Archiv des Autors: Volker

Über Volker

Meine Liebe gilt der "Klassischen Musik" von der Renaissance bis zur Romantik. Mein Übervater aller Komponisten ist "Johann Sebastian Bach.!!"

MDR-Figaro-Konzert aus Anlass des 20. Jahrestages des Mauerfalls am 9.10.2009


Hallo!

Ein Festkonzert wird am 9.10.2009 vom MDR aus der Nikolaikirche Leipzig gesendet.

Kurt Masur; Rechte: dpa

Kurt Masur dirigiert das Festkonzert in der Nikolaikirche

Fest zum 20. Jahrestag – MDR-FIGARO feiert mit

20 Jahre später, am 9. Oktober 2009 feiert FIGARO den endgültigen Durchbruch der Friedlichen Revolution mit einem Radiotag. Den ganzen Tag über werden Geschichten der Wendezeit erzählt, Historiker schildern die Ereignisse aus ihrer Fachsicht und Protagonisten von 1989 berichten von ihren Erlebnissen bei den bewegten Tagen. 

MDR-FIGARO ist auch beim 18:00 Uhr beginnenden Lichtfest vor Ort dabei, wenn sich der Innenstadtring in ein Lichtermeer aus zehntausenden Kerzen und künstlerischen Lichtinstallationen verwandeln soll. Weitere Höhepunkte des Tages sind der offizielle Festakt ab 11:00 Uhr im Leipziger Gewandhaus, das Friedensgebet um 17:00 Uhr in der Nikolaikirche sowie das Festkonzert ab 20:30 Uhr in der Nikolaikirche mit dem Gewandhausorchester unter Leitung von Kurt Masur und dem Thomanerchor unter Georg Christoph Biller.

Konzert-Programm: Freitag, 9.10.2009 – 20:30 Uhr bis 23:00 Uhr

Konzert

Ludwig van Beethoven: 
– Egmont-Ouvertüre f-moll op. 84 
– Romanze für Violine und Orchester G-Dur op. 40 
– Romanze für Violine und Orchester F-Dur op. 50

– Johann Sebastian Bach: „Fürchte dich nicht“, Motette BWV 228 
– Felix Mendelssohn Bartholdy: „Denn er hat seinen Engel befohlen über dir“ 
– Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Kurt Masur und Georg Christoph Biller
Live-Übertragung des Festkonzerts „20 Jahre Friedliche Revolution“ aus der Nikolaikirche Leipzig

———————————————–

MDR FIGARO über Internet hören

Hörproben Das Online-Radio – MDR-Figaro – für Ihren Player

Link: Zum Livestream

Link:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/524774.html

Grüsse

Volker


Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Orgelweihe in der Martin-Luther-Kirche in Detmold


Hallo Orgelbegeisterte in OWL,

eine neue Orgelweihe findet in der Martin-Luther-Kirche in Detmold statt vom 4. Oktober 2009 bis zum 10. Oktober 2009.

Martin-Luther-Kirche in Detmold

Martin-Luther-Kirche in Detmold

Text-Auszüge von der Martin-Luther-Kirchengemeinde, Detmold:

Die jetzige Ott-Orgel, im Jahr 1953 aus Material minderer Qualität gebaut, ist trotz einer Überholung im Jahr 1988 auch mit erheblichem Aufwand nicht mehr dauerhaft zu erhalten. Der Kirchenvorstand hat sich bereits 1998 für einen Orgelneubau entschieden. Mit der neuen Orgel soll das traditionell hohe kirchenmusikalische Niveau erhalten und erweitert werden.

Mit der Kieler Orgelbauwerkstatt Paschen ist es uns gelungen, einen kunsthandwerklich hochstehenden Orgelbauer zu finden, dessen Kompetenz ein klanglich und handwerklich hochstehendes Instrument erwarten lassen. Diese Orgel, in historischer Bauweise errichtet, soll ihren Dienst über Jahrhunderte versehen können. Die Pfeifen mit ihren unterschiedlichen Klangfarben und -höhen (u. a. Querflöte, Geige, Waldflöte, Piccolo, Trompete) verdienen darin besondere Beachtung.

Flyer Orgelwoche in Detmold zur Orgelweihe Ev.luther.Kirchengemeinde

Flyer Orgelwoche in Detmold zur Orgelweihe in der Martin-Luther-Kirche in Detmold

Sicht auf den Neubau der Orgel in der Ev. luther. Kirche Detmold

(Fotorechte: Martin-Luther-Kirche Detmold) Sicht auf die im Aufbau befindliche

Paschen-Orgel in der Ev. lutherischen Kirche in Detmold

——————————————————————–

Zur Orgelfestwoche der Ev. lutherischen Kirchengemeinde das Programm:

So, 4. Oktober 2009
10 Uhr Festgottesdienst: unsere Orgel erklingt zum ersten Mal Werke von Bach, Reger, Dvorak und Rheinberger
Martin-Luther-Kantorei, Jörg-Peter Mittmann, Oboe, Christoph Kuppler, Orgel
Orgelführungen im Anschluss an den Gottesdienst
19.30 Uhr Einweihungskonzert:
Werke von Bach, Liszt (B-A-C-H), Schumann, Brahms und Reger („Wachet auf, ruft uns die Stimme“) Christoph Kuppler, Orgel
Eintritt frei

—————————————-

Di, 6. Oktober 2009, 19.30 Uhr
Konzert für Sopran, Chor und Orgel: Werke von Dvorak, Mendelssohn, Fauré u.a. Cosima Henseler, Sopran, Jan Crooenenbroek, Orgel, Martin-Luther-Kantorei
Eintritt 8/ 5 €

Cosima Henseler; Sopran (Foto: V. Hege)

Cosima Henseler; Sopran (Foto: V. Hege)

———————————–

Mi, 7. Oktober 2009, 19.30 Uhr
Konzert „Romantische Klangwelten“
Prof. Tomasz Adam Nowak spielt Kompositionen und Improvisationen über Themen aus dem Publikum*
Eintritt 8/ 5 €
Themen aus den Bereichen Kirchenlied, Volkslied, gregorianische Melodien sowie Tonfolgen, die für stilgebundene Improvisationen geeignet sind, können bei Kantor Kuppler eingereicht oder an der Abendkasse abgegeben werden

—————————————-

Do, 8. Oktober 2009, 18 Uhr
Orgelvesper
Werke von Bach, Reger und Schumann Alexander Toepper, Orgel
Eintritt frei

————————————

Fr, 9. Oktober 2009, 19.30 Uhr
Konzert Orgel plus
Werke von Reger, Rheinberger, Dvorak, Saint-Saens und Mendelssohn
Christiane Muntschick, Violine, Gottfried Meyer, Bass, Christoph Kuppler, Orgel
Eintritt 8/ 5 €

——————————-

Karten für die Konzerte mit Eintritt sind im Vorverkauf während der Öffnungszeiten des Gemeindebüros und an der Abendkasse erhältlich.
Weitere Informationen bei Kantor Christoph Kuppler, Tel. 05231/301 69 04
cdkuppler@web.de oder EMail Kantorat@detmold-lutherisch.de

Link:: http://www.detmold-lutherisch.de/

Die Anschrift der Martin-Luther-Kirchengemeinde ist:

Ev.-Luth.Kirchengemeinde Detmold
Schülerstr. 14
32756 Detmold.

Im Gemeindehaus befindet sich auch das Gemeindeamt.

———————————————————————————

Disposition der neuen Paschenorgel in der

Martin-Luther-Kirche in Detmold

Baubeginn: Ostern 2009

I. Manual HW C-a’’’

1       Gedackt                  16’
2       Principal                    8’
3       Flûte harmonique     8’
4       Gamba                      8’
5       Octave                      4’
6       Flauto dolce             4’
7       Quinte                       3’
8       Octave                      2’
9       Mixtur IV-V        2 2/3’
10     Scharff III           1 1/3’
11     Trompete              16’
12     Trompete                 8’

II Manual SW 1 C-a’’’

13  Bourdon                  16’
14     Montre                      8’
15     Flûte traverse          8’
16     Salicional                 8’
17     Voix céleste             8’
18     Flûte octaviante       4’
19     Nazart                       3’
20     Octavin                     2’
21     Tierce                 1 3/5’
22     Trompette harm.      8’
23     Hautbois                   8’
24     Clairon                      4’

III Manual SW 2 C-a’’’

25     Gamba                    16’ 
26     Geigenprincipal       8’
27     Rohrflöte                   8’
28     Flauto amabile         8’
29     Fugara                      4’
30     Waldflöte                  2’
31     Harm. aetheae III-IV 2’
32     Klarinette                  8’

Pedal C-f’

33     Subbass                  16’
34     Principal                  16’
35     Quinte               10 2/3’
36     Octave                      8’
37     Gedeckt                    8’
38     Octave                      4’
39     Posaune                  16’
40     Trompete                  8’

Koppeln: I/P  ;  II/P  ;  III/P  ;  II /I  ;  III/I  ;  III/II  ;  I/4’  ;  II/16’  ;  III/16’  III/4’  ;  II16’/I  ;  III16’/I  ;  III4’/I

Spielhilfen: Tremulant für II und für III, elektrische Registertraktur mit Setzer, Koppel elektrisch.

– Ende der Dispositions-Angaben –

——————————-

Alle Orgelfreunde aus OWL sollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen, die Orgellandschaft von OWL wird durch diese neue Paschen-Orgel bereichert.

Schönes Wochenende und Grüße
Volker

Englischer Violonist – Daniel Hope -Buchveröffentlichung- Wann darf ich klatschen?


Hallo,

eine interessante Literatur-Neuveröffentlichung vom englischen Violonisten Daniel Hope mit dem Titel:

„Wann darf ich klatschen?“

mit drei Interviews am Beitrags-Ende.

Daniel Hope Buch zur Klassik-"Wann darf ich klatschen?"

Daniel Hope Buch zur Klassik-"Wann darf ich klatschen?"

Über den Autor
Der Geigenvirtuose Daniel Hope wurde 1974 in Durban/Südafrika geboren und ist in London aufgewachsen. Er nahm Unterricht u. a. bei Yehudi Menuhin. Von 2002 bis 2007 war er Mitglied des Beaux Arts Trios. Ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen, zuletzt 2006 mit dem dritten Klassik-Echo in Folge, als Instrumentalist des Jahres.

Kurzbeschreibung
«Da capo! Ein vergnüglicher und lehrreicher Blick hinter die Kulissen des klassischen Konzertbetriebs»Klassische Musik mögen viele. Aber gerade dort, wo man sie in ihrer ganzen Schönheit «live» und authentisch erleben kann, im Konzertsaal, fühlen sich manche fremd und unbehaglich. Das liegt nicht zuletzt an überkommenen Traditionen und Ritualen, die sich dem Laien nur schwer erschließen. Der Geiger Daniel Hope begegnet bei seinen Konzerten immer wieder vielen Fragen: Warum werden die Instrumente nach dem Oboenton gestimmt? Wieso gibt der Dirigent zu Beginn nur dem Konzertmeister die Hand? Weshalb wird mal mit, mal ohne Noten gespielt? Woher kommt der Frack als Dienstkleidung der Orchestermusiker? Was macht der Geiger, wenn ihm eine Saite reißt? Wer hat bestimmt, dass man zwischen den Sätzen einer Sinfonie nicht klatschen darf? Und was wird aus den Blumen, die am Ende überreicht werden……………………

Das Buch ist ab 17,89 € bei Amazon.de erhältlich.

—————————————————-

Link zur Partnerseite Volkers Klassikseiten nachstehend:

Link:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/10/buchveroffentlichung-von-daniel-hope.html

Amazon.uk (astore-Partnerseite)

Link: http://astore.amazon.co.uk/volsklajsbac-21/detail/3498006657

————————————————-

Ein weiteres Interview bei Radio Bremen Sendung: 3nach 9, in den Player unten klicken…!!

radiobremen Mediathek Interview Daniel Hope

radiobremen Mediathek Interview Sendung 3nach9 Daniel Hope

——————————————————

J.S.Bach (Air) Violinkonzert Daniel Hope Sendung 3nach9 radiobremen in den Player unten klicken…!!

radiobremen Sendung 3nach9 Voilinkonzert Hope

radiobremen Sendung 3nach9 Violinkonzert (Air) J.S.Bach-Daniel Hope

J.S.Bach Violinkonzert: In den Player oben  klicken…!!

—————————————————–

Drei Interviews mit Daniel Hope

liegen in PDF vor

1.) Link:  Interview mit dem Violonisten Daniel Hope

2. Interview:  Link:  NW 20_10_2009 Interview Danile Hope

3. Interview:  Link: DIE ZEIT http://www.zeit.de/2007/41/Weltgeiger_mit_Wurzeln

—————————————————-

Gruß
Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics
Bluecounter Website Statistics

Radio-Tipps mit Klassischer Musik für die KW 40 in 2009


Hallo,

die Radio-Tipps mit „Klassischer Musik“ für die 40. KW in 2009. Hervorheben möchte ich die Sendung auf MDR-Figaro am Montag, 28. September 2009 um 20:00 Uhr. Es ist ein Konzert-Mittschnitt vom „Magdalena Consort“ in der Bachkirche in Arnstadt vom 23.7.2009 im Rahmen des MDR-Musiksommers 2009 „Bach und seine Städte“.

———————————————-

Generell noch einmal der Link, wo eigentliche ALLE Radiostationen mit Websites und Direktlinks zu Livestreams zu finden sind:

Link:
http://www.listenlive.eu/

——————————————–

Samstag, 26.9.2009
WDR
19-20 Uhr

Vesper – Erzengel Michael

Hieronymus Praetorius

Dum praeliaretur Michael
Weser-Renaissance Bremen
Leitung: Manfred Cordes

Johann Caspar Ferdinand Fischer
Gloria aus: Missa Sancti Michaelis Archangeli
Veronika Winter und Jenny Haecker, Sopran,
Henning Voss, Altus
Nils Giebelhausen, Tenor
Matthias Gerchen, Bass
Kammerchor der MarienKantorei Lemgo
Handel’s Company
Leitung: Rainer Johannes Homburg

Georg Philipp Telemann
Siehe, es hat überwunden der Löwe
Susanne Gorzny, Sopran
Henning Voß, Altus
Ralph Eschrig, Tenor
Matthias Vieweg, Bass
Weimarer Barockensemble
Leitung: Michael Scholl

Matthias Weckmann
Es erhub sich ein Streit
Greta de Reyghere und Jill Feldman, Sopran
James Bowman, Countertenor
Guy de Mey, Tenor
Max van Egmond, Bass
Johan Huys, Orgel
Capella Sancti Michaelis
Ricercar Consort
Leitung: Erik van Nevel

Johann Adolf Scheibe
Der Engel des Herrn

Kantate zum Michaelisfest
Ann Monoyios, Sopran
David Cordier, Altus
Wilfried Jochens, Tenor
Harry van der Kamp, Bass
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Max, Hermann

Sonntag, 27.9.2009
DKultur

15-17 Uhr
Interpretationen

»Welt und Geist«

Felix Mendelssohn Bartholdys Reformationssinfonie und »Lobgesang«

Moderation: Volker Hagedorn
20-22 Uhr
Musikfest Bremen 2009

Aufzeichnung vom 7.9.09

Felix Mendelssohn Bartholdy

Sinfonie Nr. 3 a-moll op. 56 »Schottische«

ca. 20.45 Konzertpause

Felix Mendelssohn Bartholdy

»Die erste Walpurgisnacht«, Ballade für Soli, Chor und Orchester op. 60

Laia, Cortés, Maximilian, Schmitt, Florian Boesch, Matthew Brook

Collegium Vocale Gent

Coro dell’Accademia Chigiana

Orchestre des Champs-Élyssées

Leitung: Philippe Herreweghe

HR2

20-22 Uhr
Weilburger Schlosskonzerte: Concerti di Flauti
Virtuose barocke Kammerkonzerte für vier Blockflöten und Basso continuo
Werke von Vivaldi, Telemann, Bach, Schickhardt, Loeillet u.a.

(Aufnahme vom 19. Juli 2009 aus der Oberen Orangerie)
Die vier renommierte Blockflötisten der jüngeren Generation Daniel Koschitzki, Dorothee Oberlinger, Andrea Ritter und Maurice Steger hauchen dem selten gehörten barocken Repertoire für vier Blockflöten und Basso continuo ihren ganz persönlichen Atem ein. Glanzvoller Prunk und virtuose Brillanz stehen im Mittelpunkt dieses Programms, in dem die vier Blockflötenvirtuosen die musikalischen Zentren des barocken Europas bereisen. So ergänzen sich die Meisterschaft deutscher Kontrapunktik, französische Süffisanz und italienische Tiraden zu einem prächtigen Klanggemälde. Ist jeder der vier Musiker bereits als Solist ein besonderes Erlebnis, so entfacht sich in den vierstimmigen Barockkonzerten ein Feuerwerk an spritzigen Dialogen, aberwitzigen Kaskaden, wagemutigen Girlanden und spannenden Überraschungsmomenten. Mit dem Cembalisten Alfred Gross und dem Gambisten Michael Spengler stehen ihnen zwei äußerst versierte Barockspezialisten internationalen Renommees zur Seite.

