Archiv der Kategorie: Bachfest Leipzig

Der erfolgreiche Kinofilm „DIE THOMANER“ als DVD veröffentlicht


DVD Film "Die Thomaner "

DVD Film „Die Thomaner „

Liebe Thomaner-Freunde/innen!

Es ist soweit, der großartige Kinoerfolg von März 2012

„DIE THOMANER“

Herz und Mund und Tat und Leben – 

ist bereits als DVD im Handel erhältlich. Kurz nach Bekanntgabe der DVD gehen spontane Bestellungen ein und beweist, dass dieser Film die Bach-Familie und Thomaner-Enthusiasten erreicht hat.

Wir konnten uns den Film in Bielefeld mit einigen Blog-Mitgliedern im März 2012 ansehen und waren von dem Inhalt und der Musik begeistert. Die Zeit verging viel zu schnell und hätten gerne weiter zugesehen und zugehört. Die Kritik fiel sehr positiv aus und können das nur vollauf bestätigen und freuen uns nun über die Veröffentlichung als DVD.

Im Kalenderjahr 2012 feiert der berühmte Thomanerchor Leipzig sein 800-jähriges Bestehen. In altbewährter Tradition haben auch heute noch Jahr und Tag der Internatsschüler strikte Abläufe.

Der Film profitiert von der Erfahrung der beiden Regisseure Günter Atteln und Paul Smaczny mit Musik-Dokus. Sie zeichnen ein umfassendes, einfühlsames Bild des Lebens der begabten Jungen,  in dessen Mittelpunkt ganz klar die Musik steht.

Film "DIE THOMANER"

Film „DIE THOMANER“

Neben dem Gymnasium stehen für die neun bis 19 Jahre alten Knaben Chorproben, Klavierunterricht, Stimmbildung und vieles mehr auf dem Stundenplan. Von den Aufnahmeprüfungen der neuen Sänger bis hin zur Verabschiedung der Abiturienten zeigt diese Dokumentation ein ganzes Jahr im Leben der Thomaner.  Beeindruckend verdeutlichen die Livemitschnitte der Konzerte das hohe musikalische Niveau des Leipziger Traditionschores. Meist begleitet vom Gewandhausorchester Leipzig brillieren die Sänger nicht nur auf ihrer Südamerika-Tournee, die das Filmteam begleitete.

„Ein Film, der durch erstklassige Musik und stimmliche Erlebnisse beeindruckt und die wunderbare Möglichkeit bietet den weltweit erfolgreichen Chor ganz aus der Nähe zu erleben und hinter die Kulissen zu blicken.

Im Rahmen des Bachfestes Leipzig wird der Film am 17. Juni 2012, um 11.30 Uhr in den Passage Kinos Leipzig gezeigt.

DIE THOMANER“ ist ein unterhaltsamer Film, der durch erstklassige Musik und uns durch die stimmliche Präsenz beeindruckt hat. Wunderbar gelungen, den Chor in seiner täglich Arbeit im Alumnat und Konzerten erleben zu können. Günter Atteln und Paul Smaczny ist ein überwältigend schöner Film gelungen der Klassikfreunde und Nichtkenner der Klassik als ein Familienfilm sehr zu empfehlen ist.

Dieser Artikel wird am 13. September 2012 erscheinen.

Preis: EUR 23,99 Kostenlose Lieferung.

Bestellen Sie jetzt
Verkauf und Versand kostenlos durch den nachstehenden Link: >> h i e r  << 

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Film-Trailer YouTube „DIE THOMANER“

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Herzliche Grüße
Volker

Sonderkonzert der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen zum Bachfest Leipzig 2012 am 13.6.2012 in der Ev. ref. Kirche


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Bachfest Leipzig 2012

Bachfest Leipzig 2012

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Liebe Leipziger Bachfest-Besucher/innen !

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Die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen (Schweiz) veröffentlicht folgende Zusatzangaben zu ihrem Sonder-Konzert im Rahmen des Bachfestes 2012 in Leipzig.

Am Mittwoch, 13. Juni 2012 findet das Sonder-Konzert um 20:00 Uhr in der Ev. reformierten Kirche in Leipzig statt.

Eine Einführung zum Konzert wird an gleicher Stätte um 19:00 Uhr gegeben. Eine Platz-Reservierung findet zu beiden Veranstaltungen nicht statt so dass ein rechtzeitiges Erscheinen ratsam erscheint..!!

Programm:

Moritz Hauptmann (1792-1868)

 Thomas-Kantor

„Meine Seel‘ ist stille zu Gott“, op. 53 Nr. 1 /

„Herr, höre mein Gebet“, op. 40 Nr. 1

Kyrie, aus: Messe f-Moll, op. 18 /

„Nimm von uns, Herr Gott“, op. 34

Johann Schelle (1648-1701)

Thomas-Kantor

„Christus, der ist mein Leben“ /

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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Kantate: BWV 7 "Christ unser Herr zum Jordan kam"

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Kantate: BWV 7 „Christ unser Herr zum Jordan kam“

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Thomas-Kantor

Kantate BWV 7 

Christ unser Herr zum Jordan kam

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Solisten:

Leitung:

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 Vorverkauf:

www.bachfestleipzig.de

oder www.eventim.de

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Die J.S. Bach-Stiftung führte im April 2012 in St. Gallen und im Mai 2012 beim Bach-Fest in Schaffhausen die Matthäus-Passion auf. Die nachfolgende Rezension dazu war überwältigend. Ein Download der Rezension – als PDF – der örtlichen Zeitung aus Schaffhausen kann vorgenommen werden.

   Download PDF-Rezenion – Matthäus-Passion 

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Ein neues Video von der J.S. Bach-Stiftung wurde auf  – YouTube – veröffentlicht:

Auszug vom BWV 184 „Erwünschtes Freudenlicht“

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Die Vorfreude auf Leipzig steigt und wünsche uns allen ein wunderbares Konzert-Erlebnis mit der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen.

Ich schlage vor, dass für alle Blog-Teilnehmer ein Treffen um 18:30 Uhr vor der Ev. reformierten Kirche in Leipzig vereinbart werden sollte.

Die Einführung zum Konzert beginnt um 19:00 Uhr.

Link zur Ev. reform. Kirche Leipzig: https://maps.google.de/maps?hl=de

Bis zum Wiedersehen in Leipzig herzliche Bach-Grüße

Volker

Bachfestivals in 2012 mit Link-Angaben


Liebe Bachfreunde(innen) !

Das Kalenderjahr 2012 hat begonnen und damit ist es wieder an der Zeit, die Termine der Bach-Festivals für das Kalenderjahr 2012 mit Link-An gaben zu veröffentlichen..!!

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„Bachfeste im Kalenderjahr 2012“

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Bachfest Leipzig

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–  Links zu Bach-Festivals in Deutschland –

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Bachfest Leipzig (Leipzig, Sachsen, Deutschland)

1.Bachfest Frauenkirche Dresden (Soli Deo Gloria- 1. Bach-Tage)

Köthener Bachfesttage (Köthen, Sachsen-Anhalt, Deutschland)
Bach Biennale Weimar (Weimar, Thüringen, Deutschland)
Bachfestival Arnstadt (Arnstadt, Thüringen, Deutschland)
Thüringer Bachwochen (Thüringen, Deutschland)
Bachwoche Stuttgart (Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland)
Bachwoche Ansbach (Ansbach, Bayern, Deutschland)
Würzburger Bachtage (Würzburg, Bayern, Deutschland)
Greifswalder Bachwoche (Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland)
Lüneburger Bachwoche (Lüneburg, Niedersachsen, Deutschland)
Bachtage Potsdam (Potsdam, Brandenburg, Deutschland)
Aachener Bachtage (Aachen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland)
Bochumer Bachtage (Bochum, Nordrhein-Westfalen, Deutschland)
Haller Bachtage (Halle/Westfalen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland)
Bachwochen Dill (Dillenburg-Frohnhausen, Hessen, Deutschland)
Wiesbadener Bachwochen (Wiesbaden, Hessen, Deutschland)

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Links zu Bach-Festivals in Europa:
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Festival Jean-Sébastien Bach en Combrailles (Combrailles, Frankreich)
Festival Bach en vallée mosane (Liège, Belgien)
Festival Bach de Lausanne (Lausanne, Schweiz)
Internationales Bachfest Schaffhausen (Schaffhausen, Schweiz)
English Bach Festival (London, Großbritannien)
St. Anne’s Bach Festival (London, Großbritannien)
Festiwal Bachowski (Świdnica, Polen)
International Bach Chamber Music Festival (Riga, Lettland)

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Anschließend gebe ich spezielle Link-Angaben zu bereits veröffentlichte Beiträge von
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„Bach Festivals 2012“ bekannt:
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Bachfest Leipzig 2012 Beitrags-Link:
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Link  für den Beitrag  J.S. Bach-Stiftung St. Gallen – Auftritt zum Bachfest Leipzig 2012 am 13.6.2012 in der Ev. reform.Kirche:
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Bach-Festival Arnstadt 2012 Beitrags-Link: 
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Grüße
Volker

News von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen-Trogen / Schweiz


Ev. reformierte Kirche Trogen. - Wirkungsstätte der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

CD's ab 29.10.2011 zu erwerben von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

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Liebe Bachfreunde/innen!

Wünsche werden wahr. Die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen-Trogen wird ab 29.10.2011 erstmalig auf vielfachen Wunsch jeweils eine CD von den Kantateneinspielungen aus St. Gallen-Trogen veröffentlichen. Eine preisgünstige Variante zu den DVD-Veröffentlichungen. Ebenso wird aus Trogen nach einer Möglichkeit gesucht, diese DVD- und CD-Einspielungen zusätzlich über einen Label in Deutschland vertreiben zu lassen.

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Als eine weitere Neuigkeit aus St. Gallen-Trogen wurde in den letzten Tagen das Halbjahres-Programm für das Kalenderjahr 2012 als PDF mit den Konzert-Terminen und mit den Aufführenden bekannt gegeben. Als eine Überraschung nach meiner Durchsicht stellte sich heraus, dass der Bass-Bariton „Peter Harvey“ für zwei Konzerte in 2012 verpflichtet wurde – allen wohl bekannt als Solist von Sir Gardiner’s Cantata-Pilgrimage 2000…!!

Ev. reformierte Kirche in Leipzig Foto:

Die J.S. Bach-Stiftung wird am 13. Juni 2012 mit einem Gastauftritt zum Bachfest 2012 in Leipzig in der dortigen Evangelisch reformierten Kirche ein Konzert geben.

Programm:

Moritz Hauptmann:

«Meine Seel’ ist stille zu Gott», op. 53 Nr. 1

«Herr, höre mein Gebet», op. 40 Nr. 1

Kyrie, aus: Messe f-Moll, op. 18 «Nimm von uns, Herr Gott», op. 34

 

Johann Schelle:

«Christus, der ist mein Leben»

 

Johann Sebastian Bach:

«Christ unser Herr zum Jordan kam», BWV 7

Ausführende:

Chor und Orchester der J.S. Bach-Stiftung

Leitung: Rudolf Lutz

Konzertbeginn: 20 Uhr

Vorverkauf: www.bachfestleipzig.de

Der Vorverkauf für das Bachfest Leipzig 2012 startet am 14. Oktober 2011, Mitglieder der Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs Leipzig e. V. können bereits ab dem 30. September 2011 Karten erwerben.

Karten bei Online-Ticket zum Selbst-Ausdrucken:

Link:

http://www.ticketonline.de/nr-72-musik-von-thomaskantoren-tickets-leipzig.html?affiliate=2TO&doc=artistPages%2Ftickets&fun=artist&action=tickets&key=656686%241690673

Tickets sind telefonisch unter Tel. 0 18 05-56 20 30 (14 Cent/Min. aus dem dt. Festnetz, ggf. abweichende Mobilfunktarife) und aus dem Ausland unter Tel. +49-38 71-2 11 41 91 sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

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  Das Halbjahres-Programm 2012 der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen-Trogen

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Der TVO – Sender (Appenzeller-Land) strahlt am Sonntag, 9.10.2011 um 11:05 Uhr die Kantate  BWV 38 „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ aus. 90 Minuten Bach-Vergnügen!

Diese Kantate kann an den Folgetagen von Montag bis Samstag beim Fernsehsender tvo im Archiv: „Bach er lebt“ nochmals angesehen werden..!!

