Archiv der Kategorie: Motette-J.S.Bach

Drei Bach-Kantaten auf ARTE mit Ton Koopman und Kurt Masur zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung


Video ARTE-TV Ton Koopman dirigiert drei Bach-Kantaten

Zwei Highlights möchte ich von ARTE-TV vorstellen, die bis zu 170 Tage im Netz bleiben werden. Das am 21.9.2010 gefilmte Konzert als Video von Ton Koopman mit 3 Bach-Kantaten.

Während des Ambronay-Festivals 2010 spielte das von Ton Koopman gegründete Ensemble „Amsterdam Baroque Orchestra & Choir“ die drei Bach-Kantaten BWV 127, BWV 140 und BWV 147. Die Bild und Tonqualität ist wie immer von ARTE gewohnt, gut.

Künstler: Johannette Zomer (Sopran), Jörg Dürmüller (Tenor), Thomas Laske (Bass).

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Nachstehend anklicken zum Video von ARTE – Koopman mit 3 Bach-Kantaten

http://liveweb.arte.tv/flash/player.swf?eventId=1563&admin=false&mode=prod&priority=one&embed=true

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Video-Festkonzert ARTE-TV- mit Kurt Masur von Oktober 2009

 

Ein weiteres Video Kurt Masur „Festkonzert zum 20. Jahrestag der Friedlichen Revolution“

Für das Konzert haben das Gewandhausorchester Leipzig und ihr ehemaliger Kappellmeister Kurt Masur ein Programm zusammengestellt, das inhaltlich Bezug auf jene Ereignisse nimmt und das am Tag des Konzerts genau 20 Jahre zurückliegt. Den Solopart für die Violinenromanzen übernimmt der französische Geiger Renaud Capuçon. Ebenfalls im Konzert zu hören sein wird der berühmte Thomanerchor Leipzig unter der Leitung ihres Kantors Georg-Christoph Biller.

Programm:

Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu „Egmont“ op. 84

Ludwig van Beethoven: Romanze für Violine und Orchester Nr. 1 G-Dur op. 40

Ludwig van Beethoven: Romanze für Violine und Orchester Nr. 2 F-Dur op. 50

Johann Sebastian Bach: Motette „Fürchte dich nicht“ BWV 228

Felix Mendelssohn Bartholdy: „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ für achtstimmigen Chor

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op.73

Aufnahmen vom 9.10.2009.

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Schönes Wochende wünscht allen

Volker


Musikfest Bremen 2010 mit historischer Aufführungspraxis erfolgreich beendet


Wieder ein Musikfest 2010 in Norddeutschland – in der Hansestadt Bremen, was mit einem  überragenden Programm aufwarten konnte. Nach dem Musik-Festival 2010 im Erzgebirge, konnte Bremen mit außergewöhnlichen Ensemble aus dem In- Ausland beeindrucken. Das Musikfest Bremen wurde mittlerweile aus finanziellen Gründen auf Ostfriesland und den norddeutschen Raum ausgeweitet.

Eine berühmte Arp-Schnittger-Orgel in St. Jacobi Hamburg

Die weltberühmten Arp Schnittger-Orgeln in diesem Raum wurden in das Festival-Programm mit eingebunden und mit hervorragenden Organisten aus dem In- und Ausland – besetzt.

Es traten dabei auf: Hans-Ola Ericsson, Orgel / Masaaki Suzuki, Orgel / Edoardo Bellotti, Orgel / William Porter, Orgel /  u.a.

Arp Schnitger (Geburtsdatum unbekannt – vermutlich in Schmalenfleth; getauft am 9. Juli 1648 in Golzwarden, heute Brake; begraben 28. Juli 1719 in Hasselwerder, heute Hamburg-Neuenfelde war einer der berühmtesten Orgelbauer seiner Zeit und der Vollender der norddeutschen Barockorgel.

Ein neues junges Ensemble „Pygmalion“ mit ihrem erst 26-jährigen Leiter: Raphaël Pichonaus Frankreich sorgt seit kurzer Zeit im In- und Ausland für Furore. Mit Musik des großartigen böhmischen Komponisten Jan Dismas Zelenka und den ersten beiden Sätzen der Messe in h-Moll von Johann Sebastian Bach blühte auf der Basis der historischen Informiertheit im ostfriesischen Emden eine atemberaubende Klangpracht, die alles kurzgliedrige – und bei älteren Interpreten manchmal rechthaberische – weit hinter sich gelassen hatte. Vielleicht kann diese Enkel- und Urenkelgeneration der Harnoncourts, Leonhardts, Christies, Gardiner und Kuijkens so befreit Musik machen, weil sie nichts mehr beweisen muss.

26-jährige französische Dirigent Raphael Pichon

Mit seinen 26 Jahren zählt Raphaël Pichon zu den jungen Dirigenten der Alten Musikszene. Nicht nur als Chor- und Orchesterleiter, sondern auch als Countertenor und Violinist hat sich der Franzose bei internationalen Festivals einen Namen gemacht. Er studierte und arbeitete unter anderem bei Ton Koopman, Jordi Savall und Jean Tubéry.

