Archiv der Kategorie: Bekannte und beliebte Bach-Interpreten

TV-Sender mit Klassischer Musik u.a. Weihnachtsoratorium BWV 248 zu Weihnachten 2012 – Neujahr 2013


Advent und Weihnachtskonzerte

         Im Fernsehen Advent und Weihnachtskonzerte

Wie bereits in den Vorjahren von mir praktiziert sind wieder Angaben zu TV-Sender mit „Klassischen Musik“ zur Weihnachtszeit und zu Neujahr von mir hier angeführt worden

Ob alle Fernsehsendungen von mir dazu feststellbar waren, ist nicht gesichert, es ist eine Auswahl überwiegend mit dem BWV 248 von

J.S. Bach Weihnachts-Oratorium.“

Zu den einzelnen Sendungen:

Freitag, 21. Dezember 2012

WDR-Fernsehen 08:30 Uhr bis 10:00 Uhr, (90 Min.)

Mit Werken von

Arcangelo Corelli, / Georg Friedrich Händel,  / Johann Sebastian Bach, / Frederick Delius, Max Reger, / Irving Berlin, / Leroy Anderson, / Arvo Pärt, / John Rutter und anderen Mitwirkende:

  • Volker Lechtenbrink, Erzähler
  • Jeanette Köhn, Sopran
  • Mädchenchor am Kölner Dom, Leitung: Oliver Sperling
  • WDR Rundfunkchor Köln, Leitung: David Marlow
  • WDR Rundfunkorchester Köln,
  • Leitung: Niklas Willén
  • aus der Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Köln.

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Sonntag, 23. Dezember 2012

MDR – Fernsehen um 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr (60 Min.)

„Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche“

Als besonderen Auftakt der Weihnachtsfeiertage feiern seit 1993 Jahr für Jahr zehntausende Menschen aus Dresden und Gäste aus dem In- und Ausland an der Dresdner Frauenkirche einen Open-Air-Gottesdienst. Im 20. Jubiläumsjahr der Weihnachtlichen  Vesper wird das Ereignis erstmals live im MDR FERNSEHEN übertragen; es moderiert Anja Koebel.

Neben dem Landesbischof wirken in der Vesper, bei den Lesungen, Ansprachen und in der Liturgie der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, der Superintendent, die Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden und die Pfarrer der Frauenkirche mit. Unter der musikalischen Gesamtleitung von Ludwig Güttler sorgen sein Blechbläserensemble sowie exzellente Solisten und Chöre für einen festlichen Rahmen.

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Montag, 24. Dezember 2012

MDR-Fernsehen 23:00 Uhr, (100 Min.)

Johann Sebastian Bach:

BWV 248 Weihnachtsoratorium Teile I – III und VI

Zum 800. Jubiläumsjahr von Thomanerchor, Thomasschule und Thomaskirche zeigt der MDR seinen Zuschauern eine Neuaufzeichnung des Weihnachtsoratoriums. Bach komponierte es in einer glücklichen Phase seines Lebens, in der einer seiner früheren Weggefährten Rektor der Thomasschule geworden war.

Der wiederum verbesserte Bachs Lebens- und Arbeitsbedingungen, die in Leipzig nicht immer zu seiner Zufriedenheit waren. Er schlichtete den Streit mit den Ratsherren, die Bachs Kirchenmusik oft als „zu lang und zu opernhaft“ missbilligten und sorgte für ein höheres Einkommen des Kantors. Pläne, die Stadt zu verlassen, gab Bach deshalb wieder auf.

Und so führte er zum Jahreswechsel 1734/35 abwechselnd in der Thomaskirche und in der Nikolaikirche die sechs Kantaten auf. Ob die Leipziger über das neueste Werk ihres Thomaskantors jauchzten und frohlockten, ist nicht überliefert. Nachdem Bachs Werke im 19. Jahrhundert von Felix Mendelssohn Bartholdy aus seinem Dornröschenschlaf erweckt wurden, ist auch das Weihnachtsoratorium aus den Kirchen und Konzertsälen der Welt nicht mehr wegzudenken.

In sechs Kantaten, die zu Bachs Zeiten niemals hintereinander gegeben wurden, wird die biblische Weihnachtsgeschichte erzählt. Die ersten drei und die sechste Kantate sind in der Aufführung von Gewandhausorchester und Thomanerchor unter der Leitung des 43. Kantors nach Bach, Georg Christoph Biller, am Weihnachtsabend aus der Leipziger Thomaskirche zu sehen.

Solisten:
Johannette Zomer, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
Werner Güra, Tenor (Evangelist)
Martin Petzold, Tenor (Arien)
Klaus Häger, Bass

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Dienstag, 25. Dezember 2012

Bayerisches Fernsehen 11:45 Uhr bis 13:10 Uhr (85 Min.)

Johann Sebastian Bach

BWV 248 Weihnachtsoratorium Kantaten I – III

Der Chor des Bayerischen Rundfunks, einer der besten Chöre der Welt, singt Bachs Weihnachtsoratorium. Im Dezember 2010 führte der Chor mit Solisten und dem Orchester „Akademie für Alte Musik„, Berlin, einem der besten Ensembles mit historischen Instrumenten, Bachs beliebte Weihnachtsmusik in zwei Konzerten im Herkulessaal der Münchner Residenz auf. Johann Sebastian Bach legte es in sechs Kantaten an, von denen jede für einen bestimmten Feiertag zwischen dem ersten Weihnachtstag und Epiphanias (Dreikönigstag) bestimmt ist.

Diese Sendung präsentiert die Kantaten 1 bis 3, die von der Geburt Christi, der Verkündigung an die Hirten und der Bestätigung des eingetroffenen Heils berichten. Die Kantaten 4 bis 6 folgen am 26. Dezember 2012. Eigens für die Fernsehaufnahmen wurde der Herkulessaal mit einem besonderen Lichtkonzept festlich ausgeleuchtet. Die Sendung wird ergänzt durch Aufnahmen von Kunstwerken von Albrecht Dürer und Rembrandt sowie einer neapolitanischen Krippe, die die Ereignisse der Weihnachtszeit darstellen.

Solisten:

Rachel Harnisch; Sopran,  / Anke Vondung; Alt,

Maximilan Schmitt; Tenor, / Christian Immler; Bass

Leitung: Peter Dijkstra

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ARTE – Fernsehen, 25.12.2012 um 18:05 Uhr – 19:10 Uhr (65 Min.)

W.A. Mozart

Große Messe in c-Moll

Mit der Sopranistin Julie Fuchs, der Mezzosopranistin Ann Hallenberg, dem Tenor Benjamin Hulett und dem Bariton Markus Werba hat die gefeierte französische Dirigentin Laurence Equilbey Mozarts Monumentalwerk herausragend besetzt. ARTE zeigt das glanzvolle Konzert aus der Großen Kapelle des Priesterseminars Saint-Sulpice, die der Königskapelle des Versailler Schlosses nachempfunden ist und eigens aus diesem Anlass für das Publikum geöffnet wurde.

Wiederholung auf ARTE am 25.12.2012 um 18:05 Uhr – 19:10 Uhr (65 Min.)

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ARTE – Fernsehen, 25.12.2012 um 20:15 Uhr – 22:10 Uhr (115 Min.)

Die Thomaner

Herz und Mund und Tat und Leben

Im Jahr 2012 feiert der Thomanerchor Leipzig seinen 800. Geburtstag. Heute haben die Thomaner Bewunderer in aller Welt und werden auf Tourneen in Amerika, Japan und Australien wie Rockstars gefeiert. Pünktlich zum Jahrhundert-Jubiläum ist der Chor nun erstmals in einem abendfüllenden Dokumentarfilm zu erleben.

800 Jahre – eine beeindruckende Zeitspanne, wenn man bedenkt, dass der Chor über die Jahrhunderte alle politischen Systeme in ungebrochener Tradition überdauert hat. Heute haben die Thomaner Bewunderer in aller Welt. Diesen Erfolg mussten sich die zehn- bis 18-jährigen Jungen des Thomanerchores schwer erarbeiten, denn ihr Leben wird von einem anstrengenden Proben- und Schulalltag bestimmt und ist geprägt von den Regeln des Internats und dem Gedanken, dass vor allem die Gemeinschaft zählt. Pünktlich zum Jahrhundert-Jubiläum ist der Chor nun erstmals in dem abendfüllenden Dokumentarfilm „Die Thomaner – Herz und Mund und Tat und Leben“ zu erleben.

Die Filmemacher begleiten den Chor und seinen Kantor Georg Christoph Biller – den 43. Thomaskantor nach Bach – über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr. Durch ihre persönlichen Geschichten entsteht ein sensibles Porträt dieses einzigartigen Chores, das der Frage nach der Faszination des Traditionsensembles nachgeht. Der packende und anrührende Film gewährt einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen dieses Ausnahmechores und zeigt die Möglichkeiten, die eine intensive Beschäftigung mit Musik für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen leisten kann. Ungewöhnlich offen können die Filmemacher eine einzigartige Welt zwischen Motette, Internat und Fußballplatz zeigen; ein Leben, das geprägt ist von Erfolg und Leistungsdruck, Zweifeln und Stolz, Heimweh und Freundschaft. Und in und über allem: die unsterbliche Musik Johann Sebastian Bachs.

Wiederholungen auf ARTE:

DIE THOMANER

26.12.2012 um 10:25 Uhr

06.01.2013 um 14:25 Uhr

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Mittwoch, 26. DEZEMBER 2012

Bayerisches Fernsehen 11:15 Uhr – 13:00 Uhr, (75 Min.)

Johann Sebastian Bach:

BWV 248 Weihnachtsoratorium Kantaten IV – VI

Der Chor des Bayerischen Rundfunks, einer der besten Chöre der Welt, singt Bachs Weihnachtsoratorium. Im Dezember 2010 führte der Chor mit Solisten und dem Orchester „Akademie für Alte Musik„, Berlin, einem der besten Ensembles mit historischen Instrumenten, Bachs beliebte Weihnachtsmusik in zwei Konzerten im Herkulessaal der Münchner Residenz auf. Johann Sebastian Bach legte es in sechs Kantaten an, von denen jede für einen bestimmten Feiertag zwischen dem ersten Weihnachtstag und Epiphanias (Dreikönigstag) bestimmt ist.

Diese Sendung präsentiert die Kantaten 1 bis 3, die von der Geburt Christi, der Verkündigung an die Hirten und der Bestätigung des eingetroffenen Heils berichten. Die Kantaten 4 bis 6 folgen am 26. Dezember 2012. Eigens für die Fernsehaufnahmen wurde der Herkulessaal mit einem besonderen Lichtkonzept festlich ausgeleuchtet. Die Sendung wird ergänzt durch Aufnahmen von Kunstwerken von Albrecht Dürer und Rembrandt sowie einer neapolitanischen Krippe, die die Ereignisse der Weihnachtszeit darstellen.

Solisten:

Rachel Harnisch; Sopran,  / Anke Vondung; Alt,

Maximilan Schmitt; Tenor, / Christian Immler; Bass

Leitung: Peter Dijkstra

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ARTE – Fernsehen 26.12.2012 um 18:05 Uhr bis 19:10 Uhr (65 Min.)

Cecilia Bartoli, Mission

Agostino Steffani in Versailles

Cecilia Bartoli, die unermüdlich auf der Suche nach originellen Konzepten und musikalischem Neuland ist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den vergessenen italienischen Komponisten Agostino Steffani (1654-1728) ins Bewusstsein der Musikwelt zu rufen. In den Alleen und Gemächern von Versailles bringt ihre wunderbare Stimme Werke dieses faszinierenden Musikers zu Gehör. Begleitet wird sie von dem französischen Countertenor Philippe Jaroussky, der sich ebenfalls mit großer Begeisterung dem in Vergessenheit geratenen Repertoire widmet.

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3sat – Fernsehen 26.12.2012 um 20:15 Uhr – 22:15 Uhr (120 Min.)

Aufzeichnung aus der Stadtkirche St. Martin in Rheinfelden

Johann Sebastian Bach:

BWV 248 Weihnachtsoratorium Kantaten I – II, V und VI

Die barocke Stadtkirche in Rheinfelden bietet die passende Szenerie für ein besinnliches Konzerterlebnis: In der barocken Stadtkirche St. Martin kommt das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach zur Aufführung. Wie keinem anderen ist es dem Komponisten gelungen, die biblische Weihnachtsgeschichte in Musik zu fassen. Mit Pauken und Trompeten wird die Geburt des Christuskindes angekündigt. „Jauchzet, frohlocket“ singt der Chor. Stimmungsvolle Choräle und lyrische Arien prägen das Werk.

Unter der Leitung von Winfried Toll treffen mit der Camerata Vocale Freiburg und dem Kammerorchester Basel zwei renommierte Klassikformationen aufeinander.

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SWR – Fernsehen BW am 26.12.2012 um 20:15 Uhr  – 21:45 Uhr

Musikalische Reise nach Wien

Wien ist eine Weltstadt der Kunst und der Musik. Die Stadt an der Donau verkörpert wie keine andere europäische Metropole Gemütlichkeit, Charme und den berühmten „Wiener Schmäh“. Auf seiner musikalischen Reise trifft Reporter Markus Brock berühmte Repräsentanten dieser einmaligen Stadt – vom Fußballer bis zur kaiserlichen und königlichen Hoheit, vom berühmtesten Schmähkellner bis zur singenden Gräfin Esterhazy. Die Musik ist vom feinsten, dafür sorgen Opernsängerin Eva Lind, Sängerin Dagmar Koller, die Wiener Sängerknaben und Sänger Peter Kraus.

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Sonntag, 30. Dezember 2012 

BR-Fernsehen  um 11:00 Uhr – 12:00 Uhr (60 Min.)

Frank Peter Zimmermann – „Mein Weg zu Bach“

Ein Portrait des 1965 geborenen deutschen Geigers, der indessen zur Weltelite zählt und mit den bedeutenden Orchestern und Dirigenten musiziert. Im Mittelpunkt des Films steht eine Interpretation von Bachs Sonaten für Violine und Klavier. Zimmermanns Instrument ist eine Stradivari aus dem Jahr 1711, auf der bereits Fritz Kreisler spielte. „Es ist für mich das Größte, die Musik von Bach zu spielen, an ihr zu arbeiten! Diese Musik zu durchschreiten, egal ob am Instrument oder am Radio, gibt mir jedes Mal Kraft und Ruhe“, so der Geiger Frank Peter Zimmermann. Fern von Kommerz und Medienrummel gehört er zu den Größten seiner Generation.

In diesem Film gewährt er, das „Kraftwerk aus der Stille“ – wie Heinrich Schiff ihn einmal charakterisierte – einen sehr persönlichen Einblick in sein Leben als Künstler und auch als Mensch. Leitfaden ist dabei sowohl das Thema Bach, dem sich der Film von verschiedenen Seiten nähert.

Im Zentrum steht ein Konzertmitschnitt mit dem Pianisten Enrico Pace aus dem Kloster Polling mit den Sonaten für Violine und Piano(BWV 1014-1019). In einem intensiven und berührenden Interview beschreibt Frank Peter Zimmermann seine Auseinandersetzung mit Bach und seiner Musik.

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Montag, 31. Dezember 2012 

MDR – Fernsehen um 17:00 Uhr Beethoven 9. Sinfonie

Die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven gehört zu den musikalischen Meisterwerken, die die Menschheit faszinieren. Mit der Uraufführung vor nunmehr 188 Jahren im Wiener Kärntnertor-Theater begann der Siegeslauf dieses gewaltigen Werkes mit seiner humanistischen Botschaft von der Brüderlichkeit aller Menschen. Der völlig ertaubte Komponist konnte den Jubel nach der Aufführung wenigstens noch sehen. Und so erfüllte sich auch sein Wunsch, den Menschen einen „feierlichen Tag“ zu bereiten.

Der Gedanke, Beethovens 9. Sinfonie zum Jahreswechsel aufzuführen, wurde unmittelbar nach dem Inferno des Ersten Weltkrieges in Leipzig geboren. Das Arbeiter-Bildungs-Institut engagierte für seine Jahresabschlussfeier keinen Geringeren als den Gewandhauskapellmeister Arthur Nickisch mit seinem Gewandhausorchester. Das Konzert begann am Silvestertag 1918 gegen 23 Uhr, damit man pünktlich mit dem Schlusschor das neue Jahr begrüßen konnte. Schillers Ode „An die Freude“ mit dem Aufruf „Alle Menschen werden Brüder“ war zu diesem Jahreswechsel aktueller denn je. Nickischs Nachfolger, die Gewandhauskapellmeister Wilhelm Furtwängler und Bruno Walter, übernahmen diese Tradition. Auch im damals noch jungen Rundfunk konnte man bereits Ende der zwanziger Jahre das Werk zu Silvester hören.

Heute ist die festliche Aufführung zum Jahresende im Neuen Gewandhaus Leipzig zu einer guten Tradition geworden, ebenso wie die Live-Übertragung in Fernsehen und Hörfunk des MDR. Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly leitet das „Große Concert zum Jahreswechsel“ mit dem Gewandhausorchester, dem MDR RUNDFUNKCHOR, dem GewandhausChor und dem GewandhausKinderchor.

Solisten: Malin Hartelius (Sopran)- Christa Mayer (Alt) –

Johannes Chum (Tenor) und Matthias Goerne (Bass)

Leitung: Riccardo Chailly

Die Ausstrahlung bei MDR FIGARO ist in stereo und Dolby surround zu erleben.

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ARD – Fernsehen (DAS ERSTE)  am 31.12.2012 um 17:25 Uhr – 18:55 Uhr (90 Min.)

Silvester Konzert der Berliner Philharmoniker 2012

Die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Sir Simon Rattle laden wieder zum traditionellen Silvesterkonzert und begehen den Jahreswechsel tänzerisch-beschwingt mit Musik von Brahms, Dvorak, Ravel, Rameau und Saint-Saens. Star des Abends ist die italienische Mezzosopranistin Cecilia Bartoli, die sich einem ihrer Lieblingskomponisten widmen wird: Georg Friedrich Händel. Durch die Fernsehübertragung führt Rolf Seelmann-Eggebert.

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ARTE – Fernsehen 31.12.2012 um 18:10 Uhr bis 20:00 Uhr (110 Min.)

Silvestergala 2012 

Live aus dem Festspielhaus Baden-Baden – Mit Verdi ins Neue Jahr

Live aus dem Festspielhaus Baden-Baden: Drei großartige Stimmen führen bei der Silvestergala 2012 mit Verdi ins neue Jahr: die Sopranistin Olga Peretyatko, Startenor Rolando Villazón sowie der Bariton Thomas Hampson. Begleitet werden sie vom Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada. Auf dem Programm stehen Arien und Orchesterwerke von Giuseppe Verdi.

Olga Peretyatko ist ein neuer Stern am Sopranhimmel und rettete bei den Pfingstfestspielen 2012 die zweite „Liebestrank“-Aufführung an der Seite von Rolando Villazón. Danach erhofften sich viele Festspielhaus-Besucher ein schnelles Wiedersehen und Wiederhören.

Seit vielen Jahren schon zählt Thomas Hampson zu den edelsten Baritonstimmen – ein Ruf, dem er zuletzt unter anderem mit Mahler-Liedern und davor als Amfortas im „Parsifal“ in Baden-Baden alle Ehre machte. Rolando Villazón schloss das Publikum in Baden-Baden spätestens nach seiner „Liebestrank“-Inszenierung zu Pfingsten vollends in sein Herz.

Das prächtige Festspielhaus im eleganten Baden-Baden bietet die perfekte Kulisse für ein festliches Musikprogramm zum Jahresausklang.

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Dienstag, 1. Januar 2013 

ARTE Fernsehen um 19:15 Uhr – 20:15 Uhr

„Neujahrskonzert aus Venedig“

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

Sir John Eliot Gardiner Foto: Copyrigh  BBC

Sir John Eliot Gardiner Foto: Copyrigh BBC

Am Neujahrstag zeigt ARTE traditionsgemäß auch 2013 wieder den zweiten Teil des Neujahrskonzertes aus dem Teatro La Fenice in Venedig. 2013 feiert die Welt den 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi. Desiree Rancatore und Samiri Pirgu singen Arien aus seinen berühmtesten Opern. Und wie in der Vergangenheit schließt das Programm auch in diesem Jahr wieder mit „Va‘ pensiero“ aus „Nabucco“ und „Libiam ne‘ lieti calici“, dem Brindisi aus der „Traviata“.

Sir John Eliot Gardiner ist einer der wichtigsten Dirigenten unserer Zeit und einer der maßgebenden Verfechter der historisch kritischen Aufführungspraxis. Sein Operndebüt feierte er 1969 in London mit der Zauberflöte. Zu dieser Zeit hatte er bereits zwei Ensembles gegründet, die seine Ideen umsetzen konnten, 1964 den Monteverdi Choir und vier Jahre später das Monteverdi Orchestra.

1978 begann die Erfolgsgeschichte der English Baroque Solists. Mitglieder des Monteverdi Orchestras hatten sich zusammengetan, um beim Festival für Alte Musik in Innsbruck Händels Acis und Galatea mit historischen Instrumenten aufzuführen. Von 1980 bis 1983 war Gardiner Chefdirigent des CBC Vancouver Orchestra. 1983 bis 1988 bildete er als Musikalischer Direktor der Opéra National de Lyon wiederum ein neues Orchester, das heute zu den besten in Frankreich zählt. Von 1981 bis 1990 war er künstlerischer Direktor der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen und von 1991 bis 1994 Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters in Hamburg. Als Gast dirigierte Gardiner unter anderem das Philharmonia Orchestra, das Cleveland Orchestra, das Koninklijk Concertgebouworkest in Amsterdam und die Wiener Philharmoniker.

Im Jahr 1990 gründete Gardiner ein weiteres Orchester für historische Instrumente, um klassische und romantische Musik authentisch aufzuführen, das Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Im Jahr 1998 wurde John Eliot Gardiner von Königin Elisabeth II anlässlich der June Birthday Honours zum Knight Bachelor geschlagen.

Beim Concerto di capodanno, dem venezianischen Neujahrskonzert ist er bereits zum zweiten Mal. 2010 war er bereits musikalischer Leiter. Auch die in Palermo geborene Desirée Rancatore, die mittlerweile in allen großen Häusern der Welt aufgetreten ist, war schon mehrfach im Teatro La Fenice zu bewundern, so als Gilda in Verdis Rigoletto 2010, eine Oper, die ARTE live ausgestrahlt hat.

Saimir Pirgus internationaler Durchbruch kam 2004, als er von Claudio Abbado eingeladen wurde, die Rolle des Ferrando in „Così fan tutte“ in Ferrara und Modena zu singen. Mittlerweile hat er Engagements in aller Welt. ARTE-Zuschauer hatten Gelegenheit ihn als Rodolfo, Mimis Geliebten in der „Bohème im Hochhaus“, live aus der Berner Hochhaussiedlung Bern-Betlehem zu erleben.

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Diese Angaben sind zur Zeit unvollständig und werden nach neuen Erkenntnissen täglich aktualisiert..!!

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Das BWV 248 Weihnachtsoratorium von Dezember 1999 aus der Herderkirche Weimar von Sir Gardiner, EBS und dem Monteverdi-Choir ist nachstehend als YouTube – Video mit den Kantaten I bis VI zu sehen.

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Ein weiteres Video BWV 248 Weihnachtsoratorium Teile 1 bis 6

Herkulessaal, Residenz München, 2010

Rachel Harnisch, soprano
Sonja Philippin, soprano (echo)
Anke Vondung, mezzo-soprano
Maximilian Schmitt, tenor (Evangelist)
Christian Immler, bass
Chor des Bayerischen Rundfunks
Akademie für Alte Musik Berlin
Peter Dijkstra, conductor

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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen Videos und Kantaten-Beschreibungen für den 3. Advent


Weihnachtsoratorium in der Herderkirche in Weimar Dezember 1999 von Sir J.E. Gardiner

                        Weihnachtsoratorium in der Herderkirche in Weimar Dezember 1999 von Sir J.E. Gardiner

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 16.12.2012 begehen wir den 3. Advent

Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi.

Am 3. Sonntag im Advent steht der „Vorläufer des Herrn“, Johannes der Täufer, im Vordergrund. Während die Evangelienlesungen und die alttestamentliche Lesung dieses Thema aufgreifen, betrachten die Epistellesungen unseren Umgang mit der Botschaft, die wir empfangen haben, als Haushalter über die Geheimnisse Gottes (1. Kor 4, 1-5), als Hoffende (Röm 15, 4-13) und als die, die schlafen und das Kommen des Herrn verpassen, wenn sie nicht aufwachen (Offb 3, 1-6). Diese drei Aspekte sind schwer dem Thema unterzuordnen, es sei denn, man sieht darin die Reaktion auf die Botschaft des Propheten, denn alle drei sind geschrieben in der Erwartung, dass der Herr kommt, aber noch nicht endgültig da ist.