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Grüße

Volker

Das Bachfest Leipzig 2012 findet vom 7.6. bis zum 17.6.2012 statt mit Programm-Vorschau


Liebe Bach-Freunde/innen! 
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Das Bachfest Leipzig findet vom 07. Juni 2012 bis 17. Juni 2012 statt und steht unter dem Motto:

»… ein neues Lied« – 800 Jahre Thomana

(Bild: Johann Sebastian Bach – Denkmal vor der Thomaskirche in Leipzig)

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Aus der Begegnung Johann Sebastian Bachs mit der schola thomana resultierte ein musikhistorischer Impuls, der weit über den heutigen Tag hinaus Wirkung zeigt: Nicht allein die 800 Jahre währende Tradition der Thomaskirche, Thomasschule und des Thomanerchores, nicht allein Werk und Wirken Johann Sebastian Bachs, und nicht allein die im Leipzig des 19. Jahrhunderts aufblühende Rezeptionsgeschichte Bachs, sondern alles zusammen bewirkt die Faszination, die vom Thomaskirchhof in Leipzig heute in alle Welt ausstrahlt. Als ein Höhepunkt im Schaffen Bachs und verbunden mit dem Streben nach Neuem im Glauben, in der Musik und in der Erziehung symbolisiert die Motette »Singet dem Herrn ein neues Lied« im Bachfest diese günstige Konstellation.

Das Bachfest 2012 beleuchtet die Amtszeit Bachs aus den verschiedensten historischen Perspektiven, in deren Zentrum das Werk Bachs steht. Von Georg Rhau (Thomaskantor 1580–1520) bis Georg Christoph Biller (Thomaskantor seit 1992) reicht das überlieferte kompositorische Werk der Thomaskantoren, das wir im Programm des Bachfestes zusammengestellt haben. Darunter ist nicht nur eine Uraufführung des amtierenden Thomaskantors, sondern Sie finden auch neu edierte und erstmals wieder aufgeführte Werke von Johann Schelle und Johann Adam Hiller. Weltbekannte Interpreten wie Masaaki Suzuki, Marcus Creed, Ton Koopman oder The English Concert nehmen Sie in den
historischen Leipziger Spielstätten mit auf die Entdeckungsreise nach dem jeweils »neuesten Lied« einer 800-jährigen Musiktradition.

Erstmals stellen wir im Bachfest 2012 unser neues Kinder-, Jugend- und Familienprogramm »b@ch für uns« vor. Im Mittelpunkt stehen zwei Konzerte unseres Jugendorchesters aus Mitgliedern der Musikschule »Johann Sebastian Bach« Leipzig und des Conservatorio Bologna.
Ein umfangreiches, spielerisches, lehrreiches und auch unterhaltsames Programm weitet das Bachfest Leipzig zu einem Familienereignis der besonderen Art.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Der Vorverkauf für das Bachfest Leipzig 2012 startet am 14. Oktober 2011, Mitglieder der Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs Leipzig e. V. können bereits ab dem 30. September 2011 Karten erwerben.

Nachstehend eine vorläufige Programm-Vorschau als PDF zum herunterladen..!!

  PDF-Bachfest-Leipzig Programm-Vorschau für 2012

Sicherlich ein Highlight zum Bachfest 2012 der Auftritt der J. S. Bach – Stiftung St. Gallen mit seinem Leiter: Rudolf Lutz am Mittwoch 13.6.2012 in der Evangelisch Reformierten Kirche, Leipzig mit dem nachstehenden Programm:

Bachfest 2012 Leipzig Auftritt J.S. Bach-Stiftung St. Gallen mit Rudolf Lutz am 13_06_2012

Sowie von Masaaki Suzuki mit der Matthäus-Passion BWV 244b (Frühfassung) in der Thomaskirche am Freitag, 8. Juni 2012 um 20 Uhr.  Am Samstag, 9. Juni 2012 um 20 Uhr Nikolaikirche, Ton Koopman mit Werken von J. S. Bach: „Jauchzet Gott in allen Landen“, BWv 51 · „Mein Herze schwimmt im Blut,“ BWv 199 · „Weichet nur, betrübte Schatten“, BWv 202

mit Dorothee Mields (sopran), Amsterdam Baroque Orchestra.

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Online:-Tickets ab 14.10.2011:

http://www.ticketonline.de/

Außerdem können Sie telefonisch Ihre Karten buchen:

Telefonisch:
Aus Deutschland: 01805-56 20 30
(0,14 €/min. aus dem dt. Festnetz, ggf. abweichende Mobilfunktarife)
Aus dem Ausland: +49-3871-2 11 41 91

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(Alle Angaben von http://www.bach-leipzig.de)

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen findet Würdigung im Bach Magazin Heft 16


Bach Magazin Leipzig Heft 16

Die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen-Schweiz findet immer mehr Anhägnger und Freunde in Deutschland und Europa. Das Ziel dieser J.S. Bach-Stiftung ist es, sämtliche Kirchen-Kantaten von J.S. Bach in den Live-Konzerten mitzuschneiden und auf DVD zu veröffentlichen. Ihre Würdigung bekommen sie zu Recht im neuen Heft des BACH MAGAZIN aus Leipzig

……und werden zum „Bachfest 2012“ nach Leipzig eingeladen..!!

Eine fantastische Gelegenheit – meine Schweizer Bachfreunde mit einem Besuch zu beehren..!!

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In der neusten Ausgabe vom BACH MAGAZIN Heft 16 ist ein mehrseitiger Artikel über die „J.S. Bach-Stiftung  St. Gallen“ – Schweiz veröffentlicht worden.

Titel: Vom Reiz der verspäteten Aneignung“

Innovatieve Konzepte einer Gesamtaufführung von Bach’s Vokalwerken in der Schweiz.

Text-Auszüge aus dem BACH MAGAZIN – Heft 16 –

erschienen im November 2010:

Bach und die Schweiz – erst vor wenigen Jahren erschien ein erster Sammelband dieses Namens und tatsächlich war diese Verbindung bis in die jüngste Vergangenheit hinein kaum ein Thema.

Anders als Felix Menselssohn Bartholdy hat Bach das Land nie besucht und über die Aktivitäten des Verlegers Hans Georg Nägeli – (bekannt geworden durch seine Aussagen zur h-Moll-Messe *) – in den Jahrzehnten nach 1800 hinaus spielte die Schweiz in der Rezeptionsgeschichte seiner Werke keine herausragende Rolle.

 

Artikel BACH MAGAZIN Leipzig über die J.S. Bach-Stiftung St.Gallen-Schweiz

Für die heutige Aufführungspraxis erweist sich diese „Verspätung“ jedoch in mancherlei Hinsicht als Vorteil: Neue Bach-Initativen sind zwischen Alpen und Oberrhein weniger belastet durch Traditionen und verfestigte Hörgewohnheiten; die unterdessen gewonnen Erfahrungen im Umgang mit barocken Spielweisen und historischen Instrumentarium können in umfassender Weise einbezogen werden.

BACH MAGAZIN: J.S. Bach-Stiftung St. Gallen-Schweiz in Aktion

 

Nicht zuletzt sorgen eine gewachsene lokale Alte-Musik-Szene sowie hervorragende Ausbildungs-Institutionen wie die „Schola Cantarum Basiliensis“ für die nötige Basis, um Aufführungen jener Qualität in Werk zu setzen, wie sie angesichts der Verfügbarkeit von Referenzeinspielungen mittlerweise unerlässlich ist…….

*) Zusatzinformation vom Verfasser!

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Das Bach Magazin ist erhältlich in ausgewählten Buch- und Musikalienhandlungen in ganz Deutschland und kann im Abonnement direkt beim Bach-Archiv bezogen werden

oder als Einzelheft bei –  j p c –

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Angaben zur J.S. Bach-Stiftung St. Gallen:

Rudolf Lutz (*1951) wurde 2006 zum künstlerischen Leiter der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen berufen. Im Hinblick auf die geplante Gesamtaufführung von Bachs Vokalwerk hat Rudolf Lutz in Zusammenarbeit mit erfahrenen Musikern das Orchester «Schola Seconda Pratica» sowie ein ständiges Ensemble von Solisten und Chorsängern aufgebaut.

Rudolf Lutz ist Dozent für Improvisation an der Hochschule für Alte Musik «Schola Cantorum Basiliensis» und für Generalbass an der Hochschule für Musik Basel. Zudem unterrichtete er von 1998 – 2008 das Fach Oratoriumskunde an der Hochschule Zürich……

Weitere Angaben zur „J.S. Bach-Stiftung St. Gallen“ auf  – YouTube –

und ihrer Web-Präsenz, Link: http://www.bachstiftung.ch/de/

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Eingeplant habe ich einen Besuch eines Kantaten-Konzertes in Trogen-Schweiz (St. Gallen) für das Jahr 2011 und nun kommt diese fantastische Ankündigung, dass das sympathische Ensemble auch zum Bachfest 2012 in Leipzig erscheinen wird, das steigert die Vorfreude und begeistert mich, sie in Leipzig an historischer Bach-Stätte Wiedersehen zu können.

Schönes Wochenende

Volker


Das Bachfest Leipzig findet vom 10.6.2011 bis 19.6.2011 statt


Flyer: Bachfest 2011 Leipzig

Das Bachfest Leipzig in 2011  steht unter dem Motto:

»… nach italienischem Gusto«

J.S. Bach-Denkmal Leipzig

Gekannt, bearbeitet und aufgeführt hat J.S. Bach zahlreiche Werke italienischer Meister. Die Bandbreite des Repertoires reicht von der Musik des 16. und 17. Jahrhunderts (Palestrina, Frescobaldi) bis hin zu den Kompositionen seiner Zeitgenossen (Vivaldi, Porpora und Pergolesi). In vielerlei Hinsicht dienten die Sonaten, Konzerte oder Vokalwerke jener Tonsetzer Bach als Quellen der Inspiration. Sie zu imitieren, lag ihm fern, nachhaltig aber haben sie seinen Kompositionsstil beeinflusst, eine Neuorientierung im instrumentalen wie im vokalen Œuvre bewirkt.

PDF-Programm-Vorschau Bachfest Leipzig_2011

Die Programme der Leipziger Bachfeste haben stets mehrere Facetten.

Im Jahre 2011 gedenken wir der Jubiläen zweier bedeutender Musikerpersönlichkeiten: Franz Liszt, dessen 200. Geburtstag sich am 22. Oktober jährt, und Gustav Mahler, der vor 100 Jahren, am 18. Mai 1911, in Wien verstarb. Für beide Tonsetzer waren die Werke des großen Thomaskantors von wegweisender Bedeutung. Liszt, seit früher Kindheit mit Bachs Kompositionen vertraut, zählte zu den ersten Pianisten, die das »Wohltemperierte Klavier« und die »Chromatische Fantasie und Fuge« in ihr Konzertrepertoire mit einbezogen. Von Bachs Klavierwerken publizierte er kommentierte Notenausgaben; in selbstloser Weise hat er sich als Gründungsmitglied der Bach-Gesellschaft für die erste Bach-Gesamtausgabe engagiert. Aber nicht nur als Herausgeber und Interpret, sondern auch als Komponist hat ihn das Œuvre des Thomaskantors nachhaltig inspiriert.

Der Vorverkauf für das Bachfest Leipzig 2011 startet am 1. Oktober 2010

Kartenbestellungen

Karten sind in allen Ticket-Online-Vorverkaufsstellen erhältlich.

Online:-Tickets:

http://www.ticketonline.com/de/de/production/240019-Festivalpass+Bachfest+Leipzig+2011/

Außerdem können Sie telefonisch Ihre Karten buchen:

Telefonisch:
Aus Deutschland: 01805-56 20 30
(0,14 €/min. aus dem dt. Festnetz, ggf. abweichende Mobilfunktarife)
Aus dem Ausland: +49-3871-2 11 41 91

(Alle Angaben von http://www.bach-leipzig.de)

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20. Juni BACHFEST 2010 – J.E. Gardiner und J.S. Bachs H-Moll Messe in der Thomaskirche


Bachfest2010-Banner am Rathaus Leipzig

Ich empfinde die derzeitige politische, monetäre, wirtschaftliche, kulturelle und soziologische Situation in Deutschland als etwas sich zersetzendes. Von allen Seiten zerfressen und infiltrieren destruktive Kräfte die Grundpfeiler der Freiheit. Der Bundesadler ist satt und zahnlos geworden und läßt die Diffusion religiöser Gefahren, krimineller Elemente, Parallelwelten gepaart mit Werteverlust, Gleichgültigkeit und sinkendem Bildungsniveau zu. Dazu furchtbare Nachrichten über die Zerstörung unserer Lebensgrundlage. Wie kann der Einzelne den Negativ-Sog beeinflussen? Nun gut, als Johann Sebastian Bach sich 1733 an die Komposition der H-Moll-Messe begab, war ihm sicherlich wenig von heutiger, globaler Tragik bekannt, aber seine Situation war durchaus frustrierend und verbesserungswürdig. Der ständige Streit mit dem Leipziger Konsistorium, das seine Arbeit nicht würdigte und ihn ständig vor die Wand laufen liess. August der Starke war gestorben. Da kam die von staatswegen verordnete Landestrauer von 5 Monaten mit verbundenem Musizierverbot ihm gerade recht um dies als schöpferische Zäsur und Neuorientierung zu nutzen. Es entsteht eine „Missa“ von unglaublicher, anspruchsvoller Virtuosität, von spiritueller, weltraumähnlicher Tiefe. Einige Teile wurden neu komponiert, einige sind Parodien, deren musikalischer Grad von ihm warscheinlich noch nicht als gänzlich ausgeschöpft betrachtet wurde. Er wurde belohnt und bekam den Titel des königlichen Hofkompositeurs verliehen, so konnte er seinen Status in Leipzig neu beleben. Er konnte seine schöpferischen Kräfte eben richtig kanalisieren.

