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Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Sonntag: „Misericordias Domini“



In 1750 erstellt das Volbach Portrait J.S. Bach in seinem Sterbejahr 1750

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 08.05.2011 begehen wir den Sonntag: „Misericordias Domini“ 

Der Name des Sonntags „Misericordias Domini“ leitet sich vom Beginn der früheren lateinischen Antiphon ab: Misericordias Domini plena est terra. (Ps 33, 5;).
Der Sonntag Misericordias Domini wird durch das Evangelium vom Guten Hirten bestimmt. Der Hirte sorgt für seine Schafe, die ihm treu folgen. Gleichzeitig wird aber auch der Hinweis laut auf die „falschen Hirten“, die nur an ihren eigenen Vorteil denken. Entscheidend ist jedoch die Zusage Jesu, dass er als der gute Hirte sein Leben hingibt für die Schafe. Das bedeutet, dass wir umfassenden Schutz genießen und uns vor nichts zu fürchten brauchen, auch wenn es dunkel um uns wird.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag: Misericordias Domini

BWV 85   – „Ich bin ein guter Hirt“
BWV 104 – „Du Hirte Israel, höre“
BWV 112 – „Der Her ist mein getreuer Hirt“
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Im Radio Live: „Bach-Kantate“

WDR3

Sonntag, 08.05.2011 von 09:05  – 10:00 Uhr

Livestream-Link: http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

Johann Sebastian Bach 

Ich bin ein guter Hirt, BWV 85
Kantate zum Sonntag Misericordias Domini
für Soli, Chor, 2 Oboen, Violoncello piccolo, Streicher und Basso continuo
Gerlinde Sämann, Sopran / Petra Noskaiová, Alt / Christoph Genz, Tenor /
Jan van der Crabben, Bass
La Petite Bande
Leitung: Sigiswald Kuijken
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/ YouTube: BWV 85 – „Ich bin ein guter Hirt“


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Kantaten-Beschreibung zum BWV 85  – BWV 104 und BWV 112 von „Sir John Eliot Gardiner“ ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt!

Bach nähert sich 1725 dem gleichen pastoralen Gelände auf einem anderen Weg. BWV 85 Ich bin ein guter Hirt ist die dritte von drei Kantaten an aufeinander folgenden Festtagen (die anderen sind BWV 6 und 42), die eine in sich geschlossene Folge bilden, und jede ist eine neue Antwort auf die wachsende Sorge der Jünger, damals und heute, wie das Leben in einer Welt ohne die körperliche Präsenz Jesu zu bewerkstelligen sei. Allen drei Kantaten liegen zeitgenössische, Themen aus dem Johannesevangelium verarbeitende und vermutlich von einem einzigen Autor stammende Texte zugrunde, die Bach im Jahr zuvor zusammengestellt und für seinen ersten Leipziger Jahrgang 1723/24 vorgesehen hatte.

Diesen Zyklus musste er zurückstellen, vielleicht weil die Vollendung der Johannespassion für Karfreitag 1724 seine Kräfte übermäßig beanspruchte und ihn nötigte, bei einigen der in diesem Jahr für die Zeit nach Ostern bestimmten Kantaten auf bereits vorhandenes Material zurückzugreifen. Die Kantate BWV 85 ist der Höhepunkt dieser Untergruppe, die Jesus als guten Hirten in den Mittelpunkt stellt und die Macht des Beschützers mit der Freundlichkeit des Freundes vereint. ‚Ich bin ein guter Hirte, ein guter Hirt lässt sein Leben für die Schafe’, dieses berühmte Zitat aus dem Johannesevangelium, leitet das Werk ein, als Arioso für Bass gesetzt.

Die vierundvierzig Takte erweitern auf faszinierende Weise zwei im Keim angelegte Themen, die beide im allerersten Takt zu hören sind, und während das eine zu einer versonnenen, lyrisch gestalteten Oboenmelodie erblüht, erscheint das andere zunächst im Continuo, später in der ersten Phrase des Sängers. In der Weise, wie die gehaltene Note der Oboe sich ihrer selbst besinnt und dann aufblüht, die Violinen zu einer Antwort auffordernd, verweisen melodische Gestaltung und Tonart auf den langsamen Satz in Bachs Doppelkonzert BWV 1060 in c-moll. Die vorherrschende Stimmung ist kontemplativ, nicht bukolisch im eigentlichen Sinne, eher die musikalische Entsprechung zu einer Umarmung, doch von Traurigkeit umhaucht.

In der Meditation über Christus als guten Hirten ist das Violoncello piccolo, das Bach als obligates Instrument für die sich anschließende Alt- Arie in g-moll (Nr. 2) vorschreibt, eine geniale Entscheidung. Man wüsste so gern, ob er dieses spezielle, kleinere Cello (mit E als oberster Saite) einsetzte, weil das Instrument und/oder einer seiner besonders talentierten Exponenten zufällig vorhanden war(en), oder ob er selbst die Initiative ergriff und es in voller Absicht als zentralen poetischen Bedeutungsträger seiner Ausdeutung der für dieses Frühjahr 1725 vorgesehenen Kantaten zugrunde legte (er verwendet es fünfmal in den fünfzig Tagen zwischen Ostern und Pfingsten).

Wie es auch immer gewesen sein mag, dieses besondere Instrument scheint mit seinem wehmütigen Tenorklang die Herzen der Hörer so zu bewegen, wie es sonst nur zwei anderen Lieblingsinstrumenten Bachs und in nicht unähnlichen Situationen gelingt, der Viola d’amore und der Oboe da caccia. Man spürt, dass dieser mantraähnliche Klang den ‚Schafen’ die Zuversicht gibt, gegen jeden Viehdieb, Wolf, Fuchs oder Menschen gerüstet zu sein. Wie in BWV 6, das dreizehn Tage zuvor zu hören war, verwendet Bach die viersaitige Version des Violoncello piccolo mit seinem besonderen ‚Schein’, um zwischen Vokalsolisten und Continuo sowohl im Tonbereich als auch harmonisch zu vermitteln. In diesen beiden Kantaten scheint das Instrument die persönliche Beziehung des Gläubigen zu Jesus theologisch auszudeuten, es liefert ein Element der Stabilität in einer Welt zunehmender Dunkelheit (BWV 6) und fungiert als Symbol für die liebenden, schützenden ‚Arme’ des guten Hirten (BWV 85).

Als nächstes folgt eine Choralvertonung des 23. Psalms in der Übersetzung von Cornelius Becker, in der sich die Stimmen zweier Oboen zu einer kunstvoll gestalteten Invention verweben – in der Wirkung die Textur einer Triosonate, da der Continuo die behutsam ornamentierte Melodie des Soprans umfängt. Im einzigen Rezitativ der Kantate (Nr. 4) wendet sich der Tenor an Jesus als den Oberhirten, der eingreifen muss, ‚wenn die Mietlinge schlafen’, um seine Herde zu retten – das Stichwort für abrupte Streicherarpeggien in Gegenbewegung, während der ‚Höllenwolf’ (oder Satan) einzudringen sucht. Es nimmt bereits das Rezitativ der Matthäuspassion vorweg, wo Jesus, mit seinen Jüngern am Ölberg angekommen, an die Prophezeiung erinnert, in der es hieß: ‚Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen’.

Der seelenvollste Satz der Kantate ist die sich anschließende Tenor- Arie in Es, ‚Seht, was die Liebe tut’, ein weiterer Hinweis auf die Matthäuspassion und die wunderbare Alt-Arie ‚Sehet, Jesus hat die Hand’ in der gleichen Tonart, Inbegriff der Liebe des Hirten, die sich am Kreuz offenbart, wenn Jesus mit seinen ausgestreckten Armen den Sündern eine Zuflucht bereithält, um die Gläubigen wie ‚verlass’ne Küchlein’ bei sich aufzunehmen. Mit ihrer reichen, fließenden Melodie und dem sanft wiegenden Rhythmus bietet diese Arie, in der die ersten vier Silben mit einer einzelnen wiederholten Note vom Sänger ‚festgenagelt’ werden, das komplementäre Bild von Schafen, die ‚fest eingeschlossen’ und ‚in zarter Hut’ des Hirten sind, der ‚am Kreuzesstamm für sie vergossen sein teures Blut’.

Diese thematischen Bezüge zur Matthäuspassion sind zu eng, um zufällig zu sein: Ihre Musik, die er zwar nicht rechtzeitig bis Karfreitag vollendete, war in der Vorosterzeit 1725 Bachs Gedanken nie fern, hatte er doch ursprünglich geplant, sie als Juwel in die Mitte seines zweiten Kantatenjahrgangs zu stellen, als Pendant zu seiner Johannespassion des vorangegangenen Jahres.

© John Eliot Gardiner 2007 Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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/ YouTube: BWV 104 – „Du Hirte Israel, höre“


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/ YouTube: BWV 112 – „Der Herr ist mein getreuer Hirt“


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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen:  h i e r  zum Download als PDF 

  Künstler-Beitrag: Katharina Arfken, Oboe  / Künstler-Beitrag Katharina Arfken  als PDF

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Link: Bach-Kantaten:

CDs – SDG 131 Vol. 23

BWV 85 – „Ich bin ein guter Hirt“ Gardiner Pilgrimage CD 131

Vol.  23 – CD  2

BWV 104 – „Du Hirte Israel, höre / Gardiner Pilgrimage CD 131

Vol. 23 – CD 2

BWV 112 – „Der Herr ist mein getreuer Hirt / Gardiner Pilgrimage CD 131

Vol. 23 – CD 2

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Ich wünsche allen Besuchern einen sonnenreichen Sonntag!

Grüsse

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Sonntag: Quasimodogeniti


J.S. Bach-Denkmalin Eisenach

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Liebe Bach-Freunde !

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Nach den Veröffentlichungen der

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BWV als PDF-Download im Blog 

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stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

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„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

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eine Hör- oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

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Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind sehr ergiebig.

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Am 01.05.2011 begehen wir den Sonntag „Quasimodogeniti“ 

Der Name des Sonntags Quasimodogeniti leitet sich vom Beginn der früheren lateinischen Antiphon ab: Quasi modo geniti infantes, Halleluja, rationabile, sine dolo lac concupiscite. (1. Petr 2, 2; deutsch: Wie die neugeborenen Kindlein seid begierig nach der vernünftigen, lauteren Milch).
Der Sonntag Quasimodogeniti erinnert uns an die neue Geburt, die wir „durch Wasser und Geist“ erfahren, d.h. den Anfang eines neuen Lebens in Christus, nach unserer physischen Geburt. Die Perikopen haben aber, mit Ausnahme der Epistellesungen, nur wenig damit zu tun. Die Evangelien erzählen weiter von dem Geschehen nach Ostern.

Auch der Sonntag Quasimodogeniti steht ganz unter dem Zeichen des Osterfestes. Die Geschichte von Thomas führt uns unseren eigenen Wunsch vor Augen, Jesus zu sehen. Aber: selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Die große Gnade ist, dass wir durch Jesus Christus völlig neu geboren sind und die Verantwortung, die Gott uns Menschen übertragen hat, selbst wahrnehmen können, ohne von unserer Schuld erneut gefangengenommen zu werden.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag „Quasimodogeniti“

 BWV 42 – „Am Abend aber desselbigen Sabbats“ / 

BWV 67 – „Halt im Gedächtnis Jesum Christ“

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Im Radio Live: „Bach-Kantate“

WDR3

Sonntag, 01.05.2011 von 09:05  – 10:oo Uhr

Live-Stream: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.asx

oder: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.m3u


Johann Sebastian Bach:

„Halt im Gedächtnis Jesum Christ“, BWV 67, Kantate am Sonntag Quasimodogeniti für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo; Elisabeth von Magnus, Alt; Gerd Türk, Tenor; Klaus Mertens, Bass; Amsterdam Baroque Choir and Orchestra, Leitung: Ton Koopman

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/ YouTube: BWV 42 Am Abend aber desselbigen Sabbats“

 

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Kantaten-Beschreibung zum BWV 42  von „Sir John Eliot Gardiner“ ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt!

