Wolfgang Oberlinger ist Orgelbauer in der siebten Generation. Kein anderes Orgelbauunternehmen weltweit hat eine längere Familientradition. Die Orgeln aus dem kleinen Windesheim bei Bad Kreuznach klingen in Kirchen und Kathedralen auf der ganzen Welt.
Doch es wird immer schwerer, mit dem Orgelbau Geld zu verdienen. Den Kirchen schwinden die Mitglieder, dementsprechend leer sind die Gottesdienste. Häufig müssen ganze Gotteshäuser schließen. Orgeln braucht es also immer weniger. Die meisten Orgelbauer halten sich nur mit Reparaturen und Wartungen über Wasser. Eine Entwicklung, die auch an der Firma Oberlinger nicht spurlos vorbei gegangen ist.
Wolfgang Oberlinger will sich nicht damit abfinden. Der 74-Jährige setzt auf Innovation. Mit der Entwicklung einer extrem kleinen Orgel für den Hausgebrauch hofft er, neue Käuferschichten zu erschließen. Darüber hinaus sieht er die Zukunft seiner Firma im Ausland, vor allem in China. Im Reich der Mitte werden noch Orgeln für Konzertsäle gesucht. Deutsche Orgelbauer zählen dort zu den besten der Welt. Doch die Geschäfte im Ausland haben auch ihre Tücken. Wird es Oberlinger gelingen, einen Auftrag in China an Land zu ziehen, der die Firma über Jahre auslasten könnte? Und lässt sich seine neue Mini-Orgel, wie erhofft, wirklich so gut verkaufen?
Deutsche Erstausstrahlung: 11.12.2017 SWR Fernsehen
The organ builder – Oberlingers fight for the traditional business
Wolfgang Oberlinger is organ builder in the seventh generation. No other organ builder worldwide has a long family tradition. The organs from the small Windesheim near Bad Kreuznach sound in churches and cathedrals around the world.
But it’s getting harder and harder to make money with organ building. The churches are dwindling the members, accordingly the services are empty. Often whole churches have to close. So organs are less and less needed. Most organ builders stay afloat only with repairs and maintenance. A development that has not left its mark on Oberlinger.
Wolfgang Oberlinger does not want to accept it. The 74-year-old relies on innovation. With the development of an extremely small organ for home use, he hopes to open up new shoppers. In addition, he sees the future of his company abroad, especially in China. In the Middle Kingdom organs are still being sought for concert halls. German organ builders are among the best in the world. But business abroad also has its pitfalls. Will Oberlinger be able to land a contract in China that could exhaust the company for years to come? And is his new mini-organ, as hoped, really selling so well?
Es ist das größte klassische Musikereignis der Welt und wird mittlerweile weltweit in über 90 Ländern verfolgt. Am Dirigentenpult steht Riccardo Muti. Er leitet bereits zum fünften Mal dieses prestigeträchtige Event musikalisch.
Die Wiener Philharmoniker präsentieren zum Jahreswechsel wieder ein heiteres und zugleich besinnliches Programm aus dem reichen Repertoire der Strauß-Dynastie und deren Zeitgenossen.
Das Orchester versteht sich als musikalischer Botschafter Österreichs und möchte allen Menschen einen Gruß im Geiste von Hoffnung, Freundschaft und Frieden übermitteln.
Unterstützt werden die Musiker vom Wiener Staatsballett. Zehn Tänzer führen eine Choreografie zu dem Walzer „Rosen aus dem Süden“ vonJohann Straußauf dem Schloss Eckartsau auf. Des Weiteren wird ein Pas de deux zur „Stephanie-Gavotte“ von Alphons Czibulka im Hietzinger Hofpavillon zu sehen sein. Für beide Choreografien zeichnet der italienische Künstler Davide Bombanaverantwortlich.
Riccardo Muti hat im Lauf seiner Karriere mit allen prominenten Orchestern der Welt gearbeitet. Zu den Wiener Philharmonikern besteht jedoch ein besonders enges Verhältnis. Seit 1971 dirigiert Muti die Philharmoniker in Wien, Salzburg und auf der ganzen Welt. Nicht nur die bemerkenswerte Anzahl von nahezu 500 gemeinsamen Konzerten, sondern auch die besondere Qualität der Aufführungen verleiht Maestro Muti einen besonderen Stellenwert in der Geschichte der Wiener Philharmoniker.
Muti bereitet sich sehr intensiv auf die Konzerte vor und legt äußersten Wert auf Details, die ihn zu einem profunden Kenner des spezifischen Klanges der Wiener Philharmoniker machen. Diese enge Verbundenheit wurde vom Orchester honoriert, indem Riccardo Muti 2011, an seinem 70. Geburtstag, in Salzburg zum Ehrenmitglied der Wiener Philharmoniker ernannt wurde.
wird ein größeres Video zur Verfügung gestellt..!!
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„Bach in Brazil“
Völlig unerwartet erfährt der ehemalige Musiklehrer Marten Brückling von einer Erbschaft, die ihm ein einst nach Brasilien ausgewanderter Jugendfreund hinterlassen hat.
Der kleine Haken dabei: Marten muss die Erbschaft, die Original-Abschrift eines Blattes von Johann Sebastian Bach, angefertigt von dessen jüngstem Sohn, Johann Christian Bach, (1735-1782) persönlich antreten. Er zögert, doch seine Ex-Kollegin Marianne überredet ihn zu der Reise.
Und so fliegt Marten nach Ouro Preto, eine bunte Barockstadt inmitten der brasilianischen Berge. Kurz vor der Heimreise mit dem wertvollen Erbstück wird ihm sein Gepäck mit allen Papieren und dem Notenblatt gestohlen. Marten will verzweifeln. Doch er bekommt Hilfe angeboten vom einzigen Menschen weit und breit, der Deutsch spricht, von Candido.
Candido arbeitet in der örtlichen Jugendstrafanstalt. Er ist herzlich und zuvorkommend, knüpft jedoch eine Bedingung an sein Hilfsangebot: Marten soll den Kindern der Anstalt Musikunterricht geben. Marten fühlt sich unsicher. Aber er beginnt, mit den Kindern Stücke von Bach zu üben. Schnell merkt er, wie leidenschaftlich sie bei der Sache sind. Mehr noch: Während er selbst nur streng vom Blatt spielen kann, haben die Kinder die Musik offenbar im Blut und improvisieren die Stücke mit ihren eigenen Rhythmen und Instrumenten.
Durch die Arbeit mit ihnen lebt Marten Brückling in Ouro Preto neu auf und schließt die Kinder immer mehr in sein Herz. Sie wiederum sehen in ihm und in der Musik eine Möglichkeit, ihrem Alltag zu entfliehen. Für Marten Brückling hat mit der Reise nach Brasilien ein neues Leben begonnen. Doch dann wird sein gestohlenes Gepäck gefunden, und sein altes Leben holt ihn wieder ein.
Darsteller:
Marten Brückling – Edgar Selge
Candido – Aldri Anunciação
Marianne Grunert – Franziska Walser
Fernando – Pablo Vinicius
Heitor – Dhonata Augusto
Paulo – Gean Carlos Vieira
Luis – Vitor Fernando
Tarso – Francisco Vitti
Mardonio – Pedro Maia
Fabiana – Gabriela Martins
Soraya – Julia Mattos
Juliana – Ingrid Martins
Dulce – Thaïs Garayp
Direktor Vargas – Stepan Nercessian
Knut Schurrmann – Peter Lohmeyer
Fürst – Hans Peter Korff
Justizministerin – Marília Gabriela
Rechtsanwältin – Isabella Parkinson
und andere –
Unexpectedly, the former music teacher Marten Brückling learns of an inheritance that left him a childhood friend who had once emigrated to Brazil.
The little catch here: Marten has the personal inheritance, the original copy of a sheet of Johann Sebastian Bach, made by his youngest son,Johann Christian Bach, (1735-1782) personally. He hesitates, but his ex-colleague Marianne persuades him to travel.
And so Marten flies to Ouro Preto, a colorful baroque town in the middle of the Brazilian mountains. Shortly before returning home with the valuable heirloom, his luggage with all the papers and the music sheet is stolen. Marten wants to despair. But he gets help offered by the only person far and wide who speaks German, by Candido.
Candido works at the local juvenile detention center. He is warm and obliging, but makes a condition for his offer of help: Marten is to give the children of the institution music lessons. Marten feels insecure. But he starts practicing pieces of Bach with the children. He quickly realizes how passionate they are in the matter. What’s more, while he is only able to play strictly off the charts, the children obviously have the music in their blood and improvise the pieces with their own rhythms and instruments.
By working with them, Marten Brückling revives in Ouro Preto and brings the children more and more into his heart. They in turn see in him and in the music a way to escape their everyday lives. Marten Brückling has started a new life with the trip to Brazil. But then his stolen baggage is found, and his old life overtakes him again.
actor
Marten Brückling – Edgar Selge
Candido – Aldri Anunciação
Marianne Grunert – Franziska Walser
Fernando – Pablo Vinicius
Heitor – Dhonata Augusto
Paulo – Gean Carlos Vieira
Luis – Vitor Fernando
Tarso – Francisco Vitti
Mardonio – Pedro Maia
Fabiana – Gabriela Martins
Soraya – Julia Mattos
Juliana – Ingrid Martins
Dulce – Thaïs Garayp
Director Vargas – Stepan Nercessian
Knut Schurrmann – Peter Lohmeyer
Prince – Hans Peter Korff
Minister of Justice – Marília Gabriela
Lawyer – Isabella Parkinson
and other –
Ein Neujahrslied ist relativ harmlos und fröhlich, würde man meinen. Doch hier hat Bach eine ziemlich chromatische und melancholische Anordnung von „Das alte Jahr vergangen ist“ komponiert. Er war sich zweifellos der Tatsache bewusst, dass dieser Hymnus nicht harmlos war.
