Archiv der Kategorie: Soli Deo Gloria

Fernsehfilm über J.S. Bach im Bayerischen Fernsehen am 30.7.2010


Nicht BACH – Meer sollt er heißen!
Fernsehsendung auf BR am 30. Juli 2010 um 00:10 Uhr bis 01:10 Uhr

Wer diesen wunderbaren Film über J.S. Bach verpasst hat sollte am 30.7.2010 um 00:10 Uhr das Bayerische Fernsehen einschalten.

Bach, dieser Ozean, ist unendlich und unausschöpfbar in seinem Reichtum an Einfällen und Harmonien! Mehr als 250 Jahre nach Bachs Tod stimmt der Vergleich mit dem Ozean noch immer. Wie die Musikwelt das Bach-Jahr 2000 beging, davon zeigt der Film von Friedrich Müller stattliche Portionen: mit den Großmeistern Rilling, Koopman, Herreweghe, Krapp, Schneidt, Perahia und Maisky, den Thomanern und Jacques Loussir.

FilmTrailer Ausschnitt:

Bach hält alles aus – die Swingle Singers, Chöre mit hundert Gurgeln oder mit zehn, Cembalo, Steinway und Akkordeon, Schlagzeug und Synhtesizer. Der Ozean Johann Sebastian Bach – unausschöpfbar noch heute. Der Film verschweigt nicht, dass vom Leben des Riesen fast nichts sicher überliefert ist außer ein paar ärgerlichen Episoden: eine Schlägerei, eine deprimierend kleinkarierte Affäre, ein einziges authentisches Bild. Verschollen aber sind hundert Kantaten und zwei Passionen.

Viel Freude am Bach-Film

Gruß Volker

20. Juni BACHFEST 2010 – J.E. Gardiner und J.S. Bachs H-Moll Messe in der Thomaskirche


Bachfest2010-Banner am Rathaus Leipzig

Ich empfinde die derzeitige politische, monetäre, wirtschaftliche, kulturelle und soziologische Situation in Deutschland als etwas sich zersetzendes. Von allen Seiten zerfressen und infiltrieren destruktive Kräfte die Grundpfeiler der Freiheit. Der Bundesadler ist satt und zahnlos geworden und läßt die Diffusion religiöser Gefahren, krimineller Elemente, Parallelwelten gepaart mit Werteverlust, Gleichgültigkeit und sinkendem Bildungsniveau zu. Dazu furchtbare Nachrichten über die Zerstörung unserer Lebensgrundlage. Wie kann der Einzelne den Negativ-Sog beeinflussen? Nun gut, als Johann Sebastian Bach sich 1733 an die Komposition der H-Moll-Messe begab, war ihm sicherlich wenig von heutiger, globaler Tragik bekannt, aber seine Situation war durchaus frustrierend und verbesserungswürdig. Der ständige Streit mit dem Leipziger Konsistorium, das seine Arbeit nicht würdigte und ihn ständig vor die Wand laufen liess. August der Starke war gestorben. Da kam die von staatswegen verordnete Landestrauer von 5 Monaten mit verbundenem Musizierverbot ihm gerade recht um dies als schöpferische Zäsur und Neuorientierung zu nutzen. Es entsteht eine „Missa“ von unglaublicher, anspruchsvoller Virtuosität, von spiritueller, weltraumähnlicher Tiefe. Einige Teile wurden neu komponiert, einige sind Parodien, deren musikalischer Grad von ihm warscheinlich noch nicht als gänzlich ausgeschöpft betrachtet wurde. Er wurde belohnt und bekam den Titel des königlichen Hofkompositeurs verliehen, so konnte er seinen Status in Leipzig neu beleben. Er konnte seine schöpferischen Kräfte eben richtig kanalisieren.

Schlussveranstaltung Bachfest2010 in der Thomaskirche Leipzig

Zu der H-Moll Messe von Gardiner hege ich besondere Erinnerungen, war sie doch das erste große Werk, das ich mir vom Munde abgespart und von meinem Englisch-Nachhilfe- und Hunde-Ausführ-Geld gekauft habe.

Mein Lichtstreif am Horizont: Es ist der 20. Juni 2010 , das Konzert, auf das ich mich seit einem Jahr unbändig gefreut habe, ist Wirklichkeit geworden. John Eliot Gardiner, die English Baroque Soloists und der Monteverdi Choir treten in St. Thomas, an meinem heiligsten Ort der Erde auf. Doch die Kirche verlangt Zuhörern und Akteuren einiges ab, ungefähr 2/3 der Zuhörer können am Geschehen nur eingeschränkt, 1/3 sogar ohne visuellen Kontakt, teilhaben. Dazu dann noch eine vollbesetzte Kirche, die die Akustik nicht unbedingt verbessert. Dennoch, Bach und Gardiner in der Thomaskirche, das ist die absolute Königsdisziplin.

Das Innere der Thomaskirche Foto: Werner K.

Seit der Aufnahme von 1985 hat sich einiges getan, 25 Jahre Lebenserfahrung enplus in allen Bereichen der menschlichen Existenz, gleich der Türöffner „Kyrie“ singt das Publikum (und vielleicht auch Gott selbst) schlichtweg an die Wand, so eindringlich ist diese Bitte „Herr, erbarme Dich“, aufgefangen durch das solistisch besetzte Aufspiel als  musikalischem Kniefall. Als dann der Chor Bass einsetzt, sind wir dann endgültig Teil des Ganzen und werden von diesem transzendenten Tornado mit fortgetragen. Bei „Christe eleison“ befinden wir uns dann im „Eye of the storm“, wunderbar leicht, die Solisten passen sehr gut zusammen. Das Gloria habe ich nie schneller, nie besser gehört, spätestens jetzt wird jedem klar, dass er hier eins der besten Ensembles der Welt hört. Interessanterweise weisen gerade Stücke, die ich sonst immer etwas nichtssagend fand, eine neue schwebendere, markantere Kontur auf, so auch das „Qui tollis“, das unglaublich getragen, den Spannungsbogen bis zur Explosion ausgedehnt, piano und forte viel kontrastreicher ist. Dadurch sind einige Stellen im positiven Sinne aggressiver (besonders im Bass und im Alt) und es verleiht der beabsichtigten Botschaft noch mehr Nachdruck.  Ich bin Sir John Eliot Gardiner dankbar, dass er diesmal auf den Einsatz von Countertenören verzichtet hat, die Solisten aus seinem Ensemble sind durchweg eine gute Wahl, so auch die (blutjunge) Altistin, die das „Qui sedes ad dextram patris“ der musikalischen Gardiner-Ideologie entsprechend, schlank aber mit tollem individuellem, warmen Timbre singt. Wir dürfen gespannt sein auf ihre weitere Karriere.

Bachs Exekutive Sir John Eliot Gardiner Foto: Werner K.

In der Pause meint mein Nachbar Roland: „Ich schaue immer nach links“ „Warum?“ „Ich muss sehen, ob die Grabplatte sich bewegt und der große Meister selbst applaudiert.“ Ich breche in Gelächter aus. Meiner Freundin Miriam fehlen die Worte, natürlich wegen der Musik. Der 2. Teil der Messe legt dann an Spannung, Tempo und Anspruch noch mal zu, gerade hier wird es für den Chor besonders anstrengend. „Confiteor“ und „Et expecto“ bestechen durch super herausgearbeitete Stimmgruppen, die den eher sphärischen Stücken eine neue Durchsichtigkeit geben und einen neuen Eindruck von Hell und Dunkel vermitteln.

Meister, am besten Du steigst da raus, die Akustik ist dann besser !!!! Foto: Werner K.

Wer sich nach diesem Konzert die 1985 er Aufnahme zu Gemüte geführt hat oder sie einfach noch im Ohr hat, dem ist sicher aufgefallen, dass selbst „Et ressurrexit“ noch eine Spur schneller genommen wurde, die Musik verträgt das, seine Musiker können das, ich finde sie schneller noch runder, noch tanzbarer und faszinierender. Nach diesem Feuerwerk der Auferstehung und der Lobpreisung lassen uns Bach und Gardiner noch einmal in tiefe Kontemplation fallen mit „Agnus Dei“, die Altistin singt dies im Superpianissimo und es fühlt sich an, als wenn Jesus selbst neben uns am Kreuz hinge und uns in sein Leiden mit einbezöge, um von einer Schattenseite des Lebens ein neues Tor zu einer anderen Zukunft zu durchschreiten. Das Ende bleibt offen und alle guten Geister (ich will schwer hoffen, dass ALLE dagewesen sind) lassen uns mit dem Segen „Dona nobis pacem“ entschweben. Barbara, ich hab´s auch nie schöner und gewichtiger gehört!

Der Wunsch nach Frieden ist der stets aktuellste, universellste der Menschheit, er ist nicht greifbar, aber er bedeutet auch immer ein Aufrichten und läßt nach vorn blicken, auch und gerade jetzt und immer wieder „zu unseren Zeiten“.

Ich habe nicht kontrolliert, ob die Grabplatte im Chor versucht wurde aufzuhebeln. Bach wäre stolz gewesen. Es war eine Aufführung in der eindeutig der Chor als Protagonist im Vordergrund stand, daher wurde bewusst auf starallüren-artige Solisten im Sinne des Einfügens ins Gesamtkunstwerk und in den Gesamtklang verzichtet.