Im folgenden Jahr, 1725, fand Bach in der Kantate BWV 42

„Am Abend aber desselbigen Sabbats“ zu einer völlig anderen Lösung. Er gab den Anfang des Textes aus dem Johannesevangelium nicht dem erschöpften Chor, sondern einem Tenor – als Evangelisten. Seiner Lesung geht eine ausgedehnte Sinfonia voraus, die einem concerto a due cori ähnelt – Streicher sind gegen Holzbläser gesetzt (zwei Oboen und Fagott). Es mag zwar verlockend sein, hinter Bachs Entscheidung für eine instrumentale Ouvertüre eine ausdeutende theologische Absicht zu sehen – Eric Chafe ist zum Beispiel der Meinung, sie lege die Interpretation nahe, der auferstandene Christus erscheine inmitten seiner besorgten Jünger –, sie stammt jedoch in Wahrheit aus einer verschollenen Serenata zum Geburtstag des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen (BWV 66a). Sie ist ein weiteres Beispiel für jene Stücke, in denen Bach vorhandenes weltliches Material parodiert, und man stellt sich die Frage, ob er die doppelte Zweckbestimmung von Anfang berücksichtigt hatte oder ob er sie, da er genau erkannte, auf welch vielfältige, doch durchaus geeignete Weise sich vorrätiges Material verwerten ließ, aus der untersten Schublade hervorholte, als ihm der Gedanke kam, dass sie für die geplante Kantate zu gebrauchen sein könnte.

Freie Instrumentalmusik ist jedoch die eine Sache: Ob sie einen subjektiven Stempel trägt, der eine bestimmte Interpretation nahe legt, lässt sich weder beweisen noch widerlegen. Eine andere Sache ist Musik, der ein Text unterlegt ist. Ich konnte keinerlei Anzeichen dafür entdecken, dass sich in der Alt-Arie Nr. 3 ‚Jesus  ́inmitten’ einer aufgewühlten Welt’ befindet (wieder Chafe), und hätte es auch nicht in einer Musik erwartet, deren Originaltext (ebenfalls aus der Köthener Serenata) mit den Worten beginnt: ‚Beglücktes Land von süsser Ruh und Stille! / In deiner Brust wallt nur ein Freuden-Meer’. Doch fand ich sie, manchen pastoralen Stücke Rameaus vergleichbar, bei unserer ersten Aufführung unerträglich qualvoll und traurig, sehr viel heiterer und trostreicher bei der zweiten. Vielleicht sind diese beiden subjektiven Eindrücke weniger widersprüchlich, als es zunächst den Anschein haben mag. Könnte es sein, dass Bachs eigene schmerzvollen Erfahrungen und enttäuschenden Erlebnisse dieser Gelassenheit zugrunde liegen, mit der er die Macht des Gebetes und der Vergebung akzeptiert: ‚Wo zwei und drei versammlet sind’ und (im B-Teil) ‚Denn was aus Lieb und Not geschicht, / das bricht des Höchsten Ordnung nicht’?

Bach setzt in die Mitte dieser Kantate einen Choral, um die Verletzlichkeit des ‚Häuflein klein’ in einer feindlich gesinnten Welt zu betonen, verbirgt ihn jedoch fast vollständig in den instrumentalen (und gelegentlich vokalen) Linien. C. H. Terry hat einmal die Vermutung geäußert, das merkwürdig bukolisch klingende Fagottobligato sei dazu bestimmt, eine Choralmelodie zu begleiten, ‚die eigentlich überhaupt nicht erklingt’, was zu der Vermutung führen könnte, dieser Kunstgriff drücke das ‚Verborgensein’ der Kirche in der Welt aus. Ein solcher Eindruck scheint sich im Bass-Rezitativ (Nr. 5) zu bestätigen, wo mitgeteilt wird, Jesus sei seinen Jüngern ‚zum Zeugnis, dass er seiner Kirche sein will’,plötzlich erschienen.

Bach leitet in den letzten wenigen Takten zu einem animoso über, wo die gesamte Continuogruppe (Cello, Violone, Fagott, Cembalo und Orgel) die Absicht zu haben scheint, den wütenden Feind in den unergründlichen Schlund zu stoßen –, und dies ebenso über eine weite Strecke der abschließenden Arie in A-dur (Nr. 6). Der Bass-Solist feiert unterdessen die Macht des Lichts, das die Finsternis überwindet: Jesus als ‚ein Schild der Seinen, wenn sie die Verfolgung trifft’, ist der Garant dafür, dass ihnen ‚die Sonne scheinen’ wird. Whittaker verwies auf die ‚in Terzen leuchtenden’ Violinen, die uns diese Sonne ‚mit der güldnen Überschrift’ schildern, und sie lenkten meinen Blick auf das mit Gold verzierte ‚SDG’ auf der Kanzel.

Bach hat diesen Abschnitt für zwei Violinstimmen vorgesehen, in die sich die vier ersten Violinen teilen, zwei pro Part. Nach außen hin schien er so wenig überzeugend, dass wir ihn als ganz normale Triosonate aufzuführen versuchten (zwei Violinen pro Part lassen sich viel schwieriger harmonisch verbinden als eine oder drei). Es klang gut, aber nicht mehr; daher experimentierten wir mit drei Instrumenten pro Part, die wir antiphonal gegeneinander setzten. Schließlich kehrten wir wieder zu der ursprünglichen Aufteilung zwei Stimmen pro Part zurück – und diese beweist natürlich, dass Bach genau wusste, was er wollte. Der abschließende Choral enthält Luthers Version von Da Pacem, Domine, die dieser Johann Walthers Gebet um ‚Fried und gut Regiment’ geschickt aufgepfropft hat.

© John Eliot Gardiner 2007 Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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/ YouTube: BWV 67 „Halt im Gedächtnis Jesum Christ“


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Kantaten-Beschreibung zum BWV 67  von „Sir John Eliot Gardiner“ ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt!

Zwanzig Jahre sind ins Land gegangen, und wir betreten mit BWV 67

„Halt im Gedächtnis Jesum Christ“ eine andere Welt. Schon in der wunderbaren Choralfantasie mit corno da tirarsi, Flöte und zwei Oboen d’amore, die das Werk einleitet, durchpulst rhythmische Kraft die an Einfällen überreiche Musik. Offensichtlich machte sich Bach viele Gedanken über die Anlage dieser eindrucksvollen Kantate, die erste einer Folge von fünf bis hin zum Pfingstsonntag – fast ein Minizyklus innerhalb seines ersten Leipziger Jahrgangs 1723/24, den er zweifellos in aller Eile zusammenstellte, nachdem ihn die Komposition der gewaltigen Johannespassion über die Maßen beansprucht hatte. Seine Absicht ist es, die Verwirrung und den Wankelmut der Jünger Jesu zu schildern, ihre Hoffnungen, die mit der Kreuzigung zunichte gemacht worden waren, und die Spannung aufrechtzuerhalten zwischen Thomas’ berechtigten Zweifeln und der unerlässlichen Notwendigkeit, am Glauben festzuhalten (‚halt’, fordert das Horn in einer lange gehaltenen Note im Anfangschor, ‚im Gedächtnis Jesum Christ’).

So wie sich selbst eine ausgeglichene, vergnügte Gavotte für Tenor, Oboe d’amore und Streicher (Nr. 2) bereits in ihrem zweiten Takt aufsplittert – ‚Allein, was schreckt mich noch?’ – , wird Bachs Absicht deutlich, diese gegensätzlichen ‚Affekte’ nebeneinander zu stellen: hier der Zweifel, dort die Gewissheit, das Jesus auferstanden ist. Bach hält die Gemütsverfassung des verängstigten und verstörten Christen in einem Triptychon Rezitativ-Choral-Rezitativ (Nr. 3, 4 und 5) fest, wo der Soloalt den Chor auffordert, guten Mutes zu sein und den ikonenhaften Osterchoral ‚Erschienen ist der herrlich Tag’ anzustimmen. Als Höhepunkt der Kantate folgt eine dramatische scena, in der die Streicher einen Sturm entfachen, um das Wüten der Feinde zu schildern, die noch immer die Seele bedrängen. Mit einem Trick, ähnlich einer Überblendung im Film, lässt sie Bach in eine langsamere, behutsam punktierte Sequenz im Dreiertakt für die drei Holzbläser zerfließen.

Jesus erscheint plötzlich seinen Jüngern, die sich ‚aus Furcht für denen Jüden’ hinter verschlossener Tür verschanzt haben. Zwei gegensätzliche Stimmungen und Texturen wechseln einander ab. Der Chor aus Sopran-, Alt- und Tenorstimmen wird von den furioso ausladenden Streichern aufgesogen und lässt spüren, wie fremd sich die christliche Gemeinde in der gegenwärtigen Welt fühlt. Dreimal zügelt Jesus ihre Angst durch seinen Segensspruch ‚Friede sei mit euch!’. Bei seinem vierten und letzten Erscheinen verzichten die Streicher symbolisch auf ihre Funktion, Sturm auszulösen, und gleiten in die sanft wiegenden Rhythmen der Holzbläser, und so endet die scena friedlich. Der abschließende Choral von Jakob Ebert, ‚Du Friedefürst, Herr Jesu Christ’, würdigt den Erlöser als ‚starken Nothelfer im Leben und im Tod’.

© John Eliot Gardiner 2007 Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen:  h i e r  zum Download als PDF 

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  Künstler-Beitrag: Katharina Arfken, Oboe  / Künstler-Beitrag Katharina Arfken  als PDF


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Bach-Kantaten:

SDG 131 Vol. 23

CDs – SDG 131 Vol. 23

BWV 42 – „Am Abend aber desselbigen Sabbats“ Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol.  23 – CD  1

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BWV 67 – „Halt im Gedächtnis Jesum Christ“ / Gardiner Pilgrimage CD 131 Vol. 23 – CD 1

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Wünsche allen Besuchern einen schönen erholsamen Sonntag !

Grüße

Volker

Sir John Eliot Gardiner erhielt den französischen Verdienstorden „Chevalier de la Légion d’Honneur“


Sir John Eliot Gardiner in Frankreich ausgezeichnet.
Der Dirigent wird
„Chevalier de la Légion d’Honneur“

Wieder eine persönliche Auszeichnung für  Sir Gardiner, wie viele Auszeichnungen hat er mittlerweile in seinem Besitz, mir scheint, er ist der bestdekorierte Dirigent der Gegenwart.

Paris, 18.04.2011. Der Dirigent John Eliot Gardiner ist mit dem französischen Verdienstorden „Chevalier de la Légion d’Honneur“ geehrt worden. Diese 1802 gestiftete Ehrung ist die höchste Auszeichnung des französischen Staates. Gardiner werde für seine Verdienste um die französische Musik und seine Arbeit in Frankreich ausgezeichnet, wie der ehemalige Kultusminister Jean-Jacques Aillagon bei der Verleihung in Versailles bekannt gab. Im Zuge der Zeremonie wurde in Gardiners Namen auch ein Baum in den Schlossgarten gepflanzt. Gardiner hielt sich derzeit für eine Reihe von Aufführungen von Webers „Freischütz“ an der Opéra Comique in Paris auf.

Sir J.E. Gardiner war von 1983-88 Musikdirektor an der Opéra de Lyon, und ist ein großer Bewunderer der Französischen Musik ausgehend von Lully, Charpentier und Rameau über Berlioz zu Debussy, Fauré, Poulenc und Lili Boulanger (bei dessen Schwester Nadia studierte er als junger Mann in Paris).

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YouTube: Interview mit Sir Gardiner

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Video-Schätze auf YouTube mit Sir Gardiner:

Schubert The Great -1M (1/4) J.E.Gardiner Vienna Philharmonic

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Grüße Volker

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen: Musiker der Woche – Peter Harvey


Liebe Gardiner-Freunde!

Peter Harvey, englischer Bass-Bariton

Nun ist der erste Gesangs-Solist von Sir Gardiner in der Schweiz angekommen und verpflichtet worden und wird in einem Konzert im Mai 2011 bei der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen-Trogen mitwirken. Sein Name ist uns allen wohl bekannt: „Peter Harvey“ englischer Bass-Bariton ist als „Musiker der Woche“ von der J.S. Bach-Stiftung benannt worden.

Dazu heisst es auf der Webseite der J.S. Bach-Stiftung:

http://www.bachstiftung.ch/

MUSIKER DER WOCHE: PETER HARVEY
Der englische Bass Peter Harvey ist im Mai 2011 erstmals in Trogen zu hören.  Als Solist in Gardiners Bach Cantata Pilgrimage und in der künstlerischen Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten hat er sich einen bekannten Namen in der Musik vor allem des Hochbarock erarbeitet.  

Ausbildung / Werdegang

– Oxford University, Magdalen College
– Guildhall School of Music and Drama (Opernkurs)

Musikalische Höhepunkte

– Bach Cantata Pilgrimage 2000 (Sir J.E. Gardiner)
– Aufnahme: Winterreise (Linn Records)

Aktuelle Tätigkeiten

– Dirigent des Magdalena Consorts
– Internationale Auftritte als Bass-Solist mit weltberühmten Originalklang-Ensembles

Tonträger

– Aufnahme von mehr als 100 CDs

Internetseite www.peterharvey.com

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Mittlerweile sind zwei neue Bach-Kantaten von der J.S. Bach-Stiftung auf YouTube veröffentlicht worden und stelle sie hier mit ein und wünsche viel Spass..!!

