Archiv der Kategorie: Sir John Eliot Gardiner

Sir John Eliot Gardiner – Konzerte im Kalenderjahr 2011 in Deutschland


Sir John Eliot Gardiner - engl. Dirigent

Liebe Gardiner-Freunde!

Es ist wieder soweit, der Sir hat seine erste Aufwartung in Germany beim Beethoven-Fest in Bonn am 14. September 2011 mit dem Londoner Sinfonie Orchester. Offiziell bestätigt auf der Webseite von SDG,

Link: http://www.monteverdi.co.uk/whats_on/performances.cfm?performance_id=277

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Bonn-Beethovenfest 2011

Mittwoch, 14. September 2011 um 20:00 Uhr

Gardiner und LSO mit der 4. und 5. Symphonie von Beethoven.

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BEETHOVEN 9th Symphony with the LSO

Donnerstag, 15 Sep 2011 um 20 Uhr – Beethovenfest, Bonn, Germany,

Beethoven 9. Symphonie mit dem LSO
Der Monteverdi Choir
Sir John Eliot Gardiner Dirigent

London Symphony Orchestra

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Beethovenhalle Bonn In einer spannenden Zusammenarbeit führt der Monteverdi Choir die „Neunte Symphonie“ von Beethoven mit dem LSO unter Sir John Eliot Gardiner auf. Nach der großartigen Leistung im letzten Juli 2010 in der St. Paul’s Cathedral-London, sind die Ensembles eingeladen worden zum renommierten „Beethovenfest 2011 in Bonn“ – Beethovens Geburtsstadt.
Die Neunte Symphonie ist eine emotionale Reise, die zwingende und mit den beliebten Chor „Ode an die Freude“ endet. Es ist furchtlos radikal in ihrem Umfang, seine Kraft, Schönheit und vielleicht vor allem seine brennende Botschaft der universellen Brüderlichkeit machen es zu einem Hymnus auf die Menschen ein nahezu unbegrenztes Potenzial in Kunst und Leben.
Es ist inzwischen allgemein als das ehrgeizigste Beethoven Werk anzusehen, und war äußerst Einflussreich während des 19. Jahrhunderts: Sie hat den Weg für romantische Musik inspiriert für andere große Komponisten wegen des Aufbaus seines dramatischen Refrains in eine Orchester-Look Symphonie.

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Auf der offiziellen Webseite des Beethoven-Festes 2011 – Bonn heisst es dazu:

Das Beethovenfest Bonn 2011 findet vom 9. September – 9. Oktober 2011 statt.

Das Programm wird im März 2011 veröffentlicht.

Link: http://www.beethovenfest.de/festival-programm/#

Sreenshot: Tickets Beethovenfest 2011

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Potsdam

Potsdam Bach-Motetten

Für Potsdam ist folgender Termin von SDG bekannt gegeben worden:

Potsdam-Nikolaisaal

Freitag, 30. September 2011

Programm:

Johann Sebastian Bach : 

BWV 230 „Lobet den Herrn, alle Heiden“ –  BWV 228 „Fürchte dich nicht“

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704)

Sonata Nr. 1 „Die Verkündigung“ (Aus den „Rosenkranz-Sonaten“)

Solistin: Kati Debretzeni, solo violin

Johann Sebastian Bach:

„Jesu, meine Freude“ BWV 227

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704)

Sonata Nr. 10 „Die Kreuzigung“ (Aus den „Rosenkranz-Sonaten“)

Solistin: Kati Debretzeni, solo violin

Johann Sebastian Bach:

„Komm, Jesu, komm!“ BWV 229

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704)

Passacaglia

Solistin: Kati Debretzeni, solo violin

Johann Sebastian Bach:

„Singet dem Herrn ein neues Lied“ BWV 225

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Nikolaisaal in Potsdam

Ausführende:

Monteverdi Choir ; The English Baroque Soloists

Leitung Sir John Eliot Gardiner

Tickets
0049-331-28 888 28

Email: ticket-galerie (a) nikolaisaal.de

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Kartenverkauf online:

Tickets werden ab Anfang Juni online verfügbar sein:  per Telefon:  0331 / 28 888 28.
Online unter www.nikolaisaal.de können Sie Tickets für alle Veranstaltungen im Nikolaisaal Potsdam online erwerben.

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Hamburg, Laeiszhalle

Laeiszhalle Hamburg

Sonntag, 18. Dezember 2011, 20:00 Uhr

London Symphony Orchestra

Beethoven: 1. Sinfonie C-Dur op. 21
Beethoven: 9. Sinfonie d-Moll op. 125

Sir John Eliot Gardiner, Dirigent

Monteverdi Choir
Rebecca Evans, Sopran
Wilke te Brummelstroete, Alt
Steve Davislim, Tenor
Vuyani Mlinde, Bass

Laeiszhalle Großer Saal HAMBURG / Eintritts-Karten:  http://www.proarte.de/  

Telefon 01805-663 661 /

Preise: 204,50 € 149,50 € 105,50 € 67,00 € (Sichtbehindert) 23,00 € (Hörplatz)

http://www.elbphilharmonie.de/laeiszhalle.de

Stadtplan     Anfahrt     Saalplan

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Hannover, Kuppelsaal

Kuppelsaal Hannover

Hannover-Kuppelsaal,

am Montag 19.12.2011 um 20:00 Uhr

Beethoven 9. Symphonie mit LSO und Monteverdi Choir

Leitung Sir J.E. Gardiner

Kartenvorverkauf:

PRO MUSICA Hannover, Tel.: 0511 – 36 38 17

Internet: http://www.promusica-hannover.de

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Philharmonie - Gasteig München

München, Philharmonie-Gasteig

Dienstag, 20. Dezember 2011, 20:00 Uhr, Philharmonie
London Symphony Orchestra
Sir John Eliot Gardiner, Leitung
Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Beethoven: Symphonie Nr. 9 d-moll op. 125 
                                            .
                                            Rebecca Evans, Sopran
Wilke te Brummelstroete, Alt
N.N., Tenor
Vuyani Mlinde, Bass
                                            Monteverdi Choir
Konzertkarten für dieses Konzert sind ab 1. Juli 2011 buchbar.
Das Abonnement „Bravissimo“ mit fünf Konzerten
ist bereits jetzt buchbar.

Preise: € 129 / 109 / 99 / 89 / 69 / 49
Die Preise verstehen sich zuzüglich € 1 Systemgebühr pro online bestelltem Ticket und € 4 Versandkosten pro Bestellung.

Eintrittskarten:

Link: http://www.muenchenmusik.de/veranstaltungen/London_Symphony_Orchestra-2127.html

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P.S. weitere Konzert-Termine in 2011 werden nach Bekanntgabe veröffentlicht!

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Radiotipps für die letzte Woche des Jahres 2010 und 2.1.2011


Nach der Überfülle an herausragenden Konzerten und Dokumentationen der letzten Tage möchte ich heute nur ein paar wenige Radiosendungen hier vorstellen.

Einen guten Rutsch
Barbara

27.12.2010
rbb kulturradio
18:00 – 19:00 Uhr
Alte Musik
Improvisationen: Wo die Noten enden, beginnt die Musik

30.12.2010

DRS2 (Schweiz)

20:00 – 22:00 Uhr

Sir J.E. Gardiner

Im Konzertsaal
Orchestre Révolutionnaire et Romantique mit John Eliot Gardiner
Robert Schumann: Manfred-Ouvertüre op. 115
Johannes Brahms: Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 „Rheinische
Thomas Zehetmair, Violine
Christian Poltéra, Violoncello
Konzert vom 19. Oktober in der Victoria Hall Genf

BBC
19:30 – 21:30 GMT
(Wiederholung)
Link: http://www.bbc.co.uk/programmes/b00wlmyb

Sir J.E. Gardiner

From BBC Proms 2010
Presented by John Shea
Another chance to hear the launch of Proms Bach Day at the Cadogan Hall, London, with the complete Brandenburg Concertos in two concerts given by the English Baroque Soloists and conductor John Eliot Gardiner. Written for the small orchestra of fine musicians at the court of Anhalt-Cöthen, where Bach was Kapellmeister for six years from 1717, each concerto uses a different line-up of musicians. „No other set of concertos“ maintains Gardiner, „can compare with Bach’s for diversity of instrument make-up, for the prominence and variety of wind instruments, or for the myriad textural contrasts this allows.“

Bach: Brandenburg Concerto No. 1 in F major, BWV 1046
Bach: Brandenburg Concerto No. 6 in B flat major, BWV 1051
Bach: Brandenburg Concerto No. 4 in G major BWV 1049
Bach: Brandenburg Concerto No. 3 in G major, BWV 1048
Bach: Brandenburg Concerto No. 5 in D major BWV 1050
Bach: Brandenburg Concerto No. 2 in F major, BWV 1047
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner (conductor).

2.1.2011
NDR Kultur
22:00 – 24:00 Uhr
Soirée
Musikfest Bremen
Resonet Organa – Rekonstruktion eines musikalischen Festgottesdienstes in Otterndorf anlässlich der Einweihung der Riege-Orgel am 19. September 1662 durch den Hamburger Organisten
Heinrich Scheidemann
Werke von Johann Schop, Andreas Hammerschmidt und Tobias Zeutschner
Edoardo Bellotti, Orgel
Ensemble Weser – Renaissance Bremen
Ltg.: Manfred Cordes
Aufzeichnung vom 25.8.2010 in der Severi-Kirche Otterndorf Am 25. August war das Musikfest Bremen zu Gast in Otterndorfs St. Severi-Kirche. Anlässlich der Einweihung der dortigen Riege-Orgel im Jahr 1662 durch den Hamburger Organisten Heinrich Scheidemann gab das Ensemble Weser-Renaissance unter der Leitung von Manfred Cordes ein Konzert in Form eines musikalischen Gottesdienstes unter dem Motto „Veni Sancte Spiritus“ – Komm, Heiliger Geist.
Der originale Ablauf eines Festgottesdienstes von 1665 wurde rekonstruiert mit Psalmvertonungen, Orgelstücken, einer „Orgelpredigt“ und liturgischen Gebeten und Handlungen.

BCP Konzert 23.7.2000 in Mühlhausen


Divi Blasii Kirche in Mühlhausen / Thüringen

Ihr Lieben, mit den besten Wünschen für die Weihnachtszeit möchte ich mich nach langer Abwesenheit mit einem kleinen Bericht zurückmelden. Diesmal beinhaltet er das Konzert in Divi Blasii Mühlhausen am 23.7.2000.

Dieses Konzert war insofern etwas ganz Besonderes, da es für mich den Beginn der Teilnahme an der BCP darstellte.

Wie bereits in vorigen Reviews berichtet, ging ich zu diesem Zeitpunkt noch davon aus, Gardiner sei nur für 2 oder 3 Konzerte in Deutschland und war folglich mehr als froh, dieses Konzert in Mühlhausen, was im Rahmen des MDR Musiksommers stattfand, besuchen zu können. Die Karten und das Quartier waren rechtzeitig organisiert und es konnte losgehen.

Voller Vorfreude machte ich mich also auf den Weg, bei strahlendem Sonnenschein im Sommer 2000 war die Zeit bis Mühlhausen schnell überstanden und es begann vor Ort das, was sich ab dann fast wöchentlich wiederholen sollte: Einchecken im Hotel, kurz frischmachen und auf zur Kirche. Daß dies fortan ein permanenter Prozeß werden sollte, konnte ich natürlich da noch nicht ahnen. Über John Eliot Gardiner hatte man im Internet diverse Horrorstories gelesen, die sich Gott sei Dank als die üblichen Unwahrheiten entpuppen sollten und an Probenbesuche war noch nicht zu denken. So wurde nun also erst einmal die Kirche ausfindig gemacht.

