Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den “7. Sonntag nach Trinitatis”


Sir J.E. Gardine und Dr. Peter Wollny übernehmen  ab Januar 2014 das BachArchiv Leipzig.

     Sir J.E. Gardine und Dr. Peter Wollny übernehmen ab Januar 2014 das BachArchiv Leipzig. (Foto: BachArchiv)

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 14.07.2013 begehen wir den 7. Sonntag nach „Trinitatis“

Der 7. Sonntag nach Trinitatis geht nun auch auf die körperlichen Bedürfnisse des Menschen ein, wobei die Symbolhandlung des Abendmahls allerdings auch eine wichtige Rolle spielt. Jesu Handeln in unserem Leben macht uns frei von irdischen Bedürfnissen dadurch, dass wir sie immer erfüllt bekommen, indem wir teilhaben am Brot des Lebens. Der 6. und der 7. Sonntag nach Trinitatis könnten auch als „Sakramentssonntage“ bezeichnet werden, denn an ihnen wird der Taufe und des Abendmahls in ihrer Bedeutung für das Leben des Christen gedacht.

Durch die Erzählung von der Speisung der 5000 erfahren wir am 7. Sonntag nach Trinitatis, wie wunderbar Gott für uns Menschen durch die Gaben seiner Schöpfung sorgt. So können wir auch getrost darauf sehen, dass unser Nächster genug zu essen hat, und von unserem Reichtum abgeben, weil wir wissen, dass der Herr uns speisen wird, wenn wir selbst einmal Not leiden.

Wochenspruch:  

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. (Eph. 2, 19)

Wochenlied:

„Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“ (EG 326)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den „7. Sonntag nach Trinitatis“

BWV   54 – „Widerstehe doch der Sünde“
BWV 107 – „Was willst du dich betrüben“
*) BWV 117 – „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“
BWV 186 – „Ärgre dich, o Seele, nicht“
BWV 187 – „Es wartet alles auf dich“

*) Kantate außerhalb des liturgischen Sonntags !

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ 

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

BWV 186 “Ärgre dich, o Seele, nicht“

Ruth Ziesak, Sopran; Elisabeth von Magnus, Alt;

Paul Agnew, Tenor; Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link: 

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach

BWV 187 “Es wartet alles auf dich”

Sandrine Piau, Sopran / Bogna Bartosz, Alt

Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 107 “Was willst du dich betrüben”

Kantate am 7. Sonntag nach Trinitatis

Agnès Mellon, Sopran / Howard Crook, Tenor
Peter Kooy, Bass

Collegium Vocale Gent

Orchester des Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 186 “Ärgre dich, o Seele, nicht”

Miah Persson (Sopran) Robin Blaze (Countertenor)
Makoto Sakurada (Tenor) Peter Kooy (Bass)

Bach Collegium Japan 

Leitung: Masaaki Suzuki

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 107 “Was willst du dich betrüben”

Kantate am 7. Sonntag nach Trinitatis

Agnès Mellon, Sopran / Howard Crook, Tenor
Peter Kooy, Bass

Collegium Vocale Gent

Orchester des Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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mdr – figaro

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

06:25 Uhr – Einführung zur Kantate

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800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 107 „Was willst du dich betrübent“

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:

http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/br-klassik120.html

Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag  um  08:05 Uhr bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 187 „Es wartet alles auf dicht”

Kantate zum 7. Sonntag nach Trinitatis,

Emma Kirkby, Sopran; Barbara Osterloh, Alt;

Klaus Mertens, Bass;

Heinrich-Schütz-Ensemble; Monteverdi-Orchester München:

Leitung: Wolfgang Kelber

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Videos: 

mit Bach-Kantaten für den 7. Sonntag nach Trinitatis

BWV   54 – „Widerstehe doch der Sünde“
BWV 107 – „Was willst du dich betrüben“
*) BWV 117 – „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“
BWV 186 – „Ärgre dich, o Seele, nicht“
BWV 187 – „Es wartet alles auf dich“

*) Kantate außerhalb des liturgischen Sonntags !

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/ YouTube: BW 54 –  “Widerstehe doch der Sünde”   –  (Interpret: Herreweghe )

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/ YouTube: BWV 107 –  “Was willst du dich betrüben”   –  (Interpret:  Leonhardt )

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/ YouTube: BWV 117  –  “Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut”   –  (Interpret: Leonhardt ) 

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/ YouTube: BWV 186  –  “Ärgre dich, o Seele, nicht”   –  (Interpret: Harnoncourt ) 

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/ YouTube: BWV 187  –  “Es wartet alles auf dich”   –  (Interpret: Leonhardt  ) 

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Verschiedene Barock-Komponisten:

Lieder aus dem Kirchenjahres- und Lebenskreis..!!

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 Johann Kuhnau  (1660 – 1722)

Johann Kuhnau (* 6. April 1660 in Geising; † 5. Juni 1722 in Leipzig) war ein deutscher Komponist und Schriftsteller des Barock.

Der Sohn eines Tischlers besuchte als Stipendiat die berühmte Kreuzschule in Dresden und studierte anschließend Philosophie und Rechtswissenschaft in Leipzig, bevor er eine Stelle als Kantor in Zittau antrat. Damit entsprach er dem seit der Reformationszeit üblichen Typus des akademisch gebildeten Kantors. Nach einem zeitgenössischen Urteil galt er als Universalgelehrter unter den Musikern. VonJohann Christoph Adelung heißt es über Kuhnau: „Ich weiss nicht, ob er dem Orden der Tonkünstler oder den anderen Gelehrten mehr Ehre gebracht. Er war gelehrt in der Gottesgelahrtheit, in den Rechten, Beredsamkeit, Dichtkunst, Mathematik, fremden Sprachen und Musik.“

1682 kehrte er wieder nach Leipzig zurück und wurde zwei Jahre darauf Organist an der Thomaskirche. Ab 1701 bis zu seinem Tode war er Thomaskantor als Nachfolger von Johann Schelle und unmittelbarer Vorgänger von Johann Sebastian Bach. Außerdem bekleidete er ab 1701 auch das Amt des Universitätsmusikdirektors.

YouTube-Video:  

“Johann Kuhnau“ 

Magnificat in C Major

Tom Koopman, Conductor and Organist

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibungen

Kantaten für den 7. Sonntag nach Trinitatis 

St. Mary’s Haddington am 5. und 6.  August 2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 186 “Ärgre dich, o Seele, nicht“ 

Zurückgekehrt aus Ansbach und wieder in Schottland eine Woche nach dem Gedächtniskonzert auf Iona, machten wir uns nun auf nach Haddington, einem bescheidenen Marktflecken in East Lothian, ungefähr dreißig Kilometer östlich von Edinburgh. Die Stiftskirche St Mary ist die längste und laut Pevsner, einem englischsprachigen Standardwerk der Architekturgeschichte, ‚die eindrucksvollste spätmittelalterliche piktische Kirche’ in Schottland. Anfang der 1970er Jahre wurde ein Projekt in Angriff genommen, das den zerstörten, dachlosen Altarraum der im 14. Jahrhundert erbauten Franziskanerkirche durch Abriss der falschen Wand am Ende des Schiffes unter der Vierung wieder eingliedern sollte. Das blassrosa gefärbte Mauerwerk des Chors und Altarraums hatte in den Regen- und Hagelstürmen von über drei Jahrhunderten eine beachtliche Patina angesetzt. Jetzt ist es von einem modernen Fiberglasdach umschlossen, welches das ursprüngliche Steingewölbe ersetzt. Die Organisatoren der Lamp of Lothian-Konzerte hatten für unsere Aufführung den Bereich unter der Vierung vorgesehen, wo ein rundes, mit dickem Teppich ausgelegtes Podium aufgestellt war. Selbst mit einem Holzfußboden bedeckt, glaubte ich, würde sich nie ein für das Publikum befriedigender Klang ergeben, und daher ging ich mit einer kleinen Gruppe ans östliche Ende, um dort die Akustik zu testen. Traumhaft! Wir zogen also um – Chor, Orchester, Orgel und Cembalo – , während die Toningenieure, ohne zu maulen, ihre Mikrophone neu ausrichteten.

Alle drei Bach-Kantaten für diesen Tag (BWV 186, 187 und 107) haben meisterhafte Anfangssätze. Keiner ist besonders bombastisch oder festlich, doch jeder auf seine ganz eigene Weise ausdrucksvoll. Diesmal verwendet Bach Pastelltöne statt Grundfarben. Kernstück von

BWV 186 “Ärgre dich, o Seele, nicht” ist die Anweisung an die Seele, nicht ärgerlich zu sein, wenn sie sieht, dass das ‚allerhöchste Licht (…) sich in Knechtsgestalt verhüllt’. Das war im 18. Jahrhundert der Kernpunkt in der Kritik der Rationalisten am Christentum: Die Vorstellung von einem Christus als Schöpfer und einem Christus in majestätischem Glanz konnte man tolerieren, doch Christus gedemütigt und erniedrigt durch Armut und Leid – das war für sie offenbar unbefriedigend und in Wahrheit ja auch lächerlich. Das mag uns heute merkwürdig erscheinen, aber zu Bachs Zeiten war es eine lebenswichtige Frage. Bach vertrat natürlich die lutherische Richtung, und schon in den einleitenden Worten des Chors geht er daran, uns durch eine Reihe sich steigernder Dissonanzen einen Eindruck davon zu vermitteln, auf welche Weise die verärgerte Christenseele mit sich zu Rate geht. Doch wie so oft in den Kantaten, die wir bisher aufgeführt haben, gewinnt man den Eindruck, dass das zusätzliche Verständnis, das uns Bachs Musik von den Texten verschafft, ein ganzes Stück über das verbal Geäußerte hinausgreift und seinen eigenen Weg geht. Nehmen wir zum Beispiel, wie er dieses einleitende Motto des Chores fortführt, wie er abwechselnd jede Stimme zu demselben Text durch einen einfachen Kunstgriff, drei aufsteigende Noten im Sprechrhythmus, deren dritte ein Vorhalt auf dem Dominantakkord ist, mit einem Fugenthema in Führung gehen lässt. Das gibt der Musik die genau richtige, vorwärts treibende Kraft, wobei die harmonische Spannung des dreinotigen Incipits innerhalb eines längeren achttaktigen Absatzes hin und her wogt.

Es lässt sich schwer sagen, was der tröstenden Stimmung mehr Eloquenz gibt, die instrumentalen Linien (Streicher durch Rohrblattinstrumente verdoppelt) oder die Chorstimmen. Formal gesehen ist dieser Satz unkonventionell – in der Weise, wie zum Beispiel die Verschachtelung der fugierten Abschnitte des Chors wie ein Gegenthema zu dem teilweise wiederkehrenden Hauptthema wirkt, das stets vom Orchester gespielt wird. In einem ABABA-Schema weist Bach den zweiten Teil (B) seinem Chor zu (‚Gottes Glanz und Ebenbild, sich in Knechtsgestalt verhüllt’), wobei den zuerst einsetzenden Sopranstimmen die drei übrigen, homophon geführten Stimmen antworten, die als Stütze nur ein Continuo haben – der erste deutliche Hinweis darauf, dass diese Musik als eines der früheren Werke in Bachs Weimarer Jahren entstanden ist.

Es bedarf nicht sehr großer Phantasie, hier das Flehen der Viertausend in der Wüste zu entdecken, die nach körperlicher und geistlicher Nahrung verlangen, was das Thema des hier vertonten Textes aus dem Evangelium ist (Markus 8, 1–9). Diese flehenden Gesten finden erneut Ausdruck in dem Arioso, mit dem das erste Bass- Rezitativ endet: ‚Ach Herr, wie lange willst du mein vergessen?’ Es könnte fast ein Entwurf sein für eine der großen Vertonungen der Passion. Der Bass erweitert diesen Hilfeschrei in seiner Arie mit Continuo (Nr. 3), wo er die zweifelnde Seele auffordert, sich nicht von der Vernunft ‚bestricken’ zu lassen, denn: ‚Deinen Helfer, Jakobs Licht, kannst du in der Schrift erblicken’. Wiederum in einem Rezitativ, das einem Arioso Raum gibt, verbreitet sich der Tenor über den Wert des heiligen Mannas: ‚Drum, wenn der Kummer gleich das Herze nagt und frisst, so schmeckt und sehet doch, wie freundlich Jesus ist’.

Es erweitert sich zu einer Arie, in der von den ‚Gnadenwerken’ des Heilands die Rede ist, die kraftvoll genug sind, ‚den schwachen Geist zu lehren’, und ‚dies sättigt Leib und Geist’. Wir haben Beweise, dass diese Kantate tatsächlich als sechssätziges Werk (BWV 186a) für den Dritten Adventssonntag 1716, auf einen Text von Salomo Franck, in Weimar entstanden ist. Da Bach sie wegen des Tempus clausum, der Zeit vom zweiten bis vierten Adventssonntag, in der nicht gesungen werden durfte, nicht verwenden konnte, beschloss er, sie früh in seinen ersten Leipziger Kantatenjahrgang aufzunehmen, und zwar als zweiteilige Kantate in elf Sätzen für den Siebenten Sonntag nach Trinitatis. Das bedeutete, dass wegen der veränderten Position des Werkes in der Liturgie des Kirchenjahres im Hinblick auf die Form einige wesentliche Änderungen notwendig wurden: Anpassungen der Arientexte und drei neue Rezitative (die vier Arien folgten vorher direkt aufeinander). Außerdem beschloss Bach, beide Teile mit jeweils einem Chor zu beenden, bei deren Komposition er auf die Verse 12 und 11 des Chorals ‚Es ist das Heil uns kommen her’ von Paul Speratus aus dem Jahr 1523 zurückgriff, die er bereits einer der Kantaten der letzten Woche zugrunde gelegt hatte (BWV 9).

Wenn Teil I dieser Kantate betont, dass die wahre Quelle des Glaubens in der Schrift zu finden sei, so wird in Teil II, wie Eric Chafe sagt, ‚der Gedanke der Glaubensbahn um die Vorstellung ergänzt, wie der Glauben zu leben sei – als Leben unter dem Kreuz gewissermaßen’. Wie in BWV 170 Nr. 3 in der vergangenen Woche beginnen wir unseren Weg in einer Welt, in der alles auf den Kopf gestellt ist, diesmal mit einem mächtigen Bass-Accompagnato, das die Welt als ‚große Wüstenei’ beschreibt (‚der Himmel wird zu Erz, die Erde wird zu Eisen’). Dieser Welt wird als scharfer Kontrast ‚Christi Wort’ entgegengestellt, das ‚ihr [der Christen] größter Reichtum’ ist (Salomo Franck war in Weimar Leiter des herzöglichen Münzkabinetts und Numismatiker, was eine Erklärung für seine Vorliebe für Vergleiche mit Münzen und Metallen ist).

Bach hält, in Anlehnung an Franck, diese Antithese den ganzen zweiten Teil hindurch aufrecht, zwischen dem ‚Jammertal’ des gegenwärtigen Lebens und der Freude und Erfüllung im Leben ‚nach vollbrachtem Lauf’. Das bringt er in einer Reihe lebhafter musikalischer Gesten zum Ausdruck – zum Beispiel den absteigenden Tetrachord-Arpeggien des Continuos in der Sopran-Arie (Nr. 8), stellvertretend für ‚die Armen’, die Gott ‚umarmen’ will, während die Violinen einen ausgedehnten chromatischen Aufstieg bewältigen. Eine in verschiedene Richtungen verlaufende Bewegung kennzeichnet auch die instrumentalen Linien in den identischen Chorälen, die beide Teile beschließen (Nr. 6 und 11), mit aufsteigenden Oboen und absteigenden Violinen in plänkelndem Wechselspiel, ein musikalisches Äquivalent zu der Antithese zwischen Drangsal und Hoffnung, die im Text zum Ausdruck kommt. Wie so oft spielt sich sehr viel mehr unter der Oberfläche der Musik ab, als es auf den ersten Blick scheinen mag – eine (absichtliche?) Spannung zwischen musikalischen Figuren und dem zugrunde liegenden ‚Affekt’ und, ebenfalls ohne Zweifel, auch ein numerologischer Aspekt, wie zum Beispiel die merkwürdige dreizehntaktige Form des Duetts für Sopran und Alt (Nr. 10) zeigt, eine Gigue in c-moll mit vollständiger Oboen- und Violinengruppe, in der die entscheidende Anweisung (‚Sei, Seele, getreu!’) bis zu den letzten beiden Takten aufgespart wird.

Da die neuen Leipziger Stimmen (seit 1906) dieser überarbeiteten Kantate verloren sind, ergeben sich verschiedene Probleme, zum Beispiel was die tiefen B in der Continuobegleitung von Nr. 9 betrifft: War das ursprünglich der Part eines basse de violon, dessen tiefe Saite auf B gestimmt war? Dann die Tonlage und Instrumentierung der Tenor-Arie (Nr. 5) – Oboe da caccia in der Weimarer Version, doch in der autographen Partitur für die Leipziger Wiederaufführung als ‚Oboe und Violinen I & II’ ausgewiesen. Dürr und Kubik empfahlen beide eine Transposition um eine Oktave nach oben, was unwahrscheinlich und unbefriedigend erscheint: Sie schiebt die Oboe an ihre Obergrenze (Es) und trennt Singstimme (Tenor) und Obligato durch eine sehr viel größere Folge von Intervallen, als sie uns bisher begegnet sind. Daher haben wir die ursprüngliche Tonlage beibehalten und die Oboe da caccia mit Violinen und Bratschen verdoppelt, und das Ergebnis war recht schön. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum “6. und 7. Sonntag nach Trinitatis”

                   Gardiner Reisetagebuch SDG 156  zum Download als PDF

  Künstler-Beitrag:  Maya Homburger  – Violine, zum Download  als PDF 

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CD’s vom Label SDG  

CD’s – Bach-Kantaten:  für den  6. und 7. Sonntag nach Trinitatis”    

Cover:  SDG 156 –  Vol. 4

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 156 – Vol. 4

Aufführungsorte:

Kantaten für den “6. und 7. Sonntag nach Trinitatis” 

St. Gumbertus, Ansbach am 30. Juli 2000

St. Mary’s Haddington am 5. und 6.  August 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte:

Kantaten für den “6. Sonntag nach Trinitatis” 

BWV 9 – Es ist das Heil uns kommen her   

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4 

BWV 170 – Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust  

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4

Kuhnau / Bach (attrib.)  – Der Gerechte kommt um

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4

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CD –  z w e i  – Inhalte:

Kantaten für den “7. Sonntag nach Trinitatis” 

BWV 107 – Was willst du dich betrüben    

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4 

BWV 186 – Ärgre dich, o Seele, nicht

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4

BWV 187 – Es wartet alles auf dich

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4

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bachfest-leipzig-2013 

Bachfest Leipzig 2013 – “Vita Christi”

vom 14.06.2013 – 23.06.2013

Für all diejenigen, die in diesem Jahr keine Möglichkeit haben, das Bachfest vor Ort mitzuerleben, gibt es  weiterhin für das Eröffnungs-Konzert vom 14.6.2013 einen besonderen Service. Sie können das Konzert des Thomanerchors und des Gewandhaus-Orchester unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller unter:

 www.bachfestleipzig.de 

weiterhin mitverfolgen.

Video-Youtube Eröffnungs-Konzert BachFest 2013 Leipzig:

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Ebenso können Sie das Abschluss-Konzert vom 23. Juni 2013 weiterhin für 78 Tage auf ARTE-Onlie-Web ansehen. Mit der traditionellen Aufführung von J. S. Bachs Messe in h-Moll, BWV 232 das Bachfest endet.

Video – Link:  Abschluss-Konzert BachFest 2013 Leipzig – Thomaner

Link:

Die Aufzeichnung des Abschlusskonzertes können Sie hier noch einmal ansehen.

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Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

“J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der  J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

(Foto: Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

J.S. Bach Cantata BWV 54 –  „Widerstehe doch der Sünde“

Kantate – J. S. Bach – Cantata BWV 54 dritter Satz Aria – Alto.

Cantata für Altus, Sreicher und Continuo.

Solisten:

Markus Forster (Altus)

Musikalischer Leiter: Rudolf Lutz

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

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YouTube – Video 

BWV 54 – J.S. Bach Cantata BWV 54 –  „Widerstehe doch der Sünden“

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Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-54/


Icon   Abendprogramm BWV 54 (100.8 KB)

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

neue Bezugsquelle ab sofort: –

Link:   bei   j p c

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Grüße

Volker

Klassik-News über Sir J. E. Gardiner – Juli 2013


Liebe Bachfreunde(innen)

Wieder einmal gibt es große Neuigkeiten aus Leipzig und über Sir John Eliot Gardiner zu melden.

Sir John Eliot Gardiner und P D Dr. Peter Wollny führen ab 2014 das Bach-Archiv Leipzig.

Ab 1. Januar 2014 soll Sir John Eliot Gardiner Präsident der Stiftung Bach-Archiv Leipzig werden. Die Funktion des Stiftungspräsidenten wird neu geschaffen, um die international führende Rolle des Bach-Archivs zu betonen und weiter zu entwickeln. Mit Sir John Eliot Gardiner konnte Oberbürgermeister Burkhard Jung während des Bachfestes Leipzig 2013 einen der weltweit führenden Interpreten der Musik des 18. Jahrhunderts für diese Aufgabe gewinnen. Gardiners profunde und wissenschaftlich gestützte Kenntnis von Leben und Wirken Bachs prädestinieren ihn für die Funktion des Stiftungspräsidenten und die damit verbundene Rolle eines international beachteten Botschafters für die Leipziger Bach-Forschung.

Sir J.E. Gardine und Dr. Peter Wollny übernehmen  ab Januar 2014 das BachArchiv Leipzig.

  Sir J.E. Gardine und Dr. Peter Wollny übernehmen ab Januar 2014 das BachArchiv Leipzig. (Foto: BachArchiv)

PD Dr. Peter Wollny wird Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Christoph Wolff in der Funktion des Direktors nachfolgen. Wolff (73) war seit 2001 Direktor des Bach-Archivs und scheidet Ende 2013 aus persönlichen Gründen aus dem Amt. Wollny, der 1993 bei Wolff an der Harvard University promovierte und sich 2009 an der Universität Leipzig habilitierte, gilt als einer der führenden Bach-Forscher. Als Direktor des Bach-Archivs wird er in den Bereichen Forschung, Bibliothek, Museum sowie in der künstlerischen Ausrichtung der vom Bach-Archiv ausgerichteten Veranstaltungen neue Akzente setzen. Die Wahl der neuen Bach-Archiv Führung ist für Oktober 2013 vorgesehen.

Als Geschäftsführer im nunmehr dreiköpfigen Vorstand des Bach-Archivs wird Dr. Dettloff Schwerdtfeger die Arbeit des Präsidenten und des Direktors weiterhin gleichberechtigt begleiten. Schwerdtfeger wird im Zuge der Vorstandserweiterung die Aufgabe des geschäftsführenden Intendanten für das Leipziger Bachfest übernehmen. Der geschäftsführende Intendant leitet die Sitzungen des künstlerischen Direktoriums, welches wie bisher durch den Thomaskantor Georg Christoph Biller, den neuen Direktor des Bach-Archivs Peter Wollny und den Intendanten der Tonhalle Zürich Dr. Elmar Weingarten besetzt bleibt.

Textquelle: Bach-Archiv Leipzig

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Das langersehnte J.S. Bach-Buch von J.E. Gardiner wird im Oktober 2013 veröffentlicht in einer englischen Ausgabe.

J.E. Gardiner Musik im Schloss des Himmels Ein Porträt von Johann Sebastian Bach

J.E. Gardiner Musik im Schloss des Himmels Ein Porträt von Johann Sebastian Bach

Buch-Titel: von Sir  J.E. Gardiner

Musik im Schloss des Himmels Ein Porträt von Johann Sebastian Bach.

Eine Vorbestellung kann >> h i e r  << vorgenommen werden.

Johann Sebastian Bach ist eines der am bekanntesten unergründlichen Komponisten in der Musikgeschichte. Wie kann eine solch erhabene Arbeit von einem Mann,…

  • Veröffentlicht am: 29.10.2013
  • Originalsprache: Englisch
  • Preis: 19,27 £

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Herzliche Bachgrüße

Volker

 

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den “6. Sonntag nach Trinitatis”


Trompeter: Neil Brough  bei der h-Moll Messe mit  J. E. Gardiner in London

      Trompeter: Neil Brough  und Monteverdi Choir mit der h-Moll Messe mit J. E. Gardiner in London

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 07.07.2013 begehen wir den 6. Sonntag nach „Trinitatis“

Der 6. Sonntag nach Trinitatis konzentriert sich diesmal auf die Taufe als dem Beginn eines neuen Lebens. In diesem Zusammenhang wird auch der Gedanke eines „lebenslangen Bundes“ aufgenommen. Der 6. und der 7. Sonntag nach Trinitatis könnten auch als „Sakramentssonntage“ bezeichnet werden, denn an ihnen wird der Taufe und des Abendmahls in seiner Bedeutung für das Leben des Christen gedacht.

