Archiv der Kategorie: Johann Sebastian Bach

Bericht vom – Oratorium Messias – von G.F. Händel in Halle vom 5. Juni 2009


Hallo,

hier mein Bericht vom Konzert in der „Georg-Friedrich-Händel-Halle“ in Halle a.d. Saale vom 5. Juni 2009.

Grosser Europäer G.F. Händel- HändeldenkmalFoto: Grosser Europäer das Denkmal von G.F. Händel

Haendelhalle_AussenansichtFoto: G.F.-Händel-Halle in Halle a.d. Saale (Fotorechte: Stadt Halle)

Händelgalerie vor der HändelhalleFoto: Händelgalerie vor der Händelhalle

Programm:

Georg-Friedrich-Händel-Halle

Konzert am Freitag, 05. Juni 2009, Messiah HWV 56 Oratorio by Georg Friedrich Händel

Ausführende:

Lisa Milne; Sopran soprano, Wilke te Brummelstroete; Alt alto, James Gilchrist; Tenor

Giles Underwood; Bass, Choir and Orchestra of the Academy of Ancient Music,

Leitung Conducted by: Richard Egarr

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Es ist eine langjährige Tradition, Händels bekanntestes Werk den „Messias“ zu den Händel-Festspielen von bedeutenden Interpreten in unterschiedlichen Besetzungen aufzuführen. 2009 musizieren international renommierte Solisten und The Academy of Ancient Music unter der Leitung von Richard Egarr Händels Welterfolg. Das Ensemble ist eines der ersten Originalklang-Orchester. 1973 von Christopher Hogwood gegründet, wird es seit 2006 von Richard Egarr geleitet.

Text-Auszug aus dem Programm (Händelfestspiele 2009, Halle-Saale)

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Jetzt ist schon alles wieder vorbei – ich kann`s  noch gar nicht glauben. Die Aufführung war toll. Gleich zu Anfang die glanzvollen Arien mit James Gilchrist.

James Gilchrist; Tenor in der HändelhalleFoto: James Gilchrist; Tenor – in der Händelhalle

Die Sopranistin Lisa Milne hat mir auch sehr, sehr gut gefallen. Den Namen hatte ich noch nicht gehört.

Sopranistin LisaFoto: Lisa Milne; Sopran – in der Händelhalle

Die Altistin Wilke te Brummelstroete war etwas verhalten und der Bass: Giles Underwood einfach nur beau – kam kein Glanz und Strahlen rüber. Aber ansonsten hatte das Konzert traumhaft schöne Stellen, da kullerten schon mal die Tränen. Der Chor bestand aus 22 Sängerinnen und Sängern. Sie haben ihre Sache gut gemacht. Aber wenn der Monteverdi Choir mit Gardiner da gestanden hätte … ich weiss nicht, ob ich dann so ruhig geblieben wäre.

Altsolo Wilke te BrummelstroeteFoto: Schlussapplaus in der Händelhalle

In Halle gab es vor dem Konzert  K E I N !!! Solistenblättchen. Nur eine deutsch-engl. Übersetzung. Kein Leiter angegeben, ich wusste nur, das Chr. Hogwood mal Chef des Choir and Orchestra oft Ancient Music war. Jetzt ist es R. Egarr. In der Pause bin ich unten gewesen, um irgendwas über die Solisten zu erfahren – nichts. Am Schluss bin ich wieder runter, um wenigstens irgend etwas schriftliches zu bekommen. Die Auskunft: „Wir haben vergessen, das Solistenblatt herauszugeben.“ Also hab`  ich mir die Gesamtausgabe gekauft, da stehen zwei Seiten über den Messias. Bin dann wir ein geölter Blitz zum Künstlerausgang gefegt, um J. Gilchrist noch zu erwischen. Die Künstler waren leider schon über alle Berge…..!!

Marktkirche Halle-SaaleFoto: Marktkirche in Halle a.d. Saale mit der Contius-Schuke-Orgel

Am Samstag, 6. Juni hab ich mittags noch dieses sehr feine, kleine Orgelkonzert in der Marktkirche gehört. Marktkirchenkantor Irénée Peyrot spielte am Samstags um 12.00 Uhr an der Reichel-Orgel von 1664 ein kleines Konzert mit „Orgelmusik aus sieben Jahrhunderten. Diese Sommer-Reihe hat am Sonnabend begonnen. Die historische Reichel-Orgel auf der Ostempore wurde dafür frisch gereinigt und neu intoniert. Als Spezialist für die Restaurierung alter Orgeln war mit den Arbeiten die Orgelwerkstatt Wegscheider aus Dresden beauftragt worden.

Nach dem Orgelkonzert bin dann ziemlich kaputt, aber glücklich und zufrieden nach Hause getuckert.

Noch etwas Historie zu bekannten Organisten der Markt-Kirche:

J.S. Bach bewarb sich aus Weimar im August 1712 um die freiwerdende Organistenstelle an der Marktkirche, die er dann aber nicht angetreten hat. Sein ältester Sohn Wilhelm Friedemann Bach trat dann die Organistenstelle an der Marktkirche (Unser lieben Frauen) ab 1746 bis 1764 dort an.

J.S. Bach hat die große Contius-Orgel (heute Schuke-Orgel – mit historisch erhaltenen Prospekt) in der Marktkirche im Jahr 1716 abgenommen. Händel erhielt Unterricht an der kleinen Reichel-Orgel vom Lehrer Zachow.

Grüße
Iris

P.S. Zusatz von Volker am 8.6.2009 um 19:10 h

eine Rezension der MZ dazu liegt vor:

Link:  Rezension der MZ vom 8_6_2009

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Klassik in OWL – Bach-Werke in einem Konzert der Barockakademie Detmold


Hallo,

für OWL wieder ein Klassik-Highlight mit Professor Gerhard Weinberger und seiner Barockakademie Detmold – sie führen am 30. Mai 2009 um 19:30 Uhr – im Konzerthaus der Hochschule für Musik Detmold – Bachwerke auf.

klassik_in_owl

http://www.klassik-in-owl.de

Die Veranstaltung im Rahmen der Klangraum-Festwochen zur Eröffnung des Konzerthauses wird geleitet von Ulrike-Anima Mathé (Leitung des Instrumentalsolisten-Ensembles) – sowie Gerhard Weinberger (Gesamtleitung). 

IMG_3372-1

Foto: Professor Gerhard Weinberger, HfM Detmold

Hier das genaue Programm sowie die Ausführenden auf einen Blick:

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Missa F-Dur BWV 233 – Jessica Jans (Sopran), Benno Schachtner (Altus), Christopher Jung a. G. (Bass)
Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048 ohne Tempoangabe
Johann Sebastian Bach: Kantate BWV 172 „Erschallet ihr Lieder” – Cosima Henseler (Sopran), Anna Bineta Diouf (Alt), Henning Klocke a. G. (Tenor), Christopher Jung (Bass)
Johann Sebastian Bach: Motette „Lobet den Herrn, alle Heiden” BWV 230 für vierstimmigen Chor und Continuo
Johann Sebastian Bach: Konzert E-Dur BWV 1042 für Violine und Orchester – Ulrike-Anima Mathé (Violine)
Johann Sebastian Bach: Kantate BWV 34 „O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe” (am Pfingstfest) – Sophia Bockholdt (Alt), Henning Klocke a. G. (Tenor), Christopher Jung (Bass)

Foto Saniertes Konzerthaus HfM Detmold

Fotorechte: NW- umgebautes Konzerthaus mit Wellenfeldsynthese der HfM Detmold

Buchung

Bitte bestellen Sie Tickets für die Veranstaltung „Bach-Werke in einem Konzert der Barockakademie“ direkt beim Veranstalter.

Veranstalter: Hochschule für Musik Detmold Telefon: 05231-975-5

Karten – Online Bestellung  – h i e r  – 

Nähere Angaben zum sanierten Konzerthaus mit Wellenfeldsynthese der HfM Detmold kann als PDF auf den eigenen Rechner geladen werden.

pdf    Konzerthaus der HfM Detmold.pdf

 

WFS2009-Konferenz in Detmold

Vom 12. bis 14. Juni 2009 findet im neu eröffneten Konzerthaus und dem Erich-Thienhaus-Institut der Hochschule für Musik Detmold (HfM) ein Kongress zu neuen Wiedergabeverfahren für Musik statt. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, die Grundlagen und Besonderheiten räumlicher Wiedergabeverfahren zu erfahren, die Wellenfeldsysteme an der HfM kennen zu lernen, verschiedene Wiedergabeverfahren im direkten Vergleich zu bewerten und selbst in Workshops Klänge zu erzeugen.

In mehreren Konzerten kann der Einsatz der WFS im musikalischen Kontext erlebt werden. 

Bei Interesse an einer Teilnahme schicken Sie bitte eine Email an eti@hfm-detmold.de.

Weitere Informationen über diesen Termin…

Grüße
Volker

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Der Dirigent Frieder Bernius erhält die Bach-Medaille 2009


Hallo,

wie vom Bach-Archiv Leipzig mitgeteilt wird, erhält der Stuttgarter Dirigent Frieder Bernius die diesjährige Bach-Medaille. Die Auszeichnung wird während des Bachfests am 19. Juni 2009 bei einem Festakt verliehen.

Dirigent Frieder Bernius

Dirigent Frieder Bernius

Am Vorabend, dem 18. Juni 2009, musiziert Frieder Bernius  in der Nikolaikirche mit den von ihm gegründeten Ensembles Kammerchor und Barockorchester Stuttgart geistliche Vokalwerke von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy. Dabei erklingt zum ersten Mal in Leipzig das erst nach Mendelssohns Tod veröffentlichte “Tu es Petrus“ für Chor und Orchester (op. 111) aus dem Jahre 1827.

