Archiv der Kategorie: Sir John Eliot Gardiner

Gardiner und Beethoven in London 7.2.2010


Ich erinnere mich wie gestern wie ich 1994 die Beethoven Box von Sir John Eliot Gardiner und sein Orchestre Revolutionnaire et Romantique im Besitz kam. Für Monate war Ich ganz begeistert und bezaubert. Noch nie hätte Ich Beethoven so ‚Revolutionnaire‘ gehört! Ein Fall von ‚Verzückung‘. Und das ist nie verschwunden.


Wenn Ich das Programm von the London Symphony Orchestra fur das Saison 2009-2010 sah, habe Ich mir gleich ein Ticket bestellt fur das Konzert am 7 Februar 2010 Barbican Centre London! Sir John Eliot Gardiner dirigiert Beethoven 9. unter der Mitwirkung von seinem eigenem Monteverdichor!! Ein Sonderergebnis und ich wollte unbedingt dabei sein. Ich hatte schon Gardiner und das LSO miterlebt in zwei Beethoven Programme in Rotterdam in 2003 und 2004 aber noch nicht mit Beethoven’s Magnus Opus, die Neunte! Jetzt war eine Chance.

Im rauhen Wetter fand ich meinen Weg durch „the human jungle“ zur Barbican Hall in the Barbican Centre.
Der erste Teil des Konzerts war reserviert fur die 1. Sinfonie von Beethoven. Das war gleich grossartig: mit grosser rythmischer Präzision und Klarheit, mit auffallenden Bläsern und ein Paukenschläger in der Hauptrolle!  Napoleon war noch da….

Gardiner – LSO- Monteverdo Choir im Barbican Centre London

Und dann kam die Neunte!

Noch nie hatte ich Beethoven so in der Nähe gefühlt …Was soll dieser Geist gelitten haben! Ich fühlte ein grosses Mitleid mit Beethoven’s Enttäuschungen über die Menschheit: Verzweiflung, Krieg, Traurigkeit… das waren die Elemente die Gardiner so genial an die Oberfläche brachte. Der Umschlag kam mit dem Ruf, mit dem Gebot fur Liebe fur die Menscheit. So klang fur mich die Ode an der Freude. Mit entschlossenem und festen Ton baten die Solisten und der Monteverdi Chor die Menschheit um Liebe, Freude und Freiheit!
Eine unvergessliche Erfahrung!

Gardiner – LSO – Monteverdi Choir im Barbican Centre London

LSO und Gardiner mit dem Monteverdi Choir in der Barbican Hall mit Beethovens 9. Symphonie


Hallo Gardiner-Fans,

am 7. Februar 2010 hatte Sir Gardiner mit dem LSO und seinem Monteverdi-Choir seinen großen Auftritt mit Beethoven’s 9. Sinfonie in der Barbican Hall, London.

Barbican Hall London

Ich zitiere eine Kurz-Resension aus der Google-Übersetzung zu diesem Konzert:

… Das LSO und Gardiner eine besondere belebende Wirkung erzielen, ist unstreitig in ihrem Herangehen an diese neun außergewöhnliche Ergebnisse. Sie begaben sie sich auf den gesamten Zyklus, der LSO / Haitink Zyklus wurde noch in der Erinnerung, aber das war die Übergabe einer neuen Seite, und eine Erforschung der ein Klang und Performance Art, die einen echten Sinn für eine gemeinsame Entdeckungsreise über sie geschrieben hatte, : Fast Vibrato-less strings (mit geteilten Geigen), Hard-Sticks für die Pauken, wunderbar druckvollen Messing spielt, und – nicht gerade eine stilistische Entscheidung – ein herrlich duftendes Spiel von den großartigen Bläsern……!!

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Eine weitere Rezension von The Times:

LSO / Gardiner im Barbican von Hilary Finch überprüft, The Times
Heute um 06:40

Die geballte Faust hinter dem Rücken all.That sagte, es war, wie John Eliot Gardiner fast jeder Beethovenschen Bewegung in der Nacht gegenübergestellt er der Erste und der Neunten Symphonie endete, als er das Ende seiner Drei-Jahres-Zyklus mit dem London Symphony Orchestra näherte.

Der Monteverdi Choir war die Herrlichkeit der Sinfonie Nr. 9. Englisch Chöre können sicherlich produzieren die Energie und die Begeisterung, aber viel zu selten haben sie mit der Trompete-straff gefasst und stark, singen einwandfreiem Deutsch eines virtuosen Ensemble wie dieses.

Hier, Freude wirklich ein „glorreichen Funke der Götter scheinen“. Und in einem etwas unebenen Vokalquartett, hielt die Sopranistin Rebecca Evans und der Bass-Bariton Vuyani Mlinde Rahmen hell und fest. Steve Davislim und Wilke te Brummelstroete war der Tenor und Mezzosopran Solisten.

Und das Orchester? Nun, mit dem Renn-Tempo, dass nun der Ansicht sind, werden Beethovens wahre Absicht und mit sehr wenig Vibrato, versuchten die LSO mit aller Macht wie ihre eigenen Orchestre Dirigenten Revolutionnaire et Romantique Sound. Revolution war sicherlich das Gebot der Stunde, wie das Brüllen der Kanonen zur Eröffnung der Symphonie durch die Luft knisterte, waren Akzente aus großer Höhe auf gelandet – und das Fieber und den Bund des menschlichen Strebens, sondern alle ausgeblendet jedem Blick in die numinose.

Der langsame Satz war ein herber Schönheit, ihrer inneren Teile raffiniert geformt, seine Variationen so genau formuliert, dass sie fast steif erscheinen könnte, manchmal verbunden. Und dies war die einzige Schwäche dieses hoch-Oktan Abend. In der Ersten Symphonie Gardiner hatte den richtigen neuen Beethoven-Boxen: mindestens Vibrato, kurze Abklingzeit angekreuzt, sorgfältig beobachtet Akzentuierung und Tempi. Aber vielleicht, weil dies das Ende einer langen Zyklus und einer langen Tour, alles war nur ein wenig geeignet, unterzeichnet und besiegelt.

Hilary Finch

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Zwei Link-Angaben zum dem Konzert in der Barbican Hall, London füge ich als Google-Übersetzung bei.

1. Link zu „the arts desk“:

http://translate.googleusercontent.com/translate_c?hl=de&ie=UTF-8&sl=en&tl=de&u=http://www.theartsdesk.com/index.php%3Foption%3Dcom_k2%26view%3Ditem%26id%3D949:lso-gardiner-barbican-hall%26Itemid%3D27&rurl=translate.google.de&twu=1&usg=ALkJrhjCXu2qC1K-gW1ZAr45uY91l5HjjQ

2. Link zum „The Gramophone Blog“

http://translate.google.de/translate?u=http%3A%2F%2Fwww.gramophone.co.uk%2Fpodium%2Fthe-gramophone-blog%2Fa-meeting-of-minds-over-beethoven-gardiner-conducts-the-lso&sl=en&tl=de&hl=&ie=UTF-8

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Grüße

Volker

Interview beim Mittagessen in Dorset mit Sir John Eliot Gardiner


Hallo,

ein so ungezwungen geführtes Interview der FT-FINANCIAL TIME  mit „Sir J.E. Gardiner“ ist mir nicht bekannt – ich musste oft schmunzeln über die getätigten Aussagen, dafür @Martin, ganz herzlichen Dank.

Sir J.E. Gardiner einmal als Illustration wunderbar gelungen.. (Bildrechte: James Ferguson)

Kurz-Ausschnitt aus dem Interview von Google-Übersetzung in deutsch:

Ein paar Tage, bevor ich den Dirigenten Sir John Eliot Gardiner, eine Kurzmitteilung zu erfüllen gibt mir eine gewisse Vorstellung, was sie erwartet. „Just zu überprüfen, ob etwas gegen Wild-und / oder der Leber haben?Wird ein ganz hausgemachten Mittagessen und wir haben viele Ersatzteile Gummistiefeln. Sie können Schlamm-freundliche Kleidung zu tragen. “

Der Sender wird seine italienische Frau Isabella, der tätig wird, als Vermittler. Für Gardiner, drückte ein Mittagessen mit dem FT in den nächsten Lauf der Proben in London ist offenbar weniger bequem als er mich besuchen die Farm besitzt er in Südwest-England.

Link nachstehend zur Originalseite als PDF von FT-FINANCIAL TIME:

pdf FT-FINANCIAL TIME-Gardiner Interview

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Link zur Google-Übersetzung in deutsch als PDF nachstehend:

pdf FT FINANCIAL TIME Gardiner-Interview deutsch-Google

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Wünsche viel Spass mit der Lektüre…!!

Schönes Wochenende und Grüße

Volker

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Gast-Konzerte in Deutschland von Sir J.E. Gardiner im Kalenderjahr 2010


Hallo Gardiner-Freunde!

Übersichtshalber stelle ich noch einmal alle Gast-Konzerte in Deutschland für das Kalenderjahr 2010 von Sir J.E. Gardiner, EBS und Monteverdi Choir hier zusammen.

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Sir Gardiner in Königslutter

Königslutter im Kaiserdom am 7. Mai 2010 um 20:00 Uhr mit der h-moll Messe von J.S. Bach. Die Buchung von Eintrittskarten ist über einen Saalplan direkt möglich. Es gibt zwei Veranstalter, die Eintrittskarten ab  s o f o r t vergeben. Des weiteren finden Gardiner-Konzerte in 2010 mit der Messe h-Moll, BWV 232 in Dortmund, Frankfurt und Leipzig statt.

Foto: Gardiner im Kaiserdom Königslutter – bei einer Probe…

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Radio-Tipp:

Der NDR zeichnet das Konzert von Gardiner (J.S. Bach – h-moll-Messe) in Königslutter auf und sendet es an Himmelfahrt, 13.5.2010.