Am 6. Sonntag nach Trinitatis hören wir von der Taufe, dass wir durch sie zu Gottes Volk hinzuberufen sind. Die Taufe läßt uns teilhaben an dem Tod und der Auferstehung Jesu, und so haben wir auch Teil an dem wunderbaren Licht, das mit Jesus in diese Welt leuchtet.

Wochenspruch:  

So spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein. (Jes 43, 1)

Wochenlied:

„Ich bin getauft auf deinen Namen“ (EG 200)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den „6. Sonntag nach Trinitatis“

BWV       9 –  „Es ist das Heil uns kommen her“
BWV  170 –  „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ 

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

BWV 170 “Vergnügte Ruh‘, beliebte Seelenlust,”

Kantate zum 6. Sonntag nach Trinitatis

für Alt, Oboe d’amore, Orgel, Streicher und Basso continuo;

Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link: 

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach

BWV 170 “Vergnügte Ruh‘, beliebte Seelenlust,”

Andreas Scholl, Countertenor
NDR Radiophilharmonie /

Leitung: Martin Haselböck

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 9 “Es ist das Heil uns kommen her”

Kantate am 6. Sonntag nach Trinitatis

Sandrine Piau, Sopran / Bogna Bartosz, Alt
James Gilchrist, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 9 “Es ist das Heil uns kommen her”

Midori Suzuki (Sopran) / Magdalena Kozená (Mezzosopran)
Knut Schoch (Tenor) / Jan van der Crabben (Bass)

La Petite Bande 

Leitung: Sigiswald Kuijken

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 9 “Es ist das Heil uns kommen her”

Midori Suzuki (Sopran) / Magdalena Kozená (Mezzosopran)
Knut Schoch (Tenor) / Jan van der Crabben (Bass)

La Petite Bande 

Leitung: Sigiswald Kuijken

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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mdr – figaro

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

06:25 Uhr – Einführung zur Kantate

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800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 170 „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:

http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/br-klassik120.html

Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag  um  08:05 Uhr bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 170 „Vergnügte Ruh‘, beliebte Seelenlust”

Kantate zum 6. Sonntag nach Trinitatis,

Monica Groop, Mezzosopran;

Ostbottnisches Kammerorchester

Leitung: Juha Kangas

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Videos: 

Videos mit Bach-Kantaten zum 6. Sonntag nach Trinitatis 

BWV       9 –  „Es ist das Heil uns kommen her„
BWV  170 –  „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“

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/ YouTube: BW 9 –  “Es ist das Heil uns kommen her”   –  (Interpret: N.N.)

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/ YouTube: BWV 170 –  “Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust”   –  (Interpret:  S D G )

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/ YouTube: *) BWV 7  –  “Christ unser Herr zum Jordan kam ”   –  (Interpret: Pieter Jan Leusink) 

*) BWV 7 Kantate zum Johannistag. Der Johannistag (auch Johanni, Johannestag) ist der Gedenktag der Geburt Johannes des Täufers am 24. Juni.

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Verschiedene Barock-Komponisten:

Lieder aus dem Kirchenjahres- und Lebenskreis..!!

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 Johann Kuhnau  (1660 – 1722)

Johann Kuhnau (* 6. April 1660 in Geising; † 5. Juni 1722 in Leipzig) war ein deutscher Komponist und Schriftsteller des Barock.

Der Sohn eines Tischlers besuchte als Stipendiat die berühmte Kreuzschule in Dresden und studierte anschließend Philosophie und Rechtswissenschaft in Leipzig, bevor er eine Stelle als Kantor in Zittau antrat. Damit entsprach er dem seit der Reformationszeit üblichen Typus des akademisch gebildeten Kantors. Nach einem zeitgenössischen Urteil galt er als Universalgelehrter unter den Musikern. VonJohann Christoph Adelung heißt es über Kuhnau: „Ich weiss nicht, ob er dem Orden der Tonkünstler oder den anderen Gelehrten mehr Ehre gebracht. Er war gelehrt in der Gottesgelahrtheit, in den Rechten, Beredsamkeit, Dichtkunst, Mathematik, fremden Sprachen und Musik.“

1682 kehrte er wieder nach Leipzig zurück und wurde zwei Jahre darauf Organist an der Thomaskirche. Ab 1701 bis zu seinem Tode war er Thomaskantor als Nachfolger von Johann Schelle und unmittelbarer Vorgänger von Johann Sebastian Bach. Außerdem bekleidete er ab 1701 auch das Amt des Universitätsmusikdirektors.

……Bedürfte es allein einer behutsamen Instrumentierung der Motette – Johann Ludwig Bach’s, um den gattungsmäßigen Charakter zu verändern, so wurde dieser Weg im Falle der Passionsmotette „Der Gerechte kömmt um“ tatsächlich beschritten. Zugleich handelt es sich bei diesem Stück um eines der rätselhaftesten Puzzleteile der gesamten Bach-Überlieferung – lassen sich doch weder der Komponist der lateinischen Vorlage noch der Bearbeiter der deutschen orchestrierten Version mit letzter Sicherheit bestimmen.

YouTube: Kuhnau / J.S. Bach (Trauer-Motette) –  “Der Gerechte kommt um” (Interpret S D G )

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibungen

Kantaten für den 6. Sonntag nach Trinitatis 

St. Gumbertus, Ansbach am 30. Juli 2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 170 “Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ 

Der Wechsel von der zauberhaften schottischen Insel Iona, wo einige von uns aus Anlass des 250. Todestages Bachs aufgetreten waren, auf direktem Wege nach Ansbach in Franken war zwangsläufig unangenehm krass. Für die Feier in der alten Iona Abbey hatten wir ein Programm zusammengestellt, das einige der intimsten und bewegendsten Stücke enthielt und das wir an einem milden Sonnentag aufführten, mit den Schreien der Seemöwen und dem Blöken der Schafe im Hintergrund. Unser Programm für die Bach-Woche in Ansbach enthielt, neben der Wiederholung der Kantate Aus der Tiefen vom vergangenen Wochenende in Mühlhausen und zwei Motetten, die beiden Kantaten Bachs, die für den Sechsten Sonntag nach Trinitatis erhalten sind: BWV 170 Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust, eine Kantate für Alt und obligate Orgel, Oboe d’amore und Streicher, und BWV 9 “Es ist das Heil uns kommen her”, eine Choralkantate aus der Zeit um 1732.

BWV 170 “Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust” ist die erste der beiden Solokantanten für Alt, die Bach im Sommer 1726 auf fünfzehn Jahre vorher veröffentlichte Texte des Darmstädter Hofbibliothekars Georg Christian Lehms schrieb. In diesem Jahr hatte Bach offenbar einen hervorragenden Sänger zur Verfügung, vielleicht Carl Gotthelf Gerlach, der damals an der Universität studierte und unter Johann Kuhnau bei den Thomanern gesungen hatte, und war begierig, aus seinem Talent einen möglichst großen Nutzen zu ziehen. Oberflächlich gesehen vertonte Bach einen kernigen, wenn auch ausgesprochen altmodischen, an barocker Symbolik reichen Text zu einer Zeit, als der galante Stil in Mode kam und sich sogar schon auf seine eigene Kirchenmusik auszuwirken begann. Faszinierend ist, auf welche Weise es ihm gelingt, aus diesen völlig konträren Ausdrucksformen eine überzeugende Synthese zu schaffen.

Die Anfangsarie ist reines Entzücken, ein warmer, üppiger Tanz im 6/8-Takt in D-dur. Man fühlt förmlich Bachs liebevolles Lächeln über dieser Musik schweben, die uns den Weg zur ‚Himmelseintracht’ weist. Eine jener unbeschreiblich schönen Melodien des Komponisten, die sich in unserem Hörgedächtnis einnisten, sie braucht einen ganzen Takt, um in Gang zu kommen, doch sobald das geschafft ist, erweckt sie den Anschein, als würde sie nie aufhören können (sie ist zwar nur acht Takte lang, wirkt jedoch endlos). Doch erhält diese ausladende, der Oboe d’amore und der ersten Violine anvertraute Melodie ihre Schönheit und heitere pastorale Stimmung erst durch ihr harmonisches Gerüst. Die sanft plätschernden Achtel in den tiefen Streichern werden zu Dreiergruppen verschleift und erinnern an das ‚Bogenvibrato’ oder was die Franzosen balancement nannten, während die abwärts gerichtete Basslinie klingt, als deute sich hier ein Ostinato an – mit anderen Worten der Beginn eines Musters, das sich schleifenartig wiederholen wird. Nun ja, es kommt tatsächlich wieder, aber nicht konsequent oder so, dass es in irgendeiner Weise vorhersagbar wäre. Mit Lehms’ Text vor Augen sucht Bach nach Möglichkeiten, wie er als Lebensziel den Frieden der Seele herausarbeiten kann, und nach Mustern, die ihm gestatten, hin und wieder auf die Sünde und die Schwäche des Fleisches zu verweisen.

Lehms, ein wortgewaltiger und leidenschaftlicher Verseschmied, kommt schon von Nr. 2 an (einem Rezitativ) richtig in Fahrt, wo er das Tagesevangelium (aus der Bergpredigt in Matthäus 5, 20–26) und die Epistel (Paulus an die Römer, 6, 3–11) paraphrasiert und zusammenfasst. Demnach, erklärt er, sei die Welt ein ‚Sündenhaus’, deren Mund ‚voller Ottergift’ den unschuldigen Nächsten als Dummkopf und Narr beschimpfe. Bach liefert erwartungsgemäß die entsprechenden deklamatorischen Gesten und Ausdrucksnuancen und wechselt bei dieser Gelegenheit zu der entfernten Tonart fis-moll. In dieser Welt, in der das Unterste zuoberst gekehrt ist, folgt nun eine ungewöhnliche, recht umfangreiche Arie in A-dur, die für eine zweimanualige obligate Orgel vorgesehen ist. Allerdings haben wir, wie es Bach offenbar bei der Uraufführung der Kantate gehandhabt hatte, zwei Orgeln verwendet, eine für jedes Manual, die eine im Chorton notiert, die andere im Kammerton. Diesen Stimmen fügt Bach in der mittleren Lage nur eine Linie mit unisono geführten Violinen und Bratschen hinzu.

Dieser besonderen, ‚Bassettchen’ genannten Verfahrensweise sind wir in diesem Jahr schon verschiedentlich immer dann begegnet, wenn Bach der Meinung ist, eine besondere Stimmung müsse geschaffen werden, und auf die übliche Stütze durch den Basso continuo verzichtet. Er verwendet sie symbolisch mit Bezug auf Jesus (der keine ‚Stütze’ braucht), der die Gläubigen vor den Folgen der Sünde beschützt (wie in der Sopran-Arie ‚Aus Liebe’ in der Matthäus- Passion), und, am anderen Ende, auf die Menschen, die immer wieder in Sünde verfallen, wie in jener wunderbaren Sopran-Arie ‚Wir zittern und wanken’ aus BWV 105, oder (so wie hier) bezogen auf die ‚verkehrten Herzen’, die (im wahrsten Sinne des Wortes) den Boden unter den Füßen verloren haben, weil sie sich von Gott abwenden.

Die Arie ist aus der Warte eines passiven Zeugen aufgezeichnet, der sieht, wie die rückfälligen Sünder ‚mit rechten Satansränken’ Gottes Strafgericht verlachen und ‚sich nur an Rach und Hass erfreun’, und das Unbehagen des Sängers auf seinem Beobachtungsposten ist im zerklüfteten Rhythmus der Bassettchen-Linie zu spüren. Bach weicht an zwei Stellen von der chromatischen, fugierten Verflechtung der beiden Orgellinien ab und liefert stattdessen einen schnelleren, diatonischen Austausch zwischen den Stimmen, der so angelegt ist, dass er im A- Teil mit der in Lehms’ Text erwähnten ‚Rach und Hass’ und im B-Teil mit den Worten ‚frech verlacht’ zur Deckung gelangt. Mir als Nicht- Organisten erscheint das alles ein wenig merkwürdig und unpersönlich. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Arie, mit wendigeren, klagender klingenden Instrumenten gespielt, wie zum Beispiel den Unisono-Violinen in ‚Et incarnatus’ der h-moll-Messe, mehr zu Herzen gehen würde.

Offensichtlich war Bach knapp mit der Zeit, nachdem er beschlossen hatte, dieses Werk am 28. Juli 1726 mit der Kantate seines Meiningener Cousins Johann Ludwig (Ich will meinen Geist in euch geben) zu koppeln; diese wurde vor der Predigt aufgeführt, und Vergnügte Ruh während der Verteilung des Abendmahls. Mir erscheint die Orgel als Soloinstrument in der stolz einherschreitenden Da-Capo- Arie in D-dur (Nr. 5), die das Werk beschließt, sinnvoller eingesetzt, wenngleich auch dies eine Entscheidung gewesen sein mag, die in letzter Minute unter Zeitdruck zustande kam und Bach nötigte, das Orgelsolo selbst zu spielen. Ursprünglich mochte er für diesen Satz ein melodisches Blasinstrument vorgesehen haben – vielleicht eine Oboe d’amore –, und dann, als er Vergnügte Ruh in seinen letzten Jahren, um 1746/47, wieder aufführte, wählte er für diesem Satz sicher eine obligate Flöte, was die in der Uraufführung verwendete zweite Orgel entbehrlich machte. Das erklärt, warum sein ältester Sohn, Wilhelm Friedemann, 1750 in Halle unbedingt die erste Arie wieder aufführen wollte, nicht jedoch den restlichen Teil der Kantate. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum “6. und 7. Sonntag nach Trinitatis”

                   Gardiner Reisetagebuch SDG 156  zum Download als PDF

  Künstler-Beitrag:  Maya Homburger  – Violine, zum Download  als PDF 

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CD’s vom Label SDG  

CD’s – Bach-Kantaten:  für den  6. und 7. Sonntag nach Trinitatis”    

Cover:  SDG 156 –  Vol. 4

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 156 – Vol. 4

Aufführungsorte:

Kantaten für den “6. und 7. Sonntag nach Trinitatis” 

St. Gumbertus, Ansbach am 30. Juli 2000

St. Mary’s Haddington am 5. und 6.  August 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte:

Kantaten für den “6. Sonntag nach Trinitatis” 

BWV 9 – Es ist das Heil uns kommen her   

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4 

BWV 170 – Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust  

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4

Kuhnau / Bach (attrib.)  – Der Gerechte kommt um

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4

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CD –  z w e i  – Inhalte:

Kantaten für den “7. Sonntag nach Trinitatis” 

BWV 107 – Was willst du dich betrüben    

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4 

BWV 186 – Ärgre dich, o Seele, nicht

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4

BWV 187 – Es wartet alles auf dich

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4

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bachfest-leipzig-2013 

Bachfest Leipzig 2013 – “Vita Christi”

vom 14.06.2013 – 23.06.2013

Für all diejenigen, die in diesem Jahr keine Möglichkeit haben, das Bachfest vor Ort mitzuerleben, gibt es  weiterhin für das Eröffnungs-Konzert vom 14.6.2013 einen besonderen Service. Sie können das Konzert des Thomanerchors und des Gewandhaus-Orchester unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller unter:

 www.bachfestleipzig.de 

weiterhin mitverfolgen.

Video-Youtube Eröffnungs-Konzert BachFest 2013 Leipzig:

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Ebenso können Sie das Abschluss-Konzert vom 23. Juni 2013 weiterhin für 78 Tage auf ARTE-Onlie-Web ansehen. Mit der traditionellen Aufführung von J. S. Bachs Messe in h-Moll, BWV 232 das Bachfest endet.

Video – Link:  Abschluss-Konzert BachFest 2013 Leipzig – Thomaner

Link:

Die Aufzeichnung des Abschlusskonzertes können Sie hier noch einmal ansehen.

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Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

“J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der  J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

(Foto: Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

J.S. Bach Cantata BWV 66 –  „Erfreut euch, ihr Herzen“

Kantate – J. S. Bach – Cantata Fünfter Satz aria duetto, alto e tenore,

Kantate BWV 66 zum 2. Osterfesttag

Solisten

Alex Potter, Altus; / Julius Pfeifer, Tenor; / Dominik Wörner, Bass

Musikalischer Leiter: Rudolf Lutz

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

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YouTube – Video 

BWV 66 – J.S. Bach Cantata BWV 66 –  „Erfreut euch, ihr Herzen“

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Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-66/


Icon   Abendprogramm BWV 66 (289.0 KB)

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

neue Bezugsquelle ab sofort: –

Link:   bei   j p c

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Grüße

Volker

Radiotipp für den 5. Juli 2013 – Bachfest Leipzig mit Hana Blažíková


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5.7.13

Deutschlandradio kultur
20.03 – 22.00
Bachfest Leipzig
Hana Blažíková im Alten Rathaus
Aufzeichnung vom 23.06.2013

Georg Philipp Telemann: Ouvertüre D-Dur
Johann Sebastian Bach: „Ich bin in mir vergnügt“ BWV 204
ca. 21:00 Uhr Konzertpause mit Nachrichten
Johann Sebastian Bach: Sinfonia G-Dur aus der Kantate BWV 174
Arcangelo Corelli: Concerto grosso c-Moll op. 6 Nr. 3
Johann Sebastian Bach: „O holder Tag, erwünschte Zeit“ BWV 210

Hana Blažíková, Sopran
Ensemble Cordia
Leitung: Stefano Veggetti

Nicht zuletzt durch den Bezug zu den historischen Bach-Wirkungsstätten Leipzigs ist das Bachfest Leipzig einzigartig in der Welt. Das breite Programmspektrum reflektiert sowohl das geistliche, weltliche und kammermusikalische Œuvre des bedeutenden Komponisten als auch dessen vielfältige Bezüge zur Musikstadt Leipzig.
Das diesjährige Bachfest Leipzig vom 14. bis 23. Juni steht unter dem Motto „Vita Christi“. Wir bringen eine Aufzeichnung vom letzten Tag des Festivals aus dem Alten Rathaus mit der tschechischen Sopranistin Hana Blažíková und dem auf Alte Musik spezialisierten Ensemble Cordia unter der Leitung seines Gründers Stefano Veggetti.
„Von der Zufriedenheit“ nannte der in Halle an der Saale wirkende Dichter und Universitätslehrer Christian Friedrich Hunold eine seiner Cantaten und veröffentlichte sie in seiner Sammlung „Academische Neben-Stunden“. Johann Sebastian Bach griff den Text um 1726/27 auf, ergänzte ihn und vertonte ihn zur Kantate „Ich bin in mir vergnügt“ (BWV 204).
Der Kompositionsanlass ist bis heute nicht geklärt, möglicherweise erklang das Werk im Rahmen einer privaten Feier im Hause Bach oder aber während eines Konzertes des Leipziger Collegium musicum. Gleichwohl handelt es sich um eine überaus facettenreiche Solokantate für Sopran und Orchester.
Einige Jahre später schuf Bach mit der Hochzeitskantate „O holder Tag, erwünschte Zeit“ (BWV 210) ein weiteres Spitzenwerk der Sololiteratur für Sopran. Wer allerdings unter den Klängen dieser wunderbaren Musik zum Traualtar schritt, ist nicht geklärt.
Die Sopranistin Hana Blažíková hat sich in den letzten Jahren als Opern- und Oratoriensängerin einen Namen gemacht und ist zweifellos eine ideale Interpretin für diese anspruchsvolle Vokalmusik.

Meine Eindrücke vom BachFest 2013 Leipzig – zwei überwältigende Konzerte von J.E. Gardiner – Monteverdi Choir und EBS


Liebe Bachfreunde (innen) !

Lange ist es her, dass wir uns zum BachFest 2013 in Leipzig eingefunden hatten. Ich möchte nach dem Artikel von @Wolfgang, meine persönlichen Empfindungen zu den Konzerten von Sir John Eliot Gardiner wiedergeben.

I.  J.E. Gardiner – Konzert vom Donnerstag, 20.6.2013, BWV 245 „Johannes Passion“ in der Thomaskirche Leipzig.

BachFest 2013 Leipzig  Thomaskirche BWV 245 Johannes Passion Foto: Gert Mothes

           BachFest 2013 Leipzig Thomaskirche BWV 245 Johannes Passion Foto: Gert Mothes

Vor der Aufführung der Johannes Passion gab es ein großes Unwetter in Leipzig. Blitze und Donner und ein schwerer Regen erschwerten den Zugang in die Thomaskirche. Plötzlich stand Sir Gardiner im Eingang hinter mir und wir lächelten uns zu. Gerne überlies ich ihm den Vortritt, damit er schnell zur Konzert-Empore gehen konnte. Das war ein gutes Zeichen Sir Gardiner in der Nähe gesehen zu haben.

Viele Besucher kamen zu spät zum Konzert. Öffentliche Verkehrsmittel konnten wegen Wasserüberflutungen und Stromstörungen nicht fahren. Nach über dreißig Minuten Verspätung kamen noch zahlreiche Besucher in die Thomaskirche. Ein Blog-Mitglied von WordPress „Volkers Klassikseiten“ konnte aufgrund der Wetterkapriolen, die Johannes Passion nicht hören. Sämtliche verfügbaren Taxen waren im Dauereinsatz.

Das Gewitter mit Blitze und Donner war in den zwei Stunden immer Gegenwärtig. Das gab dem Konzert eine überirdische Würze. Der Himmel gab zu der Johannes Passion sein Statement ab. Dramaturgischer konnte das Konzert nicht untermauert werden.

Gardiners Johannes Passion BWV 245 in der Thomaskirche war eine Aufführung in einer sehr hohen Qualität. Meine Fassung habe ich in dem Konzert kaum halten können. Sir J.E. Gardiner konzertierte so wunderschön, dass meine Seelenverfassung auf das äusserste angespannt war. Der Monteverdi Choir und English Baroque Soloists sangen und spielten überirdisch schön.

BachFest 2013 Leipzig  Thomaskirche BWV 245 Johannes Passion Foto: Gert Mothes

       BachFest 2013 Leipzig Thomaskirche BWV 245 Johannes Passion Foto: Gert Mothes

Es ist eine Seelenverwandtschaft zwischen Gardiner, Chor und Orchester zu erkennen. Sie reagieren auf Gardiners Handzeichen mit einer Bravour der Einmaligkeit. Hier stimmt das Timing und die Übereinstimmung. Große Feinheiten in der Nuancierung und Wiedergabe der Johannes Passion BWV 245 –  gelangen überwältigend. Die Begeisterung des Musizierens von Gesangs-Solisten, Chor und Orchester waren immer gegenwärtig. Alle stellen sie sich in den Dienst der Sache, der auch Sir John Eliot Gardiner dient: „Bachs Musik zum Lobe Gottes.“

Sir J.E. Gardiner mit der Johannes Passion am 20_6_2013 in der Thomaskirche Leipzig Foto:  Gert Mothes

Sir J. E. Gardiner mit der Johannes Passion am 20.06.2013 in der Thomaskirche Leipzig Foto: Gert Mothes

Die zwei Stunden gingen viel zu schnell zu Ende. Gerne hätte ich diesen Protagonisten weiter zugehört. Es war eine Aufführung von absoluter Spitze und getragen von der Überzeugung aller Beteiligten, Bach’s großes Passions-Oratorium in den Herzen der Besucher zu manifestieren. Sehr bemerkenswert, dass Gardiner beim Schlussakkord die Hände lange oben hielt. Nach einer stillen Minute durfte dann erst der wohlverdiente und stürmische Applaus in der vollbesetzten Thomaskirche vorgenommen werden. Das hat mir sehr gut gefallen nach diesem wunderbaren Osteroratorium.  Die persönlichen Gedanken und Eindrücke des Gehörten konnten so zur Besinnung und Verinnerlichung kommen.

Ein Oratorienabend in der ehrwürdigen Thomaskirche gelang vortrefflich und schwingt in mir heute noch so fantastisch nach.

   Link:

Eine weitere Rezension Gardiner Johannes Passion Leipzig 2013

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II. Meine Eindrücke vom Gardiner-Kantaten-Konzert, Samstag, 22.6.2013, in der Nikolaikirche Leipzig.