Die Stadt Leipzig verleiht die aus Meißner Porzellan gefertigte Auszeichnung mit dem Bach-Porträt seit 2003 jährlich an international herausragende Interpreten für deren besondere Verdienste um die Aufführung und Pflege der Musik Johann Sebastian Bachs. In den vergangenen Jahren erhielten die Bach-Medaille bereits Hermann Max (2008), Nikolaus Harnoncourt (2007), Ton Koopman (2006), Sir John Eliot Gardiner (2005), Helmut Rilling (2004) und Gustav Leonhardt (2003).

Das Bachfest Leipzig findet vom 11. bis 21. Juni 2009 unter dem Motto “Bach, Mendelssohn und Reger“ statt.

Das breit gefächerte Programm bietet Sinfonie-, Orgel- und Kammerkonzerte, Familienveranstaltungen, Konzertfahrten und musikalische Gottesdienste in unterschiedlichen Programmreihen. Zu hören sind neben großen geistlichen und weltlichen Werken auch Interpretationen in jazzigem oder alternativem Gewand. Eine Besonderheit des Bachfests sind die selten zu hörenden Werke, Wieder- und Uraufführungen.

Herausragende Ensembles und Künstler wie der Ernst Senff Chor, das Jerusalem Symphony Orchestra geleitet von Leon Botstein, The English Concert, Gerhard Oppitz, Concerto Köln, Lauma und Baiba Skride, das Chamber Orchestra of Europe mit seinem Leiter Douglas Boyd, Kammerchor und Barockorchester Stuttgart unter Leitung von Frieder Bernius sowie The Nigel Kennedy Quintet und das Quintessence Saxophone Quintet machen Leipzig ihre Aufwartung. Mit dabei wie immer der Thomanerchor Leipzig und das Gewandhausorchester, in diesem Jahr dirigiert von Herbert Blomstedt.

Das vollständige Programm und Konzertkarten zu finden

unter: www.bachfestleipzig.de

und www.bach-leipzig.de

Grüße

Volker

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Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244 Aufzeichnung des mdr am 10.4.2009


Hallo,

 

Thomaskirche Leipzig  (Bildrechte: Stadt Leipzig)

Thomaskirche Leipzig (Bildrechte: Stadt Leipzig)

für alle Freunde des Oratoriums – Matthäus-Passion; BWV 244 von J.S. Bach – eine gute Nachricht, die Sendung erfolgt am 11. April 2009 ab 00:00 Uhr im MDR-Fernsehen als eine Aufzeichnung aus der Thomaskirche in Leipzig.

 

Partitur: J.S. Bach Matthäus Passion BWV 244

Partitur: J.S. Bach Matthäus Passion BWV 244

Dazu teilt der MDR mit:

Die „Matthäus-Passion“ von Johann Sebastian Bach gehört zum Weltkulturerbe. Als das Werk am 11. April 1727 in der Leipziger Thomaskirche zur Uraufführung kam, war es für Bach zwar ein Höhepunkt, für die Gotteshausbesucher aber nur eine jener Musiken, die der Thomaskantor zu jedem kirchlichen Feiertag neu zu komponieren hatte. Deswegen waren Wiederholungen nur zufälliger Art. Für die wenigen späteren Aufführungen zu Lebzeiten des Komponisten nahm er vereinzelt Änderungen vor. So entstand die überlieferte autographe Partitur 1736. 

In dieser Fassung ist das Werk heute bekannt und erklingt auch so am Ort ihrer Uraufführung. Nach dem Tode Bachs 1750 geriet auch seine Musik in Vergessenheit, nur zu Studienzwecken erinnerte man sich ihrer. Mit der Wiederaufführung der „Matthäus-Passion“ am 11. März 1829 durch Felix Mendelssohn Bartholdy rückte nicht nur die Musik Bachs wieder in den Mittelpunkt, sondern die Musik einer ganzen Epoche.

Die Interpreten der Aufzeichnung aus der Thomaskirche zu Leipzig sind fast ausnahmslos mit dem Werk des Komponisten eng verbunden. So war Martin Petzold (Tenor) Mitglied des Thomanerchores, ebenso Thomaskantor Georg Christoph Biller. Er ist der 16. Amtsnachfolger Bachs. Die Altistin Bogna Bartosz errang 1992 den 1. Preis im Fach Gesang beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig. Das Solistenensemble vervollständigen Olaf Bär (Bass), der Mitglied des Dresdner Kreuzchores war, sowie Monika Frimmer (Sopran) und Andreas Schmidt (Bass). Ebenso sind Thomanerchor und Gewandhausorchester Garanten einer authentischen Bachinterpretation.

Thomanerchor
GewandhausKinderchor
Gewandhausorchester
Dirigent: Thomaskantor Georg Christoph Biller

Monika Frimmer, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
Martin Petzold, Tenor
Andreas Schmidt, Bass
Olaf Bär, Bass

Gruß
Volker

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Das Fragment: J.S. Bach „Markuspassion“


Versuche einer Rekonstruktion der Markus Passion von J.S. Bach_Alle, denen ich in meinem ungerechten Zorn zu nahe trat, bitte ich um Vergebung. Es ist doch schwer, sich von einer Seite zu trennen, die zu den wenigen interessanten im Internet zählt.

Zur Sache. Ich bekam heute zwei DVD. Koopmann Markuspassion und dito Matthäuspassion. Die Markuspassion hörte ich bereits und finde sie sehr gelungen. Pregardien – vorzüglich. Deborah York ausgezeichnet. Mertens wie immer, einfach gut. Natürlich kenne ich alle Stücke aus den Kantaten, aber interessant ist für mich das, was der Hexhenmeister aus Zwolle dazu komponierte. Ich finde das, besonders verglichen mit anderen Versuchen gut. Die Frage ist natürlich, ob auch andere diese Fassung aufführen. Noch eine Bemerkung zu Pregardien. Habt ihr auch den Eindruck, dass er unglaublich durch Fischer-Dieskau geprägt ist?

Liebe Grüße
muriel

———————-

Eine Anlistung von Fragmenten zur Markuspassion von J.S. Bach
füge ich als Link hinzu:

    versuche-einer-rekonstruktion-der-markus-passion-von-j-s-bach

.

aktualisiertt von Volker / admin am 06.03.2012 19:20 h

__________________________________________________________________

Hier stelle ich den ersten Hauptbeitrag mit rein „Archivbeitrag vom 1. Juli 2007“

Donnerstag, 7. Februar 2008

Archiv-Beitrag: DVD / J.S. Bach “Markus-Passion nach BWV 247″ Rekonstruktion von Ton Koopmann

DVD Markus-Passion Ton Koopman
—————————————————————————————————————-

1.4.2007 von Volker /admin.

Hallo zusammen,

wer kennt die Rekonstruktion der Markus-Passion von Ton Koopman oder eine CD von ihm, würde mich über eine Rückmeldung freuen.

DVD “Markus-Passion nach BWV 247″
(Rekonstruktion von Ton Koopman)

Pregardien, Kooy, York, Landauer, Agnew, Mertens,
Amsterdam Baroque Choir & Orchestra, Koopman (125 Min.)
Sound:DSS 5.1;Bild:WS;Sub:D, E,F, NL

Sonderpreis gültig bis 30.4.2007 “EUR 14,99″
danach EUR 22,99

Bestellung: bei j p c

Grüße
Volker<

Blogger Volker hat gesagt…
5 Antworten auf “DVD / J.S. Bach “Markus-Passion nach BWV 247″ Rekonstruktion von Ton Koopman !”1. muriel sagt:
1.4.2007 bei 14:00Habe sie mir gerade erworben.Grüße
muriel
2. Volker /admin sagt:
1.4.2007 bei 19:00Hallo muriel,Du hast sie gerade erworben, das gleiche habe ich vor einer
halben Stunde bei jpc getan.
Danach können wir uns einmal darüber austauschen, wie das Frakment sich anhört, die Solisten sind ja wohl top.

Schönen Sontagabend

Gruß

Volker
3. Alexander Behrens sagt:
2.4.2007 bei 14:00

Da würde mich mal eine kleine Hörprobe interessieren …
4. Volker /admin sagt:
2.4.2007 bei 20:00

Hallo Alexander,

sobald ich sie im Besitz habe muss ich den “neuen WEG” der Wiedergabe wohl in Angriff nehmen, aber das ist ein Grund,
es zu wagen.

Gruß
Volker
5. Volker /admin sagt:
7.4.2007 bei 13:00

Hallo muriel,

hast Du mittlerweile die DVD erhalten? wenn ja, wie ist dein Kommentar zu dieser Einspielung.

Gruß

Volker

7. Februar 2008 20:21

Löschen

Anonym Anonym hat gesagt…
Endlich kurz zur Markuspassion. Mich begeistert diese Version. Die vorzüglichen Solistinnen und Solisten, das vorzüglich kommunizierende Orchester. Der Chor, den man mit dem Monteverdichor nicht vergleichen sollte, beide eine Superwelt und auch der Hexenmeister aus Zwolle. Ich meine, Koopmann und der Sir sind Musikschöpfer reinsten Wassers. Noch zu den Reztativen. Sie sind stark, unglaublich stark, gerade weil Bach nicht imitiert wird, gelangt der Hexenmeister mit seinem Versuch ganz in Bachs Nähe. Ein Ereignis – oder?Liebe Grüße
muriel

4. Mai 2008 12:27

Löschen

Blogger Volker hat gesagt…

Hallo muriel,jetzt haben wir zwei Themen über die „Markus-Passion“ und versuche, die zwei Hauptbeiträgen zu einem Beitrag zusammen zu legen, der Übersicht wegen….!!.——————————–Ja, teilweise sind sehr gelungene Rezitative von Koopman dazu komponiert worden, er kann aber den Übervater JSB nicht ersetzten, mir fehlen die Orchestralen Höhepunkte als Begleitung, alles hört sich ein wenig einfältig an. Koopman sagt ja auch selber aus: „Beim Komponieren der vielen Rezitative habe ich mich darum bemührt, so gut wie möglich im Stil des achtzehnten Jahrhunderts und im Idiom Bach zu schreiben!“Aber immer mit dem Wissen, dass Bach es viel besser hätte machen können.
(Dieser Aussage schliesse ich mich vorbehaltlos an.Aus der Sammlung von Chorälen von C.P.E. Bach hat Koopman vorzügliches geleistet, indem er dort sehr passende Choräle in das Frakment mit eingebunden hat, das muss einmal anerkennend ausgesagt werden.

