YouTube – Sir Gardiner Herderkirche Weimar J.S.Bach Weihnachtsoratorium – 10 Jahre SDG


Hallo Bachfreunde!

BWV 248 WO Herderkirche in Weimar Dez. 1999

Auf YouTube sind   neunzehn – n e u e  Videos von Sir J.E. Gardiner veröffentlicht worden mit dem Weihnachtsoratorium, BWV 248 – von Johann Sebastian Bach. Die Aufnahmen sind in der Herderkirche Weimar am 23.12.1999  und am 27.12.1999 – zum Start der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ – aufgenommen worden. Es singt der Monteverdi Choir und es spielt das Barockorchester auf historischen Instrumenten: „The Engish Baroque Soloists“.

Link zu YouTube unterhalb der folgenden Textzeile:

Sir Gardiner-EBS-Monteverdi Choir Dezember 1999 mit dem Weihnachtsoratorium  in der Herderkirche Weimar:

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Link zum Gardiner-Video BWV 248 WO in der Herderkirche Weimar:

http://www.youtube.com/view_play_list?p=891E1FE87369A7E4&feature=bf-title

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Es ist ein 10-jähriges – SDG-Gardiner – J u b i l ä u m , am 23.12.1999 begann der Start der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ ob jemand daran gedacht hat, dass es mittlerweile zehn Jahre her ist dass dieses Bach-Großprojekt gestartet wurde, freuen wir uns auf die letzten SDG-Veröffentlichungen in 2010 – dann wird leider alles vorbei sein…!!

Grüße

Volker

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Neujahrskonzert 2010 – Sir Gardiner im Teatro La Fenice in Venedig


Hallo,

ich hoffe, dass ihr alle gut ins neue Jahr 2010 gekommen seid. Der erste Beitrag wird von Sir Gardiner und seinem Dirigat des Neujahrskonzertes 2010 aus Venedig beinhalten.

Neujahrskonzert 2010 Theater La Fenice in Venedig - Sir Gardiner

Das war nach meiner Rückkehr aus dem Kurzurlaub die richtige Einstimmung auf das neue Jahr 2010. Sir J.E. Gardiner als Leiter und Dirigent des Neujahrskonzertes aus dem „Teatro La Fenice Venedig“ am 1.1.2010 auf ARTE ansehbar  – war ein genialer Leiter und brachte mit Schwung und Begeisterung das Konzert über die Runden. Das begeisterte Publikum forderte frenetisch eine Zugabe, die dann mit Verdis „LA TRAVIATA“ einen krönenden Abschluss fand.

Ein kleiner YouTube-Ausschnitt aus dem „Teatro La Fenice Venedig“ ist beigefügt. Wer das Konzert nicht gesehen hat, kann mit dem Filmchen in etwa das schöne „Teatro La Fenice“ bewundern und die Konzert-Atmosphäre nachempfinden und einen jugendlichen – springenden Gardiner am Ende bestaunen.

Viel Spaß..!!

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Die DVD vom Neujahrs-Konzert 2010 mit Sir Gardiner aus Venedig ist bei j p c  zu erhalten..!!

Link: http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Neujahrskonzert-2010-Teatro-la-Fenice-mit-John-E-Gardiner/hnum/1119163/iampartner/K84

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Herzliche Neujahrsgrüße

Volker

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Neujahr 2010


Hallo an alle,

Prosit Neujahr!

Ich wünsche allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2010 und hoffe, dass alle persönlichen Vorhaben in Erfüllung gehen mögen und wir uns zahlreich wieder auf  „Volkers Klassikseiten J.S. Bach“ einfinden werden.

Schönen Rutsch und liebe Grüße an alle

Volker

Das Salz in der Weihnachtssuppe


Es gibt Dinge auf dieser Welt, die gehören einfach zusammen, Köln und der Dom, die Wüste und der Sand, Helmut Schmidt und Zigaretten und – Weihnachten und das Weihnachtsoratorium. Obwohl ich ja gestehen muss, dass das „WO“ bei mir, sooft selbst gesungen, sooft gehört, schon fast Abnutzungserscheinungen erlitten hat.

Da ich meinen Dienst Ende letzten Jahres in dem eher mäßigen Chor mit qualitätsrestistentem Chorleiter quittiert habe, stellten sich nach exzessivem Hören der Kantaten vom 4. Advent dann doch starke „WO-Entzugserscheinungen“ ein.  Da kam der Anruf einer Freundin gerade recht, die fragte, ob es zu Weihnachten nicht ein nettes Konzertevent gäbe. Ich hatte schon länger mit der Veranstaltung der Philharmonie Essen mit dem Titel: „Weihnachtsoratorium zum Mitsingen“ geliebäugelt und nachdem ich ihr die ganze Chose schmackhaft gemacht hatte, willigte sie ein. Ich kramte erst mal die Noten hervor, schwelgte in Erinnerungen und musste über einige Zeichnungen (die ich in den Pausen, während mal wieder der Bass Dauerprobe hatte, gemalt hatte) schmunzeln.

Philharmonie Essen

Wir machen uns also am 2. Weihnachtstag um 16.00 Uhr auf in die Philharmonie, um 17.00 Uhr ist „Ansingen“. Nein, kein Einsingen, dafür bleibt keine Zeit. Die Philharmonie ist ein wirklich toller Konzertsaal, 2005 eröffnet und eine Synthese aus Moderne und Industriekultur. Hell, freundlich mit mondänem Ambiente. Auch ist für die Essener der Philharmonie Besuch eine sehr festliche Angelegenheit. Jeans ist eher Tabu, bzw. nicht die Regel. Da meine Freundin Sopran singt und ich Alt, müssen wir uns trennen. Meine linke Nachbarin kommt aus Duisburg und will das WO für den „Ernstfall“ proben, ein sehr netter Kontakt.

Der Dirigent Andreas Eberle, der heute die schwierige Aufgabe hat, völlig verschiedene stimmliche Bildungsstufen, verschiedene Stimmfärbungen, unterschiedliche Kenntnisse über das Oeuvre und mangelnde Manpower unter einen Hut bringen muss, beginnt mit Kantate IV „Fallt mit Danken, fallt mit Loben“. Schon bei dem Solo Einsatz der Männer am Anfang wird klar, dass dieser Part nicht zur Glanz-Partie des Abends wird, die Frauen sind einfach in der Überzahl, und – ich muss es einfach mal erwähnen- sie haben´s auch wirklich besser drauf. Hinter mir scheppern ein paar ältere Altösen, die es aber warscheinlich schon zum 150.000 Mal singen und supersicher sind, Wohlklang ist halt nicht immer alles. In einer Fast-Katastrophe endet der Männerpart von „wenn die stolzen Feinde“ aus der VI. Kantate, aber die Masse wiegt sich in Sicherheit, es gibt keinen Druck, man kann ja, wenn es gar nicht funktioniert, einfach den Mund bewegen oder nicht singen. Insgesamt hat derjenige, der das Programm zusammengestellt hat, sich schon eher für die einfacheren Kantaten nämlich 1, 4 und 6 entschieden. Ich möchte nicht wissen, wie der Ehre-Chor geendet hätte, den muss ich auch jedes Jahr wieder neu einüben.

Nach einer kurzen Pause für Toilette oder noch einen letzten Sekt gehts dann los. Da man in der Alt-Masse eh keine andere Stimme hört und zumindest „Jauchzet, frohlocket“ wirklich auch die letzte Nulpe draufhat und wir uns mittlerweile alle von den Plätzen erhoben haben, ist es ein erhebendes Gefühl, wieder das Weihnachtsoratorium zu singen.

Ich muss meine vorgefertigte Meinung, dass hier die Solisten und auch das Orchester, zur 2. Reserve gehören, gründlich revidieren. Die Altistin Susanne Blattert trägt die Alt-Arie „Bereite Dich Zion“ mit dichtem Klang und in professioneller Gänsehaut-Manier vor, wie es sich für Künstler der zukünftigen Kulturhauptstadt 2010 geziemt. Der Tenor, Andreas Hermann, ein ganz junger, etwas korpulenter Kerl mit einem bezauberndem, ausbaufähigem Tenor bewältigt seine Partie meisterhaft.  Da spielt es auch fast keine Rolle, dass er etwas breitbeinig arrogant (halt Tenor) auf seinem Stuhl sitzt. Der Bass, Tobias Scharfenberger, hat ein ziemlich intensives Organ, ist nicht immer mit dem Orchester eins, aber hat trotzdem eine durchdringende, dominante Stimme, die vor allem in „Großer Herr, du starker König“ mitzureissen weiss. Elisabeth Scholl, die Sopranistin, besticht nicht durch unbedingt durch brilliante Transparenz in der Höhe, meistert aber ihre Partie trotzdem und läßt mir Gänsehautschauer bei „Spricht der Höchste nur ein Wort“ zukommen.

Die Fugato-Einsätze bei den Männern im Chor waren wie zu erwarten war, nicht der Brüller, aber ich messe der Qualität des Chores auch nicht übermäßige Bedeutung bei. Entscheidend war, ich habe mal wieder „WO“ gesungen und es hat total Spass gemacht. Es entfacht eine Lebensfreude, die ich jedem Depressivem von Herzen gönne. Ich habe wieder nette Leute kennengelernt, die ich – wie ich meine- nur beim Singen kennenlerne, dadurch dass man miteinander musiziert hat, glich der Applaus einem Rockkonzert und ich denke, dass es für alle Beteiligten ein echtes Erlebnis war.  Im Übrigen war die Philharmonie auch wirklich gut besucht (teilweise auch Männer von singenden Frauen).

Als wir nach Hause kamen, hatte mein Mann schon das Essen vorbereitet und wir konnten den Abend mit einem kulinarischen Genuss ausklingen lassen.  Selbst wenn man bei der chorischen Qualität einige Abstriche machen muss, finde ich diese Institution Klasse. Die Distanz zwischen Orchester, Solisten ist ganz klar aufgehoben und sorgt für ein einheitliches Erlebnis mit erstklassischen Konzerteffekt. Ich wünsche der Intendanz noch mehr solcher intuitiver Eingaben und freue mich auf H-Moll Messe zum Mitsingen. Meister Bach, hättest Du Dir solch eine Dynamik Deiner Werke vorgestellt?

"Philharmonie Essen" Sicht von der Parkseite

Ich hoffe, dass ich einige von Euch zu Veranstaltungen im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 in dem qualitativ hochwertigen Rahmen begrüßen darf. Wie die Philharmonie aussieht, könnt ihr ergoogeln, da ich mal wieder keinen Fotoapparat mithatte.