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Wie bekannt, cm ticket.de (Konzertbüro Reimann in Berlin) mit moderateren Eintrittspreisen – aber ohne Saalplan-Buchung:

Link: http://www.cm-ticket.de/konzert-details.php?kateg=5&k_id=426

Plätze für 85,00 € – 60,00 € – 50,00 € – 30,00 €  und 15,00 €

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Eine weitere Bezugsquelle  m i t  Saalplanbuchung aber  höheren Eintrittspreisen überregioactive.de:

Link: http://www.regioactive.de/tickets.html?id=518443

Saalplanbuchung, Plätze für  96,60 € – 69,10 € – 58,10 € – 36,10 € – und 19,70 €

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Weitere Gardiner-Konzert-Termine für 2010 steht fest,

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir gastieren

am 13 Mai 2010 in Dortmund, Reinoldikirche, mit dem BWV 232 h-Moll-Messe.

St. Reinoldi-Kirche Dortmund

Informationen bei:

KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund
44122 Dortmund
Telefon 0231/50 29 996 | Fax 0231/50 28 300
info©klangvokal.de

KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund 2010

Eintrittskaten nachstehend:

Link:

http://www.klangvokal-dortmund.de/programm-tickets/repertoire-2010/h-moll-messe/

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Frankfurt, Alte Oper am 14. Mai 2010 Großer Saal, 20:00 Uhr

Konzerte Alte Oper in Frankfurt

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir mit dem BWV 232 h-Moll- Messe.

Link: Zur Online Ticketbestellung

Es sind nur noch wenige Restkarten vorhanden…!!

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Leipzig, Bachfest 2010, am 20. Juni 2010, Thomaskirche um 18:00 Uhr

Thomaskirche Leipzig

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir mit dem BWV 232 h-Moll- Messe.

Ticket-Online:

Link: http://www.ticketonline.com/de/de/eventid/709415-No+113+Abschlusskonzert+Bachfest+2010/?productionid=184600

Mit dem Stand vom 10. Januar 2010 ist das Abschlusskonzert mit J.E. Gardiner (h-Moll-Messe) für den 20.6.2010 in der Thomaskirche Leipzig restlos ausverkauft…!!

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Schleswig-Holstein-Musik-Festival 2010

Sir John Eliot Gardiner am 10. August 2010; 20 Uhr in Lübeck:

Lübeck

Musik und Kongresshalle Lübeck

Musik- und Kongresshalle
Dienstag  20 Uhr   K 87
Eintrittspreise: € 78,-  66,-  50,-  32,-  20,-

Holländische Sopranistin Lenneke Ruiten Holländische Sopranistin Lenneke Ruiten

Mitwirkende:

Lenneke Ruiten Sopran
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner Dirigent
Programm:
Johann Sebastian Bach
Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur
BWV 1048
Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur
BWV 1050
Kantate »Jauchzet Gott in allen Landen« BWV 51
Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur
BWV 1046

Link: Ticket-Bestellung

Link: Programmübersicht Schleswig-Holstein-Musik-Festival

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Sir John Eliot Gardiner am 11. August 2010; 20 Uhr in Rendsburg:

Rendsburg

Christkirche Rendsburg

Christkirche
Mittwoch  20 Uhr   K 90
Eintrittspreise: € 68,-  54,-  38,-  22,-  10,-
Mitwirkende:
Lenneke Ruiten Sopran
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner Dirigent
Programm:
Johann Sebastian Bach
Brandenburgisches Konzert Nr. 4 G-Dur
BWV 1049
Brandenburgisches Konzert Nr. 6 B-Dur
BWV 1051
Kantate »Weichet nur, betrübte Schatten«
BWV 202
Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur
BWV 1047

Link: Ticket-Bestellung

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Köthen Bach Festtage im September 2010

Flyer 23.Köthener Bach Festtage 2010

Gardiner und EBS gastieren am 2. und 3. September 2010 „Instrumental“ bei den 23. Köthener Bach Festtage im Köthener Schloss-Bachsaal und in der St. Jakob Kirche.

Bachfest Köthen 2010 Gardiner-Termine

Auskunft wegen Eintrittskarten:

Link: http://www.bach-in-koethen.de/bft_23/23bftkont.htm

Das Programm:

Link: http://www.bach-in-koethen.de/bft_23/23bftprog.htm

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Köln, Philharmonie
15.10.2010 Freitag 20:00 Uhr

Philharmonie Köln

Internationale Orchester 1

Thomas Zehetmair Violine

Thomas Zehetmair - Violine

Christian Poltéra Violoncello

Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Sir John Eliot Gardiner Dirigent

Robert Schumann
Ouvertüre
aus: Manfred op. 115 (1848-1849)

Johannes Brahms
Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102 (1887)

Pause

Robert Schumann
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 (1850)
„Rheinische“

Pause gegen 20:50 | Ende gegen 22:00

Vorverkaufsbeginn: ab 15.06.2010

Preise:

€ 10,-  25,-  35,-  48,-  58,-  68,-

€ 48,- Chorempore (Z)

Karten-Onlien mit Saalplan:

Link:  http://www.koelner-philharmonie.de/veranstaltung/106061/

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Advents-Kantaten J.S. Bach / einziges Sonderkonzert in Deutschland

Berlin-Philharmonie,

Montag 6. Dezember 2010 um 20:00 Uhr

Gardiner-Konzert-Ankündigung Berlin-Philharmonie

Sir John Eliot Gardiner wurde für ein Sonderkonzert in die Philharmonie nach Berlin für den 6. Dezember 2010 eingeladen, das Advents-Konzert findet um 20 Uhr statt. Zur Aufführung gelangen folgende Kantaten von J.S. Bach:

BWV 61 Nun komm der Heidenheiland, BWV 151 Süßer Trost, mein Jesus kömmt, BWV 70 Wachet! Betet!

und Instrumental:

BWV 1060 Konzert für Violine und Oboe.

Karten und Infos:

Link: www.soli-deo-gloria.info

Telefon: 0180 55 44 888

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Weitere Aktualisierungen folgen nach Kenntnisstand !

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Grüße

Volker

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Deutschlandfunk 17.1.2010 Israel in Egypt mit J.E. Gardiner


Hallo,

ein Rundfunktipp auf die Schnelle:

17.01.2010
21:05 Uhr: Deutschlandfunk Köln

Georg Friedrich Händel: „Israel in Egypt“ dirgiert von John Eliot Gardiner.

Konzertdokument der Woche

Georg Friedrich Händel
„Israel in Egypt“.
Oratorium für Soli, Chor und Orchester HWV 54
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner
Aufnahme vom 23.8.09 aus der Basilika Kloster Eberbach

Link: http://www.dradio.de/dlf/vorschau/20100117

Grüße

Volker


J.E. Gardiner – Bach Cantatas Volume 2 – SDG 165 erscheint ab März 2010


Hallo Gardinerfreunde,

die erste SDG-Veröffentlichung in 2010:

Bach Cantatas Volume 2 – SDG 165 ist für Anfang März angekündigt worden.

Cover: SDG 165 Vol. 2

SDG 165 Volume 2 (2 cds) contains:

Cantatas for the Second Sunday after Trinity

BWV 2 – Ach Gott, vom Himmel sieh darein

BWV 10 – Meine Seele erhebt den Herren

BWV 76 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes

Heinrich Schütz 1585-1672 SWV 386 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes

(recorded: Basilique Saint-Denis, Paris)

Soloists: Lisa Larsson | Daniel Taylor
James Gilchrist | Stephen Varcoe

Cantatas for the Third Sunday after Trinity

BWV 21 – Ich hatte viel Bekümmernis

BWV 135 – Ach Herr, mich armen Sünder

BWV 1044 – Concerto for flute, violin and harpsichord

(recorded: the Fraumünster, Zürich)

Soloists: Katharine Fuge | Robin Tyson
Vernon Kirk | Jonathan Brown

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

John Eliot Gardiner’s multi award-winning label SDG begins 2010 with volume 2 in its Bach Cantata series, featuring Cantatas for the second and third Sunday after Trinity, recorded live in July 2000.

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CD zu beziehen über meine Partner-Seite:

Link:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

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Hörproben von SDG 165 Vol.2

SDG 165 disc 1 –
8.  Herr, der du stark und mächtig bist BWV 10
– no. 2 Aria: Soprano soloist: Lisa Larsson
Stream Audio

15.  Die Himmel erzählen die Ehre Gottes BWV 76
– no. 1 Coro
Stream Audio
SDG 165 disc 2 –
1.  Sinfonia BWV 21
– no. 1
Stream Audio
2.  Ich hatte viel Bekümmernis in meinem Herzen
– BWV 21 no. 2 Coro
Stream Audio

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Auszug aus dem Reisetagebuch zu SDG 165:

Martin Luther – die deutsche Hymne – Anpassung von Psalm 12 beklagt, wie leicht Menschen in die Irre geführt werden. Es bietet den Rahmen für Bachs Kantate BWV 2 „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“, ihre innere Strophen umschrieben als Rezitativ / Arie Paarungen. In scharfem Kontrast zu den Lauf der instrumentell aufwendige Choralfantasie Öffnungen seines zweiten Leipziger Zyklus (1724 / 5), und ohne Zweifel dazu aufgefordert werden über die schlimme Vignette isolierter kauert der Gläubigen in einer heidnischen Welt der Verfolgung, wählt Bach bis zur Eröffnung Luthers gesetzt Vers als eine archaische Choralmotette.

In diesem strengen, stimmlich beherrschenden Textur den Cantus firmus zeichnet sich in langen Noten im altos gesungen, durch ein Paar von Oboen, die extra Rand und Glitzern der Choralmelodie hinzufügen verdoppelt. Jede Zeile des Textes ist, von aufeinanderfolgenden Fugen-Einträge in den anderen Stimmen von Zink, drei Posaunen und Streicher verdoppelt erwartet. Die schrittweise Erhöhung der Zahl der Vokal-und Instrumentalmusik führenden Leitungen bis zu jedem neuen Eintrag des Cantus firmus verleiht „eine besondere strukturell bedingte dynamische“, um diese Bewegung (Alfred Dürr). Wie bei anderen Kantaten in der archaischen Motettenstil, wie z. B. BWV 121 „Christum wir sollen loben schon“, sie die fesselnde Qualität der ritualisierten Gottesdienst ist, das musikalische Äquivalent zu den ernsten, hagere Gesichter stößt man im fünfzehnten Jahrhundert flämische religiösen Malerei. Bachs Ansatz zur Bewältigung der Schwere des erweiterten Fuge in d-Moll, mit seinen chromatischen Abstieg über ein Viertel (passus duriusculus) ist das Gegenteil, eine chromatische Aufstieg im Continuo einzufügen.

