Mein Abend-Tagebuch der ‘Bach by bike’ Reise vom 03.07.-12.7.2021 – der sechste Tag Ankunft in Weimar am 08.07.2021
Mein ABENDTAGEBUCH-Buch der Radreise mit ‚Bach by bike‘. Der 6.Tag (8.7.21)
Eine Stadtführung Erfurt war morgens angesagt. Doch ich entschuldigte mich. Erfurt ist ja die Partnerstadt von Mainz, meiner Heimat. So kenne ich Erfurt ganz gut. Die berühmten Treppenstufen vor Dom sind wegen der beginnenden Domfestspiele mit dem Theaterspiel ‚Johanna auf dem Scheiterhaufen‘ abgesperrt. Ich finde gerne andere Wege.
Da sind z.B. die Bach-Häuser in der Nähe der Gera-Brücke. Die ‚Erfurter Bache‘ wohnten hier und in der Kaufmanns-Kirche wurden Die Eltern unseres Basti 1668 getraut. Zu den ‚Erfurter Familientagen‘ reiste der später arrivierte Basti Bach gerne an.
Doch jetzt heißt es wieder: Radfahrklamotten anziehen! Das Ziel unser Reise ist zu erreichen. Doch es fängt an zu regnen, wir warten noch etwas mit der Abfahrt. ‚Egal, da müssen wir durch, wir sind doch keine ………‘ meint der Brückenbauer Matthias. Also los. Es wird ein richtiges ‚Regen/kalter Wind-Inferno‘. Als wir endlich in Weimar einfahren, kommt die Sonne durch. Zum Hotel Amalienhof geht’s durch einige Strassenbaustellen, aber endlich im Hotel empfängt uns ein Rokoko-Ambiente. Nasse Klamotten ab, heiße Dusche und dann auf‘s Chaiselongue Beine ausstrecken. Hier im Haus scheint man gleich in Goethes Welt zu sein. Noch dazu habe ich die Ehre, im Zimmer‚ Herzogin Anna-Amalie‘ zu wohnen. Aber nein! Das wollte ich doch gar nicht !!
J.S. Bach war viel früher als Goethe und die Herzogin hier und sogar zweimal länger am fürstlichen Hof angestellt. 1703 war er in der HOFKAPELLE noch einfacher Kammermusiker. Später stieg er in den Jahren 1708 bis 1717 zum Hoforganist und dann zum KONZERTMEISTER auf.
Dann saßen wir endlich in der Herderkirche und hatten unseren ersten Konzerteindruck von dieser Bach-Biennale. Stephan McLeod (Bariton) und Miriam Feuersinger (Mezzosopran)zauberten ein ‚Potpourri’ aus Bach-Kantaten, herrliche Arien, Duette und Rezitative. Eigentlich kann ich so ein ‚Zerpflücken‘ von Bach-Kantaten nicht leiden. Aber na ja, man muss eigentlich für jedes Bach-Life-Erlebnis dankbar sein.
Erfüllt und dankbar schlafe ich jetzt ein. Die gesamte Route von Mühlhausen bis Weimar habe ich bei schwierigen Wetterbedingungen geschafft. Jetzt höre ich nur noch Konzerte und Events der Bach-Bienale.
Der 5.Tag: (7.7.21). Von Ohrdruf in herrlicher Waldfahrt, doch auch als gesicherte Kolonne nach Arnstadt (ca. 38 km)
Bachliebhaber in aller Welt denken an die schreckliche Nacht um Schloss Ehrenstein in Ohrdruf. Im November 2013 zerstörte ein Dachstuhlbrand dieses Schloß, das gerade frisch renoviert war.
Heute radle ich wieder entspannt durch den Park. Ich merke, dass die Instandsetzung des einst verbrannten Schlosses gut vorangeht. Die mit Kupfer verkleidete Haube des Schlossturms funkelt und glänzt von Weitem. Hier im Ort ist der junge Bach zur Schule gegangen. Als Waisenkind lebte er in der Familie seines älteren Bruders Johann Christoph. Glückliche Umstände ermöglichten es dem jungen Sebastian, eine gute Ausbildung zu bekommen. Der Bruder führte den jungen Basti in den Tonsatz ein. Kantor Elias Herda lernte dem Basti das Orgelspielen, Superintendent Kromaers Predigten schenkten Basti Wissen und Ideen. Aber die genetischen Grundlagen zur Meisterschaft bekam Bach von Geburt an geschenkt. Die mittelalterliche Bibliothek im Turm der Michaelskirche bezeugt all diese Einflüsse.
Die Bachstadt Arnstadt erreichten wir in vorsichtiger Kolonnenfahrt, d.h. hinter uns sicherte unser warnblickendes Begleitfahrzeug mit Carlotta am Steuer unseren Fahrrad-Pulk vor dem rasenden Verkehr der Bundesstraße von Crawinkel bis Arnstadt.
Angekommen in Arnstadt logierten wir in dem alten und knarrenden Gasthaus ‚Goldene Henne’ mit Sicht auf das mittelalterliche Riedtor. Eine sachkundige Stadtführerin führte uns zumBachhaus Kohlgasse 7. Hier muss der 18 jährige Bach aus und eingegangen sein.
Dann trafen wir uns mit dem Organisten –Kantor Jörg Reddin zu Orgelkonzerten. Frühe Orgelwerke von ‚unserem Basti‘ erklangen. Zunächst in der frühgotischen Liebfauenkirche. Wir wandelten dann aber in die berühmte Bachkirche am Markt und tauchten ein in die ‘Orgelwelt’ von Bach
Das anschließenden Abendessen draußen an einem herrlichem Sommerabend beendete diesen Tag. VonKantor Jörg Reddin konnten wir viel davon hören, wie Arnstadt sein Bach-Erbe lebendig hält.
Noch einmal in der beginnenden Nacht radelte ich dann vom Markt herunter in meine Logie zumWirtshaus ‘Goldenen Henne’. Die Treppen knarrten, doch ich konnte gut schlafen.
Gute Nacht.
Adamo
P.S.
Ein Video mit Textangabe und Noten von der Gruppe „Bach by Bike“ auf Facebook von Wolfgang Adam veröffentlicht wird auch hier zu sehen sein.
Gut aufgewacht im vornehmen Hotel am Schlosspark Gotha, reichlich gefrühstückt und gut gelaunt, flaniere ich schon mal am frühen Morgen die berühmte Gotha’er Wasserkunst entlang. Vieles wird restauriert. Mein Lieblings-Antiquariat ist noch geschlossen. Aber für Bücher habe ich in meinem Fahrrad-Säcken sowieso keinen Platz mehr.
Wir alle trafen uns dann an der Brüstung der riesigen Schlossanlage mit Blick auf die Stadt. Wir schauten über die Wasserkunst hinweg bei herrlichem Sonnenschein in die Stadt. Doch fast mehr bewunderte ich das schicke blaue Kleid von unserer Begleiterin Christine, mit den mir ins Auge springenden, ausdrucksstark sprechenden Fahrrad-Motiven. (Foto, von Christine genehmigt!)
