Archiv der Kategorie: Bach-Kantaten im Kirchenjahr

J.E. Gardiner – Bach Cantatas Volume 2 – SDG 165 erscheint ab März 2010


Hallo Gardinerfreunde,

die erste SDG-Veröffentlichung in 2010:

Bach Cantatas Volume 2 – SDG 165 ist für Anfang März angekündigt worden.

Cover: SDG 165 Vol. 2

SDG 165 Volume 2 (2 cds) contains:

Cantatas for the Second Sunday after Trinity

BWV 2 – Ach Gott, vom Himmel sieh darein

BWV 10 – Meine Seele erhebt den Herren

BWV 76 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes

Heinrich Schütz 1585-1672 SWV 386 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes

(recorded: Basilique Saint-Denis, Paris)

Soloists: Lisa Larsson | Daniel Taylor
James Gilchrist | Stephen Varcoe

Cantatas for the Third Sunday after Trinity

BWV 21 – Ich hatte viel Bekümmernis

BWV 135 – Ach Herr, mich armen Sünder

BWV 1044 – Concerto for flute, violin and harpsichord

(recorded: the Fraumünster, Zürich)

Soloists: Katharine Fuge | Robin Tyson
Vernon Kirk | Jonathan Brown

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

John Eliot Gardiner’s multi award-winning label SDG begins 2010 with volume 2 in its Bach Cantata series, featuring Cantatas for the second and third Sunday after Trinity, recorded live in July 2000.

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CD zu beziehen über meine Partner-Seite:

Link:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

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Hörproben von SDG 165 Vol.2

SDG 165 disc 1 –
8.  Herr, der du stark und mächtig bist BWV 10
– no. 2 Aria: Soprano soloist: Lisa Larsson
Stream Audio

15.  Die Himmel erzählen die Ehre Gottes BWV 76
– no. 1 Coro
Stream Audio
SDG 165 disc 2 –
1.  Sinfonia BWV 21
– no. 1
Stream Audio
2.  Ich hatte viel Bekümmernis in meinem Herzen
– BWV 21 no. 2 Coro
Stream Audio

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Auszug aus dem Reisetagebuch zu SDG 165:

Martin Luther – die deutsche Hymne – Anpassung von Psalm 12 beklagt, wie leicht Menschen in die Irre geführt werden. Es bietet den Rahmen für Bachs Kantate BWV 2 „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“, ihre innere Strophen umschrieben als Rezitativ / Arie Paarungen. In scharfem Kontrast zu den Lauf der instrumentell aufwendige Choralfantasie Öffnungen seines zweiten Leipziger Zyklus (1724 / 5), und ohne Zweifel dazu aufgefordert werden über die schlimme Vignette isolierter kauert der Gläubigen in einer heidnischen Welt der Verfolgung, wählt Bach bis zur Eröffnung Luthers gesetzt Vers als eine archaische Choralmotette.

In diesem strengen, stimmlich beherrschenden Textur den Cantus firmus zeichnet sich in langen Noten im altos gesungen, durch ein Paar von Oboen, die extra Rand und Glitzern der Choralmelodie hinzufügen verdoppelt. Jede Zeile des Textes ist, von aufeinanderfolgenden Fugen-Einträge in den anderen Stimmen von Zink, drei Posaunen und Streicher verdoppelt erwartet. Die schrittweise Erhöhung der Zahl der Vokal-und Instrumentalmusik führenden Leitungen bis zu jedem neuen Eintrag des Cantus firmus verleiht „eine besondere strukturell bedingte dynamische“, um diese Bewegung (Alfred Dürr). Wie bei anderen Kantaten in der archaischen Motettenstil, wie z. B. BWV 121 „Christum wir sollen loben schon“, sie die fesselnde Qualität der ritualisierten Gottesdienst ist, das musikalische Äquivalent zu den ernsten, hagere Gesichter stößt man im fünfzehnten Jahrhundert flämische religiösen Malerei. Bachs Ansatz zur Bewältigung der Schwere des erweiterten Fuge in d-Moll, mit seinen chromatischen Abstieg über ein Viertel (passus duriusculus) ist das Gegenteil, eine chromatische Aufstieg im Continuo einzufügen.

© John Eliot Gardiner
Auszug aus den Notizen von John Eliot Gardiner auf der Bach Cantata Pilgrimage 2000.

Grüße

Volker

Nachlese – Rundfunk-Fernsehen – Klassische Werke zwischen Weihnachten und Neujahr 2009


Hallo WO-Freunde,

hier ist nun meine angekündigte Nachbetrachtung zu den Radio- und Fernsehsendungen zwischen Weihnachten und Neujahr 2009. Das Angebot war so überwältigend, dass man kaum zum Verschnaufen kam, der Tag hätte mehr als 24 Stunden lang sein müssen, um die Sendungen mithören zu können. Ich beschränkte mich auf die Sendungen des Weihnachtsoratorium und konnte so manch Altes wieder auffrischen und mit neuen WO-Sendungen kofrontriert werden.

  • Was gab es an Neues zum Thema Weihnachtsoratorium zu entdecken, da fällt einem als erstes die Rundfunkübertragung des WDR mit der Neueinspielung des WO – BWV 248, Kantaten 1 bis 6 – von Hermann Max mit der Rheinischen Kantorei – auf.

Solisten: Veronika Winter, (Sopran) – Wiebke Lehmkuhl, (Alt) – Jan Kobow, (Tenor) – Markus Flaig,
(Bass-Bariton) – Rheinische Kantorei, Das Kleine Konzert, Leitung: Hermann Max.

CD-Cover: Hermann Max BWV 248 Weihnachtsoratorium

Diese Neueinspielung liegt mir ein wenig im Magen und kann mich nicht so recht dafür begeistern. Ich als Trompeten-Fan finde das Trompetenspiel – ob im Eingangs-Satz – Mittelteil oder Schlusssatz total daneben, was gibt es für Trompeten-Größen in Deutschland die das meisterhaft vorführen können. Selbst in Herford, im  Januar 2009 – war ein besserer Akteur zugegen.

Die Pauken überlaut und in einem widersprechenden Tempo, was sollte das? Einige Gesangs-Solisten konnten mich auch nicht so recht überzeugen, die Sopranistin Veronika Winter und der Tenor Jan Kobow sind wohltuhend zu benennen. Der Chor schlank und fantastisch – und sang überzeugend in Kammerton-Besetzung. Die Rheinische Kantorei mit historischen Instrumenten bestückt, gibt eine solide Vorstellung. Hermann Max, für Qualität bekannt, ist meiner Meinung nach nur eine durchschnittliche Neueinspielung gelungen..!! Schade, da konnte mehr dabei heraus springen.

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  • Wie wohltuhend hob sich hier die Rundfunkübertragung des MDR-Figaro mit dem Thomaner Chor  ab. Bestückt mit tollen Gesangs-Solisten unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller – konnte die vorgenannte Neueinspielung von Hermann Max nicht das Wasser reichen. Es handelte sich um einen Mittschnitt vom 13. Dezember 2009 aus der Thomaskirche Leipzig für eine neue CD-Veröffentlichung im Herbst 2010 beim Label „RONDEAU“.

Thomaner Chor

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1-6)

Knaben-Sopran: Paul Bernewitz und Friedrich Prätorius, Mitglieder des Thomaner Chores

Dorothea Jansen, Sopran; (erkrankt..!!) Solistenpart durch Thomaner gesungen..!!)
Ingeborg Danz, Alt;
Evangelist: Martin Petzold, Tenor;

Arien: Christoph Genz, Tenor
Panajotis Iconomou, Bass

Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller

(Aufzeichnung vom 13.12.2009 als Mittschnitt für eine neue CD-Veröffentlichung bei „RONDEAU“ im Herbst 2010,
Aufführungsort: Thomaskirche Leipzig.

Es ist eigentümlich, kaum setzte der Trommelwirbel mit den hervorragend besetzten Trompeten ein, war ich sofort gefesselt von dieser Rundfunkübertragung, liegt es mit an der Bach-Stätte der Thomaskirche, dass der Impuls sofort da ist? Aber das kann nicht nur daran liegen, die Kantaten-Teile 1 bis 6 habe ich mir zweimal angehört und komme zu einem positiven Gesamt-Urteil. Sicherlich sind die Knaben-Soprane: Paul Bernewitz  und Friedrich Prätorius – Mitglieder des Thomaner Chores nicht jedermanns Sache, aber diese jugendliche Frische in ihren Stimmen haben mich absolut inspiriert und war davon sehr angetan. Wenn Papa Bach solche Sängerknaben zur Verfügung gestanden hätte, wäre ganz bestimmt keine Perücke von ihm geflogen…!! Es war durchweg eine runde Aufführung zumal mir die übrigen Gesangs-Solisten entschieden angenehmer gefielen als bei der Rheinischen Kantorei. Die Altistin: Ingeborg Danz; superb – der Bassist: Panajotis Iconomou; hat ein angenehmes Timbre und meistert selbst die tiefen Lagen in meisterlicher Manier. (Ich fand ihn an diesem Abend homogener als in der SDG-Einspielung mit Gardiner). Die zwei Tenöre waren ebenfalls Klasse: Martin Petzold und Christoph Genz, dieser ebenfalls ein Bekannter aus der SDG-Riege…!!

