Archiv für den Monat: Januar 2017

J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen, Videos und Kantaten-Beschreibungen für den 4. Sonntag nach Epiphanias

J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen, Videos und Kantaten-Beschreibungen für den 4. Sonntag nach Epiphanias

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Alt-Ansicht der Thomaskirche in Leipzig

                                                 Alt-Ansicht der Thomaskirche in Leipzig

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 29.01.2017 begehen wir den 4. Sonntag nach Epiphanias (Sexagesimae)

Am 4. Sonntag nach Epiphanias (Sexagesimae) steht Gottes Macht über die Naturmächte im Vordergrund. Jesu Sturmstillung, die Sintflut, die Worte Gottes durch den Propheten – alles führt uns vor Augen, dass Gott den Weltenlauf mit Leichtigkeit verändern. Doch während die Sintflut dazu diente, den „Versuch“ mit der Menschheit noch einmal neu anzufangen, zielen die anderen Geschichten schon eher darauf ab, dass der Mensch sich ändern soll, um solche Katastrophen abzuwenden. In der Sturmstillung tadelt Jesus den kleinen Glauben der Jünger. Der Prophet rät dem Volk Israel, Gott zu fürchten und nicht die Menschen, deren Macht ja doch sehr begrenzt ist. Die Epistellesungen gehen in die gleiche Richtung.

Am 4. Sonntag nach Epiphanias werden wir daran erinnert, dass Gott die Macht über alle Naturgewalten hat, und hören die Erzählung von der Sturmstillung. Durch Jesus sollen wir teilhaben an dieser Macht, aber oft reicht unser Vertrauen nicht aus, so dass wir hoffnungslos verzagen wollen. Allein der Glaube an die Kraft dessen, der der Sintflut ein Ende setzte, der das Schilfmeer zerteilte, der Petrus zu sich auf das Wasser rief, gibt uns neue Zuversicht.

Wochenspruch: 

Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern. (Ps 66, 5)

Wochenlied: 

“Such, wer da will, ein ander Ziel“ (EG 346)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 4. Sonntag nach „Epiphanias“

BWV  14  –  „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit
BWV  81  –  „Jesus schläft – was soll ich hoffen

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link:

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link:

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link:

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag: 07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 14 Wär Gott nicht mit uns diese Zeit

Kantate zum 4. Sonntag nach Epiphanias;

Lydia Teuscher, Sopran; Daniel Johannsen, Tenor;

Danile Ochoa, Bass;

Chorus Musicus Köln / Das Neue Orchester

Leitung: Christoph Spering

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 14Wär‘ Gott nicht mit uns diese Zeit

Kantate für den 4. Sonntag nach Epiphanias

Monika Frimmer, Sopran / Eberhard Büchner, Tenor

Andreas Scheibner, Bass

Thomanerchor LeipzigNeues Bachisches Collegium Musicum Leipzig

Leitung: Hans-Joachim Rotzsch

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Etwa ab  07:10 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 81 “Jesus schläft, was soll ich hoffen”

Kantate für den 4. Sonntag nach Trinitatis

Gli Angeli Geneve

Leitung:Stephen MacLeod

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

Kantate BWV 81Jesus schläft, was soll ich hoffen

Kantate am 4. Sonntag nach Epiphanias

Bogna Bartosz, Alt;  Jörg Dürrmüller, Tenor

Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen

Alt-Arie aus der gleichnamigen Kantate

Julia Hamari (Alt) Bach-Collegium Stuttgart

Leitung: Helmuth Rilling

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Christoph Graupner (1683-1760)

Kantate: „Herr, die Wasserströme erheben sich“

Collegium Vocale

Leitung: Philippe Herreweghe

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Johann Sebastian Bach

BWV 81Schweig, aufgetürmtes Meer!„,

Bass-Arie aus der Kantate „Jesus schläft, was soll ich hoffen“

Siegmund Nimsgern (Bass)

Bach-Collegium Stuttgart

Leitung: Helmuth Rilling

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 14 Wär Gott nicht mit uns diese Zeit

Kantate zum 4. Sonntag nach Epiphanias;

Lydia Teuscher, Sopran; Daniel Johannsen, Tenor;

Danile Ochoa, Bass;

Chorus Musicus Köln / Das Neue Orchester

Leitung: Christoph Spering

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Gottfried August Homilius (1714-1785)

Kantate: „Kommt, frohe Völker herzu„“

Marie-Pierre Roy, Sopran / Knut Schoch, Tenor

Markus Köhler, Bass

Handel’s Company Choir / Handel’s Company

Leitung: Rainer Johannes Homburg 

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um  08:05 Uhr bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 14 „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit“

Kantate am vierten Sonntag nach Epiphanias,

Joanne Lunn, Sopran; Paul Agnew, Tenor;

Peter Harvey, Bass;

Monteverdi Choir / The English Baroque Soloists

Leitung:  John Eliot Gardiner

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 81  „Jesus schläft, was soll ich hoffen“

Kantate zum 4. Sonntag nach Epiphanias für Soli, gemischten Chor und Orchester,

Gli Angeli Geneve

Leitung:  Stephen MacLeod

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

https://www.domradio.de/radio

Web-Radio:

https://www.domradio.de/radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Vertonungen des „Nunc dimittis“Freude und Abschied

In dieser Ausgabe von domradio-Cantica erklingen Vertonungen von:

Giovanni Pierluigi da Palestrina, Orlando Gibbons, Heinrich Schütz, Charles Villiers Stanford, Gustav Holst und Pawel Lukaszewski.

weiter zum Text von Dom-Radio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate –
BWV 81 – „Jesus schläft, was soll ich hoffen“

Kantate für den vierten Sonntag nach Epiphanias !

Aufnahme der J.S. Bachstiftung St. Gallen.

Chor und Orchester der J.S. Bachstiftung St. Gallen musizieren unter der

Leitung von Rudolf Lutz,

Solisten sind:  Roswitha Müller, / Bernhard Berchtold und Wolf Matthias Friedrich.

Der Choral, der am Ende der Kantate erscheint „Jesu, meine Freude“, ist in Orgelbearbeitungen von  Johann Ludwig Krebs (1713-1780) und

J. S. Bach zu hören und vor allem als Motette BWV 227. Interpret ist der Windsbacher Knabenchor unterer Leitung von:  Karl-Friedrich Beringer.

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Videos mit Bach-Kantaten

für den 4. Sonntag nach „Epiphanias“

BWV  14  –  „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit
BWV  81  –  „Jesus schläft – was soll ich hoffen

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/ YouTube: BWV 14 –  

Wär Gott nicht mit uns diese Zeit“  (Interpret: S D G )

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/ YouTube: BWV 14 –  

Wär Gott nicht mit uns diese Zeit“  (Interpret: Rilling ) 

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/ YouTube: BWV 81  –  Gesprächs-Konzert

 Jesus schläft – was soll ich hoffen –  (Interpret: Helmuth Rilling)

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/ YouTube: BWV 81 

 Jesus schläft – was soll ich hoffen –  (Interpret: Sigiswald Kuijken)

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Kantaten zum Fest Mariae Reinigung am 2. Februar

/ YouTube BWV 83 Erfreute Zeit im neuen Bunde (Interpret: Koopman )

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/ YouTube BWV 125  Mit Fried und Freud ich fahr dahin“ (Interpret: Herreweghe )

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Philipp Krieger  – (1649 bis 1725) 

Johann Philipp Krieger 1649 - 1725

Johann Philipp Krieger 1649 – 1725

 Johann Philipp Krieger (* 26. Februar 1649 in Nürnberg; † 6. Februar 1725 in Weißenfels) war ein deutscher Komponist, Organist und Kapellmeister.

Krieger wuchs als Sohn eines Teppichmachers und Garnfärbers auf und erhielt bereits in frühen Jahren eine musikalische Unterrichtung an Tasteninstrumenten. Ab dem achten Lebensjahr erhielt er Unterricht bei dem Nürnberger Musiker und Froberger Schüler Johann Drechsel. Weiteren Unterricht erhielt er auf Blas- und Streichinstrumenten von dem Gambisten Gabriel Schütz         (1633-1710). Vorrangig beeinflusst wurde er während seiner Ausbildung jedoch von dem Organisten Paul Hainlein, vor allem hinsichtlich seiner späteren Zuwendung zum Orgelspiel.