Die Gesang-Solisten sind überragend, da hat er immer ein gutes Händchen in der Auswahl, ebenso das „Amsterdamer Baroque Orchestra“ kann nur lobend erwähnt werden, ein vorzüglicher Klangapparat.

Den Chor lasse ich unerwähnt, was Du @muriel auch schon erwähnt hast, nur soviel dazu, er lässt sich ebenfalls gut anhören.

Mein Fazit zu dieser DVD:

als Einspielung begeistert sie mich, viele Veröffentlichungen scheitern an den fragwürdigen Fragmenten, da hebt sich diese Einspielung wohltuhend von ab.

Grüsse
Volker

5. Mai 2008 18:25

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Das „Calmus Ensemble“ aus Leipzig gastierte in Bad Oeynhausen / OWL


Hallo,

ich war am Samstag, 21.3.2009 in Bad Oeynhausen in der „Heilig-Geist-Kirche“ und habe dort das „Calmus Ensemble“ aus Leipzig kennengelernt. Vier ehemalige Thomaner (!) und eine Sopranistin. Von Reger über J. H. Schein, F. M. Bartholdy, J. S. Bach und W. Weismann (1900 – 1980) erklangen traumhaft schöne Gesänge.

Foto: Das Calmus Ensemble in Bad Oeynhausen (Fotorechte:NW)

Foto: Das Calmus Ensemble in Bad Oeynhausen (Fotorechte:NW)

Foto: Heilig Geist Kirche in Bad Oeynhausen

Foto: Heilig Geist Kirche in Bad Oeynhausen

Diese 5 Stimmen waren eine solche Einheit, hatten einen gemeinsamen Atem, einen gemeinsamen Pulsschlag, vom leisesten Pianissiomo bis zum stärksten Fortissiomo waren sie eine Einheit. Jede Stimme für sich war einmalig, die Sopranistin Anja Lipfert; der Countertenor Sebastian Krause (einsame Spitze); der Tenor Tobias Pöche; Ludwig Böhme – (Sohn vom Organisten der Thomaskirche) und Joe Roesler als Bass waren für uns so ergreifend, haben uns so begeistert, dass ich sofort den 25. 10. 09 im Gewandhaus in Leipzig gebucht habe – da feiert diese kl. Truppe ihr 10-jähriges und wir wollen dabei sein.

Internet: http://www.calmus.de

Weitere Inhalts-Angaben zum „Calmus-Ensemble“ Leipzig, mit Kozertangaben in 2009.

Zur Vergrößerung in das jeweilige B i l d k l i c k e n !!

Foto: Informationen zum Calmus-Ensemble, Leipzig

Foto: Informationen zum Calmus-Ensemble, Leipzig

Foto: Calmus-Ensemble, Leipzig - Konzerttermine 2009

Foto: Calmus-Ensemble, Leipzig - Konzerttermine 2009

Herzl. Gruss
Iris

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Anliegend der Artikel zu dem Konzert von der NW vom 23.3.2009.

Zur größeren Ansicht in das Foto unten k l i c k e n !!

Foto: Rezension der NW über das "Calmus Ensemble" in Bad Oeynhausen

Foto: Rezension der NW über das "Calmus Ensemble" in Bad Oeynhausen

Gardiner-Videos Brandenburgische-Konzerte vom Bachfest Köthen 2008


Hallo,

hier stelle ich die drei Videos von Gardiner und The English Baroque Solists zur Verfügung. Die Konzertausschnitte wurden während der Köthener Bachwoche im September 2008 aufgenommen.

1. Video: 1. Brandenburgisches Konzert, BWV 1046 aus dem Bachsaal in Köthen 2008.

2. Video: 6. Brandenburgische Konzert, BWV 1051 aus dem Spiegelsaal in Köthen 2008.

3. Video: 3. Brandenburgisches Konzert, BWV 1048 aus dem Spiegelsaal in Köthen 2008.


© Videorechte: Label: http://www.monteverdi.co.uk/

CD-Bestellung SDG 153 Vol. 20, in England bereits möglich


Hallo,

in England wird die neuste SDG-CD 153: Vol. 20 – bereits zum Verkauf öffentlich angeboten. Siehe unten stehende Angaben:

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Bach: Cantatas Vol.20

Bach: Cantatas SDG 153; Vol.20
Bach, Jones, Keith, Persson, Tyson, Oxley

List Price:

£11,98


Bach: Cantatas Vol.20
~ Bach (Artist), Jones (Artist), Keith (Artist), Persson (Artist), Tyson (Artist), et al.
Audio CD (2 Mar 2009)
CD-Bestellung bei amazon.co.uk nachstehenden Link anklicken
Link: http://astore.amazon.co.uk/volsklajsbac-21/detail/B001R77GHU
CD-Bestellung bei
amazon-Deutschland Erscheinungstermin: 17.4.2009, 2 CD’s – 29,99 EURO
Link: http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B001R77GHU

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j p c
L i n k : – j p c – Deutschlanf
zu beziehen ab 17.4.2009.
Der Preis beträgt dort 29,99 EURO, Hörproben aller Kantaten vorhanden.
  • Erscheinungstermin: 17.4.2009
  • Verfügbarkeit: Artikel noch nicht erschienen, voraussichtlicher Liefertermin ist der 17.04.2009.
    Sie können den Titel schon jetzt bestellen. Versand an Sie erfolgt gleich nach Verfügbarkeit. i
Detailinformationen
Kantaten für Septuagesima BWV 84 „Ich bin vergnügt mit
meinem Glücke“; BWV 92 „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“;
BWV 144 „Nimm, was dein ist, und gehe hin“
+Kantaten für Sexagesima BWV 18 „Gleichwie der Regen und
Schnee vom Himmel fällt“; BWV 126 „Erhalt uns, Herr, bei
deinem Wort“; BWV 181 „Leichtgesinnte Flattergeister“
  • Künstler: Miah Persson, Wilke te Brummelstroete, James Oxley, Jonathan Brown, Gillian Keith, Angharad Gruffydd Jones, Robin Tyson, James Gilchrist, Stephan Loges, Monteverdi Choir, English Baroque Soloists, John Eliot Gardiner

Gruß

Volker

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Rezension-Besprechung: CD’s von SDG 147 – Vol.5 – CD zwei – veröffentlicht vom Label: SDG – Monteverdi im Oktober 2008


Hallo,

meine Rezension von SDG 147, Vol. 5 / CD z w e i ; Aufführungsort: Dom „St. Blasii“ in Braunschweig


Cover: SDG 147, Vol. 5 / zwei CD’s Kantaten für den zehnten Sonntag nach Trinitatis

BWV 46 – Schauet doch und sehet, ob irgendein Schmerz sei
BWV 101 – Nimm von uns Herr, du treuer Gott
BWV 102 – Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben!

(Aufführungsort: 27 / 08 / 2000 Braunschweig Dom)

Soloists: Joanne Lunn; Sopran | Daniel Taylor; Altus
Christoph Genz; Tenor | Gotthold Schwarz; Bass

Aufführungsort: Braunschweiger Dom St. Blasii

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Click here “ Gardiners-Reisetagebuch “ for a German Translation of the sleeve notes.
von Jane Rogers, Bratsche
zur SDG 147 Vol. 5




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Rezension CD z w e i – SDG 147, Vol. 5 –

Kantate: BWV 46 „Schauet doch und sehet, ob irgendein Schmerz sei“

(Kantate für den 10. Sonntag nach Trinitatis)

1) Bach hat diese Kantate in seinem ersten Leipziger Amtsjahr komponiert und am 1. August 1725 zum ersten Mal aufgeführt. Der Eingangschor ist ein gross angelegtes Klagelied, formal eine Kombination von motettischen und konzertanten Elementen. Motettisch ist daran die enge Beziehung zum gesungenen Text. Dem Satzbau des Bibelwortes entsprechend ist der gesamte Eingangschor in zwei grosse Teile gegliedert, einen freipolyphonen Satz und eine Fuge. Auch die Themenbildung ist in auffallender Weise textbezogen mit ihrer Anhebung betonter Wörter („Schauet“, „sehet“) und ihren dissonanten Halbtonschritten auf „Schmerz“ und „Jammers“. Motettisch ist auch das Prinzip der Chorfuge (zweiter Teil des Satzes), wobei die Instrumente meist mit den Singstimmen zusammengehen, während die Blockflöten als deren gleichberechtigte Partner selbst eine Fugenstimme übernehmen.

Eine einleitende, entzückende Sinfonia im 1. Satz wird durch einen anschließenden ausdrucksstarken Chor des „Jammers“ eindrucksvoll interpretiert.

Beeindruckend ist der 3. Satz: „Dein Wetter zog sich auf“. 1) Dieser Satz ist in ihrer barocken Bildlichkeit der dramatische Höhepunkt der Kantate. Zum Streichorchester tritt die Trompete als Sinnbild göttlicher Hoheit; punktierte Rhythmen markieren das Drohende des aufziehenden Wetters, abwärtsgleitende Skalenfiguren das Einbrechen des Rachstrahls. Der Bassist: Gotthold Schwarz punktet in einer fantastischen Art, dies entsprechend gesanglich umzusetzten.

Im 5. Satz: „Doch Jesus will auch bei der Strafe“ – glänzt der Altus Daniel Taylor. In diesem Satz dominieren die Flöten als Bassstimme, die das Bild eines Rache kündigen Propheten heraufbeschwören.

Satz 6; Schlusschoral: „O großer Gott“ ist nicht wie üblich in schlicht-vierstimmigem Satz gehalten, sondern mit Zeilenzwischenspielen der doppelt besetzten Blockflöten ausgestattet. Ausdrucksstark präsentiert sich hier der Monteverdi Chor mit seiner bewundernswerten Artikulation.