Mein Gesamt Fazit zu den 2 Neueinspielungen:

Wer Knaben-Soprane nicht ablehnt, bekommt im Herbst 2010 beim Label:Rondeau eine gelungene CD-Neueinspielung des WO von den Thomanern serviert, leider fällt Hermann Max dagegen ein wenig ab, wird aber sicherlich auch seine Freunde des Kammerchors finden, zumal die Rheinische Kantorei auf historischen Instrumenten agiert und im Gegensatz dazu das Gewandhaus-Orchester bekannter maßen auf modernen Instrumenten spielt, wann damit einmal Schluss sein wird, bleibt wohl ein Rätsel.

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Angetan war ich von den zwei Fernsehübertragung im BR mit dem Weihnachtsoratorium Kantaten 1-6 mit dem Windsbacher Knabenchor unter der Leitung von Karl Friedrich Beringer.

J.S. Bach Weihnachtsoratorium BWV 248 Kantaten  1-6

Ausführende: im Münster in Heilsbronn – Dezember 1999

Münchener Bachsolisten – Windsbacher Knabenchor – Juliane Banse; Sopran – Cornelia Kallisch; Alt – Evangelist: Markus Schäfer; Tenor – Arien: Robert Swensen; Tenor –  Thomas Quasthoff; Bass – Leitung: Karl Friedrich Beringer.

WO BWV 248 Windsbacher Knabenchor im Münster Heilsbronn

Das Trompeten – Ensemble „Läubin“ war einfach Spitze, da waren absolute Könner am Werk und war ein Kunstgenuss mit einer  1a Qualität. Eine Eigenwilligkeit Beringers kann nicht unerwähnt bleiben. Der Anfangschor beginnt nicht wie in der Partitur mit: Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage, sondern übernimmt den Anfang der Vorlage BWV 214 „Tönet ihr Pauken, erschallet, Trompeten“. Die Fernseh-Aufnahmen waren aus dem Jahre 1999 und es  war eine gute Bild und Tonqualität. Die Gesangs-Solisten – vorangestellt der hervorragende Bass Thomas Quasthoff – entsprechen den Erwartungen.  Der Knabenchor bot eine tolle Gesangskultur und kann es mit den Thomanern durchaus aufnehmen, sie besitzen ein hohes Niveau. Ansonsten fand ich die  Kantaten 1-6 von den „Münchener Bachsolisten“ sehr ausgewogen musiziert und  vom Windsbacher Knabenchor erfrischend gesungen. Die Aufnahmen stammen aus dem Münster in Heilsbronn und war ein vortrefflich gewählter Aufführungsort.

Hier ein Ausschnitt von YouTube mit dem Eingangssatz aus dem BWV 214 „Tönet ihr Pauken“ das Verwendung gefunden hat anstelle des „Jauchzet frohlocket“ aus der Originalfassung des BWV 248.

Es ist immer wieder interessant festzustellen, wie die einzelnen Interpreten das WO zur Aufführung bringen, der Ausreißer mit dem „Tönet ihr Pauken, erschallet Trompeten“ aus dem BWV 214 durch Beringer ist schon ungewöhnlich.

Grüße

Volker

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P.S. Zwei Hörbeispiele WO aus Kantate 3 Eingangs-Satz mit Trompeten: „Herrscher des Himmels“:

1. Link: Hör-Beispiel: Hermann Max, Link: 1_Beispiel_Hermann Max-W0 -Trompeten „Herrscher des Himmels“

2. Link: Hör-Beispiel: Thomaner mit Gewandhaus-Orchester WO Trompeten „Herrscher des Himmels“

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YouTube – Sir Gardiner Herderkirche Weimar J.S.Bach Weihnachtsoratorium – 10 Jahre SDG


Hallo Bachfreunde!

BWV 248 WO Herderkirche in Weimar Dez. 1999

Auf YouTube sind   neunzehn – n e u e  Videos von Sir J.E. Gardiner veröffentlicht worden mit dem Weihnachtsoratorium, BWV 248 – von Johann Sebastian Bach. Die Aufnahmen sind in der Herderkirche Weimar am 23.12.1999  und am 27.12.1999 – zum Start der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ – aufgenommen worden. Es singt der Monteverdi Choir und es spielt das Barockorchester auf historischen Instrumenten: „The Engish Baroque Soloists“.

Link zu YouTube unterhalb der folgenden Textzeile:

Sir Gardiner-EBS-Monteverdi Choir Dezember 1999 mit dem Weihnachtsoratorium  in der Herderkirche Weimar:

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Link zum Gardiner-Video BWV 248 WO in der Herderkirche Weimar:

http://www.youtube.com/view_play_list?p=891E1FE87369A7E4&feature=bf-title

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Es ist ein 10-jähriges – SDG-Gardiner – J u b i l ä u m , am 23.12.1999 begann der Start der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ ob jemand daran gedacht hat, dass es mittlerweile zehn Jahre her ist dass dieses Bach-Großprojekt gestartet wurde, freuen wir uns auf die letzten SDG-Veröffentlichungen in 2010 – dann wird leider alles vorbei sein…!!

Grüße

Volker

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Das Salz in der Weihnachtssuppe


Es gibt Dinge auf dieser Welt, die gehören einfach zusammen, Köln und der Dom, die Wüste und der Sand, Helmut Schmidt und Zigaretten und – Weihnachten und das Weihnachtsoratorium. Obwohl ich ja gestehen muss, dass das „WO“ bei mir, sooft selbst gesungen, sooft gehört, schon fast Abnutzungserscheinungen erlitten hat.

Da ich meinen Dienst Ende letzten Jahres in dem eher mäßigen Chor mit qualitätsrestistentem Chorleiter quittiert habe, stellten sich nach exzessivem Hören der Kantaten vom 4. Advent dann doch starke „WO-Entzugserscheinungen“ ein.  Da kam der Anruf einer Freundin gerade recht, die fragte, ob es zu Weihnachten nicht ein nettes Konzertevent gäbe. Ich hatte schon länger mit der Veranstaltung der Philharmonie Essen mit dem Titel: „Weihnachtsoratorium zum Mitsingen“ geliebäugelt und nachdem ich ihr die ganze Chose schmackhaft gemacht hatte, willigte sie ein. Ich kramte erst mal die Noten hervor, schwelgte in Erinnerungen und musste über einige Zeichnungen (die ich in den Pausen, während mal wieder der Bass Dauerprobe hatte, gemalt hatte) schmunzeln.

Philharmonie Essen

Wir machen uns also am 2. Weihnachtstag um 16.00 Uhr auf in die Philharmonie, um 17.00 Uhr ist „Ansingen“. Nein, kein Einsingen, dafür bleibt keine Zeit. Die Philharmonie ist ein wirklich toller Konzertsaal, 2005 eröffnet und eine Synthese aus Moderne und Industriekultur. Hell, freundlich mit mondänem Ambiente. Auch ist für die Essener der Philharmonie Besuch eine sehr festliche Angelegenheit. Jeans ist eher Tabu, bzw. nicht die Regel. Da meine Freundin Sopran singt und ich Alt, müssen wir uns trennen. Meine linke Nachbarin kommt aus Duisburg und will das WO für den „Ernstfall“ proben, ein sehr netter Kontakt.

Der Dirigent Andreas Eberle, der heute die schwierige Aufgabe hat, völlig verschiedene stimmliche Bildungsstufen, verschiedene Stimmfärbungen, unterschiedliche Kenntnisse über das Oeuvre und mangelnde Manpower unter einen Hut bringen muss, beginnt mit Kantate IV „Fallt mit Danken, fallt mit Loben“. Schon bei dem Solo Einsatz der Männer am Anfang wird klar, dass dieser Part nicht zur Glanz-Partie des Abends wird, die Frauen sind einfach in der Überzahl, und – ich muss es einfach mal erwähnen- sie haben´s auch wirklich besser drauf. Hinter mir scheppern ein paar ältere Altösen, die es aber warscheinlich schon zum 150.000 Mal singen und supersicher sind, Wohlklang ist halt nicht immer alles. In einer Fast-Katastrophe endet der Männerpart von „wenn die stolzen Feinde“ aus der VI. Kantate, aber die Masse wiegt sich in Sicherheit, es gibt keinen Druck, man kann ja, wenn es gar nicht funktioniert, einfach den Mund bewegen oder nicht singen. Insgesamt hat derjenige, der das Programm zusammengestellt hat, sich schon eher für die einfacheren Kantaten nämlich 1, 4 und 6 entschieden. Ich möchte nicht wissen, wie der Ehre-Chor geendet hätte, den muss ich auch jedes Jahr wieder neu einüben.

Nach einer kurzen Pause für Toilette oder noch einen letzten Sekt gehts dann los. Da man in der Alt-Masse eh keine andere Stimme hört und zumindest „Jauchzet, frohlocket“ wirklich auch die letzte Nulpe draufhat und wir uns mittlerweile alle von den Plätzen erhoben haben, ist es ein erhebendes Gefühl, wieder das Weihnachtsoratorium zu singen.