Später ging Krieger nach Dänemark, wo er Schüler des Königlich Dänischen Organisten Johannes Schröder in Kopenhagen wurde. Gleichzeitig vertrat er diesen als Organisten an der Peterskirche. Parallel dazu erhielt er bei Kaspar Förster jun., seines Zeichens Königlich Dänischer Kapellmeister, Unterricht im Fach Tonsatz. Kurze Zeit nach Aufnahme seines Studiums wurde Krieger an der Orgel der Hauptkirche in Kopenhagen eingesetzt. Gegen 1667 erhielt er eine Berufung nach Christiania in Norwegen als Organist, die er auf Wunsch seiner Eltern jedoch nicht wahrnahm…

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Video auf YouTube:

Johann Philipp Krieger

Geistliches-Konzert: „Ich will in Friede fahren“

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Johann Philipp Krieger (1649-1725)

„Einsamkeit, du Qual der Hertzen“

Einsamkeit, du Qual der Hertzen
Was der Himmel will erquicken
Tausend Schmertzen
So sind nun die traurigen Stunden verschwunden

Ausführende: Spägele • Jochens • Friedrich • Lautten Compagney • Katschner

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CD Seelenfrieden CD-Vorstellung: 

Johann Philipp Krieger (1649-1725)

Auch wenn seine Musik heutzutage eher Spezialisten ein Begriff sein dürfte, war Johann Philipp Krieger (1649- 1725) doch einer der führenden Komponisten Deutschlands unmittelbar vor Bach. Sein Verdienst liegt besonders in der Einführung italienischer und französischer Form- und Satztechniken. Die insgesamt zwanzig Geistlichen Konzerte aus der Sammlung ‚Musicalischer Seelen-Frieden‘, dem einzigen Druck geistlicher Musik Kriegers, sind in den Jahren 1690 bis 1696 entstanden. Neben ungefähr 2500 Kantaten gehört auch seine Instrumentalmusik zu den bedeutendsten Gattungsbeiträgen vor Bach. Um auf die bislang wenig beachteten Qualitäten Kriegers als Vokal- und Instrumentalkomponist aufmerksam zu machen, kann man sich wohl keine besseren Interpreten vorstellen als Dorothee Mields sowie die Hamburger Ratsmusik unter Simone Eckert.

Psalm 134: Ecce nunc benedicite Domino (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.) – Sonata Quinta G-Dur Op.II (für Violine, Viola da gamba und B.c.) –

Psalm 68: Es stehe Gott auf (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.) – Sonata Sesta à doi a-Moll Op.II (für Violine, Viola da gamba und B.c.) –

Psalm 65: Gott, man lobet dich in der Stille (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.) – Sonata Quarta à doi F-Dur Op.II (für Violine, Viola da gamba und B.c.) –

Psalm 31: Herr, auf dich trau ich (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.)

CD-Bestellung:    >>  h i e r  <<

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

Aufführungsort: Romsey Abbey, Hampshire am 30.01.2000

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen?“

Kantaten für den 4. Sonntag nach Epiphanias.

Wenn man mich fragte, welche Art Opern Bach komponiert hätte, würde ich sofort

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen?nennen. Denn mir scheint, nichts in seinen weltlichen Kantaten, trotz ihrer Bezeichnungen als dramma per musica, ist annähernd so lebendiges Theater oder tatsächlich Oper wie dieses erstaunliche Werk, das am 30. Januar 1724 in Leipzig uraufgeführt wurde. Es gehört zu jener Handvoll Kantaten, in denen Bach ein dramatisches Ereignis aus dem Tagesevangelium aufgreift – hier Matthäus’ Bericht, wie Jesus den Sturm beruhigt, der auf dem See Genezareth tobt, und das Boot, in dem er sich mit seinen Jüngern befindet, zu kentern droht – und als Basis für eine Metapher nimmt, die den Christen seiner Zeit gegenwärtig war: das Leben als Seereise.Jesu Schlaf auf dem Schiff gibt den Einstieg in eine gespenstische Meditation über die Schrecknisse des Verlassenseins in einer gottlosen Welt – Stichwort für ein Paar altmodischer Blockflöten, die in Bachs Musik häufig mit Tod und Schlaf assoziiert werden und sich zu den Streichern zu gesellen. Es ist auch keine Überraschung, dass Bach diese einleitende Arie einem Alt gibt, der Stimme, der er das Spektrum von Reue, Furcht und Klagen anzuvertrauen pflegte.

Hier unterwirft er den Sänger dem strengen technischen (und symbolischen) Ausdauertest, ein tiefes B über zehn langsame Taktschläge zu halten (zweimal!), ohne dass die Stimme zittert, und dann den klaffenden Abgrund des nahenden Todes heraufzubeschwören.Es gibt auch ein Problem der Klangbalance zu lösen: bei der Einbindung der beiden, inihrer Lautstärke unflexiblen Blockflöten, die eine Oktave über den dynamisch flexiblen Streichern spielen, eine möglichst große Expressivität beizubehalten. Das Leben ohne Jesus (sein schläfriges Schweigen dauert die ersten drei Nummern hindurch an) verursacht seinen Jüngern und späteren Generationen schlimme Qualen und gibt ihnen ein Gefühl der Verlassenheit, das im Tenorrezitativ (Nr. 2) mit verlagerten, dissonanten Harmonien an die Oberfläche kommt. Wir denken an Psalm 13: ‚Wie lange, Herr, willst du mich so ganz vergessen? Wie lange noch verbirgst du dein Antlitz vor mir?’, und an den Leitstern, der von allen Seeleuten und den Weisen aus dem Morgenland so geschätzt wurde.

Plötzlich bricht der Sturm los. Es ist erstaunlich, welch eine lebendige scena Bach aus einem schlichten 3/8-Allegro nur für Streicher in G-dur zu gestalten vermag. Eine heftig aufschäumende Gischt aus Zweiunddreißigstelnoten in den ersten Violinen, gegen ein dumpfes Pulsieren in den übrigen Instrumenten gesetzt, schwillt zu einem ohrenbetäubenden Lärmen auf den 7/6/4/2-Mollakkorden an, um ‚Belials Bäche’ zu schildern, die gegen das winzige Boot schlagen. In ihrem Gesamteindruck ähnelt diese Arie, die von Tenor und Violinen ein gleichermaßen virtuoses Passagenwerk verlangt, das jedoch von einer sehr viel größeren harmonischen Spannung durchdrungen ist, einer der mächtigeren ‚Zornesarien’ aus Händels Opern. Dreimal gebietet Bach unvermittelt dem Unwetter Einhalt, als wolle er von dem sturmgepeitschten Seemann, über zwei Takte hin, ‚Nahaufnahmen’machen.

Obwohl der Sturm außerordentlich real geschildert wird, steht er auch als Symbol für die gottlosen Kräfte, die den einsamen Christen zu verschlingen drohen, wenn er sich gegen seine Spötter erhebt.Jesus, nun wach (wie hat er überhaupt schlafen können bei all dem Lärm?), rügt seine Jünger wegen ihres mangelnden Glaubens. In einem Arioso mit geradliniger Continuobegleitung (es ist fast eine zweistimmige Invention) übernimmt der Bass-Solist die Rolle der vox Christi. Nach dem farbenreichen Drama der vorangegangenen scena verwundert die Dürre und Eintönigkeit der Musik. Man fragt sich, ob das hier dramatischer Realismus ist – die Störung aus dem Schlaf und die Zurechtweisung (das vielfach wiederholte ‚warum’) – oder gar eine sanfte Satire? Es ist vielleicht eine jener Gelegenheiten für Bach, auf Kosten seiner Leipziger Zuchtmeister ein bisschen Spaß zu haben?

Dann folgt ein zweites Seestück, ebenso ungewöhnlich wie der vorangegangene Sturm, in Form einer Arie für Bass, zwei Oboen d’amore und Streicher. Die im Oktavabstand geführten Streicher lassen an den Sog der Gezeiten und das Auftürmen der Wellen denken, denen Jesus Einhalt gebietet, bevor sie auslenken: ‚Schweig! Schweig!’ und ‚Verstumme!’. Weder Bachs autographe Partitur noch die originalen Parts enthalten in irgendeiner Art hilfreiche Angaben zur Artikulation (was natürlich ihre Aufnahme in seine Aufführungen nicht notwendigerweise ausschließt). Wir haben mit verschiedenen Variantenvon Verschleifungen und örtlich begrenzten Crescendi experimentiert, die einen Schlag früher als ihr natürlicher Wellenkamm beendet werden.

Dies schien idiomatisch und auf das Bild bezogen zu funktionieren, ebenso das abschließende Ritornell, das geschmeidig und weich gespielt wurde, als gehorche es nun Christi Befehlen. Dass der Sturm gestillt ist, kommt in dem Rezitativ des Alt-Solisten (Nr. 6) zum Ausdruck, ebenso in dem abschließenden Choral, der siebten Strophe von Johann Francks Lied ‚Jesu, meine Freude’ – ein hervorragender Abschluss für dieses ungewöhnliche und echte dramma per musica. Als Binnenländer mag Bach nie einen richtigen Sturm auf dem Meer erlebt haben, bei einem seiner Lieblingsautoren, Heinrich Müller, einem Theologe aus dem 17. Jahrhundert, ist es eher wahrscheinlich: Müller lebte an der Ostsee, in Rostock, und kommentierte wortgewandt den Vorfall aus dem Matthäus-Evangelium.

