dazu komme ich noch, – dass Brandenburgische Konzert Nr. I war nicht der Rausschmeisser, wie es eigentlich angedacht gewesen war..!!
Das Folge-Werk, Brandenburgische Konzert Nr. IV, G-Dur, BWV 1049 wurde zu einem Glanzpart für die Violonistin „Kati Debretzeni“ hier ist der Violine hochvirtuose Solo-Läufe zugewiesen. Was sie wunderbar technisch auf höchstem Level vortrug, klanglich habe ich etwas an ihrer Geige zu bemängeln, sie hat nicht den warmen barocken Klang, den ich sonst so bei den Baroque Soloists bewundere,
Ein weiterer Höhepunkt erfolgte anschließend mit dem „Lamento“ von Johann Chrisoph Bach (1642-1703), „Ach dass ich Wassers gnug hätte“ mit Clare Wilinson, Alt. Hier nahm der Sir wieder seinen Chefposten ein und spornte mit seinem Dirigat alle Beteiligten wieder zu einer Glanzleistung an.
Johann Christoph Bach, der Eisenacher Organist, Hof-Cembalist und Onkel zweiten Grades von Johann Sebastian, vertont den Propheten Jeremia mit schmerzlich-empfindsamen Lautmalereien. Mit Schlichtheit und mit einer mehr als bewundernswerten Gesangs-Ästhetik, vermag in diesem Lamento Clare Wilkinson restlos zu überzeugen. Das Wühlen von Geige, Bratschen und Continuo in den untersten Registern beim ach so grimmigen Zorn des Herrn – wird überwältigend dargeboten. Leichte Probleme bekommt die Mezzo-Sopranistin in den unteren Lagen, da könnte im Stimmvolumen zugelegt werden, aber die geringe Raumgrösse war hier ihr Vorteil, sie muss in den letzten Reihen mit ihrem Stimmvolumen angekommen sein.
Freudiger, frenetischer Schluss-Applaus bekundete wiederum, dass der Besucher mit dieser Aufführung mehr als zufrieden war.
Das von mir mit Spannung erwartete Schlussspektakel mit dem wunderschönen Brandenburgischen Konzert Nr. I, F-Dur, BWV 1046, in der Besetzung mit Hörnern, wurde fast zum Fiasko. Schon nach dem Wiederbetreten des Podiums nach dem zuvor gehörten Lamento, geriet Sir Gardiner heftig ins Straucheln, er muss eine Stufe des Podiums verfehlt haben und konnte sich glücklicherweise am Cembalo schützend abstützen und einen heftigen Sturz vermeiden. Einmalig in seiner Art, überspielte er diese für ihn glücklich verlaufenen Situation, mit einer fast tänzerischen Schau-Sondereinlage und das Publikum dankte es ihm mit einem Sonderapplaus. Rührend konnte ich sehen, wie der Oboist Michael Niesemann sich sofort um den Sir kümmerte und nach seinem Befinden sich erkundigte.
Das war schon ein heftiger Beginn und setzte sich fort nach dem Einsetzen der ersten Tönen im Brandenburgischen Konzert Nr. I. Ungläubig schüttelte ich den Kopf, die Misstöne der Hörner waren zum Anfang unüberhörbar, was zum Teufel hat den Sir geritten, so eine für mich gesehene wundersame Interpretation der Hörner dem Publikum vorzusetzen? Für mich war die junge Anneke Scott und Gavin Edwards mit dem virtuosen und sensiblen Part für das Horn an diesem Abend überfordert. In dem weiteren Werk wurden sehr laute trompetenhafte Töne – das Orchester wurde schrecklich übertönt -, zum letzten Hallali geblasen, es war fast jazzige Musik. Ich konnte beobachten, dass die Geigerin Kati Debretzeni ob dieses Spektakels ein süss-säuerliches Gesicht bekam und das Publikum vor mir ungläubig darüber den Kopf schüttelten. Das grenzte fast an Jahrmarkts-Töne, leider, gerade dieses Werk bedarf eines sensiblen Spiels des Horns und dann so etwas…!!