© John Eliot Gardiner
Auszug aus den Notizen von John Eliot Gardiner auf der Bach Cantata Pilgrimage 2000.

Grüße

Volker

YouTube – Sir Gardiner Herderkirche Weimar J.S.Bach Weihnachtsoratorium – 10 Jahre SDG


Hallo Bachfreunde!

BWV 248 WO Herderkirche in Weimar Dez. 1999

Auf YouTube sind   neunzehn – n e u e  Videos von Sir J.E. Gardiner veröffentlicht worden mit dem Weihnachtsoratorium, BWV 248 – von Johann Sebastian Bach. Die Aufnahmen sind in der Herderkirche Weimar am 23.12.1999  und am 27.12.1999 – zum Start der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ – aufgenommen worden. Es singt der Monteverdi Choir und es spielt das Barockorchester auf historischen Instrumenten: „The Engish Baroque Soloists“.

Link zu YouTube unterhalb der folgenden Textzeile:

Sir Gardiner-EBS-Monteverdi Choir Dezember 1999 mit dem Weihnachtsoratorium  in der Herderkirche Weimar:

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Link zum Gardiner-Video BWV 248 WO in der Herderkirche Weimar:

http://www.youtube.com/view_play_list?p=891E1FE87369A7E4&feature=bf-title

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Es ist ein 10-jähriges – SDG-Gardiner – J u b i l ä u m , am 23.12.1999 begann der Start der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ ob jemand daran gedacht hat, dass es mittlerweile zehn Jahre her ist dass dieses Bach-Großprojekt gestartet wurde, freuen wir uns auf die letzten SDG-Veröffentlichungen in 2010 – dann wird leider alles vorbei sein…!!

Grüße

Volker

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Neujahrskonzert 2010 – Sir Gardiner im Teatro La Fenice in Venedig


Hallo,

ich hoffe, dass ihr alle gut ins neue Jahr 2010 gekommen seid. Der erste Beitrag wird von Sir Gardiner und seinem Dirigat des Neujahrskonzertes 2010 aus Venedig beinhalten.

Neujahrskonzert 2010 Theater La Fenice in Venedig - Sir Gardiner

Das war nach meiner Rückkehr aus dem Kurzurlaub die richtige Einstimmung auf das neue Jahr 2010. Sir J.E. Gardiner als Leiter und Dirigent des Neujahrskonzertes aus dem „Teatro La Fenice Venedig“ am 1.1.2010 auf ARTE ansehbar  – war ein genialer Leiter und brachte mit Schwung und Begeisterung das Konzert über die Runden. Das begeisterte Publikum forderte frenetisch eine Zugabe, die dann mit Verdis „LA TRAVIATA“ einen krönenden Abschluss fand.

Ein kleiner YouTube-Ausschnitt aus dem „Teatro La Fenice Venedig“ ist beigefügt. Wer das Konzert nicht gesehen hat, kann mit dem Filmchen in etwa das schöne „Teatro La Fenice“ bewundern und die Konzert-Atmosphäre nachempfinden und einen jugendlichen – springenden Gardiner am Ende bestaunen.

Viel Spaß..!!

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Die DVD vom Neujahrs-Konzert 2010 mit Sir Gardiner aus Venedig ist bei j p c  zu erhalten..!!

Link: http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Neujahrskonzert-2010-Teatro-la-Fenice-mit-John-E-Gardiner/hnum/1119163/iampartner/K84

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Herzliche Neujahrsgrüße

Volker

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Radiotipps KW 53


Hallo zusammen,

wie versprochen, hier die restlichen Radiotipps bis Neujahr. Das allergrößte Highlight ist eine TV-Übertragung von ARTE:

1.1.2010
12:30-13:30 Uhr
TV – ARTE
Wiederholungen: 01.01.2010 um 19:00
Neujahrskonzert in Venedig 2010
(Italien, 2010, 60mn)
Sänger: Anna Caterina Antonacci, Francesco Meli
Dirigent: Sir John Eliot Gardiner
Fernsehregie: Carlo Tagliabue

Live aus Venedig: ARTE lädt am Neujahrstag traditionsgemäß wieder zu einem musikalischen Jahreswechsel ins prunkvolle Theater La Fenice ein. Unter der musikalischen Leitung von Sir John Eliot Gardiner sind dieses Jahr unter anderem die Solisten Anna Caterina Antonacci, Sopran, und Francesco Meli, Tenor, zu erleben. Und wie es der Tradition entspricht, schließt das Konzert auch in diesem Jahr wieder mit „Va‘ pensiero“ aus Nabucco und „Libiam ne‘ lieti calici“, dem Brinisi aus der Traviata – als Prosit Neujahr!

  • ·Das siebte Neujahrskonzert des Teatro La Fenice leitet Sir John Eliot Gardiner, einer der vielseitigsten Dirigenten unserer Zeit, dessen breites Repertoire sich in den mehr als 250 CD-Einspielungen widerspiegelt, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Mit der Sopranistin Anna Caterina Antonacci hat er bereits mehrfach zusammengearbeitet.

Sir Johan Eliot Gardiner, geboren am 20. April 1943 in Fontmell, Dorset, England, ist einer der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit. Bereits im Alter von 15 Jahren sammelte der Brite als Jungstudent an der Cambridge University erste Erfahrungen am Dirigentenpult. Seine wesentlichen Erfolge feierte Gardiner mit den Einspielungen alter Musik. So gründete er 1968 das Monteverdi Orchestra, zehn Jahre darauf die English Baroque Solists und 1990 das Orchestre Révolutionnaire et Romantique – alles herausragende Klangkörper, die auf historischen Originalinstrumenten spielen.
Von 1980 bis 1983 war Gardiner Chefdirigent des CBC Vancouver Orchestra. 1983 bis 1988 war er Musikalischer Direktor der Opéra National de Lyon, an welcher er ein neues Orchester gründete, welches heute zu den besten in Frankreich zählt. Von 1981 bis 1990 war er künstlerischer Direktor der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen und von 1991 bis 1994 Chefdirigent des NDR-Symphonieorchesters in Hamburg. Als Gastdirigent leitete er unter anderem das das Cleveland Orchestra, das Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam und die Wiener Philharmoniker.
Neben zahllosen Auszeichnungen für seine Einspielungen wurde John Eliot Gardiner unter anderem mit Preisen als „Künstler des Jahres 1994“ , „Dirigent des Jahres“ (Klassik Echo-Verleihung 1995), „Bester Dirigent“ (Cannes Classical Award 1995) und 1995 als erster Dirigent mit dem Dietrich-Buxtehude-Preis ausgezeichnet. 2005 erhielt er außerdem das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.
In der kommenden Saison 2009/10 wird er mit den Haydn-Oratorien „Die Jahreszeiten“ und „Die Schöpfung“ sowie Bachs h-Moll-Messe in den USA und Europa auf Tournee gehen. An der Pariser Opéra Comique wird „Pelléas et Mélisande“ unter seiner musikalischen Leitung zu erleben sein.
Die Sopranistin Anna Caterina Antonacci wurde in Ferrara geboren und am Giovanni Battista Martini Konservatorium in Bologna ausgebildet. 1987 gewann sie den Verdi-Wettbewerb, im folgenden Jahr den Maria Callas- und den Pavarotti International-Wettbewerb. 1990 erhielt sie den Kritikerpreis Premio Abbiati.
Sie gastierte unter anderem an der Mailänder Scala, am Teatro Communale in Bologna, am Teatro Colón in Buenos Aires, am Teatro dell’Opera in Rom, an der San Francisco-Opera und beim Glyndebourne Festival.
Unter Gardiner trat sie unter anderem in „Berlioz: Les Troyens“ am Pariser Théâtre du Châtelet (2003) auf und erst aktuell in der Titelrolle von Bizets Carmen an der Pariser Opéra Comique (2009

Über die Übertragung auf Raiuno habe ich verschiedene Infos- einmal ab 11:15 und dann ab 12:30. Ich bin mir auch nicht sicher, ob nur auf Rai Uno (=TV) oder auch auf Raiuno(=Radio) übertragen wird. Infos dazu gibt es, so wie ich es ohne Italienisch-Kenntnisse gesehen habe, erst kurz vorher. Ich ergänze kurzfristig, falls es auch eine Radiosendung dazu gibt.

Jetzt aber zu den Radio-Highlights. Das größte ist sicher das Konzert aus Hamburg mit Clare Wilkinson, aber auch sonst gibt es schöne Sendungen:

26.12.2009
NDR
20-22 Uhr
Prisma Musik,
Der Orpheus Britannicus Henry Purcell
Von Hans Otto Rempel
2009 war nicht nur ein Händel- und Mendelssohn-Jahr, auch der Geburtstag von Henry Purcell jährte sich zum 350. Mal. In besonderer Weise trat damit die englische Musikgeschichte in den Fokus der Aufmerksamkeit, denn nicht nur Felix Mendelssohn Bartholdy pflegte intensive Beziehungen zur britischen Musikwelt, Händel wurde bekanntlich sogar englischer Staatsbürger. Und Purcell, von dessen Musik Händel viel profitierte, war Engländer von Geburt. Zeitgenossen nannten ihn den“Orpheus britannicus“. Viele Musikfreunde dürften Purcell heute nur noch dem Namen nach kennen. Der Ruhm anderer, später geborener Meister hat den einstigen Glanz seine Namens längst verblassen lassen. Bei näherer Betrachtung muss man Purcell aber einem Künstlertypus zurechnen, den wir mit Namen wie Mozart, Schubert oder Mendelssohn verbinden. Also mit Musikern, die nicht nur eine ungewöhnlich originelle Begabung besaßen, sondern innerhalb eines unglaublich kurzen Lebens auch ein Gesamtwerk von atemberaubender Fülle und Vielgestaltigkeit hervorbrachten. Wenn die Daten stimmen, so ist Purcell nicht viel älter als 36 Jahre alt geworden. Doch es lohnt sich, in seiner Musik, die inzwischen über weite Strecken auf CD verfügbar ist, auf Entdeckungsreise zu gehen. Man wird einer bisher ungeahnten Schönheit begegnen und Klängen, die man längst zu kennen glaubte.