(Aria duetto e corale) aus der Kantate BWV 185 („Barmherziges Herze der ewigen Liebe „), aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen. Solisten: Regina Kabis (Sopran) und Jens Weber (Tenor). Musikalischer Leiter: Rudolf Lutz.

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Dritter Satz (aria alto) aus der Kantate BWV 42 („Am Abend aber des selbigen Sabbats“), aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen. Solistin: Irène Friedli. Musikalischer Leiter: Rudolf Lutz.

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Grüße Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für „Karfreitag“ und „Ostern“


Wirkungsstätte von J.S. Bach "Thomaskirche in Leipzig"

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen der BWV als PDF-Download im Blog stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung. Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind sehr ergiebig.

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Am 22.4.2011 Karfreitag am 24. und 25. April 2011 begehen wir das „Osterfest“

Der Karfreitag (früher Parasceve genannt) wurde vermutlich schon von den ersten Christen begangen als ein Tag des Fastens und der Trauer. Er behielt diesen Charakter über die Jahrhunderte bei. Schon Tertullian (Ende des 2. Jahrhunderts) bezeugte die Einhaltung dieses Tages als großen Fastentag.
Die protestantische Kirchen aber haben zunächst nur teilweise den Karfreitag als Feiertag übernommen. Im 17. Jahrhundert erlebte er als Bußtag eine Renaissance, wobei er freilich seinen ursprünglichen Character verlor. Entgegen der früheren Praxis, an diesem Tag (als dem einzigen des Jahres) keinAbendmahl zu feiern, stand nun das Abendmahl im Vordergrund. Heute entwickelt sich die Feier des Tages wieder zu einer dem ursprünglichen Sinn angemessenen Praxis.

Am Karfreitag hören wir, wie der Sohn Gottes gekreuzigt und zu Tode gebracht wurde. Die christliche Gemeinde verstummt, läßt nur noch das Wort Gottes reden. Dies findet seinen Ausdruck darin, dass die Vesper nach der Todesstunde Jesu einzig aus der Lesung besteht, zu der das Psalmgebet tritt.
Am Karfreitag verlöschen die Kerzen, die bis dahin Zeichen für das lebendige Licht, das Jesus Christus selbst ist, gewesen sind, um erst in der Osternacht wieder am Osterlicht entzündet zu werden. Der Karfreitagsgottesdienst wird in der Regel um die Sterbestunde Jesu gefeiert. 

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Joh 3, 16)

Bach-Kantaten entfallen für den Karfreitag. Musik zum Anhören: BWV 244 Matthäus Passion / BWV 245 Johannes Passion.

Fernsehsendung am Karfreitag:

WDR3.Fernsehen:
07:15 – 10:00 Uhr
Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244
Aufzeichnung aus der Philharmonie Köln vom 28.03.2010

Radio-Sendungen am Karfreitag:

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2011/04/10/radiotipps-mit-passionen-2011/

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Am Ostersonntag freuen wir uns über die Auferstehung Jesu von den Toten. Er ist der Erstling der Auferstehung, dem wir nachfolgen werden, wenn er kommen wird. Aber die Auferweckung gibt uns nicht nur Hoffnung für die Zukunft – auch heute, in unserer Welt, können wir nicht schweigen von unserer Freude und beten, dass das Evangelium unter uns wirksam werde und diese Welt verändere.

Predigttext steht in Johannes 20, Verse 19-23:   Am Abend aber dieses Tages der Woche, als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch!  Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den HERRN sahen. Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.

Der Ostermontag nimmt Bezug auf die Ereignisse unmittelbar nach der Auferstehung. Die Reaktion der Jünger und die ersten Erscheinungen Jesu stehen nun im Mittellpunkt, wobei auch die Konsequenzen der Auferstehung schon deutlich werden.

Predigttext steht in Lukas 24, Verse 13-35:

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Für  das Osterfest:

Bach-Kantaten:

SDG 128 Vol. 22

BWV 4 – Christ lag in Todesbanden / Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol.  22 – CD  1

BWV 6 – Bleib bei uns, denn es will Abend werden / Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22 – CD 2

BWV 31 – Der Himmel lacht! die Erde jubilieret / Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22 – CD 1 

BWV 66 – Erfreut euch, ihr Herzen / Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22 – CD 2

BWV 134 – Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß / Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22 – CD 2

BWV 145 – Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen / Gardiner Pilgrimage CD 128 Vol. 22 – CD 2

Wer diese – „Gardiner SDG-CDs Vol. 22“ –  besitzt sollte sie sich unbedingt anhören, diese Bachwerke an historischer Stätte in Eisenach in der Georgenkirche Ostern 2000 aufgenommen, besitzen ein überragendes und emotionales Format.

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Kantaten-Beschreibungen zu den BWV  von „Sir John Eliot Gardiner“ ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt!

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu Ostern:  h i e r  zum Download als PDF 

  Künstler-Beitrag: Katharina Arfken, Oboe  / Künstler-Beitrag Katharina Arfken  als PDF
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Radio-Sendungen zum Osterfest:

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2011/04/10/radiotipps-mit-passionen-2011/

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D-Radio-Kultur am 24.4.2011 um 06:05 Uhr

Link-Livestream: http://www.dradio.de/streaming/dkultur.m3u

Johann Sebastian Bach
„Der Himmel lacht, die Erde jubilieret“, Kantate für Soli, Chor und Orchester, BWV 31

(Kantate am ersten Osterfesttage, BWV 31)
Paul Esswood, Countertenor
Kurt Equiluz, Tenor
Max van Egmond, Bass
Wiener Sängerknaben
Chorus Viennensis
Concentus musicus Wien
Leitung: Nikolaus Harnoncourt

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WDR3 um 09:05-10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 
Der Himmel lacht, die Erde jubilieret, BWV 31
Kantate zum ersten Osterfesttag
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo
Monika Frimmer, Sopran
Gerd Türk, Tenor
Peter Kooij, Bass
Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

Live-Stream: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.asx

oder: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.m3u

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Nachstehend Videos von YouTube zur Osterzeit:

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/ YouTube: BWV 4  – „Christ lag in Todesbanden“

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/ YouTube: BWV 6 – „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“


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/ YouTube: BWV 31 – „Der Himmel lacht! die Erde jubilieret“


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/ YouTube: BWV 66  – „Erfreut euch, ihr Herzen“


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/ YouTube: BWV 134 – „Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß“

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YouTube: BWV 145 – „Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen“



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            Ich wünsche allen Blog-Mitgliedern

           und Besuchern ein schönes  Osterfest !

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Liebe Oster-Grüße

Volker

Trauer-Kantaten von J.S. Bach erklangen in der Kirche zu Bergkirchen-Bad Salzuflen am 17.4.2011 zum Palmsonntag


Kirche zu Bergkirchen-Bad Salzuflen

Liebe Bach-FreundINNEN!

Es kam mir vor, als wäre ich in einer Thüringer Dorfkirche eingekehrt und hätte einem engagierten Bach-Chor zugehört, der das Bach-Erbe vor Ort pflegt. Doch der Chor-Bass-Sänger, der mit kernigen, bloßen Füßen nach dem Konzert neben mir stand, berichtete, daß er am vormittag am Herrmanns-Lauf (31km) teilgenommen hätte und jetzt am Nachmittag gerade mal ein außergewöhnliches Konzertprogramm absolviert habe. Also war ich doch in OWL-, auf einem Bergplateau hinter Bad Salzuflen waren Massen von Fahrrad-, Autofahrern und Wanderern zur Konzertkirche Bergkirchen gepilgert.

Es war ja auch ein außergewöhliches Passions- und Osterprogramm, daß Kantor Begemann umsichtig leitete. Im Orchester waren Mitglieder der NWD integriert, der Tenor-Solist war ein ehemaliger Thomaner, während die Altsolistin in OWL öfters zu hören ist.

Der Innenraum der Kirche, die ja 1850 erbaut wurde, ist von der Decke über die Emporen mit Holzarbeiten verkleidet, so daß die Akustik den Klang glasklar herüberbrachte, was ja manchmal nicht gerade von Vorteil ist.

Aber in der Programm-Auswahl zeigte sich eine durchdachte Komposition, die vom Chor, Orchester und Solisten überzeugend umgesetzt wurde:

Aus klanglich fast Alt-Bachischen-Archiven heraus (Kuhnau-Motette: “Der Gerechte kommt um“)wurde der Hörer über den Passions-Teil des Messias zu der inhaltlich schmerzlichen Bach-Kantaten (Komm, du süße Todestunde!) zur Auferstehungshoffnung (besonders BWV 111,  4.Duett „So geh ich mit beherzten Schritten, auch wenn mich Gott zum Grabe führt!“) bis zum Licht geführt, das des Christen Leben bescheint ( Bach-Motette BWV 118 „O Jesu Christ, meins Herzens Licht“).

Chor in der Kirche zu Bergkirchen bei Bad Salzuflen "Bach-Trauerkantaten"

Diesem ganzen Gedankenstrang wurde wie als ein „Weckruf“ zu verstehen der Palmsonntags-Ruf „Hoch tut Euch auf, ihr Tore der Welt.“ (aus Messias Nr.31) noch zu Anfang eingefügt. Dazu verlaß ein Sprecher Passions-und Auferstehungsevangelium.

Warum wohl? Sollte jeder Hörer vielleicht aufmerken, daß hier überlegt ein Weg durchlitten und von uns gedanklich mitgegangen werden soll, der uns allen noch blüht und auf den wir uns mithilfe der Musik vorbereiten können.

Doch nun zu dem sonnigen Erlebnis, das mir diesem Palmsonntag so wertvoll macht.

Orchester mit Mitgliedern von der NWD Herford in der Kirche zu Bergkirchen bei Bad Salzuflen

Zuerst: ich war mutig, und hatte Kantor Begemann in der Woche vorher gefragt, ob er noch Tenöre braucht und ich den Messias-Teil mitsingen darf. So war ich in der letzten Probe und der Generalprobe dabei-, erlebte die Chorgesellschaft gewissermaßen „von innen“ mit. Nochmals wurde mir deutlich, wieviel Engagement gerade im Aufbau eines solchen Events von Allen und den den Helfern notwendig ist. Der Ort Bergkirchen besteht ja nur aus ca.6 Höfen und Häusern. Alles muß herangeschafft werden, viele Hände sind beteilligt. Einer regelte den Autoverkehr, andere sorgten für die Verköstigung des Orchesters.
Der Besucher erhielt ein ausführliches Programm-Heft, das auf die Überlieferung und instrumentalen Besonderheiten z.B. der beiden Bach-Motteten, die mich ja so an die Eigenarten des „Alt-Bachischen-Archivs“ erinnerten, aufmerksam machte.

Weitere Infos unter:  http://www.lipische-landeskirche.de/bergkirchen

Eine geruhsame und erfüllte Karwoche wünscht Euch allen und „Buona Pasqua“

Adamo

Um solch einen Gedankenfaden auch deutlich werden zu lassen, wurde die Bach-Kantate BWV 111 nur zur Hälfte (Nr.4-6) aufgeführt.

Natürlich war die selten aufgeführte Solo-Kantate BWV 161 „Komm, du süße Todesstunde.“ vor allem wegen der beiden Blockflöten-Begleitung ein außergewöhlicher Höhepunkt. Hier sollen ja Totenglöcklein imitiert werden, aber ich wurde dabei hellwach.

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*)Nach dem Orgel-Foto  Video-Ausschnitte von YouTube: BWV 111 und BWV 161 Satz 4 Aria

Die Orgel in der Kirche zu Bergkirchen bei Bad Salzuflen

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YouTube-Video vom BWV 111

4.Duet-Alto,Tenor: So geh ich mit beherzten Schritten,
5.Recitative-Soprano: Drum wenn der Tod zuletzt den Geist
6.Choral: Noch eins, Herr, will ich bitten dich,

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YouTube-Video vom BWV 161 „Aria: Komm,du susse Todesstunde“

Komm, du süße Todesstunde, da mein Geist Honig speist aus des Löwen Munde; Mache meinen Abschied süße, Säume nicht, Letztes Licht, Dass ich meinen Heiland küsse.

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Meine Eindrücke von der Johannes Passion im Herforder Münster vom 10.4.2011 und unser Bach-Projekt


Liebe Bach-Freunde!