Kantate BWV 101 „Nimm von uns Herr, du treuer Gott“

(Kantate für den 10. Sonntag nach Trinitatis)

1) Das Werk ist eine Choralkantate und wurde am 13. August 1724 erstmals aufgeführt. In seiner Form unterscheidet sich der Eingangschor wenig vom Normaltyp der Choralkantaten. Die Singstimmen werden durch einen Posaunenchor verstärkt, dessen Oberstimme wie üblich vom Zink (Cornetto) gebildet wird; außerdem wird der Cantus firmus durch eine den Sopran oktavierende Querflöte mitgespielt. Der ganze Satz ist im Grunde eine großangelegte Cantus-firmus-Motette, deren Besonderheit im Mitwirken eines eigenthematischen Instrumentalparts besteht.

In dem Eingangssatz agiert der Monteverdi Choir in seiner bekannt gekonnten Art ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass der Tenor und Bass zeitweise zu dominant Auftritt und die Flöten erscheinen etwas unrein und piepsig zu klingen.

Satz 2 ursprünglich mit obligater Flöte geplant, dann aber mit Solovioline besetzt, verhilft nun dem konzertanten Element in dieser Arie zu seinem Recht und wird von Christoph Genz (Tenor) in seiner bekannten Art vorgetragen.

Der Satz 4 ist von ungewöhnlicher Art, die ihre Ursache in Bachs Bestreben hat, eine leidenschaftlich- dramatische, konzertante Arie zu präsentieren. Hier ist Gotthold Schwarz (Bass) diesem Part großartig gewachsen.

Als musikalischer Höhepunkt der Kantate ist wohl in Satz 6 das Duett für Sopran (Joanne Lunn) und Altus (Daniel Taylor) – mit obligater Flöte und Oboe da caccia anzusehen. Traumhaft passen die zwei Gesangs-Solisten zusammnen und lassen ein herrliches Duett erklingen

.Englische Sopranistin Joanne Lunn

Englische Sopranistin Joanne Lunn
Englischer Altus: Daniel Taylor

Englischer Altus: Daniel Taylor

In Satz 7 endet die Kantate mit einer schlichten vierstmimigen Schluss-Strophe des Liedes mit: „Leit uns mit deiner rechten Hand.“ Getragen, ruhig aussingend erklingt fein nuanciert der Monteverdi Choir.

Kantate BWV 102 – Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben!

(Kantate für den 10. Sonntag nach Trinitatis)

1) Die Kantate, von Bach zum 25. August 1726 komponiert, gehört zu jenen, die demselben Textjahrgang entnommen sind wie die von Bach aufgeführten Kantaten des Johann Ludwig Bach. Auffällig ist dabei, dass Bach diesmal den II. Teil der Kantate mit Satz 5 beginnen lässt. Der Eingangschor gehört zu den grossen Leistungen des reifen Bach und zeigt in seiner formalen Vielgliedrigkeit steten Wechsel zwischen Dominanz des Orchestersatztes bei häufigem Choreinbau und des Chorsatzes mit eigenständiger überaus sprachgerechter, textgezeugter Thematik. Eingeleitet wird der Satz durch eine Instrumentalsinfonie von 2 Oboen, Streichern und Continuo.

Was hier abgeht ist atemberaubend grossartig, die Sopranistin „Joanne Lunn“ brilliert, der Monteverdi Choir in Glanzform – da kann nur angemerkt werden – „Weltklasse“, einmalig, so etwas bekommt man nicht alle Tage geboten, was muss Gardiner da wieder gefeilt haben, das Orchester stimmig, Gesangssolisten ebenbürtig und ein Chor, der wieder einmal brilliert, das ist wieder eine Kantatenstelle, die bei mir auf „da Capo“ gestellt ist und die berühmte Gänsehaut erzeugt….

Dieses Klangerlebnis möchte ich den Besuchern des Forums nicht vorenthalten und stelle den Eingangs-Satz der Kantate – BWV 102 – als Hörprobe zur Verfügung.

Hörprobe: „BWV 102 Satz 1“, den L i n k – nachstehend kräftig anklicken:

2-14-bwv-102-herr-deine-augen-sehen-nach-dem-glauben-part-i-coro1

1) Der Satz 3 ist ein schlichtes Alt-Seccorezetativ – (Daniel Taylor, Altus), deren Gestik an eindringlicher Wirkung wohl nicht zu überbieten ist. Mit einem langanhaltenden, dissonanten „des“ einsetzend, scheint die obligaten Oboe ein „Weh!“ über die unbußfertige Seele auszurufen, und die gesamte Melodik des Satzes mit ihren Querständen und ungewöhnlichen Intervallschritten ist ein einziges, höchst anschauliches Abbild der Seele. Hier ist der Altus Daniel Taylor ein vortrefflicher Gesangs-Solist der dieses Abbild der zerrissenen Seele berührend zu interpretieren weiss.

In Satz 4, Rezetativ für Bass (Gotthold Schwarz), präsentiert sich ein ausdrucksstarker Bassist mit dem „Verachtest du den Reichtum seiner Gnaden.“

Deutscher Bassist: Gotthold Schwarz

Deutscher Bassist: Gotthold Schwarz

1) Mit dem Satz 5 beginnt der zweite Teil der Kantate mit der Alt-Arie: „Erschrecke doch, Du allzu sichere Seele!“ Hier wird versucht, den Sünder wachzurütteln. Die musikalischen Mittel sind weiträumige Melodik – zumal in der obligaten Flöte, aber auch in der Singstimme – und lebhaften Bewegung. Hier punktet der Altus Robin Tysson mit seiner klaren und wortverständlichen Aussage des „Erschreckens..!“ Das Flötenspiel ist ebenso im gleichen Atemzug als vorrtrefflich anzumerken.

Ein zweistrophiger schlichter Choralsatz mit dem „Heut lebst du, heut bekehre dich“ mit der Melodie von: „Vater unser im Himmelreich“ – beschliesst dieser Choral eine wunderschöne Kantate. Mich beeindruckt hier der Monteverdi Chor, wie hinreissend und innig dieser wunderbare Choral vorgetragen wird, ruhig, getragen ein in sich gekehrter Gesang – damit ist die Seele gesanglich gerettet und der Hörer wird davon berührt und eingenommen. Das ist Bachgesang pur und wiederum ein Verdienst von Gardiner, der in diesem Kantatenwerk die gewissen Akzente zum richtigen Zeitpunkt zu setzen weiss, Danke, grandios..!!

Die Kantate BWV 102 ist als das Highlight der gesamten SDG 147 – Einspielung anzusehen, diese Werk hat mich ungemein berührt und wie bereits erwähnt, bei mir das entsprechende Gänsehaut-Erlebnis erzeugt und ich wurde bis zum letzten Schlusston ungemein gefesselt. Und das ist es, was wir immer so an Gardiner, seinem Orchester, seinem Monteverdi-Choir so schätzen und bewundern.

Grüße

Volker

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1) Textauszüge: Alfred Dürr, die Kantaten

Label: Soli Deo Gloria – CD SDG 153 Vol. 20 wird Anfang März 2009 veröffentlicht


Hallo,

noch nicht einmal die Rezensionen der bisherigen SDG-CD’s erstellt und schon kündigt das Label solideogloria die CD „SDG 153, Vol. 20“ für den Anfang März 2009 diese Veröffentlichung an.

 

Cover CD SDG 153 Vol.20 zwei CD's

Cover: CD SDG 153 Vol.20 zwei CD's

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CD-Bestellung über amazon.uk als Partner ab 2. März 2009

Link: http://astore.amazon.co.uk/volsklajsbac-21/detail/B001R77GHU

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Hörproben von SDG 153 Vol.20 nachstehend:

SDG 153 disc 1 –
1. Nimm, was dein ist, und gehe hin BWV 144
– no. 1 Coro
Stream Audio
14. Seht, seht! wie reißt, wie bricht, wie fällt BWV 92
– no. 3 Aria: Tenor soloist: James Oxley
Stream Audio
SDG 153 disc 2 –
1. Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
– BWV 18 no. 1 Sinfonia
Stream Audio
6. Leichtgesinnte Flattergeister BWV 181
– no. 1 Aria: Bass soloist: Stephan Loges
Stream Audio

Play the bit stream tracks with your media player (Real Player).

To get a media player click on the icon below.

Cantatas for Septuagesima

BWV 144 – Nimm, was dein ist, und gehe hin
BWV 84 – Ich bin vergnügt mit meinem Glücke
BWV 92 – Ich hab in Gottes Herz und Sinn

(recorded: Grote Kerk, Naarden)

Soloists: Miah Persson | Wilke te Brummelstroete
James Oxley | Jonathan Brown

Cantatas for Sexagesima

BWV 18 – Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
BWV 181 – Leichtgesinnte Flattergeister
BWV 126 – Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

(recorded: Southwell Minster)

Soloists: Gillian Keith | Angharad Gruffydd Jones
Robin Tyson | James Gilchrist | Stephan Loges

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

Click here for a French Translation of the sleeve notes.

Click here – Gardiner Reisetagebuch in deutscher Fassung

Click here for the English sleeve notes.


© 2009 Soli Deo Gloria, all rights reserved

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Ich freue mich auf diese Neuveröffentlichung – diesmal scheinen ganz neue Gesangs-Solisten in den Kantaten-Werken mitzuwirken und bin ganz gespannt darauf, wie weit es mit ihrer künstlerischen Aussage bestellt ist.

Gruss
Volker

Webnews

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Konzert-Termine: Oratorien von J.S. Bach – Matthäus- u. Johannespassion im März-April 2009


Achtung…!!