Ich muss meine vorgefertigte Meinung, dass hier die Solisten und auch das Orchester, zur 2. Reserve gehören, gründlich revidieren. Die Altistin Susanne Blattert trägt die Alt-Arie „Bereite Dich Zion“ mit dichtem Klang und in professioneller Gänsehaut-Manier vor, wie es sich für Künstler der zukünftigen Kulturhauptstadt 2010 geziemt. Der Tenor, Andreas Hermann, ein ganz junger, etwas korpulenter Kerl mit einem bezauberndem, ausbaufähigem Tenor bewältigt seine Partie meisterhaft.  Da spielt es auch fast keine Rolle, dass er etwas breitbeinig arrogant (halt Tenor) auf seinem Stuhl sitzt. Der Bass, Tobias Scharfenberger, hat ein ziemlich intensives Organ, ist nicht immer mit dem Orchester eins, aber hat trotzdem eine durchdringende, dominante Stimme, die vor allem in „Großer Herr, du starker König“ mitzureissen weiss. Elisabeth Scholl, die Sopranistin, besticht nicht durch unbedingt durch brilliante Transparenz in der Höhe, meistert aber ihre Partie trotzdem und läßt mir Gänsehautschauer bei „Spricht der Höchste nur ein Wort“ zukommen.

Die Fugato-Einsätze bei den Männern im Chor waren wie zu erwarten war, nicht der Brüller, aber ich messe der Qualität des Chores auch nicht übermäßige Bedeutung bei. Entscheidend war, ich habe mal wieder „WO“ gesungen und es hat total Spass gemacht. Es entfacht eine Lebensfreude, die ich jedem Depressivem von Herzen gönne. Ich habe wieder nette Leute kennengelernt, die ich – wie ich meine- nur beim Singen kennenlerne, dadurch dass man miteinander musiziert hat, glich der Applaus einem Rockkonzert und ich denke, dass es für alle Beteiligten ein echtes Erlebnis war.  Im Übrigen war die Philharmonie auch wirklich gut besucht (teilweise auch Männer von singenden Frauen).

Als wir nach Hause kamen, hatte mein Mann schon das Essen vorbereitet und wir konnten den Abend mit einem kulinarischen Genuss ausklingen lassen.  Selbst wenn man bei der chorischen Qualität einige Abstriche machen muss, finde ich diese Institution Klasse. Die Distanz zwischen Orchester, Solisten ist ganz klar aufgehoben und sorgt für ein einheitliches Erlebnis mit erstklassischen Konzerteffekt. Ich wünsche der Intendanz noch mehr solcher intuitiver Eingaben und freue mich auf H-Moll Messe zum Mitsingen. Meister Bach, hättest Du Dir solch eine Dynamik Deiner Werke vorgestellt?

"Philharmonie Essen" Sicht von der Parkseite

Ich hoffe, dass ich einige von Euch zu Veranstaltungen im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 in dem qualitativ hochwertigen Rahmen begrüßen darf. Wie die Philharmonie aussieht, könnt ihr ergoogeln, da ich mal wieder keinen Fotoapparat mithatte.

Liebe Grüße Claudia

Rezension BWV 248 Weihnachtsoratorium in der Frauenkirche Dresden


Liebe WO-Fans,

nachstehend meine Rezension zum Weihnachtsoratorium, BWV 248, in der Frauenkirche Dresden.

J.S. Bach Weihnachtsoratorium

am 18. Dezember 2009 um 20:00 Uhr

WO Frauenkirche Dresden am 18.12.2009

Zusatzkonzert wegen hoher Nachfrage.

Leitung: Ludwig Güttler

Weihnachtsoratorium, Kantaten I und II
Kantate: „Süßer Trost mein Jesus kommt“ BWV 151
Weihnachtsoratorium, Kantate V
Eingangschor Kantate I da capo

Solisten:
Barbara Christina Steude
, Sopran
Susanne Langner, Alt
Uwe Stickert, Tenor
Matthias Weichert, Bass
Sächsisches Vocalensemble
Einstudierung: Matthias Jung

Basso continuo:
Friedwart Dittmann
, Violoncello
Bernd Haubold, Kontrabass
Uwe Zimmermann, Cembalo
Friedrich Kircheis, Orgel

Virtuosi Saxoniae (Mitglieder der sächs. Staatskapelle)
Leitung Ludwig Güttler

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Es ist schon etwas Besonderes, in der Frauenkirche das WO zu hören.

Leider kommen nicht nur musikalisch-weihnachtliche Gefühle auf:

  1. Die schmalen Kirchenbänke sind rückengewöhnungsbedürftig; nach einer halben Stunde war ich steif,
  2. die Eintrittspreise sind nicht gerade zivil,
  3. wir hatten ungünstige Plätze neben einer Eingangstür – sie stand bis zum Konzertbeginn bei -17 Grad (Außentemperatur) offen;
  4. die Akustik in dieser Kuppelkirche ist unberechenbar und hat schon so manches Konzert zum Kippen gebracht.

Fast wäre die Kantate I auch gekippt. Chor und Orchester hatten Schwierigkeiten, gerade beim Eingangschor „Jauchzet, frohlocket“ sich aufeinander einzulassen. Es hat auch eine Weile gedauert, bis beide ihren Platz gefunden hatten. Die Solisten hatten es bei den akustischen Gegebenheiten sehr schwer. Standen sie links vorm Orchester waren sie nicht zu verstehen; standen sie rechts, hatten sie plötzlich großartige Stimmen. Bis ich mich richtig eingehört hatte, waren die Kantaten I und II vorbei und dann kam mein Highlight: „Süßer Trost, mein Jesus kömmt“. Bach hat diese Solokantate BWV 151 1725 für den 3. Weihnachtstag geschrieben, um seine Thomaner zu entlasten. Die Solisten  – allen voran Sopran und Tenor – liefen zur Höchstform auf; das Orchester hatte sich den Sänger/innen angepasst und auch Güttler ließ etwas Raum zur freien Gestaltung.

Die Kantate V kam viel zu schnell. Geschmunzelt haben wir, als am Ende der
5. Weihnachtskantate „Jauchzet, frohlocket … „ aus der 1. wiederholt wurde. Aber uns sollte wohl noch mal so richtig eingeheizt werden; bei inzwischen -19 Grad (Außentemperatur) keine schlechte Idee.

Herzl. WO-Weihnachtsgrüße

Iris

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Weihnachtsoratorium BWV 248 im Fernsehen in 2009


Hallo zusammen,

nach Bekanntgabe der Rundfunksendungen mit dem Weihnachtsoratorium, BWV 248 – von Johann Sebastian Bach – komplettiere ich die Angaben für dasFernsehen in der Weihnachtswoche 2009.

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Zur Einstimmung das WO auf YouTube:

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Fernseh-Programm WO-BWV 248 J.S. Bach:

Jauchzet, frohlocket!

Bachs Weihnachtsoratorium mit Peter Schreier Schreier

ZDF theater Sonntag, 20.12.2009  Zeit:

13:59 bis

15:05Uhr (66min)

Bachs Weihnachtsoratorium mit Peter Schreier Dienstag, 22.12.2009 Zeit: 08:59 bis – 10:05 Uhr 66 min.
ZDF theater

BR – am Freitag, 25.12.2009

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantaten 1-3 – Zeitpunkt: 02:44 – 04:15 Uhr (91min)


MDR – am Freitag 25.12.2009 Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantate Nr. 1 – Zeitpunkt: 07:24 – 08:00 Uhr (36min)


BR – am Samstag, 26.12.2009  Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantaten 4-6 Zeitpunkt: 02:04 – 03:25 Uhr (81min)


MDR am Samstag, 26.12.2009 Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantate Nr. 2 Zeitpunkt: 07:29 – 08:05 Uhr (36min)


MDR am Sonntag, 27.12.2009 Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantate Nr. 3  Zeitpunkt: 07:39 – 08:10 Uhr (31min)
Info – Kunst/Kultur

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Weitere interessante Sendungen für Mozart- und Händel-Interessenten:

Cecilia Bartoli
Die Kunst der Kastraten ARTE am Sonntag, 20.12.2009 um 18:59 – 19:50 Uhr (51min)
Info – Dokumentation

Sir Neville Marriner dirigiert Mozart
Ouvertüre in B-Dur und das Konzert für… ARTE am Donnerstag, 24.12.2009 um 05:59 – 06:50 Uhr (51min)
Info – Kunst/Kultur

„Joseph Haydn“ – das verkannte Genie
Mit Leif Ove Andsnes und Thomas… ZDF theater am Freitag, 25.12.2009 um  21:09 – 22:10 Uhr (61min)
Info – Bericht

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Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest mit herrlichen Musikstunden.