Herforder Münster leeres Podest der Münster-Chor im Anmarsch!!

Jetzt kommt kein ausführlicher Bericht von der Johannes Passion aus dem Herforder Münster vom 10.4.2011 sondern ich schildere genau meine Empfindungen als Aktiver im Tenor zum sechs-monatigen Bach-Projekt der Münster-Kantorei Herford.

Herforder Münster der Münster-Chor nimmt die Plätze auf dem Podest zur Probe ein

Meinen letzten Auftritt als Aktiver in einem Chor hatte ich vor 45 Jahren, was eine unendlich lange Zeit für mich bedeutete und leichte Zweifel aufkamen, bewältige ich diese immense Herausforderung. Den Stein des Anstoßes erfuhr ich durch @Wolfgang, der mich dazu animierte, doch das 1/2 jährige Bach-Projekt in der Herforder Münster-Kantorei mitzumachen, es wäre einmal wieder eine Erfahrung als Bach-Freund – Bach von Innen erleben zu können!“ Dieses Zitat war der eigentliche Auslöser, mich der Herausforderung zu stellen und mich wieder einer Chorgemeinschaft als Aktiver anzuschließen.

Bach-Projekt für die Mitwirkenden: Wolfgang und Volker

Habe ich nun Bach wirklich von Innen erleben können, dazu werde ich noch in meinem weiteren Bericht darauf eingehen. Mit der Johannes Passion endete nun unsere sechs-monatige Bach-Tour mit zwei vorangegangenen wunderbaren Kantaten-Aufführungen im Herforder Münster – (BWV 80 „Ein feste Burg“ – zum Reformations-Sonntag und dem BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Leben“–  zum 1. Advent). Der Abschied fällt mir sehr schwer, nach diesen Konzerten den wunderbaren Münster-Chor und mit den persönlich geknüpften Kontakten sie so schnell nicht mehr erleben zu können. Tröstlich, der Abschied wird nicht von langer Dauer sein es ist eine neue Herausforderung in Sicht, der Münster-Chor wird im Herbst wieder eine Bach-Kantate aufführen und da werden wir wieder dabei sein wollen und die herzliche Chorgemeinschaft genießen dürfen. Und es gibt noch das Mitsing-Projekt von Bach-Kantaten in Höxter mit unseren Blog-Freunden – (Claudia, Werner, Wolfgang und ich) im Januar 2012, das wird dann wieder ein persönliches Bach-Highlight werden worauf ich mich schon riesig freue. Wann erlebt man so etwas, mit Bach-Freunden von Ausserhalb so etwas gemeinsam mitgestalten zu dürfen.

Jetzt bin ich vom eigentlichen Thema ein wenig abgedriftet, aber ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube und musste das einmal los werden, weil mich das alles um den Namen von „J.S. Bach“ so unendlich berührt und ich an meinen persönlichen Empfindungen sonst zu knacken habe. Wem Bach’s Musik nahe geht, kann das nachempfinden und meine gegebenen Äußerungen und Empfindungen sicherlich nachvollziehen. Diese für mich so gewaltigen Emotionen mit Bach seiner Musik erlebte ich in den Chorälen der Johannes Passion. Dieses Passions-Oratorium ist für einen Sänger-inn neben der h-Moll Messe und den Motetten eines der größten Herausforderungen mit J.S. Bach’s Werken. Sobald die Choräle angestimmt wurden hatte ich schwer mit meiner Stimme zu kämpfen, einen klaren Ton herauszubringen, was liegt hier vor, dass ich von dem  Choral, den ich mitzusingen habe so urplötzlich fast versage und mich gewaltig am Riemen reissen muss, um es gesanglich doch noch erträglich über die Runden bringen zu können.

Als der vorletzte Choral mit dem „Ruhet wohl“ und dem Schluss-Choral „Ach Herr, lass dein lieb Engelein“ erklang war es fast mit meiner Gemütsfassung vorbei und konnte nur mit Mühe ein gesangliches Stehvermögen anbieten..!!

J.S. Bach_ St John Passion – Chorus _Ruht Wohl, Ihr heilgen Gebeine_

J.S. Bach_ St John Passion – 40. Chorale _Ach Herr, Lass Dein Lieb Engelein_

Die Erklärung hierzu fällt mir nicht allzu schwer, wenn das Wort und die Musik mich derart aufwühlen und ich mich fast in einem Trancezustand befinde dann bin ich ganz nahe an der Aussage von J.S. Bach:

„Bey einer andächtig Musiq ist allezeit Gott mit seiner Gnaden Gegenwart.“

Genau genommen hat diese beseelende Musik etwas Überirdisches und ich war in diesen Momenten von der wirklichen Welt weit entrückt und geriet in einen beglückenden Schwebezustand der Einmaligkeit. Diese meine persönlichen Aussagen und meine ausgesprochene Liebe zu J.S. Bach und seiner genialen Musik spiegeln sich eindeutig wieder in der Gründung einer Blog-Gemeinschaft mit dem Zusatz: Klassikseiten J.S. Bach.

Was haben wir für einen zeitlichen Aufwand getrieben, um die zwei Kantaten und die großartige Johannes Passion musikalisch in den Griff zu bekommen und wurden dafür nur teilweise belohnt, Der Besucherzuspruch im Herforder Münster mit der Johannes Passion war bedauernswerter Weise nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Das Mittelschiff im Münster war gut belegt aber die Seitenränder und Emporen blieben leer. Unglücklicher Weise wurde in 16 km Entfernung in Bielefeld zum gleichen Zeitpunkt die Johannes Passion in der Oetkerhalle mit der Hannoverschen Hofkapelle auf „Historischen Instrumenten“ und mit überragenden Gesangs-Solisten der Weltklasse aufgeführt. (Bogna Bartosz, Alt;
Markus Brutscher, Tenor; Tobias Berndt, Bass)..!! Tobias Berndt – sollte man im Auge behalten, ein wunderbares Talent).

Unser rühriger Münster-Kantor „Stefan Kagl“, hat die Chor-Interpretation der Johannes Passion im Sinne der Aufführungsform von Sir Gardiner in der Aufzeichnung des NDR von 2003 im Kaiserdom von Königslutter versucht mit einzubeziehen. Die Einstudierungs-Phrasierungen an den Übungsabenden kamen mir deshalb ein wenig bekannt vor. Die Bestätigung erhielt ich am Ende des Konzertes. Das Orchester, bestehend aus freien Musikern aus Ostwestfalen, gaben ihr Bestes und wussten mir zu gefallen. Die Gesangs-Solisten waren annehmbar und rundeten die Aufführung zu einem befriedigen Gesamt-Ergebnis ab.

Und der Chor?

Foto: NW - BWV 245 Johannes Passion im Herforder Münster (Münster-Chor) - Zur Vergrößerung in das Bild klicken..!!

Meine Frau ist der Meinung, wir hätten die Choräle wirklich gut gesungen und der Nachhall im Schlussakkord wäre dass i-Tüpfelchen gewesen. Unser Münster-Kantor war mit uns ebenfalls zufrieden und drückte es zum Abschluss entsprechend aus. Als Aktiver merkt man sofort, ob alles Rund läuft und kann über uns ebenfalls nur Gutes berichten.

Im Vorfeld hatten wir uns gemeinsam dafür ausgesprochen, dass kein Schluss-Applaus gegeben wird. Berührt war ich dann nach dem Schluss-Akkord über die Stille, die im Münster minutenlang herrschte das war beeindruckend schön und sollte Nachahmer finden. Es sollte zwar zu diesem Zeitpunkt die Totenglocke läuten, aber es kam nichts, der Küster muss wohl eingeschlafen sein..??

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Rezension der NW Herford zur größeren Ansicht in das Foto klicken:

Rezension der NW - NR. 86 von DIENSTAG 12. APRIL 2011 JohPassion Herforder Münsterkirche - Zur Vergrößerung in das Bild klicken..!!

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Die Johannes Passion in der Szenischen Fassung von 1991. In Memory of Karl Richter’s Aufnahme von 1964.

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Liebe Bach-Grüsse

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Sonntag: Laetare


J.S. Bach-Denkmal in Weimar

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen der

BWV als PDF-Download im Blog

stelle ich für jedem Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind sehr ergiebig.

Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibung von „Sir John Eliot Gardiner“ ist in seinem Reisetagebuch als PDF einsehbar und steht als Download zur Verfügung! – Entfällt für die Fastenzeit ! –

Am 03. April 2011 begehen wir den Sonntag „Laetare“

Der Name des Sonntags „Laetare“ leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Laetare cum Jerusalem, et exsultate in ea, omnes qui diligitis eam“ (Jes 66, 10;).

Der Sonntag Laetare steht in der Mitte der Fastenzeit und wird deshalb auch „Mittfasten“ genannt. Ein anderer Name für diesen Sonntag aufgrund des Evangeliums von der Brotvermehrung ist „Brotsonntag“. In der römischen Kirche wird der Sonntag auch als „Rosensonntag“ bezeichnet, weil an ihm der Papst eine goldene Rose weihte, die angesehenen Persönlichkeiten oder Instituten, die sich um die römische Kirche verdient gemacht hatten, verliehen wurde. Dieser Brauch wird heute nicht mehr wahrgenommen.
Deswegen ist es auch befremdlich, dass das neue Evangelische Gottesdienstbuch für den Sonntag Laetare die liturgische Farbe „rosa“ vorschlägt, die nur in der römischen Kirche zur Anwendung kam aufgrund dieses Brauches.

Nachdem bisher der Aspekt unserer Schuld gegenüber Gott stärker in den Vordergrund getreten ist, tritt nun am Sonntag Laetare Gottes Handeln an uns in den Vordergrund als Antwort auf unsere Verfehlungen. Dadurch wird der wichtige Aspekt des Evangeliums deutlich, dass wir eben in erster Linie durch Gottes Hilfe frei werden von unseren Verfehlungen, und nicht durch unsere eigenen Werke. Damit gewinnt die Fastenzeit nun einen gewissen fröhlichen Charakter, obgleich wir natürlich weiterhin betrübt sind darüber, dass ein solches Opfer um unseretwillen nötig ist. Dass Gott es aber aus freien Stücken gibt, um uns zu erlösen, ist die große Freude des Evangeliums, das auch in der Fastenzeit uns durchträgt!

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen. J.S. Bach hatte somit genügend Zeit, sich den äußerst anspruchsvollen Kompositionen seiner Passionsmusiken für den Karfreitag zu widmen – z.B. Matthäus- Johannes Passion.

Zwischen dem heutigen Fastensonntag „Reminiszere“ und dem „Karsamstag“ wurde in den Gottesdiensten in Leipzig keine Musik aufgeführt.

Aus diesem Grund ist von J.S. Bach keine Kantate für diesen Zeitraum speziell komponiert worden.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Für  den Sonntag  “Laetare“ sind folgende Bach-Kantaten zum Anhören geeignet:

Dass wir am heutigen Fastensonntag Laetare nicht auf eine Kantate verzichten müssen liegt daran, dass Bach zahlreiche Kantaten komponiert hat, ohne ihnen einen bestimmten Sonntag im Kirchenjahr zuzuordnen.

BWV 97 – Johann Sebastian Bach

In allen meinen Taten, BWV 97,

Kantate
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo
Katharine Fuge, Sopran
Robin Tyson, Altus
Steve Davislim, Tenor
Stephen Loges, Bass
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner“

Gardiner Pilgrimage CD Vol.  25 – CD 1

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/ YouTube: BWV 97 „In allen meinen Taten“


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im Radio Live: „Bach-Kantate“

WDR3

Sonntag, 03.04.2011 von 09:05  – 10:oo Uhr

Live-Stream: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.asx

oder: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.m3u

Johann Sebastian Bach

In allen meinen Taten, BWV 97, Kantate
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo
Katharine Fuge, Sopran
Robin Tyson, Altus
Steve Davislim, Tenor
Stephen Loges, Bass
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

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BWV 192 „Nun danket alle Gott“

Entstanden ist die Kantate vermutlich im Jahr 1730. Und der Titel verrät es schon: Bei diesem Werk handelt es sich um eine sogenannte Choralkantate, das heißt Bach nimmt einen Choral zur Grundlage seines Werkes. Und zwar den Choral: „Nun danket alle Gott“, der ja noch heute im aktuellen Gesangbuch „Gotteslob“ zu finden ist und nach wie vor zu einem der beliebtesten Kirchenlieder gehört. Bach übernimmt die drei Strophen des Liedes unverändert und ohne jede Ergänzung, was dazu führt, dass diese Kantate zu den kürzesten Kantaten Bachs gehört.