Für einen wirklich gläubigen Menschen bedeutet die Reise in ‚Christi Schifflein’, dass er die Unbilden des Lebens und Wetters erfährt, jedoch unversehrt aus ihnen hervorgeht: ‚ein paradoxum mitten in der Unruhe voller Ruhe’. Eine tropologische Interpretation, möchte man hoffen, war für Bach Rechtfertigung genug, die biblische Geschichte so wunderbar originell und, ja, dramatisch auszugestalten, ein Vorgeschmack auf seine Johannis-Passion, deren Uraufführung gerade einmal gut zwei Monate fern lag. Doch wir können ziemlich sicher sein, dass Leipziger Ratsherren wie Dr. Steger, der neun Monate zuvor unter dem Vorbehalt ‚und hätte der solche Compositiones zu machen, die nicht theatralisch wären’ für Bach als Kantor gestimmt hatte, die Haare zu Berge gestanden haben.

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für die Sonntage nach Epiphanias:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen:  Maya Homburger, Violine

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CDs vom Label SDG  
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sdg-115-vol-19

Cover:  CD – SDG 115 – Vol. 19

CD 2 zum 4. So. nach Epiphanias

Link: CD – Bestellung 

CD  – Inhalt:

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BWV 14  „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit“
BWV 81  „Jesus schläft, was soll ich hoffen?“
BWV 26  „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“
BWV 227 „Jesu, meine Freude“ (Motette)

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto ““EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt seit dem 14. Oktober 2016.

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Bachfest-Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Thomanerchor !

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

♪ Cantata BWV 67, „Halt im Gedächtnis Jesum Christ“ (Leipzig, 1724)

i. Chorus: Halt im Gedächtnis Jesum Christ
ii. Aria (tenor): Mein Jesus ist erstanden
iii. Recitative (alto): Mein Jesu, heißest du des Todes Gift
iv. Chorale: Erschienen ist der herrlich Tag
v. Recitative (alto): Doch scheinet fast
vi. Aria (bass): Friede sei mit euch
vii. Chorale: Du Friedefürst, Herr Jesu Christ

Thomaner Jakob Wetzig, alto
Martin Patzold, tenor
Matthias Weichert, bass

Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester
Georg Christoph Biller

Rondeau Production 2014

(HD 1080p – Audio video)

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 Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J.S. Bach – Kantate BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen“ |
3. Arie (J. S. Bachstiftung)

Kantate für den 4. Sonntag nach Epiphanias!

Dritter Satz (Arie) aus der Kantate BWV 81

Aus der reformierten Kirche Trogen, Schweiz
Chor und Orchester der J. S. Bachstiftung St. Gallen
Rudolf Lutz – Musikalische Leitung
Solist
Bernhard Berchtold – Tenor

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J.S. Bach Cantata BWV  156 Ich steh mit einem Fuß im Grabe

 Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

Kantate BWV 156 zum 3. Sonntag nach Epiphanias für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Oboe, Steicher und Continuo.

Solisten:

Muriel Schwarz, Sopran; Terry Wey, Altus; Bernhard Berchtold, Tenor; Markus Volpert, Bass

Leitung:  Rudolf Lutz

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link:  http://www.bachstiftung.ch/shop/ich-steh-mit-einem-fuss-im-grabe-bwv-156-dvd.html


Video –  BWV 156 –  Vierter-Satz „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“

Im Video zu sehen:

Kantate BWV 156 – Vierter Satz – Aria, Altus, Solist: Terry Wey – 

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mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei –

Amazon – mit Hörproben

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Link zum Bachstiftung-Shop

mp3-CDs-DVDs bei der J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Bezugsquelle bei jpc –

Link:   bei   j p c

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

 ALL OF BACH

J.S. Bach Kantate – BWV 32 Liebster Jesu, mein Verlangen“

ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Dialogkantate in Leipzig für den ersten Sonntag nach Epiphanias und führte sie am 13. Januar 1726 erstmals auf. Bach schrieb die Kantate „Liebster Jesu, mein Verlangen“ in seinem dritten Amtsjahr in Leipzig für den ersten Sonntag nach Epiphanias (Erscheinung des Herrn). Die vorgeschriebenen Lesungen für diesen Sonntag waren Röm 12,1–6 LUT, die Pflichten des Christen, und Lk 2,41–52 LUT, Suchen und Finden des zwölfjährigen Jesus im Tempel. In seinem ersten Jahr in Leipzig hatte Bach zum selben Anlass in Mein liebster Jesus ist verloren die allgemeine Situation des Menschen bedacht, der Jesus verloren hat. In seinem zweiten Jahr in Leipzig schrieb er die Choralkantate Meinen Jesum laß ich nicht über ein Kirchenlied von Christian Keymann.

Bach vertonte in Liebster Jesu, mein Verlangen einen Text, den der Darmstädter Hofpoet Georg Christian Lehms 1711 veröffentlicht hatte. Als Schlusschoral fügte er die zwölfte und letzte Strophe von Paul Gerhardts Kirchenlied „Weg, mein Herz, mit den Gedanken“ (1647) hinzu. Dieses wird zur Melodie von „Freu dich sehr, o meine Seele“ gesungen. Bach hatte einige Wochen zuvor ein ähnliches Werk von Lehms vertont, die Weihnachtskantate „Selig ist der Mann“, BWV 57 für den 2. Weihnachtstag.

Lehms arbeitete den Evangelientext zu einem allegorischen Dialog zwischen Jesus und der Seele um. Bach ordnete in seinem Concerto in Dialogo (Konzert im Dialog) die Sopranstimme der Seele zu, während der Bass als Vox Christi, die Stimme Jesu, erscheint, obwohl Jesus im Evangelium noch ein Kind ist. Wie Klaus Hofmann ausführt, greift der Dichter „die allgemeinen Motive des Geschehens auf: das Verlieren, die Suche nach Jesus, das Wiederfinden, und überträgt sie auf das Verhältnis des Gläubigen zu Jesus“. Der Dialog bezieht sich auch auf mittelalterliche Mystik sowie auf die Bilder des Hohenliedes.[6]

Bach führte die Kantate am 13. Januar 1726 erstmals auf.

Besetzung

Die Kantate ist kammermusikalisch besetzt mit zwei Vokalsolisten (Sopran und Bass), vierstimmigem Chor (nur im Schlusschoral), Oboe, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

1.Aria (Sopran): Liebster Jesu, mein Verlangen
2.Recitativo (Bass): Was ist’s, daß du mich gesuchet
3.Aria (Bass): Hier, in meines Vaters Stätte
4.Recitativo (Sopran, Bass): Ach! heiliger und großer Gott
5.Aria Duetto (Sopran, Bass): Nun verschwinden alle Plagen
6.Choral: Mein Gott, öffne mir die Pforten

Der Dialog zwischen den Figuren Jesus (Bass) und Seele (Sopran) wird vom Sopran eröffnet, mit einer Arie in e-Moll, begleitet von einer obligaten Oboe. Julian Mincham unterscheidet im Oboenpart zwei Ideen, in den ersten fünf Takten ein Streben nach oben, danach „Girladen“ der Zufriedenheit über die angestrebte Einheit, von der die letzten beiden Textzeilen sprechen: „Ach! mein Hort, erfreue mich, laß dich höchst vergnügt umfangen.“

Der Bass antwortet in einem kurzen Rezitativ und einer da capo-Arie in G-Dur, die von einer lebhaft agierenden Solo-Violine mit Triolen und Trillern bereichert wird.[5] Die Worte „betrübter Geist“ erscheinen jedes Mal harmonisch und melodisch eingetrübt.

Im folgenden Dialog-Rezitativ antwortet die Seele mit einer Paraphrase des Beginns von Psalm 84, „Wie lieblich ist doch deine Wohnung“. Diesen Psalm vertonten sowohl Heinrich Schütz als auch Johannes Brahms, der ihn als zentralen Satz in Ein deutsches Requiem einsetzte. Bach gestaltet den Text als Arioso mit einer pulsierenden Begleitung der Streicher.[5] Die beiden Stimmen singen in diesem Satz nie gleichzeitig,[7] erst ihr folgendes Duett, eine Gavotte, vereint sie und auch ihre Begleitinstrumente Oboe und Violine. Hofmann beschreibt den Satz Nun verschwinden alle Plagen als „ein veritables Liebesduett, wie es jeder Opernszene der Zeit Ehre gemacht hätte“. Zum vierstimmigen Schlusschoral bemerkt er, dass er die Kantate zurückführe „in die Sphäre gottesdienstlicher Andacht.“

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Video: J.S. Bach Kantate – BWV 32 Liebster Jesu, mein Verlangen“

ALL OF BACH Liebster Jesu, mein Verlangen, BWV 32

Zum Anhören in das Foto klicken

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J. S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach:vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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J.S. Bach, Kantate

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen“: Nr. 2 Recitativo „Herr! Warum trittest du so ferne?“ & Nr.3 Aria „Die schäumenden Wellen von Belials Bächen“ | Daniel Schreiber, Tenor | Andreas Weller, Tenor | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Isabelle Farr) | Leitung: Kay Johannsen

Aufführung im Rahmen des Zyklus Bach:vokal, Stiftskirche Stuttgart, 24.1.2013

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen“: Nr. 4 Arioso „Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?“ | Matthias Horn, Bass |

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen“: Nr. 5 Aria „Schweig, schweig, aufgetürmtes Meer“ | Ekkehard Abele, Bass