Am 3. Adventssonntag denken wir besonders an Johannes den Täufer, dessen Aufruf zur Buße uns auch heute erklingt. Aber er ist es auch, der hingewiesen hat auf das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt. So bekennen wir unsere Schuld in dem Vertrauen, dass wir in Christus die Erlösung haben. oder (nach Verlesung des Wochenspruchs):
Mit diesem Wochenspruch aus dem 40. Kapitel des Buches des Propheten Jesaja werden wir heute am 3. Adventssonntag aufgefordert, Gott den Weg zu bereiten. Das bezieht sich nicht auf das Kommen zum Christfest, und es hat nichts mit dem schmücken der Weihnachtsstube zu tun. Wir sollen vielmehr den Weg bereiten für den Messias, den Erlöser der Welt, der alles neu macht. Er kommt, und zwar gewaltig.

In Leipzig entfällt das „Gloria in excelsis“.

Wochenspruch: 

Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig! (Jes 40, 3.10)

Wochenlied: 

“Mit Ernst, o Menschenkinder“ (EG 10)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftlebe

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Bach-Kantaten für den 2 bis 4. Advent

BWV    70  –  Wachet! betet! betet! wachet

BWV  132  –  „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn

BWV 147  –  Herz und Mund und Tat und Leben

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*Außerhalb der Advents-Kantaten

*BWV 167 – Ihr Menschen, rühmet Gottes Liebe

YouTube Video: (Interpret: SDG)

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ .

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 167 “Ihr Menschen, rühmet Gottes Liebe“

Kantate für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Midori Suzuki, Sopran; Robin Blaze, Countertenor;

Gerd Türk, Tenor; Chiyuki Urano, Bass;

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:  http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 62 „Nun komm der Heiden Heiland“

Yukari Nonoshita, Sopran / Robin Blaze, Altus
Makoto Sakurada, Tenor / Peter Kooy, Bass
Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate 

BWV 186 “Ärgre dich, o Seele, nicht”

Kantate am 7. Sonntag nach Trinitatis

Ruth Ziesak, Sopran
Elisabeth von Magnus, Alt
Paul Agnew, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Choir & Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html .

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html..

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:11 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 62 „Nun komm, der Heiden Heiland“

Nancy Argenta (Sopran)
Petra Lang (Alt)
Anthony Rolfe Johnson (Tenor)
Olaf Bär (Bariton)

Monteverdi Choir
Englische Barocksolisten

Leitung: John Eliot Gardiner

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html .

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html .

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 62 “Nun komm, der Heiden Heiland

Adele Stolte, Sopran

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/. .

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr – figaro

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

6:25 Uhr – Einführung zur Kantate

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800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

Antonio Vivaldi  (1648 – 1741)

Magnificat g-Moll, RV 610

Daniel Johannsen, Tenor; Paul Bernewitz, Sopran;

Luis Fischer, Sopran; Stefan Kahle, Altus

Thomanerchor Leipzig,

Kammerorchester Basel,

Leitung: Georg Christoph Biller 

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:

http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/br-klassik120.html

Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:36 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 186 “Ärgre dich, o Seele, nicht“

Ruth Ziesak, Sopran; Elisabeth von Magnus, Alt;

Paul Agnew, Tenor; Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir; Amsterdam Baroque Orchestra:

Leitung: Ton Koopman

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Videos mit Bach-Kantaten für den 2. – 4. Advent
 
Da zur Adventszeit nur ein begrenzte Auswahl an Bach-Kantaten vorliegt habe ich
neue YouTube-Videos von anderen Interpreten hinzugefügt und wünsche viel Vergnügen..!!
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BWV     70  –  Wachet! betet! betet! wachet

BWV  132  –  „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn

BWV 147  –  Herz und Mund und Tat und Leben

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/ YouTube: BWV 70  –

 Wachet! betet! betet! wachet –  (Interpret: Karl Richter)

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/ YouTube: BWV 132 –

  „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“   (Interpret: Ton Koopman)

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/ YouTube: BWV 147  –

 Herz und Mund und Tat und Leben –  (Interpret: Ton Koopman)

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Gottfried Heinrich Stölzel (1690 – 1749)

deutscher Barock-Komponist, Kantor, Organist.

Gottfried Heinrich Stölzel (* 13. Januar 1690 in Grünstädtel; † 27. November 1749 in Gotha) war ein deutscher Kapellmeister, Komponist und Musiktheoretiker.

Stölzel wurde als zweites von neun Kindern im erzgebirgischen Grünstädtel geboren. Sein Vater Heinrich hatte 1687 das Amt des Schulmeisters und Organisten von dessen Vater übernommen und im selben Jahr die Richterstochter Katharina Lange geheiratet. Gemeinsam lebte die Familie im Schulhaus des Dorfes.

Von seinem Vater lernte Gottfried Heinrich das Klavierspielen und sang im Kinderchor der Gemeinde. Im Alter von 13 Jahren lernte er am Lyzeum in Schneeberg, wo er von Christian Umblaufft, einem Schüler des Thomaskantors Johann Schelle, Musikunterricht erhielt. 1705 wechselte er auf das Gymnasium in Gera, wo er vom gräflichen Kapelldirektor Emanuel Kegel Musikunterricht erhielt. Anschließend nahm er 1707 in Leipzig ein Studium der Theologie auf. Einer seiner Lehrer dort war Melchior Hoffmann, der durch kompositorische Anleitung und Aufführung seiner Werke förderte. In dieser Zeit entstanden persönliche Bekanntschaften mit Johann Friedrich Fasch und Johann Georg Pisendel. Nach einem kurzen Studienaufenthalt in Italien hielt er sich in Prag auf. 1710 gab er in Breslauer Adelsfamilien Musikunterricht und begann die Arbeit an mehreren Kompositionen. In der Breslauer Zeit entstand seine erste Oper Narcissus. 1713 begab er sich erneut nach Italien, wo er mit Francesco GaspariniAntonio Vivaldi und Giovanni Bononcini Kontakte pflegte und dadurch den Einstieg in die internationale Musikwelt fand.

1717 folgte er zur Zweihundertjahrfeier der Reformation einem Ruf nach Bayreuth zur Verfertigung von Kirchenmusik. Vom 1. Januar 1718 bis zum 30. September 1719 übernahm er die Position des Kapellmeisters am Hof in Gera, mit der umfangreiche Verpflichtungen verbunden waren. Stölzel war ein außerordentlich produktiver Komponist. Sein herausragender Ruf übertraf zeitweise seinen Zeitgenossen Johann Sebastian Bach. Sein kompositorisches Schaffen umfasst neben zahlreichen Orchesterwerken, Kammermusikwerken, Oratorien und MessenMotetten und Passionen auch weltliche Kantaten. Ein großer Teil seiner Werke ist allerdings verschollen.

Als Stölzels bedeutendstes Werk gilt das Weihnachtsoratorium. Hierbei handelt es sich um einen zehnteiligen Kantatenzyklus, der erstmals zwischen Weihnachten 1736 und Epiphanias 1737 aufgeführt wurde.

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CD Gottftied H. Stölzel Weihnachtsoratorium

  CD Gottftied H. Stölzel Weihnachtsoratorium

 Gottfried Heinrich Stölzel (1690-1749) 

Weihnachtsoratorium:

Gottfried Heinrich Stölzel (1690-1749)

Christmas Oratorio: Cantata for the first day of Christmas –

„Ach, dass die Hülfe aus Zion über Israel käme“

Ausführende:

Mezzo-Soprano: Britta Schwarz; Counter-tenor: Henning Voss;

Tenor: Jan Kobow; Bass: Klaus Mertens

Weimarer Barockensemble – Ludger Rémy.

Die CD  – G. H. Stölzel (1690-1749)  – Weihnachtsoratorium  >>  h i e r – klicken <<

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Sehr gute Hörproben gibt es bei Amazon – >>  h i e r – klicken..!!  <<

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Auf YouTube gibt es einen Video-Auszug vom Weihnachtsoratorium zu hören:

Gottfried Heinrich Stölzel (1690-1749)

Christmas Oratorio: Cantata for the first day of Christmas-

„Ach, dass die Hülfe aus Zion über Israel käme“

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

zum BWV 132 „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!“

Kantaten für den 2. – 4. Advent 

Aufführungsort: Michaeliskirche, Lüneburg am 10.12.2000

Eine frühere Vertonung Bachs zum Advent, bei der er ebenfalls einen Text von Franck verwendet hatte, diesmal aus dessen Evangelischem Andachts-Opffer von 1715, war

BWV 132 „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!“,

ein intimes Werk für vier Stimmen, Oboe, Fagott, Streicher und Continuo, das zwei Rezitative, drei Arien und einen abschließenden Choral enthält. Wer mit einem anderen Werk vertraut ist, das auf direktere Weise Jesaja 40, 3 zugrunde legt, wird Mühe haben, nicht an das einleitende Accompagnato aus Händels Messiah denken zu müssen. Doch um dem Herrn die Wege zu bereiten, muss Bachs Sopranistin in ihrer Eingangsarie eine sehr viel schwierigere Aufgabe auf sich nehmen als Händels Tenor, denn von ihr wird erwartet, dass sie Melismen bewältigt, die aus zunächst sechzig, dann vierundachtzig fortlaufenden Sechzehnteln bestehen und zu weiteren fünf ausgehaltenen Taktteilen führen, alle mit der unbekümmerten Grazie und dem leichtfüßigen Schwung vorzutragen, wie es sich für eine verhaltene gigue oder eine französische loure geziemt.

Die interpretatorische Herausforderung erstreckt sich auch auf den Duettpartner des Soprans, die Oboe. Wie erwähnt, war die Orgel in der Herzoglichen Kapelle in Weimar im hohen Chorton gestimmt – vermutlich einen ganzen Ton über der regulären Stimmung –, und das bedeutete, dass Bach auf seine Streicher zählen konnte, aber nicht auf seine Bläser, die dem Chorton der Orgel folgten. Im Autograph ist die Oboenlinie mit einem Doppelschlüssel notiert, einem Sopranschlüssel (C1) in der Tonart A, auf den ein Violinschlüssel (G2) ohne Tonartangabe folgt, woraus wir folgern können, dass die Oboe im tiefen Kammerton gestimmt war und neben den Streichern und der im hohen Chorton gestimmten und in A-dur spielenden Orgel in A-dur spielte.

Um diese Komplikationen und den lästigen Wechsel der Stimmung innerhalb ein und desselben Programms zu vermeiden, setzten wir das als gegeben voraus, was Bach wahrscheinlich getan hätte, wäre das Stück noch einmal in Leipzig aufgeführt worden: Wir behielten die Tonart A-dur bei und gaben den Oboenpart der unlängst erfundenen Oboe d’amore, die eine kleine Terz tiefer als die normale Oboe gestimmt ist. Denn warum sollte er ein so schönes Werk eigentlich nicht in Leipzig aufgeführt haben? Offenbar wurde es 1725 in Zerbst aufgeführt, und somit wäre es vielleicht zu jenen verlorenen Kantaten zu zählen, die er für einen anderen Sonntag wieder hervorgeholt und bearbeitet hatte.

Bei der Vertonung von Francks Dichtung scheint Bach die Momente genau abzuwägen, wenn er aus einem Secco-Rezitativ in ein Arioso und wieder zurück gleitet – um die Ausdruckskraft ‚der Christen Kron und Ehre’ und der Verszeile ‚Wälz ab die schweren Sündensteine’ zu erhöhen, wo Tenor und Continuo symbolisch in einen imitatorischen Austausch eingebunden werden, dann sich für einen Augenblick, stellvertretend für den Heiland und den Sünder, ‚im Glauben vereinen’. Franck legt die Frage des Pfarrers aus der Lesung des Evangeliums an Johannes den Täufer – ‚Wer bist du?’ – Christus in den Mund, der das Gewissen der Christen auslotet, und das erklärt, warum Bach die zweite Arie (Nr. 3) seinem Bass-Solisten zuweist und seine Linien mit denen der Bassinstrumente – Cello, Fagott, Violine und Orgel – verkreuzt.

Kein besonderer Wohlklang zeichnet diese tiefgestimmten Toncluster aus, doch die Aufmerksamkeit des Hörers richtet sich auf Bachs Entschlossenheit, all das auszudrücken, was im Text angelegt ist: die mit Nachdruck deklamierte Anprangerung von Sünde und Heuchelei und die betonte Verwendung einer fragenden, aus vier Noten bestehenden figura corta (ein Stilmittel, das seine frühe Orgel- und Klaviermusik durchzieht), aus der auszubrechen nur der Cellofiguration gelingt. Bach fordert dann sein Streicherensemble auf, die reumütigen, bußfertigen Gesten seiner Altstimme mit einem ausgedehnten Accompagnato zu stützen, danach eine obligate Violine (die er vielleicht selbst gespielt hat), die in einer meditativen Arie, ebenfalls für Alt, die reinigende Wirkung des Taufwassers verdeutlichen soll. Das Autograph der Partitur schließt hier und enthält keine Musik für den abschließenden Choral. Francks Libretto übernimmt den Text der fünften Strophe von Elisabeth Creutzigers Choral ‚Herr Christ, der einig Gotts Sohn’ (1524), für die Bach in BWV 164 eine passende Harmonisierung geliefert hatte. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Advent:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

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CDs vom Label SDG  
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Cover SDG 162 Vol. 13

CD – Cover SDG 162 Vol. 13

Link:  CD zwei – Inhalt

BWV  70 „Wachet! betet! betet“ wachet!“

BWV 132 „Bereitet die Weg, bereitet die Bahn!“

BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Leben“

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bachfest-leipzig-2013 

Bachfest Leipzig 2013 – “Vita Christi”

vom 14.06.2013 – 23.06.2013

Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen:

Weihnachts – Oratorium  /  Johannes – Passion /

Oster-  und Himmelfahrts-Oratorium

fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.

Unter der Leitung von:

Trevor Pinnock, – Thomas Hengelbrock, –  John Eliot Gardiner 

 und Hermann Max  

“Auferstehung und Himmelfahrt”

 mit der Rheinischen Kantorei

am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr 

werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis. Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat -Kompositionen von

 Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach

im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe, BWV 232 

mit den Thomaner 

 und dem Freiburger-Barockorchester

im Abschlusskonzert

 am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr

 in der Thomaskirche Leipzig

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Thematik Vita Christi:

Die nachstehenden Termine..!!

Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir 

am Donnerstag, 20.6.2013 um 20:00 Uhr

 in der Thomaskirche

Johann Sebastian Bach 

Johannes-Passion

aufführen.

Am Samstag, 22.6.2013 um 20:00 Uhr

erfolgt dann mit Sir J.E. Gardiner in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert

u.a. mit den folgenden Bach-Werken:

BWV 249  – (Oster-Oratorium) – “Kommt eilet und laufet” und

BWV 11   – (Himmelfahrts-Oratorium) – ”Lobet Gott in seinen Reichen.“

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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:

Link:  http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=618

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Programm zum Download als PDF –

>>>  Bachfestvorschau Leipzig_2013 <<<

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

 Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig
Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:
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Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Foto: Rudolf Lutz Dirigent

J.S. Bach Cantata BWV 132 “Bereitet die Wege, bereitet die Bahn”

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

„Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!“

Kantate BWV 132 zum 4. Advent für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Oboe, Fagott, Streicher und Continuo.

Solisten
Eva Oltiványi, Sopran; Markus Forster, Altus; Julius Pfeifer, Tenor; Wolf Matthias Friedrich, Bass

Als Solisten auf dem Video wirken mit:

Wolf Matthias Friedrich (Bass)

Leitung: Rudolf Lutz

Weitere Informationen zur Bachstiftung

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-132/

Icon  Abendprogramm BWV 132 (436.7 KB)

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Video – YouTube BWV 132 – 

Dritter Satz (aria, basso) aus der Kantate BWV 132 „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!“, aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen.

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen 3. Advent-Sonntag.

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Herzliche Grüße

Volker

Bach einmal anders empfinden – meine Eindrücke vom Weihnachtsoratorium von J.S. Bach als biblische Oper in der Herrenhäuser Kirche am 9.12.2012


Das Weihnachtsoratorium BWV 248 von J.S. Bach als biblische Oper in Hannover-Herrenhausen.

In der Einleitung wurde dazu folgender Text von der „Kantorei Herrenhausen“ veröffentlicht:

In diesem Jahr kommt Bachs musikalische Weihnachtshistorie zur Aufführung. Zwar ist es sein wohl am häufigsten aufgeführtes Oratorium. Trotzdem ist es in seiner Gesamtheit am wenigsten bekannt: Zum Jauchzen und Frohlocken der Hirten und Engel über die Geburt Jesu.

In den ersten drei Kantaten gehören nämlich auch die Bedrohungen durch König Herodes, dem „Prototyp des allgegenwärtigen Bösen“(Günter Jena) in den letzten drei Kantaten.

Gut und Böse gehören zum Gesamtkonzept des „Weihnachtsoratoriums“.

So sollen sich also die vertrauten Ereignisse um Christi Geburt herum mitten zwischen den zuschauenden Menschen unter dem eindrucksvollen

Herrenhäuser Kronleuchter (der das himmlische Jerusalem symbolisiert)

Weihnachtsstern als himmlisches Jerusalem Foto ©Marcel DomeierWeihnachtsstern als himmlisches Jerusalem Foto ©Marcel Domeier

          Weihnachtsstern als himmlisches Jerusalem Foto ©Marcel Domeier

im Kirchenraum abspielen. Zu diesem Zweck wird eigens eine Bühne errichtet, die von den Kirchenbänken eingerahmt ist. Eine scheinbar altbekannte Geschichte kann so neu angeschaut werden. Aber genau das ist der Inhalt des Weihnachtsoratoriums: durch Jesus Beistand kann der Mensch den im Schlussritornell beschworenen Anfechtungen durch Tod. Teufel, Sünde und Hölle widerstehen. Die tiefen Zusammenhänge in Bachs Weihnachtsoratorium werden zu einem eindrücklichen, Herz, Ohr und Auge bewegenden Ereignis für Besucher aller Altersschichten.

Eine mitreißende Atmosphäre

Die Herrenhäuser Kirche ist ein optimaler Raum für das szenische Oratorium. Das himmlische Jerusalem auf dem Radleuchter in der Mitte wird hier zum Weihnachtsstern und spielte eine nicht unwichtige Nebenrolle. Darunter steht eine quadratische mehrstufige Bühne in der Mitte der Kirche, die Bänke sind im Karree rundherum aufgestellt. Die Akteure, Solisten wie Choristen wissen, dass sie zu allen Seiten agieren müssen. Für die Zuschauer ergibt sich dadurch und durch den engen Kontakt zu den Sängern das Gefühl, mittendrin zu stehen, geradezu Teil des Chores zu werden. Das verstärkt bei vielen den Wunsch mitzusingen.

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Schon beim Betreten des Kirchenraumes waren in der Dunkelheit grimmig aussehende Mitwirkende auf der Bühne, die in der Mitte des Kirchenschiffes aufgebaut war, zu erkennen, die den angekündigten „Prototyp des allgegenwärtige Bösen“ erahnen ließen.

Mit Jubelfanfaren begann die Weihnachtsoper mit dem allseits bekannten Text „Jauchzet frohlocket.“ Weiß gekleidete Jungchoristinnen und ein Teil des Kirchenchores betraten singend die Vorfläche und die Hauptbühne unter dem imposanten Herrenhäuser Kronleuchter (der das himmlische Jerusalem symbolisiert).

Schunkelnd, swingend und aufmunternde Blicke an die Besucher gerichtet, erklang der beliebte Eingangschor richtungsweisend auf das kommende Geschehen. Da war pure Freude zu verspüren und ergriff die Herzen der Besucher. Das war ein gelungener Einstand der Weihnachtsoper. Es ist bekannt, dass Bach’s Werke sehr tänzerisch ausgelegt werden können und das  wurde von den Protagonisten reichlich und überzeugend genutzt. Es ist die Einmaligkeit von Bach’scher Musik dass sie in unterschiedlichen Facetten zu Gehör gebracht werden kann.

Aufgrund ihrer Erkrankung konnte die Altistin Julia Harberg (als Maria) ihre Textpassagen nur sprechen und wurde auf der Orgelempore von einer Ersatz-Altistin gesanglich vertreten. Ebenso hatte der Tenor Markus  Gruber als Evangelist mit einer Erkältung zu kämpfen und sang seinen Part mustergültig bis zum Ende durch. Friederike Weritz (Sopran) als Engel war ein Genuss ihr zuzuhören die stimmlichen Qualitäten sind bewundernswert.

Dietmar Sander (Bariton), in seiner Doppelrolle als Joseph und später als König Herodes konnte nicht nur gesanglich sondern auch durch seine schauspielerischen Leistung voll überzeugen.

Überwältigend waren die vorgetragenen Choräle. Raumfüllend erklangen sie aus der Mitte der Kirche und von den Emporen die prägend durch die jungen Stimmen eine Unterstützung erfuhren. Das war ein Genieeinfall des Regisseurs „Christoph Amrhein“ ein Hochgenuss für den Hörer.

Etwas störend waren die lauten Geräusche durch trampelnde Schritte, stampfende Füße und Bewegungen der Mitwirkenden bei den wunderschönen Arien. Hier hätte ich gerne die Musik und den Gesang mehr im Vordergrund gestellt gewusst.

Eine bewegende Szene Jesus von der Geburt i´bis nach Golgatha zum Kreuz.. Herrenhäuser Kirche WO-Oper

Eine bewegende Szene Jesus von der Geburt i´bis nach Golgatha zum Kreuz.. Herrenhäuser Kirche WO-Oper

Im Schlussritornell gab es eine sehr bewegende Szene wo die  Verbindung von der Bühne (Kronleuchter „Das himmlische Jerusalem“) mit einem Seidentuch bis hin zum Kreuz im Altarraum gezogen wurde. Das war eine sehr gelungene Symbolik von der Geburt Jesu bis zu seinem Tode am Kreuz, die eine überzeugende Aussagekraft besitzt und den Besucher zutiefst berührte.

Ein überwältigender Schlussapplaus dankte den Mitwirkenden für eine gekonnte und künstlerisch wertvolle Wiedergabe des Weihnachtsoratoriums als eine biblische Oper von J.S. Bach.

Was bleibt als Fazit?

Ein ungewöhnliches Weihnachtsoratorium von J.S. Bach, dass ich in dieser Form noch nicht erlebt habe. Die störenden Momente als Oper hatte ich bereits angemerkt. Von dem Besucher wird viel Verständnis für diese Aufführungsform abverlangt. Aber, es lohnt sich, diese Aufführungspraxis einmal hautnah miterleben zu können und sollte von allen Konzertbesuchern  wahrgenommen werden.

Die Regieeinfälle mit ihrer Aussagekraft: „Gut und Böse“ gelang sehr überzeugend in Verbindung mit der Bach’schen Musik und ist ein Pluspunkt als Weihnachtsoratorium-Oper. Trotz dieser Vorzüge hinterfrage ich: Ist es eine neue Form der jetzigen Zeit, die heraufbeschworen wird? Sollen dadurch jüngere und weitere Besucher angesprochen werden und die Kirchenmusik eine Neubelebung erfahren, dann würden beide Aufführungsformen als eine gleichberechtigte Interpretation zum Ziele führen.

Ich bin der Meinung, dass eine konzertante Aufführung dem Besucher textlich, musikalisch, sowie an geistlichen Inhalt einiges mehr anzubieten hat. J. S. Bach hat dieses Oratorium als ein geistliches Werk geschaffen und würde aus dem vorgenannten Grund diese Aufführungsform weiterhin vorziehen.

Als Oper hat das Weihnachtsoratorium durchaus seine Berechtigung wenn es in einer so großartigen Qualität dargeboten wird, wie es von der Herrenhauser Kantorei verwirklicht wurde. Mit einer großartigen Regie und fantastischen Mitwirkenden gelang das sehr überzeugend und machte den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Anschließend Foto-Impressionen von der Weihnachtsoper in der Herrenhäuser Kirche.

Zum Foto-Album in das erste Foto klicken..!!

Herzliche Grüße

Volker

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen Videos und Kantatenbeschreibungen für den 2. Advent


Adventsstimmung an der Frauenkirche Dresden

                                                                         Adventstimmung an der Frauenkirche Dresden

 Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 9.12.2012 begehen wir den 2. Advent

Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi.

Im Advent sehen wir nicht nur zurück auf die Ankunft des Herrn, wie sie uns in der Bibel als „Weihnachtsgeschichte“ überliefert ist, sondern auch voraus auf die zukünftige Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Begründer des Neuen Jerusalem. In der Spannung zwischen beiden erfahren wir im Advent den Herrn als den, der auf uns zukommt, sich uns immer wieder neu zuwendet und uns zur Buße zur Umkehr zu ihm hin einlädt.