Montag, 28.9.2009

MDR-Figaro
20:00-22:00 Uhr

MDR Musiksommer – Bach und seine Städte
Johann Sebastian Bach:
– „Wer da gläubet und getauft wird“, Kantate BWV 37
– „Christ unser Herr zum Jordan kam“, Kantate BWV 7
– Missa G-Dur BWV 236

Gillian Keith, Sopran
Robin Blaze, Altus
James Gilchrist, Tenor
Peter Harvey, Bass
Magdalena Consort
(Aufzeichnung vom 23.07.2009, Bachkirche Arnstadt)

MDR FIGARO über Internet hören

Das Online-Radio für Ihren Player

Link: Zum Livestream

http://www.mdr.de/mdr-figaro/524774.html

Dienstag, 30.9.2009
BBC
19-21:15 Uhr
Performance
In a concert given at Kings Place in London, Kati Debretzeni directs the Orchestra of the Age of Enlightenment with Lorna Anderson (soprano) and Richard Lester (cello) in Baroque concertos and Vivaldi’s hauntingly beautiful motet Nulla in mundo pax.

Lorna Anderson (soprano)
Richard Lester (cello)
Orchestra of the Age of Enlightenment
Kati Debretzeni (director/violin)

Corelli: Concerto grosso in D, Op 6 No 4
Handel: Arias (Il trionfo del tempo e del disinganno)
Vivaldi: Violin Concerto in D (Il grosso Moghul)
Torelli: Concerto grosso in C minor, Op 6
Vivaldi: Cello Concerto in A minor, RV420
Locatelli: Introduzione teatreale in G, Op 4 No 4
Vivaldi: Nulla in mundo pax, RV630

WDR3

Konzert

Dienstag, 29. September 2009 um 20:05 Uhr

Konzert live vom Beethovenfest Bonn 2009

Pierre-Laurent Aimard

Klavierwerke von Beethoven
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 4 G-dur, op. 58 / Klavierkonzert Nr. 5 Es-dur, op. 73
Chamber Orchestra of Europe, Solist und Leitung:

Übertragung aus der Beethovenhalle

—————————————————-

Nicht vergessen, Montag, 28.9.2009 ab 20:00 Uhr, – das Highlight – MDR-Figaro einschalten mit dem Magdalena Consort…!!

Viel Spass beim Hören.

Grüße

Volker

Auf den Spuren des – Bückeburger Bach – Johann Christoph Friedrich Bach


Hallo,

aus meiner Reihe: „Auf den Spuren von Johann Sebastian Bach“ möchte ich die Sichtweite ergänzen auf seinen zweitjüngsten Sohn „Johann Christoph Friedrich Bach“ ( genannt der „Bückeburger Bach“)geboren am 21. Juni 1732 in Leipzig, gestorben am: 26. Januar 1795 im Fürstentum Schaumburg-Lippe in „Bückeburg“ – Niedersachsen.

 

Johann Christoph Friedrich Bach (Bückeburger Bach) 1732-1795

Johann Christoph Friedrich Bach (Bückeburger Bach) 1732-1795

 

Biographie:  „Johann Christoph Friedrich Bach“ *)

Johann Christoph Friedrich Bach sein Lebenslauf begann wie der seiner Brüder: Er erhielt eine Ausbildung an der Leipziger Thomasschule sowie musikalischen Unterricht durch seinen Vater. Wilhelm Friedemann Bach, der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs, hielt (nach der Aussage von Nikolaus Forkel) den Halbbruder für den „stärksten Spieler“ unter den vier Brüdern, der „seines Vaters Claviercompositionen am fertigsten vorgetragen“ habe. Mit siebzehn Jahren begann Friedrich ein Jurastudium an der Leipziger Universität, brach dieses aber bald darauf, noch vor dem Tod des Vaters, wieder ab und folgte um die Jahreswende 1749/50 als gerade Achtzehnjähriger dem Ruf, als „Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus“ am Hof in Bückeburg in Dienste zu treten. Der aufgrund seines 45-jährigen Wirkens in der Stadt wurde Johann Christoph Friedrich Bach (auch der „Bückeburger Bach“) – genannt.

Zur größeren Ansicht jeweils in das einzelne Foto klicken..!!

 

Gastliche Einkaufsstrasse in Bückeburg-Niedersachsen (Fotorechte: V.Hege)

Gastliche Einkaufsstrasse in Bückeburg-Niedersachsen (Foto: V.Hege)

 

Der Fürst von Schaumburg-Lippe, hatte sich von der königlichen Hofmusik am Hofe Friedrich „Friedrichs II“. in Potsdam stark beeindruckt gezeigt und feste Pläne gefasst, in seiner Residenz diesem Vorbild nachzueifern.

Am Bückeburger Hof waren derzeit die beiden Italiener Angelo Colonna als Konzertmeister und Giovanni Battista Serini als Kapellmeister und Komponist tätig. Bach lernte hier den Stil der italienischen Oper und Kantate kennen, da in den mindestens zweimal wöchentlich stattfindenden Concerten, die in der Regel spätnachmittags gegeben wurden, vor allem Vokalmusik aufgeführt wurde. Dazu unterhielt die Hofkapelle eine Sängerin, Lucia Elisabeth Münchhausen, Tochter des Hofmusikers Ludolf Andreas Münchhausen, die durch den Unterricht des Konzertmeisters Serini in die italienische Gesangskultur eingeführt wurde. Am 8. Januar 1755 heiratete Bach die Hofsängerin Münchhausen, die bald darauf ihren Unterricht bei Serini einstellte.

———————————————

(Unterbrechung der Biographie aufgrund eingefügter Fotos..!!)

Zur größeren Ansicht jeweils in das einzelne Foto klicken..!!

 

Stadtkirche Bückeburg.Erbaut 1611-1615 im Stil der Weserrenaissance

Stadtkirche Bückeburg. Erbaut 1611-1615 im Stil der Weserrenaissance (Foto: V. Hege)

 

Graf Ernst von Schaumburg beauftragte im Jahr 1608 Giovanni Maria Nosseni mit dem Bau einer Stadtkirche in Bückeburg. Ab 1611 wurde mit dem Bau begonnen, der 1615 abgeschlossen wurde. Dieses Gotteshaus gilt als das erste bedeutende Kirchenbauwerk des frühen Protestantismus in Deutschland. Graf Ernst wollte mit dem Bau ein Exempel bieten, daher ließ er über der Fassade die Inschrift EXEMPLUM RELIGIONIS NON STRUCTURAE“ anbringen, die auch als Akronym seine Inizialen bilden. Der Bau wurde aus Obernkirchner Sandstein erbaut. Einen ursprünglich vorgesehenen Kirchturm ließ die Statik nicht zu. Bekanntester Prediger an der Kirche war Johann Gottfried Herder (1771-1776). Im Advent 1962 wurde der Altar zum größten Teil durch Brandstiftung zerstört. *)

 

Compenius-Orgel in der Stadtkirche Bückeburg aus dem 17. Jahrhundert

Compenius-Orgel in der Stadtkirche Bückeburg aus dem 17. Jahrhundert im Altarraum platziert. (Foto: V. Hege)

 

Die ursprüngliche Orgel stammte von dem Wolfenbütteler Orgelbaumeister Compenius. Auch sie wurde Advent 1962 ein Opfer des Brandes. Der Neubau stammt von dem Orgelbaumeister Janke aus Göttingen (1997). *)

Nachstehend eine Hörprobe von der neuerstellten Janke-Orgel in der  Stadtkirche in Bückeburg: J.S. Bach –  „BWV 553 Präludium in C“

Link für die Hörprobe:

Hörproben https://volkersklassikseitenjsbach.com/wp-content/uploads/2009/09/janke-orgel-stadtkirche-buckeburg-j-s-bach-bwv-553-praludium-und-fuge-in-c.mp3Janke-Orgel Stadtkirche Bückeburg J.S. Bach BWV 553 Präludium und Fuge in C

——————————————————————

Fortsetzung der „Johann Christoph Friedrich Bach“ – Biographie..!!

Bach wurde  1756 mit der Leitung der Hofkapelle betraut und bekam 1759 offiziell die Stelle des Hofkapellmeisters. Der einzige Versuch Johann Christoph Friedrichs, diese Anstellung gegen eine andere einzutauschen, war seine Bewerbung als Musikdirektor in Hamburg (1767). Da die Wahl jedoch auf seinen Bruder Carl Philipp Emanuel fiel, blieb er weiterhin in Bückeburg. Unter seiner Leitung wurde die Bückeburger Hofkapelle zu einer der besten an den fürstlichen Höfen Deutschlands. Er betreute die Kapelle bis zu seinem Tod am 26. Januar 1795. Hinsichtlich seines kompositorischen Schaffens steht Johann Christoph Friedrich Bach bis heute im Schatten seiner Brüder. Während seiner 45-jährigen Beschäftigung am Bückeburger Hof schrieb er jedoch eine beachtliche Anzahl von Oratorien, Kantaten und später etliche Sinfonien und Klavierkonzerte. Viele seiner Werke gelten als verschollen oder man vermutet sie noch als Kriegsbeute in Russland . Seine Werke wurden während des 2. Weltkrieges aus Sicherheitsgründen nach Berlin ausgelagert. *)

 

Herder-Denkmal an der Stadtkirche Bückeburg (Fotorechte: V. Hege)

Herder-Denkmal an der Stadtkirche Bückeburg (Foto: V. Hege)

 

Die Berufung Johann Gottfried Herder (1744-1803) als Hofprediger und Konsistorialrat nach Bückeburg im Jahre 1771 führte zu fruchtbarer Zusammenarbeit und einer Freundschaft zwischen dem Dichter und dem Komponisten Johann Christoph Friedrich Bach.

Aus ihrem gemeinsamen Schaffen-  (Herder) – stammen die Oratorien Die Kindheit Jesu und Die Auferweckung des Lazarus (1773) sowie einige Kantaten und die dramatische Werke Brutus und Philoktetes (beide 1774), wobei der kritische Herder offenbar in der engen Zusammenarbeit mit Bach seine musikästhetischen Ansichten in die Praxis umgesetzt sah. Diese Phase, die für Bach eine geistig anregende Zeit war, endete 1776 mit der Berufung Herders nach Weimar.

Während seiner einzigen größeren Reise im Frühsommer 1778, auf der er gemeinsam mit seinem Sohn – über eine Zwischenstation in Hamburg zu Carl Philipp Emmanuel – zu Johann Christian Bach nach London fuhr, wo der junge Wilhelm seine weitere Ausbildung erhalten sollte. In London lernte Friedrich in den Konzerten seines Bruders u. a. Werke Glucks und Mozarts kennen, die ihn von da an stark interessierten und beeinflussten. Jüngere Forschungen seit Hansdieter Wohlfahrth und Ulrich Leisinger sehen in Friedrich Bach einen Brückenbauer zwischen dem ausklingenden Barock und der sich herausbildenden Klassik.

Am 26. Januar 1795 starb Johann Christoph Friedrich Bach „an einem hefftigen Brust-Fieber“ in Bückeburg, wo er am 31. Januar auf dem Jetenburger Friedhof in Bückeburg begraben wurde. Dort wurde 1803 auch Bachs Witwe beigesetzt.
Sein Sohn Wilhelm Friedrich Ernst Bach führte die Komponistentradition in der Familie fort. *)

– Biographie-Ende –

*) Textauszüge: Wikipedia

——————————————————

CD-Einspielung von „Johann Christoph Friedrich Bach“

Cover: Johann Christoph Bach -Die Kindheit Jesu- Rheinische Kantorei
Cover: Johann Christoph Bach – Oratorium Die Kindheit Jesu – Rheinische Kantorei

Eine empfehlenswerte Einspielung des Oratoriums von J.Chr.Fr. Bach „Die Kindheit Jesu“von der Rheinischen Kantorei von Herrmann Max – bei amazon – mit Hörprobe –  zu erhalten über meine Partner-Seite:

Link:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/09/johann-christoph-friedrich-bach.html

Ein weiterer Link zu einer CD-Veröffentlichung:

h i e r  klicken!

—————————————

Hörproben bei amazon  h i e r  –  klicken..!!

—————————————

Meine Spurensuche:

Bei herrlichem Sonnenschein unternahmen wir  die schon lange geplante Anfahrt in das Fürstentum Schaumburg-Lippe nach Bückeburg-Niedersachsen, das fast vor unserer Haustür liegt – (zwischen Bielefeld und Hannover liegender Ort) – Es war eine Reise „auf den Spuren von den Söhnen von J.S. Bach“ und fanden sehr interessante Spuren in der Fürstenstadt Bückeburg – vor. Diese möchte ich mit Bildern und kleinen Textbeiträgen darstellen. Bückeburg ist eine urgemütliche und einheimelige Stadt, der Baustil der „Weserrenaissance“ ist überall sichtbar und wunderbar erhalten geblieben. Dazu das von den Nachfahren bewohnte Fürstliche Schloss mit seinem weitläufigen Park lädt direkt zum Besuch ein.

Zur größeren Ansicht jeweils in das einzelne Foto klicken..!!

 

Das Eingangstor zum Bückeburger Schloss (Fotorechte: V. Hege)

Das Eingangstor zum Bückeburger Schloss (Foto: V. Hege)

 

 

Johann Christoph Friedrich Bach seine Wirkungsstätte: Fürstliche Schloss von Schaumburg-Lippe in Bückeburg

Johann Christoph Friedrich Bach seine Wirkungsstätte: Fürstliche Schloss von Schaumburg-Lippe in Bückeburg.(Foto: V.Hege)

 

Gegenüber liegend vom Schloss ist die ehemalige Wohnstätte „Renthaus“ – von Johann Christoph Friedrich Bach zu finden. Das Gebäude befindet sich in einem großartigen Zustand, dort ist eine Erinnerungstafel auf Bach’s Wohnsitz angebracht worden.

 

Das "Renthaus", Wohnsitz von Johann Christoph Friedrich Bach (Fotorechte: V. Hege)

Das "Renthaus", Wohnsitz von Johann Christoph Friedrich Bach (Foto: V. Hege)

 

 

Das "Renthaus" Gebäude aus dem 17. Jahrhundert in Bückeburg (Fotorechte: V. Hege)

Das "Renthaus" Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, Wohnsitz von "Johann Christoph Friedrich Bach" in Bückeburg (Foto: V. Hege)

 

—————————————

Anschließend begaben wir uns auf eine weitere Spurensuche „auf dem Wege von Johann Christoph Friedrich Bach“ zum Jetenburger Friedhof, seine letzte Ruhestätte.

Google-Maps zum Jetenburger Friedhof:

Link: Größere Kartenansicht

Der Jetenburger Friedhof wird heute nicht mehr genutzt. Die Wegstrecke von der Stadtkirche Bückeburg dorthin kann von der Fußgängerzone zu Fuß in ca. 10-15 Minuten erreicht werden. Der Friedhof  liegt an der Jetenburger Straße – ist gut gepflegt und am Friedhofeingang – an der linken Seite – befindet sich ein Hinweisschild zu der Grabstätte von Bach.

Zur größeren Ansicht jeweils in das einzelne Foto klicken..!!