Gleich werden wir die Schloss-Kirche Gotha besichtigen, für die der bereits arrivierte Bach eine bisher verschollene Frühform der Johannes-Passion geschrieben hat (1717 ?). Helene hatte dazu auch die passende Ton-Aufname dieser unbekannten Johannes-Passion. Wir ließen uns dabei akustisch umhüllen vom Eingangschor der Passion. ‚Herr, unser Herrscher, dessen Ruhm in allen Landen herrlich ist’. Wir fühlten uns zurückversetzt in die Zeit der Uraufführung, hier in dieser Kirche.
Darauf gingen wir durch den riesigen Renaissance-Schlosshof in das frühbarocke Eckhof-Theater. Das war eben der Fürsten Lust, eine Theater-Maschinerie mit ‚Blitz und Donner’ bühnengerecht in Gang zu setzen-, darauf dann Liebes-bzw.Verzweiflungsszenen sich vorspielen zu lassen. Einige Kostproben von diesem barocken Theaterdonner gab uns die Schloss-Führerin. Sie drehte dafür eifrig in den Theaterkulissen die barocke Wind-und Donnermaschinerie.
Jetzt ging es aber wieder rein in die echten Radfahrklamotten und damit auf die heutige Strecke von 40 km zum Ursprungsort der Generationen umgreifenden Bach-Familie nachWechmar und Ohrdruf. Der Waisenknabe und bereits begabte Knabe Basti wurde hier einst von seinem Onkel eifersüchtig umsorgt. Zwar begleiteten uns auf unserer Fahrt öfters deftige Regenschauer. Aber die Bach-Freunde aus Wechmar entschädigten uns mit herzlichem Empfang mit Kaffee und Kuchen in der Bach-Mühle desStammvaters Veit Bach. Mit dem Ehepaar Elmar von Colson, (Elmar von Kolson ist Nachfahre von Johann Sebastian Bach – in elfter Generation) – das sich ableitend aus der Bückeburger Bach-Linie als heutige Verwalter des Bach-Erbes begreift, sangen wir erfüllt von Dankbarkeit unseren Bach-Kanon.
Zuletzt strampelten und auch schoben wir die letzten 10 km zu unserer Übernachtung nach Ohrdruf. Eine deftig dampfende frisch gekochte Regionalspezialität lies uns alle Regen-Schmerzen des Tages vergessen. Natürlich, denn es gab Thüringer Klöße mit reichlich Rotkraut und Wildgulasch.
Jetzt habe ich den Tag aufgeschrieben, meine Knochen schmerzen etwas, doch heute war alles uns gelungen.
3.Tag: Die Hörselberge und meine Stärkung durch den ‚Bach by bike‘ Kanon.
Wusstet ihr schon? Ein Kanon kann Lebensgeister wecken. So unser Motivations-Kanon:
‚Bach by bike,(Klingeln!) und ‚Bach by bike‘ (immer wieder in den Pausen dazu rhythmisch Klingeln.) Von Eisenach bis Gotha, Wechmar und Ohrdruf, Arnstadt, Dornheim, Erfurt, Weimar, nach Weißenfels und Wiederau, alles Bach by bike, Leipzig nach Halle, von Halle nach Köthen‚ Bach by bike.‘ (S.Wüsthoof/J.S.Bach):
Wie war mein Tag? Durch Steigungen und Abfahrten in den Bergen der Hörsel war ich einige Male am Schlappmachen. Doch dann, in kleinen Pausen, stimmten Helene oder Mareike diesen Kanon an. Was geschah dann wundersam? Mit dem aufmunternden Rhytmus kamen meine Kräfte zurück. (Tondatei folgt).
In Eisenach ging der junge Bach zur Latein-Schule, heute noch Gymnasium. Hier hörten wir im stimmungsvollen Innenhof vom Onkel des kleinen Sebastian seine nach Texten aus dem Hohelied komponierte ‚harmlos amouröse’ Motette ‚Meine Freundin, du bist schön!’. Sie führte uns in die barocken Familientreffen des Bach-Clans ein. Denn, wie wir noch bei unserem Besuch in Arnstadt hören werden (7.7.), legten die ‘Bache’ großen Wert auf ihre jährlichen Familientreffen mit deftigem feiern.. Auch ein Blick in den an der Stadtmauer gelegenen alten Stadtfriedhof belegt, dass hier in mehreren Generation ‚Bache‘ als Mütter, Stadtpfeiffer und Cantoren begraben sind und im Leben miteinander versippt waren.
Praktisch gesehen ist die Planung einer sowohl kulturell, als auch sportlich bestimmten Gruppenreise eine große Herausforderung. Gepäcktransport, Gebrauchs-Reparaturen an den Fahrrädern, Wegeplanung, Logie und Verpflegung, auch die soziale Betreuung der TeilnehmerINNEN, können eigentlich nur noch von ‚Reisespezialisten‘ geleistet werden. Daher ist das Team von ,Bach by bike‘ nur zu loben. Denn-, eigentlich sind Mareike, Helene, Anna und Christine ja fest angestellte oder freiberufliche MusikerINNEN. Doch gerade die letzten beiden Jahren, mit den überwiegenden Auftrittsbeschränkungen, zeigte uns, dass MusikerINNNEN mit ihren musikalischen Begabungen neue Wege finden können.
Fotos: Der ‚düstere Bach von 1936‘ schimpft, dass ich mit meinem Fahrrad fast in seine Taufkirche (Georgenkirche) hereingefahren bin; die Gruppe im Hof der Lateinschule; Mareike beim Vortag am Gedenkstein für die verstorbenen ‚Bache‘; Helene beim Vortag auf dem Marktplatz; Adamo vor dem sehr wahrscheinlichen echten Geburtshaus von Johann Sebastian; das restaurierte Bachdenkmal; Abfahrt von Eisenach; auf der Fahrt nach Gotha (38km), Rast in Boxberg.
Morgen (6.7.) widmen wir uns dem großartigen Renaissance-Schloß auf der Höhe in Gotha und besuchen das barocke Eckhof-Theater. Dann mittags Abfahrt nach Ohrdruf, wo der Waisenjunge Bach bei seinem Onkel aufgenommen wurde
Mein Abend-Tagebuch der ‘Bach by bike’ Reise vom 03.07.-12.7.2021 – der erste Tag in Mühlhausen am 03.07.2021
Mein Abend-Tagebuch der ‘Bach by bike’ Reise 3.-12.7.21.
Tag 1: Ankunft in Mühlhausen.
Wir, die ‘Bach by bike’–Gruppe lernen uns im sonnigen Wetter vor dem Museum, das über die Ereignisse des Bauernkriegs 1525 berichtet, alle kennen. Da sind Bachfreund-INNNEN aus Berlin , Stuttgart und Nordrhein-Westfalen, jetzt als eine kleine Familie, vereint in ihrer Liebe und Neugier zur Bach’schen Musik. Eine kenntnisreiche Mühlhausen-Stadtführerin führte uns zu den Highlights der Stadtgeschichte, aufbereitet zeitgemäß mit den Audio-technischen ‘Hörhilfen’ unserer ach so Musik-vergessenen Zeit. Aber zuvor lauschten wir, von unserer ‘bach by bike ‘ Führerin Helene, vorgestellt, einer Aufnahme der hier entstandenen Ratswahl-Kantate ‘Gott ist mein König’ (BWV 71).