22-24 Uhr
Variationen zum Thema
Henry Purcell zum 350. Geburtstag
Moderation: Raliza Nikolov
Solistin: Clare Wilkinson, Mezzosopran
Ensemble: Fretwork

John Joubert: „The Fellowship of the Stretched String“
Peter Sculthorpe: „Djililie“
Elvis Costello: „Put away forbidden playthings“
Henry Purcell: Fantazia No. 8
Tan Dun: „A Sinking Love“
Orlando Gough: „Birds on Fire II“
Michael Nyman: „If“
Henry Purcell: Fantazy upon one note
Barry Guy: „Buzz“
Stephen Wilkinson: „The Garden“, „At the Manger“
Henry Purcell: „In Nomine“ in 6 parts
Gavin Bryars: „In Nomine“ after Purcell
Duncan Druce: „Three Poems of Henry Vaughn“
Aufzeichnung Das Alte Werk vom 08.12.2009 im Rolf-Liebermann-Studio des NDR

  • 27.12.2009
  • NDR
    11-13 Uhr
    Das Sonntagskonzert
    Arcangelo Corelli: Concerto grosso g-Moll op. 6 Nr. 8
    Gottfried August Homilius: Ergreifet die Psalter, ihr christlichen Chöre, Kantate
    Georg Friedrich Handel: Ode for St. Cecilia’s Day – Cäcilien-Ode – HWV 76
    Heidi Elisabeth Meier, Sopran
    Finnur Bjarnason, Tenor
    NDR Chor / NDR Radiophilharmonie
    Ltg.: Peter Neumann, nicht wie im Programm ausgedruckt Christian Curnyn.
    Peter Neumann ist sehr kurzfristig für den erkrankten Christian Curnyn eingesprungen.
    Aufzeichnung vom 27.11.2009 im Galeriegebäude Herrenhausen


  • BRKlassik
    22-23 Uhr

    „Remember me…“ – Nachlese der Langen Jubiläumsnacht (I)
    Le Musiche Nove
    Leitung: Claudio Osele
    Solistin: Simone Kermes, Sopran
    Henry Purcell: „King Arthur“, Fairest isle; „Oedipus“, Music for a while; Georg Friedrich Händel: „Giulio Cesare“, Arie der Cleopatra „Se pietà di me non senti“; Giovanni Battisa Pergolesi: „L’Olimpiade“, Arie der Aristea „Tu me da me dividi“; Georg Friedrich Händel: „Lotario“, Arie der Adelaide „Scherza in mar la navicella“; „Admeto“, Arie der Antigona „Io ti bacio, o bella imago“; Johann Adolf Hasse: „Viriate“, Arie des Siface „Come nave in mezzo all’onde“; Henry Purcell: „Dido und Aeneas“, When I am laid in earth
    Aufnahme vom 25. April 2009 im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg
  • 30.12.2009
    Nordwestradio
    20-22 Uhr

    Georg Friedrich Händel
    Das Alexanderfest oder Die Macht der Musik
    Text: John Dryden
    Simone Kermes, Sopran
    Virgil Hartinger, Tenor
    Konstantin Wolff, Bass
    Kölner Kammerchor
    Clooegium Cartusianum
    Leitung: Peter Neumann

Euch alle frohe Weihnachten und einen guten Rutsch
Barbara

Radiotipps KW52


Hallo zusammen,

pünktlich zu Weihnachten gibt es wieder ein Überangebot an hochinteressanter Musik bei den verschiedenen Radiosendern. Und nicht zu vergessen bei den Fernsehsendern. Ein paar der Highlights für mich in dieser Woche möchte ich Euch vorstellen. Eigentlich könnte mein Recorder 7×24 Stunden durchlaufen, aber bekanntlich ist Bescheidenheit ja eine Zier… Falls Ihr das Weihnachtsoratorium vermisst – dazu erstelle ich einen eigenen Beitrag. Es lohnt sich auch, bei den verschiedenen Sendern die kirchenmusikalischen Sendungen durchzusehen, dort gibt es auch manches relativ unbekannte Weihnachtsoratorium von anderen Komponisten wie Bach.

20.12.
Ö1
19:30-21:15

Aus dem Konzertsaal
Wiener Philharmoniker, Dirigent: Sir Simon Rattle;
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien;
Magdalena Kozená, Mezzosopran; Michael Schade, Tenor; Thomas Quasthoff, Bass.
Edward Elgar: „The Dream of Gerontius“, Oratorium, op.38 (aufgenommen am 6. Dezember im Großen Musikvereinssaal in Wien). Präsentation: Peter Kislinger
(Übertragung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)

21.12.
BBC
6.38am

Bach, Johann Sebastian (1685-1750):
Cantata No 170 (Vergnugte Ruh, beliebte Seelenlust), BWV170 – Leipzig, 1726
Anne Sofie von Otter (mezzo-soprano)
Les Musiciens du Louvre
Marc Minkowski (conductor).

BBC
!!!! Wiederholung des Konzertes von Sommer !!!!
21:15

J.S. Bach:
Komm, Jesu, Komm!, BWV229;
Furchte dich nicht, BWV228;
Jesu, meine Freude, BWV227;
Singet dem Herrn ein neues Lied, BWV225

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner (conductor)

A late-night Prom in which John Eliot Gardiner and his hand-picked choir and ensemble perform some of Bach’s motets. While Bach’s great Passions languished unheard for almost a century after his death, his motets continued to be sung by the Leipzig choirs for which they were written. The concert features four of them, including Singet dem Herrn ein neues Lied (Sing to the Lord a new song), a work which had even Mozart exclaiming, ‚Now, there’s a piece one can learn from‘.

24.12.
MDR
Mal keine Musik, sondern ein Hörspiel:
22-23
Bachs Reiche
Becketts Winterreise durch Hitlers Reich
Von Torsten Enders
(Ursendung)

„Thomaskantor unter Mordverdacht!“ hätte eine berühmte Skandal-Postille vermutlich getitelt, wäre sie vor 275 Jahren schon auf dem Markt gewesen. Der Leipziger „Senior Stadtmusicus“ Gottfried Reiche, Johann Sebastian Bachs Lieblings-Trompeter, war am 6. Oktober im Stadtpfeiffer-Gässchen tot aufgefunden worden. Am Abend zuvor hatte er noch – im Beisein des neuen sächsischen Kurfürsten – Bachs eigens für das Festkonzert komponierte Kantate „Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen“ mit uraufgeführt. Ob Reiche, am Kopf verletzt, durch Sturz oder Schlag zu Tode kam, war nicht ersichtlich. Wohl aber, dass Bach von Reiche in den Tagen vor dem Konzert unablässig neue Proben verlangt hatte. Unzufrieden mit Reiches Leistung, hatte Bach getobt und sein Bild am Dresdner Hof, womöglich seine Stellung und Karriere beschädigt gesehen. Grund genug für einen Streit mit tödlichem Ausgang?

Torsten Enders, geboren 1954 in Altenburg/ Thüringen, nach dem Studium der Theaterwissenschaft seit 1978 Dramaturg beim Rundfunk. Lebt in Berlin. Autor mehrerer Hörspiele und Features („Kein Wort von Einsamkeit“, „Das tonlose Spiel“, „Dorns Tiefland“, „Brückenschlag“), sowie von Filmen („Trutz“) und Theaterstücken („Kanzelkarl“, „Kowatz“). Der MDR produzierte 2001 das Hörspiel „Spenderherz“, das mit dem Hörspiel-Preis der Stiftung Kulturpflege und Kulturförderung der Sparkasse Neuss für das beste regionale Hörspiel ausgezeichnet wurde.

Produktion: MDR 2009
Regie: Judith Lorentz

Otto Sander – Reiche
Thomas Thieme – Bach
Paul Herwig – Bamberg
Berndt Stübner – Friedrich August II
Stefanie Rösner – Rieke
Veit Schubert – Wendestrom
Ernst Jacobi – Schrock

25.12.
Nordwestradio
20-22
Weihnachtskonzert am Abend
Wenn sich das Calmus Ensemble Leipzig „Maria durch ein Dornwald ging“ oder „O Tannenbaum“ vornimmt, geraten die schönen alten Lieder in eine schwebende Schräglage, die wunderbar mit dem feinen Stimmengeflecht des Gesualdo Consort Amsterdam harmonisiert.
Eine Nachlese der schönsten Aufnahmen vom Musikfest Bremen 2009, vermischt mit weihnachtlichstimmungsvoller Musik.
Am Mikrofon: Andrea Zschunke

Auch das Fernsehen bietet einiges. Hier 2 Sendungen von ARTE:

20.12.
TV – ARTE
9:50 –12:30
JephtaKeine Wiederholungen
Jephtha
(Frankreich, 2009, 161mn)
ARTE F
Regie: Alain Jomy
Kostüme: Patrice Cauchetier
Sänger: Andrew Foster-Williams, Carolyn Sampson, Christophe Dumaux
Dirigent: Ivor BoltonARTE F
Koproduktion der Opéra National du Rhin und der Opéra National de Bordeaux

TV – Arte
19-19:45
Cecilia Bartoli
Die Kunst der Kastraten
Wiederholungen:
25.12.2009 um 06:00
30.12.2009 um 06:00
(Italien, 2009, 43mn)
Regie: Olivier Simonnet
Darsteller: Cecila Bartoli, Il Giardino Armonico

Cecilia Bartoli – alle zwei Jahre überrascht sie mit einer musikalischen Sensation. Nach der Ausgrabung Vivaldis, Glucks und Salieris kam verbotene Musik im katholischen Rom, dann eine weitere Reise ins Belcanto auf den Spuren Maria Malibrans. Nun entdeckt Cecilia Bartoli die Welt der Kastraten in ihrer neuen Einspielung unter dem doppeldeutigen Namen „Sacrificium“. Und auch dieses Mal ist es beeindruckend, wie akribisch sie bei ihrer Spurensuche die Musik des 18. Jahrhunderts für heute neu gewinnt. Bei der Virtuosität der Kastraten-Arien, ihren großen Koloraturen und stimmlichen Improvisationen ist sie in ihrem Element.

