Das Weihnachtsoratorium BWV 248 ist ein sechsteiliges Oratorium für Soli (SATB), gemischten Chor und Orchester von Johann Sebastian Bach. Die einzelnen Teile wurden erstmals vom Thomanerchor in Leipzig in den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest 1735 in der Nikolaikirche und der Thomaskirche aufgeführt.
Feierliche Eröffnungs- und Schlusschöre, die Vertonung der neutestamentlichen Weihnachtsgeschichte in den Rezitativen, eingestreute Weihnachtschoräle und Arien der Gesangssolisten prägen das Oratorium. Die sechs Teile werden durch die Freude über die Geburt Christi verbunden. Von der musikalischen Gattung steht das Weihnachts-Oratorium Bachs oratorischen Passionen nahe. Es ist das populärste aller geistlichen Vokalwerke Bachs und zählt zu seinen berühmtesten geistlichen Kompositionen. Das Oratorium wird heute häufig in der Advents- und Weihnachtszeit ganz oder in Teilen aufgeführt.
Die Entstehungszeit von Bachs Werk liegt am Ende einiger glücklicher Jahre unter Rektor Johann Matthias Gesner (September 1730 bis Oktober 1734), der Bach wohlgesinnt war und auch den längst überfälligen Umbau der Thomasschule veranlasst hatte. Die Uraufführung fand an den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtstag (25. Dezember 1734) und Epiphanias (6. Januar 1735) statt. Die Teile I, II, IV und VI wurden zweimal an einem Tag aufgeführt, abwechselnd morgens und nachmittags in den Hauptkirchen St. Thomas und St. Nikolai, die Teile III und V nur in St. Nikolai. Spätere Aufführungen zu Bachs Lebzeiten sind nicht dokumentiert, jedoch nicht unwahrscheinlich.
Kein anderes Weihnachtsoratorium erlangte eine derartige Popularität wie das Werk von J.S. Bach.
Aufführung des BWV 248 „Weihnachts-Oratorium“ vom 23. Dez.1999 aus der Herderkirche in Weimar (Germany).
Start der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 von Sir John Eliot Gardiner.
The Christmas Oratorio BWV 248 is a six-part oratorio for soloists (SATB), mixed choir and orchestra by Johann Sebastian Bach. The individual parts were first performed by the Thomanerchor in Leipzig in the six church services between the first Christmas holiday in 1734 and the Epiphany festival in 1735 in the St. Nicholas Church and the St. Thomas Church.
Solemn opening and closing choirs, the setting of the New Testament Christmas story in the recitatives, interspersed Christmas choirs and arias of the vocal soloists characterize the oratorio. The six parts are joined by the joy of the birth of Christ. Of the musical genre, the Christmas Oratorio is close to Bach’s oratorio passions. It is the most popular of Bach’s sacred vocal works and is one of his most famous sacred compositions. Today, the oratory is often performed in whole or in part during Advent and Christmas.
The period of Bach’s work is at the end of several happy years under Rector Johann Matthias Gesner (September 1730 to October 1734), the Bach was well-disposed and had also arranged the long overdue reconstruction of the Thomas school. The premiere took place at the six services between Christmas Day (December 25, 1734) and Epiphany (January 6, 1735). Parts I, II, IV and VI were performed twice in one day, alternately in the morning and afternoon in the main churches of St. Thomas and St. Nikolai, parts III and V only in St. Nikolai. Later performances during Bach’s lifetime are not documented, but not unlikely.
No other Christmas Oratorio gained such popularity as the work of J.S. Bach.
Performance of the BWV 248 „Christmas Oratorio“ from Dec. 23, 1999 from the Herderkirche in Weimar (Germany).
Start of the Bach Cantata Pilgrimage 2000 by Sir John Eliot Gardiner.
Performed by:
English Baroque Soloists
Monteverdi Choir
Claron McFadden – soprano
Christoph Genz – tenor
Barnarda Finch – Old
Dietrich Henschel – Bass Conductor: Sir John Eliot Gardiner
Johann Ludwig Bach (1677-1731)Kantate „Mache dich auf, werde Licht“
Für das Fest Mariä Reinigung!
Johann Ludwig Bach (* 4. Februar jul./ 14. Februar 1677 greg. in Thal bei Eisenach; beerdigt 1. Mai 1731 in Meiningen)genannt der „Meininger Bach“, war ein deutscher Komponist aus der Familie Bach.
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Die Kantate: „Mache dich auf, werde licht, denn dein Licht kömmt“ . Sie stammt nicht von Johann Sebastian Bach, sondern von seinem entfernten Vetter Johann Ludwig Bach (1677-1731),der von 1711 an Hofkompositeur in Meiningen war.
Die Kantate „Mache dich auf, werde Licht“ von Johann Ludwig Bach wurde ursprünglich für das nachweihnachtliche Fest Mariä Reinigung am 2. Februar geschrieben. Sie passt aber auch hervorragend in die Adventszeit.
Zur besseren Unterscheidung von seinem berühmten Vetter Johann Sebastian Bach (1685-1750) wird Johann Ludwig Bach häufig auch der „Meininger Bach“ genannt wird, weil er den größten Teil seines Lebens am Meininger Hof verbracht hat. Im Alter von 22 Jahren kam er zunächst als Chorsänger dorthin. Vier Jahre später, 1703 wurde er, der für die Kirchenmusik zuständige, Hofkantor. 1711 erfolgte schließlich die Ernennung zum Hofkapellmeister, der er bis zu seinem Tod zwanzig Jahre später auch blieb.
Von Johann Ludwig Bachs Vokalwerken haben sich nur wenige erhalten, eine Messe und eine Trauermusik, elf Motetten und 22 Kantaten. Die meisten übrigens nur dank Abschriften von Johann Sebastian, der sie gerne in Leipzig aufführte. Dazu zählt auch die Kantate „Mache dich auf, werde Licht“, die eigentlich für das Fest Mariä Reinigung am 2. Februar geschrieben wurde, das heute Darstellung des Herrn heißt.
Sie passt aber auch hervorragend in die Adventszeit. Schon im ersten Satz zitiert Bach den Propheten Jesaja. Der wiederum weist mit seinen Worten nach christlicher Überzeugung auf Jesus als den Messias hin. Die Arie zitiert die ersten beiden Verse des 60. Kapitels aus Jesaja. In der Einheitsübersetzung heißt es: „Auf, werde licht, denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir.“
Damit ist das Thema der Kantate klar, die Verheißung des kommenden Messias. Spannend ist diese Eröffnungsarie aber auch durch eng am Text sich orientierende musikalische Gestaltung. Ganz dem Text entsprechend ist sie dreiteilig angelegt. Zu Beginn und am Ende eher festlich steht in der Mitte ein eher dunkler etwas langsamerer Teil, der die das Erdreich bedeckende Finsternis ausmalt. Nach einem Duett wird der Text und das Thema Licht und Finsternis weiter meditiert und ein Bezug zum individuellen Menschen hergestellt. Zunächst geschieht das in einem Alt-Rezitativ und dann schließlich in einer Sopran-Arie. Beinahe fröhlich auffordernd singt der Sopran: „Weicht, ihr Schatten, weil der Herr mein Licht will sein.“
In einem zweiten Teil steht nun ein neutestamentliches Zitat im Mittelpunkt. Der Lobgesang des Simeon aus dem zweiten Kapitel des Lukas-Evangeliums. Den Text, der auch zum Fest Darstellung des Herrn gehört. „Nun lässt Du Herr deinen Knecht in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen.“ Die Kantate nimmt also die Hoffnung auf die Erlösung vorweg. Sie bringt dem Hörer schon nahe, was geschieht, wenn der Messias geboren ist. Und so gipfelt die Kantate „Mache dich auf, werde Licht“ von Johann Ludwig Bach schließlich auch in einem vom ganzen Orchester begleiteten Schlusschoral. Dort bittet der Chor darum einst zur Himmelstür geführt zu werden. Und zwar durch Christus, der wie es wörtlich heißt „Weg, Licht, Pfort, Wahrheit und Leben“ ist.
Johann Ludwig Bach (1677-1731) Cantata „Mache dich auf, werde Licht“ („Get up, become light“) – For the Feast of the Purification of the Virgin Mary
The cantata: „Mache dich auf, werde Licht“ („Open yourself, become light,) for your light is coming“. It does not come from Johann Sebastian Bach, but from his distant cousin Johann Ludwig Bach (1677-1731), who was from 1711 court composer in Meiningen.
The cantata „Get Up, Become Light“ by Johann Ludwig Bach was originally written for the post-Christmas feast of the Purification of the Virgin Mary on 2 February. But it also fits perfectly into the Advent season.
To better distinguish him from his famous cousin Johann Sebastian Johann Ludwig Bach is often called the „Meininger Bach“, because he spent most of his life at Meininger farm. At the age of 22, he first came there as a chorister. Four years later, in 1703, he became court cantor in charge of church music. Finally, in 1711, he was appointed Court Kapellmeister, to whom he remained until his death twenty years later.