Konzerte für 2010

J.S. Bach Konzert-Termine mit Oratorien und Passionsmusik im Februrar bis April 2010 gibt es unter dem nachfolgenden Link:

Link:

https://meinhardo.wordpress.com/2010/02/12/kkonzert-termine-passionsmusik-von-j-s-bach-–-im-februar-marz-april-2010/

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Hallo,

hier gebe ich für OWL und überörtliche Konzert-Termine im März-April 2009 mit Oratorien von J.S. Bach – Matthäuspassion BWV 244 und Johannespassion, BWV 245 bekannt.

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Bielefeld – Rudolf-Oetker-Halle, Freitag 20.03.2009 20:00 Uhr


Foto: Oetkerhalle Bielefeld mit dem Oratorienchor

Bielefeld – Rudolf-Oetker-Halle, Oratorienchor der Stadt Bielefeld

Johannes-Passion BWV 245
Johann Sebastian Bach
für Soli, Chor und Orchester


Ausführende:
Christin Mollnar, Sopran
Yvi Jänicke, Mezzosopran
Byoung Oh Kim, Tenor
Victor Schierung, Evangelist
Christfried Biebrach, Bass
Dirk Aleschus, Jesusworte
Susanne Peuker, Laute
Hans Koch, Viola da Gamba
Hagen Enke, Orgelpositiv
Oratorienchor der Stadt Bielefeld

Bielefelder Philharmoniker Leitung: Hartmut Sturm

Tickets:

Tel. 0521 / 51 69 99, Fax 0521 / 51 81 21

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Rezension der NW vom 23.3.2009 zur Vergrößerung in das untere Foto k l i c k e n !!
Foto: Rezension der NW "Johannespassion" in der Oetkerhalle

Foto: Rezension der NW "Johannespassion" in der Oetkerhalle

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Leipzig – Gewandhaus, Großer Saal, 02.und 03. April 2009, 20:00 Uhr

Foto: Gewandhaus in Leipzig

Johann Sebastian Bach Matthäus-Passion BWV 244

Gewandhausorchester

Thomanerchor
Tölzer Knabenchor
Riccardo Chailly

Christina Landshamer, Sopran
Marie-Claude Chappuis, Alt
Johannes Chum, Tenor (Evangelist)
Maximilian Schmitt, Tenor (Aien)
Thomas Quasthoff, Bass (Arien)
Yorck Felix Speer, Bass (Christus)
Klaus Häger, Bass (Pilatus, Petrus, Judas)

Konzerteinführung um 19.15 Uhr im Schumann-Eck

Abonnement und Freiverkauf
43/34/26/16/9 EUR zzgl. VVK-Gebühr
Donnerstag Ermäßigung für Berechtigte
Ticket-Hotline: +49 341 12 70-280


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Samstag, den 04. April 2009 – 19:00 Uhr
Thomaskirche Leipzig

Johann Sebastian Bach

»Matthäus-Passion«
BWV 244

Andrea L. Brown, Sopran
David Erler, Altus
Maximilian Kiener, Tenor
Andreas Scheibner, Jesus
Ekkehard Abele, Bass

Leipziger Vocalensemble
Bach Ensemble München
Leipziger Barockorchester

Leitung: Philipp Amelung

... mit einem Klick zum Kartenvorverkauf!

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Samstag, 4. April 2009, 18.00 Uhr in Herford / OWL
Herforder Münster
KIRCHENMUSIKALISCHER GOTTESDIENST
Johannespassion von Arvo Pärt
Foto: Münsterkirche in Herford

Foto: Münsterkirche in Herford

Arvo Pärt erklärt seine Musik so:

„Ich habe entdeckt, dass es genügt, wenn ein einziger Ton schön gespielt wird. Dieser Ton, die Stille oder das Schweigen beruhigen mich. Ich arbeite mit wenig Material, mit einer Stimme, mit zwei Stimmen. Ich baue aus primitivem Stoff, aus einem Dreiklang, einer bestimmten Tonqualität. Die drei Klänge eines Dreiklangs wirken glockenähnlich. So habe ich es Tintinnabuli genannt.“

Ein typisches Beispiel für seinen Stil ist seine Johannespassion, für die er wie für viele seiner Werke
„eine objektive, überpersönliche Art der musikalischen Umsetzung wählte. Der Text wird ohne jegliche Ergänzungen in Latein, der einstigen Weltsprache der Kirche, vorgetragen; Jesus und Pilatus sind zwar solistisch besetzt, ihr Gesang ist aber vollkommen eingebettet in den gleichmäßig meditativen, nicht konzertanten musikalischen Verlauf; der Evangelistenpart wird von ein bis vier Sängern in stets gleichbleibender, […] mit diatonischen Dissonanzen angereicherter a-Moll-Tonalität vorgetragen…

(aus Wikipedia)
Vorverkauf

für die Konzertkarten im Herforder Münster:
Buchhandlung Erich Otto, Höckerstr. 6,
Tel: 05221 / 5 31 79, Fax: 533 93

Wenn Sie regelmäßig Informationen über unsere Kirchenmusik erhalten wollen, geben Sie uns Ihre Adresse bekannt:
Ev.-Luth. Kirchengemeindebüro Herford – Mitte
Münsterkirchplatz 5, 32052 Herford,
Tel: 05221 / 1 58 19, Fax: 10 90 31

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Leipzig – Thomaskirche, 9. und 10. April 2009, 19:00 Uhr Thomaskirche


Foto: Thomaskirche Leipzig
J.S. Bach. Johannes-Passion BWV 245
Thomanerchor Gewandhausorchester Georg Christoph Biller

Sibylla Rubens, Sopran
Matthias Rexroth, Altus
Patrick Henckens, Tenor (Arien)
Marcus Ullmann, Tenor (Evangelist)
Friedemann Röhlig, Bass (Christus)
Andreas Scheibner, Bass (Arien)

Johann Sebastian Bach
Johannes-Passion BWV 245

Freiverkauf
43/34/26/16 EUR zzgl. VVK-Gebühr
Donnerstag Ermäßigung für Berechtigte
Ticket-Hotline: +49 341 12 70-280

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Arnstadt – Bachkirche, 4. April 2009 um 19:30 Uhr

J.S. Bach-Kirche in Arnstadt

J.S. Bach-Kirche in Arnstadt

Johann Sebastian Bach

Matthäuspassion BWV 244

Gerlinde Sämann — Sopran
Marie Kuijken — Sopran
Petra Noskaiová — Alt
Patrizia Hardt — Alt
Christoph Genz — Tenor
Bernhard Hunziker — Tenor
Jan van der Crabben — Bass
Marcus Niedermeyer — Bass

La Petite Bande
Sigiswald Kuijken — Leitung

Nach der Einstellung der Förderung durch die holländische Regierung mussten Ton Koopman und The Amsterdam Baroque Choir & Orchestra ihre Aufführung der Matthäuspassion bedauerlicherweise absagen. Umso mehr freut es uns, zur Eröffnung des Festivals nun ein Konzert des belgischen Ensembles La Petite Bande unter Leitung von Sigiswald Kuijken präsentieren zu können, die ähnlich renommiert sind und zu den wichtigsten Interpreten der Musik Johann Sebastian Bachs in unserer Zeit zählen. Unter den Solisten ist dabei der Erfurter Christoph Genz, einer der derzeit gefragtesten Tenöre, der den Part des Evangelisten übernehmen wird.

Eintritt: 65 € | 45 € | 25 € — ermäßigt: 55 € | 35 € | 15 €

Eintrittskarten bei: Arnstadt Information
Markt 3 | 99310 Arnstadt
Telefon 0 36 28 . 60 20 49

oder im Internet: http://www.ticketcorner.com/eventstore/control/requestcard?id=831152

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Eisenach – Georgenkirche, Sonntag, 5. April 2009 um 17;00 Uhr

Taufkirche von J.S. Bach Georgenkirche Eisenach

Taufkirche von J.S. Bach Georgenkirche Eisenach

Johannespassion BWV 245

Parallelen zwischen J.S. Bach und G.F. Händel


Liebe Musikfreunde!

Volker hatte ja den Austausch zum Gedenkjahr der großen drei Bach, Händel und Mendelssohn vorgeschlagen und es beschäftigt mich schon seit langem, welche Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede die beiden Barockkomponisten Bach und Händel haben.

Georg Friedrich Händel

Georg Friedrich Händel

Ich hatte ja schon auf einige biografische Details bei Bach und Händel hingewiesen. Geburtsort und – Jahr/Monat (fast) identisch, Halle und Leipzig nahe nebeneinander, dagegen der eine Junggeselle und der andere Familienmensch als soziale Auffälligkeit, u.s.w.)

Heute Abend will ich aber noch auf ein musikalisches Motiv hinweisen und es dabei auch ein bißchen spannend machen.

Im ‚Messias‘ des einen und im ‚WO‘ des anderen gibt es die musikalische Schilderung einer Freiluftszene, die zum

Standardrepertoire des Weihnachtsgeschehens

gehört. Beide widmen sich in ihrem Werk ganz auffällig dieser Szene. Bei Bach sind es 63 Takte, in denen er ein bemerkenswertes Zwiegespräch zwischen denen da oben und denen da unten ungewöhnlich plastisch schildert. Händel stellt sich derselben Szene, braucht merklich weniger Takte, benutzt aber ein ähnliches Instrumentarium. Beide musikalische Würfe haben ihren Reiz. Man kann sich fragen, ob da gegenseitige Beeinflussungen (auch über Umwege) möglich waren. Aber soweit ich weiß, fußt die Schilderung solcher Szenen auf einem seit der Antike und gerade im Barock fest geprägten Schema. Händel wählt dazu im August 1741 eine nicht so gebräuchliche Satzbezeichnung, während Bach die uns wohl bekannteste Satzbezeichnung darüberschreibt.

Ich denke, jetzt wissen alle, was ich meine !!!

Gruß

@Wolfgang

P.S. Aktualisierung am 04.02.2013 von Volker, mit einem entsprechenden und passenden Artikel in „DIE ZEIT“

Link:  http://www.zeit.de/2009/16/Haendel

sowie

ein PDF zu dem Thema:  >>  h i e r  zu öffnen <<

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Organistin Elisabeth Roloff verstarb am 14.12.2008 im 72. Lebensjahr


Te Deum Laudamus

Eine mehr als schmerzliche und traurige Nachricht muss ich im Forum bekannt geben.