 

Sicht auf die Grabstätte von Johann Christoph Friedrich Bach

Sicht auf die Grabstätte mit Hinweisen - von Johann Christoph Friedrich Bach.(Foto: V.Hege)

 

 

Letzte Ruhestätte von "Johann Christoph Friedrich Bach"

Letzte Ruhestätte von "Johann Christoph Friedrich Bach" auf dem Jetenburger Friedhof. (Foto: V.Hege)

 

 

Hinweise mit fam. Daten und sein Wirken in Bückeburg (Fotorechte: V. Hege)

Hinweise mit fam. Daten und sein Wirken in Bückeburg (Foto: V. Hege)

 

 

Die Jetenburger Kirche aus dem 13. Jahrhundert auf dem gleichnamigen Friedhof in Bückeburg

Die Jetenburger Kirche aus dem 16. Jahrhundert auf dem gleichnamigen Friedhof in Bückeburg-Niedersachsen. (Foto: V.Hege)

 

Die Jetenburger Kirche ist eine kleine evangelisch-lutherische Kirche in Bückeburg, Landkreis Schaumburg, Niedersachsen. Diese auf den ersten Blick einfach erscheinende Feldstein-Dorfkirche stammt von 1573, jedoch befand sich hier schon seit dem 12. Jahrhundert eine Kirche. Jetenburg ist der älteste Stadtteil von Bückeburg (entlang der Jetenburger Straße). Früher handelte es sich hierbei um eine eigenständige Orts- und Kirchengemeinde. Bis zur Fertigstellung der Bückeburger Stadtkirche gingen auch die Bückeburger nach Jetenburg in die Kirche. Das Gelände um die Jetenburger Kirche besteht aus einem alten Friedhof, der heute nicht mehr als solcher genutzt wird. *)

Als Schlussfazit möchte ich anmerken, das die hinterlassenen Spuren von „Johann ChristophFriedrich Bach“ in Bückeburg sich in einem fantastischen Zustand befinden. Ein Besuch der historischen Stadt Bückeburg kann ich wärmsten empfehlen, großartige Weserrenaissance-Gebäude – Bückeburger Stadtkirche – Janke-Orgel – Fürstliches Schloss Schaumburg-Lippe – Historisches Rathaus – das Renthaus – der historische Jetenburger Friedhof …. – urige und gemütliche Gastronomie mit Strassenwirtschaft – das Hubschraubermuseum – und und… es gibt so Vielfältiges zu entdecken und die Umgebung und Landschaft von Bückeburg und das Fürstentum Schaumburg-Lippe ist wunderschön und kann den Besuch sehr empfehlen. Zum Abschluss dieser Spurensuche empfehle ich zur Stärkung und Entspannung die Außengastronomie im Schlosspark von Bückeburg, herrlich und ruhig gelegen mit zivilen Preisen – aufzusuchen.

 

Aussengastronomie im Schlosspark Bückeburg

Aussengastronomie im Schlosspark Bückeburg. (Foto: V.Hege)

 

Den vorgenannten Artikel werde ich in Zukunft ergänzen mit einem weiteren Beitrag unter dem Motto. „Auf den Orgelspuren von J.S. Bach und seine Söhne“.

Weitere Informationen zu der Stadt Bückeburg über die nachstehenden Links:

LINK:  http://de.wikipedia.org/wiki/Bückeburg

LINK:  zur Stadtgemeinde Bückeburg

————————————————-

Grüsse

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics


Offizielle Präsentation vom Label – Soli Deo Gloria – auf YouTube – sdgrecordings


Hallo,

nun will ich nach meinem Kommentar doch einen offiziellen Beitrag ins Forum stellen. Unter dem Kürzel „sdgrecordings“ hat das Label: Soli Deo Gloria eine eigene Präsentationsseite  seit dem 23. September 2009 bei You Tube eingerichtet. Dort wird als erster Video-Beitrag das Brandenburgische Konzert, aufgenommen während des Bachfestes 2008 in Köthen, dem Besucher angeboten.

VIDEO: Brandenburg Concertos / Gardiner project – Part 1

VIDEO:  Brandenburg Concertos / Gardiner project Part 2

VIDEO:  Brandenburg Concertos / Gardiner project Part 3

Das ist eine schöne Möglichkeit für die Zukunft, von Soli Deo Gloria Videos bei YouTube präsentiert zu bekommen.

Grüße

Volker

Label – Soli Deo Gloria – CD SDG 162 Vol. 13 vor der Veröffentlichung


Hallo,

Label – Soli Deo Gloria – veröffentlicht bereits die Advents-Weihnachts-CD SDG 162 Vol. 13 mit Aufnahmen aus der Kirche St. Maria im Kapitol, Köln und der Michaeliskirche in Lüneburg von der Bach Cantata Pilgrimage 2000-Tour. Lieferbar ab Oktober 2009.

Forthcoming Releases

NEW RELEASE DUE LATE OCTOBER 2009

Previous releases in both series have received phenomenal press coverage and tremendous reviews for performance, sound quality and packaging.

SDG 162 Volume 13 (2 cds) contains:

SDG162Cantatas for the for the First Sunday in Advent

BWV 61 – Nun Komm, der Heiden Heiland I BWV 62 – Nun Komm, der Heiden Heiland II BWV 36 – Schwingt freudig euch empor (recorded: St. Maria im Kapitol, Köln) Soloists: Joanne Lunn | William Towers Jan Kabow | Dietrich Henschel Cantatas for the Fourth Sunday in Advent BWV 70 – Wachet! betet! betet! wachet! BWV 132 – Bereitet die Wege, bereitet die Bahn! BWV 147 – Herz und Mund und Tat und Leben (recorded: Michaeliskirche, Lüneburg) Soloists: Brigitte Geller | Michael Chance Jan Kabow | Dietrich Henschel The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

The illustrious, multi-award winning Bach Cantatas series on SDG continues with volume 13 in the series. It features Cantatas for the first and fourth Sunday in Advent and was recorded live in December 2000.

We join John Eliot Gardiner, the Monteverdi Choir and English Baroque Soloists on their Bach Cantata pilgrimage for a concert of Bach’s Advent cantatas, performed in the largest of the Romanesque churches in Cologne, St. Maria im Kapitol (St. Mary in the Capital). Besides the festive allure they have in common, all three of Bach’s surviving cantatas for Advent (BWV 61, 62 and 36) display a sense of excitement at the onset of the Advent season. This is a time of anticipation and waiting, and an opportunity for congregations to turn away from all those self-absorbed feelings of guilt, fear, damnation and hellfire that dominated the final Sunday of the Trinity season.

This sense of having at last turned a corner is summed up in the radiantly benignaccompagnato for soprano and alto ‘Wir ehren diese Herrlickkeit’, the penultimate movement of BWV 62 Nun Komm, der Heiden Heiland II (Come now, Saviour of the Gentiles). The successive stages of Advent and the different perspectives these give on Jesus’ incarnation are perhaps most clearly marked in Bach’s early version of BWV 61Nun komm, der Heiden Heiland I . The programme ends with BWV 36 Schwingt freudig euch empor (Soar joyfully aloft), a large-scale work divided into two parts, the first of which would have been performed before the sermon, the second afterwards. The opening chorus, as befits the season, is joyous, and is described by Gardiner as a spiritual madrigal – “capricious, light-textured and deeply satisfying”.

The final European leg of the year-long pilgrimage takes us to the atmospheric Michaeliskirche in Lüneburg where we join John Eliot and his musical forces in a concert of three of Bach’s most gripping church cantatas. The programme begins with BWV 70 Wachet! betet! betet! wachet! (Watch! pray! pray! watch!) in the musical form in which this cantatas has survived – the expansion that Bach made for performance in Leipzig on 21 November 1723 of the shorter, six-movement Advent piece composed seven years earlier in Weimar (BWV70a), of which only three upper parts survive. We then hear one of Bach’s earliest cantatas, BWV 132 Bereitet die Wege, bereitet die Bahn! (Prepare the way, prepare the path), an intimate work scored for four voices, oboe, bassoon, strings and continuo consisting of two recitatives, three arias and a final chorale. The concert ends with BWV 147 Herz und Mund und Tat und Leben (Heart and Mouth, Deeds and Life), the best known of Bach’s reworkings of an earlier Weimar cantata. The pre-Christmas excitement is captured in the glorious opening chorus by the fanfare-like opening section for orchestra.

HörprobenHörproben SDG 162

DG 162 disc 1 –

1.  Nun komm, der Heiden Heiland BWV 61
– no. 1 Coro (Ouverture)

Stream Audio

19.  Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen BWV 36
– no. 7 (Aria): Soprano
soloist: Joanne Lunn

Stream Audio

SDG 162 disc 2 –

1.  Wachet! betet! betet! wachet! BWV 70
– no. 1 Coro

Stream Audio

12.  Bereitet die Wege, bereitet die Bahn! BWV 132
– no. 1 Aria: Soprano
soloist: Brigitte Geller

Stream Audio

Cantatas for the for the First Sunday in Advent

BWV 61 – Nun Komm, der Heiden Heiland I
BWV 62 – Nun Komm, der Heiden Heiland II
BWV 36 – Schwingt freudig euch empor

(recorded: St. Maria im Kapitol, Köln)

Soloists: Joanne Lunn | William Towers
Jan Kabow | Dietrich Henschel

Cantatas for the Fourth Sunday in Advent

BWV 70 – Wachet! betet! betet! wachet!
BWV 132 – Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!
BWV 147 – Herz und Mund und Tat und Leben

(recorded: Michaeliskirche, Lüneburg)

Soloists: Brigitte Geller | Michael Chance
Jan Kabow | Dietrich Henschel

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

Click here for a French Translation of the sleeve notes.

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

Click here for the English sleeve notes.

Close Window

© 2009 Soli Deo Gloria, all rights reserved


Gruß

Volker

P.S. Aktualisiert am 24.9.2009 um 21:45 h

Es gibt seit dem 23.9.2009  eine offizielle Präsentation vom Label Soli Deo Gloria auf YouTube. (sdgrecordings) Die erste Veröffentlichung ist das Video vom Bachfest 2008 aus Köthen mit dem Brandenburgischen Konzert.

Link: http://www.youtube.com/user/sdgrecordings

oder

http://www.youtube.com/watch?v=FYWB4R25Gs8#mce_temp_url#

Grüße Volker

Zwei New Releases vom Label – Soli Deo Gloria – erschienen


Hallo,

weitere Veröffentlichungen vom Label – Soli Deo Gloria – sind erhältlich:

Forthcoming Releases

TWO NEW RELEASES DUE LATE SEPTEMBER 2009

Previous releases have received phenomenal press coverage and tremendous reviews for performance, sound quality and packaging.

SDG 707 (2 cds) contains:

SDG707Bach Brandenburg Concertos

Brandenburg Concerto No. 1 in F major, BWV 1046
Brandenburg Concerto No. 2 in F major, BWV 1047
Brandenburg Concerto No. 3 in G major, BWV 1048
Brandenburg Concerto No. 4 in G major, BWV 1049
Brandenburg Concerto No. 5 in D major, BWV 1050
Brandenburg Concerto No. 6 in B flat major, BWV 1051

Kati Debretzeni | The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

“You can hand the palm to Vivaldi for the mysterious pathos of [Bach’s] slow movements and the surface brilliance of his foot-tapping rhythms, but when it comes to hitting a propulsive rhythmic groove, no-one is a match for JS Bach.“ – John Eliot Gardiner (excerpt from John Eliot Gardiner’s notes)

John Eliot Gardiner and his superb period-instrument chamber orchestra, English Baroque Soloists, record their unique interpretation of Bach’s Brandenburg Concertos for the very first time.

Gardiner only conducts two of the six concertos. The responsibility of performing the remaining four is left to the hand-picked musicians of the English Baroque Soloists led by the brilliant, Kati Debretzeni, a true Konzertmeisterin and the inspirational presiding virtuoso of this project.

This recording follows a phenomenal 11-concert residency at the Spitalfieds Music Winter Festival in December 2008 and January 2009. John Eliot Gardiner led the English Baroque Soloists and the Monteverdi Choir in performances of JS Bach’s Christmas Oratorio, Brandenburg Concertos and Motets. Every concert was well received by public and press alike, with standing ovations from the sell-out audiences and high critical acclaim:

“Gardiner encouraged rampaging exuberance from his excellent horns, subtle dynamic variations from oboes and strings, and some unusually complex phrasing…delivered with such conviction.” – The Times

The six “Brandenburg” Concertos, described by Bach as ‘Concertos for several instruments’, are widely regarded as among the finest musical compositions of the Baroque. Now considered a benchmark of Baroque music, the concertos still have the power to move people almost three centuries later.

The booklet includes a long note by John Eliot Gardiner entitled ‘A conductor-less slant on the Brandenburg Concertos’ and entries by each member of the English Baroque Soloists where they discuss their personal experience of recording the Brandenburg Concertos.

————————-

Eine Bestellung der CD’s ist über den nachstehenden Link möglich:

Link:

http://astore.amazon.co.uk/volsklajsbac-21/detail/B002NCUEZY

oder über meine Partnerseite:

Link:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

———————-

music_display_on_website-icon._V46684973_ Hörproben CD-SDG 707 „Brandenburgische Konzerte“ nachstehend:

SDG 707 disc 1 – Bach Brandenburg Concertos

1.  Concerto No. 1 in F major, BWV 1046
– no. 1 [Allegro]

Stream Audio
13.  Concerto No. 2 in F major, BWV 1047
– no. 3 Allegro assai

Stream Audio
14.  Concerto No. 3 in G major, BWV 1048
– no. 1 [Allegro]

Stream Audio
SDG 707 disc 2 – Bach Brandenburg Concertos

2.  Concerto No. 4 in G major, BWV 1049
– no. 2 Andante

Stream Audio
6.  Concerto No. 5 in D major, BWV 1050
– no. 3 Allegro

Stream Audio
9.  Concerto No. 6 in B flat major, BWV 1051
– no. 3 Allegro

Stream Audio

Play the bit stream tracks with your media player (Real Player). To get a media player click on the icon below.

———————————————————-

SDG 177 – Eternal Fire (1 cd) contains:

SDG177
Bach Choruses

BWV 34 – O ewiges Feuer
BWV 103 – Ihr werdet Weinen
BWV 80 – Ein feste Burg
BWV 178 – Wo Gott der Herr nicht bei uns haelt
BWV 101 – Nimm von uns, Herr
BWV 39 – Brich den hungrigen dein Brot
BWV 12 – Weinen Klagen Sorgen Zagen
BWV 176 – Es ist ein trotzig
BWV 19 – Es erhub sich ein Streit
BWV 27 – Wer weisst wir nah emir mein Ende
BWV 20 – O Ewigwkeit du Donnerwort
BWV 186 – Aergre dich, o Seele, nich
BWV 95 – Christus der ist mein Leben
BWV 8 – Liebster Gott

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

SDG is proud to present its first compilation, featuring a superb collection of the greatest choruses from the award-winning Bach Cantatas series, hand picked by world renowned conductor John Eliot Gardiner.

On Christmas Day 1999 a unique celebration of the new millennium began in the Herderkirche in Weimar, Germany: the Monteverdi Choir and English Baroque Soloists under the direction of Sir John Eliot Gardiner set out to perform all Johann Sebastian Bach’s surviving church cantatas in the course of the year 2000, the 250th anniversary of Bach’s death.

The fourteen choruses heard here were recorded during the course of the Pilgrimage and each exhibit clearly Bach’s depth, originality and incomparable genius.

Jonathan Freeman-Attwood in the booklet note describes each chorus as a masterpiece in its own right and that each displays “an almost unfathomable emotional range wedded to intellectual depth and layered with tireless invention, meaning and beauty.”

‘Eternal fire’ is the perfect introduction to the glory and grandeur of Bach’s wonderful choral universe. An essential purchase for lovers of Bach and classical music.

To sign up for all future releases, click here to visit our online shop.

To join our mailing list and receive advance notice of new releases and special offers,
click here.

__________________________

music_display_on_website-icon._V46684973_Hörproben von der SDG-CD 177 nachstehend:

SDG 177 – Eternal Fire – Bach Choruses

1.  O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe I BWV 34
– (1746/7) no. 1 Coro
Stream Audio
2.  Ihr werdet weinen und heulen BWV 103
– (1725) no. 1 Coro

Stream Audio
7.  Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen BWV 12
– (1714/24) no. 2 Coro

Stream Audio
9.  Es erhub sich ein Streit BWV 19
– (1726) no. 1 Coro

Stream Audio
10.  Wer weiß, wie nahe mir mein Ende? BWV 27
– (1726) no. 1 Coro

Stream Audio
11.  O Ewigkeit du Donnerwort I BWV 20
– (1724) no. 1 Coro

Stream Audio

Play the bit stream tracks with your media player (Real Player). To get a media player click on the icon below.

___________________________

Ein wichtiger Hinweis:

Mitglieder der Monteverdi-Verschickungsliste erhalten einen Rabatt-Code per E-Mail zugesandt und ist bei der Bestellung im Shop anzugeben…!!

