Archiv der Kategorie: Videos Konzertausschnitte

Leipzig Bachfest 2010 Orgelmusik im Gewandhaus Bach-Brahms-Schumann


Nun hatte das Warten nach neun Monaten Kartenbestellung ein Ende  das „Bachfest Leipzig 2010“ stand bevor und wir machten uns bei schönem Wetter auf den Weg uns mit Bach-Freunden dort zu treffen. Eine herzliches Wiedersehen gab es zum ersten Konzert vor dem Gewandhaus, erwartungsvoll betraten wir das riesige Foyer und waren gespannt auf das Orgelprogramm mit dem Gewandhaus-Organisten „Michael Schönheit“. Ein ähnlich gelagertes Programm fand zur gleichen Zeit in der Nikolaikirche Leipzig statt, darum wohl der geringe Zuspruch im Gewandhaus es war nur zu einem drittel gefüllt, das war schon eine Enttäuschung. Hätten wir das im Vorfeld geahnt, hätten wir vorzugshalber das Orgelkonzert in der Nikolaikirche gebucht, aber dazu später mehr.

Gewandhaus Leipzig

Orgelmusik im Gewandhaus zum Bachfest 2010 in Leipzig

Samstag, 19.06.2010 | 17:00 | Gewandhaus, Großer Saal

Schuke-Orgel im Großen Saal vom Gewandhaus Leipzig


Programm:

Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge c-Moll, BWV 546 • Mit Fried und Freud ich fahr dahin,

BWV 616 • Wenn wir in höchsten Nöten sein, BWV 641 • Jesu, meine Freude,

BWV 610 • Wer nur den lieben Gott läßt walten, BWV 642 •

Robert Schumann: Sechs Fugen über den Namen Bach, op. 60 •

Johannes Brahms: 11 Choralvorspiele, op. 122

Gewandhausorganist Michael Schönheit
Eine Veranstaltung des Gewandhauses

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»… drei sich übereinander aufbauende Gedanken«

J.S. Bach – Robert Schumann – Johannes Brahms –

Es ist als Überschrift zum Orgelkonzert kreeiert worden und entsprach genau dem obigen Leitgedanken, diese drei Komponisten als aufbauende Gedanken – ( B A C H ) – vorzustellen. Robert Schumann, ein inniger Befürworter von J.S. Bach und seiner Werke und auf der gleichen Linie Johannes Brahms zu nennen, war ein gelungener Einfall, der durch den Orgel-Interpreten gekonnt und einfühlsam zur jeweiligen Sichtweise und Kompositions-Technik zu Gehör gebracht wurde. J.S. Bach (1675-1750) der Orgel-Großmeister des Spätbarock, Robert Schumann (1810-1856) und Johannes Brahms (1833-1897) jeweils Orgel-Komponisten der Romantik-Zeit wurde zu einer Lehrstunde für Orgelfreunde, die die einzelnen Epochen der Orgel-Literatur erkennen und nachvollziehen konnten.

Foto: Organist Michael Schönheit an der Schuke-Orgel im Gewandhaus Leipzig.

Von den bedeutenden Komponisten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeigten nur wenige schöpferisches Interesse für die Orgel; seit dem Tod J.S. Bach’s hatte die Königin der Instrumente wenn auch nicht an Respekt, so doch beträchtlich an Bedeutung eingebüßt. Im Bereich der konzertanten Orgelmusik suchte man durch Übernahme von Formtypen anderer Gattungen, z.B. der Sonate, den Anschluss an die Strömungen der Zeit zu gewinnen. Daneben wurde aber schon bald erkennbar, sich wieder stärker auf die Eigengesetzlichkeiten des Instruments zu orientieren. Kontrapunktische Satztechniken und romantische Klangvorstellungen gingen eine Verbindung ein, die der Orgelmusik neue Perspektiven eröffnete. Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) leitete eine neue Epoche ein. Seine Orgelwerke sind vor allem vom Erlebnis der Musik J.S. Bach’s geprägt, die ihm immer wieder schöpferische Anregungen gab.

Ähnliches gilt für Robert Schumann, für den Bach’s Polyphonie und Fugen einen unerschöpflichen Gegenstand des Studiums darstellte. Schumanns Hinwendung zu Bach war durch die Bach-Pflege beeinflusst, die Felix Mendelssohn Bartholdy als Gewandhauskapellmeister in Leipzig begründet hatte, er spielte u.a. sämtliche Orgelwerke von J.S. Bach. Robert Schumann hat vermutlich keinen Orgelunterricht genossen. Er bewunderte die Orgel als ein Instrument, das mit der Aura des Altehrwürdigen umgeben war. 1845 verzog Schumann nach Dresden und komponierte die drei genannten Opera 56, 58 und 60, wobei B-A-C-H – Fugen sein einziges explizit für die Orgel bestimmtes Werk darstellen.

Als neuer Messias der Tonkunst gilt Johannes Brahms, im Rahmen seines Gesamtschaffens haben die wenigen Orgelwerke von ihm nur Episodencharakter. Keines davon erhielt vom Komponisten ein Opuszahl; die nachgelassenen „Elf Choral-Vorspiele wurden erst fünf Jahre nach seinem Tod als op. 122 veröffentlicht. Brahms nahm die Orgelmusik durchaus ernst und begann ihr in der Auseinandersetzung mit Scheidt und J.S. Bach neue Wege zu bahnen. Zwischen 1854 und 1857 trieb er intensive Kontrapunktstudien in den Werken von J.S. Bach. Anfang 1896 war ein Choral-Büchlein fertig, wobei der am 20. Mai erfolgte Tod Clara Schumanns nicht ohne Einfluss auf die Auswahl der Choräle geblieben sein soll. Brahms hatte eine größere Sammlung nach dem Muster von Bach’s „Orgel-Büchlein“ vorgeschwebt, an dessen Ausführung ihn Krankheit und Tod hinderten. +)

Von YouTube aus op. 56 (B-A-C-H) Auszug von Robert Schumann:

»… drei sich übereinander aufbauende Gedanken«

– siehe obige Ausführungen dazu – entsprach genial diesem Leitgedanken. Organist Michael Schönheit konnte dem mehr als gerecht werden und gab uns eine Lehrstunde an der Schuke-Orgel, wie die einzelnen Orgel-Epochen und Werke der drei Komponisten zu interpretieren sind.

Viel zu selten werden die Werke von Robert Schumann als Orgel-Literatur angeboten, sie entpuppten sich als wunderbar anzuhörende Orgel-Kompositionen und waren ein Highlight des Konzertes. Bewundernswert, wie Michael Schönheit, pardon, der Hausname sagt schon einiges aus – diese Werke in Schönheit erstrahlen liess, wunderbar registriert und in feinen Klangnuancen verpackt, berührte mich diese Orgelmusik über B-A-C-H ungemein..!!

Einziger Wermutstropfen: mir fehlte die Halligkeit eine Kirche für diese grossartigen Orgel-Werke, Raum und Klang waren in der staubtrockenen Akustik im Gewandhaus nicht vorhanden und schmälerte somit den Gesamteindruck, wie mögen diese Werke an der größten Orgel Sachsens – (Ladegast-Eule-Orgel) – als eine Parallelveranstaltung zum gleichen Zeitpunkt – in der Nikolaikirche Leipzig und dort mit dem entsprechenden Kirchenraum-Hall geklungen haben…?

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Disposition

der Schuke-Orgel Gewandhaus Leipzig:

Schuke-Orgel Neubau 1981, Generalüberholung 2002
Das Konzertinstrument verfügt über 89 Register, verteilt auf vier Manuale und Pedal. Es ist mit allen komfortablen Spielhilfen sowie einem zweiten fahrbaren Spieltisch auf dem Orchesterpodium ausgestattet.

Disposition der Schuke-Orgel Gewandhaus Leipzig

+) Textpassagen: Renate Herklotz

Schuke-Orgel Gewandhaus-Leipzig mit einem zweiten fahrbaren Spieltisch auf dem Orchesterpodium

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Grüsse an alle Bach-Fest-Teilnehmer und Blog-Freunde

Volker



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Bach-Stiftung St. Gallen veröffentlicht neues Video auf YouTube


Ein neues Bach-Kantaten-Video wurde von der Bach-Stiftung St. Gallen bei YouTube veröffentlicht…!!

Dritter Satz (aria alto) aus der Kantate BWV 34 „O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“, aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen. Solistin: Margot Oitzinger.

Schönes Wochenende und Grüsse

Volker



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Verschiedenartige Ergebnisse Bach-Trompeten Kontra Vuvuzela



Programm Bach-Kantaten in der Liebfrauenkirche Bad Salzuflen

Prachtvolle Bach-Kantaten erklangen in der Liebfrauenkirche Bad Salzuflen am Sonntag, 13.6.2010 um 19:30 Uhr. Gab es je Zweifel, was ich mit @Wolfgang besuchen werde, Fussball-WM oder J.S. Bach, wir waren jeden Zweifel erhaben und haben uns klar für den Bach-Abend entschieden und das war die richtige Entscheidung, denn das Fussballspiel von Deutschland wurde zu einem weiteren Höhepunkt am Abend, darüber aber später mehr wie aus der Überschrift entsprechendes zu entnehmen ist.

Kath. Liebfrauenkirche Bad Salzuflen

Der Besucher-Zuspruch ließ leider einige Wünsche offen, mir kommen Zweifel auf, ob der Veranstalter einmal die Termin-Planung der Fußball-WM sich zu Gemüte geführt hat, die Terminierung auf 19:30 Uhr war sehr unglücklich gewählt und dementsprechend war die große Kirche nur halb gefüllt, das war unverdient – gab es doch so großartige Bach-Kantaten mit Pauken und Trompeten zu hören. Diese Kantaten werden leider viel zu wenig aufgeführt, scheuen sich die Veranstalter, namhafte Trompeter zu verpflichten? Wir wurden nicht enttäuscht, die drei Trompeter waren einfach Spitze und wahre Könner, das Ensemblespiel war beeindruckend schön gelungen und begeisterte uns vollkommen.

Diese riesige Beton-Kirche, erbaut in den 50-er Jahren, hat entsprechende Tücken sie ist sehr Hallig womit der Chor nur sehr schwer mit zurecht kam, vieles ging Orchestral unter, sie waren kaum hörbar und hatten es sehr schwer, sich dagegen zu behaupten.

Das BWV 137 und BWV 129 gehört jeweils zu den Trinitatis-Sonntagen, während das BWV 29 von Bach zu einem Ratswechsel komponiert wurde. Trotz einiger spitzer Einsätze – (zu früher Beginn) – konnte das kleine Orchester überzeugen da sie mit Spitzenleuten aus dem Philharmonischen Orchester aus Bielefeld ergänzt wurden, ich nehme an, dass die 3 Solo-Trompeter ebenfalls aus Bielefeld verpflichtet wurden.

Gefallen hat uns von den Gesangs-Solisten die Sopranistin: Felicitas Jacobsen, die Altistin Christiane Schmidt und sehr beeindruckend der Bassist: Michael Humann, was für ein raumfüllendes Gesangs-Volumen er besitzt war schon sehr bemerkenswert. Im Rezitativ: „Gott Lob, es geht uns wohl“ aus der Kantate 29 und in der Arie: Gelobet sei der Herr, mein Gott“ BWV 129 – war er der entsprechende Höhepunkt mit seiner Sanges-Kunst zu nennen.

Gesangs-Solisten Liebfrauenkirche

Das Kommen zu diesem Bach-Abend war ein lohnender Aspekt schon allein wegen den hervorragenden Trompetern, Hautnah saßen wir vor ihnen und genossen das überwältigende und harmonische Zusammenspiel, präzise Einsätze und sich zurücknehmend wenn es gefordert wurde war für uns ein Traum, sie so gekonnt in den Bach-Kantaten erleben zu können, es war überwältigend schön und genossen es in vollen Zügen…!!

