J.S. Bach-Stiftung St. Gallen stellt ein neues Video bereit BWV 93


Liebe Bachfreunde,

die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen veröffentlicht auf YouTube ein weiteres Video vierter Satz (aria, duetto soprano e alto) aus der Kantate BWV 93 „Wer nur den lieben Gott lässt walten“, aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen. Solisten: Miriam Feuersinger (Sopran) und Jan Börner (Altus). Musikalischer Leiter: Rudolf Lutz.

Weitere Informationen zur Bachstiftung unter www.bachstiftung.ch.

Wie immer ein Seh- und Hörgenuss..!!

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Nähere Angaben zu DVD http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-93/

Die J. S. Bach-Stiftung führt innerhalb von rund 25 Jahren das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Jeden Monat wird im appenzellischen St. Gallen-Trogen (Schweiz) eine der über 200 Kantaten von Bach gespielt. Sämtliche Konzerte, Workshops und Reflexionen erscheinen auf DVD, die Texte auch in Buchform.

Nächste Aufführungen in St. Gallen-Trogen:.

12.08.2011

TICKETS BESTELLEN…

Tickets für alle Aufführungen können Sie telefonisch oder per E-Mail bestellen.
Telefon: +41 71 242 58 58
E-Mail: info@bachstiftung.ch

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Wünsche allen einen schöne Woche.

Grüße
Volker

Radio- und TV-Tipps KW 27 – 4.7.-10.7.2011


4.7.

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Ein  Name, der in Interviews mit Sir John Eliot Gardiner und auch in seinem  Reisetagebuch immer wieder auftaucht – Nadia Boulanger. DRS II stellt die  Künstlerin vor.

DRS II
15 – 17
Parlando

«Jeder Akkord eröffnet eine neue Perspektive» – Nadia Boulanger im Portrait

Die Pariser Rue Ballu No. 36 ist eine Adresse für Musikergenerationen.
Regelmässig pilgerte die Hautevolee der internationalen Musikszene in die Wohnung  der Pädagogin, Musikerin und Komponistin Nadia Boulanger zum Unterricht.

Aaron Copland, Daniel Barenboim oder John Eliot Gardiner und viele mehr lernten bei der bekannten Musikerin.  Man sprach auch von Nadias «Boulangerie». Als Dirigentin und Pianistin war sie ebenso erfolgreich wie als Komponistin.

Obwohl mit dem 2. Preis des Prix de Rome ausgezeichnet, gab sie das Komponieren  mit dem Kommentar auf «Ich habe kein Talent». Die grosse Begabung schrieb sie  ihrer bereits mit 25 Jahren verstorbenen Schwester Lili zu. Ihrem Werk widmete Nadia Boulanger ihr Leben.

Im Gespräch mit dem Komponisten und Musikwissenschaftler Prof. Krzysztof Meyer,  mit Ausschnitten aus Reden von Nadia Boulanger im Original und mit der Musikerin als Dirigentin und Pianistin lässt Bettina Brand ein Stück Musikgeschichte wieder aufleben.

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5.7.

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Eine Wiederholung aus  dem letzten Jahr:

HR2
20-22

Bach: Messe h-Moll BWV 232

Dorothee Mields und Hana Blaziková, Sopran
Damien Guillon, Alt
Thomas Hobbs, Tenor
Peter Kooij, Bariton
Collegium Vocale Gent mit Orchester
Leitung: Philippe Herreweghe

(Aufnahme vom 3. September 2010 in der Georgenkirche, Schwarzenberg/ Erzgebirge)

Johann Sebastian Bach komponierte die h-Moll-Messe nicht in einem Stück, sondern die einzelnen Teile nach und nach. Bereits 1724 schrieb er für den Leipziger Weihnachtsgottesdienst das später in die h-Moll-Messe übernommene „Sanctus“. Die beengenden Verhältnisse in Leipzig führten dazu, dass Bach auch nach anderen Arbeitsmöglichkeiten Ausschau hielt und zu auswärtigen Höfen Kontakt knüpfte. Für den Amtsantritt Friedrich Augusts II. als Kurfürst von Sachsen 1733 schrieb er „Kyrie“ und „Gloria“, die später in die h-Moll-Messe aufgenommen wurden. Mit dieser Missa brevis bewarb sich Bach um den Titel eines Hof-Compositeurs am Dresdner Hof, den er dann auch 1736 erhielt. Der Anlass zur Vervollständigung der Missa brevis zur Missa tota bis 1749 ist nicht bekannt, doch steht sie im Einklang mit der in Bachs letztem Lebensjahrzehnt zu beobachtenden Tendenz zum Zusammenstellen komplexer Gruppen von Werken vorbildlichen Charakters. Die Messe in h-Moll geriet lange in Vergessenheit. Erst 1834 und1835 kam es in Berlin wieder zur vollständigen Aufführung. Die Resonanz war enthusiastisch, Bachs h-Moll-Messe wurde als „größtes musikalisches Kunstwerk aller Zeiten und Völker“ gepriesen. hr2-kultur sendet heute Abend eine Aufnahme vom letztjährigen Musikfest Erzgebirge unter der musikalischen Leitung des belgischen Bach-Spezialisten Philippe Herreweghe.

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6.7.

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Mit Freude denke ich an das Konzert des Magdalena  Consorts in der Bachkirche von Arnstadt zurück. Jetzt haben wir das Vergnügen,  das Ensemble wieder hören zu können – live aus der Tewkesbury Abbey – wieder mit Johann Sebastian Bach.

BBC-live
19:30-20:20 Pause 20:40-22:00 (20:30-21:30 Pause 21:40-23:00 MESZ)

Cheltenham Festival 2011:  Tewkesbury Abbey
‚To the Power of Three‘:

J.S. Bach Sinfonia to Cantata no. 42 (BWV.42) ‚Am  Abend aber desselbigen Sabbaths‘
J.S. Bach Cantata no.78 (BWV.78) ‚Jesu, der du meine Seele‘
J.S. Bach Brandenburg Concerto No 3 (BWV.1048) in G major

Pause

J.S. Bach Motet (BWV.230) ‚Lobet der Herrn, alle Heiden‘
J.S. Bach Cantata no 147 (BWV.147), ‚Herz und Mund und Tat und Leben‘

Magdalena Consort
Peter Harvey (Director, baritone)
Julia Doyle (soprano)
Robin Blaze (counter tenor)
James Gilchrist (tenor)

J.S. Bach’s cantatas BWV147 „Herz und Mund und Tat und Leben“ with its famous chorale „Jesu Joy of Man’s Desiring“, and the more reflective yet equally glorious „Jesu, der du meine Seele“, are testament both to Bach’s personal faith and his fascination with the religiously significant number, three. The Magdalena Consort and director and baritone Peter Harvey complete their tribute to Bach’s fascination with numbers with the Brandenburg Concerto no 3, scored for three violins, three violas and three cellos and the virtuosic motet „Lobet den Herrn“.

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7.6.

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Aufnahmen, die immer  mal wieder zu hören sind – und die man sich immer mal wieder anhören kann:

BR-klassik
13-14

Musik  im Originalklang
Orchestre Révolutionnaire et Romantique: John Eliot Gardiner
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 2 D-dur;
Robert Schumann: Konzertstück, op. 86 (Susan Dent, Roger Montgomery, Gavin  Edwards, Robert Maskell, Horn)

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8.7.

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Der Vollständigkeit halber auch die weiteren Konzerte vom Bachfest Leipzig:

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MDR Figaro
20-22

BACHFEST LEIPZIG 2011
„Eine venezianische Vesper“

Werke von Claudio Monteverdi, Giovanni Gabrieli, Tarquinio Merula, Gabriele Sponga  Usper u.a.
Vox  Humana, Cappella Gregoriana di Venezia, Venice Baroque Orchestra
Leitung: Andrea Marcon

„… eine Musik, wie ich sie kunstvoller in meinem Leben nicht mehr hören werde. Ihr Komponist, der sehr berühmte Claudio di Monteverde führte sie auf, begleitet von vier Theorben, zwei Zinken, zwei Fagotten, zwei Violinen, einer Baßviola von ungeheueren Ausmaßen, Orgel und anderen Instrumenten – ganz zu schweigen von 10 oder 12 Singstimmen. Ich war hingerissen vor Vergnügen.“

Unter überwältigendem Eindruck stehend, berichtet der niederländische Dichter Constantijn Huygens über seinen Besuch einer venezianischen Vesper im Jahr 1620. Ihre Blüte erlebte die musikalische Vesper zu dieser Zeit vor allem im italienischen Raum, eng verbunden mit dem Namen Claudio Monteverdis. Dieser hatte mit der „Marienvesper“ (1610) schon vor seinem Amtsantritt als Kapellmeister an San Marco in Venedig eine wegweisende Sammlung von Psalmen und Konzerten vorgelegt.

Mehr als 30 Jahre später erschien unter dem Titel „Selva morale e spirituale“ sein zweites Hauptwerk der sakralen Musik. Eine Vesper speziell zum Pfi ngstfest komponierte Monteverdi freilich nicht – zusammengestellt aus seinen Sammlungen, ergänzt durch Werke seiner Zeitgenossen und gregorianische Antiphonen erklingt eine venezianische „Vespro di Pentecoste“.

Aufzeichnung vom 18.6.2011, Thomaskirche, Leipzig

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9.7.

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MDR Figaro

20-22:30

Bachfest Leipzig 2011
Johann Christian Bach: „Zanaide“
Opera seria in drei Akten
Libretto: Giovanni Gualberto Bottarelli

Welterstaufführung seit 1763

Sara Hershkowitz, Sopran (Zanaïda); Clémentine Margaine, Mezzosopran (Tamasse); Chantal Santon, Sopran (Roselane); Camille Poul, Sopran (Osira); Patrice Verdelet, Bariton (Mustafa); Natalie Perez, Sopran (Cisseo); Majdouline Zerari, Mezzosopran (Aglatida); Julie Fioretti, Sopran (Silvera); Jeffrey Thompson, Tenor (Gianguir)
Opera Fuoco, Leitung: David Stern,
Regie: Sigrid T’Hooft

Aufzeichnung vom 15./16.6.2011, Goethe-Theater Bad Lauchstädt
Moderation: Bettina Volksdorf

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Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den 2. Sonntag nach „Trinitatis“


Sir J.E. Gardiner am Bach-Denkmal Thomas Kirche Leipzig

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 03.07.2011 begehen wir den – 2. „Sonntag nach Trinitatis“

Der 2. Sonntag nach Trinitatis hat „die Einladung“ zum Thema. Es leitet sich ab vom Evangelium vom großen Abendmahl – der Einladung, die von den Wohlhabenden abgelehnt wird, woraufhin die Einladung an die Außenseiter und Ausgestoßenen ergeht, die sie freudig annehmen. Es geht an diesem Sonntag wohl mehr darum, darüber nachzudenken, wo Gottes Einladung an uns ergeht und wie wir darauf antworten. Die übrigen Perikopen nehmen das Thema in vielfältiger Weise auf.

Am 2. Sonntag nach Trinitatis hören wir die Einladung zum großen Abendmahl und danken Gott, dass er uns durch Jesus Christus teilhaben läßt an seinem Reich. Die Freude über die Einladung macht uns selbst zu Einladenden.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 2. Sonntag nach Trinitatis

BWV 2 – „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“
BWV 76 – „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“

*) BWV 10 – „„Meine Seel erhebt den Herrn“  (* für Mariae Heimsuchung)

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Im Radio Live: 

„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

Sonntag, 03.07.2011 von 09:05  – 10:00 Uhr

Livestream-

Link: http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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Geistliche Musik – Programmauszüge:

Johann Sebastianh Bach

BWV 10 „Meine Seel erhebt den Herren“

Kantate zu Mariae Heimsuchung für

Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo; Siri Thornhill,

Sopran; Petra Noskaiová, Alt; Christoph Genz, Tenor; Jan van der

Crabben, Bass; La Petite Bande, Leitung: Sigiswald Kuijken

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/ YouTube: BWV 10 – 

 „Meine Seel erhebt den Herrn“ (für Mariae Heimsuchung)


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Kantaten-Beschreibung zum BWV 2, BWV 10  und BWV 76

von „Sir John Eliot Gardiner“ ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt!

Kantaten für den 2. Sonntag nach  „Trinitatis“ (Aufführungs-Ort: Basilique Saint-Denis, Paris,  am 2. und 3. Juli 2000)

Gardiner – Ausführungen zum BWV 10 „Meine Seel erhebt den Herrn“ (für Mariae Heimsuchung)

Zwei Wochen nach der ersten Aufführung von BWV 2 am 18. Juni 1724 stellte Bach „Meine Seel erhebt den Herrn“ BWV 10 zum Fest Mariä Heimsuchung vor – das fünfte Werk in seinem zweiten Leipziger Kantatenjahrgang. Er schätzte es hoch genug, um es im Laufe der 1740er Jahre mindestens einmal zu wiederholen. Es war für die Liturgie des Vespergottesdienstes in Leipzig bestimmt, und sein unbekannter Librettist übernahm für die Sätze 1 und 5 das deutsche Magnificat unverändert, während es in den Sätzen 2, 3, 4 und 6 paraphrasiert wird und statt mit einem Choral mit einer Doxologie des Chors endet. Bach findet Mittel und Wege, bei dem unveränderten Text den tonus peregrinus einzuflechten, den in der lutherischen Tradition mit diesen Worten verbundenen Gemeindegesang. Dieser liefert einen faszinierenden Kontrast zu seinem lateinischen Magnificat (BWV 243), das im Jahr zuvor am Weihnachtstag (mit weihnachtlichen Einschüben) aufgeführt worden war.