___________________________

Grüße

Volker


Herrenhäuser Kirche mit weiteren Konzertterminen in der 39. KW


Hallo,

ein Veranstaltungs-Tipp für Hannover, weitere Konzert-Termine in der Herrenhäuser Kirche sind von der Herrenhauser Kantorei für die 39. KW in 2009 bekannt gegeben worden:

Kantorei Herrenhause Brahms Ein deutsches Requiem op.45

Kantorei Herrenhausen Brahms Ein deutsches Requiem op.45

Johannes Brahms
Ein deutsches Requiem op. 45
biblische Oper
Regie: Christoph G. Amrhein
Dietmar Sander u.a.
Kantorei Herrenhausen

Dietmar Sander, Jedermann – Ricarda Buttkus, –  Hans Fredeweß, Luzifer –

Maria Mazo, Ashleyh Hriba,
musikalische Leitung: Martin Ehlbeck

———————————————————

Kartenpreise:
Mittelschiff   26 € , nummerierte Plätze, keine Ermäßigung
Seitenschiff 19 €, unnummerierte Platze, 16€ ermäßigt für Kinder, Schüler, Auszubildende, Behinderte
Empore       14 €, unnummerierte Plätze, 11€ ermäßigt für Kinder, Schüler, Auszubildende, Behinderte

Karten erhältlich:

Link-Online

oder:
Kartenhotline der Herrenhäuser Kirche 0171-1989 829

Laporte-Kartenshop, Karmarschstr. 32, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 363 29 29

Hannover Tourist Service, Ernst-August-Platz 8, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 12345 – 111

„Kirche im Blick“, Buchhandlung an der Marktkirche, Hanns-Lilje-Platz 4/5, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 252 68 36

Gemeindebüro der Herrenhäuser Kirche, Hegebläch 18, 30419 Hannover, Tel. 0511 – 79 32 42

Abendkasse

—————————————————

Weitere Termine:

Donnerstag
Freitag
Samstag
Zusatzvorstellung
24.9.2009
25.9. 2009
26.9. 2009


20 Uhr
20 Uhr
20 Uhr


—————————————————-

Herrenhäuser Kirche in Hannover-Herrenhausen

Herrenhäuser Kirche in Hannover-Herrenhausen

VOM KIRCHENKONZERT ZUR OPER

Das „deutsche Requiem“ von Johannes Brahms ist eine der am meistgespielten Kompositionen dieses Genres. Kaum ein Musikliebhaber, der nicht von den himmlischen Klängen und den verheißungsvollen Bibelworten ergriffen ist.

Brahms hat als sein eigener Librettist gesamte Bibel durchforstet und die collagenartige Zusammenstellung der Texte vorgenommen. Der Grundgedanke der Bibelstellen ist: Der menschliche Erdenbewohner ist sterblich, aber er darf auf ein Leben nach dem Tod hoffen.

Nicht selten wird das einstündige Chorwerk mit den beiden markanten Soloeinlagen von Bariton und Sopran durch weitere Musikstücke ergänzt. In deutschen Landen erklingen beispielsweise dazu oft noch die „Vier ernsten Gesänge“ von Brahms, ebenfalls mit Bibeltexten. Im alemannischen Sprachraum kombiniert man das Requiem gerne noch mit den sechs „Jedermann-Monologen“ des Schweizer Komponisten Frank Martin. Interessant ist gerade diese Zusammenstellung, weil die kontemplativen Bibelverse des Oratoriums mit den existenziellen Ängsten und Hoffnungen des Jedermann aus Hugo von Hofmannsthals berühmten Mysterienspektakel schon fast im theatralischen Sinn kontrastieren. Aber der inhaltliche Kern ist ähnlich, auch der dramaturgische Weg. Er führt im Requiem wie in den Jedermann-Monologen das betroffene Individuum, etwas verkürzt gesagt, vom Dunkel ins Licht.

Probenfotos der Kantorei Herrenhausen

Probenfoto Kantorei Herrenhausen

Probenfoto Kantorei Herrenhausen

Kantorei Herrenhausen Probefoto Brahms

Kantorei Herrenhausen Probefoto Brahms

Kantorei Herrenhausen Probenfoto Brahms

Kantorei Herrenhausen Probenfoto Brahms

Kantorei Herrenhausen Brahms-Probefoto

Kantorei Herrenhausen Brahms-Probefoto

Wer noch ein wenig mehr dazu lesen, sich Fotos von den Proben ansehen oder den ersten Pressebericht lesen möchte, kann dies hier tun:

Link: http://www.kirchenmusik-in-herrenhausen.de

Oder gleich direkt auf die Konzertseite:

Link: http://www.kirchenmusik-in-herrenhausen.de/konzerte/brahms/brahms.htm

Link Zeitungsrezensionen

Die Herrenhauser Kantorei ist bekannt für exzellente Konzerte, ein Besuch ist sehr empfehlenswert. Siehe dazu mein Bericht aus dem Frühjahr 2009 mit der Brockes Passion von G.F. Händel.

Link: https://meinhardo.wordpress.com/?s=Brockes+Passion+Herrenhäuser+Kirche

Wünsche allen Besuchern ein wunderbares Konzertereignis.

Gruß

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Vorstellung CD SDG 104 Vol. 8 vom Label – Soli Deo Gloria


Hallo,

eine Vorstellung dieser bereits veröffentlichten CD SDG 104 – Vol. 8 fehlt im Forum und hole es schleunigst nach.

Ein Meisterstück in Sachen Bachkantaten hat Gardiner mit dieser Einspielung erzielt…!!

Jede Kantate dieser Doppel-CD ist ein Volltreffer!


Cover: CD-SDG 104 – Vol. 8

Link:

CD über meine Partnerseite im amazon aStore: Volume 8: Bremen & Santiago

  • Kantaten für den 15. und 16. Sonntag nach Trinitatis:
  • ———————————————————

CD eins: Aufführungsort:

Bremen, Kirche „Unser Lieben Frauen am 28.9.2000

Warum betrübst Du dich mein Herz BWV 138
Was Gott tut, das ist wohlgetan BWV 99 + 100
Jauchzet Gott in allen Landen BWV 51

Soloists: Malin Hartelius; Sopran, William Towers; Alto,

James Gilchrist; Tenor, Peter Harvey; Bass

———————————————————–

CD zwei: Aufführungsort:

Santo Domingo de Bonaval in Santiago de Compostela, Spanien

am 7.10.2000

Komm, Du süße Todesstunde BWV 161
Wer weiß, wie nahe mir mein Ende? BWV 27
Liebster Gott, wenn werd ich sterben? BWV 8
Christus, der ist mein Leben BWV 95

Soloists: Katharine Fuge; Sopran, Robin Tyson; Alto,
Mark Padmore; Tenor, Thomas Guthrie; Bass.
The Monteverdi Choir;
The English Baroque Soloists; John Eliot Gardiner

——————————————————–

——————————————————

Gruß

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Spektakuläres Händel-Konzert von J.E. Gardiner in der Beethovenhalle Bonn


Hallo,

meine Rezension und Betrachtung zum spektakulären Konzertabend in der Beethovenhalle in Bonn am 13.9.2009 –  von Sir John Eliot Gardiner, seinem Monteverdi Choir und English Baroque Soloists – mit dem Oratorium HWV 54 von G.F. Händel „Israel in Egypt“.

Beethovenhalle in Bonn

Beethovenhalle in Bonn (Fotorechte: V. Hege)

Programm:

Georg Friedrich Händel: »Israel in Egypt« HWV 54 Oratorium für Soli, Chor und Orchester (englische Originalfassung)

Monteverdi Choir – English Baroque Soloists – Sir John Eliot Gardiner, Dirigent

Gesangs-Solisten vom Monteverdi Choir

Solisten des Abends nach der Reihenfolge ihres Auftretens

Solisten des Abends nach der Reihenfolge ihres Auftretens

Sänger-Besetzung:

Besetzung Monteverdi Choir

English Baroque Soloists und Monteverdi Choir in der Beethovenhalle Bonn

English Baroque Soloists und Monteverdi Choir in der Beethovenhalle Bonn, (Fotorechte: V. Hege)

——————————————————-

Vorweg genommen, es war wieder so eines der traumhaften Konzerte, die in einem ewig haften bleiben werden. Was an diesem spektakulären Abend geboten wurde, lässt einem noch im Nachhinein den Atem stocken – es erklang eine überirdische Musik, die als eine Sternstunde der Absolutheit bezeichnet werden kann.

Aber nun der Reihe nach. Das langersehnte Gardiner-Konzert wurde endlich Wirklichkeit. Im Vorfeld der Veranstaltung konnten wir das neue Mitglied vom Forum  @Claudia – kennen und schätzen lernen. Bei dieser ersten Begegnung war es uns so, als ob wir uns schon lange kennen würden –  und so war es dann auch an dem gemeinsam so wunderbar verlaufenen und erlebten Konzertabend. Herz was willst Du mehr, @Claudia, @Iris und wir erhielten am Ende der Veranstaltung unser Autogramm persönlich von Sir Gardiner  nach seinem Ausspruch: „schnell schnell beeilt Euch…“ prompt und Problemlos – und konnten anschließend glücklich über den Besitz dieser Trophäe und nach dem Erleben eines grandiosen Konzertes – die Heimreise antreten.

Original-Autogramm von Sir J.E. Gardiner, Bonn

Die Trophäe: Original-Autogramm von Sir J.E. Gardiner, Bonn (Fotorechte: V. Hege)

Dieses Konzert fand im Rahmen des Bonner Beethovenfestes 2009 statt. Aufgrund des 250. Todesjahres von G.F. Händel in 2009 wurde von Gardiner das Händel-Oratorium „Israel in Egypt“ aufgeführt in der Fassung von 2 Teilen.

Händel’s 1739 uraufgeführtes Oratorium ist ein Werk des triumphalen Dankes, vor allem im zweiten Teil, wo Chor und Solisten sich gar nicht genug darin austoben können, den Sieg über die Feinde zu besingen und die leitende Hand Gottes zu preisen. Daneben erweist sich Händel hier als grandioser Meister der Tonmalerei und Tonsymbolik, wenn er die Plagen, die Gott über die Ägypter verhängt, und den Untergang ihres Heers im Meer mit beispielloser musikalischer Dramatik beschwört.

Des Komponisten wichtigstes Sprachrohr für beide Themenfelder ist der Chor: „Israel in Egypt“  es ist das Chor-Oratorium par excellence –  nur selten unterbrochen von solistischen Einlagen.

Was dann anschließend zu Gehör gebracht wurde, sprengte jeden normalen Rahmen einer Wiedergabe.

Leicht, beseelt und technisch perfekt: Das ist die Handschrift von Sir Eliot Gardiner.  Fotorechte: Barbara Frommann

Leicht, beseelt und technisch perfekt: Das ist die Handschrift von Sir John Eliot Gardiner. Fotorechte: Barbara Frommann

In der vollbesetzten Beethovenhalle präsentierte sich ein Orchester und der doppelchörige Monteverdi Choir in einer so noch nie wahrgenommenen Einheit. Eine Präzision, die atemberaubend den Hörer faszinierte.  Sir  Gardiner ist ein fantastischer Leiter und Kenner der Materie – sein Dirigat wurde ohne Pult und Noten vorgenommen – spulte die Händelmusik wie ein Uhrwerk ab, keine Unsicherheiten bei den Einsätzen und seine fantastische Interpretation des Händel-Oratoriums war eine Offenbarung. Der Monteverdi Choir präsentierte einen doppelchörigen Gesang, der keine Wünsche offen liess. Es war ein bewegendes Musizieren das den Hörer sofort in den Bann zog und ihn vollends beglückte. Die Exaktheit des Orchesters und Chores im Zusammenspiel war genial gelungen, sie bewegten sich auf Weltniveau und gaben eine überzeugende Vorstellung.

Der Chor ist eine Offenbarung. Was da an Gesangskräften fungiert, kann einen neidisch werden lassen sie singen wie von einem anderen Stern. Ihre Unangestrengtheit und beseeltes Singen bei äußerster Zurückhaltung oder dann wieder mit monumentaler Klanggewalt gerät nie außer Kontrolle, es ist technisch alles perfekt und überzeugend vorgetragen. In der gleichen Frische und Form sangen sie nach der Pause den zweiten Teil. Wer schon einmal dieses Oratorium mitgesungen hat, weiss was es bedeutet, dieses Chorwerk, dass nur so gespickt ist mit Schwierigkeitsgraden  – ohne Niveauverlust  im Singen Vorzutragen. Da war die Klasse des Chores wiederum zu bewundern wie leicht, locker und mit einer spektakulären Gesangskunst sie das Monumentalwerk dem Hörer offenbarten.

Unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner  bewältigen sie es mit nie ermüdender Bravour: mit Glanz, kerniger Substanz und Fülle in den wuchtigen homophonen Passagen, mit wacher Beweglichkeit in den fugierten Abschnitten und mit einem breiten Spektrum an malerischen Klangfarben und Ausdrucksnuancen. Es ist immer wieder bewundernswert was Gardiner aus dem Hut zaubert und an erstklassige Gesangs-Solisten-innen im zweiten Teil präsentierte.

Hervorheben möchte ich aus dieser ausgezeichneten Sänger und Sängerinn-Riege die Gesangskunst der Sopranistin: Katy Hill. Ihr Vortag war die Krönung des Abends als Miriam mit dem „Sing ye to the Lord“. Sie besitzt ein Stimmvolumen der Extraklasse und konnte die Halle vollends mit ihrer Stimme eindecken. Ihr Gesang blieb trotz der Lautstärke klar artikuliert und in einer Schönheit vorgetragen, das unter die Haut ging. Sir Gardiner forderte noch einmal seine gesamte Aufführungs-Truppe alles herzugeben und erzielte damit ein grandioses und erhebendes Finale.

Kaum war der Schlussakkord verklungen brach unbändiger Jubel in der Beethovenhalle aus, das Publikum war hingerissen von einer perfekten Darbietung und gaben mit Standing Ovation zum Ausdruck, das kann doch nicht alles gewesen sein. Nach diesem Jubelausbruch, der nicht abebben wollte, sah sich Sir Gardiner genötigt, eine Zugabe als Dankeschön zu kreieren. Mit „Sing ye to the Lord“ verabschiedete er sein fassungsloses und hingerissenes Publikum in die Nacht.

Voller CD-Tisch mit Gardiner-Monteverdi-Prodkukten

Voller CD-Tisch mit Gardiner-Monteverdi-Prodkukten

Ein Schlussfazit zu der Veranstaltungsstätte: Beethovenhalle-Bonn.

Der große Saal besitzt eine hervorragende Akustik, die Bestuhlung ist vom Feinsten und der Zugang zu den Plätzen optimal, große Flure und Pausenräume mit vielen Getränkeständen. Und das soll alles wegen einem Neubau weichen, vorgesehen ist ein Neubau in 2010, das Alte wird dann abgerissen. Wie wird es dann mit der Akustik bestellt sein, alles ist doch in einem tadellosen Zustand und bedarf keinen Neubau die Beethovenhalle besteht erst seit 1958 und ist voll Funktionsfähig…!!

——————————————

Ein kleines Bonbon als Zugabe:

music_display_on_website-icon._V46684973_ Hörprobe: Israel in Egypt mit dem Schlusschor „The Lord shall reign“

Link: Israel in Egypt _ Song – Chorus__The Lord shall reign

—————————————–

Rezension Gardiner-Konzert als PDF vom General-Anzeiger Bonn

Link:  General-Anzeiger Gardiner

—————————————–

Eine neue CD mit „Israel in Egypt“ wurde im Februar 2009 veröffentlicht:

Neuveröffentlichung: 2 CD's Händel-Gardiner "Israel in Egypt"

Neuveröffentlichung: 2 CD's Händel-Gardiner "Israel in Egypt"

H ie r  zu beziehen über meine Partnerseite:

Link:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/09/gardiner-cd-handel-oratorium-israel-in.html

————————————————

Grüsse

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Rezension-Besprechung: CD’s von SDG 153 – Vol. 20 veröffentlicht vom Label Soli Deo Gloria im März 2009


Hallo,

nach langer Zeit nun meine Rezension von SDG 153, Vol. 20 / Aufführungsort: Grote Kerk, Naarden-Holland am 20.02.2000 und Southwell Minster, Nottinghamshire – England, am 27.2.2000.

