King’s Singers Live im WDR3 am 28.11.2009 um 20:05 Uhr


Hallo,

für alle die das Konzert von den King’s Singers sich anhören möchten mit dem BWV 248 Weihnachtsoratorium von J.S. Bach siehe nachstehende Ankündigung des WDR3:

WDR 3 Konzert live – am 29.11.2009 ab 20:05 Uhr

The King's Singers; Rechte: WDR, Thomas Brill

Bild vergrößernThe King’s Singers

Jauchzet, frohlocket!

In einem Streifzug durch das BWV 248 „Weihnachtsoratorium von J.S. Bach“ werden Arien, Rezitative und Chöre harmonisch nachgewürzt, rhythmisch zugespitzt und auf groovende Bässe gesetzt. Diese Aufgabe übernimmt Bill Dobbins zusammen mit der WDR Big Band und den King’s Singers.

Konzert-Veranstaltung:
Samstag, 28. November 2009, 20:00 Uhr
Essen, Zeche Zollverein

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WDR 3 Konzert Live-Programm
Samstag, 28. November 2009, 20:05 Uhr

Linkangaben zum Web-Radio-WDR3 – 16/32 kps

Allgemein http://www.wdr.de/radio/wdr3/
………………………………………………

Livestream: http://www.wdr.de/wdrlive/radio.phtml?channel=wdr3

oder über

http://www.radio.de/

zu empfangen..!!

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Weitere PDF-Informationen zum Konzert..!!

Link:  Kings Singers Informationen zum Konzert weihnachtsoratorium

Gruß
Volker

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Videos von der Rieger-Orgel im Dom Regensburg


Hallo Orgelfreunde,

ich stelle von YouTube Videos von der Rieger-Orgel im Dom von Regensburg hier ein. Es ist eine beeindruckende Orgel geworden und passt sehr gut zur Kirchen-Architektur. Über den Raumklang der Rieger-Orgel lässt sich anhand der Videos wenig aussagen…!! Die Weihe der Orgel war am Sonntag, 22.11.2009.

1. Video Kurzbericht von der Rieger-Orgel und vom Dom-Umfeld:

2. Video Einleitung und Hintergründe zum Neubau der Rieger-Orgel:

3. Video Mit Orgelimprovisation

Umfangreichere Informationen über die Rieger-Orgel über den nachstehenden Link:

https://meinhardo.wordpress.com/2009/04/23/orgel-news-regensburger-dom-erhalt-hangende-gros-orgel-johannes-unger-wird-organist-an-der-marienkirche-in-lubeck/

Viel Spass mit den Videos,,!!

Gruß

Volker

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Kurzbericht von Baden Baden – Gardiner mit der Schöpfung von Haydn


Martin sagt:
23. November 2009 um 13:19

Hallo zusammen,

vorgestern habe ich mir „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn in Baden Baden zu Gemüte geführt.
Ich möchte ungern zu ausführlich berichten, damit sich in Hamburg noch alle unvoreingenommen der Musik hingeben können, deshalb nur ein paar wenige Eindrücke.

Der Chor bestand aus 12 Sopran-, 6 Alt-, 6 Tenor- und 6 Bassstimmen.
Das Orchester spielte mit 52 Musikern. Konzertmeister war wie immer beim ORR Peter Hanson.
Die Solisten Sophie Karthäuser, James Gilchrist und Tim Mirfin sangen allesamt (mit ganz kleinen Abstrichen – Tim Mirfin vergaß einen Einsatz und ließ vier Noten aus, James Johnstone hat kurz später offensichtlich die Begleitung des Sopransolos mit einer anderen Stelle verwechselt, was alle etwas verdutzt schauen ließ) erstklassig.
Wie immer harmonierten Chor und Orchester ideal miteinander und legten noch einiges an Tempo zu, wenn man die Chöre mit denen auf Gardiners CD vergleicht, was aber nicht zu Lasten von Präzision oder Ausdruck ging. Die Aufführung war insgesamt absolut Spitze und das Publikum würdigte dies völlig zu Recht mit Standing Ovations.

Nach dem Konzert war das gesamte Publikum eingeladen, den Abend im Foyer zusammen mit den Ensemblemitgliedern ausklingen zu lassen, was ich eine sehr schöne Idee finde.

Gardiner in Luxembourg Foto: Philharmonie-Luxembourg

Zwei Tage vorher wurde in Luxembourg von Joseph Haydn „Die Jahreszeiten“ aufgeführt. Einen Bericht dazu gibt es hier:

Link:

http://www.volksfreund.de/nachrichten/kultur/regionalkultur/Regionale-Kultur;art764,2271100

Dieses Konzert muss relativ einzigartig gewesen sein, da auf dem Flug von London knapp 40 Koffer in London hängen geblieben waren. So musste in Jeans und Turnschuhen musiziert werden.

Schöne Grüße
Martin

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BWV 182 – Himmelskönig, sei willkommen – zum 1. Advent


Liebe Kantatenfreunde!

Für den ‘Himmelkönig’ eine ‘Himmelsburg’

Wie gern hat man Barockmusik mit Hilfe der Barockarchitektur erklärt! Da galten Eingangschöre als Portale, Töne entfalten sich im Raum, gehen an die Decke und brechen sich. Ein Bauhaus-Professor hat die Weimarer Schloßkapelle, in der zum Palmsonntag 1714 – BWV 182 „Himmelskönig, sei willkommen“, zum erstenmal erklang, virtuell rekonstruiert. Schaut mal rein:

Link:

http://www.florianscharfe.de/schlosskapelle/_html_daten/3d/index_3d.html

Achtung:

(Anmerkung vom Admin:

der obige Link scheint wohl mit Mailware belastet zu sein, deshalb habe ich den Link nur in Textfassung belassen…!!

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YouTube BWV 182 Eingangs-Satz: „Himmelskönig, sei willkommen“

YouTube BWV 182 Satz 5 Arie für Alt: „Leget euch dem Heiland unter“

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Die Musikerplattform für Bach’s Chor und Orchester war oben auf der Galerie. Die Töne kamen also von oben nach unten. Muß wohl öfter’s so gewesen sein, da z.B. auch das Bosehaus in Leipzig ein Loch in der Decke hat, von dessen Galerie die Musiker spielten.

Der Klang kam also nicht frontal, sondern aus den Höhen und dies war wohl ein besonderes akustisches Erlebnis.

BWV 182 möchte ich Euch als zusätzliche Adventskantate empfehlen und aufgeben. Zwar zum Palmsonntag komponiert, passt sie auch zum Beginn der adventlichen Bußzeit, der Text ist schon im Eingangschor und Rezitativ sehr adventlich gesinnt. Auch die Praxis, dass Choral Nr.7 die Passion anspricht, kennen wir bereits aus den Chorälen des WO,- in der Geburt liegt schon der Keim der Passion.

Mit adventlichen Grüßen

@Wolfgang

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J.E. Gardiner im Konzert und Interview zu Bach und Brahms niederl. Webchannel Cultura


Hallo,

eine schöne Information von @Leen, dafür ganz herzlichen Dank. Auf dem niederländischen“Webchannel Cultura“ gibt es Konzert- Probenausschnitte und Interviews zu J.S. Bach und Johannes Brahms zu bewundern. Die Aufnahmen sind von Oktober 2007 u.a. mit dem BWV 60 „O Ewigkeit du Donnerwort“ und Aussagen zur Interpretation von Johannes Brahms. Die einfühlsame Probenarbeit von J.E. Gardiner ist wiederum zu bewundern.

J.E. Gardiner im Interview in Holland 2007

Ein wenig Zeit ist für den Film notwendig die Laufzeit beträgt ca. 40 Minuten, darunter sind viele köstliche Szenen zu bewundern – wünsche viel Spaß…!!

Im Gespräch zur Interpretation Prof. Michael Niesemann und J.E.Gardiner

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Link zum niederländischen Webchannel-Cultura:

http://player.omroep.nl/?aflID=10359997

Quelle: player.omroep.nl

Helaas ondersteunt uw browser niet (voldoende) JavaScript om de player weer te geven. Lees hier hoe u JavaScript kunt inschakelen. We werken aan een oplossing voor dit probleem.

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Nach dem Öffnen der Webchannel-Webseite wird der Quick Time Player 7 automatisch beim Browser „Safari“ (Apple) gestartet, ein wenig Geduld beim Laden…!!  Beim Aufruf unter Windows erfolgt ebenfalls automatisch auf der Webchannel-Cultura-Seite ein Aufruf des Windows-Media-Players auch hier ein wenig Geduld, bis der Ladevorgang abgeschlossen wird.

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Gruss

Volker

Webnews

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Radiotipps KW 47


Hallo zusammen,
wieder ein paar Tipps für die folgende Woche im Radio:

15.11.
NL4
11-12:15
HOlLAND BAROQUE SOCIETY
Skip Sempé, dirigent
Gillian Keith, sopraan
1.  J.M. Leclair :      Ouverture Scylla et Glaucus
2.  G.F. Händel :      Orgelconcert op. 7 nr. 4
3.  G.F. Händel :      Crudel tiranno amor
4.  P.A. Locatelli :    Il Pianto d’Arianna
5.  G.F. Händel :      V’adoro pupille
Qual farfaletta giro a quel lume

17.11.
Rtve.es
17-18:30
Concierto celebrado en la Abadía de Ambronay el 20 de Septiembre de 2008. Grabación de Radio France, Francia.
PURCELL: Sonata para trompeta (4’30”).
CHARPENTIER: Cecilia Virgo et Martyr octo vocibus Part I (12’21”).
PURCELL: Chacona para cuerda (5’14”).
CHARPENTIER: Cecilia Virgo et Martyr octo vocibus Part II (22’48”).
PURCELL: Oda a Santa Cecilia (54’06”).
D. Blackadder (tp.), S. Gilmour Bailey (sop.), D. Allsopp (alto), N. Mulroy (cont.), M. Dobell (ten.), M. Brook (baj.), Coro del New College de Oxford, Collegium Novum.
Dir.: E. Higginbottom.