Eine restlos ausverkaufte Nikolaikirche erwartete großartige und festliche Kantaten. Das Oster-Oratorium, BWV 249 und das Himmelfahrts-Oratorium, BWV 11 wurden zu einem Highlight des BachFestes Leipzig 2013.

BachFest 2013 Leipzig Nikolaikirche Auferstehung und Himmelfahrt mit Hannah Morrison Sopran Meg Bragle Mezzosopran Nicholas Mulroy Tenor Peter Harvey Bass Foto: Gert Mothes

BachFest 2013 Leipzig Nikolaikirche Auferstehung und Himmelfahrt mit Hannah Morrison Sopran Meg Bragle Mezzosopran Nicholas Mulroy Tenor Peter Harvey Bass Foto: Gert Mothes

Sir Gardiner machte einen frischen und gut gelaunten Eindruck. Die Temperaturen waren erträglicher als im Konzert am 20.6. mit der Johannes Passion. Meine drei beliebten Star-Trompeter von Gardiner standen direkt vor unserer Kirchenbank. Meine Trompeten-Favoriten sind: Neil Brough, Robert Vanryne und Michael Harrison. Sie spielten überwältigend auf Natur-Trompeten und waren ein besonderes Herzstück des Konzertes.

BachFest 2013 Leipzig Nikolaikirche Auferstehung und Himmelfahrt mit Naturtrompeten links: Foto: Gert Mothes

BachFest 2013 Leipzig Nikolaikirche Auferstehung und Himmelfahrt mit Naturtrompeten links: Robert Vanryne und Michael Harrison Foto: Gert Mothes

Die unnachahmliche Art des Dirigierens von Gardiner war überwältigend. Kurze Handzeichen, Zeigefinger hoch, der ganze Körper Gardiners zeigte den Aufführenden den Weg, den sie zu beschreiten haben. Gardiners Seelenverwandschaft zu J.S. Bach ist für jederman zu erkennen. Seine überschäumende Freude zu den aufzuführenden Pracht-Kantaten ist sofort zu bemerken. Harmonisch und nahtlos reagieren alle Protagonisten seinen vorgezeichneten Weg.

Es ist immer bewundernswert, was für hervorragende junge Gesangs-Solisten Gardiner eine Chance gibt, sich in seinen Konzerten qualifizieren zu können. Sie haben erstaunlich viel Qualität und Potenzial des Singens und werden eine großartige Zukunft besitzen. Hannah Morrison; Sopran und Meg Bragle, Mezzosopran, waren ein Genuss, sie in den Rezitaitven und Arien hören zu können. Über Peter Harvey, Bass-Bariton, braucht nicht mehr gesprochen zu werden. Ein großartiger Sänger mit einer überragenden Wortverständlichkeit und einem herrlichen Timbre in seiner Stimme.

BachFest 2013 Leipzig Nikolaikirche Auferstehung und Himmelfahrt  J.E. Gardiner Monteverdi Choir EBS Foto: Gert Mothes

BachFest 2013 Leipzig Nikolaikirche Auferstehung und Himmelfahrt J.E. Gardiner Monteverdi Choir EBS Foto: Gert Mothes

Etwas abfallend der Tenor, Nicholas Mulroy. Seine Stimme gefällt mir nur bedingt und klingt ein wenig gequält. Hier hätte ich gerne meinen Favoriten James Gilchrist gehört. Das war der einzige Abstrich an den Protagonisten. Die Aufführenden waren eine Einheit der Superlative und glänzten mit einer überragenden Wiedergabe.

Genial sind Gardiners Einfälle in den Bachwerken etwas Besonderes zu interpretieren. Ich greife einmal den Choral Nr, 6 aus dem BWV 11 Himmelfahrts Oratoium, heraus:

Nun lieget alles unter dir,
dich selbst nur ausgenommen;
die Engel müssen für und für
dir auf zuwarten kommen.

In einer absoluten pianomissimo Stimme des Monteverid Choirs lässt er nur ganz leise vernehmbar diesen wunderschönen Choral erklingen. Mir viel ein Schauer nach dem anderern über den Rücken. Das war himmlische Musik die alle Hörer in ihren Bann zog.

BachFest 2013 Leipzig Nikolaikirche Auferstehung und Himmelfahrt - Sir Gardiner im Einsatz Foto: Gert Mothes

BachFest 2013 Leipzig Nikolaikirche Auferstehung und Himmelfahrt – Sir Gardiner im Einsatz Foto: Gert Mothes

Mit einem schwungvollen Drive des Orchsesters und prächtig tönenden Trompeten ging es viel zu schnell dem Ende entgegen. Die Besucher in der Kirche standen Kopf. Standing ovations, nicht endend wollender Applaus veranlassten Gardiner zu zwei Zugaben. Darunter wieder der Choral aus dem BWV 11 Nr. 6 in ganz leiser Stimmenwiedergabe.

Danach gab es kein Halten mehr. Die Kirche bebte in ihren Grundfesten. Die Besucher wichen nicht von Gardiners Seite. Nach über 20 Minuten Applaus waren die Besucher erst zu bewegen, diese historische Konzert-Stätte von Gardiner zu verlassen. Ich habe schon großartige Wiedergaben von Gardiner erlebt. Diese zwei Bach-Oratorienen waren etwas Einmaliges.

Die Emotionen gingen mit mir durch und war der Meinung, die Engel des Himmels mit ihrem Himmel-Orchester sind auf die Erde gekommen um uns diese Bach-Musik überirdisch zu zelebrieren. Es war ein Traum, das miterlebt haben zu können.

Diese Aufführung wird in meinen Gardiner-Analen einen gesonderten Platz einnehmen und für immer im Herzen gegenwärtig bleiben. Danke an den großartigen Sir Gardiner, der uns diese Sternstunde bereitet hat. Ein großartiger Abschluss für unser BachFest 2013 in Leipzig. Mit dieser Wunderstimmung traten wir unsere lange Heimreise an….

  Link:

Eine weitere Rezension John Eliot Gardiner dirigiert in der Nikolaikirche

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Für all diejenigen, die in diesem Jahr keine Möglichkeit haben, das Bachfest vor Ort mitzuerleben, gibt es  weiterhin für das Eröffnungs-Konzert vom 14.6.2013 einen besonderen Service. Sie können das Konzert des Thomanerchors und des Gewandhaus-Orchester unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller unter:

 www.bachfestleipzig.de 

weiterhin mitverfolgen.

Video-Youtube Eröffnungs-Konzert BachFest 2013 Leipzig:

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Ebenso können Sie das Abschluss-Konzert vom 23. Juni 2013 weiterhin für 80 Tage auf ARTE-Onlie-Web ansehen. Mit der traditionellen Aufführung von J. S. Bachs Messe in h-Moll, BWV 232 das Bachfest endet.

Video – Link:  Abschluss-Konzert BachFest 2013 Leipzig – Thomaner

Link:

Die Aufzeichnung des Abschlusskonzertes können Sie hier noch einmal ansehen.

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Herzliche Bachgrüße

Volker

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den “5. Sonntag nach Trinitatis”


BachFest 2013 Leipzig  Thomaskirche  J.E. Gardiner Monteverdi Choir EBS - BWV 245 Johannes Passion Foto: Gert Mothes

BachFest 2013 Leipzig Thomaskirche J.E. Gardiner Monteverdi Choir EBS – BWV 245 Johannes Passion Foto: Gert Mothes

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 30.06.2013 begehen wir den 5. Sonntag nach „Trinitatis“

Der 5. Sonntag nach Trinitatis befaßt sich wieder mit der Gemeinde, diesmal ihrer Antwort auf Gottes Ruf. Nachfolge scheint so einfach, so schwierig, so abwegig, weil wir nicht so recht wissen, was Nachfolge ist. Die Lesungen dieses Sonntags wollen uns den Weg leiten. 

Am 5. Sonntag nach Trinitatis denken wir darüber nach, warum wir Jesus nachfolgen, und stellen fest, dass es dafür keine vernünftigen Gründe gibt. Der Glaube ist es, der uns an Jesus hält, auch dann, wenn andere, die Beweise sehen wollen, uns auslachen oder verspotten. Das wollen wir gerne ertragen, denn auch unser Herr wurde ausgelacht und verspottet.

Wochenspruch:  

Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. (Eph 2, 8)

Wochenlied:

„Preis, Lob und Dank sei Gott, dem Herren“ (EG 245

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den „5. Sonntag nach Trinitatis“

BWV   88 – Siehe, ich will viel Fischer aussenden
BWV  93 –  Wer nur den lieben Gott läßt walten

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ 

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

BWV 93 “Wer nur den lieben Gott lässt walten”

Kantate zum 5. Sonntag nach Trinitatis für Sopran, Alt, Tenor, Bass,

2 Oboen, Streicher und Basso continuo;

Joanne Lunn, Sopran; William Towers, Altus;

Kobie van Rensburg, Tenor; Peter Harvey, Bass;

Monteverdi Choir; English Baroque Soloists,

Leitung: John Eliot Gardiner 

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link: 

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach

BWV 93 “Wer nur den lieben Gott lässt walten”

Agnes Mellon, Sopran / Charles Brett, Altus
Howard Crook, Tenor / Peter Kooy, Bass

Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 88 “Siehe, ich will viel Fischer aussenden”

Kantate am 5. Sonntag nach Trinitatis

Johannette Zomer, Sopran / Bogna Bartosz, Alt
Christoph Prégardien, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 88 “Siehe, ich will viel Fischer aussenden”

Kantate am 5. Sonntag nach Trinitatis

Johannette Zomer, Sopran / Bogna Bartosz, Alt
Christoph Prégardien, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 88 „Siehe, ich will viel Fischer aussenden”

Kantate zum 5. Sonntag nach Trinitatis

Joanne Lunn, Sopran; William Towers, Altus;

Kobie van Rensburg, Tenor; Peter Harvey, Bass;

Monteverdi Choir  / English Baroque Soloists 

Leitung: John Eliot Gardiner

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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mdr – figaro

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

06:25 Uhr – Einführung zur Kantate

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800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 93 „Wer nur den lieben Gott lässt walten“

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:

http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/br-klassik120.html

Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag  um  08:05 Uhr bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 88 „Siehe, ich will viel Fischer aussenden”

Kantate zum 5. Sonntag nach Trinitatis,

Rachel Nicholls, Sopran;  / Robin Blaze, Countertenor;

Gerd Türk, Tenor; / Peter Kooij, Bass;

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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Videos: 

Videos mit Bach-Kantaten zum 5. Sonntag nach Trinitatis 

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/ YouTube: BW 88 –  “Siehe, ich will viel Fischer aussenden”   –  (Interpret: Gustav Leonhardt )

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/ YouTube: BWV 93 –  “Wer nur den lieben Gott läßt walten”   –  (Interpret:  S D G )

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/ YouTube: *) BWV 167  –  “Ihr Menschen, rühmet Gottes Liebe ”   –  (Interpret: Rilling )

*) BWV 167 Kantate zum Johannistag. Der Johannistag (auch Johanni, Johannestag) ist der Gedenktag der Geburt Johannes des Täufers am 24. Juni.

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Video auf YouTube

Verschiedene Barock-Komponisten:

Lieder aus dem Kirchenjahres- und Lebenskreis..!!

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Mitschnitt der Eröffnungskonzertes des Bachfestes Leipzig 2013.

J. S. Bach: Fantasie G-Dur, BWV 572 · J. S. Bach: Wachet auf, ruft uns die Stimme, BWV 140 · G. F. Händel: Messias (Teil 1), HWV 56, in der Bearbeitung von W. A. Mozart, KV 572

Thomasorganist Ullrich Böhme, Solist des Thomanerchores (Sopran), Gesine Adler (Sopran), Matthias Rexroth (Altus), Martin Petzold (Tenor), Matthias Vieweg (Bass), Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig, Michaela Hasselt (Continuo-Cembalo), Benjamin Huth (Continuo-Orgel) · Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller.
Eine Produktion von accentus.

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Ebenso konnten Sie am 23. Juni 2013 um 20 Uhr live dabei gewesen sein, wenn mit der traditionellen Aufführung von J. S. Bachs Messe in h-Moll, BWV 232 das Bachfest endet.

ARTE-Web-Link zum Video:

Video – Link:  Abschluss-Konzert BachFest 2013 Leipzig – Thomaner

Die Aufzeichnung des Abschlusskonzertes können Sie hier noch einmal ansehen.

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibungen

Kantaten für den 5. Sonntag nach Trinitatis 

Divi Blasiuskirche, Mühlhausen am 23. Juli 2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 93 “Wer nur den lieben Gott lässt walten“ 

Bach war zweiundzwanzig Jahre alt, als er sein zweites offizielles Amt antrat – in Mühlhausen. Er blieb dort nur ein Jahr, von Juni 1707 bis 1708. Alten Gerüchten zufolge hätten ihn die ständigen Streitereien zwischen dem Pietisten Johann Adolf Frohne, der das Pfarramt an der Blasiuskirche versah, wo er selbst angestellt war, und Georg Christian Eilmar, dem orthodox orientierten Pfarrer an St. Marien, der anderen Hauptkirche, aus der Stadt vertrieben. Eher plausibel für seine verfrühte Abreise ist die Erklärung, dass sich ihm die Gelegenheit bot, am Weimarer Hof die neue Orgel einzuweihen, ein Angebot, das er kaum ablehnen konnte, stand doch in Aussicht, in einem anspruchsvollerem Umfeld mit einer Gruppe von Musikern zu arbeiten, die besser ausgebildet waren als jener zusammengewürfelte Haufe aus Nebenberuflern, Dilettanten und Stadtpfeifern, die ihm in Mühlhausen zugeteilt waren.

Doch Mühlhausen war eine freie Reichsstadt wie Lübeck, wo er unlängst erlebt hatte, wie Buxtehude ungehindert schaltete und waltete. Solche Städte waren weitgehend autonom, ihre Stadträte dem Kaiser in Wien direkt verantwortlich, nicht irgendeinem kleinen Landesfürsten der Umgebung, und so muss Mühlhausen für Bach durchaus reizvoll gewesen sein. Und hier formulierte er sein musikalisches Ziel – mit dem ‚Endzweck, nemlich eine regulirte kirchen music zu Gottes Ehren, und Ihren [der Gemeinde] Willen nach’ einzurichten, ein ungeheuer ehrgeiziges Unternehmen, wie seine spätere Leipziger Produktion beweisen würde. Vor seinem Weggang nach Weimar erklärte er in seinem Entlassungsgesuch den Mühlhausener Stadtvätern, ‚dass eine Enderung mir unvermuthet zu handen kommen, darinne ich mich in einer hinlänglicheren subsistence und Erhaltung meines endzweckes wegen der wohlzufaßenden kirchenmusic ohne verdrießlichkeit anderer ersehe’. Gleichwohl blieb Bach der Stadt danach noch viele Jahre in Freundschaft verbunden, kehrte zurück, um weitere ‚Rats-Stücke’ aufzuführen, und behielt wohl auch den Umbau der Blasiusorgel im Auge.

In der ersten seiner beiden Leipziger Kantaten für diesen Sonntag, BWV 93, verlegt sich Bach auf das Rezept, das gesamte Werk auf einen Choral zu gründen, der für den fünften Sonntag nach Trinitatis bestimmt ist und zu seinen deutlichen Favoriten gehört (wie es offensichtlich auch bei Brahms der Fall war, als er sein Deutsches Requiem schrieb): ‚Wer nun den lieben Gott lässt walten’, mit Text und Melodie von Georg Neumark (1641). Obwohl dieses Werk zu seinem zweiten Kantatenjahrgang gehört und die am Anfang stehende Choralfantasie entsprechend anspruchsvoll ist, scheint sich Bach zurück zu den Wurzeln seiner Kindheit zu begeben, nicht nur weil er dieses Lied so liebte, sondern auch in der Manier, wie er es in zweien der Sätze (Nr. 2 und 5) aufgliedert – nach der Frage-und-Antwort- Methode, mit der er seinen Katechismus lernte. Also nimmt er eine Strophe aus Neumarks Choral und sagt sie zeilenweise auf: ‚Was helfen uns die schweren Sorgen?’, ‚Was hilft uns unser Ach und Weh?’, immer vom Solisten ein wenig verziert.

Dann fügt er als freies Rezitativ den Antworttext ein: ‚Sie drücken nur das Herz mit Zentnerpein, mit tausend Angst und Schmerz’, und so weiter, wie bei einem mittelalterlichen Tropus. Das bedeutet, dass wir ständig auf der Hut sein müssen, was er mit Neumarks Choral anstellen wird (der ihm selbst wie auch seiner Gemeinde äußerst vertraut war), wie er ihn auf immer wieder überraschende Weise variiert, ausschmückt, verkürzt oder wiederholt – alles aus Gründen der Rhetorik und zur Steigerung des Ausdrucks. In der einleitenden Fantasie übernehmen die vier vokalen Concertisten paarweise die Führung und singen eine verzierte Version aller sechs Zeilen des Chorals, bevor er ‚sauber und ordentlich’ mit Blockakkorden harmonisiert vom (vollständigen) Chor vorgetragen wird, wobei sich die tiefen Stimmen schließlich zu einem schmückenden Kontrapunkt auffächern. Im mittleren Satz (Nr. 4) dieses symmetrisch gebauten Werkes hebt sich der Choral in seiner reinen Form von der Umgebung ab, wie die goldenen Initialien in einem mittelalterlichen Missale.

Vorgetragen wird er von den Violinen und Bratschen, während sich Sopran und Alt darauf beschränken, eine lyrische Verkürzung der Melodie auszuschmücken. In den beiden Arien ist ihre Verkleidung sogar noch subtiler. Paraphrasiert kehrt sie in der von Streichern begleiteten Tenor-Arie (Nr. 3) wieder. Wenn wir uns fragen, warum die Schritte dieses eleganten Passepieds aller zwei Takte abgebremst werden, so stellt es der Tenor klar: ‚Man halte nur ein wenig stille’ – und höre auf das, was Gott zu sagen hat. In der abschließenden Arie (Nr. 6), ‚Ich will auf den Herren schaun’, werden wir noch einmal zum Narren gehalten. In ihrem unbekümmerten Wortwechsel scheinen uns Sopran und Oboe zu versichern, dass wir uns in der Kantate zum ersten Mal in einer ‚choralfreien’ Zone befinden. Da eilt bei den Worten ‚Er ist der rechte Wundermann’ die Choralmelodie herbei und liefert unverändert den Abgesang. Man fragt sich, ob eine solche Fülle geistreicher und witziger Einfälle von Bachs Hörern goutiert wurde oder auf sie verschwendet war.

© John Eliot Gardiner 2008

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum “4. und 5. Sonntag nach Trinitatis”

                   Gardiner Reisetagebuch SDG 141 zum Download als PDF

  Künstler-Beitrag:  Nicolas Robertson Tenor, zum Download  als PDF 

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CD’s vom Label SDG  

CDs – Bach-Kantaten:  für den  4. und 5. Sonntag nach Trinitatis”    

Cover:  SDG 141 –  Vol. 3

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 141 – Vol. 3

Aufführungsorte:

Kantaten für den “4. und 5. Sonntag nach Trinitatis” 

Tewkesbury Abbey am 16. Juli 2000

Divi Blasiuskirche, Mühlhausen am 23.. Juli 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte:

Kantaten für den “4. Sonntag nach Trinitatis” 

BWV 24 – Ein ungefärbt Gemüte    

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3 

BWV 185 – Barmherziges Herze der ewigen Liebe  

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3

BWV 177 – Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ  

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3 

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CD –  z w e i  – Inhalte:

Kantaten für den “5. Sonntag nach Trinitatis” 

BWV 71 – Gott ist mein König    

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3 

BWV 93 – Wer nur den lieben Gott lässt walten

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3

BWV 88 – Siehe, ich will Fischer aussenden

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3

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bachfest-leipzig-2013 

Bachfest Leipzig 2013 – “Vita Christi”

vom 14.06.2013 – 23.06.2013

Für all diejenigen, die in diesem Jahr keine Möglichkeit haben, das Bachfest vor Ort mitzuerleben, bieten wir mit dem Live-Stream des Eröffnungs- und des Abschlusskonzertes einen besonderen Service. Am 14. Juni 2013 ab 17 Uhr können Sie das Konzert des Thomanerchors und des Gewandhausorchesters Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller unter:

 www.bachfestleipzig.de 

mitverfolgen.

Ebenso können Sie am 23. Juni 2013 um 20 Uhr live dabei sein, wenn mit der traditionellen Aufführung von J. S. Bachs Messe in h-Moll, BWV 232 das Bachfest endet.

Video – Link:  Abschluss-Konzert BachFest 2013 Leipzig – Thomaner

Die Aufzeichnung des Abschlusskonzertes können Sie hier noch einmal ansehen.

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig
Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

“J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der  J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

(Foto: Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

J.S. Bach Cantata – 

Kantate – J. S. Bach – Cantata BWV 185 – Barmherziges Herze der ewigen Liebe. Satz Arie

Kantate BWV 185 zum 4. Sonntag nach Trinitatis für Sopran, Altus, Tenor und Bass, Oboe, Streicher und Continuo

Solisten:

Regina Kabis, Sopran; Alex Potter, Altus; Jens Weber, Tenor; Markus Volpert, Bass

Musikalischer Leiter: Rudolf Lutz

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

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YouTube – Video 

BWV 185 – „Barmherziges Herze der ewigen Liebe“

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Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-185/


Icon   Abendprogramm BWV 185 (95.1 KB)

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

neue Bezugsquelle ab sofort: –

Link:   bei   j p c

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Grüße

Volker

Karl Richter in Muenchen – Zeitdokumente 1926 -1950 Kindheit und Jugend – Volume 7


Preview: Karl Richter in Muenchen – Zeitdokumente 1926 -1950 Kindheit und Jugend (Volume 7)

von  am 14. Juni 2013

To mark the completion of the edition Karl Richter – Contemporary documents, we offer all friends of Karl Richter’s Musik, supporters and sponsors a free preview on the new release of

Karl Richter – contemporary documents
Volume 7: The Years 1926 – 1950 | Childhood and Youth
Johannes Martin, Cornelia Klink
156 Seiten, ISBN 978-3-00-042094-8
Conventus Musicus Verlag, Dettelbach, Germany

Please do understand, that we disabled download and printing, as the Karl Richter project needs all income from sales and sponsorship to finance this documentary and the remaining work of the Karl Richter Archive.

You can order all Karl Richter books (Print + eBook-PDF) and DVDs in selected specialized bookstores and /or directly from Conventus-Musicus (shipping worldwide).

http://www.facebook.com/Karl.Richter.Munich

http://karlrichtermunich.blogspot.com

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Zeitdokumente Karl Richter Vol. 7

                                               Buchveröffentlichung: Zeitdokumente Karl Richter Vol. 7

Zum Inhalt:
Der letzte Band der „Zeitdokumente“ ist Karl Richters Jugendjahren gewidmet, seiner Schülerzeit im Dresdner Kreuzchor unter Rudolf Mauersberger und seinen Studien in Leipzig bei seinen Meistern Karl Straube und Günther Ramin. Als er 1949, sofort nach Abschluss seines Studiums, Thomasorganist in Leipzig wurde, ruhten Hoffnungen auf ihm.

Der siebte Band der „Zeitdokumente“ basiert vornehmlich auf neu aufgefundenen Quellen. Es war nicht immer einfach, den Spuren zu folgen und die noch vorhandenen Quellen in den Archiven von Freiberg in Sachsen, Dresden und Leipzig zu sichten. Einiges galt als zunächst nicht auffindbar – und fand sich dann doch, anderes war leichter zugänglich. Manche Dokumente zu Begebenheiten aus der Kindheit und Jugendzeit, zu frühen Erschütterungen und frühen Erfolgen, lassen etwas von den immer deutlicher hervortretenden Kräften der erwachsenen Persönlichkeit Karl Richters erahnen.

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Ausführliche Informationen nachstehend über den Link:

>>  h i e r  – klicken << 

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Grüße

Volker

Mein erlebtes Bach-Festival in Leipzig vom 14.6. bis 23.6.2013


Mein Bach-Festival (14.6.-23.6.13)

Bach im Bahnhof Leipzig: BachSpiele 2013 Foto: Gert Mothes

                                       Bach im Bahnhof Leipzig: BachSpiele 2013 Foto: Gert Mothes

I. Da suchte ich nun am Freitag abend (14.6.2013) rechtzeitig zum Eröffnungskonzert vor dem Hauptportal der THOMASKIRCHE noch eine Eintrittskarte zu ergattern. War mir ganz sicher: ‚Du bekommst noch eine Karte. Jemand bietet Dir sie bestimmt an!‘ So geschah es und ich saß plötzlich im Mittelschiff!!