Hörprobe mit Raphaël Pichon – J.S. Bach Motette Der Gerechte Kommt Um

Dazu heisst es im Bremer-Programm:  Mit ihrer unlängst erschienenen Debüt-CD beim Label Alpha mit Bach’s Missae breves sorgten sie dank ihrer atemberaubenden Interpretation für so große Furore, dass sie längst auch außerhalb ihrer Heimat zu einem der Tipps der neuen Generation in der europäischen Spitzenklasse zählen. Die ›Missa dei Filii‹ von Jan Dismas Zelenka, einem viele Jahre am Dresdner Hof August des Starken tätigen Komponisten, ist da neben der das ›Kyrie‹ und ›Gloria‹ beinhaltenden Kurzfassung der h-Moll-Messe von 1733 die richtige Herausforderung, um diesen Ruf unter Beweis zu stellen. Erleben Sie, wie die französischen Musiker kühn jugendlichen Elan mit erstaunlicher Reife verbinden und eine elektrisierende Spiritualität erreichen – eine Entdeckung allerersten Ranges!

Weitere Hörproben können auf der Bremen-Musikfest-Webseite genommen werden:

Link: http://www.musikfest-bremen.de/hoerproben.php?nav2=aktiv&nav2_3=aktiv&PHPSESSID=ce4546b9888b455af39d973bc72ed13a

Neben so renommierten Organisten traten namhafte Vokalensembles und Instrumentalgruppen auf wie Weser-Renaissance, das Ensembe von Masaaki Suzuki oder auch Göteborg Baroque, Thomas Quasthoff, Bassbariton, Bernada Fink; Mezzosopran und mit der ›Missa Solemnis‹ das Orchestre des Champs-Elysées unter der Leitung von: Philippe Herreweghe.

Einsicht in das umfangreiche Programm kann unter dem nachstehenden Link eingesehen werden:

Link: http://www.musikfest-bremen.de/uebersicht.php?nav2=aktiv&nav2_1=aktiv&PHPSESSID=2b66f8a322a83ec0966c1e757882c2f1

Ein anspruchsvoller Artikel über den Thomaner-Chor Leipzig und seine Nachwuchssorgen


Es ist erfreulich, dass es noch seriöse Zeitungen gibt, die unvoreingenommen einen wirklich gut fundierten Artikel über den „Thomaner Chor“ Leipzig und seine Probleme darstellt.

Thomaner Chor im Alumnat Leipzig

Ich spreche von der Zeitung „DIE ZEIT“

Dieser Beitrag erschien am 3. Mai 2010 und berichtet in dem Artikel:

Entscheidung in der Villa Thomana

über das Problem: »Wir wollen nur die Besten, doch wegen der demografischen Entwicklung haben wir immer weniger Auswahl.«

Thomaner-Alumnat Leipzig

Zum gesamten Artikel über die Thomaner in „DIE ZEIT“ nachstehend.

Link: http://www.zeit.de/2010/18/S-Thomanerchor-Nachwuchs

In letzter Zeit wird in der pädagogischen Diskussion immer wieder betont, dass die Erziehung vor allem durch persönliche und gesellschaftliche Werte geprägt sein muss. Das chorische Zusammenleben der Thomaner erfüllt durch die Heranführung an eine strukturierte Tagesplanung, die lebendige Pflege des reichen musikalischen Erbes und einem sich entwickelnden Verantwortungsgefühl in der Gemeinschaft der Thomaner diesen Anspruch. Das Einhalten der gemeinsam erarbeiteten Hausordnung ist eine wichtige Bedingung für das Gefühl der Zusammengehörigkeit der Sänger unterschiedlichen Alters. Das gemeinsame Musizieren, Erarbeiten und Erleben der Musik schafft dabei eine zusätzliche Bande.

Eindrucksvolle Videos auf YouTube aus dem Jahr 1979 unterstreicht das tägliche Miteinander der Thomaner im Alumnat in Leipzig.

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In 2012 feiert der Thomaner Chor seinen 800. Geburtstag mit umfangreichen Festveranstaltungen.

PDF-Programm von 800 Jahre Thomana

Link zum Programm: http://www.thomana2012.de/800-jahre-thomana.pdf

forum thomanum

Thomaner-Alumnat Leipzig vor der Renovierung

Bis zum Jahr 2012 entsteht in Leipzig das forum thomanum – ein international ausgerichtetes Bildungszentrum bestehend aus einer Kindertagesstätte, einer Grundschule, einer internationalen Jugendmusikakademie und der Lutherkirche. Die Lutherkirche bildet das Zentrum des entstehenden Campus und ist zugleich Gottesdienststätte, Schulaula, Konzert-, Theater- und Aufnahmeraum.

Am 21. März 2012 geben die Thomaner erstmals ein Konzert in der Leipzig-ARENA.

• Die besten Chöre der Welt erweisen Leipzig die Ehre: Kings College Choir (Cambridge), St. Thomas Boys Choir (New York), Wiener Sängerknaben, Regensburger Domspatzen…..

Im September 2012 will die Thomasschule eine eigene Festwoche feiern und einen Monat später dann die Thomaskirche.

Link zum 800. Jubiläum:  http://www.thomana2012.de/

Link: Historie Thomaner:  http://www.forum-thomanum.de/geschichte.html

RUHR2010 Teil XVII: Das Kantaten-Highlight in der Christuskirche in GE-Buer-Nun danket alle Gott BWV 192


Eines der bisher schönsten und musikalisch hochwertigsten Kantaten-Konzerte im Rahmen der Ruhr-Pilgrimage, konnten Wolfgang und ich am Sonntag, den 16.05.10 in der Christuskirche in Gelsenkirchen-Buer gemeinsam erleben. Das dies ausgerechnet zu unserem Treffen geschehen sollte, war warscheinlich von oben her bestimmt;-).

