Archiv der Kategorie: Bach-Kantaten im Kirchenjahr

J.S. Bach-Stiftung in St. Gallen spielt sämtliche Bach-Kantaten-Werke ein


Durch einen reinen Zufall bin ich im Internet auf die hervorragende Web-Site der

„J. S. Bach-Stiftung“ in St. Gallen-Schweiz

gekommen und möchte einmal dieses tolle J.S. Bach-Projekt vorstellen.

Orchester «Schola Seconda Pratica» und Chor der Bach-Stiftung St.Gallen Schweiz

Es ist ein Kreis von großen Enthusiasten unter der Musikalische Leitung von Rudolf Lutz. In fünfundzwanzig Jahren – seit 2006 – werden sämtliche Bach-Kantaten aufgeführt und in Anderthalb Stunden vor dem Konzert finden für Interessierte Einführungs – Workshops durch den musikalischen Leiter der Gesamtaufführung, Rudolf Lutz, statt. Pro Abend gelangt lediglich eine Kantate, dafür aber zweimal, zur Aufführung. Zwischen den beiden Aufführungen wird eine Reflexion über den jeweiligen Kantaten-Text vermittelt. Danach wird man die Kantate anders hören als zuvor. Das ist ein genialer Weg, J.S. Bach dem Konzert-Besucher näher zu bringen und sollte auch in Deutschland Schule machen.

Aus der Sammlung der Reflexionen entsteht nach und nach eine «J. S. Bach-Kantaten anthologie des 21. Jahrhunderts»* in Buchform.

Buch-Veröffentlichung "Bach-Anthologie 2008" Bach-Stiftung St. Gallen-Schweiz

Die Bach-Kantaten werden außerdem auf DVD veröffentlicht. Meine Bestellung der ersten DVD mit dem Magnificat ging heute online raus und bin ganz gespannt auf der beiliegenden Broschüre zur Werksbeschreibung.

Link zum Online-Bücher-Shop der Bach-Stiftung in St. Gallen:

http://bach.omc.net/shop/index.php?cat=c1_DVD-s.html

Rudolf Lutz Musikalischer Leiter

Rudolf Lutz ist Dozent für Improvisation an der Schola Cantorum Basiliensis. An dieser Hochschule für Historische Aufführungspraxis unterrichtet er zusammen mit zwei Kollegen und zwei Assistenten rund 35 Studentinnen und Studenten der Abteilung Tasteninstrumente. An der Musikhochschule Basel erteilt er das Fach Generalbass und an der Hochschule für Musik und Theater Oratorienkunde. In Konzerten und Workshops ist er ein gefragter Spezialist für historische Improvisations-Praxis. 2006 wurde Rudolf Lutz zum künstlerischen Leiter der J.S. Bach-Stiftung, St.Gallen, berufen. Im Hinblick auf die geplante Gesamtaufführung von Bachs Vokalwerk hat Rudolf Lutz in Zusammenarbeit mit andern Musikern das Orchester «Schola Seconda Pratica» sowie ein ständiges Ensemble von Solisten und Chorsängern aufgebaut.

Auf  YouTube sind Konzertausschnitte von dem Orchester «Schola Seconda Pratica» mit den bereits aufgeführten Bach-Kantaten veröffentlicht worden.

Link: http://www.youtube.com/user/Bachstiftung

———————————————–

Eine Einführung zum Projekt wurde in 2008 vom DRS gesendet und kann nachstehend aufgerufen werden.

DRS2 aktuell (15.12.08) „Bachs gesamtes Vokalwerk in Trogen“

———————————————

Diesbezügliche inhaltliche Angaben von der Web-Site der Bachstiftung St.Gallen:

«Seconda Pratica» bedeutet die «zweite Praxis» und meint die «nachfolgende» Schreibart. Dieser musikologische Fachbegriff bezeichnet jene basszentrierte Musik, welche sich um 1600 in Italien zu profilieren wusste. Bekannteste Beispiele dieser «modernen Art» sind die rezitativischen Teile von Monteverdis Opern. Man spricht deshalb bei der barocken Epoche auch vom Generalbasszeitalter.

Im Gegensatz dazu stand die altbewährte Schreibart, die «Prima Pratica». Diese «erste Praxis» meint die Vokalpolyphonie der verschiedenen niederländischen Schulen von Dufay bis Di Lasso. Es ist eine Musik, deren Stimmen gleichberechtigt nebeneinander stehen. Obschon das Bach’sche Oeuvre das Resultat seiner grossen musikalischen Neugierde für alte und neue Stile ist – es ist bekannt, dass Johann Sebastian Bach sich Zeit seines Lebens mit zeitgenössischen Strömungen wie auch historischen Stilen beschäftigte sind wir der Ansicht, dass seine Kantaten hauptsächlich aus dem Kern des Generalbasses zu verstehen und aufzuführen sind. Deshalb haben wir das Ensemble, das für die J. S. Bach-Stiftung konzertiert, «Schola Seconda Pratica» getauft.

Die Besetzungen für die verschiedenen Kantaten sind variabel. So können die oberen Streicherstimmen solistisch oder auch in der Grösse von 3 ersten und 3 zweiten Violinstimmen und 2 Violastimmen ausgeführt werden. Bach hat in seinen Aufführungen beide Varianten benützt. Die Generalbassgruppe ist mit einem Violoncello, Kontrabass, Cembalo und/oder Orgel das Zentrum der Musik. Die Bläserbesetzung ergibt sich aus den Anforderungen der einzelnen Kantaten. Für den Chor wählten wir eine schlanke Variante mit je drei bis vier Sängerinnen oder Sängern pro Stimme. Zwischen Vokal- und Instrumentalensemble soll eine Gleichberechtigung bestehen. Das modulare Personalkonzept erlaubt uns allerdings, den Chor bei Bedarf deutlich zu erweitern. Der Begriff «Schola» weist darauf hin, dass im Hinblick auf die langjährige Dauer unseres Vorhabens eine historisch orien tierte Orchesterschulung vorgesehen ist.

———————————————

Adresse: J. S. Bach-Stiftung
Jacqueline Neuburger, Sekretariat
Postfach 164
9004 St.Gallen-Schweiz

Telefon: 071 242 58 58
E-Mail: info@bachstiftung.ch

——————————————-

Label Soli Deo Gloria – Neuveröffentlichung CD SDG 168 Vol. 11 im Juni 2010


Sir John Eliot Gardiner, Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists:
Kantaten zum zwanzigsten Sonntag nach Trinitatis
San Lorenzo, Genua

Cover: SDG 168 Vol. 11

Nachdem wir das nüchterne Wittenberg mit seinen feurigen Feiern zum Reformationsfest hinter uns gelassen hatten, während uns die Abschiedsworte des Pfarrers (‚Führen Sie die gute Tat in Rom fort!’) noch in den Ohren klangen, ging die Reise nach Italien – zuerst nach Genua und dann weiter nach Rom, wo Luthers Antichrist seinen Sitz hatte. Johannes Paul II. hatte unlängst zwei päpstliche Bullen veröffentlicht, eine, die jede Aufführung nicht-geistlicher Musik in den Kirchen verbot, und, als sich herausstellte, dass sich das nicht so genau definieren ließ, gleich eine zweite, die überhaupt alle Konzerte in Kirchen untersagte. Zum Glück gibt es immer noch ein paar ‚regimekritische’ katholische Priester und sogar Kardinäle, die der Musik zugetan und bereit sind, solch eine Vorschrift aufzuweichen – mit dem erfreulichen Ergebnis, dass wir zwei Konzerte geben durften, das eine in der Kathedrale San Lorenzo in Genua und das andere am folgenden Tag in der Basilika Santa Maria sopra Minerva in Rom.

Das Evangelium für den Zwanzigsten Sonntag nach Trinitatis, das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl (Matthäus 22, 1–14), legt viele symbolische Bezüge nahe: auf die Seele als Braut, eine zurückzulegende Wegstrecke, Kleidung und Speise, zum Beispiel Jesus als ‚Brot des Lebens’. Bach schuf drei Vertonungen, die auf ihre Weise alle von dieser Symbolik geprägt sind und durch ihre Instrumentation, ihren Vokalsatz, ihren besonderen Klang oder eine Mischung aus allen drei Elementen eine jeweils andere Atmosphäre schaffen.

© John Eliot Gardiner
Auszug aus John Eliot Gardiner Notizen auf der Bach Cantata Pilgrimage

Entnommen aus Bach-Kantaten Band 11
Cat-Nummer: SDG168
Erscheinungstermin: 7. Juni 2010

Kantaten zum zwanzigsten Sonntag nach Trinitatis:
Ach! ich sehe, itzt, da ich zur Hochzeit gehe BWV 162
Ich geh und suche mit Verlangen BWV 49
Schmücke dich, o liebe Seele BWV 180

Kantaten für den Twenty-first Sonntag nach Trinitatis:
Ich Glaube, lieber Herr, hilf Meinem Unglauben! BWV 109
Aus tiefer Not schrei ich zu dir BWV 38
War Gott tut, ist wohlgetan Das I BWV 98
ICH HABE meine Zuversicht BWV 188

—————————————————————

SDG-CD Hörproben

SDG-CD  168 disc 1 –

5.  In meinem Gott bin ich erfreut! BWV 162
– no. 5 Aria (Duetto): Alto, Tenor
soloists: Sara Mingardo, Christoph Genz
Stream Audio
13.  Schmücke dich, o liebe Seele BWV 180
– no. 1 Coro (Choral)
Stream Audio
SDG 168 disc 2 –
7.  Aus tiefer Not schrei ich zu dir BWV 38
– no. 1 Coro (Choral)
Stream Audio
13.  Was Gott tut, das ist wohlgetan BWV 98
– no. 1 Coro (Choral)
Stream Audio

———————————————————

Reisetagebuch von Sir Gardiner in deutsch:

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

——————————————————–

Meinungen der Künstler-Solisten:

Link:  http://www.cantatafinder.com/hks/11_kuenstlerbeitrag.pdf

——————————————————-

CD zu beziehen über meine Partnerseite:

Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

——————————————————

Album-Cover und Album-Informationen sind auf der Website von SDG veröffentlicht worden.

Grüsse
Volker

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

Ein anspruchsvoller Artikel über den Thomaner-Chor Leipzig und seine Nachwuchssorgen


Es ist erfreulich, dass es noch seriöse Zeitungen gibt, die unvoreingenommen einen wirklich gut fundierten Artikel über den „Thomaner Chor“ Leipzig und seine Probleme darstellt.

Thomaner Chor im Alumnat Leipzig

Ich spreche von der Zeitung „DIE ZEIT“

Dieser Beitrag erschien am 3. Mai 2010 und berichtet in dem Artikel:

Entscheidung in der Villa Thomana

über das Problem: »Wir wollen nur die Besten, doch wegen der demografischen Entwicklung haben wir immer weniger Auswahl.«

Thomaner-Alumnat Leipzig

Zum gesamten Artikel über die Thomaner in „DIE ZEIT“ nachstehend.

Link: http://www.zeit.de/2010/18/S-Thomanerchor-Nachwuchs

In letzter Zeit wird in der pädagogischen Diskussion immer wieder betont, dass die Erziehung vor allem durch persönliche und gesellschaftliche Werte geprägt sein muss. Das chorische Zusammenleben der Thomaner erfüllt durch die Heranführung an eine strukturierte Tagesplanung, die lebendige Pflege des reichen musikalischen Erbes und einem sich entwickelnden Verantwortungsgefühl in der Gemeinschaft der Thomaner diesen Anspruch. Das Einhalten der gemeinsam erarbeiteten Hausordnung ist eine wichtige Bedingung für das Gefühl der Zusammengehörigkeit der Sänger unterschiedlichen Alters. Das gemeinsame Musizieren, Erarbeiten und Erleben der Musik schafft dabei eine zusätzliche Bande.

Eindrucksvolle Videos auf YouTube aus dem Jahr 1979 unterstreicht das tägliche Miteinander der Thomaner im Alumnat in Leipzig.

———————————————————————

In 2012 feiert der Thomaner Chor seinen 800. Geburtstag mit umfangreichen Festveranstaltungen.

PDF-Programm von 800 Jahre Thomana

Link zum Programm: http://www.thomana2012.de/800-jahre-thomana.pdf

forum thomanum

Thomaner-Alumnat Leipzig vor der Renovierung

Bis zum Jahr 2012 entsteht in Leipzig das forum thomanum – ein international ausgerichtetes Bildungszentrum bestehend aus einer Kindertagesstätte, einer Grundschule, einer internationalen Jugendmusikakademie und der Lutherkirche. Die Lutherkirche bildet das Zentrum des entstehenden Campus und ist zugleich Gottesdienststätte, Schulaula, Konzert-, Theater- und Aufnahmeraum.