Das Thema des 2. Sonntags im Advent wendet sich jetzt dem erlösenden Aspekt Gottes zu, nachdem am 1. Sonntag im Advent die Macht des Herrschers im Vordergrund stand. Der Erlöser wirkt auf vielerlei Weise – wiederum durch Macht, oder durch den Opfertod am Kreuz. Das Kommen wird aber auch als Erlösung von den Leiden dieser Welt angesehen, d.h. der Herr, wenn er kommt, wird endlich ein Ende machen mit der hiesigen Trübsal (Epistel).
Ab diesem Sonntag entfällt das „Gloria in excelsis“.

Am 2. Advent denken wir besonders an den Tag, an dem Gott diese Welt erlösen wird. Noch stehen wir in dieser Welt der Not und der Schuld, noch warten wir auf den Erlöser, der schon naht. In aller Trübsal unseres Lebens hören wir die Verheißungen, die uns mit Hoffnung erfüllen und deren Einlösung wir geduldig erwarten.

Wochenspruch: 

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. (Lk 21, 28b)

Wochenlied: 

“O Heiland, reiß die Himmel auf“ (EG 7)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftlebe

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Bach-Kantaten für den 2 bis 4. Advent

BWV    70  –  Wachet! betet! betet! wachet

BWV  132  –  „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn

BWV 147  –  Herz und Mund und Tat und Leben

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ .

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 62 “Nun komm, der Heiden Heiland II“

Kantate für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Sibylla Rubens, Sopran
Sarah Connolly, Alt
Christoph Prégardien, Tenor
Peter Kooy, Bass
Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:  http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 36 „Schwingt freudig euch empor,“

Sibylla Rubens, Sopran / Christoph Prégardien, Tenor
Peter Kooy, Bass
Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate 

BWV 140 “Wachet auf, ruft uns die Stimmer”

Kantate am 27. Sonntag nach Trinitatis, BWV 140

Ruth Holton, Sopran
Anthony Rolfe Johnson, Tenor
Stephen Varcoe, Bass

Monteverdi Choir
Englische Barocksolisten

Leitung: John Eliot Gardiner

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html .

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html..

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:11 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Gottfried August Homilius (1714 – 1785)

„Verwunderung, Mitleid, Furcht und Schrecken“

Barbara Schlick (Sopran)
Hein Meens (Tenor)
Stephen Varcoe (Bass)

Dormagener Jugendkantorei 
Das kleine Konzert

Leitung: Hermann Max

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html .

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html .

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 36 “Schwingt freudig euch empor

Arleen Augér, Sopran / Gabriele Schreckenbach, Alt /

Peter Schreier, Tenor / Walter Heldwein, Tenor

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr

Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/. .

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr – figaro Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:
6:25 Uhr – Einführung zur Kantate
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06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)

Lasset uns frohlocken“, Motette op. 79 Nr. 1

Thomanerchor Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller 

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Bayern-Klassik
Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr
Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
Sendung: Sonntag um 08:05 bis 08:30 Uhr
Johann Sebastian Bach:
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BWV 70 “Wachet, betet, seid bereit allezeit“

Arleen Augér, Sopran; Verena Gohl, Alt;

Lutz-Michael Harder, Tenor; Siegmund Nimsgern, Bass;

Gächinger Kantorei Stuttgart
Bach-Collegium Stuttgart

Leitung: Helmuth Rilling

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Videos mit Bach-Kantaten für den 2. – 4. Advent

BWV     70  –  Wachet! betet! betet! wachet

BWV  132  –  „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn

BWV 147  –  Herz und Mund und Tat und Leben

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/ YouTube: BWV 70  –

 SWachet! betet! betet! wachet –  (Interpret: Rilling)

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/ YouTube: BWV  132 –

  „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“   (Interpret: Leonhardt)

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/ YouTube: BWV 147  –

 Herz und Mund und Tat und Leben –  (Interpret: Harnoncourt -Tölzer Knabenchor)

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Gottfried August Homilius (1714 – 1785) – Deutscher Barock-Komponist, Dresden

Gottfried August Homilus (1714-1785)

                                  Gottfried August Homilus (1714-1785)

Gottfried August Homilius * 2. Februar 1714 in Rosenthal;  † 2. Juni 1785 in Dresden – war ein deutscher Komponist, Kantor und Organist.

Nach dem Besuch der Annenschule in Dresden studierte Homilius Jura in Leipzig. Schon dort war er musikalisch aktiv und vertrat zeitweise den Organisten der Nikolaikirche Johann Schneider.

Er zählte vermutlich zum direkten Schülerkreis von Johann Sebastian Bach.

Ab 1742 war Homilius Organist an der Dresdner Frauenkirche und ab 1755 in der Nachfolge von Theodor Christian Reinhold bis zu seinem Tod Kreuzkantor und Musikdirektor an den drei Hauptkirchen Dresdens; Hauptwirkungsort Homilius‘ war die Dresdner Frauenkirche, nachdem die Kreuzkirche 1760 durch preußische Truppen zerstört und ihr Neubau erst 1792 geweiht wurde. Homilius starb 1785 in Dresden und wurde auf dem ersten Johannisfriedhof beigesetzt. Sein Grab ist nicht erhalten.

Homilius hat überwiegend Kirchenmusik komponiert: mehr als 10 Passionen (eine 1775 bei Breitkopf & Härtel in Leipzig gedruckt mit dem Titel „Ein Lämlein geht und trägt die Schuld“), je ein Oratorium zu Weihnachten (1777) und zu Ostern, über 60 Motetten, 180 Kantaten, 4 MagnifikatChorälePräludien und Choralvorspiele. Außerdem sind von ihm etliche „Gesänge für Maurer“ und eine Generalbass-Schule überliefert. Im Jahr 1776 wurde Homilius als der „wohl jetzt ausgemacht beste Kirchenkomponist“ bezeichnet. Nach seinem Tod kam Ernst Ludwig Gerber sogar zu der Ansicht, dass Homilius „ohne Widerrede unser größter Kirchencomponist“ sei.

Die Vokal-Kompositionen von Homilius erfreuten sich bis in das 19. Jahrhundert hinein größter Beliebtheit. Eine große Zahl bis heute erhaltener Abschriften zeugt von der Verbreitung seiner Werke. Im Zuge der Homilius-Renaissance der letzten Jahre wurden viele der wiederentdeckten Werke des vermutlichen Bach-Schülers und Kreuzkantors in Ersteinspielungen auf CD veröffentlicht.

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Gottfried August Homilius – Weihnachtsoratorium:

„Der Himmel steht uns wieder offen“

Das Weihnachtsoratorium ist nach der Passionskantate „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ von 1775 das zweite große Vokalwerk von Gottfried August Homilius, das zu seinen Lebzeiten im Druck vorgelegt wurde. Mit einem ungewöhnlich großen Instrumentalapparat vertont Homilius den das in jener Zeit so beliebte Hirtensujet aufgreifenden Text auf sehr differenzierte Weise. Jeder Satz ist ein von allen anderen deutlich unterschiedenes Stimmungsgemälde. Dazu zählen unterschiedliche Hirtenmusiken ebenso wie der als Repräsentant des mächtigen Gottes mit Trompeten und Pauken auftretende Engel.

Homilius Weihnachtsoratorium

 Besetzung:

Soli SATB, Coro SATB, 2 Fl, 2 Ob, 2 Fg, 3 Cor, 3 Tr, Timp, 2 Vl, Va, Vc/Cb

(Dauer 45 Min.)

Die CD  – G.A. Homilius – Weihnachtsoratorium  >>  h i e r – klicken <<

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Sehr gute Hörproben gibt es auf Amazon – >>  h i e r – klicken..!!  <<

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Auf YouTube gibt es den Eingangs-Satz & Satz 9 vom Weihnachtsoratorium zu hören:

(Die Ton-Qualität ist leider nicht überragend..!!)

Satz 1. Gott, dich rühmen unsre Lieder

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Satz 9. Wie wallt mein Herz!

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

zum BWV 70  – Wachet! betet! betet! wachet!

Kantaten für den 2. – 4. Advent 

Aufführungsort: Michaeliskirche, Lüneburg am 10.12.2000

Auf der letzten Etappe unserer einjährigen Pilgerreise durch Europa sahen wir uns mit der Herausforderung konfrontiert, drei der faszinierendsten Kirchenkantaten Bachs aufzuführen, die einander am Anfang und Ende des Kirchenjahres begegnen. Alle drei gehen auf Adventskantaten zurück, die Bach nach seiner Beförderung zum Konzertmeister 1715 in Weimar komponierte, und alle drei haben Libretti des Hofpoeten, Bibliothekars und Numismatikers Salomo Franck. Die Zeit zwischen dem ersten Advent und Weihnachten war dort nicht, wie in Leipzig, ein tempus clausum, eine ‚geschlossene Zeit’, in der keine Figuralmusik aufgeführt werden durfte. Im Gegenteil, die Vorfreude auf Weihnachten kommt in allen drei Kantaten deutlich zum Ausdruck, nicht nur in BWV 132 und 147, die ursprünglich in Weimar in zwei Jahren nacheinander (1715 und 1716) am Vierten Advent zu hören waren, sondern auch in BWV 70, das anfangs für den Zweiten Advent 1716 bestimmt war und, in der Vorweihnachtszeit nicht weiter überraschend, Jesu Wiederkehr als Richter der Welt zum Thema hat.

Alle drei Werke lassen erkennen, welch eine erstaunlich schöpferische und entwicklungsträchtige Zeit es für Bach war, der jetzt, was seine Kantatenkompositionen betraf, dreißig geworden war, ein reiches Reservoir stilistischer – italienischer, französischer und heimisch- deutscher – Einflüsse bewältigte, diese seinen Zwecken anpasste und, aus Ehrfurcht vor seinen Wurzeln und seiner musikalischen Vergangenheit, sich weigerte, sich auf den neuen ‚Neumeister-Typ’ der Kantate mit ihrer charakteristischen Abfolge von Rezitativ und Arie zu beschränken. Die Musik ist in der musikalischen Auslegung der Franck’schen Texte voller blitzender Gedanken, Überschwang und Dramatik und, im Gegensatz zu dem, was einige Gelehrte behaupten mögen, unverkennbar original und von den Kantaten aller seiner Zeitgenossen deutlich unterschieden. Man möchte vor Bedauern laut aufschreien, wenn man bedenkt, dass viele (keiner weiß genau, wie viele) der übrigen Kantaten Bachs aus diesen Jahren (1713–17) verloren sind, vielleicht verbrannt oder von seinem Dienstherrn Herzog Wilhelm Ernst beschlagnahmt, dessen Unmut er sich zugezogen hatte, so dass wir zum einen nun nicht mehr die Möglichkeit haben, sein vokales Schaffen im Vergleich zu den zahlreichen einzigartigen Meisterwerken für Klavierinstrumente (darunter das Orgelbüchlein) zu würdigen, und uns zum anderen ein entsprechend gewichtiges und umfangreiches Korpus an Kantaten fehlt, das mit den großen, Mitte der 1720er Jahre in Leipzig entstandenen Zyklen zu vergleichen wäre. 

Unser Programm in Lüneburg begann mit

BWV 70 Wachet! betet! betet! wachet!

in der musikalischen Form, in der diese Kantate erhalten ist – der Erweiterung, die Bach auf der Basis der kürzeren, sieben Jahre vorher in Weimar komponierten sechssätzigen Adventskantate (BWV 70a), von der nur noch drei hohe Streicherstimmen vorhanden sind, für die Aufführung am 21. November 1723 in Leipzig vornahm. Francks Libretto wurde von dieser Bearbeitung nicht beeinträchtigt, da das an beiden Sonntagen behandelte Thema (Christi Kommen und das Jüngste Gericht) an diesem zentralen Punkt des Jahres, wo sich das ‚alte’ Jahr auf die Zeit Israels und das ‚neue’ Jahr auf die Zeit des Lebens Christi auf Erden bezieht, gewissermaßen identisch ist.

Franck fordert dazu auf, aus der Zeit ‚Ägyptens’ (der Gefangenschaft des Volkes Israel) in ein ‚himmlisch Eden’ zu ziehen – aus der ‚Not und Qual’ des irdischen Jammertals in himmlische ‚Freud und Herrlichkeit’, ein Weg, den Bach in einer aufwärts gerichteten Modulation in Terzschritten (a – C – e – G) widerspiegelt. Darüber hinaus betonten Franck und Bach das Nebeneinander von menschlicher, nicht rückgängig zu machender Zeit und Gottes ewiger, unveränderlicher Zeit. Durch den hinzugefügten zweiten Choral und die zusätzlichen vier Rezitative (zwei secco, zwei accompagnato), die das Evangelium paraphrasieren (Matthäus 25, 31– 46), wird aus der ursprünglichen Kantate nun ein zweiteiliges Werk, das sich mit dem Gegensatz zwischen Zerstörung und Wiederherstellung befasst. Bach versucht das Unmögliche: die Linearität zu überwinden, in der sich die musikalische (und damit menschliche) Zeit entfaltet, indem er Möglichkeiten vorschlägt, durch die sie Gottes ewiger Zeit untergeordnet und demnach in sie einbezogen wird. Hier und da lässt er durchblicken, genau wie in seinem Actus tragicus und in der Matthäuspassion, dass er letztere bevorzuge, nicht nur indem er in der Sopran-Arie (Nr. 5) auf holzschnittartig-bildhafte Weise Schlüsselwörtern wie ‚bestehen’ (im wörtlichen wie metaphorischen Sinn) besonderen Nachdruck verleiht, sondern indem er die grenzenlosen – in der Tat zeitlosen – Möglichkeiten ausschöpft, die in einer Folge musikalischer Gedanken enthalten sind.

Das Ergebnis ist eine einzigartige Fusion wunderbarer Musik aus zwei seiner fruchtbarsten Perioden der Kantatenkomposition, jener grundlegenden Durchbrüche, zu denen er in den Jahren 1716 und 1723 gelangte. Man könnte vorgeben, man bemerke die stilistischen Nahtstellen zwischen den beiden Versionen und Stilen, doch das wäre unredlich. Was in Wahrheit hier so beeindruckt, das ist, auf welch überzeugende und dramatische Weise das erste Accompagnato (Nr. 2, Leipzig) aus dem Eingangschor (Weimar) hervorbricht und wie nahtlos die gleichermaßen dramatische Ankündigung des Jüngsten Gerichts (Nr. 9, Leipzig) mit der beschwichtigenden Arie (Nr. 10, Weimar) verknüpft wird. Joshua Rifkin meint, der Trompetenpart sei dem ersten Chor und der letzten Arie erst für die Wiederaufführung in Leipzig hinzugefügt worden und die Oboe bringe dem musikalischen Gefüge des ersten Aktes nichts wesentlich Neues, und er kommt gar zu dem Schluss, es klinge besser nur mit Streichern und der Dialog zwischen Trompete und Singstimme im zehnten Satz (Takte 36–37) sei lediglich ein glücklicher Zufall gewesen.

Nun ja… Selbst angesichts der Schwierigkeiten, mit denen die Bläser (deren Instrumente vermutlich auf den französischen Kammerton A = 392 Hz gestimmt waren) zu kämpfen haben mochten, um sich dem Weimarer Chorton anzupassen, spielen sowohl Trompete als auch Oboe im Anfangssatz und in Bachs experimentellem Wechsel zwischen nur dem Orchester, dann dem Chor mit begleitendem Orchester und schließlich mit den Stimmen, die nur in die Wiederholung der orchestralen Sinfonia einbezogen werden, eine entscheidende Rolle, in der sie wie Turnierkämpfer agieren. Dank dieser Technik (Choreinbau) gelingt es Bach, vor unseren Augen den furchterregenden Augenblick (aus der Petrus-Epistel für den Tag) erstehen zu lassen, ‚an welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen’. Das geschieht, bevor jene, die numerologischen Kriterien einen hohen Wert beimessen, die Wiederkehr der auf- und absteigenden Arpeggio-Figur in der Trompetenlinie – eine Art reveille, der die Rufe ‚Wachet!’ vorantreibt – abzählen und auf vierzehn kommen, die symbolische Zahl, die für Alpha und Omega steht, eine Metapher (aus dem Buch der Offenbarung) für Jesus als Anfang und Ende des Lebens. 

An dem folgenden Accompagnato (Nr. 2) für Bass, Streicher, Oboe und Trompete und seinem Zwilling (Nr. 9) beeindruckt mich am meisten, dass sie so opernhaft wirken. Beginnend mit wiederholten Sechzehnteln, die sie in Monteverdis stilo concitato (wörtlich ‚erregter’ Stil) heraushämmern, nehmen sie um viele Jahre die wunderbar opernhaften Ausbrüche zweier der vorzüglichsten Heroinen Händels vorweg: Dejanira, die in Raserei geratende Ehefrau in Hercules (1745) (‚Where shall I fly?’), und Storge, die entrüstete Mutter in Jephtha (1752) (‚First perish thou!’). Aber es sind nicht nur die vollmundigen Anfänge, die diese wunderbaren scene mit Bachs Kantate verbinden – Bach kann sich hier in seiner mächtigen vokalen Deklamation, in den feinen Abstufungen der Stimmung und der nachdrücklich stützenden Orchesterbegleitung, die er erfindet, um die verheerende Zerstörung der Welt und schließlich den engelhaften Übergang (vom Rezitativ zur Bass-Arie, Nr. 10) zu schildern, wenn Jesus den Gläubigen ‚zur Stille, an den Ort, das Lust die Fülle’ führt, mit Händel durchaus messen. Selbst jene Leipziger Gemeindemitglieder, die sich gegen Opernmusik in der Kirche am meisten wehrten, müssen bewegt gewesen sein, wenn die Melodie des Adventschorals – ‚Es ist gewisslich an der Zeit’, eine Weise, die während des Dreißigjährigen Krieges ein Talisman, eine Art Dies irae wurde – von der einsamen Trompete über dem Chaos des Jüngsten Gerichts angestimmt wird. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Advent:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

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CDs vom Label SDG  

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Cover SDG 162 Vol. 13

CD – Cover SDG 162 Vol. 13

Link:  CD zwei – Inhalt

BWV  70 „Wachet! betet! betet“ wachet!“

BWV 132 „Bereitet die Weg, bereitet die Bahn!“

BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Leben“

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bachfest-leipzig-2013 Bachfest Leipzig 2013 – “Vita Christi”

vom 14.06.2013 – 23.06.2013
Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen:
Weihnachts-Oratorium
Johannespassion
Oster- und Himmelfahrts-Oratorium
fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.
Unter Leitung von:
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 (“Auferstehung und Himmelfahrt”) – mit der Rheinischen Kantorei
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am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr – 
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werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem
einzigartigen Musikerlebnis. Umrahmt werden die Aufführungen von den
Magnificat-Kompositionen
von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach
im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe, BWV 232 mit den Thomaner 
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im Abschlusskonzert am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr in der Thomaskirche Leipzig
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Thematik Vita Christi:
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Die nachstehenden Termine..!!
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Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 um 20:00 Uhr
in der Thomaskirche von J.S. Bach die Johannes-Passion” aufführen.
Am Samstag, 22.6.2013 um 20:00 Uhr erfolgt dann  mit Sir J.E. Gardiner
in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert u.a. mit den Bach-Werken:
BWV 249  – (Oster-Oratorium) – “Kommt eilet und laufet” und
BWV 11   – (Himmelfahrts-Oratorium) – ”Lobet Gott in seinen Reichen.“
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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:
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Zum Download als PDF –
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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 
 
Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  
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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig 
Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:
+49 (0) 341 / 91 37 – 3 33
Fax:
+49 (0) 341 / 91 37 – 3 35
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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:
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Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Foto: Rudolf Lutz Dirigent

J.S. Bach Cantata BWV 132 “Bereitet die Wege, bereitet die Bahn”

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

„Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!“

Kantate BWV 132 zum 4. Advent für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Oboe, Fagott, Streicher und Continuo.

Solisten
Eva Oltiványi, Sopran; Markus Forster, Altus; Julius Pfeifer, Tenor; Wolf Matthias Friedrich, Bass

Als Solisten auf dem Video wirken mit:

Wolf Matthias Friedrich (Bass)

Leitung: Rudolf Lutz

Weitere Informationen zur Bachstiftung

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-132/

Icon  Abendprogramm BWV 132 (436.7 KB)

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Video – YouTube BWV 132 – 

Dritter Satz (aria, basso) aus der Kantate BWV 132 „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!“, aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen. Als Solist wirkt mit Wolf Matthias Friedrich (Bass).

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Ich wünsche allen Besuchern eine schönen 2. Advent-Sonntag.

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Herzliche Grüße

Volker

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen Videos und Kantatenbeschreibungen für den 1. Advent


Advent und Weihnachtsstimmung in der Nikolaikirche Leipzig

        Advent und Weihnachtsstimmung in der Nikolaikirche Leipzig

 Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 2.12.2012 begehen wir den  „1. Advent“

Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi.

Im Advent sehen wir nicht nur zurück auf die Ankunft des Herrn, wie sie uns in der Bibel als „Weihnachtsgeschichte“ überliefert ist, sondern auch voraus auf die zukünftige Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Begründer des Neuen Jerusalem. In der Spannung zwischen beiden erfahren wir im Advent den Herrn als den, der auf uns zukommt, sich uns immer wieder neu zuwendet und uns zur Buße zur Umkehr zu ihm hin einlädt.

Der 1. Sonntag im Advent steht unter dem Zeichen des Evangeliums vom Einzug Jesu in Jerusalem. Vordergründig hat diese Erzählung nichts mit Advent und schon gar nicht mit dem Christfest zu tun. Wenn man aber etwas weiter darüber nachdenkt, fällt gerade in unserer Zeit auf, dass wir selbst unseren Herrn ja so begrüßen wie damals die Menschen in Jerusalem – als den Sohn Davids, den Messias – um ihn dann wenig später zu verachten und ans Kreuz zu bringen. Heute ist es wohl unser Konsumverhalten, das unseren Herrn ans Kreuz bringt.

Als Anfang des Kirchenjahres wird dem 1. Advent liturgisch eine hervorgehobene Bedeutung gegeben, was sich vor allem in den Gebeten niederschlägt. Mit dem 1. Advent beginnen wir das Kirchenjahr und denken dabei besonders an den Einzug Jesu in Jerusalem. Wir begrüßen ihn als den Herrn und König dieser Welt und freuen uns darüber, dass er gekommen ist und uns befreit hat zur Gemeinschaft mit ihm und untereinander.

Wochenspruch: 

Siehe dein König kommt zu dir ein Gerechter und ein Helfer. (Sach 9, 9b)

Wochenlied: 

“Nun komm der Heiden Heiland“ (EG 4

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)———————————————————————

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Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV   36  –   Schwingt freudig euch empor

BWV   61  –  „Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  62  –  Nun komm, der Heiden Heiland

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ .

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 61 “Nun komm, der Heiden Heiland“

Kantate zum 1. Advent für Soli, Chor, Oboen, Streicher und Basso continuo;

Joanne Lunn, Sopran; Jan Kobow, Tenor; Dietrich Henschel, Bass;

Monteverdi Choir
Englische Barocksolisten

Leitung: John Eliot Gardiner

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:  http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“

Barbara Schlick, Sopran
Christoph Prégardien, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdamer Barockorchester und Chor

Leitung.: Ton Koopman

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate 

BWV 36 “Schwingt freudig euch empor”

Kantate am 1. Advent

Sibylla Rubens, Sopran
Sarah Connolly, Alt
Christoph Prégardien, Tenor
Peter Kooy, Bass
Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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SWR2

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html .

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html..

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Christoph Graupner (1683-1760)

Kantate „Wie wunderbar ist Gottes Güt“

Klaus Mertens (Bass)

Accademia Daniel (aus Israel)

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html .

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html .

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 61Nun komm, der Heiden Heiland

Kantate am 1. Advent für Soli, Chor und Orchester

Gerlinde Sämann, Sopran
Petra Nokaiová, Alt
Christoph Genz, Tenor
Jan van der Crabben, Bass

La Petite Bande

Leitung: Sigiswald Kuijken

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr

Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/. .