19.11.
Deutschlandfunk
21-23

Rheingau Musik Festival 2009
Barocke Festmusiken
Georg Friedrich Händel: Te Deum for the victory of Dettingen, HWV 283
Johann Sebastian Bach: »Auf, schmetternde Töne der muntern Trompeten«, Kantate, BWV 207a
Johannette Zomer, Sopran, Iestyn Davies, Altus, Jörg Dürmüller, Tenor, Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Choir, Amsterdam Baroque Orchestra, Leitung: Ton Koopman
Aufnahme vom 24.7.09 aus der Basilika Kloster Eberbach, Eltville

20.11.
BBC
Classical Collection
11.28am
Purcell: Come ye sons of art
Felicity Lott (soprano)
Charles Brett, John Williams (countertenors)
Thomas Allen (bass)
Monteverdi Choir and Orchestra
John Eliot Gardiner (conductor)
ERATO ECD 88071
und die folgenden 7 Tage abrufbar:
http://www.bbc.co.uk/programmes/b00ntfvj

Schönes Wochenende
Barbara


Rezension – Gardiner SDG 704 Brahms Symphonie 3


Hallo,

wenn es bei Sir J.E.Gardiner um Neuland in der Veröfentlichung eines Projektes geht, müssen seine „Brahms-Einspielungen“ unbedingt  genannt werden. Die neuste CD mit der Brahms-Symphonie No:3 als SDG 704.

Cover: Brahms Symphonie 3

Johannes Brahms

1833-1897

Inhalt:

Ich schwing mein Horn ins Jammertal Op.41/1 (1861)
Es tönt ein voller Harfenklang Op.17/1 (1860)
Nachtwache I Op.104/1 (1888)
Einförmig ist der Liebe Gram Op.113/13 (1891)
Gesang der Parzen Op.89 (1882)

Symphony No.3 in F major Op.90 (1883)

I Allegro con brio
II Andante
III Poco allegretto
IV Allegro

Nänie Op.82 (1881)

Ein weiteres aktuelles Projekt von Gardiner beinhaltet das Nebeneinander von drei Brahms Symphonien sowie Chormusik von Brahms. Insbesondere konzentriert sich Gardiner auf die „Vokalität“ dieser Symphonien, und befindet sich auf tragenden Spuren seiner Interpretation in den vokalen Werken von Brahms.

Dieses Album bietet einen großen Brahms mit der dritten Symphonie – heroisch erklingend neben der  Nänie ebenso ein dramatischer Ballade Gesang in der Parzen.

Das Projekt wurde in zwei Tranchen, und der erste Teil der zweiten Tranche ist nun in Form der Dritten Symphonie, die mit sechs Chorwerken Brahms eingespielt wurden. Die Auslegung Gardiner’s mit der Verwendung von historischen Instrumenten erzeugt ein ganz neues Klangerlebnis. Die Texturen und Klangfarben sind folglich sehr prägnanten, zum Beispiel in dem lieblichen, poetischen zweiten Satz, in dem die Holzbläser abheben – und eine unnachahmliche Eigenständigkeit im Klangerlebnis bewirken.

Ein gelungenes Ergebnis, ist Gardiner’s Theorie über Vokal-Ansätze bis hin zur symphonischen Zusammensetzung in einem genialen Klanggenuss zu vereinen. Es erklingt eine leidenschaftliche und dramatische Brahms-Symphonie No: 3 die begeistert.

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CD-Bestellung über meine Partnerseite nachstehend:

Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/11/gardiner-mit-brahms3-sdg-704-erschienen.html

Gardiners-Erläuterungen dazu: nachstehend:

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

Gruß
Volker

Termine in 2009 – für OWL – Ostwestfalen-Lippe – J.S. Bach BWV 248 und sonstige Weihnachtsmusik


Hallo OWL,

wie bereits im vergangenen Jahr veröffentliche ich hier eine kleine Auswahl mit Aufführungsterminen  „BWV 248 – Weihnachtsoratorium“ von J.S. Bach und sonstige Weihnachts-Werke anderer Komponisten für November und Dezember 2009 in OWL – Ostwestfalen-Lippe.

Weitere Konzert-Termine findest Du auf der englischen Bach-Webseite:

Link: http://www.bach-cantatas.com/Concerts/Concert-2009-Germany.htm

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Bielefeld:

IMG_3955

Rudolf-Oetker-Halle in Bielefeld (Fotorechte: V. Hege)

Freitag, 18.12.2009 – 20:00 Uhr
Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld

Johann Sebastian Bach
BWV 248 Weihnachtsoratorium Kantaten: I-
VI


Ausführende:
Cornelie Isenbürger, Sopran
Mojca Vedernjak, Alt
Victor Schiering, Tenor ( Evangelist )
Daniel Behle Tenor, ( Arien )
Christfried Biebrach, Bass
Oratorienchor der Stadt Bielefeld
Bielefelder Philharmoniker
Leitung: Hartmut Sturm

Kartenvorverkaufsstellen:

Link für Online-Karten

  • Tourist-Information Bielefeld – im Neuen Rathaus
    Niederwall 23, Telefon (0521) 51 69 99
  • Neue Westfälische
    Niedernstraße 21-27, Telefon (0521) 555 444
  • KONTicket im Jahnplatz-Tunnel
    Jahnplatz 11, Telefon (0521) 6 61 00 od. 6 61 14
  • durch Chormitglieder und an der Abendkasse

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Rezension WO-Oetkerhalle der NW vom 21.12.2009

Oratorienchor in Hochform

Bachs Weihnachtsoratorium in der Oetkerhalle

VON MICHAEL BEUGHOLD

Bielefeld.

Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium gehört unverzichtbar ins adventliche Musikleben wie der Christbaum in die Wohnstube. Eine kirchengemeindliche Aufführung gab es hier und heuer nicht. Dafür lagen beim alljährlichen, diesmal an den Oratorienchor gehenden Jour fixe in der Oetkerhalle seit langem einmal wieder sämtliche sechs Kantaten auf dem konzertanten Gabentisch. Auch die Unbilden des Wintereinbruchs konnten solch geballter Anziehungskraft nichts anhaben.

Dass der lange, mehr als dreistündige Abend nicht lang wurde, lag bei aller von Bachs Musik ausgehenden Faszination auch an der inspirierenden Umsetzung. Hartmut Sturms grundsätzlich romantischer Musiziergeist scheint immer mehr von einer tempobeschwingten, schlanken Ausrichtung geprägt. Beschaulich breite Tempi oder kunstvoll zelebrierte Ritardandi sind nur mehr das romantische Körnchen Salz in seinem höchst flexibel und lebendig ausdifferenzierten Bach-Zugriff.

Drive und vibrierende Klangfülle

Auch die schiere Größe seiner Chorgemeinschaft ist nirgends ein Hemmnis. Im Gegenteil präsentierte sich der Oratorienchor in stimmfrisch-animierter Hochform und nahm die Vorgaben mit größter Präzision, Beweglichkeit und dynamisch-gestischer Nuancierung auf. So wurde der Eingangschor-Hit nicht auf einen simplen Kontrast von Jauchzen und Dienen festgezurrt, in „Fallt mit Danken“ strömende Geschmeidigkeit mit nadelspitzer Artikulation („lo-ben“) gespickt. Und in „Ehre sei dir Gott gesungen“ ging Drive mit vibrierender Klangfülle zusammen. Die polyphone Agilität und Präsenz der Stimmgruppen ließ ebenso lichte Rasanz, „stolz schnaubendes“ Temperament wie komplexe Dichte in der „Ehre“-Motette zu. Ermüdungserscheinungen gab es bis zur heilsgewissen Pracht des Schluss-Chorals keinen Moment. Überhaupt waren die Choräle nach Ausdifferenzierung und Klangrealisierung wieder ein Meisterstück des wissenden Kirchenmusikers Sturm.

Engagierte und klangbewusste Philharmoniker

Die Wahl der Solisten glückte in gleichgestimmter lichter Eleganz, der gelegentlich noch ein Quäntchen klanggestalterischer Vertiefung (das Duett Nr. 29) fehlte. Victor Schierings jugendlich-bewährter Evangelisten-Tenor überzeugte als luzider Verkünder der frohen Botschaft.

Cornelie Isenbürgers fein opernhaft funkelnder Sopran verband exemplarisch Barockstil und Beseelung, derweil ihre frühere Stadttheater-Kollegin Mojca Verdernjak mit Geschmack und Gewinn auch expressiv aufblühende Töne ins Ausdruckswunder der drei Alt-Arien einfließen ließ. Der aufstrebende Tenor Daniel Behle gab eine Visitenkarte als (nicht nur technisch) bewundernswerter Koloratursänger ab. Christfried Biebrach war wieder ein Muster an Bass-Kultur, hätte in seinen Rezitativen aber die Momente der Verheißung arios nachdrücklicher geben dürfen.

All dem arbeitete das Philharmonische Orchester engagiert und klangbewusst zu, wartete mit Continuo-Prägnanz, bekannt guten Holzbläser-Solisten neben ausgezeichneten neuen Geigen-Gesichtern als Arien-Partner und einem brillant aufgelegten Trompeten-Trio auf.

Beim Schlussapplaus mochte manch überstürzter Aufbruch der vorgerückten winterwetterlichen Stunde geschuldet sein. Musikalisch wusste sich das Publikum von dieser Gesamtaufführung reich beschenkt.