Dies gestaltete sich als nicht besonders schwierig, denn bereits zwei Querstraßen zuvor hörte man sie… Sie, das waren 16 Sängerinnen und Sänger des Monteverdi Choirs sowie die English Baroque Soloists. Geprobt wurde der Eingangschor der herrlichen Mühlhäuser Ratswahlkantate „Gott ist mein König“ BWV 71, welcher mir quer durch Mühlhausen entgegendonnerte! So konnte es gern weitergehen. Mein erster Gedanke, als ich diesen Chor HÖRTE, war zugegebenermaßen „Oh mein Gott, was müssen das viele sein“ :-). Als ich dann kurz darauf einen Blick durch die offene Kirchentür warf, stockte mir der Atem beim Anblick der wenigen Musiker/-innen. Innerhalb von Sekunden war ich einfach nur noch elektrisiert! Der restliche Nachmittag wurde an der offenen Kirchentür verbracht, so dass ich in etwa wusste, was abends passieren würde. Hatte ich gedacht…

Nach der Probe ging es zum Umziehen und zu kurzer Stärkung zurück ins Hotel und dann in die Kirche. Was für ein Anblick!!

Ich kann es heute nicht mehr sagen, ob es einfach daran lag, dass es „das erste Mal Gardiner“ war oder ob es wirklich so war. Man tauchte ein in eine andere Welt! Die Kirche glitzerte und blinkte an allen Ecken und Enden und man konnte sich einfach nicht sattsehen.

Dann begann das, was man wohl am besten mit „Bach – Gardiner – Monteverdi Choir – Fieber“ beschreibt. Chor und Orchester traten auf und urplötzlich war absolute Stille in der Kirche. Wir warteten auf den Sir! Würdevoll und angemessenen Schrittes erschien dieser auf der Bühne und der Abend begann mit der Kantate „Aus der Tiefen“ BWV 131. Passenderweise ist diese Kantate in den Jahren 1707/08 in Mühlhausen entstanden.

Ruhig und voller Ausdruckskraft führte der Meister seine Sänger und Instrumentalisten durch den herrlichen Eingangschor, der geprägt wird durch die Solo – Oboe, hier meisterhaft gespielt von Xenia Löffler. Es war ganz schnell klar, daß die Probenergebnisse vom Nachmittag noch überbietbar waren! Interessant war, dass der Meister fernab vom Prinzip musizieren ließ, dass Solisten und Chor strikt voneinander getrennt wurden. Er rekrutierte seine Solisten aus dem Chor, waren deren Partien gesungen, gliederten sie sich nahtlos wieder in den Chor ein. Auch die Chöre wurden nicht nur chorisch gesungen, sondern nach dem Concertino – Ripieno Prinzip. Eine Gänsehaut jagte die andere und ich wusste inzwischen nicht mehr, ob ich träumte oder ob das, was ich sah und hörte Wirklichkeit war.  Erste Zweifel kamen mir bereits da an den Stories über den Sir. Wenn man sah, mit wie viel Freude und Eifer er seine Musiker zu Höchstleistungen anspornte und was für eine unglaubliche Musik er entstehen ließ, konnte es einfach nicht sein, dass er menschlich so fies sein sollte, wie man immer hörte. Der endgültige Beweis kam dann nach dem Konzert, aber dazu später mehr.

In der ersten Kantate konnte das Publikum bereits die vier Solisten kennenlernen, die sich wie erwähnt als concertino – Sänger in den Chören und dann auch in ihren Solopartien hervortaten. An diesem Abend waren dies Joanne Lunn, die hier eine ihrer Sternstunden ablieferte, William Towers, Kobie van Rendsburg sowie der überragende Peter Harvey. Die erste Kantate verklang mit dem Chor „Israel hoffe auf den Herrn“ und die minutenlange Stille im Anschluß zeigte, dass es wohl vielen anwesenden Zuhörern so ging wie mir. Danach folgte allerdings tobender Beifall.

Die zweite Kantate an diesem Abend war „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ BWV 93. Sie ist für den 9. Juli 1724 entstanden, also in Bachs  zweitem Leipziger Jahrgang. Sie begann mit einem großangelegten wiegenden Chorsatz, über dem der Sopran zeilenweise den Choral vorträgt. Hier hatte der Monteverdi Choir wieder einmal die Möglichkeit, seine überragende Gesangskultur unter Beweis zu stellen. Nach dem folgenden Rezitativ erklang eine anmutige Tenorarie, welche zu einem herzerfrischenden Duett von Sopran und Alt überleitet. Dies wurde großartig von Joanne Lunn und William Towers dargeboten. Der Tenor Kobie van Rendsburg hingegen überzeugte eher weniger. Besonders als man danach auf Tenöre vom Kaliber eines James Gilchrist traf…

Nach einem langen Tenorrezitativ sang Joanne Lunn die Arie „Ich will auf den Herren schaun“. Die begleitende Oboe wurde von Xenia Löffler schon fast jazzig – swingend gespielt, es ging herrlich in die Füße 🙂 . Die Kantate wurde vom kraftvollen Choral „Sing, bet und geh auf Gottes Wegen“ beschlossen.

Nach der Pause traten in der nun folgenden Kantate zum ersten Mal Blechbläser hinzu und man konnte sich am strahlenden Blinken von zwei Hörnern erfreuen. Der Titel der Kantate „Siehe, ich will viel Fischer aussenden und viel Jäger“ BWV 88 legte nah, wofür diese da waren. Die Kantate entstand für den 21. Juli 1726. Sie beginnt mit einer großangelegten Arie für den Baß, in der über einem wiegenden Orchestermotiv der Text „Siehe, ich will viel Fischer aussenden“ vorgetragen wird. Mitten im Satz kippt die Stimmung, die man schon fast als „Szene am Bach“ beschreiben könnte auf einmal und es beginnt eine muntere Treibjagd „Und darnach will ich viel Jäger aussenden“. Mit ihren Synkopen untermalen die Hörner hier die Jagdszene auf’s Feinste. Für Sänger und Orchester eine unglaublich schwierige und rhythmisch vertrackte Partie, die souverän gemeistert wurde. Der Unterschied in der sängerischen Qualität zwischen Peter Harvey und Kobie van Rendsburg wurde im direkt anschließenden Tenorrezitativ wieder deutlich! Da lagen wirklich Welten dazwischen!

Zur  zweiten Sternstunde der Kantate geriet erneut das Sopran – Alt – Duett „Beruft Gott selbst, so muß der Segen“. Welche Freude ging von diesem überbordenden Satz aus, herrlich musizierte Zweierbindungen und Seufzermotive auf den Text „So hilft er gern“ ließen wirklich keine Wünsche offen. Nach einem Sopran – Rezitativ, wurde auch diese Kantate durch den Choral „Sing, bet und geh auf Gottes Wegen“ beschlossen.

Wie so oft hatte der Sir sich für den Schluß des Konzertes einen schönen Paukenschlag aufgehoben. Hier war dies die Kantate „Gott ist mein König“ BWV 71. Sie entstand 1708 zur Ratswahl in Mühlhausen. Da Bach zu dieser Zeit als Organist an Divi Blasii tätig war, hatte er auch für diese Gelegenheiten die Musik zu liefern und so sind wir zu dieser herrlichen Kantate gekommen. In typischer Manier setzt Bach im Eingangschor unglaubliche Energien frei. Drei Trompeten, Pauken, Flöten , Oboen, Fagott und Streicher sorgen für eine recht gewaltige und feierliche Klangkulisse, ganz dem Entstehungsanlaß entsprechend. Nach ruhigen Momenten „Von altersher“ setzt der Chor immer wieder mit kraftvollen Einwürfen „Gott ist mein König“ ein, ein Jubel, der kaum  enden will. Nach einem Tenor – Sopran Satz, bei dem vom Sopran ein Choral über einem rezitierenden Tenor vorgetragen wird, erklang das Quartett „Dein Alter sei wie deine Jugend“. Im Anschluß sang Peter Harvey die berückend schöne Arie „Tag und Nacht ist dein“. Die Ausdruckskraft dieses Mannes ist einfach nicht in Worte zu fassen. Eine derartige stimmliche Wärme hat außer ihm wirklich kaum jemand. Daran schloß sich die Altarie „Durch mächtige Kraft“ an. Sie erinnert etwas an „Der Herr ist König ewiglich“ aus „Lobe den Herren, meine Seele“ BWV 143. Statt Hörnern erklangen hier 3 Trompeten, die für kraftvollen Jubel sorgten.

Der Chorsatz „Du wollest dem Feinde nicht geben“ wurde darauf in der dem Monteverdi Choir typischen Weise musiziert, es war einfach „nicht von dieser Welt“. Schlicht und würdevoll schwebte dieser Satz durch die Kirche und man glaubte vollends nicht mehr, was man da sah und hörte. Der Schlusssatz „Das neue Regiment“ riß dann wirklich alle von den Sitzen. Mit welcher Freude wurde hier musiziert. Die Trompeten zeigten noch einmal, was sie konnten und schmetterten ihre Fanfaren bei „Glück, Heil und großer Sieg“ donnernd dem Publikum entgegen. Ein wahrhaft würdiger Abschluß für ein Konzert, was den Beginn eines halben Jahres nur mit Bach für mich darstellte. Das Publikum tobte und entließ die Künstler erst nach zwei Zugaben.

Im Anschluß daran nahm mich jemand vom Organisationsteam, den ich vor dem Konzert kennengelernt und dem ich von meiner Bach – Gardiner Verrücktheit erzählt hatte, mit hinter die Bühne. Und dann war plötzlich er da und stand vor mir! Der Meister höchstselbst!! Was soll ich sagen?! Die Aura, die von diesem Mann ausgeht, ist nicht in Worte zu fassen. Unglaublich nett nahm er sich Zeit für alle meine Fragen und es entstand sogar noch ein sehr nettes Erinnerungsfoto. Damit waren ALLE Geschichten über ihn außer Kraft gesetzt!

Am gleichen Abend fiel mir das Tour Buch vom Monteverdi Choir in die Hände, welches dort verkauft wurde. Als ich die Terminliste sah, fiel ich aus allen Wolken! Fast jede Woche gab es die Kombination Bach – Gardiner in Deutschland und mir wurde klar, dass ich nun SEHR schnell sein musste. Aber dies ist eine andere Geschichte… 🙂

Es grüßt euch herzlich,

Alex

Weihnachts- und Neujahrswünsche für die Besucher: „Volkers Klassikseiten J.S. Bach“


Frohe Weinachten und ein glückliches neues Jahr!

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Ich wünsche allen Lesern ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest
und ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.
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Video: J.S. Bach
WO – BWV 248,  Kantate 5  Chor: „Ehre sei dir, Gott! gesungen.


Heute in NDR Kultur: Der Dirigent John Eliot Gardiner befragt von Christiane Irrgang


Ganz aktuell – habe ich gerade gefunden.

NDR kultur
Samstag 18.12.2010 18 – 19 Uhr
Livestream:

Link zum NDR zum nachträglichen Anhören nachstehend:

Link: http://www.ndr.de/flash/mediathek/mediathek.html?stationid=ndrkultur&itemid=audio53947

Das Interview als Download in mp3-Format

Link:  http://media.ndr.de/download/podcasts/podcast3020/AU-20101214-1516-0901.mp3

Botschafter von Hoffnung und Glaube
Der Dirigent John Eliot Gardiner befragt von Christiane Irrgang

John Eliot Gardiner, Dirigent „Ich glaube, dass Bachs Musik eine universelle Botschaft von Hoffnung und Glauben transportiert, die jeden berühren kann, unabhängig von seiner Kultur, seiner Religion oder seinen musikalischen Vorkenntnissen“, sagt John Eliot Gardiner, der am nächsten Sonnabend in der NDR Kultur Reihe „Das Gespräch“ zu Gast ist. Und er muss es wissen, denn er hat diese Musik auf der ganzen Welt dirigiert, sogar vor Straßenkindern in Soweto.