Cecilia Bartoli ist bekannt dafür, dass sie regelmäßig spannende Entdeckungsreisen in die Welt der Musik unternimmt. Nach der Wiederentdeckung zum Teil unbekannter Werke von Vivaldi, Gluck und Salieri, nach Abstechern ins barocke Rom („Opera proibita“) und das Belcanto-Reich der Maria Malibran hat sie sich nun auf die Spuren der Kastraten begeben.
Damit taucht sie ein, in eine Zeit voller Widersprüche, in der Schönheit und Grausamkeit, schillernde Erotik und sexuelle Ambiguität, Pracht und Elend aufeinanderprallen. Nie zuvor und nie danach wurden im Namen der Musik so viele Opfer gebracht, wurden so viele Knaben verstümmelt, damit einige wenige Kastraten mit einer bis dahin unerhörten Gesangskunst die Opernwelt Europas faszinierten und als Stimmwunder des Barock verehrt wurden.
Die Musik der Kastraten ist für Cecilia Bartoli das bisher anspruchsvollste Projekt mit technisch äußerst schwierigen Arien und Koloraturketten, die speziell den sängerischen Möglichkeiten der Kastraten angepasst waren. Die berühmtesten Kastraten kamen seinerzeit aus Neapel, der erfolgreichste Lehrer war Nicola Porpora, der als bedeutender Opernkomponist seinen Schützlingen – darunter Farinelli und Caffarelli – die Arien direkt auf den Leib schrieb.
Als passendes Ambiente für die Aufführung der Musik der Kastraten hat sich Cecilia Bartoli das barocke Theater und einige prunkvolle Räume des Königspalastes von Caserta in der Nähe Neapels ausgesucht. Neben Werken von Porpora singt sie unter anderem auch Arien von Georg Friedrich Händel, Carl Heinrich Graun und Geminiano Giacomelli.
Begleitet wird sie dabei vom Orchester Il Giardino Armonico unter der Leitung von Giovanni Antonini.

Die CD, auf der diese Sendung basiert, hat mich begeistert. Ich bin gespannt, das Energiebündel Cecilia Bartoli in Aktion zu sehen.

Ich hoffe, der Vorweihnachtstrubel lässt Euch ein wenig Zeit zum zur Besinnung kommen. Was könnte da hilfreicher sein als Musik?!
Barbara

YouTube – Sir J.E. Gardiner BWV 248 Proben zum Weihnachtsoratorium in Sachsen-Thüringen


Hallo Bachfreunde,

für alle, die eine DVD von der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 mit der Dokumentation: BWV 248 Weihnachtsoratorium „Jauchzet frohlocket“ mit Sir J.E. Gardiner nicht besitzen, sind die ersten 6 Videos dazu bei YouTube abrufbar.

Zu meiner gesamten Playlist bei YouTube nachstehenden Link anklicken:

Link: http://www.youtube.com/view_play_list?p=891E1FE87369A7E4

Viel Spaß und Gruß

Volker

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Joseph Haydn – Die Schöpfung – in der Laeiszhalle – interpretiert von Sir J.E. Gardiner


Hallo Hamburgbesucher,

viel zu schnell verging das Konzert mit der Haydn-Schöpfung in der Laeiszhalle in Hamburg. Nach der ausgiebigen Pause erklang der 3. Teil – man hatte sich gerade in das Haydn-Werk reingehört – danach war leider Schluss. Selbst meinen Nachbarn zur linken Seite war es ein abruptes Finale und hätten den Klängen gerne weiter gelauscht.

Laeiszhalle Hamburg

Ankündigung: Laeiszhalle In Hamburg Gardiner-Haydn

Gesangs-Solisten: Tenor: Andrew Kennedy (nicht wie im Vorfeld angekündigt: James Gilchrist..!!);  Sopran: Sophie Karthäuser; Bass: Tim Mirfin; Leitung: Sir J.E. Gardiner.

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Dass die Laeiszhalle eine fantastische Akustik besitzt spürte der Besucher mit dem im zarten Piano gespielten Einleitungs-Satz des Oratoriums von Haydn „Die Schöpfung“. Großartig der Beginn mit der Schilderung des Chaos und der Sonnenaufgang, das „Orchestre Révolutionnaire et Romantique“ lief zur Höchstform auf unter dem genialen Dirigat von Sir J.E. Gardiner. Das ist es, was er so prackmatisch und vorzüglich beherrscht, Höhepunkte heraus zu kristallisieren, die den Besucher sofort in den Bann ziehen. Der dann einsetzende Monteverdi Choir  mit einem gewaltigen Fortissimo  „Und es ward Licht!“ wortverständlich und in der gesanglichen Artikulation war ein Genuss, hieran müssen sich die anderen Chöre messen lassen, es ist ein Ausnahme-Chor der Extra-Klasse.

Joseph Haydn "Die Schöpfung" mit Orchestre Révolutionnaire et Romantiqu und Monteverdi Choir J.E. Gardiner.

In der kontrastreichen Interpretation gab es aber auch ganz intime Momente – etwa beim sanften Schimmern des Mondes, oder wie im 3. Teil mit dem Gesangs-Duett für Sopran und Bass als „Eva und Adam“, hier punktete die Sopranistin Sophie Karthäuser und überzeugte mit ihrem stimmlichen Können und einer natürlichen Phrasierung, die das Orchester entsprechend unterstützte. Tim Mirfin (Bass) fehlt es an Ausdruckskraft und konnte nur bedingt überzeugen, die deutsche Wortverständlichkeit war ein Makel und war unüberhörbar. Ebenso abfallend der Tenor: Andrew Kennedy – der in deutsch unüberhörbare Schwächen besitzt und es ihm gesanglich an Überzeugungskraft fehlt. Wenn diese Partien – wie im Vorfeld angekündigt  – von J. Gilchrist gesungen worden wären, hätte er diese Tenor-Partien zum einem weiteren Glanzpunkt gestalten können.

Von links: Tenor: Andrew Kennedy; Sopran: Sophie Karthäuser; Leitung: Sir J.E. Gardiner; Bass: Tim Mirfin.

So fällt das Gesamt-Resultat ein wenig zwiespältig aus, das „Orchestre Révolutionnaire et Romantique“ überzeugte – bis auf ein paar ungereimte Hornbläser und zu schnell einsetzende Instrumente, der Monteverdi Choir gab wieder eine Glanzleitung ab. Aber der zündende Funke wollte an diesem Abend bei mir nicht so recht ankommen, lag es an dem Haydn-Oratorium oder an dem Gefühl, an gewissen Stellen eine Oper erlebt zu haben? Die Besucher waren anderer Meinung und spendeten frenetischen Schluss-Applaus mit Standing Ovatione und brachten die altehrwürdige Laeiszhalle zum Beben…!!!

Grüße

Volker

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Web-Radios mit Klassischer Musik 49. KW 2009


Hallo,

hier zur Auswahl mit klassischer Musik die 49. KW.

Schönes Wochenende
Barbara

Samstag, 28.11.2009
SWR2
anschließend ca.:
19.10 Uhr
Geistliche Musik
Joseph Haydn:
Missa solemnis B-dur Hob. XXII Nr. 14 „Harmoniemesse“
Joanne Lunn, Angharad Gruffydd (Sopran)
Sara Mingardo (Alt)
Topi Lehtipuu, Andrew Busher (Tenor)
Brindley Sherratt (Bass)
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner
Dies ist die Aufnahme, die auch auf CD zu erhalten ist.

28.11.2009
WDR3
20-22:30 Uhr
WDR 3 Konzert live
Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach
King’s Singers; WDR Big Band Köln, Leitung: Bill Dobbins
Übertragung aus der Zeche Zollverein, Essen

Sonntag, 29.11.2009
WDR3
15-16 Uhr
WDR 3 Musikfeature
Musik für Thron, Theater und Taverne
Lebensstationen des Henry Purcell
Von Thomas Daun
Aufnahme des WDR 2009

SWR2
20-23 Uhr
Der große Wiegenliederabend
Moderation: Ursula Nusser
„Der Mond ist aufgegangen“ – Wer kennt dieses Lied nicht? Eine
Umfrage in einer Stuttgarter 10. Klasse fiel allerdings überraschend
aus. Zwei Drittel der Klasse hatten es noch nie gehört. Das hat den
Sänger Cornelius Hauptmann herausgefordert. Er hat 52 seiner
Kollegen, 52 der besten deutschsprachigen Sängerinnen und Sänger, für
ein großes gemeinsames Projekt gewonnen: Sie haben ihre
Lieblings-Schlaf- und Wiegenlieder im und für den SWR und den
Carus-Verlag aufgenommen. „Wir sind die letzte Generation, die die
Möglichkeit hat, diese Lieder weiterzugeben“, sagt Peter Schreier,
der Senior im Reigen der prominenten Sänger, die ohne Gage mitgewirkt
haben. Mit dem Verkauf der CD werden überdies weitere Projekte
finanziert, die das Singen mit Kindern in besonderer Weise fördern.
„Der große Wiegenliederabend“ stellt das Projekt vor, Sängerinnen und
Sänger sprechen über ihre Lieblingslieder, Fachleute erklären, welche
Wirkung das Singen auf kleine Kinder hat. Und zu hören sind natürlich
viele Wiegenlieder, u.a. gesungen von Jonas Kaufmann, Angelika
Kirchschlager, Peter Schreier, Kurt Moll und Roman Trekel.

Links:
www.swr2.de oder
www.wiegenlieder.org

Donnertag, 3.12.2009
Deutschlandfunk
21-22:50’ Uhr
Festspiel-Panorama
Musikfest Bremen 2009
A Choral Evensong
mit Werken von
Christopher Tye, Thomas Tallis, Edward W. Naylor, Edward Bairstow, Hubert Parry, Thomas Weelkes, Orlando Gibbons, Jonathan Harvey, Benjamin Britten
und Ralph Vaughan Williams
Choir of King’s College Cambridge
Leitung: Stephen Cleobury
Aufnahme vom 13.9.09 aus der Alexanderkirche Wildeshausen

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Kurzbericht von Baden Baden – Gardiner mit der Schöpfung von Haydn


Martin sagt:
23. November 2009 um 13:19

Hallo zusammen,

vorgestern habe ich mir „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn in Baden Baden zu Gemüte geführt.
Ich möchte ungern zu ausführlich berichten, damit sich in Hamburg noch alle unvoreingenommen der Musik hingeben können, deshalb nur ein paar wenige Eindrücke.