Am 21. März 2012 geben die Thomaner erstmals ein Konzert in der Leipzig-ARENA.

• Die besten Chöre der Welt erweisen Leipzig die Ehre: Kings College Choir (Cambridge), St. Thomas Boys Choir (New York), Wiener Sängerknaben, Regensburger Domspatzen…..

Im September 2012 will die Thomasschule eine eigene Festwoche feiern und einen Monat später dann die Thomaskirche.

Link zum 800. Jubiläum:  http://www.thomana2012.de/

Link: Historie Thomaner:  http://www.forum-thomanum.de/geschichte.html

RUHR2010 Teil XVII: Das Kantaten-Highlight in der Christuskirche in GE-Buer-Nun danket alle Gott BWV 192


Eines der bisher schönsten und musikalisch hochwertigsten Kantaten-Konzerte im Rahmen der Ruhr-Pilgrimage, konnten Wolfgang und ich am Sonntag, den 16.05.10 in der Christuskirche in Gelsenkirchen-Buer gemeinsam erleben. Das dies ausgerechnet zu unserem Treffen geschehen sollte, war warscheinlich von oben her bestimmt;-).

Auf Zollverein

Stilecht für Gelsenkirchen haben wir uns mit dem tiefer gelegten VW Jetta GT Baujahr ´87 auf breiten Schlappen und mit röhrendem Auspuff von Langenberg in Richtung Norden aufgemacht. Nach einem kleinen Foto-Abstecher auf Zollverein, habe ich mich erst mal verfahren, so dass wir nun von meinem Mann per Handy zur Kantate gelotst wurden. Vorbei an der Veltins Arena, über Autobahnbrücken, durch Baustellen, haben wir trotzdem noch die kleine Zufahrt zur Bergstr. verpasst. Kurz vor Beginn erreichen wir die kleine Kirche, neben mir sitzt – ihr kennt ihn alle – der Klimper-Tünnes aus der Matthäus-Passion in Essen…

Was hier geboten wird ist vom Allerfeinsten, das Programm ist auch schon nicht mehr als „Kantate“ zu bezeichnen, sondern ein ausgewachsenes Barock-Kammerkonzert:

Programm: Christuskirche GE-Buer - zur Vergrößerung in das Programm klicken..!!

Der Chor ist fast solistisch besetzt und besteht durchweg aus jungen Leuten, die ihre Sache wirklich super machen und auch so klingen. Dazu das passende Barockorchester „Le Chardon“ unter der Leitung von Hajo Wienroth, der selbst Traversflöte spielt. Mir wird ganz schwindelig, wenn ich die Biographien lese! Die Kantorin Christina Wienroth bietet ein Barock-Lebensfreudiges Dirigat, das wunderbar zum restlichen Konzert passt, Musik ist Energie, Medizin, Lebensbereicherung und einfach eine Herzensangelegenheit, ein verpasster Einsatz bei Samuel Scheidt wird denn so auch mit einem wohlwollenden Lächeln quittiert. Damit wir wissen, welchem Choral Bachs Kantate BWV 192 zugrunde liegt, singen wir alle zusammen erst mal 3 Strophen und bereiten uns seelisch auf das, was da kommt, vor. Die Worte, die die Pastorin als Impuls zur Dankbarkeit spricht, sind berührend und sehr pragmatisch. Es ist Sitte bei „Momente der Ewigkeit“, dass der Eingangschor noch einmal wiederholt, oder am Schluss erneut gesungen wird.

BWV 192 ist ein kleines, unaufdringliches Werk, dass aus einem Eingangschor, einem Duett zwischen Sopran und Bass, sowie einem Schlusschoral besteht, eine Tenorarie soll verloren gegangen sein.

Die Solisten

Huch, es gibt eine Pause! Im Gemeindehaus direkt nebenan werden Getränke und ein kleiner Imbiss gereicht. Wer möchte, gibt eine Spende, ist ja Ehrensache, dass wir was in den Klingelbeutel geben. Wir spüren, dass man hier aufgehoben ist. Am Stehtisch kommen wir ins Gespräch mit einer Chorsängerin, der Kantorin und einer Besucherin und wir erfahren, dass die Idee der „Ruhrpottkantaten“ begeistert aufgenommen wurde und dass trotz des abgesprungenen Sponsors alle sich für die Realisierung stark gemacht haben. Wolfgang quatscht den „Klimper-Tünnes“ an…uaaah.

Der 2. Teil des Konzertes ist der Interessanteste: Heidrun Blase brilliert als Gesangssolistin  im technisch äußerst anspruchsvollen „Il Pensioroso“ (Die Nachtigall) zusammen mit dem Flötisten Hajo Wienroth, der gibt auch einige kurze Erläuterungen zu diesem wenig bekannten Stück und es macht einfach nur Spass, dem Dialog des Vogels und der Menschin zuzuhören. Anschliessend ein Konzert von Antoine Mahaut, der ähnlich wie Quantz eine Flötenschule verfasst hat.

Applaus für das Orchester

Hajo Wienroth: “ Zu dem 5. Brandenburgischen Konzert brauche ich jetzt, glaube ich, nichts sagen!“

Die Instrumente werden in diesem, sehr modernen Konzert à la Mode francaise ziemlich gleichberetigt eingesetzt, so dass jeder Instrumentalist seinen Part der Profilierung hat, in der letzten Hälfte des 3. Satzes, hat sich der Meister selbst ein Denkmal gesetzt, da die anderen Instrumente etwas in den Hintergrund gedrängt werden und das Cembalo die dominierende Rolle übernimmt. Überragend und unpretentiös: Pieter Dirksen. Handelt sich es doch warscheinlich um das erste Cembalokonzert der Geschichte! Bach soll ja mal gesagt haben, Clavierspielen wäre ganz einfach, man müßte nur zur rechten Zeit die richtigen Tasten treffen, dann würde das Instrument von ganz alleine spielen! Haha! Ohne Zögern steht die ganze Kirche zum Schlussapplaus auf und alle Musiker werden noch einmal mit einem Blumengruß bedacht. Ich bin froh, dass ich in etwas egoistischer Manier Wolfgang vom Ausharren bis zum Schluss überzeugen konnte und dass die Rückfahrt nach OWL trotz der verspäteten Abfahrt so reibungslos geklappt hat.

Biographie der Künstler-Solisten / Zur Vergrößerung in das Foto klicken..!!

Während ich mit offenen Fenstern und dem angenehmen Windzug aufs Gaspedal trete, bin ich dankbar für diesen super Tag, für das Treffen mit Wolfgang, den warmherzigen Umgang der Gemeinde mit ihren Konzertbesuchern, für die Sonne und auch die große Kunst. Danke auch an Volker für die Be- und Verarbeitung meiner E-Mails. Wir haben kräftig Werbung für unseren Blog gemacht.

„Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit“ Friedrich Schiller

TIPP: Im Rahmen der Ruhrpottkantaten tritt das Orchester „Le Chardon“ am 06.06.10 in der Petrikirche in Mülheim (Brich dem Hungrigen Dein Brot) auf.

„Momente der Ewigkeit“ Bach-Kantate BWV 192


Gewinnt der, der rast – oder:  Beachte, dass diese Dank-Kantate ‚per ogni tempo‘ geeignet ist.

Nomen est omen!!! Eine Kantate mit der Bestimmungsangabe ‚zu jeder Zeit geeignet‘ hat es nicht so eilig. So kommt erst jetzt mein Bericht der  Kantaten-Reise an die Ruhr und dem Treffen mit Claudia.

Sonntagmorgen stöberte ich im Bücherdorf :

Langenberg (bei Velbert) info@buecherstadt-langenberg.de

in den Kisten des Büchermarkts. Nachdem ich alle meine Bücher-Such-Rundgänge erledigt hatte, konnte ich mich wieder musikalischen Themen widmen. Wer kommt da mit dem Sportrad zum verabredeten Treff mit Adamo an‘s Bücher-Cafe gesaust:  Claudia-, allen blog-Teilnehmern bestens bekannt durch ihre spritzigen Berichte der Kultur-Events von der Ruhr. Natürlich tauschten wir uns zuerst über einige Themen unseres Gardiner-blogs aus. Doch dann wurde es für uns Zeit.

Bach-Kantate in der Christus-Kirche Gelsenkirchen-Buer-Beckhausen

In rasender Autofahrt erreichten wir-, dank den über Handy-Kontakt mit Claudias Mann gesteuerten Weg-Weisungen-,  rechtzeitig den Aufführungsort Christus-Kirche Gelsenkirchen – Buer. Zuvor stellte mir Claudia  noch  das futuristische Enseble der Zeche Zollverein vor. Gerne fuhr ich zum Ausblick über das Ruhrgebiet die gigantische Rolltreppe zur Zeche hoch. Wenn schon Ruhr, dann Ruhr kompakt. Ich schnupperte in eine längst vergangene Arbeitswelt.

Weiter ging‘s.  Stimmt es doch? Wer rast, sitzt vorne !!!  Könnte man meinen, denn wir bekamen noch Plätze in der ersten Kirchen-Bank.

Die Bach-Kantate BWV 192 war natürlich unser musikalisches Magnet. Das übrige Programm enthielt aber noch Überraschungen bereit:

Samuel Scheidt-Motette ‚Komm Heiliger Geist‘ zum Einsingen, Bach-Motette BWV 230 ‚Lobet den Herrn‘ als vorgeschaltetes Juwel, dann Bach-Kantate BWV 192, – Pause-  Danach Orchestermusik vom Feinsten: eine Händel Sopran-Solokantate vom ‚Gespräch einer Nachtigall mit einer Verehrerin im Mondschein‘ (genannt: Il Pensioroso); ein Flötenkonzert und als Krönung dann das 5.Brandenburgische Konzert BWV 1050.

Christus Kirche-Buer-Beckhausen Blick vom Eingangsbereich durch den Mittelgang bis in den Altarraum

Es war  nicht unbedingt ein Fauxpas, wenn die Kantorin nach dem furiosen Eingangschor der Kantate zunächst einmal Halt  machte. Dem erstaunten Publikum wurden von der Pfarrerin einige musikalische Aspekte und werkgeschichtliche Hintergründe aufgezeigt. Auch aus dem Orchester und von den Solisten (Sopran und Bass) hörte man verstehend einige Musikbeispiele, bevor es richtig los ging. Die gesamte Bach-Kantaten-Reihe firmiert ja unter dem Oberthema ‚Momente der Ewigkeit‘ So waren auch einige nachdenkenswerte Impulse zum Thema ‚Dankbarkeit‘ nicht fehl am Platze.

Wir bekamen den Eingangschor also zweimal geboten und verstanden einfach mehr:

Zu diesem Mehrwert gehörte:

Deutlicher konnte man  musikalische Themen und Aufbau verfolgen.

Das packte alles ein kleiner,  mit bis höchstens fünf SängerINNEN (nur 2 Tenöre) in jeder Stimme besetzter junger ad-hoc-Chor (Ensemble Lorica Vitae), der diszipliniert und mühelos mit klaren, reinen Stimmen das polyphone Gefüge beherrschte .

Eine handfeste, mitschwingende Kantorin, die ihrem Chor klare  Einsätze gab und einen abgerundeten Leitungs-Stil pflegte.

Ein sich steigerndes Programm, dass dem Chor Gelegenheit bot, viele Facetten seiner Möglichkeiten aufzuzeigen.

Ein Barockorchester Le Chardon, das eigene Akzente setzte.

Eine erfrischende Pause, in der man mit den Ausführenden in’s Gespräch kommen konnte und ein leckeres Büffet bereitstand. Dafür sangen wir in der Gemeinde auch gerne das der Kantate zu Grunde liegende Kirchenlied ‚Nun danket alle Gott‘ (Martin Rinckart um 1630) mit. Einfach köstlich-, Gott und sein Bodenpersonal in der Christuskirche versorgten uns an diesem Abend in  zuerst Seele und dann Leib.

Nach dem Konzert gings zurück ganzheitlich gesättigt zum Essener HBF, an dem mich Claudia absetzte. Und dank eines ICE, den mich  ein großzügiger Schaffner ohne Aufschlag benutzen ließ,  war ich ‚in rechter-guter Zeit‘ zu Hause.

Was hatte ich gelernt? An einer Bach-Kantate mit der Bezeichnung ‚ogni tempo‘ kann man sich gut ausrichten: man mag sich zwar verfahren und zur Kantate hinrasen, doch bekommt Platz noch in der ersten Reihe. Das Konzert dauert länger als eingeschätzt, aber in der Pause gibt’s zur Entschädigung Sekt und Gespräche. Unbezahlt fahr ich im ICE komfortabel, ohne in die Nacht zu kommen, bin ich zu Hause.