Sein größtes Projekt bisher war die „Bach Pilgrimage“, eine Pilgerreise, bei der er innerhalb eines Jahres sämtliche 198 überlieferten geistlichen Kantaten von Bach aufführte, nicht nur an Bachs Wirkungsstätten in Thüringen, sondern auch in Rom, in Santiago de Compostela und in New York. Ein Mammutprojekt, von dem der Brite auch heute noch voller Begeisterung erzählt. Und er hat alle Konzerte mitschneiden lassen und bei seinem eigenen Plattenlabel Soli Deo Gloria veröffentlicht.

Die beiden letzten CDs sind gerade erschienen, passend zur Jahreszeit u.a. mit Kantaten zu Weihnachten und Epiphanias. Damit haben die Pilger, zu denen auch der Monteverdi Chor und die English Baroque Soloists gehören, endgültig das Ziel ihrer Reise erreicht. Grund genug, einige Stationen noch mal Revue passieren zu lassen.

P.S.

Die Gesamt-CDs vom Label SDG nachstehend:

Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

DIE ZEIT – Bericht über Sir John Eliot Gardiner – BACH-KANTATEN In der Kirche tanzen


Sir J.E. Gardiner am Bachdenkmal vor der Thomaskirche Leipzig

Über sein umfangreiches Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 – Projekt von Sir J.E. Gardiner kommt zum rechtzeitigen Zeitpunkt eine gute und launige Rezension in der Zeitung „DIE ZEIT.“ Bereits vorhandene Kommentare sind in der Zeitung DIE ZEIT  am Fußende zu beachten..!!

John Eliot Gardiners lange Pilgerreise zu Bach ist zu Ende. Sie liegt nun auf 27 CDs vor.

SDG-CDs zu beziehen über meine Partner-Seite:

Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

Der Mann hat Visionen, und keine, mit denen er zum Arzt gehen sollte. John Eliot Gardiners Entschluss, das komplette überlieferte Kantatenwerk Johann Sebastian Bachs, knapp 200 Kantaten, im Laufe eines Jahres in historischen Kirchen quer durch ganz Europa von Santiago de Compostela bis Eisenach live aufzuführen, war eine solche Vision……..

Zum Artikel DIE ZEIT

Link: http://www.zeit.de/2010/48/M-Gardiner

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Grüße Volker

Sir John Eliot Gardiner – EBS und der Monteverdi Choir brillierten mit den Advents-Kantaten von J.S. Bach in der Philharmonie Berlin


Philharmonie Berlin Sir Gardiner mit Advents-Kantaten

 

J.S. Bach

Advents-Kantaten

in der

Philharmonie Berlin

am 6.12.2010

EBS und Monteverdi Choir.

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

Programm:

Johann Sebastian Bach:

Eingang Philharmonie Berlin

 

Nun komm der Heiden Heiland BWV 61

Konzert für Violine und Oboe BWV 1060

Schwingt freudig euch empor BWV 36

Wachet! Betet! BWV 70

Als Zugabe: (Eingangs-Choral) „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ BWV 140

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Mit einer Verspätung von 10 Minuten kam unser ICE aus dem Kulturgebiet Ruhr2010 in Bielefeld um 08:50 Uhr an. Voll gepfropft mit Computer Freaks an ihrem Laptop und bimmelnden Handys erreichten wir nach einer problemlosen Anfahrt um ca. 11:30 Uhr unser Reiseziel Berlin-HBF. Die Orientierung zu unserem Hotel war in diesem riesigen HBF-Neubau nicht ganz einfach, aber erprobte Gardiner-Reise-Fans wissen auch mit solchen Situationen umzugehen. Quartier bezogen wir in einem sehr günstigen Mercure-Hotel – (die Buchung erfolgte schon im September) – unweit des Potsdamer Platzes. Hier fühlten wir uns heimisch und geborgen . Unser erster Tripp folgte zu Fuß vom Hotel über den Potsdamer Platz zur Philharmonie Berlin, ein Foto von dem „Scharoun-Gebäude“ sollte unbedingt für den Blog bei Tageslicht erfolgen und erreichten unser Ziel nach Einnahme eines Glühweines auf dem Weihnachtsmarkt an den Potsdamer-Platz-Accarden.

Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz Berlin im Hintergrund "Sony-Center"

Gegen Früh-Abend wollten wir unbedingt noch etwas Warmes in unseren Magen bekommen und stapften tapfer bei der Hundskälte Richtung Sony-Center. Wie es so schön der Zufall wollte, trafen wir dort auf „@Iris und @Karl-Heinz“ und konnten gemeinsam unser Essen in dem Brauhaus Lindenbräu dort in  einer gemütlichen Runde einnehmen.

Der anschließende gemeinsame Fußmarsch Richtung Philharmonie war ein Katzensprung von nicht ganz 10 Minuten und kamen dort eine halbe Stunde vor Konzertbeginn durchfrohren an und konnten uns in dem riesigen aber warmen Foyer entsprechend aufwärmen. Wunderbar, dass der kurzfristig angesagte Konzert-Besuch von @Wolfgang, mit seiner Tochter @Constanze, klappte, in trauter Runde fieberten wir nun dem Konzert entgegen. In der riesigen profanen Philharmonie war es nicht ganz einfach, die Ränge – Links und Rechts – auseinanderhalten zu können, die Beschilderung ist nicht sehr ergiebig und sollte eine eindeutigere Aussageform besitzen.

Nun war es soweit, unser erster Besuch des Karajan-Rattle-Musentempel zu bestaunen und Sir Gardiner einmal mit Kantaten – nicht in einer Kirche –  sondern in den heiligen Hallen der Philharmonie beiwohnen zu können, damit ging endlich ein langgehegter Traum in Erfüllung.

Unsere eingenommenen Plätze erwiesen sich bis zu Pause als nicht ganz glücklich gewählt, mit dem erklingen der 1. Advents-Kantate:

BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“

kam das grazile und beim hauchzarten Singen vom Monteverdi Choir und English Baroque Soloists nur sehr bedingt hörbar an, die sehr große Entfernung zur Mitte des riesigen Raumes war ein großer Nachteil und mussten sehr genau hinhören, um akustisch alles mitzubekommen. Hier haben wir doch sehr den Kirchen-Hall vermisst, es klang ein wenig trocken und man fühlte sich nicht unbedingt mit eingebunden. Besser wurde es nach der Pause, wir wechselten in freie Plätze über näher am Ring des Geschehens gelegen und wurden dann total entschädigt, da erlebten wir  dann hautnah das Orchester, den Chor und die Gesangs-Solisten vom Feinsten, konnten John Eliot mit seiner unnachahmlichen Art einmal wieder aus allernächster Nähe bewundern und die Akustik war perfekt.

Bass - Jonathan Sells - in der Philharmonie Berlin

Die Kantate BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“ komponierte Bach zu seiner Weimarer Zeit zum 1. Advent 1714. Herausgreifen möchte ich aus dieser Kantate Satz 4 mit dem Bass-Rezitativ: „Siehe ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Wunderbar, wie Gardiner sein Orchester auf dieses Anklopfen einstellt, die Pizzicato-Akkorde der Instrumente als ein Symbol des Anklopfens und Verharren, ob die Tür aufgetan wird, war traumhaft gelungen, ein großartiger Bassist: Jonathan Sells, sang Raumfüllend sein Anklopf-Rezitativ in einer bewundernswerten und überzeugenden Art. Hier wächst wieder ein Bass-Solist heran, dem in Zukunft eine großartige Karriere vorausgesagt werden kann. In der Statur erinnert er mich ein wenig an den SDG-Tenor: Mark Padmore..!!

Wie bereits im Vorfeld seiner Konzert-Programme für 2010 angekündigt, möchte Sir Gardiner einmal den Oboisten in seinem Orchester „Prof. Michael Niesemann“ mit Solo-Instrumentalwerke von

Prof. Michael Niesemann - Oboe - in der Philharmonie Berlin

Prof. Michael Niesemann - Oboe - in der Philharmonie Berlin

J.S. Bach besonders herausstellen. Bereits beim Bach-Fest 2010 in Köthen wurde dies bereits so glänzend umgesetzt. Nun wieder ein Highlight in der Philharmonie Berlin für „Michael Niesemann“ und für die 1. Geigerin: „Kati Debretzeni“ mit dem

„Konzert für Oboe und Violine, Streicher & Continuo c-Moll“ BWV 1060.

Dieses Werk entstand um 1719 in Köthen und Bach transkribierte dieses Konzert zwischen 1730-1733 in Leipzig für zwei Cembali, Streicher und Continuo. Nach den Aussagen seines Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach soll J.S. Bach die Violine gespielt haben sein Spiel war rein und durchdringend. Es entspricht einer Konzertform Vivaldis und hat einen beschwingten und dynamischen Inhalts-Stil, der von dem Oboisten Michael Niesemann und Kati Debretzeni zu einer großartigen Interpretation führte. Man mag fast urteilen, dass die Violinistin in ihrem Spiel im künstlerischen Ausdruck und mit der Geige einen so warmherzigen Ton erzeugt, was in der Vergangenheit so nicht zu beobachten war. Der künstlerische Leiter des Abends erwies sich als ein wahrer Kavalier und

Kati Debretzeni - 1.Violine (Konzertmeisterin von EBS)

blätterte ihr die Notenseiten um. Michael Niesemann ist ein Top-Oboist und entwickelte mit Kati eine Spielfreude, die das Publikum in seinen Bann zog, Herr Bach hätte seine hellste Freude an den beiden Künstlern gehabt. Frenetischer Applaus, der Scharoun-Bau bebte, bezeugte, dass ein grandioses Virtuosen-Paar ein Werk so bezaubernd und brillant umzusetzen weiss. Das war Können auf allerhöchstem Niveau..!!

Nach diesem nicht adventlichen-Zwischenspiel erklang die Kantate:

„Schwingt freudig euch empor“ BWV 36.

Diese Kantate wurde von J.S. Bach am 2. Dezember 1731 in Leipzig aufgeführt. Nach einer kürzeren Erstfassung als Kirchen-Kantate entstand wahrscheinlich mit Hilfe Picanders die heute geläufige zweiteilige Advents-Kantaten-Fassung, die mit einer tiefgreifenden Veränderung die Ankunft Jesu feiert. Der Evangelien-Text zum 1. Advent schildert nach Matthäus 21, 1-9 den Einzug Jesu in Jerusalem. Diese Kantate besitzt eine gewisse Ausnahmestellung. Anstelle von Rezitativen hat Bach in dieser Kantate solistische Choralbearbeitungen vorgenommen.

Ein Juwel besitzt diese Kantate in Teil zwei in Satz sieben mit der Sopran-Arie: „Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen wird Gottes Majestät verehrt.“

In dieser verhalten gesungenen Sopran-Arie mit einer konzertierenden Geige zur Unterstützung wird im Mittelteil eine Echowirkung zwischen der Sängerin und Instrument erzeugt und als Bezeugung „Gottes Majestät“ verehrt. Das gelingt so herzzerreissend schön, das die Besucher faszinierend dies als einen wundersamen Glücksmoment erfassen, das ist wieder eine so unbeschreibliche Musik von Bach, die einem das Herz vor Glück zerspringen lässt. Die Sopranistin – Zoe Brown (der Name ist mir leider nicht bekannt, als Sängerinnen war „Zoe Brown“ oder „Katy Hill“ benannt worden, Danke an Jonny Sells für seine Rückmeldung und Klarstellung) – aus dem Monteverdi Choir zelebrierte diese Sopran-Arie auf wunderbarster Weise, ein Engels-Gesang pur, danke für diesen wunderbaren Glücksmoment, der uns voll getroffen hat…!!