Im 72. Lebensjahr verstarb am 14. Dezember 2008 die bekannte und sehr geschätzte Konzert-Organistin und Dozentin

Elisabeth Roloff * 18.02.1937 in Bielefeld + 14.12.2008 in Bielefeld


Konzert-Organistin Elisabeht Roloff an der Kleuker-Orgel in Bielefeld-Ummeln

Am 13. April 2008 gab sie ihr letztes Orgel-Konzert in der Evangelischen Kirche Bielefeld-Ummeln an der dortigen Kleuker-Orgel. Einige Forummitglieder werden sich sicherlich an dieses Konzert-Ereignis noch erinnern können. Trotz schwerer Erkrankung gab sie hier ein Orgel-Konzert auf künstlerisch hohen Niveau und wird als eine liebevolle und fantastische Organistin bei uns in Erinnerung bleiben. Sie verstand es so genial, die Zuhörer in ihren künstlerischen Vortrag mit einzubinden und das war ihre wahrhaftige Größe.

Sie war eine fundierte Bach-Kennerin und Bewunderin was sich auch in ihren Einspielungen:


„Mit Bach durch das Kirchenjahr“

wiederspiegelte.

Elisabeth Roloff studierte an den Hochschulen für Musik in Berlin und Köln. Im Fach Orgel legte sie die Reifeprüfung ab. Von 1974 bis 1982 war sie „Organiste Titulaire“ an der Deutschen Kirche in Paris und studierte französische Orgelmusik bei Marie-Claire Alain.

Seit 1982 ist die Kirchenmusikerin Dozentin an der Rubin Academy of Music in Jerusalem. Außerdem wirkt sie als Organistin an der Erlöserkirche in Jerusalem / Israel. Mit ihren Konzerten in den meisten Ländern Europas, den USA und in Südamerika hat sie internationales Renommee und Anerkennung gewonnen. Neben vielen Rundfunkauftritten und Schallplattenaufnahmen hat die Künstlerin mit der bekannten Firma Dabringhaus und Grimm in Detmold zahlreiche CDs herausgebracht.

Mit traurigen Grüssen

Volker

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Elisabeth Roloff, ein Nachruf in der NW vom 23.12.2008

Zur Vergrößerung in den NW-Artikel klicken..!!

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Evangelisch in Jerusalem, Nachruf der Erlösergemeinde in Jerusalem

Fotorechte: Erlöserkirche Jerusalem

Link: http://www.evangelisch-in-jerusalem.org/gemeinde_1.htm

19. Dezember 2008: Trauerfeier für Elisabeth Roloff in Bielefeld-Ummeln und Gedenkandacht in der Erlöserkirche zu Jerusalem:

Wir haben Abschied genommen von Elisabeth Roloff. Sie wurde beigesetzt auf dem Friedhof zu Bielefeld-Ummeln; gleichzeitig fand in der Erlöserkirche eine Gedenkandacht statt. In beiden Gottesdiensten spielte die Musik, die Elisabeth in ihrem Leben so viel bedeutet hat, eine wichtige Rolle……

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Auf  YouTube eine Bach-Einspielung von Elisabeth Roloff – BWV 654 „Schmücke dich, o liebe Seele“

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Webnews

Teil 2, Besuch der Brandenburgische Konzerte I, III, IV, im Johann-Sebastian-Bach-Saal, Köthen am 5.9.2008


Hallo zusammen,

nach dem beeindruckenden Konzert vom Vormittag, das kaum noch zu toppen möglich erscheint, waren wir sehr gespannt, was sich in dem schönen neuen „Johann-Sebastian-Bach-Saal“ am Abend des gleichen Tages ergeben würde.

Flyer mit Programm im Johann-Sebastian-Bach-Saal am Abend

Foto: Der neue Johann-Sebastian-Saal in Köthen (© Copyright V.Hege)

Auch in dieser Veranstaltung wurde wiederum eine Programm-Änderung in der Abfolge vorgenommen. Es erklang zum Anfang das Brandenburgische Konzert Nr. II, F-Dur, BWV 1047. Wie bereits am Vormittag, saß Gardiner am Rand des Podiums und war als Hörer und nicht als Aktiver tätig.

Foto: Johann-Sebastian-Saal, Köthen, Blick auf das Podium vor Konzertbeginn (© Copyright V.Hege)

Dieses Werk lebt von der Spannung mit der Besetzung einer Trompete. Der erste Satz ist lebhaft und man hört sofort die Dominanz der Trompete. Der Satz ist nicht umsonst einer der beliebtesten Sätze der Barockmusik. Auf dieses Werk habe ich mich am meisten gefreut und wurde nicht enttäuscht, Im Gegenteil, es wurde eine Wiedergabe auf allerhöchstem Welt-Niveau, den Trompetenpart meisterte ein Juwel unter der Trompetengilde „Neil Brough“ absolut perfekt, was in seinen Lungen steckt, um diesen virtuosen Part vortragen zu können, grenzt fast ans menschenunmögliche, von der Statur her besitzt er alle Bedingungen um das umsetzen zu können und das meistert er mit Bravour; zumal Gardiner ihm hier ein sehr schnelles Tempi vorgegeben hat. Das gleiche Tempo wurde in den folgenden zwei Sätzen beibehalten und wurde zu einem glanzvollen Festtags-Schmaus.

Orchester und Trompeter bildeten eine perfekt Einheit und haben einen wunderschönen Konzertbeginn hingelegt, der den Besucher auf das Kommende erwartungsfroh einstimmte.
Nach den drei Sätzen brach tosender Jubel und Applaus aus und ein sichtlich erschöpfter Weltklasse-Trompeter und ein perfekt abgestimmtes und aufspielendes Orchester genossen in vollen Zügen den wohlverdienten Lohn. Der Sir stand enthusiastisch applaudierend am Rand des Podiums und grinste freudig über das ganze Gesicht.

Das ist Barock- (Bachmusik) vom Feinsten und bedeutete für mich ein vorweggenommener Höhepunkt des Abends. Schade, das hätte ich gerne als Schlusswerk gehört, – denn dazu komme ich noch, – dass Brandenburgische Konzert Nr. I war nicht der Rausschmeisser, wie es eigentlich angedacht gewesen war..!!


Foto: Frenetischer Jubel nach dem Brandenburgischen Konzert Nr. 2, BWV 1047, mit der überragenden Vorstellung des Trompeten-Virtuosen: „Neil Brough“, im Bild rechts außen. Links daneben Prof. Michael Niesemann, Oboe und Rachel Bekett, Flöte, im Brandenburgischen Konzert Nr. II, BWV 1047 (© Copyright V.Hege)

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Das Folge-Werk, Brandenburgische Konzert Nr. IV, G-Dur, BWV 1049 wurde zu einem Glanzpart für die Violonistin „Kati Debretzeni“ hier ist der Violine hochvirtuose Solo-Läufe zugewiesen. Was sie wunderbar technisch auf höchstem Level vortrug, klanglich habe ich etwas an ihrer Geige zu bemängeln, sie hat nicht den warmen barocken Klang, den ich sonst so bei den Baroque Soloists bewundere,

Foto: Die Streichergruppe, zweite von links: Kati Debretzeni wurde mit ihrem virtuosen Violin-Solo-Part gefeiert.
(© Copyright V.Hege)

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Ein weiterer Höhepunkt erfolgte anschließend mit dem „Lamento“ von Johann Chrisoph Bach (1642-1703), „Ach dass ich Wassers gnug hätte“ mit Clare Wilinson, Alt. Hier nahm der Sir wieder seinen Chefposten ein und spornte mit seinem Dirigat alle Beteiligten wieder zu einer Glanzleistung an.

Johann Christoph Bach, der Eisenacher Organist, Hof-Cembalist und Onkel zweiten Grades von Johann Sebastian, vertont den Propheten Jeremia mit schmerzlich-empfindsamen Lautmalereien. Mit Schlichtheit und mit einer mehr als bewundernswerten Gesangs-Ästhetik, vermag in diesem Lamento Clare Wilkinson restlos zu überzeugen. Das Wühlen von Geige, Bratschen und Continuo in den untersten Registern beim ach so grimmigen Zorn des Herrn – wird überwältigend dargeboten. Leichte Probleme bekommt die Mezzo-Sopranistin in den unteren Lagen, da könnte im Stimmvolumen zugelegt werden, aber die geringe Raumgrösse war hier ihr Vorteil, sie muss in den letzten Reihen mit ihrem Stimmvolumen angekommen sein.
Freudiger, frenetischer Schluss-Applaus bekundete wiederum, dass der Besucher mit dieser Aufführung mehr als zufrieden war.

Foto: Wiederum eine vortreffliche Vorstellung im Lamento durch Clare Wilkinson, Alt (© Copyright V.Hege)

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Das von mir mit Spannung erwartete Schlussspektakel mit dem wunderschönen Brandenburgischen Konzert Nr. I, F-Dur, BWV 1046, in der Besetzung mit Hörnern, wurde fast zum Fiasko. Schon nach dem Wiederbetreten des Podiums nach dem zuvor gehörten Lamento, geriet Sir Gardiner heftig ins Straucheln, er muss eine Stufe des Podiums verfehlt haben und konnte sich glücklicherweise am Cembalo schützend abstützen und einen heftigen Sturz vermeiden. Einmalig in seiner Art, überspielte er diese für ihn glücklich verlaufenen Situation, mit einer fast tänzerischen Schau-Sondereinlage und das Publikum dankte es ihm mit einem Sonderapplaus. Rührend konnte ich sehen, wie der Oboist Michael Niesemann sich sofort um den Sir kümmerte und nach seinem Befinden sich erkundigte.