J.S. Bach schrieb dieses Werk BWV 614während seiner Weimarer Jahre zwischen 1708 und 1717. Nicht weit von Weimar entfernt liegtErfurt, das damals dem katholischen Mainzer Kurfürsten gehörte. Obwohl die Lutheraner Religionsfreiheit hatten, zeichneten sich immer wieder Konflikte ab. Und 1712 flammte ein Konflikt um diese Hymne: „Das alte Jahr vergangen ist“ -auf. Eine Gruppe von Schuljungen sang in den Straßen diese Hymne. Gerade als sie das Haus eines katholischen Geistlichen passierten, sangen sie die dritte Strophe, mit den Worten: .. ‚schütze uns, Herr, vor der päpstlichen Lehre und Abgötterei‘ (Vor der Papsts Lehr ‚und Abgötterei bewahr diejenigen, Herr). War es Zufall oder schelmische Absicht? Wie dem auch sei, es ging schlecht aus und führte zu einem langen Konflikt um die Religionsfreiheit, Beleidigungen und dieses Lied.
In Haarlem wurde die Situation im achtzehnten Jahrhundert umgekehrt, wo die Protestanten verantwortlich waren und die Katholiken toleriert wurden, vorausgesetzt, sie hielten sich zurück. Die imposante Orgel in der evangelischen St-Bavokerk, Haarlem war ein deutliches Symbol für die akustische Dominanz, besonders wenn alle Register gezogen wurden. Zum Glück hat sich Bart Jacobs für eine versöhnlichere Registrierung und Klang-Sound entschieden.
Das Orgelbüchlein vonJohann Sebastian Bach ist eine Sammlung choralgebundener Orgelstücke (Choralvorspiele), die er vor allem während seiner Amtszeit in den Jahren 1712 bis 1717 in Weimar komponierte (BWV 599–644).
Die Einzelsätze der Sammlung verbindet ein hoher künstlerischer Anspruch und der Gedanke der Verwendbarkeit sowohl im Gottesdienst als auch im Instrumental- und Kompositionsunterricht. Kennzeichnend für Bachs Choralsätze im Orgelbüchlein sind laut Christoph Wolff: „Dichte motivische Struktur und kontrapunktisches Raffinement (bis hin zum strengen Kanon) in Verbindung mit einer kühnen und ausdrucksstarken musikalischen Sprache sowie subtiler musikalisch-theologischer Textausdeutung. Jeder Satz erzielt proportionales Gleichgewicht, indem sich Manual- und Pedalstimmen elegant zu einer mustergültigen Orgelpartitur verbinden.“
Während seiner Zeit als Hoforganist in Weimar (1708-1714) begann Bach bereits mit der Zusammenstellung seiner ersten Sammlung von Chorarrangements lutherischer Hymnen. Nach der Liste der Inhalte, sollte es eine Sammlung von 164 Kompositionen gewesen sein, aber am Ende existieren nur 46 Werke davon. Die Reihenfolge, mit der begrenzten Länge der Stücke kombiniert, zeigt Bach, dass sie vollständig kompiliert wurden als eine Planung für ein Zyklus der Choralvorspiele für die Kirche.
Später in seiner Zeit in Köthen gab er seiner Sammlung als Titelseite, in dem es heißt: „Orgel-Büchlein.“ Es ist eine für erfahrene Organisten eine Anleitung auff allerhand Arth EINES Chor durchzuführen … (Kleines Orgelbuch, bei dem der Organist unterrichtet die Anfänger – einen Choral auf verschiedene Arten zu arrangieren …). Die Schüler mussten es schwer gehabt haben, denn die Preludes enthalten die gesamte Palette der barocken Orgeltechniken.
Die Vertonung des Magnificat von Johann Sebastian Bach stammt aus dem Jahr 1723. Es wurde vermutlich am 2. Juli 1723 uraufgeführt und ist unter den Nummern 243a (Fassung in Es-Dur) und 243 (Fassung in D-Dur) im Bach-Werke-Verzeichnis gelistet.
Bach komponierte die erste Fassung des Werkes in Es-Dur zum Fest Mariä Heimsuchung am 2. Juli 1723. Es wurde zum Weihnachtsfest am 25. Dezember 1723 in Leipzig erneut aufgeführt, angereichert mit vier weihnachtlichen Einlagesätzen: Der vierte Einlagesatz ist nur fragmentarisch überliefert, da er aber in der Kantate BWV 110, Unser Mund sei voll Lachens, in Satz 5 parodiert ist, konnte er rekonstruiert werden. Etwa sieben Jahre später ließ Bach diese vier Sätze weg und transponierte das Werk nach D-Dur, hierbei änderte er die instrumentale Besetzung und entschärfte die harmonisch kühnere Fassung von 1723 in zahlreichen Details.
In der Mitte Europas steht die prächtige Basilika Waldsassen in der Oberpfalz (Germany). Ein barocker Ort der Heiligen und der Musik, Teil der Abtei der Zisterzienserinnen. Dirigenten wie Leonard Bernstein und Lorin Maazel haben diese Basilika als Klangraum entdeckt.
Dort hat nun Enoch zu Guttenberg mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung das „Magnificat“ von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Er wählte die 2. Fassung in D-Dur und fügte die vier Weihnachtssätze als Einlagen aus der 1. Fassung hinzu. Dieses Werk mit seinem Jubel und Optimismus gilt als eines der kraftvollsten Schöpfungen von J.S. Bach.
Gemeinschaftsproduktion des Südwestrundfunk
mit dem Bayerischen Rundfunk
Aufnahmeort: Stiftsbasilika Waldsassen (Oberpfalz) in 2003
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Enoch zu Guttenberg conducts J.S. Bach BWV 243 „Magnificat in D Major“ with the Christmas phrases!
The setting of the Magnificat by Johann Sebastian Bach dates from the year 1723. It was probably premiered on 2 July 1723 and is under the numbers 243a (version in E-flat major) and 243 (version in D major) in the Bach Works Directory listed.
Bach composed the first version of the work in E flat major for the feast of the Visitation of the Virgin Mary on 2 July 1723. It was re-performed for Christmas on December 25, 1723 in Leipzig, enriched with four Christmassy insets: The fourth deposit is only survived in fragments, since but he could be reconstructed in the cantata BWV 110, Our mouth is full of laughter, in sentence 5. About seven years later, Bach left these four movements and transposed the work to D major, where he changed the instrumental cast and defused the harmonic bolder version of 1723 in numerous details.
In the middle of Europe stands the magnificent basilica Waldsassen in the Upper Palatinate. A baroque place of saints and music, part of the abbey of the Cistercian nuns. Conductors such as Leonard Bernstein and Lorin Maazel have discovered this basilica as a sound space.
There, Enoch zu Guttenberg performed the „Magnificat“ by Johann Sebastian Bach with the Chorgemeinschaft Neubeuern and the orchestra of the KlangVerwaltung. He chose the 2nd version in D major and added the four Christmas sets as inserts from the 1st version. This work, with its jubilation and optimism, is considered one of J.S.’s most powerful creations. Bach.
Performed by:
Johannette Zomer (soprano)
Annette Markert (alt)
Werner Güra (tenor)
Klaus Mertens (Bass)
Chorgemeinschaft Neubeuern
Orchestra of sound management
Conductor: Enoch zu Guttenberg
Community production of Südwestrundfunk
with the Bavarian Radio
Location: Stiftsbasilika Waldsassen (Upper Palatinate) in 2003
Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784) Kantate zu Weihnachten – „Ach, dass du den Himmel zerrissest!“ – für Soli, Chor und Orchester“
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Wilhelm Friedemann Bach (* 22. November 1710 inWeimar; † 1. Juli 1784 in Berlin) war ein deutscher Komponist aus der Familie Bach, der zuweilen auch als Hallescher Bach bezeichnet wird.
Wilhelm Friedemann war der älteste Sohn vonJohann Sebastian Bach. Aus seinem Geburtsort Weimar kam er 1717 mit seiner Familie nach Köthen, wo er die Lateinschule besuchte. Ab Juni 1723 besuchte er die Leipziger Thomasschule, nahm 1727 in Merseburg Violinunterricht bei Johann Gottlieb Graun, wurde 1729 als Jurastudent an der Universität Leipzig immatrikuliert und studierte außer den Rechten auch Philosophie und Mathematik.
1764 gab er sein Amt in Halle auf. Seither lebte er ohne feste Anstellung und versuchte, durch Konzerte, Unterricht und Kompositionen seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Wilhelm Friedemann Bach starb 1784 in ärmlichen Verhältnissen in Berlin, scheint aber zum Zeitpunkt seines Todes noch weithin bekannt gewesen zu sein, wie der Nachruf in Carl Friedrich Cramers Magazin der Musik zeigt:
Deutschland hat an ihm seinen ersten Orgelspieler und die musikalische Welt überhaupt einen Mann verloren, dessen Verlust unersetzlich ist.