Liebe Grüße Claudia

Frohes Weihnachtsfest


Hallo an alle Freunde des J.S. Bach-Blogs,

Frohes und besinnliches Weihnachtsfest

Ich wünsche allen Besuchern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

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Allen Mitwirkenden in „Volkers Klassikseiten J.S. Bach“ möchte ich Dank sagen für ihre unzähligen Beiträge und Kommentare und möchte allen gemeldeten Neumitgliedern in 2009 gesondert erwähnen und danken, die den Weg zu uns gefunden haben. Allen wünsche ich über die Festtage ein schönes Musikerlebnis ob am Fernseher, Radio oder mit einer eigenen CD.

Herzliche Grüße und schöne Festtage wünscht

Volker

Rezension BWV 248 Weihnachtsoratorium in der Frauenkirche Dresden


Liebe WO-Fans,

nachstehend meine Rezension zum Weihnachtsoratorium, BWV 248, in der Frauenkirche Dresden.

J.S. Bach Weihnachtsoratorium

am 18. Dezember 2009 um 20:00 Uhr

WO Frauenkirche Dresden am 18.12.2009

Zusatzkonzert wegen hoher Nachfrage.

Leitung: Ludwig Güttler

Weihnachtsoratorium, Kantaten I und II
Kantate: „Süßer Trost mein Jesus kommt“ BWV 151
Weihnachtsoratorium, Kantate V
Eingangschor Kantate I da capo

Solisten:
Barbara Christina Steude
, Sopran
Susanne Langner, Alt
Uwe Stickert, Tenor
Matthias Weichert, Bass
Sächsisches Vocalensemble
Einstudierung: Matthias Jung

Basso continuo:
Friedwart Dittmann
, Violoncello
Bernd Haubold, Kontrabass
Uwe Zimmermann, Cembalo
Friedrich Kircheis, Orgel

Virtuosi Saxoniae (Mitglieder der sächs. Staatskapelle)
Leitung Ludwig Güttler

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Es ist schon etwas Besonderes, in der Frauenkirche das WO zu hören.

Leider kommen nicht nur musikalisch-weihnachtliche Gefühle auf:

  1. Die schmalen Kirchenbänke sind rückengewöhnungsbedürftig; nach einer halben Stunde war ich steif,
  2. die Eintrittspreise sind nicht gerade zivil,
  3. wir hatten ungünstige Plätze neben einer Eingangstür – sie stand bis zum Konzertbeginn bei -17 Grad (Außentemperatur) offen;
  4. die Akustik in dieser Kuppelkirche ist unberechenbar und hat schon so manches Konzert zum Kippen gebracht.

Fast wäre die Kantate I auch gekippt. Chor und Orchester hatten Schwierigkeiten, gerade beim Eingangschor „Jauchzet, frohlocket“ sich aufeinander einzulassen. Es hat auch eine Weile gedauert, bis beide ihren Platz gefunden hatten. Die Solisten hatten es bei den akustischen Gegebenheiten sehr schwer. Standen sie links vorm Orchester waren sie nicht zu verstehen; standen sie rechts, hatten sie plötzlich großartige Stimmen. Bis ich mich richtig eingehört hatte, waren die Kantaten I und II vorbei und dann kam mein Highlight: „Süßer Trost, mein Jesus kömmt“. Bach hat diese Solokantate BWV 151 1725 für den 3. Weihnachtstag geschrieben, um seine Thomaner zu entlasten. Die Solisten  – allen voran Sopran und Tenor – liefen zur Höchstform auf; das Orchester hatte sich den Sänger/innen angepasst und auch Güttler ließ etwas Raum zur freien Gestaltung.

Die Kantate V kam viel zu schnell. Geschmunzelt haben wir, als am Ende der
5. Weihnachtskantate „Jauchzet, frohlocket … „ aus der 1. wiederholt wurde. Aber uns sollte wohl noch mal so richtig eingeheizt werden; bei inzwischen -19 Grad (Außentemperatur) keine schlechte Idee.

Herzl. WO-Weihnachtsgrüße

Iris

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Radiotipps KW 53


Hallo zusammen,

wie versprochen, hier die restlichen Radiotipps bis Neujahr. Das allergrößte Highlight ist eine TV-Übertragung von ARTE:

1.1.2010
12:30-13:30 Uhr
TV – ARTE
Wiederholungen: 01.01.2010 um 19:00
Neujahrskonzert in Venedig 2010
(Italien, 2010, 60mn)
Sänger: Anna Caterina Antonacci, Francesco Meli
Dirigent: Sir John Eliot Gardiner
Fernsehregie: Carlo Tagliabue

Live aus Venedig: ARTE lädt am Neujahrstag traditionsgemäß wieder zu einem musikalischen Jahreswechsel ins prunkvolle Theater La Fenice ein. Unter der musikalischen Leitung von Sir John Eliot Gardiner sind dieses Jahr unter anderem die Solisten Anna Caterina Antonacci, Sopran, und Francesco Meli, Tenor, zu erleben. Und wie es der Tradition entspricht, schließt das Konzert auch in diesem Jahr wieder mit „Va‘ pensiero“ aus Nabucco und „Libiam ne‘ lieti calici“, dem Brinisi aus der Traviata – als Prosit Neujahr!

  • ·Das siebte Neujahrskonzert des Teatro La Fenice leitet Sir John Eliot Gardiner, einer der vielseitigsten Dirigenten unserer Zeit, dessen breites Repertoire sich in den mehr als 250 CD-Einspielungen widerspiegelt, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Mit der Sopranistin Anna Caterina Antonacci hat er bereits mehrfach zusammengearbeitet.

Sir Johan Eliot Gardiner, geboren am 20. April 1943 in Fontmell, Dorset, England, ist einer der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit. Bereits im Alter von 15 Jahren sammelte der Brite als Jungstudent an der Cambridge University erste Erfahrungen am Dirigentenpult. Seine wesentlichen Erfolge feierte Gardiner mit den Einspielungen alter Musik. So gründete er 1968 das Monteverdi Orchestra, zehn Jahre darauf die English Baroque Solists und 1990 das Orchestre Révolutionnaire et Romantique – alles herausragende Klangkörper, die auf historischen Originalinstrumenten spielen.
Von 1980 bis 1983 war Gardiner Chefdirigent des CBC Vancouver Orchestra. 1983 bis 1988 war er Musikalischer Direktor der Opéra National de Lyon, an welcher er ein neues Orchester gründete, welches heute zu den besten in Frankreich zählt. Von 1981 bis 1990 war er künstlerischer Direktor der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen und von 1991 bis 1994 Chefdirigent des NDR-Symphonieorchesters in Hamburg. Als Gastdirigent leitete er unter anderem das das Cleveland Orchestra, das Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam und die Wiener Philharmoniker.
Neben zahllosen Auszeichnungen für seine Einspielungen wurde John Eliot Gardiner unter anderem mit Preisen als „Künstler des Jahres 1994“ , „Dirigent des Jahres“ (Klassik Echo-Verleihung 1995), „Bester Dirigent“ (Cannes Classical Award 1995) und 1995 als erster Dirigent mit dem Dietrich-Buxtehude-Preis ausgezeichnet. 2005 erhielt er außerdem das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.
In der kommenden Saison 2009/10 wird er mit den Haydn-Oratorien „Die Jahreszeiten“ und „Die Schöpfung“ sowie Bachs h-Moll-Messe in den USA und Europa auf Tournee gehen. An der Pariser Opéra Comique wird „Pelléas et Mélisande“ unter seiner musikalischen Leitung zu erleben sein.
Die Sopranistin Anna Caterina Antonacci wurde in Ferrara geboren und am Giovanni Battista Martini Konservatorium in Bologna ausgebildet. 1987 gewann sie den Verdi-Wettbewerb, im folgenden Jahr den Maria Callas- und den Pavarotti International-Wettbewerb. 1990 erhielt sie den Kritikerpreis Premio Abbiati.
Sie gastierte unter anderem an der Mailänder Scala, am Teatro Communale in Bologna, am Teatro Colón in Buenos Aires, am Teatro dell’Opera in Rom, an der San Francisco-Opera und beim Glyndebourne Festival.
Unter Gardiner trat sie unter anderem in „Berlioz: Les Troyens“ am Pariser Théâtre du Châtelet (2003) auf und erst aktuell in der Titelrolle von Bizets Carmen an der Pariser Opéra Comique (2009

Über die Übertragung auf Raiuno habe ich verschiedene Infos- einmal ab 11:15 und dann ab 12:30. Ich bin mir auch nicht sicher, ob nur auf Rai Uno (=TV) oder auch auf Raiuno(=Radio) übertragen wird. Infos dazu gibt es, so wie ich es ohne Italienisch-Kenntnisse gesehen habe, erst kurz vorher. Ich ergänze kurzfristig, falls es auch eine Radiosendung dazu gibt.

Jetzt aber zu den Radio-Highlights. Das größte ist sicher das Konzert aus Hamburg mit Clare Wilkinson, aber auch sonst gibt es schöne Sendungen:

26.12.2009
NDR
20-22 Uhr
Prisma Musik,
Der Orpheus Britannicus Henry Purcell
Von Hans Otto Rempel
2009 war nicht nur ein Händel- und Mendelssohn-Jahr, auch der Geburtstag von Henry Purcell jährte sich zum 350. Mal. In besonderer Weise trat damit die englische Musikgeschichte in den Fokus der Aufmerksamkeit, denn nicht nur Felix Mendelssohn Bartholdy pflegte intensive Beziehungen zur britischen Musikwelt, Händel wurde bekanntlich sogar englischer Staatsbürger. Und Purcell, von dessen Musik Händel viel profitierte, war Engländer von Geburt. Zeitgenossen nannten ihn den“Orpheus britannicus“. Viele Musikfreunde dürften Purcell heute nur noch dem Namen nach kennen. Der Ruhm anderer, später geborener Meister hat den einstigen Glanz seine Namens längst verblassen lassen. Bei näherer Betrachtung muss man Purcell aber einem Künstlertypus zurechnen, den wir mit Namen wie Mozart, Schubert oder Mendelssohn verbinden. Also mit Musikern, die nicht nur eine ungewöhnlich originelle Begabung besaßen, sondern innerhalb eines unglaublich kurzen Lebens auch ein Gesamtwerk von atemberaubender Fülle und Vielgestaltigkeit hervorbrachten. Wenn die Daten stimmen, so ist Purcell nicht viel älter als 36 Jahre alt geworden. Doch es lohnt sich, in seiner Musik, die inzwischen über weite Strecken auf CD verfügbar ist, auf Entdeckungsreise zu gehen. Man wird einer bisher ungeahnten Schönheit begegnen und Klängen, die man längst zu kennen glaubte.