Wenngleich die Kantate weniger üppig instrumentiert und nicht so offenkundig theatralisch ist, steht sie im Hinblick auf  handwerkliches Können und eine umsichtige Ausdeutung der Worte dem Lobgesang in nichts nach. Bachs große Aufgabe besteht hier darin, zwischen dem modalen Charakter des Tonus peregrinus und der festlichen Stimmung des Textes und seinen Vorstellungen, wie sich dieser Überschwang durch Chor und Instrumente ausdrücken ließe, eine praktikable Synthese zu schaffen. Angemessenen rhythmischen Schwung erhält die einleitende (vivace überschriebene) Choralfantasie durch Arpeggien im Stil des italienischen Violinkonzerts in den hohen Streichern und die kraftvolle Deklamation der drei tiefen Chorstimmen. In der zweiten Verszeile wandert der Tonus peregrinus, der nun den Altstimmen übertragen ist, zur Subdominante, bevor Bach die einleitende Sinfonia auf typisch kunstreiche Weise mit den Chorstimmen verflechtet, diesmal jedoch auf den Cantus firmus verzichtet.

Der zweite Satz, eine festliche Sopran-Arie in B-dur im konzertanten Stil behält den rhythmischen Schwung bei und schildert den Herrn als ‚stark und mächtig’. Ein Vergleich der autographen Partitur mit den Originalstimmen lässt vermuten, dass Bach die unisono geführten Oboen, die den vierstimmigen Satz füllen, wenn die Sopranstimme pausiert, erst dann einfügte, als er die Stimmen ins Reine schrieb. Das Tenor-Rezitativ (Nr. 3) steigert sich zu einem Melisma aus sechsunddreißig Noten, um uns jene Leute vor Augen zu führen, ‚die voller Stolz und Hoffart sind’ und die Gottes Hand ‚wie Spreu zerstreun’ wird – was auf die Lippen der Gemeindemitglieder, die sich an das peitschende Motiv des Evangelisten in der Johannes- Passion erinnerten, die sie ungefähr vier Monate zuvor gehört hatten, ein wissendes Lächeln gebracht haben mag. Darauf folgt eine prachtvolle, unerbittliche Arie für Bass, die mit hämmerndem Continuo betont, wie ‚Gewaltige vom Stuhl hinunter in den Schwefelpfuhl’ gestoßen werden, und schließlich auf sinnige Weise schildert, wie Gott die Reichen ‚bloß – und – leer’ lässt. Hier bietet sich ein faszinierender Vergleich mit dem ‚Deposuit’ aus dem lateinischen Magnificat an. Wie im ‚Suscepit Israel’ jenes Werkes verwendet Bach jetzt den (der Trompete übertragenen) Tonus peregrinus als Hintergrund für ein überaus zärtliches und lyrisches Duett zwischen Alt und Tenor (Nr. 5).

Doch vielleicht spart er sich das Beste für den Schluss auf, ein Tenor-Rezitativ (Nr. 6), das secco beginnt und dann von den hohen Streichern mit plätschernden Sechzehnteln begleitet wird. Diese schildern, wie Gottes Same ‚sich so sehr wie Sand am Meer und Stern am Firmament ausbreiten’ musste, und eine Paraphrase der Anfangsworte des Johannesevangeliums (‚das ew’ge Wort ließ sich im Fleische sehen’) beschließt die Kantate mit dem wunderschönen und trostreichen Versprechen, ‚dass Gottes Wort voll Gnad und Wahrheit sei’. Die Doxologie erinnert in der Kraft, mit der Bach den Chor die Worte deklamieren lässt – auf eine Weise, bei der er den Wechsel zwischen betonten und unbetonten Silben im Deutschen besonders geschätzt haben mag – sehr stark an Heinrich Schütz.

Schütz (1585–1672) ist der unbesungene Held, der Monteverdi und Bach verbindet. Er war, so vermute ich, der Kanal für jenen reichen Strom musikalischen Ausdrucks und die nahezu wissenschaftliche Erkundung menschlicher Leidenschaften, der Monteverdi den Weg bereitet hatte, er sorgte dafür, dass sie über Schüler wie Jonas de Fletin an Johann Christoph Bach und von diesem an dessen berühmtem Großcousin weitergegeben wurde. Mehr als jeder andere Barockkomponist erkannte und würdigte Schütz die Rhythmik, die sinnlichen Muster und die rhetorische Kraft der gesungenen deutschen Sprache. Stellt man ihm Bach an die Seite und sieht man sich genauer an, wie dieser seine Texte vertonte, so wird deutlich, dass Bachs Methode nicht immer glücklich war, dem Text aber auch nicht sein Hauptaugenmerk gilt. Bei Bach herrschten andere Prioritäten, doch hatte er sich erst einmal entschlossen, dann bewies er, dass er seinen Text nicht nur sehr prägnant und einfühlsam vertonen konnte, sondern dass er auch ein meisterhafter Rhetoriker war.

© John Eliot Gardiner 2010 – Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch. – Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen:  h i e r  zum Download als PDF

  Künstler-Beitrag –  Link: Künstlerbeitrag Michael Harrison, Trompete

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/ YouTube: BWV 2 – 

Ach Gott, vom Himmel sieh darein

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/ YouTube: BWV 76 – 

„Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“

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CD für den 2. Sonntag nach „Trinitatis“ Link: CD’s Bach-Kantaten:
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  Cover: CD’s – SDG 165 – Vol. 2
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BWV 2 “Ach Gott vom Himmel sieh darein“

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 165 – Vol.  2 – CD  1

BWV 10 “Meine Seel erhebt den Herrn“ (für  Mariae Heimsuchung)

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 165 –  Vol. 2 – CD 1

BWV 76 „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 165 –  Vol. 2 – CD 1

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Trinitatis-Sonntag mit wunderschönen Bach-Kantaten.
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Herzliche Grüße
Volker

Biografie Julia Doyle – Sopran


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Julia Doyle

Julia Doyle

Die Sopranistin Julia Doyle, die aus Lancaster stammt, studierte Sozial- und Politikwissenschaften sowie Gesang in Cambridge. Bevor sie sich ganz auf ihre Laufbahn als Sängerin konzentrierte, forschte sie in den USA zur sprachlichen und musikalischen Entwicklung von Kindern und war im Kulturmanagement tätig.

Als international gefragte Barock-Spezialistin musiziert Julia Doyle mit Originalklangensembles wie I Fagiolini oder dem Orchestra of the Age of Enlightenment, aber auch mit dem BBC Philharmonic, der Britten Sinfonia und dem Royal Philharmonic Orchestra. Auftritte mit John Eliot Gardiner und den English Baroque Soloists führten sie ins Amsterdamer Concertgebouw sowie zu den BBC Proms und den Festen Alter Musik im Braunschweiger Land „Soli Deo Gloria„; Roger Norrington lud sie 2006 für Aufführungen von Purcells The Fairy Queen ans Salzburger Mozarteum ein. Mit dem BBC Symphony Orchestra unter David Zinman hat Julia Doyle jüngst Lutosławskis Dwadziesci Koled (Weihnachtslieder) für CD eingespielt.

http://www.juliasoprano.moonfruit.com/#/biography/4522565115

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Doyle-Julia.htm

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Biografie Magdalena Consort


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Das Magdalena Consort vor seinem Debütkonzert in Santiago de Compostela - © www.magdalenaconsort.com

Das Magdalena Consort vor seinem Debütkonzert in Santiago de Compostela - © http://www.magdalenaconsort.com

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Das Magdalena Consort wurde 2008 von Peter Harvey gegründet und verfolgt das künstlerische Ziel, lebendige Aufführungen der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts als Kammermusik auf höchstem Niveau zu realisieren. Die Besetzung des Ensembles entspricht der Anzahl von Sängern und Instrumentalisten, für die die Musik ursprünglich geschrieben wurde. Die Größe des Orchesters variiert zwischen dem Einsatz einzelner Streicher und kleinem Kammerorchester, während die chorischen Sätze von Solisten gesungen werden – „one voice per part“. Die sich daraus ergebene große Klarheit in den musikalischen Linien macht den charakteristischen Klang des Magdalena Consorts aus.Die Instrumentalisten des Magdalena Consorts gehören zu den namhaften europäischen Spezialisten für Alte Musik, die Sänger sind international bekannte Solisten, die ebenso beachtliche Erfahrung im Ensemblegesang haben.

Magdalena Consort in Arnstadt - © V. Hege
Magdalena Consort in Arnstadt – © V. Hege

Beim Festival Santiago de Compostela gab das Ensemble im Juli 2008 sein äußerst erfolgreiches Debütkonzert mit den Solisten Gillian Keith, Daniel Taylor, James Gilchrist und Peter Harvey, der ebenfalls die Leitung inne hatte. Ein Jahr später debütierte das Magdalena Consort in Deutschland. Im Rahmen des MDR-Musiksommers gaben sie in der Arnstädter Bachkirche ein vom Publikum begeistert aufgenommenes Konzert mit Werken von Johann Sebastian Bach. Ein weiterer Höhepunkt war 2010 eine Aufführung von Monteverdis Marienvesper mit 10 Sängern in der Tewkesbury Abbey.

Neben den öffentlichen Konzerten engagiert sich das Magdalena Consort auch im sozialen Bereich und tritt in kleiner Besetzung in ungezwungenener Atmosphäre in Hospizen honorarfrei auf – eine karitative Initiative mit dem Namen „Musikalisches Opfer“.

http://www.magdalenaconsort.com/home.html

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Gesangs-Solisten von der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000


Peter Harvey (Bass-Bariton)

Liebe Gardiner- und Händel-Freunde/innen!

Gesangs-Solisten von der „Bach-Cantata-Pilgrimage 2000“ sind in einem Konzert vom 28.3.2011 im Wiener Konzerthaus mit dem Tölzer Knabenchor zu bewundern.  Robin Blaze (Altus) und Peter Harvey (Bass) singen die Solopartie in dem Händelwerk:

„As pants the hart“

von Georg Friedrich Händel (1685-1759)

Chapel Royal Anthem HWV 251e

Ausführende:

Kammerorchester Basel, Sopran und Alt: Solisten des Tölzer Knabenchores

Bass: Raphael Kriegmair, Solist des Tölzer Männerchores

Contratenor: Magid el-Bushra

Bass: Peter Harvey 

Tölzer Knabenchor Dirigent: Paul Goodwin.

Leitung Chor: Gerhard Schmidt-Gaden.

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Ich wünsche viel Spaß mit dem Video. Gruß Volker

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Vodpod videos no longer available.

Biografie Malin Hartelius – Sopran


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© Suzanne Schwiertz

© Suzanne Schwiertz

Die aus Växjö stammende Schwedin studierte am Konservatorium für Musik in Wien Stimmbildung bei Margarete Bence. Nach der Mitgliedschaft 1989/90 im Studio der Wiener Staatsoper folgten Engagements an die Wiener Staatsoper, das Theater St. Gallen und an das Züricher Opernhaus, dem sie seit 1991 als festes Ensemblemitglied verbunden ist.Seitdem debütierte sie bei den Ludwigsburger (1990) und den Schwetzinger Festspielen (1991) als Blondchen, gefolgt von den Salzburger Festspielen (1997). Weitere Debüts folgten an der Oper Frankfurt als Adina in Liebestrank (1997) sowie an der Staatsoper Unter den Linden als Sophie im Rosenkavalier (1998)

Einen großen Erfolg errang die Sängerin in der Spielzeit 1999 / 2000 mit ihrer Interpretation der Pamina in der Neuinszenierung der Zauberflöte am Opernhaus Zürich unter der Leitung von Franz Welser-Möst und Jonathan Miller.

Im Herbst 1999 folgte Malin Hartelius der Einladung der Opéra National de Paris für die Hauptpartien in Rameaus Les Indes Galantes unter der Leitung von William Christie und sang in der Saison 2000/2001 am selben Haus die Adele (Fledermaus) unter Armin Jordan.

Zu den künstlerischen Höhepunkten der folgenden Jahre zählten Konzerte unter der Leitung von John E. Gardiner im Rahmen des Bach Jahres sowie bei den Salzburger Festspielen mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Wolfgang Sawallisch und Charles Mackerras. Weiter folgten ihr Debüt als Marzelline (Fidelio) an der Bayrischen Staatsoper München unter der Leitung von Zubin Mehta sowie die weibliche Hauptpartie in Schuberts Alfonso und Estrella am Opernhaus Zürich mit Nikolaus Harnoncourt. Bei den Salzburger Festspielen 2001 war sie als Adele (Fledermaus) zu hören. Im selben Jahr sang sie erstmals die Konstanze (Entführung aus dem Serail) am Zürcher Opernhaus und ist seitdem in dieser Partie auch bei den Festspielen in Aix en Provence 2004, an der Bayerischen Staatsoper München, Hamburgischen Staatsoper und konzertant in Luzern und Amsterdam zu hören gewesen.