Gardiner Pilgrimage CD Vol.  10 – CD 2

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/ YouTube: BWV 192 „Nun danket alle Gott“


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Wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Grüße

Volker

Bericht vom Kantaten-Konzert am Sonntag, 27.03.11 in der Auferstehungskirche Bad Oeynhausen


Kantaten-Konzert in der Auferstehungskirche Bad Oeynhausen

 

Kantaten-Konzert am Sonntag, 27.03.11 in der Auferstehungskirche
Bad Oeynhausen / OWL


Ausführende:

Irmgard Weber, Sopran

Ullrich Schütte, Bass

Thekla von Dombois Oboe

Alexandre Contout u. Nadja Raichle, Violine

David Schütte, Kontrabass

Thomas Dust, Positiv

Harald Sieger, Orgel

 

Programm

Kantate 82 „Ich habe genug“

Choralbearbeitungen aus dem „Orgelbuchlein“

Kantate 199 „Mein Herze schwimmt im Blute“

Prädludium und Fuge f-Moll (BWV 534)

Kantate 57 „Selig ist der Mann“

„Sinfonia für Oboe, Streicher u. Basso continuo“ (BWV 156)

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Mit einer Minimalstbesetzung haben die Musiker/innen der Hochschule f. Musik/Köln in der leider nicht voll besetzten Kirche ein beeindruckendes Konzert dargeboten. In den beiden Solokantaten (BWV 82 u. BWV 199) und auch in der Dialogkantate (BWV 57) faszinierte vor allem die Sopranistin mit ihrer weichen, angenehmen Stimme und einer exzellenten Artikulation. Der Bass hatte sehr großes Volumen und schöne Tiefen, die er auch voll ausgekostet hat. An einigen Stellen hätte ich mir ein bisschen mehr Zurückhaltung gewünscht. Bei der Schlummerarie („Schlummert ein, ihr matten Augen, fallet sanft und selig zu“) kam mir das wie ein Aufruf vor: „Wachet auf, ihr matten Augen! Von „sanft und selig zufallen“ war da nichts zu spüren.

YouTube BWV 82 Satz 3 Arie für Sopran: „Schlummert ein, ihr matten Augen“

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Altarraum Auferstehungskirche Bad Oeynhausen

Die „Höllenhenker-Kantate“ („Mein Herze schwimmt im    Blute“) hat die Sopranistin samt Orchester einzigartig    gemeistert. Mir ist bei dieser Kantate noch mal klar geworden,  mit was für Texten wir uns da rumschlagen müssen und am  Ende steht doch „nur“ herrliche“ Musik, die alles andere  vergessen lässt.

Beeindruckend war auch die letzte Kantate (BWV 57) des Konzerts: „Selig ist der Mann“, in der beide Solisten ihr ganzes Können  zeigten. Nicht vergessen möchte ich das Orchester – die  Damen und Herren waren hervorragend; mich hat am meisten  Thekla von Domois an der Oboe beeindruckt.

Kantor Harald Sieger

Kantor Harald Rieger hat an der Orgel seine Kunst gezeigt; es hat Freude gemacht, ihm zuzuhören.

Was sich die Konzertmacher gedacht haben, als sie vom BWV 156 die „Sinfonia für Oboe, Streicher u.  Basso continuo“ als Abschluss aufs Programm setzten, ist mir nicht ganz klar.

Eine Erklärung hätte ich: nach soviel Todestexten (in allen drei Kantaten) führt diese Sinfonia direkt ins  Paradies. Wir waren also zum Schluss des Konzertes wirklich im Paradies – und da möchte ich auch  wieder hin.

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Die berückend schöne Sinfonia zum Genießen BWV 156  von YouTube:

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Herzl. Gruss Iris

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen stellt ein neues Video bereit BWV 140


Liebe Bachfreunde,

die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen veröffentlicht auf YouTube ein weiteres Video vom BWV 140 „Wachet auf ruft uns die Stimme.“

Wie immer ein Seh- und Hörgenuss..!!

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Nähere Angaben zur DVD nachstehend:

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-140/

Grüße Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Sonntag: Invocavit


J.S. Bach Schloss Köthen

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen der

BWV als PDF-Download im Blog

stelle ich für jedem Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind schier unerschöpflich.
Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibung von „Sir John Eliot Gardiner“ ist in seinem Reisetagebuch als PDF einsehbar und steht als Download zur Verfügung! – *) Entfällt für die Fastenzeit..!! –

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Am 13. März 2011 begehen wir den Sonntag „Invocavit“

Der Name des Sonntags „Invokavit“ leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: Invocavit me, et ergo exaudiam eum“ (Ps 91, 15;) „Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören“ (Ps 91,15 EU). Am Sonntag Invokavit hören wir die Erzählung von der Versuchung Jesu und danken Gott, dass wir in ihm einen Hohenpriester haben, der – ohne Sünde – durch sein Opfer für uns die Erlösung gewirkt hat. Nur im Blick auf diesen Hohenpriester können wir, die wir immer die Macht der Versuchung erfahren und ihr unterliegen, getrost leben.

Invocavit, Invokavit, der 6. Sonntag vor Ostern; in der katholischen Kirche der 1. Sonntag der Fastenzeit; in den evangelischen Kirchen der 1. Sonntag der Passionszeit.
Der Sonntag Invokavit hat die Geschichte der Versuchung Jesu zum Thema. Versuchung ist inzwischen zu einem altertümlichen Begriff geworden, vor allem deshalb, weil die Frage nach dem Versuchenden immer deutlicher gestellt wurde und wird.

Im ordentlichen Ritus der Liturgie der römisch-katholischen Kirche lautet der Introitus des 2. Fastensonntags jetzt Tibi dixit cor meum, quaesivi vultum tuum, „Mein Herz denkt an dein Wort: Sucht mein Angesicht!“ (Ps 27,8 EU)

In der Fastenzeit gibt es in der Liturgie kein Gloria und kein Halleluja. Oft wird auch nicht mit vollem Geläut zum Gottesdienst gerufen. Die liturgische Farbe ist Violett.

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen. J.S. Bach hatte somit genügend Zeit, sich den äußerst anspruchsvollen Kompositionen seiner Passionsmusiken für den Karfreitag zu widmen – z.B. Matthäus- Johannes Passion.

Mit dem SonntaInvocavit sind in der evangelischen Theologie untrennbar die Invokavitpredigten Martin Luthers 1522 in Wittenberg verbunden.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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*) Zwischen dem heutigen Fastensonntag „Invocavit“ und dem „Karsamstag“ wurde in den Gottesdiensten in Leipzig keine Musik aufgeführt. Aus diesem Grund ist von J.S. Bach keine Kantate für diesen Zeitraum speziell komponiert worden.

Für  den Sonntag  „Invocavit“ sind folgende Bach-Kantaten zum Anhören geeignet:

BWV 40 Satz 1 – „Dazu ist erschienen der Sohn Gottes“ Audio: Satz 1

Audio-Link: https://volkersklassikseitenjsbach.com/wp-content/uploads/2011/03/bach-satz-1-kantate-bwv-40_-dazu-ist-erschienen-der-sohn-gottes.m4a

Gardiner Pilgrimage Vol. 14 – CD 1

BWV 57 Satz 1 – „Selig ist der Mann“Audio: Satz 1

Gardiner Pilgrimage Vol. 15 – CD 1

BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“ /

Gardiner Pilgrimage V0l. 10 – CD 2

BWV 150 „Nach dir, Herr, verlanget mich“ Audio:   Link: – h i e r – klicken..!!

und auf  YouTube:

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Gardiner Pilgrimage Vol. 23 – CD 1 und Vol. 25 – CD 2

BWV 156 „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“ / Audio: Satz 1

BWV 156 – Audio: Satz 2

Gardiner CD der DGG – Archiv: 463 582-2 (Jahr 2000)

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Reisetagebuch Sir Gardiner – für die Sonntage der Fastenzeit  e n t f ä l l t ! –

Künstler Meinung-Beitrag  – für die Sonntage der Fastenzeit  e n t f ä l l t ! –

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Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibungen Sonntag: Estomihi oder Quinquagesimae


J.S. Bach-Denkmal in Dornheim / Thüringen

 

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen der

BWV als PDF-Download im Blog

werde ich für jedem Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- und oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung stellen.

Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind schier unerschöpflich.

Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibung von „Sir John Eliot Gardiner“ ist in seinem Reisetagebuch als PDF einsehbar und steht als Download zur Verfügung!

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Am 06. März 2011 begehen wir den Sonntag „Estomihi oder auch Quinquagesimae“ genannt.

Der „Sonntag Estomihi“

Der Sonntag Estomihi oder Quinquagesimae (der Fünfzigste) beginnt nun, die Spannung wieder zu steigern, indem er auf das Leiden als einen wichtigen Bestandteil der Erlösung und der Nachfolge betont. Das Evangelium des Sonntags enthält zwei wichtige Aussagen: die Leidensankündigung Jesu und der Aufruf zur Nachfolge unter dem Kreuz: „Wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s erhalten.“ (Mk 8, 35b). Wichtig in dieser Woche ist, dass die Fastenzeit am Aschermittwoch beginnt. In manchen Gegenden ist der Karneval jetzt im vollen Schwung, was sicher auch im kirchlichen Geschehen ein Echo finden kann.

In der Woche des Sonntags Estomihi beginnt mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit. Wir denken nun besonders an den Weg Jesu zum Kreuz und erfahren, dass sich Nachfolge auch durch Leid hindurch vollzieht. In den Armen und Unterdrückten dieser Welt wird deutlich, warum Jesus selbst den Weg des Leidens gehen musste.

(Text: ©  Martin Senftleben)

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J.S. Bach hat für  den Sonntag  „Estomihi – Quinquagesimae

folgende Kantaten-Werke komponiert:

BWV 22 „Jesus nahm zu sich die Zwölfe“Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol.  21 – CD 1

BWV 23 „Du wahrer Gott und Davids Sohn“Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 21 – CD 1

BWV 127 „Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott″Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 21 – CD 1

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Auf eine Besonderheit möchte ich im BWV 127 in Satz 3 – Arie für Sopran – hinweisen, nachstehend dazu der Text:

„Die Seele ruht in Jesu Händen, Wenn Erde diesen Leib bedeckt, Ach ruft mich bald, die Sterbeglocken, Ich bin zum Sterben unerschrocken, Weil mich mein Jesus wieder weckt.“

Alfred Dürr Schreibt dazu auf Seite 287 folgendes:

Ein schlichtes Rezitativ (Satz 2 ) – leitet über zur ersten Arie, (Satz 3 für Sopran) – deren erlesene Instrumentation bei Bach sonst nirgendwo anzutreffen ist: Eine Solo-Oboe konzertiert vor dem Hintergrund kurzer Flötenakkorde; auf das Stichwort „Sterbeglocken“ im Mittelteil des Satzes setzen dann die gezupften Streicherinstrumente mit einer „Glockenimitation“ ein…

Aufgrund dieser besonderen Anmerkung füge ich ein Solo-Video vom BWV 127 – Sopran-Arie Satz 3 – als zusätzlichen Link mit ein.

Link: You-Tube BWV 127-Satz 3 Sopran-Arie

Die gleiche Arie von SDG 118 als mp3:  

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BWV 159 „Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 21 – CD 1

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Reisetagebuch Sir Gardiner für die Sonntage: „Quinquagesima – Estomihi

Beschreibung der Kantaten / Link: Kantaten für Quinquagesima -Estomihi

Künstler Meinung-Beitrag / Link: Künstler-Meinung Nathalie Stutzmann

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Internetbasiertes Bach-Projekt: Bach-Kantaten zum Mitsingen in Höxter


Liebe Bach-Freunde!

Durch einen freundlichen Hinweis aus Höxter bin ich auf ein Bach-Projekt aufmerksam gemacht worden, das bereits durch eine vorbereitende Online-Maßnahme in der Vergangenheit auf regen Zuspruch gestoßen ist. Unter dem Credo: „Bach-Projekt“ ist eine Initative durch Kirchenmusiker in Höxter entstanden, die online im Vorfeld Interessenten suchen für „Bach-Kantaten zum Mitsingen“ verbunden mit einem Wochenend-Workshop im Januar 2012.

Das anschließende Konzert findet am 22.01.2012 in der Marienkirche in Höxter statt.

Marienkirche Höxter Konzert: Bach-Kantaten zum Mitsingen

Nähere Informationen für Konzert-Besucher gibt es  – h i e r  – !!!