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr – figaro Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:
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6:25 Uhr – Einführung zur Kantate
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06:30 Uhr Kantate
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Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 36  “Schwingt freudig euch empo”

Arleen Augér, Sopran; Peter Schreier, Tenor; Siegfried Lorenz, Bass

Thomanerchor Leipzig
Neues Bachisches Collegium

Leitung: Joachim Rotzsch 

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Bayern-Klassik
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Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 36 “Schwingt freudig euch empo“

Kantate zum 1. Advent

Silke Wenzel, Sopran; Rainer Schneider-Waterberg, Countertenor;

Kobie van Rensburg, Tenor; Christian Hilz, Bass;

Heinrich-Schütz Ensemble; Monteverdi-Orchester:

Leitung: Wolfgang Kelber

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Videos mit Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV   36  –   Schwingt freudig euch empor

BWV   61  –  „Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  62  –  Nun komm, der Heiden Heiland

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/ YouTube: BWV 36  –   

 Schwingt freudig euch empor –  (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV  36

  „Schwingt freudig euch empor“   (Interpret: SDG)

(Sätze eins, zwei, sieben & acht) 

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/ YouTube: BWV 61  –

 Nun komm der Heiden Heiland –  (Interpret: Harnocourt)

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/ YouTube: BWV  62 

 Nun komm der Heiden Heiland“  (Interpret: Herrewghe)

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) war der zweitjüngste Sohn von 

Johann Sebastian BachGenannt wird er als der “Bückeburger Bach.”  

Johann Christoph Friedrich Bach (Bückeburger Bach) 1732-1795

Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795)

Johann Christoph Friedrich Bach geboren am 21. Juni 1732 in Leipzig, gestorben am: 26. Januar 1795 im Fürstentum Schaumburg-Lippe in “Bückeburg” – Niedersachsen. Sein Lebenslauf begann wie der seiner Brüder: Er erhielt eine Ausbildung an der Leipziger Thomasschule sowie musikalischen Unterricht durch seinen Vater.

Wilhelm Friedemann Bach, der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs, hielt (nach der Aussage von Nikolaus Forkel) den Halbbruder für den „stärksten Spieler“ unter den vier Brüdern, der „seines Vaters Claviercompositionen am fertigsten vorgetragen“ habe. Mit siebzehn Jahren begann Friedrich ein Jurastudium an der Leipziger Universität, brach dieses aber bald darauf, noch vor dem Tod des Vaters, wieder ab und folgte um die Jahreswende 1749/50 als gerade Achtzehnjähriger dem Ruf, als Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus am Hof in Bückeburg in Dienste zu treten. Der aufgrund seines 45-jährigen Wirkens in der Stadt wurde Johann Christoph Friedrich Bach (auch der “Bückeburger Bach”) – genannt.

Am Bückeburger Hof waren derzeit die beiden Italiener Angelo Colonna als Konzertmeister und Giovanni Battista Serini als Kapellmeister und Komponist tätig. Bach lernte hier den Stil der italienischen Oper und Kantate kennen, da in den mindestens zweimal wöchentlich stattfindenden Concerten, die in der Regel spätnachmittags gegeben wurden, vor allem Vokalmusik aufgeführt wurde. Dazu unterhielt die Hofkapelle eine Sängerin, Lucia Elisabeth Münchhausen, Tochter des Hofmusikers Ludolf Andreas Münchhausen, die durch den Unterricht des Konzertmeisters Serini in die italienische Gesangskultur eingeführt wurde,

Bach wurde  1756 mit der Leitung der Hofkapelle betraut und bekam 1759 offiziell die Stelle des Hofkapellmeisters. Der einzige Versuch Johann Christoph Friedrichs, diese Anstellung gegen eine andere einzutauschen, war seine Bewerbung als Musikdirektor in Hamburg (1767). Da die Wahl jedoch auf seinen Bruder Carl Philipp Emanuel fiel, blieb er weiterhin in Bückeburg. Unter seiner Leitung wurde die Bückeburger Hofkapelle zu einer der besten an den fürstlichen Höfen Deutschlands. Er betreute die Kapelle bis zu seinem Tod am 26. Januar 1795. Hinsichtlich seines kompositorischen Schaffens steht Johann Christoph Friedrich Bach bis heute im Schatten seiner Brüder. Während seiner 45-jährigen Beschäftigung am Bückeburger Hof schrieb er jedoch eine beachtliche Anzahl von Oratorien, Kantaten und später etliche Sinfonien und Klavierkonzerte.

Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme!” 

Eine dreiteilige Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme” vom Bückeburger Bach ist erhalten geblieben und entstand im Jahr 1780 oder 1781 in Bückeburg. Es ist eine vierstimmige Motette und entwickelt sich aus dem aufsteigenden Dreiklang des “Wachet auf” eine kunstvoll-virtuos gearbeitete Introduktion. Den Hauptteil des Satzes bildet eine Choralbearbeitung nach dem Vorbild der alten thüringischen Cantus-firmus-Motette, mit der Liedmelodie im Sopran, bevor am Ende des Satzes die Introduktion in verkürzter Form noch einmal zurückkehrt. Beinahe unverändert übernimmt Johann Christoph Friedrich nun den Schlusschoral im 3.Satz aus der Kantate BWV 140 seines Vaters und führt die Schlußzeile “des sind wir froh…” in einem eigenen freien Fugato weiter, ohne jedoch die tonale Grundebene noch einmal zu verlassen.

Video (Ton Koopman)

Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme” 

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Kantaten-Beschreibung

zum BWV 61  – Nun komm der Heiden Heiland

Kantaten für den 1. Advent –  

Aufführungsort: St. Maria im Kapitol, Köln am 03.12.2000

Die verschiedenen Stadien des Advents und das unterschiedliche Licht, das sie auf Jesu Menschwerdung werfen, kommen wohl am deutlichsten in Bachs früher Version von

BWV 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“

zum Ausdruck. Nach dem Schema langsam–schnell– langsam der typischen französischen Ouvertüre wechselt das eindrucksvolle Bittgebet des Eingangschors zu einer ungebärdigen Stretto-Fuge (mit der Vortragsbezeichnung ‚gai’), bei der man den Eindruck gewinnt, als verwandelten sich die kichernden Höflinge Ludwigs XIV. in ‚jedermanns’ Staunen über die bevorstehende Geburt des Erlösers, bis schließlich in einem langsamen Abschnitt noch einmal bestätigt wird, das Gott dieses Wunder geplant hat. Der Tenor- Concertist feiert nun den ungeheuren Nutzen, den Jesu Menschwerdung der Menschheit bringt, zuerst im Rezitativ und Arioso in imitierender Verflechtung mit dem Continuo (Nr. 2) und dann in einer lyrischen Arie im 9/8-Takt, in der sich Singstimme, Continuo und hohe Streicher ineinander verweben und Jesus ersuchen, zu seiner Kirche zu kommen und ein ‚selig neues Jahr’ zu geben.

Auf halbem Wege wechselt diese Kantate von den äußeren Gegebenheiten des Advents (Christi Ankunft auf Erden) zur inneren Befindlichkeit des Gläubigen (wenn Jesus durch das Sakrament in sein Herz einzieht, um dort ‚seine Wohnung’ zu nehmen). Christus steht vor der Tür und klopft an (Nr. 4). Gemessene Pizzicato-Akkorde schaffen eine geheimnisvolle und sehr anschauliche Kulisse zu Christi Wunsch, in das Haus des Gläubigen eingelassen zu werden, um dort ‚das Abendmahl mit ihm zu halten’. Bachs Schilderung der Szene in Emmaus in BWV 6 und Christi Erscheinen vor seinen Jüngern nach der Auferstehung in BWV 67, sogar das Auftauchen des Komturs in Mozarts Don Giovanni – all das kommt uns plötzlich wieder in den Sinn, doch wann immer Bach instrumentale Motive auf gewinnbringende Weise in seiner späteren Kirchenmusik verwendet hat, sie lassen sich meist auf dieses kleine zehntaktige Accompagnato für Bass als Vox Domini zurückführen.

Die wachsende Vertrautheit mit Gott, die Verinnerlichung des Wortes auf dem Weg über das Sakrament (Kanzel – Altar – Abendmahl) spiegelt Bach in einer sich allmählich verringernden Instrumentierung wider, so dass sich die bewegende Antwort des Soprans auf die Worte Jesu in Nr. 5 jetzt auf den Basso continuo beschränkt. Mit diesen sparsam eingesetzten Mitteln, der Verflechtung des sehr schlichten dreinotigen Aufstiegs des Continuos, dann der Stimme (‚Öffne dich’), die auf der zweiten Zählzeit eines 3/4- Taktes einsetzt und sich bei ‚Jesus kommt und ziehet ein’ dann zu einer 3/2-Hemiole ausdehnt, und nicht zuletzt in der glückseligen Ekstase von ‚O wie selig’ im langsameren B-Teil offenbart Bach seine Verpflichtung gegenüber jenem anderen großen Miniaturisten, seinem Großcousin Johann Christoph, demjenigen Musiker aus seiner Familie, den er als ‚tiefgründigen’ Komponisten schätzte. Die Kantate endet recht abrupt, nicht mit einer vierstimmigen Choralharmonisierung, sondern mit der letzten Strophe von Philipp Nicolais Choral ‚Wie schön leuchtet der Morgenstern’. In diesen vierzehn Takten lässt Bach die Violinen drei Oktaven hinaufklettern, um dem ‚Verlangen’ der Seele nach den Freuden in einem zukünftigen Leben und der Aussicht auf Jesu Wiederkehr am Ende der Zeit Ausdruck zu geben. Der Bezug auf die ‚Freudenkrone’ enthält in Bachs Ikonographie möglicherweise Parallelen zu der Art und Weise, wie in dem berühmten Monogramm auf dem schönen Glaskelch, der ihm Mitte der 1730er Jahre überreicht wurde, unter einer Krone seine eigenen Initialen mit ihrem Spiegelbild verflochten sind. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Advent:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

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CD für den 1. Advents-Sonntag“ 
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Cover SDG 162 Vol. 13

CD – Cover SDG 162 Vol. 13

Link: CD eins – Inhalt

BWV 36 „Schwingt freudig euch empor“

BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“ I

BWV 62 „Nun komm, der Heiden Heiland“ II

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bachfest-leipzig-2013 Bachfest Leipzig 2013 – “Vita Christi”

vom 14.06.2013 – 23.06.2013
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Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen:
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Weihnachts-Oratorium
Johannespassion
Oster- und Himmelfahrts-Oratorium
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fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.
Unter Leitung von:
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 (“Auferstehung und Himmelfahrt”) – mit der Rheinischen Kantorei
am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr – 
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werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem
einzigartigen Musikerlebnis.
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Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat-Kompositionen
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von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach
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im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe, BWV 232 mit den Thomaner 
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im Abschlusskonzert am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr in der Thomaskirche Leipzig.
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Thematik Vita Christi:
Die nachstehenden Termine..!!
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Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 um 20:00 Uhr
in der Thomaskirche von J.S. Bach die Johannes-Passion” aufführen.
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Am Samstag, 22.6.2013 um 20:00 Uhr erfolgt dann  mit Sir J.E. Gardiner
in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert u.a. mit den Bach-Werken:
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BWV 249  – (Oster-Oratorium) – “Kommt eilet und laufet” und
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BWV 11   – (Himmelfahrts-Oratorium) – ”Lobet Gott in seinen Reichen.”
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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:
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Zum Download als PDF –
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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 
 
Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  
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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig 
Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:
+49 (0) 341 / 91 37 – 3 33
Fax:
+49 (0) 341 / 91 37 – 3 35
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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:
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Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Foto: Rudolf Lutz Dirigent

J.S. Bach Cantata BWV 36 “Schwingt freudig euch empor”

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

„Schwingt freudig euch empor“

Youtube – Video:

Siebter Satz (aria, soprano) aus der Kantate BWV 36 („Schwingt freudig euch empor“), aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen.

Als Solisten wirken mit:

Nuria Rial, (Sopran) und John Holloway (Violine)

Leitung: Rudolf Lutz

Weitere Informationen zur Bachstiftung

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-36/

Icon  PDF – Abendprogramm BWV 36 (117.4 KB)

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Video – YouTube BWV 36 – 7. Satz Arie – Nuria Rial, Sopran

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Ich wünsche allen Besuchern eine schönen 1. Advent-Sonntag.

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Herzliche Grüße

Volker

Termine im Kalenderjahr 2012 J.S. Bach Weihnachtsoratorium BWV 248


 Liebe Bachfreunde(innen),

wie bereits im vergangenen Jahr veröffentliche ich hier eine kleine Auswahl mit Aufführungsterminen vom BWV 248

„Weihnachtsoratorium“ von

Johann Sebastina Bach

und Weihnachtsmusik

von weiteren Komponisten für

Dezember 2012 – Januar 2013

in Deutschland.

Das Weihnachtsoratorium, BWV 248, ist eines der prominentesten und beliebtesten Werke von

Johann Sebastian Bach.

Die Uraufführung fand an den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtstag (25. Dezember 1734) und Epiphanias (6. Januar 1735) statt. Die Teile I, II, IV und VI wurden zweimal an einem Tag aufgeführt, abwechselnd morgens und nachmittags in den Hauptkirchen von Leipzig: St. Thomas und St. Nikolai, die Teile III und V nur in St. Nikolai.

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Konzerte in Deutschland

mit Termin- und Ortsangaben zur Aufführung des WO in 2012

Eintrittskarten über Ticket-Online:

Link:  <<< – H i e r – >>

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Weitere umfangreiche Weihnachtsoratorium-Konzert-Termine

mit Online-Karten-Bestellung

über

Link: http://www.europa-tickets.de/events/weihnachtsoratorium/

Nachstehend eine Auswahl-Liste mit Ticket-Angabe:

Datum Titel Ort Location  
01.12.2012
Weihnachtsoratorium – Joh. Seb. Bach Nürnberg Meistersingerhalle Tickets!
01.12.2012 Das Weihnachtsoratorium Beginn 19:00 Uhr Baden-Baden Festspielhaus Baden-Baden Tickets!
02.12.2012 Weihnachtsoratorium Kantaten 1-6  Potsdam Nikolaisaal Potsdam Tickets!
06.12.2012 J.s.bach:weihnachtsoratorium/Kantaten  Berlin Berliner Dom Tickets!
07.12.2012 Weihnachtsoratorium  Dresden Neumarkt Dresden Tickets!
07.12.2012 Bachs Weihnachtsoratorium Für Kinder  Berlin Berliner Dom Tickets!
07.12.2012 Weihnachtsoratorium Johann Sebastian Bach  Dresden Neumarkt Dresden Tickets!
08.12.2012 Weihnachtsoratorium  Dresden Neumarkt Dresden Tickets!
08.12.2012 J.s.bach: Weihnachtsoratorium / Hamburg  Hamburg Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern Tickets!
08.12.2012 Weihnachtsoratorium Johann Sebastian Bach  Dresden Neumarkt Dresden Tickets!
08.12.2012 J.S.Bach:weihnachtsoratorium/Kantaten  Berlin Berliner Dom Tickets!
08.12.2012 Weihnachtsoratorium Bwv 248  Leipzig Thomaskirche Tickets!
08.12.2012 Weihnachtsoratorium (Kantaten I-III/VI)  Köln Trinitatiskirche Tickets!
09.12.2012 J. S. Bach: Weihnachtsoratorium 1-3  Flensburg St. Marienkirche Tickets!
09.12.2012 Weihnachtsoratorium  Dortmund Konzerthaus Dortmund Tickets!
09.12.2012 Weihnachtsoratorium Bwv 248  Leipzig Thomaskirche Tickets!
10.12.2012 Weihnachtsoratorium  Dresden Neumarkt Dresden Tickets!
10.12.2012 Weihnachtsoratorium Johann Sebastian Bach  Dresden Neumarkt Dresden Tickets!
10.12.2012 J. S. Bach/Weihnachtsoratorium Frankfurt / Main Alte Oper Frankfurt Tickets!
10.12.2012 J. S. Bach/Weihnachtsoratorium  Frankfurt / Main Alte Oper Frankfurt Tickets!
11.12.2012 Weihnachtsoratorium  Dresden Neumarkt Dresden Tickets!
11.12.2012 Weihnachtsoratorium Johann Sebastian Bach  Dresden Neumarkt Dresden Tickets!
11.12.2012 Bach Weihnachtsoratorium   Köln Kölner Philharmonie Tickets!
11.12.2012 Weihnachtsoratorium I-III  Leipzig Gewandhaus Zu Leipzig Tickets!
15.12.2012 J.s. Bach – Weihnachtsoratorium   Braunschweig Braunschweiger Dom Tickets!
15.12.2012 Weihnachtsoratorium Für Kinder  Braunschweig Braunschweiger Dom Tickets!
15.12.2012 Bach: Weihnachtsoratorium I – IV  Berlin Lindenkirche Wilmersdorf Tickets!
15.12.2012 Bach: Weihnachtsoratorium Für Kinder  Berlin Lindenkirche Wilmersdorf Tickets!
15.12.2012 Weihnachtsoratorium Kantaten 1-3  Berlin Auenkirche Wilmersdorf Tickets!
15.12.2012 Bach: Weihnachtsoratorium 1-3 * St.jacob  Hamburg Hauptkirche St. Jacobi Tickets!
15.12.2012 Weihnachtsoratorium Und Magnificat  Dortmund St. Reinoldi Kirche Tickets!
15.12.2012 J.s.bach: Weihnachtsoratorium I-III  Hamburg Hauptkirche St. Katharinen Tickets!
15.12.2012 J.s.bach: Weihnachtsoratorium IV-VI   Hamburg Hauptkirche St. Katharinen Tickets!
15.12.2012 Exxential Bach:weihnachtsoratorium (I-III Potsdam / Babelsberg Barocke Friedrichskirche Babelsberg Tickets!
15.12.2012 J.s.bach: Weihnachtsoratorium I/III/IV  Duisburg Salvatorkirche Duisburg Tickets!
16.12.2012 J.s. Bach – Weihnachtsoratorium  Braunschweig Braunschweiger Dom Tickets!
16.12.2012 J. S. Bach: Weihnachtsoratorium  Bergheim Medio.rhein.erft Tickets!
16.12.2012 Bach: Weihnachtsoratorium I – IV  Berlin Grunewaldkirche Tickets!
16.12.2012 Weihnachtsoratorium  Uelzen St.-Marien-Kirche Tickets!
16.12.2012 J.s. Bach: Das Weihnachtsoratorium Oppenheim St. Katharinenkirche Tickets!
16.12.2012 Weihnachtsoratorium – Kantaten 1 – 3  Berlin Gethsemane-Kirche Tickets!
16.12.2012 Bach: Weihnachtsoratorium I – VI  Berlin Grunewaldkirche Tickets!
18.12.2012 J.s. Bach: Weihnachtsoratorium  Bonn Kreuzkirche am Kaiserplatz Tickets!
19.12.2012 Weihnachtsoratorium Für Kinder   Hamburg Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern Tickets!
19.12.2012 J.s.bach: Weihnachtsoratorium I-III  Hamburg Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern Tickets!
19.12.2012 J.s. Bach: Weihnachtsoratorium   Bonn Kreuzkirche am Kaiserplatz Tickets!
20.12.2012 Weihnachtsoratorium BWV 248 Beginn 18:00 Uhr Halle / Saale Marktkirche Unser Lieben Frauen Tickets!
20.12.2012 Bach: Weihnachtsoratorium Kantaten I-III Dresden Neumarkt Dresden Tickets!
22.12.2012 Ein Weihnachtsoratorium – Bach-Kantate  Lüneburg Kirche St. Johannis Tickets!
22.12.2012 Johann S. Bach : Weihnachtsoratorium  Heidelberg Musik- Und Singschule/Johannes-Brahms-Sa Tickets!
22.12.2012 Weihnachtsoratorium  München Allerheiligen-Hofkirche Tickets!
22.12.2012 Weihnachtsoratorium IV-VI Hamburg Hauptkirche St. Michaelis (Michel) Tickets!
22.12.2012 Weihnachtsoratorium I-III  Hamburg Hauptkirche St. Michaelis (Michel) Tickets!
22.12.2012 Weihnachtsoratorium Für Kinder  Hamburg St. Johannis-Harvestehude Tickets!
22.12.2012 J.s.bach: Weihnachtsoratorium I-VI Hamburg St. Johannis-Harvestehude Tickets!
22.12.2012 J.s.bach -Weihnachtsoratorium Kantaten I  Aalen Stadtkirche Tickets!
22.12.2012 J. S. Bach: Weihnachtsoratorium I/IV-VI Hamm Pauluskirche Hamm Tickets!
23.12.2012 J.s. Bach/Weihnachtsoratorium I-VI   Heidelberg Heiliggeistkirche Tickets!
23.12.2012 Weihnachtsoratorium/Teile 1-6   Heilbronn Festhalle Harmonie Theodor Heuss Saal Tickets!
23.12.2012 Weihnachtsoratoriumj.s. Bach  Dortmund Ev. Kirche Aplerbeck Tickets!
23.12.2012 Bach: Weihnachtsoratorium/Kantaten I-VI  München Philharmonie im Gasteig Tickets!
23.12.2012 Weihnachtsoratorium IV-VI  Hamburg Hauptkirche St. Michaelis (Michel) Tickets!
23.12.2012 Weihnachtsoratorium I-III Hamburg Hauptkirche St. Michaelis (Michel) Tickets!
23.12.2012 J.s. Bach: Weihnachtsoratorium – Magnificat  Berlin Philharmonie Berlin Tickets!
26.12.2012 Bach: Weihnachtsoratorium Kant. I-III  Berlin Gethsemane-Kirche Tickets!
30.12.2012 J. S. Bach: Weihnachtsoratorium 4-6   Flensburg St. Marienkirche Tickets!
05.01.2013 J.s. Bach: Weihnachtsoratorium (Kantaten Beginn 20:00 Uhr Innsbruck Basilika Wilten Tickets!
05.01.2013 J.s.bach:weihnachtsoratorium/Kantaten Berlin Berliner Dom Tickets!

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Dresden

„Kreuzkirche“

Die wichtigesten Termine für Dresden – Kreuzkirche

Freitag,    14. Dezember 2012 um 19 Uhr
Samstag, 15. Dezember 2012 um 17 Uhr
Sonntag, 16. Dezember 2012 um 17 Uhr

Johann Sebastian Bach

Weihnachtsoratorium, BWV 248, Kantaten 1 – 3

Ausführende:

Nathalie de Montmollin – Sopran
Bogna Bartosz – Alt
Andreas Weller – Tenor
Raphael Siegling – Bass
Dresdner Kreuzchor
Dresdner Philharmonie
Kreuzkantor Roderich Kreile – Leitung

und

Montag, 17. Dezember 2012 um 10:30 Uhr Schülerkonzert

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium, BWV 248,

Kantaten 1 – 3, Auszüge

Ausführende:

Henriette Gödde – Alt; Andreas Weller – Tenor

Felix Rumpf – Bass; Dresdner KreuzchorDresdner Philharmonie

Kreuzkantor Roderich Kreile – Leitung

Weitere Infos:

http://www.kreuzchor.de/deutsch/alle_detail.php?id=1341060816

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Hannover 

„Herrenhäuser-Kirche“

Das Weihnachtsoratorium als biblische Oper in Hannover-Herrenhausen

In Hannovers Herrenhäuser Kirche werden seit etlichen Jahren neben den Kirchenkonzerten bedeutende Oratorienwerke auch als geistliche Opern aufgeführt.

Herodes im Kampf mit dem Engel - Probenfoto: Kevin Driver

Herodes im Kampf mit dem Engel – Probenfoto: Kevin Driver

Nach der “Matthäuspassion” von J.S. Bach, G.F. Händels “Belsazar” fand zuletzt 2009 eine viel beachtete musik-theatralische Gestaltung des “Deutschen Requiems” von Johannes Brahms statt. In diesem Jahr kommt Bachs musikalische Weihnachtshistorie zur Aufführung. Zwar ist es sein wohl am häufigsten aufgeführtes Oratorium. Trotzdem ist es in seiner Gesamtheit am wenigsten bekannt: Zum Jauchzen und Frohlocken der Hirten und Engel über die Geburt Jesu in den ersten drei Kantaten gehören nämlich auch die Bedrohungen durch König Herodes, dem „Prototyp des allgegenwärtigen Bösen“(Günter Jena) in den letzten drei Kantaten.

Gut und Böse gehören zum Gesamtkonzept des „Weihnachtsoratoriums“. So sollen sich also die vertrauten Ereignisse um Christi Geburt herum mitten zwischen den zuschauenden Menschen unter dem eindrucksvollen Herrenhäuser Kronleuchter (der das himmlische Jerusalem symbolisiert) im Kirchenraum abspielen. Zu diesem Zweck wird eigens eine Bühne errichtet, die von den Kirchenbänken eingerahmt ist. Eine scheinbar altbekannte Geschichte kann so neu angeschaut werden. Die tiefen Zusammenhänge in Bachs Weihnachtsoratorium werden zu einem eindrücklichen, Herz, Ohr und Auge bewegenden Ereignis für Besucher aller Altersschichten.