Schlussveranstaltung Bachfest2010 in der Thomaskirche Leipzig

Zu der H-Moll Messe von Gardiner hege ich besondere Erinnerungen, war sie doch das erste große Werk, das ich mir vom Munde abgespart und von meinem Englisch-Nachhilfe- und Hunde-Ausführ-Geld gekauft habe.

Mein Lichtstreif am Horizont: Es ist der 20. Juni 2010 , das Konzert, auf das ich mich seit einem Jahr unbändig gefreut habe, ist Wirklichkeit geworden. John Eliot Gardiner, die English Baroque Soloists und der Monteverdi Choir treten in St. Thomas, an meinem heiligsten Ort der Erde auf. Doch die Kirche verlangt Zuhörern und Akteuren einiges ab, ungefähr 2/3 der Zuhörer können am Geschehen nur eingeschränkt, 1/3 sogar ohne visuellen Kontakt, teilhaben. Dazu dann noch eine vollbesetzte Kirche, die die Akustik nicht unbedingt verbessert. Dennoch, Bach und Gardiner in der Thomaskirche, das ist die absolute Königsdisziplin.

Das Innere der Thomaskirche Foto: Werner K.

Seit der Aufnahme von 1985 hat sich einiges getan, 25 Jahre Lebenserfahrung enplus in allen Bereichen der menschlichen Existenz, gleich der Türöffner „Kyrie“ singt das Publikum (und vielleicht auch Gott selbst) schlichtweg an die Wand, so eindringlich ist diese Bitte „Herr, erbarme Dich“, aufgefangen durch das solistisch besetzte Aufspiel als  musikalischem Kniefall. Als dann der Chor Bass einsetzt, sind wir dann endgültig Teil des Ganzen und werden von diesem transzendenten Tornado mit fortgetragen. Bei „Christe eleison“ befinden wir uns dann im „Eye of the storm“, wunderbar leicht, die Solisten passen sehr gut zusammen. Das Gloria habe ich nie schneller, nie besser gehört, spätestens jetzt wird jedem klar, dass er hier eins der besten Ensembles der Welt hört. Interessanterweise weisen gerade Stücke, die ich sonst immer etwas nichtssagend fand, eine neue schwebendere, markantere Kontur auf, so auch das „Qui tollis“, das unglaublich getragen, den Spannungsbogen bis zur Explosion ausgedehnt, piano und forte viel kontrastreicher ist. Dadurch sind einige Stellen im positiven Sinne aggressiver (besonders im Bass und im Alt) und es verleiht der beabsichtigten Botschaft noch mehr Nachdruck.  Ich bin Sir John Eliot Gardiner dankbar, dass er diesmal auf den Einsatz von Countertenören verzichtet hat, die Solisten aus seinem Ensemble sind durchweg eine gute Wahl, so auch die (blutjunge) Altistin, die das „Qui sedes ad dextram patris“ der musikalischen Gardiner-Ideologie entsprechend, schlank aber mit tollem individuellem, warmen Timbre singt. Wir dürfen gespannt sein auf ihre weitere Karriere.

Bachs Exekutive Sir John Eliot Gardiner Foto: Werner K.

In der Pause meint mein Nachbar Roland: „Ich schaue immer nach links“ „Warum?“ „Ich muss sehen, ob die Grabplatte sich bewegt und der große Meister selbst applaudiert.“ Ich breche in Gelächter aus. Meiner Freundin Miriam fehlen die Worte, natürlich wegen der Musik. Der 2. Teil der Messe legt dann an Spannung, Tempo und Anspruch noch mal zu, gerade hier wird es für den Chor besonders anstrengend. „Confiteor“ und „Et expecto“ bestechen durch super herausgearbeitete Stimmgruppen, die den eher sphärischen Stücken eine neue Durchsichtigkeit geben und einen neuen Eindruck von Hell und Dunkel vermitteln.

Meister, am besten Du steigst da raus, die Akustik ist dann besser !!!! Foto: Werner K.

Wer sich nach diesem Konzert die 1985 er Aufnahme zu Gemüte geführt hat oder sie einfach noch im Ohr hat, dem ist sicher aufgefallen, dass selbst „Et ressurrexit“ noch eine Spur schneller genommen wurde, die Musik verträgt das, seine Musiker können das, ich finde sie schneller noch runder, noch tanzbarer und faszinierender. Nach diesem Feuerwerk der Auferstehung und der Lobpreisung lassen uns Bach und Gardiner noch einmal in tiefe Kontemplation fallen mit „Agnus Dei“, die Altistin singt dies im Superpianissimo und es fühlt sich an, als wenn Jesus selbst neben uns am Kreuz hinge und uns in sein Leiden mit einbezöge, um von einer Schattenseite des Lebens ein neues Tor zu einer anderen Zukunft zu durchschreiten. Das Ende bleibt offen und alle guten Geister (ich will schwer hoffen, dass ALLE dagewesen sind) lassen uns mit dem Segen „Dona nobis pacem“ entschweben. Barbara, ich hab´s auch nie schöner und gewichtiger gehört!

Der Wunsch nach Frieden ist der stets aktuellste, universellste der Menschheit, er ist nicht greifbar, aber er bedeutet auch immer ein Aufrichten und läßt nach vorn blicken, auch und gerade jetzt und immer wieder „zu unseren Zeiten“.

Ich habe nicht kontrolliert, ob die Grabplatte im Chor versucht wurde aufzuhebeln. Bach wäre stolz gewesen. Es war eine Aufführung in der eindeutig der Chor als Protagonist im Vordergrund stand, daher wurde bewusst auf starallüren-artige Solisten im Sinne des Einfügens ins Gesamtkunstwerk und in den Gesamtklang verzichtet.

Thomaskirche h-moll Messe BWV 232 "The Monteverdi Choir" Standing Ovatione..!! Fotorechte: Thaddäus Bärenkopf

Dieser Chor ist wie ein gut gerittenes Pferd mit enormem Bewegungspotenzial, das sich aufmerksam, vertrauensvoll mit weicher Verbindung an das Gebiss dehnt und taktrein, bergauf, mit der Hinterhand unter den Schwerpunkt galoppiert. Als wäre das noch nicht genug, gehts noch besser, gibt man die Zügelverbindung eine Handbreit vor- und galoppiert direkt in den Himmel zu den Sternen… (Alleine bei dieser Vorstellung mit der Musik dazu bekomme ich noch im nachhinein feuchte Augen).

Dieser 20.06. wird allen sicher noch lange in Erinnerung bleiben, es war ein ganz tolles Treffen mit allen Forianern, die extra nach Leipzig gekommen sind, Alex danke auch für das Organisieren der Generalprobe – ein echtes Erlebnis, super dass wir unsere Emotionen noch in der Restauration um die Ecke ein wenig abkühlen lassen konnten, das Highlight 2010. Seid alle herzlich gedrückt,

Claudia

Leipzig Bachfest 2010 Orgelmusik im Gewandhaus Bach-Brahms-Schumann


Nun hatte das Warten nach neun Monaten Kartenbestellung ein Ende  das „Bachfest Leipzig 2010“ stand bevor und wir machten uns bei schönem Wetter auf den Weg uns mit Bach-Freunden dort zu treffen. Eine herzliches Wiedersehen gab es zum ersten Konzert vor dem Gewandhaus, erwartungsvoll betraten wir das riesige Foyer und waren gespannt auf das Orgelprogramm mit dem Gewandhaus-Organisten „Michael Schönheit“. Ein ähnlich gelagertes Programm fand zur gleichen Zeit in der Nikolaikirche Leipzig statt, darum wohl der geringe Zuspruch im Gewandhaus es war nur zu einem drittel gefüllt, das war schon eine Enttäuschung. Hätten wir das im Vorfeld geahnt, hätten wir vorzugshalber das Orgelkonzert in der Nikolaikirche gebucht, aber dazu später mehr.

Gewandhaus Leipzig

Orgelmusik im Gewandhaus zum Bachfest 2010 in Leipzig

Samstag, 19.06.2010 | 17:00 | Gewandhaus, Großer Saal

Schuke-Orgel im Großen Saal vom Gewandhaus Leipzig


Programm:

Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge c-Moll, BWV 546 • Mit Fried und Freud ich fahr dahin,

BWV 616 • Wenn wir in höchsten Nöten sein, BWV 641 • Jesu, meine Freude,

BWV 610 • Wer nur den lieben Gott läßt walten, BWV 642 •

Robert Schumann: Sechs Fugen über den Namen Bach, op. 60 •

Johannes Brahms: 11 Choralvorspiele, op. 122

Gewandhausorganist Michael Schönheit
Eine Veranstaltung des Gewandhauses

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»… drei sich übereinander aufbauende Gedanken«

J.S. Bach – Robert Schumann – Johannes Brahms –

Es ist als Überschrift zum Orgelkonzert kreeiert worden und entsprach genau dem obigen Leitgedanken, diese drei Komponisten als aufbauende Gedanken – ( B A C H ) – vorzustellen. Robert Schumann, ein inniger Befürworter von J.S. Bach und seiner Werke und auf der gleichen Linie Johannes Brahms zu nennen, war ein gelungener Einfall, der durch den Orgel-Interpreten gekonnt und einfühlsam zur jeweiligen Sichtweise und Kompositions-Technik zu Gehör gebracht wurde. J.S. Bach (1675-1750) der Orgel-Großmeister des Spätbarock, Robert Schumann (1810-1856) und Johannes Brahms (1833-1897) jeweils Orgel-Komponisten der Romantik-Zeit wurde zu einer Lehrstunde für Orgelfreunde, die die einzelnen Epochen der Orgel-Literatur erkennen und nachvollziehen konnten.

Foto: Organist Michael Schönheit an der Schuke-Orgel im Gewandhaus Leipzig.

Von den bedeutenden Komponisten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeigten nur wenige schöpferisches Interesse für die Orgel; seit dem Tod J.S. Bach’s hatte die Königin der Instrumente wenn auch nicht an Respekt, so doch beträchtlich an Bedeutung eingebüßt. Im Bereich der konzertanten Orgelmusik suchte man durch Übernahme von Formtypen anderer Gattungen, z.B. der Sonate, den Anschluss an die Strömungen der Zeit zu gewinnen. Daneben wurde aber schon bald erkennbar, sich wieder stärker auf die Eigengesetzlichkeiten des Instruments zu orientieren. Kontrapunktische Satztechniken und romantische Klangvorstellungen gingen eine Verbindung ein, die der Orgelmusik neue Perspektiven eröffnete. Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) leitete eine neue Epoche ein. Seine Orgelwerke sind vor allem vom Erlebnis der Musik J.S. Bach’s geprägt, die ihm immer wieder schöpferische Anregungen gab.

Ähnliches gilt für Robert Schumann, für den Bach’s Polyphonie und Fugen einen unerschöpflichen Gegenstand des Studiums darstellte. Schumanns Hinwendung zu Bach war durch die Bach-Pflege beeinflusst, die Felix Mendelssohn Bartholdy als Gewandhauskapellmeister in Leipzig begründet hatte, er spielte u.a. sämtliche Orgelwerke von J.S. Bach. Robert Schumann hat vermutlich keinen Orgelunterricht genossen. Er bewunderte die Orgel als ein Instrument, das mit der Aura des Altehrwürdigen umgeben war. 1845 verzog Schumann nach Dresden und komponierte die drei genannten Opera 56, 58 und 60, wobei B-A-C-H – Fugen sein einziges explizit für die Orgel bestimmtes Werk darstellen.