Darum heißt für mich ab  vergangenem Sonntag ‚Ogni tempo‘: keine Hetze,  klappt alles, erfülltes Wochenende.  Nomen est Omen

P.S. ‚Momente der Ewigkeit‘. Im Gespräch mit Claudia kam uns die Idee, anläßlich des Konzertes dieser Reihe in Hamm  am  27.6. 18 Uhr ein kleines blog-Treffen auf die Beine zu stellen. ‚Freue Dich, erlöste Schar‘ wäre dann unser Motto !!! (vgl. BWV 30).

Gruß Adamo

RUHR2010 Teil XVI: Babel-ein musikalisches Netzwerkprojekt


Der Turmbau zu Babel von P. Breughel

Bei meinem täglichen Brot, d.h. dem Surfen auf der Ruhr 2010-Seite, fällt mir das Babel Projekt ins Auge: Bis zum 23.05.2010 finden 8 Konzerte in den Ruhr-Hauptkirchen mit hochrangigen Künstlern an jedem Tag statt. Pate für dieses Projekt hat die biblische Geschichte von der Entstehung der Sprachen gestanden.  Da ja die Metropole Ruhr im Zeichen des hans werner henze „neue musik für eine metropole“ steht, findet sich im Programm auch eine bunte Mischung vom gregorianischen Choral über Bach-Kantaten, Händel-Oratorium, Stravinsky, bis zu zeitgenössischen Künstlern und natürlich Henze, die man im Glanze der Aureole der anderen Größen aber gut „ertragen“ kann. Daher bitte nicht abschrecken lassen.

Am 23.05.10 findet dann um 20.00 Uhr ein Simultankonzert in allen Hauptkirchen statt. Um 21.00 Uhr wird dann ein Film (ich habe bisher nur noch nicht entnehmen können welcher) gezeigt. Zum Abschluss „erklingt“ dann gleichzeitig in allen Kirchen gleichzeitig von John Cage „4.33“ *(haha). Der Eintritt für den Abschluss kostet 8,-Euro, je nach Veranstaltungsort sind sogar Speisen und Getränke enthalten.

LINK: www.babel2010.de

Babel-Abend 2: Dorothee Mields-Sopran, Almerija Delic-Mezzosopran, Eike Thiedemann-Alt, Knut Schoch-Tenor

Essener Kantorei+Essener Barockorchester, Institut für Computermusik und Elektronische Medien der Folkwang Universität Essen-Thomas Neuhaus, Dirk Reith, Roman Pfeifer

Na gut, in die Kreuzeskirche in Essen bin ich natürlich heute nur wegen der Kantaten“ Lobet Gott in seinen Reichen“; „Wer mich liebet, wird mein Wort halten“ und „O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“ gegangen-und weil Dorothee Mields die Solo Sopranistin war. Zu den Kantaten sage ich jetzt auch gar nicht so viel, bis auf dass es eine sehr gute Aufführung war, mit tollen Solisten und einem wunderbaren, historischen Orchester, der einzige Negativpunkt war, dass die Kirche total hallig war und man immer das Gefühl hatte, Chor und Orchester sind nicht zusammen. Ein eher grenzwertiges Erlebnis ist dann ja die „neue Musik“. Die Stücke sind Einspielungen, diesmal nicht live. Das erste Stück „Idle Chatter“ von Paul Lansky passt noch super in den Kontext von Bachs polyphonen Gepflechten hinein, präsentiert es doch rhytmisch ein Puzzle aus Gesprächsfetzen, was durchaus Groove hat. Trevor Wishart mit „Vox 5“ hat dann für mich keinen Bezug mehr zum großen Meister, depressive Stimmungen, die apokalyptische Gefühle aufkeimen lassen, Rabengekrächze, Fliegen die um einen „Haufen“ oder totes Fleisch summen, bis alles von einem Gewitter gelöscht wird. Vielleicht kennt ja jemand noch Pink Floyds experimentelle Platten wie „Ummagumma“ (speziell „Sysiphos“) oder auch die 2. Seite der „Meddle“ . Dazu dann am besten was zu Rauchen und eine 2 vor ´m Komma (ich meine natürlich Promille), sonst läßt sich das nicht ergründen. Da gehts dann wie auf einer Stimmungsfahrt von einer absoluten klanglichen Unerträglichkeit zum völligen Spannungsabfall in vollkommene Harmonik.

Von Hr. Bach mit BWV 74 wieder eingenordet, dann Roman Pfeifer „Studie über ein Lautgedicht“. Dieses Stück bewegt sich klanglich zwischen Herz-Lungen-Maschine, Intensivstation und einem vorgetäuschten Orgasmus. Zwischendurch höre ich das Pfeifen der Oberleitungen, bevor endlich meine verspätete S-Bahn einfährt, sowie ein Eckventil, das nach dem Abziehen den Wasserkasten wieder befüllt. Was für ein Schwachsinn!!! Aber warscheinlich fehlt mir der Background. Dann als letztes „neue Musik-Stück“ Dirk Reith „Sound Poem“ für Mezzo-Sopran und Sound Transducer. Ich ziehe den Hut vor der Künstlerin, die in dieser Vertonung als etwas verunglückte Walküre die Tiefen und die Höhen der Atonalität und die Abgründe von Melodik und Musikalität in kunstvollem Glissando auslotet , insgesamt war dieser Beitrag ein echter Höhepunkt. Der Komponist ist anwesend. Der Typ vor mir springt auf und schreit „Bravo“. Etwas übertrieben.

BWV 34 versöhnt mich wieder mit der Welt auch wenn das Auditorium heute auf den leider erkrankten Bass Christian Palm verzichten musste.  Insgesamt war es ein sehr interessantes Konzert, das jeden Cent wert war. Die ganze Rückfahrt kann ich mir von meiner besseren Hälfte das Lamento anhören, dass er deswegen eine neue Folge vom „Checker“ verpasst hat. Mein Musikgott hat allerdings weiterhin -wie der Allmächtige selbst – ganze 4 Buchstaben. Et in saecula saeculorum. Amen.

Gute Nacht und Friede über Israel,

Claudia

Albert Lortzing’s Oratorium „Himmelfahrt Jesu Christi“ in der Oekerhalle Bielefeld


Albert Lortzing (1801-1851), ein Verkannter? Aufführung von Lortzings – Oratorium „Himmelfahrt Jesu Christi“ durch den Musikverein Bielefeld im 3. Saisonkonzert am

Freitag, 7. Mai 2010, 20 Uhr in der Oetkerhalle-Bielefeld.

Weiteres Werk des Abends ist J.S. Bach’s Himmelfahrts-Oratorium BWV 11.

Bernd Wilden, der den Chor des Musikvereins mit Wolfgang Helbich einstudiert, ist von Lortzings Frühwerk sehr angetan. „Aus jugendlichem Ungestüm heraus charmant“, beschreibt er seinen Eindruck. Ein lohnenswertes „Kuriosum“ nennt Jón Philipp von Linden, Musiktheater-Dramaturg am Stadttheater, das Frühwerk des 27-Jährigen. Es wird erstmals in Bielefeld zu hören sein. Entstanden ist es 1828, kurz nachdem Lortzing mit „Ali Pascha von Janina“ das erste seiner heiteren Singspiele vorgelegt hatte.

Der Komponist, Spross einer Schauspielerfamilie, wirkte zunächst als Schauspieler und Sänger. 1826 nahm er mit seiner ebenfalls schauspielernden Frau ein Engagement in Detmold an.

Albert Lortzing (1801-1851)

Dort schuf er, zwei Jahrzehnte vor seinen bekannten Opern, eine Reihe von Schauspielmusiken für das Detmolder Hoftheater, zwei Orchesterwerke und das Oratorium „Himmelfahrt Christi“. Es wurde 1828 in Münster uraufgeführt.

Oetkerhalle in Bielefeld

„Das Oratorium weist ihn als versierten Komponisten aus“, sagt Wilden. Der erste Teil des zweiteiligen Werks ende mit einer ausladenden Chorfuge, in der Lortzing auf beeindruckende Weise alle Register seines Könnens ziehe. In den Chorsätzen gebe es barocke Reminiszenzen, aber auch Anklänge an Haydn, Beethoven und Mendelssohn. +)

J.S. Bachs Himmelfahrtsoratorium BWV 11, wird den Abend eröffnen. Das Himmelfahrtsoratorium wurde wahrscheinlich im Jahre 1735 komponiert. In der alten Bach-Gesamtausgabe (BGA) war es bei den Kantaten unter dem Namen „Lobet Gott in seinen Reichen“ eingeordnet. Aufgrund seiner biblischen Handlung, eines Evangelisten , Rezitativen und anderen Personen wird es später folgerichtig den Oratorien zugeordnet. Bach selbst bezeichnete es als „Oratorium in Festo Ascensionis“.

Johann Sebastian Bach

Die Texte entnahm Bach den Evangelien von Lukas und Markus sowie der Apostelgeschichte. Die Musik stammt in großen Teilen aus früheren Werken: Die herrliche Altarie z.B. stammt aus der h-Moll-Messe, wo sie im „Agnus Dei“ als „Qui tollis“ zu hören ist; der festliche Eingangschor entstand ursprünglich 1732 zur Einweihung der Thomasschule als „Froher Tag verlangte Stunde“ und ließ sich bestens zur Vertonung der triumphalen Freude über die Himmelfahrt des auferstandenen Christus wieder verwenden.

Susanne Winter (Sopran)

Als Vokalsolisten verpflichtete der Musikverein Susanne Winter (Sopran), Kaja Plessing (Alt), Niklas Vepsä (Tenor), Michael Dahmen (Bariton) und Sebastian Pilgrim (Bass). Es spielen die Bielefelder Philharmoniker. Die Leitung hat Wolfgang Helbich.

——————————————–

Dirigent Wolfgang Helbich

Wolfgang Helbich, in Berlin geboren, studierte Schul- und Kirchenmusik sowie Dirigieren in Detmold und Berlin. 1971 gründete er das Alsfelder Vokalensemble, dessen ständiger Künstlerischer Leiter er noch heute ist. Seine beruflichen Stationen führten ihn über Alsfeld und Berlin nach Bremen, wo er von 1976 bis 2008 als Leitender Kirchenmusiker am St. Petri Dom tätig war. Zwischenzeitlich betreute Helbich zudem Professuren für Chorleitung an den Hochschulen Bremen und Saarbrücken. Unter Helbichs Leitung entstanden zahlreiche, teilweise preisgekrönte CD-Einspielungen mit dem Alsfelder Vokalensemble Bremen sowie dem Bremer Domchor. Gastdirigate führten zur Zusammenarbeit mit dem NDR-Chor, dem WDR-Chor, dem RIAS-Kammerchor und dem Münchener Bach-Chor. Wolfgang Helbich ist Herausgeber von Chor- und Orgelliteratur und war Professor für Chorleitung an Musikhochschulen in Saarbrücken und Bremen.

Seit 1999 ist Wolfgang Helbich künstlerischer Leiter des „Musikvereins Bielefeld.“

Dirigenten wie Wilhelm Lamping, Michael Schneider von 1951 – 1958 und Martin Stephani von 1959 – 1983 – haben diesen Chor maßgeblich geprägt.

——————————————

Jón Philipp von Linden gibt vor dem Konzert am 7. Mai um 19.15 im Kleinen Saal der Oetkerhalle eine Einführung.

Karten für das Konzert sind im Vorverkauf in der Touristinformation im „Neuen Rathaus in Bielefeld“ sowie bei Chormitgliedern erhältlich. Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Eintrittspreise:
10,00 bis 24 Euro

Kartenvorverkauf:

TOURIST-INFORMATION Bielefeld im Neuen RATHAUS

Niederwall 23
33602 Bielefeld

Telefon 0521 / 51-6999
Telefax 0521 / 178811

touristinfo.rathaus@bielefeld.de
www.bielefeld.de

www.musikverein-bielefeld.de

RUDOLF-OETKER-HALLE BIELEFELD

– Bestuhlungsplan

——————————————

Eine interessante Gegenüberstellung mit dem Himmelfahrts-Oratorium von: Albert Lortzing zu J.S. Bach, darauf bin ich sehr gespannt. Nach dem Highlight von gestern in Detmold: Vivaldi-Bach, wieder eine interessantes Konzertprogramm in OWL.

—————————————-

Rezension-Kritik Musikverein Bielefeld, Himmelfahrtsoratorium nachstehend.

Rezension NW Himmelfahrts-Oratorium- Zur Vergrößerung in das Foto klicken..!!

———————————————————–

Schönes Wochenende und Grüße

Volker
Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

+) Textauszüge-Rezension: © 2010 NW vom 30.4. und 10.5.2010

News vom Label: Soli Deo Gloria


News

SDG’s latest release enters specialist classical chart (6 Mar 2010)

SDG’s latest release – Bach Cantatas Volume 2 (SDG 165) – enters the specialist classical chart at number two!