22-24 Uhr
Variationen zum Thema
Henry Purcell zum 350. Geburtstag
Moderation: Raliza Nikolov
Solistin: Clare Wilkinson, Mezzosopran
Ensemble: Fretwork

John Joubert: „The Fellowship of the Stretched String“
Peter Sculthorpe: „Djililie“
Elvis Costello: „Put away forbidden playthings“
Henry Purcell: Fantazia No. 8
Tan Dun: „A Sinking Love“
Orlando Gough: „Birds on Fire II“
Michael Nyman: „If“
Henry Purcell: Fantazy upon one note
Barry Guy: „Buzz“
Stephen Wilkinson: „The Garden“, „At the Manger“
Henry Purcell: „In Nomine“ in 6 parts
Gavin Bryars: „In Nomine“ after Purcell
Duncan Druce: „Three Poems of Henry Vaughn“
Aufzeichnung Das Alte Werk vom 08.12.2009 im Rolf-Liebermann-Studio des NDR

  • 27.12.2009
  • NDR
    11-13 Uhr
    Das Sonntagskonzert
    Arcangelo Corelli: Concerto grosso g-Moll op. 6 Nr. 8
    Gottfried August Homilius: Ergreifet die Psalter, ihr christlichen Chöre, Kantate
    Georg Friedrich Handel: Ode for St. Cecilia’s Day – Cäcilien-Ode – HWV 76
    Heidi Elisabeth Meier, Sopran
    Finnur Bjarnason, Tenor
    NDR Chor / NDR Radiophilharmonie
    Ltg.: Peter Neumann, nicht wie im Programm ausgedruckt Christian Curnyn.
    Peter Neumann ist sehr kurzfristig für den erkrankten Christian Curnyn eingesprungen.
    Aufzeichnung vom 27.11.2009 im Galeriegebäude Herrenhausen


  • BRKlassik
    22-23 Uhr

    „Remember me…“ – Nachlese der Langen Jubiläumsnacht (I)
    Le Musiche Nove
    Leitung: Claudio Osele
    Solistin: Simone Kermes, Sopran
    Henry Purcell: „King Arthur“, Fairest isle; „Oedipus“, Music for a while; Georg Friedrich Händel: „Giulio Cesare“, Arie der Cleopatra „Se pietà di me non senti“; Giovanni Battisa Pergolesi: „L’Olimpiade“, Arie der Aristea „Tu me da me dividi“; Georg Friedrich Händel: „Lotario“, Arie der Adelaide „Scherza in mar la navicella“; „Admeto“, Arie der Antigona „Io ti bacio, o bella imago“; Johann Adolf Hasse: „Viriate“, Arie des Siface „Come nave in mezzo all’onde“; Henry Purcell: „Dido und Aeneas“, When I am laid in earth
    Aufnahme vom 25. April 2009 im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg
  • 30.12.2009
    Nordwestradio
    20-22 Uhr

    Georg Friedrich Händel
    Das Alexanderfest oder Die Macht der Musik
    Text: John Dryden
    Simone Kermes, Sopran
    Virgil Hartinger, Tenor
    Konstantin Wolff, Bass
    Kölner Kammerchor
    Clooegium Cartusianum
    Leitung: Peter Neumann

Euch alle frohe Weihnachten und einen guten Rutsch
Barbara

Weihnachtsoratorium BWV 248 im Fernsehen in 2009


Hallo zusammen,

nach Bekanntgabe der Rundfunksendungen mit dem Weihnachtsoratorium, BWV 248 – von Johann Sebastian Bach – komplettiere ich die Angaben für dasFernsehen in der Weihnachtswoche 2009.

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Zur Einstimmung das WO auf YouTube:

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Fernseh-Programm WO-BWV 248 J.S. Bach:

Jauchzet, frohlocket!

Bachs Weihnachtsoratorium mit Peter Schreier Schreier

ZDF theater Sonntag, 20.12.2009  Zeit:

13:59 bis

15:05Uhr (66min)

Bachs Weihnachtsoratorium mit Peter Schreier Dienstag, 22.12.2009 Zeit: 08:59 bis – 10:05 Uhr 66 min.
ZDF theater

BR – am Freitag, 25.12.2009

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantaten 1-3 – Zeitpunkt: 02:44 – 04:15 Uhr (91min)


MDR – am Freitag 25.12.2009 Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantate Nr. 1 – Zeitpunkt: 07:24 – 08:00 Uhr (36min)


BR – am Samstag, 26.12.2009  Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantaten 4-6 Zeitpunkt: 02:04 – 03:25 Uhr (81min)


MDR am Samstag, 26.12.2009 Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantate Nr. 2 Zeitpunkt: 07:29 – 08:05 Uhr (36min)


MDR am Sonntag, 27.12.2009 Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantate Nr. 3  Zeitpunkt: 07:39 – 08:10 Uhr (31min)
Info – Kunst/Kultur

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Weitere interessante Sendungen für Mozart- und Händel-Interessenten:

Cecilia Bartoli
Die Kunst der Kastraten ARTE am Sonntag, 20.12.2009 um 18:59 – 19:50 Uhr (51min)
Info – Dokumentation

Sir Neville Marriner dirigiert Mozart
Ouvertüre in B-Dur und das Konzert für… ARTE am Donnerstag, 24.12.2009 um 05:59 – 06:50 Uhr (51min)
Info – Kunst/Kultur

„Joseph Haydn“ – das verkannte Genie
Mit Leif Ove Andsnes und Thomas… ZDF theater am Freitag, 25.12.2009 um  21:09 – 22:10 Uhr (61min)
Info – Bericht

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Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest mit herrlichen Musikstunden.

Herzliche Grüße

Volker

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Weihnachtsoratorium im Radio – 2009


Hallo zusammen,

wie versprochen, gibt es hier ein Zusammenstellung aller Sendungen mit Bachs Weihnachtsoratorium. Verschiedene Besetzungen, die interessante Aufführungen erwarten lassen, oft mehrfach bei verschiedenen Sendern, stehen zur Auswahl. Unter anderem auch die von Volker vorgestellte CD mit Herrmann Max. Als einzigen nicht-Deutschen Sender habe ich einen spanischen Sender mit aufgeführt. Spannend, weil es die einzige und mir bisher erste bekannte WO-Aufnahme mit einem Counter ist. Bevor jetzt hier einen Aufschrei gibt, bevor auch nur ein Ton erklungen ist – erst anhören, am besten mit geschlossenen Augen. Iestyn Davies ist einer von den Shooting-Stars unter den Countern mit einer unglaublich berührenden Stimme, von dem ich auch die Innigkeit z.B. einer „Schlafe“-Arie durchaus erwarte.

NDR
24.12.
17:30-19
Weihnachtsoratorium für Soli, Chor und Orchester BWV 248, Teile 1 – 3
von Johann Sebastian Bach
Veronika Winter, Sopran
Wiebke Lehmkuhl, Alt,
Jan Kobow, Tenor/
Markus Flaig, Bass
Rheinische Kantorei/Das Kleine Konzert
Ltg.: Hermann Max

25.12.
17:30 – 19:00

Weihnachtsoratorium für Soli, Chor und Orchester BWV 248, Teile 4 – 6
von Johann Sebastian Bach
Veronika Winter, Sopran/
Wiebke Lehmkuhl, Alt,
Jan Kobow, Tenor/
Markus Flaig, Bass
Rheinische Kantorei/Das Kleine Konzert
Ltg.: Hermann Max

SWR
24.12.
18-20

Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantate1  – 3
Johannette Zomer (Sopran)
Annette Markert (Alt)
Gerd Türk (Tenor)
Peter Harvey (Bass)
Niederländische Bachgesellschaft
Leitung: Jos van Veldhoven

26.12.
10:30-12
Johann Sebastian Bach:
Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantate 4 – 6
Monika Frimmer (Sopran)
Yoshikazu Mera (Countertenor)
Gerd Türk (Tenor)
Peter Kooij (Bass)
Chor und Orchester
des Bach Collegiums Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

Nordwestradio
25.12.
7-8

Johann Sebastian Bach
„Am ersten heiligen Weihnachtsfeiertage“
aus dem Weihnachts-Oratorium BWV 248
Nancy Argenta, Sopran,
Anne Sofie von Otter, Mezzosopran,
Anthony Rolfe Johnson, Tenor,
Olaf Bär, Bass
Monteverdi Choir London
The English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

26.12.
7-8

Johann Sebastian Bach
„Am zweiten heiligen Weihnachtsfeiertage“
aus dem Weihnachtsoratorium,BWV 248
Nancy Argenta, Sopran,
Anne Sofie von Otter, Mezzosopran,
Anthony Rolfe Johnson, Tenor,
Olaf Bär, Bass
Monteverdi Choir London
The English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

27.12.
7-8
„Am dritten Weihnachtsfeiertage“ aus dem Weihnachts-Oratorium BWV 248
Gert Lutze, Tenor,
Chloe Owen, Sopran
Hertha Töpper, Alt
Horst Günter und Kieth Engen, Bass
Walther Theurer, Flöte
Edgar Shann, Oboe
Georg Donderer, Trompete
Heinz Endres und Fritz Sonnleitner, Violine
Münchener Bach-Chor
Münchener Bach-Orchester
Leitung: Karl Richter

3.1.
7-8
5. Teil „Am Sonntage nach Neujahr“ aus dem Weihnachts-Oratorium BWV 248
Elly Ameling, Sopran
Helen Watts, Alt
Peter Pears, Tenor
Tom Krause, Bass
Lübecker Knabenkantorei
Stuttgarter Kammerorchester
Leitung: Karl Münchinger

WDR
25.12.
16-17:45
Weihnachtsoratorium, BWV 248,
Kantaten 1 bis 3
Veronika Winter, Sopran;
Wiebke Lehmkuhl, Alt;
Jan Kobow, Tenor;
Markus Flaig, Bass;
Rheinische Kantorei; Das Kleine Konzert, Leitung: Hermann Max

1.1.
16-17:45
Weihnachtsoratorium, BWV 248,
Kantaten 4 bis 6
Veronika Winter, Sopran;
Wiebke Lehmkuhl, Alt;
Jan Kobow, Tenor;
Markus Flaig, Bass;
Rheinische Kantorei;
Das Kleine Konzert,
Leitung: Hermann Max
Parallele Ausstrahlung in Dolby Digital 5.1 Surround-Sound