Als neuer Messias der Tonkunst gilt Johannes Brahms, im Rahmen seines Gesamtschaffens haben die wenigen Orgelwerke von ihm nur Episodencharakter. Keines davon erhielt vom Komponisten ein Opuszahl; die nachgelassenen „Elf Choral-Vorspiele wurden erst fünf Jahre nach seinem Tod als op. 122 veröffentlicht. Brahms nahm die Orgelmusik durchaus ernst und begann ihr in der Auseinandersetzung mit Scheidt und J.S. Bach neue Wege zu bahnen. Zwischen 1854 und 1857 trieb er intensive Kontrapunktstudien in den Werken von J.S. Bach. Anfang 1896 war ein Choral-Büchlein fertig, wobei der am 20. Mai erfolgte Tod Clara Schumanns nicht ohne Einfluss auf die Auswahl der Choräle geblieben sein soll. Brahms hatte eine größere Sammlung nach dem Muster von Bach’s „Orgel-Büchlein“ vorgeschwebt, an dessen Ausführung ihn Krankheit und Tod hinderten. +)

Von YouTube aus op. 56 (B-A-C-H) Auszug von Robert Schumann:

»… drei sich übereinander aufbauende Gedanken«

– siehe obige Ausführungen dazu – entsprach genial diesem Leitgedanken. Organist Michael Schönheit konnte dem mehr als gerecht werden und gab uns eine Lehrstunde an der Schuke-Orgel, wie die einzelnen Orgel-Epochen und Werke der drei Komponisten zu interpretieren sind.

Viel zu selten werden die Werke von Robert Schumann als Orgel-Literatur angeboten, sie entpuppten sich als wunderbar anzuhörende Orgel-Kompositionen und waren ein Highlight des Konzertes. Bewundernswert, wie Michael Schönheit, pardon, der Hausname sagt schon einiges aus – diese Werke in Schönheit erstrahlen liess, wunderbar registriert und in feinen Klangnuancen verpackt, berührte mich diese Orgelmusik über B-A-C-H ungemein..!!

Einziger Wermutstropfen: mir fehlte die Halligkeit eine Kirche für diese grossartigen Orgel-Werke, Raum und Klang waren in der staubtrockenen Akustik im Gewandhaus nicht vorhanden und schmälerte somit den Gesamteindruck, wie mögen diese Werke an der größten Orgel Sachsens – (Ladegast-Eule-Orgel) – als eine Parallelveranstaltung zum gleichen Zeitpunkt – in der Nikolaikirche Leipzig und dort mit dem entsprechenden Kirchenraum-Hall geklungen haben…?

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Disposition

der Schuke-Orgel Gewandhaus Leipzig:

Schuke-Orgel Neubau 1981, Generalüberholung 2002
Das Konzertinstrument verfügt über 89 Register, verteilt auf vier Manuale und Pedal. Es ist mit allen komfortablen Spielhilfen sowie einem zweiten fahrbaren Spieltisch auf dem Orchesterpodium ausgestattet.

Disposition der Schuke-Orgel Gewandhaus Leipzig

+) Textpassagen: Renate Herklotz

Schuke-Orgel Gewandhaus-Leipzig mit einem zweiten fahrbaren Spieltisch auf dem Orchesterpodium

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Grüsse an alle Bach-Fest-Teilnehmer und Blog-Freunde

Volker



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Bachfest 2010 in Leipzig endete mit der h-moll Messe in der Thomaskirche, Kritik-Rezension


Abschlußkonzert mit dem Monteverdi Choir in der Thomaskirche unter Leitung von Sir J.E. Gardiner_Fotorechte: Wolfgang Zeyen

Das Bach-Fest 2010 in Leipzig endete am Sonntag, 20.6.2010 um 18:00 Uhr mit der h-moll Messe  – BWV 232  – von Johann Sebastian Bach in der ausverkauften Thomaskirche in Leipzig. Der Besucherzuspruch war mit ca. 65.000 Besuchern wieder hervorragend und entsprach den Erwartungen. „Obwohl das Bachfest einen Tag kürzer war als im vergangenen Jahr, konnten wir die Besucherzahlen stabil halten. Das ist ein hervorragendes Ergebnis, das auch durch die tiefe Akzeptanz des Festivals in der Leipziger Bevölkerung erreicht wird“, resümiert Dettloff Schwerdtfeger, Geschäftsführer des Bach-Archivs Leipzig. Der Anteil der Gäste, die aus Leipzig und Umgebung kommen, liegt bei etwa einem Viertel. Rund 9000 Besucher wurden trotz schlechten Wetters bei den kostenlosen Open-Air-Konzerten auf dem Augustusplatz gezählt. Zu „Bach im Bahnhof“ kamen rund 8000 Besucher, die sich die Aufführungen angehört, die Ausstellungen des Bach-Museums und des Schumann Vereins Leipzig angesehen haben.

Auf das Abschluss-Konzert mit der h-moll Messe von Johann Sebastian Bach in der Thomas Kirche Leipzig wird hier im Blog noch eine gesonderte Rezension in den nächsten Tagen erfolgen. Es war ein erhebendes Konzert und endete mit einem „Standing Ovation“ für Sir Gardiner, seinem Monteverdi Choir und English Baroque Soloists.

Zum Artikel der LVZ nachstehend:

Link: http://nachrichten.lvz-online.de/kultur/topthema_kultur/bachfest/65000-besucher-lauschen-bachfest-konzerten-in-leipzig/r-bachfest-a-36246.html

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Rezension-Kritik von NEUES DEUTSCHLAND

zum J.E. Gardiner-Abschluss-Konzert Thomaskirche Leipzig Messe h-moll BWV 232:

Von Werner Wolf 22.06.2010 / Feuilleton

Kraftvoller Ruf nach Gehör

Wenn man unmittelbar nach dem Erleben dieses alles überragenden Gipfelwerkes der Musik, Johann Sebastian Bachs Messe h-Moll, zumal in so kongenialer Interpretation wie mit The Monteverdi Choir und The English Baroque Soloists unter Sir John Eliot Gardiner zu schreiben beginnt, kann man nur schwärmen. Gardiner, einer der einst umstrittenen wagemutigen, experimentierfreudigen Protagonisten der historischen Aufführungspraxis, kann längst die Früchte jener Pionierarbeit ernten. In den von ihm gegründeten Ensembles wirken heute Künstler der zweiten Generation, für die das anfangs Ungewohnte, ja Umstürzlerische lebendige Musizierpraxis ist. Sie folgen Gardiner auf den kleinsten Wink. Und so kann er mit ihnen den Bachschen Kosmos vom einleitenden kraftvollen Ruf nach Gehör bis zur machtvoll gesteigerten Bitte um Frieden in all seinen Wendungen vom Zärtlichen bis zum Erhabenen in den feinsten Nuancen wie in großen Steigerungen erfüllen.

Link: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1274172873691&openMenu=1013083806110&calledPageId=1013083806110&listid=1018881578428

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Mitteldeutsche Zeitung schreibt:

Sir John bietet himmlisches Vergnügen

VON UTE VAN DER SANDEN, 21.06.10

LEIPZIG/MZ. Die jüngste, noch immer im Handel erhältliche Aufnahme der h-Moll-Messe mit John Eliot Gardiner stammt von 1985. Längst wäre eine Neueinspielung fällig, doch dafür dürften er, sein Monteverdi Choir und die English Baroque Soloists schlichtweg keine Zeit haben. Quer durch Europa sind sie mit Bachs großer katholischer Messe unterwegs.

Nicht wenige Kunstkenner halten die Interpretation der britischen Originalklangpraktiker für die noch immer mit Abstand beste. Und sie teilen diese Ansicht, die von Gardiner und seine Hausensembles beim Abschlusskonzert des Leipziger Bachfests imposant manifestiert wurde, mit einer riesigen Fangemeinde. Seit Monaten war das Ereignis ausverkauft, Zuhörer saßen in fast jedem Winkel. Sie bekamen das Erhoffte: Spiritualität und Kontemplation, Kraft und Klangpracht, musikantischen Schwung und technische Perfektion – ein himmlisches Vergnügen. Vom ersten h-Moll-Akkord im „Kyrie“ an wuchs der traditionelle Abgesang des Festivals als Tonkathedrale in die Thomaskirche hinein.

Eine durchweg überzeugende, in Teilen mitreißende, bisweilen radikale Darbietung haben die Briten den Leipzigern am Sonntag hingezaubert. Sie zelebrierten einen sakralen Festakt, der mitten im Leben stand: sinnlich, schmissig, transzendent, mit atemberaubenden harmonischen Reibungen und von barocker Bodenständigkeit.

Alle Vokalsoli waren aus dem Chor besetzt, was der Homogenität des Musizierens sehr förderlich war. Wo es ging, ließ der auswendig dirigierende Maestro die Nummern attacca aufeinander folgen und unterbot damit locker die Zwei-Stunde-Marke. Die drei Trompeter leisteten sich nicht einen Kiekser, der „Cum Sancto Spiritu“-Chor fiel erst der Bass-Arie ins Wort, dann in unbeschreiblichen Jubel. Die Chöre in der Mitte des zweiten Teils fassten die Passionsgeschichte von Mariä Empfängnis bis zur Auferstehung, bevor sich das „Dona nobis pacem“ wie aus dem Nichts erhob und zur Innerlichkeit des Anfangs aufschloss.

Gewöhnungsbedürftig wirkte nur die Aussprache des lateinischen Textes mit ihrer merkwürdigen Vokalfärbung. Und Sir John? Als ihm der Jubel lang genug erschien, warf er das Handtuch lässig über die Schulter und ging. Er hinterließ nicht zuletzt die Gewissheit, dass die Interpreten der nächsten h-Moll-Messe kein leichtes Spiel haben werden.

Link: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1274172873691&openMenu=1013083806110&calledPageId=1013083806110&listid=1018881578428

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Grüsse

Volker



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Radio-Tipps für die 24. KW – u.a. Bachfest-Leipzig 2010


18.6.2010
MDR-Figaro
20-22 Uhr
Bachfest Leipzig 2010:

– Johann Sebastian Bach: „Gott ist unsre Zuversicht“, Kantate BWV197
– Johann Sebastian Bach: „Nun danket alle Gott“, Kantate BWV192
– Johann Sebastian Bach: „Gott, man lobet dich in der Stille“, Kantate BWV 120
– Johann Sebastian Bach: „Preise, Jerusalem, den Herrn“, Kantate BWV 119
Dorothee Mields, Sopran
Damien Guillon, Altus
Colin Balzer, Tenor,
Peter Kooij, Bass
Collegium Vocale Gent, Leitung: Philippe Herreweghe
(Aufzeichnung vom 12. Juni 2010, Nikolaikirche Leipzig)

„Auf, du geliebte Lindenstadt!“ – Zu den Funktionen, die Bachs Amt als Musikdirektor der Stadt Leipzig mit sich brachten, gehörten neben der Leitung der regulären Sonntagsmusiken auch die Komposition und Darbietung von repräsentativen Huldigungsmusiken für den Rat und andere Auftraggeber. Ein Höhepunkt städtischer Repräsentation war der alljährlich mit einem feierlichen Gottesdienst in der Nikolaikirche begangene Ratswechsel. Von Bach sind zu diesem Anlass mehrere große Kantaten erhalten. Diese – heute selten gespielten – Werke zeigen die souveräne Meisterschaft des reifen Komponisten.

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19.6.2010

NDR

19-20 Uhr
Geistliche Musik

Claudio Monteverdi:

Vespro della Beata Vergine für Soli, Chor und Orchester – Marienvesper – (Auszüge)

Himlische Cantorey / Vox Werdensis

Knabenchor Hannover / Concerto Palatino

Musica Alta Ripa / Ltg.: Jörg Breiding

Aufzeichnung vom 24.5.2010 in der St. Michaeliskirche Hildesheim

(Hatte @Claudia –  in Essen gehört, ich am Tag vorher in Hannover, war ein ganz tolles Konzert!)

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MDR-Figaro
22-22:30 Uhr

Wie Bachs Putzkiste entdeckt wurde Oder: Was Funde in der Musikgeschichte bewegen können
Sendung von Doris Kothe

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Grüsse Barbara

Bach-Fest Leipzig 2010 Eröffnungskonzert im MDR-Figaro am 11.6.2010


Bachfest Leipzig 11.6. bis 20.06.2010

Thomaskirche Leipzig Eröffnungskozert Bachfest 2010

Die Zeichen für das Bachfest Leipzig 2010 sind gesetzt, am 11. Juni 2010 überträgt MDR-Figaro um 20:05 Uhr, zeitversetzt, das Eröffnungskonzert aus der Thomaskirche in Leipzig.

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Ein weiterer Termin vom Eröffnungskonzert aus der Thomaskirche Leipzig:
30.7.2010
ARD Radiofestival
20-22:30 Uhr
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Das Programm:

Johann Sebastian Bach:
Präludium und Fuge a-Moll BWV 543

Johann Sebastian Bach

Johannes Brahms:
Fest- und Gedenksprüche op. 109

Robert Schumann:
Messe c-Moll op. 147

Johann Sebastian Bach:
Magnificat D-Dur, BWV 243

Die neue Woehl-Bach-Orgel in der Thomaskirche Leipzig

Mitwirkende:
Ullrich Böhme, Orgel
Sibylla Rubens, Sopran Elisabeth von Magnus, Alt
Martin Petzold, Tenor
Hanno Müller-Brachmann, Bass
Daniel Beilschmidt, Continuo-Orgel

Thomaner Chor Leipzig

Thomanerchor Leipzig  Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

MDR-Figaro ist im Internet unter folgendem Link zu empfangen:


Link: http://www.mdr.de/mediathek/radio-live/524774.html

Verleihung der Bach-Medaille an Philippe Herreweghe :

Zum Bachfest wird auch wieder die aus Meißner Porzellan gefertigte Bach-Medaille verliehen. Sie geht diesmal an den Leiter des „Collegium Vocale Gent“ und weltweit gefeierten Bach-Interpreten Philippe Herreweghe.