Herzliche Grüße

Volker

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Radiotipps KW52


Hallo zusammen,

pünktlich zu Weihnachten gibt es wieder ein Überangebot an hochinteressanter Musik bei den verschiedenen Radiosendern. Und nicht zu vergessen bei den Fernsehsendern. Ein paar der Highlights für mich in dieser Woche möchte ich Euch vorstellen. Eigentlich könnte mein Recorder 7×24 Stunden durchlaufen, aber bekanntlich ist Bescheidenheit ja eine Zier… Falls Ihr das Weihnachtsoratorium vermisst – dazu erstelle ich einen eigenen Beitrag. Es lohnt sich auch, bei den verschiedenen Sendern die kirchenmusikalischen Sendungen durchzusehen, dort gibt es auch manches relativ unbekannte Weihnachtsoratorium von anderen Komponisten wie Bach.

20.12.
Ö1
19:30-21:15

Aus dem Konzertsaal
Wiener Philharmoniker, Dirigent: Sir Simon Rattle;
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien;
Magdalena Kozená, Mezzosopran; Michael Schade, Tenor; Thomas Quasthoff, Bass.
Edward Elgar: „The Dream of Gerontius“, Oratorium, op.38 (aufgenommen am 6. Dezember im Großen Musikvereinssaal in Wien). Präsentation: Peter Kislinger
(Übertragung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)

21.12.
BBC
6.38am

Bach, Johann Sebastian (1685-1750):
Cantata No 170 (Vergnugte Ruh, beliebte Seelenlust), BWV170 – Leipzig, 1726
Anne Sofie von Otter (mezzo-soprano)
Les Musiciens du Louvre
Marc Minkowski (conductor).

BBC
!!!! Wiederholung des Konzertes von Sommer !!!!
21:15

J.S. Bach:
Komm, Jesu, Komm!, BWV229;
Furchte dich nicht, BWV228;
Jesu, meine Freude, BWV227;
Singet dem Herrn ein neues Lied, BWV225

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner (conductor)

A late-night Prom in which John Eliot Gardiner and his hand-picked choir and ensemble perform some of Bach’s motets. While Bach’s great Passions languished unheard for almost a century after his death, his motets continued to be sung by the Leipzig choirs for which they were written. The concert features four of them, including Singet dem Herrn ein neues Lied (Sing to the Lord a new song), a work which had even Mozart exclaiming, ‚Now, there’s a piece one can learn from‘.

24.12.
MDR
Mal keine Musik, sondern ein Hörspiel:
22-23
Bachs Reiche
Becketts Winterreise durch Hitlers Reich
Von Torsten Enders
(Ursendung)

„Thomaskantor unter Mordverdacht!“ hätte eine berühmte Skandal-Postille vermutlich getitelt, wäre sie vor 275 Jahren schon auf dem Markt gewesen. Der Leipziger „Senior Stadtmusicus“ Gottfried Reiche, Johann Sebastian Bachs Lieblings-Trompeter, war am 6. Oktober im Stadtpfeiffer-Gässchen tot aufgefunden worden. Am Abend zuvor hatte er noch – im Beisein des neuen sächsischen Kurfürsten – Bachs eigens für das Festkonzert komponierte Kantate „Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen“ mit uraufgeführt. Ob Reiche, am Kopf verletzt, durch Sturz oder Schlag zu Tode kam, war nicht ersichtlich. Wohl aber, dass Bach von Reiche in den Tagen vor dem Konzert unablässig neue Proben verlangt hatte. Unzufrieden mit Reiches Leistung, hatte Bach getobt und sein Bild am Dresdner Hof, womöglich seine Stellung und Karriere beschädigt gesehen. Grund genug für einen Streit mit tödlichem Ausgang?

Torsten Enders, geboren 1954 in Altenburg/ Thüringen, nach dem Studium der Theaterwissenschaft seit 1978 Dramaturg beim Rundfunk. Lebt in Berlin. Autor mehrerer Hörspiele und Features („Kein Wort von Einsamkeit“, „Das tonlose Spiel“, „Dorns Tiefland“, „Brückenschlag“), sowie von Filmen („Trutz“) und Theaterstücken („Kanzelkarl“, „Kowatz“). Der MDR produzierte 2001 das Hörspiel „Spenderherz“, das mit dem Hörspiel-Preis der Stiftung Kulturpflege und Kulturförderung der Sparkasse Neuss für das beste regionale Hörspiel ausgezeichnet wurde.

Produktion: MDR 2009
Regie: Judith Lorentz

Otto Sander – Reiche
Thomas Thieme – Bach
Paul Herwig – Bamberg
Berndt Stübner – Friedrich August II
Stefanie Rösner – Rieke
Veit Schubert – Wendestrom
Ernst Jacobi – Schrock

25.12.
Nordwestradio
20-22
Weihnachtskonzert am Abend
Wenn sich das Calmus Ensemble Leipzig „Maria durch ein Dornwald ging“ oder „O Tannenbaum“ vornimmt, geraten die schönen alten Lieder in eine schwebende Schräglage, die wunderbar mit dem feinen Stimmengeflecht des Gesualdo Consort Amsterdam harmonisiert.
Eine Nachlese der schönsten Aufnahmen vom Musikfest Bremen 2009, vermischt mit weihnachtlichstimmungsvoller Musik.
Am Mikrofon: Andrea Zschunke

Auch das Fernsehen bietet einiges. Hier 2 Sendungen von ARTE:

20.12.
TV – ARTE
9:50 –12:30
JephtaKeine Wiederholungen
Jephtha
(Frankreich, 2009, 161mn)
ARTE F
Regie: Alain Jomy
Kostüme: Patrice Cauchetier
Sänger: Andrew Foster-Williams, Carolyn Sampson, Christophe Dumaux
Dirigent: Ivor BoltonARTE F
Koproduktion der Opéra National du Rhin und der Opéra National de Bordeaux

TV – Arte
19-19:45
Cecilia Bartoli
Die Kunst der Kastraten
Wiederholungen:
25.12.2009 um 06:00
30.12.2009 um 06:00
(Italien, 2009, 43mn)
Regie: Olivier Simonnet
Darsteller: Cecila Bartoli, Il Giardino Armonico

Cecilia Bartoli – alle zwei Jahre überrascht sie mit einer musikalischen Sensation. Nach der Ausgrabung Vivaldis, Glucks und Salieris kam verbotene Musik im katholischen Rom, dann eine weitere Reise ins Belcanto auf den Spuren Maria Malibrans. Nun entdeckt Cecilia Bartoli die Welt der Kastraten in ihrer neuen Einspielung unter dem doppeldeutigen Namen „Sacrificium“. Und auch dieses Mal ist es beeindruckend, wie akribisch sie bei ihrer Spurensuche die Musik des 18. Jahrhunderts für heute neu gewinnt. Bei der Virtuosität der Kastraten-Arien, ihren großen Koloraturen und stimmlichen Improvisationen ist sie in ihrem Element.

Cecilia Bartoli ist bekannt dafür, dass sie regelmäßig spannende Entdeckungsreisen in die Welt der Musik unternimmt. Nach der Wiederentdeckung zum Teil unbekannter Werke von Vivaldi, Gluck und Salieri, nach Abstechern ins barocke Rom („Opera proibita“) und das Belcanto-Reich der Maria Malibran hat sie sich nun auf die Spuren der Kastraten begeben.
Damit taucht sie ein, in eine Zeit voller Widersprüche, in der Schönheit und Grausamkeit, schillernde Erotik und sexuelle Ambiguität, Pracht und Elend aufeinanderprallen. Nie zuvor und nie danach wurden im Namen der Musik so viele Opfer gebracht, wurden so viele Knaben verstümmelt, damit einige wenige Kastraten mit einer bis dahin unerhörten Gesangskunst die Opernwelt Europas faszinierten und als Stimmwunder des Barock verehrt wurden.
Die Musik der Kastraten ist für Cecilia Bartoli das bisher anspruchsvollste Projekt mit technisch äußerst schwierigen Arien und Koloraturketten, die speziell den sängerischen Möglichkeiten der Kastraten angepasst waren. Die berühmtesten Kastraten kamen seinerzeit aus Neapel, der erfolgreichste Lehrer war Nicola Porpora, der als bedeutender Opernkomponist seinen Schützlingen – darunter Farinelli und Caffarelli – die Arien direkt auf den Leib schrieb.
Als passendes Ambiente für die Aufführung der Musik der Kastraten hat sich Cecilia Bartoli das barocke Theater und einige prunkvolle Räume des Königspalastes von Caserta in der Nähe Neapels ausgesucht. Neben Werken von Porpora singt sie unter anderem auch Arien von Georg Friedrich Händel, Carl Heinrich Graun und Geminiano Giacomelli.
Begleitet wird sie dabei vom Orchester Il Giardino Armonico unter der Leitung von Giovanni Antonini.

Die CD, auf der diese Sendung basiert, hat mich begeistert. Ich bin gespannt, das Energiebündel Cecilia Bartoli in Aktion zu sehen.