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen“: Nr. 7 Choral „Unter deinen Schirmen“ | solistenensemble stimmkunst | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Isabelle Farr)

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“Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag”

Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF BACH – veröffentlichte von J. S. Bach das Orgelwerk – BWV 545 „Präludium und Fuge C-Dur“

ALL OF BACH – veröffentlichte von J. S. Bach das Orgelwerk –

BWV 545 „Präludium und Fuge C-Dur“


Präludium (, Trio) und Fuge C-Dur / BWV 545

Präludium
Fuge

Arnstadt
Weimar

Trio
Mühlhausen

Leipzig
Meister-/ bzw. Standardwerk

C-Dur
Mehrere Fassungen

Entstehungszeit: (Arnstadt/Mühlhausen-) Weimar / Leipzig

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The Grote Kerk or St.-Bavokerk in Haarlem

                                  The Grote Kerk or St.-Bavokerk in Haarlem (Holland)

In diesem vielgespielten Standardwerk hat Bach zu einer Sicherheit und Konzentration der Gesamtformung, zu einer präzisen Geschmeidigkeit und Plausibilität im einzelnen gefunden, die lange dazu verführte, eine spätere Entstehungszeit als die tatsächliche anzunehmen – so sehr tritt hier uns das entgegen, was wir als den typisch “klassischen” Bach ansehen. Es ist ja besonders der sich hier abrundende Bachsche “C-Dur-Stil” gewesen, der nachfolgenden Generationen als zeitlos-beispielhaft erschienen ist. Nicht von ungefähr begeistert sich etwa ein Mendelssohn gerade für die Fuge aus BWV 545, deren Schluß er sich – wie er in seinen “Reisebriefen” schildert – immer und immer wieder vorspielt: es sind die klassisch-romantischem Empfinden so entgegenkommende harmonische Auffassung (mit für die Entstehungszeit moderner Betonung des authentisch-dominantischen Elements) und die perfekte, von spezifisch barocker Kräuselung freie Glätte, die ihn so für das Stück eingenommen haben mögen.

Die Musikwissenschaft hat inzwischen nachgewiesen, daß das Werk in einer ersten Endfassung bereits vor 1717, also in Weimar fertig vorgelegen hat (Abschrift des in Weimar wirkenden Bachvetters Johann Gottfried Walther, 1684-1748). Darüber hinaus sind zwei Weimarer Frühfassungen belegbar (545a, vollständig erstmalig 1964 veröffentlicht) bzw. aus einer wahrscheinlich auf den Weimarer Bachschüler Johann Tobias Krebs zurückgehenden, nach B-Dur transponierten Version (545b, Erstveröffentlichung 1959) erschließbar.

Diese Frühfassungen fordern dazu heraus, eine Arnstädter/Mühlhausener Urfassung anzunehmen, in der Präludium wie Fuge (noch ohne das unabhängig entstandene, erst der Weimarer Endfassung beigegebene a-moll-Trio) in allen wesentlichen Zügen bereits existierte. Nur so sind derzeit Eigentümlichkeiten des Präludiums in beiden Frühfassungen erklärbar. Während die dreitaktige Introduktion der Endfassung hier noch grundsätzlich fehlt, ist die Situation hinsichtlich der dreitaktigen Schlußcoda unterschiedlich: in 545a fehlt sie ganz, in 545b lautet sie anders als in der Endfassung.

Die Lösung ergibt sich aus einer Rücktransposition von 545b nach C-Dur: die Codatakte reichen nunmehr bis zum hohen d′′′ hinauf. Dieser Ton war auf der Weimarer Schlossorgel nicht vorhanden, wohl aber auf den Orgeln zu Arnstadt und Mühlhausen. Um das Stück in Weimar spielbar zu machen griff man zu verschiedenen Mitteln: (wohl) Bach selbst strich einfach die unspielbare Coda und beließ es im übrigen zunächst bei der Urfassung. Das wäre die uns überlieferte Fassung 545a. (Wohl) J.T. Krebs wählte einen anderen Weg; er transponierte die Urfassung, deren Fuge Bach mittlerweile zur Form der späteren Endfassung revidiert hatte, nach B-Dur hinunter.

Dadurch wurde das d′′′ zu einem c′′′, das die Weimarer Orgel zu bieten hatte. (Weitere Eigentümlichkeiten von 545b in der uns überkommenen Gestalt siehe Schlußbemerkung). Zur endgültigen Lösung des Problems schritt dann wieder Bach selbst, indem er eine neue, den Weimarer Orgelverhältnissen Rechnung tragende Coda komponierte und gleichzeitig dem Präludium eine inhaltlich mit der Coda korrespondierende Introduktion voranstellte; dazu fügte er als Mittelsatz zwischen Präludium und Fuge die Frühfassung des a-moll-Trios bei. Eine in Leipzig nach 1730 entstandene Fassung letzter Hand unterscheidet sich in Präludium und Fuge kaum von der Weimarer Endfassung (verbesserte Lesarten); das Trio hingegen wurde eliminiert und in revidierter Fassung der Orgeltriosonate Nr.5 (BWV 529) als langsamer Satz zugewiesen.

Anmerkung zu BWV 545b:

BWV 545b ist ein Arrangement, dessen Echtheit bis in jüngste Zeit sehr in Zweifel wurde und darum zunächst keine Aufnahme in die NBA gefunden hat. Inzwischen wird es aber demjenigen Bestand an bisher angezweifelten Werken zugerechnet, “für die […]” – so heißt es im Vorwort zu NBA IV/11 (S. V) – “Bachs Autorschaft nach heutigem Wissen entweder als gesichert gilt oder zumindest ernsthaft in Betracht zu ziehen bleibt”; dementsprechend ist BWV 545b in diesen Band der NBA mit einbezogen worden. Die Quelle für BWV 545b wurde 1959 in London erstmals veröffentlicht; sie stammt aus dem 18. Jahrhundert (England vor 1772). Da sie den Tonumfängen nach in England damals auf keiner Orgel gespielt werden konnte, muß ihre Vorlage aus Kontinentaleuropa stammen. Sie enthält das Präludium in Urfassung nach B-Dur transponiert, ein 14taktiges Adagio unbekannter Herkunft, dann einen spieltechnisch sehr anspruchsvollen und langwierigen Triosatz in g-moll, der auf eine Frühform des 3. Satzes der Gambensonate BWV 1029 (für Streichtrio) zurückgehen muß, sodann ein viertaktiges Tutti unbekannter Provenienz und die Fuge in der revidierten Fassung nach B-Dur transponiert. Über den Weg dieser Version nach England gibt es nur interessante Vermutungen. Ob dieses kuriose Konglomerat jemals Eingang in ein Programm mit Bachscher Orgelmusik finden wird, bleibt dahingestellt.

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The Müller-Orgel in The Grote Kerk or St.-Bavokerk in Haarlem.

      The Müller-Orgel in The Grote Kerk or St.-Bavokerk in Haarlem. (Disposition Müller-Orgel)

RELEASE DATE 27 January 2017
RECORDING DATE 22 September 2016
LOCATION St.-Bavokerk, Haarlem
ORGANIST Bart Jacobs
ORGAN Müllerorgel

all-of-bach-bwv-545

Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken !

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„Ich wünsche viel Freude“ mit der Neuveröffentlichung !

Grüße sommerk

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Wilhelm Friedrich Ernst Bach (1759-1845) war der letzte Enkel von J.S. Bach !

Wilhelm Friedrich Ernst Bach (1759-1845) war der letzte Enkel von J.S. Bach !


Wilhelm Friedrich Ernst Bach, auch William Bach (* 24. Mai 1759 in Bückeburg; † 25. Dezember 1845 in Berlin) war ein deutscher Komponist aus der Familie Bach.

wilhelm-friedrich-ernst-bach-1759-1845

Porträt um 1843, vermutlich von Eduard Magnus

Der älteste Sohn des „Bückeburger Bach“ Johann Christoph Friedrich Bach wurde von seinem Vater und seit 1778 von seinem Onkel Johann Christian Bach in London unterrichtet, wo er sich einen Namen als Solist und Klavierlehrer machte. Nach dem Tod des Onkels 1782 reiste er nach Paris und in die Niederlande und wurde schließlich Musikdirektor in Minden. 1789 wurde er von König Friedrich Wilhelm II. nach Berlin berufen, wo er Cembalist der Königin Friederike Luise von Hessen-Darmstadt wurde. Nach deren Tod 1805 war er Cembalist und Hofkapellmeister der Königin Luise von Mecklenburg-Strelitzund Musiklehrer der preußischen Prinzen. Er zog sich 1811, nach dem Tod der Königin Luise, von allen Ämtern zurück. Prinz Heinrich, Bruder von Friedrich Wilhelm III. von Preußen, setzte eine lebenslange Pension in Höhe von 300 Reichstalern für den J. S. Bach-Enkel aus.