Das Leitmotiv des Bach-Festes sollte ja die VITA CHRISTI sein. Viele waren wohl gespannt, mit welchen Bach-Tönen jetzt gleich der Anfangspunkt zum Leben des Jesus/Christus gesetzt wird. Wo fängt die ‚vita Christi‘ an? In der Süßlichkeit von Weihnachten oder so, daß ICH SELBST zum Wach-Sein und Bereit-Sein gerufen werde. Was sangen dann die Thomaner im Eingangschor von BWV 140: ‚Macht EUCH bereit -WIR SELBST müssen ihm entgegegen gehen‘.

Wollte mir eine so treffend ausgesuchte Eröffnungs-Kantate zu solcher Bereitschaft einen SCHUB VERSETZEN? Da hatten doch die Jungfrauen/-männer ihr Lampenöl/ihre Wachsamkeit  vorschnell durch die Fixierung auf einen anvisierten Tag/Dirigenten verschleudert? Für mich umgedichtet hieß dies: ‚Verschleudere Dein Lampenöl/Deine brennende  Aufmerksamkeit nicht beim x-beliebigen Konzert/Dirigenten. BLEIBE wachsam, höre NEUE TÖNE.  Und ich fand es gut, daß so die Veranstalter mit dieser Kantate tief ansetzten und nicht nur (mir) überdrüssige HIGHLIGHTS anboten.

Eröffnungskonzert traditionell in der Thomaskirche Foto Gert Mothes

                                         Eröffnungskonzert traditionell in der Thomaskirche Foto Gert Mothes

II. Jeden Morgen gab es in verschiedenen Kirchen eine Mette mit  Bach-Kantate, dazu garniert mit geistlichen Konzerten älterer Thomaskantoren wie Schelle oder Kuhnau.  Meistens fand ich Platz in der ersten Reihe, konnte hautnah das Entstehen der Töne erleben. So hörte ich im Lauf meiner Leipziger Zeit  über 10 verschiedene Kantaten und 5 der Bach-Motetten, dargeboten von ausgezeichneten Chören und für mein Nachfragen mir zugänglichen Solisten. Zugänglich in der Weise, daß ich mir besonders eindrückliche Arien und Rezitative nochmal erklären lassen konnte. Das zweigestrichene b im Chor-Sopran-Schluß der Motette ‚Singet dem Herrn‘ (BWV 225) hatte mich schon immer fasziniert. Sodann das Pizzicato und Arpaggio (gezwickte Spielweise) in BWV86 Alt-Arie, wo ‚Dornen-stechen‘ nachgeahmt wird. Der Stimmungsumschlag von den Fischern zu den Jägern in BWV 88 Eingangsarie Bass u.a.. Schade, dss einige Kantaten zeitgleich angeboten waren. Es hätte mir Spaß und Freude gemacht, der Reihe nach und lückenlos die VITA CHRISTI in  Bach’s Kantaten-Welt zu erleben. Bach als Marathon.

III. Der Montag (17.6.) war dann als Forum-Thomanum-Tag gestaltet. Er begann mit der Mette und Kantate in der HAUSKIRCHE der Thomaner-, Lutherkirche nebenan. Den halben Tag hatte ich dann im renovierten ‚Kasten‘ verbracht, wo Führungen, kleine Konzerte im neun Probensaal und Gespräche natürlich mit Kaffee und Leipziger Schnecken verwöhnten. Plötzlich stand (- o Schreck-!)der LEBENDE Thomaskantor vor mir und auch andere Bedienstete wir Krankenschwester für die Thomaner und Hausmeister waren gesprächsbereit.

Alumnat Thomaner Hiller Str. und Sebastian Bach Str.  in Leipzig Foto: W. Adam

                         Alumnat Thomaner Hillerstr. und Sebastian-Bach-Str. in Leipzig Foto: W. Adam

IV. Ja-, und dann kam der Donnerstagabend (20.6.). Sir Gardiner’s Interpretation der Johannes-Passion sollte für mich eigentlich der Höhepunkt werden. Doch wegen des fast  lebensgefährlichen Unwetters mit umgestürzten Bäumen und Wasserstraßen blieb ich in der Tram Nr.3 stecken und erlebte hautnah und tropfnass einen ANDEREN CHORUS, diesmal aus der Matthäus-Passsion: ‚Sind BLITZE und DONNER  in WOLKEN versunken!‘

Ich war heilfroh, dass ich im Unwetter über Leipzig nicht in den ‚Blitz-feurigen Abgrund‘ reingerutscht war und genehmigte mir stattdessen im schützenden Hauptbahnhof 2 Gläser französischen Rotweins. Meine Eintrittskarte musste so verfallen.

BachFest 2013 Leipzig  J.E. Gardiner - Thomaskirche BWV 245 Johannes Passion Foto: Gert Mothes

            BachFest 2013 Leipzig J.E. Gardiner – Thomaskirche BWV 245 Johannes Passion Foto: Gert Mothes

V. Zum Abschluss des Bach-Festes hatte ich mir bewußt die Kantate zum Erntedankfest ‚Es wartet alles auf Dich‘ (BWV 187) genehmigt. Meine Bach-Ernte war nämlich trotz Verkehr und Unwetter reichlich in meinen Scheunen eingefahren und ich konnte nur noch dankbar sein. Dankbar meiner ‚Hausmutter‘ Simone, dass sie mich 10 Tage ertragen hatte, dankbar den Musikern und auch den Leipziger Garten-Parks, die mich immer mit Frische gekühlt hatten. So erlebte ich nochmals die Thomas-Kirche in ihrer eigensten Funktion als Gottesdienstraum und konnte mich von vielen Bekanntschaften verabschieden. So war vom Werkstattwochenende in Höxter ein immer gutmütiger Bass da, meine kanadischen Bekanntschaften wollten auch Abschied nehmen.

Bachfest 2013 Fahrräder mit Bachfest-Logo Foto: W. Adam

                                    Bachfest 2013 Fahrräder mit Bachfest-Logo Foto: W. Adam

Mein Fahrrad musste zwar einmal in eine Fahrradwerkstatt und erfüllte aber ansonsten treu seinen Dienst, mich immer rechtzeitig zu den verschiedenen Leipziger Kirchen zu bringen.

Leih-Fahrräder mit dem Logo BachFest 2013 Foto: Gert Mothes

Leih-Fahrräder mit dem Logo BachFest 2013 Foto: Gert Mothes

I.      VI. Als ich dann am Sonntagabend wieder zuhause war, hörte ich per livestream im Internet die H-Moll-Messe aus der Thomaskirche. Das Abschlußkonzert war also wieder WEIT WEG von mir, da-, wo ich DOCH SO NAHE dran war.

VII.  Leider muß ich sagen, daß mir die Thomaner der H-Moll-Messe trotz ganz guter digitaler Tonqualität nicht zugesagt haben. Warum? Da war keine Spannung und Dynamik in  diesen herrlichen Stimmen (GOLDKEHLCHEN nennen die Leipziger ihre Thomaner. Und hier muß ich dann doch noch ein Kompliment an Sir Gardiner’s Interpretation der beiden anderen Bach-Oratorien (Ostern+Pfingsten) vom 22.6. loswerden. Diese Dynamik und das Aufrechthalten des Spannungsbogens innerhalb der Werke war schon unübertroffen. Diese Trompeten. Auch die Solisten, wie sie aus dem Chorraum der Nikolaikirche zu ihrem Vortrag gerafft und konzentriert neben den Dirigenten traten, ließen unerhörten Ernst spüren. Im Chor selbst fand ich, wie schon öfters festgestellt, eine unmögliche Dominanz OPERNHAFTER und dazu noch ‚knödelnder‘ Männerstimmen (so auch Rezenzion in der LVZ), die mich daran denken ließ, daß Bach doch keine Opern aufführen wollte. Meiner Meinung sollten auch heute sich Interpreten an diese Sicht halten.

Abschlusskonzert mit dem Thomanerchor Foto: Gert Mothes

                             Abschlusskonzert mit dem Thomanerchor Foto: Gert Mothes

Einige Blog-Mitglieder konnten sich vor und nach der Nikolaikirche noch mitreinander austauschen. Allen EUCH einen HERZLICHEN Gruß. Jetzt schauen wir uns leider nur noch ‚digital‘ an. Aber vielleicht kommen wir mal wieder zusammen.

P.S. Wie alle bestimmt wissen, traten 2 Thomaner nach den Begrüßungsreden der Eröffnung vor den Leipziger OB und hielten eine wohlgesetzte Dankesrede, die aber dann in PROTEST umschlug:   ‚Wir haben gelernt, daß Politiker ihr Wort nicht zu halten brauchen‘. Als der OB zum ‚Schulstreit‘ nochmal Stellung nahm, gab es Buhrufe und Pfiffe in der Thomaskirche. Ich hielt den Atem an!

Ich kann nur hoffen, dass alle Beteiligten (Stadtrat, OB, Schulträger, Pfarrer, Schüler) zusammen einen für die Thomas-Grundschule guten Weg finden.

Mit herzlichem Gruß 

Wolfgang

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Video – Link:  

Die Aufzeichnung des Abschlusskonzertes können Sie hier noch einmal ansehen.

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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den “4. Sonntag nach Trinitatis”


Mette zum Bachfest Leipzig 2013 in der Thomaskirche Foto: W. Adam)

   Mette zum Bachfest Leipzig 2013 in der Thomaskirche (Foto: W. Adam)

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 23.06.2013 begehen wir den 4. Sonntag nach „Trinitatis“

Der 4. Sonntag nach Trinitatis wendet sich der Gemeinde zu. Sie wird als Gemeinde der Sünder gesehen, die der Gnade Gottes bedarf. Ohne die Erkenntnis der eigenen Sünde ist es unmöglich, die Gnade Gottes anzunehmen, weil man sie nicht für nötig hält. Selbstgerechtigkeit entsteht, die dann in Überheblichkeit und Menschenverachtung mündet. Wichtig ist der Aspekt der Gemeinschaft; wir sind Sünder eben nicht (nur) als Individuen, sondern als Gemeinschaft, indem wir z.B. durch Schweigen teilhaben an dem Unrecht, das an anderen durch Menschen unserer Gemeinschaft geschieht.Das Gleichnis vom verlorenen Schaf zeigt uns am 3. Sonntag nach Trinitatis, dass Gott gerade dem nachgeht, der in seiner Sünde gefangen ist. Wir freuen uns darüber, dass auf diese Weise auch Menschen zu seiner Gemeinde hinzukommen, die uns erst fremd und unbehaglich waren. Durch die Liebe Gottes, die in gleicher Weise uns wie ihnen gilt, werden wir fähig, diesen Menschen liebend zu begegnen.

Am 4. Sonntag nach Trinitatis werden wir daran erinnert, dass wir eine Gemeinde von Sündern sind, die der Vergebung bedarf. So haben wir auch nicht das Recht, unseren Nächsten zu richten. Wir wissen aber um die große Gnade, dass Gott gerade denen nachgeht, die in Schuld gefangen sind.

Wochenspruch:  

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Gal 6,2)

Wochenlied:

„O Gott, du frommer Gott“ (EG 495)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den „4. Sonntag nach Trinitatis“

BWV   24 – Ein ungefärbt Gemüte
BWV 177 – Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ
BWV 185 – Barmherziges Herze der ewigen Liebe

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ 

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

BWV 24 “Ein ungefärbt Gemüte”

Kantate zum 4. Sonntag nach Trinitatis

für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Lisa Larsson, Sopran; Bogna Bartosz, Alt; Gerd Türk, Tenor;

Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Barockchor und Barockorchester,

Leitung: Ton Koopman

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link: 

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach

BWV 30 “Freue dich, erlöste Schar”

Johanne Lunn, Sopran
Wilke te Brummelstroete, Alt / Paul Agnew, Tenor
Dietrich Henschel, Bass /

Monteverdi Choir London
English Baroque Soloists 

Leitung: John Eliot Gardiner

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 185 “Barmherziges Herze der ewigen Liebe”

Kantate am 4. Sonntag nach Trinitatis

Helmut Wittek, Knabensopran
Paul Esswood, Countertenor
Kurt Equiluz, Tenor
Thomas Hampson, Bass
Tölzer Knabenchor
Concentus musicus Wien

Leitung: Nikolaus Harnoncourt

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 177 “Ich ruf‘ zu dir, Herr Jesu Christ”

Arleen Augér (Sopran)
Julia Hamari (Alt)
Peter Schreier (Tenor)
Gächinger Kantorei Stuttgart
Bach-Collegium Stuttgart 

Leitung: Helmuth Rilling

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 24 „Ein ungefärbt Gemüte”

Kantate zum 4. Sonntag nach Trinitatis

Nathalie Stutzmann, Alt
Paul Agnew, Tenor
Nicolas Teste, Bass
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists 

Leitung: John Eliot Gardiner

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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mdr – figaro

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

06:25 Uhr – Einführung zur Kantate

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800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 24 „Ein ungefärbt Gemüte“

Pascal Bertin, Altus;  / Wilfried Jochens, Tenor;

Jan Vandercrabben, Bass

La Sfera del canto,

Il Fondamento,

Leitung: Paul Dombrecht 

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:

http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/br-klassik120.html

Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag  um  08:05 Uhr bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 177 „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ”

Kantate zum 4. Sonntag nach Trinitatis,

Johanne Lunn, Sopran, Sopran; William Towers, Countertenor;

Kobie van Rensburg, Tenor;

Monteverdi Choir London
English Baroque Soloists 

Leitung: John Eliot Gardiner

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Videos: 

Videos mit Bach-Kantaten zum 4. Sonntag nach Trinitatis 

BWV   24 – Ein ungefärbt Gemüte
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/ YouTube: BW 24 –  “Ein ungefärbt Gemüte”   –  (Interpret: Herreweghe )

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/ YouTube: BWV 177 –  “Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ”   –  (Interpret: Marcel Ponseele )

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/ YouTube: BWV 185  –  “Barmherziges Herze der ewigen Liebe ”   –  (Interpret: Harnoncourt )

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Video auf YouTube

Verschiedene Barock-Komponisten:

Lieder aus dem Kirchenjahres- und Lebenskreis..!!

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Mitschnitt der Eröffnungskonzertes des Bachfestes Leipzig 2013.

J. S. Bach: Fantasie G-Dur, BWV 572 · J. S. Bach: Wachet auf, ruft uns die Stimme, BWV 140 · G. F. Händel: Messias (Teil 1), HWV 56, in der Bearbeitung von W. A. Mozart, KV 572

Thomasorganist Ullrich Böhme, Solist des Thomanerchores (Sopran), Gesine Adler (Sopran), Matthias Rexroth (Altus), Martin Petzold (Tenor), Matthias Vieweg (Bass), Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig, Michaela Hasselt (Continuo-Cembalo), Benjamin Huth (Continuo-Orgel) · Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller.
Eine Produktion von accentus.

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Am 23. Juni 2013 ab 20:00 Uhr können Sie hier das Abschlusskonzert des Bachfestes live mitverfolgen.

Link: 
http://www.bach-leipzig.de/

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibungen

Kantaten für den 4. Sonntag nach Trinitatis 

Tewkesbury Abbey am 16. Juli 2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 185 “Barmherziges Herze der ewigen Liebe“ 

BWV 185 “Barmherziges Herze der ewigen Liebe” ist viel älteren Datums. Bach komponierte das Werk 1715 in Weimar auf einen Text von Salomo Franck, führte es 1723 noch einmal in Leipzig auf und zuletzt 1746/47. Unserer eigenen Aufführung legte wir die letzten Überarbeitungen zugrunde. Whittakers Analyse verfängt sich in dem ‚Dornenrosen’ des Franck’schen Textes, die ‚in so reichem Maße dem jungen Komponisten auf den Weg’ gestreut werden, während Albert Schweitzer der Meinung ist, die Schönheit dieser Kantate werde‚ durch den trockenen moralisierenden Text etwas beeinträchtigt’. Ich bin mir nicht so sicher. Bach findet geeignete Mittel, Francks harmlose Paraphrase der Weisung des Evangeliums ‘Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist’ auf überzeugende Weise wiederzugeben.

Das einleitende Duett, für Sopran und Tenor mit Cellobegleitung und als Siciliano angelegt, wird von einem warmen Glanz umhüllt, und Triller auf betonter Zählzeit deuten auf die ‚Flamme der Liebe’ hin, die uns ‚zerschmelzen’ möge. Unterdessen wird Agricolas Choralmelodie ‚Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ’ von einem Clarino intoniert, das über den beiden liebeheischenden Verszeilen schwebt. Das sanfteste Accompagnato für Alt und Streicher (Nr. 2), das sich vorstellen lässt, rühmt die Tugenden der Barmherzigkeit und Vergebung – und scheitert fast an den Worten: ‚Macht euch ein Kapital, das dort einmal Gott wiederzahlt mit reichen Interessen’. Der Gedanke, der diesem Bild zugrunde liegt, wird in den üppigen instrumentalen Texturen der mittleren Arie für Alt, Oboe und Streicher näher erläutert: ‚Sei bemüht in dieser Zeit, Seele, reichlich auszustreuen’ (Nr. 3), dem einzigen Satz der Kantate in einer Durtonart, darin Bach die Gesten des Sämanns in der Melodieführung nachzeichnet und gleichzeitig auf die in Aussicht stehende reiche Ernte verweist. Nathalie Stutzmanns volle, doch klare Altstimme schien für diese Arie wie geschaffen, erst recht im gleißenden Nachmittagslicht der Tewkesbury Abbey.

Die abschließende Arie ist für Bass und eine Continuobegleitung im Oktavabstand bestimmt, an der sich alle Streicher beteiligen. Zu Beginn, wo sie aus dem Arsenal der zeitgenössischen Scarlatti-Oper schöpft, lässt sie das Allerschlimmste befürchten. Doch sobald ein Text das Wort ‚Kunst’ enthielt, spornte er Bach offenbar zu schöpferischen Höhenflügen an, und hier werden wir nicht enttäuscht, weder durch die genialen Lösungen, die er zur Verarbeitung des nicht gerade verheißungsvollen Materials findet (darunter ein Kanon mit einer Zählzeit Abstand zwischen Stimme und Continuo), noch durch die behutsame parodistische Manier, in der er das rhetorische Imponiergehabe eines großspurigen Predigers porträtiert. Herzog Wilhelm Ernst neigte dazu, seiner Entourage mitsamt Diensboten Predigten zu halten oder ihre Kenntnisse des Katechismus stichprobenweise zu überprüfen. War er hier die Zielscheibe? Sicher nicht, auch wenn sich das Verhältnis zwischen ihm und seinem Konzertmeister bald verschlechtern würde.

© John Eliot Gardiner 2008

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum “4. und 5. Sonntag nach Trinitatis”

                   Gardiner Reisetagebuch SDG 141 zum Download als PDF

  Künstler-Beitrag:  Nicolas Robertson Tenor, zum Download  als PDF 

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CD’s vom Label SDG  

CDs – Bach-Kantaten:  für den  4. und 5. Sonntag nach Trinitatis”    

Cover:  SDG 141 –  Vol. 3

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 141 – Vol. 3

Aufführungsorte:

Kantaten für den “4. und 5. Sonntag nach Trinitatis” 

Tewkesbury Abbey am 16. Juli 2000

Divi Blasiuskirche, Mühlhausen am 23.. Juli 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte:

Kantaten für den “4. Sonntag nach Trinitatis” 

BWV 24 – Ein ungefärbt Gemüte    

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3 

BWV 185 – Barmherziges Herze der ewigen Liebe  

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3

BWV 177 – Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ  

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3 

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CD –  z w e i  – Inhalte:

Kantaten für den “5. Sonntag nach Trinitatis” 

BWV 71 – Gott ist mein König    

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3 

BWV 93 – Wer nur den lieben Gott lässt walten

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3

BWV 88 – Siehe, ich will Fischer aussenden

Gardiner Pilgrimage CD 141 Vol. 3

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bachfest-leipzig-2013 

Bachfest Leipzig 2013 – “Vita Christi”

vom 14.06.2013 – 23.06.2013

Für all diejenigen, die in diesem Jahr keine Möglichkeit haben, das Bachfest vor Ort mitzuerleben, bieten wir mit dem Live-Stream des Eröffnungs- und des Abschlusskonzertes einen besonderen Service. Am 14. Juni 2013 ab 17 Uhr können Sie das Konzert des Thomanerchors und des Gewandhausorchesters Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller unter:

 www.bachfestleipzig.de 

mitverfolgen.

Ebenso können Sie am 23. Juni 2013 um 20 Uhr live dabei sein, wenn mit der traditionellen Aufführung von J. S. Bachs Messe in h-Moll, BWV 232 das Bachfest endet.

Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen:

Weihnachts – Oratorium  /  Johannes – Passion /

Oster-  und  Himmelfahrts-Oratorium

fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.

Unter der Leitung von:

Trevor Pinnock, – Thomas Hengelbrock, –  John Eliot Gardiner 

 und Hermann Max  

“Auferstehung und Himmelfahrt”

 mit der Rheinischen Kantorei

am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr 

werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis. Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat -Kompositionen von

Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach

im Eröffnungs- sowie der h-Moll Messe, BWV 232 

mit den Thomaner 

 und dem Freiburger-Barockorchester

im Abschlusskonzert

 am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr

 in der Thomaskirche Leipzig

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Bach-Archiv Leipzig – Talk zur “Vita Christi”, Part II

Teil II der Gesprächsreihe zur “Vita Christi“ ist jetzt online und über unseren youtube-Kanal zu sehen. Eine Version mit englischen Untertiteln folgt in den kommenden Tagen. Schon kommenden Samstag findet die nächste Talkrunde statt.

Veröffentlicht am 19.03.2013

Der »angewandte Bach« :  J. S. Bachs Oratorienzyklus im Bachfest Leipzig 2013.

Peter Korfmacher (Leipziger Volkszeitung) im Gespräch mit Universitätsmusikdirektor

David Timm und Prof. Ulrich Konrad (Würzburg)

Zum Video

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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:

Link:  http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=618

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Programm zum Download als PDF –

>>>  Programm Bachfest Leipzig 2013 <<<

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig
Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

“J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der  J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

(Foto: Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

J.S. Bach Cantata – 

Kantate – J. S. Bach – Cantata BWV 185 – Barmherziges Herze der ewigen Liebe. Satz Arie

Kantate BWV 185 zum 4. Sonntag nach Trinitatis für Sopran, Altus, Tenor und Bass, Oboe, Streicher und Continuo

Solisten:

Regina Kabis, Sopran; Alex Potter, Altus; Jens Weber, Tenor; Markus Volpert, Bass

Musikalischer Leiter: Rudolf Lutz

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

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YouTube – Video 

BWV 185 – „Barmherziges Herze der ewigen Liebe“

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Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-185/


Icon   Abendprogramm BWV 185 (95.1 KB)

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

neue Bezugsquelle ab sofort: –

Link:   bei   j p c

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Grüße

Volker

Impression vom Bachfest 2013 aus Leipzig – mit einem Video vom Eröffnungskonzert 14.06.2013 aus der Thomaskirche


Blick aus der Thomaner-Stube (Neues Alumnat) auf Leipzig

            Blick aus der Thomaner-Stube (Neues Alumnat) auf Leipzig. Im Hintergrund die Thomaskirche

Liebe Bachfreunde(innen)

Eine großartige Überraschung gab es heute in Internet vom Bach Archiv in Leipzig. Von ihnen wurde ein Video von dem Eröffnungskonzert aus der Thomaskirche Leipzig allen öffentlich zur Verfügung gestellt.

Aufgang bei BACHmosphäre 2013 Leipzig Foto Gert Mothes BachArchiv

                                       Aufgang bei BACHmosphäre 2013 Leipzig (Foto Gert Mothes BachArchiv)

Das ist großartig und mein herzliches Dankeschön geht an das Bach Archiv nach Leipzig. Eine wunderschöne Idee und wird viele Bach-Kenner beglücken die das Eröffnungskonzert am 14. Juni 2013 nicht besuchen konnten.