Eine Hörprobe vom BWV 137 „Bach-Trompeten“ im 1. Satz „Lobe den Herren“

hier ist sie:

Glanzvolles Trompeten-Ensemble

Bach-Kantaten in der Kath. Liebfrauenkirche Bad Salzuflen, sichtbar mein ------------- Begleiter des Abends "Wolfgang" auf der Suche zum Sitzen vorne

Eine meiner Lieblingskantaten ist das BWV 29 „Wir danken dir, Gott“ von J.S. Bach zum Ratswechsel von 1731 allein wegen dem virtuosen Eingangs-Satz als „Sinfonia.“ Es ist eine Umarbeitung des Preludio aus der Partita E-Dur für Violine Solo BWV 1006. Den Violinpart übernimmt dabei die Orgel, der Orchesterpart wurde hinzu komponiert. Das ist überwältigend schön gelungen und begeistert mich als Orgel-Fraek immer wieder aufs Neue, so auch an diesem Abend da hatte die Halligkeit der Kirche entsprechend einen unschätzbaren Vorteil.

Eine Hörprobe BWV 29 Eingangs-Satz „Sinfonia“ gefällig?

Hier ist sie:

Ehepaar Schmdt in Aktion: Dirigent Burkhard Schmidt und Ehefrau, Altistin: Christiane Schmidt

Verdienter Schlussapplaus für alle Beteiligte in der Liebfrauenkirche Bad Salzuflen

Als Fazit möchte ich ziehen, dass es in sich eine runde Aufführungsform war, die zu beeindrucken wusste, gute Gesangs-Solisten, ein mit Freude am Singen anzuhörender Chor, der sein Bestes gab, ein kleines aber tolles Orchester mit Stärken in der solistischen Begleitung und und….. die „Bach-Trompeten“ ein Genuss sie gehört zu haben, sie waren der Volltreffer des Abends und waren die entsprechende Würze des Konzertes. Nicht unerwähnt muss das Können des Organisten Harald Gokus am Orgelspotiv genannt werden, er überzeugte im BWV 29 in der Sinfonia – an dem hervorragenden Orgel-Positiv – mit einer exzellenten Leistung, Danke an alle Aufführenden für einen unvergesslichen Bach-Abend.

Nach dem Bach-Konzert rückte die Uhr unbarmherzig auf 21:00 Uhr, die Frage war, was unternehmen wir anschließend an diesem Bach-WM-Abend, die Abstimmung zwischen Wolfgang und mir war schnell gezogen, draussen nach dem Verlassen der Kirche ertönte die Vuvuzela und war als Herausforderung anzusehen, noch in Bad Salzuflen nach einer Örtlichkeit mit Public Viewing zu suchen. Die afrikanischen Tröten wiesen uns den Weg und wurden schnell fündig.

Grosse Begeisterung schon beim Betreten am Alten Rathaus, die Vuvuzelas bliesen zur Attacke und es stand 1:0 für Old Germany, da kam ein gepflegtes Bierchen zur rechten Zeit. Nach der Halbzeit wechselten wir die Örtlichkeit, uns wurde es draußen sitzend zu kalt und begaben uns in das „Alte Amtsgericht“ und bekamen „Lebenslänglich“ – so heisst es auf dem historischen Schild…!! Innen empfing uns eine wohltuhende Atmosphäre, viel Jungvolk und eine ausgelassenen Stimmung vom Feinsten, das war es, was wir nach dem genialen Auftakt mit dem Bach-Konzert gesucht hatten und wurden mit dem Endergebnis von 4 : 0 voll entschädigt und begaben uns mit ausgelassener Tröten- und Autohup-Musik auf  den Heimweg…!!

Ausgelassene Stimmung nach dem großartigen Spiel in Herfords Straßen!

Ich musste noch 16 km weiter Westwärts um nach Hause zu kommen, es war Chaotisch, voll gestopfte Strassen, ausgelassene Stimmung und überall Begeisterung pur, Herz was willst Du mehr, rechts ran, Foto davon schießen und zusehen wie im Film – „Einer kam durch“ – und es hat nach einer ewigen Warterei dann geklappt…!!

Am heutigen Montag traute ich meinen Augen nicht, – @Wolfgang berichtete mir schon davon am Vorabend, dass mit der Vuvuzela ein Ton, ich nehme an: „das tiefe h“ zum erklingen gebracht werden kann – erschien in der NW ein Artikel über die Deutschland Hymne mit 3 Vuvuzelas, 2 Posaunen und 2  T r o m p e t e n , eingespielt am Sonntag vor dem Deutschland-Spiel von einer Kirchengemeinde in Bad Salzuflen, wau.., das war für mich der Aufhänger für diesen Beitrag, der Vergleich: „Bach-Trompeten und die Vuvuzela.

Artikel in der NW:

NW Kultur / Medien vom 14.6.2010

So schön kann die Vuvuzela klingen

Bad Salzuflen (epd). Neue Töne aus der Vuvuzela-Tröte: Zum ersten WM-Deutschlandspiel startete der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde in Bad Salzuflen das Projekt „Vuvuzela-Blasen für Anfänger und Fortgeschrittene“. Nach der Kritik an den Plastiktrompeten solle die Aktion zeigen, dass eine Vuvuzela auch schöne Musiktöne erzeugen kann, sagte Uwe Rottkamp, Vorsitzender des Musikausschusses der lippischen Gemeinde. Der Hildesheimer Landesposaunenwart Rainer Gramm hatte eigens für die Musik-Aktion in Bad Salzuflen die Fußballfanfare komponiert. Eine Aufnahme der Fan-Fanfare und die Noten können im Internet unter www.stadtkirche.info heruntergeladen werden.

Eine Hörprobe dieser Hymne gibt es als Service hier im Blog..!!

Diese trötenden Vuvuzelas sind ein Genuss:

Mein Statement und Schlussresümee zu – Bach-Trompeten und Vuvuzela-Musik:

In einer Bach-Kantate muss die Bach-Trompete als unschlagbares Instrument herhalten, in der Sportwelt ziehe ich diese Einspielung als „Deutschland-Hymne“ durchaus in Betracht und finde es einfach prächtig, dass in den deutschen Kantoreien sich überlegt wurde, was kann man mit so einer dumm klingenden WM-Tröte anstellen, um erträgliche Musik daraus entstehen zu lassen und das Ergebnis, genial, ein Hoch auf unsere Kantoren, dass ist ein wunderbares Ergebnis geworden und weltweit ist das Interesse an dieser Einspielung ins Riesige gestiegen, die Gemeinde kann sich an Anfragen kaum noch retten…!!

Video: Vuvuzelas - Klassisch Brahms-Ravel

Die Vuvuzela „Klassisch“ mit Brahms-Ravel als Video:

Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2010/06/video-konzert-mit-der-vuvuzela-auf-zeit.html

Vuvuzela auf NDR-Mediathek Beitrag aus Stade:

Link:  http://www1.ndr.de/flash/mediathek/mediathek.html?broadcastid=1023

Vuvuzela auf YouTube:

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Grüsse mit Bach-Trompeten und Vuvuzela-Spass

Volker

RUHR2010 Teil XIX: Day of Song


Heute beginnt also das Wochenende der Superlative. Aufgrund der geographischen Nähe entscheide ich mich für das Wandelkonzert in Essen-Werden, das in der ev. Kirche, in Haus Fuhr und im Kammermusiksaal der Folkwanghochschule ab 18.00 Uhr stattfindet. Ich starte in der ev. Kirche mit dem Chor der Technischen Universität Dortmund mit Chormusik um 1900, die Leitung hat Ulrich Lindtner. Da es sich jeweils um ein 20 minütiges Chorprogramm mit Reger und Elgar handelt, ist das Programm übersichtlich, damit man pünktlich in der nächsten Location sein kann.

Chor der TU Dortmund in der ev. Kirche Essen-Werden

Den nächsten Programmpunkt gibts ebenfalls in der ev. Kirche, diesmal das Collegium Vocale Bochum unter Prof. Dr. Hans Jakulsky. Jetzt etwas weltliches, Liebes- und Trinklieder des Barock und der Romantik, genauer gesagt, Schein, Brahms und Rossini. Vorher gibt es immer eine kleine Werkeinführung, die einen schon schmunzeln läßt. So entsteht ja auch sofort Kontakt zum Publikum.

Collegium Vocale der Ruhr-Uni in Bochum

Jetzt heisst es sich sputen, denn bis zur Folkwangschule ist es ein kleiner Marsch, zudem der ursprüngliche Aufführungsort, die Basilika, ausgefallen ist und nun alles im Kammermusiksaal stattfindet. Schade.  Der Ersatzort ist aber auch nicht schlecht, sitzt man doch um einiges bequemer als in einer Kirche. Da ich etwas zu spät bin, quetsche ich mich an anderen Zuhörern vorbei auf einen freien Platz. Der Vortrag der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (na, das gehört ja nicht mehr zur Ruhr…) mit Matthias Heep lautet: Chansons von 1500 bis heute. Da gibt´s Thomas Morley, Hans Leo Hassler und einen brasilianischen Hit, der mir von der musikalischen Umsetzung am besten gefallen hat.

Chor der Heinrich-Heine-Uni D´dorf

Danach kehrt wieder die übliche Wechsel-Unruhe ein, ich bleibe aber wieder sitzen. Blöderweise habe ich jetzt einen Sitzriesen vor mir. Unter der Leitung von Prof. Jörg Breiding (Leiter des Knabenchores Hannover) tritt das erst letztes Jahr gegründete Folkwang Vokalensemble mit Kompositionen von Cardoso, Schütz (Selig sind die Toten-traumhaft ), Gesualdo, Reger und Close-Harmony-Arrangements auf. WDR 3 zeichnet das letzte Stück auf, wo Interaktion zwischen den Sängern stattfindet. Interessant, wie sich die Gestik und Mimik im letzten Stück der Akteure mit der Rhytmik mischt. Tolle Stimmen, super Klang.

Folkwang Vokalensemble

Was hierbei fehlt ist das Programm von Haus Fuhr, dort wurden jazzige A-Cappella-Pott-Pourris und Highlights aus Musicals aufgeführt. Ok, das ist jetzt nicht mein Geschmack, aber ich fand trotzdem dass es ein sehr vielseitiges Programm war und man merkte, dass es den Ausführenden und den Zuhörern super gefallen hat. Als nächstes mal ein Bild vom Ausgang des Kammersaals, leider könnt ihr nicht den intensiven Blütenduft vernehmen, der betörend war…

Aufgang zum Kammermusiksaal

Gleich geht´s weiter…..

Um 23.30 Uhr sind wir im Gasometer in Oberhausen, alles ist dunkel, nur langsam gewöhnen sich die Augen an die Dunkelheit. Über uns trohnt etwas bedrohlich der größte Mond auf Erden, einfach unbeschreiblich. Wir begrüßen den „Day of Song“ mit einem Mitternachtskonzert, das den Titel „Spem in Alium“ trägt, wie die gleichnamige 40-stimmige Motette von Thomas Tallis.

Mit der Beleuchtung war es etwas schwierig, daher mal ein Link für bessere Bilder:

http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/SING-DAY-OF-SONG-id3070725.html

Chor und Orchester unter dem Mond

PROGRAMM:

Avo Pärt-Cantus in memory of Benjamin Britten; John Tavener-Syvati für Solocello gemischten Chor und Streicher; Matthias Bonitz (*1951)-OM 3 buddistische Zeremoniengesänge für Solocello, gem. Chor und Streicher; Mimi Scheffer-Synagogalgesang 1+2; Alexej F. Lwow-Nyinjä ssily für Männerchor; Thomas Tallis-Spem in Alium; Avo Pärt– siehe 1; zwischen den Stücken wird ein anonymer gregorianischer Choral vorgetragen, von einem Vokalensemble in Doppelquartettbesetzung.