Cover: SDG 153 Vol. 20

Cover: SDG 153 Vol. 20

C D – eins –

Cantatas for Septuagesimae (4. Sonntag nach Epiphanias)

BWV 144 – Nimm, was dein ist, und gehe hin
BWV 84 – Ich bin vergnügt mit meinem Glücke
BWV 92 – Ich hab in Gottes Herz und Sinn

(Aufführung: am 20.02. 2000 in Grote Kerk, Naarden-Holland)

Soloists: Miah Persson, Sopran | Wilke te Brummelstroete, Alt
James Oxley, Tenor | Jonathan Brown, Bass

———————————————————

Grote Kerk Naarden-Holland

Foto: Grote Kerk, Naarden-Holland

—————————————————————————–

  • CD-Bestellung über amazon.uk
  • CD-Bestellung über amazon.de über meine Partnerseite:

——————————————————————————-

Rezension CD – e i n s :

Kantate: BWV 144 – Nimm, was dein ist, und gehe hin

(Kantate 4. Sonntag nach Epiphanias – Septuagesimae)

Die Kantate entstammt dem ersten Leipziger Amtsjahr Bach’s und erlebte am 6. Februar 1724 ihre erste Aufführung. Ihre Echtheit ist zuweilen angezweifelt worden, – jedoch zu Unrecht; denn das originale Quellenmaterial erweist Bach’s Autorenschaft eindeutig. Bach seine Komposition verzichtet weitgehend auf das konzertante Element. Der Eingangssatz ist eine Motettenfuge mit colla parte geführten Instrumenten – 2 Oboen und Streicher – und teilweise selbständigem Continuo.*)

Wie aus dem Nichts – ohne das geringste instrumentale Vorspiel – schleudern die Tenorstimmen das Motto: „Nimm was dein ist, und gehe hin“ – hervor bevor der Beginn einer fugierten Motette, in der zwei Oboen und Streicher über einen teilweisen unabhängigen Basso continuo die Gesangslinien verdoppeln. Dann, eine traurige und eine zarte Alt-Arie von Wilke te Brummelstroete. Hervorragend interpretiert sie diesen immer wieder in der Kantate zu hören Text: „Nimm, was dein ist….“

Miah Persson (Sopran) interpretiert die Gefühle sehr schön. Sie  nutzt geschickt die Nuancen aus – die betörend klingende Oboe im Dialog mit der Stimme verleiht der Arie einen zurückhaltenden und doch elegischen Glanz. Ebenfalls Glanzlichter setzt der Chor in Satz 3 und sechs und verleiht dieser Kantateneinspielung das Prädikat: wunderbar….!!


Kantate: BWV 84 – Ich bin vergnügt mit meinem Glücke

Bach hat den Text höchstwahrscheinlich zum 9. Februar 1727 komponiert. Die Bestimmung der Bach’schen Komposition für eine einzige Solostimme, zu der nur im Schlusschoral der Chor hinzutritt, hat ihr die bei Bach sonst seltene Bezeichnung „Cantata“ eingebracht. Man hat aus dieser Solobesetzung sowie aus der bereits erwähnten Umdichtung darauf schließen wollen, dass es sich bei diesem Werk nur um eine geistliche Hausmusik Bach’s, etwa für Anna Magdalena Bach, handele – gewiss zu Unrecht, wie schon die Bestimmung für den Sonntag Septuagesimae erkennen lässt.

Der aktuell zu vertonende Text, der auf Bachs Schreibtisch lag, basiert ebenfalls auf dem Gleichnis vom Weinberg, auch wenn diesmal nicht von den missgestimmten Arbeitern die Rede ist, sondern von „Meinem Glücke, das mir der liebe Gott beschert“. Bei der Vertonung hat Bach die geringen aufgewendeten Mittel – zum Solosopran treten als Instrumente eine Oboe, Streicher und Continuo – mit viel Sinn für die sich bietenden Abwechslungsmöglichkeiten eingesetzt. Die Eingangsarie verlangt das volle Instrumentarium. *)

Das BWV 84 beginnt in einer anderen Stimmung, auch wenn im dramatischen Kontex sich eine gleiche Richtung abzeichnet wie in der vorhergehende Kantate. Der Dialog zwischen dem Sopran und Oboe, mit beseelt aufspielenden Streichern begleitet, nimmt hier einen anderen und weniger unterwürfigen Ton an. Das ist ein Werk für Solo-Sopran, und Miah Persson gelingt es, eine große emotionale Bandbreite zu nutzen, das Highlight ist die Arie „Ich esse mit Freuden mein weniges Brot“. Dann, nach diesen Wirren – bietet der letzte A-cappella-Choral, diesbezüglich zur Linderung einen sehr geglückten Moment der Ruhe, atemberaubend, wie der Chor das gesanglich meistert.

Kantate: BWV 92 – Ich hab in Gottes Herz und Sinn

Diese neunsätzige Choralkantate, die Bach zum 28. Januar 1725 komponiert hat, liegt Paul Gerhards 12-strophiges Lied (1647) zugrunde. Die ausgedehnte Dichtung mag die Ursache gewesen sein, dass auch die Kantate ungewöhnlich lang geworden ist. Zu Beginn des großangelegten Eingangssatzes konzertieren zwei Oboi d’amore und Streicher im Wechsel. Ihre Thematik ist unabhängig von der Choralweise, die nach Beendigung des Einleitungsritonells vom Sopran zeilenweise in langen Notenwerten vorgetragen wird (Melodie: „Was mein Gott will, das gscheh allzeit). Die übrigen Singstimmen haben keinen Anteil an der Choralthematik, sondern verbinden sich mit den Streichern zu einem thematisch einheitlichen Imitationsgefüge. *)

Die einleitende Choralfantasie ist sorgfältig ausgearbeitet und weist in den drei einander imitierenden tiefen Stimmen heftige Spannungen auf. Instrumental und stimmlich wird dieser Satz in diesem Sinne zu einem wahren Kleinod vorgetragen, genial, wie Gardiner diese Spannungen erzeugt und sie umsetzen lässt und artet in eine perfekte Bach-Interpretation der Einmaligkeit aus.

Der Bass Jonathan Brown überzeugt in der musikalischen Gestalt an Festigkeit und Standhaftigkeit in seinem Rezitativ: „Es kann mir fehlen nimmermehr“. Besonders wirksam sind die Momente, wenn eine körperliche und geistige Auseinandersetzung  beschrieben wird, wie wenn die Linien „Mich die Wellen schon ergreifen / und ihre Wut mit mir zum Abgrund eilt “ Diese Verse sind eine Anspielung auf die biblische Geschichte von Jona und dem Wal, dessen Echos sind auch als ein Grollen im Continuo dargestellt“. Auch wenn Brown’s Stimme in den tiefen Lagen für diesen Abschnitt die Subtanz fehlt, sind seine Linien klar und durch intensive Vitalität motiviert gezogen.

Die Tenor-Arie, die durch einen feurigen James Oxley interpretiert wird, ist eine meisterhafte Tirade für die ersten Geigen. Die Atmosphäre, die durch den Text und den instrumentalen Linie erstellt wird, ist eine überzeugende Darstellung  – wie die Kraft des starken Armes Gottes seine Einzigartigkeit offenbart und sich als ein unbesiegbares Hindernis gegen den Satan darstellt.

Die Sopran-Arie (Miah Persson) – mit dem „Meinem Hirten bleib ich treu“ ist ein Glanzpunkt an Sangeskunst und in der Instrumentierung. Sie singt so anschaulich und überzeugend von der Treue und wird durch das bejahende Spiel der Oboe und Bc entsprechend beseelend unterstützt. Das berührt und trifft den Hörer im tiefsten seines Inneren und mag ihn vollends überzeugen: „Meinem Hirten bleib ich treu“.

music_display_on_website-icon._V46684973_

Hörprobe: BWV 92 Sopran-Arie Meinem Hirten bleib ich treu

———————————————————–

C D – zwei –

Cantatas for Sexagesimae

BWV 18 – Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
BWV 181 – Leichtgesinnte Flattergeister
BWV 126 – Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

(Aufführung: am 27.02.2000 in Southwell Minster, UK)

Soloists: Gillian Keith, Sopran | Angharad Gruffydd Jones, Sopran
Robin Tyson, Alt | James Gilchrist, Tenor | Stephan Loges, Bass

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

———————————————–

Southwell_Minster_NottinghamshireFoto: Southwell Minster, Nottinghamshire – England

—————————————————————

Rezension CD – z w e i :

Gardiner sagt in seinem Reisetagebuch folgendes zu den 3 Kantaten:

Im Brennpunkt aller drei Kantaten steht die überwältigende Macht des Wortes, das (als geistliches Manna vom Himmel) zum Glauben führt, das Thema des Tagesevangeliums (Lukas 8, 4–15), das in den ersten beiden Werken am Beispiel des Gleichnisses vom Sämann behandelt wird. Selbst an seinen eigenen Maßstäben gemessen widmet sich Bach dieser Herausforderung mit ungewöhnlicher Intensität und Findigkeit. Jede dieser Kantaten zeichnet sich aus durch eine lebendige Bildersprache, fesselnde Dramatik und eine Musik von einer Frische und Kraft, die im Gedächtnis haften bleibt.

—————————————————————————–

Kantate: BWV 18 – Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt

Die Entstehung dieser Kantate fällt in Bach’s Weimarer Jahre und ist spätestens zum 24. Februar 1715 anzusetzen, – mit größter Wahrscheinlichkeit aber schon ein oder zwei Jahre vorher. Das Bach zwei Fassungen von dieser Komposition überliefert hat liegt in der unterschiedlichen Musizierpraxis in Weimar und Leipzig. Die Weimarer Fassung verlangt an Instrumenten zum Continuo lediglich 4 Violen, Aufführungstonart war g-Moll, jedoch in der gegenüber dem Kammerton um 1 bis 1 1/2 Ton höheren Chortonstimmung. Wenn Bach das Werk daher in Leipzig in a-Moll aufführte, so entsprach das annähernd der Weimarer Tonhöhe. Neu hinzugefügt wurden in der Leipziger Fassung2 Blockflöten. Dies ist die Fassung, in der sich das Werk in der heutigen Musizierpraxis eingebürgert hat. *)

Dazu Gardiner in seinem Tagebuch zu seiner Aufführungsform von BWV 18:

Als Bach die Kantate 1724 in Leipzig wiederaufführen wollte, ergänzte er dieses Streicherensemble

um zwei Blockflöten, zur Verdopplung der beiden hohen Bratschenstimmen, dem sie einen Nimbus geben, der in gewisser Weise dem 4’-Register einer Pfeifenorgel entspricht. Das war die Version, die wir übernommen und vom Weimarer Chorton in g-moll nach a-moll transponiert haben (die Bratschen sind auf A=465 Hz gestimmt, spielen jedoch nach den ursprünglichen, in g-moll notierten Parts).


—————————————————————


Die Kantate beginnt mit einer betörenden einleitenden Instrumental-Sinfonia. The English Baroque Soloists machen aus dieser Einleitung eine nuancierte und leidenschaftliche thematische Einführung in das Kantaten-Werk. Der Satz drei als Rezitativ und Litanei für Tenor, Bass und Chor ist das Herzstück in diesem Werk. James Gilchrist, (Tenor); Stephan Loges, (Bass); der Monteverdi Choir  und das Barockorchester gelingt eine eindrückliche dramatische Litanei -Wiedergabe. Fantastisch, wie hier Gardiner Hand anlegt und seine Protagonisten in der Dramatik und Nuancierung fordert, das ist in sich ein spektakuläre Aufführung geworden die den Hörer begeistert.

Die Sopran-Arie: „Mein Seelenschatz ist Gottes Wort “ erklingt durch Gillian Keith’s mal fröhlich dann zart und als feuriges Bild entsprechend als ein Dankgesang an Gott. Beseelend dazu agiert das stimmlich vorzügliche Orchester.

Kantate: BWV 181 – Leichtgesinnte Flattergeister

Ihre erste Aufführung erlebte die Kantate am 13. Februar 1724. Jedoch scheinen damals noch keine Holzbläser mitgewirkt zu haben; denn die heute vorliegenden Stimmen für je eine Querflöte und Oboe stammen erst von einer wesentlich späteren, nicht sicher datierbaren Wiederaufführung. *)

Mit den „leichtgesinnten Flattergeistern“ sind jene oberflächlichen, wankelmütigen Menschen gemeint. Mann kann nur staunen, wie anschaulich Bach die einzelnen Details des Gleichnisses ausmalt eine zerklüftete Melodieline, von Trillern durchsetzt, eine locker geführte Staccato-Artikulation im tempo vivace und eine Instrumentierung in den oberen Stimmen mit Flöte, Oboe und Violine besetzt.

Gardiner gelingt im Kontrapunkt ein perfektes Spannungsfeld aufzubauen. Der erste beginnt mit einer eindrucksvollen Bass-Arie: Stephan Loges – meisterhaft nutzt er die Triller und Verzierungen, mit denen Bach porträtiert – die  „Leichtgesinnten Flattergeister“. Angharad Gruffydd Jones, Sopran; ist im Rezitativ ein zögerliches Singen spürbar: ihr weiches Timbre macht ihre Interpretation nicht ganz überzeugend. Der abschließende Choral ist ein wahrer Festschmaus, mit den triumphierenden Trompeten erzielt das gesamte Ensemble ein erhebendes Finale.

Kantate: BWV 126 – Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

Diese Choralkantate hat J.S. Bach zum 4. Februar 1725 komponiert. Bach hat dem herkömmlichen Instrumentarium von 2 Oboen, Streichern und Continuo im Eingangschor noch eine D-Trompete hinzugefügt , der die nicht ganz leichte Aufgabe zufiel, mit ihrem durch die natürliche Obertonreihe beschränkten Tonumfang in einem a-Moll-Satz eine führenden Rolle zu spielen. Offenbar stand Bach hierfür ein hervorragender Trompeter zur Verfügung. *)

In seiner Form  ist der Eingangssatz ein Triumph für die  Trompete – überragend spielt Gabriele Cassone der schon in den Neujahrskantaten von 2000 in der Gethsemanekirche, Berlin so überzeugend aufgetreten ist.

Gabriele Cassone-Trompete, Italien

Gabriele Cassone-Trompete, Italien

Hier bewundere ich die Auswahl von Gardiner – nur exzellente  Spitzen-Trompeter zu verpflichten, bisher haben sie mich in den SDG-Einspielungen immer überzeugen können und so ist es im BWV 126 wiederum gelungen, dass der Hörer mit einem großartigen Trompeter konfrontiert wird, dazu der klasse auftrumpfende Monteverdi Choir ergibt das berühmte Gänsehauterlebnis.

music_display_on_website-icon._V46684973_

Hörprobe:   BWV 126 (Eingangs-Choral) Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

Diese Kantate berauscht mich mit einem Lieblings-Tenor: (James Gilchrist) in Satz 2, 3 und fünf. Das ist Überzeugungsgesang in Wort und Stimme das er so überzeugend darbietet und in einer vollendeten Kunstform so einprägsam dem Hörer vermitteln imstande ist. Leider ist die Oboen-Begleitung etwas Piepsig zu hören aber schmälert nicht den hervorragenden Gesamteindruck.

James Gilchrist, (Tenor);  und Robert Tyson, (Alto); interpretieren virtuos das Rezitativ in Satz 3; „Der Menschen Gunst und Macht wird wenig nützen“. Ein Perlengesang vollster Reinheit und Klasse…. ein Traumduo!

music_display_on_website-icon._V46684973_

Hörprobe:  BWV 126 Recitativ für Alt, Tenor Der Menschen Gunst und Macht wird wenig nützen

In Satz vier, Bass-Arie: „Stürze zu Boden, schwülstige Stolze“ ist Stephan Loges ein prächtiger Part gelungen, stimmlich Ausdrucksstark interpretiert er virtuos das „schwülstige Stolze“.

Der Monteverdi Chor ist im Stande, den Schlusschoral mit einer Wärme und Stille – inhaltlich seiner Bedeutung: auf Hoffnung und  Frieden in einer wunderbaren Schönkeit und Gerechtigkeit – gesanglich einzuhüllen –  das ist es, was ein Weltklasse-Chor so auszeichnet – sie sind immer wieder in der Lage, das wörtliche Geschehen auch stimmlich zu artikulieren und umzusetzen, so dass es ein perfekter Kunstgenuss wird.

Aus Gardiner-Reisetagebuch seine Schlussanmerkung zum BWV 126:

Nichts ist oberflächlich an Bachs Vertonung, an der eindringlichen Bitte um ‚Fried und gut Regiment’ und der zarten Hoffnung auf ‚ein geruh’g und stilles Leben’. Und die denkwürdigste Phrase wird für das drei Takte umfassende ‚Amen’ aufgespart, eine wunderbare Verschmelzung polyphonen Tudorstils mit Bach’schem Kontrapunkt, die unter dem hölzernen Tonnengewölbe des Southwell Minster überirdische Schönheit erlangte.

Mein Schluss-Fazit zu diesen Einspielungen:

Es sind wieder herrliche Kantaten-Einspielungen geworden, die den Vergleich mit den bereits veröffentlichten SDG-CD’s nicht scheuen brauchen. Zu bewundern ist immer wieder die Handschrift von Sir Gardiner, seine Interpretationen der Bachwerke gelingen ihm durchwegs auf allerhöchstem Niveau und dazu sein Weltklasse-Chor und das fantastische Barockorchester ergeben immer wieder ein Spitzenergebnis der Sonderklasse.