Das war schon ein heftiger Beginn und setzte sich fort nach dem Einsetzen der ersten Tönen im Brandenburgischen Konzert Nr. I. Ungläubig schüttelte ich den Kopf, die Misstöne der Hörner waren zum Anfang unüberhörbar, was zum Teufel hat den Sir geritten, so eine für mich gesehene wundersame Interpretation der Hörner dem Publikum vorzusetzen? Für mich war die junge Anneke Scott und Gavin Edwards mit dem virtuosen und sensiblen Part für das Horn an diesem Abend überfordert. In dem weiteren Werk wurden sehr laute trompetenhafte Töne – das Orchester wurde schrecklich übertönt -, zum letzten Hallali geblasen, es war fast jazzige Musik. Ich konnte beobachten, dass die Geigerin Kati Debretzeni ob dieses Spektakels ein süss-säuerliches Gesicht bekam und das Publikum vor mir ungläubig darüber den Kopf schüttelten. Das grenzte fast an Jahrmarkts-Töne, leider, gerade dieses Werk bedarf eines sensiblen Spiels des Horns und dann so etwas…!!

Wenn dieses Konzert am Anfang zur Aufführung gestanden hätte, wäre ich dafür dankbar gewesen, es sollte wohl ein Highlight des Abends werden mit der Jazz-Einlage. So ist der sonst so wunderbare Gesamt-Eindruck des Abends ein wenig geschmälert worden und bekam einen faden Beigeschmack. Hier sehnte ich mich als Rausschmeisser-Musik nach dem Brandenburgischen Konzert Nr. II mit dem Star-Trompeter „Neil Brough“, da hätte die Halle Kopf gestanden, aber so..!!??

Foto: Gavin Edwards, Horn, links im Bild (© Copyright V.Hege)

Foto: links im Bild die junge Hornistin: Anneke Scott (© Copyright V.Hege)
Ich stelle hier allen Lesern einen Vidoe-Link von jpc zur Verfügung mit dem Anfang des Brandenburgischen Konzertes Nr. I, gespielt von dem Freiburger Barockorchster im Spiegelsaal Köthen, da hört sich das Waldhorn gediegener an. Zum Starten des Videos muss das seitenverkehrte Dreieck angeklickt werden, die Ladezeit dauert ein wenig, bitte Geduld !!

Link: http://www.jpc.de/jpcng/home/detail/-/hnum/6944511/iampartner/seinfo

Im Anhang füge ich ein Video vom 1. Brandenburgischen Konzert vom Label: solideogloria / monteverdi.co.uk bei, das während des Bachfestes 2008 in Köthen im Bachsaal entstanden ist.

© Videorechte: Label: http://www.solideogloria.co.uk/

Video: 1. Brandenburgische Konzert, Gardiner, Bachfest 2008 Köthen, Bachsaal

Trotz des für mich gesehenen Missgeschick mit dem Werk I, waren es zwei wunderbare Konzerte mit den Baroque Soloists und dem wunderbaren Gesang des Mezzo-Sopran: Clare Wilkinson. Der schönste Rahmen war einfach der Spiegelsaal, die Intimität des Raumes und Nähe zum stehenden Orchester, das umwerfende Zusammenspiel der großartig aufgelegten Instrumentalisten war einmalig und haftet weiterhin, was will man mehr…!!

Grüsse an alle

Volker

P-S. Wenn jeweils in das Foto geklickt wird, erscheint eine gesonderte Vergrößerung des Bildes !!

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Teil 1, Besuch der Brandenburgische Konzerte III, V, VI, im Spiegelsaal-Schloss-Köthen am 5.9.2008


Hallo,

nach dem Bericht von @Barbara, mit dem Besuch der Johannes Passion, welches wir bewusst ausgelassen haben, beginne ich mit Teil 1, den Brandenburgischen Konzerten im Spiegelsaal Köthen.

Nach der Aufführung der Johannes Passion als Eröffnungskonzert in St. Jakob am Mittwoch, 3.9.2008, im Rahmen der 22. Bachwoche Köthen, war für Gardiner ein freier Tag angesetzt, den wir zur Anfahrt genutzt haben.

Flyer vom Programm im Spiegelsaal

Foto: Das Köthener Schloss mit Spiegelsaal (© Copyright V.Hege)

Im Vorfeld war für mich die Splittung der zu hörenden Brandenburgischen Konzerte von Interesse, was mag Gardiner dazu bewogen haben, in seinem 1. Konzert die Werke III, V und VI im Spiegelsaal aufzuführen.

Das dritte und sechste Brandenburgische Konzert folgen der Form einer italienischen Ouvertüre aus Konzertsatz, langsamem Mittelsatz und Tanz, während das fünfte Brandenburgisch Konzert eine kleine Gruppe von Soloinstrumenten einem Streichorchester gegenübergestellt ist und repräsentieren damit die modernere Form eines „Concerto grosso“ hier ist der Schlusssatz ein Fugati mit einer voll ausgebauten Fuge.

Somit kann die Erklärung wohl auf der Hand liegen, das 3. Und 6. Brandenburgische Konzert sind in ihrer Kompositionsart identisch und bilden eine Einheit und wurden in einer Abänderung in der Programmabfolge als Schlusswerke nach der wiedergegebenen Kantate, aufgeführt.

Das 5. Brandenburgische Konzert weicht in der Kompositionsform von den vorgenannten Werken ab und ist als ein Kontrast-Werk in das Programm aufgenommen worden und als erstes Werk aufgeführt worden.

Als eine willkommene Bereicherung und Abrundung des Programms ist als ein „Juwel“ die Kantate, BWV 170 „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ für Alt-Solo, in das Programm integriert worden.

Diese drei Brandenburgischen Konzertveranstaltungen von Gardiner, Monteverdi Choir und English Baroque Soloists hatten einen immensen Zuspruch und waren nach kurzer Zeit restlos ausverkauft.

Voller Vorfreude betraten wir den historischen Spiegelsaal und waren glücklich, in der ersten Reihe, hautnah am Orchester unsere Plätze vorzufinden. Die Sicht und das unmittelbare Geschehen spielte sich direkt vor uns ab, etwas störend die Enge des Sitzens in den Bänken aber das wurde durch die optimalen Bedingungen des vorgenannten mehr als wett gemacht.

Foto: Der Spiegelsaal, Schloss Köthen, links die Büste von J.S. Bach (© Copyright V.Hege)

Es erklang Kammermusik der feinsten englischen Art, virtuoses Orchester untereinander anspornend und bestens aufeinander abgestimmt, war es ein fulminantes Erlebnis, diesem Ausnahme-Orchester zuzuhören und das unter den gestrengen Blicken von J.S. Bach als Büste im Hintergrund des Cembalos. Er hätte an der Musizierfreude und das großartige Können aller Beteiligten seine helle Freude gehabt.

Foto: J.S.Bach-Büste, eine Kopie, die 1895 vom Leipziger Bildhauer; Carl Seffner; geschaffen wurde.
(© Copyright V.Hege)


Verwundert nahmen wir zu Kenntnis, dass der Sir die Protagonisten alleine die Brandenburgischen Konzerte vortragen lies, er hatte in der 1. Reihe seinen Sitzplatz eingenommen und verfolgte anhand eines vor ihm stehenden – niedrig eingestellten Pultes mit der darauf liegenden Partitur -, schmunzelnd, den Kopf im Takte wiegend, das Geschehen. Nach dem ersten Schluss-Akkord sprang er überglücklich als erster auf und rief in den Raum: „Bravi“, so entfesselt, beseelt und begeistert habe ich Gardiner noch nie in einem Konzert erlebt.


Foto: Begeisterter Sir Gardiner sitzend und zuhörend..!! (© Copyright V.Hege)


Schon nach dem Einsetzen des ersten Taktes kam die Intimität des Spiegelsaales voll zur Geltung und übertrug sich spontan auf die Zuhörer. Das war überirdische Musik, die nicht mehr zu toppen war, die Hörer waren schier aus dem Häuschen und mehr als begeistert. Das Niveau aller zu Gehör gebrachten Brandenburgischen Konzerte war auf dem gleichen künstlerischen Level und entsprachen einem Kunstgenuss auf höchster Ebene und wusste den Zuhörer mehr als zu begeistern.

Foto: The English Baroque Soloists, am Cello der überragende Danny Yeadon. (© Copyright V.Hege)

Eine ebenso fantastische Wiedergabe erfolgte zwischendurch mit der Kantate, BWV 170 „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust.“ Hier lies es sich der Sir nicht nehmen und übernahm sein geliebtes Dirigat.

Das für Alt-Solo gespickte Werk wurde von einer Könnerin ersten Grades, mit Namen Clare Wilkinson, Mezzo-Sopran, vorgetragen. Ihr Stimmvolumen war optimal für diesen prächtigen Spiegelsaal, ihre Ausdrucksform und Gesangsvortrag war erhebend schön, in einem schönen roten langen Kleid war sie nicht zu übersehen und zu überhören, hier war sie der Mittelpunkt und wusste es durch ihre Gesangs-Kultur prächtig zu untermauern. Sie trug eine Perlenkette und so war es dementsprechend bildlich gesehen ein Perlengesang „per Excellence“ ein wunderschöner Kantaten-Vortrag, der sehr zu Herzen ging. Überglücklich nahm Gardiner sie am Ende an die Hand mit dem Bewusstsein, eine großartige Ausnahmesängerin in seinen Reihen zu haben.


Foto: Clare Wilkinson, Mezzo-Sopran, überzeugende Sangeskunst (© Copyright V.Hege)

Es gibt bei YouTube eine wunderbare Altus-Arie vom BWV 170 „Vergnügte Ruh“ von Andreas Scholl gesungen, sie ist unter Herreweghe veröffentlicht worden. Es ist ein fantastischer Altus-Gesang zu hören.