Only a few have survived Johann Ludwig Bach’s vocal works, a mass and funeral music, eleven motets and twenty-two cantatas. Most of them only thanks to copies of Johann Sebastian, who performed them in Leipzig. This also includes the cantata „Get up, become light“, which was actually written for the Feast of the Purification of the Virgin Mary on 2 February, which today is called Representation of the Lord.
But it also fits perfectly into the Advent season. Already in the first sentence Bach cites the prophet Isaiah. In his turn, according to Christian conviction, he points to Jesus as the Messiah. The aria cites the first two verses of the 60th chapter of Isaiah. The unitary translation states, „Open up, become light, for your light is coming, and the glory of the Lord is shining bright upon you, for behold, the earth and darkness cover the nations, but the Lord above you shines bright, his Glory appears above you. “
Thus, the theme of the cantata is clear, the promise of the coming Messiah. But this opening aria is also exciting because of the musical design, which closely follows the text. In keeping with the text, it is in three parts. At the beginning and at the end rather festive stands in the middle of a rather darker, somewhat slower part, which paints the darkness covering the ground. After a duet, the text and the subject of light and darkness are meditated further and a relationship to the individual man is established. At first this happens in an alto recitative and then finally in a soprano aria. Almost cheerfully, the soprano sings: „Forsake, you shadows, because the Lord wants my light.“
In a second part is now a New Testament quote in the center. The praise of Simeon from the second chapter of the Gospel of Luke. The text that also belongs to the Feast of the Lord. „Now Lord lets you divorce your servant in peace, for my eyes have seen salvation.“ The cantata thus anticipates the hope of salvation. It already teaches the listener what happens when the Messiah is born. And so the cantata „Get Up, Become Light“ by Johann Ludwig Bach culminates in a final chorale accompanied by the whole orchestra. There, the choir asks to be led once to heaven’s door. And through Christ, who literally means „way, light, comfort, truth, and life.“
Performed by:
Jugenkantorei Dormagen / The Little Concert
Barbara Schlick (soprano), Mary Nichols (alto), Wilfried Jochens (tenor), Stephen Varcoe (bass)
Head: Hermann Max
Recording of the WDR from 1991
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Die Sendung findet am Sonntag,17. 12.2017, in der Zeit von 15:05 bis 17:00 Uhr statt.
Dr. Ulrich Kahmannim Gespräch mit Dr. Ulrich Leisinger von der Stiftung Mozarteum in Salzburg über dem Bach-Sohn:Johann Christoph Friedrich Bach(1732-1795) Bückeburger Bach!
Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) „Bückeburger Bach“
Johann Christoph Friedrich Bach (1732 – 1795) war unter den vier Komponisten-Söhnen des Thomaskantors der Stille im Lande. Während seine Brüder an prominenten Stätten der Musikkultur wirkten, blieb er ein Leben lang in der Hofkapelle des Residenzstädtchens Bückeburg. Dort arbeitete er u. a. mit dem jungen Hofprediger Georg Friedrich Herderzusammen und schuf nach dessen Libretti anrührende Vokalwerke. Die frühen Werke Friedrich Bachs waren eher konventionell. In den letzten Jahren jedoch, da waren seine Brüder schon tot, wurde sein Stil zunehmend kühn. Keiner der Bach-Söhne kam Mozart musikalisch so nahe wie er. Sein einziger Sohn Wilhelm Friedrich Ernst Bach(1759-1845) war der letzte komponierende Bach.
Johann Christoph Friedrich Bach:
Thema, aus Allegretto mit 18 Variationen in G-Dur über „Ah, vous dirai-je, maman“ WF XII.2
Minako Tsuruta (Klavier)
Johann Christoph Friedrich Bach:
Fughette in C-Dur über H.C.F. B-A-C-H WF XII, 14
Michael Rische (Klavier)
Johann Christoph Friedrich Bach:
3. Satz aus der Sinfonia d-Moll WF I/3
Barockorchester L‘ ARCO
Leitung: Heinz Hennig
Johann Christoph Friedrich Bach:
Tempo di minuetto aus der Triosonate in F-Dur
London Baroque:
Irmgard Schaller (Violine)
Richard Gwilt (Viola)
Charles Medlam (Violoncello)
Richard Egarr (Cembalo)
Johann Christoph Friedrich Bach: Scherzo, aus dem Quartett Nr. 3 für Flöte, Violine, Viola und b. c. in C-Dur HW VI/3
Andreas Staier (Cembalo)
Les Adieux
Johann Christoph Friedrich Bach :
Ausschnitt aus dem Oratorium Die Auferweckung Lazarus‘ WF XIV/3 (Libretto: Johann Gottfried Herder)
Véronique Dietschy (Sopran)
Consuelo Caroli (Mezzosopran)
John Elwis (Tenor)
Philippe Cantor (Bariton)
Ensemble vocale Nicole Blanchi
Ensemble baroque de Nice
Leitung: Gilbert Bezzina
Johann Christoph Friedrich Bach :
„Ehre sei Gott in der Höhe“ aus dem Oratorium „Die Kindheit Jesu“ XIV/2
Rheinische Kantorei
Leitung Hermann Max
Johann Christoph Friedrich Bach:
„Miserere mei“ aus dem Miserere in c-Moll
Mária Zádory (Sopran)
Lena-Susanne Norin (Mezzo-Sopran)
Guy de Mey (Tenor)
Klaus Mertens (Bariton)
Das Kleine Konzert
Hermann Max
Johann Christoph Friedrich Bach:
„Non sempre riderai, scherzosa Dea“, Arie aus der Kantate „Cassandra“ WF XVIII/1 (Text: Antonio Conti)
Lena Susanne Norin (Alt)
Das kleine Konzert
Leitung: Hermann Max
Johann Christoph Friedrich Bach :
„Wenn mich bejahrte Spröden quälen“, Lied aus „Musikalisches Vielerley“ WF XIX/1 (Text: Conrad Felix Weiße)
Christoph Schwarz (Baß)
Sabine Bauer (Hammerklavier)
Johann Christoph Friedrich Bach:
„Der Nachbarin Climene“, Lied aus „Musikalisches Vielerley“ WF XIX/1 (Text: Gotthold Ephraim Lessing)
Christoph Schwarz (Baß)
Sabine Bauer (Hammerklavier)
Johann Sebastian Bach „Gloria sei dir gesungen“ aus der Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ BWV. 140
Tölzer Knabenchor
Concentus musicus Wien
Leitung: Nikolaus Harnoncourt
Johann Christoph Friedrich Bach
„Gloria sei dir gesungen“ aus der Motette „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ für vierstimmigen Chor und b.c. XV/2
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Leitung: Hermann Max
„Tönet sanft ihr Freudenlieder“, Duett aus der Kantate „Westphalens Freude“ (Text: Sophie Friederike Martini)
Ingrid Schmithüsen (Sopran)
Howard Crook (Tenor)
Das Kleine Konzert
Leitung: Hermann Max
Johann Christoph Friedrich Bach:
2. Satz aus dem Concerto grosso in Es-Dur für Hammerflügel, Viola, 2 Hörner, 2 Oboen, Streicher und b.c. BR JCFB C 44
Robert Hill (Hammerklavier)
Reinhard Goebel (Viola)
Musica Antiqua Köln
Leitung: Reinhard Goebel
Johann Christoph Friedrich Bach:
Allegretto mit 18 Variationen in G-Dur über „Ah, vous dirai-je, maman“ WF XII.2
Minako Tsuruta (Klavier)
Johann Christoph Friedrich Bach:
„Warum bin ich so betrübt“,Lied aus der „Sammlung für Geistliche Lieder“ nach Texten von Balthasar Münter
Christoph Schwarz (Baß)
Christoph Krummacher (Orgel)
Johann Christoph Friedrich Bach:
Rondo aus der Sinfonia à 10 in B-Dur WF I/20
Freiburger Barockorchester
Leitung: Gottfried von der Goltz
Johann Christoph Friedrich Bach:
„Hohe, holde Wundernacht“, Choral aus dem Oratorium „Die Kindheit Jesu“. Ein biblisches Gemälde (Text: Johann Gottfried Herder)
Rheinische Kantorei
Das kleine Konzert
Leitung Hermann Max
Es handelt sich übrigens um den abschließenden Beitrag von Ulrich Kahmann in seiner Portrait-Reihe zu den vier Bach-Söhnen für SWR 2.
Von vielen seit langem erwartet, wurde am 1. Advent mit einem festlichen Gottesdienst die Universitätskirche St. Pauli ihrer Bestimmung übergeben.
1968 verlor die Universitätsmusik in Leipzig ihr Zuhause. Für ihren Protest gegen die Sprengung der Universitätskirche gingen manche Chormitglieder sogar ins Gefängnis. Martin Luther persönlich hatte einst die Universitätskirche geweiht, große Namen wirkten in dem Gebäude wie u.a. Johann Sebastian Bach.