Der Avo Pärt war fantastisch für den außergewöhnlichen Raum mit seinem zig-fachen Hall geeignet, bei den gesungenen Stücken, ausser den gregorianischen Chorälen, wurde alles durch den Hall ziemlich breiig. Das schmälerte aber das Konzerterlebnis nicht im Geringsten, es war eine Klangwelt, die uns mit ihrer gespenstischen Atmosphäre direkt ins Universum getragen hat. Und schliesslich gab es auch immer noch den stillen Solisten, den riesigen Mond.

Die Sonne

Die Ausstellung „Sternstunden-Wunder des Sonnensystems“ ist weiterhin bis zum 30.12.10 zu sehen

LINK: www.gasometer.de

Nun also 05. Juni 2010: Ich entscheide mich für eine der 600 Veranstaltungen an diesem Wochenende am „Halbach-Hammer“, das Wetter ist super, beste Voraussetzung für diese Outdoor-Veranstaltung. Etwas umständlich zu erreichen, aber der Aufwand hat sich gelohnt, zwischen A40 und A52, Fulerum und der Magarethenhöhe ist eine kleine Oase mit dem Halbach Hammer.

Halbach Hammer

www.ruhrmuseum.de/de/museum/halbachhammer.jsp

Um 14.30 Uhr tritt hier der kath. Kirchenchor Zur Heiligen Familie , der Jugend- und Kinderchor auf. Um das leibliche Wohl ist es schlecht bestellt, ein Mitarbeiter des Ruhrmuseums schenkt mir seine Apfelschorle, das finde ich sehr nett. Und auch sonst ist alles, wie es im Ruhrgebiet sein soll. Die Chormitglieder sind sehr aufgeschlossen, nett und kontaktfreudig.

Am Ruhrmuseum Halbachhammer mit Chor

Das Programm ist eine Mischung aus Volksliedern, die vom Kirchenchor vorgetragen werden und Rockklassikern, die der Jugendchor übernimmt. Highlight ist die Grönemeyer Ruhrhymne, die vom Jugendchor auch teilweise solistisch dargeboten wird. Zum Abschluss wird das Steigerlied mit den 2 derben, letzten Strophen gesungen.

Chöre "zur heiligen Familie"

Es hat wirklich Spaß gemacht, in diesem familiären, persönlichem Rahmen Teil des !SING-Projektes „Day of Song“ zu sein. Der Kesselbach ist noch in der Renaturierungsphase, daher freut euch, dass ihr diesmal den Duft des Baches beim Lesen nicht riecht. Ich wünsche allen Teilnehmern der „Heiligen-Familie-Chöre“heute abend „auf Schalke“ einen unvergesslichen Abend.

Live-Stream auf www.2010LAB.de

Liebe Grüße, Claudia

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In der WDR-Mediathek weiterhin ansehbar „DAY OF SONG“

Link:

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/06/05/wdr-extra-day-of-song.xml

Veltins-Arena Gelsenkirchen „DAY OF SONG“

Link:  http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/06/05/lokalzeit-ruhr-day-of-song.xml

Weitere WDR-Angebote:

http://www.wdr.de/mediathek/html/home/suche.xml

Angefügt von Volker/Admin am 7.6.2010 – 20:50 Uhr

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Die neue Woehl-Orgel St. Michaelis-Kirche Hildesheim


Hallo Orgelfreunde,
heute möchte ich eine weitere gelungene neue Orgel vorstellen wo Raum und Klang sich zu einer vortrefflichen Synthese verbinden.

St. Michaelis Kirche Hildesheim

Ein ganz besonderes Werk der Architekturgeschichte wird 1000 Jahre alt – die St. Michaelis Kirche in Hildesheim. Im Jahr 1010 begann Bischof Bernward von Hildesheim den Bau der romanischen Kirche mit dem einzigartigen Deckengemälde. Seit 1985 gehört das Werk zum UNESCO-Welterbe. Nach fünfjähriger Sanierungszeit präsentiert sich die Kirche in neuer Erscheinung.

Das Deckenbild der Michaelis Kirche

Das Deckenbild der Michaeliskirche ist nach neueren Forschungen zu Beginn des 13. Jahrhunderts entstanden, auf Eichenbretter gemalt, 27,6 X 8,7 m. Es handelt sich um eine Darstellung des „Jesse-Baumes“ (Jesse = Isai ist der Vater Davids, aus dessen Stamm der Messias geboren werden soll) in Verbindung mit den biblischen Stammbäumen Jesu (Mt 1, 1-17 und Lk 3,23-38).  Schon in der Alten Kirche war dieser genealogische Aspekt mit der Vorstellung vom Lebensbaum aus dem Paradies (Gen 3) verbunden worden.

Im Zuge der Sanierung erhielt die St. Michaelis Kirche eine neue Orgel. Den Auftrag dazu erhielt die Orgelbaufimra Gerald Woehl aus Marburg und wurde im Jahr 1999 geweiht.

Gerald Woehl entstammt einer Musikerfamilie in der 3. Generation und gründete in den 1960-er Jahren seine Orgelbaufirma in Marburg. Er erhielt u.a. den Auftrag zum Bau der großen „Bach-Orgel“ für die Thomaskirche zu Leipzig im Jahr 2000.

Die großen Dome und Basiliken der mitteldeutschen Kulturlandschaft von Hildesheim – Braunschweig – Magdeburg – Halberstadt – Halle – Dresden hatten seit dem Mittelalter ihre eigene Musikkultur und damit ihren ganz speziellen Orgeltyp, der sich ganz wesentlich von der norddeutschen Orgel unterscheidet. Die prächtigen Orgeln im Norden hatten mehr die Aufgabe, die großen Räume als „Großinstrumente“ zu beschallen. Ihre Principale und Flöten sind starkwandig, aus Blei und von enormer Tragweite, ihre Mixturen vielchörig und von entsprechender Schärfe, die Zungenstimmen zahlreich und prachtvoll.

Woehl-Orgel (1999) St. Michaelis Hildesheim

Ganz anders die mitteldeutschen Orgeln. Sie hatten mit Chor und Orchester die langen lutherischen Gottesdienste musikalisch konzertant mit auszugestalten. Neben der reinen Orgelmusik galt es die Kantaten zu begleiten und für die kunstvoll vorgetragenen Choralvorspiele die nötigen Klangfarben bereitzustellen. Ihre klanglichen Stärken liegen deshalb neben den farbenreichen Plena mehr im Feinen, Delikaten, im Piano und Mezzofortebereich.

Johann Sebastian Bach folgte in seinen Dispositionsentwürfen dieser mitteldeutschen Linie, legte aber auch besonderen Wert auf klangliche Größe und Gravität, wie er sie an norddeutschen Instrumenten bewunderte. So forderte er auch für kleinere Instrumente immer eine Posaune 32′ im Pedal. Sein Leben lang wünschte er sich eine „recht große und recht schöne Orgel zu seinem ständigen Gebrauch“. Hier setzten die musikalischen Überlegungen für die neue Michaelis-Orgel an: Die feinen, delikaten, vielfarbigen Klänge der mitteldeutschen Orgel stehen bereit, jedoch kommen die von Bach geschätzten großen, gravitätische Stimmen hinzu und solche, die das Instrument auch für die orchestral gedachte symphonische Musik der deutschen und französischen Romantik geeignet machen. Bei der Registerzahl der neuen Michaelis-Orgel ergeben sich daraus ausgesprochen gute Möglichkeiten für das Orgelliteraturspiel und das Improvisieren.

Diesem klanglichen Anspruch wird das Instrument gerecht durch strenge instrumentenbauliche Disziplin (etwa durch Verwendung von handgehobelten Pfeifen, die spezielle Bauweise der Zungenregister, die in der Kirche ausgearbeitet werden, die klassische Pfeifenaufstellung oder die sensible mechanische Spieltraktur), andererseits aber auch durch Inanspruchnahme aller notwendigen künstlerischen Freiräume.
Die äußere Form dieser Orgel ist frei, plastisch gestaltet. Das Instrument steht nicht in der Mittelachse, es ist zur Seite getreten, ohne sich zu verstecken, und möchte von dort aus auf seine Weise in Zwiesprache kommen mit den Engelgestalten gegenüber an der Chorschranke, mit dem so klaren, aber doch unüberblickbaren Kirchenraum und den Hörenden in Gottesdienst, geistlicher Musik und Konzert. 1)

3 Manuale Woehl-Orgel St. Michaelis Hildesheim

Disposition der Woehl-Orgel von 1999 in St. Michaelis, Hildesheim

I. ManualHauptwerk  Principal 16
Bordun 16
Principal 8
Rohrflöte 8
Flûte harmonique 8
Gambe 8
Oktave 4
Spitzflöte 4
Quinte 2 2/3
Oktave 2
Sesquialter 2f.
Cornet 5f.
Großmixtur 5f.
Mixtur 7f.
Fagott 16
Trompete 8
Clarine 4
Tuba 8
II. ManualOberwerk Gambe 16
Principal 8
Salicional 8
Hohlflöte 8
Unda maris 8
Gedackt 8
Prestant 4
Flaute douce 4
Nasard 2 2/3
Oktave 2
Flöte 2
Terz 1 3/5
Flageolet 1
Mixtur 5f
Trompete 8
Krummhorn 8
Tremulant schwach
Cornett 5f
Carillon 3f
III. ManuaISchwellwerk Quintade 16
Diapason 8
Cor de Nuit 8
Flûte traversière 8
Viole de Gambe 8
Voix céleste 8
Flûte octaviante 4
Dulciana 4
Quinte 2 2/3
Octavin 2
Bombarde 16
Trompette harmonique 8
Clairon harmonique 4
Basson Hautbois 8
Voix humaine 8
Klarinette 8
Grand Cornet 7f.
Tremulant stark
PedalGroßbordun 32
Principal 16
Subbass 16
Violon 16
Bordun 16
Oktavbaß 8
Cello 8
Bordun 8
Octave 4
Mixtur
Posaune 32
Posaune 16
Trompete 8
Tuba 8
Clarine 4
Glocken
II-I
I Baß-Oktavkoppel
III-I
III-I Baß-Oktavkoppel
III-II
I Baß-Oktavkoppel
III-I
III-I Baß-Oktavkoppel
I-P
II-P
III-P

1) Textauszüge + Disposition von St. Michaelis Hildesheim

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Die nächsten Orgel-Konzert-Termine in St. Michaelis, Hildesheim:

18. Juni 2010 Orgelkonzert – Lorenzo Ghielmi -> Info
2. Juli 2010 Orgelkonzert – Daniel Roth -> Info
3. September 2010 Orgelkonzert – Olivier Latry -> Info
29. Oktober 2010 ORGELmusik von 8 bis mitterNACHT -> Info

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Ein schönes und sonniges Wochenende wünscht

Volker

J.S. Bach-Stiftung in St. Gallen spielt sämtliche Bach-Kantaten-Werke ein


Durch einen reinen Zufall bin ich im Internet auf die hervorragende Web-Site der

„J. S. Bach-Stiftung“ in St. Gallen-Schweiz

gekommen und möchte einmal dieses tolle J.S. Bach-Projekt vorstellen.

Orchester «Schola Seconda Pratica» und Chor der Bach-Stiftung St.Gallen Schweiz

Es ist ein Kreis von großen Enthusiasten unter der Musikalische Leitung von Rudolf Lutz. In fünfundzwanzig Jahren – seit 2006 – werden sämtliche Bach-Kantaten aufgeführt und in Anderthalb Stunden vor dem Konzert finden für Interessierte Einführungs – Workshops durch den musikalischen Leiter der Gesamtaufführung, Rudolf Lutz, statt. Pro Abend gelangt lediglich eine Kantate, dafür aber zweimal, zur Aufführung. Zwischen den beiden Aufführungen wird eine Reflexion über den jeweiligen Kantaten-Text vermittelt. Danach wird man die Kantate anders hören als zuvor. Das ist ein genialer Weg, J.S. Bach dem Konzert-Besucher näher zu bringen und sollte auch in Deutschland Schule machen.

Aus der Sammlung der Reflexionen entsteht nach und nach eine «J. S. Bach-Kantaten anthologie des 21. Jahrhunderts»* in Buchform.