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Dornberg-Bielefeld:

Peterskirche in Dornberg-Bielefeld

Ev. Peterskirche in Dornberg-Bielefeld

Ev. Peterskirche in Dornberg-Bielefeld

13.12.2009, 17 Uhr und 20 Uhr: Weihnachtskonzerte

Kantaten zum Weihnachtsfestkreis von Telemann, Freislich und J.S.Bach

Solisten: Mona Spägele (Sopran), Beat Duddeck (Altus), Christian Mücke (Tenor),Friedrich W.Möller (Bass), Barockorchester Monte Spina auf historischen Instrumenten,

Peterskantorei Dornberg, Leitung: Hans-Martin Knappe

Eintritt: 10 € (erm. 8 €) VORVERKAUF ab 23.11.2009

E-Mail: knappe.hans-martin@arcor.de

Tel.: (05 21) 10 02 51 Kirchengemeinde Dornberg
Fax: (05 21) 1 64 29 92
Kirchengemeinde Dornberg

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PDF  Rezension der NW vom 16.12.2009

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Spenge:

St. Martins-Kirche Spenge

St. Martins-Kirche Spenge

Spenge, St. Martins-Kirche:

Sonntag, 29.11.2009 17:00 Uhr

J.S. Bach Weihnachtsoratorium BWV 248 – Kantaten 1-3

Mitwirkende:

Ensemble „Concert Royal Köln“ auf historischen Instrumenten

Projektchor Spenge – Wallenbrück

Folgende Solisten wirken mit: Sarah Weller (Sopran), Eike Tiedemann (Alt), Bernhard Scheffel (Tenor), Gregor Finke (Bass). Die Leitung hat Anna-Maria Pfotenhauer.

Vorverkauf:

Eintritt: 15 / 12 / 9 Euro

Informationen im Ev. Gemeindebüro: Telefon: 05225 / 859290

Gemeindebüro, Lange Straße 72, 32139 Spenge

Buchhandlung Nottelmann, Spenge, Langestr. 50

Tel. (0 52 25) 85 91 33 / Fax: (0 52 25) 85 91 53

E-Mail: buch(at)nottelmann.com

Link: http://www.nottelmann.com/index.html

Ebenfalls angeboten wird in der Kategorie C eine Familienkarte zu 25 Euro für bis zu zwei Erwachsene und ihre nicht volljährigen Kinder. Restkarten sind an der Tageskasse zu erhalten.

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Die Rezension des WO in Spenge von der NW vom 1.12.2009.

Zur Vergrößerung in das Bild klicken…!!

Rezension der NW - WO in Spenge vom 1.12.2009

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Bünde:

Ort: Paulus-Kirche Bünde

Ev. Pauluskirche-Bünde.JPG

Ev. Pauluskirche-Bünde.

J.S.Bach: Weihnachstoratorium I-IV

Sonntag, 13.12.2009, 16.00 Uhr

Cornelie Isenbürger (Bielefeld), Sopran
Susanne Reinhardt (Bielefeld), Alt
Mark Heines (Dortmund), Tenor
Hinrich Horn (Hannover), Bass
Telemann-Collegium Herford
Bünder Kantorei
Leitung: Hans-Martin Kiefer

Infos: Ev. Kirchengemeinde Bünde

Telefon: 05223 -10069

Eintritt:

Kategorie I: 22,- / erm.: 18,- ,
Kategorie II: 16,- / erm.: 12,-
Kinder und Jugendliche an der Abendkasse frei.

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Rezension der NW vom 15.12.2009 WO in Bünde

Rezenion WO Bünde / Zur Vergrößerung ins Bild klicken

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Herford:

Samstag, 19. Dezember 2009, 18.00 Uhr
Herforder Münster

Herforder Münster


J.S. BACH: WEIHNACHTSORATORIUM BWV 248
HÄNDEL: WEIHNACHTSTEIL
aus dem„MESSIAS“
Solisten – Herforder Münsterchor
Thüringer Symphoniker Saalfeld-RudolstadtSitzplan des Münsters als PDF
Leitung: Stefan Kagl
Eintritt Kategorie B

Vorverkauf ab 23.11.2009
Sitzplan ——————–>

Informationen:

Ev.-LuthKirchengemeindebüro Herford – Mitte Münsterkirchplatz 5, 32052 Herford

Tel: 05221 / 1 58 19,

Fax: 10 90 31.

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Rezension der NW vom 21.12.2009  Herford-Münsterkirche:

Zur Vergrößerung in das Foto klicken…!!

In das Foto klicken-Rezension WO in der Münsterkirche Herford

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Herford-Laar

Sonntag, 20.12.2009 18:00 Uhr Auferstehungskirche

Ev. Auferstehungskirche Herford-Laar

Der Chor der Auferstehungskirche Herford Laar führt das Weihnachtsoratorium Johann Sebastian Bachs am Sonntag, 4. Advent, 20. Dezember, ab 18 Uhr mit dem Polifonia Ensemble Bielefeld und den Solisten Lara Venghaus, Sopran, Miriam Ludewig, Alt, Johann Penner, Tenor und Gregor Loebel, Bass, unter der Leitung von Dr. Michael Hoyer auf.

Interessierte Sängerinnen und Sänger, die sich dem Chor für dieses Projekt anschließen möchten, sind eingeladen.

Die nächste Probe beginnt am Dienstag, 1. Dezember, um 20 Uhr im Gemeindehaus Laar. In der gleichen Woche wird am Freitag, 4. Dezember, von 17 bis 22 Uhr geprobt.

Info und Kontakt: Tel. 01 76- 78 33 33 36 (Wilfried Baecker).

Kartenvorbestellungen für die nummerierten Plätze bei Anette Kahl unter Tel. (0 52 21) 3 14 92

oder Fax (0 52 21) 3 38 53.

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Rezension der NW zum WO in Laar vom 22.12.2009

Rezenion NW vom WO in Herford-Laar

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Lemgo-Lippe:

Sonntag, 20.12.2009 18 Uhr Kirche St. Marien

Marienkirche in Lembo

St. Marienkirche in Lemgo-Lippe

Johann Sebastian Bach „Weihnachtsoratorium“ Kantaten I – III, BWV 248

Das „Weihnachtsoratorium“ wird im Rahmen einer Bachwerkstatt erarbeitet.

Die Pultführer des Orchesters sind Musiker/-innen der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford.

Im Chor stehen Mitglieder der MarienKantorei Lemgo hilfreich zur Seite. Probenbeginn ist am Dienstag, den 17.11.2009 um 19:45 im Gemeindezentrum von St. Marien. Weitere Proben sind am 24.11.09,  01.12.09,  07.12.09 und 15.12.09 Die Hauptprobe findet am Freitag, dem 18.12.2009 und die Generalprobe am Samstag, dem 19.12.2009 statt.  Neue Mitsängerinnen und -sänger sind herzlich willkommen!
Wie bereits im letzten Jahr können die Besucher des Konzertes die Choräle mitzusingen.

Leitung: Rainer Johannes Homburg

Eintritt: 12,50 € erm. 7,50 €

Kartenvorbestellung: direkt

e-mail-Adresse:

Malinowski-christine@teleos-web.de

oder über den Link nachstehend:

http://www.marien-kantorei.de/Kartenbestellungseite/Kartenbestellung.htm

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Detmold:

Martin-Luther-Kirche Detmold

Martin-Luther-Kirche Detmold

Martin-Luther-Kirche in Detmold

Sa, 19. Dezember 2009, 19.30 Uhr:

Johann Sebastian Bach, BWV 248 Weihnachtsoratorium, Kantaten 1-3
Magdalene Harer, Sopran, Ursula Thurmaier, Alt, Thomas Volle, Bass, Gottfried Meyer, Bass,
Orchester opus 7, Martin-Luther-Kantorei und Projektsänger, Christoph Kuppler, Leitung
Eintritt 12/ 8 €

Karteninformationen:

Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Detmold

Schülerstraße 14 32756 Detmold

Tel.: 05231 – 23072
Fax.: 05231 – 22978
email: gemeindeamt@detmold-lutherisch.de

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Detmold und Stiftskirche Corvey in Höxter

12.12.2009, 19:30 UHR – Hochschule für Musik in Detmold

Konzertsaal der HfM in Detmold

Konzertsaal der HfM in Detmold

Weihnachtskonzert mit Werken von Bach und Mozart

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Musica Sacra 2009 findet am Samstag, 12. Dezember 2009, um 19.30 Uhr, im Konzerthaus der Hochschule für Musik Detmold ein großes Weihnachtskonzert statt. Krenare Gashi (Sopran), Barbara Majewska (Mezzosopran
) sowie das Vokal- und Instrumentalsolisten-Ensemble der Barockakademie unter der 
Leitung von Ulrike-Anima Mathé und Gerhard Weinberger gestalten Werke von Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart.

Eine zweite Chance, dieses Konzert zu erleben, haben Musikinteressierte bereits einen Tag später, am Sonntag, 13.12.2009, 17:00 Uhr, in der Stiftskirche Corvey.

Stiftskirche Corvey, Höxter

Das Programm für Detmold + Corvey:

Johann Sebastian Bach: Magnificat BWV 243

Wolfgang Amadeus Mozart: Große Messe c-Moll KV 427

Tickets für Detmold über den Veranstalter HfM:

Hochschule für Musik Detmold, Telefon: 05231-975-5

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Für die Stiftskirche Corvey in Höxter:

Kartenbestellungen

Karten: € 28/23/15/10
Ihre Ansprechpartnerin für Informationen
und Kartenbestellungen bei der
Kulturkreis Höxter-Corvey gGmbH:
Jutta Sprenger
Fon +49 (0) 52 71 / 6 81 50 und 69 40 10 · Fax +49 (0) 52 71 / 69 44 00

E-Mail: jsprenger@schloss-corvey.de

Internet: http://www.schloss-corvey.de/cms/51-0-Kartenbestellungen.html

Wie in den vergangenen Jahren bildet das besinnliche Weihnachtskonzert in der Abteikirche den Saisonabschluss in Corvey. Unter der bewährten Leitung von Gerhard Weinberger wird das Vokal- und Instrumentalsolisten-Ensemble der Barockakademie der Hochschule für Musik Detmold wieder ihr Können unter Beweis stellen.

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Bad Oeynhausen:

Auferstehungskirche am 29.11.2009 um 17.oo Uhr „King’s Singers“

Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen

Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen

Am Nachmittag des ersten Adventssonntags, am 29.11.2009 um 17.oo Uhr, sind zwei aktuelle „Grammy“ – Preisträger in Bad Oeynhausen zu Gast und gestalten in der Auferstehungskirche am Kurpark ein gemeinsames Konzert: unter der Leitung von Bill Dobbins bringen die „King’s Singers“ aus England und die „WDR Big Band Köln“ das bekannte Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in einem neuen musikalischen Gewand zu Gehör.