Am Sonntag, der in diesem Jahr zugleich der 1. Advent ist, wurde die Leipziger Universitätskirche St. Pauli durch Landesbischof Carsten Rentzing geweiht. Dabei wurden auch die Orgeln und Prinzipalien, also Altartische, der Taufstein und das Pult – der sogenannte Ambo – sowie das gesamte Altargerät wie Kelche, Kannen, Patenen und Kerzenleuchter ihrer Bestimmung übergeben. Das Altargerät entstammt der alten Paulinerkirche und konnte 1968 aus der Kirche gerettet werden, während die beiden Altartische, Ambo und Taufstein Neuanfertigungen sind.
Mit der Fertigstellung des neuen Paulinums bekommt nun der Chor der Alma Mater endlich ein neues Zuhause. Darüber freut sich vor allem David Timm, Musikdirektor der Leipziger Universität.
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In dem Festgottesdienst erklang von J.S. Bach das BWV 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“ die Sätze: 2 bis 6
„Nun komm, der Heiden Heiland“ (BWV 61) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1714 in Weimar für den 1. Advent, den 2. Dezember 1714.
Bach schrieb die Kantate im Jahr seiner Ernennung zum Konzertmeister am Hof von Johann Ernst von Sachsen-Weimar für den 1. Advent und führte sie am 2. Dezember 1714 in der Schlosskirche erstmals auf. Bach führte die Kantate in seinem ersten Jahr in Leipzig am 28. November 1723 erneut auf.
Die Kantate ist wie andere Kantaten aus Weimar klein besetzt mit drei Solisten, Sopran, Tenor und Bass, vierstimmigem Chor, zwei Violinen, zwei Violen und Basso continuo.
Coro: Nun komm, der Heiden Heiland
Recitativo (Tenor): Der Heiland ist gekommen
Aria (Tenor): Komm, Jesu, komm zu deiner Kirche
Recitativo (Bass): Siehe, ich stehe vor der Tür
Aria (Sopran): Öffne dich, mein ganzes Herze
Choral: Amen, Amen, komm du schöne Freudenkrone
Mit dem 1. Advent beginnt das Kirchenjahr. J.S. Bach schrieb den Eingangschor aus diesem Anlass als Choralphantasie in Form einer Französischen Ouverture, die dem Ablauf langsam – schnell (Fugato) – langsam folgt.
Zwei Zeilen der Choralmelodie sind im ersten langsamen Abschnitt verarbeitet, die dritte Zeile ist als bewegtes Fugato gestaltet, die letzte Zeile wieder langsam. Die Melodie von Zeile 1 erscheint zuerst im Continuo und wird dann von allen Stimmen nacheinander vorgetragen zum feierlich punktierten Rhythmus im Orchester. Zeile 2 ist vierstimmig in den Orchestersatz eingebettet, während die Instrumente im schnellen Abschnitt colla parte spielen, Zeile 4 ähnelt Zeile 2.
Das Rezitativ beginnt secco, wird jedoch als Arioso weitergeführt, mit Imitation von Tenor und Continuo. Die Tenor-Arie wird von allen Violinen und Violen unisono begleitet. Satz 4, das Bibelzitat, ist dem Bass anvertraut als der Vox Christi, das Anklopfen ist durch pizzicato der Streicher ausgedrückt. Die Antwort ist ein persönliches Gebet des Soprans, das nur vom Continuo begleitet wird, mit einem adagio bezeichneten Mittelteil. Im Schlusschoral spielen die Violinen eine jubelnde fünfte Stimme zum vierstimmigen Chorsatz.
Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von
„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“
eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Am 10.12.2017 begehen wir den 2. Advent
Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi.
Im Advent sehen wir nicht nur zurück auf die Ankunft des Herrn, wie sie uns in der Bibel als „Weihnachtsgeschichte“ überliefert ist, sondern auch voraus auf die zukünftige Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Begründer des Neuen Jerusalem. In der Spannung zwischen beiden erfahren wir im Advent den Herrn als den, der auf uns zukommt, sich uns immer wieder neu zuwendet und uns zur Buße zur Umkehr zu ihm hin einlädt.
Das Thema des 2. Sonntags im Advent wendet sich jetzt dem erlösenden Aspekt Gottes zu, nachdem am 1. Sonntag im Advent die Macht des Herrschers im Vordergrund stand. Der Erlöser wirkt auf vielerlei Weise – wiederum durch Macht, oder durch den Opfertod am Kreuz. Das Kommen wird aber auch als Erlösung von den Leiden dieser Welt angesehen, d.h. der Herr, wenn er kommt, wird endlich ein Ende machen mit der hiesigen Trübsal (Epistel).
Ab diesem Sonntag entfällt das „Gloria in excelsis“.
Am 2. Advent denken wir besonders an den Tag, an dem Gott diese Welt erlösen wird. Noch stehen wir in dieser Welt der Not und der Schuld, noch warten wir auf den Erlöser, der schon naht. In aller Trübsal unseres Lebens hören wir die Verheißungen, die uns mit Hoffnung erfüllen und deren Einlösung wir geduldig erwarten.
Wochenspruch:
Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. (Lk 21, 28b)
Der alttestamentliche Jesaja-Text will die Menschen auf das Kommen des Messias an Weihnachten vorbereiten. Die prägnanten Worte der Bibel haben Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Heinrich Schütz und Eduard Nössler in ganz unterschiedliche Musik übersetzt.
Programm u. a.:
J. S. Bach: Kantate – BWV 132„Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“
Kantate für den 4. Advent!
H. Schütz: Drei adventliche Gesänge SWV 381-383 aus der Geistlichen Chormusik von 1648
M. Praetorius: Liedsatz „Wachet auf“ und Magnifikat in deutscher Sprache
i. Overture (chorale fantasia): Nun komm, der Heiden Heiland
ii. Recitative (tenor): Der Heiland ist gekommen
iii. Aria (tenor): Komm, Jesu, komm zu deiner Kirche
iv. Recitative (bass): Siehe, ich stehe vor der Tür
v. Aria (soprano): Öffne dich, mein ganzes Herze
vi. Chorale: Amen, Amen, komm du schöne Freudenkrone
J.S. Bach Cantata BWV 132“Bereitet die Wege, bereitet die Bahn”
Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.
„Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!“
Kantate BWV 132 zum 4. Advent für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Oboe, Fagott, Streicher und Continuo.
„Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ (BWV 137) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Choralkantate 1725 in Leipzig für den 12. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 19. August 1725 erstmals auf.
J.S. Bach hat sich in diesem Stück klare Grenzen gesetzt. Er benutzte den unverfälschten Text einer bekannten Hymne von Joachim Neander. Der ursprüngliche Hymnus hat fünf Verse und die Kantate hat die gleiche Anzahl von Bewegungen. Es gibt keine Rezitative. Ein solches Stück wird auch als Choralkantate bezeichnet.
Erst am Ende hören wir die bekannte Version des Chores in einer vierteiligen Fassung mit der Melodie im oberen Teil. In den ersten vier Sätzen hat Bach das Material auf verschiedene Arten miteinander verwoben. Wie Dirk Peter Dijkstra in seinem Interview erklärt, nimmt er immer einen anderen Aspekt des Textes als Grundlage für die Inspiration der Musik. Im Eröffnungschor singen die Soprane die Choralmelodie. In der ersten Arie singt der Alt die zweite Strophe mit Verzierungen, während eine Solovioline mit Passagen um sie herumschwirrt. Bach überarbeitete diese Arie später zu einem seiner Schübler-Choräle für Orgel, BWV 650.
In der folgenden Arie (einem Duett für Sopran und Bass, begleitet von einem Duett für zwei Oboen) verwendete Bach nur die ersten Töne der Choralmelodie als Kopfmotiv . Die dritte Arie hat einen expressiv aktiven Gesangsteil für den Tenor, während die erste Trompete oder Oboe den vollen Choral spielt. Der Grundton von a-Moll in dieser Arie und das C-Dur der Choralmelodie bilden ein faszinierend harmonisches Spannungsfeld.
Die unterschiedliche Art, in der Bach den Choral in diese Kantate integriert hat, lässt vermuten, dass er die Gefahren einer gewissen Einheitlichkeit erkannte. Obwohl er mit der dreifachen Zeit nicht herumkommen konnte, unternahm er eine kleine Rundreise mit den Schlüsseln. Von C-Dur geht er nach G-Dur, nach E-Moll und nach A-Moll, danach kehrt die Kantate nach C-Dur zurück.
Jedes Satzpaar aus Präludium und Fuge wird im Bach-Werke-Verzeichnis unter einer eigenen Nummer geführt. Entsprechend umfasst der 1. Teil BWV 846 bis BWV 869
Das Wohltemperierte Klavier (BWV 846–893) ist eine Sammlung von Präludien und Fugen für ein Tasteninstrument von Johann Sebastian Bach in zwei Teilen. Teil I stellte Bach 1722, Teil II 1740/42 fertig. Jeder Teil enthält 24 Satzpaare aus je einem Präludium und einer Fuge in allen Dur- und Molltonarten, chromatisch aufsteigend angeordnet von C-Dur bis h-Moll.