Zu bewundern ist bei den Gesangs-Solisten vom Monteverdi Choir, dass alle Gesangs-Vorträge ohne eine Partitur vorgetragen wurden, das ist schon erstklassig zu nennen und als sehr nachahmenswert empfohlen, das sieht man sonst sehr sehr selten, aber diese Könner haben das verinnerlicht und besitzen das exzellente Format dafür. Wenn ich schon einmal bei den Lobpreisungen angelangt bin, möchte ich aber auch ein wenig verhaltende Kritik ausüben. Es ist bekannt, dass Sir Gardiner dem Nachwuchs eine Chance zum Singen und Weiterbildung anbietet. Aber, das stimmliche Volumen für so eine riesige Konzerthalle ist teilweise nicht vorhanden und lässt doch einige Wünsche aufkommen, diese solistischen Gesangsbeiträge von exzellenteren Sänger/innen vortragen zu lassen, die im Stimmvolumen dieses Manko nicht besitzen.

Nach diesen aufgeführten Werken wurde die Pause eingeläutet und unser Platzwechsel Richtung Ring-Mitte vorgenommen, diese neuen unbesetzten Plätze hatten wir uns während der Aufführung schon ins Visier genommen und sind voll dafür entschädigt worden, nah am Geschehen und eine exzellente Akustik – zum Genießen schön.

Nach der Pause:

Kantate: „Wachet! betet! betet! wachet!“ BWV 70

Trompete - Neil Brough

Diese Kantate komponierte J.S. Bach in Weimar, wo sie im Dezember 1716, für den 2. Advents-Sonntag bestimmt, aufgeführt wurde. In Leipzig ordnete Bach diese Kantate dem 26. Sonntag nach Trinitatis zu, wo sie erstmals am 21. November 1723 erklang. Die nunmehr zweiteilige Kantate handelt vom Ende der Welt und der Erwartung der Wiederkunft Christi. Nach einer Sinfonia und dem Eingangschor „Wachet! Betet“ rüttelt ein Bass-Accompagnato – (Accompagnato = ital. begleitet) – mit Trompete, Oboe, Streichern und Bc die verstockten Sünder wach.

Auf diese herrliche Kantate hatten wir uns so sehr gefreut, da ein Trompetenpart einfach das Salz in der Suppe ist. Der fantastisch blasende Neil Brough erwies sich wieder einmal als ein einsamer Könner in der Trompeten-Gilde, sein zurückhaltendes und dann wieder donnerndes Blasen war ein exzellenter Höhepunkt. In Satz zwei mit dem Bass-Rezitativ: „Erschrecket, ihr versotcketen Sünder“ wurde sein Trompeten-Part mit dem wunderbaren Gesang von Jonathan Sells zu einem weiteren Höhepunkt nach der Pause. Erstaunt ist der Besucher darüber, was für ein Potential der Monteverdi Choir an Neuankömmlingen besitzt. Jonathan Sells wirkte beim Bachfest 2010 in Leipzig bei der h-moll-Messe mit und war der Gesangs-Star  – neben den uns unbekannten Sopranistinen „Zoe Brown“ oder „Katy Hill“ – des Konzertes. In drei Bass-Partien des BWV 70 konnte Jonathan Sells sein Können offenbaren und ist ein Juwel in der Gardiner-Sanges-Gilde..!! Diese zweiteilige Kantate besaß absolutes Weltklasse-Niveau in der Interpretation von Gardiner und den wunderbar anzuhörenden English Baroque Soloists, die Choräle waren ebenso ein Highlight, da ist der Monteverdi Choir in der Ausführungsform einmalig, wie Gardiner sie fordert, ermuntert, piano oder kraftvoll auftrumpfend das ist die Meisterhand des Magiers „Sir John Eliot Gardiner“ der dem Text und der Musik seine Deutung und Form verleiht, das ist Kunst in Vollendung,was er so unübertrefflich zu meistern versteht. Bei seinem Dirigier-Stil ist alles in Bewegung, wenn es das Werk fordert, den Oberkörper weit vorgestreckt, wiegend in den Hüften und mitsingend fordert er dem Orchester und Chor alles ab, einfach wunderbar dieser Bach-Papst, wie ihn ein Zeitungs-Rezensent einmal titulierte, dem ist so und wir hoffen alle inständig, dass er trotz seiner anstehenden Auszeit in 2011 uns weiterhin als der geniale Bach-Interpret erhalten bleibt.

„Soli Deo Gloria“

Auf YouTube

gibt es ein Video von Gardiner-EBS und dem Monteverdi Choir mit dem BWV 70 als Eingangs-Satz zum Genießen schön..!!

Sir J.E. Gardiner zufrieden mit den Bach-Kantaten und einem enthusiastischen Publikum

Nach dem Ende brauste jubelnder Applaus auf der nicht enden wollte, das war ergreifend schön und ein wichtiges Zeugnis für alle Aufführenden, dass die Besucher mit den Werkswiedergaben von J.S. Bach einen Traum-Abend erleben durften. Ein glücklicher und strahlender John Eliot genoss es sichtlich, dass er wieder einmal die Herzen der Besucher mit seinen Protagonisten voll berühren konnte. Seine Bescheidenheit ist zu rühmen, den Vortritt lässt er seinen Künstlern zukommen und hält sich bescheiden im Hintergrund auf und freut sich mit ihnen, wenn der tosende Beifall ihnen zugute kommt.

Aus Dankbarkeit für diese Beifallsbekundung, schnellte er an sein Pult und brachte wiederum eine Bach-Kantate zu Gehör, die mit ihrem grandiosen Eingangs-Satz so faszinierend und ergreifend ist. Er lies den Eingangssatz vom

BWV 140 „Wachet auf ruft uns die Stimme“

erklingen, das war ein würdiger und berauschender Abschluss für einen unvergessenen und mitreissenden Konzertabend.

Ein gefälliges Video vom Sir:

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Ein weiteres aktuelles Video mit Gardiner aus Frankreich vom 4. und 5.12.2010

Link:

http://www.dailymotion.com/video/xg3wbj_week-end-j-s-bach-avec-sir-j-eliot-gardiner-dec-2010_music

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Es gibt weitere Rezensionen aus Berlin als PDF, nachstehende Links anklicken:

1. Link: Rezension WELT ONLINE Gardiner Berlin Adventskantaten

2. Link: Rezension DER TAGESSPIEGEL Berlin

3. Link: Rezension Kulturradio rbb

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Eine persönliche Anmerkung

und Danksagung für

Sir John Eliot Gardiner,

The English Baroque Soloists

und The Monteverdi Choir:

Aus Anlass des 10-järigen Bestehens von SDG und der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 führten sie das Sonder-Konzert am 6. Dezember 2010 in der Philharmonie Berlin auf. Es ist mehr als unanständig anzusehen, dass aus diesem Anlass keine Moderation und Würdigung für dieses großartige Bach-Projekt im Jahre 2000 in der Philharmonie Berlin vorgenommen wurde.

Wir kleine Blog-Gemeinschaft aus Deutschland möchten Ihnen Sir Gardiner und ihren Mitwirkenden auf diesem Wege herzlich dafür danken, dass Sie dieses großartige Bach-Projekt im Kalenderjahr 2000 verwirklicht haben. Uns ist bewusst, welche unsägliche Schwierigkeiten zu bewältigen waren, finanzielle Gründe, Künstler-Verpflichtungen, Austausch von Orchester-Mitglieder, Reisestrapazen und Proben in unterschiedlichen Kirchen, das ist einmalig und gilt unsere volle Bewunderung. Ein herzliches Danke für ihre anschließenden großartigen Konzerte in den Folgejahren in Deutschland die uns beglückt und bereichert haben..!!

Herzliche Grüße nach England von der

Blog-Gemeinschaft „Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

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Herzliche Bach-Gardiner-Grüße

Volker

P.S.

Aus aktuellem Anlass habe ich die bereits abgegebenen Kommentare in diesem Beitrag mit hinterlegt.

Grüße Volker

Johann Sebastian Bach Advents-Kantaten in der Philharmonie Berlin – Monteverdi Choir


Advents-Kantaten J.S. Bach Philharmonie Berlin am 6.12.2010 um 20 Uhr

J.S. Bach Advents-Kantaten

in der

Philharmonie Berlin am Montag, 6.12.2010, um 20 Uhr.

Adventskantaten
Johann Sebastian Bach

Sir John Eliot Gardiner
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists

Programm:

Johann Sebastian Bach:

Nun komm der Heiden Heiland BWV 61
Konzert für Violine und Oboe BWV 1060
Schwingt freudig euch empor BWV 36
Wachet! Betet! BWV 70

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

+) Sir John Eliot Gardiner ist einer der vielseitigsten Dirigenten unserer Zeit. Er ist eine der Schlüsselfiguren in der Wiederbelebung der Alten Musik und der Gründer und Künstlerische Leiter des Monteverdi Choir, der English Baroque Soloists und des Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Neben Auftritten als Leiter seiner Ensembles tritt er regelmäßig als Gastdirigent der weltweit führenden Symphonieorchester auf, darunter die Wiener und Berliner Philharmoniker sowie das London Symphony Orchestra.

Monteverdi Choir
Die Gründung des Monteverdi Choir erfolgte vor 43 Jahren in Cambridge anlässlich einer Aufführung der „Marienvesper“ von Claudio Monteverdi. Ziel war es damals, sich ausgehend von der Musik des Barock ein breit gefächertes Repertoire zu erarbeiten. Das Ensemble wurde bald bekannt für sein leidenschaftliches Musikantentum, gepaart mit rhythmischer Vitalität und der Fähigkeit, Werke ganz unterschiedlicher Komponisten in verschiedenen Sprachen und Ausdrucksformen stilistisch überzeugend zu präsentieren.
Der Chor unternahm zahlreiche vielbeachtete Tourneen, unter denen die „Bach-Kantaten-Pilgerfahrt“ im Jahr 2000 eine absolute Sonderstellung einnimmt: Anlässlich des 250. Todestages von Johann Sebastian Bach führte der Chor gemeinsam mit den English Baroque Soloists sämtliche 198 geistliche Kantaten in 63 Kirchen in ganz Europa auf.

English Baroque Soloists
Die English Baroque Soloists wurden 1978 von Sir John Eliot Gardiner gegründet und haben sich seither als eines der bedeutendsten auf historischen Instrumenten musizierenden Kammerorchester etabliert.
Das Ensemble hat in zahlreichen großen Konzertsälen in aller Welt gespielt, darunter das Teatro della Scala in Mailand, das Amphitheater in Pompeji, die Philharmonie in Berlin, das Théâtre du Châtelet in Paris, das Lincoln Center in New York, das Sydney Opera House, das Amsterdamer Concertgebouw, San Marco in Venedig. 1990 gaben die English Baroque Soloists ihr Debut bei den Salzburger Festspielen und sind seitdem häufig dort zu Gast. Im Jahr 2000 unternahmen die English Baroque Soloists zusammen mit dem Monteverdi Choir die Bach Cantata Pilgrimage.

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Karten-Bestellung Online:

Link: http://www.berliner-konzerte.de/adventskantaten_sir_john_eliot_gardiner.1454.301888.html

oder Telefon: 0180 55 44 888

Ticket-Hotline: 030 – 67 80 111

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Link: Festival Soli Deo Gloria – Feste Alter Musik im Braunschweiger Land e.V. zu Gast in Berlin:

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Großer Saal Philharmonie Berlin „Saal-Plan“ zur Vergößerung in die Grafik klicken..!!

Saalplan Philharmonie Berlin "Großer Saal" zur Vergrößerung in die Grafik klicken..!!

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Philharmonie
Anfahrt

So finden Sie zur Philharmonie — lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Donec convallis. Pellentesque mollis tempus ipsum. Fusce pulvinar, pede et feugiat cursus.