Natürlich pilgerten wir zuerst zur gotischen Divi Blasii-Kirche in Mühlhausen (gewidmet dem göttlichen=herausragenden Blasius, Schutzheiliger der Weber), wo der junge Bach, von Arnstadt kommend, für ein knappes Jahr als Organist angestellt war. Hier hörten wir eine Passacaglia gespielt vom Organisten und Kantor Oliver Stechbart.
Besonders gefallen hat mir, dass wir uns alle zu einem Spontan-Chor zusammen gesellten und aus derBach-Motette ‘Jesu meine Freude’ (BWV 227) den Eingangs-Choral sangen.
Jetzt sitze ich zum Nacht-Orgel-Konzert in der Divi Blasii-Kirche und frage mich im Stillen: was bringt Bach in mein Leben ein? Warum nehme ich die Freuden und Strapazen einer Fahrradtour auf Bach’s Spuren auf mich? Manchmal denke ich: Bach’s Musik, gehört, gesungen und gefühlt in seinen Chören, Instrumenten und Orgelwerken, verbindet mich mit dem UNENDLICHEN. Das gibt mir Halt.
Morgen (Sonntag, 4.7.) haben wir 45 Km radeln durch den ‚Urwald‘ Hainich mit Stop in Langula (bisher vernachlässigter Bach-Ort) vor uns. Dann empfängt uns Eisenach. Hier wurde Bach einst getauft.
J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos und Kantaten-Beschreibungen für den “2. Sonntag nach Trinitatis” und Informationen zum Digitalen Bachfest 2021 in Leipzig
Liebe Bachfreunde-innen !
Am Beitrags-Ende sind ausführliche
Informationen über das Digitale Bachfest11.06.- 20.06.2021 in Leipzigenthalten.
Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von
„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“
eine Hör- oder Sehprobe, mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Am 13.06.2021 begehen wir den 2. Sonntag nach „Trinitatis“
Kernaussage:
An Gottes Tisch ist Platz für alle – auch für die „Armen und Verkrüppelten und Blinden und Lahmen“, auch für die von den Straßen und Gassen der Stadt. An diesem Tisch entsteht Gemeinschaft: Aus Fremdlingen werden Hausgenossen.
Predigttext: Jesaja 55,1–5
Kein exklusiver Club „Tut mir leid, keine Zeit“ – eine Absage, schnell und achtlos dahingesagt, manchmal später bereut. Wer kennt das nicht? Wenn Gott einlädt zum Fest des Lebens, dann sollte man es nicht verpassen.
Dann gilt seine Einladung allen: Wohlhabenden und Armen, Nahestehenden und Fernen, Glaubenden und Zweifelnden. Da ist niemand, der ausgeschlossen wird. Alle, die Sehnsucht haben, alle denen ihre Last manchmal schwer wird, sind willkommen. Wohl dem, der die Einladung annimmt! Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen in eine bunt gemischte, wachsende Gemeinschaft, in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht. Christentum ist kein exklusiver Club – Gott sei Dank!
————————————–
Videos:
Bach-Kantaten für den „2. Sonntag nach Trinitatis“
Aufnahme: 1996 in der Paul-Gerhard-Kirche, Leipzig-Connewitz
———————————–
Informationen über das Digitale Bachfest vom 11.06 – 20.06.2021 in Leipzig
DIGITALES BACHFEST LEIPZIG vom 11.06. bis 20.06.2021
WIR ÖFFNEN DIE KONZERTE FÜR DAS PUBLIKUM / 2021 DIGITAL BACHFEST LEIPZIG: WE OPEN OUR VENUES FOR LIVE AUDIENCE
Eine Erlösung für uns alle: Aufgrund der stabil niedrigen Inzidenzlage in Leipzig dürfen wir kurzfristig die Konzerte des digitales Bachfestes auch für Publikum vor Ort öffnen! Karten sind zum Preis von14 Euro pro Konzert ab dem 7. Juni 2021 um 10 Uhr, erhältlich.
Pandemie-bedingt können die Tickets nur online gebucht werden. Zugangsberechtigt sind ausschließlich Personen, die einen tagesaktuellen Schnelltest, einen Genesungsnachweis oder einen Impfnachweis vorlegen können, zudem gilt Maskenpflicht während der Konzerte.
Vorverkauf, Programm und aktuelle Informationen zu den Hygienemaßnahmen: www.bachfestleipzig.de
Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von
„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“
eine Hör- oder Sehprobe mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Am 23.05.2021 und 24.05.2021 begehen wir die Feiertage: „Pfingsten“
Pfingsten Kernaussage:
Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Kräftig wie Feuer oder Wind wird er dargestellt. Erfüllt vom heiligen Geist fingen die Jünger an zu predigen „in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab“. Pfingsten – das ist der Geburtstag der Kirche.
Predigttext: Johannes 14,15–19 (20–23a) 23b–27
Verstehen wir uns? Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: in fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede. Die reinste babylonische Sprachverwirrung! Das Gegenteil geschieht an Pfingsten.
Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit. Ein Geist, der aus dem Tod ins Leben ruft.
Kirchengeburtstag Pfingsten ist als drittes Hochfest der Kirche am wenigsten bekannt – vielleicht auch deshalb, weil das Brauchtum weniger markant ist als bei den anderen großen Festen. Dennoch gibt es auch hier einige, regional unterschiedliche Bräuche. Mit viel frischem Grün geschmückte Kirchen, rote Altardecken für den Heiligen Geist, mancherorts eine Konfirmation – zu Pfingsten wird der Geburtstag der Kirche gefeiert.
Thomaskirche Innenraum
Gerade in Kirchen, in denen an Pfingsten Konfirmationen gefeiert werden, ist es üblich, die Kirche mit frühlingsfrischem Birkengrün zu schmücken. Als Zeichen für den Heiligen Geist, der an Pfingsten über die Jünger kam, ließ man im Mittelalter lebendigen Tauben in der Kirche fliegen. Heute noch wird in alten Kirchen eine hölzerne Taube aus einem Loch aus der Decke herabgelassen. In manchen Familien ist es Brauch, „Heiliggeisttauben“ in der Wohnung aufzustellen. Weil an Pfingsten Petrus von allen in ihrer Muttersprache verstanden wurde, wird in einigen Gemeinden die Pfingstlesung in verschiedenen Sprachen vorgetragen.
J. S. Bach Kantate – BWV 74 „Wer mich liebet, der wird mein Wort halten“
Thomanerchor „Wer mich liebet“ ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach, er komponierte sie in Leipzig zu Pfingsten und führte die Kantate am 20. Mai 1725 auf. Kantate zum 1. Pfingstfesttag.
Da schrecken Misstöne und voreilige Paukenschläge nicht nur mich auf!