News vom Label SDG vom 9.3.2010

To see the full classical chart, please click here:

Link: http://www.gramophone.co.uk/chart

————————————————————

Gruß

Volker

Fernseh-Highlights an Karfreitag und Kar-Samstag 2.-3. April 2010


Ich möchte allen Fernsehzuschauern auf besondere Sendungen für den Karfreitag und Kar-Samstag hinweisen:

MDR-Fernsehen, 3.4.2010 00:00 Uhr – Matthäus Passion aus der Thomaskirche

MDR Fernsehen Karfreitag BWV 244 Matthäus Passion

—————————————

BR-Fernsehen, Samstag, 03.04.2010
00:25 – 01:25 Uhr
Ballett John Neumeier Matthäus Passion

BR-Fernsehen: Ballett von John Neumeier Matthäus Passion

————————————————-

BR-Fernsehen am Samstag, 3.4.2010 23:30 Uhr

Die große Romanverfilmung: „Schlafes Bruder“

Bestseller-Roman von Robert Schneider

BR Fernsehen Romanverfilmung "Schlafes Bruder" von Robert Schneider

—————————————————

Wünsche allen ein sonniges und glückliches Osterfest.

Herzliche Grüsse

Volker

Sir Gardiner-News: Einmaliges Sonderkonzert J.E. Gardiner mit Advents-Kantaten in der Philharmonie Berlin


Hallo Gardiner-Freunde,

Sir John Eliot Gardiner ist mit den English Baroque Soloists und Monteverdi Choir zu einem Sonder-Konzert in Deutschland nach Berlin  in die dortige Philharmonie mit Advents-Kantaten von J.S. Bach – eingeladen worden.

Das Konzert in der Berliner-Philharmonie findet am:

Montag, 6. Dezember 2010 um 20:00 Uhr statt.

—————————————————————-

Zur Aufführung gelangen folgende Kantaten von J.S. Bach:

BWV 61 Nun komm der Heiden Heiland, BWV 151 Süßer Trost, mein Jesus kömmt, BWV 70 Wachet! Betet!

und Instrumental:

BWV 1060 Konzert für Violine und Oboe.

————————————————————-

Karten und Infos:

Direkt – Online-Bestellung von Karten für Berlin

Link: http://www.berliner-konzerte.de/adventskantaten_sir_john_eliot_gardiner.1454.301888.html

Telefon: 0180 55 44 888

Saalplan Philharmonie:  Saalplan Philharmonie Berlin

———————————————————-

BACH-MAGAZIN Heft 15

In dem BACH-MAGAZIN Heft 15 ist ein großartiger Artikel über Sir John Eliot Gardiner verfasst worden. Es geht um das Projekt: „Soli Deo Gloria“ Feste Alter Musik im Braunschweiger Land.

Wie bekannt, ist der Mitbegründer dieses Festivals in Braunschweig an erster Stelle Sir J.E. Gardiner zu benennen zusammen mit Günter Graf von der Schulenburg. Ihm ist es mit zu verdanken, dass diese Fest-Konzerte im Braunschweiger Land Überregional eine großartige Resonanz in Deutschland und dem Ausland gefunden hat.

Wie bekannt, gastiert er mit seinem Ensemble und dem Monteverdi Choir am 7. Mai 2010 mit der h-moll-Messe von J.S. Bach im Kaiserdom von Königslutter.

Weitere Konzert-Termine von Sir Gardiner in Deutschland 2010 können unter dem nachstehenden Link nachgelesen werden.

Link:h i e r  –  k l i c k e n..!!

In dem Bach Magazin-Artikel kommt des weiteren zur Sprache, dass Sir Gardiner im Kalenderjahr 2011 sein ersehntes „Sabbatical“ nehmen wird.

Ein Vergleich der CD-Veröffentlichungen mit den Brandenburgischen Konzerten von Riccardo Chailly und dem Gewandhaus-Orchester und Sir Gardiner, English Baroque Soloists, Kati Debretzeni, ist in dem Heft 15 hinterlegt. Hierzu der Schlusssatz der Rezension:

Fazit:

Chailly reüssiert erstaunlich gut, großes Lob ist ihm und seinen Musikern für ihren Bach zu spenden.

Gardiner allerdings agiert oft expliziter, plastischer, in musikalisch-rhetorischer Hinsicht souveräner – der Erfahrungsvorsprung seines Teams bleibt unüberhörbar….!!

—————————————————

Eine Fotogalerie über den Artikel: SDG für Alte Musik im Braunschweiger Land – nachstehend,

zum Lesen und zur Vergrößerung in das jeweilige Bild klicken.

Bild 1

Artikel Bild 1

Bild 2

Artikel Bild 2

Bild 3

Artikel Bild 3

———————————————

Grüsse

Volker

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

Orgelmusik zur Passionszeit in der Nicolaikirche Bielefeld


Hallo Orgelfreunde,

Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

das Ev. Stadtkantorat Bielefeld lud zu einer Orgelmusik in die Ev. Altstädter Nicolaikirche ein. Als Organist wurde der in Bielefeld bekannte Br. Andreas Warler – Organist an der Basilika des Klosters Eteinfeld / Eifel- eingeladen mit Orgelwerken aus der Barock- und Klassikzeit.

Grosse Beckerath-Orgel Nicolaikirche Bielefeld

Programm Altstädter Orgelmusik

Es war ein fantastisch ausgewogenes Orgelprogramm dass der Basilika-Organist aus der Eifel zusammengestellt hatte, alle Nuancen wurden durch die großartige Beckeradt-Orgel zum Tragen gebracht und der Besucher wurde durch eine Stunde Orgelmusik aufs vortrefflichste beglückt. Für die Frühabendzeit war die Besucherschar erfreulich hoch, denn wie oft habe ich schon andere Besucherzahlen erlebt, wo die Reihen nur spärlich besetzt waren.

© Organist Br. Andreas Warler

Für den frühen norddeutschen Barock in Franz Tunders Choralfantasie „In dich hab ich gehoffet“ bedeutete das, ein mannigfaltiges Spiel mit Impulsen, Motivsplittern und Echo- Schattierungen musikalisch zu pointieren und klanglich zu verschmelzen. In Bachs „Zehn Gebote“-Choral BWV 678 aus der „Orgelmesse“ gab er der Fünfstimmigkeit eine aus Kanonstrenge und Klangsinnlichkeit gespeiste katechetische Kraft. Präludium und Fuge c-Moll BWV 546 erklangen in durchdachter großformatiger Disposition.

Johann Christian Heinrich Rincks, Bach-Enkelschüler und Klassiker der Orgelpädagogik, Variationen über ein Thema von Corelli op. 56 (1820) wurden dagegen in brillanter Spielfreude und Registervielfalt ausgekostet. Folgten von César Franck, dem bei uns meistgespielten großen „Orgelfranzose“ aus der Wallonie, zwei Einzel-Piècen: Mit dem ungewöhnlichen Griff zu einer nicht gedruckten Frühfassung der dreiteiligen C-Dur-Fantasie op. 16 zeigte Andreas Warler den Komponisten in kongenialer romantischer Form. +)

Zum Abschluss gab es dass von mir so mit Spannung erwartete Highligth für die Passions-Zeit: J.S. Bach, BWV 244  aus der Matthäus-Passion mit dem Schluss-Choral: „Wir setzen uns mit Tränen nieder“ niedergeschrieben als „Bachs Memento“ (1925) vom Orgelsinfoniker Charles-Marie Widor (1844-1937) – ein bekennender Bachfreund und Bewunderer. Hier war der Eifel-Organist „Andreas Warler“ der perfekte Orgel-Interpret für diese fantastische Orgel-Sinfonie. Gespannte Ruhe war allseits zu verspüren und wurden zu einer wahren Sternstunde des Orgelabends, Bach lebte in mir auf mit seinem fantastischen Schlusschoral. Das war wieder der berührende Moment, wo das Herz lautstark klopfte und man vom Alltag entrückt wurde in eine andere Welt…!!

Nachstehend ein Video-Clip mit dem Schluss-Satz aus dem BWV 244: Matthäus-Passion von J.S. Bach, umgearbeitet für Orgel „Bachs Memento“ (1925) von Charles-Marie Widor  – „Wir setzen uns mit Tränen nieder.“ Ich finde die Aufnahme zwar großartig gespielt und liebe sie über alles, aber die immense Halligkeit und Lautstärke bewirkt nicht die Innigkeit der Wiedergabe wie durch den Eifel-Organisten Andreas Warler an diesem Abend in der Nicolaikirche, der traumhaft die Registrierung und Interpretation vorführte und mich innerlich erschauern liess. Von dieser Wiedergabe war ich total benommen und berührt und das am Vorabend des Geburtstages von J.S. Bach, Herz was willst du mehr…!!

Fehler
Dieses Video existiert nicht

—————————————————–

Hier der Link zur Homepage von Br. Andreas Warler..!!

—————————————————-

Ein Kantaten-Gottesdienst-Hinweis für OWL zu Ostern:

Für Oster-Montag, 5. April 2010 um 10:30 Uhr, ist in der Ev. Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld ein Kantaten-Gottesdienst zu erleben, es wird von J.S. Bach die Kantate, BWV 145 „Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen“ – aufgeführt.

Ausführende: Melanie Kreuter, Sopran; Marc Heines, Tenor; Torben Jürgens, Bass; Camarata St. Mariae;

Leitung: Ruth M. Seiler

————————————————

Herzliche Orgel-Grüße
Volker

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

+) Textauszug: NW

Renovierung Bach-Museum Leipzig beendet Neueröffnung am 20. März 2010


Hallo Bach-Freunde!

Neueröffnung Bach-Museum Leipzig - (Grafik Gregor Fuchshuber und Partner)

Am 20. und 21. März 2010, dem Wochenende um Bachs 325. Geburtstag, wird das erweiterte und neu gestaltete Bach-Museum Leipzig eröffnet. Das Festwochenende beginnt mit einem großen Publikumstag am Samstag. Angeboten werden Führungen, Konzerte und ein buntes Programm für die ganze Familie. Im Anschluss an einen Festakt im Alten Rathaus übergibt Bundespräsident Horst Köhler am Sonntag, 21. März 2010 das neue Bach-Museum offiziell an die Besucher. An diesem Tag findet auch die traditionelle Geburtstagsfeier für Bach rund um den Thomaskirchhof statt. Mit dem Geburtstagskonzert in der Thomaskirche klingt das Eröffnungswochenende aus.

Samstag, 20. März 2010

Eröffnung des neuen Bach-Museums // Publikumstag

Programm:

10.00 h // Bach-Museum, Foyer
Begrüßung durch Oberbürgermeister Burkhard Jung

10.00–18.00 h // Bach-Museum, Werkstatt
Bastelangebote für kleine und große Bach-Freunde

11.00 h // Bach-Museum, Sommersaal
»BACH – Szenen eines Lebens.« Ein musikalisches Puppenspiel über das Leben Johann Sebastian Bachs mit dem Arche Nova Theater. Uraufführung.

Meike Kreim (Puppenspielerin) und Frank Schenke (Puppenspieler)
11.00–16.00 h // Bach-Archiv, Bibliothek
Tag der offenen Tür

12.00–12.30 h // Thomaskirchhof
Musik mit dem Bläser-Collegium Leipzig vom Erkerfenster des Bach-Museums

12.00 h / 14.00 h // Bach-Archiv, Bibliothek
Zimelienschau in der Bibliothek mit Kostbarkeiten aus der Sammlung

13.00 h / 14.00 h / 15.00 h / 16.00 h / 17.00 h // Bach-Museum, Sommersaal
Musik mit dem Ensemble Noema

13.30 h /14.30 h / 15.30 h / 16.30 h / 17.30 h // Bach-Museum, Sommersaal
Instrumentenvorstellung mit Cornelia Osterwald

————————————————————-

Sonntag, 21.03.2010 | ab 15:00 Uhr | Bach-Museum geöffnet

Eröffnung des neuen Bach-Museums und 325. Bach-Geburtstag

15.00 h // Thomaskirchhof, Bach-Denkmal (bei Regen: Bach-Museum, Foyer)
»Leipzig gratuliert Bach«
Geburtstagsständchen der Leipziger und Tortenanschnitt.

Anschließend ist das neue Bach-Museum bis 18.00 h für Besucher geöffnet.

15.00–18.00 h // Bach-Museum, Werkstatt
Bastelangebote für kleine und große Bach-Freunde

ACHTUNG: Wegen des Besuchs des Bundespräsidenten öffnet das neue Bach-Museum an diesem Tag erst am Nachmittag.

—————————————————

Das Thomaskonzert am Sonntag, 21. März 2010 um 17 Uhr in der Thomaskirche ist krönender Abschluss des Festwochenendes, an dem das Neue Bach-Museum eröffnet wird und Leipzig Johann Sebastian Bachs 325. Geburtstag feiert.