Auf Zollverein

Stilecht für Gelsenkirchen haben wir uns mit dem tiefer gelegten VW Jetta GT Baujahr ´87 auf breiten Schlappen und mit röhrendem Auspuff von Langenberg in Richtung Norden aufgemacht. Nach einem kleinen Foto-Abstecher auf Zollverein, habe ich mich erst mal verfahren, so dass wir nun von meinem Mann per Handy zur Kantate gelotst wurden. Vorbei an der Veltins Arena, über Autobahnbrücken, durch Baustellen, haben wir trotzdem noch die kleine Zufahrt zur Bergstr. verpasst. Kurz vor Beginn erreichen wir die kleine Kirche, neben mir sitzt – ihr kennt ihn alle – der Klimper-Tünnes aus der Matthäus-Passion in Essen…

Was hier geboten wird ist vom Allerfeinsten, das Programm ist auch schon nicht mehr als „Kantate“ zu bezeichnen, sondern ein ausgewachsenes Barock-Kammerkonzert:

Programm: Christuskirche GE-Buer - zur Vergrößerung in das Programm klicken..!!

Der Chor ist fast solistisch besetzt und besteht durchweg aus jungen Leuten, die ihre Sache wirklich super machen und auch so klingen. Dazu das passende Barockorchester „Le Chardon“ unter der Leitung von Hajo Wienroth, der selbst Traversflöte spielt. Mir wird ganz schwindelig, wenn ich die Biographien lese! Die Kantorin Christina Wienroth bietet ein Barock-Lebensfreudiges Dirigat, das wunderbar zum restlichen Konzert passt, Musik ist Energie, Medizin, Lebensbereicherung und einfach eine Herzensangelegenheit, ein verpasster Einsatz bei Samuel Scheidt wird denn so auch mit einem wohlwollenden Lächeln quittiert. Damit wir wissen, welchem Choral Bachs Kantate BWV 192 zugrunde liegt, singen wir alle zusammen erst mal 3 Strophen und bereiten uns seelisch auf das, was da kommt, vor. Die Worte, die die Pastorin als Impuls zur Dankbarkeit spricht, sind berührend und sehr pragmatisch. Es ist Sitte bei „Momente der Ewigkeit“, dass der Eingangschor noch einmal wiederholt, oder am Schluss erneut gesungen wird.

BWV 192 ist ein kleines, unaufdringliches Werk, dass aus einem Eingangschor, einem Duett zwischen Sopran und Bass, sowie einem Schlusschoral besteht, eine Tenorarie soll verloren gegangen sein.

Die Solisten

Huch, es gibt eine Pause! Im Gemeindehaus direkt nebenan werden Getränke und ein kleiner Imbiss gereicht. Wer möchte, gibt eine Spende, ist ja Ehrensache, dass wir was in den Klingelbeutel geben. Wir spüren, dass man hier aufgehoben ist. Am Stehtisch kommen wir ins Gespräch mit einer Chorsängerin, der Kantorin und einer Besucherin und wir erfahren, dass die Idee der „Ruhrpottkantaten“ begeistert aufgenommen wurde und dass trotz des abgesprungenen Sponsors alle sich für die Realisierung stark gemacht haben. Wolfgang quatscht den „Klimper-Tünnes“ an…uaaah.

Der 2. Teil des Konzertes ist der Interessanteste: Heidrun Blase brilliert als Gesangssolistin  im technisch äußerst anspruchsvollen „Il Pensioroso“ (Die Nachtigall) zusammen mit dem Flötisten Hajo Wienroth, der gibt auch einige kurze Erläuterungen zu diesem wenig bekannten Stück und es macht einfach nur Spass, dem Dialog des Vogels und der Menschin zuzuhören. Anschliessend ein Konzert von Antoine Mahaut, der ähnlich wie Quantz eine Flötenschule verfasst hat.

Applaus für das Orchester

Hajo Wienroth: “ Zu dem 5. Brandenburgischen Konzert brauche ich jetzt, glaube ich, nichts sagen!“

Die Instrumente werden in diesem, sehr modernen Konzert à la Mode francaise ziemlich gleichberetigt eingesetzt, so dass jeder Instrumentalist seinen Part der Profilierung hat, in der letzten Hälfte des 3. Satzes, hat sich der Meister selbst ein Denkmal gesetzt, da die anderen Instrumente etwas in den Hintergrund gedrängt werden und das Cembalo die dominierende Rolle übernimmt. Überragend und unpretentiös: Pieter Dirksen. Handelt sich es doch warscheinlich um das erste Cembalokonzert der Geschichte! Bach soll ja mal gesagt haben, Clavierspielen wäre ganz einfach, man müßte nur zur rechten Zeit die richtigen Tasten treffen, dann würde das Instrument von ganz alleine spielen! Haha! Ohne Zögern steht die ganze Kirche zum Schlussapplaus auf und alle Musiker werden noch einmal mit einem Blumengruß bedacht. Ich bin froh, dass ich in etwas egoistischer Manier Wolfgang vom Ausharren bis zum Schluss überzeugen konnte und dass die Rückfahrt nach OWL trotz der verspäteten Abfahrt so reibungslos geklappt hat.

Biographie der Künstler-Solisten / Zur Vergrößerung in das Foto klicken..!!

Während ich mit offenen Fenstern und dem angenehmen Windzug aufs Gaspedal trete, bin ich dankbar für diesen super Tag, für das Treffen mit Wolfgang, den warmherzigen Umgang der Gemeinde mit ihren Konzertbesuchern, für die Sonne und auch die große Kunst. Danke auch an Volker für die Be- und Verarbeitung meiner E-Mails. Wir haben kräftig Werbung für unseren Blog gemacht.

„Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit“ Friedrich Schiller

TIPP: Im Rahmen der Ruhrpottkantaten tritt das Orchester „Le Chardon“ am 06.06.10 in der Petrikirche in Mülheim (Brich dem Hungrigen Dein Brot) auf.

„Momente der Ewigkeit“ Bach-Kantate BWV 192


Gewinnt der, der rast – oder:  Beachte, dass diese Dank-Kantate ‚per ogni tempo‘ geeignet ist.

Nomen est omen!!! Eine Kantate mit der Bestimmungsangabe ‚zu jeder Zeit geeignet‘ hat es nicht so eilig. So kommt erst jetzt mein Bericht der  Kantaten-Reise an die Ruhr und dem Treffen mit Claudia.

Sonntagmorgen stöberte ich im Bücherdorf :

Langenberg (bei Velbert) info@buecherstadt-langenberg.de

in den Kisten des Büchermarkts. Nachdem ich alle meine Bücher-Such-Rundgänge erledigt hatte, konnte ich mich wieder musikalischen Themen widmen. Wer kommt da mit dem Sportrad zum verabredeten Treff mit Adamo an‘s Bücher-Cafe gesaust:  Claudia-, allen blog-Teilnehmern bestens bekannt durch ihre spritzigen Berichte der Kultur-Events von der Ruhr. Natürlich tauschten wir uns zuerst über einige Themen unseres Gardiner-blogs aus. Doch dann wurde es für uns Zeit.

Bach-Kantate in der Christus-Kirche Gelsenkirchen-Buer-Beckhausen

In rasender Autofahrt erreichten wir-, dank den über Handy-Kontakt mit Claudias Mann gesteuerten Weg-Weisungen-,  rechtzeitig den Aufführungsort Christus-Kirche Gelsenkirchen – Buer. Zuvor stellte mir Claudia  noch  das futuristische Enseble der Zeche Zollverein vor. Gerne fuhr ich zum Ausblick über das Ruhrgebiet die gigantische Rolltreppe zur Zeche hoch. Wenn schon Ruhr, dann Ruhr kompakt. Ich schnupperte in eine längst vergangene Arbeitswelt.

Weiter ging‘s.  Stimmt es doch? Wer rast, sitzt vorne !!!  Könnte man meinen, denn wir bekamen noch Plätze in der ersten Kirchen-Bank.

Die Bach-Kantate BWV 192 war natürlich unser musikalisches Magnet. Das übrige Programm enthielt aber noch Überraschungen bereit:

Samuel Scheidt-Motette ‚Komm Heiliger Geist‘ zum Einsingen, Bach-Motette BWV 230 ‚Lobet den Herrn‘ als vorgeschaltetes Juwel, dann Bach-Kantate BWV 192, – Pause-  Danach Orchestermusik vom Feinsten: eine Händel Sopran-Solokantate vom ‚Gespräch einer Nachtigall mit einer Verehrerin im Mondschein‘ (genannt: Il Pensioroso); ein Flötenkonzert und als Krönung dann das 5.Brandenburgische Konzert BWV 1050.

Christus Kirche-Buer-Beckhausen Blick vom Eingangsbereich durch den Mittelgang bis in den Altarraum

Es war  nicht unbedingt ein Fauxpas, wenn die Kantorin nach dem furiosen Eingangschor der Kantate zunächst einmal Halt  machte. Dem erstaunten Publikum wurden von der Pfarrerin einige musikalische Aspekte und werkgeschichtliche Hintergründe aufgezeigt. Auch aus dem Orchester und von den Solisten (Sopran und Bass) hörte man verstehend einige Musikbeispiele, bevor es richtig los ging. Die gesamte Bach-Kantaten-Reihe firmiert ja unter dem Oberthema ‚Momente der Ewigkeit‘ So waren auch einige nachdenkenswerte Impulse zum Thema ‚Dankbarkeit‘ nicht fehl am Platze.

Wir bekamen den Eingangschor also zweimal geboten und verstanden einfach mehr:

Zu diesem Mehrwert gehörte:

Deutlicher konnte man  musikalische Themen und Aufbau verfolgen.

Das packte alles ein kleiner,  mit bis höchstens fünf SängerINNEN (nur 2 Tenöre) in jeder Stimme besetzter junger ad-hoc-Chor (Ensemble Lorica Vitae), der diszipliniert und mühelos mit klaren, reinen Stimmen das polyphone Gefüge beherrschte .

Eine handfeste, mitschwingende Kantorin, die ihrem Chor klare  Einsätze gab und einen abgerundeten Leitungs-Stil pflegte.

Ein sich steigerndes Programm, dass dem Chor Gelegenheit bot, viele Facetten seiner Möglichkeiten aufzuzeigen.

Ein Barockorchester Le Chardon, das eigene Akzente setzte.

Eine erfrischende Pause, in der man mit den Ausführenden in’s Gespräch kommen konnte und ein leckeres Büffet bereitstand. Dafür sangen wir in der Gemeinde auch gerne das der Kantate zu Grunde liegende Kirchenlied ‚Nun danket alle Gott‘ (Martin Rinckart um 1630) mit. Einfach köstlich-, Gott und sein Bodenpersonal in der Christuskirche versorgten uns an diesem Abend in  zuerst Seele und dann Leib.