—————————-

*) Textauszüge: Alfred Dürr, J.S. Bach “Die Kantaten”

————————–


Gruß
Voker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Die Deutschen sind und bleiben ein Kulturvolk


Hallo,

…. „die Deutschen sind und bleiben ein Kulturvolk und sind sich dessen auch bewusst!“

Diese repräsentative Umfrage erfolgte durch die „Bertelsmann-Stiftung“ in Gütersloh durch das TNS Emnid-Institut in Bielefeld.

Flyer: WELT ONLINE  (Flyerrechte: Welt Online)

Flyer: WELT ONLINE (Flyerrechte: Welt Online)

Dieser Artikel erschien gestern in  „WELT  ONLINE“ und kann unter dem nachstehend Link aufgerufen werden…!!

Link:  http://www.welt.de/die-welt/kultur/article4484918/Die-Deutschen-ein-Kulturvolk.html

Gruß

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

J.E. Gardiner und Wiener Philharmoniker in HR2 am 4.9.2009


Hallo,

wer Lust zum Mithören verspürt, kann am 4. September 2009 auf HR2 um 15:30 Uhr die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von J.E. Gardiner die“ Italienische-Sinfonie“ von Mendelssohn hören:

Mendelssohn Bartholdy

Mendelssohn Bartholdy

04.09.2009
15:30 Uhr: HR 2

u.a. John Eliot Gardiner und die Wiener Philharmoniker spielen Mendelssohn

Mendelssohns 4. Sinfonie A-Dur op. 90 „Italienische“

pdf

Programm:

http://www.hr-online.de/website/static/radio/programmfahnen/hr2_Hoerfunk_Programmfahne2009_KW_36.pdf


HR2-Informationen über den nachstehenden Link:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=23746&key=standard_document_29672982


Gruß

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Label – Soli Deo Gloria – NEW RELEASE: SDG 159 Vol. 9 und SDG 704 Brahms Symphonie 3


Hallo,

weitere wunderbare Veröffentlichungen vom Label „Soli Deo Glroia“ stehen in naher Zukunft an:

—————————————————————————–

Forthcoming Releases

TWO NEW RELEASES DUE EARLY SEPTEMBER 2009

Cover: SDG 159 Volumen 9

Cover: SDG 159 Volumen 9

  • SDG 159 – BACH CANTATAS FOR 17TH & 18TH SUNDAYS AFTER TRINITY
  • Erscheinungsdatum: 7. September 2009

SDG 159 Volume 9 (2 cds) contains:

Cantatas for the for the Seventeenth Sunday after Trinity

BWV 148 – Bringet dem Herrn Ehre seines Namens
BWV 114 – Ach, lieben Christen, seid getrost
BWV 47 – Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden
BWV 226 – Motet: Der Geist hilft unser Schwachheit auf

(recorded: Allhelgonakyrkan, Lund)

Soloists: Katharine Fuge | Frances Bourne
Robin Tyson | Charles Humphries
Mark Padmore | Stephen Loges

Cantatas for the Eighteenth Sunday after Trinity

BWV 96 – Herr Christ, der ein’ge Gottessohn
BWV 169 – Gott soll allein mein Herze haben
BWV 116 – Du Friedefürst, Herr Jesu Christ
BWV 668 – Chorale: Vor deinen Thron tret’ ich hiermit

(recorded: Thomaskirche, Leipzig)

Soloists: Katharine Fuge | Nathalie Stutzmann
Christoph Genz | Gotthold Schwarz

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

Gardiner’s award-winning Bach Cantata series on Soli Deo Gloria continues with volume 9 in the series featuring Cantatas for the seventeenth and eighteenth Sunday after Trinity. Recorded live in October 2000.

We join John Eliot Gardiner, The Monteverdi Choir and The English Baroque Soloists on their Bach Cantata pilgrimage in the spectacular dark brown gothic Allhelgonakyrkan (All Saints Church) in Lund.

The concert explodes into action as the long fanfare-like ritornello for solo trumpet and strings herald the opening of BWV 148 Bringet dem Herrn Ehre seines Namens (Give the Lord the Glory due his Name). This grand opening leads the way for the chorus to enter with a rousing delivery of the psalm verse, ‘Give unto the Lord the glory due unto His name; worship the Lord in the beauty of holiness.’

This is then followed by the chorale cantata BWV 114 Ach, lieben Christen, seid getrost (Ah, dear Christians, be brave), from Bach’s second Leipzig cycle. In typical Lutheran fashion, the text begins in despair and ends with the hope of redemption. The contrast between despondency and consolation is clear in the second movement for tenor, obbligato flute and continuo. Sung by the fantastic Mark Padmore,

“This is one in a series of bleak but hypnotic arias epitomising the beleaguered soul at which Bach excels”, states Gardiner.

We then hear BWV 47 Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden (Whoever himself exalteth shall be abashed) which opens with a mighty opening movement for chorus. Gardiner states in his notes that this was a choral fugue that grew on the choir, and by the encore of the second concert it had registered its considerable power with both the performers and the listeners.

The programme ends with the most instrumentally conceived of Bach’s double-choir motets, BWV 226 Der Geist hilft unser Schwacheit auf (The Spirit Helpeth Our Infirmities). Interestingly, this is the only one for which original doubling parts for winds and strings have survived. It is also the only motet composed by Bach for which a specific purpose is known – the funeral service of JH Ernesti, the rector of the Thomasschule in Leipzig.

We then travel to the Thomaskirche in Leipzig and open the programme with BWV 96Herr Christ, der ein’ge Gottessohn (Lord Christ, the only Son of God). The cantata is closely connected to a 200-year-old hymn by Elisabeth Cruciger, a poet who came from an emigrant aristocratic Polish family.

Next comes BWV 169 Gott soll allein mein Herze haben (God alone shall have my heart), the last and considered by many to be the most consistently beautiful of Bach’s Cantatas for solo alto. This is then followed by the superb choral cantata BWV 116 Du Friedefürst, Herr Jesu Christ, first performed on 26 November 1724.

The choir then retreat to the very crucible where for the last twenty-seven years of his life Bach worked. They form a horseshow around his final resting place and sing a cappellawhat legend has identified as Bach’s very last piece, BWV 668 Vor deinen Thron tret’ ich hiermit, the so-called Deathbed Chorale.

————————————————-

Anmerkungen + Kritik zu SDG 159 Vol.9

Unter den Solisten, James Gilchrist, Warnung vor dem Abgrund in „Es ist das Heil“ (BWV9), und Kobie van Rensburg, in der Arie aus Argre dich, o Seele, nicht, sind hervorragend. In Vergnügte Ruh (BWV170), Michael Chance singt mit ätherischen Ton, aber undeutlich ausgedrückt. Still, Sammler der Serie werden nicht enttäuscht sein. „

(von der Sunday Times)

„Die letzte Tranche von Gardiner’s die einjährige Bach Wallfahrt Dokumente Vorstellungen von einer Woche in Ansbach, die Einspielungen von einem Bach-Festival seit 1948, und Haddington, in der Nähe von Edinburgh, für die sechsten und siebten Sonntag nach Trinitatis. Da zwei separate Quartett der Solisten, und verschiedene Konfigurationen von Gardiner Elite Chor und Barock-Orchester, die Ergebnisse sind bemerkenswert konsistent, dank der Kraft des Leiters der einzige denkende Persönlichkeit in seiner Vorliebe für J.S. Bach.


————————————————————————

SDG 704 – Brahms Symphony 3 (1 cd) contains:

Erscheinungsdatum: 7. September 2009

Cover: SDG 704 Brahms Symphonie 3

Cover: SDG 704 Brahms Symphonie 3

Johannes Brahms

1833-1897

Ich schwing mein Horn ins Jammertal Op.41/1 (1861)
Es tönt ein voller Harfenklang Op.17/1 (1860)
Nachtwache I Op.104/1 (1888)
Einförmig ist der Liebe Gram Op.113/13 (1891)
Gesang der Parzen Op.89 (1882)

Symphony No.3 in F major Op.90 (1883)

I Allegro con brio
II Andante
III Poco allegretto
IV Allegro

Nänie Op.82 (1881)

(recorded: the Salle Pleyel, Paris and the Royal Festival Hall, London)

The Monteverdi Choir | Orchestre Révolutionnaire et Romantique | John Eliot Gardiner

Soli Deo Gloria is proud to release the third instalment in the successful Brahms Symphony series which sees John Eliot Gardiner and his Orchestre Révolutionnaire et Romantique explore the music of Johannes Brahms.

The recordings from this series are drawn from Gardiner’s two-year Brahms and his Antecedents project which not only celebrated Brahms the composer, but traced the roots from which Brahms drew his creative inspiration. No other composer of the 19th century had such a close and informed relationship to music of the past and for this reason, great choral works by composers as varied as Bach, Schütz and Mendelssohn are performed alongside Brahms’ compositions.

This album features Brahms’ grand, heroic third symphony alongside his setting of Schiller’s dirge Nänie and Goethe’s dramatic ballad Gesang der Parzen. These are preceded by a little group of choir pieces threaded together by an autumnal hunting-horn theme.

The choral pieces on this release demonstrate beautifully the extent to which choral thinking permeates Brahms’ orchestral writing. Gardiner states that

“just as there is choral thinking evident in his symphonies, surely there are also signs of orchestral thinking embedded within his choral writing.”

Both Nänie and Gesang der Parzen show fascinating links with Brahms’ last two symphonies Parzen sharing with the Third not just an adjacent opus number but an immensely powerful orchestral opening, with passing references to ‘early music’ styles next to passages of the most advanced harmony.

Einförmig ist der Liebe Gram, an irresistible little piece written for women’s voices, sees Brahms take the final song from Schubert’s Winterreise and turn it into a haunting six-part canon. Another example of Brahms forging links with a revered predecessor.

Written nearly six years after Brahms completed his Second Symphony, his Third Symphony was described by Hans Richter on its premiere as Brahms’ ‘Erioica’. A friend of Brahms and music critic at the time, Eduard Hanslick, wrote:

“Many music lovers will prefer the titanic force of the First Symphony; others, the untroubled charm of the Second, but the Third strikes me as being artistically the most nearly perfect”

Inside the same elegant packaging used for the Bach Cantatas CDs, the booklet notes feature an in-depth conversation between John Eliot Gardiner and composer Hugh Wood.

—————————————————

Es stehen noch weitere Veröffentlichungen vom Label Soli Deo Gloria in diesem Jahr an, ich werde sie nach meinem Urlaub veröffentlichen.

Grüße

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

//


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Nachbetrachtungen und kritische Anmerkungen zum 84. Bachfest der – Neuen Bachgesellschaft – in Mühlhausen-Thüringen


Hallo,

schon im Vorfeld waren wir ganz neugierig, was unterscheidet ein Leipziger Bachfest mit einem von der „Neuen Bachgesellschaft“ veranstaltetes Bachfest, das jedes Jahr in einer anderen Stadt ausgerichtet wird. Es war die erste von uns besuchte Veranstaltung dieser Art und hinterliess zwiespältige Eindrücke – aber dazu später etwas mehr.

Flyer_84._Bachfest_M_hlhausen

Flyer vom 84. Bachfest der „Neuen Bachgesellschaft“ in Mühlhausen-Thüringen

Nach einer sommerlichen und schönen Anfahrt aus OWL  empfing uns eine sehr schön erhaltene – gepflegte und freundlich wirkende mittelalterliche Stadt in Thüringen umgeben mit Mauern, Türmen und Stadttoren. Das Banner-Logo prangte an allen Kirchen der Stadt und der optische Hinweis auf das 84. Bachfest war überall unübersehbar zu bemerken. Nach der Wende wurde sehr viel an den Kirchen, Häusern, Straßen und Plätzen renoviert und alles erstrahlte in neuem Glanz und war für den Bachfestbesucher sehr anheimelnd. Die architektonische Vielfalt, ja die gesamte Stadtanlage mit der erhaltenen und begehbaren Stadtmauer zeugen von der wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung der einstigen Freien Reichs- und Hansestadt. Die Freundlichkeit und die Auskunftbereitschaft der Mühlhausener und ihre begeisternde Anteilnahme am Bachfest muss an dieser Stelle einmal lobend erwähnt werden.

Blick auf Mühlhausen-Thüringen mit Stadtmauer und seinen Türmen

Blick auf Mühlhausen-Thüringen mit Stadtmauer und seinen Türmen

Der Anlass, dieses 84. Bachfest vom 7.8.2009 bis 16.8.2009 – ausgerichtet von der „Neuen Bachgesellschaft“ in Mühlhausen-Thüringen zu begehen – ist das 300-jährige Bestehen und das 50-jährige Jubiläum der Bach-Wender-Schuke-Orgel in der Divi Blasii Kirche nach ihrer Renovierung, welche nach den Vorgaben von Albert Schweitzer und in der Disposition von J.S. Bach als eine Bach-Orgel durch die Orgelbaufirma Schuke aus Potsdam in 1959 restauriert wurde. J.S. Bach war als Organist in der Divi Blasii Kirche im Jahr 1707 bis 1708 tätig und weihte persönlich im Jahr 1709 – aus Weimar kommend – die neuerbaute Wender-Orgel in Divi Blasii ein.

Bach-Wender-Schuke-Orgel in der Divi Blasii Kirche

Bach-Wender-Schuke-Orgel in der Divi Blasii Kirche, Mühlhausen-Thüringen

Bachst_tte_Divi_Blasii_Kirche_M_hlhausen_Th_ringen.JPG

Die Bachstätte: Divi Blasii Kirche in Mühlhausen-Thüringen

Unser Besuch am ersten Tag des Bachfestes, 7.8.2009, galt dem Eröffnungskonzert in der Bachkirche Divi Blasii am Abend. Hier wurden Vokal-Werke aus der Schaffensperiode von J.S. Bach während seiner Tätigkeit in Mühlhausen (1708-1709) zur Aufführung gebracht.

Programm

Mühlhauser Kantate: BWV 131 „Aus der Tiefe, rufe ich, Herr, zu dir“

Kantate; BWV 106 „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“

Ratswechselkantate: BWV 71 „Gott ist mein König“

Ausführende:

Mühlhausener Bachchor, Dirigent: Oliver Stechbart, Gesangs-Solisten:

Barbara Christina Steude; Sopran, Susanne Krumbiegel; Alt,

Matthias Schubotz; Tenor, Stephan Heinemann; Bass,

Mitglieder des Händel-Festspielorchesters Halle

———————————————-

Als ein organisatorischer Mangel entpuppte sich beim Aufsuchen unserer Plätze in Divi Blasii der Kategorie „A“ entsprechende Hinweise zu finden, kein Platzanweiser in der näheren Umgebung. Nachdem wir unsere Kategorie gefunden hatten, waren sämtliche Reihen von anderen Besuchern belegt, die viel weniger Eintrittsgeld bezahlt hatten. Es war uns nur möglich, uns zu trennen und mit einem  sehr schlechteren Einzelplatz uns zu begnügen. Hier sollte in Zukunft in der Organisation Hand angelegt werden, hätten wir das gewusst, dass alles durcheinader sitzt, hätten wir viel Eintrittsgeld einsparen können…!!

In der übervollen Divi Blasii Kirche erklang zur Überraschung aller zum Anfang das Orgelwerk BWV 582 „Passacaglia c-Moll“ – welches nicht im Programm vorgesehen war. Es war die große Überraschung vom Kreiskantor Oliver Stechbart, das er sich als ein Highlight für den Eröffnungsabend ausgedacht hatte. Dieses Orgelstück ist ein Wunderwerk an 20 Variationen und wurde entsprechend gekonnt und bis zur grandiosen Fünfstimmigkeit der Abschlussfuge eindrucksvoll wiedergegeben. Für die Orgelliebhaber ein Überraschungsstart des Konzertabends nach Maß, ein erhebender Moment diese großartige Bach-Wender-Schuke-Orgel zu hören, Orgel und Raumklang ein Traumerlebnis. Franz List bemerkte zu diesem Orgelwerk von J.S. Bach: dass eine Kreuzsymbolik erkennbar sei…!!

Die anschließenden Kantatenwerke von J.S. Bach aus seiner Mühlhausener Zeit sind allen hinreichlich bekannt und möchte nicht noch einmal speziell darauf eingehen. Der Mühlhausener Bachchor besteht aus ca. 60 bis 70 Sängerinnen und ist überdurchschnittlich überaltert, junge Sänger/innen konnte ich kaum ausmachen und so entsprach dann auch der Chor den gesanglichen Gegebenheiten und Qualitätsansprüchen. Aufgrund der Chorstärke verhallte vieles im Niemansland, die Akustik in Divi Blasii benötigt keinen Mammut-Chor und sollte künftig in einer kleineren Besetzung auftreten. Wie wohltuhend war hier das Gesangsquartett in den Rezitativen und Arien zu hören, das war ein Gesang- und Hörgenuss. Aber die Hingabe und die Freude am Singen war dem Mühlhausener Bachchor anzumerken und wurde wohlwollend registriert.