Er wurde auf dem Luisenstädtischen Kirchhofin Berlin neben der Luisenstädtischen Kirche beigesetzt. Der Kirchhof wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eingeebnet. Heute erinnert eine Stele im Luisenstädtischen Kirchpark mit einem Porträt von Bach an den Künstler und das verlorene Grabmal.
Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784) Cantata for Christmas – „Ach, dass du den Himmel zerrissest!“ („Oh, that you are tearing the sky!“) – for soli, choir and orchestra
Wilhelm Friedemann Bach (born November 22, 1710 in Weimar, † July 1, 1784 in Berlin) was a German composer from the Bach family, which is sometimes referred to as Hallescher Bach.
Wilhelm Friedemann was the eldest son of Johann Sebastian Bach. From his birthplace Weimar he came 1717 with his family to Köthen, where he attended the Latin School. From June 1723 he attended the Leipzig Thomas School, took violin lessons in 1727 in Merseburg Johann Gottlieb Graun, was enrolled in 1729 as a law student at the University of Leipzig and studied in addition to the right also philosophy and mathematics.
In 1733 he became organist at the Sophienkirche in Dresden. Here Johann Gottlieb Goldberg belonged to his pupils, and he cultivated the acquaintance of Dresden court musicians such as Johann Adolph Hasse, Johann Georg Pisendel and Silvius Leopold Weiss. In April 1746 he became music director and organist at the Marienkirche in Halle (Saale).
In 1764 he gave up his office in Halle. Since then he lived without a permanent position and tried to earn a living through concerts, lessons and compositions. Wilhelm Friedemann Bach died in 1784 in poor conditions in Berlin, but at the time of his death he seems to have been widely known, as the obituary in Carl Friedrich Cramer’s Magazin der Musik shows:
Germany has lost to him his first organist and the musical world a man whose loss is irreplaceable.
He was buried in the Luisenstädtische Kirchhof next to the Luisenstädtischen church. The churchyard was leveled after the Second World War. Today a stele in the Luisenstädtische Kirchpark with a portrait of Bach reminds of the artist and the lost tomb.
Performed by:
Dorothee Mields, soprano
Gerhild Romberger, alt
Georg Poplutz, tenor
Klaus Mertens, bass
Bach Choir Mainz
L’arpa festante
Head: Ralf Otto
Die innigste seiner Weihnachtskantaten schuf Bach 1725 auf einen Text des Darmstädter Hofpoeten Georg Christian Lehms: “Süßer Trost, mein Jesus kömmt”. Für sein drittes Leipziger Weihnachtsfest hatte er sich – wie später im Weihnachtsoratorium – einen Kantatenzyklus auf einheitlicher Textgrundlage vorgenommen. Dazu griff er auf die 1712 gedruckte Sammlung “Gottgefälliges Kirchen-Opffer” des Darmstädter Hofdichters zurück. In diesem Zyklus bildet der Text zu BWV 151 die Nachmittags-Andacht auf den Dritten Weyhnacht-Feiertag. Bach vertonte diese Vorlage als wahrhaft andächtige Krippenmusik, und zwar für einen ganz außerwöhnlichen Knabensopran, der ihm an Weihnachten 1725 zur Verfügung stand. Außer der ersten Arie in BWV 151 hat er demselben Sänger auch die Sopranpartien der beiden Dialogkantaten BWV 57 und 32 auf den Leib geschrieben, außerdem die großen Sopranarien in den Kantaten BWV 28 und 72 sowie das Duett “Ehre sei Gott in der Höhe” in BWV 110.
Die Sopranarie zu Beginn von BWV 151 zählt zu Bachs lieblichsten Weihnachtspastoralen, ein Stück von so zart schmelzendem Klang, dass sie jeden Zuhörer sofort bezaubert und im Geiste gleichsam vor die Krippe in Bethlehem führt. In sein kleines Orchester legte Bach hier die zartesten Pastoralklänge hinein, die ihm zu Gebote standen: Die Streicher und eine Oboe d’amore spielen in tiefer Lage eine Hirtenmusik im ruhig schwingenden Zwölfachteltakt und in der Pastoraltonart G-Dur. Darüber streut eine hohe Traversflöte ihre Fiorituren aus, die immer wieder in lange Haltetöne münden. Mitten hinein singt der Sopran die innigen Worte:
„Süßer Trost, mein Jesus kömmt,
Jesus wird anitzt geboren.“
Der Dialog zwischen dem ruhigen Gesang und den Ornamenten der Flöte ist an Anmut kaum zu übertreffen. Der Mittelteil lässt dagegen der Freude über die Geburt des Erlösers freien Lauf. Im munteren Tanzrhythmus einer Gavotte werfen Sopran und Flöte einander virtuose Triolen zu:
„Herz und Seele freuet sich,
Denn mein liebster Gott hat mich
Nun zum Himmel auserkoren.“
Die Weihnachtsfreude lässt auch den Bass im ersten Rezitativ förmlich jubilieren. Am Ende freilich lenkt der Sänger den Blick auf die Armut, in der das Jesuskind zur Welt kam. Sie ist das Thema der folgenden Altarie:
„In Jesu Demut kann ich Trost,
In seiner Armut Reichtum finden.“
Oboe d’amore und Violinen zeichnen die Demut Jesu in ihrem Thema nach, das sich in dauernden Verneigungen nach unten wendet. Dazu spielen die Bassinstrumente merkwürdige Staccato-Töne, eine Art „Volksmusik-Bass“, der im Laufe des Satzes immer härtere Dissonanzen annimmt – als Sinnbild für den „schlechten Stand“, in den Jesus hineingeboren wurde. Der Sänger löst das Thema in Zweierbindungen auf und folgt den seltsamen harmonischen Wendungen, bis er im Mittelteil versöhnlichere Töne anstimmt:
„Mir macht desselben schlechter Stand
Nur lauter Heyl und Wohl bekannt.“
Im zweiten Rezitativ dankt der Tenor dem „teuren Gottessohn“ dafür, dass er durch seine Menschwerdung die Pforten des Paradieses wieder aufgeschlossen habe. Nahtlos mündet diese Betrachtung in die letzte Strophe des Weihnachtsliedes Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich:
„Heut schleußt er wieder auf die Tür
Zum schönen Paradeis,
Der Cherub steht nicht mehr dafür,
Gott sei Lob, Ehr und Preis.“
Das Weihnachtsoratorium BWV 248 ist ein sechsteiliges Oratorium für Soli (SATB), gemischten Chor und Orchester von Johann Sebastian Bach. Die einzelnen Teile wurden erstmals vom Thomanerchor in Leipzig in den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest 1735 in der Nikolaikirche und der Thomaskirche aufgeführt.
Feierliche Eröffnungs- und Schlusschöre, die Vertonung der neutestamentlichen Weihnachtsgeschichte in den Rezitativen, eingestreute Weihnachtschoräle und Arien der Gesangssolisten prägen das Oratorium. Die sechs Teile werden durch die Freude über die Geburt Christi verbunden. Von der musikalischen Gattung steht das Weihnachts-Oratorium Bachs oratorischen Passionen nahe. Es ist das populärste aller geistlichen Vokalwerke Bachs und zählt zu seinen berühmtesten geistlichen Kompositionen. Das Oratorium wird heute häufig in der Advents- und Weihnachtszeit ganz oder in Teilen aufgeführt.
Die Entstehungszeit von Bachs Werk liegt am Ende einiger glücklicher Jahre unter Rektor Johann Matthias Gesner (September 1730 bis Oktober 1734), der Bach wohlgesinnt war und auch den längst überfälligen Umbau der Thomasschule veranlasst hatte. Die Uraufführung fand an den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtstag (25. Dezember 1734) und Epiphanias (6. Januar 1735) statt. Die Teile I, II, IV und VI wurden zweimal an einem Tag aufgeführt, abwechselnd morgens und nachmittags in den Hauptkirchen St. Thomas und St. Nikolai, die Teile III und V nur in St. Nikolai. Spätere Aufführungen zu Bachs Lebzeiten sind nicht dokumentiert, jedoch nicht unwahrscheinlich.
Kein anderes Weihnachtsoratorium erlangte eine derartige Popularität wie das Werk von J.S. Bach.
Aufführung des BWV 248 „Weihnachts-Oratorium“ vom 23. Dez.1999 aus der Herderkirche in Weimar (Germany).
Start der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 von Sir John Eliot Gardiner.
The Christmas Oratorio BWV 248 is a six-part oratorio for soloists (SATB), mixed choir and orchestra by Johann Sebastian Bach. The individual parts were first performed by the Thomanerchor in Leipzig in the six church services between the first Christmas holiday in 1734 and the Epiphany festival in 1735 in the St. Nicholas Church and the St. Thomas Church.
Solemn opening and closing choirs, the setting of the New Testament Christmas story in the recitatives, interspersed Christmas choirs and arias of the vocal soloists characterize the oratorio. The six parts are joined by the joy of the birth of Christ. Of the musical genre, the Christmas Oratorio is close to Bach’s oratorio passions. It is the most popular of Bach’s sacred vocal works and is one of his most famous sacred compositions. Today, the oratory is often performed in whole or in part during Advent and Christmas.
The period of Bach’s work is at the end of several happy years under Rector Johann Matthias Gesner (September 1730 to October 1734), the Bach was well-disposed and had also arranged the long overdue reconstruction of the Thomas school. The premiere took place at the six services between Christmas Day (December 25, 1734) and Epiphany (January 6, 1735). Parts I, II, IV and VI were performed twice in one day, alternately in the morning and afternoon in the main churches of St. Thomas and St. Nikolai, parts III and V only in St. Nikolai. Later performances during Bach’s lifetime are not documented, but not unlikely.