Der Chor bestand aus 12 Sopran-, 6 Alt-, 6 Tenor- und 6 Bassstimmen.
Das Orchester spielte mit 52 Musikern. Konzertmeister war wie immer beim ORR Peter Hanson.
Die Solisten Sophie Karthäuser, James Gilchrist und Tim Mirfin sangen allesamt (mit ganz kleinen Abstrichen – Tim Mirfin vergaß einen Einsatz und ließ vier Noten aus, James Johnstone hat kurz später offensichtlich die Begleitung des Sopransolos mit einer anderen Stelle verwechselt, was alle etwas verdutzt schauen ließ) erstklassig.
Wie immer harmonierten Chor und Orchester ideal miteinander und legten noch einiges an Tempo zu, wenn man die Chöre mit denen auf Gardiners CD vergleicht, was aber nicht zu Lasten von Präzision oder Ausdruck ging. Die Aufführung war insgesamt absolut Spitze und das Publikum würdigte dies völlig zu Recht mit Standing Ovations.

Nach dem Konzert war das gesamte Publikum eingeladen, den Abend im Foyer zusammen mit den Ensemblemitgliedern ausklingen zu lassen, was ich eine sehr schöne Idee finde.

Gardiner in Luxembourg Foto: Philharmonie-Luxembourg

Zwei Tage vorher wurde in Luxembourg von Joseph Haydn „Die Jahreszeiten“ aufgeführt. Einen Bericht dazu gibt es hier:

Link:

http://www.volksfreund.de/nachrichten/kultur/regionalkultur/Regionale-Kultur;art764,2271100

Dieses Konzert muss relativ einzigartig gewesen sein, da auf dem Flug von London knapp 40 Koffer in London hängen geblieben waren. So musste in Jeans und Turnschuhen musiziert werden.

Schöne Grüße
Martin

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J.E. Gardiner im Konzert und Interview zu Bach und Brahms niederl. Webchannel Cultura


Hallo,

eine schöne Information von @Leen, dafür ganz herzlichen Dank. Auf dem niederländischen“Webchannel Cultura“ gibt es Konzert- Probenausschnitte und Interviews zu J.S. Bach und Johannes Brahms zu bewundern. Die Aufnahmen sind von Oktober 2007 u.a. mit dem BWV 60 „O Ewigkeit du Donnerwort“ und Aussagen zur Interpretation von Johannes Brahms. Die einfühlsame Probenarbeit von J.E. Gardiner ist wiederum zu bewundern.

J.E. Gardiner im Interview in Holland 2007

Ein wenig Zeit ist für den Film notwendig die Laufzeit beträgt ca. 40 Minuten, darunter sind viele köstliche Szenen zu bewundern – wünsche viel Spaß…!!

Im Gespräch zur Interpretation Prof. Michael Niesemann und J.E.Gardiner

————————————————–

Link zum niederländischen Webchannel-Cultura:

http://player.omroep.nl/?aflID=10359997

Quelle: player.omroep.nl

Helaas ondersteunt uw browser niet (voldoende) JavaScript om de player weer te geven. Lees hier hoe u JavaScript kunt inschakelen. We werken aan een oplossing voor dit probleem.

————————————————

Nach dem Öffnen der Webchannel-Webseite wird der Quick Time Player 7 automatisch beim Browser „Safari“ (Apple) gestartet, ein wenig Geduld beim Laden…!!  Beim Aufruf unter Windows erfolgt ebenfalls automatisch auf der Webchannel-Cultura-Seite ein Aufruf des Windows-Media-Players auch hier ein wenig Geduld, bis der Ladevorgang abgeschlossen wird.

————————————————

Gruss

Volker

Webnews

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Rezension – Gardiner SDG 704 Brahms Symphonie 3


Hallo,

wenn es bei Sir J.E.Gardiner um Neuland in der Veröfentlichung eines Projektes geht, müssen seine „Brahms-Einspielungen“ unbedingt  genannt werden. Die neuste CD mit der Brahms-Symphonie No:3 als SDG 704.

Cover: Brahms Symphonie 3

Johannes Brahms

1833-1897

Inhalt:

Ich schwing mein Horn ins Jammertal Op.41/1 (1861)
Es tönt ein voller Harfenklang Op.17/1 (1860)
Nachtwache I Op.104/1 (1888)
Einförmig ist der Liebe Gram Op.113/13 (1891)
Gesang der Parzen Op.89 (1882)

Symphony No.3 in F major Op.90 (1883)

I Allegro con brio
II Andante
III Poco allegretto
IV Allegro

Nänie Op.82 (1881)

Ein weiteres aktuelles Projekt von Gardiner beinhaltet das Nebeneinander von drei Brahms Symphonien sowie Chormusik von Brahms. Insbesondere konzentriert sich Gardiner auf die „Vokalität“ dieser Symphonien, und befindet sich auf tragenden Spuren seiner Interpretation in den vokalen Werken von Brahms.

Dieses Album bietet einen großen Brahms mit der dritten Symphonie – heroisch erklingend neben der  Nänie ebenso ein dramatischer Ballade Gesang in der Parzen.

Das Projekt wurde in zwei Tranchen, und der erste Teil der zweiten Tranche ist nun in Form der Dritten Symphonie, die mit sechs Chorwerken Brahms eingespielt wurden. Die Auslegung Gardiner’s mit der Verwendung von historischen Instrumenten erzeugt ein ganz neues Klangerlebnis. Die Texturen und Klangfarben sind folglich sehr prägnanten, zum Beispiel in dem lieblichen, poetischen zweiten Satz, in dem die Holzbläser abheben – und eine unnachahmliche Eigenständigkeit im Klangerlebnis bewirken.

Ein gelungenes Ergebnis, ist Gardiner’s Theorie über Vokal-Ansätze bis hin zur symphonischen Zusammensetzung in einem genialen Klanggenuss zu vereinen. Es erklingt eine leidenschaftliche und dramatische Brahms-Symphonie No: 3 die begeistert.

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CD-Bestellung über meine Partnerseite nachstehend:

Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/11/gardiner-mit-brahms3-sdg-704-erschienen.html

Gardiners-Erläuterungen dazu: nachstehend:

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

Gruß
Volker

J.E. Gardiner am 7. Mai 2010 in Königslutter-Eintrittskarten ab sofort erhältlich!


Hallo,

wer nach Königslutter im Kaiserdom das Gardiner-Konzert am 7. Mai 2010 um 20:00 Uhr mit der h-moll Messe von J.S. Bach – besuchen möchte, kann bereits Eintrittskarten erwerben. Die Buchung ist über einen Saalplan direkt möglich. Es gibt zwei Veranstalter, die Eintrittskarten ab  s o f o r t vergeben. Des weiteren finden Gardiner-Konzerte in 2010 mit der Messe h-Moll, BWV 242 in Dortmund, Frankfurt und Leipzig statt.

Foto: Gardiner im Kaiserdom Königslutter – bei einer Probe…

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Radio-Tipp:

Der NDR-Kultur zeichnet das Konzert von Gardiner (J.S. Bach – h-moll-Messe) in Königslutter auf und sendet es an Himmelfahrt, 13.5.2010 um 20:00 Uhr.

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Wie bekannt, cm ticket.de (Konzertbüro Reimann in Berlin) mit moderateren Eintrittspreisen – aber ohne Saalplan-Buchung:

Link: http://www.cm-ticket.de/konzert-details.php?kateg=5&k_id=426

Plätze für 85,00 € – 60,00 € – 50,00 € – 30,00 €  und 15,00 €

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Eine weitere Bezugsquelle  m i t  Saalplanbuchung aber  höheren Eintrittspreisen über regioactive.de:

Link: http://www.regioactive.de/tickets.html?id=518443

Saalplanbuchung, Plätze für  96,60 € – 69,10 € – 58,10 € – 36,10 € – und 19,70 €

————————————————-

Weitere Gardiner-Konzert-Termine für 2010 steht fest,

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir gastieren

am 13 Mai 2010 in Dortmund, Reinoldikirche, mit dem BWV 242 h-Moll-Messe.

St. Reinoldi-Kirche Dortmund

Informationen bei:

KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund
44122 Dortmund
Telefon 0231/50 29 996 | Fax 0231/50 28 300
info©klangvokal.de

KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund 2010

Das Festivalprogramm 2010 wird am 11. Dezember 2009 veröffentlicht.

Link: http://www.klangvokal-dortmund.de/programm-tickets/

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Frankfurt, Alte Oper am 14. Mai 2010 Großer Saal, 20:00 Uhr

Konzerte Alte Oper in Frankfurt

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir mit dem BWV 242 h-Moll- Messe.

Link: Zur Online Ticketbestellung

Wenige Restkarten vorhanden..!!

———————————————–
Leipzig, Bachfest 2010, am 20. Juni 2010, Thomaskirche um 18:00 Uhr

Thomaskirche Leipzig

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir mit dem BWV 242 h-Moll- Messe.

Ticket-Online:

Link: http://www.ticketonline.com/de/de/eventid/709415-No+113+Abschlusskonzert+Bachfest+2010/?productionid=184600

Mit dem Stand vom 10. Januar 2010 ist das Abschlusskonzert mit J.E. Gardiner (h-Moll-Messe) für den 20.6.2010 in der Thomaskirche Leipzig restlos ausverkauft…!!

———————————————–

Gruß

Volker

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Beeindruckend – Stiller Schluss-Applaus nach einem Oratorium-Vokalwerk?


Hallo,

ich komme noch einmal auf das bereits abgehandelte Thema „Sinn oder Unsinn der Beifallskundgebung in Kantaten-Konzerten“ zurück. Ich habe mir das Oratorium von Joseph Haydn „Die Schöpfung“ unter der Leitung von Leonard Bernstein in der Basilika Ottobeuren von 1986 angesehen. Was dort zum Schluss ablief, hat mich sehr nachdenklich gemacht. Nach dem Schluss-Satz des „Amen“ war absolute Stille in der Basilika, der Dirigent und die Besucher verharrten ganz still, kein Applaus, nur die Glocken der Basilika waren zu hören. Danach verließen die Besucher die Kirche und ich war davon tief beeindruckt.