Nach dem Konzert gings zurück ganzheitlich gesättigt zum Essener HBF, an dem mich Claudia absetzte. Und dank eines ICE, den mich  ein großzügiger Schaffner ohne Aufschlag benutzen ließ,  war ich ‚in rechter-guter Zeit‘ zu Hause.

Was hatte ich gelernt? An einer Bach-Kantate mit der Bezeichnung ‚ogni tempo‘ kann man sich gut ausrichten: man mag sich zwar verfahren und zur Kantate hinrasen, doch bekommt Platz noch in der ersten Reihe. Das Konzert dauert länger als eingeschätzt, aber in der Pause gibt’s zur Entschädigung Sekt und Gespräche. Unbezahlt fahr ich im ICE komfortabel, ohne in die Nacht zu kommen, bin ich zu Hause.

Darum heißt für mich ab  vergangenem Sonntag ‚Ogni tempo‘: keine Hetze,  klappt alles, erfülltes Wochenende.  Nomen est Omen

P.S. ‚Momente der Ewigkeit‘. Im Gespräch mit Claudia kam uns die Idee, anläßlich des Konzertes dieser Reihe in Hamm  am  27.6. 18 Uhr ein kleines blog-Treffen auf die Beine zu stellen. ‚Freue Dich, erlöste Schar‘ wäre dann unser Motto !!! (vgl. BWV 30).

Gruß Adamo

Geistliche Chormusik u.a. vom Bückeburger Bach – Johann Christoph Friedrich Bach


Bückeburger Bach - Johann Christoph Friedrich Bach

Vorgestern erhielt ich die CD mit „Geistlicher Musik der Bach-Familie“ darin enthalten von dem Bückeburger Bach „Johann Christoph Friedrich Bach“eine Motette es ist eine filigrane CD vom Label: Conventus Musicus – in 1992 veröffentlicht, und möchte sie unbedingt weiterempfehlen.

Auf der CD ist u.a. die dreiteilige Motette: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ vom Bückeburger Bach  enthalten und entstand im Jahr 1780 oder 1781 in Bückeburg. Es ist eine vierstimmige Motette und entwickelt sich aus dem aufsteigenden Dreiklang des „Wachet auf“ eine kunstvoll-virtuos gearbeitete Introduktion. Den Hauptteil des Satzes bildet eine Choralbearbeitung nach dem Vorbild der alten thüringischen Cantus-firmus-Motette, mit der Liedmelodie im Sopran, bevor am Ende des Satzes die Introduktion in verkürzter Form noch einmal zurückkehrt. Beinahe unverändert übernimmt Johann Christoph Friedrich nun den Schlusschoral im 3. Satz aus der Kantate BWV 140 seines Vaters und führt die Schlußzeile „des sind wir froh…“ in einem eigenen freien Fugato weiter, ohne jedoch die tonale Grundebene noch einmal zu verlassen.

Cover: Bach-Familie Geistliche Musik

CD-Inhalt:

Bach, Johann Christoph (1642-1703) • Sei getreu bis in den Tod
Bach, Joh. Christoph Friedrich (1732-1795) • Wachet auf, ruft uns die Stimme!
Bach, Johann Michael (1648-1694) • Sei, lieber Tag, willkommen (zu Neujahr)
Bach, Johann Michael • Unser Leben währet siebenzig Jahr
Bach, Johann Christoph • Ich lasse dich nicht
Bach, Johann Sebastian (1685-1750) • Kyrie eleison, Christe du Lamm Gottes BWV 233a F-dur
Homilius, Gottfried August (1714-1785) • Der Herr ist mein Hirte
Ich will den Herren loben allezeit • Sehet, welch eine Liebe
Selig sind die Toten • Unser Vater in dem Himmel

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Bestell-Nr.:

CD CM 1030   für  Euro 12,90 zuzüglich 3 Euro für Versand.

Bestellungen bitte direkt an:
Conventus-Musicus
Postfach 68
97335 Dettelbach

Tel.: 09321-9243986

oder per
E-Mail:

cm@conventus-musicus.de

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Symbol für eine Hörprobe

Eine Hörprobe von Johann Christoph Friedrich Bach (Bückeburger Bach) Satz drei „Gloria sei dir gesungen“ aus der Motette: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ füge ich nachstehend bei:

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Impressionen zur Vokalgruppe „IL CONCERTO PICCOLO München, zur Vergrößerung in das Foto klicken:

Historie zu IL Concerto Piccolo

Besetzungsliste von Il concerto ciccolo München

Ensemble Il concerto piccolo München während der Aufnahme in München

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Ich möchte allen noch einmal zur Erinnerung den Beitrag; „Auf den Spuren des Bückeburger Bach – Johann-Christian-Friedrich Bach“  – hinweisen.

Link:  https://meinhardo.wordpress.com/2009/09/25/auf-den-spuren-des-buckeburger-bach-johann-christoph-friedrich-bach/

Grüße

Volker

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Schallplattenkritikpreis 2009 an Prof. Gerhard Weinberger in der HfM Detmold am 31.1.2010 überreicht


Hallo,

ein Sonderkonzert der Extra-Klasse erklang in der Konzerthalle der HfM –  „Hochschule für Musik“ in Detmold. Der Anlass war die Verleihung des „Jahrespreises der Deutschen Schallplattenkritik 2009“ an den Dozent für Kirchen- und Orgelmusik an der HfM in Detmold – und Organist „Professor Gerhard Weinberger“.