Chorakademie B@ch für uns! auf dem Leipziger Markt Foto: Gert Mothes BachArchiv

              Chorakademie B@ch für uns! auf dem Leipziger Markt. Leitung Hermann Max ( Foto: Gert Mothes BachArchiv)

Inhalt des Videos:

Bachfest Leipzig: Opening concert · St. Thomas‘ Church · June 14, 2013

Mitschnitt der Eröffnungskonzertes des Bachfestes Leipzig 2013.
J. S. Bach: Fantasie G-Dur, BWV 572 · J. S. Bach: Wachet auf, ruft uns die Stimme, BWV 140 · G. F. Händel: Messias (Teil 1), HWV 56, in der Bearbeitung von W. A. Mozart, KV 572

Thomasorganist Ullrich Böhme, Solist des Thomanerchores (Sopran), Gesine Adler (Sopran), Matthias Rexroth (Altus), Martin Petzold (Tenor), Matthias Vieweg (Bass), Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig, Michaela Hasselt (Continuo-Cembalo), Benjamin Huth (Continuo-Orgel) · Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller.
Eine Produktion von accentus.

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Am 23. Juni 2013 ab 20:00 Uhr können Sie hier das Abschlusskonzert des Bachfestes live mitverfolgen.

Link: http://www.bach-leipzig.de/

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Allen Leipzig-Besuchern wünsche ich viel Freude beim BachFest 2013.

Die Blog-Mitglieder in Leipzig sollten sich nach dem Gardiner-Konzert am Donnerstag, 20.6.2013 am Bach-Denkmal treffen.

Herzliche Bachgrüße

Volker

Radiotipp für den 17. und 21. Juni 2013 – Bachfest Leipzig mit der Rheinischen Kantorei und John Eliot Gardiner mit Berlioz


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17.6.13

HR2
20.05 – ca. 21.30
Festival de Saint Denis:
Das „Requiem“ von Hector Berlioz
Michael Spyres, Tenor
Choeur de Radio France
Monteverdi Choir London
Orchestre National de France
Leitung: John Eliot Gardiner
(Aufnahme vom 28. Juni 2012 aus der Basilika)

Anschließend, etwa ab 21.30 Uhr:
Beethoven: Klaviertrio G-Dur op. 1 Nr. 2 (Trio Jean Paul)

Im März 1837 erhielt Hector Berlioz (1803-1869) vom französischen Innenminister den Auftrag, ein Requiem zu komponieren. „Der Text des Requiems war für mich eine langbegehrte Beute, die mir endlich überlassen wurde, und auf die ich mich mit einer Art Wut warf“, schreibt Berlioz in seinen Memoiren. In nur drei Monaten war das Werk fertig und wurde am 5. Dezember 1837 uraufgeführt. Der Anlass dafür war die Beisetzung des in Nordafrika gefallenen Generals Damrémont. Bei der Orchestrierung des Werks war Berlioz nicht gerade bescheiden: Es verlangt neben einem „romantischen“ Orchesterapparat mit sechzehn Pauken und Schlagwerk noch vier zusätzliche Blechbläsergruppen, die in den vier Himmelsrichtungen im Saal verteilt sind. In seinen Memoiren schreibt Hector Berlioz: „Der Schrecken, den die fünf Orchester und die acht Paar Pauken verbreiteten, lässt sich nicht beschreiben. Eine der Chorsängerinnen erlitt einen Nervenanfall. Wahrlich, es war von schauriger Größe“. Bis heute ist die Wirkung des Berlioz-Requiems kolossal. hr2-kultur sendet heute das Werk in einer Aufnahme aus der Basilika der Kathedrale von Saint-Denis bei Paris. Die musikalische Leitung über die fast 300 Interpreten hat John Eliot Gardiner.

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21.6.13

SRF2
15.03 – 16.30
Wiederholung der Sendung von letzter Woche:
Parlando
Verwunschene Geschichten – Barry Guy und Maya Homburger
Ein bisschen wie im Märchen ist es schon, und eines mit Happy End. Ein Vierteljahrhundert ist es her, seit Maya Homburger und Barry Guy sich auf einer Konzerttournee der Academy of Ancient Music begegnet sind.
Sie, die britische Barockgeigerin, er der britische Jazzkontrabassist, der sich zusätzliche Brötchen in Barockorchestern verdient.
Seither schreibt das Musikerpaar Homburger-Guy seine ganz eigene Geschichte. Die Beiden verweben Improvisation, Jazz alte und zeitgenössische Musik zu einer persönlich gefärbten, filigranen Kammermusik und haben so einen neuen Stil kreiert
Daneben verfolgt er weiter seine Jazzprojekte, etwa im Barry Guy New Orchestra, während sie ein Plattenlabel gegründet hat und weiterhin Barockmusik spielt.
Lislot Frei portraitiert die Beiden und versucht dem Geheimnis und den Tücken dieser engen Zusammenarbeit auf die Spur zu kommen.

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Deutschlandradio kultur
20.03 – 22.00
Bachfest Leipzig
Live aus der Nikolaikirche

Johann Sebastian Bach
›Halt im Gedächtnis Jesum Christ‹ BWV 67
Carl Philipp Emanuel Bach
›Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu‹ Wq 240
Veronika Winter, Sopran
Margot Oitzinger, Alt
Georg Poplutz, Tenor
Matthias Vieweg, Bass
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Leitung: Hermann Max

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den “3. Sonntag nach Trinitatis”


Bachfest Leipzig 2013 startete am 14.6.2013

                                                       Bachfest Leipzig 2013 startete am 14.6.2013

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 16.06.2013 begehen wir den 3. Sonntag nach „Trinitatis“

Der 3. Sonntag nach Trinitatis stellt in gewisser Weise die Fortsetzung des 2. Sonntags nach Trinitatis dar, denn nun geht es um die offenen Arme, die den empfangen, der schon lange eingeladen ist. Die Gleichnisse vom „Verlorenen“ oder die Geschichte vom Zachäus unterstreichen dies sehr deutlich. Gott will die Sünder selig machen, darum geht es, und er hindert keinen einzelnen, zu ihm zu kommen.

Das Gleichnis vom verlorenen Schaf zeigt uns am 3. Sonntag nach Trinitatis, dass Gott gerade dem nachgeht, der in seiner Sünde gefangen ist. Wir freuen uns darüber, dass auf diese Weise auch Menschen zu seiner Gemeinde hinzukommen, die uns erst fremd und unbehaglich waren. Durch die Liebe Gottes, die in gleicher Weise uns wie ihnen gilt, werden wir fähig, diesen Menschen liebend zu begegnen.
oder
Gott geht dem Sünder nach – das sagt uns das Gleichnis vom Verlorenen Schaf. Das Gleichnis vom Verlorenen Sohn deutet auf die vergebende Liebe Gottes hin. In allem erleben wir: Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehre und lebe(Ez 33, 11). Dazu hat er seinen Sohn in die Welt gesandt, damit wir seine Gnade erfahren und durch seine Barmherzigkeit zum Leben gelangen.

Wochenspruch:  

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. (Lk 19, 10)

Wochenlied:

„Allein zu dir, Herr Jesu Christ“ (EG 232)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den „3. Sonntag nach Trinitatis“

BWV   21  – „Ich hatte viel Bekümmernis“
BWV 135  – „Ach Herr, mich armen Sünder“

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ 

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

BWV 135 “Ach Herr, mich armen Sünder”

Kantate am 3. Sonntag nach Trinitatis für Alt, Tenor, Bass, Chor,

2 Oboen, Streicher und Basso continuo;

Annette Markert, Alt; Christoph Prégardien, Tenor;

Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Barockchor und Barockorchester,

Leitung: Ton Koopman

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link: 

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach

BWV 135 “Ach Herr, mich armen Sünder”

Olga Sandu, Alt / Karl Markus, Tenor
Carl-Heinz Müller, Bass / Knabenchor Hannover

NDR Radiophilharmonie

Leitung: Günter Kehr

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 135 “Ach Herr, mich armen Sünder”

Kantate am 3. Sonntag nach Trinitatis

Dorothee Mields, Sopran / Pascal Bertin, Countertenor
Gerd Türk Tenor / Peter Kooy, Bass

Chor des Bach Collegiums Japan
Concerto Palatino
Orchester des Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 21 “Ich hatte viel Bekümmernis”

Collegium Vocale Gent
La Chapelle Royale

Leitung: Philippe Herreweghe

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Philipp Heinrich Erlebach (1657-1714)

„Siehe, um Trost war mir sehr bange“

Dorothee Mields, Sopran; Alexander Schneider, Altus;

Andreas Post, Tenor; Matthias Vieweg, Bass

Les Amis de Philippe

Leitung: Ludger Rémy

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Johann Sebastian Bach:

BWV 21 „Sei nun wieder zufrieden, meine Seele“

Barbara Schlick (Sopran) – Kai Wessel (Countertenor)
Guy de Mey (Tenor) – Klaus Mertens (Bass)

Amsterdamer Barockchor und Orchester

Leitung: Ton Koopman

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 135 „Ach Herr, mich armen Sünder”

Kantate am 3. Sonntag nach Trinitatis für Alt, Tenor, Bass, Chor,

2 Oboen, Streicher und Basso continuo;

Annette Markert, Alt; Christoph Prégardien, Tenor;

Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Barockchor und Barockorchester,

Leitung: Ton Koopman 

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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mdr – figaro

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

06:25 Uhr – Einführung zur Kantate

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800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

Philipp Heinrich Erlebach (1657-1714)

„Siehe, um Trost war mir sehr bange“

Dorothee Mields, Sopran; Alexander Schneider, Altus;

Andreas Post, Tenor; Matthias Vieweg, Bass

Les Amis de Philippe

Leitung: Ludger Rémy 

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:

http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/br-klassik120.html

Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag  um  08:05 Uhr bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 21 „Ich hatte viel Bekümmernis”

Kantate zum 3. Sonntag nach Trinitatis,

Barbara Schlick, Sopran; Kai Wessel, Countertenor;

Guy de Mey, Tenor; Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir und Orchestra:

Leitung: Ton Koopman

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Videos: 

Bach-Kantaten für den „3. Sonntag nach Trinitatis“

BWV   21  – „Ich hatte viel Bekümmernis“
BWV 135  – „Ach Herr, mich armen Sünder“

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/ YouTube: BW 21 –  “Ich hatte viel Bekümmernis”   –  (Interpret: Herreweghe )

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/ YouTube: BWV 135 –  “Ach Herr, mich armen Sünder”   –  (Interpret: Herreweghe )

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*) Außerhalb des liturgischen Sonntags

/ YouTube: *) BWV 10  –  “Meine Seel erhebt den Herren ”   –  (Interpret: S D G )

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Video auf YouTube

Verschiedene Barock-Komponisten:

Lieder aus dem Kirchenjahres- und Lebenskreis..!!

Aufnahme vom 14. April 2013 im Sommersaal des Bach-Museums Leipzig.
Klaus Mertens, Bass-Bariton
Thomas Fritzsch, Viola da gamba, Violoncello & Basse de Violon
Stefan Maass, Barocklaute
Michael Schönheit, Orgel, Cembalo

Georg Philipp Telemann: Fast allgemeines Evangelisch-Musicalisches Lieder-Buch

– Praeludium / GOTT des Himmels und der Erden
– Mit Ernst o Menschen-Kinder
– Freuet euch ihr Christen alle
– Nun laßt uns gehn und treten

– Allemande par M[onsieu]r E.T. Baron
aus: Der getreue Music-Meister

– Herr nun läß’st du deinen Diener im Friede fahren
– O Lamm Gottes unschuldig
– O Haupt voll Blut und Wunden
– Jesus meine Zuversicht

– Trio IIdo [G-Dur], TWV 42: G6
aus: Essercizii musici

– Komm Heiliger Geist Herre GOTT
– Ein feste Burg
– Wenn dich Unglück hat betreten
– Aus tiefer Noth schrey ich zu dir
– Befiehl du deine Wege
– Jesu, meine Freude meines Hertzens Weyde

– Trio IIdo [G-Dur], TWV 42: G6
aus: Essercizii musici

– Wer weiß wie nahe mir mein Ende?
– Auf meinen lieben GOTT
– Nun lob mein Seel den HErren
– Ach wie nichtig ach wie flüchtig

– Courante par M[onsieu]r E.T. Baron
aus: Der getreue Music-Meister

– Wach’t auf ruf’t uns die Stimme / Auf auf! und laßt uns wachsam seyn
– O Wonn‘ o Freud‘ o Herrlichkeit
– Wie der Hirsch im großen Dürsten
– Nun dancket alle Gott

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibungen

Kantaten für den 3. Sonntag nach Trinitatis 

Fraumünster, Zürich 8. und 9. Juli 2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 135 “Ach Herr, ich armer Sünder“ 

Bachs einzige andere Kantate für diesen Sonntag, BWV 135 “Ach Herr, mich armen Sünder”, wurde im Juni 1724 komponiert und vermutlich einstudiert, bevor er nach Gera reiste, um dort die Orgel zu prüfen, und das bedeutet, dass er das Werk eigentlich nie beaufsichtigte oder selbst aufführte. Diese kurze, kernige Bußkantate ist die vierte in seinem zweiten Leipziger Zyklus, Teil einer eindrucksvollen Folge, von BWV 7, mit einer einleitenden Fantasia, die einem Concerto für Violine ähnelt, und dem Cantus firmus im Tenor, über BWV 20, mit einer französischen Ouvertüre am Anfang und dem Cantus firmus im Sopran, bis hin zu BWV 2 der vergangenen Woche, die im alten Motettenstil anfängt und den Cantus firmus in der Altstimme hat. Diese Werke fügen sich zu einem faszinierenden und kontrastvollen Portfolio einleitender Chorfantasien.

Im ersten Tableau verflechtet Bach zwei Oboen über einem schlichten Unisonovortrag der Melodie des Passionschorals in den hohen Streichern (bis jetzt noch keine Basslinie!), bevor auch diese sich im Flechtwerk der Oboe verfangen. Dann setzen die Bässe ein, Cello, Bass, Fagott und Bassposaune spielen das Thema in diminuierter Form. All das fügt sich zu einem langsamen, ritualhaften Porträt eines büßenden, Gnade suchenden Sünders zusammen und ist sehr bewegend, vor allem dort, wo Bach den Schmerz durch eine Folge selbstbezichtigender erster Umkehrungen übersteigert: ‚Mein Sünd, mein Sünd, mein Sünd…’.

Diese Stimmung bleibt im Tenor-Rezitativ (Nr. 2) erhalten, wo der ‚Arzt der Seelen’ angefleht wird, den kranken und schwachen Sünder zu heilen. Trost liefert die Tenor-Arie mit zwei Oboen, indem sie schildert, wie im Tod ‚alles stille… stille… stille’ ist. Ein Alt-Rezitativ beginnt adagio, wie eine Arie, ‚Ich bin von Seufzen müde’, und fährt fort: ,mein Geist hat weder Kraft noch Macht, weil ich die ganze Nacht … in großem Schweiß und Tränen liege. Ich gräme mich fast tot und bin vor Trauern alt’ – Worte, die mich im Hinblick auf unser gegenwärtiges Finanzproblem besonders schmerzlich berührten. Und ich konnte mich mit der wunderbar trotzigen Bass-Arie identifizieren, wo sich die ersten Violinen gerieren wie virtuose Sturmschwalben: ‚Weicht, all ihr Übeltäter!’. Das ist herrrlich zornige Musik, und man kann sich vorstellen, wie Bach gegen schändliche Bösewichte wütete (von denen ihm in seinem Berufsleben genug begegneten). Er schließt mit einem erhebenden ‚Ehr sei ins Himmels Throne’ zu demselben Passionschoral von Cyriakus Schneegaß (1597), mit dem er begann. 

 

© John Eliot Gardiner 2010

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum 2. und 3. Sonntag nach Trinitatis

                   Gardiner Reisetagebuch SDG 165 zum Download als PDF 

  Künstler-Beitrag:  Michael Harrison – Trompete zum Download  als PDF 

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CD’s vom Label SDG  

CDs – Bach-Kantaten:  für den “2. und 3. Sonntag nach Trinitatis”

Cover:  SDG 165 –  Vol. 2

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 165 – Vol. 2

Aufführungsorte:

Kantaten für den “2. und 3. Sonntag nach Trinitatis” 

Basilique Saint-Denis, Paris am 2. & 3. Juli 2000

Fraumünster, Zürich 8. und 9. Juli 2000

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CD- eins – Inhalte für den 2. Sonntag nach Trinitatis

BWV 2 – Ach Gott, vom Himmel sieh darein    

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2 

BWV 10 – Meine Seel erhebt den Herren  

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2

BWV 76 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes  

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2 

swv 386 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes  (von Heinrich Schütz)

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2

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CD – zwei – Inhalte:

Kantaten für den “3. Sonntag nach Trinitatis” 

BWV 21 – Ich hatte viel Bekümmernis    

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2 

BWV 135 – Ach Herr, ich armer Sünder  

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2

BWV 1044 – Konzert für Flöte, Violine und Cembalo

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2

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bachfest-leipzig-2013 

Bachfest Leipzig 2013 – “Vita Christi”

vom 14.06.2013 – 23.06.2013

Für all diejenigen, die in diesem Jahr keine Möglichkeit haben, das Bachfest vor Ort mitzuerleben, bieten wir mit dem Live-Stream des Eröffnungs- und des Abschlusskonzertes einen besonderen Service. Am 14. Juni 2013 ab 17 Uhr können Sie das Konzert des Thomanerchors und des Gewandhausorchesters Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller unter:

 www.bachfestleipzig.de 

mitverfolgen.

Ebenso können Sie am 23. Juni 2013 um 20 Uhr live dabei sein, wenn mit der traditionellen Aufführung von J. S. Bachs Messe in h-Moll, BWV 232 das Bachfest endet.

Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen:

Weihnachts – Oratorium  /  Johannes – Passion /

Oster-  und  Himmelfahrts-Oratorium

fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.

Unter der Leitung von:

Trevor Pinnock, – Thomas Hengelbrock, –  John Eliot Gardiner 

 und Hermann Max  

“Auferstehung und Himmelfahrt”

 mit der Rheinischen Kantorei

am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr 

werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis. Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat -Kompositionen von

Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach

im Eröffnungs- sowie der h-Moll Messe, BWV 232 

mit den Thomaner 

 und dem Freiburger-Barockorchester

im Abschlusskonzert

 am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr

 in der Thomaskirche Leipzig

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Bach-Archiv Leipzig – Talk zur “Vita Christi”, Part II

Teil II der Gesprächsreihe zur “Vita Christi“ ist jetzt online und über unseren youtube-Kanal zu sehen. Eine Version mit englischen Untertiteln folgt in den kommenden Tagen. Schon kommenden Samstag findet die nächste Talkrunde statt.

Veröffentlicht am 19.03.2013

Der »angewandte Bach« :  J. S. Bachs Oratorienzyklus im Bachfest Leipzig 2013.

Peter Korfmacher (Leipziger Volkszeitung) im Gespräch mit Universitätsmusikdirektor

David Timm und Prof. Ulrich Konrad (Würzburg)

Zum Video

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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:

Link:  http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=618

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Programm zum Download als PDF –

>>>  Programm Bachfest Leipzig 2013 <<<

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig
Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

“J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der  J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

(Foto: Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

J.S. Bach Cantata – 

Kantate – J. S. Bach – Cantata BWV 135 – Ach Herr, mich armen Sünder. §. Satz Arie

Kantate BWV 135 zum 3. Sonntag nach Trinitatis für Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Oboe I+II, Bassposaune, Fagott, Streicher und Continuo

Solisten
Jan Börner, Alt; Hans Jörg Mammel, Tenor; Klaus Häger, Bass

Chor
Sopran: Susanne Frei, Guro Hjemli, Jennifer Rudin, Noëmi Tran-Rediger
Alt: Antonia Frey, Olivia Heiniger, Lea Scherer
Tenor: Manuel Gerber, Raphael Höhn, Nicolas Savoy
Bass: Fabrice Hayoz, Chasper Mani, Philipp Rayot

Musikalischer Leiter: Rudolf Lutz

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

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YouTube – Video 

BWV 135 – „Ach Herr, mich armen Sünder“

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Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-135/


Icon   Abendprogramm BWV 135 (512.5 KB)

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

neue Bezugsquelle ab sofort: –

Link:   bei   j p c

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Grüße

Volker

Bach-Archiv Leipzig, News – Eröffnungskonzert des Bachfestes Leipzig im Internet-Livestream


Auftritt beim Bachfest 2013 Sir John Eliot Gardiner

  Auftritt beim Bachfest 2013 Sir John Eliot Gardiner (Foto: BachArchiv  – Gert Mothes)

Liebe Bachfreunde (innen)

Das Bachfest Leipzig beginnt am Freitag, 14. Juni 2013. Eine gute Nachricht für alle, die das Eröffnungskonzert am 14. Juni 2013 lieve in der Thomaskirche nicht besuchen können.

Die Eröffnung des Bachfests Leipzig wird in diesem Jahr erstmals live im Internet übertragen.

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ACHTUNG eine Link-Änderung ..!!

Für all diejenigen, die in diesem Jahr keine Möglichkeit haben, das Bachfest vor Ort mitzuerleben, bieten wir mit dem Live-Stream des Eröffnungs- und des Abschlusskonzertes einen besonderen Service. Am 14. Juni 2013 ab 17 Uhr können Sie das Konzert des Thomanerchors und des Gewandhausorchesters Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller unter:

 www.bachfestleipzig.de mitverfolgen.

Ebenso können Sie am 23. Juni 2013 um 20 Uhr live dabei sein, wenn mit der traditionellen Aufführung von J. S. Bachs Messe in h-Moll, BWV 232 das Bachfest endet.

Zur Einstimmung können Sie bereits ab heute noch einmal das Eröffnungskonzert des letztjährigen Bachfestes auf unserer Website und im »Bach Channel« unter

www.youtube.com/bacharchivleipzig

ansehen.

Thomanerchor beim Bachfest 2012

                                                             Thomanerchor beim Bachfest 2012

Die Übertragung im Internet und auf dem Leipziger Markt ermögliche vielen Menschen die Teilnahme, “die keine der begehrten Karten mehr erhalten haben”, sagte der Geschäftsführer des Bachfestes Leipzig, Dettloff Schwerdtfeger. Darüber hinaus werden für zahlreiche Veranstaltungen Last-Minute-Tickets angeboten und eine Generalprobe kurzfristig für Besucher geöffnet. “So können Leipziger und ihre Gäste trotz zahlreicher bereits ausverkaufter Konzerte das Bachfest in allen Facetten genießen”, erklärte Schwerdtfeger. In dieser Saison werden Gäste aus über 30 Nationen in Leipzig erwartet.

Das MDR FERNSEHEN berichtet am 13. Juni  2013 im Kulturmagazin „»artour«“

Der »artour«-Beitrag führt einmal mehr in die Thomaskirche und überrascht damit, dass sogar Heavy-Metal-Bands um Bach keinen Umweg machen und dass die Leipziger Hausmusik sogar komplexe Stücke wie das Weihnachts-Oratorium aufführt!

MDR FERNSEHEN | 13.06.2013, 22:05 Uhr

Das Abschlusskonzert des Bachfestes ist zusätzlich auf Arte LiveWeb zu sehen. Beide Konzerte werden auch im Anschluss abrufbar bleiben. Vorab ist unter www.bachfestleipzig.de bereits das Eröffnungskonzert aus dem vergangenen Jahr verfügbar. Eine Ausstrahlung des Abschlusskonzerts auf MDR und ARTE ist geplant. Eine DVD veröffentlicht das Label Accentus Music voraussichtlich im September 2013. Zahlreiche Bachfestkonzerte werden vom MDR Hörfunk mitgeschnitten.

Ein Video vom Eröffnungskonzert vom 7.  Juni 2012 steht zur Verfügung.

Bachfest Leipzig: Opening concert · St. Thomas‘ Church · June 07, 2012

J. S. Bach: Präludium und Fuge C-Dur, BWV 547 · J. S. Bach: Singet dem Herrn ein neues Lied, BWV 225 · H. W. Zimmermann: Te Deum (Uraufführung) · M. Reger. Psalm 100, op. 106
Thomasorganist Ullrich Böhme, Thomanerchor Leipzig, Leipziger Universitätschor, Gewandhausorchester Leipzig · Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller.
Eine Produktion von accentus.

Weitere Links:

http://www.bachfestleipzig.de/

http://www.accentus.com/

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Ein Treffen der Blogmitglieder sollte nach den zwei Gardiner – Konzerten vereinbart werden.

Ich wünsche allen Besuchern ein schönes Bachfest Liepzig 2013.