Künstler und Ensembles beim Bachfest 2010: Thomanerchor Leipzig, Georg Christoph Biller, Gewandhausorchester, Riccardo Chailly, András Schiff,Collegium Vocale Gent, Philippe Herreweghe, Harrison Birtwistle, RIAS Kammerchor, Thomas Zehetmair, Hille Perl, Combattimento Consort Amsterdam, Jan Willem de Vriend, Robert Hill und Sir John Eliot Gardiner

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Ein kleiner Film-Beitrag des MDR-Aktuell vom Eröffnungs-Tag: 11.06.2010 aus Leipzig – nachstehend:

Link:  http://www.mdr.de/mdr-aktuell/7407570.html

Viel Spass und Grüsse

Volker

Gast-Konzerte in Deutschland von Sir J.E. Gardiner im Kalenderjahr 2010


Hallo Gardiner-Freunde!

Übersichtshalber stelle ich noch einmal alle Gast-Konzerte in Deutschland für das Kalenderjahr 2010 von Sir J.E. Gardiner, EBS und Monteverdi Choir hier zusammen.

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Sir Gardiner in Königslutter

Königslutter im Kaiserdom am 7. Mai 2010 um 20:00 Uhr mit der h-moll Messe von J.S. Bach. Die Buchung von Eintrittskarten ist über einen Saalplan direkt möglich. Es gibt zwei Veranstalter, die Eintrittskarten ab  s o f o r t vergeben. Des weiteren finden Gardiner-Konzerte in 2010 mit der Messe h-Moll, BWV 232 in Dortmund, Frankfurt und Leipzig statt.

Foto: Gardiner im Kaiserdom Königslutter – bei einer Probe…

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Radio-Tipp:

Der NDR zeichnet das Konzert von Gardiner (J.S. Bach – h-moll-Messe) in Königslutter auf und sendet es an Himmelfahrt, 13.5.2010.

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Wie bekannt, cm ticket.de (Konzertbüro Reimann in Berlin) mit moderateren Eintrittspreisen – aber ohne Saalplan-Buchung:

Link: http://www.cm-ticket.de/konzert-details.php?kateg=5&k_id=426

Plätze für 85,00 € – 60,00 € – 50,00 € – 30,00 €  und 15,00 €

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Eine weitere Bezugsquelle  m i t  Saalplanbuchung aber  höheren Eintrittspreisen überregioactive.de:

Link: http://www.regioactive.de/tickets.html?id=518443

Saalplanbuchung, Plätze für  96,60 € – 69,10 € – 58,10 € – 36,10 € – und 19,70 €

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Weitere Gardiner-Konzert-Termine für 2010 steht fest,

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir gastieren

am 13 Mai 2010 in Dortmund, Reinoldikirche, mit dem BWV 232 h-Moll-Messe.

St. Reinoldi-Kirche Dortmund

Informationen bei:

KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund
44122 Dortmund
Telefon 0231/50 29 996 | Fax 0231/50 28 300
info©klangvokal.de

KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund 2010

Eintrittskaten nachstehend:

Link:

http://www.klangvokal-dortmund.de/programm-tickets/repertoire-2010/h-moll-messe/

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Frankfurt, Alte Oper am 14. Mai 2010 Großer Saal, 20:00 Uhr

Konzerte Alte Oper in Frankfurt

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir mit dem BWV 232 h-Moll- Messe.

Link: Zur Online Ticketbestellung

Es sind nur noch wenige Restkarten vorhanden…!!

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Leipzig, Bachfest 2010, am 20. Juni 2010, Thomaskirche um 18:00 Uhr

Thomaskirche Leipzig

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir mit dem BWV 232 h-Moll- Messe.

Ticket-Online:

Link: http://www.ticketonline.com/de/de/eventid/709415-No+113+Abschlusskonzert+Bachfest+2010/?productionid=184600

Mit dem Stand vom 10. Januar 2010 ist das Abschlusskonzert mit J.E. Gardiner (h-Moll-Messe) für den 20.6.2010 in der Thomaskirche Leipzig restlos ausverkauft…!!

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Schleswig-Holstein-Musik-Festival 2010

Sir John Eliot Gardiner am 10. August 2010; 20 Uhr in Lübeck:

Lübeck

Musik und Kongresshalle Lübeck

Musik- und Kongresshalle
Dienstag  20 Uhr   K 87
Eintrittspreise: € 78,-  66,-  50,-  32,-  20,-

Holländische Sopranistin Lenneke Ruiten Holländische Sopranistin Lenneke Ruiten

Mitwirkende:

Lenneke Ruiten Sopran
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner Dirigent
Programm:
Johann Sebastian Bach
Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur
BWV 1048
Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur
BWV 1050
Kantate »Jauchzet Gott in allen Landen« BWV 51
Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur
BWV 1046

Link: Ticket-Bestellung

Link: Programmübersicht Schleswig-Holstein-Musik-Festival

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Sir John Eliot Gardiner am 11. August 2010; 20 Uhr in Rendsburg:

Rendsburg

Christkirche Rendsburg

Christkirche
Mittwoch  20 Uhr   K 90
Eintrittspreise: € 68,-  54,-  38,-  22,-  10,-
Mitwirkende:
Lenneke Ruiten Sopran
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner Dirigent
Programm:
Johann Sebastian Bach
Brandenburgisches Konzert Nr. 4 G-Dur
BWV 1049
Brandenburgisches Konzert Nr. 6 B-Dur
BWV 1051
Kantate »Weichet nur, betrübte Schatten«
BWV 202
Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur
BWV 1047

Link: Ticket-Bestellung

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Köthen Bach Festtage im September 2010

Flyer 23.Köthener Bach Festtage 2010

Gardiner und EBS gastieren am 2. und 3. September 2010 „Instrumental“ bei den 23. Köthener Bach Festtage im Köthener Schloss-Bachsaal und in der St. Jakob Kirche.

Bachfest Köthen 2010 Gardiner-Termine

Auskunft wegen Eintrittskarten:

Link: http://www.bach-in-koethen.de/bft_23/23bftkont.htm

Das Programm:

Link: http://www.bach-in-koethen.de/bft_23/23bftprog.htm

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Köln, Philharmonie
15.10.2010 Freitag 20:00 Uhr

Philharmonie Köln

Internationale Orchester 1

Thomas Zehetmair Violine

Thomas Zehetmair - Violine

Christian Poltéra Violoncello

Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Sir John Eliot Gardiner Dirigent

Robert Schumann
Ouvertüre
aus: Manfred op. 115 (1848-1849)

Johannes Brahms
Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102 (1887)

Pause

Robert Schumann
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 (1850)
„Rheinische“

Pause gegen 20:50 | Ende gegen 22:00

Vorverkaufsbeginn: ab 15.06.2010

Preise:

€ 10,-  25,-  35,-  48,-  58,-  68,-

€ 48,- Chorempore (Z)

Karten-Onlien mit Saalplan:

Link:  http://www.koelner-philharmonie.de/veranstaltung/106061/

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Advents-Kantaten J.S. Bach / einziges Sonderkonzert in Deutschland

Berlin-Philharmonie,

Montag 6. Dezember 2010 um 20:00 Uhr

Gardiner-Konzert-Ankündigung Berlin-Philharmonie

Sir John Eliot Gardiner wurde für ein Sonderkonzert in die Philharmonie nach Berlin für den 6. Dezember 2010 eingeladen, das Advents-Konzert findet um 20 Uhr statt. Zur Aufführung gelangen folgende Kantaten von J.S. Bach:

BWV 61 Nun komm der Heidenheiland, BWV 151 Süßer Trost, mein Jesus kömmt, BWV 70 Wachet! Betet!

und Instrumental:

BWV 1060 Konzert für Violine und Oboe.

Karten und Infos:

Link: www.soli-deo-gloria.info

Telefon: 0180 55 44 888

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Weitere Aktualisierungen folgen nach Kenntnisstand !

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Grüße

Volker

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J.E. Gardiner am 7. Mai 2010 in Königslutter-Eintrittskarten ab sofort erhältlich!


Hallo,

wer nach Königslutter im Kaiserdom das Gardiner-Konzert am 7. Mai 2010 um 20:00 Uhr mit der h-moll Messe von J.S. Bach – besuchen möchte, kann bereits Eintrittskarten erwerben. Die Buchung ist über einen Saalplan direkt möglich. Es gibt zwei Veranstalter, die Eintrittskarten ab  s o f o r t vergeben. Des weiteren finden Gardiner-Konzerte in 2010 mit der Messe h-Moll, BWV 242 in Dortmund, Frankfurt und Leipzig statt.

Foto: Gardiner im Kaiserdom Königslutter – bei einer Probe…

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Radio-Tipp:

Der NDR-Kultur zeichnet das Konzert von Gardiner (J.S. Bach – h-moll-Messe) in Königslutter auf und sendet es an Himmelfahrt, 13.5.2010 um 20:00 Uhr.

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Wie bekannt, cm ticket.de (Konzertbüro Reimann in Berlin) mit moderateren Eintrittspreisen – aber ohne Saalplan-Buchung:

Link: http://www.cm-ticket.de/konzert-details.php?kateg=5&k_id=426

Plätze für 85,00 € – 60,00 € – 50,00 € – 30,00 €  und 15,00 €

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Eine weitere Bezugsquelle  m i t  Saalplanbuchung aber  höheren Eintrittspreisen über regioactive.de:

Link: http://www.regioactive.de/tickets.html?id=518443

Saalplanbuchung, Plätze für  96,60 € – 69,10 € – 58,10 € – 36,10 € – und 19,70 €

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Weitere Gardiner-Konzert-Termine für 2010 steht fest,

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir gastieren

am 13 Mai 2010 in Dortmund, Reinoldikirche, mit dem BWV 242 h-Moll-Messe.

St. Reinoldi-Kirche Dortmund

Informationen bei:

KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund
44122 Dortmund
Telefon 0231/50 29 996 | Fax 0231/50 28 300
info©klangvokal.de

KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund 2010

Das Festivalprogramm 2010 wird am 11. Dezember 2009 veröffentlicht.

Link: http://www.klangvokal-dortmund.de/programm-tickets/

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Frankfurt, Alte Oper am 14. Mai 2010 Großer Saal, 20:00 Uhr

Konzerte Alte Oper in Frankfurt

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir mit dem BWV 242 h-Moll- Messe.

Link: Zur Online Ticketbestellung

Wenige Restkarten vorhanden..!!

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Leipzig, Bachfest 2010, am 20. Juni 2010, Thomaskirche um 18:00 Uhr

Thomaskirche Leipzig

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir mit dem BWV 242 h-Moll- Messe.

Ticket-Online:

Link: http://www.ticketonline.com/de/de/eventid/709415-No+113+Abschlusskonzert+Bachfest+2010/?productionid=184600

Mit dem Stand vom 10. Januar 2010 ist das Abschlusskonzert mit J.E. Gardiner (h-Moll-Messe) für den 20.6.2010 in der Thomaskirche Leipzig restlos ausverkauft…!!

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Gruß

Volker

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J.S. Bach-Tage-Wochen im Kalenderjahr 2010


Hallo,

für alle Bachfreunde veröffentliche ich hier die Termine für die Bach-Tage in Deutschland / Europa – im Kalenderjahr 2010.