Konzerthalle der HfM in Detmold

HfM-Detmold_Sonderkonzert Prof Weinberger

Orgelwerke an der Klais-Orgel im Konzerthaus der HfM Detmold

Das Konzerthaus war leider nur bis zur Hälfte gefüllt, aber das Programm hatte es in sich:

HfM Detmold das Sonderprogramm-Weinberger-Preisverleihung

Ein absoluter Höhepunkt waren die zwei Motetten: „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ BWV 226 und „Singet dem Herrn ein neues Lied“ BWV 225 für zwei vierstimmige Chöre und Continuo von J.S. Bach, vorgetragen von dem „Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie der HfM Detmold“. Ein beseelender Vortag gelang den 20 jungen Vokalsolisten/innen, das war eine Freude, ihre ausgefeilte Gesangs-Kultur erleben zu können zumal die Akustik der Thomaskirche Leipzig im Nachhall nachempfunden wurde. Der Leser reibt sich verwundert die Augen, – Thomaskirche-Nachhall? – Aber das ist in der modernsten Konzerthalle weltweit mit der „Wellenfeldsynthese“ möglich..!! Die zwei Motetten waren ein konzertanter Genuss, überragend sind die Bässe zu benennen, was für ein stimmlich vollendetes Volumen war da zu hören, so manch bekanntes Vokalensemble würde vor Neid erblassen. Dem Leiter dieser jungen Truppe gehört ein Sonderlob, Prof. Gerhard Weinberger hat sie stimmlich fantastisch zu einem homogenen Vokal-Ensemble ausgebildet, es erklang eine Gesangs-Kultur auf hohem Niveau.

Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold. Leitung Prof. Gerhard Weinberger

Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold. Leitung Prof. Gerhard Weinberger.

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Das Konzerthaus der Detmolder HfM verfügt nun über einen weltweit einzigartigen Raumklang: 325 programmierbare Lautsprecher können alle Arten von Raumakustik im Konzerthaus reproduzieren und modifizieren.

Informationen zur Wellenfeldsynthese. Nähere Angaben dazu über PDF nachstehend:

pdf Konzerthaus der HfM Detmold.pdf

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In der Programmfolge wurden drei Orgelwerke von J.S. Bach und Max Reger durch Prof. Gerhard Weinberger an der Klais-Orgel zu Gehör gebracht. Es ist immer ein Genuss, diesem fantastischen Orgel-Professor zuhören zu können, er zelebriert Bach in unnachahmlicher Manier, Das Orgelwerk von Reger: „Phantasie & Fuge über B_A_C_H op.46 – war ebenfalls ein Höhepunkt einer gekonnten Wiedergabe – wieder war die Wellenfeldsynthese ein hilfreicher Partner für die zu hörenden Orgelwerke.

An der Klais-Orgel Prof. Gerhard Weinberger mit dem Orgelwerk von Max Reger "Phantasie und Fuge über BACH op.46" assistiert von seiner Gattin Beatrice-Maria Weinberger

Nun erfolgte die eigentliche Ehrung: Überreichung „Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2009“ durch den Verband der Deutschen Schallplattenkritik – Herrn Ludolf Baucke.

Der Preis wurde aufgrund seiner Gesamt-Einspielungen der Orgelwerke von J.S. Bach verliehen. Diese Einspielungen stehen in nahezu jeder Hinsicht einzigartig da. Sie umfasst zum einen nicht nur den etablierten Werkkanon, sondern stellt auch zahlreiche Kompositionen – „zweifelhafter Echtheit“ erstmals zur Diskussion. Zum zweiten sind nahezu ausschließlich Instrumente aus Bachs Wirkungskreis in „Thüringen und Sachsen zu hören – neben den Silbermann-Orgeln in Freiberg und Dresden auch vergessene Kleinode, wie etwa aus Mechterstädt und Büßleben (ergänzt durch Instrumente aus Trondheim, Groningen und Grauhof). Zum dritten ist es die stilistische und aufnahmetechnische Souveränität, mit der Gerhard Weinberger und das Label cpo in mehr als zwölf Jahren eine Referenz-Einspielung für das 21. Jahrhundert geschaffen hat.

Aufgrund der exzellenten Tonqualität der Orgel-CD-Aufnahmen, wurde der Toningenieur Herr Prof. Dr. Werner Czesla ebenfalls mit dem Schallplattenkritik-Preis geehrt.

Auszeichnungen an Prof. Gerhard Weinberger und an den Toningenieur Prof. Dr. Werner Czesla

Professor Tomasz Adam Nowak ehrte den Preisträger im Rahmen des Sonderkonzertes mit einer ausgelassenen Eigen-Orgelimprovisation über das Thema B-A-C-H . Das Publikum war schier aus dem Häuschen und dankte mit frenetischen Applaus dem Orgel-Professor für eine grandiose Vorführung an der Klais-Orgel.

Organist: Professor Tomasz Adam Nowak

Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold

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Die Gesamt-Einspielungen der Orgelwerke von J.S. Bach sind bei jpc mit Hörproben erhältlich.

22 CD’s für 49,99 EURO

Cover: Gerhard Weinberger Orgel Gesamt-Einspielung J.S.Bach

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jpc -Bestellung mit Hörproben  Link:  H i e r – klicken..!!

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Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold. Leitung Prof. Gerhard Weinberger.

Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold-Leitung G.Weinberger

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Die sechs Motetten von J.S. Bach – CD – Einspielung von Gerhard Weinberger und den Deutschen Bach-Vocalisten.