Mit dem Begriff „Clavier“, der alle damaligen Tasteninstrumente umfasste, ließ Bach die Wahl des Instruments für die Ausführung bewusst offen. Die Orgel scheidet in den meisten Fällen aus, da Bach keine separate Pedalstimme notierte oder als solche bezeichnete und die Orgeln seiner Zeitmitteltönig gestimmt waren. Der größte Teil des Werks ist offenbar für Clavichordoder Cembalo konzipiert.
Nach einer Äußerung Johann Nikolaus Forkels (1749-1818) hatte Bach eine Vorliebe für das Clavichord. Im Nekrolog von 1754 steht dagegen über Bach: „Die Clavicymbalewußte er, in der Stimmung, so rein und richtig zu temperiren, daß alle Tonarten schön und gefällig klangen.“ Das Werk wird heute sowohl auf dem Cembalo als auch auf dem modernen Klavier bzw. Flügel gespielt.
Der sorgfältig formulierte Langtitel gab den pädagogischen Zweck der Sammlung als systematisches Lehrwerk für musikalische Anfänger und Fortgeschrittene an: Es diene „zum Nutzen und Gebrauch der Lehrbegierigen Musicalischen Jugend, als auch derer in diesem studio schon habil seyenden besonderem Zeitvertreib“. Diese Zweckbestimmung gab Bach auch zwei weiteren, 1722/23 neu herausgegebenen Kompositionszyklen: der „Auffrichtigen Anleitung“ und dem „Orgelbüchlein“.
Damit reihte er das Wohltemperierte Klavier in jene Instrumentalwerke ein, die vornehmlich der Ausbildung des musikalischen Nachwuchses dienten. Diese gehörte zu den hervorragenden Pflichten des Thomaskantors in Leipzig: jenes Amtes, um das Bach sich 1722 gerade bewarb. Der erste Teil des Wohltemperierten Klaviers mitsamt seinem Langtitel war also zugleich Teil dieser Bewerbung Bachs.
Trotz seiner Beschränkung auf die Formen des Präludiums und der Fugeweist das Wohltemperierte Klavier eine große Vielfalt an musikalischen Ausdrucksformen auf. Die Größe des Werkes besteht dabei nicht nur in der kunstvollen Kompositionstechnik. So ist es gerade der poetische Gehalt der Stücke, der Interpreten und Hörer des Werks durch die Jahrhunderte hindurch fasziniert hat.
Der weltberühmte Bach-Interpret András Schiffspielt das umfangreiche Klavierwerk von Johann Sebastian Bach, Das wohltemperierte Klavier, Buch 1, auf einem Steinway-Flügel. Live aufgezeichnet in der Royal Albert Hall am 7. September 2017.
András Schiff (* 21. Dezember 1953 in Budapest) ist ein österreichischer und britischer Pianist und Dirigent ungarischer Herkunft.
Schiff ist ein renommierter Interpret der Musik von Mozart, Beethoven, Schubert und besonders des Klavierwerks seines Landsmannes Béla Bartók. Daneben widmet er sich intensiv dem Werk von Johann Sebastian Bach, wobei er nicht der historischen Aufführungspraxis folgt, sondern die Musik Bachs üblicherweise auf modernen Flügeln verschiedener Bauart (Bösendorfer, Steinway) darbietet.
J. S. Bach – „The Well-Tempered Clavier, Part 1“
Each sentence pair of prelude and fugue is listed in the Bach-Werke-Verzeichnis under its own number. Accordingly, Part 1 comprises BWV 846 to BWV 869
The Well-Tempered Clavier (BWV 846-893) is a collection of preludes and fugues for a keyboard instrument by Johann Sebastian Bach in two parts. Part I was completed by Bach 1722, part II 1740/42. Each part contains 24 sentence pairs, each consisting of a prelude and a fugue in all major and minor keys, arranged in ascending chromatic order from C major to B minor.
The term „well-tempered“ possibly refers to the 1681 invented by Andreas Werckmeister, by him so-called well-tempered mood. The middle-tone Wolfsquinte was defused at the expense of pure thirds to allow playing in all keys.
With the term „clavier“, which encompassed all keyboard instruments at that time, Bach deliberately left the choice of the instrument for the execution open. The organ is eliminated in most cases, as Bach did not record or designate a separate pedal voice, and the organs of his time were medium-pitched. Most of the work is apparently conceived for clavichord or harpsichord.
After a statement by Johann Nikolaus Forkels Bach had a preference for the clavichord. Bach ’s obituary of 1754, on the other hand, says of Bach: „He knew the clavicymbals in the mood to temper so pure and true that all the keys sounded beautiful and pleasing.“ The work is today performed both on the harpsichord and on the modern piano or on the piano Wings played.
The carefully formulated long title stated the pedagogical purpose of the collection as a systematic textbook for beginners and advanced musicians: it served „for the benefit and the use of the teacher-studious musical youth, as well as those in this studio already habil seyenden special pastime“. This purpose also gave Bach two more composition cycles, newly published in 1722/23: the „Auffrichtige Anleitung“ and the „Orgelbüchlein“.
He included the Well-Tempered Clavier in those instrumental works that primarily served to train young musical talent. This was one of the outstanding duties of the Thomaskantors in Leipzig: the office, the creek in 1722 just applied. The first part of the Well-Tempered Clavier, including its long title, was at the same time part of Bach’s application.
Despite its limitation to the forms of prelude and fugue, the Well-Tempered Clavier has a great variety of musical expressions. The size of the work does not only consist of artistic technique of composition. Thus it is precisely the poetic content of the pieces that fascinated interpreters and listeners of the work through the centuries.
The world-famous Bach interpreter András Schiff plays the extensive piano work of Johann Sebastian Bach, The Well-Tempered Clavier, Book 1, on a Steinway grand piano. Recorded live in the Royal Albert Hall on September 7, 2017.
András Schiff (born December 21, 1953 in Budapest) is an Austrian and British pianist and conductor of Hungarian origin.
Schiff is a renowned interpreter of the music of Mozart, Beethoven, Schubert and especially the piano works of his countryman Béla Bartók. In addition, he devotes himself intensively to the work of Johann Sebastian Bach, whereby he does not follow the historical performance practice, but the music of Bach usually on modern wings of various design (Bösendorfer, Steinway) presents.
J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den letzten Sonntag des Kirchenjahres (Ewigkeitssonntag)
Der Altar der Thomaskirche erhielt am 21. November 2017 ein fehlendes Relief zurück. Das kleine Relief im Sockelbereich der Seitenfelder, das die Kreuztragung Jesu darstellt, ist durch einen Diebstahl seit einigen Jahren nicht mehr vorhanden und wurde nun durch einen Holzbildhauer fachkundig ersetzt.
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Liebe Bach-Freunde/innen !
Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:
Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von
„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“
eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Am 26.11.2017 begehen wir den „Letzter Sonntag des Kirchenjahres“ (Ewigkeitssonntag)
Der Letzte Sonntag im Kirchenjahr kann in zweifacher Weise begangen werden: als Ewigkeitssonntag oder als Gedenktag der Entschlafenen (Totensonntag). Eine Kombination beider ist nicht abwegig. Hier wird noch getrennt, weil dies auch vom neuen Evangelischen Gottesdienstbuch so vorgesehen wird. Als Ewigkeitssonntag schauen die Perikopen dieses Tages in die Zukunft, die jenseits unserer Vorstellungen liegt. Dabei ist wichtig, diese wunderbare Zukunft nicht als rein geistige Realität zu erfahren und zu vermitteln. Denn durch Jesus Christus ist Ewigkeit in unser Leben hineingedrungen und kann so auch in unserer Realität schon greifbar werden.
Am letzten Sonntag des Kirchenjahres hören wir vom himmlischen Jerusalem, der ewigen Stadt, die uns als Wohnstatt verheißen ist. Das Warten scheint uns lang zu werden, aber vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag, und um seiner Schöpfung willen schenkt er Raum zur Buße. So freuen wir uns auf die verheißene Stadt und warten geduldig in dem Wissen, dass der Tag des Herrn unvermittelt anbrechen wird.
Wochenspruch:
Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen. (Lk 12, 35)
Wochenlied:
„Wachet auf, ruft uns die Stimme“ (EG 147 – auch in Rev. 2015)
YouTube – Musikvideo zum Wochenlied
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Bach-Kantaten für den 24. Sonntag nach ”Trinitatis“
Nicht weniger als 900 Mitwirkende hatte die Uraufführung des Te Deum op. 22 von Hector Berlioz in der Pariser Kirche St-Eustache am 30. April 1855.