Thomaskirche h-moll Messe BWV 232 "The Monteverdi Choir" Standing Ovatione..!! Fotorechte: Thaddäus Bärenkopf

Dieser Chor ist wie ein gut gerittenes Pferd mit enormem Bewegungspotenzial, das sich aufmerksam, vertrauensvoll mit weicher Verbindung an das Gebiss dehnt und taktrein, bergauf, mit der Hinterhand unter den Schwerpunkt galoppiert. Als wäre das noch nicht genug, gehts noch besser, gibt man die Zügelverbindung eine Handbreit vor- und galoppiert direkt in den Himmel zu den Sternen… (Alleine bei dieser Vorstellung mit der Musik dazu bekomme ich noch im nachhinein feuchte Augen).

Dieser 20.06. wird allen sicher noch lange in Erinnerung bleiben, es war ein ganz tolles Treffen mit allen Forianern, die extra nach Leipzig gekommen sind, Alex danke auch für das Organisieren der Generalprobe – ein echtes Erlebnis, super dass wir unsere Emotionen noch in der Restauration um die Ecke ein wenig abkühlen lassen konnten, das Highlight 2010. Seid alle herzlich gedrückt,

Claudia

Bachfest 2010 in Leipzig endete mit der h-moll Messe in der Thomaskirche, Kritik-Rezension


Abschlußkonzert mit dem Monteverdi Choir in der Thomaskirche unter Leitung von Sir J.E. Gardiner_Fotorechte: Wolfgang Zeyen

Das Bach-Fest 2010 in Leipzig endete am Sonntag, 20.6.2010 um 18:00 Uhr mit der h-moll Messe  – BWV 232  – von Johann Sebastian Bach in der ausverkauften Thomaskirche in Leipzig. Der Besucherzuspruch war mit ca. 65.000 Besuchern wieder hervorragend und entsprach den Erwartungen. „Obwohl das Bachfest einen Tag kürzer war als im vergangenen Jahr, konnten wir die Besucherzahlen stabil halten. Das ist ein hervorragendes Ergebnis, das auch durch die tiefe Akzeptanz des Festivals in der Leipziger Bevölkerung erreicht wird“, resümiert Dettloff Schwerdtfeger, Geschäftsführer des Bach-Archivs Leipzig. Der Anteil der Gäste, die aus Leipzig und Umgebung kommen, liegt bei etwa einem Viertel. Rund 9000 Besucher wurden trotz schlechten Wetters bei den kostenlosen Open-Air-Konzerten auf dem Augustusplatz gezählt. Zu „Bach im Bahnhof“ kamen rund 8000 Besucher, die sich die Aufführungen angehört, die Ausstellungen des Bach-Museums und des Schumann Vereins Leipzig angesehen haben.

Auf das Abschluss-Konzert mit der h-moll Messe von Johann Sebastian Bach in der Thomas Kirche Leipzig wird hier im Blog noch eine gesonderte Rezension in den nächsten Tagen erfolgen. Es war ein erhebendes Konzert und endete mit einem „Standing Ovation“ für Sir Gardiner, seinem Monteverdi Choir und English Baroque Soloists.

Zum Artikel der LVZ nachstehend:

Link: http://nachrichten.lvz-online.de/kultur/topthema_kultur/bachfest/65000-besucher-lauschen-bachfest-konzerten-in-leipzig/r-bachfest-a-36246.html

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Rezension-Kritik von NEUES DEUTSCHLAND

zum J.E. Gardiner-Abschluss-Konzert Thomaskirche Leipzig Messe h-moll BWV 232:

Von Werner Wolf 22.06.2010 / Feuilleton

Kraftvoller Ruf nach Gehör

Wenn man unmittelbar nach dem Erleben dieses alles überragenden Gipfelwerkes der Musik, Johann Sebastian Bachs Messe h-Moll, zumal in so kongenialer Interpretation wie mit The Monteverdi Choir und The English Baroque Soloists unter Sir John Eliot Gardiner zu schreiben beginnt, kann man nur schwärmen. Gardiner, einer der einst umstrittenen wagemutigen, experimentierfreudigen Protagonisten der historischen Aufführungspraxis, kann längst die Früchte jener Pionierarbeit ernten. In den von ihm gegründeten Ensembles wirken heute Künstler der zweiten Generation, für die das anfangs Ungewohnte, ja Umstürzlerische lebendige Musizierpraxis ist. Sie folgen Gardiner auf den kleinsten Wink. Und so kann er mit ihnen den Bachschen Kosmos vom einleitenden kraftvollen Ruf nach Gehör bis zur machtvoll gesteigerten Bitte um Frieden in all seinen Wendungen vom Zärtlichen bis zum Erhabenen in den feinsten Nuancen wie in großen Steigerungen erfüllen.

Link: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1274172873691&openMenu=1013083806110&calledPageId=1013083806110&listid=1018881578428

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Mitteldeutsche Zeitung schreibt:

Sir John bietet himmlisches Vergnügen

VON UTE VAN DER SANDEN, 21.06.10

LEIPZIG/MZ. Die jüngste, noch immer im Handel erhältliche Aufnahme der h-Moll-Messe mit John Eliot Gardiner stammt von 1985. Längst wäre eine Neueinspielung fällig, doch dafür dürften er, sein Monteverdi Choir und die English Baroque Soloists schlichtweg keine Zeit haben. Quer durch Europa sind sie mit Bachs großer katholischer Messe unterwegs.

Nicht wenige Kunstkenner halten die Interpretation der britischen Originalklangpraktiker für die noch immer mit Abstand beste. Und sie teilen diese Ansicht, die von Gardiner und seine Hausensembles beim Abschlusskonzert des Leipziger Bachfests imposant manifestiert wurde, mit einer riesigen Fangemeinde. Seit Monaten war das Ereignis ausverkauft, Zuhörer saßen in fast jedem Winkel. Sie bekamen das Erhoffte: Spiritualität und Kontemplation, Kraft und Klangpracht, musikantischen Schwung und technische Perfektion – ein himmlisches Vergnügen. Vom ersten h-Moll-Akkord im „Kyrie“ an wuchs der traditionelle Abgesang des Festivals als Tonkathedrale in die Thomaskirche hinein.

Eine durchweg überzeugende, in Teilen mitreißende, bisweilen radikale Darbietung haben die Briten den Leipzigern am Sonntag hingezaubert. Sie zelebrierten einen sakralen Festakt, der mitten im Leben stand: sinnlich, schmissig, transzendent, mit atemberaubenden harmonischen Reibungen und von barocker Bodenständigkeit.

Alle Vokalsoli waren aus dem Chor besetzt, was der Homogenität des Musizierens sehr förderlich war. Wo es ging, ließ der auswendig dirigierende Maestro die Nummern attacca aufeinander folgen und unterbot damit locker die Zwei-Stunde-Marke. Die drei Trompeter leisteten sich nicht einen Kiekser, der „Cum Sancto Spiritu“-Chor fiel erst der Bass-Arie ins Wort, dann in unbeschreiblichen Jubel. Die Chöre in der Mitte des zweiten Teils fassten die Passionsgeschichte von Mariä Empfängnis bis zur Auferstehung, bevor sich das „Dona nobis pacem“ wie aus dem Nichts erhob und zur Innerlichkeit des Anfangs aufschloss.

Gewöhnungsbedürftig wirkte nur die Aussprache des lateinischen Textes mit ihrer merkwürdigen Vokalfärbung. Und Sir John? Als ihm der Jubel lang genug erschien, warf er das Handtuch lässig über die Schulter und ging. Er hinterließ nicht zuletzt die Gewissheit, dass die Interpreten der nächsten h-Moll-Messe kein leichtes Spiel haben werden.

Link: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1274172873691&openMenu=1013083806110&calledPageId=1013083806110&listid=1018881578428

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Grüsse

Volker



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Radio-Tipps für die 24. KW – u.a. Bachfest-Leipzig 2010


18.6.2010
MDR-Figaro
20-22 Uhr
Bachfest Leipzig 2010:

– Johann Sebastian Bach: „Gott ist unsre Zuversicht“, Kantate BWV197
– Johann Sebastian Bach: „Nun danket alle Gott“, Kantate BWV192
– Johann Sebastian Bach: „Gott, man lobet dich in der Stille“, Kantate BWV 120
– Johann Sebastian Bach: „Preise, Jerusalem, den Herrn“, Kantate BWV 119
Dorothee Mields, Sopran
Damien Guillon, Altus
Colin Balzer, Tenor,
Peter Kooij, Bass
Collegium Vocale Gent, Leitung: Philippe Herreweghe
(Aufzeichnung vom 12. Juni 2010, Nikolaikirche Leipzig)

„Auf, du geliebte Lindenstadt!“ – Zu den Funktionen, die Bachs Amt als Musikdirektor der Stadt Leipzig mit sich brachten, gehörten neben der Leitung der regulären Sonntagsmusiken auch die Komposition und Darbietung von repräsentativen Huldigungsmusiken für den Rat und andere Auftraggeber. Ein Höhepunkt städtischer Repräsentation war der alljährlich mit einem feierlichen Gottesdienst in der Nikolaikirche begangene Ratswechsel. Von Bach sind zu diesem Anlass mehrere große Kantaten erhalten. Diese – heute selten gespielten – Werke zeigen die souveräne Meisterschaft des reifen Komponisten.