Cover J.S.Bach Die sechs Motetten G.Weinberger

Die CD ist über meine Partner-Seite für 5,04 € zu beziehen:

Link:   h i e r – klicken..!!

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Hörprobe:

BWV 225 Bach-Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“

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Es war ein Konzert als Sonntags-Matinee der Extra-Klasse, besetzt mit hervorragenden Organisten und ein profundes Vokal-Ensemble – alles klingt in mir noch prächtig nach, trotz der Schneemassen hat sich der kurze Anfahrtsweg vollends gelohnt und wird nicht der letzte Besuch dieser prächtigen Konzerthalle gewesen sein.

Weitere Fotos sind in meinem Web-Album hinterlegt..!!

Link: h i e r – klicken…!!

Hier eine weitere PDF-Rezension:  h i e r –   klicken..!!

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Gruß

Volker

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Prof. Gerhard Weinberger – Sonderkonzert in der HfM in Detmold – Verleihung des Preises der „Deutschen Schallplattenkritik“ für 2009


Hallo Prof. Weinberger-Fans in OWL – hier ist ein Highlight…!!

Ein Sonder-Konzert  mit Prof. Gerhard Weinberger in der HfM in Detmold – Konzerthaus – am Sonntag, 31. Januar 2010 um 11:30 Uhr.

Konzerthaus der HfM in Detmold

Konzerthaus der HfM in Detmold

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Jahrespreis der Schallplattenkritik an Prof. G. Weinberger / Zur Vergößerung Flyer anklicken!!

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Johann Sebastian Bach: Sämtliche Werke für Orgel

Gerhard Weinberger an 23 historischen Orgeln

CDs bei cpo 777 363-2 (22 CDs; Vertrieb: jpc)

Diese Einspielung der Orgelwerke von Johann Sebastian Bach steht in nahezu jeder Hinsicht einzigartig da. Sie umfasst zum einen nicht nur den etablierten Werkkanon, sondern stellt auch zahlreiche Kompositionen „zweifelhafter Echtheit“ erstmals zur Diskussion. Zum zweiten sind nahezu ausschließlich Instrumente aus Bachs Wirkungskreis in Thüringen und Sachsen zu hören – neben den Silbermann-Orgeln in Freiberg und Dresden auch vergessene Kleinode, wie etwa aus Mechterstädt und Büßleben (ergänzt durch Instrumente aus Trondheim, Groningen und Grauhof). Zum dritten ist es die stilistische und aufnahmetechnische Souveränität, mit der Gerhard Weinberger und das Label cpo in mehr als 12 Jahren eine Referenz-Einspielung für das 21. Jahrhundert geschaffen haben.

Aus diesem Anlass wird Herrn Prof. Gerhard Weinberger der Jahrespreis der „Deutschen Schallplattenkritik 2009“ verliehen.

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Video-YouTube:

Johann Sebastian Bach (1685-1750) Chorale Prelude „Erbarm dich mein, o Herre Gott“ BWV 721 Gerhard Weinberger at the Treutmann organ in Grauhof bei Goslar, Germany

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Sonderkonzert anlässlich der Verleihung des Jahrespreises der „Deutschen Schallplattenkritik 2009“ an Prof. Gerhard Weinberger, Detmold am 31. Januar 2010.

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Motette „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ BWV 226 für zwei vierstimmige Chöre und Continuo – Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie, Leitung: Gerhard Weinberger

Begrüßung des Rektors – Prof. Martin Christian Vogel

Orgelmusik: Johann Sebastian Bach (1685-1750): Pièce d’Orgue G-Dur BWV 572 / Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Choralbearbeitung „Schmücke dich, o liebe Seele“ à 2 claviers et pédale BWV 654 (aus den „Leipziger Chorälen“) – Gerhard Weinberger (Orgel)

Max Reger (1873-1916): Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 – Gerhard Weinberger (Orgel

Preis der Deutschen Schallplattenkritik: Überreichung des Jahrespreises 2009 an Prof. Gerhard Weinberger – Ludolf Baucke (Vorsitzender des Jahresausschusses)

Improvisation über das Thema B-A-C-H – Tomasz Adam Nowak (Orgel) / Johann Sebastian Bach (1685-1750)

J.S. Bach – Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“ BWV 225 für zwei vierstimmige Chöre und Continuo – Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie, Leitung: Gerhard Weinberger

Eintritt frei

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Anfahrt zum Konzerthaus der HfM Detmold über Google-Maps

Link:  http://maps.google.de/maps?geocode=CTspdCIXZKAyFWdYGAMd61yHACFYPmlRNC-uuA&q=Konzerthaus&f=l&hl=de&dq=Konzerthaus+loc:+Detmold&sll=51.927143,8.871147&sspn=0.020404,0.037508&ie=UTF8&radius=0.8&rq=1&ev=zo&hq=Konzerthaus&hnear=&z=15

Lageplan der Gebäude und Räume der HfM Detmold unten:

Zur größeren Ansicht in den Lageplan klicken..!!

Zur Vergößerung reinklicken - Lageplan der Gebäude und Räume der HfM Detmold


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Hier geht es zur Biographie von Prof. Gerhard Weinberger:

Link:  https://meinhardo.wordpress.com/2008/01/19/biographien/

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Ich hoffe, dass ich Teilnehmer aus OWL am Sonntag, 31.1.2020 um 11:30 Uhr in Detmold für dieses Highlight antreffen werde und wünsche uns ein schönes Konzert mit Werken von J.S. Bach…!!