Johann Sebastian Bach : Porträt von Elias Gottlob Haußmann, Leipzig 1748

Johann Sebastian Bach : Porträt von Elias Gottlob Haußmann, Leipzig 1748

Bach – Tage – Wochen im Kalenderjahr 2010

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Video mit der h-moll Messe BWV 232 – aus der Thomaskirche Leipzig

Leitung: Herbert Blomstedt

„Aufnahme“
2005, Live in der Thomaskirche Leipzig

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Das Bach-Siegel, entworfen von J.S. Bach

Das Bach-Siegel, entworfen von J.S. Bach

Bachtage in Deutschland:

Link-Angaben in rot – Terminangaben nachstehend:

  • Köthener Bachfesttage:01.09. bis 05.09.2010 – (Köthen, Sachsen-Anhalt, Deutschland)
  • Bach Biennale Weimar: – 04.7. + 09.07. bis 11.7.2010 – (Weimar, Thüringen, Deutschland)
  • Bachfestival Arnstadt: – 19.03. bis 28.03.2010 – (Arnstadt, Thüringen, Deutschland)
  • Thüringer Bachwochen: – 26.03. bis 18.04.2010 – (Thüringen, Deutschland)
  • Bachwoche Stuttgart: – 20.02. bis 28.02.2010 – (Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland)
  • Bachwoche Ansbach: – 29.07.2011. bis 07.07.2011 – ( in 2010 entfällt, zweijährige Veranstaltung) (Ansbach, Bayern, Deutschland)
  • Würzburger Bachtage: – 20.11. bis 28.11.2010 – (Würzburg, Bayern, Deutschland)
  • Greifswalder Bachwoche: – 31.05 bis 06.06.2010 – (Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland)
  • Lüneburger Bachwoche: – 21.08. bis 28.08.2010 – (Lüneburg, Niedersachsen, Deutschland)
  • Bachtage Potsdam: – 03.09. bis 11.09.2010 – (Potsdam, Brandenburg, Deutschland)
  • Aachener Bachtage:Termin für 2010 z.Zt. unbekannt (Aachen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland)
  • Bochumer Bachtage:Termin für 2010 z.Zt. unbekannt (Bochum, Nordrhein-Westfalen, Deutschland)
  • Haller Bachtage: – 05.02. bis 14.02.2010 (Halle / (OWL) Ost-Westfalen-Lippe, Nordrhein-Westfalen, Deutschland)
  • Bachwochen DillTermin für 2010 z.Zt. unbekannt – (Dillenburg-Frohnhausen, Hessen, Deutschland)
  • Wiesbadener Bachwochen:Termin für 2010 z.Zt. nicht bekannt (Wiesbaden, Hessen, Deutschland)
  • Bachfest Leipzig: – 11.06 bis 20.06.2010 – (Leipzig, Sachsen, Deutschland)

Bachtage in Europa – o h n e  Terminangaben für 2010

(Angaben Stand: 13. Oktober 2009 – Änderungen vorbehalten.)

Grüße
Volker

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Label – Soli Deo Gloria – CD SDG 162 Vol. 13 vor der Veröffentlichung


Hallo,

Label – Soli Deo Gloria – veröffentlicht bereits die Advents-Weihnachts-CD SDG 162 Vol. 13 mit Aufnahmen aus der Kirche St. Maria im Kapitol, Köln und der Michaeliskirche in Lüneburg von der Bach Cantata Pilgrimage 2000-Tour. Lieferbar ab Oktober 2009.

Forthcoming Releases

NEW RELEASE DUE LATE OCTOBER 2009

Previous releases in both series have received phenomenal press coverage and tremendous reviews for performance, sound quality and packaging.

SDG 162 Volume 13 (2 cds) contains:

SDG162Cantatas for the for the First Sunday in Advent

BWV 61 – Nun Komm, der Heiden Heiland I BWV 62 – Nun Komm, der Heiden Heiland II BWV 36 – Schwingt freudig euch empor (recorded: St. Maria im Kapitol, Köln) Soloists: Joanne Lunn | William Towers Jan Kabow | Dietrich Henschel Cantatas for the Fourth Sunday in Advent BWV 70 – Wachet! betet! betet! wachet! BWV 132 – Bereitet die Wege, bereitet die Bahn! BWV 147 – Herz und Mund und Tat und Leben (recorded: Michaeliskirche, Lüneburg) Soloists: Brigitte Geller | Michael Chance Jan Kabow | Dietrich Henschel The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists | John Eliot Gardiner

The illustrious, multi-award winning Bach Cantatas series on SDG continues with volume 13 in the series. It features Cantatas for the first and fourth Sunday in Advent and was recorded live in December 2000.

We join John Eliot Gardiner, the Monteverdi Choir and English Baroque Soloists on their Bach Cantata pilgrimage for a concert of Bach’s Advent cantatas, performed in the largest of the Romanesque churches in Cologne, St. Maria im Kapitol (St. Mary in the Capital). Besides the festive allure they have in common, all three of Bach’s surviving cantatas for Advent (BWV 61, 62 and 36) display a sense of excitement at the onset of the Advent season. This is a time of anticipation and waiting, and an opportunity for congregations to turn away from all those self-absorbed feelings of guilt, fear, damnation and hellfire that dominated the final Sunday of the Trinity season.

This sense of having at last turned a corner is summed up in the radiantly benignaccompagnato for soprano and alto ‘Wir ehren diese Herrlickkeit’, the penultimate movement of BWV 62 Nun Komm, der Heiden Heiland II (Come now, Saviour of the Gentiles). The successive stages of Advent and the different perspectives these give on Jesus’ incarnation are perhaps most clearly marked in Bach’s early version of BWV 61Nun komm, der Heiden Heiland I . The programme ends with BWV 36 Schwingt freudig euch empor (Soar joyfully aloft), a large-scale work divided into two parts, the first of which would have been performed before the sermon, the second afterwards. The opening chorus, as befits the season, is joyous, and is described by Gardiner as a spiritual madrigal – “capricious, light-textured and deeply satisfying”.

The final European leg of the year-long pilgrimage takes us to the atmospheric Michaeliskirche in Lüneburg where we join John Eliot and his musical forces in a concert of three of Bach’s most gripping church cantatas. The programme begins with BWV 70 Wachet! betet! betet! wachet! (Watch! pray! pray! watch!) in the musical form in which this cantatas has survived – the expansion that Bach made for performance in Leipzig on 21 November 1723 of the shorter, six-movement Advent piece composed seven years earlier in Weimar (BWV70a), of which only three upper parts survive. We then hear one of Bach’s earliest cantatas, BWV 132 Bereitet die Wege, bereitet die Bahn! (Prepare the way, prepare the path), an intimate work scored for four voices, oboe, bassoon, strings and continuo consisting of two recitatives, three arias and a final chorale. The concert ends with BWV 147 Herz und Mund und Tat und Leben (Heart and Mouth, Deeds and Life), the best known of Bach’s reworkings of an earlier Weimar cantata. The pre-Christmas excitement is captured in the glorious opening chorus by the fanfare-like opening section for orchestra.

HörprobenHörproben SDG 162

DG 162 disc 1 –

1.  Nun komm, der Heiden Heiland BWV 61
– no. 1 Coro (Ouverture)

Stream Audio

19.  Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen BWV 36
– no. 7 (Aria): Soprano
soloist: Joanne Lunn

Stream Audio

SDG 162 disc 2 –

1.  Wachet! betet! betet! wachet! BWV 70
– no. 1 Coro

Stream Audio

12.  Bereitet die Wege, bereitet die Bahn! BWV 132
– no. 1 Aria: Soprano
soloist: Brigitte Geller

Stream Audio

Cantatas for the for the First Sunday in Advent

BWV 61 – Nun Komm, der Heiden Heiland I
BWV 62 – Nun Komm, der Heiden Heiland II
BWV 36 – Schwingt freudig euch empor

(recorded: St. Maria im Kapitol, Köln)

Soloists: Joanne Lunn | William Towers
Jan Kabow | Dietrich Henschel

Cantatas for the Fourth Sunday in Advent

BWV 70 – Wachet! betet! betet! wachet!
BWV 132 – Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!
BWV 147 – Herz und Mund und Tat und Leben

(recorded: Michaeliskirche, Lüneburg)

Soloists: Brigitte Geller | Michael Chance
Jan Kabow | Dietrich Henschel

The Monteverdi Choir | The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner

Click here for a French Translation of the sleeve notes.

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

Click here for the English sleeve notes.

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© 2009 Soli Deo Gloria, all rights reserved


Gruß

Volker

P.S. Aktualisiert am 24.9.2009 um 21:45 h

Es gibt seit dem 23.9.2009  eine offizielle Präsentation vom Label Soli Deo Gloria auf YouTube. (sdgrecordings) Die erste Veröffentlichung ist das Video vom Bachfest 2008 aus Köthen mit dem Brandenburgischen Konzert.

Link: http://www.youtube.com/user/sdgrecordings

oder

http://www.youtube.com/watch?v=FYWB4R25Gs8#mce_temp_url#

Grüße Volker

Bachfest Leipzig 2010 – Bach – Schumann – Brahms


Flyer: Bachfest Leipzig

Flyer: Bachfest Leipzig

Hallo zusammen,

über das Konzert in Königslutter habe ich bis jetzt noch nichts gefunden, aber schaut mal, was uns das Bachfest Leipzig 2010 nächstes Jahr zu bieten hat:

Sonntag, 20. Juli 2010
18.00 h Thomaskirche

Abschlusskonzert J. S. Bach: Messe in h-Moll, BWV 232
Solisten, The Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists,
Leitung: Sir John Eliot Gardiner
Soli Deo Gloria
Kartenpreise von 20 bis 85 €

Hier das vollständige Programm:

pdf


http://www.bach-leipzig.de/fileadmin/Bachfest/Programm_2010/Bachfestprogramm_2010.pdf

———————————————–

Eintrittskarten

für das Bachfest 2010 in Leipzig sind ab dem 15. Oktober 2009

deutschlandweit zu beziehen bei:

http://www.bachfestleipzig.de

oder

http://www.ticketonline.de

BITTE BEACHTEN SIE:

Die Veranstaltung kann leider noch nicht gebucht werden.

Der offizielle Vorverkauf beginnt am 15.10.2009 um 09:00 Uhr.

———————————————

oder Telefon für ticketonline.de:

01805-56 20 30 (0,14 € aus dem deutschen Festnetz)

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Ein schönes Wochenende
Barbara

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Besuch bei Herrn Bach 11.-14.06.09


Claudia sagt:

Kleines Bachfest-Tagebuch (Leider gibts keine Fotos dazu, weil ich den Apparat vergessen habe)

Die Initialzündung zu diesem Besuch hatte mein Mann gegeben, der sich entschloss mit 3 Klempner-Kumpels an diesem Wochenende zum 24h Rennen nach Le Mans zu fahren. Das Hirn und jegliche Attribute der Zivilisation sollten also zuhause bleiben. Inshallah.

Volker-sei-Dank bin ich beim Surfen auf den Bachfesttermin gestoßen, da dachte ich, das wäre doch zum Zuhause-Rumsitzen eine echte Alternative. Nach dem Studium des Programms habe ich mich dann für 2 Konzerte entschieden, die ich auf jeden Fall im Vorfeld buchen wollte, den Rest würde ich vor Ort entscheiden. Noch schnell eine akzeptable Absteige gebucht (die erlebe ich sowieso nur in geistiger Abwesenheit…) – und vorgefreut!

Der ICE ist pünktlich und bringt mich fix nach L.E.. Im Zug gibt es auf Kanal 1 Haydns Schöpfung und Händels Alcina sowie eine Jazzplatte. Es läuft natürlich die Jazzplatte, ich hätte jetzt doch mehr Lust auf Händel. Ich setze die Kopfhörer wieder ab und schmökere in meinem Leipzig-Führer. Wehmütig denke ich an meine Konzerte in Leipzig und Umgebung mit unserem Vokalensemble in den 90er Jahren zurück. Mein Chorleiter selbst war noch in den letzten Atemzügen der alten DDR während einer Konzertreise  in den Westen geflohen und wir durften dann mit ihm nach der Wende des öfteren Leipzig in musikalischer Angelegenheit besuchen. Damals war es jedoch noch nicht so wirklich schön, das war mir aber auch egal. Ich wollte zumindest Herrn Bach besuchen. So wie jetzt.

Der renovierte Hauptbahnhof empfängt mich mit einem hellen, modernen Flair, wobei es ein bisschen provinzieller zugeht und nicht so hektisch wie in Berlin. Eine grandiose Synthese aus Moderne und Eklektizismus. Das ist schon was anderes als Wuppertal (das ist übrigens der Bahnhof, den ich mit Abstand als den Häßlichsten in ganz Deutschland küre) oder Essen! Das Bachfest ist mit Plakaten auch hier schon allgegenwärtig. Dekadenterweise lasse ich mich mit einem Taxi ins Hotel bringen. Es empfängt mich ein sozialistisches Rudiment mit Segelohren und Ganzkörperbrille. Schnell eingecheckt, die Klamotten abgeladen und ab in die Straßenbahn wieder in die City zurück, schliesslich ist es schon 17.00 Uhr, in einer Stunde beginnt der „Elias“! Als ich an der Haltestelle „Thomaskirche“ aussteige, packt mich schon leichtes Gänsehautfeeling, schliesslich stehe ich auf dem Arbeitsplatz des Meisters! Ich lasse mich auf das Vabanque-Spielchen mit Restkarten für einen Zehner ein und tröste mich damit, an dem Wandelkonzert in diversen Einkaufszentren teilzunehmen,-wenn es nicht klappt. Aber es klappt. Der Platz ist sogar gar nicht so schlecht. Meine Nachbarn haben 57,-Euro gezahlt.