Herzliche Grüße

Volker

Radiotipp 14.6. – 16.6.2013 – Eröffnungskonzert Bachfest Leipzig, John Eliot Gardiner in Aldeburgh und mehr


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Diese Woche gibt es wieder richtige Highlights. Das Eröffnungskonzert aus Leipzig, Gardiner live aus Aldeburgh, eine Sendung über Maya Homburger, eine der Solistinnen im vorgenannten Konzert sowie eine der Konzertmeisterinnen der English Baroque Soloists, und ihren Mann sowie eine von Elin Manahan Thomas gestaltete Sendung über Singen im und vor dem Chor. Sie hat ja auch viele Konzerte der Bach Cantata Pilgrimage im Chor mitgesungen, und ist anschließend auch solistisch bei Gardiner aufgetreten u.a. bei der Ersteinspielung der neu aufgefundenen Geburtstagsode von Bach. Seitdem hat sie eine sehr beachtliche Solokarriere aufgebaut.
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14.6.13

MDR Figaro
20.05 – 23.15
Eröffnungskonzert BACHFEST LEIPZIG 2013
Zeitversetzt aus der Leipziger Thomaskirche
* Johann Sebastian Bach: Fantasie G-Dur BWV 572
* Georg Friedrich Händel: Messias (Teil I) HWV 56
* Johann Sebastian Bach: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ BWV 140
Ullrich Böhme, Orgel, Solist des Thomanerchores (Sopran)
Matthias Rexroth, Altus
Martin Petzold, Tenor
Markus Flaig, Bass
Thomanerchor Leitung
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Georg Christoph Biller

Anschließend: Magdalena Kozena im Konzert

* Tomaso Albinoni: Concerto a-Moll op. V n.5
* Antonio Vivaldi:
– Sonata in Es-Dur RV 130
– Stabat mater RV 130
– Sinfonia in C-Dur für Streicher und b.c. RV 111a
– „Sol da te mio dolce amore“ aus „Orlando furioso“
– Concerto für Streicher d-moll RV 127
* Georg Friedrich Händel: „Scherza infida“ aus „Ariodante“
* Antonio Vivaldi: „Ho il cor già lacero“ aus „Griselda“

Magdalena Kožená, Mezzosopran
Venice Baroque Orchestra, Cembalo
Leitung: Andrea Marcon
Aufnahme vom MDR MUSIKSOMMER am 06.08.2011 in der Frauenkirche Dresden

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BBC Radio3
19.30 – 22.00 (20.30 – 23.00 und die nächsten 7 Tage)

Performance
Live from Snape Maltings at the 2013 Aldeburgh Festival
Presented by Louise Fryer

Sir John Eliot Gardiner leitet Monteverdi Choir und Orchestra sowie die Violinistinnens Kati Debretzeni und Maya Homburger in einem Bachprogramm, bei dem er Kantaten zu Himmelfahrt mit dem Violinkonzert  in a-Moll BWV 1041 und einem der beliebtesten Instrumentalwerke Bachs – dem Violinkonzert für 2 Violinen – kombiniert.

J.S. Bach: Motet – Singet dem Herrn, BWV 225
Violin Concerto in A minor, BWV 1041
Cantata – Ich habe genug, BWV 82
8.15 – Interval
Louise Fryer talks to Abigail Lane, organiser of the SNAP Art exhibition at the Aldeburgh Festival, and writer and critic Jonathan P Watts about this year’s exhibition which celebrates Benjamin Britten’s Centenary with a series of works related to or inspired by Britten.
8.35
J.S. Bach: Concerto for two violins in D minor, BWV 1043
Cantata – Christ lag in Todesbanden, BWV 4.

Kati Debretzeni, Maya Homburger (violins)
Peter Harvey (baritone)
Monteverdi Choir and Orchestra
John Eliot Gardiner (conductor)
http://www.bbc.co.uk/programmes/b02lqnh0

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16.6.13

SRF2 (Schweiz)
16.03 – 18.00
Parlando

Verwunschene Geschichten – Barry Guy und Maya Homburger
Ein bisschen wie im Märchen ist es schon, und eines mit Happy äEnd. Ein Vierteljahrhundert ist es her, seit Maya Homburger und Barry Guy sich auf einer Konzertournee der Dcademy of Ancient Music begegnet sind.
Sie, die britische Barockgeigerin, er der britische Jazzkontrabassist, der sich zusätzlicheBrötchen in Barockorchestern verdient.
Seither schreibt das Musikerpaar Homburger-Guy seine ganz eigene Geschichte. Die Beiden verweben Improvisation, Jazz alte und zeitgenössische Musikzu einer persönlich gefärbten, filigranen Kammermusik und haben so einen neuen Stil kreiert
Daneben verfolgt er weiter seine Jazzprojekte, etwa im Barry Guy New Orchestra, während sie ein Plattenlabel gegründet hat und weiterhin Barockmusik spielt.
Lislot Frei portraitiertdie Beiden und versucht dem Geheimnis und den Tücken dieser engen zusammenarbeit auf die Spur zu kommen.

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BBC Radio3
17.00 – 18.30 (bei uns: 18.00 – 19.30 und die nächsten 7 Tage)
The Choir

Sopran Elin Manahan Thomas reflektiert ihr lebenslanges Singen mit Chören: als Chormitglied und als Solistin. Sie stellt einige ihrer Lieblingswerke mit Solopartien vor, darunter auch Sätze aus Mozarts c-Moll-Messe und das Requiem von Brahms sowie ein ungewöhnliches Wekr über die Schöpfung von Aaron Copland.
http://www.bbc.co.uk/programmes/b02lqnh0

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den “2. Sonntag nach Trinitatis”


Eine 273 Jahre alte Handschrift des Barockkomponisten J.S. Bach in Weißenfels entdeckt.

Eine 273 Jahre alte Handschrift des Barockkomponisten J.S. Bach in Weißenfels entdeckt.

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 09.06.2013 begehen wir den 2. Sonntag nach „Trinitatis“

Der 2. Sonntag nach Trinitatis hat „die Einladung“ zum Thema. Es leitet sich ab vom Evangelium vom großen Abendmahl – der Einladung, die von den Wohlhabenden abgelehnt wird, woraufhin die Einladung an die Außenseiter und Ausgestoßenen ergeht, die sie freudig annehmen. Es geht an diesem Sonntag wohl mehr darum, darüber nachzudenken, wo Gottes Einladung an uns ergeht und wie wir darauf antworten. Die übrigen Perikopen nehmen das Thema in vielfältiger Weise auf.

Am 2. Sonntag nach Trinitatis hören wir die Einladung zum großen Abendmahl und danken Gott, dass er uns durch Jesus Christus teilhaben läßt an seinem Reich. Die Freude über die Einladung macht uns selbst zu Einladenden.

Wochenspruch:  

Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Mt 11,28)

Wochenlied:

„Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn“ (EG 363)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den „2. Sonntag nach Trinitatis“

BWV   2  – „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“
BWV 76  – „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ 

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

BWV 2 “Ach Gott, vom Himmel sieh darein”

Kantate zum 2. Sonntag nach Trinitatis

für 3 Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Daniel Taylor, Altus;  / James Gilchrist, Tenor;

Stephen Varcoe, Bass;

Monteverdi Choir; / English Baroque Soloists,

Leitung: John Eliot Gardiner

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link: 

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach

BWV 76 “Die Himmel erzählen die Ehre Gottes”

Midori Suzuki, Sopran / Robin Blaze, Countertenor
Gerd Türk, Tenor / Chiyuki Urano, Bass

Bach Collegium Japan /

Leitung: Masaaki Suzuki

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 76 “Die Himmel erzählen die Ehre Gottes”

Midori Suzuki, Sopran / Robin Blaze, Countertenor
Gerd Türk, Tenor / Chiyuki Urano, Bass

Bach Collegium Japan /

Leitung: Masaaki Suzuki

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 2 “Ach Gott, vom Himmel sieh darein”

Michael Chance (Countertenor) / Paul Agnew (Tenor)

Klaus Mertens (Bass)

Amsterdamer Barockchor und Orchester

Leitung: Ton Koopman

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 2 „Ach Gott vom Himmel sieh‘ darein”

Kantate am 2. Sonntag nach Trinitatis

Helen Watts, Alt / Aldo Baldin, Tenor / Walter Heldwein, Bass

Gächinger Kantorei Stuttgart

Bach-Collegium Stuttgart

Leitung: Helmuth Rilling

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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mdr – figaro

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

06:25 Uhr – Einführung zur Kantate

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800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach:

BWV 76 „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:

http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/br-klassik120.html

Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag  um  08:05 Uhr bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 76 „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes”

Kantate zum 2. Sonntag nach Trinitatis,

Midori Suzuki, Sopran / Robin Blaze, Countertenor

Gerd Türk, Tenor / Chiyuki Urano, Bass

Bach Collegium Japan /

Leitung: Masaaki Suzuki

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Videos: 

Bach-Kantaten für den „2. Sonntag nach Trinitatis“

BWV   2  – „Ach Gott, vom Himmel sieh darein„

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/ YouTube: BW 2 –  “Ach Gott, vom Himmel sieh darein”   –  (Interpret: Herreweghe )

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/ YouTube: BWV 76 –  “Die Himmel erzählen die Ehre Gottes”   –  (Interpret: Koopman )

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*) Außerhalb des liturgischen Sonntags

/ YouTube: *) BWV 10  –  “Meine Seel erhebt den Herren ”   –  (Interpret: S D G )

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Barock-Komponist Sebastian Knüpfer (1633-1676)

Sebastian Knüpfer (auch Knüpffer, getauft am 6. (oder 7. September 1633 in Asch; † 10. Oktober 1676 in Leipzig) war ein deutscher Komponist und Kirchenmusiker.

Der Sohn des Ascher Kantors und Organisten Thomas Knüpfer erhielt die erste Ausbildung bei seinem Vater. Es ist überliefert, dass er bereits mit zehn Jahren in seinem Heimatort den Organistendienst versah. Von 1646 bis 1654 besuchte er das Gymnasium in Regensburg, wo zu seinen wichtigsten Lehrern der dortige Ephorus Balthasar Balduin, der Sohn Friedrich Balduins wurde. Später ging er nach Leipzig, wo er unter anderem unter Johann Adam Scherzer Philosophie studierte. Hier konnte er 1657 mit Unterstützung Johann Philippis die Nachfolge Tobias Michaels im Amt des Thomaskantors der Thomasschule antreten.

Um Knüpfer bildete sich ein Kreis angesehener Musiker (u. a. der Nikolaikantor Elias Nathusius, die Thomasorganisten Gerhard Preisensin und Jakob Weckmann und der Arzt Johann Kaspar Horn), der Leipzig den Ruf eines bedeutenden Musikzentrums einbrachte. In der Laudatio zum Tode Knüpfers hieß es: „Die Wahl Knüpfers gereichte dem Musikleben Leipzigs zum Heile und dem Thomaskantorat zum Segen.“ Neben seiner musikalischen Tätigkeit machte er sich auch als Philologe einen guten Namen. 1658 heiratete er Maria Sabina Hagen, mit der er drei Söhne und zwei Töchter hatte.

In Asch wurde 1925 ein Platz nach ihm benannt.

Die meisten Werke Knüpfers sind nie gedruckt worden. Er schrieb Motetten, Geistliche Konzerte, Kantaten und Messen. Er komponierte für die Kaiserkrönung Leopolds I. 1658 und für den Aachener Frieden von 1668. 1663 erschien eine Sammlung von Madrigalen und Kanzonetten im Druck.

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Video auf YouTube

Sebastian Knüpfer (1633-1676).

Choral-Kantate:

„Wenn mein Stündlein vorhanden ist“-

„Ich bin ein Glied an deinem Leib“.

Video 

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibungen

Kantaten für den 2. Sonntag nach Trinitatis 

Basilique Saint-Denis, Paris am 2. & 3. Juli 2000

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Kantaten-Beschreibung zum BWV 2 „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“

Martin Luthers Choral nach Psalm 12 beklagt, wie sehr sich die Menschen durch ‚eitel falsche List’ in die Irre führen lassen. Er liefert den Rahmen zu Bachs Kantate BWV 2 Ach Gott, vom Himmel sieh darein, während die Kopplungen von Rezitativ und Arie in den mittleren
Strophen den Liedtext paraphrasieren. Gewiss war es dieser grimmige Blick auf die versprengten Häuflein von Gläubigen in einer heidnischen Welt der Verfolgung, der Bach bewog, Luthers Anfangsvers – in deutlichem Gegensatz zu den instrumental ausgefeilten
Choralfantasien, mit denen die Kantaten seines zweiten Leipziger Jahrgangs (1724/25) begannen – als archaische Choralmotette zu vertonen.

In dieser strengen, vokal dominanten Textur sticht der in langen Noten von den Altstimmen gesungene, von zwei Oboen verdoppelte Cantus firmus hervor, die der Choralmelodie besondere Prägnanz und Glanz verleihen. Jeder Textzeile gehen fugierte Einsätze
der übrigen Stimmen voraus, die vom Zinken, drei Posaunen und Streichern verdoppelt werden. Die schrittweise Erhöhung der vokal und instrumental ausgeführten Linien vor jedem neuen Einsatz des Cantus firmus führt in diesem Satz zu einer ‚besonderen strukturell bedingten Dynamik’ (Alfred Dürr).

Wie andere Kantaten im archaischen Motettenstil, zum Beispiel BWV 121 Christum wir sollen loben schon, birgt sie die Faszination eines ritualisierten Gottesdienstes – ein musikalisches Äquivalent zu jenen ernsten, hageren Gesichtern, denen wir auf religiösen Bildern flämischer Maler des 15. Jahrhunderts begegnen. Auf seine eigene Art mildert Bach die Strenge der
ausgedehnten, chromatisch um eine Quarte (passus duriusculus) absteigenden Fuge in d-moll, indem er die Continuolinie in die entgegengesetzte Richtung führt, sie chromatisch ansteigen lässt.

Wie ein Prediger, der sein Thema aus dem vorangegangenen 2 Choral der Gemeinde herausarbeitet, wettert der Tenor gegen die Bande der Götzendiener – ‚Sie lehren eitel falsche List’. Wie zu erwarten, ist das wieder Luther, und es ist dieselbe anonyme
Choralmelodie, die Bach jetzt mit dem Continuo in einen langsamen Kanon setzt. Die Zielscheibe seines Zorns ist hier die ‚törichte Vernunft’, die den Menschen als ‚Kompass’ dient und zu einer wütenden Anprangerung der fruchtlosen Versuche führt, ihre Rettung aufgrund
ihrer eigenen kümmerlichen Bemühungen zu erwarten: ‚Sie gleichen denen Totengräbern / die, ob sie zwar von außen schön, / nur Stank und Moder in sich fassen / und lauter Unflat sehen lassen’.Der abrupte Wechsel in der Alt-Arie mit obligater Violine zum aktuellen konzertanten Stil trifft wie ein Schock, wenngleich das permanente Wüten gegen Ketzer und ‚Rottengeister’ nicht nachlässt –zu hören in den streitlustigen Ketten aus Sechzehnteltriolen im Violinpart, dem trotzigen Staccato des Continuos und in der Weise, wie im ‚B’-Teil der Arie (Takte 56–59) die Choralmelodie wieder zutage gefördert wird.

Der klägliche Appell, den der gequälte Sünder an Gott richtet, findet schließlich dort Gehör, wo sich das zweite Rezitativ (Nr. 4) zum Arioso wandelt. Wir erfahren, wie Gott antwortet: ‚Ich muss ihr Helfer sein! / Ich hab ihr Flehn erhört… / Ich will mich ihrer Not erbarmen’, dies in einer Reihe skalenartig aufsteigender Phrasen, die dem insgesamt absteigenden Klangmuster dieser kurzen Kantate entgegenwirken. Die mächtige Tenor-Arie (Nr. 5) setzt dieses
wiederkehrende Muster aus aufsteigenden Linien in den hohen Streichern und Oboen gegen eine Reihe gegenläufig rotierender Figuren im Continuo. Analog zur reinigenden Wirkung des Feuers –‚durch Feuer wird das Silber wieder rein’ – verweist Bach auf das Kreuz, durch das sich das Wort bewahrheitet und auch der Christ wieder rein wird. Diese Anspielung und die Art, wie Bach fließende Bewegung oder den Fluss des geschmolzenen Metalls andeutet, erinnert nicht einfach nur an sein Interesse an edlen Metallen und Münzen, sondern auch an 3 die zu seiner Zeit emsig betriebene Suche nach dem Stein der Weisen durch Apotheker und Alchemisten, die für August den Starken in Dresden in geheimer Mission unedle Metalle in Gold verwandeln sollten und stattdessen das Geheimnis (Arcanum) des Porzellans entdeckten.

© John Eliot Gardiner 2010

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum“Festtag Johannes des Täufers” 

und 1. Sonntag nach Trinitatis

                   Gardiner Reisetagebuch SDG 101 zum Download als PDF 

  Künstler-Beitrag:  Dietrich Hentschel – Bass zum Download  als PDF 

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CD’s vom Label SDG  

CDs – Bach-Kantaten:  für den “2. Sonntag nach Trinitatis”

Cover:  SDG 165 –  Vol. 2

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 165 – Vol. 2

Aufführungsorte:

Kantaten für den “2. Sonntag nach Trinitatis” 

Basilique Saint-Denis, Paris am 2. & 3. Juli 2000

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CD- eins – Inhalte:

BWV 2 – Ach Gott, vom Himmel sieh darein    

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2 

BWV 10 – Meine Seel erhebt den Herren  

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2

BWV 76 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes  

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2 

swv 386 – Die Himmel erzählen die Ehre Gottes  (von Heinrich Schütz)

Gardiner Pilgrimage CD 165 Vol. 2

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bachfest-leipzig-2013 

Bachfest Leipzig 2013 – “Vita Christi”

vom 14.06.2013 – 23.06.2013

Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen:

Weihnachts – Oratorium  /  Johannes – Passion /

Oster-  und  Himmelfahrts-Oratorium

fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.

Unter der Leitung von:

Trevor Pinnock, – Thomas Hengelbrock, –  John Eliot Gardiner 

 und Hermann Max  

“Auferstehung und Himmelfahrt”

 mit der Rheinischen Kantorei

am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr 

werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis. Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat -Kompositionen von

Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach

im Eröffnungs- sowie der h-Moll Messe, BWV 232 

mit den Thomaner 

 und dem Freiburger-Barockorchester

im Abschlusskonzert

 am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr

 in der Thomaskirche Leipzig

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Bach-Archiv Leipzig – Talk zur “Vita Christi”, Part II

Teil II der Gesprächsreihe zur “Vita Christi“ ist jetzt online und über unseren youtube-Kanal zu sehen. Eine Version mit englischen Untertiteln folgt in den kommenden Tagen. Schon kommenden Samstag findet die nächste Talkrunde statt.

Veröffentlicht am 19.03.2013

Der »angewandte Bach« :  J. S. Bachs Oratorienzyklus im Bachfest Leipzig 2013.

Peter Korfmacher (Leipziger Volkszeitung) im Gespräch mit Universitätsmusikdirektor

David Timm und Prof. Ulrich Konrad (Würzburg)

Zum Video

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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:

Link:  http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=618

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Programm zum Download als PDF –

>>>  Programm Bachfest Leipzig 2013 <<<

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig
Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

“J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der  J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

(Foto: Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

J.S. Bach Cantata – 

Kantate – J. S. Bach – Cantata BWV 78 – „Jesu, der du meine Seele“

Kantate Kantate BWV 78 zum 14. Sonntag nach Trinitatis für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Flauto Traverso, Oboe I+II, Corno, Fagott, Streicher und Continuo

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

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YouTube – Video 

BWV 78 – „Jesu, der du meine Seele“

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Solisten:

Chor der Bachstiftung:

Sopran: Susanne Frei, Guro Hjemli, Leonie Gloor, Damaris Nussbaumer
Alt: Antonia Frey, Jan Börner, Lea Scherer
Tenor: Manuel Gerber, Clemens Flämig, Marcel Fässler
Bass: Manuel Walser, William Wood, Chasper Mani

Musikalischer Leiter: Rudolf Lutz

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-78/


Icon   Abendprogramm BWV 78 (106.8 KB)

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

neue Bezugsquelle ab sofort: –

Link:   bei   j p c

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Grüße

Volker

J.S. Bach-News: Handschrift-Noten von J.S. Bach in Weißenfels aufgefunden, Streit um Paulinerkirche


Unbekannte Handschrift Johann Sebastian Bachs entdeckt. Foto Bach Archiv

Unbekannte Handschrift Johann Sebastian Bachs entdeckt. Foto Bach Archiv

Liebe Bachfreunde(innen)

Wieder überraschen uns Meldungen aus dem Umfeld von J.S. Bach.

Weißenfels – Eine 273 Jahre alte Handschrift des Barockkomponisten Johann Sebastian Bach (1685-1750) ist in einer Sammlung in Weißenfels entdeckt worden. Die 1740 entstandene Abschrift einer Messe des italienischen Komponisten Francesco Gasparini (1661-1727) wurde am Donnerstag erstmals öffentlich präsentiert.

Die vier Blätter bieten nach Angaben von Musikforschern wesentliche Einblicke in das Schaffen von Bach in seinem letzten Lebensjahrzehnt. Bach verwendete für seine Abschrift das gleiche Papier wie für den zweiten Teil seines «Wohltemperierten Klaviers». Die Überlieferung der Handschrift ist vermutlich dem Weißenfelser Kantor und Sammler Carl Ludwig Traugott Gläser (1747-1797) zu verdanken. Die um 1740 entstandene Abschrift einer Messe des italienischen Komponisten Francesco Gasparini (1661–1727) bietet wesentliche Einblicke in Bachs Beschäftigung mit dem sogenannten Stile antico und hilft, die stilistische Neuorientierung seines Schaffens in seinem letzten Lebensjahrzehnt zu verstehen. Die Quelle enthält eindeutige Indizien dafür, dass Bach Gasparinis Werk in den beiden Leipziger Hauptkirchen St. Thomas und St. Nikolai mehrfach aufgeführt hat. Die Handschrift wird vom 7. Juni bis zum 14. Juli 2013 im Schütz-Haus Weißenfels ausgestellt.

Weitere Infos: www.bach-leipzig.de

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Der Streit um die  neue Paulinerkirche in Leipzig

ACHTUNG mdr-Fernsehen heute:

artour | MDR FERNSEHEN | 06.06.2013 | 22:00 Uhr

*) Am 30. Mai 1968 wurde in Leipzig die Paulinerkirche gesprengt. Der Siegerentwurf für den Neubau bot einen vermeintlichen Kompromiss aus Aula, Kirche und Konzertsaal. Die Kirche soll bis 2014 fertig gebaut sein. Die meisten haben sich schon an die auffällige, glänzende Fassade des Neubaus gewöhnt, doch es gibt wieder Proteste.

Streit um neue Paulinerkirche Leipzig

            Streit um neue Paulinerkirche Leipzig (Foto: mdr)

Die meisten haben sich schon an die auffällige, glänzende Fassade gewöhnt, doch die Kontroverse um den Kompromissbau dauert an: Als Mogelkiste wird der Bau bezeichnet, unwahrhaftig und mit schlechter Detailverarbeitung. Ulbricht habe am Ende gewonnen, so heißt es, wenn der Innenraum so gestaltet werde, wie es momentan geplant sei – ohne Kanzel und dazu mit einer gläsernen Trennwand zwischen Aula und Kirchenraum.

Dem neuen Wahrzeichen sieht man die Kraftanstrengung einer symbolische Hochleistungsarchitektur an, die alles sein will und sein muss – Kirche, Uni, Mehrzweckhalle. Können die glänzende Fassade und der großzügige, moderne Innenraum irgendwann doch noch ihren Zweck erfüllen und alle zufrieden stellen? „artour“ spricht darüber mit dem Architekturkritiker Arnold Bartetzky, dem Leipziger Bundestagsmitglied Thomas Feist (CDU) sowie Rudolf Hiller von Gaertringen, Kustos der Kunstsammlung der Universität.

*) Textauszüge: mdr

Link: http://www.mdr.de/artour/paulinerkirche136.html

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Grüße

Volker

Eine Orgel für Bach in St. Katharinen, Hamburg. Weihe der Orgel am 9.6.2013


Eine Orgel für Bach. Hauptkirche St. Katharinen Hamburg

Eine Orgel für Bach. Hauptkirche St. Katharinen Hamburg

Heute gibt es ein Orgel-New!

Danke @Iris, für deinen Hinweis zu dem Großereignis in der Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg.

Beendigung der Restaurierung an der „Großen Orgel“ in St. Katharinen.

Am 9. Juni 2013 um 10:30 Uhr findet ein Festgottesdienst zur Orgelweihe statt.