Hector Berlioz gehört zu den wichtigsten Komponisten Frankreichs im 19. Jahrhundert und gilt als Begründer der sinfonischen Programmmusik sowie der modernen Orchesterinstrumentation. Vielfach steht er aber auch in der Kritik, seine Werke seien zu schwerfällig und aufgrund der Vielzahl der Mitwirkenden kaum spielbar.
Neben dem Requiem gehört das Te Deum zu seinen großen Kompositionen, die an Bombastik und Monumentalität kaum zu überbieten sind und in ihrer Entstehungszeit die Musik revolutionierten. Berlioz widmete das Werk Napoléon Bonaparte und legte diese Komposition entsprechend groß an: Drei Chöre, davon zwei gemischte und ein Knabenchor, ein Solo-Tenor, Orgel und ein großes Orchester. An der Uraufführung in der Kirche St-Eustache 1855 zur Eröffnung der Pariser Weltausstellung wirkten 900 Personen mit….
Radiosendungen in Deutschland mit Bach-Kantaten am Buß- und Bettag, 22.11.2017
Der Buß- und Bettag in Deutschland ist ein Feiertag der evangelischen Kirche, der auf Notzeiten zurückgeht. Im Lauf der Geschichte wurden Buß- und Bettage immer wieder aus aktuellem Anlass angesetzt. Angesichts von Notständen und Gefahren wurde die ganze Bevölkerung zu Umkehr und Gebet aufgerufen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird ein allgemeiner Buß- und Bettag am Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag, dem letzten Sonntag des Kirchenjahres, begangen, elf Tage vor dem ersten Adventssonntag bzw. am Mittwoch vor dem 23. November. Im Jahr 2017 fällt er auf den 22. November.
Im Jahr 1994 wurde beschlossen, den Buß- und Bettag als arbeitsfreien Tag mit Wirkung ab 1995 zu streichen. Lediglich im Bundesland Sachsen besteht er bis heute als gesetzlicher Feiertag weiter. Im Bundesland Bayern ist am Buß- und Bettag an allen Schulen unterrichtsfrei.
In dieser Bach-Kantate geht es um den Menschen, der in seiner Existenz bedroht, von Feinden umgeben ist. Diese 1724 für den Sonntag nach Neujahr komponierte Kantate ist, ein Meisterwerk. Die drei Choräle des Werks, am Anfang, in der Mitte und am Schluss zeigen die Situation des damaligen Menschen, der durch kriegerische Auseinandersetzung, Hunger, Armut, Katastrophen, von grosser Kindersterblichkeit bedroht war. Auch in dieser Kantate ist Gott der Retter, der Mensch soll ihm treu bleiben, auch wenn Leiden sein Geschick bestimmen.
J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den „Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres“ (Volkstrauertag)
Thomanerchor im Konzert in vollbesetzten Kirchen im November 2017 in Durham: NC – USA
Liebe Bach-Freunde/innen !
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Am 19.11.2017 begehen wir den „Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres“ (Volkstrauertag)
Der Vorletzte Sonntag im Kirchenjahr befasst sich mit dem Weltgericht, wie es vielfach im Neuen Testament angekündigt. Viele Menschen unterliegen der Gefahr, das Kommen des Weltgerichtes in den Zeichen dieser Zeit zu sehen: in Verwüstungen, Naturkatastrophen, Kriegen usw. Dabei machen sie sich zu Beobachtern, obgleich sie doch selbst Betroffene sein müssten. Unser Glaube lehrt uns, dass Gott barmherzig und gnädig ist und dem vergibt, der sich ihm in Vertrauen zuwendet. Somit ist es wohl angebracht, das Weltgericht als ein positives Geschehen zu erwarten und nicht als etwas, das Zerstörung und damit Leid bringt.
Am vorletzten Sonntag des Kirchenjahres hören wir die Erzählung vom Weltgericht und werden daran erinnert, dass auch wir nicht dem Gericht ausweichen können. Aber wir wissen, dass wir hindurchkommen durch die Liebe Gottes, die er uns in seinem Sohn Jesus Christus bewiesen hat. Diese Liebe wollen wir auch in unserem Leben weitergeben.
Wochenspruch:
Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi. (2. Kor 5, 10a)
Wochenlied: Es ist gewisslich an der Zeit (EG 149 – auch in Rev. 2014)
YouTube – Musikvideo zum Wochenlied
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Bach-Kantaten für den 23. Sonntag nach ”Trinitatis“
Franz Liszt faszinierte das Leben der Hl. Elisabeth von Thüringen so sehr, dass er ihr ein Oratorium schrieb.
Franz Liszt ist vor allem als großartiger Klaviervirtuose bekannt. Viele seiner Kompositionen wurden für dieses Instrument, aber auch für die Orgel geschrieben. Einen besonderen Platz nehmen daher die drei großen Oratorien ein, die Liszt im Laufe seines Lebens schuf. Mit der Komposition des ersten Oratoriums, der „Legende von der heiligen Elisabeth“, begann Liszt in den letzten Jahren seines Weimarer Aufenthaltes, wo er von 1843 bis 1861 als Hofkapellmeister wirkte.
Die Idee dazu gab eine Serie von Fresken, die in der nahe gelegenen Wartburg zu der Zeit fertiggestellt wurden und Szenen aus dem Leben der Thüringischen Landesheiligen zeigen. Die Geschichte Elisabeths, die wie Liszt gebürtig aus Ungarn stammte, ließ das Oratorium zu einem Glaubensbekenntnis des Komponisten zur Lobpreisung des menschlichen Mitgefühls werden…..
In der Geschichte der sechs Schübler Choräle steht dieser Schlusschoral für Advent. Um diese Struktur zu erreichen, musste Bach (oder der anonyme Arrangeur) einen Trick mit dem Text ausführen, da die Kantate, aus der er diese Arie nahm – und besonders der Choral, den er verwendete, Lobe den Herren – nichts mit dem zu tun haben. Geburt von Jesus. Die Worte des BWV 137 jubeln allgemeiner und wurden außerdem mitten im kirchlichen Jahr gesungen. Der Weihnachtsakzent wird hinzugefügt, indem ein alternativer Choraltext auf die Musik geklebt wird, auch wenn wir es uns selbst in diesem rein instrumentalen Setting vorstellen müssen.
Die Anordnung folgt quasi dem Buchstaben nach der ursprünglichen Altarie, mit dem hochfliegenden Violinsolo in der rechten Hand. Bei der Transposition zur Orgel verliert das Solo etwas von seiner Bravour, was dem „neuen“ Choral gut entspricht. Anders als die Kantate, die von Trost und Schutz spricht, bittet sie dringend um die Errettung durch das Kommen Christi. Es gibt Zweifel, wie man die anderen Teile spielt. Entweder der Choral geht zur linken Hand und der Continuo zum Pedal, oder umgekehrt mit dem Choral an den Füßen. Wenn der Spieler sich für letzteres entscheidet, wie es der Organist Bart Jacobs hier tut, dann ist es der einzige ornamentierte Cantus firmus in Bachs bekanntem Oeuvre.
Sie können eine Nummer und einen Beinamen haben, aber das bedeutet nicht unbedingt, dass Bach die sechs bezaubernden Schübler-Choräle selbst geschrieben hat. Fünf von ihnen sind Arrangements bekannter Kantatenbewegungen – und das sechste kann durchaus auch ein Arrangement aus einem verlorenen Werk sein. Während einige Leute die Hand des Meisters nicht bezweifeln und eine wohlüberlegte Konstruktion darin identifizieren, sehen andere Spezialisten eine große Lücke zwischen Bachs eigenen verfeinerten Transkriptionen und diesen Werken, die oft ziemlich wörtlich auf die Orgel übertragen wurden.
Hat der Meister diese Aufgabe zum Beispiel seinem Sohn Wilhelm Friedemann Bach übertragen? Wollte er Spielern populärer Musik in der Clavier-Übung III sowie den virtuosesten Organisten die Möglichkeit geben? Waren diese Hits auch Bestseller wenn arrangiert? Obwohl wir die Antworten nicht kennen, ist es eine Tatsache, dass Bach selbst eine Kopie von Schüblers Publikation besaß, was sehr interessant ist für seine Fülle an Verbesserungen und Veränderungen durch einen Komponisten in den letzten Jahren seines Lebens.
Die „h-Moll-Messe“ BWV 232 von Johann Sebastian Bach, ist eine der bedeutendsten geistlichen Kompositionen. Es handelt sich um Bachs letztes großes Vokalwerk und seine einzige Komposition, der das vollständige Ordinarium des lateinischen Messetextes zugrunde liegt. Gelegentlich wird sie infolge einer Zuschreibung der Romantik auch Hohe Messe in h-Moll genannt.