11.06.09 / 18.00 Uhr ELIAS Thomaskirche+Wandelkonzert

Nach ein paar Reden und der Bekanntmachung wieviel Prominenz zugegen ist, gehts dann endlich los. Elias von Hanns Müller-Brachmann gesungen, hat eine kräftige, voluminöse Stimme wie es sich für den Propheten geziemt. Diese merkwürdige Akustik der Thomaskirche ist für jeden Sänger eine absolute Herausforderung. Zwar läßt der Hall bei vollbesetztem Haus nach, dafür ergibt sich ein anderes Problem, es wird total trocken und man muss die Töne in den Raum „hineinspucken“. Einige Tempi sind sehr flott, sind aber im Gesamteindruck durchaus stimmig. Bei Mendelssohn ist halt auch vieles unmissverständlich auskomponiert, so dass grobe Interpretationsabgründe fast ausgeschlossen sind. Die Frauen IngerDam Jenser und Anna Grevelius singen makellos, sind aber nicht so charismatisch, dass sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der TenorJames Taylor ist weltklasse, die widrigen Umstände mit dem schwierigen Raum merkt man ihm nicht an. Immer wieder herrlich ist diese ironische Art von Mendelssohn, wie er sich über die Baal-Propheten lustig macht (hinkt um den Altar, den ihr gemacht), wie man allerdings die Feinde „mit dem Schwert erwürgt“ , hat sich mir noch nicht ganz erschlossen. Ich tauche völlig in die Musik ab und lasse mich mitnehmen, alles scheint vergessen, sogar mein Hintern, der auf diesen folterähnlichen Sitzen eingeschlafen ist. Nach ergiebigem, verdienten Applaus verlasse ich das Heiligtum und schwebe -nun 10cm-vom Boden- desorientiert in die Stadt. Der Strom trägt mich in den letzten Rest des Wandelkonzertes in „Specks Hof“. Leider höre ich nur noch von Händel „Meine Seele hört im Sehen“, gesungen von der zierlichen Christine Mothes mit dem Ensemble Litencia.  Die Stimme ist dicht und warm und man nimmt ihr den pantheistischen Geist dieses Stückes 100% ig ab. Diese Einkaufspassage ist schon ein recht interessanter Ort für eine solche Aufführung, leider sind die anderen Stationen des Wandelkonzertes bereits verwaist, so dass ich mich auf den Weg zu einer gastronomischen Lokalität aufmache. Das hatte ich über die Musik völlig vergessen.

12.06.09 / 9.30 Uhr METTE Ev. reformierte Kirche

Als allererstes leihe ich mir ein Fahrrad am Bahnhof, damit ich noch effizienter alle Konzertstationen abfahren kann und nebenbei vielleicht mir einige perfekt restaurierte Bürgerhäuser ansehen kann. Petrus ist heute eher auf Seite der Natur als auf der, der Bachfestbesucher und es schüttet phasenweise. Vor der Kirche treffe ich ein holländisches Ehepaar, die auch nach Bach-Fans aussehen. Ich quatsche sie spontan an. Die Glücklichen verbringen allerdings das ganze Bachfest in Leipzig.

Zu Gehör kommen geistliche a-cappella-Gesänge von ebenfalls mit Leipzig dicht verbundenen Komponisten, Felix Mendelssohn, Max Reger und H. Schütz. Das Ensemble Vocalphonie besteht aus 6  jungen Leuten, die mit großer Leichtigkeit und ohne viel Pathos die Meilensteine des Chorgesangs interpretieren. Ich nenne hier einfach mal die größten Knaller: Morgensang / Führe mich auf dem Pfad Deiner Gebote / Nachtlied -Reger, Herr, auf Dich traue ich / Die Himmel erzählen die Ehre Gottes – Schütz, Hebe Deine Augen auf -Mendelssohn. Das „Hebe Deine Augen auf“ hat mir noch viel besser gefallen als gestern, wobei der Rahmen hier natürlich auch viel intimer ist mit nur 2 m Abstand zu den Künstlern. Der glockenreine, unaufdringliche Sopran von Franziska Misch schwebt stets engelgleich über dem Klanggepflecht.

Der dicke Leipzigführer, den ich immer in die Seitentasche der Jeansjacke stopfen muss, nervt mich. Ich fahre zum Thomasshop und erstehe eine Umhängetasche mit dem Bach-Aufdruck und noch einen Kugelschreiber. Wenn ich schon etwas kaufen muss, möchte ich schliesslich die richtigen Stellen damit unterstützen. Ausserdem schreibt es sich mit einem Bach-Kuli eindeutig besser.

11.30 Uhr Ausgezeichnet! J.S.Bach-Preisträgerin 2008 Marie Friederike Schöder – Sopran

Das ist für mich ein absoluter Höhepunkt bei diesem Bachfest, schon der Aufführungsort, die alte Handelsbörse, ist ein der Kunst würdiger Ort. Ich pflanze mich in Reihe 3 und sitze neben Ehepaar Hering aus Kassel, mit denen ich ein nettes Gespräch führe. Also Kontaktprobleme hat man hier wirklich nicht.

Als erstes hören wir vom Leipziger Barockorchester ein Telemann Concerto D-Dur, dann kommen aus Händels „9 deutschen Arien“ 4 Stücke (meine Seele hört im Sehen, Die ihr aus dunklen Grüften, Süße Stille-sanfte Quelle, Singe Seele Gott zum Preise), die schon äußerst virtuos und im Ausdruck sehr vielschichtig sind. Der Oberknaller ist allerdings BWV 51 Jauchzet Gott in allen Landen, die von allen Ausführenden gleichermaßen hohe Kunstfertigkeit verlangt. Aber Frau Schöder ist Profi und es klingt einfach nur super, mühelos meistert ihre Stimme die Höhe, und auch im Tempo wirkt sie nie gehetzt oder überfordert. Auch Ute Hartwich als Trompeterin steht ihr in nichts nach und rundet den Gesamteindruck positiv ab.

Es ist 13.00 Uhr und es ist tatsächlich erst mal bis 17.00 Uhr Pause. Ich esse einen schlechten, aber preiswerten Salat bei einer Fastfoodkette und fahre ein wenig durch die Innenstadt. Helmut Kohl mit seinem Zitat, dass im Osten „blühende Landschaften entstehen werden“ kommt mir in den Sinn. Selbst der fiese Unibau der früheren Karl-Marx-Uni weicht einem nagelneuen Gebäude. Der „steile Zahn“ heisst jetzt Cityhochhaus (wie langweilig) und beheimatet den MDR. Es zieht mich allerdings immer wieder in den Thomaskirchhof. Ich fühle mich trotz der -zig Besucher dort wie in einem Refugium über das Bach selbst schützend seine Hände ausbreitet.

17.00 Uhr Thomaskirche Motette-Das Bach Revival von Mendelssohn.

Langsam füllt sich der Vorplatz aber keiner weiss so recht, ob das Konzert jetzt hier draußen startet. Christoph, ein Kantor aus dem Hessischen spricht mich an. Ob ich wisse, ob man hier anstehen müsse. Nee… Offensichtlich werden die Besucher in die Kirche gebeten. Da es unten schon ziemlich voll ist, nehmen wir den Klo-Durchgang durch die Katakomben zur Empore. Das ist mal ein echter Geheimweg. Wir setzen uns direkt vor den Chor auf der gegenüberliegenden Empore.

Man hat das Repertoire dieses Best-Of-Konzertes nach bestem Wissen wieder rekonstruiert, Felix hat ein buntes Pottpourrie aus echten Bach´schen Zutaten gemixt. Nach 2 Chorälen (Ein feste Burg ist unser Gott / Nun lob mein Seel den Herren) singen die Thomaner die Motette „Singet dem Herrn“Ebenso sind „Ich will bei meinem Jesu wachen“ aus der Matthäus Passion und auch das „Sanctus“ aus der H-Moll Messe vertreten. Was mir besonders gut gefällt, ist die Motette „Ich lasse Dich nicht BWV Anh. III 159“ die in ihrer schlichten Anmut von dem Super-Chor von Gotthold Schwarz etwas archaisches hat und mich ein wenig an BWV 4 erinnert. Kannte ich vorher nicht. Ein ungewöhnliches Abenteuer sind auch die Orchesterstücke wo in romantischer Manier ein frisch restaurierter Wieck-Flügel erklingt. Das sieht in einer Kirche auf der Empore etwas gewöhnungsbedürftig aus, aber genau den gleichen Eindruck hat vielleicht Mendelssohns schwärmerische Musikauswahl hinterlassen, die bearbeitet und gekürzt auf ein verständliches und zumutbares Maß von romantischem Barockverständnis einem breiten Publikum zugeführt werden sollte. Um mit den Worten von Georg Christoph Biller zu sprechen, „es ist wichtig, dass auch wir wie Mendelssohn sind, wir müssen für unsere Musik brennen“. Die Rede hat mich sehr bewegt.

20.00 Uhr Nicolaikirche-Kantatenkonzert

Das Konzert beginnt gleich mit einem Hammer, die Kantate „Ich habe genug (oder genung)“. Matthias Görnes voluminöser Bass lässt keine Wünsche offen, auch wenn die Raumakustik hier wieder ihren Tribut fordert. Aber das tut der glanzvollen Aufführung und diesem wunderschönen Stück keinen Abbruch. Er ringt seinem Zwerchfell die Töne mit Hilfe tänzerischer Hilfsbewegungen ab,  die -wie ich finde- Rückschlüsse auf seine sexuelle Gesinnung zulassen, ebenso die Theatralik mit der er sich in den Gesangspausen die Augenbrauen zusammenschiebt („Griff ans Diadem“). Er ist schon von sich sehr überzeugt, Christoph tituliert das hinterher etwas abfällig mit „Lackaffigkeit“. Das ist nicht unzutreffend! Nicht zu vergessen sei an dieser Stelle sei Susanne Wettemanns Oboenspiel, das in ständiger Zwiesprache mit dem Bass steht. Bei der abschliessenden Arie „Ich freue mich auf meinen Tod“ schmelze ich total dahin. So ein geiler Groove und so ein Tempo. Mein Mann und ich sind selbständig und manchmal leide ich unter dem existenziellen Druck, dass ich mir in ganz dunklen Momenten wünsche, dass alles vorbei ist, es ist einfach genug. Und mit der Gewißheit, dass es aber irgendwie weitergeht und man aufgehoben ist, kann man sich auch auf den „Tod“, egal welcher Art, freuen. Die Ouvertüre in H-Moll, die danach kommt, habe ich schon ewig nicht mehr gehört, sie war so etwas wie eine „Einstiegsdroge“, ich bin wieder aufs neue beeindruckt, auch von dem rasanten Tempo Cornelia Grohmanns Flöte. Leider reisst dem Konzertmeister Albrecht Winter dann die E-Seite seiner Geige, aber fast unmerklich tauscht er mit der 2. Geige das Instrument, das nenne ich Profis.