Hochkarätig besetzt mit dem Thomanerchor Leipzig, dem Leipziger Barockorchester, Knabensolisten des Thomanerchores, Martin Petzold (Tenor) und Gotthold Schwarz (Bass) unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller erklingen Werke von Bach und Telemann. Die beiden Bach-Kantaten „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und „Himmelskönig, sei willkommen“ werden umrahmt von Telemanns 71. Psalm „Deus judicium tuum“ und „Jauchzet dem Herrn“ in einer Bachschen Ergänzung. Die besondere Kostbarkeit im Programm ist eine jüngst wiederentdeckte Kantate von Carl Philipp Emanuel Bach: „Ich bin vergnügt mit meinem Stande“, deren originales Aufführungsmaterial von 1725 nun in der Schatzkammer des neuen Bach-Museums ausgestellt ist.

Karten zu 20, 15 und 12 Euro sind im Thomasshop an der Thomaskirche, im Museumsshop des Bach-Museums, an allen – Link: Ticket-Online-Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse erhältlich. Leipzig-Pass-Inhaber erhalten Karten zu 5 Euro an der Abendkasse.

Der Museumsshop des Bach-Museums am Thomaskirchhof 16 hat bereits wieder geöffnet! +)

Informationen: Link: www.bachmuseumleipzig.de

Grüsse

Volker

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

+) Text: BachArchiv

CD-Neuerscheinungen J.S. Bach Johannes- und Matthäus Passion


Hallo Bachfreunde,

es wurden wieder CD-Neueinspielungen von J.S. Bach mit der Johannes Passion und Matthäus Passion in 2010 veröffentlicht. Nachstehend stelle ich sie einzeln vor:

J.S. Bach BWV 244 „Matthäus Passion“ Riccardo Chailly, Gewandhaus-Orchester. Tölzer- und Thomaner Chor. Erscheinungsdatum bei j p c am 5. März 2010 für 24,99 € bis zum 15.4.2010. Danach ist der Bezugspreis: 31,99 Euro.

Cover: Riccardo Chailly Matthäus Passion

Riccardo Chailly hatte es sich im vergangenen Jahr zur Aufgabe gemacht, das Oratorium bestmöglich mit großem Ensemble umzusetzen. Zu seinem Team gehörten nicht nur das Gewandhausorchester, der Thomanerchor und der Tölzer Knabenchor, sondern auch brillante Solisten wie der Bass Hanno Müller-Brachmann mit der Partie des Jesus und sein Kollege Thomas Quasthoff als erster Pontifex. Die Aufführung war ein Erfolg, die Aufnahme nun dokumentiert eine rundum faszinierende Interpretation dieses Säulenwerkes der europäischen Musikgeschichte und setzt die Bach-Reihe Riccardo Chaillys fort, die schließlich im Herbst mit dem „Weihnachtsoratorium“ abgeschlossen wird. +)

Riccardo Chailly interessierte sich, neben dem nahezu vibratofreien Spiel seiner Gewandhausstreicher und den ausgezeichneten Solisten (Christina Landshamer, Marie-Claude Chappuis, Johannes Chum, der vielversprechend klare Tenor Maximilian Schmitt, Thomas Quasthoff und der anfänglich zu opernhafte Hanno Müller-Brachmann) vor allem für die Dramatik der Chöre.

Riccardo Chailly konnte mit beiden Klangkonzepten gut arbeiten, und am Ende vermischten sich die Chöre zu überwältigend intensivem Klanggeschehen, ohne dabei ihrer Individualität beraubt zu sein. Allein dies beweist, wie präzise Chailly, von der Bach’schen Partitur ausgehend, die beiden Originalklangspektren in sich ausformen und zueinander führen konnte. Entsprechend tief beeindruckte das Ergebnis.  1)

———————————-

zu beziehen 2 CD‘s bei jpc  mit Hörproben

Link: –  h i e r  –  klicken..!!

———————————

Eine weitere Neuveröffentlichung J.S. Bach BWV 245 „Johannes Passion“ Roy Goodman, King’s College Choir, „College Choir“ Cambridge. Erscheinungsdatum bei Amazon am 26. Februar 2010 für 23,99 € für zwei Audio-CD’s.

Cover: Roy Goodman Johannes Passion

Mitwirkende:

John Mark Ainsley: Evangelist
Stephen Richardson: Christus
Catherine Bott: Soprano
Michael Chance: Alto
Paul Agnew: Tenor
Stephen Varcoe: Bass / Pilatus

King’s College Choir, „College Choir“ Cambridge
The Brandenburg Consort. (leader: Roy Goodman)
Stephen Cleobury, conductor

Recorded at: King’s College Chapel, Cambridge.

Zwei Audio-CD’s bei Amazon sind über meine Partnerseite zu beziehen:

Link: –  h i e r  – klicken..!!

———————————————-

Uns ist der Leiter dieser Aufnahme „Roy Goodman“ aus dem Bach-Konzert in St. Michaelis Hildesheim noch in allerbester Erinnerung, ein Spezialist für die historische Aufführungspraxis und großer Bach-Kenner legt hier eine Einspielung der Johannes Passion, BWV 245 vor, die er mit seinem gegründeten Orchester (The Brandenburg Consort) – eingespielt hat. Sehr bekannte Gesangs-Solisten aus der Gardiner SDG-Riege (Bach Cantata Pilgrimage 2000-Tour):

Michael Chance: Alto
Paul Agnew: Tenor
Stephen Varcoe: Bass

sind hier zu hören und erzielen unter der Mitwirkung des vorzüglichen King’s College Choir, Cambridge, eine hervorragende Einspielung..!!

——————————————–

Neuveröffentlichung als Cassette ab März 2010 Passionsmusik mit Karl Richter.

Der unvergessene und legendäre Bach-Interpret: „Karl Richter“ wird mit einer Neuveröffentlichung seiner eingespielten Passionsmusik in Erinnerung zurück gerufen:

Cassette: 10 CD's Karl Richter J.S.Bach Passionsmusik

Diese nostalgischen Passions-Einspielungen ( 10 CDs für 20,99 € ) als Cassette bei Amazon können über meine Partnerseite bestellt werden. Hervorragende Gesangs-Solisten während der Richter-Ära sind zu genießen und sind für Nostalgie-Kenner ein Genuss der Einmaligkeit und das zu einem Spitzenpreis..!!

Link:  – h i e r  – klicken..!!

———————————————–

Herzliche Grüße aus dem verschneiten OWL

Volker



Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

———————–
+) Text: KlassikAkzente

1) Textauszüge: nmz

J.E. Gardiner – SDG-CDs der DGG bei jpc zum Schnäppchenpreis


Hallo,

dank @Iris kann ich folgendes in den Blog stellen:

Es kommt einer kleinen Sensation gleich, bei jpc wird es ab 12. März 2010 ein Gesamt-Paket von 22 CD’s aus der DGG-Reihe zum Schleuderpreis für 49,99 Euro geben.

Cover: SDG-CD's aus der der DGG-Reihe

Enthalten sind in dem Gesamt-Volumen der DGG: 22 CD’s

John Eliot Gardiner – Bach Cantatas & Sacred Masterpieces

  • 22 CDs i
  • Erscheinungstermin: 12.3.2010 für 49,99 €.

Weihnachtsoratorium BWV 248; Messe h-moll BWV 232;
Matthäus-Passion BWV 244; Johannes-Passion BWV 245;
Magnificat BWV 243; Kantaten BWV 6, 11, 16, 34, 36, 37, 43, 51, 59,
61-64, 66, 72-74, 82, 83, 94, 98, 105, 106, 111, 113, 121, 128, 133, 139,
140, 147, 156, 168, 172, 179, 199, 200

(Sowie Mitschnitte von der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ die von der DGG aufgezeichnet wurden)

  • Künstler: Anne Sofie von Otter, Barbara Bonney, Michael Chance, Anthony Rolfe-Johnson, Ruth Holton, Ann Monoyios, Magdalena Kozena, Mark Padmore, Sara Minardo, Monteverdi Choir, English Baroque Soloists, John Eliot Gardiner
  • Label: DGG , DDD, 1984-2000
  • Bestellnummer: 9613134

———————————————————————–

Link:

Die Sonder-CD’s sind  – h i e r  bei  – jpc erhältlich..!!

( mit Hörproben..!!)

———————————————————————-

Es handelt sich hierbei nicht um die CD’s der Bach-Kantata-Pilgrimage 2000-Tour, die vom Label SDG-Monteverdi in England durch einen anderen Partner aufgenommen und von SDG vertrieben werden. Es sind Aufnahmen der DGG – (Deutschen Gramophon Gesellschaft) – teilweise aus den 70-er  bis Ende der 90-er Jahre, die mit höchsten Auszeichnungen versehen sind und Referenz-Aufnahmen geworden sind. Wie die h-Moll-Messe, Johannespassion, Matthäuspassion und das Weihnachtsoratorium.

Wie bekannt, wurden einige Aufnahmen – (vier CD’s) – von der DGG während der Bach-Cantata-Pilgrimage-2000 aufgenommen, und sind vom Label SDG-Monteverdi aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht worden. Die DGG zog sich kurzfristig aus dem Bach-Cantata-2000-Projekt zurück und liess J.E. Gardiner seine Tour fast zum Platzen bringen. In Eigenregie und dem Wollen aller Beteiligten wurde glücklicherweise die Bach-Cantata-2000-Tour auf eigenem Risiko fortgesetzt und zu einem fantastischen Ergebnis vollendet.

Zwölf DGG-Einspielungen im Jahr 1999-2000 von ihnen veröffentlicht:

Cover: 12 Veröffentlichungen der DGG in 1999 und 2000

——————————————————————-

DGG-Einspielungen während der „Bach Cantata Pilgrimage 2000-Tour“ im Kalenderjahr 2000:

(Diese CDs werden nicht vom Label-SDG verkauft..!!)

Zu beziehen über amazon oder jpc:

Cover: DGG SDG-CD von 2000 mit den BWV_72_73_111_156

DGG-Einspielung am: 22-24.01.2000 Chieses di San Marco, Mailand. BWV 72, 73, 111, 156.

——————————————————————————-

Cover: DGG SDG-CD von 2000 mit den BWV_82_ 83_ 125_ 200

DGG-Einspielung im: Februar 2000 Christchurch, Priory Church, Dorset. BWV 82, 83, 125, 200.

—————————————————————————

Cover: DGG SDG-CD von 2000 mit den BWV_94_105_168

DGG-Konzert-Mittschnitt von 08/2000 S. Nicolò, Meran. BWV 94, 105, 168.

———————————————————————-

Cover: DGG-SDG CD von 2000 mit den BWV_199_179_113

DGG-Konzert-Mittschnitt von 09/2000

aus St. David’s Cathedral, Pembrokeshire-Wales / UK. BWV 113, 179, 199.

—————————————————————–

Hörproben sind bei amazon und jpc hinterlegt, teilweise können die CD’s im mp3-Format runtergeladen werden. Es sind DGG-CD’s mit hervorragenden Aufnahmen und kann sie nur wärmstens empfehlen.

Gruß Volker

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

Meine Vorschläge zum MDR Musiksommer 2010 – Johann Sebastian Bach und seine Städte


Divi Blasi Kirche Mühlhausen

Johann Sebastian Bach : Porträt von Elias Gottlob Haußmann, Leipzig 1748

Hallo,

wie im vergangenem Jahr stelle ich bemerkenswerte Konzerte im Rahmen des “MDR-Musiksommers 2010″ – aus der Reihe “Johann Sebastian Bach und seine Städte – vor, hier einige Auszüge aus den PDF-Angaben vom MDR. Aber zu beachten ist auch das übrige PDF-Programm vom MDR-Musiksommer, u.a. mit Andris Nelsons mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra am 13. August in Weimar,The  King’s Singers, Calmus-Ensemble – ich könnte mit der Zunge schnalzen, was für fantastische Konzert-Programme und das an historischen Stätten – mein Urlaub könnte in Mitteldeutschland stattfinden, die Preise sind so human, da kann ich dem MDR zur Preisgestaltung nur gratulieren, wunderbar..!!

PDF Programm

Link: Zum PDF-Programm MDR-Musiksommer 2010

——————————————————————–

Alle Angaben und Rechte bei:

© 2010 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Stand: 28.02.2010
ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN !!

KARTENBESTELLUNGEN- teilweise Online möglich –

siehe in den einzelnen Ankündigungen.

Bei allen Fragen rund um die Kartenbestellung stehen Ihnen die
Mitarbeiter der MDR Ticket-Galerie Leipzig gern zur Verfügung.