Buch-Veröffentlichung "Bach-Anthologie 2008" Bach-Stiftung St. Gallen-Schweiz

Die Bach-Kantaten werden außerdem auf DVD veröffentlicht. Meine Bestellung der ersten DVD mit dem Magnificat ging heute online raus und bin ganz gespannt auf der beiliegenden Broschüre zur Werksbeschreibung.

Link zum Online-Bücher-Shop der Bach-Stiftung in St. Gallen:

http://bach.omc.net/shop/index.php?cat=c1_DVD-s.html

Rudolf Lutz Musikalischer Leiter

Rudolf Lutz ist Dozent für Improvisation an der Schola Cantorum Basiliensis. An dieser Hochschule für Historische Aufführungspraxis unterrichtet er zusammen mit zwei Kollegen und zwei Assistenten rund 35 Studentinnen und Studenten der Abteilung Tasteninstrumente. An der Musikhochschule Basel erteilt er das Fach Generalbass und an der Hochschule für Musik und Theater Oratorienkunde. In Konzerten und Workshops ist er ein gefragter Spezialist für historische Improvisations-Praxis. 2006 wurde Rudolf Lutz zum künstlerischen Leiter der J.S. Bach-Stiftung, St.Gallen, berufen. Im Hinblick auf die geplante Gesamtaufführung von Bachs Vokalwerk hat Rudolf Lutz in Zusammenarbeit mit andern Musikern das Orchester «Schola Seconda Pratica» sowie ein ständiges Ensemble von Solisten und Chorsängern aufgebaut.

Auf  YouTube sind Konzertausschnitte von dem Orchester «Schola Seconda Pratica» mit den bereits aufgeführten Bach-Kantaten veröffentlicht worden.

Link: http://www.youtube.com/user/Bachstiftung

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Eine Einführung zum Projekt wurde in 2008 vom DRS gesendet und kann nachstehend aufgerufen werden.

DRS2 aktuell (15.12.08) „Bachs gesamtes Vokalwerk in Trogen“

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Diesbezügliche inhaltliche Angaben von der Web-Site der Bachstiftung St.Gallen:

«Seconda Pratica» bedeutet die «zweite Praxis» und meint die «nachfolgende» Schreibart. Dieser musikologische Fachbegriff bezeichnet jene basszentrierte Musik, welche sich um 1600 in Italien zu profilieren wusste. Bekannteste Beispiele dieser «modernen Art» sind die rezitativischen Teile von Monteverdis Opern. Man spricht deshalb bei der barocken Epoche auch vom Generalbasszeitalter.

Im Gegensatz dazu stand die altbewährte Schreibart, die «Prima Pratica». Diese «erste Praxis» meint die Vokalpolyphonie der verschiedenen niederländischen Schulen von Dufay bis Di Lasso. Es ist eine Musik, deren Stimmen gleichberechtigt nebeneinander stehen. Obschon das Bach’sche Oeuvre das Resultat seiner grossen musikalischen Neugierde für alte und neue Stile ist – es ist bekannt, dass Johann Sebastian Bach sich Zeit seines Lebens mit zeitgenössischen Strömungen wie auch historischen Stilen beschäftigte sind wir der Ansicht, dass seine Kantaten hauptsächlich aus dem Kern des Generalbasses zu verstehen und aufzuführen sind. Deshalb haben wir das Ensemble, das für die J. S. Bach-Stiftung konzertiert, «Schola Seconda Pratica» getauft.

Die Besetzungen für die verschiedenen Kantaten sind variabel. So können die oberen Streicherstimmen solistisch oder auch in der Grösse von 3 ersten und 3 zweiten Violinstimmen und 2 Violastimmen ausgeführt werden. Bach hat in seinen Aufführungen beide Varianten benützt. Die Generalbassgruppe ist mit einem Violoncello, Kontrabass, Cembalo und/oder Orgel das Zentrum der Musik. Die Bläserbesetzung ergibt sich aus den Anforderungen der einzelnen Kantaten. Für den Chor wählten wir eine schlanke Variante mit je drei bis vier Sängerinnen oder Sängern pro Stimme. Zwischen Vokal- und Instrumentalensemble soll eine Gleichberechtigung bestehen. Das modulare Personalkonzept erlaubt uns allerdings, den Chor bei Bedarf deutlich zu erweitern. Der Begriff «Schola» weist darauf hin, dass im Hinblick auf die langjährige Dauer unseres Vorhabens eine historisch orien tierte Orchesterschulung vorgesehen ist.

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Adresse: J. S. Bach-Stiftung
Jacqueline Neuburger, Sekretariat
Postfach 164
9004 St.Gallen-Schweiz

Telefon: 071 242 58 58
E-Mail: info@bachstiftung.ch

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Ein anspruchsvoller Artikel über den Thomaner-Chor Leipzig und seine Nachwuchssorgen


Es ist erfreulich, dass es noch seriöse Zeitungen gibt, die unvoreingenommen einen wirklich gut fundierten Artikel über den „Thomaner Chor“ Leipzig und seine Probleme darstellt.

Thomaner Chor im Alumnat Leipzig

Ich spreche von der Zeitung „DIE ZEIT“

Dieser Beitrag erschien am 3. Mai 2010 und berichtet in dem Artikel:

Entscheidung in der Villa Thomana

über das Problem: »Wir wollen nur die Besten, doch wegen der demografischen Entwicklung haben wir immer weniger Auswahl.«

Thomaner-Alumnat Leipzig

Zum gesamten Artikel über die Thomaner in „DIE ZEIT“ nachstehend.

Link: http://www.zeit.de/2010/18/S-Thomanerchor-Nachwuchs

In letzter Zeit wird in der pädagogischen Diskussion immer wieder betont, dass die Erziehung vor allem durch persönliche und gesellschaftliche Werte geprägt sein muss. Das chorische Zusammenleben der Thomaner erfüllt durch die Heranführung an eine strukturierte Tagesplanung, die lebendige Pflege des reichen musikalischen Erbes und einem sich entwickelnden Verantwortungsgefühl in der Gemeinschaft der Thomaner diesen Anspruch. Das Einhalten der gemeinsam erarbeiteten Hausordnung ist eine wichtige Bedingung für das Gefühl der Zusammengehörigkeit der Sänger unterschiedlichen Alters. Das gemeinsame Musizieren, Erarbeiten und Erleben der Musik schafft dabei eine zusätzliche Bande.

Eindrucksvolle Videos auf YouTube aus dem Jahr 1979 unterstreicht das tägliche Miteinander der Thomaner im Alumnat in Leipzig.

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In 2012 feiert der Thomaner Chor seinen 800. Geburtstag mit umfangreichen Festveranstaltungen.

PDF-Programm von 800 Jahre Thomana

Link zum Programm: http://www.thomana2012.de/800-jahre-thomana.pdf

forum thomanum

Thomaner-Alumnat Leipzig vor der Renovierung

Bis zum Jahr 2012 entsteht in Leipzig das forum thomanum – ein international ausgerichtetes Bildungszentrum bestehend aus einer Kindertagesstätte, einer Grundschule, einer internationalen Jugendmusikakademie und der Lutherkirche. Die Lutherkirche bildet das Zentrum des entstehenden Campus und ist zugleich Gottesdienststätte, Schulaula, Konzert-, Theater- und Aufnahmeraum.

Am 21. März 2012 geben die Thomaner erstmals ein Konzert in der Leipzig-ARENA.

• Die besten Chöre der Welt erweisen Leipzig die Ehre: Kings College Choir (Cambridge), St. Thomas Boys Choir (New York), Wiener Sängerknaben, Regensburger Domspatzen…..

Im September 2012 will die Thomasschule eine eigene Festwoche feiern und einen Monat später dann die Thomaskirche.

Link zum 800. Jubiläum:  http://www.thomana2012.de/

Link: Historie Thomaner:  http://www.forum-thomanum.de/geschichte.html

Jung-Instrumentalisten begeisterten mit einem Vivaldi-Bach-Programm in Detmold


Martin-Luther-Kirche Detmold


Im Rahmen des Orgelfrühlings 2010 fand in der Matin-Luther-Kirche in Detmold ein vielfältiges Vivaldi-Bach-Programm statt. Ausführende:

Jung-Instrumentalisten von der

Hochschule für Musik Detmold.

Ensemble:

Miriam Barduhn, Julia Parusch, Cordula Haupts (Violinen) Alisa Smith (Viola) Sebastian Escobar (Violincello) Christian Rahöft (Kontrabaß), Organistation: Alexander Toepper.

1. Geige (Konzertmeisterin): Miriam Schmaderer,

Orgel: Christina Raschdorf, Carlo Maria Barile, Alexander Toepper, Jan Croonenbroeck

Harfe: Hanna Rabe, Fagott: Constantin Gerstein.

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Programm: Vivaldi-Bach / zur Vergrößerung reinklicken!

Nach unserer Anfahrt in das Fürstentum Lippe mit seiner schönen Residenzstadt Detmold betraten wir wohlgestimmt die Martin-Luther-Kirche. Was würde uns dort für ein Vivaldi-Bach-Programm geboten, die Ankündigung versprach Großartiges und wurden nicht enttäuscht. Beim Betreten der Kirche waren wir mehr als überrascht, der Zuspruch war immens, die Plätze im Kirchenschiff voll belegt schritten wir gezielt nach vorne und erreichten noch zwei freie Plätze in der zweiten Kirchenbank. Hier hatten wir einen herrlichen Überblick auf das Geschehen und erlebten eine tolle Akustik, da sich alles im Altarraum abspielte und die Entfernung zu den Aufführenden sich als Ideal erwies.

Streichergruppe HfM Detmold im Vordergrund rechts: 1.Violine Miriam Schmaderer

DieProtagonisten betraten den Altarraum und ich traute meinen Augen nicht, ist es ein Jugend-Orchester an diesem Abend, schwer verfehlt, es sind Studierende von der HfM Detmold im blühenden Alter um das 21. Lebensjahr und was dann von ihnen geboten wurde, war mehr als begeisternd. Die 1. Violine mit der großartigen Miriam Schmaderer besetzt, begann mit  dem Violin-Konzert D-Moll; RV 541 für Orgel, Violine und Streicher von Antonio Vivaldi. Am Orgelpositiv die Organistin Christina Raschdorf, erklang eine homogene Klanggemeinschaft, die ein prächtiges Vivaldi-Werk mustergültig vortrugen, es ist eben die Barockzeit, die mich immer erschauern lasst wenn Instrumentalisten so genial die Musik zu Gehör bringen und das vollbrachte die Jung-Garde aus Detmold mit Bravour.

Einleitende Worte von den Studenten zur kommenden Werkswiedergabe im Hintergrund das Orgelpositiv, von links im Bild: Organist/in: Jan Croonenbroeck und Christina Raschdorf

Toll fanden wir die erklärenden und einleitenden Worte der Studenten zum folgenden Werk und die Vorstellung der einzelnen Instrumente wie: Violine, Harfe, Orgel und das Fagott.

Zur Barockzeit gab es noch nicht die heute benutzte Harfe und wurde von Vivaldi dann als eine Komposition für die Laute geschrieben. Dieses Vivaldi-Werk für Laute: RV 93 in D-Dur – wurde in einer Bearbeitung für Harfe vorgetragen und entpuppte sich als ein wahrer Volltreffer.

Instrumentalgruppe der HfM Detmold - rechts im Bild Hanna Rabe (Harfe)

Das war Musik für das seelische Gleichgewicht. Die Instrumental-Gruppe mit der Harfe zelebrierten Traum-Musik die uns unter die Haut ging..!! Viel zu selten ist die Harfe in Konzerten anzutreffen, sie erzeugt überirdische Musik und genau das traf an diesem Abend zu und konnte uns vollends beglücken. Ein herzliches Danke an die Studentenschaft, die dieses Werk uns so vollendet vorgetragen haben.