Es erklingt im Festgottesdienst die Kantate von

J.S. Bach BWV 29 „Wir danken dir Gott“

Am Dienstag, 11. Juni 2013 um 18:00 Uhr ist Ton Koopman als Organist in St. Katharinen, Hamburg, zu Gast.

Orgel-Konzert mit Werken von

Heinrich Scheidemann (1596-1663)

 *) Das Projekt „Eine Orgel für Bach“

Aus der Geschichte

Kurz nach der Reformation beginnt die Geschichte der alten Katharinen-Orgel. Dieses Instrument wurde immer wieder erweitert und verbessert. Im 16. Jahrhundert war es bereits das bedeutendste Instrument Hamburgs. Berühmte Organisten amtierten an dieser Orgel: Heinrich Scheidemann (um 1596-1663) studierte 1611-1614 auf Kosten der Gemeinde bei dem damals bekanntesten Organisten, Jan Pieterszoon Sweelinck in Amsterdam. Sein Schüler und Nachfolger Jan Adam Reincken (1643-1722) wirkte fast 60 Jahre an St. Katharinen. In seiner Zeit erfuhr die Orgel ihren letzten und endgültigen Ausbau auf insgesamt 58 Register auf vier Manualen. Bis dahin hatten die damals bedeutendsten Orgelbauer an diesem Instrument Hand angelegt: Hans Scherer d.Ä., Gottfried Fritzsche, Friedrich Stellwagen und Friedrich Besser waren die wichtigsten.

Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg

Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg

Im Jahre 1701 besuchte Johann Sebastian Bach (1685-1750) das erste Mal St. Katharinen. Seit dieser Zeit rührte seine Bekanntschaft mit dem damaligen Organisten J.A. Reincken und seine Liebe zu dem Instrument. Legendär wurde sein Orgelkonzert im Jahre 1720, wo er sich auf der Orgel fast 2 Stunden vor den Honoratioren der Stadt Hamburg hatte hören lassen. Sein Lob über das Instrument ist in verschiedenen Quellen nachzulesen (vgl. beiliegende Quellentexte), eines seiner berühmtesten Orgelwerke (Fantasie und Fuge g- moll) geht auf dieses Ereignis zurück.  

Die Idee „Eine Orgel für Bach“

Hamburg zeigte 1720 Bach die kalte Schulter und verlor 1943 eine der von ihm am meisten geschätzten Orgeln. Diese beiden historischen Ereignisse bilden heute den Ausgangspunkt der Idee „Eine Orgel für Bach“: das Instrument wieder aufzubauen, das den bedeutendsten Orgelkomponisten der Musikgeschichte maßgeblich inspiriert hat, sozusagen als späte Wiedergutmachung einer wirtschaftlichen Erwägungen geschuldeten historischen Fehlentscheidung. Damals sollte eines der größten musikalischen Genies 4.000 Mark für ein Organistenamt in die Kirchenkasse zahlen – im Jahr 2005 hat die „Stiftung Johann Sebastian“ mit einer symbolischen Ersteinlage von EUR 4.000 den Grundstock für das Wiederaufbauprojekt „Eine Orgel für Bach“ gelegt. 

Haupt-Orgel St. Katharinen, Hamburg

               Haupt-Orgel St. Katharinen, Hamburg

„Die Stiftung Johann Sebastian Bach“

in Hamburg wurde im Jahr 2005 gegründet mit dem Ziel, den Wiederaufbau der 1943 zerstörten Orgel finanziell zu flankieren. Nach Fertigstellung der Orgel im Jahr 2013 liegen ihre Schwerpunkte nun in der Unterhaltung und Bespielung der Orgel und in der Förderung der Musik Johann Sebastian Bachs, der zu ihren Bewunderern gehörte. Die Stiftung wird unterstützt durch ein prominent besetztes Kuratorium.

*) Text-Auszüge aus dem PDF „Die Stiftung Johann Sebastian Bach“

Weitere interessante Ausführungen zur Restaurierung der Orgel in der Hauptkirche St. Katharinen, Hamburg kann als

PDF-Download

>>  h i e r  <<  eingesehen werden. Eine Orgel für Bach St. Katharinen Hamburg.

Herzliche Grüße an alle Orgelfreunde(innen)

Volker

 

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den “1. Sonntag nach Trinitatis”


Am 29.5. 2013 feierte er seinen 80. Geburtstag Dirigent und Bach-Interpret: "Helmuth Rilling"

    Am 29.5. 2013 feierte er seinen 80. Geburtstag – Dirigent und Bach-Interpret: „Helmuth Rilling“

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 02.06.2013 begehen wir den 1. Sonntag nach „Trinitatis“

Der 1. Sonntag nach Trinitatis hat die Apostel und Propheten zum Thema. Gott sendet und wählt einzelne Personen, die er mit einem Auftrag ausstattet. Diese Personen sollen Gottes Botschaft weitertragen. Oft ist diese nicht einfach, sondern anstössig, so dass die Personen immer wieder auf Widerstand stoßen. Dennoch oder eher gerade deswegen gehören Apostel und Propheten zum Gesamtbild des christlichen Glaubens, denn sie helfen, sich auf Gottes Willen zu besinnen. Allerdings muss man sich hüten vor „falschen Propheten“, die den Glauben an die Existenz solcher Menschen mißbrauchen und schamlos ausnutzen.

Am 1. Sonntag nach Trinitatis hören wir im Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus den Hinweis auf die Propheten, die die Lebenden zu hören nicht bereit waren und auch heute oft nicht bereit sind. Auch wir verschließen oft unsere Ohren vor den wahren Propheten und neigen sie gern falschen Propheten zu. Aber das Wort Gottes läßt nicht zu, dass wir gänzlich abirren, sondern holt uns zurück und stellt uns in seinen Dienst. So sind auch wir Gesandte (= Apostel) des Herrn.

Wochenspruch:  

Christus spricht zu seinen Jüngern: Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. (Lk 10, 16)

Wochenlied:

„Nun bitten wir den Heiligen Geist“ (EG 124)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

Orgel-Video EG 124

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den „1. Sonntag nach Trinitatis“

BWV 20 – O Ewigkeit, du Donnerwort
BWV 39 – Brich dem Hungrigen dein Brot
BWV 75 – Die Elenden sollen essen

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ 

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

BWV 20 “O Ewigkeit, du Donnerwort”

Kantate am 1. Sonntag nach Trinitatis für 4 Singstimmen,

Bläser, Streicher und Basso continuo;

Siri Thornhill, Sopran; Petra Noskaiová, Alt;

Christoph Genz, Tenor; Jan van der Crabben, Bass;

La Petite Bande,

Leitung: Sigiswald Kuijken

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link: 

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach

BWV 20 “O Ewigkeit, du Donnerwort”

Verena Gohl, Alt und Martha Kessler, Alt
Theo Altmeyer, Tenor und Adalbert Kraus, Tenor
Wolfgang Schöne, Bass

Frankfurter Kantorei
Bach-Collegium Stuttgart

Leitung: Helmuth Rilling

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 39 “Brich dem Hungrigen dein Brot“

Kantate am 1.Sonntag nach Trinitatis,

Agnès Mellon, Sopran
Charles Brett, Countertenor
Peter Kooy, Bass

Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 20 “O Ewigkeit, du Donnerwort”

Ingeborg Danz (Alt)
Jan Kobow  (Tenor)
Peter Kooy  (Bass)

Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 75 „Die Elenden sollen essen”

Kantate am 1. Sonntag nach Trinitatis

Ruth Ziesak, Sopran / Elisabeth von Magnus, Alt
Paul Agnew, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir & Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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mdr – figaro

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

06:25 Uhr – Einführung zur Kantate

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800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

Philipp Heinrich Erlebach    (1657-1714)

„Wer sind diese mit weißen Kleidern angetan“

Dorothee Mields, Sopran; Alexander Schneider, Altus;

Andreas Post, Tenor; Matthias Vieweg, Baß

Les Amis de Philippe

Leitung: Ludger Remy

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:

http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/br-klassik120.html

Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag  um  08:05 Uhr bis 08:33 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV20 „O Ewigkeit, du Donnerwort”

Kantate zum 1. Sonntag nach Trinitatis,

Elisabeth Graf, Alt; Rufus Müller, Tenor;

Michael Schopper, Bass;

Heinrich Schütz Ensemble;

Monteverdi-Orchester:

Leitung: Wolfgang Kelber

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Videos: 

Bach-Kantaten für den „1. Sonntag nach Trinitatis“

BWV 20 – O Ewigkeit, du Donnerwort
BWV 39 – Brich dem Hungrigen dein Brot
BWV 75 – Die Elenden sollen essen

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/ YouTube: BW 20 –  “O Ewigkeit, du Donnerwort”   –  (Interpret: Herreweghe  )

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/ YouTube: BWV 39 –  “Brich dem Hungrigen dein Brot”   –  (Interpret: Koopman )

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/ YouTube: BWV 75 –  “Die Elenden sollen essen”   –  (Interpret: Herreweghe )

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Barock-Komponist Sebastian Knüpfer (1633-1676)

Sebastian Knüpfer (auch Knüpffer, getauft am 6. (oder 7. September 1633 in Asch; † 10. Oktober 1676 in Leipzig) war ein deutscher Komponist und Kirchenmusiker.

Der Sohn des Ascher Kantors und Organisten Thomas Knüpfer erhielt die erste Ausbildung bei seinem Vater. Es ist überliefert, dass er bereits mit zehn Jahren in seinem Heimatort den Organistendienst versah. Von 1646 bis 1654 besuchte er das Gymnasium in Regensburg, wo zu seinen wichtigsten Lehrern der dortige Ephorus Balthasar Balduin, der Sohn Friedrich Balduins wurde. Später ging er nach Leipzig, wo er unter anderem unter Johann Adam Scherzer Philosophie studierte. Hier konnte er 1657 mit Unterstützung Johann Philippis die Nachfolge Tobias Michaels im Amt des Thomaskantors der Thomasschule antreten.

Um Knüpfer bildete sich ein Kreis angesehener Musiker (u. a. der Nikolaikantor Elias Nathusius, die Thomasorganisten Gerhard Preisensin und Jakob Weckmann und der Arzt Johann Kaspar Horn), der Leipzig den Ruf eines bedeutenden Musikzentrums einbrachte. In der Laudatio zum Tode Knüpfers hieß es: „Die Wahl Knüpfers gereichte dem Musikleben Leipzigs zum Heile und dem Thomaskantorat zum Segen.“ Neben seiner musikalischen Tätigkeit machte er sich auch als Philologe einen guten Namen. 1658 heiratete er Maria Sabina Hagen, mit der er drei Söhne und zwei Töchter hatte.

In Asch wurde 1925 ein Platz nach ihm benannt.

Die meisten Werke Knüpfers sind nie gedruckt worden. Er schrieb Motetten, Geistliche Konzerte, Kantaten und Messen. Er komponierte für die Kaiserkrönung Leopolds I. 1658 und für den Aachener Frieden von 1668. 1663 erschien eine Sammlung von Madrigalen und Kanzonetten im Druck.

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Video auf YouTube

Sebastian Knüpfer (1633-1676).

Choralkantate

1. Ach Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn
2. Denn im Tode gedenket Mann dein Nicht
3. Weichet alle von mir, ihr Übeltäter

Video 

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibungen

Kantaten für den 1. Sonntag nach Trinitatis 

St. Giles Cripplegate, London am 23 – 26.. Juni 2000

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Kantaten-Beschreibung zum BWV 75 „Die Elenden sollen essen“

Als erste offizielle Kantate zu Bachs Amtsantritt in Leipzig wurde BWV 75 „Die Elenden sollen essen“ acht Tage nach der Ankunft mit seiner Familie und zwei Tage vor seiner formalen Ernennung aufgeführt. Der tadellose Zustand der autographen Partitur und das nicht aus Leipzig stammende Papier, auf der sie notiert war, lassen vermuten, dass Bach noch in Köthen mit der Komposition begonnen hatte. Die Kantate besteht aus vierzehn Sätzen (14 war Bachs symbolische Zahl), von denen sich sieben mit Reichtum und Armut unter materiellem Aspekt befassen, während die sieben übrigen die Herausforderung behandeln, der sich die Seele eines Christen zu stellen hat.

Bach beginnt mit einer französischen Ouvertüre in langsamem Dreiertakt, mit einem Oboensolo, das sich in rhetorischen Verzierungen ergeht, dem Stil von Händels Concerti grossi op. 3 sehr ähnlich. Der Chor verkündet mit majestätischem Pathos und entsprechendem Ernst:
‚Die Elenden sollen essen, dass sie satt werden’ (Psalm 22, 26). Den Ausgleich bringt eine lebhafte Fuge, ‚Euer Herz soll ewiglich leben’, die von den vier ‚Concertisten’ angestimmt wird, bei der Silbe ‚ewig’ die Phrase ausgiebig in die Länge zieht und ‚leben’ mit munteren Melismen
ausstaffiert. Unverkennbar breitet Bach hier seine kompositorische Palette aus. Die sich anschließenden Arien sind äußerst aktuell im Stil einer französischen Tanzsuite gehalten: eine Tenorarie (Nr. 3) als Polonaise, eine Sopranarie (Nr. 5) mit Oboe d’amore als Menuett, eine Altarie (Nr. 10) mit Violinen als prächtiger Passepied sowie eine glanzvolle Bassarie (Nr. 12) mit Trompete als Gigue.

Beide Hälften der Kantate enden mit der Darbietung eines Kirchenliedes, ‚Was Gott tut, das ist wohlgetan’, das Bach besonders liebte und gegen ein sehr eingängiges Ritornell gesetzt ist (und eine ‚inegale’ Behandlung auf französische Art geradezu herausfordert). Doch dieser Teil hat mehr zu bieten als nur äußere Schau. Im Eingangschor betont Bach nicht nur den offensichtlichen Unterschied zwischen Armut und Reichtum, sondern auch den Gedanken, das die Rangfolge von Himmel und Erde umgekehrt wird. Im zweiten Teil der Kantate hebt er den Gegensatz zwischen Armut und Reichtum auf eine geistliche Ebene. ‚Jesus macht mich geistlich reich’, singt der Alt, und der Bass versichert, der Mensch vermöge den Geist in der Süße der Liebe zu erkennen (‚Jesu süße Flammen’).

© John Eliot Gardiner 2004

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum“Festtag Johannes des Täufers” 

und 1. Sonntag nach Trinitatis

                   Gardiner Reisetagebuch SDG 101 zum Download als PDF 

  Künstler-Beitrag:  Dietrich Hentschel – Bass zum Download  als PDF 

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CD’s vom Label SDG  

CDs – Bach-Kantaten:  für den “1. Sonntag nach Trinitatis” 

und “Johannistag” – (Festtag Johannes des Täufers)    

Cover:  SDG 101 –  Vol. 1

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 101, – Vol. 1

Aufführungsorte:

Kantaten für den “Johannistag” und  1. Sonntag nach Trinitatis

Holy Trinity, Blythburh, am 13. Juni 2000

St. Giles Cripplegate, London am 23 – 26.. Juni 2000

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CD- eins – Inhalte:

BWV 7 – Christ unser Herr zum Jordan kam   /  für den  “Johannistag”  – (Festtag Johannes des Täufers)

Gardiner Pilgrimage CD SDG 101 Vol. 1 

BWV 30 – Freue dich, erlöste Schar  /  für den “Johannistag” – (Festtag Johannes des Täufers)

Gardiner Pilgrimage CD SDG 101 Vol. 1

BWV 167 – Ihr Menschen, rühmet Gottes Liebe  /  für den ”Johannistag” – (Festtag Johannes des Täufers)

Gardiner Pilgrimage CD SDG 101 Vol. 1  

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CD- zwei – Inhalte:

BWV 20 – O Ewigkeit, du Donnerwort   /  für den 1. Sonntag nach Trinitatis

Gardiner Pilgrimage CD SDG 101 Vol. 1 

BWV 39 – Brich den Hungrigen dein Brot  /  für den 1. Sonntag nach Trinitatis

Gardiner Pilgrimage CD SDG 101 Vol. 1

BWV 75 – Die Elenden sollen essen  /  für den 1. Sonntag nach Trinitatis

Gardiner Pilgrimage CD SDG 101 Vol. 1

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bachfest-leipzig-2013 

Bachfest Leipzig 2013 – “Vita Christi”

vom 14.06.2013 – 23.06.2013

Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen:

Weihnachts – Oratorium  /  Johannes – Passion /

Oster-  und  Himmelfahrts-Oratorium

fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.

Unter der Leitung von:

Trevor Pinnock, – Thomas Hengelbrock, –  John Eliot Gardiner 

 und Hermann Max  

“Auferstehung und Himmelfahrt”

 mit der Rheinischen Kantorei

am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr 

werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis. Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat -Kompositionen von

Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach

im Eröffnungs- sowie der h-Moll Messe, BWV 232 

mit den Thomaner 

 und dem Freiburger-Barockorchester

im Abschlusskonzert

 am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr

 in der Thomaskirche Leipzig

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Bach-Archiv Leipzig – Talk zur “Vita Christi”, Part II

Teil II der Gesprächsreihe zur “Vita Christi“ ist jetzt online und über unseren youtube-Kanal zu sehen. Eine Version mit englischen Untertiteln folgt in den kommenden Tagen. Schon kommenden Samstag findet die nächste Talkrunde statt.

Veröffentlicht am 19.03.2013

Der »angewandte Bach« :  J. S. Bachs Oratorienzyklus im Bachfest Leipzig 2013.

Peter Korfmacher (Leipziger Volkszeitung) im Gespräch mit Universitätsmusikdirektor

David Timm und Prof. Ulrich Konrad (Würzburg)

Zum Video

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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:

Link:  http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=618

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Programm zum Download als PDF –

>>>  Programm Bachfest Leipzig 2013 <<<

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig
Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

“J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der  J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

(Foto: Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

J.S. Bach Cantata – 

Kantate – J. S. Bach – Cantata BWV 191 – Gloria in excelsis Deo 

Kantate BWV 191 zum 1. Weihnachtstag für Sopran und Tenor, Vokalensemble, Trompeten I–III, Pauken, Flauto traverso I+II, Oboe I+II, Fagott, Streicher und Continuo

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

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YouTube – Video 

BWV 191 – 1. Satz – Choral:  „Gloria in excelsis Deo“

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Solisten:

Chor der Bachstiftung:

Sopran: Mirjam Berli, Susanne Frei, Leonie Gloor, Guro Hjemli, Mami Irisawa, Damaris Nussbaumer, Jennifer Rudin, Noëmi Tran-Rediger
Alt: Alexandra Rawohl, Antonia Frey, Olivia Heiniger, Lea Scherer
Tenor: Marcel Fässer, Nicolas Savoy, Walter Siegel
Bass: Fabrice Hayoz, Philippe Rayot, William Wood

Musikalischer Leiter: Rudolf Lutz

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-191/


Icon   Abendprogramm BWV 191 (498.6 KB)

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

neue Bezugsquelle ab sofort: –

Link:   bei   j p c

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Grüße

Volker

News aus der Klassikszene: Bach-Magazin 2013 – J.S. Bachstiftung St. Gallen – Bergkirchen für OWL Konzert-Termin – Hildesheim Konzerte in St. Michaelis


Bach-Magazin Ausgabe Mai 2013

            Bach-Magazin Ausgabe Mai 2013

Liebe Klassikfreunde(innen) !

Es gibt aus der Klassikszene einiges an interessante Neuigkeiten zu berichten.

Einigen Blog-Mitgliedern wird das neue Bach-Magazin – Ausgabe Mai 2013 bereits erhalten haben.

Hierin wird ausführlich über meine Internet-Tätigkeiten über J.S. Bach berichtet. Ein herzliches Danke an das Bach Archiv Leipzig und an die Autorin des Artikels: Frau Dr. Christiane Schwerdtfeger.

Interessante weitere Artikel über das heutige Internet wie z.B. GEFÄLLT MIR?!

Der Thomaskantor bei Facebook, Twitter & Co.

geben einen ausführlichen Einblick in die neue multimediale Welt.

Ein wunderschön aufgemachtes Bach-Magazin aus Leipzig mit „Aktuellen Neuigkeiten“ zu J.S. Bach und sein Umfeld, CD-Besprechungen, Interviews, etc. jeweils mit zwei Ausgaben im Jahr. Bezugspreis im Jahr 11,80 € zuzüglich Versandkosten von 3,80 €.

Mitglieder der Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs Leipzig e.V. erhalten das Bach-Magazin zum Vorzugspreis von 6,00 € im Jahr. Das Bach-Magazin kann unter folgenden Link bestellt werden:

http://www.bach-magazin.de

Wer zur Zeit das Bach-Magazin nicht im Besitz hat, kann einen Auszug zu meinen Tätigkeiten im Internet als PDF  >> h i e r <<  einsehen.

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News von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen:

Dirigent Rudolf Lutz J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Dirigent Rudolf Lutz J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Schon jetzt vormerken: Im nächsten Jahr 2014 organisieren wir die ersten

Appenzeller Bach-Tage 

vom 13. bis 17. August 2014.

Ein Kleinfestival mit Konzerten, Vorträgen, Kammermusik, Workshops, einer Bach-Nacht und einem Festgottesdienst. Mehr Infos folgen!

Webseite: http://www.bachstiftung.ch

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Konzert-Termin für OWL – Bergkirchen bei Bad Salzuflen:

Dresden-Kreuzorganist Holger Gehring aus Bielefeld

Dresden-Kreuzorganist Holger Gehring aus Bielefeld

Ev.-luth. Kirchengemeinde Bergkirchen

32108 Bad Salzuflen – Tel.: 05266 / 992181

Konzert mit Kreuzorganist Holger Gehring

Am Sonntag, 2. Juni setzt sich um 16.30 Uhr die Reihe

„Musik für Spaziergänger“

in der Kirche zu Bergkirchen fort. Zu Gast ist Kreuzorganist Holger Gehring aus Dresden.

Auf dem Programm stehen Orgelwerke der Klassik. Zu hören sind von Johann Christian Kittel (1732-1809) Praeludium G-Dur und ein Choral mit Variationen, von Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) die Sonata g-Moll Wq 70/6, von Gottfried August Homilius (1714-1785) drei Choralvorspiele und von Johann Christian Heinrich Rinck (1770-1846) das Concertstück Es-Dur op. 33.

Weiterhin spielt Gehring Werke der großen Klassiker, von Joseph Haydn (1732-1809) drei Flötenuhrstücke Hoboken-Verzeichnis XIX, von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Adagio für Glasharmonika C-Dur KV 356 und Ouverture C-Dur aus KV 399 und von Ludwig van Beethoven (1710-1827) drei Flötenuhrstücke WoO 33.

Anstelle von Eintrittskarten wird eine Kollekte gesammelt. Ab 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus.

Weitere Informationen erhält man unter:

www.bergkirchen.net, E-Mail: musik@bergkirchen.net

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Konzert-Termine für Hildesheim:

St. Michaelis in Hildesheim

                    St. Michaelis in Hildesheim

Kirchenmusik in St. Michaelis

In der Einladung heisst es wie folgt:

Mit dem angehängten Flyer möchte ich Sie zur diesjährigen Sommerlichen Kirchenmusik, der 47. seit Bestehen dieser Konzertreihe, nach St. Michael einladen. Wir haben wieder ein vielfältiges Programm mit namhaften Solistinnen und Solisten aus dem In- und Ausland für Sie zusammengestellt.

Bitte beachten Sie, dass das Abschlusskonzert ausnahmsweise nicht an einem Donnerstag, sondern erst am Sonntag, dem 8. September stattfindet.

Einladen möchte ich bei dieser Gelegenheit auch zum Konzert anlässlich der Wieder-Indienstnahme der großen Woehl-Orgel in unserer Kirche St. Michaelis. Nach den umfassenden Bau- und Sanierungsmaßnahmen in und an der Michaeliskirche war eine gründliche Reinigung und Nachintonation der Orgel nötig geworden. Nun wird sie klanglich und optisch in neuem Glanz erstrahlen und mit einem Sinfoniekonzert am Samstag, 25. Mai um 20 Uhr festlich wieder eingeweiht.

Auf dem Programm des Konzerts stehen die Suite gothique von Leon Boëllmann, das Violinkonzert in g-moll op. 26 von Max Bruch (Solistin: Louise Wehr) und als Hauptwerk des Abends die Sinfonie Nr. 3 (Orgelsinfonie) op. 78 von Camille Saint-Saëns. Die Hannoversche Orchestervereinigung wird geleitet von Martin Lill, den Orgelpart werde ich spielen.