Die Karten sind ab Montag, dem 2. November in folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich: im Gemeindebüro der Altstadtgemeinde, im Kreiskirchenamt und der „Tourist-Info – Haus des Gastes“ in Bad Oeynhausen sowie im Kulturamt der Stadt Löhne und in der Buchhandlung „Regenwurm“ in Vlotho.

Für Interessierte, die außerhalb des Kirchenkreises Vlotho wohnen, besteht zudem die Möglichkeit des Kartenversandes (Infos dazu unter derTelefonnummer 05731/105301).

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Ich wünsche allen Besuchern der Weihnachtskonzerte ein schönes Konzerterlebnis.

Grüsse Volker

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Termine in 2009 J.S. Bach Weihnachtsoratorium BWV 248


Hallo Bachfreunde,

wie bereits im vergangenen Jahr veröffentliche ich hier eine kleine Auswahl mit Aufführungsterminen vom BWV 248 „Weihnachtsoratorium“ von J.S. Bach für November und Dezember 2009 in Deutschland.

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Eine umfangreiche weitere Link-Sammlung – für Städte in Deutschland mit Reservierung von Eintrittskarten und Terminangaben – über den nachstehenden Link:

http://www.ticketonline.com/de/de/production/154999-news/?affiliateid=NLTO+NL+Topic+Kultur20091113

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Weitere Konzert-Termine findest Du auf der englischen Bach-Webseite:

Link: http://www.bach-cantatas.com/Concerts/Concert-2009-Germany.htm

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Hamburg, Staatsoper:

Balett Weihnachtsoratorium John Neumeier

Ballett Weihnachtsoratorium John Neumeier in Hamburg

J.S. Bachs „Weihnachtsoratorium“ setzt das Hamburg Ballett unter Neumeier tänzerisch um.

Termin: ab 23.12.2009 und weitere…

Link: http://www.ticketonline.com/de/de/affiliate/NLTO%20NL%20Topic%20Kultur20090911/eventid/685794-Weihnachtsoratorium/?productionid=1786

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Hamburg St. Michaelis

St. Michaelis Hamburg

St. Michaelis Hamburg

Weihnachtsoratorium BWV 248 am 19.12.2009  und 20.12.2009

Karten und Termine nachstehend:

über Ticket-Online

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Hamburg: St. Katharinen

St. Katharinen HamburgSt. Katharinen in Hamburg

am 12.12.2009 – zwei Veranstaltungen:

um 17 Uhr und 19:30 Uhr

J. S. Bach: Weihnachtsoratorium Kantaten I–VI
Leitung: Andreas Fischer
Kantorei und Kantatenorchester St. Katharinen

TICKET

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Potsdam – Nikolaikirche:

Nikolaikirche Potsdam

Nikolaikirche in Potsdam

Nikolaikirche Potsdam

19. Dezember 2009, 17.00 Uhr

„Jauchzet, frohlocket“
BWV 248 – Joh. Seb. Bach – Weihnachtsoratorium (I-III)
Nikolaichor Potsdam
Kammerorchester der Philharmonischen Gesellschaft

>>> Link zum Online-Vorverkauf…anklicken...

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Leipzig – Nikolaikirche:

Nikolaikirche Leipzig

Nikolaikirche Leipzig

Nikolaikirche: Sa  19.12.2009   17.00 Uhr  Oratorium J. S. Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248   Kantaten 1-3 Bachchor Leipzig Festivalorchester Leipzig Leitung Jürgen Wolf.

Ticket gefunden bei: Ticketonline.de (VVK)

Nikolaikirche: So. 20.12.2009 17:00 Uhr J.S.Bach Weihnachtsoratorium Kantaten 1, 4-6 – Bachchor Leipzig / Festivalorchester Leipzig

Ticket gefunden bei: Ticketonline.de (VVK)

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Leipzig – Thomaskirche:

Thomaskirche Leipzig

Thomaskirche in Leipzig

Sonntag, 29. November 2009 | 1. Advent | 18:00 Uhr
Thomaskirche

275 Jahre Weihnachtsoratorium“ Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1-3,6) Gächinger Kantorei
Bachcollegium Stuttgart Leitung: Helmuth Rilling. Tickets

Samstag, 5. Dezember 2009 | 19:30 Uhr
Thomaskirche

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1-3) Veranstalter: Leipziger Vocalensemble e.V. Tickets

und am Sonntag, 6. Dezember 2009 | 2. Advent | 15:00 Uhr
Thomaskirche (Kantaten 1-3) Veranstalter: Leipziger Vocalensemble e.V
. Tickets

Konzerte mit „Thomaner – Biller“:

Freitag, 11. Dezember 2009 | 19:00 Uhr
Thomaskirche Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1-6)

Dorothee Jansen (Sopran)
Ingeborg Danz (Alt)
Martin Petzold (Tenor)
Panajotis Iconomou (Bass)

Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

Samstag, 12. Dezember 2009 | 17:00 Uhr
Thomaskirche BWV 248 Kantaten 1-6 Biller Thomaner Gewandhaus-Orchester

Sonntag, 13. Dezember 2009 | 3. Advent | 17:00 Uhr
Thomaskirche Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1-6)

Dorothee Jansen (Sopran)
Ingeborg Danz (Alt)
Martin Petzold (Tenor)
Panajotis Iconomou (Bass)

Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

Freier Vorverkauf ab 2. November 2009

Ticketbestellung:
Ticket-Hotline:  Telefon: +49 341 12 70-280
Ticket-Online Internet

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Essen: Philharmonie

Essen Philharmonie

Essen - Philharmonie

Weihnachtsoratorium BWV 248 -Kantaten 1-3, 6

Samstag, 05.12.2009 – 20:00 Uhr

Leitung: Helmuth Rilling Gächinger Kantorei – Bach-Collegium Stuttgart u.a.

TICKET

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Hannover – Marktkirche:

Marktkirche in HannoverMarktkirche in Hannover

Alle drei Veranstaltungen in der Marktkirche:

Donnerstag, 17.12.2009 20 Uhr

Konzert: Weihnachtsoratorium: Kantaten 1-3
Bach-Chor und Bachorchester, Ltg.: Jörg Straube
Eintritt: € 6,- bis 34,-
Vorverkauf: Kirche im Blick

Tickets online bestellen

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Freitag, 18.12.2009 20 Uhr

Konzert: Weihnachtsoratorium: Kantaten 4-6

Bach-Chor und Bachorchester, Ltg. : Jörg Straube Eintritt: € 6,- bis 34,- Vorverkauf: Kirche im Blick

Tickets online bestellen

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Samstag, 19.12.2009 20 Uhr

Konzert: Weihnachtsoratorium: Kantaten 1, 3, 6

Bach-Chor und Bachorchester, Ltg.: Jörg Straube Eintritt: € 6,- bis 34,- Vorverkauf: Kirche im Blick

Tickets online bestellen

Einen Bestuhlungsplan der Marktkirche finden Sie hier.

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Terminangaben für OWL – Ostwestfalen-Lippe erfolgt gesondert in den nächsten Tagen. Allen Besuchern des Weihnachtsoratoriums wünsche ich ein schönes und besinnliches Konzert-Erlebnis.

Grüße

Volker

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King’s Singers und WDR-Bigband am 29.11.2009 in Bad Oeynhausen


Hallo,

@Iris hat mir ein Highlight für alle Freunde der Vokalmusik für OWL (Ostwestfalen-Lippe) genannt. Die „King’s Singers“ und die WDR-Bigband treten am 29. November 2009 um 17:00 Uhr – in der Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen – auf.

Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen

Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen

King's Singers-England

King's Singers aus England

Am Nachmittag des ersten Adventssonntags, am 29.11.2009 um 17.oo Uhr, sind zwei aktuelle „Grammy“ – Preisträger in Bad Oeynhausen zu Gast und gestalten in der Auferstehungskirche am Kurpark ein gemeinsames Konzert: unter der Leitung von Bill Dobbins bringen die „King’s Singers“ aus England und die „WDR Big Band Köln“ das bekannte Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in einem neuen musikalischen Gewand zu Gehör.

„Jauchzet, frohlocket!“ Mit dieser unmissverständlichen Aufforderung beginnt ja dieser Klassiker festlicher Weihnachtsmusik. Das lassen sich „The King’s Singers“ aus England, die nach wie vor als das beste Vokalensemble der Welt gelten, und die „WDR Big Band Köln“, eine der führenden Jazzformationen überhaupt, nicht zwei Mal sagen – und bringen die Musik dieses Oratoriums ganz neu zum Klingen und Swingen: in einem etwa 90-minütigen Streifzug durch das monumentale Kantatenwerk werden Arien, Rezitative und Chöre harmonisch nachgewürzt, rhythmisch zugespitzt und auf groovende Bässe gesetzt – und das Ganze mit tiefem Respekt vor dem großen Komponisten Bach und den Inhalten seines großartigen Oratoriums.

Die Eintrittspreise sollen dabei jedenfalls kein Hindernis sein, denn sie sind für ein Konzert dieser Größenordnung ausgesprochen günstig: die Eintrittskarten kosten in der Platzkategorie I 22,oo € (für Schüler/innen, Auszubildende, Studierende und Erwerbslose ermäßigt: 17,00 €), in der Platzkategorie II 16,00 € (ermäßigt: 12,00 €). Die Karten sind ab Montag, dem 2. November in folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich: im Gemeindebüro der Altstadtgemeinde, im Kreiskirchenamt und der „Tourist-Info – Haus des Gastes“ in Bad Oeynhausen sowie im Kulturamt der Stadt Löhne und in der Buchhandlung „Regenwurm“ in Vlotho.

Für Interessierte, die außerhalb des Kirchenkreises Vlotho wohnen, besteht zudem die Möglichkeit des Kartenversandes (Infos dazu unter der Telefonnummer 05731/105301).

Dieses großartige Ereignis werden sich die Vokal-Freunde in OWL nicht entgehen lassen..!!