In den vergangenen Spielzeiten sang sie Konzerte mit der Accademia Santa Cecilia, dem Philharmonia Orchestra, London Symphony Orchestra, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks, dem Tonhalle Orchester Zürich sowie dem Cleveland Orchestra. Ebenfalls kehrte sie an die Opéra Bastille (Les Indes Galantes) sowie an die Bayerische Staatsoper München als Adele (Fledermaus) und als Konstanze (Entführung aus dem Serail) zurück.

Ihre erfolgreichen Zürcher Debüts als Contessa und Fiordiligi wurden international gewürdigt. Bei den Salzburger Festspielen 2009 sang die Künstlerin das Sopransolo in Mahlers 4. Sinfonie, sowie Fiordiligi unter der Leitung von Adam Fischer. Es folgten ihr Debüt als Tatjana in Eugen Onegin in Zürich sowie Konzerte mit dem Orchestre de la Suisse Romande (Elias) in Genf und Lausanne und mit dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst im Wiener Musikverein (Brahms Requiem).

Höhepunkte des Jahres 2010 beinhalten Vorstellungen von Cosi fan tutte in Cleveland sowie ihr Debüt als Leila in Die Perlenfischer in Zürich. Konzerte mit der 9. Sinfonie von Beethoven, sowie ihre erste Marschallin im Frühjahr 2011 sind deutliche Zeichen für eine Facherweiterung der Sängerin, die in den Folgejahren konsequent durchgeführt wird.

Malin Hartelius wurde im Januar 2010 in Stockholm vom schwedischen König mit dem Orden für Wissenschaft und Kunst „Litteris et Artibus“ ausgezeichnet.

http://www.machreich-artists.com/kuenstlerinnen_biografie.php?id=17

http://www.biamartists.com/main_artists.php?id_artista=12&idioma=GR

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Hartelius-Malin.htm

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Pressestimmen

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[…] Die Malin Hartelius von 2010 klingt allerdings deutlich anders als die von 1997. War ihr Sopran damals ein ganz leichter, spielerischer, ja eine ideale Mozart-Stimme, geht er jetzt in eine gewichtigere Richtung. […] Jede Linie wird bei ihr musikalisch sinnvoll zu Ende geführt, Legatokunst und Phrasenbildung sind meisterhaft. […]
Frankfurter Rundschau, Oktober 2010
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Termine der Sommer-Festspiele 2011 im Rundfunk und Fernsehen eine PDF-Anlistung zum Download


PDF-BR Sommer-Festspielzeit 2011

Eine wunderbare Übersicht der Sommer-Festspiele in 2011 als PDF gibt es von BR-KLASSIK.

In der PDF-Anlistung sind bereits abgeschlossene Festivals im Rundfunk nachhörbar wie das Bachfest 2011 in Leipzig, Internationale Orgelwoche Nürnberg

u.v.a. mehr…

Die Bayreuther Festspiele mit einer Neuinszenierung von Richard Wagners „Tannhäuser“, die Salzburger Festspiele mit Giuseppe Verdis „Mac Beth“ oder Richard Strauss‘ „Frau ohne Schatten“, das Lucerne Festival und das Aldeburgh-Festival, das Schleswig-Holstein-Festival und Beiträge aus Brüssel, London und dem norwegischen Bergen: Das ist nur ein Auszug aus dem Programm der Festspielzeit von BR-KLASSIK.

Zu erleben gibt es große Pianisten wie Martha Argerich und András Schiff, Pultstars wie Mariss Jansons und Riccardo Muti, herausragende Interpreten der Alten Musik wie Jordi Savall und Christophe Rousset und wunderbare Sängerinnen wie Christine Schäfer und Magdalena Kožena; außerdem Opern aus Montpellier und Pesaro, Klavierabende von den Schwetzinger Festspielen, Orchesterkonzerte aus Stockholm und von den BBC Proms.

Mit rund 130 Übertragungen oder Aufzeichnungen bietet BR-KLASSIK wunderbare musikalische Sommerabende, in der Regel täglich um 18.05 und um 20.05 Uhr.

  Link:  PDF-Download vom BR – Klassik Programm Sommer-Festival 2011

Gönnen wir uns spannende Klassik-Abende am Radio oder Fernsehen es ist für jeden Klassik-Freund etwas Wunderbares dabei….!!

Herzliche Grüße

Volker

Besucherschwund beim Orgelklassen-Konzert in der HfM Detmold, das war unverdient!


HfM Detmold Seminargebäude

HfM Detmold Seminargebäude

Liebe Orgel-Freunde!

Wieder habe ich mich mit einer kleinen Anhängerschaft auf den Weg ins Konzerthaus der HfM Detmold gemacht, um einmal die Orgel-Klasse von Prof. Gerhard Weinberger in dem 2. Abschiedskonzert zu erleben. Beim Betreten des Konzerthauses wurde ich sehr enttäuscht, der Besucherzuspruch war sehr spärlich und verwunderte mich zumal der Eintritt frei war. Es traten ehemalige Orgel-Klassenschüler von Gerhard Weinberger auf, die als großartige Konzert- oder Kirchen-Organisten ihren Weg gefunden haben und ein sehr gutes Renommée besitzen. Das Orgel-Konzert wurde zu einem Festschmaus der Superlative  und wurde angereichert mit einer Orgel-Literatur aus der Barock- Klassik- Romantikzeit und Moderne, Herz was begehrst du mehr.

Klais-Orgel Konzerthaus HfM Detmold

Die Klais-Orgel in dem Konzerthaus stellt sich als ein Prunkstück da und begeisterte das spärliche Publikum aufs Feinste.

Erbaut 2006 durch die Firma Klais 1967, (Renoviert und umintoniert 2000), IV/53
Midifizierung 2009 – Traktur: mechanisch, Register+Koppel: elektrisch
256-fache Setzerkombination + Diskettenlaufwerk.

Klais-Orgel Disposition:

Disposition der Klais-Orgel im Konzerthaus der HfM Detmold

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Nach Bachs H-Moll-Messe, mit der sich die Hochschule für Musik Detmold unlängst von ihrem verdienten Leiter der Kirchenmusikabteilung, Prof. Gerhard Weinberger,  verabschiedet hat, traten nun ehemalige Studierende – heute in führenden Positionen – zusammen, um in einem Konzert ihren Lehrer zu ehren. Am Sonntag, 26. Juni 2011, wurde um 18.00 Uhr im Konzerthaus der Hochschule für Musik in Detmold ein eindrucksvolles Programm geboten: Sigmund Bothmann gab mit dem von ihm gegründeten „Knabenchor Gütersloh“ das Konzert mit Felix Mendelssohn Bartholdys „Laudate pueri Dominum“ op. 39.2 zu Gehör. Eine weitere Schülerin von Weinberger, Bettina Pieck, begleitete am Klavier.

Die erfolgreiche Konzertorganistin Iris Rieg spielte daraufhin Praeludium und Fuge g-Moll von Joahnnes Brahms und die Choral-Improvisation ber ‚Victimae paschali“ von Charles Tournemire. Mit der Reger-Phantasie und Fuge d-Moll op. 135b stellte sich dann Sigmund Bothmann als Organist vor, bevor Hisako Yoshida Bachs Triosonate Nr.5 C-Dur BWV 529 präsentierte. Mit einem zentralen Reger-Werk, der Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46, stellte sich vor der Pause Daniel Beckmann vor, der unlängst zum Domorganisten in Mainz berufen wurde. Nach der Pause schlug der Knabenchor Güterloh volkstümlichere Töne an, bevor Henry Purcells „Voluntary for a double organ“ und die eindrucksvolle Toccata von Francis Pott von dem Memminger Kirchenmusiker Christian Weiherer interpretiert wurde. Den fulminanten Schluss des Programmes bildete Friedhelm Flamme mit der Symphonischen Phantasie und Fuge d-Moll op. 57 von Max Reger.

Mein Herz hängt an der Orgel-Literatur von Reger und J.S. Bach. Eindrucksvoll wie Daniel Beckmann, (Domorganist in Mainz)-  von Reger die Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 so überwältigend und ausgefeilt registriert vortrug das war ein absoluter Höhepunkt. Ebenso prächtig in einer barocken Klangwiedergabe die Trio-Sonate BWV 529 vorgetragen von Hisako Yoshida. Da ging mir das Herz auf und berührte mich ungemein, da diese 2 ersten Sätze: Allegro und Largo bereits am Freitag vor dem Konzert während einer Beerdigung einer lieben Verwandten zu hören waren…!!

Von der Triosonate BWV 529 gibt es von dem wunderbaren Organisten Helmut Walcha eine Einspielung, die für Furore gesorgt hatte. Helmut Walcha, erblindete mit neunzehn Jahren aufgrund einer Pockenimpfung. Walcha war ein herausragender Bach-Kenner und ein ehemaliger Dozent an der HfM in Frankfurt. Helmut Walcha starb am 11. August 1991 in Frankfurt am Main.

Link: Wikipedia  http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Walcha 

YouTube-Video „Helmut Walcha“ Trio-Sonate BWV 529″ Satz: Allegro

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Überraschend für mich der Auftritt des Knabenchores aus Gütersloh der mit einer filigranen Wiedergabe von Felix Mendelssohn Bartholdy mit dem „Laudate pueri Dominum“ op. 39.2 überzeugen konnte. Der Knabenchor Gütersloh ehrte durch seinen musikalischen Beitrag Prof. Gerhard Weinberger in seiner Funktion als Mitglied des Kuratoriums des Knabenchores Gütersloh.

Knabenchor Gütersloh Konzert HfM Detmold

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YouTube: Felix Mendelssohn Bartholdy „Laudate pueri Dominum“

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Prof. Gerhard Weinberger

Insgesamt hatte sich das Kommen sehr gelohnt und hatte seine berührende Momente. Eine vollbesetzte Kozerthalle wäre mehr als verdient gewesesen. So bleibt ein fader Beigeschmack zurück und Prof. Weinberger wird sicherlich ebenso überraschend das festgestellt haben müssen, dass diese 2. Verabschiedung leider nicht die Resonanz gefunden hat wie das großartige 1. Konzert mit der h-moll-Messe vormals und einer vollbesetzten Konzerthalle.

Ich wünsche dem rührigen und beseelten Bach-Interpreten und Dozenten für die Zukunft alles erdenklich Gute und hoffe, dass wir ihn in Ostwestfalen noch einmal oder besser noch mehrmals in einem Orgel- oder Vokal-Konzert erleben dürfen.

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Herzliche Grüße

Volker

200 Jahre alte Kantaten-Sammlungen in Blankenburg entdeckt


200 Jahre alte Kantaten-Handschriften aufgefunden. Foto: S. Hübner

Wieder wurden 200 wertvolle handschriftliche Kantaten in Blankenburg entdeckt und der Klassik-Freund ist erfreut darüber.

Das Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig hat in seinen Beständen eine Sammlung von Kirchenkantaten aus der Zeit um 1800 entdeckt. Die sechs Kartons mit Notenblättern stammen aus der St. Bartholomäuskirche in Blankenburg am Harz und wurden erst jetzt umfassend untersucht, teilte das Archiv am 23. Juni mit. Bei den 95 Kantaten und Psalmvertonungen handelt es sich ausschließlich um Handschriften.

Die schiere Menge des Materials zeigt, dass die musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes vor rund 200 Jahren noch sehr viel üppiger war als heute“, sagte der Musikwissenschaftler Helmut Lauterwasser, der in den vergangenen drei Wochen das Material für eine internationale Musikdatenbank untersucht hat. „Während archivierte Drucke insgesamt bereits nahezu vollständig untersucht sind, bergen gerade Handschriften noch viele Geheimnisse und manchen Schatz.“

Unter anderem enthält der Archivfund mit allein 44 Kantaten von „Christian Gotthilf  Tag“ (1735-1811) die umfangreichste Werksammlung des Künstlers. Zudem wurden zwei bislang unbekannte Werke des Komponisten Johann Christoph Kellner (1736-1803) entdeckt. „Diese Kantoren-Komponisten gehören als kleine Mosaiksteine genauso zur Musikgeschichte wie große Künstler namens Brahms oder Bach“, sagte Lauterbach.

Der Fund soll nun nicht wieder einfach im Archiv verschwinden. „Es wäre wünschenswert, wenn wir Auszüge daraus auch zur Aufführung brächten“, sagte Landeskirchenmusikdirektor Claus-Eduard Hecker. Die Werke zeichneten sich durch einen empfindsamen Stil mit Einflüssen aus der Oper aus. Konkrete Planungen zu Aufführungen gebe es allerdings noch nicht.

Hörproben und mp3 Link: http://www.tagwerk.meine-hp.net/

Kurz-Biographie von Christian Gotthilf Tag (1735-1811)

Tag wurde 1735 als Sohn des Beierfelder Kantors und Schullehrers Christian Gottlob Tag geboren. Nach erster Schulbildung in seiner erzgebirgischen Heimat besuchte er als Freischüler die Dresdner Kreuzschule, wo er als Alumnus und Chorsänger unter Gottfried August Homilius Musikausbildung erhielt. Obwohl er sich an der Universität Leipzig als Student der Theologie immatrikulieren wollte, nahm er 1755 in der sächsischen Kleinstadt Hohenstein die Kantorenstelle an, der er bis 1808 treu blieb. Er zog zu seiner Tochter in Niederzwönitz, wo er 1811 starb.