MDR Ticket-Galerie
Hainstraße 1 | 04109 Leipzig

Montag-Freitag | 9.00 – 20.00 Uhr –

Telefon: 0341.14 14 14

Samstag | 10.00 – 16.00 Uhr

Telefax: 0341.14 14 121

————————————————-

MDR: von Eisenach bis Leipzig laden wir Sie ein, den Spuren des großen Thomaskantors nachzufolgen. Dafür haben wir bedeutende Interpreten eingeladen, die Werke von Johann Sebastian Bach auf barockem oder modernem Instrumentarium an den authentischen Spielorten darbringen. Eine Reise über einige Tage, die immer wieder neue Aspekte birgt.


ENSEMBLE 1700
Europäische Kammermusik des 17. und 18. Jahrhunderts präsentiert in einem abwechslungsreichen, lebendigen und reizvollen Blockflötenkonzert von Dorothee Oberlinger und dem Ensemble 1700.

Eisenach, Georgenkirche am 18.07.2010 um 17:00 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online-Buchung..!!

—————————————————————–

LEIPZIGER CONCERT & CALMUS ENSEMBLE

:
In diesem Konzert werden Werke von Wolfgang Amadeus Mozart vorgestellt, ergänzt durch Lieder aus Schemellis Gesangbuch von Johann Sebastian Bach.

Bachkirche Arnstadt

Arnstadt, Bachkirche am 20.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online-Buchung..!!

——————————————————


EVGENI KOROLIOV
„Wenn ich nur ein Werk mit auf die einsame Insel mitnehmen darf, so wähle ich Koroliovs Bach, …“ György Ligeti Lauschen Sie einer der herausragendsten Persönlichkeiten der internationalen Klavierszene.

St. Bartholomäikirche Dornheim

Dornheim, St. Bartholomäikirche am 21.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Eintrittskarten nur vor Ort zu beziehen:

in Dornheim:

St. Bartholomäi 99310 Dornheim Tel. 03628.48 543

—————————————————————–


HIRUNDO MARIS :
Mit ihrem unverkennbar zarten und reinen Klang verzaubert die Harfenistin Arianna Savall die Besucher der Kirche St. Blasi. Nicht verpassen!

Divi Blasi Kirche Mühlhausen

Mühlhausen, Divi Blasi am 22.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

——————————————————————


THÜRINGISCHER AKADEMISCHER SINGKREIS
Die Sänger und Sängerinnen des Thüringischen Akademischen Singkreises führen durch Stationen der Entwicklung der musikalischen Techniken und stellen dabei eine herausragende a-cappella-Musik vor.

Erfurt Predigerkirche

Erfurt, Predigerkirche am 23.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

—————————————————————-


THE KING´S SINGERS :
Ein Höhepunkt für alle Liebhaber erstklassiger A-cappella-Kunst! Die »funkelndsten Zacken in Englands Krone«, die King´s Singers, präsentieren erstklassige Vokalmusik aus vier Jahrhunderten.

Weimar, Herderkirche am 24.07.2010 um 17:00 Uhr

Preise ab 17,60 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

—————————————————————————–


ENSEMBLE CONCERTO SACRO :
Genießen Sie einen absolut homogenen Zusammenklang und die sehr differenzierte und lebendige Interpretation.

Meiningen Stadtkirche

Meiningen, Stadtkirche am 25.07.2010 um 17:00 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

———————————————————————————-


ALINA IBRAGIMOVA & CÉDRIC TIBERGHIEN :
Kein Gesang! Ein Duo der Extraklasse erwartet die Konzertbesucher im neuen Johann-Sebastian-Bach-Saal des Köthener Schlosses. Auf Violine und Klavier erklingen Werke von Johann Sebastian Bach, Franz Schubert und Robert Schumann.

Bachsaal Köthen

Köthen, Bachsaal am 27.07.2010 um 19:30 Uhr

Preise ab 15,40 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

————————————————————-


THÜRINGISCHES KAMMERORCHESTER WEIMAR & LEIPZIGER VOLKSENSEMBLE
Junge und bereits mehrfach ausgezeichnete Solisten, sowie Profis aus Weimar und das Leipziger Vocalensemble gedenken mit ihrem musikalischen Wirken neben dem Todestag von Johann Sebastian Bach auch dem 200. Geburtstag Robert Schumanns.

Thomaskirche Leipzig

Leipzig, Thomaskirche am 28.07.2010 um 19:30 Uhr

J.S. Bach

Kantate »Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott« BWV 127

Kantate »O Jesu Christ, meins Lebens Licht« BWV 118

das Requiem Des-Dur op. 148 des intensiv mit Leipzig verbundenen Komponisten Robert Schumann.

Preise ab 17,60 EUR incl. 19 % UST

Link: Eintrittskarten-Online – Buchung..!!

————————————————————————-

Grüße

Volker



Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

Momente der Ewigkeit: Ein Sonntagabend in Oberhausen


(Es gibt diesmal keine weiteren Bilder, weil ich mich nicht getraut habe zu fotografieren, die Stimmung war so erhaben…)

Christus-Kirche Oberhausen

Mein Gesundheitszustand läßt mal wieder zu wünschen übrig, mich hat mal wieder der Erkältungsvirus erwischt. Heute abend steht aber das Konzert im Rahmen der „Ruhrpilgrimage“ in der Oberhausener Christuskirche mit dem Leipziger Barockorchester auf dem Programm. Nach der Wegbeschreibung auf Googlemap muss es einfach zu finden sein, rauf auf die 40 (wir meinen damit unsere Hauptverkehrsader, die A40), Oberhausen runter, links und immer gerade aus. Ich raffe mich auf, das verspricht eine qualitätsvolle Aufführung zu werden. Zu ständigem nervigem Nasenlaufen und Dauerhusten stellt sich schon in Bredeney der Wunsch nach einem Ort mit diesen Herzchentüren ein. Ich finde den Aufführungsort trotz voran beschriebener Wehwehchen sofort. Einen praktischen Parkplatz stellt mir das Universum ebenfalls bereit.

Die ev. Christuskirche von 1864 macht einen düsteren, wehrhaften Eindruck im Halbdunkel des endenden Tages, es ist die größte Kirche, die ich auf meiner Kantatenreise bislang besucht habe. Da ich natürlich viel zu früh bin, schaue ich mich um. Aha, diese Familie, die in Bergerhausen letzte Woche vor mir gesessen hat und noch so ein Tünnes, den ich schon in Kupferdreh gesehen habe. Die Bänke sind unbequem, ich kann schon nach einer Viertelstunde nicht mehr sitzen. Das ist ein gutes Indiz, an den heiligsten Orten der Musik sitzt man auch immer total unbequem. Die Kirche ist rappelvoll, was natürlich ein Zeichen der guten Resonanz des Kantatenzyklus ist.

Als das Orchester mit Faschs Konzert C-Moll für 2 Oboen und Fagott loslegt, ist sofort klar, dass hier absolute Profis musizieren, zu allem Überfluss auch noch auf historischen Instrumenten. Es ist ein typisches barockes Divertierstück, allerdings im Instrumentalsolo recht virtuos, auch für das eher wenig im Solobereich herausgestellte Fagott. Dieses kleine à-mis-bouche liess bereits die kammermusikalische Präzision erkennen, die die Grundlage für das nächste Werk, BWV 131 „Aus der Tiefen“ erahnen läßt. Das Publikum ist von der Qualität und der Spielfreude der Leipziger so überrascht, dass sie spontan applaudieren, das ist bei den anderen Konzerten nicht passiert.

Der Kantor und musikalische Leiter Konrad Paul ist ein junger Kerl so um die 30 und hält die Werkeinführung zu BWV 131, die sich auch für die Laien auf die markantesten Anhaltspunkte beschränkt. Dann gehts los.

Der Chor, die ev. Singgemeinde (schon wieder so ein nichtssagender Name eines guten Chores) fügt sich nahtlos in das vom LBO vorgegebene Niveau ein. Das Tempo und die Dynamik lassen keine Wünsche offen, phänomenal auch die Männerstimmen, die zwar nicht unbedingt in Massen vertreten sind, aber – auch die Tenöre – geben eine homogene, lebendige und gut kontrollierbare Vorstellung ab. Paul stellt die wichtigen Teile in den einzelnen Stimmen so dar, dass trotz des etwas halligen Raumes, die anderen Stimmen sich zurücknehmen und so alles nicht zu einem Brei, sondern zu einem gut verständlichen, tranparentem Konstrukt verwebt wird, dass Bachs Musik mehr als gerecht wird. Der Kracher dieser Aufführung sind auch die beiden Solisten, Kai Wefer-Bass und Raimund Fürst-Tenor. Kai Wefer hat eine durchdringende, sehr professionelle Stimme, die trotz mancher Verführungen des Stücks sich an die „Fliessgeschwindigkeit“  der Melismen hält. Einfach nur wunderschön, ich bin total gebannt. Der Tenor hat es da mit seiner Arie, „meine Seele wartet auf den Herrn“ noch ein wenig schwieriger, aber auch Raimund Fürst fügt sich nahtlos stilsicher für die „Alte Musik“ in das Ensemble ein. Er spannt mit elegant, weichem Tenor einen geschmeidigen musikalischen Bogen ohne diesen zu überspannen. Wie Perlen reihen sich Töne aneinander und sind alle von gleicher Schönheit. Kein Wunder, noch so ein Vollprofi, hat er sich doch auf die historische Aufführungspraxis spezialisiert.

Nach einer prägnanten und zackigen Predigt, die sich diesmal zeitlich auch im Rahmen gehalten hat, folgen noch aus Haydns „Stabat Mater“, das Tenor Solo mit Chor, das Bass Solo „Pro peccatis suae gentis“ und noch ein Tenorsolo „Vidit suum ducem natum“. Auch hier spürt man, dass alle Meister ihres Fachs sind. Papa Haydn fordert eine andere Stimmung als der gute Meister Bach. Hier kommt es musikalisch und stimmlich zu (kontrollierten) Gefühls- und Stimmeruptionen, die andere Facetten des solistischen Könnens beleuchten. Auch Papa Haydn hat mir sehr gut gefallen. Nach einem Gebet und dem „Vater Unser“ wird der Chor „Ich harre des Herrn“ wiederholt.

Konrad Paul hat einen phantastischen Chor und gute Kontakte zu herausragenden Musikern, hier hat alles gestimmt, von wegen wir im Ruhrgebiet können nur Kohle… Das war sicherlich nicht das letzte Mal, dass ich in Oberhausen gewesen bin. So kann die Woche kommen und das Wochenende gehen.

http://www.singgemeinde.de/

http://www.christuskirche-oberhausen.de/

mit beseelten Grüßen, Claudia

RUHR2010 Teil V: Es wird schon Werden…


Essen-Werden, die „Perle an der Ruhr“

Heute möchte ich Euch mitnehmen in den Stadtteil, in dem mein Mann und ich arbeiten. Rechts der Ruhr sieht man schon die große Abteikirche wenn man vom Bredeneyer Berg ins Tal fährt. Häuser drubbeln sich auf nur jedem erdenklichen Fleckchen. Auf der gegenüberliegenden Ruhrseite findet sich der S-Bahn Anschluss und mitten durch Werden führt die unerträgliche Bundesstrasse 224. Na gut, sie ist halt Memoria dafür, dass wir uns in einer Großstadt befinden.

Eng verknüpft mit der Entstehung der Stadt Werden (seit 1929 zu Essen) ist die Gründung des Benediktinerklosters durch den Hl. Liudger Ende des 8. Jahrhunderts. Die Basilika St. Ludgerus trohnt auch heute noch majestätisch über dem Rest des Ortskerns, sie hat bis in die jüngste Zeit das Leben in der Stadt bestimmt. Im Jahr 1317 erhielt Werden das Stadtrecht. Im Jahr 1498 wurde fast die ganze Stadt durch einen großen Brand zerstört.

Stich von Werden 1581

Die Stadtherren waren die Äbte von Werden, von denen die Wichtigsten in der Krypta der Basilika begraben sind. Das Kloster hatte ursprünglich einige Besitztümer im Essener Umland, im Jahre 1803 jedoch war es mit der Herrschaft der Äbte vorbei, die Abtei wurde, wie viele andere Klöster, dazu gehörte auch das Stift Essen, im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses säkularisiert.

Foto: Basilika Sankt Ludgerus

Die heutige Basilika und ehemalige Abteikirche St. Ludgerus wurde um 799 zusammen mit dem Kloster Werden erbaut. Nach einigen größeren Bränden konnte sie schließlich im Jahre 1275 wieder eingeweiht werden. Sie gilt als eine der schönsten Kirchen des Rheinlandes und als Paradebeispiel des rheinischen Übergangsstils. Sie besitzt einen barocken Hochaltar und Gemälde des Werdener Malers Theodor Mintrop.  Am 6. Juli 1993 wurde die Kirche durch Papst Johannes Paul II.  zur Basilica minor erhoben..