Ich hoffe, der Vorweihnachtstrubel lässt Euch ein wenig Zeit zum zur Besinnung kommen. Was könnte da hilfreicher sein als Musik?!
Barbara

CD-Neuerscheinung J.S. Bach Weihnachtsoratorium BWV 248 von Hermann Max


Hallo Bachfreunde,

es gibt sie, eine CD-Neueinspielung von 2009 – J.S. Bach „Weihnachtsoratorium“ BWV 248 – von Hermann Max und der Rheinischen Kantorei, „Das Kleine Konzert“. Erschienen bei jpc am 19.10.2009.

Cover: Hermann Max BWV 248 Weihnachtsoratorium

Solisten: Veronika Winter, (Sopran) – Wiebke Lehmkuhl, (Alt) – Jan Kobow, (Tenor) – Markus Flaig,
(Bass-Bariton) – Rheinische Kantorei, Das Kleine Konzert, Leitung: Hermann Max.

2004 wurde Markus Flaig (Bass-Bariton) – Preisträger des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbes Leipzig.

Detailinformationen

Sound: stereo & multichannel (Hybrid)

*** Neuheit zum limitierten Sonderpreis,
gültig bis 24.12.2009,

danach EUR 29,99

  • Label: CPO , DDD, 2009
  • Bestellnummer: 1227236

Bei JPC probehören / bestellen …

Einige Kritiken zu der Neu-Einspielung von 2009:

…… nun war es an der Zeit, endlich auch einmal das vielleicht populärste geistliche Werk des großen Thomaskantors in Maxs’ Interpretation zu dokumentieren. Ohne jede Betulichkeit, mit scharfen rhythmischen Akzenten und flotten Tempi, brillant im Surroundklang haben wir hier das Weihnachtsoratorium fürs 21. Jahrhundert!

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… Entstanden ist eine zügige, im Duktus kammermusikalische, eher tänzerische denn staatstragende, handwerklich nahezu perfekte Interpretation, die allen Versuchungen zu festtäglichem Sentiment widersteht. … Die gelassene Virtuosität und Leichtigkeit, mit der etwa der Eingangschor der fünften Kantate und seine swingende Fuge einherkommen – das muss man den Dormagenern erst mal nach-machen.
(Markus Schwering, Kölner Stadtanzeiger, 26.11.09)

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Hörprobe: WO 6. Teil – Schlusschoral „Herrscher des Himmels“

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Eine Rezension der NW dazu vom 21.12.2009

Bachs „Weihnachtsoratorium“ liegt neu mit Hermann Max vor. Der Dirigent beweist mit jungfrischen Stimmen einer handverlesenen Solistenriege, seiner exquisiten Rheinischen Kantorei und dem prominent besetzten Orchester „Das kleine Konzert“, dass der drängende Impetus der historischen Aufführungspraxis durchaus nicht virtuose Überspanntheit zeitigt, wenn man dieses Meisterwerk in seinem religiösen Kontext begreift. Ob die Mehrkanalaufnahme aus dem Kloster Knechtsteden die vorzüglichen Ensembles noch eine Spur präsenter als die Stereoabmischung abbildet, kann der Rezensent mangels technischer Voraussetzungen nicht sagen.

Meine persönliche Meinung zu der Neueinspielung:

Wenn in der obigen Rezension von einer 21. Jahrhundert-Einspielung gesprochen wird, dann sehe ich das etwas differenzierter. Hermann Max ist für eine gute Qualität bekannt und beliebt, doch habe ich Zweifel, ob sie sich in die Glanz-Einspielungen einreihen lässt. Die Pauken sehr laut, im 6. Teil die Trompeter im Schlusschoral nicht das Feinste, die Gesangs-Solisten sind gut aber nicht überragend, der Chor ist harmonisch und anhörenswert und interpretiert schlank die Choräle. Bin auf weitere Meinungsäußerungen gespannt…!!

Grüße

Volker

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YouTube – Sir J.E. Gardiner BWV 248 Proben zum Weihnachtsoratorium in Sachsen-Thüringen


Hallo Bachfreunde,

für alle, die eine DVD von der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 mit der Dokumentation: BWV 248 Weihnachtsoratorium „Jauchzet frohlocket“ mit Sir J.E. Gardiner nicht besitzen, sind die ersten 6 Videos dazu bei YouTube abrufbar.

Zu meiner gesamten Playlist bei YouTube nachstehenden Link anklicken:

Link: http://www.youtube.com/view_play_list?p=891E1FE87369A7E4

Viel Spaß und Gruß

Volker

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Jazzig bis rockig – aber einen gut gelaunten Bach – erleben die Besucher das Weihnachtsoratorium und die King’s Singers in Oeynhausen


Hallo,

das gefragteste Vokalensemble der Welt – King’s Singers – und eine der besten Bigbands – das vom WDRKöln – gestalteten in der Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen am 29.11.2009 – zusammen ein fetziges und rockiges vorweihnachtliches Konzertprogramm, in dessen Mittelpunkt das BWV 248 „Weihnachtsoratorium“ von J. S. Bach stand.

Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen

Foto: Die Erlöserkirche in Bad Oeynhausen entwickelte sich zum Bach-Jazz-Zentrum…

Sonntag, 29. November 2009, 17.00 Uhr Bad Oeynhausen, Auferstehungskirche

Jazziges Plakat Konzertankündigung WO in Bad Oeynhausen

Ausführende:

The King’s Singers:

David Hurley, Countertenor – Timothy Wayne-Wright, Countertenor – Paul Phoenix, Tenor – Philip Lawson, Bariton – Christopher Gabbitas, Bariton – Stephen Connolly, Bass – Arrangement: Bill Dobbins.

WDR-Bigband, Köln

Leitung: Bill Dobbins

Johann Sebastian Bach

Programm: Auszüge aus dem Weihnachtsoratorium

I. Teil

1.   Jauchzet, frohlocket!  2.  Es begab sich aber zu der Zeit  3.  Bereite dich, Zion  4. Und siegebar  5.  Ach, mein herzliebes Jesulein! 6.  Und es waren Hirten 7. Und der Engel sprach 8. FroheHirten,eilt 9. Und das habt zum Zeichen 10. Schlafe, mein Liebster 11. Und da der Engel 12. Lasset uns nun gehen gen Bethlehem 13. Und sie kamen eilend 14. Schließe, mein Herz, dies selige Wunder 15. Und die Hirten kehrten wieder um 16. Seid froh dieweil 17. Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen

II. Teil

1.  Fallt mit Danken, fallt mit Loben 2.  Und da acht Tage um waren 3. Wohlan! Dein Name 4. Ich will nur dir zu Ehren leben 5. Da Jesus geboren war 6.  Wo ist der neugeborne König der Juden? 7.  Dein Glanz all’ Finsternis verzehrt 8.Erleucht’ auch meine finstre Sinnen 9.  Da das der König Herodes hörte  10. Warum wollt ihr erschrecken? 11. Und ließ versammeln alle Hohenpriester 12. Da berief Herodes die Weisen heimlich 13. Du Falscher, suche nur den Herrn zu fällen 14. Nur ein Wink von seinen Händen 15. Als sie nun den König gehöret hatten 16. Und Gott befahl ihnen im Traum 17. So geht! Genug, mein Schatz geht nicht von hier 18. Was will der Hölle Schrecken nun 19. Nun seid ihr wohl gerochen

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Jazziger Rock-Zulauf in Oeynhausen WO Bach

„Der Klangstrom eines Johann Sebastian Bach inspiriert viele und fordert immer wieder neu heraus. Auch „Bill Dobbins“ entdeckt für sich Bach immer wieder neu und anders“.

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Mischpult-Kabel über Kabel Bach WO in Oeynhausen

Was für ein überragender Zulauf für dieses Jazz-Latin-Gospel-Konzert, Bach ist in seiner musikalischen Ausdrucksform für Jazz-Spezialisten eine Fundgrube ersten Ranges. Ein überragender und bekennender Bach-Bewunderer in der Person des englischen Hochschulprofessors – Dirigenten und Jazz-Komponisten „Bill Dobbins“ nahm sich das Weihnachtsoratorium als Grundlage, um daraus ein eigenes Arrangement zu entwickeln.

Arrangement WO-Bach und Leiter:Bill Dobbins

Bill Dobbins hat Chorsätze, Arien und Choräle ausgewählt, welche die musikalische Vielfalt repräsentieren und den Einfallsreichtum der sechs Kantaten widerspiegeln. Hinzugenommen hat er Rezitative des Evangelisten, der die Weihnachtsgeschichte vermittelt. Dann hat er den musikalischen Kontext und den dramatischen Charakter des Originals in zeitgemäße Idiome des amerikanischen Jazz und der Latin Musik übertragen.

Jazz-Fest-WO-Bach: Bühnen-Kabel-Salat wo man hinschaut...!

Die einzelnen Stücke des ersten Teils stammen aus den ersten drei Kantaten, während die Titel des zweiten Teils in den letzten drei Kantaten enthalten sind. Der Choral „Seid froh dieweil“ des ersten Teils sowie der Choral „Dein Glanz all Finsternis verzehrt – im zweiten Teil sind exklusiv für die „King’s Singers“ arrangiert. Des weiteren wurden weitere Passagen „Solo“ ohne oder kleiner Begleitung – gesungen. Es gibt Momente im Programm, in denen die Big Band auf gewohnte Weise braust und tost, aber auch solche, in denen Holzbläser und Flügelhörner einen zurückhaltenderen und subtileren Orchestersound schaffen.