No other Christmas Oratorio gained such popularity as the work of J.S. Bach.
Performance of the BWV 248 „Christmas Oratorio“ from Dec. 23, 1999 from the Herderkirche in Weimar (Germany).
Start of the Bach Cantata Pilgrimage 2000 by Sir John Eliot Gardiner.
Performed by:
English Baroque Soloists
Monteverdi Choir
Claron McFadden – soprano
Christoph Genz – tenor
Barnarda Finch – Old
Dietrich Henschel – Bass Conductor: Sir John Eliot Gardiner
ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 807 – „Englisch Suite Nr. 2 in a-Moll“
Eine Hommage an A-Moll
„Bach kann niemals einfach weggeworfen werden.“
Cembalist Bertrand Cuiller
Der französische Cembalist Bertrand Cuiller hat gelernt, diese „englische Suite“ speziell für „All of Bach“ zu spielen. Obwohl er einige Teile davon zu Hause gelesen hatte, hatte er nie zuvor die ganze Arbeit gespielt, geschweige denn im Konzert.
Wie die anderen ‚englischen‘ Suiten beginnt auch diese mit einem umfangreichen Präludium. Cuiller nennt es einen echten Hit, geschrieben in dem leichten und zugänglichen Stil eines italienischen Konzerts. Orchesterpassagen wechseln sich mit Solointerventionen ab, obwohl sie alle auf dem Cembalo gespielt werden. Einige Cembalisten entscheiden sich dafür, das Timbre dieser Passagen zu differenzieren, indem sie sie auf verschiedenen Keyboards spielen, aber Bertrand Cuiller hält das für zu einfach. Er hält sich auf der unteren Tastatur und bevorzugt den Kontrast durch sein Spiel.
Der Charakter des Präludiums ist einfach, und in diesem Stück zeigt Bach uns die fröhlichste und gelassenste Seite des Schlüssels von a-Moll. Laut Cuiller kann die ganze Suite als eine Hommage an a-Moll angesehen werden.
Die Sarabande ist eine der ausdrucksvollsten von Bach geschrieben. Er fügte eine Version mit umfangreichen Verzierungen hinzu. Wie die meisten seiner Kollegen ist Cuiller froh, die ornamentierte Version für die Wiederholungen zu verwenden, da er es nicht wagt, Bach sein eigenes Ornament hinzuzufügen.
Die zweiteilige Gigue am Ende ist ebenfalls sehr italienisch. Es ist extrem taktvoll und relativ einfach, da es sich um die einzige Gigue in den „englischen“ Suiten handelt, die keine Fuge ist. Es öffnet sich eher wie ein Tanz auf einem Dorfplatz, sagt Cuiller. Seine harmonische Einfachheit bedeutet jedoch nicht, dass es einfach weggeschleudert werden kann. Bei Bach ist das selten der Fall.
Wir haben diese Aufnahme im Bartolotti-Haus, in der Herengracht 170 und 172 gemacht. Das Haus auf der Rückseite von Nr. 170 wurde von Cembalist, Organist und Dirigent Gustav Leonhardt von 1974 bis zu seinem Tod im Jahr 2012 besetzt.
Leonhardt war einer der Pioniere der Alten Musik in den Niederlanden. Als Lehrer und Interpret war er eine Quelle der Inspiration für viele Cembalisten auf der ganzen Welt.
Es ist eines der beeindruckendsten Gebäude in der Altstadt von Amsterdam. Es wurde um 1620 als Residenz im Auftrag des wohlhabenden Geschäftsmannes Willem van den Heuvel erbaut, der von einem kinderlosen Onkel, Giovanni Battista Bartolotti, der aus Bologna stammte, viel Geld geerbt hatte. Das Design im holländischen Renaissancestil stammt wahrscheinlich von dem Amsterdamer Stadtarchitekten Hendrick de Keyser. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Haus aufgeteilt und mehrmals modernisiert. Von den verschiedenen Renovierungen können Sie noch viele schöne historische dekorative Merkmale sehen. Die beiden Teile des Bartolotti-Hauses kamen in den Besitz von Vereniging Hendrick de Keyser, die dort ihren Sitz hat.
Die sechs „englischen“ Suiten wurden wahrscheinlich zwischen 1710 und 1720 komponiert, jedenfalls vor den „französischen“ Suiten und den Partiten. Es bleibt unklar, warum sie „Englisch“ genannt werden. Laut dem ersten Bach-Biographen Forkel waren sie einem englischen Aristokraten gewidmet, dessen Name nicht genannt wird. Sie sind auch stilistisch mit den sechs Cembalosuiten des in London lebenden französischen Komponisten Charles Dieupart verbunden. Und auf der Titelseite der Kopie von Bachs jüngstem Sohn Johann Christian Bach, der ebenfalls in London lebte, heißt es „fait pour les anglois“.
Aber genau wie Bachs andere überlieferte Suiten für Keyboards sind die englischen Suiten überwiegend eine Synthese aus deutschen, italienischen und französischen Stilelementen. Bis zu einem gewissen Grad sind sie französischer als die sogenannten französischen Suiten. Alle sechs beginnen mit einem ausführlichen Präludium nach dem Vorbild französischer Lautensuiten. Dem Auftakt folgt die klassische Reihe der stilisierten Tänze: Allemande, Courante, Sarabande und Gigue, mit einer freien Auswahl von Gavotte, Bourrée, Passepied oder Menuett zwischen den beiden letztgenannten Tänzen.
Johann Ludwig Bach (1677-1731)Kantate „Mache dich auf, werde Licht“
Für das Fest Mariä Reinigung!
Johann Ludwig Bach (* 4. Februar jul./ 14. Februar 1677 greg. in Thal bei Eisenach; beerdigt 1. Mai 1731 in Meiningen)genannt der „Meininger Bach“, war ein deutscher Komponist aus der Familie Bach.
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Die Kantate: „Mache dich auf, werde licht, denn dein Licht kömmt“ . Sie stammt nicht von Johann Sebastian Bach, sondern von seinem entfernten Vetter Johann Ludwig Bach (1677-1731),der von 1711 an Hofkompositeur in Meiningen war.
Die Kantate „Mache dich auf, werde Licht“ von Johann Ludwig Bach wurde ursprünglich für das nachweihnachtliche Fest Mariä Reinigung am 2. Februar geschrieben. Sie passt aber auch hervorragend in die Adventszeit.
Zur besseren Unterscheidung von seinem berühmten Vetter Johann Sebastian Bach (1685-1750) wird Johann Ludwig Bach häufig auch der „Meininger Bach“ genannt wird, weil er den größten Teil seines Lebens am Meininger Hof verbracht hat. Im Alter von 22 Jahren kam er zunächst als Chorsänger dorthin. Vier Jahre später, 1703 wurde er, der für die Kirchenmusik zuständige, Hofkantor. 1711 erfolgte schließlich die Ernennung zum Hofkapellmeister, der er bis zu seinem Tod zwanzig Jahre später auch blieb.
Von Johann Ludwig Bachs Vokalwerken haben sich nur wenige erhalten, eine Messe und eine Trauermusik, elf Motetten und 22 Kantaten. Die meisten übrigens nur dank Abschriften von Johann Sebastian, der sie gerne in Leipzig aufführte. Dazu zählt auch die Kantate „Mache dich auf, werde Licht“, die eigentlich für das Fest Mariä Reinigung am 2. Februar geschrieben wurde, das heute Darstellung des Herrn heißt.
Sie passt aber auch hervorragend in die Adventszeit. Schon im ersten Satz zitiert Bach den Propheten Jesaja. Der wiederum weist mit seinen Worten nach christlicher Überzeugung auf Jesus als den Messias hin. Die Arie zitiert die ersten beiden Verse des 60. Kapitels aus Jesaja. In der Einheitsübersetzung heißt es: „Auf, werde licht, denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir.“
Damit ist das Thema der Kantate klar, die Verheißung des kommenden Messias. Spannend ist diese Eröffnungsarie aber auch durch eng am Text sich orientierende musikalische Gestaltung. Ganz dem Text entsprechend ist sie dreiteilig angelegt. Zu Beginn und am Ende eher festlich steht in der Mitte ein eher dunkler etwas langsamerer Teil, der die das Erdreich bedeckende Finsternis ausmalt. Nach einem Duett wird der Text und das Thema Licht und Finsternis weiter meditiert und ein Bezug zum individuellen Menschen hergestellt. Zunächst geschieht das in einem Alt-Rezitativ und dann schließlich in einer Sopran-Arie. Beinahe fröhlich auffordernd singt der Sopran: „Weicht, ihr Schatten, weil der Herr mein Licht will sein.“
In einem zweiten Teil steht nun ein neutestamentliches Zitat im Mittelpunkt. Der Lobgesang des Simeon aus dem zweiten Kapitel des Lukas-Evangeliums. Den Text, der auch zum Fest Darstellung des Herrn gehört. „Nun lässt Du Herr deinen Knecht in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen.“ Die Kantate nimmt also die Hoffnung auf die Erlösung vorweg. Sie bringt dem Hörer schon nahe, was geschieht, wenn der Messias geboren ist. Und so gipfelt die Kantate „Mache dich auf, werde Licht“ von Johann Ludwig Bach schließlich auch in einem vom ganzen Orchester begleiteten Schlusschoral. Dort bittet der Chor darum einst zur Himmelstür geführt zu werden. Und zwar durch Christus, der wie es wörtlich heißt „Weg, Licht, Pfort, Wahrheit und Leben“ ist.