Dem Typus nach handelt es sich um eine Missa solemnis, die aus 18 Chorsätzen und 9 Arien besteht. Bach komponierte 1733 zunächst eine Missa aus Kyrie und Gloria. Gegen Ende seines Lebens stellte er die übrigen Sätze aus Bearbeitungen früher komponierter Sätze, überwiegend aus seinen Kantaten, und neuen Kompositionen zusammen. Das Manuskript von 1748/1749 gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.
Nach und nach etablierte sich die Messe im Konzertprogramm der großen Oratorienchöre. Bis zum Zweiten Weltkrieg erklang sie zehnmal auf dem deutschen Bach-Fest der Neuen Bachgesellschaft und wurde 47 mal von der Berliner Sing-Akademie aufgeführt.[52] Auf dem ältesten Bachfest in Bethlehem (Pennsylvania) erklingt das Werk seit 1911 in ungebrochener Tradition Jahr für Jahr. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlangte die Messe unter Bachs Großwerken den ersten Platz in der Häufigkeit der Aufführungen, noch weit vor der Matthäus-Passion.
Die h-Moll-Messe erfordert in ihrer letzten Fassung fünf Vokalsolisten (Sopran I/II, Alt, Tenor, Bass), vier-, fünf-, sechs- und achtstimmigen Chor sowie ein reich besetztes Orchester aus Blechbläsern (drei Trompeten, Pauken, ein Corno da caccia), Holzbläsern (zwei Traversflöten, zwei Oboen, zwei Oboi d’amore, zwei Fagotten) und Streichern (Violine I/II, Viola) mit Basso continuo.
ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 854 „Präludium und Fuge E-Dur!“
„Eine lebhafte Sekunde“
Präludium und Fuge E-Dur, BWV 854, bilden ein Werkpaar im 1. Teil des Wohltemperierten Klaviers, einer Sammlung von Präludien und Fugen für Tasteninstrumente von Johann Sebastian Bach.
Bach fügte dem süßen Vorspiel eine kurze und einfache Fuge hinzu.
Das Präludium in E-Dur ist süß und pastoral – vor allem wegen der langgezogenen, melodischen Melodie, mit der sich die rechte Hand öffnet. Darunter bewegt sich die linke Hand leise vorwärts, bietet harmonische Unterstützung und hier und da einige thematische Kommentare. Am Ende des Vorspiels sucht Bach kurz die Grenzen der Tonart mit ein paar chromatischen Akzenten heraus, aber das stört den süßen Charakter des Stückes nicht. Das Vorspiel endet mit einer fast wörtlichen Wiederholung der Exposition, wird dann aber um eine vierte transponiert.
Eine erste Version dieses Vorspiels erschien bereits in dem von Bach für seinen zehnjährigen Sohn Wilhelm Friedemann zusammengestellten Notenheft. Bach fügte später wahrscheinlich die Fuge hinzu und nahm die Stücke in das Wohltemperirte-Clavier auf.
Das Thema der dreiteiligen Fuge ist eines der kürzesten und einfachsten der gesamten Sammlung. Es öffnet sich sehr lebendig mit zwei Tönen, oder einem „zweiten“, das durch den folgenden Rest betont wird. Mit diesem kleinen Motiv tritt Bach einen Schritt vom Grundton von E zurück und kehrt nach der angespannten Ruhe mit einer Reihe von Sechzehnteln wieder zur Basis zurück. Dieser Lauf weiß jedoch nicht, wann er aufhören soll und bildet das Grundmaterial für die Fortsetzung der Fuge.
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Am 05.11.2017 begehen wir den 21. Sonntag nach „Trinitatis“
Der 21. Sonntag nach Trinitatis wird von der Epistel her bestimmt. Es ist dort die Rede von der „Waffenrüstung Gottes“ – Paulus vergleicht die Instrumente des Krieges mit denen des Glaubens. Dem ist das Evangelium von der Feindesliebe entgegengestellt – es handelt sich bei diesem Text allerdings nur um die Zusammenfassung der längeren Liste aus Epheser 6. Der alttestamentliche Text scheint nicht viel mit „geistlicher Waffenrüstung“ zu tun zu haben, es sei denn, man betrachtet den Vers 7 als Hinweis auf die Waffe, mit der das jüdische Volk sich im Exil am Leben erhalten hat. Von einer Waffenrüstung zu reden – gleich ob geistlich oder nicht – trifft heute normalerweise auf Befremden. Diese Bilder gehören in eine extremistische Welt, nicht aber in die friedvolle Welt der Kirche. Dabei übersehen wir oft, dass es auch in der Kirche menschlich zugeht und auch dort Waffen benutzt werden – diese sind dann allerdings oft nicht die, von denen Paulus redet.
Die Rede Jesu von der Feindesliebe zeigt uns am 21. Sonntag nach Trinitatis, welche Waffen wir gegen unsere Feinde einsetzen können und sollen. Die Waffe der Liebe hat die Verheißung, dass Gott durch sie wirkt; darum können wir uns getrost auf sie verlassen, auch dann, wenn uns diese Waffe als wirkungslos erscheint. oder Auch Christen benutzen Waffen, aber ihre Waffen verletzen nicht – zumindest nicht in der Regel – denn es sind geistliche Waffen, die uns sicher und fest machen und zugleich dazu dienen, Menschen, denen wir begegnen, die Liebe Gottes spürbar zu vermitteln. So rüsten wir uns in diesem Gottesdienst, um für die Herausforderungen des Alltags gewappnet zu sein.
Wochenspruch:
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12, 21)
Nikolaus Bruhns gehört zu einer Komponistengeneration in Deutschland, die zeitlich zwischen der Renaissance und dem Frühbarock im 17. Jahrhundert wirkte.
In diesem Spannungsfeld entstand eine Musik, die alt und neu sehr reizvoll zu verschmelzen wusste.
Die Kantate entstand als Trauermusik, wobei der genaue Anlass und die Entstehungszeit unklar sind. Textliche Basis sind die alttestamentlichen Psalmen 4 und 9. Besetzt ist die Kantate für Chor, Orchester und vier Solisten. Immer wieder taucht das musikalische Thema des ersten Satzes im Verlauf der gesamten Kantate auf.
Im ersten Satz wird zunächst der Tod als Schlaf dargestellt, doch die Todesruhe wird hoffnungsvoll aufgebrochen durch den Satz „Denn du allein, Herr, hilfest mir“ – der Chorpart ist an dieser Stelle viel lebendiger gestaltet.
Der zentrale Gedanke der Kantate ist die Erlösung des Menschen durch Gott: „In Jesu Namen schlaf ich ein, er führt allein mich aus dem Tod ins Leben“ – so heißt der zentraler Satz in dem Werk. Der Tod als friedliches Einschlafen, dies drückt Bruhns durch eine ruhige musikalische Gestaltung aus…..
„Der Geist hilft unser Schwachhei“ auf (BWV 226) ist eine doppelchörige Motette von Johann Sebastian Bach.
Im Gegensatz zu vielen anderen Bach-Werken kann der Anlass für diese Motette eindeutig angegeben werden, da ihn Bach von eigener Hand auf der Komposition vermerkt hat: „J. J. Motetta à doi Cori bey Beerdigung des seel. Hrn. Prof. und Rectoris Ernesti di J. S. Bach.“ Johann Heinrich Ernesti (1652–1729) war bis zu seinem Tod Professor Poeseos, Assessor der Philosophischen Fakultät, Senior und Decem-Vir der Universität Leipzig und Rektor der Thomasschule.
Die Motette ist für zwei vierstimmige Chöre (SATB/SATB) angelegt. Im originalen Stimmenmaterial wird der erste Chor von einem Streichchor (2 Violinen, Bratsche, Violoncello), der zweite von einem Oboenchor (2 Oboen, Taille, Fagott) verstärkt. Beide Gruppen werden außerdem von einer Continuogruppe begleitet.
Der Motettentext kombiniert eine Bibelstelle des Römerbriefs (Röm 8,26–27 LUT) mit der dritten Strophe des Kirchenliedes Komm, heiliger Geist, Herre Gott (EG 125), das Martin Luther 1524 geschrieben hat.
Der Geist hilft unser Schwachheit auf, denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sichs gebühret; sondern der Geist selbst vertritt uns aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen. Der aber die Herzen forschet, der weiß, was des Geistes Sinn sei; denn er vertritt die Heiligen nach dem, das Gott gefället.
Du heilige Brunst, süßer Trost,
Nun hilf uns, fröhlich und getrost
In deinem Dienst beständig bleiben,
Die Trübsal uns nicht abtreiben.
O Herr, durch dein Kraft uns bereit
Und stärk des Fleisches Blödigkeit,
Daß wir hie ritterlich ringen,
Durch Tod und Leben zu dir dringen.
Halleluja, halleluja.
Rudolf Lutz– Dirigent und Musikdirektor der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen
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J.S. Bach – Kantate BWV 180„Schmücke dich, o liebe Seele“
„Schmücke dich, o liebe Seele“ (BWV 180), ist eine Choralkantate von Johann Sebastian Bach.