MDR
25.12.
20-23
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1-6)
Dorothea Jansen, Sopran;
Ingeborg Danz, Alt;
Martin Petzold, Tenor;
Panajotis Iconomou, Bass
Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Georg Christoph Biller
(Aufzeichnung vom 13.12.2009 für die Europäische Rundfunkunion (EBU),
Thomaskirche Leipzig

HR2
25.12.
20-23
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1-6)
Dorothea Jansen, Sopran;
Ingeborg Danz, Alt;
Martin Petzold, Tenor;
Panajotis Iconomou, Bass
Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Georg Christoph Biller
(Aufzeichnung vom 13.12.2009 für die Europäische Rundfunkunion (EBU),
Thomaskirche Leipzig

SR2
25.12.
20-23
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1-6)
Dorothea Jansen, Sopran;
Ingeborg Danz, Alt;
Martin Petzold, Tenor;
Panajotis Iconomou, Bass
Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Georg Christoph Biller
(Aufzeichnung vom 13.12.2009 für die Europäische Rundfunkunion (EBU),
Thomaskirche Leipzig

RBB
25.12.
17-19
JOHANN SEBASTIAN BACH: WEIHNACHTSORATORIUM BWV 248
Kantate 1-3
Johanette Zomer, Sopran,
Annette Markert, Alt,
Gerd Türk, Tenor,
Peter Harvey, Bass
Die Niederländische Bachgesellschaft
Leitung: Jos van Veldhoven

26.12.
17-19
JOHANN SEBASTIAN BACH: WEIHNACHTSORATORIUM BWV 248
Kantate 4 – 6
Johannette Zomer, Sopran
Annette Markert, Alt
Gerd Türk, Tenor
Peter Harvey, Bass
Die Niederländische Bachgesellschaft
Leitung: Jos van Veldhoven

Rtve.es
24.12.
20:30-23
BACH: Oratorio de Navidad, BWV. 248 (Cantatas I, II y III).
C. Landshamer (sop.),
I. Davies (contratenor),
T. Lichdi (ten.),
K. Mertens (baj.),
T. Mathot (org.),
Orq. y Coro Nacionales de España.
Dir.: T. Koopman.
Concierto celebrado en el Auditorio Nacional de Madrid el 20 de Diciembre de 2009.
http://www.rtve.es/radio/radioclasica/

Frohe Weihnachten und ein bisschen von dem Weihnachtsfrieden aus Nr. 12, für mich das schönste Stück aus dem Weihnachtsoratorium
Barbara

Radiotipps KW52


Hallo zusammen,

pünktlich zu Weihnachten gibt es wieder ein Überangebot an hochinteressanter Musik bei den verschiedenen Radiosendern. Und nicht zu vergessen bei den Fernsehsendern. Ein paar der Highlights für mich in dieser Woche möchte ich Euch vorstellen. Eigentlich könnte mein Recorder 7×24 Stunden durchlaufen, aber bekanntlich ist Bescheidenheit ja eine Zier… Falls Ihr das Weihnachtsoratorium vermisst – dazu erstelle ich einen eigenen Beitrag. Es lohnt sich auch, bei den verschiedenen Sendern die kirchenmusikalischen Sendungen durchzusehen, dort gibt es auch manches relativ unbekannte Weihnachtsoratorium von anderen Komponisten wie Bach.

20.12.
Ö1
19:30-21:15

Aus dem Konzertsaal
Wiener Philharmoniker, Dirigent: Sir Simon Rattle;
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien;
Magdalena Kozená, Mezzosopran; Michael Schade, Tenor; Thomas Quasthoff, Bass.
Edward Elgar: „The Dream of Gerontius“, Oratorium, op.38 (aufgenommen am 6. Dezember im Großen Musikvereinssaal in Wien). Präsentation: Peter Kislinger
(Übertragung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)

21.12.
BBC
6.38am

Bach, Johann Sebastian (1685-1750):
Cantata No 170 (Vergnugte Ruh, beliebte Seelenlust), BWV170 – Leipzig, 1726
Anne Sofie von Otter (mezzo-soprano)
Les Musiciens du Louvre
Marc Minkowski (conductor).

BBC
!!!! Wiederholung des Konzertes von Sommer !!!!
21:15

J.S. Bach:
Komm, Jesu, Komm!, BWV229;
Furchte dich nicht, BWV228;
Jesu, meine Freude, BWV227;
Singet dem Herrn ein neues Lied, BWV225

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner (conductor)

A late-night Prom in which John Eliot Gardiner and his hand-picked choir and ensemble perform some of Bach’s motets. While Bach’s great Passions languished unheard for almost a century after his death, his motets continued to be sung by the Leipzig choirs for which they were written. The concert features four of them, including Singet dem Herrn ein neues Lied (Sing to the Lord a new song), a work which had even Mozart exclaiming, ‚Now, there’s a piece one can learn from‘.

24.12.
MDR
Mal keine Musik, sondern ein Hörspiel:
22-23
Bachs Reiche
Becketts Winterreise durch Hitlers Reich
Von Torsten Enders
(Ursendung)

„Thomaskantor unter Mordverdacht!“ hätte eine berühmte Skandal-Postille vermutlich getitelt, wäre sie vor 275 Jahren schon auf dem Markt gewesen. Der Leipziger „Senior Stadtmusicus“ Gottfried Reiche, Johann Sebastian Bachs Lieblings-Trompeter, war am 6. Oktober im Stadtpfeiffer-Gässchen tot aufgefunden worden. Am Abend zuvor hatte er noch – im Beisein des neuen sächsischen Kurfürsten – Bachs eigens für das Festkonzert komponierte Kantate „Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen“ mit uraufgeführt. Ob Reiche, am Kopf verletzt, durch Sturz oder Schlag zu Tode kam, war nicht ersichtlich. Wohl aber, dass Bach von Reiche in den Tagen vor dem Konzert unablässig neue Proben verlangt hatte. Unzufrieden mit Reiches Leistung, hatte Bach getobt und sein Bild am Dresdner Hof, womöglich seine Stellung und Karriere beschädigt gesehen. Grund genug für einen Streit mit tödlichem Ausgang?

Torsten Enders, geboren 1954 in Altenburg/ Thüringen, nach dem Studium der Theaterwissenschaft seit 1978 Dramaturg beim Rundfunk. Lebt in Berlin. Autor mehrerer Hörspiele und Features („Kein Wort von Einsamkeit“, „Das tonlose Spiel“, „Dorns Tiefland“, „Brückenschlag“), sowie von Filmen („Trutz“) und Theaterstücken („Kanzelkarl“, „Kowatz“). Der MDR produzierte 2001 das Hörspiel „Spenderherz“, das mit dem Hörspiel-Preis der Stiftung Kulturpflege und Kulturförderung der Sparkasse Neuss für das beste regionale Hörspiel ausgezeichnet wurde.

Produktion: MDR 2009
Regie: Judith Lorentz

Otto Sander – Reiche
Thomas Thieme – Bach
Paul Herwig – Bamberg
Berndt Stübner – Friedrich August II
Stefanie Rösner – Rieke
Veit Schubert – Wendestrom
Ernst Jacobi – Schrock

25.12.
Nordwestradio
20-22
Weihnachtskonzert am Abend
Wenn sich das Calmus Ensemble Leipzig „Maria durch ein Dornwald ging“ oder „O Tannenbaum“ vornimmt, geraten die schönen alten Lieder in eine schwebende Schräglage, die wunderbar mit dem feinen Stimmengeflecht des Gesualdo Consort Amsterdam harmonisiert.
Eine Nachlese der schönsten Aufnahmen vom Musikfest Bremen 2009, vermischt mit weihnachtlichstimmungsvoller Musik.
Am Mikrofon: Andrea Zschunke

Auch das Fernsehen bietet einiges. Hier 2 Sendungen von ARTE:

20.12.
TV – ARTE
9:50 –12:30
JephtaKeine Wiederholungen
Jephtha
(Frankreich, 2009, 161mn)
ARTE F
Regie: Alain Jomy
Kostüme: Patrice Cauchetier
Sänger: Andrew Foster-Williams, Carolyn Sampson, Christophe Dumaux
Dirigent: Ivor BoltonARTE F
Koproduktion der Opéra National du Rhin und der Opéra National de Bordeaux

TV – Arte
19-19:45
Cecilia Bartoli
Die Kunst der Kastraten
Wiederholungen:
25.12.2009 um 06:00
30.12.2009 um 06:00
(Italien, 2009, 43mn)
Regie: Olivier Simonnet
Darsteller: Cecila Bartoli, Il Giardino Armonico

Cecilia Bartoli – alle zwei Jahre überrascht sie mit einer musikalischen Sensation. Nach der Ausgrabung Vivaldis, Glucks und Salieris kam verbotene Musik im katholischen Rom, dann eine weitere Reise ins Belcanto auf den Spuren Maria Malibrans. Nun entdeckt Cecilia Bartoli die Welt der Kastraten in ihrer neuen Einspielung unter dem doppeldeutigen Namen „Sacrificium“. Und auch dieses Mal ist es beeindruckend, wie akribisch sie bei ihrer Spurensuche die Musik des 18. Jahrhunderts für heute neu gewinnt. Bei der Virtuosität der Kastraten-Arien, ihren großen Koloraturen und stimmlichen Improvisationen ist sie in ihrem Element.

Cecilia Bartoli ist bekannt dafür, dass sie regelmäßig spannende Entdeckungsreisen in die Welt der Musik unternimmt. Nach der Wiederentdeckung zum Teil unbekannter Werke von Vivaldi, Gluck und Salieri, nach Abstechern ins barocke Rom („Opera proibita“) und das Belcanto-Reich der Maria Malibran hat sie sich nun auf die Spuren der Kastraten begeben.
Damit taucht sie ein, in eine Zeit voller Widersprüche, in der Schönheit und Grausamkeit, schillernde Erotik und sexuelle Ambiguität, Pracht und Elend aufeinanderprallen. Nie zuvor und nie danach wurden im Namen der Musik so viele Opfer gebracht, wurden so viele Knaben verstümmelt, damit einige wenige Kastraten mit einer bis dahin unerhörten Gesangskunst die Opernwelt Europas faszinierten und als Stimmwunder des Barock verehrt wurden.
Die Musik der Kastraten ist für Cecilia Bartoli das bisher anspruchsvollste Projekt mit technisch äußerst schwierigen Arien und Koloraturketten, die speziell den sängerischen Möglichkeiten der Kastraten angepasst waren. Die berühmtesten Kastraten kamen seinerzeit aus Neapel, der erfolgreichste Lehrer war Nicola Porpora, der als bedeutender Opernkomponist seinen Schützlingen – darunter Farinelli und Caffarelli – die Arien direkt auf den Leib schrieb.
Als passendes Ambiente für die Aufführung der Musik der Kastraten hat sich Cecilia Bartoli das barocke Theater und einige prunkvolle Räume des Königspalastes von Caserta in der Nähe Neapels ausgesucht. Neben Werken von Porpora singt sie unter anderem auch Arien von Georg Friedrich Händel, Carl Heinrich Graun und Geminiano Giacomelli.
Begleitet wird sie dabei vom Orchester Il Giardino Armonico unter der Leitung von Giovanni Antonini.