Sonntag,   2. Dezember 2012, 19 Uhr
Samstag,   8. Dezember 2012, 19 Uhr
Sonntag,   9. Dezember 2012, 18 Uhr
Samstag, 15. Dezember 2012, 19 Uhr
Sonntag, 16. Dezember 2012, 18 Uhr

Diese Aufführungen sind eingebettet in ein Rahmenprogramm mit themenbezogenen Gottesdiensten, einer Einführungsveranstaltung sowie einem Vortrag von Günter Jena, des ausgewiesenen Bachexperten und langjährigen Kirchenmusikdirektors an der St. Michaeliskirche in Hamburg.

Mitwirkende

Weitere Informationen zu diesem Projekt sind auf einer eigenen Website zu finden:

www.weihnachtsoratorium-oper.de

Der Kartenvorverkauf hat begonnen:

www.weihnachtsoratorium-oper.de/karten.htm

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Freiburg

Sonntag, 23.12.12 Freiburg Konzerthaus 19.00 Uhr

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium
Kantanten I, II, IV, VI

Am 23. Dezember 2012 findet unser diesjähriges >Weihnachtskonzert im Konzerthaus, Freiburg, statt. Wir führen die Kantanten I, II, V und VI des Weihnachtsoratoriums von Bach auf, gemeinsam mit dem kammerorchesterbasel und Solisten, deren Namen uns schon jetzt in festliche Vorfreude versetzen:

Nuria Rial, Sopran
Robin Blaze, Contratenor
Werner Güra, Evangelist, Tenor
Dietrich Henschel, Bass

kammerorchesterbasel
Camerata Vocale Freiburg
Leitung: Winfried Toll

Online-Ticket mit Saalplan

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Fürstenfeldbruck

(Fürstenfeld)

Stadtsaal, Mittwoch, 26. Dezember 2012 – 17 Uhr 

Weihnachtsoratorium J.S. Bach (Kantaten 1,4,5,6)

Philharmonischer Chor Fürstenfeld & Seraphin-Ensemble München,

Leitung: Thomas Gropper

Hanna Herfurtner Sopran

Theresa Holzhauser, Alt

Andreas Hirtreiter, Tenor

Andreas Burkhart, Bass

 Auch dieses Jahr gibt es in Fürstenfeld traditionsgemäß die Gelegenheit, am zweiten Feiertag das Weihnachtsoratorium ohne vorweihnachtlichen Stress zu besuchen. Halten Sie für zwei Stunden inne und lassen Sie das Geschehen um die Geburt Christi, von J. S. Bach in einzigartiger Weise dramatisch und musikalisch dargestellt, auf sich wirken. Erstklassige junge Solisten, das Seraphin-Ensemble München und der Philharmonische Chor Fürstenfeld sind Garant für einen feierlichen Ausklang des Weihnachtsfestes.

Veranstalter: Philharmonischer Chor Fürstenfeld

Karten ab 22,00 €

karten | philharmonischer chor

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Essen – Ruhr

8.12.2012 Sonntag 18 Uhr Erlöserkirche Essen

Johann Sebastian Bach,

Weihnachtsoratorium Teil 1 bis 3 und                                                                                                                   Kantate BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“

Ausführende:

Eva Maria Falk, Sopran
Sophia Bart, Alt
Achim Kleinlein, Tenor
Benno Schöning, Bass

Folkwang Kammerorchester Essen
Essener Bachchor
Leitung: Stephan Peller

Karten gibt es im Vorverkauf

(jeweils ab einem Monat vor der Aufführung) bei:

Gläsel Musikinstrumente, Hohenzollernstr. 56,

45128 Essen, Tel. 0201-77 55 25

Proust Wörter und Töne Akazienallee/Am Handelshof 1,
45127 Essen, Tel. 0201-839 68 40

Geigenbau Bartsch, Zweigertstr. 8
Tel. 0201-77 25 97 

Zeche Zollverein: Abonnement-Büro. II. Hagen 2,
Tel. 0201-81 222 00

Sie können auch unser Reservierungsformular nutzen, um Karten an der Abendkasse hinterlegen zu lassen.

Oder rufen Sie unser Kartentelefon an: 0201-51 56 84

Die Eintrittspreise liegen zwischen 10,- und 40,- €;
Ermäßigungen für Schüler, Studenten und
Arbeitslose bis zu 5,- € je Karte gibt es
an der Abendkasse.

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Weihnachts-Komzerte in der „Philharmonie Essen“

Samstag 8.12.2012 um 19:00 Uhr „Helmuth Rilling“

Weihnachtsoratorium Kantate I – III und VI

Gächinger Kantorei, Bach-Collegium Stuttgart

Link: http://www.philharmonie-essen.de/konzerte/event/33196.htm

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Sonntag, 23.12.2012 um 16:00 Uhr Philharmonie Essen

Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Hermann Max, Dirigent

Johann Sebastian Bach
“Weihnachtsoratorium”, BWV 248 Kantate I – III und VI

Link: http://www.philharmonie-essen.de/konzerte/event/36187.htm

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Bielefeld

Sonntag Ev._Peterskirche_Bielefeld – Kirchdornberg
16. 12. 2012 Weihnachtsoratorium von G.H.Stölzel
20:00 Uhr Programm und Ausführende wie 17:00 UhrPETERSKIRCHE DORNBERG Am Tie, stadtbus 24 Haltestelle Kirchdornberg
Kantor Hans-Martin Knappe, Immermannstr. 6,33619 Bielefeld; Tel. (0521) 881960,
Mail: knappe.hans-martin@arcor.de
10 €, Karten-Telefon: (0521) 8 95 04 21; Vorverkauf ab 26.11.2012 Tourist-Info-Bielefeld, Buchhandlung Welscher, Bielefeld-Schildesche, Chormitglieder.
Sonntag Ev._Peterskirche_Bielefeld – Kirchdornberg
16. 12. 2012 Weihnachtsoratorium von G.H.Stölzel
17:00 Uhr Ausführende: Mona Spägele (Sopran), Beat Duddeck (Altus), Christian Mücke (Tenor), Friedrich W. Möller (Bass), Barockensemble Monte Spina auf historischen Instrumenten, Peterskantorei Dornberg, Leitung: Hans-Martin Knappe
10 €, Karten-Telefon: (0521) 8 95 04 21; Vorverkauf ab 26.11.2012 Tourist-Information Bielefeld, Buchhandlung Welscher in Bi-Schildesche, Chormitglieder.
Sonntag Ev._Zionskirche_Bielefeld – Bethel
23. 12. 2012 Johann Sebastian Bach: Weihnachts-Oratorium
17:00 Uhr Kantaten I – III & VI; Solisten, Orchester, Zionskantorei Bethel; Leitung: Christof Pülsch ZIONSKIRCHE BETHEL Am Zionswald Sadtbahn 1 HaltestelleBethelSchuke-Orgel: 3 Man./45 Reg. 1999;Kantorei Bethel
Kantor Christof Pülsch, Tel. (0521) 1443774,
Eintritt; Vorverkauf ab 1. Dezember 2012 – Kantorei Bethel Christof Pülsch fon 0521 / 144 37 74
fax 0521 / 144 43 97
Mail: kantorei@bethel.de
Rezension WO Zionskirche in Bethel  – als PDF   >> h i e r <<
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Rudolf Oetkerhalle

Bielefelder OratorienchorBielefelder Philharmoniker

Jean- Babtiste Lully: “ Te Deum“ 

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 – Teil 1 –3

Leitung: Hagen Enke

PDF Interview mit Hagen Enke – Dirigent Bielefeld WO

Datum Freitag, 21.12.2012
Uhrzeit 20:00 Uhr
Ort Rudolf-Oetker-Halle, Lampingstraße 16, 33615 Bielefeld
Stadtplanausschnitt
Termine 21.12.2012   20:00 Uhr Online – Karten bestellen

Preise: € 24,00/ € 20,00/ € 16,00/ € 10,00

erm. Preis für Schüler, Studenten und BI-Pass-Inhaber

Zur Rezension der Aufführung PDF-Link:

https://volkersklassikseitenjsbach.com/wp-content/uploads/2012/11/rezension-kritik-c3bcber-das-wo-vom-oratorienchor-bielefeld-in-der-oetkerhalle-im-dez-2012.pdf

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Altstädter Kammerchor Bielefeld singt Bachs Weihnachtsoratorium BWV 248

Festliches Chorkonzert am Sonntag, 16.12.2012 um 19 Uhr in der

Altstädter Nicolaikirche Bielefeld / Kartenvorverkauf hat begonnen

Bielefeld. Als „festlicher Höhepunkt der Adventszeit im Herzen der Bielefelder Altstadt“, so die Pressemitteilung, wird am Sonntag, 16. Dezember (3. Advent), um 19 Uhr das Weihnachtsoratorium (Teile I-III) von Johann Sebastian Bach in der Altstädter Nicolaikirche erklingen. Ergänzt wird das Programm durch die Solosopran-Arie „Süßer Trost, mein Jesus kommt“ aus der gleichnamigen weihnachtlichen Kantate BWV 151 von Johann Sebastian Bach.
Altstädter Kammerchor Bielefeld und dem Kammerorchester „camerata per occasionem

Weitere Mitwirkende:

mit Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Bielefeld werden überregional angesehene Gesangssolisten bei der Aufführung mitwirken: Jutta Potthoff (Sopran) ist seit mehreren Jahren als Dozentin für das Fach Gesang an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford tätig. Altistin Bettina Pieck aus Gütersloh ist neben ihrer intensiven Tätigkeit als Konzertsängerin auch Mitglied des Rundfunk-Chores Berlin. Bariton Joachim Goltz machte in verschiedensten Produktionen des Detmolder Landestheaters von sich Reden und begeisterte dort sein Publikum. Seit der Spielzeit 2011/12 ist er festes Ensemble-Mitglied am Staatstheater Wiesbaden. Komplettiert wird das Solistenensemble durch den Tenor Julius Pfeifer aus Stuttgart. Neben Engagements an der Jungen Oper der Stuttgarter Staatsoper ist er seit 2000 Mitglied des SWR-Vokalensembles (Echo Klassik 2009 und 2011).
Karten sind bei der Tourist-Information im Neuen Rathaus und an der Abendkasse erhältlich.

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Sonntag, 1. Januar, 2013 um 16 Uhr

Neustädter Marienkirche

Papenmarkt 10, 33602 Bielefeld

„Fallt Mit DanKen, Fallt Mit loben“
Kantatengottesdienst bei Kerzenschein am Neujahrstag
In diesem Gottesdienst der Reformierten und der Neustädter Mariengemeinde erklingt die

IV. Kantate aus dem

Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach.

Es singen

Melanie Kreuter, Sopran; Joan Ribalta, Tenor;

Tobias Scharfenberger, Bass

und die Neustädter Marienkantorei,

begleitet von der

Camerata St. Mariae unter der

Leitung von Ruth M. Seiler.

Die Predigt hält Pfarrer Bertold Becker.
Im Klingelbeutel wird um eine Spende für die Kirchenmusik
im Evangelischen Stadtkantorat gebeten.

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Konzerte in Ostwestfalen-Lippe

Espelkamp 

Thomaskirche – Espelkamp

Am  2. Dezember um 18.00 Uhr/strong>

wird die Kantorei der evangelischen Martinskirchengemeinde Espelkamp anlässlich der

begonnenen Advents- und der bevorstehenden Weihnachtszeit ein Konzert ausrichten.

Zu hören sein werden die

Kantate BWV 62 „Nun komm der Heiden Heiland“ von

Johann Sebastian Bach

in der zweiten und somit jüngeren Fassung die Bach für diesen ersten Advent vorsah

sowie das

Weihnachtsoratorium (Oratorio de Noël)  von

Camille Saint-Saens

für Streicher, Harfe und Orgel.

Ausführende:

Musiker des Orchesters „Opus 7“

Solisten  Heike Hallaschka (Sopran), Maren Schwier (Mezzosopran), Eike Tiedemann (Alt),

Mark Heines (Tenor) sowie Andreas Jören (Bass).

Orgel Matthias Flierl

Kantorei der Martins-Kirchengemeinde

Kantor Tobias Krügel

Telefonnummer 0 57 72 / 2 00 49 32 oder schreiben Sie

eine Mail an tkruegel@gmx.de.

Vorverkauf über die Buchhandlung Lienstädt & Schürmann,

Espelkamp, Breslauer Str. 34

Telefon: +49 (05772) 6460

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Bad Oeynhausen

Ev. Kirchengemeinde Bad Oeynhausen-Altstadt

Der Kartenvorverkauf für das Weihnachtsortorium für den 9. Dezember 2012 um 17:00 Uhr hat begonnen !

Mit der Aufführung von Johann Sebastian Bachs „Magnificat“ und

„Weihnachtsoratorium“ (Kantaten I – III)

knüpft die Kantorei an der Auferstehungskirche im zu ende gehenden Jahr der Kirchenmusik an die gute protestantische Tradition an, der Advents- und Weihnachtszeit einen besonderen klangvollen Akzent zu geben.

Mit dem „Magnificat“ hat Bach eines der ältesten christlichen Lieder vertont. Niemand geringeres als Maria, die Mutter Jesu, stimmt diesen Gesang an. Die Nachricht des Erzengels Gabriel, Maria würde (unverheiratet)  schwanger werden und einen Sohn gebären, lähmt die junge Frau nicht, noch verschlägt sie ihr die Sprache. Sie macht sich auf den langen Weg (man wandert gut 24 Stunden) zu ihrer Kusine Elisabeth, die im hohen Alter ebenfalls ein Kind empfangen hatte und erwidert deren Gruß mit einem Lied: „Magnificat anima mea Dominum,  et exultavit spiritus meus in Deo salutari meo.“ – „Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.“

Info: Gemeindebüro

Sekretärin  Telefon: 05731 – 22192

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L e m g o

St. Nicolai-Kirche, Lemgo, Papenstr. 9-15

15. Dezember – 16.00 Uhr

J.S. Bach Weihnachtsoratorium für Kinder

Vokalsolisten; Ensemble „La Réjouissance“; Kantorei St. Nicolai;

Info: 
Gemeindebüro St. Nicolai

Die Mitarbeiterinnen sind

montags, dienstags, donnerstags und freitags

von 10 bis 12 Uhr sowie

dienstags von 14 bis 16 Uhr für Anliegen der Besucher da.

Telefon: 05261-4075
Fax: 05261-17711
E-Mail: info(at)nicolai-lemgo.de

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J.S. Bach: Weihnachtsoratorium St. Nicolai, Lemgo

15. Dezember – 18:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr

Vokalsolisten; Ensemble „La Réjouissance“; Kantorei St. Nicolai

Info: 

Gemeindebüro: Mitarbeiterinnen

Telefon: 05261-4075
Fax: 05261-17711
E-Mail: info(at)nicolai-lemgo.de

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Kirche Bergkirchen-Bad Salzuflen

Musikalischer Weihnachts-Gottesdienst in der Kirche-Bergkirchen

Christmette um 6 Uhr morgens

Am Sonntag, 25. Dezember 2012 (1. Weihnachtstag)

findet traditionell um 6:00 Uhr in der Früh die musikalische

“Christmette bei Kerzenschein”

in der Kirche zu Bergkirchen-Bad Salzuflen statt.

In diesem Jahr steht sie ganz im Zeichen von

Johann Sebastian Bach

Zu hören sind die Eingangs-Chöre und Schluss-Chöre

aus seinem Weihnachtsoratorium BWV 248, Kantate Nr. 4,

aus der Kantate »Wie schön leuchtet der Morgenstern« BWV 1

und aus der Kantate »Uns ist ein Kind geboren« BWV 142.

Die Besucher sind eingeladen, bei den zahlreichen alten und neuen Weihnachtsliedern mit einzustimmen. Unter der Leitung von Kantor Rainer Begemann musizieren die Kantorei und der Posaunenchor Bergkirchen und ein Orchester mit Musikern aus der Region.

Die Orgel spielt Kantor Hans-Martin Harms.

Der Gottesdienst beginnt um 06:00 Uhr im Schein der zahllosen Kerzen und endet mit Kerzenschein und Glockengeläut beim »O du fröhliche« der Gemeinde.

Im Anschluss findet im Gemeindehaus ein Weihnachtsfrühstück statt.

Info: http://www.bergkirchen.net/konzerttermine.html

Gemeindebüro Bergkirchen (05266 / 1850)

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Bad Salzuflen

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Samstag  5. Januar 2013 um 19:00 Uhr
 
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J.S. Bach Weihnachtsoratorium Teil 4 bis 6
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(Mitsänger(innen) sind herzlich willkommen, eine Kontaktprobe ist am 4.1.2013 um 18-22 Uhr im Gemeindehaus

„Fallt mit Danken, fallt mit Loben….“ – Mit diesem Chor beginnen die drei weniger bekannten Kantaten des insgesamt sechs Kantaten umfassenden Zyklus des Weihnachtsoratoriums. J.S. Bach hat die Kantaten für den Sonntag nach Weihnachten, für den Neujahrstag und für Epiphanias komponiert.

Sie erklingen am Samstag, 5. Januar, um 19 Uhr in der Stadtkirche Bad Salzuflen.

Mit diesen drei wunderschönen festlichen Kantaten wird der Weihnachtsfestkreis abgeschlossen. Ausführende sind der Chor der Stadtkirche mit einigen Gästen, einOrchester unter der Leitung von Gregor van den Boom und Solisten. Die Leitung hat Kantorin Waltraud Huizing.

Eintritt: 10 Euro im Vorverkauf,  15 Euro an der Abendkasse.

Vorverkaufsstellen sind:

Gemeindebüro von Stauffenbergstraße 3,

Buchhandlung Schade, Buchhandlung Maschke in Bad Salzuflen

Info: Kirchenmusik
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Kantorin Waltraud Huizing

Ahornstraße 32, Tel. (O5222) 98 044 52
oder
Gemeindebüro: Mo – Fr 08:30 -12:00 Uhr
Telefonnummer (05222) 959763
per Fax unter der Nummer (05222) 959764
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Ein aktueller Hinweis der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen, gültig für 50 Stunden !!


J.S. Bach-Stiftung in Leipzig Bachfest  2012

J.S. Bach-Stiftung in Leipzig Bachfest 2012

Liebe Bachfreunde/innen !

News von der J.S.Bach-Stiftung St. Gallen.

Wie die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen(Schweiz)  heute bekannt gibt, wird aus Anlass von 50.000 Facebook-Besuchern ein Video der J.S. Bach-Stiftung für 50 Stunden freigeschaltet.

50’000 Fans auf Facebook – Grund genug, um als Dankeschön eine volle Kantate mit Ihnen zu teilen (BWV 109). Sie wird 50 Stunden online zur Verfügung stehen. Wir wünschen viel Freude mit der Live-Aufnahme!

Ich stelle das Video von YouTube hier zum Ansehen bereit und wünsche viel Freude mit der

Bach-Kantate – BWV 109 „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben“

für den 21. Sonntag nach Trinitatis.

Leitung: Rudolf Lutz

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Video: BWV 109

Das freigeschaltete Video der Bachstiftung wurde am 8.11.2012 am Mittag wieder gesperrt..!! Interessenten stelle ich von der Bachstiftung einen Video-Auszug, welches öffentlich zugänglich ist, zur Verfügung.

Aus dem BWV 109 „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben“ ist der Schluss-Choral zu hören.:

„Wer hofft in Gott und dem vertraut, Der wird nimmer zuschanden“ 

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Auf der offiziellen YouTube-Seite der J.S. Bach-Stiftung sind für die Öffentlichkeit Videos von Bach-Kantaten frei geschaltet worden.

Link: http://www.youtube.com/user/Bachstiftung

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The cantata is performed by the J. S. Bach Foundation of St Gallen under Rudolf Lutz. Further information on the Bach Foundation at http://www.bachstiftung.ch. The DVD with the complete cantata, introductory workshop and reflection lecture (in German) is available.

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Link: http://www.bachstiftung.ch/en/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-109/

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Eine sehr gute Idee der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen und sollten das Angebot nutzen…!!

Grüße

Volker

 

Mitsänger/innen für eine offene Singwoche in Kloster Drübeck (Harz) im Juni 2013 gesucht


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Kloster Drübeck (Harz)

Kloster Drübeck (Harz)

Liebe Vokalsänger/innen !

Gerne gebe ich für einen lieben Freund diese Meldung weiter und hoffe, dass sich Mitsänger/innen für diese „Offene Singwoche“ in Kloster Drübeck im Harz, angesprochen fühlen.

Die Einladung lautet wie folgt:

W E R   h a t  L U S T  ?  –

O f f e n e   S i n g w o c h e  in Kloster Drübeck (Harz)

Unser Freund Hans-Dieter Karras (Kantor an der Klosterkirche Riddagshausen bei Braunschweig) und ich planen eine offene Singewoche in der Zeit

vom 07. bis 14. Juni 2013 im Kloster Drübeck/Harz.

Wir wollen gemeinsam singen, Gemeinschaft pflegen und natürlich auch einige Schönheiten des Harzes kennenlernen (Fahrt mit der Brockenbahn, das historische Wernigerode, die Weltkulturerbe Stadt Quedlinburg u.ä.).

Erarbeitet wird von uns gemeinsam ein Chorprogramm mit Motetten von Bach und Zeitgenossen, Schütz, Brahms, Mendelssohn und Karras. Dieses wollen wir gegen Ende unserer Singewoche in zwei Konzerten im Kloster Drübeck und im Kloster Riddagshausen aufführen.Hierzu laden wir alle interessierten Sängerinnen und Sänger sehr herzlich ein und würden uns freuen, wenn Ihr an diesem Gemeinschaftserlebnis teilnehmt. Gerne auch aus dem Ausland.
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Natürlich ist das auch mit Kosten verbunden, aber es soll ja nicht nur eine Arbeits-, sondern auch ein wenig eine Urlaubswoche sein.Die Übernachtungskosten betragen pro Nacht und Person:
– im Doppelzimmer 30,00 €
– im Einzelzimmer 44,50 €
– Frühstück 5,50 €
Das Mittagsbüffet mit vegetarischem Anteil kostet 12,00 €, das Abendessen 8,50 €.
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Ich gebe hier die Internetadresse des Klosters an, hier kann sich jeder selbst einen Überblick über diese wundervolle Stätte verschaffen. Unterbringung, Betreuung, Essen und Probenbedingungen sowie die Gesamtatmosphäre des Klosters sind auf einem sehr hohen Niveau:
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Die Noten für das Programm werden rechtzeitig ausgegeben und wir gehen davon aus, dass Ihr alle die meisten der Motetten in eurem Repertoire habt. Trotzdem bitten wir um intensive häusliche Vorbereitung, da wir in den wenigen Tagen im Kloster nur an der Stimmenzusammenführung, am Klang und der Interpretation arbeiten müssen. Jeder sollte also bei Anreise bereits seinen Part beherrschen!
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Anmeldungen mit Angabe der Stimme erbitte ich bis spätestens 15. 11. 2012 – ACHTUNG neue Fristverlängerung..!!
(Die Anmeldefrist wurde bis 25.11.2012 verlängert..!! mit Stand: 29.10.2012)

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per Mail an:
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oder
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Telefon: 07553 / 6 04 61
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Soweit der Aufruf vom Veranstalter Lutz Schäfer aus Salem am Bodensee.
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Viele Mitwirkende an der Veranstaltung „Workshops Bach-Kantaten“ im Januar 2012 in Höxter / Weser werden sich sicherlich angesprochen fühlen.
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Wünsche allen einen schönen Sonntag.
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Herzliche Grüße
Volker

Neuigkeiten vom Label monteverdi und ein Interview mit Sir John Eliot Gardiner


Liebe Gardiner-Freunde/innen,

Sir John Eliot Gardiner

Sir John Eliot Gardiner

es gibt wieder Neuigkeiten vom Label „Monteverdi“ und  J.E. Gardiner im Interview.

Auf der Webseite von Monteverdi können die nächsten Konzert-Termine mit dem Monteverdi Choir eingesehen werden…

Linkhttp://www.monteverdi.co.uk/concerts

Weiterhin werden für Weihnachten  CD’s mit Bach-Kantaten zum Weihnachtsfest und Neujahr veröffentlicht.

Cover CDs SDG 178

Cover CDs SDG 178

Diese CD-Box ( 6 CDs) ist eine Sammlung von Bach-Kantaten für den gesamten Weihnachtszeitraum aus der preisgekrönten Serie von Aufnahmen aus dem Jahr 2000 „Bach Cantata Pilgrimage.“

Link: http://www.monteverdi.org.uk/shop/albums/cantatas/bach-cantatas-for-christmas

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Weiterhin kann das Requiem von Berlioz vom 28.06.2012 „Festival de St Denis“ (Frankreich) auf der Mediathek-Seite von Monteverdi angesehen werden.