Christian Gotthilf Tag gilt als einer der tüchtigsten Organisten, Orgelsachverständigen und Kantoren seiner Zeit. Er komponierte eine Fülle geistlicher Werke, die er ursächlich für seine Hohensteiner Kantorei schuf. Den Schwerpunkt seines Schaffens bilden Kantaten, in denen er an der Fugenform festhält und viele tonmalerische und tonsymbolische Elemente verwendet.

(Wikipedia)

Grüße
Wolfgang

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(Textangaben: Evangelischer Pressedienst)

Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig
Dietrich-Bonhoeffer-Straße 1 | 38300 Wolfenbüttel
Telefon: 05331/ 8 02-0 | Telefax: 05331/ 8 02-707

Biografie Elisabeth Roloff – Organistin


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Elisabeth Roloff an der Kleuker-Orgel der Ev. Kirche in Bielefeld-Ummeln, © V. Hege

Elisabeth Roloff an der Kleuker-Orgel der Ev. Kirche in Bielefeld-Ummeln, © V. Hege

Elisabeth Roloff, geboren am 18. Februar 1937 in Bielefeld / Ostwestfalen, verstorben im 72. Lebensjahr am 14. Dezember 2008 in Bielefeld – gehört zu den bekannten und gefragten Konzertorganistinnen der Welt. Ihren ersten Orgelunterricht erhielt sie als Jugendliche an der Evangelischen Lutherkirche in Bielefeld-Sieker.

Elisabeth Roloff studierte an den Hochschulen für Musik in Berlin und Köln. Im Fach Orgel legte sie die Reifeprüfung ab. Von 1974 bis 1982 war sie „Organiste Titulaire“ an der Deutschen Kirche in Paris und studierte französische Orgelmusik bei Marie-Claire Alain. Ab 1982 war die Kirchenmusikerin Titularorganistin der Erlöserkirche in Jerusalem und Leiterin der Orgelabteilung an der Jerusalemer Akademie für Musik und Tanz.

Mit ihren Konzerten in zahlreichen renommierten Kathedralen, Kirchen und Konzerthallen Europas (darunter Notre Dame in Paris, The Royal Festival Hall in London, die Alte Oper in Frankfurt) sowie in den Vereinigten Staaten, Mexiko, Rußland und Südamerika (Buenos Aires, Montevideo, San Paulo) hat sie internationales Renommee und Anerkennung gewonnen. Ihr Repertoire war weit gespannt von Renaissance und Barock über die klassische und romantische Periode bis hin zur Moderne. Ein viel beachtets Konzert gab sie im April 2008 an der Kleuker-Orgel der Ev. Kirche in Bielefeld-Ummeln. Neben vielen Rundfunkauftritten und Schallplattenaufnahmen hat die Künstlerin mit der bekannten Firma Dabringhaus und Grimm in Detmold zahlreiche CDs herausgebracht.Unter anderem hat sie auf der CD „Orgellandschaft Jerusalem“ sie sechs verschiedene Orgeln dokumentiert, an denen sie konzertierte.

http://www.mdg.de/data/artist.php?id=91

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Pressestimmen

Von Jerusalem an den Schwielowsee
Elisabeth Roloff wird morgen in der Stülerkirche Caputh ein Orgelkonzert geben

ElisabethRoloff lebt nun gut 24 Jahre lang in einer der ältesten Städte der Welt, in Jerusalem. Seit 5000 Jahren wohnen in ihr Menschen. Drei Tage bevor die gewaltsame Eskalation zwischen den Hisbollahs und Israel begann, bestiegElisabeth Roloff das Flugzeug in Jerusalem, um nach Deutschland zu fliegen.  […]
Potsdamer Neueste Nachrichten,  22.6.2006
http://www.pnn.de/potsdam-kultur/134762/

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Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den 1. Sonntag nach „Trinitatis“


Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 26.6.2011 begehen wir den – 1. „Sonntag nach Trinitatis“

Der 1. Sonntag nach Trinitatis hat die Apostel und Propheten zum Thema. Gott sendet und wählt einzelne Personen, die er mit einem Auftrag ausstattet. Diese Personen sollen Gottes Botschaft weitertragen. Oft ist diese nicht einfach, sondern anstössig, so dass die Personen immer wieder auf Widerstand stoßen. Dennoch oder eher gerade deswegen gehören Apostel und Propheten zum Gesamtbild des christlichen Glaubens, denn sie helfen, sich auf  Gottes Willen zu besinnen. Allerdings muss man sich hüten vor „falschen Propheten“, die den Glauben an die Existenz solcher Menschen mißbrauchen und schamlos ausnutzen.

Am 1. Sonntag nach Trinitatis hören wir im Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus den Hinweis auf die Propheten, die die Lebenden zu hören nicht bereit waren und auch heute oft nicht bereit sind. Auch wir verschließen oft unsere Ohren vor den wahren Propheten und neigen sie gern falschen Propheten zu. Aber das Wort Gottes läßt nicht zu, dass wir gänzlich abirren, sondern holt uns zurück und stellt uns in seinen Dienst. So sind auch wir Gesandte (= Apostel) des Herrn.

Dieser Sonntag hat die Apostel und Propheten zum Thema. Apostel und Propheten, das sind Menschen, die Gott berufen hat, damit sie seine Werkzeuge werden. Das macht sie aber nicht zu besonderen Menschen. Sie sind vielmehr Vorbilder, die uns den Weg zeigen, den Gott für uns bereitet hat; es ist der gleiche Weg, den diese Apostel und Propheten vor uns gegangen sind. Es ist der Weg Gottes, es ist der Weg des Lebens.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 1. Sonntag nach Trinitatis

BWV 20 – O Ewigkeit, du Donnerwort
BWV 39 – Brich dem Hungrigen dein Brot
BWV 75 – Die Elenden sollen essen

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Im Radio Live: 

„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

Sonntag, 19.06.2011 von 09:05  – 10:00 Uhr

Livestream-

Link: http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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Geistliche Musik – Programmauszüge:

Johann Christoph Bach

Fürchte dich nicht, Motette für 5 Stimmen und Basso continuo;

Monteverdi Choir, Leitung: John Eliot Gardiner

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Johann Sebastian Bach

Die Elenden sollen essen, BWV 75,

Kantate am 1. Sonntag nach Trinitatis

für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo; Carolyn Sampson,

Sopran; Daniel Taylor, Altus; Mark Padmore, Tenor; Peter Kooy, Bass;

Collegium Vocale Gent, Leitung: Philippe Herreweghe

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/ YouTube: BWV 20 – 

O Ewigkeit, du Donnerwort

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Kantaten-Beschreibung zum BWV 20  und BWV 39, 75,

von „Sir John Eliot Gardiner“ ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt!

Kantaten für den 1. Sonntag nach  „Trinitatis“ (Aufführungs-Ort: St Giles Cripplegate, London am 23. bis 26.6.2000)

Der erste Sonntag nach Trinitatis hatte für Bach während seiner Zeit in Leipzig besondere Bedeutung. An diesem Tag begannen seine ersten beiden Kantatenzyklen, die ihm Gelegenheit gaben, sich seiner neuen Gemeinde musikalisch vorzustellen (mit BWV 75) und, genau ein Jahr später, eine neue stilistische Richtung einzuschlagen (mit BWV 20). Mit dem Trinitatisfest begann auch die zweite Hälfte des lutherischen Kirchenjahres, ‚die Zeit der Kirche’ genannt, weil sie sich mit Grundfragen des Glaubens und der Lehre auseinandersetzt, im Gegensatz zu der als ‚Temporale’ bekannten ersten Hälfte vom ersten Adventssonntag bis Trinitatis, die sich auf das Leben Christi, seine Menschwerdung, seinen Tod und seine Auferstehung konzentriert. Die drei uns erhaltenen Kantaten für den ersten Sonntag nach Trinitatis sind höchster Qualität.

Alle drei entnehmen ihr Motto dem Evangelium des Tages, beziehen das Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus ein, befassen sich mit dem Streben nach irdischen oder himmlischen Gütern und verwerten Texte aus den Apostelbriefen und der Apostelgeschichte, in denen von der Liebe Gottes und der Notwendigkeit brüderlicher Liebe die Rede ist. Bach behandelt diese Themen in jeder der Kantaten auf verschiedene Weise. Wenn wir sie hier gemeinsam aufführen, vermitteln wir einen faszinierenden Eindruck davon, wie er sich von seiner Phantasie leiten lässt, und zeigen, mit welch virtuoser Meisterschaft er seine facettenreiche musikalische Rhetorik darlegt.

Ausführungen zum BWV 20

Noch eindrucksvoller ist die ein Jahr später komponierte Kantate BWV 20 „O Ewigkeit, du Donnerwort.“

Konfrontiert mit dem verwirrenden und beunruhigenden Thema der Ewigkeit und vor allem der Ewigkeit der Hölle legt Bach ein Feuer an den Tag wie nie zuvor. Der Text erläutert das Paradoxon, dass wir nur auf unser Heil hinarbeiten können, indem wir uns mit dem Hier und Jetzt befassen. Johann Rists Choral von 1642, der insgesamt sechzehn Strophen enthält, ist hier auf zwölf verkürzt, von denen drei wörtlich beibehalten, die übrigen paraphrasiert werden. Das Werk eröffnet Bachs zweiten Jahrgang mit Kantaten, in deren Mittelpunkt ein Kirchenlied steht; das bedeutet eine radikale Veränderung, nicht nur des musikalischen Stils, sondern auch des theologischen Gewichts, das sich nun von der göttlichen Vergebung und Liebe, die in der Epistel angesprochen wird, auf die andere Seite verlagert und die Strenge des göttlichen Gerichts hervorhebt. Furcht – und nicht mehr Trost – ist jetzt das Thema, die Aussicht auf eine Ewigkeit voller Schmerz und Leiden soll den Menschen anspornen, seine Seele zu retten (Nr. 6), da noch in dieser Nacht der Sarg vor die Tür gebracht werden könnte (Nr. 9). Entnimmt Bach sein Stichwort den Apostelbriefen – ‚auf dass wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts’?

BWV 20 beginnt mit einer kunstvoll gearbeiteten Choralfantasie, die in der Form einer französischen Ouvertüre angelegt ist. Drei Oboen wenden sich gegen die Streicher – beide Gruppen arbeiten eine Taktlänge Sechzehntel heraus, die den Schrecken andeuten, der das Herz bis zum Hals schlagen lässt. Der Cantus firmus ‚O Ewigkeit’ mit aufsteigender Melodie, von der martialischen Tromba da tirarsi verdoppelt, trägt die drei tieferen Stimmen zu einem hohen F hinauf, bevor diese im doppelt punktierten Vortrag der Instrumente zersplittern (‚du Donnerwort’). Im Vivace vereinen sich Oboen und Streicher zu einer Doppelfuge, deren zweite chromatisch absteigt, wie es der Text nahe legt: ‚Ich weiß vor großer Traurigkeit / nicht, wo ich mich hinwende’. Die tieferen Stimmen sind jetzt weiter von der Melodie entfernt, die einige mächtige Gegenakzente aufweist und die Bässe in einer heftig ausladenden Bewegung bei dem Wort ‚Traurigkeit’ nach oben hebt. Unvermittelt kommt das Orchester auf einer verminderten Septime zum Stillstand. Aus der dramatischen Stille heraus werden knappe, Entsetzen erregende Fetzen von den Oboen zu den Streichern und zurück geschleudert, bis schließlich der Chor wieder einsetzt: ‚Mein ganz erschrocken Herz erbebt, / dass mir die Zung am Gaumen klebt’. Der in Fetzen zerrissene Vortrag kennt keine Kompromisse und lässt der Hoffnung keinen Raum. Wir scheinen ungefähr achtzig Jahre vorwärts geschleudert zu werden, in die Welt Beethovens. 

Der Tenor setzt die qualvolle Stimmung fort (Nr. 2 und 3) – ‚Ja, wie selbst Jesus spricht, / aus ihr ist kein Erlösung nicht’ – und führt die Angst, die Pein und das angesichts der Höllenqual bebende Herz mit gewaltiger Kraft vor Augen. Bach verwendet als thematisches Material ein buntes Arsenal: lange Noten und sich wellenförmig bewegende Achtel, die auf die Ewigkeit hindeuten, Appoggiaturen, die sich kettenartig über gewundene Figurationen erstrecken und die Angst erkennen lassen, wilde Läufe für die ‚Flammen, die auf ewig brennen’, aufgerissene Fetzen, chromatisch und synkopiert, für das bebende Herz. Jähe Pausen am Phrasenende betonen den Eindruck von Zerrissenheit und Schrecken. Doch diese ausschweifende dramatische Metaphorik ist völlig nahtlos in das Gesamtkonzept integriert.