  • mit der U-Bahn: Linie U2 Bahnhöfe Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park
  • mit der S-Bahn: Linien S1, S2, S25, S26 bis Potsdamer Platz
  • mit dem Bus direkt zur Philharmonie: Linien 200 (Philharmonie), M48 (Kulturforum); weitere Buslinien: M29 (Potsdamer Brücke), M41 (Potsdamer Platz)
  • mit dem Auto: Auf dem Gelände der Philharmonie stehen begrenzt Parkplätze zur Verfügung.

Bitte nutzen Sie auch die Parkmöglichkeiten im Sony Center (Einfahrten Entlastungsstraße und Bellevuestraße) sowie in den Potsdamer Platz Arkaden (Einfahrt der Tiefgarage am Reichpietschufer) sowie im Parkhaus am Schöneberger Ufer.

Wenn Sie mit dem Fahrrad zu uns kommen und an der Philharmonie keine Abstellmöglichkeit mehr finden, können Sie Ihr Rad an den Fahrradständern an der Gemäldegalerie oder an der Staatsbibliothek abstellen.

Anfahrt Philharmonie Lageplan

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+) Textauszüge von www.berliner-konzerte.de

Grüße Volker

Interview: Sir John Eliot Gardiner – Der britische Dirigent auf seiner Bach-Pilgerfahrt


BBC music MAGAZINE

Hallo Gardiner-Getreue,

wer am November-Wochenende Langeweile verspürt, kann sich das neuste Interview mit Sir John Eliot Gardiner durchlesen. Leider steht nur ein Teil des Interviews zur Verfügung, da ein Login für das „BBC Musik-Magazin“ verlangt wird. Aber so manch Informatives ist auf der Einleitungs-Seite schon zu entdecken.

Link:

http://www.bbcmusicmagazine.com/feature/meet-artists/sir-john-eliot-gardiner

Wer Kauderwelsch-Deutsch liebt wir hier auf seine Kosten kommen:

Link: – h i e r – klicken..!!

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Grüße Volker

Sir Gardiner sein Label – Soli Deo Gloria – hat fehlende Bach-Kantaten-Einspielungen innerhalb der – Bach Cantata Series – wie kann ich sie vervollständigen


Nach dem erfolgreichen Ende und Veröffentlichung der letzten CD-Alben der  „Bach Cantata Series“ konnte mein Abgleich mit dem beigefügten Flyer vom Label: Soli Deo Gloria – welches in der letzten CD-Sendung mit enthalten war, meine Recherche auf eine  Vollständigkeit der „Bach-Kantaten –  für das Kirchenjahr“ mit den veröffentlichten CD’s von der „Bach-Cantata-Pilgrimage 2000-Tour“ – vorgenommen werden.

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Bach Cantata Series

THE BACH CANTATA PILGRIMAGE RECORDINGS

click here for details of CD click here for details of CD click here for details of CD click here for details of CD click here for details of CD click here for details of CD click here for details of CD
SDG101 SDG104 SDG107 SDG110 SDG113 SDG115 SDG118
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SDG121 SDG124 SDG127 SDG128 SDG131 SDG134 SDG137
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SDG138 SDG141 SDG144 SDG147 SDG150 SDG153 SDG156
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SDG159 SDG162 SDG165 SDG168 SDG171 SDG174

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Die „Bach Cantata Series“ beinhalten 165 Bach-Kantaten für das Kirchenjahr – die innerhalb der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000-Tour im Bachjahr 2000 vom Label: Soli Deo Gloria mit 27 CD-Alben veröffentlicht wurden.

Dazu wurden im Kalenderjahr 2000 (Bachjahr 2000) von der DG (Deutsche Grammophon) – vier CD’s mit 14 Bach-Kantaten für das Kirchenjahr in ihrer Eigenregie veröffentlicht und verkauft. Es handelt sich um die fehlenden BWV 72, 73, 82, 83, 94, 105, 111, 113, 125, 156, 168, 179, 199 und BWV 200, die aus rechtlichen Gründen vom Label: Soli Deo Gloria – nicht verkauft werden durften. Diese vier CD’s der DG führe ich nachstehend zur Ansicht auf.

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Diese fehlenden „Bach-Kantaten“ – für das Kirchenjahr – können zur Vervollständigung als Einspielung mit – Sir Gardiner – EBS und dem Monteverdi Choir von der DG – (Deutsche Grammophon) – nachstehend erworben werden:

Link:  – h i e r  klicken..!!

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Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 - mit dem BWV 72 - 73 - 111 - 156

 

 

Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 -mit dem BWV 82 - 83 - 125 - 200

 

 

Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 -mit dem BWV 94 - 105 - 168

 

 

Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 mit dem BWV 113- 179 - 199

 

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Von Johann Sebastian Bach sind nach heutigem Kenntnisstand um die 200 Kantaten bekannt. Von diesen „Kantaten zum Kirchenjahr“ werden von den Fachleuten sechs Kantaten J.S. Bach n i c h t zugeordnet. Laut Alfred Dürr in seinen Kantatenbeschreibungen auf Seite 1003, scheiden folgenden BWV für das Kirchenjahr in der Zuordnung zu J.S. Bach aus und wurden dementsprechend vom Label: Soli Deo Gloria und der DG im Bachjahr 2000 nicht veröffentlicht:

BWV 15 „Denn du wirst meine Seele nicht in der Hölle lassen“ (Komponist: Johann Ludwig Bach)

BWV 53 „Schlage doch gewünschte Stunde „(Trauerfeier) (Komponist Georg Melchior Hoffmann)

BWV 141 „Das ist je gewisslich wahr“ (Komponist: Georg Philipp Telemann)

BWV 142 „Uns ist ein Kind geboren“ (Komponist: Johann Kuhnau)

BWV 160 „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt“ (Komponist: Georg Philipp Telemann)

BWV 189 „Meine Seele rühmt und preist“ (Komponist Georg Melchior Hoffmann)

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Die nachstehenden zwölf Kantaten sind keinem Sonn- oder Feiertag im Kirchenjahr zuzuordnen, es handelt sich um weltliche Kantaten – aus Anlass eines Ratswechsels, Trauung, oder Trauerfeier. Diese BWV wurden ebenfalls vom Label: Soli Deo Gloria und der DG im Bachjahr 2000 nicht veröffentlicht:

BWV 29Wir danken dir, Gott, wir danken dir“ (Ratswahl)

BWV 69 „Lobet den Herrn, meine Seele“ (Ratswechsel)

BWV 71 „Gott ist mein König“ (Ratswechsel zu Mühlhausen 1708) *)

BWV 106 „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit (Actus tragicus) (Trauerfeier)

BWV 119 „Preise, Jerusalem, den Herrn“ (Ratswechsel)

BWV 120 „Gott, man lobet dich in der Stille“ (Ratswechsel)

BWV 157Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ (Trauerfeier evtl. zu Mariae Reinigung)

BWV 193 „Ihr Tore zu Zion“  (weltliche Kantate, Ratswechsel)

BWV 195 „Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen“ (Trauung)

BWV 196 „Der Herr denket an uns“ (Trauung)

BWV 197 „Gott ist unsre Zuversicht“ (Trauung)

BWV 198 „Laß, Fürstin, laß noch einen Strahl“ (Trauer-Ode für Kurfürstin Christiane Eberhardine, Gemahlin Augusts des Starken, die am 5.9.1727 verstarb)

*) Das BWV 71 „Gott ist mein König“ zur Ratswahl in Mühlhausen 1708 wurde von Sir J.E. Gardiner im Bachjahr 2000 aus besonderem Anlass seines Besuches dort in der Divi Blasii Kirche mit aufgeführt und auf seiner SDG-CD Vol. 3 mit veröffentlicht..!!

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Somit müsste  nach meinen oben genannten Angaben und meiner Recherche folgende „Bach-Kantate zum Kirchenjahr“ zur Vervollständigung von dem Bach-Freund noch zusätzlich erworben werden:

BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen“ (Himmelfahrtsoratorium)

Diese Kantate wurde im Bachjahr 2000 weder vom Label: Soli Deo Gloria, noch von der DG – (Deutsche Grammophon) –  eingespielt.

Diese CD ist im Oktober 1993 in London –  u.a. mit dem Himmelfahrtsoratorium, BWV 11 – von der DG mit Sir Gardiner – EBS und dem Monteverdi Choir – eingespielt und veröffentlicht worden.

 

Cover: CD von der DG eingespielt im Oktober 1993 in London u.a. mit dem BWV 11 "Himmelfahrtsoratorium" und BWV 37-43-128 Ausführende: Sir Gardiner-EBS-Monteverdi Choir

 

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Diese CD mit dem BWV 11 (Himmelfahrtsoratorium) kann ebenfalls nachstehend erworben werden.

Link: – h i e r – klicken..!!

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Fazit:

Meine Bewunderung gilt allen Beteiligten der Bach-Cantata-Pilgerreise im Kalenderjahr 2000.  Sir John Eliot Gardiner war ein hervorragender Bach-Kenner, genialer Leiter und Bach-Interpret der Extraklasse – die mit einem bewundernswerten barocken Sound auftretenden English Baroque Soloists sind als ein Orchester der Spitzenklasse zu erwähnen – der nicht zu toppende Monteverdi Choir  war die Krönung während dieser unvergleichlichen Pilgerreise. Die zur Pilgertour verpflichteten Gesangs-Solisten konnten zur allgemeinen homogenen Ensemble-Leistung mit ihrem Gesangs-Können überzeugen. Sie alle haben etwas Außergewöhnliches vollbracht, was bisher von keinem Ensemble in dieser Form unternommen worden ist. In einem Kalenderjahr (im Bachjahr 2000) haben sie fast vollständig sämtliche „Bach-Kantaten im Kirchenjahr“ in Europa und Übersee zur Aufführung gebracht und als einen Mittschnitt auf CD veröffentlicht.

 

Leiter: Sir John Eliot Gardiner - EBS und Monteverdi Choir

 

Wie wurde das alles mit Bravour gemeistert: Instrumentalisten-Gesangs-Solisten terminlich zu verpflichten, die Terminhetze, lange Anreisen, kaum Zeit zum Proben, die örtlichen Akustischen Probleme in den Griff zu bekommen, und und…!!

Umso erstaunlicher, was von dieser Bach-Pilger-Tour an hervorragenden Bach-Kantaten als Ergebnis veröffentlicht wurde. Ich verneige mich ehrfurchtsvoll vor diesem Spitzen-Ensemble und ihrem genialen Leiter: „Sir John Eliot Gardiner“, der diese Idee für das Bachjahr 2000 in sich trug und trotz aller Schwierigkeiten so souverän meisterte. Mir wird ganz schwermütig ums Herz, dass nun alles Vollbracht worden ist und die Bach-Pilgerreise mit der letzten CD-Veröffentlichung ein Ende gefunden hat. Es waren für mich immer spannende Momente, wenn die neue SDG-Bach-CD von der „Bach-Pilgertour 2000“ per Post auf meinem Tisch lag und ich mich mit dieser wunderbaren Bach-Musik vom Alltag entrücken lassen konnte.

Für jeden Kantaten-Liebhaber sind die Ausführungen von Sir John Eliot Gardiner – veröffentlicht in seinem Reisetagebuch zur Bach-Cantata Pilgerreise – von so hoher und gehaltvoller Qualität, so dass sie ein hilfreiches Instrumentarium bedeuten, sich mit den textlichen Ausführungen zu befassen. Zu jeder Bach-Kantate, die im Bachjahr 2000 aufgeführt wurde, sind die gemachten Aussagen als Anschauungsunterricht von unschätzbarem Wert. Hier wird aus erster und genialer Quelle etwas zu dem Werk ausgesagt, das sehr in die Tiefe geht und nicht nur die musikalische Sichtweise darlegt, sondern auch die textlichen und historischen Gründe wunderbar ausdeutet. Ebenso sind die Meinungsaussagen der Künstler und Solisten zur Bach-Cantata-Pilgrimage zu nennen. Hier kommen die Beteiligten zu Wort und sehen die Werke aus ihrer Sicht und beschreiben sehr anschaulich die Bach-Pilgertour 2000.