Nach „Der Friede sei mit Euch“ und der „Kreuzstabkantate“ endet das Konzert mit dem düsteren Choral „Komm o Tod, Du Schlafes Bruder“, wobei ich mich frage, was der Interpretationsansatz für diese von Fermaten zuschnittene eher abgehackte Darbietung sein soll? Das ist eines meiner klassischen Gänsehaut-Stücke, ich spüre jedesmal durch die Musik wie die Hand des Todes nach einem zu greifen scheint, schade, dass der Zusammenhang der Worte so jäh auseinander gerissen wurde. Ansonsten war es einfach nur geil und hätte stundenlang so weitergehen können (die nächsten Stunden hätte ich dann aber nur mit einem Sitzkissen überstehen können, liebe Merchandising-Experten, wie wäre es mit einem handlichen Bach-Sitzkissen, das in jeden Stoffbeutel passt?)Langanhaltender Applaus belohnt die Ausführenden. Mein Banknachbar hat eine totale Fahne (Herrscher des Himmels erhöre das Lallen…), wir geben Standing Ovations und er raunt mir etwas von sauberer Intonation ins Ohr. Jawohl, da stimme ich ihm nüchtern zu!
Nachdem ich mit Christoph noch einen Absacker getrunken habe und wir unseren vernachlässigten Magen noch zu später Stunde bedient haben, mache ich mich mit meiner Fietze auf ins Hotel. Ganz schön schattig in Leipzig.
13.06.09 / 9.30 Nicolaikirche Mette
Leider habe ich das Programm irgendwo vergessen, dass ich die Eindrücke irgendwie aus dem Gedächtnis rekonstruiren muss. Die Stücke versetzen mich in die Anfänge meines aktiven Chorgesangs, Mendelssohns geistliche Gesänge für Alt/Sopran + Chor (Herr wir trauen auf Deine Güte, Hör mein Bitten), die ich mir damals schon fast leidgesungen hatte. Bei „Deines Kinds Gebet erhöre“ fängt hinter mir eine Frau hemmungslos zu weinen an. Was sie wohl gerade erlebt hat? Ja, es gibt in dieser manchmal kalten Welt ein Bedürfnis nach tiefer Sinnlichkeit, aber man muss es auch geschehen lassen, dass das Gefühl über einen hereinbricht.
„Singet dem Herrn“, Bachs Motette wird vom Altar vorgetragen, witzig ist, die Reaktionen der Chorsänger nach den Läufen der „Kinder Zion“ oder „Lobet den Herrn“ zu beobachten… Da wird aufgeatmet, die Hände werden ausgeschüttelt, die Augen gerollt. Ja, ja, einfach kann halt jeder!
Bis zur Motette um 3 ist es noch ein bisschen hin, das Wetter ist super, aber zu einem Einkaufsbummel habe ich auch keine Lust, schliesslich muss man dann den ganzen Tag die ollen Taschen mit sich rumschleppen. Nahrungsaufnahme? Unnötig. Also frage ich im Foyer der alten Handelsbörse, ob es noch Karten für den Cello – J.S.Bach Preisträger 2008 gibt. Ich schwatze der Dame eine Rentnerkarte ab, obwohl diese Berechtigung für mich noch in 30 jähriger (oder längerer) Ferne liegt. Wenn ich mich nicht recht täusche sitze ich auf dem selben Platz wie gestern. Von Cello-Musik muss ich ja gestehen, habe ich wirklich keinen Durchblick. Es fällt mir lediglich die Doktorarbeit von unserer Freundin Sabrina ein, die sie über Berufskrankheiten von Musikern geschrieben hat. Die Berufskrankheit der Cellisten sei Impotenz. Ich überlege, dass Bach höchstwarscheinlich nur selten Cello gespielt hat.
Neben mir sitzt Werner aus Münster, ein netter End-Fuffziger, der wie ich in einem guten Chor gesungen hat, da stimmt die Wellenlänge. Da das Konzert beginnt, verabreden wir uns hinterher auf einen Kaffee.
13.06.09 / 11.30 Ausgezeichnet! Philip Higham / Cello
Das erste Stück ist von Bach die G-Moll Sonate, ein Stück in Form des 3-sätzigen ital. Concertos aufgebaut und verlangt vom Solisten schon einiges ab. Verzückt schliesst Higham an besonders genussvollen Stellen die Augen.
Das B. Britten Stück OP72 würde ich jetzt spontan nicht zu meinen Lieblingsstücken küren, zeigt es aber doch in recht virtuoser Weise, was auf dem Cello möglich ist. Es ist aus der Freundschaft Britten mit M. Rostropowitsch hervorgegangen, der hohe Schwierigkeitsgrad dieses Stückes wird gebührend beklatscht.
Weiterhin kommen 2 Mendelssöhne zu Gehör, Variations concertantes D-Dur und Sonate D-Dur, das liegt mir etwas näher. Komponiert in Berlin sowohl für seinen ambitionierten Bruder Paul, als auch für die geistige Elite, die sich im Salon seines Vaters Abrahams zu den sog. Sonntagsmusiken einfanden. Rasant, sanglich, virtuos präsentiert sich diese Musik. Also an die Cellomusik lohnt es sich garantiert heranzutasten.
Ohne die künstlerische Leistung zu schmälern,  lasse ich jetzt die Motette um 15.00 Uhr, das Orgelkonzert im Gewandhaus um 17.00 Uhr und das MDR Konzert 20.00 Uhr mit Liedern von Schumann und Wolf, sowie Haydn Quartetten unrezensiert, obwohl mir letzteres vom Aufführungsort im alten Rathaus, diesem intimen Rahmen, sehr gut gefallen hat. Hinterher habe ich mich mit Werner und seinem Ex-Sänger-Kollegen aus Münster, Roland, ein Wahl-Dresdner, auf dem Augustusplatz zu Nigel Kennedy getroffen. Der Augustusplatz ist brechend voll und ohne Handy hätte ich die beiden nie gefunden. Roland ist eine ziemliche Sahneschnitte, warscheinlich Anfang 40 (ich frage ja nicht nach dem Alter)und es ist ein wirklich netter Abend mit den beiden. Kennedy hat warscheinlich auch schon ein paar bekiffte Jahre hinter sich, die Musik ist aber sehr vielseitig, wobei manchmal das Genre schlecht rauszuhören ist. Manchmal ist es jazzig, dann mal wieder Klassik, oder auch Folk, als ich noch nicht da war, hätte er tatsächlich gesagt, alles wäre original Kennedy, no fucking Bach. Selbst wenn ich dieses Adjektiv unehrenhaft und überflüssig finde, ist es mir egal  für Bach bin ich ja nicht zu Mr. Kennedy gekommen.
Sonntag, 14.06.09 / 09.30 Gottesdienst Thomaskirche
Ich sitze mit Werner wieder auf der Empore, neben mir sitzt leibhaftig Rudi Carrell, erfahrener Bachfestbesucher mit eigenem Sitzkissen! Und auf los gehts los.
Im Zentrum des Gottesdienst zum 1. Sonntag nach Trinitatis (Lukasevangelium von Lazarus)steht Bachs grandiose Kantate „O Ewigkeit, du Donnerwort“ und eine tief berührende Predigt von Pfarrer Chr. Wolff.
Schroff und verwirrend wird von Bach die Ewigkeit, in der der einst Reiche Mann umherzuirren scheint, dargestellt. In diesem Stück gibt es keine Erlösung. Grandios das Leipziger Barockorchester unter Philipp Amelung und Susanne Krumbiegel als wirklich kräftiger und Thomaskirchentauglicher Alt (das ergreifendste Stück ist für mich „O Mensch errette Deine Seele“).
In der Predigt gelingt es Herrn Wolff einen sehr nahen Realitätsbezug zu Lazarus damals und heute herzustellen. Er verknüpft die Geschichte mit der aktuellen Wirtschaftskrise, den Bankenbossen und den Verlierern unserer Gesellschaft. Leider muss ich nach dem 2. Teil der Kantate fluchtartig die Kirche verlassen, da mein Zug warscheinlich nicht auf mich wartet.
Hinter mir liegt ein Wochenende, das mich hat den Alltag völlig vergessen lassen. Obwohl ich noch nie eine derartige Reise alleine angetreten habe, würde ich es immer wieder so machen. Man lernt spontan so viele Leute kennen, die man in anderen Konzerten oder in Leipzig immer wieder trifft. Vielleicht ist der Bericht zu lang geworden. Aber dieser Besuch hat mit seinen Menschen und seinen Erlebnissen eine derartige Dynamik angenommen, dass es sich nicht bloss auf die Musik reduzieren ließ.
Aufwiedersehen Leipzig, Sebastian, bis nächstes Jahr, à Dieu.

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Bachfest Leipzig 2009 endet mit einem neuen Besucherrekord


Hallo,

das Bachfest Leipzig 2009 hat einen neuen Besucher-Rekord aufgestellt. Nach Angaben des Bach Archivs Leipzig wurde folgendes veröffentlicht:

Foto: Rathaus Leipzig mit Bachfest-Banner  (Fotorechte: V. Hege)

Foto: Rathaus Leipzig mit Bachfest-Banner (Fotorechte: V. Hege)

Das Bachfest Leipzig 2009 endete am Sonntagabend (21.6.2009) mit einer Aufführung der h-Moll-Messe in der restlos ausverkauften Leipziger Thomaskirche. Thomas Hengelbrock, der Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble sowie Solisten des Balthasar-Neumann-Chors beschlossen ein Bachfest Leipzig, das wieder einmal von Anfang an durch Konzerte von allerhöchster Qualität mit bedeutenden Künstlern aus aller Welt überzeugte.

Unter dem Motto „Bach, Mendelssohn und Reger“ lud das Bachfest Leipzig vom 11. bis 21. Juni zu 95 Veranstaltungen in die Musikstadt ein. Zwei Jubiläen – der 200. Geburtstag Felix Mendelssohn Bartholdys und die 600-Jahrfeier der Universität Leipzig, deren Musikdirektor Max Reger ab 1907 war – prägten das Bachfest-Programm in diesem Jahr. „Das Bachfest 2009 war ein großer Erfolg. Das Programm, die geschickte Dramaturgie und erstklassige Künstler haben uns Mendelssohn und Reger aus der Perspektive Bachs gezeigt. Das war mit Überraschungen und Aha-Effekten verbunden, die nur ein Musikfestival wie das Bachfest leisten kann. Das Publikum hat es begeistert aufgenommen“, resümiert Dettloff Schwerdtfeger, Geschäftsführer des Bach-Archivs Leipzig.

Die vorläufige Auswertung der Besucherzahlen ergibt insgesamt deutlich mehr als 60.000 Besucher in den 95 Veranstaltungen des Bachfests. Davon wurden knapp 12.000 Besucher bei den beiden Open-Air-Konzerten auf dem Augustusplatz gezählt, gut 8.000 verfolgten den Auftritt von The Nigel Kennedy Quintet.

Foto: Thomas Hengelbrock, und der Balthasar-Neumann-Chor H-Moll_Messe

Foto: Thomas Hengelbrock, und der Balthasar-Neumann-Chor mit der H-Moll-Messe zum Abschluss des Bachfestes 2009 in der Thomaskirche (Fotorechte: MOTHES)

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Eine Presse-Rezension zum Bachfest 2009 ist als PDF einsehbar, siehe nächste Zeile:

Presse-Rezension Bachfest 2009 Leipzig

Neue Angaben zum Bachfest Leipzig in 2010

Das nächste Bachfest Leipzig findet vom 11. bis 20. Juni 2010 in Verbindung mit dem 85. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft e. V. statt und steht unter dem Motto „Bach, Schumann und Brahms“. Erwartet werden unter anderen Renaud Capuçon, Kammerorchester Basel, Paul McCreesh, The Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists, Sir John Eliot Gardiner, András Schiff, Margarita Höhenrieder, Collegium Vocale Gent, Philippe Herreweghe, Northern Sinfonia, Thomas Zehetmair, Riccardo Chailly.

Weitere Angaben vom BachArchiv:

Link: http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=305&tx_ttnews[tt_news]=238&tx_ttnews[backPid]=23&cHash=688bb4a429

Bilder vom Bachfest 2009; Link: http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=691

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Freuen wir uns auf spannende Aufführungen beim Bachfest 2010 in Leipzig.

Gruß

Volker

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News vom Bachfest Leipzig 2009


Hallo,

Joseph Haydn (1732 - 1809)

Joseph Haydn (1732 - 1809)

Ein Konzerterlebnis vom Bachfest Leipzig 2009 – Live vom MDR-Figaro steht an:

Mit Joseph Haydns „Missa in angustiis“ für Soli, Chor, Orchester und Orgel geht die MDR-Konzertsaison ins Finale. Aufgeführt wird die populärste Messe des Wiener Klassikers mit hochkarätigen Sängern: Annette Dasch (Sopran), Hermine Haselböck (Alt), James Taylor (Tenor) und Stephan Genz (Bariton) konnten für das 8. Rundfunkkonzert am 16. Juni, 20:00 Uhr im Leipziger Gewandhaus gewonnen werden.

An diesem Abend werden außerdem Werke von von Edison Denissow und Daniel Smutny zu hören sein. MDR FIGARO überträgt die Aufführung unter der musikalischen Leitung von Howard Arman live am 16.6.2009 um 20 Uhr.

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In loser Reihenfolge werde ich in den nächsten Tagen interessante Interviews von dem Bachfest Leipzig 2009 in diesem News-Hauptbeitrag zur Verfügung stellen.

In diesem Beitrag ist Sir J.E. Gardiner als Name gefallen, hört es euch bis zum Schluss einmal an, es ist z.B. eine Hammer-Aussage zu Gardiner gefallen, wenn das Wirklichkeit würde – wäre es ein Highligth….!!

Interview: Das Besondere am Leipziger Bachfest vom 12.6.2009 MDR

Flyer vom Interview: Das Besondere am Leipziger Bachfest vom 12.6.2009 MDR

Nachstehend die Webseite aufrufen zum Interview:

Link: http://www.mdr.de/mediathek/suche/6435423.html

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Zusatz-Bonbon: ein Video zur Bacheröffnung Leipzig 2009

Flyer: Video des MDR Bacheröffnung Leipzig 2009

Flyer: Video des MDR Bacheröffnung Leipzig 2009

Link zum Video des MDR: http://www.mdr.de/mediathek/suche/6435116.html

Viel Spaß beim Hören und Sehen.

Grüße

Volker



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