Der Bass-Solist steigt für Rezitativ und Arie (Nr. 4 und 5) wieder hinauf in seine Kanzel – in unserer Aufführung im wahrsten Sinne des Wortes, da Dietrich Henschel von seinem Platz in der letzten Reihe des Chores mit entschlossenen Schritten auf sein Ziel zusteuerte –, um ein weiteres Mal über das Grauen nachzusinnen, das ‚tausend Millionen Jahr / mit allen Teufeln’ bereithalten. Plötzlich sind wir in der Welt der Opera buffa – besser gesagt, in einer Welt der Enten, davon drei (Oboen) und ein Fagott, die in liebenswürdigem Einvernehmen schnatternd seiner Feststellung ‚Gott ist gerecht’ zustimmen. Die Stimmung scheint entsetzlich aus den Fugen geraten. Haben uns Feuer und Schwefel bislang an der Nase herumgeführt? Oder war das eine List, in der Absicht ersonnen, die Düsternis zu vertreiben – wie bei der Entlüftung eines Heizkörpers, der unter zu hohem Druck steht – und der inzwischen übel zugerichteten Christenseele einen Schimmer Hoffnung zu geben? Dietrich Henschel meinte, Bach wolle hier betonen, dass es wirklich ‚kein Problem’ gebe: Der Gläubige brauche bloß Gott zu vertrauen. Wir könnten fast sehen, wie er sich in seinem Sessel zurücklehnt, seine Lieblingspfeife schmaucht und zufrieden Rauchringe vor sich hin bläst. Indessen lässt sich nur kurze Zeit erleichtert aufatmen. Die sonderbare Fortsetzung, eine Aria (Nr. 6) im Dreiertakt für Alt und Streicher, ‚O Mensch, errette deine Seele’, wird mit einer verstiegenen rhythmischen Verlagerung präsentiert, die zweifellos ‚Satans Sklaverei’ symbolisiert – regelmäßige 3/4-Takte wechseln mit einzelnen oder doppelten Hemiolen. Auf eine noch befremdlichere Weise lässt Bach die zweite Phrase des Sängers nur vom Orchester wiederholen – ein ‚Nachspiel’ mit schweigendem Sänger, dreiundzwanzig Takte lang von insgesamt vierundsechzig. Eine pessimistische, wenn nicht gar alle Hoffnung verneinende Strophe des Chors (Nr. 7) beschließt den ersten Teil: ‚Solang ein Gott im Himmel lebt…, wird solche Marter währen’.

© John Eliot Gardiner 2004 – Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch. – Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen:  h i e r  zum Download als PDF

  Künstler-Beitrag –  Link: Künstlerbeitrag Dietrich Hentschel, Bass 

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/ YouTube: BWV 39 – 

Brich dem Hungrigen dein Brot

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/ YouTube: BWV 75 – 

Die Elenden sollen essen

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CD für den 1. Sonntag nach „Trinitatis“ Link: zu den CD’s Bach-Kantaten:
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  Cover: CD’s – SDG 101 – Vol. 1
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BWV 20 “O Ewigkeit du Donnerwort“

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 101 – Vol.  1 – CD  2

BWV 39 “Brich den Hungrigen dein Brot

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 101 –  Vol. 1 – CD 2

BWV 75 „O Ewigkeit, du Donnerwort“

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 101 –  Vol. 1 – CD 2

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen und besinnlichen „Trinitatis-Sonntag.“

Herzliche Grüße

Volker

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Biografie Nathalie Stutzmann – Alt


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Nathalie Stutzmann, © Simon Fowler

© Simon Fowler

Die Altistin Nathalie Stutzmann wurde 1965 in Suresnes geboren. Ihre erste Gesangsausbildung erhielt sie bei ihrer Mutter, der Sopranistin Christiane Stutzmann. Sie studierte dann an der Konservatorium in Nantes, von 1983 bis 1987 an der École Nationale in Paris bei Michel Sénéchal und Lou Bruder, bevor sie an der Ecole d’Art Lyrique de l’Opéra de Paris ihre Ausbildung mit Liedgesang bei Hans Hotter beendete.

Sie debütierte 1985 im Pariser Salle Pleyel mit Johann Sebastian Bachs Magnificat und trat bald in Paris, München, Berlin, Barcelona, Lissabon, Zürich, Moskau, Brüssel, Amsterdam und anderen Städten auf, wo sie u. a. unter Seiji Ozawa, Manuel Rosenthal, Claudio Scimone, Enoch zu Guttenberg, Mstislav Rostropowitsch, Michel Plasson, Colin Davis und Alain Lombard arbeitete. 1987 gewann sie die erste Auflage des Internationalen Gesangswettbewerbs Neue Stimmen der Bertelsmann Stiftung.

Dank der herausragenden Qualität ihrer Stimme und der umfassenden Ausbildung, während derer sie auch Preise in den Fächern Piano, Fagott und Kammermusik gewann, umfasst ihr breites Repertoire Werke des Barocks, der Klassik. Bekannt ist Nathalie Stutzmann besonders für ihre Interpretationen des Deutschen und Französischen Lieds.

Als Konzertsängerin trat sie u. a. mit dem Concertgebouw Orchester, dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Boston Symphony Orchestra und dem Cleveland Orchestra, der Staatskapelle Dresden und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks auf. Sie sang in Beethovens Missa Solemnis, trat mit Brahms’ Altrhapsodie und als Solistin in Mahlers Sinfonien und dem Lied von der Erde auf.

Auf der Opernbühne sang Stutzmann u. a. die Titelrolle in Händels Giulio Cesare und Radamisto, den Disinganno in Il Trionfo del Tempo und den Amastre in Xerxes desselben Komponisten, den Orfeo in Glucks Orfeo ed Euridice und die Erda in Wagners Rheingold.

Als Liedsängerin arbeitet Stutzmann seit 1994 vorrangig mit der schwedischen Pianistin Inger Södergren. Im Mittelpunkt ihres Repertoires stehen die Lieder französischer und deutscher Komponisten wie Ernest Chausson, Francis Poulenc und Robert Schumann. 2004 erschien eine Aufnahme von Schuberts Winterreise.

Ihre Diskographie umfasst mehr als 60 Titel, darunter Werke von Bach und Händel über Mozart, Schubert, Schumann und Brahms bis hin zu Schostakowitsch, Prokofjew und Honegger. Ihre Aufnahmen erhielten u.a. den Preis der deutschen Schallplattenkritik, den Diapason d’Or, den Japan Record Academy Award und einen Grammy.

2009 gründete Nathalie Stutzmann das Kammerorchester „Orfeo 55“. Mit ihm realisierte sie einen Traum: die CD Prima Donna, ihre erste Aufnahme als Sängerin und Dirigentin.

http://www.nathaliestutzmann.com/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Stutzmann-Nathalie.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Nathalie_Stutzmann

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Radio- und TV-Tipps KW 26 – 27.6.-3.7.2011


Radio

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27.6.


DRS II
20-22
Diskothek im Zweiten
Johann Sebastian Bach: Partita a-Moll für Flöte solo, BWV1013
Neben seinen Partiten für Violine solo hat Johann Sebastian Bach auch eine Solosonate für Flöte komponiert. Sie entstand wahrscheinlich in seiner späten Köthenerzeit (um 1722). Inspiriert wurde Bach zu seiner „Partita a-moll pour flûte traversière“ wahrscheinlich von Pierre Buffardin, einem exzellenten Flötenvirtuosen. Die 4 sätzige Tanzsuite, die kontrapunktisch und harmonisch höchst reichhaltig ist, gilt als die erste Solokomposition für Flöte in Deutschland. Wie heutige Flötistinnen und Flötisten das anspruchsvolle Werk auf ihrem Instrument umsetzen, hören wir in der Diskothek im Zwei anhand unterschiedlicher Aufnahmen.
Gäste von Eva Oertle sind die Flötistin Magda Schwerzmann und die Blockflötistin Martina Joos.
[Keine Zweitsendung am Samstag 2. Juli]

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Fernsehen

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28.6.

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ARTE TV
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Anne Queffélec und Tatjana Vassiljeva spielen Bach
Datum: Di., 28.06.2011
Uhrzeit: 05:59 – 06:50 Dauer: 51 min.
Wiederholungen:
04.07.2011 um 06:00 Uhr
15.07.2011 um 06:00 Uhr

Anne Queffélec interpretiert:
– „Ich ruf zu dir“ BWV 639 von Johann Sebastian Bach
– „Jesu bleibet meine Freude“ (BWV 147) von Johann Sebastian Bach

Tatjana Vassiljeva interpretiert:
– Suite für Cello Nr. 5 c-Moll BWV 1011 von Johann Sebastian Bach

ARTE TV – David David Fray nimmt Johann Sebastian Bach auf


Kurzfristig noch ein Fernsehtipp für Sonntag, 26.6.2011:

David Fray nimmt Johann Sebastian Bach auf

Auf dem Programm steht das Konzert in A-Dur von Johann Sebastian Bach

Sonntag, 26. Juni 2011 um 19.15 Uhr

Wiederholungen:
05.07.2011 um 06:00
11.07.2011 um 06:00

Der Franzose David Fray landete vor wenigen Jahren einen Überraschungserfolg in der klassischen Musikszene: Der junge Pianist sprang im Juni 2006 bei einem Konzert für Hélène Grimaud ein und schon hatte er einen Exklusiv-Vertrag in der Tasche. Daraus ging ein erstes ungewöhnliches Album hervor, das Werke von Bach und Boulez vereint. In der heutigen Sendung ist das junge Talent bei einem imposanten Konzert mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen zu erleben, das er im Januar 2008 auf CD einspielte. Auf dem Programm steht das Konzert in A-Dur von Johann Sebastian Bach. Bruno Monsaingeon zeigt in seinem Film eindrucksvolle Aufnahmen von Frays Auseinandersetzung mit Bachs Partituren, im Studio sowie bei Proben mit dem Orchester. Seine ansteckende Freude am Spiel ist dabei unüberhörbar.

Es gibt nur wenige Pianisten aus der jungen Generation, die von den derzeitigen „Major Labels“ unter Exklusivvertrag genommen werden. Einer von ihnen ist der junge Franzose David Fray.
Seine erste Einspielung im Mai 2007 war den Komponisten Johann Sebastian Bach und Pierre Boulez gewidmet – eine Kombination, die viel über sein breites, originelles Repertoire aussagt. Im Januar 2008 entstand sein zweites Album. Mit der Deutschen Kammerphilharmonie interpretierte er vier Konzerte für Klavier und Orchester von Bach, die wie die Brandenburgischen Konzerte zu den bekanntesten Werken des Komponisten zählen.
Zu den zahlreichen Preisen und Auszeichnungen, die David Fray bereits erhielt, zählen das „Diploma of Outstanding Merit“ des internationalen Hamamatsu-Klavierwettbewerbs in Japan und der Titel „Nachwuchssolist des Jahres“ der Commission des Radios Francophones in Montreal (2004). Ebenfalls 2004 wählte ihn die französische Verwertungsgesellschaft ADAMI zur „Klassik-Entdeckung des Jahres“.
Den Durchbruch schaffte er bei einem triumphalen Konzert im Pariser Théâtre du Châtelet im Juni 2006, bei dem er in letzter Minute für Hélène Grimaud eingesprungen war.

Unter den jungen Talenten der französischen Pianistenszene nimmt David Fray, der 1981 im südwestfranzösischen Tarbes geboren wurde, einen ganz besonderen Platz ein. „Nicht nur besser als der Rest: Fray hat seine eigene Kategorie!“, schrieb Le Point begeistert. In seinen Bach-Interpretationen vereint er die unablässige Strenge mit spielerischer Leichtigkeit, Fantasie und Freiheit.
David Fray wurde am Pariser Conservatoire bei Jacques Rouvier, Christian Ivaldi und Claire Désert ausgebildet und vervollkommnete sein Können bei Dimitri Bashkirov, Menahem Pressler und Paul Badura-Skoda.
Für sein Debütalbum – erschienen im Mai 2007 – auf dem Label Virgin hat er ein Programm zusammengestellt, in dem sich alte und zeitgenössische Musik begegnen. Auf Johann Sebastian Bachs vierte Partita folgen zwei Werke von Pierre Boulez, der den jungen Musiker selbst bei der Aufnahme beraten hat: das Jugendwerk „Douze notations pour piano“ (1946) sowie „Incises“ (1994/2001), ein Werk, das später entstanden ist.
Seit 2002 gibt David Fray Konzerte auf zahlreichen renommierten Konzertpodien wie dem Théâtre Mogador in der Pariser Cité de la Musique, im Place des Arts in Montréal oder in der Alti Hall in Tokio. Außerdem war er auf berühmten Festivals vertreten wie dem Festival de la Roque d’Anthéron oder dem Festival de Radio France in Montpellier.
In der Konzertsaison 2005/06 ging David Fray mit einem Recital-Programm auf Tournee durch Südamerika; es folgte eine Konzertreise mit dem Orchestre de Montréal und dem Warschauer Kammerorchester in Begleitung von Christoph Eschenbach, Robert Levine und Ya-Fei Chuang. Im April 2008 unternahm er mit Kurt Masur und dem Orchestre National de France eine Tournee durch die Vereinigten Staaten.
2009 wurde Fray der Echo Klassik in der Kategorie „Instrumentalist des Jahres“ verliehen. In derselben Kategorie wurde Fray mit dem begehrten französischen Musikpreis „Les Victoires de la Musique Classique“ 2010 ausgezeichnet.

http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=1241028,day=2,week=26,year=2011.html

 

 

Biografie James Gilchrist – Tenor


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James Gilchrist, © operaomnia.co.uk
© operaomnia.co.uk

Der Tenor James Gilchrist sammelte seine ersten sängerischen Erfahrungen im Kirchenchor, bevor er als Knabensopran im Chor des New College in Oxford und als Tenor im Chor des King’s College in Cambridge sang. Schon während seines Medizinstudiums trat er mit Ensembles wie den Tallis Scholars oder TheSixteen auf. 1996 entschloss er sich, den Arztberuf aufzugeben und sich ganz der Musik zu widmen. Mittlerweile ist James Gilchrist einer der gefragtesten Tenöre im Bereich der barocken Musik. Sein Repertoire ist jedoch sehr weit gefasst und reicht von Monteverdis Marienvesper über die Liederzyklen Schuberts bis hin zu zeitgenössischer Musik.