Link: http://www.monteverdi.co.uk/multimedia

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Ein Interview mit Sir John Eliot Gardiner erschien in der BZ Berner Zeitung mit der Überschrift:

„Manche Orchester sind wie Wurstmaschinen“

Sir John Eliot Gardiner, Dirigent und Biobauer, gilt als kaltschnäuziger Revolutionär des Musikbetriebs. Bei einer Privataudienz in London ging er in die Knie vor Beethovens bestem Werk, das er nun in Bern aufführt……

Zum gesamten Interview über den nachstehenden Link:

Link:  http://www.bernerzeitung.ch/kultur/klassik/Manche–Orchester-sind-wie-Wurstmaschinen/story/27651468

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Wünsche allen ein schönes Wochenende

Grüße

Volker

In der Konzerthalle der HfM Detmold erklangen am 06.10.2012 Kantaten von J.S. Bach und das Requiem von W.A. Mozart


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Konzerthalle der Hochschule für Musik in Detmold

Konzerthalle der Hochschule für Musik in Detmold

Liebe Bach- Mozart-Freunde/innen !

ein Konzert über die Sehnsucht des Sterbens erklang in der Konzerthalle der HfM –  „Hochschule für Musik Detmold“ am Samstag, 06.10.2012 mit zwei Kantaten von J.S. Bach und dem Requiem von W.A. Mozart. Das Konzerthaus war an diesem Abend gut gefüllt und das Programm hatte es in sich:

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Programm: 

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HfM Detmold Konzertankündigung Prof. Weinberger

HfM Detmold Konzertankündigung Prof. Weinberger

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In Abänderung des Programms erklangen zum Anfang die zwei Bach-Kantaten

Johann Sebastian Bach (1675-1750)

Kantate BWV 27  “Wer weiß, wie nahe mir mein Ende”

und die

Kantate BWV 82  “Ich habe genug

Nach der Pause 

Requiem von W.A. Mozart.

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Das Konzerthaus der Detmolder HfM verfügt über einen weltweit einzigartigen Raumklang: 325 programmierbare Lautsprecher können alle Arten von Raumakustik im Konzerthaus reproduzieren und modifizieren.

Informationen zur Wellenfeldsynthese. Nähere Angaben dazu über ein PDF nachstehend:

pdf Konzerthaus der HfM Detmold.pdf

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Die zwei Bach-Kantaten waren ein konzertanter Genuss, überragend gelang der Vortrag durch die Barockakademie der Hochschule für Musik Detmold. Ein stimmlich vollendetes Volumen war zu hören, so manch bekanntes Vokalensemble würde vor Neid erblassen. Die Ausbildung dieser jungen Truppe ist fantastisch und ist ein homogenes Vokalsolisten Ensemble  (Chorassistenz: Benno Schachtner), das ergibt eine Gesangs-Kultur auf hohem Niveau. Das Instrumentalsolisten-Ensemble der Barockakademie (Leitung: Ulrike-Anima Mathé), glänzte ebenfalls mit einem ausdrucksstarken Spiel.

Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold. Leitung Prof. Gerhard Weinberger

Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold. Leitung Prof. Gerhard Weinberger

Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold. Leitung Prof. Gerhard Weinberger

Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold. Leitung Prof. Gerhard Weinberger

Kantate BWV 27 „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende

Gesangs-Solisten:

Corinna Kuhnen (Sopran) – Julia Maria Spies (Alt) – Volker Hanisch (Tenor) – Fabian Kuhnen (Bass)

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J.S. Bach komponierte die Kantate in seinem vierten Amtsjahr in Leipzig für den 16. Sonntag nach Trinitatis. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren Eph 3,13-21 LUT, „Paulus betet für die Stärkung des Glaubens der Gemeinde in Ephesus“, und Lk 7,11-17 LUT, die Erweckung des Jünglings von Nain. Zu Bachs Zeit verwies das Evangelium auf die Erweckung der Toten allgemein, verbunden mit einer Sehnsucht nach dem Tod. Der unbekannte Textdichter bezog im Eingangssatz die erste Strophe des Liedes „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende?“ von Ämilie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt ein, das auf die Melodie von „Wer nur den lieben Gott läßt walten“ gesungen wird. Er verwendete als Schlusschoral die erste Strophe von „Welt ade! ich bin dein müde“ von Johann Georg Albinus. Bach führte die Kantate am 6. Oktober 1726 erstmals auf.

Die Kantate ist besetzt mit vier Solisten, Sopran, Alt, Tenor und Bass, vierstimmigem Chor, Horn, drei Oboen, Oboe da caccia, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

Gesangs-Solisten BWV 27 Corinna Kuhnen - Sopran Julia Maria Spies - Alt Volker Hanisch - Tenor Fabian Kuhnen Bass

Gesangs-Solisten BWV 27 – Corinna Kuhnen (Sopran) – Julia Maria Spies (Alt) – Volker Hanisch (Tenor) – Fabian Kuhnen (Bass)

Für seine zuweilen anspruchsvolle Aufgabe zeigte sich der Hochschul-Chor und die Instrumentalisten in gewohnter Form bestens präpariert. Prof. Gerhard Weinberger gibt dem Zufall keine Chance. Jedes Detail ordnet sich zielgerichtet seinem unbändigen Gestaltungswillen unter und gerät dadurch für den Zuhörer zu einem umso eindringlicheren Klangerlebnis. Nicht zu überhören war die beharrlich-konsequente Probenarbeit. Die Gesangs-Solisten: Corinna Kuhnen (Sopran) – Julia Maria Spies (Alt) – Volker Hanisch (Tenor) – Fabian Kuhnen (Bass) waren eine sehr gute und harmonische Besetzung die voll überzeugen konnten.

Ensemble der Barockakademie HfM Detmold.

Ensemble der Barockakademie HfM Detmold.

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Video vom BWV 27

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Kantate BWV 82  “Ich habe genug”

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Ich habe genug, BWV 82 ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Es ist eine der bekanntesten und beliebtesten geistlichen Bachkantaten. Die Kantate entstand für das Fest Mariae Reinigung am 2. Februar 1727 als Solokantate für Bass. Bach hat anlässlich verschiedener Wiederaufführungen in späteren Jahren das Werk mehrfach umgearbeitet, unter anderem auch als Solokantate für Sopran.

Konstantin Ingenpass (Bass)

Konstantin Ingenpass (Bass)

Ein bewundernswerter Gesangs-Vortrag gelang dem Jung-Bassisten: „Konstantin Ingenpass“ in dieser herrlichen Bass-Kantate. Er meisterte souverän die an ihn gestellten Bedingungen und überzeugte mit einem Gesangs-Potential allerfeinster Art. Wie anrührend er die Bass-Arie in Satz 3 „Schlummert ein, ihr matten Augen“ vortrug, war mehr als bemerkenswert. Es ist erfreulich, dass sich wieder junge Gesangs-Künstler in Detmold zu finden sind, denen eine großartige Zukunft prognostiziert werden kann.

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Video vom BWV 82

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Leitung Prof. Gerhard Weinberger

Leitung Prof. Gerhard Weinberger

 Requiem W.A. Mozart (1756-1791)

(Fassung: F. X. Süssmayr) für Soli, Chor, Orchester und Orgel

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Gesangs-Solisten:

Carine Tinney (Sopran) – Janina Hollich (Alt) – Volker Hanisch (Tenor) – Gregor Loebel (Bass)

Das Requiem in d-Moll (KV 626) aus dem Jahr 1791 ist Wolfgang Amadeus Mozarts letzte Komposition.

Manche Legende rankt um Mozarts letztes Werk. Auf Bestellung eines Grafen Waldegg, der das Requiem als eigene Komposition zur Totenfeier seiner Frau ausgegeben wollte, machte sich Mozart aus Geldnot an die Arbeit, seinen eigenen Tod wohl schon ahnend. Im Oktober 1791 schreibt er in einem Brief: „Mein Kopf ist verwirrt. Nur mit Mühe halte ich mich gesammelt.“

Das Bild jenes Unbekannten will nicht vor meinen Augen weichen. Immer sehe ich ihn vor mir, er bittet, er drängt mich, ungeduldig fordert er die Arbeit von mir… Ich fühle es, mein Zustand sagt es mir: die Stunde schlägt! Ich werde sterben müssen. Ich bin am Ende, ehe ich mich meines Talents erfreuen durfte. Und so beende ich meinen Grabgesang. Ich darf ihn nicht unvollendet lassen.

Am 5. Dezember 1791 starb Mozart, und sein „Opus summum viri summi“ – das größte Werk des größten Meisters – wie es sein Zeitgenosse J.A. Hiller bezeichnete, blieb doch unvollendet. Ein Freund und Schüler Mozarts, Franz Xaver Süßmayer, hat versucht sich in Mozarts Stil einzufühlen und das Werk zu vollenden. Weitgehend griff er dabei auf Vorarbeiten und Anweisungen des Meisters zurück. Trotz der Grenzen von Süßmayers Talent, ist die alles überstrahlende Kraft von Mozarts Geist und Genie durchgängig hörbar.

Die Uraufführung fand 1792 in Wien statt. Das Außerordentliche des Werks wurde sofort erkannt. In kurzer Zeit eroberte das Requiem die gesamte musikalische Welt.

Das Requiem (auch Missa pro defunctis, Mehrzahl die Requiems, regional auch die Requiem) ist die Heilige Messe für Verstorbene. Der Begriff bezeichnet sowohl die Liturgie der Heiligen Messe bei der Begräbnisfeier der katholischen Kirche als auch kirchenmusikalische Komposition für das Totengedenken. Er leitet sich vom ersten Wort des Introitus Requiem aetemam dona eis, Domine („Ewige Ruhe schenke ihnen, o Herr“) ab.

Es steht am Ende eines kurzen, früh vollendeten Lebens, und der Meister wusste, dass er damit seine eigene Begräbnismusik schrieb. Mozart musste das Werk unvollendet hinterlassen. Es ist überschattet von Todesahnung und Ängsten. Die Düsternis des Unabwendbaren, der Kampf gegen das Rätsel des Todes dominieren in der Musik über den tröstlichen Durchblick auf das ewige Licht.

Prachtvoll gelangen die Chorsätze. Schon Introitus und Kyrie jagen dem Hörer kalte Schauer über den Rücken. Die Verzweiflung des Menschen, der am Leben hängt, ist ansteckend. Doch im Sturm des „Dies irae“, dramatisch vom Chor geboten, bestimmt die Furcht vor dem Jüngsten Gericht das Geschehen.

Gesangs-Solisten:  Carine Tinney (Sopran) - Janina Hollich (Alt) - Volker Hanisch (Tenor) - Gregor Loebel (Bass)

Gesangs-Solisten:
Volker Hanisch (Tenor) – Carine Tinney (Sopran) – Janina Hollich (Alt)  – Gregor Loebel (Bass)

Großartig klang das Solistenquartett im „Recordare“. Ob beim verängstigten „Rex“, beim düsteren „Confutatis“, beim schwermütigen „Lacrimosa“, immer stand das Expressive der Musik im Vordergrund. Voller Leben und Zuversicht sprühten die Fugen „Quam olim Abrahae“. Als einziger Satz in Dur kontrastiert das „Sanctus“ die dunkle Grundstimmung. Das „Benedictus“ empfanden die Solisten herzlich lyrisch. Bei der „Communio“ als Schlussgesang schloss sich der Kreis.

Carine Tinney sang ihren Part äußerst engagiert und gefiel mit ihrer unbeschwerten Musizierfreude. Janina Hollich fiel durch äußersten Wohlklang in Stimmführung und einem wühlenden Timbre auf. Volker Hanisch  fügte sich souverän und beherrscht in das Ensemble ein. Gregor Loebel setzte mit kräftigem, zum allzeit differenzierten Modellieren fähigen Ausdruck den erfreulichen Kontrapunkt.

Für seine zuweilen anspruchsvolle Aufgabe zeigte sich der Hochschul-Chor in gewohnter Form bestens präpariert. Prof. Gerhard Weinberger gibt dem Zufall keine Chance. Jedes Detail ordnet sich zielgerichtet seinem unbändigen Gestaltungswillen unter und gerät dadurch für den Zuhörer zu einem umso eindringlicheren Klangerlebnis. Nicht zu überhören war die beharrlich-konsequente Probenarbeit.

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Ein legenderes Video von 1971 mit Karl Böhm – Requiem W.A. Mozart

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Der riesengroße und nicht endend wollende Beifall war mehr als verdient. Der Abend wurde wieder zu einer Sternstunde für alle Beteiligten in Detmold und wird lange in uns nachwirken. Unser Dank gilt der Barockakademie der Hochschule für Musik Detmold unter der rührigen Leitung von: Ulrike-Anima Mathé und Prof. Gerhard Weinberger, die das ermöglicht haben.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Mai 2013 zum 88Bachfest  in Detmold ausgerichtet von der „Neuen Bachgesellschaft e.V.“

Gruß

Volker

St. Marien in Lemgo mit einem Bach-Sonntag, im Gottesdienst erklang die Kantate BWV 19 und im Abend-Konzert Bach-Motetten


Kirche St. Marien Lemgo

Kirche St. Marien Lemgo

Des Morgens in der Kirche St. Marien, Lemgo: hochkarätige Bach-Kantate BWV 19 – des Abends: Sechs Bach-Motetten (am Sonntag 30.9.2012).

So hört sich eine Bach-Stadt an: des Morgens in der altehrwürdige Kloster-Kirche unter der Schwalbennest-Orgel erklingt die Bach-Kantate BWV 19Es erhub‘ sich ein Streit‘.
Des Abends alle ’sechs informationen-zu den Bach-Motetten auf einen Streich‘ in der Stadt-Kirche. Zur Morgenmusik stellt sich eine eine respektable Gemeinde-Kantorei mit begeisterten SängerINNEN ein. Später zum frühen Abend stolziert dann eines der besten deutschen Choresembles ‚Die Rheinische Kantorei‘ unter Leitung von Hermann Max in den Chorraum.

Ja-, ein solcher ausgewogener Bach-Tag konnte nicht ohne mich vergehen. Vom Büchermarkt in Schwalenberg kommend, verbrachte ich diesen sonnigen Herbst-Sonntag (30.10.12) in der alten Hansestadt Lemgo. In den musikfreien Stunden ‚zwischen Bach‘ gab es ja das bekannte ‚Weser-Rennaisance-Museum‚ und sonnenbeschienene Wiesen mit Äpfelbäumen, unter denen ich ausruhen konnte.

Egal-, wie die Leistungen der Chöre ausfallen. Wenn man solche anspruchsvollen Bach’schen Vokalwerke an einem Tag anbietet, dann spricht das für die Aufgeschlossenheit der Mitwirkenden und der beiden Kantoren. Man merkt es eben, dass zwei A-Kantoren in den beiden großen Kirchen Lemgo’s wirken. Außerdem sind die beiden Musikhochschulen Detmold und Herford nicht weit entfernt, so daß immer Musikstudenten und Dozenten in Lemgo herangezogen werden.

BWV 19 kenne ich gut. Daher kann ich seine ‚heiklen Einsätze‘ einschätzen und genau auf diese war ich gespannt. Das fing schon an mit dem Unisono-Einsatz des Chor-Basses im Eingangschor (1) an. Die Herren schlugen sich tapfer, allerdings verlangt der ‚Kampf Michael’s gegen den Drachen‘ besondere Stimm-Kraft der Männerstimmen. Da darf nichts nur ‚mal so gehaucht‘ und ‚angetupft‘ werden! Aber beachtenswert, dass die Kantorei von St. Marien unter Kantor Volker Jänig einen solchen turbulenten Chorsatz überhaupt wagt. Mit A.Dürr stimme ich da überein: ‚einer der monumentalsten Eröffnungschöre der Kantaten‘ (vgl.Dürr II, S.571) fordert wirklich ‚entfesselte‘, furiose Stimmgewalt.

Nach diesem einmaligem Eingangschor kommen natürlich mit dem Bass-Rezitativ und den nachfolgenden Arien besondere Anforderungen an die Solisten zu. Vor allem, so denke ich, muß die SPANNUNG erhalten bleiben. Denn: jetzt liegt der Drache am Boden. Triumphierend muß  in einem Atemzug der Bariton in seinem Seccorezitativ (2) feststellen: ‚Gottlob, der Drache liegt, der unerschaffne Michael und seiner Engel Heer haben ihn besiegt.‘ Dieser Spannungsbogen ‚Chor – Rezitativ – Arie‘ war aber total misslungen, da mangels eines Baritons der Tenorsolist das Seccorezitativ sang und dieser auch noch die Tonhöhe nicht traf, quasi einen ‚Frosch‘ im Hals hatte. So was darf nicht passieren !!!

Ein Lichtblick war dann die Altistin mit ihrer Arie (3), während dann wieder der Tenor mit der wunderschönen Engelsarie (4) dran war. Leider muss ich sagen: dieser Tenor ‚quälte‘ sich durch eine einmaliges Stück. Die Chance, den Hörern mal wirklich darzustellen, was ‚Engelsglaube‘ ausmacht, wurde vertan.
Der Schlußchoral mit seinem Trompetenglanz versöhnte mich doch dann und ich war dankbar, diesen ‚Solitär-Edelstein unter den ca.200 Bach’schen geistlichen Kantaten mal ‚life‘ gehört zu haben.

Rheinische Kantorei - Leitung Hermann Max in St. Marien Lemgo mit Bach-Motetten

Rheinische Kantorei – Leitung Hermann Max in St. Marien Lemgo mit Bach-Motetten

Am Abend ging es dann ‚professionell‘ weiter. Während Gardiner damals in Potsdam 2011 nur fünf Bach-Motetten schaffte, hielt die ‚Rheinische Kantorei‘ das gesamte Tablett der sechs Bach-Motetten mit klaren, jungen und hellen Stimmen mir hin. Es war eine Freude, in der Transparenz der Stimmen die polyphonen Linien zu erkennen und zu verfolgen (‚Komm Jesu komm‘ und ‚Fürchte dich nicht‘). In der Doppelchörigkeit warfen sich die SängerINNEN die Bälle zu. Auch in der Motette ‚Jesu meine Freude‘, die ich als Junge im Sopran selbst mal mitgesungen hatte, konnte ich ungeahnte Strukturen neu entdecken. Auch das Motiv ‚Kampf gegen den Drachen‘ kam mit ‚Trotz – trotz dem alten Drachen‘ wieder aus einer Ecke der Motette hervor. Natürlich bekam die ‚Welt‘ mal wieder ihr Fett ab und es hieß: ‚Tobe Welt und springe, ich steh‘ hier und singe.‘

Höhepunkt war dann der Abschluß mit der Motette ‚Singet, singet‘ und darin das abschließende ‚Alleluja‘ mit dem Spitzenton des Chorsoprans im zweitletzten Takt. Mir war es völlig klar, daß dieser Profi-Chor mit seinem begnadetem Leiter Hermann Max mit Eleganz und Leichtigkeit die Töne rüber brachte.

Nach beiden Konzerten dieses Lemgoer Bach-Tages stellte ich mir dann aber die für Menschen, die mit Mit-Singen und Hören Lebenssinn empfangen wollen, entscheidende Frage:

Wem soll Bach’s Musik DIENLICH sein? FÜR WEN IST DIESE MUSIK DA?

Rheinische Kantorei - Leitung Hermann Max in St. Marien Lemgo

Rheinische Kantorei – Leitung Hermann Max in St. Marien Lemgo

Für Profis und ein zahlendes Publikum? Oder für Menschen, die was Gutes selbst singen oder hören wollen. Ist Bach nur ‚von Profis da oben‘ zu erreichen, oder soll Bach weiterhin wie einst in Leipzig in den Basis-Kantoreien ‚da unten‘ beheimatet sein? Wird Bach’s Musik nur ‚geistig genossen und genial abgewickelt‘, oder wird Bach in den Herzen so vieler Laien-SängerINNEN zu einem VADEMECUM für ein zufriedenes Leben?

In vielen Kantoreien in meiner Gegend OWL fehlt der Nachwuchs. Die Generation 60 plus wird zum Träger des ausgeübten Kulturlebens. Kein jüngerer traut sich noch Bach zu singen, weil Profis es ja viel besser hinkriegen. Da gibt es einen genial interpretierten Bach, doch keine Menschen mehr, die Bach’s Chöre sich zu singen trauen. Ist das der Preis, den wir für einen bloß angehörten Super-Bach zu zahlen haben?

Nein-, mir sind Kantoreien lieber, die sich einer großen musikalischen Aufgabe stellen und mit ihren Mitteln und Stimmen Bach wiedergeben..

Es wäre wichtig, dass auch wir alle im Bach-Blog von ‚Volker’s Klassikseiten‚ uns dieser Frage stellen.

Gruß

Adamo

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PDF zum Download

Informationen zu den Bach-Motetten BWV 225-BWV 230

       Bach-Motetten

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Veranstaltungs-Tipp für Ostwestfalen-Lippe, Bach-Kantaten erklingen in der HfM Detmold, Leitung Prof. Gerhard Weinberger


Konzerthaus der HfM Detmold

Konzerthaus der HfM Detmold

Veranstaltungs-Tipp für Ostwestfalen-Lippe am Samstag, 6.10.2012 in Detmold:

Mozart-Requiem mit der Barockakademie

Ein illustres Konzert erwartet die Detmolder Musikfreunde am Samstag, den 6.10.2012 im Konzerthaus der Hochschule für Musik: Die Barockakademie wird unter ihrem Gründer und Leiter, Gerhard Weinberger, das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart aufführen.

Auf dem Programm stehen ferner
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zwei Kantaten von Johann Sebastian Bach:
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Kantaten BWV 27  „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“ und
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Kantate BWV 82  „Ich habe genug“
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Als Solisten präsentieren sich an diesem Abend Carine Tinney und Corinna Kuhnen (Sopran),Janina Hollich und Julia Maria Spies (Alt), Volker Hanisch (Tenor)sowie Konstantin Ingenpass, Gregor Loebel und Fabian Kuhnen (Bass).

Prof. Gerhard Weinberger

Prof. Gerhard Weinberger

Das festliche Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Eintrittskarten ab 20 EUR sind im Detmolder „Haus der Musik“ zu erhalten (Krumme Straße 26, Tel. 05231-30 20 78). Studierende und Schüler Eintritt erhalten freien Eintritt, benötigen aber auch eine Eintrittskarte.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Hochschule für Musik Detmold
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Prof. Dr. Joachim Thalmann

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oder

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Birgit Brüntrup
Willi-Hofmann-Straße 5
32756 Detmold
EMail: thalmann@hfm-detmold.de
fon: 05231-975740 bzw. 975742
fax: 05231-975743

Aktuellste Konzert-Informationen

Abonnement des Veranstaltungskalenders für Apple-User:
webcal://icalx.com/public/hfmdt/Hochschulkonzerte.ics
Hochschule für Musik | Detmold: Konzerte

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Text: http://www.hfm-detmold.de

Das Projekt vom Dirigenten Karl Richter kommt zum Abschluss und sucht Sponsoren


Bach-Interpret Karl Richter (1926-1981)

Liebe Bach-Freunde/innen !

Das Projekt „Karl Richter“ geht nun in die letzte Runde. Der sechste Band der „Zeitdokumente“ ist schon in Arbeit, und anschließend steht noch ein Zusatzband an, in dem viele bisher in den Archiven von Dresden und Leipzig schlummernden Dokumente aus Richters Kindheit und Jugend veröffentlicht werden.

Die beiden ausstehenden Bände erfordern – abgesehen von meiner Arbeit – insgesamt noch einmal etwa 10.000,- Euro an vorausschaubaren Kosten für Materialien, Druck etc. Es wäre daher sehr willkommen, wenn sich möglichst

viele Karl Richter-Freunde mit einer großzügigen Spende an der Restfinanzierung des Projekts beteiligen könnten.

Zu diesem Zweck haben wir ein Sonderkonto eingerichtet, das wir Ihnen gerne mitteilen.

 Alle „Sponsoren“ erhalten den Zusatzband gratis zugeschickt.

Link zum Karl Richter-Projekt:

http://karlrichtermunich.blogspot.de/2012/09/karl-richter-projekt.html

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Gerne möchte ich als ein „Karl Richter-Freund“ diesen Aufruf mit unterstützen und bitte um eine finanzielle Beteiligung für das letzte anstehende Karl-Richter-Projekt.

Karl Richter kam im Jahr 1951 als Thomas-Organist von der Thomaskirche in Leipzig in das katholische München und eroberte mit seinen spektakulären Bach-Aufführungen nicht nur das Münchener Publikum sondern war in den 60er bis 70er Jahren der ungekrönte Meister-Interpret für die barocke Wiedergabe der alten Meister.

Anerkennung fand er im In- und Ausland für seine Interpretationen und gründete den Münchener Bach-Chor und sein Münchener-Bach-Orchester.

Wer mehr über Karl Richter in Erfahrung bringen möchte, empfehle ich folgende Link:

Link: http://karlrichtermunich.blogspot.com/

Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Richter_(Musiker)

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Videos über Karl Richter – eine  Trilogie – Zeitzeugen berichten…!!