Link: http://de.youtube.com/profile_video_blog?sid=42B00DB5A1191AE6&id=FF04EBF8E01C6987


Der Schlussapplaus nach der Veranstaltung war entsprechend überwältigend, mit Standing Ovatione waren die Besucher überglücklich, es war eine Veranstaltung, die aufgrund der Intimität des Raumes und der Nähe zum grandiosen Orchester alle gepackt hatte. Es war ein Konzerterlebnis, wie man es in diesem Rahmen nur sehr selten erleben kann, so etwas bietet Köthen mit seinem rührigen Spiegelsaal und weiß alle in seinen Bann zu ziehen, hier ist der Geist von J.S. Bach spürbar, und das wurde von den Ausführenden in diesem Sinne entsprechend grandios umgesetzt.
Was will man als Hörer und Konzert-Besucher mehr verlangen…!!

Im Anhang füge ich zwei Videos von Brandenburgischen Konzerten vom Label: solideogloria / monteverdi.co.uk bei, die während des Bachfestes 2008 in Köthen-Spiegelsaal und Bachsaal entstanden sind.

© Videorechte: Label: http://www.solideogloria.co.uk/

Video: 3. Brandenburgische Konzert, Gardiner, Bachfest 2008 Köthen, Spiegelsaal

Video: 6. Brandenburgische Konzert, Gardiner, Bachfest 2008 Köthen, Spiegelsaal


Grüsse

Volker

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J.S. Bach Matthäuspassion, an welcher Stelle lässt sich im Notenbild ein Kreuz erkennen ?


@Iris sagt:

Hallo,

ich hab eine Frage an den Blog:

Seitdem ich die Einführung zur Matthäus-Passion (J.S. Bach) von W. Schmidt auf Bayern 4 gehört habe, beschäftigt mich immer wieder der Satz von ihm (der übrigens auch bei A. Dürr vorkommt):

Aus dem Notenbild bestimmter Passagen aus der Matthäus-Passion läßt
sich das Kreuz erkennen.

Dürr gibt auf S. 322 (BWV 6) und Seite 339 (BWV 44) „Johann Sebastian Bach – Die Kantaten“ – bei zwei kleinen Notenbeispielen auch den Kommentar, dass es sich im Notenbild um Kreuz Jesu handelt.

Ich kann aus dem reinen Notenbild kein Kreuz erkennen. Ich erkenne zwar, dass aus

f, ein fis wird und aus c wird cis (also eine Erhöhung) – aber aus dem Notenbild ersehe ich kein
Kreuz. Könnt Ihr mir auf die Sprünge helfen?

Grüsse
Iris

Sensationsfund von J.S. Bach durch die Uni Halle


Hallo,

Musikwissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben eine Orgelkomposition von Johann Sebastian Bach entdeckt. Bei dem Werk, von dem bislang nur die ersten fünf Takte bekannt waren, handelt es sich um eine Fantasie über den Choral „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“.



Obiges Foto: Auszug aus Wilhelm Rusts Abschrift der Orgelkomposition Johann Sebastian Bachs, Beginn der Fantasie. (
Foto: ULB Halle )

Die Komposition liegt in Form einer Abschrift des ehemaligen Leipziger Thomaskantors Wilhelm Rust in der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) in Halle vor. Die ULB ersteigerte vor wenigen Wochen einen Teilnachlass von Rust.

Entdeckt haben die Komposition nun Dr. Michael Pacholke und Stephan Blaut, die an der Hallischen Händelausgabe arbeiten. Diese kritische Gesamtausgabe ist als Drittmittelprojekt in das Institut für Musik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) integriert. Pacholke und Blaut hatten zusammen mit Dr. Kathrin Eberl-Ruf von der MLU den Erwerb des Nachlasses von Willhelm Rust angeregt. Ein Leipziger Auktionshaus hatte ihn zur Versteigerung angeboten. „Bei der Durchsicht bin ich dann auf ein Stück von Bach gestoßen, das ich nicht kannte. Damit begann die Recherche“, berichtet der Musikwissenschaftler Stephan Blaut.

„Die Entdeckung bereichert unser Wissen um das Frühwerk Johann Sebastian Bachs in beträchtlichem Maße und schenkt der Musikwelt eine großartige Komposition in einer in Bachs Oeuvre seltenen Gattung der Orgelmusik“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Hirschmann vom Institut für Musik der MLU. „Aufgrund seiner Dimensionen und seiner beeindruckenden kompositorischen Gestaltung wird der Fund sicher mit Freude Aufnahme sowohl bei der Fachwelt als auch bei den Liebhabern der Musik Bachs finden“, ergänzt Stephan Blaut.

„Ich kann unsere Musikwissenschaftler zu diesem Fund nur herzlich beglückwünschen“, sagt Prof. Dr. Wulf Diepenbrock, Rektor der Martin-Luther-Universität. „Zusammen mit der Universitäts- und Landesbibliothek haben sie Beachtliches geleistet.“

Zum ganzen Artikel hier klicken !


—————————————————

Zum Hörbeispiel:

Orgel-Hörbeispiel des BWV 1128 Wo Gott der Herr nicht bei uns hält..!!
Link

https://volkersklassikseitenjsbach.com/wp-content/uploads/2009/04/bwv-1128-fur-orgel_-wo-gott-der-herr-nic.mp3

Grüsse

Volker

Webnews

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Archiv-Beitrag: Zweifelhafte Autorenschaft für die Motette: BWV Anhang 159


Hallo zusammen,

@Alex hat eine interessante Anfrage an mich gerichtet, die ich hier wiedergeben möchte, es wird sicherlich auf großes Interesse stoßen, diese Motette von J.S. Bach: BWV Anhang 159; wurde nur teilweise in dem Braunschweiger Konzert vom Monteverdi Chor gesungen.

Die Anfrage lautet:

Hallo Volker,

wer steht denn im Programm als Komponist von Anh. III 159? Schmieder schwankt zwischen Johann Christoph Bach und Johann Christian Bach.
——————

Hierzu möchte ich der Allgemeinheit folgende Hinweise geben:

Im Programheft von Braunschweig sind folgende Angaben:

Johann Sebastian Bach, Motette: BWV Anhang 159

ich habe einmal bei Dürr nachgeschlagen, da ist leider eine Motetten-Angabe nicht aufgeführt, im Blog wird die Kantate BWV 157 “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn” genannt,

was ich für sehr problematisch halte, hier werden wohl Äpfel mit Birnen verglichen, die erste Strophe hat zwar den Text-Inhalt “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn” wie in der 1. Strophe der Motette BWV Anhang 159, aber die Kantate 157 wurde von Bach zu einem ganz anderen Anlass komponiert. Dass Bach auf bestehende Texte zurückgriff und kopierte ist bekannt.

Die Kantate BWV 157 wurde am 6. Februar 1727 in einem feierlichen Gedächtnisgottesdienst in der Pomßener Kirche, aus Anlass des verstorbenen Hof- und Appellationsrat “Johann Christoph von Ponickau”, aufgeführt. Die Texte der Kantate BWV 157 finden sich wieder in Picanders Gedichtsammlung. Ein ausgedehntes Trauergedicht auf (Picanders) eigenen Tod und unmittelbar anschließend den Text der Kantate: “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn…

Im Internet fand ich folgenden Hinweis: Die Apokryphen Motetten BWV Anhang 159-165

hier wird nur die 1. Strophe eingespielt “Ich lass dich nicht…. “

Die Motette könnte als Autorenschaft: Johann Sebastian Bach oder Johann Christoph Bach: “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn “Motette BWV Anhang 159″ zugeordnet werden können..

Der Autor Klaus Hofmann veröffentlichte in 2003 ein Buch über:

Johann Sebastian Bach. Die Motetten; Kassel , (Bärenreiter-Verlag) 2003

Der Hauptteil des Buches ist der ausführlichen Analyse von acht Motetten Bachs gewidmet. Zu den sechs bekannten zählt der Verfasser noch „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ (BWV Anh. 159) und „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“ (BWV Anh. 160). Diese Einbeziehung begründet er ausführlich und überzeugend.

Das Buch ist bei amazon erhältlich für 17,95 €

Ein PDF-Dokument füge ich zur weiteren Information bei:

Link: Informationen zum_BWV 225_ff

Diese vorgenannten Angaben sind Diskussionswürdig und bitte um Eure Kommentare ….

Grüße

Volker

Weitere J.S. Bach-Webseiten-Links


Neue Bachgesellschaft eV, Deutschland

Bach-Cantatas by Aryeh Oron „Englische Web-Seite“

Gardiner – CD’s der Bach Cantata Pilgrimage 2000, ansehen, Hörproben, bestellen!

Reisetagebuch von J .E. Gardiner und Meinungen der Künstler-Solisten zur Bach Cantata Pilgrimage 2000, Konzerte im Bachjahr 2000

Bach bei Pianosociety (Web-Seite in Englisch) Klavierstücke (nicht nur von J.S.Bach) im MP3-Format zum herunterladen

Ein idealer Ausgangspunkt für Informationen und Meinungsaustausch zum Thema «Johann Sebastian Bach» ist natürlich die Bach-Community www.jsba.ch.

CONVENTUS MUSICUS UNTERNEHMENSBLOG

Blog KARL RICHTER IN MUENCHEN – ZEITZEUGEN ERINNERN SICH

Klavierauszüge von den Werken von J.S. Bach „Englische Web-_Seite“

Texte der Bach-Werke „Englische-Web-Seite by Walter F. Bischof.“ deutsche Fassung !

Umfangreiche Bach-Diskographie von Jochen Grob

Weitere Bach-Links „by Aryeh Oron“ im Internet

Wikipedia „Johann Sebastian Bach“

Weitere Web-Seiten-Links zu Sir J.E. Gardiner


Blog-Monteverdi

England: Bach-Cantatas com / John Eliot Gardiner

Konzert-Termine in 2008 von J. E. Gardiner und Monteverdi-Chor etc.

Label mit Gardiner-Einspielungen, Englische-Web-Seite

News-Klick.de Braunschweiger Zeitung (Stichwort-Gardiner)

Wikipedia / Deutschland  „John Eloit Gardiner“