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19.6.2010

NDR

19-20 Uhr
Geistliche Musik

Claudio Monteverdi:

Vespro della Beata Vergine für Soli, Chor und Orchester – Marienvesper – (Auszüge)

Himlische Cantorey / Vox Werdensis

Knabenchor Hannover / Concerto Palatino

Musica Alta Ripa / Ltg.: Jörg Breiding

Aufzeichnung vom 24.5.2010 in der St. Michaeliskirche Hildesheim

(Hatte @Claudia –  in Essen gehört, ich am Tag vorher in Hannover, war ein ganz tolles Konzert!)

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MDR-Figaro
22-22:30 Uhr

Wie Bachs Putzkiste entdeckt wurde Oder: Was Funde in der Musikgeschichte bewegen können
Sendung von Doris Kothe

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Grüsse Barbara

Label Soli Deo Gloria – Neuveröffentlichung CD SDG 168 Vol. 11 im Juni 2010


Sir John Eliot Gardiner, Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists:
Kantaten zum zwanzigsten Sonntag nach Trinitatis
San Lorenzo, Genua

Cover: SDG 168 Vol. 11

Nachdem wir das nüchterne Wittenberg mit seinen feurigen Feiern zum Reformationsfest hinter uns gelassen hatten, während uns die Abschiedsworte des Pfarrers (‚Führen Sie die gute Tat in Rom fort!’) noch in den Ohren klangen, ging die Reise nach Italien – zuerst nach Genua und dann weiter nach Rom, wo Luthers Antichrist seinen Sitz hatte. Johannes Paul II. hatte unlängst zwei päpstliche Bullen veröffentlicht, eine, die jede Aufführung nicht-geistlicher Musik in den Kirchen verbot, und, als sich herausstellte, dass sich das nicht so genau definieren ließ, gleich eine zweite, die überhaupt alle Konzerte in Kirchen untersagte. Zum Glück gibt es immer noch ein paar ‚regimekritische’ katholische Priester und sogar Kardinäle, die der Musik zugetan und bereit sind, solch eine Vorschrift aufzuweichen – mit dem erfreulichen Ergebnis, dass wir zwei Konzerte geben durften, das eine in der Kathedrale San Lorenzo in Genua und das andere am folgenden Tag in der Basilika Santa Maria sopra Minerva in Rom.

Das Evangelium für den Zwanzigsten Sonntag nach Trinitatis, das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl (Matthäus 22, 1–14), legt viele symbolische Bezüge nahe: auf die Seele als Braut, eine zurückzulegende Wegstrecke, Kleidung und Speise, zum Beispiel Jesus als ‚Brot des Lebens’. Bach schuf drei Vertonungen, die auf ihre Weise alle von dieser Symbolik geprägt sind und durch ihre Instrumentation, ihren Vokalsatz, ihren besonderen Klang oder eine Mischung aus allen drei Elementen eine jeweils andere Atmosphäre schaffen.

© John Eliot Gardiner
Auszug aus John Eliot Gardiner Notizen auf der Bach Cantata Pilgrimage

Entnommen aus Bach-Kantaten Band 11
Cat-Nummer: SDG168
Erscheinungstermin: 7. Juni 2010

Kantaten zum zwanzigsten Sonntag nach Trinitatis:
Ach! ich sehe, itzt, da ich zur Hochzeit gehe BWV 162
Ich geh und suche mit Verlangen BWV 49
Schmücke dich, o liebe Seele BWV 180

Kantaten für den Twenty-first Sonntag nach Trinitatis:
Ich Glaube, lieber Herr, hilf Meinem Unglauben! BWV 109
Aus tiefer Not schrei ich zu dir BWV 38
War Gott tut, ist wohlgetan Das I BWV 98
ICH HABE meine Zuversicht BWV 188

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SDG-CD Hörproben

SDG-CD  168 disc 1 –

5.  In meinem Gott bin ich erfreut! BWV 162
– no. 5 Aria (Duetto): Alto, Tenor
soloists: Sara Mingardo, Christoph Genz
Stream Audio
13.  Schmücke dich, o liebe Seele BWV 180
– no. 1 Coro (Choral)
Stream Audio
SDG 168 disc 2 –
7.  Aus tiefer Not schrei ich zu dir BWV 38
– no. 1 Coro (Choral)
Stream Audio
13.  Was Gott tut, das ist wohlgetan BWV 98
– no. 1 Coro (Choral)
Stream Audio

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Reisetagebuch von Sir Gardiner in deutsch:

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

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Meinungen der Künstler-Solisten:

Link:  http://www.cantatafinder.com/hks/11_kuenstlerbeitrag.pdf

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CD zu beziehen über meine Partnerseite:

Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

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Album-Cover und Album-Informationen sind auf der Website von SDG veröffentlicht worden.

Grüsse
Volker

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Ein anspruchsvoller Artikel über den Thomaner-Chor Leipzig und seine Nachwuchssorgen


Es ist erfreulich, dass es noch seriöse Zeitungen gibt, die unvoreingenommen einen wirklich gut fundierten Artikel über den „Thomaner Chor“ Leipzig und seine Probleme darstellt.

Thomaner Chor im Alumnat Leipzig

Ich spreche von der Zeitung „DIE ZEIT“

Dieser Beitrag erschien am 3. Mai 2010 und berichtet in dem Artikel:

Entscheidung in der Villa Thomana

über das Problem: »Wir wollen nur die Besten, doch wegen der demografischen Entwicklung haben wir immer weniger Auswahl.«

Thomaner-Alumnat Leipzig

Zum gesamten Artikel über die Thomaner in „DIE ZEIT“ nachstehend.

Link: http://www.zeit.de/2010/18/S-Thomanerchor-Nachwuchs

In letzter Zeit wird in der pädagogischen Diskussion immer wieder betont, dass die Erziehung vor allem durch persönliche und gesellschaftliche Werte geprägt sein muss. Das chorische Zusammenleben der Thomaner erfüllt durch die Heranführung an eine strukturierte Tagesplanung, die lebendige Pflege des reichen musikalischen Erbes und einem sich entwickelnden Verantwortungsgefühl in der Gemeinschaft der Thomaner diesen Anspruch. Das Einhalten der gemeinsam erarbeiteten Hausordnung ist eine wichtige Bedingung für das Gefühl der Zusammengehörigkeit der Sänger unterschiedlichen Alters. Das gemeinsame Musizieren, Erarbeiten und Erleben der Musik schafft dabei eine zusätzliche Bande.

Eindrucksvolle Videos auf YouTube aus dem Jahr 1979 unterstreicht das tägliche Miteinander der Thomaner im Alumnat in Leipzig.

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In 2012 feiert der Thomaner Chor seinen 800. Geburtstag mit umfangreichen Festveranstaltungen.

PDF-Programm von 800 Jahre Thomana

Link zum Programm: http://www.thomana2012.de/800-jahre-thomana.pdf

forum thomanum

Thomaner-Alumnat Leipzig vor der Renovierung

Bis zum Jahr 2012 entsteht in Leipzig das forum thomanum – ein international ausgerichtetes Bildungszentrum bestehend aus einer Kindertagesstätte, einer Grundschule, einer internationalen Jugendmusikakademie und der Lutherkirche. Die Lutherkirche bildet das Zentrum des entstehenden Campus und ist zugleich Gottesdienststätte, Schulaula, Konzert-, Theater- und Aufnahmeraum.

Am 21. März 2012 geben die Thomaner erstmals ein Konzert in der Leipzig-ARENA.

• Die besten Chöre der Welt erweisen Leipzig die Ehre: Kings College Choir (Cambridge), St. Thomas Boys Choir (New York), Wiener Sängerknaben, Regensburger Domspatzen…..

Im September 2012 will die Thomasschule eine eigene Festwoche feiern und einen Monat später dann die Thomaskirche.

Link zum 800. Jubiläum:  http://www.thomana2012.de/

Link: Historie Thomaner:  http://www.forum-thomanum.de/geschichte.html

Bach’s h-moll-Messe im Kaiserdom in Königslutter


Einmal in meinem Leben…

…wollte ich mir vor 5 Jahren ein wirklich überragendes Konzert gönnen und die Musiker live erleben, deren CDs mich ständig begleiteten. Es ist nicht bei einem Mal geblieben, aber es war jedes Mal wieder so überwältigend wie beim ersten Mal – damals im März 2005 im Kaiserdom zu Königslutter. Mit Bach’s Matthäus-Passion, dem Monteverdi Choir, den English Baroque Soloists und natürlich Sir John Eliot Gardiner. Nun saß ich wieder in diesem gewaltigen romanischen Dom, der nach langen Jahren der Restaurierung in neuem bzw. alten Glanz erstrahlte und eine Atmosphäre voller Wärme und Sicherheit entstehen ließ. Wer auf dem Wege zwischen dem Ruhrpott und Berlin dort vorbei kommt, sollte unbedingt eine Pause einplanen.

Renovierter Kaiserdom-Königslutter Aussenansicht

Um es vorweg zu nehmen – es war ein beeindruckender Abend. Das Orchester in mehr oder weniger Stammbesetzung wie immer überragend, mit unendlicher Spielfreude, die Solisten inspiriert aufspielend. Was mich dabei vor allem fasziniert hat, war das „gemeinsame“ Musizieren, manchmal schon fast kammermusikalisch.