Was mag im Vorfeld abgesprochen sein, dass eine Beifallsbekundung unterblieb? Ich fand diese Art sehr sehr angemessen, es blieb genügend Zeit, alles während der Glockenschläge verinnerlichen zu können, diese Ruhe und Stille war beeindruckend und finde es nachahmenswert…!! Wahrscheinlich stehe ich mit dieser persönlichen Meinung allein auf weitem Feld und Flur…!! Einen Video-Ausschnitt von dem Konzert in der Basilika Ottobeuren von 1986 füge ich bei, hier geht es nur um den angesprochenen Schlussteil des Oratoriums von Joseph Haydn „Die Schöpfung“.

Lasst die Szenen einmal auf euch wirken und sagt mir dann einmal die persönliche Meinung dazu.

Zum Start in den Player klicken

——————————————

Als Konteks dazu Sir John Eliot Gardiner aus seinem Reisetagebuch von SDG 156 Vol. 4 – CD eins

von der Pilgrimage 2000 -Tour aus der Kirche St Gumbertus, Ansbach wie folgt:

Foto: Frentischer Schluss-Applaus für den Sir in der Nikolaikirche Leipzig beim Bachfest 2007

—————————————–

Das letzte Mal waren wir 1981 hier in Ansbach, als man uns eingeladen hatte, fünf verschiedene Programme mit Bachs Musik aufzuführen. Der Chor übertraf sich damals selbst, und dies zu einer Zeit, als wir als English Baroque Soloists immer noch damit beschäftigt waren, unseren Weg als ein Ensemble zu finden, das sich der historischen Aufführungspraxis verschrieben hatte.

Neunzehn Jahrespäter wurde das erste Stück in unserem Programm, die Motette ‚Lobet den Herrn’, die mit einem überwältigenden ‚Hallelujah!’ endet, mit völliger Stille quittiert. Plötzlich fiel mir wieder ein, wie bestürzt ich damals war, als der zaghaft einsetzende Beifall mit lauten Pst!-Rufen erstickt wurde, 1981 und auch am Ende unseres ersten Auftritts 1979 hier.

Irgendwie wirkte es so, als würde der ganzen Sache der Reiz genommen – der Ehre, die man vermeintlich uns, den Ausländern, erwiesen hatte, als man uns auserwählte und einlud, an diesem führenden Bach-Fest teilzunehmen, fast einem Mekka (oder Bayreuth) der Bach-Feiern. Einige von uns hatten Mühe, nicht aufgebracht zu reagieren, nicht was die fehlende hörbare Zustimmung betraf, sondern die Einstellung, die hinter diesem kapriziösen Verzicht auf Applaus lag.

Der Grund dafür war nicht so sehr die (mangelnde) Qualität der Aufführung, jedoch vielmehr der pseudo-religiöse Respekt, den ein Publikum, das sich als wahrer Wächter der heiligen Bach-Flamme verstand, dieser Musik entgegenbrachte. Historisch nicht ganz stimmig an dieser exzessiven Bach-Huldigung ist, dass die Musik als ein statischer Gegenstand oder eine heilige Reliquie gesehen wird, während Bach eindeutig sehr großen Wert darauf legte, dass seine Musik aufgeführt wird, wie es uns im Laufe des Jahres immer wieder bestätigt worden war.

In gewisser Weise wird ihre Komposition erst während der Aufführung ‚vollendet’, und das ist der Grund, warum wir als Musiker so achtsam jeder Spur folgen, die uns in der Notation der Kantaten Hinweise auf Bachs eigene Aufführungspraxis gibt.

Wir sind auch bestrebt, ein produktives und dynamisches Dreiecksverhältnis zu schaffen, zwischen dem Komponisten Bach, der sein Werk selbst aufgeführt hat, uns als Musikern, die es neu erschaffen, und schließlich dem Publikum, das an diesem Prozess teilhat. So war es in allen ostdeutschen Städten gewesen, wo wir in diesem Jahr aufgetreten waren.

Doch wenn die Zuhörer als begeisterte Bach-Anhänger zu dem Schluss gelangt sind, das Gelände verteidigen zu müssen, kann diese lebenswichtige chemische Reaktion zwischen ihnen und uns nicht mehr stattfinden, und damit entfällt auch der ‚Auftrieb’, den ein reaktionswilliges Publikum einem auftretenden Ensemble geben könnte.

Diese Überlegungen traten in ein anderes Licht, als eine ältere Dame nach dem Konzert am Morgen nach vorn kam und mir ein Sträußchen mit Blumen aus ihrem Garten überreichte. Die letzte Spur Groll verschwand, als sie am Abend mit einem noch größeren Strauß wiederkam, diesmal aus wilden Wiesenblumen.

– Zitat – Ende –

—————————————

In einem Interview mit der NW vom 20.10.2009 nahm der englische Star-Violonist Daniel Hope zu dem Thema Applaus wie folgt Stellung:

Frage:

Herr Hope, ich habe in einem Benimmbuch aus den 50er Jahren gelesen, dass man den Künstler nach einem Konzert nicht mit allzu langem Beifall bedenken sollte, weil er vom Musizieren müde sei. Sagen Sie mir bitte, dass das nicht wahr ist.

DANIEL HOPE:

(lacht) Ich würde sehr traurig sein, wenn das wahr wäre. Natürlich kann man sehr müde sein nach einem Konzert, aber für mich persönlich ist Applaus das schönste Geräusch nach der Musik. Es ist das Signal des Publikums an den Künstler, dass die Botschaft angekommen ist.

Frage:
Sie sind gerade in Aix-en-Provence gemeinsam mit Anne-Sophie von Otter aufgetreten mit Liedern aus dem KZ Theresienstadt.
Wenn man um den Hintergrund dieser Musik weiß, kann da Applaus nicht auch fehl am Platze wirken?

HOPE:

Ja, das kann es. Wir haben gerade mit diesem Programm unterschiedlichste Reaktionen erlebt. Bei den Kabarettliedern, die im KZ zur Ablenkung geschrieben wurden, hat sich manches Publikum richtig in den Applaus hinein gesteigert, ein anderes Publikum hat eher zurückhaltend reagiert, weil es spürte, zu viel Applaus wäre fehl am Platz. In Frankreich haben die Leute sehr schnell und sehr stark nach allem applaudiert. Das war für uns Musiker nicht ganz einfach, weil das zum Teil sehr traurige Lieder sind und sich eine gewisse Spannung aufgebaut hat. Man will als Musiker manchmal ein paar Sekunden der Stille genießen, und das ist dann nicht möglich.

– Zitat – Ende –

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Die gegensächlichen Aussagen von Daniel Hope und J.E. Gardiner zum Thema „Applaus“ können nicht unterschiedlicher ausfallen. Ich kann mich noch sehr gut an die Aufführung von Sir John Eliot Gardiner – mit der Matthäus-Passion am 6. März 2005 – im Kaiserdom von Königslutter erinnern. In diesem Beitrag hatte ich folgende Aussage zum Konzert getätigt:

Besonders beeindruckend, wie innerlich bewegend die gesamten Solisten, ob Chor oder Orchester sowie J.E. Gardiner, bei den Gesangspartien des Evangelisten, die Augen geschlossen und die Hände gefaltet, den Worten und der Musik lauschend zuhörten.
Das Publikum wurde dermaßen von diesen Passagen des Werkes eingenommen, dass selbst das Husten unterblieb. Nach dem Schluss-Ton geriet man in einen Trancezustand, absolute Stille umgab die Aufführungsstätte, Gardiner verharrte in sich gekehrt und entschwand kurze Zeit später von der Bühne um nicht wieder zurückzukehren.

Mein Umkehrschluss zur Aussage von Sir Gardiner aus dem Jahre 2000 zu Ansbach und zur Aufführung in Königslutter. Es lagen mittlerweile 5 Jahre dazwischen, hat Sir Gardiner eine neue Sicht auf diese Thematik bekommen – dass in einem sakralen Raum beim Erklingen einer Passions-Musik auf eine Beifallsbekundung zu verzichten ist, anders kann ich sein Verhalten in Königslutter nicht deuten und bin der Meinung, dass dieses Verhalten sich als richtig erweist.

Sicherlich vertritt subjektiv jeder eine andere Meinung, aber mir hat diese Schluss-Art  von Königslutter und aus der Basilika Ottobeuren – auf Applaus zu verzichten sehr gut gefallen und wünschte, das würde weiterhin Bestand haben…!!

Eine weitere Ergänzung zu dem Thema gab es in der Semperoper Dresden durch den Dirigenten Christian Thielemann am 14.2.2010 in 3Sat mit dem Beethovenkonzert mit der Missa-Solemnis:

“Wenn von einem schönen Brauch Abstand genommen wird, nämlich zu Applaudieren, es gibt keinen Applaus weder für den Auftritt noch nach dem Stück und ich finde sowieso eigentlich bei geistlichen Stücken ist das keine schlechte Idee.”

Dieses Aussage ist hier nachzuhören:

Ich fand das am Ende sehr beeindruckend, als die Besucher und das Orchester sich erhoben und schweigend eine Minute regungslos verharrten und an das Bombendrama auf Dresden durch ihre Haltung entsprechend so zum Ausdruck brachten – ein nachahmenswerter Stil..!!

Ein kleines Konzert-Schnipzel mit dem beeindruckenden Konzert-Ende- nachstehend:

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Link zum alten Beitrag: „Sinn oder Unsinn der Beifallskundgebung in Kantaten-Konzerten“

https://meinhardo.wordpress.com/2008/01/24/sinn-oder-unsinn-der-beifallskundgebung-in-kantaten-konzerten/

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Gruß

Volker

Webnews

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J.S. Bach Reformations-Kantaten


Hallo Bachfreunde,

dieser Tage wurde folgender Kommentar ins Forum gestellt:

Mir würde es gefallen, wenn wir wieder zu unseren Kantaten zurückkehren und eher nach positiven und heilenden Aspekten suchen. Wie vielen Leuten eröffnen Bach’s Kantaten neue Zugänge…..!!

Greife ich diesen Hinweis einmal auf und beginne mit den anstehenden Reformations-Kantaten.