Wenn dieses Konzert am Anfang zur Aufführung gestanden hätte, wäre ich dafür dankbar gewesen, es sollte wohl ein Highlight des Abends werden mit der Jazz-Einlage. So ist der sonst so wunderbare Gesamt-Eindruck des Abends ein wenig geschmälert worden und bekam einen faden Beigeschmack. Hier sehnte ich mich als Rausschmeisser-Musik nach dem Brandenburgischen Konzert Nr. II mit dem Star-Trompeter „Neil Brough“, da hätte die Halle Kopf gestanden, aber so..!!??
Ich stelle hier allen Lesern einen Vidoe-Link von jpc zur Verfügung mit dem Anfang des Brandenburgischen Konzertes Nr. I, gespielt von dem Freiburger Barockorchster im Spiegelsaal Köthen, da hört sich das Waldhorn gediegener an. Zum Starten des Videos muss das seitenverkehrte Dreieck angeklickt werden, die Ladezeit dauert ein wenig, bitte Geduld !!
Im Anhang füge ich ein Video vom 1. Brandenburgischen Konzert vom Label: solideogloria / monteverdi.co.uk bei, das während des Bachfestes 2008 in Köthen im Bachsaal entstanden ist.
Trotz des für mich gesehenen Missgeschick mit dem Werk I, waren es zwei wunderbare Konzerte mit den Baroque Soloists und dem wunderbaren Gesang des Mezzo-Sopran: Clare Wilkinson. Der schönste Rahmen war einfach der Spiegelsaal, die Intimität des Raumes und Nähe zum stehenden Orchester, das umwerfende Zusammenspiel der großartig aufgelegten Instrumentalisten war einmalig und haftet weiterhin, was will man mehr…!!
Grüsse an alle
Volker
P-S. Wenn jeweils in das Foto geklickt wird, erscheint eine gesonderte Vergrößerung des Bildes !!
nach dem Bericht von @Barbara, mit dem Besuch der Johannes Passion, welches wir bewusst ausgelassen haben, beginne ich mit Teil 1, den Brandenburgischen Konzerten im Spiegelsaal Köthen.
Nach der Aufführung der Johannes Passion als Eröffnungskonzert in St. Jakob am Mittwoch, 3.9.2008, im Rahmen der 22. Bachwoche Köthen, war für Gardiner ein freier Tag angesetzt, den wir zur Anfahrt genutzt haben.
Im Vorfeld war für mich die Splittung der zu hörenden Brandenburgischen Konzerte von Interesse, was mag Gardiner dazu bewogen haben, in seinem 1. Konzert die Werke III, V und VI im Spiegelsaal aufzuführen.
Das dritte und sechste Brandenburgische Konzert folgen der Form einer italienischen Ouvertüre aus Konzertsatz, langsamem Mittelsatz und Tanz, während das fünfte Brandenburgisch Konzert eine kleine Gruppe von Soloinstrumenten einem Streichorchester gegenübergestellt ist und repräsentieren damit die modernere Form eines „Concerto grosso“ hier ist der Schlusssatz ein Fugati mit einer voll ausgebauten Fuge.
Somit kann die Erklärung wohl auf der Hand liegen, das 3. Und 6. Brandenburgische Konzert sind in ihrer Kompositionsart identisch und bilden eine Einheit und wurden in einer Abänderung in der Programmabfolge als Schlusswerke nach der wiedergegebenen Kantate, aufgeführt.
Das 5. Brandenburgische Konzert weicht in der Kompositionsform von den vorgenannten Werken ab und ist als ein Kontrast-Werk in das Programm aufgenommen worden und als erstes Werk aufgeführt worden.
Als eine willkommene Bereicherung und Abrundung des Programms ist als ein „Juwel“ die Kantate, BWV 170 „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ für Alt-Solo, in das Programm integriert worden.
Diese drei Brandenburgischen Konzertveranstaltungen von Gardiner, Monteverdi Choir und English Baroque Soloists hatten einen immensen Zuspruch und waren nach kurzer Zeit restlos ausverkauft.
Voller Vorfreude betraten wir den historischen Spiegelsaal und waren glücklich, in der ersten Reihe, hautnah am Orchester unsere Plätze vorzufinden. Die Sicht und das unmittelbare Geschehen spielte sich direkt vor uns ab, etwas störend die Enge des Sitzens in den Bänken aber das wurde durch die optimalen Bedingungen des vorgenannten mehr als wett gemacht.