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Projekt: „Bachkantaten zum Mitsingen“

Bach-Kantaten zum Mitsingen

 

Dazu heisst es im Internetauftritt aus Höxter wie folgt:

„Bachkantaten zum Mitsingen“

Wochenend-Workshop in Höxter

mit Noten-Download und Online-Vorbereitungsmöglichkeit

20.-22. Januar 2012

Unser nächster Wochenend-Workshop „Bachkantaten zum Mitsingen“ im Januar 2012 bietet allen, die Freude am Chorsingen haben, wieder die besondere Gelegenheit, zwei herrliche Kompositionen aus dem Kantatenschaffen Johann Sebastian Bachs an einem einzigen Wochenende in einer großen Chorgemeinschaft zu erarbeiten und gemeinsam mit professionellen Gesangssolisten und Orchestermusikern im Konzert aufzuführen, ohne sich für eine bestimmte Dauer an einen festen Chor binden zu müssen.

Auf dem Programm stehen dieses Mal die Choralkantate „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ (BWV 1) und die besonders klangprächtige Kantate „Christen, ätzet diesen Tag in Metall und Marmorsteine“ (BWV 63).

In Vorfreude auf unser nächstes Workshop-Wochenende
grüßen Sie herzlich

Jost Schmithals und Kai Schmidt

Das Besondere an unserem Workshop-Konzept

Da sich die gemeinsamen Chorproben in Höxter auf ein einziges Wochenende konzentrieren, sind unsere umfangreichen Workshop-Seiten ein wichtiger Bestandteil unseres Konzepts.

Denn zu Ihrer individuellen Vorbereitung haben Sie hier nicht nur die Möglichkeit des direkten Notenausdrucks, sondern Sie können sich in unserem speziell für diese Chorprojekte entwickelten Online-Lehrgang durch einfaches Klicken in die Bildschirmnoten jede beliebige Stelle aller Stimmen in unterschiedlichen Tempi vorspielen lassen.

So können Sie sich bereits vor dem Workshop-Wochenende zu Hause in Ruhe mit dem Verlauf Ihrer Stimmen, einzeln und im Gesamtklang, vertraut machen.

Beim vergangenen Bachkantaten-Workshop im Januar 2011 war es eine große Freude, zu erleben, wie gut vorbereitet und hochmotiviert die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Wochenende anreisten – egal ob sie sich die Stimmenverläufe vorab ganz selbständig erarbeitet hatten oder mit den von uns zur Verfügung gestellten Hilfen (Online-Lehrgang, CD-ROMs, Musik-CDs).

So gelang es trotz der technisch anspruchsvollen Musik Bachs am Workshop-Wochenendeproblemlos, innerhalb kurzer Zeit die einzelnen musikalischen Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen – so wie es die Illustration auf unserem Workshop-Plakat symbolisiert.

Weitere Informationen zu dem Bach-Projekt aus Höxter über den nachstehenden Link:

http://www.musikalisches-zentrum-hx.de/workshop.htm

und:

http://www.musikalisches-zentrum-hx.de/training.htm

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Hier sind nun interessierte Bach-Freunde aufgerufen, sich an diesem Bach-Projekt mit fantastischen Bach-Kantaten als aktive Mitsänger für ein Wochenende im Januar 2012 zu engagieren. Ich spreche aus Erfahrung das aus, was ich mit @Wolfgang, zur Zeit in Herford beim Münster-Chor praktiziere, es bereitet einem eine unheimliche Freude, einmal wieder als Aktiver „Bach von Innen“ erleben zu können.

Herzliche Bach-Grüße

Volker



Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibungen Sonntag: Sexagesimae


J.S. Bach an der Orgel (1685 - 1750)

 

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen der

BWV als PDF im Blog

werde ich für jedem Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- und oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung stellen.

Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind schier unerschöpflich.

Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibungvon „Sir John Eliot Gardiner“ ist in seinem Reisetagebuch als PDF einsehbar und steht als Download zur Verfügung!

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Am 27. Februar 2011 begehen wir den Sonntag „Sexagesimae.“

Der Sonntag Sexagesimä steht unter dem Gleichnis vom vierfachen Acker und geht daher besonders auf das Wirken des Wortes Gottes ein. Dieses Wirken wird von verschiedenen offenbar äußeren Kräften beeinflusst. Es ist wichtig, an diesem Sonntag auf die Kraft der Botschaft von der Liebe Gottes hinzuweisen, wie sie einem Samenkorn innewohnt. Es gilt nur, dass wir dieser Kraft in uns selbst auch Raum geben, damit sich das Wort entfalten kann und durch uns wirksam werden kann.

(Text: Dr. Martinus)

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J.S. Bach hat für  den Sonntag „Sexagesimae“

folgende Kantaten-Werke komponiert:

BWV 18  „Gleichwie der Regen und Schnee“Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol.  20 – CD 2

Zusatz-Video BWV 18 von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen


BWV 126  „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 20 – CD 2

BWV 181   „Leichtgesinnte Flattergeister″Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 20 – CD 2

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Reisetagebuch Sir Gardiner für die Sonntage: „Septuagesimä und Sexagesimae“

/ Link: Kantaten für Septuagesimä und Sexagesimae

Künstler Meinung-Beitrag / Link: Meinungen-Wilke to Brummelstroete

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Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibungen Sonntag: Septuagesimä


J. S. Bach - Kapellmeister in Köthen von 1717 - 1723

 

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen der

BWV im Blog

– werde ich für jedem Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- und oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung stellen.

Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind schier unerschöpflich.

Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibung von „Sir John Eliot Gardiner“ ist in seinem Reisetagebuch als PDF einsehbar und steht als Download zur Verfügung!

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Heute  am 20. Februar 2011 begehen wir den Sonntag „Septuagesimä.“

J.S. Bach hat für  den Sonntag „Septuagesimä“

folgende Kantaten-Werke komponiert:

BWV 84  „Ich bin vergnügt mit meinem Glücke“Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol.  20 – CD 1

BWV 92  „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 20 – CD 1

BWV 144   „Nimm, was dein ist, und gehe hin″Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 20 – CD 1

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Reisetagebuch Sir Gardiner Sonntage „Septuagesimä und Sexagesima“

/ Link: Kantaten für Septuagesimä_ger

Künstler Meinung-Beitrag / Link: Meinungen-Wilke to Brummelstroete

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Konzert-Termine: Passions-Musik Oratorien von J. S. Bach – Matthäus- u. Johannes-Passion im März-April 2011


Partitur J.S. Bach Matthäus-Passion

Aktuelle Angaben für Konzertbesucher von Passionsmusik,

wie bereits in den vergangenen Jahren möchte ich auf Konzert-Termine aufmerksam machen, die Passions-Musik von J.S. Bach im März bis April 2011 – enthalten.

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Eine Einführung in die Johannes-Passion von Sir Gardiner steht als PDF zum Download bereit:

Link: Erläuterungen Johannes Passion Sir Gardiner

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Auf  YouTube ist die Matthäus- und Johannes-Passion BWV 244 und BWV 245 als Einspielung einsehbar.

Matthäus-Passion – Link: http://www.youtube.com/view_play_list?p=C9EFC295FA61A468

Johannes-Passion – Link: http://www.youtube.com/view_play_list?p=E3F3B37AE5644A6E

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J.S. Bach

Bach-Konzert-Termine „international“

Link: http://www.bachtrack.com/find-a-concert/what/startrow=200;composer=7-bach-j-s-

.

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Die Konzert-Termine mit Passionsmusik für Deutschland können auf folgender Webseite entnommen werden eine Online-Kartenbestellung ist dort ebenfalls möglich.

Ins Screenshot nachstehend reinklicken, die Verzweigung erfolgt nach ticket-online.

ticketonline Bach Passionen I

ticketonline Bach Passionen II

ticket-online Hamburg Oratorium

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„Thomaner Chor“ und Gewandhaus-Orchester Leipzig:

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Ticketonline Bach Passionen III

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Nikolaikirche Leipzig

Sa 16.4.2011 um 18.00 Uhr Oratorium
J.S. Bach: Matthäuspassion
Bachchor Leipzig • Stephan Gogolka / Leipziger Barockorchester Antje Perscholka (Sopran), Barbara Schmidt-Garden (Alt), Daniel Ochoa (Bass)

Leitung: Stephan Gogolka

* (Karten zu 15 / 10 € am Büchertisch, online unter www.buechertisch-nikolaikirche.de

So 22.4.2011 um 9.30 Uhr Gottesdienst zum Karfreitag

H. Schütz: Johannespassion
Bachchor Leipzig • Stephan Gogolka

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Kreuzkirche Dresden

Dresden, Kreuzkirche

Samstag, 02.04.2011 um 17:00 Uhr

Kreuzkirche Dresden

Johannes- Passion BWV 245

Ausführende:
Anna Palimina – Sopran
Rebecca Martin – Alt
Markus Schäfer – Tenor
Christoph Pohl – Bass
Gotthold Schwarz – Bass
Philharmonisches Kammerorchester Dresden
Dresdner Kreuzchor
Kreuzkantor Roderich Kreile – Leitung

Weitere Termine:

Donnerstag, 21.04.2011 um 19:00 Uhr, Kreuzkirche Dresden

J.S. Bach Matthäus-Passion BWV 244

Karfreitag, 22.04.2011 16:00 Uhr, Kreuzkirche Dresden

J.S. Bach Matthäus-Passion BWV 244

Ausführende:

Susanne Pütters – Sopran
Margriet van Reisen – Alt
Andreas Weller – Tenor
Henryk Böhm – Bass (Arien)
Andreas Scheibner – Bass (Jesus)
Dresdner Kreuzchor
Dresdner Philharmonie
Kreuzkantor Roderich Kreile – Leitung

Ticket-Link: http://www.kreuzkirche-dresden.de/new-website/index.php?section=Konzertkarten

Kreuzchorkonzerte mit Orchester- und Solistenmitwirkung,JohannespassionPreisgruppe 0= gelb*

39,00 EUR
(Erm. 29,50 EUR)

Preisgruppe I= orange*

32,00 EUR
(Erm. 24,50 EUR)

Preisgruppe II= rot*

25,00 EUR
(Erm. 19,00 EUR)

Preisgruppe III= grün*

18,00 EUR
(Erm. 14,00 EUR)

Preisgruppe IV= blau*

11,00 EUR
(Erm.   8,50 EUR)

Preisgruppe V= violett*

6,00 EUR
(Erm.   5,00 EUR)

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Dresden, Frauenkirche

Johann Sebastian Bach

Matthäus-Passion BWV 244

20. April 2011 um 20:00 Uhr

Solisten
Knabenchor am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden
Sächsisches Vocalensemble
Philharmonisches Kammerorchester Dresden
Leitung Ludwig Güttler

Ticket-Informationen:

Preisgruppe 1:  67,90 € / Preisgruppe 2:  51,40 € / Preisgruppe 3:  32,70 € / Preisgruppe 4:  17,30 €

Platzgenaue Online-Buchung (Aufpreis)

Link: http://www.eventim.de/j-s-bach-matthaeuspassion-Tickets-dresden.html?affiliate=FKD&fun=evdetail&doc=evdetailb&key=357910$1152771

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Dresden, Frauenkirche

Karfreitag, 22. April 2011

Johann Sebastian Bach

Johannespassion BWV 245

Solisten:

Sopran: Jana Reiner – Alt: Friederike Meinel – Tenor: Kim Schrader

Bass: Egbert Junghanns – Vox Christi: Stephan Heinemann

Kammerchor der Frauenkirche – ensemble frauenkirche

Leitung: Frauenkirchenkantor Matthias Grünert

Ticket-Informationen:
Preisgruppe 1:  67,90 € / Preisgruppe 2:  51,40 € / Preisgruppe 3:  32,70 € / Preisgruppe 4:  17,30 €

oder Reservierungsanfrage

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St. Michelis Hildesheim

Hildesheim, St. Michaelis

Sonntag, 27. März 2011, 17 Uhr

Joseph Haydn:

Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze

Almandin-Quartett: Meike Bertram und Anne-Marie Harer – Violinen, Karoline Markert – Viola, Katharina Kühl – Violoncello

Eintrittspreise: 12 EUR (erm. 8 EUR)

Online-Verkauf: http://www.reservix.de/?werbeanzeigeID=30001

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München, Philharmonie im Gasteig

Kar-Freitag, 22. April 2011,  um 19:00 Uhr

Enoch zu Guttenberg

J.S. Bach Matthäus-Passion BWV 244

Leitung: Enoch zu Guttenberg

Zusammen mit dem Orchester der KlangVerwaltung und der Chorgemeinschaft Neubeuern, mit der der Dirigent am Karfreitag Bachs Matthäus-Passion zur Aufführung bringt, verfügt Guttenberg über zwei Klangkörper, die seine ureigenste Sprache sprechen – jene hoch emotionale, oft unerbittliche Sprache, die für Guttenberg Unbedingtheit bedeutet und zugleich Herzensangelegenheit ist. Guttenbergs Matthäus-Passion nimmt in ihrer Kompromisslosigkeit eine singuläre Position ein – eine ausverkaufte Philharmonie und ein ergriffenes Publikum sind seit vielen Jahren der Dank.
Ausführende:
Anna Prohaska, Sopran
Gerhild Romberger, Alt
Jörg Dürmüller, Evangelist
Martin Mitterrutzner, Tenor-Arien
Stephan Genz, Christus
Jochen Kupfer, Bass-Arien
Chorgemeinschaft Neubeuern
Tölzer Knabenchor
Orchester der KlangVerwaltung
Enoch zu Guttenberg, Leitung

Konzerteinführung um 18 Uhr mit Klaus Jörg Schönmetzler

Preise: € 84 / 76 / 68 / 60 / 48 / 34
Die Preise verstehen sich zuzüglich € 1 Systemgebühr pro online bestelltem Ticket und € 4 Versandkosten pro Bestellung.