Welche Kantaten sind dafür von J.S. Bach komponiert worden? Weiss es ein jeder auf Anhieb? Mir fällt spontan das BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“ – ein. Ein prächtiges monumentales Werk mit einem großartigen Eingangs-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“. Eine eindeutige Zuordnung als ein Bachwerk – in der heutigen Aufführungspraxis – ist nur bedingt aussagefähig und zweifelhaft geblieben. Bach hat eine Erstfassung 1715 in Weimar  – BWV 80a „Alles was von Gott geboren“ als Oculi-Kantate – komponiert und aus mangelnden Zeitgründen 1728 / 1731 in Leipzig überarbeitet  als Kantate zum Reformationstag: „Ein feste Burg ist unser Gott“ . Man vermutet, dass Wilhelm Friedemann Bach nach dem Tode des Vaters in Halle a.d.Saale Änderungen an dem BWV 80 vorgenommen hat.

Schloss-Kirche Wittenberg mit dem Luther-Text am Turm "Ein feste Burg"

Foto: Der Kirchenturm der Schloss-Kirche Wittenberg mit dem Luther-Text: „Ein feste Burg ist unser Gott“ (Fotorechte: V. Hege)

Kirchen_T_r_der_Schlosskirche_Wittenberg_mit_den_Luther_Thesen.JPG

Dazu ein passendes Foto mit Luthers 95 Thesen an der Kirchentür eingearbeitet

Schloss-Kirche Wittenberg. (Fotorechte: V. Hege)

Bei unserem Besuch 2008 von Wittenberg waren wir beeindruckt von dieser trutzigen Schlosskirche die ehemals zu einer Burg-Schloss-Anlage gehörte. Der in 1768 erneuerten Türflügel wurden zur Erinnerung an den Thesenanschlag 1858 ersetzt durch bronzene Türflügel mit dem Text der 95 Thesen Luthers und mit musizierenden Knaben auf den Türkämpfern.

Schon von weitem ist der beeindruckende Luther-Text am Turm der Schlosskirche zu sehen. Spontan fällt man in das Luther-Lied ein und erlebt einen bewegenden Moment. Wie mag Luther zumute gewesen sein, als er seine Thesen an die Schlosskirchen-Tür anbrachte, er war nicht am Zweifeln, dass es Unrecht war, was er tat. So sehe ich ebenfalls das Kantaten-Werk von Bach und werde immer wieder mit dieser Luther-Tat konfrontiert und eingenommen. Der Cantus firmus in höchster und tiefster Lage ist als Symbol der weltumspannenden Geltung dessen, was gesagt wird zu verstehen: Gottes Machtbereich umfasst den gesamten Kosmos. In Satz sieben ist besonders erwähnenswert die kämpferische Vertonung „Es bleibet unbesiegt und kann die Feinde schlagen“ und wirkt als ein fantastischer Kontrast zu den übrigen anmutigen Abschnitte in dem Duett für Alt und Tenor.

Aufgewühlt und beeindruckt bin ich immer von dem Schluss-Choral „Das Wort sie sollen lassen stahn“ – das lässt sich unmittelbar wunderbar auf die heutige Wirklichkeit der Finanzgebaren und Mauscheleien interpretieren, „lass fahren dahin, sie haben kein‘ Gewinn; das Reich muss uns doch bleiben.“

Es ist das erhebende Werk zum Reformationsfest für uns Protestanten, diese Eindringlichkeit der Worte und kraftvollen Musik kann sich keiner entziehen und verinnerlicht es in der Gewissheit – in der festen Burg wohl geborgen zu sein…..!!

Luther-Relief in der Schlosskirche Wittenberg.JPGFoto: Luther-Relief in der Schlosskirche Wittenberg (Foto: V. Hege)

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Es gibt so hervorragende Einspielungen vom BWV 80, sicherlich ist für mich Gardiner einer der Favoriten, aber verstecken brauchen sich Suzuki, Koopman, Herreweghe, Rilling, Richter, Thomaner unter Rotzsch, Rifkin… etc. nicht, die Auswahl ist gewaltig und das ist das erfreuliche an diesem Bachwerk.

Link: Hörpoben und CD-Einspielungen über diesen Link-Text

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Etwas zu Unrecht im Abseits dazu steht die Bach-Kantate: BWV 79 „Der Herr ist Sonn und Schild“ die ebenfalls durch einen gewaltigen Eingangs-Choral sehr einprägsam imponiert.

Der Eröffnungssatz ist als eine Art feierlicher Aufzug gestaltet – ein bewegendes Bild aufmarschierender Lutheraner. Doch ihr Kampfgeist wirkt in keiner Weise grimmig und verbissen: Die 62-taktige Einleitung schafft eine Atmosphäre geselliger Freude und Gutmütigkeit. Die Fanfaren der hohen Hörner werden von einem beharrlichen Trommelschlag untermauert, der – mit ein bisschen Phantasie interpretiert – das Geräusch des Hammers nachahmt, mit dem Luther seine Thesen an die Eichentür auf der Rückseite der Kirche schlug.

Gardiner sagt dazu in seinem Reisetagebuch:

Gillies Whittaker, der Bachs Kirchenkantaten umfangreiche Analysen gewidmet und alle nach dem Ersten Weltkrieg über mehrere Jahre in Newcastle dirigiert hat, bekannte, er habe „selten eine so überirdische Glückseligkeit empfunden wie beim Dirigieren dieses herrlichen Chores“.  Ich selbst erinnere mich, dass ich ungeheuer aufgewühlt war, als ich ihn 1972 dirigierte, aber dieses Mal, hier in Wittenberg, war seine Wirkung überwältigend.“

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Hörprobe: mp3 BWV 79 Gott der Herr ist Sonne und Schild“

01 Bach_ Cantata #79, BWV 79, _Gott, Der Herr, Ist Sonn und Schild_ – 1. Gott Der Herr Ist Sonn und Schild

02 Bach_ Cantata #79, BWV 79, _Gott, Der Herr, Ist Sonn Und Schild_ – 2. Gott Ist unser Sonn und Schild!

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Bei der kleinen dreisätzigen Kantate Nun danket alle Gott BWV 192 besteht die Gefahr, dass sie im Schatten der beiden riesigen Reformations-Kantaten (BWV 79 und 80) verkümmert. Mit ihrer bescheidenen Instrumentierung bietet sie jedoch einen reizvollen Kontrast, eine Möglichkeit, das Fest auf eine alternative und weniger bombastische Weise zu feiern….!!

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Alle oben genannten Kantaten sind in CD zwei von SDG 110 enthalten.

Ich  bin gespannt auf weitere Wortmeldungen zu diesen einprägsamen Reformations-Kantaten und welcher Interpret mag euer Favorit sein, der diese Werke beispielhaft zu interpretieren weiss.

Gruß

Volker

 

 



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Meinungsäußerungen in deutsch – Künstler-Solisten in CD – SDG 159 Katharine Fuge


Hallo,

eine weitere Veröffentlichung der Meinungen zur Bach Cantata Pilgrimage Tour 2000 von der Sopranistin:

Katharine Fuge

veröffentlicht in der CD SDG 159 Vol. 9

Katharine Fuge SopranFoto: Katharine Fuge – Sopran – England

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Dieser Künstler-Beitrag wurde von © Alexander Behrens für © “ Volkers Klassikseiten J.S. Bach“ übersetzt. Der Betreiber dieses Blogs Volker Hege erklärt: „Die Genehmigung zur Veröffentlichung des Reisetagebuches wurde durch Sir John Eliot Gardiner am 15.12.2006 in Braunschweig persönlich dem Inhaltverantwortlichen Volker Hege erteilt! (Alle Quellangaben von http://www.monteverdi.co.uk).“ Die Veröffentlichung der Künstlerbeiträge auf dieser Seite erfolgt mit Zustimmung von Monteverdi Productions. In den SDG-Booklets sind diese Beiträge nur englisch abgedruckt.

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Meinungsäußerung zu SDG 159 Vol. 9

Katharine Fuge, Sopran

Als wir Dezember 1999 in Weimar unser Auftaktkonzert zu dieser außergewöhnlichen Reise gaben, wusste ich zugegebenermaßen noch nicht sehr viel von Bach und seiner Musik, und so wirkte sich die Erschließung seines Werks im wöchentlichen Rhythmus unmittelbar auf mein Leben aus. Der kirchliche Dienst war mir (zunächst als Tochter eines Vikars, später als Ehefrau eines Organisten) vertraut; entsprechende Faszination hatte es für mich, dem liturgischen Jahreslauf aus dem Blickwinkel des lutheranischen Kirchenmusikers und Thüringers, der Bach war, zu folgen.

Woche für Woche erhielten wir zusammen mit unseren Stimmen auch die Lesung für den betreffenden Sonntag sowie Informationen über den persönlichen Lebenskontext, in dem die betreffenden Kantaten jeweils entstanden waren. So erfuhren wir etwa, dass sich zu einer Zeit ein besonders versierter Trompeter in der Stadt aufhielt, ein anderes Mal hatte Bach gerade den Tod eines seiner Kinder zu verkraften. Als etwas Besonderes fühlte es sich an, in Gebäuden und Städten Musik zu machen, die Bach schon gesehen hatte, und unvergessen blieb unser erster Leipzig-Aufenthalt im Januar 2000, als wir zwei Kantaten aus dem Weihnachtsoratorium in der Nikolaikirche sangen, genau an jener Stelle, wo Teile hieraus erstmals erklungen waren.

Zum Zeitpunkt unserer Rückkehr nach Leipzig im Oktober hatte die Pilgrimage uns mittlerweile nach Eisenach geführt, wo Bach geboren und getauft wurde, nach Arnstadt, Halle, Mülhausen und schließlich Köthen, wo er als Kapellmeister wirkte. Beim Spazieren durch die Straßen Leipzigs erschien vor meinen Augen das Bild eines tüchtigen Kantors, wie er mit fliegender Robe von Kirche zu Kirche eilt, jemand, der einfach seinen Dienst verrichtet. Besonders ergriffen hat mich der Moment, in dem wir um das Grab des Meister versammelt den Sterbebettchoral sangen. In dem Maße, wie das Jahr voranschritt, wuchs auch unsere Vertrautheit mit der musikalischen Sprache Bachs, mit den Tücken und Freuden, die das Deutsche für uns Sänger bereithielt und mit der tiefen Spiritualität und Menschlichkeit dieses außergewöhnlichen Menschen.

© Übersetzung: Alexander Behrens

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