Grüsse

Volker

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Wiederveröffentlichung DVD vier Teile über J.S. Bach von 1985


Hallo Bachfreunde,

lange hat es gedauert diese historischen Filme über das Leben und sein Wirken von J.S. Bach zu erwerben. Es sind hervorragend gemachte Filme von 1985 aus der DDR-Produktion an Originalschauplätzen gedreht. Die Sendungen im DDR-Fernsehen waren ein Renner und können nun digitalisiert als DVD im ARD-Shop erworben werden, darauf habe ich lange gewartet und werde sie mir umgehend besorgen. Die Qualität dieser Filme stellt alles bisher da gewesene in den Schatten und wurden von den Kritikern und Besuchern in höchsten Tönen gelobt…!!

Historische DVD von 1985 DDR J.S. BachDVD von 1985 DDR-Film über J.S. Bach

Erscheinungsdatum: 20.11.2009

DVD GG 25 – Johann Sebastian Bach aus DDR TV-Archiv

EUR 22,95  – für eine Vorab-Bestellung

Laufzeit: ca. 415 Min.

Ausgezeichnet mit dem Kritikerpreis für den besten Fernsehfilm 1985

Das Genie J. S. Bach – ein lebensfroher, sinnenfreudiger und direkter Mann. Bachs Kompositionen sind ein unerschöpflicher Schatz. Seine Überlegenheit und sein freies Spiel riefen bei den Zeitgenossen Begeisterung, aber auch Verwirrung und Neid hervor.

Alle 4 Teile digital restauriert

FSK: ab 6 Jahren
Erschienen bei: ARD ViDEO/SHDM
Produktionsjahr: 1985
Tonformat: Dolby Digital 2.0 Mono
Bildformat: 4:3
Regie: Lothar Bellag
Darsteller: Ferenc Bács, Franziska Troegner, Hans-Jörn Weber, Arno Wyzniewski, Ulrich Thein, Jaroslav Satoransky, Ralf Lehm, Zoltán Gera, Gabor Sárosi, Wolfgang Dehler, Dana Vávrová, Wolfgang Greese, András Kozak, Horst Schulze u.a.
Sprachen: deutsch
Bonusmaterial: Interview mit Darstellerin Franziska Trögner (ca. 10 Min.), Dokumentation über J. S. Bach (ca. 45 Min.), umfangreiches Booklet
Anzahl der Disc: 2

Der Artikel erscheint am 20. November 2009. Es besteht die Möglichkeit der Vorbestellung.

Link zu meiner Partnerseite:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/11/dvd-wiederveroffentlichung-leben-und.html

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Aktualisierung vom 18. November 2009 mit ergänzenden Angaben:

Weiterhin möchte ich auf das „Bach-Magazin“ (BachArchiv-Leipzig) hinweisen.

Link: http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=103

In dem Bach Magazin No: 14 ist ein Artikel über Bachfilme verfasst. Als Pdf sind Auszüge davon hinterlegt:

Textauszüge über Bach-Filme: Bach-Magazin Textauszüge 1

und weiter: Ansicht der Bach-Filme

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Grüße
Volker

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J.E. Gardiner am 7. Mai 2010 in Königslutter-Eintrittskarten ab sofort erhältlich!


Hallo,

wer nach Königslutter im Kaiserdom das Gardiner-Konzert am 7. Mai 2010 um 20:00 Uhr mit der h-moll Messe von J.S. Bach – besuchen möchte, kann bereits Eintrittskarten erwerben. Die Buchung ist über einen Saalplan direkt möglich. Es gibt zwei Veranstalter, die Eintrittskarten ab  s o f o r t vergeben. Des weiteren finden Gardiner-Konzerte in 2010 mit der Messe h-Moll, BWV 242 in Dortmund, Frankfurt und Leipzig statt.

Foto: Gardiner im Kaiserdom Königslutter – bei einer Probe…

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Radio-Tipp:

Der NDR-Kultur zeichnet das Konzert von Gardiner (J.S. Bach – h-moll-Messe) in Königslutter auf und sendet es an Himmelfahrt, 13.5.2010 um 20:00 Uhr.

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Wie bekannt, cm ticket.de (Konzertbüro Reimann in Berlin) mit moderateren Eintrittspreisen – aber ohne Saalplan-Buchung:

Link: http://www.cm-ticket.de/konzert-details.php?kateg=5&k_id=426

Plätze für 85,00 € – 60,00 € – 50,00 € – 30,00 €  und 15,00 €

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Eine weitere Bezugsquelle  m i t  Saalplanbuchung aber  höheren Eintrittspreisen über regioactive.de:

Link: http://www.regioactive.de/tickets.html?id=518443

Saalplanbuchung, Plätze für  96,60 € – 69,10 € – 58,10 € – 36,10 € – und 19,70 €

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Weitere Gardiner-Konzert-Termine für 2010 steht fest,

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir gastieren

am 13 Mai 2010 in Dortmund, Reinoldikirche, mit dem BWV 242 h-Moll-Messe.

St. Reinoldi-Kirche Dortmund

Informationen bei:

KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund
44122 Dortmund
Telefon 0231/50 29 996 | Fax 0231/50 28 300
info©klangvokal.de

KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund 2010

Das Festivalprogramm 2010 wird am 11. Dezember 2009 veröffentlicht.

Link: http://www.klangvokal-dortmund.de/programm-tickets/

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Frankfurt, Alte Oper am 14. Mai 2010 Großer Saal, 20:00 Uhr

Konzerte Alte Oper in Frankfurt

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir mit dem BWV 242 h-Moll- Messe.

Link: Zur Online Ticketbestellung

Wenige Restkarten vorhanden..!!

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Leipzig, Bachfest 2010, am 20. Juni 2010, Thomaskirche um 18:00 Uhr

Thomaskirche Leipzig

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir mit dem BWV 242 h-Moll- Messe.

Ticket-Online:

Link: http://www.ticketonline.com/de/de/eventid/709415-No+113+Abschlusskonzert+Bachfest+2010/?productionid=184600

Mit dem Stand vom 10. Januar 2010 ist das Abschlusskonzert mit J.E. Gardiner (h-Moll-Messe) für den 20.6.2010 in der Thomaskirche Leipzig restlos ausverkauft…!!

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Gruß

Volker

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Beeindruckend – Stiller Schluss-Applaus nach einem Oratorium-Vokalwerk?


Hallo,

ich komme noch einmal auf das bereits abgehandelte Thema „Sinn oder Unsinn der Beifallskundgebung in Kantaten-Konzerten“ zurück. Ich habe mir das Oratorium von Joseph Haydn „Die Schöpfung“ unter der Leitung von Leonard Bernstein in der Basilika Ottobeuren von 1986 angesehen. Was dort zum Schluss ablief, hat mich sehr nachdenklich gemacht. Nach dem Schluss-Satz des „Amen“ war absolute Stille in der Basilika, der Dirigent und die Besucher verharrten ganz still, kein Applaus, nur die Glocken der Basilika waren zu hören. Danach verließen die Besucher die Kirche und ich war davon tief beeindruckt.

Was mag im Vorfeld abgesprochen sein, dass eine Beifallsbekundung unterblieb? Ich fand diese Art sehr sehr angemessen, es blieb genügend Zeit, alles während der Glockenschläge verinnerlichen zu können, diese Ruhe und Stille war beeindruckend und finde es nachahmenswert…!! Wahrscheinlich stehe ich mit dieser persönlichen Meinung allein auf weitem Feld und Flur…!! Einen Video-Ausschnitt von dem Konzert in der Basilika Ottobeuren von 1986 füge ich bei, hier geht es nur um den angesprochenen Schlussteil des Oratoriums von Joseph Haydn „Die Schöpfung“.

Lasst die Szenen einmal auf euch wirken und sagt mir dann einmal die persönliche Meinung dazu.

Zum Start in den Player klicken

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Als Konteks dazu Sir John Eliot Gardiner aus seinem Reisetagebuch von SDG 156 Vol. 4 – CD eins

von der Pilgrimage 2000 -Tour aus der Kirche St Gumbertus, Ansbach wie folgt:

Foto: Frentischer Schluss-Applaus für den Sir in der Nikolaikirche Leipzig beim Bachfest 2007

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Das letzte Mal waren wir 1981 hier in Ansbach, als man uns eingeladen hatte, fünf verschiedene Programme mit Bachs Musik aufzuführen. Der Chor übertraf sich damals selbst, und dies zu einer Zeit, als wir als English Baroque Soloists immer noch damit beschäftigt waren, unseren Weg als ein Ensemble zu finden, das sich der historischen Aufführungspraxis verschrieben hatte.

Neunzehn Jahrespäter wurde das erste Stück in unserem Programm, die Motette ‚Lobet den Herrn’, die mit einem überwältigenden ‚Hallelujah!’ endet, mit völliger Stille quittiert. Plötzlich fiel mir wieder ein, wie bestürzt ich damals war, als der zaghaft einsetzende Beifall mit lauten Pst!-Rufen erstickt wurde, 1981 und auch am Ende unseres ersten Auftritts 1979 hier.

Irgendwie wirkte es so, als würde der ganzen Sache der Reiz genommen – der Ehre, die man vermeintlich uns, den Ausländern, erwiesen hatte, als man uns auserwählte und einlud, an diesem führenden Bach-Fest teilzunehmen, fast einem Mekka (oder Bayreuth) der Bach-Feiern. Einige von uns hatten Mühe, nicht aufgebracht zu reagieren, nicht was die fehlende hörbare Zustimmung betraf, sondern die Einstellung, die hinter diesem kapriziösen Verzicht auf Applaus lag.

Der Grund dafür war nicht so sehr die (mangelnde) Qualität der Aufführung, jedoch vielmehr der pseudo-religiöse Respekt, den ein Publikum, das sich als wahrer Wächter der heiligen Bach-Flamme verstand, dieser Musik entgegenbrachte. Historisch nicht ganz stimmig an dieser exzessiven Bach-Huldigung ist, dass die Musik als ein statischer Gegenstand oder eine heilige Reliquie gesehen wird, während Bach eindeutig sehr großen Wert darauf legte, dass seine Musik aufgeführt wird, wie es uns im Laufe des Jahres immer wieder bestätigt worden war.