Von Bach sind Klaviermusik (drei Klavierkonzerte, ein Konzert für zwei Klaviere u. a.), zwei Sinfonien, zwei Orchestersuiten, ein Divertimento, ein Sextett, eine Triosonate für 2 Flöten und Viola sowie Lieder und Kantaten überliefert. Eine der bemerkenswertesten Kompositionen war Dreyblatt in F-dur, ein Klavierstück für sechs Hände, bei dem der in der Mitte sitzende Pianist seine beiden Begleiterinnen umfasst und die Außenstimmen spielt, während die außen sitzenden Pianistinnen in der Mitte der Klaviatur spielen.

Bach heiratete zweimal und hatte drei Töchter und einen Sohn, der bereits als Säugling starb.

Bei der feierlichen Enthüllung des Bach-Denkmals in Leipzig am 23. April 1843 war Wilhelm Bach als letzter männlicher Nachfahre Johann Sebastian Bach anwesend und begegnete Robert Schumann sowie Felix Mendelssohn Bartholdy.

Grabstätte von Wilhelm Friedrich Ernst Bach (1759-1845) in Berlin-Mitte

Grabstätte von Wilhelm Friedrich Ernst Bach (1759-1845) in Berlin-Mitte, Sophien-Friedhof.

Wilhelm Bach wurde auf dem II. Sophien-Friedhof in Berlin-Mitte beerdigt. Sein Grab war bis zum Jahr 2015 als Ehrengrab in Berlin gewidmet.

Der WDR ließ 1997/98 Ersteinspielungen mit Hermann Max, der Rheinischen Kantorei und dem Kleinen Konzert einspielen: je eine Sinfonie in G-Dur und C-Dur, ein festliches Vater unser und zwei große weltliche Kantaten („Westphalens Freude“ und „Columbus oder die Entdeckung Americas“).

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Wilhelm Friedrich Ernst Bach – (Grandson of Johann Sebastian Bach)

Sinfonia in G major

I. Allegro
II. Andante
III. Allegro

Das Kleine Konzert
Hermann Max, conductor

Recorded in 1998 by Westdeutscher Rundfunk, Germany


Wilhelm Friedrich Ernst Bach. „Sextett.“ 
Performed by Ensemble „Wind Consort Moscow“.
Museum „Arkhangelskoe“, „Gonzago“ theatre. 18-th May 2012.
Art director of ensemble Paul Struck.

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Die 54. Haller Bach-Tage 2017 finden vom 27. JANUAR bis zum 12. FEBRUAR 2017 statt.

 

Die 54. Haller Bach-Tage 2017 finden vom 27. JANUAR bis zum 12. FEBRUAR 2017 statt.

haller-bachtage-2017

Seit 1963 bietet die Stadt Halle (Westf.) – in Zusammenarbeit mit der Johanniskantorei der evangelischen Kirchengemeinde – im Februar 10 Tage konzentrierten Musik-und Kunstgenuss. 

Unser Repertoire umfasst Musik aus den Bereichen: Barock – Kammermusik – Chorwerke – Modernes und Experimentelles – Kinderkonzert – Orgelmusik – Orchesterkonzert – Geistliches und Atmosphärisches.

Halle in Westfalen gehört nicht eben zu den großen Kulturmetropolen dieser Welt. Aber, einmal im Jahr blickt die Musikwelt dennoch beneidenswert auf das 21.000-Einwohner-Städtchen in der Nähe von Bielefeld so bezaubernd am Teutoburger Wald gelegen. 

Der Grund: die Haller Bachtage.

Link zum Programm:  http://www.haller-bach-tage.de/hbt-aktuell/programm/

 

Hauptveranstaltungsort: St. Johanniskirche Halle (Westf.)

Hauptveranstaltungsort: St. Johanniskirche Halle (Westf.)

ERÖFFNUNGSKONZERT

Fr, 27.01.2017, 20:00 Uhr

Viele Pfeifen – eine Flöte
Musik für Flöte und Orgel

Johann Sebastian Bach (1685—1750)
Sonate E-Dur BWV 1035
für Flöte und Basso continuo
Adagio ma non tanto – Allegro – Siciliano – Allegro assai

Kazuo Fukushima (*1930)
Mei für Flöte solo

Jean-Marie Leclair (1697—1764)
Sonate e-moll op. 9, Nr. 2
für Flöte und Basso continuo
Dolce – Allemanda – Sarabanda – Minuetto

Johann Sebastian Bach
Zwei Choralbearbeitungen aus den Leipziger Chorälen für Orgel
Herr Jesu Christ, dich zu uns wend’ BWV 655
Von Gott will ich nicht lassen BWV 658

Frank Gerhardt (*1967)
Musik für Flöte und Orgel (2014/2015)

Engl. Anonymus um 1700
Greensleeves to a Ground
für Flöte und Basso continuo

Sigfrid Karg-Elert (1877—1935)
Ciacona f-moll aus: 30 Capricen op. 107 für Flöte solo

Max Reger (1873—1916)
Introduktion und Passacaglia d-moll ohne op.

Franz Lachner (1803—1890)
Elegie für Flöte und Orgel

Wolfgang Amadeus Mozart (1756—1791)
Andante C-Dur KV 315, Fassung für Flöte und Orgel

Ausführende : Sebastian Wittiber, Flöte ; Martin Lücker, Orgel

Sebastian Wittiber&nbsp;&copy;&nbsp;Sebastian Wittiber

Flötist: Sebastian Wittiber

geboren in Frankfurt am Main. Mitglied des Hessischen Landesjugendorchesters und des Jugendorchesters der Europäischen Gemeinschaft unter Claudio Abbado, studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main bei Vladislav Brunner und wurde u. a. 1. Preisträger beim Wettbewerb Jugend musiziert.

1989 Mitglied des Sinfonie-Orchesters beim Hessischen Rundfunk, seit 1999 als 1. Solo-Flötist. Solokonzerte, CD-Einspielungen. Mitglied im Antares-Ensemble. Seit 2006/2007 musiziert er regelmäßig mit dem Dirigenten, Harfenisten und Pianisten Erik Nielsen zusammen sowie mit Martin Lücker (Orgel). Zusammenarbeitet mit Jota-Bläser-Quintett, Maalot-Bläser-Quintett und als Solo-Flöte zur Aushilfe in den Sinfonie-Orchestern des WDR, des BR, des NDR Hamburg, der Staatskapelle Dresden, der Deutschen Oper Berlin, des Mahler Chamber Orchestra und bei den Berliner Philharmonikern. Seit 2007 ist er Mitglied des Orchesters der Bayreuther Festspiele, seit 2014 Leitung der Flötengruppe. Seit 1999 ist Sebastian Wittiber Lehrbeauftragter für Flöte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Dort wurde er 2013 für den Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre nominiert und beurkundet.

Lücker, Martin&nbsp;&copy;&nbsp;Lücker, Martin

Organist Martin Lücker

Wenige Organisten werden ein dermaßen großes Orgelrepertoire dauerhaft präsent haben wie er. Denn seit September 1983 spielt der Organist der Frankfurter St. Katharinenkirche 30 Minuten Orgelmusik. Mitten in Frankfurts turbulentem Herzen gibt er den Zuhörern zweimal wöchentlich die Möglichkeit, in geistreich konzipierten Programmen einen Überblick über die gesamte Breite der Orgelmusik zu gewinnen. Geboren 1953, wurde Lücker ausgebildet u. a. in Hannover bei Volker Gwinner und in Wien durch den legendären Anton Heiller. Umfassende Karriere als Konzertorganist, Juror, Lehrer bei Meisterkursen und Herausgeber.

Orgelkonzerte führten ihn in viele europäische Länder und nach Nordamerika.
Seine künstlerischen Erfahrungen, sein großes Wissen und seine Liebe zur Musik gab Martin Lücker von 1983 bis 2016 im Rahmen einer Orgelprofessur an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main weiter.

Zwischen Dezember 2016 und Juli 2017 wird Martin Lücker zum dritten Mal – nach Aufführungen 1985 und 1995 – in St. Katharinen an 17 Abenden das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach spielen.

Karten zum Preis von 11 € ermäßigt 6,- Euro  sind erhältlich im Bürgerbüro der Stadt Halle (Westf.),
Tel.: 05201/183152

oder E-Mail: unter : kulturbuero@hallewestfalen.de

Rubrik
Musik / Konzerte

Veranstaltungsort

St. Johanniskirche, (Halle (Westf.)

Veranstalter:

Johanniskantorei und Stadt Halle (Westf.)

Kontaktdaten

Telefon: 05201 183164

Homepage: www.haller-bach-tage.de


Auf eine besondere Veranstaltung zu den Haller Bachtagen möchte ich Aufmerksam machen !

Das „Duo Ex Anima“

lädt herzlich ein zum Erzählkonzert: „Aus derSeele muß man spielen“

mit Werken von Johann Sebastian, Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel Bach im Rahmen der 54. Haller Bach-Tage am 31. Januar 2017 um 20:00 Uhr im Martin-Luther-Haus in Halle / Westf.

Link zu der Veranstaltung: 

http://www.haller-bach-tage.de/regional/veranstaltungen/erzaehlkonzert-900001042-22700.html

Herzlich Willkommen und beste Grüße!