Wenn der erste Schock der Trommel-Eröffnung von „Jauchzet frolocket“ verklungen ist, findet sich ein Bach-Klassik-Freund in dieser andersartig gelagerten Musikwelt sich nicht unbedingt sofort zurecht, dass ist Jazz-Rock-Latin-Music und Gospel in einem vereint und hat mit der Urform einer Barockwiedergabe nichts mehr gemein. Meines Erachtens ist hier mehr der Spaß an dem Dargebotenen zu sehen, die Gesichter der Besucher spiegeln das wieder, wie sie diese neue Version eines alten WO-Favoriten hören, starren mit weit geöffneten Augen auf das Geschehen  und lächeln süffisant sich gegenseitig aufmunternd zu – die Verwirrung artet zum Schluss zu einem breiten Lächeln der Anerkennung aus.

Verkehrte Besucherwelt ein Jazzfreund findet nicht die Richtung?

Foto: Verkehrte Besucherwelt ein Jazzfreund findet nicht die Richtung zur Bühne?

Das Publikum war begeistert, mitten in der Aufführung waren spontan zu vernehmen: die Anerkennungs-Pfiffe – Bravorufe und das Wiegen der Ober- und Unterkörper der Besucher im jazzigen Takt – nach jedem Satz wurde frenetisch gejubelt und applaudiert – wann gibt es so etwas, der geistliche Inhalt geriet zu einem Nebeneffekt aber der Jazzfreund war hingerissen von dieser exzellenten Wiedergabe. Was hätte J.S. Bach wohl zu diesem Spektakel ausgesagt, ist es doch sein sakrales Top-Werk zu Weihnachten……?!!

King's Singers von links: David Hurley; Countertenor, Timothy Wayne-Wright; Countertenor, Paul Phoenix; Tenor, Philip Lawson; Bariton, Christopher Gabbitas; Bariton, Stephen Connolly; Bass.

Foto: King’s Singers von links: David Hurley; Countertenor, Timothy Wayne-Wright; Countertenor,                       Paul Phoenix; Tenor, Philip Lawson; Bariton, Christopher Gabbitas; Bariton, Stephen Connolly; Bass.

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Dass die King’s Singers alle Register ihrer Vorführungskunst ziehen können, ist allen hinreichend bekannt. Neben der zu erwartenden makellosen Intonation und nuancenreichen Textgestaltung fasziniert vor allem das unglaubliche harmonische Fingerspitzengefühl, mit dem die Textur des Weihnachtsoratoriums so exzellent herausgearbeitet wird. Sie sind weniger als eine Ansammlung von sechs Sängern zu verstehen, sondern als ein unglaublich farbenreiches Instrument. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle die exzellente gesangliche Bravour-Leistung des Evangelisten: „David Hurley“  das war eine Prämisse im Gesang der feinsten Art, sein Volumen brachte mich zum Erstaunen – mühelos schwebte er in den gesanglichen Höhen und übertönte noch die Holzbläser und Hornisten und das soll schon was heissen als Counter diese Noten-Höhen im Ansatz mühelos zu erreichen, das ist diese unnachahmliche Klasse der King’s Singers. Es gab keinen künstlerischen Abfall, fantastisch die Choralwiedergaben „Seid froh dieweil“ und „Dein Glanz all Finsternis verzehrt“, hier war Bach persönlich spürbar und hätte seine Freude an diesem filigranen Vortrag gehabt. Das Begleitspiel der Holzbläser und Posaunen von der WDR-Bigband gelang beeindruckend und gelangte zu einem Wiedergabe-Höhepunkt.

King's Singers in Bad Oeynhausen WO-Bach

King's Singers in Bad Oeynhausen WO-Bach BWV 248

Die Jazz-Rock-Latino-Gospel-Freunde haben einen Abend der Superlative erleben könne., Etwas ratlos und Verwirrt bleibt der  Bach-Freund als Kenner der Barockzeit zurück, was war das, bricht ein neuer Zeitgeist an, wo bleibt meine zu bewundernde barocke Klangvielfalt muss ich in Zukunft mir das Getöse anhören, wo bleibt die feierliche und geistvolle Wiedergabe des Prachtwerkes eines Weihnachtsoratoriums?

WDR-Big Band im WO-Bach in Bad Oeynhausen

Ich meine, wer das WO in der Jazz-Rock-Latino-Gospel-Form mag, sollte sich dieses Klang-Jazz-Spektakel nicht entgehen lassen. Ich als bekennender Barockfreund und Liebhaber der Bach-Oratorien ziehe die Urform absolut vor, da werde ich angesprochen und bekomme meinen Seelenfrieden den ich in dieser Jazz-Rock-Form nicht finden kann. Mir kam es oft so vor, dass ich in einem anderen Film mich befinde, einige Arrangement hatten subjektiv gesehen einen ganz andere Musikdeutung und konnte keinen Bezug zum WO herleiten. Diese Aufführungsform ist ein Spektakel der Neuzeit und hat mit dem Althergebrachten nichts mehr am Hut…!!

In dieser Form wird die Jugend angesprochen und das ist der absolut zu benennende tolle Nebeneffekt, wenn sie einer barocken Aufführungsform fern bleiben, bekommen sie mit dieser modernen Aufführungsform den Zugang zu J.S. Bach und seinen Werken und das ist ungemein als „Positiv“ zu betrachten. Die zahlreiche junge Besucherschar in der Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen spiegelte das entsprechend wieder..!!

Trotz der vorgenannten Kritikpunkte habe ich es nicht bereut, einmal diese Fassung als WO erlebt zu haben, man soll seine Augen nicht verschließen und aufgeschlossen für neue Formen der Aufführungspraxis sein, es gab Stellen in der Wiedergabe, die mich berührt und angesprochen haben dank einer tollen WDR-Big Band und natürlich den King’s Singers, der frenetische Schlussapplaus war mehr als verdient…!!

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Hörprobe – King’s Singers + WDR-Big Band – WO-Eingangs-Satz: „jauchzet frohlocket“.

Link: King’s Singers WDR Big Band WO – BWV 248 WO-Jazzform

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Zur Rezension der NW vom 1.12.2009 als PDF

PDF Rezension der NW vom 1.12.2009

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Grüße

Volker

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Web-Radios mit Klassischer Musik 49. KW 2009


Hallo,

hier zur Auswahl mit klassischer Musik die 49. KW.

Schönes Wochenende
Barbara

Samstag, 28.11.2009
SWR2
anschließend ca.:
19.10 Uhr
Geistliche Musik
Joseph Haydn:
Missa solemnis B-dur Hob. XXII Nr. 14 „Harmoniemesse“
Joanne Lunn, Angharad Gruffydd (Sopran)
Sara Mingardo (Alt)
Topi Lehtipuu, Andrew Busher (Tenor)
Brindley Sherratt (Bass)
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner
Dies ist die Aufnahme, die auch auf CD zu erhalten ist.

28.11.2009
WDR3
20-22:30 Uhr
WDR 3 Konzert live
Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach
King’s Singers; WDR Big Band Köln, Leitung: Bill Dobbins
Übertragung aus der Zeche Zollverein, Essen

Sonntag, 29.11.2009
WDR3
15-16 Uhr
WDR 3 Musikfeature
Musik für Thron, Theater und Taverne
Lebensstationen des Henry Purcell
Von Thomas Daun
Aufnahme des WDR 2009

SWR2
20-23 Uhr
Der große Wiegenliederabend
Moderation: Ursula Nusser
„Der Mond ist aufgegangen“ – Wer kennt dieses Lied nicht? Eine
Umfrage in einer Stuttgarter 10. Klasse fiel allerdings überraschend
aus. Zwei Drittel der Klasse hatten es noch nie gehört. Das hat den
Sänger Cornelius Hauptmann herausgefordert. Er hat 52 seiner
Kollegen, 52 der besten deutschsprachigen Sängerinnen und Sänger, für
ein großes gemeinsames Projekt gewonnen: Sie haben ihre
Lieblings-Schlaf- und Wiegenlieder im und für den SWR und den
Carus-Verlag aufgenommen. „Wir sind die letzte Generation, die die
Möglichkeit hat, diese Lieder weiterzugeben“, sagt Peter Schreier,
der Senior im Reigen der prominenten Sänger, die ohne Gage mitgewirkt
haben. Mit dem Verkauf der CD werden überdies weitere Projekte
finanziert, die das Singen mit Kindern in besonderer Weise fördern.
„Der große Wiegenliederabend“ stellt das Projekt vor, Sängerinnen und
Sänger sprechen über ihre Lieblingslieder, Fachleute erklären, welche
Wirkung das Singen auf kleine Kinder hat. Und zu hören sind natürlich
viele Wiegenlieder, u.a. gesungen von Jonas Kaufmann, Angelika
Kirchschlager, Peter Schreier, Kurt Moll und Roman Trekel.