In gewisser Weise wird ihre Komposition erst während der Aufführung ‚vollendet’, und das ist der Grund, warum wir als Musiker so achtsam jeder Spur folgen, die uns in der Notation der Kantaten Hinweise auf Bachs eigene Aufführungspraxis gibt.

Wir sind auch bestrebt, ein produktives und dynamisches Dreiecksverhältnis zu schaffen, zwischen dem Komponisten Bach, der sein Werk selbst aufgeführt hat, uns als Musikern, die es neu erschaffen, und schließlich dem Publikum, das an diesem Prozess teilhat. So war es in allen ostdeutschen Städten gewesen, wo wir in diesem Jahr aufgetreten waren.

Doch wenn die Zuhörer als begeisterte Bach-Anhänger zu dem Schluss gelangt sind, das Gelände verteidigen zu müssen, kann diese lebenswichtige chemische Reaktion zwischen ihnen und uns nicht mehr stattfinden, und damit entfällt auch der ‚Auftrieb’, den ein reaktionswilliges Publikum einem auftretenden Ensemble geben könnte.

Diese Überlegungen traten in ein anderes Licht, als eine ältere Dame nach dem Konzert am Morgen nach vorn kam und mir ein Sträußchen mit Blumen aus ihrem Garten überreichte. Die letzte Spur Groll verschwand, als sie am Abend mit einem noch größeren Strauß wiederkam, diesmal aus wilden Wiesenblumen.

– Zitat – Ende –

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In einem Interview mit der NW vom 20.10.2009 nahm der englische Star-Violonist Daniel Hope zu dem Thema Applaus wie folgt Stellung:

Frage:

Herr Hope, ich habe in einem Benimmbuch aus den 50er Jahren gelesen, dass man den Künstler nach einem Konzert nicht mit allzu langem Beifall bedenken sollte, weil er vom Musizieren müde sei. Sagen Sie mir bitte, dass das nicht wahr ist.

DANIEL HOPE:

(lacht) Ich würde sehr traurig sein, wenn das wahr wäre. Natürlich kann man sehr müde sein nach einem Konzert, aber für mich persönlich ist Applaus das schönste Geräusch nach der Musik. Es ist das Signal des Publikums an den Künstler, dass die Botschaft angekommen ist.

Frage:
Sie sind gerade in Aix-en-Provence gemeinsam mit Anne-Sophie von Otter aufgetreten mit Liedern aus dem KZ Theresienstadt.
Wenn man um den Hintergrund dieser Musik weiß, kann da Applaus nicht auch fehl am Platze wirken?

HOPE:

Ja, das kann es. Wir haben gerade mit diesem Programm unterschiedlichste Reaktionen erlebt. Bei den Kabarettliedern, die im KZ zur Ablenkung geschrieben wurden, hat sich manches Publikum richtig in den Applaus hinein gesteigert, ein anderes Publikum hat eher zurückhaltend reagiert, weil es spürte, zu viel Applaus wäre fehl am Platz. In Frankreich haben die Leute sehr schnell und sehr stark nach allem applaudiert. Das war für uns Musiker nicht ganz einfach, weil das zum Teil sehr traurige Lieder sind und sich eine gewisse Spannung aufgebaut hat. Man will als Musiker manchmal ein paar Sekunden der Stille genießen, und das ist dann nicht möglich.

– Zitat – Ende –

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Die gegensächlichen Aussagen von Daniel Hope und J.E. Gardiner zum Thema „Applaus“ können nicht unterschiedlicher ausfallen. Ich kann mich noch sehr gut an die Aufführung von Sir John Eliot Gardiner – mit der Matthäus-Passion am 6. März 2005 – im Kaiserdom von Königslutter erinnern. In diesem Beitrag hatte ich folgende Aussage zum Konzert getätigt:

Besonders beeindruckend, wie innerlich bewegend die gesamten Solisten, ob Chor oder Orchester sowie J.E. Gardiner, bei den Gesangspartien des Evangelisten, die Augen geschlossen und die Hände gefaltet, den Worten und der Musik lauschend zuhörten.
Das Publikum wurde dermaßen von diesen Passagen des Werkes eingenommen, dass selbst das Husten unterblieb. Nach dem Schluss-Ton geriet man in einen Trancezustand, absolute Stille umgab die Aufführungsstätte, Gardiner verharrte in sich gekehrt und entschwand kurze Zeit später von der Bühne um nicht wieder zurückzukehren.

Mein Umkehrschluss zur Aussage von Sir Gardiner aus dem Jahre 2000 zu Ansbach und zur Aufführung in Königslutter. Es lagen mittlerweile 5 Jahre dazwischen, hat Sir Gardiner eine neue Sicht auf diese Thematik bekommen – dass in einem sakralen Raum beim Erklingen einer Passions-Musik auf eine Beifallsbekundung zu verzichten ist, anders kann ich sein Verhalten in Königslutter nicht deuten und bin der Meinung, dass dieses Verhalten sich als richtig erweist.

Sicherlich vertritt subjektiv jeder eine andere Meinung, aber mir hat diese Schluss-Art  von Königslutter und aus der Basilika Ottobeuren – auf Applaus zu verzichten sehr gut gefallen und wünschte, das würde weiterhin Bestand haben…!!

Eine weitere Ergänzung zu dem Thema gab es in der Semperoper Dresden durch den Dirigenten Christian Thielemann am 14.2.2010 in 3Sat mit dem Beethovenkonzert mit der Missa-Solemnis:

“Wenn von einem schönen Brauch Abstand genommen wird, nämlich zu Applaudieren, es gibt keinen Applaus weder für den Auftritt noch nach dem Stück und ich finde sowieso eigentlich bei geistlichen Stücken ist das keine schlechte Idee.”

Dieses Aussage ist hier nachzuhören:

Ich fand das am Ende sehr beeindruckend, als die Besucher und das Orchester sich erhoben und schweigend eine Minute regungslos verharrten und an das Bombendrama auf Dresden durch ihre Haltung entsprechend so zum Ausdruck brachten – ein nachahmenswerter Stil..!!

Ein kleines Konzert-Schnipzel mit dem beeindruckenden Konzert-Ende- nachstehend:

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Link zum alten Beitrag: „Sinn oder Unsinn der Beifallskundgebung in Kantaten-Konzerten“

https://meinhardo.wordpress.com/2008/01/24/sinn-oder-unsinn-der-beifallskundgebung-in-kantaten-konzerten/

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Gruß

Volker

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Radiosendungen mit geistlicher Musik und Bachkantaten an den Wochenenden


Angeregt durch Wolfgangs Ausführungen  zu BWV 80 habe ich beim letzten Durchforsten der Radioprogramme einmal die regelmäßigen Sendungen am Wochenende mit geistlicher Musik der deutschen Radiosender herausgeschrieben. Einige mit Bachkantaten, andere mit immer wieder hoch interessanten, auch unbekannten Stücken. Ob die Aufstellung vollständig ist, weiß ich nicht, ich erhebe auch keinen Anspruch darauf. Vielleicht komme ich im Laufe der Woche dazu auch noch die entsprechenden Links einzufügen, aber ich denke, die meisten habt Ihr Euch inzwischen auch schon abgespeichert. Die ausländischen Sender habe ich nicht mit aufgeführt, das würde zu sonst ausufern.

Link zu den Klassik-Web-Radios im Internet nachstehend:

https://meinhardo.wordpress.com/2008/01/18/web-radios-im-internet/

Deutschlandradio Kultur
Sonntag, 6 – 7 Uhr, Sonntagsmotette, oft mit Bachkantate

NDR kultur
Samstag, 19 – 20 Uhr, Glocken und Chor
Sonntag, 8 – 8:40 Uhr, Geistliche Musik mit Bachkantate

MDR Figaro
Sonntag, 7 – 8 Uhr, Kantate, oft mit Bachkantate

RBB Kulturradio
Sonntag, 7 – 8 Uhr, Musica sacra
Sonntag, 9:30 – 10 Uhr, Bachkantate

WDR3
Samstag 18 – 20 Uhr, Vesper
Sonntag, 9 – 10, Geistliche Musik, mit Bachkantate

nordwest radio Bremen
Samstag, 18 – 19 Uhr, musica sacra
Sonntag, 7 – 8 Uhr, musica sacra, mit Bachkantate

hr2
Sonntag, 6 – 7:30, Geistliche Musik, mit Bachkantate

BR-Klassik
Sonntag, 7 – 8 Uhr, Laudate Dominum
Sonntag, 8 – 8:30 Uhr, Bachkantate

SWR2
Samstag, 19 – 20 Uhr, Geistliche Musik, manchmal mit Bachkantate
Sonntag, 8 – 8:30 Uhr, Kantate, manchmal mit Bachkantate

SR
Sonntag, 8 -9 Uhr, Bachkantate

Barbara

Radiotipps KW 49 2009


Hallo zusammen,

auch wenn die ganzen Kantatensendungen zum reformationstag schon vorbei sind, habe ich doch noch 3 Tipps für Euch:

2.11.
SWR2
20-22
20.03 SWR2 Abendkonzert
RheinVokal 2009
I Fagiolini
Cembalo und
Leitung: Robert Hollingworth
Claudio Monteverdi: Madrigale
Francis Poulenc: Sept Chansons
Luciano Berio: „Cries of London“
(Konzert vom 18. Juli im Schloss Montabaur)

5.11.
13-14
BR Klassik

Musik im Originalklang
Orchestre Révolutionnaire et Romantique: John Eliot Gardiner
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-dur;
Robert Schumann: Symphonie Nr. 4 d-moll
Wer diese Werke mit dem ORR und Gardiner auf CD hat, braucht seinen Recorder nicht zu bemühen!
SWR2
20-21

RheinVokal 2009
Klaus Mertens (Bariton)
Ton Koopman (Cembalo, Orgel)
Tini Mathot (Fortepiano, Cembalo)
Kompositionen von Georg Friedrich Händel, Carl Philipp Emanuel Bach,
Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn
(Konzert vom 4. Juli in der Herrnhuter Brüdergemeine, Neuwied)

Eine schöne Woche
Barbara

BBC-Dokumentation – J.S. Bach und das Luther-Vermächtnis


Hallo,

eine eindrückliche BBC-Produktion von 2008 u.a. über Martin Luther und Johann Sebastian Bach wurde im Oktober 2009 nochmals ausgestrahlt. Der englische Autor Simon Russell Beale untersucht die geistliche Musik in der westlichen Welt und stellt fest, dass Martin Luther selbst ein Komponist gewesen ist und eine tiefgreifende Wirkung auf die sakrale Musik ausgeübt hat. Von ihm inspiriert ist J.S. Bach der größte Komponist – der das Luther-Vermächtnis in seiner sakralen Musik umgesetzt hat.