Dr. Ulrich Kahmann, Herford


CHORKONZERT II (WIEDERHOLUNG) Abschluss-Konzert

Sonntag, 12.02.2017, 17:00 Uhr Altstädter Nikolai -Kirche, Bielefeld

Ludwig Meinardus (1827–1896)

Luther in Worms op. 36

Ausführende:

Catalina Bertucci, Sopran;  Annette Gutjahr, Alt

Herbert Lippert, Tenor

Markus Flaig, Bass-Bariton /  Matthias Vieweg, Bass

Bach-Chor der Johanniskantorei Halle.

Nordwestdeutsche Philharmonie

Leitung: Martin Rieker

Karten zum Preis von 18,- Euro

(die Plätze sind nicht nummeriert) sind erhältlich in der  Touristeninformation Bielefeld

oder bei konTicket Bielefeld, Bahnhofstr. 15 und im Bürgerbüro der Stadt Halle (Westf.),

Tel.: 05201/183152

oder unter: kulturbuero@hallewestfalen.de

Rubrik

Musik / Konzerte

Veranstaltungsort
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Altstädter Nikolai -Kirche Bielefeld

Veranstalter

Johanniskantorei und Stadt Halle Westfalen

Kontaktdaten

Telefon: 05201 183164

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J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für den „3. Sonntag nach Epiphanias“

J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für den „3. Sonntag nach Epiphanias“
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Grote of Jacobijnerkerk, Christian Müller-Orgel von 1724-1727 in Leeuwarden (Holland)

          Grote of Jacobijnerkerk, Christian Müller-Orgel von 1724-1727 in Leeuwarden (Holland)

 Video: aus der Grote Kerk in Leeuwarden Partita’s over „Freu dich sehr,o meine seele“ van Georg Böhm (1661-1733) – gespeeld door Pieter Pilon op het orgel van de Grote Kerk te Leeuwarden!

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 22.01.2017 begehen wir den 3. Sonntag nach Epiphanias – (Septuagesimae) 

Der 3. Sonntag nach Epiphanias – (Septuagesimae) geht auf Jesu Zuwendung zu den Heiden, den Nicht-Juden, ein. So wie selten sind die Predigttexte diesem Thema eindeutig zugeordnet, auch wenn der alttestmanetliche Text natürlich nicht von Jesus reden kann. Dafür spricht aber auch dieser Text davon, wie Gott sich den Heiden zuwendet. Dabei müssen wir uns vor Pauschalisierungen hüten: der Umstand, dass der heidnische Hauptmann im Evangelium gelobt wird für seinen Glauben, rechtfertigt nicht die Verdammung der jüdischen Mitmenschen, denn sie bleiben Glieder des Volkes Gottes.

Am 3. Sonntag nach Epiphanias werden wir durch die Erzählung vom Hauptmann zu Kapernaum darauf aufmerksam gemacht, wie Gott nicht nur in seinem Volk, sondern auch unter den Heiden wunderbare Dinge tut. Wir erkennen, dass wir selbst nicht zum jüdischen Volk gehören, und danken Gott, dass er uns durch Jesus zu Miterben seines Volkes berufen hat.

Wochenspruch: 

Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes. (Lk 13, 29)

Wochenlied: 

“Lobt Gott, den Herrn, ihr Heiden all“ (EG 293)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 3. Sonntag nach „Epiphanias“

BWV  72  –  „Alles nur nach Gottes Willen
BWV  73  –  „Herr, wie du willt, so schicks mit mir
BWV 111 –  „Was mein Gott will, das gscheh allzeit
BWV 156 – „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“ 

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link:

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link:

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link:

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag: 07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 72 Alles nur nach Gottes Willen

Kantate zum 3. Sonntag nach
Epiphanias für Sopran, Alt, Bass, Oboen, Streicher und Basso continuo;

Sandrine Piau, Sopran;  Bogna Bartosz, Alt;

Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 72 Alles nur nach Gottes Willen

Kantate für den dritten Sonntag nach Epiphanias

Joanne Lunn, Sopran / Sara Mingardo, Alt

Stephen Varcoe, Bass

Monteverdi Choir  English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Etwa ab  07:10 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 73 “Herr, wie du willt, so schicks mit mir”

Kantate für den 3. Sonntag nach Epiphanias

Dorothee Mields, Sopran / Damien Guillon, Countertenor

Thomas Hobbs, Tenor / Peter Kooij, Bass

Collegium Vocale Gent 

Leitung: Philippe Herreweghe

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 07:04 – 08:00 Uhr

Bach-Kantate

Kantate BWV 111  „Was mein Gott will, das gscheh allzeit

Kantate am 3. Sonntag nach Epiphanias,

Joanne Lunn, Sopran / Sara Mingardo, Alt

Stephen Varcoe, Bass

Monteverdi Choir  English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08031 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Kantate BWV 111 „Was mein Gott will, das gscheh allzeit“

Kantate zum 3. Sonntag nach Epiphanias für Soli, Chor und Orchester

Noëmi Sohn Nad, Sopran / Claude Eichenberger, Alt

Hans Jörg Mammel, Tenor / Peter Harvey, Bass

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 73  „Herr, wie du willt, so schicks mit mir

Kantate am 3. Sonntag nach Epiphanias

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 73 Herr, wie du willst, so schick’s mit mir im Leben und im Sterben

Kantate für den 3. Sonntag nach Epiphanias

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

 

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um  08:05 Uhr bis 08:37 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 111 „Was mein Gott will, das gscheh allzeit“

Kantate zum 3. Sonntag nach Epiphanias für Soli, Chor und Orchester

Noëmi Sohn Nad, Sopran / Claude Eichenberger, Alt

Hans Jörg Mammel, Tenor / Peter Harvey, Bass

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 111 „Was mein Gott will, das gscheh allzeit“

Kantate zum 3. Sonntag nach Epiphanias für Soli, Chor und Orchester

Noëmi Sohn Nad, Sopran / Claude Eichenberger, Alt

Hans Jörg Mammel, Tenor / Peter Harvey, Bass

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

https://www.domradio.de/radio

Web-Radio:

https://www.domradio.de/radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

Oratorium Paulus in der Vorstellung

Musik zum Fest Pauli Bekehrung

Das Werk für Chor, Gesangssolisten und Orchester beschreibt die Wandlung des Saulus von Tarsus zum Apostel Paulus.

In zwei Teilen erzählt Mendelssohn das Wirken des Apostels. Seine Verfolgung der jungen Christengemeinden, dann die Bekehrung auf dem Weg nach Damaskus und seine Arbeit als Missionar. Die Uraufführung des Oratoriums 1836 löste bei den Zuschauern euphorische Reaktionen aus.

Zahllose Aufführungen in ganz Europa folgten, zu Lebzeiten von Felix Mendelssohn Bartholdy war es sein beliebtestes Werk. „Paulus“ wurde als legitimer Nachfolger der immer noch sehr beliebten Oratorien von Georg Friedrich Händel angesehen. Der hatte im 18. Jahrhundert überragende Werke mit biblischem Inhalt komponiert. Die kamen beim Publikum sehr gut an und ließen ihn 25 Oratorien schreiben. Während andere Zeitgenossen wie Johann Sebastian Bach nach ihrem Tod für einige Jahrzehnten fast vergessen wurden, geriet Händel wegen seiner Oratorien nie in Vergessenheit oder seine Werke verschwanden auch nicht von den Spielplänen. Durch diese lebendige Oratorien-Tradition wurden Komponisten im 19. Jahrhundert dazu inspiriert, ebenfalls ähnliche Werke zu schreiben und diese Gattung fortzuentwickeln…..

weiter zum Text von Dom-Radio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate – BWV 72 – „Alles nur nach Gottes Willen“

Kantate für den dritten Sonntag nach Epiphanias !

In einer Aufnahme mit ThomanerchorGewandhausorchester Leipzig und den Solisten Stefan Kahle, Conrad Zuber und Gotthold Schwarz.

Außerdem zu hören: der Eingangschor „Was mein Gott will“ aus Bachs Kantate BWV 111 zum gleichen Sonntag. Ausklang ist die Flötensonate h-moll (BWV 1030) mit Jean-Claude Gérard und Daniel Blumenthal.

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Videos mit Bach-Kantaten

für den 3. Sonntag nach „Epiphanias“

BWV  72  –  „Alles nur nach Gottes Willen
BWV  73  –  „Herr, wie du willt, so schicks mit mir
BWV 111 –  „Was mein Gott will, das gscheh allzeit
BWV 156 – „Ich steh mit einem Fuß im Grabe

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/ YouTube: BWV 72  

Alles nur nach Gottes Willen“  (Interpret: Paul Boehnke)

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/ YouTube: BWV 73  –

 Herr, wie du willt, so schicks mit mir –  (Interpret: Herreweghe )

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/ YouTube: BWV 111  –

 Was mein Gott will, das gscheh allzeit –  (Interpret:  S D G )

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/ YouTube: BWV 156  –

 „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“  (Interpret: Rilling )

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Christian Schieferdecker (1679 bis 1732) 

Johann Christian Schieferdecker (auch Schiefferdecker; * 10. November 1679 in Teuchern bei Weißenfels; † 5. April 1732 in Lübeck) war ein deutscher Kirchenmusiker, Organist und Komponist.