International bekannt wurde er durch seine Mitwirkung bei der Bach Cantata Pilgrimage 2000 des Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists unter der Leitung von John Eliot Gardiner.

In Deutschland war James Gilchrist auch nach der Bach Cantata Pilgimage häufiger unter John Eliot Gardiner zu hören. So konnte er in L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato von Händel, der Schöpfung von Haydn und als Evangelist in der Johannespassion sowie mit Kantaten von Johann Sebastian Bach gehört werden. Bach-Kantaten sang er auch in Arnstadt mit dem Magdalena Consort und mit der NDR Radiophilharmonie in Hannover und Hildesheim. In der Laeiszhalle in Hamburg wirkte er in der Rolle des Jonathans in einer vom NDR übertragenen Aufführung von Händels Saul mit. Mehrfach trat er mit dem Bachverein Köln in der Philharmonie auf, zuletzt als Evangelist in der Matthäuspassion von Bach. An gleicher Stelle war er mit Werken von Händel als Mathan in Athalia unter Ivor Bolton und in der Brockes-Passion mit dem Collegium Vocale Gent zu hören. In der Dresdener Frauenkirche war er an der Aufführung von Brittens War Requiem mit der Dresdener Philharmonie beteiligt. In der Alten Oper in Frankfurt sang er unter Daniel Reuss in einer Aufführung aller sechs Kantaten von Bachs Weihnachtsoratorium.

Sein Opernrepertoire umfasst Rollen wie Ferrando in Cosi fan tutte, Gomaz in Zaide oder Il Contino Belfiore in La Finta Giardiniera von Mozart, Quint in The Turn of the Screw oder Hyllus in Händels Hercules, Scaranuccio in Strauss‘ Ariadne auf Naxos, Evandre in Glucks Alceste, Purcells King Arthur und Antonio in Der Sturm von Frank Martin. An der Staatsoper Berlin trat er in Acis & Galatea auf.

Im Konzertbereich arbeitet James Gilchrist regelmäßig mit Dirigenten wie Ton Koopman, Sir John Eliot Gardiner, Philip Herreweghe, Paul McCreesh und Roger Norrington sowie mit Ensembles wie der Academy of Ancient Music, dem BBC National Orchestra of Wales, dem Tonhalle Orchester Zürich und dem Ensemble Pygmalion und seinem Leiter Raphaël Pichon zusammen. Hier führte er Werke wie Brittens Serenade für Tenor, Horn und Orchester, Haydns Oratorien Die Schöpfung und Die Jahreszeiten, die Passionen von J.S. Bach, die großen Oratorien Händels, z.B. Judas Maccabeus, Athalia oder Alexander’s Feast, bis hin zu Oedipus Rex und Pulcinella von Strawinsky auf. Eine umfangreiche Repertoireliste ist in der englischen Biographie unter http://www.hazardchase.co.uk/artists/james_gilchrist
zu finden.

James Gilchrist gilt auch als bedeutender Interpret zeitgenössischer Musik. Werke wie Sir Michael Tippets The Knot Garden und Frank Martin’s Der Sturm gehören hier zu seinem Repertoire. Er wirkte bereits an zahlreichen Uraufführungen mit, darunter Knut Nystedts Apocalypsis Joannis, John Taveners Total Eclipse und Helen Ottawas The Echoing Green, ein Auftragswerk für das Salisbury Festival.

Einen Schwerpunkt in der Tätigkeit des Sängers nimmt der Liedgesang ein. Gemeinsam mit der Pianistin Anna Tilbrook, mit der er regelmäßig zusammenarbeitet, ist er in zahlreichen Konzertsälen Großbritanniens, in New York sowie im Concertgebouw Amsterdam mit den großen deutschen Liedzyklen von Schubert, Schumann und Wolf aufgetreten. Ebenso arbeitet er mit führenden Liedbegleitern wie Julius Drake und Malcolm Martinu sowie mit der Harfenistin Alison Nicholls zusammen. Einen besonderen Stellenwert hat für ihn das englische Liedrepertoire mit Werken von Henry Purcell, Gerard Finzi, Ralph Vaughan Williams, Robin Holloway, Michael Tippett und Benjamin Britten. Auch im Bereich des Liedgesanges führt er regelmäßig neue Werke von Komponisten wie Alec Roth, Howard Skempton oder Huw Watkins auf.

James Gilchrist ist ein häufiger Gast bei den großen Festivals in ganz Europa wie z.B. PROMS in London, Edinburgh Festival, Three Choirs Festival in Worcester, Gloucester und Hereford, den Salzburger Festspielen, Festival de Beaune, Anima Mundi in Pisa sowie Wratisalvia cantans und Misteria Paschalia in Polen. In Deutschland ist er bei Festivals wie MDR Musiksommer, Händelfestpiele in Halle, Bachfest Köthen und Rheinvokal aufgetreten.

James Gilchrist wirkte bei vielen CD-Aufnahmen mit. So sang er unter anderem in Aufnahmen der Opern Albert Herring und Owen Wingrave von Benjamin Britten, den Passionen von Johann Sebastian Bach sowie geistlicher Musik von Johann Kuhnau und Claudio Monteverdi mit dem King’s Consort. Neben den Aufnahmen der Bach Cantata Pilgrimage mit Monteverdi Choir und English Baroque Soloists unter Sir John Eliot Gardiner sind auch Aufnahmen von Bachs Kantaten unter Ton Koopman und Masaaki Suzuki erschienen. Die großen Oratorien Händels wie Messiah, Joshua und Jephta sind ebenso wie zeitgenössische Werke wie The  Cloud of Unknowing von Francis Pott in seiner umfangreichen Diskographie zu  finden. CD-Einspielungen von Liedprogrammen reichen von Elisabethanischen  Lautenliedern When Laura smiles mit Matthew Wadsworth bis zu English Songs Oh Fair to See von Gerald Finzi. Seine Debüt-CD bei dem Label Linn Records On Wenlock Edge mit Werken von Vaughan  Williams, Warlock, Bliss & Gurney zusammen mit der Pianistin Anna Tilbrook und dem Fitzwilliam String Quartet wurde mit einer Nominierung bei den renommierten Classic FM Gramophone Awards ausgezeichnet. Die Liederzyklen Die schöne Müllerin,  Schwanengesang und Die Winterreise von Franz Schubert sind  kürzlich bei dem jungen Label Orchid Classics erschienen. Auf seinen CD’s finden sich auch Ersteinspielungen wie in Romantic Residues mit Werken von Roth, Britten, Skempton u.a. gemeinsam mit der Harfenistin Alison Nicholls oder die dahin weitgehend ungekannten Songs von Muriel Herbert. Als jüngste CD mit einem erstmals eingespielten Werk ist mit Earth, Sweet Earth von Kenneth Leighton zusammen mit Winter Words von Benjamin Britten eine von der Fachpresse hochgelobte Aufnahme erschienen. Darüber hinaus dokumentieren zahlreiche Rundfunkübertragungen seine künstlerische Arbeit.

http://www.jamesgilchrist.co.uk

http://www.hazardchase.co.uk/artists/james_gilchrist

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Gilchrist-James.htm

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Pressestimmen

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[…] er ist zur Zeit unter den  lyrischen Tenören unübertroffen an Anmut und technischer Sicherheit ebenso wie  an musikalischen Intelligenz. […]
The Independent

Franz Schubert – Die Winterreise
[…] Gilchrist bevorzugt erwartungsgemäß die feinen expressiven Differenzen: Zwar kultiviert er mit seiner Klavierpartnerin Tilbrook einen durchaus romantisch umwehten Zugriff, doch lässt er etliche Erfahrungen und Qualitäten aus der Praxis der Alten Musik fruchtbar werden. […] Denn Gilchrist verfügt über eine durchaus interessante Schlagkraft, die er übrigens auch im älteren geistlichen Repertoire stets überzeugend zur Geltung zu bringen wusste, bei Schubert vielleicht noch um einen lyrisch-sehnenden Zug erweitert. Zugleich eröffnet dieses Potenzial Gilchrist die Möglichkeit, auf engem Raum Momente kontrastierender Schärfe und ausdrucksstarke Farbwechsel einzubringen. Das belebt die insgesamt fein gezeichnete Szenerie. […]
Klassik.com, Februar 2012
Link zum Beitrag

Franz Schubert – Die Winterreise
[…] James Gilchrist scheint ganz ohne Deklamationstrickes auszukommen […] Einsätze wie aus dem Nichts, hinreißend zarte Spitzentöne und geradezu erstaunliches Atemvolumen […] Hier ist jemand am Werk, für den Lieder ein Ganzes sind […]
KulturSPIEGEL 2/2012, Seite 32/33
Link zum Beitrag
Link zur PDF-Datei des Beitrages

Frank Martin- Der Sturm
[…] Aus dem übrigen Ensemble ragt James Gilchrist heraus, dessen Tenor als Antonio
mit vorbildlicher Artikulation ebenso lebendig wie exquisit diese Einspielung
bereichert. […]
Klassik.com, Oktober 2011
Link zum Beitrag

Georg Friedrich Händel – Jephta
[…] Leider ist von den Solisten einzig James Gilchrists Interpretation von durchweg hervorragender sängerischer Qualität. Bei ihm befinden sich Textverständlichkeit, Ausdruck, Timbre und Tonsicherheit in perfekter Harmonie. Sein Gesang ist von klanglicher Schönheit und Expressivität. Wenn er an der Reihe ist, muss man sich keine Sorgen um die Musik machen.
Klassik.com, April 2011
Link zum Beitrag

[…] Bei den Solisten war es als einzigem James Gilchrist (Evangelist, Tenor-Arien) vergönnt, auf weiter Skala alle Elemente des Chronisten, Kommentators und Mitleidenden zu gestalten, und er brachte seine gestalterischen Möglichkeiten dann auch zu bewegender Wirkung. […]
Kölner Stadt-Anzeiger, März 2010

[…] Und James Gilchrist ist ein Evangelist, wie man ihn kaum besser wünschen könnte: verlässlich und einfühlsam, ohnmächtig beobachtend und wütend kommentierend. […]
Mitteldeutsche Zeitung, September 2008

[…] Aus deren üppig besetzter Riege ragte womöglich der britische Tenor Games Gilchrist heraus – dank seiner unangestrengten Ausdrucksfülle, Stimmschönheit und allzeit stilgerechten darstellerischen Intensität […]
Kölner Stadt-Anzeiger, Juni 2008

R. Vaughan Williams: On Wenlock Edge
[…] Und dann sind da der Gesang und die Interpretation von James Gilchrist, der die Welten der vier Komponisten und ihrer Dichter mit größtem Engagement, größtmöglicher Inspiration und emotionaler Beteiligung erkundet und uns, wie gesagt, mit seinem Gesang in den Bann der Musik zieht. […]
Doch kommen wir noch einmal auf Gilchrist zu sprechen: Dieser Sänger hat etwas, was vielen anderen fehlt: Er hat einen sicheren Klanginstinkt und er kann seine Stimme extensiv dynamisch variieren. Er ist ein ganz exzellenter Sänger, der seine vielen Ausdrucksmittel, darunter ein sicheres Piano-Singen, eindrucksvoll einsetzt, immer im Dienste der Musik, immer sehr persönlich, immer sehr tiefschürfend
und unmittelbar ansprechend. […]
Pizzicato, November 2007
Link zum Beitrag

[…] Eine exzellente Figur macht James Gilchrist als Evangelist – klar, akzentfrei, hoch emotional und trotzdem kontrolliert. Er vermittelt eine Vorstellung davon, wie man zu Bachs Zeiten Glaubensinhalte spannend und dabei dennoch vollkommen ernsthaft zu vermitteln wusste. […]
Rondo Magazin, Dezember 1999

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Radiotipps KW 25 – 20.6.-26.6.2011


22.6.

Ö1
15-16
Abenteuer  Interpretation
mit Hans Georg Nicklaus.

„Vom Spaß des Nacheinander“. Kanons von Pachelbel, Purcell und
Schumann im Vergleich der Interpretationen

24.6.

Dkultur
20-22

Bachfest Leipzig
Aufzeichnung vom 18.6.11

Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge d-Moll BWV 538

Franz Liszt: Aus tiefer Not schrei ich zu dir

Franz Liszt: „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“, Präludium für Orgel
nach J. S. Bachs Kantate

Adagio BWV 1017,3 in der Bearbeitung für Orgel

Präludium und Fuge über B-A-C-H

ca. 20:50 Uhr Konzertpause mit Nachrichten

Franz Liszt: Variationen über den Basso continuo des ersten Satzes der Kantate
„Weinen,Klagen, Sorgen, Zagen“ und des Crucifixus der h-Moll-Messe
von J. S. Bach

Einleitung und Fuge aus der Kantate „Ich hatte viel Bekümmernis“ von
J. S. Bach für Orgel bearbeitet

Johann Sebastian Bach: Passacaglia c-Moll BWV 582 in der von F. Liszt
angeregten und von Johann Gottlieb Töpfer ausgeführten Registrierung

Michael Schönheit, Orgel des Gewandhauses

Gewandhausorganist Michael Schönheit studierte Dirigieren, Klavier und Orgel an
der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. 1984
war er Preisträger des VII. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs
im Fach Orgel. Seit 1994 ist Michael Schönheit künstlerischer Leiter der
Merseburger Orgeltage, seit 1996 Domorganist in Merseburg und darüber hinaus
ein gefragter Gastorganist.