Grüße

Volker

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MDR-Figaro-Konzert aus Anlass des 20. Jahrestages des Mauerfalls am 9.10.2009


Hallo!

Ein Festkonzert wird am 9.10.2009 vom MDR aus der Nikolaikirche Leipzig gesendet.

Kurt Masur; Rechte: dpa

Kurt Masur dirigiert das Festkonzert in der Nikolaikirche

Fest zum 20. Jahrestag – MDR-FIGARO feiert mit

20 Jahre später, am 9. Oktober 2009 feiert FIGARO den endgültigen Durchbruch der Friedlichen Revolution mit einem Radiotag. Den ganzen Tag über werden Geschichten der Wendezeit erzählt, Historiker schildern die Ereignisse aus ihrer Fachsicht und Protagonisten von 1989 berichten von ihren Erlebnissen bei den bewegten Tagen. 

MDR-FIGARO ist auch beim 18:00 Uhr beginnenden Lichtfest vor Ort dabei, wenn sich der Innenstadtring in ein Lichtermeer aus zehntausenden Kerzen und künstlerischen Lichtinstallationen verwandeln soll. Weitere Höhepunkte des Tages sind der offizielle Festakt ab 11:00 Uhr im Leipziger Gewandhaus, das Friedensgebet um 17:00 Uhr in der Nikolaikirche sowie das Festkonzert ab 20:30 Uhr in der Nikolaikirche mit dem Gewandhausorchester unter Leitung von Kurt Masur und dem Thomanerchor unter Georg Christoph Biller.

Konzert-Programm: Freitag, 9.10.2009 – 20:30 Uhr bis 23:00 Uhr

Konzert

Ludwig van Beethoven: 
– Egmont-Ouvertüre f-moll op. 84 
– Romanze für Violine und Orchester G-Dur op. 40 
– Romanze für Violine und Orchester F-Dur op. 50

– Johann Sebastian Bach: „Fürchte dich nicht“, Motette BWV 228 
– Felix Mendelssohn Bartholdy: „Denn er hat seinen Engel befohlen über dir“ 
– Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Kurt Masur und Georg Christoph Biller
Live-Übertragung des Festkonzerts „20 Jahre Friedliche Revolution“ aus der Nikolaikirche Leipzig

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MDR FIGARO über Internet hören

Hörproben Das Online-Radio – MDR-Figaro – für Ihren Player

Link: Zum Livestream

Link:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/524774.html

Grüsse

Volker


Webnews

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Archiv-Beitrag: Zweifelhafte Autorenschaft für die Motette: BWV Anhang 159


Hallo zusammen,

@Alex hat eine interessante Anfrage an mich gerichtet, die ich hier wiedergeben möchte, es wird sicherlich auf großes Interesse stoßen, diese Motette von J.S. Bach: BWV Anhang 159; wurde nur teilweise in dem Braunschweiger Konzert vom Monteverdi Chor gesungen.

Die Anfrage lautet:

Hallo Volker,

wer steht denn im Programm als Komponist von Anh. III 159? Schmieder schwankt zwischen Johann Christoph Bach und Johann Christian Bach.
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Hierzu möchte ich der Allgemeinheit folgende Hinweise geben:

Im Programheft von Braunschweig sind folgende Angaben:

Johann Sebastian Bach, Motette: BWV Anhang 159

ich habe einmal bei Dürr nachgeschlagen, da ist leider eine Motetten-Angabe nicht aufgeführt, im Blog wird die Kantate BWV 157 “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn” genannt,

was ich für sehr problematisch halte, hier werden wohl Äpfel mit Birnen verglichen, die erste Strophe hat zwar den Text-Inhalt “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn” wie in der 1. Strophe der Motette BWV Anhang 159, aber die Kantate 157 wurde von Bach zu einem ganz anderen Anlass komponiert. Dass Bach auf bestehende Texte zurückgriff und kopierte ist bekannt.

Die Kantate BWV 157 wurde am 6. Februar 1727 in einem feierlichen Gedächtnisgottesdienst in der Pomßener Kirche, aus Anlass des verstorbenen Hof- und Appellationsrat “Johann Christoph von Ponickau”, aufgeführt. Die Texte der Kantate BWV 157 finden sich wieder in Picanders Gedichtsammlung. Ein ausgedehntes Trauergedicht auf (Picanders) eigenen Tod und unmittelbar anschließend den Text der Kantate: “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn…

Im Internet fand ich folgenden Hinweis: Die Apokryphen Motetten BWV Anhang 159-165

hier wird nur die 1. Strophe eingespielt “Ich lass dich nicht….

Die Motette könnte als Autorenschaft: Johann Sebastian Bach oder Johann Christoph Bach: “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn “Motette BWV Anhang 159″ zugeordnet werden können..

Der Autor Klaus Hofmann veröffentlichte in 2003 ein Buch über:

Johann Sebastian Bach. Die Motetten; Kassel , (Bärenreiter-Verlag) 2003

Der Hauptteil des Buches ist der ausführlichen Analyse von acht Motetten Bachs gewidmet. Zu den sechs bekannten zählt der Verfasser noch „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ (BWV Anh. 159) und „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“ (BWV Anh. 160). Diese Einbeziehung begründet er ausführlich und überzeugend.

Das Buch ist bei amazon erhältlich für 17,95 €

Ein PDF-Dokument füge ich zur weiteren Information bei:

Link: Informationen zum_BWV 225_ff

Diese vorgenannten Angaben sind Diskussionswürdig und bitte um Eure Kommentare ….

Grüße

Volker