Als Mitglied des Freundeskreises der Hochschule für Kirchenmusik Herford bin ich seit meinem Umzug 2008 nach Herford der Hochschule sehr verbunden. Gerüchte über die Benachteiligung und Umstrukturierung der Hochschule im Gesamtkonzept der Kirche Westfalen gab es schon länger. Jetzt scheint es ernst zu werden.
Natürlich gibt es auch in der Kirche von Westfalen berechtigte Einsparkonzepte. Dazu noch scheint es im politischen Raum von NRW Bestrebungen zu geben, die RegionOWL/Lippe gegenüber dem Ruhrgebiet und dem Rheinland regelrecht abzuhängen, sprich zu benachteiligen.
Vergessen wird dabei, daß gerade in OWL/Lippe der Stiftungsgedanke viel auf die Beine gestellt hat (von Oetker bis Stranghöner, Wellteam, Weinrich usw.) Immer haben sich engagierte Freundeskreise gerade um kulturelle Institutionen gebildet.
Leider setzt auch die Kirche, um dem Mitgliederschwund und zukünftigen finanziellen Engpässen zu begegnen, auf’s falsche Pferd. Passender: spielt die falsche Melodie auf! Klassische Musik und eingängige Lieder sind ein zentraler Bestandteil in der Kirche und ihren Kreisen. Und dass sich das Verständnis und eine Leidenschaft für Musik nun mal seit altersher von der klassischen Musik ableitet, kann doch wohl niemand bestreiten.
Daher ist es eine musikhistorisch, sozial und auch finanziell falsche Entscheidung, eine klassische Musikausbildung mit einer zeitgemäßen Musikströmung zu fusionieren. Umgekehrt sollte es sein. Neues muß auf klassisch Bewährtem aufbauen. Und auch finanziell wird die Kirche von einem hoffentlich demnächst einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwung partizipieren !
Es gibt in Herford eine bereits langlebige kulturell-soziale Tradition. Einige Beispiele will ich aufzeigen:
Die Herforder lieben ihre schneeweiße Villa am Fuße des Stiftsberg, aus der oft Orgel-und Posaunentöne schallen.
Mit ihren Dozenten und Studierenden ist die Musik der Hochschule oft im Stadtleben vertreten.
Im Zusammenspiel mit der großartigen Marienkirche Stift Bergist für Examens-und Festkonzerte ein bedeutender, mit zwei Orgeln und Konzertflügeln bestehender Raum verfügbar,
Die Aula-Konzerte (monatlich montags) sind immer gut besucht. Ihre Konzerte waren sowas wie ein Geheimtipp für unmittelbares und nahes Musizieren und Hören.
Die Kirchengemeinden in OWL-Ostwestfalen-Lippe, in Herford und Umgebung finden hier Unterstützung in musikalischen Angelegenheiten. Viele Studierende sind Chorleiter/Innen und Organist/Innen.
Immer noch gibt es hier eine starke PosaunenchorBeteiligung. Wer liebt es nicht, wenn zum Gottesdienst, Marktgeschehen, einer der vielen Posaunenchöre vom Rathausturm aufspielt.
Die Studierenden selbst können sich durch musikalische Aushilfe im Stadtgeschehen was dazu verdienen (Hochzeiten, Beerdigung).
Auch mit Privat-Konzerten sind Studierende mit ihrem Musik-Können direkt in Familien und geben Hauskonzerte.
Viele Studierende haben Mietverhältnisse Mieter bei Herforder Hausbesitzern.
Dem einen oder anderem werden bestimmt noch viele Argumente einfallen, die für einen Verbleib der Kirchenmusik-Hochschule sprechen. Nicht zu vergessen, dass sich Herford zur Zeit mit dem Ausbau des Bildungs Campus auf dem Stiftsberg zum Unistandort entwickelt. Da gibt es wohl auch genug Effekte der Synergie
Bereits seit 1948 ist die Hochschule für Kirchenmusik in Herford fester Bestandteil des kulturellen Lebens und dabei nicht nur Stätte fundierter musikalischer Ausbildung, sondern zusammen mit der Westfälischen Kantorei Herford auch eine willkommene Bereicherung des Konzertlebens in Herford und Umgebung.
WARUM, und nochmal WARUM sollte dann eine alt-ehrwürdige Musik-Universität ihren in so vielen Verankerungen angestammten Platz aufgeben?
Wer Musik liebt protestiert mit mir gegen diese Misstöne und voreilige Paukenschläge! Auch Auswärtige können in den Herforder Zeitungen Kritik äussern.
Angaben der Publikationen über das Thema in Ostwestfalen-Lippe mit Kommentar-Funktion:
Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von
„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“
eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Am 10.01.2021 begehen wir den 1. Sonntag nach Epiphanias
Kernaussage:
„Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!“ Die wirklichkeitsverändernde Kraft Gottes gilt allen, die getauft sind. Der Himmel geht auf., und Gott sagt: Du bist mein lieber Sohn. Du bist meine liebe Tochter.
Als Gottes Kind getauft Die Geburt im Stall war nicht nur ein Traum. Die Geschichte Jesu ging weiter. Bei seiner Taufe wird es deutlich: Dieser ist erfüllt von Gottes Geist.
Jesus hat nie selbst getauft. Aber am Beginn seines Wirkens lässt er sich von Johannes taufen. Und hört die Stimme: „Dies ist mein geliebter Sohn!“ Wie ermutigend das Wort aus alter Zeit: Er, der das Schwache nicht niedertritt, er, der das geknickte Rohr nicht abbricht, kommt von Gott. Auf ihn sind auch wir getauft. In seine Gemeinschaft sind wir gerufen und wie ein Leib zusammengefügt: Gottessöhne und Gottestöchter. Nicht weil wir so großartig oder so stark wären, sondern weil er uns liebt. Wenn Gott uns als so wertvoll erachtet – wie sollen wir dann nicht auf uns und aufeinander Acht haben?
Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von
„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“
eine Hör- oder Sehprobe, mit Bach-Kantaten und „Bach-Kantaten-Beschreibungen“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Am 13.12.2020 begehen wir den 3. Advent Kernaussage:
„Bereitet dem Herrn den Weg!“ Gott ist auf dem Weg in die Welt – das ist das Thema des 3. Advents. Es verbindet sich mit Johannes dem Täufer, der als Wegbereiter Jesu gilt.
Predigttext: Lukas 3,(1–2)3–14(15–17)18(19–20)
Macht den Weg frei! Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent.
Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, es zeigt sich, was in den Herzen verborgen ist. Nichts soll seinem Kommen entgegenstehen: weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung. Ihm den Weg zu bereiten heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten, einander anzunehmen und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.
—————————-
Videos:
Bach-Kantaten für den 2. bis 4. Advent
Tempus clausum ohne Kantatenaufführung am 3. Advent in Leipzig
J.S. Bach komponierte die Kantate, BWV 186a,„Ärgre dich, o Seele, nicht“1716 in Weimar, wo es am 13. Dezember 1716 zum 3. Advent aufgeführt wurde.