Seine Konzerte zeichnen sich durch eine reizvolle Programmauswahl aus;
bevorzugt widmet er sich bestimmten und ausgewählten Bereichen, die er anhand
von Themen-Konzerten „abarbeitet“.

Beim diesjährigen Bachfest Leipzig beschäftigt sich Michael Schönheit mit
Johann Sebastian Bach und Franz Liszt. Der Tasten-Titan hat sich Zeit seines
Lebens mit der Musik Bachs kreativ auseinandergesetzt, hat ihn studiert und
bearbeitet. Es war für Liszt ein Akt des Lernens, wenn er in das Wesen der
alten Stimmführung hineinfand, aber es war auch ein Akt des Weiter-Entwickelns,
wenn er beispielsweise die berühmte c-Moll-Passacaglia auf moderne Weise
registrierte und dadurch zu neuen klanglichen Ufern aufbrach.

Bach und Liszt – ein spannendes Kapitel in der Musik.

26.6.

Kulturradio rbb
18-19

Edelstein bekommt  neuen Schliff – die Papenius-Orgel in der Marienkirche Bad Belzig

Im Nordflügel der Belziger Marienkirche steht, für jeden Besucher gut sichtbar,
die historische Orgel von Johann Adolarius Papenius (1746/47) aus Halberstadt.
Weil sie nahezu vollständig erhalten ist, ermöglicht sie das Hören der Musik
des 16. bis 18. Jahrhunderts im authentischen Klangbild. Derzeit wird die
Papenius-Orgel gereinigt, gewartet und gestimmt, und sie bekommt einen neuen
Standplatz. Um die Wartezeit nicht zu lang werden zu lassen bis das Instrument
wieder erklingt, hören Sie die interessantesten Aufnahmen aus dem
kulturradio-Archiv…

27.6.

BBC
1:01 AM – 2:49 AM

Monteverdi, Claudio
[1567-1643]

Vespro della Beata Vergine

Monteverdi Choir, London Oratory Junior Choir, Schola Cantorum Of The Cardinal
Vaughan Memorial School, English Baroque Soloists, His Majestys Sagbutts And
Cornetts, Sir John Eliot Gardiner (Conductor)

Dies ist eine schon mehrfach gesendete Aufzeichnung eines Konzertes der
Londoner Proms letzten Jahres.

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Sonntag: „Trinitatis“


Bach-Fenster in der "Thomaskirche" (Leipzig)

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 19.6.2011 begehen wir den Sonntag: „Trinitatis“

Das Wort Trinitatis ist zusammengesetzt aus den lateinischen Worten „Tri“ und „unitatis“, was so viel bedeutet wie „Drei in Einheit“. Es wird damit das theologische Dogma der Dreieinigkeit (die Personen von Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist in einem Wesen) zum Ausdruck gebracht. Im Deutschen spricht man dann von der Trinität, die oftmals in Form eines Dreiecks, in dem ein Auge abgebildet ist, zur Darstellung kommt.
Das Trinitatisfest gibt es erst seit etwa 1000 Jahren, wobei es noch über eine längere Zeit Differenzen darüber gab, ob es überhaupt gefeiert werden solle.

Für die protestantische Kirche jedenfalls hat das Trinitatisfest eine größere Bedeutung gewonnen als für die römische Kirche. Es ist das Fest des Glaubensbekenntnisses, und so wurde an diesem Tag das Bekenntnis besonders geehrt durch Gesang und die Verlesung der zwei anderen Bekenntnisse, die nur noch in wenigen Gemeinden gesprochen werden, aber auch zu den Bekenntnisschriften der Lutherischen Kirche gehören: das sog. Nicänum und das Athanasianum.

Nach dem Trinitatisfest beginnt eine Zeit, die oft als die „festlose Zeit“ bezeichnet wird. Das aber trifft nicht zu, denken wir an die verschiedenen Feste wie Johannis, Michaelis, oder das Reformationsfest, ganz abgesehen von den zahlreichen Apostel- und Evangelistentagen in dieser Zeit. Mit dem Trinitatisfest erreicht das Kirchenjahr gewissermaßen einen ersten Abschluß. Während in der 1. Hälfte des Kirchenjahres über die bestimmten Offenbarungen Gottes in der Geschichte nachgedacht wurde, ist Trinitatis das Fest, an dem es um das Geheimnis der göttlichen Dreieinigkeit selbst geht. In der dem Fest folgenden Zeit denken wir darüber nach, wie die christliche Gemeinde den Glauben an diesen dreieinigen Gott in ihrem Leben umsetzt.

Das Trinitatisfest leitet die unberechtigterweise sogenannte „festlose Zeit“ ein. Selbst ist es jedoch ein sehr bedeutendes Fest, geht es bei der Trinität doch um die dogmatische Erklärung zu dem Phänomen der Gottheit Jesu und des Geistes. Während Geister sonst nur Untertanen der Götter sind, wird hier der Geist zur Gottheit erhoben. Viel problematischer für Nicht-Christen ist immer die Behauptung gewesen, dass Jesus Gottes Sohn und damit Gott ist, also keine Sohnschaft im üblichen Sinne. An diesem Sonntag soll diesem Problem nachgegangen werden, wobei freilich grundsätzlich zu sagen ist, dass die Predigt nicht in eine dogmatische Vorlesung verwandelt werden darf. Am Trinitatisfest geht es vielmehr ganz konkret darum, die Vielfältigkeit, in der Gott unter uns Menschen wirkt, zu feiern.

Die Predigttexte gehen alle nicht direkt auf die Dreifaltigkeit ein, da diese erste dogmatisch wesentlich später entwickelt wurde. Nur trinitarische Formeln (wie „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“) tauchen im Neuen Testament schon auf. Am Trinitatisfest denken wir darüber nach, wie sich Gott uns in verschiedenen Gestalten, als Schöpfer im Vater, als Versöhner im Sohn und als Mittler im Geist, offenbart. Dieser Dreifaltigkeit des einen Gottes gehen wir auch im Glaubensbekenntnis nach, ohne recht das unergründliche Geheimnis verstehen zu können. Um so mehr danken wir Gott, dass er uns an diesem Offenbarungsgeschehen auf vielfache Weise teilhaben läßt.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für „Trinitatis“

BWV 129 – „Gelobet sei der Herr, mein Gott“
BWV 165 – „O heilges Geist- und Wasserbad“
BWV 176 – „Es ist ein trotzig und verzagt Ding“
BWV 194 – „Höchsterwünschtes Freudenfest“
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Im Radio Live: 

„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

Sonntag, 19.06.2011 von 09:05  – 10:00 Uhr

Livestream-

Link: http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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Geistliche Musik – Programmauszüge:

Johann Sebastian Bach

Höchsterwünschtes Freudenfest,

BWV 194, Teil 1 der Kantate für Soli,

Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Yukari Nonoshita, Sopran; Makoto Sakurada, Tenor;

Jochen Kupfer, Bariton; Bach Collegium Japan,

Leitung: Masaaki Suzuki

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Orgel: Fuge über den Namen B-A-C-H, BWV Anh. 107;

Felix Friedrich an der

Zacharias-Hildebrandt-Orgel der Kreuzkirche in Strömthal

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 Johann Sebastian Bach

Höchsterwünschtes Freudenfest,

BWV 194, Teil 2 der Kantate für Soli,

Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Yukari Nonoshita, Sopran; Makoto Sakurada, Tenor;

Jochen Kupfer, Bariton; Bach Collegium Japan,

Leitung: Masaaki Suzuki

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/ YouTube: BWV 194 – 

Höchsterwünschtes Freudenfest

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Kantaten-Beschreibung zum BWV 194  und BWV 129, 165, 176, 

von „Sir John Eliot Gardiner“ ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt!

BWV 194

Kantate für  „Trinitatis“ (Aufführungs-Ort: St. Magnus Cathedral, Kirkwall am 18.6.200)

Eine prächtige Ouvertüre im französischen Stil leitet BWV 194 „Höchsterwünschtes Freudenfest“ ein. Bach hatte die Kantate vermutlich irgendwann zwischen 1717 und 1723 als weltliches Werk für Köthen komponiert und danach für die Weihe der neuen Orgeln in Störmthal (2. November 1723) adaptiert. Im Jahr darauf verwendete er sie am Trinitatissonntag als Krönung seines ersten Leipziger Kantatenjahrgangs (und später noch einmal zu Trinitatis 1726 und 1731). Mit ihr gibt es ein gewichtiges Problem: die Höhe des Stimmtons. Die Störmthaler Orgel war offensichtlich auf den ‚tiefen Cammerton’ (A = +/–390) gestimmt, beträchtlich tiefer als die Leipziger Orgeln. Wie sonst hätten die Oberstimmen die hohen C im Anfangschor (einzigartig bei Bach) oder der Bass-Solist die zahlreichen Fis und G in seinem Eingangsrezitativ bewältigen sollen? Doch warum hat dann Bach die Kantate für seine Aufführungen in Leipzig nicht nach unten transponiert, so wie wir es tun mussten? Offensichtlich hat er nur ein paar der ganz hohen Noten des Bassisten tiefer gesetzt – und ging ansonsten dem ganzen Problem aus dem Wege.

Von den ursprünglichen zwölf Sätzen verwendete Bach für den Trinitatissonntag nur die ersten sechs. Wie in der Weihnachtskantate BWV 110, für die er die Ouvertüre zur Orchestersuite Nr. 4 benutzt, wartet er mit dem Einsatz des Chores bis zu dem schnellen Mittelteil im Dreiertakt. Statt dann das festliche Entree zu wiederholen – Rohrblattinstrumente zuerst (drei Oboen und Fagott), dann Streicher –, kehrt er den Ablauf um und weist den Oboen die Kaskaden aus Sechzehnteln zu, bevor der Chor zu den abschließenden Jubelklängen ausholt. Die erste der beiden Arien ist für Bass bestimmt und gehört zu jenen ausladenden, pastoralen Sätzen im 12/8-Takt (für Oboe und Streicher), die Bach von Zeit zu Zeit ersann, um seinen Hörern zu versichern, dass Gottes Schutz und Fürsorge (hier sein ‚Glanz’) allgegenwärtig sind; die andere Arie, für Sopran, eine lebhafte Gavotte für Streicher, feiert die reinigende Kraft des Pfingstfeuers.

© John Eliot Gardiner 2006 Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen:  h i e r  zum Download als PDF

  Künstler-Beitrag:  Künstlerbeitrag Paul Agnew, Tenor 

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/ YouTube: BWV 129 – 

Gelobet sei der Herr, mein Gott

 

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/ YouTube: BWV 165 – 

O heil’ges Geist- und Wasserbad

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Link: CD für den Sonntag – „Trinitatis“ Link: zu den CD’s Bach-Kantaten:

Cover: CD’s SDG 138 Vol. 27
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BWV 129 “Geleobet sei der Herr, mein Gott“

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 138 – Vol.  27 – CD  2

BWV 165 “O heil’ges Geist- und Wasserbad

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 138 –  Vol. 27 – CD 2

BWV 176 „Es ist ein trotzig und verzagt Ding“

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 138 –  Vol. 27 – CD 2

BWV 194 “Höchsterwünschtes Freudenfest“

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 138 –  Vol. 27 – CD 2

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Ich wünsche allen Besuchern einen sonnigen und musikalischen „Trinitatis-Sonntag.“

Herzliche Grüße

Volker

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Das vortreffliche Blog-Beisammensein in Bückeburg und OWL mit einem Konzert in Löhne-Mennighüffen Ev. Gemeindehaus „Siemshof“


Ihr lieben Blog-Freunde/innen!

Was haben wir an diesem Tag alles gemeinsam an schönen Stunden erleben dürfen. Die Wiedersehensfreude am Bückeburger Hubschraubermuseum war großartig. Erfreulich, dass fast alle der Einladung gefolgt sind und uns die Bückeburger Jäger musikalisch so topp empfangen haben. Die Wetterbedingungen an diesem Pfingst-Samstag waren für unsere Unternehmungen ideal mit viel Sonnenschein, Herz was begehrst du mehr.

Hubschrauber-Museum Bückeburg mit der Musik-Kapelle "Bückeburger Jäger" (Foto: VH)

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Nach einem einstündigen Rundgang im Hubschraubermuseum ging es dann auf den zitierten Weg: „Auf den Spuren des Bückeburger Bach“Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) – der dort als „Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus“ am Hof  in Bückeburg fast 46 Jahre angestellt war.

Nach einem 10 Minuten dauernden Fußmarsch erreichten wir den „Jetenburger Friedhof“ mit der Grabstätte von Johann Christoph Friedrich Bach, dem zweitjüngsten Sohn von J.S. Bach und konnten die historischen Daten dazu von dem Hinweisschild noch einmal verinnerlichen. Anschließend war als Programmpunkt die Stadtkirche von Bückeburg als Besichtigungsort vorgesehen die leider für uns verschlossen blieb, was ich sehr bedauert habe, das war wohl der einzige Lapsus, der mir an diesen Tag unterlief? Diese schöne barocke Kirche im Stil der Weserrenaissance erbaut ist mit ihrer herrlichen Compenius-Orgel für alle Orgel-Interessenten zum Besuch sehr zu empfehlen.