Johann Ludwig Bach (1677-1731) Cantata „Mache dich auf, werde Licht“ („Get up, become light“) – For the Feast of the Purification of the Virgin Mary
The cantata: „Mache dich auf, werde Licht“ („Open yourself, become light,) for your light is coming“. It does not come from Johann Sebastian Bach, but from his distant cousin Johann Ludwig Bach (1677-1731), who was from 1711 court composer in Meiningen.
The cantata „Get Up, Become Light“ by Johann Ludwig Bach was originally written for the post-Christmas feast of the Purification of the Virgin Mary on 2 February. But it also fits perfectly into the Advent season.
To better distinguish him from his famous cousin Johann Sebastian Johann Ludwig Bach is often called the „Meininger Bach“, because he spent most of his life at Meininger farm. At the age of 22, he first came there as a chorister. Four years later, in 1703, he became court cantor in charge of church music. Finally, in 1711, he was appointed Court Kapellmeister, to whom he remained until his death twenty years later.
Only a few have survived Johann Ludwig Bach’s vocal works, a mass and funeral music, eleven motets and twenty-two cantatas. Most of them only thanks to copies of Johann Sebastian, who performed them in Leipzig. This also includes the cantata „Get up, become light“, which was actually written for the Feast of the Purification of the Virgin Mary on 2 February, which today is called Representation of the Lord.
But it also fits perfectly into the Advent season. Already in the first sentence Bach cites the prophet Isaiah. In his turn, according to Christian conviction, he points to Jesus as the Messiah. The aria cites the first two verses of the 60th chapter of Isaiah. The unitary translation states, „Open up, become light, for your light is coming, and the glory of the Lord is shining bright upon you, for behold, the earth and darkness cover the nations, but the Lord above you shines bright, his Glory appears above you. “
Thus, the theme of the cantata is clear, the promise of the coming Messiah. But this opening aria is also exciting because of the musical design, which closely follows the text. In keeping with the text, it is in three parts. At the beginning and at the end rather festive stands in the middle of a rather darker, somewhat slower part, which paints the darkness covering the ground. After a duet, the text and the subject of light and darkness are meditated further and a relationship to the individual man is established. At first this happens in an alto recitative and then finally in a soprano aria. Almost cheerfully, the soprano sings: „Forsake, you shadows, because the Lord wants my light.“
In a second part is now a New Testament quote in the center. The praise of Simeon from the second chapter of the Gospel of Luke. The text that also belongs to the Feast of the Lord. „Now Lord lets you divorce your servant in peace, for my eyes have seen salvation.“ The cantata thus anticipates the hope of salvation. It already teaches the listener what happens when the Messiah is born. And so the cantata „Get Up, Become Light“ by Johann Ludwig Bach culminates in a final chorale accompanied by the whole orchestra. There, the choir asks to be led once to heaven’s door. And through Christ, who literally means „way, light, comfort, truth, and life.“
Performed by:
Jugenkantorei Dormagen / The Little Concert
Barbara Schlick (soprano), Mary Nichols (alto), Wilfried Jochens (tenor), Stephen Varcoe (bass)
Head: Hermann Max
Recording of the WDR from 1991
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Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von
„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“
eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Am 10.12.2017 begehen wir den 2. Advent
Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi.
Im Advent sehen wir nicht nur zurück auf die Ankunft des Herrn, wie sie uns in der Bibel als „Weihnachtsgeschichte“ überliefert ist, sondern auch voraus auf die zukünftige Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Begründer des Neuen Jerusalem. In der Spannung zwischen beiden erfahren wir im Advent den Herrn als den, der auf uns zukommt, sich uns immer wieder neu zuwendet und uns zur Buße zur Umkehr zu ihm hin einlädt.
Das Thema des 2. Sonntags im Advent wendet sich jetzt dem erlösenden Aspekt Gottes zu, nachdem am 1. Sonntag im Advent die Macht des Herrschers im Vordergrund stand. Der Erlöser wirkt auf vielerlei Weise – wiederum durch Macht, oder durch den Opfertod am Kreuz. Das Kommen wird aber auch als Erlösung von den Leiden dieser Welt angesehen, d.h. der Herr, wenn er kommt, wird endlich ein Ende machen mit der hiesigen Trübsal (Epistel).
Ab diesem Sonntag entfällt das „Gloria in excelsis“.
Am 2. Advent denken wir besonders an den Tag, an dem Gott diese Welt erlösen wird. Noch stehen wir in dieser Welt der Not und der Schuld, noch warten wir auf den Erlöser, der schon naht. In aller Trübsal unseres Lebens hören wir die Verheißungen, die uns mit Hoffnung erfüllen und deren Einlösung wir geduldig erwarten.
Wochenspruch:
Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. (Lk 21, 28b)
Der alttestamentliche Jesaja-Text will die Menschen auf das Kommen des Messias an Weihnachten vorbereiten. Die prägnanten Worte der Bibel haben Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Heinrich Schütz und Eduard Nössler in ganz unterschiedliche Musik übersetzt.
Programm u. a.:
J. S. Bach: Kantate – BWV 132„Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“
Kantate für den 4. Advent!
H. Schütz: Drei adventliche Gesänge SWV 381-383 aus der Geistlichen Chormusik von 1648
M. Praetorius: Liedsatz „Wachet auf“ und Magnifikat in deutscher Sprache
i. Overture (chorale fantasia): Nun komm, der Heiden Heiland
ii. Recitative (tenor): Der Heiland ist gekommen
iii. Aria (tenor): Komm, Jesu, komm zu deiner Kirche
iv. Recitative (bass): Siehe, ich stehe vor der Tür
v. Aria (soprano): Öffne dich, mein ganzes Herze
vi. Chorale: Amen, Amen, komm du schöne Freudenkrone
J.S. Bach Cantata BWV 132“Bereitet die Wege, bereitet die Bahn”
Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.
„Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!“
Kantate BWV 132 zum 4. Advent für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Oboe, Fagott, Streicher und Continuo.
J.S. Bach – Partita in B-dur, BMW.825 – I. Praeludium
Bach – Partita in B-Dur, BMW.825 – II. Allemande
Bach – Partita in B-Dur, BMW.825 – III. Corrente
Bach – Partita in B-Dur, BMW.825 – IV. Sarabande
Bach – Partita in B-Dur, BMW 825 – V. Menuet I & Menuet II
Bach – Partita in B-Dur, BMW.825 – VI. Gigue
Ludwig van Beethoven– Klaviersonate Nr. 7 in D-Dur, Op.10 Nr. 3 – I. Presto
Beethoven – Klaviersonate Nr. 7 in D-Dur, Op.10 Nr. 3 – II. Largo und Mesto
Beethoven – Klaviersonate Nr. 7 in D-Dur, Op.10 Nr. 3 – III. Menuetto. Allegro – Trios
Beethoven – Klaviersonate Nr. 7 in D-Dur, Op.10 Nr. 3 – IV. Rondo. Allegro
Franz Schubert– Klaviersonate a-Moll, Op.143 / D.784 – I. Allegro giusto
Schubert – Klaviersonate a-Moll, Op.143 / D.784 – II. Andante
Schubert – Klaviersonate in a-Moll, Op.143 / D.784 – III. Allegro vivace
Schubert – 6 Augenblicke musicaux, Op.94 / D.780 – I. Moderato, C-Dur
Schubert – 6 Momente musicaux, Op.94 / D.780 – II. Andantino in As-Dur
Schubert – 6 Momente musicaux, Op.94 / D.780 – III. Allegro moderato in f-Moll
Grigori Sokolov
Grigori Lipmanowitsch Sokolow; Transliteration Grigorij Lipmanovič Sokolov; * 18. April 1950 in Leningrad) ist ein russischer Pianist. Er gilt als einer der bedeutendsten Pianisten der Gegenwart.
Obwohl Sokolow in den 1970er und 1980er Jahren in der damaligen Sowjetunion eine beeindruckende Karriere machte, durfte er nur selten zu Konzertauftritten ins Ausland reisen, was ihn im Westen nur langsam bekannt werden ließ. Er gibt zudem ungern Interviews, spielt keine Aufnahmen in Studios ein und tritt nicht mit Orchester auf, da ihm die Probenzeiten für Orchesterkonzerte zu kurz sind. Gefürchtet ist seine penible Art, die Stimmung des Instruments auch kurz vor Konzertbeginn noch korrigieren zu lassen.
Inzwischen hat Sokolow über 1000 Konzerte gegeben, die oftmals begeisterte Kritiken erhielten, darunter in der Carnegie Hall in New York und im Wiener Musikvereinssaal. Der zurückhaltend auftretende Künstler veröffentlichte Platteneinspielungen bei dem kleinen französischen Label Opus 111, das zu dem Independent-Label Naïve Records gehört. Darunter sind Werke von J.S. Bach, Beethoven, Brahms und Chopin.