Bewundernswertes Können von - Hanna Rabe - Harfe

Eine Hörprobe von Vivaldi aus dem Lautenwerk RV 93 leider nur mit Laute, mit der Harfe klingt es überirdisch schöner – nachstehend

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Vorsichtshalber noch der Link zur Hörprobe zum herunterladen:

Vivaldi Konzert für Laute RV 93 Satz 2 Largo

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Die neue Paschen-Orgel von 2009 mit dem BWV 593 Organist: Jan Croonenbroeck

Aus diesem vielseitigen Programm möchte ich das Orgelwerk von J.S. Bach herausgreifen. J.S. Bach verarbeitete das Violin-Konzert für 2 Violinen und BC von Vivaldi: A-Moll op. 3 Nr.8, RV 522 in ein Orgel-Solo, BWV 593.

Der Jung-Organist Jan Croonenbroeck, (Jahrgang 1988) war ein vortrefflicher Interpret für traumhafte Orgelmusik von J.S. Bach. Was er an Registrierung und Interpretation uns zu Gehör brachte, war vom Allerfeinsten. Die Jubelarien auf diesen Nachwuchs-Organisten konnten wir dementsprechend nachvollziehen. Was er an der neuen Paschen-Orgel, erbaut in 2009 – hervorbrachte war mehr als berührend, nun war ich eins mit der von mir so heftig kritisierten neuen Orgel und konnte mich ganz dem Kunstgenuss hingeben. Die Luther-Kirche besitzt ein vortreffliches Instrument mit der Paschen-Orgel und das konnte Jan Croonenbroeck dank seines Spiels entsprechend  unter Beweis stellen und uns mit einem weiteren Highlight tief beeindrucken.

Hörprobe: Orgelkonzert J.S. Bach BWV 593 von YouTube nachstehend:

Das Vivaldi-Konzert C-Dur, RV 554 für Orgel, Violine, Fagott und Streicher, vorgetragen von „Constantin Gerstein“ – Fagott, war der besondere Höhepunkt als Schlussbeitrag. Diese Stimmigkeit durch Orgel – Streicher und dem Fagott war ein Leckerbissen, besser können es die Profis nicht – im Gegenteil, hier wurde die Frische und Freude am Musizieren besonders auffällig, ihre Begeisterung übertrug sich automatisch auf die Besucher und entrückte uns vollständig aus dem Alltag.

In Kurzfassung der bisherige Werdegang der Instrumentalisten HfM Detmold - zur größeren Ansicht ins Bild klicken..!!

Die Gegenüberstellung der Kompositionen von: Antonio Vivaldi (1648-1741) und Johann Sebastian Bach (1685-1750) gelang den Studierenden der HfM Detmold vollends, mit Begeisterung und Hingabe vermittelten sie uns die großartigen Barockwerke dieser zwei Ausnahme-Komponisten. Es war ein faszinierender Konzertabend von den heranwachsenden Nachwuchs-Künstlern, was für ein hohes technisches und musikalisches Potential sie besitzen hat uns alle sehr erfreut. Bewundernswert, mit welcher Freude und Hingabe sie dieses Programm persönlich mit Leben füllten und ihr Können in den Dienst der Musik stellten, persönliche Eitelkeiten kamen erst gar nicht auf, es war eine Musiziergemeinschaft, die alle in den Bann zog.

Instrumentalgruppe HfM Detmold rechts im Bild: Constantion Gerstein - Fagott - mit dem Vivaldi-Konzert C-Dur RV 554

Die voll besetzte Luther-Kirche dankte ihnen für diesen herrlichen Konzertabend mit einem lang anhaltendem und wohlverdienten Applaus, worüber sich die Aufführenden mehr als gefreut haben, die Anspannung fiel aus ihren Gesichtern und strahlten uns mit ihren jugendlichen Gesichtern an das uns sehr berührte. Wir traten mehr als erfüllt den Heimweg an und haben die Gewissheit, oooooh, was besitzen wir für einen hervorragenden Nachwuchs, das sollte man weiterhin pflegen und fördern und wo immer es geht, ihre Auftritte durch einen Besuch als Anerkennung so entsprechend zum Ausdruck bringen und sie ermutigen, den so beschrittenen Weg unbeirrt weiter zu verfolgen, dann werden sie ihr persönlich gestecktes Ziel in ihrer Musik-Laufbahn auch erfolgreich erreichen..!!

Gruß

Volker

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„Ein Lieblingsjünger der Musik“ Karl Richter in München


Für uns Ältere war Karl Richter der Bach-Interpret schlechthin.

Dirigent und Bach-Interpret: Karl Richter

Karl Richter kam im Jahr 1951 als Thomas-Organist von der Thomaskirche in Leipzig in das katholische München und eroberte mit seinen spektakulären Bach-Aufführungen nicht nur das Münchener Publikum sondern war in den 60er bis 70er Jahren der ungekrönte Meister-Interpret für die barocke Wiedergabe der alten Meister.

Anerkennung fand er im In- und Ausland für seine Interpretationen und gründete den Münchener Bach-Chor und sein Münchener-Bach-Orchester.

Programm: Thomaskirche in Leipzig - Thomas-Organist Karl Richter in 1950

Als ein begnadeter Orgelspieler und bekennender Bach-Interpret waren seine Aufführungen mehr als spektakulär und beglückten ein dankbares Publikum. Seine Orgelabenden in der Markus-Kirche München waren Kult.

Bach-Interpret an der Orgel: Karl Richter

Seit seinem plötzlichen Tod am 15.2.1981 im Alter von nur 54 Jahren, entstand eine große Lücke in der Bach-Tradition und konnte nur schwer geschlossen werden. Der beginnenden historischen Aufführungs-Praxis fand in ihn keinen Befürworter und pflegte die „Mitteldeutsche Sächsische-Bach-Tradition“ weiterhin.

Ein nennenswerter Artikel über Karl Richter ist in der Zeitschrift „Crescendo“ erschienen und füge den Artikel als PDF bei.

PDF-Artikel: Crescendo-Blog-Karl Richter

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Wer gezielt weitere Informationen über Karl Richter in Erfahrung bringen möchte, dem empfehle ich folgende Blog-Seite.

Link: http://karlrichtermunich.blogspot.com/

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Videos über Karl Richter – eine  Trilogie – Zeitzeugen berichten…!!

Videos von Karl Richter auf  YouTube:

http://www.youtube.com/watch?v=fugN11srdG0

http://www.youtube.com/watch?v=pqdauo-kqJI

http://www.youtube.com/watch?v=2GaS1rwSQ-c

http://www.youtube.com/watch?v=Lggf6nRcM3U

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Nostalgischen Passions-Einspielungen ( 10 CDs für 20,99 € ) als Cassette bei Amazon können über meine Partnerseite bestellt werden. Hervorragende Gesangs-Solisten während der Richter-Ära sind zu genießen und sind für Nostalgie-Kenner ein Genuss der Einmaligkeit und das zu einem Spitzenpreis..!!

Link:  – h i e r  – klicken..!!

Grüsse

Volker

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Orgelmusik zur Passionszeit in der Nicolaikirche Bielefeld


Hallo Orgelfreunde,

Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

das Ev. Stadtkantorat Bielefeld lud zu einer Orgelmusik in die Ev. Altstädter Nicolaikirche ein. Als Organist wurde der in Bielefeld bekannte Br. Andreas Warler – Organist an der Basilika des Klosters Eteinfeld / Eifel- eingeladen mit Orgelwerken aus der Barock- und Klassikzeit.

Grosse Beckerath-Orgel Nicolaikirche Bielefeld

Programm Altstädter Orgelmusik

Es war ein fantastisch ausgewogenes Orgelprogramm dass der Basilika-Organist aus der Eifel zusammengestellt hatte, alle Nuancen wurden durch die großartige Beckeradt-Orgel zum Tragen gebracht und der Besucher wurde durch eine Stunde Orgelmusik aufs vortrefflichste beglückt. Für die Frühabendzeit war die Besucherschar erfreulich hoch, denn wie oft habe ich schon andere Besucherzahlen erlebt, wo die Reihen nur spärlich besetzt waren.

© Organist Br. Andreas Warler

Für den frühen norddeutschen Barock in Franz Tunders Choralfantasie „In dich hab ich gehoffet“ bedeutete das, ein mannigfaltiges Spiel mit Impulsen, Motivsplittern und Echo- Schattierungen musikalisch zu pointieren und klanglich zu verschmelzen. In Bachs „Zehn Gebote“-Choral BWV 678 aus der „Orgelmesse“ gab er der Fünfstimmigkeit eine aus Kanonstrenge und Klangsinnlichkeit gespeiste katechetische Kraft. Präludium und Fuge c-Moll BWV 546 erklangen in durchdachter großformatiger Disposition.

Johann Christian Heinrich Rincks, Bach-Enkelschüler und Klassiker der Orgelpädagogik, Variationen über ein Thema von Corelli op. 56 (1820) wurden dagegen in brillanter Spielfreude und Registervielfalt ausgekostet. Folgten von César Franck, dem bei uns meistgespielten großen „Orgelfranzose“ aus der Wallonie, zwei Einzel-Piècen: Mit dem ungewöhnlichen Griff zu einer nicht gedruckten Frühfassung der dreiteiligen C-Dur-Fantasie op. 16 zeigte Andreas Warler den Komponisten in kongenialer romantischer Form. +)

Zum Abschluss gab es dass von mir so mit Spannung erwartete Highligth für die Passions-Zeit: J.S. Bach, BWV 244  aus der Matthäus-Passion mit dem Schluss-Choral: „Wir setzen uns mit Tränen nieder“ niedergeschrieben als „Bachs Memento“ (1925) vom Orgelsinfoniker Charles-Marie Widor (1844-1937) – ein bekennender Bachfreund und Bewunderer. Hier war der Eifel-Organist „Andreas Warler“ der perfekte Orgel-Interpret für diese fantastische Orgel-Sinfonie. Gespannte Ruhe war allseits zu verspüren und wurden zu einer wahren Sternstunde des Orgelabends, Bach lebte in mir auf mit seinem fantastischen Schlusschoral. Das war wieder der berührende Moment, wo das Herz lautstark klopfte und man vom Alltag entrückt wurde in eine andere Welt…!!

Nachstehend ein Video-Clip mit dem Schluss-Satz aus dem BWV 244: Matthäus-Passion von J.S. Bach, umgearbeitet für Orgel „Bachs Memento“ (1925) von Charles-Marie Widor  – „Wir setzen uns mit Tränen nieder.“ Ich finde die Aufnahme zwar großartig gespielt und liebe sie über alles, aber die immense Halligkeit und Lautstärke bewirkt nicht die Innigkeit der Wiedergabe wie durch den Eifel-Organisten Andreas Warler an diesem Abend in der Nicolaikirche, der traumhaft die Registrierung und Interpretation vorführte und mich innerlich erschauern liess. Von dieser Wiedergabe war ich total benommen und berührt und das am Vorabend des Geburtstages von J.S. Bach, Herz was willst du mehr…!!

Fehler
Dieses Video existiert nicht

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Hier der Link zur Homepage von Br. Andreas Warler..!!

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Ein Kantaten-Gottesdienst-Hinweis für OWL zu Ostern:

Für Oster-Montag, 5. April 2010 um 10:30 Uhr, ist in der Ev. Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld ein Kantaten-Gottesdienst zu erleben, es wird von J.S. Bach die Kantate, BWV 145 „Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen“ – aufgeführt.

Ausführende: Melanie Kreuter, Sopran; Marc Heines, Tenor; Torben Jürgens, Bass; Camarata St. Mariae;

Leitung: Ruth M. Seiler

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Herzliche Orgel-Grüße
Volker

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+) Textauszug: NW

Ein gelungener Bach-Abend im Königsberger Dom


Hallo Bach und Orgelfreunde,

es war wieder einmal ein gelungenes Bach-Konzert, dass im Königsberger Dom (Kaliningrad) – vom MDR-Symphonieorchester am 23.1.2010 veranstaltet wurde. In der Sendung vom MDR am Sonntag konnte u.a. die in 2008 neu erbaute große Schuke-Orgel“ im Königsberger Dom bewundert werden.