Schieferdecker wurde als Sohn eines Kantors und Organisten in Teuchern geboren. Nach dem Besuch der Leipziger Thomasschule studierte er an der Leipziger Universität. Sein Freund Reinhard Keiser, der ebenfalls aus Teuchern stammte, holte ihn 1702 als Cembalist an das Hamburger Opernhaus am Gänsemarkt, wo er auch komponierte. Schon zwei Jahre später wurde er zunächst Schüler, dann Assistent bei Dietrich Buxtehude an der Lübecker Marienkirche.

Als Buxtehude 1707 starb, wurde Schieferdecker sein Nachfolger. In diesem Zusammenhang musste er Anna Margareta Buxtehude, eine der Töchter seines Vorgängers, heiraten. Johann Mattheson berichtete, dass diese Bedingung ihn selbst, Händel und Johann Sebastian Bach davon abgehalten hatte, sich um Buxtehudes Nachfolge zu bemühen. Schieferdeckers Nachfolger wurde Johann Paul Kunzen. 

Von Schieferdeckers sicher umfangreichem Werk ist sehr wenig erhalten. Fest steht, dass er den von Franz Tunder begonnenen und von Buxtehude an der Marienkirche fest etablierten Zyklus öffentlicher Konzerte, die Abendmusiken, weiterführte. Von seinen dafür komponierten Werken wie Der geduldige Creutz-Träger Hiob (1720) oder Der feurige Untergang Sodoms und Gomorrae (1721) sind jedoch lediglich die Textbücher für die Aufführungen der Jahre 1714 bis 1729 vorhanden.

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CD-Vorstellung:

Es ist bekannt, dass J. Chr. Schieferdecker eine Vielzahl von Kantaten geschrieben hat. Doch überliefert wurde davon leider so gut wie nichts. Insofern ist es eine kleine Sensation, dass nun doch drei Kantaten für Bass, zwei Violinen und Basso continuo in Brüssel aufgespürt werden konnten.

Gesungen werden sie auf dieser CD von Klaus Mertens. Auch In te domine speravi, ein Geistliches Konzert für Tenor, Violine und Basso continuo, vermittelt einen Eindruck davon, wie Schieferdecker solche Werke gestaltete. Zu hören ist hier Jan Kobow, der sich damit erneut als ein exzellenter, klug gestaltender Sänger empfiehlt.

Komplettiert werden diese vier Weltersteinspielungen durch zwei der XII Musicalischen Concerte des Komponisten, Ouvertürensuiten im Stile der Zeit, die 1713 in Hamburg im Druck erschienen sind. Dem Ensemble Hamburger Ratsmusik um die Gambistin Simone Eckert kann man für dieses Engagement nicht genug danken. Denn diese CD zeigt deutlich, dass Schieferdecker keineswegs nur  eine Randgestalt des reichen norddeutschen Musiklebens jener Zeit war. 

Johann Christian Schieferdecker „Geistliche-Konzerte“

Johann Christian Schieferdecker Geistliche-Konzerte

Johann Christian Schieferdecker Geistliche-Konzerte

Ausführende:

Klaus Mertens – bass baritone /

Jan Kobow – tenor / The Hamburger Ratsmusik

Christoph Heidemann – baroque violin / Gabriele Steinfeld – baroque violin / Bettina Ihrig – viola /

Ulrich Wedemeier – theorbe / Michael Fuerst – cembalo, organ / Barbara Hofmann – violon

Simone Eckert – viola da gamba, conductor

CD-Link zu Amazon:  >> h i e r <<

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Video auf YouTube:

Johann Christian Schieferdecker [1679-1732]

Musikalische Konzerte
Hamburg, 1713

Elbipolis Barockorchester
Jürgen Groß [direction]

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

Aufführungsort: Old Royal Naval College Chapal, Greenwich am 16. & 17..01.2000

BWV 155 „Mein Gott, wie lang, ach lange?“

Kantaten für den 2. Sonntag nach Epiphanias.

Wir führten die erste der Kantaten für diesen Sonntag, BWV 155 „Mein Gott, wie lang, ach lange?“

(1716 in Weimar komponiert) in ihrer überarbeiteten Leipziger Fassung von 1724 auf. Sie zeichnet den Weg auf, den die arme Seele aus Jammer und Tränen (Nr. 1) unter dem Zuspruch der Mitgläubigen (Nr. 2) und die Tröstung durch Gottes Wort (Nr. 3) in ein sicheres und freudvolles Vertrauen auf Christus (Nr. 4) zurücklegt. Ein Aufschrei der Verzweiflung in d-moll in den oberen Streichern über einer pulsierenden Basslinie lanciert die Sopranstimme in ihr herzzerreißendes Arioso. Bald wird eine Antithese geschaffen zwischen ‚der Tränen Maß’, das ‚stets voll eingeschenket’ wird, und ‚der Freuden Wein’, an dem es ‚gebricht’.

Es stellte sich heraus, dass dies eine Gemeinsamkeit aller drei Kantaten sein würde – dieser Gegensatz ‚Weinen’/’Wein’ als Metapher für Kummer und Tränen, die unumgänglich sind, wenn der Glaube wachsen soll. Der Grund, warum Bach den ersten und vierten Satz von Salomo Francks Text für Sopran gesetzt hat, mag Luthers Sicht von Maria gewesen sein, die ihm in einem weniger anspruchsvollen Licht erscheint: geehrt als Mutter Jesu, doch eine äußerst menschliche Figur. Bach stellt sie zunächst vor, wie sie die Hände ringt, weil bei der Hochzeit zu Kanaan‚ der Freuden Wein’ ausgeht, ihr ‚sinkt fast alle Zuversicht’; doch sie spricht für alle Gläubigen, wenn sie aus tiefer Angst (Nr. 1) zu einer freudvollen Annahme von Christi Wort zu der ihm genehmen Zeit gelangt (Nr. 4). Irgendwann um seinen fünfzigsten Geburtstag bekam Bach einen herrlichen Kristallkelch geschenkt – vielleicht von zwei ehemaligen Schülern, den Brüdern Krebs –, der mit Trauben und Weinranken dekoriert war. Er trägt eine Inschrift, die teilweise Verse enthält, teilweise Stücke einer absteigenden chromatischen Skala, ein sicherer Weg, des Meisters Aufmerksamkeit zu erringen. War es vielleicht eine verschlüsselte List der Schenker, ihre Art, ihn aus seiner Abneigung gegen das Komponieren neuer Musik für die Kirche aufzurütteln, seine Begeisterung neu zu entfachen, indem sie ihre Hoffnung ‚auf Leben’ ausdrückten, ‚so du [Bach] ihnen nur kanst geben’. (Der Name der Brüder ist in der Rückwärtsbewegung, im Krebsgang des zweiten Teils zu lesen).

Wir können uns vorstellen, wie Bach aus diesem Kelch dem Wein zusprach, achtsam gegenüber der eingravierten lutherischen Ermahnung – dass man, um die Prüfungen des Lebens zu überstehen, Glauben und die Hoffnung auf Erhörung benötige – und eingedenk der glücklichen Lösung, die er ungefähr zwanzig Jahre früher gefunden hatte, genau diesen Gedanken auszudrücken: Der Sopran wirbelt hinauf zu einem hohen G bei den Worten ‚der Freuden Wein’, während sich die hohen Streicher in Parallelbewegung abwärts bewegen. Spuren dieser bukolischen Stimmung sind noch in dem ausladenden, murrenden Fagott vorhanden, das die trostreiche Botschaft des Duetts zwischen Alt und Tenor leutselig umspielt. Ist dieses Duett als Musik für eines der berühmten Bach’schen Familientreffen entstanden? Diese Stimmung ist auch vorhanden, wenn der Bass den ‚Trost- und Freudenwein’ erwähnt, der all jenen gewährt werden wird, die Gottes Prüfung in Sachen Liebe und Glaube bestanden haben (Nr. 3). Ich finde den tänzerischen Überschwang der letzten Arie einfach unwiderstehlich – die Art, wie der Sopran alle Vorsicht in den Wind schlägt, sich selbst ‚in des Höchsten Liebesarme’ wirft und den Text allen möglichen kantigen, doch kecken Verdrehungen unterzieht. Der abschließende Choral bestätigt, dass dieses Vertrauen wieder hergestellt worden ist: Wenn es Gott besonders gut meint, dann ist er für das menschliche Auge häufig unsichtbar.

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für die Sonntage nach Epiphanias:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen:  Maya Homburger, Violine

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CDs vom Label SDG  
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CD außerhalb der SDG-Reihe ! –

Cover DG Archiv

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CD von – DG-Archiv 463 582-2

CD zum 3. So. nach Epiphanias

Link: CD – Bestellung & CD  – Inhalt

BWV 72  „Alles nur nach Gottes Willen“
BWV 73  „Herr, wie du willt, so schicks mit..“
BWV 111 „Was mein Gott willt“
BWV 156 „Ich steh mit einem Fuß im G..“

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto ““EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt seit dem 14. Oktober 2016.