Die CD, auf der diese Sendung basiert, hat mich begeistert. Ich bin gespannt, das Energiebündel Cecilia Bartoli in Aktion zu sehen.

Ich hoffe, der Vorweihnachtstrubel lässt Euch ein wenig Zeit zum zur Besinnung kommen. Was könnte da hilfreicher sein als Musik?!
Barbara

CD-Neuerscheinung J.S. Bach Weihnachtsoratorium BWV 248 von Hermann Max


Hallo Bachfreunde,

es gibt sie, eine CD-Neueinspielung von 2009 – J.S. Bach „Weihnachtsoratorium“ BWV 248 – von Hermann Max und der Rheinischen Kantorei, „Das Kleine Konzert“. Erschienen bei jpc am 19.10.2009.

Cover: Hermann Max BWV 248 Weihnachtsoratorium

Solisten: Veronika Winter, (Sopran) – Wiebke Lehmkuhl, (Alt) – Jan Kobow, (Tenor) – Markus Flaig,
(Bass-Bariton) – Rheinische Kantorei, Das Kleine Konzert, Leitung: Hermann Max.

2004 wurde Markus Flaig (Bass-Bariton) – Preisträger des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbes Leipzig.

Detailinformationen

Sound: stereo & multichannel (Hybrid)

*** Neuheit zum limitierten Sonderpreis,
gültig bis 24.12.2009,

danach EUR 29,99

  • Label: CPO , DDD, 2009
  • Bestellnummer: 1227236

Bei JPC probehören / bestellen …

Einige Kritiken zu der Neu-Einspielung von 2009:

…… nun war es an der Zeit, endlich auch einmal das vielleicht populärste geistliche Werk des großen Thomaskantors in Maxs’ Interpretation zu dokumentieren. Ohne jede Betulichkeit, mit scharfen rhythmischen Akzenten und flotten Tempi, brillant im Surroundklang haben wir hier das Weihnachtsoratorium fürs 21. Jahrhundert!

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… Entstanden ist eine zügige, im Duktus kammermusikalische, eher tänzerische denn staatstragende, handwerklich nahezu perfekte Interpretation, die allen Versuchungen zu festtäglichem Sentiment widersteht. … Die gelassene Virtuosität und Leichtigkeit, mit der etwa der Eingangschor der fünften Kantate und seine swingende Fuge einherkommen – das muss man den Dormagenern erst mal nach-machen.
(Markus Schwering, Kölner Stadtanzeiger, 26.11.09)

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Hörprobe: WO 6. Teil – Schlusschoral „Herrscher des Himmels“

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Eine Rezension der NW dazu vom 21.12.2009

Bachs „Weihnachtsoratorium“ liegt neu mit Hermann Max vor. Der Dirigent beweist mit jungfrischen Stimmen einer handverlesenen Solistenriege, seiner exquisiten Rheinischen Kantorei und dem prominent besetzten Orchester „Das kleine Konzert“, dass der drängende Impetus der historischen Aufführungspraxis durchaus nicht virtuose Überspanntheit zeitigt, wenn man dieses Meisterwerk in seinem religiösen Kontext begreift. Ob die Mehrkanalaufnahme aus dem Kloster Knechtsteden die vorzüglichen Ensembles noch eine Spur präsenter als die Stereoabmischung abbildet, kann der Rezensent mangels technischer Voraussetzungen nicht sagen.

Meine persönliche Meinung zu der Neueinspielung:

Wenn in der obigen Rezension von einer 21. Jahrhundert-Einspielung gesprochen wird, dann sehe ich das etwas differenzierter. Hermann Max ist für eine gute Qualität bekannt und beliebt, doch habe ich Zweifel, ob sie sich in die Glanz-Einspielungen einreihen lässt. Die Pauken sehr laut, im 6. Teil die Trompeter im Schlusschoral nicht das Feinste, die Gesangs-Solisten sind gut aber nicht überragend, der Chor ist harmonisch und anhörenswert und interpretiert schlank die Choräle. Bin auf weitere Meinungsäußerungen gespannt…!!

Grüße

Volker

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ZDF-Theaterkanal – Adventliche Festmusik aus Dresden mit Elina Garanca von 2008


Hallo,

für alle Freunde der Adventlichen Festmusik aus der Frauenkirche Dresden“, gibt es mehrere Wiederholungen auf dem  Fernsehkanal: ZDF-Theaterkanal aus November 2008 – mit Elina Garanca (Mezzosopran) und Jonas Kaufmann (Tenor) zu bewundern.

Elina Garanca-Mezzosopran

Foto: Elina Garanca (Mezzosopran)

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Video von Elina Garanca Advents-Konzert in der Frauenkirche Dresden aus November 2008 nachstehend:

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Hier die Termine der Wiederholungen von November 2008:

Adventliche Festmusik in der Frauenkirche Dresden


ZDF-Theaterkanal: „Galakonzert in der Frauenkirche“

von November 2008

Blick in die Tiefe der Frauenkirche Dresden


Die Sendetermine vom „ZDF-Theaterkanal“

Montag, 14.12.2009 / ab 13:59  bis 15:05 Uhr

Mittwoch, 16.12.2009 / 08:59 bis 10:05 Uhr

Samstag, 19.12.2009 / 13:59 bis 15:05 Uhr

Donnerstag, 24.12.2009 / 13:59 bis 15:05 Uhr

Montag, 28.12.2009 / 08:59 bis 10:05 Uhr

Dienstag, 29.12.2009 / 13:59 bis 15:05 Uhr

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Es ist immer eine sehenswerte Sendung des ZDF, die in jedem Jahr zum 1. Advent in Verbindung mit der Stiftung Frauenkirche Dresden – veranstaltet wird. Hochkarätige Künstler sind dort zu bewundern. In 2008 waren zu Gast die Mezzo-Sopranistin:  Elina Garanca, Anja Harteros; Sopran Tenor: Jonas Kaufmann und Bass-Bariton: Markus Marquardt unter der Leitung von Christoph Eschenbach, Chor der Sächsischen Staatsoper Dresden und Staatskapelle Dresden. Die Seh- und Tonqualität ist fantastisch.

Seh- und Hörprobe vom BWV 243 „Magnificat“ nachstehend:

 

 

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Ein Spendenkonto für die Arbeit der Stiftung Frauenkirche Dresden steht zur Verfügung:

Dresdner Bank,            Konto: 04 594 885 00

Bankleitzahl: 850 800 00
Bank: Dresdner Bank Dresden
Begünstigter: Stiftung Frauenkirche Dresden

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Grüße

Volker

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YouTube – Sir J.E. Gardiner BWV 248 Proben zum Weihnachtsoratorium in Sachsen-Thüringen


Hallo Bachfreunde,

für alle, die eine DVD von der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 mit der Dokumentation: BWV 248 Weihnachtsoratorium „Jauchzet frohlocket“ mit Sir J.E. Gardiner nicht besitzen, sind die ersten 6 Videos dazu bei YouTube abrufbar.

Zu meiner gesamten Playlist bei YouTube nachstehenden Link anklicken:

Link: http://www.youtube.com/view_play_list?p=891E1FE87369A7E4

Viel Spaß und Gruß

Volker

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Vorverkauf der Thüringer Bachwochen 2010 und Bach-Festival in Arnstadt 2010 eröffent


Hallo Bach-Freunde,

das Programm des Bach-Festivals in Arnstadt vom 19.3. bis zum 28.3.2010 und Thüringer Bachwoche 2010 stehen fest. Das Bach-Festival wird vom 26. März bis zum 18. April 2010 in Thüringen ausgerichtet. Veranstaltungsorte sind: Bachhaus und Taufkirche in ­Eisenach, der Traukirche in Dornheim, den frühen Wirkungsstätten in Mühlhausen, Arnstadt und Weimar sowie den Häusern der Vorfahren in Erfurt und Wechmar.

Ein kostenloser Tipp:

Karfreitag, 2. April 2010
Erfurt | Reglerkirche
17:00 Uhr

Johann Sebastian Bach
Markuspassion BWV 247
Solisten
Regler-Singschar
Regler-Instrumentalkreis
Johannes Häußler– Leitung

Eintritt frei.

Flyer: Thüringer Bachwochen 2010

Als «herausragend» ist das Eröffnungskonzert mit der Johannespassion BWV 245 mit der Cappella Amsterdam unter der Leitung von Franz Brüggen in Johann Sebastian Bachs Taufkirche (Georgenkirche) in Eisenach am 27. März 2010 um 19:30 Uhr anzusehen. Auftritte des französischen Pianisten David Fray am 10. April 2010, des Organisten Ton Koopman an der Trost-Orgel in Waltershausen am 15. April sowie der Blockflötistin und Echo-Klassik-Preisträgerin Dorothee Oberlinger in Arnstadt am 28. März 2010.

Der Ticketvorverkauf  hat seit Montag, 7.12.2009 begonnen.

Der Link für Katenbestellungen:

http://www.thueringer-bachwochen.de/index.php?article_id=5&clang=0

PDF-Progrmmheft:

http://www.thueringer-bachwochen.de/files/tbw_programmheft_2010.pdf

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Aufmerksam machen möchte ich noch auf die Bachwochen in Arnstadt vom 19. bis 28 März 2010.

Flyer: Bach-Festival 2010 Arnstadt

Echopreisträger Martin Stadtfeld wird am 19. März 2010 das Bach-Festival-Arnstadt mit Werken von J. S. Bach, R. Schumann und S. Prokofiev eröffnen!