Der Chor erstaunt mich immer wieder. So viele neue Gesichter – und der Chor klingt und singt, wie es eben nur der Monteverdi Choir tut. John Eliot Gardiner scheint in dem Punkt einfach ein Magier zu sein. Auch wie er Chor und Orchester an diesem Abend mit unglaublicher Energie wirklich über alle scheinbaren Grenzen hinwegführte, war beeindruckend. Da gibt es die leisen Stellen, z.B. im „Et incarnatus est“ oder im „Crucifixus“ – ich habe noch nie einen Chor mit einer solchen Intensität leise singen hören. Man musste wirklich alle Antennen aufstellen.Es war extrem berührend. Und natürlich die lebhaften Stücke „Cum sanctu spiritu“ oder „Et resurrexit“ z.B., die mit einer solchen Energie in den Raum geschleudert wurden, dass es schier erdrückend wurde. „Laudamus te“ – Lebensfreude pur. „Quoniam tu solus sanctus“ – was für ein Groove. Das gilt eigentlich für den ganzen Abend. Bach’s Musik swingte regelrecht. Die meiste Gänsehaut hatte ich bei der Schlussfuge (Dona nobis pacem). Auch das hatte ich noch nie gehört. Ein solches Crescendo, das wirklich von der ersten Note bis ganz zum Schluss dauerte. Eine Spannung lag über der ganzen Kirche, die wirklich fühlbar war und sich erst bei den letzten Tönen, als die Musiker endlich im Fortissimo schwelgen und die Zuhörer ausatmen durften. Amen – so ist es.

Renvoierter Kaiserdom-Königslutter Innenansicht

Es war kein perfekter Abend. Gott sei Dank nicht, sonst wäre es nicht zum Aushalten gewesen. Und für mich war es auch nicht wichtig. Geblieben ist dieses Gefühl, magische Momente erlebt zu haben, ein Klingen und Schwingen in mir, das hoffentlich noch lange bleibt. Ich habe dieses Jahr schon wirklich herausragende, inspirierende Konzerte gehört und ich weiß nicht, was nocht kommt – aber das dieses der Höhepunkt des Jahres war (musikalisch natürlich nur) – da bin ich mir absolut sicher.

Sir J.E. Gardiner - h-Moll-Messe BWV 232 im Kaiserdom Königslutter-Schlussaupplaus

Freut Euch auf Leipzig, Frankfurt, Dortmund

Barbara

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Dann noch ein Radio-Tipp: an Himmelfahrt wird

am 13. Mai 2010 bei NDR-Kultur um 20 Uhr bis 22:30 Uhr eine Aufzeichnung des Konzertes vom 7. Mai 2010 aus dem Kaiserdom-Königslutter zu hören sein.
Soli Deo Gloria – Feste Alter Musik im Braunschweiger Land
Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll für Soli, Chor und Orchester BWV 232
Monteverdi Choir London mit Solisten
English Baroque Soloists / Ltg.: John Eliot Gardiner
Aufzeichnung vom 7.5.2010 im Dom Königslutter

Link: zum Livestream von NDR-Kultur im Internet

http://www.ndrkultur.de/livestream154.html

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Einführung in die  H-Moll-Messe BWV 232

Link: Einführung in das BWV 232 H-Moll-Messe

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Eine Rezension/Kritik der Braunschweiger Zeitung vom 10.5.2010 füge ich im PDF-Format bei.

PDF-Link: Rezension Braunschweiger Zeitung

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Rezensionen/Kritik  von „Frankfurter Zeitungen“ vom Konzert in der Alten Oper am 14.5.2010:

Link-Angaben:

a.) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=2651824

b.)  http://www.op-online.de/nachrichten/kultur/musikalischer-intensivkurs-glauben-765082.html

c.)  http://www.echo-online.de/freizeit/kunstkultur/musik/Das-Allerheiligste;art641,889065

d.)  http://www.fnp.de/fnp/welt/kultur/demuetige-verbeugung-vor-dem-gewaltigen-werk_rmn01.c.7694873.de.html

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YouTube Video Gardiner + EBS-MonteverdiChoir Probe in Prag:

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zugefügt von @Volker/admin am 10. und 18.5.2010

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News vom Label: Soli Deo Gloria


News

SDG’s latest release enters specialist classical chart (6 Mar 2010)

SDG’s latest release – Bach Cantatas Volume 2 (SDG 165) – enters the specialist classical chart at number two!

News vom Label SDG vom 9.3.2010

To see the full classical chart, please click here:

Link: http://www.gramophone.co.uk/chart

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Gruß

Volker

Sir Gardiner-News: Einmaliges Sonderkonzert J.E. Gardiner mit Advents-Kantaten in der Philharmonie Berlin


Hallo Gardiner-Freunde,

Sir John Eliot Gardiner ist mit den English Baroque Soloists und Monteverdi Choir zu einem Sonder-Konzert in Deutschland nach Berlin  in die dortige Philharmonie mit Advents-Kantaten von J.S. Bach – eingeladen worden.

Das Konzert in der Berliner-Philharmonie findet am:

Montag, 6. Dezember 2010 um 20:00 Uhr statt.

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Zur Aufführung gelangen folgende Kantaten von J.S. Bach:

BWV 61 Nun komm der Heiden Heiland, BWV 151 Süßer Trost, mein Jesus kömmt, BWV 70 Wachet! Betet!

und Instrumental:

BWV 1060 Konzert für Violine und Oboe.

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Karten und Infos:

Direkt – Online-Bestellung von Karten für Berlin

Link: http://www.berliner-konzerte.de/adventskantaten_sir_john_eliot_gardiner.1454.301888.html

Telefon: 0180 55 44 888

Saalplan Philharmonie:  Saalplan Philharmonie Berlin

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BACH-MAGAZIN Heft 15

In dem BACH-MAGAZIN Heft 15 ist ein großartiger Artikel über Sir John Eliot Gardiner verfasst worden. Es geht um das Projekt: „Soli Deo Gloria“ Feste Alter Musik im Braunschweiger Land.

Wie bekannt, ist der Mitbegründer dieses Festivals in Braunschweig an erster Stelle Sir J.E. Gardiner zu benennen zusammen mit Günter Graf von der Schulenburg. Ihm ist es mit zu verdanken, dass diese Fest-Konzerte im Braunschweiger Land Überregional eine großartige Resonanz in Deutschland und dem Ausland gefunden hat.

Wie bekannt, gastiert er mit seinem Ensemble und dem Monteverdi Choir am 7. Mai 2010 mit der h-moll-Messe von J.S. Bach im Kaiserdom von Königslutter.

Weitere Konzert-Termine von Sir Gardiner in Deutschland 2010 können unter dem nachstehenden Link nachgelesen werden.

Link:h i e r  –  k l i c k e n..!!

In dem Bach Magazin-Artikel kommt des weiteren zur Sprache, dass Sir Gardiner im Kalenderjahr 2011 sein ersehntes „Sabbatical“ nehmen wird.

Ein Vergleich der CD-Veröffentlichungen mit den Brandenburgischen Konzerten von Riccardo Chailly und dem Gewandhaus-Orchester und Sir Gardiner, English Baroque Soloists, Kati Debretzeni, ist in dem Heft 15 hinterlegt. Hierzu der Schlusssatz der Rezension:

Fazit:

Chailly reüssiert erstaunlich gut, großes Lob ist ihm und seinen Musikern für ihren Bach zu spenden.

Gardiner allerdings agiert oft expliziter, plastischer, in musikalisch-rhetorischer Hinsicht souveräner – der Erfahrungsvorsprung seines Teams bleibt unüberhörbar….!!

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Eine Fotogalerie über den Artikel: SDG für Alte Musik im Braunschweiger Land – nachstehend,

zum Lesen und zur Vergrößerung in das jeweilige Bild klicken.

Bild 1

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Bild 2

Artikel Bild 2

Bild 3

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Grüsse

Volker

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Allseits Begeisterung – Bach-Museum Leipzig am 20.März 2010 eröffnet


Hallo Bachfreunde,

Bach-Museum Leipzig Wiedereröffnung

überall ist Begeisterung zu verspüren, denn das nach zweijähriger Umbauphase für 7 Mill. € wiedereröffnete Bach-Museum und Bach-Archiv in Leipzig kann mit spektakulären Neuigkeiten aufwarten.

Besucher konnten sich am ersten Öffnungstag kostenlos in der ebenfalls neu konzipierten Ausstellung über Leben und Wirken des berühmtesten Leipziger Thomaskantors informieren.

Neueröffnung Bach-Museum und Bach-Archiv in Leipzig

Am gestrigen Sonntag, 21. März 2010, zum 325. Geburtstag von J.S. Bach, kam Bundespräsident Horst Köhler zum Festakt in das Rathaus von Leipzig und wurde mit einer Motette von dem Thomaner Chor empfangen. Anschließend begaben sie sich zu Ehren des Komponisten ins Bach-Museum (ehemalige Bose-Haus) nahe der benachbarten Thomaskirche. Köhler würdigte die Leipziger Forschungsstätte als „kulturellen Leuchtturm“ in Deutschland. Bei der Arbeit des Archivs gehe es um den „Erhalt des kulturellen Gedächtnisses der Nation“, erklärte Köhler bei einem Besuch.

Zwei Videos nachstehend zur Eröffnung  des Bach-Museums am 20/21. März 2010:

Beim Starten des 1. YouTube-Videos einen kleinen Zeitraum warten, der Anfang ist total schwarz aber nach ein paar Sekunden startet das Video normal weiter, schein wohl eine kleine Macke zu haben..!!