Die Kantate BWV 186a „Ärgre dich, o Seele, nicht“ basiert auf einem Kantatentext von Salomon Franck für den dritten Adventssonntag, 1717 veröffentlicht in Evangelische Sonn- und Fest-Tages-Andachten.
Die Musik zum Schlusschoral vom BWV 186 a ist verschollen.
Die übrigen Sätze in der Kantate 186 a / Sätze 1 bis 5) entspricht den Sätzen in der Kantate BWV 186 / Satz: 1, 3, 5, 8 und 10.
Am 13. Dezember bei WDR 5 berichtet ab 18:04 Uhr und nochmals ab 22.04 Uhr in der Reihe Erlebte GeschichtenGünther Breest, von seine Werdegang vom Studenten in Detmold zum Chefproduzenten der DGG und schließlich zum Gründungspräsidenten von Sony Music.
Mit den besten Wünschen für eine gute und gesunde Adventszeit! Dr. Ulrich Kahm
J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, und Kantaten-Beschreibungen für den 24. Sonntag nach Trinitatis – den letzten Sonntag des Kirchenjahres (Ewigkeitssonntag)
Liebe Bach-Freunde/innen !
Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:
Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von
„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“
eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Am 22.11.2020 begehen wir den 24. Sonntag nach Trinitatis „Letzter Sonntag des Kirchenjahres“ (Ewigkeitssonntag)
Der Letzte Sonntag im Kirchenjahr kann in zweifacher Weise begangen werden: als Ewigkeitssonntag oder als Gedenktag der Entschlafenen (Totensonntag). Eine Kombination beider ist nicht abwegig. Hier wird noch getrennt, weil dies auch vom neuen Evangelischen Gottesdienstbuch so vorgesehen wird. Als Ewigkeitssonntag schauen die Perikopen dieses Tages in die Zukunft, die jenseits unserer Vorstellungen liegt. Dabei ist wichtig, diese wunderbare Zukunft nicht als rein geistige Realität zu erfahren und zu vermitteln. Denn durch Jesus Christus ist Ewigkeit in unser Leben hineingedrungen und kann so auch in unserer Realität schon greifbar werden.
Am letzten Sonntag des Kirchenjahres hören wir vom himmlischen Jerusalem, der ewigen Stadt, die uns als Wohnstatt verheißen ist. Das Warten scheint uns lang zu werden, aber vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag, und um seiner Schöpfung willen schenkt er Raum zur Buße. So freuen wir uns auf die verheißene Stadt und warten geduldig in dem Wissen, dass der Tag des Herrn unvermittelt anbrechen wird.
————————–
Bach-Kantaten für den 24. Sonntag nach ”Trinitatis“
Ab Sonntag, 19. April 2020, um 10 Uhr (britischer Zeit) wird an jedem Sonntag eine neue Kantate aufgeführt, die von J.S. Bach und speziell von John Eliot Gardiner ausgewählt wird.
Am 22. November 2020 ab 10 Uhr hören Sie,
MonteverdiChoir & Orch @mco_london
🎶 Kantate der Woche 🎶
Wir streamen jetzt Bachs Kantate BWV 26 „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“,
komponiert für den 24. Sonntag nach Trinity.
Dies wird von der ehemaligen Bratschistin der englischen Barock-Solisten Rosemary Nalden eingeführt, die diese Aufnahme spielt.
Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von
„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“
eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Der Buß- und Bettag ist ein Tag der Umkehr, der heilsamen Neuausrichtung. „Herr, lass ihn noch dies Jahr, bis ich um ihn herum grabe und ihn dünge; vielleicht bringt er doch noch Frucht …“: das Evangelium vom Feigenbaum macht Hoffnung und stellt den Bußtag in den Horizont der Verheißung Gottes.
Predigttext: Römer 2,1–11
Den Kurs überprüfen
Ich ahne, dass ich meine rastlose Lebensweise ändern müsste und ignoriere es. Ich tue anderen Unrecht, aber ich gestehe es mir nicht ein. Zur Ehrlichkeit mit mir selbst, zu einem wahrhaftigen Blick auf meine Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf.
Kein Mensch ist vollkommen, jeder macht Fehler. Und so sprechen die Texte an diesem Tag von Gottes Zorn und Gottes Enttäuschung über die Menschen, die nicht auf ihn hören. Aber sie erzählen auch von Gottes Geduld, mit der er auf unsere Einsicht wartet und auf unsere Rückkehr zum Weg der Gerechtigkeit, der Liebe und Achtsamkeit hofft. Doch Umkehr kommt nicht von allein. Der Buß- und Bettag erinnert daran, dass ich an jedem Tag umkehren kann und muss. Buße betrifft nicht nur den Einzelnen: Auch der Gemeinschaft tut Besinnung gut. Als evangelischer Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
—————————–
Als Feiertag wird Buß- und Bettag nur im Bundesland Sachsen begangen!
ARD-Fernsehen 1. Programm am 18.11.2020 um 10:00 Uhr bis 11 Uhr; Länge: 60 Min.
Evangelischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag aus der „Blankeneser Kirche am Markt„
Blankeneser Kirche am Markt von innen – Bild: NDR/Kirche im NDR
Corona: Schule fand zu Hause statt, der Computerbildschirm wurde zum virtuellen Klassenzimmer. Und jetzt, nach der Rückkehr in die Schulen, gibt es weiter fast täglich neue Schlagzeilen. Im Gottesdienst zum diesjährigen Buß- und Bettag kommen Schülerinnen und Schüler der Bugenhagenschule in Hamburg-Blankenese einmal selbst zu Wort und erzählen von ihren Erfahrungen.
Und sie wagen den Blick nach vorne. Der Buß- und Bettag lädt ein, inne zu halten und zu fragen, was sich nun in Schule und Gesellschaft ändern soll. Christen orientieren sich dabei an Jesus, der die Männer und Frauen in seiner Nachfolge ermutigt, zu vertrauen und sich neue Wege zuzutrauen.
In diesem Gottesdienst hält Pastor Thomas Warnke die Predigt. Die musikalische Gestaltung hat Eberhard Hasenfratz mit Chor sowie Musikerinnen und Musikern der Bugenhagenschule. (Text: ARD)
Videos:
mit Bach-Kantaten für den“ Feiertag Buß- und Bettag“ entfallen..!!
Liturgische Bach-Kantaten für den Buß- und Bettag sind von J.S. Bach nicht komponiert worden!
——————————
Als Alternative bietet sich zum Buß- und Bettag die folgende Bach-Kantate an:
In dieser Bach-Kantate geht es um den Menschen, der in seiner Existenz bedroht, von Feinden umgeben ist. Diese 1724 für den Sonntag nach Neujahr komponierte Kantate ist, ein Meisterwerk. Die drei Choräle des Werks, am Anfang, in der Mitte und am Schluss zeigen die Situation des damaligen Menschen, der durch kriegerische Auseinandersetzung, Hunger, Armut, Katastrophen, von grosser Kindersterblichkeit bedroht war. Auch in dieser Kantate ist Gott der Retter, der Mensch soll ihm treu bleiben, auch wenn Leiden sein Geschick bestimmen.