Compenius-Orgel in der Stadtkirche Bückeburg aus dem 17. Jahrhundert im Altarraum platziert (Foto: VH)

Außen an der Stadtkirche gab es noch geschichtliches zu entdecken: das Herder-Denkmal. Die Berufung Johann Gottfried Herder (1744-1803) als Hofprediger und Konsistorialrat nach Bückeburg im Jahre 1771 führte zu einer fruchtbarer Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen dem Dichter und dem Komponisten Johann Christoph Friedrich Bach.

Fürstlich ging es zu beim gemeinsamen Mittagessen am Bückeburger Schloss. Schon der Gang in dem herrlichen Schlosspark zum Park-Café war erfrischend und konnte mit persönlichen Begegnungs-Gesprächen intensiv genutzt werden.

Park-Café Bückeburg mit Schloss im Hintergrund (Foto: WernerK)

Nach dem ausgedehnten Mittagessen nahmen wir die Spuren des Bückeburger Bach wieder auf und besuchten seine ehemalige Wohnstätte – von 1752-1795 – das  „Renthaus.“

Renthaus Wohnstätte vom Bückeburger Bach (Foto: WernerK)

Das Renthaus – errichtet von Fürst Ernst zu Schaumburg-Lippe von 1610-1620 an der Nordseite des ehemaligen Marktes gelegen, war als Sitz der fürstlichen Rentkammer und vorübergehend als Hofbibliothek genutzt worden.

Danach hieß es von dem gastlichen Bückeburg Abschied zu nehmen und setzten uns nach Herford zum MARTa-Museum in Bewegung. Ich nehme an, dass die auswärtigen Blog-Teilnehmer die herrliche OWL-Landschaft genießen konnten mit dem Porta-Denkmal, Wiehengebirge, Weserbergland, Teutoburger Wald und als besondere Silhouette die Weser im Hintergrund.

MARTa-Muaeum Herford (Foto: VH)

Wir erreichen Herford und steuern das MARTa-Museum an. Die Namensnennung des Museums „MARTa“ ist als wörtliche Übersetzung wie folgt zu verstehen:

Im Dreiklang zwischen Möbel (M), Kunst (ART) und Ambiente (a)

Link: http://www.martaherford.de/

Link: http://de.wikipedia.org/wiki/MARTa

Die riesige heimische Möbelindustrie in OWL hatte immer schon den Wunsch geäußert, ein Museum zur Darstellung der Entwicklung der Möbel-Kultur bauen zu können.

Das in 2005 fertig gestellte MARTa wurde regionaltypisch verklinkert. Das von einem Edelstahldach wellenförmig bedeckte Komplex des MARTa Herford besteht aus vier verschiedenen Bauteilen: Museum, Zentrum und Cafeteria in der speziellen skulpturalen Formensprache des Architekten. Diese Struktur brachte den damaligen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Clement, 1996 im Einklang mit Politikern und Unternehmern und Verwaltungschefs der Region auf die Idee, ein „Haus des Möbels“ einzurichten. Der heutige Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit regte Möbelindustrie und Zulieferer an, sich in exponierter Form in Herford zu präsentieren, um Synergieeffekte herzustellen. Das Projekt MARTa Herford setzt neue Impulse in Kunst, Design, Architektur und Wirtschaft – und dies nicht allein regional, sondern über die Grenzen hinaus. Im außergewöhnlichen Gebäudekomplex des Architekten Frank Gehry (Los Angeles) präsentiert sich eine neuartige Verbindung aus Museum, Kompetenzzentrum und Veranstaltungsforum.

Auf der gemütlichen Terrasse des MARTa-Café am Flüsschen Aa gelegen, gab es den ersehnten Cappuccino sonstige Erfrischungen und ungewöhnliche Rohkost – ganz nach der Art des Museums – zu genießen, wie Äpfel oder Möhren, wo wird so etwas schon geboten, MARTa macht es möglich.

Nach dieser ausgedehnten Ruhephase ging anschließend die Fahrt  weiter von Herford nach Löhne in das Ev. Gemeindehaus „Siemshof“ zum eigentlichen Highlight des Tages. Schon beim Betreten des Gemeindehauses war zu bemerken, dass helfende Hände die Tische so festlich hergerichtet hatten mit Blumen-Dekorationen, Getränken und Knabbergebäck. Bitte meinen besonderen Dank an Elsbeth und Co. ausrichten für diese nette Geste der Bewirtung.

Ev. Gemeindehaus Siemshof in Löhne-Mennighüffen-Ostscheid (Foto: VH)

Im Bild links Claudia von Felbert (Mezzosopran) Flügelbegleitung- Dmitri Grigoriev (Foto: VH)

Unser Blog besitzt in den eigenen Reihen eine gut ausgebildete Mezzosopranistin: „Claudia von Felbert“ die uns mit Auszügen von Schubert’s Winterreise und der Eingangs-Arie aus der Bach-Kantate, BWV 170 „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ den Tag musikalisch so wunderschön mit Flügelbegleitung bereicherte. Im Vorfeld der Planung gestaltete sich die Verpflichtung eines guten Flügelspielers als nicht so ganz einfach.

Nach langem Suchen konnte ich den genialen Kantor: „Dmitri Grigoriev“ aus Bielefeld-Sennestadt verpflichten, der spontan seine Zusage zu dem Konzert abgab, dafür meinen herzlichen Dank an Dimitri, der so einfühlsam am Flügel die wunderbare Musik und den bezaubernden Gesangs-Vortrag von Claudia begleitete. Diese Veranstaltung war öffentlich und wurde durch eine kleine Besucherschar im Gemeindehaus vom Siemshof zu einer sehr intimen Konzert-Stunde.

Der großartige Applaus am Schluss war ein Hinweis dafür, dass alle Anwesenden von dieser Darbietung beglückt waren. Eine Dame sagte mir am Konzert-Ende: „Schade, dass jetzt Schluss ist, ich hätte noch soooo gerne weiter zugehört!“ Also liebe @Claudia, nicht nur uns sondern auch die Besucher konntest Du mit deinem Gesang beglücken und das ist das Wesentliche, worauf es ankommt. Ich danke dir für deinen selbstlosen Einsatz, den Du schon am Übungs-Nachmittag im Mai mit Dmitri so überzeugend bewiesen hattest und sich in dieser Veranstaltung ebenso einstellte. Das hat Freude bereitet und sollte eine Überlegung wert sein, beim nächsten Treffen in 2012 so etwas noch einmal zu veranstalten. Ein Konzert, veranstaltet aus den eigenen Reihen, ist doch etwas ganz Besonderes..!!

Ja, was danach folgte, sprengt schon jede Gastfreundlichkeit der Normalität. Überragend der Einsatz von @Carla, uns mit brasilianischen Köstlichkeiten, im großen Garten gegrillt zu beköstigen, mir läuft noch heute das Wasser im Munde zusammen so großartig ist alles zum Abschluss des Treffens zubereitet worden. Das Auge konnte sich an dem großartig gepflegten Garten von Karl-Heinz nicht satt genug sehen und die Einladung zum Kirschenessen war schon ein Traum es schmeckte einfach alles köstlich. @Iris übernahm gekonnt die Regie für die hereinbrechenden Heerscharen und war die Mutter der Kompanie an diesem Abend. Euch allen drei noch einmal ganz herzlichen Dank für die überragende und herzliche Bewirtung. Das war ein krönender und gelungener Abschluss des Blog-Treffens und wird in den Blog-Analen seine festen Platz bekommen der fast nicht zu toppen sein wird.

Dank an Euch allen, da dieser Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde und ich werde noch lange davon zehren können und hoffe, dass es allen genau so ergeht..!! Eine DVD mit Film und Ton und Bildern geht allen Teilnehmern gesondert zu. Du liebe @Barbara, erhältst ebenso dieses Präsent, da Du durch unglückliche Umstände leider am Treffen verhindert wurdest wir im Gedenken aber bei dir waren..!!

Liebe Grüße

Volker

Radiotipps KW 24 – 13.6.-19.6.2011


14.6.

Dkultur
20:00 – 22:30
Bachfest Leipzig
Live aus der Nikolaikirche
Johann Sebastian Bach: „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“ BWV 6
Jan Dismas Zelenka: Lamentatio I c-Moll ZWV 53 Nr. 1
Johann Sebastian Bach: „Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen“ BWV 48
ca. 21:00 Uhr Konzertpause mit Nachrichten
Johann Adolph Hasse: Laudate pueri
Johann Sebastian Bach: „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ BWV 1

Sibylla Rubens, Sopran
Ingeborg Danz, Alt
Daniel Johannsen, Tenor
Henryk Böhm, Bass
Dresdner Kammerchor
Akademie für Alte Musik Berlin
Leitung: Hans-Christoph Rademann

Dresdner Kammerchor mit Bach/Hasse/Zelenka

Das geistliche Werk J.S.Bachs im Kontext zur geistlichen Musik seiner Dresdner Kollegen Johann Adolph Hasse und Jan Dismas Zelenka steht in unserer Live-Übertragung am 14. Juni im Blickpunkt des Interesses. Der herausragende Dresdner Kammerchor, der in diesem Jahr auf sein 25-jähriges Bestehen zurückblickt, wird zusammen mit großartigen Solisten und der Akademie für Alte Musik Berlin damit einen Beitrag zum diesjährigen Bachfest leisten.

Kantaten Johann Sebastian Bachs aus den frühen Leipziger Jahren stehen im Zentrum des Konzerts der Reihe „Soli Deo Gloria“. In der Nikolaikirche Leipzig, einer der beiden Hauptwirkungsstätten Johann Sebastian Bachs, erklingen die Kantaten BWV 1, 48 und 6 des Komponisten. Bekannt ist insbesondere die Kantate „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ BWV 1, welche Bach für den Tag Mariae Verkündigung am 25. März 1725 komponierte. Die den Endpunkt des sogenannten Choralkantatenjahrgangs markierende Komposition basiert auf der gleichnamigen Choralmelodie von Philipp Nicolai aus dem Jahr 1591. Die großzügige Besetzung mittels zweier Hörner und zweier Oboi da caccia zuzüglich des Streichapparats unterstrich seinerzeit die Festlichkeit des Aufführungsanlasses.

Ergänzt wird das Programm durch Werke Jan Dismas Zelenkas und Johann Adolf Hasses. Beide Komponisten wirkten zu Bachs Lebzeiten am Dresdner Hof. Zelenka übernahm 1710 eine Stellung als Kontrabassist und wurde später zum „Kirchen-Compositeur“ ernannt. Während der gebürtige Böhme vornehmlich Kompositionen für Gottesdienste des seit 1697 zum Katholizismus übergetretenen Hofes in Dresden schuf, galt Johann Adolf Hasse auf Grund seiner europaweit erfolgreichen Bühnenwerke zu Lebzeiten als einer der bekanntesten Komponisten. Hasse, der sich im Jahr 1733 gegen Zelenka bei der Bewerbung um das Kapellmeisteramt in Dresden erfolgreich durchzusetzen vermochte, hinterließ jedoch auch kirchenmusikalische Kompositionen. Im Konzert wird mit der zweiten Psalmvertonung „Laudate pueri“ eines dieser weniger bekannten Werke des Komponisten zu hören sein.
www.bachfest-leipzig.de

15.6.

Nordwestradio
20-22
Musikwelt
Bach-Reflexionen
Musik von, über und um Johann Sebastian Bach
Originalwerke und Bearbeitungen u. a. von Johann Sebastian Bach, John Cage,
Franz Liszt, Walter Rummel, Dmitri Schostakowitsch, Francesco Tristano

„Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen wegen seines unendlichen, unerschöpflichen
Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien.“ Das sagte Ludwig van
Beethoven über seinen bewunderten Kollegen Johann Sebastian Bach. Bis heute ist
Bach eine Art Vaterfigur für viele Musiker. Seine Stücke sind eine üppig
strömende Inspirationsquelle für Komponisten und Interpreten. Das Spektrum
reicht dabei von Bach-Arrangements der großen composer pianists bis zum Jazz
und der Neuen Musik. So kombiniert der Pianist Francesco Tristano auf seiner
aktuellen CD Klavierwerke von Bach mit Stücken von John Cage und eigenen
Kompositionen  –  ein Konzept, das überrascht und überzeugt.
Am Mikrofon: Wilfried Schäper

18.6.

BBC
13-14(14-15)
Catherine Bott introduces a concert given by the Academy of Ancient Music & Richard Egarr in Salford as part of the „BBC Philharmonic presents…“ festival. The performance continues the AAM’s series of Bach Dynasty concerts and features music by various generations of the Bach family.
http://www.bbc.co.uk/programmes/b011y7jz

19.6..

MDR Figaro
19:30 – 22:00
Bachfest Leipzig 2011
Zeitversetzte Übertragung des Abschlusskonzerts aus der Thomaskirche Leipzig:

Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll BWV 232
Anna Prohaska, Sopran
Marie-Claude Chappuis, Mezzosopran
Andreas Scholl, Altus
Magnus Staveland, Tenor
Johannes Weisser, Bariton
Balthasar-Neumann-Chor, Akademie für Alte Musik Berlin
Leitung: René Jacobs