Die Deutsche Grammophon veröffentlichte im Januar 2015 einen Mitschnitt von Sokolows Salzburger Festspielkonzert im Sommer 2008 unter dem Namen The Salzburg Recital. Die Veröffentlichung wurde in der Presse überaus positiv besprochen und im Oktober 2015 mit dem ECHO Klassik in der Kategorie Solistische Einspielung des Jahres ausgezeichnet. Im September 2015 sorgte Sokolow für Aufsehen, als er den italienischen Musikpreis Cremona Music Award vor dessen Verleihung zurückwies, was er in Form einer handschriftlichen Notiz auf seiner Webseite begründete.
Sokolow ist für seine „makellose, brillant virtuose Technik“ bekannt, die „den Klang voll und satt […], aber nie massiv“ wirken lässt und dadurch eine „Freilegung höchster Musikalität“ ermöglicht.
Grigori Lipmanovich Sokolov; Transliteration Grigory Lipmanovic Sokolov; Born April 18, 1950 in Leningrad) is a Russian pianist. He is considered one of the most important contemporary pianists.
Although Sokolov made an impressive career in the 1970s and 1980s in the then Soviet Union, he was rarely allowed to travel abroad for concert appearances, which made him slowly known in the West. He also reluctantly gives interviews, does not record in studios, and does not perform with orchestra because he finds rehearsals for orchestral concerts too short. Dreaded is his meticulous way to have the mood of the instrument corrected just before the concert begins.
Meanwhile, Sokolov has given over 1000 concerts, which often received rave reviews, including at Carnegie Hall in New York and in the Vienna Musikvereinssaal. The restrained artist released recordings on the small French label Opus 111, which belongs to the independent label Naïve Records. Among them are works by J.S. Bach, Beethoven, Brahms and Chopin.
In January 2015 Deutsche Grammophon released a recording of Sokolov’s Salzburg Festival Concert in summer 2008 under the name The Salzburg Recital. The publication was very well received by the press and was awarded the ECHO Klassik in the Soloist Recording of the Year category in October 2015. In September 2015, Sokolov caused a stir when he rejected the Italian music award Cremona Music Award before its award, which he founded in the form of a handwritten note on his website.
Sokolov is known for his „flawless, brilliantly virtuoso technique“, which makes „the sound full and full, but never massive,“ thereby enabling „the release of the highest musicality“.
Seit langem erwartet, wird Anfang Dezember die Universitätskirche St. Pauli ihrer Bestimmung übergeben. Hier werden künftig die Universitätsgottesdienste gefeiert und damit wird endlich die Zeit der „Übergangslösung“ beendet. Nach der Sprengung 1968 hatte die benachbarte Nikolaikirche Asyl angeboten.
Der 2. Dezember gilt als Gründungstag der Universität und deshalb wurden die Feierlichkeiten zur Eröffnung rund um diesen Termin geplant: Nach dem Festakt am 1. Dezember und dem Bürgertag am 2. Dezember, wird am Sonntag, der in diesem Jahr zugleich der 1. Advent ist, die Leipziger Universitätskirche St. Pauli in einem Festgottesdienst geweiht. Die ie musikalische Gestaltung haben Universitätsmusikdirektor David Timm und Universitätsorganist Daniel Beilschmidt übernommen.
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Liebe Bach-Freunde/innen ! Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:
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Am 03.12.2017 begehen wir den „1. Advent“
Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi.Im Advent sehen wir nicht nur zurück auf die Ankunft des Herrn, wie sie uns in der Bibel als „Weihnachtsgeschichte“ überliefert ist, sondern auch voraus auf die zukünftige Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Begründer des Neuen Jerusalem. In der Spannung zwischen beiden erfahren wir im Advent den Herrn als den, der auf uns zukommt, sich uns immer wieder neu zuwendet und uns zur Buße zur Umkehr zu ihm hin einlädt.
Der 1. Sonntag im Advent steht unter dem Zeichen des Evangeliums vom Einzug Jesu in Jerusalem. Vordergründig hat diese Erzählung nichts mit Advent und schon gar nicht mit dem Christfest zu tun. Wenn man aber etwas weiter darüber nachdenkt, fällt gerade in unserer Zeit auf, dass wir selbst unseren Herrn ja so begrüßen wie damals die Menschen in Jerusalem – als den Sohn Davids, den Messias – um ihn dann wenig später zu verachten und ans Kreuz zu bringen. Heute ist es wohl unser Konsumverhalten, das unseren Herrn ans Kreuz bringt.Als Anfang des Kirchenjahres wird dem 1. Advent liturgisch eine hervorgehobene Bedeutung gegeben, was sich vor allem in den Gebeten niederschlägt. Mit dem 1. Advent beginnen wir das Kirchenjahr und denken dabei besonders an den Einzug Jesu in Jerusalem. Wir begrüßen ihn als den Herrn und König dieser Welt und freuen uns darüber, dass er gekommen ist und uns befreit hat zur Gemeinschaft mit ihm und untereinander.
Wochenspruch: Siehe dein König kommt zu dir ein Gerechter und ein Helfer. (Sach 9, 9b)
Die Kantate „Mache dich auf, werde Licht“ von Johann Ludwig Bach wurde ursprünglich für das nachweihnachtliche Fest Mariä Reinigung am 2. Februar geschrieben. Sie passt aber auch hervorragend in die Adventszeit.
Zur besseren Unterscheidung von seinem berühmten Vetter Johann Sebastian wird Johann Ludwig Bach häufig auch der „Meininger Bach“ genannt wird, weil er den größten Teil seines Lebens am Meininger Hof verbracht hat. Im Alter von 22 Jahren kam er zunächst als Chorsänger dorthin. Vier Jahre später, 1703 wurde er, der für die Kirchenmusik zuständige, Hofkantor. 1711 erfolgte schließlich die Ernennung zum Hofkapellmeister, der er bis zu seinem Tod zwanzig Jahre später auch blieb….
Part I
i. Chorus: Schwingt freudig euch empor
ii. Choral (soprano, alto): Nun komm, der Heiden Heiland
iii. Aria (tenor): Die Liebe zieht mit sanften Schritten
iv. Chorale: Zwingt die Saiten in Cythara
Part II
v. Aria (bass): Willkommen, werter Schatz!
vi. Chorale (tenor): Der du bist dem Vater gleich
vii. Aria (soprano): Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen
viii. Chorale: Lob sei Gott dem Vater ton
Siebter Satz (Sopranarie) aus der Kantate BWV 36
Aus der reformierten Kirche Trogen, Schweiz
Chor und Orchester der J. S. Bachstiftung St. Gallen
Rudolf Lutz – Musikalische Leitung
„Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ (BWV 137) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Choralkantate 1725 in Leipzig für den 12. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 19. August 1725 erstmals auf.
J.S. Bach hat sich in diesem Stück klare Grenzen gesetzt. Er benutzte den unverfälschten Text einer bekannten Hymne von Joachim Neander. Der ursprüngliche Hymnus hat fünf Verse und die Kantate hat die gleiche Anzahl von Bewegungen. Es gibt keine Rezitative. Ein solches Stück wird auch als Choralkantate bezeichnet.
Erst am Ende hören wir die bekannte Version des Chores in einer vierteiligen Fassung mit der Melodie im oberen Teil. In den ersten vier Sätzen hat Bach das Material auf verschiedene Arten miteinander verwoben. Wie Dirk Peter Dijkstra in seinem Interview erklärt, nimmt er immer einen anderen Aspekt des Textes als Grundlage für die Inspiration der Musik. Im Eröffnungschor singen die Soprane die Choralmelodie. In der ersten Arie singt der Alt die zweite Strophe mit Verzierungen, während eine Solovioline mit Passagen um sie herumschwirrt. Bach überarbeitete diese Arie später zu einem seiner Schübler-Choräle für Orgel, BWV 650.
In der folgenden Arie (einem Duett für Sopran und Bass, begleitet von einem Duett für zwei Oboen) verwendete Bach nur die ersten Töne der Choralmelodie als Kopfmotiv . Die dritte Arie hat einen expressiv aktiven Gesangsteil für den Tenor, während die erste Trompete oder Oboe den vollen Choral spielt. Der Grundton von a-Moll in dieser Arie und das C-Dur der Choralmelodie bilden ein faszinierend harmonisches Spannungsfeld.
Die unterschiedliche Art, in der Bach den Choral in diese Kantate integriert hat, lässt vermuten, dass er die Gefahren einer gewissen Einheitlichkeit erkannte. Obwohl er mit der dreifachen Zeit nicht herumkommen konnte, unternahm er eine kleine Rundreise mit den Schlüsseln. Von C-Dur geht er nach G-Dur, nach E-Moll und nach A-Moll, danach kehrt die Kantate nach C-Dur zurück.
Christoph Eschenbach(* 20. Februar 1940 in Breslau) ist ein deutscher Pianist und Dirigent.
In diesem Satz spiegelt sich die Lebensgeschichte des Dirigenten Christoph Eschenbach. Nach den traumatischen Erlebnissen seiner Kindheit war er verstummt, und erst durch die Musik fand er die Sprache wieder. Für das Porträt kehrte er zurück in seine GeburtsstadtBreslau, an die Orte seiner Kindheit in Schleswig-Holstein und in seine Wahlheimat Paris.
Die erste Erinnerung des Dirigenten Christoph Eschenbach an das Leben ist der Tod. Die Mutter bei seiner Geburt gestorben, der Vater in einem Strafbataillon der Wehrmacht gefallen, strandete der Fünfjährige mit seiner Großmutter in einem Flüchtlingslager, in dem er als Einziger eine Typhusepidemie überlebte. Eschenbachs spätere Adoptivmutter holte ihn aus dem Lager. Monatelang konnte der traumatisierte Junge nicht mehr sprechen. Was ihn rettete, war die Musik. Seine Retterin Wallydore Eschenbach war Pianistin und Sängerin.