Teilauszüge von dem Bach-Konzert im Königsberger Dom können nachstehend angesehen werden.

Bach-Konzert aus dem Königsberger Dom am 23.1.2010

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Video: J.S. Bach BWV 1068 Orchestersuite Nr 3 D-Dur Satz: Ouvertüre und Satz: Air

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Der Dom erhielt zwei neue vom Potsdamer Orgelbauer Schuke erbaute Orgeln, eine Chor- und eine Hauptorgel. Ein richtiges Prachtstück ist die Domorgel, ein Werk der international renommierten deutschen Orgelbaufirma Schuke. Seit ihrer Weihe im Januar 2008 gehört sie zu den großen Sehenswürdigkeiten Kaliningrads. Ein Instrument, verziert mit der Figur eines Phönix – dem Symbol für das Wiederauferstehen aus der Asche. Äußerlich ist die Orgel dem barocken Original von Josua Mosengel nachempfunden. Innen sind Haupt- und Chororgel ein High-Tech-Paket auf der Höhe moderner Orgelbaukunst, gebaut nach dem Vorbild der hochmodernen Erfurter Domorgel.

Die Kaliningrader Orgel ist mit 122 Registern und 8.500 Orgelpfeifen die größte des Landes. „Wer in Russland bedeutende Orgelwerke hören will, der muss nach Kaliningrad.“ Denn diese Klangfülle, bestätigt Orgelbauer Vincent Schaper, gebe es definitiv sonst nirgends. Von der Planung bis zur Weihe war der 40-Jährige dabei. Und obwohl er schon viele Orgeln gebaut hat, sei dieser Auftrag ein ganz besonderer gewesen. Auch, weil ihn Elan und Improvisationstalent von Domdirektor Odinzow beeindruckt hätten: „Ohne ihn gäbe es wahrscheinlich weder Dom noch Orgel.“ Aber er habe auch gespürt, dass das Hand-in-Hand-Arbeiten an diesem symbolträchtigen Bau und die teils sehr emotionalen Gespräche zwischen Deutschen und Russen nicht selbstverständlich seien. (1)

Die neue Schuke-Haupt-Orgel im Königsberger Dom

Programm:

Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 3 D-Dur, daraus: Ouvertüre und Air

Johann Sebastian Bach: Orgel Präludium und Fuge C-Dur BWV 547

Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge d-Moll (bearbeitet für Orchester von Leopold Stokowski)

Camille Saint-Saëns: Sinfonie Nr. 3 c-Moll „Orgelsinfonie“ (dieser Programmpunkt wurde nicht vom MDR übertragen)

Mitwirkende:

MDR SINFONIEORCHESTER
Jun Märkl, Dirigent
Artjom Chatschaturow, Orgel

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Der junge Dom-Organist „Artjom Chatschaturow“ spielte an der großen Schuke-Orgel das Orgelwerk von J.S. Bach, BWV 547 Toccata und Fuge in C-Dur.

Video-YouTube: J.S. Bach „Präludium und Fuge C-Dur“ BWV 547

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Grüße

Volker

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(1) Textauszüge des MDR

Im Interview- Anne Sophie Mutter – An manchen Abenden ist das Publikum für mich eine größere Herausforderung


Hallo,

ein sechsseitiges Interview mit der Violonistin „Anne-Sophie Mutter“ ist in „DIE ZEIT“ nachzulesen, es ist sehr interessant gehalten und beleuchtet u.a. die Problematik des Künstlers mit seinem Publikum im Konzert und persönliche Unzulänglichkeiten und persönliches aus ihrem Leben.

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Link „DIE ZEIT“ http://www.zeit.de/2009/53/Anne-Sophie-Mutter?page=3

Ihre persönliche Homepage (mit Hörproben von JS Bach Violinkonzerte BWV 1041 + 1042)

Link: http://www.anne-sophie-mutter.de/md_index.php

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Folgende Fernsehsendung über Anne-Sophie Mutter gibt es in Kürze:

am 24.01.2010
12:00 Uhr: HR

Anne-Sophie Mutter in Deutschland, deine Künstler

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Grüße

Volker

YouTube – Sir Gardiner Herderkirche Weimar J.S.Bach Weihnachtsoratorium – 10 Jahre SDG


Hallo Bachfreunde!

BWV 248 WO Herderkirche in Weimar Dez. 1999

Auf YouTube sind   neunzehn – n e u e  Videos von Sir J.E. Gardiner veröffentlicht worden mit dem Weihnachtsoratorium, BWV 248 – von Johann Sebastian Bach. Die Aufnahmen sind in der Herderkirche Weimar am 23.12.1999  und am 27.12.1999 – zum Start der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ – aufgenommen worden. Es singt der Monteverdi Choir und es spielt das Barockorchester auf historischen Instrumenten: „The Engish Baroque Soloists“.

Link zu YouTube unterhalb der folgenden Textzeile:

Sir Gardiner-EBS-Monteverdi Choir Dezember 1999 mit dem Weihnachtsoratorium  in der Herderkirche Weimar:

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Link zum Gardiner-Video BWV 248 WO in der Herderkirche Weimar:

http://www.youtube.com/view_play_list?p=891E1FE87369A7E4&feature=bf-title

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Es ist ein 10-jähriges – SDG-Gardiner – J u b i l ä u m , am 23.12.1999 begann der Start der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ ob jemand daran gedacht hat, dass es mittlerweile zehn Jahre her ist dass dieses Bach-Großprojekt gestartet wurde, freuen wir uns auf die letzten SDG-Veröffentlichungen in 2010 – dann wird leider alles vorbei sein…!!

Grüße

Volker

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Neujahrskonzert 2010 – Sir Gardiner im Teatro La Fenice in Venedig


Hallo,

ich hoffe, dass ihr alle gut ins neue Jahr 2010 gekommen seid. Der erste Beitrag wird von Sir Gardiner und seinem Dirigat des Neujahrskonzertes 2010 aus Venedig beinhalten.

Neujahrskonzert 2010 Theater La Fenice in Venedig - Sir Gardiner

Das war nach meiner Rückkehr aus dem Kurzurlaub die richtige Einstimmung auf das neue Jahr 2010. Sir J.E. Gardiner als Leiter und Dirigent des Neujahrskonzertes aus dem „Teatro La Fenice Venedig“ am 1.1.2010 auf ARTE ansehbar  – war ein genialer Leiter und brachte mit Schwung und Begeisterung das Konzert über die Runden. Das begeisterte Publikum forderte frenetisch eine Zugabe, die dann mit Verdis „LA TRAVIATA“ einen krönenden Abschluss fand.

Ein kleiner YouTube-Ausschnitt aus dem „Teatro La Fenice Venedig“ ist beigefügt. Wer das Konzert nicht gesehen hat, kann mit dem Filmchen in etwa das schöne „Teatro La Fenice“ bewundern und die Konzert-Atmosphäre nachempfinden und einen jugendlichen – springenden Gardiner am Ende bestaunen.

Viel Spaß..!!

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Die DVD vom Neujahrs-Konzert 2010 mit Sir Gardiner aus Venedig ist bei j p c  zu erhalten..!!

Link: http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Neujahrskonzert-2010-Teatro-la-Fenice-mit-John-E-Gardiner/hnum/1119163/iampartner/K84

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Herzliche Neujahrsgrüße

Volker

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ZDF-Theaterkanal – Adventliche Festmusik aus Dresden mit Elina Garanca von 2008


Hallo,

für alle Freunde der Adventlichen Festmusik aus der Frauenkirche Dresden“, gibt es mehrere Wiederholungen auf dem  Fernsehkanal: ZDF-Theaterkanal aus November 2008 – mit Elina Garanca (Mezzosopran) und Jonas Kaufmann (Tenor) zu bewundern.

Elina Garanca-Mezzosopran

Foto: Elina Garanca (Mezzosopran)

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Video von Elina Garanca Advents-Konzert in der Frauenkirche Dresden aus November 2008 nachstehend:

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Hier die Termine der Wiederholungen von November 2008:

Adventliche Festmusik in der Frauenkirche Dresden


ZDF-Theaterkanal: „Galakonzert in der Frauenkirche“

von November 2008

Blick in die Tiefe der Frauenkirche Dresden


Die Sendetermine vom „ZDF-Theaterkanal“

Montag, 14.12.2009 / ab 13:59  bis 15:05 Uhr

Mittwoch, 16.12.2009 / 08:59 bis 10:05 Uhr

Samstag, 19.12.2009 / 13:59 bis 15:05 Uhr

Donnerstag, 24.12.2009 / 13:59 bis 15:05 Uhr

Montag, 28.12.2009 / 08:59 bis 10:05 Uhr

Dienstag, 29.12.2009 / 13:59 bis 15:05 Uhr

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Es ist immer eine sehenswerte Sendung des ZDF, die in jedem Jahr zum 1. Advent in Verbindung mit der Stiftung Frauenkirche Dresden – veranstaltet wird. Hochkarätige Künstler sind dort zu bewundern. In 2008 waren zu Gast die Mezzo-Sopranistin:  Elina Garanca, Anja Harteros; Sopran Tenor: Jonas Kaufmann und Bass-Bariton: Markus Marquardt unter der Leitung von Christoph Eschenbach, Chor der Sächsischen Staatsoper Dresden und Staatskapelle Dresden. Die Seh- und Tonqualität ist fantastisch.

Seh- und Hörprobe vom BWV 243 „Magnificat“ nachstehend:

 

 

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Ein Spendenkonto für die Arbeit der Stiftung Frauenkirche Dresden steht zur Verfügung:

Dresdner Bank,            Konto: 04 594 885 00

Bankleitzahl: 850 800 00
Bank: Dresdner Bank Dresden
Begünstigter: Stiftung Frauenkirche Dresden

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Grüße

Volker

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YouTube – Sir J.E. Gardiner BWV 248 Proben zum Weihnachtsoratorium in Sachsen-Thüringen


Hallo Bachfreunde,

für alle, die eine DVD von der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 mit der Dokumentation: BWV 248 Weihnachtsoratorium „Jauchzet frohlocket“ mit Sir J.E. Gardiner nicht besitzen, sind die ersten 6 Videos dazu bei YouTube abrufbar.

Zu meiner gesamten Playlist bei YouTube nachstehenden Link anklicken:

Link: http://www.youtube.com/view_play_list?p=891E1FE87369A7E4

Viel Spaß und Gruß

Volker

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Jazzig bis rockig – aber einen gut gelaunten Bach – erleben die Besucher das Weihnachtsoratorium und die King’s Singers in Oeynhausen


Hallo,

das gefragteste Vokalensemble der Welt – King’s Singers – und eine der besten Bigbands – das vom WDRKöln – gestalteten in der Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen am 29.11.2009 – zusammen ein fetziges und rockiges vorweihnachtliches Konzertprogramm, in dessen Mittelpunkt das BWV 248 „Weihnachtsoratorium“ von J. S. Bach stand.

Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen

Foto: Die Erlöserkirche in Bad Oeynhausen entwickelte sich zum Bach-Jazz-Zentrum…

Sonntag, 29. November 2009, 17.00 Uhr Bad Oeynhausen, Auferstehungskirche

Jazziges Plakat Konzertankündigung WO in Bad Oeynhausen

Ausführende:

The King’s Singers:

David Hurley, Countertenor – Timothy Wayne-Wright, Countertenor – Paul Phoenix, Tenor – Philip Lawson, Bariton – Christopher Gabbitas, Bariton – Stephen Connolly, Bass – Arrangement: Bill Dobbins.