Link für Arnstadt Bach-Festival 2010:  http://www.bachfestival.arnstadt.de/cms/

PDF-Programm: http://www.bachfestival.arnstadt.de/programm.pdf

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Weitere Vorverkaufsstellen:
Eintrittskarten sind erhältlich über alle Vorverkaufsstellen des
Ticketshops Thüringen und die Geschäftsstellen der Zeitungsgruppe
Thüringen sowie persönlich und telefonisch bei der

Tourist Information Thüringen
Willy-Brandt-Platz 1 | 99084 Erfurt | + 49 (0) 361 . 37 42-0
Hotline + 49 (0) 361 . 37 42-0 oder + 49 (0) 180 . 505 505 (0,14 €/Min)
Weiterhin sind Tickets in den Stadtinformationen der beteiligten
Städte erhältlich. Karten für die Führungen sind jeweils nur in der
Touristinformation der entsprechenden Stadt zu erwerben.

Tourist-Information Weimar
Markt 10 | 99423 Weimar | + 49 (0) 3643 . 745 745
Tourismus GmbH Erfurt
Benediktsplatz 1 | 99084 Erfurt | + 49 (0) 361 . 6 40 01 00
Arnstadt Information
Markt 3 | 99310 Arnstadt | + 49 (0)3628 . 60 20 49
Tourismus Eisenach GmbH
Markt 9 | 99817 Eisenach | + 49 (0)3691 . 79 23-0

Preise incl. Vorverkaufsgebühr

€ 27,00 / € 22,00 / € 17,00

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Gruß

Volker

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Radiotipps KW 51


Hallo zusammen,

ein paar interessante Senungen habe ich wieder für Euch gefunden:

13.12.
MDR
19:30-21:00
Georg Friedrich Händel:
Ausschnitte aus den Oratorien „Samson“, „Messiah“, „Theodora“, „Belshazzar“ und „Solomon“
Nuria Rial, Sopran; Lawrence Zazzo, Altus
Vocalconsort Berlin, kammerorchesterbasel, Leitung: Paul Goodwin

(Aufnahme vom 6. Juni 2009, Marktkirche Halle, Händelfestspiele Halle)

15.12.
Ö1
19:30-21
Shield of Harmony; Andreas Scholl, Countertenor. Lieder von Oswald von Wolkenstein, Pierre des Molins, Heinrich Laufenberg und Gilles Binchois (aufgenommen am 6. September im Großen Rathaussaal in Wroclaw/Breslau, Polen, im Rahmen von „Wratislavia Cantans 2009“)
Andreas Scholl auf neuen Wegen: Stand heuer für den Starcountertenor verständlicherweise Musik von Georg Friedrich Händel im Mittelpunkt, so gab es dennoch Zeit, ein lange gehegtes Projekt umzusetzen.
Gemeinsam mit seinen Kollegen vom Ensemble „Shield of Harmony“ unternimmt Andreas Scholl eine Zeitreise ins 15. Jahrhundert. Im Zentrum dabei Lieder des in Südtirol geborenen Oswald von Wolkenstein (1377 – 1445).

16.12.
HR2
20-21:30
Notenschlüssel
Bach: „Ratswahlkantate“
aufgeschlüsselt von Paul Bartholomäi
Bei der Suche nach einer finanziell soliden Anstellung ging der junge Johann Sebastian Bach ins thüringische Mühlhausen. Hier verdiente der Zweiundzwanzigjährige als Organist der Kirche Divi Blasii um einiges mehr als in Arnstadt, wo er vorher angestellt war. Es war immerhin genug für ihn, um zu heiraten und eine Familie zu gründen. In Mühlhausen erhielt Bach den Auftrag, für den Ratswechsel der freien Reichstadt am 4. Februar 1708 eine Fest-Kantate zu schreiben. Dafür standen ihm ein relativ großes Orchester zur Verfügung, das er vierchörig einsetzte, vier Gesangssolisten und ein vierstimmiger Chor. Der Text zur Kantate „Gott ist mein König“ (Bachwerkeverzeichnis 71) besteht aus Worten der Bibel, insbesondere dem Psalm 74, dem 2. Buch Samuel und dem 1. und 5. Buch Mose. Das Werk hat offenbar seinen Eindruck nicht verfehlt, denn der Stadtrat bestellte auch im folgenden Jahr, als Bach bereits nach Weimar gegangen war, bei ihm eine weitere Kantate zum gleichen Anlass. Mehr zu Bachs „Ratswahlkanate“, übrigens der einzigen Kantate, die zu Lebzeiten Bachs im Druck erschien, erzählt Paul Bartholomäi in seinem „Notenschlüssel“.

Nordwestradio
20-22

Musikfest Bremen 2009
Barocke Schätze
Philippe Jaroussky, Countertenor
Concerto Melante
Kantaten, Arien und Instrumentalmusik
von Giovanni Battista Bononcini, Antonio Vivaldi, Nicola Porpora, Alessandro Scarlatti und Domenico Gallo
Mitschnitt vom 9.9.2009 aus der Kirche Unser Lieben Frauen in Bremen

Eine schöne Woche
Barbara

Joseph Haydn – Die Schöpfung – in der Laeiszhalle – interpretiert von Sir J.E. Gardiner


Hallo Hamburgbesucher,

viel zu schnell verging das Konzert mit der Haydn-Schöpfung in der Laeiszhalle in Hamburg. Nach der ausgiebigen Pause erklang der 3. Teil – man hatte sich gerade in das Haydn-Werk reingehört – danach war leider Schluss. Selbst meinen Nachbarn zur linken Seite war es ein abruptes Finale und hätten den Klängen gerne weiter gelauscht.

Laeiszhalle Hamburg

Ankündigung: Laeiszhalle In Hamburg Gardiner-Haydn

Gesangs-Solisten: Tenor: Andrew Kennedy (nicht wie im Vorfeld angekündigt: James Gilchrist..!!);  Sopran: Sophie Karthäuser; Bass: Tim Mirfin; Leitung: Sir J.E. Gardiner.

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Dass die Laeiszhalle eine fantastische Akustik besitzt spürte der Besucher mit dem im zarten Piano gespielten Einleitungs-Satz des Oratoriums von Haydn „Die Schöpfung“. Großartig der Beginn mit der Schilderung des Chaos und der Sonnenaufgang, das „Orchestre Révolutionnaire et Romantique“ lief zur Höchstform auf unter dem genialen Dirigat von Sir J.E. Gardiner. Das ist es, was er so prackmatisch und vorzüglich beherrscht, Höhepunkte heraus zu kristallisieren, die den Besucher sofort in den Bann ziehen. Der dann einsetzende Monteverdi Choir  mit einem gewaltigen Fortissimo  „Und es ward Licht!“ wortverständlich und in der gesanglichen Artikulation war ein Genuss, hieran müssen sich die anderen Chöre messen lassen, es ist ein Ausnahme-Chor der Extra-Klasse.

Joseph Haydn "Die Schöpfung" mit Orchestre Révolutionnaire et Romantiqu und Monteverdi Choir J.E. Gardiner.

In der kontrastreichen Interpretation gab es aber auch ganz intime Momente – etwa beim sanften Schimmern des Mondes, oder wie im 3. Teil mit dem Gesangs-Duett für Sopran und Bass als „Eva und Adam“, hier punktete die Sopranistin Sophie Karthäuser und überzeugte mit ihrem stimmlichen Können und einer natürlichen Phrasierung, die das Orchester entsprechend unterstützte. Tim Mirfin (Bass) fehlt es an Ausdruckskraft und konnte nur bedingt überzeugen, die deutsche Wortverständlichkeit war ein Makel und war unüberhörbar. Ebenso abfallend der Tenor: Andrew Kennedy – der in deutsch unüberhörbare Schwächen besitzt und es ihm gesanglich an Überzeugungskraft fehlt. Wenn diese Partien – wie im Vorfeld angekündigt  – von J. Gilchrist gesungen worden wären, hätte er diese Tenor-Partien zum einem weiteren Glanzpunkt gestalten können.

Von links: Tenor: Andrew Kennedy; Sopran: Sophie Karthäuser; Leitung: Sir J.E. Gardiner; Bass: Tim Mirfin.

So fällt das Gesamt-Resultat ein wenig zwiespältig aus, das „Orchestre Révolutionnaire et Romantique“ überzeugte – bis auf ein paar ungereimte Hornbläser und zu schnell einsetzende Instrumente, der Monteverdi Choir gab wieder eine Glanzleitung ab. Aber der zündende Funke wollte an diesem Abend bei mir nicht so recht ankommen, lag es an dem Haydn-Oratorium oder an dem Gefühl, an gewissen Stellen eine Oper erlebt zu haben? Die Besucher waren anderer Meinung und spendeten frenetischen Schluss-Applaus mit Standing Ovatione und brachten die altehrwürdige Laeiszhalle zum Beben…!!!

Grüße

Volker

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Wunder-Einspielung der Bach-Partita Nr: 1 – 5 – 6 von Murray Perahia


Hallo Bach-Klavier-Freunde,

passend zu Weihnachten erscheint eine Neueinspielung vom amerikanischen Pianisten „Murray Perahia“ mit den Bach-Partitas Nr. 1 – 5- und 6. Perahia galt seit seinem 4. Lebensjahr als Wunderkind und gewann viele Preise. Vor allem die Aufnahme der Goldberg-Variationen von J.S. Bach wird als Referenz-Aufnahme angesehen.  Er lebt jetzt in London und hatte oft Probleme mit seiner Entzündung am Daumen, weshalb er öfters seine Karriere unterbrechen musste.

Cover: Pianist Murray Perahia spielt Bach-Partitas 1_5_6

Die Kritiken zu seiner obigen Einspielung sind überwältigend:

Alle seine Einspielungen haben Referenzwert. Sie sind schlicht und ergreifend vorbildlich, durchsichtig elegant, intelligent spritzig und geistvoll, zugleich ausdrucksstark und voller Ruhe….. Perahia gelingt der Spagat zwischen tiefer geistiger Durchdringung der Kompositionen und lebendigem, warmherzigen Musikantentum auf ganz bemerkenswerte Weise…. Diese Einspielung besticht – genau wie ihr Vorgänger mit den Partiten 2 bis 4 – durch ein ungemein sensibles, ja aristokratisches Spiel, das sich in unaufdringlicher Weise voll und ganz dem Werk und den Intentionen des Komponisten unterordnet.

Mich begeistert sein einfühlsames Spiel, nichts wirkt aufgesetzt oder aufdringlich, es erklingt Traum-Klaviermusik von Bach die ich nur wärmstens empfehlen kann.

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Hörprobe:

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Link: Die CD ist über meine Partnerseite bei Amazon für 14,95 € zu beziehen.

