Archiv der Kategorie: Vokalmusik

In der Stadtkirche Bad Salzuflen erklangen im Gottesdienst aus dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach die Kantaten 5 und 6


Liebe Bachfreunde(innen)

Bad Salzuflen lud ein zu einem Dreikönigs-Treffen in die Evangelisch reformierte Stadtkirche. Im Eingangsbereich empfingen die drei Heiligen aus dem Morgenland die Gottesdienst-Besucher..!! Dazu vortrefflich geeignet – einen „Musikalischen Gottesdienst“ mit den Kantaten 5 & 6 aus dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach, BWV 248 – zu gestalten.

Die Heiligen drei Könige im Eingang der Ev. reform. Stadtkirche Salzuflen

Die Heiligen drei Könige im Eingang der Ev. reform. Stadtkirche von Bad Salzuflen

…………………………………………………………………………………………………………………………

Stadtkirche Bad Salzuflen

In der Stadtkirche Bad Salzuflen wurden im Rahmen eines „Musikalischen Gottesdienstes“ die Kantaten fünf und sechs aus dem Weihnachtsoratorium, BWV 248 von J.S. Bach aufgeführt.

Vorangegangen war am Freitag und Samstag ein mehrstündiger Workshop des Kirchenchores, um Gastsängern die Möglichkeit zu bieten, in der Einarbeitung der Kantaten mitzuwirken und den Kirchenchor verstärken zu können.

Sehr gerne sind wir dem Angebot gefolgt und haben die Gastfreundschaft der rührigen Stadtkirchengemeinde und des Kirchenchores sehr genossen und dabei haben sich neue

.

Freundschaften entwickeln können.

Kantorin Waltraut Huizing

Kantorin Waltraud Huizing

Faszinierend mitzuerleben, wie die Kantorin „Waltraud Huizing“ die Probenarbeit gestaltete, in ihrer freundlichen Art immer motivierend den Chor anzusprechen  und gezielte Feinheiten und Höhepunkte in den Kantaten mit dem Chor zu erarbeiten und umzusetzen. Ihr gelang es vortrefflich, uns immer wieder mitzureißen so dass die Probenarbeit nie langweilig wurde und zu einem reinen Vergnügen wurde. Das machte unwahrscheinlichen Spaß und animiert uns, in Zukunft weitere Projekte als Gastsänger mit ihr wahrzunehmen.

Chor der Stadtkirche Bad Salzuflen und Orchester "Le nuove musiche"

Eine Überraschung war die kurzfristige Verpflichtung eines Lautenisten (im Foto oben rechts) für die Bach-Kantaten der sich mit seinem hinreissenden Spiel und dem unvergleichlichen Klangerlebnis sich zu einem Glanzpunkt gestaltete. Die Besetzung mit drei Trompeten mit Natur-Trompeten spiegelt die filigrane Feinarbeit der Kantorin Waltraud Huizing im Vorfeld wieder, wie sie sich eine Besetzung des Orchesters vorstellt, um ein hinreissendes Klangerlebnis dem Besucher bieten zu können. Die Besetzung des Chores um die 40 Personen – einschließlich der Gastsänger(innen) kann als sehr geglückt  angemerkt werden. Ein mittleres Durchschnittsalter im Chor, besetzt mit gut ausgebildeten Sänger(innen) ergab ein sehr abgerundetes Klangbild.

Chor der Stadtkirche Bad Salzuflen und Orchester "Le nuove musiche" besetzt mit Laute

Aus Krankheitsgründen mussten kurzfristig zwei Gesangs-Solisten ersetzt werden aber im Lippischen scheint das für die Kantorin – trotz des großen Mankos – nicht allzu schwer gewesen zu sein, für guten Ersatz zu sorgen, liegt doch Detmold fast vor der Haustür von Bad Salzuflen. Das gelang ihr vortrefflich. Ein Juwel-Gesang purer Freude ist von der Sopranistin „Lara Venghaus“ zu vermelden die in ihren Partien  großartig überzeugen konnte. Mechthilt Kerscher , Alt, sang überzeugend. Der kurzfristig neu hinzugekommene Tenor  Stefan Deguti aus Detmold – für den erkrankten Johann Penner verpflichtet  – ausgestattet mit einem warmen Timbre in seiner Stimmlage und einer großartigen Wortartikulation war ein würdiger Ersatz. Der vorgesehene Bass – Gottfried Meyer musste ebenfalls ersetzt werden durch Andreas Post, der mit seinem großartigen Stimm-Volumen gleichfalls seiner Verpflichtung gerecht werden konnte.  Hinreissend stimmig gelang den Gesangs-Solisten in der Kantate sechs in Nr: 63 das Rezitativ: „Was will der Hölle Schrecken nun.“

Stadtkirche Bad Salzuflen Weihnachtsoratorium (Foto Heike Rottkamp)

Stadtkirche Bad Salzuflen Weihnachtsoratorium (Foto Heike Rottkamp)

Das zusammengesetzte Orchester „Le nuove musiche“ wurde 1990 als Ensemble für Alte Musik “Le nuove musiche”  von zwei Studenten der Hochschule für Musik, Detmold, Gregor Schwarz und Gregor van den Boom mit dem Ziel gegründet, Musik des 17.-18. Jahrhunderts auch im ostwestfälischen Raum auf Originalinstrumenten aufzuführen. Sehr schnell wurde aus der Duopartnerschaft ein sich ständig erweiternder Klangkörper, der im Laufe der Zeit auch überregionale Anerkennung findet.

Foto: LZ_vom 10_01_2012 WO Kantaten 5 und 6 Stadtkirche Bad Salzuflen am 08.01.2012 - (Fotorechte: Scheulen)

Das Ensemble bestach durch ein harmonisches Zusammenspiel auf  historischen Instrumenten und gestalteten die Solopartien im Bc und Violin-Solo ( Gregor van den Boom) – mit einer gekonnten und einer beeindruckenden Spielweise.

Die Bläsergruppe aus Detmold mit Natur-Trompeten

Die Bläsergruppe aus Detmold mit Natur-Trompeten

Das Trompeten-Ensemble, bestückt mit Natur-Trompeten, gelang der Bravour-Ritt in der abschließenden Kantate Nr. 6 mit der Eröfnungs-Fanfare: „Herr wenn die stolzen Feinde schnauben“ mehr als beeindruckend, das war hinreissend gespielt und die göttlichen Trompeten geleiteten dann zum Abschluss mit dem Choral: „Nun seid ihr wohlgerochen“ die Aufführung zu einem erhebenden Finale.

Es war ein Genuss für @Wolfgang und mich, in diesem „Musikalischen Gottesdienst“ mitwirken zu dürfen und war ein krönender Abschluss des Weihnachtsfestes. Bach, er lebt in uns weiter und steigert unsere Vorfreude auf die Kantaten in Höxter, wo wir uns wieder einfinden werden…!!

Liebe Bach-Grüße

Volker

—————————————————————————————————–

Eine kleine Rezension zum Kantaten-Gottesdienst liegt als PDF bereits vor!

         –   h i  e r  – anklicken..!! 

Die Rezension der Lippischen Landeszeitung vom 10.01.2012 nachstehende als PDF

     –  h i  e r  – anklicken..!!   LZ WO BWV 248 Kantaten 5 & 6 Stadtkirche Bad Salzuflen am 08_01_2012

—————————————————————————————————-

 

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den 1. Sonntag nach „Epiphanias“


Die Bach-Familie. Dieses romantisierende Gemälde der Familie Bach stammt von Edward Rosenthal aus dem Jahr 1870

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 08.01.2012 

begehen wir den 1. Sonntag  nach „Epiphanias“ 

Das Epiphaniasfest ist das älteste nichtjüdische Herrenfest und das erste Fest der Kirche, das kalendarisch festgelegt war (später kam das Christfest hinzu). Vermutlich entstand es um 300 im Osten und bekam die Inhalte: Geburt Jesu, Taufe Jesu, Weinwunder zu Kana und zuletzt auch die Verklärung Jesu, wobei es regional unterschiedliche Schwerpunkte in der Feier gab. In manchen Gegenden aber wurden drei Inhalte zugleich gefeiert. Im Laufe der Zeit verlagerte sich im Westen der Schwerpunkt auf die Weisen aus dem Morgenland, deren Dreizahl zwar nicht biblisch belegt ist, sich aber schon früh aufgrund der Zahl der Geschenke durchgesetzt hat. Durch diesen Schwerpunkt wurde ein engerer Bezug zum Christfest hergestellt. Im Osten hingegen lag der Schwerpunkt auf der Taufe Jesu, und in der armenischen Kirche ist der 6. Januar bis heute das Geburtsfest Christi.

Das Fest Epiphanias ist natürlich nicht das Fest der „Heiligen Drei Könige“, sondern das Fest des Kindes in der Krippe, das der Heiland der Welt ist. „Epiphanie“ bedeutet „Erscheinung“, und am 6. Januar sowie in der darauffolgenden Zeit wird besonders der Aspekt der Erscheinung Gottes im Fleisch, der Herrlichkeit Gottes, wie sie uns im Leben und Wirken Jesu offenbart wurde, betont.

Die protestantische Kirche konnte mit dem Fest wenig anfangen, nur die Lutheraner übernahmen es aus dem römischen Festkalender, wobei Luther den Schwerpunkt auf die Taufe Jesu legte, aber auch die Bezeichnung „Tag der Heiligen Drei Könige“ oder „Fest der Erscheinung“ verwendete. Im Laufe der Zeit aber wurde das Fest immer bedeutungsloser, und Versuche, es mit anderen Inhalten zu füllen (z.B. als Missionstag), scheiterten. Die früher auf einen Tag gelegten Inhalte (drei Weise, Taufe Jesu, Weinwunder zu Kana und Verklärung) sind nun auf die Epiphaniaszeit verteilt worden.

Die Epiphaniaszeit führt hin in die Fastenzeit, die wiederum den Weg weist in das Leiden und Sterben unseres Herrn, wobei wir wissen, dass Johannes das Kreuz Jesu als dessen Herrschaftsthron interpretiert und gerade am Kreuz die Herrlichkeit Gottes deutlich wird. Am Gipfelpunkt, an dem sich Epiphanias- und Fastenzeit begegnen, hören wir das Evangelium von der Verklärung Jesu, das uns in eine Welt schauen läßt, die noch fern von uns ist. Aber durch die Auferstehung wissen wir, dass der Weg durch Leid und durch Tod in dieser in Jesus uns so nahe gekommenen, wunderbaren Welt enden wird.

Am 1. Sonntag nach Epiphanias steht die Taufe Jesu im Mittelpunkt, die früher auch am Epiphaniastag selbst gefeiert wurde. Hiermit wird Jesus aus seinem einfachen Menschsein herausgenommen und von Gott berufen. Es ist Teil des großen Geheimnisses der Gottheit und Menschheit in Jesus Christus, dass diese Berufung und Taufe mach Jesu eigenen Worten notwendig ist. Jedoch ist eigentlich nur das Evangelium dieses Sonntages mit der Taufe Jesu „beschäftigt“. Die anderen Texte haben die Botschaft im Mittelpunkt, die durch Jesus die Welt veränderte: Tut Buße, kehrt um, wendet euch Gott zu, der durch Jesus eure Sünden getilgt hat.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

————————————————————————————————————–

Bach-Kantaten für  den 1. Sonntag nach  „Epiphanias“

BWV  32 – Liebster Jesu mein Verlangen

BWV 124 – Meinen Jesum lass ich nicht

BWV 154 – Mein liebster  Jesus ist verloren

BWV 248 – „Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben“ – (Weihnachtsoratorium Kantate VI – für Epiphanias)

————————————————————————————————————–

„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

————————————————-

WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach

BWV 225 Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“

für 2 vierstimmige Chöre und Basso continuo;

Trinity Baroque, Leitung: Julian Podger

.

BWV 124  „Meinen Jesum lass´ ich nicht “ –  Kantate zum 1. Sonntag nach Epiphanias

für Soli, Chor, Oboe d´amore, Streicher und Basso continuo; Yukari Nonoshita, Sopran; Robin Blaze, Countertenor; Andreas Weller, Tenor; Peter Kooij, Bass;

Bach Collegium Japan,

Leitung: Masaaki Suzuki

————————————————————————————————————–

NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

—————————————-

NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach:

BWV 32  Kantate „Liebster Jesu, mein Verlangen“

Claron McFadden, Sopran / Peter Harvey, Bariton

Monteverdi Choir London / English Baroque Soloists

Ltg.: John Eliot Gardiner

————————————————————————————————————–

SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

——————————————-

SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Kantate:

Johann Sebastian Bach:

BWV 154 „Mein liebster Jesus ist verloren“

Petra Noskaiová (Alt)
Jan Kobow (Tenor)
Jan van der Crabben (Bariton)
La Petite Bande 
Leitung: Sigiswald Kuijken

Johann Sebastian Bach:

Präludium und Fuge für Orgel d-Moll BWV 554
Gerhard Weinberger (Orgel)

Johann Sebastian Bach:

BWV 32 „Hier, in meines Vaters Stätte“,

Arie aus der Kantate BWV 32

Matthias Goerne (Bass)
Hillary Hahn (Violine)
Leitung: Alexander Liebreich

————————————————————————————————————–————————————————————————————–

rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

—————————————————

rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 124 am 1. Sonntag nach Epiphanias

 Meinen Jesum lass ich nicht“

Yukari Nonoshita, Sopran
Robin Blaze, Countertenor
Andreas Weller, Tenor
Peter Kooij, Bass

Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki

Johann Sebastian Bach

Passacaglia für Orgel c-Moll BWV 582
Jürgen Wolf


————————————————————————————————————


Bayern-Klassik
.
Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
————————————————————————————————————
———————————————————————————————————–
———————————————————————————————————–
oder
.
——————————————————-
.
Bayern-Klassik  Auszüge aus dem Programm:
.
Die Bach-Kantate:
BWV 32 „Liebster Jesu, mein Verlangen“
Kantate zum 1. Sonntag nach Epiphanias,
Emma Kirkby, Sopran; Gotthold Schwarz, Bass;
Heinrich Schütz Ensemble; Monteverdi Orchester:
Leitung: Wolfgang Kelber
BWV 604 „Gelobt seist du, Jesu Christ“,
Günther Fetz, Orgel
——————————————————————————————————–
————————————————————————————————————

./ YouTube: BWV 32 –  „Liebster Jesu mein Verlangen“  Part 1 –  (Interpret: Leonhardt)

  „BWV 190 – „Liebster Jesu mein Verlangen“ 

—————————————————————

/ YouTube: BWV 32  – „Liebster Jesu mein Verlangen“  Part 2 – ( Interpret: Leonhardt)

BWV 32  – „Liebster Jesu mein Verlangen“  

————————————————————-

/ YouTube: BWV 32  – „Liebster Jesu mein Verlangen“  Part 3 – (Interpret: Leonhardt)

BWV 32  – „Liebster Jesu mein Verlangen“  

———————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV 154  – „Mein liebster  Jesus ist verloren “  Part 1

– (Interpret: Harnoncourt)

BWV 154  – „Mein liebster  Jesus ist verloren“  

————————————————

/ YouTube: BWV 154  – „Mein liebster  Jesus ist verloren “  Part 2 

– (Interpret: Harnoncourt)

BWV 154  – „Jesu, nun sei gepreiset“  

———————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV 124  –  „Meinen Jesum lass ich nicht“  Part 1

– (Interpret:  Harnoncourt)

BWV 124 –  „Meinen Jesum lass ich nicht“

——————————————-

/ YouTube: BWV 124  –  „Meinen Jesum lass ich nicht“  Part 2

– (Interpret:  Harnoncourt)

BWV 124 –  „Meinen Jesum lass ich nicht“

———————————————————————————————————

Kantaten-Beschreibung 

zum  BWV 124 – „Meinem Jesum lass ich nicht

Kantaten für den 1. Sonntag nach Epiphanias –  

Aufführungsort: Hauptkirche St. Jacobi Hamburg,

am 9. Januar 2000 

Nach der aufgeheizten Atmosphäre in Leipzig und der Intensität des Dreikönigskonzertes in der Nikolaikirche hatten wir wirklich eine lange Bahnfahrt nötig, um den Geist zu klären und den Körper den Übergang von unserem letzten Bestimmungsort zum nächsten Ziel bewältigen zu lassen. Auf der Reise legten wir noch einmal in Gedanken unsere Wege durch die Berliner Stadtviertel zurück (wo wir das neue Jahrtausend mit zwei Aufführungen von Bachs Neujahrskantaten begrüßt hatten) und kamen schließlich in der feineren Gegend Hamburgs an.

Unser Ziel war die Jacobikirche, wo Bach 1720 sehr gut den Posten als Organist hätte bekommen können, wenn er nicht – verständlicherweise – die Bedingungen eines Vertrags abgelehnt hätte, demzufolge der Organist den Kirchenchor aus seiner eigenen Tasche subventionieren sollte. St. Jacobi, eine der fünf Hauptkirchen der Hansestadt, wurde im 14. Jahrhundert erbaut, die gotische Innenausstattung mit ihrem nüchternen weißen Rippengewölbe und das Mauerwerk aus Backstein hatten die Bomben des Zweiten Weltkriegs zum größten Teil überstanden. Wir fanden den langen Nachhall in der leeren Kirche anfangs ein wenig bedenklich, aber als der Raum mit Publikum gefüllt war, wurde die Akustik klar. Man braucht kein Orgelfan zu sein, um Arp Schnitgers prachtvolles Instrument (1693 errichtet und genau dreihundert Jahre später restauriert) mit seinen sechzig Registern und 4.000 Pfeifen, mit dem Bach bestens vertraut war, zu würdigen. Der amtierende Organist Rudolf Kelber lieferte uns nicht nur den Beweis für die außergewöhnliche Vielfalt an Klangfarben, sondern zeigte auch Sportsgeist, indem er sich bereit erklärte, bei unserer einzigen Chorprobe das Klavier zu spielen und es einen Halbton tiefer auf ‚Barockton’ zu stimmen.

Als Heranwachsender unternahm Bach verschiedene Fußreisen von Lüneburg nach Hamburg, vor allem mit dem Ziel, wie sein erster Biograph Johann Nikolaus Forkel befand, ‚alles zu thun, zu sehen und zu hören, was ihn nach seinen damaligen Begriffen immer weiter darin bringen könnte’. Allgemein wird angenommen, damit sei gemeint, er habe Johann Adam Reinken, dem Nestor der Norddeutschen Orgelschule, zu Füßen gesessen. Doch daraus lässt sich nicht unbedingt schließen, Bach habe seine Besuche in Hamburg auf die Kirchen beschränkt, das neue Theater am Gänsemarkt jedoch bewusst gemieden, wo das stattfand, was ein konservativer Kirchenmann ‚die krumme Operen Schlange’ nannte. Auf einen aufstrebenden Musiker von Bachs Generation wirkte die Hamburger Oper wie ein Lichtsignal der Gelegenheiten und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Für Johann Mattheson war sie eine ‚musikalische Universität’, ein Laboratorium, in dem sich als ausführender Musiker wie als Komponist gut experimentieren ließ. Für Händel war sie ein Sprungbrett zum Ruhm im Ausland, die Basis für beruflichen Aufstieg – riskant, aber mit hohem Gewinn. Da Bach Leute wie Reinken und Georg Böhm gut kannte, die beide enge Verbindungen zur Hamburger Oper unterhielten, können wir mutmaßen, dass ihn seine natürliche Neugier zumindest als Zuhörer in die Nähe dieser Örtlichkeit zog, selbst wenn ihn, so er denn drin war, eine natürliche Schüchternheit davon abhielt, die für einen Erfolg nötigen Kontakte in einer Welt zu knüpfen und auszubauen, die darauf angelegt war, die Eitelkeit einzelner Interpreten zu befriedigen. Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit, die Dinge zu sehen: Bach stippt seinen Zeh in dieses Gewässer und schreckt zurück, nicht aus irgendeiner lutherischen Prüderie, sondern einfach weil ihn die Musik, die er dort hört, kalt lässt.

Aus diesem Grund zieht er es vor, sich von einer Richtung zu distanzieren, auf die der überwiegende Teil der Komponisten seiner Generation versessen war. Zu keinem Zeitpunkt war er von dem modernen ‚Opernzeug’ isoliert, er nahm es durchaus zur Kenntnis und war keineswegs abgeneigt, in seinen eigenen Werken solche Techniken später immer dann zu einzusetzen, wenn sie seinen Zwecken entsprachen. Bach hatte eine natürliche Neigung zu ‚opernhaftem’ Ausdruck, zu einer dramatischen und kontrastreichen Gestaltung des musikalischen Ablaufs, was nicht nur in den Passionen zum Ausdruck kommt, sondern auch in so vielen Stücken seiner Kantaten, wie wir im Laufe des Jahres entdeckten; Eigenschaften, an denen vielleicht viele seiner ersten Zuhörer Gefallen fanden und die wir heute schätzen, die jedoch von den Klerikern seiner Zeit missbilligt wurden.

Die Vielfalt und die Abstufungen des dramatischen Ausdrucks sind in Bachs Kantaten so groß, dass man den Eindruck gewinnt, die Dinge seien auf einzigartige Weise ausgedrückt, könnten gar nicht anders ausgedrückt werden. Da ist zum Beispiel BWV 124 „Meinen Jesum lass ich nicht aus seinem zweiten Leipziger Jahrgang.

Äußerlich scheint diese Kantate direkt an BWV 123 Liebster Immanuel anzuschließen, die wir am vergangenen Sonntag in Leipzig aufgeführt hatten: genau die gleiche Anlage, eine einleitende Choralfantasie, ein sechs Sätze umfassendes Libretto, von denen die ersten und letzten Strophen unverändert bleiben (einschließlich der Melodie), während die Texte der von einem anonymen Autor stammenden mittleren Sätze paraphrasiert werden, und Rezitative von ungewöhnlicher Schönheit. Aber da hören die Gemeinsamkeiten schon auf. Bei der Vertonung von Keymanns Choral (1658) wählt Bach einen sanften, fast naiven Tonfall, um die im Text angelegte Ergebenheit zu betonen. Nur im mittleren Satz, einer Arie für Tenor mit Oboe d’amore und Streichern (Nr. 3), öffnet er seinen Vorratsschrank, um zur Schilderung der ‚Furcht’ und des ‚Schreckens’, die den ‚harten Todesschlag’ begleiten, eine Flut dramatischer Wirkungen zu entfesseln: eine im Staccato-Rhythmus pulsierende Basslinie, ein beharrliches viernotiges Trommeln in den hohen Streichern, eine rhythmisch stark punktierte Anlage der Singstimme und in völligem Kontrast dazu eine weit ausgreifende Melodie der Oboe d’amore, das Bekenntnis des Gläubigen ‚Ich lasse meinen Jesum nicht’, was auch immer kommen mag.

Die Choralfantasie, mit der die Kantate in E-dur beginnt, ist im Stil eines Menuetts angelegt, aber in der ungewöhnlichen Abfolge AI–AII–AIII, mit Orchesterritornellen am Anfang, in der Mitte und am Ende. Bach weist der Oboe d’amore eine äußerst virtuose konzertante Rolle zu. In der Weise, wie sich ihre raschen Sechzehntelfiguren in sich selbst einzurollen scheinen, unternehmen sie offenbar den Versuch, uns das mitzuteilen, was jeder Spaziergänger auf dem Land weiß, dass nämlich Kletten die ihm unwillkommene Eigenart besitzen, an der Kleidung zu verharren (der Text spricht von der Pflicht des Christen, ‚klettenweis an ihm – d.h. Jesus – zu kleben’) – so wie sich die drei tiefen Stimmen unisono drei Takte lang bei dem Wort ‚kleben’ an dem H festhaken.

In den Kirchenkantaten zeigt sich nicht zuletzt Bachs Fertigkeit als Komponist von Rezitativen, die häufig sehr viel dramatischer sind als in den Opern seiner Zeitgenossen. Im Bass-Rezitativ (Nr. 4) bildet er in der Continuolinie eine Kette aus sieben aufeinander folgenden Tönen der chromatischen Skala, um die Frage zu betonen: ‚Wird nicht die hart gekränkte Brust / zu einer Wüstenei und Marterhöhle / bei Jesu schmerzlichstem Verlust?’. In scharfem Kontrast dazu ist das folgende Duett in A-dur für Sopran und Alt mit Continuo als Gigue angelegt, deren fröhliche Unbekümmertheit (alle diese Dezimensprünge im Continuo) die Loslösung von allen weltlichen Dingen feiert: ‚Entziehe dich eilends, mein Herze, der Welt’. Der abschließende Choral, die Harmonisierung einer Melodie von Andreas Hammerschmidt (1658), enthält im Continuo eine wiederkehrende drehende Figur, mit der die wesentlichen Wörter des Textes ‚Jesum’, ‚Christus’ und ‚selig’ betont werden. 

Sir John Eliot Gardiner 2010

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

————————————————————————————————————–

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Weihnachtsfeiertag:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Julian Clarkson-Bass

————————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV  248 – Kantate 6 – WO „Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben“

BWV 248    Kantate 6  Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben  (für Epiphanias)

(Interpret: Gardiner, Monteverdi Choir)

————————————————————————————————————–

CD’s –  für   den 1. Sonntag nach Epiphanias
.
..
Link:   CD’s  Bach-Kantaten – SDG 174, Vol. 18
.
.
Cover:
CD’s SDG 174
Vol. 18
CD – zwei –
.
.
Kantaten für den 1. so nach Epiphanias
BWV 32 – Liebster Jesu, mein Verlangen
BWV 124 – Meinen Jesum lass ich nicht
BWV 154 – Mein liebster Jesus ist verloren
.
.
.

————————————————————————————————————–

Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

————————————————————————————————————–

Grüße

Volker

Zwei Interviews: Die Kirchen sind leer, es sei denn, es gibt Musik von Johann Sebastian Bach


Liebe Bachfreunde(innen) !

Lange hat es keine Interviews mehr in der aktuellen Presselandschaft von berühmten Interpreten zum Thema „Johann Sebastian Bach“ gegeben und nun sind zwei sehr interessante Interviews mit dem Bach-Interpreten: „Nikolaus Harnoncourt“ und dem Cellisten: „Mischa Maisky“ veröffentlicht worden.

Nikolaus Harnoncourt - Dirigent „Nikolaus Harnoncourt

in WELT  ONLINE am 25. Dezember 2011

mit der Überschrift als Leitartikel:

 Harnoncourt – „Über Bach kann man nicht lachen“ 

 Die Kirchen sind leer, es sei denn, es gibt Musik von Johann   Sebastian Bach. Warum? Weil seine Werke vollkommen  sind, sagt Stardirigent Nikolaus Harnoncourt.

Am Eingangstor fehlt das Namensschild. Es müsste aber auch ziemlich breit sein für den vollen Namen des Hausherrn. Johann Nicolaus Graf de la Fontaine und d’Harnoncourt-Unverzagt entstammt steinaltem Hochadel, er ist mit den Habsburgerkaisern verwandt.

Als Nikolaus Harnoncourt wurde er zum Bach-Guru und zum einflussreichsten Dirigenten der Gegenwart. Seit Jahrzehnten lebt er hier mit seiner Frau Alice auf dem alten Pfarrhof in St. Georgen, Oberösterreich. Hühner laufen frei herum, auf einer Wiese weiden Schafe. 

Hier geht es zum ganzen Interview:  (auch als Download)

 http://www.welt.de/kultur/musik/article13774559/Harnoncourt-Ueber-Bach-kann-man-nicht-lachen.html

,

————————————————————————————–

Mischa Maisky Cellist

,

In der Badische Zeitung wurde ein Interview geführt mit dem berühmten Cellisten:

Mischa Maisky am 4. Januar 2012.

Überschrift als Leitartikel:

„Meine Wurzeln reichen tief“    

Sein Leben ist ein Abenteuer. Er spielte schon in den berühmtesten Konzertsälen der Welt, saß aber auch im Gefängnis und mischte Zement in einem russischen Arbeitslager. Mischa Maisky, 1948 in Riga geboren, ist der einzige Cellist, der bei Mstislav Rostropowitsch und bei Gregor Piatigorsky studierte. In dieser Saison ist der Lette Artist in Residence im Festspielhaus Baden-Baden. Vorm ersten Porträtkonzert dort sprach Georg Rudiger mit ihm über die Musik Bachs, Zementmischen im Arbeitslager und über sein zweites Leben. 

.

BZ: Haben Sie heute schon Cello geübt?
.

Mischa Maisky: Heute Morgen leider noch nicht. Ich hatte anderes zu tun. Aber eigentlich versuche ich immer, jeden Morgen eine Bach-Suite vor dem Frühstück zu spielen. Das ist eine gute Übung zum Wachwerden.

Hier geht es zum ganzen Interview:  (auch als Download)

http://www.badische-zeitung.de/klassik-2/meine-wurzeln-reichen-tief–54388962.html

.
———————————————————————————————————-
Grüße
Volker

Das BACH FESTIVAL ARNSTADT vom 16.3. bis 25.3.2012 gibt das Programm bekannt


Das Bach-Festival in Arnstadt

vom 16. März bis zum 25. März 2012 

veröffentlicht das Programm.

Namhafte Solisten konnten wieder verpflichtet werden.

—————————————————————————————————————–

Programmauszug:

Zur Lautten Compagney:

Die Lautten Compagney feierte 2009 ihr 25-jähriges Bestehen. Sie zählt heute zu den renommiertesten deutschen Barockensembles und musiziert in diversen kammermusikalischen Besetzungen bis hin zum barocken Opernorchester. Ihr Repertoire umfasst ein breites Spektrum an Werken des 16. – 18. Jahrhunderts.

Mit Konzerten und Opernaufführungen gastiert das Ensemble bei namhaften Festivals und Veranstaltern in ganz Deutschland und im Ausland und überrascht dabei immer wieder durch originelle Programmgestaltung und Neu-Entdeckungen unbekannter Werke.

Beachtung fand die CD „Timeless“ mit Kompositionen von Merula und Glass für die LAUTTEN COMPAGNEY mit dem ECHO Klassik 2010 in der Kategorie „Bestes Ensemble – Alte Musik“ ausgezeichnet wurde.

Calmus Ensemble:

Calmus, eine Vokalgruppe aus der Bachstadt Leipzig, diesem Hort musikalischer Talente und Ideen, hat sich in den letzten Jahren ganz nach oben gearbeitet. 1999 waren die Sänger mit ihrem neugegründeten Ensemble zum ersten Mal an die Öffentlichkeit gegangen, und sie hatten Erfolg: Fonoforum begrüßte sie gar als neuen Stern am a-cappella-Himmel. Nach einiger Zeit als reine Boy Group trat ein Sopran an die Spitze, einige Zeit danach wurde die Sechser-Besetzung auf fünf reduziert. 2009 feierten sie ihr zehnjähriges Jubiläum mit einem großen Festkonzert im Gewandhaus zu Leipzig!

Zu diesem Anlaß paßt es natürlich ganz besonders gut, daß die Sänger vor kurzem mit einem „ECHO“ in der Sparte „Klassik ohne Grenzen“ für eine CD mit Deutschen Volksliedern ausgezeichnet wurden. Das ist aber beileibe nicht ihr erster Preis, denn im Laufe der Jahre haben sie eine ganze Anzahl internationaler Wettbewerbe gewonnen. 2010 gaben sie ihr Debüt in der Carnegie Hall in New York.

———————————————————————————————————————-

Bach-Festival-Arnstadt 2012: Reformation und Musik - Martin Luther in der Orgelm

Bach-Festival-Arnstadt 2012: Reformation und Musik –

Martin Luther in der Orgel …..

am 18.03.12

Der -deutschsprachige – Gemeindegesang ist seither ein wichtiger Teil des Gottesdienstes und der Liturgie.

——————————————————————————————————————–

Bach-Festival-Arnstadt 2012:

Johann Sebastian Bach –

Johannes-Passion BWV 245

am 24.03.12

Die Johannes-Passion ist in vielerlei Hinsicht eines der faszinierendsten Werke Bachs. Im Zentrum der Ggeschichte steht …

———————————————————————————————————————

Das vollständige Programm kann unter dem nachstehenden PDF-Link aufgerufen werden:

      PDF-Link: Bach Festival Arnstadt PDF-Programm 2012

——————————————————————————————————————-

Weitere Informationen:

www.bachfestival.arnstadt.de

————————————————————————————————————————-

Der offizielle Ticketverkauf 

– ONLINETICKETS –

Ihre Onlinetickets können Sie hier buchen:

in einen der drei Flyer klicken…!!

Onlinetickets auf www.eventim.de

Onlinetickets auf www.ticketshop-thueringen.de

Onlinetickets auf www.ticketonline.de

————————————————————————————————————————-

Ansprechpartner für Pauschalreiseangebote:

Tourist-Information Arnstadt
Markt 1 | 99310 Arnstadt
Tel.: 0 36 28/ 60 20 49
Fax: 0 36 28/ 66 18 47
E-mail: information@arnstadt.de

———————————————————————————————————————–

Bach-Ausstellung im Schlossmuseum Arnstadt

Seit Dezember 2009 präsentiert sich die Ausstellung „Bach in Arnstadt“ in neuen Räumlichkeiten im Schlossmuseum Arnstadt. Fünf Jahre lang war die Ausstellung im Haus „Zum Palmbaum“ zu sehen, bevor sie nun völlig neu gestaltet ins Schlossmuseum Einzug hielt. Unter Einbeziehung moderner Multimedia-Technik wird ein Bogen zwischen Musik- und Sozialgeschichte gespannt. Die unterschiedlichen Interessen der Besucher berücksichtigend, liegen die Schwerpunkte der Ausstellung im Musikerleben, aber auch in der visuellen Aufnahme von Informationen über Ereignisse zur Stadtgeschichte.

——————————————————————————————————————-

KMD Gottfried Preller, spielt die Toccata & Fuge d-moll BWV 565; in der J.-S.-Bach-Kirche in Arnstadt!

——————————————————————————————————————

Grüße

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für „Neujahr“


-.

St. Laurenzenkirche in St. Gallen / Schweiz - Fotorechte: J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

————————————————————————————————————————–

Ich wünsche allen Besuchern ein glückliches und gesundes neues Jahr 2012 

————————————————————————————————————————–

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 01.01.2012 

begehen wir den Sonntag  „Neujahr“ 

In der Alten Kirche wurde der Neujahrstag bewußt als Fastentag begangen. Dies hatte seine Ursache in der Beziehung zu den sogenannten „Saturnalien“, die die Römer im 3. Jht. noch feierten und die, am 17.12. beginnend, am 24.12. in die überschwenglich und ins extreme gesteigerte Feier des Sol invictus (s. Christfest) mündeten. Der christlichen Kirche erschien dieses 7-tägige Feiern der Saturnalien als eine Eskalation der heidnischen Sündhaftigkeit, und sie legte daher ihre Weihnachtsfestzeit ebenfalls 7-tägig aus, aber nicht in orgiastischer Ausschweifung, sondern in bußfertiger Hinwendung zu Gott endend.

Im 6. Jahrhundert erst begann man, den Neujahrstag als Tag der Beschneidung und Namengebung Jesu zu feiern. Auch Martin Luther hat dann auf diesen Sinn des Neujahrstages großen Wert gelegt. Erst im Lauf des 17. Jahrhunderts ging der protestantischen Kirche dieser Sinn verloren, immer mehr wurde der Jahresanfang einziger Inhalt des Tages, wobei man sagen muss, dass es sich bei dem Neujahrstag wohl um den wichtigsten profanen Feiertag, eben den des Neuanfangs, handelt.
Die liturgische Farbe ist weiß, da der Neujahrstag kein eigener Festtag der Kirche ist, sondern ein Tag, der in die Zeit des Christfestes einzuordnen ist.

Der Neujahrstag sollte richtigerweise mit dem Proprium des Tages der Beschneidung und Namengebung Jesu begangen werden. Wenn er allerdings als Neujahrstag begangen wird, liegt der Schwerpunkt auf der Tatsache, dass wir unsere Zukunft nicht in der Hand haben, sondern allein Gott. Dies wird besonders schön deutlich in der Epistel, der die Worte „so Gott will und wir leben…“ entnommen sind, aber auch in der alttestamentlichen Lesung, in der Gottes Ordnungen der Schlüssel sind dafür, dass Gott bei allem ist, was Josua tun wird. Die anderen Perikopen unterstreichen noch einmal, dass der Mensch sich zwar vieles ausdenken kann, aber Gott wird seinen Schritt lenken. So sind wir zwar nicht Marionetten; es wird uns aber gut tun, der Tatsache bewusst zu werden, dass wir nicht allein sind in unserem Bemühen.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

————————————————————————————————————–

Bach-Kantaten für  „Neujahr“

BWV 16 – Herr Gott, dich loben wir

BWV 41 – Jesu, nun sei gepreiset

BWV 143 – Lobe den Herrn, meine Seele II

BWV 171 – Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm

BWV 190 – Singet dem Herrn ein neues Lied

BWV 248 – „Fallt mit Danken, fallt mit Loben“ – (Weihnachtsoratorium Kantate IV)

————————————————————————————————————–

„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

————————————————-

WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach

BWV 143 „Lobe den Herrn, meine Seele“  Kantate zu Neujahr

für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Sandrine Piau, Sopran; Jörg Dürmüller, Tenor; Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra, Leitung: Ton Koopman 

Georg Friedrich Händel 

Laudate pueri Dominum für Mezzosopran, Oboe, Chor und Orchester;

Magdalena Kozená, Mezzosopran; Yann Miriel, Oboe;

Choeur des Musiciens du Louvre; Les Musiciens du Louvre, Leitung: Marc Minkowski

————————————————————————————————————–

NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

—————————————-

NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach:

BWV 41 „Jesu, nun sei gepreiset“ Kantate zu Neujahr

Sibylla Rubens, Sopran / Annette Markert, Alt
Christoph Prégardien, Tenor / Klaus Mertens, Bass
Amsterdamer Barockorchester und Chor
Ltg.: Ton Koopman

————————————————————————————————————–

SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

——————————————-

SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Kantate:

Georg Philipp Telemann:

„Lobet den Herrn, alle seine Heerscharen“
Dorothee Fries (Sopran)
Mechthild Georg (Alt)
Andreas Post (Tenor)
Albrecht Pöhl (Bass)
Collegium vocale des Bach-Chores Siegen
Trompeten-Consort Friedemann Immer

Barock-Orchester Hannoversche Hofkapelle 
Leitung: Ulrich Stötzel

————————————————————————————————————–————————————————————————————–

rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

—————————————————

rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Johann Sebastian Bach

BWV 143 Lobe den Herrn, meine Seele 

Kantate zu Neujahr und zum Fest der Beschneidung

Ruth Holton, Sopran / James Gilchrist, Tenor / Peter Harvey, Bass

Monteverdi Choir / English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner


————————————————————————————————————


Bayern-Klassik
.
Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
————————————————————————————————————
———————————————————————————————————–
———————————————————————————————————–
oder
.
——————————————————-
.
Bayern-Klassik  Auszüge aus dem Programm:
.
Die Bach-Kantate:
BWV 41 „Jesu, nun sei gepreiset“
Matthias Ritter, Knabensopran; Jonas Will, Knabenalt;
Markus Schäfer, Tenor; Harry van der Kamp, Bass;
Tölzer Knabenchor; Baroque Orchestra: Gustav Leonhardt
——————————————————————————————————–
————————————————————————————————————

./ YouTube: BWV 190 –  „Singet dem Herrn ein neues Lied“  –  (Interpret: Suzuki)

  „BWV 190 „Singet dem Herrn ein neues Lied“ 

————————————————————————————————————-

/ YouTube: BWV 16  – „Herr Gott, dich loben wir“  Part 1 – (Interpret: Leonhardt)

BWV 16  – „Herr Gott, dich loben wir“  

————————————————————————–

/ YouTube: BWV 16  – „Herr Gott, dich loben wir“  Part 2 – (Interpret: Leonhardt)

BWV 16  – „Herr Gott, dich loben wir“  

———————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV 41  – „Jesu, nun sei gepreiset “  Part 1 – (Interpret:  Gardiner)

BWV 41  – „Jesu, nun sei gepreiset“  

————————————————

/ YouTube: BWV 41  – „Jesu, nun sei gepreiset “  Part 3 – (Interpret:  Harnoncourt)

BWV 41  – „Jesu, nun sei gepreiset“  

———————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV 143  –  „Lobe den Herrn, meine Seele II“  – (Interpret: Leonhardt)

BWV 143 –  „Lobe den Herrn, meine Seele II

———————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 171  –  „Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm“

– (Interpret: Harnoncourt)

BWV 171 –  „Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm

—————————————————————-

Ein sehr ungewöhnliches Video:

der Organist spielt die Orgel und spielt gleichzeitig auf der Trompete

(Interpret: Gerard van Reenen)

BWV 171 – Aria  „Jesus soll mein erstes Wort“ Orgel & Trompete

———————————————————————————————————-

/ YouTube: BWV 248  –  WO –  Kantate IV  für Neujahr –

(Interpret: Sir Gardiner, Monteverdi Choir)

BWV 248  – „Fallt mit Danken,  fallt mit Loben“ – (Kantate IV)“

———————————————————————————————————

Kantaten-Beschreibung 

zum  BWV 143 – Lobe den Herrn, meine Seele

Kantaten für Neujahr –  Aufführungsort:  Gethsemanekirche, Berlin

am 1. und 2. Januar 2000 

Nach dem bewegten Beginn der Pilgerreise – mit drei Weihnachtskonzerten in Weimar – kehrten wir kurz nach London zurück, tauschten verspätet ein paar Geschenke mit der Familie, verabschiedeten alte und begrüßten neue Teammitglieder und begannen mit den Vorbereitungen für zwei äußerst anspruchsvolle Programme an zwei aufeinander folgenden Feiertagen: Neujahr, das in diesem Jahr auf einen Sonnabend fiel, und der Sonntag nach Neujahr. Als wir in Berlin ankamen, machten wir uns sofort auf den Weg zur Gethsemanekirche in Prenzlauer Berg, dem Stadtteil Ost-Berlins, der sich zum Zentrum der Opposition gegen das DDR-Regime entwickelt hatte. Im Oktober 1989 wurde die Gethsemanegemeinde, wie auch andere Berliner Gemeinden, mit ihren öffentlichen Diskussionen, Protestaktionen, Friedensgebeten und Mahnwachen zum Sammelpunkt der DDR-Friedensbewegung. Diese gerade einmal hundert Jahre alte, mit ihrer doppelgeschossigen Empore wie ein großes neogotisches Theater wirkende Kirche hat noch immer eine beeindruckende Atmosphäre – und eine hallende Akustik, die uns einige Probleme bereitete. Wir waren hier, um das neue Jahrtausend zu begrüßen, und was hätte es dafür Besseres geben können als Bachs Musik zum 250. Jahrestag seines Todes? Alle in der Gruppe schienen begeistert zu sein und sich auf dieses großartige Abenteuer zu freuen.

Auf dem Papier wirkte das Programm mit den Kantaten für den Neujahrstag allerdings recht fad. Wie sollten es die platten Exordien zum Jahresende und die Gebete für ‚Stadt und Land’, ‚Kirche und Schule’, die Bach von seinen anonymen Librettisten geliefert worden waren, mit einem so bedeutsamen Wechsel vom zweiten zum dritten Jahrtausend aufnehmen können? Wie sich herausstellte, auf mühelose, treffliche und – dank Bachs Musik – triumphale Weise. Selbst wenn sich die Schrecken der kriegerischen Auseinandersetzungen im 17. und 18. Jahrhundert in ihrem Ausmaß nicht mit denen des ausgehenden 20. Jahrhunderts vergleichen ließen, die sicherlich die blutigsten überhaupt in der Geschichte der Menschheit waren, bieten die Texte einiger dieser Kantaten genügend Stoff zum Nachdenken, zum Beispiel dieser: ‚Tausendfaches Unglück, Schrecken, Trübsal, Angst und schneller Tod, Völker, die das Land bedecken, Sorgen und sonst noch mehr Not sehen andre Länder zwar, aber wir ein Segensjahr’ (BWV 143 Nr. 4).

1999 war das Jahr der militärischen Konflikte im Kosowo, in Tschetschenien und Osttimor gewesen, während sich das westliche Europa, von diesen Auseinandersetzungen im Grunde unbehelligt und im Frieden, in einem Schlammbad des Überflusses suhlte. Doch bei Bachs Kantaten haben wir mit so viel mehr zu tun als nur ‚Vertonungen’ religiöser Texte. Seine Musik öffnet die Tür zu allumfassenden Stimmungen, die auf ihre eigene Weise sehr viel eindringlicher und beziehungsreicher sind als einfach nur Worte, zumal seine Texturen mehrere Schichten aufzuweisen pflegen und somit parallele, komplementäre und sogar widersprüchliche ‚Affekte’ auszudrücken vermögen. Worte können, wie Mendelssohn bemerkte, ‚so vieldeutig, so unbestimmt, so missverständlich [sein] im Vergleich zu einer rechten Musik, die einem die Seele erfüllt mit tausend besseren Dingen als Worten. Das, was mir eine Musik ausspricht, die ich liebe, sind mir nicht zu unbestimmte Gedanken, um sie in Worte zu fassen, sondern zu bestimmte’. Bei Bach begegnen wir einer Musik, die sich über alle konfessionellen Hindernisse hinweg zu erheben scheint und dem ausführenden Musiker in gleicher Weise wie dem Hörer Erlebnisse schenkt, die läuternd und heilbringend sind, die sich auf eine bestimmte Situation beziehen und gleichzeitig universelle Gültigkeit haben – und bei dieser bedeutsamen Zeitenwende offensichtlich auch einem besonderem Bedürfnis entsprechen.

Es ist daher besonders faszinierend, den unterschiedlichen Ausdeutungen zu begegnen, die Bach in den verschiedenen Stadien seines Lebens und seiner Entwicklung den für einen bestimmten liturgischen Anlass vorgesehenen biblischen Texten angedeihen lässt, und diese miteinander zu vergleichen. So werden wir das ganze Jahr über verfahren: in zeitlicher Abfolge Kantaten nebeneinander stellen, die Bach für bestimmte Festtage geschrieben hat. Oberflächlich betrachtet könnten die vier Kantaten für Neujahr, die wir in Berlin aufführten, kaum unterschiedlicher sein. BWV 143 „Lobe den Herrn, meine Seele“ ist uns nur in einer handschriftlichen Kopie aus dem Jahre 1762 erhalten. Sehr viele Zweifel bestehen über die Authentizität dieser kleinen Kantate, und einige Merkmale werfen weitere Fragen auf. Da ist zunächst die Besetzung, die unübliche Kombination dreier Corni da caccia mit Pauken, Fagott und Streichern; dann die Tonart B-dur (ist das der Kammerton oder der Chorton?), der einfache (fast naive) Grundplan und Satz, die Vermischung von Bibelworten mit Choralfragmenten und freier Dichtung, die dieses Werk in die Nähe der frühesten Kantaten Bachs rückt, jene, die er während seines einjährigen Aufenthaltes in Mühlhausen komponierte (BWV 106, 4, 71 und 131), allerdings handwerklich und schöpferisch auf einem sehr viel bescheideneren Niveau. Auf Anhieb ähnelt sie am meisten der Ratswahlkantate BWV 71 von 1708, Gott ist mein König.

Die Einwürfe der Blechbläser in der Bass-Arie (Nr. 5) erinnern an eine ähnliche Verfahrensweise in der Alt-Arie von BWV 71, und selbst die arpeggiert angelegte Melodielinie entspricht dem Verlauf des Anfangschores in letzterem Werk. Und schließlich ist in ihrem besten Satz, der pastoralen Tenor-Arie (Nr. 6), in der sich Fagott und Cello-Continuobegleitung auf treffliche Weise ineinander verweben, auch in der Stimmung eine vorübergehende Ähnlichkeit zu dem bezaubernden ‚Turteltauben’-Chor (BWV 71 Nr. 6) vorhanden. All das verleitete einige Wissenschaftler zu der Vermutung, Lobe den Herrn sei die nicht mehr vorhandene Version der Kantate, die Bach für die Ratswahl im folgenden Jahr in Mühlhausen geschrieben habe. Mir scheint sie dann noch eher ein früherer, noch recht zaghafter Schuss auf dieselbe Zielscheibe zu sein. Plausibel ist auch der Gedanke, sie könnte, zumindest teilweise, die Arbeit eines Lehrlings gewesen sein, in Weimar unter Bachs direkter Anleitung angefertigt. Sollte dies zutreffen, so stammen der zweifellos vorhandene Überschwang und die verwendeten Instrumentalfarben entweder direkt von Bach, oder sie sind ein vorzüglich gelungenes Pasticcio aus der Feder eines Studenten. Zum Beispiel werden die Arabesken der Solovioline durch das Staccato eines ‚Totengeläuts’ in den tiefen Streichern (Nr. 4) betont, und diese korrigieren zuweilen die recht konventionell angelegten melodischen und rhythmischen Muster, die für das restliche musikalische Material typisch sind.

Eliot Gardiner 2008

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

————————————————————————————————————–

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Weihnachtsfeiertag:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner 

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Gabriele Cassone Horn-Trompete 

————————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV  248 – Kantate 5 WO „Ehre sei dir, Gott gesungen „

BWV 248 „ “  Kantate 5  „Ehre sei dir, Gott gesungen „ Erster Sonntag nach Neujahr 

(Interpret: Gardiner, Monteverdi Choir)

————————————————————————————————————–

CD’s –  für   N e u j a h r
.
..
Link:   CD’s  Bach-Kantaten – SDG 137, Vol. 16
.
.
Cover:
CD’s SDG 137
Vol. 16
CD – eins –
.
.
BWV 190 „Singet dem Herrn ein neues Lied“
BWV 28 „Gottlob ! nun geht das Jahr zu Ende“
BWV 152 „Tritt auf die Glaubensbahn“
BWV 122 „Das neugeborne Kindelein“
Motette BWV 225 „Singet dem Herrn ein neues Lied“
.
————————————————————————-
.
Link:   CD’s  Bach-Kantaten – SDG 150, Vol. 17
.
————————————————————————————————————-
.
.-.———————————————————————————————————
Cover:
CD’s SDG 150
Vol. 17
CD – eins –
.
BWV 16 – Herr Gott, dich loben wir
BWV 41 – Jesu, nun sei gepreiset
BWV 143 – Lobe den Herrn, meine Seele II
BWV 171 – Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm
.
.

————————————————————————————————————–

Ich wünsche allen Besuchern ein glückliches und gesundes neues Jahr 2012 !

————————————————————————————————————–

Grüße

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für das “ Christfest III “ 3. Weihnachtsfeiertag


Thomanerchor mit dem WO in der Nikolaikirche Leipzig

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 27.12.2011 begehen wir das  „Christfest III“ – (Namenstag des Heiligen Johannes)

3. Weihnachtsfeiertag  

Am Christfest III  denken wir an den Apostel und Evangelisten Johannes, dessen Verkündigung wir hören als Worte der Liebe und Fürsorge Gottes für seine Schöpfung. Weil das Christfest das Fest der Liebe Gottes ist, die Johannes sein Leben hindurch gepredigt hat, ist sein Tag so nah an dieses Fest gelegt worden. Von ihm lassen wir uns zur Liebe untereinander aufrufen.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)———————————————————————

————————————————————————————————————–

Bach-Kantaten für den 3. Weihnachtsfeiertag

BWV 64 – Sehet, welch eine Liebe

BWV 133 – Ich freue mich in dir

BWV 151 – Süßer Trost mein Jesus kömmt

BWV 248 – Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen – (Weihnachtsoratorium Kantate III)

————————————————————————————————————–

„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

————————————————————————————————————–

NDRkultur – (Kantate)

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

————————————————————————————————————–

SWR2

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

.

————————————————————————————————————–————————————————————————————–

rbb kulturradio

Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

.

————————————————————————————————————


———————————————————————————————————–
Bayern-Klassik
————————————————————————————————————
———————————————————————————————————–
———————————————————————————————————–
——————————————————————————————————–
 .
.
————————————————————————————————————

./ YouTube: BWV 64 – „Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeuget“ 

  „BWV 64 – „Sehet, welch eine Liebe“  (Interpret: Rilling)

————————————————————————————————————-

/ YouTube: BWV 133  Ich  freue mich in dir  (Interpret:Leonhardt)

BWV 133  – „Ich freue mich in dir“  Part 1

————————————————————————–

/ YouTube: BWV 133  – Ich  freue mich in dir  (Interpret:Leonhardt)

BWV 133  – „Ich freue mich in dir“  Part 2

———————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV 151  –  „Süßer Trost mein Jesus kömmt“ (Interpret: Leonhardt)

BWV 153 –  „Süßer Trost mein Jesus kömmt

———————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 248  –  WO –  Kantate III   (Interpret: Sir Gardiner, Monteverdi Choir)

BWV 248  – „Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen“ – (Kantate III)“

———————————————————————————————————

Kantaten-Beschreibung 

zum  BWV 64 – Sehet, welch eine Liebe“

Kantaten für den 2. Weihnachtsfeiertag –  Aufführungsort:  St Bartholomew’s, New York

am 27.12.2000 

Da wirst du von einem Organisten in die Enge getrieben, der auf seinem Steckenpferd – der Traktur – davongaloppiert und sich darüber ergeht, dass die Orgelwerke selbstverständlich Bachs gesamten übrigen Œuvre überlegen seien, und du brauchst nur auf BWV 64 „Sehet, welch eine Liebe“ zu verweisen, um besagten Organisten in fassungsloses Schweigen zu versetzen. Es stimmt, dass der Anfangssatz, als vierstimmige Motette über einer unabhängigen Continuolinie angelegt, nichts hat, was auf der Orgel nicht durchaus respektabel und wirkungsvoll klänge. Doch aufgeputzt mit Bachs recht unweihnachtlicher Besetzung, einem Posaunenchor zusätzlich zu den üblichen Streichern zur Verdopplung (nicht Überdeckung) der Gesangslinien –, während der Text den Kontrapunkt mit all seinen Gegenryhthmen und ausgedehnten Melismen beseelt und mit Leben erfüllt, wird auch dieser ‚theologisch bedeutsame, aber hinsichtlich seines Affektgehalts neutrale Lehrsatz’ (Daniel Melamed) lebendig. Wir können die Freude genießen, die Bach für seine Hörer bereit hält, die zur Weihnachtszeit Kinder Gottes genannt werden.

Wie in BWV 40 „Dazu ist erschienen“ am Tag zuvor, mit der diese Kantate thematisch verbunden ist, und auch wie in der viel früheren Weihnachtskantate „Christen, ätzet diesen Tag“ BWV 63 liegt das Gewicht auf der Beschreibung, die Johannes von Jesus als Christus victor gibt. Da der 27. Dezember auch der Namenstag des Heiligen Johannes ist, Bachs Lieblingsevangelisten, macht sich der Komponist diesen Umstand zunutze, um die aus der typischen Sicht des Apostels geschilderte Inkarnation noch ein Stück weiterzuführen, als es die übliche Auslegung normalerweise gestattet hätte. Seiner Schilderung liegt eine vertikale Aufteilung der Welt in ‚oben’ (voller Wahrheit und Licht) und ‚unten’ (voller Dunkelheit und Sünde) zugrunde. Gott steigt in menschlicher Gestalt vom Himmel herab, um die Menschen von der Sünde zu erretten, während das Trachten des Menschen darauf abzielt, dorthin aufzusteigen, wo er zu Gottes Kindern gehören wird. Bach lässt diese grundlegende Antithese in seinem Stil sehr deutlich hervortreten: In einem alt klingenden Idiom, dem die Posaune seine archaische Färbung gibt, legt er mit dem Eingangschor und seiner Fortsetzung, einer feinsinnigen Vertonung von Luthers Choral ‚Gelobtet seist du, Jesu Christ’, im Hörer das unerschütterliche Fundament von Gottes Liebe und wechselt in den folgenden Sätzen zu moderneren, der weltlichen Tanzmusik entlehnten Mustern.

Es ist sehr ungewöhnlich, dass das erste Rezitativ einer Bach- Kantate der bislang dramatischste Satz ist, aber das gilt auf jeden Fall hier für Nr. 3. Mächtige auf- und absteigende Läufe im Continuo schildern die brüske Ablehnung, die der Solist gegenüber der Welt empfindet – er will mit weihnachtlichem Tand nichts zu tun haben. Unvermittelt stimmt ihm der Chor über einer nunmehr regelmäßigen, doch absichtsvollen Basslinie zu – ‚Was frag ich nach der Welt?’ (die erste Strophe von Pfefferkorns Choral aus dem Jahre 1667) und schließt mit den Worten ‚Jesus… Du bist meine Lust’. Der Sopran tritt hervor, und die Streicher stimmen eine recht stilisierte höfische Gavotte (mit ihrem typischen doppelten Auftakt) an. Doch mit dem dritten Takt lockert die Solovioline ihre steife Förmlichkeit und lässt sich von einer Figuration emportragen, die an die Skalen im Alt-Rezitativ erinnern und, sobald der Sopran einsetzt, als die weltlichen Dinge erklärt werden, die ‚wie ein Rauch vergehen’ müssen.

Die verlässliche Alternative – Jesu Gabe an den Gläubigen – wird auf gewinnende Weise im ‚B’-Teil geboten, musikalisch die ‚unbezahlbare Perle’. Eingangs verstummt der Continuo. Dieser Technik, ‚Bassettchen’ genannt, sind wir übers Jahr schon mehrfach begegnet, und Bach verwendet sie, jedes Mal mit voller Absicht, als Symbol für Jesu Unschuld, Freiheit von der Sünde und seine Liebe zu den Menschen (auf unübertroffene Weise in ‚Aus Liebe’, der seraphischen Sopranarie aus der Matthäus-Passion). Je länger der Sopran bei den Schlüsselwörtern ‚bleibet fest und ewig stehen’ verweilt, desto mehr Gelegenheiten bieten sich, Kontraste einzusetzen – unstete, das Terrain erkundende Modulationen, das weltliche Gavottethema, das in Fragmente aufgelöst wird, daneben die Rauchfahne der Solovioline.

Das Bass-Rezitativ verdeutlicht den Überdruss des Pilgers, wandelnd auf der Welt zu verweilen (Nr. 6) – für uns sehr treffend, da dies unser vorletztes Konzert auf unserer Pilgerreise war. Der Alt verzichtet in seiner Arie von wesenhafter melodischer Schönheit nun endgültig auf die weltlichen Dinge und richtet den Blick entschlossen auf die Gaben des Himmels (Nr. 7). Der Text wird wortgetreu vertont, und von besonderem Reiz ist das Spiel mit der Doppeldeutigkeit der schwingenden Rhythmen: nacheinander Einheiten im 3/4-Takt, die gegen die 6/8 des Fundaments gesetzt sind, dann 6/8 mit 3/4- Synkopierungen und schließlich eindeutige 3/4-Takte in den oberen und unteren Linien, während sich der 3/8-Takt gelegentlich selbst überlassen bleibt. Merkwürdigerweise ist der Gesamteindruck nicht ein wirres Durcheinander, sondern die Freude am Austausch zwischen Oboe d’amore, Altstimme und Continuo und zuweilen auch an der ekstatischen Lyrik, wenn die Stimme in ihrer Sehnsucht nach dem Himmel zu einem hohen D aufsteigt und dort verweilt. Ein anderer Komponist hätte mit dem frommen Text seine Probleme haben können, doch nicht so Bach. Die Lösungen, die er findet, sind voller Humor und zeigen, welch ein Vergnügen es ihm bereitet, die ‚Pracht’ weltlicher Güter zurückzulassen und dem ‚Lasterleben’ im abschließenden Choral ‚gute Nacht’ zu sagen.

Eliot Gardiner 2005

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

————————————————————————————————————–

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Weihnachtsfeiertag:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Kati Debretzeni – Violine

————————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV  248 – Kantate 4 WO Fallt mit Danken,  fallt mit Loben

BWV 248 „Fallt mit Danken“  Kantate 4 –  (Interpret: Gardiner, Monteverdi Choir)

————————————————————————————————————–

CD –  für den 3Weihnachtsfeiertag
.
Link:   CD’s  Bach-Kantaten – SDG 127, Vol. 15
————————————————————————————————————-
-.———————————————————————————————————
Cover:
CD’s SDG 127
Vol. 15
CD – eins –
.
BWV 57 – Selig ist der Mann  (Kantate für den 2. Weihnachtsfeiertag)
BWV 64 – Sehet, welch eine Liebe hat uns der Herr erzeuget
BWV 133 – Ich freue mich in dir
BWV 151 – Süßer Trost, mein Jesus kömmtUnser Mund sei voll Lachens
.

————————————————————————————————————–

Ich wünsche allen Besuchern ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches und gesundes neues Jahr !

————————————————————————————————————–

Grüße

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für das „Christfest II“ 2. Weihnachtsfeiertag


Weihnachtliche Stimmung an der Thomaskirche Leipzig

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 26.12.2011 begehen wir das  „Christfest II“

2. Weihnachtsfeiertag

Das Christfest II ist zugleich der Tag des Erzmärtyrers Stephanus. Inhaltlich ist dieser Tag, wenn er als „Tag nach der Geburt des Herrn“ gefeiert wird, nur noch ein Abglanz. Seine Existenz geht auf das Verlangen zurück, die Weihnachtsbotschaft immer und immer wieder zu hören, gewissermaßen das Geschehen der Christnacht zu einem andauernden Erlebnis werden zu lassen. Eine besondere Stellung erhält dieser Tag jedoch durch das Evangelium, das den Prolog des Johannes-Evangeliums enthält und so die Geburt Jesu in den Kontext der Schöpfung stellt. Von daher ist dieser Tag vielleicht gerade heute von besonderer Bedeutung. Am 2. Christtag denken wir besonders darüber nach, was die Fleischwerdung Gottes bedeutet. Wir spüren, dass das große Geschenk der unmittelbaren Nähe Gottes uns unermesslich reich macht dadurch, dass er selbst arm wurde.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)———————————————————————

————————————————————————————————————–

Bach-Kantaten für den 2. Weihnachtsfeiertag

BWV 40 – Darzu ist erschienen der Sohn Gottes

BWV 57 – Selig ist der Mann – (Stephanus-Kantate)  *)Siehe Dürr, Seite 145

BWV 121 – Christum wir sollen loben schon

BWV 248 – Und es waren Hirten in derselben Gegend – (Weihnachtsoratorium Kantate II)

*)Siehe Dürr, Seite 145

Unter den Kantaten Bachs zum 2. Weihnachtstag ist dies die eigentliche „Stephanus-Kantate, weil sie auf das Fest der Geburt Christi überhaupt keine Bezug nimmt und gleich mit einem Preis des Marttyriums einsetzt. Zugleich ist dies aber auch die persönlichste Kantate des Tages; denn ihr Gegenstand ist – das erweist sich sofort an Satz 2 – nicht die Anfechtung von außen, die Verfolgung, sondern die Bedrängnis durch die Anfechtung der Sünde, als deren Besieger Christus gefeiert wird…..

————————————————————————————————————–

„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

Montag, 26.12.2011 von 09:05  – 10:00 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

—————————————————————–

WDR3 – „Geistliche Musik“ – Programmauszug:

Andreas Hammerschmidt
Gelobet seist du Jesu Christ, geistliches Konzert für Alt, Bläser und Basso continuo; Weser-Renaissance, Leitung: Manfred Cordes

Anonymus
Christum wir sollen loben schon,

BWV 121, Choral im Satz für Harfe  Andrew Lawrence-King

Johann Sebastian Bach

BWV 121 „Christum wir sollen loben schon“ Kantate zum 2. Weihnachtstag

für Soli, Chor, Streicher und Basso continuo; Monteverdi Choir; English Baroque Soloists, Leitung: John Eliot Gardiner 

Johann Rosenmüller
Ich freue mich in dir, geistliches Konzert für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo; Cantus Cölln; Concerto Palatino, Leitung: Konrad Junghänel

Johann Schelle
Uns ist ein Kind geboren, Kantate zu Weihnachten für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo; La Capella Ducale; Musica Fiata Köln, Leitung: Roland Wilson

————————————————————————————————————–

NDRkultur – (Kantate)

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

—————————————–

Montag, 26.12.2011

08:03 Uhr bis O8:40 Uhr

NDRkultur – Kantate

08:03 – 08:40 Uhr Kantate

Geistliche Musik am 3. Sonntag im Advent

Johann Sebastian Bach:

BWV 57 „Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet“ Kantate  – Dialogus –

Dorothea Röschmann, Sopran
Thomas Quasthoff, Bariton
Mitglieder des RIAS-Kammerchors
Berliner Barock Solisten / Ltg.: Rainer Kussmaul

————————————————————————————————————–

Montag, 26.12.2011

SWR2

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 57 „Selig ist der Mann“ 

Hana Blaziková (Sopran – Seele)
Peter Kooij (Bass – Jesus)
Bach Chor und Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

————————————————————————————————————–

Montag, 26.12.2011
09:30 bis 10:00 Uhr
————————————————————————————————————–

rbb kulturradio

Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

09:30 bis 10:00 Uhr

BWV 57 – „Selig ist der Mann“ 

Kantate zum 2. Weihnachtsfesttag
Gerlinde Sämann, Sopran
Christoph Genz, Tenor
Jan van der Crabben, Bass

La Petite Bande
Leitung: Sigiswald Kuijken

BWV 733 Fuga sopra il Magnificat 
Heinrich Hamm, Orgel

————————————————————————————————————

Montag, 26.12.2011
08:05 bis 08:30 Uhr
———————————————————————————————————–
Bayern-Klassik
————————————————————————————————————
———————————————————————————————————–
———————————————————————————————————–
——————————————————————————————————–
 08:05 bis 08:30 Uhr
——————————————————————————————————-
Bach-Kantate
———————————————————————————————————–
BWV 57  „Selig ist der Mann“
Kantate zum 2. Weihnachtsfesttag,
Vasiljka Jeszovsek, Sopran; Sarah Conolly, Alt;
Mark Padmore, Tenor; Peter Kooij, Bass;
Collegium Vocale Gent:
Philippe Herreweghe
.
————————————————————————————————————

.

/ YouTube: BWV 40 – „Darzu ist erschienen der Sohn Gottes“ 

  „BWV 40 – „Darzu ist erschienen der Sohn Gottes“  (Interpret: Fritz Werner )

————————————————————————————————————-

/ YouTube: BWV 57  –  Part 2 & 3 – (Interpret: Harnoncourt)

BWV 57 – „Selig ist der Mann“  (Stephanus-Kantate)  

—————————————————————–

/ YouTube: BWV 57  –  Part 6 & 7 & 8     (Interpret: Guillermo Eduardo Dora) 

BWV 57 – „Selig ist der Mann“  (Stephanus-Kantate)

————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 121  –  (Interpret: Harnoncourt)

BWV 121 – „Christum wir sollen loben schon“ 

———————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV 248  –  WO –  Kantate II   (Interpret: Sir Gardiner, Monteverdi Choir)

BWV 248 – „Und es waren Hirten in derselben Gegend – (Kantate II)“ 

———————————————————————————————————

Kantaten-Beschreibung 

zum  BWV 40 – „Dazu ist erschienen der Sohn Gottes

Kantaten für den 2. Weihnachtsfeiertag –  Aufführungsort:  St Bartholomew’s, New York

am 25.12.2000 

Dann folgte die ein Jahr vorher und – wie BWV 121 – für den zweiten Weihnachtstag komponierte Kantate BWV 40 „Darzu ist erschienen der Sohn Gottes.“  Zu allererst fällt auf, dass Bach offensichtlich die Tage verwechselt hat. Anstatt als Ausgangspunkt für diesen Tag das Matthäus-Evangelium zu nehmen, legt er diesem Werk die Epistel für den dritten Weihnachtstag zugrunde: ‚Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre’ (1. Johannes 3, 8). Bei der Aufnahme dieser aufsässigen Worte in den Eingangschor (mit paarigen Oboen, Hörnern und der Streichergruppe) verwendet Bach den stilo concitato (wörtlich den ‚erregten’ Stil), den Monteverdi über hundert Jahre vorher eingeführt hatte. War Bach diesem farbigen Idiom als Knabe in Lüneburg begegnet? Man stutzt und bewundert die Vollendung, mit der er es in den musikalischen Kontext so integriert, dass jede Stimme oder jedes Instrument, denen er die martialischen Rhythmen zuweist, abwechselnd in den Vordergrund tritt und dem militärischen Feldzug gegen die Sünde und den Teufel, der mit Jesu Geburt in Gang gesetzt wurde, mächtigen Nachdruck verleiht. Trotz der positiven, optimistischen Stimmung und der abschließenden pikardischen Terz vertont Bach diesen Chor in f-moll – eine Erinnerung daran, dass Jesu Sieg durch seine Passion noch ein paar Monate fern ist.

Bach reagiert hier und auch im folgenden Rezitativ achtsam auf diese dramatische Symbolik mit ihrer Antithese zwischen Dunkelheit und Licht, Wort und Fleisch, die der Johannes des Evangeliums so sehr schätzte. Hier begegnet sie als Abstieg des ‚großen Gottessohnes’, dem es ‚gefällt, ein kleines Menschenkind zu werden’. Bach baut in seine Kantate nicht weniger als drei Choräle ein, alle in Moll und an strategisch wichtigen Punkten. Der erste Choral, ‚Die Sünd macht Leid’, spricht von dem Trost, den Jesus den Gläubigen spendet – ‚Die Sünd macht Leid; Christus bringt Freud’ (das der Johannes-Passion zugrunde liegende Thema); der zweite Choral, ‚Schüttle deinen Kopf’, bestätigt, dass die Gläubigen von Jesus gelernt haben, die Schlange zu verlachen, da nun ihr Kopf ‚zerknickt’ ist und ihre Giftzähne keine Gefahr mehr bedeuten; der letzte Choral schließlich, ‚Jesu, nimm dich deiner Glieder an’, resümiert die Vision des Johannes, der Christus in seiner Herrlichkeit schaut: Er bringt der Welt ‚Freude über Freude’ und ‚Wonne über Wonne’.

Die mittlere Satzgruppe konzentriert sich auf den Kampf, den Jesus den Menschen zuliebe mit dem Teufel ausficht, und seinen Sieg über die ‚höllische Schlange’. In seiner munteren, ausgelassenen Arie in d-moll (Nr. 4) scheint der Bass-Solist von der Sicherheit der Marklinie aus das glitschige Ungeheuer höhnisch zu verlachen. In dem folgenden Accompagnato, einer sanften Barkarole, erklärt der Altist, dass der Heiland ‚ins Fleisch gekommen’ ist und der Schlange, ‚so im Paradies auf alle Adamskinder (also die ganze Menschheit) das Gift der Seelen fallen ließ’, alles Gift genommen und damit Gottes Plan erfüllt hat. Dass ‚Satans Grimm’ noch immer vorhanden ist, wird in der Tenor-Arie (Nr. 7) klar, die mit zwei Oboen, zwei Hörnern und Continuo besetzt ist. Sie beginnt recht freundlich, erinnert ein wenig an den dritten Satz des ersten Brandenburgischen Konzerts, doch die Gesangslinie wird bald bis an ihre Grenze gedehnt, ironischerweise durch Melismen, die den ‚Christenkindern’ Mut machen sollen, sich zu freuen. Die autographe Partitur lässt allerdings vermuten, dass es nicht der geduldige Tenorwar, sondern die Bläser, die sich als erste beschwerten und Bach zwangen, seinen B-Teil um sechs Takte zu erweitern (diese sind unten auf der Seite eingefügt), um ihnen, nicht dem Tenor Zeit zu geben, vor dem Da Capo Atem zu schöpfen. Da hier Jesus mit einer Henne verglichen wird, die ihre Küken beschützt, konnten wir auf einen gar nicht so feinsinnigen Humor besonderer Art gefasst sein. 

© John Eliot Gardiner 2005

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

————————————————————————————————————–

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Weihnachtsfeiertag:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Peter Harvey – Bass  

————————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV  248 – Kantate 3 WO Herrscher des Himmels

BWV 248 „Herrscher des Himmels“  Kantate 3 –  (Interpret: Gardiner, Monteverdi Choir)

.

————————————————————————————————————–

CD –  für den 1. und 2. Weihnachtsfeiertag
.
Link:   CD’s  Bach-Kantaten – SDG 113, Vol. 14
————————————————————————————————————-
-.———————————————————————————————————
Cover:
CD’s SDG 113
Vol. 14 
CD – eins –
.
BWV 91 – Gelobet seist du, Jesu Christ
BWV 110 – Unser Mund sei voll Lachens
BWV 40 – Darzu ist erschienen der Sohn Gottes
BWV 121 – Christum wir sollen loben schon
.

————————————————————————————————————–

Ich wünsche allen Besuchern ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest !

————————————————————————————————————–

Grüße

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für das „Christfest I“ 1. Weihnachtsfeiertag


Herrnhuter Stern und Krippe

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 25.12.2011 begehen wir das  „Christfest I“

1. Weihnachtsfeiertag

Das Christfest I ist der eigentliche Geburtstag Jesu, ist jedoch völlig hinter dem Heiligen Abend zurückgetreten. Der Gottesdienst ist in der Regel nur schwach besucht. Er greift aber mit seinen Perikopen den Gedanken der liebenden Zuwendung Gottes, die in der Geburt von Jesus Christus handgreiflich geworden ist, am stärksten auf.

Der erste Christtag ist der Festtag der Geburt des Herrn, an dem die Christenheit Gott dafür dankt, dass er durch das Opfer seines geliebten Sohnes, der ganz Mensch wurde, uns als seine Kinder angenommen hat, damit wir durch ihn frei werden und nicht mehr Knechte der Sünde sind. 
oder Gott kam aus seinem Licht in unser Zwielicht, aus seinem Reichtum kam er in unsere Armut, aus seiner Herrlichkeit in unsere Schwachheit, aus seinem Frieden in unsere von Streit und Gier geschundene Welt. 
Diese Botschaft, die wir so gerne zum Anlass besinnlicher Feiern nehmen, ist alles andere als besinnlich: sie stellt eigentlich eine Herausforderung dar, die unser ganzes Leben umkrempeln soll. Wo ist das gelungen?

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)———————————————————————

————————————————————————————————————–

Bach-Kantaten für den 1. Weihnachtsfeiertag

BWV 63 – Christen, ätzet diesen Tag

BWV 91 – Gelobet seist du, Jesu Christ

BWV 110 – Unser Mund sei voll Lachens

BWV 191 – Gloria in excelsis Deo

BWV 197a – Ehre sei Gott in der Höhe

BWV 248  – Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage – Weihnachts-Oratorium Teil I

————————————————————————————————————–

„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

Sonntag, 25.12.2011 von 09:05  – 10:00 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

—————————————————————–

WDR3 – „Geistliche Musik“ – Programmauszug:

Johann Sebastian Bach

BWV 63 „Christen, ätzet diesen Tag in Metall und Marmorsteine“ 

Kantate zum 1. Weihnachtstag für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Ingrid Schmithüsen, Sopran; Yoshikazu Mera, Altus; Makoto

Sakurada, Tenor; Peter Kooij, Bass;

Bach Collegium Japan,

Leitung:

Masaaki Suzuki

————————————————————————————————————–

NDRkultur – (Kantate)

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

—————————————–

Sonntag, 25.12.2011

08:03 Uhr bis O8:40 Uhr

NDRkultur – Kantate

08:03 – 08:40 Uhr Kantate

Geistliche Musik am 3. Sonntag im Advent

Johann Sebastian Bach:

BWV 191 „Gloria in excelsis Deo“ Kantate

Sarah Wegener und Johanna Winkel, Sopran Franziska Gottwald, Alt / Julian Prégardien, Tenor Konstantin Wolff, Bass / NDR Chor

Elbipolis Barockorchester Hamburg
Ltg.: Philipp Ahmann 

————————————————————————————————————–

Sonntag, 25.12.2011

SWR2

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 110  „Unser Mund sei voll Lachens“

Dorothee Mields (Sopran)
William Towers (Countertenor)
Charles Daniels (Tenor)
Stephan MacLeod (Bass)

Niederländische Bach-Gesellschaft
Leitung: Jos van Veldhoven

 ————————————————————————————————————–
 Sonntag, 25.12.2011
————————————————————————————————————–

rbb kulturradio

Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

09:30 bis 10:00 Uhr

BWV 63 „Christen, ätzet diesen Tag“
Kantate am 1. Weihnachtstag

Ingrid Schmithüsen, Sopran
Yoshikazu Mera, Countertenor
Makoto Sakurada, Tenor
Peter Kooij, Bass

Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

————————————————————————————————————

Sonntag, 25.12.2011
———————————————————————————————————–
Bayern-Klassik
————————————————————————————————————
———————————————————————————————————–
———————————————————————————————————–
——————————————————————————————————–
 08:05 bis 08:30 Uhr
——————————————————————————————————-
Bach-Kantate
———————————————————————————————————–
BWV 110 „Unser Mund sei voll Lachens“
Kantate zum 1. Weihnachtsfesttag,
Monteverdi Choir; English Baroque Soloists:
John Eliot Gardiner
————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 63  –  

  „BWV 63 – Christen, ätzet diesen Tag“  (Interpret: Philippe Herreweghe)

————————————————————–

/ YouTube: BWV 63  –  Satz 5

  „BWV 63 – Christen, ätzet diesen Tag“ –  (Interpret: J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

————————————————————

/ YouTube: BWV 63  –  Satz 7  (Schluss-Choral)

  „BWV 63 – Christen, ätzet diesen Tag“ –  (Interpret: Harnoncourt)

————————————————————————————————————-

/ YouTube: BWV 91  –  Part 1 – (Interpret: Leonhardt-Consort, Knabenchor Hannover)

„Gelobet seist du, Jesu Christ“ 

————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 110  –  (Interpret: unbekannt)

„Unser Mund sei voll Lachens“ 

———————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV 191  –  (Interpret: J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

„Gloria in excelsis Deo“ 

———————————————————————————————————-

/ YouTube: BWV 248  –  Weihnachtsoratorium (Interpret: Sir Gardiner, Monteverdi Choir)

„Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage“ 

———————————————————————————————————

Kantaten-Beschreibung 

zum  BWV 91 – „Gelobet seist du, Jesu Christ

Kantaten für den 1. Weihnachtsfeiertag –  Aufführungsort:  St Bartholomew’s, New York

am 23.12.2000 

23. Dezember: Es ist genau ein Jahr her, dass wir das erste unserer drei Konzerte in Weimar gegeben haben – Teile I bis III des Weihnachtsoratoriums. Welch ein seltsames Gefühl, wieder an der Wintersonnenwende angelangt zu sein: Nach einem Jahr mit nichts anderem als Bach hat sich der Kreis geschlossen! Wir sind nach Manhattan gekommen, in Leopold Stokowskis alte Kirche, St Barthlomew’s auf der Park Avenue. Es ist nicht nur sehr viel kälter hier in New York (minus 10 Grad), auch die Bezüge sind völlig andere, die Festlichkeiten und der ganze Putz lassen kaum Zugeständnisse an ihren historischen oder geistlichen Ursprung erkennen. Der Mammon regiert diese Welt. Wo vor einem Jahr in Weimar der Weihnachtsmarkt und die riesige norwegische Fichte als lebende Symbole den Marktplatz beherrschten, kommen hier in den Eingangshallen der bombastischen Hotels die Weihnachtslieder aus der Konserve und die unechten Weihnachtsbäume sind mit Flitter und glänzenden Päckchen beladen, prächtigen exotischen Früchten vergleichbar.

Heiligabend/Erster Weihnachtstag: Der Groschen fängt gerade an zu fallen – wir sind fast am Ende unserer Pilgerreise angelangt. Ich schwanke zwischen dem Gefühl der Erleichterung, dass das Ziel nur noch sieben Tage entfernt ist, und einer überwältigenden Traurigkeit, dass nun bald alles zu Ende sein wird. Tatsache ist, dass wir im Großen und Ganzen erreicht haben, was wir uns vorgenommen hatten – allen Widrigkeiten, Hindernissen, Teufelchen im Detail, Enttäuschungen und Frustrationen aller Art und vor allem der finanziellen Unsicherheit zum Trotz, die uns am meisten zu schaffen gemacht hat. Wir hielten uns über Wasser durch die erstaunliche Großzügigkeit einiger weniger Gönner und blieben auf Kurs dank der heroischen Anstrengungen (und Gutmütigkeit) wichtiger Mitglieder der Belegschaft und wunderbarer Musiker, die Welle auf Welle kamen, und ihrer geduldigen Familien. Zum Glück sind nun viele von ihnen hier, um bei dieser letzten Runde dabei zu sein, und so konnten wir gemeinsam Heiligabend feiern, auf eine sehr viel fröhlichere Art als letztes Jahr in Weimar, wo das Fest zu früh begonnen und schon um acht Uhr abends allen Schwung verloren hatte.

Alle scheinen sich darüber im Klaren zu sein, dass es riesige Anstrengungen kosten wird, mit dieser Musik hier Erfolg zu haben. Es ist sicher eine schwierige Aufgabe: Zwölf neue Kantaten, verteilt auf drei Konzerte in sieben Tagen (sehr viel mehr, aachs Zeitplan vorgesehen hatte!), und sehr wenig Zeit, um in der Kirche selbst zu proben. Auf der Habenseite lässt sich immerhin verbuchen, dass Bach in der Weihnachtszeit unwiderstehlich ist – und ich meine damit nicht bloß das Weihnachtsoratorium, sondern diese herrlichen Kantaten, die wechselweise wunderbar festlich und anrührend sind. In Wahrheit ist es überhaupt nicht gerechtfertigt, dass ihnen das Publikum weniger Wertschätzung zuteil werden lässt als dem Oratorium.

Zweiter Weihnachtstag, und es stellte sich heraus, dass das Konzert am gestrigen Weihnachtsabend gesegnet war. Es kam uns vor wie eine richtige Feier, alle in der Gruppe waren aufgeschlossen und engagiert, tauschten glückliche Blicke, lächelten einander zu und freuten sich über kleine Dinge, die ihnen bis zum Augenblick der Aufführung entgangen waren.

Das Konzert begann mit BWV 91 „Gelobet seist du, Jesu Christ“ der Vertonung von Luthers Lied als majestätische Choralkantate. Die einleitende Fantasie stolziert voller Elan daher und vermittelt – durch die sich über oder unter ausgehaltener Terzen in den Hörnern aufbauenden Läufe in G-dur – jenes besondere Gefühl der Vorfreude, welches das Markenzeichen Bachs in Weihnachtsstimmung ist. Sie ist einer jener Sätze, die ihre Wurzeln aus dem 17. Jahrhundert deutlich erkennen lassen – Wurzeln zum Beispiel in den Zwiegesängen von Praetorius in der Weise, wie selbstvergessen und unbefangen ‚das ist wahr’ und das synkopierte ‚Kyrie eleis’ vertont ist. Die Stimmung bleibt in dem Sopran-Rezitativ, das mit der zweiten Strophe des Chorals verflochten ist, und in der festlichen Tenor-Arie erhalten, in der die drei Oboen swingen, als wären sie Vorläufer des Saxophons: barocke Bigband-Musik in der Stadt des Village Vanguard! Selbst in der Weihnachtszeit wäre Bach nicht Bach ohne Verweis auf das ‚Jammertal’, aus dem uns der wieder Mensch gewordene Christus führen wird.

Er ist, wie es sich gehört, mit einem langsamen, chromatischen Accompagnato (Nr. 4) für Bass und Streicher gefällig, die sich in Gegenrichtung bewegen, was aufhorchen lässt. Ein ausgedehntes Duett für Sopran und Alt mit einem punktierten Motiv für die unisono geführten Violinen schildert die Armut, die Gott auf sich nimmt, indem er in die Welt kommt, sowie den ‚Überfluss an Himmelsschätzen’, die für die Gläubigen bestimmt sind. Als Bach diese Kantate in den 1730er Jahren überarbeitete, fügte er den Gesangslinien muntere Synkopierungen hinzu, um das Streben der Menschen zu verdeutlichen, wie die Engel zu singen (und folglich auch zu tanzen). Diese stoßen gegen die punktierte Figur der Violinen, und der Gegensatz zwischen ihnen wird durch aufwärts gerichtete Modulationen verstärkt, hier mit Erhöhungen (um das Streben der Menschen zu den ‚Engelsherrlichkeiten’ zu symbolisieren), dort mit Erniedrigungen (um Jesu ‚menschlich Wesen’ darzustellen). Der abschließende Choral verfügt mit den beiden Hörnern und Pauken, die auf eine strahlende zweitaktige Kadenz zusteuern, über eine reiche Harmonik. 

© John Eliot Gardiner 2005

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

————————————————————————————————————–

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Weihnachtsfeiertag:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Peter Harvey – Bass  

————————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV  70

Wachet! betet! betet! wachet!“   (Interpret: Gardiner)

————————————————————————————————————–

CD –  für den 1. Weihnachtsfeiertag
.
Link:   CD’s  Bach-Kantaten – SDG 113, Vol. 14
————————————————————————————————————-
———————————————————————————————————-
Cover:
CD’s SDG 113
Vol. 14 
CD – eins –
BWV 91 – Gelobet seist du, Jesu Christ
BWV 110 – Unser Mund sei voll Lachens
——————————————————————————
CD –  für den 1. Weihnachtsfeiertag
.
Link:   CD’s  Bach-Kantaten – SDG 174, Vol. 18
————————————————————————————————————

Cover:

CD’s SDG 174
Vol. 18
CD – eins-——————————————————————————————————————————————————————————————————–BWV 63 –
BWV 63 – Christen, ätzet diesen Tag
BWV 191 – Gloria in excelsis Deo

————————————————————————————————————–

Ich wünsche allen Besuchern ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest !

————————————————————————————————————–

Grüße

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den 4. Advent


Advent in der Thomaskirche Leipzig

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 18.12.2011 begehen wir den  “ 4. Advent “

In den Evangelienlesungen nach Lukas, die am 4. Sonntag im Advent vorgesehen sind, steht Maria im Vordergrund. Das Magnifikat sowie der Besuch des Engels, dessen Verkündigung sie sich unterwirft, werden allerdings von einer weiteren Erzählung über Johannes, den Täufer, aus dem Johannes-Evangelium ergänzt. Alttestamentliche und Epistellesung verkünden von der Freude, die wir schon haben, weil uns das Kommen des Herrn verkündet ist, der Frieden in diese Welt bringt.
Es entfällt das „Gloria in excelsis“.

Am 4. Advent erfüllt sich unser Herz mit Freude, denn das Fest der Geburt des Herrn ist nahe. Wir hören den Lobgesang Marias, der Mutter Jesu, und preisen mit ihr die Größe des Herrn, denn mit Jesus Christus sind alle Verheißungen, die seinem Volk Israel und uns zugesprochen sind, bestätigt. Durch ihn wissen wir, dass auch die Verheißungen, die noch nicht erfüllt sind, zur Vollendung kommen werden.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)———————————————————————

————————————————————————————————————–

Bach-Kantaten für den 4. Advent

BWV 132 – Bereitet die Wege, bereitet die Bahn
BWV 147 – Herz und Mund und Tat und Leben

————————————————————————————————————–

„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

Sonntag, 18.12.2011 von 09:05  – 10:00 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

—————————————————————–

WDR3 – „Geistliche Musik“ – Programmauszug:

Johann Sebastian Bach

BWV 10 „Meine Seel erhebt den Herren“

Kantate für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Lisa Larsson, Sopran; Daniel Taylor, Altus; James Gilchrist, Tenor; Stephen Varcoe, Bass; Monteverdi Choir; English Baroque Soloists, Leitung: John Eliot Gardiner

————————————————————————————————————–

NDRkultur – (Kantate)

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

—————————————–

Sonntag, 18.12.2011

08:03 Uhr bis O8:40 Uhr

NDRkultur – Kantate

08:03 – 08:40 Uhr Kantate

Geistliche Musik am 3. Sonntag im Advent

Johann Sebastian Bach:

BWV 132 „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“

Barbara Schlick, Sopran, Kai Wessels, Altus, Christoph Pregardien, Tenor, Klaus Mertens Bass, Amsterdamer Barockorchester und Chor, Leitung: Ton Koopman

————————————————————————————————————–

Sonntag, 18.12.2011

SWR2

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

08:00 bos 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 132  „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“

Emma Kirkby (Sopran)
Erika Schmidt-Valentin (Alt)
Christer Bladin (Tenor)
David Thomas (Bass)
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
Leitung: Christopher Hogwood

 ————————————————————————————————————–
 Sonntag, 18.12.2011

rbb kulturradio

Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

09:30 bis 10:00 Uhr

BWV 132 „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“

Kantate am vierten Advent

Brigitte Geller, Sopran
Michael Chance, Alt
Jan Kobow, Tenor
Dietrich Hensel, Bass
English Baroque Soloists
Monteverdi Choir
John Eliot Gardiner

 ————————————————————————————————————
Sonntag, 18.12.2011
Bayern-Klassik
————————————————————————————————————
———————————————————————————————————–
———————————————————————————————————–
——————————————————————————————————–
 um 08:05 bis 08:36 Uhr
——————————————————————————————————-
Bach-Kantate
———————————————————————————————————–
BWV 132 zum 4. Advent,
„Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“Ingrid Schmithüsen, Sopran; Yoshikazu Mera, Countertenor; Makoto Sakurada, Tenor;Peter Kooij, Bass; Bach Collegium Japan: Masaaki Suzuki
————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 132  –  

  „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“  (Interpret: Masaaki Suzuki )

————————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV 147  –  Part 1 (Interpret: Gardiner)

„Herz und Mund und Tat und Leben“ 

————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 147  –  Part 2

„Herz und Mund und Tat und Leben“ 

———————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV 147  –  Part 5

„Herz und Mund und Tat und Leben“ 

———————————————————————————————————-

/ YouTube: BWV 147  –  Part 10

„Herz und Mund und Tat und Leben“ 

———————————————————————————————————

Kantaten-Beschreibung 

zum  BWV 70 – Wachet! betet! betet! wachet!

Kantaten für den 4. Advent –  Aufführungsort: Michaeliskirche, Lüneburg

am 10.12.2000 

Auf der letzten Etappe unserer einjährigen Pilgerreise durch Europa sahen wir uns mit der Herausforderung konfrontiert, drei der faszinierendsten Kirchenkantaten Bachs aufzuführen, die einander am Anfang und Ende des Kirchenjahres begegnen. Alle drei gehen auf Adventskantaten zurück, die Bach nach seiner Beförderung zum Konzertmeister 1715 in Weimar komponierte, und alle drei haben Libretti des Hofpoeten, Bibliothekars und Numismatikers Salomo Franck. Die Zeit zwischen dem ersten Advent und Weihnachten war dort nicht, wie in Leipzig, ein tempus clausum, eine ‚geschlossene Zeit’, in der keine Figuralmusik aufgeführt werden durfte. Im Gegenteil, die Vorfreude auf Weihnachten kommt in allen drei Kantaten deutlich zum Ausdruck, nicht nur in BWV 132 und 147, die ursprünglich in Weimar in zwei Jahren nacheinander (1715 und 1716) am Vierten Advent zu hören waren, sondern auch in BWV 70, das anfangs für den Zweiten Advent 1716 bestimmt war und, in der Vorweihnachtszeit nicht weiter überraschend, Jesu Wiederkehr als Richter der Welt zum Thema hat.

Alle drei Werke lassen erkennen, welch eine erstaunlich schöpferische und entwicklungsträchtige Zeit es für Bach war, der jetzt, was seine Kantatenkompositionen betraf, dreißig geworden war, ein reiches Reservoir stilistischer – italienischer, französischer und heimisch- deutscher – Einflüsse bewältigte, diese seinen Zwecken anpasste und, aus Ehrfurcht vor seinen Wurzeln und seiner musikalischen Vergangenheit, sich weigerte, sich auf den neuen ‚Neumeister-Typ’ der Kantate mit ihrer charakteristischen Abfolge von Rezitativ und Arie zu beschränken. Die Musik ist in der musikalischen Auslegung der Franck’schen Texte voller blitzender Gedanken, Überschwang und Dramatik und, im Gegensatz zu dem, was einige Gelehrte behaupten mögen, unverkennbar original und von den Kantaten aller seiner Zeitgenossen deutlich unterschieden. Man möchte vor Bedauern laut aufschreien, wenn man bedenkt, dass viele (keiner weiß genau, wie viele) der übrigen Kantaten Bachs aus diesen Jahren (1713–17) verloren sind, vielleicht verbrannt oder von seinem Dienstherrn Herzog Wilhelm Ernst beschlagnahmt, dessen Unmut er sich zugezogen hatte, so dass wir zum einen nun nicht mehr die Möglichkeit haben, sein vokales Schaffen im Vergleich zu den zahlreichen einzigartigen Meisterwerken für Klavierinstrumente (darunter das Orgelbüchlein) zu würdigen, und uns zum anderen ein entsprechend gewichtiges und umfangreiches Korpus an Kantaten fehlt, das mit den großen, Mitte der 1720er Jahre in Leipzig entstandenen Zyklen zu vergleichen wäre.

Unser Programm in Lüneburg begann mit BWV 70 Wachet! betet! betet! wachet! in der musikalischen Form, in der diese Kantate erhalten ist – der Erweiterung, die Bach auf der Basis der kürzeren, sieben Jahre vorher in Weimar komponierten sechssätzigen Adventskantate (BWV 70a), von der nur noch drei hohe Streicherstimmen vorhanden sind, für die Aufführung am 21. November 1723 in Leipzig vornahm. Francks Libretto wurde von dieser Bearbeitung nicht beeinträchtigt, da das an beiden Sonntagen behandelte Thema (Christi Kommen und das Jüngste Gericht) an diesem zentralen Punkt des Jahres, wo sich das ‚alte’ Jahr auf die Zeit Israels und das ‚neue’ Jahr auf die Zeit des Lebens Christi auf Erden bezieht, gewissermaßen identisch ist. Franck fordert dazu auf, aus der Zeit ‚Ägyptens’ (der Gefangenschaft des Volkes Israel) in ein ‚himmlisch Eden’ zu ziehen – aus der ‚Not und Qual’ des irdischen Jammertals in himmlische ‚Freud und Herrlichkeit’, ein Weg, den Bach in einer aufwärts gerichteten Modulation in Terzschritten (a – C – e – G) widerspiegelt.

Darüber hinaus betonten Franck und Bach das Nebeneinander von menschlicher, nicht rückgängig zu machender Zeit und Gottes ewiger, unveränderlicher Zeit. Durch den hinzugefügten zweiten Choral und die zusätzlichen vier Rezitative (zwei secco, zwei accompagnato), die das Evangelium paraphrasieren (Matthäus 25, 31– 46), wird aus der ursprünglichen Kantate nun ein zweiteiliges Werk, das sich mit dem Gegensatz zwischen Zerstörung und Wiederherstellung befasst. Bach versucht das Unmögliche: die Linearität zu überwinden, in der sich die musikalische (und damit menschliche) Zeit entfaltet, indem er Möglichkeiten vorschlägt, durch die sie Gottes ewiger Zeit untergeordnet und demnach in sie einbezogen wird. Hier und da lässt er durchblicken, genau wie in seinem Actus tragicus und in der Matthäuspassion, dass er letztere bevorzuge, nicht nur indem er in der Sopran-Arie (Nr. 5) auf holzschnittartig-bildhafte Weise Schlüsselwörtern wie ‚bestehen’ (im wörtlichen wie metaphorischen Sinn) besonderen Nachdruck verleiht, sondern indem er die grenzenlosen – in der Tat zeitlosen – Möglichkeiten ausschöpft, die in einer Folge musikalischer Gedanken enthalten sind.

Das Ergebnis ist eine einzigartige Fusion wunderbarer Musik aus zwei seiner fruchtbarsten Perioden der Kantatenkomposition, jener grundlegenden Durchbrüche, zu denen er in den Jahren 1716 und 1723 gelangte. Man könnte vorgeben, man bemerke die stilistischen Nahtstellen zwischen den beiden Versionen und Stilen, doch das wäre unredlich. Was in Wahrheit hier so beeindruckt, das ist, auf welch überzeugende und dramatische Weise das erste Accompagnato (Nr. 2, Leipzig) aus dem Eingangschor (Weimar) hervorbricht und wie nahtlos die gleichermaßen dramatische Ankündigung des Jüngsten Gerichts (Nr. 9, Leipzig) mit der beschwichtigenden Arie (Nr. 10, Weimar) verknüpft wird. Joshua Rifkin meint, der Trompetenpart sei dem ersten Chor und der letzten Arie erst für die Wiederaufführung in Leipzig hinzugefügt worden und die Oboe bringe dem musikalischen Gefüge des ersten Aktes nichts wesentlich Neues, und er kommt gar zu dem Schluss, es klinge besser nur mit Streichern und der Dialog zwischen Trompete und Singstimme im zehnten Satz (Takte 36–37) sei lediglich ein glücklicher Zufall gewesen.

Nun ja… Selbst angesichts der Schwierigkeiten, mit denen die Bläser (deren Instrumente vermutlich auf den französischen Kammerton A = 392 Hz gestimmt waren) zu kämpfen haben mochten, um sich dem Weimarer Chorton anzupassen, spielen sowohl Trompete als auch Oboe im Anfangssatz und in Bachs experimentellem Wechsel zwischen nur dem Orchester, dann dem Chor mit begleitendem Orchester und schließlich mit den Stimmen, die nur in die Wiederholung der orchestralen Sinfonia einbezogen werden, eine entscheidende Rolle, in der sie wie Turnierkämpfer agieren. Dank dieser Technik (Choreinbau) gelingt es Bach, vor unseren Augen den furchterregenden Augenblick (aus der Petrus-Epistel für den Tag) erstehen zu lassen, ‚an welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen’. Das geschieht, bevor jene, die numerologischen Kriterien einen hohen Wert beimessen, die Wiederkehr der auf- und absteigenden Arpeggio-Figur in der Trompetenlinie – eine Art reveille, der die Rufe ‚Wachet!’ vorantreibt – abzählen und auf vierzehn kommen, die symbolische Zahl, die für Alpha und Omega steht, eine Metapher (aus dem Buch der Offenbarung) für Jesus als Anfang und Ende des Lebens.

An dem folgenden Accompagnato (Nr. 2) für Bass, Streicher, Oboe und Trompete und seinem Zwilling (Nr. 9) beeindruckt mich am meisten, dass sie so opernhaft wirken. Beginnend mit wiederholten Sechzehnteln, die sie in Monteverdis stilo concitato (wörtlich ‚erregter’ Stil) heraushämmern, nehmen sie um viele Jahre die wunderbar opernhaften Ausbrüche zweier der vorzüglichsten Heroinen Händels vorweg: Dejanira, die in Raserei geratende Ehefrau in Hercules (1745) (‚Where shall I fly?’), und Storge, die entrüstete Mutter in Jephtha (1752) (‚First perish thou!’). Aber es sind nicht nur die vollmundigen Anfänge, die diese wunderbaren scene mit Bachs Kantate verbinden – Bach kann sich hier in seiner mächtigen vokalen Deklamation, in den feinen Abstufungen der Stimmung und der nachdrücklich stützenden Orchesterbegleitung, die er erfindet, um die verheerende Zerstörung der Welt und schließlich den engelhaften Übergang (vom Rezitativ zur Bass-Arie, Nr. 10) zu schildern, wenn Jesus den Gläubigen ‚zur Stille, an den Ort, das Lust die Fülle’ führt, mit Händel durchaus messen. Selbst jene Leipziger Gemeindemitglieder, die sich gegen Opernmusik in der Kirche am meisten wehrten, müssen bewegt gewesen sein, wenn die Melodie des Adventschorals – ‚Es ist gewisslich an der Zeit’, eine Weise, die während des Dreißigjährigen Krieges ein Talisman, eine Art Dies irae wurde – von der einsamen Trompete über dem Chaos des Jüngsten Gerichts angestimmt wird. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

————————————————————————————————————–

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Advent:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

————————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV  70

Wachet! betet! betet! wachet!“   (Interpret: Rilling)

————————————————-

Aus Italien in einem atemberaubenden Tempo das

BWV 70 Wachet ! betet ! betet ! wachet !

(Interpret: Gabriele Cassone, tromba / Concerto tenutosi l’11 luglio 2011 nell’ambito della rassegna „Soli Deo Gloria – Organi, Suoni e Voci della Città“ presso la Chiesa di s. Filippo Neri a Reggio Emilia)

————————————————————————————————————–

CD für den 4. Advents-Sonntag
.

—————————————————————————————————————

…………………………………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………………………………

……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
……———————————————————————————-
………………………………………………………………………………………………………………………..C………………………………………………………………………………………………………………………..
Cover:
CD’s SDG 162
Vol.13
CD – zwei-——————————————————————————————————————————————————————————————————–……………………………………………………………………………………………………………………………………———————————————————————————————————————————————————-……………………………………………………………….
BWV  70 – Wachet! betet! betet! wachet!
BWV 132 – Bereitet dei Wege, bereitet die Bahn
BWV 147 – Herz und Mund und Tat und Leben

————————————————————————————————————–

Ich wünsche allen Besuchern eine schönen Advent-Sonntag.

————————————————————————————————————–

Grüße

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den 3. Advent


J.S.Bach-Büste und Spiegelsaal im Schloss Köthen (Sachsen-Anhalt)

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 11.12.2011 begehen wir den  “ 3. Advent “

Am 3. Sonntag im Advent steht der „Vorläufer des Herrn“, Johannes der Täufer, im Vordergrund. Während die Evangelienlesungen und die alttestamentliche Lesung dieses Thema aufgreifen, betrachten die Epistellesungen unseren Umgang mit der Botschaft, die wir empfangen haben, als Haushalter über die Geheimnisse Gottes (1. Kor 4, 1-5), als Hoffende (Röm 15, 4-13) und als die, die schlafen und das Kommen des Herrn verpassen, wenn sie nicht aufwachen (Offb 3, 1-6). Diese drei Aspekte sind schwer dem Thema unterzuordnen, es sei denn, man sieht darin die Reaktion auf die Botschaft des Propheten, denn alle drei sind geschrieben in der Erwartung, dass der Herr kommt, aber noch nicht endgültig da ist.
Es entfällt das „Gloria in excelsis“.

Am 3. Adventssonntag denken wir besonders an Johannes den Täufer, dessen Aufruf zur Buße uns auch heute erklingt. Aber er ist es auch, der hingewiesen hat auf das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt. So bekennen wir unsere Schuld in dem Vertrauen, dass wir in Christus die Erlösung haben.

Mit diesem Wochenspruch aus dem 40. Kapitel des Buches des Propheten Jesaja werden wir heute am 3. Adventssonntag aufgefordert, Gott den Weg zu bereiten. Das bezieht sich nicht auf das Kommen zum Christfest, und es hat nichts mit dem schmücken der Weihnachtsstube zu tun. Wir sollen vielmehr den Weg bereiten für den Messias, den Erlöser der Welt, der alles neu macht. Er kommt, und zwar gewaltig.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)———————————————————————

—————————————————————————————————————

Bach-Kantate für den 3. Advent

BWV    186 a  –   Ärgre dich, o Seele, nicht

—————————————————————————————————————

„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

Sonntag, 11.12.2011 von 09:05  – 10:00 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

—————————————————————–

WDR3 – „Geistliche Musik“ – Programmauszug:

Johann Sebastian Bach

BWV 30 „Freue dich, erlöste Schar“
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo

Sandrine Piau, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
James Gilchrist, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Choir and Orchestra
Leitung: Ton Koopman

—————————————————————————————————————

NDRkultur – (Kantate)

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

—————————————–

Sonntag, 11.12.2011

08:03 Uhr bis O8:40 Uhr

NDRkultur – Kantate

08:03 – 08:40 Uhr Kantate

Geistliche Musik am 3. Sonntag im Advent

Johann Sebastian Bach:

BWV 62 „Nun komm, der Heiden Heiland“
Nancy Argenta, Sopran / Petra Lang, Mezzosopran
Anthony Rolfe Johnson, Tenor / Olaf Bär, Bariton
Monteverdi Choir London / English Baroque Soloists
Ltg.: John Eliot Gardiner

—————————————————————————————————————

11.12.2011

SWR2

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

8:03-8:30 Uhr

Joseph Rheinberger:

9 Advent-Motetten für gemischten Chor a cappella op. 176
Vocalensemble Rastatt
Leitung: Holger Speck
Ingo Bredenbach:
Improvisation über „Wie soll ich dich empfangen“
Ingo Bredenbach (Orgel)
 ————————————————————————————————————–
11.12.2011
————————————————————————————————————–
SR2 (Saarland)
————————————————————————————————————–

Webradio: http://www.sr-online.de/sr2/351/

8:04-9:00 Uhr
Bach-Kantate
BWV 140  ‚Wachet auf, ruft uns die Stimme‘, Kantate am 27. Sonntag nach Trinitatis,
Julia Kleiter, Sopran Kurt Streit, Tenor Anton Scharinger, Bass Arnold-Schönberg-Chor Concentus musicus Wien Leitung: Nikolaus Harnoncourt

————————————————————————————————————-

 11.12.2011

rbb kulturradio

Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

9:30-10:00 Uhr

J.S. Bach Kantate BWV 61

„Nun komm der Heiden Heiland“

Christine Schäfer, Sopran
Werner Güra, Tenor
Gerald Finley, Bass
Arnold-Schönberg-Chor Wien
Concentus musicus Wien
Nikolaus Harnoncourt

 ————————————————————————————————————
11.12.2011
Bayern-Klassik
————————————————————————————————————
———————————————————————————————————–
———————————————————————————————————–
——————————————————————————————————–
 um 08:05 bis 08:36 Uhr
——————————————————————————————————-
Bach-Kantate
———————————————————————————————————–
Kantate, BWV 186  „Ärg’re dich, o Seele, nicht“
(Ruth Ziesak, Sopran; Elisabeth von Magnus, Alt; Paul Agnew, Tenor; Klaus Mertens, Bass; Amsterdam Baroque Choir and Orchestra: Ton Koopman)
————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 186 a  –  

  „Ärgre dich, o Seele, nicht“ (Interpret: Ton Koopman )

—————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 186   –  

 „Ärgre dich, o Seele. nicht  –  (Interpret: Gardiner)

————————————————————————————————————-

/ YouTube: Josef Rheinberger: 

„Der Stern von Bethlehem“ op. 164  –  (Interpret: Monteverdi Chor Würzburg)

————————————————————————————————————

Kantaten-Beschreibung 

zum  BWV 61 – „Nun komm der Heiden Heiland

Kantaten für den 1. Advent –  Aufführungsort: St. Maria im Kapitol, Köln

am 03.12.2000 

In der frühesten der drei Kantaten, BWV 61, die 1714 in Weimar entstand, setzte Bach den alten mittelalterlichen Gesang über die avantgardistischste Musik, die er damals kannte, die französische Ouvertüre Lullys, der am Hofe Ludwig XIV. das Monopol hatte, und er gibt damit diesem ersten Tag im liturgischen Kalender eine aus Erhabenheit, Ehrfurcht und Erwartung genau richtig gemischte Würze. Zehn Jahre später, in Leipzig, ist nun seine Vorlage für BWV 62 italienisch, ein Violinkonzertsatz mit dem typischen rhythmischen Schwung und der Gestik Vivaldis – italienisch auch in der Art, wie er die Vision eines ätherischen Engelorchesters heraufbeschwört, das an ein Fresko Filippino Lippis erinnert.

Aus diesem festlichen instrumentalen Hintergrund donnern in der Basslinie die acht Töne des zur Ikone gewordenen Hymnus hervor, wandern dann aufwärts zu den Oboen und von dort aus zu den Singstimmen, zuerst diminuiert, dann sich zu voller Pracht entfaltend, wenn sie von den Sopranstimmen (vom Zinken verdoppelt) vorgetragen werden. Sieben Jahre später, 1731, findet Bach neue Möglichkeiten, den Choral in BWV 36 zu integrieren: zunächst in alle drei Stränge des Sopran/Alt-Duetts mit ausgefeilter Continuolinie, dann in langen Notenwerten von den Tenorstimmen vorgetragen, während er sich den Weg durch das Geflecht einer Triosonate mit zwei Oboen d’amore und Continuo (Nr. 6) bahnt, und schließlich in die vierstimmige Harmonisierung der siebten Strophe von Luthers Choral (Nr. 8).

Von dem festlichen Zauber abgesehen, der diese drei gegensätzlichen Werke vereint, wohnt ihnen ein Gefühl der Erregung zu Beginn der Adventszeit inne. Diese ist ebenso auf den Charakter der Choralmelodie selbst zurückzuführen wie auch auf den zentralen Platz, den Bach Luthers Text zuweist. Trug er, indem er diesen besonders beliebten Choral so einfühlsam und phantasievoll verarbeitete, der lokalen Tradition und der Verbundenheit der Menschen mit diesem Lied bewusst Rechnung? Der Adventssonntag bot seiner Leipziger Gemeinde die letzte Gelegenheit, vor Weihnachten in der Kirche figurale Musik zu hören, und er eröffnete somit eine Zeit der Vorfreude und des Wartens.

Man kann sich auch vorstellen, wie sehr es die Gemeinde in Weimar wie auch in Leipzig begrüßt haben musste, sich von diesen Gefühlen der Schuld und der Angst vor Verdammnis und Höllenfeuer, die sich immer nur auf sie selbst konzentriert und die letzten Sonntage der Trinitatiszeit beherrscht hatten, endlich verabschieden zu können. Dieses Empfinden, endlich über dem Berg zu sein, fasst das strahlend freundliche Accompagnato für Sopran und Alt ‚Wir ehren diese Herrlichkeit’ zusammen, der vorletzte Satz von

BWV 62. Die beiden Stimmen bewegen sich in heiterer Stimmung in Paaren aus Quarten und Sexten im rhythmischen Unisono vorwärts, und nur ein flüchtiger Missklang beschwört die Düsternis des Winters herauf, der für die Gläubigen nun nichts Bedrohliches mehr hat. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

—————————————————————————————————————

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Advent:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

—————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV  61

„Nun komm, der Heiden Heiland“   (Interpret: Harnoncourt)

—————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV  36

  „Schwingt freudig euch empor  (Interpret:  Gardiner )

————————————————————————————————————–

CD für den 1. Advents-Sonntag“ 
.

—————————————————————————————————————

………………………………………………………………………………………………………………………….

…………………………………………………………………………………………………………………………

……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
……———————————————————————————-
………………………………………………………………………………………………………………………..C………………………………………………………………………………………………………………………..
Cover:
CD’s SDG 162
Vol.13
CD – eins-———————————————————————————————————————————————————————————————————–……………………………………………………………………………………………………………………………………———————————————————————————————————————————————————-……………………………………………………………….
BWV 36 – Schwingt freudig euch empor
BWV 61 – Nun komm, der Heiden Heiland
BWV 62 – Nun komm, der Heiden Heiland

—————————————————————————————————————

Ich wünsche allen Besuchern eine schönen Advent-Sonntag.

—————————————————————————————————————

Grüße

Volker

News von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen am 18.12.2011 um 10:30 Uhr in SF1-Schweizer-Fernsehen


Ein Fernseh-Tipp für Sonntag, 18. Dezember 2011

Sendung auf  SF 1  – Schweizer-Fernsehen ab 10:30 Uhr bis 11:00 Uhr

Laufzeit: 30′ · VPS: 10:30

„Sternstunde Religion“

„Mit Bach von Leipzig bis Trogen – Unterwegs mit Rudolf Lutz“

Rudolf Lutz (Copyright SRF:Bachstiftung St. Gallen)

———————————————————————————————————–

Die Sendung steht zur Ansicht ab sofort nachträglich auf SF1 zur Verfügung und kann heruntergeladen werden..!!

Link:

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=cc98ea9e-c2eb-4fba-a2c6-dc1b75349b03

———————————————————————————————————-

Wenn Rudolf Lutz Bach spielt, Bach dirigiert oder Bach erklärt, ist er in seinem Element. Der Schweizer Organist, Cembalist, Dirigent und Komponist ist der künstlerische Leiter der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen und damit die Schlüsselfigur eines gigantischen Musikprojekts. Im appenzellischen Trogen bringt er seit fünf Jahren jeden Monat mit hochkarätigen jungen Musikern eine Bachkantate zur Aufführung. Seine Workshops dazu sind legendär. Keyboard spielend, singend und erzählend führt er jeweils in die Kantaten ein und steckt das Publikum mit seiner Leidenschaft für Bach an. Die geplante Gesamtaufführung des Vokalwerks von Johann Sebastian Bach – Kern seiner religiösen Musik – wird noch weitere 20 Jahre in Anspruch nehmen.

Was macht für Rudolf Lutz die Faszination von Bachs Musik aus? Wie vermittelt er sie? Und was verbindet ihn mit Bach als Person?

Eine Aktualisierung von der Bach-Stiftung vom 14.12.2011 auf Facebook:

Eine Reportage von Judith Hardegger und Christian Walther

Filmpremiere: Das Schweizer Fernsehen strahlt diesen Sonntag um 10.30 Uhr eine Reportage über unseren musikalischen Leiter Rudolf Lutz aus – „Mit Bach von Leipzig bis Trogen – Unterwegs mit Rudolf Lutz“. Nicht verpassen!

———————————————————————————————————-

————————————————————–

——————————————————————————————————

Technisches zum Internet-Empfang von Fernsehsender Deutschland und Europa:

Wer jetzt wissen möchte, was man technisch verändern muss um seinen gewünschten Sender zu sehen, braucht eigentlich nur seinen Windows- oder Real Media oder Quick Time aufzurufen. Jetzt ist es möglich live TV on Internet (Online-Stream-Format) seinen gewünschten Sender zu öffnen. Mit dem RealPlayer oder einem anderen Player wird das Programm gezeigt. Es sind auch schon Sendungen, die nicht über Antenne, Kabel und Schüssel übertragen werden, sondern nur über das Internet laufen zu empfangen. Programmhinweise findet man im Internet.

Zum Beispiel läuft in der Schweiz eine Beta-Phase von TV-Dienst Zattoo (50 TV-Sender). Hier sind einige deutsche Sender, in deutscher Sprache über das Internet zu empfangen. Ohne jegliche Antenne und das auch noch kostenlos.

Grüße

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den 2. Advent


Altar in der Thomaskirche Leipzig

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 04.12.2011 begehen wir den  “ 2. Advent “

Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi.

Im Advent sehen wir nicht nur zurück auf die Ankunft des Herrn, wie sie uns in der Bibel als „Weihnachtsgeschichte“ überliefert ist, sondern auch voraus auf die zukünftige Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Begründer des Neuen Jerusalem. In der Spannung zwischen beiden erfahren wir im Advent den Herrn als den, der auf uns zukommt, sich uns immer wieder neu zuwendet und uns zur Buße zur Umkehr zu ihm hin einlädt.

Der Advent eröffnet einen Kreis, der sich erst kurz zuvor mit den drei letzten Sonntagen des Kirchenjahres, die auf das zukünftige Reich schauten, geschlossen hat. Nun beginnen wir das Kirchenjahr mit dem Einzug in Jerusalem, dem Kommen Jesu in diese Welt.
Auch wenn wir das Kirchenjahr als einen Zyklus feiern, so will es uns doch wie eine Spirale auch vorwärts führen, weiter auf einem Weg, der unser Lebensweg ist. So wird uns auch der Advent als Neuanfang nicht wie eine Wiederholung, sondern wirklich wie ein neues Erlebnis in unserem Leben erscheinen.

Im Advent gewinnt das Wort Gestalt: „Ich bin das A und O der Anfang und das Ende der da ist und der da war und der da kommt der Allmächtige.“ (Offb 1, ..) Während wir uns einerseits auf die Erscheinung Gottes im Fleisch freuen, so werden wir uns doch andererseits unserer Unwürdigkeit bewußt, diesen großen Herrn zu empfangen. Darum lassen wir uns in dieser Zeit mahnen an die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden (Johannes der Täufer), umfassen auf unserem Weg zur Krippe das Kreuz des Herrn, das allein uns würdig macht, ihm entgegenzusehen und -zugehen. Weil wir uns um dieses Kreuzes willen auch freuen können, singen wir mit Maria in der Adventszeit das „Magnifikat“: „Meine Seele erhebt den Herrn und mein Geist freut sich Gottes meines Heilands!“ (Lk 1, 46f).

Früher fiel am 2.-4. Sonntag im Advent nicht nur das „Gloria in excelsis“, sondern auch das „Halleluja“ weg. Mit dem neuen Evangelischen Gottesdienstbuch darf nun das Halleluja auch an den 2.-4. Sonntagen im Advent gesungen werden.

Das Thema des 2. Sonntags im Advent wendet sich jetzt dem erlösenden Aspekt Gottes zu, nachdem am 1. Sonntag im Advent die Macht des Herrschers im Vordergrund stand. Der Erlöser wirkt auf vielerlei Weise – wiederum durch Macht, oder durch den Opfertod am Kreuz. Das Kommen wird aber auch als Erlösung von den Leiden dieser Welt angesehen, d.h. der Herr, wenn er kommt, wird endlich ein Ende machen mit der hiesigen Trübsal (Epistel).

Ab diesem Sonntag entfällt das „Gloria in excelsis“.

Am 2. Advent denken wir besonders an den Tag, an dem Gott diese Welt erlösen wird. Noch stehen wir in dieser Welt der Not und der Schuld, noch warten wir auf den Erlöser, der schon naht. In aller Trübsal unseres Lebens hören wir die Verheißungen, die uns mit Hoffnung erfüllen und deren Einlösung wir geduldig erwarten.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)———————————————————————

—————————————————————————————————————

Bach-Kantaten für den 2. Advent

BWV   70 a  –   Wachet ! betet ! betet ! wachet !

—————————————————————————————————————

„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

Sonntag, 04.12.2011 von 09:05  – 10:00 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

—————————————————————–

WDR3 – „Geistliche Musik“ – Programmauszug:

Johann Sebastian Bach

BWV 62, „Nun komm der Heiden Heiland“  Kantate für Soli, Chor, Bläser,

Streicher und Basso continuo;

Yukari Nonoshita, Sopran; Robin Blaze, Countertenor; Makoto Sakurada, Tenor;

Peter Kooij, Bass; Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

—————————————————————————————————————

NDRkultur – (Kantate)

Livestream-Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:  http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

————————————————————————————————————–

Sonntag, 04.12.2011

08:03 Uhr bis O8:40 Uhr

NDRkultur – Kantate

08:03 – 08:40 Uhr Kantate

Geistliche Musik am 2. Sonntag im Advent

Kantate BWV 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“

Ingrid Schmithüsen, Sopran / Makoto Sakurada, Tenor Peter Kooy, Bass
Bach Collegium Japan / Ltg.: Masaaki Suzuki

—————————————————————————————————————

4.12.2011

SWR2

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

8:03-8:30 Uhr
Johann Sebastian Bach:
„Nun komm, der Heiden Heiland“ BWV 61
Ingrid Schmithüsen (Sopran)
Makoto Sakurada (Tenor)
Peter Kooij (Bass)
Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki
 ————————————————————————————————————–
4.12.2011
SR2

Webradio: http://www.sr-online.de/sr2/351/

8:04-9:00 Uhr
BWV 70  ‚Wachet! betet! betet! wachet!‘,
Kantate am 26. Sonntag nach Trinitatis,
Sibylla Rubens, Sopran Bernhard Landauer, Countertenor
Christoph Prégardien, Tenor Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Choir & Orchestra Leitung: Ton Koopman

————————————————————————————————————-

 4.12.2011

rbb kulturradio

Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

9:30-10:00 Uhr
BWV 36 Schwingt freudig euch empor
Hana Blaziková, Sopran
Robin Blaze, Countertenor
Satoshi Mizukoshi, Tenor
Peter Kooij, Bass
Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki
 —————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 70 a  –  Part 1 + 2

 Wachet ! betet ! betet ! wachet ! –  (Interpret: Harnoncourt)

—————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 70 a  –  Part 3 bis 6

 Wachet ! betet ! betet ! wachet ! –  (Interpret: Harnoncourt)

————————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV  70

 Wachet ! betet ! betet ! wachet !“  (Interpret: Gardiner )

————————————————————————————————————

Kantaten-Beschreibung 

zum  BWV 62 – „Nun komm der Heiden Heiland

Kantaten für den 1. Advent –  Aufführungsort: St. Maria im Kapitol, Köln

am 03.12.2000

Bachs zweite Vertonung von „Nun komm, der Heiden Heiland“  BWV 62, gerät im Vergleich zu den neuen Freuden und der vortrefflich wiedergegebenen Abfolge von Adventsstimmungen seiner Weimarer Kantate zwangsläufig ein wenig ins Hintertreffen. Doch die Unterschiede machen gerade den Reiz dieses Werkes aus: nicht nur in dem vollendeten Wohlklang des Sopran/Alt-Duetts (Nr. 5) und dem mitreißenden Schwung der einleitenden Choralfantasie, sondern auch in den beiden charaktervollen Dacapo-Arien.

Die erste, für Tenor und Streicher mit zwei verdoppelnden Oboen, basiert auf einem graziösen Passepied und fordert die Menschen dazu auf, ‚dies große Geheimnis’ zu bewundern, wenn ‚der höchste Beherrscher erscheinet der Welt’, denn mit ihm ‚werden die Schätze des Himmels entdecket’, ‚wird uns ein göttliches Manna bestellt’, und auch ‚die Keuschheit wird gar nicht beflecket’. Die zweite, ein unisono geführtes Continuo für alle Streicherstimmen (Nr. 4), mag in ihrem pompösen, kampflustigen Charakter ein wenig an Händel anklingen, aber sie wirkt auf mich eher wie eine Skizze zu ‚Großer Herr’, die mitreißende Bass-Arie im ersten Teil des Weihnachtsoratoriums, und bewundernswert ist, wie sich Bach über die konventionelle Form und Stimmung geschickt hinwegsetzt, indem er die Länge der Phrasen und Nuancen des Textes variiert.

Er war von dieser Kantate immerhin so angetan, dass er am ersten Advent 1736 wieder auf sie zurückgriff, diesmal mit einem neuen Part für violone in allen sechs Sätzen, den Anna Magdalena herausschrieb und der zweifellos den ‚großen Violone’, den die Thomasschule 1735 bei einer Auktion erworben hatte (‚ein sechzehnfüssiges bassirendes Instrument’ – wie C.P.E. Bach das Instrument beschrieb, das sein Vater gewöhnlich in Leipzig verwendete), besonders zur Geltung kommen lassen sollte. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

—————————————————————————————————————

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Advent:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

—————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV  62

„Nun komm, der Heiden Heiland“   (Interpret: Gardiner)

—————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV  36

  „Schwingt freudig euch empor  (Interpret:  Gardiner )

————————————————————————————————————–

CD für den 1. Advents-Sonntag“ 
.

—————————————————————————————————————

………………………………………………………………………………………………………………………….

…………………………………………………………………………………………………………………………

SDG 162 Vol. 13

………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

……———————————————————————————-
………………………………………………………………………………………………………………………..C………………………………………………………………………………………………………………………..
Cover:
CD’s SDG 162
Vol.13
CD – eins-———————————————————————————————————————————————————————————————————–……………………………………………………………………………………………………………………………………———————————————————————————————————————————————————-……………………………………………………………….
BWV 36 – Schwingt freudig euch empor
BWV 61 – Nun komm, der Heiden Heiland
BWV 62 – Nun komm, der Heiden Heiland

—————————————————————————————————————

Ich wünsche allen Besuchern eine schönen Advent-Sonntag.

—————————————————————————————————————

Grüße

Volker

CD-DVD-Neueveröffentlichungen in 2011 – J.S. Bach Weihnachtsoratorium BWV 248


DVD J.S. Bach WO - BWV 248 Mittschnitt von Dez. 2010 aus dem Herkulessaal München

Liebe Bachfreunde(innen),

wie in den Vorjahren von mir praktiziert möchte ich Neuveröffentlichungen im Kalenderjahr 2011 als CD oder DVD von J.S. Bach das

Weihnachtsoratorium“ BWV 248

vorstellen. Fündig wurde ich mit einer Neueinspielung von Dezember 2010 aus dem Herkulessaal in München.

Produktinfo:

DVD-Mitschnitt der »zauberhaften« Aufführung des Weihnachtsoratoriums mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks und der vielfach ausgezeichneten Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung von Peter Dijkstra. Die besondere farbliche Lichtgestaltung im Herkulessal der Münchner Residenz macht dieses Konzert vom Dezember 2010 auch optisch zu einem besonderen Erlebnis.

Künstler:

Rachel Harnisch – Sopran, Anke Vondung – Mezzosopran,
Maximilian Schmitt – Tenor, Christian Immler – Bass, Chor des Bayerischen Rundfunks, Akademie für Alte Musik Berlin, Dirigent: Peter Dijkstra

Die DVD wurde Mitte November 2011 veröffentlicht, Laufzeit 157 Minuten, 2 DVD. Bei jpc für 24,99 € als ein Sonderpreis bis zum 24.12.2011, danach erhört sich der Preis auf 29,99 €.

Amazon bietet die Doppel-DVD für 23,84 € an ohne eine Limitpreisangabe..!!

Link zum Partner-Konto von Amazon

———————————————————————————————

DVD BWV 248 Behringer Windsbacher Knabenchor

Eine Neuauflage in 2011 als Alt-Einspielung von 1991:

DVD BWV 248 Leiter Behringer und der Windsbacher Knabenchor. 

Aufnahme aus dem Münster Heilsbronn. Wer die vorliegende, mittlerweile 20 Jahre alte, jedoch noch immer Maßstäbe setzende Aufnahme von Bachs Weihnachtsoratorium hört, den mag ein Alleinstellungsmerkmal stets aufs Neue faszinieren: Die Rede ist von den Chorälen – kleinen, unscheinbaren Meditationen, die für Beringer stets wichtige Partien, vielleicht sogar die wichtigsten sind.

Als Karl-Friedrich Beringer 1991 mit dem Windsbacher Knabenchor und den

Solisten

Juliane Banse, Cornelia Kallisch, Robert Swensen, Markus Schäfer und Thomas Quasthoff

das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach aufnahm, war er seit 13 Jahren im Amt. Noch weitere 20 Jahre sollte er als musikalischer Chef bei den Windsbachern bleiben. In diesen 33 Jahren formte Beringer den Ruf des Windsbacher Knabenchores, der heute weltweit als eines der besten Ensembles seiner Art gilt. Im Februar 2012 endet die Amtszeit Beringers und Rondeau Production veröffentlicht aus diesem Anlass eine DVD mit dem Weihnachtsoratorium, aufgenommen im Münster Heilsbronn, die Beringer und seine Windsbacher in Bestform zeigt.

Preis der DVD bei Amazon: 22,99 €

Link zum Partner-Konto von Amazon

————————————————————————————-

Ein YouTube-Kurzausschnitt mit der Akademie für Alte Musik Berlin, Dirigent: Peter Dijkstra, Herkulessaal München nachstehend:

———————————————————————————–

Grüße

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den 1. Advent


Gemälde: "Johann.Sebastian Bach"

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 27.11.2011 begehen wir den  „1. Advent“

Der 1. Sonntag im Advent steht unter dem Zeichen des Evangeliums vom Einzug Jesu in Jerusalem. Vordergründig hat diese Erzählung nichts mit Advent und schon gar nicht mit dem Christfest zu tun. Wenn man aber etwas weiter darüber nachdenkt, fällt gerade in unserer Zeit auf, dass wir selbst unseren Herrn ja so begrüßen wie damals die Menschen in Jerusalem – als den Sohn Davids, den Messias – um ihn dann wenig später zu verachten und ans Kreuz zu bringen. Heute ist es wohl unser Konsumverhalten, das unseren Herrn ans Kreuz bringt.
Als Anfang des Kirchenjahres wird dem 1. Advent liturgisch eine hervorgehobene Bedeutung gegeben, was sich vor allem in den Gebeten niederschlägt. Mit dem 1. Advent beginnen wir das Kirchenjahr und denken dabei besonders an den Einzug Jesu in Jerusalem. Wir begrüßen ihn als den Herrn und König dieser Welt und freuen uns darüber, dass er gekommen ist und uns befreit hat zur Gemeinschaft mit ihm und untereinander.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)———————————————————————

—————————————————————————————————————

Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV   36  –   Schwingt freudig euch empor

BWV   61  –  „Nun komm, der Heiden Heiland“

BWV  62  –  „Nun komm, der Heiden Heiland“

—————————————————————————————————————

„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

Sonntag, 27.11.2011 von 09:05  – 10:00 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

—————————————————————–

WDR3 – „Geistliche Musik“ – Programmauszug:

Dietrich Buxtehude

Kommst du, Licht der Heiden, Kantate für 2 Soprane, Bass, Chor,

Streicher und Basso continuo; Vocalensemble Rastatt; Les Favorites,

Leitung: Holger Speck

———————————————–

Johann Hermann Schein

„Mach dich auf, werde Licht, Zion“ – geistliches Konzert

für Sopran, Tenor, Chor und Instrumentalensemble; Claire Lefilliâtre, Sopran;

Hans-Jörg Mammel, Tenor; Choeur de Chambre de Namur; La Fenice,

Leitung: Jean Tubéry

——————————————-

Johann Sebastian Bach

BWV 36, Kantate am 1. Advent „Schwingt freudig euch empor“

für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo; Gerlinde Sämann, Sopran;

Petra Noskaiová, Alt; Christoph Genz, Tenor; Jan van der Crabben, Bass;

La Petite Bande, Leitung: Sigiswald Kuijken

—————————————————————————————————————

NDRkultur – (Kantate)

Livestream-Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:  http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

———————————————————-

Sonntag, 27.11.2011 um 08:03 Uhr bis O8:40 Uhr

NDRkultur – Kantate

08:03 – 08:40 Uhr Kantate

Geistliche Musik am 1. Sonntag im Advent

Felix Mendelssohn Bartholdy:

‚Lasset uns frohlocken‘ aus „Sechs Sprüche zum Kirchenjahr“ op. 79 Nr. 5
NDR Chor / Ltg.: Frieder Bernius

Johann Sebastian Bach:

Nun komm, der Heiden Heiland, Choralbearbeitung BWV 659
Ton Koopman, Orgel

Kantate BWV 36 „Schwingt freudig euch empor“

Sandrine Piau, Sopran / Bogna Bartosz, Alt /James Gilchrist, Tenor / Klaus Mertens, Bass Amsterdamer Barockorchester und Chor
Ltg.: Ton Koopman

—————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 61  –  Part 1 

 Nun komm der Heiden Heiland –  (Interpret: Karl Richter)

—————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 61  –  Part 3 

 Nun komm der Heiden Heiland –  (Interpret: Karl Richter)

————————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV  62 

 Nun komm der Heiden Heiland“  (Interpret: Gardiner )

————————————————————————————————————

Kantaten-Beschreibung 

zum BWV 36  – Schwingt freudig euch empor

Kantaten für den 1. Advent –  Aufführungsort: St. Maria im Kapitol, Köln

am 03.12.2000

In gewisser Weise ist es nur logisch, wenn eine besonders schöne weltliche Geburtstagskantate noch einmal als Kantate zur Eröffnung des Kirchenjahrs verwendet wird – und genau das tat Bach in BWV 36 „Schwingt freudig euch empor“ –  zuerst in einer fünfsätzigen Adventskantate und dann in dieser doppelstöckigen Form mit acht Sätzen, die am 2. Dezember 1731 aufgeführt wurde. Ihr Anfangssatz lässt sich am besten als geistliches Madrigal beschreiben – kapriziös, leichtgefügt und zutiefst befriedigend, wenn erst einmal alle technischen Anforderungen, die ihre Virtuosität ausmachen, bewältigt wurden: diese kniffligen Läufe, Rouladen und chromatischen Intervalle in allen Stimmen und die Ketten aus Triolenfigurationen in den unisono geführten Oboen d’amore und ersten Violinen.

Vorbei ist es mit dem Verhätscheln der Diskantstimmen wie in den Choralkantaten von 1724/25, einem Jahrgang, in dem ihre wesentlichste Funktion darin bestand, den schlichten, sich langsam fortbewegenden Cantus firmus der einleitenden Choralfantasien anzustimmen. So hatte er entweder 1731 ein unvergleichlich besseres Angebot, oder Bach war diesmal bereit, alle Bedenken über Bord zu werfen und ihnen derart akrobatische Linien anzuvertrauen. Auf jeden Fall sind die einzelnen Phrasen kurz und durch sängerfreundliche Pausen voneinander getrennt, und der ganze Satz ist ein Wunder an geschickt rhythmisierten Motiven, die Stimme um Stimme imitiert werden, dazu als Gegensatz ein gleichermaßen abgerundeter homophoner Vortrag des Textes. Die kleinen ‚Haltet ein!’-Figuren im B-Teil erinnern an die wiederholte Frage ‚Wohin?’ in der Bass-Arie ‚Eilt, eilt’ der Johannespassion (BWV 245/24).

In ihrer endgültigen Form ist diese oft überarbeitete Kantate formal insofern ungewöhnlich, als ihr Eingangschor und die drei schönen Arien nicht durch Rezitative getrennt sind, sondern durch Choralstrophen. Die erste ist ein Duett für Sopran und Alt, von Oboen d’amore verdoppelt und mit Continuobegleitung. Ihre Abschnitte bestehen aus einander überlappenden Sequenzen von zehn Takten (zweimal), dann elf Takten und sechzehn Takten, die der wichtigsten Verszeile, ‚Gott solch Geburt ihm bestellt’, vorbehalten sind, der ein dreieinhalb Takte umfassendes abschließendes Ritornell folgt. Die sanfte Arie im Dreiertakt für Tenor mit obligater Oboe d’amore (Nr. 3) tändelt mit der gängigen Vorstellung von der Seele als Braut und Jesus als Bräutigam und dem Entzücken, das sie bei seinem Anblick empfindet, abgerundet durch die mitreißende vierstimmige Harmonisierung von Nicolais ‚Morgenstern’-Choral, mit der Teil I endet.

Man hätte erwarten können, dass Bach die nächste Arie einem Sopran zuweist, da er das Thema der Seele als Braut weiterführt, doch er hat etwas anderes im Sinn. Der Bass-Solist ist es, dem diese temperamentvolle, an den ersten Satz anklingende, sehr kunstvoll (doch in keiner Weise pedantisch) gearbeitete und einer regelmäßigen Dacapo-Form ausweichende Arie (Nr. 5) zugewiesen wird. Luthers sechste Strophe, in der es um die Sünden des Fleisches und Christi Auftrag geht, die Menschen zu erretten, ist in einen Wirbel aus Sechzehnteln mit der Vortragsbezeichnung molt’ allegro eingebettet und wirkt wie der Satz einer Triosonate für zwei Oboen d’amore mit Continuo.

In einer Berceuse, die reines Entzücken ist, erklärt der Sopran in der abschließenden Arie (Nr. 7), dass Gottes Majestät auch ‚mit gedämpften, schwachen Stimmen’ verehrt werden könne, und er wird entsprechend von einer gedämpften Violine begleitet. Wäre nicht eine entfernte Ähnlichkeit mit der Echo-Arie ‚Flößt, mein Heiland’ aus dem Weihnachtsoratorium vorhanden, man wäre versucht, diese Kantate einzigartig in Bachs Kantatenschaffen zu nennen, nicht zuletzt wegen ihrer zärtlichen Lyrik, dem vertraulichen Wechselspiel der sich ineinander verflechtenden Violine und Singstimme, das von einer sehr viel älteren Form des Dialogs herrührt: Michael Praetorius’ Zwiegesängen. Der abschließende Choral ist die achte von Luthers Strophen, ein kerniger öffentlicher Aufruf zum Lobpreis.

Die romanische Basilika St. Maria im Kapitol wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und danach wieder aufgebaut. Wir waren im Kirchenraum so verteilt, dass wir Verbindung zu dem in allen drei Apsisbereichen sitzenden Publikum hatten. Angesichts der beachtlichen Größe der Kirche und ihres ungewöhnlichen Grundrisses (wie ein stilisierter Baum in einer Kinderzeichnung), mit einem Lettner am Ende des Schiffes, war erstaunlich, welch eine intime und ehrfurchtsvolle Atmosphäre während des Konzertes entstand. Die Themen Licht und Finsternis, die sich durch diese Kantaten ziehen, waren in dieser Umgebung gut aufgehoben. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

—————————————————————————————————————

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Advent:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

—————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV  36

  „Schwingt freudig euch empor  (Interpret:  Gardiner )

—————————————————————————————————————

Ein weiteres Video vom BWV 36 ist von der „J.S. Bach-Stiftung St. Gallen“ auf YouTube zur Verfügung gestellt worden und enthält den berührenden 7. Satz – Sopran-Arie: „Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen“ – Ausführende: Nuria Rial (Sopran).

————————————————————————————————————–

CD für den 1. Advents-Sonntag“ 
.

—————————————————————————————————————

………………………………………………………………………………………………………………………….

…………………………………………………………………………………………………………………………

SDG 162 Vol. 13

………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

……———————————————————————————-
………………………………………………………………………………………………………………………..C………………………………………………………………………………………………………………………..
Cover:
CD’s SDG 162
Vol.13
CD – eins-———————————————————————————————————————————————————————————————————–……………………………………………………………………………………………………………………………………———————————————————————————————————————————————————-……………………………………………………………….
BWV 36 – Schwingt freudig euch empor
BWV 61 – Nun komm, der Heiden Heiland
BWV 62 – Nun komm, der Heiden Heiland

—————————————————————————————————————

Ich wünsche allen Besuchern eine schönen 1. Advent-Sonntag.

—————————————————————————————————————

Grüße

Volker

Ein überwältigende Kantaten-Einspielung von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen gibt es auf dem Fernsehsender – tvo – Ostschweiz zu bewundern


Flyer J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Liebe Bachfreunde(innen)

Der Sonntagabend ist von mir seit geraumer Zeit reserviert für die Kantaten-Einspielungen der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen (Schweiz) zu sehen auf dem

privaten Fernsehsender der Ostsschweiz

t v 0

Auf eine fantastische Kantaten-Einspielung möchte ich von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen hinweisen und zum Ansehen und Anhören sehr empfehlen, es ist das

BWV 42 «Am Abend aber desselbigen Sabbats»

von Johann Sebastian Bach.

Vollends hingerissen bin ich von der einleitenden Sinfonia und Satz 6 – Arie für Bass – (Markus Volpert): „Jesus ist ein Schild der Seinen“

Da geht mir vollends das Herz auf und ich verspüre Gardiners Atem so berauschend setzt das Orchester: „Schola Seconda Pratica“ und der Bassist: Markus Volpert das so umwerfend um..!!

Die vollständige Kantate BWV 42 ist auf dem Fernsehsender der Ostschweiz – tvo – bis einschließlich Samstag, 26.11.2011 aufrufbar..!! Ein Workshop und Reflexion ist ebenfalls vorhanden..!!

Link: http://www.tvo-online.ch/index.php?article_id=1631&day=2011-11-20

Die Bach-Stiftung besitzt einen YouTube-Kanal dort ist in Auszügen vom BWV 42 dritter Satz (aria alto) aus der Kantate BWV 42 („Am Abend aber des selbigen Sabbats“), aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen. Solistin: Irène Friedli. Musikalischer Leiter: Rudolf Lutz.

————————————————————————————————————

Weitere Informationen zur Bachstiftung unter http://www.bachstiftung.ch. Die DVD mit der gesamten Kantate und Einführungsworkshop sowie Reflexion ist hier erhältlich:

http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate..

———————————————————————————————————–

Herzliche Bach-Grüsse

Volker

ZDF – Adventliche Festmusik aus der Frauenkirche Dresden am 27.11.2011 um 18 Uhr


Frauenkirche Dresden

Liebe Konzertfreunde(innen)

Es ist wieder so weit und das ZDF sendet wieder die beliebte „Adventliche Festmusik“ aus der Frauenkirche in Dresden.

Sonntag, 27.11.2011 um 18:00 Uhr

als Aufzeichnung vom Vortag.

Adventliche Festmusik aus Dresden
 
Galakonzert aus der Frauenkirche
 
Sie gelten bereits als neue musikalische Traumkombination: die Staatskapelle Dresden und ihr künftiger Chefdirigent Christian Thielemann. Nach umjubelten Konzerten zu Beginn dieser Saison in Dresden, Wien, Luzern und Berlin wird Thielemann erstmals auch beim traditionellen Adventskonzert des ZDF in der Dresdner Frauenkirche am Pult stehen. Die Solisten in diesem Jahr sind die Mezzosopranistin Sophie Koch und der Bariton Thomas Hampson.
————————————————————————————————————–
Die französische Mezzosopranistin Sophie Koch zählt zu den meist gefragten Sängerinnen ihres Fachs. Neben Mozart-Partien wie dem Cherubino aus „Figaros Hochzeit“ zählt vor allem der Octavian aus Strauss‘ „Rosenkavalier“ zu ihren Paraderollen. Sie gastiert an den großen Opernhäusern wie der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala, der New Yorker Met und der Dresdner Semperoper, wo sie ihre ersten großen Erfolge feierte. Mit Christian Thielemann verbindet sie eine enge Zusammenarbeit.
—————————————————————————————————————–
Als frisch gebackener ECHO Klassik „Sänger des Jahres“ 2011 kommt der amerikanische Bariton Thomas Hampson nach Dresden, der bereits zum zweiten Mal beim ZDF-Adventskonzert in der Frauenkirche auftritt. Seine ungewöhnliche künstlerische Vielseitigkeit hat ihn zu einem der führenden Sänger gemacht.
—————————————————————————————————————
Deshalb darf man gespannt sein auf das ZDF-Adventskonzert, bei dem Barockmusik von Antonio Vivaldi, Georg PhilipTelemann und J.S. Bach auf dem Programm stehen wird.
—————————————————————————————————————-
Höchstwahrscheinlich wird für eine Woche die Sendung in der ZDF-Mediathek abrufbar sein.
————————————————————————————————————–
Link zur ZDF-Mediathek:
————————————————————————————————————–
————————————————————————————————————–
© Textauszüge ZDF )
——————————————————————————————————–

Grüsse

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den 22. Sonntag nach „Trinitatis“


Zimmermannisches Caffee-Hauß in Leipzig! Im März 1729 übernimmt Bach das von Telemann gegründete Collegium Musicum, einem studentischen Ensemble, mit dem er deutsche und italienische Vokal- und Instrumentalstücke aufführt. Die Musiker treffen sich zur Probe auf dem Zimmermannischen Caffe-Hauß ausser der Messe einmahl, in der Cather-Strasse Freytags Abends von 8 biß 10 Uhr, in der Messe aber die Woche zweymahl, Dienstags und Freytags zu eben der Zeit.Das musikliebende Leipziger Publikum kommt zu den regelmäßigen Konzerten und lässt sich unterhalten, aber auch die wöchentlichen Proben haben ihr Stammpublikum. 1734 hat das studentische Orchester die große Ehre, vor dem Kurfürsten höchstpersönlich zu spielen. Unter den zwischen 1730 und 1740 entstandenen Werken findet man wieder unzählige kirchliche, aber auch für das Collegium Musicum komponierte weltliche Kantaten, die von Bach mit "Dramma per musica" überschrieben sind:

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für     Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 20.11.2011 begehen wir den 22. Sonntag nach „Trinitatis“

Der 22. Sonntag nach Trinitatis befasst sich mit Schuld    im weiteren Sinne, bekommt aber sein Thema vom Gleichnis vom „Schalksknecht“, das die Bitte des Vaterunsers „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern“ deutlich unterstreicht.

Andere Aspekte der Schuld, die an diesem Sonntag durch die Perikopen angesprochen werden, sind die der Sündenvergebung und -bindung (!) durch die Nachfolger Jesu, der unbedingten Sündhaftigkeit des Menschen, selbst gegen seinen Willen, durch das Gesetz, und die der Unfähigkeit des Menschen, seine Schuld wieder gutzumachen.

Die Vielschichtigkeit von Schuld macht es unmöglich, dieses Thema letztgültig abzuhandlen, da man auch immer selbst in der Schuld verhaftet ist und sich damit auch nicht zum Richter über andere erheben kann.

Am 22. Sonntag nach Trinitatis hören wir das Gleichnis vom Schalksknecht. Wir erfahren das kostbare Geschenk der Vergebung unserer unermesslichen Schuld durch den Tod Jesu Christi und danken Gott dafür, indem wir selbst unser Leben durch die Kraft der Vergebung gestalten und uns unserem Nächsten vergebend zuwenden.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

———————————————————————

—————————————————————————————————————

Bach-Kantaten für den 22. Sonntag nach Trinitatis

BWV   55  –   Ich armer Mensch, ich Sündenknecht

BWV   89  –  „Was soll ich aus dir machen, Ephraim

BWV  115  –  Mache dich, mein Geist, bereit

—————————————————————————————————————

„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

Sonntag, 20.11.2011 von 09:05  – 10:00 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

—————————————————————–

WDR3 – „Geistliche Musik“ – Programmauszug:

 Johann Michael Bach

Ach, wie sehnlich wart ich der Zeit,

Arie für Singstimme, Streicher und

Basso continuo; Monika Mauch, Sopran; Cantus Cölln, Leitung: Konrad Junghänel

————————————————-

Johann Christoph Bach

Herr, wende dich und sei mir gnädig,

Dialog für 4 Singstimmen, Streicher

und Basso continuo; David Cordier, Altus; Hein Meens und Paul Elliott,

Tenor; Michael Schopper, Bass; Phoebe Carrai, Violoncello continuo;

Jean-Michel Forest, Violone continuo; Andreas Staier, Orgelpositiv;

Musica Antiqua Köln, Leitung: Reinhard Goebel

———————————————

Johann Sebastian Bach

Wachet auf, ruft uns die Stimme, BWV 140, Kantate am 27. Sonntag nach

Trinitatis für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo; Susan

Hamilton, Sopran; William Kendall, Tenor; Peter Harvey, Bariton;

Monteverdi Choir; English Baroque Soloists, Leitung: John Eliot Gardiner

—————————————————————————————————————

NDRkultur – (Kantate)

Livestream-Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:  http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

———————————————————-

Sonntag, 20.11..2011 um 08:03 Uhr bis O8:40 Uhr

NDRkultur – Kantate

08:03 – 08:40 Uhr Kantate

Geistliche Musik am letzten Sonntag des Kirchenjahres

Johann Sebastian Bach:

Fürchte dich nicht, ich bin bei dir, Motette BWV 228 NDR Chor / Ltg.: Michael Gläser

Wachet auf, ruft uns die Stimme, Kantate BWV 140 Heike Heilmann, Sopran / Henning Kaiser, Tenor Stefan Geyer, Bass / Balthasar-Neumann-Chor Balthasar-Neumann-Ensemble
Ltg.: Thomas Hengelbrock

—————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 55  –  Part 1 

 Ich armer Mensch, ich Sündenknecht –  (Interpret: Leonhardt)

—————————————————————————————————————

Kantaten-Beschreibung 

zum BWV 115  – „Mache dich, mein Geist

Kantaten für den 22. Sonntag nach Trinitatis

Aufführungsort: All Saints, Tooting

am 17.11.2000

Die allerbeste dieser drei Kantaten ist fraglos BWV 115 „Mache dich, mein Geist, bereit“

bereits aus Bachs zweitem Leipziger Jahrgang. Zehn Strophen aus Johann Burchard Freysteins Choral (1695), zu sechs Nummern verdichtet, sorgen dafür, dass sie keinen unnötigen Ballast enthält (‚keine Behinderung durch überflüssige oder problematische Inhalte’, kommentiert Whittaker). In der einleitenden Choralfantasie in G-dur ist das Orchester vierstimmig und mit Flöte, Oboe d’amore, unisono geführten Violinen und Bratschen sowie Continuo besetzt, außerdem einem in G notierten Zinken zur Verdopplung der Choralmelodie, die in langen Noten von den Sopranstimmen vorgetragen wird. Der Instrumentalsatz ist subtil und muss sehr sorgfältig ausbalanciert werden, da vor allem das Unisono der Violinen und Bratschen die Flöte und Oboe d’amore leicht in den Hintergrund drängen kann. Die Streicher übernehmen die Führung mit einem Oktavsprung, der später mit der Aufforderung der drei tieferen Stimmen des Chors ‚Mache dich, mein Geist, bereit’ verknüpft wird.

Ein vierstimmiger Kanon, mit zwei Themen in der Unterseptime und Unterquarte zwischen Flöte, Oboe und ineinander verschlungenen Violinen und Viola, dient als Ritornell zwischen den Textzeilen und bricht oft mitten im Satz ab, während der Gedanke über die Lücken weitergetragen wird. Trotz der im Text angelegten Warnungen ist das eine überzeugte Schilderung des Gläubigen, der zuversichtlich ist und sich dagegen wehrt, durch ‚Satans List’ (ausgedrückt durch eine heftige Bariolage-Figur aus Sechzehnteln) oder das Erschallen der letzten Posaune aus der Bahn geworfen zu werden. So originell und robust diese Choralfantasie ohne Frage ist, die beiden folgenden Dacapo-Arien sind beide lang, unglaublich anspruchsvoll und absolut faszinierend: die eine für Alt, ein langsamer Siciliano in e-moll im 3/8-Takt, mit Oboe d’amore und Streichern, die andere in h-moll, noch langsamer (molto adagio), für Sopran mit Flöte und Violoncello piccolo.

In der ersten Arie schildern die in Viertelwerten wiederholten E in der Basslinie, die kaum einen Pulsschlag erkennen lassen, den tiefen Schlaf der Seele. Darüber verdoppelt die Oboe d’amore zunächst die erste Violine, unternimmt dann Anstrengungen, sich zu befreien, indem sie eine steigende und wieder fallende Figur webt, den unwillkürlichen Streckbewegungen eines Träumenden ähnlich. Die Singstimme scheint den Standpunkt der schlummernden Seele wie auch des mahnenden Betrachters einzunehmen – eine ergreifende Überschneidung der Rollen, die den Aufruf ‚ermuntre dich doch’ umso mühevoller macht, als er wie aus tiefem Schlaf gesungen wirkt. Diese Aufforderung spornt den Continuo dazu an, fünfmal eine Oktave aufwärts zu springen, ‚als würde der träge Schläfer mit aller Kraft geschüttelt’ (Whittaker).

Nach hundertneun Takten wechselt die Musik zu Allegro, um in zweiundzwanzig Takten energisch davor zu warnen, welcher Preis für den Mangel an Wachsamkeit zu zahlen sein wird – das ist nichts weniger als die Aussicht auf ewiges Vergessen, jetzt wieder adagio in gewundenen und düsteren Harmonien kundgetan, wenn die Altstimme über einem Dominantseptakkord auf Eis zu einem hohen D klettert. Das Pathos, die Schläfrigkeit und der innere Kampf in diesem wunderbaren Siciliano sind hypnotisierend. Doch hat das auf Bachs Sonntagsgemeinde in Leipzig Eindruck gemacht? Haben sie mit gespannter Aufmerksamkeit zugehört (wie unser Publikum in Bath Abbey und auch in Eton Chapel), um erkennen zu lassen, dass sie willens sind, ihre Passivität zu verlassen und sich einzubinden, oder bedurfte es der barschen Strafpredigt des Bassisten (Nr. 3), um sie aufzuwecken? ‚Die ganze Welt und ihre Glieder / sind nichts als falsche Brüder’, konstatiert er, ‚doch macht dein Fleisch und Blut hierbei / sich lauter Schmeichelei’.

Noch viel schöner ist die Sopran-Arie (Nr. 4), in der sich der Akzent von der Notwendigkeit, wachsam zu sein, zum Gebet verlagert. Man kann sich kaum eine subtilere und abwechslungsreichere Palette an Klangfarben vorstellen als die von Sopran, Flöte und Cello piccolo: Gemeinsam geben sie kund, wie sehr sich die Seele nach der göttlichen Gnade sehnt. Der Continuo beschränkt sich darauf, die Taktschläge zu markieren, und lässt das Trio frei vorangleiten. Für mich gehörte die Art, wie diese drei – Joanne Lunn in andächtige Stille versunken und mit einer engelhaften Reinheit des Klangs bei den wiederholten Appellen ‚bete’ und ‚bitte’, Rachel Becketts wunderbare, doch zarte Barockflöte und David Watkins zauberhaftes Cello piccolo – einander begegnen, zu den bisherigen Höhepunkten der ganze Pilgerreise: drei vorzügliche Interpreten, die völlig in ihrer Aufgabe aufgehen, jede(r) mit der erforderlichen Meisterschaft und Sensibilität füreinander.

Die zuhörenden Musiker und das Publikum waren sichtlich fasziniert. Daran anschließend kam der Schlusschoral mit seiner würdevollen Schlichtheit und der Aufforderung, ‚immerdar [zu] wachen, [zu] flehen, [zu] beten, / weil die Angst, Not und Gefahr / immer näher treten’, umso wirkungsvoller zur Geltung. 

© John Eliot Gardiner 2010

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

—————————————————————————————————————

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 22. Sonntag nach Trinitatis:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Annette Isserlis, Viola

—————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV  115

  „Mache dich, mein Geist, bereit  (Interpret:  Gardiner )

 

—————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV  89 

 Was soll ich aus dir machen, Ephraim“  (Interpret: Leonhardt)

—————————————————————————————————————


CD für den 22. und 23. Sonntag nach „Trinitatis“ 
.

—————————————————————————————————————

………………………………………………………………………………………………………………………….

…………………………………………………………………………………………………………………………

SDG 171 Vol. 12

………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

……———————————————————————————-
………………………………………………………………………………………………………………………..C………………………………………………………………………………………………………………………..
Cover:
CD’s SDG 171
Vol.12
CD – eins-———————————————————————————————————————————————————————————————————–……………………………………………………………………………………………………………………………………———————————————————————————————————————————————————-……………………………………………………………….
BWV 55 – Ich armer Mensch, ich Sündenknecht
BWV 89 – Was soll ich aus dir machen, Ephraim
BWV 115 – Mache dich, mein Geist, bereit
BWV 60 – O Ewigkeit, du Donnerwort II

—————————————————————————————————————

Ich wünsche allen Besuchern eine schönen Trinitatis-Sonntag.

—————————————————————————————————————

Grüße

Volker

Radio- und Fernsehsendungen u.a. mit dem Weihnachtsoratorium BWV 248 im November-Dezember 2011


Gemälde von Paul Rubens

Liebe Bachfreunde(innen),

die ersten Termine u.a. mit dem Weinhachtsortaotium BWV 248 von J.S. Bach sind für den Rundfunk und  das Fernsehen bereitgestellt und bekannt gegeben worden.

Die Termine werden von mir laufend aktualisiert.

——————————————————

Stand: 16.12.2011

——————————————————

Ein —————————————————–

——————————————————————————————————-

Einen Link zu den Webradios im Internet nachstehend:

https://meinhardo.wordpress.com/webradios-im-internet-mit-klassischer-musik/

——————————————————————————————————

So, 27. Nov. 2011 · 08:45-09:15 Uhr · SWR BW (Fernsehen)  

Weihnachtsoratorium von J.S. Bach – Kantate Nr. 1 

Aufzeichnung im Herkulessaal der Münchner Residenz vom Dezember 2010

———————————————————————————————————————————-

So, 27. Nov. 2011 · 09:15-09:45 Uhr · SWR BW (Fernsehen)

Das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach – Kantate Nr. 2
Aufzeichnung im Herkulessaal der Münchner Residenz vom Dezember 2010

So, 27. Nov . 2011· 12:45-13:20 Uhr · BR (Fernsehen)
BR-KLASSIK: Enoch zu Guttenberg dirigiert
Johann Sebastian Bach: „Magnificat“ Konzert 2003

So, 27. Nov. 2011 · 18:00-19:00  Uhr · ZDF (Fernsehen)
Adventliche Festmusik aus Dresden
Galakonzert aus der Frauenkirche

Mo, 28. Nov. 2011 . 00:00-01:20  Uhr .  rbb  (Fernsehen)

J.S. Bach Weihnachtsoratorium Teile 1-3 vom BR

Chor des BR und Akademie für Alte Musik Berlin aus dem Herkulessaal München

Mo, 28. Nov. 2011 · 23:00-23:50 Uhr · arte (Fernsehen

Dirigent Thomas Hengelbrock

Musik ein Fest fürs Leben

So, 4. De. 2011 · 06:05-07:00 Uhr · arte (Fernsehen)
Dirigent Thomas Hengelbrock
Musik ein Fest fürs Leben

So, 4. Dez. 2011 · 08:45-09:10 Uhr · SWR BW (Fernsehen)
Das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach – – Kantate Nr. 3
Chor des Bayerischen Rundfunks Akademie für Alte Musik Berlin

So, 4. Dez. 2011 · 09:10-09:30 Uhr · SWR BW Fernsehen
Das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach – – Kantate Nr. 4
Chor des Bayerischen Rundfunks Akademie für Alte Musik Berlin

Freitag, 9.12.2011
MDR Figaro
20:05-22:00 Uhr
Live-Übertragung aus der Frauenkirche Dresden:

Johann Sebastian Bach:

Weihnachts-Oratorium BWV 248 (Kantaten 1-3)

Sibylla Rubens, Sopran
Christa Mayer, Alt
Daniel Behle, Tenor
Florian Boesch, Bariton

Kammerchor der Frauenkirche Dresden, Sächsische Staatskapelle Dresden
Leitung: Christian Thielemann

——————————————————————

rbb – Fernsehen

am Sonntag, 18.12.2011 um 23:45 Uhr

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium Kantaten 4 bis 6
So. 18.12. 75 Min. bzw. 1 Std. 15 Min., bis 01:00 Uhr.

Im Dezember 2010 führten der Chor des Bayerischen Rundfunks und die Akademie für Alte Musik Berlin Bachs Weihnachtsoratorium in der Münchner Residenz auf. Die Solisten sind Rachel Harnisch, Anke Vondung, Maximilian Schmitt und Christian Immler. Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium ist sein mit Abstand populärstes und beliebtestes Vokalwerk. Für Laienchöre und Berufschöre gehört es zur Weihnachtszeit zu den vornehmsten Aufgaben, es in Gänze oder in Teilen aufzuführen.

Bach legte es in sechs Kantaten an, von denen jede für einen bestimmten Feiertag zwischen dem ersten Weihnachtstag und dem Dreikönigstag bestimmt ist. Heute ist das Oratorium von seiner ursprünglichen liturgischen Bestimmung weitgehend gelöst und wird in der Adventszeit aufgeführt. Eigens für die Fernsehaufnahmen wurde der Herkulessaal der Münchner Residenz mit einem besonderen Lichtkonzept festlich ausgeleuchtet.

Nur die Fernsehzuschauer können zudem eine visuelle Erweiterung des Weihnachtsoratoriums erleben: Es wird ergänzt durch Aufnahmen von Kunstwerken von Friedrich Sustris, Hans Memling und Rogier van der Weyden, die die Ereignisse der Weihnachtszeit darstellen.

Es wirken mit Rachel Harnisch, Anke Vondung, Maximilian Schmitt, Christian Immler, der Chor des Bayerischen Rundfunks und die Akademie für Alte Musik, Berlin unter der Leitung von Peter Dijkstra.

—————————————————————–

Die schon mehrfach erwähnte Konzertaufzeichnunga aus München mit Rachel Harnisch, Anke Vondung, Maximilian Schmitt, Christian Immler, der Chor des Bayerischen Rundfunks und die Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung von Peter Dijkstra wird noch einmal vom

BR Fernsehen ausgestrahlt:

25.12.11  11:20 bis 12:44   Kantaten 1 bis 3

26.12.11  11:30 bis 12:44   Kantaten 4 bis 6

—————————————————————-

MDR-Fernsehen sendet das Weihnachtsoratorium an folgenden Tagen:

24.12.11   23:10 bis 0:30   Kantaten 1 bis 3

24.12.11     0:30 bis 1:45   Kantaten 4 bis 6

Barbara Schlick (Sopran); Yvonne Naef (Alt); Christoph Prégardien (Tenor)

Klaus Mertens (Bass); Thomanerchor; Gewandhausorchester

Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

——————————————————————————————————

Weitere Rundfunksendungen: im Dezember 2011

——————————————————————————————————

Donnerstag, 22.12.2011

—————————————————————–
BBC-live

19:30-20:30 Uhr und 20:50-22:00  Uhr (20:30-23:00)

J.S. Bach: Christmas Oratorio (Parts 1, 2, 3 and 6)

The Choir of Trinity College Cambridge
Orchestra of the Age of Enlightenment
Katherine Watson soprano
Iestyn Davies countertenor
James Gilchrist tenor
Neal Davies bass
Stephen Layton conductor.

Live from St John’s Smith Square
Bach: Christmas Oratorio. As part of St John’s 26th Annual Christmas Festival, the Choir of Trinity College Cambridge performs Parts 1, 2, 3 and 6 of Bach’s great version of the Christmas story, which tell of the birth of Jesus, the annunciation to the shepherds, the adoration of the shepherds, and the adoration of the Magi.

Samstag, 24.12.2011

HR2
15:05-17:00 Uhr

J.S. Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 Kantaten 1-3

Juliane Banse, Sopran / Cornelia Kallisch, Alt / Markus Schäfer, Tenor – Evangelist / Robert Swensen, Tenor / Thomas Quasthoff, Bass
Windsbacher Knabenchor
Münchner Bachsolisten
Leitung: Karl-Friedrich Beringer

NDR kultur

17:30-19:00 Uhr

Weihnachtsoratorium für Soli, Chor und Orchester BWV 248, Teile 1 – 3

von Johann Sebastian Bach

Sibylla Rubens, Sopran / Christa Mayer, Mezzosopran

Daniel Behle, Tenor / Florian Boesch, Bariton

Kammerchor der Frauenkirche Dresden

Staatskapelle Dresden / Ltg.: Christian Thielemann

Aufzeichnung des MDR

 SR2

20:04-22:00 Uhr

Johann Sebastian Bach Weihnachts-Oratorium für Soli, Chor und Orchester BWV 248

Mitsuko Shirai, Sopran Hanna Schwarz, Alt Aldo Baldin, Tenor Robert Holl, Bass RIAS-Kammerchor Leitung: Uwe Gronostay Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken Leitung: Myung-Whun Chung Aufnahme vom 30. November 1985 in der Congresshalle in Saarbrücken

 Dkultur

20:03 – ca. 21:25 Uhr

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 – 3

Holger Marks, Tenor (Evangelist)
Barbara Kind, Sopran
Bianca Reim, Sopran
Christine Lichtenberg, Alt
Bettina Pieck, Alt
Judith Simonis, Alt
Christoph Leonhardt, Tenor
Sören von Billerbeck, Bariton
David Stingl, Bass
Georg Witt, Bass

Akademie für Alte Musik Berlin
Rundfunkchor Berlin
Leitung: Simon Halsey
Berliner Dom
Aufzeichnung vom 15.12.11

Sonntag, 25.12.2011

Österreich  –  Ö1

11:03-12:50 Uhr

Sächsische Staatskapelle Dresden, Dirigent: Christian Thielemann; Kammerchor der Frauenkirche; Sibylla Rubens, Sopran; Christa Mayer, Alt; Daniel Behle, Tenor; Andreas Scheibner, Bariton.
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium, BWV 248, Kantaten 1 bis 3 (aufgenommen am 9. Dezember in der Frauenkirche in Dresden)

In der Pause: Intermezzo
Florian Boesch im Gespräch:

Der österreichische Sänger Florian Boesch hat vor Weihnachten die zentralen Musikstücke, die von diesem Ereignis handeln und das musikalische Repertoire der Weihnachtszeit maßgeblich bestimmen, gesungen : Händels “ Messias“ in Wien unter der Leitung von Erwin Ortner und Bachs „Weihnachtsoratorium“ in Dresden. Im Anschluss an den ersten Teil des Weihnachtsoratoriums aus Dresden in der Matinee, spricht Boesch darüber mit Gernot Zimmermann. Auch über seine Erfahrungen bei den Proben mit Christian Thielemann. Wegen einer Erkältung konnte er dieses Konzert dann nicht singen. Auch darüber, wie Sänger mit den Erkältungsinfekten und der Ansteckungsgefahr in der Winterzeit umgehen, wird Boesch Auskunft geben, über kommende Projekte und seine Erfahrungen mit dem szenischen „Messias“, den Claus Guth für das Theater an der Wien inszeniert hat und das wiederkommen soll.

WDR3

16:05-17:45 Uhr

Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium, BWV 248, Kantaten 1 bis 3

Knabensoprane; Ingeborg Danz, Alt; Martin Petzold und Christoph Genz, Tenor; Panajotis Iconomou, Bass; Thomanerchor Leipzig; Gewandhausorchester, Leitung: Christoph Biller

rbb kulturradio

17:04-19:00 Uhr

Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium BWV 248
Teil1-3

Paul Bernewitz, Friedrich Praetorius, Knabensopran
Ingeborg Danz, Alt
Christoph Genz, Tenor – Arien
Martin Petzold, Tenor – Evangelist
Panajotis Iconomou, Bass
Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester
Leitung: Georg Christoph Biller

NDR kultur

17:30-19:00 Uhr

Weihnachtsoratorium für Soli, Chor und Orchester BWV 248, Teile 4 – 6

von Johann Sebastian Bach

Sibylla Rubens, Sopran / Christa Mayer, Mezzosopran

Daniel Behle, Tenor / Florian Boesch, Bariton

Kammerchor der Frauenkirche Dresden

Staatskapelle Dresden / Ltg.: Christian Thielemann

Aufzeichnung des MDR

BR klassiK

19:05-21:00 Uhr

Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium BWV 248
Teil1-3

Solisten: Jutta Böhnert, Sopran; Rebecca Martin, Alt; Markus Schäfer, Tenor; Thomas Laske, Bass
Windsbacher Knabenchor
Deutsche Kammer-Virtuosen Berlin
Leitung: Karl-Friedrich Beringer
Aufnahme vom 21. Dezember 2011 in St. Gumbertus in Ansbach

Am 31.Dezember 2011 endet beim Windsbacher Knabenchor eine Ära: Der „Chef“, wie die jungen Sänger Karl-Friedrich Beringer nennen, geht in Ruhestand, nachdem er dann 34 Jahre lang den Klang des Chores geprägt hat. Ein Chor, der unter den guten Chören zu den allerbesten zählt, doch Vergleiche interessieren Beringer nicht. Denn der Chor sollte all die Jahre immer nur einem Anspruch genügen – seinem. Doch egal ob in einer Dorfkirche oder in der Berliner Philharmonie, ob in Oberasbach oder in Brasilien, in Heilsbronn oder in Japan, der Windsbacher Knabenchor entfaltet seinen unvergleichlichen Klang letztlich zum Lobe Gottes, denn das ist sein Auftrag als Chor der Evangelischen Landeskirche.

Und sollte Gott existieren und so etwas wie Ohren haben, so müsste er wohl mit dem Werk Karl-Friedrich Beringers wahrhaft zufrieden sein. Als der damals erst 29-Jährige den Chor vom verdienten Vorgänger Hans Thamm übernahm, zeichnete ihn nur sein Talent, nicht aber sein Name aus. Dreieinhalb Jahrzehnte später fällt der Abschied allen Beteiligten sichtlich schwer, aber Beringer hat entschieden: jetzt ist genug, mehr kann er mit seinem Chor musikalisch nicht erreichen. Von nun an werden die Windsbacher ihren Weg ohne den „Chef“ gehen.
BR Klassik sendet brandaktuell den Mitschnitt von Beringers „Abschieds“-Weihnachtsoratorium mit den Windsbachern, und danach porträtiert Corinna Mielke im musikFeature (21:03-22:00 Uhr) den Chorleiter und Künstler.

—————————————————————————————————-

Einen Link zu den Webradios im Internet nachstehend:

https://meinhardo.wordpress.com/webradios-im-internet-mit-klassischer-musik/

—————————————————————————————————


Termine im Kalenderjahr 2011 J.S. Bach Weihnachtsoratorium BWV 248


J.S. Bach Autograph der ersten Seite des BWV 248 Weihnachts-Oratorium

Liebe Bachfreunde(innen),

wie bereits im vergangenen Jahr veröffentliche ich hier eine kleine Auswahl mit Aufführungsterminen vom BWV 248

„Weihnachtsoratorium“ von J.S. Bach für Dezember 2011 – Januar 2012

in Deutschland und Österreich.

Das Weihnachtsoratorium, BWV 248, ist eines der prominentesten und beliebtesten Werke von

Johann Sebastian Bach.

Die Uraufführung fand an den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtstag (25. Dezember 1734) und Epiphanias (6. Januar 1735) statt. Die Teile I, II, IV und VI wurden zweimal an einem Tag aufgeführt, abwechselnd morgens und nachmittags in den Hauptkirchen von Leipzig: St. Thomas und St. Nikolai, die Teile III und V nur in St. Nikolai.

—————————————————————————————————–

Konzerte in Deutschland

mit Termin- und Ortsangaben zur Aufführung des WO in 2011

Eintrittskarten über Ticket-Online:

————————————————————————

J.S.Bach: Weihnachtsoratorium I-III – HAMBURG
Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern – Sa, 03.12.2011
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 20,80

Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium – HALLE / SAALE
Konzerthalle Ulrichskirche – So, 11.12.2011
19:30 Uhr

 
Tickets ab € 14,45

J. S. Bach Weihnachtsoratorium Teile 1-6  – BERLIN
Philharmonie BerlinGroßer Saal – Do, 15.12.2011
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 16,30

Weihnachtsoratorium I-III Johann Sebastian Bach – POTSDAM
St. Nikolaikirche Potsdam  – Sa, 17.12.2011
17:00 Uhr

 
Tickets ab € 15,05

J. S. Bach Weihnachtsoratorium MIESBACH/Bayern
Waitzinger Keller – Kulturzentrum Miesbach  Mo, 26.12.2011
20:00 Uhr

 
Tickets ab € 22,50

 J. S. Bach: Weihnachtsoratorium – BERGHEIM / Erftkreis
MEDIO.RHEIN.ERFT  – So, 16.12.2011
19:00 Uhr

 
Tickets ab € 17,90

—————————————————————————————————————

Weitere umfangreiche Weihnachtsoratorium-Konzert-Termine

mit Online-Karten-Bestellung

über

Link: http://www.europa-tickets.de/events/weihnachtsoratorium/

—————————————————————————————————————

Leipzig

Weihnachtskonzert in der

Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig
Freitag, 09.12.2011, 19.30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

J.S. Bach Magnificat
J.S. Bach Weihnachtsoratorium ( Kantaten 2 und 3 )

Gesine Adler, Julia Kirchner, Sopran
Klaudia Zeiner, Alt
Martin Petzold, Tenor
Felix Plock, Bass
Kantorei der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig
Orchester am Fürstenhof auf historischen Instrumenten
Leitung: Christiane Bräutigam

Karten  11,- €  •  erm. 8,- €  • sind in der Musikalienhandlung Oelsner,

Kanzlei der Evangelisch-reformierten Kirche, Leipzig, Tröndlinring 7,

Tel.: 0341/9800512 

mail@reformiert-leipzig.de

Öffnungszeiten der Kanzlei::
Montag, Dienstag, Donnerstag: 9:00-16:00 Uhr
Mittwoch: 9:00-17:00 Uhr
Freitag: 9:00-12:00 Uhr 

oder an der Abendkasse erhältlich.

Der Vorverkauf  beginnt  ab 17.11.2011

LEIPZIG

Weihnachtsoratorium Kantaten 1 bis 3 und 6

9. Dezember 2011, 19:00 Uhr
10. Dezember 2011, 17:00 Uhr
11. Dezember 2011, 17:00 Uhr
Thomaskirche

Ausführende:
Thomaner (Sopran), Sophie Harmsen (Alt), Maximilian Schmitt (Tenor), Wolfram Lattke (Tenor), Panajotis Iconomou (Bass)

Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig Thomasorganist Ullrich Böhme
Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

—————————————————————————————————————-

DRESDEN

Weihnachtsoratorium Kantaten 1 bis 3

16. Dezember 2011, 19:00 Uhr
17. Dezember 2011, 17:00 Uhr
18. Dezember 2011, 17:00 Uhr

Kreuzkirche

Ausführende:
Jutta Böhnert (Sopran), Rebecca Martin (Alt), Andreas Weller (Tenor), Julian Orlishausen (Bass)

07. Januar 2012, 17:00 Uhr

Ausführende:
Jana Büchner (Sopran), Britta Schwarz (Alt), Tobias Hunger (Tenor), Andreas Scheibner (Bass)

Dresdner Kreuzchor, Dresdner Philharmonie
Leitung: Kreuzkantor Roderich Kreile

BERLIN

Weihnachtsoratorium Kantaten 1 bis 3 und 6

19. Dezember 2011, 20:00 Uhr
Berliner Philharmonie

Ausführende:
Susanne Bernhard (Sopran), Annette Markert (Alt), Andreas Weller (Tenor), Julian Orlishausen (Bass)

Dresdner Kreuzchor, Dresdner Philharmonie
Leitung: Kreuzkantor Roderich Kreile

Weihnachtsoratorium Kantaten 1 bis 3

26. Dezember 2011, 19:00 Uhr

Gethsemanekirche

Ausführende:
Kammerchor der Sing-Akademie zu Berlin, Knaben des Staats- und Domchors Berlin, Vokalensemble Capella Angelica, Lautten Compagney Berlin
Leitung: Wolfgang Katschner

STUTTGART

17. Dezember 2011, 16 Uhr – Weihnachtsoratorium für Kinder
18. Dezember 2011, 17:00 Uhr – Weihnachtsoratorium Kantaten 1 bis 3
06. Januar 2012, 17:00 Uhr – Weihnachtsoratorium Kantaten 4 bis 6

Markuskirche

Ausführende:
Sandra Hartmann (Sopran), David Erler (Alt), Gustavo Martin-Sánchez (Tenor), Thomas Scharr (Bass)

Knabenchors collegium iuvenum Stuttgart
Leitung: Friedemann Keck

WUPPERTAL

04. Dezember 2011, 16 Uhr – Weihnachtsoratorium für Kinder

Historische Stadthalle Wuppertal

Ausführende:
Barbara Overbeck (Konzeption und Moderation), Miriam Ritter (Alt), Christian Sturm (Tenor), Miljan Milovic (Bass)

Wuppertaler Kurrende

Leitung: Florian Frannek

ANSBACH

20. Dezember 2011, 20 Uhr – Weihnachtsoratorium Kantaten 1 bis 3
21. Dezember 2011, 20 Uhr – Weihnachtsoratorium Kantaten 1 bis 3
22. Dezember 2011, 20 Uhr – Weihnachtsoratorium Kantaten 1 bis 3

St. Gumbertus

Ausführende:
Jutta Böhnert (Sopran), Rebecca Martin (Alt), Markus Schäfer (Tenor), Thomas Laske (Bass)

Windsbacher Knabenchor, Deutsche Kammer-Virtuosen Berlin
Leitung: Karl-Friedrich Beringer

————————————————————————————————–

München

am Mittwoch, 21. Dezember 2011 um 20:00 Uhr:

Herkulessaal der Residenz

J.S. Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 (Teil I – III + VI)
Solisten des Tölzer Knabenchores (Sopran, Alt) –

Benjamin Bruns (Tenor) – Raimund Nolte (Bass) – Tölzer Knabenchor –

Ensemble l´arte del mondo –

Leitung: Gerhard Schmidt-Gaden

Kartenvorverkauf: Telefon: 089-8116191

————————————————————————————————

Trier

Moselfestival – Konstantin-Basilika,

Sonntag, 18. Dezember um 17:00 Uhr

J.S. Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 (Teile I – III + VI)
Tölzer Knabenchor – Stephanie Elliot (Sopran) – Ulrike Andersen (Alt) –

Krystian Adam (Tenor) – Raimund Nolte (Bass) –

Ensemble l´arte del mondo, Leitung: Werner Erhardt

Kartenvorverkauf: Telefon: 06531-500095

———————————————————————————————–

Kirchheim (Rheinland-Pfalz)

Masaaki Suzuki und das BachCollegium Japan/Europe beim Kirchheimer Konzertwinter

Samstag, 14. Januar 2012, 19:00 Uhr, Prot. Kirche St. Andreas, Kirchheim/Weinstraße
Sonntag, 15. Januar 2012, 15:00 Uhr, Prot. Kirche St. Andreas, Kirchheim/Weinstraße

Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium, Kantaten I, IV-VI

Ausführende:
Hana Blazikova, Sopran
Robin Blaze, Altus
Satoshi Mizukoshi, Tenor
Dominik Wörner, Bass
BachCollegium Japan/Europe
Masaaki Suzuki, Leitung

Karten im Vorverkauf: 25 EUR/20 EUR (ermäßigt)
an der Abendkasse: 28 EUR/23 EUR (ermäßigt)

Bestellmöglichkeit:

http://www.konzertwinter.de/scripts/2011-2012_Konzert-4-Karten.php

———————————————————————————————-

Essen – Ruhr

18.12.2011 Sonntag 18 Uhr Erlöserkirche Essen

Johann Sebastian Bach,

Weihnachtsoratorium, Kantaten 1-3 und 6

Marietta Zumbült, Sopran
Gudrun Pelker, Alt
Achim Kleinlein, Tenor
Benno Schöning, Bass

Folkwang Kammerorchester Essen
Essener Bachchor
Leitung: Stephan Peller

Karten gibt es im Vorverkauf (jeweils ab einem Monat vor der Aufführung) bei:

Gläsel Musikinstrumente, Hohenzollernstr. 56,
45128 Essen, Tel. 0201-77 55 25
Proust Wörter und Töne Akazienallee/Am Handelshof 1,
45127 Essen, Tel. 0201-839 68 40
Geigenbau Bartsch, Zweigertstr. 8
Tel. 0201-77 25 97 
Für Zeche Zollverein: Abonnement-Büro. II. Hagen 2,
Tel. 0201-81 222 00

Die Eintrittspreise liegen zwischen 10,- und 30,- €;
Ermäßigungen für Schüler, Studenten und
Arbeitslose bis zu 5,- € je Karte gibt es
an der Abendkasse.

————————————————————————————————-

Hannover 

Herrenhäuser-Kirche

J.S. Bach Weihnachtsoratorium Kantaten 4-6

am  Samstag, 17.12.2011 um 19:00 Uhr

Sonntag, 18.12.2011 18:00 Uhr

Karten-Online-Bestellungen :

http://www.kirchenmusik-in-herrenhausen.de/kartenvorverkauf/

Weitere Informationen zu diesem Konzert finden Sie auf unserer

Website:  www.kirchenmusik-in-herrenhausen.de.

———————————————————————————————–

Neuwied

Marktkirche

am Samstag, 10. Dezember · 16:00  – 21:30 Uhr

Leitung:


J.S. Bach: Weihnachtsoratorium

Gesamtaufführung, Teile I – V
16 Uhr: Teile I-III
20 Uhr: Teile IV-VI
Tina Scherer – Sopran
Silke Hartstang – Alt
Wolfgang Klose – Tenor
Thilo Dahlmann – BassNeuwieder Konzertchor
Jugendchor VIVACE
Schöneck-Ensemble

Leitung: KMD Thomas Schmidt

Eintritt:
1. Platz: 35 € (ermäßiigt 28 €)
2. Platz 28 € (ermäßigt 20 €)
3. Platz 18 € (keine Ermäßigung, aber die Möglichkeit, sich auf frei gebliebene Plätze im Bereich des 2. Platzes zu setzen)

Ermäßigter Eintritt für Schüler, Studenten, Schwerbeschädigte, Inhaber der Neuwieder Sozialkarte/Familienkarte, Mitglieder des Fördervereins für Kirchenmusik an der Marktkirche e.V.

Speisebüfett in der Pause, 17.30 – 19.30 Uhr: 10 €
In den Restaurants Destille und Marktbräu
(Büfettgutscheine nur im Vorverkauf)

Vorverkauf:
Buchhandlung Eggers 02631-23575
Marktkirche Büro 02631-23282
Musikhaus Neumann 02631-23157

———————————————————————————————-

Bielefeld

27.11.2011
17:00 Uhr
C.Saint-Saens: Weihnachtsoratorium – „Oratorio de noel“Altstädter Nicolaikirche (ev.)
Preise: € 15,00 | € 12,00 Karten bestellen
ermäßigter Preis für Schüler, Studenten, Erwerbslose
16.12.2011
19:00 Uhr
Universitätschor Bielefeld
Weihnachtsoratorium
Rudolf-Oetker-Halle
Preise: € 25,00 | € 20,00 | € 16,00 | € 12,00 Karten bestellen
ermäßigter Preis für Schüler und Studenten

——————————————————————————————–

Bielefeld-Brackwede

Ev. Bartholomäus Kirche

Sonntag, 4.12.2011 um 18.00 Uhr

Adventsmusik – C.Saint-Saens: Weihnachtsoratorium 

für Soli, Chor, Streicher, Harfe und Orgel
Leitung: Walter Haverkamp

Eintritt: 12 € / ermäßigt: 8 €.

Gemeindebüro 33647 Bielefeld, Kirchweg 10

Telefon: 0521 / 94238-23

EMail: @kirchengemeinde-brackwede.de

———————————————-

Bielefeld

Neustädter Marienkirche 

J.S. Bach Weihnachtsoratorium erklingt an drei Terminen

Bielefeld. Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian, das aus sechs Kantaten zu den verschiedenen Festtagen des Weihnachtsfestes besteht, erklingt in diesem und zu Beginn des nächsten Jahres komplett in der Neustädter Marienkirche in Bielefeld – verteilt auf drei Termine. Den Auftakt bildet ein Konzert mit den ersten drei Kantaten am

Sonntag, 18. Dezember, um 17 Uhr.

Neben der Marienkantorei wirkt auch das Jugendvokalensemble VokalTotal des Evangelischen Stadtkantorates mit, es spielt die Camerata St. Mariae, die Leitung hat Ruth M. Seiler. Solisten sind: Sabine Szameit (Sopran), Mareike Morr (Alt), Lothar Blum (Tenor) und Tobias Scharfenberger (Bass).

Karten: Tourist Information, Niederwall, Gemeindebüro der Neustädter Marienkirche (Tel. 60854; di. und fr., 9 bis 11.30 Uhr) sowie an der Abendkasse.

Die vierte Kantate des Weihnachtsoratoriums erklingt am

Neujahrstag 01.01.2012 um 16 Uhr in der Neustädter Marienkirche.

Ausführende: Melanie Kreuter (Sopran), Joan Ribalta (Tenor), Tobias Scharfenberger (Bass) sowie die Marienkantorei und die Camerata St. Mariae unter der Leitung von Ruth M. Seiler.

Kantate V und VI werden zum „Jahr der Kirchenmusik“ 2012 am

Sonntag, 8. Januar 2012, um 17 Uhr aufgeführt.

Neben der Marienkantorei und der Camerata St. Mariae singen Sabine Szameit (Sopran), Matthias Bleidorn (Tenor) und Tobias Scharfenberger (Bass).

————————————————————–

Eine Rezension der NW vom 11.01.2012 zu den Kantaten 5 & 6 vom WO in der Bielefelder Neustädter Kirche

füge ich nachstehend bei:

Rezension NW Weihnachtsoratorium Neustädter Kirche Bielefeld vom 08_01_2012

————————————————————————————————————–

Lemgo (Ostwestfalen-Lippe)

18.12.2011 – 18.00 Uhr – St. Marien Lemgo

Johann Sebastian Bach : „Weihnachtsoratorium“ –

Kantaten 1-3 (BWV 248)

(Das „Weihnachtsoratorium“ wird im Rahmen einer Bachwerkstatt erarbeitet.)

Genauer informiert Sie ein gesondertes PDF-Programm:

 St. Marien Lemgo Anmeldung_20. Bachwerkstatt WO_ 2011                                                                                                                         

oder über Link: 

http://www.marien-kantorei.de/Homeseite/Home.htm

 Kontaktadresse:Marien-Kantorei Lemgo, Stiftstraße 56, 32657 Lemgo  (Fon: 05261.5543)

EMail: office@marien-kantorei.de

———————————————————————————————
Espelkamp (Ostwestfalen-Lippe)
Sonntag, 8. Januar 2012, 17 Uhr
Thomaskirche Espelkamp
J.S. Bach: Weihnachtsoratorium Teile IV bis VI
Morten Lauridsen: O magnum mysterium

Veronika Winter, Sopran
Eike Tiedemann, Alt
Andreas Post, Tenor und Evangelist
Hinrich Horn, Bass

Orchester „Le nuove musiche“ auf historischen Instrumenten
Gregor Schwarz, Orgel
Simon Linné, Theorbe

Kantorei der Martins-Kirchengemeinde
Leitung: Roger Bretthauer

Vorverkauf

über die Buchhandlung Lienstädt & Schürmann, Espelkamp, Breslauer Str. 34

Telefon:
+49 (05772) 6460

17 €, ermäßigt 11 €, Familien 36 €

Abendkasse: 18 €, 12 €, 38 €

Ermäßigung für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Espelkamppass
Familienkarten für 2 Erwachsene plus x Kinder bis 18 Jahre
———————————————————————————————–
Bad Salzuflen (Ostwestfalen-Lippe)
———————————————————————————————–
Stadtkirche  Sonntag  8.  Januar 2012 um 10:00 Uhr
im Gottesdienst:
———————————————————————————————
J.S. Bach WO Kantaten 5+6.
———————————————————————————————-
(Mitsänger(innen) sind herzlich willkommen,
Probenabend ist mittwochs von 19.30 bis 21.30 Uhr.)
———————————————————————————————
EMail an Kantorin Waltraud Huizing über nachstehenden Link:
————————————————————————————————

————————————————————————————————

Spenge (Ostwestfalen-Lippe)

St.-Martins-Kirche, Spenge

am Freitag, 6.1.2012 um 19:00 Uhr

Lange Straße 72 in 32139 Spenge.

Am Freitag, 6. Januar 2012 werden um 19:00 Uhr in der St. Martins-Kirche die Kantaten I und 4 bis 6 des Weihnachtsoratoriums von J.S. Bach aufgeführt. Die Aufführung wird gestaltet von einem Projektchor unter der Leitung von Anna-Maria Pfotenhauer und vom Kölner Ensemble „Concert Royal“ unter der Leitung von Karla Schröter.

Solisten sind:

Wiltrud de Vries (Sopran), Annette Gutjahr (Mezzosopran), Bernhard Scheffel (Tenor), Allan Parkes (Bass)

J.S. Bach Weihnachtsoratorium Kantaten eins, vier bis sechs 

Kontakt:

Link: http://www.kgm-spenge.de/kontakt.html

——————————————————————-

Rezension der NW-Spenge vom 09.01.2012 als PDF

          NW-Spenge Resension WO BWV 248 in Spenge vom 07_01_2012

————————————————————————————————————–

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den 21. Sonntag nach „Trinitatis“


Thomaner Thomaskirche Leipzig

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 06.11.2011 begehen wir den 21. Sonntag nach „Trinitatis“

Der Der 21. Sonntag nach Trinitatis wird von der Epistel her bestimmt. Es ist dort die Rede von der „Waffenrüstung Gottes“ – Paulus vergleicht die Instrumente des Krieges mit denen des Glaubens. Dem ist das Evangelium von der Feindesliebe entgegengestellt – es handelt sich bei diesem Text allerdings nur um die Zusammenfassung der längeren Liste aus Epheser 6. Der alttestamentliche Text scheint nicht viel mit „geistlicher Waffenrüstung“ zu tun zu haben, es sei denn, man betrachtet den Vers 7 als Hinweis auf die Waffe, mit der das jüdische Volk sich im Exil am Leben erhalten hat. Von einer Waffenrüstung zu reden – gleich ob geistlich oder nicht – trifft heute normalerweise auf Befremden. Diese Bilder gehören in eine extremistische Welt, nicht aber in die friedvolle Welt der Kirche. Dabei übersehen wir oft, dass es auch in der Kirche menschlich zugeht und auch dort Waffen benutzt werden – diese sind dann allerdings oft nicht die, von denen Paulus redet.

Die Rede Jesu von der Feindesliebe zeigt uns am 21. Sonntag nach Trinitatis, welche Waffen wir gegen unsere Feinde einsetzen können und sollen. Die Waffe der Liebe hat die Verheißung, dass Gott durch sie wirkt; darum können wir uns getrost auf sie verlassen, auch dann, wenn uns diese Waffe als wirkungslos erscheint. oder
Auch Christen benutzen Waffen, aber ihre Waffen verletzen nicht – zumindest nicht in der Regel – denn es sind geistliche Waffen, die uns sicher und fest machen und zugleich dazu dienen, Menschen, denen wir begegnen, die Liebe Gottes spürbar zu vermitteln. So rüsten wir uns in diesem Gottesdienst, um für die Herausforderungen des Alltags gewappnet zu sein.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

—————————————————————————————————————-

Bach-Kantaten für den 21. Sonntag nach Trinitatis

BWV   38  –   Aus tiefer Not schrei ich zu dir

BWV   98  –  „Was Gott tut, das ist wohlgetan

BWV  109  –  Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben

BWV  188  –  IIch habe meine Zuversicht

—————————————————————————————————————-

„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

Sonntag, 13.11..2011 von 09:05  – 10:00 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

—————————————————————–

WDR3 – „Geistliche Musik“ – Programmauszug:

 Johann Sebastian Bach

Kantate: BWV 116 „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“
Kantate am 25. Sonntag nach Trinitatis
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo

Lisa Larsson, Sopran
Annette Markert, Alt
Christoph Prégardien, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Amsterdamer Barockchor und -orchester
Leitung: Ton Koopman

—————————————————————————————————————-

NDRkultur – (Kantate)

Livestream-Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:  http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

———————————————————-

Sonntag, 13.11..2011 um 08:03 Uhr bis O8:40 Uhr

NDRkultur – Kantate

08:03 Uhr Kantate
Geistliche Musik am vorletzten Sonntag des Kirchenjahres

Dietrich Buxtehude:

Kantate: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr,
Cantus Cölln / Laute und Ltg.: Konrad Junghänel

Johann Sebastian Bach:

BWV 632  Choralbearbeitung: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend !

Wolfgang Zerer, Orgel

Kantate BWV 98 „Was Gott tut, das ist wohlgetan,“

Johanette Zomer, Sopran / Bogna Bartosz, Alt Christoph Prégardien, Tenor / Klaus Mertens, Bass Amsterdamer Barockorchester und Chor
Ltg.: Ton Koopman

————————————————————————————————————————-

Weitere  Rundfunksender mit Kantaten:

SR2

08:04 Uhr – 09:00 Uhr

Kantate am 21. Sonntag nach Trinitatis BWV 188 „Ich habe meine Zuversicht“

Sybille Rubens, Sopran – Bogna Bartoz, Alt – James Gilchrist, Tenor, Klaus Mertens, Bass – Ton Koopman Orgel und Leitung – Amsterdam Baroque Choir & Orchestra.

Livestream http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=23746

————————————————————————————————————————

BR Klassik

08:05 – 08:31 Uhr

Kantate zum 21. Sonntag nach Trinitatis – BWV 109 „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben“

Robin Blaze, Countertenor – Gerd Türk, Tenor – Chor und Orchester des Bach Collegium Japan – Leitung: Masaaki Suzuki

Livestream:  http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u 

oder folgende Übersicht:  http://www.br.de/unternehmen/inhalt/technik/rundfunktechnik-radio-livestreams100.html

——————————————————————————————————————–

Kulturradio rbb  (Radio Brandenburg)

09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Kantate am 21. Sonntag nach Trinitatis – BWV 38 „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“

Deborah York, Sopran – Franziska Gottwald, Alt – Paul Agnew, Tenor – Klaus Mertens, Bass –

Amsterdam Baroque Orchestra, Leitung: Ton Koopman

Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

——————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 109 –  Part 1 

 Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben! –  (Interpret: Rilling)

—————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 109 –  Part 2 

 Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben!

————————————————————————————————————–

/ YouTube: BWV 109 –  Part 3 

 Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben!

————————————————————————————————————-

Kantaten-Beschreibung 

zum BWV 109  – Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben!

Kantaten für den 21. Sonntag nach Trinitatis

Aufführungsort: Greenwich, Old Royal Naval College Chapel,

am 11. und 12.11.2000

Nach unserer Rückkehr aus Italien und weil der Abstecher nach Osten in die Baltischen Staaten, den wir mit so großer Ungeduld erwartet hatten, nun doch nicht zustande kam, fanden wir uns in London wieder, und wieder einmal in Greenwich, in der Old Royal Naval College Chapel, die ein perfektes architektonisches und akustisches Ambiente bot. Jemand in unserer Gruppe hatte vor kurzem eine deutsche Rundfunksendung gehört, in der ein prominenter Leipziger Bach- Forscher und Theologe behauptete, unsere Pilgerreise mit Bach- Kantaten sei ‚suspekt’, weil Bach seine Kantaten nie in einem Stück hintereinander und erst recht nicht ‚in einem Konzert’ aufgeführt habe. Wenn man so verfahre, so sagte er, sei das nicht nur unauthentisch, sondern auch eine Gewähr dafür, dass sich vieles wiederhole, denn es ließe sich doch nicht vermeiden, dass Bach die für einen bestimmten Tag vorgegebenen Texte aus den Evangelien und Episteln auf gleiche Art und Weise verarbeite.

Wer sich vom Gegenteil überzeugen möchte, braucht sich nur die Musik anzuhören, die Bach für diesen Sonntag geschrieben hat. Er schuf nicht weniger als vier überragende Werke, denen der Bericht des Evangeliums zugrunde liegt, wie Jesus den Sohn des königlichen Beamten heilt (Johannes 4, 46–54).

Sie unterscheiden sich alle erstaunlich und weisen in ihrer Stimmung und Instrumentierung fein differenzierte Nuancen auf. In der frühesten dieser Vertonungen, BWV 109 „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben!“ schafft Bach eine Reihe wunderbarer Antithesen, die den inneren Konflikt zwischen Zweifel und Glaube ausdrücken und zeigen sollen, dass der Glaube erst nach einer Zeit des Zweifels gewährt wird. In dem faszinierenden Gewebe des Eingangschors in d-moll, einer Vertonung des Textes aus dem Evangelium (‚Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben’), unterteilt er die Stimmen zunächst nach Art eines Concerto grosso in Concertisten und Ripienisten, wie er sie in seiner Terminologie nennt (die Quellen nehmen keine verbindliche Aufteilung vor, doch diese ergab sich während der Proben und durch Ausprobieren).

Einer Triosonate im Miniaturformat, für eine einzelne Violine und entweder eine oder zwei Oboen mit Continuo, oder zwischen Solostimme, Violine und Oboe, werden weitere Rufe (mit der Anweisung forte) der gesamten Concerto-grosso-Gruppe an die Seite gestellt. Die ‚Solo’-Stimmen melden sich mit der ersten Aussage zu Wort: ‚Ich glaube, lieber Herr’ (beginnend mit einer aufsteigenden Quarte, über die sich eine aufsteigende Quinte der zweiten Stimme erhebt), woraufhin die ‚Tutti’- Stimmen den zweiten Teil beisteuern: isolierte Rufe ‚hilf’ und dann die sich windende, in die Tiefe zerrende Phrase ‚hilf meinem Unglauben’. Unendlich faszinierend ist hier, wie diese beiden Aussagen vorgetragen, nebeneinander gesetzt und in einem sich immer weiter verdichtenden Austausch zwischen dem Orchester und dem fugierten Teppich, den alle vier Stimmen gemeinsam weben, verarbeitet werden. Bachs Vertonung hebt die Spannung zwischen Glaube und Zweifel auf eine so persönliche Weise hervor, dass man sich fragt, ob sie nicht seinen eigenen Glaubenskampf widerspiegelt.

Zwei sehr eindringliche Sätze schließen sich an: ein Rezitativ und eine Arie für Tenor, in der dieser innere Kampf weiter dramatisiert wird. Im Rezitativ (Nr. 2) verstärkt Bach die Dichotomie zwischen Glaube und Zweifel, indem er ihr zwei, vom selben Sänger gesungene ‚Stimmen’ zuordnet, die eine mit forte bezeichnet, die andere mit piano, und diese Phrase um Phrase – und in Bachs Rezitativen sicherlich auf einzigartige Weise – miteinander wechseln lässt. (Wie hätte Schumann das geliebt – er, der Schöpfer von Florestan und Eusebius, der es hasste, sich mit einer einzigen einheitlichen Stimme auszudrücken!)

Der grundlegende Kampf findet zwischen B-dur und e-moll statt, Tonarten, die durch einen Tritonus getrennt sind. Bach heischt um Mitleid, indem er die Phrasen in diese tonal entgegengesetzten Richtungen lenkt: Die (Furcht ausdrückenden) piano-Phrasen ziehen zunächst nach unten, während die lauten Glaubensproteste nach oben und zu Dur streben. In den abschließenden Phrasen verliert die Figur, die auf Eusebius verweist, offenbar die Geduld und lässt einen langen ohrenbetäubenden Schrei hören: ‚Ach Herr, wie lange?’, den sie in ihrer Verzweiflung zu einem hohen A (mit der Vorgabe forte und im Tempo adagio) treibt, während das Continuo eine Duodezime nach unten taucht, um sich auf einem tiefen E niederzulassen – eine düstere Vorschau auf die sich anschließende Arie. Bislang hat es keine Lösung gegeben. Gott hat nicht geantwortet.

Bach geht nun daran (Nr. 3), das angstvolle Zittern der Seele zu schildern: durch zerrissenen melodische Formen, instabile Harmonien, die zu quälenden Akkorden in der zweiten Umkehrung gelenkt werden, sowie persistierende Figuren in puntiertem Rhythmus. Er plündert die tragischen Ausdrucksreserven der französischen Ouvertüre à la Lully mit verheerender Wirkung, so dass sich anbietet, dieses Stück als frühe Skizze zu Petrus’ Reue-Arie in der Johannes-Passion zu interpretieren. Wie in ‚Ach, mein Sinn’ ist die Stimmung turbulent, verzweifelt und qualvoll. Alle Energie versackt im ‚B’-Teil, einer meisterhaften Untermalung der Worte: ‚Des Glaubens Docht glimmt kaum hervor, es bricht dies fast zustoßne Rohr, die Furcht macht stetig neuen Schmerz’. Die Instrumentierung wird dünner, die Harmonien steuern in entgegengesetzte Richtungen, erst nach d-moll, dann fis-moll, weg vom e-moll der Tonika und, kurz vor dem vollständigen Dacapo, mit einer abrupten Seitwärtswendung von der Dominante (h-moll) hin zu a-moll.

An diesem Dreh- und Angelpunkt in der Kantate ‚versetzt Bach absichtlich, da bin ich sicher’, wie Eric Chafe darlegt, die entsprechenden symbolischen Bedeutungen der Erhöhungs- und Erniedrigungszeichen aus dem Rezitativ (# aufsteigend, positiv; b negativ) in die geschlossenen Sätze (b positiv; # negativ). So kehrt das folgende Rezitativ für Alt (Nr. 4) mit Worten des Zuspruchs, ‚weil Jesus itzt noch Wunder tut’, zu d-moll zurück und liefert das Präludium zu einer sonnigen Arie für Alt und zwei Oboen in F-dur.

Als französischer Passepied angelegt, bringt sie, trotz ihrer Betonung des inneren Konflikts zwischen Fleisch und Geist, die ersten willkommenen Zeichen der Ermutigung. Bach schließt jetzt anstelle der üblichen vierstimmigen Choralharmonisierung mit einer überschwänglichen Fantasie, die ein Gefühl der Erleichterung und des Wohlbefindens vermittelt. Sie beginnt in d-moll und steuert auf a-moll zu – eine neutrale Tonart, die ‚alle vorangegangenen Tonarten zu relativieren scheint, ähnlich wie der Glaube letztendlich den Zweifel überwindet’ (Chafe). Ob man nun eine solche allegorische Interpretation akzeptieren mag oder nicht, eins ist sicher: Bach ist sich bewusst, dass viele seiner Zuhörer hin und wieder in ihrem Glauben schwanken, und er hat dafür Verständnis. Luther betonte, der Glaube werde ‚zuweilen öffentlich, zuweilen heimlich’ gewährt. Am Ende der Kantate hat man den Eindruck, dass man gehörig in die Mangel genommen wurde. 

© John Eliot Gardiner 2010

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

——————————————————————————————————————-

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 20. und 21. Sonntag nach Trinitatis:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Suzanne Flowers – Sopran 

————————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV  38

  „Aus tiefer Not schrei ich zu dir  (Interpret: Herreweghe )


———————————————————————————————————————-

/ YouTube: BWV  98 

Was Gott tut, das ist wohlgetan“  (Interpret: Gardiner  )

———————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV  188

Ich habe meine Zuversicht“  (Interpret:  Rilling )


——————————————————————————————————————


CD für den 20. und 21. Sonntag nach „Trinitatis“ 
.

—————————————————————————————————————

………………………………………………………………………………………………………………………….

…………………………………………………………………………………………………………………………

.
.
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
……———————————————————————————-
………………………………………………………………………………………………………………………………..
Cover:
CD’s SDG 168
Vol.11
CD – zwei –———————————————————————————————————————————————————————————————————–……………………………………………………………………………………………………………………………………———————————————————————————————————————————————————-……BWV 38 – Aus tiefer Not schrei ich zu dir
.. …BWV 98 – Was Gott tut, das ist wohlgetan
……BWV 109 – Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben
……BWV 188 – Ich habe meine Zuversicht

——————————————————————————————————————

Ich wünsche allen Besuchern eine schönen Trinitatis-Sonntag.

—————————————————————————————————————–

Grüße

Volker