WDR-Bigband, Köln

Leitung: Bill Dobbins

Johann Sebastian Bach

Programm: Auszüge aus dem Weihnachtsoratorium

I. Teil

1.   Jauchzet, frohlocket!  2.  Es begab sich aber zu der Zeit  3.  Bereite dich, Zion  4. Und siegebar  5.  Ach, mein herzliebes Jesulein! 6.  Und es waren Hirten 7. Und der Engel sprach 8. FroheHirten,eilt 9. Und das habt zum Zeichen 10. Schlafe, mein Liebster 11. Und da der Engel 12. Lasset uns nun gehen gen Bethlehem 13. Und sie kamen eilend 14. Schließe, mein Herz, dies selige Wunder 15. Und die Hirten kehrten wieder um 16. Seid froh dieweil 17. Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen

II. Teil

1.  Fallt mit Danken, fallt mit Loben 2.  Und da acht Tage um waren 3. Wohlan! Dein Name 4. Ich will nur dir zu Ehren leben 5. Da Jesus geboren war 6.  Wo ist der neugeborne König der Juden? 7.  Dein Glanz all’ Finsternis verzehrt 8.Erleucht’ auch meine finstre Sinnen 9.  Da das der König Herodes hörte  10. Warum wollt ihr erschrecken? 11. Und ließ versammeln alle Hohenpriester 12. Da berief Herodes die Weisen heimlich 13. Du Falscher, suche nur den Herrn zu fällen 14. Nur ein Wink von seinen Händen 15. Als sie nun den König gehöret hatten 16. Und Gott befahl ihnen im Traum 17. So geht! Genug, mein Schatz geht nicht von hier 18. Was will der Hölle Schrecken nun 19. Nun seid ihr wohl gerochen

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Jazziger Rock-Zulauf in Oeynhausen WO Bach

„Der Klangstrom eines Johann Sebastian Bach inspiriert viele und fordert immer wieder neu heraus. Auch „Bill Dobbins“ entdeckt für sich Bach immer wieder neu und anders“.

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Mischpult-Kabel über Kabel Bach WO in Oeynhausen

Was für ein überragender Zulauf für dieses Jazz-Latin-Gospel-Konzert, Bach ist in seiner musikalischen Ausdrucksform für Jazz-Spezialisten eine Fundgrube ersten Ranges. Ein überragender und bekennender Bach-Bewunderer in der Person des englischen Hochschulprofessors – Dirigenten und Jazz-Komponisten „Bill Dobbins“ nahm sich das Weihnachtsoratorium als Grundlage, um daraus ein eigenes Arrangement zu entwickeln.

Arrangement WO-Bach und Leiter:Bill Dobbins

Bill Dobbins hat Chorsätze, Arien und Choräle ausgewählt, welche die musikalische Vielfalt repräsentieren und den Einfallsreichtum der sechs Kantaten widerspiegeln. Hinzugenommen hat er Rezitative des Evangelisten, der die Weihnachtsgeschichte vermittelt. Dann hat er den musikalischen Kontext und den dramatischen Charakter des Originals in zeitgemäße Idiome des amerikanischen Jazz und der Latin Musik übertragen.

Jazz-Fest-WO-Bach: Bühnen-Kabel-Salat wo man hinschaut...!

Die einzelnen Stücke des ersten Teils stammen aus den ersten drei Kantaten, während die Titel des zweiten Teils in den letzten drei Kantaten enthalten sind. Der Choral „Seid froh dieweil“ des ersten Teils sowie der Choral „Dein Glanz all Finsternis verzehrt – im zweiten Teil sind exklusiv für die „King’s Singers“ arrangiert. Des weiteren wurden weitere Passagen „Solo“ ohne oder kleiner Begleitung – gesungen. Es gibt Momente im Programm, in denen die Big Band auf gewohnte Weise braust und tost, aber auch solche, in denen Holzbläser und Flügelhörner einen zurückhaltenderen und subtileren Orchestersound schaffen.

Wenn der erste Schock der Trommel-Eröffnung von „Jauchzet frolocket“ verklungen ist, findet sich ein Bach-Klassik-Freund in dieser andersartig gelagerten Musikwelt sich nicht unbedingt sofort zurecht, dass ist Jazz-Rock-Latin-Music und Gospel in einem vereint und hat mit der Urform einer Barockwiedergabe nichts mehr gemein. Meines Erachtens ist hier mehr der Spaß an dem Dargebotenen zu sehen, die Gesichter der Besucher spiegeln das wieder, wie sie diese neue Version eines alten WO-Favoriten hören, starren mit weit geöffneten Augen auf das Geschehen  und lächeln süffisant sich gegenseitig aufmunternd zu – die Verwirrung artet zum Schluss zu einem breiten Lächeln der Anerkennung aus.

Verkehrte Besucherwelt ein Jazzfreund findet nicht die Richtung?

Foto: Verkehrte Besucherwelt ein Jazzfreund findet nicht die Richtung zur Bühne?

Das Publikum war begeistert, mitten in der Aufführung waren spontan zu vernehmen: die Anerkennungs-Pfiffe – Bravorufe und das Wiegen der Ober- und Unterkörper der Besucher im jazzigen Takt – nach jedem Satz wurde frenetisch gejubelt und applaudiert – wann gibt es so etwas, der geistliche Inhalt geriet zu einem Nebeneffekt aber der Jazzfreund war hingerissen von dieser exzellenten Wiedergabe. Was hätte J.S. Bach wohl zu diesem Spektakel ausgesagt, ist es doch sein sakrales Top-Werk zu Weihnachten……?!!

King's Singers von links: David Hurley; Countertenor, Timothy Wayne-Wright; Countertenor, Paul Phoenix; Tenor, Philip Lawson; Bariton, Christopher Gabbitas; Bariton, Stephen Connolly; Bass.

Foto: King’s Singers von links: David Hurley; Countertenor, Timothy Wayne-Wright; Countertenor,                       Paul Phoenix; Tenor, Philip Lawson; Bariton, Christopher Gabbitas; Bariton, Stephen Connolly; Bass.

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Dass die King’s Singers alle Register ihrer Vorführungskunst ziehen können, ist allen hinreichend bekannt. Neben der zu erwartenden makellosen Intonation und nuancenreichen Textgestaltung fasziniert vor allem das unglaubliche harmonische Fingerspitzengefühl, mit dem die Textur des Weihnachtsoratoriums so exzellent herausgearbeitet wird. Sie sind weniger als eine Ansammlung von sechs Sängern zu verstehen, sondern als ein unglaublich farbenreiches Instrument. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle die exzellente gesangliche Bravour-Leistung des Evangelisten: „David Hurley“  das war eine Prämisse im Gesang der feinsten Art, sein Volumen brachte mich zum Erstaunen – mühelos schwebte er in den gesanglichen Höhen und übertönte noch die Holzbläser und Hornisten und das soll schon was heissen als Counter diese Noten-Höhen im Ansatz mühelos zu erreichen, das ist diese unnachahmliche Klasse der King’s Singers. Es gab keinen künstlerischen Abfall, fantastisch die Choralwiedergaben „Seid froh dieweil“ und „Dein Glanz all Finsternis verzehrt“, hier war Bach persönlich spürbar und hätte seine Freude an diesem filigranen Vortrag gehabt. Das Begleitspiel der Holzbläser und Posaunen von der WDR-Bigband gelang beeindruckend und gelangte zu einem Wiedergabe-Höhepunkt.

King's Singers in Bad Oeynhausen WO-Bach

King's Singers in Bad Oeynhausen WO-Bach BWV 248

Die Jazz-Rock-Latino-Gospel-Freunde haben einen Abend der Superlative erleben könne., Etwas ratlos und Verwirrt bleibt der  Bach-Freund als Kenner der Barockzeit zurück, was war das, bricht ein neuer Zeitgeist an, wo bleibt meine zu bewundernde barocke Klangvielfalt muss ich in Zukunft mir das Getöse anhören, wo bleibt die feierliche und geistvolle Wiedergabe des Prachtwerkes eines Weihnachtsoratoriums?

WDR-Big Band im WO-Bach in Bad Oeynhausen

Ich meine, wer das WO in der Jazz-Rock-Latino-Gospel-Form mag, sollte sich dieses Klang-Jazz-Spektakel nicht entgehen lassen. Ich als bekennender Barockfreund und Liebhaber der Bach-Oratorien ziehe die Urform absolut vor, da werde ich angesprochen und bekomme meinen Seelenfrieden den ich in dieser Jazz-Rock-Form nicht finden kann. Mir kam es oft so vor, dass ich in einem anderen Film mich befinde, einige Arrangement hatten subjektiv gesehen einen ganz andere Musikdeutung und konnte keinen Bezug zum WO herleiten. Diese Aufführungsform ist ein Spektakel der Neuzeit und hat mit dem Althergebrachten nichts mehr am Hut…!!

In dieser Form wird die Jugend angesprochen und das ist der absolut zu benennende tolle Nebeneffekt, wenn sie einer barocken Aufführungsform fern bleiben, bekommen sie mit dieser modernen Aufführungsform den Zugang zu J.S. Bach und seinen Werken und das ist ungemein als „Positiv“ zu betrachten. Die zahlreiche junge Besucherschar in der Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen spiegelte das entsprechend wieder..!!

Trotz der vorgenannten Kritikpunkte habe ich es nicht bereut, einmal diese Fassung als WO erlebt zu haben, man soll seine Augen nicht verschließen und aufgeschlossen für neue Formen der Aufführungspraxis sein, es gab Stellen in der Wiedergabe, die mich berührt und angesprochen haben dank einer tollen WDR-Big Band und natürlich den King’s Singers, der frenetische Schlussapplaus war mehr als verdient…!!

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Hörprobe – King’s Singers + WDR-Big Band – WO-Eingangs-Satz: „jauchzet frohlocket“.

Link: King’s Singers WDR Big Band WO – BWV 248 WO-Jazzform

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Zur Rezension der NW vom 1.12.2009 als PDF

PDF Rezension der NW vom 1.12.2009

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Grüße

Volker

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BWV 182 – Himmelskönig, sei willkommen – zum 1. Advent


Liebe Kantatenfreunde!

Für den ‘Himmelkönig’ eine ‘Himmelsburg’

Wie gern hat man Barockmusik mit Hilfe der Barockarchitektur erklärt! Da galten Eingangschöre als Portale, Töne entfalten sich im Raum, gehen an die Decke und brechen sich. Ein Bauhaus-Professor hat die Weimarer Schloßkapelle, in der zum Palmsonntag 1714 – BWV 182 „Himmelskönig, sei willkommen“, zum erstenmal erklang, virtuell rekonstruiert. Schaut mal rein:

Link:

http://www.florianscharfe.de/schlosskapelle/_html_daten/3d/index_3d.html

Achtung:

(Anmerkung vom Admin:

der obige Link scheint wohl mit Mailware belastet zu sein, deshalb habe ich den Link nur in Textfassung belassen…!!

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YouTube BWV 182 Eingangs-Satz: „Himmelskönig, sei willkommen“

YouTube BWV 182 Satz 5 Arie für Alt: „Leget euch dem Heiland unter“

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Die Musikerplattform für Bach’s Chor und Orchester war oben auf der Galerie. Die Töne kamen also von oben nach unten. Muß wohl öfter’s so gewesen sein, da z.B. auch das Bosehaus in Leipzig ein Loch in der Decke hat, von dessen Galerie die Musiker spielten.

Der Klang kam also nicht frontal, sondern aus den Höhen und dies war wohl ein besonderes akustisches Erlebnis.

BWV 182 möchte ich Euch als zusätzliche Adventskantate empfehlen und aufgeben. Zwar zum Palmsonntag komponiert, passt sie auch zum Beginn der adventlichen Bußzeit, der Text ist schon im Eingangschor und Rezitativ sehr adventlich gesinnt. Auch die Praxis, dass Choral Nr.7 die Passion anspricht, kennen wir bereits aus den Chorälen des WO,- in der Geburt liegt schon der Keim der Passion.