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Gruß

Volker

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Radiotipps KW 50


5.12.
TV
BR
20:15-23:25
Joseph Haydn: Il mondo della luna
Dramma giocoso in drei Akten

Ecclitico hat es auf Clarice abgesehen und Ernesto liebt deren Schwester Flaminia. Doch Buonafede, Vater der beiden jungen Damen und seinerseits Hobbyastronom, ist strikt gegen diese Verbindungen. Auch die wachsende Zuneigung seines Dieners Cecco gegenüber der Kammerzofe Lisetta beäugt er skeptisch, schließlich hegt er bezüglich Lisetta eigene Interessen. Doch die jungen Liebenden geben sich nicht geschlagen. Mit einer List gaukeln sie dem mondsüchtigen Buonafede vor, es habe ihn auf den Mond verschlagen. Weltraumforschung und Liebesfreuden vermengen sich im heimischen Garten zusehends zu einem aberwitzigen Verwirrspiel. Am Ende winkt eine Trippelhochzeit!

Interpret:
Es spielt das Orchester Concentus Musicus Wien; Leitung: Nikolaus Harnoncourt
Darsteller:
Dietrich Henschel (Buonafede),
Bernard Richter (Ecclitico),
Vivica Genaux (Ernesto),
Christina Landshamer (Clarice),
Anja Nina Bahrmann (Flaminia),
Maite Beaumont (Lisetta),
Markus Schäfer (Cecco

BBC
The Early Music Show
Giovanni Croce
Robert Hollingworth explores the life and work of Venetian composer Giovanni Croce

6.12.
NDR
18-19
Nikolaus Harnoncourt (1/4)
und an allen anderen Sonntagen im Dezember

Eine Sendereihe von Margarete Zander

Unzufrieden mit dem Alten:
der Dirigent Nikolaus Harnoncourt
Systematisch hat der Dirigent Nikolaus Harnoncourt sich durch die Musikgeschichte gearbeitet und dabei die Partituren vom Staub befreit. Seine Auffuhrungen wirkten schockierend, wie die Enthullung der Sixtinischen Kapelle nach der Restauration, als die Farben wieder ihre Leuchtkraft entfalteten. Und man hatte doch die Musik so herrlich  im Ohr. Wolfgang Hildesheimer schrieb 1983 in seinen „Mitteilungen an Max“, wie er sich die Holle vorstelle: „Jeden Tag ein neunstundiges Passionsspiel. Dazwischen ein Tag Musik angesichts von Tulpen. … Vormittags die Moldau unter Karajan oder etwas auf Originalinstrumenten, handgebastelt und missgestimmt von Harnoncourt.“ Heute gelten die Erkenntnisse der Forschung von Nikolaus Harnoncourt und seiner musizierenden Kollegen als Basiswissen der Interpreten und das Spiel nach historischen Vorbildern ist eine Farbe der Interpretationsmoglichkeiten.

7.12.
HR2 und SR2
20-22:30
Euroradio-Saison 2009/2010: Geistliche Musik von Haydn
Julia Doyle, Sopran
Diane Moore, Mezzosopran
Andrew Kennedy, Tenor
Neal Davies, Bariton
BBC Singers
BBC Philharmonic
Leitung: Gianandrea Noseda

Sinfonie Nr. 90 C-Dur • Szene und Arie „Berenice che fai“ • Madrigal „Der Sturm“ • Te Deum • 12. Messe B-Dur „Theresien-Messe“
(Aufnahme der BBC vom 11. Juni 2009 aus der Bridgewater Hall in Manchester)
Euroradio feiert das Haydn-Jahr 2009 mit einer vierteiligen Konzertreihe, die die Hörerinnen und Hörer nach Manchester, Quebec, Graz und München führt. Vier geistliche Hauptwerke Haydns stehen dabei im Zentrum der Programme: die Theresienmesse, das Stabat Mater, die Harmoniemesse und die Schöpfungsmesse. Hauptwerk des ersten Haydn-Abends aus der Bridgewater-Hall in Manchester ist die Theresienmesse, die der Komponist im Sommer 1799 schrieb. Sie ist von seinen späten Messen die lyrischste und intimste. Den Sängern kommt in dieser Messe eine für Haydn außergewöhnlich große Rolle zu, sowohl für die Solisten als auch im eng miteinander verwobenen Quartett. Wie die Messe zu ihrem Beinamen kam, ist zwar nicht ganz geklärt, es wird aber vermutet, dass sie nach Kaiserin Maria Theresia benannt wurde, der Gemahlin von Kaiser Franz II., die bei einer Aufführung der Messe in der Wiener Hofkapelle die Solosopranpartie gesungen hat. Der Italiener Gianandrea Noseda leitet die BBC Singers und die BBC Philharmonic.

8.12.
Deutschlandfunk
21-22:50
Musikforum
»Grundton D« 2009 – Konzert und Denkmalschutz für die östlichen Bundesländer (7)
Johann Sebastian Bach – wiederaufgefunden, wiederhergestellt …

»Alles mit Gott und nichts ohn’ ihn«. Sopranarie zum Geburtstag von Wilhelm Ernst von Sachsen- Weimar, BWV 1127
Konzert für Oboe, 2 Violinen, Viola und Basso continuo, rekonstruiert nach BWV 49, 169 und 1053
»Mein Herze schwimmt im Blut«. Kantate zum 11. Sonntag nach Trinitatis, BWV 199
Konzert für Oboe, Violino concertato, Violino ripieno, Viola und Basso continuo c-moll, rekonstruiert nach BWV 1060

Gabriele Hierdeis, Sopran
Stephen Hammer, Oboe
The Bach Ensemble New York
Leitung: Joshua Rifkin
Aufnahme vom 15.8.09 aus der Oberkirche in Arnstadt/ Thüringen

10.12.
SWR2
15-16
für die, die diese Sendung vor einiger Zeit nicht gehört habe – ist ganz interessant
SWR2 Thema Musik
Johann Sebastian Bachs Notenbibliothek – ein Puzzle
Von Elke Kamprad
Nicht nur die eigene Musik beschäftigte Johann Sebastian Bach. Im Laufe seines Lebens sammelte er eine eigene Notenbibliothek zusammen, mit Werken aus ganz Europa. Was waren das für Kompositionen, die Bach abschrieb und aufbewahrte? Welche Musikerkollegen hat er besonders geschätzt und aufgeführt? Das Musikfeature von Elke Kamprad berichtet über Bachs Sammeleifer, über die vielen Irrwege, die die Handschriften nach seinem Tod genommen haben, und das große Suchen und Puzzeln heute, in dem Bemühen, die private Notenbibliothek Bachs wieder zu rekonstruieren

Jazzig bis rockig – aber einen gut gelaunten Bach – erleben die Besucher das Weihnachtsoratorium und die King’s Singers in Oeynhausen


Hallo,

das gefragteste Vokalensemble der Welt – King’s Singers – und eine der besten Bigbands – das vom WDRKöln – gestalteten in der Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen am 29.11.2009 – zusammen ein fetziges und rockiges vorweihnachtliches Konzertprogramm, in dessen Mittelpunkt das BWV 248 „Weihnachtsoratorium“ von J. S. Bach stand.

Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen

Foto: Die Erlöserkirche in Bad Oeynhausen entwickelte sich zum Bach-Jazz-Zentrum…

Sonntag, 29. November 2009, 17.00 Uhr Bad Oeynhausen, Auferstehungskirche

Jazziges Plakat Konzertankündigung WO in Bad Oeynhausen

Ausführende:

The King’s Singers:

David Hurley, Countertenor – Timothy Wayne-Wright, Countertenor – Paul Phoenix, Tenor – Philip Lawson, Bariton – Christopher Gabbitas, Bariton – Stephen Connolly, Bass – Arrangement: Bill Dobbins.

WDR-Bigband, Köln

Leitung: Bill Dobbins

Johann Sebastian Bach

Programm: Auszüge aus dem Weihnachtsoratorium

I. Teil

1.   Jauchzet, frohlocket!  2.  Es begab sich aber zu der Zeit  3.  Bereite dich, Zion  4. Und siegebar  5.  Ach, mein herzliebes Jesulein! 6.  Und es waren Hirten 7. Und der Engel sprach 8. FroheHirten,eilt 9. Und das habt zum Zeichen 10. Schlafe, mein Liebster 11. Und da der Engel 12. Lasset uns nun gehen gen Bethlehem 13. Und sie kamen eilend 14. Schließe, mein Herz, dies selige Wunder 15. Und die Hirten kehrten wieder um 16. Seid froh dieweil 17. Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen

II. Teil

1.  Fallt mit Danken, fallt mit Loben 2.  Und da acht Tage um waren 3. Wohlan! Dein Name 4. Ich will nur dir zu Ehren leben 5. Da Jesus geboren war 6.  Wo ist der neugeborne König der Juden? 7.  Dein Glanz all’ Finsternis verzehrt 8.Erleucht’ auch meine finstre Sinnen 9.  Da das der König Herodes hörte  10. Warum wollt ihr erschrecken? 11. Und ließ versammeln alle Hohenpriester 12. Da berief Herodes die Weisen heimlich 13. Du Falscher, suche nur den Herrn zu fällen 14. Nur ein Wink von seinen Händen 15. Als sie nun den König gehöret hatten 16. Und Gott befahl ihnen im Traum 17. So geht! Genug, mein Schatz geht nicht von hier 18. Was will der Hölle Schrecken nun 19. Nun seid ihr wohl gerochen

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Jazziger Rock-Zulauf in Oeynhausen WO Bach

„Der Klangstrom eines Johann Sebastian Bach inspiriert viele und fordert immer wieder neu heraus. Auch „Bill Dobbins“ entdeckt für sich Bach immer wieder neu und anders“.

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Mischpult-Kabel über Kabel Bach WO in Oeynhausen

Was für ein überragender Zulauf für dieses Jazz-Latin-Gospel-Konzert, Bach ist in seiner musikalischen Ausdrucksform für Jazz-Spezialisten eine Fundgrube ersten Ranges. Ein überragender und bekennender Bach-Bewunderer in der Person des englischen Hochschulprofessors – Dirigenten und Jazz-Komponisten „Bill Dobbins“ nahm sich das Weihnachtsoratorium als Grundlage, um daraus ein eigenes Arrangement zu entwickeln.

Arrangement WO-Bach und Leiter:Bill Dobbins

Bill Dobbins hat Chorsätze, Arien und Choräle ausgewählt, welche die musikalische Vielfalt repräsentieren und den Einfallsreichtum der sechs Kantaten widerspiegeln. Hinzugenommen hat er Rezitative des Evangelisten, der die Weihnachtsgeschichte vermittelt. Dann hat er den musikalischen Kontext und den dramatischen Charakter des Originals in zeitgemäße Idiome des amerikanischen Jazz und der Latin Musik übertragen.