Nachstehend der Link zum Cantatafinder, wo das Reisetagebuch und die Künstlerbeiträge pro Album  einsehbar sind.

Link zum Cantatafinder

Soli Deo Gloria, vielen Dank für eure Bemühung und der wunderbaren J.S. Bach-Musik und den wörtlichen Ausführungen in dem Reisetagebuch und in den Künstlerbeiträgen, die ihr so meisterlich uns zu kredenzen wusstet. Ich werde es vermissen, wenn keine neue Bach-CD von Euch mehr ankommen wird, aber –  ich habe ja das „SDG-CD-Bach-Archiv“, damit werde ich mich immer wieder an den schönen Bach-Kantaten erfreuen können und das ist ein Glücksfall, der meine Wehmütigkeit in Grenzen halten wird..!!

Herzliche Bach-Grüße

Volker


Zwei neue SDG-Veröffentlichungen SDG-Vol.12 und SDG-Vol.18 & Gesamt-Aufnahme für Anfang Oktober 2010


1.) SDG 171 Vol. 12 – BACH Kantaten für den XXII. & XXIII.    SONNTAG nach Trinitatis

2.) SDG 174 – Vol. 18 – Bach-Kantaten zum Weihnachtsfest, dem Fest  der Epiphanie & den ersten Sonntag nach Erscheinung.

3.) Gesamt-Aufnahmen der SDG-Reihe – 27 CD’s für £ 405.00 im SDG-Shop

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Cover: SDG 174 Vol. 18 zwei CDs

Frühere Versionen in beiden Serien haben ein phänomenales  Medienecho hervorgerufen und erhielten positive Bewertungen für die  künstlerische Leistung, Klangqualität und Verpackung.

Hörprobe: „Klicken Sie auf ein Cover  zum abspielen der Soundbites.“

SDG 171 Volumen 12 (2 CDs) enthält:

CD eins:

Kantaten für den zweiundzwanzigsten Sonntag nach Trinitatis

BWV   55 –    Ich armer Mensch, ich Sündenknecht

BWV   89 –    Was soll ich aus dir machen, Ephraim

BWV 115 –    Mache dich, mein Geist, bereit

BWV   60 –    O Ewigkeit, du Donnerwort II

(Aufgezeichnet: All Saints, Tooting, London)

Solisten: Joanne Lunn | Robin Tyson

James Gilchrist | Peter Harvey

CD zwei:

Kantaten für den dreiundzwanzigsten Sonntag nach Trinitatis

BWV 139 – Wohl dem, der sich auf seinen Gott

BWV 163 – Nur jedem das Seine

BWV   52 – Falsche Welt, dir trau ich nicht

BWV 140 – Wachet auf, ruft uns die Stimme

(Aufgezeichnet: Winchester Cathedral)

Solisten: Gillian Keith | Susan Hamilton

Hilary Summers | William Kendall | Peter Harvey

Der Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

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Click here for a German Übersetzung von „Sir Gardiner’s Reisetagebuch.“

Reisetagebuch-Meinungen-Notizen der Künstler im Cantatafinder:

Link:  http://www.cantatafinder.com/hks/12_kuenstlerbeitrag.pdf

CD erwerben über meine Partnerseite:

Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

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Inhaltsangabe:

Kantaten für den zweiundzwanzigsten und dreiundzwanzigsten Sonntag nach Trinitatis.

John Eliot Gardiner, The Monteverdi Choir und The English Baroque Soloists haben beide Programme in England aufgenommen: „At All Saints Church“ in Tooting und „Winchester Cathedral“, im November 2000.

Die Solisten sind James Gilchrist, Peter Harvey und Joanne Lunn.

Das Highlight dieses Albums ist „Wachet auf, ruft uns die Stimme“  – einer der bekanntesten Kantaten Bachs, und eines, das lange Teil des Monteverdi Choir Repertoire wurde. Es ist, „eine Kantate ohne Schwächen, emotional und spirituell von höchster Ordnung“.

„Ich armer Mensch, ich Sündenknecht“ – ist Bachs einzige Kantate für Solo-Tenor die noch vorhanden ist. Es ist bewegend von James Gilchrist gesungen worden.

Von drei Kantaten auf das Gleichnis vom ungerechten Haushälter (BWV 55, 89, 115), „Mache dich, mein Geist, bereit“ zeichnen sich durch ihre subtile instrumentale, textliche und fesselnde Arien aus, die erinnern an die Sehnsucht der Seele und für die göttliche Barmherzigkeit.

Die Aufnahme in Tooting (CD1) ist die einzige in der ganzen Reihe, die nicht live aufgenommen wurde: das ursprüngliche Konzert fand in der „Eton Kapelle“, direkt unter dem Flughafen Heathrow statt, also mussten wir versuchen, die Aufnahmen neu und zu den gleichen Bedingungen an einem ruhigeren Ort aufzunehmen.

Dieses Album enthält ein separates Index Blatt von der Kantaten Serie!

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Cover SDG 174 Vol. 18 zwei CDs

 

SDG 174 Volumen 18 (2 CDs) enthält:

Kantaten für Weihnachten:

BWV   63 – Christen, ätzet diesen Tag

BWV 191 – Gloria in excelsis Deo

(Aufgezeichnet: Herderkirche, Weimar)

Solisten: Claron McFadden | Bernarda Fink

Christopher Genz | Dietrich Henschel

Hörprobe: „Klicken Sie auf ein Cover oben zum abspielen der Soundbites.“

Kantaten für den Dreikönigstag:

BWV   65 – Sie werden aus Saba alle kommen

BWV 123 – Liebster Immanuel, Herzog der Frommen

(Aufgezeichnet: Nikolaikirche, Leipzig)

Solisten: Magdalena Kožená | Sally Bruce-Payne

James Gilchrist | Peter Harvey

Kantaten für den ersten Sonntag nach Epiphanias

BWV 154 – Mein liebster Jesus ist verloren

BWV 124 – Meinen Jesum lass ich nicht

BWV   32 – Liebster Jesu, mein Verlangen

(Aufgezeichnet: Hauptikirche St Jakobi, Hamburg)

Solisten: Claron McFadden | Michael Chance

James Gilchrist | Peter Harvey

Der Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

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Click here for a German   Übersetzung von „Sir Gardiner’s Reisetagebuch.“

Reisetagebuch-Meinungen-Notizen der Künstler im Cantatafinder:

Link: http://www.cantatafinder.com/hks/18_kuenstlerbeitrag.pdf

CD erwerben über meine Partnerseite:

Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

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Inhaltsangaben:

SDG 174 Vol. 18 – ist die lang erwartete letzte CD der Bach-Kantaten Pilgerfahrt, über das musikalische Ereignisse des letzten Jahrzehnts wurde viel gesprochen.

Dies ist eine Anthologie der Weihnachtszeit, kombiniert Kantaten für Weihnachten und Epiphanie.Es verfügt über anerkannte Solisten, darunter Magdalena Kožená, Bernarda Fink, Michael Chance, James Gilchrist und Christopher Genz.

Das Album eröffnet die Aufnahmen mit „Christen, ätzet diesen Tag“, die zu Weihnachten 1999 – zu Beginn der einjährigen Bach Cantata Pilgrimage – durchgeführt wurde,  Dies ist einer der bekanntesten Kantaten Bachs. Das Accompagnato recit wurde von Bernarda Fink mit großem Erfolg gesungen.

„Gloria in excelsis Deo“, das Lied der Engel bei der Geburt des Jesuskindes, ist, wie das Gloria in der B-Moll-Messe bekannt.

„Sie werden aus Saba alle kommen“ beschreibt die Prozession der Heiligen Drei Könige. Bach vermittelt die Majestät der Szene mit hohen Hörnern, Blockflöten und Oboen da caccia, um ein Ost-ähnliche Atmosphäre zu schaffen.

Die Kantaten auf diesem Album zeigt eine große Vielfalt des dramatischen Ausdrucks. „Mein liebster Jesus ist verloren“ und „Liebster Jesu, mein Verlangen“ erzählen die gleiche Geschichte, aber in einem anderen Stil, im Ausdruck verschiedener Emotionen.

Dieses Album wurde in der Weimarer Herderkirche, der Leipziger Nikolaikirche und der Hamburger Hauptkirche St. Jakobi – aufgezeichnet.

SDG 174 ist mit einem separaten Index Blatt der Kantate Serie beigefügt  worden.

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Prächtige Kantaten-Einspielungen von SDG sind zu erwarten und als ein Weihnachtsgeschenk vortrefflich geeignet. Leider ist mit diesen 2 Veröffentlichungen die SDG-Serie von der „Bach-Cantata-Pilgrimage 2000“ beendet worden, ich bin gespannt, was in Zukunft an Neueinspielungen von Sir J.E. Gardiner und seinem Label:  SDG zu erwarten haben.

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Label-Shop:  SDG-Gesamt-Aufnahmen..!!

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Anthony Rolfe Johnson – RIP


Anthony Rolfe Johnson

Anthony Rolfe Johnson

Unbemerkt hier im Blog hat im Juli einer der musikalisch langjährigen Weggefährten Sir John Eliot Gardiners diese Welt verlassen. Anthony Rolfe Johnson starb am 21. Juli 2010 an den Folgen seiner Alzheimer Erkrankung. Als Spätberufener – er startet sein Berufleben als Farmer – begann er erst mit 29 Jahren mit seiner professionellen Gesangsausbildung, wurde aber schnell einer der führenden englischen Tenöre, vor allem im Barockbereich, aber auch z.B. als Interpret der Werke Benjamin Brittens.

Ich denke, jeder der hier regelmäßig im Blog mitliest, hat die eindrucksvolle Stimme von Anthony Rolfe Johnson im Ohr. Es gibt viele Aufnahmen von ihm zusammen mit John Eliot Gardiner, natürlich auch mit anderen Dirigenten wie z.B. Harnoncourt. Zu den liebsten gehören bei mir die Passionen, das Weihnachtsoratorium und einige Kantaten von J.S. Bach, die Jahreszeiten von Haydn und vor allem L’enfance du Christ von Berlioz, von den Beethoven-, Händel- und Mozartaufnahmen ganz zu schweigen.

Ein sehr umfangreicher Nachruf ist im Telegraph erschienen. Dem kann ich nichts mehr hinzufügen.

http://www.telegraph.co.uk/news/obituaries/culture-obituaries/music-obituaries/7905320/Anthony-Rolfe-Johnson.html

Holt die alten Aufnahmen noch einmal raus und hört noch einmal richtig zu. Wer die Aufnahme noch nicht kennt – am Montag, dem 13. 9. sendet der NDR zwischen 20 und 22 Uhr den Mitschnitt des Eröffnungskonzertes des Schleswig-Holstein-Musik Festivals vom 26.6.1994 aus der Marienkirche Lübeck:

Ludwig van Beethoven:
Missa solemnis D-Dur op. 123
Luba Orgonasova, Sopran
Catherine Robbin, Mezzosopran
Anthony Rolfe Johnson, Tenor
Alastair Miles, Bass
NDR Chor / Monteverdi Choir London
NDR Sinfonieorchester / Ltg.: John Eliot Gardiner

Der Link zum Live-Stream:

http://www.ndr.de/ndrkultur/

Spaziergang übers 23. Köthener Bachfest 2010


+) Flyer 23. Köthener Bachfesttage vom 1. bis 5. September 2010

Am Tag danach bin ich noch ganz benommen. Soviel „Meer“ muss erst einmal verdaut werden.