Videos von Karl Richter auf  YouTube:

http://www.youtube.com/watch?v=fugN11srdG0

http://www.youtube.com/watch?v=pqdauo-kqJI

http://www.youtube.com/watch?v=2GaS1rwSQ-c

http://www.youtube.com/watch?v=Lggf6nRcM3U

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Herzliche Grüße Volker

Ein emotionales Konzert von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen fand am 17.8.2012 in Trogen statt


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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen das vorgesehene Programm für den 17.08.2012

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen das vorgesehene Programm für den 17.08.2012

Liebe Bachfreunde/innen!

Unser Besuch des vorgesehenen Konzertes der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen mit der Bach-Kantate –

BWV 199  „Mein Herze schwimmt im Blut“

wurde durch einen tragischen Unglücksfall abgeändert. Im Vorfeld musste bereits die vorgesehene Sopranistin Dorothee Mields durch Krankheit mit der Sopranistin Ulrike Hofbauer neu besetzt werden.

Durch einen tragischen Unglücksfall eines Continuisten der J.S. Bach-Stiftung in der Nacht vor dem Konzert wurde die Kantate kurzfristig abgesagt und durch Instrumentalwerke von J.S. Bach ersetzt.

Nähere Einzelheiten sind durch einen Nachruf der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen auf ihrer offiziellen Web-Seite zu erhalten.

H i e r 

In Memoriam des Verstorbenen gestaltete sich der Bach-Abend zu einer emotionellen Veranstaltung, die in uns unvergessen bleiben wird. Im vergangenen Jahr konnten wir sein bezauberndes Continuo-Spiel bewundern und erlebten einen warmherzigen Menschen. Das ging tief unter die Haut, ihn nicht mehr in der Gruppierung erleben zu dürfen und waren zutiefst betroffen, als uns die Nachricht im Vorfeld mitgeteilt wurde.

Aus diesem Grund möchte ich auf das Memoriam-Konzert vom 17.8.2012 nicht weiter eingehen da ich immer noch zutiefst betroffen bin und mich aufraffen muss, um überhaupt etwas dazu ausdrücken zu können.

Ich bitte darum um Nachsicht und werde aus den vorgenannten Gründen als ein Nachruf meinerseits einige Videos der J.S. Bach-Stiftung unter Mitwirkung des verstorbenen Continuisten einfügen.

Im Nachgang binde ich einige Bilder des Tages von Trogen mit ein.

Besucher-Gruppen zum Konzert in Trogen am 17.8.2012 an der Ev. reform. Kirche

Besucher-Gruppen zum Konzert in Trogen am 17.8.2012 an der Ev. reform. Kirche

Besucher-Gruppen zum Konzert in Trogen am 17.8.2012 am Vorplatz der Ev. reform. Kirche

Besucher-Gruppen zum Konzert in Trogen am 17.8.2012 am Vorplatz der Ev. reform. Kirche

Voll besetzte Reihen in der Ev. reformierten Kirche Trogen am 17.8.2012

Voll besetzte Reihen in der Ev. reformierten Kirche Trogen am 17.8.2012

Zum Abschluss ein Landschaftseindruck der herrlichen Umgebung von St. Gallen-Trogen..!!

Das herrliche landschaftliche Umfeld von St. Gallen-Trogen

Das herrliche landschaftliche Umfeld von St. Gallen-Trogen

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YouTube-Videos der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen als Memoriam unter Mitwirkung des verstorbenen Continuo-Spielers.

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Information zur J.S. Bach-Stiftung St. Gallen-Trogen / Schweiz:

Die J. S. Bach-Stiftung führt innerhalb von rund 25 Jahren das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Jeden Monat wird im appenzellischen Trogen eine der über 200 Kantaten von Bach gespielt. Sämtliche Konzerte, Workshops und Reflexionen erscheinen auf DVD, die Texte auch in Buchform.

Link zur Bach-Stiftung: http://www.bachstiftung.ch/de/

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Traurige Bach-Grüße

Volker

Eröffnung des Klosterfestivals 2012 am Sa. 28.07. in der Abtei Marienmünster


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Konzertfestival Klosterregion 2012 in OWL

Konzertfestival Klosterregion 2012 in OWL

Es war alles ein bisschen anders, als wir uns vorgestellt hatten. Der Hinweg war mühsam: Baustellen und Staus; und als wir dann endlich gegen 19.00 h vor der Abteikirche standen, war diese geschlossen. Sie blieb es auch bis 22.00 h – dann sollte „In Licht und Klang“ ein Hörspiel zur Geschichte des Ortes gegeben werden.

Abtei Marienmünster bei Höxter (OWL)

Abtei Marienmünster bei Höxter (OWL)

Das eigentliche Konzert mit dem Thüringischen akademischen Singkreis www.task.de

fand also nicht in der Klosterkirche sondern in einer „Kloster-Scheune“ statt. Bis wir uns auf dem riesigen Gelände zurechtgefunden hatten – keine Ausschilderungen, alles nur für Einheimische, zogen auch schon die Sängerinnen und Sänger ein. Wir waren skeptisch,

wurden aber reich entschädigt mit:

Roland de Lassus – Tristis est anima mea

(1532-1594)

Hans-Leo Hassler – Ad Dominum cum tribularer
(1564-1612)

Roland de Lassus aus: Lagrimae die San Pietro
Nr. XXI Vide homo

Johann Sebastian Bach – Ich lasse Dich nicht, Du segnest mich denn
(1685-1750)

Johann Michael Bach – Halt, was Du hast
(1648-1694)

Zwischenmusik

Johannes Brahms

Vom heiligen Märtyrer Emmerano, Bischoffen zu Regenspurg

Täublein weiß

Fünf Gesänge op. 104 (1888)

1. Nachtwache I (Rückert, F.)
2. Nachtwache II (Rückert, F.)
3. Letztes Glück (Kalbeck, M.)
4. Verlorene Jugend (Wenzig, J.)
5. Im Herbst (Groth, K.)

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Ehemalige Dreschtenne jetzt als Konzertsaal "Abtei Marienmünster"

Ehemalige Dreschtenne jetzt als Konzertsaal „Abtei Marienmünster“

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Die Scheunenakustik war phänomenal.  Eine alte Scheune war liebevoll als Konzertsaal ausgerichtet worden. In ihr finden inzwischen auch Cd-Aufnahmen statt, weil die Akustik besser ist, als in der Abteikirche.

Der Chor (ca. 60 Personen) unter seinem Dirigenten Jörg Genslein sang phantastisch. Wir waren beeindruckt von der Fülle der Ausdruckskraft. Vom leisesten Piano bis zum stärksten Fortissimo hat dieser Chor Bravouröses geleistet.

Beeindruckt und für mich wie aus einer anderen Welt war von J. M. Bach „Halt, was Du hast“. Vier Solisten stellten sich in der Mitte des Raumes auf und sangen den Vers:

„Halt was Du hast, dass niemand deine Krone nehme,

Und sei getreu bis in den Tod, so wirst Du empfahen ein herrliches Reich

Und eine schöne Krone von der Hand des Herren“.

Der Chor wiederholte immer und immer wieder: „Halt was Du hast“.

Einfach ergreifend. Danach gab`s den ersten stehenden Applaus.

Der Thüringische Akademische Singkreis

Der Thüringische Akademische Singkreis

Überrascht hat uns auch die Zwischenmusik. Der Chor musste eine kleine Pause einlegen, eine der Sopranistinnen setzte sich an den frisch restaurierten Steinway und spielte richtig keck und frech aus dem „Wohltemperierten Klavier Teil II“ das 1. Präludium und Fuge in C. Der Applaus ging ins Trampeln über; wir waren schlichtweg begeistert.

Auch im 2. Teil des Konzertes behielt der Chor sein sehr hohes Niveau – und kam nach dem Schlussapplaus um eine Zugabe nicht herum.

Wir haben uns dann auf den Heimweg gemacht – ohne „In Licht und Klang“ noch in der Abteikirche weiterzumachen. Das Konzert war so schön, dass wir kein zweites Highlight brauchten.

Auf die anderen Stücke möchte ich jetzt nicht weiter eingehen. Kommt doch einfach am Freitagabend um 21.00 h ins Herforder Münster; dort singt TASK wieder  – und wir fahren wieder hin.

Herzlichen Gruss

Iris und Karl-Heinz

News aus der Klassikszene: Juli 2012


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Klassik-News Stand: 16.06.2012

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John Eliot Gardiner

John Eliot Gardiner

Sir John Eliot Gardiner 

Preisträger ECHO DEUTSCHER MUSIKPREIS KLASSIK 2012 

Preisträger mit dem Album:

Johann  Christoph Bach: „Welt, gute Nacht“

(Soli Deo Gloria/harmonia mundi)

Mehr Informationen über John Eliot Gardiner finden Sie im Netz

  Website

Die feierliche Preisübergabe findet

am 14. Oktober 2012 im Konzerthaus Berlin statt.

Das ZDF überträgt die Gala am selben Abend ab 22:00 Uhr.

CD - SDG 715 Johann Christoph Bach "Welt, gute Nacht"

CD – SDG 715 Johann Christoph Bach „Welt, gute Nacht“

Die Preisträger-CD SDG 715 ist >>  h i e r   << zu beziehen..!!
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Nachstehend ein Auszug von einer Kunden-Rezension:
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Mal vorweggeschickt um keine Missverstaendnisee aufkommen zu lassen – Gardiner ist immer eine Klasse fuer sich. Diese neueste Aufnahme des vielseitigen Briten, „Welt gute Nacht“, dessen Bach Kantaten Pilgrimage wohl zu den Meilensteinen der Bach Interpretation zu zaehlen ist, hat sich nun – als Live-Konzertmitschnitt veroeffentlicht – mit dem Onkel des grossen Thomaskantoren Johannn Christoph Bach beschaeftigt.
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Diese Musik ist stilistisch im Fruehbarock angesiedelt und wesentlich karger als die Werke seines Neffen. Dennoch sind die Motetten des Onkels musikalische Juwelen…. 
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Amerikanischer Organist Cameron Carpenter (Bild:BR)

Amerikanischer Organist Cameron Carpenter (Bild:BR)

Ritt auf dem Instrument (Orgel)

Cameron Carpenter ist der exzentrischste Organist der Welt – mühelos füllt er alle Säle und Kirchen.

Was diesem Mann an unschuldiger Musik unter die Hände und Füße kommt, verwandelt sich nicht immer zum Guten. Die Kompositionen werden gestylt und lackiert, bekommen Rouge ins Gesicht und High Heels an die Füße, und manchmal klingen sie nach Revue, nach Mummenschanz, zuweilen auch nach Bordstein. Cameron Carpenter ist eines der grellsten Phänomene der internationalen Musikszene: Er ist Organist und unfassbar virtuos. Kathedralen und Konzertsäle füllt er ohne Mühe.

Mit seinen Glitzerklamotten und den femininen Organistenschühchen gebärdet er sich so exzentrisch, wie er gar nicht sein will. Als Künstler ist er bestrebt, seriös bis in die Spitzen seines gegelten Haars zu sein. Nur will das niemand glauben, denn so einer – der muss ein bad boy sein. Ist er das, oder hat er bloß eine radikal eigene Sicht auf Performance und auf Werktreue?

Mehr zu diesem Orgel-Exzentriker in DIE ZEIT

Link: http://www.zeit.de/2012/18/KS-Carpenter

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YouTube-Video:

Cameron Carpenter in Akton

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You Tube: J.S. Bach Toccata und Fuge in d-moll BWV 565,

Cameron Carpenter

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Benno Schachtner (Contratenor)

Benno Schachtner (Contratenor)

Benno Schachtner in Leipzig ausgezeichnet

Der Contratenor Benno Schachtner, der lange Zeit in Detmold studiert hat, wurde beim Leipziger Bach-Wettbewerb mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt er den „Preis des Leipziger Barockorchesters“. Der Bach-Wettbewerb Leipzig zählt zu den weltweit bedeutenden Wettbewerben für junge Interpreten.

Schachtner ist dem Detmolder Konzertpublikum nicht nur als Sänger in der Klasse von Prof. Heiner Eckels in Erinnerung, sondern auch als Chorleiter – über lange Zeit hinweg war der Kirchenmusiker rechte Hand von Prof. Gerhard Weinberger.

Schachtner wurde 1984 in Illertissen (Bayern) geboren. Als Knabensopran und Solist bei den „Ulmer Spatzen“ unternahm er zahlreiche Reisen ins In- und Ausland (u.a. Luxemburg, Holland, Japan). Er war mehrmaliger Preisträger im Fach Klavier, Duo- und Sologesang bei „Jugend musiziert“ auf Landes- und Bundesebene (Landessieger in Baden-Württemberg). Parallel dazu erhielt er Orgelunterricht bei Christian Weiherer in Memmingen.

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Bachdenkmal Leipzig

Bachdenkmal Leipzig

Post mortem

Beethoven schrieb Tausende Briefe, Mozart Hunderte. Von Johann Sebastian Bach ist ein einziger privater Brief bekannt. Forscher glauben: Da muss mehr sein.

Leipzig im Jahr 1730. Johann Sebastian Bach ist gereizt. Das Gehalt als Thomaskantor zu niedrig. Das Leben in der Messestadt kostspielig. Acht Kinder sind zu versorgen. Die Arbeitsbedingungen schlecht. Immer nur Ärger mit dem Stadtrat, alles Kunstbanausen. Eine »wunderliche un der Music wenig ergebene Obrigkeit«. Unerträglich. Nichts wie weg!

Ein einziges Lamento ist dieser Brief an Georg Erdmann, seinerzeit kaiserlich-russischer Gesandter in Danzig. Bach hatte sich vier Jahre lang nicht bei seinem einstigen Mitschüler und lebenslangen Freund gemeldet, er bedauert das in dem Schreiben. Erdmann aber durfte sich glücklich schätzen, überhaupt eine Botschaft von ihm in Händen zu halten. Der Kantor in Leipzig nämlich scherte sich nicht groß um private Korrespondenzen….

Zum ganzen Artikel: DIE ZEIT  >> h i e r <<

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Konzerte und Theater-Termine für OWL und das Umland im Sommer und Herbst 2012


Ihr Lieben !

Schon lange sind mir herausragende Termine per Mail oder durch Veröffentlichungen zugetragen worden und komme endlich dazu, sie für OWL – Ostwestfalen-Lippe und für das weitere Umland bekannt zu geben.

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Herford

Seit einigen Tagen findet in Herford der Orgelsommer 2012 statt, Termin vom 8. Juli bis 2. September 2012. Es wurden namhafte Organisten aus dem In- und Ausland verpflichtet.

Ein PDF zum Download steht bereit.

Link: Herforder Orgelsommer_2012

Ein besonderes Orgel-Konzert stelle ich einmal vor:

Jean-Christophe Geiser - Domorganist zu Lausanne / CH

Jean-Christophe Geiser – Domorganist zu Lausanne / CH

Sonntag, 29. Juli 2012, 18.00 Uhr
Herforder Münster

ORGELKONZERT

Jean-Christophe Geiser, Domorganist zu Lausanne / CH
Norden und Süden in Barock und Romantik

Samuel Scheidt : Echo ad manuale duplex forte et lene
(1587-1654)

Nicolaus Bruhns : Praeludium in e-Moll (das Grosse)
(1660-1697)

Georg Muffat : Passacaglia (1653-1704)
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Johann Sebastian Bach : Concerto a-Moll BWV 593 (nach dem Concerto a-Moll
(1685-1750) für 2 Violinen und Streicher op. 3 no 8 „Estro armonico“
von Antonio Vivaldi) (Allegro) – Adagio- Allegro

Richard Wagner: Vorspiel zu «Tristan und Isolde»
(1813-1883) (Transkription: Alexander Wilhelm Gottschalg)

Johannes Brahms: Praeludium und Fuga in g Moll WoO 10
(1833-1897)

Eintritt frei / Kollekte

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St. Michaelis Hildesheim Sommerliche Kirchnmusik 2012

St. Michaelis Hildesheim Sommerliche Kirchnmusik 2012

Hildesheim

Sommerliche Kirchenmusik, die 46. seit Bestehen dieser Konzertreihe in St. Michaelis Hildesheim.

Wir haben wieder ein vielfältiges Programm für Sie zusammengestellt, das von mittelalterlicher Musik bis zu einem experimentellen Wort-Ton-Projekt reicht.

Bitte beachten Sie, dass das Abschlusskonzert ausnahmsweise nicht an einem Donnerstag, sondern erst am Sonntag, dem 9. September 2012 stattfindet.

Zwei Konzerte aus dem Programm stelle ich einmal vor::

St. Michaelis, Donnerstag, 9. August 2012, 20 Uhr – Kammerkonzert

Ensemble „Bremer Ratsmusik“

Annika Schmidt, Barockvioline – Jenny Westman, Viola da Gamba – Harry Hoffmann, Barocklaute

Werke von Johann Sebastian Bach

Eintrittspreise: 12 EUR (erm. 8 EUR)

Online-Kartenbestellung:

Link: über ReserviX.de

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St. Michaelis Hildesheim

St. Michaelis Hildesheim

St. Michaelis, Donnerstag, 30. August 2012, 20 Uhr

„Mit der Seel‘ und Mundesstimm'“

Barocktrio Schwarz / Pank/Becker-Foss – Gotthold Schwarz (Leipzig), Barition – Siegfried Pank (Leipzig), Viola da Gamba

Hans Christoph Becker-Foss (Hameln), Orgel und Cembalo

Werke von:

Georg Böhm, Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann,

Georg Christoph Strattner, Johann Adolph Hasse, Carl Philipp Emanuel BachWilhelm Friedemann Bach und  Johann Christoph Friedrich Bach

Eintrittspreise: 12 EUR (erm. 8 EUR)

Online-Kartenbestellung:

Link: ReserviX.de

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Weitere Informationen:

KMD Helmut Langenbruch

Michaelisplatz 2, 31134 Hildesheim

Tel.:  05121 9990184 – Fax:  05121 9990225 – Mobil:  0179 3952637

e-mail:  Helmut.Langenbruch@evlka.de

Internet: http://www.posaunenchor-michaelis.de

………..  http://www.michaelis-gemeinde.de

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Programm-PDF zum Download

Link: PDF – St. Michaelis Hildesheim Programm

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Samstag,  28.07.2012, 20:00 UHR 

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Bach-Nacht 2012

In der Abteikirche Marienmünster

Die diesjährige Bach-Nacht am Samstag, 28. Juli 2012, markiert gleichzeitig die Eröffnung des Festivals der Klosterregion. Sie beginnt um 20 Uhr im Konzertsaal der Kulturstiftung zunächst mit dem Chorkonzert „Von Bach zu Brahms” mit „TASK”, dem Thüringischen Akademischen Singkreis. Um 22 Uhr folgt in der Abteikirche „Licht und Klang”, eine Performance zur Geschichte des Ortes. „Befiehl du deine Wege” – Bach-Choräle zur Nacht – beschließen das Programm des ersten Festivaltages.

Weitere Termine der Klosterregion über den nachstehenden Link

Link:  http://www.philharmonische-gesellschaft-owl.de/klosterregion.html

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Eintrittskarten-Online für Marienmünster:

Link:  https://secure.philharmonische-gesellschaft-owl.de/index.php?id=67&Event=844&BookingType=2

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Als PDF das Gesamt-Programm zum Download (Klosterlandschaften OWL 2012)

Link:  Programm-Klosterlandschaft-OWL-2012

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Konzerthaus der HfM Detmold

Konzerthaus der HfM Detmold

Detmold

6. Oktober 2012 : HfM Detmold, Konzerthaus, 19:30 Uhr

Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem d-Moll KV 626

Johann Sebastian Bach: Kantate „Ich habe genug“, BWV 82

Barockakademie der HfM Detmold: Instrumentalsolisten-Ensemble,

Leitung: Ulrike-Anima Mathé | Vokalsolisten-Ensemble, Einstudierung: Benno Schachtner | ohne Mitwirkung von Klaus Mertens..!!

Leitung: Gerhard Weinberger |

Eine Veranstaltung der Reihe MUSICA SACRA

Eintritt 30,00 EUR | 25,00 EUR | 20,00 EUR – Studierende / Schüler Eintritt frei (Eintrittskarte erforderlich)

Vorverkauf der Eintrittskarten für Detmold

findet im Detmolder „Haus der Musik“,Krumme Straße 26, statt

(Tel. 05231-302078). Sie können dort persönlich Ihre Eintrittskarten kaufen oder über die Ticket-Hotline 0800-00-68745 jederzeit anrufen (auch an Sonn- und Feiertagen). Der Anruf kostet Sie keinen Cent. Die Gebühren zahlt das Haus der Musik. Kernzeit Kunden-Service: Montag bis Freitag 9.30 Uhr bis 18.30 Uhr, Samstag 9.30 Uhr bis 14.00 Uhr

Programmänderung für Detmold:

Samstag, 06.10.2012

Konzerthaus, 19:30 Uhr

Konzert der Barockakademie

Barockakademie der HfM Detmold:
Instrumentalsolisten-Ensemble, Leitung: Ulrike-Anima Mathé | Vokalsolisten-Ensemble, Chorassistenz: Benno Schachtner | Leitung: Gerhard Weinberger | Eine Veranstaltung der Reihe MUSICA SACRA 2012

Johann Sebastian Bach (1685–1750): Kantate „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“, BWV 27 (Dominica 16 post Trinitatis) für Soli, Chor und Orchester – Corinna Kuhnen (Sopran), Julia Maria Spies (Alt), Volker Hanisch (Tenor), Fabian Kuhnen (Bass) / Johann Sebastian Bach: Kantate „Ich habe genung“, BWV 82 (Festo Purificationes Mariae) für Bass, Oboe, Streicher und Continuo – Solist: Konstantin Ingenpass (Bass)
– Pause –
Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791): Requiem d-Moll KV 626 (Fassung: F. X. Süssmayr) für Soli, Chor, Orchester und Orgel – Carine Tinney (Sopran), Janina Hollich (Alt), Volker Hanisch (Tenor), Gregor Loebel (Bass)

Eintritt 30,00 EUR | 25,00 EUR | 20,00 EUR – Studierende / Schüler Eintritt frei (Eintrittskarte erforderlich)

Ticket online

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Stiftskirche Kloster Corvey - Höxter

Stiftskirche Kloster Corvey – Höxter

Höxter – Kloster Corvey, Stiftskirche

Sonntag, 07.10.2012

Stiftskirche Corvey, 17:00 Uhr

Wiederholung des Konzertes vom Vortag unter Mitwirkung von Klaus Mertens (Bass).

Solist: Klaus Mertens, Bass

Wolfgang Amadeus Mozart:

Requiem d-Moll KV 626

Johann Sebastian Bach: Kantate “Ich habe genug”, BWV 82

Barockakademie der HfM Detmold:

Instrumentalsolisten-Ensemble, Leitung: Ulrike-Anima Mathé | Vokalsolisten-Ensemble, Einstudierung: Benno Schachtner |

Leitung: Gerhard Weinberger |

Eine Veranstaltung der Reihe MUSICA SACRA 2012

Online-Ticket: über Saalplan buchen..!!

Link: http://hellwegticket.schlachthof-soest.de/vorverkauf-vorverkauf-men4.html

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Christuskirche Detmold

Christuskirche Detmold

Detmold

Freitag, 16.11.2012

Detmold, Christuskirche, 19:30 Uhr

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)

Das musikalische Opfer, BWV 1079

Ausführende:

Ulrike-Anima Mathé, Barockvioline | Hans-Jörg Wegner, Flöte |

Tomasz A. Nowak, Orgel und Cembalo |

Eine Veranstaltung der Reihe MUSICA SACRA 2012

Eintritt frei

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Herford

Händel und Bach - eine irrwitzige Begegnung

Händel und Bach – eine irrwitzige Begegnung

Stadttheater Herford

Samstag, 27.10.2012 um 19:00 Uhr

Händel und Bach – eine irrwitzige Begegnung

Komödie von Paul Barz
mit Sigmar Solbach und Walter Renneisen

Geistreiche Komödie über ein hitziges Treffen der beiden größten Komponisten ihrer Zeit: Händel und Bach!

Die Komödie geht von einer Fiktion aus, der persönlichen Begegnung zwischen dem geschätzten Komponisten und verdienten Thomas-Kantor Johann Sebastian Bach und dem berühmtesten und bestbezahlten Musiker seiner Zeit, Georg Friedrich Händel. In Wahrheit sind sich die beiden Musiker trotz vieler Parallelen in ihrem Lebenslauf nie begegnet. Alle übrigen Fakten sind aber, bei aller Freiheit der Interpretation, authentisch.