Die Kantate wurde für den 20. Sonntag nach Trinitatis komponiert und am 22. Oktober 1724 in Leipzig zum ersten Male aufgeführt. Sie basiert auf dem gleichnamigen Kirchenlied von Johann Franck aus dem Jahre 1649, dessen 1., 4. und 9. Strophe wörtlich beibehalten sind.
Ein unbekannter Dichter formulierte die anderen Strophen zu Arien und Rezitativen um. Die Kantate fordert insbesondere im zweiten Satz einen versierten Flötensolisten. Die zeitliche Nähe der Entstehung weiterer anspruchsvoller Flötenpartien lässt vermuten, dass Bach im Herbst 1724 einen herausragenden Solisten zur Verfügung hatte. Es wird vermutet, dass dies der damals bekannte französische Flötist Pierre-Gabriel Buffardin gewesen sein könnte, der im Orchester in Dresden angestellt war und sich möglicherweise für einige Wochen in Leipzig aufhielt.
Orchester: Blockflöte I/II (eine davon auch als Solo-Traversflöte in einer Arie), Oboe, Taille (tiefe Oboe), Violine I/II, Viola, in einem Rezitativ Violoncello piccolo, Basso continuo.
Es handelt sich um eine der wenigen Bachkantaten, bei denen das Violoncello piccolo Verwendung findet.
J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung zum Reformationstag!
Denkmal: Martin Luther vor der Frauenkirche Dresden
Vorbemerkung zum Reformationstag!
ARD – Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum Übertragung aus der Schlosskirche in Wittenberg am Dienstag, 31.10.2017 um 15:00 Uhr
Die Predigt hält der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Der Leipziger Thomanerchor wird bei der musikalischen Gestaltung mitwirken.
In diesem Jahr ist der Reformationstagbundesweit ein arbeitsfreier Feiertag. Mit Blick auf die welthistorische Bedeutung der Reformation, die sich weit über religiöse Fragen erstreckt, haben die Bundesländer dies so beschlossen. Normalerweise ist der Reformationstag nur in den östlichen Bundesländern arbeitsfrei.
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Liebe Bach-Freunde/innen !
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Am 31.10.2017 begehen wir einmalig für alle in Deutschlanddas Reformationsfest!
Am Reformationstag müssen wir uns auch daran erinnern lassen, dass Martin Luther nie eine Kirchenspaltung im Sinn gehabt hat. Die Veröffentlichung der Thesen (in lateinischer Sprache, also nur für Gelehrte lesbar) diente dazu, eine Disputation (= Lehrgespräch) einzuleiten. Dabei ging es ihm zunächst nur um den Ablasshandel. Luther wollte die Wahrheit des Evangeliums an das Licht bringen. Das soll auch unser Anliegen sein.
Am Reformationstag hören wir die Seligpreisungen und werden daran erinnert, dass allein der Gaube an Jesus Christus uns vor Gott gerecht machen kann. Dies zu bekennen, sind wir bereit, auch wenn wir dadurch in Gefahr geraten. Aber wir wissen, dass wir das Wort Gottes nicht zu unserem Werkzeug machen können. Gottes Wort wirkt vielmehr in und durch uns.
Wochenspruch:
Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. (1. Kor 3, 11)
Das Lied “Nun freut euch lieben Christen g’mein” (EG 341) schildert Luthers Weg zu seiner Rechtfertigungslehre. Es ist eins der vier Lutherlieder, die im ersten lutherischen Liederbuch, dem Achtliederbuch abgedruckt wurden.
Sendung: „Cantica“ am Sonntag 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr
Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr
Reformationstag Feiertag – 31. Oktober
Der Reformationstag wird von evangelischen Christen in Deutschland und Österreich am 31. Oktober im Gedenken an die Reformation der Kirche durch Martin Luther gefeiert. Anlässlich des 500. Jahrestages des Thesenanschlages ist der 31. Oktober 2017 ein deutschlandweiter Feiertag.
Sendezeit von Dom Radio Köln Dienstag, 31.10.2017 von 7 – 14 Uhr
„Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“ (BWV 126) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Choralkantate in Leipzig für den Sonntag Sexagesimae und führte sie erstmals am 4. Februar 1725 auf. Grundlage für den Kantatentext ist Martin LuthersChoral „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“ in einer Zusammenstellung mit anderen Versen, wie sie zu Bachs Zeit in Gesangbüchern als Einheit erschienen.
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Doch genau so verlässlich sollen auch brüderlichen Kontakte sein. So stand ER rechtzeitig vor der Kirchentür der Georgenkirche: mein Bruder Jörg, der ab jetzt mein Reisekumpan ist.
Mein Bruder Jörg rechts im Foto
‚Autoreisen‘ ist natürlich viel bequemer, aber mit dem DB Regio, den Bahnhof-Kontakten und alles zu Fuß hatte ich ‚Land und ‚Leute auf Reisen‘ kennengelernt.
Jetzt ging unsere Reise nach Wittenberg mit einem BMW X3, also zu zweit weiter. Ein ausgedienter Bahnhof in der Nähe, der zur Herberge umgebaut wurde, sollte uns nach dem Abend-Bier Unterkunft bieten. Ganz romantisch.
Unsere Unterkunft am 4. Reisetag
Es war schon früh stockdunkel und wir waren froh, unsere Bleibe gefunden zu haben.
Ein kleines Bach-Fest in Eisenach und ein großes Luther-Jubiläum in Wittenberg (26.10. – 3.11.17) mein 3. Tag
Mein Abend Tagebuch zum 3.Tag
Flaschenöffner mit Bachnoten!
Flaschenöffner mit Bach-Noten und auf der Rückseite die geeignete Apparatur!
I. Witzig:
Im Bach-Museum Eisenachgab es einen Flaschenöffner mit Bach-Noten vorne und auf der Rückseite die geeignete Apperatur für € 4,50 zu kaufen. (Bild1+2). Könnte man doch mit diesem Gerät meine etwas schweren Gedanken von gestern-, ist das Bach-Skelett echt oder nicht echt, knacken?
Heute morgen gab’s in dieser romanischen Kirche die Kreuzstab-Kantate – BWV 56. Ich denke immer noch an die Wellenbewegungen von Cello und Kontrabass. ‚Mein Wandel auf der Welt, ist einer Schifffahrt gleich …‘ singt der Solo-Bass. Sturm und Flaute muss man ertragen können. Und dann erst der Schluss-Choral: ‚Komm, o Tod, des Schlafes Bruder…‘.
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III. Ausflug:
Genug der Musik. Ich muss mal raus. Zurück nach Gotha (Thüringen) in kurzer DB-Regio-Fahrt. Im Schloss und Museum findet vom Abend an eine Museums-Nacht statt. Da eben huscht mir schon die Herzogin Luise über den Weg. Sie pflegte die Musen auf Schloss Friedenstein. Verrät das Buch in ihrer nach hinten gehenden linken Hand diese ihre Vorliebe?
Herzogin Luise von Schloss Friedenstein
Dann zum Höhepunkt: Der Gothaer Tafelaltar zeigt sehr viele ‚Schriftblasen‘: ein monumentales Bilderbuch der Reformation, seine Gelehrsamkeit diente zur Prinzenerziehung, weniger zur Andacht.
Ausschnitt vom Tafelaltar im Schloß Friedenstein in Gotha
IV.Lichterspiel: Schloß Friedenstein in Gotha gilt als größte Renaissance-Vierflügel-Anlage in Deutschland. Heute Nacht zeigte es sich in märchenhaften Farben.
Schloß Friedenstein in Gotha (Thüringen)
Schloß Friedenstein in Gotha (Thüringen)
22.42 Uhr geht meine Regionalbahn zurück nach Eisenach. Oh-, ein Bett wartet auf mich. Morgen aber auch die Bach-Kantate BWV 126„Erhält uns, Herr, bei deinem Wort“ im Festgottesdienst.
Ein kleines Bach-Fest in Eisenach und ein großes Luther-Jubiläum in Wittenberg (26.10. -3.11.17) mein 2. Tag!
Mein ABENDTAGEBUCH vom 2.Tag: Ein kleines Bach-Fest in Eisenach und ein großes Luther-Jubiläum in Wittenberg
Emblem Luther 500 Jahre an der Georgenkirche in Eisenach
I.
Nachmittags im Bach-Museum von Eisenach. Viel gibt‘s zu hören und zu sehen. Mich interessiert die desolate Auffindungsgeschichte von Bachs Gebeinen.
Ergebnis: ich war danach ziemlich niedergeschlagen.
Denn: von Bach’s Begräbnisort ist nichts zuverlässig überliefert. Auffindung und Transport der Gebeine vom Johannis-Friedhof in Leipzig zur Thomaskirche sind mehr als fraglich. Auch: die Rekonstruktion von Schädel und Aussehen Bach’s hält heutigen Möglichketen (z.B. DNA-Vergleich) nicht stand.