Mittwoch 1.9.2010 – Eröffnungskonzert St. Jakob „h-moll-Messe“

Los ging`s mit der h-moll-Messe in der toll renovierten Kirche St. Jakob in Köthen. Leitung: Philippe Herrweghe mit seinem Collegium Vocale Gent. Ich hatte von Anfang an leichte Bauchschmerzen. Gardiners Aufführung der h-moll-Messe in Leipzig war noch zu präsent und hatte mich regelrecht aus den Angeln gehoben. Trotzdem wollte ich Herreweghe unbedingt erleben. Ich habe ihn erlebt – das ist aber auch alles, was ich dazu schreiben möchte. Keine Gänsehauterlebnisse – kein Kommentar.

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Eine Rezension der h-moll_Messe von Herreweghe  kann  h i e r von der MZ aufgerufen werden…!!

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+) Barocke Dame und Herr empfingen die Besucher zu den 23. Köthener Bachfesttagen 2010 in St. Agnus.

Köthen war aufs Bachfest super vorbereitet. In allen Kirchen zu unterschiedlichen Zeiten halbstündige Orgelkonzerte, Kurzandachten, Vorträge und dann eben die ganz großen Highlights:

Donnerstag 2.9.2010 – Bachsaal:

Orchesterkonzert I; English Baroque Soloists, Sir John Eliot Gardiner.

Seit Februar war dieses Konzert für den Bachsaal ausverkauft. Zwei Stunden sind Karl-Heinz und ich um die Vorverkaufskasse geschlichen (Einheimische nennen das Kartenstrich) – dann hatte ich mein Ticket für die beiden Ouvertüren (1067, 1066) und das Konzert für Oboe, Violine und Orchester. Die EBS waren in bester Verfassung, Gardiner voller Elan und Schwung und es viel mir schwer, ruhig auf meinem Sitz zu bleiben; am Liebsten hätte ich getanzt.

+) Bachsaal Bachfesttage Köthen 2010

Freitag 3.9.2010 – St. Agnus: „Schemelli Lieder“

Am Freitag waren die Schemelli Lieder dran. Sankt Agnus war voll besetzt; im Altarraum lediglich ein Orgelpositiv und ein Cembalo. Ton Koopman begleitete Klaus Mertens (Bass-Bariton). Eine lupenreine Artikulation, eine dem Kirchenraum vollkommen angepasste ausdrucksvolle Stimme, eine große Bescheidenheit, keine Allüren – er stand nur einfach da und sang sich in die Herzen seiner Zuhörer/innen. Bei „Liebster Herr Jesu, wo bleibst du so lange (BWV 484)“ war`s um meine Fassung geschehen. „Komm doch, Herr Jesu, wo bleibst Du solange? Komm doch, mir wird auf Erden so bange“ hat Klaus Mertens mit soviel Innigkeit, Sehnsucht und Hingabe interpretiert, dass für mich „ein Stück andere Welt“ spürbar und sichtbar wurde. Selbst bei der Zugabe „Bist Du bei mir“ – Notenbüchlein A. M. Bach, gab es bei vielen noch Tränen. Es war ergreifend; überirdisch schön

+) St. Agnus in Köthen Bachfest 2010

An dieser Stelle hätte für mich das Bachfest zu Ende sein können. Aber es kamen noch zwei dicke Highlights – zwar ganz anderer Art – aber jedes auf seine Weise faszinierend.

Freitag 3.9.2010 – Bachsaal: Kunst der Fuge (BWV 1080) mit der Akademie für Alte Musik Berlin als Konzertinstallation.

„Auf der Bühne vom Bachsaal ist dem jeweiligen Klangkörper ein eigener Standort zugeordnet. Dadurch wird die Bühne zu einer klanglich bespielten Fläche, die Musik wird inszeniert, denn jede Gruppe hat eine eigene, fokussierende Beleuchtung. Das Licht lenkt jeweils die Aufmerksamkeit des Zuhörers von einer Gruppe zu anderen; das Klangsystem wird sichtbar. In dieser verdichteten Atmosphäre gelenkter Aufmerksamkeit entfaltet sich die faszinierende Sogkraft des Fugensystems.“ Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie werden die Berliner das plötzliche, unerwartete Ende der „Kunst der Fuge“ darstellen. Es kam, wie ich es mir vorgestellt hatte: die Bratsche spielte den letzten Takt allein, dann wurde es stockdunkel. Im Saal war totenstille – ich habe lange gebraucht um wieder aufzutauchen.

Freitag 3.9.2010 – St. Jakob: „Orchesterkonzert II“ EBS – Sir Gardiner

+) St. Jakob Bachfesttage Köthen 2010

Abends kam mit „Orchesterkonzert II“ mit den English Baroque Soloists und dem Sir das glatte Gegenteil zum Nachmittag. Ein ausgelassenes Orchester, ein überschäumender Sir und eine fantastische Sopranistin (Lenneke Ruiten) boten u.a. die Hochzeitskantate „Weichet nur, betrübte Schatten BWV 202“.

+) St. Jakob Köthen-Bachfest 2010 Applaus Kantate BWV 202 Links: Lenneke Ruiten - Sopran; Mitte: Sir J.E. Gardiner, rechts: Oboe - Prof. Michael Niesemann

+) St. Jakob Bachfest Köthen 2010 Virtouse Trompeten: Neil Brough; Robert Vanryne; Michael Harrison; in den Suiten-Ouvertüren BWV 1068 + 1069

Voller Charme und Witz, voller Freude und Ausgelassenheit wurde musiziert und gesungen. Für uns auf den harten Bänken gab`s kein Halten mehr. Wir wären am Liebsten die ganze Nacht geblieben, um diese sagenhafte Hochzeit richtig zu feiern. Traumhaft schön war auch Prof. Michael Niesemann an seiner Oboe – wie alles an diesem Abend.

+) St. Jakob Köthen Bachfest 2010 Pausenapplaus nach der Bach Ouvertüre BWV 1066 + 1067

+) St. Jakob Bachfest 2010 Köthen - Sir J.E. Gardiner schmunzelnd über den riesigen Applaus als Gladiator von EBS

Samstag 4.9.2010 –  Spiegelsaal – Violinkonzert-Partitien, Viktoria Mullova

Beeindruckt hat mich natürlich auch das Violinkonzert mit Viktoria Mullova. Diese Partiten und Sonaten sind einfach Meisterwerke der besonderen Art und sind von einer Meisterin dargeboten worden.

+) Spiegelsaal im Schloss Köthen, Viktoria Mullova „Violine solo“ mit Bach-Partitien: BWV 1006 + 1004 + 1001

+) St. Agnus, Köthen, Cantus Cölln ( J.S. Bach gehörte zu dieser Kirchengemeinde)

St. Agnus: Cantus Cölln Kantaten und Messe mit Cantus Cölln und Konrad Junghänel

haben mich nicht vom Hocker gerissen – dazu stand ich wahrscheinlich noch viel zu sehr unter dem Eindruck der Abende mit dem Sir.

Sonntag 5.9.2010 – St. Jakob: „Köthener Trauermusik

Der Abschluss war für uns am Sonntag morgen die „Köthener Trauermusik“ in der Jakobskirche. Der Köthener Bachchor und die Lautten Compagney Berlin haben sich an diese rekonstruierte Fassung gewagt und eine glänzende Aufführung hingelegt. Wir waren wirklich beeindruckt. Der Kommentar meines Mannes beim Verlassen der Kirche „warum haben die nicht gleich die Matthäus-Passion gespielt“ traf ins Schwarze. Aber über die Rekonstrukionsgeschichte schreib` ich jetzt nichts mehr – ich zitiere zum Schluss Alexander Ferdinand Grychtolik: „musikalische Rekonstruktionen appellieren vielmehr an die wesensbestimmenden Werte von Musik; an den ästhetischen Wert und den Kunstwert“.

+) St.Agnus Köthen Bachfest 2010 Junghänel mit Cantus Cölln; BWV 102 + 147 + 234

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Herzlichen Gruss

Iris

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2 Rezensionen der mz als PDF-Link nachstehend

Mitteldeutsche Zeitung Bachfest 2010 Köthen

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+) Bilderrechte: Volker Hege

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Ein letztes Mal für dieses Jahr: Sir John Eliot Gardiner bei den PROMS


Hallo zusammen,

das Beste kommt zum Schluss, das finde ich zumindest. Am Freitagabend 10.9.2010  sendet BBC live von den PROMS und stellt dieses Konzert dann wieder 7 Tage lang zum Nachhören zur Verfügung.

Proms 75
http://www.bbc.co.uk/programmes/b00tmm2j

BBC PROMS 2010

Live from the Royal Albert Hall, London

Presented by Martin Handley

Sir John Eliot Gardiner conducts the Monteverdi Choir and English Baroque Soloists in Monteverdi’s resplendent Vespers. Published 400 years ago in 1610, Monteverdi’s choral masterpiece is a glorious summation of the different styles of Venetian church music of the 1600s. Sir John Eliot Gardiner and his Monteverdi Choir make the most of the vast spaces of the Royal Albert Hall to perform the music with which they made their Proms debut in 1968.

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
The London Oratory Junior Choir & The Schola Cantorum of The Cardinal Vaughan Memorial School
His Majestys Sagbutts and Cornetts
Sir John Eliot Gardiner (conductor).

Schade, dass die TV-Live-Übertragung außerhalb UK gesperrt ist. Das wäre dann nicht nur ein Fest für die Ohren.

Eine schöne Woche
Barbara

P.S. Auf Wunsch von @Barbara stelle ich die Besetzungsliste des Monteverdi-Konzertes (BBC-Proms 10.9.2010) als Bilder nachstehend zur Verfügung..!! Aktualisiert am 15.9.2010

1. Bild der Besetzung

Bild_1_BBC Proms 10_09_2010_Gardiner Monteverdi_ Besetzung

2. Bild der Besetzung

2. Bild_BBC Proms 10_09_2010_Gardiner Monteverdi_ Besetzung

3. Bild der Besetzung

3. Bild_BBC Proms 10_09_2010_Gardiner Monteverdi_ Besetzung

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Für Interessenten gebe ich hier den Link von YouTube bekannt, dort ist die Marienvesper (Vespro della Beata Virgina von 1610) als Aufzeichnung von dem Gardiner-Konzert am 10.9.2010 – von BBC-Proms 2010 – anzusehen..!!

Link:  http://www.youtube.com/view_play_list?p=548494ED4517F7D6

Viel Spass und Grüße Volker

J.E. Gardiner – Label – SDG 705 veröffentlicht CD von Johannes Brahms Symphonie No: 4


Screenshot: Label - SDG 705 Brahms Symphonie 4 (1 CD)

 

 

Vom Label SDG erscheint die CD „SDG 705″ von Johannes Brahms die Symphonie No: 4.

CD-Inhalte, (eine CD) für £ 12.99

Ludwig van Beethoven 1770-1827
Overture, Coriolan Op.62 (1807)

Giovanni Gabrieli c.1554/7-1612
Sanctus & Benedictus a 12

Heinrich Schütz 1585-1672
Saul, Saul, was verfolgst du mich? SWV 415

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Cover: CD - SDG 705 - vom Label: SDG - J.E. Gardiner Brahms Symphonie Nr.4

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Hörproben Brahms 4

DG 705 – Brahms Symphony 4
2.  Gabrieli – Sanctus & Benedictus a 12 Stream Audio
3.  Schütz – Saul, Saul, was verfolgst du mich?
– SWV 415 (1650)
Stream Audio
10.  Brahms – Symphony No.4 in E minor Op.98 (1885)
– I Allegro non troppo
Stream Audio

Play the bit stream tracks with your media player (Real Player). To get a media player click on the icon below.