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Weitere Link-Angaben zu Video-Beiträgen des MDR

Link: http://www.mdr.de/sachsenspiegel/7185048.html

Link: http://www.mdr.de/sachsen/7184118.html

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Historische Orgel im neuen Bach-Museum Leipzig

Historische Orgel im neuen Bach-Museum Leipzig

Per Knopfdruck - historische Instrumente erklingen im Bach-Museum

Visuelle Bach-Kompositionen im Bach-Museum

Visuelle Bach-Kompositionen im Bach-Museum

Zu den neuen Exponaten zählen unter anderem der Spieltisch der Leipziger Johanniskirchorgel und Relikte aus dem vermuteten Bach-Grab. In der neuen „Schatzkammer“, einem Teil des Anbaus, werden unter anderem drei Autographe Bachs aus dem eigenen Archiv gezeigt. In einem anderen Teil wird es etwa alle sechs Monate eine neue Sonderausstellung geben. Den Beginn macht die Präsentation „Meisterwerke im Wochentakt“ über die „unheimliche Produktivität“ Bachs beim Komponieren von Kantaten in seinem ersten Jahr als Thomaskantor. Ebenfalls erweitert wurde die Fläche für das Bach-Archiv, das historische Dokumente rund um Leben und Schaffen des Komponisten beherbergt. Der Forschungs- und Dokumentationsstätte steht mit insgesamt 3.000 Quadratmetern künftig ein Drittel mehr Raum zur Verfügung.

Ich freue mich riesig darauf während des Bachfestes 2010 diese neue Highlight-Stätte über J.S. Bach besuchen zu können. Einen Vorgeschmack davon hat @Wolfgang während seines Berlin-Leipzig-Besuches wohl erfahren dürfen und wird uns darüber etwas berichten.

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Adresse

Bach-Museum Leipzig
Thomaskirchhof 15/16
04109 Leipzig

Öffnungszeiten ab 20.03.2010

Dienstag bis Sonntag:
10:00–18:00 Uhr

Öffnungszeiten während des Bachfestes 2010

11. bis 20. Juni 2010:
täglich 10:00–20:00 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene: 6,00 € / ermäßigt: 4,00 €
Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: frei
Gruppen (ab 10 Personen): 5,00 € pro Person
Jahreskarte: 15,00 € (nicht übertragbar)

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Mit herzlichen Bach-Grüssen

Volker




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J.E. Gardiner – SDG-CDs der DGG bei jpc zum Schnäppchenpreis


Hallo,

dank @Iris kann ich folgendes in den Blog stellen:

Es kommt einer kleinen Sensation gleich, bei jpc wird es ab 12. März 2010 ein Gesamt-Paket von 22 CD’s aus der DGG-Reihe zum Schleuderpreis für 49,99 Euro geben.

Cover: SDG-CD's aus der der DGG-Reihe

Enthalten sind in dem Gesamt-Volumen der DGG: 22 CD’s

John Eliot Gardiner – Bach Cantatas & Sacred Masterpieces

  • 22 CDs i
  • Erscheinungstermin: 12.3.2010 für 49,99 €.

Weihnachtsoratorium BWV 248; Messe h-moll BWV 232;
Matthäus-Passion BWV 244; Johannes-Passion BWV 245;
Magnificat BWV 243; Kantaten BWV 6, 11, 16, 34, 36, 37, 43, 51, 59,
61-64, 66, 72-74, 82, 83, 94, 98, 105, 106, 111, 113, 121, 128, 133, 139,
140, 147, 156, 168, 172, 179, 199, 200

(Sowie Mitschnitte von der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ die von der DGG aufgezeichnet wurden)

  • Künstler: Anne Sofie von Otter, Barbara Bonney, Michael Chance, Anthony Rolfe-Johnson, Ruth Holton, Ann Monoyios, Magdalena Kozena, Mark Padmore, Sara Minardo, Monteverdi Choir, English Baroque Soloists, John Eliot Gardiner
  • Label: DGG , DDD, 1984-2000
  • Bestellnummer: 9613134

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Link:

Die Sonder-CD’s sind  – h i e r  bei  – jpc erhältlich..!!

( mit Hörproben..!!)

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Es handelt sich hierbei nicht um die CD’s der Bach-Kantata-Pilgrimage 2000-Tour, die vom Label SDG-Monteverdi in England durch einen anderen Partner aufgenommen und von SDG vertrieben werden. Es sind Aufnahmen der DGG – (Deutschen Gramophon Gesellschaft) – teilweise aus den 70-er  bis Ende der 90-er Jahre, die mit höchsten Auszeichnungen versehen sind und Referenz-Aufnahmen geworden sind. Wie die h-Moll-Messe, Johannespassion, Matthäuspassion und das Weihnachtsoratorium.

Wie bekannt, wurden einige Aufnahmen – (vier CD’s) – von der DGG während der Bach-Cantata-Pilgrimage-2000 aufgenommen, und sind vom Label SDG-Monteverdi aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht worden. Die DGG zog sich kurzfristig aus dem Bach-Cantata-2000-Projekt zurück und liess J.E. Gardiner seine Tour fast zum Platzen bringen. In Eigenregie und dem Wollen aller Beteiligten wurde glücklicherweise die Bach-Cantata-2000-Tour auf eigenem Risiko fortgesetzt und zu einem fantastischen Ergebnis vollendet.

Zwölf DGG-Einspielungen im Jahr 1999-2000 von ihnen veröffentlicht:

Cover: 12 Veröffentlichungen der DGG in 1999 und 2000

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DGG-Einspielungen während der „Bach Cantata Pilgrimage 2000-Tour“ im Kalenderjahr 2000:

(Diese CDs werden nicht vom Label-SDG verkauft..!!)

Zu beziehen über amazon oder jpc:

Cover: DGG SDG-CD von 2000 mit den BWV_72_73_111_156

DGG-Einspielung am: 22-24.01.2000 Chieses di San Marco, Mailand. BWV 72, 73, 111, 156.

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Cover: DGG SDG-CD von 2000 mit den BWV_82_ 83_ 125_ 200

DGG-Einspielung im: Februar 2000 Christchurch, Priory Church, Dorset. BWV 82, 83, 125, 200.

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Cover: DGG SDG-CD von 2000 mit den BWV_94_105_168

DGG-Konzert-Mittschnitt von 08/2000 S. Nicolò, Meran. BWV 94, 105, 168.

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Cover: DGG-SDG CD von 2000 mit den BWV_199_179_113

DGG-Konzert-Mittschnitt von 09/2000

aus St. David’s Cathedral, Pembrokeshire-Wales / UK. BWV 113, 179, 199.

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Hörproben sind bei amazon und jpc hinterlegt, teilweise können die CD’s im mp3-Format runtergeladen werden. Es sind DGG-CD’s mit hervorragenden Aufnahmen und kann sie nur wärmstens empfehlen.

Gruß Volker

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Interview beim Mittagessen in Dorset mit Sir John Eliot Gardiner


Hallo,

ein so ungezwungen geführtes Interview der FT-FINANCIAL TIME  mit „Sir J.E. Gardiner“ ist mir nicht bekannt – ich musste oft schmunzeln über die getätigten Aussagen, dafür @Martin, ganz herzlichen Dank.

Sir J.E. Gardiner einmal als Illustration wunderbar gelungen.. (Bildrechte: James Ferguson)

Kurz-Ausschnitt aus dem Interview von Google-Übersetzung in deutsch:

Ein paar Tage, bevor ich den Dirigenten Sir John Eliot Gardiner, eine Kurzmitteilung zu erfüllen gibt mir eine gewisse Vorstellung, was sie erwartet. „Just zu überprüfen, ob etwas gegen Wild-und / oder der Leber haben?Wird ein ganz hausgemachten Mittagessen und wir haben viele Ersatzteile Gummistiefeln. Sie können Schlamm-freundliche Kleidung zu tragen. “

Der Sender wird seine italienische Frau Isabella, der tätig wird, als Vermittler. Für Gardiner, drückte ein Mittagessen mit dem FT in den nächsten Lauf der Proben in London ist offenbar weniger bequem als er mich besuchen die Farm besitzt er in Südwest-England.

Link nachstehend zur Originalseite als PDF von FT-FINANCIAL TIME:

pdf FT-FINANCIAL TIME-Gardiner Interview

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Link zur Google-Übersetzung in deutsch als PDF nachstehend:

pdf FT FINANCIAL TIME Gardiner-Interview deutsch-Google

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Wünsche viel Spass mit der Lektüre…!!

Schönes Wochenende und Grüße

Volker

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J.E. Gardiner – Bach Cantatas Volume 2 – SDG 165 erscheint ab März 2010


Hallo Gardinerfreunde,

die erste SDG-Veröffentlichung in 2010:

Bach Cantatas Volume 2 – SDG 165 ist für Anfang März angekündigt worden.