Es erklang Kammermusik der feinsten englischen Art, virtuoses Orchester untereinander anspornend und bestens aufeinander abgestimmt, war es ein fulminantes Erlebnis, diesem Ausnahme-Orchester zuzuhören und das unter den gestrengen Blicken von J.S. Bach als Büste im Hintergrund des Cembalos. Er hätte an der Musizierfreude und das großartige Können aller Beteiligten seine helle Freude gehabt.
Schon nach dem Einsetzen des ersten Taktes kam die Intimität des Spiegelsaales voll zur Geltung und übertrug sich spontan auf die Zuhörer. Das war überirdische Musik, die nicht mehr zu toppen war, die Hörer waren schier aus dem Häuschen und mehr als begeistert. Das Niveau aller zu Gehör gebrachten Brandenburgischen Konzerte war auf dem gleichen künstlerischen Level und entsprachen einem Kunstgenuss auf höchster Ebene und wusste den Zuhörer mehr als zu begeistern.
Eine ebenso fantastische Wiedergabe erfolgte zwischendurch mit der Kantate, BWV 170 „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust.“ Hier lies es sich der Sir nicht nehmen und übernahm sein geliebtes Dirigat.
Das für Alt-Solo gespickte Werk wurde von einer Könnerin ersten Grades, mit Namen Clare Wilkinson, Mezzo-Sopran, vorgetragen. Ihr Stimmvolumen war optimal für diesen prächtigen Spiegelsaal, ihre Ausdrucksform und Gesangsvortrag war erhebend schön, in einem schönen roten langen Kleid war sie nicht zu übersehen und zu überhören, hier war sie der Mittelpunkt und wusste es durch ihre Gesangs-Kultur prächtig zu untermauern. Sie trug eine Perlenkette und so war es dementsprechend bildlich gesehen ein Perlengesang „per Excellence“ ein wunderschöner Kantaten-Vortrag, der sehr zu Herzen ging. Überglücklich nahm Gardiner sie am Ende an die Hand mit dem Bewusstsein, eine großartige Ausnahmesängerin in seinen Reihen zu haben.
Es gibt bei YouTube eine wunderbare Altus-Arie vom BWV 170 „Vergnügte Ruh“ von Andreas Scholl gesungen, sie ist unter Herreweghe veröffentlicht worden. Es ist ein fantastischer Altus-Gesang zu hören.
Der Schlussapplaus nach der Veranstaltung war entsprechend überwältigend, mit Standing Ovatione waren die Besucher überglücklich, es war eine Veranstaltung, die aufgrund der Intimität des Raumes und der Nähe zum grandiosen Orchester alle gepackt hatte. Es war ein Konzerterlebnis, wie man es in diesem Rahmen nur sehr selten erleben kann, so etwas bietet Köthen mit seinem rührigen Spiegelsaal und weiß alle in seinen Bann zu ziehen, hier ist der Geist von J.S. Bach spürbar, und das wurde von den Ausführenden in diesem Sinne entsprechend grandios umgesetzt.
Was will man als Hörer und Konzert-Besucher mehr verlangen…!!
Im Anhang füge ich zwei Videos von Brandenburgischen Konzerten vom Label: solideogloria / monteverdi.co.uk bei, die während des Bachfestes 2008 in Köthen-Spiegelsaal und Bachsaal entstanden sind.
eine erste Neuveröffentlichung für alle Brahms-Freunde gibt es vom Label: „Soli Deo Gloria“ / „monteverdi.uk“ mit Brahms, Symphonie Nr. 1, sie liegt vor als SDG 702– CD.
1 Brahms-CD als SDG 702 veröffentlicht !
Brahms – Begräbnisgesang, Op. 13
Mendelssohn – Mitten wir in Leben sind Op. 23
Brahms – Schicksalslied, Op. 54
Brahms – Symphony no.1 in c minor, Op. 68
(recorded: London & Paris)
The Monteverdi Choir | Orchestre Révolutionnaire et Romantique | John Eliot Gardiner
Weitere Informationen zu der CD :als PDF-Information in „Deutsch“ herunter zu laden !
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