Tickets: Telefon: 089 / 93 60 93
Telefax: 089 / 930 64 94
E–Mail:  tickets@muenchenmusik.de

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Philharmonie-Gasteig

München, Philharmonie im Gasteig

Münchener Bach-Chor – Bach Collegium München

Karfreitag, 22.04.2011 um 14.00 Uhr

J.S. Bach Matthäus-Passion BWV 244

Ausführende:
Ruth Ziesak, Sopran
Elisabeth Kulman, Alt
Thomas Hobbs, Tenor
Thomas E. Bauer, Bass
Markus Schäfer, Tenor (Evangelist)
Joel Frederiksen, Bariton (Jesus)

Münchener Bach-Chor
Jugendchor des Münchener Bach-Chors
Bach Collegium München

Leitung & Cembalo Hansjörg AlbrechtTickets:

Tel: 0800 – 545 44 55 (gebührenfrei)
Fax: 0800 – 545 44 44 (gebührenfrei)
E-Mail: info@musikerlebnis.de
Internet: www.musikerlebnis.de


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Herrenhäuser Kirche Hannover

Hannover, Herrenhäuser Kirche

Böttcherstrasse
30419 Hannover

Samstag, 16.4.2011 um 19:00 Uhr

J.S. Bach Matthäus-Passion BWV 244

Ausführende:

Barbara Rotering, Sopran – Hanna Kopra, Alt – Immo Schröder, Tenor – Dietmar Sander, Bass – Michael Humann, Bass – Kantorei Herrenhausen – Knabenchor Hannover – Hannoversche Hofkabelle – Leitung: Martin Ehlbeck

Kartenpreise:
Mittelschiff   23 € , nummerierte Plätze, keine Ermäßigung
Seitenschiff 17 €, unnummerierte Platze, 3 € Ermäßigung für Kinder, Schüler, Auszubildende, Behinderte
Empore       13 €, unnummerierte Plätze, 3 € Ermäßigung für Kinder, Schüler, Auszubildende, Behinderte

Onlinebestellungen werden ab sofort entgegengenommen.

Link: http://www.kirchenmusik-in-herrenhausen.de/kartenvorverkauf/online.htm

Die Kartenhotline der Herrenhäuser Kirche ist ab 4.3.2011 besetzt

Kartenhotline der Herrenhäuser Kirche Tel.: 0171 – 19 89 829

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Christuskirche Mainz

Mainz, Christuskirche

Freitag, 22. April 2011  um 18:30 Uhr

Bachchor – Johann Sebastian Bach

Matthäuspassion BWV 244

Bachchor Mainz, L’arpa festante München, Leitung: Ralf Otto
Ulrike Hofbauer (Sopran), Ulrike Mayer (Alt), Georg Populutz, Evangelist (Tenor), Klaus Häger (Bass), Konrad Jarnot, Christus

Dass von Bachs Passionen nur zwei vollständig überliefert wurden, mag einerseits traurig stimmen. Andererseits mag man angesichts der Vielzahl der Werke des 18. Jahrhunderts, die unwiederbringlich verloren gegangen sind, unendlich dankbar sein, dass im Schülerkreis Bachs und später in der Berliner Singakademie das Vermächtnis des Meisters sorgsam bewahrt wurde. Nicht auszudenken, wie die Welt heute ohne die „Matthäuspassion“ dastehen würde! Mehr als jegliches Wort vermag Bachs Musik über die Jahrhunderte hinweg bis heute in unmittelbar verständlicher Weise Trauer, Wut, Verzweiflung, aber auch Dankbarkeit auszudrücken.

17.30 Uhr Einführungsvortrag
18.30 Uhr Konzert
Tickets: e-mail: kartenverkauf@bachchormainz.de oder Tel. 0700–22242467

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Konzert-Termine in Ostwestfalen (OWL):

Herforder Münster

Herford, Herforder Münster

Sonntag, 10. April 2011, 18.00 Uhr
Herforder Münster

BACH: JOHANNESPASSION BWV 245

Solisten: Gudrun Horst de Cuestas, Sopran – Eike Tiedemann, Alt –

Chritoph Rösel, Tenor – N.N.  Bass

Herforder Münsterchor
Leitung, Stefan Kagl

Eintritt Kategorie B

(auch im Vorverkauf, Restkarten an der Abendkasse): Euro 13,– 20,– 25,–

(Ermäßigung für Schüler/Studenten/Schwerbehinderte um 5 €, Rentner um 3 €)

Weitere Anfragen über den Blog: „Volkers Klassikseiten J. S. Bach“ (unter Kommentare..!!)

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Flyer St. Marienkirche Minden

Minden, St. Marienkirche

J.S. Bach’s Johannes-Passion in der Version des „ha aterliers Berlin“

Termin:
Freitag, 01.04.2011
Beginn:
20:00 Uhr
Veranstaltungsort:
St. Marienkirche Minden
Veranstalter:
St.-Marien-Kirchengemeinde Minden
Info-Telefon:
0571/8293063

Telefonische Buchung 0571 / 82 93 063

Bachs „Johannespassion”, das Herzstück europäischer geistlicher Musikgeschichte ist am Freitag, 1. April 2011, in einer außergewöhnlichen Fassung zu hören. Das Konzert, unterlegt mit Texten aus der jüdischen und islamischen Tradition sowie Gedichten u.a. von Else-Lasker-Schüler und Paul Celan, findet im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit” in Minden statt. Schirmherr der Veranstaltung ist Navid Kermani, Preisträger der Buber-Rosenzweig-Medaille.

Ausführende:

Hannoversche Hofkapelle, Kammerchor St. Marien

Solisten: Johanna Winkel, Claudia Erdmann, Andreas Post, Albrecht Pöhl und Jörg Hempel.

Die Leitung hat Andreas Mitschke. Mit einem Libretto von A.S. Bruckstein Çoruh und Ruth HaCohen in Zusammenarbeit mit Sidney Corbett.

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Rudolf-Oeker-Halle Bielefeld

Bielefeld, Rudolf-Oetker-Halle

Musikverein Stadt Bielefeld – am Donnerstag, 21.04.2011 um  20:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Matthäus-Passion BWV 244

Bielefelder Philharmoniker

Musikalische Leitung:

Wolfgang Helbich

Veranstaltungsort: Rudolf-Oetker-Halle, Lampingstraße 16, 33615 Bielefeld  Stadtplanausschnitt

Rezension der NW: Rezension_ Matthäus Passion Wolfgang Helbich Städt.Musikverein

Karten bestellen Preise: € 24,00 / € 20,00 / € 17,00 / € 10,00 Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt

Online: http://www.bielefeld.de/de/kf/ticketservice/detailanzeigen.html?id=2010-09-10-10.42.41.378405&DATUM=21.04.2011&UHRVON=20:00&UHRBIS=

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Rudolf-Oetker-Halle – Bielefeld

 

10. April 2011 um 18:00 Uhr

J.S. Bach Johannes-Passion BWV 245

Evangelische Kantorei Sennestadt und der Universitätschor Bielefeld

Solisten:
Katherina Müller, Sopran; Bogna Bartosz, Alt;
Markus Brutscher, Tenor;
Andreas Scheibner, Bass (Arien); Tobias Berndt, Bass
(Christusworte)

Ev. Kantorei Sennestadt
Universitätschor Bielefeld
Hannoversche Hofkapelle

Leitung:
Dorothea Schenk

Karten: Tourist-Information im Neuen Rathaus Bielefeld, Musikhaus
Niemeyer, Gemeindebüro Sennestadt, Buchhandlung
Kutzner, Buchhandlung Luce, Restkarten an der
Abendkasse ab 17 Uhr

Preise: € 20,00 / € 16,00 / € 12,00 erm. Preis für Schüler/Studenten – Karten bestellen

Online: http://www.bielefeld.de/de/kf/ticketservice/detailanzeigen.html?id=2010-09-10-10.36.31.843076&DATUM=10.04.2011&UHRVON=18:00&UHRBIS=

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Weitere Termin-Angaben folgen..!!

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Der älteste Chor der Welt wird in 2012 – 800 Jahre alt – Der Thomaner-Chor im Kino ab März 2012


Thomaner-Chor Leipzig "Einzug in die Thomaskirche"

Hallo Freunde des Thomaner-Chores !

Der  Thomaner-Chor Leipzig ist ab Anfang März 2012 im Kino zu bewundern. Auf YouTube gibt es bereits davon ein Trailer zu sehen, den ich hier im Blog präsentieren möchte.

Dazu ist folgender Text hinterlegt worden:

2012 feiert der Thomanerchor Leipzig seinen 800. Geburtstag. Pünktlich zum Jahrhundert-Jubiläum wird der Chor erstmals in einem abendfüllenden Dokumentarfilm auf der Kinoleinwand zu erleben sein. Durch die persönlichen Geschichten der Thomaner entsteht ein sensibles Portrait, das der Frage nach der Faszination des Traditionsensembles nachgeht. Ersteller des Videos:

Link: http://www.youtube.com/user/accentusmusic

Ich gehe davon aus, dass dieser Thomaner-Film aus 2012 von „ACCENTUS MUSIC“ in Leipzig als eine DVD nachträglich veröffentlicht wird.

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Die Produktions-Firma „ACCENTUS MUSIC“ in Leipzig hatte ich schon einmal über die Neugründung und Veröffentlichung der DVD

Wilhelm Friedemann Bach Cantatas

berichtet:

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2010/11/13/grundung-dvd-label-accentus-music-erste-dvd-veroffentlichung-kantaten-von-wilhelm-friedemann-bach/

mit Dorothee Mields (soprano) ǀ Gerhild Romberger (alto)

Georg Poplutz (tenor) ǀ Klaus Mertens (bass)

  • Wohl dem, der den Herren fürchtet (BR-WFB F 19)
  • Sinfonia d-moll (BR C7)
  • O Wunder, wer kann dieses fassen (BR-WFB F 2)
  • Ach, dass du den Himmel zerrissest (BR-WFB F 3)
  • Gott fähret auf mit Jauchzen (BR-WFB F 10)

2010 feiert die Welt den 300. Geburtstag von Wilhelm Friedemann Bach, dessen Musik aus verschiedensten Gründen lange Zeit in Vergessenheit geraten war. Zahlreiche seiner Werke waren seit dem Zweiten Weltkrieg gänzlich verschollen und wurden erst 1999 in Kiew wiedergefunden. Vier Kantaten des Komponisten sind nun erstmals auf DVD erhältlich, dargeboten von Dorothee Mields, Gerhild Romberger, Georg Poplutz, Klaus Mertens, dem Bachchor Mainz und L’arpa festante unter der Leitung von Ralf Otto. Eine Entdeckungsreise in das faszinierende Werk des ältesten Sohnes Johann Sebastian Bachs.

da heisst es wie folgt:

Link: http://www.thomaner-derfilm.de/de/produktionen/produktionen-details/items/st-thomas-boys-choir.html

Pünktlich zum 800. Geburtstag wird der Thomanerchor im März 2012 erstmals in einem abendfüllenden Dokumentarfilm auf der Kinoleinwand zu erleben sein. Durch die persönlichen Geschichten der Thomaner entsteht ein sensibles Portrait, das der Frage nach der Faszination des Traditionsensembles nachgeht.