Beeindruckende 6 Videos von der BBC-Sendung – mit fantastischen Bildern – authentischen Bach-Luther-Örtlichkeiten und eindrücklichen Bach-Werken – sind bei YouTube erschienen und stelle sie hier interessierten Besuchern zur Verfügung – ein richtiges Highlight für den heutigen Reformationstag.

Part 1  

Part 2

Part 3  

Part 4  

Part 5  

Part 6  

Grüße

Volker

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J.S. Bach Reformations-Kantaten


Hallo Bachfreunde,

dieser Tage wurde folgender Kommentar ins Forum gestellt:

Mir würde es gefallen, wenn wir wieder zu unseren Kantaten zurückkehren und eher nach positiven und heilenden Aspekten suchen. Wie vielen Leuten eröffnen Bach’s Kantaten neue Zugänge…..!!

Greife ich diesen Hinweis einmal auf und beginne mit den anstehenden Reformations-Kantaten.

Welche Kantaten sind dafür von J.S. Bach komponiert worden? Weiss es ein jeder auf Anhieb? Mir fällt spontan das BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“ – ein. Ein prächtiges monumentales Werk mit einem großartigen Eingangs-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“. Eine eindeutige Zuordnung als ein Bachwerk – in der heutigen Aufführungspraxis – ist nur bedingt aussagefähig und zweifelhaft geblieben. Bach hat eine Erstfassung 1715 in Weimar  – BWV 80a „Alles was von Gott geboren“ als Oculi-Kantate – komponiert und aus mangelnden Zeitgründen 1728 / 1731 in Leipzig überarbeitet  als Kantate zum Reformationstag: „Ein feste Burg ist unser Gott“ . Man vermutet, dass Wilhelm Friedemann Bach nach dem Tode des Vaters in Halle a.d.Saale Änderungen an dem BWV 80 vorgenommen hat.

Schloss-Kirche Wittenberg mit dem Luther-Text am Turm "Ein feste Burg"

Foto: Der Kirchenturm der Schloss-Kirche Wittenberg mit dem Luther-Text: „Ein feste Burg ist unser Gott“ (Fotorechte: V. Hege)

Kirchen_T_r_der_Schlosskirche_Wittenberg_mit_den_Luther_Thesen.JPG

Dazu ein passendes Foto mit Luthers 95 Thesen an der Kirchentür eingearbeitet

Schloss-Kirche Wittenberg. (Fotorechte: V. Hege)

Bei unserem Besuch 2008 von Wittenberg waren wir beeindruckt von dieser trutzigen Schlosskirche die ehemals zu einer Burg-Schloss-Anlage gehörte. Der in 1768 erneuerten Türflügel wurden zur Erinnerung an den Thesenanschlag 1858 ersetzt durch bronzene Türflügel mit dem Text der 95 Thesen Luthers und mit musizierenden Knaben auf den Türkämpfern.

Schon von weitem ist der beeindruckende Luther-Text am Turm der Schlosskirche zu sehen. Spontan fällt man in das Luther-Lied ein und erlebt einen bewegenden Moment. Wie mag Luther zumute gewesen sein, als er seine Thesen an die Schlosskirchen-Tür anbrachte, er war nicht am Zweifeln, dass es Unrecht war, was er tat. So sehe ich ebenfalls das Kantaten-Werk von Bach und werde immer wieder mit dieser Luther-Tat konfrontiert und eingenommen. Der Cantus firmus in höchster und tiefster Lage ist als Symbol der weltumspannenden Geltung dessen, was gesagt wird zu verstehen: Gottes Machtbereich umfasst den gesamten Kosmos. In Satz sieben ist besonders erwähnenswert die kämpferische Vertonung „Es bleibet unbesiegt und kann die Feinde schlagen“ und wirkt als ein fantastischer Kontrast zu den übrigen anmutigen Abschnitte in dem Duett für Alt und Tenor.

Aufgewühlt und beeindruckt bin ich immer von dem Schluss-Choral „Das Wort sie sollen lassen stahn“ – das lässt sich unmittelbar wunderbar auf die heutige Wirklichkeit der Finanzgebaren und Mauscheleien interpretieren, „lass fahren dahin, sie haben kein‘ Gewinn; das Reich muss uns doch bleiben.“

Es ist das erhebende Werk zum Reformationsfest für uns Protestanten, diese Eindringlichkeit der Worte und kraftvollen Musik kann sich keiner entziehen und verinnerlicht es in der Gewissheit – in der festen Burg wohl geborgen zu sein…..!!

Luther-Relief in der Schlosskirche Wittenberg.JPGFoto: Luther-Relief in der Schlosskirche Wittenberg (Foto: V. Hege)

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Es gibt so hervorragende Einspielungen vom BWV 80, sicherlich ist für mich Gardiner einer der Favoriten, aber verstecken brauchen sich Suzuki, Koopman, Herreweghe, Rilling, Richter, Thomaner unter Rotzsch, Rifkin… etc. nicht, die Auswahl ist gewaltig und das ist das erfreuliche an diesem Bachwerk.

Link: Hörpoben und CD-Einspielungen über diesen Link-Text

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Etwas zu Unrecht im Abseits dazu steht die Bach-Kantate: BWV 79 „Der Herr ist Sonn und Schild“ die ebenfalls durch einen gewaltigen Eingangs-Choral sehr einprägsam imponiert.

Der Eröffnungssatz ist als eine Art feierlicher Aufzug gestaltet – ein bewegendes Bild aufmarschierender Lutheraner. Doch ihr Kampfgeist wirkt in keiner Weise grimmig und verbissen: Die 62-taktige Einleitung schafft eine Atmosphäre geselliger Freude und Gutmütigkeit. Die Fanfaren der hohen Hörner werden von einem beharrlichen Trommelschlag untermauert, der – mit ein bisschen Phantasie interpretiert – das Geräusch des Hammers nachahmt, mit dem Luther seine Thesen an die Eichentür auf der Rückseite der Kirche schlug.

Gardiner sagt dazu in seinem Reisetagebuch:

Gillies Whittaker, der Bachs Kirchenkantaten umfangreiche Analysen gewidmet und alle nach dem Ersten Weltkrieg über mehrere Jahre in Newcastle dirigiert hat, bekannte, er habe „selten eine so überirdische Glückseligkeit empfunden wie beim Dirigieren dieses herrlichen Chores“.  Ich selbst erinnere mich, dass ich ungeheuer aufgewühlt war, als ich ihn 1972 dirigierte, aber dieses Mal, hier in Wittenberg, war seine Wirkung überwältigend.“

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Hörprobe: mp3 BWV 79 Gott der Herr ist Sonne und Schild“

01 Bach_ Cantata #79, BWV 79, _Gott, Der Herr, Ist Sonn und Schild_ – 1. Gott Der Herr Ist Sonn und Schild

02 Bach_ Cantata #79, BWV 79, _Gott, Der Herr, Ist Sonn Und Schild_ – 2. Gott Ist unser Sonn und Schild!

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Bei der kleinen dreisätzigen Kantate Nun danket alle Gott BWV 192 besteht die Gefahr, dass sie im Schatten der beiden riesigen Reformations-Kantaten (BWV 79 und 80) verkümmert. Mit ihrer bescheidenen Instrumentierung bietet sie jedoch einen reizvollen Kontrast, eine Möglichkeit, das Fest auf eine alternative und weniger bombastische Weise zu feiern….!!

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Alle oben genannten Kantaten sind in CD zwei von SDG 110 enthalten.

Ich  bin gespannt auf weitere Wortmeldungen zu diesen einprägsamen Reformations-Kantaten und welcher Interpret mag euer Favorit sein, der diese Werke beispielhaft zu interpretieren weiss.

Gruß

Volker

 

 



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Besinnlich-erfrischend-wilder Geburtstagsmarathon zum 10-jährigen Calmus Ensemble


Liebe Musikfreunde!

Gewandhaus Leipzig "Jubiläumsveranstaltung 10 Jahre Calmus-Ensemble"

Foto: Gewandhaus Leipzig „Jubiläumskonzert 10 Jahre Calmus-Ensemble“

So hätten wir uns das nicht träumen lassen. Es fing sehr besinnlich an. Eine Hommage an die „Alten“ Schütz und Bach bildete die Einleitung; („Also hat Gott die Welt geliebt“; Dir, Dir Jehova will ich singen“) so hätte es den ganzen Abend weiter gehen können. Lupenreine Intonation, Klangschönheit, ein Dahinschweben, ein sich tragen lassen von diesen exzellenten Stimmen, von der Faszination des Klangbildes. Für mich war`s schon „Jenseits von Eden“.

Programm: 10 Jahre Calmus-Ensemble

Foto: Programm: Jubiläumskonzert 10 Jahre Calmus-Ensemble im Gewandhaus mit Autogramm der Calmus-Mitglieder

Doch dann kam alles anders. Das Calmus Ensemble brachte eine Auftragskomposition von Buchberg zu Gehör: „Lobe den Herrn“. Diese Uraufführung war eine tolle Klangwelt; weit weg von unseren „Barockohren“, aber wunderschön. Nach zwei  noch sehr moderaten Mozarts trat das Raschèr Saxophone Quartett mit einer „Science-Fiction-Kantate – The Big Rip“ auf. Damit wurde die Geburtstagsfete endzeitlich. Bizarre Klangbilder, Wortmalereien, Klangmalereien stellte der Komponist Mathew Rosenblum – der auch selbst anwesend war – vor. „Kam, kam. Kam ein Wort, kam. Kam durch die Nacht. Wollt leuchten, wollt leuchten. Asche, Asche, Asche.“ Dunkle Energien überziehen die Erde. „Lift up your Eyes up to the heavens, and glance down at the earth below. The heavens will disappear like smoke”.