 

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Johann Sebastian Bach 1685-1750
from Nach dir, Herr, verlanget mich BWV 150 (c.1708-9)
No.6 Meine Augen sehen stets zu dem Herrn
No.7 Ciacona: Meine Tage in den Leiden

Johannes Brahms 1833-1897

Geistliches Lied Op.30 (1865)
arr. Gardiner for mixed chorus and strings

Fest- und Gedenksprüche Op.109 (1889)
1. Unsere Väter hofften auf dich
2. Wenn ein starker Gewappneter
3. Wo ist ein so herrlich Volk

Johannes Brahms Symphony No.4 in E minor Op 98 (1885)

I Allegro non troppo
II Andante moderato
III Allegro giocoso
IV Allegro energico e passionato

(recorded: the Salle Pleyel, Paris
and the Royal Festival Hall, London)

Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Monteverdi Choir | John Eliot Gardiner

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PDF – Das Booklet enthält ein Gespräch zwischen John Eliot Gardiner und Komponist Hugh Wood,
zu erläutern, wie die Stücke sich aufeinander beziehen und gibt einen bewegenden Bericht über Brahms als
Komponist und als Mensch.

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

Link zum Partner-Shop zur CD Brahms 4:

Link: –  h i e r – anklicken..!!

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oder bei SDG nachstehend!

http://www.solideogloria.co.uk/shop/index.cfm?CFID=4164424&CFTOKEN=58079122

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Eine Rezension zu Brahms 4 von „Rondo-Musikmagazin“

Es ist vollbracht. Mit der einspielung der vierten sinfonie bestätigt sich, dass John eliot Gardiners Brahms-Zyklus der wichtigste seit mindestens zwanzig Jahren sein dürfte: Gardiners Prinzip, die verwurzelung Brahms’ in der deutschen Musiktradition nicht nur durch seine Interpretation, sondern auch durch die Kombination mit Chor- und Orchesterwerken von Bach bis Mendelssohn zu zeigen, bewährt sich erneut. Bezugspunkt ist diesmal neben Beethovens »Coriolan«-Ouvertüre und Chorschnipseln von schütz und Gabrieli natürlich der Teil der Bach-Kantate »nach Dir herr«, der Brahms zum Finale der vierten inspirierte – klar, dass Gardiner die Basslinie dieser Chaconne besonders herausstreicht. entscheidend ist jedoch, dass diese schau von Musikbeispielen am ende tatsächlich in einer Interpretation der vierten zusammenfließt und die nervöse spannung der »Coriolan«-Ouvertüre in den überraschend schnell genommenen Kopfsatz der vierten überzuschwappen scheint. Bei Gardiner herrschen eine Klarheit und eine eiserner Zugriff, die oft an Toscanini denken lassen – und statt melancholischer Opulenz hört man, wie in Brahms’ sinfonien klassische Form, barocke Kontrapunktik und romantisches sehnen zusammenfließen. Das ist nicht die Musik eines greisen Rauschebarts, sondern eines Komponisten im unruhestand, der seinen schöpferischen und emotionalen Überschwang etwa im Finale durch die Wahl der strengstmöglichen Grundform fast gewaltsam zügeln muss und der noch Ideen genug für die nächsten fünf sinfonien gehabt hätte.

Autor: Jörg Königsdorf

(www.rondomagazon.de)

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Grüße

Volker

Noch einmal Sir John Eliot Gardiner bei den PROMS


Am 29. 8.10 gastiert Sir John Eliot Gardiner wieder bei den Londoner PROMS, diesmal mit der Tschechischen Philharmonie und Lars Vogt. Das Konzert wird in 3 Teilen von BBC übertragen.

Proms 6:30pm+7:30pm+8:25pm

Live from the Royal Albert Hall, London

Presented by Petroc Trelawny

Sir John Eliot Gardiner and the visiting Czech Philharmonic Orchestra frame their programme with Dvorak’s ebullient, life-affirming Carnival Overture and his radiant 8th Symphony. In between, Martinu’s 6th Symphony dances with Czech and Moravian folk melodies and rhythms; there’s a detour to the Norwegian fjords for Grieg’s Piano Concerto with Lars Vogt; and back to the Moravian Janacek whose gentle Ballad of Blanik was inspired by recent Czech independence and the new nation’s legendary guardians.

Dvorák: Overture, ‚Carnival‘
Martinu: Fantaisies symphoniques (Symphony No. 6)
interval
Grieg: Piano Concerto in A minor
interval
Janácek: The Ballad of Blaník
Dvorák: Symphony No. 8 in G major

Lars Vogt, piano
Czech Philhamonic Orchestra
Sir John Eliot Gardiner, conductor

This Prom will be repeated on Tuesday 7th September at 2.20pm.

http://www.bbc.co.uk/programmes/b00tkm9z
http://www.bbc.co.uk/programmes/b00tkmby
http://www.bbc.co.uk/programmes/b00tkysy

Wie immer: 7 Tage lang bei BBC abrufbar.

Barbara

Ein begeisternder Blog-Artikel über Sir Gardiner-EBS und Monteverdi Choir


Screenshot vom Glarean Magazin - Walter Eigenmann

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Durch einen riesigen Zufall bin ich bei WordPress auf den nachstehenden Artikel über Sir Gardiner-EBS und dem Monteverdi Choir gestoßen, der mich ungemein gefesselt hat.

„Bachs Kantaten-Kosmos chormusikalisch ausgelotet von Walter Eigenmann!“

Der Autor beschreibt so hautnah das Geschehen und Wirken von Gardiner und sein Umfeld, dass durch seine präziese Darlegung und seinen musikalischen Kenntnisstand zu überzeugen weiss. Er nimmt u.a. Bezug auf die Veröffentlichung der nachstehenden SDG-CD 177 „Eternal fire“ in 2009 vom Label: „Soli Deo Gloria.“

SDG-CD 177 Eternal fire

SDG-CD 177 Eternal fire / Veröffentlichung in 2009

Link zum Artikel:

http://glareanverlag.wordpress.com/2010/07/16/monteverdi-choir-gardiner-eternal-fire-bach-great-cantata-choruses-glarean-magazin/

Grüße

Volker

DRS2-Radio-Schweiz am 22.8.2010 – Sir Gardiner – Die Bach-Kantate BWV 69a


Ein ganz heisser Tipp für Sonntag, 22.8.2010
DRS2-Radio Schweiz:
Die Bach-Kantate
Sonntag, 22.8.2010, 09.00 Uhr bis 9:30 Uhr

Sir J.E. Gardiner - Monteverdi Choir - English Baroque Soloists

Lobe den Herrn, meine Seele», Kantate zum 12. Sonntag nach Trinitatis, BWV 69a

Die Kantaten, die Johann Sebastian Bach zu den (vielen!) Sonntagen nach Trinitatis geschrieben hat, drehen sich mehrheitlich um eher beklemmende Themen wie Leid und Not, Sünde und Busse. Die Kantate «Lobe den Herrn, meine Seele» BWV 69a – wirkt in diesem Umfeld wie eine Insel aus Freude und Festlichkeit: Jubelndes Gotteslob mit – zumindest im Eingangschor – Pauken und Trompeten.

Ausführende:
Katharine Fuge, Sopran; Robin Tyson, Kontratenor; Christoph Genz, Tenor; Peter Harvey, Bass; Monteverdi Choir, English Baroque Soloists,

Ltg.: John Eliot Gardiner

Link: DRS2-Radio-Schweiz mit Live-Radio anklickbar:

http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/die-bach-kantate/2632.sh10145595.html

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Angaben zum BWV 69a aus dem Cantatafinder:

KOMPONIST Johann Sebastian Bach
BWV 69
Titel: Lobe den Herrn, meine Seele

PDF-Noten – Link:
piano score as PDF

GATTUNG weltliche Kantate
ANLASS Ratswechsel
CHOR vierstimmig
VOKALSOLISTEN soprano, alto, tenore, basso
INSTRUMENTE tromba I, tromba II, tromba III, timpani, oboe I, oboe II, oboe III, oboe d’amore, violino I, violino II, viola, basso continuo
ERSTAUFFüHRUNG Urfassung BWV 69a: Leipzig, 1723; Endfassung: Leipzig, letzte Lebensjahre
Bach verwendet hier die Melodie „Es woll uns Gott genädig sein“
im Choral „Es danke, Gott, und lobe dich …“

Die Kantate ist Teil des BCP-Projekts als CD –  SDG 134 Vol.6 veröffentlicht worden..!!

Einen schönen Sonntag wünscht allen

Volker


SDG-Index für veröffentlichte CDs der Cantata Pilgrimage 2000


Volkers Klassikseiten J.S. Bach / Bach Cantata Pilgrimage 2000

Beitrag zu Volkers Klassikforum J.S. Bach:

Wie schön, dass mit der Gardiner-Pilgrimage-Reihe der geistlichen Kantaten des J. S. Bach, die – soweit mir bekannt – erste CD-Serie eines namhaften Dirigenten vorliegt, bei der alle Kantaten eines Sonn- oder Feiertags auf einem Tonträger zusammengefasst sind. Warum vor dem „Sir“ noch niemand auf diese ebenso lobenswerte wie sehr naheliegende Idee gekommen ist, ist mir ein Rätsel. Umso besser, wenn diese Edition auch noch künstlerisch optimale und technisch perfekte Aufnahmen mit einem der besten Dirigenten unserer Zeit liefert.

Um mir das Auffinden der „richtigen“ CD mit den Kantaten zum „entsprechenden“ Sonntag zu erleichtern, habe ich die Kantaten dem chronologischen Ablauf eines Kirchenjahres zugeordnet. Wem dies bei der CD-Suche ebenfalls eine Hilfe wäre, kann sich die beiliegende Aufstellung (pdf-Format) ausdrucken. Zudem kann die Tabelle in der letzten Spalte um weitere vorhandene Aufnahmen ergänzt werden. Außerdem füge ich für Nicht-Kirchgänger, denen – wie mir – beispielsweise bei den vielen Sonntagen nach Trinitatis die in der Tat leicht zu verlierende Übersicht abhanden kommt, eine Zusammenstellung bei, die die Festtage des Kirchenjahres mit aktuellem Tagesdatum versieht. Diese Daten habe ich der Seite www.das kirchenjahr.de entnommen und die Tabelle auf die mich interessierenden Informationen verkürzt.

Ein PDF-Index der SDG-CD’s  entsprechend dem Sonntag im Kirchenjahr ist nachstehend abrufbar zum Download und Drucken:

Volkers Klassikseiten Gardiner_Pilgrimage_SDG_CDs_Index

Kirchenkalender die Sonn- und Feiertage im Kirchenjahr 2009-2010

Beide Übersichts-Seiten werde ich bei Bedarf aktualisieren und auf dieser Seite veröffentlichen.

Mit besten Grüßen,

Werner K.

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P.S. Als eine sinnvolle Ergänzung zu Werner’s fantastischen Angaben stelle ich allen die PDF-Vorlage als Index mit den CD-Angaben und BWV vom Label „Soli-Deo-Gloria“ aus England zum Download und Ausdrucken bereit.

Index von SDG: Seite eins BWV und CDs Index SDG Cantata Pilgrimage

Index von SDG: Seite zwei BWV und CDs Index Cantata Pilgrimage

Eine Terminübersicht der Cantata Pilgrimage 2000-Tour gibt es nachstehend:

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2008/01/19/termin-tourenplan-der-konzerte-im-bachjahr-2000-von-je-gardiner-und-monteverdi-choir/

Grüße Volker

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Sir Gardiner-Konzerte in der Schweiz in 2010


Dirigent: Sir John Eliot Gardiner

Für alle Fans in der Schweiz hier die aktuellen Konzert-Termine von Sir John    Eliot Gardiner im Kalenderjahr 2010 nachstehend aufgeführt:

mit dem Programm:

Schumann & Brahms 2010

18 Oct 2010 – Lucerne, KKL, Switzerland

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19 Oct 2010 – Victoria Hall, Geneva, Switzerland

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20 Oct 2010 – Bern, Kultur Casino, Switzerland

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22 Oct 2010 – Tonhalle, Zurich, Switzerland

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