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Bachfest-Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Thomanerchor !

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Gotthold Schwarz
Der Geist hilft unser Schwachheit auf – Johann Sebastian Bach
Trauerfeier für Kurt Masur
Thomaskirche Leipzig
MDR 14.01.2016

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 Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J.S. Bach Cantata BWV 156 Ich steh mit einem Fuß im Grabe

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

BWV  156 „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“ 

Kantate BWV 156 zum 3. Sonntag nach Epiphanias für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Oboe, Steicher und Continuo.

Solisten:

Muriel Schwarz, Sopran; Terry Wey, Altus; Bernhard Berchtold, Tenor; Markus Volpert, Bass

Leitung:  Rudolf Lutz

Video –  BWV 156 –  Vierter-Satz „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“

Im Video zu sehen:

Kantate BWV 156 – Vierter Satz – Aria, Altus, Solist: Terry Wey – 

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link:  http://www.bachstiftung.ch/shop/ich-steh-mit-einem-fuss-im-grabe-bwv-156-dvd.html

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Werkeinführung

Kantate BWV 155 „Mein Gott, wie lang, ach lange“

Werkeinführung mit Rudolf Lutz und Karl Graf.

Jede Kantatenaufführung der J. S. Bach-Stiftung wird mit einer rund dreiviertelstündigen Werkeinführung, dem Einführungsworkshop, eingeleitet. Der musikalische Leiter der J. S. Bach-Stiftung Rudolf Lutz gestaltet die Einführung zusammen mit dem Theologen Karl Graf.

Dieses Video zeigt die Einführung zur Kantate BWV 155 („Mein Gott, wie lang, ach lange“).

Die Live-Aufzeichnung der Kantate, der Werkeinführung sowie der Reflexion ist als DVD hier erhältlich:

http://www.bachstiftung.ch/shop/mein-gott-wie-lang-ach-lange-bwv-155-dvd.html/

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mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei –

Amazon – mit Hörproben

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Link zum Bachstiftung-Shop

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Bezugsquelle bei jpc –

Link:   bei   j p c

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

 ALL OF BACH 

J.S. Bach BWV 

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J.S. Bach BWV 156 „Ich steh mit einem Fuss im Grabe“

Ich steh mit einem Fuß im Grabe, BWV 156, ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für den dritten Sonntag nach Epiphanias und führte sie am 23. Januar 1729 auf.

Das BWV 156 war Bachs vierte und letzte Kantate für den dritten Sonntag nach der Epiphanie. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag wurden aus dem Römerbrief, Lebensregeln (Römer 12,17-21) und aus dem Matthäusevangelium, der Heilung eines Aussätzigen (Matthäus 8,1-13), entnommen. Der Librettist war Picander. Er integrierte zwei Choralmelodien: „Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt“ von Johann Herman Schein (1628) und „Herr, wie du willst, so schicks mit mir“ von Kaspar Bienemann (1582). [1]

Die Symphonie entstand wahrscheinlich aus einem früheren Oboenkonzert und wurde später als Teil des Bach-Cembalokonzertes BWV 1056 in f-Moll adaptiert.

Die Kantate wird besetzt mit drei Vokalsolisten (Alt, Tenor und Bass), vierstimmigen Chor, Oboe, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

Die Kantate besitzt 6 Sätze:

1. Sinfonie
2. Choral (Sopran) und Arie (Tenor): Ich stehe mit einem Fuß im Grabe
3. Rezitativ (Bass): Mein Angst und Not
4. Aria (alto): Herr, was du willt, soll mir gefallen
5. Rezitativ (Bass): Und willt du, dass ich nicht soll kranken
6. Chorale: Herr, wie du willt, so schicks mit mir

Die Eröffnungssinfonie ist für Oboe, Streicher und Continuo in F-Dur. Verglichen mit der späteren Version für Cembalo, ist die Melodie unkompliziert und ist harmonisch konzipiert, um den zweiten Satz vorzubereiten.

Der zweite Satz ist eine kombinierte Tenor-Arie und ein Sopran-Choral mit obbligato-Saiten. Ungewöhnlich beginnt sie mit einer synkopierten Continuo-Linie. Dieser Satz enthält auch Sequenzen und harmonische Kontraste.

Beide Bass-Rezitative sind Secco und im Neben-Modus. Der erste, dritte Satz der Kantate, zeichnet sich durch eine disjunkte Melodie und eine abschließende Arioso-Linie aus. Der zweite, der fünfte Satz, ist vergleichsweise „leichter in Stimmung und Geist“. Es erwartet die Melodie der endgültigen Choralbearbeitung.

Die Altarie wird von Oboe und Violine in parallelen Dritteln und Sechsteln begleitet. Die Bewegung enthält mehrere Fälle von Wortmalerei. Formal ist dieser Satz eine veränderte da capo aria. Es hat einen „meist sonnigen Affekt … nur kurzzeitig durch mehr geladene Harmonien unterbrochen“.

Der letzte Satz ist eine vierstimmige Einstellung des Chorals in C-Dur. Die Phrasenlängen werden variiert, um eine „Zeitlosigkeit“ zu dokumentieren.

Ensemble: ALL OF BACH

Sinfonia
Ich steh mit einem Fuss (Aria)
Mein Angst und Not (Recitative)
Herr, was du willt (Aria)
Und willst du (Recitative)
Herr, wie du willt (Chorale)

CONDUCTOR AND HARPSICHORD: Ulrich Mortensen

SOPRANO Lauren Armishaw
ALTO Maarten Engeltjes
TENOR Markus Schäfer
BASS Thomas Bauer

OBOE Martin Stadler

VIOLIN 1 Shunske Sato, Sayuri Yamagata, Anneke van Haaften
VIOLIN 2 Pieter Affourtit, Paulien Kostense, Annelies van der Vegt
VIOLA Staas Swierstra, Femke Huizinga
CELLO Lucia Swarts, Richte van der Meer
DOUBLE BASS Robert Franenberg
POSITIVE ORGAN Siebe Henstra

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Video: J.S. Bach BWV 156 „Ich steh mit einem Fuss im Grabe“

 

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J. S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach:vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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J.S. Bach, Kantate BWV 3 „Ach Gott, wie manches Herzeleid“
Auszüge aus dem BWV 3Satz 1, 4, 5 und 6

„Ach Gott, wie manches Herzeleid“ (BWV 3) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Choralkantate in Leipzig für den zweiten Sonntag nach Epiphanias und führte sie am 14. Januar 1725 erstmals auf.

Bach führte die Kantate am 14. Januar 1725 erstmals auf.

Die Kantate ist besetzt mit vier Vokalsolisten (Sopran, Alt, Tenor und Bass), vierstimmigem Chor, Horn (corno da caccia), Posaune, zwei Oboe d’amore, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

Coro: Ach Gott, wie manches Herzeleid
Recitativo e chorale (Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor): Wie schwerlich lässt sich Fleisch und Blut
Aria (Bass): Empfind ich Höllenangst und Pein
Recitativo (Tenor): Es mag mir Leib und Geist verschmachten
Aria Duetto (Sopran, Alt): Wenn Sorgen auf mich dringen
Choral: Erhalt mein Herz im Glauben rein

Im Eingangschor singt nicht wie in den meisten Choralkantaten der Sopran den Cantus firmus, sondern der Bass, verstärkt von der Posaune. Schon in seiner vierten Choralkantate für Leipzig, „Ach Herr, mich armen Sünder“ (BWV 135), hatte Bach das ausprobiert, nachdem er die Liedmelodie in der zweiten Choralkantate dem Alt und in der dritten dem Tenor anvertraut hatte. Die klagende Stimmung dieses Eingangschors wird ausgedrückt durch die „elegischen Töne“ der Oboen d’amore, die von den Oberstimmen übernommen werden, und durch Seufzermotive in den Streichern.

Das folgende Rezitativ verbindet die Choralmelodie, die vierstimmig gesetzt vom Chor gesungen wird, mit eingeschobenen Textabschnitten, die von den Solisten vorgetragen werden. Die Choralzeilen werden jeweils von einem freudigen Ostinato-Motiv eingeleitet, das von der Liedmelodie abgeleitet ist.

Die Bass-Arie, nur vom Continuo begleitet, kostet den Gegensatz von „Höllenangst“ und „Freudenhimmel“ aus, wenn die „unermessnen Schmerzen“ sich in „leichte Nebel“ auflösen.

Im Duett für Sopran und Alt in hellem E-Dur sind die Stimmen in eine dichte Quartett-Textur der Instrumente gebettet, wie Christoph Wolff anmerkt. Der Schlusschoral ist ein schlichter vierstimmiger Satz.

Solistenensemble stimmkunst – Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Christine Busch) | Leitung: Kay Johannsen

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“Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag”

Herzliche Grüße

Volker

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