Über ihre Musik fand Christoph Eschenbach ins Leben und zur Sprache zurück. Was nach den traumatischen Anfängen folgte, war ein traumhafter Aufstieg: Aufgewachsen in Neustadt in Holstein gewann Eschenbach schon als Zehnjähriger beim Hamburger Steinway-Wettbewerbden ersten Preis. In den 1960er Jahren begann eine erfolgreiche Pianisten- und Dirigentenkarriere, gefördert durch Herbert von Karajanund George Szell.
Von 1999-2002 war Eschenbach Künstlerischer Leiter des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Aber viel wichtiger als die eigenen Erfolge war und ist Eschenbach die Förderung junger Talente. Eines von ihnen ist der Pianist Lang Lang. Für die Dokumentation kehrte Christoph Eschenbach in seinen Geburtsort Breslau und an die Orte seiner Kindheit und Jugend in Schleswig-Holstein zurück. Und er zeigt, warum Paris für ihn zur zweiten Heimat wurde. Einblicke in sein privates Archiv machen deutlich, was ihn geprägt hat und warum es ihm so wichtig ist, dies an die nächste Generation weiterzugeben.
The conductor Christoph Eschenbach – A portrait on his 75th birthday!
„Music means everything!“
Christoph Eschenbach (born February 20, 1940 in Breslau) is a German pianist and conductor.
This sentence reflects the life story of the conductor Christoph Eschenbach. After the traumatic experiences of his childhood, he was silent, and only through the music he found the language again. For the portrait, he returned to his native city of Breslau, to the places of his childhood in Schleswig-Holstein and in his adopted home of Paris.
The first memory of the conductor Christoph Eschenbach to life is death. The mother died at his birth, the father died in a punitive battalion of the Wehrmacht, the five-year-old stranded with his grandmother in a refugee camp, where he was the only one survived a typhus epidemic. Eschenbach’s future adoptive mother brought him out of the camp. For months, the traumatized boy could no longer speak. What saved him was the music. His savior Wallydore Eschenbach was a pianist and singer.
Christoph Eschenbach came back to life and to the language through her music. What followed after the traumatic beginnings was a fantastic ascent: Growing up in Neustadt in Holstein, Eschenbach won the first prize at the Hamburg Steinway Competition as a ten-year-old. In the 1960s began a successful pianist and conductor career, promoted by Herbert von Karajan and George Szell.
From 1999-2002 Eschenbach was Artistic Director of the Schleswig-Holstein Music Festival. But much more important than his own achievements was and is Eschenbach’s promotion of young talents. One of them is the pianist Lang Lang. For the documentation Christoph Eschenbach returned to his birthplace Wroclaw and to the places of his childhood and youth in Schleswig-Holstein. And he shows why Paris became his second home for him. Insights into his private archive make it clear what has shaped him and why it is so important for him to pass this on to the next generation.
Jedes Satzpaar aus Präludium und Fuge wird im Bach-Werke-Verzeichnis unter einer eigenen Nummer geführt. Entsprechend umfasst der 1. Teil BWV 846 bis BWV 869
Das Wohltemperierte Klavier (BWV 846–893) ist eine Sammlung von Präludien und Fugen für ein Tasteninstrument von Johann Sebastian Bach in zwei Teilen. Teil I stellte Bach 1722, Teil II 1740/42 fertig. Jeder Teil enthält 24 Satzpaare aus je einem Präludium und einer Fuge in allen Dur- und Molltonarten, chromatisch aufsteigend angeordnet von C-Dur bis h-Moll.
Mit dem Begriff „Clavier“, der alle damaligen Tasteninstrumente umfasste, ließ Bach die Wahl des Instruments für die Ausführung bewusst offen. Die Orgel scheidet in den meisten Fällen aus, da Bach keine separate Pedalstimme notierte oder als solche bezeichnete und die Orgeln seiner Zeitmitteltönig gestimmt waren. Der größte Teil des Werks ist offenbar für Clavichordoder Cembalo konzipiert.
Nach einer Äußerung Johann Nikolaus Forkels (1749-1818) hatte Bach eine Vorliebe für das Clavichord. Im Nekrolog von 1754 steht dagegen über Bach: „Die Clavicymbalewußte er, in der Stimmung, so rein und richtig zu temperiren, daß alle Tonarten schön und gefällig klangen.“ Das Werk wird heute sowohl auf dem Cembalo als auch auf dem modernen Klavier bzw. Flügel gespielt.
Der sorgfältig formulierte Langtitel gab den pädagogischen Zweck der Sammlung als systematisches Lehrwerk für musikalische Anfänger und Fortgeschrittene an: Es diene „zum Nutzen und Gebrauch der Lehrbegierigen Musicalischen Jugend, als auch derer in diesem studio schon habil seyenden besonderem Zeitvertreib“. Diese Zweckbestimmung gab Bach auch zwei weiteren, 1722/23 neu herausgegebenen Kompositionszyklen: der „Auffrichtigen Anleitung“ und dem „Orgelbüchlein“.
Damit reihte er das Wohltemperierte Klavier in jene Instrumentalwerke ein, die vornehmlich der Ausbildung des musikalischen Nachwuchses dienten. Diese gehörte zu den hervorragenden Pflichten des Thomaskantors in Leipzig: jenes Amtes, um das Bach sich 1722 gerade bewarb. Der erste Teil des Wohltemperierten Klaviers mitsamt seinem Langtitel war also zugleich Teil dieser Bewerbung Bachs.
Trotz seiner Beschränkung auf die Formen des Präludiums und der Fugeweist das Wohltemperierte Klavier eine große Vielfalt an musikalischen Ausdrucksformen auf. Die Größe des Werkes besteht dabei nicht nur in der kunstvollen Kompositionstechnik. So ist es gerade der poetische Gehalt der Stücke, der Interpreten und Hörer des Werks durch die Jahrhunderte hindurch fasziniert hat.
Der weltberühmte Bach-Interpret András Schiffspielt das umfangreiche Klavierwerk von Johann Sebastian Bach, Das wohltemperierte Klavier, Buch 1, auf einem Steinway-Flügel. Live aufgezeichnet in der Royal Albert Hall am 7. September 2017.
András Schiff (* 21. Dezember 1953 in Budapest) ist ein österreichischer und britischer Pianist und Dirigent ungarischer Herkunft.
Schiff ist ein renommierter Interpret der Musik von Mozart, Beethoven, Schubert und besonders des Klavierwerks seines Landsmannes Béla Bartók. Daneben widmet er sich intensiv dem Werk von Johann Sebastian Bach, wobei er nicht der historischen Aufführungspraxis folgt, sondern die Musik Bachs üblicherweise auf modernen Flügeln verschiedener Bauart (Bösendorfer, Steinway) darbietet.
J. S. Bach – „The Well-Tempered Clavier, Part 1“
Each sentence pair of prelude and fugue is listed in the Bach-Werke-Verzeichnis under its own number. Accordingly, Part 1 comprises BWV 846 to BWV 869
The Well-Tempered Clavier (BWV 846-893) is a collection of preludes and fugues for a keyboard instrument by Johann Sebastian Bach in two parts. Part I was completed by Bach 1722, part II 1740/42. Each part contains 24 sentence pairs, each consisting of a prelude and a fugue in all major and minor keys, arranged in ascending chromatic order from C major to B minor.
The term „well-tempered“ possibly refers to the 1681 invented by Andreas Werckmeister, by him so-called well-tempered mood. The middle-tone Wolfsquinte was defused at the expense of pure thirds to allow playing in all keys.
With the term „clavier“, which encompassed all keyboard instruments at that time, Bach deliberately left the choice of the instrument for the execution open. The organ is eliminated in most cases, as Bach did not record or designate a separate pedal voice, and the organs of his time were medium-pitched. Most of the work is apparently conceived for clavichord or harpsichord.
After a statement by Johann Nikolaus Forkels Bach had a preference for the clavichord. Bach ’s obituary of 1754, on the other hand, says of Bach: „He knew the clavicymbals in the mood to temper so pure and true that all the keys sounded beautiful and pleasing.“ The work is today performed both on the harpsichord and on the modern piano or on the piano Wings played.
The carefully formulated long title stated the pedagogical purpose of the collection as a systematic textbook for beginners and advanced musicians: it served „for the benefit and the use of the teacher-studious musical youth, as well as those in this studio already habil seyenden special pastime“. This purpose also gave Bach two more composition cycles, newly published in 1722/23: the „Auffrichtige Anleitung“ and the „Orgelbüchlein“.
He included the Well-Tempered Clavier in those instrumental works that primarily served to train young musical talent. This was one of the outstanding duties of the Thomaskantors in Leipzig: the office, the creek in 1722 just applied. The first part of the Well-Tempered Clavier, including its long title, was at the same time part of Bach’s application.
Despite its limitation to the forms of prelude and fugue, the Well-Tempered Clavier has a great variety of musical expressions. The size of the work does not only consist of artistic technique of composition. Thus it is precisely the poetic content of the pieces that fascinated interpreters and listeners of the work through the centuries.
The world-famous Bach interpreter András Schiff plays the extensive piano work of Johann Sebastian Bach, The Well-Tempered Clavier, Book 1, on a Steinway grand piano. Recorded live in the Royal Albert Hall on September 7, 2017.