J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos und Kantaten-Beschreibung für den „22. Sonntag nach Trinitatis“ – Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres“
Liebe Bach-Freunde/innen !
Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:
Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher eine Hör- oder Sehprobe mit Bach-Kantaten und „Bach-Kantaten-Beschreibungen“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.
„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“
Am 08.11.2020 begehen wir den 22. Sonntag nach Trinitatis“ –
„Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres“
Der Drittletzte Sonntag im Kirchenjahr hat das Kommen des Herrn zum Thema. Während das Evangelium selbst nur davor warnt, dieses Kommen vorhersagen zu wollen, betont die Epistel die Herrschaft Christi über Lebende und Tote. Die alttestamentliche Perikope weicht etwas ab: Hiob bittet Gott, dem Menschen doch seine Ruhe zu lassen und ihn nicht vors Gericht zu zerren zu seinen Lebzeiten, wie es ihm geschehen ist. Hier hat der Glaube an ein ewiges Leben noch nicht viel verloren. Die 5. und 6. Perikope jedoch gehen sehr klar auf das Kommen des Herrn ein. Durch alle Perikopen scheint sich auch die Frage hindurchzuziehen, wie wir dem Herrn begegnen.
Am drittletzten Sonntag des Kirchenjahres denken wir an den Jüngsten Tag, an dem unser Herr kommen und sich der Welt offenbaren wird. Der Glaube macht uns stark, an diesem Tag des Heils dem Herrn entgegenzugehen.
—————————–
Videos:
mit Bach-Kantaten für den“ 22. Sonntag nach Trinitatis“
Ab Sonntag, 19. April 2020, um 10 Uhr (britischer Zeit) wird an jedem Sonntag eine neue Kantate aufgeführt, die von J.S. Bach und speziell von John Eliot Gardiner ausgewählt wird.
Am 08. November 2020 ab 10 Uhr hören Sie,
Für diese Ausgabe der „Kantate der Woche“ streamen wir
🎶 Kantate der Woche 🎶 Wir streamen jetzt Bachs Kantate BWV 115 „Mache dich, mein Geist, bereit“, komponiert 1724 für den 22. Sonntag nach Trinity.
Dies wird vom langjährigen Monteverdi-Chormitglied Lawrence Wallington eingeführt. 🎧 Hören Sie jetzt zu: Link: youtu.be/ahqhWdGofN8
Monteverdi Chor Englische Barock-Solisten John Eliot Gardiner – Dirigent
———————————–
Allzeitein weiterer Link von Monteverdi – zu YouTube:
Ihre Spende dient zur Unterstützung von Volkers Klassikseiten die Kosten zu minimieren. Ich Danke allen Spendern, die dieses Klassikportal unterstützen!
Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von
„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“
eine Hör- oder Sehprobe, mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Am 25.10.2020 begehen wir 20. Sonntag nach „Trinitatis“
Kernaussage:
Regeln zum guten Leben
Was ist richtig? Was ist falsch? In einer Welt, in der ich oft nur Grautöne sehe, hätte ich das gerne: klare moralische Grundregeln und Verhaltensmaßstäbe, an denen ich mich ausrichten kann.
Der 20. Sonntag nach Trinitatis kommt diesem Bedürfnis entgegen und zeigt Wege zum guten Leben auf: die Bibel, die einen würdigen und respektvollen Umgang miteinander lehrt, und Institutionen wie die Ehe, die das Zusammenleben zweier Menschen gut ordnet. Vor allen Ordnungen steht jedoch Gottes Treue, sein Bund mit den Menschen und seine Liebe, die stark ist wie der Tod. Wer nach Gott in seinem täglichen Leben fragt und nach dem, was den Menschen dient, der wird Regeln nie sklavisch anwenden, sondern im christlichen Geist der Liebe und der Freiheit.
Videos:
mit Bach-Kantaten für den 20. Sonntag nach Trinitatis
Ab Sonntag, 19. April 2020, um 10 Uhr (britischer Zeit) wird an jedem Sonntag eine neue Kantate aufgeführt, die von J.S. Bach und speziell von John Eliot Gardiner ausgewählt wird.
Kantate der Woche
Am 25. Oktober 2020 ab 10 Uhr hören Sie, bitte in den nachstehenden Link klicken:
weitere Angaben von heute, 25.10.2020
Mail: MonteverdiChoir & Orch@mco_london Kantate der Woche
Wir streamen jetzt:
N YT, 25. Oktober 2020 Für diese Ausgabe der „Kantate der Woche“ streamen wir BWV 180 „Schmücke dich, o liebe Seele“, die Bach 1724 für den zwanzigsten Sonntag nach der Dreifaltigkeit komponierte.
Ausführende:
Monteverdi Chor Englische Barock-Solisten John Eliot Gardiner – Dirigent Magdalena Kožená: Sopran Sara Mingardo: Alt Christoph Genz: Tenor Peter Harvey: Bass Rachel Beckett: Flöte / Blockflöte
Diese Live-Aufnahme stammt von der Bach Cantata Pilgrimage des MCO, die im November 2000 in der Cattedrale di San Lorenzo in Genua aufgenommen wurde.
Zum Video BWV 180 „Schmücke dich, o liebe Seele“,
Allzeitein weiterer Link von Monteverdi – zu YouTube:
J.S. Bach Kantate BWV 125„Mit Fried und Freud fahr ich dahin“
„Mit Fried und Freud ich fahr dahin“ (BWV 125) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Choralkantate in Leipzig für das Fest Mariä Reinigung auf das Kirchenlied Mit Fried und Freud ich fahr dahin von Martin Luther und führte sie am 2. Februar 1725 erstmals auf.
eine Hör- oder Sehprobe, mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Am 18.10.2020 begehen wir 19. Sonntag nach „Trinitatis“
19. Sonntag nach Trinitatis
Kernaussage:
„Heile du mich Herr, so werde ich heil“: Die Erzählung von der Heilung des Gichtkranken macht uns am heutigen Sonntag deutlich, dass der Mensch nicht allein aus dem Leib besteht, der krank werden und sterben kann. Wenn Jesus heilt, so heilt er immer den ganzen Menschen.
Predigttext: Johannes 5,1–16
Heil und Heilung Es gilt als bewiesen, dass Christen gesünder sind als andere Menschen. Sie haben weniger psychischen Stress, heißt es, und bessere Wege der Verarbeitung.
Und trotzdem sind auch Christen nicht vor Krankheit gefeit. Seelische Belastungen können krank machen. Sehr sensibel reagiert unser Organismus auf unsere inneren Nöte. Der 19. Sonntag nach Trinitatis schafft einen Zusammenhang zwischen seelischer Entlastung und körperlicher Heilung. Gottes immer neue Zuwendung ist es, die den Menschen gesund macht. Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden, bevor er ihn heilt. So sollen auch christliche Gemeinden für Kranke beten und Sünden vergeben. „Willst du gesund werden?“ Diese nur scheinbar absurde Frage trifft. Ist es nicht leichter, im Alten zu verharren? Bin ich bereit, mich von Gott anrühren zu lassen – wenn ich dabei mein Leben ändern und ein neuer Mensch werden muss?