Cover: SDG 165 Vol. 2

SDG 165 Volume 2 (2 cds) contains:

Cantatas for the Second Sunday after Trinity

BWV 2 – Ach Gott, vom Himmel sieh darein

BWV 10 – Meine Seele erhebt den Herren

BWV 76 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes

Heinrich Schütz 1585-1672 SWV 386 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes

(recorded: Basilique Saint-Denis, Paris)

Soloists: Lisa Larsson | Daniel Taylor
James Gilchrist | Stephen Varcoe

Cantatas for the Third Sunday after Trinity

BWV 21 – Ich hatte viel Bekümmernis

BWV 135 – Ach Herr, mich armen Sünder

BWV 1044 – Concerto for flute, violin and harpsichord

(recorded: the Fraumünster, Zürich)

Soloists: Katharine Fuge | Robin Tyson
Vernon Kirk | Jonathan Brown

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

John Eliot Gardiner’s multi award-winning label SDG begins 2010 with volume 2 in its Bach Cantata series, featuring Cantatas for the second and third Sunday after Trinity, recorded live in July 2000.

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CD zu beziehen über meine Partner-Seite:

Link:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2008/01/cds-vom-label-sdg-monteverdi.html

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Hörproben von SDG 165 Vol.2

SDG 165 disc 1 –
8.  Herr, der du stark und mächtig bist BWV 10
– no. 2 Aria: Soprano soloist: Lisa Larsson
Stream Audio

15.  Die Himmel erzählen die Ehre Gottes BWV 76
– no. 1 Coro
Stream Audio
SDG 165 disc 2 –
1.  Sinfonia BWV 21
– no. 1
Stream Audio
2.  Ich hatte viel Bekümmernis in meinem Herzen
– BWV 21 no. 2 Coro
Stream Audio

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Auszug aus dem Reisetagebuch zu SDG 165:

Martin Luther – die deutsche Hymne – Anpassung von Psalm 12 beklagt, wie leicht Menschen in die Irre geführt werden. Es bietet den Rahmen für Bachs Kantate BWV 2 „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“, ihre innere Strophen umschrieben als Rezitativ / Arie Paarungen. In scharfem Kontrast zu den Lauf der instrumentell aufwendige Choralfantasie Öffnungen seines zweiten Leipziger Zyklus (1724 / 5), und ohne Zweifel dazu aufgefordert werden über die schlimme Vignette isolierter kauert der Gläubigen in einer heidnischen Welt der Verfolgung, wählt Bach bis zur Eröffnung Luthers gesetzt Vers als eine archaische Choralmotette.

In diesem strengen, stimmlich beherrschenden Textur den Cantus firmus zeichnet sich in langen Noten im altos gesungen, durch ein Paar von Oboen, die extra Rand und Glitzern der Choralmelodie hinzufügen verdoppelt. Jede Zeile des Textes ist, von aufeinanderfolgenden Fugen-Einträge in den anderen Stimmen von Zink, drei Posaunen und Streicher verdoppelt erwartet. Die schrittweise Erhöhung der Zahl der Vokal-und Instrumentalmusik führenden Leitungen bis zu jedem neuen Eintrag des Cantus firmus verleiht „eine besondere strukturell bedingte dynamische“, um diese Bewegung (Alfred Dürr). Wie bei anderen Kantaten in der archaischen Motettenstil, wie z. B. BWV 121 „Christum wir sollen loben schon“, sie die fesselnde Qualität der ritualisierten Gottesdienst ist, das musikalische Äquivalent zu den ernsten, hagere Gesichter stößt man im fünfzehnten Jahrhundert flämische religiösen Malerei. Bachs Ansatz zur Bewältigung der Schwere des erweiterten Fuge in d-Moll, mit seinen chromatischen Abstieg über ein Viertel (passus duriusculus) ist das Gegenteil, eine chromatische Aufstieg im Continuo einzufügen.

© John Eliot Gardiner
Auszug aus den Notizen von John Eliot Gardiner auf der Bach Cantata Pilgrimage 2000.

Grüße

Volker

YouTube – Sir Gardiner Herderkirche Weimar J.S.Bach Weihnachtsoratorium – 10 Jahre SDG


Hallo Bachfreunde!

BWV 248 WO Herderkirche in Weimar Dez. 1999

Auf YouTube sind   neunzehn – n e u e  Videos von Sir J.E. Gardiner veröffentlicht worden mit dem Weihnachtsoratorium, BWV 248 – von Johann Sebastian Bach. Die Aufnahmen sind in der Herderkirche Weimar am 23.12.1999  und am 27.12.1999 – zum Start der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ – aufgenommen worden. Es singt der Monteverdi Choir und es spielt das Barockorchester auf historischen Instrumenten: „The Engish Baroque Soloists“.

Link zu YouTube unterhalb der folgenden Textzeile:

Sir Gardiner-EBS-Monteverdi Choir Dezember 1999 mit dem Weihnachtsoratorium  in der Herderkirche Weimar:

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Link zum Gardiner-Video BWV 248 WO in der Herderkirche Weimar:

http://www.youtube.com/view_play_list?p=891E1FE87369A7E4&feature=bf-title

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Es ist ein 10-jähriges – SDG-Gardiner – J u b i l ä u m , am 23.12.1999 begann der Start der „Bach Cantata Pilgrimage 2000“ ob jemand daran gedacht hat, dass es mittlerweile zehn Jahre her ist dass dieses Bach-Großprojekt gestartet wurde, freuen wir uns auf die letzten SDG-Veröffentlichungen in 2010 – dann wird leider alles vorbei sein…!!

Grüße

Volker

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YouTube – Sir J.E. Gardiner BWV 248 Proben zum Weihnachtsoratorium in Sachsen-Thüringen


Hallo Bachfreunde,

für alle, die eine DVD von der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 mit der Dokumentation: BWV 248 Weihnachtsoratorium „Jauchzet frohlocket“ mit Sir J.E. Gardiner nicht besitzen, sind die ersten 6 Videos dazu bei YouTube abrufbar.

Zu meiner gesamten Playlist bei YouTube nachstehenden Link anklicken:

Link: http://www.youtube.com/view_play_list?p=891E1FE87369A7E4

Viel Spaß und Gruß

Volker

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Rezension – Gardiner SDG 704 Brahms Symphonie 3


Hallo,

wenn es bei Sir J.E.Gardiner um Neuland in der Veröfentlichung eines Projektes geht, müssen seine „Brahms-Einspielungen“ unbedingt  genannt werden. Die neuste CD mit der Brahms-Symphonie No:3 als SDG 704.

Cover: Brahms Symphonie 3

Johannes Brahms

1833-1897

Inhalt:

Ich schwing mein Horn ins Jammertal Op.41/1 (1861)
Es tönt ein voller Harfenklang Op.17/1 (1860)
Nachtwache I Op.104/1 (1888)
Einförmig ist der Liebe Gram Op.113/13 (1891)
Gesang der Parzen Op.89 (1882)

Symphony No.3 in F major Op.90 (1883)

I Allegro con brio
II Andante
III Poco allegretto
IV Allegro

Nänie Op.82 (1881)

Ein weiteres aktuelles Projekt von Gardiner beinhaltet das Nebeneinander von drei Brahms Symphonien sowie Chormusik von Brahms. Insbesondere konzentriert sich Gardiner auf die „Vokalität“ dieser Symphonien, und befindet sich auf tragenden Spuren seiner Interpretation in den vokalen Werken von Brahms.

Dieses Album bietet einen großen Brahms mit der dritten Symphonie – heroisch erklingend neben der  Nänie ebenso ein dramatischer Ballade Gesang in der Parzen.

Das Projekt wurde in zwei Tranchen, und der erste Teil der zweiten Tranche ist nun in Form der Dritten Symphonie, die mit sechs Chorwerken Brahms eingespielt wurden. Die Auslegung Gardiner’s mit der Verwendung von historischen Instrumenten erzeugt ein ganz neues Klangerlebnis. Die Texturen und Klangfarben sind folglich sehr prägnanten, zum Beispiel in dem lieblichen, poetischen zweiten Satz, in dem die Holzbläser abheben – und eine unnachahmliche Eigenständigkeit im Klangerlebnis bewirken.

Ein gelungenes Ergebnis, ist Gardiner’s Theorie über Vokal-Ansätze bis hin zur symphonischen Zusammensetzung in einem genialen Klanggenuss zu vereinen. Es erklingt eine leidenschaftliche und dramatische Brahms-Symphonie No: 3 die begeistert.

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CD-Bestellung über meine Partnerseite nachstehend:

Link: http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/11/gardiner-mit-brahms3-sdg-704-erschienen.html

Gardiners-Erläuterungen dazu: nachstehend:

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

Gruß
Volker

J.S. Bach Reformations-Kantaten


Hallo Bachfreunde,

dieser Tage wurde folgender Kommentar ins Forum gestellt:

Mir würde es gefallen, wenn wir wieder zu unseren Kantaten zurückkehren und eher nach positiven und heilenden Aspekten suchen. Wie vielen Leuten eröffnen Bach’s Kantaten neue Zugänge…..!!

Greife ich diesen Hinweis einmal auf und beginne mit den anstehenden Reformations-Kantaten.

Welche Kantaten sind dafür von J.S. Bach komponiert worden? Weiss es ein jeder auf Anhieb? Mir fällt spontan das BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“ – ein. Ein prächtiges monumentales Werk mit einem großartigen Eingangs-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“. Eine eindeutige Zuordnung als ein Bachwerk – in der heutigen Aufführungspraxis – ist nur bedingt aussagefähig und zweifelhaft geblieben. Bach hat eine Erstfassung 1715 in Weimar  – BWV 80a „Alles was von Gott geboren“ als Oculi-Kantate – komponiert und aus mangelnden Zeitgründen 1728 / 1731 in Leipzig überarbeitet  als Kantate zum Reformationstag: „Ein feste Burg ist unser Gott“ . Man vermutet, dass Wilhelm Friedemann Bach nach dem Tode des Vaters in Halle a.d.Saale Änderungen an dem BWV 80 vorgenommen hat.