Das vorzügliche Solistenquartett: Barbara Christina Steude, Sopran, Susanne Krumbiegel, Alt, Matthias Schubotz, Tenor, und Stephan Heinemann, Bass,

Das vorzügliche Solistenquartett: Barbara Christina Steude, Sopran, Susanne Krumbiegel, Alt, Matthias Schubotz, Tenor, und Stephan Heinemann, Bass, rechts im Bild rechts sitzend: der Vorsitzende der "Neuen Bachgesellschaft" --------------------> Martin Petzoldt, Leipzig.

Das Barockorchester, bestehend aus Mitgliedern der Händelfestspiele Halle überzeugten in gewohnter Manier und gaben dem Ganzen den gewissen Pep und waren das Sahnehäubchen in der Kantatenwiedergabe. Berührend in den Kantaten waren die Flötisten und Gambe und Bc zu benennen, ihr Spiel ging einem unter die Haut, das war gekonnt und vorzüglich vorgetragen. Als ein junger aber überzeugender Leiter und Dirigent entpuppte sich der Kreiskantor Oliver Stechbart als ein Nachfolger von J.S. Bach in Divi Blasii angestellt.

Ein rühriger Leiter: Kreiskantor Oliver Stechbart, der Bachchor Mühlhausen und Mitglieder des Orchesters der Händelfestspiele Halle

Ein rühriger Leiter: Kreiskantor Oliver Stechbart, der Bachchor Mühlhausen und Mitglieder des Orchesters der Händelfestspiele Halle

Weitere Fotoimpressionen des Eröffnungsabends:

Bachchor Mühlhausen und Orchestermitglieder der Händel-Festspiele Halle

Bachchor Mühlhausen und Orchestermitglieder der Händel-Festspiele Halle

Junge französische Barockdamen, verkleidet als Französinnen begleiteten uns durch den Eröffnungsabend, die Eingangsbegrüßung der Besucher erfolgte auf französich...

Junge französische Barockdamen, verkleidet als Französinnen begleiteten uns durch den Eröffnungsabend, die Eingangsbegrüßung der Besucher erfolgte ----------------> in französisch... ein rühriger Gag.

Bekannte Besucher und Mitglieder der NBG aus OWL-Bayern..!!

Ein uns sehr gut bekannter Konzert-Organist und Dozent an der HfM Detmold: Prof. Gerhard Weinberger, Mitglied im Vorstand der "Neuen Bachgesellschaft"

Ein uns sehr gut bekannter Konzert-Organist und Dozent an der HfM Detmold: Prof. Gerhard Weinberger, Mitglied im Vorstand der "Neuen Bachgesellschaft"

Die Ehegattin von Prof.Gerhard Weinberger, Beatice-Maria Weinberger, ebenfalls bekannte Konzert-Organistin

Die Ehegattin von Prof.Gerhard Weinberger, Beatrice-Maria Weinberger, ebenfalls bekannte Konzert-Organistin

Wohlverdienter Applaus begleitete die Aufführenden in eine laue Sommernacht und wir waren gespannt auf den Folgetag mit der Orgelnacht in drei Kirchen. Hier wird als erster Organist in Divi Blasii Prof. Gerhard Weinberger zu hören sein.

———————————————————————

Das Eröffnungskonzert wurde vom MDR-Fernsehen aufgezeichnet, wann es einen Termin der Ausstrahlung gibt, ist mir z.Zt. nicht bekannt.

——————————————————————-

Der Folgetag, Samstag, 8. Augsut 2009, mit dem Besuch der Orgel-Nacht..!!

In einer aufregenden Orgelnacht hatten sich zwei große Orgel-Interpreten zu einem besonderen Event zusammengetan. Professor Gerhard Weinberger begann um 20:00 Uhr sein Nachtkonzert an der Bach-Wender-Schuke-Orgel in  der Divi Blasii Kirche. Anschließend wurde um 21:00 Uhr die Orgel-Nacht mit dem bekannten Konzert-Organisten Professor Daniel Roth, Paris, in der Kirche St. Marien (Historische Sauer-Orgel, erbaut 1891) und von Daniel Roth anschließend um 22:00 Uhr in der Kirche St. Josef – (Horst Jemlich-Orgel, Dresden, erbaut 1981) –  fortgesetzt. Es war ein absolutes Highlight so zu Fuß durch Mühlhausens nächtliche Straßen zu ziehen, um zwei der zurzeit großen Organisten erleben zu können.

Programm in Divi Blasii – Gerhard Weinberger um 20:00 Uhr

3 Werke von Johann Ludwig Krebs (1713-1780) Präludium und Fuge C-Dur

Fantasia sopra „Freu dich sehr, o meine Seele

„Wir glauben all‘ an einen Gott“

J.S. Bach (1685-1750) Concerto d-Moll nach A. Marcello, BWV 974 (Originalfassung Prof.G. Weinberger)

Harald Genzmer (1909-2007) Zweite Sonate

——————————————–

Das Ehepaar Weinberger ist Herausgeber einer vierbändigen Gesamtausgabe der Orgelwerke von Johann Ludwig Krebs. Krebs war einer der fleißigsten Schüler von J.S. Bach und seine Werke werden heute gerne zu Gehör gebracht. So stellt sein Präludium und Fuge C-Dur eine Abwandlung von Motiven dar, die besonders das Präludium zu einem virtuosen Konzertstück machten. Nicht weniger virtuos die „Fantasia sopra“ –  „Freu dich sehr, o meine Seele“. Weinberger nutzt die 42 Register der Schuke-Orgel zu ganz neuen Klangbildern. Der Organist der feinen Töne windet sie wie Perlenschnüre aneinander und entwickelt daraus ein filigranes Klangbild der ruhigen und besonnenen Art. In dieser Formsprache haben wir Krebs noch nie von einem Interpreten an der Orgel gehört und sind begeistert, die Wiedergabe Weinbergers geriet zu einer geistigen Meditation der besonderen Art. Der Hörer schwebte mit seinen Gedanken in unbekannten Sphären und genoss in vollen Zügen die ruhigen Klangbilder von der grandiosen Schuke-Orgel. Ein Dank geht an diesen fantastischen Orgelinterpreten, der das bewirken konnte.

Die Poesie der Orgelminiaturen steckte auch in dem Bachschen „Concerto“, BWV 974, und selbst Harald Genzmers streng geschnittene Sonate vibrierte trotz seiner ernsten Themenvorgabe vital unter den Händen des hervorragenden Interpreten. Schade, die Zeit war zu kurz bemessen denn nach einer 3/4.-stündigen Orgelmusik war der Schlusspunkt gesetzt worden, um den Fußmarsch in Richtung St. Marien zum Konzert von Daniel Roth um 21:00 Uhr –  pünktlich antreten zu können. Das Publikum war begeistert aber der wohlverdiente Applaus geriet aus dem vorgenannten Grund zu kurz. Eine kurzfristige Verbeugung von Weinberger auf der Orgelempore an seine Besucher und er verschwand in der Dunkelheit der Kirche.

Kreiskantor Stechbart dankt Gerhard Weingerger für sein Orgelkonzert

Kreiskantor Stechbart dankt Gerhard Weingerger für sein Orgelkonzert

————————————————————————–

Teil zwei der Orgelnacht in der Hauptkirche von Mühlausen-Thüringen die St. Marienkirche, historische Kirche vom Pfarrer Thomas Müntzer (1525) Anführer des Bauernaufstandes im Eichsfeld, ausgehend von Mühlhausen-Thüringen.

Danach Teil drei der Orgelnacht in der Kath. Pfarrkirche St. Josef in Mühlhausen.

Pilgermarsch zum Orgelnachtkonzert in St. Marien Mühlhausen

Pilgermarsch zum 2. + 3. Orgelnachtkonzert in St. Marien Mühlhausen

Hauptkirche von Mühlhausen, St. Marienkirche

Hauptkirche von Mühlhausen, St. Marienkirche

Schuke-Orgel, erbaut 1891 in der St. Marienkirche Mühlhausen-Thüringen

Romantische Sauer-Orgel, erbaut 1891 in der St. Marienkirche Mühlhausen-Thüringen

Besucheransturm in St.Marien zur Orgelnacht mit Daniel Roth

Besucheransturm in St.Marien zur Orgelnacht mit Daniel Roth im Hintergrund der Marien-Altar

——————————————————

Leichter Regen begleitete uns anschließend zu den letzten Stätten der Orgelnacht. Wir kamen uns vor wie Pilger auf einem unbekannten Pilgerweg, aber das machte die Orgelnacht so spannend. Die anschließenden Orgelwerke in St. Marien und St. Josef waren ausschließlich der französischen Orgelliteratur zugedacht. Aus diesem Grunde wurden die Orgel-Werke in zwei verschiedenen Kirchen veranstaltet, um die entsprechenden Orgeln für diese Werkswiedergaben in Anspruch nehmen zu können. Überrascht wurden wir beim Betreten der St. Marienkirche, dass sie fast schon gefüllt war, wollen die Besucher keine Barock-Orgelwerke mehr hören sondern bevorzugen die Kathedralmusik der Franzosen? Das war für uns ein ungelöstes Rätsel, Divi Blasii mit lichten Reihen und ab St. Marien eine übervolle Kirche, da verstehe einer die Orgelwelt noch…!!

Die Werke von César Francks und Charles Marie Widor erklangen zu den 61 klingenden Registern an der größten historischen Orgel Thüringens (Sauer-Orgel) in der Marienkirche.

Die Orgelwerke von Boélys, Guilmants und Viernes Orgelschöpfungen zum modernen, allen musizierpraktischen Anforderungen gerecht werdenden Instrument – erklangen an der Jemlich-Orgel in St. Josef.

Den ganzen Klangschatz des Symphonieorchesters hat Daniel Roth im von ihm übertragenen Allegretto-Satz aus der d-Moll-Symphonie von Franck aus der Sauer-Orgel „gezogen. Und schließlich Francks letzter Choral Nr. 3, d-Moll: nicht nur doppeldeutig in der Tonart, Daniel Roth spielte auch die historischen Bezüge dieses Werkes aus. Manuell ohne Probleme beherrscht der Pariser Organist auch die Raffinessen eines Widorschen Paradestückes: den dritten Satz seiner 6. Orgelsinfonie. Die in großem Tempo gespielten Staccati gerieten zu einem wahren Ritt der Grazie. Er beherrscht sein Organistenhandwerk bravurös und konnte unmittelbar die großen Franzosen dem Besucher eindrücklich näher bringen.

Riesiger Schlussapplaus für einen genialen Orgelinterpreten der französischen Orgelliteratur brandete auf und wirkte nach lange in uns nach. Was haben wir in dieser Orgelnacht für Gegensätze erlebt, vorab  die feingliedrige  barocke Wiedergabe von Gerhard Weinberger und anschließend fast zwei Stunden erlebt man ein Bombardement mit französischer Kathedralmusik durch den genialen Daniel Roth. Orgelfreund, was willst du mehr – aber,  wir waren danach so aufgewühlt, dass  an einen ruhigen Schlaf nicht zu denken war…!!

Daniel Roth bedankt sich für den Applaus in St. Marien Mühlhausen

Orgel-VituoseDaniel Roth bedankt sich für den Applaus in St. Marien Mühlhausen

——————————————————————

Der dritte Besuchstag galt der großen Entspannung nach der großartigen und stressigen Orgelnacht. Um Mittag wollten wir unbedingt als Zeitzeuge dabei sein, wenn das Bachdenkmal an der Bachkirche Divi Blasii enthüllt wird . Das war trotzt der lang anhaltenden Reden ein bewegender Moment.

Künsler Klaus Friedrich Messerschmidt vor seinem erstellten Bach-Werk

Künsler Klaus Friedrich Messerschmidt vor seinem erstellten Bach-Werk

Anschließend schlenderten wir über den Untermarkt an der Divi Blasii Kirche.

Die Evangelische Kirchengemeinden, Schulen und Kindergärten, die diakonischen Mühlhäuser Werkstätten und kirchliche Initiativen luden von 11.30 bis 17 Uhr zu diesem Markt auf dem Untermarkt ein. Dort wurde Bachliteratur gelesen, klassische Musik präsentiert, es gab einen Kostümstand und für die Kinder verschiedene Stationen zum Thema Bach. Instrumente konnten gebaut und Speisen wie zu Bachs Zeiten probiert werden. In der Kirche Divi Blasii wurden Tanzaufführungen der Evangelischen Grundschule angeboten (14.30, 15.30 und 16.30 Uhr), und die Schüler des Evangelischen Gymnasiums führten ein Bach-Musical auf.  Neuzeitliche Zeichnungen von dem Künstler Eberhard Vater über die Bachorte von J.S. Bach gab es in Divi Blasii zu bewundern. Diese Möglichkeiten haben wir wahrgenommen und es war Entspannung pur…!!

Bildrechte: Künstler Eberhard Vater - Stammsitz der Bache - Wechmar

Bildrechte: Künstler Eberhard Vater/Stammsitz der Bache-Wechmar

Das Evg. Gymnasium mit dem Bach-Musical in der Divi Blasii Kirche am 9.8.2009

Das Evg. Gymnasium mit dem Bach-Musical in Divi Blasii

—————————————————

Unser Fazit zu den 84. Bachtagen in Mühlhausen-Thüringen:

Unsere Bewunderung gilt dem uneingeschränkten Zuspruch einer ganzen Stadt, was hier von den Kirchengemeinden, Schulen, Kindergärte, Chören, Orchestern, Musikschulen, etc. und der Stadt auf die Beine gestellt wurde, war sehr beeindruckend. Man fühlte sich richtig in die Atmosphäre der Bachzeit zurückversetzt, alles war dementsprechend darauf ausgerichtet und am Untermarkt an der Divi Blasii Kirche war das Treiben richtig nachvollziehbar. Herrlich gelungen.

Zur Qualität der Werkswiedergaben wurde bereits etwas darüber ausgesagt, zu großer Chor…!! und die leidige Organisiation mit dem Auffinden der Besucherplätze in den Kirchen – ein Manko – aber die Hingabe und Freude war überall unübersehbar, die Qualität der Organisten Weltklasse, sehr schöne restaurierte Orgeln, die Bachwerke uneingeschränkt in einer grandiosen Art wiedergeben können, gute Orchester und Gesangs-Solisten…!!

Wo ergibt sich nun ein gravierenden Unterschied zu den Bachtagen in Leipzig und den 84. Bachtagen – von der NBG ausgerichtet – in Mühlhausen-Thüringen:

In Mühlausen waren alle Örtlichkeiten mit eingebunden worden Jung bis Alt und waren mit ihren Beitragen dabei, da fühlte sich der Besucher sofort mit eingebunden. In Leipzig klappt die Organisation entschieden vorzüglicher und Weltklasse Orchester und Chöre sind zu hören, aber man fühlt sich dort ein wenig Isoliert und die Begeisterung zum Bachfest ist nur in den Veranstaltungsorten spürbar, dagegen in Mühlhausen, alle Kirchen- Vereine – Schulen- Kindergärten- Musikschulen- war auf den Beinen und wollte zu den Bach-Tagen etwas beisteuern und das war das Großartige, was Leipzig einmal überdenken sollte..!!

——————————————————————

Weitere Planung für Bachfeste der NBG (Neuen Bachgesellschaft)

2010 Leipzig (11.06.-20.06)
2011 Bamberg, 2012 Wetzlar, 2013 Detmold, 2014 Weimar, 2015 Leipzig.

—————————————————————–

Schönen Sonntag und Grüße

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

DVD vom Händel Gedenkkonzert aus Halle erhältlich


Hallo,

eine DVD vom Händel-Gedenkkonzert aus Halle ist erschienen!

Cover: Händel-Gedenkkonzert aus Halle a.d.Saale

Cover: DVD Händel-Gedenkkonzert aus Halle a.d. Saale

Hallenser Madrigalisten, MDR Rundfunkchor,

Händelfestspielchor, Chor der Oper Halle,
Ulrike Fulde, Sopran, Albrecht Sack, Tenor,
Felix Plock, Bass
The English Concert,
Händelfestspielorchester Halle
Howard Arman

„Werke“
– Zadok the Priest – Coronation Anthem for George II.
– Esther – Oratorio: Sinfonia
– Te Deum for the victory of Dettingen
– Saul – Oratorio (Excerpts)
– The ways of Zion do mourn: Funeral Anthem for Queen Caroline (Excerpts)
– Jubilate for the Peace of Utrecht (Excerpts)
– O sing unto the Lord a new song: Chandos Anthem
– Israel in Egypt: Oratorio (Excerpts)

Am 14. April 2009, dem 250. Jahrestag des Todes George Friederich Händels, erwiesen zwei der weltweit führenden Barock-Orchester, und die Mitglieder von vier Chören zusammen mit dem Dirigenten und Händel-Preis Gewinner Howard Arman dem Komponist die Ehre. Sie präsentieren das Programm des historischen ersten Händel Gedenk-Konzerts von 1784, das in London in der Westminster Abbey stattfand. Diese herausragende britisch-deutsche Aufführung in der Marktkirche in Halle, in der Georg Friedrich Händel getauft wurde, ist ein absolutes Highlight des Händel Jahres 2009.