András Schiff (born December 21, 1953 in Budapest) is an Austrian and British pianist and conductor of Hungarian origin.
Schiff is a renowned interpreter of the music of Mozart, Beethoven, Schubert and especially the piano works of his countryman Béla Bartók. In addition, he devotes himself intensively to the work of Johann Sebastian Bach, whereby he does not follow the historical performance practice, but the music of Bach usually on modern wings of various design (Bösendorfer, Steinway) presents.
Radiosendungen in Deutschland mit Bach-Kantaten am Buß- und Bettag, 22.11.2017
Der Buß- und Bettag in Deutschland ist ein Feiertag der evangelischen Kirche, der auf Notzeiten zurückgeht. Im Lauf der Geschichte wurden Buß- und Bettage immer wieder aus aktuellem Anlass angesetzt. Angesichts von Notständen und Gefahren wurde die ganze Bevölkerung zu Umkehr und Gebet aufgerufen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird ein allgemeiner Buß- und Bettag am Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag, dem letzten Sonntag des Kirchenjahres, begangen, elf Tage vor dem ersten Adventssonntag bzw. am Mittwoch vor dem 23. November. Im Jahr 2017 fällt er auf den 22. November.
Im Jahr 1994 wurde beschlossen, den Buß- und Bettag als arbeitsfreien Tag mit Wirkung ab 1995 zu streichen. Lediglich im Bundesland Sachsen besteht er bis heute als gesetzlicher Feiertag weiter. Im Bundesland Bayern ist am Buß- und Bettag an allen Schulen unterrichtsfrei.
In dieser Bach-Kantate geht es um den Menschen, der in seiner Existenz bedroht, von Feinden umgeben ist. Diese 1724 für den Sonntag nach Neujahr komponierte Kantate ist, ein Meisterwerk. Die drei Choräle des Werks, am Anfang, in der Mitte und am Schluss zeigen die Situation des damaligen Menschen, der durch kriegerische Auseinandersetzung, Hunger, Armut, Katastrophen, von grosser Kindersterblichkeit bedroht war. Auch in dieser Kantate ist Gott der Retter, der Mensch soll ihm treu bleiben, auch wenn Leiden sein Geschick bestimmen.
Das Cello ist in Deutschland zum Instrument des Jahres 2018 gekürt worden! – Giovanni Battista Cirri (1724-1808) Cello Concerto No.3 in D-Dur!
Giovanni Battista Ciriri (1724-1808)
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Giovanni Battista Cirri (1724-1808) Cello Concerto No.3 in D-Dur; Op.14⁄3
Im Kalenderjahr 2018 wird das Cello in Deutschland das Instrument des Jahres sein. Ziel ist es, mit vielen begleitenden Aktionen Interesse für das Instrument und seine Bedeutung zu wecken. Aus diesem Anlass werde ich einige Cello-Konzerte aus dem In- und Ausland in
„Volkers Klassikseiten J. S. Bach“
veröffentlichen!
Heute ist es ein Cello-Konzert von Giovanni Battista Cirri (1724-1808) – ein italienischer Komponist der späten Barockzeit.
Giovanni Battista Cirri (* 1. Oktober 1724 in Forlì; † 11. Juni 1808 ebenda) war ein italienischer Cellist und Komponist des 18. Jahrhunderts.
Giovanni Battista Cirri erhielt ersten Musikunterricht durch seinen Bruder Ignazio Cirri (1711–1787), der Organist an der Kathedrale von Forli war. Danach setzte er seine Studien bei dem damals berühmten Giovanni Battista Martini(1706-1784) in Bologna fort. 1759 wurde Cirri dort Mitglied der angesehenen Accademia Filarmonica.
Ab 1760 wirkte Cirri für etwa fünf Jahre in Paris. Dort veröffentlichte er seine ersten Werke, eine seiner Sinfonien wurde am 5. April 1763 bei den Concert Spirituelaufgeführt, was eine besondere Auszeichnung darstellte.
1764 ließ er sich in London nieder, wo er eine Anstellung als Kammermusiker beim Herzog von York hatte. Sein erster öffentlicher Auftritt erfolgte im Mai 1764, als Begleiter einer Violinistin namens Marcella. Des Weiteren trat er 1764/65 anlässlich der Londoner Auftritte des jungen Mozart als Solist in Erscheinung. Ebenso trat er bei den damals populären, sogenannten „Bach–Abel Konzerten“ auf.
Später war er „Director of music“ beim Herzog von Gloucester.. In seiner Londoner Zeit komponierte er unter anderem drei Sonaten für Violoncello und Basso continuo, die 1765 veröffentlicht wurden.
1780 kehrte er nach Forli zurück und assistierte eine Zeit lang seinem erkrankten Bruder. 1782 wirkte Cirri als erster Cellist am „Teatro dei Fiorentini“ in Neapel. 1787 folgte er seinem Bruder als Kapellmeister an der Kathedrale von Forli.
Giovanni Battista Cirri (1724-1808) Cello Concerto No.3 in D major; Op.14/3
In the calendar year 2018, the cello in Germany will be the instrument of the year. The aim is to arouse interest in the instrument and its significance with many accompanying actions. On this occasion I will present some cello concerts from home and abroad in „Volkers Klassikseiten J. S. Bach“!
Today I am releasing a Cello Concerto by Giovanni Battista Cirri (1724-1808) – an Italian composer of the late Baroque period.
Giovanni Battista Cirri (born October 1, 1724 in Forli, † June 11, 1808 ibid) was an Italian cellist and composer of the 18th century.
Giovanni Battista Cirri received his first music lessons from his brother Ignazio Cirri (1711-1787), who was organist at Forli Cathedral. He then continued his studies with the then famous Giovanni Battista Martini in Bologna. 1759 Cirri was there a member of the prestigious Accademia Filarmonica.
From 1760 Cirri worked for about five years in Paris. There he published his first works, one of his symphonies was performed on 5 April 1763 at the Concert Spirituel, which represented a special honor.
In 1764 he settled in London, where he held a position as a chamber musician with the Duke of York. His first public appearance took place in May 1764, as a companion of a violinist named Marcella. Furthermore, he appeared in 1764/65 on the occasion of the London appearances of the young Mozart as a soloist in appearance. He also appeared at the then popular, so-called „Bach-Abel concerts“.
Later he was director of music with the Duke of Gloucester. During his time in London he composed three sonatas for violoncello and basso continuo, which were published in 1765.
In 1780 he returned to Forli and assisted his ill brother for a while. In 1782 Cirri was the first cellist at the „Teatro dei Fiorentini“ in Naples. In 1787 he followed his brother as Kapellmeister at the Cathedral of Forli.
In der Geschichte der sechs Schübler Choräle steht dieser Schlusschoral für Advent. Um diese Struktur zu erreichen, musste Bach (oder der anonyme Arrangeur) einen Trick mit dem Text ausführen, da die Kantate, aus der er diese Arie nahm – und besonders der Choral, den er verwendete, Lobe den Herren – nichts mit dem zu tun haben. Geburt von Jesus. Die Worte des BWV 137 jubeln allgemeiner und wurden außerdem mitten im kirchlichen Jahr gesungen. Der Weihnachtsakzent wird hinzugefügt, indem ein alternativer Choraltext auf die Musik geklebt wird, auch wenn wir es uns selbst in diesem rein instrumentalen Setting vorstellen müssen.
Die Anordnung folgt quasi dem Buchstaben nach der ursprünglichen Altarie, mit dem hochfliegenden Violinsolo in der rechten Hand. Bei der Transposition zur Orgel verliert das Solo etwas von seiner Bravour, was dem „neuen“ Choral gut entspricht. Anders als die Kantate, die von Trost und Schutz spricht, bittet sie dringend um die Errettung durch das Kommen Christi. Es gibt Zweifel, wie man die anderen Teile spielt. Entweder der Choral geht zur linken Hand und der Continuo zum Pedal, oder umgekehrt mit dem Choral an den Füßen. Wenn der Spieler sich für letzteres entscheidet, wie es der Organist Bart Jacobs hier tut, dann ist es der einzige ornamentierte Cantus firmus in Bachs bekanntem Oeuvre.
Sie können eine Nummer und einen Beinamen haben, aber das bedeutet nicht unbedingt, dass Bach die sechs bezaubernden Schübler-Choräle selbst geschrieben hat. Fünf von ihnen sind Arrangements bekannter Kantatenbewegungen – und das sechste kann durchaus auch ein Arrangement aus einem verlorenen Werk sein. Während einige Leute die Hand des Meisters nicht bezweifeln und eine wohlüberlegte Konstruktion darin identifizieren, sehen andere Spezialisten eine große Lücke zwischen Bachs eigenen verfeinerten Transkriptionen und diesen Werken, die oft ziemlich wörtlich auf die Orgel übertragen wurden.
Hat der Meister diese Aufgabe zum Beispiel seinem Sohn Wilhelm Friedemann Bach übertragen? Wollte er Spielern populärer Musik in der Clavier-Übung III sowie den virtuosesten Organisten die Möglichkeit geben? Waren diese Hits auch Bestseller wenn arrangiert? Obwohl wir die Antworten nicht kennen, ist es eine Tatsache, dass Bach selbst eine Kopie von Schüblers Publikation besaß, was sehr interessant ist für seine Fülle an Verbesserungen und Veränderungen durch einen Komponisten in den letzten Jahren seines Lebens.