2012 feiert der Thomanerchor Leipzig seinen 800. Geburtstag. Eine beeindruckende Zeitspanne, wenn man bedenkt, dass der Chor über die Jahrhunderte alle politischen Systeme in ungebrochener Tradition überdauert hat. Heute haben DIE THOMANER Bewunderer in aller Welt. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes weltberühmt und werden auf Tourneen in Amerika, Japan und Australien wie Rockstars gefeiert.

Pünktlich zum Jahrhundert-Jubiläum wird der Chor nun erstmals in einem abendfüllenden Dokumentarfilm auf der Kinoleinwand zu erleben sein. Die Thomaner, darunter ausgewählte Protagonisten und ihr Thomaskantor Georg Christoph Biller, werden über einen Zeitraum von über einem Jahr begleitet. Durch ihre persönlichen Geschichten entsteht ein sensibles Portrait der Thomaner, das der Frage nach der Faszination des Traditionsensembles nachgeht. Der Zuschauer darf eintauchen in eine einzigartige Welt zwischen Motette, Internat und Fussballplatz, in ein Leben, das geprägt ist von Erfolg und Leistungsdruck, Zweifeln und Stolz, Heimweh und echter Freundschaft.

Ein Film für die ganze Familie, unterhaltsam und informativ, packend und beeindruckend durch erstklassige Musik und stimmliche Erlebnisse.

Programmtitel: Die Thomaner (Arbeitstitel)
Programmtitel (English): St. Thomas Boy’s Choir (working title)
Eine Produktion von: ACCENTUS Music
In Koproduktion mit: MDR
In Zusammenarbeit mit: ARTE
Gefördert durch: Mitteldeutsche Medienförderung
Ein Film von: Paul Smaczny & Günter Atteln
Kamera: Michael Boomers, Christian Schulz
Schnitt: Steffen Herrmann
Ton: Toine Mertens, Andreas Köppen
TV-Producer: Maria Stodtmeier
Produzent: Paul Smaczny
Genre: Kino-Dokumentarfilm
Produktionsjahr: 2010-2012
Länge: 90′ / 60′
Aufzeichungsort: Leipzig, Buenos Aires, Hongkong u.a.
Kinostart: März 2012
Aufzeichungsformat: HD
Tonformat: Dolby Surround 5.1
Foto: ACCENTUS Music

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Nähere Informationen erhält der Leser für „ACCENTUS MUSIC“ zur Neugründung in Leipzig als PDF:

Link: Accentus Newsletter Juli 2010

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Grüße Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibungen


Liebe Bach-Freunde!

Gemälde: "Johann Sebastian Bach" von Elias Gottlob Haußmann (1746)

Nach den Veröffentlichungen der

BWV im Blog“

– möchte ich an jedem Sonntag den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- und Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung stellen.

Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  „YouTube“ sind schier unerschöpflich.

Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibung von „Sir John Eliot Gardiner“ ist in seinem Reisetagebuch als PDF einsehbar und steht als Download zur Verfügung!

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Heute  am 13. Februar 2011 begehen wir den 5. Sonntag nach Epiphanias.

J.S. Bach hat für die 4 Sonntage „Epiphanias“ folgende Kantaten-Werke komponiert:

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Sonntag Epiphanias jeweils am 6. Januar:

BWV 65 „Sie werden aus Saba alle kommen“/ Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol.  18 – CD 1

BWV 123 „Liebster Immanuel, Herzog der Frommen“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 18 – CD 1

BWV 248 „Weihnachts-Oratorium, Kantate 6″ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. DVD „Weimar Herderkirche“ (Start der Bach-Cantata-Pilgrimage im Dez. 1999)

Reisetagebuch Sir Gardiner für Weihnachten und Epiphanias Link: sdg 174_ger

Künstler Beitrag / Link: Kuenstlerbeitrag Julian Clarkson-Bass

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1. Sonntag nach Epiphanias:

BWV 32 „Liebster Jesu, mein Verlangen“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 18 – CD 2

BWV 124 „Meinen Jesum lass ich nicht“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 18 – CD 2

BWV 154 „Mein liebster Jesus ist verloren“ / Link YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 18 – CD 2

Reisetagebuch Sir Gardiner für Weihnachten und Epiphanias Link: sdg 174_ger

Künstler Beitrag / Link: Kuenstlerbeitrag Julian Clarkson-Bass

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2. Sonntag nach Epiphanias

BWV 3 „Ach Gott, wie manches Herzeleid“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 19 – CD 1

BWV 13 „Meine Seufzer, meine Tränen“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 19 – CD 1

BWV 155 „Mein Gott, wie lang, ach lange“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 19 – CD 1

Reisetagebuch Sir Gardiner für 2. und 4. Sonntag nach Epiphanias Link: sdg 115_ger

Künstler Beitrag / Link: Kuenstlerbeitrag Maya Homburger – Violine

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3. Sonntag nach Epiphanias

BWV 72 „Alles nur nach Gottes  Willen“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. DG (Deutsche Grammophon)

BWV 73 „Herr, wie du willt, so schicks mit mir“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. DG (Deutsche Grammophon)

BWV 111 „Was mein Gott will, das gscheh allzeit“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. DG (Deutsche Grammophon)

BWV 156 „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. DG (Deutsche Grammophon)

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4. Sonntag nach Epiphanias

BWV 14 „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 19 – CD 2

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen?“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 19 – CD 2

Reisetagebuch Sir Gardiner für 2. und 4. Sonntag nach Epiphanias Link: sdg 115_ger

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5. Sonntag nach Epiphanias

keine Kantate vorgesehen..!!

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Dirigent Karl Richter

Ein zusätzlicher Tipp:

für Karl Richter – Fans (zum 30. Todestag) BR-Klassik-Radio

Montag, 14.2.2011

Johann Sebastian Bach

Messe h-moll, BWV 232 um 19.05 Uhr

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Ich wünsche allen Bach-Freunden einen schönen Sonntag und werde diese Angaben für die folgenden Sonntage vervollständigen.

Grüße

Volker

Bach Stiftung St. Gallen neues Video auf YouTube Veröffentlicht


Hallo Bachfreunde,

eine exzellentes Video hat die Bach-Stiftung St. Gallen (Schweiz) auf YouTube neu veröffentlicht. Siebter Satz (aria, soprano) aus der Kantate BWV 36 („Schwingt freudig euch empor“), aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen. Als Solistin wirkt Nuria Rial (Sopran).

Nähere Informationen: www.bachstiftung.ch

Viel Spaß und Gruß

Volker

 

Examenskonzert der HfK Herford in der St. Marien Kirche Stift Berg Herford


St. Marien Kirche Stift Berg Herford am Abend

Ein gelungenes Examens-Konzert von zwei Jung-Dirigenten der „Hochschule für Kirchenmusik Herford“ erklang am Sonntag, 29.01.2011 um 20 Uhr in der St. Marien Kirche Stift Berg in Herford.

In der seht gut gefüllten St. Marien Kirche trafen sich einige Blog-Mitglieder aus OWL zum Konzert und erlebten spannende eineinhalb Stunden Barock- und Neuzeitliche Musik. Für die Jung-Dirigentin „Ji Kyung Lee“ (A-Examen Kirchenmusik) – begann das Examen-Konzert mit der Bach Kantate für den 3. Epiphanias-Sonntag BWV 72 „Alles nur nach Gottes Willen“ für Solisten, Chor und Orchester. Umsichtig und sicher, ohne große Pathos-Bewegungen im Dirigieren gelang ihr eine gelungene Wiedergabe dieser schönen Bach-Kantate.

Eindrucksvoll wie sich der ca. 35 Personen starke Studenten-Chor – verstärkt mit Dozenten der HfK – sich mit der halligen Kirche zurecht fand. Das Orchester der HfK Herford spielte auf historischen Instrumenten und war ein kongenialer Partner.

Video: J.S. Bach BWV 72 „Alles nur nach Gottes Willen“


Programm Examenskonzert der HfK Herford in der St. Marienkirche Stift Berg. Zur Vergrößerung in das Foto klicken..!

Gut besuchte St. Marienkirche Stift Berg Herford, rechts im Bild die Collon-Orgel

Steinmann-Orgel St. Marien-Kirche Stift Berg Herford

Als Zwischeneinlage erklang das Orgel-Werk BWV 547 „Toccata und Fuge in C-Dur“ an der großen Steinmann-Orgel. Durch die verhinderte Organistin Claudia Michaely sprang kurzfristig Prof. Helmut Fleinghaus dafür ein.

Eine moderne Chormusik a-capella vom norwegischen Komponisten Knut Nystedt (*1915) war die erste Herausforderung für den südkoreanischen Jung-Dirigenten: „Won Sun Jung“ (Examen Künstlerische Ausbildung Chorleitung).

Knut Nystedt ist einer der einflussreichsten norwegischen Komponisten und Chorleiter seit dem 2. Weltkrieg. Er ist vor allem durch seine Chorkompositionen bekannt. In einer Vertonung der Sprüche Salomos, Kapitel 2 Verse 1-15 und Kap. 3 Verse 1-4 „If You receive my words“ erklang ein a-capella-Gesang mit höchsten Schwierigkeitsgraden behaftet. Dazu aus dem Programmheft:

Zu Beginn des Stückes werden die Gotteskinder ermahnt, Gottes Worte zu bewahren und danach zu leben. Die Komposition hat in diesem Teil sein tonales Zentrum auf den Ton h. Die Männerstimmen bilden einen mysteriös wirkenden Klangteppich, der aus Tönen des Modus (Tonleiter) h-phrygisch besteht. Im folgenden Abschnitt setzen die beiden Frauenstimmen nacheinander zunächst mit dem gleichen Tonmaterial wie die Männerstimmen ein. Durch die Hinzufügung des Tones cis, den es in h-phrygisch nicht gibt, wird eine große Aspannung zwischen den Frauen- und Männerstimmen aufgebaut. Das Grundtempo des Tückes wird nun immer schnell, mit großer Emphase wird den Gotteskindern ein gelingendes, unter Gottes Schutz stehendes Leben zugesagt.

Jung-Dirigent der HfK Herford "Won Sun Jung" aus SüdKorea

Es wurde ein fesselnder a-capella-Gesang von dem Chor der HfK Herford dargeboten, hier wurde die fantastische Stimmbildung zur Offenbarung. Diese moderne Musik-Litaratur wurde zu einem absoluten Höhepunkt des Abends, die Halligkeit der Kirche wirkte sich sehr positiv für diese Komposition aus. Ein Volltreffer für den umsichtigen Jung-Dirigenten „Won Sun Jung“, der diese schwierige Chor-Literatur meisterlich führte und in seinem Dirigat vollends überzeugen konnte. Ihm kann eine zukunftsreiche Karriere prognostiziert werden, sein Dirigat war überzeugend und gekonnt und als Pate stand ihm ein vorzüglicher Chor der Hochschule für Kirchenmusik Herford zur Verfügung. Ich erinnere mich an das Examens-Konzert vor vier Jahren an gleicher Stelle, da wirkten unsere deutschen Dirigenten ein wenig steif und hölzern im Gegensatz zu der fantastischen Leistung des SüdKoreaners. Verwundert reibt sich der Besucher die Augen und sucht vergeblich nach gleichwertigen Jung-Dirigenten aus deutschen Landen an der HfK Herford..!!

Video: Knut Nysted„If You receive my words“

Sein meisterliches Debüt konnte „Won Sun Jung“ anschließend in der G.F. Händel-Psalmvertonung „Dixit Dominus“ (HWV 232) unter Beweis stellen. Dem Programmheft ist zu entnehmen, dass diese Psalmvertonung von G.F. Händel eine herausragende Stellung in den Psalmvertonungen einnimmt. Wie die meisten seiner Kompostionen mit lateinisch-liturgischen Text hat Händel das Werk während seines ersten Aufenthalts in Rom (1707), im Alter von 22 Jahren, geschrieben. Das Spektrum seiner Satztechnik – die Doppelchörigkeit zwischen Vokalchor und Instrumentalensemble, der Wechsel zwischen Ripieno (Tutti) und Concertino (Soli), sowie geschickte harmonische bzw kontrapunktische Wendungen – zeigt sein erstaunliches Können.

Dieses wurde wiederum hervorragend von allen Beteiligten bewundernswert umgesetzt. Ein geniales Orchester, ein stimmiger und profunder Chor und ein Jung-Dirigent, der das alles gekonnt in profihafter Manier zu meistern verstand. Ein überwältigender Schluss-Applaus dankte allen Beteiligten für einen wunderbaren Konzert-Abend.

Examen-Konzert Marienkirche Herford, Dirigentin: Ji Kyung Lee, links im Bild und Won Sun Jung, rechts im Bild alle HfK Herford

Video: Händel, Dixit Dominus