Schloss-Kirche Wittenberg mit dem Luther-Text am Turm "Ein feste Burg"

Foto: Der Kirchenturm der Schloss-Kirche Wittenberg mit dem Luther-Text: „Ein feste Burg ist unser Gott“ (Fotorechte: V. Hege)

Kirchen_T_r_der_Schlosskirche_Wittenberg_mit_den_Luther_Thesen.JPG

Dazu ein passendes Foto mit Luthers 95 Thesen an der Kirchentür eingearbeitet

Schloss-Kirche Wittenberg. (Fotorechte: V. Hege)

Bei unserem Besuch 2008 von Wittenberg waren wir beeindruckt von dieser trutzigen Schlosskirche die ehemals zu einer Burg-Schloss-Anlage gehörte. Der in 1768 erneuerten Türflügel wurden zur Erinnerung an den Thesenanschlag 1858 ersetzt durch bronzene Türflügel mit dem Text der 95 Thesen Luthers und mit musizierenden Knaben auf den Türkämpfern.

Schon von weitem ist der beeindruckende Luther-Text am Turm der Schlosskirche zu sehen. Spontan fällt man in das Luther-Lied ein und erlebt einen bewegenden Moment. Wie mag Luther zumute gewesen sein, als er seine Thesen an die Schlosskirchen-Tür anbrachte, er war nicht am Zweifeln, dass es Unrecht war, was er tat. So sehe ich ebenfalls das Kantaten-Werk von Bach und werde immer wieder mit dieser Luther-Tat konfrontiert und eingenommen. Der Cantus firmus in höchster und tiefster Lage ist als Symbol der weltumspannenden Geltung dessen, was gesagt wird zu verstehen: Gottes Machtbereich umfasst den gesamten Kosmos. In Satz sieben ist besonders erwähnenswert die kämpferische Vertonung „Es bleibet unbesiegt und kann die Feinde schlagen“ und wirkt als ein fantastischer Kontrast zu den übrigen anmutigen Abschnitte in dem Duett für Alt und Tenor.

Aufgewühlt und beeindruckt bin ich immer von dem Schluss-Choral „Das Wort sie sollen lassen stahn“ – das lässt sich unmittelbar wunderbar auf die heutige Wirklichkeit der Finanzgebaren und Mauscheleien interpretieren, „lass fahren dahin, sie haben kein‘ Gewinn; das Reich muss uns doch bleiben.“

Es ist das erhebende Werk zum Reformationsfest für uns Protestanten, diese Eindringlichkeit der Worte und kraftvollen Musik kann sich keiner entziehen und verinnerlicht es in der Gewissheit – in der festen Burg wohl geborgen zu sein…..!!

Luther-Relief in der Schlosskirche Wittenberg.JPGFoto: Luther-Relief in der Schlosskirche Wittenberg (Foto: V. Hege)

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Es gibt so hervorragende Einspielungen vom BWV 80, sicherlich ist für mich Gardiner einer der Favoriten, aber verstecken brauchen sich Suzuki, Koopman, Herreweghe, Rilling, Richter, Thomaner unter Rotzsch, Rifkin… etc. nicht, die Auswahl ist gewaltig und das ist das erfreuliche an diesem Bachwerk.

Link: Hörpoben und CD-Einspielungen über diesen Link-Text

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Etwas zu Unrecht im Abseits dazu steht die Bach-Kantate: BWV 79 „Der Herr ist Sonn und Schild“ die ebenfalls durch einen gewaltigen Eingangs-Choral sehr einprägsam imponiert.

Der Eröffnungssatz ist als eine Art feierlicher Aufzug gestaltet – ein bewegendes Bild aufmarschierender Lutheraner. Doch ihr Kampfgeist wirkt in keiner Weise grimmig und verbissen: Die 62-taktige Einleitung schafft eine Atmosphäre geselliger Freude und Gutmütigkeit. Die Fanfaren der hohen Hörner werden von einem beharrlichen Trommelschlag untermauert, der – mit ein bisschen Phantasie interpretiert – das Geräusch des Hammers nachahmt, mit dem Luther seine Thesen an die Eichentür auf der Rückseite der Kirche schlug.

Gardiner sagt dazu in seinem Reisetagebuch:

Gillies Whittaker, der Bachs Kirchenkantaten umfangreiche Analysen gewidmet und alle nach dem Ersten Weltkrieg über mehrere Jahre in Newcastle dirigiert hat, bekannte, er habe „selten eine so überirdische Glückseligkeit empfunden wie beim Dirigieren dieses herrlichen Chores“.  Ich selbst erinnere mich, dass ich ungeheuer aufgewühlt war, als ich ihn 1972 dirigierte, aber dieses Mal, hier in Wittenberg, war seine Wirkung überwältigend.“

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Hörprobe: mp3 BWV 79 Gott der Herr ist Sonne und Schild“

01 Bach_ Cantata #79, BWV 79, _Gott, Der Herr, Ist Sonn und Schild_ – 1. Gott Der Herr Ist Sonn und Schild

02 Bach_ Cantata #79, BWV 79, _Gott, Der Herr, Ist Sonn Und Schild_ – 2. Gott Ist unser Sonn und Schild!

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Bei der kleinen dreisätzigen Kantate Nun danket alle Gott BWV 192 besteht die Gefahr, dass sie im Schatten der beiden riesigen Reformations-Kantaten (BWV 79 und 80) verkümmert. Mit ihrer bescheidenen Instrumentierung bietet sie jedoch einen reizvollen Kontrast, eine Möglichkeit, das Fest auf eine alternative und weniger bombastische Weise zu feiern….!!

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Alle oben genannten Kantaten sind in CD zwei von SDG 110 enthalten.

Ich  bin gespannt auf weitere Wortmeldungen zu diesen einprägsamen Reformations-Kantaten und welcher Interpret mag euer Favorit sein, der diese Werke beispielhaft zu interpretieren weiss.

Gruß

Volker

 

 



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Meinungsäußerungen in deutsch – Künstler-Solisten in CD – SDG 159 Katharine Fuge


Hallo,

eine weitere Veröffentlichung der Meinungen zur Bach Cantata Pilgrimage Tour 2000 von der Sopranistin:

Katharine Fuge

veröffentlicht in der CD SDG 159 Vol. 9

Katharine Fuge SopranFoto: Katharine Fuge – Sopran – England

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Dieser Künstler-Beitrag wurde von © Alexander Behrens für © “ Volkers Klassikseiten J.S. Bach“ übersetzt. Der Betreiber dieses Blogs Volker Hege erklärt: „Die Genehmigung zur Veröffentlichung des Reisetagebuches wurde durch Sir John Eliot Gardiner am 15.12.2006 in Braunschweig persönlich dem Inhaltverantwortlichen Volker Hege erteilt! (Alle Quellangaben von http://www.monteverdi.co.uk).“ Die Veröffentlichung der Künstlerbeiträge auf dieser Seite erfolgt mit Zustimmung von Monteverdi Productions. In den SDG-Booklets sind diese Beiträge nur englisch abgedruckt.

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Meinungsäußerung zu SDG 159 Vol. 9

Katharine Fuge, Sopran

Als wir Dezember 1999 in Weimar unser Auftaktkonzert zu dieser außergewöhnlichen Reise gaben, wusste ich zugegebenermaßen noch nicht sehr viel von Bach und seiner Musik, und so wirkte sich die Erschließung seines Werks im wöchentlichen Rhythmus unmittelbar auf mein Leben aus. Der kirchliche Dienst war mir (zunächst als Tochter eines Vikars, später als Ehefrau eines Organisten) vertraut; entsprechende Faszination hatte es für mich, dem liturgischen Jahreslauf aus dem Blickwinkel des lutheranischen Kirchenmusikers und Thüringers, der Bach war, zu folgen.

Woche für Woche erhielten wir zusammen mit unseren Stimmen auch die Lesung für den betreffenden Sonntag sowie Informationen über den persönlichen Lebenskontext, in dem die betreffenden Kantaten jeweils entstanden waren. So erfuhren wir etwa, dass sich zu einer Zeit ein besonders versierter Trompeter in der Stadt aufhielt, ein anderes Mal hatte Bach gerade den Tod eines seiner Kinder zu verkraften. Als etwas Besonderes fühlte es sich an, in Gebäuden und Städten Musik zu machen, die Bach schon gesehen hatte, und unvergessen blieb unser erster Leipzig-Aufenthalt im Januar 2000, als wir zwei Kantaten aus dem Weihnachtsoratorium in der Nikolaikirche sangen, genau an jener Stelle, wo Teile hieraus erstmals erklungen waren.