In der Krypta liegen die Gebeine des Hl. Liudger (auch Gründer des Bistums Münster),  des Begründers des Kloster Werden begraben. In der angeschlossenen Schatzkammer befindet sich mit dem Helmstedter Kreuz ein bedeutendes Kunstwerk des Übergangs von der ottonischen zur romanischen Plastik sowie mit dem Liudgerus-Schrein einer der wenigen barocken Reliquienschreine. Nach umfangreicher Restauration bis 2008, erstrahlt das ehrwürdige Gemäuer wieder in neuem Glanze.

Das Bistum Essen hat an verschiedenen Standorten sogenannte „Spirituelle Kulturtankstellen“ eingerichtet, an denen Informationen über kulturelle Veranstaltungen in Essen eingesehen werden können, wo ich auch auf sehr interessante Events gestoßen bin, wie z.B. Orgelmeditationen mit anschliessenden thematischen Führungen.

Link:

http://www.kirchevorort.de/bet3/einrichtg/hort/index.php?id=2

Die St.-Lucius-Kirche gilt als die älteste Pfarrkirche nördlich der Alpen (Baubeginn ab 995). Nach der Säkularisation 1803 wurde die Kirche 150 Jahre als Stall genutzt, anschließend diente sie als Wohnraum für Flüchtlinge. Im Jahr 1965 wurde sie rekonstruiert und wieder geweiht. Sie gehört heute zum Pfarrverbund St. Ludgerus.

Die Evangelische Kirche Essen-Werden wurde am 24. Juni 1900 geweiht. Sie besitzt wertvolle Jugendstil-Malereien, die vor einiger Zeit wieder freigelegt wurden. Gestiftet wurde sie unter anderem von der Familie Krupp sowie von der in Werden ansässigen Familie Huffmann.

Die Folkwang Hochschule für Musik, Theater und Tanz hat ihren Hauptsitz in den früheren Abteigebäuden Werdens. Studierende und Lehrende aus aller Welt machen die Kunsthochschule zu einem inspirierenden Ort, an dem der Folkwang-Gedanke – die Einheit der Künste – seit 1927 lebendig ist.

Folkwangschule mit Dom:

Foto: Folkwangschule mit Dom

Werden besitzt einen kleinen, aber feinen, historischen Stadtkern, der zum Bummeln einlädt, zahlreiche Cafés und gastronomische Lokalitäten sorgen für´s leibliche Wohl. Probleme gibts in Werden immer wieder mit Parkplätzen, daher ist es ratsam auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Foto: Historische Altstadt Essen-Werden

Musikalische Highlights:

10.07.2010 um 17:00 Uhr – Folkwang Hochschule:

Yaara Tal+Andreas Grothuysen/Pina Bausch Theater – J.S. Bach: Goldbergvariationen (Bearbeitung für 2 Klaviere ) Eintritt frei! Reservierung unter info@klavierfestival.de erbeten, da begrenzte Plätze

23.05.2010 um 17:00 Uhr – Basilika St. Ludgerus :

Marienvesper-Claudio Monteverdi im Rahmen von „Musica Enchiriadis“ mit der Himmlichen Cantorey und dem Knabenchor Hannover, Karten sind über die Philharmonie Essen erhältlich

25.04.2010 um 18:00 Uhr – Ev. Kirche Werden:

Bach Kantate BWV 12 Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen „Momente der Ewigkeit“, Eintritt frei

Liebe Grüße, Claudia

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

Konzert-Termine: Passionsmusik von J.S. Bach – im Februar – März-April 2010


Hallo Passionsmusik-Freunde,

wie bereits im vergangenen Jahr möchte ich auf Musik-Veranstaltungen aufmerksam machen, die Passions-Musik von J.S. Bach im Februar bis April 2010 – enthalten.

Hannover, Herrenhausen

J.S. Bach Markus-Passion Herrenhäuser Kirche Hannover

Samstag, 13. März, 19 Uhr

Johann Sebastian Bach

Markus-Passion
Esther Mertel, Sopran Meinhard Dollansky, Altus

Goetz Phillip Körner, Tenor      Künstlerwebsite
Jens Zumbült, Tenor         Künstlerwebsite
Dieter Goffing, Bass
Kantorei Herrenhausen
Camerata Instrumentale Hannover
Leitung: Martin Ehlbeck

Montag, 8. März, 20 Uhr Vortrag und Werkeinführung mit Klangbeispielen Referent: Martin Ehlbeck im Gemeindehaus.

Herrenhäuser Kirche - Hannover-Herrenhausen

Johann Sebastian Bachs Markus-Passion (1731) ist nur zum Teil überliefert, zu einem kleinen Teil ist sie verloren gegangen. Die großen Chorstücke am Anfang und Ende des Werkes, die 6 Arien und 14 Choräle sind überliefert. Damit sind die prägenden Musikstücke der Markus-Passion vorhanden. Bachs Vertonung des Bibeltextes vom Markusevangelium (Rezitative und dramatische Chöre) liegt dagegen nicht mehr vor. Diese Stücke werden in einer rekonstruierten Form aufgeführt.

Es hat in den vergangenen Jahren einige Versuche gegeben, Bachs Markus-Passion zu rekonstruieren. Alle diese Versuche hatten den Mangel, dass heutige Komponisten versuchten ein mehr als 275 Jahre altes Stück zu ergänzen. Es fehlte immer die historische Authentizität. Die Aufführung unserer Rekonstruktion der Markus-Passion in der Herrenhäuser Kirche verwendet dagegen zeitgenössische Ergänzungen aus der Barockzeit. Die Ergänzungen stammen von Reinhard Keiser (1674-1739) und sind seiner Markus-Passion (1707) entnommen.

Weitergehende Informationen – h i e r – klicken…!!

Kartenpreise:
Mittelschiff   21 € , nummerierte Plätze, keine Ermäßigung
Seitenschiff 16 €, unnummerierte Platze, 3€ Ermäßigung für Kinder, Schüler, Auszubildende, Behinderte
Empore       13 €, unnummerierte Plätze, 3€ Ermäßigung für Kinder, Schüler, Auszubildende, Behinderte

Karten Online

Kartenhotline der Herrenhäuser Kirche 0171-1989 829
Laporte-Kartenshop, Karmarschstr. 32, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 363 29 29
Hannover Tourismus GmbH, Ernst-August-Platz 8, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 12345 – 111
„Kirche im Blick“, Buchhandlung an der Marktkirche, Hanns-Lilje-Platz 4/5, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 252 68 36
Gemeindebüro der Herrenhäuser Kirche, Hegebläch 18, 30419 Hannover, Tel. 0511 – 79 32 42
Abendkasse.

Eine Rezension des Konzertes von Herrenhausen unter dem nachstehenden Link:

—  h i e r  –  klicken…!!

————————————————–

Hannover – St. Thomaskirche und Markuskirche


St. Thomas-Kirche, Hannover-RicklingenMittwoch 17.02.2010
20:00 Uhr

St. Thomaskirche Hannover-Ricklingen

Konzert: Bach: Johannes-Passion BWV 245
in originaler Besetzungsstärke
Barbara Rotering (Sopran), Beat Duddeck (Altus), Achim Kleinlein (Tenor), Julian Redlin (Bass), 4 Ripieno-Sänger, Barockorchester L’Arco , Christoph Heidemann (Konzertmeister), Gesamtltg.: Kurt Pages
Eintritt: € 10,-
Aufführung dieser Art zum ersten Mal in Hannover

Auskünfte: Kirchengemeinde St. Thomas. Gemeindebüro Wallensteinstr. 32/34 30459 HannoverTelefon 0511 / 42 19 05. Telefax: 0511 / 23 44 413

—————————–

So, 28.02.2010
18:00 Uh
r
Markuskirche – Hannover-List

Markuskirche Hannover Johannespassion

Konzert: Bach: Johannes-Passion BWV 245
Anke Briegel (Sopran), Mareike Braun (Alt), Jan Kobow (Tenor), Torsten Meyer (Bass) N.N. (Bass), Hannoversche Hofkapelle, MarkusChor, Ltg.: Martin Dietterle

Kantor Martin Dietterle leitet das Konzert des MarkusChors, der im vergangenen Jahr sein 40jähriges Bestehen feiern konnte und mit über 100 SängerInnen zu den zahlenmäßig größten Chören in Hannover gehört. Die Hannoversche Hofkapelle , begleitet den Chor auf historischen Instrumenten. Jan Kobow (Tenor), Mareike Braun (Alt), Anke Briegel (Sopran), Thorsten Meier (Bass/Christus) und Dietmar Sander (Bass) übernehmen die Soloparts.

Das Konzert beginnt um 18:00 Uhr, Einlass ist ab 17:15 Uhr. Karten zum Preis von € 8,- bis € 20,- gibt es im Vorverkauf: Kirche im Blick, Buchhandlung an der Marktkirche, Tel. 0511 – 35 36 836 und bei der Buchhandlung Beek (Lister Meile;  sowie an der Abendkasse.


————————————————

Hidesheim – St. Michaeliskirche

St.Michaelis-Kirche in Hildesheim

Foto: 1000 Jahre St.Michaelis-Kirche in Hildesheim

Johann Sebastian Bach: Matthäuspassion BWV 244

am 02.04.2010 – 15.00 Uhr

Ausführende:

Gabriele Hierdeis, Sopran- Ulrike Mayer, Alt- Johann Christensson, Tenor (Evangelist und Arien)

Tijl Faveyts, Bass (Christus)- Marek Rzepka, Bass (Arien)

St. Andreas-Kantorei Hildesheim

Barockorchester L’Arco – Leitung Bernhard Römer

Preise:

25€(20)/20€(16)/15€(12)/5€

anerkannte Vorverkaufsstellen

Karten für dieses Konzert – hier

————————————————————–

Hamburg – St. Michaelis

Sonntag, 28.03.2010  – 18:00 Uhr

Kirche St. Michaelis Hamburg

Johann Sebastian Bach:

Matthäus Passion BWV 244

Markus Brutscher, Evangelist
Henryk Böhm, Christus
Ruth Ziesak, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
Virgil Hartinger, Tenor
Andreas Schmidt, Bass

Chor St. Michaelis
Orchester St. Michaelis
Mitglieder der Philharmoniker Hamburg
und des NDR Sinfonieorchesters u.a.

Leitung: Christoph Schoener

Vorverkauf ab 06.02.2010

Preiskategorien: EUR  50,-  45,-  35,- 27,-  20,-  15,-  8,- bestellen

—————————————————-

Hamburg – St. Jacobi

Kirche St. Jacobi Hamburg

Am Karfreitag, 2.4.2010, erklingt um 18:00 h

in der Hauptkirche St. Jacobi zu Hamburg die „Johannespassion“ von J.S.Bach in der Fassung von Robert Schumann

Mitwirkende:

Eintrittskarten: 10,- bis 30,- EUR (ermäßigt: 7,- bis 20,- EUR) bei der

Online – Konzertkasse GERDES,

Rothenbaumchaussee 77, Telefon: 040 – 45 33 26, und an der Abendkasse

—————–

Interpretationsvergleiche:

Die Tenor-Arie „Ach mein Sinn“ unter der Leitung des Bach-Kenners Karl Richter (dessen Interpretation des 2. Brandenburgischen Konzertes als Botschaft der Menschheit an Bord der Voyager-Sonden unser Sonnensystem verlassen hat) ist auf folgendem Video zu hören:
http://www.youtube.com/watch?v=drl90jD47m4

Zum Vergleich mit der Schumann-Fassung empfiehlt sich der Track 13 auf der CD, hier als Sopran-Arie:
http://www.jpc.de/jpcng/cpo/detail/-/art/Johann-Sebastian-Bach-Johannes-Passion-Bearbeitung-von-Robert-Schumann/hnum/6391959

Die Arie „Es ist vollbracht“, hier (http://www.youtube.com/watch?v=K_QAoanXntw) in historischer Aufführungspraxis unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt mit Knabenalt und Viola Da Gamba, kann man in der interessanten Schumann-Fassung zum Vergleich leider nur direkt von der CD – oder eben am Karfreitag in St. Jacobi hören. Kann man sich den Mittelteil nicht gut mit Trompeten vorstellen?

Karl Richter und Nikolaus Harnoncourt zählen übrigens zu den Lehrern Rudolf Kelbers. Man darf sicherlich auch vor diesem Hintergrund sehr gespannt darauf sein, wie er am 2.4.2010 die Johannespassion in der Romantik-Fassung von Schumann interpretieren wird.