Was sich jedoch zunächst als kollegialer Gedankenaustausch bei festgelegtem Rollenspiel – hier der Superstar und Genussmensch, dort der bescheidene kleine Kantor – anlässt, wird bald schon zum unverhofften Zweikampf. Zwei Titanen ihrer Kunst treten gegeneinander an, sich ebenso ähnlich wie fremd. Im Verlauf ihrer immer heftiger werdenden Auseinandersetzung schimmern Wünsche und Sehnsüchte, auch geheime Ängste und Komplexe durch, die alle Klischeevorstellungen von diesen beiden Musikern durcheinander wirbeln.

Kartenvorverkauf:
Im Theaterbüro Linnenbauer Platz 6, 32052 Herford
Telefon: 05221 / 50007
Dienstag – Freitag 11:00 bis 18:00 Uhr
Samstag 10:00 bis 14:00 Uhr
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Herford
CANTart Herford 2012

CANTart Herford 2012

CANTart – Musikfestival im Kreis Herford
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vom 2.9.2012 bis 11.12.2012
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Der Evangelische Kirchenkreis Herford veranstaltet zusammen mit Kulturanker Herford e.V. und

Kulturpartnern das Musikfestival CANTart.

Im Festival CANTart treffen musikalische Impulse und Strukturen vielfältigster Herkunft und Relationen aufeinander und bilden doch ein
faszinierendes Ganzes. Die Region Herford gewinnt dabei ein ganz eigenes kulturelles Profil mit Tiefenwirkung.

Der Projektname CANTart erinnert an die ursprünglichste Form des Musizierens im Singen (lat. cantare) und verweist zugleich mit dem eigenständigen Partikel art auf Querverbindungen zu anderen Bereichen der Kunst. In CANTart wirken Tradition und innovative Offenheit in zukunftsgerichteter Intonation zusammen.

Die menschliche Stimme erweist sich gemäß dem Festivalthema als Ausdrucksorgan und fordert ebenso zu zeitgerechter Positionierung heraus. Überzeitlichkeit und Aktualität bestimmen ihr Klang- und Wirkungsspektrum.

PDF-Programm zum Download

Link: Flyer_CANTart_2012

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Hannover

Herrenhäuser Kirche Hannover

Herrenhäuser Kirche Hannover

Hannover, Herrenhäuser Kirche Konzerte im Dezember 2012

Bachs Weihnachtsoratorium in einer szenischen Vorstellung. Eine Oper für Jung und Alt.

In Hannovers Herrenhäuser Kirche werden seit etlichen Jahren neben den Kirchenkonzerten bedeutende Oratorienwerke auch als geistliche Opern aufgeführt.

Die für heutige Zuhörer oft schwer verständlichen Texte und verwickelten Handlungsstränge barocker Meisterwerke können durch eine theatralische Verlebendigung besser nachvollzogen werden. Die bisherigen Umsetzungen wurden von Publikum und Presse mit großem Zuspruch aufgenommen. Unter anderem war im Rahmen der Expo 2000 die „Matthäuspassion“ von J.S. Bach in fünf gut besuchten Aufführungen zu erleben. Zuletzt fand 2009 eine viel beachtete musik-theatralische Gestaltung des „Deutschen Requiems“ von Johannes Brahms statt.

Bachs musikalischer Weihnachtshistorie – seinem populärstem Werk – kann eine szenische Gestaltung in besonderem Maße gerecht werden. Zwar ist es sein wohl am häufigsten aufgeführtes Oratorium, trotzdem ist es, kurz gesagt am wenigsten bekannt: Zum Jauchzen und Frohlocken der Hirten und Engel über die Geburt Jesu in den ersten drei Kantaten, gehören nämlich auch die Bedrohungen durch König Herodes, dem „Prototyp des allgegenwärtig Bösen“( Günter Jena ) in den letzten drei Kantaten. Aber genau das ist der Inhalt des Weihnachtsoratoriums: durch Jesus Beistand kann der Mensch den im Schlussritornell beschworenen Anfechtungen durch Tod, Teufel, Sünde und Hölle widerstehen. Gut und Böse gehören zum geistlichen Gesamtkonzept des „Weihnachtsoratoriums“.

So sollen sich also die vertrauten Ereignisse um Christi Geburt herum mitten zwischen den zuschauenden Menschen unter dem eindrucksvollen Herrenhäuser Kronleuchter ( der das himmlische Jerusalem symbolisiert ) im Kirchenraum abspielen. Zu diesem Zweck wird eigens eine Bühne errichtet, die von den Kirchenbänken eingerahmt ist. Gleichzeitig wird aber durch eine Blick- und Raumverbindung zum Erlöserkreuz im Altarraum hin das Geheimnis des göttlichen Heilsplans spürbar sein. Die Klänge des Bachschen Passionschorals „O Haupt voll Blut und Wunden“ rahmen das Oratorium mit seinen eben nur teilweise freudigen und idyllischen Geschehnissen ein.

Eine scheinbar altbekannte Geschichte kann so neu angeschaut werden. Die tiefen Zusammenhänge in Bachs geistlicher Weihnachts-Historie werden zu einem eindrücklichen, Herz, Ohr und Auge bewegenden Ereignis für Besucher aller Altersschichten. Ein besonderes Weihnachtsfest, an das sich interessierte Kirchgänger, Konzert-, Theater- und Opernfreunde noch lange erinnern werden.

Webseite der Herrenhäuser Kirche: 

Link: http://www.kirchenmusik-in-herrenhausen.de/konzerte/index.htm

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Weitere Informationen werden in Kürze auf einer eigenen Website veröffentlicht.

www.weihnachtsoratorium-oper.de

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Ein Sommernachtstraum „Blicke nicht zurück“ am 23.Juni 2012 in der Philharmonie Essen


Mann, mann, mann, geht´s noch besser? Vorgestern habe ich den „Sommernachtstraum“ in der Essener Philharmonie besucht, mit dem für mich ein fulminanter Höhepunkt die diesjährige Spielzeit beendet hat. Das Ganze stand unter dem Motto „Blicke nicht zurück“ und verknüpfte in einem Großprojekt Musik-Theater-Tanz miteinander. Zentraler Ausgangspunkt für die übergreifende Verquickung ist die konzertante Oper „L´Orfeo“ von Claudio Monteverdi unter Thomas Hengelbrock und seinem Balthasar-Neumann-Chor und Ensemble. Angeregt von diesem Projekt, hat Literatur Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek den 2. Programmpunkt des Abends mit der Uraufführung „Schatten“ dazu beigesteuert. Der Monolog der modernen Euridyke, vorgetragen von der Schauspielerin Johanna Wokalek (das ist die Darstellerin der „Päpstin“). Nummer 3 im Bunde gestaltete das Aalto-Ballet mit einem Ballet von Patrick Delcroix: „Cherché, trouvé, perdu“ zu der Musik von Arvo Pärt im Stadtgarten auf einer eigens installierten Bühne im Stadtgarten hinter der Philharmonie. Von der Struktur erinnerte es mich ein bisschen an Bayreuth (Idee von T. Hengelbrock?), wo es ja auch immer zwischen den Akten 2 große Pausen gibt, für kulinarische sowie geistige Regeneration.

L´Orfeo-Favola in musica / Claudio Monteverdi (1567-1643)

Nicolay Borchev-Orfeo, Anna Bonitatibus-Messaggera+Proserpina, Johannette Zomer-La Musica, Anna Stéfany, Speranza, Guido Loconsolo-Plutone, Miljenko Turk-Apollo, Merek Rzepka-Caronte, Tanya Aspelmeier-Ninfa

Balthasar-Neumann-Chor / Ensemble – Thomas Hengelbrock, musikalische Leitung

Die Solisten

Die Solisten

Monteverdi´s „L´Orfeo“ gilt als die erste richtige Oper eines entstehenden Genres, das die Handlung mit Musik und allen Sinnen erlebbar macht (Na gut, anpacken ist nicht erlaubt). Die Uraufführung fand 1607 statt. Wer aber nun fragt, „was soll der verstaubte Kram?“, wird eines besseren belehrt. Die Götter sind natürlich auch nur menschlich und Monteverdi charakterisiert sie als solche mit großem Einfühlungsvermögen. Und diese Typen haben sich auch in 400 Jahren nicht geändert. Sie haben heute warscheinlich nur andere Namen. Auch die Aufführung ist nicht so wirklich konzertant, aber dazu später.

Die Toccata und auch den Prolog der Musica (phantastisch nuanciert gestaltet von J. Zomer), erledigt das Orchester noch alleine, dann stürmt die ausgelassene Hochzeitsgesellschaft-kostümiert und festlich – mit Hengelbrock als einer von ihnen auf die Bühne. Er dirigiert die Derwische vom Boden, kniend und mitsingend. Das ist der grandiose Auftakt für die Hochzeitsfeierlichkeiten. Orpheus und Euridike lassen sich feiern, nach vielen tragischen Erfahrungen ist er im Olymp der Glückseligkeit angekommen. Nicolay Borchev ist ein Spitzen-Orpheus, mit enormem Volumen in den tiefen Lagen. Die Stimmlage des Bariton war damals noch nicht bekannt und ein Tenor nach heutigen Maßstäben in Siegfried-Manier gab es nicht.

Eine Nymphe bringt jedoch in einem ergreifenden Vortrag die Nachricht von Euridikes Tod (Schlangenbiss), Anna Bonitatibus die für mich mit Borchev die herausragendste Solistin. Wie so oft im Leben, auch Glück ist ein flüchtiger Schatten. Er beschliesst ins Reich des Todes herabzusteigen, die Hoffnung-la Speranza, begleitet ihn, muss ihn aber am Eingang verlassen. Der Fährmann läßt ihn natürlich nicht übersetzen, da kein Lebender übersetzen darf. Monteverdi untermalt den Fährmann-Gesang des Caronte (erinnert mich irgendwie mit Hut, Mantel und Stab an Wotan) mit -kenne mich mit der Orgelregistrierung nicht aus- einem Gemshorn!? Wirkt auf jeden Fall gespenstisch. Caronte hat zwar Mitleid, kann aber nicht die Gesetze brechen. Orpheus, der wilde Tiere zähmte und Steine zum Erweichen brachte, will auch das Herz von Caronte erweichen, das passiert nicht, aber der schaurige Wächter ist eingeschlafen! Orpheus setzt über. An dieser Stelle sei lobend die Bläser-Combo erwähnt, die einen nicht unerheblich Part für den festlich, düsteren Einschlag zu erledigen hat.

Die Solisten, Chor, Ensemble und Dirigent

Die Solisten, Chor, Ensemble und Dirigent

Proserpine hat es Orpheus´Leidenschaft angetan, sie überredet ihren Gatten Pluto (Pluto hat eine supergeile Stimme, aber er läßt heute abend nicht alles raus, was er drauf hat!), den sie becirct, Orpheus seine Geliebte wiederzugeben, er stimmt zu (hochbrisante Erotik an dieser Stelle!), aber er darf sich nicht umsehen, total happy über den Rückgewinn seiner Braut, preist Orpheus seine Leier, die ihm mal wieder Glück gebracht hat und träumt schon davon, was ihn abends bei seiner Braut so alles erwartet. Dann fassen ihn Zweifel, vielleicht folgt sie ihm ja gar nicht? Plötzlich leitet ihn seine Leidenschaft und- oh shit!!!- er dreht sich um! Euridike muss im Hades verbleiben. Welche Dramatik! Orpheus beklagt sein Schicksal und im Moment höchster Not greift sein Vater Apollo wie Deus ex machina ein und erhebt ihn in den Himmel, wo er Euridike als Gestirn wiederfindet. Schade, leider kein Happy End, aber der ungestüme Chor preist triumphal Orpheus „Himmelfahrt“.

Die mitreissende Qualität, die irre Dynamik der Chöre, das überragende Solisten-Ensemble und Hengelbrocks gänzlich durchgelüftete Version waren unbeschreiblich. Das Publikum ist mit mir d´accord. Ich würde die Oper eher als semi-szenisch bezeichnen. Die Truppe konnte in ihrer schauspielerischen Leistung und ihren alltagstauglichen Kostümen jeder modernen Inszenierung standhalten. Auch für jeden ungeübten Opernhörer ist die Oper geeignet, durch die vielen Wiederholungen der Chöre, Toccaten und anderer Melodien ist ein Eingewöhnungseffekt garantiert, das Italienisch zu verstehen ist trotz der Übertitel fast überflüssig, die Musik spricht eine deutliche Sprache. Ich bin total gespannt auf Hengelbrocks konzertante Parsifal-Aufführung in 2013 nach dieser absoluten Glanzleistung.

während der Pause am RWE Pavillion

während der Pause am RWE Pavillion

So, jetzt erst mal runterkommen mit einem Gläschen Sekt. Der Wettergott hat ein Einsehen, man kann vom RWE Pavillion auf die Terrasse des Stadtgartens. Dann gehts zum 2. Teil.

Elfriede Jelinek (*1946) – „Schatten (Eurydike sagt)“Strichfassung Johanna Wokalek-Szenische Realisierung: Peter Schmidt, Film: Jan Kerhart

Wokalek auf einem Haufen Klamotten sitzend, dessen Farben grau, schwarz, weiss und besonders rot dominieren, im Hintergrund eine Leinwand mit grauen, wechselnden Bildern.

Jelinek beleuchtet die Gedanken einer modernen Eurydike, die sich eine Parallelwelt zur Realität aufbaut und sich in einen Konsumwahn flüchtet.Der Kaufrausch wird zur Ersatzbefriedigung, die ihre Inspirationen aufsaugen. Ihr eigenes Selbst, ihre eigene Kreativität verkrüppeln im Schatten des „Sängers“, sie wird selbst der Schatten. Es behandelt den Zeitraum vom Schlangenbiss bis zum Tod, Resümee eines Selbstverlustes, sie vergleicht sich mit Handyphotos, was schattenhaft ist, wird verworfen. Eine Parabel auf den Verlust der Tiefgründigkeit und der Nachdenklichkeit in unserer Zeit. Als Frau eines Künstlers hat man -das ist meine Beobachtung- ein Leben, das man in den Dienst des Künstlers stellt oder daran zugrunde geht.

Die Schauspielerin Johanna Wokalek bietet einen beeindruckenden Auftritt, diese charismatische Stimme, die den Text verstärkenden Bewegungen. Jelineks Werk war ein gelungener Gegenpol für die unemazipierte Eurydike bei Monteverdi. Das hat nachdenklich gemacht.

Dann wieder Pause. Es ist dunkel geworden.

Toller Schlussakzent ist das nachfolgende Ballet, das im Stadtgarten stattfindet.

Cherché, trouvé, perdu von Patrick Delcroix greift das vorher gesehene mit der Musik von Arvo Pärt ( Fratres+Ludus aus „Tabula Rasa“ übrigens auch überraschend tolle, neue Musik) noch einmal auf und verknüpft es mit einer weiteren Variante-dem Tanz. Wenn ich auch sonst mit Tanz nicht viel am Hut habe, ist es hier ganz einfach verständlich. Dazu siehts noch ästhetisch total klasse aus. Sein Sujet ist jedoch nicht das schicksalhafte Getrenntwerden, sondern die Trennung und das Wiederfinden aus freier Entscheidung.

Ballet auf der Bühne im Stadtgarten

Ballet auf der Bühne im Stadtgarten

Ein Riesen-Lob an dieser Stelle geht an die Intendanz der Philharmonie Essen, Hr. Dr. Johannes Bultmann+Team und seine Vorstellung, wie man Musik leben, erhalten und geistig aufbereiten muss. Nicht nur, dass ich in dieser Saison bestimmt einige der besten Konzerte überhaupt gehört habe, da kommt auch rüber, dass sich da jemand Gedanken macht, dass die Musik nicht isoliert stehen darf, sondern dass sie Zuflüsse aus allen geistigen Bereichen bekommt, die das Werk bereichern, es transparenter machen, oder den Transfer ins Jetzt vereinfachen. Dann kann sie „welthellsichtig“* machen. Das ist sicherlich mit diesem Gesamtkunstwerk gelungen. Ich freue mich auf die nächste Spielzeit. Es verspricht wieder spannend zu werden. Ich muss nicht nach Berlin, Hamburg oder München fahren. Essen hat alles.

Gruß in die weite Welt, und immer schön nach vorne schauen CvF

*Richard Wagner-Parsifal /2. Akt

Lutz in Lipz-Die Schweizer J.S.Bach-Stiftung mit Rudolf Lutz bei Bachfest


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So, da sind wir wieder auf Gralsgebiet. Diesmal konnte ich sogar meinen Mann dafür gewinnen, Leipzig incl. dem Meister einen Besuch abzustatten. Nachdem wir zuerst ein bisschen durch Gohlis geradelt sind mit einem Besuch des Schillerhauses, haben wir uns dann in einer Pinte mit Karl-Heinz und Iris getroffen. Die beiden waren ja nun schon eine Woche da und hatten musikalisch und privat einiges zu erzählen. Nach meinen letztjährigen Bachfest-Exzessen habe ich mich Konzert-technisch etwas zurückgehalten und habe für uns lediglich ein Konzert auf Volkers wärmste Empfehlung gebucht: J.S .Bach-Stiftung mit Rudolph Lutz / Musik von Thomaskantoren.

Ev.reform. Kirche Leipzig Konzert J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Ev.reform. Kirche Leipzig Konzert der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Dieses Jahr feiert der Thomanerchor nun sein 800 jähriges Bestehen, so ist es auch als Besonderheit anzusehen, dass sämtliche Thomaskantoren auch als Komponisten teils in überragender Qualität hervortraten, sie haben so ein Kompendium an geistlicher Musik geschaffen, dass in ihrer Geschlossenheit als ein Höhepunkt abendländischer Musik angesehen werden darf. Zudem haben sich viele um die Wiederbelebung, wenn nicht sogar Popularisierung des Bach´schen Erbes verdient gemacht. Heute werden folgende Werke von 3 Thomaskantoren aufgeführt

Johann Sebastian Bach: Christ unser Herr zum Jordan kam BWV 7

Moritz Hauptmann: Mein Seel ist stille zu Gott op 53 No. 1 / Nimm von uns, Herr Gott op. 34 / Kyrie aus Messe f-moll op. 18 / Herr, höre mein Gebet op. 40 Nr. 1

Johann Schelle: Christus der ist mein Leben

Solisten: Alex Potter, Altus / Julius Pfeifer, Tenor / Dominik Wörner, Bass

von links im Bild: Anselm Hartinger und Dirigent Rudolf Lutz

von links im Bild: Anselm Hartinger und Dirigent Rudolf Lutz

Um 19.00 Uhr gibt es dann eine Konzerteinführung von Rudolf Lutz, unterstützt von Anselm Hartinger, persönlich, in der kuscheligen, reformierten Kirche ist Lutz live und in Farbe und vor allem „nah dran“  zu erleben. Das ist schon echt stark, die Begeisterung für die Musik ist in jeder Bewegung zu spüren. Wir erfahren wie Schelle den Engelschor anstimmt, seine ersten Violinen als Fanfaren der Verkündigung einsetzt, wie die Musik den Atem anhält im Moment des Sterbens, angeblich wären die Leute, extra wegen der „zuckersüßen“ Musik in die Kirche geströmt! Wir hören wie Hauptmann seine ineinander verschmelzenden Chorsätze aufgebaut hat und dass er ursprünglich nicht die erste Wahl für das Thomaskantorat war, da er als Bratschist keinerlei Chorerfahrung hatte und auch Bach gesündigt hat, na wer hätt´s gedacht!

Die Kantate berichtet uns mit ihrem archaischem Charakter mit Untermalung der dahinrauschenden Wellen des Jordans und dem drastischen, missionarischen Text („ersäufen auch den bitteren Tod“) von der Taufe des Johannes. Sie kommt mit dem erhobenen Zeigefinger daher, was der Altus Alex Potter ausdrucksstark rüberbringt. Auch der Bass Dominik Wörner hat mir sehr gut gefallen, bei manchen koloraturreichen Arien werde ich jedoch das Gefühl nicht los, dass selbst waschechte Profis Bach´s Schwierigkeitsgrad nur mit Abstrichen bestehen.

Das ist bei den „Hauptmännern“ anders. Mit tollem Chorklang, präzisen Absprachen (kann mich nicht erinnern wann ich bei ´nem A-cappela Chor derartig gute End-Konsonant-Absprachen gehört habe) und schmelzigem Sound präsentieren sich die Schweizer. Auch die Abschnitte, die solistisch besetzt sind, bestechen durch glockenreinen, gut in den Gesamtklang eingepassten Passagen. Wunderschön auch die dynamischen Passagen.

Werkeinführung "Thomaskantoren" durch Rudolf Lutz - J.S. Bach-Stiftung

Werkeinführung „Thomaskantoren“ durch Rudolf Lutz – J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Dann Schelle: Das ist der melodiöse Höhepunkt des Abends. Von dem Enthusiasmus durch R. Lutz angesteckt, hören wir jetzt „Schelle – transparent“ und lassen uns von der phantastischen Musik mitnehmen. Mit Ausnahme von Bach waren dies keine Werke, die pompös daherkommen, sondern dies ist Musik von bodenständigen, bescheidenen Komponisten, die ihr Bestes für SOLI DEO GLORIA gegeben haben. Lutz verfügt über ein tolles Ensemble, viel Musikverständnis sowie auch musikdidaktische Fähigkeiten; es war kein spektakuläres Konzert (vielleicht habe ich auch jetzt zuviel Wagner gehört) -ohne dem ganzen einen negativen Anstrich zugeben-, eher mit der Aussage, hört zu, es gibt neben Johann Sebastian Bach auch noch andere Thomaskantoren, die tolle, hörenswerte Musik gemacht haben, die es nicht verdient haben ungehört zu bleiben, auch wenn sie  Bachs Genius nicht überstrahlen können. Wir dürfen also gespannt sein, was demnächst für ein frischer Wind aus der Schweiz weht.

Vokal- und Instrumental-Gruppe der J.S. Bach-Stiftung

Vokal- und Instrumental-Gruppe der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Was aber wirklich negativ war, dass Lutz trotz Standing Ovations keine Zugabe gegeben hat. Tipp von mir für dieses Programm: „Hauptmann-Die Nacht ist kommen“

Claudia

Sonderkonzert der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen zum Bachfest Leipzig 2012 am 13.6.2012 in der Ev. ref. Kirche


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Bachfest Leipzig 2012

Bachfest Leipzig 2012

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Liebe Leipziger Bachfest-Besucher/innen !

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Die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen (Schweiz) veröffentlicht folgende Zusatzangaben zu ihrem Sonder-Konzert im Rahmen des Bachfestes 2012 in Leipzig.

Am Mittwoch, 13. Juni 2012 findet das Sonder-Konzert um 20:00 Uhr in der Ev. reformierten Kirche in Leipzig statt.

Eine Einführung zum Konzert wird an gleicher Stätte um 19:00 Uhr gegeben. Eine Platz-Reservierung findet zu beiden Veranstaltungen nicht statt so dass ein rechtzeitiges Erscheinen ratsam erscheint..!!

Programm:

Moritz Hauptmann (1792-1868)

 Thomas-Kantor

„Meine Seel‘ ist stille zu Gott“, op. 53 Nr. 1 /

„Herr, höre mein Gebet“, op. 40 Nr. 1

Kyrie, aus: Messe f-Moll, op. 18 /

„Nimm von uns, Herr Gott“, op. 34

Johann Schelle (1648-1701)

Thomas-Kantor

„Christus, der ist mein Leben“ /

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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Kantate: BWV 7 "Christ unser Herr zum Jordan kam"

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Kantate: BWV 7 „Christ unser Herr zum Jordan kam“

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Thomas-Kantor

Kantate BWV 7 

Christ unser Herr zum Jordan kam

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Solisten:

Leitung:

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 Vorverkauf:

www.bachfestleipzig.de

oder www.eventim.de

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Die J.S. Bach-Stiftung führte im April 2012 in St. Gallen und im Mai 2012 beim Bach-Fest in Schaffhausen die Matthäus-Passion auf. Die nachfolgende Rezension dazu war überwältigend. Ein Download der Rezension – als PDF – der örtlichen Zeitung aus Schaffhausen kann vorgenommen werden.

   Download PDF-Rezenion – Matthäus-Passion 

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Ein neues Video von der J.S. Bach-Stiftung wurde auf  – YouTube – veröffentlicht:

Auszug vom BWV 184 „Erwünschtes Freudenlicht“

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Die Vorfreude auf Leipzig steigt und wünsche uns allen ein wunderbares Konzert-Erlebnis mit der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen.

Ich schlage vor, dass für alle Blog-Teilnehmer ein Treffen um 18:30 Uhr vor der Ev. reformierten Kirche in Leipzig vereinbart werden sollte.

Die Einführung zum Konzert beginnt um 19:00 Uhr.

Link zur Ev. reform. Kirche Leipzig: https://maps.google.de/maps?hl=de

Bis zum Wiedersehen in Leipzig herzliche Bach-Grüße

Volker