Zum Zeitpunkt unserer Rückkehr nach Leipzig im Oktober hatte die Pilgrimage uns mittlerweile nach Eisenach geführt, wo Bach geboren und getauft wurde, nach Arnstadt, Halle, Mülhausen und schließlich Köthen, wo er als Kapellmeister wirkte. Beim Spazieren durch die Straßen Leipzigs erschien vor meinen Augen das Bild eines tüchtigen Kantors, wie er mit fliegender Robe von Kirche zu Kirche eilt, jemand, der einfach seinen Dienst verrichtet. Besonders ergriffen hat mich der Moment, in dem wir um das Grab des Meister versammelt den Sterbebettchoral sangen. In dem Maße, wie das Jahr voranschritt, wuchs auch unsere Vertrautheit mit der musikalischen Sprache Bachs, mit den Tücken und Freuden, die das Deutsche für uns Sänger bereithielt und mit der tiefen Spiritualität und Menschlichkeit dieses außergewöhnlichen Menschen.

© Übersetzung: Alexander Behrens

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Rezension – Gardiner – SDG 707 – Brandenburgische Konzerte 1-6


Hallo Bach-Liebhaber,

ich habe mir heute in aller Ruhe einmal die CD’s  – SDG 707 – vom Label „Soli Deo Gloria“ mit den Brandenburgischen Konzerten 1-6 angehört und bin beeindruckt von der Einspielung aus Frankreich und England.

Cover SDG 707 Brandenburgische Konzerte

Cover SDG 707 Brandenburgische Konzerte

Cover-SDG 707 Rückseite Brandenburgische Konzerte 1-6

Cover-SDG 707 Rückseite Brandenburgische Konzerte 1-6

Auffallend bei dieser Veröffentlichung die hervorragende Cover-Aufmachung mit Textbeiträgen von Sir Gardiner und den Instrumental-Solisten. Eine wahre Fundgrube für Musik-Studenten und sonstigen Klassikliebhabern. Das ist ein neuer Weg von Soli Deo Gloria der beschritten worden ist und sollte in Zukunft weiterhin Bestand haben, wir lechzen förmlich nach solch spannenden Informationen und werden in die Sicht der Instrumentalisten mit einbezogen, das ist toll gemacht und erweitert die Sichtweise auf Johann Sebastian Bach und seinen Brandenburgischen Konzerten…!!

Wer die Textbeiträge von Gardiner und den Solisten nicht zur Verfügung hat, kann im PDF-Format das Textwerk nachstehend auf seinen Rechner laden.

pdf

SDG 707 Textbeiträge Brandenburgische Konzerte Gardiner und Instrumentalisten_ger

Die erste CD mit den BWV 1046, 1047 und 1048 wurden in Paris eingespielt – die zweite CD mit den BWV 1049, 1050 und 1051 in London. Bemerkenswert ist hier der klangliche Unterschied von CD eins zu CD zwei, meiner Meinung nach ist die Klangfülle in der CD zwei erheblich imposanter gelungen.

Diese Konzerte live an Historischer Stätte – Spiegelsaal und Bachsaal Köthen zum Bachfest 2008 – miterlebt zu haben, weckt diese wunderbaren Erinnerungen in einem. Wie steril hören sich im Gegensatz dazu die Werke auf einem Tonträger an, ein Live-Erlebnis ist dagegen nicht zu toppen.

Wie das Ensemble die Auslegung Gardiners die Brandenburgischen Konzerte verwirklicht ist rundum gut gelungen. Zum Beispiel im BWV 1046 der Kampf um die Vorherrschaft zwischen den Hörnern auf der einen Seite und den Oboen und Streicher auf der anderen Seite ist schon sehr beeindruckend.

Ebenfalls hervorragend ist die Sensibilität, mit der die Spieler zu Werke gehen einige ungewöhnliche instrumentale Paarungen – zum Beispiel die Trompete und der Oboe im Brandenburgischen Konzert No.2 –  ist so faszinierend anzuhören. Neil Brough meistert die schwierigen Höhen in fantastischer Art und deckt mit seinem Trompetenspiel die Oboe – (Michael Niesemann) – nicht zu sondern lässt ein gekonntes Ensemblespiel zu, das ist allerhöchste Klasse..!!

Alle sechs Konzerte sind wirklich prächtig eingespielt, doch bin ich vor allem durch die Wiedergabe des 6. Brandenburgischen Konzertes –  BWV 1051 – mit dem vorzüglichen Cello-Part begeistert. Wie die Intimität und Individualität der einzelnen Klangfarben der Instrumente zueinander negieren  ist beeindruckend, dadurch entsteht ein fantastischer Sound der Einmaligkeit.

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DeutschlandRadio-Kultur sagt dazu aus:

Die Meinung unserer Musikkritiker:

Bachs „Brandenburgische Konzerte“ zählen zweifellos zu den beliebtesten Klassikohrwürmern der Musikgeschichte. Unablässig kommen zu den vorhandenen, zumeist langweiligen Aufnahmen weitere noch langweiligere hinzu. Ganz anders die aktuelle Einspielung von John Eliot Gardiner und den exzellenten English Baroque Soloists: Hier wird das variantenreiche Spiel zwischen Soli und Tutti zu einem kreativen, lustvollen Ereignis.
(Wilfried Bestehorn)

Eine beeindruckende Aufnahme der sechs „Brandenburgischen Konzerte“ haben die English Baroque Soloists vorgelegt. Hier wird deftig, virtuos und barock swingend musiziert. Ganz im Sinne des Erfinders, der in diesem „Sixpack“ auf geniale Weise höfische Unterhaltung, musikalische Innovation und Traditionsbewusstsein zu einem konzertanten Gesamtkunstwerk verbindet.
(Claudia Dasche)

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Drei Video-Einspielungen vom Bachfest 2008 in Köthen mit den Brandenburgischen-Konzerten sind bei YouTube hinterlegt.

Link: http://www.youtube.com/user/sdgrecordings

Hörproben Hörproben: SDG 707 nachstehend

SDG 707 disc 1 – Bach Brandenburg Concertos

1.  Concerto No. 1 in F major, BWV 1046
– no. 1 [Allegro]
Stream Audio
13.  Concerto No. 2 in F major, BWV 1047
– no. 3 Allegro assai
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14.  Concerto No. 3 in G major, BWV 1048
– no. 1 [Allegro]
Stream Audio
SDG 707 disc 2 – Bach Brandenburg Concertos
2.  Concerto No. 4 in G major, BWV 1049
– no. 2 Andante
Stream Audio
6.  Concerto No. 5 in D major, BWV 1050
– no. 3 Allegro
Stream Audio
9.  Concerto No. 6 in B flat major, BWV 1051
– no. 3 Allegro
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© 2009 Soli Deo Gloria, all rights reserved

Link:  SDG 707-CD’s zu beziehen über meine Partner-Seite

Schönen Sonntag und Gruß
Volker

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Meinungsäußerungen in deutsch – Künstler-Solisten in CD – SDG 153 Vol. 20


Hallo,

eine weitere Veröffentlichung der Meinungen zur Bach Cantata Pilgrimage Tour 2000 von der Altistin:

Wilke te Brummelstroete

veröffentlicht in der CD SDG 153 Vol. 20

Wilke te Brummelstroete - Alt, NiederlandeFoto: Wilke te Brummelstroete – Alt, Niederlande

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Dieser Künstler-Beitrag wurde von © Alexander Behrens für © „Volkers Klassikseiten J.S. Bach“ übersetzt. Der Betreiber dieses Blogs Volker Hege erklärt: „Die Genehmigung zur Veröffentlichung des Reisetagebuches wurde durch Sir John Eliot Gardiner am 15.12.2006 in Braunschweig persönlich dem Inhaltverantwortlichen Volker Hege erteilt! (Alle Quellangaben von http://www.monteverdi.co.uk).“ Die Veröffentlichung der Künstlerbeiträge auf dieser Seite erfolgt mit Zustimmung von Monteverdi Productions. In den SDG-Booklets sind diese Beiträge nur englisch abgedruckt.

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Meinungsäußerung zu SDG 153 Vol. 20

Wilke te Brummelstroete, Alt

Meine Gesangskarriere begann im Chor der Niederländischen Bachvereinigung. In der schönen Naarden-Vesting erlebte ich mit ihm meine erste Aufführung der Bach’schen Matthäuspassion als Chor-Alt. Die in der monumentalen Festungsstadt errichtete Grote Kerk mit dem Weihnamen St. Vitus bietet seit 1922 jeden Karfreitag die Kulisse für eine (abgesehen von einer zweistündigen Mittagspause ganztätig zelebrierte) Matthäuspassionsaufführung, zu der traditionell die niederländische Regierung vollzählig anwesend ist.

Die großartige Akustik und die wunderbar heitere Atmosphäre berührten mich tief und weckten in mir den Wunsch, eines Tages hier als Solistin zurückzukehren. Mit der Solokarriere kamen neue Träume; einer von ihnen war, unter John Eliot singen zu können, dessen Arbeit ich so sehr bewunderte. Wie glücklich ich war, als dieser mich zur Bach Cantata Pilgrimage einlud! Plötzlich war es so weit, ich sah mich in Naarden unter seinem inspirierenden Dirigat eine Bachkantate singen. Was für eine Erfahrung!

Die Interpretation von John Eliot fügte sich mit ihrer Tiefe, Intensität, Inspiration und ihrem Traditionsgeist so gut in die Schönheit der Kirche ein. Alles diente dem Text und der Musik. Und als sollte das noch nicht genug sein, erhielten wir für eine weitere Kantatenaufführung im Londoner St. Giles Cripplegate den Gramophone Record of the Year 2005 – für mich wurde ein Traum wahr.

© Übersetzung: Alexander Behrens

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