Rezept-Buch von der Behandlung von J.S. Bach
Zu meiner Enttäuschung, daß wir von Bach wohl die falschen Skelettfunde in Leipzig verehren, kommt noch dazu, daß mit dem todkranken Kantor in Leipzig so schäbig umgegangen wurde. Man sehe sich nur die Rezepturen an, die dem Sterbenden verabreicht wurden. Nach einem zeitgenössischen Rezeptbuch von K.F Paulini wurden etwa mit Urin, Taubenblut und anderem Dreck die Operations-Wunden abgebunden. Auch abgeschrieben und als musikalisch überholt galt der alte Kantor (sein Nachfolger wurde schon gesucht), so daß aus Geldmangel die Familie nur auf die allgemein volkstümlich übliche Medizin zurückgreifen konnte. Schlimm !!!
Taufbecken von J.S. Bach in der Georgenkirche Eisenach
II.
Meine Gedanken dazu: Bach‘s Überreste, sein Grab und Gedenkstein müssen daher wohl ‚in einem anderen Reich’ gesucht werden. Etwa in seinen Melodien, seinen lebenslang entworfenen Kantaten und Passionen, Orgelwerken und Konzerten. Da baut sich ein ‚Schloß im Himmel’ auf ( so Sir J.E. Gardiner)
Konzert in der Georgenkirche zum Bachfest in Eisenach
Martin Luther und Johann Sebastian Bach haben als zwei Genies Grenzen überschritten. Grenzüberschreitend müssen demnach ihre Gaben an die Welt gesucht werden. Beide sind verbunden. Sie sangen und lernten als Jungen im Abstand von 200 Jahren in der Kurrende und Schule dieser Georgenkirche. Hier wuchsen sie einige Jahre auf, dann wirkten sie in Mitteldeutschland und gingen für uns heutige ein in eine ewige Zeit und eine Welt ohne Grenzen.
III.
Am Abend: Da waren sie endlich-, Bach’s Melodien. Der Leipziger Universitätschor unter UMD David Timm war zu Gast. Die Leipziger brachten zwei Kantaten zur Aufführung. Sie gehen auf Luther-Lieder zurück: BWV 7 ,Christ unser Herr zum Jordan kam‘, ein Tauflied. Und BWV 69a‚Lobe den Herren, meine Seele‘. Dichterisch angereichert von J.O. Knauer.
IV.
Da von Bach kein Grab zu finden ist (vgl. I+II) versuchte ich, mir mehr ‚einen gedanklichen Grabstein‘ aufzubauen. Bausteine dazu waren die musikalischen Motiven, Akkorde, Tonsprünge. Irgendwie hörte ich immer Luther-Lieder und seine Wort-Zeilen dazwischen. Ein ‚cantus firmus’ als Grundierung oder ein Choral als Zusammenfassung.
Daß man mit Bach einen ,Gedenkstein’ aufbauen kann, hat vorgemacht: Francesco Tristano mit den Goldberg-Variationen beim Bach-Fest in Köthen 2016. (vgl. meinen Bericht dazu in Volkers Klassikseiten: F. Tristano baut mit bachschen Klängen eine Stadt).
V.
Weiter hörte ich Bachs bekanntes Orgelwerk, die „Toccata und Fuge d-Moll“ – BWV 565. Aber kein Hinweis im Programm, das dieses Werk mit Wahrscheinlichkeit gar nicht von Bach stammt.
Nach den beiden Kantaten und dem Orgelwerk gab es noch eine Jazz-Messe, mit dem Studierenden-Chor, Schlagzeug, Percussion und was dazu gehört. Modernes, studentenhaftes und Bach vertragen sich.
Augustinerkloster Gotha. Blick aus meinem Zimmer
Gedankenverloren ging ich dann zurück in meine Pension ‚Katharienenschule‘. Ein imposantes ausgedientes Schulgebäude wird als wohlfeile Unterkunft weiter gebraucht. Gute Idee.
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Am 29.10.2017 begehen wir den 20. Sonntag nach „Trinitatis“
Der 20. Sonntag nach Trinitatis widmet sich der Frage nach dem Sinn von Ordnungen. Dabei werden auch die unumstößlichen Zusagen Gottes berücksichtigt, die uns den Rahmen geben, in dem wir uns bewegen können. Vom Evangelium her klingt deutlich die Prämisse durch: Der Mensch ist nicht um des Gesetzes willen, sondern das Gesetz um des Menschen willen gemacht.
Am 20. Sonntag nach Trinitatis hören wir das Evangelium von der Rede Jesu über die Ehe und Ehescheidung und erfahren, dass Gottes Ordnungen auch unseren persönlichen Lebensbereich durchdringen und zum Schutz allen Lebens eingesetzt sind. Diese Ordnungen werden von Jesus Christus bestätigt und erneut eingesetzt, und es ist gut, dass uns Gott auf diese Weise hilft, die Verantwortung anderen Menschen und der Kreatur gegenüber wahrzunehmen. – oder:
An diesem Sonntag geht es um die Ordnungen Gottes und die Frage, wie wir uns zu solchen Ordnungen stellen gerade angesichts der Freiheit, in die wir durch durch Christus gestellt sind. Haben die Ordnungen, so wie sie in der Bibel dargelegt sind, überhaupt noch eine Bedeutung? Oder sollten wir sie als gute Christen gerade besonders ernst nehmen? Gibt es für uns etwa eine neue Ordnung? Diesen Fragen wollen wir heute in Lied, Wort und Gebet nachgehen. – oder:
Um die Ordnungen Gottes geht es heute, um den Lebensrahmen, um das, was wir tun und lassen sollen. Schon immer haben diese Ordnungen in Spannung gestanden zu dem Drang des Menschen, frei zu sein und seinen Lebensrahmen selbst zu bestimmen. Wie lässt sich das Leben so gestalten, dass Freiheit und Ordnung einander ergänzen und nicht einander ausschließen? Das wollen wir heute im Hören auf Gottes Wort, im gemeinsamen Gesang und Gebet bedenken.
Wochenspruch:
Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Micha 6, 8)
Musikalische Exequien in der VorstellungSelig sind die Toten
Von der Kunst des Sterbens zeugen die Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz im 17. Jahrhundert. Den Text für die Beerdigungsmusik stellte Heinrich Posthumus Reuss persönlich zusammen, zugleich ließ er die Zitate auf seinen Sarkophag schreiben.
Außerdem legte der Graf auch den Ablauf seiner eigenen Beerdigung fest – ein nahezu einmaliges Beispiel für die Sterbekultur im Barock-Zeitalter. Heinrich Schütz leitete über Jahrzehnte die Dresdner Hofkapelle und revolutionierte im 17. Jahrhundert die deutsche Musik. Passend zum Trauermonat November geht es in Cantica um die Musikalischen Exequien, die er als Beerdigungsmusik für den Grafen Heinrich von Reuss 1635 komponierte….
J.S. Bach Kantate BWV 125 „Mit Fried und Freud fahr ich dahin“ (Thomanerchor)
„Mit Fried und Freud ich fahr dahin“ (BWV 125) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Choralkantate in Leipzig für das Fest Mariä Reinigung auf das Kirchenlied Mit Fried und Freud ich fahr dahin von Martin Luther und führte sie am 2. Februar 1725 erstmals auf.
Die Kantate ist besetzt mit drei Vokalsolisten (Alt, Tenor und Bass), vierstimmigem Chor, Horn, Flauto traverso, Oboe, Oboe d’amore, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.
1. Coro: Mit Fried und Freud ich fahr dahin
2. Aria (Alt): Ich will auch mit gebrochnen Augen
3. Recitativo e chorale (Bass): O Wunder, daß ein Herz – Das macht Christus, wahr‘ Gottes Sohn
4. Aria (Tenor, Bass): Ein unbegreiflich Licht
5. Recitativo (Alt): O unerschöpfter Schatz der Güte
6. Choral: Er ist das Heil und selig Licht
Rudolf Lutz– Dirigent und Musikdirektor der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen
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Johann Sebastian Bach
Kantate: J.S. Bach Kantate – BWV 48 „Ich elender Mensch wer wird mich erlösen“
für den 19. Sonntag nach Trinitatis!
„Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen“ (BWV 48) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1723 in Leipzig für den 19. Sonntag nach Trinitatis.
Bach schrieb die Kantate in seinem ersten Jahr in Leipzig 1723 für den 19. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 3. Oktober erstmals auf. Die Kantate ist gesetzt für Alt und Tenor, vierstimmigen Chor, Trompete, zwei Oboen, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.
1. Coro: Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen
2. Recitativo (Alt, Streicher): O Schmerz, o Elend, so mich trifft
3. Choral: Solls ja so sein
4. Aria (Alt): Ach, lege das Sodom der sündlichen Glieder
5. Recitativo (Tenor): Hier aber tut des Heilands Hand
6. Aria (Tenor, Streicher, Oboe): Vergibt mir Jesus meine Sünden
7. Choral: Herr Jesu Christ, einiger Trost