Mehr Informationen & Trailer »

Link: DVD  bei Amazon zu beziehen..!!

Gruß

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Neues J.S. Bach-Denkmal an der Divi Blasiikirche in Mühlhausen eingeweiht am 9.8.2009


Hallo,

vorab möchte ich die Einweihung des neuen J.S. Bach-Denkmals vor der Divi Blasiikirche in Mühlhausen im Forum vorstellen, Es war ein erhebender Moment, zumal wir dort live vor Ort alles miterleben konnten. Mein Bericht über die zwei Tage vom Bachfest 2009 – durchgeführt von der „Neuen Bachgesellschaft“ –  in Mühlhausen / Thüringen, wird von mir in den nächsten Tagen erstellt.

Divi Blasiikirche in Mühlausen

Divi Blasiikirche in Mühlhausen-Thüringen

Das neue Bachdenkmal vor der Enthüllung

Das neue Bachdenkmal vor der Enthüllung

Einweihung des neuen J.S. Bach Denkmals vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen

Einweihung des neuen J.S. Bach Denkmals vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen

Der Berichterstatter des Forums ist auf dem MDR-Foto oben – rechts am Rand mit Gattin zu erkennen.

J.S. Bach-Denkmal vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen-Thüringen

J.S. Bach-Denkmal vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen-Thüringen

Bach-Denkmal vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen

Bach-Denkmal vor der Divi Blasiikirche Mühlhausen

Nachstehend ein kurzer Filmbeitrag des MDR-Thüringen von der Enthüllung des Bachdenkmals bis zur Weihe.

Unter großer Anteilnahme – es wurden etwa 400 Gäste geschätzt – wurde gestern Mittag das neue Bachdenkmal in Mühlhausen enthüllt. Die Bronzeplastik des Hallenser Künstlers Klaus Friedrich Messerschmidt zeigt den 22-jährigen Johann Sebastian Bach vor der Nordwestseite der Blasiuskirche, in der er von 1707 bis 1708 als Organist wirkte.

Ein schlanker, junger Bach präsentiert sich, der den Fuß auf die erste Stufe setzt, womit der Beginn seiner Meisterschaft symbolisiert wird. Und das nicht, wie bei Denkmälern sonst üblich, auf, sondern    vor dem Sockel. Damit will Messerschmidt den „Gedanken der Überhöhung einer Person  entgegenwirken“, wie das der Präsident der Bachgesellschaft,  Dr. Martin Petzoldt, würdigt.

(Textauszüge: Thüringer Allgemeine Zeitung)

Hier weitere Ansichten (Fotos) vom neuen Bach-Dankmal Mühlhausen-Thüringen (Germany):

Bach-Dankmal Mühlhausen

Bach-Dankmal Mühlhausen

Bachdenkmal Mühlhausen

Bachdenkmal Mühlhausen

Grüße

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Ein erhebendes Konzert erklang vom Magdalena Consort in der Bachkirche Arnstadt am 23.7.2009


Hallo zusammen,

nach dem Besuch des großartigen Elbipolis-Konzert in Ohrdruf am Vortag, stand am Folgetag, 23. Juli 2009, ein weiterer Konzertbesuch an unter dem MDR-Konzept: „Bach und seine Städte“ in der Bachkirche von Arnstadt mit dem „Magdalena Consort“ aus England.

Magdalena Consort in Arnstadt

Magdalena Consort in Arnstadt

Nordportal der Bachkirche Arnstadt

Nordportal der Bachkirche Arnstadt

Am Anfang möchte ich das Ensemble „Magdalena Consort“ aus England einmal kurz vorstellen.

Gründer vom Magdalena Consort in 2008 ist der englische Bass-Bariton „Peter Harvey“ – der bekannt geworden ist durch seine Teilnahme an der Bach Cantata Pilgrimage 2000 Tour unter dem englischen Dirigenten: Sir John Eliot Gardiner und seinem Monteverdi Choir und English Baroque Soloists. Peter Harveys Geheimrezept für eine lebendige Interpretation der Bach’schen Musik und eine große Klangreinheit ist die feste Solistenbesetzung des Ensembles mit den erfahrensten Sängern der Alten Musik. Das Barock-Orchester und die Gesangs-Solisten rekrutieren sich überwiegend aus dem Umfeld von J.E. Gardiner.

Gründer Magdalena Consort in 2008 - Peter Harvey; zweiter von links

Gründer vom Magdalena Consort - Peter Harvey; Bildmitte

——————————————————

Programm:

J.S. Bach (1685-1750)

Kantate zum Johannisfest: BWV 7; „Christ unser Herr zum Jordan kam“

Kantate zum Fest Christ Himmelfahrt: BWV 37 „Wer da glaubet und getauft wird“

Lutherische Messe G-Dur BWV 236

Ausführende:

Matthew Truscott; Violine (Konzertmeister), – Jean Peterson; Violine, –  Roy Mowatt; Violine, – Rebecca Miles; Violine, – Dorothea Vogel; Violine, – Sarah McMahon; Violoncello, – Judith Evans; Kontrabass, – Silas Standage; Orgelpositiv, – James Eastaway; Oboe, – Abigail Graham; Oboe.

Gesangs-Solisten: Gilian Keith; Sopran – Robin Blaze; Altus – James Gilchrist; Tenor, – Peter Harvey; Bass.

——————————————

Barockorchester Magdalena Consort

Barockorchester Magdalena Consort

Erwartungsvoll gestimmt erreichten wir am zweiten Tag die Bachkirche in Arnstadt und trafen uns mit weiteren Forummitgliedern vor der Kirche. Ein herzliches Wiedersehen steigerte noch einmal die Erwartungshaltung auf das gemeinsam zu besuchende Bachkonzert.

In der Vorankündigung wurde bereits auf die solistische Besetzung mit Sopran – Alt – Tenor und Bass hingewiesen. Das schien mir sehr ungewöhnlich zu sein, zumal seit dem 19. Jahrhundert die Vokalwerke von J.S. Bach mit einem Chor zur Aufführung gelangen. Es wird vermutet, dass J.S. Bach teilweise Solo-Gesangssolisten einsetzte und auf einen Chor verzichtete, da ihm nicht adäquate Sänger zur Verfügung standen. Hier setzt Peter Harvey als Leiter und Gründer vom Magdalena Consorts an und möchte mit herausragenden Solo-Sängern die Vokalwerke zu Gehör bringen. Diese Aufführungsform ist nicht neu, sein Vorgänger war Joshua Rifkin und Sigiswald Kuijken lässt neuerdings ebenfalls jede Stimme solistisch besetzen, während Cantus Cölln – Konrad Junghänel – mit acht Solo-Sängern die  Lutherischen Messen eingespielt hat. Nun war ich riesig darauf gespannt, wie ich mit dieser Aufführungsform zurecht komme.

Der Konzertabend begann mit der Kantate:

BWV 7 „Christ unser Herr zum Jordan kam“

Diese Kantate wurde von Bach für den 24. Juni 1724 zum Fest Johannes des Täufers – nach Martin Luthers Tauflied von 1541 – komponiert. Der bedeutsamste Satz der Werkes ist der Eingangschor. Die Eingangssinfonia wird teilweise vom Orchester in einer liedunabhängigen Thematik vorgetragen. Auffallend schön gelang dem klein besetzten Barockorchester diese zu Herzen gehenden Stellen. In diesem Satz fällt der Cantus firmus dem Tenor zu, besetzt mit James Gilchrist.

Was für ein strahlender Tenor, mit seinem Stimmvolumen füllt er die ehrwürdige Bachkirche und setzt sein Können dementsprechend ebenfalls in dem Rezitativ, Satz 3 – „Dies hat Gott klar Mit Worten und Bildern“ und in der Arie Satz 4 –  „Des Vaters Stimme ließ sich hören“– gekonnt ein, es ist ein Genuss sein inbrünstiges und wortgläubiges Singen mitzuverfolgen, er packt den Zuhörer und bindet ihn in das Geschehen mit ein, das ist das Grossartige, was diesen Tenor so auszeichnet.

Hörprobe BWV 7 – „Christ unser Herr zum Jordan kam“ – Satz eins Chor (großer Chor nicht solistisch)

Hörproben Link: Bach_ BWV 7, _Christ, Unser Herr, Zum Jordan Kam_ 1.Satz Chor

——————————————————-

Im Anschluss erklang die Kantate:

BWV 37 „Wer da gläubet und getauft wird“

zum Fest Christi Himmelfahrt. Komponiert wurde sie von Bach für den 18. Mai 1724 in Leipzig. Trotz schmaler Besetzung des Orchesters gelingt es Bach eine Vielzahl reizvoller Klangwirkungen zu erzeugen. Diese Kantate hat aufgrund ihrer Schönheit im vorigen Jahrhundert große Verbreitung und Beliebtheit erlangt. Reizvoll an diesem Werk sind die Rezitative und Arien für Sopran – Tenor und Bass – ummantelt von einer wunderbaren Begleitung von der Solo-Violine oder dem Bc. Entzückt lauscht der Hörer in der Arie für Tenor der wunderbaren Textaussage in Satz 2: „Der Glaube ist das Pfand der Liebe“ mit dem Violin-Solo. Das sind wieder diese Gänsehauststellen, die sich in Satz 3 ebenso einstellen. Hier war ein Traumduo in der Bachkirche zu hören, die großartige und stimmgewaltige Sopranistin Gilian Keith und der sehr überzeugende Altus Robin Blaze harmonierten vorzüglich miteinander. Meine gelegentliche Abneigung gegenüber einem Altus wurde hier abadsurdum geführt so überzeugend stimmlich dem Sopran angepasst, harmonierten sie fantastisch zusammen – ein filigranes Singen der Extra-Klasse – es war ein weiterer Höhepunkt in dieser Kantate.

Die Choräle in Satz eins und sechs habe ich durch die vier Solo-Sänger (Gilian Keith; Sopran – Robin Blaze; Altus – James Gilchrist; Tenor und Peter Harvey; Bass-Bariton) so noch nie gehört, diese Durchsichtigkeit im Gesangsvortrag, filigran stimmlich auf einander abgestimmt, sich gegenseitig anfeuernd – man spürte förmlich ihre Begeisterung des gemeinschaftlichen Singens – bedeutete für mich Neuland zu betreten und war restlos begeistert. Das war absolute Weltklasse von diesen vier Protagonisten und überzeugten mich vollends – ab sofort benötige ich keinen Massenchor für die Bach-Choräle mehr – mein Dank gilt diesen vier Solo-Sängern vom Magdalena Consort, die mich eines Besseren belehren konnten.

Wer von den Besuchern im Forum diese Kantateneinspielung von Gardiner besitzt, sollte sie sich noch einmal anhören, es ist ein Juwel..!! Erschienen bei der Deutschen Grammophon in 2000.

Cover DGG Gardiner u.a. BWV 37

Cover DGG Gardiner u.a. BWV 37

Erhältlich bei Amazon: Link: http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B00004T767

————————————————————————-

Hörprobe BWV 37 – Satz 2 für Tenor: „Der Glaube ist das Pfand der Liebe“ (Der Vortragende ist nicht James Gilchrist)

Hörproben Link: Bach_ BWV 37, _Wer da Gläubet und getauft wird_ – 2. Satz Tenor Der Glaube Ist das Pfand der Liebe

Hörprobe BWV 37 – Satz 3 – Choral für   Sopran und Alt: „Herr Gott Vater mein starker Held“ (großer Chor nicht solistisch)

Hörproben Link: 19 Bach_BWV 37, _Wer Da Gläubet Und Getauft Wird_ – 3.Satz Sopran und Alt Herr Gott Vater, Mein starker Held

———————————————————————-

Der Schlusspunkt wurde vom Magdalena Consort gesetzt mit der Lutherischen Messe

BWV 236 „Missa G-Dur.

Die um 1738 / 39 entstandene Missa gehört zu Bachs lateinischer Kirchenmusik, die an seinem Schaffen einen geringen Anteil hat. In diesem Missa hat Bach aus seinen Kirchenkantaten Sätze übernommen. Das Kyrie entlehnte er dem Eingangschor aus dem BWV 179. Das Gloria aus dem 1. Teil der Kantate BWV 79 – Der Herr ist Sonne und Schild.

Mit dieser Messe gelang dem Magdalena Consort nach der Pause noch einmal ein Volltreffer. Das feine Barockorchester überzeugte mit einem großartigen Können, ausgewogen musizierend war es eine famose barocke Klang-Pracht, die es zu bewundern gab.

Die vier Solo-Sänger vom Magdalena Consort

Die vier Solo-Sänger vom Magdalena Consort

Foto: von links – 1. Violine Matthew Truscott, Gilian Keith, Robin Blaze, Peter Harvey, James Gilchrist.

Wiederum berauscht wurde der Hörer an diesem Abend von dem Gesangs-Vortrag der vier Solo Gesangs-Spezialisten. Das war eine helle Freude ihnen zuzuhören, so eine klangliche Einheit erlebt man selten und man kann sich glücklich schätzen, so etwas erleben zu dürfen. Ich habe es in vollen Zügen genossen und bin ein Fan für diese Aufführungspraxis geworden. Man hätte sich gewünscht, der Abend würde so schnell nicht an einem vorüberziehen, und woran lag das, an den englischen Spitzenkönnern die imstande sind, die Bach’sche Traummusik der allerfeinsten Art zu zelebrieren. Staunend, hingerissen und in einer wunderbaren Art des Mitnehmens ist es ihnen gelungen, den Hörer fassungslos in den Sommerabend zu entlassen. Ein riesiger Dank gebührt diesem Ensemble, das grenzte an überirdischer Musik was am Schluss durch den riesigen Beifallssturm auch zum Ausdruck gebracht wurde.

———————————————————————-

Das Konzert wird als Mittschnitt vom MDR-Figaro am 28. September 2009 um 20:00 Uhr gesendet…!!

Link zum MDR-Figaro im Internet-Radio nachstehend:

MDR FIGARO hören im RealPlayer (128 kbit/s)

———————————————————————

Hörproben vom BWV 236 -Missa G-Dur – nachstehend:

———————————————————————

Hörprobe mit 8 Solosängern besetzt das BWV 236 –  Satz 2 Gloria

Hörproben Link: Bach Missa G-Dur BWV 236 Satz 2 Gloria mit 8 Solosängern

——————————————————————-

nachstehend vom „Magdalena Consort“ mit 4 Solosängern besetzt:

BWV 236 Missa G-Dur Sätze 2 + 3 + 6

die Hörproben von der Webseite: Magdalena Consort wurde in Spanien mit 2 Mikrophone aufgenommen und sind als Vergleich nur bedingt aussagefähig..!

The music is from the recent concert in Santiago. This was a live
recording using a simple two-microphone setup, but it gives a flavour
of the event. The soloists are Gillian Keith, Daniel Taylor, James
Gilchrist and Peter Harvey, and the orchestra is led by Matthew Truscott

Hörproben Link: http://www.magdalenaconsort.com/xspf/trax/bwv236-2.mp3 (Satz 2 / mit 4 Solosängern)

Hörproben Link: http://www.magdalenaconsort.com/xspf/trax/bwv236-3.mp3

Hörproben Link: http://www.magdalenaconsort.com/xspf/trax/bwv236-6.mp3


——————————————————————


Grüße

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Gardiner gastiert am 7. Mai 2010 mit der h-moll Messe im Kaiserdom Königslutter


Hallo Gardiner-Getreue,

der Gardiner-Termin für den Kaiserdom Königslutter in 2010 steht fest:

Kaiserdom in Königslutter

Ort:

Künstler:

Leitung:

Musik:

Kaiserdom Königslutter
7. Mai 2010 – 20:00 Uhr

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists

Sir John Eliot Gardiner

Johann Sebastian Bach:

h-moll Messe


——————————————

Kartenbestellung:

über Konzertbüro Reimann – Berlin

Vorbestellungen für die Konzerte 2010 nehmen wir unter Telefon: 0180-5544888 oder unter

EMail: info@cm-reimann.com entgegen.

Schönen Sonntag und Gruß

Volker