Für dieses Konzert gibt es einen Internet-Vorverkauf über www.reservix.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Programm:

Donnerstag, 06. Juni 2013, 20 Uhr

Joseph Haydn

Die Schöpfung

Karin Gyllenhammar

Wolfgang Klose

Carsten Krüger

Kammersymphonie Hannover

Kantorei St. Michael

Leitung: Hans-Joachim Rolf

Eintritt: 25 € / 15 € / (10 €)

Vorverkauf: www.reservix.de

Donnerstag, 13. Juni 2013, 20 Uhr

„Maranatha“

Jazzinspirierte Orgelmusik

Hans-Martin Limberg

Preiskategorie I

Donnerstag, 20. Juni 2013, 20 Uhr

Bläser, Pauken und Orgel

Bläserkreis St. Michael

Leitung und Orgel: Helmut Langenbruch

Werke von Gigout, Baudach, Gabrieli u.a.

Preiskategorie II

Donnerstag, 27. Juni 2013, 20 Uhr

„Variationen“

DUO FABULA

Jana Langenbruch – Blockflöten, Barockoboe,

traditionelle schwedische Flöten

Nina Grigorjeva – Barockfagott, Harfe, traditionelle schwedische Flöten

Preiskategorie I

Donnerstag, 04. Juli 2013, 20 Uhr

Gitarrenabend Roger Tristao Adao

Werke von Bach, Brescianello, Barrios, Brouwer und Barrios

Preiskategorie I

Donnerstag, 11. Juli 2013, 20 Uhr

Orgelkonzert Johannes Pflüger

Werke von Bach, Franck, Vierne und Pflüger

Preiskategorie I

Donnerstag, 18. Juli 2013, 20 Uhr

Klarinette & Orgel

von Barock bis Klezmer

Christian Wolf – Klarinette

Daniel Wolf – Orgel

Werke von Loeillet, Rheinberger, Buxtehude, Purcell und Improvisationen

Preiskategorie II

Donnerstag, 25. Juli 2013, 20 Uhr

„O sing Joyfully“

The London Quartett

Werke von Josquin, Arcadelt, Tallis, Byrd u.a.

Preiskategorie III

Donnerstag, 01. August 2013, 20 Uhr

„Bach & more“

Jazztrio Kordes-Tetzlaff-Godejohann

Preiskategorie III

Donnerstag, 08. August 2013, 20 Uhr

Orgelkonzert Helmut Freitag (Saarbrücken)

Werke von Bach, Franck, Mendelssohn und Hindemith

Preiskategorie I

Donnerstag, 15. August 2013, 20 Uhr

Oboe trifft Orgel

Ein Streifzug von Barock bis zur Romantik

Frithjof Tergau – Oboe

Jochen Arnold – Orgel

Werke von Bach, Händel, Marcello, Mozart, Mendelssohn, Guilmant und Alain

Preiskategorie I

Donnerstag, 22. August 2013, 20 Uhr

Hebräische Lieder

aus dem alten und neuen Israel

Esther Lorenz – Gesang

Thomas Schmidt – Gitarre

Preiskategorie II

Donnerstag, 29. August 2013, 20 Uhr

„Ewigkeit“

Händel-Trilogie III

Johanna Winkel und Veronika Winter – Sopran

Kai Wessel – Countertenor

Mitglieder des Knabenchores Hannover

MUSICA ALTA RIPA

Faysal Ilhan Schauspiel und Saz (türk. Laute)

Lars Franke – Regie

Philippe Miesch – Kostüme, Bühnenbild

Danya Segal – Produktion, Konzept

Eintritt: 25 € (erm. 18 €)

Vorverkauf: www.reservix.de

Sonntag, 08. September 2013, 17 Uhr

„Toleranz“

Vokalsolistenensemble „Gli Scarlattisti“

Leitung: Jochen M. Arnold

Werke von Schütz, Rossi, Purcell, Rosenmüller, Sweelink, Scarlatti, J.S. Bach, Miriam Gideon Shema Israel, Arnold und Falk

Preiskategorie III

Preiskategorien:

I:          10 € (erm.   7 €)

II:         12 € (erm.   8 €)

III:        15 € (erm. 10 €)

KMD Helmut Langenbruch

Michaelisplatz 2 – 31134 Hildesheim

Tel.:  05121 9990184

Fax:   05121 9990225

e-mail:     Helmut.Langenbruch@evlka.de

Internet:   www.posaunenchor-michaelis.de und www.michaelis-gemeinde.de

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Herzliche Grüße

Volker

Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für die Feiertage „Pfingsten“


Pfingstdarstellung im Ingeborg-Psalter (um 1200)

              Pfingstdarstellung im Ingeborg-Psalter (um 1200)

 

Liebe Bach-Freunde/innen!

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 19. und 20.05.2013 begehen wir die Feiertage: „Pfingsten“

Das Pfingstfest hat seinen Ursprung im jüdischen Festkalender, wo es zunächst das Fest der Darbringung der Erstlingsfrüchte (2. Mose 23, 16) war. Es wird später als “Wochenfest” bezeichnet (2. Mose 34, 22) und (wohl erst in nachalttestamentlicher Zeit) 50 Tage (= Pentekoste = Pfingsten) nach dem Passah-Fest angeordnet.

Die Kirche feierte das Fest schon früh als Fest der Ausgießung des Geistes, und bald bekam es eine eigene Vigilfeier, in der nun neben Ostern ein zweiter Ort für Tauffeiern geschaffen war. Zeitweise wurde das Fest auf acht Tage ausgedehnt (Oktav), später dann auf vier bzw. drei Tage verkürzt.
Die protestantische Kirche übernahm dieses Fest, jedoch ohne Vigil. Es ist der Kirche als ein besonderes wichtiges Fest bis heute erhalten geblieben.

An diesem Tag wird zeichenhaft der Wille Gottes zur Versöhnung der Menschen mit ihm dadurch deutlich gemacht, dass die Sprachverwirrung, die in Babel aufgrund des Turmbaus erfolgte, nun durch die eine Sprache des Geistes überwunden ist.

Am Pfingstfest feiern wir die “Geburt der Kirche”. An diesem 50. Tag nach Ostern hat Gott seinen Geist auf die Gemeinde ausgegossen und seitdem nicht von ihr genommen. So denken wir nach über das, was in der Bibel vom Geist Gottes gesagt wird, und erkennen, wie der Geist Gottes auch heute unter uns wirkt.

Wochenspruch: 

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth. (Sach 4, 6)

Wochenlied:

„Freut euch, ihr Christen alle“ (EG 129)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für „Pfingsten“

Kantaten für „Pfingstsonntag“

BWV   34 – O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe
BWV   59 – Wer mich liebet, der wird mein Wort halten
BWV   74 – Wer mich liebet, der wird mein Wort halten
BWV 172 – Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten

Kantaten für „Pfingsmontag“

BWV   68 – Also hat Gott die Welt geliebt
BWV 173 – Erhöhtes Fleisch und Blut
BWV 174 – Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte

*Kantaten für den  3. Pfingsttag

*BWV 175 – Er rufet seinen Schafen mit Namen
*BWV 184 – Erwünschtes Freudenlicht

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ 

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Pfingstsonntag, 19.5.2013

Johann Sebastian Bach 

BWV 59 “Wer mich liebet, der wird mein Wort halten”

Kantate zum 1. Pfingsttag für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Magdalena Kozená, Sopran; Peter Harvey, Bass;

Monteverdi Choir; / English Baroque Soloists,

Leitung: John Eliot Gardiner

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WDR – Pfingstmontag, 20.5.2013

Geistliche Musik – Pfingstmontag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 173 “Erhöhtes Fleisch und Blut”

Kantate zum 2. Pfingsttag für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Yukari Nonoshita, Sopran; Mutsumi Hatano, Alt;

Gerd Türk, Tenor; Peter Kooij, Bass;

Bach Collegium Japan,

Leitung: Masaaki Suzuki

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link: 

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Pfingstsonntag, 19.5.2013

Johann Ludwig Krebs (1713-1780)

Zeuch ein zu deinen Toren, Choralvorspiel

Gerhard Weinberger, Orgel

Johann Sebastian Bach

BWV 34 “O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe”

Marion Eckstein, Mezzosopran / Julian Podger, Tenor
Ralf Grobe, Bass / Balthasar-Neumann-Chor

Balthasar-Neumann-Ensemble

Leitung: Thomas Hengelbrock

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NDRkultur – Kantate

Sendung Montag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Pfingstmontag, 20.5.2013

Johann Sebastian Bach

BWV 68 “Also hat Gott die Welt geliebt”

Barbara Schlick, Sopran / Gotthold Schwarz, Bass

Kammerchor „Accentus“

Ensemble Baroque de Limoges

Leitung: Christophe Coin

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Pfingstsonntag, 19.5.2013

Bach-Kantate

BWV 172 “Erschallet, ihr Lieder“

Kantate am 1. Pfingstfesttag,

Martina Jankova, Sopran
Robin Blaze, Countertenor
Christoph Genz, Tenor
Reinhard Hagen, Bass

Monteverdi Choir; / English Baroque Soloists,

Leitung: John Eliot Gardiner

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

08:04 – 09:00 Uhr

Pfingstmontag, 20.5.2013

Bach-Kantate

BWV 184 “Erwünschtes Freudenlicht“

Kantate am 3. Pfingstfesttag,

Lisa Larsson, Sopran
Elisabeth von Magnus, Alt
Gerd Türk, Tenor

Amsterdam Baroque Choir & Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Pfingstsonntag, 19.5.2013

SWR2 – Kantate

Philipp Heinrich Erlebach  (1657-1714)

„Die Liebe Gottes ist ausgegossen“

Dorothee Mields, / Margaret C. Hunter (Sopran)

Alexander Schneider (Countertenor)

Andreas Post (Tenor) Matthias Vieweg (Bass)

Les Amis de Philippe 

Leitung: Ludger Rémy

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Georg Philipp Telemann  (1681-1767)

„Gott der Hoffnung erfülle euch“

Johanna Koslowsky (Sopran) Kai Wessel (Countertenor)
Harry Geraerts (Tenor) Phillip Langshaw (Bass)

Alsfelder Vokalensemble 
Steintor Barock Bremen

Leitung: Wolfgang Helbich

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Pfingstmontag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Pfingstmontag, 20.5.2013

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 174 “Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte”

Bogna Bartosz (Alt)
Christoph Prégardien (Tenor)
Klaus Mertens (Bass)

Amsterdam Baroque Choir & Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Pfingstsonntag, 19.5.2013 von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 172 „Erschallet, ihr Lieder”

Kantate am 1. Pfingstfesttag

Arleen Augér, Sopran / Ortrun Wenkel, Alt
Peter Schreier, Tenor / Theo Adam, Bass

Thomanerchor Leipzig
Neues Bachisches Collegium Musicum Leipzig

Leitung: Hans-Joachim Rotzsch

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Pfingstmontag, 20.5.2013 von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 173 „Erhöhtes Fleisch und Blut”

Kantate am zweiten Pfingstfesttag

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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mdr – figaro

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

06:25 Uhr – Einführung zur Kantate

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800 Jahre Thomana

Am Pfingstsonntag, 19.5.2013 um 06:30 Uhr Kantate

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mdr – figaro

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Pfingstmontag, 20.5.2013 um 06:30 bis 07:00 Uhr

Gottfried Heinrich Stölzel  (1690-1749)

„Daran ist erschienen die Liebe Gottes“

Dorothee Mields, Sopran; Martin Wölfel, Altus;

Jan Kobow, Tenor; Christian Immler, Bass

Telemannisches Collegium Michaelstein

Leitung: Ludger Remy 

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:

http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/br-klassik120.html

Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Pfingstsonntag, 19.5.2013  um  08:05 Uhr bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 172 „Erschallet, ihr Lieder”

Kantate zum ersten Pfingstfesttag

Arleen Augér, Sopran / Ortrun Wenkel, Alt
Peter Schreier, Tenor / Theo Adam, Bass

Thomanerchor Leipzig

Neues Bachisches Collegium Musicum Leipzig

Leitung: Hans-Joachim Rotzsch

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Pfingstmontag, 20.5.2013  um  08:05 Uhr bis 08:34 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 184 „Erwünschtes Freudenlicht”

Kantate zum 2. Pfingstfesttag,

Lisa Larsson, Sopran; Nathalie Stutzmann, Alt;

Christoph Genz, Tenor;

Monteverdi Choir / English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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Videos: 

Bach-Kantaten für Pfingsten

Kantaten für „Pfingstsonntag„

BWV   34 – O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe
BWV   59 – Wer mich liebet, der wird mein Wort halten
BWV   74 – Wer mich liebet, der wird mein Wort halten
BWV 172 – Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten

Kantaten für „Pfingsmontag„

BWV   68 – Also hat Gott die Welt geliebt
BWV 173 – Erhöhtes Fleisch und Blut
BWV 174 – Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte

*Kantaten für den  3. Pfingsttag

*BWV 175 – Er rufet seinen Schafen mit Namen
*BWV 184 – Erwünschtes Freudenlicht

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/ YouTube: BW 34 –  “O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe”   – (Interpret: Karl-Friedrich Beringer)  

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/ YouTube: BWV 59   “Wer mich liebet, der wird mein Wort halten“  

(Interpret: N. Harnoncourt)

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/ YouTube: BWV 74 –  “Wer mich liebet, der wird mein Wort halten”   –  (Interpret: T. Koopman)

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/ YouTube: BWV 172 – “Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten”   –  (Interpret: S D G )

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/ YouTube: BW 68 –  “Also hat Gott die Welt geliebt”   –  (Interpret: N. Harnoncourt )

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/ YouTube: BWV 173   “Erhöhtes Fleisch und Blut“  (Interpret: H. Rilling)

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/ YouTube: BWV 174 –  “Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte”   –  (Interpret: Leusink)

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/ YouTube: BWV 175 –  “Er rufet seinen Schafen mit Namen”   –  (Interpret: G. Leonhardt)

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/ YouTube: BWV 184 –  “Erwünschtes Freudenlicht”   –  (Interpret: H. Rilling)

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Barock-Komponist Sebastian Knüpfer (1633-1676)

Sebastian Knüpfer (auch Knüpffer, getauft am 6. (oder 7. September 1633 in Asch; † 10. Oktober 1676 in Leipzig) war ein deutscher Komponist und Kirchenmusiker.

Der Sohn des Ascher Kantors und Organisten Thomas Knüpfer erhielt die erste Ausbildung bei seinem Vater. Es ist überliefert, dass er bereits mit zehn Jahren in seinem Heimatort den Organistendienst versah. Von 1646 bis 1654 besuchte er das Gymnasium in Regensburg, wo zu seinen wichtigsten Lehrern der dortige Ephorus Balthasar Balduin, der Sohn Friedrich Balduins wurde. Später ging er nach Leipzig, wo er unter anderem unter Johann Adam Scherzer Philosophie studierte. Hier konnte er 1657 mit Unterstützung Johann Philippis die Nachfolge Tobias Michaels im Amt des Thomaskantors der Thomasschule antreten.

Um Knüpfer bildete sich ein Kreis angesehener Musiker (u. a. der Nikolaikantor Elias Nathusius, die Thomasorganisten Gerhard Preisensin und Jakob Weckmann und der Arzt Johann Kaspar Horn), der Leipzig den Ruf eines bedeutenden Musikzentrums einbrachte. In der Laudatio zum Tode Knüpfers hieß es: „Die Wahl Knüpfers gereichte dem Musikleben Leipzigs zum Heile und dem Thomaskantorat zum Segen.“ Neben seiner musikalischen Tätigkeit machte er sich auch als Philologe einen guten Namen. 1658 heiratete er Maria Sabina Hagen, mit der er drei Söhne und zwei Töchter hatte.

In Asch wurde 1925 ein Platz nach ihm benannt.

Die meisten Werke Knüpfers sind nie gedruckt worden. Er schrieb Motetten, Geistliche Konzerte, Kantaten und Messen. Er komponierte für die Kaiserkrönung Leopolds I. 1658 und für den Aachener Frieden von 1668. 1663 erschien eine Sammlung von Madrigalen und Kanzonetten im Druck.

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Video auf YouTube

Sebastian Knüpfer (1633-1676).

Psalm-Kantate:

„Ach Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn“ 

1. Ach Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn
2. Denn im Tode gedenket man dein nicht
3. Weichet alle von mir, ihr Übeltäter

The King’s Consort

Robert King

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibungen

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Kantate für den 1. Pfingsttag

Holy Trinity, Long Melford, am 11. und 12. Juni 2000

Kantaten-Beschreibung: BWV 59 ” Wer mich liebet, der wird mein Wort halten“ 

Die Entstehungsgeschichte von Bachs zweiter Pfingstkantate BWV 59 Wer mich liebet, der wird mein Wort halten I wirft interessante biographische Fragen auf. In einem seiner häufigen Beschwerdebriefe an den sächsischen König schreibt er, er habe seine Funktion ‚bey der Universität Anno 1723 am PfinkstFest’ angetreten. Alfred Dürr erklärt nun kategorisch, das Autograph der Kantate sei allerspätestens für den Pfingstsonntag 1723 geschrieben worden, obwohl die erhaltenen Stimmbücher erst aus dem folgenden Jahr stammen. Es scheint, als habe Bach das Werk zusammengestellt, bevor er Köthen verließ, und dabei altes Material verwendet. Hat Bach sich also an jenem bedeutenden Tag, am Pfingstsonntag 1723 (16. Mai), zwei Wochen vor seiner berichteten Ankunft in der Stadt, dem Leipziger Publikum in der Universitätskirche mit der Aufführung dieser viersätzigen Kantate vorgestellt, oder war das ein Plan, der nur nicht verwirklicht wurde? Man könnte die begrenzte Instrumentierung (keine Bläser, keine dritte Trompete), Beschränkung der Solopartien auf Sopran und Bass und den Verzicht auf einen abschließenden Chor als geschickte Anpassung an die bescheidenen Möglichkeiten der an der Universität verfügbaren musikalischen Kräfte interpretieren. Wie so oft beweist Bach, dass Goethes Ausspruch ‚In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister’ seine Richtigkeit hat – oder wie Alfred Dürr sagt, er war ‚ein Meister selbst in der Beschränkung’.

Der Anfangssatz ist eine Wonne in seiner Synthese aus italienischem Kammerduett und festlicher Instrumentierung, gleichwohl taktvoll zurückhaltend. Viermal wird das biblische Motto von den beiden Sängern im Kanon vorgetragen, dann ein fünftes und letztes Mal homophon in parallelen Sexten, das Signal für die Instrumente, endlich zu beginnen und in einem Postludium voller Überschwang den Worten des Heilands Majestät zu verleihen. Das von den Streichern begleitete Rezitativ für Sopran gehört stilistisch zu einigen Stücken, die Bach in seinen Weimarer Jahren schrieb, und gipfelt in einem wehmütigen Arioso-Gebet, dass ‚ihn auch ein jeder lieben sollte’. Dass an dieser Stelle nun ein Choral (Nr. 3) steht, ist ein wenig merkwürdig, doch als Appell an den Heiligen Geist, Gnade zu schenken, durchaus angemessen. Luthers Pfingstlied aus dem Jahre 1524 täuscht hier mit den unabhängigen Stimmen, die Bach der Bratsche und der zweiten Violine gibt, ein üppiges Stimmengeflecht vor. Die abschließende Arie für Bass mit obligater Violine konzentriert sich noch einmal auf die ‚Herrlichkeit’, dass Gott durch die Liebe und den Heiligen Geist ‚in unsern Herzen thronet’. Ist das wirklich der Schluss? Der Bemerkung ‚Chorale seque’ ist kein eindeutiger Hinweis darauf zu entnehmen, wie Bach fortzufahren gedachte. Eine Wiederholung des vorigen Chorals, dem die dritte Strophe von Luthers Kirchenlied unterlegt ist, scheint eine plausible Lösung.

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zu Pfingsten:

                   Gardiner Reisetagebuch SDG 144 zum Download als PDF  

  Künstler-Beitrag:  Christoph Genz – Tenor zum Download  als PDF

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CD’s vom Label SDG  

CD – Link: Bach-Kantaten:  für die Feiertage “1. und 2. Pfingsttag”

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.Cover:  SDG 121 Vol. 26

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 121, Vol. 26

Aufführungsorte:

Kantaten für den 1. und 2. Pfingsttag

Holy Trinity, Long Melford, am 11. und 12. Juni 2000

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CD-Inhalte:

BWV 34 – O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe   /  für den 1. Pfingsttag

Gardiner Pilgrimage CD 121 Vol.  26 – CD 1

BWV 59 – Wer mich liebet, der wird mein Wort halten    /  für den 1. Pfingsttag

Gardiner Pilgrimage CD 121 Vol. 26 – CD 1 

BWV 74 – Wer mich liebet, der wird mein Wort halten   /  für den 1. Pfingsttag

Gardiner Pilgrimage CD 121 Vol. 26 – CD 1 

BWV 172 – Erschallet ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten!   /  für den 1. Pfingsttag

Gardiner Pilgrimage CD 121 Vol. 26 – CD 1

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BWV  68 – Also hat Gott die Welt geliebt   /  für den 2. Pfingsttag

Gardiner Pilgrimage CD 121 Vol. 26 – CD  2

BWV 173 – Erhöhtes Fleisch und Blut   /  für den 2. Pfingsttag

Gardiner Pilgrimage CD 121 Vol.  26 – CD  2

BWV 174 – Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte  /  für den 2. Pfingsttag

Gardiner Pilgrimage CD 121 Vol.  26 – CD  2

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CDs – Bach-Kantaten:  für den 3. “Pfingsttag”

Cover:  SDG 138 Vol. 27

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 138, Vol. 27

Aufführungsorte:

Kantaten für den 3. Pfingsttag

Holy Trinity, Blythburh, am 13. Juni 2000

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CD-Inhalte:

BWV 175 – Er rufet seinen Schafen mit Namen  /  für den 3. Pfingsttag

Gardiner Pilgrimage CD 138 Vol.  27 – CD 1

BWV 184 – Erwünschtes Freudenlicht  /  für den 3. Pfingsttag

Gardiner Pilgrimage CD 138 Vol. 27 – CD 1 

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bachfest-leipzig-2013 

Bachfest Leipzig 2013 – “Vita Christi”

vom 14.06.2013 – 23.06.2013

Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen:

Weihnachts – Oratorium  /  Johannes – Passion /

Oster-  und  Himmelfahrts-Oratorium

fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.

Unter der Leitung von:

Trevor Pinnock, – Thomas Hengelbrock, –  John Eliot Gardiner 

 und Hermann Max  

“Auferstehung und Himmelfahrt”

 mit der Rheinischen Kantorei

am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr 

werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis. Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat -Kompositionen von

Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach

im Eröffnungs- sowie der h-Moll Messe, BWV 232 

mit den Thomaner 

 und dem Freiburger-Barockorchester

im Abschlusskonzert

 am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr

 in der Thomaskirche Leipzig

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Bach-Archiv Leipzig – Talk zur “Vita Christi”, Part III

Teil III der Gesprächsreihe zur “Vita Christi“ ist jetzt online und über unseren youtube-Kanal zu sehen. Eine Version mit englischen Untertiteln folgt in den kommenden Tagen.

Veröffentlicht am 14.05.2013

Weihnachten im Juni ?

Mit Bach durch das Kirchenjahr. Peter Korfmacher (Leipziger Volkszeitung) im Gespräch mit Pfarrer Christian Wolff (Thomaskirche Leipzig) und Propst Lothar Vierhock (Propsteikirche St. Trinitatis Leipzig)

Zum Video:

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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:

Link:  http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=618

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Programm zum Download als PDF –

>>>  Programm Bachfest Leipzig 2013 <<<

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig
Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

“J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der  J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

(Foto: Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

J.S. Bach Cantata – 

Kantate – BWV 172 „Erschallet ihr Lieder, erklinget ihr Saiten“

Kantate BWV 172 zu Pfingstsonntag für Sopran, Altus, Tenor und Bass, Vokalensemble, Tromba I-III, Timpani, Fagott, Streicher und Continuo.

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

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YouTube – Video 

BWV 129 – 5. Satz – Arie:  Duett Sopran-Alt:  „Komm lass mich nicht länger warten“

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Solisten:

Eva Oltiványi, Sopran;

Markus Forster, Altus

Musikalischer Leiter: Rudolf Lutz

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-172/


Icon  Abendprogramm BWV 172 (443,3 KB)

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

neue Bezugsquelle ab sofort: –

Link:   bei   j p c

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Ich wünsche allen Besuchern ein schönes Pfingstfest !

Grüße

Volker