Calmus-Ensemble im Gewandhaus Leipzig

Foto: Das Calmus-Ensemble im Gewandhaus Leipzig

Wie Ihr seht, mussten wir auch unser etwas verstaubtes Endzeit-Englisch wieder aus der Tasche holen. Es half nur nicht viel. Die Saxofonisten mit ihren wunderschönen Instrumenten und ihren wahnwitzigen Spiel liessen uns die Sprachwelten vergessen. Bei mir blieb zwischendurch kein Auge trocken. Die Urlaute der Saxofone, verwoben mit den Stimmen der fünf Solisten liessen einen Klangteppich erahnen, zu dem nur ein bisschen Mut gehört, ihn zu beschreiten. Ich hab` mir zwischendurch ein Taschentuch vor den Mund gehalten, weil es einfach aberwitzig war und habe mich einfach mitnehmen lassen.

Calmus-Ensemble Jubiläumskonzert im Gewandhaus Leipzig

Foto: Mitwirkende im Jubiläumskonzert 10 Jahre Calmus-Ensemble

Mit „den dunklen Energien“ ist das so ein Sache. Ich zitiere aus dem Textheft: „Der Bogen, den der Komponist des Stückes schlägt, ist nun so gewagt wie genial: die metaphorische Brücke führt ihn an dieser Stelle zu einem völlig anderen Thema, das aber ebenfalls sehr viel mit Chaos und Auflösung zu tun hat: zur weltweiten Finanz- und Wirtschaftkrise, unter Benutzung von Zitaten aus einem Internet-Chatroom, in dem sich Opfer jener Krise austauschten…“. Vielleicht gehört so ein Werk wirklich zu einer Geburtstagsfete; und wenn es uns nur erinnert, dass wir „wach“ bleiben sollen.

Raschèr Saxophone Quartett im Gewandhaus

Foto: Raschèr Saxophone Quartett im Gewandhaus

Im 2. Teil des Konzerts kamen schließlich noch der MDR-Kinderchor, aus dem die Sopranistin Anja Lipfert stammt, das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium, mit dem die fünf Solisten musikalische Aufbauarbeit leisten und noch drei ehemalige Sänger aus den Gründerzeiten des Calmus Ensembles auf die Bühne.

Leider hatte der Liedermache Hans-Eckardt Wenzel absagen müssen. Das Calmus Ensemble brachte stattdesse die „Galgenlieder“ von Christain Morgenstern zu Gehör. Ich hab` mich vor lachen bald weggerollt – mir sind Tränen gekommen bei soviel perfekt-schwarzem Humor. Es war ein großer bunter Blumenstrauss, ein so aufregender Abend, das mein Herz (unsere Herzen) noch mehr für Calmus schlägt als vorher. Angefangen von der Hotelreservierung, über ein liebevoll vorbereitetes Textheft bis zur Durchführung ist den Fünfen das so gelungen, dass wir drauf und dran sind, am 12. 12. 2009 wieder nach Leipzig – diesmal zum Weihnachtskonzert – dieser excelleten Gruppe zu fahren.

Sie haben übrigens in New York wieder einen Preis ergattert; deshalb waren sie nicht persönlich zur Echo-Verleihung in der Semper-Oper in Dresden anwesend.

… und ab sofort freue ich mich jetzt auf den 5. 12. in Hamburg.

Herzlichen Gruss

Iris

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Gerichtsstreit um laute Orgelmusik aus dem Dom in Verden und Köln


Hallo Orgelfreunde,

für wie lange noch können Orgelklänge ungetrübt nach außen dringen um die Nachbarschaft nicht zu stören. Vor dem Landgericht in Verden an der Aller in Niedersachsen klagt ein Familie gegen die ihrer Meinung nach zu lauten Orgelklänge, die Musik sei destruktiv – penetrant und ziehe einen nach unten. Die Klage richtet sich gegen die Domgemeinde in Verden, seit 4 bis 5 Jahren sei ein ungetrübter Gartenaufenthalt nicht mehr möglich trotz Ohropax in den Ohren..!

Video -Beitrag von Radio Bremen-Klage gegen Domgemeinde Verden/Aller

Video -Beitrag von Radio Bremen-Klage gegen Domgemeinde Verden/Aller

In das obige Video klicken

zum Beitrag von Radio Bremen zu der anhängenden Klage der Familie gegen zu laute Orgelmusik aus dem Dom in Verden a.d.Aller..

Die Idylle am Dom in Verden/Aller

Die Idylle am Dom in Verden/Aller

Stein des Anstoßes: Furtwängler&Hammer-Orgel im Dom Verden an der Aller

Stein des Anstoßes: Furtwängler&Hammer-Orgel im Dom Verden an der Aller

Eine gleichlautende Klage ist in Köln anhängig……

In Köln lebt seit 1972 ein Ehepaar auf einem Grundstück neben dem Kölner
Dom. Nun klagen sie auf Unterlassung, weil sie Kirchenorgelklänge oder
Chorgesang, der aus dem Dom dringt, als störend empfinden.

– Zitat-Ende –

Mir kräuseln sich die Haare wenn ich so etwas lese. Der  Dom in Verden besteht seit dem 14. Jahrhundert, der Kölner Dom seit dem 13. Jahrhundert und die Wohnhäuser wurden später errichtet. Ziehe ich in die Nähe eines Domes, muss ich mit Orgelklängen vorlieb nehmen ebenso mit der Chormusik. Diese Klagen sind für mich eine Farce, wann wird gegen die Gottesdienste-Messen und Glockenklänge geklagt?

Wer dort nicht wohnen möchte, sollte umziehen und mir die Wohnung oder das Haus zur Verfügung stellen ich würde freudig zugreifen und alle Fenster öffnen, um diese herrlichen Klänge verinnerlichen zu können……!!

Wie ist Eure Meinung dazu?

Grüße

Volker

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Meinungsäußerungen in deutsch – Künstler-Solisten in CD – SDG 159 Katharine Fuge


Hallo,

eine weitere Veröffentlichung der Meinungen zur Bach Cantata Pilgrimage Tour 2000 von der Sopranistin:

Katharine Fuge

veröffentlicht in der CD SDG 159 Vol. 9

Katharine Fuge SopranFoto: Katharine Fuge – Sopran – England

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Dieser Künstler-Beitrag wurde von © Alexander Behrens für © “ Volkers Klassikseiten J.S. Bach“ übersetzt. Der Betreiber dieses Blogs Volker Hege erklärt: „Die Genehmigung zur Veröffentlichung des Reisetagebuches wurde durch Sir John Eliot Gardiner am 15.12.2006 in Braunschweig persönlich dem Inhaltverantwortlichen Volker Hege erteilt! (Alle Quellangaben von http://www.monteverdi.co.uk).“ Die Veröffentlichung der Künstlerbeiträge auf dieser Seite erfolgt mit Zustimmung von Monteverdi Productions. In den SDG-Booklets sind diese Beiträge nur englisch abgedruckt.

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Meinungsäußerung zu SDG 159 Vol. 9

Katharine Fuge, Sopran

Als wir Dezember 1999 in Weimar unser Auftaktkonzert zu dieser außergewöhnlichen Reise gaben, wusste ich zugegebenermaßen noch nicht sehr viel von Bach und seiner Musik, und so wirkte sich die Erschließung seines Werks im wöchentlichen Rhythmus unmittelbar auf mein Leben aus. Der kirchliche Dienst war mir (zunächst als Tochter eines Vikars, später als Ehefrau eines Organisten) vertraut; entsprechende Faszination hatte es für mich, dem liturgischen Jahreslauf aus dem Blickwinkel des lutheranischen Kirchenmusikers und Thüringers, der Bach war, zu folgen.

Woche für Woche erhielten wir zusammen mit unseren Stimmen auch die Lesung für den betreffenden Sonntag sowie Informationen über den persönlichen Lebenskontext, in dem die betreffenden Kantaten jeweils entstanden waren. So erfuhren wir etwa, dass sich zu einer Zeit ein besonders versierter Trompeter in der Stadt aufhielt, ein anderes Mal hatte Bach gerade den Tod eines seiner Kinder zu verkraften. Als etwas Besonderes fühlte es sich an, in Gebäuden und Städten Musik zu machen, die Bach schon gesehen hatte, und unvergessen blieb unser erster Leipzig-Aufenthalt im Januar 2000, als wir zwei Kantaten aus dem Weihnachtsoratorium in der Nikolaikirche sangen, genau an jener Stelle, wo Teile hieraus erstmals erklungen waren.

Zum Zeitpunkt unserer Rückkehr nach Leipzig im Oktober hatte die Pilgrimage uns mittlerweile nach Eisenach geführt, wo Bach geboren und getauft wurde, nach Arnstadt, Halle, Mülhausen und schließlich Köthen, wo er als Kapellmeister wirkte. Beim Spazieren durch die Straßen Leipzigs erschien vor meinen Augen das Bild eines tüchtigen Kantors, wie er mit fliegender Robe von Kirche zu Kirche eilt, jemand, der einfach seinen Dienst verrichtet. Besonders ergriffen hat mich der Moment, in dem wir um das Grab des Meister versammelt den Sterbebettchoral sangen. In dem Maße, wie das Jahr voranschritt, wuchs auch unsere Vertrautheit mit der musikalischen Sprache Bachs, mit den Tücken und Freuden, die das Deutsche für uns Sänger bereithielt und mit der tiefen Spiritualität und Menschlichkeit dieses außergewöhnlichen Menschen.

© Übersetzung: Alexander Behrens

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