Mit adventlichen Grüßen

@Wolfgang

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J.E. Gardiner im Konzert und Interview zu Bach und Brahms niederl. Webchannel Cultura


Hallo,

eine schöne Information von @Leen, dafür ganz herzlichen Dank. Auf dem niederländischen“Webchannel Cultura“ gibt es Konzert- Probenausschnitte und Interviews zu J.S. Bach und Johannes Brahms zu bewundern. Die Aufnahmen sind von Oktober 2007 u.a. mit dem BWV 60 „O Ewigkeit du Donnerwort“ und Aussagen zur Interpretation von Johannes Brahms. Die einfühlsame Probenarbeit von J.E. Gardiner ist wiederum zu bewundern.

J.E. Gardiner im Interview in Holland 2007

Ein wenig Zeit ist für den Film notwendig die Laufzeit beträgt ca. 40 Minuten, darunter sind viele köstliche Szenen zu bewundern – wünsche viel Spaß…!!

Im Gespräch zur Interpretation Prof. Michael Niesemann und J.E.Gardiner

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Link zum niederländischen Webchannel-Cultura:

http://player.omroep.nl/?aflID=10359997

Quelle: player.omroep.nl

Helaas ondersteunt uw browser niet (voldoende) JavaScript om de player weer te geven. Lees hier hoe u JavaScript kunt inschakelen. We werken aan een oplossing voor dit probleem.

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Nach dem Öffnen der Webchannel-Webseite wird der Quick Time Player 7 automatisch beim Browser „Safari“ (Apple) gestartet, ein wenig Geduld beim Laden…!!  Beim Aufruf unter Windows erfolgt ebenfalls automatisch auf der Webchannel-Cultura-Seite ein Aufruf des Windows-Media-Players auch hier ein wenig Geduld, bis der Ladevorgang abgeschlossen wird.

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Gruss

Volker

Webnews

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Beeindruckend – Stiller Schluss-Applaus nach einem Oratorium-Vokalwerk?


Hallo,

ich komme noch einmal auf das bereits abgehandelte Thema „Sinn oder Unsinn der Beifallskundgebung in Kantaten-Konzerten“ zurück. Ich habe mir das Oratorium von Joseph Haydn „Die Schöpfung“ unter der Leitung von Leonard Bernstein in der Basilika Ottobeuren von 1986 angesehen. Was dort zum Schluss ablief, hat mich sehr nachdenklich gemacht. Nach dem Schluss-Satz des „Amen“ war absolute Stille in der Basilika, der Dirigent und die Besucher verharrten ganz still, kein Applaus, nur die Glocken der Basilika waren zu hören. Danach verließen die Besucher die Kirche und ich war davon tief beeindruckt.

Was mag im Vorfeld abgesprochen sein, dass eine Beifallsbekundung unterblieb? Ich fand diese Art sehr sehr angemessen, es blieb genügend Zeit, alles während der Glockenschläge verinnerlichen zu können, diese Ruhe und Stille war beeindruckend und finde es nachahmenswert…!! Wahrscheinlich stehe ich mit dieser persönlichen Meinung allein auf weitem Feld und Flur…!! Einen Video-Ausschnitt von dem Konzert in der Basilika Ottobeuren von 1986 füge ich bei, hier geht es nur um den angesprochenen Schlussteil des Oratoriums von Joseph Haydn „Die Schöpfung“.

Lasst die Szenen einmal auf euch wirken und sagt mir dann einmal die persönliche Meinung dazu.

Zum Start in den Player klicken

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Als Konteks dazu Sir John Eliot Gardiner aus seinem Reisetagebuch von SDG 156 Vol. 4 – CD eins

von der Pilgrimage 2000 -Tour aus der Kirche St Gumbertus, Ansbach wie folgt:

Foto: Frentischer Schluss-Applaus für den Sir in der Nikolaikirche Leipzig beim Bachfest 2007

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Das letzte Mal waren wir 1981 hier in Ansbach, als man uns eingeladen hatte, fünf verschiedene Programme mit Bachs Musik aufzuführen. Der Chor übertraf sich damals selbst, und dies zu einer Zeit, als wir als English Baroque Soloists immer noch damit beschäftigt waren, unseren Weg als ein Ensemble zu finden, das sich der historischen Aufführungspraxis verschrieben hatte.

Neunzehn Jahrespäter wurde das erste Stück in unserem Programm, die Motette ‚Lobet den Herrn’, die mit einem überwältigenden ‚Hallelujah!’ endet, mit völliger Stille quittiert. Plötzlich fiel mir wieder ein, wie bestürzt ich damals war, als der zaghaft einsetzende Beifall mit lauten Pst!-Rufen erstickt wurde, 1981 und auch am Ende unseres ersten Auftritts 1979 hier.

Irgendwie wirkte es so, als würde der ganzen Sache der Reiz genommen – der Ehre, die man vermeintlich uns, den Ausländern, erwiesen hatte, als man uns auserwählte und einlud, an diesem führenden Bach-Fest teilzunehmen, fast einem Mekka (oder Bayreuth) der Bach-Feiern. Einige von uns hatten Mühe, nicht aufgebracht zu reagieren, nicht was die fehlende hörbare Zustimmung betraf, sondern die Einstellung, die hinter diesem kapriziösen Verzicht auf Applaus lag.

Der Grund dafür war nicht so sehr die (mangelnde) Qualität der Aufführung, jedoch vielmehr der pseudo-religiöse Respekt, den ein Publikum, das sich als wahrer Wächter der heiligen Bach-Flamme verstand, dieser Musik entgegenbrachte. Historisch nicht ganz stimmig an dieser exzessiven Bach-Huldigung ist, dass die Musik als ein statischer Gegenstand oder eine heilige Reliquie gesehen wird, während Bach eindeutig sehr großen Wert darauf legte, dass seine Musik aufgeführt wird, wie es uns im Laufe des Jahres immer wieder bestätigt worden war.

In gewisser Weise wird ihre Komposition erst während der Aufführung ‚vollendet’, und das ist der Grund, warum wir als Musiker so achtsam jeder Spur folgen, die uns in der Notation der Kantaten Hinweise auf Bachs eigene Aufführungspraxis gibt.

Wir sind auch bestrebt, ein produktives und dynamisches Dreiecksverhältnis zu schaffen, zwischen dem Komponisten Bach, der sein Werk selbst aufgeführt hat, uns als Musikern, die es neu erschaffen, und schließlich dem Publikum, das an diesem Prozess teilhat. So war es in allen ostdeutschen Städten gewesen, wo wir in diesem Jahr aufgetreten waren.

Doch wenn die Zuhörer als begeisterte Bach-Anhänger zu dem Schluss gelangt sind, das Gelände verteidigen zu müssen, kann diese lebenswichtige chemische Reaktion zwischen ihnen und uns nicht mehr stattfinden, und damit entfällt auch der ‚Auftrieb’, den ein reaktionswilliges Publikum einem auftretenden Ensemble geben könnte.

Diese Überlegungen traten in ein anderes Licht, als eine ältere Dame nach dem Konzert am Morgen nach vorn kam und mir ein Sträußchen mit Blumen aus ihrem Garten überreichte. Die letzte Spur Groll verschwand, als sie am Abend mit einem noch größeren Strauß wiederkam, diesmal aus wilden Wiesenblumen.

– Zitat – Ende –

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In einem Interview mit der NW vom 20.10.2009 nahm der englische Star-Violonist Daniel Hope zu dem Thema Applaus wie folgt Stellung:

Frage:

Herr Hope, ich habe in einem Benimmbuch aus den 50er Jahren gelesen, dass man den Künstler nach einem Konzert nicht mit allzu langem Beifall bedenken sollte, weil er vom Musizieren müde sei. Sagen Sie mir bitte, dass das nicht wahr ist.

DANIEL HOPE:

(lacht) Ich würde sehr traurig sein, wenn das wahr wäre. Natürlich kann man sehr müde sein nach einem Konzert, aber für mich persönlich ist Applaus das schönste Geräusch nach der Musik. Es ist das Signal des Publikums an den Künstler, dass die Botschaft angekommen ist.

Frage:
Sie sind gerade in Aix-en-Provence gemeinsam mit Anne-Sophie von Otter aufgetreten mit Liedern aus dem KZ Theresienstadt.
Wenn man um den Hintergrund dieser Musik weiß, kann da Applaus nicht auch fehl am Platze wirken?

HOPE:

Ja, das kann es. Wir haben gerade mit diesem Programm unterschiedlichste Reaktionen erlebt. Bei den Kabarettliedern, die im KZ zur Ablenkung geschrieben wurden, hat sich manches Publikum richtig in den Applaus hinein gesteigert, ein anderes Publikum hat eher zurückhaltend reagiert, weil es spürte, zu viel Applaus wäre fehl am Platz. In Frankreich haben die Leute sehr schnell und sehr stark nach allem applaudiert. Das war für uns Musiker nicht ganz einfach, weil das zum Teil sehr traurige Lieder sind und sich eine gewisse Spannung aufgebaut hat. Man will als Musiker manchmal ein paar Sekunden der Stille genießen, und das ist dann nicht möglich.

– Zitat – Ende –

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Die gegensächlichen Aussagen von Daniel Hope und J.E. Gardiner zum Thema „Applaus“ können nicht unterschiedlicher ausfallen. Ich kann mich noch sehr gut an die Aufführung von Sir John Eliot Gardiner – mit der Matthäus-Passion am 6. März 2005 – im Kaiserdom von Königslutter erinnern. In diesem Beitrag hatte ich folgende Aussage zum Konzert getätigt:

Besonders beeindruckend, wie innerlich bewegend die gesamten Solisten, ob Chor oder Orchester sowie J.E. Gardiner, bei den Gesangspartien des Evangelisten, die Augen geschlossen und die Hände gefaltet, den Worten und der Musik lauschend zuhörten.
Das Publikum wurde dermaßen von diesen Passagen des Werkes eingenommen, dass selbst das Husten unterblieb. Nach dem Schluss-Ton geriet man in einen Trancezustand, absolute Stille umgab die Aufführungsstätte, Gardiner verharrte in sich gekehrt und entschwand kurze Zeit später von der Bühne um nicht wieder zurückzukehren.

Mein Umkehrschluss zur Aussage von Sir Gardiner aus dem Jahre 2000 zu Ansbach und zur Aufführung in Königslutter. Es lagen mittlerweile 5 Jahre dazwischen, hat Sir Gardiner eine neue Sicht auf diese Thematik bekommen – dass in einem sakralen Raum beim Erklingen einer Passions-Musik auf eine Beifallsbekundung zu verzichten ist, anders kann ich sein Verhalten in Königslutter nicht deuten und bin der Meinung, dass dieses Verhalten sich als richtig erweist.

Sicherlich vertritt subjektiv jeder eine andere Meinung, aber mir hat diese Schluss-Art  von Königslutter und aus der Basilika Ottobeuren – auf Applaus zu verzichten sehr gut gefallen und wünschte, das würde weiterhin Bestand haben…!!

Eine weitere Ergänzung zu dem Thema gab es in der Semperoper Dresden durch den Dirigenten Christian Thielemann am 14.2.2010 in 3Sat mit dem Beethovenkonzert mit der Missa-Solemnis:

“Wenn von einem schönen Brauch Abstand genommen wird, nämlich zu Applaudieren, es gibt keinen Applaus weder für den Auftritt noch nach dem Stück und ich finde sowieso eigentlich bei geistlichen Stücken ist das keine schlechte Idee.”

Dieses Aussage ist hier nachzuhören:

Ich fand das am Ende sehr beeindruckend, als die Besucher und das Orchester sich erhoben und schweigend eine Minute regungslos verharrten und an das Bombendrama auf Dresden durch ihre Haltung entsprechend so zum Ausdruck brachten – ein nachahmenswerter Stil..!!

Ein kleines Konzert-Schnipzel mit dem beeindruckenden Konzert-Ende- nachstehend:

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Link zum alten Beitrag: „Sinn oder Unsinn der Beifallskundgebung in Kantaten-Konzerten“

https://meinhardo.wordpress.com/2008/01/24/sinn-oder-unsinn-der-beifallskundgebung-in-kantaten-konzerten/

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Gruß

Volker

Webnews

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