Links:
www.swr2.de oder
www.wiegenlieder.org

Donnertag, 3.12.2009
Deutschlandfunk
21-22:50’ Uhr
Festspiel-Panorama
Musikfest Bremen 2009
A Choral Evensong
mit Werken von
Christopher Tye, Thomas Tallis, Edward W. Naylor, Edward Bairstow, Hubert Parry, Thomas Weelkes, Orlando Gibbons, Jonathan Harvey, Benjamin Britten
und Ralph Vaughan Williams
Choir of King’s College Cambridge
Leitung: Stephen Cleobury
Aufnahme vom 13.9.09 aus der Alexanderkirche Wildeshausen

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King’s Singers Live im WDR3 am 28.11.2009 um 20:05 Uhr


Hallo,

für alle die das Konzert von den King’s Singers sich anhören möchten mit dem BWV 248 Weihnachtsoratorium von J.S. Bach siehe nachstehende Ankündigung des WDR3:

WDR 3 Konzert live – am 29.11.2009 ab 20:05 Uhr

The King's Singers; Rechte: WDR, Thomas Brill

Bild vergrößernThe King’s Singers

Jauchzet, frohlocket!

In einem Streifzug durch das BWV 248 „Weihnachtsoratorium von J.S. Bach“ werden Arien, Rezitative und Chöre harmonisch nachgewürzt, rhythmisch zugespitzt und auf groovende Bässe gesetzt. Diese Aufgabe übernimmt Bill Dobbins zusammen mit der WDR Big Band und den King’s Singers.

Konzert-Veranstaltung:
Samstag, 28. November 2009, 20:00 Uhr
Essen, Zeche Zollverein

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WDR 3 Konzert Live-Programm
Samstag, 28. November 2009, 20:05 Uhr

Linkangaben zum Web-Radio-WDR3 – 16/32 kps

Allgemein http://www.wdr.de/radio/wdr3/
………………………………………………

Livestream: http://www.wdr.de/wdrlive/radio.phtml?channel=wdr3

oder über

http://www.radio.de/

zu empfangen..!!

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Weitere PDF-Informationen zum Konzert..!!

Link:  Kings Singers Informationen zum Konzert weihnachtsoratorium

Gruß
Volker

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Wiederveröffentlichung DVD vier Teile über J.S. Bach von 1985


Hallo Bachfreunde,

lange hat es gedauert diese historischen Filme über das Leben und sein Wirken von J.S. Bach zu erwerben. Es sind hervorragend gemachte Filme von 1985 aus der DDR-Produktion an Originalschauplätzen gedreht. Die Sendungen im DDR-Fernsehen waren ein Renner und können nun digitalisiert als DVD im ARD-Shop erworben werden, darauf habe ich lange gewartet und werde sie mir umgehend besorgen. Die Qualität dieser Filme stellt alles bisher da gewesene in den Schatten und wurden von den Kritikern und Besuchern in höchsten Tönen gelobt…!!

Historische DVD von 1985 DDR J.S. BachDVD von 1985 DDR-Film über J.S. Bach

Erscheinungsdatum: 20.11.2009

DVD GG 25 – Johann Sebastian Bach aus DDR TV-Archiv

EUR 22,95  – für eine Vorab-Bestellung

Laufzeit: ca. 415 Min.

Ausgezeichnet mit dem Kritikerpreis für den besten Fernsehfilm 1985

Das Genie J. S. Bach – ein lebensfroher, sinnenfreudiger und direkter Mann. Bachs Kompositionen sind ein unerschöpflicher Schatz. Seine Überlegenheit und sein freies Spiel riefen bei den Zeitgenossen Begeisterung, aber auch Verwirrung und Neid hervor.

Alle 4 Teile digital restauriert

FSK: ab 6 Jahren
Erschienen bei: ARD ViDEO/SHDM
Produktionsjahr: 1985
Tonformat: Dolby Digital 2.0 Mono
Bildformat: 4:3
Regie: Lothar Bellag
Darsteller: Ferenc Bács, Franziska Troegner, Hans-Jörn Weber, Arno Wyzniewski, Ulrich Thein, Jaroslav Satoransky, Ralf Lehm, Zoltán Gera, Gabor Sárosi, Wolfgang Dehler, Dana Vávrová, Wolfgang Greese, András Kozak, Horst Schulze u.a.
Sprachen: deutsch
Bonusmaterial: Interview mit Darstellerin Franziska Trögner (ca. 10 Min.), Dokumentation über J. S. Bach (ca. 45 Min.), umfangreiches Booklet
Anzahl der Disc: 2

Der Artikel erscheint am 20. November 2009. Es besteht die Möglichkeit der Vorbestellung.

Link zu meiner Partnerseite:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/11/dvd-wiederveroffentlichung-leben-und.html

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Aktualisierung vom 18. November 2009 mit ergänzenden Angaben:

Weiterhin möchte ich auf das „Bach-Magazin“ (BachArchiv-Leipzig) hinweisen.

Link: http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=103

In dem Bach Magazin No: 14 ist ein Artikel über Bachfilme verfasst. Als Pdf sind Auszüge davon hinterlegt:

Textauszüge über Bach-Filme: Bach-Magazin Textauszüge 1

und weiter: Ansicht der Bach-Filme

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Grüße
Volker

Webnews

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Radiosendungen mit geistlicher Musik und Bachkantaten an den Wochenenden


Angeregt durch Wolfgangs Ausführungen  zu BWV 80 habe ich beim letzten Durchforsten der Radioprogramme einmal die regelmäßigen Sendungen am Wochenende mit geistlicher Musik der deutschen Radiosender herausgeschrieben. Einige mit Bachkantaten, andere mit immer wieder hoch interessanten, auch unbekannten Stücken. Ob die Aufstellung vollständig ist, weiß ich nicht, ich erhebe auch keinen Anspruch darauf. Vielleicht komme ich im Laufe der Woche dazu auch noch die entsprechenden Links einzufügen, aber ich denke, die meisten habt Ihr Euch inzwischen auch schon abgespeichert. Die ausländischen Sender habe ich nicht mit aufgeführt, das würde zu sonst ausufern.

Link zu den Klassik-Web-Radios im Internet nachstehend:

https://meinhardo.wordpress.com/2008/01/18/web-radios-im-internet/

Deutschlandradio Kultur
Sonntag, 6 – 7 Uhr, Sonntagsmotette, oft mit Bachkantate

NDR kultur
Samstag, 19 – 20 Uhr, Glocken und Chor
Sonntag, 8 – 8:40 Uhr, Geistliche Musik mit Bachkantate

MDR Figaro
Sonntag, 7 – 8 Uhr, Kantate, oft mit Bachkantate

RBB Kulturradio
Sonntag, 7 – 8 Uhr, Musica sacra
Sonntag, 9:30 – 10 Uhr, Bachkantate

WDR3
Samstag 18 – 20 Uhr, Vesper
Sonntag, 9 – 10, Geistliche Musik, mit Bachkantate

nordwest radio Bremen
Samstag, 18 – 19 Uhr, musica sacra
Sonntag, 7 – 8 Uhr, musica sacra, mit Bachkantate

hr2
Sonntag, 6 – 7:30, Geistliche Musik, mit Bachkantate

BR-Klassik
Sonntag, 7 – 8 Uhr, Laudate Dominum
Sonntag, 8 – 8:30 Uhr, Bachkantate

SWR2
Samstag, 19 – 20 Uhr, Geistliche Musik, manchmal mit Bachkantate
Sonntag, 8 – 8:30 Uhr, Kantate, manchmal mit Bachkantate

SR
Sonntag, 8 -9 Uhr, Bachkantate

Barbara

J.S. Bach Reformations-Kantaten


Hallo Bachfreunde,

dieser Tage wurde folgender Kommentar ins Forum gestellt:

Mir würde es gefallen, wenn wir wieder zu unseren Kantaten zurückkehren und eher nach positiven und heilenden Aspekten suchen. Wie vielen Leuten eröffnen Bach’s Kantaten neue Zugänge…..!!

Greife ich diesen Hinweis einmal auf und beginne mit den anstehenden Reformations-Kantaten.

Welche Kantaten sind dafür von J.S. Bach komponiert worden? Weiss es ein jeder auf Anhieb? Mir fällt spontan das BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“ – ein. Ein prächtiges monumentales Werk mit einem großartigen Eingangs-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“. Eine eindeutige Zuordnung als ein Bachwerk – in der heutigen Aufführungspraxis – ist nur bedingt aussagefähig und zweifelhaft geblieben. Bach hat eine Erstfassung 1715 in Weimar  – BWV 80a „Alles was von Gott geboren“ als Oculi-Kantate – komponiert und aus mangelnden Zeitgründen 1728 / 1731 in Leipzig überarbeitet  als Kantate zum Reformationstag: „Ein feste Burg ist unser Gott“ . Man vermutet, dass Wilhelm Friedemann Bach nach dem Tode des Vaters in Halle a.d.Saale Änderungen an dem BWV 80 vorgenommen hat.