————————–
Videos:
mit Bach-Kantaten für den 19. Sonntag nach Trinitatis
Ab Sonntag, 19. April 2020, um 10 Uhr (britischer Zeit) wird an jedem Sonntag eine neue Kantate aufgeführt, die von J.S. Bach und speziell von John Eliot Gardiner ausgewählt –
Kantate der Woche
Am 18. Oktober 2020 ab 10 Uhr hören Sie, bitte in den nachstehenden Link klicken:
weitere Angaben von Monteverdi für den 18.11.2020 wurden am 20.10.2020 veröffenntlicht..!!
Mail: MonteverdiChoir & Orch@mco_london 🎶 Kantate der Woche 🎶
Wir streamen jetzt: J.S. Bach Kantate – BWV 56 „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“, komponiert von Bach für den 19. Sonntag nach Trinity. Dies wird von Peter Harvey vorgestellt, der in vielen Konzerten unserer Bach-Kantaten-Pilgerreise auftrat.
Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von
eine Hör- oder Sehprobe, mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Am 11.10.2020 begehen wir 18. Sonntag nach „Trinitatis“
„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“
18. Sonntag nach Trinitatis
Kernaussage:
„Was muss ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?“ Wer so fragt, kann bei der Antwort nur traurig werden wie der reiche Jüngling. Wenn wir uns das ewige Leben durch gute Taten verdienen wollen, können wir nur scheitern. Wichtiger ist die Ausrichtung – auf Gott und den Nächsten, nicht auf Besitz. Und Gott tut das Seine dazu: „Bei den Menschen ist’s unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott.“
Predigttext: Jakobus 2,14–26
Verantwortungsvoll leben Das eine geht nicht ohne das andere: Man kann noch so sehr für Gott eifern, ohne die Liebe zu anderen Menschen bleibt man ihm fern. Man kann sich noch so sehr für andere aufarbeiten, ohne die Rückbindung, ohne die Liebe zu Gott fehlt das Fundament.
Um die Ernsthaftigkeit des Lebens im Glauben geht es am 18. Sonntag nach Trinitatis. Die zehn Gebote, die den Weg zur Gottes- und Nächstenliebe weisen, müssen im Zusammenleben Ausdruck finden: in einer Gemeinschaft, die die Schwachen ehrt und Gastfreundschaft übt, die sich nicht übereinander erhebt, sich gegenseitig zum Glauben ermuntert, sich für den Frieden einsetzt und die von Gebet getragen wird. Glaube wird in den Werken konkret und erschöpft sich doch nicht darin. Der reiche Mann, der alle Gebote erfüllt, verfehlt sein Leben, weil er sich nicht ganz auf Gott verlässt. Ist es denn so schwer, gottgefällig zu leben? Bei Menschen schon, sagt Jesus, nicht aber bei Gott.
—————————-
Videos:
mit Bach-Kantatenfür den18. Sonntag nach Trinitatis
Ab Sonntag, 19. April 2020, um 10 Uhr (britischer Zeit) wird an jedem Sonntag eine neue Kantate aufgeführt, die von J.S. Bach und speziell von John Eliot Gardiner ausgewählt –
Kantate der Woche
Am 11. Oktoberab 10 Uhr hören Sie, bitte in den nachstehenden Link klicken:
weitere Angaben von Monteverdi von 11.11.2020 Die Aktualisierung von Monteverdi !
Unsere „Kantate der Woche“ für den 18. Sonntag nach der Dreifaltigkeit ist Bachs BWV 169 „Gott soll allein mein Herze haben“: Link: 🎧 https://youtu.be/Ze6zOkYbTmU Dies wird von der Geigerin Nicolette Moonen eingeleitet, die im Jahr 2000 in vielen Konzerten unserer Bach-Kantaten-Pilgerreise auftrat.
J. S. Bach Kantate – BWV 74 „Wer mich liebet, der wird mein Wort halten“ (Thomanerchor)
„Wer mich liebet“ ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach, er komponierte sie in Leipzig zu Pfingsten und führte die Kantate am 20. Mai 1725 auf.
Jesus nimmt Abschied von seinen Jüngern. Dieser Abschied trägt in sich die Verheißung des Wiedersehens: „Ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen“.
Predigttext: Eph 3,14–21
Abschied und Trost
Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterherblicke oder an der Absperrung am Flughafen stehe. Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden.
Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi. Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen. Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft. In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns: Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott. (Und manchmal zeigt sich Gott dort, wo wir ihn nie vermutet hätten. Wie bei dem jungen Samuel, den Gott erst dreimal rufen musste, bevor er ihn erkannte.)
Dokumentarische Aufzeichnung einer Aufführung in der St. Thomas Kirche in Leipzig im Jahr 1950 anlässlich der 200. Rückkehr des Todes von Johann Sebastian Bach.
1. KYRIE – Kyrie eleison
2. KYRIE – Christe eleison
3. KYRIE – Kyrie eleison
11. GLORIA – Cum sancto spiritu
19. CREDO – Confiteor
20. CREDO – Et exspecto
21. SANCTUS – Sanctus
24. AGNUS DEI – Agnus Dei
25. AGNUS DEI – Dona nobis pacem
Ab Sonntag, 19. April 2020, um 10 Uhr (britischer Zeit) wird an jedem Sonntag eine neue Kantate aufgeführt, die von J.S. Bach und speziell von John Eliot Gardiner ausgewählt –
für die kommende Woche vollständig zum Streamen verfügbar gemacht. Begleitet von einigen Worten eines Musikers, der vor 20 Jahren an diesem wegweisenden Projekt (Bach-Cantata Pilgrimage 2000) teilgenommen hat.
J.S. Bach BWV 44 – „Sie werden in den Bann tun“
An diesem Sonntag, dem 24. Mai 2020 (ab 10.00 Uhr britischer Zeit) können Sie BWV 44 „Sie werden in den Bann tun“ hören, während wir unsere wöchentliche Feier unserer legendären Bach-Kantaten-Pilgerfahrt fortsetzen 20. Jubiläum.
Hören Sie ab Sonntag auf YouTube nachstehend:
———————————-
CDs der Bach-Kantaten-Serie können Sie nachstehend kaufen!
Karfreitag, 10. April 2020, 15.00 h – Johannes Passion – Live aus der Thomaskirche zu Leipzig – WWW.FACEBOOK.COM/BACHARCHIV
J. S. Bach: Johannes-Passion Passion trotz(t) Pandemie – Einzigartiges Karfreitagskonzert online zum Mitsingen – Bachfest Leipzig ——————————————– Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion, verdichtet zu intensiver und fesselnder Kammermusik, wird am Karfreitag, den 10. April 2020 um 15 Uhr online zu erleben sein. —————————————–
Das Bachfest Leipzig versammelt die gesamte Musikwelt in Bachs Thomaskirche und ermöglicht ihr eine aktive Teilnahme an diesem einzigartigen Konzertprojekt. Zur Aufführung kommt eine Fassung, die bereits bei vergangenen Aufführungen Publikum wie Presse faszinierte und begeisterte. Der Tenor Benedikt Kristjánsson erzählt im intimen Rahmen die komplette Passion und nimmt verschiedene Rollen ein. Die Cembalistin Elina Albach und der Percussionist Philipp Lamprecht zeichnen das Orchester nach.