St. Jacobi-Blog-Lektüre zur Johannes-Passion

Zum großen Chor- und Orchesterkonzert am Karfreitag, dem 2. April 2010 um 18 Uhr, führen wir das Experiment „Blog“ fort: Auch zur Johannes-Passion von J.S. Bach entsteht ein Blog mit vielen Hintergrundinformationen, der ständig aktualisiert und ergänzt wird. Schauen Sie doch mal rein:

Link: http://Johannespassion-Bach-Schumann.blogspot.com

—————————————————————

Essen – Philharmonie – Herreweghe, Matthäus Passion BWV 244

Philharmonie Essen-Ruhr

Freitag, 26. März 2010 um 19:00 Uhr

J.S. Bach MATTHÄUSPASSION BWV 244
Philippe Herreweghe, Dirigent


Link: Ticket-Online Preise: 34,50 € bis 74,75 €

Rezension: Matthäus Passion Herreweghe Essen-Philharmonie

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2010/04/01/herreweghe-mit-bachs-matthaus-passion-in-der-philharmonie-essen/

—————————————————————

Dortmund – Konzerthaus, Franz Brüggen – Capella Amsterdam

Konzerthaus Dortmund

J.S. Bach Johannespassion BWV 245

So, 28.03.2010, 18:00 Uhr
Konzerthaus Dortmund
Brueckstr. 21

Mitwirkende: Marcus Schäfer (Evangelist), Thomas Oliemans (Jesus), Carolyn Sampson (Sopran), Michael Chance (Alt), Marcel Beekman (Tenor), Peter Kooij (Bass), Capella Amsterdam, Orchester des 18. Jahrhunderts, Frans Brüggen (Dirigent)

Link: eventim-Ticket ab 14,60 €

———————————————————————

Leipzig-Thomaskirche

Ostersonntag, 4. April 2010, 19:30 Uhr, Thomaskirche Leipzig

Osteroratorium BWV 249

Thomaskirche Leipzig

Wer Ostern eine Reise nach Leipzig plant, sollte auf jeden Fall ein Chorkonzert in der Thomaskirche auf die Agenda setzen. Am Ostersonntag, 4. April 2010, werden der exzellente Kammerchor Josquin des Préz und das Leipziger Barockorchester unter der Leitung von Ludwig Böhme Johann Sebastian Bachs „Osteroratorium“ und die Motette „Jesu meine Freude“ sowie von Josquin des Préz die „Missa Pange lingua“ zu Gehör bringen.

Bereits als Knabensänger in seiner Geburtsstadt Eisenach lernte Johann Sebastian Bach Kompositionen von Josquin des Préz kennen, die dort Ende des 17. Jahrhunderts noch zum gängigen kirchenmusikalischen Repertoire gehörten. Das große Interesse an der Renaissance-Musik – und besonders an den Werken Josquins – blieb bei ihm trotz konfessioneller Unterschiede lebenslang erhalten. Unter den Josquin-Kompositionen, die Bach vermutlich kannte, befand sich auch die „Missa pange lingua“. In dieser letzten Messkomposition Josquins wendet der Altmeister die so genannte „Imitationstechnik“ an: Ein Motiv wird in allen vier Stimmen gleichberechtigt zitiert und kontrapunktisch bearbeitet. Das thematische Material schöpft der Komponist aus dem gregorianischen Hymnus „Pange lingua“, dessen Gesang für die Liturgien des Gründonnerstags sowie des Fronleichnam-Festes vorgesehen ist.

Link:
TICKET/Online –  Preise: 16,20 €

—————————————–

Thomaskirche Leipzig, 3. März 2010 um 20:00 Uhr

Johannes-Passion BWV 245

Johann Sebastian Bach
Capella Fidicinia

Ticket-Online Preise:

weitere Termine BWV 245 in Leipzigmit Capella Fidicina

7. März 2010 16 Uhr
Kirche Polditz

14. März 2010 16 Uhr
Stadtkirche Colditz

—————————————-

Thomaskirche Leipzig,

J.S. Bach Matthäus Passion BWV 244

am 1. und 2. April 2010 jeweils um 19:00 Uhr

Ausführende:

Ute Selbig (Sopran) Britta Schwarz (Alt) Martin Petzold (Tenor – Evangelist)

Martin Lattke (Tenor – Arien) Klaus Mertens (Bass – Christus) Thomas Laske (Bass – Arien) Thomanerchor Leipzig Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

Veranstalter:Gewandhaus zu Leipzig

Preise:  43/34/26/16/9 EUR zzgl. VVK-Gebühr

Ticket-Hotline: +49 341 12 70-280
Ticket-Online
—————————————
St. Nikolaikirche – Leipzig

St. Nikolaikirche Leipzig

J.S.Bach Johannespassion BWV 245

Samstag, 27. März 2010 um 17:00 Uhr

Bachchor Leipzig / Festival-Orchester Leipzig

Link:
TICKET/Online Preise: 15,53 €

———————————————–

Bielefeld, Oetkerhalle

Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld

Oratorienchor Bielefeld BWV 232 h-Moll-Messe / Plakatmotiv von Peter Flachmann

Oratorienchor-Bielefeld

am 26. März 2010 um 20:00 Uhr

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Messe h-Moll BWV 232

Ausführende:
Traudl Schmaderer, Sopran
Yvi Jänicke, Alt
Eric Laporte, Tenor
Franz Gerihsen, Bass

Oratorienchor der Stadt Bielefeld
Bielefelder Philharmoniker, Leitung: Hartmut Sturm

Eintrittspreise:
Euro 10,- / 14,- / 18,- / 22,- (Euro 3,- Ermäßigung für Erwerbslose, Schüler und Studenten
in den Preiskategorien Euro 10,- / 14,-)

Kartenverkauf:

Hallenplan Oetkerhalle

Sie bestellen online.

oder über Tourist-Information im Neuen Rathaus, Niederwall 23, Telefon (0521) 51 69 99, Neue Westfälische, Niedernstraße 21-27, Telefon (0521) 555 444, KONTicket, Jahnplatz 11, Telefon (0521) 6 61 00 im Internet: www.oratorienchor-bielefeld.de, durch Chormitglieder und an der Abendkasse

Ort: Rudolf-Oetker-Halle, Lampingstraße 16, 33615 Bielefeld

Stadtplanausschnitt

Zur Rezension der  h-moll-Messe vom Oratorienchor Bielefeld:

Zur Vergrößerung in das Bild klicken..!!

Rezension h-moll-Messe Oratorienchor Bielefeld.

———————————————

Espelkamp – Thomaskirche

Thomaskirche Espelkamp Foto © by Stadt Espelkamp

Sonntag, 28. März 2010, um 17 Uhr

J.S. Bach – Matthäus-Passion BWV 244

Solisten:

Sabine Szameit, Sopran ● Eike Tiedemann, Alt Andreas Post, Tenor und Evangelist Hinrich Horn, Bass ● Albrecht Pöhl, Christus   Orchester „Opus7“  Kantoreien Lübbecke und Espelkamp

Leitung: Roger Bretthauer

Vorverkauf:

Buchhandlung Lienstädt & Schürmann,

Espelkamp, Breslauer Str.34, Tel. (05772) 6460

Veranstalterin Kirchengemeinde Espelkamp

Ansprechpartner: Roger Bretthauer

E-Mail: kantor@Martins-Kirchengemeinde.de

————————————————

Zur Rezension der Matthäus Passion in Espelkamp:

Zur Vergrößerung in das Bild klicken..!!

Rezension Espelkamp Matthäus Passion

————————————————

Weitere Konzert-Angaben in Deutschland

J.S. Bach und seine Passion-Oratorien über Online-Ticket abrufen.

Link:  Online-Ticket – weitere Bach-Konzerte

oder über die Englische Bach-Webseite:

Link: h i e r – klicken…!!

———————————————-

Grüße
Volker

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

RUHR2010 Teil III: Sebastian und die Königin im Ruhrpott


BachRuhr2010

Na ja, so wie auf dem Bild kann man den Titel natürlich auch verstehen! Ich habe Euch einfach mal einen kleinen Anachronismus gezeichnet. Ob die Jungs sich vom Dialekt wohl verstehen würden? Isch weeß nisch…

Aus aktuellem Anlaß möchte ich Euch zwei musikalische Veranstaltungen vorstellen, die vielleicht Euer Interesse wecken:

Orgellandschaft RUHR – ein Jahr mit der Königin

Die von beiden Kirchen organisierte Zusammenführung der hervorragenden Orgelstandpunkte, Konzertreihen und Festivals des Ruhrgebietes unter der Dachmarke „Orgellandschaft RUHR“ wird im Jahr 2010 an über 80 Standorten 480 Konzertveranstaltungen umfassen und ist somit das weltweit größte Orgelfestival.

Link:  www.orgellandschaft-ruhr.de

PDF – Orgel-Konzertprogramm  Download

—————————————–

„Momente der Ewigkeit“ –
Ein Zyklus mit Kantaten von Johann Sebastian Bach
als Atempausen zur Kulturhauptstadt
Die aufstrebende „Metropole RUHR2010“ hat ihren Ursprung in den christlichen Wurzeln der Region. Um sich dieser Herkunft zu vergewissern, werden auf künstlerisch hohem Niveau 36 Kantaten Johann Sebastian Bachs aufgeführt. Die Aufführungen verstehen sich als „Atempausen“. Sie sind den „Geistlichen Abendmusiken“ nachempfunden und werden in einem liturgischen Rahmen aufgeführt. Die inhaltlichen Aussagen von Bachs Kantatenwerk werden für die Gegenwart in einem kurzen Wortbeitrag erschlossen. Dieser Zyklus startet am 07.02.2010 in Essen Steele mit BWV 100 (ich bin dabei!) und wird in verschiedenen Kirchen des Ruhrgebiets, vornehmlich aber Essen, fortgesetzt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten, die Kantaten starten einheitlich um 18.00 Uhr. Über die Ausführenden habe ich leider nichts gefunden, ich hoffe allerdings, dass wir Lokalmatadoren zu hören bekommen.

Link zu den Aufführungsstätten mit Terminangaben nachstehend:

Link: http://www.ekir.de/evangelisch2010/444.0.html

Link: www.momente-der-ewigkeit.de

Flyer für die Ruhrgebiets-Pilgrimage

Aber eins ist sicher: Wenn ein Bach-Choral eine Antwort geben kann, ist das ein Geschenk!


Hallo Bachfreunde,

heute bekam ich ein Interview mit dem Dirigenten „Enoch zu Guttenberg“ zu lesen, das ungemein spannend und inhaltsreiche Aussagen zum Weihnachtsoratorium und J.S. Bach’s sonstige Werke – beinhaltet. Die Überschrift dieses Beitrages ist ein Zitat aus dem Interview. Weiterhin gibt es weitere Hinweise allgemeiner Art zu der Aufführungsform von Sakralen Werken in – Konzerthalle – Kirche – und der Zugang der Vermittlung zu dem gehörten Werk. Er äußert sich über Verdi – Haydn – Strauß – Harnoncourt u.s.w. Es ist ein Spitzen-Interview, das mich voll angesprochen hat, dafür danke an „kultiversum“ zur Veröffentlichung…!!

—————————-

Dirigent: Enoch zu Guttenberg

Dirigent Enoch zu Guttenberg

Oberster Festspieler auf Herrenchiemsee

Er ist verantwortlich für eine der schönsten Festspielorte in Bayern. Mit enthusiastischer Leidenschaft gestaltet er die Musikfestspiele auf Herrrenchiemsee und macht diese zu einem besonderen Erlebnis. Er ist aber nicht nur Festspielleiter, sondern auch Dirigent vom Orchester der Klangverwaltung-Neubeuern (Bayern), mit dem er zusammen im Oktober diesen Jahres einen ECHO Klassik verliehen bekommen hat. (1+)

Enoch zu Guttenberg ist eine Ausnahmeerscheinung unter den Dirigenten: Als Mitbegründer des BUND, Umweltschützer und Politiker ist er ebenso bekannt wie als Musiker, sein Sohn bekleidet zur Zeit den Ministerposten im Verteidigungsministerium. Dabei machte er durchaus eine „klassische“ Karriere: Nach seinem Kompositions- und Dirigierstudium in München und Salzburg übernahm er 1967 die Leitung der Chorgemeinschaft Neubeuern, die er zu einem weltweit anerkannten Ensemble formte. Auch seine 1997 gegründete KlangVerwaltung zählt inzwischen, mit regelmäßigen Auftritten im Wiener Musikvereinssaal, der Berliner Philharmonie oder dem Festspielhaus Baden-Baden zu den besten deutschen Orchestern. 1999 gründete Guttenberg die Herrenchiemsee Festspiele, wo er für seine Auffassung von Musik ebenso streitet wie in seinen zahlreichen Vorträgen. (+2)

—————————–

Link zum Interview mit – Enoch zu Guttenberg – nachstehend:

http://www.kultiversum.de/Musik-Partituren/Interview-Enoch-zu-Guttenberg.html

—————————–

YouTube: Video Matthäuspassion

—————————–

(+1) Text: BR / (+2) Text: kultiversum

Gruß
Volker

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen