J.S. Bachs Bruder – „Johann Jacob Bach“ (1682-1722) erobert Leipzig!
Eine musikalische Europareise durch die Zeit des Barocks im Leipziger Bach-Archiv
Schon vor über 300 Jahren hat Johann Sebastian Bach sich einen Namen als Virtuose und Komponist gemacht und zählt bis heute zu den bedeutendsten Musikern. Sein Leben wird erforscht, seine Werke weltweit verbreitet und verehrt. Über seinen Bruder Johann Jacob Bach (1682-1722) dagegen ist nahezu nichts bekannt.
Diesen Umstand hat der Literaturredakteur und Autor Olaf Schmidt genutzt, um einen historischen Roman über den Bruder des berühmten Musikers zu schreiben. »Das Reizvolle, jedenfalls für mich, daran war, eine Figur zu haben, die unmittelbar mit dem berühmten Johann Sebastian Bach zu tun hat, die auch Musiker gelernt hat, deren Geschichte aber so ganz anders ist als das, was wir über Johann Sebastian Bach wissen, der nie über seinen engen Wirkungskreis in Mitteldeutschland hinausgekommen ist. Der Bruder ist in Istanbul gewesen, in der Ukraine, Schweden und sonstwo«, sagt Olaf Schmidt.
In seinem Roman »Der Oboist des Königs« begleitet Johann Jacob Bach, als Oboist der Hofkapelle, den schwedischen König Karl XII. auf dessen Feldzügen durch Nord- und Osteuropa.
Der Autor erzählt weiterhin: »Man hat diese dürren, kleinen, biografischen Anhaltspunkte und muss das dann füllen. Das bedeutet, dass man recherchieren muss, über die Bachzeit und die musikalische Kultur, die in der Zeit in Deutschland und Europa herrschte. Das ist immer so eine Balance zwischen historisch korrekt und der fiktionalen Auffüllung. Da muss man sich, finde ich jedenfalls, schon bemühen, die historischen Begebenheiten möglichst authentisch wiederzugeben.«
Welcher Ort könnte für die Veröffentlichung dieses Werkes passender sein als das Leipziger Bach-Museum?
Folgt man dem Blick der übergroßen Bronzestatue von Bach selbst, die sich stolz auf einem Sockel vor der Thomaskirche präsentiert, wandert das Auge über das Stationsschild Nr. 18 der Leipziger Notenspur mit der Aufschrift »Bosehaus« und »Bachmuseum«. Folgt man dem Pfeil auf dem Schild erkennt man auf der gegenüberliegenden Straßenseite auch das von außen etwas unscheinbar wirkende Bach-Archiv. Doch der erste Eindruck täuscht. Bereits nach dem Übertreten der Türschwelle wirkt das Haus mindestens doppelt so groß und man befindet sich in einem Vorraum mit Gewölbedecke, der sich weit ins Hausinnere erstreckt und viele Türen beherbergt.
Diese sind auch notwendig, denn die ungewöhnliche Einrichtung ist Forschungsinstitut, Bibliothek und Museum zugleich und beschäftigt sich ausschließlich mit dem Leben, Werk und Wirken Johann Sebastian Bachs und seiner Musikerfamilie. Hier wird geforscht, digitalisiert, Wissen vermittelt und bewahrt, während im Museum wertvolle Originaldokumente ausgestellt sind und Touristen im Souvenirshop nach musikalischen Andenken stöbern.
In edlem Glanz und barocker Festlichkeit präsentiert sich der Sommersaal des Bach-Museums, der mit seinem beweglichen Deckengemälde eine architektonische Besonderheit darstellt. In diesem wird am 07. März 2019 die Premierenlesung von »Der Oboist des Königs – Das abenteuerliche Leben des Johann Jacob Bach« mit passender musikalischer Untermalung erklingen.
Den Leipzigern dürfte das Bach-Archiv vor allem durch das jährlich veranstaltete Bachfest in Erinnerung sein.
Die Veranstaltung:Olaf Schmidt liest aus »Der Oboist des Königs – Das abenteuerliche Leben des Johann Jacob Bach«, musikalische Begleitung: Caroline Jahn (Traversflöte) und Thomas Stadler (Cembalo), Sommersaal im Bach-Museum, am 07.03.2019, 19.30 Uhr
Das Buch: Olaf Schmidt, Der Oboist des Königs – Das abenteuerliche Leben des Johann Jacob Bach. Galiani, Berlin 2019, 544 Seiten, 25,00 Euro, E-Book 19,99 Euro
♪ Cantata BWV 182, „Himmelskönig, sei willkommen“(Weimar, 1714)
I. Sonata
II. Chorus: Himmelskönig, sei willkommen
III. Recitative (bass): Siehe, ich komme, im Buch ist von mir geschrieben
IV. Aria (bass): Starkes Lieben
V. Aria (alto): Leget euch dem Heiland unter
VI. Aria (tenor): Jesu, laß durch Wohl und Weh
VII. Chorale: Jesu, deine Passion ist mir lauter Freude
VIII. Chorus: So lasset uns gehen in Salem der Freuden
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BR – Klassik „INTERPRETATIONEN IM VERGLEICH“ J.S. BACHS MESSE IN H-MOLL
05.02.2019 von Laszlo Molnar
Sie ist eine der außergewöhnlichsten Vertonungen des katholischen Messtextes und eine der ganz großen Meisterleistungen der abendländischen Musikgeschichte: die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Es gibt wohl kaum ein Werk, das in der Aufführungsgeschichte sein Wesen derart verändert hat. BR-KLASSIK-Redakteur Laszlo Molnar nimmt einige Einspielungen der h-Moll-Messe unter die Lupe.
Bildquelle: picture-alliance/dpa
„INTERPRETATIONEN IM VERGLEICH“ VOM 5. FEBRUAR 2019 ANHÖREN
OTTO KLEMPERER MIT DEM NEW-PHILHAROMONIA ORCHESTRA UND DEM BBC CHORUS
Bis etwa in den 1960er Jahren klangen die meisten Aufführungen von Bachs h-Moll-Messe mit professionellen Musikern so, wie bei Karl Richter oder Otto Klemperer: Ein großer Chor singt, ein großes Orchester spielt. Der Dirigent strebt nach großem Ausdruck, nach Überwältigung. Die Zuhörer sollen ergriffen werden. Alles auf höchstem Niveau, die Soli werden mit Opernsängern besetzt, den Stars der Zeit – Agnes Giebel, Janet Baker, Nicolai Gedda, Hermann Prey. Im BBC Chorus hören wir Stimmen, die auch in einem Opernchor singen könnten. In einer Aufnahme von 1967 mit Otto Klemperer am Pult des New Philharomonia Orchestras klingt das so:
NIKOLAUS HARNONCOURT MIT DEN WIENER SÄNGERKNABEN UND DEM CONCENTUS MUSICUS WIEN
Eine unverändert vorbildliche Aufnahme ist die von Nikolaus Harnoncourt von 1968. Nur ein Jahr nach der Einspielung mit Otto Klemperer und doch eine ganz andere Klangwelt. Harnoncourt wollte ergründen, warum das Werk so ist, wie es ist, und wie es Bach sich vorgestellt haben könnte. Eher langsame Tempi, sorgfältigste Artikulation, eine bis ins Kleinste überwachte Aufnahme hat bis zum heutigen Tag alles aus der Partitur herausgeholt, was möglich ist. Die Aufnahme zu hören ist, wie mit einem Leuchtzeiger durch die Noten zu gehen. Alles, was hier zum Klingen kommt, Soli, Tutti, Sänger, Instrumente ist wundervoll und beseelt. Hier ist die Aufnahme von 1968 mit den Wiener Sängerknaben und dem Concentus Musicus Wien unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt.
JOHN ELIOT GARDINER MIT DEM MONTEVERDI CHOIR UND DEN ENGLISH BAROQUE SOLOISTS
Ein weiterer Protagonist der Originalklangszene macht sich in den 80er Jahren bereit: John Eliot Gardiner. Zusammen mit dem Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists hat er 1985 den Standard für die Interpretation der h-Moll-Messe als Virtuosenstück gesetzt. Wie kein anderer führt Gardiner eine Solistengruppe als Chor und lässt den Chor singen, als sei er ein Solist. Mit solch einer Besetzung unerreicht ist die emotionale Kraft, die Gardiner aus dieser Messvertonung entfesselt. Bei Gardiner hört man als Chor eine Versammlung geradezu verzückter einzelner Stimmen – hier in einer undatierten Aufführung mitzuerleben:
Die Messe in h-Moll ist Bachs letzte Komposition. Ihr gab der Komponist alles mit, was er an Kunst im Laufe seines Lebens als Organist, Komponist und Kapellmeister entwickelt hatte – vom strengen polyphonen Satz bis zu einer ins feinste verästelten Konzertfaktur und dem Modernsten an Arien, das es zur damaligen Zeit gab. Welche Arbeit tatsächlich darin steckt, hört man am besten in einer der radikalsten Aufführungen, die es auf Tonträger gibt: mit dem Dunedin Consort aus Edinburgh unter der Leitung von John Butt und nur zwei Sängern pro Stimme. Das hat mit einem Chor, wie er bei Klemperer zu hören war, nichts mehr zu tun. Das ist die Musik in ihrer athletischsten Gestalt. Hierhin führt der Weg, den das Verständnis von Bachs h-Moll-Messe genommen hat. Von der groß und breit daherkommenden oratorischen Chorkomposition zum durchtrainierten Stimm-Kunstwerk für eine Gruppe hochvirtuoser Solisten. Hier ist das „Sanctus“ mit den Dunedin Consort & Players unter der Leitung von John Butt zu sehen und zu hören:
Die Aufnahme der h-Moll-Messe durch den Chor des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Peter Dijkstra, zusammen mit dem Concert Köln, aus dem Jahr 2016 scheint wie ein seltener Solitär. Denn man hört: diese Sängerinnen und Sänger arbeiten immer zusammen, sie proben Tag für Tag. Dijkstra konnte mit den Stimmgruppen an Nuancen arbeiten. Hören Sie, wie markant und kraftvoll, dabei auf das Feinste abgemischt, das Kyrie und alles Weitere mit dem BR-Chor und dem Concerto Köln unter Peter Dijkstras Leitung klingen:
Bildquelle: BR/Johannes Rodach
Chor des Bayerischen Rundfunks, Concerto Köln, Peter Dijkstra BR-Klassik (2016)
All of Bach – Video: Kantate – BWV 83 „Erfreute Zeit im neuen Bunde!“
„Erfreute Zeit im neuen Bunde“(BWV 83) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für das Fest Mariae Reinigung und führte sie erstmals am 2. Februar 1724 auf.
In seinem ersten Jahr als Kantor der Thomaskirche in Leipzig schrieb Johann Sebastian Bachrelativ einfache Violinstimmen in seine Kantaten. Am 2. Februar 1724, dem Fest von Maria Lichtmis, änderte sich dies drastisch: Die Kantate „Erfreute Zeit im neuen Bunde“ beginnt mit einer triumphalen Altarie, in der Bach ein bemerkenswert reiches Orchesterensemble mit zwei Oboen neben dem Streichensemble zwei wählt Hörner und eine Solo-Violine, die eine extrem mobile Party zum Versteifen bringt. Welcher Geiger könnte diese anspruchsvolle Musik gespielt haben?
Der niederländische Musikwissenschaftler Pieter Dirksen hat Forschungen vorgenommen und die Hypothese aufgestellt, dass es sich möglicherweise um Johann Georg Pisendel (1687-1755)handelte. Dirksen findet den Geiger Shunske Sato, an seiner Seite: „Es ist ein Bauchgefühl, da man eine gute Pastasauce erkennt.“ Pisendel arbeitete den größten Teil seines Lebens als Kapellmeister am Dresdner Hof und galt als Violinvirtuose Deutschland
Die Eröffnungsarie klingt fast wie eine instrumentale Sinfonie mit zusätzlicher Singstimme; wer das Alt denkt, wird ein Konzert der ‚Brandenburgs‘ veranstalten. In seinen späteren Kantaten für Maria Lichtmis, wie Ich habe genung, BWV 82, schlug Bach einen milderen Ton an. Die Evangeliumslesung dieses Tages konzentrierte sich mehr auf die Reinigung Marias als die Darstellung von Jesus im Tempel und des alten Simeon, der bereit ist zu sterben, nachdem er das göttliche Kind in seine Arme genommen hat (Lukas 2). Die lutherischen Gläubigen mochten die Bereitschaft, isoliert zu sterben.
In der dritten Arie, Eile, Herz, volle Freudigkeit für Tenor, spielt die Solovioline erneut eine herausragende Rolle, mit einem Vorwärtspassagespiel, das den Text auf sehr feine Weise veranschaulicht. Richtschnur, die Blazer schweigen hier. Die Solovioline spielt eine Version der ersten Violine, die mit Sprungtrophäen verziert ist, mit anderen Worten: Die ersten Violinen spielen nur die Hauptnoten der Solovioline (jedes Mal die erste Note des Trioletts).
Die mittlere Bassarie ist in Bachs Oeuvre ungewöhnlich. Der Solist singt Verse aus dem Hymnus von Simeon und wechselt zu einem Rezitativ. Die Begleitung ist für Streicher unisono und basso continuo. Ein kurzes Rezitativ und ein Choral schließen die Kantate ab.
Ort und Orgel
Diese Aufnahme wurde in der Wallonische Kirche, Amsterdamgemacht. Diese Kirche hat nicht nur eine gute Akustik, sondern ist dank der Müller-Orgel von 1739 auch ein Wallfahrtsort für Organisten.
Organist Leo van Doeselaar „Dies ist eine der schönsten kleinen Barockorgeln der Niederlande. Gustav Leonhardt war von 1959 bis 1982 Organist in der Wallonischen Kirche. In den sechziger Jahren ließ er die Orgel historisch verantwortungsvoll restaurieren. Es ist wirklich eine wegweisende Orgel. „In dieser Version verwenden wir eigentlich diese“ große „Orgel. Ein Orgelpositiv ist ein Anachronismus, der zu Bachs Zeiten niemals benutzt wurde.
„In Bachs Kirchenmusik spielte die große Kirchenorgel immer die Continuo – Parts.“ Bei im Wesentlichen der gleichen sanften Ausrichtung wie bei einem Orgelpositiv sind nur die viel breiteren Flöten der Kirchenorgel ein wesentlicher Bestandteil der Klangfarbe eines Barockensembles. Orgel und bei Chöre verwendete man im Barock auch stärkere Register und spielten die Basslinie auf dem Pedal. Mit einem 16-Fuß-Register in der Position des Kontrabasses. Die Tatsache, dass dies noch nie zuvor gemacht wurde, ist eine der unerwünschten Fälschungen der Herangehensweise an historische Klänge „, sagt der Organist Leo van Doeselaar.
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i. Chorus: Halt im Gedächtnis Jesum Christ
ii. Aria (tenor): Mein Jesus ist erstanden
iii. Recitative (alto): Mein Jesu, heißest du des Todes Gift
iv. Chorale: Erschienen ist der herrlich Tag
v. Recitative (alto): Doch scheinet fast
vi. Aria (bass): Friede sei mit euch
vii. Chorale: Du Friedefürst, Herr Jesu Christ
Eine Plattform für Kantatenliebhaber – Videos, Ton & Text rund um das Vokalwerk von Johann Sebastian Bach – Ein Projekt der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen.
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J.S. Bach Stiftung St. Gallen. Kirche und Aufführungsort der Kantaten in Trogen.
Werdegang und Background
Seit 2006 führt die J.S. Bach-Stiftung monatlich Kantatenkonzerte durch. Mit diesem Rhythmus dürfte das Vorhaben – das komplette Vokalwerk von J.S. Bach zur Aufführung zu bringen – im Jahr 2027 zu einem Abschluss kommen.
Impression Bachipedia
Die J.S. Bach-Stiftung spult das Vokalwerk von J.S. Bach nicht einfach ab. In musikalisch-theologischen Werkeinführungen werden die Kantaten auf eine muntere Art und Weise in die Einzelteile zerlegt, um ein besseres Verständnis von Musik und Text zu erhalten. Mit diesem Wissen können die Konzertbesucher die Handschrift von Bach in der Musik besser erkennen.
Nach der jeweiligen Werkeinführung gelangt die Kantate ein erstes Mal zur Aufführung. In der nachfolgenden Reflexion werden weitere Aspekte der Kantate durch eine Persönlichkeit aus Kultur, Wirtschaft, Politik und anderen Bereichen aufgegriffen und vertieft. Die Konzertbesucher kommen dann in den Genuss einer zweiten Aufführung der Kantate, die sie meist komplett anders wahrnehmen als den ersten Durchgang. Jede Kantate ist so einzigartig, dass sie es Wert ist, ihr einen so grossen Platz einzuräumen.
Von zentraler Bedeutung ist für die J.S. Bach-Stiftung die Verbreitung von Bachs Vokalwerk. Aus diesem Grund ist die Stiftung auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Youtubeaktiv. Dank diesen Online-Plattformen ist es der J.S. Bach-Stiftung gelungen, eine mehrere Hunderttausend Personen umfassende Fangemeinde aufzubauen, die sich über die ganze Welt erstreckt. 2015 wurden sämtliche Filmaufnahmen im JSB Streaming – dem Streamingportal der J.S. Bach-Stiftung – zugänglich gemacht. Gegen eine tiefe Abonnementsgebühr konnten die Nutzer das komplette Archiv für einen bestimmten Zeitraum streamen.
Drei Jahre nach der Lancierung des JSB Streaming hat die Stiftung beschlossen, Bachipedia ins Leben zu rufen und damit die Streamingplattform abzulösen. Mit diesem Schritt möchte die Stiftung noch mehr Leute – vor allem auch junge Menschen – erreichen und das kulturelle Kapital, das über die letzten Jahre entstanden ist, verbreiten.
J.S. Bach Stiftung St. Gallen. Kirche und Aufführungsort der Kantaten in Trogen.
Im Jahr 2015 haben wir dac JSB Streaming lanciert. Seit längerer Zeit geniessen Sie dieses Angebot und nutzen es rege. Für Ihr Vertrauen bedanken wir uns herzlich.
Wie Sie wissen, sind die Entwicklungen im digitale Bereich rasant und mit diesen Schritt zu halten, ist gar nicht einfach. Nach drei Jahren JSB Streaming haben wir beschlossen, einen nächsten Schritt zu wagen und die JSB Streaming-Plattform in neuer Form aufzulegen.
Die neue Plattform soll mehr sein als „nur“ ein Videoportal. Künftig wird sie den Namen Bachipedia tragen.
Was steckt hinter diesem Namen? Im Laufe der Jahre hat sich bei der J.S. Bach-Stiftung ein grosses Kapital an Wissen, Informationen und Multimediabeiträgen angesammelt. Dieses Kapital zu dokumentieren, zentral festzuhalten und zugänglich zu machen, ist uns ein grosss Anliegen. Damit wollen wir dem Stiftungsziel, das Erbe Bachs für kommende Generationen zerhalten, noch mehr Gewicht verleihen.
Für Bachipedia werden wir keinen eigenen Streamingserver mehr betreiben. Wir nutzen unseren Youtube-Kanal und beziehen die Videos für die Bachipedia-Plattform von dort. Auf Youtube haben wir bereits eine gute Reichweite aufbauen können. Des Weiteren kann damit gerechnet werden, dass der Videoplayer immer auf einem guten, neuen Stand und die Videoqualität hochstehend ist.
Um eine noch höhere Verbreitung unserer Stiftungsarbeit und damit des Bachschen Vokalwerks zu erreichen, verzichten wir künftig auf die bisher erhobene Abo-Gebühr. Dies hat zur Folge, dass Sie etwas Werbung ertragen müssen – an deren Erträge die Stiftung partizipiert und die direkt dem Projekt Bachipedia zu Gute kommen. Wenn Sie die Werbung umgehen möchten, haben Sie die Möglichkeit ein Youtube-Premium-Abo abzuschliessen. Auch die Umsätze, die durch diese Abos generiert werden, werden anteilsweise an die Stiftung ausgezahlt und für den kostenlosen “Bach für alle“ auf Bachipedia eingesetzt.
Um Bachipedia in dieser Form zu betreiben, mit Informationen rund um die Kantaten zu bestücken, das Wissen für alle zugänglich zu machen und die Plattform stetig auszubauen, sind wir auf Unterstützung für das Projekt angewiesen. Für Spenden in jeder Höhe sind wir sehr dankbar! Mit Ihrem finanziellen Beitrag beteiligen Sie sich aktiv an der Verbreitung des Vokalwerks von Bach. Vielen Dank im Voraus.
Die neue Plattform www.bachipedia.org wird voraussichtlich Mitte Januar live gehen. Wir freuen uns, Sie in Zukunft auf Bachipedia begrüssen und weiterhin zu unserer treuen Community zählen zu dürfen.
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Text in English
In 2015, we launchedJSB Streaming. For a long time you enjoy this offer and use it briskly. We thank you for your trust.
As you know, digital developments are fast-paced and keeping up with them is not easy at all. After three years of JSB streaming, we decided to take the next step and redesign the JSB streaming platform.
The new platform should be more than „just“ a video portal. In the future she will bear the name Bachipedia.
What is behind this name? Over the years, the J.S. Bach Foundation has accumulated a great deal of knowledge, information and multimedia contributions. Documenting this capital, recording it centrally and making it accessible is very important to us. In this way, we want to give even more weight to the foundation’s goal of preserving Bach’s legacy for future generations.
For Bachipedia we will no longer operate our own streaming server. We use our Youtube channel and source the videos for the Bachipedia platform from there. On Youtube we have already been able to build up a good range. Furthermore, it can be expected that the video player is always on a good, new level and the video quality is high.
In order to achieve even greater dissemination of our foundation work and thus of Bach’s vocal works, we will in future waive the subscription fee previously levied. As a result, you have to endure some advertising – on whose income the foundation participates and which directly benefit the project Bachipedia. If you want to avoid advertising, you have the option of a Youtube Premium subscription. Also, the revenues generated by these subscriptions will be paid proportionately to the Foundation and used for the free „Bach for all“ on Bachipedia.
In order to operate Bachipedia in this form, to provide information about the cantatas, to make the knowledge accessible to all and to steadily expand the platform, we are dependent on support for the project. We are very grateful for donations at any height! With your financial contribution, you actively participate in the dissemination of Bach’s vocal works. Thanks in advance.
The new platform www.bachipedia.org is expected to go live in mid-January. We look forward to welcoming you to Bachipedia in the future and continuing to count as one of our loyal communities.
Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von
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eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Am 27.05.2018 begehen wir den Sonntag: „Trinitatis“ Tag der Heiligen Dreifaltigkeit !
Das Trinitatisfest leitet die unberechtigterweise sogenannte “festlose Zeit” ein. Selbst ist es jedoch ein sehr bedeutendes Fest, geht es bei der Trinität doch um die dogmatische Erklärung zu dem Phänomen der Gottheit Jesu und des Geistes. Während Geister sonst nur Untertanen der Götter sind, wird hier der Geist zur Gottheit erhoben. Viel problematischer für Nicht-Christen ist immer die Behauptung gewesen, dass Jesus Gottes Sohn und damit Gott ist, also keine Sohnschaft im üblichen Sinne.
An diesem Sonntag soll diesem Problem nachgegangen werden, wobei freilich grundsätzlich zu sagen ist, dass die Predigt nicht in eine dogmatische Vorlesung verwandelt werden darf. Am Trinitatisfest geht es vielmehr ganz konkret darum, die Vielfältigkeit, in der Gott unter uns Menschen wirkt, zu feiern. Die Predigttexte gehen alle nicht direkt auf die Dreifaltigkeit ein, da diese erste dogmatisch wesentlich später entwickelt wurde. Nur trinitarische Formeln (wie “Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes”) tauchen im Neuen Testament schon auf.
Wochenspruch:
Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jes 6, 3)
Zum Ausklang der Sonn- und Feiertage der besondere Klang. Platz für klassische und geistliche Musik im DOMRADIO.
Auszug aus dem Programm!
Für die Feier in der Liturgie hat in der Spät-Renaissance Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594)
das „Magnificat sexti toni“ für sechstimmigen Chor vertont. Palestrina gilt ja bis heute als so etwas wie der ideale katholische Kirchenkomponist, seine Werke sind nach wie vor fester Bestandteil an den Kathedralen in Europa.
Im typischen Stil der späten Vokalpolyphonie erzeugt der berühmte römische Kapellmeister auch bei dieser Vertonung ein herrliches Klanggebäude, das den Lobpreis der Maria musikalisch sehr anschaulich darstellt.
Weiteres Programm:
Missa in g-mollBWV 235 von Johann Sebastian Bach
Sätze 3 und 4 der Sinfonie Nr. 5 in B-Dur von Anton Bruckner
W.A. Mozart – Klavierkonzert Nr. 7 in F-Dur für 3 Klaviere, KV 242
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Mit dem Konzert für drei Klaviere von Wolfgang Amadeus Mozartergibt sich die einzigartige Gelegenheit, drei der derzeit wichtigsten russischen Musiker zusammen zu erleben.
Valerie Gergiev, Chefdirigent der Münchner Philharmoniker und Intendant des Petersburger Mariinski-Theaters, hat auch eine Ausbildung als Pianist genossen.
Daniil Trifonow(Pianist) gilt als „eines der erfolgreichsten und unbegreiflichsten Klaviertalente der letzten Jahrzehnte“ (Süddeutsche Zeitung). Das Talent ist inzwischen zu einem gefeierten Meisterpianisten geworden und spielt auf allen großen Bühnen weltweit.
Denis Matusev (Pianist) besticht durch die auffallende Leichtigkeit und Virtuosität seines Spiels. Er gilt vielen als Personifizierung der großen russischen Musiktradition.
J.S. Bach – Kantate zu Pfingsten – BWV 172 „Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“ – Tölzer-Knabenchor!
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Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten! (BWV 172) ist eine geistliche Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1714 in Weimar für Pfingsten und führte sie dort in der Schlosskapelle am 20. Mai 1714 zum ersten Mal auf.
Die Kantate ist gesetzt für vier Solisten, Chor und ein festliches Orchester: drei Trompeten, Pauken, Oboe (in späteren Fassungen Oboe d’amore oder Orgel), Streicher, Violoncello, Fagott und Basso continuo.
Coro: Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten
Recitativo (Bass): Wer mich liebet, der wird mein Wort halten
Aria (Bass, Trompeten und Pauken): Heiligste Dreieinigkeit
Aria (Tenor, Streicher): O Seelenparadies
Aria (Sopran – Seele, Alt – Geist, Oboe, Violoncello): Komm, laß mich nicht länger warten
Choral (Violine): Von Gott kömmt mir ein Freudenschein
(in der ersten Fassung:) Wiederholung des Eingangschores
(in der ersten Fassung:) Wiederholung des Eingangschores
Der Eingangschor ist ein festlicher Konzertsatz, dessen Worte und Musik möglicherweise auf einer früheren verlorenen Glückwunschkantate basieren. Eine Ausgabe von Francks Werken enthält eine Kantate zu Neujahr Erschallet nun wieder, glückwünschende Lieder, die als Modell gedient haben mag. Der Satz ist in da capo-Form. Der erste Teil wird von Trompetenfanfaren eröffnet, die mit Koloraturen der Streicher abwechseln. Die Singstimmen setzen homophon ein und wiederholen sowohl die Fanfarenmotive als auch die Streicherfiguren.
Der Höhepunkt wird erreicht in langgehaltenen Akkorden auf der ersten Silbe von „seligste Zeiten“, während die Instrumente die Fanfaren fortsetzen. Im Mittelteil pausieren die Trompeten, die Stimmen drücken in polyphoner Imitation den Gedanken aus „Gott will sich die Seelen zum Tempel bereiten“. In einer ersten Folge von der tiefsten zur höchsten Stimme setzt die nächste Stimme nach drei oder vier Takten ein, in einer zweiten Folge von den höchsten zu den tiefsten Stimme erfolgen die Einsätze noch dichter bereits nach einem oder zwei Takten.
Das Rezitativ bezieht sich auf die Lesung des Tages und betont die Idee „Wohnung bei ihm halten“ in melismatischen Linien, begleitet von Motiven im Cello, die denen von Satz fünf ähneln. Bach beschreibt das endgültige Ruhen in Gott durch eine lange Schlussnote C auf dem tiefsten Ton, den er einem Solisten abverlangte.
Die Aria über die Dreieinigkeit wird nur von den drei Trompeten, Pauken und basso continuo begleitet, eine seltene Kombination, die dem Inhalt entspricht. Das Thema ist aus den drei Tönen des Dur-Dreiklangs gebildet.
In großem Kontrast illustrieren fließende Streicherlinien in der Tenoraria O Seelenparadies den Geist, „der bei der Schöpfung blies“.
Der letzte Solosatz, von Bach als Aria bezeichnet, vereint vier Stimmen: zwei Singstimmen, Oboe und Violoncello solo. Sopran und Alt besingen ihre Einheit („Ich vergeh, wenn ich dich misse“ die eine, „Ich bin dein, und du bist mein!“ die andere), die Oboe spielt den reich verzierten Pfingstchoral, und das Cello spielt durchgehend eine figurenreiche Melodie.
Der angesprochene Freudenschein wird durch eine lebhafte Violinstimme zum vierstimmigen Chor veranschaulicht.
In der ersten Aufführung verlangte Bach danach die Wiederholung des Eingangschores durch die Angabe „chorus repetatur ab initio“ im Manuskript.
AufführungsortStift Melk, (Österreich) zu Pfingsten 2017
Language English
J.S. Bach – Kantate zu Pfingsten – BWV 172 „Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“
„Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“! (BWV 172) is a sacred cantata by Johann Sebastian Bach. He composed it for Pentecost in Weimar in 1714 and performed it there for the first time in the castle chapel on May 20, 1714.
The cantata is set for four soloists, choir and a festive orchestra: three trumpets, timpani, oboe (in later versions oboe d’amore or organ), strings, violoncello, bassoon and basso continuo.
Coro: Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten
Recitativo (Bass): Wer mich liebet, der wird mein Wort halten
Aria (Bass, Trompeten und Pauken): Heiligste Dreieinigkeit
Aria (Tenor, Streicher): O Seelenparadies
Aria (Sopran – Seele, Alt – Geist, Oboe, Violoncello): Komm, laß mich nicht länger warten
Choral (Violine): Von Gott kömmt mir ein Freudenschein
(in the first version 🙂 Repeat of the entrance choir
(in the first version 🙂 repetition of the entrance choir
The introductory choir is a festive concert set whose words and music may be based on a previous lost congratulatory cantata. An edition of Franck’s works contains a cantata to New Year. Now, again, congratulatory songs that may have served as a model. The sentence is in da capo form. The first part is opened by trumpet fanfares that alternate with coloratura of the strings. The vocal parts are homophonic and repeat both the fanfare motifs and the string figures.
The climax is reached in long-held chords on the first syllable of „blessed times“ while the instruments continue the fanfares. In the middle section the trumpets pause, the voices express in polyphonic imitation the thought „God wants to prepare the souls for the temple“. In a first episode from the lowest to the highest voice, the next voice begins after three or four bars, in a second episode from the highest to the lowest voice the missions are even closer after one or two bars.
The recitative refers to the reading of the day and emphasizes the idea of “keeping a flat with him“ in melismatic lines, accompanied by motifs in the cello that are similar to those of the fifth movement. Bach describes the final resting in God by a long final note C on the deepest note he demanded of a soloist.
The Aria on the Trinity is only accompanied by the three trumpets, timpani and basso continuo, a rare combination that corresponds to the content. The theme is made up of the three tones of the major triad.
In stark contrast, flowing string lines in the Tenoraria O soul paradise illustrate the spirit that „blew at creation“.
The last solo movement, which Bach calls Aria, brings together four voices: two voices, oboe and violoncello solo. The soprano and the alto sing about their unity („I miss when I miss you“, one, „I am yours, and you are mine!“ The other), the oboe plays the ornate Pentecostal, and the cello plays a figure-rich melody throughout ,
The mentioned sparkle is illustrated by a lively violin part to the four-part choir.
In the first performance, Bach then demanded the repetition of the entrance choir by stating „chorus repetatur ab initio“ in the manuscript.
W.A. Mozart – „Grosse Messe in c Moll“ KV 427 – Regensburger Domspatzen!
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Wolfgang Amadeus Mozarts „Grosse Messe in c-Moll“ (KV 427) ist eines der großen Rätsel der Musikgeschichte. Man weiß einiges über die Uraufführung am 25.8.1783 in der Salzburger Stiftskirche St. Peter, aber über ihre Entstehung und vor allem, warum die Messe unvollendet blieb, darüber wird bis heute gerätselt.
Der Komponist ist jungvermählt und lebt in Wien, freischaffend. Und die Opernaufträge kommen! Wozu komponiert er dann ohne Auftrag eine Messe? Vermutlich hat er es für seine Frau getan, Constanze, die dann auch bei der Uraufführung eine Solopartie sang. Constanze hat er ohne Einwilligung des Vaters geehelicht und um sie diesem nachträglich vorzustellen, unternimmt er 1783 eine Reise nach Salzburg, bei der die Messe zur Aufführung gelangt.
Mit Mozarts großer Messe in c-Moll ehrten die Regensburger Domspatzen ihren ehemaligen Domkapellmeister Georg Ratzinger, der den Chor 30 Jahre lang von 1964 bis 1994 geleitet hatte.
Eine Aufzeichnung des Eröffnungskonzerts der „Tage Alter Musik Regensburg“ in der Stiftskirche Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle in Regensburg vom 29. Mai 2009
Von den Internationalen Barocktagen zu Pfingsten Juni 2017 aus dem Stift Melk, Österreich
Seit ihrer Gründung 1992 avancierten die jährlich zu Pfingsten stattfindenden Internationalen Barocktage Stift Melk zu einem der renommiertesten Festivals für Alte Musik. Eingebettet im atemberaubenden Ambiente des Barockstifts lag es nahe, den programmatischen Schwerpunkt auf die Pflege der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts zu fokussieren.
Auch aufstrebende und junge Talente sowie selten gespielte Werke sind Jahr für Jahr Teil des Programms.
Die „matinee“ am Pfingstsonntag bringt mit „Dem Himmel so nah: Johann Sebastian Bach“ eine Konzertaufzeichnung der letztjährigen Barocktage von 2017. Unter dem Motto „Ewiges Feuer, Ursprung der Liebe“ interpretierten Michael Schade, Günther Groissböck, der Tölzer Knabenchor und der Concentus Musicus Wien unter der musikalischen Leitung von Stefan Gottfried in der Stiftskirche Melk Johann Sebastian Bachs Kantaten zum Pfingstfest.
In der Stiftskirche Melk wähnt sich auch das Publikum dem Himmel so nah… Die Musik des Barocks ist gekennzeichnet durch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Verlauf des Kirchenjahres. Vertonungen rund um das Pfingstfest stellen dabei einen musikalischen Höhepunkt dar.
So hat etwa der Großmeister jener Zeit, Johann Sebastian Bach, eine Vielzahl an Kantaten für kirchliche Feste komponiert, von denen sich an die 200 heute noch im Repertoire erhalten haben. Einige davon sind dem Fest des Heiligen Geistes gewidmet und wurden als finaler Höhepunkt der Internationalen Barocktage Stift Melk 2017 in Kombination mit einer Auswahl an Instrumentalwerken von Bach zum Erklingen gebracht.
Programm:
Eingangspoem: Das Stundenbuch, Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen
From the International Baroque Days to Pentecost 2017 from Melk Abbey, Austria
Since its founding in 1992, the International Baroque Days Melk, held annually at Pentecost, have become one of the most prestigious early music festivals. Embedded in the breathtaking ambience of the baroque convent, it was natural to focus on the programmatic focus on the care of the music of the 17th and 18th centuries.
Also emerging and young talents as well as rarely played works are part of the program year after year.
The „matinee“ on Whitsunday brings with „The Sky so near: Johann Sebastian Bach“ a concert recording of last year’s Baroque Days of 2017. Under the motto „Eternal Fire, Origin of Love“ interpreted Michael Schade, Günther Groissböck, the Tölzer Knabenchor and the Concentus Musicus Wien under the musical direction of Stefan Gottfried in the Collegiate Church Melk Johann Sebastian Bach’s Cantatas for Pentecost.
In the collegiate church of Melk, the audience also imagines the sky so close … The music of the Baroque is characterized by an intensive examination of the course of the church year. Settings around Pentecost are a musical highlight.
For example, the great master of that time, Johann Sebastian Bach, composed a large number of cantatas for religious festivals, of which some 200 have survived in the repertoire. Some of them are dedicated to the Feast of the Holy Spirit and were brought to life as the final highlight of the International Baroque Days Stift Melk 2017 in combination with a selection of instrumental works by Bach.
Program:
Eingangspoem: The Book of Hours, I live my life in growing rings
Pfingsten gilt ja als Geburtsstunde der Kirche. Die Apostelgeschichte erzählt, wie der Heilige Geist wie Zungen auf den Jüngerkreis herabkommt – eine beispiellose Verbreitung des noch jungen christlichen Glaubens folgte.
Im Mittelalter des 9. Jahrhunderts hat sich zum heutigen Hochfest ein Hymnus entwickelt. Veni Creator Spiritus, so beginnt er. Traditionell wird er Rabanus Maurus zugeschrieben. Auch in diesem Werk wird der Heilige Geist angerufen, der als Schöpfer die Welt erfüllen soll. In Musica erklingt eine Vertonung von Tomas Luis de Victoria aus dem Zeitalter der Renaissance……
Zum Ausklang der Sonn- und Feiertage der besondere Klang. Platz für klassische und geistliche Musik im DOMRADIO.
Sinfonien von Beethoven, Brahms und Bruckner oder Messvertonungen von Mozart, Palestrina und Schubert und vieles mehr. Die ganze Bandbreite abendländischer Komponisten, dazu ausgewählte CD-Neuerscheinungen.
Gottfried August Homilius (1714-1785) Kantate zu Exaudi „Selig seid ihr wenn ihr geschmähet werdet“
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Gottfried August Homilius (* 2. Februar 1714 in Rosenthal; † 2. Juni 1785 in Dresden) war ein deutscher Komponist, Kantor und Organist.
Nach dem Besuch der Annenschule in Dresden studierte Homilius Jura in Leipzig. Schon dort war er musikalisch aktiv und vertrat zeitweise den Organisten der Nikolaikirche Johann Schneider. Er zählte vermutlich zum unmittelbaren Schülerkreis von Johann Sebastian Bach.
Ab 1742 war Homilius Organist an der Dresdner Frauenkirche und ab 1755 in der Nachfolge von Theodor Christlieb Reinhold (1682-1755) bis zu seinem Tod Kreuzkantor und Musikdirektor an den drei Hauptkirchen Dresdens; Hauptwirkungsort Homilius’ war die Dresdner Frauenkirche, nachdem die Kreuzkirche Dresden 1760 durch preußische Truppen zerstört und ihr Neubau erst 1792 geweiht wurde. Homilius starb 1785 in Dresden und wurde auf dem Johanniskirchhof beigesetzt. Sein Grab ist nicht erhalten.