Die Zuschauer sind herzlich eingeladen, die Choräle – von der originalen Aufführungspraxis inspiriert – zu Hause mitzusingen.Dabei werden – neben Kristjánsson, den Instrumentalisten sowie fünf Sängern in der Thomaskirche um Thomaskantor Gotthold Schwarz – Künstler*innen und Bach-Chöre, die zum Bachfest 2020 eingeladen sind, zugeschaltet.
Zum Mitsingenstellt der Carus-Verlag Stuttgartonline das Programmheftsamt Choralnoten bereit (Auszüge aus Klavierauszug Carus 31.245/93). (Noten folgt am Donnerstag, 09.04.2020)
Idee & Produktion: Steven Walter / PODIUM Esslingen
Konzept: Benedikt Kristjánsson
Musikalische Bearbeitung: Philipp Lamprecht, Elina Albach, Benedikt Kristjánsson
Realisation Ostern 2020: Bachfest Leipzig
Die Aufführung wird in Zusammenarbeit mit dem Mitteldeutschen Rundfunk realisiert und durch Spenden der Stiftung Chorherren zu St. Thomae und der Neuen Bachgesellschaft e. V. ermöglicht. Unterstützt wird sie durch die Partnerschaft mit den Ludwigsburger Schlossfestspielen und weiteren Festivals, die das Konzert in ihren diesjährigen Programmen aufgrund der Pandemie nicht durchführen konnten.
Kurz-Video zur Veranstaltung in der Thomaskirche am 10.04.2020
Mit der Aufführung soll zugleich ein Beitrag zur Unterstützung der vielen freischaffenden Musiker geleistet werden, die im kulturellen Bereich am stärksten von den Folgen der Pandemie betroffen sind. Sämtliche mitwirkenden Musiker sind Freischaffende. Zudem werden im Rahmen des Streams Spenden gesammelt. Diese werden in den kommenden Wochen und Monaten verwendet, um freischaffenden Musikern die Mitwirkung an unterschiedlichen musikalischen Darbietungen und Streaming-Formaten an Bachs Leipziger Wirkungsstätten zu ermöglichen.
Das Leipziger Bachfest 2020 Leipzig sagt sein wichtigstes Musik-Festival für 2020 ab!
Bachfest Leipzig
Nun ist es offiziell: Das Leipziger Bachfest 2020 fällt aus. Das weltweite Familientreffen im Namen des großen Thomaskantors wird 2022 nachgeholt. 2021 soll wie geplant das Bachfest mit dem Motto „Erlösung“ stattfinden.
LVZ Leipzig vom 06.04.2020
Die schlechte Nachricht dürfte längst niemanden mehr überraschen: Seit gestern Mittag ist das Leipziger Bachfest des Jahrgangs 2020, das vom 11. bis 21. Juni 2020 stattfinden sollte,wegen der Corona-Pandemie abgesagt.
Und die gute zeichnete sich auch bereits ab: „We Are Family“, das wunderbare Festival-Konzept des Intendanten Michael Maul, bekommt eine zweite Chance. Allerdings nicht im nächsten Jahr, da sind die Planungen für das 2021er Bachfest unter dem bezeichnenden Motto „Erlösung“ einschließlich „Bachs Messias“ und höchstkarätigem neuem „Kantaten-Ring“ bereits zu weit gediehen, die Künstler verpflichtet, die Programmbücher gedruckt.
Bachfest: Weltweite Familienfeier
Also wird die weltweite Bach-Familie ihre Familienfeier erst im Jahr 2022 nachholen können. Mit mindestens 50 Bach-Gesellschaften und Chören aus der ganzen Welt. Die das Bachfest nicht nur als Publikum bereichern, sondern auch als Ausführende.
Die eigene Konzerte gestalten oder Gottesdienste, die Sängerinnen und Sänger in den vom Thomaskantor Gotthold Schwarz geleiteten Festival-Chor entsenden oder bei der Mammut-Passion auf dem Marktplatz mitwirken. Michael Maul: „Alle für 2020 verpflichteten Chöre, die aus wirklich buchstäblich der ganzen Welt zu uns kommen wollten, von Malaysia bis Australien, von Japan bis in die Vereinigten Staaten, aus Afrika und Europa, Südamerika und Neuseeland, haben bereits zugesagt, dass sie zum neuen Termin bei uns sein wollen.
Die größte Bach-Party der Welt ist also nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben: Die Idee zu ,Bach – We Are Family ’ wird nicht durch die Covid-19-Pandemie zerstört, sondern fortleben.“ Und, wer weiß, vielleicht nutzen ja nun auch noch Bach-Ensembles, die es für 2020 nicht mehr realisieren konnten, die Gunst der düsteren Stunde und sind 2022 doch dabei.
„Gesundheit ist das höhere Gut“
Die nun auch offizielle Absage des wichtigsten Musik-Festivals im Jahreskreis hat sich die Stadt Leipzig gewiss nicht leichtgemacht. Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Wir haben lange mit uns gerungen. Aber die Gesundheit der Menschen ist selbstverständlich das höhere Gut. Mit Freude höre ich aber auch, dass viele Chöre sich darauf freuen, dieses musikalische Familientreffen in Leipzig nachzuholen.“
Reisebeschränkungen bis weit in den Sommer
Am Ende gab es zur Absage keine Alternative. Nicht nur wegen der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie, sondern auch wegen ihrer Folgen – selbst wenn das Virus in Leipzig bis Juni eingedämmt sein sollte. Michael Maul: „Schon jetzt ausgesprochene globale Reisebeschränkungen bis weit in den Sommer hinein würden es unseren Gästen unmöglich machen, zu uns zu kommen.“ Folglich kann auch Leipzigs Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke nur konstatieren: „Es ist schmerzhaft, das Bachfest abzusagen – aber wir sind vernünftig: Die Situation gebietet es. Schauen wir nach vorn und freuen uns auf Zeiten, in denen wir die Bach-Community aus aller Welt in unserer Musikstadt willkommen heißen können.“
Nikolaikirche Leipzig
Umtausch, Erstattung oder Spende
Der Vorverkauf zum 2020er Bachfest lief seit Herbst, und er lief prächtig. Obwohl in den letzten Wochen wegen der grassierenden Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen, bewegte er sich am Ende noch immer auf Rekord-Niveau. Den vielen Kartenkäufern bietet das Bachfest nun drei Möglichkeiten: Sie können ihre Karten umtauschen, den Kaufpreis spenden oder rückerstattet bekommen. Wie das genau funktioniert, ist ab dem 30. April im Netz zu erfahren. Dort beginnt am 16. November auch der Vorverkauf fürs Bachfest 2021.