Schloss-Kirche Wittenberg mit dem Luther-Text am Turm "Ein feste Burg"

Foto: Der Kirchenturm der Schloss-Kirche Wittenberg mit dem Luther-Text: „Ein feste Burg ist unser Gott“ (Fotorechte: V. Hege)

Kirchen_T_r_der_Schlosskirche_Wittenberg_mit_den_Luther_Thesen.JPG

Dazu ein passendes Foto mit Luthers 95 Thesen an der Kirchentür eingearbeitet

Schloss-Kirche Wittenberg. (Fotorechte: V. Hege)

Bei unserem Besuch 2008 von Wittenberg waren wir beeindruckt von dieser trutzigen Schlosskirche die ehemals zu einer Burg-Schloss-Anlage gehörte. Der in 1768 erneuerten Türflügel wurden zur Erinnerung an den Thesenanschlag 1858 ersetzt durch bronzene Türflügel mit dem Text der 95 Thesen Luthers und mit musizierenden Knaben auf den Türkämpfern.

Schon von weitem ist der beeindruckende Luther-Text am Turm der Schlosskirche zu sehen. Spontan fällt man in das Luther-Lied ein und erlebt einen bewegenden Moment. Wie mag Luther zumute gewesen sein, als er seine Thesen an die Schlosskirchen-Tür anbrachte, er war nicht am Zweifeln, dass es Unrecht war, was er tat. So sehe ich ebenfalls das Kantaten-Werk von Bach und werde immer wieder mit dieser Luther-Tat konfrontiert und eingenommen. Der Cantus firmus in höchster und tiefster Lage ist als Symbol der weltumspannenden Geltung dessen, was gesagt wird zu verstehen: Gottes Machtbereich umfasst den gesamten Kosmos. In Satz sieben ist besonders erwähnenswert die kämpferische Vertonung „Es bleibet unbesiegt und kann die Feinde schlagen“ und wirkt als ein fantastischer Kontrast zu den übrigen anmutigen Abschnitte in dem Duett für Alt und Tenor.

Aufgewühlt und beeindruckt bin ich immer von dem Schluss-Choral „Das Wort sie sollen lassen stahn“ – das lässt sich unmittelbar wunderbar auf die heutige Wirklichkeit der Finanzgebaren und Mauscheleien interpretieren, „lass fahren dahin, sie haben kein‘ Gewinn; das Reich muss uns doch bleiben.“

Es ist das erhebende Werk zum Reformationsfest für uns Protestanten, diese Eindringlichkeit der Worte und kraftvollen Musik kann sich keiner entziehen und verinnerlicht es in der Gewissheit – in der festen Burg wohl geborgen zu sein…..!!

Luther-Relief in der Schlosskirche Wittenberg.JPGFoto: Luther-Relief in der Schlosskirche Wittenberg (Foto: V. Hege)

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Es gibt so hervorragende Einspielungen vom BWV 80, sicherlich ist für mich Gardiner einer der Favoriten, aber verstecken brauchen sich Suzuki, Koopman, Herreweghe, Rilling, Richter, Thomaner unter Rotzsch, Rifkin… etc. nicht, die Auswahl ist gewaltig und das ist das erfreuliche an diesem Bachwerk.

Link: Hörpoben und CD-Einspielungen über diesen Link-Text

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Etwas zu Unrecht im Abseits dazu steht die Bach-Kantate: BWV 79 „Der Herr ist Sonn und Schild“ die ebenfalls durch einen gewaltigen Eingangs-Choral sehr einprägsam imponiert.

Der Eröffnungssatz ist als eine Art feierlicher Aufzug gestaltet – ein bewegendes Bild aufmarschierender Lutheraner. Doch ihr Kampfgeist wirkt in keiner Weise grimmig und verbissen: Die 62-taktige Einleitung schafft eine Atmosphäre geselliger Freude und Gutmütigkeit. Die Fanfaren der hohen Hörner werden von einem beharrlichen Trommelschlag untermauert, der – mit ein bisschen Phantasie interpretiert – das Geräusch des Hammers nachahmt, mit dem Luther seine Thesen an die Eichentür auf der Rückseite der Kirche schlug.

Gardiner sagt dazu in seinem Reisetagebuch:

Gillies Whittaker, der Bachs Kirchenkantaten umfangreiche Analysen gewidmet und alle nach dem Ersten Weltkrieg über mehrere Jahre in Newcastle dirigiert hat, bekannte, er habe „selten eine so überirdische Glückseligkeit empfunden wie beim Dirigieren dieses herrlichen Chores“.  Ich selbst erinnere mich, dass ich ungeheuer aufgewühlt war, als ich ihn 1972 dirigierte, aber dieses Mal, hier in Wittenberg, war seine Wirkung überwältigend.“

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Hörprobe: mp3 BWV 79 Gott der Herr ist Sonne und Schild“

01 Bach_ Cantata #79, BWV 79, _Gott, Der Herr, Ist Sonn und Schild_ – 1. Gott Der Herr Ist Sonn und Schild

02 Bach_ Cantata #79, BWV 79, _Gott, Der Herr, Ist Sonn Und Schild_ – 2. Gott Ist unser Sonn und Schild!

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Bei der kleinen dreisätzigen Kantate Nun danket alle Gott BWV 192 besteht die Gefahr, dass sie im Schatten der beiden riesigen Reformations-Kantaten (BWV 79 und 80) verkümmert. Mit ihrer bescheidenen Instrumentierung bietet sie jedoch einen reizvollen Kontrast, eine Möglichkeit, das Fest auf eine alternative und weniger bombastische Weise zu feiern….!!

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Alle oben genannten Kantaten sind in CD zwei von SDG 110 enthalten.

Ich  bin gespannt auf weitere Wortmeldungen zu diesen einprägsamen Reformations-Kantaten und welcher Interpret mag euer Favorit sein, der diese Werke beispielhaft zu interpretieren weiss.

Gruß

Volker

 

 



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J.S. Bach Kantaten zum 18. Sonntag nach Trinitatis – Rilling-Aufnahmen


Liebe Kantaten-Freunde!

Ein kleines Bach-Fest findet immer wieder als sonntägliches Kantate-Hören statt. Dieses ZURKENNTNISNEHMEN von Bachs allsonntaglichem Allgemeingut scheint mir hier oft zu kurz zu kommen!

Heute morgen stellen sich-, mit einer überraschenden Perspektive, die beiden Kantaten zum 18.So nach Trinitatis BWV 169 und BWV 96 vor.

Zuerst: Die Macht des Eingangschorals von BWV 96, die bereits ein wenig Christ-Geburts-Atmosphäre anmoduliert. Später-, das individuelle Festlegen meiner Selbstsicherheit auf Gott in der Alt-Solokantate BWV 169

Der Cantus firmus des Eingangschors – in langen Notenwerten vorgetragen – ist wirklich ein in den Alltag tragendes Fundament, das durch ein Horn verstärkt wird.

Hört, hört bereits !!!-, die Figuration des Morgensterns mit seinem glänzenden Flimmern..

Majestätisch und dennoch bescheiden in ihrer Abbildung der vollen, prallen Tonmacht die Rilling-Aufnahme. Leider liegt mir die Gardiner Aufnahme in SDG 9 nicht vor. Hätte beide gerne verglichen!

Ich wünsche Euch allen im Forum, das ihr die Macht des sonntäglichen Kantaten-Hörens vorneanstellt.

Gruß

@Wolfgang

Einen gesegneten 18.So nach Trinitatis

Gruß @Wolfgang

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Hier Hörproben von SDG

SDG159

SDG159

Nachstehend die Hörporben „Stream Audio“ anklicken

SDG 159 Vol. 9  disc 1 –

1.  Bringet dem Herrn Ehre seines Namens BWV 148
– no. 1 Coro

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14.  Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden
– BWV 47 no. 1 Coro

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SDG 159 disc 2 –

5.  Bald zur Rechten, bald zur Linken BWV 96
– no. 5 Aria: Bass
soloist: Gotthold Schwarz


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11.  Alt Stirb in mir BWV 169
– no. 5 Aria: Alto
soloist: Nathalie Stutzmann

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Cantatas for the for the Seventeenth Sunday after Trinity

BWV 148 – Bringet dem Herrn Ehre seines Namens
BWV 114 – Ach, lieben Christen, seid getrost
BWV 47 – Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden
BWV 226 – Motet: Der Geist hilft unser Schwachheit auf

(recorded: Allhelgonakyrkan, Lund)

Soloists: Katharine Fuge | Frances Bourne
Robin Tyson | Charles Humphries
Mark Padmore | Stephen Loges

Cantatas for the Eighteenth Sunday after Trinity

BWV 96 – Herr Christ, der ein’ge Gottessohn
BWV 169 – Gott soll allein mein Herze haben
BWV 116 – Du Friedefürst, Herr Jesu Christ
BWV 668 – Chorale: Vor deinen Thron tret’ ich hiermit

(recorded: Thomaskirche, Leipzig)

Soloists: Katharine Fuge | Nathalie Stutzmann
Christoph Genz | Gotthold Schwarz

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

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