Jazz-Fest-WO-Bach: Bühnen-Kabel-Salat wo man hinschaut...!

Die einzelnen Stücke des ersten Teils stammen aus den ersten drei Kantaten, während die Titel des zweiten Teils in den letzten drei Kantaten enthalten sind. Der Choral „Seid froh dieweil“ des ersten Teils sowie der Choral „Dein Glanz all Finsternis verzehrt – im zweiten Teil sind exklusiv für die „King’s Singers“ arrangiert. Des weiteren wurden weitere Passagen „Solo“ ohne oder kleiner Begleitung – gesungen. Es gibt Momente im Programm, in denen die Big Band auf gewohnte Weise braust und tost, aber auch solche, in denen Holzbläser und Flügelhörner einen zurückhaltenderen und subtileren Orchestersound schaffen.

Wenn der erste Schock der Trommel-Eröffnung von „Jauchzet frolocket“ verklungen ist, findet sich ein Bach-Klassik-Freund in dieser andersartig gelagerten Musikwelt sich nicht unbedingt sofort zurecht, dass ist Jazz-Rock-Latin-Music und Gospel in einem vereint und hat mit der Urform einer Barockwiedergabe nichts mehr gemein. Meines Erachtens ist hier mehr der Spaß an dem Dargebotenen zu sehen, die Gesichter der Besucher spiegeln das wieder, wie sie diese neue Version eines alten WO-Favoriten hören, starren mit weit geöffneten Augen auf das Geschehen  und lächeln süffisant sich gegenseitig aufmunternd zu – die Verwirrung artet zum Schluss zu einem breiten Lächeln der Anerkennung aus.

Verkehrte Besucherwelt ein Jazzfreund findet nicht die Richtung?

Foto: Verkehrte Besucherwelt ein Jazzfreund findet nicht die Richtung zur Bühne?

Das Publikum war begeistert, mitten in der Aufführung waren spontan zu vernehmen: die Anerkennungs-Pfiffe – Bravorufe und das Wiegen der Ober- und Unterkörper der Besucher im jazzigen Takt – nach jedem Satz wurde frenetisch gejubelt und applaudiert – wann gibt es so etwas, der geistliche Inhalt geriet zu einem Nebeneffekt aber der Jazzfreund war hingerissen von dieser exzellenten Wiedergabe. Was hätte J.S. Bach wohl zu diesem Spektakel ausgesagt, ist es doch sein sakrales Top-Werk zu Weihnachten……?!!

King's Singers von links: David Hurley; Countertenor, Timothy Wayne-Wright; Countertenor, Paul Phoenix; Tenor, Philip Lawson; Bariton, Christopher Gabbitas; Bariton, Stephen Connolly; Bass.

Foto: King’s Singers von links: David Hurley; Countertenor, Timothy Wayne-Wright; Countertenor,                       Paul Phoenix; Tenor, Philip Lawson; Bariton, Christopher Gabbitas; Bariton, Stephen Connolly; Bass.

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Dass die King’s Singers alle Register ihrer Vorführungskunst ziehen können, ist allen hinreichend bekannt. Neben der zu erwartenden makellosen Intonation und nuancenreichen Textgestaltung fasziniert vor allem das unglaubliche harmonische Fingerspitzengefühl, mit dem die Textur des Weihnachtsoratoriums so exzellent herausgearbeitet wird. Sie sind weniger als eine Ansammlung von sechs Sängern zu verstehen, sondern als ein unglaublich farbenreiches Instrument. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle die exzellente gesangliche Bravour-Leistung des Evangelisten: „David Hurley“  das war eine Prämisse im Gesang der feinsten Art, sein Volumen brachte mich zum Erstaunen – mühelos schwebte er in den gesanglichen Höhen und übertönte noch die Holzbläser und Hornisten und das soll schon was heissen als Counter diese Noten-Höhen im Ansatz mühelos zu erreichen, das ist diese unnachahmliche Klasse der King’s Singers. Es gab keinen künstlerischen Abfall, fantastisch die Choralwiedergaben „Seid froh dieweil“ und „Dein Glanz all Finsternis verzehrt“, hier war Bach persönlich spürbar und hätte seine Freude an diesem filigranen Vortrag gehabt. Das Begleitspiel der Holzbläser und Posaunen von der WDR-Bigband gelang beeindruckend und gelangte zu einem Wiedergabe-Höhepunkt.

King's Singers in Bad Oeynhausen WO-Bach

King's Singers in Bad Oeynhausen WO-Bach BWV 248

Die Jazz-Rock-Latino-Gospel-Freunde haben einen Abend der Superlative erleben könne., Etwas ratlos und Verwirrt bleibt der  Bach-Freund als Kenner der Barockzeit zurück, was war das, bricht ein neuer Zeitgeist an, wo bleibt meine zu bewundernde barocke Klangvielfalt muss ich in Zukunft mir das Getöse anhören, wo bleibt die feierliche und geistvolle Wiedergabe des Prachtwerkes eines Weihnachtsoratoriums?

WDR-Big Band im WO-Bach in Bad Oeynhausen

Ich meine, wer das WO in der Jazz-Rock-Latino-Gospel-Form mag, sollte sich dieses Klang-Jazz-Spektakel nicht entgehen lassen. Ich als bekennender Barockfreund und Liebhaber der Bach-Oratorien ziehe die Urform absolut vor, da werde ich angesprochen und bekomme meinen Seelenfrieden den ich in dieser Jazz-Rock-Form nicht finden kann. Mir kam es oft so vor, dass ich in einem anderen Film mich befinde, einige Arrangement hatten subjektiv gesehen einen ganz andere Musikdeutung und konnte keinen Bezug zum WO herleiten. Diese Aufführungsform ist ein Spektakel der Neuzeit und hat mit dem Althergebrachten nichts mehr am Hut…!!

In dieser Form wird die Jugend angesprochen und das ist der absolut zu benennende tolle Nebeneffekt, wenn sie einer barocken Aufführungsform fern bleiben, bekommen sie mit dieser modernen Aufführungsform den Zugang zu J.S. Bach und seinen Werken und das ist ungemein als „Positiv“ zu betrachten. Die zahlreiche junge Besucherschar in der Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen spiegelte das entsprechend wieder..!!

Trotz der vorgenannten Kritikpunkte habe ich es nicht bereut, einmal diese Fassung als WO erlebt zu haben, man soll seine Augen nicht verschließen und aufgeschlossen für neue Formen der Aufführungspraxis sein, es gab Stellen in der Wiedergabe, die mich berührt und angesprochen haben dank einer tollen WDR-Big Band und natürlich den King’s Singers, der frenetische Schlussapplaus war mehr als verdient…!!

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Hörprobe – King’s Singers + WDR-Big Band – WO-Eingangs-Satz: „jauchzet frohlocket“.

Link: King’s Singers WDR Big Band WO – BWV 248 WO-Jazzform

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Zur Rezension der NW vom 1.12.2009 als PDF

PDF Rezension der NW vom 1.12.2009

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Grüße

Volker

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Web-Radios mit Klassischer Musik 49. KW 2009


Hallo,

hier zur Auswahl mit klassischer Musik die 49. KW.

Schönes Wochenende
Barbara

Samstag, 28.11.2009
SWR2
anschließend ca.:
19.10 Uhr
Geistliche Musik
Joseph Haydn:
Missa solemnis B-dur Hob. XXII Nr. 14 „Harmoniemesse“
Joanne Lunn, Angharad Gruffydd (Sopran)
Sara Mingardo (Alt)
Topi Lehtipuu, Andrew Busher (Tenor)
Brindley Sherratt (Bass)
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner
Dies ist die Aufnahme, die auch auf CD zu erhalten ist.

28.11.2009
WDR3
20-22:30 Uhr
WDR 3 Konzert live
Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach
King’s Singers; WDR Big Band Köln, Leitung: Bill Dobbins
Übertragung aus der Zeche Zollverein, Essen

Sonntag, 29.11.2009
WDR3
15-16 Uhr
WDR 3 Musikfeature
Musik für Thron, Theater und Taverne
Lebensstationen des Henry Purcell
Von Thomas Daun
Aufnahme des WDR 2009

SWR2
20-23 Uhr
Der große Wiegenliederabend
Moderation: Ursula Nusser
„Der Mond ist aufgegangen“ – Wer kennt dieses Lied nicht? Eine
Umfrage in einer Stuttgarter 10. Klasse fiel allerdings überraschend
aus. Zwei Drittel der Klasse hatten es noch nie gehört. Das hat den
Sänger Cornelius Hauptmann herausgefordert. Er hat 52 seiner
Kollegen, 52 der besten deutschsprachigen Sängerinnen und Sänger, für
ein großes gemeinsames Projekt gewonnen: Sie haben ihre
Lieblings-Schlaf- und Wiegenlieder im und für den SWR und den
Carus-Verlag aufgenommen. „Wir sind die letzte Generation, die die
Möglichkeit hat, diese Lieder weiterzugeben“, sagt Peter Schreier,
der Senior im Reigen der prominenten Sänger, die ohne Gage mitgewirkt
haben. Mit dem Verkauf der CD werden überdies weitere Projekte
finanziert, die das Singen mit Kindern in besonderer Weise fördern.
„Der große Wiegenliederabend“ stellt das Projekt vor, Sängerinnen und
Sänger sprechen über ihre Lieblingslieder, Fachleute erklären, welche
Wirkung das Singen auf kleine Kinder hat. Und zu hören sind natürlich
viele Wiegenlieder, u.a. gesungen von Jonas Kaufmann, Angelika
Kirchschlager, Peter Schreier, Kurt Moll und Roman Trekel.

Links:
www.swr2.de oder
www.wiegenlieder.org

Donnertag, 3.12.2009
Deutschlandfunk
21-22:50’ Uhr
Festspiel-Panorama
Musikfest Bremen 2009
A Choral Evensong
mit Werken von
Christopher Tye, Thomas Tallis, Edward W. Naylor, Edward Bairstow, Hubert Parry, Thomas Weelkes, Orlando Gibbons, Jonathan Harvey, Benjamin Britten
und Ralph Vaughan Williams
Choir of King’s College Cambridge
Leitung: Stephen Cleobury
Aufnahme vom 13.9.09 aus der Alexanderkirche Wildeshausen

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